Wenn „Jugend muss durch Jugend geführt werden“ aktuell zu einer Anklageerhebung im antifaschistischen Gießen führt, stellt sich der Kopf fast automatisch auf Satire ein. Doch es handelt sich um Realität. Ich vermeide es, an dieser Stelle zu erwähnen, das der inkriminierte Spruch nicht aus der HJ, sondern aus der Jugendbewegung stammt, und verschwiege, wie viele Reise-Führer in meinem Regal über die Reiseliteratur stehen, die sich nicht scheuen, den verpönten Führer in ihrem Titel zu erwähnen, doch gesagt haben will ich es wenigstens, wenn auch mit Abscheu, liebe Antifa-Genossen, wohl bedenkend, dass die Nazis (die echten) auch den Volks-Genossen und den Partei-Genossen (PG) stets im Munde führten.
Nazi-Riecherei (2): Bleibt die Frage, was hier in den Köpfen vorgeht? Ich nehme an, dass nach dem Aussterben der letzten Übeltäter ein Kulissenwandel notwendig geworden ist. Jetzt geht man in Ermangelung von sog. Menschenmaterial gegen die Täter-Sprache vor. Das ist das Deutsche, denn merke: diese Leute sprachen deutsch.
19. Oktober 2026
In Frankreich gibt es eine Allianz aus islamischem und linkem Pöbel, welcher die Innenstädte verwüstet. Die Randale hat auch nach Norditalien übergegriffen. – Deutschlands Führungskräfte diskutieren derweil das, was sie Klima-Fragen nennen.
Wochenende (2): Es fand der größte bisherige Drohnenangriff auf St. Petersburg statt. Die Aussagen über die angerichteten Schäden und die abgeschossenen Drohnen differieren wie üblich. Wenig diskutiert wird das Offensichtliche: Die Drohnenschwärme kamen aus dem polnischen und estnisch-lettisch-litauischen Luftraum. Dortige Medien und auch Offizielle kommentieren es mit Behagen.
Der Ex-CIA-Offizier und jetzige Kriegsanalytiker Larry Johnson berichtet über seinen Auftritt im UNO-Sicherheitsrat in New York, wohin er als Sachverständiger von den Russen eingeladen worden war. Sein Thema waren die Ziviltoten des Ukraine-Konflikts. Es stellte anhand von Opfer-Zahlen in Abrede, dass der Russe es auf das Töten von Zivilpersonen absehe, wobei er nicht ausließ, dass die ukrainische Seite mit dem Töten von Russen auf ihrem Territorium in den 2010er Jahren begann. Die anwesenden Europäer (DK, F, LT, GR) hätten daraufhin wüst gepöbelt, der Vertreter der USA, der sich früher feindselig verhalten habe, war plötzlich völlig zurückhaltend.
18. Oktober 2026
Was soll ich sagen, ohne bei den ein oder zwei Lesern meines Sudelbuchs anzuecken? Soll ich wirklich notieren, was mich morgens amüsiert? Und das bei der Weltlage. Okay, versuchen wir’s mal mit dem, was ich heute Morgen in den Leserbriefen der Zellerzeitung vorfand: „Völlig überraschend ist der Russe nicht in Deutschland eingefallen. Der Vorfall ereignete sich gestern an der Grenze zu Polen und löste eine Panik aus. Die einfallslosen Grenzbeamten ergriffen die Flucht; sie mussten später psychologisch betreut werden. Auch in Berlin ist der Schock über das Ereignis deutlich zu spüren. Friedrich Merz nannte das Ausbleiben der russischen Invasion „völkerrechtswidrig“ und kündigte eine weitere Verschärfung der Sanktionen an. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beklagte die notorische Unzuverlässigkeit der Russen, die in diesem Fall sogar den Kampf gegen rechts sabotiert habe.“
Ostfront (2): In der Realität hat in der vergangenen Woche der Russe seine massiven Luftangriffe gegen die Energie- und Wirtschafts-Infrastruktur fortgesetzt. Lokale Schwerpunkte waren die Oblaste Kiew und Charkow. Auffällig ist die jetzt selbst von der ukrainischen Seite lautstark beklagte Hilflosigkeit. Die Beobachter rätseln, ob diese durch das mutwillige Abschalten der amerikanisch betriebenen Starlink-Zugänge verstärkt wurde. Feindobjekte, die sich schneller als mit 120 km/h bewegen, werden nicht mehr fortlaufend erfasst. Auf diese Weise wird auch das Operieren der ukrainischen Offensiv-Drohnen zum ungelenkten Lotterie-Spiel. Die Frage ist, ob dies nachhaltig geschieht, dann ist der Krieg in überschaubarer Frist zu Ende, oder ob es lediglich ein Probeschuss ist, um den kleinen Mann aus Kiew zum Einlenken zu zwingen, was das Beenden des Beschusses der russischen Öl-Infrastruktur anbelangt, so wie der Don es (bislang vergeblich) verlangt hatte.
Ostfront (3): Der nach dem Motto Not-kennt-kein-Gebot abgeschlossene Diesel-Deal zwischen den USA und dem Erzbösewicht Putin, bei gleichzeitiger Aufhebung der jüngsten, jedoch noch nicht in Kraft getretenen Russland-Sanktionen, ist ein Schlag ins Gesicht der Kriegshetzer sowohl in den USA selbst als auch in EU-Europa. Das ganze Manöver ist auf die Hektik der bevorstehenden Zwischen-Wahlen in den USA ausgerichtet, die – das dämmert jetzt auch den hartnäckigsten Trump-Fans – an den Zapfsäulen entschieden werden. Bis jetzt wurde der Wählerverlust durch bombastische Erklärungen bekämpft. Doch vielen, allzu vielen schwant wohl allmählich, dass dieser optimistische Propaganda-Radau eine allzu kurze Halbwertzeit hat. Denn…
Naher Osten: Die Angriffe der Huthis (Ansar Allah) gegen Saudi Arabien und den von ihm beherrschten Süden des Jemen gehen ungeschmälert weiter. In der vergangenen Woche lagen die Schwerpunkte der Raketen- und Drohnen-Angriffe erneut bei der saudische Öl-Infrastruktur und dem Flughafen von Aden (südliche Küste des Jemen), jetzt das Zentrum der angeblichen Regierungstruppen. Die politische Lage der Saudis wird heikel. Beim amerikanischen Militäranalysten Larry C. Johnson (SONAR 21) finde ich die hier raubkopierte Lagekarte zur saudischen Öl- und Erdgas-Industrie:
Naher Osten (2): An der Iran-Front begnügten sich beide Seiten in der vergangenen Woche mit Kraftprotz-Meierei. Lediglich das Schiffeversenken in der Straße von Homus ging im Tagestakt weiter. Wer da sonst noch so fährt, wird das kaum im Lichte er Öffentlichkeit tun, aber er tut dies offensichtlich mit Genehmigung der Perser – und das nach Ablieferung eines prallen Geldköfferchens.
Es gibt Männer, die unterscheiden Frauen in solche, an denen sie sexuell interessiert sind, und jene, an denen sie nicht interessiert sind. Manchen von ihnen sieht man das an der Nasenspitze an, die anderen nennt man zivilisiert. Nun will es offenbar die Truppenpraxis, dass nicht jeder Soldat zivilisiert ist, zumindest nicht im Sanitätsregiment 1 im nahegelegenen Weißenfels.
Weißenfels (2): An der medial verbreiteten Empörung wundert mich mancherlei. Zunächst, dass es in dem Ort ein Bundeswehr-Regiment gibt, ich dachte, da wären vor allem Windräder, wenigstens an der A 9. Auch will es mir scheinen, dass wir hier mit einem Praxistest, betreffend Gleichheitspostulat und Armee zu tun haben. Wie auch immer, jetzt werden alle Soldatinnen befragt, wann ihnen wo wer im Dienst und, man denke nur, außer Dienst an den Hintern grapschte. Werden sie – ganz im Sinne der Gleichberechtigung – auch befragt, wann wer wem schöne Augen machte? – Nur mal so: Ich bin seit vielen Jahren ein Mann und weiß, wovon ich rede. Um gezielten Missverständnissen vorzubeugen: Über Gewalt gegen Frauen lässt sich mit mir nicht reden, auch und schon gar nicht in der Armee.
Weißenfels (3): Jetzt warte ich nur noch darauf, dass einer rausfindet, dass das alles an der AfD in Sachsen-Anhalt liegt. Apropos S.-A., auch Halle an der Saale, wo in wenigen Wochen die Buchmesse Seitenwechel stattfindet (siehe https://helmut-roewer.com/news/buchmesse-seitenwechsel-die-zweite/) liegt in diesem brisanten Bundesland.
15. Oktober 2026
Von den absurden Meldungen des Inlands ragt die über die kommende Wahl bzw. Nichtwahl des MP in S.-A. heraus. Dort beschließt gestern die CDU-Fraktion, um Abweichler an der Stimmabgabe pro AfD-Mann zu hindern, vor dem Wahlgang geschlossen den Plenarsaal zu verlassen. Jetzt sieht die Situation so aus: Von den 83 Abgeordneten sind 42 Ja-Stimmen für die MP-Wahl nötig. Die AfD hat 39, das BSW 5, will sich aber enthalten. Tun das diese Abgeordneten, wird Ulrich Ulrichsen, oder wie immer er heißen mag, nicht gewählt. Er will nur einen Wahlgang mitmachen. Das wird er im Zweifel korrigieren müssen, sonst bleibt Sven Multi-Schulze im Amt. Im zweiten Wahlgang werden sich kaum Änderungen ergeben. Im dritten Wahlgang, an dem auch die CDU wieder teilnehmen will, ist die einfache Mehrheit der Stimmen erforderlich. Steht das BSW zu seinem Wort, weder den CDU-Mann noch den AfD-Mann zu wählen, sind von den 81 Stimmen 5 abzuziehen, es stehen also für die Mehrheit 76 Stimmen zur Verteilung an. Davon erneut 39 Stimmen der AfD, bleiben also für wen auch immer 76-39 = 37, die geschlossen einen anderen wählen müssten, was aber nicht reicht. Einzige Möglichkeit der Nichtwahl des AfD-Mannes: Der Rest entscheidet sich geschlossen für den Vorschlag des BSW, einen außenstehenden Fachmann zum MP zu wählen. Das wird auf jeden Fall lustig, denn der müsste ein anerkannter Regenbogenmann sein. Man soll also nie nie sagen.
Gestern war zum zweiten Mal eine Sitzung des neuen Landtags in S.-A., in der es um eine Debatte zur Friedenspolitik und die Beendigung der Ukraine-Hilfe auf Antrag von AfD und BSW ging. Den einschlägigen Landtagsbeschluss, den er beschämend nannte, will CDU-Multifunktionär Schulze nicht ausführen. Ich schlage vor, dass er sich sicherheitshalber auch noch zum Vorsitzer des Verfassungsgerichts ernennt, denn so geht Unseredemokratie. Der ÖR berichtete nur unzusammenhängend und fand die schon länger zurückliegende Anhörung im Thüringer Landtag zu einem AfD-Verbot und den einschlägigen Auftritt des TV-Clowns Hape Kerkeling wichtiger. Gewissdoch, so isset. Das kann alles weg.
Gestern fanden – fast möchte man resignierend sagen: die üblichen – Raketenangriffe auf die Ziele der Energie-Infrastruktur in der Ukraine statt. Kiew ohne Strom, Charkow ohne Heizung. Neu hingegen: Die Angriffe kamen ohne die übliche Vorwarnung praktisch aus dem Nichts. Bedeutet entweder, dass der Russe neue kaum zu ortende Waffen einsetzte, oder dass der Ami nicht warnen wollte, um den kleinen Mann aus Kiew in die Knie zu zwingen. Wie auch immer, es bedeutet, dass das große Abkommen-Geklingel aus dem Weißen Haus vom Wochenbeginn nichts als heiße Luft war. Aber das ist nun wirklich nicht neu.
Das durch russischen Raketenbeschuss schwer beschädigte Wärmekraftwerk 5, Trypilskaja im Oblast Charkow (Quelle unbekannt).
14. Oktober 2026
Eine vorsichtige Zusammenschau der Ereignisse auf der arabischen Halbinsel öffnet den Blick auf einen dritten aktuellen Stellvertreterkrieg, der – wie sollte es auch anders sei – mit den beiden anderen (Ukraine und Iran) eng zusammenhängt. Die Bataille Jemens (bzw. Huthi = Ansar Allah) vs. Saudi Arabien ist ohne das Sponsering von zwei Weltmächten, so wie jetzt zu sehen, nicht denkbar. Auf der saudischen Seite sind es die USA, auf der jemenitischen ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit China. Beide Hintergrundmächte treibt die Begierde auf das arabische Öl voran. Es sieht im Moment so aus, als habe die chinesisch-jemenitische Seite die Nase vorn.
Arabien (2): Die Auguren sehen bereits den Sturz des Hauses Saud, vor allem dessen Alleinherrschers Mohammed bin Salman, voraus. Dessen Schreckensregime, gestützt auf eine skrupellose amerikanische Finanzelite, rückt stückchenweise ins Bewusstsein vor. – Die Gegenseite, die Huthis also, erstaunen die Welt durch ihr kompromissloses Kämpfertum. Falls sie sich durchsetzen, was im Moment so aussieht, steht bei gleichzeitigem Agieren Persiens eine Neuordnung des Nahen Ostens auf der Agenda der Weltgeschichte.
Arabien (3): Man kann leicht verstehen, dass das jetzige heikle Geschehen der amerikanischen Kolonialmacht und der Möchtegern-Vormacht Israel nicht recht sein kann, denn wenn die Amerikaner zum Abzug gezwungen werden sollten, ist das Ende Israels in Reichweite. Diese Perspektive ist in Israel bekannt. Daher rührt der dortige Wille, den Krieg auszuweiten und fortzusetzen. Bleibt zu fragen, ob es den dortigen Kräften gelingt, die zögerlichen Amerikaner erneut auf Linie zu bringen.
Arabien (4): Betreibt man eine Nabelschau, so kann den Deutschen ein Untergang des Hauses Saud nur recht sein, denn von dort aus ist der aggressivste Arm zur Islamisierung unseres Landes wirksam. Mir ist nur zu klar, dass unserer politischen Führung dieser Wink des Schicksals völlig fremd ist.
13. Oktober 2026
Es wird der Rücktritt der Bärbel Bas als Vorsitzende der SPD und als Ministerin wie ein Ereignis gefeiert. Daran ist bestenfalls zutreffend, dass beides tatsächlich geschehen ist. Sonst hat es nichts zu bedeuten. Gleichzeitig fand eine CDU-Klausur statt. Die hat auch nichts zu bedeuten. Die Koalition der Versager trottet weiter. Ihr bleibt keine andere Wahl.
Fragliches Stattfinden (2): Es dröhnt weiterhin aus dem Weißen Haus, was alles zwischen dem Don und dem bösen Putin vereinbart wurde, auch wenn Kreml-Sprecher Peskow nichts davon weiß, was nicht stimmen muss. Hinterhältig sagt er: Wenn’s was mitzuteilen gibt, dann wird er das sagen. Eines hingegen ist klar, die germanischen Kriegsbefürworter wissen vor lauter Empörung darüber, dass hier ein Deal Diesel gegen Abschaltung der Ukraine von den US-Geheimdienstdaten stattgefunden haben könnte, nicht, was sie sagen sollen. Eines jedenfalls ist klar: Der keine Mann aus Kiew sagt, er war nicht gefragt worden. Ob das nun wiederum stimmt, weiß ich nicht, doch gesagt hat er es mit Sicherheit. Klar scheint mit auch: Die russischen Angriffe gehen weiter. Angriffsziele sind derzeit die Dnjepr-Brücken.
Fragliches Stattfinden (3): Auf der arabischen Halbinsel fliegen weiterhin die Fetzen, verursacht durch Drohnen und Raketen der sog. Huthi-Rebellen. Der Don denkt über ein Eingreifen, wie er sagt, nach. Im Golf von Hormus, dem angeblich frei befahrbaren, wird im Tagestakt jeweils ein Tanker in Brand geschossen. Von amerikanischen Gegenangriffen hört man derzeit nichts, sondern nur davon, dass die diversen Israeli dies im Tagestakt lautstark anmahnen.
Fragliches Stattfinden (4): BMW will keine Verträge mit AfD-Staats-Funktionären. Das ist ein genialer Schritt, denn er dient dazu, die eigenen Nobelkarossen vor Anschlägen durch den Linkspöbel zu schützen. – Nebenbei bemerkt: Nicht jeder BMW-Fahrer – ich befürchte, unter diesen befindet sich auch der eine oder andere AfD-Wähler – befürwortet diese Firmenpolitik. Auch aus anderen Gründen nicht: Ich beispielsweise musste auf den Austausch des für feuergefährlich deklarierten Anlassers sage und schreibe zweieinhalb Jahre warten. Vielleicht musste der zunächst auf Anti-AfD-Tauglichkeit geprüft werden.
Realität: In Plauen fahren immer noch Straßenbahnen. Wenn man sich bemüht auch solche aus Gotha, von denen ich nicht dachte, dass es sie noch gibt. Das Fahren war ein längst vergessenes Geruckel und Geqietsche. Sehr unterhaltsam, wiewohl die Unterhaltung der Fahrgäste kaum möglich war.
12. Oktober 2026
Das Wochenende hatte es in sich: Reales und Propagandistisches. Was war was? Keiner weiß es so genau. Am ehesten real waren die Attacken der Huthis gegen Saudi-Arabien. Mit den Angriffen auf die Flughäfen von Riad bricht die ohnedies kaum noch glaubwürdige Legende von der saudischen Luftabwehr zusammen. Zahlreiche Tote und Verletzte sowie die Sperrungen im Luftverkehr lassen sich kaum verheimlichen. Als Fata Morgana hat sich die im Februar/März aufgestellte Behauptung von den stärksten Streitkräften am Golf in heiße Luft aufgelöst. Die Jahrzehnte andauernden und lediglich mit amerikanischer und israelischer Hilfe unterdrückten Stammes- und Religions-Konflikte lassen die Waagschale zugunsten der sog. Rebellen sinken. Doch wie das alles ausgehen wird, weiß bestenfalls Allah allein.
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten: Satellitenbild, das die EU heute Nacht über den Flughafen von Riad verbreitete.
Fata Morgana (2): Was unter diesen Gesichtspunkten die deutsche Wirtschaftsministerin in Riad zu suchen hat, während gleichzeitig am saudischen Öl-Hauptstandort die Anlagen in Flammen aufgehen, weiß nicht einmal der Pressesprecher der Bundesregierung in nachvollziehbare Worte zu fassen. Klar ist lediglich, dass sie in Riad festsitzt. Niemand wird sie in D vermissen.
Fata Morgana (3): Für das Highlight am Propagandahimmel sorgte erneut der Don mit der Behauptung, er persönlich habe einen Deal mit dem russischen Herrscher geschlossen. Sein Inhalt: die Kriegsparteien hören damit auf, die Energie-Infrastruktur zu bekämpfen, und der Russe werde zudem eine Riesenmenge Diesel an das große und gute Amerika senden, damit dort die Preise nicht weiter davonlaufen.. Eine konkrete Bestätigung aus dem Kreml steht wie gewohnt noch aus. Dagegen spricht die Zerstörung des Heizkraftwerks von Charkow in der Nacht von Samstag auf Sonntag und die Aussage des keinen Mannes aus Kiew, dass er den Deal nur aus der Presse kenne, gepaart mit der Drohung, weiterzumachen wie gehabt. Die Reaktion aus dem Weißen Haus ließ nicht auf sich warten: Es werde Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekomme. – Wir sind skeptisch, ob das weitere Geschehen den Behauptungen des Don entspricht. Klar ist nur: Er und Putin scheinen mehrere Stunden am Telefon gesprochen zu haben. Wer der Anrufer war, kann kaum zweifelhaft sein: der Mann, dessen Felle bei den Zwischenwahlen in vier Wochen davonschwimmen.
Fata Morgana (4): Ach ja, und D betreffend: Die beiden Großmeister D & P hätten vereinbart, dass US-Investoren die Nord Stream-Leitungen reparieren und sodann in Betrieb nehmen würden. Wir erinnern uns: Die Pipelines wurden zerstört, um unsere Abhängigkeit vom bösen Russen zu beseitigen, also als ein Akt der Befreiung (Danke Amerika). Zukünftig also werden US-Multis bestimmen, wieviel Abhängigkeit in ihrem Interesse ist. Was für ein Fortschritt.
9. Oktober 2026
Mal ernsthaft, soll ich wirklich erwähnen, dass sich in Berlin die Linksfaschisten auf ein Regierungsbündnis verständigt haben. Mainstream eiert herum, wie man es denn jetzt mit dem guten alten Antisemitismus halten soll, der bislang dem Feind von rechts vorbehalten war. Da war klar: Wer was an dem Staat Israel zu mäkeln hat, ist Antisemit und dann folgt das ganze Blablabla von der Verfassungsschutz-Relevanz (ich liebe diese Wortneuschöpfung). Jetzt haben wir die hübsche Lage, dass beträchtliche Kräfte der politischen Zukunft Berlins tatsächlich beides sind: militante Kritiker Israels und pauschale Judenfeinde, also die klassische Antisemiten (=Judenfeinde). – Mainstream, der weitgehend von transatlantischem Wohlwollen abhängig ist, muss jetzt die Grätsche machen.
Derweil in D.C.: Ich bin außer Stande, die öffentlich palaverten Kursänderungen des Don auch nur einigermaßen à jour zu halten. Heute Nacht hat er den Angriff auf den Iran auf die Zeit nach den Wahlen verschoben, nachdem er ihn vorgestern Nacht noch für möglich hielt, wodurch er eine neuerliche Explosion der Öl-Preise verursachte. Ich wette darauf, dass er im Wettenmarkt engagiert ist.
Der Don (2): Hat in dieser Woche die KI (im Amerikanischen: AI) in SI (Super Intelligence) umbenannt und zwei reiche Hokuspokus-Helden (Elon das Wunderkind und einen zweiten, den ich bislang nicht kannte, namens Palmer Luckey) mit der Planung des Krieges der Zukunft betraut. Das Traumprojekt heißt Meridian, und ist das intellektuelle Unterfutter der soeben gegründeten US-Teilstreitkraft Autonomous Warfare Command, das einem US-General vier Sterne bescheren wird. So will der Don erklärter Maßen die Weltdominanz zurückgewinnen. Heißt zu gut Deutsch, dass er sie zur Zeit verloren hat.
Der Don (3): Mit der Zurückgewinnungs-Strategie befindet sich der US-Präsident in Übereinstimmung mit den Artikeln im jüngsten Heft der Foreign Affairs, das Anfang der Woche bei mir eingetrudelt ist. Ich bezweifle allerdings, dass Trump die dort vertretenen Strategien gelesen haben könnte. Vielleicht tat es einer seiner Ohrbläser.
Der Don (4): Behauptet heute Nacht erneut, dem Durchfluss von Öl durch die Straße von Hormus stehe derzeit dank der wundervollen Jungs der Navy nichts im Wege. Ich weiß, ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass heute Nacht wieder Tanker, die den Durchbruch auf der südlichen Route versuchten, durch weit hör- und sichtbare Explosionen zu Schaden kamen. Man fragt sich, welche Hasardeure dort noch fahren. Die Antwort ist einfach: Die Kapitäne der Sperrbrecher erhalten ein Honorar vom über 100.000 $ und einen Bonus bei Gelingen. Dafür, so sagte man früher, muss eine alte Frau lange stricken.
8. Oktober 2026
Erzeugug von Penetranz: Das Lügen muss nicht perfekt sein, aber permanent erfolgen.
Erzeugung von Hysterie: a) Erzähle in Dauerschleifen die Geschichte der nahen Pestilenz. Stelle heraus, dass es im fernen Irkutsk das erste Pestopfer in einem Labor gegeben habe. b) Erzähle die Geschichte vom nahen Atomtod und füge hinzu, um aktuelle Contra-Panik zu vermeiden, dass es den Russen und den Perser treffen werde, notfalls auch noch den kleinen Dicken aus Nord-Korea. c) Erzähle die Geschichte der Machtergreifung 1933 und sage, dass sie Vorläufer in Thüringen hatte. Sage, das nahe Magdeburg ist überall, und es gelte nun, den Anfängen zu wehren.
7. Oktober 2026
Soll ich das wirklich notieren? Ex-BND-Präsident Hanning gestern wg. langjähriger geheimdienstlicher Agententätigkeit durch die Bundesanwaltschaft festgenommen. Schöne Schlagzeile. Fraglich ist lediglich, ob es einen einschlägigen Inhalt gibt. Jetzt brüsten sich die Leute landauf und landab, die ihn irgendwie kennen. Als ob das irgend etwas in der Sache beitragen könnte. Ich sage es gleich, ich bin zu faul, um Dienstkalender aus zwei Jahrzehnten zu durchforsten und überlasse das Meinung-haben den Experten.
Präsident (2): Der für den Landtag von S.-A. wurde gestern gewählt, auch einer von drei möglichen Vizepräsidenten. In beiden Fällen handelt es sich um Abgeordnete der AfD. Wenn man in beiden Fällen die Zahlen der geheimen Abstimmung mit den vorherigen offiziellen Erklärungen der Parteiführer vergleicht, kommt heraus, dass ein beträchtlicher Teil von CDU-Abgeordneten für diese Ergebnisse mitverantwortlich ist. Jetzt folgen die üblichen Betroffenheits- und Empörungs-Rituale von Unsererdemokratie, die uns seit Jahr und Tag damit beglückt hat, dass Mehrheit nun mal Mehrheit sei.
6. Oktober 2026
Nehme mir die Zeit zu einer intensiven Recherche über die Ereignisse im Jemen-Krieg. Das Ergebnis ist frustrierend, denn die Meldungen aus den verschiedenen Ecken passen vorne und hinten nicht zusammen. Klar ist nur: Es besteht keine Einigkeit darüber, was und wo die Staatsgrenzen des Jemen sein sollen. Die britische Kolonialmacht konnte soviel Grenzen, wie sie wollte, in den Wüstensand zeichnen, die miteinander in Unfrieden lebenden Beduinenstämme scheint das wenig gejuckt zu haben. Ein letzte solche Grenzziehung erfolgte 1934. Sie sprach die vom Jemen beanspruchten Nordprovinzen dem Königreich der Saudis zu. Derzeit geht es unter anderem genau um diese Provinzen.
Arabien (2): Den exakten Stand der militärischen Operationen und der diplomatischen Begleitumstände weiß niemand zuverlässig zu beschreiben. Klar erscheint mir nur, dass die Ausbreitung des Herrschaftsgebietes der Huthis im Gange ist und saudi-arabische Luftangriffe gegen das Huthi-Gebiet stattfinden. Ob die Huthis im Gegenzug nach wie vor mit Erfolg gegen die saudische Öl-Infrastruktur vorgehen, ist umstritten. Die Bemühungen der Saudis, Verbündete in ihrem Krieg gegen den Jemen zu finden, haben auf kleinster Flamme Unterstützung aus Griechenland und GB eingebracht – angeblich Tankflugzeuge, deren Nutzen mit nicht recht einleuchten will.
Arabien (3): Der behauptete Flugzeug-Entführungsfall der Boeing auf dem Wege von Dubai nach Israel macht weiterhin Schlagzeilen. Dank Benjamin N. wissen wir nun, dass ein an Bord befindlicher Israeli, von Beruf Klempner, durch sein beherztes Eingreifen der Sache zu einem guten Ende verhalf. Vielleicht sollten sich andere Gesellschaften hieran ein Beispiel nehmen, und weltweit Klempner zu Freiflügen einladen. Lästerzungen bemerken, dass die ins Netz gestellten Video-Schnipsel belegen, dass nach den wüsten Flugbewegungen die Wassergläser auf den Klapptischen völlig unbeeindruckt ihre Position beibehalten hatten. Vermutlich ein Fall von Schwerem Wasser, das die Atommacht Israel seinen Bürgern auf Reisen mitgibt. Gut zu wissen ist auch, dass der Entführer nicht sein Taschenmesser nutzte, um auf den Piloten einzustechen, sondern die im Cockpit befindliche Not-Axt. Schließlich noch dies: Heute Nacht schlagzeilte es, dass das Ziel der Entführung ein Kamikaze-Angriff auf eine der US-Basen am Rande der Wüste war. Jetzt ist der Bibi wieder dran, der verkündet hatte, wenn sich das herausstelle, werde der Hintermann, nämlich der Iran (wer sonst?), angegriffen werden. Nun denn, wir warten.
Arabien (4): Die Werft in Kiel (früher Howaldtswerke-Deutsche Werft, jetzt TMS) hat vergangene Woche ihr siebtes oder achtes U-Boot an Israel ausgeliefert. Diese Existenz-Recht-Bewahrer dienen dazu, Atom-Sprengköpfe für den Bedarfsfall auf hoher See zu stationieren.
Ostfront: Der Kanzler-Kurztrip nach Kiew vorgestern löste daselbst ein ukrainisch-deutsches Wirtschaftsforum (das Kind muss halt einen Namen haben) aus. Am Rande dessen verkündete der kleine Mann, dass sein Land die Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur verschärfen werde. Da wird sich der Don im fernen D.C. aber freuen, denn vor Tagen erst hatte er den Amerikanern erzählt, dass die explodierenden Dieselpreise an genau diesen Angriffen liegen würden.
Ostfront (2):Hierzu passt die Eröffnung einer amerikanischen Waffenschmiede in Leipzig, wo ab 2027 1.000 Raketen pro Jahr, später dann 5.000, gefertigt werden sollen. DPA weiß hierzu, dass es sich um die US-Firma Covenant mit Sitz in Texas und einer Dependance in Israel handele, deren Gewerbefleiß sich auf die Herstellung von Marschflugkörpern mit dem Kosenamen Anthem (Lobgesang/Hymne) richte, die in Leipzig zusammengebaut und beim Bedarfsträger aufmunitioniert werden sollen – 2.000 kg Sprengstoff pro Rakete. Für seine zukünftig größte Waffenschmiede habe Firmenchef Michael Kaufman bereits eine 10.000 qm-Halle im Leipziger Norden erworben. Nur mal am Rande gefragt: Hat er eine Betriebsgenehmigung nach dem Kriegswaffen-Kontrollgesetz, und wer erteilte ihm diese?
Ostfront (3): Wenn man den Meldungen trauen darf, sprachen gestern die drei Dienste-Chefs des Bundes beim Parlamentarischen Kontrollgremium vor. Vermutlich eher eine Routine, aber jetzt Schlagzeilen-geeignet, denn sie berichteten auftragsgemäß, dass die Hauptgefahrenquelle für D in Russland liege. Diesem hybriden Putin und vor allem seinem Militärdienst GRU ist nun mal alles zuzutrauen. Selbst so eine Fake-Geschichte wie die Drohne von Leipzig. Ich stelle mir meine ehemaligen Kollegen vor, wie sie mit dem Drohnometer die Gerüchtewelt durchsuchen. Merke: Wer suchet, der findet.
5. Oktober 2026
Mir hat noch nie jemand erklären können, warum es eine gute Idee gewesen sein soll, Griechenland vor Jahrzehnten in die EWG aufzunehmen. Dann kam die herbeigelogene Aufnahme in den Euro, dann die Möglichkeit, mit Hilfe des Target II-Saldos in D für lau einzukaufen, dann das, was die Führerin die Euro-Rettung zu bezeichnen beliebte, und jetzt kommt die Forderung des griechischen Staatspräsidenten auf Zahlung von Weltkrieg-II-Reparationen. Es handelt sich um die Kleinigkeit von 600 Milliarden Euronen.
Griechenland (2): In den alternativ-alternativen Medien (z.B. substack & Genossen) macht die Behauptung die Runde, dass die Bewohner des Gelobten Landes, respektive ihre Finanziers in den USA, zur Landnahme durch Grundstückskäufe in Griechenland und auf Zypern angesetzt haben. Falls das stimmt, schafft man sich dortzulande ein handfestes Rettungsboot für den Fall der Fälle. – Merke: Landnahme durch Kauf ist ein probates Mittel, das z.B. zu Beginn des 20. Jahrhunderts in das heutige Palästina-Problem einmündete. Gleiches ist seit den 1990er Jahren durch den Aufkauf riesiger landwirtschaftlicher Nutzflächen in der Ukraine durch sog. US-Investoren zu beobachten, was die Entstehung und die Fortdauer des Ukraine-Konflikts anbelangt.
4. Oktober 2026
Irgendwie kann ich den Fritz ja verstehen, denn er nutzt den gestrigen Feiertag, um mit Gefolge nach Kiew zu reisen, ab der polnischen Grenze im Sonderzug. Alles ganz ohne lästige Bürger, die ihn fragen könnten, ob er noch alle Tassen im Schrank hat, denn angeblich bringt er 1,3 Milliarden € im Geschenkpapier mit. Die gibt’s für Drohnenabwehr-Drohnen und für die notwendigen Reparaturen an Kraftwerken. Bei der Ankunft sagt er heute um sechs auf dem Bahnsteig: „Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns.“
Fritz auf Reisen (2): Um dem Satz Geltung zu verschaffen, dass Krieg ein Geschäft ist, hat sich der Kanzler von 10 Rüstungsunternehmern begleiten lassen. Ich lese die Namen der Bosse von Helsing, Quantum und, nicht zu vergessen, Siemens Energy. Eine nette Dekoration ist die Wirtschaftsministerin, deren Namen ich mir nicht merken kann. Ist auch nicht so wichtig in dieser echten Männerrunde, wo es um einen formidablen Krieg geht.
Fritz auf Reisen (3): Kurz vor seiner Ankunft hat der Russe mit Erfolg die Nordbrücke von Kiew angegriffen. Der entsprechende Angriff auf die Südbrücke ist erst ein paar Tage her. Über die Wirkung dieses Angriffs, der den Trägerseilen der Hängebrücke galt, gehen die Angaben auseinander.
3. Oktober 2026
Passend zum Feiertag wird eine gravierende Wahlfälschung in Berlin Spandau aufgedeckt. Dank eines sog. Versehens wurden die Zahlen des Wahlergebnisses aus einem Wahllokal zu Lasten der AfD drastisch falsch, und das Gesamtergebnis verändernd, weitergemeldet. Einfacher geht die Manipulation nicht. Ich behaupte das seit Jahr und Tag und kassierte dafür die üblichen Verschwörungs-Idiotien. Bin mal gespannt, wie das unseredemokratisch verfasste Berlin gegen die Beamtin vorgehen wird, der man diese faschistoide Korrektur verdankt. – Ein Staatsanwalt, der diese Amtsbezeichnung verdient, würde auf die Idee kommen, sich die Zahlen insgesamt vorlegen zu lassen. Ich weiß schon, das ist Quatsch.
Quatsch (2): Lara mit den Schlafaugen, dem Trump seine Schwiegertochter (regionaler Genitiv), die jetzt aus dem Propaganda-Apparat der Reps zu deren wichtigster Propaganda-Schmiede Fox-News übergewechselt ist, lässt dort den US-Energieminister versichern, dass es kein Problem mit dem Öl-Fluss durch die Straße von Hormus gibt: heute mehr als vor dem Krieg. Wie zur Bestätigung dessen wird heute Nacht daselbst ein Tanker von einer See-Drohne getroffen.
2. Oktober 2026
Wir befinden uns in der Phase schreierischer Propaganda-Erzählungen, die beiden (oder sollte man sagen: drei?) Kriege betreffend. a) Russland ist der Hauptfeind und wird alsbald einknicken, b) die Straße von Hormus ist in US-amerikanischer Hand, c) die Saudis haben die Huthis im Griff. Legt man mit aller Vorsicht den Maßstab belegbarer Fakten an, sieht die Welt etwas anders aus.
a) Im Ukraine-Konflikt fügt Russland der übrig gebliebenen Ukraine wüste personelle, wirtschaftliche und militärische Schäden zu. Jetzt hat es zu Wochenbeginn erstmals (und mit Erfolg) die Dnjepr-Brücken in Kiew angegriffen. Das Land ist praktisch zahlungsunfähig, das Export-/Import-Geschäft weitgehend lahmgelegt. Die nach wie vor stattfindende deutsche Hilfe sprengt nicht mehr zu stopfenden Löcher in den Bundeshaushalt. – Der Kanzler behauptete gestern, die Misere liege an der von Russland gelenkten AfD. Er hat natürlich recht, denn diese Partei bestimmt bekanntlich seit Jahr und Tag die Geschicke dieses Landes.
b) Im Iran-Krieg kündigt der Don erneut und wiederholt die Vernichtung Persiens nach den Zwischenwahlen an. Hiermit kontrastiert die fortgesetzte Behauptung, die Straße von Hormus seit für Tanker wieder ungehindert passierbar. Die Öl-Märkte sehen das trotz massiver einschlägiger Propaganda offenbar anders. Merke: Öl fließt nicht, wenn man das sagt, sondern wenn es fließt. Seltsam widerspricht das Business-as-usual-Geschrei der giftigen Forderung aus dem Weißen Haus an die EU, die Öl-Reserven in den Markt zu pumpen, um die Preise zu halten.
c) Das Saudische Öl fließt wieder. In den Export. Satelliten-Bilder lassen Zweifel aufkommen, dass es mit der Haupt-Ost-West-Pipeline wieder fluppt. Unabsehbare Kolonnen von Tank-LKWs wirbeln mächtige Staubwolken auf den Wüstenpisten auf. Auffällig auch der Aufbau von Umgehungs-Röhren um die zerstörten Pumpstationen. Die waren zuvor da, um den nötigen Transportdruck zu erzeugen. Jetzt sind sie nicht mehr in Betrieb. Allah allein wird den Druck nicht erzeugen. – Nach wie vor weigern sich andere Staaten, den Saudis gegen die Huthis zu Hilfe zu kommen. Nur in Tel Aviv scharren die üblichen Verdächtigen mit ihren Hufen. Stattdessen feiern die Irakis gestern ein Volksfest wg. des Abzugs der letzten US-Boys aus ihrem Lande. Sie waren jetzt 23 Jahre dort, um Demokratie und Menschenrechte zu bringen und im Gegenzug Öl-Lizenzen einzukassieren. Merke: Freiheit hat ihren Preis.
1. Oktober 2026
Gestern ruft mich W. vom Niederrhein an. Er sagt, es sei so verdächtig still im Lande. Stimmt. Alles, was an der Macht ist, ist bestrebt, eine Vertagung in die Wege zu leiten, um das Überlaufen des Fasses zu verhindern.
Tausendundeine Nacht: Eine Passagiermaschine aus dem Golf nach Israel unterwegs wird zur Notlandung in Arabien gezwungen, nachdem der Copilot den Piloten niedergestochen hatte, um dann selbst von tapferen Israelis überwältigt zu werden. Ich weiß, ich bin ein Spielverderber, denn ich frage: a) Wie kamen die Helden ins verschlossene Cockpit, und b) wer flog das Flugzeug nach dem Ausfall der Piloten und notlandete damit am Boden? Sicherlich nicht der Autopilot.
30. September 2026
Auf der nächtlichen Autobahnfahrt höre ich einen sog. Podcast, also ein Interview, dieses hier zwischen zwei Frauen, die mir bislang nichts sagten. Die eine war vor Jahren Redakteurin bei RT Deutsch und betreibt heute einen eigenen Kanal, die Interviewerin heißt Ammann, eine geschätzt 40jährige, studierte Juristin und danach Medien-Mainstream-Shootingstar, zuletzt Stellvertretende Chefredakteuse bi der Illustrierten Der Spiegel. Das Interview artet in ein Verhör aus, in welchem die Interviewte bekennen soll, dass sie immer noch Russland-Aktivistin sei, die das Verbrecherische des Putin-Regimes beschönige.
Verhör (2): Ich wundere mich, wie die Interviewte sich so fertigmachen lassen kann. Erst als ich – neugierig geworden – eine weitere Sendung anhöre, diesmal mit der ehemaligen RT Deutsch-Redakteuse als Interviewerin und dem bekannten Psychotherapeuten Maatz als Gegenüber wird mir klar, was da zuvor abgelaufen war. Die Dame ist ein bisserl naiv. Sie glaubt – und Maatz stimmt ihr im Prinzip zu – man könne sich mit jedermann auf ein Niveau einpendeln, was bei krassen Auffasungsunterschieden dennoch ein Gespäch in jedem Fall möglich mache und nennt hierfür Beispiele aus dem eigenen Erleben. Ich füge hinzu: Wer dies ernsthaft glaubt, ist rettungslos unterlegen, wenn er auf einen Gegner trifft, der in Wirklichkeit ein Feind ist, dem es auf die Vernichtung des Kontrahenten ankommt. Mir geht durch den Kopf, wie der Blutrichter Roland Freisler in den von ihm geleiteten Verhören mit den Männern des 20. Juli umging. Nichts für ungut, ich weiß auch nicht, warum mir das im Zusammenhang mit dem Auftritt der Frau Ammann durch den Kopf geht, denn schließlich ist diese eine lupenreine Befürworterin von Unsererdemokratie.
Hierzu passt,was ich heute Morgen in der Zellerzeitung fand:
Von der Ostfront lässt sich nachtragen, dass der Russe jetzt seit dem vergangenen Wochende die Einrichtungen der ukrainischen Datenverarbeitung gezielt und mit Schwerpunkt in Kiew unter Beschuss genommen hat. Die Erdkämpfe um drei Kressel im Frontbogfen gehen weiter, ebenso eine ukrainische Gegenoffensive im Raum Liman, zu der es bislang nur einseitige Erfolgsmeldungen gibt. Böse Zungen lästern über A.H.s Ardennenoffensive Ende Dezember 1944.
In Nahost wird die Lage heikel. Der Beschuss durch persische Raketen gegen Schiffe aller Art hält an. Die Verletzung zahlreicher US-Soldaten deutet darauf hin, dass auch Kriegsschiffe erfolgreich ins Visier gerieten. – Nebenbei: Heute läuft die vom Iran gesetzte Frist ab, den von den USA verhängten Blockadering mit Gewalt zu brechen, falls die Amerikaner nicht freiwillig verschwinden. Danach jedenfalls sieht es nicht aus.
Nahost (2): Die erfolgreiche saudische Raketen-Abwehr gegen die Geschosse aus dem Jemen hält an. Wie das zu der Meldung passt, dass in Riad die Schulen geschlossen wurden, leuchtet mir nicht ohne weiteres ein.
28. September 2026
Vom Wochenende bleibt im Netz des Aufzuhebenden hängen, dass mich Ekel überkommt, wenn ich an die UNO-Vollversammlung zurückdenke. Es hat zwar nicht viel zu bedeuten, aber immerhin will ich den Versuch des deutschen Außenzwerges erwähnen, sich in die grässlichen Clownerien in New York einzureihen. Er erbat und erhielt ein strikt abgeschirmtes Gespräch mit dem russischen Pendant Lawrow. Das war so abgeschirmt, dass die Russen hierüber hernach unter Beifügung der Bilder einer Überwachungskamera Auskunft gaben.
New York (2): Ich fasse das Gesehene wie folgt zusammen: Johann W. betritt den russischen Besprechungsraum, die Gegenseite sitzt bereits am Tisch. Auf diesem finden die Deutschen eine englisch-sprachige Broschüre über die westlichen Propagandalügen des angeblich russischen Massenmordes im ukrainischen Butscha (Ende März 2022, man erinnert sich). Nun der Gesprächstext: Lawrow: Sie haben um das Gespräch gebeten, was wünschen Sie? – Johann W. nimmt einen Zettel vor, den er abliest. Weist auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg hin, der beendet werden müsse. Verlangt einen Waffenstillstand und die Beendigung der hybriden Kriegfühung à la Leipzig. – Lawrow spricht ohne Zettel und ohne die Deutschen anzusehen: Russland werde seine Kriegsziele militärisch zu Ende bringen. Danach werde man die Einzelheiten gesprächsweise festlegen. – Das war’s dann, man verabschiedet sich
New York (3): Bin ich hier der Geisterfahrer, wenn ich zwischen Fremdschämen und wildem Ärger über diese deutschen Stümper schwanke?
Einige Nachbemerkungen zu den Wahlen im September: Unter Einschluss der Kommunalwahlen in Niedersachsen lässt sich sagen, dass die CDU auf dem unumkehrbaren Weg ist, zur regionalen katholischen Partikular-Größe zu schrumpfen. Sie ist dadurch nicht ihres bundespolitischen Einflusses beraubt, sondern nur noch als Fall-zu-Fall Mehrheitsbeschaffer von Bedeutung. In Nordwestdeutschland findet die Auseinandersetzung um das letzte Wort zwischen den Grünen und der SPD statt, wobei die Grünen derzeit deutlich vorne liegen (siehe Hannover und Osnabrück). Das Verdrängen der SPD findet Hand in Hand mit dem Aufstieg der Linken statt. Wollen die SPD-Funktionäre und ihr Pressekonzern weiter Einfluss ausüben, bleibt ihnen nur der Weg der Vereinigung mit den Linken. Der Parteitag, von den Sowjets 1946 angeordnet, grüßt von Ferne. – Die Wohlmeinenden trösten sich wie eh und je mit dem Hinweis, es werde schon nicht so schlimm kommen. In der Tat, das ist schlimm.
26. September 2026
Wollte soeben Bekannten beim Kauf von Theaterkarten in Schilda behilflich sein. Als ich beim selbstlosen Tun im Online-Portal auf den Begriff „Kund:in“ stoße, stelle ich meine Bemühungen ein. Mit Idioten mache freiwillig ich keine Geschäfte.
Theater (2) wird in der jetzt vergangenen Woche im Plenarsaal der UNO aufgeführt – hasserfüllt, wie schon lange nicht mehr. Der persische Präsident zeigt Bilder des ermordeten Staatsführers und der durch US-Bomben zerfetzten Kinder einer Mädchenschule. Er wird sodann von Trump als Abschaum bezeichnet, der sich einem Abkommen beugen müsse oder in kürzester Frist vernichtet werde. Der Führer Israels sorgt dafür, dass sich der Saal vor seinem Auftritt von selbst leert, so dass er unwidersprochen (allerdings auch unbeklatscht) verkünden kann, die Behauptungen des israelischen Völkermords in Palästina seien die größte Lüge des Jahrhunderts, denn in Wirklichkeit gebe es keine Palästinenser, diese seien ein Phantasieprodukt. Das klingt stringent, wiewohl nicht sehr wirklichkeitsnah.
Nahostkrieg: Die Behauptungen des Don, die Vernichtug des Iran betreffend, gewinnen an Farbe, wenn man zwei unbestätigte Meldungen damit vergleicht: a) Die Massierung von Tankflugzeugen in Nahost und b) das Treffen von Centkom-Kommandeur Cooper mit den militärischen Größen der Golfstaaten einschließlich Saudi Arabiens und, man höre und staune, Israels. Der kommende Angriff auf den Iran sei abgestimmt worden. Wie ein netter Betthupferl klingt der Treffort: Ein Ski-Hotel in Deutschland. Ob auch die üblichen, die US-Moral steigernden Zenzis einberufen wurden, steht nicht in der Meldung.
Nahostkrieg (2): Unvereinbar miteinander sind die Mitteilungen über weitere Raketenangriffe der Huthis auf die saudi-arabische Öl-Infrastruktur und – im Gegenzug – deren totale Abwehr.
Ostfront: Es sickern Meldungen über die angebliche erfolgreiche Ersetzung des Starlink-Systems (von Wunderkind Elon), von dem der Russe bekanntlich abgeschnitten wurde, durch ein Eigengewächs namens Rasswet (Morgenröte), in die Welt der Nachrichten durch. Parallel hierzu wird berichtet, dass sich die russische Luftwaffe völlig ungehindert am Himmel über Odessa tummelt. Das wäre, wenn es denn stimmt, neu.
Heimatfront: Die 4 Wahlen des September 2026 hinterlassen einen Nachgeschmack, der nach genauerem Hinsehen verlangt. Vielleicht am morgigen Sonntag.
24. September 2026
Theaterdonner in New York: Der Don hielt vor der UNO-Vollversammlung eine Rede, die offensichtlich an seine Wähler, nicht jedoch für die Ohren der Staatsführer bestimmt war. Er log so atemberaubend und gab so verrückt den großen Zampano, dass ich mich frage, ob es ihm egal ist, dass sein öffentliches Kaspern den Nicht-Westen noch enger zusammenrücken lassen wird. Aus seinem Unflat rücke ich dies Detail nach vorne: Er werde gleich nach dem Wahltag mit dem Iran einen Deal machen. Sollte sich der weigern , werde er ihn vernichten. Er habe genug Mittel bei der Hand. Alles, was über Munitions-Knappheit zu lesen ist, sei das Gerede von Verrätern.
Theaterdonner (2) und Wirklichkeit: Die Ausfälle des Don kontrastieren merkwürdig mit seinem Verhalten gegenüber Saudi Arabien. Dessen flehentliche Hilferufe wurden am Wochenende erneut zurückgewiesen. Die Amerikaner wollen die Jemeniten nicht erneut bombardieren. Hierfür gibt es aus meiner Sicht – neben der vermuteten Aussichtslosigkeit – nur einen einzigen selbstsüchtigen Grund: Man möchte die entgültige Sperrung des Südausgangs des Roten Meeres vermeiden. Die Sperrung der Straße von Hormus ist bereits schlimm genug. In den letzten Tagen wurden mehrere Frachter, die dort ohne Genehmigung Persiens durch wollten, unmissverständlich angehalten. Heute Nacht starb dabei ein indischer Seemann.
Theaterdonner (3) und Wirklichkeit: Der kleine Mann aus Kiew versucht es jetzt in New York mit Erpressung seiner Unterstützer. Wenn er keine Flugabwehrwaffen erhalte, werde er weiter – entgegen der Ansagen des Don – die russische Öl-Infrastruktur bombardieren. Die dortige Antwort kam, vor allem wie vorausgesehen nach den Drohnenangriffen auf das Moskauer Wahlgeschehen vom Wochenende, prompt und schrecklich: Ein massiver Luftschlag in der Nacht von Montag auf Dienstag, schaltete in über der Hälfte des Landes buchstäblich das Licht aus.
Theaterdonner (4) und traurige Wirklichkeit: Die ehemalige Pressesprecherin von Selenskyj, Julia Mendel, hielt am 16. September 2026 vor dem EU-Parlament in Straßburg einen Vortrag über die katastrophale Lage ihres Landes. Neben wirtschaftlichen, territorialen und militärischen Aspekten hob die (?einst) glühende Nationalistin die aussichtslose demographische Lage des Landes hervor. Ausgangsbevölkerung 1991 52 Millionen, heute ca. 20-25 Millionen, davon die Hälfte über 65 Jahre alt. Auf 4 Todesfälle kommt eine Geburt. Die monatlichen Personalverluste betragen ca. 25-30.000 Mann an Gefallenen und Schwerverwundeten. – Ich füge hinzu: Wer im Moment vom Wiederaufbau des Landes redet, spricht nicht von der Ukraine, denn die wird es in Kürze in der uns bekannten Form nicht mehr geben.
Theaterdonner (5): Für heute ist in New York der Auftritt von Benjamin N. vor der UNO angekündigt. Er will laut eigener Ansage große und erstaunliche Dinge verkünden.
Der Rauch verzieht sich nach der großen Wahlexplosion, und siehe da, alles bleibt beim alten: AfD bleibt im politischen Abseits im Norden, und die Linken bleiben in Berlin an der Macht, wenn auch nunmehr unter offizieller Duldung des organisierten Verbrechens, und Fritz der Kanzler kann weiterwurschteln, so als wäre nichts geschehen. Da ist noch Platz nach unten. Alles andere ist Lametta.
Lametta (2): In Meckpomm tritt der CDU-Vorsitzer zurück und wird durch den König der Mediendümmlichkeit ersetzt, durch meinen Favoriten Philipp A. Indessen: Es bleibt die Tatsache im politischen Raum, dass die Zahl der zu vergebenden Pfünden bei der Christunion drastisch schrumpft. Aber, keine Bange, es sind immer noch sehr viele hübsche Posten auf der Resterampe. Wenn schon nicht in Parlamenten und deren Tross, dann aber zu Tausenden in staatlichen und halbstaatlichen Unternehmen und deren Verbänden. Ein unendlicher Rattenschwanz, in dem die gescheiterte Ignoranz ein Leben lang geparkt werden kann.
Lametta (3): Der Don will heute die militärische Besetzung von Grönland durch einen Vertrag mit DK besiegeln. Dann wird es auf dem Riesen-Eiland und -Eisland vermutlich mehr fremde Soldaten als Einwohner geben. Jetzt können wir, wer immer das sei, dem Russen und erst recht dem Chinesen am Nordpol Paroli bieten. So jedenfalls lautet die öffentlich gemachte Begründung. Was für ein toller Sieg, wo es an den übrigen Fronten nicht so toll läuft.
Ostfront: Am Wochenende fand die Parlamentswahl in Russland statt – mit den erwarteten Ergebnissen, die allerdings nicht so deutlich ausfielen, wie ich es erwartete hatte. Aber was weiß ich schon? Dafür gab es den größten bisher erfolgten ukrainischen Drohnenangriff, bevorzugt auf Moskau, allerdings mit denkbar bescheidenen Ergebnissen. Von der Antwort werden wir heute oder morgen hören.
Ostfront (2): Die Amerikaner gruppieren um. Abzug bedeutender Kräfte aus D, Aufwuchs derselben in PL. Die dortige Regierung hatte ausdrücklich darum ersucht. Es mag den einen oder anderen langweilen, aber es gelingt mir nicht, das Verhalten der dortigen Nationalisten im Jahre 1939 aus dem Kopf zu bekommen und deren Einfluss auf den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Die Kriegshetzer waren seinerzeit ausdrücklich durch das Weiße Haus ermutigt worden.
Nahost: Das US-Finanzgenie Bessent kündigt die Zerstörung der iranischen Luftfahrt durch weltweite Sanktionen an. Wer die Perser noch abfertigt, wird in den USA bestraft werden. Bin gespannt, wann die USA und deren Gesellschaften weltweit durch den Bumerang getroffen werden. Derweil will der Don den Ausfall des Düngers durch Kali-Großeinkauf in Weißrussland kompensieren. Das ist eine merkwürdige Kehrtwende nach dem Motto: Not kennt kein Gebot.
Nahost (2): Derweil läuft in Venedig der israelische Dokumentarfilm Naza. Er zeigt das fabrikmäßige Töten von Palästinensern durch den Einsatz von KI zur Identifizierung und anschließenden Tötung der Opfer. Das offizielle Tel Aviv ist außer sich und spricht von Desinformation und Landesverrat. Ja, was denn nun? Entweder es stimmt nicht, dann ist es Desinformation, oder aber es stimmt, dann – bestenfalls – kann man es Landesverrat nennen. Die Existenzrecht-Israel-Beflissenen in den einschlägigen Medien schweigen devot. Den Herstellern von Naza droht jetzt der Entzug der israelischen Staatsbürgerschaft. Dieses Instrument kennt man auch aus dem Deutschland der 1930er Jahre.
Nahost (3): Dass der dortige Völkerhass auf unser Territorium überschwappt, darauf haben alle, die noch bis drei zählen konnten, Jahr um Jahr hingewiesen. Hat es genutzt? Ja, insofern, als sie jetzt sagen können: Wir haben recht gehabt. Jetzt jammert der Zentralrat, der vor zwei Wochen noch den Sieg der AfD mit düsteren Worten kommentieren musste. Ja, was denn nun? Die Deutschen aus Deutschland ausweisen? Viel Vergnügen.
21. September 2026
Gestern Abend: Erstmals in der Geschichte meines Esstischs waren zwei kleine Computer zugelassen, deren winzige Bildschirme die Fassungslosigkeit des öffentlich besoldeten Medienpöbels widerspiegelten. Zwei Wahlen mit rabiaten Folgen: CDU raus in Meckpomm und linke Türkin an der Spitze in Berlin. Und ein Kanzler Fritz, der pünktlich zur Schließung der Wahllokale von einem Desaster spricht. Und deshalb, so sagt er, bleibe ich im Amt, um die Reformen weiterzuführen. Man denkt die ganze Zeit: Hää, habe ich was nicht mitgekriegt?
Meckpomm (2): Küsten-Barbie, deutlich gestresst, erklärt den Verlust ihrer Regierungsmehrheit so, dass es ihr gelungen sei, die Alleinherrschaft der AfD zu verhindern, und 61 % Dermenschen hätten die AfD nicht gewählt. Das ist die neue politische Mathematik, denn auf die SPD angewendet, wären es noch mehr von Denmenschen. Von der CDU ganz zu schweigen.
Meckpomm (3): Zum ersten Mal in meinem Leben höre ich den AfD-Kandidaten ganze Sätze reden. Da wird mir der Frust von Mainstream überdeutlich. Man mag diesen langsam und deutlich formulierenden Mann nicht mögen, aber zum Herr-sei-bei-uns taugt er beim besten Willen nicht. Er spricht wie die Bürger dortzulande.
Berlin (2): Zum ersten Mal höre ich die Wahlsiegerin ganze Sätze reden. Sie kündigt im Siegesrausch den Frontal-Angriff auf alle gewohnten Strukturen an. Ihre Tonart ist das Stakkato.
Im Handelsblatt hinterlässt A.M. die Botschaft, dass sie für das Pandemie-Geschehen nicht verantwortlich sei, sondern Bill Gates und seine Stiftung. Ich deute ihr gewohnt-unpräzises Geschwurbel so, dass sie durch den Bösewicht zum Handeln genötigt worden wäre. Ach nee, na sowas.
Auf der arabischen Halbinsel geht der offene Krieg weiter. Noch immer hat das große und gute Amerika nicht direkt eingegriffen. Derweil ruinieren die sog. Rebellen weiterhin die arabische Öl-Infrastruktur, vernichten ein italienisches (!) Kampfflugzeug auf einer saudi-arabischen Airbase und setzen die Arrondierung des von ihnen beherrschten Gebietes weiter fort.
19. September 2026
Gestern Abend spricht mich ein mir Unbekannter an und sagt: Ihre Corona-Diktatur hat mir die Augen geöffnet. Ich bin erst mal sprachlos. Später denke ich: einer von Achtzigmillionen.
1 : 80.000.000 (2): Der Mediziner Paul Cullen hält unter dem Titel Die bleierne Zeit einen brillanten Vortrag über Planung, Verlauf und Auswirkungen der Corona-Sache. Der Ire, der als Professor an der Uni Münster lehrt, sagt, dass es die sog. Aufarbeitung nicht geben wird, weil die meisten Deutschen mit den Maßnahmen einverstanden waren und es immer noch sind. Ich stimme dem zu, denn ich halte dieses Beharren für selbstverständlich. Der Grund: wer gibt schon gerne zu, dass er sich wie ein Idiot verhalten hat. Ich füge hinzu: Wenn sich alle falsch verhalten, wird Unrecht zu Recht
Auch nicht schlecht: Der Don verbietet heute Nacht drei Medienhäusern den Zugang ins Weiße Haus. Unter den Gemaßregelten finde ich politico, ein Produkt des Hauses Springer. Man sieht also, dass Amerika-Hörigkeit sich nicht auszahlen muss. Ich werde in den nächsten Tagen die Schlagzeilen der Bild beim Aldi überfliegen, dann wird man sehen, wie die Sache sich auf der deutschen Seite des Hauses Springer auswirkt.
Der Don (2): Verkündet in der gewohnten Lautstärke ein Abkommen (mit wem?) über Grönland, das den USA die Verantwortlichkeit für die Sicherheit dieser Insel zuweist und alle anderen Länder ausschließt. Hat die flotte Mette aus Kopenhagen klein beigegeben, oder handelt es sich hier um das übliche Deal-Gerede, hinter dem sich in der Vergangenheit meist heiße Luft verbarg?
Schilda ist überall:
Schilda (2): Früher hielt ich die Mecklenburger Seenplatte für eine dortige gastronomische Spezialität. Jetzt weiß ich, dass es auch eine Mecklenburger Kleinseenplatte gibt. Auf ihr fand ich frischgeräucherten Wels. Einfach köstlich.
18. September 2026
Während der Don auf eigenem Platz in Irland Golf spielt, bleibt ihm Zeit, für den Iran-Krieg eine dicke Entscheidung (big decision) anzukündigen. Man stutzt und schaltet innerlich sogleich auf die nächste Gewalttat um. Denn während er das sagt, trifft der Chef von Centcom, Admiral Cooper, in Saudi Arabien auf den Oberprinzen Mohammed bin Salman („MBS“). Das ist der, der in der vergangenen Woche rundum flehentlich um Waffenhilfe gebeten hat. Was also kann Cooper wollen. Nun, er wird dem einstigen engsten Verbündeten am Golf sagen, dass er alle Geheimdienst-Informationen bekommen kann, die er braucht, um das Blatt zu wenden. Die Frage ist lediglich, ob die Geldleute in New York und D.C. das für opportun halten, oder ob sie nicht längst auf andere Favoriten gesetzt haben. Rivalisierende Stammesfürsten gibt es in Arabien genug und in Menge. Ihre Freunde vom Mossad werden es ihnen bereits geflüstert haben.
Der Don (2): Er habe, so lässt er die gierig an seinen Lippen hängende Journaille wissen, mit den Huthis telefoniert, er habe also die Lage im Griff. Das ist, wie wir nicht lange rätseln müssen, gelogen. – Wir stellen uns die Szene so vor: Der Don zur Büroleiterin: Hol mir mal den Huthi ans Telefon. Sie: Wen? – Aber mal ernsthaft. Der Don steckt in Schwierigkeiten, denn die Spritpreise steigen, und sie steigen weiter. Die Zahl er Verantwortlichen hiefür außerhalb des Weißen Hauses schrumpft. Die Zwischenwahlen im November versprechen nichts Gutes. Indessen: Die Entscheidung zwischen Reps und Dems in den USA ist für uns genauso belanglos wie die Entscheidung der Wähler in Westdeutschland zwischen CDU und SPD. Dergleichen hat ausschließlich für die Parteibonzen Bedeutung.
Der Don (3): Dem Weltfrieden, was immer das sei, wäre vermutlich gedient, wenn man Trump auf einem seiner Golfplätze einsperren ließe und das Telefon wegnimmt. Dann kann er sich, ohne dass es Auswirkungen hat, darüber auslassen, ob er jetzt reingeht oder nicht (gemeint ist der Iran). Ich kann die Frage beantworten: Mit US-Bodentruppen jedenfalls nicht, denn die sind – im Gegensatz zur Gegenseite – nicht vorhanden.
Heimatfront: Der Sieger der Wahl in Sachsen-Anhalt ist, wie bekannt, nicht die AfD, sondern die Briefwahl. Ein Blick auf die Stimmenverteilung macht es ohne statistisches Hochreckturnen offensichtlich. Zahlenunterschiede in diesem Ausmaß lassen sich außer durch Eingreifen nicht erklären.
Nachtrag um halb-zehn: Bei Tichy lese ich soeben das hier „Meloni schickt Italiens Marine in den Kampf gegen die Huthis“. Doch, da stutzt man. Das ist sicher eine gewaltige Streitmacht, die bewiesen hat, dass sie deutsche Schlepperboote nicht mal von Italiens Küsten mit Erfolg fernhalten kann. Dann lese ich genauer. Es geht unterm Strich um schwülstige Absichtserklärungen nebst Hintertürchen unter einer irreführenden Überschrift. Das Ganze stammt, ich grinse in mich hinein, vom Militaria-Experten Oberst S. Soll ich es künftig als daily Richard bezeichnen?
17. September 2026
Es ist üblich, dass die Zeitgenossen einen weltgeschichtlich bedeutsamen Moment nicht bemerken. Das bleibt späteren Chronisten vorbehalten, die den Blick aufs Ganze haben. Dies vorausgeschickt, frage ich mich, ob ich (und nicht nur ich) einen solchen Moment soeben verpasst habe, als Araber aus dem Jemen, die wir herablassend als Sandlatscher zu bezeichnen belieben, soeben dem selbstherrlichen Saudi Arabien einen Schlag verpasst haben, von dem sich die Prinzen-Garde womöglich nicht mehr erholen wird. Fest steht nach dem Stand von heute nur, dass die jemenitischen Huthi den Ausgang des Roten Meeres durch ihren Vormarsch in Händen halten, und zudem der Welt größter Ölexporteur Zerstörungen hinnehmen musste, die sein Export-Volumen auf Null reduzieren.
Arabien (2): Vor den Augen des erstaunten Beobachters, läuft die Aufteilung der Halbinsel, die im Ersten Weltkrieg von den Engländern begonnen und durchgesetzt wurde, nunmehr rückwärts ab. Wer Spaß an britischer Kolonialkriegs-Führung hat, der lese Die Sieben Säulen der Weisheit von Colonel Lawrence.
Arabien (3): Dass hier eine koordinierte Lenkung, aller Wahrscheinlichkeit aus Teheran, vorliegt, bestreitet nur der, der die eigene Überraschung kaum zu fassen vermag. Wichtig vor allem: Schiitische Stämme aus dem Irak (!) beteiligten sich an dem Schlag gegen Saudi Arabien, das nunmehr zwischen allen Stühlen zu sitzen scheint, zumal aus D.C. ein hilfreiches Bombardement der jemenitischen Angreifer abgelehnt wurde.
Arabien (4): Derweil einigen sich Persien und Oman über die Durchfahrt-Modalitäten für die Straße von Hormus. Nach der Ansage aus Teheran steht das alles unter dem Vorbehalt, dass die USA endlich zu den im Memorandum of Understanding (MoU) ausgehandelten Bedingungen zurückkehren, zu deutsch: aus der Region verschwinden.
Arabien (5): Persiens oberster Ayatollah hat sich mit einer Lageeinschätzung zu Wort gemeldet: Es gebe für alle am Golf nur einen Gegner: das sei Israel. Die Führung aus Oman stimmt dem zu.
Arabien (6): Nach den verheerenden persischen Angriffen auf die US-Stützpunkte in Jordanien wackelt die dortige Führung beträchtlich. Doch die wurde in den letzten Jahrzehnten bereits zu oft totgesagt, um jetzt eine stimmige Aussage hinzukriegen. Bemerkenswert bleibt nach wie vor, dass die Masse der dortigen Bevölkerung palästinensischer Abstammung ist, aber politisch nichts zu sagen hat.
16. September 2026
Seit gestern ist es amtlich: Entgegen allem Siegesgerede von Trump und seinem Kriegsclown Pete H. legte der Bericht des Generalinspekteurs des Kriegsressorts die Zerstörungen von US-Einrichtungen im Nahe Osten offen. Es sind Hunderte. Sie wurden allein durch persische Drohnen und Raketen verursacht. Dieselben wurden, wie die Herren des Krieges behauptet hatten, abgewehrt? Das kann man in der Pfeife rauchen. Die Basen der Machtausübung sind weg, und sie werden wohl auch nicht wieder kommen. Die Hegemonialmacht hat sich selbst entmachtet.
Hegemonialmacht (2): Bei solch entlarvenden Schlagzeilen eilen die Gedanken wie von selbst zur Auslösung dieses Krieges zurück. Situation Room im Weißen Haus im Februar 26. Bibi aus Jerusalem entwickelt den Dreitage-Kriegsplan, der mit der Enthauptung der iranischen Führung beginnt und sogleich in die Erhebung des persischen Volkes überleitet. Zugeschaltet der Mossad-Chef für die Details. Trump und Pete H. stimmen zu. Alle anderen (Außenminister, Finanzminister, CIA-Chef, Stabschef der Streitkräfte) sind (angeblich) anderer Meinung. Wir wissen es nicht. Was wir aber wissen, ist dieses hier: Keiner sagt: Das ist ein Verbrechen und aussichtslos zudem, da mache ich nicht mit. Noch einmal: Sie hätten Nein sagen können.
Hegemonialmacht (3): In Oman treffen sich in aller Stille die Golfanrainer mit dem persischen Außenminister Arachtschi. Der Sinn dieses Treffens kann kaum zweifelhaft sein. Es ist der Wunsch, den Krieg zu beenden, der allen gleichermaßen schadet. Die USA sind offensichtlich nicht mit am Tisch. Unklar hierbei die Rolle der Vereinigten Emirate, die derweil mit Israel und Deutschland Geschäfte machen wollen, indem sie ihre Dollar-Überschüsse waschen.
15. September 2026
Der Militaria-Spezialist bei Tichy, Oberst a.D. S., hat sein Thema gefunden: die Drohne, speziell natürlich die der Kriegführung. So berichtet er von einer Revolution auf dem Drohnenschlachtfeld. Soso. Eine Waffe sei es, die den angreifenden Drohnen die Orientierung vermasselt. Ich stutze, blättere in meinen Aufzeichnungen aus den letzte vier Jahren konkretem Drohnenkrieg und sage: ach was und bezweifle die Novität. Dann lese ich den Artikel zu Ende und suche nach der Quelle. Es ist ein israelischer Waffenspezialist. Aha, sagt es in mir. Sind das die selben Leute, die jetzt VW-Werke in D für ihre Waffenherstellung aufkaufen wollen? Lesen wir hier einen Werbeprospekt?
Waffen für die Welt (2): In der VW-Stadt Wolfsburg setzt sich bei der Kommunalwahl am Sonntag der Kandidat der CDU durch. Die Hoffnung stirbt auch hier zuletzt.
Waffen für die Welt (3): Fritz der Möchtegern-Außenkanzler empfängt, nachdem er vorgestern die globalen Sachen am Nordpol geregelt hat, heute den Chef aus dem Irak. Bringt der Öl und Gas mit? Kann ich mir nicht so richtig vorstellen. – Der Diesel kostete gestern 2,40.
Waffen für die Welt (4): In der Straße von Hormus geht heute Nacht ein Tanker aus Panama in Flammen auf. Die Beteiligten zeigen wechselseitig mit dem Finger aufeinander.
14. September 2026
Das ist Realsatire: Der Don bezichtigt den kleinen Mann aus Kiew wg. seiner Angriffe auf russische Raffinerien für die Dieselpreis-Entwicklung verantwortlich zu sein.
Realsatire (2): Der Diesel in den USA, so schreiben Wallstreet Analysten, ist nicht knapp, sondern er werde bevorzugt mit Gewinn ins Ausland verkauft.
Realsatire (3): Die GRU-Drohne von Leipzig, so schreibt der Bundeswehr-Spezialist bei Tichy, sei ein leicht umgebauter handelsüblicher Quadro-Copter. Woher er das weiß? Von einem anerkannten Experten, der auch in Sachen Rechtsextremismus expertet.
Wirklichkeit: In Neu Delhi tagen die BRICS-Staatschefs. Sie verabschieden eine Erklärung, die von allem Möglichen handelt, vor allem aber vom grenzüberschreitenden Handel ohne Dollar. Am Rande der Veranstaltungen wird Putin deutlich: Ein Einsatz von Nato-Truppen in der Ukraine bedeutet Krieg mit Russland. – So, jetzt wissen die hiesigen Kriegshetzer, wie sie ans Ziel kommen. Wer wagt es als Erster? D oder GB?
13. September 2026
Die jetzt vergangene Woche ist einen besonderen Blick auf die arabische Halbinsel wert. Die Huthis haben ihren territorial besetzten Herrschaftsbereich deutlich erweitert. Das ging auf Kosten der vom Westen (und vor allem von Saudi Arabien) anerkannten jemenitischen Regierung. Diese Erweiterung ist insofern von erheblicher Bedeutung, weil jetzt die gesamte östliche Küste vom Südausgang des Roten Meeres einschließlich der darin gelegenen Inseln in der Hand der Huthis ist. Die Nutzung dieses Umgehungsweges als Ersatz für die gesperrte Straße von Hormus ist daher vom Belieben der Huthis abhängig. Sie haben angekündigt, dass einstweilen nur Öl aus Saudi Arabien betroffen sein soll.
Arabien (2): Parallel hierzu fand der erfolgreiche Angriff auf die ost-westliche Öl-Pipeline, die Saudi Arabien quert, statt. Die Öldurchfuhr wurde eingestellt. Der Doppelschlag ist ohne sorgsame Planung kaum durchgeführt worden. Dies gilt umso mehr, als bis zum Augenblick nicht bekannt ist, wo denn die zerstörenden Geschosse abgeschossen wurden (Irak oder Jemen).
Arabien (3): Die Ägypter haben angekündigt, dass sie die Öl-Pipeline, die parallel zum Suez-Kanal verläuft, für saudisches Öl freigeben, damit es über das Mittelmeer abfließen kann. Doch wie soll es dort hinkommen?
Arabien (4): Die saudischen Prinzen rufen alle möglichen Leute um Hilfe an. Bislang ohne erkennbaren Erfolg. Naheliegend wäre es, das erst vor kurzem abgeschlossene Mekka-Abkommen mit der Türkei und Pakistan zu bemühen. Doch aus Ankara und Islamabad hört man nichts, was nach tätiger Hilfe klingen würde.
Arabien (5): Wenn man einmal spekuliert, dass hinter dem arabischen Desaster die Planer aus Teheran stecken, dann zeigt sich, welche antiwestliche Machtzusammenballung dort praktische Politik zu veranstalten versteht.. Jahrzehntelang war es das Privileg der USA, die Völker mit Hilfe von Intrigen gegeneinander zu hetzen. Im Moment sehen wir einen Player, der das Spiel ebenfalls beherrscht. – Und der Ölpreis klettert weiter.
12. September 2026
Die Lage im Nahostkrieg bleibt verworren. Wie die USA ihrem Ziel näher kommen wollen, die Straße von Hormus zu öffnen, wenn sie an Ort und Stelle persische Tanker versenken, das mag ihr strategisches Geheimnis bleiben. Nicht ohne Frohsinn las ich die jüngste Einlassung von US Centkom, ihre Flotteneinheiten im Golf seien völlig unprovoziert angegriffen worden. Ein wunderbares Beispiel von der Verdrehung der Tatsachen und nur dann stringent, wenn man zugrunde legt, dass es das gute Recht des großen Amerika sei, alles, was sich ihm in den Weg stellt, mit Gewalt zu beseitigen (gilt übrigens auch für Kinder und Hochzeitsgesellschaften an der persischen Küste). Wie dem auch sei, die Helden aus dem Golfkrieg sahen sich genötigt, zur Küste wieder auf Abstand zu gehen. Ja, Jungs, Krieg ist gefährlich, zumal wenn der Gegner sich wehrt, ohne groß nachzufragen. – Bleibt für mich die nicht zu beantwortende Frage: Wollten die Perser den Flugzeugträger, über den ihre neue Antischiffs-Rakete in Sichtweite hinwegflog, nicht treffen, oder konnten sie es nicht?
Nahost (2): Die Siegesmeldungen in der Westpresse heben darauf ab, dass der Iran gewaltige Schäden zu verkraften habe, sein Ölexport zusammengebrochen sei und das Land von galoppierender Inflation heimgesucht werde. Ich halte es hingegen für entscheidend, wie der Einfluss auf die Kampfmoral ist. Bislang ist nicht zu erkennen, dass diese zusammengebrochen sei. – Mit der Kampfmoral der US-Boys soll es hingegen hapern. Kann man verstehen, denn es lag außerhalb ihrer seit über 50 Jahren antrainierten Vorstellungswelt, dass ein Gegner sich mit adäquaten Mitteln gegen die verübte Gewalt zur Wehr setzt.
Nahost (3): Die Saudis haben ihre Ost-West-Pipeline heute Nacht stillgelegt. Richtig müsste die Meldung lauten: sie wurde durch Kriegseinwirkung an entscheidenden Stellen zerstört. Hierzu gibt es zwei nicht zusammenpassende Meldungen: a) die Huthis waren es, b) der Schüsse kamen aus dem Irak (!). Wie dem auch sei, durch diese Maßnahme wurde ein Umgehungsweg für die gesperrte Straße von Hormus gewaltsam stillgelegt.
Nahost (4): Es bleibt dabei, alles dreht sich ums Öl. Der Verband der Tankerflotten sorgt sich ums Geschäft. Er spricht hysterisch von einer wachsenden Schattenflotte. Die setzt sich aus Schiffen von Reedern zusammen, die für die Boykott-Staaten wie Russland, Iran und China transportieren und auf das Versicherungs-Kartell von Lloyds in London pfeifen. Da bricht Schiff um Schiff der allerletzte Pfeiler von Englands einstiger Weltmacht-Position zusammen. – In den USA steigt derweil der Dieselpreis auf über 6 $ für die Gallone (bei uns in Schilda waren es gestern 2,30 € für den Liter).
Nahost (5): Nur mühsam kleckern einzelne Meldungen über das Tun des auserwählten Volkes in die Westpresse. Zu meiner Überraschung sind dabei Kartenskizzen für ein Groß-Israel (Greater Israel), deren Echtheit starke Zweifel wecken. Nur falls doch echt, dann sind sie Ausweis für Größenwahn im fortgeschrittenen Stadium.
Brandmauer-Kämpfe: Fritz der Kanzler schlägt um sich, um seine Widersacher in Schach zu halten. Aber ach, deren Zahl wird mittlerweile unüberschaubar. Unter diesen spalten sich die ersten Überläufer ab, sodass es immer wahrscheinlicher wird, dass Deutschlands gefährlichster Mann in Kürze unwidersprochen in S.-A. zum Ministerpräsidenten gekürt wir (Nicht nur das BSW wird seine Stimme leihen).
Brandmauer-Kämpfe (2): Die Propagandisten versuchen es mit einer Ablenkfütterung in Meckpomm, wo in 8 Tagen gewählt wird. Dort soll es sich um ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD-Amtsinhaberin (Frau gegen Blau) und Leif-Erik, einer Art in die Jahre gekommenen freundlichen Wikinger, handeln. Denke mal, dass die AfD locker in Front bleibt, es sei denn, es gelingt mit Hilfe der Briefwahl, die Sache im Sinne Unsererdemokratie zu korrigieren.
11. September 2026
Alte Rechnungen: Mainstream müht sich gerade, A.M. aus der Versenkung zu holen, um sie gegen Fritz den Kanzler in Stellung zu bringen. Die lässt sich nicht lange bitten. Sie war mir schon immer durch ihre Rachsucht aufgefallen. Jetzt ist ihr Moment gekommen, dem strauchelnden Fritz den letzten Schubs zu geben, der gerade dabei ist, die CDU zu zerlegen – in Meckpomm schrappen die Christen inzwischen an der 5-Prozent-Hürde. Das kann Mainstream nicht recht sein, denn er treibt die Wähler auf diese Weise in kaum noch zu beherrschenden Scharen der AfD zu. Jetzt also wird A.M. in Stellung gerollt. Warum nur erinnert mich die Dame so fatal an ein Spreewalder Gurkenfass? Doch im Unterschied zu diesem ist ihr Inhalt ungenießbar. Mir graust vor ihrer Reaktivierung, auf welchem Posten auch immer.
Alte Rechnungen (2): Im Jemen nähert sich der Krieg einem für den Wertewesten riskanten Höhepunkt. Die seit Jahrzehnten angeblich aufständischen Huthis haben soeben die Hafenstadt Mokka eingenommen. Die Sperre des südlichen Ausgangs vom Roten Meer rückt in Reichweite des Realen.
Alte Rechnungen (3): Colonel Larry Wilkerson, zu Beginn des Irakkrieges 2002/03 Stabschef des US-Außenministers (und vormaligen militärischen Stabschefs) Colin Powell, analysiert kalten Herzens die strategische Lage der USA in beiden jetzigen Kriegen (Ukraine und Nahost). Sein Ergebnis: Pipelines und Eisenbahnen in Eurasien lassen die US-Seemacht ins Leere laufen. Ihr letzter wirksamer Störfaktor sei Israel, das vor lauter selbstgefälliger Protzerei kaum gehen könne. Wilkinsons für so manch einen sicherlich verstörende Schlussfolgerung: Der Staat müsse da weg, damit die Region endlich Frieden finde. – Ich teile die letztgenannte Folgerung nicht, vielmehr sorgt die Existenz Israels derzeit dafür, dass die Machthaber in Nahost ihre uralten Fehden zugunsten des gemeinsamen Feindes auf Eis legen. Was nach einer möglichen Zerstörung von Israel kommen würde, das steht in den Sternen.
Alte Rechnungen (4): Apropos Israel, es geistern heute Nacht zwei Nachrichten durchs Netz, deren Wahrheitsgehalt ich nicht beurteilen kann: a) Die Zerstörung des unterirdischen Hisbollah-Hauptquartiers im Südlibanon zum Wochenbeginn sei durch eine thermonukleare Sprengladung erfolgt. Das durch die Sprengung ausgelöste Erdbeben von über 4 auf der Richterskala sei sonst nicht möglich gewesen. b) Der Ausfall einer Reihe von Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen in Israel sei eine Folge der Vergiftung des Grundwassers in Gaza durch Leichen und giftige Munitionsrückstände. – Ein Zyniker würde jetzt vermutlich sagen: Sowas kommt von sowas.
10. September 2026
Die persische Antwort auf den vorgestrigen US-Angriff in der Straße von Hormus hatte es in sich: Zwei US-Zerstörer mit Raketen beschossen und vermutlich beschädigt sowie drei Raketensalven auf die US-Basen in Jordanien, die Verwüstungen angerichtet haben sollen. Unbestätigte Berichte sprechen davon, dass ab der zweiten Welle keine Gegenwehr mehr erfolgte. Falls das stimmt, ist auch auf diesem Kriegsschauplatz der Kiew-Effekt eingetreten: die Patriots (Raketenabwehr-Raketen) sind verbraucht. Ich stelle das ohne Freude fest, denn jetzt rückt der Augenblick näher, wo der Ex-Angreifer zur Atom-Waffe greifen könnte, um vermeintlich das Blatt zu wenden.
Kriegsmeldungen (2): Während der Wertewesten versucht, Millimeter um Millimeter seine jahrelang andauernden Sieges-Lügenmeldungen zu korrigieren, sind diese vier einflussreichen Kommentatoren (Mearsheimer, Napolitano, Crooke, Johnson) auf Einladung des russischen Außenminister in Moskau zu Gast gewesen. Man stelle sich mal vor, vier Deutsche würden einen solchen Trip unternehmen. Auf sie würde ein Wiedereinreiseverbot der EU warten. Aber keine Angst, niemand lädt noch irgend welche Landsleute nach Moskau ein.
Kriegsmeldungen (3): Die Auguren murmeln, dass die Waren-Boykotts der britischen Regierung gegen Israel mit vorheriger Billigung des Weißen Hauses erfolgt seien. Da wird man zweifeln dürfen. Ein Zyniker könnte indessen auf den Gedanken kommen, dass der Don einen Augenblick benutzt habe, als seine beiden zionistischen Strategen Kushner und Witkoff in Ost-Europa waren (Vorsicht: Verschwörungstheorie).
Kriegsmeldungen (4): Was die israelische Zeitung Haaretz gestern meldet, könnte der Sargnagel von Benjamin N.s Herrschaft sein: Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten Israels Regierung Anfang Oktober 2023 vor dem Angriff der Hamas gewarnt. Dann bleibt zwar der Überfall vom 7. Oktober ein Überfall, aber der bislang tonangebende Zusatz „überraschend“ klappt in sich zusammen. Ich füge hinzu: In Israel ist Wahlkampf.
9. September 2026
Die Zahlen aus der Brief-und Urnenwahl in S.-A. belegen: Da war die Hand Gottes im Spiel. Ähnlich schräg sind die Kommentare (einschließlich derjenigen aus Amerika). Selbst der Chef bei Tichys Einblick hat die Faxen dicke: Er fordert gestern in einem Kommentar die CDU auf, sich selbst aufzulösen. Das ist neu. Ich habe gestaunt.
Hilfloses Rudern (2): CDU-Wüst aus NW, der Hinter-der-Hand- und Möchtegern-Nachfolger auf dem Kanzler-Thron will jetzt das Parteiverbot der gefährlichen Konkurrenz per Länderbeschluss. Söder indes will sich an der 16-Länder-Arbeitsgruppe nicht beteiligen. Glaubt er ernsthaft, sich auf diese Weise aus dem christdemokratischen Strudel raushalten zu können? Zweifel dürften erlaubt sein.
Hilfloses Rudern (3): Das große und gute Amerika ist heute Nacht dazu übergegangen, persische Tanker im Golf zu versenken. Prompt sprang der Ölpreis nach oben. Wir sollten uns für den Zusammenhang zwischen Angriffsbefehl und dem einschlägigen Wetten-Geschäft interessieren. Doch ich bin sicher, dass die Großweisen der Wirtschafts-Journaille dieses Thema sorgsam aussparen werden.
Hilfloses Rudern (4): Nach dem Ausfall von Entsalzungsanlagen in Israel schwurbeln die Auguren um die Ursachen herum (Niemand wagt, die Perser zu beschuldigen, stattdessen verschanzt man sich hinter technischen Problemen Gleichzeitig bei 4/5 der Anlagen?). Klar ist nur, ohne Trinkwasser ist dortzulande alsbald die Messe gelesen. Indessen verbieten etliche europäische Staaten Agrar-Einfuhren aus dem Westjordanland wg. der Terrorangriffe der sog. jüdischen Siedler auf die dortige Bevölkerung. Die israelische Führung reagiert mit der Ausweisung von Diplomaten. Nur D und die USA halten dem Existenzrecht Israels die Stange. Doch man vertue sich nicht: Hinter den markigen Worten von Benjamin N. („die größte Streitmacht im Orient“) lugt die nackte Angst hervor.
8. September 2026
Die Ziele werden bescheidener. Unseredemokratie darf sich erleichtert zurücklehnen. Zwar ist nicht der Erhalt der Volksfront gelungen, aber es wurde immerhin der Durchmarsch der AfD in Sachsen-Anhalt verhindert. Die einschlägigen Sieger heißen Briefwahl und Campact – zwei obskure Organisationselemente, die unter Ausschluss der Augen der Öffentlichkeit ihr heilbringendes Wirken entfalten konnten. Glückwunsch also.
Sieger (2) sind auch – entgegen meiner Vermutung von letzter Woche – die Genossen vom Bündnis für sozialistische Winkelemente (BSW), die einen Aufstieg aus dem Nichts schafften und nunmehr durch ihre idealistische Sprüchebildung die praktische Politik verhindern werden, denn sie wollen erst mal einen Ministerpräsidenten bestimmen, der deutlich über den Wolken schwebt. Das mag eine gute Idee sein, aber – gemessen an den derzeitigen Regularien, falls diese denn eingehalten werden sollten – keine realistische Variante. Sie werden bald bemerken, dass unter diesen Bedingungen niemand mit ihnen spielen wird, womit sie erreichen werden, was sie zu verhindern suchen: die Vermatschung klaren politischer Zielsetzungen, deren Durchsetzung unser Land bitternotwendig benötigt.
Sieger (3): Bei der gewohnheitswidrigen Betrachtung von Fernsehbildern am Wahlabend ist für mich unbestritten CDU-Mann Amthor die Nummer eins. So etwas komisches sah ich schon lange nicht mehr. Der schlägt noch Frau Bas und die Fransenpony-Frau der Linken um Längen. Ich frage mich, wo um alles in der Welt die Erfinder der Seamstraße seinerzeit ihre Helden herhatten, denn diese Heutigen können sie nicht gekannt haben, haben sie aber punktgenau vorweggenommen.
Nachdenken am Vormittag nach dem Durchforsten von Nachrichten aus der dreitägigen persönlichen Abschalt-Erholung. Neben den notwendigen Anmerkungen zur taumelnden CDU sind es vor allem die Ereignisse von den beiden Kriegsschauplätzen.
Ostfront: Der Besuch der beiden Grundstücksmakler aus der Trump’schen Traumwelt in Moskau und Kiew hinterlässt den üblichen Nachrichtensalat. Ich übersetze mal: In Moskau hat man ihre Vorschläge angehört und den seit Jahr und Tag bekannten eigenen Standpunkt wiederholt, der in die Phase der Realisierung gerät. In Kiew spricht man über Satz und Sieg und kann dies nur deswegen in Ruhe tun, weil Moskau für drei Tage erklärtermaßen seine Angriffe eingestellt hatte. Heute Nacht begannen sie wieder von Neuem.
Nahost: Der Raketenbeschuss hin und her ist wieder, wenn auch auf niederer Stufe, im Gange. Die US Navy tauscht mit einiger Mühe ihre Flugzeugträger-Gruppen aus. Die veröffentlichten Bilder zeigen Schiffe, die mehr als mitgenommen aussehen. Der Laie nimmt erstaunt zur Kenntnis, dass 500 Tage auf See kein Pappenstiel sind. Erneut wurden tatsächliche oder vermeindliche Ziele entlang der persischen Seite der Straße von Hormus angegriffen. Erneut erfolgte der Beschuss der US-Basen in Jordanien. Die veröffentlichten Abwehrmeldungen harmonieren nicht mit den raren Luftbildern, die man zu sehen kriegt. Die Straße von Homus wird von maximal 10 Schiffen pro Tag passiert. Das sind 10 Prozent der Vorkriegsbewegungen. Auch geht der Beschuss von Saudi Arabien durch die Jemen-Huthis weiter.
Heimatfront: Vor unsern Augen spielt sich die Demontage der CDU ab. Der Kanzler kanzelt öffentlich den designierten Nachfolger für den Handtuch-werfenden Schulze aus Magdeburg ab, denn der hatte zum Besten gegeben, man müsse die Realität des Wahlergebnisses anerkennen. In den alternativen Medien kämpfen die 80er-Jahre-Nostalgiker für eine Renovierung der CDU in ihrem Traum-Sinne. Sie werden nichts erreichen. Der Zug zur Vernunft ist lange schon abgefahren.
Heimatfront (2): Die Ergebnisse für die AfD sind für die Rückwärtsgewandten schockierend. Die Partei wurde Volkspartei und hat selbst die jungen und jüngsten Wähler in ihrer Masse erreicht. Widerstand kommt nur noch von Ü 70. Vor allem der Erfolg bei den Männern von 35 bis 50 sollte zu denken geben. In dieser Gruppe wird der Wohlstand erarbeitet. Okay, dann sind da auch noch die gleichaltrigen Frauen. Die fanden wenigstens den Kandidaten süß. Na, immerhin.
5. September 2026
Hier im Ländchen fliegt das BSW (Bündnis für sozialistische Wink-Elemente) mit großem Radau auseinander, termingerecht um zu beweisen, dass es in S.-A. bei der dortigen Wahl am Wochenende nicht gebraucht wird. Damit ist das Lied der schönen Frau gesungen. Alles, was sie jetzt noch anzumerken weiß, mag politisch bedeutsam sein, aber es ist praktisch irrelevant. Ob sie das auch schon weiß?
Irrelevant (2): Fürs jetzige Wochenende sind die Herren Witkoff und Kushner in Kiew und Moskau angesagt. Angeblich überbringen sie wichtige Vorschläge vom Don. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man in Moskau brennend darauf wartet. Die Bilder aus Kiew sprechen für sich. Schießereien zwischen den beiden Geheimdiensten SBU und GUR lassen den Schluss zu, dass Machtkämpfe auf Leben und Tod im Gange sind. Videoschnipsel zeigen, dass sich die Antagonisten auf offener Straße gegenseitig umlegen.
Irrelevant (3): Meldungen von Mainstream, dass der Russe die Strom-Sabotagen in D verantwortet, harmonieren nicht so recht mit den aufgetauchten Tatbekennungen. Jetzt sucht man einen Mann aus Gevelsberg, was, wenn ich mich an die Heimatkunde in der Volksschule erinnere, nicht hinter dem Ural, sondern an der Grenze von Wuppertal liegt. – Es bleibt bei meiner Ursprungsvermutung: Hier sind gewalttätige Klima-Irre am Werke, die in eine Zwangsjacke gehören.
4. September 2026
Wg. Ceuta: Während vor Ort die Lage außer Kontrolle gerät, finden im Mutterland Spanien Massenproteste gegen die Regierung des Sozialisten Pedro Sanchez statt. Die fordern Rücktritt und Neuwahlen. Bei allem Erstaunen: Ich denke, er wird den Teufel tun.
Außer Kontrolle: Im Sachsen-Anhaltinischen Dessau hat eine demente 95jährige per Brief gewählt. Jetzt spricht man vom Einzelfall. Das stimmt, die anderen kennt man (noch) nicht.
3. September 2026
Der kleine Mann aus Kiew kündigt an, den russischen Flugverkehr zu unterbinden. Das ist zweierlei: Eine wüste Drohung und eine Bankrotterklärung bezüglich der berühmten, im Westen ausgiebig gefeierten Drohnenoffensive in die Tiefe Russlands hinein.
Ostfront (2): Auguren merken an, hiervor die Russen zu warnen und zum Einlenken zu bewegen, sei der Sinn des Kurzbesuchs von CIA-Radcliff in Moskau gewesen. Andere sagen, er wollte den Russen mitteilen, dass deren Personalverluste in DC sehr wohl bekannt seien. Beide Varianten leuchten mir nicht ein. Wahrscheinlicher ist das Abholen von getöteten Kumpels, deren Reste zur Mitnahme bereit standen (Ich habe vor Tagen von den einschlägigen Speznaz Kommando-Unternehmen im Raum Odessa berichtet). Das würde die Anreise der Amerikaner in diesem fliegenden Möbelwagen erklären.
Ostfront (3): Für aufschlussreicher halte ich Meldungen über die Inbetriebnahme von russischen Weltraumwaffen (Wolna Kupol Garant), die in der Lage sein sollen, das den Ukraine-Krieg wesentlich beeinflussende Starlink-System stillzulegen. Stimmt dies, wird wohl Elon das Wunderkind bald seine Bilanzen korrigieren müssen.
Ostfront (4): Die Presse posaunt, dass zwei Russen, die Täter von Leipzig seien. Soso. Wird Zeit, dass das Russische Brot in den Läden verboten wird. Stattdessen werden mehrere weitere Anschläge auf die deutsche Strom-Infrastruktur gemeldet. Alles Russen? Ich würde mal bei der Gruppe Vulkan in Berlin oder bei den einschlägigen Untertauchern in Kiew nachfragen.
Nahost: Es ist ausgeschlossen, aus dem derzeitigen Meldungssalat verlässliche Schlüsse über Krieg und Frieden zu ziehen. Klar ist nur, dass zwischen den drei Kriegsparteien nicht direkt verhandelt wird. Beide Seiten melden Verluste durch Raketenbeschuss. Ich frage mich, ob ich ernsthaft festhalten soll, dass der Don gestern vorschlug, die Straße von Hormus nach ihm umzubenennen. Ich plädiere für Don’s Drive.
Heimatfront: Dass bei den anstehenden Wahlen die Russland-Sache zur nationalen Frage hochgeschaukelt wird, soll die Leute vom Wählen der AfD – das sind die, die den Russen ins Land lassen wollen – abhalten. Es hört sich wie Auf-zum-letzten-Gefecht an. Ob’s was hilft oder das Gegenteil bewirkt, das weiß kein Mensch. Immerhin lockt es Spötter auf den Plan…
… auch solche, die im Moment durch Meckpomm touren (Dank an A.):
2. September 2026
Der gestrige Anschlag auf das Kraftwerk von Jänschwalde in Brandenburg führte zu überschaubaren Schäden. Es sieht so aus, als seien Feuerwerkskörper verwendet worden. Schon wieder der Russe? Wohl kaum. Hier sind Leute am Werke, die den Absturz des Landes auch ganz ohne denselben bewerkstelligen wollen. Also gilt für die Polizei, wie schon mehrfach in Berlin und anderswo eingeübt: Go slow.
Anschlag (2): Nun ist es also seit gestern Abend offiziell. Die Drohne von Leipzig soll vom Russen stammen. Der benutze für seine Aktionen bekanntlich stets zweitrangiges Personal („Low-Level-Agenten“). Na toll, das war mir seinerzeit, als wir den Kalten Kieg noch hatten, gar nicht aufgefallen. Aber es kommt noch besser: Zum Schutz vor weiterem russischen Tun wird deren Konsulat in Bonn geschlossen und das Haus der Kultur in der Berliner Friedrichstraße.
Anschlag (3): So ist das Gehampel um die Leipziger Drohne ein solcher Anschlag auf den gesunden Menschenverstand. Es ist in diesem Zusammenhang völlig überflüssig, das Geschehen mit dem deutschen Außenzwerg zu illustrieren. Mainstream jedoch gönnt uns dieses Vergnügen.
Über Intelligenz zu sprechen, ist das Böse an sich, denn es ist stets ein Kratzen an den Unterschieden, die es nach der Gleichheits-Lehre nicht geben darf. Bei Sience Files finde ich gestern einen Aufsatz, der sich mit den manifesten Unterschieden der diversen Ausländergruppen, die in Deutschland siedeln, befasst. Das Ergebnis ist bezeichnend. Die Perser sind mit Abstand die Intelligentesten und übertrumpfen lässig den deutschen Michel. Auch die Russen, Leute, die Russen. Nicht hingegen die viel gepriesenen Ukrainer. Wie es zum Unterschied zwischen den beiden Letztgenannten kommt, das wüsste ich gern mal. Werde den Intelligenz-Forscher Volkmar Weiss fragen müssen. – Die Chinesen und die Südkoreaner als die Intelligentesten sind lediglich zu Vergleichszwecken in die Tabelle aufgenommen worden.
Pentagon: Während das US-Kriegsministerium mitteilt, dass nunmehr erneut in Nahost zurückgeschossen werde, kommen aus dem Bauch der Behörde seltsame Gerüchte. Diese handeln von offenem Widerspruch gegen den Kriegsminister und seinen Präsidenten. Falls das nur vage stimmt, was man da zu hören kriegt, dann riecht das nach Rebellion. Angeblich weigert sich die Spitzen-Generalität, die Kriege wg. mangelhaftem Ausrüstungs- und miesem Personalstand weiterzubetreiben.
Pentagon (2): Nun denn, zu Luftschlägen gegen angebliche Raketenstellungen des Iran reichte es gestern am späten Abend immer noch. Zumindest nach der westlichen Nachrichtenlage. Der Film, den US CentCom veröffentlicht hat, kann dieses oder jenes bedeuten. Ich weiß es nicht. Man darf auf die persische Antwort gespannt sein. Eine amerikanische Basis in Jordanien scheint vorgestern Nacht schwer getroffen worden zu sein. Alle Raketen abgefangen? Die Luftbilder lassen Zweifel aufkommen.
1. September 2026
Im Wahlprogramm der AfD in Anhalt lese ich die Forderung nach einer Amnestie für die Corona-Verurteilten. Das zeigt in die richtige Richtung, doch man vergebe mir die Nörgelei: Amnestie wird benutzt, um die zu recht Gemaßregelten aus der Verfolgung zu befreien, weil deren Notwendigkeit sich erledigt hat. Hier jedoch geht es darum, das Justiz-Unrecht der Merkel-Diktatur aufzuheben. Es geht bei Lichte betrachtet um Wiedergutmachung. Ich weiß schon, jetzt werden Hunderte von Juristen, die sich mit der Exekutierung von offensichtlichem Unrecht besudelt haben, die Backen aufblasen und empört „Wo bleibt denn da der Rechtsstaat ?“ in die Manege rufen.
Wahlen (2): Fritz der Kanzler wird gestern in Kühlungsborn mit Marjes und Pfiffen empfangen und muss das Mengenbad abbrechen. Fazit: Er kann es nicht. Nicht mal das, nachdem er sich vorgestern ruppig an einer unzufriedenen Kinderärztin abgearbeitet hatte. Auf seine Beliebtheitswerte gebe ich nicht viel. Mir genügt es hinzuhören. Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten 20 Jahren über jemanden soviel Witze und Schmähworte gehört zu haben.
Wahlen (3): Mainstream versucht tagtäglich, den Leuten das AfD-Wählen auszureden, weil es ohnedies keinen Zweck habe. Kein Mensch kann sagen, in welche Richtung diese Art der Propaganda wirken wird.
Partnerwahl: Zum G-20 der Finanzminister ist diesmal vom Gastgeber USA auch der Russe wieder geladen. Hatte der US-Finanzjongleur Bessent nicht in der vergangenen Woche den Nichtunterstützerstaaten den Dollar-Tod angekündigt? Ich nehme an, seine Leute haben heimlich nachgerechnet, was das für die USA bedeutet.
31. August 2026
Der Herr der Welt in einer neuen Selbstdarstellung. Zweifelt noch wer an seinem Verstand? Besser: zweifelt noch wer nicht?
Der Herr der Welt (2): Heute Nacht greifen US-Luftstreitkräfte eine der Inseln in der Straße von Hormus an. Dass der Mann im Weißen Haus nicht bei Verstand ist, sagte ich bereits. Die hiesige Attacke erwähne ich lediglich, weil sie beweist, dass die Straße von Hormus entgegen den Worten des Don nicht frei befahrbar ist und – wichtiger noch – in sofern folgenschwer ist, weil der Iran zurückschlagen wird. Dann werden wieder alle hierzulande aufjaulen.
Der Herr der Welt (3): Der Mega-Deal, den der Don mit Venezuela verkündet hat, betrifft ein Phantom. Alle namhaften US-Öl-Giganten haben erst mal abgewunken. Auch ist das Venezuela-Öl keineswegs geeignet, um die Diesel- und Kerosin-Lücke zu schließen. US-Medien, die noch nicht der Voll-Verblödung anheim gefallen sind, schütteln nur mit dem Kopf.
Ostfront: Man muss kein Freund des russischen Kriegstuns sein um festzustellen, dass die Rache für die 40-Tage-Offensive Kiews ins russische Hinterland hinein schrecklich ist, und sie ist aller Wahrscheinlichkeit wirksam in dem Sinne, dass die ukrainischen Nachschubbasen irreparabel geschädigt werden. Die gestrige Zerstörung eines großen Munitionsdepots bei Kiew gibt hierzu Auskunft. Es sollen sich dort die soeben angelieferten Patriot-Raketen zur Raketenabwehr befunden haben. Ich weiß nicht, ob das stimmt, andere Quellen sprechen von den dort gelagerten oder montierten Flamingo-Offensiv-Raketen.
Ostfront (2): Das russische Verteidigungsministerium kündigte gestern offen an, man werde nunmehr die Energie-Infrastruktur der Ukraine zerstören. Ich besitze nach den Tag-für-Tag-Angriffen der letzten 2 Wochen genügend viel Phantasie, um mir vorzustellen, dass diese Ankündigung wahr gemacht wird. Zum ersten Mal in diesem Krieg erwähnt die russische Seite, es sei das Ziel, die Bevölkerung von der jetzigen Führung zu trennen. Es handelt sich bei dieser Ansage um eine 1 zu 1-Kopie der ukrainischen Propaganda der 40-Tage-Offensive dieses Sommers.
Ostfront (3): Ob sich die Moral in Kiew auflöst, ist umstritten. Etliche ukrainische Quellen behaupten dies. Es sollen 90 Prozent der Warenhäuser in Kiew zerstört worden sein. Die einschlägigen Luftangriffe wurden mit Geran-Drohnen durchgeführt. Fachleute streiten darüber, ob diese strahlgetriebenen Stahlflugkörper noch Drohnen oder bereits Marschflugkörper seien. Ich halte derartige Debatten für einen Streit um Kaisers Bart. Entscheidend ist: Sie sind offenbar in Massen vorhanden, und sie werden zielgerichtet eingesetzt, ohne auf wirksame Abwehr zu stoßen. Nicht einmal die ukrainische Propaganda behauptet das Gegenteil.
Ostfront (4): Der zentrale Mann im ukrainischen Kriegsapparat, Kirill Bulatow, bestätigt vor laufender Kamera, dass es derzeit ausgeschlossen sei, mit Russland Waffenstillstands-Vereinbarungen zu treffen. Er sagt, er habe es selbst ganz vergeblich versucht. Die Antwort sei: derzeit nicht. Ich folgere: Der Russe bringt die Kampagne jetzt mit Gewalt zu Ende.
30. August 2026
Jetzt wird es ernst: Fritz der Kanzler will Russland für den Drohnenfund von Leipzig öffentlich verantwortlich machen und – wie Bild schwurbelt – „nationale Maßnahmen“ vorbereiten. Ich übersetze mal ins Klardeutsche: Deutschland soll an der Seite der Ukraine in den Krieg gegen Russland ziehen. Falls das zutrifft, stellt sich nicht nur die Frage, ob der Mann noch bei Trost ist, sondern viel schärfer noch, wie man ihn an solchem Tun hindern kann.
Kriegsgeschrei (2): Selbst bei der Amerika-Amerika-Fraktion von Tichy setzt so etwas wie Besinnung ein. Eine Flut von Briefen lässt keinen Zweifel, was die Leserschaft zu dieser Causa denkt. Jetzt tritt dort das Problem des deutschen Michel offen zutage: Dem Denken muss jetzt Handeln folgen. Noch tröstet man sich mit dem Hinweis, dass der Ankündigungskanzler in den anderthalb Jahren seiner Herrschaft bislang stets zurückgerudert ist. Aber ausgerechnet in diesem Fall möchte ich mich darauf nicht verlassen.
Kriegsgeschrei (3): Während dies in Berlin stattfindet, greift die Ukraine gestern türkische Handelsschiffe mit Drohnen im Schwarzen Meer an. Ankara bestellt umgehend den ukrainischen Botschafter ein. Meine Phantasie reicht weit genug, dass man dem Mann unmissverständlich mit Gewaltanwendung droht, zum Beispiel mit der türkischen Nato-Mitgliedschaft. Zu wünschen wäre es in diesem Fall wenigstens.
Kriegsgeschrei (4): Die Straße von Hormus ist offen, so der Don. Die Araber von al Jaseera sehen das anders. Deren Skizze – falls die mitgeteilten Fakten stimmen – sagt mehr als eine ausführliche Geschichte des gegenwärtigen Krieges.
29. August 2026
Nach drei Tagen Abstandnehmen schälen sich die Konturen schärfer heraus. Die Öl-Nachschublage muss in den USA wirklich prekär sein, sonst gäbe es diese Behauptungen aus dem Weißen Haus nicht, man verhandle jetzt mit Venezuela um deren Exporte. Bisher waren wir das Motto gewohnt: Was wir nicht kriegen, nehmen wir uns im Zweifel mit Gewalt. Irgendwas muss da im Moment klemmen. Ich habe noch nicht herausgefunden, was das ist.
Prekär (2): Das Dekret der flächendeckenden Bestrafung von Abweichlern der totalen Iran-Sanktionspolitik löst sich ins Nichts auf. Die USA stehen allein da. Das bitterböse Canada setzt noch eins drauf und bremst den üblichen Öl-Export in die USA, nachdem der Don mit dem Zoll-Hammer gefuchtelt hat. Jetzt greift er zur Gegen-Attacke. In concreto: er nennt den See von Ontario in Lake America um. Toll, ich bin beeindruckt.
Prekär (3): Das Rätselraten um die tatsächliche Lage in der Straße von Hormus dauert an. Während der Don hartnäckig behauptet, die Straße sei offen, wird selbst unter der allerwohlwollensten Zählweise nur ein verschwindender Anteil der vor dem Krieg üblichen Öl-Durchfuhr erreicht. Dieses kommt, von den Iranern durchgelassen, bevorzugt aus dem Irak und reist sodann nach China weiter.
Prekär (4): Andy aus London hat in Kiew Lieferung und Vorort-Montage der Storm Shadow-Mittelstrecken-Raketen in öffentlicher Rede zugesagt. Reaktion aus Moskau: Wir werden uns nicht scheuen, die Hersteller, egal, wo sie sich befinden, anzugreifen und auszulöschen. Man sollte das ernst nehmen.
Prekär (5): Die üblichen Verdächtigen, die jetzt mit der Beistandsverpflichtung nach Art. 5 des Nato-Vertrages wedeln, sollten wenigstens zur Kenntnis genommen haben, dass das Bündnis (einschließlich der USA) seine Raketenabwehr-Raketen bis auf einen verschwindenden Rest (man spricht von 5 % des Vorkriegsbestandes) in den beiden aktuellen Kriegen verschossen, bzw. durch die Ukraine zum Verschießen weitergegeben haben.
Prekär (6): Am Aus der Raketenabwehr kann es angesichts des derzeitigen Kriegsgeschehens in der Ukraine keinen gescheiten Zweifel geben. Das Land ist schutzlos dem täglichen Dauerbeschuss ausgesetzt. Eine vorsichtige Prognose: Bis zum Jahesende ist Schluss und zwar zu russischen Bedingungen.
Prekär (7): Was unter diesen Bedingungen der CIA-Direktor in Moskau gewollt hat, bleibt rätselhaft. Zwar ist sich Mainstream einig, dass er den Russen gedroht hat. Derartige Meldungen sind angesichts der Kriegslage und der Schwäche der US-Streitkräfte nicht einmal als Satire geeignet. Nur Fritz der Kanzler und sein Außenzwerg scheinen dergleichen ernstzunehmen, aber die fallen schließlich auch unter die Rubrik Realsatire.
Irritierend: Mario Voigt bleibt Neuer König in Norwegen (so jedenfalls die Kurzmeldungen der Epoch Times-Deutschlandausgabe von gestern).
26. August 2026
Die Weltmacht spricht: Seit gestern durch den heimlich mit einem Riesentransporter der US Air Force nach Moskau eingereisten CIA-Boss. Ich weiß nicht, was er da will, Kreml-Peskow weiß es auch nicht. Sagt er.
Die Weltmacht spricht (2): Scott Bessent, der offizielle US-Finanzjongleur ist offenbar in die Liga der Zurückruderer eingetreten. Der großmäulig am Wochenende angekündigte D-Day (sprich: Diedähj) sei nur ein Warnschuss für alle Teheran-Unterstützer gewesen. Vielleicht hat ihm einer gesagt, dass der Dollar-Entzug für Russland kein Problem sei, nachdem man das Land bereits im Jahre 2002 (!) damit überzogen hat (Erinnert sich hier im Wertewesten noch wer daran?). Für China indessen nur ein halbes Problem, doch wenn die Chinesen tabula rasa machen, für die USA ein ganzes.
Die Weltmacht spricht (3): Die Straße von Hormus minenfrei, sagt der Don. Kaum hat er den Satz raus, brennt vor Ort ein Tanker ab, der ohne Genehmigung des Iran dort segelte.
Ostfront: Der Russe nimmt unbeirrt Dorf um Dort auf dem Weg zur Besetzung des Donbass in den noch unter ukrainischer Kontrolle verbliebenen Resten im westlichen Teil des Oblasts Donjezk. Von Norden her dringen russische Einheiten in die Bezirke von Sumy und Charkow vor.
Ostfront (2): Nach ukrainischer offizieller Lesart ist der Staat restlos pleite. Ich kann schlecht beurteilen, ob das der nächste propagandistische Gag ist, um die Europäer zu noch größeren Geldgeschenken zu veranlassen. Jedenfalls rächt sich die immens teure Drohnenoffensive der letzten Wochen in die Tiefe Russlands hinein, die im Westen als der großeSieg verkauft wurde. Über die Wirksamkeit der hierbei angerichteten Schäden besteht viel Streit. Klar ist nur, Russland ist ganz offensichtlich nicht zusammengebrochen, sondern hat sich auf erschreckende Weise mit Luftangriffen gerächt. Eine irgendwie wirksame Luftabwehr besteht augenscheinlich nicht mehr.
Ostfront (3): Die russischen Angriffe gegen zivile Ziele und die Blockade der Schwarzmeerhäfen haben vermutlich die ukrainische Wirtschaft und Gesellschaft schwer geschädigt. Diese deutliche Abweichung vom ursprünglichen russischen Vorgehen wird es den späteren Siegern auf viele Jahre hinaus unmöglich machen, mit den in der Ukraine lebenden Völkerschaften zu einem dann wieder friedlichen Auskommen zu gelangen. Das russische Vorgehen ist jetzt eindeutig auf einen militärischen Sieg gerichtet. Das heißt u.a.: Einverleibung des Gebiets von Kleinrussland, einschließlich der Häfen von Odessa und Nikolajew, und das Installieren einer für Moskau akzeptablen Regierung in der Rest-Ukraine sowie – vermutlich – Abtretung von deren Westprovinzen an Polen.
25. August 2026
Verdient festgehalten zu werden: Heute ist der Tag 1 des vom US-Finanzminister in der Nacht ausgerufenen totalen Handelskrieges gegen den Iran und alle, die sich der US-Ansage nicht beugen. Weiß der Mann, wovon er redet? Z.B. von China, Russland, Pakistan, die sich garantiert nicht an amerikanische Sanktionen halten werden, und vermutlich viele andere, die sich noch nicht geäußert haben. Was wollen die US-Boys tun, um die Boykotts durchzusetzen? Die Seeblockade der persischen Küste ist nichts Neues. Ob sie funktioniert, gilt als umstritten. Der Warenstrom über die persisch-pakistanische Grenze ist dadurch ebensowenig zu stoppen, wie der Richtung Russland über das Kaspische Meer und der Richtung China über die mittlerweile fertige mittelasiatische Eisenbahn. Was für den Export aus Persien gilt, gilt erst recht für Unterstützungshandlungen nach Persien hinein.
Handelskrieg (2): Das erklärte Ziel ist die Kapitulation Persiens, ins Klardeutsch übersetzt: die Öffnung der Straße von Hormus. Wäre sie, wie vom Don in den vergangenen Tagen behauptet, offen, wäre der Kriegszweck erreicht, bevor die Blockade überhaupt noch begonnen hat. Nun ist es aber höchstwahrscheinlich so, dass Wort und Wirklichkeit nicht zusammenpassen. Wenigstens behaupten das diejenigen, die die Schiffs-Tracking-Daten auswerten.
Handelskrieg (3): Lustig ist, was ich auf Tichys Einblick zu dieser Causa lese. Fritz Goergen lässt seine Leser wissen, der Don habe den Flaschenhals von Hormus erweitert. Auf dessen südliche Route (an der Omanischen Seite) würden die Schiffe im Hunderterpack vorbeisegeln. Das riecht nach kritikloser Übernahme von amerikanischer Desinformation.
Handelskrieg (4): Die Golfanrainer-Staaten geraten durch die Doppelblockade zunehmend in eine Schieflage in Richtung Wirtschaftskollaps. Der Iran hat ihnen angedroht, wenn sie sich an den jüngsten US-Maßnahmen beteiligen, wird man ihnen die Öl-, Gas- und Frischwasser-Infrastruktur zerstören. Ich nehme an, wir werden in der jetzt kommenden Woche die ersten handfesten Hinweise erhalten, dass dies ernst gemeint ist. Die Dortigen wissen bereits, dass die US-Schutzmacht vor Ort nicht mehr da ist.
Handelskrieg (5): In den letzten Tagen entwickelt sich ein Verteidigugsbündnis von Saudi Arabien, Pakistan und der Türkei. Zunächst scheint es als eine Art Interessenverbund angelegt zu sein – ohne direkte Eingreifverpflichtungen. Die Sache ist eindeutig Anti-Amerikanisch und Anti-Israelisch. Zur Überraschung der übrigen Welt hat sich gestern Bangladesch dem angeschlossen. Damit wird das Anti um Indien erweitert, das genau zwischen Pakistan und Bangladesch liegt. Das, was dort Fahrt aufnimmt, ist nationalistisch-islamisch in seiner Grundtendenz. Ob das wirklich ernst zu nehmen ist, wird sich zeigen, wenn die ersten gemeinsamen Schritte sichtbar werden.
24. August 2026
Kannste dir nich ausdenken: Fritz der Kanzler schiebt den Waldbrand im Hürtgenwald auf das Klima. Die Kripo ist anderer Ansicht und richtet ein Meldeportal für Zeugen der Bandstiftung ein.
Kannste dir nich ausdenken (2):
Kannste dir nich ausdenken (3):
22. August 2026
Verwirrendes ist von den Kriegsschauplätzen zu melden. Die Behauptung des Don, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus unter amerikanischer Anleitung nahe der Küste von Oman wieder ungehindert stattfinde, begegnet insofern Bedenken, als dort zugleich ein Schiff durch persische Raketen in Brand geschossen wurde und, ebenfalls zeitgleich, der US-Finanzminister Bessent ultimative, nie dagewesene Sanktionen zum Beginn der kommenden Woche ankündigte, die den Iran in die Knie zwingen würden. Was mag das sein und warum, wo doch alles nach Amerikas Wunsch läuft? Aus Teheran verlautet wie gewohnt, dass man auf die US-Vasallen in nie dagewesener Weise draufklotzen werde.
Krieg (2): Das Töten im Libanon und im Gazastreifen geht weiter. Immerhin hat sich der US-Botschafter in Jerusalem, an dessen zionistischer Grundhaltung es bislang keinen Zweifel gab, dazu aufgerafft, die Israeli möchten doch derzeit das Töten von Palästensers auf der Westbank durch sogenannte Siedler unterbinden. Die einschlägigen Bilder machen sich in den USA derzeit nicht besonders gut. Dort ist der Wahlkampf der Zwischenwahlen mit Macht entbrannt.
Krieg (3): Die Experten streiten darüber, wann genau die Ukraine zusammenbrechen wird. Der Streit ist nichts Neues, alle bisherigen Prognosen waren falsch. Letzte Nacht fanden wieder ruppige Luftangriffe mit Schwerpunkt auf die ukrainische Hauptstadt statt. Das hatte sich der kleine Mann aus Kiew vermutlich nicht träumen lassen, dass seine 40-Tage-Drohnenoffensive gegen das russische Hinterland solche Folgen auslösen würde. Man munkelt, dass die Meinungsverschiedenheiten hierüber der Grund für die Ablösung des angeblich überaus beliebten jungen Verteidigungsministers Fjodorow (Fedorov) gewesen seien. Das ist kaum zu glauben. Für wahrscheinlicher halte ich macht-interne Eifersüchteleien.
Krieg (4): Selbst Spezialisten kommen kaum noch nach, was genau sich wo am Frontbogen bewegt. Fest steht nur, dass dort jeden Tag gekämpft und gestorben wird. (Die Lagekarte von Nima Alkhorshid erscheint mir realistisch). Für kriegsentscheidend halte ich die russische Seeblockade von Odessa, von der anzunehmen ist, dass sie tatsächlich stattfindet. Daneben lese ich erstmals Nachrichten über russische Kommandoaktionen im ukrainischen Kernland, die der gezielten Vernichtung von Lokomotiven dienen. Die Loks sind aus russischer Sicht sicher ein lohnenderes Ziel als das Schienennetz, das, wie die Erfahrung der letzten Kriegsjahre lehrt, in überschaubarer Zeit geflickt werden kann. Für die Breitspurlokomotiven gibt es auf dem europäischen Markt keinen Ersatz.
Mal was schönes: Hätte ich sie vor drei Wochen auf der Bregenzer Seebühne gesehen, wäre mir die Voralbergerin Anahita Pasdar sicher aufgefallen. Jetzt nach Zeitungslektüre frage ich mich, an welchen Stellen sie – von mir unbemerkt – in das musikalische Geschehen von La Traviata mit der elektronischen Orgel eingriff. Das Nichtbemerken tut allerdings dem grandiosen Ereignis keinerlei Abbruch. Noch nach Ende der Vorstellung, d.h. nach 23 Uhr, standen die Leute in der lauen Sommernacht Stunden auf dem Vorplatz und wollte nicht nach Hause gehen.
Schön (2) (zumindest halb-schön) ist zu beobachten, wie es ist, wenn ein wichtiger Mann seine Reputation unrettbar verliert, das heißt, er kann machen, was er will, es wirkt immer gegen ihn. Das geschieht derzeit beim Doktor Voigt, der bekanntlich dem hiesigen Ländchen vorsteht. Jetzt hat er sich auf ein Schaukelpferd gesetzt. Das ist zum Schreien komisch, obwohl es kaum so gemeint war. Ich bin sicher, er wird uns noch auf Jahre hinaus mit seiner Komik erfreuen, denn, egal wo er auftritt, es lachen die Leute. Kommende Woche soll der missglückte Akademiker sich einem Misstrauensvotum stellen. Die oppositionelle AfD täte gut daran. das Plüschpferd als Gegenkandidaten zu nominieren.
Schön (3), wenigstens für mich ist das Gefühl wohliger Leere, das sich in mir ausbreitet, nachdem ich heute Nacht die Druckfahnen von
Mein Abendland Wegweiser durch das Labyrinth von Weltherrschaft, Realpolitik und Größenwahn
zum Druck freigegeben habe. Auch nachdem ich den Text um mehrere hundert Seiten gekürzt habe, sind es immer noch ziemlich viele. Genau 400. Was da drinsteht? Nun, das hier: Eine große Zahl unerbittlicher Gegner versucht, unser Land, seine Lebensart und das Wohlergehen seiner Bevölkerung irreparabel zu beschädigen. Die Angreifer werden durch Weltherrschaftswahn, Geldgier oder religiöse Zwangsvorstellungen vorangetrieben. Eine Clique von korrupten Politikern und Publizisten unterstützt seit Jahren dieses zerstörerische Tun. Im vorliegenden Buch werden die Beteiligten beim Namen genannt, ihre Methoden aufgedeckt und die Chancen, sie unschädlich zu machen, beschrieben.
20. August 2026
Wort und Widerwort: Der Don kündigt einen noch nie dagewesenen Wirtschaftskrieg gegen Persien an, wenn dieses nicht augenblicklich die weiße Flagge hisse. Die Vernichtung werde auch alle Staaten treffen, die es wagen würden, mit dem Feind weiterhin wirtschaftliche Beziehungen zu unterhalten.
Wort und Widerwort (2): Der iranische Parlamentspräsident antwortet unverzüglich: Wenn die USA nicht binnen zwei oder dreier Wochen die persischen Forderungen erfüllten, als da sind: Abzug aus der Region, Freigabe des Libanon, Rückgabe der beschlagnahmten Vermögenswerte, Aufhebung der Küstenblockade und aller Sanktionen, werde der Krieg militärisch in bislang noch nie gesehener Härte weitergehen.
Wort und Widerwort (3): Das, was man hört, sind Ansprachen ans jeweils eigene Publikum. Beide Seiten wissen, dass ihre Forderung ins Leere gehen. Dennoch bleibt das Faktum, dass der Rückgriff auf Gewalt wieder in den Bereich des Wahrscheinlichen rückt.
Wort und Widerwort (4): Putin hat den Briten als den wahren Verursachern des massiven Drohnenangriffs auf Moskau vom vergangenen Wochenende Konsequenzen angedroht.
Wort und Widerwort (5): Der neue Mann an der Spitze des Vereinigten Königreichs – seinen Namen habe ich mir immer noch nicht gemerkt – hat nicht etwa die Verursachung dementieren lassen, sondern öffentlich angemerkt, dass es sich um Großbritanniens gutes Recht handele, die Waffenbrüder in Kiew wirksam zu unterstützen.
Wort und Widerwort (6): Es sieht ganz so aus, als solle Putin gezwungen werden, Gewalt anzuwenden, wenn er sich nicht unglaubwürdig machen will. Ein solches Vorgehen entspräche einem seit Jahrhunderten eingeübten britischen Vorgehen, das sich primär darauf stützt, dass andere das allfällige Kämpfen übernehmen müssen. Doch wer soll das diesmal sein? – Ich fürchte, man unterschätzt die russische Geduld, auf einen günstigen Zeitpunkt zum Zuschlagen zu warten. Eine Art Emser Depesche wie zu Zeiten von Bismarck selig, als sich die großmäuligen Franzosen gegenüber Preußen selbst in ein psychologisches Abseits begeben hatten, so dass alle Welt gegen die preußische Gewalt nichts einzuwenden wusste. Wie der geschichtsbewanderte Putin sicher weiß, kann man diese Situation mit etwas Raffinesse selbst erzeugen. Es sieht ganz so aus, als braue sich hier etwas zusammen. Das Kommando-Unternehmen von russischen Speznaz-Kräften im Raum Odessa mit der Zielsetzung, Gefangene zu machen, ordne ich hier ein, denn es sollen sich unter den Weggeschleppten etliche Nato-Offizier befinden.
19. August 2026
Ehrlich gestanden, von dem Ort Hutthurm hatte ich bis heute Morgen noch nie gehört. Die Marktgemeine liegt vor den Toren von Passau. Hier werden von der Firma Donaustahl Kriegswaffen entwickelt und hergestellt. Sie werden sodann Richtung Osten exportiert, um dort Russen zu töten. Ich mache mir Gedanken, ob das der Obrigkeit bekannt ist, denn wir haben ein Kriegswaffen-Kontrollgesetz, mit dessen Hilfe genau das verhindert werden soll. Ich frage mich, was die Bewohner dieses fortschritts- und weltoffenen Ortes wohl sagen mögen (falls sie dann noch zu Wort kommen), wenn eine russische Oreschnik-Rakete mit ihren 6 x 6 Sprengköpfen, die mit 5 km/sek anfliegen, diesem Treiben ein Ende setzt.
Hutthurm (2): Ich hätte von alledem nichts mitgekriegt, wenn deutsche Sicherheitsbehörden, die offenbar von diesem Treiben wissen, den Eigentümer von Donaustahl nicht für akut tötungs-gefährdet halten würden. Dem Putin seine GRU (das ist der russische Militärgeheimdienst) habe es auf sein Leben abgesehen. Der Name dieses 39 Jahre alten Kriegsgewinnlers lautet Stefan Thumann.
Im Nahen Osten wird der Krieg weitergehen. Die vereinbarte und ohnedies nicht eingehaltene 60tägige Waffenruhe ging am Montag zu Ende. Wie es konkret weitergehen wird? Ich sehe mir als Denkauffrischung die Gesichter der beteiligten Kommandeure an. Zum Beispiel den Oberbefehlshaber der persischen Streitkräfte, Amir Hatami. Er macht nicht den Eindruck, als würde er die Lage nicht überblicken. Vielleicht ein Vorurteil von mir, weil mir das Verhalten seiner Armee seit Kriegsbeginn durch den Kopf geht. Jetzt wird er in der Westpresse so zitiert, dass er auf das Töten von US-Soldaten Kopfgelder ausgesetzt habe.
18. August 2026
Die Bundeswehr feiert ein personelles 13-Jahres-Hoch mit 186.700 Soldaten. Von denen wurden im Juli 15.000 neu eingestellt. Seltsame Messgrößen sind das.
Soldaten (2): Im Ukraine- und Nahostkonflikt geht das Töten weiter. Am Wochenende flogen Hunderte von Drohnen Richtung Moskau und eine unbekannte Vielzahl nach Kiew und in andere Großstädte. Die israelische Armee meldet die siegreiche Ermordung von Palästinensern im Libanon, selbstredend lauter Terroristen-Chefs nebst Umfeldpersonen, die unvorsichtiger Weise im Wege standen. Derweil kündigt der Don dem Oman Bomben an, falls er sich wirklich zum Nachteil der Freien Welt mit dem Iran verbündet, was die Durchfahrt durch die Straße von Hormus anlangt. Und der Jemen beschießt munter saudische Schiffe im Ausgang des Roten Meeres. Also alles in allem nichts Neues.
Die niedersächsischen Verwaltungsgerichte bestätigen die Aberkennung des passiven Wahlrechts für AfD-Kandidaten. Die offensichtlich verfassungswidrige einschlägige Norm des Kommunalrechts, die unter keinem Gesichtspunkt mit dem Parteienprivileg des Art. 21 GG vereinbar ist (wonach nur das Bundesverfassungsgericht Parteien die Mitwirkung an der politischen Willensbildung verwehren kann), bereitet ihnen offenbar keine Probleme. Erlaubt ist, was gefällt. Man verlässt sich darauf, dass das Wahlvolk dergleichen schluckt, ohne den Machthabern die Scheiben einzuschmeißen. Ich würde mich allerdings nicht darauf verlassen, dass dies so bleibt.
Die Häme gegen den Spiegel hält an. Heute Morgen entnehme ich das hier der Zellerzeitung.
17. August 2026
Sex sells: Das Gespräch bei Tisch kommt auf ein Literatur-Genre, das mir bis dato vollkommen unbekannt war. Junge Frauen schreiben Millionen-Seller, deren Inhalt die Verherrlichung von sexueller Gewalt gegen junge Frauen ist. Ich bin zunächst sprachlos, dann dämmert es mir, dass dies womöglich die Reaktion auf nunmehr seit Jahrzehnten andauernde feminine Erziehung ist, die nicht nur den Unterschied zwischen Mädchen und Jungen zu beseitigen, sondern schlimmer noch Jungen zu Mädchen zu erziehen trachtete. – Wohlgemerkt, wir sprechen über diese Sache, aber keiner hat eines dieser Bücher gelesen, geschweige denn, eins bei der Hand. Mir graust der Gedanke, mir einen eigenen Eindruck verschaffen zu sollen.
Abwege (2): Die Illustrierte Der Spiegel macht ihren jüngsten Titel mit der Aufschrift „Der gefährlichste Mann Deutschlands“ auf und bildet dazu den AfD-Wahlkämpfer aus Sachsen-Anhalt ab. Der verteilt signierte Exemplare der Postille an seine Fans. – Man sieht, die gegenwärtige um sich greifende Verwirrung ist nicht auf pubertierende und spätpubertierende Mädchen beschränkt, sondern hat sich auch im Lager sogenannter Qualitäts-Journalisten fest eingenistet.
Abwege (3): Als sich die Prälaten von Unsererdemokratie entschlossen, ihre Konkurrenten mit den Prädikat gesichert rechtsextrem zu diffamieren, dauerte deren Erschrecken eine Weile lang an. Jetzt ist es dem Hohn gewichen.
15. August 2026
Es liegt zwar schon einige Jahre zurück, aber die Gläubigen auf Reichenau sind sich sicher, dass gestern Maria zum Himmel gefahren ist, und tragen deswegen ihre Statuen im Freien herum. Sie sind sehr hübsch anzusehen (die Marien) und wecken wie stets, wenn sie im Zusammenhang mit den Gläubigen zu sehen sind, Zweifel, dass es sich beim Christentum um eine Eingott-Religion handelt, selbst wenn man sich über die Klippe Vater-Sohn-und-heiliger-Geist hinweg argumentiert. Das Anbeten einer Holzfigur hat etwas Archaisches – erst recht, wenn sie hübsch ist, wie die in Reichenau.
Reichenau (2): Lokalpatrioten behaupten hartnäckig, der Ort sei eine Insel im Bodensee. Dem Reisenden erschließt sich dies nicht, wenn er mit dem Auto aus Richtung Konstanz anreist. Er benutzt trockenen Reifens eine Straße, die von drei Reihen alter Pappeln gesäumt ist. Sie macht aus dem Ort eine Halbinsel.
In Bodman besuche ich den Skulpturengarten des Bildhauers Peter Lenk. Das ist der, der den Konstanzern die monumentale, tonnenschwere Weibsperson auf die Mole der Hafeneinfahrt stellte. Er spricht zwei Stunden im Sonnenschein auf mich ein, umstanden von seinen riesigen Skulpturen. Man kann das alles in Ruhe betrachten und photographieren, nur ihn selber nicht.
14. August 2026
Wenn man (trotz anhaltender Hitze) die Bodenseeinsel Reichenau durchstreift, stellt man erfreut fest, dass die Zahl der ebenfalls vor Ort befindlichen Touristen überschaubar ist. Dafür unterliegen die drei Hauptattraktionen lästigen Beschränkungen durch minimale Eintrittszeiten und sorgsame Park-Beschränkungen. Doch wenn man hartnäckig ist, so wie ich, bieten die drei Kirchen lohnende Einblicke in die deutsche Frühgeschichte. Ich lerne, auf diesem paradiesischen Eiland wussten Kirchenfürsten ab 700 gut und gerne zu leben. An ihrem Wohlstand kann es keinen Zweifel geben, denn sie waren in der Lage, im Jahrhundert-Takt die Pracht ihrer Gotteshäuser neu zu gestalten. Das Um- und Überbauen der gotischen Grundstrukturen finde ich schade. Zum Glück hatte die weltliche Bedeutung dieser Kirchen-Herrscher stark nachgelassen, als Barock und erst recht das Rokoko auf dem architektonischen Speisezettel standen. – Dass der Abt von Reichenau gegen Ende der Herrschaft von Karl dem Großen als dessen Botschafter in Byzanz war, um dort Karls Gleichrangigkeit mit Ost-Rom erfolgreich zu verhandeln, will ich wenigstens erwähnt haben. Er wird nicht geahnt haben, was das weltgeschichtlich einmal bedeuten würde.
Kirchen (2): In der Stadtkirche von Stein am Rhein (in der nahegelegenen Schweiz) finde ich nicht ein einziges christliches Symbol: kein Kreuz, kein Christus und schon gar keine Maria. So radikal aufgeräumt durch die sog. Reformierten habe ich noch keine Kirche vorgefunden. Ich zögere einen Moment, ob sie überhaupt noch in Betrieb ist. Dochdoch, ist sie, es liegen Gesangbücher herum. In der Kirche ist es angenehm still, vermutlich weil es das Gewohnte nicht zu sehen gibt. Vor den Türen flutet der Sommertourist vorbei.
13. August 2026
Vice Vance macht gestern eine Ansage an den kleinen Mann aus Kiew. Er möge per sofort damit aufhören, Tanker im Schwarzen Meer zu versenken, denn auf diesen befinde sich kasachisches Öl für das große und gute Amerika. Bleibt hinzuzufügen, dass es so einer Drohne, selbst falls made in USA, ganz egal ist, ob sie Dinge zerstört, die für ihren Sponsor bestimmt sind. Den Kriegshelden in Kiew offenbar auch, so dass sie jetzt zur Ordnung gerufen werden mussten.
Schiffeversenken (2): Auf russischer Seite macht man sich ganz ähnliche Gedanken. Putin (in Uniform der russischen Kriegsmarine) machte gestern in Fernost eine Ansage an die Europäer: Das Versenken russischer Handelsschiffe durch diese werde unverzüglich zu russischen Vergeltungsmaßnahmen führen – ganz gleich, wo sich deren Schiffe befänden. Wir dürfen gespannt sein.
Während also der US-Vice seine Besorgnisse über den Krieg im Schwarzen Meer äußert, greifen seine Luftstreitkräfte gestern den Jemen an. Das Pentagon meldet nicht ohne Stolz den Erfolg: 153 Zivilisten getötet und 247 verletzt. – Woher mögen diese Zahlen stammen? Vor allem aber: Was sollen sie bewirken?
12. August 2026
Die Jemeniten machen tatsächlich ernst an ihrer Meerenge des Roten Meeres. Gestern wurde wieder ein Frachter beschossen und an der Weiterfahrt gehindert. Das dürfte jetzt in etwas das zehnte Schiff sein. Die Saudis als die im Moment Hauptgeschädigten protestieren und rufen Pakistan, mit dem sie ein Verteidigungsbündnis eingegangen sind, um Hilfe an. Dort jedoch zeigt man sich wenig beeindruckt, wohl wissend, dass das Parteiergreifen in diesem Fall die eigene Stellung im Mittleren Osten untergraben würde.
Nahost (2): Die Angriffe aus dem Jemen waren lange angedroht. Sie sind bei Lichte betrachtet die Retourkutsche für jahrelange saudische Aggressionen gegen den südlichen Nachbarn. Was wir jetzt vorgeführt bekommen, weckt den Verdacht, dass die Prinzen militärisch nicht ernst zu nehmen sind. Hierüber empfinde ich kein Bedauern, denn sie spielten seit Jahrzehnten ihr eigenes Europa-feindliches Spiel, angetrieben von ihrer Mittelalter-Religion.
Nahost (3): Der Don hat heute Nacht angedroht, dass er den Iran finanziell in die Knie zwingen werde. Soso. Seine pensionierte Generalität tönt derweil im US-Fernsehen, es werde Zeit, die militärische Karte auszuspielen. Die Herren erwähnen allerdings nicht, welche sie denn meinen, wo man seit Monaten vergeblich gebombt und geschossen hat. Die Angriffswaffen haben’s nicht gebracht und die Verteidigungswaffen scheinen sich dem Ende zuzuneigen, wenn sie denn überhaupt wirksam waren. Die US-Stützpunkte am Golf und in Jordanien können ein Lied davon singen. – Bleiben nur noch die US-Stützpunkte in Israel und auf hoher See, mindestens 500 Seemeilen von der persischen Küste entfernt. Das heißt in beiden Fällen: Luftangriffe nur mit zweimal Auftanken in der Luft. Das kann ich mir als wirksame Angriffsmethode kaum vorstellen. Und bin offenbar auch nicht der Einzige.
Es fällt schwer, bei der Hitze einen klaren Gedanken zu fassen. Im Netz lustloser Lektüre bleiben halbseidene Erkenntnisse hängen: Doktor Voigt vergeigt Widerspruchsverfahren gegen die Uni Chemnitz wg. Entzugs des Doktorgrades. Jetzt will er klagen. Muss nur noch ein sächsischer Richter gefunden werden, der ein Einsehen mit diesem hochgeschätzten Politik-Wissenschaftler hat.
Sachsen (2): Die Drohne von Leipzig trägt DNA, die von einem Anschlag aus dem Jahre 2024 bekannt sein soll. Da war eine Verteilungsstelle der Post das Ziel des Terrors. Die Politik schwatzt von einem hybriden Angriff, und vermummte Bundespolizisten umringen pressewirksam den Innenminister.
Sachsen (3): Leser B. teilt mir mit, dass die Plauener bereits am 17. Juni 1953 besonders ungehorsam waren und nicht nur im Herbst 1989. Das sei nachgetragen.
Ostfront: Die Töne aus Kiew klingen eher kleinlaut. Keines der zahlreich anfliegenden Geschosse wurde am Wochenende abgefangen. Sagt zumindest die ukrainische Führung erstmals. Das wollen wir ihr ausnahmsweise einmal glauben.
Raketenabwehr (2): Das Problem ist keineswegs auf den Ukraine-Konflikt beschränkt, sondern ist in den vergangenen Wochen verstänkt in Nahost aufgetaucht, wo es offensichtlich wird, dass die beiden einschlägigen US-Systeme Patriot und THHAD beide nichts taugen, jedenfalls was die Abwehr von ballistischen Raketen aus Russland und dem Iran anbelangt. Höre mir mehrere gut illustrierte Vorträge des amerikanischen Professors Ted Postol vom MIT an, der leicht nachvollziehbar erläutert, warum das mit der Abwehr moderner ballistischer Raketen nicht klappen kann. – Mit meinen Worten: Angriffs- und Abwehrrakete fliegen, wenn überhaupt, mit ca. 5 km/sek. aufeinander zu. Die geringste Seitwärtsbewegung des Angreifers lässt den Verteidiger ins Nichts enteilen. Postol hält aufgrund von zahlreichen ausgewerteten Raketenangriffen aus den letzten Monaten eine Trefferquote von 1 bis 2 Prozent für wahrscheinlich. Das bedeutet: 98 von 100 Raketen erreichen ihr Ziel.
Raketenabwehr (2): Es entbehrt nicht einer traurigen Komik, wenn die US-Regierung jetzt die verstärkte Produktion der bekannten Raketentypen mit großem öffentlichen Radau anschiebt.
9. August 2026
Der Vorschlag des Redners fand breite Zustimmung. Mit anderen Worten: Alle waren froh, dass er endlich zu einem Ende gekommen war.
Manche Dinge ändern sich einfach nicht, oder anders ausgedrückt: nicht so einfach. So die Einwohner von Plauen am Rande Sachsens. Sie gehörten bereits 1989 zum allgemeinen Erstaunen zu den Ersten, die unübersehbar auf die Straße gingen. Gestern sollen es zehntausend gewesen sein. Was sie forderten, könnte Schule machen: Regierung weg, Neuwahlen, Volksentscheide. – Wir nähern uns deutlich der Schwelle, wo es nicht friedlich bleiben wird.
Wenn der Don wie heute Nacht von Einigungen im Nahostkrieg öffentlich schwatzt, so ist das nur insofern halbrichtig, als die USA gestern an zwischen den Persern und dem Nachbarstaat Oman besiegelten Absprachen über die Straße von Hormus nicht beteiligt waren, sondern deren Gegenstand. Als da wäre: Die Straße bleibt geschlossen, bis die USA aus der Gegend abgezogen sind, das persische beschlagnahmte Auslandsvermögen freigegeben und Entschädigung für die Kriegsschäden geleistet worden ist. Was bislang nur persischer Standpunkt war, findet Zustimmung in Oman. Im Gegenzug enthält es eine Beteiligung an der zu erhebenden Maut für die Straßennutzung.
Nahost (2): In ägyptischen Gewässern wurden erstmals Schiffe in Brandt geschossen. Jetzt rätselt man: Wer war das? Anders gefragt: Wem nutzt eine Ausweitung des Konflikts?
8. August 2026
Die Stadt Arbon, auf dem schweizerischen Ufer des Bodensees gelegen, ist tagsüber fast menschenleer. Ich vermute zunächst einen mir unbekannten hiesigen Feiertag, da auch alle Läden zu sind. Bis mich ein Zettel an einem der Schaufenster aufklärt, dass wg. Sommerferien geschlossen sei. Donnerwetter, sollte ich mich im schweizer Geschäftssinn so getäuscht haben?
Da lob ich mir doch Unteruhldingen, am gegenüberliegenden deutschen Ufer gelegen. Parkplatz weit außerhalb – gebührenpflichtig. Anreise zum See runter mit einem Trekker mit 2 Anhängern, Bähnle genannt – gebührenpflichtig. Pfahlbaudorf hinter Gitterzaun, großartiger Eintrittspreis. Ich merke an der Kasse an, dass ich keineswegs beabsichtigen würde, Mitinhaber zu werden. Das wird nicht lustig gefunden. Sodann schlägt die Museumspädagogik über die Pfahlbauern und Pfahlbäuerinnen zu. Auch damit: Man wisse nicht, ob es so war, wie man es sich jetzt vorstelle. Bleibt die Fragen, warum dann diese Häuser, durch die der Besucher (bitte nichts anfassen) geht?
Während ich die imaginären Vorfahren bestaune, tagt in Berlin der Bundes-Sicherheitsrat. Na klar, denn es handelt sich bei der gestrandeten Drohne in Leipzig auf dem Flughafen um einen hybriden Angriff. Aus dem Kreml erfolgt in ungewöhnlicher Geschwindigkeit eine scharfe Abfuhr gegenüber den zur Gewissheit aufgeblasenen Verdächtigungen. – Ich stelle mir die Frage, für wie blöd man die Leute eigentlich hält. Oder anders ausgedrückt: Für wie blöd muss ich die Leute halten, die mit solchen Nicht-Ereignissen öffentlich Politik machen? Komisch ist nur, dass mir sofort passende Gesichter einfallen. Bitte keine Namen.
6. August 2026
An der Bundesstraße am Nordufer des Bodensees liegt unübersehbar zwischen Immenstaad und Friedrichshafen eines der Zentren der deutschen Rüstungsindustrie. Beim Vorbeifahren an den ausgedehnten Liegenschaften von Airbus geht es mir durch den Kopf, dass ich nicht der Einzige bin, der diesen Standort kennt und einschätzt, dass hier Kriegswaffen konzipiert werden könnten, die gegen Russland zum Einsatz gelangen.
Kriegswaffen (2) Immer noch glauben die Leute hierzulande, der böse Putin würde bluffen, wenn er sagt, er werde die Nato-Kriegstreiber an ihren Standorten, egal wo, ins Visier nehmen lassen. Vor drei Tagen hat er Nägel mit Köpfen gemacht, und eine amerikanische Drohnen-Fabrik in Kiew wurde, soweit man hört, dem Erdboden gleichgemacht. Die US-gelenkte Presse schweigt. Was Wunder.
Kriegswaffen (3): Dem kleinen Mann aus Kiew ist inzwischen das Siegesgeschrei im Halse steckengeblieben. Er mault, dass er keine wirksamen Raketenabwehrwaffen besitze. Das klang vor Kurzem noch ganz anders. Da erinnerte er mich an den Luftwaffenchef Herrmann Göring, der tönte, er wolle Meier heißen, wenn es einem feindlichen Flieger jemals gelänge, ins Reichsgebiet einzudringen. Er kam bereits kurz drauf nicht wieder darauf zurück.
Kriegswaffen (4): Ein Dutzend Kilometer weiter auf der Bundesstraße nach Osten liegt der Flughafen von Friedrichshafen. An dessen Rand ein sehenswertes ziemlich neues Museum zur Erinnerung an den Flugzeugbau-Pionier Claude Dornier, der hier vom Bodensee aus ein Luftfahrt-Imperium aufbaute. Hierzu gehörten in beiden Weltkrieges die Impulse durch die militärische Nutzung und auch nach der Zerstörung Deutschlands 1945 der Neuaufstieg aus den Trümmern. Großartige Exponate und eine erfreulich nüchterne Darstellung ohne den heute üblichen moralinen Zeigefinger. Sensationell auch der Übergang von der Luft- zur Raumfahrt. Ich habe gestaunt.
Kriegswaffen (5): Komische Meldung vom Flughaften Leipzig. Drohnenfund mit Semtex-Sprengstoff, aber defektem Zünder. Wer war das? Wir werden es bald wissen, wenn die Experten den Drohnenführerschein (?dem Putin seiner), der sicher am Tatort zurückblieb, gefunden haben werden. Nebenbei: Der tschechische Sprengstoff stammt ebenso aus Sowjetzeiten selig, wie die in ukrainischem Besitz befindlichen Antonow-Transport-Giganten, die dort ihre Heimat gefunden haben, um Kriegsgut nach Osten zu befördern.
5. August 2026
Es gilt der Merksatz: Nur aus der Ferne erscheinen die Dinge klar und eindeutig. Nach nur drei Tagen zeigt es sich nämlich, dass der Konflikt von Ceuta komplizierter ist als am Wochenende angenommen. Geht man etwas näher ran, schält sich die marokkanisch-algerische Langzeit-Fehde aus dem Wüstensand. Jetzt bekam sie neue Nahrung, als Spanien vor Kurzem mit Algerien ein taufrisches Gaslieferungs-Abkommen schloss, dessen Gag es ist, nicht mehr die existente Öl-Pipeline, die über Marokko läuft, zu nutzen. Damit fallen dort zulande wichtige Wegelagerer-Gebühren weg (Wir kennen dieses Phänomen aus Polen und der Ukraine). Summa summarum: ein aktueller Racheakt, jedenfalls vor der Hand.
Ceuta (2): Dass sich die amerikanisch-israelische Allianz bei der Unterstützung des Geschehens auf das Völkerrecht beruft, lockt bestenfalls ein verächtliches Grinsen hervor. Diese Art Völkerrechtler sehen nicht nur ein neues gewinnträchtiges Konfliktfeld, sondern auch die Möglichkeit, an der Meerenge von Gibraltar einen ihnen hörigen Pfosten einzuschlagen. Träumt weiter, Jungs.
Nahost: Heute kommt es, wenn man den großen Reden des US-Finanzministers, Bessent, wenn ich mich nicht irre, glauben will, zu einem tollen US-Iran-Deal. Soso. Vor Ort ist offenbar davon nichts bekannt. Nur eines ist gewiss: Das Morden in Gaza geht weiter. Gestern wurden nach israelischen Angaben dort 16 Palästinenser erschossen.
In Sachsen-Anhalt will Unseredemokratie im letzten Moment vor den Wahlen Anfang September die Fünfprozenthürde kippen, um die SPD weiter parlamentarisch vertreten erscheinen zu lassen. Endlich hat man geschnallt, dass es die kleinen und kleinsten Gruppen sein müssen, die einen AfD-Sieg verhindern können.
4. August 2026
Es lohnt, in der Säulenbasilika von Konstanz eine Weile stillzusitzen, um den Raum einwirken zu lassen. Es ist zu allererst verblüffend, dass die von außen deutlich gotische Kathedrale von innen ganz anders aussieht. Es ist der romanische, Jahrhunderte alte Mittelbau, der mich beeindruckt. Den Ausbruch der Baumeister der beiden Seitenschiffe in die seinerzeit gerade in Mode kommende Gotik nehme ich nur aus den Augenwinkeln wahr. Den erst viel später hinzugekommenen Schnickschnack des Barock oder gar das Klassizismus blende ich, so gut es geht, aus. Wenn ich jetzt für ein paar Minuten den durcheinanderbrüllenden Klerus des Konzils von Konstanz (1414-18) wie einen imaginären Spielfilm einblende, sehe ich den letzten Versuch, in der weltbeherrschenden Christen-Kirche zu retten, was zu retten war. Den aus Böhmen angereisten Jan Hus verurteilten sie unter Bruch des Freien-Geleit-Versprechens zum Tode auf dem Scheiterhaufen, anstatt sich mit seinen Vorschlägen auseinanderzusetzen. Immerhin, sie gewannen 100 Jahre Zeit, dann würden deutsche Denker und Theologen der katholischen Kirche das vor Gedanken schützende Dach wegsprengen.
Hus (2): Die mitten im Kirchenraum aufragende hölzerne Kanzel steht auf einer imposanten Figur, die den alttestamentarischen Kirchenvater Abraham nebst Widder darstellt (unvoreingenommene Betrachter würden vielleicht sagen, das Gesicht sei auf boshafte Weise hebräisch ausgeprägt). Ich erwähne dies, weil es spätere Eiferer nicht daran hinderte, der Statue unter der tumultarisch vorgetragener Behauptung, es handele sich um den Ketzer aus Böhmen, die Nase abzubrechen, was ganz gewiss erheblicher Gewalteinwirkung bedurfte. Heute ziert die Figur eine Ersatznase. Geht man nah genug ran, sieht man das und findet es irgendwie tröstlich, dass es immer schon eifernde Idioten gab.
Seit meinem letzten Aufenthalt in Konstanz (wg. akademischer Eitelkeiten) im Jahre 1982 ist Sehenswertes hinzugekommen, so die auf der Spitze der Hafeneinfahrt stehende tonnenschwere Figur der Prostituierten Imperia, die während des Konzils Kaiser und Papst in der Hand gehabt haben soll. Sie dreht sich nun um sich selbst, dem Betrachter mal die unbekleidete Vorderfront, mal das gewaltige Hinterteil zuwendend. Ich betrachte mit Muße die zu der Dame pilgernden Muselmanen mit ihren verschleierten Frauen und hätte deren Kommentare zu gerne einmal gehört.
Imperia (2): Die Figur (und anderes aus seiner Hand im Bodenseeraum) stammt von Peter Lenk, einem Franken, der sich am Bodensee angesiedelt hat. Beim Betrachten seiner Werke, die auf dreiste Weise lustig sind, geht mir durch den Kopf, dass offenbar jede Zeit ihre Hofnarren ausprägt. Dieser Lenk, so will es mir scheinen, ist der Unsere.
3. August 2026
Es ist wirklich allerliebst, was auf den Blocs der Kinder Gottes so alles zum Ceuta-Konflikt geschrieben steht. Rache für die Nichtteilnahme Spaniens am Iran-Krieg ist nur die kleinste Münze. Aber die größten dortigen Denker, deren realen Einfluss ich nicht abzuschätzen weiß, gehen weit darüber hinaus, indem sie eine aktuelle Chance wittern, das ganze EU-Europa zum Wohle der Koalitionäre aus Tel Aviv und DC aus dem Gleichgewicht zu bringen. Was wollen sie erreichen? Die augenblickliche israelische Auswanderung Richtung Griechenland und Zypern stoppen? Das wäre eine innenpolitische Zielsetzung, denn nichts kann für die Hardliner fataler sein, als wenn ihr eigenes Land durch die Flucht kriegsmüder Juden allmählich leer läuft.
Nahost (2): Wenn ich es richtig deute, so schweigen unsere Israel-Versteher-Medien bänglich stille. Verständlich, denn der Don hat vorgestern verkündet, dass er im Moment das ultimative Bomben Persiens unterbrochen habe, weil Verhandlungen anstünden. Frage mich, mit wem? Nehme an, dass die Saudis Stopp gerufen haben, nachdem, wie man hört, ein Emissär aus Teheran ihnen offengelegt hat, welche leicht zerstörbaren Ziele (Wasser & Öl) es auf ihrem Territorium noch zu treffen gibt. Saudi Arabien ist verletzlich wie kein Zweiter am Golf, und den US-Schutzschirm gibt es dort zulande nicht (mehr), wenn es ihn denn je in realiter gegeben haben sollte.
2. August 2026
Reisen bildet: Östlich der Autobahn bei Rottweil ragt ein dünner grauer Beton-Monsterturm in den schwäbischen Sommerhimmel. Nach unzutreffenden Mutmaßungen über ein Mahnmal für den letzten unbeschnittenen Schwaben, werde ich abends darüber aufgeklärt, dass es sich hier um eine Aufzugsversuchsanlage der Firma Krupp-Thyssen handelt.
Schwaben (2): Bei Böblingen herrscht üppiges Verkehrschaos, verursacht durch eine Autobahn-Baustelle, deren Zweck es offenbar ist, durch eine gewaltige Zigarrenschachtel aus Beton die Autostadt künftig vor dem Autolärm zu schützen. Fragt sich allerdings, ob dann, wenn dieser sehenswerte Bau fertig ist, noch namhafter Autoverkehr in der Gegend herrschen wird. Jetzt allerdings fällt mir ein Überangebot an Mercedes-Automobilen der Panzerkreuzer-Klasse auf. Deren teilverschleierte Insassen werden wohl demnächst auf fliegenden Teppichen vorbeieilen.
Die Invasion des spanischen Ceuta, jener skurrilen Enklave in Marokko, durch Glaubenskinder des Propheten hat zahlreiche Welterklärer auf den Plan gerufen. Am besten haben mir jene gefallen, die das Geschehen für ein Werk aus Tel Aviv halten, um Spanien zu bestrafen, weil es das große und gute Amerika in seinem Krieg für das Existenzrecht Israels nicht unterstützen will. Das klingt ziemlich schräg. Allerdings bin ich vorsichtig geworden, nachdem ich lernen musste, dass die Kriegsauslösung gegen Persien von der für sicher gehaltenen Prognose des Mossad ausgelöst wurde, dass die Ermordung des Führungspersonals von Teheran einen US-freundlichen Aufstand der Perser verursachen werde. – War wohl nix, wie man so sagt.
31. Juli 2026
Die beiden westlichen Kriegs-Haupthelden haben die Show-Bühne in Washington wieder verlassen. Sinn des Parallel-Auftritts von Selenskyj und Netanyahu (Ich stamme in direkter Linie von Moses ab) war die Demonstration für die amerikanische Öffentlichkeit, dass es sich hier um ein großes kriegerisches Gesamtgeschehen handele, in dem das große und gute Amerika zusammenstehen muss. Der kleine Mann aus Kiew bekommt Patriot-Luftabwehr-Raketen zum Selberbasteln, und der Mann aus Tel Aviv die Zusage, dass er sich im Moment nicht aktiv an der Bombardierung des Iran beteiligen muss. Im Gegenzug bläst er Trump die Idee eines großangelegten Hamas-Entwaffnungsplans ein, den dieser heute Nacht verkündet. Weiß man in Teheran auch schon davon?
Ostfront: Das gewaltsame Vorrücken der Russen in mehreren Kesselschlachten geht weiter. Vorletzte Nacht hat ein massiver Luftschlag gegen Kiew und andere Städte bis hin nach Lemberg (im Westen) stattgefunden. Wirklich einschneidend scheint die russische Seeblockade von Odessa zu sein. Dem Vernehmen nach ist der ukrainische Getreide-Export über das Schwarze Meer zum Stillstand gekommen.
Ostfront (2): Putins Ankündigung in dieser Woche, dass der Westen der Ukraine, sprich das Gebiet um Lemberg, auf Dauer nicht ukrainisch bleiben werde, wird man in Polen gerne gehört haben. Mit dem offenen Ausbruch eines ukrainisch-polnischen Krieges ist spätestens dann zu rechnen, wenn man in Berlin und Brüssel mitkriegt, dass die Ukraine-Karte nicht mehr zieht. Aber das kann noch etwas dauern, denn zur Zeit ist man damit beschäftigt, die eigene Industrie weiter zu zerstören.
30. Juli 2026
Fünf Tage Atempause. Kein Internet, kein Radio. Nichts. Frisch geräucherten Wels kennengelert und gegessen. Kaum wieder am Schreibtisch zerstiebt der beruhigende Eindruck in Nichts. Ein muslimischer Straftäter rast in Berlin Tiergarten in die Schwulen-Parade. Ein Toter und zahlreiche Verletzte. Er wird später von der Polizei erschossen – wenigstens das. Ein Richter hatte ihn zuvor contra legem auf freien Fuß setzen lassen. Wendet man auf den schwarzen Mann die Grundsätze seiner Kollegen aus dem Verfahren gegen Schäpe und andere an, stünde er jetzt wegen Teilnahme an einem Mord vor Gericht. Tut er aber nicht, darauf wette ich.
Atempause (2): Der Krieg in Nahost blieb wenige Tage ohne Tote, dann wurde ab Dienstag wieder geschossen. Das offizielle Amerika behauptet, es seien die US-Basen in Nahost völlig überraschend angegriffen worden, und es sei somit nötigt gewesen, heute Nacht zurückzubomben. Ich übersetze mal: Man konnte die iranischen Raketen nicht anfliegen sehen, weil die entsprechenden Radar-Stationen demoliert wurden. Wie man angesichts dieser Überraschung die anfliegenden Raketen alle abwehren konnte, ist allerdings rätselhaft.
25. Juli 2026
Gönne mir morgens fünf Minuten Direktschaltung ins Correspondents‘ Dinner im Waldorf Astoria. Ganz ohne Ton. Soviel falsches Blond sah ich in dieser Konzentration schon lange nicht mehr. Auch nicht soviel professionelles Zähnefletschen. – Letztes Jahr kroch dieselbe selbsternannte Elite am Boden herum, während Secret Service Agenten rücksichtslos über sie hinwegstiegen. Das hatte auch seinen merkwürdigen Reiz – Wichtigtuer in Panik.
Wichtigtuer (2): Unter den fragwürdig Wichtigen entdecke ich auch den US-Kriegsminister. Den sah ich kurz zuvor noch in einer Kongressanhörung, wo man ihm vorhielt, er habe bereits ab Kriegstag 1 und dann stets wiederholend gesagt, der Iran sei militärisch geschlagen, und er möge nun erklären, warum Nacht für Nacht von dort aus Raketen gegen die US-Basen am Golf abgeschossen würden. Er sagte, seine damalige Aussage sei nach wie vor richtig, denn er habe niemals behauptet, dass man alle Raketen erfasst habe, die der Feind im Verborgenen hortete. Auf erneutes Nachfragen, was er dagegen zu tun gedenke, bemerkte er, Amerika sei so groß und stark, dass niemand ihm widerstehen könne. Und auf nochmaliges Nachhaken: Das, was jetzt geschehe, sei geheim.
Wichtigtuer (3): Sein Boss, der Don, ist da weniger zurückhaltend. Er kündigte für dieses Wochenende den ultimativen Schlag gegen den Iran an. In Persien spricht man von einer noch nie dagewesenen Antwort. Wie auch immer: Das Wochenend ist im Orient angebrochen.
Wichtigtuer (4): Für kommenden Dienstag sind der kleine Mann aus Kiew und Dons Duzfreund Netanjahu im Weißen Haus angesagt. Wie sagte der Hausherr heute Nacht auf dem Presse-Fressen sehr richtig: The show must go on.
24. Juli 2026
In den Leserbriefen bei Stephan Paetow entdeckt: „Wer trotz Klingbeil und Bas immer noch SPD wählt, kann kognitiv bestenfalls teilmöbliert sein.“
Teilmöbliert (2): Während das Repräsentantenhaus die Beendigung des Iran-Krieges verlangt, verwahrt sich der Senat gegen dieses Ansinnen. Und der Don nennt die ganze Abstimmerei unconstitional oder zu deutsch: verfassungswidrig. Nun, bis zum Jahreswechsel hat er noch Zeit, um zu bomben, danach werden aller Voraussicht nach die im November ins Amt gewählten Abgeordneten und Senatoren dem Präsidenten die Mittel entziehen. Da das im Weißen Haus bekannt ist, versteht man die Hektik, durch drastischen Waffeneinsatz eine Art Sieg zu inszenieren. Nur halt die Spritpreise, die Spritpreise, die wird er nicht in den Griff kriegen, wo gestern, wie von den Houthis angedroht, die ersten Tanker im Roten Meer unter Beschuss gerieten.
Teilmöbliert (3): Im Wettkampf künstlicher Intelligenzien ist gestern der Firma Open AI ein beeindruckender Teilsieg gelungen. Die Zauberer probierten eine Variante aus, die in der Lage ist, in krimineller Absicht in einen mächtigen Konkurrenten einzudringen und dort Schaden bis hin zur feindlichen Übernahme zu stiften. Im Computer-Chinesisch hört sich das alles ganz anders und irgendwie clean an (und man versteht nichts), auch sei es so, dass ihr Agent ohne Wissen seiner Führungsoffiziere aus einem strikt abgesperrten Raum ausgebrochen sei. So ein Agent, selbst wenn er nur virtuell existiert, ist schließlich auch nur ein Mensch oder so. Ja, da kommt noch einiges auf die Menschheit zu, wenn man diese Typen erst von der Leine lässt. Da hilft nur eines: Strom abstellen.
23. Juli 2026
Heute Nacht war’s in Folge der 12. siegreiche Angriff des großen und guten Amerika auf den Schurkenstaat im Nahen Osten. Der Leser der Westpresse fragt sich, ob da überhaupt noch ein Stein auf dem anderen steht. Doch dann erinnert er sich, dass das Land riesengroß ist, und fragt gemeinsam mit der Washington Post und dem Wall Street Journal, wie es möglich ist, dass die Perser Nacht für Nacht die US-Verbündeten am Golf und in Jordanien in einer Weise angreifen, dass bevorzugt in den US-Radarstellungen die Fetzen fliegen. Igendwas passt da nicht zusammen.
Passt nicht (2): Mit Saudi Arabien schließen die USA heute Nacht einen Atom-Deal. Man will behilflich sein beim Aufbau von Kernkraftwerken, um Russland und China eins auszuwischen. Sind die saudischen Prinzen sicher, dass das in Teheran richtig verstanden wird?
Passt nicht (3): Gestern beschließt das Bundeskabinett eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit in Atom-Angelegenheiten mit Russland. Dachte erst, ich hätte mich verlesen. Kann mir mal wer erklären, was da für uns herausspringt und was der Kolonialherr in DC dazu sagt. Ist er gefragt worden? Oder Johann der deutsche Außenzwerg und selbsterklärter Russlandhasser? Der tourt derweil durch Afrika. Hoffentlich verschenkt er dort nicht die letzten deutschen Museumsbestände. Wg. Herero und so.
Passt nicht (4): Der kleine Mann aus Kiew entlässt einen nach dem anderen aus seiner Regierung: Ministerpräsidentin, Verteidigungsminister, Oberbefehlshaber. Das harmoniert nicht besonders mit den andauernd verkündeten Siegesnachrichten. Es soll Massenproteste in Kiew geben, angeblich wg. des entlassenen Verteidigungsministers, einem Mitte-Dreißiger. Wie wäre es anzunehmen, dass die Leute einfach vom Krieg und ihrem Präsidenten die Schnauze voll haben? Ich nehme an, dass ihnen zudem schwant, warum jetzt in Kiew massiv russische Drohnen und Raketen einschlagen.
22. Juli 2026
Im Golfkrieg scheint beides Wirklichkeit zu werden: Entsprechend den Ankündigungen aus DC wurden zum Wochenbeginn in Persien Straßen und Bücken zestört. Entsprechend den Ansagen aus Teheran wurde daraufhin mit den Angriffen auf Meerwasser-Entsalzungsanlagen am Golf begonnen. Soweit ich erkennen konnte, war Saudi Arabien noch nicht das Ziel.
Im Meldungswust untergegangen: Die Houthis im Jemen verkündeten vorgestern die Sperrung der Meeres-Engstelle zwischen Afrika und der arabische Halbinsel (Straße von Bar al-Mandab). Ein Wüstensohn im entsprechend geschmückten Tarnfleck sprach es aus. Was das bedeutet, falls es durchgesetzt wird, ist klar. Nur, ob es gelingt, das ist die Frage.
Sperrung (2): Die Leute rechnen nervös nach, was denn nun hinsichtlich der Straße von Homus zutrifft. Stimmt es, was Trump behauptet, dann fahren da die Schiffe, wie sie es wollen. Stimmt, was die Perser sagen, so waren es gestern 30 und zwar die, die von ihnen die Erlaubnis hatten. Andere, die es versuchten, wurden angegriffen.
21. Juli 2026
Sie ist die Frau von… oder die Tochter von… Für die so Bezeichnete oft kein Zuckerschlecken, zumal wenn sie selbst etwas darstellt. Ein solcher Fall, so dachte ich, lag womöglich vor, als ich Karten für einen Auftritt der amerikanischen Sängerin Sophie Auster geschenkt bekam, von der mir sogleich versichert wurde, sie sei die Tochter des bekannten Autors Paul Auster. Von dem kannte ich den Namen, sonst nichts. – Das Konzert fand ich schrecklich, meine Begleiterinnen waren empört – über mein Banausentum.
Auster (2): Die Sängerin, so wurde ich belehrt, hätte nicht nur einen berühmten Vater (Paul, ich sagte es bereits), sondern auch eine sensationelle Mutter, die skandinavisch-stämmige Siri Hustvedt, eine blonde Riesin aus Minnesota, die ebenfalls berühmte Werke verfasst habe. Eines davon las ich gestern („Die zitternde Frau“), eine tiefschürfende Krankengeschichte ihrer selbst über Migräne, Hysterie, Epilepsie und verwandte Themen. Ich war und bin beeindruckt. Im Netz der Erkenntnis bleibt ein merkwürdiger Umweg, um auf eine bemerkenswerte Lektüre zu stoßen. Immerhin.
20. Juli 2026
Fritz schmollt. Beschimpft angeblich eine ZDF’lerin wg. unbotmäßger Behandlung. Wie hätte er’s denn gern. Jetzt will er schon wieder aufbrechen. Fritz, wohin denn? Nach Russland? Sofort Abtreten wäre die bessere Lösung – jedenfalls für Deutschland.
Aufbruch (2): Heute will GB seinen Prime Minister wechseln (den Namen des Neuen werde ich mir nicht merken). Der wird bekanntlich nicht gewählt, sondern vom König ernannt. Warum? Ist halt so. Seit Jahr und Tag habe ich die Inseln gemieden, die für mich einmal ein tolles Reiseziel waren mit ihren spleenigen Leuten. Nur London habe ich umgangen.
Aufbruch (3): Seit Amelia kommt wieder eine zarte Hoffnung auf. Man erinnere sich an dieses völlig nach hinten losgegangene Belehrungsfilmchen der woken Regierung, die das Volk der Engländer mit der bösen lilahaarigen Rassistin abschrecken wollte. Doch die junge KI-Dame wurde zum heißgeliebten Schlager. Merke: Gut gemeint war in diesem Fall gut gemacht, aber anders als gedacht. Jetzt ist sie wieder da (I’m English). Na bitte:
Amerika im Krieg: Es läuft nicht so toll, deswegen wird die Siegespropaganda, in der laufend Explosionen gezeigt werden, neuerdings von Wir-haben-auch-Verluste flankiert, die zur Begründung von neuerlichen Rache-Angriffen herhalten müssen: Heute Nacht starb wieder ein US-Soldat, die Nacht davor zwei, und das in Jordanien, damit seit Kriegsgbeginn im Februar 17 Mann. Die Zahlen nehmen wir zum Nennwert und ergänzen: mindestens 17, vermutlich aber ein Mehrfaches im zweistelligen Bereich.
19. Juli 2026
Sonntagsfrage: Warum ist heute früh am Morgen gar nicht Klima, sondern ziemlich kühl, obwohl die Menschen draußen im Lande glauben, dass die Wärme der letzten Tage am Klima liege.
Über Nacht (2): Der Widerstand gegen das Selbstverständlche hat genau einen Tag gedauert, dann hat Jens im Mutterglück das Handtuch geworfen. Jetzt haben die Polit-Experten die nächsten Wochen Zeit und Thema, sich mit dem Warum und dem Wohin zu befassen, und der Betroffene, seine Schwangeschaftsstreifen (gegen Zuzahlung) behandeln zu lassen.
Spahn (2): Noch mal in Ruhe und ohne den naheliegenden Spott über die Causa nachdenkend: Ist doch erstaunlich, wie weit es die eher schlichten Mitglieder der Junge-Führer-Clique des Klaus Schwab gebracht haben. – Apropos: Wo ist eigentlich die Annalena Bb. geblieben?
Die Auguren murmeln hinter vorgehaltener Patschhand, dass Jens im Mutterglück weg müsse. Er sieht das natürlich anders und teilt deswegen mit, er könne über den wie auch immer geforderten Rücktritt gar nicht alleine entscheiden. Dies sei schließlich Sache der CDU-Fraktion, und die komme erst im September wieder zusammen. Nörgler werden jetzt vermutlich einwenden, das sei blühender Unsinn, doch ich gebe zu bedenken, Jensens Worte nicht auf die Goldwaage zu legen, denn, wie wir alle wissen, befinden sich junge Mütter nur allzu oft im hormonellen Ausnahmezustand.
Jens (2): Stattdessen sollten sich die Menschen draußen im Lande auf das Wesentliche konzentrieren. Mir zum Beispiel gefällt der Jens sehr gut mit der gestern zur Schau gestellten Frisur, die man früher einen Popo- oder schlicher: Po-Scheitel genannt hätte.
Das US-CentCom in Stuttgart meldet sich aus dem Golf-Krieg zu Wort. Man habe in den letzten Tagen 6.500 militärisch wichtige Ziele getroffen, gestern erst einen Leuchtturm in der Straße von Hormus, und der Don teilt mit, nächste Woche werde es dann richtig losgehen mit ziviler Infrastruktur wie Brücken und Kraftwerken und zwar so lange, bis die persischen Untermenschen wieder am Verhandlungstisch erscheinen. Wir lassen mal beiseite, dass das bereits seit Monaten vernichtete iranische Raketenpotenzial erneut Ziele im Inselstaat Bahrain, der den US-Boys nach wie vor als Flugzeugträger dient, und erstmals einen US-Stützpunkt in Syrien angegriffen hat.
Der Don (2) hat ein neues Fass aufgemacht und präsentiert der amerikansichen Öffentlichkeit FBI-Akten (weitgehend geschwärzt) über Chinas Einflussnahme auf US-Wahlen spätestens seit 2020. Die Dems sind empört, denn es geht hierbei ausschließlich um sie und ihre Wahlerfolge. Was wird bei dem Getöse herauskommen? Nichts.
Der Don (3): hat den White House-Mitarbeiter entlassen, der für die Installation des Telepropters bei seinen Reden verantwortlich war. Der Mann hatte einen einträglichen Zweitjob: Wohl wissend, wie die präsidentiellen Worte wirken, nutzte er seine Erkenntnisse für den Insider-Handel mit Aktien und Wertpapieren. Man sieht also: Es gibt in der US-Admnistration durchaus helle Köpfe.
17. Juli 2026
Eine zugegeben etwas veraltete Form für Schwanger-sein ist ein-Kind-austragen. Das wird wieder aktuell, wenn man es auf die Post, Amazon oder einen anderen der Bestell- und Liefer-Dienste anwendet. In Deutschland illegal, deswegen offenbar von unsern Polit-Heroen, die von der Biologie vom Mutterglück ausgeschlossen werden, bevorzugt.
Mutterglück (2): Neue Sitten bringen neue Rechtsprobleme. Früher waren Juristen oft genug zur Antwort auf die Frage genötigt: Wer ist der Vater? Heute hingegen werden sich Rechtsfinder mit dem Problem beschäftigen müssen, wer denn die Mutter ist. Ich halte zivilrechtliche Abreden, die dem Kind die Möglichkeit abschneiden, nach der Mutter zu fragen, als Verträge zu Lasten Dritter für grob rechtswidrig und nichtig. Früher hätte ich gesagt: Sie sind erkennbar sittenwidrig, doch über diese juristische Eselsbrücke gehe ich lieber nicht mehr.
Mutterglück (3): Wenn jetzt also wie „im Hause Spahn“ das Mutterglück eingezogen ist, fragt es sich, ob wir hier einem sich anbahnenden Trend in der polit-professionellen Schwulenwelt begegnen, und, falls das so ist, warum. Es ist Selbstschutz, denn die einschlägig Betroffenen wollen sich nicht mehr dem zu recht erhobenen Vorwurf ausgesetzt sehen, auf dem Gebiet der Familie aus naheliegenden Gründen nicht mitreden und folglich auch nicht bestimmen zu können. Mag sein, dass das Kinderbestell-System hilft, doch an dem barbarischen Akt, dem hilflosen Kind die Mutter zu entziehen, ändert dies nichts.
Mutterglück (4): Für unsere Gesellschaft bleiben zwei Unbekannte im Raum: Frauen, für die das Kinderkriegen – obwohl möglich – aus allerlei leicht nachzuvollziehenden Gründen nicht in Frage kommt, und entwurzelte Kinder. Letztere als Ergebnis eines brutalen Eingriffs in die Natur des Säugetiers. Kein Mensch weiß, wie das ausgehen wird.
Es erinnert an den alten Sozialisten-Witz von der Sahara und dem knapp werdenden Sand, wenn dieselben dort an die Macht kommen: Kaum sind in München die Grünen am Ruder, da wird das Wasser knapp.
16. Juli 2026
Nun ist es nicht so, dass der Staatskonzern VW keine Eigentümer hätte. Einer von denen hat sich jetzt unmissverständlich zu Wort gemeldet, das Scheichtum Katar. Es hat die Veto-Notbremse gezogen, um die Absicht des Vorstandes zu vereiteln, das VW-Werk Osnabrück von Autos auf israelische Raketen des dortigen Staatskonzerns Rafael umzumodeln. Ein klarer Fall von Antisemitismus, meint die einschlägig bekannte Presse, wenn sie die Sache denn überhaupt erwähnt. – Nur nebenbei: Wo haben die Israeli eigentlich das ganze Geld her, um VW derartige Angebote zu machen? Nun, aus der amerikanischen Staatskasse. Der US-Kongresse hat heute Nacht abgelehnt, die Dollar-Milliarden für die Verteidigung des Existenzrechts Israels zu reduzieren.
Katar (2): Man kann bestenfalls spekulieren, ob das Nein der Wüstensöhne mit dem derzeitigen Besuch des persischen Außeministers daselbst zusammenhängt. Auf jeden Fall wird er die Bedingungen genannt haben, unter denen die Katari Drohnen und Raketen aus Persien vermeiden können, denn die müssen sie als Retourkutsche fürchten, weil die US-Boys munter weiterbomben. So heute am frühe Morgen (MEZ) wieder in zwei Wellen, die sich gegen persische Militäranlagen gerichtet haben sollen.
Wenn man sonst nichts zu tun hat, eröffnet man in Sachsen-Anhalt strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen die AfD und deren Sympathisanten. Das kennen wir schon als gute Gepflogenheit. Jetzt hat es den Kabarettisten Uwe Steimle getroffen, der auf einer Veranstaltung der Blauen die Frage stellte: Wo bleibt denn eigentlich der Stauffenberg? Das ist natürlich strafbar. Man erinnert sich: Stauffenberg = Hitler-Attentat. War strafbar. Bleibt strafbar. Einst Hochverrat, jetzt Ankündigen von Straftaten. Ja, da staunt der Antifaschist.
15. Juli 2026
Nun ist es also amtlich: Der Don hat dem Kongress mitgeteilt, das sich die USA wieder im Krieg befinden, womit er die seit Tagen stattfindende Bombardierung Persiens zu rechtferigen sucht. Zugleich ruft er die erneute Seeblockade Persiens aus. Von beiden Maßnahmen ist bekannt, dass sie in diesem Jahr nicht zum Ziel geführt haben, diesen Krieg zu gewinnen. Nunmehr läuft erneut die Uhr, wie lange die US-Wirtschaft die Abschottung vom Golf-Öl verträgt, ohne ernsthaften Schaden zu nehmen. Anders als Mainstream berichtet, geht es nicht nur darum, wie lange die Inanspruchnahme der strategischen Reserve der USA realistisch ist, sondern der eigentliche Knackpunkt sind Diesel und Flugbenzin, die nach wie vor bevorzugt aus dem Golf-Öl destiliert werden.
Nahost (2): Die Gegenseite gibt sich sicher, dem US-Angriff erfolgreich trotzen zu können. Die persischen Luftschläge auf die US-Basen am Golf und in Jordanien dauern an. Deren Zerstörung beeinträchtigt die Angriffsfähigkeit der USA ganz offensichtlich. Die Frage ist, wie stark.
Nahost (3): Das Betrachten der millionenfachen Mobilisierung der persischen Bevölkerung gibt mir erneut zu denken. Nicht nur, dass hier ein für die USA & Co riskanter Massenwahn ausgelöst wurde (Tötet Trunmp!), vielmehr ist es für die persische Führung riskant, wenn sie diesem Rachebedürfnis nicht sichtbar Futter gibt. Eine friedliche Lösung rückt damit in unerreichbare Ferne.
Nahost (4): Israel versucht Öl in dieses Feuer zu gießen, indem es seine Presse behaupten lässt, der Mossad habe den vormaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad als Gegenkandidaten zur jetzigen Führung aufbauen wollen. Wer, außer der Westpresse, soll das glauben?
Nahost (5): Durch all dieses Wischiwaschi wird der eigentlich Grund für das Scheitern der US-iranischen Verständigung verschleiert. Punkt 1 war der Abzug Israels aus dem Libanon und zwar per sofort. Mit der Nichterfüllung wurde auch der Rest Makulatur. Die US-Boys setzten noch eins drauf, indem sie versuchten, eine von Persien nicht genehmigte Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erzwingen. Das ging schief.
Nahost (6): Israels Kriegshelden befinden sich zumindest propagandistisch auf der Siegerseite. Deren Kriegsminister Israel Katz erklärte, man werde jetzt selbstverständlich wie im Gaza-Streifen mit der vollständigen Zerstörung der Südlibanons fortfahren.
Ostfront: Mitten in der ukrainischen Drohnenoffensive gegen Russland gegen ferne und nahe Ziele rücken die Russen im Donbass Richtung Westen weiter vor.
Ostfront (2): Im Frontgeschehen müssen sich die aus Deutschland angelieferten Helsing-Drohnen als Flop erwiesen haben, denn jeder Fehlstart einer deutschen Wunderwaffe ruft eine prompte russische Antwort hervor, welche die mit der Drohnenhandhabung befasste Mannschaft ihrerseits dem Conter-Drohnentod preisgibt. Über die einschlägigen Zahlen wird man streiten können, doch der Umstand als solcher ist nicht wegzudiskutieren. Er führt automatisch zur Demoralisierung der vor kurzem noch hochgelobten ukrainischen Drohnen-Spezialisten.
14. Juli 2026
Heute die dritte Bombennacht im Iran und Gegensalven in Richtung der Golfanrainer und Jordanien. Neu hingegen: ein Raketenangriff aus dem Jemen in Richtung Saudi Arabien, das in letzter Zeit kein Ziel persischer Raketen und Drohnen gewesen ist. Schwer zu glauben, dass die Jemeniten ohne grünes Licht aus Teheran angegriffen haben.
Die Mutmaßungen über den Tod von war monger (Kriegstreiber) Lindsey Graham schießen weiter ins Kraut. Originell finde ich die Entscheidung des Gouverneurs von South Carolina, dem Entsendestaat von Graham, dessen jüngere Schwester als Ersatz für den Rest der Wahlperiode nach DC zu entsenden. Begründung: Lindsey habe sich seinerzeit rührend um das kleine Mädchen gekümmert.
Kriegstreiber (2): In Paris treffen sich die Aufrechten, um gemeinsam mit dem kleinen Mann aus Kiew einen Schutzschild für die Luftabwehr zu bereden. Wie üblich ragt Fritz der Kanzler, schon wegen seiner Länge, heraus. Nebenbei bemerkt: durch diese Raketentourimus wird nicht eine einzige russische Drohne vom Himmel geholt werden.
Kriegstreiber (3): In den US-Medien wird in herabwürdigendem Ton hervorgehoben, dass der persische Außenminister Arachtschi bloß der Sohn eines Teppichhändlers sei. Den amerikanischen Besserwissern und ihren deutschen Speichelleckern scheint nicht ganz klar zu sein, dass es in Persien durchaus kein Manko ist, mit Teppichen gehandelt zu haben. – Nur mal so: Wir hatten einen Außenminister, der war der Sohn eines Metzgers. Außenminister wurde der allerdings erst, nachdem er seine Karriere als Straßenschläger aufgegeben hatte.
13. Juli 2026
Es war nicht schwierig, gestern voherzusagen, dass der Tod des US-Senators Lindsey Graham die Schleusen der schrägen Mutmaßungen öffenen würde, obgleich ich, als ich gestern Vormitttag um 10 die einschlägige Notiz formulierte, keine Ahnung davon hatte, dass der nun Tote Stunden zuvor von einer Sponsoring-Visite aus der Ukraine zurückgekehrt war, wo er sich mit dem kleinen Mann aus Kiew traf und eine internationale Drohnenproduktionsstätte mit Händen in der Tasche besuchte. Daselbst ließ er sich stolz fotografieren.
Lindsey (2): Bleibt nachzutragen, dass das Drohnenwerk Stunden nach seinem Besuch durch einen russischen Luftschlag schwer beschädigt wurde. Über den Zusammenhang nachzugrübeln, halte ich nicht für abweig – jedenfalls was den Luftschlag anbelangt, mit den Handy-Signalen als möglichem Ziel-Scout. Das jedenfalls würde Grahams segensreichem Wirken eine ironische Fußnote beisteuern. – Wie üblich haben die einschlägig bekannten Russen das auch so gesehen:
Lindsey (3): Das große und gute Amerika feierte den Toten über Nacht und vergaß auch nicht, mit der Meldung aufzuwarten, dass sein Tod durch einen Aorta-Abriss verursacht wurde.
Es läuft nicht nach Plan im Nahen Osten: Die Eskalation zwischen Israel und der Türkei ist wohl das Verrückteste, was die Kinder Gottes in den letzten Monaten veranstaltet haben. Auf das Pochen, man sei schließlich Atommacht, haben die Pakistaner sich mit dem schwer misszuverstehenden Einwurf eingemischt: Wir auch.
Naher Osten (2): Aus der Zahl der ursprünglichen Mitspieler des Iran-Krieges (drei) ist im Verlaufe des Konflikts – ganz sicher von der Angreifer-Allianz so nicht geplant – eine Vielzahl geworden. Neben zahlreichen Randfiguren schälen sich drei weitere Hauptbteiligte aus dem Wüsten-Sand: Pakistan, Türkei und Saudi Arabien. Alle drei haben Vormachtinteressen. Wenn es denen im Verbund mit Persien gelingt, ihre offensichtlichen Gegensätze zu unterdrücken, haben sowohl die Amerikaner als auch erst recht die Kinder Gottes schlechte Karten.
Naher Osten (3): Der Don und seine pensionierte Generalität machen sich öffentlich Gedanken darüber, eine der Inseln im Persischen Golf amphibisch anzugreifen, um sie zu besetzen. Im Netz finde ich Erörterungen von Militär-Kommentatoren (in diesem Fall Daniel Davis), die Vergleiche zu den einschlägigen US-Militäroperationen aus dem Krieg gegen Japan (1941-45) anstellen. Man achte auf die Zahl der Verwundeten und Gefallenen, die das damalige Tun gekostet hat. – Ich halte den Don für verrückt genug, dass er sowas befiehlt und sei es, nur damit irgend etwas die Meldungen in seinem Sinne dominiert.
Naher Osten (4): Ich betrachte ohne Freude die Bilder aus Persien und dem Irak (!) über die Totenfeiern für den am 28. Februar 2026 von den US-israelischen Angreifern ermordeten Ajatolla Kamenei. Unübersehbare Menschenmassen wälzen sich durch die Straßen und rufen nach Gerechtigkeit (gelbe Fahnen) und Rache (rote Fahnen), jeweils mit Aufschriften, die ich nicht lesen kann. Es sieht nicht so aus, als seien hier Millionen von Menschen von irgend einem totalitären Regime auf die Straßen gezwungen worden. Nebenbei: Ich registriere aufmerksam, dass Saudi Arabien mit einer offiziellen Delegation in Teheran vertreten ist, obwohl die US Boys ihrem Noch-Verbündeten öffentlich dringend davon abgeraten hatten.
12. Juli 2026
Die Sonntagsfrage: Vertragen sich Dummheit und Tragik? – Wenn ein Dummer versucht, einen auf Tragisch zu machen, dürfen wir sicher sein, dass vor uns eine lächerliche Figur steht. Doch lösen wir uns mal von der Zielperson und betrachten, was ein Dummer alles anrichten kann, so neigen wir dazu, die Opfer tragisch zu finden, nicht beachtend, dass es das Nichtstun der späteren Opfer ist, was dem Dummen die Chancen für sein Tun oder Lassen erst eröffnet hat. Wenn das notwendiger Weise so ist, gewinnt der Zusammenhang zwischen Dummheit und Tragik ganz andere Farben.
Dummheit (2) ist der Mangel an Einsichtsvermögen. Dieses zu definieren sollte man den Dummen keinesfalls überlassen, denn wer nichts weiß, sieht auch nichts, jedenfalls das nicht, was er sollte.
Nachtrag gegen 10 Uhr morgens: Gerade wird gemeldet, dass gestern Senator Lindsey Graham im Alter von 71 Jahren plötzlich und unerwartet von uns gegangen ist. Damit verliert die Welt einen der zuverlässigsten und einflussreichsten Kriegshetzer der USA. Jetzt warten wir nur noch auf die Hinweise aus eingeweihten Sicherheits-Kreisen, dass der böse Putin und – schlimmer noch – die grausamen Ajatollahs dahinter stecken. Nehme noch Wetten entgegen.
10. Juli 2026
Gestern war Tag 2 der Wiederaufnahme des Iran-Krieges. Die US-Boy bombten persisische Einrichtungen im unbekannten Ausmaß und mit ebenso unbekanntem Effekt. Die Perser nahmen im Gegenzug den Beschuss der amerikanischen Satrapen am Golf und in Jordanien wieder auf. Hierbei ging es angeblich nur um die dortigen US-Stützpunkte. Mehr lässt sich derzeit dazu nicht sagen, auch wenn die Experten die Welt mit ihren angeblichen Erkenntnissen vollschreien. Die Frage ist, wer hält das länger aus. Es geht um Bomben vs. Sperrung der Straße von Hormus mit den einschlägigen Folgen für die Weltwirtschaft. Die Frage ist zudem, wem geht eher die Munition aus.
Deutschland hat ein Problem. Es hat drei Buchstaben: CDU. Man kann seit Jahrzehnten jedes beliebiges Thema anfassen. Auslöser, wenigstens Mitauslöser ist die CDU. Die Beschwichtiger des sog. konservativen Lagers haben dafür gesorgt, dass sich hieran nichts ändert. Sie reden nur, ohne einen müden Gedanken darauf zu verschwenden, dass sie ein wesentlicher Teil des Problems sind. Man nenne mit irgendeinen Namen, und ich werde sagen: Ja, genau.
9. Juli 2026
Er war eine Kombination von Maul voll und Hose voll, der Nato-Gipfel in Ankara. Der Don droht allen und nimmt den Krieg gegen den Iran wieder auf (die Dieselkunden in den Staaten werden’s ihm danken), beschimpft die Verbündeten, die betreten ihre Fingernägel betrachten, als Memmen, erklärt Spanien, das expressis verbis nicht mittut, zum Feind in einem neuen Wirtschaftskrieg und vergibt eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen in die Ukraine. Recht so, denn das ist eine erprobte Waffe, im wahrsten Sinne des Wortes: Im Dauereinsatz gegen aus Russland und dem Iran anfliegende Marschflugkörper und ballistische Raketen (die neuerdings andauernd autonom ihre Richtung verändern) liegt die Tefferwahrscheinlichkeit unter 20 Prozent, bei Hyperschallwaffen unter Null, falls das möglich wäre.
Ankara (2): Was tun die anderen Türkeiurlauber? Sie singen den Song des Artikels 5, wohl wissend, dass der den Beistand nicht automatisch auslöst. Und die verkniffen wirkende Mette aus DK nörgelt dazwischen, dass man Grönland militärisch verteidigen werde. Gegen wen auch immer.
Ankara (3): Auch lustig, der beigeladene Mann aus Kiew erhält per sofort weitere Milliarden (Geld spielt keine Rolle) zugesprochen, und der herangewunkene Führer aus dem nahen Damaskus soll erklären, dass er fürderhin die Bekämpfung der Hisbolla übernehme. Mit Blick auf den Emir von Ankara, dem er seine Macht verdankt, sagt er klugerweise, er dächte überhaupt nicht daran.
Ankara (4): Bleibt nur noch Fritz der Kanzler, dem zu sagen oblag, es sei mehr erreicht worden, als er erwartet habe. Nein, wir fragen nicht danach, was das wohl wäre. Wozu auch?
8. Juli 2026
Von wegen Sommerloch: Der Iran-Konflikt hat wieder Fahrt aufgenommen. Nachdem die Kapitäne von drei Frachtern die persischen Hinweise zur Nichtfreigabe für die Durchfahrt der Straße von Hormus nicht beachteten, wurden sie durch Beschuss belehrt. Eines der Schiffe brennt sichtbar. Selbstredend nahm das US Centcom die Bombardierung wg. dieser inflaganten und nicht-provozierten Verletzung der Waffenruhe wieder auf. Für das „nicht-provoziert“ lege ich die Hand nicht ins Feuer.
Sommerloch (2): In Ankara tagen die Nato-Häupter. Der dortige Emir wirkt seltsam klapprig auf den in die Welt entsandten Fotos. Auch der Don hat Mühe, die Treppe aus dem Flieger (ein brandneues Geschenk aus Katar) runterzusteigen. Er sagt, er sei nur wg. der Türkei hier. Das kann man gut nachvollziehen, denn sein Mündel in Tel Aviv liegt mit den Türken mehr als nur überkreuz, weil es um die prestige-trächtige Frage geht, wer da im Nahen Osten eigentlich das letzte Wort hat, wenn es um so Kleinigkeiten wie Syrien geht. Vor diesem Hintergrund wirkt es wie ein großer Spaß, dass der kleine Mann aus Frankreich gestern nach Damaskus reiste, um dem dortigen Ex-Top-Terroristen die Hand zu drücken. Frankreich als dritter Spieler in seiner Ex-Kolonie? Vergiss es.
Sommerloch (3): Robert der Denker hat eine Anschlussverwendung in der deutsch-dänischen Geld- und Bauwirtschaft gefunden und zwar bei Leuten, denen man nachsagt, sie hätten von seinem Heizungsgesetz massiv profittiert. Der Vorgang zeigt eindrucksvoll, dass er vor Jahr und Tag von uneinsichtigen Zeitgenossen völlig zu Unrecht als Schwachkopf persifliert wurde, die deswegen die volle Härte des Rechtsstaats zu spüren bekamen.
Sommerloch (4): Der weibliche ukrainische Flüchtling (Anastasja Beresowskaja [Anastasia Berezovskaya]), die (grammatisch richtig wäre: der) die letzen Monate des Lebens in Deutschland das Bürgergeld abgriff und genügend Freizeit hatte, um einen reichen Exil-Ukrainer (Wadim Jermolajew) und seine Familie in Monaco mit einer Nagelbombe ins Jenseits zu befördern, tauchte gestern in Kiew wieder auf. Im Gegensatz zu ihren schwerverletzten Opfern war die Attentäterin tot. Das hat für die Auftraggeber des Mordgeschehens den unbestreitbaren Vorteil, dass niemand mehr aus erster Hand hierüber etwas sagen kann. Im Präsidentenpalast wird man durchatmen. Und bitte nicht vergessen: Wir verteidigen die Demokratie am Dnjepr.
Zum Bild fällt mir nur ein: Sto Gram (100 Gramm).
7. Juli 2026
Ob ich nicht gemerkt hätte, was sich am Wochende im nahen Erfurt abgespielt hat. – Was meinst du? Roland Kaiser auf dem Domplatz? Da traf sich 70+, also die letzten CDU-Wähler, wenn man so will. Auf den Autobahnen und Zubringerstraßen derweil der Pöbel und das Fernsehen. In der Messehalle die AfD, die nicht am Kommen gehindert werden konnte, weil die Verhinderer noch nicht so früh auf den Beinen waren. Jaja, die Unterschiede zwischen Arbeitswelt und Subventionsgesellschaft sind nun mal so, wie sie sind. Da muss beschleunigt ein Frühaufsteh-Verbot her, damit das nicht noch mal passiert.
Arbeitswelt (2): Auf dem Weg zum Aldi ist mir kaum ein Auto begegnet, denn am Wochenende sind im Zwergstaat die Ferien ausgebrochen. Auch ist der sog. Tankrabatt ausgelaufen. Vorletztes Wochenende Diesel 1,69 l, gestern 1,99. Ja genau, das sind die 17 Cent Differenz nach der Klingbeil-Methode.
Sonst so: Heute Nacht fand erneut ein schwerer Luftangriff auf Kiew statt. Ausdrücklich wurde er als Reaktion auf die Nato-gestützten Raketen- und Drohnenangriffe in die Tiefe Russlands bezeichnet. Jetzt können die Staatshäupter, die sich gerade zum Nato-Gipfel in der Türkei versammeln, beschließen, wie sie auf die Reaktion reagieren werden.
Reaktion (2): Auf die Ansage des Vizes Vance an Israel, dieses möchte sich besinnen, dass die USA ihr einziger Verbündeter seien, hat nunmehr Bibi aus Tel Aviv geantwortet: Sein Land habe auch andere Freunde, zum Beispiel Indien mit seinen 1,6 Milliarden Menschen. Soso. – Sicherheitshalber ist Johann der deutsche Außenzwerg heute nach Israel gejettet, um dort mitzuteilen, dass er auch noch da ist. Gut so, den hätte ich fast übersehen.
5. Juli 2026
Lese heute frühmorgens eine bemerkenswerte These des amerikanischen Querdenkers John Mearsheimer, die er in einem Interview mit Glenn Diesen zum Besten gibt: Danach wussten die US-Popagandisten während des Vietnam-Krieges noch sehr genau, dass sie bei ihren Siegesmeldungen logen, während es heute so sei, dass deren Nachfolger an die Siegesmeldungen im Iran- und im Ukraine-Krieg selbst glauben würden. – Meine Schlussfolgerung: deswegen ist es der US-Führung und ihren Satrapen unmöglich, mit einer der wirklichen Lage angepassten Entscheidung aus dem selbst angerichteten Schlamassel wieder herauszukommen.
US (2): Gestern fanden die offiziellen Feiern des 250. Unabhängigkeitstages statt. Trump sagte das Gewohnte, das von Größe und so handelte. Wie das auf den einzelnen Amerikaner wirkt (und ob überhaupt), vermag ich nicht einzuschätzen. Auf die Westpresse möchte ich mich lieber nicht verlassen.
US (3): Zugleich ertönte, wenn sie es denn überhaupt für berichtenswert hielten, höhnische Worte über die in Teheran angelaufenen Trauerfeierlichkeiten für den am 28.Februar von der US-israelischen Allianz ermordeten persischen Führer: Die Trauer sei nur vorgespielt. Ich melde Zweifel an, denn mir ist es gleich, ob hinter der Trauergestik auch ganz anderes wie maßlose Wut über die Mordtat stecken mag. In Wirklichkeit ist zu beachten: Falls es keine Täuschungen durch Bildfälschungen sind, versammelten sich auf den Straßen der Hauptstadt Hunderttausende zu einem Wir. Die hat niemand dorthin gezwungen. Wenn denn der amerikanisch-israelische Überfall für eines gesorgt hat, dann ist es die Mobilisierung der Massen für das Regime, das man von außen betrachtet nur mit Schaudern zur Kenntnis nimmt. Fazit: Nie war ein Regime-Change ferner denn heute.
US (4): Bleibt noch eine Fußnote von Trump hinzuzufügen: Er hätte, so fand er es richtig anzumerken, dem ganzen Theater mit einem Schlag ein Ende bereiten können. Wenn er das wirklich glaubt, ist er ein Esel. Hoffentlich nimmt der Zentralrat der Eselinnen und Esel in Deutschland keinen Anstoß an meiner Bemerkung.
US (5): Für die kommene Woche wurde ein Besuch des israelischen Führers im Weißen Haus angekündigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir deswegen etwas hören werden, was den Krieg in Nahost seinem Ende näher bringen könnte, zumal die Israelis nunmehr angekündigt haben, alle Palästinenser, deren sie auf dem von ihnen beanspruchten Gebiet, vor allem aber im Gaza-Streifen, habhaft werden können, in Lager hinter Stacheldraht einzusperren. Die guten alten Konzentrationslager lassen grüßen. Für Schnappatmer: Damit vergleiche ich das auserwählte Volk keineswegs mit den Nazs (den echten), denn die KZs waren Erfindungen der Engländer in den beiden Burenkriegen von der vorletzten Jahrhundertwende.
4. Juli 2026
Ein Nachsortieren der ungezählten Einzelmeldungen von der Ostfront ergibt das gewohnte unsichere Lagebild. Immerhin schält es sich heraus, dass die ukrainischen Raketenangriffe in die Tiefe Russlands tatsächlich stattgefunden haben. Bilder von Raffineriebränden scheinen es zu bestätigen. Auch gibt es Aufnahmen von Autoschlangen an russischen Tankstellen. Inwieweit dies symptomatisch für den Zustand des Landes und seinen Kampfwillen ist, vermag niemand mit Sicherheit zu sagen. Ich nehme an, diese Militärschläge sind für die Russen mehr als nur ärgerlich.
Ostfront (2): Die Hauptkampflinie (sog. Kontaktlinie) in der Ost-Ukraine ist wieder in Bewegung gekommen. Die Kämpfe bewegen sich in der Mitte eindeutig nach Westen und im Norden (im Raum Tschernigow/Sumy) nach Süden. Es haben in den letzten Tagen ungezählte Einzelgefechte stattgefunden. Der Abstand an der nördlichen Grenze zwischen Russland und der Ukraine wird größer. Es ist auffällig, dass beide Seiten vom Hereinziehen von Weißrussland (Bjeloruss) in diesen Krieg reden.
Ostfront (3): Die Großexperten munkeln schon wieder von kriegsentscheidenden Operationen. Davon glaube ich kein Wort. Auffällig allerdings finde ich, dass angesichts der zahlreichen Gefechte an verschiedenen Orten kein operativer Schwerpunkt zu erkennen ist. Es ist bestenfalls vorstellbar, dass die Russen es darauf abgesehen haben, die ukrainischen Streitkräfte überall zu vernichten, wo sie auf diese treffen. Ob das zu dem bereits seit zwei Jahren prognosizierten Zusammenbruch der Front führen wird, das mögen die Götter wissen. Einige sagen, die Sommeroffensive werde sich auf das Abschneiden von Odessa richten. Genügend viele Truppen seien an Ort und Stelle versammelt. Es is nicht zu erkennen, dass dergleichen im Augenblick stattfindet. Es ist jedoch vorstellbar.
Ostfront (4): Im Juni lag der Schwerpunkt russischer Luftangriffe bei den ukrainische Tankstellen. Was der Erfolg war, entzieht sich meiner Beurteilung. Bei uns zulande wären 30 zerstörte Tankstellen bestenfalls ein Nadelstich. In der jetzt vergangenen Woche war die Hauptstadt Kiew das zentrale Ziel. Es soll zu erheblichen Schäden bei kriegswirtschaftlich wichtigen Einrichtungen gekommen sein.
3. Juli 2026
Jetzt kommen die Neidhammel zu Wort. Sie schreiben angesichts des unglücklich verlaufenen Sorgerechtsstreits im niedersächsischen Stade, bei dem sechs Menschen erschossen wurden, Dinge, die vermuten lassen, dass sie die behördlichen Angaben, es sei eine familiäre Streitigkeit, die mit der Herkunft des Mörders nichts zu tun habe, ins Gegenteil zu zerren beabsichtigen. Diesen Verdacht jedenfalls bekomme ich, wenn ich da lese, es habe ein Fluchtauto gegeben (Daimler mit über 400 PS), das von einer Sechzigjähigen (T-stämmig) gesteuert worden sei , die die Patentante des Streitobjekts sei und im übrigen Funktionärin einer Organisation, die mit Staatsgeldern Flüchtlingshilfe betreibe. Zudem sei sie die Schwiegermutter des von der SPD gestellten niedersächsischen Integrationsbeauftragten (T-stämmig), der ein sattes Beamtenspitzengehalt beziehe, aber mit der Tat selbst und ihrer Logistik, wie er anwaltlich hat versichern lassen, nichts zu tun habe.
Stade (2): Bei allem Ernst der Sache, kann ich mir angesichts der offizielle gewählten Versicherungen ein verstohlenes Grinsen kaum verkneifen, denn zum ersten Mal höre ich in diesen Kreisen von dem aus dem Christentum stammenden Paten-Amt, was allerdings jeder, der mit dem einschlägigen Film bzw. Roman Der Pate von Mario Puzzo vertraut ist, dem sizilianischen organisierten Verbrechen zuordnet. Der Pate ist der Verbrechenslenker im Hintergrund. Lässt man im Stade-Fall Sizilien einfach mal weg, kommt der Polizei-Praktiker leicht auf Gedanken, die heutzutage kaum noch einer auszusprechen wagt: die Unterwanderung von Staat und Gesellschaft durch religiös verankerte Familienclans, die im Zweifel über Leichen gehen (wie man so sagt).
Überall in Deutschland: Es finden derzeit Gerichtsprozesse gegen Einzelpersonen statt, die in irgendeiner Verbindung zu dem russischen Sender Russia Today, vor allem dessen deutschsprachigem Programm RT.DE, stehen, weil sie zum Beispiel dessen Texte weiterverbreiten. Das sei verboten, sagt irgendeine EU-Zensur-Verordnung, von der ich bis gesten nichts gehört hatte. Das Missachten dieser Norm sei zu bestrafen, urteilte der EUGH gestern in Luxemburg, angeblich mit bindender Kraft für deutsche Gerichte. Abgesehen davon, dass ich das richtig finde, denn wozu haben wir die staatlich finanzierte Tagesschau, beschließe ich zu lernen, dass Arikel 5 des Grundgesetzes als Individualgrundrecht ungehinderter Informationsbeschaffung nicht mehr gilt. Während meiner Dienstzeit in der Verfassungsabteilung des BMI hätte ich sowas als Blödsinn und als offensichtlich verfassungswidrig abgetan. Jetzt weiß ich, dass wir uns damals über die Rechte des Einzelnen völlig falsche Vorstellungen machten. Und die Väter des Grundgesetzes auch. Sie mögen in Frieden ruhen.
In Deutschland (2): Mir fällt nach geraumer Suche das Lexikon Schlag nach aus dem Jahre 1939 (2. Aufl.) in die Hände. Es ist nicht nur in braunes Leinen gebunden, sondern auch ein zuverlässiger Ratgeber dafür, was im NS-Staat zu etlichen Fragen von Staat und Gesellschaft die offiziöse Sicht der Dinge war. Neugierig forsche ich, was wohl das Motto der SA (Sturmabteilungen der NSDAP) gewesen sein könnte. Diese im Jahre 1921 gegründete Parteiarmee benutzte von Anbeginn an bis zu ihrem Ende den Slogan „Deutschland erwache“. Von „Alles für Deutschland“ weiß das Nachschlagewerk nichts. Warum der Politiker Höcke das besser gewusst haben soll, bleibt ein unaufklärbares Rätsel der modernen deutschen Justiz.
2. Juli 2026
Nicht ohne Behagen lese ich, wie sich im Amerikanischen das deutsche Wort Kitsch eingebürgert hat. Derzeit wird es bevorzugt auf die Hervorbringungen aus dem Trump-Lager angewendet. Mich hat dergleichen schon lange (auf deutsch) angewandelt, wenn ich die kulturellen Hervorbringungen jenseits des Atlantiks betrachtet habe, seien es Kirchen, Orden, Parlamentsgebäude, in Fels gehauene Präsidentenköpfe, aufgespritzte Frauenlippen und -brüste.
Kitsch (2): Es wäre nicht ohne Reiz, die heutzutage im Anglo-Amerikanischen verwendeten Lehnwörter insgesamt einer genaueren Betrachtung zu unterziehen, als da wären Kindergarten, Schadenfreude, Selbsthass, Angst. Sage also niemand, es gäbe sie nicht: die deutsche Leitkultur.
1. Juli 2026
Hatte mir fest vorgenommen, kein Wort über die Fußball-WM zu verlieren. Da hatte ich nicht mit Fritz dem Kanzler gerechnet. Der ist stolz, wie er gestern schreibt, auf die Gurkentruppe nach ihrer turnier-beendenden Nichtleistung. Man denkt zunächst: Macht er das extra? Nicht einmal sowas Simples wie Maulhalten, wenn’s beim besten Willen nichts zu tönen gibt, kriegt er hin.
Musste gestern in Jena im sommerlichen Baustellen-Chaos als Abholdienst an einer Arztpraxis kurz auf dem Kundenparkplatz von Norma anhalten. Ging, weil ich zu früh da war, hinein, eher ziellos, auch weil ich noch nie in einem solchen Laden war. Sowas Trostloses habe ich seit Langem nicht mehr gesehen: Innenraum, Warenangebot und Publikum. Kaufte ein Glas Spreewald-Senfgurken im Sonderangebot. Der Deckel ging zu Hause von alleine auf. Muss nichts bedeuten. War halt so.
Einkauf (2): Stadtauswärts im Globus von Isserstedt wie gewohnt durch die Intelligenz-Abteilung gestrolcht. Wunderbarer Fund: Die Kabbala. Dieses monströse Wunderwerk nachmittags in Teilen gelesen. Die dortige Traumdeutung könnte von Altmeister Freud stammen. Ist sie aber nicht, sondern bestenfalls umgekehrt. Alles ist durch und durch sexualisiert, was Rabbi Ismael seitenlang zum Besten gibt: Du hast deine Schwester beschlafen. Du hast eine verlobte Jungfrau beschlafen. Dein Weib hat mit vielen Männern Unzucht getrieben. Und so weiter und so fort. – Wichtiger Einwand, den ich schon schrill ertönen höre: Muss man nicht lesen, geschweige denn zitieren. Aber gedruckt verkaufen solle man es schon, wenn man die Firma Bertelsmann ist.
Der Blogger Ben Bernd wurde durch die Landesmedienanstalt von NRW zensuriert. Er soll Passagen aus seinem Interview mit dem Politiker Björn Höcke streichen (Neudeutsch: einordnen), weil sie nach dem Dafürhalten der Medien-Vögte nicht der Wahrheit entsprächen. Hier gilt es zweierlei zu unterscheiden. Die Behörde besitzt keine Befugnis, einschlägige Verwaltungsakte zu erlassen. Sie handelt grob rechtswidrig oder anders ausgedrückt: rechtsstaats-widrig. Das, was die beiden da erörtert haben, geht sie inhaltlich nichts an. Zum andern ist es so, dass die Behauptung der Behörde inhaltlich falsch ist. Wenn Höcke nämlich behauptete, der Slogan „Alles für Deutschland“ sei nicht das Motto der SA gewesen, dann stimmt das. Da gibt es nichts zu korrigieren.
30. Juni 2026
Ich hatte gar keine Vorstellung, dass China so groß ist. 42.000 Porsche wurden 2025 im Vorjahresvergleich weniger abgesetzt. Und auch dies: Ich habe noch nie einen Chinesen im 911 gesehen. Wird Zeit, dass ich das Land der Mitte, um diesem Manko abzuhelfen, bereise. Daneben bleibt die Erkenntnis: Die Absatzkrise, die sich zur Existenzkrise auswächst, wurde elektrisch betrieben.
Ich hätte nach meiner Wehrdienstzeit Scheidungsanwalt werden sollen. In Stade wurde gestern der Sorgerechtsstreit durch einen T-stämmigen mit dem Revolver gelöst: 6 Tote. Die Polizei spricht von einer Familienangelegenheit, die von der Herkunft des Täters ganz unabhängig sei. Sehr richtig bemerkt, denn wir sind – je nach Standpunkt – alle Allahs Kinder. – Greife zum Talmud, der immer noch als Fensterstopper im Wohnzimmer liegt (aber nicht gebraucht wird, da nicht mal ein laues Lüftchen weht): Seinerzeit gab es noch keine Revolver, jedenfalls wurden keine solchen als Wiedergutmachung in den Orient geliefert, soweit ich weiß. Dafür aber gab’s das Steinigen und das Anzünden. Steinigen, so schreiben die Autoren, sei die mildere Tötungsform für aufsässige Weiber. – Nicht, dass jemand auf blöde Gedanken kommt, das hier sind nicht meine Ideen, ich gebe nur wider, was manche Zeitgenossen heute noch für Gottes Wort halten.
Finde angesichts der Nachrichtenflaute des Nachts die Zeit, meine Reisefotos durchzumustern, um den Knips-Schrott zu löschen. Bei einigen wenigen zuckt der Löschfinger zurück. Die Kiche als Trutzburg. Ja, so waren sie, die Vorfahren der Ostsee-Anrainer: Sie kannten ihre Feinde.
29. Juni 2026
War was? Offenbar nichts, was mir in nachrichtenloser Zeit von Sonntag bis Sonntag (21.-28. Juni 2026) bei mildem skandinavischem Ostseewetter entgangen ist. Hier das Ergebnis nächtlichen Lumpensammelns: Der Iran betätigt nach seinem Belieben die Pforte zur Straße von Hormus und belehrt Seefahrer, die es nicht glauben wollen, mit Hilfe seiner Drohnen. Die USA reagieren prompt durch Luftschläge gegen die persische Küste, und die Israelis führen weiterhin Krieg zur Vernichtung der Palästinenser in Gaza, auf der Westbank und im Libanon – soviel Existenzrecht muss sein. Das lohnt sich offenbar, denn Israels Wirtschaft boomt, wie ich bei Godel Rosenberg auf Tichys Einblick lese.
Nichts Neues (2): Die US-Boys versuchen, durch Reisediplomatie die Staaten am Golf gegeneinander aufzubringen, nachdem sich die Schwergewichte dort – Saudi Arabien und Oman – der pakistanischen Initiative, gemeinsam mit Persien und der Türkei, eine komplett neue Sicherheitsarchitektur im Mittleren Osten zu schaffen, anzuschließen scheinen. Das bedeutet auf gut deutsch: Ami go home. Ja, das wäre dann, wenn man den jüngsten Krieg daselbst und sein mutwilliges Auslösen durch die amerikanisch-israelische Allianz dagegenhält, etwas anderes als die im März 2026 voreilig verkündeten Siegesnachrichten.
Nichts Neues (3): Bill Gates musste vor dem Epstein-Untersuchungsgremium des Kongresses aussagen. Nein, erpresst worden sei er durch den langjährigen flüchtigen Bekannten nicht (womit auch?). Er habe sich lediglich gewundert, dass dieser in Emails auf Affären, die er nunmehr bedauere, unbegreiflicher Weise unschön angespielt habe. Er habe daraufhin, wie bei solchen Fällen gute Gepflogenheit, seine Anwälte beauftragt, sich um die Sache zu kümmern.
Nichts Neues (4): VW, BMW, Mercedes melden schlechte Zahlen – sehr schlechte Zahlen sogar. Es lohnt sich nicht das Einlesen ins veöffentlichte Betriebswirtschafts-Chinesisch. Und die Bahn schafft es, bei einem Software-Update das Gesamtunternehmen radikal zum Stillstand zu bringen. Es soll sich um die Komponente Zugfunk gehandelt haben. Nach dem Motto: Alle Räder stehen still | wenn’s die Cloud nun mal so will.
Das understanding war nur kurz, denn gestern hat der Iran die Straße von Hormus wieder dicht gemacht. Der Grund: die Israelis holzen weiter im Südlibanon – genau wie sie das angekündigt hatten. Jetzt allerdings berufen sie sich darauf, von der bösen Hisbollah angegriffen worden zu sein. Nur mal am Rande bemerkt: Israel pocht auf seinem guten Recht, den Südlibanon besetzt zu halten. Empörender Weise gibt es dort lebende Palästinenser, die sich dagegen zur Wehr setzen. Alle wissen das, nur Israel, die USA und Deutschland nicht.
Gutes Recht (2): Leise, leise mehren sich die Stimmen in Deutschland, die die systematische Vernichtung der Palästinenser nicht bejubeln mögen. Man muss es ja nicht gleich so deutlich machen wie der Bundesparteitag der Linken, der gestern beschloss, dass es sich beim israelischen Vorgehen im Gaza-Streifen um Völkermord handele. Der Chor der Begleitpresse begnügt sich mit der Feststellung, das sei Antisemitismus, was sicher Quatsch ist. Doch will ich nicht ausschließen, dass echte Antisemiten die Aussagen der Linken behaglich goutieren werden.
20. Juni 2026
Dass es so schnell gehen würde mit dem von mir gestern dunkel gemutmaßten polnisch-ukrainischen Konflikt, das hatte ich nicht geahnt. Wie dem auch sei, während ich noch grübelte, entzog der neue polnische Präsident seinem Gegenüber in Kiew den höchsten polnischen Orden wg. dessen Nähe zu den traditionellen Waffen-SS-Heerscharen. Zeitgleich forderte Selenskyj eine Sondereinfädelspur in die EU. Blick nach Berlin: Fritz der Kanzler sitzt mal wieder zwischen den Stühlen.
SS (2): Die Abkürzung steht für Schutzstaffel (des Führers). So wars anfangs gedacht, in kürzester Zeit kam 1933 ff. mehr und anderes dazu. Ich zähle das jetzt nicht alles auf, um nicht Gefahr zu laufen, irgend eine Scheußlichkeit nicht erwähnt zu haben und damit dem Verharmlosingsverdikt zu unterfallen. Merkwürdig ist allerdings die Bewunderung durch das Ausland (speziell Nordamerika), die noch heute einem markanten Teil der SS gezollt wird: der Waffen-SS.
Auch nicht schlecht: Nachdem selbst der Don mitgekriegt hat, dass ihm die Reps wg. seines Nahost-Deals davonrudern, hat er heute Nacht erklärt, dass das Regime in Teheran am Ende sei. Na gut, das ist eine Schlagzeile, an die sich schon morgen keiner mehr erinnern wird. Zwischenzeitlich versuche ich, die Meldungen Vize-Vance-fliegt-in-die Schweiz und Vize-Vance-fliegt-nicht-in-die-Schweiz in meinem bescheidenen Kopf zu koordinieren.
19. Juli 2026
Die deutschen Pressejubilanten des US-israelischen Interventionskrieges gegen Persien bemerken erschrocken, dass ihre Favoriten den Krieg überhaupt nicht gewonnen haben, wie sie seit Wochen behaupteten. Jetzt sind sie beim Zusammenzählen der Erbsen ärgerlich, dass nicht einmal der status quo ante erreicht wurde. Die Grundprobleme der Amerikaner werden auf Fußspitzen umgangen: Verbrauch der nationalen Ölreserve bis auf einen schäbigen Rest und die Unfähigkeit, den Kriegshelden in Tel Aviv unter Kontrolle zu halten. Dass bei dem weiterhin die Dollars sprudeln, bewirken die Spielhöllen von Las Vegas. Verrückter Zusammenhang, aber trotzdem wahr
Presse (2): Selbst bei Tichy und bei Apollo News bemerkt man, dass da was schief gelaufen ist. Ich betrachte mit Genuss die einschlägigen Reporter-Namen und vergleiche sie mit meinen Notaten im Geheimdienstlexikon. Schräges Tun ist offenbar vererblich.
Presse (3): Ein Fernsehgesicht des ZDF namens von Ungern-Sternberg hat, wie ich mit Vergnügen lese, an Elon dem Wunderkind Maß genommen und ihm Mitverantwortung für die Gewaltausbrüche auf den britischen Inseln unterstellt. Doch, oh Schreck, der wehrt sich. Hier gilt die Regel: Prüfe, bevor du in den Ring steigst, dein Gewicht. Auch in diesem Fall kennt mein Geheimdienstlexikon potente Namensträger der Presse-Baronesse, zum Beispiel den baltendeutschen Kavalleristen in russischen Diensten, der im Verlauf der russischen Revolution zu einer Art kurzfristigem Herrscher (Khan) in der Mongolei aufstieg, bevor ihn die Roten ergriffen und hinrichteten.
Presse (4): Die Bilder vom polnischen Amerikaner Sikorski, der zur Zeit beim Nachbarn der Außenminister ist, und seinem deutschen Pendant, Johann das Nordmännlein, dienen der Illustration eines soeben abgeschlossenen deutsch-polnischen Verteidigungsbündnisses. Bei Zeller lese ich hierzu heute Morgen den zynischen Kommentar: Polen gibt Autos an Deutschland zurück. – Mir geht das britisch-polnische Verteidigungsbündnis vom Frühjahr 1939 durch den Kopf, das auf geradem Weg in den Zweiten Weltkrieg führte. Das Bündnis von gestern ist indessen glänzend geeignet, in den notwendig kommenden, bislang lediglich aufgeschobenen polnisch-ukrainischen Konflikt hineinzuführen. Nun, Außenpolitik ist tückisch. Ob der kleine Mann vom Werderschen Markt das auch schon mitgekriegt hat? Kann mir das beim besten Willen nicht vostellen.
18. Juni 2026
An den beiden letzten Tagen trafen sich die G 7 an der französischen Seite des Genfer Sees. Wie ich es auch drehe und wende, auf den von der Presse übermittelten Fotos sind stets mehr als 7 Personen zu sehen. Ich versuche, die Nasen zuzuordnen und komme auf USA, CAN, D, F, GB, I und JAP sowie einige, die ich nicht genau zuordnen kann. Wenn man denkt, dass dies die Versammlung der sieben mächtigsten Industrienationen sein soll, stellt sich mir die Frage: Wo sind RUS, CH und IND? Mir schwant, dass hier ein Modell aus der guten alten Zeit konserviert werden soll, oder anders ausgedrückt: die gegenwärtige dynamische Moderne ist nicht mit am Tisch, stattdessen ein Mummenschanz der absterbenden Volkswirtschaften.
Mummenschanz (2): Die Vereinbarungen zwischen Iran und USA, die beabsichtigte Beendigung des Kriege betreffend, wird heute Nacht von den USA veröffentlicht. In der Westpresse lese ich, wie wir es den Mullahs gegeben haben. Soso. Der dort genannte Wiederaufbaufonds, zu dem sich die Amerikaner verpflichtet haben, riecht eher nach Reparationszahlungen als nach dem Sieg der democracy. Noch ein paar Streiflichter: Die Durchfahrt von Hormus wird zur Sache von Iran und Oman erklärt. Der Pakt soll auch den Libanon umfassen. Die amerikanische See-Blockade Persiens wird aufgegeben, auch alle Sanktionen. Der Atom-Streit wird in die Gremien verschoben.
Mummenschanz (3): Das alles soll für die Unterzeichner (also US und Persien) „und für deren Verbündete“ gelten. Das kann nichts werden. Spätestens beim nächsten Bombenregen im Südlibanon, kommt es zum Schwure. Israel weiß das, und seine Regierung will es auch so.
Mummenschanz (4): Der Don erklärt vor lauter Wonne, dass er, weil das Öl jetzt wieder fließt, ab sofort wieder Raum hat, um neuerliche Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Der beim Gipfel anwesende kleine Mann aus Kiew wird das sicher gerne gehört haben. Dass der zu G 7 gehört, war mir bis gestern nicht geläufig. Man muss die Sache vielleicht neu definieren: Es war ein Treffen der größten Schuldenmacher. Da passt die Ukraine ohne weiteres ins Bild.
16. Juni 2026
Beim Schreiben meines jüngsten Opus habe ich mich Jahr und Tag mit den Problem der Abgrenzung von Weltmacht, Realpolitik und Größenwahn herumgeschlagen. Heute Morgen fällt mir wie aus dem Nichts eine Definition für Weltmacht ein: Es ist die Fähigkeit, weltweit ungestraft Kriegsverbrechen begehen zu können. Die USA fallen ohne weiteres unter diese Definition. Die Frage wäre: auch Israel? Ich weiß schon, jetzt werden die üblichen Befürworter empört die Hände heben. – Jungs, beruhigt euch, ich probiere lediglich aus, ob meine Definition tragfähig ist. Ist sie nicht, denn die USA begehen keine Kriegsverbrechen, sondern sorgen mit Nachdruck dafür, dass die Menschenrechte beachtet werden, und Israel verteidigt lediglich mit geeigneten Bandagen sein Existenzrecht.
US-Israel (2): Ich verkneife es mir, auf den Bombast anlässlich des Achtzigsten im Weißen Haus einzugehen. Die Schlagzeilen überdecken etwas mühsam, dass der angeblich ausgehandelte Deal mit dem Iran, der am 19. unterzeichnet werden soll, von einer der Kriegsparteien, der in Tel Aviv, in Bausch und Bogen abgelehnt wird.
US-Israel (3): Die einschlägigen Erklärungen aus Tel Aviv lassen keinen Zweifel zu. Israel wird sich aus den neuerlich besetzten Gebiete in Gaza/Palästina, Syrien und dem Libanon nicht zurückziehen. Das Töten dort wird weitergehen. Offen ist lediglich, wann der Iran die nächste Raketensalve auf Israel abfeuert.
US-Israel (4): Mittlerweile sickern Satelliten-Bilder ins Internet durch, die Schäden aus dem Beschuss von Israel und den Golfstaaten in der vergangenen Woche zu dokumentieren scheinen. Ich bin skeptisch, ob das, was wir zu sehen meinen, mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Zu strikt ist die Nachrichtenzensur, als dass sich eine Inlandsquelle an die Sonne wagen würde. Hier zeigt sich ein spaßiger Effekt jeglicher Zensur: Die Leute fangen an, sich ihr eigenes Bild von der Wirklichkeit zu malen. Ich stelle bei mir selbst ähnliche Tendenzen fest.
US-Israel (5): Mittlerweile werden auch die treuesten Unterstützer Israels in den Medien bei uns zulande unsicher, und sie schweigen in der Mehrzahl beklommen. Vielleicht gibt ihnen ihr Leib- und Magen-Blatt New York Times mit seiner speziellen Eigentümerschaft zu denken, wo vor Tagen ausführlich dargelegt wurde, dass für die föderal organisierte US-Spionageabwehr die größte Bedrohung der amerikanischen Entscheidungsstrukturen aus… – na? falsch geraten – Israel herrührt. Das kann natürlich ein Schuss ins Blaue sein, um die Reihen wieder fest zu schließen. Auch muss die Zeitung auf die Leserschaft Rücksicht nehmen, die im Moment mit besorgniserregenden wirtschaftlichen Verlusten infolge des Krieges zu kämpfen hat. Aber ebenso ist es möglich, dass die grundsätzlich Trump-feindliche Zeitung hier das Spiel Trump-ist-eine-Marionette spielt. Da muss man auch ein Wort zum Spieler sagen. Ein amüsantes Dilemma.
15. Juni 2026
Das wäre, wenn es stimmt, zu schön, um wahr zu sein: Nach Posaunentönen aus dem Weißen Haus von heute Nacht soll es so sein, dass die Hauptkontrahenten USA und Iran den Krieg mit sofortiger Wirkung ad acta legen, damit, wie Trump es ausdrückt, ab sofort das Öl wieder fließen kann. Am kommenden Donnerstag, 19.6.2026, soll der Vertrag zwischen beiden Staaten formell unterzeichnet werden.
Kriegsende (2): Ich will nicht unnütz nörgeln, denn das Ende des Tötens ist die einzig vernünftige Lösung. Bleibt nur die Hoffnung, dass es auch wirklich geschieht. Die Zweifel rühren daher, dass Israel den Samstag noch nutzte, um mit dem Töten im Süd-Libanon und Beirut fortzufahren. Immerhin entfuhr es Trump, dass er dies für kontraproduktiv halte. Da Persien, wie man vom Vermittler aus Pakistan hört, darauf besteht, dass auch der Libanon in den Waffenstillstand einbezogen ist, und sich die USA angeblich darauf eingelassen haben, sieht man in aller Deutlichkeit die Sollbruchstelle dieses neuerlichen Abkommens.
Kriegsende (3): Wir erinnern uns an den April, als dieselbe Konstellation vorlag, und die Amerikaner, als die Israelis einfach weiter bombten, sich so vernehmen ließen, vom Libanon sei nie die Rede gewesen. Das war eine faustdicke Lüge, wie die Vermittler aus Pakistan offenlegten. Danach ging das Gemetzel bis zu diesem Wochenende weiter, wenn auch auf abgesenktem Niveau. Und vor allem: die Straße von Hormus blieb unter persischer Kontrolle geschlossen. Die heutige Öffnung kann also, wenn es in Tel Aviv die Falken wieder jucken sollte, morgen erneut rückgängig gemacht werden.
Kriegsende (4): Es mag ja verrückt klingen, aber der Schlüssel zum Frieden in Nahost liegt in Tel Aviv. Es bleibt eine never-ending Story, da sich an der Grundkonstellation des Konflikts nichts geändert hat, in dem beide Seiten auf einer 100 Prozent-Lösung bestehen.
Und zum Schluss noch was Unernstes: Am Samstag fand in München – einst die Hauptstadt der Bewegung – eine Demo mit bemerkbar vielen Leuten unter dem Motto Merz muss weg statt. Ich dachte, dergleichen sei ein Privileg jener Landsleute, bei denen Unseredemokratie immer noch nicht angekommen ist.
14. Juni 2026
Die Direktorin für die Koordination der Geheimdienstarbeit der USA (Director of National Intelligence – DNI), die zum Monatsende ausscheidet, hat mit dem Bericht 10/26 vorgestern ihre Abschiedsvorstellung gegeben. Was Tulsi Gabbard da vorgelegt hat, ist ein Paukenschlag: „Bislang wurden dem amerikanischen Volk Beweise für die Existenz und Finanzierung dieser [Bio-] Labore bewusst vorenthalten. Die Informationen über die Existenz, die Geschichte, die Standorte und die Finanzierung dieser von den USA finanzierten Biolabore wurden von mächtigen Personen absichtlich verschleiert, indem sie fälschlicherweise behaupteten, diese existierten nicht, und alle, die etwas anderes sagten, beschuldigten, ausländische Agenten und Verräter Amerikas zu sein. Viele dieser von der US-Regierung finanzierten Biolabore betreiben derzeit oder haben in der Vergangenheit Forschung mit gefährlichen und hochansteckenden Krankheitserregern betrieben, in einigen Fällen einschließlich gefährlicher „Gain-of-Function“-Forschung, und das bei äußerst geringer Transparenz und Kontrolle.“ Auf die Täterschaft von Antony Fauci & Konsorten wird ausdrücklich hingewiesen, auch darauf dass ein Teil dieser kriminell betriebenen Labore nach wie vor in der Ukraine liegt.
Der Kolonialherr (2): Gestern trudelte dessen Mai/Juni-Heft der Foreign Affairs bei mir ein. Ich fasse mal grob zusammen, was beim ersten Überfliegen hängen geblieben ist: a) Krieg in Nahost bereits nach ein paar Tagen militärisch gewonnen, nur leider ist das Hormus-Straßen-Problem noch nicht ganz gelöst. Muss es aber in naher Zukunft. b) Israel auf bestem Wege, den Nahen Osten neu zu gestalten. c) Der Diktatur in Nord-Korea muss mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. – Wirklich kurios, und kurios genug: fast alle Autoren waren mal in der Obama-Regierungszeit dort auf außenpolitisch bedeutsamen Funktionen. Mein Eindruck: die sehen zuviel fern.
Der Kolonialherr (3) heute Nacht: Wenn die Perser am heutigen Sonntag nicht unterschreiben, wird weiter gebombt. Man tut gut daran, sich von diesem Nervenkrieg, der im Weißen Haus erzeugt wird, nicht überwältigen zu lassen. Betrachte mit Muße die mitgelieferten Pressebilder. Neben dem Don die beiden üblichen Verdächtigen als Staffage: der Kriegsminister und der Außen-Italo-Hispano. Beide glotzen mit leeren Augen geradeaus. Nirgendwo zu sehen: der Vize Vance.
Ostfront: Ursel von der EU bietet der Ukraine und Moldawien Sonderkonditionen für den Beitritt an. Was genau das bedeuten soll, wird nicht berichtet. Nur dass beim kleinen Mann aus Kiew wieder das Geld alle ist. Jetzt fordert er weitere 20 Milliarden an, um Russland zerstören zu können. Hatte er nicht gerade erst 90 Milliarden erhalten? Wo zum Teufel ist das ganze Geld hin? Niemanden scheint das zu interessieren, und wie passt das mit der Meldung zusammen, dass die EZB die Zinsen erhöhen will?
Ostfront (2): Der neue Mann aus Ungarn widerspricht Fritz dem Kanzler auf offener Bühne in Berlin über die Notwendigkeit der Kriegführung gegen Russland. Ja, der tut Dinge, vor denen Kritiker bereits vor dessen Wahl gewarnt haben: Er verschärft den Kurs von Orbán.
13. Juni 2026
Das sind irritierende Meldungen aus Islamabad zu Stand und Fortgang der amerikanisch-persischen Gespräche über ein Ende des Krieges in Nahost. Nehmen wir mal an, dass es stimmt, was der pakistanische Moderator sagt, nämlich dass sich die Experten beider Seiten sehr nahe gekommen sind, so belehrt jedoch ein Blick auf die jeweiligen Führer, dass dies nichts bedeuten muss. Trump fährt weiter Zickzack, Teheran hüllt sich in Schweigen, und aus Tel Aviv ist das Übliche zu hören. Hieraus destilliere ich die Kernaussage von Kriegsminister Israel Katz: Man behalte sich vor, was immer dort vereinbart werde, den Iran anzugreifen, wenn dort am Atomprogramm weitergearbeitet werde, und man habe keineswegs die Absicht, aus den neuerlich besetzten Gebieten im Gazastreifen, in Syrien und im Libanon wieder abzuziehen.
Große Worte (2): Sieht das alles nach Friedenswillen aus? Die Frage stellen, heißt sie verneinen. Da sitzen welche auf turmhohen Rössern. Wir Deutsche füttern sie artig aufgrund von zwei Basisannahmen: Holocaust und Existenzrecht Israels. Das letztere beruht auf einer gewaltsamen Landnahme in den späten 1940er Jahren, deren Einzelheiten man am besten ausblendet, wobei uns in Deutschland seit Jahrzehnten der drohende Hinweis auf den Holocaust das Maul verbietet. Nun stellen wir erstaunt fest, dass das Nahost-Gewaltproblem außerhalb unserer Grenzen ganz anders gesehen wird.
Große Worte (3): Diesmal von Fritz dem Kanzler. Er hat verfügt, dass heutige Reformen viel schwieriger seien, als ein Land nach dem Krieg wieder aufzubauen. Falls er damit Deutschland meint, dessen Namen in seiner Erklärung nicht extra vorkommt – jedenfalls nicht, soweit ich in der Presse darüber lesen konnte –, darf angemerkt werden, dass er darüber aus eigenem Erleben nichts wissen kann. Das, was in unserm Land den Boom auslöste, war vor seiner Zeit, und ob seine Vorfahren im Hochsauerland hierzu Entscheidendes beisteuerten, müsste wohl noch extra beleuchtet werden. Ich bekenne freimütig, dass mir hierüber nichts bekannt ist. Bekannt ist mir hingegen, wie meine Eltern schuften mussten, um nach ihrer Vertreibung und Flucht wieder auf die Beine zu kommen. Dass sie Freude an diesem Tun empfunden haben könnten, kann nur ein Idiot behaupten.
12. Juni 2026
Heute Nacht war wieder mal so ein Moment, an dem ich dachte, der Nahostkrieg laufe jetzt endgültig aus dem Ruder, nachdem der Don gestern Abend angekündigt hatte, es folge jetzt das schwerste Bombardement des Iran seit Kriegsbeginn. Um zwei Uhr (MEZ) blies er das ab und sprach von verheißungsvollen Verhandlungen fürs Wochenende.
Nahost (2): Wie oft will der US-Präsident diese Nummer noch durchziehen? Fakt ist – wie man hier im ehemaligen Osten sagte –, dass seine Zeit abgelaufen ist. Jedenfalls was einen Sieg des großen und guten Amerika anbelangt. Der Einbruch der Welt-Öl-Produktion wird die schwerste Wirtschaftskrise seit 1929 auslösen. Jeder, der noch alle Tassen im Schrank hat, weiß es: dieser Krieg muss beendet werden. Sofort.
Nahost (3): Man könnte lachen, weil es an Absurdität kaum zu überbieten ist: Der Schlagabtausch in dieser Woche wurde angeblich durch den Abschuss eines Apache-Kampfhubschraubers in der Straße von Hormus ausgelöst. Die Rettung der Besatzung durch eine unbemannte Wasserdrohne dominierte die West-Presse. Unerörtert blieb meistens, was der Hubschrauber dort zu suchen hatte.
Nahost (4): Der persische Außenminister fasste die Ereignisse rund um den Hubschrauber-Abschuss in wenigen Worten zusammen: Fremde Streitkräfte in der Nähe unseres Landes unterliegen einem andauernden Risiko. Die beste Lösung, dieses Risiko zu verringern, ist, dass sie verschwinden.
Nahost (5): Jetzt folgten zwei voneinander unabhängige Handlungsstränge: a) Das US-Bombardement der persischen Küstenbefestigungen mit unbekanntem Ergebnis, auf das im Stundentakt persische Raketen- und Drohnen-Angriffe auf US-Stützpunkte im Golf und Jordanien folgten, auch diese mit umstrittenen Ergebnissen. b) Im Nachrichtenschatten davon neuerliche israelische Luftangriffe im Südlibanon, die, wie mehrfach angekündigt, eine massive persische und jemenitische Raketensalve Richtung Israel auslösten. Über die Ergebnisse dieses Luftschlages wird striktes Schweigen gebreitet. Arabische Kanäle mutmaßen, dass die beiden wichtigsten Basen der israelischen Luftwaffe getroffen worden seien.
Nahost (6): Trotz Ankündigung aus Tel Aviv unterblieb ein israelischer Luftschlag gegen den Iran. Die Auguren murmeln, dass dies an einer Intervention des Don liege. Wir wissen zumindest aus seinem Mund, dass er auf wenig schmeichelhafte Art am Telefon mit dem Führer Israels sprach. Die amerikanische Reporterin, die den Präsidenten mit wiederholten Fragen belästigte, warum er sich von Netanyahu am Nasenring durch die Arena schleifen lasse, beglückte er mit der Antwort, dass ihm niemand was zu sagen habe, auch Netanyahu nicht, und dieser froh sein müsse, dass er, der Don, ihn vor dem Gefängnis (jail) bewahrt habe. Na sowas, das hatten bislang nur Verschwörungs-Spezialisten vertreten.
11. Juni 2026
Nein, ich werde nicht plötzlich zum Lokalpatrioten. Fürs Örtliche interessiere ich mich erst, wenn ich die Bemühungen der Obrigkeit, den Verkehr zu behindern, ausbaden muss und verzweifelten Touristen dabei zusehe, wie sie von ihren Handys verlangen, durch die ganz sinnlos angeordneten Umleitungen geschleust zu werden. Bei soviel mit einem schiefen Grinsen ertragenen Ortsinteresse entgeht es mir leicht, dass wir an der Spitze des Zwergstaates über einen Denker von Format verfügen, den die boshaften Mit-Ignoranten als Doktor mett. zu bezeichnen belieben. Dabei sagt der Sachen, bei denen man ins Grübeln gerät, zumindest berichten überörtliche Postillen wie Apollo News darüber: „Buchenwald liegt nicht zufällig bei Weimar. Diese Nähe verweist auf eine Spannung, die sich nicht auflösen lässt. Hier die Stadt der Kultur, des Humanismus, der deutschen Klassik, dort ein Ort der Barbarei, der systematischen Entmenschlichung. Diese Konstellation ist kein Widerspruch. Sie ist eine Warnung, denn sie zeigt, dass Bildung und Kunst, ja sogar moralische Selbstvergewisserung, nicht immun machen gegen das Böse.“
Doktor (2): „Auf dem Ettersberg wie an all den anderen Orten, überall wurde die Menschlichkeit nicht nur verletzt, sondern methodisch, bürokratisch, industriell verleugnet. Es waren keine Orte, an denen man zufällig die Augen verschloss. Das Wegsehen war die einfachste Form der Verleugnung der Menschlichkeit. Und diese Unmenschlichkeit ist es, die uns bis heute fassungslos macht.“
Doktor (3): „Ich trete nicht nur in das Amt eines Vorgängers, sondern in das Vermächtnis eines Anspruchs.“ … „Doch was ihn prägte, waren nicht nur die Trümmer der Städte. Es waren die Trümmer der Ordnung: ein Vaterland ohne Verlässlichkeit, ein politisches System ohne den Wert der Menschlichkeit.“ … „Wo Politik sich überhöht, verliert sie ihre Menschlichkeit. Wo sie Vollkommenheit behauptet, zerstört sie die Freiheit. Für Bernhard Vogel hieß Verantwortung: die Grenze des Machbaren zu achten – und darin das Eigentliche zu erkennen.“
Doktor (4): Es gibt Leute, die behaupten, der Doktor Voigt habe seine Kuriosa von der KI formulieren lassen. Kann ich mir nicht so recht vorstellen. Selbst wenn, so würde das zeigen, dass er das, was er ausspricht, intellektuell nicht überblickt. Man stelle sich vor, das Wort Intellekt hieße Interlekt (= zwischen dem Gelesenen), dann gebe das mit Blick auf den Thüringer Denker und sein Gerede einen heiteren Sinn.
10. Juni 2026
Nein, so geht es jedenfalls nicht. Während gestern Früh der Don mit dem üblichen Bombast ankündigt, dass in Nahost ein Big Deal unmittelbar vor dem Abschluss steht, muss er Stunden später ansagen, dass das große und gute Amerika nicht dulden könne, wenn fast zeitgleich ein Apache-Hubschrauber in der Straße von Hormus vom Himmel geholt werde. Was der da zu suchen hatte, sagt er nicht extra, aber ich weiß es: Er sollte die völkerrechtswidrige Sperrung des persisch-omanischen Seeweges beenden helfen. Dabei kam er zu Schaden. Innerhalb von Stunden übten die US-Streitkräfte Rache und bombardierten eine Insel und einen persischen Hafen in den Straits, was den persischen Außenminister noch heute Nacht veranlasste, hierfür eine Rache anzukündigen. Man sieht, das schaukelt sich jetzt wieder hoch.
Hochschaukeln (2): Da wagten sich doch gestern Bürger dieses Landes mit der gewagten Parole Merz muss weg auf die Straßen mitten in Berlin. Befürworter und Vertuscher streiten noch, wieviele Hanseln das gewesen seien. Die Zahlen schwanken zwischen einem Menschenhäuflein und einer fünfstelligen Massen-Zusammenkunft. Aus Erfahrung gewitzigt, zieht der Kopf mit Hilfe seiner verblassenden Erinnerungen Parallelen zu den Ereignissen von 1989, als das Volk damit begann, die Straße zu erobern. Es waren Arroganz und Trotz, die sich da begegneten. Leute, wie ich einer war, sagten: Das wird nichts werden. Ich irrte mich. Und wie.
Hochschaukeln (3) Man wird mir nachsehen, wenn ich mich vergnüge, was ich stattdessen über Nacht bei Zeller las. Auch das weckt Erinnerungen, gegen die ich mich nicht wehren kann.
Vormittags um elf: Das ging schneller, als von mir erwartet. Der Iran übt Vergeltung für das, was Washington Selbstverteidigung der US-Streitkräfte in der Umgebung der Straße von Hormus nennt. Wie angekündigt trifft es US-Unterstützerstaaten. Die persischen Ziele liegen in Bahrain, Kuwait und Jordanien. Das letztgenannte nach meinem Eindruck zum ersten Mal.
9. Juni 2026
Ob man einen Schriftsteller schätzt, ist häufig einem Zufall geschuldet, nämlich ob einen ein Text, den man – was nicht sein muss – bewusst mit seinem Namen verbindet, denn normalerweise ist es so, dass mich die Information interessiert, womöglich sogar fesselt. Die verbreitete Information ist das, was im Gedächtnis haften bleibt, nicht jedoch der Autorenname, falls ich den überhaupt zur Kenntnis nahm. Nun ja, nur eben manchmal, da ist das anders. So ein glückliches Zusammentreffen geschah nach der geradezu atemlosen Lektüre des Romans Niemandszeit, den ich geschenkt bekam. Die Lektüre fand an jenen Tagen statt, als ich in Kamenz mit der Leiterin des dortigen Lessing-Museums ein wundersam abschweifendes Gespräch über das skandalöse Abräumen von Jörg Bernig als dem gerade frisch gekürten Kulturamtsleiter von Radebeul (an der Elbe gelegen) führte. So wurden bei mir der Name des Romanautors und der Roman selbst in meinem Aufmerksamkeits-Kosmos zusammengeführt.
Bernig (2): Ob man einen Autor schätzt, ist nicht nur vom gerade geschilderten Zufall abhängig, sondern auch davon, ob der Text, der hierfür verantwortlich ist, diesen Toller-Text-Effekt ausgelöst hat. Danach will man dann mehr von dem Autor lesen.
Bernig (3): Vor Wochenfrist frage ich die Buchhändlerin in Loschwitz, ob sie noch was von Bernig hat, was ich noch nicht gelesen habe. Hat sie. Es ist die Erzählung Die ersten Tage, deren 352. handnummeriertes Exemplar (von 500) den Besitzer wechselt. Heute, sehr früh, im noch diffusen Licht eines verhangenen Juni-Morgens habe ich das Buch gelesen. Als ich schließlich nach 50 Seiten hochblicke, hat sich die Sonne durchgekämpft. Ich brauche ein Weilchen, um wieder in der Wirklichkeit anzukommen, mache das Leselicht aus und gehe in die Küche, um den ersten Tee des Tages zu kochen. – Jetzt beim Niederschreiben dieser Notiz, unterbreche ich mich mehrfach, da mir das Gelesene durch den Kopf geht. Es ist die Sicht auf die Dinge, und wie sie sich mit der vorherrschenden Beleuchtung verändern.
8. Juni 2026
Letzte Nacht hat der Iran Raketen auf Israel abgeschossen, die auch angekommen sind. Von dort hören wir die üblichen Reaktionen: Alle anfliegenden Raketen wurden abgeschossen. Gleich anschließend wurden israelische Raketen auf Teheran abgeschossen, die ebenfalls angekommen sind. Über die angerichteten Schäden ist noch nichts bekannt.
Wieder einmal versuche ich, einen Schritt zurück zu machen. Bereits letzte Woche kündigte der Iran an, sich für die israelische Bombardierung von Beirut zu rächen. Dieser Bombardierung war die israelische Ankündigung vorausgegangen, der Krieg gegen den Libanon werde weitergeführt, solange es die Hamas gebe, die bekanntlich von Persien unterstützt werde. Die Lage dort ist völlig verfahren. Immer gibt es irgendwen, der sich berechtigt glaubt, auf irgendwas reagieren zu müssen.
Noch einen Schritt zurück: Bis gestern war ich der Meinung, die USA könnten, was ihr Mündel in Tel Aviv anbelangt, den Teufelskreis durchbrechen, aber es aus mancherlei Gründen nicht zu wollen. Seit heute Nacht bin ich mir nicht mehr so sicher, nachdem das Weiße Haus sich mit seiner Forderung an Netanyahu nicht durchsetzen konnte, neuerliche Gewalt zu unterlassen. Die dortige Führung zeigt, dass sie sich sicher ist, das Votum von Trump gefahrlos ignorieren zu können. Der Kreis der amerikanischen Entscheider wächst, die das nicht hinzunehmen bereit sind. In diesem Sinne verstehe ich das mehrheitliche Votum aus dem Repräsentantenhaus in der vergangenen Woche, den Präsidenten zum Rückzug aus dem Iran-Krieg zu zwingen. – Egal, was die Trump-hörigen Medien dazu verbreiten, Trumps Kriegsführung ist spätestens jetzt nach amerikanischem Recht illegal.
Geschichtsunterricht: Bis gestern nahm ich an, dass bald nach dem Zweiten Weltkrieg die Neugründung CDU das größte der möglichen Sammelbecken für ehemalige NSDAP-Mitglieder in Westdeutschland gewesen ist (In der SBZ waren es NDPD und SED). Nun weiß ich durch Fritz den Kanzler, dass es die AfD ist, die der NSDAP unmittelbar nachfolgte. Das ist eine originelle Idee, und ich nehme an, dass sie von einem Prädikats-Juristen aus dem BMI stammt, der mal in die alten Gesetze kuckte. Da hat der wackere Mann festgestellt, dass man in Berlin für das Verbot von NSDAP-Nachfolgeorganisationen das Bundesverfassungsgericht nicht benötigt.
7. Juni 2026
Nach einwöchiger Abstinenz vom Bedudelt-werden durch den Nachrichtenmüll fege ich am Sonntagmorgen ein paar Staubflocken zusammen. Das Häuflein ist kaum beeindruckend zu nennen: a) Geschrei aus Kiew über Russlands angebliche Niederlage, b) gutbesuchtes Wirtschaftsforum in St. Petersburg, auf dem Putin moderate Töne anschlägt, während eine Drohne kurz zuvor daselbst in einen Öl-Terminal einschlägt, so dass eine schwarze Wolke am Sommer-Himmel unübersehbar aufsteigt, c) iranische Drohnen, die den Flughafen von Kuweit ruinieren, d) israelische Luftangriffe auf den Süd-Libanon, e) Mitteilung iranischer hoher Offizieller via Pakistan, man werde auf eigenem Territorium die Bombe zünden, f) Pressegeschwätz über den angeblichen Verfall der CDU, g) wüste Justiz-Attacken gegen Kritiker von Fritz dem Kanzler. – Zu jedem dieser Themen lässt sich ein Roman schreiben, aber man muss nicht, und ich schon gar nicht.
Schreiben (2): In derselben Woche lösche ich in einem Gewaltakt 200 von 500 Manuskript-Druckseiten von Mein Abendland in der Erkenntnis, dass das, was ich zum Ausdruck bringen will, zwischen zwei verkaufbare Buchdeckel passen sollte. Am vergangenen Sonntag begann ich diesen Ritt ins Dickicht der eigenen Gedankenwelt, gestern schloss ich ihn ab. Zurück bleibt ein Gefühl von Erschöpfung.
30. Mai 2026
Es ist ermüdend, den Nachrichten über den Nahostkrieg, die aus dem Weißen Haus quellen, noch Beachtung zu schenken, solange es keine Pendants aus Teheran gibt. Also haken wir missmutig ab, dass das Gerede über den unmittelbar bevorstehenden Deal nur das ist, was es ist: Gerede.
Gerede (2): Gestern kaufte ich aus Neugierde in einer Kaufhalle in Mechelroda (an der A 4), die ich wg. der dortigen erstaunlichen Metzgerei angesteuert hatte, erstmals eine papierene Ostdeutsche Allgemeine. Ein erstes Überfliegen im Freien weckt Neugierde. Ein doppelseitiger Artikel über das Marine-Kommando in Rostock referiert ausgiebig den offiziellen Standpunkt, dass es sich hierbei um eine deutsche, wiewohl multinationale Einrichtung und keineswegs eine solche der Nato handele. Es wird der wissenschaftliche Dienst des Bundestages zum Zeugen aufgerufen, dass ein Verstoß gegen den Zwei-plus-Vier-Vertrag nicht vorliege, der Nato-Einrichtungen in der Ex-DDR verbietet. Ich will nur am Rande bemerken, dass die Russen dies anders sehen. Ich frage mich, warum zum Henker begibt man sich in diese unhaltbare Position. Sie ist unnütz, wo nicht schädlich oder sogar gefährlich.
Gerede (3): Nach Drohneneinschlag in Rumänien zeigt der Wertewesten mit dem Finger auf den bitterbösen Putin, der allerdings dementiert. Fritz der Kanzler nutzt die Gelegenheit, um dem Russen zu drohen. Fragt sich wozu und womit. In der wenig erbaulichnen Beurteilung des Kanzlers ist neben Pinochio das Kürzel FRTZ sehr beliebt, letztes mit Zusätzen, die ich mir aus Gründen des guten Geschmacks schenke. Lackaffe jedenfalls, sagt das Amtsgreicht Heilbronn, darf man ihn nur gegen 100 € nennen. Ich wäre auf die Idee nicht gekommen, dies zu tun, weder das eine noch das andere.
Schilda, wie es leibt und lebt, allerdings kenne ich die Vorgeschichte nicht:
29. Mai 2026
Die Lage in Nahost bleibt verworren. Aus den USA kommen gestern Nacht binnen weniger Stunden Behauptungen, die nicht zusammenpassen: a) erfolgreiche Abwehr iranischer Drohnen in Kuweit, b) unmittelbar bevorstehende Verlängerung des Waffenstillstands um 60 Tage, c) Aufrechterhaltung der Iran-Blockade, d) Weltweit neue Sanktionen gegen persischen Ölverkauf, einschließlich der Sanktionierung der neuen persischen Zollbehörde für die Straße von Homus.
Nahost (2): Nur in Israels Libanon-Krieg bleibt alles beim Alten. Gestern wieder Luftangriffe mit zahlreichen Toten und Verletzten. Siegesmeldugen über weitere getötete Hamas-Führer.
Es ist schon fast rührend, wie Mainstream versucht, eine Kanzler-Krise herbeizureden. Nur Fritz weiß von nichts und kündigt bei einem Heimspiel in Arnsberg neue wunderbare Reformen an. Niemand glaubt das.
Das OVG des Saarlandes verfügt, dass in Saarbrücken, wo man die AfD praktischerweise von der Wahl ausgeschlossen hatte, erneut gewählt werden muss. Nicht, dass sowas Rückschrittliches Schule macht.
28. Mai 2026
Ich bin offenbar nicht der Einzige, der den Stillstand bemerkt. Einige sprechen vom vorweggenommenen Sommerloch. Es arbeiten sich die Gazetten am Nichts ab: Viren, auf die niemand anspringen will, aus dem Off auftauchende Hitzerekorde, Veröffentlichung von UFO-Akten aus dem Pentagon, viertrangige Parteiquerelen, die zu Ereignissen aufgebauscht werden. Angeblich sollen die Heroen hinter der Hand über den Sturz von Fritz dem Kanzler lamenieren.Da glaube ich kein Wort von.
Nichts (2): Auch an den Kriegsfronten ist es verdächtig still. Die zu erwartende Reaktion des Iran auf die Bombardierung der seiner Südküste vor zwei, drei Tagen lässt auf sich warten, ebenso die praktische Reaktion der Russen auf die gezielte Tötung von Schülern in der Provinz Lugansk durch ukrainische Drohnen. Nehme an, dass man dort die Drohnen-Trümmer genau untersucht, um festzustellen, wer sie hergestellt hat.
Nichts (3): Der Don kann seit zwei Tagen kein Unheil anstiften, weil er sich im Armeekrankenhaus zum periodischen Gesundheits-Check befindet. Hätte ich was zu sagen, würde ich ihm eine Krankschreibung raten, so dass er wieder Zeit fürs Golfspielen hat. Ich weiß schon, das wäre zu schön, um wahr zu sein.
26. Mai 2026
Zum Schutz ihrer Streitkräfte haben die US-Boys gestern Raketen- und Bombenangriffe gegen die persische Marine und die erkannten Raketen-Abschussrampen in Südpersien durchgeführt. Man muss das mit Genuss lesen, denn es entspricht haargenau der Erklärung von Centcom von heute Nacht. – Ich übersetze mal ins Klardeutsche: Wir brechen die Waffenruhe, wann immer es uns passt.
Lügen (2): Zeitgleich hat der Don mitgeteilt, dass ein Abkommen mit dem Iran – man sei übrigens auf gutem Wege – nur infrage komme, wenn auch Staaten wie Pakistan, Saudi Arabien und die Türkei eingeschlossen seien. Von Israel sprach er in diesem Zusammenhang nicht. Diesmal äußerten sich persische Offizielle der zweite Reihe ziemlich prompt: Es gäbe Punkte, bei denen man sich einig sei, aber im Wesentlichen sei das nicht der Fall. Ich tippe mal auf den Abzug der Amerikaner aus der Region. In DC tut man so, als sei das nicht gesagt worden.
Lügen (3): Die Tichy-Front zeigt heute Morgen Verständnis für den Hegemon, den sie selbstredend nicht so nennt. Getreu, bis in den Tod. Jungs, das hatten wir schon mal. Mit nicht so ganz gutem Ausgang.
Lügen (4): Es gibt eine breite Fronde von Leuten, die Fritz den Kanzler für einen Lügner halten. Doch bei seiner Russland-Aggressivität spalten sich die Reihen. Vielleicht liegt das daran, dass er hier nicht lügt, wenn er darauf hinwirkt, Deutschland in aller Kürze in den Krieg mit Russland zu führen. Wo zum Henker kommen bloß all diese Kriegsfreunde plötzlich her? Vielleicht wäre eine ehrliche Antwort diese hier: Meine Generation war die letzte, die mit den Kriegsfolgen hautnah konfrontiert wurde: Zerbombte Stadtviertel und überall Kriegskrüppel gehörten zum Alltag der Kinder, so wie ich eines war. Bereits für die Generation danach, die jetzt an der Macht ist, fällt dieses Erleben weg. Sie verbindet Krieg nicht untrennbar mit den Kriegsfolgen.
25. Mai 2026
In der Nacht auf gestern fand wie angekündigt eine russische Reaktion auf die ukrainischen Dohnenangriffe der Vorwoche statt, deren letzter ein Studentenheim in der Provinz Lugansk zerstörte, wobei etliche Bewohner den Tod fanden. Erwartungsgemäß griffen die Russen nun Kiew an. Es muss sich um einen Luftangriff mit Hunderten von Raketen und Drohnen gehandelt haben. Über deren Wirkung sind nach wie vor keine verlässlichen Angaben zu erhalten.
Luftangriff (2): Der Westpresse entnehme ich, dass das ARD-Studio in Kiew zerstört und das der Deutschen Welle beschädigt wurde. Damit hat die deutsche Presse wenigstens ein Thema, was zu stundenlangen Experten-Einschätzungen geeignet ist. Verletzt wurde niemand, denn deutsche Reporter pflegen nachts zu schlafen.
Luftangriff (3): Fritz der Kanzler spricht von einer (hier beliebiges Adjektiv einsetzen) Eskalation. Wenn ich mich nicht täusche, ist das doch das, was er erreichen wollte. Oder irre ich mich? Falls er in den Wochen zuvor der Meinung gewesen sein sollte, man könne die Angriffe nach Russland hinein mit Hilfe deutscher Waffen gefahrlos steigern, ohne eine russische Antwort zu erhalten, dann hat er sich wohl geirrt. Der erneute Einsatz von Oreschnik-Hyperschall-Raketen – es ist der bisher dritte insgesamt – ist vermutlich eine allerletzte Warnung an die europäischen Hauptstädte.
In Nahost gehen Blockade und Gegenblockade weiter. Die US-Kommadobehörde Centcom berichtet über die Zahl bisher gekaperter Schiffe mit vedächtiger Fracht. Die Angaben schwanken allerdings, offenbar je nach Tagesform des Don. Vor drei, vier Tagen waren es exakt 17 Schiffe, gestern sind es genau 100. Die Perser melden derweil, wieviele Schiffe mit ihrer Genehmigung die Straße von Hormus passieren. Sie sprechen von über 200 pro Tag. – Da harmoniert irgendwo irgenwas nicht.
Nahost (2) und anderswo: Auf die Meldungen aus dem Weißen Haus über den Stand der Verhandlungen mit Persien gebe ich seit Wochen nichts mehr. Sie lassen keinen Plan erkennen, was vermutlich daran liegt, dass es keinen gibt. Derweil rüsten die US-Boys verbal gegen Havanna auf, was bekanntlich nicht in Nahost liegt.
24. Mai 2026
Niemand hatte mich gezwungen, am gestrigen Pfingstsamstag das Auto zu benutzen und nach Süden aus Schilda rauszufahren. War die pure Freundlichkeit, zu der ich mich hatte breitschlagen lassen. Ich zahlte mit einem PKW-Stau an der Autobahnauffahrt, wo hiesige Sonntagsfahrer versuchten, mit einer abgeschalteten Ampel zurecht zu kommen. Merke: Hier gilt nicht Vernunft, sondern das Erzwingen vermeintlicher Vorfahrtsregeln. Es ist doch merkwürdig, dass unter der Woche, noch zudem mit regem LKW-Aufkommen, derartiges Chaos nicht entsteht.
Stau (2): Mir geht durch den Kopf, dass dies dieselben Deutschen sind, die den Abend vor der Glotze verbringen, um von Experten darüber belehrt zu werden, was jetzt mit dem Kadaver eines Buckelwals vor Dänemarks Küsten geschieht (Endgame), der wochenlang als Wal Timmy die Deutschen im Fernsehsessel zu Tränen rührte. Wildhüter sprechen von Ablenkfütterung.
Stau (3): Auf der A 4 zwischen Schilda und Dresden verbringe ich Stunden. In der Zeit höre ich gewohnheitswidrig einen sog. Potcast, den mir meine Mitfahrerin dank Smartphone in die Stille des Innenraums überträgt. Es unterhalten sich ein Interviewer namens Ben Bernd, von dem ich zuvor nie gehört habe, und der AfD-Vormann Björn Höcke. Das ganze dauert 4 Stunden.
Stau (4): Nach einem längeren Einstieg über Herkunft, Werdegang und Wechsel in die Politk, geht es ums Eingemachte. Was, wenn der Politiker H. an die Macht kommt? Der Interviewte ringt sichtlich um Worte. Das ist insofern sympathisch, weil man Zeit hat, die Gedanken nachzuvollziehen, anstatt mit aalglatten Floskeln abgefüttert zu werden. So kommt heraus: Er will die Massenzuwanderung sofort stoppen und die Illegalen im Rahmen des geltenden Rechts wieder loswerden.
Stau (5): Bemerkenswert ist, welches Geschichtsverständnis diesem Handlungsdrang zugrunde liegt. Ich erkenne Gedanken wieder, wie auch ich sie vor Jahen schon in Unterwegs zur Weltherrschaft formuliert habe. Nun fehlt mir die Eitelkeit, mich für den Inspirator zu halten. Aber irgendwie erleichtert bin ich schon, wenn ich auf Leute treffe, die in ähnlichen Bahnen denken, wenn es um die aufgepfropfte deutsche Schuld geht. Die Erklärung hierfür ist fast zu simpel: Höcke stammt aus einer Vertriebenenfamilie. Da erkennt man dann auch manches andere wieder.
Stau (6): Mainsteam ist empört. Es geht wie so oft: Ohne dieses Geifern hätte ich im Leben nichts von diesem Gespräch gehört. Millionen anderer geht es ebenso.
23. Mai 2026
Mit dem Antisemitismusvorwurf ist unsere Gaga-Gesellschaft schnell bei der Hand. Er gilt als die letzte Allzweckwaffe, um Andersdenkende mundtot zu machen. Mir ist klar, dass es Leute gibt, die eine solche Feststellung, wie sie soeben von mir getroffen wurde, als Antisemitismus brandmarken werden.
Antisemitismus (2): Ich frage mich, ob es den einschlägigen Vorwurf auslösen wird, wenn ich hier mitteile, dass ich zur Zeit den Talmud lese und zwar nur so, ohne mich zum Inhalt des Gelesenen zu äußern. Ich weiß auch nicht, ob es bereits Empörung auslöst, wenn ich hier mitteile, dass ich mir die deutsche Übersetzung des Buches vor zwei Wochen gekauft habe. Ein Stapel davon lag zu meiner Verblüffung in der Intelligenzabteilung des Kaufhauses Globus bei Jena. Ich sah geradezu reflexhaft ins Impressum des Buches. Es handelt sich um ein Bertelsmann-Imprint. Soso. Ist das ein Gütesiegel von Mainstream?
Antisemitismus (3): Der Don gab gestern ein Interview, in welchem er zu Besten gab, dass 99 % der Leute Israels für ihn seien. Bei solchen Zustimmungswerten könne er ohne weiteres Ministerpräsident von Israel werden. Man stutzt, wenn man solch einen Blödsinn hört und denkt für den Moment: Wenn er’s doch täte. Ich gebe zu, dass mich diese Gedanken anflogen.
In Helsingborg tagen die Nato-Außenminister, um den Krieg auf den beiden Schauplätzen zu koordinieren. Marco aus DC äußerte vor laufender Kamera die Meinung, er habe keinen Plan, um die Straße von Hormus zu öffnen. Was er hinter verschlossenen Türen sagte, wurde naturgemäß nicht mitgeteilt. Ich denke mal, die anderen Kriegshelden werden ihn gefragt haben, ob es stimmt, dass die Golfstaaten, allen voran Saudi Arabien, den Don gedrängt haben, lieber heute als morgen Frieden mit Persien zu machen, nachdem mehrere leitende Funktionäre und vorgestern auch der neue Ajatollah angedroht haben, im Falle der Wiederaufnahme des Krieges durch die USA die anderen Staaten am Golf in das Stadium der Kameltreiber zurückzuversetzen. Das ist ernst zu nehmen, und es ist den davon Betroffenen offensichtlich unangenehm.
21. Mai 2026
Wie weit wollen es die Kriegstreiber innerhalb der EU noch treiben? Die Abstürze von ukrainischen Drohnen über den baltischen Staaten geben Anlass zum Nachdenken. Die russische Seite hat auf mehreren Ebenen massiv gedroht, man werde die in diesen Staaten vorhandenen Standorte der aktiven Ukraine-Unterstützung, die man genau lokalisiert habe, ausschalten und zwar ganz unabhängig davor, ob es sich hier um das Territorium von Nato-Mitgliedern handele.
Balten (2): Das Leugnen der aktiven Kriegsteilnahme ließ keine 12 Studen auf sich warten. Bleibt die Frage, was denn die ukrainischen Drohnen in diese Staaten gelenkt haben mag und wo sie herkamen. Ich gehe davon aus, dass die Russen jetzt ernst machen und einen Probeschuss abgeben. Falls es stimmt, was deren Auslandsdienst SWR hierzu mitgeteilt hat, nämlich dass man die Standorte der in den baltischen Staaten befindlichen ukrainischen Drohnen-Truppen genau kenne, wird der erste Schuss genau dorthin gehen.
Balten (3): Ich gehe zudem davon aus, dass es dann auf die USA ankommt, ob der Bündnisfall ausgerufen wird. Angesichts des permanenten Irreseins im Weißen Haus, lässt sich nicht vorhersagen, ob die Amerikaner sich – so wie angekündigt – aus Europa zurückziehen, also nichts machen, oder ob Trump die Gelegenheit zu einem neuen großen Publicity-Ablenkungsschlag nutzen wird.
20. Mai 2026
Heute finden die chinesisch-russischen Konsultationen auf der Ebene der beiden Führer statt. Schon der gestrige Auftakt mit einer Militärparade beider Streitkräfte hätte kaum üppiger ausfallen können, um den Unterschied zum Staatsbesuch von Trump in Peking vor 10 Tagen zu dokumentieren. Die Westpresse höhnt, dass Putin als Bittsteller gekommen sei, um von den Chinesen über jenes Ereignis instruiert zu werden. – Jungs, das ist Wunschdenken. Hier versuchen Zweie die Machtlinien der Welt neu zu ordnen. Die Militärparade signalisiert: Wie sind mächtig genug, dies zu tun.
Neuordnung (2): Einer der Schwerpunkte – so stelle ich mir vor – wird der Nahe Osten sein. China wird Pakistan sowie Saudi Arabien und Russland die Türkei in die Waagschale werfen. Beide werden erörtern, wie weit sie noch zulassen werden, dass USA-Israel via Persien den Welthandel ruinieren. Sie werden miteinander abstimmen, wer und wie man die schlechten Nachrichten den Amerikanern überbringt.
Neuordnung (3): Laut amerikanischer Presse hat gestern ein US-Kampffluzeug im estnischen Luftraum eine ukrainische Drohne abgeschossen. Kann mir mal wer erklären, warum die da rumflog? Die Presse behauptet, sie kam aus Russland. Müsste es nicht etwas genauer heißen: sie sollte nach Russland? Falls aber nun doch aus Russland, dann spricht einges dafür, dass die Russen sie ablenkten. Das sollte zu denken geben, falls das eine neue Fährigkeit der Drohnenabwehr dokumentiert.
Neuordnung (4): Vor drei, vier Tagen wurde – die Meldungen hierzu sind uneinheitlich – ein Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Drohnen angegriffen. Welche Schäden angerichtet wurden, ist unklar. Die Medien sprechen von einem persischen Angriff. Das kann kaum sein, wenn denn die Perser ihren Kurs der gezielten Reaktionen beibehalten. Ich tippe daher auf einen Angriff unter falscher Flagge. Auf der wirklichen Flagge dürfte sich ein sechszackiger Stern befinden, denn Israels Offizielle lassen keinen Zweifel aufkommen, dass sie den Nahostkrieg wieder anheizen wollen.
19. Mai 2026
Wir leben in einer Welt, von der wir verunsichert werden. Das ist nichts Neues oder gar Originelles, sondern das war schon immer so, seit unsere Art sich durch Selbstbenennung den Zusatz Sapiens gab. Seltsamer Weise besitzen wir die Fähigkeit, den Grund für die Verunsicherung zu entdecken und auf Abhilfe zu sinnen. Ob das, was wir uns dabei ausdenken, hilfreich war, werden wir nie erfahren. Dafür stehen die Chancen ziemlich gut, dass unsere Nachfahren darüber lachen werden. Uns bleibt nur der Trost, dass wir ihr Lachen nicht hören müssen, mit dem sie zum Ausdruck bringen, dass sie genauso verunsichert sind wie wir.
18. Mai 2026
Es wird Zeit, dass die Deutschen wieder zur Besinnung kommen. Vielleicht sind ja die beiden aktuellen Kriege hilfreich, dass das passiert. Es ist hier nicht das Partei-Ergreifen gemeint, sondern das Unausweichliche der Kriegsfolgen, an erster Stelle das Versiegen der Energiequellen, die ein Ende der Illusionen erzwingen werden.
Illusionen (2): Wo kommt bloß der Glaube her, dass wir weitermachen können wie bisher? Wo, dass wir von freundlichen Nachbarn umgeben sind? Wo, dass wir die ganze Welt zur Party einladen können?
Illusionen (3): Da lob ich mir den Don. Kaum ist der aus Peking zurück, droht er dem Iran, dass dessen Zeit jetzt abläuft. Zeitgleich trifft der Flugzeugträger Gerald Ford an der amerikanischen Ostküste ein. War der laut Westpresse nicht vor Tagen erst in Nahost gesichtet worden, um dort die Perser zu zügeln? Nehme daher an, dass Träger und Flugzeuge die Rollen getauscht haben und die Letztgenannten mit dem Stahlkoloss nach Hause gejettet sind.
16. Mai 2026
Robert Kagan, Streitross und Vordenker der Neocons(ervativen), hat sich mit einer ruppigen Kritik am Kriegsgeschehen in Nahost in No. 5/2026 von The Atlantic zu Wort gemeldet. Das ist das Sprachrohr der US-Welt- und Rüstungsherren. Kagan konstatiert eine vernichtende Niederlage der USA in Nahost mit weltpolitischer Bedeutung. Das ist Kritik aus einer Ecke, die für Trump mehr als nur unbequem ist, denn hier meldet sich der Antreiber der amerikanischen Einmaligkeit (Exzeptionalität) sowie des Schulterschlusses mit Israel und bezichtigt den eitlen US-Präsidenten der Unfähigkeit. – Das ist den amerikanischen Kriegsgewinnlern offenbar ein Schluck zuviel aus der Pulle der Kritik, denn gestern Abend gegen 22 Uhr ist der Artikel plötzlich aus dem Netz verschwunden („We’re having trouble displaying the page you’re looking for“). https://www.theatlantic.com/international/2026/05/iran-war-trump-losing/687094/.
Kagan (2): Man erinnert sich, dieser fett gewordene Mann ist seit Jahrzehnten (im Verbund mit seiner für die praktische Umsetzung zuständigen Ehefrau Victoria Nuland) der führende intellektuelle Kriegstreiber der westlichen Hemisphäre. Der heutige Ukraine-Krieg stammte in Planung und Ausführung aus dieser Ecke.
Nahostkrieg (2): Im Bundesstaat California, an der Pazifik-Küste gelegen, wurde in dieser Woche der letzte vom persischen Golf vor dem Ausbruch des Krieges (28. Februar) abgefahrene Öl-Tanker gelöscht. Diese Meldung bedeutet zweierlei: Sie zeigt, wie lange es dauert, bis das sog. Öl-Lager auf See leer läuft, und sie beleuchtet einen bislang hierzulande wenig besprochenen Umstand, nämlich den, dass der wirtschaftlich potenteste Staat der USA, der bevorzugt Öl vom Golf verwendete, jetzt ein massives Versorgungsproblem hat, das durch wokes Geschwätz, was dort daheim ist, nicht gelöst werden kann, denn es gibt keine inneramerikanischen Öl-Pipelines, die das Manko beseitigen könnten, weil der Sonnenscheinstaat es sich leisten konnte, hocherhobenen Hauptes auf derartige Reserve-Stränge, die als Umweltzerstörung gebrandmarkt wurden, zu verzichten.
Schnell noch was von vor der Hoftür: Im sächsischen Landtag bliesen die Grünen die Backen auf und verlangten von der dortigen Minderheitsregierung das Mittun an einem Sondergesetz für den Schutz kleiner Metzgereien. Schwarz-Rot lehnte ab, doch beim Auszählen stellte man überrascht fest, dass das Gesetz mit Mehrheit verabschiedet worden ist. AfD und BSW machten das möglich. Jetzt entschuldigen die Grünen öffentlich ihren Vorstoß. Merke: Bedenke, worum du bittest, …
BSW (2): Das Vorstehende wird eine der letzten Meldungen gewesen sein, die wir vom polit-praktischen Tun des BSW lesen. Nach der Demontage der schönen Frau durch die eigenen Genossen in Thüringen und Brandenburg hat die Partei den unwiderruflichen Weg in die Bedeutungslosigkeit angetreten. Ihre definitiv letzte Chance, das Steuer auf den Weg ins Nichts herumzuwerfen, hätte sie nach wie vor in Thüringen, wo sie durch gemeinsames Tun mit der AfD dank gemeinsamer parlamentarischer Mehrheit locker einen sensationellen Coup nach dem andern landen könnte, aber, aber: sie wird durch ideologische Scheuklappen an der praktischen Vernunft gehindert.
15. Mai 2026
Trump und sein Hofstaat haben China heute wieder in Richtung USA verlassen. Was genau der Sinn dieser zweitägigen Visite war, bleibt ein Geheimnis für Experten und Hof-Astrologen. Die bereits schon einmal für April terminierte Reise wurde wg. der dunklen Wolken über dem Iran abgesagt. Dass sich die Lage für den Sieger der Geschichte seitdem verbessert hätte, kann ich nicht erkennen.
China-Trip (2): Der Appell von US-Außenminister Rubio, die Chinesen möchten sich ihrer Verantwortung für den Iran besinnen, klingt in meinen Ohren ziemlich schrill. Es geht den Chinesen schlicht um die eigene weltpolitische Position und nicht um die Wirtschaft-Kalamitäten der USA.
12. Mai 2026
Die fliegenden Möbelwagen der US Air Force bevölkern den Himmel über der Pfalz. Man kann ihnen von unten aus nicht ansehen, ob sie Kampfes-Allerlei zur Judäischen Heilsfront oder zur Heilsfront von Judäa fliegen – oder Richtung Kiew.
Judäische Heilsfront (2): Die Lage spitzt sich wieder zu. Der Don hat lernen müssen, dass sein sog. Friedensvorschlag von den Persern brüsk zurückgewiesen wurde: über Uran und verwandte Probleme wird nicht gesprochen, sagen sie.
Judäische Heilsfront (3): Jetzt lässt der verärgerte Trump verbreiten, dass die Perser kurz vor dem Zusammenbruch stehen, weil ihre Öltanks überlaufen. Dass dieselben in den Vereinigten Arabischen Emiraten in einer ähnlichne Lage sind, wird sicherheitshalber nicht erwähnt. Dortzulande ist man mittlerweile so klamm, dass man in den USA um Sonderkonditionen nachgesucht hat, um Dollars heranschaffen zu können. Nun ja, das Leben im absouten Luxus ist teuer, zumal wenn es an Einnahmen fehlt.
Judäische Heilsfront (4): Hilfe naht nicht von obern, sondern angeblich aus Europa. Ein deutsches Minensuchboot, ein britischer Zerstörer und ein französischer Flugzeugträger sollen die Straße von Hormus freikämpfen (oder so ähnlich). Versucht es erst gar nicht, verlautet es aus Teheran an die Adresse von London und Paris. Falls dort ein außenpolitisches Ablenkungsmaöver wg. der desaströsen Lage im Innern auf der Agenda steht, wurde womöglich nicht berücksichtigt, dass in beiden Hauptstädten mit einem gewaltigen und gewalttätigen moslemischen Mob gerechnet werden muss.
Judäische Heilsfront (5): Lese bei Danisch einen überraschend nüchternen Text, der sich damit beschäftigt, dass der amerikanisch-israelische Angriff eher unbeabsichtigt bedeutende Sparten des Globalismus schwer beschädigt hat. Das Ergebnis mag zutreffend geschildert sein, der Zusatz „unbeabsichtigt“ wäre wohl zu debattieren, ohne den bekannten Theorien (z.B. der von der jüdischen Weltverschwörung) nachzueifern.
Ostfront: Die US-gesteuerten Medien feiern gerade den Zusammenbruch Russlands, dessen Präsidenten derzeit das Wasser bis zum Halse stehe. Ich halte das für plumpe Propaganda. Sollten deren Verbreiter selbst daran glauben, verkennen sie gründlich die russische Seele (die es angeblich nicht gibt).
Ostfront (2): Ursula von Brüssel und ihre zickige Außen-Estin haben den Putin-Vorschlag, Schröder zwischen Europa und Russland moderieren zu lassen, brüsk abgewiesen. Die Damen sind auf Krawall gebürstet und wollen Krieg. Allerdings erst 2029. Bis dahin soll es eine gewaltige und unbezwingbare Armee geben. Soso.
Ostfront (3): In den letzten Tagen haben die Polen 49 Milliarden aus Brüssel abgegriffen, um die polnische Armee zur größten Europas zu machen. Das hatten wir 1939 schon einmal. Politiker aus Estland und Lettland widersprechen vorsichtig. Man kann das mit Blick auf eben jenes Jahr 1939 ohne Mühe verstehen.
11. Mai 2026
Überraschend war vorgestern Abend Putins Vorschlag, Gerhard Schröder als Moderator für Friedensverhandlungen zu benennen. Weniger überraschend war das Katzenkonzert drittrangiger deutscher Polit-Darsteller, das gerstern darob erklang.
Ostfront (2) & der Don: Wenn es den Amerikanern ernst damit ist, den Ukraine-Krieg quitt zu kriegen, müssten sie nun etwas sagen. Vielleicht einen Co-Moderator benennen. Allerdings kann man bei deren außenpolitischem Hopserlauf nichts Verlässliches prognostizieren. Es gibt Leute, die behaupten, dass dies die Stärke von Trump sei. Vielleicht ist der jetzt auch zu sehr abgelenkt, weil er mit dem üblichen Trara die Stellungnahme Irans zur amerikanischen Unterwerfungs-Adresse als völlig inakzeptabel bezeichnen musste. Jetzt setzt er auf China und seinen Besuch dort bei Xi. Der wird ihm in Sachen Iran kaum weiterhelfen.
Ostfront (3): Die Experten für den Sieg über Russland diskutieren das Erscheinen einer neuen Wunderwaffe, einer weitreichenden Laser-Kanone, die den russsischen Drohnen den Garaus machen soll. Davon glaube ich kein Wort, denn wäre das Ding im Einsatz, hätten wir die Siegesmeldungen bereits aufgetischt bekommen.
Nachts lese ich den Roman Oben in der Villa von Somerset Maugham. Es ist eine kurze frivole Liebesgeschichte über das Personal des untergehenden Empire im Jahre 1938. Tatort ist die Toskana, ich sehe die Figuren vor mir. Was will man mehr.
10. Mai 2026
Man muss auch loben können, sonst läuft man in der Dunkelheit des Alltags im Kreise. Also dieses hier, das ich heute Nacht der Webseite von Danisch entnommen habe:
Guten Abend Herr دانيش (so auf persisch). Ich traus mich kaum zu sagen…. Englisch ist benennend. – Deutsch ist beschreibend. Bei Sprachwissenschaftlern (besonders Dolmetschern, Übersetzern) ist das allgemeiner Konsens. Englisch ist prägnanter. – Deutsch ist genauer. Simultanübersetzungen entsprechend herausfordernd. Es ergibt sich daher, dass (grob) Englisch eine gälisch-keltische Mischsprache ist, die sich vom Germanischen massiv unterscheidet, Persisch hingegen dem Deutschen sehr ähnlich ist. Alle gehören zu den indo-germanischen Sprachen. Mir hat das Wissen um Benennung und Beschreibung im Umgang mit diversen Sprachen geholfen.
Lob (2): Die Carmen, so wie gestern Abend in Leipzig, habe ich so noch nie gesehen. Die Hervorhebung des Optischen ist durchaus kein Verschreiber eines Sprachamputierten. Das Bühnenbild und die ständige Bewegung des Chores waren spektakulär. Letzter auch akkustisch. Ebenso der Tenor. Er war durchaus nicht der schöne Soldat, wirklich nicht, aber die Stimme – und die in einem deutschen Opernhaus. – Lächerlich am Rande: Die Titelheldin ist eine Zigeunerin, auch als Selbstbenennung im Text. Dass das Obernhaus auf Anführungszeichen nicht verzichten konnte, zeugt von den Begrenzungen der Intendantur. Schön hätte ich es gefunden, sie hätte ich-bin-eine-sogenannte-Zigeunerin gesungen. Hat sie aber nicht.
Leipzig (3): Zwischen Gewandhaus und Opernhaus liegt macherlei Grünzeug auf dem Platz. Es soll von der Amokfaht der letzte Woche künden.Das Auto als Waffe der Verzweiflung macht Schule. Mir fällt dazu nichts ein.
Leipzig (4): Nur wenige Fotos von der Vorwoche habe ich noch nicht gelöscht.
Leipzig (5): Die niedliche Vietnamesin verwickelt mich – völlig überraschend – beim Bezahlen am Tresen in ein Gespräch. Sie weidet sich an meinem Erstaunen. Ja, Abitur in Deutschland, dann Berufsausbildung mit Abschluss. Nein, diese Art der Zuwanderung hat nicht in die Sozialsyteme stattgefunden. Insofern hat die Frau Bas recht, wiewohl der Unterschied zwischen beiden Frauen. Na ja.
9. Mai 2026
Lügen haben dicke Beine: Es gibt in D keine Einwanderung in die Sozialsysteme. Diese Sentenz verdanken wir der Bundesmitvorsitzerin der SPD.
Raubkopie eines Beitrags aus der Zellerzeitung von Bernd Zeller (Habe um Absolution ersucht und Wiedergutmachung in Bewegung gesetzt).
Lügen (2): Der sich bemerkbar machende Einbruch bei den Steuereinnahmen liegt am Iran, der bekanntlich die USA angegriffen hat. Bis gestern lag alles Ungemach an dem Putin sein Angriffskrieg.
Lügen (3): Der Wolf gehört zu Deutschland (wie der Islam).
Lügen (4): Wir können die Wehrpflichtigen nicht einberufen, weil wir keine Kasernen haben.
Leider wahr: Es gibt kaum noch Geburten von deutschen Kindern. Diese traurige Wahrheit verdanken wir der Selbstauflösung des deutschen Volkes. Auch ist das ein sich selbst verstärkender Prozess.
8. Mai 2026
Du hast angefangen – Nein du. Gestern wurden drei US-Lenkwaffen-Zerstörer, die nach amerikanischen Angaben die Straße von Hormus durchfahren wollten, von persischen Drohen und Raketen angegriffen, die von der Navy – gottlob – abgewehrt werden konnten. Doch was wollten die Seehelden dort? Das Völkerrecht durchsetzen, das ist klar, doch in Wirklichkeit? Die amerikanischen Medien schwanken beim Feinschliff etwas. Die einen schreiben: sie wollten einen leeren persischen Dampfer am Weiterfahren hindern, die anderen meinen, sie wollten von See her die persischen Küstenabschussrampen für Drohnen und Raketen zerstören. Schwer zu entscheiden.
Du hast angefangen – Nein, du (2): Vielleicht hilft ja dieses hier bei der Wahrheitsfindung: Vorgestern beschoss ein US-Kampfflugzeug vom Typ Hornet einen iranischen Tanker und beschädigte dessen Ruderanlage, was ihn an der Weiterfahrt hinderte. Das – wie wir aus unseren Medien ganz sicher wissen – verbrecherische Mullah-Regime kündigte daraufhin an, man werde gegen die blockierenden US-Kriegsschiffe vorgehen.
Du hast angefangen – Nein du (3): Gehen wir noch einen Schritt zurück. Gegen die von Persien seit Kriegsbeginn verhängte – selbstredend völkerrechtswidrige – Sperrung der Straße von Hormus hat die US-Regierung die Seeblockade Persiens verhängt, die derzeit von drei Flugzeigträgergruppen und knapp 20 für den Kaperkrieg geeignete Schiffen exekutiert wird. Dies soll zum wirtschaftlichen Zusammenbruch Persiens führen, dem dann der politische folgen müsse, so dass die Straße von Hormus wieder passierbar sei, woraufhin die US-Verbündeten in der Golfregion wieder ihr Öl in alle Welt exportieren können. Sonst droht denen der wirtschaftliche Zusammenbruch, was für die US-Finanzmärkte unplanbare Auswirkungen haben könne. Also: alles ganz einfach.
Du hast angefangen – Nein, du (4): Der Krieg begann am 28. Februar 2026 mit einem massiven Luftangriff, der von israelischen und US-amerikanischen Streitkräften koordiniert ausgeführt wurde. Nach gemeinsamen Angaben der Angreifer war dies ein Präventiv-Schlag im Rahmen des Völkerrechts. Doch im Detail gehen die Angaben auseinander. Die Israelis fühlten sich zum Angriff berechtigt, da die Perser dicht vor der Vollendung ihrer Atombombe standen, die sie gegen Israel einsetzen würden. Das US-Außemninisterium schrieb auf seiner Webseite: Man habe angreifen müssen, weil man wusste, dass Israel angreifen werde und als sicher annahm, dass die zu erwartende unfreundliche Antwort des Iran auch die US-Stationierung-Streitkräfte in Nahost treffen werde. Jaja, ganz richtig gelesen.
Du hast angefangen – Nein du (5): Aus der New York Times wissen wir, dass der Kriegsplan ganz andere Entscheidungs-Elemente enthielt. Einer Sitzung im Situation Room im Weißen Haus, an der auch Netanyahu teilnahm, sei der Chef des israelischen Dienstes Mossad zugeschaltet worden, der den Versammelten erklärte, dass sich am 28. Februar 2026 in der Residenz des persischen Führers alles versammeln würde, was im Lande geistlich und weltlich Rang und Namen habe, so dass sich die seltene Gelegenheit eines Enthauptungs-Schlages ergebe. Dieser werde jegliche Abwehrkräfte lähmen und überdies einen Volksaufstand auslösen, so dass der Krieg praktisch am ersten Tag gewonnen sei. – Nehmen wir mal für einen Moment an, dass es sich so zugetragen hat, dann ahnen wir, wer angefangen hat.
7. Mai 2026
Die Sicht des Fußgängers: Eine gefährliche Macke in der Frontscheibe (nach Parken vor einem Frankfurter Hotel) zwingt mich zu einem Werkstattbesuch, dieser wiederum zu 2 Fußmärschen à 40 Minuten. Sehe Dinge, die mir sonst nicht aufgefallen wären: a) Eine gut erhaltene Ausgabe des Romans Der Fall Mauritius von Jacob Wassenmann, die ich mitnehme. b) Den Weimarhallen-Park, dessen Existenz man nicht erahnt, weil er von einer hohen Mauer umgeben ist. c) Eine mitteljunge Frau, die mir auf dem sonst menschenleeren Weg entgegenkommt und dabei ihre Brüste im Schritttempo geradezu gefährlich auf und ab wogen lässt, so dass ich unwillkürlich dem Schauspiel zusehe. Mich straft ein vernichtender Blick.
6. Mai 2026
Ja, was denn nun? Mute mir gestern Abend eine direkt aus DC übertragene Pressekonferenz der Sieger von Hormus zu (der Kriegsminister und sein oberster General, beide sichtlich ergraut). Jeder zweite Satz mit „the President and I“. Aber was ist der Inhalt von wir-setzen-durch/wir-führen-keinen-Krieg dort? Und dann heute Nacht, Trump stoppt the-magic-liberation der im Golf festliegenden Schiffe. Man verhandele schließlich. Sagt er.
Hormus (2): Lese mehrere ernüchternde Analysen von Ex-Profis aus dem US-Nachrichtenapparat. Die Blockade der Blockade, sagen sie übereinstimmend, sei ein Flop. Bislang 9 iranische Schiffe gekapet, Hunderte seien durchgekommen. Man besitze lediglich 17 geeignete Kaperschiffe vor Ort, und das Meer ist groß.
In Eriwan (Jerewan) treffen sich die Häupter der europäischen Staaten einer nicht genau definierten Staatengemeinschaft (ohne Russland und Weißrussland) und besprechen angeblich den Beitritt von Canada zur EU. Kurioser geht es kaum.
EU (2): In Rumänien wird gestern die EU-freundliche Regierung mit großer Mehrheit des Parlaments gestürzt. Sieht so aus, als würden dort nationale Interessen, die vor allem auf der Feindschaft zur Ukraine fußen, mit den Plänen von Brüssel nicht übereinstimmen.
5. Mai 2026
Die Waffenruhe im Persischen Golf ist passé. Unklar ist lediglich, was genau gestern im Laufe des Tages und heute Nacht passiert ist. Glaubt man den US-gesteuerten Medien hat eine (1 !) persische Drohne die Öl-Fördereinrichtungen der Vereinten Emirate getroffen und 2 US-Zerstörer haben mit 2 US-geflaggten Handelsschiffen die Sperren in der Straße von Hormus durchbrochen.
Waffenruhe (2): Jetzt warten wir auf den israelisch-amerikanischen Gegenschlag wg. der persischen Drohne. Bemerkenswert genug: Die persische Seite schweigt.
Waffenruhe (3): Gilt nicht für Israel und die umliegenden Kriegsgebiete, die heute Nacht um das Grenzgebiet von Jordanien zu Syrien erweitert wurden. Konfuse Meldungen über das Eingreifen der jordanischen Luftwaffe nach Süd-Syrien hinüber.
Waffenruhe (4) hat der Kreml für den 8. und 9. Mai ausgerufen, denn da muss der 45er Sieg auf den Roten Platz gefeiert werden. Der kleine Mann aus Kiew hat sich dem Ruheversprechen heute Nacht angeschlossen. Interessant wird sein, wer sich am Samstag in Moskau sehen lässt (und wer nicht). Vergleiche zum Vorjahr werden Schlüsse über die Verschiebungen der Weltmacht-Verhältnisse im Angesicht des Golf-Kriegs zulassen.
Mainstream beglückt seine Konsumenten mit Krach-Gerüchten aus der Bundesregierung. Sogar Fritz der Kanzler soll mitgekriegt haben, dass etwas nicht stimmt. Er zieht hieraus die Folgerung, dass noch nie einer (? seit Bismarck) so sehr angegriffen worden sei. Er meint sogar in einem hellen Moment, er habe von seiner Partei kein Mandat erhalten, diese aufzulösen. Wiewohl, na ja, dessen bedarf er vermutlich gar nicht mehr, und ein Zurück gibt es im realen Leben so gut wie nie.
Jenseitig (2): Derweil redet der Außenzwerg über geplantes deutsches Kriegsgehabe im Nahen Osten. Nun ja, Diplomatie ist nicht jedermanns Sache. Ob dem Mann auch nur vage klar ist, wie kompliziert dort die Konfliktlinien verlaufen? Hat ihm mal einer die regionale Landkarte vorgezeigt und auf den sich anbahnenden dreiseitigen Wirtschaftskrieg zwischen Oman, den Vereinigten Emiraten und Saudi Arabien hingewiesen? Nur mal so. Vielleicht sollte man am Werderschen Markt mal einen Blick in die Zellerzeitung werfen:
Jenseitig (3): Derweil lese ich eine Meldung, wonach eine mir unbekannte Vermögensmasse aus Israel ein Angebot zum Aufkauf des VW-Konzerns abgegeben haben soll. Und zwar: Streiche Autos, setze Raketenabwehr-Raketen. Ich kann und will das nicht glauben.
3. Mai 2026
Bei Freunden werde ich bei Bratwurst und Brätel über die wahren Stand des Iran-Kriegs aufgeklärt. Sehr lehrreich, denn es ist eine ganz andere Sicht der Dinge.
Iran (2): Lese nachts ein Interview von Glen Diesen mit dem schweizerischen Ex-Obristen Jacques Baud. Der sagt, das sei eine Sache von Israel und behauptet zudem, dass dieser Staat wg. seiner gewollten Fehlkonstruktion keinen Frieden finden könne, da seine Staatsidee die Zerstörung sei. Denke darüber nach und gebe zu, dass ich Schwierigkeiten habe, mir so etwas vorzustellen.
Iran (3): Derweil kündigt der Don einen Truppenabzug aus Deutschland an. 5.000 Männeken. Vorerst. Das ist nicht ernst gemeint. Bestenfalls eine Ansage an unsere Atlantiker, dass sie sich mehr Mühe geben sollen beim öffentlichen Zu-Kreuze-Kriechen.
2. Mai 2026
In der Intelligenzabteilung des Globus in Isserstedt bei Jena. Ich konnte in beiden Fällen widerstehen. Warum ich hinterher an der Kasse über 200 € zahlen musste, ist mir rätselhaft (Bußgeld wg. frechen Lachens?).
1. Mai 2026
Mit diesem Tag beginnt der Sommer. In Wirklichkeit. Zugleich der Aufgalopp in der Rennbahn in Leipzig. Diese Wirklichkeit schwankt zwischen amüsant und skurril. Wer will das schon entscheiden:
30. April 2026
Wir ham’s ja: Die Bundesregierung verschenkt das Kraftwerk von Lubmin/Meck-Pomm an die Ukraine. Vielleicht erinnert sich noch wer: Das war technisch notwendig, um das vor Ort via Nord Stream ankommende Gas zum Weitertransport zu erwärmen. Es, das Kraftwerk, gehörte bis vor kurzem dem Gazprom-Konzern, dessen in D gelegenen Betriebsteile unter dem genialen Ökonomen (Robert der Denker) enteignet wurden – einfach so und ohne die vom Grundgesetz vorgeschriebenen Entschädigungen. Grundgesetz? Papperlapapp, wir woll’n doch nicht spitzfindig werden.
Als Amerikaner hat man es wirklich schwer. Gestern warnt das US-Außenministerium vor dem Aufenthalt in der Türkei und in Aserbaidschan. Wäre es mittlerweile nicht sinnvoller, eine Positiv-Liste herauszugeben, also Staaten zu benennen, in denen US-Boys noch gefahrlos für democracy und Menschenrechte eintreten können. Fürchte allerdings, dass diese Liste ziemlich kurz wäre. Früher wäre mir als erstes Grönland durch den Kopf gegangen, aber das ist seit gut einem Jahr auch ein riskanter Ort geworden.
Die Seestreitmacht, die das Imperium in Persiens Nähe, wenn auch mit einem Sicherheitsabstand von mindestens 300 km, hat auffahren lassen, ist beeindruckend. Ebenso beeindruckend ist es, was das offizielle Persien hierzu zu sagen weiß.
29. April 2026
Beim Älterwerden schrumpft man, wenigstens der Länge nach, das steht fest. Schuld sind die Bandscheiben, die in sich zusammensacken. Die Folge ist klar: Alles, was sich im Bauchraum befindet, sucht einen Ausweg aus dem sich längen-verengenden Raum. Die biologische Lösung heißt: vorne, unterhalb der Rippen, dorthin weicht das ganze innere Gerödel aus. Manche Männer versuchen das durch Hantelheben und andere lustige Bewegungsübungen zu vermeiden. Vergebens.
Bauch (2): Derselbe als Ausdrucksform des Wohlergehens gilt in unsern Breiten als un-sexy. In anderen Zeiten und anderen Gegenden war und ist das anders: fett = reich.
Bauch (3): Schon mehrfach fiel mir auf, dass unser oberster Soldat trotz maßgeschneidertem Unifomrock seinen Bauch nicht verbergen kann. Dachte, als ich ihn zum ersten Mal sah, er wäre irgendwie verwachsen oder mit seiner Jacke stimme etwas nicht. War wohl ein Irrtum. Seinem Vorgänger vor rund hundert Jahren sagten böse Zungen nach, er trage ein Korsett. Man sieht also, das Problem ist schon älter.
Bauch (4): Zu meiner Überraschung fand ich in einer Kiste im Keller meinen ersten und einzigen maßgefertigten Uniformrock, den ich mir als Zwanzigjähriger machen ließ, wieder. Er hat Mottenlöcher und paßt nicht mehr. Meine Schultern sind zu breit. Ihn vorne zuzuknöpfen, habe ich gar nicht erst versucht.
Netzfund:
Netzfund (2): In Tichys Einblick von heute lese ich mit Verblüffung dieses hier: „Trump antwortete auf Äußerungen von Merz am Vortag, die besser nicht gefallen wären. Bei einem Auftritt vor Schülern griff der Kanzler Trump an: „Eine ganze Nation“ werde „gedemütigt durch die iranische Staatsführung, vor allem durch diese sogenannten Revolutionsgarden“. Die Amerikaner hätten „offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie“, sagte Merz – und dann noch: Trump sei „ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen“. Dem iranischen Regime hingegen attestierte der Kanzler, es sei „offensichtlich stärker als gedacht“ und könne „sehr geschickt verhandeln – oder eben sehr geschickt nicht verhandeln“. Das war mehr als Kritik an Washington, das war Parteinahme für die Terrorregierung des Iran.“ – Muss man nicht kommentieren. Das steht für sich.
28. April 2026
Der gestern als versenkter Tanker gemeldete Seefahrer war in Wirklichkeit ein Containerschiff.
Persiens Außenminister spricht gestern in Sankt Petersburg bei Putin und Lawrow vor. Nehme an, sie sprachen übers Schiffeversenken. Derweil teilt Trumps Presse-Blondine mit, der Iran habe dem Don neue Vorschläge übermittelt. Klingt das glaubwürdig? Eher nicht.
Finde beim Aufräumen ein lange vermisstes Buch: The Balfour Declaration. The Origins of the Arab-Israeli Conflict von Jonathan Schneer. 433 Seiten dichte Informationen über Weltpolitik des Empires mitten im Ersten Weltkrieg, in dem Britanniens Außenminister der Zionisten-Bewegung Land in Palästina schenkte, das nicht ihm, sondern den Osmanen gehörte. Ein Blatt Papier, das die Grundlage bildet, wenn man heute vom Existenzrecht Israels redet. – Kaufte das Buch vor genau 9 Jahren in Exeter und – erstaunlich genug – las es sogleich von vorn bis hinten, worauf ich nicht hätte schwören mögen. Doch meine Bleistiftnotate weisen es aus.
27. April 2026
US-U-Boot versenkt Tanker auf dem Weg vom Iran nach China. Was nun?
Ostfront: Lange nichts Konkretes gehört. Angeblich bittet der kleine Mann aus Kiew den Herrscher von Ankara, ein Gespräch mit Putin zu vermitteln. Das klingt nicht nach Sieg, oder will er auf diese Weise seine seit 2 Jahren aufgeschobene Wiederwahl als Friedemsbringer flankieren?
Ostfront (2): Die Russen haben derweil angeblich ihre Angriffstätigkeit überraschend an die Nordgrenze der Ukraine in Richtung Charkow, Tschernigow, Sumy verlegt.
26. April 2026
Hier eine Kostprobe für das, was der US-Kriegsminister im Pentagon-Gottesdienst seinen untergebenen Mitgläubigen zu Gehör bringen lässt: „Ich verfolgte meine Feinde und holte sie ein und kehrte nicht um, bis sie vernichtet waren. Ich durchbohrte sie, sodass sie nicht mehr aufstehen konnten. Sie fielen unter meine Füße. Denn du hast mich mit Kraft für den Kampf ausgerüstet. Du hast diejenigen, die sich gegen mich erhoben, unter mir versinken lassen. Du hast meine Feinde dazu gebracht, mir den Rücken zuzukehren, und diejenigen, die mich hassten, habe ich vernichtet. Sie schrien um Hilfe, aber es gab niemanden, der sie rettete. Sie schrien zum Herrn, aber er antwortete ihnen nicht. Ich habe sie fein wie Staub vor dem Wind zermalmt. Ich habe sie hinausgeworfen wie den Schlamm auf den Straßen.“
Pentagon (2): Nun, der Bibelfeste wird sogleich sagen: Ja-doch-ja, das sagte König David, jedermann kann es in Psalm 18, 27-41 nachlesen, wobei es sich, wie eben jener jedermann weiß, um Gottes Wort handelt. Hieran wundert weniger, dass dergleichen ein evangelikaler, stark tätowierter US-Spitzen-Funktionär in einem amerikanischen Kriegsgottesdienst der Gegenwart propagiert als vielmehr der Umstand, dass sog. deutsche Christen sich in Reaktion hierauf ganz im Ernst mit der Frage beschäftigen, ob die Lehre des Juniors nicht eine ganz andere sei und zu diesem Zwecke die von diesem angeblich stammenden Weisheiten der Nächstenliebe zitieren. Als ob es darauf ankäme.
Pentagon (3): „Gott mit uns“ stand auf den Koppelschlössern der deutschen Soldaten. Die Millionen, die erfahren durften, dass das nicht zutraf, sind bis zum heutigen Tage nicht seriös gezählt worden, stattdessen ist eine deutsche Führungskaste bemüht, sie zu Verbrechern zu stempeln und ihre Namen im Geschichtsgedächtnis der Nation zu löschen. Doch merke: Wer die Vorfahren auslöscht, hat kein Recht auf Zukunft. Oder anders ausgedrückt: Wer die Eltern schmäht, den werden die Kinder verleugnen. So erklärt sich, um die Ecke gedacht, der heutzutage weitverbreitete Wunsch nach Kinderlosigkeit.
Pentagon (4): Stephen Whitting, der Chef des US Space Command, also des Truppenteils für den Weltraum-Krieg, ist so alarmiert, dass er an die Öffentlichkeit gegangen ist. Er moniert das als taktlos empfundene Vorgehen des Russen, der sich nicht scheut, den für Frieden und Menschenrechte durchs All rasenden US-Militär-Satelliten, deutlich kleinere russische Flugobjekte als unerwünschte Begleiter zu attachieren. Die fliegen, ohne zu fragen, in einem Abstand von 100 km hinterher und lassen sich auch, soweit man bislang weiß, nicht einfach abschütteln. Das ist schon unangenehm genug, doch der eigentliche Clou ist dieser hier: Diese Fluggeräte können schießen. Ganz konventionell. Das sieht nach einer dieser typisch russischen Lösungen aus. Simpel und wirksam. Eine Bestätigung aus Moskau steht noch aus.
Ablenk-Fütterung: Heute Nacht fielen im Hilton Hotel in D.C. Schüsse und zwar zu einer Zeit, als geplant war, die White House Korrespondeten auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers abzufüttern. Da wurde dann nichts draus, zumal das Ehepaar Trump, wie es in den Eilmeldungen heißt, evakuiert wurde. Man sieht also, der Don bestimmt weiterhin die Schlagzeilen.
Nahost (2): Derweil teilt Bibi aus Tel Aviv mit, dass er am Prostata-Krebs operiert worden sei. Natürlich – seinem hohen Amt gemäß – erfolgreich. Irgendwo taucht in meiner Erinnerung auf, dass er seit Kriegsbeginn nicht öffentlich gesehen wurde. Die Bilder, die wir seinerzeit von ihm sahen, waren also Fake?
Nahost (3): Es ist nicht feststellbar, was nun Stand der Dinge ist: Blockade der Straße von Hormus vs. Conter-Blockade der persischen Küste und der Weltmeere. Bei Letzterem muss irgendwo der Wurm drinstecken (fragliches Bild bei der Seekrieg-Führung – vielleicht Watt-Wurm), denn gestern wurde der US-Marine-Sekretär in die Wüste geschickt. Es ist ein Untergebener des US-Kriegsministers. Ich denke, man wird sich weder den Namen des einen noch des anderen merken müssen, denn auch den Kriegsminister werden wir alsbald als Sündenbock abtreten sehen.
Nahost (4): Finde im Internet dieses Bild hier zur israelischen Wasserversorgung durch Meerwasserentsalzung. Es sagt mehr als tausend Worte zur Fragilität der Existenz des hebräischen Staates, denn alle diese Anlagen liegen im direkten Wirkungsbereich persischer Waffen, und sie sind vermutlich kaum zu schützen.
Ostfront: Kyrill Budanow, ein Enddreißiger, der als Chef durch die Heldentaten des ukrainischen Militärgeheimstes GUR Schlagzeilen lieferte, wurde bereits im Januar 2026 zum Leiter des Präsidentenamtes ernannt, als Selenskyj gezwungen wurde, auf seinen korrupten Stabschef zu verzichten. Gebe zu, dass ich vor drei Monaten die Personalie der Nachfolge nicht registriert hatte. Jetzt gab Budanow einer einheimischen Internetplattform in Nikolajew ein Interview, in welchem er expressis verbis erklärte, dass sein Land ohne die ständig angelieferte westlich Kriegstechnik gar nicht mehr kriegs-handlungsfähig sei. Ich traue Budanow zu, dass er in der Absicht redete, den Russen den Beweis zu liefern, dass die Staaten Europas, insbesondere auch GB, F und D Kriegsparteien seien. Jetzt hofft er, wiewohl bislang vergeblich, dass Putin diese angreifen werde.
24. April 2026
Die Rückreise nach Mitteldeutschland führt über FRA oder BER. Das Gros der Mitpassagiere unterscheidet sich auffällig. Im einen Falle finden an Bord slawishe sitzreihen-überspringende Generalversammlungen statt, im anderen Fall dominieren lautstarke Welterklärer im hessischen Tonfall. Ich bin unsicher, was ich bei der Lektüre als störender empfinde. – Gewiss, das ist Jammern auf hohem Niveau.
Lektüre (2): In diesem Fall ist es Harari, der Neu-Guru aus Jerusalem, der mir die Kurze Geschichte der Menschheit nahe zu bringen sucht. Meine deutsche Übersetzung ist die in der 18. Auflage. Es müssen also schon etliche andere vor mir gekauft haben. Kernpunkt des ersten Teils im Buch ist das, was der Autor die kognitive Revolution nennt, mit deren Hilfe sich der Homo sapiens an die Spitze der Fauna gesetzt habe. Der Begriff bedeute, so Harari, die Fähigkeit der Mythenbildung, die die Voraussetzung dafür sei, dass mehr als 150 gattungsgleiche Lebewesen unter einen Hut gebracht werden konnten. Kein anderes Lebewesen könne das. Ich zweifele, gebe allerdings zu, dass ich noch niemals die Bewohner eines Ameis-Haufens gezählt habe. Muss ich demnächst wohl mal nachholen.
22. April 2026
Der Don spricht: Vorgestern war es ihm wichtig zu erklären, dass er keineswegs auf Bibis Rat oder gar Weisung gegen den Iran losgeschlagen hat. Zwar gehört er mit Sicherheit nicht zu meinen Lesern, aber es muss ihn unsäglich geärgert haben, dass auch viele andere mit dieser Ansicht auf dem Meinungsmarkt waren und immer noch sind. Ob es so war oder nicht, ist für ihn weniger wichtig als der Umstand, dass es für sein Ego unerträglich ist, nicht selbst für den Urheber seiner Taten gehalten zu werden. Merke: Noch gewinnt er diesen Krieg, wie er meint. Sollte er ihn für viele in Amerika erkennbar verlieren, werden wir aus seinem Mund hören, wer der Schuldige ist.
Der Don spricht (2): Vor zwei Tagen sagte er, eine Verlängerung des Waffenstillstands mit dem Iran käme nicht in Frage, wenn sich die Perser weiterhin halsstarrig zeigten, in Islamabad zu erscheinen. Am Mittwoch sei Sense. Seit heute Nacht wissen wir, dass das Ende des Waffenstillstands verschoben werde, weil das Regime in Teheran bereits wg. der US-Blockade wackele. – Muss man nicht kommentieren.
Der Don spricht (3): Das Regime in Cuba wird zur Unterwerfung aufgefordert. Vermutlich ein besiegbarer Gegner.
Ostfront: Das russische Verteidugungsministerium hat ein Liste der in der Ost-Ukraine in diesem Jahr bereits eingenommenen Ortschaften herausgegeben und erklärt, dass damit die Besetzung („Befreiung“) der Provinz Lugansk abgeschlossen sei. Es ist ausgeschlossen, diese Ergebnisse zu kontrollieren. Selenskyj und Co sagen das Gegenteil, wiewohl ich aus Erfahrung zurückhaltend gegenüber dem Siegesgeschrei aus Kiew bin.
Ostfront (2): Irgendwie hakt es immer noch beim großen 90 Milliarden-Kredit aus Brüssel. Keiner sagt mit klaren Worten, woran das liegt.
Ostfront (3): Die Russen haben angekündigt, die Durchfuhr von Kasachen-Öl ab Juni zu stoppen. Das wird die Raffinerie in Schwedt treffen, wo es derzeit an Stelle von Russen-Öl ankommt.
21. April 2026
Plötzlich und über Nacht ist der Nahost-Konflikt aus den Schlagzeilen verschwunden, wo doch für heute großes Getöse über einen Verhandlungs-Marathon in Islamabad auf dem Programm der Propagandisten stand. Es verhandelt aber, wie ich vermuten muss, niemand daselbst, außer der amerikanischen Delegation, und die bestenfalls mit sich selbst. In irgend einer Nebenschlagziele entdecke ich, dass ein persischer Außenamts-Funktionär geäußert habe, da gebe es nichts zu verhandeln, solange die US-Boys vertragsbrüchig seien. Soso. Diese hatten erst gestern mit Stolz erklärt, einen iranischen Dampfer irgendwo auf den Weltmeeren gekapert zu haben.
Über Nacht (2): Fritz der Kanzler und Zivil-Gneisenau hat verärgert reagiert, als die Russen übers Wochenende die Zielkoordinaten der deutschen Ukraine-Drohnen-Hersteller ins Netz gestellt hatten. Mit soviel Offenheit hatte man in Berlin offenbar nicht gerechnet. Jetzt hat der Fritz den russischen Botschafter einbestellt. Der wird ihm sicher nachvollziehbar erklären, wie das gemeint war, und wie man in Moskau die deutsche Kriegsbeteiligung bewertet. Ob der Fritz das versteht, bleibt sein Geheimnis. Noch schützt ihn und unser Land der Umstand, dass die Russen zu klug sind, einen direkten Angriff auf einen der Nato-Staaten vom Zaun zu brechen. Das wird sich in dem Maße ändern, wie die Russen den Zustand der zerbrechenden Nato einschätzen.
20. April 2026
Allgemeine Lehre: Besonders blödsinnige Presseartikel lassen die Überschrift mit einem Fragezeichen enden. Nur eines ist in diesen Fällen sicher: Der Autor wagt es nicht, zu einer klaren Aussage vorzudringen.
Fragezeichen (2): Niemand traut sich die Frage zu beantworten, wozu es im Moment eigentlich Friedens- oder Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und Persien geben soll, wenn einer der beiden Verhandler sich sowieso nicht an Verabredungen halten will.
Fragezeichen (3): Es ist in der Tat rätselhaft, warum die Perser noch einmal mit den Siegern der Geschichte sprechen. Ich halte es für denkbar, dass mächtige Öl-Abnehmer in Pakistan und China die persische Regierung hierzu gedrängt haben. Die Erkundungstour des pakistanischen Armeechefs – er ist einer der Mediatoren in Islamabad – in die Golfstaaten in der jetzt vergangenen Woche spricht Bände. Er wird Erkundigungen eingezogen haben, wie sich die Öl- und Gasexporteure zum persischen Mautzwang für die Nutzung der Straße von Hormus positionieren. Dass die amerikanische Raketenabwehr gegen persische Angriffe einen adäquaten Schutz bietet, wird nach den Erfahrungen der letzten Wochen dortzulande niemand mehr für feststehend halten.
Fragezeichen (4): Der Pakistaner wird zudem abgefragt haben, wie die Golfer zur persischen Forderung stehen, dass die Amerikaner ihre Stützpunkte am Golf auflösen müssen, um Frieden zu bekommen. Das wird keineswegs Knall auf Fall gehen. Man wird also sorgfältig zwischen den Zeilen lesen müssen.
Fragezeichen (5): Jeder Beobachter, der bei klarem Verstand ist, hat sich gefragt, wie und warum die Führung in Tel Aviv im Januar in der Lage war, das große und gute Amerika in die Falle des persischen Krieges zu locken. Hierauf gibt es eine so simple Antwort, dass ich mich scheue, sie für richtig zu halten: In D.C. ist eine Riege am Ruder, die – wie sagt man das höflich? – zionistisch denkt und handelt.
Fragezeichen (6): Zur Erläuterung des Vorstehenden liest man: Trumps enger Politgefährte seit spätestens 2016 sei Jared Kushner, angeblich ein im modern-orthodoxen Ritus praktizierender Jude (ob das stimmt, und was das letztlich genau bedeutet, weiß ich nicht), sicher dagegen ist: er ist der Schwiegersohn des Don und seit den Nuller Jahren ein enger Freund von Bibi N. Dieser wiederum wurde ?deswegen sodann ein Gast des Don bei dessen Traumhochzeit mit Frau Nr. 3, Melania, in den 2010er Jahren. Wird die Welt so simpel regiert?
Fragezeichen (7): Kushner ist reich, sehr reich sogar. Das steht fest. Es sei wohl sein Vater gewesen, der das Kushner-Immobilien-Imperium ans Laufen brachte. Dieser wiederum stammt ab von einem jüdischen Flüchtling bzw. Auswanderer aus der stets umstrittenen Grenzregion zwischen Ostpolen und Bjelorus. Dort setzte der sich nach dem Zweiten Weltkrieg ab, nachdem er in den Pripjet-Sümpfen die deutsche Besatzung überstanden habe, um sich hernach den vorrückenden Sowjets ?anzuschließen. Soweit so gut. Wie aber schafft es solch ein in die USA einwandernder Habenichts in Nullkommanichts in New York zum Immobilienkönig aufzusteigen? Weiß das wer, oder stimmt das am Ende alles gar nicht?
19. April 2026
Vorgestern erst lobte die Weltwoche den genialen Feldherrn Donald T. für seine Seeblockade Persiens und verglich ihn mit dem sagenhaften chinesischen Strategen Sun Tsi. Gestern erhielt Trump die Antwort auf sein Tun: Die Perser haben nach nur 24 Stunden die Straße von Hormus wieder dichtgemacht. So, nun ist er wieder dran. Aber vielleicht hat er auch gar keine Zeit zur Zeit, da er sich eine verbale Schlacht mit dem amerikanischen Papst liefert.
Strategie (2): Bei Tichy lese ich zu meiner Überraschung, wie sehr der US-israelische Überfall auf Persien von den arabischen Staaten als Akt der Befreiung vom iranischen Terror-Regime begrüßt werde. Das ist eine steile These, und ich suche begierig nach Belegen. Doch Fehlanzeige, es folgt lediglich die mehrfache Wiederholung der These.
Strategie (3): Heute soll nun also die Waffenstillstands-Verhandlung in Islamabad wieder aufgenommen werden. Ob den US-Boys jetzt klar ist, dass die persische Seite nicht nur zur Entgegennahme der ultimativen US-Forderungen anreist? Ich zweifele, ob der Don den Ernst der Lage für seine eigene freihändige Herrschaft begriffen hat, zumal er erst gestern zwei Dinge behauptet hatte, die weit von der Wirklichkeit entfernt sind: a) Der Iran werde nie wieder die Straße von Hormus sperren, und b) das in Persien angereicherte Uran werde im gegenseitigen Einvernehmen derzeit in die USA ausgeflogen. Beides ist offensichtlicher Stuss, um Schlagzeilen zu erzeugen.
Strategie (4): Derweil will Fritz der moderne Clausewitz deutsche Kriegsschiffe in die Straße von Hormus entsenden. Der Marine-Inspekteur fragt öffentlich nach, welche Schiffe er denn meine, da alle verfügbaren schon irgendwo herumschippern würden. Doch Fritz weiß es auch ohne Namensnennung, dass diese (die Schiffe) sehr wohl in der Lage seien, daselbst Minen zu räumen. Hat ihm einer gesagt, dass die Straße für militärischen Schiffsverkehr komplett gesperrt wurde? Okay, muss er nicht wissen, wenn es ohnehin nur um die Erzeugung von Schlagzeilen ging.
Strategie (5): Derweil versammeln sich die sog. Europäer in Paris, um über das Schicksal des Welthandels, sprich der diversen Seeblockaden, zu beraten. Auf einem Pressefoto entdecke ich vor einem Fahnenmeer die neuen Großen Vier aus D, F, GB und I. Natürlich ohne die Perser und die Amerikaner. Was also werden sie beschließen? Im Zweifel nichts, was irgendwelche Wirkung haben könnte.
18. April 2026
Der Iran öffnet ab sofort die Straße von Hormus. Er wird sie wieder schließen, wenn Israel im Libanon den gestern mühsam ertrotzten Waffenstillstand bricht. Das kann nicht sehr lange dauern.
Hormus (2): Der Don teilt mit, dass er seinerseits die Blockade nicht aufheben wird, bis Teheran seine Forderungen erfüllt hat. Er nennt dies, einen Deal machen, im Klartext: sich seinem Diktat unterwerfen. Das wird nicht passieren.
Hormus (3): Wie angesichts dieser Lage die schweitzerische Weltwoche den Don zum chinesischen Strategen Sun Tsi ernennen kann, finde ich zum Lachen. Die realen Chinesen in Peking sicher auch. – Nebenbei: Ich bezweifle, dass der Don, der sich neuerdings für den Messias hält, weiß, wer Sun Tsi ist.
Hormus (4): Weltweit sinken die Ölpreise. Woran mag das bloß liegen? Am Deal des Don sicher nicht, und an der Aufrechterhaltung seiner Blockade ganz sicher auch nicht.
17. April 2026
Der Völkermord im Libanon soll ab heute für 10 Tage unterbrochen werden. Sagt wenigstens der Don. Doch der hat schon vieles gesagt, was morgen nicht mehr wahr war. Der Kongress hat in beiden Häusern, wenn auch nur knapp, abgelehnt, ihm den Kriegsstecker zu ziehen. Trump brauche mehr Zeit, sind die Ablehner zu vernehmen. Die wollen es wirklich darauf ankommen lassen, dass ihnen selbst bei den Zwischenwahlen im Herbst der Stecker gezogen wird.
Völkermord (2): Der US-Finanzminister Bessent hat vorgestern bekannt gegeben, dass und wie er den Krieg gegen den ungehorsamen Iran weiterführen wird, nämlich durch Sanktionen – die laut Bessent genauso wirksam sind wie das Bombardement – gegen alle Staaten dieser Erde, die es immer noch wagen, mit dem Regime in Teheran Handel zu treiben. Okay, wer nicht hören will muss fühlen, die US-Tankstellen geben Auskunft.
Völkermord (3): Dan Cane, der oberste US-Soldat springt dem Finanzminister zur Seite: Die Navy wird jetzt weltweit Schiffe aufbringen, die aus Persien kommen, dort hinwollen oder deren Waren an Bord haben. Für Geschichtsfans: Der Unabhängigkeitskrieg, der vor 250 Jahren in den Staat USA einmündete, beruhte vor allem auf Kaperkrieg auf den Weltmeeren gegen das britische Empire. Die jetzige Piraterie hat also Tradition.
Völkermord (4): Bei Tichy wird ernsthaft erörtert, dass die USA den Ölmarkt neu geordnet hätten, wenn auch auf höherem Niveau. Ja, so kann man das Morden auch nennen. Aber nicht vergessen: Man muss Sieger sein, sonst kann man solche Erzählungen nicht durchsetzen. Nehme mal an, dass sich vor allem die Staaten am Golf ihre eigenen Gedanken manchen.
16. April 2026
Unverhofft kommt oft. Etliche amerikanische Trinkwasser-Versorger haben den Fluor-Anteil von den empfohlenen und üblichen 0,7 mg/l auf 0,4 gesenkt. Keineswegs freiwillig, sondern sie stecken in einer handfesten Versorgungssackgasse. Ihrem israelischer Hauptlieferanten ist der Stoff, wie man so sagt, ausgegangen. Hieran erstaunt, dass sich das amerikanische Gesundheitssystem auf den Zwergstaat Israel stützt, weniger indessen dass diesem das Wasser bis zum Hals zu stehen scheint. Aber die US-Medien wissen Rat: das liegt an dem Ayatollah-Regime. Soso.
Fluor (2): Wenn das so weitergeht, werden wir auf das übliche, für uns oft anlasslos erscheinende amerikanische Blendax-Lachen verzichten müssen.
Fluor (3): Was man dem Don ins Zahnputzwasser gekippt haben mag, bleibt rätselhaft, denn die Gerüchte verdichten sich, dass er die kuriosen Messias Trump-Posts tatsächlich selbst ins Netz gestellt hat. Ich kann es immer noch nicht glauben.
Fritz der Clausewitz der Gegenwart und der kleine Mann aus Kiew haben gestern eine strategische Partnerschaft beschlossen. Heißt zu deutsch: Ihr kämpft und wir zahlen die Zeche und – vielleicht etwas überraschend – wir werden eure Deserteure nicht zurückschicken.
Strategische Partnerschaft (2): Ist in Bezug auf die Ukraine keineswegs neu und originell. a) Die von 1918 mit dem Hetmann Skoropazkij an der Spitze dauerte ein knappes Jahr, dann musste der Quasi-Ukrainer in Verbände eingewickelt in einem deutschen Lazarettzug fliehen. b) Die von 1941 (Ende Juni) dauerte ein paar Tage, dann sperrte man den neuen Unabhängigkeits-Helden Stepan Bandera auf Geheiß des Führers in ein deutsches KZ (als Ehrenhäftling). c) Deswegen war er im Sommer 1944 noch am Leben, als die nächste Partnerschaft beim deutschen Rückzug akut wurde. Sie dauerte ein paar Monate, bis man Bandera erneut nach Westen verfrachtete, wo er nach dem Krieg – nunmehr auf amerikanisches Geheiß und unter Falschnamen – ein aufrührerisches Leben in München führte und die Ukrainer zur Revolte aufrief.
Strategische Partnerschaft (3): Das russische Verteidigungsministerium hat eine Liste von europäischen Firmen veröffentlicht, darunter selbstredend auch deutsche, die für die Ukraine Drohnenteile oder sogar ganz Drohnen bauen. Dmitrij Medwedjew, Putins Mann fürs Grobe, hat die Weltöffentlichkeit wissen lassen, dass diese Firmen, wenn deren Drohnen in Russland einschlagen, legitime Kriegsziele Russlands werden.
15. April 2026
Die pakistanischen Mediatoren decken die dreiste Lüge der USA auf: Selbstredend war bei den Waffenstillstandsgesprächen zwischen den Kriegsparteien der Libanon inkorporiert. Erst als man nicht weiterkam, weil die Amerikaner Forderungen auf den Tisch brachten, die von den Persern zurückgewiesen wurden, war vom Libanon plötzlich keine Rede mehr. Vance sprach von einem Missverständnis. Genauer hätte er formulieren mussen: Bibi in Tel Aviv will weiterbomben. Noch lassen die Perser ihn gewähren. Sie konzentrieren sich auf die Blockade.
Lügen (2): Ob dem Vize klar ist, dass er sich durch sein Tun ins Traumhaus von Trump einschließt? Sollte es zu einer Gesamtabrechnung für diesen Krieg kommen, wird er kaum noch als Retter daneben stehen können. Ich dachte, er wäre geschickter.
Lügen (3): Im Netz kursieren Bilder, die man kaum glauben kann. Das eine betrifft 50 US-Kommando-Soldaten, die mit Portrait, Namen und Dienstgrad, der Öffentlichkeit als persische Kriegsgefangene präsentiert werden. Kann sein, dass das zutrifft, eine Bestätigung aus dem Pentagon steht noch aus. Das andere Bild ist noch weniger wahrscheinlich, denn es zeigt Trump auf seinem Account als Gemälde in der Rolle des Messias. Ich will nicht glauben, dass das von ihm selbst stammt. Falls doch, ist er reif für die Klappsmühle.
14. April 2026
Man konnte die Uhr danach stellen, dass die Führung in Teheran auf die amerikanische Ankündigung, nun selbst auch die Straße von Hormus zu sperren, drastisch reagieren würde. Sie kündigte eine Sperrung aller Häfen am Golf an. Ob hinter der Drohung eine realistische Möglichkeit steckt, kann man schlecht sagen, jedenfalls dreht sich die Schraube der Drosselung der gewohnten Weltwirtschaft, die vom Öltransport unmittelbar abhängig ist, eine Drehung weiter Richtig Kollaps.
Frankreich und England haben in unerwartet deutlicher Form geltend gemacht, sich an den US-Maßnahmen nicht zu beteiligen. Sie haben zur Hormus-Straße-Öffnungs-Konferenz eingeladen. Ob Letzteres realistisch ist oder nur heiße Luft, muss sich zeigen, wenn es um die Beteiligung von Persien geht. Will man von den Persern nichts wissen, kann man sich die Reisekosten nach Wo-auch-immer sparen. – Und Fritz der Kanzler? Will der auch was? Ja, er will auf anderthalb Groschen der Benzin-Steuer verzichten. Aber nur für zwei Monate. Nein, das muss man nicht kommentieren.
Nur Israel steht noch an der Seite des Bocksprünge vollführenden Trump. Es erneuert seinen Aufruf zum Kampf. Was wohl sonst? Immerhin sollte man in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sich zu Wort gemeldet hat. Er merkte sinngemäß an, dass, wenn Israel zur Atombombe greife, es in kürzester Frist kein Israel mehr geben werde. Das ist eine so drastische Drohung, wie wir sie in den Jahrzehnten des Konflikts um den Staat der Juden in Palästina noch nicht zu hören bekommen haben, denn sie bedeutet in Klardeutsch, Israel durch einen Atomschlag auszulöschen. Ich habe meine Zweifel, ob der Inhalt der Meldung bei den deutschen und sonstigen Meinungshelden überhaupt angekommen ist.
13. April 2026
Gestern ist dem größten Feldherrn der Gegenwart ein erleuchteter Gedanke gekommen. Er wird mit der US-Marine nun seinerseits die Straße von Hormus sperren, genauer gesagt: die gesperrte Straße von Hormus. Das heißt, die Navy wird die Tanker, die von den Persern durchgewunken wurden, nun ihrerseits festhalten. So kann man die Ölpreise weiter hochtreiben. Sollte das nicht bis vorgestern verhindert werden?
Hormus (2): Die Doppelblockade trifft nicht nur die Perser, sondern vor allem deren Öl-Abnehmer, in erster Linie China, Indien und Indonesien und, fast vergessen, Australien. Die Europäer lassen wir mal als Sonderposten beiseite. Nochmal also China: Ist es vorstellbar, dass die Chinesen diesen Angriff auf ihre Wirtschaft unwidersprochen hinnehmen? Eher nicht. Es spricht alles dafür, dass wir in Kürze deren Kriegsschiffe als Begleitschutz gegen Piraterie im Persischen Golf zu sehen kriegen. Ob die US Navy auf diese schießen wird, scheint mir nicht ausgemacht.
Anderswo: In Ungarn ist gestern Amtsinhaber Orbán abgewählt worden. Ein normaler Vorgang nach 16 Jahren an der Macht. Man war seiner überdrüssig. Was daraus folgt, steht in den Sternen, selbst wenn in Brüssel und Kiew die Korken geknallt haben sollten.
Anderswo (2): Es trafen sich gestern die Koalitionsspitzen in krisenhafter Sondereile. Um was zu tun? Gar nichts.
Anderswo (3): Am afrikanischen Äquator ist es eher kühl, um die 20 Grad. Sehr angenehm, ebenso die ungewohnten Socken. Weniger schön ist, dass der Dieselpreis am Wochenende um 20 Cent nach oben sprang. Danke Donald.
12. April 2026
Sonntagsgedanken: Der Begriff christliches Abendland ist eine hohle Floskel. Erst wenn man das Christliche weglässt, erkennt man mit einige Mühe den Umriss unserer Kultur, denn das Christentum hat in unserer Gegend keinerlei Prägekraft mehr. Es ist an der Aufklärung zerschellt, und die traurigen Reste üben sich in Selbstdemotage, indem sie sich in der Illusion wiegen, eine Koalition mit dem Islam eingehen zu können.
Sonntagsgedanken (2): Das Christentum war ein Ableger der jüdischen Wüstenreligion. Es versuchte von Anfang an den Spagat zwischen dem alttestamentarischen Rachegott, der Spaß daran hatte, die ganze Menschheit absaufen zu lassen, und seinem revoltierenden Erlösungs-Sohn.
Christentum (3): Leute, die mal das eine und im nächsten Moment das Gegenteil für wahr halten, nennt man für gewöhnlich schizophren. Hierbei handelt es sich, mit kaltem Verstand betrachtet, um eine Geisteskrankheit.
Christentum (4): Eine fast zweitausend Jahre andauernde blutige Geschichte christlicher Gewalttaten nähert sich ihrem Ende. Wir sind Zeuge, wie das Regime in Washington, das in schier unerträglicher Weise die christlichen Werte auf seine Propaganda-Fahnen geschrieben hat, soeben dabei ist, seinen Untergang zu inszenieren. Mit Staunen betrachten wir, wie ein an Grausamkeit kaum zu überbietender Enthauptungsschlag gegen eine fremde Kultur (die persische) dazu geführt hat, dass sich aus dem Pulverdampf eine dortige Führungsschicht herausschält, die es bitter ernst meint, und vor der man sich nur fürchten kann, weil sie den Tod offenbar nicht fürchtet.
Christentum (5): Die von der Trump-Regierung erbettelte Waffenruhe, ist nach zehnstündigen Verhandlungen in Islamabad obsolet geworden, nachdem die Amerikaner unter Vance das Scheitern der Gespräche erklärt haben. Hormus, Urananreicherung und Libanon heißen die drei US-Stolpersteine. Währenddessen erklärt Trump zwischen Washingston und Miami herumjettend, dass er den Krieg gewonnen habe. Ist er noch bei Sinnen? Zumal sein Mündel in Tel Aviv vollmundig erklärt, unter seiner Führung werde der Krieg weitergeführt. Aha, er führt den Krieg. Das Töten geht also weiter.
11. April 2026
Jetzt beginnt im Nahen Osten der Nervenkrieg. Die Frage lautet, ob es dem US-Vize gelingt, die Sache zu einem Ende zu bringen, ohne dass sein Boss zusammen mit seinem Gespielen aus Tel Aviv zum nächsten Schlag ausholt. Mittlerweile pfeifen es in den USA die Spatzen von den Dächern, dass Trump die Sache vergeigt hat. Er hat noch fast drei Amtsjahre vor sich. Viel Zeit, um weitere Schäden anzurichten.
Die US-hörigen Hanseln im deutschen Mainstream schweigen betroffen, oder sie rufen wie bei der Springer-Journaille Einerseits-andererseits, weil sie auf die Zeit nach Trump hoffen. Hoffen sie tatsächlich auf die Rückkehr der Neo Cons? Die werden kaum helfen können, denn das Porzellan in Nahost ist zerschlagen.
Von der Ostfront hört man derweil nichts Neues, genauer gesagt: man hört gar nichts mehr. Ein breiter Streifen rechts und links der sog. Kontaktlinie (frühere Strategen nannten das die Hauptkampflinie – HKL) ist zur Todeszone erstarrt, in der mit Drohnen auf alles, was sich bewegt, Jagd mit tödlichem Ausgang gemacht wird. Nichts geht mehr. Wer hätte das noch vor Kurzem für möglich gehalten, dass die belächelten Spielzeuge zur kriegs-bestimmenden Waffe werden würden? Es sieht so aus, als habe hierbei keine der beiden Kriegführenden die Nase eindeutig vorne, obwohl in der Propaganda anderes behauptet wird. Ich gebe mir keine Mühe, die Namen und die Eigenschaften der Drohnen beider Seiten auswendig zu lernen.
In Deutschland pfeift derweil Fritz der Kanzler seine CDU-Wirtschaftsministerin zurück, weil diese sich aufgerafft hat, die sog. Reformvorschläge der SPD als schädlich für Deutschland zu kennzeichnen. Welche Folgerungen werden zu ziehen sein? Keine.
10. April 2026
So kann es nichts werden. Der Don erklärt die Weltlage erneut etwas anders, als man es nach der Vereinbarung von Islamabad vermuten durfte. Jetzt bemängelt er, dass die Straße von Hormus immer noch nicht frei befahrbar sei, und vom Maut, den die Perser nunmehr erheben, will er nichts gewusst haben. Deswegen, so lässt er wissen, werde die US-Armada im Nahen Osten bleiben, um im Bedarfsfall dem angeschlagenen Gegner den Rest zu geben. Nur zur Erinnerung: Die Vereinbarung von Dienstagnacht sah anders aus. Vor unsern Augen läuft ein riskantes Spiel ab. Keiner will den ersten Zug machen.
Kriegerisches (2): Zum Verhandlungsführer des Imperiums hat Trump seinen Vize ernannt. Die bisher vorlauten Herren Kushner und Wittkoff scheinen in der Versenkung verschwunden. Sie taugen für den Schwarzen Peter des jetzt möglichen Scheiterns nicht, auch sind sie genügend beschädigt, weil ihnen und ihren Meldungen der Kriegseintritt Amerikas angelastet wird. Vielleicht ist Vance klug genug, sich bei seinem Auftritt in Pakistan richtiger Diplomaten zu bedienen, deren Horizont über die Interessen von Tel Aviv hinausreicht, weil sie wissen, dass die Welt in Nahost komplizierter ist und den Amerikaner in jener Region niemand, der bei Verstand ist, noch über den Weg traut. Ich weiß nicht, ob es dortzulande überhaupt jemanden gibt, dessen Vorstellungskraft so weit reicht.
Kriegerisches (3): Selbstredend hält sich Tel Aviv nicht an das Vereinbarte und hat in den letzten zwei Tagen durch Raketenangriffe auf Beirut auf sich und seine Sonderrolle aufmerksam gemacht. So ganz wohl scheint es dessen Kriegsherren hierbei nicht zu sein, denn sie haben die Welt wissen lassen, dass sie sich ab sofort an Libanon-Gespächen in Pakistan zu beteiligen gedenken. Sowas kommt nicht aus Friedenswillen zustande, sondern da gibt es einen Hintergrund, über den man lediglich spekulieren kann. Zwei Gründe scheinen mir denkbar: a) Die Verluste des letzten Monats sind viel höher, als bislang zugegeben. b) Die Fronde der zionistischen Unterstützer in den USA bröckelt, weil Israels Krieg Mittel verschlingt, die so nicht eingeplant waren.
9. April 2026
Gestern trat der Don vor die Weltpresse, um einen Deal mit dem Iran und zugleich einen großen Sieg zu verkünden. Bei näherem Hinsehen handelt es sich um eine 14tägige Waffenruhe, beruhend auf einem in Pakistan ausgehandelten 10 Punkte-Plan. Sieht man noch etwas näher hin, kommen einem diese 10 Punkte irgendwie bekannt vor. Und richtig, es handelt es sich um die von den Persern vor etlichen Tagen bereits bekanntgemachten Bedingungen, um den Krieg zu beenden.
10 Punkte (2): Hierzu zählen so illustre Dinge wie der Abzug der US-Kampftruppen aus dem Nahen Osten, die Öffnung der Straße von Hormuz unter persischer Kontrolle des dortigen Schiffsverkehrs, die Fortführung des persischen Atomprogramms einschließlich der Anreicherung von Uran, die Einbeziehung des Libanons in den Waffenstillstand.
10 Punkte (3): Die Israelis haben unverzüglich erklärt, dass sie sich hieran nicht halten werden.
10 Punkte (4): Bei dieser offensichtlichen Nichtübereinstimmung der verbündeten Angreifer in diesem Krieg (USA & Israel) ist es kein Wunder, dass heute bereits der Streit um die Reichweite der Vereinbarung begonnen hat. Vize Vance wird als erster der Amerikaner dahingehend zitiert, dass der Libanon selbstredend nicht in den Waffenstillstand inkorporiert worden sei.
10 Punkte (5): Es ist kaum anzunehmen, dass die Perser dies hinnehmen werden. Folglich besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie mit dem Beschuss von Israel im Zweifel fortfahren werden. Bei diesen Voraussetzungen ist es kaum wahrscheinlich, dass der Waffenstillstand das Ende seiner Vereinbarung (14 Tage) erreicht. Es ist offensichtlich, dass Israel den Krieg verlängern will.
10 Punkte (6): Nun kommt es darauf an, ob die USA dies zulassen. Das ist angesichts der völlig aus dem Ruder rationaler Entscheidungen entsprungenen US-Führung auch nicht vage vorhersehbar. Es sieht hingegen so aus, als habe die Masse der US-Amerikaner mittlerweile (falls nicht von Anbeginn an) deutliche Vorbehalte gegen diesen Krieg, der ihnen als einziges sichtbares Ergebnis massive Bezinpreiserhöhungen beschert hat.
10 Punkte (7): Letztlich muss die Frage beantwortet werden, ob es der zionistischen Lobby in den USA noch einmal gelingt, den US-Präsidenten auf Israel-Kurs zu zwingen. Es erscheint vorstellbar, dass er sich in eine Alles-oder-nichts–Position verrennt. Die nächsten Tage werden es zeigen.
7. April 2026
Die angeblich allerletzte Frist des Don zum Beidrehen lief für die Führung des Irans heute Nacht ab. Der offenbar noch lebende Parlamentspräsident ist in vermutlichen Aussagen zu sehen. In dieses Videos sagt er: Nein. Nein, zu dem offenbar letzten Schrei einer 45tägigen sofortigen Waffenruhe, die ihm via Pakistan übermittelt worden war. Kann man nachvollziehen, wenn man seine Perspektive einnimmt. Die lautet: a) Mit diesem Gegner sind ernstzunehmende Vereinbarungen unmöglich, wie die Vergangenheit lehrt. b) Wozu dem Gegner eine Verschnaufpause zur erneuten Aufmunitionierung gewähren?
6. April 2026
Vor unsern Augen läuft der Netflix-Thriller Rettet den Air Man ab. In ihm wird gezeigt, wie das große und gute Amerika seine fliegenden Helden aus der westpersischen Wüste evakuiert, die dort dummerweise vom Himmel gefallen sind. Heute Nacht meldete der Don den Erfolg. Die Medienwelt applaudiert dem Feldherrn auf breiter Front.
Helden (2): Bleibt die Frage unerörtert, was die US-Boys in der Gegend zu suchen hatten. Nun, ich nehme an, dass sie nicht zufällig dort waren, wo geschossen wird, sondern Teil einer geplanten Operation gegen den Iran. Es sollen sich nämlich Erdkämpfe im Großraum Isfahan abgespielt haben, von dem bekannt ist, dass er a) in Persien liegt, und sich b) dort Elemente der iranishen Atom-Industrie befinden.
Helden (3): Ich stelle mir vor, das ein massives Kommando-Unternehmen dort stattfand oder doch zumindest stattfinden sollte. Die gemeldeten Flugzeugverluste sprechen dafür: Es ist nicht nur die abgeschossene F 15, sondern eine üppige Reihe von Flugzeugverlusten gemeldet worden: 2 weitere Kampfflugzeuge, 2 Großraum-Transportflugzeuge, 2 Kampfhubschrauber und mancherlei mehr, was von Air Force Liebhabern bewertet werden mag. Und die waren zur Rettung von 2 F 15-Männeken in Persien unterwegs? Das kann man bestenfalls den Fernsehzuschauern erklären. Mir hingegen nicht.
Helden (4): So erklärt sich, dass der Don neben seiner nächtlichen Jubelmeldung erneut schreckliche Drohungen gegen den Iran vom Stapel gelassen hat. Morgen will er das Land in Schutt und Asche legen. Habe ich falsch in Erinnerung, dass er vor drei Wochen das persische Volk von seiner fatalen Führung befreine wollte? Zwischenstufe zur Befreiung soll offenbar die Vernichtung sein. Ist er bei Sinnen? Ich zweifele.
Helden (5): Deutsche Journalisten aus dem Tichy-Stall wollen soeben in Erfahrung gebracht haben, dass in dieser Woche ein Waffenstillstand ausgerufen werden wird, den die Pakistaner vermittelt haben. Der vermutliche Verfasser dieser Redaktions-Meldung (Goergen) räumt auf ironische Zwischenrufe aus der Leserschaft, er kopiere offenbar eins zu eins israelische Propaganda, ein, auf irgendwelche Quellen müsse man sich schließlich stützen. Falls tatsächlich der Wind von Tel Aviv her weht, bestätigt das meine Vermutung, dass sich die Widerstandskraft der israelischen Angreifer dem Ende zuneigt, weil ihnen die Antiraketen-Raketen ausgehen und auch sonst nicht alles zum Besten steht. Das Ganze wäre dann lediglich eine Kopie der Ereigneisse des Vorjahrs. Fraglich ist allein, wie sich die extrem radikalisierte Führung in Teheran jetzt verhält.
4. April 2026
Die Perser holten gestern ein US-Kampfflugzeug, das sich in ihren Luftraum vorgewagt hatte, vom Himmel. Damit wäre auch das geklärt, wie es um die amerikanische Luftherrschaft in Nahost bestellt ist, während nur in der Lufthoheit über den US-Propaganda-Stammtischen das Gegenteil stattfindet. Derzeit läuft eine Jagd nach dem zweiten Piloten, nachdem einer der beiden in einer vermutlich gemeinsamen israelisch-amerikanischen Aktion aus dem Südiran gerettet werden konnte. Noch hat den zweiten keine der beiden Kriegsparteien entdecken können. Wir wüssten sonst davon.
Krieg in Persien (2): Derzeit findet die Zusammenziehung einer angeblich gewaltigen US-Bodenstreitmacht in Nahost statt, bestehend aus Marines und der 82. Luftlande-Division. Wen oder was wollen die US-Boys damit angreifen? Ein Blick auf die Landkarte des riesigen, von Wüsten durchzogenen Landes weckt berechtigte Zweifel am Sinn dieser Mission.
Krieg in Persien (3): Für übermogen (Ostermontag) hat der Don dem Iran die Hölle versprochen. Mit was denn? Mit 2 Infanteriedivisionen und einer Luftwaffe, die sich nicht in den iranischen Luftraum hineintraut?
Krieg in Persien (4): Deutsche Alternativ-Medien sind nach wie vor beschäftigt, die Berechtigung dieses Angriffskriegs nachzuweisen. Sie machen gelehrte Bemerkungen über das Völkerrecht als solches, beachten indessen die Grundregel nicht: Recht hat im Völkerrecht nur der, der den Krieg gewinnt.
3. April 2026
Am Karfreitag vor 110 Jahren begann in Dublin der Aufstandsversuch der Iren gegen die englische Herrschaft auf der grünen Insel. Er wurde in den Ostertagen blutig niedergeschlagen. Das war nur hinter dem Zensur-Vorhang des laufenden Weltkrieges möglich. Kaum war dieser beendet, flammte der Aufstand wieder auf, und er war in einer Phase, in der das Volk auf den britischen Inseln das Gemetzel gründlich satt hatte, nicht mehr unter Kontolle zu bringen.
Gemetzel (2): Die Generalstaatsanwältin-Justizministerin der USA, Pam Bondi, wurde letzte Nacht ihres Postens enthoben. Der Blondine mit dem harten Zug um den Mund wird vom Establishment vorgeworfen, mit der Veröffentlichung der Epstein-Akten den Blick in den Abgrund der Gepflogenheiten der sog. Eliten zu weit geöffnet zu haben. Jetzt sucht man einen lukrativen Posten für sie – außerhalb der Justizverwaltung. Sollte sie hierbei plötzlich und unerwartet sterben, dann hat sie im jetzt vergangenen Jahr ihrer Dienstzeit in DC zu viel Ungeschwärztes zu Gesicht bekommen.
2. April 2026
Der Feldherr spricht heute Nacht zur Nation und zur Welt: Die Kriegsziel wurden fast vollständig realisiert. Es folgen jetzt nie dagewesene vernichtende Militärschläge gegen die uneinsichtige iranische Führung. – Wie passt das zusammen? Gar nicht. Der Don hat jedes Maß verloren und will nur noch aus diesem Desaster als Sieger vor sein Volk treten. Morgen wird er wieder etwas anderes mit starker Stimme verkünden.
Feldherren (2): Gestern traf das jüngste Heft der Foreign Affairs in meinem Briefkasten ein. Jetzt liegt es oberflächlich überflogen auf meinem Schreibtisch und erzwingt Gedanken über den Hegemon und seinen Strategiewandel. Der sieht – in meinen Worten – so aus: Die USA müssen sich, wenn sie der Hegemon bleiben wollen, auf eine neue Gefahr konzentrieren, um diese abzuwehren. Die Gefahr heißt Deutschland. Jaja, ganz richtig gelesen. Diese neuen Phantasien bedürfen einer genaueren Bewertung, denn sie bedeuten Sprengstoff für unserr Land.
1. April 2026
Nein, kein Scherz, der Don hielt gestern wieder eine seiner Märchenstunden im Oval Office ab: Im Iran ist in 2 Wochen Pumpe. Spätestens. Dann ist dort alles, was schießen kann, zerstört. Straße von Hormus? Kein Problem. Das ist Sache der Franzosen. Wenn die den Weg brauchen, sollen sie sich halt darum kümmern.
Persische Märchen (2): Die Weltwirtschafts-Analyse von Egon W. Kreutzer, die in der vorvergangenen Nacht bei mir eintrudelte, beschreibt die Lage des März etwas anders. Zwar wird die Zerstörung der Gas- und Öl-Produktion im Nahen Osten durch die israelisch-amerikanische Allianz in erster Linie Europa und Asien schwer beschädigen, doch die US-Wirtschaft wird den Folgen dieses Desasters, wenn auch mit leichter Verzögerung, kaum entgehen können. Dort wird es zuvörderst die amerikanische Export-Wirtschaft treffen, weil deren Märkte nicht mehr da sein werden.
Persische Märchen (3): Sog. Konservative hierzulande feiern den Angriff gegen Persien als große Tat der Menschheitsbefreiung. Israel ist gerettet, so sagen sie. Zugleich nutzen sie die Gelegenheit zu wilden Attacken gegen den Vorsitzenden der AfD. Der könne nichts, vestehe nichts und seine Partei sei nicht mehr wählbar. Frage mich, a) ob diese Maulhelden je AfD gewählt haben, und b) ob sie bemerken, dass sie mutterseelenallein auf dem Marktplatz stehen?
30. März 2026
Die Ereignisse im Nahostkrieg geben zu denken. Bei allen Lügen hin und her wird klar, dass die persische Fähigkeit, den Angreifern substanzielle Verluste beizubringen nicht abgenommen hat. Ganz im Gegenteil, die Attacke auf den US-Militärstützpunkt Prinz Sultan in Saudi Arabien, bei der punktgenau US-Aufklärungsflugzeuge (einschließlich der nach dort beorderten AWACS) zerstört wurden, lässt erkennen, dass die Perser nicht nur präzise, sondern auch aus deren Sicht gut überlegt schießen, denn dieser Schlag ist ein weiteres Puzzle-Teil, die US-Streitkräfte blind zu machen.
Schlag (2): Es ist zu bezweifeln, dass diese Ausschaltung von Luftaufklärung durch die US-Satelliten-Beobachtung kompensiert werden kann. Dieser Angriff reiht sich in eine nun erkennbare persische Verteidigungs-Strategie ein, die nach erfolgreicher Zerstörung der ortsfesten US-Radarstationen und dem Abschießen von US-Tankflugzeugen den Offensivkräften der US Air Force die logistische und operatve Basis entzieht.
Schlag (3): Das hier besprochene iranische Vorgehen erfolgt nicht von selbst, sondern ist offenbar sorgfältig geplant worden. Ob es auf die Dauer funktioniert, muss sich erst noch erweisen. Auf jeden Fall bedeuten die jetzigen Ereignisse einen schweren Schlag gegen den Mythos der amerikanischen Unbesiegbarkeit.
Schlag (4): Der Entzug des Mythos wirkt sichtlich in die arabische Region hinein. Die lautstarke Ankündigung aus Saudi Arabien von letzter Woche, sich mit seiner beträchtlich großen Armee am Krieg gegen den Iran zu beteiligen, wurde am Wochenende liquidiert. Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt. Soso.
Schlag (5): Trump kündigt gestern an, die Straße von Hormus nach ihm selbst umzubenennen. Wie wäre es mit Don’s Drive oder so? Die erneut ausgestoßene Drohung, die Erdöl-Verlade-Insel Charg (Kharg) amphibisch zu besetzen, veranlasst mich, einen Blick auf die Karte zu werfen. Die Inseln liegt, vom Persischen Golf aus betrachtet, hinter der Straße von Hormus. Die Invasionsflotte muss da also durch. Viel Vergnügen.
Schlag (6): Seit dem Wochenende beteiligen sich die Houtis nunmehr offiziell am Krieg an der Seite des Iran.
Schlag (7): Der seit Beginn des Krieges parallel stattfindende Angriff der Israelis gegen den Libanon scheint alles andere als ein Osterspaziergang zu werden. Laut Jerusalem Post warnt der Generalstabschef – Eyal Zamir heißt der Mann –, dass ihm die Leute ausgehen. Dafür gibt es eigentlich nur zwei unterschiedliche Gründe: a) unerwartete Verluste, b) überdehnte Fronten. Ich tippe auf beides.
Schlag (8): (Angeblich) iranische Hacker sind in den E-Mail Account von FBI-Chef Kash Patel eingedrungen und machen diesen öffentlich lächerlich.
27. März 2026
Seit Tag und Nacht ist es bitterkalt im Ländchen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Perser völkerrechtswidrig die Straße von Hormus sperren. Und das, nachdem der Don ihnen für das jetzt kommende Wochenende das Öffnen der Höllentore angekündigt hatte.
Hormus (2): Heute Nacht wurde die Hölle auf den 6. April verschoben, denn die Mullahs hätten, sagt der Don, guten Willen gezeigt und 10 Großtanker durchgewunken. Frage mich allerdings, wie das mit den Aussagen aus Teheran (oder wo auch immer) zusammenpasst, dass man Tanker von nicht-feindlichen Nationen durchlasse.
Hormus (3): Ich tippe mal auf China, zumal sich amerikanische Börsianer heute Früh beunruhigt geben, dass ab sofort die einschlägigen persischen Öl-Ausfuhren in chinesichen Yen abgerechnet werden, weil die völkerrechtswidrigen Perser keine Dollars mehr annehmen. Liege ich falsch mit meiner Vermutung, dass diese Maßnahme den US-Boys mehr schadet als ein Drohnenangriff auf die Scheichtümer am Golf?
Hormus (4): Apropos Ausstieg aus dem Dollar, das Thema hatten wir schon mehrfach. Den Diktator Libyens Ghadafi kostete die Ankündigung vor Jahr und Tag den Kopf, als eine anglo-amerikanische Allianz des Land zerbombte. Im Unterschied zu damals laufen in Persien die Dinge in umgekehrter Reihenfolge ab: Erst Land zerbombt und Führer getötet, dann aus dem Dollar ausgestiegen.
Hormus (5): Weltweit versuchen die Öl-abhängigen Länder der Preisexplosion an den Zapfsäulen durch Steuersenkungen gegenzusteuern. Nur Fritz der Kanzler beschreitet den deutschen Sonderweg. Der heißt: Mehrwert-Steuer rauf. Das wird sicher helfen, das Land weiter zu ruinieren.
Hormus (6): Derweil findet in D eine Ablenkfütterung für die Mainstream-Idioten statt. Man plärrt auf allen Kanälen, dass Frauen virtuell und, oh Gott, sexuell-virtuell missbraucht würden. Mit größtem Widerwillen betrachte ich die dazu präsentierten Bilder. Augenblicke später: Wie komme ich bloß auf solch diskriminierende Gedanken, dass es sich hier um Frauen handeln könnte, denen das katholische Gurkenfechten keine Befriedigung mehr verschafft.
26. März 2026
Stellvertreter im Stellvertreterkrieg: Während Trump öffentlich verkündet, dass der Iran dringend einen Deal zum Ausstieg aus dem Krieg wünsche und hierfür einen 15-Punkte-Plan vorgelegt hat, melden sich nicht näher bestimmbare persische Stimmen über die arabischen Kanäle zu Wort, dass dies keineswegs der Fall sei. Derweil hat Trump eine hochrangoge Delegation unter der Leitung des Vizepräsidenten in Richtung Pakistan in Marsch gesetzt.
Stellvertreter (2): Das unerwartete Wiederauftauchen von Vize Vance in der ersten Reihe der Aufmarksamkeit, lässt den Verdacht dahinwelken, er habe sich in den letzten drei Wochen absichtlich rausgehalten. Selbst wenn, jetzt schiebt ihm der Don die Verantwortung für ein mögliches Scheitern zu.
Stellvertreter (3): Währenddessen meldet das in Deutschland beheimatete US Central Command, das die Kriegführung in Nahost lenkt, dass man jetzt das zehntausendste Ziel in Persien getroffen habe. Das mag sein. Nur was kaum sein kann, ist die Behauptung, dass ganz oben auf der Agenda die erfolgreiche Zerstörung der iranischen Raketenabschussrampen stand, denn über Nacht schlugen erneut eine nicht genannte Zahl von Raketen in Israel ein. Dass diese Ereignisse überhaupt den Weg in die Schlagzeilen finden, deutet darauf hin, dass wir uns nunmehr eilig in die von mir bereits im vorrigen Jahr beobachtete Phase des israelischen Wehgeschreis bewegen.
Stellvertreter (4): Nachdem Orbán gestern angekündigt hat, ab sofort die Ukrainer Schritt für Schritt von der bislang durch Ungarn sichergestellten Gasversorgung abzuklemmen, bis diese die Zerstörung der russisch-ungarischen Pipeline Drushba (südlicher Zweig) rückgängig gemacht haben, greifen ukrainische Drohnen über Nacht eine russische Raffinerie im Oblast Sankt Petersburg an, die dort nach westliche Pressemeldungen bedeutende Verheerungen angerichtet haben. Falls das stimmt, handelt es sich um einen weiteren gewaltsamen Schlag des US-Imperiums, nach dem Gasmarkt nun auch den Ölmarkt unter Kontrolle der US-Konzerne zu bringen.
Stellvertreter (5): Falls meine soeben genannte Annahme stimmt, lässt sich über den Ausgang dieses Versuchs wenig sagen. Sicher ist nur, dass in Europa und vor allem auch im sog. globalen Süden schwere wirtschaftliche Schäden angerichtet werden. Erneut stellt sich die Frage: Wem nützt das? Der US-Wirtschaft? Ich zweifele.
25. März 2026
Der Tag fängt lustig an, als ich damit beginne, die in meiner Abwesenheit aufgelaufene Papier-Post durchzusehen. In einem der Kataloge meines Berliner Lieblings-Verramschers finde ich das Bild Mönch am Meer von Caspar David Friedrich. Der Mann war ein Schelm, ich habe Tränen gelacht. Der Zustand verschlimmert sich, als ich Was-gibt’s-da-eigentlich-zu-lachen? gefragt werde.
Cui-bono? (wem nützt das?), fragt mich mit gutem Grund J., dem ich gestern den Aufsatz von Walter Post über den Iran-Krieg übermittelt hatte. Er gibt auch gleich die Antwort: Einigen Reichen und Superreichen. Soll ich mich dadurch trösten, dass unter der Masse der Leute, dem dieser Krieg massive Verluste bringt, auch etliche Reiche und Superreiche sein werden? Ich zweifele, denn der Unterschied liegt auf der Hand: Der Milliardär, der ein paar Millionen verzockt hat, bleibt hernach immer noch Milliardär, der Normalverdiener hingegen, der Strom und Sprit nicht mehr bezahlen kann, rutscht in die Armut.
Sehe ein Interview (wenigstens die ersten 14, 15 Minuten) mit dem jungen Mann Artur Abramovych an, der dem Club Juden in der AfD vorsteht. Der gebürtige Ukrainer sagt, die Stimmung in Israel sei gut und man sei eher erleichtert, dass es jetzt endlich zu dieser kriegerischen Auseinandersetzung komme, denn man befinde sich seit Jahrzehnten im Krieg.
Abramovych (2): Folgt man diesem Mann, so ist damit der Kriegsgrund geklärt, aber was ist das Ziel des Krieges? Die Vernichtung des Iran mit seinen rund 100 Millionen Einwohnern? Oder glaubt man ernsthaft, dass, sebst wenn man eine Kapitulation erzwingen kann, der Friede in Nahost einschließlich des Existensrechts Israels gesichert sei.
Das Existenzrecht Israels beruht auf einer Schenkungserklärung 1917 des damaligen britischen Außenminister Lord Balfour, ein Land betreffend (Palästina), was ihm nicht, sondern zum Osmanischen Reich gehörte. Nach der Niederlage der Türkei wurde das betreffende Land britischer Kolonialbesitz, das nach dem alten erfolgreichen Prinzip des Teile und Herrsche geführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die britische Herrscher-Herrlichkeit zu Ende. Fortan wollte das Mündel Vormund sein. So hängen die Dinge zusammen. Wer diese noch nicht sehr weit zurückliegende Landumverteilung nicht als Anspruchs-begründend ausreichend sein lassen will, der muss schon das Alte Testament bemühen. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass das Reich der Perser älter ist.
24. März 2026
Die Achterbahnfahrt geht weiter. Gestern verkündete der Don, dass sein Ultimatum an den Iran, in 2-Tages-Frist die Straße von Hormuz zu öffenen, aufgeschoben sei, weil er mit einem hochrangigen Iraner übers Kriegsende im Gespräch sei. Davon glaube ich kein Wort, betrachte aber mit Muße das Gesicht des Präsidenten während seiner Ausführungen dort neben dem Großflugzeug. Der Mann wirkt plötzlich steinalt und verbraucht. Nun, in seinem Fall gilt: Krieg ist offenbar doch kein Jungbrunnen.
Die Macht der Bilder (2): Die israelische Propaganda entlässt derweil Kurzfilme über Drohnenangriffe in stark belebten städtischen Verkehrsadern mit bombastischen Texten, dass auf diese Weise die oppositionellen Kräfte des Iran gestärkt würden. Abgesehen von der Frage, ob die Bilder überhaupt die behaupteten Ereignisse zeigen, lässt sich sagen, dass solche Angriffe das behauptete Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit verfehlen werden, da sie eher einen Solidarisierrungseffekt auslösen werden.
Missmutig und lediglich, um der selbstauferlegten Chronisten-Pflicht nachzukommen, bleibt ein Kurzhinweis auf die Landtagswahlen in der Pfalz hier einzurücken. Indes: Ich lese nur nichtssagende Schlagzeilen und finde die tatsächlichen Wahl-Ergebnisse nicht, aus denen ich mir dann ein Bild machen könnte. Ich merke, dass ich zu faul bin, um danach zu suchen.
22. März 2026
Das hier sieht nicht nach einem großen Erfolg der Weltmacht und ihres getreuen Nahost-Vasallen aus. Die Stadt Dimona beherbergt das Zentrum des israelischen Atomstaates, dessen Bombe wir bislang nur vom Hörensagen kennen. Wenn dort die Perser ohne erkennbare Gegenwehr hineinzuschießen vermögen, kann das für die Israeli und deren bislang nicht vorhersehbare Reaktionen nur alternativ bedeuten: a) Atombombeneinsatz jetzt, solange das noch geht, oder b) dies zu unterlassen, weil jeder einschlägige Versuch, ja schon jede einschlägige Dohung, zu nicht kalkulierbaren Verheerungen am Abschussort führen kann. Ich bin im Zweifel, ob es an Ort und Stelle genügend einflussreiche nüchterne Strategen gibt, dies zu verhindern. Auf ein amerikanisches No angesichts der derzeitigen intellektuellen Bocksprünge zwischen Florida und DC würde ich micht lieber nicht verlassen wollen.
Auch nicht gerade freundlich: Die britische Zeitschift The Economist machte mich am Wochenende in Madrid mit diesem Titel auf sich aufmerksam. Die Verhohnepiepelung der israelischen-amerikanischen Operations-Namens Epic Fury in Blind Fury (Blinde Wut) spricht für sich, ein vortreffliches Beispiel für den beißenden englischen Wortwitz.
The Economist (2): Die Autoren des Blattes weisen schonungslos darauf hin, was in diesem Krieg trotz flächendeckender Propaganda bislang alles schief gelaufen ist, vor allem was für katastrophale wirtschaftliche Folgen ins Haus stehen. Ja, da kennt die City of London keinen Spass.
20. März 2026
Wir sind mitten drin in der Medienschlacht über den Irankrieg. Wieder ist es so, dass jedermann glaubt, Partei ergreifen zu müssen. Kaum einer stellt die für mich naheliegende Frage: Was ist eigentlich im deutschen Interesse? Die Erklärung für diese Abstinenz ist ziemlich simpel. In einem Land, in dem man sich angewöhnt hat, das nationale Eigeninteresse als Nazikram anzuschwärzen, hält jedermann, der sich einschlägige Gedanken macht, beklommen das Maul.
Im deutschen Interesse (2): Das vorschnelle Parteiergreifen, zumal wenn es moraltriefend daherkommt, ist nicht im nationalen Interesse. Wer die Angreifer devot lobt, handelt bestenfalls in deren Interesse. Wer die Angreifer verdammt, handelt in niemandes Interesse, nicht einmal in dem des schauerlichen Regimes in Teheran.
Im deutschen Interesse (3): Das Einsortieren des Krieges in ein Pro oder Con verkürzt die Sicht auf die wahren Probleme des Landes. Sie sind durch Kräfte herbeigeführt worden, denen es daran gelegen ist, ihre Verursacher-Stellung zu vertuschen. Diese Kräfte befinden sich innerhalb und außerhalb des Landes. Sie spiegeln sich in den Konfliktparteien des jetzigen Krieges wider. Auf der einen Seite eine absolut egomanisch handelnde Geldelite, die ihren Hauptsitz in den USA hat, auf der anderen Seite religiöse Eliten, die einer boshaften Unterdrückungsreligion zur Weltherrschaft verhelfen wollen. Beide Seiten, die eindeutig nicht im Interesse Deutschlands liegen, werden hierzulande ignoriert, weil die beiden feindlichen Parteien eine unermessliche Zahl von Kollaborateuren auf ihre Seite gebracht haben. Den von ihnen verursachten Riss durch die deutsche Gesellschaft beobachte ich mit steigender Neugierde.
Im deutschen Interesse (4): Wer die Frage aufwirft, warum eigentlich hierzulande bislang Gewalttaten ausgeblieben sind, verkürzt die Wirklichkeit. Erstens gab es bereits hinreichend viele Gewalttaten, wie die Anschläge auf die Energieversorung in der Ostsee (Nord Stream) und Berlin sowie die tägliche Messerroutine in ganz Deutschland, zum andern schätze ich es so ein, dass die staatlichen Gewaltakteure derzeit Deutschland als Ruheraum nutzen. Das mag sich je nach Lageentwicklung von einem Tag auf den andern ändern.
Kriegsgebiete : Der Krieg in der Ukraine ist in der öffentlichen Wahrnehmung so weit Routine geworden, dass er keines Wortes mehr wert zu sein scheint. Nach meiner Vermutung findet hinter diesem Vorhang des Desinteresses die Konsolidierung der russischen Macht statt.
Kriegsgebiete (2): In Nahost hingegen hat Israel durch den erfolgreichen Luftangriff auf die Gasfelder in Südwesten Persiens zu einer möglicherweise entscheidenden Eskalation der Gewalt beigetragen. Das zugrundeliegende Kalkül könnte aufgehen: Europa und China sollen die Folgen dieses Krieges unmissverständlich zu spüren bekommen. Ob die Rechnung aufgehen wird, die bislang abseits stehenden Länder Europas und Asiens zu eigenen Kriegsgenossen zu machen, halte ich nicht für ausgemacht. Selbst die Staaten am Golf zögern.
19. März 2026
Dass es ein Fehler war, von Berlin aus dem Land der Klima-Idioten zu entfliehen, war mir klar, als ich den Nahost-Zustand des Flughafens notgedrungen durchwandernd zur Kenntnis nahm. Aber dass meine Fehlplanung mir die Rückkehr abschneiden würde, weil gestern der Flugbetrieb dank des starken Arms der Gewerkschaft verhindert wurde, konnte ich beim besten Willen nicht ahnen. Dieser Scherz kosteten mich mehrere hundert Euronen, und ich freue mich bereits jetzt darauf, wenn die allfälligen Klugsch… mich darüber belehren werden, wie ich dergleichen hätte vermeiden können.
BER Terminal 2, Foto: HR, Nov. 2025
Proletarisches (2): So habe ich mehr Zeit als gewöhnlich, per Notebook Leserbriefe zu studieren. Sie sind Ausdruck einer Schicht von Leuten, die nach eigener Überzeugung genau weiß, wie der Hase läuft. Bei Tichy dominieren die Das-müssen-erst-wir-mal-abwarten–Leser, während es bei ApolloNews die Faust-auf-den-Tisch-Schläger sind.
Die Realität verschwimmt vor unsern Augen, wenn seit Kriegsbeginn der Kriegsherr Netanyahu weg ist vom Fenster. Wenigstens optisch. Jetzt ist er wieder da, und dieselben Leute, die sein Fehlen bemerkten, behaupten nun, dass das, was wir zu sehen kriegen, die pure Fiktion ist. Wie wäre es mit einer neuen Serie bei Netflix (nach einer wahren Geschichte) mit dem Titel Ein Feldherr verschwindet. Ich weiß schon, das erinnert ein wenig an Alfred Hitchkock Eine Dame verschwindet, aber niemand wird behaupten wollen, dass der Benjamin aus Tel Aviv eine Dame sei. Ein Herr übrigens auch nicht.
18. März 202
Es knirscht im Regierungsgebälk in DC. Der Direktor der zentralen US-Behörde für Terrorismusabwehr Joe Kent hat gestern seine Entlassung verlangt. Der Krieg gegen den Iran, so der Spitzenfunktionär, erfolge nicht, weil dieser die USA bedroht habe, sondern weil Israel und dessen stützende Kräfte in den USA den US-Präsidenten zum militärischen Angriff genötigt hätten. Das ist nun eine öffentliche Stimme aus dem Chorus der amerikanischen Dienste, über die man kaum hinwegsehen kann. Mainstream diesseits und jenseits des Atlantiks versucht, ihn als antisemitischen Verschwörungs-Deppen abzuqualifizieren.
Es knirscht (2): Als nächste muss sich heute Nacht die Direktorin für die Dienste (DNI) vor den Parlamentsausschüssen rechtfertigen. Das ist die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der Dems (!), Tulsi Gabbard, die vor ihrer Nominierung durch Trump laut und unüberhörbar gesagt hatte, der Iran und dessen geistliches Oberhaupt stellten für die USA kein ernstzunehmendes militärisches Risiko dar. Nur zu deutlich ist (auch mir) ihr taffes Auftreten bei der Bestätigung durch den Senat vor gut einem Jahr in Erinnerung geblieben.
Es knirscht (3): Jetzt beginnt in DC das Schwarze-Peter-Spiel. Die wie immer unzuverlässigen amerikanischen Auguren deuten mit dem Finger auf den Trump’schen Sondergesandten Steve Witkoff, der vor drei Wochen dem Präsidenten bei seiner Rückkehr aus Nahost den Floh mit der fertigen iranischen Atombombe ins Ohr gesetzt habe. Soll man das wirklich glauben?
17. März 202
Es ist müßig, über die Kommunalwahlen in Hessen und Bayern ein Wort zu verlieren. Die Kräfte der Selbstzerstörung genießen in den administrativen Hochburgen eine hohe Zustimmung – ebenso wie vor Kurzem erst im ehemaligen Industrieland BaWü.
Netzfund:
Schreibt ein Leser gestern bei ApolloNews zum gerade stattgehabten Gedenktag gegen Islam-Feindlichkeit in Berlin: „Man sollte solche Tage gut nützen. An diesem Tag sollten überall öffentliche Lesungen aus dem Koran stattfinden, über religiös motivierte Pädophilie (Sure 65:4), Polygamie (Sure 4:3), Gewalt gegen Frauen (Suren 2:223, 2:229, 4:11, 4:34, 24:4, etc., etc.), über Antisemitismus (Suren 2:65, 2:75, 2:87, 2:94, 2:120, 2:135, 4:46, 4:50, 4:155, 4:160, 4:161, 5:41, 5:51, 5:82, 9:30, 62:6, 7:166) sowie über das Verbrennen (Sure 4:56), Auspeitschen, Amputieren und Kreuzigen (Suren 24:2 und 5:33), Enthaupten (Suren 8:12 und 47:4) und überhaupt über das Töten von Ungläubigen (Sure 9:5).Damit auch jeder weiß, warum es Islamfeindlichkeit überhaupt gibt.“
Quer (2): Bernd Zeller lässt uns in der nach ihm benannten Zeitung wissen: „Mysteriöses Phänomen: Immer mehr Ticketkontrollen enden im Krankenhaus.“
Erst ein Blick auf die Regionalkarte offenbart das Augenfällige zur Frage, warum die Chinesen auf Trumps Sirenen-Gesänge, sich am Aufbrechen der Blockade der Straße von Hormus zu beteiligen, schweigend und mit einem hintergründigen Lächeln reagieren. Sie haben seit dem Beginn der 2020er Jahre für diesen Fall eine Umgehungslösung geplant und in die Tat umgesetzt: den Hafen von Jask, an der Südküste des Golfs von Oman gelegen. Dessen nagelneuer Terminal ist mit einer 1000 km langen Pipeline ins Landesinnere zu den Ölförderstätten verbunden.
Der Blick auf die Landkarte (2) macht zudem überdeutlich, wie dicht die Ölstaaten am Golf zum Iran liegen und damit im Bereich seiner Waffenwirkung, und wie sehr diese Staaten, die ihre Existenz allein dem Ölbohren verdanken, von den Schutzversprechungen der Amerikaner abhängig waren und sind, die derzeit nicht eingehalten werden.
Das Lügen geht weiter (am Nachmittag): Auf einer Festveranstaltung im Kennedy-Center behauptet der Don, es habe über Nacht das umfangreichste und effektivste Bombardement des Iran stattgefunden. Er spricht von der persischen Insel Charg (Kharg), auf der sich der größte Ölterminal des Landes befindet. Der Angriff habe sich allein gegen militärische Ziele dort gerichtet. Ein Blick auf die Insel von oben legt nahe, dass das angesichts der minimalen Größe des Zielgebiets kaum sein kann. Was also wurde getroffen und falls überhaupt zu welchem Zweck?
Lügen (2): Auf dem Flugzeugträger Gerald Ford brach ein Feuer aus, das 30 Stunden lang nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ein defekter Wäschetrockner sei die Ursache gewesen. Warum nicht gar ein Joystick für Soldatinnen? Zu gut ist in Erinnerung, dass diese monströse Kriegsmaschine (der Flugzeugträger) vor Tagen erst aus dem Wirkungs-Bereich persischer Waffen reterierte. Also doch ein Treffer? Das mögen die Götter wissen und das Pentagon.
16. März 2026
Lob der Hässlichkeit: Für das, wie er aussah, konnte er nichts, aber für seine Worte schon: Habermao, Habermas, Habermat, Habermamus, Habermatis, Habermant… so finde ich ihn in einem Leserbrief der Zellerzeitung lateinisch durchdekliniert. Da hat doch tatsächlich einer einen Zipfel klassischer Bildung dreist raushängen lassen.
Hässlich (2): Ich hörte von ihm erstmals während des Studiums. Es schwärmte eine Komilitonin, wusste aber auch nicht so recht, warum. Genaueres erfuhr ich auch später nicht, denn das, was er schrieb, leuchtete mir nicht ein. Ich fand es unlesbar, aufgeblasen und in selbstgemachten Floskeln stelzend. Später erklärte mir ein weiblicher Fan, der Meister spreche erst durch seine Interpreten zu uns. Aha, das kannte ich bereits von dem zwergenhaften Denker aus Königsberg (womit ich diesen keineswegs auf die Stufe des Frankfurters runterschubsen will). – Jetzt ist er also tot und zum Beleg dessen, was ich mir gemerkt hatte, sah ich am Wochenende in die FAZ. Und siehe, ich lag richtig, es war ein Hochamt der Interpreten. Die Lektüre sparte ich mir.
Hässlich (3): Schon mehrfach habe ich mich gefragt, was eigentlich diesen Benjamin N. als Führer auszeichnet. Charisma ist es jedenfalls nicht, Charme auch nicht, Klugheit wohl kaum. Damit wären wir dann bei Eigenschaften angekommen, die man eher als weniger günstig ansieht. – Nachdem er, wie er sich selbst rühmt, den jetzigen Krieg ausgelöst hat, war er auffällig von der Bildflächte verschwunden. Gestern Abend tauchte er via X-Schnipsel auf und dementierte seinen Tod. Für einen Kaffee würde er sterben, gab sich das X-Bild witzig. Er wird wohl einen Vorkoster haben.
Hässlich (4): Mag sein, dass ich mich aus Ärger über den Nahost-Krieg irre, aber es kommt mir so vor, als habe der Don seine gewohnte äußerliche Überlegenheit eingebüßt. Seine Gesichtszüge hatte er zwar noch nie so richtig unter Kontrolle, doch jetzt den gewohnten Siegertypen zu geben, will ihm nicht gelingen. Er wirkt gehetzt und wirr. Die Auguren wissen es: Er ist bald weg vom Fenster. Das glaube ich zwar nicht, aber der Umstand, dass er nicht mehr allein am Ruder des Raumschiffs Erde steht, macht ihm sichtlich zu schaffen. Er weiß bei aller irrationalen Sprunghaftigkeit, dass Wahlen in den USA innenpolitisch, in der Wirtschaft, entschieden werden. Dort stehen die Preise an den Zapfsäulen im Wege. Die kann auch der Dümmste lesen.
Hässlich (5): Johann, der deutsche Außenzwerg, will sich nicht an den Patrouillen des Don durch die Straße von Hormus beteiligen. Nun gut, andere, die alle Tassen im Schrank haben, wollen das auch nicht, weil sie sich um ihre Kriegsschiffe Sorgen machen, die dann im scharfen Schuss gegen persich-russisch-chinesische Drohnen antreten müssten. Da lassen sie dem allmächtigen Kriegsherrn lieber den Vortritt. Doch die Deutschen haben eine andere Ausrede: Die Grünen Winde wehen, wenn sie denn überhaupt wehen, nicht durch die Straße von Hormus.
15. März 2026
Man hätte es ahnen sollen: Die iranischen Kampf-Drohnen, die dem Wertewesten in seinem jetzigen berechtigten Krieg gegen das Mullah-Regime so heftig zu schaffen machen, und die man seit Jahren nun schon unter dem Namen Geran2 im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des Wladimir P. in der Ukraine bei der Arbeit hat sehen können, stammen in Wirklichkeit aus Deutschland. Sie wurden in den 1980er Jahren bei der Firma Dornier in Friedrichshafen am Bodensee entwickelt und sind dann schließlich in den USA, dem Iran und Russland als Muster für die moderne Kriegführung kopiert worden.
Dornier (2): Die Firma, die eine lange Tradition für fliegende Kriegswaffen besaß, machte dann mit dem Ende des Kalten Krieges wg. plötzlich eingetretener weltweiter Friedfertigkeit Pleite. Die Reste wurden vom deutsch-französischen Luftfahrtkonzern Airbus geschluckt, der mit bedeutenden Teilen ebenfalls in Friedrichshafen residiert. Von Dornier ist daselbst nur ein kleines gleichnamiges Museum übrig geblieben.
Dornier (3): Mir scheint, als habe die deutsche Schuldkult-Fronde von diesem empörenden Umstand der deutschen Vaterschaft noch nicht in gehöriger Form Kenntnis genommen. Ich könnte mir, sobald sich das ändert, vorstellen, dass Fritz der Kanzler seinen Außenzwerg nach Jerusalem entsendet, um dort Abbitte und Wiedergutmachung zu leisten. Sind es doch diese Drohnen, die dem dortigen Staat derzeit so enorme Schwierigkeiten bereiten.
14. März 2026
Bei der Betrachtung von Fotos und Videoschnipseln, die den persischen Außenminister Araghchi (Arachtschi) zeigen, gehen mir einige Gedanken durch den Kopf, die ich zur Debatte stellen möchte. Er wirkt auf mich wie ein erfolgreicher und gebildeter persischer Geschäftsmann, dem man nicht ansieht, dass er einem mittelalterlichen religiösen Gewaltregime an prominenter Stelle dient. Seine Gesichtszüge sind sympathisch, sein Auftreten zivilisiert, seine Kleidung maßgeschneidert. Er wirkt, ohne sich das anmerken zu lassen, wenn er gemeinsam mit Presse- oder Administrations-Vertretern der USA zu sehen ist, diesen haushoch überlegen.
Zwiegesichtigkeit (2): Ich hoffe, mich hierbei nicht zu verheben, wenn ich anmerke, dass wir hier einen Prototyp aus der persischen Führungsschicht vor uns haben: Jemanden, der die westliche Denke beherrscht, ohne sie jedoch zu teilen. Wir finden exakt diese Gesichter auch bei anderen Figuren in Politik, Militär und Naturwissenschaften. In diesem Phänomen müssen wir wohl den Ursprung für die erstaunliche Bewaffnung des Iran unter den seit Jahrzehnten schwierigsten wirtschaftlichen Bedingungen suchen. Die jetzt zu Tage tretende Kampfkraft hingegen – von Trump & Co sträflich unterschätzt – entspringt, wie ich annehme, diesen ganz anderen Typen, die bärtig und finster an der Spitze der Revolutionsgarden stehen. Die einen von den anderen zu trennen, ist durch den Angriff vom 28. Februar gründlich misslungen.
Zwiegesichtigkeit (3): Es ist für die im westlichen Denken verwobenen Zeitgenossen – also Sie, den Leser, und mich, den Schreiber dieser Zeilen – schwierig bis unmöglich, sich in das Denken und vor allem das Handeln dieser oben genannten orientalen Typen hineinzufinden. Sie sind nicht wie wir und wollen es auch gar nicht sein, selbst wenn sie unsere Sprachen perfekt beherrschen. Auf der Gegenseite, also bei uns, wird die angemessene Reaktion nicht nur durch das real existente amtliche Personal, sondern vor allem auch durch die Mär von den Menschenrechten behindert, deren wichtigstes religiöses Element deren weltweite vom Menschen unabhängige Geltung („universale unveräußerliche Menschenrechte“) ist. So kann es leicht passieren, dass wir mit Machthabern konfrontiert werden, die uns überlegen sind, weil sie unser Menschenrechts-Gerede als Macke auffassen und dementsprechend handeln.
13. März 2026
Dass alles mit jeden zusammenhänge, ist eine Behauptung, aus der sich dann Beliebiges ableiten lässt. Ich habe soeben eine solche Gedankenkette gelesen, die – in meinen Worten – so arrangiert war: Trump versucht 1983 in South Carolina eine 13jährige aus dem Sortiment von Epstein sexuell zu missbrauchen. Diese wehrt sich, indem sie ihm in den Penis beißt. Ob und wann der Vorgang den Ermittlungsbehörden zu Kenntnis kommt, ist unklar. Jedenfalls untersucht das FBI dann 2019 den Fall durch Vernehmung des möglichen Opfers. Es entstehen 53 Blatt Polizeiunterlagen, die aber den Anfang dieses Jahres veröffentlichten Epstein-Files nicht beigefügt sind.
Schein und Wirklichkeit (2): Ob der zugrunde liegende Tatvorwurf stimmt, ist völlig offen. Das vermutete Opfer verweigert heutzutage jede Aussage. Ebenso die Anwältin. Wir sind also wieder in jener Grauzone angelangt, die wir aus dem Jahr 2016 kennen, als diverse Damen unterschiedlicher Oberweite behaupteten, von Trump vergewaltigt worden zu sein. Die Sachen gingen aus wie das Hornberger Schießen, da Trumps Anwälte gut dotierte Schweigevereinbarungen schlossen. Ob auch in diesem Fall ist unbekannt.
Schein und Wirklichkeit (3): Der jetzige Fall erhält seine Brisanz durch den Umstand, dass eine bedeutende parlamentarische Minderheit versucht, Trump mit allen sich bietenden Mitteln um sein Amt zu bringen. Das ist nicht unbedingt neu. Neu ist hingegen, dass das aufgefallene Fehlen der FBI-Akten nunmehr mit dem Iran-Krieg in Zusammenhang gebracht wird.
Schein und Wirklichkeit (4): Selbst Leute, die nicht Trump-feindlich eingestellt sind, fragen sich, ob der Präsident in den israelisch-amerikanischen Krieg hineingezwungen worden sein könnte. Je weniger dieser Krieg – entgegen allem Anfangsgerede – in einen schnellen Erfolg eingemündet ist, desto lauter werden diese Fragen gestellt, obwohl Erfolg und Fremdsteuerung eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Auch in Amerika wird mit dem Finger auf einen erpresserischen Netanyahu gedeutet, wobei leichter Hand hinzugefügt wird, Epstein sei halt ein Einflussagent zur Beschaffung von Kompromaten bei einflussreichen Zielpersonen gewesen. Klingt einfach, eigentlich zu einfach. Trump 1983 als Zielperson? Da war der Mann ein Bauunternehmer und angehender semi-bekannter Fernsehstar. Das mit der Politik kam 33 Jahre später.
12. März 2026
Jetzt verhängen wir (wer immer das sei) Sanktionen gegen den Iran. Nur nebenbei gefragt: Was genau werfen wir dem Iran vor? Dass er von der israelischen-amerikanischen Allianz militärisch angegriffen wurde? Und was genau erwarten wir von den Sanktionen? Nun, höhere Spritpreise, damit die Leute endlich aufhören, mit ihren Autos herumzukutschen.
Spritpreise (2): Finde in der Zellerzeitung von heute Nacht das Wesentliche leicht verständlich dargestellt:
11. März 2026
Mit etwas Verspätung finde ich die Angaben von US CentCom über die Zerstörung von US-Radarstationen in Nahost. Falls es stimmt, was darüber zu lesen ist, sind Schäden entstanden, die mittelfristig nicht ersetzt werden können, und die von den USA aufgerüstete Raketenabwehr der gesamten Region nahezu blind macht.
Eine weitere unbestätigte Meldung geht davon aus, dass persische Raketen und Drohnen wichtige Daten-Zentren in Nahost zerstört haben, zum Beispiel das von Amazon.
10. März 2026
Es ist der Krieg des Thomas Morus, so wie der ihn in der Utopia beschrieben hat. Der moralisch überlegene Staat ist befugt, Kriege zur Arrondierung seiner Interessen zu führen. Morus empfiehlt, den gegnerischen Staatsführer töten zu lassen.
Krieg (2): Die Phase 1 des Morus-Krieges haben wir erlebt, jetzt kommt das Vorgehen gegen die aus Sicht des moralisch überlegenen Angreifers minderwertige Bevölkerung. Der Anfang ist durch die Zerstörung von persische Trinkwasser-Anlagen gemacht. Wohlgemerkt durch US-Truppen. Der persische Außenminister hat auf dieses bislang einzigartige Kriegsverbrechen hingewiesen und angemerkt, dass man einen Rubikon überschritten habe. Persische Angriffe auf Meerwasser-Entsalzungsanlagen am Golf folgten auf den Fuß.
Die Medien versuchen den Leuten seit gestern einzureden, dass das knappe Wahlergebnis in BaWü „spannend“ sei. Nein, ist es nicht, sondern es ist völlig gleichgültig, ob grün oder schwarz den dortigen MP stellt, denn das ist genau so spannend, als wenn man beim Frühstück erst die obere und dann die untere Hälfte des Brötchens isst – oder anders rum.
9. März 2026
Im Iran-Krieg hat Israel die Ölraffinerien bei Teheran angegriffen und dadurch angezündet. Einige wenige Kurzvideos zeugen von einer beispiellosen Umweltkatastrophe. Im Gegenzug trifft es unbekannte Ziele in Tel Aviv und in Arabien sowie den Flugzeugträger Abraham Lincoln, der weit vom persischen Kriegsschauplatz zurückgezogen wird, um weiteren Dohnentreffern zu entgehen.
Persien (2): Es wurde ein neuer Ayatollah ernannt. Es ist der Sohn des Ermordeten. Der Vorgang zeigt zweierlei: a) Die Führung in Teheran wurde entgegen der Ansage aus Tel Aviv nicht ausgeschaltet. b) Sie ist – entgegen den Behauptungen des Don, es werde keinen persischen Führer ohne seine Zustimmung geben – nicht gewillt, sich von Ungläubigen reinreden zu lassen.
Ohne Belang ist der Wahlausgang in BaWü. Mit der Industrie-Vernichtungspolitik kann ungehindert weitergemacht werden. Der Wähler will das so.
Gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist es, dass die Väter des Grundgesetzes eine Staats- und Gesellschaftsform im besiegten Deutschland (West-Variante) zu schaffen trachteten, die eine Kopie der anglo-amerikanischen Siegermächte und zugleich moralisch einwandfrei werden sollte. Also musste eine Demokratie her, die eine gewisse Ähnlichkeit zu den neuen Vorbildern hatte, und sie musste, darauf legten die Herren in ihren gut geheizten Gouverneursvillen den allergrößten Wert, unabschaffbar sein. Nun wussten die klügeren unter den Vätern, wie der SPD-Mann Carlo Schmid, um den unauflösbaren Widerspruch zwischen Demokratie und der Anordnung ihrer Unabschaffbarkeit, und um das zu kaschieren, nannten sie das Konstrukt wehrhafte Demokratie. Darunter leiden wir noch heute, denn diese wehrhafte Demokratie als Institution hat sich verselbständigt. Sie schützt den Bürger vor seinem eigenen politischen Willen. Das ist so kurios, dass man es zunächst gar nicht glauben mag.
Demokratie (2): Nun mag sich der Leser wundern, wie ich plötzlich auf sowas komme. Der Anstoß kam von außen, als ich nämlich heute Früh las, das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) wolle künftig auf den „Phänomenbereich Delegitimierung des Staates und seiner Organe“ verzichten. Hinter dem schrecklichen Beamten-Kauderwelsch verbirgt sich das Vorgehen gegen Bürger, die seit gut fünf Jahren mit der einen oder anderen politischen Grundentscheidung der die Macht innehabenden Organe nicht einverstanden sind und dies auch zum Ausdruck bringen, zum Beispiel bei der Einwanderung Illegaler, der Zerstörung der Energie-Infrastruktur, der Corona-Narretei, des Klima-Wahns und der Kriegslust gegen Russland und andere. Das sagt eigentlich schon alles: Mit der Einhaltung der Grundgesetz-Normen hat das alles nichts zu tun.
Demokratie (3): Nun mag einer denken, dass nunmehr — nach der Abschaffung des sog. Phänomen-Bereichs — die Bürger, die schlicht anderer Meinung sind, in Ruhe gelassen werden, doch der unterliegt einem Irrtum. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Die einschlägig tätigen Beamten werden lediglich die Ettiketten auf ihren Schubladen austauschen. Das ist bei den heutigen elektronischen Verhältnissen schnell getan.
7. März 2026
Nach einer Woche Krieg in Nahost lässt sich sagen, dass die israelisch-amerikanische Absicht, eine Art Blitzkrieg zu führen, gescheitert ist. Dieser sollte aus einem mit großem militärischen Aufwand durchgeführten Enthauptungsschlag bestehen, von dem man annahm, er werde die iranischen Abwehrmöglichkeiten zusammenbrechen lassen. Das ist, soweit ich mir ein Urteil erlauben kann, nicht der Fall. Vor allem scheinen die Kriegsplaner angenommen zu haben, dass das persische Volk nach Beseitigung einer verhassten Führung die angreifende Allianz als Befreier begrüßen werde. An diesem Gedanken hat man sich vermutlich durch lautstarke Aussagen von Exil-Persern, wie der des Schah-Sohns, berauscht.
Persien-Krieg (2): Meine vorstehend erörterte Vermutung erhält Nahrung durch das Verhalten des US-Präsidenten. Während er vor drei, vier Tagen noch davon spracht, es werde Zeit, die Auseinandersetzung durch Verhandlungen zu beenden, ist er gestern Abend umgeschwenkt: Nunmehr kämen Gespräche erst nach einer bedingungslosen Kapitulation in Frage. Das ist eine besonders törichte, kriegsverlängernde Aussage, wie wir aus der eigenen Geschichte des Zweiten Weltkriegs wissen, weil sie geeignet ist, die davon betroffene feindliche Bevölkerung zum Kampf zusammenzuschweißen..
Persien-Krieg (3): Westliche Beobachter versuchen, eine Empörungs-Allianz mit den angegriffenen Golf-Staaten zustande zu bringen. Die hierfür als Argument ins Feld geführten Schäden durch persisches Beschuss lassen sich derzeit nicht annähernd beurteilen. Ich vermute, dass vor allem die durch den Beschuss ausgelöste export-wirtschaftliche Isolierung des Golfs in Kürze ernsthafte Schäden am gewohnten Wohlleben in den vom Export-Stopp betroffenen Staaten herbeiführen wird. Noch ist unklar, auf welche Seite sie sich in naher Zukunft schlagen werden. Sich hierbei auf die Unterschiede von Schiiten und Sunniten zu berufen, finde ich kühn, denn die beiden in diesem Krieg auftretenden Aggressoren sind nichts von beiden, sondern in den Worten der betroffenen Region: Ungläubige.
Persien-Krieg (4): Militärisch von Gewicht ist allein Saudi-Arabien. Über die Kampf-Moral von dessen Armee ist nichts Verlässliches bekannt. Deren Führung wird vor allem Eigeninteressen vertreten. Wie diese aussehen, wenn der amerikanische Raketen-Schutzschild schwer beschädigt sein sollte, ist völlig offen.
Persien-Krieg (5): Leser A. weist mich darauf hin, dass in den russischen Nachrichtensendungen über diese Ereignisse von der Epstein-Koalition gesprochen werde. Man sieht, an der Freude des Russen, zynische Witze zu machen und zu verstehen, hat sich nichts geändert.
Etwas näher dran: Der kleine Mann aus Kiew hat dem ungarischen MP Orbán unverhohlen angedroht, ihn durch ein Kommando ermorden zu lassen, wenn der jetzt nicht hinsichtlich seiner Nichtfreigabe von EU-Krediten an die Ukraine umschwenkt. Orbán revanchiert sich und lässt einen Gold-Bargeld-Transport (mit Werten von ca. 100 Mio €), der sein Land durchqueren will, kurzerhand hochgehen. Der wilde Osten ist zurück. Vielleicht war er auch nie weg. Wer will das wissen?
6. März 2026
Wir erleben im Moment life den nächsten kolossalen strategischen Fehler der amerikanischen Weltbeherrscher mit ihrer angeblich unschlagbaren Militärmaschinerie. Innerhalb weniger Tage wird klar, dass der Angriff auf den Iran Nebeneffekte ausgelöst hat, an die, da wette ich, im Pentagon (nebst angeschlossenen Eierköpfen) niemand gedacht hat. Es sollte offenbar ein Enthauptungs-Handstreich à la Venezuela werden, aber hier trat die Wirklichkeit in den Weg. Sie lautet: die Perser wehren sich mit handfesten Mitteln und haben tatsächlich die Öl- und Gasproduktion der US-Satrappen am Golf angegriffen, einschließlich der Sperrung der Straße von Hormuz. Im Wertewesten sind daraufhin die Preise für Öl und Gas in die Höhe geschossen. Man kann es an den Tankstellen in D unschwer ablesen. Der Diesel beispielsweise ist gegenüber dem Vorjahrespreis um 60 Cent nach oben geschossen. Es wird nur einige Tage dauern, dann kommt diese gegenleistungslose Verteuerung in der Gesamtwirtschaft an. Kein Mensch weiß, wie das ausgehen wird.
Irankrieg (2): Ich betrachte mit Staunen, wie die deutschen Meinungsbildner das aggressive Handeln der israelisch-amerikanischen Allianz loben. Sie tun das unter stillschweigenden bzw. lauthals verkündeten Prämissen, die angeblich keine Diskussion gestatten: a) das auf dem alten Testament beruhende Existenzrecht Israels, b) der erklärten Absicht der Mullah-Clique, den Staat Israel zu vernichten. Selbst wenn ich beides einmal als zutreffend unterstelle, bleibt die Frage unbeantwortet, ob die jetzigen Kriegshandlungen geeignet sind, den Premissen a&b gerecht zu werden. Ich vermute, man irrt sich, denn die rassischen und religiösen Differenzen, welche die Feindseligkeiten dominieren, werden durch das Töten der iranischen Führung nicht beseitigt werden, wie sich auch in allen anderen Ländern des Nahen Ostens zeigt. Sicher erscheint mir indessen, dass der jetzige Krieg wesentlich zum Anti-Amerikanismus beitragen wird, vom Anti-Israelismus (bzw. Antisemitismus) ganz zu schweigen.
Iran-Krieg (3): Sieht man einmal von den amerikanischen Waffenhändlern ab, schält sich derzeit aus dem Pulverdampf ein Sieger heraus, an den in DC vermutlich niemand gedacht hat: Der böse Wlad im Kreml, der über die Rohstoffe verfügt, die dank amerikanischem Weltmachtwahn derzeit rare Waren sind. Jedoch…
Iran-Krieg (4): Im Schatten des ausufernden Krieges in Nahost gibt es heute Nacht einen bemerkenswerten Zwischenfall im Mittelmeer zwischen Libyen und Malta, wo ein russischer Flüssiggas-Tanker – vom Nordmeer kommend auf dem Weg zum Suez-Kanal – Feuer fängt und im Meer versinkt. Die russische Regierung erklärt, es handele sich um einen an der libyschen Küste gestarteten Angriff mit einer ukrainischen Seedrohne
5. März 2026
Im Nachklapp zu Fritzens Reise zum Kolonialherrn bleibt im Netz der Erkenntnis hängen, dass dieser sich zur Ostfront äußerte. Es dürfe nicht sein, so begann er, was stets darauf hindeutet, dass es für dieses Dürfen und Sollen keine unumstößlichen Maßstäbe gibt, also nochmal: es dürfe nicht sein, dass der böse Wlad noch mehr kriegen darf, als er ohnehin schon besetzt hat im fernen Land am Dnjepr. Heißt zu deutsch: Das, was er jetzt besetzt hat, das lassen wir ihm. Das ist ziemlich neu in der deutschen Kriegsrhetorik. Bislang wollten wir die Grenzen von 2014 (inklusive Krim) wiederherstellen. Schon vergessen?
Persienfront: Jetzt will der Don die Kurden gegen Teheran hochmachen, was man aus DC sogleich bestreitet. Kann mir nicht vorstellen, dass der Sultan aus Ankara das unwidersprochen hinnimmt. Im Persischen Golf geht derweil das Schiffeversenken munter weiter. Und schließlich: die aus Nahost verbreiteten Bilder über Raketeneinschläge sehen nicht so aus, als wäre dort nichts passiert. Nur was, das bleibt der Kriegszensur überlassen.
Heimatfront: Nicht ohne Vergnügen lese ich, dass der nächste Bundespräsident am kommenden 30. Januar gewählt werden soll. Ob das Wachbataillon nach vollzogenem Akt in guter 30. Januar-Tradition zum Fackelzug durch das Brandenburger Tor antritt, wurde nicht mitgeteilt.
Nochmal Fritz in Washington: Falls die US-Plattform Bloomberg zutreffend berichtet, war der Kanzler beim Don, um von diesem die Aufhebung des Boykotts von Rosneft (Deutschland) zugesagt zu bekommen. In Klardeutsch: das Russenöl darf jetzt wieder Richtung Schwedt fließen. Wie es dahin kommen soll, ist mir noch nicht ganz klar. Ich habe in Erinnerung, dass 2023 die französischen Eigentümer den Ölhahn der Drushba-Pipeline (nördlicher Zweig) dichtgemacht haben. Bleibt die weitere Frage: bettelte Merz um die Wiederzulassung, oder musste er von Trump hierzu gedrängt werden, weil, wie die Bloomberg-Amerikaner fürchten, die deutsche Wirtschaft zu kollabieren droht?
Schwerdt an der Oder an einem Januarmorgen. Ein Schlot qualmt noch (Aufnahme: HR).
4. März 2026
E.S., Tochter eines Danziger Schiffbauers, der zur Zeit ihrer Geburt am Aufbau des kaiserlichen Kriegshafens an der Nordsee, in Wilhelmshaven also, beschäftigt war, wo sie zur Welt kam, hat heute ihren 125 Geburtstag. Das wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn sie nicht meine Großmutter gewesen wäre.
Persönliches (2): Der frühe Blick aus dem Fenster fällt auf einen dicht verhangenen atlantischen Himmel, welcher der Sonne das Bestrahlen der äquatorialen Eingeborenen verwehrt. Das juckt diese ebensowenig wie der Umstand, dass ihr Kolonialherr Sanchez im fernen Madrid soeben das Kriegsbeil gegen die Weltmacht USA ausgegraben hat: Keine spanischen Flughäfen für die US-Kriegsmaschinerie im taufrischen Iran-Krieg, so hatte er vorgestern verfügt. Der Don lässt nicht lange auf sich warten und verhängt gegen Spanien einen Handelsboykott. Der wirkt nicht heute und nicht morgen, aber vielleicht schon übermorgen, wenn hiesige fleißige Bauern mit sonnengegerbten Gesichtern ihr Öl und ihre vorzüglichen Weine auf den Markt bringen wollen, oder die durch grünen Wahn schwer geschädigte spanische Wirtschaft doch abseits aller Klima-Rezepte Öl und Gas aus Übersee benötigt.
Persönliches (3): Kann mir mal wer erklären, warum Fritz der Kanzler gestern nach DC jettete. Was gab’s da zu besprechen, oder wurde er zur Befehlsausgebe einbestellt? Mit leisem Unbehagen erinnere ich mich an die Befehlsausgabe vor vier Jahren, als Scholz zu Biden reiste und erklärt bekam, dass Nord Stream weg müsse, was bekanntlich kurz drauf passierte. Einfach so.
3. März 2026
Dem Mutigen gehört die Welt: Das US State Department forderte gestern alle US-Amerikaner auf, den Nahen Osten umgehend mit jeglichem erreichbaren Transportmittel zu verlassen (Americans in Bahrain, Egypt, Iran, Iraq, Israel, the West Bank, the Gaza Strip, Jordan, Kuwait, Lebanon, Oman, Qatar, Saudi Arabia, Syria, the United Arab Emirates (UAE), and Yemen should depart now through any available commercial transportation). Ob sich hierdurch auch die zahlreichen Bewohner Israels mit doppelter Staatsbürgerschaft angesprochen fühlen sollen, bleibt dem Geschmack des Betrachters überlassen. Vor einem Jahr jedenfalls war es so.
Flucht (2): Man darf kaum annehmen, dass alle betroffenen Amerikaner dies dankbar zur Kenntnis nehmen, selbst wenn sie aus der Propaganda wissen, dass der sog. Präventiv-Krieg dem Schutz Amerikas dient.
Flucht (3): Die Tanker, die nach der Sperrung der Straße von Hormuz nunmehr festsitzen, werden sich kaum im Luftwege absetzen können. Nicht nur, weil die Flughäfen der Region gesperrt sind. Um den Verursachern dieses Desaster auf die Spur zu kommen, genügt es vermutlich, in absehbarer Zeit zu kontrollieren, wer genau auf welche Ölpreisentwicklung gewettet hat. Denn merke: Krieg ist ein tolles Geschäft (für alle, die in einem sicheren Geld-Hafen residieren).
Flucht (4): Wir werden es erleben, wann am Golf das Trinkwasser knapp wird, und wie die verwöhnten Wüstensöhne und ihre bislang willkommen geheißenen ausländischen Gäste das finden werden. Es wird sich rumsprechen, dass Dubai ein pointof risk ist.
2. März 2025
Die Siegesfanfaren werden erwartungsgemäß gedämpfter. Der Don kündigt heute Nacht an, dass er noch fünf, sechs Wochen benötigt. Benötigt wozu? Derweil stürzen in Arabien US-Kampfflugzeuge ab. Auch das gibt Rätsel auf, da ich mir nicht vorstellen kann, dass sie in der Luft mit Kamelen zusammenstießen.
Siegesfanfaren (2): Während in Tel Aviv Gebäude einstürzen, kündigt Netanyahu an, weitere 1000 Ziele im Iran zu treffen. Hat er noch so viele Mittelstreckenraketen? Denn mit Flugzeugen traut er sich offensichtlich nicht in den persischen Luftraum. Zeitgleich greift Israels Luftwaffe Ziele im Libanon an. So mag Groß-Israel (nicht meine Wortschöpfung) in einschlägigen militärischen Lagekarten bereits aussehen. Ich bezweifle, dass die davon betroffenen Araber das auch so sehen.
Siegesfanfaren (3): Corona-Gewinner aus meinem Bekannten- (nicht: Freundes-) Kreis haben ihre zusammengerafften Impf-Vermögen nach Dubai geschafft. Zwei von denen sitzen dort jetzt fest. Ich konnte mir trotz des Ernstes der Lage ein Grinsen nicht verkneifen.
Siegesfanfaren (4): Der Raketenangriff auf einen britischen Stützpunkt auf Zypern sieht weniger nach einer persischen Attacke als nach einer britischen Aktion aus. Ich traue dem strauchelnden Regime in London alles zu, wenn es darum geht, von der eigenen, weitgehend selbstgemachten Misere abzulenken und die Bevölkerung zum Krieg aufzuhetzen.
Siegesfanfaren (5), mit Dämpfer: Bei Wolfgang Prabel (https://www.prabelsblog.de/2026/03/details-ueber-die-iranische-konfliktkulisse/) finde ich heute Morgen Basis-Daten zur religiösen Zugehörigkeit in Persien. Trotz der Spaltung in Sunniten und Schiiten, für die ich zur Unterscheidung keine Eselsbrücke besitze, bleibt die Erkenntnis, dass das Land fast zu hundert Prozent von Mohammedanern bewohnt wird. Dass es bei diesen Leuten gut ankommt, wenn man deren religiöses Oberhaupt mit Triumpf-Geschrei ermordet, halte ich nicht für ausgemacht.
1. März 2026
Erneut ist das Eldorado der Lügen eröffnet. Habe zur Sicherheit in meinen älteren Tagebuchaufzeichnungen nachgeblättert. Danach begann der von Israel losgetretene letzte Krieg gegen den Iran am Freitag, dem 13. Juni 2025, und dauerte genau 12 Tage. An deren Ende stand Israel durch massiven iranischen Raketenbeschuss am Rande einer katastrophalen Niederlage. Ich brauchte vor einem Jahr tagelang, um aus den Lügenmeldungen ein einigermaßen zutreffendes Bild rekonstruieren zu können.
Persien (2): Deswegen bin ich vorsichtig, wie die Lage am Tag 2 des neuerlichen Krieges aussehen mag. Sicher erscheint mir nur, dass der Iran tatsächlich das Feuer auf israelische Ziele eröffnet hat. Ob er daneben auch, wie die West-Medien behaupten, gestern bereits die Golfstaaten angriff, erscheint mir eher eine Zweckmeldung zu sein, hinter der in Wirklichkeit Angriffe auf dortige US-Militärstützpunkte stecken mögen.
Persien (3): Ob es wirklich so ist, wie Israels Führer Netanyahu triumphierend feststellt, dass man das iranische Oberhaupt Ali Khamenei getötet habe, mag sein wie es will, es zeigt, dass man vor keinem Tabu zurückschreckt, einen Staatsführer gezielt zu töten. Die Annahme, dass die Perser diesen Mord dankbar begrüßen werden, in reine Hybris. Mich würde es nicht wundern, wenn man sich in Teheran mehr als nur Gedanken macht, an Trump oder Netanyahu Rache zu üben.
Wie lächerlich wirken angesichts dieser Ereignisse, die Aufgeregtheiten in D., die rund um die Wahl in BaWü abgesondert werden. Wen interessiert das eigentlich, ob dort nach einer grün-schwarzen Koalition die nächste schwarz-grün werden wird, oder es doch grün-schwarz bleibt. Klar ist nur, es sind immer noch nicht genügend viele Arbeitsplätze vernichtet worden, um die Leute zur Vernunft zu bringen. Da ist noch Platz nach oben bzw. unten — je nach Standpunkt.
28. Februar 2026
Man wird sich das Datum merken müssen: Heute Nacht führten israelische Streitkräfte einen sog. Präventivschlag gegen den Iran. Im Klartext: Sie bombardierten fünf Städte einschließlich der Hauptstadt Teheran. Dies geschah mit ausdrücklicher US-Unterstützung. Ohne Prophetie wird man annehmen dürfen, dass dieser Angriff nicht ohne Antwort bleiben wird. Sie wird in erster Linie Israel treffen. Das einschlägige Geschrei wird dann wieder ertönen, so wie vor Jahresfrist.
Nahost (2): Interessant fand ich heute Morgen, die ersten Reaktionen der Leserschaft von Apollo News. Es überwiegen die Stimmen, die ihre Freude über den Angriff zum Ausdruck bringen. Damit nicht genug: Meinungen, die zur Mäßigung aufrufen, werden der Befürwortung des Mullah-Regimes in Teheran bezichtigt. Man kann jetzt die Uhr danach stellen, wann die harten Antisemiten, die sich durch das Geschehen in ihren Ansichten bestätigt fühlen, dies öffentlich zum Ausdruck bringen. Es wird der islamische Pöbel auf unsern Straßen sein, der in Kürze das Wort ergreift und Taten folgen lässt.
27. Februar 2026
Die Meldungen von der Ostfront waren jetzt wochenlang dürftig. Nun berichtet der Wertewesten von zwei sensationell aufgemachten Siegen der Ukrainer. Zum einen handelt es sich um eine sog. Offensive, welche den Russen eine schwere Niederlage beigebracht habe. Zum andern geht es um das Abschalten Russlands von Star Link. Zu beiden gefeierten Siegen bleiben Fragezeichen.
Ostfront (2): Der Vorstoß ukrainischer Kräfte scheint mir zutreffend. Bleibt die Frage, mit welchen Verlusten er erkauft wurde. Bleibt die zweite Frage, warum das zentimeterweise Vorrücken der Russen an fast allen anderen Stellen der Front stattfinden konnte. Das Ganze erinnert fatal an die gepriesene ukrainische Sommeroffensive 2023 und an den Vorstoß Richtung Kursk im August 2024. Beide Angriffsaktionen fügten dem Angreifer schlimme Verluste zu und zudem Geländegewinne, die kaum über den Tag hinaus reichten.
Ostfront (3): Das Ausschalten Russland aus dem Star-Link-System kann nur auf einer Weisung des Eigentümers beruhen. Das ist bekanntlich Elon Musk. Ihm müsste klar sein, dass Russland sich befugt sieht, auf derartige Aktionen gegen den Veranlasser mit kriegerischen Mitteln vorzugehen. Wir werden also noch davon hören. Oder auch nicht, falls es nämlich stimmt, was der russische stellvertretende Verteidigungsminister vorgestern dazu sagte: Das Abschalten bedeute für die russische Kriegführung keine Beeinträchtigung.
Ostfront (4): Der innereuropäische Konflikt um den Ukraine-Krieg spitzt sich zu. Will man wirklich die Ungarn zu feindlichen Ausländern promovieren? Dass Orbán Truppen zusammenziehen lässt, zeigt, dass Feuer unterm Dach ist. Allerdings befindet er sich zudem mitten in einer Wahlschlacht mit unsicherem Ausgang.
Entgegen meinem festen Vorsatz, mich nicht um die Affäre Epstein zu kümmern, bin ich angesichts der Flut der Meldungen doch ins Grübeln gekommen. Es ist weniger die unappetitliche Kinder-Bordell-Geschichte, die mich beschäftigt, denn die ist, so schlimm sie auch sein mag, für die Galerie. Der eigentliche Skandal ist der hinter den Kulissen. Es schälen sich Konturen heraus, die das Unglaubliche der Tätigkeit dieses Mann nunmehr erahnen lassen. Das Einfalltor in das ganze Epstein-Desaster ergibt sich aus seinen Mitgliedschaften, zum Beispiel WEF, Bilderberg, Council on Foreign Relations, Trilaterale Kommission. Habe ich wen vergessen? Die Mitgliedschaften dieses Nobody bedeuteten, ihn muss jemand dort hineingeholt haben. Ich tippe in aller Bescheidenheit auf David Rockefeller oder einen seiner Spannemänner. Für sie war der Mann nützlich, weil er sich nützlich machte. Vielleicht weil er zudem deren perverse Ambitionen beförderte. Einer musste es schließlich tun, wie es immer so schön heißt.
Epstein (2): Es mag sein, dass er daneben seine eigene Suppe kochte – dann nämlich, als er erkannt hatte, was für trübe Nummern die Reichen und Mächtigen doch in der geilen Wirklichkeit waren. Dann waren seine Frischfleisch-Lieferungen das, was man beim Geheimdienst ein Kompromat nennt – eine Erkenntnis also, mit der man den anderen auf Gedeih und Verderb an der Leine führen kann.
Epstein (3): Unterstellt man einen Moment lang das Vorherstehende als zutreffend, wird auf einen Schlag deutlich, warum die Betroffenen jetzt alles in ihrer Macht tun, vom wahren Geschehen abzulenken. Wundern tut dann auch nicht mehr, warum der Mann in den Nuller Jahren sich aus seinem Tun freikaufen konnte, und als die Wogen dann hoch und immer höher schwappten, dass er 2019 sterben musste. Das mussten vor ihm auch andere aus wahrhaft weniger gravierenden Gründen schon.
Epstein (4), vorerst vorletzte Bemerkung: Die Leute, die man jetzt zu Rücktritten aller Art zwingt, sind lediglich weitere Watschenmänner, wenn man als richtig unterstellt, dass dies ein Club von größenwahnsinnigen Möchtegern-Weltbeherrschern ist. Je hochrangiger die jetzt geschassten, desto fester werden die wahren Hanseln zusammenrücken. Es sei denn, einer von denen hat das Erbe des Epstein-Wissens an sich bringen können.
Epstein (5): PS. Was macht eigentlich Billy G.? Zumindest seine Zuwendungsempfänger in den Qualitätsmedien schweigen eisern.
Epstein (6): Spätestens in fünf, sechs Wochen hat sich die Meute ausgetobt, und die Herren können wieder zu ihrem Tagesgeschäft nebst attachierten Lustbarkeiten übergehen.
26. Februar 2026
Ich habe nichts gegen Polen, doch als Flug-Mitreisende finde ich sie lästig, da sie sich, sobald die Anschnallzeichen erloschen sind, in maschinen-übergreifende Gesprächsgruppen zusammenfinden. Was das Thema ihres den Fluglärm übertönenden Gedankenaustausches ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Auffällig erscheint es mir, dass derselbe durch hastiges Hin- und Herrennen erst möglich zu sein scheint, unterstützt von lautstarkem Öffnen und Schließen der Gepäckfächer.
Flugreise (2): Gegen bessere Einsicht habe ich mich überreden lassen, eine in Berlin startende Maschine von RyanAir zu nutzen. Von der üblichen Inneneinrichtung der Passagierflugzeuge ist nichts mehr da. Mich wundert, dass man seinen Stuhl nicht mitbringen muss.
25. Februar 2026
Auf einmal ist es doch nicht strafbar, den Fritz als Pinocchio zu bezeichnen. Die Staatsanwaltschaft von Heilbronn stellt das Ermittlungsverfahren ein. Da hat jemand einen Wink gegeben, dass man in der heißen Phase des Wahlkampfs in BaWü diese Debatte partout nicht gebrauchen kann. Damit ist die Sache vom Tisch? Nein, durchaus nicht. An dem rechtswidrigen Eindringen bei dem angeblichen Bösewicht war eine Vielzahl von Amts-Personen beteiligt, darunter auch ein deutscher Richter, der den Durchsuchungs-Beschluss unterschrieben hat. Einfach so! Sie alle haben sich nach meiner festen Rechtsüberzeugung strafbar gemacht (Hausfriedensbruch, Verfolgung Unschuldiger, Rechtsbeugung, Amtsanmaßung). Und sie müssen für ihr Tun bestraft werden.
24, Februar 2026
Um Persien herum zieht der Don eine gewaltige Streitmacht zusammen. Ernst zu nehmende Leute rätseln, warum er das tut und kommen dabei zu Erklärungen, die hierzulande nicht zu wiederholen sind. So halte ich mich an ein Interview, dass der konservative Star-Journalist Tucker Carlson mit dem US-Botschafter in Jerusalem führte. Der meinte sinngemäß, es komme darauf an, die israelische Vormacht in Nahost sicherzustellen. Dass Carlson als Feindperson in Jerusalem festgenommen wurde, lässt vermuten, dass man dortzulande solche Botschaften — zumindest, wenn sie laut ausgesprochen werden — nicht gerne hört.
Don (2): Die Gras-wachs-Hörer mutmaßen, dass dem Präsidenten die Zeit für seine außenpolitischen Eskapaden davonlaufe, weil im Herbst ein Dem-dominierter Kongress drohe. Wenn es so kommt, muss sich niemand wundern, denn Trump hatte seinen Wahlsieg mit innenpolitischen Themen errungen. Ob er seine Versprechungen auch nur ansatzweise einlösen kann, ist in der Draufsicht nur schwer zu bewerten, da man von den weltweiten Bocksprüngen immerzu abgelenkt wird.
Wie mickrig sieht die Welt dagegen hierzulande aus. Ein Kanzler, den man bei Strafe nicht mit Pinocchio vergleichen darf, und ein Gebührensender, der ungestraft fälschen und lügen darf. Da mir die Täterinnen beim ZDF infolge meiner strikten Gaff-Abstinenz allesamt nichts sagen, muss ich mich auf Meldungen aus dem Off verlassen. Es sei dortselbst ein Relotius-Effekt eingetreten.
23. Februar 2026
Der Krieg: Dass der in der Ukraine jetzt länger dauere als der Zweite Weltkrieg, verdanken wir, wenn die Medien zuverlässig berichtet haben sollten, einer Einschätzung von Fritz dem Kanzler. Na gut, 1939-45 muss er nicht wissen.
Krieg (2): Was den Beginn des Einmarsches in der Ukraine anlangt, gehen die Meinungen auseinander. Während die einen den 22. Februar 2022 annehmen, sprechen die anderen vom 24. Februar. Kann mich in diesem mir ärgerlichen Fall nicht auf meine eigenen Aufzeichnungen stützen, weil ich exakt in jener Woche einen Aufmerksamkeits-Totalausfall infolge einer Vireninfektion mit anschließender bakterieller Lungenentzündung hatte. Die Einzelheiten dessen habe ich dann, so gut es eben ging, in den ersten Märztagen notiert. Ich habe, das allerdings war mir ziemlich schnell klar, ein historisches Ereignis in meinem Bett fiebernd verdämmert.
Gestern rief ich bei Computer-Fachleuten ein großes Hallo hervor, als festgestellt wurde, dass mein Arbeitsrechner, mit dem ich nicht in der Lage bin, genau diese Sudelbuch-Aufzeichnung herzustellen, acht Jahre alt ist. Sie staunten den Rechner und mich an, als wären sie auf jemanden gestoßen, der mit Hammer und Meißel Keilschrift produziert. Fazit des Palavers: Ein neuer Rechner muss her. Mir graut davor, mich erneut in irgendwelchen Neuerungs-Schnickschnack hineinfinden zu müssen. Es steht massive Zeitverschwendung ins Haus. Das ist es, was mich am meisten zurückschrecken lässt.
Alt (2): Acht Jahre sind also alt — jedenfalls im Leben eines Computers. Besser lässt sich die Wegwerfgesellschaft kaum beschreiben. Andererseits ist es nicht ohne Witz, dass die Masse der Bücher in meiner Bibliothek älter als acht Jahre ist. Zuzugeben ist allerdings, dass etliche von ihnen nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit sind, aber verstehen tue ich die meisten von ihnen dennoch. Auch finde ich in ihnen Dinge und Meinungen, von denen die Computer-Welt nicht einmal zu träumen wagt.
21. Februar 2026
Fritz forever: Tosend war der Applaus, langanhaltend, überwätigend und, wie man wohl hoffte, Medraula (die Menschen draußen im Lande) ansteckend, denn Fritz der Kanzler hatte die Formel des Neuen Tausendjährigen Reiches verkündet: Wir und die Sozen auf ewig, da können die Ränder stänkern, wie sie wollen.
Fritz (2): Und sonst so? Und nichts. Das heißt: nicht ganz, sondern weiter wie gehabt.
Fritz (3): Was soll denn der Wähler zu alledem sagen? Der wer? Ich bitte Sie.
Fritz (4): Aus den Leserbriefen der Zellerzeitung von heute Nacht: „Dieses absonderliche Geschwurbel von Merz würde keine KI hinkriegen“. — Weiß nicht genau, was es letztlich bedeutet, wenn ich mich pflichtschuldigst distanziere.
20. Februar 2026
Wenn ein Mann eine Frau erstmals mit großem Aufwand bekocht, so wolle er, sagt man, dieseselbe bezirzen. Wenn diese dann allerdings bei Tisch über Ernährungsgrundätze doziert, kann man man ohne Umschweige folgern, dass das Vorhaben misslungen sei. Es ist nämlich der Mann, der unverzüglich Abstand nimmt. Er denkt heimlich: Sollte ich ihr näher rücken, wird sie wohl über Brust- und Darmkrebs reden.
Wenn heute im Schwäbischen der Parteitag der Christunion ausbricht, soll nach der Ansage des Vorsitzers jeglich Unionsfreund sich des Alkohols enthalten. Da Verbote ein Spiegelbild unerwünschter Sitten sind, kann sich jeder einen Reim darauf machen, was in diesen Kreisen sonst üblich ist. Diese simple Weisheit kam mir zu Bewusstsein, als ich vor Jahrzehnten eine Seminararbeit über das Bergrecht im Herzogtum Jülich, Berg und Ravensburg schrieb, wo streng bestraft wurde, wenn Bergleute ihrer Notdurft im Altarraum der Kirche freien Lauf ließen. Nun ist von den heutigen Partei-Christen ein solches Fehlverhaten nicht zu erwarten, doch irgendwas muss hinter dem Alk-Verbot stecken. Vielleicht soll ihnen verwehrt werden, dass sie sich die Führerin i.R. schön trinken. Das wäre eine harmlose Variante. Schlimmer wäre es wohl, wenn verdeckt werden soll, dass die Partei-Bonzen Nichtskönner sind, die nicht einmal beherrschen, sich mit Anstand zu betrinken.
19. Februar 2026
Die Luxembourg Times gehörte bislang nicht zu den Objekten meiner Nachrichtensucht. War sicher ein Fehler, denn so entging es mir, dass der Großherzogsnachfolger seit vergangenem Jahr der Großherzog ist. Auch dass der Mann verheiratet ist, und dass Mette-Marit, die angeheiratete Skandalnudel aus dem norwegischen Königshaus das ehestiftende Begängnis in einer Mail an den Sex-Skandalisten Epstein boring (also langweilig) fand (https://www.luxtimes.lu/luxembourg/epstein-files-norwegian-princess-calls-luxembourg-royal-wedding-boring/128067617.html).
Luxemburg (2): Ein wenig weitergeblättert, in dieser Luxemburgischen Nachrichtenquelle und schon muss ich lesen, dass Epstein beim in Luxemburg praktizierenden Zweig der Rothschilds, pardon: de Rothschilds, den Finanzberater gab, als es darum ging, ein prominentes weibliches Mitglied dieses Clans, zugleich Vorstand einer Bank, bei der Verdeckung illegaler Groß-Geschäfte zu unterstützen. Nutze allerdings nichts, es kam die Luxemburger Finanzpolizei und durchsuchte alle möglichen Liegenschaften.
Luxemburg (3): Nur gut, dass unsere Hass-Aufsicht die Luxembourg Times nicht liest, sonst hätte man sicher ein Fass aufgemacht und die ohnehin an der Grenze herumlungernde Bundespolizei zum Eingreifen veranlasst, weil Hoheit nebst Frau an deren Hochzeitstag das jubelnde Volk mit dem xxx-Gruß – Sie wissen schon, mit welchem – bedacht haben. Beweisfoto aus der LT anbei:
Derweil in D: Das ZDF wurde dabei ertappt, in wüster Form am Wochenende Bildmaterial zu den Nachrichten gefälscht zu haben. Versehen oder Absicht? Die Frage kann kaum ernst gemeint sein.
Fernsehen in D (2): Doktor Voigt wird dabei erwischt, Fernsehratstantiemen beim MDR kassiert zu haben, obwohl er an den Sitzungen gar nicht teilnahm. Vielleicht war er ja in Gedanken dabei. So jedenfalls deute ich die Einlassungen der Staatskanzlei in Erfurt. Es geht, so Nius, um schlappe 18.000 Euronen.
Und schließlich übern Teich: Vice Vance nimmt gestern auf FoxNews Stellung zu Europa und der Reise von Rubio: Nein, da sei keine Rivalität zum Außenminister, der sich im übrigen vorbildlich geäußert habe, Er wiederholt: Europa ruiniere sich selbst, woran den Trumpisten nicht gelegen sei. Nein, mit meinen Mutmaßungen von gestern hat das nichts zu tun. Vance gehört nicht zu meinen Lesern (soweit ich weiß).
Übern Teich (2): Derweil beginnen Gouverneure der Dems eine eigenständige Außenpolitik, um Trump zu konterkarieren: Der gegelte Mann aus California reist zu Fritz dem Kanzler, und andere treten der WHO bei, aus der die Union gerade ausgetreten war. Mal sehen, wie ernst das gemeint ist, wenn’s ans Zahlen geht.
18. Februar 2026
Nachdenken über die US-Botschaft am Wohenende in München: Außenminister Rubio gab dort den Wir-sind-doch-eine-große-Familie–Verkünder. Man solle sich drauf besinnen und einen neuen Anfang wagen, der dem Tun seit 500 Jahren ähnele, die Welt dank eigener Überlegenheit zu beherrschen. Das ist — wenn man alles Geschnörkel der Marke Ich-bin-einer von-euch — beseite lässt, eine knallharte Unterwerfungs-Ansage.
Rubio (2): Man muss diesen Auftritt im Zusammenhang mit seiner anschließenden Reise nach Ungarn und in die Slowakei sehen. Dort sitzen die beiden Regierungen mit den besten Beziehungen nach Russland. Und nur dort. Die Botschaft ist deutlich: Uns stört das nicht, macht weiter. Unausgesprochen: das, was die EU sprengen wird, ist uns recht. — Dem dient auch das Ignorieren der Polen, die in ihrem eitlen Stolz gekränkt worden sind, Amerikas beste Freunde zu sein.
Rubio (3): Seine Entsendung war nach der Kampfansage von Vize Vance im Vorjahr in München eine Geste des Don an seine beiden Nachfolge-Konkurrenten: Zeigt selbst, wer der Bessere ist. Ich kann nicht behaupten, dass mir der Auftritt von Rubio besser gefallen hätte. Doch auf mich kommt es nicht an.
17. Februar 2026
Massenentlassungen sind das Rezept, was den Industriegiganten in D als alleiniges Heilmittel einfällt. Jetzt sind es erneut VW und BASF, die damit nicht mehr hinter dem Berg halten. Für die Betroffenen ist das bitter. Treffen tut es vor allem die Arbeitnehmer 45+, die Jüngeren gehen von selbst. Sie haben, wenn sie nicht örtlich gebunden sind, keine Mühe, etwas Adäquates zu finden. Wie sich dieser Kahlschlag auf das Wahlverhalten auswirkt, ist völlig unklar.
Massenentlassungen (2): Fritz & Co reagieren mit Appellen an ein patriotisches Wirtschaften. Das ist eine weitere Lüge, wenn zugleich die Bedingungen des Standorts durch weiteren Klimablödsinn verschärft werden. Die Giganten hätten die Macht, Nein zu sagen, aber sie fliehen lieber ins Ausland. Dir BASF soll angeblich die Verwaltung nach Kuala Lumpur verlegen. Das liegt nicht eben nebenan. Falls es stimmt, hat man dortzulande (in Malaysia) jedenfalls keinen Ärger mehr mit dem Arbeitsrecht. Und es zeigt noch ein Zweites: Verwaltungs-Angestellte, die effizient ihren Dienst verrichten, findet man fast überall. Bei denen, die tatsächlich die Produkte herstellen, sieht es wohl anders aus.
Massenentlassungen (3): Der Chef des Autokonzerns Stellantis spricht es offen aus: Die E-Spielzeuge waren ein Irrweg, wir werden zum Verbrenner zurückkehren. Jetzt müsste das entscheidende Und-deshalb folgen, nämlich: Wir zwingen die EU auf Linie, oder wir räumen sie ab. Ich traue den Franzosen das zu — und den Italienern auch.
16. Februar 2026
Morgendlicher Blick aus dem Fenster offenbart: es ist alles wieder weiß. Nein, der Winter ist immer noch da, und die Gasreserven schmelzen dahin. Die Medien betreiben die übliche Ablenkfütterung. Sie melden, was alles Großartiges auf der gestern zu Ende gegangenen Münchener Sicherheitskonferenz gewesen ist, nein falsch, wer dort gewesen ist. Und was geschah? Nichts.Der kleine Mann aus Kiew erhielt einen Orden für Widerstand.
Winter (2): Es war gestern schon bitterkalt. Ich schmecke das Wort auf der Zunge ab. Ich vermute, niemand kann mir erklären, wo das hekommt, dieses bitterkalt. Das Volk, das deutsch spricht, wird es erfunden haben. Es zeigt, was das Volk von Kälte hält. Das treffend auszudrücken, wurden gelehrte Männer nicht benötigt. Die Volkssprache bahnt sich, ohne lange zu überlegen, ihren Weg. Ein wundersamer und wunderbarer Vorgang.
Heute Nacht das ferige Manuskript des neuen Buches an den Verlag abgesandt. Ich tippe auf Absenden und habe hinterher Mühe, vom Schreibtisch aufzustehen. Ich habe das Gefühl plötzlich bleischwer zu sein, dabei sollte ich das Gegenteil sein: federleicht.
15. Februar 2025
In der jetzt vergangenen Woche hat Trump die gesamte, auf präsidentiellen Erlassen beruhende sog. Klima-Gesetzgebung durch einen Federstrich aufgehoben. Er sprach hierzu in der für ihn gewohnt bescheidenen Art von der größten Deregulierung seit dem Bestehen der USA. Selbstredend hat er durch diesen Kahlschlag das Gezeter aller ausgelöst, die in den vergangenen Jahren durch den Klimaschwindel gut verdient haben.
Klima (2): Bei uns zulande versucht Mainstream, die amerikanische Revolution im Denken und Wirtschaften, so gut es geht, zu verschweigen. Ich nehme an, dass Jahre vergehen werden, bis auch hier aggressive Fragen an die Politik gestellt werden. Bis das geschieht, so hofft die Kaste, werde es in den USA die nächste Wende hin zum Gewohnten geben.
Klima (3) der Panikmache: Der Präsident des BND, Martin Jäger, war mir bislang nicht aufgefallen. Jetzt lese ich bei einem CDU-Freak namens Klaus Kelle, der hierbei ein gutes Gefühl hat (https://denken-erwuenscht.com/der-bnd-ist-russlands-spielchen-leid/), dass der Ex-Diplomat sich auf der heurigen Münchener Sicherheitskonferenz geäußert habe, Deutschland müsse angesichts von hybriden Angriffen des bösen Wlad auf Deutschland (allein 321 Sabotagefälle im Jahre 2025) „operationeller“ werden. Der BND in Deutschland in der Sabotageabwehr? Da muss mir was entgangen sein. Auch das Wort „operationell“, was sich offenbar in „operationeller“ steigern lässt, ist mir ganz und gar neu. Auch frage ich mich, wo die Zahl 321 her ist. D.h., nein, das frage ich mich nicht: da hat einer 3-2-1 auf die Tastatur getippt. Passt. Merkt sowieso kein Mensch.
14. Februar 2026
Dass die heutigen totalitären Mainstreamer und Antifa-Halunken in gerader Linie von den Nationalsozialisten geistig abstammen, ist als Feststellung kaum noch originell zu nennen. Und doch freut es mich, wenn ab und an unmissverständliche Belege ans Licht kommen, wie der unten folgende, der über das Schlagwort von Hass und Hetze Auskunft gibt. Ich wurde über Umwege durch die Webseite philosophia perennis von David Berger aufmerksam und habe mich der Mühe unterzogen, die genannte Quelle zu befragen. Es handelt sich um die Tageszeitung Der Gemeinnützige – Neue Hohenlimburger Zeitung | Hohenlimburger Stadtanzeiger – vom 28.12.1939, S. 3.
Hass und Hetze (2): Wer über den Ukraine-Konflikt anhand belegbarer Fakten spricht, wird in der EU wg. Meinungsverbrechen, vulgo: Hass und Hetze, verfolgt. So der Schweizer Obrist a.D. Jacques Baud, dem man, da er in Brüssel wohnt, ein Bewegungsverbot und eine Totalenteignung verpasst hat. Wer ist eigentlich „man“, und wer genau exekutiert das? Ich will es wissen, personengenau. Ich nehme an, an den „Maßnahmen“ sind mindestens dreihundert Personen irgendwelcher Apparate persönlich beteiligt. Zum Beispiel Außenminister Johann Wadephul. Gut finde ich die einschlägigen Angaben aus dem deutschen AA: Die Sache sei so, weil sie so sei.
13. Februar 2026
Versuche frühmorgens einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über die Funktionsweise der russischen Hyperschallwaffe Oereschnik (Haselnussstrauch) zu verstehen. Klar scheint nur, dass weit vor dem Ziel ein Zwischenglied (im Amerikanischen: der Bus) die Transportrakete verlässt und vermutlich autonom weiterfliegt. Der Bus enthält bis zu 6 Gefechtsköpfe, die wiederum vom Bus abgesprengt werden und allein ins Ziel fliegen. Nach wie vor rätselt der Wertewesten, ob sowohl Bus wie auch Gefechtsköpfe im Zielanflug beeinflussbar sind, oder ob sie den einmal von der Rakete mitgegebenen Weg weiterverfolgen müssen. Die Experten streiten, was wohl für eine potentielle Abwehrmaßnahme die günstigere Variante wäre. Das ist nicht frei von Komik, da die Oreschnik-Waffe durch die konkurrenzlose Geschwindigkeit für jegliche Abwehrvorbereitungen unzugänglich erscheint. Bislang haben wir zwei sog. Versuchseinsätze ohne Sprengstoffe in den Gefechtsköpfen erlebt, die allein aufgrund ihrer Einschlagsenergie schreckliche Schäden verursacht haben – einen im vergangenen Herbst in der Waffenschmiede von Dnjepropetowsk und einen gegen einen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe von Lemberg.
12. Februar 2026
Teile und herrsche: Man hält sich seine Nachfolger vom Hals, indem man mehrere benennt und miteinander konkurrieren lässt. Dieses Schauspiel können wir derzeit in den USA betrachten, wo der Don die Herren Vance und Rubio um seine Gunst ringen lässt. Rubio, der Außenminister, ist derzeit pressemäßig vorne. Ich vermute indessen, dass Vance sich bei den derzeitigen außenpolitischen Kapriolen des Don absichtlich raushält, denn er vermutet mit gutem Grund, dass diese in die Hose gehen könnten.
Sündenbock (2): Die Mainstream-Medien übertreffen sich gegenseitig mit Hinweisen, dass der böse Putin das ganze Epstein-Ungemach eingerührt hat. Hierfür gibt es wie gewohnt keinen Beleg, und die Fakten, soweit man sie bislang kennt, sprechen fürs Gegenteil, wonach sich nämlich der jetzt tote Tausendsassa mit dem aufsteigenden Stern Selenskyj gemein zu machen suchte. Letzteres, nebst der plötzlichen Liebe zur Ukraine, wäre nicht unplausibel, wenn man unterstellt, dass Epstein ein Agent der Rothschilds war. Zumindest hat er dies in einigen wenigen Email-Botschaften selbst so ins Spiel gebracht. — Jetzt kann man in Ruhe abwarten, was die zahlreichen Pros und Cons in Sachen Judentum aus diesem Rothschild-Brei destillieren werden.
11. Februar 2026
Man denkt immer, dass den Klima-Lügnern nichts Neues mehr einfällt. Falsch gedacht. Jetzt haben sie erfunden, dass der Winter, den wir derzeit erleben und den unser indischer Guru als der Vergangenheit angehörig ausgerechnet hatte, nun doch eintrat, weil wir unsere CO2-Sparziele erfüllt hatten. Deswegen, so vernahm ich, staunend, dass mir der Mund offenstehen blieb, wurde die Erderwärmung gestoppt, und der Winter kam zurück. Das leuchtet sogar mir ein.
10. Februar 2026
Nein, ich muss zu der Epstein-Sache keine Meinung haben. Es genügt, dass der Mann angeblich Dutzende Konten bei der Deutshen Bank unterhielt. Ich frage mich, wie man das rein praktish macht?
Epstein (2): Wenn man den Namen auf Jiddisch ausspricht (Eppschtein), dann ist man, so lerne ich, ein Antisemit. Nun sieht allerdings niemand, der den Namen auf dieser Webseite liest, ob ich ihn politisch korrekt Eps-tiehn ausspreche. Das ist ein Problem, denn ich möchte auf keinen Fall unkorrekt sein. Und auf keinen Fall darf ich mich amüsieren.
Epstein (3): Toll ist es, was die KI zu leisten vermag. Sie produziert Bilder und Meldungen, die einen vorsichtigen Beurteiler wie mich veranlassen, alles für möglichen Schwindel zu halten. Es könnte zumindest sein oder auch nicht. Dieses Problem ist viel grundlegender, als es im Moment erscheinen mag. Wir steuern auf Zeiten zu, wo niemand mehr den eigenen Augen traut. Das ist ein gruseliger Gedanke.
9. Februar 2026
Lob der Charakterlosigkeit: Vor noch nicht zu langer Zeit war sich Mainstream der Brandmauer gewiss. Doch vor genau einem Jahr bedurfte es eines Anrufs (ich vermute in Gütersloh), um den Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz in die Wüste zu schicken. Der nahm an Ort und Stelle tränenreich Abschied von der Gemeinde der Kriegsfreunde und wurde ruckzuck durch seinen Vorgänger ersetzt. Der lud nun in der vergangenen Woche 3 Abgeordnete der AfD zum Treffen ein. Mainstream hält den Atem an. Gut, das Einknicken war zu erwarten. Das einzige, was ich mich frage, ist, ob es noch eines weiteren Anrufs aus DC bedurfte, oder ob es die deutsche Waffenlobby selbst war, die gegenüber dem Kolonialherrn good will zeigen wollte.
In dem Buch The Rockefeller File von Gary Allen aus dem Jahre 1976 über den Rockefeller-Clan wird geschildert, wie aus Sicht des Autors der Zusammenhang zwischen der Gründung der Rockefeller-Stiftungen und der gleichzeitigen Einführung der Einkommensteuer war. Es war der Wille, sich um die Steuer zu drücken. Wie heute,
In Washington DC wechselt das Personal der Washington Post im allergrößten Stil. Eigentümer Bezos ist der Meinung, dass der Rückgang des renommierten Blatts auf dem Umstand beruhe, dass dieses Dinge produziere, die normale Leute nicht wissen wollen. Fazit: die Führung und 300 von 800 Journalisten flogen raus, darunter auch die Nahost- und die Ukraine-Korrespondenten.
7. Februar 2026
Na sowas, Da hat doch der Verband der Mittelstandsunternehmer an Fritz den Kanzler einen Brief geschrieben, denn die Mittelständler, so der Vorsitzer, sind von Fritz und seiner Politik enttäuscht, wo sie sich davon doch so viel versprochen hatten. Das ist typisch Verbandsgeschnösel, bloß keine klare Aussage. Die hätte lauten müssen: Wir, die Hauptarbeitsbeschaffer, verlangen: Tritt sofort zurück.
Verband (2): Da lob ich mir den Nabu. Klare Kante und in Berlin das Streusalzverbot gerichtlich duchgesetzt. Jetzt laufen die Mitglieder weg. Wer hätte das gedacht.
6. Februar 2026
Ein Hauch von Wahn: Daniel G., ein Ministerpräsident, dessen Namen man sich nicht merken muss, hat gestern einen Rechtsstreit gegen Nius gewonnen. Er habe, so sieht es das Verwaltungsgericht, die Pressefitzen nicht als Landesherr, sondern als Privatmann verleumdet – und das, nachdem er selbst gesagt hatte, er sitze als MP hier. Bleibt die Frage: Wer ist hier schizo? Und auch dies: Taugt sowas für ein Spitzenamt im Staate?
Wahn (2) und zwar im fortgeschrittenen Stadium: Der kleine Mann aus Kiew teilt gestern mit, er werde jetzt 50.000 Russen im Monat töten.
Wahn (3) wird man deutschen Medien unterstellen dürfen, die den Schwerverbrecher Simeon Ravi Trux, der soeben in Budapest zu 8 Jahren Haft verurteilt wurde, liebevoll Maja T. nennen, nachdem er sich selbst umdefiniert hat. Dass der Antifa-Pöbel auf den Straßen herumtanzt und Freiheit für Maja fordert, gehört nun schon zum Ritual der Republik. Habe nichts davon gehört, dass die Staatsanwaltschaft wg. der Befürwortung von Verbrechen eingeschritten wäre. Der einschlägige Tatbestand für die Strafverfolger heißt Strafvereitelung im Amt.
Wahn (4): Typisch Frau: Maja T. im Februar 2026 in Budapest.
5. Februar 2026
Narretei: Das Streusalzverbot in Berlin bleibt. Die gegenteilige Allgemeinverfügung des Senats ist nicht rechtens. Geklagt hatten irgendwelche grünen Taugenichtse — und recht gekriegt. Schon erstaunlich, wie schnell das Verwaltungsgericht die Zeit fand, Recht und Ordnung wiederherzustellen.
Narretei (2): Hinter der Brandmauer alles im Lot, denn der hiesige Wissenschaftsbetrüger darf an der Staatsspitze bleiben. Jetzt, wo man das Ergebnis kennt, wirkt der Versuch, ihn per Misstrauensvotum zum Teufel zu jagen, unüberlegt. Es gab nur einen Abweichler bei Unsererdemokratie.
4. Februar 2026
Zappenduster: Die Meldungen von der Ostfront sind widersprüchlich. Es ist nicht zu unterscheiden, ob jetzt tatsächlich in Kiew und anderen Städten kein Strom mehr da ist, oder ob das gesamte Stromnetz der Ukraine zusammengebrochen ist, oder ob es sich um die nun leider schon allzu gewohnten Panikmeldungen handelt. Die von Putin konzedierte Angriffspause scheint jedenfalls zumindest formal abgelaufen zu sein.
Ostfront (2): Nach wie vor herrscht im Kriegsgebiet strenger Frost. Trotzdem scheinen die Angriffe an der Nordfront über die russische Grenze hinweg, grobe Richtung Charkow, wieder aufgenommen worden zu sein. Das passt mit den erneut in der Westpresse verbreiteten Meldungen über die Schwäche der russischen Truppen nicht zusammen.
Ostfront (3): Auffällig ist zudem, dass das russische kontinuierliche Vordringen an etlichen Stellen des Frontbogens dazu führt, dass das Zurückhängen nach Osten in der Mitte allmählich revidiert zu werden scheint. Der Bogen wird zu einer Geraden, was zur Verkürzung der Frontlinie führt.
Ostfront (4): Was Nato-General Rutte angesichts dieser Lage in Kiew gestern wollte, ist unklar. Für ihn scheint noch Sprit da zu sein, denn irgendwie muss er die Reise bewältigt haben. Dass die Ukrainer praktisch keine Abwehrwaffen gegen die Luftangriffe mehr bei der Hand haben, das wissen wir schon — selbst die New York Times weiß es –, deswegen interessiert es, was er wohl versprochen haben mag.
3. Februar 2026
Es ist schrill, was die Weinkönigin des Bundestages da zusammen angezogen hat. 4 mal rot. Es gibt Leute, die behaupten, die Blondine laufe sich auf diese Weise zum natürlichen Nachfolger von Fritz dem Kanzler warm. Besser aussehen als dieser tut sie allemal – von der Führerin i.R. ganz zu schweigen.
Schrill (2) ist das, was das Land SH (meerumschlungen) dem Publikum bietet: Guenther, Wadephul, Prien, der Habeck, Stegner. Leute machen Witze, dass man die Gegend den Dänen als Kompensation für Grönland anbieten solle. Ach ja, und nicht zu vergessen ein ADAC-Präsident, der durch seine Klima-Blödheiten 60.000 Mitglieder innerhalb weniger Tage den Verein verlassen lässt. Da ist noch Platz nach oben.
31. Januar 2026
Bei Tisch: Einen Abend lang sind wir mit dem englischen Schriftsteller J.R.R. Tolkien beschäftigt. Die Anwesenden scheidet scharf, den Herrn der Ringe gelesen zu haben oder eben auch nicht. Doch es gibt niemanden, der nicht alles mögliche darüber weiß und zu bekritteln hat. Ich rufe ein allgemeines Hallo hervor, als ich aus einem sehr hoch gelegenen Regal das Silmarillion und die Nachrichten aus Mittelerde rauszerre. Als ich mich dazu äußern soll, fällt mir lediglich ein, dass ich beide Bücher, die ich 1980 erwarb, alsbald beiseite legte, da sie mir als eher technokratische Nachgeburten zur liebenswerten Welt der Hobbits und zum Kolossal-Gemälde der Ringe vorkamen. Das ist die Minute, wo die Händy-Besitzer nicht mehr an sich halten können, und wenige Minuten der Ruhe treten ein. Ich weiß schon, jeder wird gleich irgend etwas wissen. Ich nutze den Moment und entfalte Tolkiens selbstgezeichneten Kartenwerke auf dem Esstisch.
Im wirklichen Leben versucht der Don von seiner Schieflage in Nahost, Persien und Venezuela abzulenken, denn die Meldungen über das amerikanische Protzgehabe werden vorsichtiger. Da muss eine neue Schlagzeile her. Es ist die vom gestrigen Telefonat mit Putin, der einer Feuerpause zugestimmt habe. Bei näherer Suche nach der russischen Bestätigung stellt sich heraus, dass sich die russische Zustimmung vermutlich allein auf die Fortführung der Luftangriffe auf die Elektro- und Wärmeversorgungs-Infrastruktur bezieht. Hier kann der Russe nach meiner Einschätzung ein paar Tage scheinbare Großmut walten lassen, denn das Ziel, der städtischen Bevölkerung schwere Schäden zuzufügen, ist vermutlich bei eisigen Wintertemperaturen seit Mitte Januar erreicht.
30. Januar 2026
Dr. Voigt, ach, ich werde seinen Doktor vermissen. Mein Vorschlag an die Staatskanzlei, das Thüringer Vogtland (siehe Hinweistafel an der A 4) in Doktorvogtland umzubenennen, geht nun ins Leere.
28. Januar 2026
Derselbe Herr, die nächste Dame: Nach Kündigung der Mitgliedschaft bei WHO & Co vor einigen Tagen ist der Don gestern aus dem Pariser Klima-Abkommen von 2014 ausgestiegen. Man darf annehmen, dass weitere Länder folgen werden, wenn sie nicht ohnedies, obschon Vertragspartner, die ganze CO2-Religion als unbeachtlich abtun. Naturgesetze lassen sich nicht einmal durch das Völkerrecht brechen.
Naturgesetze (2): Das Gequatsche vom CO2-basierten Meeresanstieg hat erneut ein paar schwere Dellen bekommen. a) Der Eispanzer von Grönland ist im vergangenen Jahr beträchtlich gewachsen. b) Britische Forscher haben Ergebnisse veröffentlicht, dass im 5. Jahrhundert n.Chr. innerhalb weniger Jahre der Meeresspiegel der Nordsee um mehrere Meter anstieg. In Niedersachsen und in der Themsemündung war dauerhaft landunter. Das führte, so folgern sie, zum Wegzug der Römer aus dem unter Wasser stehenden Handelszentrum von London sowie dessen anschließender jahrhundertelanger Nichtexistenz und zum gewaltsamen Eindringen von Angeln und Sachsen aus der norddeutschen Tiefebene und aus Dänemark. Hoffentlich entschuldigt sich unsere Regierung bald mal für diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.
Naturgesetze (3): Wenn man stromlose Wärmepumpen dauerhaft Minusgraden aussetzt, werden sie zerstört. Das dürfen zur Zeit die zeitgeisterprobten Berliner Renovierer erfahren, die vom Stromanschlag betroffen waren. Bürgermeister Wegner empfiehlt: Tennis hält warm, vor allem in beheizten Hallen.
27. Januar 2026
An Kaisersgeburtstag, so sagten die Berliner früher, beginne der Winter. Jetzt kam er ein paar Tage eher und demonstriert damit die demokratische Tugend der Unpünktlichkeit. Die Obrigkeit reagierte mit der ihr eigenen Entschlossenheit und verhängte ein stadtweites Fahrverbot. Das spart auf jeden Fall den früher obligaten Winterdienst. Vermute, dass sich der Bürgermeister ins Home-Tennis abgemeldet hat.
Winter (2): Im Norden der USA eskaliert bei eisigen Temperaturen die Lage zwischen den Bundestruppen des ICE und den örtlichen Autoritäten, die mit Gewalt die Abschiebung von Illegalen verhindern wollen. Gutmensch ist im Zweifel gewalttätig. Der Kern der Auseinandersetzungen liegt im Bundesstaat Illinois.
Winter (3): Nach erneuten Raketen- und Drohnenangriffen auf die Elektro-Infrastruktur der Ukraine scheint in Kiew und anderen großen Städten jetzt tatsächlich das Licht aus zu sein. Die armen Schweine, die dort immer noch hausen, können einem nur noch leid tun. Das Fatale der jetzigen Treffer scheint sich auf die von den drei noch verbliebenen Atomkraftwerken wegführenden Umspannwerke konzentriert zu haben. Diese stünden jetzt, so lese ich, unbeschädigt, aber ohne die gewohnte und notwendige Stromabnahmemöglichkeit da.
24. Januar 2026
Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist sinnlos. So das Ergebnis nächtlichen Nachdenkens unter Berücksichtigung des Unwillens, das warme Bett in Richtung kaltem Schreibtisch zu verlassen. Das bedeutet keineswegs nichts, sondern schafft Freiraum, über die Schönheit des Daseins zu sinnieren. Ich weiß schon, dass gefällt dem deutschen geborenen Miesepeter nicht. Er braucht eine möglichst komplizierte Erklärung für seine schlechte Laune (Nietzsche, Habermas [Ogottogott, die beiden im einem Atemzug]). Mein Einwurf: Versuchen Sie’s mal mit einer erotischen Frau. Gern auch bei Schlaflosigkeit.
Über Nacht (2): Die USA sind aus der WHO ausgetreten. Doch die Verlassene will es nicht akzeptieren. Das nenne ich mal realen Stoff für ein Netflix-Drama, das das Leben schrieb („nach einer wahren Geschichte“). Fünf Staffeln à 42 Folgen unter der Beratung von Michelle und Barack Obama (Ich hoffe deren millionenschwerer Beratervertrag läuft noch).
Über Nacht (3): Endlich muss sich der Deutsche Wetterdienst mal mit dem konkreten Wetter befassen, denn das macht Kapriolen um den Gefrierpunkt. Und das führt zu Glatteis. Herrlich ist die Ratlosigkeit, was genau morgen sein wird. Neinnein, ich mache keine Witze mehr über die Klimakatastrophe. Jedenfalls heute nicht.
23. Januar 2026
Mit Erleichterung ist zu notieren, dass die große Donald-Show von Davos zu Ende gegangen ist. Alle, die die Welt, jedenfalls nach ihren eigenen Ansprüchen, zu lenken vorgeben, sind nach Hause geflogen, um dort wieder wichtig zu sein. Sie mussten diesmal das bittere Gefühl mitnehmen, dass ihnen da jemand die Show gestohlen hat. Eines immerhin ist passiert: Der Orange Man, um dessen Thron sich alles drängte, hat mit der heuchlerischen Vokabel der regelbasierten Ordnung aufgeräumt. Seine jetzige Floskel lautet: Wir machen das, weil wir es können. Insofern änderst sich zwar nichts, aber es wird wenigstens offen gesagt.
Show-time (2): Ich stochere Im Lumpensack der Meldungen herum, um wenigstens ein bisschen Erheiterndes zu entdecken. Dochdoch, das gab es. Annalena die Gestylte und Robert der Denker sprachen – das ist bereits per se witzig genug –, wenn auch getrennt und vor eher überschaubarem Auditorium. Leider finde ich keine dazupassenden Tondokumente. Das, was ich entdecke, ist buchstäblich nichts über nichts.
Show time (3): Angesichts der Posaunen des Don nimmt sich das Klarinetten-Gewinsel aus Kiel erbärmlich aus. Dort versucht ein Ministerpräsident, dessen Namen man sich nicht merken muss, seine Verbal-Attacken gegen die alternativen Medien, in Sonderheit Nius, so zu verunklaren, bis er selbst nicht mehr weiß, was er gesagt haben könnte. Mainstream assistiert ihm hierbei auf breiter Front und macht aus dem Angreifer ein beklagenswertes Opfer.
Beklagenswert (2): In D fallen reihenweise die Elektrobusse aus. Nach Heidelberg trifft es jetzt auch Berlin. Die Spielzeugindustrie zeigt sich den Wonnen des Winters nicht gewachsen. Dabei ist es nach meinem Empfinden nicht einmal sonderlich kalt. Ein Trost bleibt für die Grünen, die diesen Schwachsinn angeschoben haben: Ihre Wähler fahren weder mit dem Bus, noch gehen sie einer geregelten Arbeit nach. Es trifft sie also nicht.
22. Januar 2025
Alle Moorleichen, die ich ausgestellt vorfand, waren blonde Frauen. Die Germanien-zentrierten Altertumswissenschaftler wissen, dass die Damen wg. Ehebruchs daselbst ersäuft wurden. Wenn es seinerzeit bereits die Soziologie gegeben hätte, wüssten wir heute, wie hoch die Dunkelziffer der Blondinen war, die, obschon ehebrüchig, nicht ins Moor mussten. Ließen sich dieselben lediglich nicht erwischen oder hatten sie im Bedarfsfall andere Tricks bei der Hand? Letzteres könnte vor allem für die Nichtblondinen gelten.
Blondinen (2): Bleibt die Frage, ob sich in 2-3000 Jahren noch wer für die Blondinen der EU interessieren wird. Nun gibt es meines Wissen in Davos, wohin sie jetzt angereist waren, kein Moor, dass gnädig zur Verfügung gestanden hätte. So müssen die heutigen Straftäterinnen sich mit der Abscheu ihrer Zeitgenossen begnügen. Diese, vor allem die Nichtangereisten, wünschen sich die Ladies auf den Mond, begleitet von der Häme, die der Don in Davos über die European Leaders zu verspritzen weiß. Doch hält er sich für seine Verhältnisse geradezu zurück, denn er leidet am Morbus groenlandii, und überlässt seinem Schildknappen Lutnick, seines Zeichens der US-Handelsminister, den Guss aus dem Wassereimer, gefüllt mit den Lügen des Klima- und Energiewahns. Der Hauptprofiteur des Schwindels, Al Gore, ruft Buh, und die mit einem Wunderwerk von Konservierungsstoffen versehene Christine Lagarde verlässt empört das Festgelage noch vor dem Dessert.
Und sonst? An der Ostfront, westlich der Hauptkampflinie, gehen jetzt ganz real die Lichter aus und das bei minus 15 Grad. Die Absicht des Russen ist klar: Die Zerstörung der Strom-Infrastruktur soll die Widerstandskraft der Bevölkerung brechen. Ich zweifele. Der Krieg wird erst dann zu Ende sein, wenn die Einwohner von Kiew die jetzige Regierung gestürzt haben werden und es den west-ukrainischen Nationalisten nicht gelingt, dieselbe mit ihrem militanten Personal zu ersetzen.
Ostfront (2): Nach den Angaben von Bürgermeister Klitschko haben seit seinem Evakuierungsaufruf am 9. Januar 2026 600.000 Männer und Frauen die Stadt Kiew bis zum 19. Januar 2026 verlassen. Fragt sich: wohin? — Ich tippe auf diesen Klitschko, wenn einer gesucht werden sollte, der dort das Ruder der geschundenen Rest-Ukraine übernimmt. Es dürfte an ihm selbst liegen, ob er um die Führung kämpft oder den Rückzug in seine Hamburger Villa vorzieht.
Ostfront (3): Die russische Armee nähert sich Schritt für Schritt der letzten bedeutenden Industriegroßstadt links des Dnjepr, Saporoshje (Saporoschschija). Ein zudem von Norden über die russische Grenze Richtung Tschernigow vorgetragener Angriff eröffnet eine neue Front. Sie bedroht sowohl Kiew wie auch Charkow.
Ostfront (4): Selbst bei Fritz dem Kanzler ist die Erkenntnis eingetrudelt, dass man über Waffenstillstandsfolgen schwätzen kann, soviel wie man will – selbstredend ohne Ergebnis, wenn man die Russen nicht einbezieht. Ach, wer hat ihm denn das gesteckt?
19. Januar 2026
Noch nie habe ich erlebt, dass das gesamte Opernpublikum lachend und kollektiv geschwätzsüchtig in die Pause ging. Doch gestern in Leipzig war es so. Verdis Falstaff machte es möglich. Es war ein vortrefflicher Spaß mit einer glänzend besetzten Titelrolle (Lucio Gallo).
Verdi (2): Den weltbekannten Maestro hatte eine Schaffenskrise heimgesucht, als er erleben musste, wie das germanische Gebrüll des sächsischen Giftzwergs die Bühnen der Welt zu erobern begann. Nun denn im Spätwerk des Falstaff ist der göttlich-musikalische Verdi nur noch wie ein fernes Wetterleuchten. Die Experten wissen natürlich, dass Verdi zu dem komödiantischen Shakespeare-Stoff erst mühsam hatte überredet werden müssen. Mir kam indessen der Verdacht, dass er sich über die neue, nichtmelodiöse Erfolgsform eines Wagner lustig machen wollte. Aber was weiß ich, ich bin schließlich kein Opernexperte.
16. Januar 2026
Meine Hauptinformationsquelle ist im Moment die Zellerzeitung mit ihren Leserbriefen. Hier ist der eindeutige Schwerpunkt die Affäre um Grönland. Nimmermehr hätte ich sonst erfahren, dass der berüchtigte Wikinger, Erik der Rote, nicht nur der Entdecker dieses Landstrichs gewesen ist, sondern die Benennung auch von ihm stammt, wobei er die Lüge in die damals bekannte Welt setzte, das unbewohnte Land sei grün, um dadurch Siedler anzulocken, vor allem aber auch Siedlerinnen. Ich stelle mir vor, dass diese der taffen Mette ähnlich sahen, die heutzutage de Dänen vorsteht.
Grönland (2): Neu war mir auch dieses hier: Grönland-Soldaten nehmen ihre Oldtimer-Sammlungen mit. Dadurch wird Grönland noch interessanter, sagte Donald Trump zu Bernd Zeller bei der Eröffnung der ZZ-Lokalredaktion in Nuuk.
Grönland (3): Bundeswehrkritiker bemerken, dass es der Armee an Schlittenhunden und Hundefutter mangelt. Vielleicht könnten unsere militanten Tierschützer ja umgeschult werden, dass sie ihrerseits die freilaufenden Wölfe für den Auslandseinsatz umschulen.
15. Januar 2026
Eine Zensur findet statt. Das gegenteilige Postulat in Artikel 5 des Grundgesetzes zeigt, dass dieser kein Rechtssatz mehr ist, sondern eine nostalgische Floskel, die zum Gespött unserer sogenannten Eliten verkommen ist. Wir verdanken dem Australier Andrew Lowenthal, dass er Mann und Maus und Methoden in einem 72-seitigen Report offengelegt hat: liber-net: Das Zensurnetzwerk: Regulierung und Repression im heutigen Deutschland. Version 1.3: 19. November 2025 (https://liber-net.org/de-report/).
Netzwerk (2): Der Schwerpunkt der Steuerung und Finanzierung liegt beim Bund. Sein Tun ist eindeutig verfassungswidrig, denn ihm fehlt die einschlägige grundgesetzliche Exekutivkompetenz, die die notwendige Voraussetzung von exekutivem (eingreifendem) Behördenhandeln des Bundes ist. Ich weiß, der Gedanke klingt kompliziert, er wird sogleich verständlich, wenn man weiß, dass das Grundgesetz das Behördenhandeln den Ländern im Rahmen der Gewaltenteilung zugewiesen hat. Das Handeln des Bundes – man glaubt es kaum – ist der Ausnahmefall, der einer ausdrücklichen Erlaubnis in der Verfassung bedarf.
11. Januar 2026
Meine Webseite ist vom Netz verschwunden. Der Provider heißt Strato, und der will damit nichts zu tun haben. Das, was er als Service deklariert, sind Leute, die sich bestenfalls auf der Firmenwebseite auskennen. 3 Anrufe brachten 3 unterschiedliche, nicht miteinander harmonierende Ergebnisse. Keines von diesen war brauchbar.
9. Januar 2026
Und es geht weiter, als ob der Don jetzt komplett entfesselt wäre. Gestern veröffentlicht das Weiße Haus den Videomitschnitt einer Quasisitzung, in welcher US-Beamte vor ihrem Präsidenten die Ermittlungsergebnisse des Antifa-Verbots-Komplexes vorstellen (https://x.com/dockyyyyyyyyy/status/2009269665969689054). In Kurzform: das hier sind die Sponsoren des Aufstands-Geschehens gegen den US-Staat: George Soros und die Open Society Foundations, das Arabella Advisors Network, die Tides Foundation, Neville Roy Singham und sein globales Netzwerk, der Schweizer Staatsbürger Hansjörg Wyss sowie Reid Hoffman. Indessen: die größte Summe stammte direkt oder auf Umwegen aus der amerikanischen Staatskasse, von den regierenden Demokraten hierfür zweckentfremdet.
Antifa (2): Ich übersetze mal für die deutschen Verhältnisse: Die gewaltsame Auflösung der Staatlichkeit erfolgt durch reiche Private, die sich der Unseredemokratie-Parteien bedienen, welche gehorsam Riesenbeträge aus der Staatskasse zuschießen. Was ist das Ziel für derartig absurdes Tun? Die Abschaffung jeglicher geordneten Staatlichkeit zugunsten einer selbsternannten weltweit herrschenden Elite. Das ist so simpel, dass der gesunde Verstand sich hiergegen auflehnt. Er sagt: das kann nicht sein.
Sagen wir’s mal so: Wenn sich Leute wie Idioten verhalten, kommt leicht mal der Verdacht auf, dass sie ebensolche sind.
Von dieser Erkenntnis ist es zum Handeln der drei Freunde (F, GB und D) nicht sehr weit, die vorgestern beschließen, pünktlich zum Waffenstillstand in der Ukraine daselbst mit allem militärischen Klimbim einzumarschieren. Madame Sacharowa aus dem Kreml lässt nicht lange auf sich warten und erklärt prompt, dass sie daselbst zu legitimen Zielen der russischen Armee würden. Wenn es eines zu folgern gilt, dann doch dieses hier: die drei von der Tankstelle wollen, dass der Krieg weitergeht, denn ihnen muss klar sein, dass ihr Plan dem Russen jeglichen Waffenstillstand, sollte er ihn überhaupt erwägen, unannehmbar macht. Wenn ich mich eins frage, so ist es: Wo war denn der Pole bei all diesem wüsten Kriegspalaver? Immerhin hat er die größte Armee unter den Kriegswilligen.
8. Januar 2026
Während die Scheinwelt der Medien noch die reale oder gefakte Entführung von Maduro aus Venezuela debattiert, treten die USA gestern aus dem folgend von mir abgeschriebenen Wust von internationalen Organisationen und deren Scheinverträgen aus. Von den meisten habe ich mein Lebtag lang nie gehört:
Liste Teil 1: Abschnitt 2. Organisationen, aus denen die Vereinigten Staaten austreten. (a) Nicht-UN-Organisationen: (i) 24/7 CO2-freie Energieversorgung; (ii) Colombo Plan Council; (iii) Kommission für Umweltkooperation; (iv) Bildung kann nicht warten; (v) Europäisches Kompetenzzentrum für die Bekämpfung Hybride Bedrohungen; (vi) Forum der europäischen nationalen Straßenforschungslaboratorien; (vii) Freedom Online Coalition; (viii) Globaler Fonds für gesellschaftliches Engagement und Resilienz; (ix) Globales Forum zur Terrorismusbekämpfung; (x) Globales Forum für Cyberexpertise; (xi) Globales Forum für Migration und Entwicklung; (xii) Interamerikanisches Institut für globale Veränderungsforschung; (xiii) Zwischenstaatliches Forum für Bergbau, Mineralien, Metalle und nachhaltige Entwicklung; (xiv) Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen; (xv) Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen; (xvi) Internationales Zentrum für die Erforschung der Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut; (xvii) Internationaler Baumwollberatungsausschuss; (xviii) Internationale Organisation für Entwicklungsrecht; (xix) Internationales Energieforum; (xx) Internationaler Verband der Kunsträte und Kulturagenturen; (xxi) Internationales Institut für Demokratie und Wahlhilfe; (xxii) Internationales Institut für Justiz und Rechtsstaatlichkeit; (xxiii) Internationale Studiengruppe für Blei und Zink; (xxiv) Internationale Agentur für Erneuerbare Energien; (xxv) Internationale Solarenergie-Allianz; (xxvi) Internationale Organisation für Tropenholz; (xxvii) Internationale Union für Naturschutz; (xxviii) Panamerikanisches Institut für Geographie und Geschichte; (xxix) Partnerschaft für atlantische Zusammenarbeit; (xxx) Regionales Kooperationsabkommen zur Bekämpfung von Piraterie und ewaffneten Überfällen auf Schiffe in Asien; (xxxi) Regionaler Kooperationsrat; (xxxii) Netzwerk für erneuerbare Energiepolitik im 21. Jahrhundert; (xxxiii) Wissenschafts- und Technologiezentrum in der Ukraine; (xxxiv) Sekretariat des Pazifischen Regionalen Umweltprogramms; und (xxxv) Venedig-Kommission des Europarats.
b) Organisationen der Vereinten Nationen (UN): (i) Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten; (ii) Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) – Wirtschaftskommission für Afrika; (iii) ECOSOC – Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik; (iv) ECOSOC – Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik; (v) ECOSOC – Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien; (vi) Völkerrechtskommission; (vii) Internationaler Residualmechanismus für die Ad-hoc-Strafgerichtshöfe; (viii) Internationales Handelszentrum; (ix) Büro des Sonderberaters für Afrika; (x) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Kinder in bewaffneten Konflikten; (xi) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für sexuelle Gewalt in Konflikten; (xii) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Gewalt gegen Kinder; (xiii) Friedenskonsolidierungskommission; (xiv) Friedensbildungsfonds; (xv) Ständiges Forum für Menschen afrikanischer Abstammung; (xvi) UN-Allianz der Zivilisationen; (xvii) Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zur Verringerung der Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung in Entwicklungsländern; (xviii) UN-Konferenz für Handel und Entwicklung; (xix) UN-Demokratiefonds; (xx) UN-Energie; (xxi) UN-Organisation für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau; (xxii) Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen; (xxiii) UN-Programm für menschliche Siedlungen; (xxiv) UN-Institut für Ausbildung und Forschung; (xxv) UN Ozeane; (xxvi) Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen; (xxvii) UN-Register konventioneller Waffen; (xxviii) Koordinierungsrat der Leiter der Exekutivorgane des UN-Systems; (xxix) UN-Systemstabsakademie; (xxx) UN Water; (xxxi) Universität der Vereinten Nationen.
Austritt (2): Was das alles bewirken wird, das weiß kein Mensch, ich also auch nicht. Klar ist nur, dass jetzt ein Rattenschwanz von Dollar-Profitteuren arbeitslos werden wird. Empfinde ich Häme? Igitt, ich fürchte: ja.
Berlin ist keine Reise wert: Da hat man doch tatsächlich nach 5 Tagen die Stromversorgung von Zehlendorf wieder angeschaltet. Mainstream feiert, dass dies einen Tag eher als angekündigt geschah. Viele Betroffene machen dagegen ihrem Ärger Luft. Besonders gut hat mir der Kommentar über den Bürgermeister gefallen, nachdem dieser sich nicht habe kümmern können, weil er im Home-Tennis gewesen sei.
Berlin (2): Die Mutmaßungen über den Verursacher des Verbrechens sind nur köstlich zu nennen. Besonders gut gefallen mir die Hinweise auf die AfD und den Russen. Gewiss doch, die haben auch Nordstream auf dem Gewissen. Bleibt das Gedankenspiel: Waren es erneut die Bewahrer von democracy & human rights? Und wenn über den Umweg der Förderung ihrer grün-linksextremen Helfershelfer? Spätestens, wenn dem Sachbearbeiter beim Generalbundesanwalt diese Erkenntnis dämmert, wird er den Vorgang auf Widervorlage 2031 legen, um dann die Ermittlungen wg. Verjährung einzustellen. Wollen wir wetten?
7. Januar 2026
Den Wiedereintritt ins elektronische Leben im neuen Jahr verzögert zu haben, erklärt sich am ehesten so, dass mir dasselbe plötzlich recht gut gefiel. Wie gut ich mit der Absenz vom Bildschirm getan habe, fiel mit heute Nacht auf, als ich, um halbdrei wach geworden und auf einen Schlag hellwach, ohne längeres Nachdenken den Weg zum Rechner einschlug. Diese Form der mangelnden Disziplin brachte dann in Sekundenschnelle Dinge hervor, von den ich jetzt im Zweifel bin, ob mir etwas entgangen ist. Darauf gibt es nur hypothetische Antworten, da ich meinem Kopf keinen wirksamen Abschaltbefehl erteilen kann.
Nichts Neues unter der Sonne (2): Jetzt also weiß ich, dass verbrecherische und gemeingefährliche Irre in Berlin die Stromversorgung nachhaltig stillgelegt haben, der Don in Venezuela den Staatschef (Maduro) durch eine massive Militäraktion mit etlichen Toten hat kidnappen lassen und in Nordeuropa unter Einschluss Norddeutschlands der Winter ausgebrochen ist.
Nichts Neues unter der Sonne (3): Man kann nun unterm Strich nicht sagen, dass ich etwas versäumt hätte, denn abgesehen von dem Umstand, dass ich an diesen Dingen ohnedies nichts hätte ändern können, finde ich nichts von dem, was die diversen Medien mit ihrem Gezeter füllt, sonderlich überraschend. Dass in Berlin völlig unfähige, dafür aber ideologisch Verblödete an der Macht sind, ist sattsam bekannt, dass der Don zur Gewalttätigkeit neigt, weiß man aus dem jetzt abgelaufenen ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit mit genügender Sicherheit, und dass der Winter nicht menschengemacht, sondern eine Frage des Klimas ist, muss nicht weiter diskutiert werden, zumal, wie ich soeben mit Vergnügen las, die Hitze immer noch da ist, nur eben anderswo.
Nichts Neues unter der Sonne (4) ergibt sich auch aus der Frage, wie lange denn nun der Weihnachtsbaum noch in meinem Wohnzimmer ausharren wird. Zurück von einer mehrtägigen Reise nach Prag finde ich ihn immer noch ohne jede Nadelei vor, und da ich vom Katholizismus nicht dirigiert werde, brauche ich auch keine die Drei-Königs-Regel zu beachten, wonach gestern mit Singen und mit Beten die Weihnachtszeit ins Endstadium geraten wäre. Man sieht schon: da muss eine europäische Regel her und zwar eine, die an der Spitze unwiderlegbar festlegt, was überhaupt ein Weihnachtsbaum sein soll und, dass ihn mit realen Kerzen zu beleuchten, verboten ist.
Von der Ostfront gibt es dank der Jahresend-Postulate der diversen Führer von nah und fern eine Reihe von zusammenfassenden Bewertungen, aus denen man mit einiger Mühe kriegsentscheidende Tatsachen destillieren kann. So die Konzentration der russischen Luftangriffe auf die Eisenbahnen in der östlichen, jetzt noch nicht russisch besetzten Ukraine. Ich hatte mich bereits vor Jahr und Tag darüber gewundert, dass hier kein Schwerpunkt gesetzt worden war. Jetzt hat sich das geändert (für Besserwisser: mit mir hat das nichts zu tun).
Ostfront (2): Russland behauptet, dass gut die Hälfte der Verluste, die man dem Gegner zufügt, auf Drohnenangriffen beruhen. Die andere Seite geht sogar von 60-70 Prozent russischer Verluste aus, die man der eigenen Drohnenwaffe zuschreibt. Was diese Prozentzahlen in tatsächlichen Zahlen bedeuten, wäre wissenswert, um den Stand des Krieges einigermaßen realistisch einschätzen zu können.
Derweil in der Karibik: Die Angriffe der USA gegen Venezuela steigern sich in ein reales Kriegsszenario. Die Hiesigen halten erschrocken den Mund. Sie sagen stattdessen Zaubersprüche auf, wie sie es in den kommenden zwei Jahren dem Russen zeigen werden.
Vom realen Klima: Seit zwei Tagen ist es ziemlich kalt, Von der mangelhaften Füllung der Gasspeichen in D hört man sicherheitshalber nichts mehr. Stelle mir vor, dass die Irren in den Führungsetagen sich in zwei Fraktionen spalten: Die eine reibt sich die Hände, dass das herbeigebetete Ende der Gasheizung so nahe ist, die andere (mit vagem Kontakt zur Realität) wird von Furcht erfasst, wenn das Gas plötzlich tatsächlich alle ist und arbeitet bereits an Lügenfloskeln, die man dem Volk auftischen will. Der-böse-Putin-war’s ist diesmal schwer zu verkaufen.
Reales (2): Ich bekam eine Reihe schwerwiegender Bücher geschenkt, in die ich alle zur gleichen Zeit hineingelesen habe. Damit werden meine Leser noch zu behelligen sein, wenn ich etwas mehr durchblicke.
25. Dezember 2025
Es gibt Meldungen, die sind wie ein Weihnachtsgeschenk. Dank der jüngsten US-Einreisesperrliste erfahre ich, dass es in Berlin (wo sonst?) eine gemeinnützige Zensur-Institution gibt, die von den Damen von Hodenberg und Ballon betrieben wird (neinnein, die Namen sind nicht auf meinem Mist gewachsen). Die Ärmsten dürfen jetzt nicht mehr in die Staaten einreisen. Ebensowenig der ehemalige EU-Kommissar Thierry Betron, den die Amis für das EU-Zensurgesetz verantwortlich machen. Man sieht: Manchmal geht es doch voran.
24. Dezember 2025
Der Ausruf Gütiger Gott ist keineswegs der Beleg für die Existenz eines gläubigen Christenmenschen. Allerdings habe ich einen Moslem noch nie soetwas ausrufen hören. Ihm kommt stattdessen Alláh gedankenlos über die Lippen.
Gütiger Gott (2): Aus aller Welt wird mir Weihnachtliches auf meinen Bildschirm transferiert. Vor allem auch aus Ländern, die unter strikter Herrschaft von Hardcore-Islamisten stehen. Das ist wie ein hämisches Dennoch der untergehenden Germanenrasse. Ihr Erbe: Sie hinterlässt weltweit geschmückte Tannenbäume im Dezember.
Gütiger Gott (3): Mein eigener Weihnachtsbaum, gestern erworben und ins Haus geschleppt, riecht nicht, dafür wirft er die ersten Nadeln ab. Kein gutes Zeichen. Hoffentlich ist die Aufstellung im Wasserbad noch etwas nütze.
23. Dezember 2025
In Moskau wurde gestern ein Generalleutnant des russischen Generalstabs namens Fanil Sawarow mit Hilfe einer Autobombe, die unter seinem Fahrzeug hochging, getötet. Das ist der dritte General, dem dieses Schicksal in Jahresfrist widerfährt. Die Presseerwägungen, inwieweit dies die laufenden US-russischen Gespräche in Florida tangiert, halte ich für deplatziert, denn die Antwort heißt: gar nicht. Erstaunlich bleibt bestenfalls, dass die russische Seite bislang nicht zu ähnlichen Attacken ausgeholt hat, wie sie die vom Wertewesten gesponserte Ukraine offenbar für zielführend hält.
Auto (2): In Gießen fährt ein Willkommensbürger aus Aserbaidschan eine Gruppe von Wartenden an einer Haltestelle um. Die einschlägigen Presseerzeugnisse sind wieder einmal ein Wunderwerk an Schwurbel-Technik.
Auto (3): In Schilda können Merkelpoller rund um den Weihnachtsmarkt besichtigt werden. Doch nach meinem gestrigen Eindruck gehen die aktuellen Gefahren von Autofahrerinnen der Gefahrenklasse 40-70 auf dem Lidl-Parkplatz aus. Hinterher schelte ich mich selbst, dort hin gefahren zu sein, denn bei Aldi waren die Hühnereier ausverkauft. Auch war der ganze Parkplatz zugeparkt von Leuten, die mit hochgetürmten Einkaufswagen das Vorwärtskommen unmöglich machten. Ich stelle mich schließlich etwas abseits daneben, um festzustellen, was das Hauptbegehr dieser Zeitgenossen sei. Es ist Papier in den Varianten Klopapier und Küchenrollen. Was zum Henker passiert bei diesen Leuten über Weihnachten? Ich komme zu keiner brauchbaren Lösung. – Einen Weihnachtsbaum habe ich übrigens immer noch nicht. Der steht traditionsgemäß für heute auf dem Aktionsplan, ebenso die gestern geschlachtete Gans, die bisher ihr friedliches Leben auf den Ilm-Wiesen bei Zottelstedt fristete.
22. Dezember 2025
Nur langsam destilliert sich die Realität aus dem Geschwätz des letzten EU-Gipfels. Sie lautet in Deutschland, dass die Zerrissenheit innerhalb der kleinen denkenden Schicht unüberbrückbar wird. Die einen sagen, dass dem Putin jetzt endlich die Grenzen gezeigt werden (müssen), die anderen reden von der Selbstzerstörung eines Landes durch eine Clique, die man seit Jahr und Tag nicht quitt kriegt. Klar erscheint mir lediglich, dass die Clique nichts zu fürchten hat. Der im Lande herrschende Totalitarismus hat sich als Selbstverständlichkeit in die Hirne aller, egal welcher Meinung, hineingefressen. Dort wirkt er wie eine unüberwindbare Fessel.
Totalitarismus (2): Jeder, der auf sich hält, weiß sich bei diesem Thema auf Hannah Arendt zu berufen. Ich hielt mich stets zurück, wenn die Person genannt wurde, fand sie staubtrocken, so, als wenn das Leben an ihr vorübergeeilt wäre. War es aber gar nicht, soweit man weiß. Ich nehme an, dass sie jetzt zu den bedauernswerten Geschöpfen gehört, die von einem zum andern weitergereicht werden, ohne dass einer auch nur eine einzige Zeile von ihr gelesen hat.
Totalitarismus (3): Eine Entdeckung ist für mich George Orwell, dessen Werke ich vor Jahresfrist geschenkt bekam. Dort fand ich jetzt auf der Suche nach Lesbarem einen Band mit Essays vor, geschrieben zwischen 1943 und 1949. Die zum Ausdruck gebrachte kalte Wut des selbsterklärten britischen Linken über das Appeasement seiner Intellektuellen-Kaste gegenüber dem sowjetischen Gewaltregime und Orwells Folgerungen über die unterwürfige Verfasstheit von Intellektuellen finde ich beeindruckend. Es ist so, als wären die Texte erst gestern geschrieben worden.
Totalitarismus (4). Ein Internet-Fund, den ich beim Schreiben des Kapitels über den Herrschafts-Größenwahns von sog. Weltreligionen entdeckt habe… Schön zu wissen, dass man nicht allein ist.
20. Dezember 2025
Da hatten die Deutschen aber Glück, dass Fritz der Kanzler sich mit seinem großmäuligen Vorschlag in der EU-Hauptversammlung nicht durchsetzen konnte, das beim belgischen Vermögensverwalter EuroClear gebunkerte Russenvermögen zugunsten der klammen Ukraine zu enteignen. Sein protziges die-Deutschen-haften-wenn’s-Dicke-kommt wurde, jedenfalls von den hauptsächlich betroffenen Belgiern, nicht akzeptiert. Stelle mir vor, dass diese vom römisch-rechtlichen Grundsatz irritiert waren, dass ein Gläubiger sich bei mehreren Schuldnern aussuchen kann, wen er in Anspruch nehmen will, und einseitige Bürgschaftsversprechen hieran nichts zu ändern vermögen.
EU-Häuptlinge (2): Stattdessen vereinbarte man eine weitere Finanzspritze für den kleinen Mann aus Kiew, der an Ort und Stelle mitgeteilt hatte, man sei nunmehr zahlungsunfähig. Also hinein mit weiteren 90 Milliarden € in dieses Fass ohne Boden. Ungarn, Tschechien und die Slowakei wurden auf eigenes Verlangen vom Mittun suspendiert, um nach außen hin Einheitlichkeit vorzuspiegeln. Die Rückzahlung des Geldes soll nach dem Sieg aus russischen Reparationszahlungen entnommen werden, also nie.
Derweil an der Ostfront: Der russische Vormarsch dauert an. Nach Angaben von Putin, die er auf einer Pressekonferenz vorgestern machte, hat er sich beschleunigt. Zudem finde er am gesamten Frontbogen statt. Der Dnjepr mit den letzten Großstädten östlich des Flusses, Dnjepropetrowsk und Saporoshje, ist erkennbar das derzeitige Ziel der Eroberungen. Wird es erreicht, sind alle bedeutenden Industriezentren der Ukraine in russischer Hand.
18. Dezember 2025
Der Biologe Ernst Haeckel machte vor gut 130 Jahren gegen den Irrglauben des Glaubens mobil. Es gebe nur eine einzige einheitliche Welt, die Doppeldenke von Vernunft und Glauben sei irreal. Es versteht sich wie von selbst, dass das organisierte Christentum hiergegen Sturm lief. Wie der Streitstand heute ist, vermag ich nicht zu sagen, doch gewundert habe ich mich, wenn man heutzutage in Tichys Einblick lesen kann (https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/gottes-existenz-eine-sache-der-vernunft/), dass einem Mann namens Sebastian Ostritsch unter Berufung auf Thomas von Aquin ein aktueller Gottesbeweis gelungen sei. Ich bin beeindruckt, wenn ich innerhalb der Beweisführung lese, dass das Mittelalter keineswegs dunkel gewesen sei, denn es habe Wasserkraft, Dreifelderwirtschaft und die gotischen Dome hervorgebracht. Ich füge hinzu: und eine genial zu nennende Hygiene, die für den periodischen Ausbruch der Pest sorgte. So wurde die Überbevölkerung, die uns heute so drückend erscheint, im Ansatz vermieden.
Irreales (2): Die Deutsche Industrie- und Handels-Kammer (DIHT) empfiehlt der politischen Kaste der Republik und der EU gegen die von den USA angedrohten Handelsboykotts, bei denen es sich um Retourkutschen wg. des EU-Vorgehens gegen Musk & Co (Twitter-X und andere) handeln soll, entschieden vorzugehen. Ist den deutschen Funktionären eigentlich bekannt, was die von den Amis als Repressionskandidaten namentlich genannten Firmen Siemens und DHL dazu meinen? Oder VW, das soeben seine Vorzeige-Werk in Dresden schließt? Jungs, hier bahnt sich ein ziemlich ernster transatlantischer Wirtschaftskrieg an. Wisst ihr das, oder ist es euch schlicht egal?
Irreales (3): Fritz der Kanzler will jetzt mit Gewalt die in Belgien gebunkerten russischen Milliarden an Land ziehen. Das ist eine Politik der verbrannten Erde. Damit hat Deutschland reiche Erfahrungen unter seinem einzigartigen, nur der Vorsehung verpflichteten Führer und Reichskanzler sammeln können. Die Ergebnisse waren für die Sieger zufriedenstellend, für Deutschland dagegen eher nicht.
17. Dezember 2025
Manchmal entstehen beim Tagebuch-Schreiben Aufzeichnungs-Pausen. Sie bewirken, dass im Erinnern ganze Tage ausgelöscht werden. Sie verschwinden im Nichts. Das gilt auch, wenn auch nur im begrenzten Maße, für meine Sudelbuch-Notate. Ich könnte, wenn ich wollte, zu rekonstruieren versuchen, was ich zu notieren unterließ. Dabei fällt mir auf, dass nichts von Belang passiert ist, was ich nicht schon beschnarcht hätte: Die x-te Variante sog. Friedensgespräche, diesmal in Berlin und wie üblich ohne die Russen, während dieselben weiter vorrücken, diesmal ist es die Stadt Sewersk, die von ihnen eingenommen worden ist, was wie gewohnt ein paar Tage lang bestritten wird. Wieder sind es müde Schlagzeilen über die Enquete-Kommission, die von dem Mehrheitskomplex eingerichtet wurde, um mit salbungsvollen Worten einem Corona-Untersuchungsausschuss ausweichen zu können und so den Zwang der Zeugen zur Wahrheit zu vermeiden. Wieder will es niemand so genau wissen und lässt ungeschoren einen Spahn dort reden, dass es nie die Absicht war, durch Impfung einen Infektionsschutz herbeizuführen, weil das Impfmittel unerprobt war und an der Bevölkerung erst dessen Wirksamkeit ausprobiert werden sollte, was allerdings den gewünschten Effekt nicht hatte. Das ist so dreist gelogen, dass man nicht mal mehr ein Verwundern zustande bringt.
11. Dezember 2025
Manchmal lacht man, ohne den Grund zu kennen. Einfach so. Die andern am Tisch machen bedenkliche Gesichter. Nicht ohne Grund. Schließlich lacht man nicht ohne Grund. Jetzt muss man schnell etwas sagen, um aus der Nummer wieder raus zu kommen. Ich sage: Ich las vorhin in der FAZ, dass Fritz der Kanzler nach Washington reist, um den Präsidenten zu beraten. Jetzt wiehern auch die anderen.
10. Dezember 2025
Die EU hat gestern den Weltuntergang um ein Jahrzehnt auf 2040 verschoben. Das ist aber schade. Ich hatte voll auf die Führerin vertraut. Sie hatte in Davos 2020/21 zugesichert, dass er 2030 stattfindet. Es ist wie bei den Zeugen Jehovas, die immer wieder die schönsten Hoffnungen geweckt haben, wiewohl vergeblich.
Jehova (2): Derweil bemühen sich in Brüssel Katholiken, die sich konservativ nennen, sich selbst wiederzuerwecken, indem sie den heiligen Augustinus hochleben lassen. Lautstark wie stets die anwesenden Polen, die, nebenbei bemerkt, gestern die polnische KP verboten haben.
Jehova (3): Auch Fritz der Kanzler hat offenbar einen allerhöchsten Wink erhalten, der ihn berechtigt hat, in Brüssel dem dortigen MP und dem Vermögensverwalter EuroClear zuzusichern, Deutschland übernehme die Bürgschaft für etwaige Schäden, wenn man die dort gebunkerten russischen Vermögen in die Ukraine schleust, der offenbar niemand mehr etwas pumpen will. 270 Milliarden oder so? Für D ein Problem, aber nicht für den Fritz.
Jehova (4): Der kleine Mann aus Kiew brauchte keinen Wink von oben, um jetzt mitzuteilen, er hätte nichts gegen Wahlen. Nein, in diesem Fall kam der Rat aus dem Weißen Haus. Das wiederum hat einen Draht nach ganz oben (God’s own people). Dort hat man offenbar begriffen, dass die Russen die Bedingung gestellt haben, nur mit einem hierzu legitimierten Führer Verträge zu schließen. Selenskyjs Amtszeit endete, was man leicht vergisst, im Mai 2024. Man sieht also, es geht auch ohne Wahlen. Aber manchmal auch nicht.
7. Dezember 2025
Da bahnt sich ein Konflikt der neuen Art an: auf der einen Seite Trump & Co, auf der anderen der Apparat der EU. Dieser hat gegen den Trump-Freund/Feind und immer noch engen Verbündeten Elon Musk ein Strafgeld von schlappen 120 Millionen Euro verhängt, weil er sich nicht mit seiner Firma Twitter-X den Zensurregelungen der EU beugen will. Jetzt schlägt das Universum zurück. Musk will die Beteiligten an diesem Streich gegen ihn und ihre Machenschaften öffentlich an den Pranger stellen. Vorgeschichte: Musk lehnte es ab, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die es der EU erlaubt, ihr linksextremistisches Zensorengesindel (Faktenchecker) in seine Firma zu lassen. Im Gegenzug wollte die Kommission großzügig auf ihre geltend gemachten Inhaltsbedenken verzichten. Telegram und Facebook hatten sich bereits auf diesen Kuhhandel eingelassen. Bei X bissen die Kontrollfreaks jetzt auf Granit.
Konflikt (2): Die Totalitären aus Brüssel haben sich gründlich verkalkuliert. Sie dachten, sie könnten straflos einen Unterwerfungsprozess gegen einen reichen Privatmann inszenieren, doch jetzt steigt die US-Regierung mit in den Ring. Sie ließ verlautbaren, das Vorgehen gegen Musk sei eine unzulässige Handelsbeschränkung gegen eine US-Firma. Man werde deswegen den Verursacher sanktionieren. Da darf man gespannt sein, wie das aussehen wird.
Konflikt (3): Das Vorgehen der US-Regierung gegen die EU-Mafia passt haargenau in die vorgestern verkündete neue US-Doktrin zur Neuordnung der Welt (aus US-Sicht). Danach sollen die EU-Gremien bekämpft werden, weil sie die US-Dominanz in der sog. westlichen Hemisphäre stören.
Konflikt (4): Der in Brüssel ansässige Vermögensverwalter EuroClear weigert sich rundheraus, die eingefrorenen gigantischen Russen-Vermögen zur Enteignung freizugeben. Er hat gestern öffentliche Unterstützung durch den belgischen Ministerpräsidenten bekommt. Die Maßnahme sei rechtswidrig, und er werde sie nicht durchführen lassen. Er fügt zur Begründung zwei Dinge hinzu: a) Die von den Kriegsfreunden der EU vorgesehene Verwendung der Gelder für den Staatshaushalt der Ukraine sei widersinnig, denn diese habe den Krieg gegen Russland bereits jetzt und zwar endgültig verloren. b) Putin habe Belgien und ihm persönlich Konsequenzen angedroht, die bis über seinen Tod hinausreichen würden. – Muss man eigens erwähnen, dass Fritz der Kanzler zu den glühenden Befürwortern der Russen-Enteignungen gehört?
6. Dezember 2025
Da schrieb der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew angesichts der laufenden Gespräche mit den USA gestern auf Twitter-X „Dear Merz, Sie sind nicht mal im Spiel. Sie haben sich durch Kriegstreiberei, die Torpedierung des Friedens, unrealistische Vorschläge, den Selbstmord der westlichen Zivilisation, Migration und dickköpfige Dummheit selbst disqualifiziert.“ Vorangegangen war eine Behauptung in der Illustrierten Der Spiegel, wonach Merz am Telefon zu Selenskyj gesagt habe: „Die spielen Spielchen – sowohl mit euch als auch mit uns.“
Deutschland von außen betrachtet (2): „Dieser wirtschaftliche Niedergang [Europas] wird jedoch von der realen und noch gravierenderen Aussicht auf das Verschwinden der Zivilisation überschattet. Zu den größeren Problemen, mit denen Europa konfrontiert ist, gehören die Aktivitäten der Europäischen Union und anderer transnationaler Gremien, die die politische Freiheit und Souveränität untergraben, eine Migrationspolitik, die den Kontinent verändert und Konflikte schafft, die Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition, sinkende Geburtenraten sowie der Verlust der nationalen Identität und des Selbstbewusstseins.“, so wörtlich die soeben veröffentlichte strategische Leitlinie für die Sicherheitspolitik der USA.
Deutschland von außen betrachtet (3): Ich hatte mir fest vorgenommen, es nicht zu tun. Jetzt sieht man (siehe oben), was daraus geworden ist.
5. Dezember 2025
Die Leute tun so, als sei die Unwirtschaftlichkeit der deutschen Wirtschaft etwas, was man wie eine höhere Weisheit hinnehmen müsse, doch sie ist im Gegensatz zum Klima menschengemacht. Sie ist das Werk von Menschen, die ich für notorisch irre halte. Sie haben als Kernstück ihres Zerstörungswahns die EU-Klimaschutzverordnung 2021 (ESV ’21) erfunden und in Kraft gesetzt.
ESV’21 (2): Das geschah im Schatten der Corona-Hysterie, als der Bürger mit Masken, Lockdown und Impfzwang drangsaliert wurde. Die Person, die es tat, hieß Angela M. In ihren Beiträgen für die selbsternannten Welten-Beherrscher in Davos hat sie hierüber 2020 und 2021 in dem für sie eigentümlichen Schwurbel-Deutsch wie ein antike Kassandra Auskunft gegeben. Die Finanz-Mafia applaudierte.
ESG’21 (3): Die Quintessenz zeigt sich nunmehr drastisch. Die deutsche Industrie wird zu sog. Ausgleichszahnungen genötigt oder Blödsinn zu produzieren wie die Elektrospielzeuge, die niemand haben will, oder aus dem Land zu fliehen. Alles das geschieht vor jedermanns Augen und mit dem Hurra des Unseredemokratie-Komplexes. Wer so naiv war, ein klares Wort des Unternehmertums zu erwarten, sieht sich allmählich enttäuscht, denn ein solches Unternehmertum gibt es in Deutschland nicht mehr. Woher auch?
ESV’21 (4): Die Leute, die jetzt vor sich hin jammern, haben nicht den Willen, die Dinge zu ändern und zum Guten zu wenden. Erst wenn die Proleten sich zusammenrotten, denen man nolens volens die Basis entzieht, wird das geschehen. Dann allerdings in einer Drastik, die nicht mehr lenkbar sein wird.
ESV’21 (5): Die Klima-Irren von Potsdam mit den bezeichnenden Kürzel Pik ziehen derweil irgendwelchen Blödsinn zurück, den sie in der Vergangenheit auf Steuerzahlerkosten produziert haben und auf deren Kunststückchen die Hysterie beruht. Tschuldigung Jungs, war nicht so gemeint, da gab es ein paar Rechenfehler. Konnte ja schließlich keiner ahnen, dass irgendwer unser Gebetbuch nachrechnen würde.
4. Dezember 2025
Im Ukraine-Konflikt lässt sich im Moment eine verbale Eskalierung beobachten. Selenskyj plus EU-Europa plus GB hie, Russland da. Putins Ton wird unüberhörbar ruppiger. Was der kleine Mann aus Paris in diesem Zusammenhang in China erreichen will, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Die Chinesen schweigen bislang dazu. Auch die Kontrahenten US und RUS üben sich in Zurückhaltung, obschon oder weil der Besuch des Duos Witkoff-Kushner vorgestern im Kreml offensichtlich nichts Vorweisbares in Sachen Kriegsende erbracht hat.
Ostfront (2): Die Ortsnamen, die von beiden Seiten genannt werden, lassen nur die Deutung zu, dass sich der russische Vormarsch trotz des Winterwetters in mehreren Abschnitten des Frontbogens nach Westen hin beschleunigt. Die russischen Angriffskolossen nähern sich den Großstädten Dnjepropetrowsk und Saporoshje.
Ostfront (3): Die ukrainische Seite leugnet hartnäckig den Verlust der wochenlang eingeschlossenen Industriestadt Pokrowsk. Mag sein, dass sich dort immer noch versprengte Trupps in den Kellern der Ruinenstadt befinden. Die russische Propaganda spricht von der Säuberung des Donbas.
Ostfront (4): Der Hinweis von Putin, man werde die aus dem Raum Odessa gegen russische Handelsschiffe im Schwarzen Meer geflogenen Drohnenangriffe wirksam unterbinden, lässt nur den Schluss zu, man werde sich jetzt des letzten der Ukraine verbliebenen Hochseehäfen mit militärischen Mitteln annehmen. Das bedeutet Zerstörung oder Einnahme oder Unterbrechung der Landbrücke nördlich der Stadt. Ich tippe auf Letzteres. Die Offensiv-Bemühungen zur Überschreitung des Dnjepr in oder bei Cherson deuten in diese Richtung.
Heimatfront: Der Fritz wird nunmehr sein Rentenpaket, das er mit den verbliebenen Stimmen der Koalition nicht durch den Bundestag bringen kann, mit Hilfe der SED durchsetzen. Wie lange seine eigene Partei diesen Kotau vor den Linken noch mitmacht, steht in den Sternen. Da diese Partei-Apparatschiks komplett umfrageverliebt sind, werden sie in den nahen Wochen Erschröckliches zu lesen kriegen. Die Welt als die letzte noch real existierende Unions-Bastion soll bereits gestern über tausend unmissverständliche Leserbriefe erhalten haben.
3. Dezember 2025
Lese des Nachts Texte des Österreichers Ernst Topitsch (1919-2003) über das Göttliche. Sie sind im Sammelband Gottwerdung und Revolution versammelt. Der hochgelehrte Ausflug in ferne, längst verflogene Kulturen mit ihren Spitzfindigkeiten und Riten, um dem Fluch des Menschen zu entkommen, der Sinn- und Ziellosigkeit seiner Existenz zu entkommen, weckt eher Ärger als ein tieferes Interesse. Bleibt zum Schluss die Frage: Und was wollte der Autor uns jetzt eigentlich sagen?
Religiöses (2): Das Buch wurde mir am 31.12.1974 geschenkt. Wenig später nahm sich der Schenker das Leben. Wohl deswegen blieb das Buch ungelesen liegen. Eine Suche nach leichtgewichtiger Reiselektüre erlöste es aus der Nicht-Beachtung.
Religiöses (3): Die Bräuche in vom Katholizismus berührten Ländern des Südens wecken beim Wanderer Heiterkeit. Die Beschränkungen des Reisegepäcks zwingen mich gottlob, sperrige Einkäufe über Wundermildes zu unterlassen. Allerdings nehme ich nicht ohne Grimm zur Kenntnis, dass man einem der drei Könige, die seinerzeit nach Bethlehem eilten, die schwarze Gesichtsfarbe gestohlen hat. Am Made in China kann das kaum liegen. Die Jungs dort erfüllen die Bestellungen so, wie sie formuliert worden sind.
Religiöses (4) und eher Weltliches: Es hat sich bei Neusprech eingebürgert, von den Ländern des globalen Südens zu sprechen. Das ist die Hybris der einstigen, sich christlich nennenden Kolonialherren, die genau wissen, dass One World mit der Wirklichkeit nicht harmoniert.
1. Dezember 2025
In Gießen randalierte am Wochenende der vom Bundesfamilienministerium gesponserte linke Faschisten-Mob gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation, deren Namen ich mir nicht merken kann. Die alternativen Medien tun so, als sei etwas besonderes geschehen. Ich kann hingegen nicht mehr zählen, wie oft ich solche Bilder in den letzten 5 Jahrzehnten gesehen habe. Was wurde gegen derartigen Spuk unternommen? Nichts.
Nichts neues unter der Sonne (2): Wenn man bedenkt, dass von Bismarck im großen Ganzen lediglich der Hering übrigblieb, nimmt es nicht wunder, dass Merkel nur den Poller hinterließ, und das auch nur zur Weihnachtszeit. Na, immerhin, manch eine kleine Leuchte wäre froh, wenn von ihr überhaupt etwas bliebe.
Nichts neues unter der Sonne (3): Marco Rubio, verstärkt um Trumps Schwiegersohn Kushner, verhandelt am Wochenende immer noch mit irgendwem über den Ukraine-Krieg. Putin sagt, jedenfalls nicht mit ihm. Das hatten wir schon, und man muss Experte sein, um das zu ignorieren.
Nichts neues unter der Sonne (4): Sie ist in den nördlichen Frontabschnitten nicht mehr zu sehen, dort schneit es, doch das Vorrücken geht im gewohnten Schneckentempo weiter. Das werde so bleiben, sagt Putin, bis alle Ziele erreicht sind. Eile ist nicht erkennbar.
29. November 2025
Ich habe schon häufig in fremden Betten geschlafen, ohne hieran im Geringsten Anstand zu nehmen. Doch der Gedanke, dass andere Leute in meinem Bett schlafen könnten, befremdet mich. Geschieht dies dennoch, so führt das unter Umständen zu erstaunlichen Erkenntnissen wie dieser hier: Links und rechts vom Bett steht ein Wecker. Beide ticken in unterschiedlicher Frequenz, jedoch so leise, dass ich es nicht mehr hören kann. Der jugendliche Schläfer entfernte nun einen der Störenfriede. Verständlich, doch hoffentlich stellt er ihn nach Abreise wieder hin.
Befremdlich (2): Tiere und Menschen sind in ihrer zeitlichen Begrenztheit gleich, der Unterschied folgt aus dem Wissen des Menschen darum. Ein Theologe stellte mir gegenüber kürzlich diese Binsenweisheit in Abrede. Er glaube nicht, nein, er wisse, dass dies mit der Endlichkeit anders sei (und dann kamen die üblichen Glaubenssätze). Ich frage mich nun, ob der nämliche Theologe dem Tier gleicht, dass von der Begrenzung auch nichts weiß. – Ein Philosoph weiß hierauf mit Sicherheit die passende Antwort und auch, wer vor ihm diesen Gedanken bereits geäußert hat.
Befremdlich (3): Ich frage mich, warum Philosophen – jedenfalls nach meinem Eindruck – keinen Gedanken äußern können, ohne eine ihrer Autoritäten zu bemühen. Ich denke dann immer, es kann doch nicht so schwer sein, selbst einmal einen eigenen Gedanken zu fassen. Ist aber augenscheinlich nicht der Fall.
Befremdlich (4): Was man über den Korruptions-Sumpf der Ukraine hört, hat das Zeug dazu, unbeachtet zu bleiben. Nichts passt zusammen. Die Nennung einzelner Spitzenfunktionäre (im Moment die Haupttischgenossen von Selenskyj, wie der vortreffliche Präsidialbüro-Vorsteher Jermak) als Hauptverdächtige des Geldeinsackens lenkt den Blick auf ein System, das seit 30 Jahren alles, was durch seine Hände geht, beiseite schafft. Das ist bekannt und hat bislang niemanden gestört. Die Geldmengen sind inzwischen so groß, dass die Zahl der beteiligten Täter unüberschaubar wird. Wir reden sozusagen über den Normalfall.
Befremdlich (5): Das Pentagon will plötzlich bemerkt haben, dass 40 Milliarden US-Dollars via Estland versickert sind. Das geht nicht einfach so mit Tasche auf, Geld rein, Tasche zu. Jetzt wird hinter der Hand die Frage aufgeworfen, ob das mit der dubiosen Personalie Kallas zu tun hat, die bis 2024 dortzulande die Ministerpräsidentin war, bevor sie ins Amt der EU-Hauptkriegshetzerin wechselte.
Befremdlich (6): Der Bundestag beschließt gestern, weitere Milliarden in das Fass ohne Boden zu stopfen. Sowas tut man nicht ohne Eigeninteresse, sagt die Erfahrung. Diese lehrt, dass manches Ding gedreht wird, um das vorangegangene zu vertuschen. Wenigstens das.
Befremdlich (7): Der Verband der Familienunternehmen verliert potente Mitglieder an die Antifa. Da bin ich aber froh, dass Vorwerk-Staubsauger nur noch korrekten Dreck beseitigen werden und Rossmann den Nazis die Duftwässerchen vorenthält. Die Prolet-Konkurrenz von dm distanziert sich sicherheitshalber von diesem Tun. Sie hat offenbar die unbeirrt AfD-wählende Kundschaft im Blick.
24. November 2025
Der Zweck des regierungsoffiziellen Propagandageschwätzes ist es, eine Atmosphäre der Unausweichlichkeit zu erzeugen. So soll die Bevölkerung auf einen angeblich nicht zu umgehenden Krieg gegen Russland eingestellt werden. Wehrminister Pistorius beteiligt sich hieran, wenn er – falls das die Presse dies nicht wie gewohnt erfunden hat – öffentlich raunt, dass dies unser letzter friedlicher Sommer gewesen sein könnte. Plumper kann man kaum auf das Jahr 1939 anspielen. Indessen, es war in jenem Jahr der allumfassend verdammte deutsche Reichskanzler A.H., der nach allgemein gültiger Lesart den Zweiten Weltkrieg auslöste. Nimmt man den jetzt zum Exempel? Ich traue meinen Augen kaum. Blättert man zudem in den Schulbüchern, die heute zum Geschichtsunterricht zugelassen sind, wo er denn überhaupt noch stattfindet, so liest man, dass die deutsche Aufrüstung der Mitt-dreißiger Jahre auf geradem Wege und absichtlich in den Krieg hineinführte.
Deutschlands Lage (2): Trumps jugendlicher Held, Marco Rubio, immerhin Außenminister des Kolonialherrn, hält unser Land wg. seiner Einwanderungspolitik für ein Sicherheitsrisiko des US-Imperiums. Nun Fritz, jetzt sag mal was Gescheites. Doch der hat gerade keine Zeit, muss seinen Busenfreund Weimer verteidigen, an dessen Tun er nichts Unrechtes erkennen kann. Ist alles links- oder rechtsextremes Lügen-Gerede. Wie tief muss die Grube noch werden, die es sich hier gerade selbst gräbt?
Deutschlands Lage (3): An der Saar macht der letzte Autohersteller (Ford) dicht. Made in Germany wird nicht mehr gebraucht. Und was machen die Gewerkschaftsbonzen? Sie rufen nach dem Staat. Und was machen die damit weitgehend identischen Staatsbonzen? Sie kämpfen gegen Klima und AfD.
23. November 2025
Das Geschrei um den angeblichen Friedensplan ebbt nicht ab. Auch die zwei, drei Leser meiner gestrigen Anmerkungen haben sich zu Wort gemeldet. Was Oberst von H. hierzu beisteuerte, will ich den anderen nicht vorenthalten: „All das, was dieser (angebliche) Nonsense-Plan enthält, hätte man Ende des Jahres 2021 gänzlich ohne Krieg eintüten können. Was den koksenden 11-Finger-Pianisten aus der Bankowa-Ulitza anbelangt: Tragikomisch wird’s immer dann, wenn Marionetten „vergessen“, an wessen Fäden sie hängen und vom wem sie bespielt werden. In Mafia-Kreisen pflegt diese Art von Vergesslichkeit letal auszugehen.“
Kriegsende (2): Vor Kurzem, Anfang Oktober, am Schluss eines meiner Nicht-mein-Krieg-Vorträge, habe ich etwas spontan, wie ich einräume, gesagt, dass der Krieg in diesem Jahr noch und zwar mit dem Zusammenbruch der Ukraine zu Ende gehen werde. Jetzt stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob das zutreffen könnte. Es sieht fast so aus, denn die schwer beschädigte Wärme- und Energie-Versorgung wird den Krieg entscheiden. Das Jahr hat noch 5 Wochen.
22. November 2025
Seit zwei Tagen wird mit Donnergetöse der angebliche Trump-Putin-Plan diskutiert, den Ukraine-Krieg zu beenden. Hierzu gibt es nichts weiter zu sagen, als dass es sich um ein Windei der US-amerikanischen psychologischen Kriegführung handelt, um den unhaltbar gewordenen Selenskyj loszuwerden. Doch das klappt kurzfristig nicht, er hat seine mutmaßlichen Veruntreuungs-Hauptakteure verschoben. Bleibt die Frage: wie groß ist ein Geldkoffer, in den 100 Millionen US Dollars passen? Und dann noch dies: Was sagt eigentlich der Mann aus Moskau dazu? Hierzu jedenfalls nichts, dafür zeigt er sich in der russischen Felduniform im Frontgebiet. Vor Tagen erst bei einer Raketen-Präsentation sah ich ihn in diesem Kleide. Das sieht nicht eben nach Friedensengelei aus.
19. November 2025
Ich kann das Staatswohl nicht erkennen, von dem die Bundesregierung offiziell behauptet, dass es verletzt würde, wenn sie wahrheitsgemäß die Frage beantwortet.
18. November 2025
Ich bin sprachlos, so sagt man angesichts äußerster Überraschung. Die Floskel gewinnt dank der Erziehungsbemühungen unsrer Polit-Aufseher eine neue Qualität. Der Entzug von Wörtern soll im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos machen – und zwar so, dass ich etwas Gewohntes nicht mehr zum Ausdruck bringen kann.
Sprachlos (2): Mir geht durch den Kopf, was ich kürzlich bei dem Österreicher Ernst Topitsch las: Der Mensch unterscheide sich im Gegensatz zu vielem biologisch Gleichkonstruierten vom Tier dadurch, dass seine Interaktionen, einschließlich der gefühlsmäßigen, durch sein Sprachvermögen bestimmt würden. Meine Folgerung: Greife ich in diese seit Generationen geprägte Sprache ein, verändere ich das Zusammenleben. Das ist wohl auch der Sinn der Einübung korrekten Sprechens. Ich kann das Offensichtliche nicht mehr benennen. Fingerübung: Ich sage völlig zusammenhanglos Neger und stürze dadurch Vera Naiva in eine tiefe Gefühlskrise. Das ist amüsant und beklemmend zugleich.
Sprachlos (3) war ich beim gestrigen Versuch, einen Briefmarken-Vorrat zu kaufen. Die zu einem Euro gab es im sog. Post-Shop nicht, und die zu 1,10 wollte ich nicht. Ich erhielt den Rat, woanders mein Glück zu versuchen. Ich tat’s. Den Versuch vom Schreibtisch aus, gab ich nach zwei Minuten auf, da die Post mich nötigen wollte, vor dem Kauf Absender und Anschrift anzugeben. Einfach irre.
17. November 2025
Ungarn wird zum Schauplatz des nächsten Stellvertreterkrieges. Die Kontrahenten im Hintergrund sind die Trump‘sche USA und die woke EU-Kamarilla. Sie haben sich die kommende Parlamentswahl in Ungarn auserkoren, wo es um die herbeigetrommelte Abwahl von Viktor Orbán geht. Dieser wird ausdrücklich von Trump gestützt, der zugesagt hat, das Russen-Öl für Ungarn werde keiner US-Sanktionierung unterliegen. Die Gegner aus Brüssel haben die Zahlungen an Ungarn zurückgehalten, für die wiederum Trump bürgen will. Der kleine Mann aus Kiew verspricht im Gegenzug, zum dritten Mal die russische Öl-Pipeline Drushba Richtung Osteuropa zu unterbrechen und das als Rache für das ungarishe Veto gegen den EU-Beitritt der Ukraine. Alles klar?
16. November 2025
Geld verschwunden in der Ukraine? Macht nix, die Gruppe der Fünf/Group of Five (GoF) hilft gern. Hinter dem griffigen Kürzel verbergen sich außer Deutschland die Staaten Polen, Frankreich, Italien und Großbritannien. D gibt 11,5 Milliarden €. Boris P. weiß auch warum: Die Ukraine befindet sich gerade auf der Siegerstraße, Russland wackelt. Falls er das wirklich glaubt, sollte er wg. irrer Lagebeurteilung schleunigst abgelöst werden, falls nicht ebenso, dann nämlich wg. Belügens der Öffentlichkeit.
GoF (2): Beim vorgestrigen öffentlichen Pressegeschwätz in Berlin steht die hässliche Blonde aus Estland als Hohe Vertreterin der EU inmitten der Kriegswilligen. Was hat die denn da zu suchen? Ab und an sollte man daran erinnern, dass deren Zwergstaat zur Hälfte von Russen bewohnt wird. Um davon abzulenken, hetzt sie gegen China als den angeblichen Wegbereiter für dem Putin sein Angriffskrieg.
Heimatfront: Fritz auf dem Deutschlandtag der Jungen Union. Und ich dachte, der sei grade 70 geworden, der Fritz. Viel Presse-Klamauk über angeblich schlechte Stimmung dort. Wenn man sonst nicht in die Schlagzeilen kommt, dann wenigstens mit schlechter Stimmung. Fast jeder hierzulande hat Verständnis für schlechte Stimmung. Fazit: die JU als Stimmungsbarometer, doch mit schlechter Stimmung kriegt man die grottenschlechte Politik nicht korrigiert. Denn merke, diese ist kein unausweichliches Naturereignis, sondern im Gegensatz zum Wetter-Klima menschengemacht.
15. November 2025
Das Innere des Kühlschranks ist eine Art Jedermann-Raum, ähnlich der mittelalterlichen Almende. Hier finden die Positionskämpfe statt, die man in jeglichem soziologischen Fremdenführer ganz vergeblich sucht. In meinem Kühlschrank beispielsweise befinden sich Gemäße von nicht zuordenbarem Inhalt, die mich erst dann zu näherem Hinsehen verlassen, wenn ich mit meinen Aldi-Lidl-Einkäufen partout keinen Platz finde.
Langsam spricht es sich herum: Der Kessel von Pokrowsk-Mirnograd wurde von den russischen Truppen geschlossen, das Stadtgebiet der als uneinnehmbar gepriesenen Festung ist unter russischer Kontrolle, im benachbarten Mirnograd vegetieren 2 ukrainische Brigaden ihrem Untergang entgegen.
Ostfront (2) Und westlich davon? Nichts mehr zum Festhalten weit und breit, freie Steppe bis zum Dnjepr. Was sagen eigentlich die dortigen deutsch-amerikanischen Großgrundbesitzer (vielleicht, wie man so hört, Monsanto-Bayer aus dem rheinisch-bergischen Leverkusen) zu dieser geschäfts-bedrohlichen Lage? Spenden sie wenigstens Rüstungsdollars? Näher würde liegen, zum bösen Wlad einen Sonderkanal geschaffen zu haben.
Ostfront (3): Währenddessen wird eher widerstrebend aufgedeckt, welche Geldmassen im Selenskyj-Apparat versickert sind. Wenigstens hundert Millionen einfach futsch. Da haben irgendwelche korrupten Bonzen die deutschen Panzer-Strategie verinnerlicht: Nicht kleckern, sondern klotzen. Davon kann ein ukrainischer Prolet nur träumen – und ein deutscher auch.
14. November 2025
Zwei Tage müssen vergehen, bevor mir nachts die Erinnerung an die Beerdigung des Freundes in Gera den Schlaf raubt. Es war wie schon öfters in letzter Zeit der Augenblick, wenn die sterblichen Überreste dem Boden übergeben werden, an dem das Empfinden der Endgültigkeit alle anderen Gedanken verdrängt. Als ich nach fast halbstündigen Anstehen endlich an die Grube trete, hebe ich unwillkürlich meine Hand zu einem letzten Gruß: Salute ! Bernd.
Morgens nehme ich zur Kenntnis, dass die sog. Wehrpflicht fortan, jedenfalls ab dem nächsten Jahr, durch die Musterung der jungen Männer eingeführt werden soll. Nur nebenbei: Musterung ist nicht Einberufung.
Der Klima-Blödsinn, genannt COP30, geht in Brasilien zu Ende. Im Veranstaltungsort Belém wurden für die Bequemlichkeit der Spesenritter etliche Hektar Regenwald gerodet. Diese Art Klima-Schutz hat etwas von der viel beschworenen Nachhaltigkeit. Der ganzen Sache geht die Luft aus, man muss nur auf die Staatenlenker sehen, die nicht da waren: USA, Russland, China. Noch Fragen? Nur Fritz der Kanzler hat, wie nun schon gewohnt, nix mitgekriegt und verteilte Geschenke. Besser kann man das Drittrangige von Deutschlands Rolle in der Welt kaum dokumentieren.
13. November 2025
In Hessen gibt es seit Jahren diese fatale Meldestelle für anonyme Denunzianten. Sie brüstet sich damit, seit 2020 28.000 Fälle von Hetze an Polizei, Staatsanwaltschaften und Verfassungsschutz weitergegeben zu haben. Heißt zu deutsch: 28.000 mal hat eine staatliche Behörde gegen das Grundrecht der freien Meinungsäußerung verstoßen und dies ganz ohne die verfassungsrechtlich unumgängliche Befugnis.
Meldestelle (2): Die regierende CDU will die Stelle selbstredend beibehalten, erwägt aber, sie auf hessisches Tun zu beschränken. Ich lerne daraus, man sah sich bislang befugt, global tätig zu werden. Hessen vorn.
11. November 2025
Widersprüchliches zur Buchmesse landet ungefragt bei mir. So hätte ich Leute übersehen. Kann sein, jedenfalls nicht mutwillig. Auch wird die Konzeption des Ganzen benörgelt. Daran beteilige ich mich nicht. Indessen: a) Über den Massenansturm können die Veranstalter kurz vor Beginn anhand der Kartenverkäufe keinen Zweifel gehabt haben. Über die Notwendigkeit, Besucher ohne Karten wieder wegzuschicken, werden sie sich mit Sicherheit geärgert haben. b) Es war anstrengend dort, man durfte keine Getränke mit hineinnehmen, das war blöd, denn man konnte zu zumutbaren Bedingungen nix kriegen, auch fehlte Gelegenheit, sich zusammenzuhocken und über andere Leute gepflegt herzuziehen. Nur Puritaner werden das begrüßen. c) Wer wen angeblich von der Messe wegbiss, darüber hörte ich es raunen. Die Namen, die in diesem Zusammenhang genannt wurden, wiederhole ich hier nicht. Den Triumph gönne ich den Feinden der Freiheit nicht.
10. November 2025
Das Erleben vom Wochenende war vom Besuch der Buchmesse in Halle an der Saale dominiert. Am Samstag war ins Messegebäude schwer hineinzukommen, weil es von der Polizei gegen Randalierer abgeschirmt wurde. Innen war das Gedränge so dicht, dass man sich bis zum späten Mittag nur mit Hilfe der Ellenbogen vorwärtsbewegen konnte. Beim eigenen Vortrag über Nicht mein Krieg im größten Vortragsraum verflog meine dreiviertel Stunde vor ungezählten Zuhörer, deren eine Hälfte sich nicht durch einem Platz am Fußboden hatte abschrecken lassen, wie im Fluge. Wie ein Idyll der Ruhe wirkte die spätnachmittägliche Lesung von Gedichten von und mit Jörg Bernig. Abends war Volksfest mit dem Star der ganzen Veranstaltung, das war zweifellos Gerald Groß.
Buchmesse (2): Zum Glück gab es den Sonntag. Ich besuche jeden der Ausstelle-Stände, wechsele mit Leuten, von denen ich bislang nichts ahnte, kurze bis lange Worte, winke Bekannten zu, kaufe Bücher und bekomme noch mehr geschenkt. Da kommt Lesearbeit auf mich zu. Nur ein junger Volkssturmmann hält mich davon ab, an die Schätze seines Verlages auf eine für mich bequeme Lesenähe heranzutreten.
Buchmesse (3): Die Länge der Warteschlangen an den beiden Buffets hat sich gegenüber dem Vortage verkürzt. Ich nutze die gut fünfzehnminütige Anstehzeit, um mit einer charmanten Dresdnerin angeredet zu plaudern. Mit leisem Bedauern nehmen wir voneinander Abschied, denn wir sind mit unserer jeweiligen schmalen Beute anderweit verabredet.
Buchmesse (4): Bei der nächtlichen Heimfahrt unterrichtet mich ein mir bislang nicht bekanntes ARD-Radio über die Ausführungen unseres allseits geachteten Staatsoberhaupts vom selben Tage – aber mit Sicherheit nicht während der Buchmesse – über den besorgniserregend gestiegenen Antisemitismus, gegen den sich die Demokratie wehren müsse. Soso. Immerhin weht ein schwacher Applaus zu mir ins Auto (In der Halle in Halle war es ganz anders zur Sache gegangen. Nebenbei: Von dieser soeben zu Ende gegangenen Massenveranstaltung an der Saale weiß die ARD nichts, auch von anderen Ereignissen, die ich sehr spät zu Hause zur Kenntnis nehmen muss.
Ostfront: An diesem Wochenende (Freitag auf Samstag) haben bislang schwerste russische Luftangriffe auf die Energie- und speziell die Wärmeversorgung der ukrainischen Großstädte stattgefunden. Angeblich wurden (nach ukrainischen Angaben) Schäden angerichtet, die in den Wintermonaten nicht mehr behebbar sind. Mein Eindruck: Jetzt soll offensichtlich die Bevölkerung zur Kapitulation gezwungen werden.
Ostfront (2): Derweil geht das unaufhaltsame Vorrücken der Russen und das Einkreisen von ukrainischen Verteidigern weiter. Der Kessel von Pokrowsk und Mirnograd wurde dem Vernehmen nach an der Nordwestecke geschlossen. Den Verteidigern bleibt jetzt nur noch Tod oder Kapitulation.
9. November 2025
Als der Mensch mit dem Denken begann, bezeichnete er das Unbegreifliche als Gott. Mit fortschreitenden Erkenntnissen schrumpfte dessen Figur und wandelte sich vom Handfesten in ein schwer zu fassendes Nichts. Es war die Aufgabe der Priester, das Nichts mit schwammigen Begriffen Kontur zu verleihen. Hieran hat sich bis heute nichts geändert.
8. November 2024
Schreibt mir einer, ich hätte, bevor ich das Buch Nicht mein Krieg verfasste, besser Vom ewigen Frieden von Emmanuel Kant gelesen. Ich hole das, bevor ich auf die Buchmesse nach Halle fahre nach. Voilà: „Von der Garantie des ewigen Friedens: Das, was diese Gewähr (Garantie) leistet, ist nichts Geringeres, als die große Künstlerin, Natur (natura daedala rerum), aus deren mechanischem Laufe sichtbarlich Zweckmäßigkeit hervorleuchtet, durch die Zwietracht der Menschen Eintracht selbst wider ihren Willen emporkommen zu lassen, und darum, gleich als Nöthigung einer ihren Wirkungsgesetzen nach uns unbekannten Ursache, Schicksal, bey Erwägung aber ihrer Zweckmäßigkeit im Laufe der Welt, als tiefliegende Weisheit einer höheren, auf den objectiven Endzweck des menschlichen Geschlechts gerichteten, und diesen Weltlauf prädeterminirenden Ursache Vorsehung ([Fn.:] Im Mechanism der Natur, wozu der Mensch (als Sinnenwesen) mit gehört) zeigt sich eine ihrer Existenz schon zum Grunde liegende Form, die wir uns nicht anders begreiflich machen können, als indem wir ihr den Zweck eines sie vorher bestimmenden Welturhebers unterlegen, dessen Vorherbestimmung wir die (göttliche) Vorsehung überhaupt, und, sofern sie in den Anfang der Welt gelegt wird, die gründende (prouidentia conditrix; semel iussit, semper parent, Augustin.), im Laufe der Natur aber diesen nach allgemeinen Gesetzen der Zweckmäßigkeit zu erhalten, die waltende Vorsehung (prouidentia gubernatrix), ferner zu besonderen, aber von dem Menschen nicht vorherzusehenden, sondern nur aus dem Erfolg vermutheten Zwecken, die leitende (prouidentia directrix), endlich sogar in Ansehung einzelner Begebenheiten, als göttlicher Zwecke, nicht mehr Vorsehung, sondern Fügung (directio extraordinaria) nennen, welche aber (da sie in der That auf Wunder hinweiset, obgleich die Begebenheiten nicht so genannt werden) als solche erkennen zu wollen, thörigte Vermessenheit des Menschen ist; weil aus einer einzelnen Begebenheit auf ein besonderes Princip der wirkenden Ursache (daß diese Begebenheit Zweck, und nicht bloß naturmechanische Nebenfolge aus einem anderen uns ganz unbekannten Zwecke sey) zu schließen ungereimt und voll Eigendünkel ist, so fromm und demüthig auch die Sprache hierüber lauten mag.“ – Wie sagte bereits vor mir der große Denker Walter Ulbricht: Ist das jetzt allen Genossen klar?
7. November 2025
Ich war schon besorgt, dass die bedauerliche Minderheit von New York über die dortige Bürgermeisterwahl nicht ihre tiefste Besorgnis in die allgemeine Feierlaune hineingerufen hat. Doch hat sie. Ist nun über Nacht mit Verzögerung bei mir eingetroffen. Merkwürdig erscheint mir, dass die von der dortigen bedauerlichen Minderheit gestützte Partei der Demokraten den jetzigen muselmanischen Wahlsieger stützte. Dass dieser sein Regierungs-Team ausschließlich mit Frauen ausstaffiert, erinnert mich an…, ach lassen wir das.
Übern Teich (2): Nancy Pelosi will ihr demokratisches Spitzenamt nicht mehr ausüben. Bedauerlich. Ihr sorgsam zusammengerafftes Jungbrunnen-Gesicht wird mir fehlen.
Übern Teich (3): Der Don macht öffentlich Witze über Xi und seine gesichtslose Männerriege. Das ist weder klug, noch lässt es amerikanische Überlegenheit erkennen, stattdessen eher Furcht vor dem unbegreiflichen Koloss in Mittelerde mit seinem Monopol für seltene Erden.
An Heim und Herd: Soll ich wirklich erwähnen, dass Fritz dem Kanzler aufgefallen ist, dass der hiesige Stahlstandort über die Wupper ist? Na sowas, wie konnte das nur passieren? Dass das an dem Putin sein Angriffskrieg liegt, hat er meines Wissens nicht gesagt. Kann aber noch kommen, jetzt wo die EU-Irren den Industrie-Ex für 2040 beschlossen haben. The green medow of Europe (als ich die Rechtschreibung kontrollieren will, sagt mir mein Rechner, dass es das tatsächlich gibt. O tempora o mores [Cicero]). Dem Merz seine Sache (2): Alles redet in wenig schmeichelhafter Weise von Johann W., dem Außenminister. Mir gefällt der Mann, er reizt mich zum Lachen.
6. November 2025
Beim Blick aus dem Apfelhof auf die morgendliche Nebelbank über dem Bodensee, fällt mir das hier ein, was ich als kleiner Junge auswendig lernen musste, ohne es recht zu verstehen, jedenfalls die erste und die letzte Strophe: Bei einem Wirte wundermild | da war ich jüngst zu Gaste Ein goldner Apfel war sein Schild | an einem langen Aste… Ich fragte was ich schuldig sei | da schüttelt er den Wipfel Gesegnet sei er alle Zeit | von der Wurzel bis zum Gipfel.
Den Rest muss ich später suchen, um ihn nachzulesen.
Uhland (2): Die Schwabenstreiche des Meisters gefielen mir seinerzeit besser: Zur Rechten sah man wie zur Linken | ‘nen halben Türken hinuntersinken. Ich will nicht hoffen, dass das heute noch ein Schüler aufsagen muss. Nein, sicher nicht, eher schon den Koran auf Schwäbisch (? Allah-le oder so-le).
5. November 2025
Spätes Gespräch mit S. über den Zenit des Abendlandes, den er an der Ausprägung des Individuums festmacht. Ich zweifle, ob ich es als einen Erfolg des Menschen ansehen soll, wenn dieser über die Masse triumphiert. Auch bleibt offen, wann genau das gewesen sein soll. Heutzutage ist davon nicht (mehr) viel zu spüren. Jeder abgesagte Weihnachtsmarkt zeugt vom Gegenteil. Wir haben die Unterwerfungsgesellschaft installiert und feiern dies auch noch.
Triumph der Masse (2): In New York City wird heute Nacht ein muselmanischer, selbsterklärter demokratischer Sozialist zum Bürgermeister der 8-Millionen-Stadt gewählt. Das Londoner Vorbild lässt grüßen.
Masse (3): Mir geht durch den Kopf, was der Sozialist Gustav Landauer vor rund hundert Jahren zum Problem bemerkt hat: „Alle Welt sucht nach dem Sozialismus, der sich verwirklichen lässt, ohne die Freiheit anzutasten…“ Abgesehen davon, dass dies eine Wortspielerei ist, die keinem praktischen Test standhält, ist es typisch deutsch, Probleme aufzuwerfen, ohne sie auch nur einen Millimeter einer Lösung näherzubringen. Hätte man die Philosophie mit der Erfindung des Automobils betraut, wären wir heute noch mit der Frage befasst, ob es dereinst möglich sein werde, ein Fortbewegungsmittel auf vier Räder zu stellen. Auch das ideale Rad würde noch auf die tiefgründige Beschreibung seiner moralischen Eigenschaften warten.
4. November 2025
Gesichert rechtsextrem: Da stimmen am vergangenen Freitag im sächsischen Landtag die Abgeordneten von CDU, SPD und Freien Wählern gemeinsam mit der AfD gegen den Initiativ-Antrag der Linken-Grünen, mit dem AfD-Verbot endlich zu beginnen. Was der Fritz nicht schafft, die Chaoten von Links und Grün bringen es fertig, den Schulterschluss mit den Blauen. – Mainstream schweigt eisern.
Mainstream (2): Ich lasse mich überreden, nachts im Auto den Deutschlandfunk zu hören. So erfahre ich, dass ein britischer Staatsbürger in einem englischen Zug eine Panik ausgelöst habe. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Blutbad mit mindestens einem Dutzend von Messeropfern, etliche davon lebensgefährlich verletzt. Ich füge hinzu: Es war ein Schwarzer, wie ich tags drauf aus den Leser-Kommentaren in verschiedenen Medien folgern muss. Sicheres Anzeichen: Die Kommentarspalten der britischen Medien sind geschlossen. Und, um die Opfer zu verhöhnen, verkündet die britische Obrigkeit, es habe sich nicht um einen Terror-Akt gehandelt. Sondern?
Mainstream (3): Der Ruf des Muezzins in Zukunft hören zu dürfen, ist des deutschen Bürgers selbstverständliche Pflicht, wie das Verwaltungsgericht Leipzig gestern für rechtens befand, nachdem rassistische Nachbarn gewagt hatten, gegen die Baugenehmigung der Stadt für eine Moschee vorzugehen. Hic Mecca hic canta.
3. November 2025
Das Ergebnis der Bemühungen, sich im Internet Gehör zu verschaffen, nennt man Reichweite. Diese verhält sich umgekehrt proportional zum Inhalt des Abgesonderten.
Reichweite (2): Unsere Vorfahren mussten, um dieselbe zu erzielen, die Druckerpresse zwischenschalten. Sie revolutionierte den Wissensstand des gemeinen Mannes. Allerdings musste der lesen können. Diese Voraussetzung ist aktuell weggefallen. Es genügt, den An-Aus-Knopf zu finden. Der Fortschritt arbeitet daran, dass auch dies entbehrlich wird.
30. Oktober 2025
Windkraft dient allen: Havixbeck im Münserland, 28. Oktober 2025. In der Kategorie der Einzelfälle, über die von der Lügenpresse nicht berichtet wird, gibt es offensichtlich eine Unterart, mit der ich mich bislang nicht beschäftigt habe. Das Bild stammt übrigens von der örtlichen freiwilligen Feuerwehr.
Der Westen (2): Die gestrige Parlamentswahl in den Niederlanden hat das Weiter-so in diffusen Vierparteien-Koalitionen bestätigt. Rechtsaußen Wilders musste Verluste hinnehmen und wird in der künftigen Regierung aller Voraussicht nach nicht mehr vertreten sein. Mit seinem Alles oder Nichts hatte er die letzte Koalition platzen lassen, doch seine Rechnung, gestärkt aus der Schlacht hervorzugehen, hat sich nicht ausgezahlt.
29. Oktober 2025
Die Kesselschlacht von Pokrowsk-Mirnograd schleppt sich fort. Das Kartenbild zeigt, dass sich die Russen (entgegen meiner Annahme) in Pokrowsk, das sie mittlerweile zur westliche Hälfte besetzt haben, auf einen verlustreichen Straßenkampf eingelassen haben. Die immer noch ausharrenden Ukrainer werden durch Drohnen aus der Luft versorgt. Jetzt ist es die Frage, wie lange ihre Kampfmoral halten wird. Fast sieht es so aus, als machten hier die Russen der Schlacht absichtlich kein gewaltsames Ende, um dort weiterhin das Gros der ukrainischen Dohnentruppen zu binden. Eine bessere Erklärung fällt mir im Moment nicht ein. Die westliche Erklärung, die Russen befänden sich wegen der jüngsten Sanktionen vor dem Aus, halte ich für groben Unsinn.
Naher Osten: Über Nacht gibt Netanjahu die Weisung, die Angriffe auf Gaza fortzusetzen. Dass dort immer noch Leute leben, ist kaum vorstellbar, Dennoch ist es so. Die westlich Welt schweigt wie gewohnt.
Musk schon wieder: Gestern ließ er Grokipedia, die Konkurrenz zu Wikipedia, an den Start gehen. Genug Geld hat er ja. Jetzt wird es darauf ankommen, ob es ihm gelingt, die Leute zum Frontenwechsel zu veranlassen, so dass langfristig nur noch linke Spinner Wikipedia nutzen. Das wird ein holpriger Weg werden.
Linke Wahrheiten (2): Angesichts des nächsten Aufmarsches der Klima-Apostel in Brasilien ab dem 10. November hat sich deren Hauptsponsor zu Wort gemeldet. Bill Gates bemerkt zum Entsetzen seiner Kostgänger, dass die Menschheit selbst bei steigenden Temperaturen weiterleben werde. Viel ernster seien die Herausforderungen durch Armut und Krankheiten. Ich ergänze: Recht so, da lässt sich, wie die letzten paar Jahre gezeigt haben, deutlich mehr Geld verdienen. – Auf meinem Schreibtisch liegt ein Buch und grinst mich an: Wie wir die Klima Katastrophe verhindern von Bill Gates.
28. Oktober 2028
Nord Stream-Lüge: Dieser Mann soll nach Auffassung des GBA die Pipeline in die Luft gesprengt haben. Es ist ein Ukrainer namens Wladimir Shurawlew (siehe Foto), und der läuft seit vergangener Woche in PL als freier Mann herum. Sein Kumpel, der in Italien aufgegriffen wurde, soll nun doch nach D ausgeliefert werden. Freue mich jetzt schon auf den juristischen Affentanz, den man aufführen wird, um die Bevölkerung von dessen Aussagen abzuschirmen.
Affentanz (2): In Berlin trifft sich der linksextreme Mob vor dem Kanzleramt, um Fritz den Kanzler in die Knie zu zwingen. Hieran interessiert bestenfalls, dass mehrere Tausend meist junger weißer Frauen mobilisiert werden konnten, um die Stadtbild-Metapher als Rassismus zu brandmarken. Erstaunlich ist die allmähliche Zurückhaltung von Mainstream. Ahnt man dort, dass das Abräumen von Buka Merz die eigene Machtbasis zertrümmern könnte? Vielleicht denke ich das auch nur, dass es in den öffentlich-rechtlichen Extremistenbuden strategische Denker gibt.
Affentanz (3): Der um den Raubkopierer namens Weimer, der im Nebenamt ein Kultur-Staatsminister ist, beruhigt sich wieder. Is nix gewesen. Die linksextreme Blase hat erkannt, wie nützlich ihnen dieser Wendehals ist. Da können die Herren Tichy und Wallasch schreiben, was sie wollen. Es verplätschert im Off.
Ostfront: Putin, diesmal im militärischen Kampfanzug, gibt der Welt den erfolgreichen Test einer reaktorgetriebenen Fernlenkwaffe bekannt. Sie flog angeblich plangemäß 14.000 km über dem Kontinent hin und her. Diese Drohung ist nicht misszuverstehen: Wir können jeden Ort in Amerika punktgenau und ohne Abwehrmöglichkeiten tödlich treffen.
Ostfront (2): Zugleich wird die Einkesselung von etwa 20.000 Mann ukrainischer Kampftruppen an zwei Stellen des Frontbogens bekanntgemacht. Über die Zahlen mag man trefflich streiten, doch am Horizont steigt das Gespenst der Zertrümmerung der deutschen Wehrmacht in derselben Gegend auf, etwas mehr als 8 Jahrzehnte zuvor. Der Unterschied zu damals: es wird heutzutage nach Westen hin keinen Rückzugraum geben. Dort liegt Polen.
27. Oktober 2025
Die Gazetten melden ziemlich einheitlich das Einknicken der Autoindustrie, die einen froh, die anderen weniger. Bei Porsche bricht der Gewinn binnen Jahresfist weg, doch die Manager schwurbeln immer noch von Umstellungsschwierigkeiten. Sie haben sich bis zur Pleite verzockt, da sich nicht nur woke geschwätzt haben, sondern auch ebenso zu produzieren. Sie werden für ihr Versagen jetzt mit Riesensummen abgefunden, während die Malocher entlassen werden. Doch auf der Straße tut sich nichts, weil sie von ihren Gewerkschaftsbossen verraten wurden. Die wollen nicht die Arbeitsplätze, sondern das Klima retten. In Wirklichkeit wollen sie nur ihren A… retten.
Porsche (2): Ich kann mir beim besten Willen keinen 911-Fahrer vorstellen, der hinter sich das Geräusch eines hysterischen Trockenrasierers hören möchte, wenn er das Gaspedal mit der Fußspitze berührt. Fazit: Frage mich, ob die Bosse überhaupt wissen, was die Firma seit Jahrzehnten produziert?
24. Oktober 2025
Nachdem der Don diese Woche verschärfte Sanktionen gegen russische Ölimporte verhängt hat, wissen die Experten (zum Beispiel die von Heise: „Sanktionswelle trifft russische Ölindustrie ins Mark“), dass der böse Putin jetzt in die Knie gehen wird, weil er sein Öl nach Indien und China nicht mehr los wird. Kann mir das mal wer erklären? Irgendwie ist mir in Erinnerung geblieben, dass der erste einschlägige Streich im Februar 2022, nur wenige Tage nach dem Beginn von dem Putin sein Angriffskrieg erfolgte. Gleich drauf gaben sich die Verhandler aus Indien und China in Moskau die Klinke in Hand. Und jetzt?
US-Politik (2): Kaum ist die neue Sanktion in der Welt, greifen bislang anonyme Drohnenverbände die mit russischem Öl betriebenen Raffinerien in Ungarn (Százhalombatta) und Rumänien (Ploesti) an und richten dort Verheerungen an. Wie schon im Fall von Nord Stream ist es der polnisch-amerikanische Spitzenmann und Außenminister in Warschau Sikorski, der seine tiefe Befriedigung über die Zerstörungen bei den angeblich Verbündeten in die Welt posaunt. Das klingt so, als sei Biden noch an der Macht. Indessen: die Ungarn finden deutliche Worte über den polnischen Nachbarn. Erneut zeigt sich, wie komplex der Ukraine-Konflikt ist.
US-Politik (3): Vize Vance bezeichnet das soeben von der Knesset verabschiedete Gesetz, mit dem Israel sich ermächtigt, die West-Bank zu besetzen, als einen Affront (insult). Es vergeht keine Stunde, da erklärt der Don, der Einmarsch in das Westjordanland werde das Ende der US-Unterstützung von Israel bedeuten. Kennt jemand jemanden, der das glaubt? Ostfront: War es bislang so, dass nach Beginn der Schlammperiode die Kämpfe irgendwie zum Stillstand kamen, so gilt dies dieses Jahr, jedenfalls bislang, nicht.
Russische Truppen sind in die in den letzten Wochen nahezu eingekreisten Städte Pokrowsk, Nowopawlowka, Konstantinowka und Mirnograd eingedrungen. Bei Cherson wurden Teile des Dnjepr überquert (dort hatten sich die Russen im Herbst 2022 zurückgezogen).
Ostfront (2): Die Vielzahl der Angriffshandlungen lässt den Schluss zu, dass die Überlegenheit der Bodentruppen beträchtlich sein muss. Ob es sich schon um den Zusammenbruch der ukrainischen Streitkräfte handelt, wie in den letzten Monaten mehrfach und zu unrecht behauptet, erscheint hingegen fraglich. Jedenfalls zeigt der ukrainische Abzug aus Pokrowsk und Mirnograd, dass die Taktik Halten-bis-zum-letzten-Mann aufgegeben wurde.
23. Oktober 2024
Die Fünfte Kolonne: Der hiesige Innenminister Georg „der Fairermacher“ Maier hat sie entdeckt. Es ist die AfD, die im Auftrag des Russen das Land ausspioniert. Die tückischen Höcke-Buben benutzen hierzu ihr parlamentarisches Fragerecht, um dem Feind zu offenbaren, über welche Brücken er mit seinen Panzern noch fahren kann, wenn er dereinst angreift, und wo er das besser bleiben lässt.
Die Fünfte Kolonne (2): Der erste Schritt von Georg beim Kampf mit dem Drachen wäre, die kritischen Fragen nicht mehr zu beantworten. Doch das ist nicht ohne, denn dann weiß der Russe, was man selbst für heikel hält. Der zweite Schritt ist, alle AfDler abzuhören, denn das ist bei Spionage die gängige Methode. Deren Umsetzung wird zu einer wunderbaren Stellenvermehrung führen. Fraglich ist allein, ob es genügend viele Antifanten gibt, die mit der Technik fertig werden.
20. Oktober 2024
Der vielgefeierte Waffenstillstand in Nahost hielt nicht einmal eine Woche. Am Sonntag griffen die Israeli erneut Gaza an, nachdem, wie sie verlautbarten, die andere Seite die Waffenruhe gebrochen habe. Böswillige Kommentatoren heben hervor, dass die Gewalt pünktlich nach Abschluss des Geiselaustausches wieder ausbrach.
Gewalt (2): Zu Beginn der römische Kaiserzeit lebte die Masse der Juden nicht in Palästina, sondern als sog. Diasporajuden im Imperium verstreut, wo so zahlenstarke Gemeinden bildeten. Diese zählten allein in Rom über 50.000 Personen. Sie wurden dort im Jahre 49/50 unter Kaiser Claudius ausgewiesen, weil die Obrigkeit ihnen religiös bedingte Krawalle vorwarf.
19. Oktober 2025
Klarer kann man den Deutschenhass kaum zum Ausdruck bringen: Der von der Generalbundesanwaltschaft zur Auslieferung nach Deutschland als Nord Stream-Attentäter verlangte Ukrainer Wolodymyr Shurawljow wird vorgestern von den polnischen Behörden auf freien Fuß gesetzt. Man weist unverfroren auf mangelhafte Rechtsstandards in Deutschland hin. Die Maßnahme ist im Zusammenhang mit den Äußerungen polnischer höchster Offizieller zu betrachten, die ihr Unverständnis zum Ausdruck gebracht haben, dass Deutschland die Zerstörung der Gaspipelines strafrechtlich verfolge, da diese zur Abwehr Russlands notwendig gewesen sei.
Nord Stream (2): Es bleibt, wie man es dreht oder wendet, ein Schwabenstreich der Bundesregierung. Die von der CIA-Residentur in Kiew eingetütete Proxy-Operation (geheimdienstliches Ablenkungsmanöver) zur Verdeckung der wahren Täterschaft des Pipeline-Anschlags durch die USA wird von deutschen Strafverfolgern durch ihre Scheintätigkeit geadelt. Jetzt haben die Amis via Polen die Notbremse gezogen. – Aus Italien wird ähnliches gemeldet. Besser kann man sich international kaum zum Narren machen.
Derweil in DC: Der kleine Mann aus Kiew muss gestern beim Don zum Mittagessen im Weißen Haus antanzen. Die angebliche Versöhnungsgeste nach dem Rauswurf vor Monaten wird ihm angesichts des soeben vorangegangenen Gesprächs zwischen Trump und Putin kaum geschmeckt haben. Jedenfalls hat er hernach keine Siegesfanfaren ertönen lassen.
DC (2): Die deutschen Zahlmeister saßen jedenfalls nicht mit am Tisch. Die versuchen immer noch eine Art verspätetes Winterhilfswerk auf die Beine zu stellen, während der deutsche Kulturminister, ein Merz-Spezi namens Weimer, die Amis und zugleich die linke deutsche Mainstreampresse gegen sich aufbringt. Tolle Leistung auf der Frankfurter Buchmesse, die ich sonst gewiss nicht zur Kenntnis genommen hätte. Er griff die US-Tech-Giganten als Zechpreller und Produktpiraten frontal an. Was man als begrüßenswert bezeichnen könnte, sollte indes nur einer wagen, der selbst über solche Zweifel erhaben ist. Wie aus heiterem Himmel indes kommt heraus, dass Weimer mit seiner Medienfirma jahrelang Raubkopien veröffentlicht hat. Er wimmelt ab und sagt, seine Frau sei das gewesen. Na sowas. Wo bleiben da die Gleichstellungsbeauftragten in nah und fern?
18. Oktober 2025
Sprachschwierigkeiten: Der Broterwerb ist keineswegs der Gang zum Bäcker, es sei denn, man ist selber einer.
Sprachschwierigeiten (2): Denen zwischen Trump und Putin sollte dem Vernehmen nach vorgestern in einem zweistündigen Telefonat abgeholfen werden. Dass man sich in der Raketenfrage auch nur einen Schritt näher kam, schließe ich aus. Wichtiger erscheint mir, dass man sich auf einen nächsten gemeinsamen Konferenzort einigte. Er heißt Budapest. Heißt zu deutsch: Orbán ist für beide ein ehrlicher Makler. Der Rest von Europa = Fehlanzeige.
Sprachschwierigkeiten (3) herrschen bezüglich der Entwicklung in Nahost. Alle haben – je nach Standpunkt – gesiegt. Das hält nur an, bis die nächsten Schüsse fallen. Danach kommt da capo al fine
17. Oktober 2025
Ich hätte es mir denken sollen. Als ich gestern ein paar vage Bemerkungen über die neutestamentlichen Paulusbriefe machte, hat das ein paar Leser zu wohlwollend belehrenden Bemerkungen angeregt. Darüber lässt sich reden. Erheitert allerdings hat mich der Hinweis, ich sei ein Suchender. Das ist nur semi-richtig. Ich versuche lediglich, Machtstrukturen zu verstehen und sodann nachvollziehbar zu beschreiben. Hierzu gehört auch – aus meiner Sicht naheliegend – der gegenwärtig rasante Verfall des Christentums und seine Ersetzung durch die Anhänger des Propheten.
Christentum (2): Meine Bemerkung von gestern bezog sich auf die radikale Veränderung der Glaubensinhalte dessen, was man später die christlichen Urgemeinden nannte. Sie gaben die unmittelbar zu erwartende Endzeit auf, denn das Behauptete passierte erkennbar nicht, und sie machten den Schwenk zu einem demnächst und in der Ferne liegenden Jüngsten Gericht. Dieser Schwenk war die Voraussetzung für die Fortexistenz ihrer Gemeinschaften, die sich zu Beginn des zweiten Jahrhunderts zu institutionalisieren begannen. Das ist kein Beweis, aber immerhin eine Erklärung.
Christentum (3): Ich dürfte bei Weitem nicht der Einzige sein, dem die Ähnlichkeit des Klimawahns mit der frühchristlichen Untergangsgewissheit (Eschatologie) auffällt. Bei den Klimatikern ist wie bei den Urchristen erste Unsicherheit zu bemerken. In Davos 2020 und 2021 war man sich – einschließlich der Führerin – klar darüber, dass 2030 der Hammer fallen werde. Die Propheten des Bundesverfassungsgerichts sprachen und urteilten, es sei 2031. Die heutigen Reisenden in Sachen Klima vertreten 2035, manche auch schon 2040. Man merkt den Zweck, und man ist verstimmt. Eins jedoch erscheint mir sicher: Der Spannungsbogen wird sich auf Dauer nicht halten lassen. Bin gespannt, durch was die Klimakirche den Erdendtermin ersetzt.
16. Oktober 2025
Nein, es ist keine Gedankenübertragung, dass ich gestern meinen Spott über Meloni ins Sudelbuch notierte (bewundernder Spott übrigens). Die Dame zieht jetzt bleierne Handschuhe an: Burka-Verbot, Verstümmelungs-Bestrafung und dergleichen. Es möge gelingen. Meine Zustimmung qualifiziert mich (nach Neusprech) als sexistischen Rassisten. Sei’s drum. Die Rasanz der kleinen Blondine folgt ihrem ständigen Unterschätztwerden. Mainstream glaubt einfach nicht, dass sie das Unglaubliche tut. Das ist ihre Waffe.
Unglaublich (2): 18 (in Worten achtzehn) CDUler wollen Fritz dem Kanzler in die Haushaltsparade fahren. In den Medien Riesenfass über das anstehende Ende von Merz und seiner beiden fetten SPD-Ministranten. Glaube ich kein Wort von.
Unglaublich (3): Krach, dessen Anlass ich nicht mitkriege, zwischen einem Paar bei der Verabschiedung unten an der Haustür. Höre später, dass er sie als Saisonware bezeichnet habe.
Unglaublich (4): Zwischen dem ersten und den zweiten Brief an die Thessalonicher stellte Paulus sein gesamtes Missionsprogramm auf den Kopf. Streiche: der Messias kommt sofort. Setze stattdessen: Der Messias war schon da und kommt demnächst wieder. Das war ein Umsturz. Na gut, vorausgesetzt, dass es diesen Paulus überhaupt gab. Wie auch immer: das Ergebnis war das, was wir heute immer noch das Christentum nennen.
15. Oktober 2025
Passiert ist nix. Habe zwei Tage woanders hingekuckt. Dabei Zeit für Reflexionen gewonnen, zum Beispiel über Italien, das ganz aus meinem Blick geraten war.
Italien (2): Die dortigen Frauen haben es nicht leicht, sich neben ihren gockelnden Männern zur Geltung zu bringen. Sieht man sie im Vorübergehend bewundernd an, dann lächeln sie dem Fremden in die Augen. Das möchte ich mal bei einer deutschen Frau erleben.
Italien (3): Io sono Giorgia schreibt la picola bionda. Ja, hübsch ist sie allemal, doch das Geschriebene zu lesen fällt mir schwer, selbst wo es die deutsche Übersetzung ist. Dass sie die Vorsitzende der Fratelli ist, hat mich schon vor Jahren amüsiert.
13. Oktober 2024
Mit Vollgas in den Abgrund: Eine knappe Mehrheit von Hamburger Bürgern will den Klima-Wahn gesetzlich verschärfen. Geld spielt keine Rolle. Vor allem die Vermieter sollen die anstehenden Wohnraumsanierungen schultern, ohne die Kosten weitergeben zu können. Dass dies Folgen für die Gebäude hat, ist klar – nur nicht die erhofften.
Abgrund (2): Die taz als Papierzeitung hört diese Woche auf. Angeblich gab es noch 26.000 Käufer. Vor vielen Jahren gehörte ich noch zu den Lesern. Die Kollegen schüttelten ihre im Dienst ergrauten Köpfe. Die jetzige Meldung über das Ende erfahre ich nicht aus der ausbleibenden Zeitung, sondern als Randnotiz in anderen Pressemeldungen.
Abgrund (3): Trotzig taumelnd bewegt sich der kleine Mann aus Paris. Nachdem seiner Regierung das Misstrauen ausgesprochen wurde, ersetzt er die abgelöste durch dieselbe. Das finde ich originell. Derweil versinkt das gespaltene Land im Chaos. Viele rufen nach dem starken Mann.
Abgrund (4): In der vergangenen Woche haben die bislang schlimmsten russischen Luftschläge gegen die Ukraine stattgefunden. Sie richteten sich mit Schwerpunkt gegen die Strom- und Gasversorgung sowie gegen die Eisenbahnen. Letztere wurden gezielt durch Drohnen gegen rollendes Material außer Gefecht gesetzt. Wenn das so weitergeht, bleibt die ukrainische Kriegswirtschaft einschließlich des Nachschubs aus dem Westen stehen.
11. Oktober 2025
Wundersames Amerika: Gestern verabschiedete der US-Kongress ohne Federlesens den Kriegsetat von annähernd Tausendmilliarden Dollar für 2026. Man wundert sich einen Moment und denkt: Streiten die sich im Moment nicht wie die Kesselflicker über den Haushalt, so dass Trump & Co derzeit kein Geld haben, um die Bundesbehörden zu bezahlen? Dann fällt mir zum Glück einen Untersuchung von Lewis Lapham ein, die ich vor Jahren las. In der war aufgelistet worden, was im großen und guten Amerika der Erwerb eines Parlamentsmandats kostet. Da fiel der Groschen: Die US-Waffenindustrie kennt keinen Spaß, wenn man ihr die Mittel nicht rechtzeitig zuweist. Das wissen alle Politiker dortzulande.
Trump (2) macht derzeit die tollsten verbalen Purzelbäume, um der aktuellen chinesischen Herausforderung zu begegnen. Wochenlang hatte er den Himmelssöhnen wg. derer unverhohlenen Unterstützung Russlands mit Mamut-Zöllen gedroht, jetzt haben die Xis eine Retourkutsche in Bewegung gesetzt: den Ausfuhrstopp für Seltene Erden, deren weltweit größter Exporteur sie sind. Prompt hat der US-Präsident heute Nacht die Zollguillotine niedersausen lassen. Ich habe wenig Zweifel, dass sie vor allem die USA selbst treffen wird.
Heimatfront: In Herdecke hat die Bürgermeisterin-Stecherei wundersame Züge angenommen. Dass die Behörden mit aller Kraft abzuwiegeln versuchen, wundert kaum, doch dass man 13 Stichwunden als kleineres Alltagsproblem darzustellen beliebt, also eine kleine Auseinandersetzung zwischen der Adoptiv-Mutter und ihren niedlichen Kids (die mutmaßliche Täter-Tochter ist 17) zeigt in die richtige Richtung: Die Dinge müssten jeden Tag neu ausgehandelt werden, sagt der linksgrüne Mainstream seit Jahr und Tag. Peinlich sucht man die Herkunft der Adoptiv-Messerstecher dem Publikum vorzuenthalten und schwingt sich zu der Behauptung auf, es handele sich bestenfalls um ein Ereignis von lokaler Bedeutung. Das ist ausnahmsweise richtig: Jeder Mordversuch spielt sich am Tatort ab. Und das hier ist kein solcher, sagt die Staatsanwaltschaft in Hagen: Nur 13 Messerstiche, ich bitte Sie.
10. Oktober 2025
Wenn man in einem Selbstportrait die kürzestmögliche Form einer zum Moment erstarrten Autobiographie sieht, kommt man um die Meister der italienischen Renaissance nicht drumrum. Was allerdings einer ihrer Größten, der Florentiner Sandro Botticelli (der mit der Venus), sich geleistet hat, gibt Rätsel auf. Er ist eine Randfigur im Gemälde über die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige, blickt aus dem Bild heraus und über die Betrachter knapp hinweg. Sollte ich diesem Bild einen prägnanten Titel geben, so würde ich es Die Verachtung nennen.
9. Oktober 2025
Das kurze Wortgefecht am Frühstückstisch quer durch den Raum, ob der Reformator nun in Eisleben geboren oder gestorben ist, endet so: sowohl als auch. Sowas ist selten, es passt irgend wie zu dem Weitgereisten, der vierundsechzigjährig einem Herzanfall erlag, als er, um einen Streit zu schlichten, in seine Geburtsstadt gereist war. Jetzt steht der große Sprachschöpfer vor Rathaus, Kirche und Sparkasse herum. Na, immerhin. Nebenbei: Vor lauter verregneter Tristesse habe ich die Kamera schief gehalten, ich verkneife mir die Bild-Korrektur.
Korrektur (2): Fritz der Kanzler will das Verbrennerverbot aufweichen. Wird er nicht tun, das ist sicher. Wenn er nur wollte – na gut, er kann nicht –, würde er vor die Presse treten und sagen: Das Verbrennerverbot ist ab heute für D Geschichte. Und dann wäre es das. Die SPD, die sich ihm dann in den Weg stellt, möchte ich mal sehen.
8. Oktober 2025
Nachrichten vom Wochenende über ein Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPC) in Kopenhagen klingen nach und verlangen nach einer gescheiten Einordnung, denn die Presse will wissen, dass dort taffe Kriegsentschlüsse gefallen seien, zum Beispiel über den Drohnenwall.
Krieg (2): EPC? Nie gehört, doch es gibt diesen Club tatsächlich. Im Oktober 2022 gegründet, gehören ihm so ziemlich alle Staaten mit Territorien in Europa, also einschließlich der Türkei und Großbritannien, an. Selbstredend nicht der Bösewicht Russland. Das Gründungsdatum weist darauf hin, dass die politische Kaste erkannt hatte, wie die wunderbare Illusion des russischen Wirtschaftskollaps‘ sich in Luft auflöste. Die Beute stand nicht zum Zugriff bereit. Jetzt steht der Strategiewechsel auf dem Plan – ein hübscher kleiner Bündniskrieg, um den Aggressor in die Schranken zu weisen.
Krieg (3): Der polnische Tusk wie gewohnt an der Spitze der Kriegshelden. Er weist darauf hin, dass wir bereits mitten drin stecken in diesem Krieg. Er wird aus der zweiten Reihe von der flotten Mette aus DK, der EU-Außensekretärin aus Estland und einigen Geheimdienstbossen aus merry old England verbal unterstützt. Aber sind das Beschlüsse der EPC? Das kann man getrost vergessen. Ungarn und die Slowakei expressis verbis dagegen und die Tschechei nach den soeben stattgehabten Parlamentswahlen wohl auch. Da hat der Geschäftsmann Babis nach einer Pause erneut gesiegt. Er ist ein dezidierter Antipode des tschechischen Kriegspräsidenten Pavel.
Heimatfront: In Herdecke ist die frisch gekürte Bürgermeisterin niedergestochen worden. Die woken Behörden in NW hüllen sich in Schweigen und die politische Klasse in Betroffenheitsritualen: Wie konnte das nur geschehen? Ja, wie nur, ihr Heuchler.
4. Oktober 2025
Ein Kurzbesuch in Eisleben, pardon: Lutherstadt Eisleben, ist bei Regen und 9 Grad Mittagstemperatur keine Freude. Alles ist sonntäglich oder sowieso geschlossen. Menschen waren nicht zu sehen. Das gesamte Mansfelder Land macht einen denkbar tristen Eindruck. Vom einstigen Glanz des Mittelalters blieb nichts nach.
Kurzbesuch (2): Vermutlich waren meine Erwartungen durch den Besuch der Stiftskirche von Gernrode am Vortage zu hoch gestimmt. Romanik pur, über tausend Jahre alt, am Ende des 19. Jahrhunderts liebevoll restauriert.
3. Oktober 2025
Wernigerode: Setzen sich drei Fremde zu mir auf die Hotelterrasse. Empört sich der Wirt, den ich, weil mich der aufkommende Ärger stört, bitte ein wenig Großzügigkeit walten zu lassen. Er: Jetzt fehlt nur noch, dass ich auch die Drohnen hinnehmen soll. Welche Drohnen? frage ich leicht begriffsstutzig zurück. Er glotzt mich fassungslos an, bis ich begreife und so loslachen muss, dass er empört verschwindet. Ziel erreicht.
Wernigerode (2): Ich lasse mich in einer Tischrunde, in der ich ein paar Bemerkungen zum Bauernkrieg vor 500 Jahren machen sollte, leichtfertig darauf ein, stattdessen spontan den Ablauf der Ereignisse, die zum 3. Oktober 1990 führten, aus meinem damaligen dienstlichen Erleben zu schildern. Das war zwar nicht grundsätzlich schlecht, weckte aber doch hernach in mir den Verdacht, dass ich besser darauf verzichtet hätte, unvorbereitet ein solches Thema anzugehen, zu dem fast jeder etwas beitragen kann. Aber keiner dasselbe.
2. Oktober 2025
Wenn der Tag im Kalender angezeigt wird, kann ich mir ein nostalgisches Grinsen kaum verkneifen, denn genau zu diesem Datum musste ich weiland meinen Wehrdienst antreten, weil der Erste des Monats ein Sonntag war. Ich ahnte damals nicht, was dieser Tag des Herrn mir dereinst für Schwierigkeiten bringen würde. Ein mir namentlich nie bekannt gewordener Sachbearbeiter der Bundesverwaltung stellt nämlich fest, das mir ein ganzes Jahr für die durchaus pekuniär relevanten Dienstjahren fehle, weil ich am 1. Oktober kein rechtlich relevantes Leben geführt hätte. Seine Folgerung: 2. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres sind kein ganzes Jahr, also ist dieses in Gänze zu streichen. Ich selbst habe davon erst erfahren, als ein anderer für Personalien zuständiger Sachbearbeiter sich Gedanken darüber machte, ob der damalige Beamte R. den Versuch unternommen habe, sich wegen des fehlenden Tages Leistungen zu erschleichen, die ihm durchaus nicht zustanden.
30. September 2025
Die Parlamentswahlen in Modawien sind wie erwartet als ein Sieg des Wertewestens ausgegangen, die andere Seite spricht von plumper Wahlfälschung. Es bleibt demnach dabei, dass der Staat am Südwest-Rande des Ukraine-Konflikts vermutlicher Ausgangspunkt für eine Nato-Erweiterung nach Osten und einen Zusammenstoß mit russischen Truppen, die sich nach wie vor in Transnistrien befinden, werden wird.
Ostfront (2): Aus den zahlreichen Einzelmeldungen über die Gefechte ragt der russische Luftangriff auf den ukrainische Luftwaffenstützpunkt Sarokostjantyniw heraus. Dort richteten angeblich zwei Kinshal-Raketen Verheerungen bislang unbekannten Ausmaßes an, wonach dem Vernehmen nach eine große Zahl von Unterstützungspersonal aus den Nato-Staaten zu den Opfern zählen soll und 5 von den amerikanischen Wundervögeln F 16, von deren Einsatz ich allerdings bislang noch nirgends etwas Gescheites gelesen habe, am Boden zerstört wurden.
Unpolitischer Monatsschluss: Ich besuche die Schulenburg-Villa im thüringischen Gera, ein staunenswertes Wohn-Bauwerk des belgischen Stararchitekten van der Velde aus dem Jahre 1913/14. So also bauten Deutschlands Reiche, die zudem Geschmack besaßen, eine Minute vor dem Ende des Höhenfluges unseres Bismarck-Reichs. Erst recht staunenswert ist die Initiative des Arzt-Ehepaar, welches die in der DDR heruntergewirtschaftete Ruine in den 1990er Jahren kaufte und in den heutigen, den Ur-Zustand versetzen ließ. Neudeutsch ausgedrückt: so geht Kultur. Hut ab.
29. September 2025
Aktueller Bericht aus der westliches Westukraine: Boomende Städte mit erheblich wachsender Bevölkerung. Vom Krieg ist weit und breit nichts zu spüren. Unübersehbar auch: polnische Großinvestoren. Da nehmen welche das Kriegsergebnis vorweg.
Ostfront (2): Lawrow beschimpft in ungewohnter Weise den Kanzler als Nazi. Hierzulande ist man routinemäßig empört. Vergessen ist, dass Fritz der Kanzler den bösen Putin vor Wochenfrist erst als den größten Kriegsverbrecher bezeichnete. Auf die Kräfte des Verstandes darf man auf unserer Seite schon lange nicht mehr setzen.
27. September 2025
Die Zukunft ist blau. Sagt mir mein Arbeitsrechner, der mich gestern drängt, gefälligst die Zeichen der Zeit zu erkennen und aufzurüsten. Ich bleibe blind, mache aber zur Sicherheit ein paar Sicherungskopien auf externen Medien. Es wäre doch zu ärgerlich, wenn so wichtige Dinge (mir jedenfalls) wie mein jüngster Buchtext, welcher nach 3 Jahren Schwerarbeit der Vollendung entgegenhastet, dem Fortschrittswahn der Apple-Leute zum Opfer fiele.
Blau (2) ist nebenbei bemerkt die Farbe der Dems, die alles andere als im Moment in den USA an der Macht sind. Indessen: dass die Apple-Matadore Freunde des Don seien, wird selbst dessen größter A-Lecker nicht behaupten können. Daher also das symbolische Blau. Sie spielen, so denke ich, auf Zeit. Blau (3) ist offenbar die Welle der unzensierten Literatur, die am 8./9. November 2025 auf Halle an der Saale zurollt. Mit der Verlegerin und Organisatorin einen, nämlich meinen, Auftritt vereinbart (Samstag, 15 Uhr). Gewiss, ich bin nur eine kleine Leuchte, aber besser Licht an, als im Dunkel zu schmollen.
26. September 2025
Dochdoch, er ist witzig in seiner Boshaftigkeit, der Don. Das Bild vom Wall of Fame (Wand des Ruhms), das gestern vom Weißen Haus freigegeben wurde, ist dieses hier und zeigt von rechts mach links: Der Don, offizielles Foto der ersten Amtszeit, der Unterschriftenautomat von Joe Biden bei der Arbeit, und der Don mit seinem offiziellen Foto der zweiten Amtszeit, das im Vorjahr anlässlich seiner erkennungsdienstlichen Behandlung entstand.Auch ein schlechter Witz: Der böse Wlad greift fortgesetzt die zivilen Flughäfen Skandinaviens mit Drohnen an, sagt die Nato-Propaganda. Sie würden von der russischen Schattenflotte gestartet.
Ostfront (2): Unbestätigt blieb hingegen, dass in der Truppenverpflegung der Panzerbrigade Litauen Königsberger Klopse aufgetaucht sein sollen. Eine Ermittlungsgruppe des MAD musste ihre Dienstreise allerdings in Köln-Wahn abbrechen, da das einzige Flugzeug der Flugbereitschaft gerade nicht einsatzbereit war.
25. September 2025
Manchmal liest man Dinge, dass man sich an den Kopf greift. Jetzt bei der Lektüre eines Artikels von Hadmut Danisch über die körperlichen Kapriolen beim Altwerden, speziell seinem Haarwachstum und noch spezieller dem in den Ohren. Scheint bei ihm ein ärgerliches Problem zu sein, denn das fragliche Haar berührt ständig sein Trommelfell und macht dort einen Höllenlärm. Danach kommt er – ich bitte um Nachsicht, denn es muss an dieser Stelle sein – auf die Entfernung von Ohrenschmalz zu sprechen. Der deutsche Ausdruck – meine Interpretation – entspricht genau seiner Konsistenz, doch, oh Wunder, in Japan ist alles anders: Da ist der ärgerliche Stoff hart und krümelig. Das ist genetisch bedingt. Alle Menschen sind gleich? War wohl nix. Jedenfalls nicht bei der Reinhaltung der Ohren.
Einfach nur wundern: Der ermordete Charlie Kirk ist auf dem besten Weg zum christlichen Heiligen. Die Kugel, die ihn traf, blieb in ihm stecken. So rettete er als letztes menschliches Tun am Turning Point seines Erdenlebens die hinter ihm Stehenden. Sagen seine Lobpreiser, denn das Geschoss hätte, wenn Gott nicht den Daumen dazwischen gehalten hätte, hinten aus seinem Körper wieder austreten müssen. Ungläubig, wie ich bin, denke ich, dass das weniger eine Frage für Theologen als für Ballistiker ist.
Dumm gelaufen: In New York wurde gestern der frühere Spionageabwehrleiter des dortigen FBI-Büros zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er war dabei aufgefallen, wie er seine dienstlichen Möglichkeiten nutzte, dem russische Oligarchen Oleg Deripaska bei der Umgehung der US-Sanktionen gegen russische Bürger die notwendigen Wege zu ebnen. Während des Gerichtsverfahrens zeigte es sich, dass er auch an den Aktionen des FBI gegen den wahlkämpfenden Trump im Jahre 2016 beteiligt war. Da kommt noch was nach, jede Wette.
New York (2): Noch mal überflogen, was der Don in der UNO alles vom Stapel gelassen hat: Klimalüge, Deutschland-Wahn, feindlicher Globalisten-Club und so. Es war ein seltsamer Rundschlag. Der Grund ist am Anfang zu vernehmen. Da bemerkt er, dass ihm jemand den Teleprompter abgeschaltet hat. Bevor er dann frei Schnauze loslegt, sagt er, das werde Folgen haben. Er meint doch nicht etwa Annalena? Wir wollen nicht gleich das Schlimmste hoffen.
24. September 2025
Was soll man sich denken, wenn der Don bei der UNO-Vollversammlung große Reden schwingt und sich explizit mit Deutschland beschäftigt? Grüne Agenda gescheitert und zum Glück revidiert, sagt er. Woher hat er denn bloß das Letztere? Von der linken Politico, die Springer gehört und die Merz-Trommel rührt?
Trump (2): Kaum hat er das durch, trifft er auf den kleinen Mann aus Kiew und verkündet lautstark, dass der mit Hilfe von EU und Nato den Krieg gegen Russland vollständig gewinnen kann. Putin stehe vor einem wirtschaftlichen Desaster. Wo hat er das nun wieder her? Vielleicht von The Atlantic, wo soeben der Chef-Neocon Robert Kagan dem totalen europäischen Krieg gegen Russland das Wort geredet hat. Es ist schon erstaunlich (oder auch nicht), wie offen die US-Waffenlobby für die Ausweitung des Konflikts wirbt.
Ostfront (2): Wunschgemäß eskaliert die Lage mit Drohnenalarm und Flughafen-Stilllegungen in Kopenhagen und Oslo und viel Luftraum-Trara über Estland und der Ostsee. Überall steigen Kampfflugzeuge auf, um Flagge zu zeigen. Oder was machen die konkret?
Ostront (3): Im Berliner Flughafen fällt auch ohne Drohnen wieder mal die Abfertigung aus. Angeblich handelt es sich um einen russischen Hackerangriff.
Hackerangriff (2): Nach einer Meldung von Swiss propaganda watch liegen der Plattform umfangreiche illegal beschaffte Datenbestände über weltweite Antifa-Netzwerke vor, die den Blick in einen Abgrund politischer Kumpanei mit den anarchistischen Gewalttätern öffnen. Da kann man nur sagen: Na, dann lasst mal sehen.
23. September 2025
Dass polnischen Soldaten Wehrmachtshelme tragen, war mir zuletzt beim Betrachten von Bildern des Warschauer Aufstands ‘44 aufgefallen. Nehme allerdings an, dass die jetzigen Helme Nachbauten sind. Haben die Polen hierfür Lizenzgebühren bezahlt oder stattdessen neue Forderungen gegen uns erhoben?
Befremdend (2): Die Bilder, die von der großen Charlie Kirk-Trauer-Show über den Atlantik auf meinen Schreibtisch gelangen, wecken zwiespältige Gefühle. Dort gedenken Amerikas heutige Machthaber eines ermordeten christlichen Einzelkämpfers. Das sind dieselben Leute, die am Massenmord an Leuten, die Amerika hassen, nichts auszusetzen finden. Es sind die simplen Botschaften, die der Ermordete gepredigt hat, mit denen er sich den Hass der Maulhelden-Toleranten zuzog. Die Menschenmassen, die Kirks Ermordung im Protest auf die Straßen brachte, sollte zu denken geben. Die Woken wissen das auch. Daher rührt ihre wütende Reaktion.
Befremdend (3) wäre es gewesen, wenn die Bürger von Ludwigshafen, der sterbenden BASF-Stadt, über das Ausmerzen des AfD-Kandidaten fürs Amt des Oberbürgermeisters ohne Protest hinweggegangen wären. Sind sie aber nicht, denn es gingen nur 29 % der Bürger zur Wahl. Davon machte zudem ein Zehntel der Wähler den Wahlzettel ungültig. Hieraus entsteht die unübersehbare Rechnung, dass Unseredemokratie von einem Viertel der Bürger akzeptiert wird. Was wird jetzt passieren? Nichts. Bis die Masse der Übergangenen sich entschließt, unübersehbare Konsequenzen zu ziehen. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wann das sein wird.
22. September 2025
Die Weltbank hat ihre Experten von der Leine gelassen. Sie geben Alarm, dass das Bevölkerungswachstum einen Negativ-Trend ausweise. Will sagen: wir werden weniger. Na und? Das ist für Leute, die im Garten des ewigen Wachstums leben, ein Schock. Bis gestern war der Wachstums-Kollaps der Menschheit eine unumstößlich Größe. Die Experten müssen umsteuern. Jetzt werden sie sich auf den Fetisch der angeblich ausgleichenden Massenmigration stürzen und keine nachvollziehbares Wort über die Gründe der Unterschiede in der Reproduktion verlieren, höchstens über Armut als Grundübel, weil die einen Anlass zur Umverteilung bieten kann, was der Experten Hauptgeschäft ist. Vor allem wird man strickt kein Wort über jene beiden Elefanten im Raum verlieren, die Rasse und Religion heißen.
21. September 2025
Gewohnheitswidrig ein Interview-Video angesehen und zwar das von Markus Fiedler mit dem Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera auf Apolut, nachdem ich durch einen Hinweis bei Science Files darauf aufmerksam wurde. Das Duo macht einen Ausflug in die biologische Welt der Arten und Rassen der Menschheit.
Menschheit (2): Bislang suggerierte mir mein Schulwissen, das seinerzeit durch einen Ausflug ins Neandertal gekrönt werden sollte (es war aber nichts zu sehen), dass der Neandertaler bis auf die Knochenreste spurlos verschwunden sei. Falsch, sagt nun Kutschera: die auf den europäischen Kontinent drängenden Afrikaner hätten sich mit den Neandertalerfrauen erfolgreich gepaart, so dass bei der Rasse der Kaukasier (und nur bei dieser) Neandertaler-Erbgut nachzuweisen sei. Jetzt wundert mich bei manchen hiesigen Zeitgenossen nichts mehr.
Menschheit (3) bedeutet für die beiden Biologen eine unumgehbaren Ausflug in die Welt der Menschen-Rassen, deren Zahl sie mit fünf angeben. Diese unterscheiden sich unverwechselbar in äußeren und eindeutigen Erbgut-Merkmalen. Was sie sagen, wäre eine nützliche Hilfe für das Argumentieren mit den modernen Rassen-Leugnern, wenn diese denn Zeit fänden, einmal für Minuten ihr aggressives Dauer-Geschwätz zu unterbrechen.
Menschheit (4): Die Rassen-Leugner versuchen, die notwendigen gesellschaftlichen Debatten in ein Rassen-Tabu abzudrängen, indem sie behaupten, bereits der Gebrauch des Begriffs der Rasse sei eine besonders perfide Form von Rassismus. Dieses Quasi-Argument gehört in die eigene Welt der beschränkten Geister, die man rief und nun nicht mehr los wird.
Menschheit (5): Durch den modernen Rassismus-Quatsch wird verdrängt, dass der Fünfer-Kanon der biologischen Rassen mit dem Rassen-Begriff in der gesellschaftlichen Debatte nicht übereinstimmt. Denn hier gibt es mehr als fünf Rassen, man denke nur an die britische Rasse der vorletzten Jahrhundertwende, der alsbald die arische folgte und viele andere, die der Mühe der Aufzählung nicht lohnen. Menschheit (6): Ein seltsamer Zwitter ist die Rassen-Zuordnung in den offiziellen Statistiken der USA, wo eine hispanische Rasse Usus ist, die gemessen an den klassischen fünf biologischen Rassen (Kaukasier, Afrikaner, Asiaten, Insulaner, Indianer) offensichtlich eine Mischrasse ist.
20. September 2025
Das tägliche Geschrei ist das eine, der Himmel über dem Atlantik das andere.
19. September 2025
Das hier schreibt mir W.: Angenommen, unter dem Druck der Finanzlage würde eine neue Regierung entscheiden, dass diejenigen, die die Migranten hergeholt haben, auch nach diesem Modell für sie verantwortlich sind: Man orientiert sich dabei an der Parteimitgliedschaft von 2024: SPD – 358.000; CDU – 364.000; Linke – 80.000; Grüne – 130.000; gesamt: 932.000. Hinzu kommen parteilose höhere Beamte und Medienvertreter, sodass etwa 1 Million Haushalte zur Aufnahme zur Verfügung stehen würden. Da vermutlich 25% der Betroffenen in Eigenheimen leben oder über vermietete Eigentumswohnungen verfügen, könnten so etwa 1,5 Millionen Migranten untergebracht werden. Bei den darauffolgenden Bundestagswahlen würde die AfD 80% der Stimmen bekommen und die Remigration könnte beginnen.
18. September 2025
Sogenannter Schlagabtausch im Bundestag: Fritz der Kanzler kündigt Herbst der Reformen an. Heißt zu deutsch: wird nix passieren. So gut kennen wir ihn bereits.
Fritz (2): Bezeichnet den russischen Präsidenten als den vielleicht größten Kriegsverbrecher der Gegenwart (oder überhaupt?). Fritz, Fritz, so geht das nicht, denk mal an A.H., den macht uns bekanntlich keiner nach. Und Putin? Der reagiert betont gelassen, stellt lediglich öffentlich klar, wer 2014 mit dem Schießen angefangen hat.
Sicherheitsrisiko: Ist nicht nur Fritz der Kanzler dank seiner Äußerungen, sondern auch Michael Stürzenberger, der vor Kurzem noch fast von einem Willkommensbürger erstochen worden wäre. Jetzt will er als Mitarbeiter eines Abgeordneten tätig werden, wird aber von der Verwaltung nicht in den Bundestag gelassen. Es bestünden nämlich Sicherheitsbedenken. Heißt wohl zu deutsch: er ist ein wandelndes Mahnmal für die Merkel-Verbrechen, oder fürchtet jemand im Ernst, er werde auf die im Reichstag versammelten Willkommensschwestern einstechen.
Darf‘s noch ein bisschen mehr sein? Polens neuer Präsident fordert beim Berlinbesuch 16 Billionen Entschädigung für den Zweiten Weltkrieg. 16.000.000.000.000 (hoffentlich habe ich mich nicht verzählt). Nun ja, der polnische Vormarsch nach Odessa (bekannte polnische Stadt am Schwarzen Meer) wird teuer. Das steht schon jetzt fest. Moskau jedenfalls ist näher – je nachdem, von wo aus man kuckt. Das jedenfalls findet die flotte Jette aus DK, die Fernwaffen geordert hat. Das ist insofern konsequent, weil die Schlosswache in Kopenhagen nicht ausreichen wird, um sich mit dem Russen anzulegen. Auch das steht fest.
15. September 2025
Im Westen was Neues: Der Chefhetzer des ZDF wird aus Amerika ausgewiesen (Visum widerrufen). Das lob ich mir. Die Woken haben einen neuen Märtyrer. Gestern waren sie noch sicher, die Amis würden sich das nicht trauen, und zack ist es passiert. Die Anregung kam von Richard Grenell, dem Hardliner der Reps dort.
Westen (2): Nichts Neues hingegen von der Wahlfront in NRW. Alles beim alten bei Unsererdemokratie: Grüne paar Punkte runter, Blaue paar rauf. Der wahre Sieger ist die Linke, das neue Sammelbecken des muslimischen Prekariats. Das verfestigt sich: Sie säen nicht, und sie ernten doch. Wird Zeit dass sie mal wieder den Namen wechseln (die Freitags). Vielleicht auch die Farbe: von Marx-rot zum Propheten-grün.
14. September 2025
Der Don mit seiner jüngsten Nummer: Er will die groß angekündigten Sanktionen gegen Russland erst wirksam werden lassen, wenn alle Nato-Staaten auf russisches Öl verzichten. Also nie.Derweil an der Ostfront: Das Vorrücken in den Oblasten Charkow und Dnjepropetrowsk geht sichtbar voran. Westliche Agenturen merken indigniert an, dass dies gar leine Gebiete sind, auf die Russland offiziell die Hand gelegt habe. Nun, im Krieg läuft’s oft anders als geplant, wie schon Clausewitz zu schreiben wusste.
Ostfront (2): Die Bundesregierung plant, die Ukrainehilfe um einen gewaltigen Batzen zu kürzen, wie sie soeben den Abgeordneten mitgeteilt hat. Ich denke, Fritz der Kanzler hatte die Ost-Hilfe zum obersten Staatsziel erklärt. Na gut, man kann sich drauf verlassen, dass bei ihm stets das Gegenteil des Angekündigten passiert. Man muss nur ein paar Tage abwarten.
Heimatfront: Die Hetze gegen den ermordeten Charlie Kirk nimmt ungeahnte Formen an. Unklar ist noch, wie diese auf Michel wirken wird. Bemerkenswert immerhin: die hassverzerrten Gesichter der Guten.
Heimatfront (2): In NRW wird heute kommunalgewählt. Mein Tipp: Es wird sich nichts ändern, denn die Volksfront wird die Mehrheit behalten. Nebenbei: Wäre schön, wenn ich mich irrte (neudeutsch: irren täte).
13. September 2025
Der vermutliche Attentäter von Utah wird öffentlich präsentiert. Die Verwandtschaft hatte die Video-Überwachungsbilder identifiziert. Es waren zu viele, als dass das nicht zu erwarten gewesen wäre. Dass der Täter seine Munition mit linken Schmähschriften und Symbolen versah, wirft einen merkwürdiges Licht auf seinen Geisteszustand. – Oder ist das alles nur gelogen?
Gelogen (2): Der angebliche Drohnenangriff der Russen nach Polen hinein in den vergangenen Tagen zerbröselt in ein unentwirrbares Knäuel von Unwahrem. Am besten hat mir der Treffer eines polnischen Wohnhauses gefallen, dass vor Monaten vom Sturm abgedeckt wurde. Was vermutlich dem Putin sein Wind.
12. September 2025
Im Netz kursieren angebliche französische militärische Planungsunterlagen über die Besetzung der Restukraine nach dem Waffenstillstand, in denen u.a. die Hauptfundorte der Bodenschätze und die zugehörige Dislozierung der Besatzungstruppen (bevorzugt aus Frankreich und Polen) mitgeteilt wird. Diese Angaben sind so offensichtlich schräg, dass das ganze Manöver stark nach Fake riecht. Sollte die (selbstredend hochgeheime) Sache hingegen echt sein, kann man nur sagen: idiotisch, denn hier soll etwas annektiert werden, auf das der Don vor Monaten im Verein mit dem kleinen Mann aus Kiew schon die Hand gelegt hat.
In Brasilien wurde der vormalige Präsident Bolsanaro gestern wegen eines angeblich versuchten Staatsstreichs zu 27 Jahren Haft verurteilt. Jetzt kann der gefährliche Mann (Fallschirmjäger-Offizier !) dem Regime nicht mehr gefährlich werden.
Verurteilt (2) und zwar rechtskräftig Ist seit gestern Björn Höcke mit dem Segen des Bundesgerichtshofs, der nichts auszusetzen fand, dass dieser wg. des Ausspruchs „Alles für Deutschland“ zum Nazi-Kriminellen gemacht wurde. Auch wurden die Büros des Abgeordneten Krah mit dem Segen des Bundestags durchsucht, um diesem die Straftat der Bestechlichkeit nachzuweisen.
Verurteilt (3): Die Einrichtungen von Demokratie leben und anderer ungenierter Unterstützer der linksextremen Deutschland-Abwrack-Politik wurden nicht durchsucht, um gar nicht erst den Verdacht für die Beteiligung am vorvorgestrigen Stromnetz-Verbrechen in die Nähe einer Bestätigung kommen zu lassen. Nicht, dass ich mir dieses Zusammenhangs sicher wäre, doch ein Eingreifen wäre konsequent im Rahmen der seit Jahr und Tag übliche Verdachts-Fall-Durchsuchungen, die zwar rechtswidrig, aber als überaus beliebt bei der politischen Justiz eingerissen sind. Doch ernsthaft: sowas wird nicht passieren, nachdem die Täter nunmehr glaubhaft ausgeschlossen haben, dass die Tat von den braunen Kolonnen, die bekanntlich überall lauern, begangen worden sein könnte.
Ich muss mir immer wieder das möglichst simple Kartenbild der Ostfront vor Augen führen, um das strategische Wollen der am Kriege Beteiligten klarer zu sehen. a) Das nördliche Ostpreußen steckt wie ein Pfahl im Fleische des Nato-Gebietes, b) Weißrussland wie eine nach Westen gerichtete Faust, c) der russische Vormarsch im Süden der Ukraine ist dicht davor, den Sack von Odessa zuzumachen.
Ostfront (2): Die unbemannten Flugobjekte, die man letzte Nacht (vom 9. auf den 10.9.) über Polen abschoss, kamen nicht vom Himmel, sie flogen da bloß, aber woher? Die Weißrussen sagen: Nicht von uns. Die Polen sprechen von einem unprovozierten Angriff auf ihre Ostgrenze. Jaja, die Polen.
Krieg im eigenen Lande: Jetzt sind die Links-Chaoten sauer, dass man ihre Rolle beim Anschlag auf die Berliner Stromversorgung nicht ordentlich gewürdigt hat. Also bezichtigten sie sich selbst auf indymedia. Erinnert sich eigentlich wer daran, dass diese Gewaltplattform vor Jahr und Tag vom BMI verboten wurde? Durchsetzung des Verbots: Fehlanzeige. Ach ja richtig, die Staatsschutzkräfte sind bereits mit dem Kampf gegen rechts völlig überlastet.
Übern Teich: In Utah wird der dortzulande prominente 31jährige Trump-Unterstützer Charlie Kirk heute Nacht (MEZ) bei einer Veranstaltung in der dortigen Universität erschossen.
Nachtrag über die Polendrohnen: Erst waren es einzelne, jetzt ist nach den nächtlichen Experten bereits eine ganze Drohnenflotte, die in den Luftraum eindrang. Apollo News weiß zudem, dass das der Russe war, der die polnische Luftverteidigung testen wollte. Das wäre, wenn’s denn stimmt, gelungen, denn einer der Eindringlinge gelangte bis nach Danzig. Die Leserkommentare zu dieser beinharten Kalten Kriegs-Rhetorik ergehen sich in ungeschminkter Häme gegenüber der Redaktion.
Apollo (2): Es ist wirklich bemerkenswert, wie bei diesem Medium die sonstige Anti-Mainstream-Attitude der jungen Mannschaft und der Russenhass nicht zusammenpassen. Frage mich, wie die ihr Budget bestücken, denn die ausgesendeten Katzenfutter-Reklamen dürften kaum hinreichen. Wird wohl irgendwo ein fetter Kater im Hintergrund existieren, der die Mäuse rüberreicht.
10. September 2025
Trump wendet sich offenbar vom Ukraine-Krieg ab. Von den Supersanktionen gegen die Handelspartner Russlands ist jedenfalls trotz Verstreichens der von ihm gesetzten Fristen keine Rede mehr. Stattdessen befasst er sich mit Gewaltanwendung in US-amerikanischen Städten, nach Washington DC ist es jetzt Chicago, wo er die Nationalgarde einsetzt, während er Staaten Mittelamerikas mit Militäreinsätzen droht und hierfür Luftstreitkräfte verlegen lässt. Im einen Fall geht es mit Schwerpunkt um die Deportation von Illegalen, im anderen um das Stoppen der Drogenzufuhr.
Ostfront: Derweil zerstören ukrainische Drohnen nun zum dritten Mal die Gaspipeline Drushba Richtung Ungarn, und russische Raketen zerstören Regierungsgebäude in Kiew. Letzteres hat bestenfalls symbolische Bedeutung, während die ukrainischen Angriffe Sprengkraft für die EU haben, aber niemanden in Brüssel scheint das zu jucken.
Gewalt im Nahen Osten: Der Einmarsch der Israelis in Gaza-Stadt wurde gestern mit der Zerstörung von Wohnhochhäusern fortgesetzt. In Katar wurde von ihnen ein Hamas-Führer angegriffen und getötet.
Krieg im eigenen Land: Wie heikel die Stromversorgung ist, haben gestern Unbekannte vorgeführt, die zwei Hochspannungsmasten angezündet haben. Der ganze Südwesten Berlins war anschließend ohne Strom. Ich wette, dass die Behörden des Bundes und von Brandenburg derartig mit dem Kampf gegen rechts ausgelastet sind, dass für die Täter dieses Verbrechens keine Kapazitäten frei sind. Dabei braucht man nicht viel Phantasie, um deren Milieu zu lokalisieren. Aber man fürchtet sich, wie ich annehme, davor, auf die Wirkungen der eigenen Geldspritzen aus dem Bundes-Familienministerium zu stoßen. Das bremst den Eifer bzw. stachelt ihn an – je nach Sichtweise.
9. September 2025
Ich sehe schon, was meine zwei oder drei Leser interessiert und zu Widerworten inspiriert. Es ist seit gestern dieser Richard Coudenhove-Kalergi. Hier das Originalzitat aus seinem Hauptwerk Praktischer Idealismus. Adel, Technik, Pazifismus von 1925, das noch heute die Gemüter bewegen: „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen.Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der alt ägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen“ (S. 22 f.) Das steht da wirklich, ich habe den Text aus dem Buch herauskopiert.
Coudenhove (2): Sein Bekanntwerden und der fortdauernde Einfluss seiner politischen Ideen war keinem Wink des Himmels geschuldet, sondern… Ja, das ist die Frage, ebenso wie der Umstand, dass eine Kanzlerin, deren Namen mir im Moment nicht einfallen will, den nach ihm benannten Preis entgegennahm.
Andere Baustelle: In Frankreich ist gestern die Regierung geplatzt. Na und? Jetzt ist Platz für Spekulationen der Experten. Und Fritz der Kanzler meint, das sei für D ohne Bedeutung. Genau. Was scheren uns diese Franzmänner?
8. September 2025
Zuweilen gerät man wider Willen auf Abwege. Vorgestern ist es ein Banner im Netz, auf welchem Richard Coudenhove-Kalergi mit dem plakativen – in mannigfachen Varianten kursierenden – Zitat abgebildet ist, dass die Zukunft der Menschheit eine negroide (hellbraune) Mischrasse sei, die von Juden beherrscht werden werde. Gegen sonstige Gepflogenheiten ist eine Quelle angegeben: das Buch Praktischer Idealismus von 1925. Ich lese das Original, um das merkwürde Zitat zu finden. Das Ergebnis: Fehlanzeige.
Coudenhove (2): Ich nutze den aufgestauten Ärger über die Zeitverschwendung, um mich der weiteren Behauptung zuzuwenden, Coudenhove sei selbst Jude gewesen. Ich gehe einen Umweg und beschaffe mir das Buch, auf das Richard C. selbst hinweist, nämlich Das Wesen des Antisemitismus, Berlin 1901, von Heinrich Graf Coudenhove. Der Autor dieses 600-Seiten-Wälzers ist Richard C.s Vater. Der schreibt ein fast amüsant zu nennendes Vorwort, in dem er darauf hinweist, dass jeder der kritisch über den Antisemitismus schreibe, selbst des Jude-Seins bezichtigt werde. Er streitet das ab, indem er darauf hinweist, dass seine weit zurückreichende Adelsfamilie seit Menschengedenken gut katholisch sei und er selbst mit Hingabe auch. Er setzt noch eins drauf, indem er anmerkt, wenn er denn nur einen Juden unter seinen Ahnen gefunden hätte, hier würde es gerne bekennen.
Coudenhove (3): Der Sohn Richard ein Jude? Wohl kaum. Der Vater nicht und die nach jüdischem Ritus wichtigere Mutter auch nicht. Sie war eine Japanerin, die der Vater aus seiner diplomatischen Mission aus Nippon nach Hause mitbrachte. Diese ist augenscheinlich, wie man so sagt, die Mutter von Richard, man sieht es ihm an.
Coudenhove (4): Es gäbe allen Anlass, sich mit dem schrägen deutsch-böhmischen Adelsspross zu befassen, aber nicht so
6. September 2025
Die auf der A 4 Richtung Dresden nach Osten fahrenden Bundeswehr-Kolonnen erregen allein schon dadurch Aufmerksamkeit, weil sie zu gemächlicher Vorbeifahrt zwingen, da das Tempo von polnischen Lastwagen bestimmt wird, für die das Verbot, die dritte Spur zu nutzen, offenbar nicht gilt. Nun will, wie ich mich erinnere, der Marsch mit gepanzerten Kolonnen geübt werden, doch bleibt mir unerklärlich, warum erkennbar nichts unternommen wurde, die Fahrzeuge vor der gegenwärtigen Hauptbedrohung zu schützen, nämlich der durch feindliche Drohnen.
Ostfront (2): Im Stadtteil Dresden-Loschwitz gibt es eine bekannte Brücke, das Blaue Wunder (grau gestrichen), über die ich bei spätsommerlichem Sonnenschein hinwegflaniere, wenn auch als einziger Fußgänger weit und breit. Auf beiden Seiten gibt es je eine Buchhandlung, das Buchhaus Loschwitz und eine Filiale von Thalia. In beiden gibt es Literatur zum Krieg, die unterschiedlich nicht sein könnte. Einmal, was vor Ort los sein mag, und wie wir uns das raushalten sollten, auf der anderen Siegesphantasien und Bestrafungs-Erbauung.
Ostfront (3): Der Gipfel in China schwingt in den Gazetten nach. Wir, die Westkoaltion, beschließen, so lese ich, in die Ukraine einzumarschieren, aber erst nach dem Waffenstillstand. Putin kontert in seltener Klarheit: Waffenstillstand ja, aber erst nach dem Erreichen der Ziele dieses Krieges. Das hört sich nicht nach hier und heute an.
Ostfront (4): Die seit Monaten umkämpfte Stadt Pokrowsk, im Oblast Charkow gelegen, scheint nun nach etlichen Fehlmeldungen tatsächlich vor dem Fall zu stehen (eine russische Flagge auf dem Hauptplatz, der auch als Friedhof genutzt wurde). Die Videos beider Seiten übermitteln frühherbstliche Bilder, in denen zu meiner Überraschung kaum Zerstörungen im Stadtzentrum zu sehen sind.
Ostfront (5): Die Experten übertreffen sich in Berichten, dass sich der russische Vormarsch verlangsamt habe. Heißt zu deutsch: er findet seit Monaten statt, wenngleich mit der für westliche Schlagzeilen-Konsumenten fast unerträglichen Langsamkeit. Auf jeden Fall entspricht die Frontlinie nicht den politischen Grenzen der vier von Russland beanspruchten Oblaste. In Cherson und Saporoschschje fehlen noch bedeutende Teil, Donjezk ist bis auf wenige Quadrratkilometer in russischer Hand. An anderen Stellen des Frontbogens haben sich die russischen Truppen bis weit in die Oblaste Charkow und Dnjepropetrowsk hineingefressen.
Ostfront (6): Auf einem Video aus dem russischen Generalstabs-Lageraum sieht man neben den führenden Militärs Situationskarten, in denen die Oblaste Odessa und Nikolajew anders eingefärbt sind. Das kann psychologischer Kriegführung geschuldet sein, aber auch ernsthafter Kriegsziel-Beschreibung, nämlich der beabsichtigten und dann endgültigen Trennung der Ukraine vom Schwarzen Meer. Das wäre aus russischer Sicht ein strategisches Ziel (und ein Alptraum für den Wertewesten).
4. September 2025
Die Bilder vom Gipfeltreffen in China beeindrucken durch die schiere Masse der dort versammelten Staatenlenker. Dass Xi bei der Gelegenheit seinen gewohnten Anzug gegen den Mao-Look ausgetauscht hat, mag Symbolkraft haben. Aber welche?
China (2): Im Mittelpunkt der Bilder aus dem Reich der Mitte das Trio aus Peking, Moskau und Pjöngjang. Aber es ist auch Substanzielles zu vernehmen: Der Bau der größten, sprich leistungsstärksten Erdgas-Pipeline der Welt zwischen Russland und China.
Russengas (2): Die Experten murmeln (und geben sich befriedigt), dass dies das endgültige Aus für russisches Erdgas nach Europa sei. Leute, Deutschland ist gemeint, dessen Gaskavernen am Ende dieses Sommers leer sind. Hat schon jemand mitgekriegt, dass wir einen Regierungswechsel hatten und der Chef dieser obskuren Bundesnetz-Agentur, die für die Bevorratung hätte sorgen sollen, immer noch dieser fabelhaft grüne Herr Müller ist?
Neues vom Don: Der verlangte gestern von den Impf-Giganten den Nachweis der Wirksamkeit der Corona-Spritzen. Pfizer Chef Bourla reagierte prompt. Er schlug heute Nacht den US-Präsidenten für den Nobel-Preis vor. Wie nennt man sowas? Ein Ablenkungsmanöver für den mit gutem Grund als eitel und Sprunghaft eingeschätzten Trump. Nebenbei bemerkt: genügend Kleingeld hat der Medizinmann, um sein Verlangen bei den Komitees in Oslo oder Stockholm durchzusetzen.
1. September 2025
Nach dem Sinn einer Tradition zu fragen, führt meist nicht weiter. Das gilt jedenfalls für die dänischen Königskalender in meinem Badezimmer. Sie bedeuten nichts weiter, als mich seit Jahren daran zu erinnern, dass man mit ungekonnten Amateur-Schnappschüssen das Publikum gegen Entgelt erfreuen kann. Ich kann mich immer noch nicht daran gewöhnen, dass man dortselbst nach der taffen Margarethe jetzt einen König hat, der frühzeitig ergraute. Ich frage mich warum. Den aktuellen Kalender habe ich soeben umgeblättert und mit Bedauern festgestellt, dass der daneben hängenden Paul Flora-Kalender nicht zu aktualisieren war. Mein Wiener Lieferant ist verschwunden, womöglich verstorben.
31. August 2025
Die Politheroen sind aus dem wohlverdienten Urlaub zurück, den wir ihnen gern verlängert hätten, damit sie nicht weiteren Schaden anrichten. Doch nun sind sie halt mal da und machen Ankündigungen, die wir uns nicht merken müssen. Mit leiser Verspätung meldet Reuters, das Vorletzte aus Davos. Na, da sind wir aber erleichtert. Gratulieren Rock-Star Fink für die Übernahme des Kommandos. Das Bild, von Reuters ausgewählt, ist vortrefflich. Es wirkt so sympathisch.
30. August 2025
Russische Quellen betonen die eigenen Erfolge der seit Mitte Juli anhaltenden Sommeroffensive. Es geht hierbei um Vorstöße an drei, vier Stellen des Frontbogens, die in erster Linie der Arrondierung des noch ukrainisch besetzten schmalen Teils des Oblasts Donjezk betreffen. Beide Seiten melden, dass die Lage der ukrainischen Truppen dramatisch sei, weil es keine Reserven mehr gebe. Der eigentlich zu erwartende Zusammenbruch des Frontbogens hat jedoch offenbar nicht stattgefunden.
Ostfront (2): Im russischen Luftkrieg hat ein Zielwechsel stattgefunden. Schwerpunkt ist nicht mehr die Stromversorgung, sondern die Waffenindustrie. Bilder vom frühen Morgen des 28. August zeigen, dass trotz der gewaltigen Detonationen, zu deren Wirkung man nichts sagen kann, die Straßenbeleuchtung in der gesamten Stadt nicht beeinträchtigt ist.
Ostfront (3): Die großen politischen Entwürfe der Kommentatoren verstummen allmählich. Vom Treffen Putin-Selenskyj redet niemand mehr.
Ostfront (4): Die Berliner Heroen haben im Kabinett ein neues Wehrgesetz verabschiedet, das eine gewaltige Aufstockung der Streitkräfte bringen soll. Wenn die angepeilten Freiwilligen, wie erwartet, nicht zu haben sein werden, soll’s die Wehrpflicht richten. Mit denen will man dann nach einem Waffenstillstand in die Ukraine einsickern. Na, dann sickert mal schön.
Ostfront (5): Und da war da noch der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, von dem ich schon vor Jahren schrieb, der gehöre schleunigst nach Hause geschickt. Jetzt weint er, wenn auch in nicht ganz fehlerfreien Metaphern, Deutschlands letztem Polit-Denker eine öffentliche Träne nach. Kann man verstehen. Dass man den, Robert den Denker, los ist, kann ich noch gar nicht glauben.
29. August 2025
Im US-Kongress wird eine Untersuchung gegen Wikipedia eingeleitet. die Datenkrake wird bezichtigt, ihre Meinungsmacht zur unerwünschten Beeinflussung von US-Bürgern zu missbrauchen. Der Verdacht der Gesetzeshüter richtet sich gegen russische und chinesische Einflussnahme. Die organisationseigene Mafia ist also nicht im Visier.
Meinungsmafia (2): Musk verklagt Amazon und OpenAI wg. Verstoßes gegen US-Monopol-Gesetze. Und die US-Regierung erwägt Sanktionen gegen die EU wg. deren Internet-Strangulierungsvorschriften.
Meinungsmafia (3): So hat jeder was zu tun. Welche Ergebnisse zum Schutz der Bürger dürfen wir erwarten? Keine.
Übern Teich (4): Trump macht weitere 825 Millionen für die ukrainischen Waffenkäufe locker.
Übern Teich (5): Kennedy jun. beginnt mit dem großen personellen Aufräumen in der US-Gesundheitsverwaltung. Die Namen kann und will ich mir nicht merken. Hier geht’s ums Prinzip.
Übern Teich (6): Bei der Gelegenheit wird die Notfallzulassung der sog. Covid 19-Impfstoffe widerrufen. Zu wünschen wäre, dass es den verantwortlichen Pandemie-Tätern jetzt persönlich an den Kragen geht. Ob’s tatsächlich passiert, steht in den Sternen. Da wird noch mancher muntre Dollar fließen, um das zu verhindern.
28. August 2025
Als ich es schließlich nicht mehr suche, fällt es mir vor die Füße, das Memoiren-Buch The Room where it happened von John Bolton, Trumps erstem Nationalen Sicherheitsberater. Blättere nunmehr eher lustlos und entdecke dieses hier: I don’t want any fucking thing to do with Ukraine, sagte Trump, schreibt Bolton (S. 462), als man am 23. Mai 2019 besprach, wer zum Krönungs-Zeremoniell von Selenskyj nach Kiew reisen sollte. – Ich sagte es bereits vor Tagen schon: Der Don ist nachtragend, in diesem Fall allerdings leicht nachvollziehbar, hatte doch die Kiewer Polit-Mafia 2016, mitten im Wahlkampf, versucht, Trump die Sache mit seiner angeblichen Steuerung durch den Kreml anzuhängen.
Bolton (2): Nach einem Vermerk im Buch kaufte ich diesen 570-Seiten Wälzer im Sommer 2020 auf Jersey aus einer Wühlkiste. Da war mir offenbar der Lesestoff ausgegangen, doch nach dem Lesezeichen im Buch gab ich auf S. 361 auf. – Ach ja, das war ein wunderbarer Sommer auf der souveränen Kanalinsel. Sie ist ein Paradies, genauer: ein Steuerparadies. Zuwanderungs-Voraussetzung: 600.000 Pfund Jahreseinkommen mindestens, so las ich, mein Interesse erlahmte sogleich.
27. August 2025
Polens neuer Präsident sperrt die Sozialhilfe für die im Lande befindlichen Ukrainer. Ob das so stimmt, wie die Gazetten – empört zumeist – verkünden, vermag ich nicht zu sagen. Nur wenn das stimmt, dürfte die Folge nicht lange auf sich warten lassen: Eine weitere Million wird sich in Richtung Westen in Bewegung setzen, um an der deutsch-polnischen Grenze durchgewinkt zu werden.
Polen (2): Das Land bereitet sich, so wie von mir schon lange gemutmaßt, auf die Eroberung der West-Ukraine vor. Da kann man eine Fünfte Kolonne in den eigenen Reihen nicht gebrauchen.
Übern Teich: Hat eigentlich irgendwer noch vage den Überblick wer wen mit welchem Erfolg vor Gericht gezerrt hat? Ich jedenfalls nicht.
26. August 2025
Jetzt setzt der kleine Mann aus Kiew noch eins drauf. Nachdem er die Zufuhr von Russen-Öl nach Ungarn und der Slowakei (südlicher Zweig der Drushba) gewaltsam gestoppt hat, teilt er der Welt mit, das sei geschehen, um das Nein der Ungarn zum EU-Beitritt der Ukraine zu torpedieren. Ich wette mal, dass die Anstifter hierfür in Brüssel zu finden sind.
Ostfront (2): Der Umstand, dass man nichts Substanzielles von dort erfährt, weckt in mir den Verdacht, dass heftige Kämpfe mit ungewissem Ausgang im Gange sind. Derweil rechnen sich die Experten gegenseitig die abenteuerlichsten wechselseitigen Verlustzahlen vor, jeweils eine bis zwei Millionen Tote auf jeder der Seiten.
Heimatfront: Still ruht der See. Im Netz finde ich eine Karikatur, die mehr sagt, als tausend Worte.
25. August 2025
Man gratulierte gestern zum ukrainischen Unabhängigkeitstag, dem 34. seit dem Zerfall der Sowjetunion, so der Don und der norwegische Ministerpräsident. Damit schaffte der es in die Weltpresse.
Ostfront (2): Zeitgleich wurde das Atomkraftwerk von Kursk mit Drohnen beschossen. Bislang fehlt der übliche Hinweis in den Wahrheitsmedien, dass das der Russe selber war. Ein neues Senioren Akrützel von Bernd Zeller über Nacht in meinem elektronischen Briefkasten eingetroffen. Hier eine der beeindruckenden Schlagzeilen.
24. August 2025
Nachtgedanken: Ein Problem beim Schreiben türmt sich wie eine graue Nebelwand auf. Man tastet sich vorwärts und bemerkt überrascht, dass schon einzelne andere vor einem selbst dawaren. Man hört ihnen zu und siehe da, es wird ein Weg sichtbar. Jetzt muss man beherzt losgehen, denn sonst besteht die Gefahr, auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln, die überall hinführen mögen, nur nicht als Ziel.
Nachtgedanken (2): Das Vorstehende war der vorgestrigen Suche nach dem Bolton-Buch geschuldet. Ich fand es nicht, stattdessen vieles, was ich längst vergessen hatte, darunter die Memoiren von George Kennan, den amerikanischen Spitzendiplomaten. Man nennt ihn nicht zu unrecht den Architekten der Nachkriegszeit. Ich las mich zwei Stunden fest, bis ich bemerkte, dass er mich völlig vom Weg abführte.
Nachtgedanken (3): Immerhin bestätigte mich meine Lektüre in dem Vorurteil, dass die US-Außenpolitik dem Gang eines Betrunkenen ähnelt, weil sie in den Spitzenpositionen einschließlich der Botschafterposten von reichen Narren betrieben wird, die von Präsident zu Präsident zu wechseln pflegen. Der jetzige hat schon wieder ein 14-Tages-Ultimatum in die Welt gesetzt, den Krieg zu beenden. Es richtet sich an Russland und die Ukraine zugleich. Mir ist nicht ganz klar, mit was er den beiden drohen will. Dem einen mit Eingreifen, dem anderen mit dem Gegenteil? Das wird nichts werden.
23. August 2025
The Room Where It Happened (der Raum, wo es passierte) hieß das Memoiren-Buch, mit dem sich der geschasste US-Sicherheitsberater John Bolton an dem damaligen Noch-Präsidenten Trump rächte. Ich schenkte mir den Erwerb, weil ich mir zu recht vorstellte, es werde bald auf dem Ramsch landen. Gestern schien es mir wieder aktuell zu sein, als das FBI das Haus von Bolton wg. des Vorwurfs publizistischen Geheimnisverrats durchsuchte. Was immer da dran sein mag, eins ist sicher: Der Don ist nachtragend, denn Bolton hatte vor Kurzem noch erklärt, Trump sei mental amtsunfähig.
US-Kabale (2): Ich kann das Bolton-Werk in meinen Amerika-Stapeln nicht finden. Stattdessen entdecke ich das vermutlich ungelesene Buch von Timm Weiner Macht und Wahn. Der amerikanische Starreporter konnte sich nicht so richtig entscheiden, wie er die Handlungen der verschiedenen US-Regierungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs einordnen sollte. Klar für ihn war lediglich, dass Russland bis heute der Hauptfeind gewesen und auch noch ist. Als das Buch 2021 erschien, war kurz drauf über Nacht der Ukrainekrieg Wirklichkeit geworden. Da landete das Werk, das auch sogleich ins Deutsche übertragen worden war, auf dem Ramsch. Ganz zu unrecht, wie ich finde. Besser kann man Amerikas Einmischung in der Ukraine kaum begründen. Für Leute wie Weiner ist Putin expressis Verbis die Wiedergeburt des Massenmörders Stalin. Man muss diesen Standpunkt durchaus nicht teilen, aber er hilft beim Verstehen.
21. August 2025
Man sagt, die Mecklenburger bräuchten für gewöhnlich etwas länger. So kommt es, dass die Firma Milram den Neger als Markenzeichen entdeckt hat, jetzt wo im fernen und guten Amerika die Gegenbewegung Fahrt aufnimmt. Noch hat mich keiner der Diversen aus dem Regal angegrinst, was daran liegen mag, dass ich nach dem Müritzer nicht Ausschau zu halten pflege. Frage mich nun aber, wie der alte totenbleiche Mann (links auf der Packung) mit der halbdunklen jungen Frau zum dargestellten Nachwuchs kommt. Mendels Gesetze durch Käsegenusses widerlegt?
Auch Käse: Was das die Gazetten über die Äußerungen unserer Polit-Heroen scheiben. Putin müsse jetzt liefern. Das ist Wunschdenken von Leuten auf der Verliererstraße.
Auch Käse (2): Habe gestern gegen alle guten Vorsätze verstoßen und bei der Bundesmärchenzentrale 3 Russlandbücher bestellt (25 €). Sie werden diese Woche noch bei mir eintrudeln, und ich bin gespannt, wie lange mich meine Disziplin zum Lesen zwingen wird. Wenn man den Gegner wirksam bekämpfen will, sollte man sich in seinen Absichten gut auskennen. Ich sehe im Moment fünf, sechs Leute vor mir, wie sie die Augen verdrehen.
20. August 2025
So geht Unseredemokratie: Der OB-Kandidat der AfD in Ludwigshafen wird per Mehrheitsbeschluss der örtlichen Potentaten gar nicht erst zur Wahl zugelassen. Das verstößt offensichtlich gegen Artikel 21 GG, doch anderer Ansicht ist die dortige Gerichtsbarkeit. Sie verweist den Mann auf die Möglichkeit, nach der Wahl seine Bedenken geltend zu machen.
Die Lage an der Ostfront bleibt kompliziert. Nachdem ukrainische Drohnen letzte Woche die russische Öllieferung per Pipeline nach Ungarn (südlicher Zweig der Drushba) unterbrochen haben, teilt der Außenminister aus Budapest mit, dies sei ein Kriegshandlung gegen sein Land, das sich mit niemandem im Krieg befinde, auch mit Russland nicht. Wenn er jetzt den Artikel 5 de Nato-Vertrages ausriefe, würden die anderen vermutlich staunen oder den Ungarn raten, sich ein anderes Bündnis zu suchen. Da fehlt nicht mehr viel.
19. August 2025
Schweigen zum gestrigen Thing im Weißen Haus war im Vorfeld angemessen, denn es hat sich dort im Grunde nichts von Belang bewegt. Lediglich die bisherige Bedingung Erst-Waffenstillstand-dann-Friedensgespräche ist vom westlichen Tisch verschwunden, als wäre davon nie die Rede gewesen. Dafür wurde im Gegenzug von Putin, der unsichtbar zwar, aber wie ein stummer Gast dabei war, nichts eingekauft. Die Gebietsverluste wurden vernebelnd Gebietstausch genannt, so als wenn von der bisherigen Grundforderung, Herstellung der Grenzen von 2014, nie die Rede gewesen wäre. Die für den Bestand der Dann-Ukraine abzugebenden Sicherheitsgarantien blieben vage – Nato-ähnlich bedeutet keine Mitgliedschaft. Fazit: Der Krieg geht weiter, bis Putin ihn beendet.
Der große Thing (2): Neu war immerhin die Zusammensetzung: Neben dem Don saßen die kleine Römerin und Fritz der Kanzler, auf der anderen Seite die Herren aus F und GB. Ihnen gegenüber Nato-Rutte, der kleine Mann aus Kiew und die Ursula aus Brüssel und einer den ich nicht zuordnen konnte. Las hernach, es sei der finnische Präsident Stubb gewesen. Trump müsste nicht Trump sein, wenn er hernach nicht dessen Golf-Spiel gelobt hätte. Der große Thing (3): Frage mich beim erneuten betrachten der Bilder: Wo waren die lautesten Kriegsschreier aus Warschau? Wollten sie nicht dabei gewesen sein, oder lud sie niemand ein? Man wird die dortigen Reaktionen abwarten müssen, um klarer zu sehen.