Kategorie: Sudelbuch (Seite 2 von 3)

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XVI

18. August 2025

Noch immer bebt das Alaska-Treffen in den Gazetten nach. Man denkt, jetzt müsste eigentlich alles gesagt sein auf einer Skala von Nullnummer bis weltbewegend. Entscheidend wird sein, ob Trump heute die Kriegsfreunde in die ihm genehmen Friedensgaloschen zwingt. Fritz der Kriegskanzler mag anderes träumen. Er und die deutschen Medien werden keinen Einfluss auf das Geschehen haben.

Derweil an der Ostfront: Auf die Polen ist Verlass. Kaum ist der neue Präsident im Amt, dessen Namen ich mir erst noch einprägen muss, schon legt er los und verlangt von den Ukrainern eine Entschuldigung für die Polen-Massaker in Wolhynien im Jahre 1943. Nur nebenbei: Das geschah während der deutschen Besatzungszeit. Da ist doch auf der Suche nach den Schuldigen noch was drin. Die Ukraine-Führung befindet sich derzeit nicht in dem Zustand, um von den Polen eine Entschuldigung für die in den 1930er Jahren vorausgegangenen Ukrainer-Massaker zu fordern. Auch wenn der große Orlog mir Russland einschlafen sollte, Frieden wird es in dieser Welt-Gegend nicht geben. Da sind einfach noch zu viele Rechnungen offen.

16. August 2025

Was von Alaska bleibt, sind Bilder, zum Beispiel das hier (na, dann interpretiert mal schön, ihr Experten):

Alaska (2): Jetzt müssen Selenskyj und Fritz der Kanzler zur Befehlsausgabe nach DC. Noch sonnen sie sich in ihrem Beachtet-werden. Das wird sich geben. Jede Wette.

15. August 2025

Um drei Uhr morgens (MEZ) ist klar, dass das Meeting von Anchorage kein von Trump erhofftes Ergebnis hatte. Sein Fazit: Wir haben vereinbart, zu einer Vereinbarung zu kommen. Ja gerne, antwortete Putin und lud den US-Präsidenten nach Moskau ein. Das kam selbst für den ausgebufften Amerikaner etwas überraschend. Er will nun Selensky und die Nato-Partner informieren. Die werden – ich wette – Mühe haben, nicht zu triumphieren.

Eine Nummer kleiner: Der deutsche Panzer-Getriebe-Bauer Renk aus Augsburg ist von Fritzens Israel-Waffen-Embargo betroffen und erwägt öffentlich, die Produktion in die USA zu verlegen. Wusste nicht, dass die Israelis ohne den deutschen Maschinenbau gar nicht nach Gaza einreiten konnten. Jetzt weiß ich das.

Noch eine Nummer kleiner: Brandenburgs VS gutachtet wie erwartet, dass die dortigen Blauen gesichert rechtsextrem seien. Die Begründung hierfür muss man sich merken: Sie sagen nicht, dass sie den Staat des Grundgesetzes beseitigen wollen, denken es aber heimlich und benutzen Tarnwörter wie deutsch und Deutschland. Das ist ein weiterer Mosaikstein im Bankrott des Rechtsstaats, denn wäre es, wie man behauptet und der Geheimdienst ein solcher, könnte er genau das mit Mann und Maus und Wagen belegen. Kann er aber nicht und räumt das auch noch ein. Man staunt, man lacht, man ärgert sich.

15. August 2025

Bei den ukrainischen Berichten vom Schlachtfeld um Pokrowsk ist mir der Chef der Asow-Nationalgarde, Bogdan Krotjewitsch (БогданКротевич), der mit seinen Leuten dort jetzt eingesetzt wird, aufgefallen. Wenn ich mich nicht verhört habe, sagte er, man halte dort die Stellungen nur noch mit Hilfe von Drohnen, da den Verteidigern die Leute ausgegangen seien. Ich mag mich irren, aber das Gesicht des bärtigen Mannes erinnert mich stark an jene ukrainischen Nationalisten, die von der Wehrmacht und der SS 1944 in der West-Ukraine ausgebildet und bewaffnet wurden. Sie machten den Sowjets dann bis in die 1950er Jahre zu schaffen. Ich kann bei Krotjewitsch keine Uniform-Effekten erkennen, aber das SS-schwarz, in dem sich auch Selenskyj sein einigen Wochen zeigt, scheint aus dieser Ecke zu kommen. Auf einem älteren Bild (ebenfalls während eines Interviews) sieht man ihn noch im Flecktarn mit den Abzeichen eines Generalmajors.
 

14. August 2025

Die letzten drei Tage hatten es in sich. Der russische Vormarsch hat sich deutlich beschleunigt, die Experten streiten, ob es sich im Raum Pokrowsk weiter nur um ein Vorschieben der Flanken zur Einkesselung der Stadt handelt oder um einen echten Durchbruch. Letzteres würde bedeuten, dass dahinter nichts mehr kommt, sondern leeres Vormarschland. Ich zweifle.

Ostfront (2): Es ist kein Zufall, dass die (von den Ukrainern bestätigte) russische Erfolgsmeldung jetzt kommt, denn sie zwingt die US-Amerikaner zur Eile, den Russen Gebietszugeständnisse zu machen, sonst geht es ihnen wie im Märchen von Hase und Igel: Ick bün all do.

Ostfront (3): Fast rührend ist zu betrachten, wie Fritz der Kanzler versucht, mit den westlichen Leadern das Lied Wir-sind-auch-noch-da anzustimmen – angesichts der Haltung von Wlad und dem Don, dass sie das Schicksal der Ukraine unter sich ausmachen wollen (und vermutlich auch werden).

Ostfront (4): Der Don hat das gut orchestriert, die beiden Streithähne aus dem Kaukasus an seinen Tisch gebracht zu haben, um den Dauerkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan – wie schreibt man das bloß? – zu beenden. Es geht bei Lichte betrachtet, um ein 30 km langes Stück Straße zwischen dem am Kaspischen Meer gelegenen Land und der kaukasischen Enklave Bergkarabach entlang der Südgrenze von Armenien. Jedes Mal muss ich erneut auf die Karte kucken, um zu repetieren, was wo liegt. Dass allerdings ausgerechnet jetzt die USA diese Straße auf 99 Jahre gepachtet haben wollen, lässt vermuten, dass die Amerikaner, so spektakulär das jetzt aussehen mag, sich dort im wilden Kurdistan – wie Karl May die Gegend nannte – eher einen Haufen Ärger eingehandelt haben, denn die Nachbarn Iran, Russland, Georgien und die Türkei werden das nicht lustig finden. Erstaunlich bleibt, wie lange das chaotische Ende des Ersten Weltkriegs und die Implosion der Sowjetunion dortzulande nachwirken.

11. August 2025

Wie die drei von der Tankstelle sind sie am Samstag aufgetreten, die Herren Starmer, Macron und Merz. Sie sangen das Lied von ewiger Kiew-Treue und vom bösen Wlad, dem man nichts durchgehen lassen werde. Frage mich, warum die Polen so still waren. Denke mal, dass sie auf Beute hoffen, wenn es den Amis und den Russen tatsächlich gelingen sollte, den Krieg vom Tisch zu bringen. In der West-Ukraine winkt Lemberg, angeblich eine uralte polnische Metropole.

Krieg (2): In Israel verkündet dessen Kriegsherr die Absicht, in dieser Woche in Gaza-Stadt einzumarschieren. Im eigenen Land macht sich derweil die Bevölkerung in Zehntausender-Schüben auf die Socken. Zielländer sind Zypern, Griechenland und Deutschland.

9. August 2025

Der Don hat letzte Nacht die Katze aus dem Sack gelassen: Treff mit Putin am kommenden Freitag in Alaska. Aus dem Kreml ertönt Zustimmung, wenn auch der Treffort variiert.

Trump (2): Die beste Analyse über das hektische Tun des US-Präsidenten finde ich heute Morgen in einem Aufsatz von Egon W. Kreutzer: PaD 30/2025, Trump – Mit Zolltyrannei zur Weltherrschaft. Hier wird leicht nachvollziehbar geschildert, was das Wüten von Trump bewirken wird, nämlich das weitere Zusammenrücken von Russland und China mit dem globalen Süden. Dort mit Indien an der Spitze, das bereits öffentlich erklärt hat, es ließe sich von niemandem hereinreden (also auch von Trump nicht), wo es seine Rohstoffe beziehe. Kreutzer analysiert zudem, dass die wirtschaftliche Wiederherstellung der von innerem Zerfall heimgesuchten USA sich nicht über Nacht übers Knie brechen lasse, und die Europäer dabei sind, sich mit den Abgrund reißen zu lassen. Sehenden Auges? Das verneint er, denn den gegenwärtigen Politruks ermangele es solcher Augen, die sehen können. Alles besser beschrieben, als ich es hier anreißen kann. Ich empfehle die Lektüre. https://egon-w-kreutzer.de/trump-mit-zolltyrannei-zur-weltherrschaft.

8. August 2025

Nun wollen sich den Gerüchten zufolge Trump und Putin in der kommenden Woche treffen. Nur die Experten wissen derzeit, was die beiden abzusprechen haben. Ich gehöre nicht dazu.

Ostfront (2): Am Frontbogen gibt es derzeit 3 Schwerpunkte: die Einschließung von Pokrowsk, die von Kupjansk und die Luft-Angriffe auf strategisch wichtige Punkte wie die Ostrowskij-Brücke in Cherson. Letztere mögen darauf hindeuten, dass der Russe den Dnjepr erneut überschreiten wird, um die Stadt zu nehmen, die er Ende 2022 freiwillig wieder geräumt hatte, um sich auf das linke Dnjepr-Ufer zurückzuziehen.


7. August 2025

Gestern traf der US-Sondergesandte Steve Witkoff mit Putin in Moskau zusammen. Immerhin dauerte ihr Gespräch 3 Stunden. Sie werden einander demzufolge etwas zu sagen gehabt haben. Ob’s hilft? Wer will das wissen.

Ohne eine Anfrage aus der AfD-Bundestagsfraktion hätten wir wohl kaum erfahren, dass die Bill & Melinda Gates-Stiftung seit Anfang 2020 Riesenspenden aus dem Steuersäckel erhalten hat. Über 630 Millionen sollen es gewesen sein. Ganz dreist ging es um so humanitäre Zwecke wie das Impfen, das Klima und um Kriegsunterstützung gegen Russland.

Gates (2): Der Pragmatiker B.G. mag sich sagen, dass die Deutschen nicht ganz dicht sind. Ob er allerdings weiß, wer der Namensspender war, als er den Walter-Rathenau-Preis entgegennahm, bezweifle ich ebenso wie die nähere Kenntnis des Geehrten durch die Laudatoren. Finde allerdings nichts über das Ereignis in der aktuellen Selbstdarstellung der Stiftung. Merkwürdig.

6. August 2025

Unerfreulich ist es, abends um neun auf dem Fernbahnsteig 8 des Frankfurter Flughafens zu stehen und mitgeteilt zu bekommen, dass der in einer Minute erwartete ICE Richtung Erfurt heute nicht fährt. Ungläubig höre ich am Telefon, dass der nächste Zug um viertel nach zwölf fahre, allerdings mit Umsteigen in Frankfurt Süd, Umsteigezeit von wenigen Minuten. Da ich es darauf, zumal um diese Tages- bzw. Nachtzeit, nicht ankommen lassen will, fahre ich nach etwas konfuser Auskunft beim Reise-Center, das gerade das Licht löscht, dass es nach Frankfurt Süd auch einen Bus gibt, der soeben im Begriff stehe, loszufahren. Den nehme ich nicht ohne Grund, wie ich auf dem Bahnsteig um halbeins morgens dann selbst sehe, als ich in den IC einsteige und den, aus dem ich vom Flughafen kommend, hätte umsteigen sollen, bei Abfahrt meines Zuges ankommen sehe.

Nachts in Frankfurt (2): Nutze die Wartezeit zu einem Rundgang und stoße auf eine originelle Groß-Kneipe namens Depot (das ehemalige Straßenbahndepot), wo es allerdings um zehn nicht mehr zu essen gibt. Der halbe Liter kostet fünf funfzig. Ich hatte mit mehr gerechnet. Um elf schließt das Etablissement. Auf diese Weise versäume ich wie die schrecklichen Männer-Erlebnisse der beiden Spätblondinen, vorgetragen in Stadion-Lautstärke, juristisch zu Ende gingen.

Nachts in Frankfurt (3): Ich wandle auf dem Bahnsteig bis zur Abfahrt meines Zuges unter Orientalen umher. Für die akustische Untermalung der Szenerie sorgt eine dieselgetriebene Gleisschleifmaschine, deren Besatzung zu recht Gehörschutz trägt.

4. August 2025

Es saß auf seines Daches Zinnen: Kirill Budanow, oberster Militärgeheimdienstler der Ukraine und mittlerweile zum Generalleutnant avanciert gab soeben ein (durch RT verlinktes) Interview, das mit seinem Präsidenten kaum abgestimmt sein kann, denn er räumte nicht nur das Irrevisible der russischen Eroberungen ziemlich unverblümt ein, sondern sprach auch über die ständige Verschlechterung der Lage infolge der russischen Sommeroffensive. Bin gespannt, wie lange er noch im Amt bzw. am Leben ist. Es ist aber genauso gut denkbar, dass Selenskij nicht mehr die Macht besitzt, ihn aus dem Weg zu räumen. Da ist Platz für beliebige Spekulationen.

Ostfront (2): Die überall am Frontbogen stattfindenden Kämpfe zeigen derzeit zwei Schwerpunkte: die Einkesselung von Pokrowsk und Vorstöße Richtung Saporoshje. Jedenfalls ist nicht erkennbar, dass die russische Führung sich durch die neuerlichen Trump-Ultimaten hat beeindrucken lassen.

3. August 2025

In den Staaten spitzt sich der Streit zwischen dem Präsidenten und der FED zu. Diese hat gegen den ausdrücklichen Wunsch von Trump den Zinssatz nicht gesenkt, um nicht das weitere Schuldenmachen anzuheizen, während er auf Teufel kommt raus einen Boom der Binnenwirtschaft auslösen will, der sich augenscheinlich nicht durch die Zollpolitik übers Knie brechen lässt. Nun ist eine der Gouverneurinnen der FED überraschend zurückgetreten, so dass Trump durch sein Vorschlagsrecht erneut einen Anlauf nehmen wird.

US (2): Derweil versuchen die Falken in DC, das Land in einen Krieg mit Russland zu verwickeln. Sie wähnen sich nach wie vor fernab vom Schuss. Dieses Konzept, jenseits des Kontinents Kriege zu führen, hat zu oft funktioniert, als dass es in Vergessenheit geraten sein könnte. Trump manövriert durch seine aus der Luft gegriffenen und immer kürzeren Ultimaten an die russische Adresse in gefährliche Nähe eines Kriegsbeginns. Wie er aus diesem selbstgeschaffenen Dilemma wieder raus will, ist mir nicht klar (und ihm vermutlich auch nicht).

2. August 2025

In den Niederlanden hat ein Wolf ein Kind gebissen und in den Wald gezerrt. Die Presse spricht von einem Problemwolf. So funktioniert Framing. Nicht der Wolf als solcher ist das Problem, sondern nur dieser hier.

Problemwolf (2): Der Mann aus Washington lässt seine Atom-U-Boote in bedrohliche Positionen einrücken, um Putin zum Waffenstillstand zu zwingen. Der trifft sich derweil mit seinem Kumpel aus Minsk am Ladoga-See nordöstlich von Sankt Petersburg, um in klösterlicher Stille zu meditieren.

Problemwolf (3): An dieser Stelle wollte ich was über den deutschen Außenminister schreiben. Ich lasse das.

1. August 2025

Die Meldung über den gestrigen Freispruch von Michael Ballweg ist unzutreffend. Der Kopf der Querdenker wurde vielmehr wg. der Hinterziehung von ca. 15 € Umsatzsteuern zu 4.000 € Geldstrafe verurteilt. Ich sehe diese Richter deutlich vor mir, wie sie hin und her beraten haben, was sie ihm anhängen können, damit kein klarer Freispruch herauskommt. Das ist der Rechtsstaat in seiner ganzen Schönheit.

Rechtsstaat (2): Im Laufe des Verfahrens kam heraus, dass nicht Ballweg dem Staat Steuern schuldet, sondern umgekehrt, dieser dem Beschuldigten die Rückzahlung von 200.000 € zu Unrecht vorenthalten hatte. Dass dies eine Straftat ist, erwähne ich nur am Rande. Ebenso, dass die Täter keinerlei Verfolgung fürchten müssen. Im Zweifel lässt man die Sache liegen, bis sie verjährt ist.

31. Juli 2025

Bleibt von gestern nachzutragen. Der fürs CO 2 in den Staaten zuständige Mann heißt Lee Zeldin. Er teilt mit, dass die Entmystifizierung des Moleküls dem US-Haushalt Einsparungen von 50 Milliarden beschere. Stellt sich die Frage: Bezogen auf welchen Zeitraum?

Nachrichten aus einer anderen Welt: Heute morgen nolens volens die FAZ überflogen. Das lese ich: Musks Imperium wankt. Deutsche steigen jetzt vermehrt auf E-Autos um. Prominente fordern Stopp der Waffenlieferungen für Israel. Und dann auch noch das: So schlecht wie mit 40 ging es mir noch nie. Das schreibt Stefanie de Velasco, von der ich zuvor noch nie las. Nach dem Blick aufs Titelfoto sagte ich (rein virtuell): Demoiselle, ich kann Sie verstehen.

30. Juli 2025

Die US-Regierung entgiftet das CO 2-Molekül. Es darf jetzt wieder völlig unbekämpft den Himmel über den USA bewohnen. Der Luft ist das egal, den Leuten, die jetzt um Lohn und Brot kommen, weil sie den ganzen Tag gegen das CO 2 gekämpft haben, wohl eher nicht. Auch nicht all den Firmen und den Bürgern, die dafür teure Dollars hinblättern mussten.

Kohlendioxyd (2): Man darf gespannt sein, was die deutschen Klima-Narren jetzt unternehmen werden, um dennoch die Welt zu retten. Vielleicht ein Einreiseverbot für amerikanisches CO 2.

28. Juli 2025

Als der Nudelhersteller Schminke gute Kriegsgewinne gemacht hatte, ließ er vor rund hundert Jahren durch den später berühmt werdenden Architekten Hans Scharoun in Löbau neben seinen Werken eine Villa errichten. Diese kann man heutzutage besichtigen. Ich tat’s. Was sonst noch war in Löbau, verbargen die heftigen Regengüsse, die nun mal zum heißesten Juli gehören, seit Noah seiner Frau befahl, den Kopf aus der Arche zu stecken um nachzusehen, ob’s immer noch regnete. Sie, Isobel, tat, wie ihr geheißen und verkündete der hoffnungsvollen Familie, dass man auf Grund gelaufen sei. Es war der Berg Ararat, wie man später herausfand. Dieses Gefühl wollte sich auch bei mir nicht nur wg. der vorherrschenden Nässe einstellen, denn das Vorbild der Villa stammte offensichtlich aus dem Schiffbau, der wie jedermann weiß, in der Lausitz seit August dem Starken heimisch ist.

26. Juli 2025

Das nenn ich mal eine Überraschung. Der mir bislang unbekannt T. schrieb, er werde mir die gestern erwähnte Ustinov-Biographie als Beitrag für mein Sudelbuch zusenden. Noch mal in der Fortschreibung meines Geheimdienst-Lexikons gestöbert, dort ist der Mann mit dem britischen Decknamen U 35 mehrfach erwähnt. Ich hielt den Decknamen stets für eine ironische Anspielung auf das erfolgreichste deutsche U-Boot im Ersten Weltkrieg.

Zweierlei Maß: Wenn irgend einer unsrer Gesalbten im BaWü Landtag ein Hakenkreuz auf einen Stimmzettel kritzelt, ruft alles: Skandal. Wenn im selben Bundesland wg. Klima-Wahns zur selben Zeit Zehntausende von Arbeitsstellen in der Autoindustrie gestrichen werden, juckt das keine Sau.

25. Juli 2025

Das Britische Nationalarchiv (TNA) bot mir gestern eine ganze Reihe Bücher zu erstaunlich niedrigen Ausverkaufspreisen an. Eine Bestellung scheiterte, weil unter den ca. 50 möglichen Auslieferländern Germany nicht vorhanden war und sich auch nicht einfügen ließ. Da ich nun mal keinen Wohnsitz auf den Kaiman Inseln habe (sicher ein Fehler), gab ich auf. So muss ich denn auf die Lektüre der Biographie über den britischen Bettspion Klop Ustinov verzichten.

Auch nicht auf der Liste: Kiew, wo seit Tagen gegen die Regierung des demokratischen Selenskyj Volk auf der Straße ist. Einfach so. Es erinnert fatal an den sog. Majdan im Frühjahr 2014, als man auf US-Geheiß den gewählten Präsidenten abräumte. Es gibt allerdings einen Unterschied zu heute: Der kleine Mann ist schon lange nicht mehr gewählt. Die Wahlperiode endete vor 14 Monaten.

Auch nicht auf der Liste (2): Teheran, wo man gestern nach über einem Monat die Zerstörung seiner Atomanlagen durch die Friedenskräfte aus Washington DC. einräumte. Nicht, dass einer auf die Idee komme, das sei ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg gewesen, denn das Bombardement diente einzig der Wiederherstellung der regelbasierten Neuen Weltordnung (NWO).

24. Juli 2025

Sapere aude: Wenn das Diktum von Kant, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, in Augenblicken des Zweifels ins Bewusstsein vordringt, wird einem meistens etwas mulmig zumute. Das wiederum wirkt wie ein Dämpfer auf den Verstand. Ich frage mich, wenn das Phänomen in mein Denken vordringt, was wohl der Auslöser dessen sei. Der Selbsterhaltungstrieb?

Auch merkwürdig: Sobald die Leute bemerken, dass der Boden irgendwo mit Wasser bedeckt ist, und sei es eine sommerliche Pfütze, fangen sie an sich auszuziehen.

Wie gewohnt merkwürdig (aus den Überschriften der Zellerzeitung von heute Nacht übernommen): a) Merkel spricht sich gegen CDU-Verbot aus, b) Verbrennerverbot für Firmenwagen gilt nur für die Firmen, die dann noch da sind.

23. Juli 2025

Das ging schnell. Kaum haben wir gestern gehört, dass namenlose Hacker bei Microsoft ein Desaster angerichtet haben, legt die Firma heute Nacht nach: Es waren zwei Chinesen. Soso.

Drei Chinesen mit dem Kontrabass (2): Gleichzeitig teilt Google mit, dass man in den beiden letzten Quartalen Tausende von Youtube-Kanäle gelöscht habe. Begründing: Sie betrieben Propaganda zugunsten des chinesischen Führers Xi. Diese Löschungen beruhten auf einer engen Zusammenarbeit von Google, Microsoft und dem US-Verteidigungsministerium (DoD). Diese bestehe seit 2019. Ich gebe zu, dass ich gestaunt habe.

Drei Chinesen mit dem Kontrabass (3): Blättere in alten Aufzeichnungen und sehe, dass die China-Zentrierung offenbar begann, als in der US-Propaganda der böse Russe noch für alles Ungemach im Tech-Bereich die Verantwortung trug. Wenn es jedoch kein Entweder-oder geben sollte, schmeckt das nach Tripolarität. Sie entwickelte sich in den 2010er Jahren allmählich und ist heute unübersehbar.

Drei Chinesen mit dem Kontrabass (4): Wenn gestern mit dem üblichen Theater-Donner die Japaner im Oval Office empfangen wurden, zeigt es, dass der Don den pazifischen Vorposten nicht preisgeben will. Wie die Japaner ihre Rolle in Wirklichkeit sehen, das weiß ich nicht. Ebenso rätselhaft scheint mir das Agieren der Staaten im südöstlichen Asien.

22. Juli 2025

Unbekannte haben das Microsoft-System SharePoint gehackt. Das wird von 200 Tausend Firmen genutzt, um Dinge wie das Intranet und die Steuerung ihrer Webseiten zu betreiben. Das trifft mich nicht, sagt sich leichter, als sich diese Aussage kontrollieren lässt. Es seien, vermutet die Hersteller- und Betreiber-Firma lediglich Millionen von Nutzerdaten. Tröstlich immerhin: Die Geschädigten sollen sich mal auf der Microsoft-Webseite wg. Sicherheitsupdates kundig machen und bald danach handeln. Sagt die US-EDV-Sicherheitsbehörde CISA, von der ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal höre (CISA’s 24/7 Operations Center at Report@cisa.gov or (888) 282-0870).

21. Juli 2025

Der Krieg an der Ostfront zeigt sein unfassbar grausames Gesicht, wenn man die Propaganda-Videos beider Seiten nebeneinanderhält. Drohnenjagd auf einzelne Soldaten. Immer wieder derselbe Vorgang: Zielerfassung und Vernichtung in dem Moment, wo die Zielkamera der angreifenden Drohne keine Bilder mehr übermitteln kann.

Ostfront (2): Links und rechts vom Industriezentrum Pokrowks sind die russischen Angreifer so weit vorgedrungen, dass die Verteidiger in Kürze keine Chance mehr haben werden. Auch insofern: Immer wieder derselbe Vorgang. Nach meinen Aufzeichnungen hat der russische Vorstoß an dieser Stelle schon einmal stattgefunden. Es muss also wirksame Gegenangriffe gegeben haben. Die von mir benutzte Google-Karte übersetzt, soweit sie kann, russische Ortsnamen ins Amerikanische. Das ist nicht ohne Witz, erschwert aber die Orientierung.

Ostfront (3): Putin sagt angeblich ja zu direkten Friedensgesprächen, aber dann kommt das Aber, und das kennen wir schon, ebenso wie das Nein der anderen Seite auf seine Bedingungen. Es ist ein blutiges Schachspiel, nur eben mit schrecklichen Konsequenzen für die daran Beteiligten. Ich kann kein Ende erkennen. Hier wird wechselweiser Hass für die kommenden Generationen fest verankert.

20. Juli 2025

Der Russe war’s: So lautete die probate Erklärung, als Trump unerwartet die 2016er Wahl gewann. Das war ein Fake, und er war in der Obama-Regierung kreiert worden, obschon FBI und NSA hiervon nichts wussten. Seit gestern können wir das in den Akten des Directors of National Intelligence nachlesen, die seither unter Verschluss gehalten worden waren. Wer’s früher wissen wollte, warf einen Blick in Spy Gate, das ich 2020 veröffentlichte (Achtung, Eigenlob).

Der Russe (2) wird’s wohl schon wieder gewesen sein, als Trump erneut (2024) gewann. Doch auch hier ist es so, dass weniger Moskaus Agenten als die gestern veröffentlichten Zahlen der 2024er Spenden von Big Pharma zu denken geben sollten. Nach dem Wunsch der edlen, nur um das Wohl der Menschheit besorgten Geldgeber sollte Kamela Harris (erinnert sich noch wer an die?) das Rennen machen. Sagen wenigstens die Zahlen.

19. Juli 2025

Dass dem Putin sein Angriffskrieg in den letzten drei Jahren für allerlei Ungemach bei uns herhalten musste, daran habe ich mich gewöhnt. Aber dass er jetzt auch das Richter-Nichtwahl-Desaster verantwortet, das eine perverse Juristin betroffen hat, dazu bedurfte ich erst des Hinweises der Grünen. Die einschlägigen Erkenntnisse des Herrn von Notz erinnern mich stark an einen Witz aus meinen Kindertagen: Als klein Fritzchen in der Klosterschule gefragt wird, was das ist, was da an der Wand hängt, Ticktack macht und ab und zu Kuckuck ruft, sagt er: Wie ick den Laden hier so kenne wird det wohl wieda det liebe Herr Jesulein sein.

Bekloppt (2): Junge Männer laufen auch bei großer Hitze mit Woll-Strickmützen rum, die stark an die Kaffeewärmer meiner Oma erinnern. Eine junge Frau, die ich frage, wie sie das findet, weiß nicht, wovon ich rede. Aha.

17. Juli 2025

Das Morden und Totschlagen im Nahen Osten geht in die nächste Phase. Die in Syrien an der Macht befindlichen sog. gemäßigten Rebellen greifen die Drusen im Lande an, die nun in Richtung Israel fliehen, wo sie niemand haben will. Die israelische Luftwaffe greift stattdessen heute Nacht Damaskus an, wobei angeblich das dortige militärische Hauptquartier zerstört wurde.

Nahost (2): Den Israelis gehen die Soldaten aus, weswegen die Ultras jetzt zum Militärdienst gezwungen werden sollen, was diese natürlich nicht lustig finden, sondern aus der Kriegsregierung austreten. Immerhin scheint die Zahl der Soldaten noch auszureichen, um einen neuerlichen Vorstoß in den Gaza-Streifen zu unternehmen – ein Völkermord, dem die Welt gelassen zusieht.

16. Juli 2025

Weist mich einer darauf hin, dass ich nicht den Besuch von Nato-Rutte beim Don in DC erwähnt habe. Stimmt. D.h, genau genommen nun nicht. Ich hielt’s vorgestern nicht für wichtig. Auch nicht, dass er von einem 50-Tage-Ultimatum an Putin redete. Putin offenbar auch nicht, denn er ließ Sprecher Peskow sagen, man werde die Ansagen aus dem Weißen Haus prüfen.

Auch weggelassen (2): Beinkleider, die unten recht deutlich auf die Schuhe stoßen, nennt kein Mensch Niedrigwasser-Hosen. Ich kam auf den Gedanken, als ich mit einem Elektro-Bötchen auf Leipzigs niemals fertig gewordenen Wasserstraßen – von Scherzbolden des realen Lebens als Klein Venedig bezeichnet – an dem Herrenausstatter Mey & Edlich vorbeifuhr. Die beiden Damen mir gegenüber, die Händchen hielten, fanden die Sache nicht beachtenswert. Ich konnte das Desinteresse nicht weiter aufklären, weil sie von einem Koreaner neben mir auf Englisch in Leipziger Zunge dauerbequatscht wurden.

13. Juli 2025

Die gerade auf Eis gelegte Fast-Verfassungsrichterin als komische Figur zu bezeichnen, wäre dem Ernst der Angelegenheit kaum angemessen, doch komisch bleibt, was Plagiats-Jäger Weber in einem Interview vor zwei, drei Tagen zur Textidenttät von Habil-Schrift (er) und Diss. (sie) als die vier in Frage kommenden Möglichkeiten erörterte: Sie hat abgeschrieben (Plagiat), er hat abgeschrieben (Plagiat durch ihn), sie haben zusammen geschrieben (unzulässige, nicht deklarierte Mehrpersonenarbeiten) und schließlich: er hat ihre Diss. verfasst.

Komische Figur (2): Die Herren Trump, Hegseth und Rubio machen gerade in separaten Auftritten den Gockel. Waffen für Kiew und weltweiten Öl-Boykott gegen Russland durch Riesenzölle für Abweichler. Haben die drei Musketiere noch nicht mitgekriegt, dass die USA in zahlreichen Ländern beim zwischenstaatlichen Handel kaum noch gebraucht werden? Nun, wenn sie am Montag, so wie angekündigt, auf die Pauke hauen, werden sie den seit Bidens Ukraine-Krieg eingesetzten Prozess der Selbstbeschädigung beschleunigen. Da bin ich mir ausnahmsweise sicher.

12. Juli 2025

Eine Frau, die das Töten von Kindern im Mutterleib bis zum Augenblick der Geburt für rechtes hält, ist pervers. Noch perverser sind Polit-Funktionäre, die diese Frau für das höchste Richteramt vorschlagen. Doch am allerperversesten sind Politiker, die diesen Vorschlag mir nichts dir nichts durch den Bundestag winken wollen.

Pervers (2): Zur letztgenannten Kategorie zähle ich deswegen Fritz den Kanzler und die Maske Spahn. Sie sind die obersten Repräsentanten der Christunion. Dass sie gestern durch 60 ihrer Abgeordneten ausgebremst wurden, die den Mut hatten, ein Nein anzukündigen, hat mich gefreut, wie schon lange etwas nicht mehr.

Pervers (3): Das Duo hat auf seinen Posten nichts verloren. Die beiden müssen dort weg. So schnell wie möglich. Man möchte am liebsten die gestrige Kampf-Ansage für einen guten Anfang halten. Doch das wäre wohl zu schön, um wahr zu sein. Immerhin: da hat einer den ersten Stein geworfen.

11. Juli 2025

Die Untersuchung von Drohnenresten nach dem russischen Luftangriff gegen Odessa in der vergangenen Woche habe nach gestrigen Angaben der ukrainischen Sicherheitsbehörden ergeben, dass die Trümmer Teile mit Made in China enthalten hätten. Präsident Selenskyj verhängte daraufhin nicht näher spezifizierte Sanktionen gegen China. – Ich staune.

Staunen (2): Die amerikanische Presse berichtet mit großem Aufwand, dass China nicht reagiert habe, obschon ihr Konsulat in Odessa – nach meinen Aufzeichnungen zum zweiten Mal – getroffen wurde. Die flotte Mette will ebenfalls zu EU-Sanktionen gegen China greifen, und vom Don wird gemeldet, er verliere die Geduld mit Putin. Nur aus Russland selbst hört man nix, nur dass die Rekrutierung junger Männer nach wie vor planmäßig laufe.

Staunen (3): Ein chinesischer Offizieller aus der dritten Reihe ließ sich zitieren, sein Land könne nicht dulden, dass Russland den Krieg verliere. Das ist eine Ansage, die in dieser Klarheit bislang nicht zu vernehmen war. Sie wurde durch den chinesischen Außenminister bestätigt.

10. Juli 2025

In Kiew und nicht nur dort macht ein Ukas die Runde, wonach die ukrainische Regierung sich auf eine Verlegung in den Westen des Landes vorbereitet. Offizielle Stellen dementieren sogleich und sprechen von einer Fälschung. Ob echt oder nicht, auf jeden Fall wurde ein empfindlicher Nerv im dahinschwindenden Kriegswillen getroffen. Früher hätte ich sofort auf das segensreiche Tun des KGB-Direktorats D (= desinformazija) getippt.

Lügen (2): Alle Beteiligten am jüngsten Nahost-Krieg siegen, jedenfalls verbal. Aus dem Dunst, den sie erzeugen, schälen sich erste Konturen einer US-Langzeit-Strategie heraus, den Nahen Osten wieder unter Kontrolle zu bringen. Dann wäre Israel nichts weiter als ein US-Flugzeugträger, dessen Versenkung im letzten Moment zu verhindern war. Wieder einmal zeigt sich, dass das kriegerische Ordnen der Welt durch Gewaltaktionen nicht so läuft, wie es sich die Planer in den Denkschulen der Neocons vorgestellt haben. Statt wie erhofft den Regime-Wechsel auszulösen, haben sie vermutlich eine Solidarisierung der Betroffenen erzeugt.

Lügen (3): Selbst größte Trump-Fans müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Dealer im Weißen Haus im Zweifel zur Waffe greift. Jetzt hat er den Waffenstopp für die Ukraine schon zum zweiten Mal widerrufen. Der Grund: der russische Vormarsch nimmt nicht nur besorgniserregende Formen an, sondern es gehen die Leute aus, die sie bedienen sollen und vor allem auch wollen. Stimmt diese Annahme, dann sind diese Lieferungen abgesehen vom psychologischen Effekt für die Katz.

9. Juli 2025

Zurück zur Normalität heißt das jüngste Buch von Norbert Bolz, was soeben bei Tichy beworben wird. Besser lässt sich die Ideenlosigkeit der Wohlmeinenden, die sich selbst konservativ nennen, nicht zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, ich tue dem Autor unrecht.

Auch kurios: Gestern hat Elon das Wunderkind in den Staaten eine neue Partei gegründet, die Amerika Partei. Sie soll das festgefahrene Zweiparteien-System überwinden. Jetzt sind sich alle einig: So geht’s nicht, Mr. Musk.

8. Juli 2025

Auf Abwegen: „Politikwechsel bedeutet für Carsten Linnemann, dass die Menschen wieder lernen, den Politikerinnen und Politikern zu vertrauen.“ Das verlautbarte die CDU gestern über ihren General, also er über sich selbst. Nur kurz, damit es nicht missverstanden wird: Es sind nicht die Politiker, die etwas lernen müssen, sondern es ist das Volk. Man ist zunächst sprachlos, dann sagt der Verstand: Hybris.

CDU (2): Wenn heute zwei dezidierte Verfassungsfeindinnen – so jedenfalls meine Rechts-Überzeugung – zu Verfassungsrichtern gewählt werden, liegt das nicht an der SPD, von der sie nominiert wurden, sondern an der CDU, die sie mitwählt. Der Grund: Das AfD-Verbot rückt somit in greifbare Nähe.

7. Juli 2025

Nach Mühlhausen ist für den Bauernkriegsbewegten Bad Frankenhausen ein Muss. Nur vage erinnere ich mich eines ersten Besuchs im Panorama-Museum hoch über der Stadt, im Volksmund das Elefantenklo geheißen. Im ganzen Hause herrscht ein striktes Fotografier-Verbot, das einzuhalten mich die äußeren Umstände nahezu durchgängig nötigen, denn zwischen eins und zwei am Sonntagmittag bin ich so ziemlich der einzige streng beäugte Pilger dort, während die Busreisegruppen noch schwitzend beim Thüringer Kloß verharren.

Frankenhausen (2): Im Zwischendeck ist eine Sonderausstellung zum Bauernkrieg. Eine Vielzahl von Tafeln zu Zeitgenossen, Ereignissen und Urkunden ist minimalistisch beschriftet. Es besteht ein erheiternder Gegensatz zur gestrigen Präsentation in Mühlhausen, wo karge Objekte mit Suaden wetteiferten. Offenbar ein anderer Kurator. Ich beachte leichten Herzens das Fotografier-Verbot, weil ich mir sage, dann kaufst du halt den Katalog. Gibt aber keinen.

Frankenhausen (3): Oben in der runden Ausstellungshalle lasse ich mit Muße das Kolossal-Gemälde von Tübke auf mich wirken. In der Mitte auf einem tischgroßen Platz sitzend umrunde ich rutschend dreimal die Bilderflut. Es ist dunkel und totenstill im Raum. Die wenigen mit mir Anwesenden flüstern ab und zu – bestenfalls. Das ist für die Konzentration angenehm, wiewohl ich mir vorstelle, dass ein Riesenradau für das Schlachtengemälde eher angemessen wäre.

Frankenhausen (4): Am Hang unterhalb des Museumsbaus befindet sich das vormalige Schlachtfeld vom Mai 1523. Trockenrasen und krüpplige Nadelbäume. Hier also wurden der Überlieferung nach die Aufständischen zu Tausenden abgeschlachtet. Archäologen legen angesichts der Zahlen die Stirn in Sorgenfalten. Immerhin: Eine Feldschlacht im herkömmlichen Sinne kann es nicht gewesen sein, denn die vereinigten Fürsten verloren angeblich ganze sechs Mann. Als ich das Gelände auf mich wirken lasse, ziehen, wie von einer geschickten Regie gesteuert, dunkle Wolken auf, und es fängt an zu regnen.

Frankenhausen (5): Bei einem kurzen Abstecher ins Regional-Museum, wo ich der einzige Fremde bin, versuchen die amtlichen Kräfte mich von der Qualität des dargebotenen, auf Flaschen gezogenen Schnapses zu überzeugen. Frage zur Sicherheit, ob sie den heute schon getrunken haben. Wir verabschieden uns gutgelaunt voneinander. Die Fahrt aus der Stadt heraus nach Süden bietet einen überraschend schönen Blick ins weite, tiefer gelegene Tal der Unstrut.

6. Juli 2025

Wenn eine Frau zum Ausdruck bringt, sie werde ein misslungenes Kompliment bis in alle Ewigkeit übel nehmen, so begeht sie einen Fehler. Spätestens nach ihrem Ableben müsste ihr das siedend heiß auffallen, denn ihr Tod macht nicht nur ihrem Leben, sondern auch all ihrem Übelnehmen ein Ende. Nur: dann ist die Sache zu spät. Und irreparabel. Da lob ich mir die Zeitgenossin im thüringischen Mühlhausen, die auf der steilen, engen Treppe in der dortigen Marienkirche etwas schwer an mir vorbei zu komplementieren war, wobei sie schnippisch anmerkte, ob ich die Rente schon durch hätte. Gewiss man hätte mein höfliches, etwas komplexes Beiseitetreten auch kommentarlos hinnehmen können oder erfreut wie ihre Geschlechtsgenossin, der ich Minuten später die schwer gängige Rathaustür offenhielt, obwohl ich sie laut Hinweis der Obrigkeit hinter mir hätte schließen sollen.

Mühlhausen (2): Gewiss, es ist meiner eigenen Schlampigkeit geschuldet, dass ich ohne Stadtplan ankomme. Die chaotisch angelegte, winklige, nahezu ausgestorbene Altstadt beschert mir einen ausgiebigen Rundgang durch seltsam anmutende Ecken, als ich die Ausstellungskirchen suche. Später ist es das Auto, das ich nur mit Mühe wiederfinden kann.

Mühlhausen (3): Die dortige Landesausstellung zum Bauernkrieg ist auf drei Gebäude verteilt, drei Kirchen, davon ist die Marienkirche, auch ohne die Ausstellung (zum Bauernkrieg) sehenswert. Sie wird durch die ebenfalls dortige sehenswerte Ausstellung ihrer Baugeschichte wunderbar ergänzt.

Mühlhausen (4): Bei den amtlichen Bauernkriegern bemerke ich überall den museumspädagogischen Zeigefinger. Text bis zum Abwinken, künstliche Wandelgänge, wenig Exponate, schlechte Beleuchtung. Aufmerksam betrachte ich zwei aufgeschlagene Seiten eines Kriegstagebuchs. Dieser angebliche Landsknecht konnte schreiben? Zeichnen jedenfalls konnte er. Man sieht, worauf es ihm ankam. Mein akrobatischer Versuch, das Exponat zu fotografieren wird von zwei Aufsichtsinhabern misstrauisch beäugt. Während meines Tun gebe ich mich der Hoffnung hin, das Wesentliche aus dem hochauflösenden Bild herauschneiden zu können. Das trifft am Abend zu. Aber auch die Gesamtaufnahme ist ein guter Jux, weil sie dokumentiert, wie ich mich als Akrobat aufgeführt habe.

5. Juli 2025

Als enttäuschend bezeichnete Trump sein gestriges über einstündiges Telefonat mit Putin. Die Zeitdauer sagt nichts über den Inhalt, zumal man in Rechnung stellen muss, dass Trump sich gerne reden hört, und ich mir Putin so vorstelle, als lasse er ihn. Ich nehme an, dass er sehr wohl zu schätzen weiß, dass Trump hernach nicht ausfallend wurde. Sein Fazit wird sein, der Konflikt ist für Trump – wie man so sagt – durch.

Ostfront (2): Beiden Seiten wird klar gewesen sein, dass Russland vor Tagen im Donbass die letzten namhaften Lithium-Abbaustätten besetzt und den Oblast Lugansk nunmehr vollständig unter seine Kontrolle gebracht hat. Das eine ist eine Schlappe für das ukrainisch-amerikanische Mineralien-Abkommen, das kürzlich von Trump erzwungen wurde, ohne hierfür die von Selenskyj eingeforderten Sicherheitsgarantien abzugeben, das andere ein wichtiger innerrussischer Propaganda-Erfolg.

Ostfront (3): Zugleich fand ein massiver russischer Luftangriff auf Kiew und andere Großstädte statt, der nach ukrainischen Angaben weitgehen abgewehrt werden konnte. Die stets gegenwärtigen Experten rechnen nach, wie lange die Abwehrmunition noch reichen wird, nachdem die USA jetzt offenbar ernst damit machen, nach den auslaufenden Lieferungen der Biden-Regierung den militärischen Nachschub zu beenden.

Ostfront (4): Fritz der Kanzler will den erwarteten Mangel kompensieren, indem er mit deutschem Steuergeld, Patriot-Batterien in den USA ankauft und nach Osten durchschiebt. Das wäre dann wohl das, was Trump einen Deal nennt.

Ostfront (5), jedoch nicht ganz so weit entfernt: Die Sommerloch-Presse macht ein Fass auf, dass sich die Erfurter Fraktionsvorsitzer der AfD und des BWS zu einem Gespräch getroffen haben, das selbstredend konstruktiv war. Jetzt kommt jeder zu Wort, ich auch. Zwar könnten beide rein zahlenmäßig innerhalb von Stunden die Herrschaft des CDU-Doktors beenden, doch ist die Rechnung ohne die Obfrau an der Spitze der BSWler im hiesigen Ländchen gemacht.

4. Juli 2025

Zu meinem Erstaunen stelle ich fest, dass ich nach dem Rasieren um 300 Gramm zugenommen habe. Nicht, dass es meine Gewohnheit wäre, diese ans Wissenschaftliche grenzenden Wiegevorgänge vorzunehmen. Nein, es geschah vielmehr aus Zerstreuung. Immerhin dient mir der Vorfall zum Nachdenken. Ich weiß zwar, dass das so nicht sein kann, meine aber, ich sollte der Sache nicht weiter nachgehen und schiebe das Wunder aufs Klima.

Führe gestern Abend ein kurze Korrespondenz mit Egon W. Kreutzer zur Frage, ob und wann man jemanden ein A…sch…ch nennen sollte. Die Anregung kam von ihm, einem bekennenden Nutzer des A-Wortes, wie ich seinem einschlägigen Aufsatz entnahm. Ich vertrat hingegen die Meinung, das A-Wort setze vor seiner (sicher oft berechtigten) Nutzung eine gewisse menschliche Nähe voraus. Mein Prüfmaßstab, so geht es mir gerade durch den Kopf, ist: „Du A…sch…ch“ ist möglich, während „Sie A…sch…ch“ mir nie über die Lippen käme. Immerhin gestehe ich ihm zu, dass das Sch-Wort ein A-Wort voraussetzt.

A-Worte (2) im Plural wären, wenn meine obige Regel nicht Geltung beanspruchen würde, jene Zeitgenossen, die soeben die neuesten Regulierungen der WHO auf den Weg gebracht haben, nach denen Deutschland auf souveräne Entscheidungen in Sachen Pandemien, Klima-Wahn und Krieg verzichten will, indem es sich zukünftig und zwar ab Mitte Juli den Weisungen der Genfer Pharma- und Polit-Gangster, die ich dort sicher völlig zu unrecht ausgemacht zu haben glaube, unterwirft. Ich wüsste gern mal personengenau, wer in D dafür die Verantwortung trägt. 

A-Worte (3): Ich merke zu meinem Missvergnügen, dass ich gar nicht mehr die Frage nach den einschlägigen Geldflüssen stelle. Früher hätte ich das mit Nachdruck getan, auch wenn ich dabei oft gescheitert bin.

2. Juli 2025

Die flotte Mette hat den Vorsitz im Rat der EU übernommen. Wir wollen ihr – auch wenn sie nichts gegen den Moloch des Apparats bewirken wird – immerhin hoch anrechnen, dass sie die eine oder andere Wahrheit ausspricht. Das kann sie locker tun, da DK kein Almosenempfänger Brüsseler Gaben ist, sondern deren Mitfinanzier. Manchmal wünschte man sich, in D würde sich der eine oder andere auch hierauf besinnen. Doch da kann man lange warten, da sich D in der lang andauernden Knechtschaft passabel eingerichtet hat.

Deutscher Wahn (2): Derweil erklärt der hiesige Außenminister bei seinem gestrigen Besuch in Kiew, der Eintritt des Landes in die Nato sei sicher. Hatte der Donald nicht vor einigen Tagen denselben ausgeschlossen? Ich folgere, dass das woke Team rund um Fritz den Kanzler, die Entwicklung in den USA für eine alsbald wieder verschwindende hält, so dass man sich berechtigt sieht, über den Atlantik hinweg zu pöbeln. Wenn das nur kein Irrtum ist.

Deutscher Wahn (3): Rund um uns herum fühlt man sich beim deutschen Protzgehabe in Kiew an den deutschen Führer erinnert, der vor acht Jahrzehnten die Eroberung der Kornkammer Europas zu seiner Sache gemacht hatte. Die jetzigen deutschen Panzer müssen nicht mal losgeschickt, sondern nur geliefert werden.

1. Juli 2025

Die Einteilung des Lebens in Zahlen ist üblich, aber nur selten sinnvoll. Meist dient sie Bürokraten zu Reglementierungen. Nichtsdestotrotz machen die Leute Mords was her, wenn sie irgend ein Datum zu feiern haben, dem sie das Beiwort „rund“ hinzufügen. Ich denke, das tun sie nur, damit sie was zum Schwätzen haben. Gibt es gerade keinen Runden, so schwätzen sie über das Wetter. Übrigens: soeben beginnt ein weiterer wunderbarer Sommertag in Folge. Mit dem Monatswechsel hat dies nichts zu tun.

30. Juni 2025

Fast übersehen: Die SPD zelebrierte in aller Stille am Wochenende ihre Bundesparteitag. Groß angekündigte Fehleranalyse? Keine Spur: Der Vorstand wurde minimal korrigiert, aber wen juckt das schon noch groß? Schade eigentlich, dass man diese Saskia wegschob. Da kommt der Öffentlichkeit ein Stück gelebter Realsatire abhanden. Und in der Sache? AfD- und Nord Stream-Verbot. Soviel Aufbruch war nie.

Auch ziemlich still (2): Die Israeli rechnen, kaum noch hinter vorgehaltener Hand, die massiven Schäden vor, die sie durch die iranischen Raketenangriffe, die angeblich nicht durchdrangen, erlitten haben.

Still (3): Einer der entsandten B 2-Superbomber schaffte es mit Ach und Krach nur bis Hawaii, bevor er abdrehen musste, anstatt seine Wunderbomben auf den Iran zu werfen.

Still (4): Der Iran ist aus der Internationalen Energie-Kommission, dessen Vorsitzenden man Spionage zugunsten der USA vorwirft, ausgestiegen.

Still (5) war ich eigentlich nie, vor drei Tagen auch nicht bei apolut: https://apolut.net/im-gespraech-helmut-roewer-2/.

29. Juni 2025

9 Millionen Kriegs-Tote sind angeblich die Bilanz des 30jährigen Schlachtfestes 1618-48 in der Mitte Europas. Das hat einem Drittel der einst dort Lebenden entsprochen. Woher ich das weiß? Historiker behaupten es. Erst gestern las ich die Zahl in Lützen in einem robusten Gemäuer, das sich Schloss nennt.

Tot (2): In der Schlacht daselbst fiel 1632 der schwedische König Gustav der Zweite Adolf, dem der Brustharnisch nicht half, als ihn die Kugel traf (oder was immer ihn getroffen haben mag). Gelernt hatte ich mal, dass dies eine Auseinandersetzung infolge der Reformation gewesen sei, heute denke ich, Großmachtpolitik wäre die bessere Erklärung. Es waren einige wenige, die diese betrieben. Macht, Ruhmsucht und Habgier waren die Motive, alles andere, wie der beherrschte Pöbel, war diesen Typen schnurzegal. Nach dem Ex des einen Haupt-Protagonisten ging das Schlachten noch ganze 16 Jahre weiter. 

Tot (3): Die Schlacht von 1632 ist in einem sehenswerten Diorama mit tausenden von Zinnsoldaten dargestellt (und für Zinnsoldaten-Fans: es gibt im Schloss noch eine zweite solche Vitrine, mit der Schlacht von Großgörschen, ganz in der Nähe, dort wurden die Befreiungskriege 1813 eröffnet). Die Erklärungen zu beiden Großereignissen sind wohltuend nüchtern und distanziert.

Tot (4): Die neueste Covid 19-Variante heißt Nimbus, wie der Besen von Harry Potter, die übernächste dann vielleicht Feuerblitz. Deren einstige Fans sind jetzt in dem Alter, wo sie der Welt ihre Phantasien aufzwingen können.

28. Juni 2025

Nichts: Kann mir mal einer erklären, was soziokulturell eigentlich bedeutet? Na? Okay, niemand. Ist halt so ein Füllsel-Wort, wie gell oder gelle oder Gute-Nacht-Marie. 

Nichts (2): Heimliche Sympathisanten sind Unterstützer, die gar nicht da sind – vor allem dann nicht, wenn man ihrer bedürftig ist.

Nichts (3): Das Wort Pelerine (sprich: Pellerine) geht mir durch den Kopf, weil mir die Medien unentwegt Bilder einer Frau aufdrängen, die dieser Tage in Venedig mit dem Pomp der Neureichen bei Amazon einheiratet. Wie eine Amazone jedenfalls sieht sie nach meiner Vorstellung nicht aus, sondern eher wie eine Meerjungfrau, der man die Schwanzflosse abgeschnitten hat, nur deutlich älter.

Nichts (4) hat die Lektion des Donald an die Adresse in Jerusalem vom Anfang der Woche bewirkt. Gestern jedenfalls bombardierten sie den Libanon.

Nichts (5) Neues von der Ostfront: Fritz der Kanzler versuchte gestern vergeblich, weitere EU-Sanktionen gegen Russland auf den Weg zu bringen, während das Vorrücken vor Ort unaufhaltsam weitergeht. Ich beschließe, mir die einzelnen Ortsnamen nicht mehr zu merken. Das Land östlich des Dnjepr ist einfach zu groß.

27. Juni 2025

Es ist ein untrügliches Zeichen, dass es nichts zu berichten gibt, wenn die Journaille beginnt, darüber zu berichten, was andere Medien so berichten. Man nimmt auf einem Lese-Karussell Platz. Mir würde es auch so gehen, hätte ich nicht das Ventil, mir Gedanken wie diesen hier zu machen. Die Mediziner sprechen dann mit dem ihnen eigenen Hochmut von Graphorrhoe als einer Sonderform der Logorrhoe (beide Begriffe sind dem Rechtsschreibprogramm unbekannt. Man kann das gut nachvollziehen).

Ereignisarm (2): Ich komme dazu, die in den letzten Tagen eingetroffenen Hefte der Sezession, von Tumult und der Foreign Affairs zu lesen. Bei Gott nicht alles, davor bewahrt mich ein durch jahrelange Routine ausgeprägter Filter. Das erste Sieb geht so: Wenn ich nach den ersten drei, vier Sätzen nicht weiß, worum es gehen soll, unterbleibt die weitere Lektüre. Nun ist es schwer zu sagen, ob mir hierdurch etwas Grundlegendes entgangen ist. Ein sicherer Hinweis wäre, wenn ein Ereignis stattfände, dass in dem von mir ignorierten Text seinen Ursprung hat. Doch wie es der Zufall so will, ist mir sowas bislang noch nie aufgefallen.

Ereignisarm (3): In der Foreign Affairs beschreiben prominente Amerikaner, was Russland tun muss, um aus dem Krieg wieder raus zu kommen. Was Amerika tun muss, beschreiben sie nicht.

Ereignisarm (4): In der Sezession wird über den Bauenkrieg 1624/25 geschrieben. Das lese ich mit Muße. Fast alles.

Ereignisarm (5) Um noch einmal auf den Ausgangsgedanken von oben zurückzukommen: Ich verhalte mich letztlich genauso, wie die Journaille, die ich eingangs kritisierte. Das ist nicht ohne Witz.

26. Juni 2025

Soviel Sieg war nie: Israel, Iran, Qatar, Trump (besonders der, wenn man Nato-Rutte glauben darf), sie alle haben gesiegt. Nur einer nicht, die Wahrheit.

Und tausend Stimmen rufen Sieg (2): Eine Stimme davon hab ich heut Morgen auf der US-Ausgabe der Epoch Times eingefangen. Sie mag symptomatisch sein:

Sieg (3) In New York City siegt bei den Dems für den Posten des Bürgermeisters der Linksaußenbewerber mit dem indischen Namen. Sein Wahlkampfthema. Das Leben in NYC ist unbezahlbar. Da muss er sich mal bei seinen an der Macht in Berlin befindlichen Kollegen (CDU-SPD) erkundigen. Die beschlossen dieser Tage Enteignungen als Heilmittel zum selben Thema.

Sieg (4): Umfragen in D wollen wissen, dass die unerwarteten Wahlerfolge der Linken zur letzten Bundestag den Muselmanen hierzulande zu verdanken seien. Die Grünen allerdings als die Hauptsponsoren der Turbo-Einbürgerungen wurden von niemandem aus diesem Milieu gewählt. Wie kommt es nur, dass ich bei allem Grundärger grinsen muss.

Sieg (5): Die in Polen regierenden Tusk-Sozialisten wollen den Wahlsieg des Rechten bei den Präsidentenwahlen annullieren lassen. Nach der in den beiden letzten Jahren durchgeführten Reinigung der Gerichte kein aussichtsloser Gedanke.

25. Juni 2025

Donald T. Superstar lässt sich gestern beim Nato-Gipfel in NL bei Königs feiern. Mit ins Bild gerutscht sind die EU-Ursel und der kleine Mann aus Kiew, und der Nato-Rutte versteigt sich zur Behauptung, dass der Angriff gegen den Iran nicht völkerrechtswidrig gewesen sei. Sondern was?

Superstar (2): Irgendwie sickert durch, dass er gegenüber dem Herrscher zu Jerusalem so massiv geworden sei, dass dessen Flugzeuge wieder umkehren mussten, als sie zum Gegenschlag zum Gegenschlag zum Gegenschlag zum Gegenschlag ausholen wollten. Die sog. Berichterstattung zu dem Ereignis, das man jetzt großspurig den 12-Tage-Krieg zu benennen beginnt, ist von beiden Seiten so verlogen, dass man sich mit Wertungen besser zurückhält.

In Leipzig hat sich gestern das Bundesverwaltungsgericht bequemt, das offensichtlich rechtswidrige Verbot der Zeitschrift Compact zu kassieren. Der Vorsitzende des Senats konnte sich nicht verkneifen, auf die angebliche verfassungswidrige Agitation des Martin Sellner hinzuweisen, die aber für ein Verbot nicht ausgereicht habe, weil sie für die Zeitung nicht prägend gewesen sei. 

Verfassungswidrig (2): Ich habe einen Moment gestutzt: Wovon redet der Mann? Meint er Sellners Vorschläge zur Remigration? Ein Bürger, zumal ein ausländischer, muss bei seinen Äußerungen die Verfassung einhalten? Das ist Stoff des ersten und zweiten Semesters im Jurastudium. Nochmal und ohne Ironie: Die Forderung, Illegale außer Landes zu schaffen, um so das geltende Recht wieder ins Lot zu bringen, ist keine verfassungsfeindliche Agitation, sondern eine pure Selbstverständlichkeit, wenn man es mit dem Rechtsstaat ernst meint.

24. Juni 2025

Wem soll man noch glauben? Während gestern ein iranischer Raketenangriff auf den US-Stützpunkt im Golfstaat Qatar angeblich stattfand, der ebenso angeblich niemandem weh tat, ist sich US-Präsident Trump heute Nacht sicher, dass es innerhalb von 12 Stunden einen endgültigen Waffenstillstand zwischen dem Iran und Israel geben wird. Falls sich das als zutreffend erweisen wird, kann es nur bedeuten, dass die USA einen großen Bluff vorgeführt haben, um einen Propagandaausstieg aus dem Krieg zu generieren, da Israel keine weiteren Verluste mehr ertragen kann. Eine solche Gedankenkette klingt zu verrückt, um wahr zu sein.

Bluff (2): Falls Trump mit seiner Kriegsende-Ansage wieder einmal das Maul zu voll genommen haben sollte – was sich unabweisbar heute zeigen müsste –, ist sein Renommee als Dealmaker endgültig im Eimer.

23. Juni 2025

Dieses Bild stellte gestern Abend das Duo Verteidigungsminister Pete Hegseth und Stabschef Dan Cane vor, um den Luftangriff auf den Iran zu erläutern. Ob es der Wirklichkeit entspricht, muss man bestenfalls glauben, da es Bestätigendes aus anderen Quellen nicht gibt. Während die Herren noch vor der versammelten Presse im Pentagon dozieren, geht mir durch den Kopf, wie die westliche Welt wohl auf eine persische Drohnenattacke reagieren würde, mit deren Hilfe die beiden soeben ins Jenseits befördert wurden. Nicht, dass ich mir das wüsche, nein, ganz im Gegenteil, sondern nur um mir vorzustellen, wie es derzeit in den Köpfen der nichtwestlichen Welt angesichts der Tötung des iranischen Führungspersonals aussehen mag.

22. Juni 2025

Nun hat er es doch getan: Vermutlich zwischen 1 und 2 Uhr (MEZ) attackierten Tarnkappenbomber B 2 die unterirdischen iranischen Uran-Anlagen von Fordow mit bunkerbrechenden Bomben (GBU-57A/B). Die Aggression hatte sich angedeutet, nachdem vorgestern die B 2 aus Missouri in Richtung Nahost in Begleitung von Tankflugzeugen abgegangen waren und zudem Trump die US-Geheimdienst-Koordinatorin Tulsi Gabbart öffentlich mit dem Hinweis gedemütigt hatte, sie habe von der Atom-Rüstung des Iran keine Ahnung.

Attacke (2): In einer Ansprache an die Nation lobte sich Trump heute Nacht, dass die Anlagen von Fordow vollständig eliminiert seien (das Wort „ausradiert“ benutzte er nicht). Ob das stimmt, wird sich noch zeigen müssen.

Attacke (3): Die vier Musketiere im Bild. Einer redet wie üblich und drei sehen zu.

Attacke (4): Punktgenau brach der Führer Israels in Jubel aus und verstieg sich zur Behauptung, Trump habe eine geschichtliche Mission erfüllt. Bei solchem Gerede wundert es kaum, dass seine Presse-Sprechpuppen verlautbaren, als nächstes werde es Qatar und sodann als Endziel die Türkei treffen.

Attacke (5): Ich denke, es wird nützlich sein zu beobachten, wo die nächsten ballistischen Raketen aus dem Iran auftreffen. Dann wird sich schnell zeigen, dass es beim einmaligen Militärschlag von Trump nicht bleiben wird, weil die nächsten Klagelaute über den Atlantik schallen werden.

21. Juni 2025

Neuerliche Wende: Jetzt will sich Trump 2 Wochen Zeit nehmen, was er in Sachen Persien tun könnte. Das bedeutet: die Drohung bleibt im Raum, aber er will nicht. Jetzt wird’s doppelt riskant: a) für Bibi, weil dem die Luft ausgehen könnte, b) für Trump selbst, weil ein plötzliches und von wem auch immer ausgelöstes Großereignis seinem Zögern in die Schuhe geschoben werden wird.

Lesen bildet: Habe das Wort Bundesfamiliennachzugsministerium gelernt.

20. Juni 2025

Die Ermordung der Ajatollahs wird jetzt im Wertewesten ganz offen als gottesfürchtige Werk angepriesen. Mir geht durch den Kopf, dass der letzte Religionskrieg hierzulande 30 Jahre lang andauerte (1618-48). Hernach wusste keiner von denen, die ihn begonnen hatten, wenn sie denn überhaupt noch lebten, warum eigentlich dieser alles verheerende Dreißigjährige Krieg geführt worden war. In meinen Alpträumen sehe ich dies auch jetzt und hier. Sicher ist, dass dereinst kein Mensch mehr über die als Kriegsgrund ausgerufenen Atombomben-Anlagen des Iran reden wird, von denen mir schwant, dass es sich um ein propagandistisches Hirngespinst handelt.

Ajatollahs (2): Um nicht mutwillig missverstanden zu werden. Ich finden diese Leute zum K…n. Doch sie beherrschen nicht mein Land, jedenfalls noch nicht. Was im Übrigen nur denkbar wäre, wenn diejenigen, die unsere Grenzen vorsätzlich geöffnet haben, die Unterwerfung des deutschen Volkes ad ultimo vorantreiben. Merz und seine Berufskatholiken wirken derzeit auf mich, als wollten sie die Agenda der notorischen Rechtsbrecherin A.M. weiter vorantreiben.

Ajatollahs (3): Der Iran hat heute Nacht mindestens 30 ballistische Raketen auf Israel abgeschossen. Jetzt wird es offensichtlich: Die Angreifer hatten sich vor ihrem Angriff, der vor einer Woche begann, komplett verrechnet. Nun bekommen sie die Antwort in täglichen Dosen verabreicht, was zur Folge hat, dass ihnen die Munition der Raketenabwehr (Iron Dome) ausgeht.

Ajatollahs (4): Jetzt ist das Geschrei der Angreifer groß. Die Führer Israels sprechen, wenn die Gazetten richtig wiedergebe, von völkerrechtswidrig und von Kriegsverbrechen, nachdem gestern ein Krankenhaus zerbombt wurde und ein an Leukämie erkranktes Kind dort starb.

Ajatollahs (5): Nachdem diese aufgrund des Beschusses und der Drohungen von Trump nicht einknickten, gerät dieser nun in eine heikle Lage nämlich in die Zwickmühle der eigenen großzügigen Versprechungen, einerseits keine Kriege mehr zu beginnen, um die USA im Innern in Ordnung zu bringen, und andererseits seinem Freund Bibi N. helfen müssen. Es haben sich zwei Parteien innerhalb der Reps gebildet, die an Deutlichkeit nicht sparen: Die Konservativen um den prominenten Journalisten Tucker Carlson, der mühelos ein Millionenpublikum erreicht, und die Waffenlobbyisten um die Senatoren Ted Cruz und Lindsey Graham.

Ajatollahs (6): Der deutsche Medienmob hat zum Glück ein eigenes Thema. Man arbeitet sich am Chef der AfD ab, weil dieser sich gegen den aktuellen Nahostkrieg ausgesprochen hatte, denn der bringe keinerlei Lösung der dortigen Probleme und diene nicht den deutschen Interessen. Wie sagen die Wohlmeinenden auf neudeutsch? Das geht gar nicht.

19. Juni 2025

Da laufen zwei zu großer Form auf: Fritz der Kanzler und Roland Tichy. Fritz sagt, als der Don mit Blick auf den am Konferenztisch in Canada erscheinenden Selenskyj bemerkt: Wo-ist-denn-der-Putin?, mit Kriegsverbrechern setze er sich nicht an einen Tisch. Trump reist vorzeitig ab. Beidseits keine Großtat.

Fritz (2) sagt – ein Heldeninterview bei Mainstream nutzend –, durch die Bombardierung des Iran mache Israels Luftwaffe die Drecksarbeit für uns. Es geht hierbei, um es klar zu formulieren, um die Ermordung der politischen und militärischen Führer eines anderen Landes. Ist dem Fritz bewusst, wozu er hier aufruft und wie dünn das Eis ist, auf dem er selbst tanzt?

Fritz (3): Schützenhilfe erhält er von Roland T., dem Chef von TE. Der lobt den Fritz über den grünen Klee und schlägt einen Riesenbogen, dass sich die Bombardierung per Fernwirkung gegen die 68er-Linken in unserm eigenen Lande richte. Ihre Lügen bis hin zu Klima und allem anderen Trallala würden so unrettbar beschädigt. Man liest es und staunt. In den über 200 Leserbriefen tummeln sich kreuz und quer die Wohlmeinenden und blasen ihre Backen auf.
Nichts Neues im Osten: Der Russe rückt weiter vor, jetzt geht es um die Großstädte Sumy und Saporoschje. Wenn man klug ist, lässt man den Häuserkampf dort. Doch ich lese mit Misstrauen die Ankündigung des Kleinen Dicken aus Nordkorea, weitere Kampftruppen ins Feld zu führen.

17. Juni 2025

Warum amerikanische Präsidenten im Zivilkleide militärisch grüßen, war mir immer schon rätselhaft – irgendwie ein Verstoß gegen die Kleiderordnung. Deutsche Potentaten beschränkten sich seit den 1970er Jahren ab und an darauf, sich in einen Bw-Parka zu hüllen, um militärische Nähe zu zelebrieren. Meinen trug ich während der Studentenjahre, bis er in Fetzen fiel.
Militärisches (2) kommt offenbar wieder gut an. Paraden diesseits und jenseits des Atlantik. Die Trumps von hinten boten einen tollen Anblick. 

Trump (2): Den G 7-Gipfel in Canada hat er gestern Abend platzen lassen – vermutlich, weil es dort nichts Gescheites zu besprechen gab. Mit wem auch hätte es sollen? Selenskyj, der da war? Die weltwirtschaftlich interessanten Größen waren nicht am Start, das ist halt die wertewestliche Hybris.

Trump (3): Seine Aussagen zum Konflikt klingen irgendwie verquollen. Rückkehr an den Verhandlungstisch. Ja sicher, aber warum sollten die Perser das tun, wenn deren Feind in Jerusalem soeben die Tötung seines religiösen Oberhaupts angekündigt hat?‘

Trump (4): Nicht mit ihm, sondern mit Putin besprach sich, wenn die Gazetten nicht lügen, der türkische Großpascha. Offiziell boten sie Vermittlung an. Was sie sonst so besprachen, bleibt der Phantasie überlassen. Derweil geht das Töten und Sterben weiter.

16. Juni 2025

Es ist schwer zu sagen, was sich im Moment in Nahost tut. Beide Seiten minimieren in ihrem offiziellen Gerede, so gut es geht, ihre Verluste. Den israelischen Führer verstehe ich so, dass er weitermachen will, bis ein Regime Change in Persien erreicht ist. Und dann? Dann wird die übrige Welt, falls das gelingen sollte, feststellen, dass ein vom religiösen Wahn befreites Regime, für Israel erst recht zum tödlichen Problem wird. Woher ich das weiß? Weil sich am Grundkonflikt nichts geändert hat, der auf Landnahme beruht und auf vermeintlichen Rechtstiteln aus unvordenklich fernen Zeiten.

15. Juni 2025
Telefonat von Trump und Putin im Nahostkonflikt. Ob die Klartext miteinander reden?
Nahost (2): Netanjahu behauptet derweil, mit Unterstützung von Trump zu handeln. Das klingt nicht nach Deeskalation. Dass China die Unterstützung des Iran zusagt, auch nicht. Mir würde etwas fehlen, wenn jetzt nicht GB Flugzeuge nach Nahost entsandt hätte.

Nahost (3): Jetzt schlagen Raketen in Israel ein. Was hatten die denn so gedacht?

14. Juni 2025

Noch von gestern, Bomben (5) auf Teheran. Oder auf Neudeutsch: dem Zeller sein Kommentar:

Bomben (6) auf Teheran: So wie ich es gestern Nacht gemutmaßt hatte, waren tagsüber in D die Kommentare. Ich sage nur dies: Wissen die deutschen Wort-Heroen, die strikt nach jeweiliger Gesinnung für die eine oder die andere Seite Partei ergreifen, eigentlich, in welchem sicherheitspolitischen Vakuum sich unser eigenes Land befindet? Ich denke nein, denn sie wissen ja sonst auch wenig bis nichts.

Bomben (7) auf Teheran: In den Medien des Wertewestens ist von einem Enthauptungsschlag die Rede, weil man führende Militärs und Wissenschaftler des Landes getötet hat. Das Verb „ermorden“ findet in diesem Zusammenhang keine Verwendung. Ich betrachte mit Interesse die Gesichter der Ermordeten. Sie wirken auf mich erstaunlich intelligent und zivilisiert. Jetzt kann ich darauf warten, dass man mir eine frivole Sympathie mit dem Mullah-Regime unterstellt. Dass ich dieses unbegreiflich, ja schauerlich finde, wird man mir als Schutzbehauptung auslegen, jetzt wo militante Aggressivität Plicht ist. 

Bomben (8) auf Teheran: Ich wage die Behauptung, dass der Schlüssel für den Großen Krieg in Ankara liegt. Wird dortzulande der Krieg zwischen Jerusalem und Teheran als vortreffliche Gelegenheit angesehen, die sog. fortschrittlichen Rebellen in Syrien von der Leine zu lassen, dürften in Israel die Lichter ausgehen. Ich habe keinen Schimmer, ob diese Annahme realistisch ist. Schließlich bin ich nicht der türkische Großpascha. 

Bomben (9) auf Teheran: Die Stellungnahmen aus dem offiziellen Amerika sind denkwürdig gespalten. Während Top-Politiker der an der Macht in den Gesetzgebungsorganen befindlichen Republikaner sich offen auf die Seite Jerusalems stellen („we pray for Israel“), versuchen der Außenminister und sein Chef das Land in ein Nichtbeteiligten-Gewässer zu steuern.

Bomben (9) auf Tel Aviv: In den heutigen frühen Morgenstunden gab es Raketeneinschläge in der City, nachdem zunächst mitgeteilt worden war, dass mit Hilfe der israelischen Luftabwehr genau dies verhindert worden sei. Die US-Regierung gibt bekannt, dass sie bei der Raketenabwehr Iron Dome Beihilfe geleitet habe. Soviel zur Nichtbeteiligung der Trump-Regierung. 

Bomben (10) auf Kiew und anderswo: Ich brüste mich keineswegs damit, dass ich vorausgesagte, Russlands Führung werde jetzt die ruppigsten Raketen- und Drohnenangriffe auf Städte in der Ukraine durchführen lassen. Das schien ihr notwendig zur eigenen Gesichtswahrung, nach den ukrainischen Drohnenattacken vom vergangenen Wochenende tief nach Innerrussland hinein. Jedoch: Jede Bombe, die beispielsweise in Charkow einschlägt, wird nach dem einstigen und von mir dringend herbeigewünschten Ende des Waffeneinsatzes eine tatsächliche Befriedung des Landes und der darin inkorporierten Großstadt in eine unermesslich fernere Ferne rücken. Ich denke mal, die russische Führung weiß um dieses Dilemma. Die Göttin des Krieges ist eine Hure.

13. Juni 2025

Israel hat heute Nacht (MEZ) eine noch unbekannte Vielzahl von Zielen im Iran bombardiert. Seine Offiziellen verbreiteten die Nachricht, dass sich dieser Angriff gegen das iranische Atomwaffen-Programm richte und so lange fortgesetzt werde, wie diese existentielle Gefahr für Israel bestehe.

Bombern (2) auf Teheran: US-Stellungnahmen betonen, dass die Amerikaner mit diesen Bombardements nichts zu tun hätten. Vorsorglich werde allerdings alles entbehrliche Personal aus den Botschaften im Nahen Osten abgezogen.

Bomben (3) auf Teheran: Stelle mir vor, dass in D im Laufe des Tages das Geplärre über die Rolle Israels wieder einen traurigen Höhepunkt erreichen wird. Dabei besteht in erster Linie die reale Gefahr, dass wir an der Schwelle eines Weltkrieges stehen, für dessen Auslösung es in der übrigen Welt kaum Zweifel geben wird – vor allem in Staaten nicht, in denen das Existenzrecht Israels keinen Wert an sich darstellt.

Bomben (4) auf Moskau: Verteidigungsminister Pistorius erklärte gestern in Kiew, dass die Ukrainehilfe weitergehe, aber es werde keine Taurusse geben. Weiß Fritz der Kanzler das auch schon? Mir war aufgefallen, dass er in den vergangenen Tagen bei diesem Thema von Verschlusssache raunte. Jetzt ist es offenbar keine mehr. Bleibt die Frage, was zu diesem erstaunlichen Sinneswandel geführt haben mag. Ich tippe auf handfeste Tipps aus Washington, deren Grundlage wiederum handfeste Tipps aus Moskau waren.

11. Juni 2025

Der Chef des Bundesnachrichtendienstes Bruno Kahl wird so zitiert: a) Das ganze russische Volk stehe hinter der Kriegspolitik von Wladimir Putin: „Wir haben den Eindruck, dass das gesamte russische Volk bereit ist, Putin zu folgen, dass dieser Krieg notwendig ist, dass die böse Nato der Aggressor ist.“ Das liege b) daran, dass die russischen Medien nur diese Meinung verbreiten würden. Soso. Bleibt die Frage, was eigentlich die von uns mit viel Steuergeld gepamperten Einflussnahme-Einrichtungen (Radio Liberty und Genossen) so treiben, wenn Kahls unter b) mitgeteilte Folgerung stimmen sollte.

Der böse Putin (2): Da mag das Bundesamt für Verfassungsschutz nicht zurückstehen. Unter dem Titel Gefährdung durch russische Spionage, Sabotage und Desinformation. Momentaufnahme und Einordnung teilt das Amt dem erschrockenen Leser mit, dass die Dienste aus dem Osten bei uns ihr frivoles Handwerk treiben und zwar „verstärkt“. Besonders gravierend sei die Einflussnahme auf Wahlen. Doch Vorsicht, als Robert der Denker die schönen Frau vom BSW das russische Sponsoring öffentlich unterstellte, ließ diese ihm das verleumdende Gerede auf dem Rechtswege untersagen. Merke: die Berufung auf die eigenen Dienste, zumal das BfV, ist nichts, auf was sich Gutmensch verlassen sollte.

Der böse Putin (3): Das BfV-Werk enthält zur Illustration des feindlichen Tuns eine Toolbox Russland. Darinnen sind den Autoren seltsame Aussagen gelungen. Da, wo man die Ziele der Angreifer beschreibt, spricht das Amt von Schutzzielen in Deutschland. Das war mir neu. Aber es ist auch Lustiges vermerkt. So nennt man das üble Tun der Hacker Hackivisten.

Ach ja, der Osten: In Leipzig begann gestern die mündliche Verhandlung in Sachen Compact-Verbot vor dem Bundesverwaltungsgericht. Gewundert habe ich mich über den Mann im Zuschauerraum mit der FDP2-Maske (der Nahbeobachter des BfV?).

Der Osten (2): Die Mitteldeutsche Zeitung macht gegen die in Halle für den 8./9. November 2025 geplante Buchmesse mobil. Ihr sind Sätze eingefallen, die man aufheben sollte „Halles Stadtgesellschaft, von Vereinen und Verbänden über Kirchen und Gewerkschaften bis zur Politik, ist geübt darin, Rechtsextremisten in die Schranken zu weisen. … Ein Treffen von Verlagen und anderen Akteuren des rechten Spektrums in der Stadt eines antisemitischen und rechtsextremen Attentats – das ist instinktlos und provokant zugleich“. Wer sind denn zum Teufels Namen diese Rechtsextremisten? Vermutlich du und ich. Man muss den Namen des Schreiberlings nicht kennen. Es genügt, sein Gesicht zu betrachte. Voilà:

Im Osten (3): Ist das echt? fragt der Mann am Lagerfeuer (Achtung Meldestelle: Lagerfeuer ist gesicherter Rechtsextremismus, Hetze und alle diese gesicherten Sachen, die mir im Moment nicht einfallen wollen), indem er auf das winzige grün-silberne Einzelkämpferabzeichen aus Metall an meinem Revers deutet. Ich: Nein, das echte ist aus Stoff. Er: Und das haben Sie? Ich: Zweifel? Er (sucht nach Worten): Sie sehen nicht so aus. – Das ist ein guter Auftakt, wir sprechen über die Streitkräfte. Die in der Nähe stehenden Frauen nehmen Abstand. 

9. Juni 2025

Beim vorgestrigen Besuch des Globus in Isserstedt bei Jena finde ich in der Intelligenzabteilung 4 Autobiographien vor, die von Papst Franziskus, Gott hab ihn selig, die von Barack Obama und zwei auf dem Ramsch. Davon erwerbe ich eine für 4,99 €: Samuel Meffire: Ich, ein Sachse. Mein deutsch-deutsches Leben. Es geht um einen in der DDR geborenen Mischling. Nebenbei, dass Dresden-Prohlis, Prohlis heißt, habe ich schon immer witzig gefunden.

Autobio (2): Ich lese heute Morgen in das Buch hinein, gerate rasch ins Blättern und lege es dann auf den Stapel „vergiss es“. Die drei anderen hatten es erst gar nicht bis in die Nähe des Einkaufswagens geschafft: Ein toter Papst, zumal einer unseres Jahrhunderts, liegt weit außerhalb meiner Interessen, der Ex-Präsident der USA ist auch nicht gerade mein Fall, jedenfalls nicht bevor diese Memoiren auf dem Ramsch landen, und das dritte Buch schließlich stammte von einer Leutnantin zur See mit orientalischem Äußeren. Ich las, an den Ramschtisch gelehnt, im Schnelldurchgang und entschied mich, dass eine Suada über Neonazismus in der Bundeswehr nichts ist, was ich im Moment nicht entbehren könnte (doppelte Verneinung = komplizierter Gedanke).

Autobio (3): Bei soviel unkorrektem Tun amüsiert mich die Vorstellung, dass eine von Steuergroschen lebende Hochbegabte mit Hilfe ihrer rassistischen Vorurteile bemerken könnte, dass ich hier mehrere mehr oder weniger Farbige aus meinen momentanen Betrachtungen von fremden Selbstdarstellungen ausgeschlossen hätte – ein klarer Verstoß gegen die universell geltenden Menschenrechte oder so. Da gibt’s nur eins: Meldestelle.

Autobio (4): Bei der Wendung „da gibt’s nur eins“ klingelt es mir soeben im Ohr. Auftritt des Kompanie-Feldwebels meiner Muschkoten-Zeit. Der wortmächtige Mann nutzte diese Wendung unter Hinzufügung eines einzigen Hauptwortes. In meinem Fall war es regelmäßig „Friseur“. Wenn er einen schlechten Tag hatte, verkürzte er den Befehl auf den Text „Nur eins, Friseur“.

8. Juni 2025

Die Mafia lebt. Kaum ist es den Deutschen gelungen, mit einer zittrigen Wahlentscheidung die größten Querschläger aus den Ämtern hieven zu lassen, tummeln dies sich dank der verdeckten Einflussnahme des berühmten Herrn Irgendwer weiterhin im deutschen Namen auf der Weltbühne. Baerbock, Habeck und Lauerbach sind hierbei nur die Spitzen der Eisbergs, der über den Atlantik segelt – streng klimaneutral, versteht sich.

Mafia (2): Die für die Flutung des Landes zuständigen kriminellen Organisationen unterlaufen vor aller Augen die Reste des bereits verkrüppelten Rechtssystems. Dass dergleichen, wie sich nun zeigt, von Sumpfgewächsen in Brüssel gesteuert wird, wundert eigentlich niemanden. Man nimmt die Geldflüsse schulterzuckend zur Kenntnis.

Mafia (3): Die EU ein Friedensprojekt aus den 1950er Jahren? Heute wohl kaum, wenn denn je.

Aber auch dieses: Trinke bei Freunden auf der Terrasse bei deutlich zu warmen 14 Grad deren selbstgebrauten heißen Pfefferminztee. Das Gespräch hüpft hin und her. Um dem über den Krieg den Garaus zu machen, behaupte ich frech, die Ukraine werde noch in diesem Jahr kapitulieren. Doch das Gewünschte tritt nicht ein, alle reden gleichzeitig, bis ich mir wieder Gehör verschaffe: Wenn ich nicht recht habe, gebe ich einen aus, wenn aber doch, dann erst recht. Das findet Zustimmung. 

Pfefferminztee (2): Danach reden wir über Leute von nah und fern und lachen viel. Es bleibt einstweilen dabei: der Krieg ist woanders.

7. Juni 2025

Ein Blick auf die zahlreichen sich fortbewegenden Gefechtshandlungen in der Ukraine weckt den Verdacht, dass der gesamte Frontbogen in ein kaum noch aufzuhaltendes Rutschen gerät, was durch Angriffshandlungen, die über die nördliche Grenze zu Russland erfolgen, ergänzt wird.

Ostfront (2): Die Töne aus Moskau, was einen möglichen Einsatz der Taurusse Richtung Russland anlangt, werden vielstimmig ruppiger. Fritz der Kanzler eiert. Das wäre dann also, wenn er die Lieferung stoppt, sein letztes bislang noch nicht gebrochenes Wahlversprechen, was er nun ungeschehen machen will. In diesem einen Fall wäre es ihm nicht übel zu nehmen.

Ostfront (3): Die Lage auf der Ostsee eskaliert, nachdem sich Estland per Gesetz selbst ermächtigt hat, gegen die russische Schattenflotte gewaltsam vorzugehen. Jetzt sind die Leute entsetzt, dass der Russe angekündigt hat, seine Tanker mit Kriegsschiffen zu eskortieren. Man kann die Uhr danach stellen, wann dort der erste scharfe Schuss fällt.

6. Juni 2025

Fritzens Auftritt im Oval Office gestern war eine mehrgliedrige Peinlichkeit. Während Trump davon sprach, der Sinn des Besuchstermins sei es, zum einen mit den Deutschen gute Geschäfte zu verabreden und zum anderen mit deren Unterstützung, den Krieg in der Ukraine zu beenden, redete Merz davon, dass Deutschland mit ganzer Kraft an der Seite der Ukraine stehe, bis der russische Herrscher eingelenkt habe.

Peinlich (2): Merz lenkte in einem Zwischenruf die Aufmerksamkeit auf das morgige (sprich: heutige) Datum (6. Juni 1944 = D-Day = die Landung der Anglo-Amerikaner in der Normandie), um dem stutzenden Trump , als dieser brummelte „na ja, für Sie keine Freude“, devot zu erläutern, wie wichtig für ihn die Befreiung vom Nazitum durch die US-Amerikaner sei, die dieser Tag für ihn symbolisiere.

Peinlich (3): Ansonsten saß der Deutsche die geschlagenen 45 Minuten wie eine Staffage vor dem Kamin, da sich die versammelte Presse nur für inneramerikanische Themen, wie das jüngste Steuer- und Wirtschaftspaket und Trumps Streit hierüber mit Elon dem Wunderkind interessierte. Trump fand den nunmehr ehemaligen engen Freund enttäuschend (disappointing).

Peinlich (4) sind deutsche Mainstream-Kommentare über den Auftritt, wonach Merz dem Meister die Meinung gegeigt habe. Gelegenheit war durchaus, doch wann mag das passiert sein? Mir fiel lediglich auf, dass Trump über Fritzens kurze Bemerkung zur Ukraine-Unterstützung unkommentiert hinwegging, während Vize Vance in seinem Sessel für Sekunden die entspannte Haltung aufgab und sich nach vorne beugte und Außenminister Rubio unruhig hin und her rutschte. Doch es blieb friedlich dank der Ignorierung des Deutschen durch den Chef.In dessen Kopf hatten die Deals Vorrang.

4. Juni 2025

Was den Schweizer Bürger demnächst zur Entscheidung vorgelegt wird. Bei uns undenkbar. Undenkbar?

Undenkbar (2): Eine unzuständige Kammer des Berliner Verwaltungsgerichts lässt drei abgewiesene Somalier einreisen. Undenkbar? Nicht in Berlin. Dass der Vorsitzende ein grüner Aktivist ist, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.

Undenkbar (3): Die Koalitionäre des niederländischen Wahlsiegers haben diesen wochenlang in Sachen Massen-Migration auflaufen lassen. Und jetzt? Hat Wilders halt die Koalition platzen lassen. Nun müssen die Wähler wieder ran.

Undenkbar (4): Bislang jedenfalls, die Kertschbrücke wegzusprengen. Eine Tonne Sprengstoff beim Unterwasserangriff des ukrainischen Dienstes unterbrach gestern den Verkehr für 4 Stunden.

3. Juni 2025

Eine zweite ukrainisch-russische Verhandlungsrunde in Istanbul dauerte diesmal nur eine einzige Stunde. Sie brachte den beabsichtigten Austausch von Gefallenen. Sonst nichts. Die Türken drückten es diplomatisch aus: Es sei nichts Negatives dabei herausgekommen. Nur der kleine Mann aus Kiew schwelgte in Angeboten, die der böse Wlad ignoriert habe. Fest steht, die Russen bleiben beim Njet zu anhaltenden Waffenstillstandszusagen. Es hat sich also nichts geändert.

Ostfront (2): Es hat am Wochenende weit nach Sibirien hineinreichende Drohnenangriffe auf Militärstützpunkte gegeben. Tausende Kilometer von der Front entfernt, können die Drohnen nur durch Sabotagetrupps entsandt worden sein, die im tief im Feindesland operierten. Das war der erst spektakuläre Erfolg ukrainischer Kriegsbemühungen seit der letztlich misslungenen Offensive Richtung Kursk im August des Vorjahrs. Ich nehme an, dass wir alsbald von einer drastischen Antwort hören werden.

Ostfront (3): Die Stichwahl zum neuen polnischen Präsidenten am Wochenende brachte gestern nach offenbar mühseliger Auszählung des knappen Ergebnisses, den Sieg des nationalpolnischen Kandidaten, der als Tusk-Gegner angetreten war. Das Ergebnis stieß bei Mainstream auf offene Ablehnung, da man auf den Tusk-Mann als sicheren Sieger gesetzt hatte. – Trump gratulierte. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Für Deutschland wird die Einkreisung enger.

2. Juni 2025

Ein Ausflug in den Bregenzer Wald lehrt den Fahrer notwendige Schlangenlinien zu fahren. Die Mühe der Anreise nach dem dortigen Schwarzenberg lohnt, denn Ziel ist das Angelika Kauffmann-Museum, das zu finden dem Fremden nicht eben leicht gemacht wird. Beherzt hole ich auf hochdeutsch Auskunft bei einer jungen, soeben aufs Rad steigenden Eingeborenen. Muscht du bis zum Kirchturm gehe, dann kukscht, dass du links davon die Feuerwehr findscht. Dann bischt fascht do. Es stimmt.

Angelika (2): Das Museum birgt zweierlei: zunächst einmal das Leben im 18./19. Jahrhundert in dieser Fernab-Region in niedrigsten Stuben und das schreckliche Dasein der Schwabenkinder, die als überzählige Esser fernab zur Arbeit nach Norden geschickt wurden. Ein Pflichtbesuch für alle Schneeflocken unserer Tage würde vielleicht dem einen oder anderen nützlich sein, um den eigenen Paradieszustand zu erahnen. Ob’s hülfe? Wer will das wissen.

Angelika (3): Die derzeitige Ausstellung zur namensgebenden Malerin ist A.K. und die Mode bezeichnet. Sie zeigt die von der Star-Künstlerin kreierte Marotte, ihre reichen Auftraggeber in den Kleidern vergangener Epochen darzustellen. Mit Staunen betrachte ich den Faltenwurf. Fast ist man versucht, die Gesichter der Portraitierten nicht zu beachten.

Angelika (4): Sie war zudem eine Meisterin des Selbstportraits. Ich kann mich gar nicht sattsehen an diesen Momentaufnahmen aus dem Leben dieser schönen und geradezu revolutionär erfolgreichen und selbständigen Frau. Dass sie in England in ihrer ersten Ehe auf einen Heiratsschwindler hereinfiel, registriere ich für meinen So-spielt-das-Leben–Fundus.

Angelika (5): Der Besuch in der Ortskirche bietet das Erwartete und auch Überraschendes. Erwartet waren nach Lektüre des Reiseführers die Kirchenausmalung durch Vater und Tochter Kauffmann, nicht hingegen der Kult um die Selige Ilga, deren Knochenreste hinter Glas angebetet werden können. Man kennt ihren Todestag, weiß aber nicht, ob sie tatsächlich gelebt hat. Das nenne ich zur recht ein Wunder. Eine Ilga-Biographie, die zu erwerben ich mir nicht verkneifen kann, klärt mich über weitere Details der Angebeteten auf. Ihr bemerkenswertes Tun war der Transport von Wasser in ihrer Schürze. Als sie auf dem Weg von der Dorfquelle zu ihrer Einsiedelei davon einiges unterwegs vergoss, entsprang an der Stelle eine Heilung bringende neue Quelle. Das fanden die Leute natürlich wunderbar und tun es heute noch. Als sie starb, fingen im Ort die Kirchenglocken von selbst zu läuten an. Die Kirche, so schreibt etwas spröde der Ortschronist, Mesner und Biograph habe seinerzeit noch gar nicht existiert. Ich lese auch dies mit Staunen bei einem Erdbeerkuchen im Freien, nachdem ich mich vom Küster über die Beerdigungsbräuche habe instruieren lassen. Die Toten werden wg. des Platzmangels auf dem Kirchhof eingeäschert, was mich in dieser strikt katholischen Gegend etwas überrascht, aber wieder mal vom Pragmatismus der Mutter Kirche überzeugt.

1. Juni 2025

Eine Vitrine im Wohnraum stehen zu haben, so lerne ich gestern Abend aus vertrautem Munde, ist Ausdruck des Hangs zum Kitsch. Dieser wird nur noch durch deren Inhalt gesteigert. Meine stand nur wenige Tage an genanntem Ort, dann verschwand sie – worüber ich jetzt natürlich erleichtert bin – wieder. Mit ihr wurde meine Leuchtturm- und Diktatorensammlung dem längst nicht immer wohlwollenden Auge des Besuchers wieder entzogen. Ich muss also niemandem mehr erklären, woher ich Stalin, Churchill, den Führer und den Duce habe, und warum der Italiener und der Brite viel größer sind als alle anderen.

Churchill (2): Zu meinem Missbehagen ist der liebevoll gepflegte Rote Pfeil der Schweizerischen Bundesbahnen nach Churchill benannt, mit dem ich gestern die das grüne Voralpenland der Ostschweiz durchkreuzte, über welche die gelehrten Eingeborenen Debatten führen, ob es eigentlich geographisch die Nordschweiz sei. Verkneife mir Bemerkungen, dass ich diese Zugbenennung ähnlich geschmackvoll finde, als würden wir heutzutage die A 9 als Straße des Führers bezeichnen. Wir könnten uns dabei auch, wenn wir etwas lockerer wären, auf unsere Freunde aus Italien berufen, in deren Hauptstadt ich auf der Ponte Duce wandelte.

Churchill (3): So lausche ich einem ernsten Vortrag – zum Glück ist er kurz – eines halbjungen Historikers, der darüber aufklärt, warum diese Zugtaufe wg. des im Jahre 1946 erfolgten Besuch Churchills in der Schweiz geschah. Er, der Historiker, verstieg sich zur Bemerkung über die außerordentliche Beliebtheit des Mannes, der den wackeren Schweizern ein Vorbild an Durchhaltewillen gewesen sei. Seinen entscheidenden Anteil am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erwähnte der Vortragende nicht, natürlich nicht. Auch nicht, dass der beliebte Mann just soeben von seinen Briten mit Pauken und Trompeten abgewählt worden war, weil sie von ihm Schnauze gestrichen voll hatten, wie man so sagt.

Churchill (4): Die Aufzeichnung der Sonntagsrunde des Radiosenders Kontrafunk, zu der eigentlich eingeladen worden war, ging als unverständliches Gemurmel vorüber, weil die Technik, die man aufgeboten hatte, nicht auf die Zuglautsprecher übertragbar war. Das Publikum nahm’s erstaunlich gelassen und unterhielt sich stattdessen prächtig bei gutem Essen und professionellem Service an den engen Vierertischen. Ich auch.

Churchill (5): Ich lernte eine neue Art des Wiedererkennens kennen. Nicht das Aussehen sorgt dafür, sondern der Name nebst zugehöriger Stimme. Nun gut, man bewegte sich hier unter einem notorischen Radiopublikum. Lustige Erfahrung.

31. Mai 2025

Während Mme. Weidel bei den europäischen Konservativen in Budapest gefeiert wird, reise ich durch das südwestliche Deutschland, um dort zuzuhören und zu reden. Alles wirkt beschaulich-behaglich. Der Gesprächston ist gesittet, wie ich ihn schon länger nicht mehr vernommen habe. Ich habe Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass die Leute hier etwas anderes als die CDU wählen könnten, denn sie halten diese für konservativ.

Konservativ (2): Das bestätigt mein sein Jahr und Tag gepflegtes Vorurteil, dass konservativ als politische Programmaussage nichts bedeutet. Es ist eine Wohlfühl-Leerfloskel ohne greifbaren Inhalt. Vor allem fehlt die Stoßrichtung, welche von der politischen Linken gepachtet zu sein scheint.

Konservativ (3): Wenn die jetzige, an der Macht befindliche Gesellschaftsschicht alles in ihrer Macht stehende tut, um an derselben zu bleiben, so nenne ich das konservativ (= nichts bewegt sich, was man früher nicht ohne Grund den Beamten nachsagte).

Konservativ (4): Bevor die sog. sich selbst so nennenden Konservativen ihre Angst nicht überwinden, irgendwer könnte Anstoß nehmen, werden sie bleiben, was sie sind: bedeutungslos. Insofern wirkt Weidels in Budapest erfolgte Ansage, dass die Euro-Globalisten abgeräumt werden müssen, anders, als die meisten Leute sich das Reden eines Konservativen vorstellen. Lachhaft ist, was die Leserbriefe auf diversen Blogs hierzu dozieren. Führend wie stets: Tichys Einblick. Hier liest man im Originalton, warum sich in D nichts ändern kann.

Konservativ (5): Mich erheitert die Vorstellung, wie diese Parterre-Akrobaten reden und schreiben werden, wenn sie unter eine robuste Führung geraten. Dann werden die meisten schon immer dieser oder jeder Meinung gewesen sein. Jetzt hingegen erschöpfen sie sich in hitzigen Debatten, ob A.H. ein Linker gewesen sei.

28. Mai 2025

Über Nacht ist das jüngste Senioren Arkrützel von Bernd Zeller in meinen elektronischen Briefkasten eingeworfen worden. Daraus raubkopiere ich das hier:

Leugner (2): Der amerikanischen Presse entnehme ich, dass Fritz der Kanzler sich am Montag via Interview dahingehend festgelegt hat, dass die Ukraine von ihm die Genehmigung erhalten habe, „westliche Waffen“ bis tief nach Russland hinein gegen militärische Ziel zu verwenden. – Falls die Aussage das bedeutet, was jedermann darunter verstehen muss, werden uns die Russen bald mitteilen, wann und wo das geschehen ist. Diese Mitteilung dürfte rabiater ausfallen, als deutsche Claqueure sich das vorzustellen belieben. – Gemeint sein kann nur der Taurus, den er bereits im Wahlkampf in aller Öffentlichkeit versprochen hatte. Doch darüber will er jetzt öffentlich nichts sagen.

Leugner (3): Bei der Gelegenheit nahm ich aufgrund einer unerbetenen Zusendung seit Jahren mal wieder zur Kenntnis, was der Chef der Jungen Freiheit Dieter Stein zum deutschen Aufrüstungsverhalten so meint. Nämlich dieses hier: „Natürlich ist entscheidend, dass nicht Hasardeure im Amt sind und Deutschland verantwortungslos in kriegerische Konflikte führen. Und darüber kann man sich hin und wieder natürlich streiten. Aber ich sehe das momentan nicht der Fall.“ – Da ich mir vor eben jenen Jahren fest vorgenommen hatte, zur JF nichts mehr zu sagen, belasse ich es bei dem Zitat.

26. Mai 2025

Alles, was man von der Ostfront angeliefert bekommt, verdient das Fragezeichen des Unbestätigten. Das liegt nicht zum wenigsten daran, dass sich viele im Brustton der Überzeugung äußern, die auf den tatsächlichen Fortgang keinen Einfluss haben. Mir erscheint es trotz größter Skepsis so, dass die Russen jetzt in einer Art und Weise Ernst machen, die keinen Zweifel mehr zulässt, dass sie allein die Initiative innehaben. Ich folgere, dass es nur der Mann im Kreml sein wird, der über das Kriegsende bestimmt.

Ostfront (2): Von den Staatslenkern hören wir in den Ansagen von Putin eine ungewohnte Härte, aus den USA (Trump und Vance) Töne der Drohung, vor allem in Richtung Europa, und vom Quarteto fantástico (Macron, Starmer, Tusk und Fritz der Kanzler) Ansagen aus Absurdistan, denn sie wollen den bösen Putin zum Waffenstillstand zwingen, um eigene Truppen ins Land schicken.

Ostfront (3): Der russische Vormarsch am gesamten Frontbogen hat sich seit Mitte Mai deutlich beschleunigt. Es sind jetzt mehrere Kilometer am Tag im Schnitt.

Ostfront (4): Am jetzt vergangenen Wochenende hat es den größten Raketen- und Drohnenangriff gegen Ziele in der Ukraine gegeben. Über die Auswirkungen lässt sich wie üblich nichts Verlässlichen feststellen.

Ostfront (5): Nachdem sich Fritz der Kanzler laut Bild in der vergangenen Woche telefonische Ohrfeigen von Trump eingehandelt hat, droht Merz jetzt, nachdem sich US-Investoren für die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream starkmachen, mit dem endgültigen Aus für die Röhren. Fragt sich der Laie: Lebt der Mann hinter dem Mond, oder welche spezielle Sorte von US-Interessen vertritt er hier in diesem Fall? Und was, um Himmels Willen, denkt sich sein bisheriger Spannmann Kretschmer aus Dresden, der plötzlich über eine Wiederinbetriebnahme mit dem Russen reden will? Peilt er bereits das Morgen nach Merz an? Auch fiel mir auf, dass Sachsen bislang nicht an der Ostsee liegt. 

Ostfront (6): Der Angriff aus dem Orient auf das eigene Land hat mit dem Russen bislang nichts zu tun. Das Desaster haben wir dank der Führerin und ihrer Nachfolger selbst eingefädelt. Die Zahl der Messertoten steigt.

25. Mai 2025

Wasche mit der Hand eine weiße Schale mit hellblauem Meeresgetier-Dekor ab, auf der ich den Gästen geräucherte Forelle angeboten hatte. Hierbei geht mir durch den Kopf, dass ich sie bei einem Wiener Porzellan-Händler entdeckt hatte. Der wollte sie mir nur mit sichtlichem Widerwillen verkaufen, da sie zu einem umfangreichen 94-teiligen Ensemble in ebenjener Aufmachung gehörte, dass er zum Abverkauf ausgezeichnet hatte. Ich sah sein Zögern und bot ihm an, die Schale zurückzunehmen, damit er das Service in toto verkaufen könne. Da traf mich dieser tausendjährige habsburgische Blick, eine Mischung aus Mitleid und Herablassung, wie man ihn nur in Wien antreffen kann.

Des Morgens (2): Lese in wenig schmeichelhafter Absicht die ersten 30, 40 Seiten aus dem Bildnis des Florian Gray, in einer schmucken Gesamtausgabe von Oscar Wilde, die zu kürzlich zum Geschenk erhielt. Eine derartige dichte Sammlung von Zynismen findet man nur selten: Natürlich-sein ist bloß Pose, und die irritierendste, die ich kenne. | Meine Frau bringt ihre Rendezvous nie durcheinander, ich immer. | Ja, sie ist in allem ein Pfau, bis auf die Schönheit. | Ganz vergessen, was er so tut – fürchte, er tut gar nichts – ach doch, spielt Klavier. | Ich habe volles Verständnis für die Wut des englischen Volkes auf das, was man dort die Laster der Oberschicht nennt. Die breite Masse meint, dass Trunksucht, Dummheit und Unmoral eigentlich ihre Domäne ist, und jeder, der sich zum Esel macht, in ihrem Revier wildert. | Soviel davon. Auf mich hinterlässt die Lektüre einen merkwürdigen Eindruck. Mein Interesse an der Handlung tritt völlig hinter dem Vergnügen an den Reiz-Sentenzen zurück, doch mein Interesse am Mehr weicht allzubald dem Genug und Zuviel.

21. Mai 2025

Trump ist mit Erfolg beschäftigt. Er hatte das Symbol für den Golden Dome, das Raketenabwehrsystem für den nordamerikanischen Subkontinent auszuwählen. Sicher ein befriedigenderer Moment als das zweistündige Telefonat mit dem bösen Wlad.

Erfolgreich (2) ist der Inhaber einer Werkstatt am Stadtrand von Gera, der gelbe VW-Transporter (Diesel) der Deutschen Post für den Weiterverkauf aufmöbelt. Auf seinem Hof stehen ungezählte Ersatzteilspender derselben Herkunft. Ich frage ihn, wo plötzlich die vielen Autos herkommen. Er: Die Post rüstet auf E um. Ich: Ich denke, die haben ihren Eigenversuch gerade wg. Unbrauchbarkeit aufgegeben. Er: Stimmt, aber die rüsten jetzt auf Mercedes um. Ich: Und Sie? Rüsten Sie auch auf E um? Er: Wozu? Ich gehe in 10 Jahren in Rente.

Erfolgreich (3): Als ich sein Kontor betrete, liegt da die ungeöffnete Bild auf dem Schreibtisch. Mir geht durch den Kopf, dass C. mich vor einigen Tagen fragte, ob ich ihr einen von deren Lesern zeigen könne. Ich hatte verneint, jetzt kenne ich einen.

18. Mai 2025

Vom Kriege: Die bilateralen Verhandlungen Ukr-Rus wurden Freitag nach anderthalb Stunden mit einem Gefangenenaustausch-Deal beendet (1000 zu 1000). Und sonst? Und nichts. Das West-Konzept – erst Waffenstillstand, dann verhandeln – ist nicht aufgegangen. Es überhaupt zu versuchen, erwies sich nach Minuten als weltfremd, denn die Russen unter Wladimir Mendinskij sagten schlicht Njet – erst anerkennen des Gebietsverlusts, dann weiterverhandeln.

Vom Kriege (2): Zum Abschied des Treffens, dessen Konferenzsprache russisch war, sagten die Russen: Beim nächsten Mal wird es nicht mehr um vier, sondern um acht (?neun) Provinzen gehen. Die in der US-Presse veröffentlichten Kartenskizzen zeigen an, worauf es angeblich hinauslaufen soll: Die zusätzliche Inkorporierung der Oblaste (von Nordost nach Südwest) Charkow (und ?Sumy), Dnjepropetrowsk, Nikolajew und Odessa.

Vom Kriege (3): An drei neuen Stellen des Frontbogens hat der Russe großräumige Kesselschlachten in Vorbereitung.

Vom Kriege (4): Derweil sich übt der Freistaat Bayern (oder ist das der Bund?) in der Kriegführung gegen die deutsche Bevölkerung. Ausreiseverbot von 8 Identitären. Selbstredend abgenickt von der weiß-blauen Justiz.

17. Mai 2025

In Potsdam tritt die Innenministerin zurück, weil sie den Verfassungsschutzchef (CDU) feuerte, weil der, wie es so schön heißt, die AfD im Alleingang hochstufte. Versteht das einer? Bei dem ganzen Gequatsche der letzten Tage über das, was der Politmediale Komplex „die Einstufung“ nennt, fiel mir auf, dass niemand die Frage diskutiert, ob der Verfassungsschutz das überhaut darf. Anders gefragt: Wo ist die einschlägige gesetzliche Befugnis? Hier die Antwort: Nirgends.

Entlassung (2): Dieser Leserbrief fiel mit heute Morgen bei Tichy auf: „Und wieder sind es Zeitungen aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrink, die sich als Kampagnenreiter beteiligen. Ich habe seit den Ereignissen der vergangenen Woche mein Abonnement des Spektrum der Wissenschaften gekündigt.“Nur selten ist es eine längere Geschichte wert, hier festgehalten zu werden, diese aus den Leserbriefen der Zellerzeitung ist eine solche Ausnahme: Oetker teilt mir zu seinem Produkt „Lieblingsfruchtaufstrich“ mit: „Mit dem Fruchtaufstrich können abwechslungsreiche Genussmomente für das Frühstück mit der persönlichen Lieblingsfrucht zubereitet werden.“ – Wieso muss ich das von Oetker lesen, wieso sagt mir meine Freundin nicht mal so etwas wunderbares? Wieso erlebe ich an unserem Frühstückstisch nie abwechslungsreiche Genussmomente, geschweige denn mit meinen persönlichen Lieblingsfrüchten? Was mache ich falsch, abgesehen davon, dass ich keine Fruchtaufstriche mag, besonders nicht morgens. Abwechslungsreiche Genussmomente müssten aber doch auch mit Leberwurstbrötchen möglich sein, aber davon kann ich hier nur träumen.

16. Mai 2025

In der Türkei war gestern von Verhandlungen keine Spur. Die diversen Exponenten trafen sich mit ihresgleichen an unterschiedlichen Orten. So der deutsche Außenminister mit dem ukrainischen. Hinterher bemerkte das AA offiziell, der russische Stuhl sei leer geblieben. Das dazu gepostete Bild zeigt vier Mann auf vier Stühlen. Bleibt die Frage: Spukt der Geist der Annalena weiterhin am Werderschen Markt?

Verhandlungen (2): Nach wie vor ist unklar: wer und wer mit wem, nur die russische Delegation steht fest. Sie wird von Mendinskij geleitet, das ist derselbe wie vor drei Jahren. Dass er mit Vollmacht von Putin handelt, halte ich für sicher.

Verhandlungen (3): Heute soll wirklich verhandelt werden und zwar trilateral. Ich kann es gar nicht glauben.

Derweil: Der russische Vormarsch geht weiter, Meter um Meter. Es sieht so aus, als wollten sie den Dnjepr an der Mündung überschreiten. Blick auf die Karte: dann heißt das Ziel Odessa. Kann aber auch ein Ablenkungsmanöver sein. Woher will ich das wissen?

15. Mai 2025

Es sieht so aus, als solle heute Bewegung in den Ukraine-Konflikt kommen. Die Hauptkriegsparteien wollen sich in der Türkei treffen. Ob sich Trump dazugesellen wird, der sich ohnedies in Nahost befindet, ist noch offen. Bleibt die Erinnerung daran, dass die Ukraine dies alles – nur zu wesentlich besseren Bedingungen – auch schon im März/April 2022 hätte haben können. Selenskyj widerrief seinerzeit die bereits ratifizierten Absprachen, nachdem der britische Premier Boris Johnson in Kiew interveniert hatte, was er jedoch später bestritt. Selenskyj berief sich sodann für sein Njet auf das Butscha-Massaker von Anfang April 2022, das man den Russen anlastete, was aber in Wirklichkeit eine Mordserie ukrainischer Legionäre in Zusammenarbeit mit britischen Nachrichtenfabrikanten war. Nur nebenbei: Die Mörder stehen derzeit in der Tschechei vor Gericht, die beteiligten Briten blieben bis heute ungeschoren.

Ostfront (2): Der Generalbundesanwalt hat 3 Ukrainer festnehmen lassen, denen vorgeworfen wird, prorussische Sabotage von Deutschland aus in der Ukraine geplant zu haben. Wundert sich wer darüber? Ich nicht.

Ostfront (3): Die neue Bundesregierung will ihre Waffen-Lieferungen an die Ukraine nur noch heimlich vornehmen. Das hat einen Hauch von Kindergarten: Ich halte mir die Augen zu. Vielleicht sollte man klarer formulieren: ein Fall von Heuchelei.

14. Mai 2025

Deutschland bleibt Einwanderungsland, sagt Fritz der Kanzler. Noch Fragen?

12. Mai 2025

Da trafen sich am Wochenende in Kiew die Herren Starmer (GB), Macron (F), Tusk (PL) und Fritze der Kanzler mit dem angeblichen Waffenbruder Wolodymyr. Die Bilder, die hierzu das Internet aus wenig vertrauenswürdigen Quellen liefert, signalisieren, dass die Herren Spaß miteinander hatten. Ist klar, denn beim Thema Krieg gibt’s immer was zu lachen. Die Bilder ließen den Verdacht aufkommen, D, F und GB hätten miteinander gekokst. Das mag man – vor allem bei Fritze – bezweifeln, dem ich bestenfalls als Ersatz für den Doornkaat einen Polski Wodka zutraue. Aber warum Selenskyj seine Hose beim Gespräch verkehrt rum anhatte, lässt sich kaum rational begründen. Es wäre überdies kaum so sehr aufgefallen, wenn der Hosenschlitz nicht offen gestanden hätte.
Polen/Frankreich (2): Was die Herren Tusk und Macron tags zuvor als strategische Achse zwischen ihren Ländern vereinbart haben, hätte ich – inclusive der Motive – gern etwas genauer gewusst, zumal unser Land genau dazwischen liegt. Ob Fritze gestern nachgehakt hat? Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.

11. Mai 2025
Wortspielerei auf der Einschlafschwelle: Mit dem Wort Tracht ist es eine merkwürdige Sache. Ohne Zusätze, dann allerdings meist im Plural gebraucht, denkt man sogleich an Tirolerhüte, Sepplhosen und pralle Damen, den Oberbau mühsam in ein viereckiges Schaufenster gepresst. In Verbindung mit Prügel sieht die Sache ganz anders aus, bleibt aber volkstümlich, jenseits der Brandmauer korrekten Tuns. 
Tracht (2): Als zusammengesetztes Hauptwort mit Ein begegnet sie uns schließlich bei einem deutsch-türkischen Fußballverein im Hessischen, während, mit Zwie oder Nieder kombiniert, Wörter entstehen, die leider dem Sprachgebrauch entronnen sind. Das verwundert in unserm grünen Zeitalter vor allem bei Zwie, die bekanntlich gesät wird.
Die vorgestrige Siegesparade als Aufzeichnung teilweise (nein, nicht die vollen 14 Stunden) angesehen. Dem alten Soldaten fiel auf, dass der Russe seinen Paradeschritt geändert hat. Das putzige Nachvornwerfen der Beine ist einem flotten Schritt gewichen. Zahlreich sind die Marschformationen aus fremden Staaten. Derer Chefs grüßen von der Ehrentribüne.
Sieg (2): Der Chef schreitet die angetretenen Führer der Marschkolonnen hernach ab. Entgegennahme der Meldung, Handschlag, nächster. Nur bei zweien, die ich als Luftladeleute bzw. Marineinfanterie identifiziere, beide mit dem Stern Held Russlands links oben an der Brust, verharrt er einen Moment länger und braucht beide Hände.
Sieg (3): Neben Historischem, wobei mich die verkleideten NKWD-Truppen etwas wundern, ist die jüngste Militärtechnik auf dem Platz. Darunter die Kolosse der Oreschnik-Selbstfahrlafetten.
Sieg (4): Es fällt die Vielzahl der Staatshäupter (etwa 30, falls ich mich nicht verzählt habe) bei der Ehrung des unbekannten Soldaten auf, darunter einer aus der EU/Nato, der Chef aus der Slowakei Fico.
Sieg (5): Später wird Fico noch einmal im Tête à tête mit dem Kremlchef im Gespräch in einem der zaristischen Prunkräume gezeigt. Putin lächelt bei seinem Statement. Ich weiß warum. Im übrigen: Die Ähnlichkeit der beiden Flaggen ist verblüffend. Oder soll man sie als bezeichnend bezeichnen?

9. Mai 2025
Der polnische Donald empfing unsern Fritze nicht so freundlich wie der kleine Mann in Paris. Er wies auf die Gültigkeit des Schengen-Vertrags hin, der den freien Reiseverkehr im Binnengebiet garantiere. Tja, wer mit den Polen spricht, muss gewärtig sein, dass sie immer ein gerade passendes Papier aus der Tasche ziehen.
Kürzlich erst, nachdem ich den etwas verstaubten Gustav Freytag als Lektüre entdeckt hatte, bemerkte ich, dass auch dieser Mann nicht nur Ärger mit den Polen, sondern auch mit den innerdeutschen Grenzen hatte, so dass er sich, um Preußens Staatsanwälten zu entgehen, im Großherzogtum Sachsen-Gotha-Eisenach einbürgern ließ, als Vorlesekraft von Durchlaucht mit dem pompösen Titel Hofrat.
In England und anderswo beging man gestern den VE Day. Ich finde, es wird Zeit, dass wir den Sedans-Tag aus der Klamottenkiste der deutschen Geschichte holen.
England (2): Es muss immer noch ungezählte Jane Austen-Fans geben. Ich kenne allerdings nur einen einzigen, mich.

8. Mai 2025Kaum gekürt, reist Fritze nach Paris, um sich dort mit dem kleinen Mann abzuküssen. Die Begleitpresse verlautbarte, dass zwischen beide kein Blatt gepasst habe. So mögen beide in ihrer Kuscheligkeit vergessen machen, dass hinter der Bretagne der Atlantik liegt und dahinter das Land des Kolonialherrn. Von dort kommen aus dem Mund von Vize Vance erneut bedrohliche Bemerkungen. Zwar säße man kulturell in ziemlich demselben Boot, doch die Europäer, meinte er gestern im Willard Hotel in Washington auf einer Good Will Veranstaltung der Bertelsmänner (Münchener Sicherheitskonferenz), müssten endlich für ihre Sicherheit selbst aufkommen. Amerika habe andere, vor allem innenpolitische Interessen. Im übrigen sei man bestrebt, den Ukraine-Krieg zu beenden. (Weil der die amerikanischen Interessen beschädige, das fügte er nicht hinzu).

Dieselbe Kultur oder so (2): Beim Rewe in Apolda entdecke ich zweierlei Fleischwaren. Auf den Verpackungen steht entweder Formfleisch oder Naturfleisch. Letzteres stammt aus Oberweißbach, das mir vor Jahren wg. einer putzigen Bergbahn auffiel – und natürlich wg. seiner freundlichen Rinder im Freien.

7. Mai 2025
Fremde Federn: Fritz Merz, die zweite Wahl (Stephan Paetow).
Fremde Federn (2): Endlich keine Unklarheiten mehr: Black Rock ist Kanzler (Leserbrief in der Zellerzeitung).
Und daselbst: Wer Gulaschsuppe nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in den Verkehr bringt, wird mit Kartoffelsalat nicht unter drei Portionen bestraft. – Ich finde, das musste hier festgehalten werden, denn ich habe bereits morgens um sechs darüber gelacht.

6. Mai 2025Fragt einer nach, ob ich mit meinen öffentlichen Äußerungen ebenso wie die Blogger Vera Lengsfeld und Hadmut Danisch von den Amateur-Juristen im Bundesamt für Verfassungsschutz als Beleg für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD bemüht werde (pardon: die gesicherte Verfassungsfeindlichkeit)? Muss leider antworten, dass mir die Zeit und die Lust fehlen, mich mit dem angeblich geheimen, jedoch ganz offenen Blödsinn zu befassen. Stelle mir aber vor, dass gelungen sein wird, tolles Werbematerial für die Blauen zusammenzuschreiben. Nur zu Jungs, macht es jetzt auch offiziell öffentlich, nicht nur heimlich über eine linksgestrickte Plattform.

Gesichert rechtsextrem (2): Bei nochmaligem Durchdenken dieses wüsten Angriffs auf die freiheitliche Grundordnung geht mir durch den Kopf, dass hier das Drehbuch verfasst wurde, was nach den Zensurgesetzen in Kürze verboten werden wird. Denn merke: Wenn ein AfD-Mann ein Verfassungsfeind ist, weil er ein freies Medium zitiert, so ist es erst recht der originäre Verursacher. Da wird noch manch einer sein gesichert blaues Wunder erleben.

5. Mai 2025
Im fernen Washington DC entlässt der Don seinen kriegsbegeisterten Sicherheitsberater Waltz, weil der eine Art TikTok-Chat-Gruppe mit anderen Spitzenfunktionären und deren Familienmitgliedern sowie Presseleuten, die dann alles ausplauderten, errichtet hatte. Diese Idee offenbart einen Grad an Infantilität, die erstaunen lässt. Auch der Chef kommt nicht gut weg, weil er solche Amateure an Bord holte.
DC (2): Waltz wird als UN-Botschafter nach New York abgeschoben. Trump mag sich an den Sicherheitsberater aus seiner ersten Amtszeit, Bolton , erinnert haben, den er Knall auf Fall entließ, weil er andauernd, auch öffentlich, zum Krieg gegen den Iran, aufforderte. Bolton rächte sich seinerzeit prompt, indem er ein Memoiren-Buch herausbrachte: The Room Where it Happened. Es landete bald nach der Wahl von November 2020 auf dem Ramsch und dann bei mir.
DC (3): Marco Rubio twittert vor sich hin, dass die Überwachung der Opposition in D – gemeint ist die AfD – Tyrannei in Verkleidung sei. Deutschland möge sich besinnen. Das Annalena-Amt (AA) twittert zurück: so sei das eben in einer Demokratie. Soso. Nehme an, dass die Drohung nicht begriffen wurde. Beim in Kürze stattfindenden Nato-Gipfel wird man den deutschen Möchtegern-Helden in nicht missdeutbarer Form mitteilen, dass beim Taurus-Angriff auf Russland und der zu erwartenden russischen Antwort mit der Beistands-Garantie des Art. 5 Nato-Vertrag aus amerikanischer Warte nicht gerechnet werden kann. Merke: eine Diktatur verletzt die gemeinsamen (amerikanischen) Werte, die die Grundlage des Vertrages waren. Oder in der heute angemessenen einfachen Sprache der Annalenen: Ene-mene-muh und raus bist du.

3. Mai 2025
Das weibliche Trio antifascistico hat gestern öffentlich gemacht, dass die Blaue Partei rundherum gesichert rechtsextrem sei. Warum das so sei, hält man geheim. So ist es recht, denn der Bürger soll nicht damit belästigt werden, was die gesichert verfassungsfeindlich handelnden Funktionäre über ihn, den Souverän, und seine Wahlentscheidungen denken.
Gesichert (2): Die charmante Nanzy F. hat uns also kurz vor ihrem Abtritt ein Abschiedsgeschenk hinterlassen, und die beiden aus meiner Sicht gesichert verfassungswidrig handelnden Vizepräsidentinnen haben es auf ihrem Wettlauf zur Amtsspitze bis in die amerikanischen Nachrichten geschafft.
Gesichert (3): Das Duo an der Parteispitze erklärt, dass man den Rechtsweg beschreiten werde. Das wird ein kurzer Weg werden. Er endet in Karlsruhe, Nachdem man dort erst kürzlich auf den Primat der Volkssouveränität (Art. 20 Abs. 1 GG) keinen Gedanken verschwendet hat, wird man das Widerstandsrecht (Art. 20 Abs. 4 GG) gar nicht erst in Erwägung ziehen. Und das mit gutem Grund, der sich nicht aus dem Grundgesetz, sondern aus dem deutschen Volkscharakter ergibt.

1. Mai 2025
„SPD-Basis sagt zu 84,9 Prozent Ja zur Neuauflage von Schwarz-Rot“ melden die Gazetten. Wo steckt bloß der Fehler, wenn sich nicht mal 50 Prozent der Mitglieder beteiligt haben? Diejenigen, die sich der Befragung entzogen haben, müssen heute zur Strafe demonstrieren oder so.
SPD-Genossen (2): Nanzy F. hasst nicht die Meinungsfreiheit, hat die Justiz in Bamberg festgestellt. Wer das anders sieht – und sei es im Scherz –, muss in den Knast, denn merke: Das Witzereißen gehört nicht zur Meinungsfreiheit, es sei denn, man nennt die AfD-Vorsitzerin eine Nazi-Schlampe, denn das ist wirklich ein Witz, wenn auch ein schlechter.

30. April 2025
Nachtrag zum montäglichen Stromausfall: Keiner will’s gewesen sein. Vielleicht erfahren wir ja schon morgen, dass die ganze Chose überhaupt nicht stattgefunden hat, sondern nur ein Gerücht der üblichen Verdächtigen ist. Stutzig gemacht hat mich allerdings die Meldung in Spanien, dass man dortzulande unter der milden Herrschaft der EU seit Jahren aus Gründen dessen, was man Naturschutz nennt, die Stauseen abgebaut (Neusprech: renaturiert) habe. Wer so handelt, begeht dreifache Sabotage an der eigenen Bevölkerung: Wasser, Strom, Hochwasserschutz zugunsten der vierfach geringelten Sierra-Nevada-Blindschleiche.
Nachtrag (2): Finde im Internet ein russisches Drohnen-Video, in dem die Drohnenschutz-Netze über den Versorgungsstraßen der Ukraine – ich schrieb erst kürzlich darüber im Ukraine-Update https://www.helmut-roewer.de/we_demo_2/news/1042.php – zu sehen sind.

29. April 2025
Der Ukraine-Konflikt wird zu einer blutigen Schachpartie zwischen Trump und Putin. Vorgestern beim Papstbegräbnis gibt der US-Präsident dem kleinen Mann aus Kiew im Petersdom in aller Öffentlichkeit eine Privataudienz, an dessen Ende er erklärt, die Gebietsabtretungen an Russland seien nunmehr in Stein gemeißelt. Den kleinen Mann aus Paris, der sich in das tête-à-tête hineindrängen wollte, schickte er in eben dieser Öffentlichkeit mit einer demütigenden Geste weg. Als aus Moskau, wie gewohnt, keine sofortige Zustimmung kam, wurde er (in gemäßigter Form) ausfallend.

Schach (2): Am gestrigen Montag hat der Mann aus Moskau den nächsten Zug getan: Er verkündete ab dem 8. Mai eine dreitägige Feuerpause. Da kann er seine große Parade zum Sieg im Großen Vaterländischen Krieg abhalten. Sicher werden wir wieder jede Menge Soldaten mit dem goldenen Stern Held Russlands aus dem jetzigen Krieg vorgeführt bekommen. Hält Selenskyj die Feuerpause nicht ein, wird der Donald umgehend Post aus Moskau erhalten.
Blackout: Der totale Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel und in Teilen Frankreichs ist eine unmittelbare Folge von zuviel Sonne in den Netzen. Jetzt beeilen sich die Mainstreamer, immer neue Lügen zu erfinden, wie es dazu kommen konnte, Die Wahrheit ist für die Energiewender eine Nummer zu schrecklich. – Deutschland ist zur selben Zeit nur mit Mühe an dem Totalausfall vorbeigeschrammt.
Aus den nächtlichen Leserbriefen der Zellerzeitung (so fängt der Morgen bei völliger Windstille wenigstens mit einem Grinsen an): a) Hoffentlich erfahre ich nie, wer Kanzler wird. b) Früher war nur der Bossanova schuld, heute ist’s der böse Putin, und wenn’s ganz dick kommt der Trump. c) Südafrika will im Rahmen der Entwicklungshilfe Stromausfallexperten schicken. d) China will Batterien schicken. e) Es war die russische Putzfrau, die ihr doof phone laden wollte und den Stecker aus der Windmühle zog.

28. April 2025Planungsfehler bestätigt: Am Wochenende erlitt die schöne Frau als Parteichefin hier im Ländchen eine bittere Niederlage, als sich ihre Konkurrentin Katja W. als Obfrau deutlich durchsetzte. Es war ein Sieg der Volksfront und das Ende des BSW. Mainstream wird nun dafür sorgen, dass das naheliegende Nachzählen der Bundestagswahl-Stimmen in möglichst weite Ferne verschoben wird oder, besser noch: gar nicht stattfindet. Wozu schließlich haben wir das Verfassungsgericht?
Verfassungsgericht (2): Hier in Schilda urteilte das hiesige zum Wochenende, dass es nicht in die Besetzung des Kontrollgremiums für den Verfassungsschutz eingreifen könne, weil das die Abgeordnetenrechte verletze. Diese hatten nämlich mit Mehrheit beschlossen, dass entgegen dem ausdrücklichen Gesetzeswortlaut, die Oppositionspartei AfD im Ausschuss nicht vertreten sein dürfe. Die originell geführte Behörde wird jetzt so kontrolliert: 1 x CDU, 2 x BSW, 1 x Linke. Besser kann man gar nicht klarstellen, wo und wofür die Christunion steht. – Ein bunter Strauß von Rechts- und Verfassungsbrüchen. Langsam kehrt Normalität ein.

26. April 2025
Während Trump verärgert seine Friedensappelle fortsetzt, unternehmen die russischen Streitkräfte gestern einen schweren Luftangriff auf Kiew. Dessen Bürgermeister Vitali Klitschko meldet sich zu Wort, dass die Zurückweisung der von Trump geforderten Sezession der Ostukraine ein Fehler sei, Selenskyj habe zumindest auf eine zeitliche Abtretung eingehen müssen. – Da versucht einer sich abzusetzen.
Ostfront (2): Ebenfalls gestern wird der stellvertretende Chef der Operationsabteilung der russischen Armee, Generalleutnant Jaroslaw Moskalik, bei einem Autoanschlag getötet.
Palastrevolte: WEF-Schwab, der böse Geist von Davos, wurde von den eigenen Leuten abgeschossen. Jetzt hängen sie ihm auch noch zur Sicherheit ein Verfahren wg. Veruntreuung von Organisationsgeldern an. Nein, Mitleid habe ich keines, doch wird man sehen, wie‘s der Nachfolger treibt, Nestlé übernehmen Sie. Tja, so ein Milliardär hat’s schwer.

24. April 2025
Selenskyj sagt, er werde die Abspaltung der Krim an Russland niemals anerkennen. Könnte sein, dass er diesmal die Wahrheit sagt. – Trump sagt dazu, der Mann würde zündeln. So kann man es auch sagen, um den unmittelbar bevorstehenden Ausstieg zu begründen. Der Don hat begriffen, dass er sich mit Russland einigen muss, um die aktuell drohenden Verluste zu minimieren. Allerdings muss bei ihm bedacht werden, dass nicht feststeht, wie lange seine Einsichten anhalten.

23. April 2025
Statt eigener Gedanken 2 Werke frisch aus dem Fundbüro. Ersteres wie so oft leider anonym. Bei Nummer zwo ist der Verfasser bekannt: Bernd Zeller (Abdruckgenehmigung wurde erbeten).

Doch noch ein eigener Gedanke (um 8 Uhr morgens): 95 Prozent aller Texte, die ich lese, sind Aufreger darüber, was andere Leute so von sich gegeben haben. – Bleibt die Frage, ob das hier, was ich eben abgesondert habe, zu den 95 Prozent gehört?

22. April 20253 Tage Auferstehungsgeblubber in den Medien. Stattdessen in der Realität: Papst tot. Kirchen sicher auch bald tot, jedenfalls in D. Die einschlägige Kritik von Julia Klöckner (CDU-Bundestags-Vorsitzerin) an denselben stößt auf das Wutgeheut der professionellen Heuchler. Jetzt kann sie ihre Tage zählen, denn dieselben sind gezählt.

21. April 2025
Die gestrige russische Waffenruhe hat nach Angaben von Selenskyj (auf X) nicht mal bis 17 Uhr gehalten. Das ist derselbe Mann, der von Anfang an dagegen war, weil sie seiner 30 Tage-Forderung nicht entsprach.
Ostern (2): Die Marschierer verschwanden, als die Knete aus dem Osten ausblieb. Jetzt, 35 Jahre danach, sind sie wieder da, um dagegen zu protestieren.

20. April 2025
Einige Medien orakeln, dass Putin für das heutige Osterfest eine Waffenruhe angeordnet habe. Der Tag wird zeigen, ob es dazu kommt. Den Deutschen hingegen hat er angedroht, ihnen den Krieg zu erklären, wenn sie veranlassen, dass Russland mit Taurus-Marschflugkörpern beschossen wird. Die Kriegsriege der CDU ist größenwahnsinnig genug, dies zu ignorieren.
Ostfront (2): Derweil schreiten die Kriegsbeendigungsverhandlungen zwischen den Sondergesandten der USA (Steve Witkoff) und Russlands (Kirill Dmitrjew) fort, während die Schieflage zwischen Kiew und Washington ebenfalls zunimmt, wie der US-Außenminister betont, derweil Selenskyj den in Kiew geborenen Dmitrjew als Verräter bezeichnet.

19. April 2025
Die Direktorin der US-Sicherheitsbehörden (DNI), Tulsi Gabbard, hat heute Nacht den geheimen Plan der Biden-Regierung zur Bekämpfung der steigenden Gefahr des heimischen Terrorismus – Strategic Implementation Plan (SIP) – offengelegt. Seine Notwendigkeit wurde von den Verfassern mit den Tumulten um und im Kongressgebäude am 6. Januar 2021 begründet und enthielt ein Vier-Säulen-Konzept zur Abwehr ausländischer und anderer nicht-nationaler Desinformation (als Beispiel wird die russische Präsenz im Internet genannt), der engen Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden und Technik-Giganten, um die Bevölkerung vor fremder Einflussnahme und Desinformation zu schützen (als Beispiel wird die Unterminierung der Bekämpfung der Covid-Seuche genannt), und die Überwachung der Bevölkerung durch Zugriffe auf deren Finanz-Transaktionen. Wenn man die Aktionen der Biden-Regierung einmal Revue passieren lässt, etwa bei der Eliminierung des wieder-antretenden Donald Trump, wird deutlich, wie weit es die Clique rund um die Democrats mit der Anwendung des Orwell-Sprechs bereits getrieben hatte.
Übern Teich (2): Die kleine Blonde aus Bella Italia hatte vorgestern einen spektakulären Auftritt im Oval Office. Als es um solche Nebensächlichkeiten wie Europa, Zölle, Krieg und Rolle der USA ging, überschüttete sie die Presse und den neben ihr sitzenden Trump aus der hohlen Hand mit einer Suada in Italienisch, dass das ganze Auditorium verblüfft schwieg und hernach applaudierte. Trump war Profi genug, um die Sache wieder zu verlangsamen, indem er vor weiteren Fragen und Antworten verlangte, dass die Sache ihm erst einmal in Ruhe übersetzt werde. Meloni nutze die Gelegenheit, um die Dolmetscherin hie und da, ganz wie es ihr gefiel, zu korrigieren. Tags drauf (gestern) empfing sie Vize Vance in Rom. Interessant ist, dass sich die Führung der EU nach Rom verschiebt – jedenfalls was die Achse nach Washington betrifft, und da geht es im Moment ums Eingemachte.

17. April 2025
In den US-Medien, allen voran im Wall Street Journal, gewinnen einige Erkenntnisse über den Ukraine-Krieg an Raum, über die ich vor Monaten berichtet habe: Überraschende Angriffe von russischen Kleinst-Gruppen auf Motocross-Maschinen bzw. E-Bikes. Diese locken die Verteidiger aus ihren verborgenen Stellungen, auf die prompt Drohnen-Angriffe erfolgen und anschließend vorrückende kleine Panzereinheiten mit aufgesessener Infanterie. Auch in diesem Falle verblüfft die auf den Kampfvideos zu beobachtende Leere des Gefechtsfeldes.
Ostfront (2): Die amerikanische Behauptung, die russische Armee habe sich sichtlich demokratisiert, ist purer Unsinn. In Wirklichkeit hat die Auftragstaktik von Scharnhorst selig Einzug gehalten, wonach zur Erreichung eines Zieles die Kommandogewalt so weit wie möglich nach unten delegiert wird. Das setzt für den Erfolg bei der jetzigen russischen Kleinstgruppentaktik gut geschulte, robuste Unterführer und Soldaten mit einer hohen Kampfmoral voraus. Die gibt es offensichtlich.
Ostfront (3): Nach wie vor straff auf Krieg gestimmt, ist das jüngst Heft von Foreign Affairs, wo eine ukrainische Journalistin die Kriegserfolge aufzählen darf, u.a. das stete Wirtschaftswachstum des Landes, das weit über dem des Wertewestens liegt. Man staunt, wenn man’s liest.

16. April 2025
Mit einem Bekloppten zu diskutieren, ist ähnlich sinnvoll, wie mit seinem Wäscheschrank die Nationalhymne einzuüben. Doch halt, man tut dem Wäscheschrank unrecht, er hat niemals die Oberstimme singen wollen. Warum mir das beim Aufwachen durch den Kopf ging, weiß ich auch nicht, denn eingeschlafen war ich bei den ermüdenden Meldungen über das Gezänk des noch nicht einmal in Dienst getretenen Bundeskabinetts.
Bundekabinett (2): Manche arbeiten sich daran ab, dass der Berufsjugendliche, der den General der Union gibt, seit gestern nicht in die Regierung will, obwohl er, wie die Fachleute zu berichten wissen, gesetzt sei (was immer das sei). Ich nehme an, er will nicht in Kürze zu den Merz-Gefallenen gehören.

15. April 2025
36 Tote nach einem russischen Raketenangriff auf Sumy. Jetzt muss auch dem letzten Illusionisten auffallen, dass die Russen sich keinen Waffenstillstand diktieren lassen.
Ostfront (2): Fritze M. kennt ein Gegenmittel: Taurusse auf Russland – sofort. Weiß er wovon er spricht? Auch Pistorius, der beliebteste Politiker zwischen hier und Neufundland, kennt ein Mittel: Wehrpflicht sofort und zwar mit Freiwilligen. Er befindet sich bereits im Wiederholungsmodus der Begriffsverwirrung, was die Sache nicht besser macht.
Ostfront (3): Via Amerika erreichen uns ukrainische Bewertungen über die Kriegstauglichkeit deutscher Waffen. Die Panzerhaubitze 2000 zu groß, zu geringe Schussfolge, baldiger Rohrverschleiß, Leo 2A6 zu kompliziert, mit Bordmitteln nicht instand zu halten; Leo 1A5 zu geringe Panzerung, nur als Fernartillerie zu benutzen; bei beiden Raketenwerfern Munition zu teuer, Bedienung zu kompliziert, MAN-Fahrgestelle veraltet und im Frontbereich nicht mehr reparierbar. Nur der Marder kommt besser weg, merke: der wurde in die Truppe eingeführt, als ich vor über 50 Jahren noch ein Soldat war. Wie auch immer: Stiftung Warentest im US-Auftrag?
Ostfront (4): Von den Erdkämpfen nichts Neues, die Russen schieben sich Meter um Meter in Richtung Dnjepr vor. Eine prägnante Offensivabsicht ist nicht zu erkennen.

10. April 2025
Da haben sich die Koalitionäre gestern, wie man liest, auf ihr Regierungsprogramm geeinigt. Was da drinsteht? Es ist gleichgültig, denn es geht in Wirklichkeit um die Besetzung von Posten mit Leuten, die eine Karikatur auf das vom Grundgesetz postulierte Gebot von Eignung und Leistung sind.
Koalition (2): Die größten Dummheiten zum Ereignis stammen aus den Postillen des sog. alternativen Lagers, wo das Ergebnis so zusammengefasst wird, als habe sich die CDU von den Sozen über den Tisch ziehen lassen. Das ist entweder Ausdruck von Naivität oder eine grobe Lüge, denn es ist genau das vereinbart worden, was auch die Politiker der CDU wollten. Es ist, um es klar zu sagen, die Handschrift der CDU. Dass einige Grundorganisationen der Christunion das nicht mitgekriegt hatten und jetzt motzen, ist eher witzig als tragisch zu nennen.

6. April 2025Eine Woche lang delektieren sich die Gazetten jeglicher Couleur am Niedergang der CDU, sprechen gar vom Zerreißen. Beruhigt euch wieder, Jungs, nichts dergleichen wird in absehbarer Zeit passieren, solange Posten und Pöstchen zu vergeben sind. Fritze wird Kanzler, verlasst euch drauf. Er bleibt es so lange, wie es die Oligarchen für zweckmäßig halten.

4. April 2025Nazisprech: Das Original (1941-45) nannte das Töten von Juden Sonderbehandlung, auch in der Verbform sonderbehandeln. Die Täter wussten genau, dass sie Verbrechen begingen, deswegen suchten sie ihr Tun bei der sprachlichen Erwähnung zu verschleiern und die Taten selbst östlich der Reichsgrenzen zu begehen. Eine schöne Parallele finden wir beim Töten von Russen auf russischem Staatsgebiet vor. Die Zieleinstellung von US-Raketen, wie der Himars, welche an die Ukrainer übergeben wurden, können diese nicht verwenden, ohne dass US-Offiziere die Zielprogrammierung vor dem Abschuss vornehmen. Diese Tätigkeit, der eine Beurteilung aufgrund von Zieldaten durch die US-Fern- und Satelliten-Aufklärung vorausgeht, nennt man nicht Zieleinstellung, sondern Definition der zone of interest (Interessenzone). Diese Verschleierung geschieht ausdrücklich, um US-Personal die Möglichkeit zu geben, auf die Frage, ob sie an der Tötung von Russen auf russischem Territorium beteiligt seien, nein sagen zu können, also angeblich nicht lügen zu müssen.
Zone of interest (2): Dass wesentliche Teile dieser illegalen Kriegshandlungen auf deutschem Boden, nämlich in Wiesbaden, begangen werden, gilt es der Vollständigkeit halber zu erwähnen. Die Bundesregierung weiß das und behauptet, dieses Tun stünde im Einklang mit der deutschen Rechtsordnung, wie sie sich in diesem Fall aus dem Grundgesetz, dem Nato-Truppenstatut und anderen Rechtsvorschriften ergebe. Sie verzichtet, was kaum verwundert, konkret zu werden und belehrt stattdessen deutsche Journalisten, die nachfragen, darüber, dass sie gefälligst zu erwähnen hätten, dass die Aggression von Russland ausgegangen sei. So in dieser Woche der Regierungssprecher Hebestreit gegenüber einem Redakteur der Nachdenkseiten.
Zone of Interest (3): Der seit Jahrzehnten vielbeschworene Atomschirm, den die USA über Deutschland halten, bedeutet im Klartext, dass unser Land im Zweifel das Zielgebiet für den einschlägigen, ultimativen Einsatz von Atomwaffen ist. Das deutsche Sprichwort vom Regen und der Traufe ist eine unzulässige Verniedlichung der drohenden Gefahr.

3. April 2025
Am 22. März starb, wie ich jetzt hörte, der Gründer und Betreiber von Querdenken-TV, Michael Friedrich Vogt. 2015/16 machten wir zusammen zwei, drei Interviews über den deutschen Staat und seine Geschichte, die breite Beachtung fanden und ungezählte Reaktionen auslösten. Dieser für beide Seiten hoffnungsfrohe Beginn wurde durch einen schweren Schlaganfall von V. abrupt beendet. Ein Wiederanknüpfen an das Vergangene war später trotz eines Anlaufs nicht möglich. Erschien mir Vogt bei unserer ersten Begegnung – man sehe mir den Vergleich nach – irgendwie janusköpfig zwischen einem rationalen und einem schwärmerischem Verstand, so war nach meinem Eindruck nach der Wiedergewinnung des Sprachvermögens die helle Seite seines Denkens für mich nicht mehr erreichbar.
Auch gestorben: Einer der skurrilsten Leute, die mir über den Weg liefen, war der Wirt im sog. Bahnhofshotel von Seeheim im südlichen Südwest-Afrika. Wir unterhielten uns in einem seltsamen Gemisch aus englisch und holländisch nebst russischen Fachvokabeln über seine Zeit beim sowjetischen Militärgeheimdienst GRU – das KGB schloss er aus –, wo er als Oberstleutnant Instruktor der kommunistischen Befreiungsbewegung Swapo war. Seine Abfindung hatte ausgereicht, um in späteren Jahren, als das ehemalige Mündel an der Macht war, die einstige kaiserlich-deutsche Immobilie an diesem verlassenen Ort zu erwerben, in dem heutzutage nachts chinesische diesel-bespannte Erzgüterzüge auf dem Weg nach Lüderitz am Atlantik vorüberlärmen. Während unserer Gespräche saß sein Papagei auf seiner rechten Hand. Ab und an wechselte er auf meine Hand herüber und lauschte aufmerksam, was wir uns zu sagen hatten.

2. April 2025
Wenn am Wochenende die New York Times mit großem Klamauk die Verstrickung der USA in das Kriegsgeschehen in der Ukraine beschrieb, so war das für niemanden, der sich nicht aus der NYT informieren lässt, eine Überraschung. Es war die US-Regierung unter Joe Biden, die diesen Krieg erst möglich machte und dann lenkte. Die einzige Frage, die bleibt, ist diese hier: Warum so detailliert und warum jetzt? Denn um mit den dreisten Enthüllungen über die US-Kriegsmaschine dem Regime Trumps zu schaden, muss man dreimal um die Ecke denken. Etwa so: Er kann unsere berechtigten Interessen dortzulande und auch sonst in aller Welt nicht schützen.
Nichts Gescheites (2) Trump der Springteufel kündigte derweil seine dritte Amtszeit an. Was mag sein Vertr­eter davon denken, der derzeit eine Bad-Will-Tour durch Grönland absolviert? Die flotte Jette in Kopenhagen spricht derweil so, dass man denkt, sie habe den Schlieffen-Plan für den Zweifrontenkrieg verinnerlicht. – Jette, Jette, der Plan ging schief. Er bescherte dem Deutschen Reich eine krachende Niederlage.
Auch nichts Gescheites (3): Der gestrige 1. April ging vorüber, ohne dass ich mich hereingelegt fühlte. Kann nur bedeuten: Es geschah nichts, oder ich bemerkte nichts. Aber doch immerhin dies hier: Gemeinsam hatten Bismarck, Höcke und Dagen Geburtstag. Wird höchste Zeit, den Tag aus dem Kalender zu streichen. Für den Ersatz durch „erster Merz“ scheint es mir allerdings noch zu früh.

1. April 2025
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer Rechtsstaat.

31. März 2025
Trump stößt wüste Drohungen aus, weil Putin nicht bei Fuß gehen will. Wen will er mit den angekündigten Öl-Embargos treffen? Die Russen kaum, die Europäer mit Sicherheit.
Im Internet lese ich sinnlose Debatten über die Namensgebung für die neue Regierungs-Koalition. Ein Lesefehler beschert mir die Lösung: Rotschwanz.
Internet (2): Eine nicht namentlich genannte Politikerin wird so zitiert: You can say you to me. Bei allem Mist, den ich bereits am frühen Morgen konsumiere, stimmt mich diese Meldung fröhlich. Sodann schalte ich ab und blinzele in die aufgehende Sonne.

30. März 2025
Das hier schrieb ich vor fünf Jahren. Stimmt leider immer noch. 10 Gründe, warum Konservative nichts bewirken
Erstens: Konservative berufen sich auf die Macht der Empirie, um zu verdecken, dass sie keinen Plan haben.Zweitens: Konservative verschwenden die meiste Zeit damit, darüber zu räsonieren, dass es früher einmal besser war.Drittens: Konservative verabscheuen Ohrfeigen.Viertens: Konservative suchen mit Lupe und Pinzette das Haar in der Suppe von anderen Konservativen. Fünftens: Konservative fürchten sich vor der Veränderung.
Sechstens: Konservative behindern brauchbare Ideen durch kluge Analysen. Siebtens: Konservative ziehen den edlen Wein einem scharfen Schnaps vor. Achtens: Konservative stellen sich die Zukunft wie die Vergangenheit vor. Neuntens: Konservative pflegen den betulichen Ton, wo andere ruppig werden. Zehntens: Konservative scheuen die Barrikade. 
Und zuletzt und entscheidend: Vor Konservativen fürchtet sich niemand.

29. März 2025
Die EU hat einen EU-Kommissar, dessen Namen ich bis gestern nie gehört hatte. Jetzt meldet sich dieser Dan Jørgensen zu Wort: Kein Molekül russischen Gases mehr für Europa. In Klardeutsch umformuliert: Ich setzte meinen gesamten Einfluss darein, die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream zu verhindern. Wer hat diesen dänischen Clown befugt, über die weitere Ruinierung des deutschen Standorts zu befinden? Unsre Regierung, wer sonst.
Konfusion (2): Der gestrige Tag hatte es offenbar in sich. Selenskyj erklärte, dass der soeben bei ihm angelangte Entwurf eines Rohstoffabkommens mit den USA nicht den bisherigen Verhandlungsstand abbilde und die Aufgabe der Souveränität des Landes bedeute. Ohne den Text gelesen zu haben, könnte man in diesem Fall vermuten, dass er ausnahmsweise mal die Wahrheit sagt.
Konfusion (3): Nunmehr haben die Russen sich zu Wort gemeldet, was sie für den Ausgangspunkt von Friedensgesprächen halten: Eine ukrainische Regierung unter UNO-Mandat. Auch davon war bislang nirgends die Rede.
Konfusion (4): Der dritte Europäische Gipfel – sprich der Versuch von Macron und Stamer, die Führung an sich zu reißen – ging ergebnislos zu Ende. Interventionstruppen wurden abgelehnt. Stattdessen wollen GB und F jetzt Truppen ins Land senden, aber nicht in die Frontregionen. Das kann nur bedeuten, sie wollen ihren Anteil am Kuchen sichern. Diese Maßnahme richtet sich dann gegen die US-Boys und die Restukraine.

28. März 2025
Das Feuilleton der sog. Leitmedien (FAZ und taz) gibt sich erschüttert: Es wird eine Buchmesse mit dem Motto Seitenwechsel abseits der eingeübten Rituale in Frankfurt und Leipzig geben. Das Datum ist der 8./9. November 2025 und der Ort des Geschehens die Messe in Halle an der Saale. Die Meldungen hierüber werden mit der Lüge garniert: Nachdem die rechten Verlage an den heiligen Messeorten nicht reüssieren konnten, versuchen sie auszuweichen. Zutreffend wäre zu formulieren gewesen: Einige Verlage wurden von den genannten Orten dank linksextremer Gewalttaten unter dem wohlwollendem Applaus von Mainstreamhetzern ausgegrenzt. 
Messe (2): Sofort ertönt der Ruf, man müsse den Eigentümer der Messe unter Druck setzen. Ergötzlich auch: Die Rechten würden sich dem Dialog verweigern. Deswegen muss man sie verbieten? Ich bin schon lange der Meinung, dass es mit dem logischen Denken des Mainstream-Pöbels nicht weit her ist.
Messe (3): Anders, als es die geifernden Kommentare glauben machen wollen, sind laut Messeplan (https://www.messe-seitenwechsel.de/messeprofil) bislang nur zwei Verlage (Buchhaus Loschwitz und Gerhard Hess) am Start. Dass es sich hierbei um „die rechten Verlage“ handele, ist ein Phantasieprodukt. Man nimmt es mit Staunen und mit Abscheu zur Kenntnis.

Messe (4): Die eigentümliche Gefahr, die heutzutage vom Buch als Medium ausgeht, ist kaum zu unterschätzen. Am schlimmsten erscheint es den Totalitären, dass man es im Gegensatz zu alledem, was die bunte Wiese des Digitalen zu bieten hat, nicht mit Hilfe der Löschtaste wirksam bekämpfen kann.

27. März 2025
Die US-Boys und die Russen einigen sich auf einen schrägen Deal: Freier Handelsweg durchs Schwarze Meer gegen Aufhebung von Sanktionen gegen Russland, deren Durchsetzung den USA selbst, so wie ein Bumerang, schädlich waren, wie zum Beispiel der Boykott von russischem Kunstdünger.
Ostfront (2): Der Krieg wird also weitergehen, so lange es die Russen für nützlich halten, bzw. die Europäer die Ukraine an der Kapitulation hindern. In Berlin, Brüssel, London und Paris sitzen Hasardeure am Ruder, die ihre eigenen Völker bekämpfen, denn an der Ostfront gibt es nichts zu gewinnen, und gegen Amerika hat man soeben eine gewaltige Schlappe eingesteckt.
Amerika (2): Dass die Spitzen der US-Kriegsmaschinerie (Pentagon, Dienste und FBI) ihre gemeinsamen Planungen über die Palaver-Box Signal Chat abgewickelt haben, die auch von Trump-feindlichen Medien wie der Zeitschrift Atlantic mitgelesen werden kann, hat mich doch etwas überrascht. Hier werken Amateure.
Amerika (3): Trump kündigt das Inkraftsetzen von 25-Prozent Auto-Zöllen an. Die treffen dann Deutsche, Chinesen, Südkoreaner und Japaner, ganz nach US-Belieben. Hier kann man betrachten, was America First in der Praxis bedeutet. Die Chinesen werden sich wirksam wehren. Und die Deutschen? Mit nichts, denn sie haben nichts in der Hand.

25. März 2025
Sicherheitsberater Waltz in Saudi Arabien, um sich erst mit Ukrainern, dann mit den Russen zu treffen. Ergebnisse werden nicht mitgeteilt. Wie auch? Zeitgleich melden amerikanische Medien, Waltz sei in Grönland eingetroffen. Kann er auch auf dem Wasser gehen? Würde mich nicht wundern.
Wassergänger (2): Tichy räumt den CSU-Exgrößen Friedrich und Scheuer breiten Raum für Gemecker ein. Der eine schilt die Brandmauer, der andere die Russlandsanktionen, beide im üblichen Hü-Hot-Modus. Kann mir mal einer verraten, warum ich mich von diesen Typen bequatschen lassen soll? Die einzige Frage, die interessiert, ist die: Hast du beim Staatsstreich in den letzten zwei Wochen das Maul auf-, oder hast du mitgemacht? Na? Na also.

24. März 2025In Washington wird weiter geholzt. Während etliche Gerichte versuchen, die Maßnahmen des neuen Herren im Weißen Haus zu sabotieren, erlässt dieser eine Präsidial-Verordnung nach der anderen, um die staatlichen Strukturen des Deep State aufzulösen. Jetzt hat es diese hier getroffen: (i) the Federal Mediation and Conciliation Service;(ii) the United States Agency for Global Media;(iii) the Woodrow Wilson International Center for Scholars in the Smithsonian Institution;(iv) the Institute of Museum and Library Services;(v) the United States Interagency Council on Homelessness;(vi) the Community Development Financial Institutions Fund; and(vii) the Minority Business Development Agency.
Etliche von denen nehme ich zum ersten Mal zur Kenntnis. Sie haben bis auf die Agency for Global Media in erster Linie innerstaatliche Bedeutung. Die Medienagentur steuerte hingegen u.a. Radio Free Europe, Radio Liberty, Radio Free Asia und Voice of America mit einem Jahresbudget vom ca. einer Milliarde Dollar. Die US AGM ist nach der US AID die zweite große Einflussorganisation die flachgelegt wird.
In Berlin täuschen sog. Verhandlungsgruppen Staatsaktivitäten vor. In Wirklichkeit geht es um Beute-Schacher. Derweil munkelt das Internet, dass die Sozen den Fritze gegen die Wand laufen lassen und ihn, wenn’s zum Schwure kommt, bei der Kanzlerkür durchfallen lassen. Mag sein, doch besonders wahrscheinlich ist dies nicht. Aber immerhin: Ich halte die CDU für zu rückratlos, um eine eigene Mehrheit zu organisieren. Ihr fehlt eindeutig das Führungspersonal.

23. März 2025
Gutleber: Der oder die, das ist Frage. Klar ist nur, dass beide häufig nicht zusammenpassen.
Blöd sein und blöd handeln ist nicht dasselbe. Vor allem gilt: das eine kann unter Umständen revidiert werden, das andere nicht.
Alter Theologen-Kalauer: „Nietzsche: Gott ist tot – Gott: Nein, Nietzsche ist tot.“ Revidiert: „Nietzsche: Gott ist tot. – Gott: Nein, Nietzsche ist tot. – Nietzsche: Denkste.“
Doktrinär: Die deutsche offizielle Kriegsdoktrin sagt, dass der Russe demnächst vor dem Brandenburger Tor steht. Aber nicht vor 2029. Deswegen müssen wir jetzt den Dnjepr verteidigen, damit er den Termin einhält.

22. März 2025Trumps eigenwilliger Friedensplan für den Ukrainekonflikt mit einer vorgezogenen 30-tägigen Waffenruhe ist gescheitert. Selenskyj konnte er durch Erpressung auf Linie zwingen, Putin hingegen nicht. Der bedankte sich öffentlich beim US-Präsidenten und fügte kalt hinzu, was die bekannten russischen Bedingungen für einen Waffenstillstand sind: Endgültigkeit, Entwaffnung, Nato-Ferne, Territorialabtretungen. Erstmalig in voller Uniform besuchte er die Truppen der Kursk-Gruppe, die soeben dabei ist, das dortige, seit August 2024 andauernde Drama mit der Vernichtung der Invasionstruppen zu beenden. Mehr Symbolik geht kaum: Ich, Putin, stelle mit militärischer Gewalt die Lage im eigenen Lande wieder her.
Friedensplan (2): Auch die Kriegs-Trommler Starmer (GB) und Macron (F) können ihren Vorstoß, während der Waffenruhe Bodentruppen zur Friedenssicherung in die Ukraine zu entsenden, komplett vergessen. Putin müsste ein Esel sein, um diese Falle nicht erkannt zu haben, denn wenn die Waffenruhe abläuft, wären diese Nato-Truppen plötzlich die schuldlos Angegriffenen. Auch aus DC kam keine Sympathiebekundung: Der zum Rapport vorgeladene Nato-General Rutte wurde wie ein Schuljunge abgefertigt und mit den Trump-Forderungen gegen Grönland und Canada konfrontiert. Er schwieg beklommen grinsend.
Friedensplan (3): Was den US-Präsidenten umtreibt, bleibt rätselhaft. Wenn er jetzt gegen Russland erneut die Öl-Sanktionskeule hervorzieht, pokert er mit einer Reihe von Mitspielern, Öl-Produzenten und Öl-Verbrauchern. Von den letzteren trifft er vor allem die Europäer, die ohne eigene Karten mit am Spieltisch sitzen müssen.

19. März 2025
Das gestrige Datum wird als der Tag in deutschen Geschichtskalendern zu verzeichnen sein, als ein von der CDU organisierter Verfassungsputsch den Klimawahn als Staatsreligion einführte. Ein Blick in die nicht nur deutsche Geschichte lehrt, dass solche Verirrungen nur gewaltsam zu korrigieren sind, und es auch werden.
Gewalt (2): Ebenfalls gestern fand ein Telefonat zwischen Trump und Putin statt. Aus dem mit viel Tamtam herbeiorakelten Monsterereignis bleibt ein winziger Fisch im Netz der Realität hängen: Die Herren einigten sich dem Vernehmen nach auf eine begrenzte Feuerpause gegen Ziele der Energie-Infrastruktur.
Gewalt (3): Die im Nahen Osten geht ungeachtet irgendwelcher Vereinbarungen weiter.

17. März 2025
Die Putschisten haben den gestrigen Sonntag genutzt, um eine weitere Änderung ins Grundgesetz zu zwingen: die Klimaneutralität bis 2045. Das ist der nächste und vermutlich endgültige Schritt in die Diktatur – vergleichbar mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933. Dieses war eine organisatorische Bruchkannte zur demokratischen Republik, das heutige eine ideologische, aus der es mit demokratischen Mitteln kein Zurück mehr geben wird.
Putschisten (2): Es verdient festgehalten zu werden, dass dies das Werk der CDU ist. Man zeige also nicht mit dem Finger auf die Grünen, die ohnehin jenseits von gut und böse sind. Nein Leute, es ist die CDU, welche die Axt an unser Land gelegt hat. Ohne wenn und aber: die CDU.

16. März 2025Die Gigantomanie unsrer Staatsputschisten ist so schwindelerregend, dass sich nach dem Unglauben über das Geschehen nur allmählich Nüchternheit einstellen kann – zunächst mit der Frage: Wer war das? Die Antwort lautet: Bislang nicht namhaft gemachte Finanzoligarchen.
Giganten (2): Dass die Vier von den deutschen Pressekonferenzen es nicht waren, leuchtet ein, nachdem man deren Gesichter studiert hat. Sie gehören zu den Politikern Klingbeil, Merz und Söder und jener roten Kommissarin, bei der ich die bolschewistische Lederjacke vermisse. Sie allesamt sind bestenfalls Figuren.
Giganten (3): Manch einer tippt auf Black Rock, und dann fällt der Name Larry Fink. Bis vor Kurzem sah man ihn noch in zart-lilafarbener Davos-Klamotte den Ton angeben. R.S. fragt mich von ferne, ob er ein Deutschen-Hasser sei. Was weiß ich. Zumindest macht er den Eindruck, als halte er sich deutsche Hofhunde.

15. März 2025
Der dreisteste Verfassungsputsch in der Geschichte der Republik nahm gestern seinen Fortgang. Fritze der Vormann handelte mit dem Grünenquartett einen Revolutionierungszuschuss (für Klima, Transformation und so) von sage und schreibe 100 Milliarden € aus, damit diese dem Abwracken des Grundgesetzes zustimmen. Das ist ein stolzer Preis für Leute, die den Fritzen noch vorgestern laut randalierend einen Faschisten nannten, den man ins KZ stecken müsse. Das wird sich auf seinem weiteren Weg verschärfen. Den von Deutschland auch. Jetzt sind wir bereits bei über einer Billiarde Euronen, die aus dem Nichts generiert werden sollen. Das Nichts wird durch das Vermögen der Bürger ersetzt werden.
Verfassungsputsch (2): Das Bundesverfassungsgericht winkte das Aushebeln des Grundgesetzes gestern im Eilverfahren durch. Das Recht der klagenden Abgeordneten, die geltend gemacht hatten, ein so umfangreiches Gesetzespaket könne man in Tagesfrist weder lesen, geschweige denn begreifen, wurde mit dem Hinweis darauf untergepflügt, es sei der nicht klagenden Mehrheit nicht zumutbar, dass sie in ihren Abgeordnetenrechten – wegen der ablaufenden Legislatur womöglich für immer – beschnitten würden. Zu deutsch: Mehrheit geht vor Verfassungskonformität, wenn das zweckmäßig ist. Das ist der Maßnahme-Staat in seiner schönsten Ausprägung. Als nächstes wird das AfD-Verbot kommen.
Verfassungsputsch (3): Denselben abzuwenden, weigerte sich gestern die neugewählte Fraktion der Linken, die sich dem Ansinnen der AfD lauthals verweigerte, sofort eine Sitzung des neugewählten Bundestages nach Art. 39 GG einzuberufen, um dem Tun des abgewählten Parlamentes Einhalt zu gebieten. Solch ein Zusammenwirken komme aus Gründen des Antifaschismus nicht in Frage. Merke: Alles, was diese Leute noch vorgestern zum Gesetzespaket öffentlich sagten, ist Makulatur, wenn es um Taten geht.
Verfassungsputsch (4): Mal sehen, was den Ländern noch so alles einfällt, denn auch sie müssen dem Paket im Bundesrat zustimmen. Tun sie das nicht ohne Wenn und Aber in der kommenden Woche, dann ist die Sache unrettbar durch – jedenfalls wenn man die Regelungen des Grundgesetzes anwendet, wofür ich mich allerdings nicht mehr verbürgen mag.

14. März 2025
Klonovsky hat soeben wortreich vertreten, dass Friedrich Nietzsche nicht dahindämmernd an der Syphilis starb, sondern an einem Gehirntumor. Das alles ist eingebettet in Girlanden von Genie und Wahnsinn. Letzteren im Falle N. in Abrede zu stellen, wäre abwegig, doch wie ist es mit dem Genie? Mich freut bereits bei der Niederschrift des letzten Satzes, dass ich von den feinschmeckenden Kennern des Banausentum bezichtigt werden werde. Ich hätte mich vor dem Lästern besser mit dem Oeuvre vertraut machen sollen. Das ist sicher richtig, denn ich habe dessen Werke lediglich gelesen – vier Bände dick, die Verwundern und Missmut auslösten.
Kenner (2) haben nun wochenlang öffentlich vertreten, dass die Machtübernahme in Syrien den bösen Assad abgelöst und die Regierung der gemäßigten Rebellen ans Ruder gebracht habe. Jetzt lernen wir, wie erwartbar, dass diese zum Massen-Mord und Plündern übergegangen sind, während die Amerikaner weniger Gemäßigte durch Drohnen-Attacken töten und die Israelis Luftschläge gegen Damaskus durchführen, so wie gestern geschehen.
Kenner (3) trauen dem Fritze nur eines zu, Versprechen zu brechen, bevor sie den Hauch der Wirksamkeit entfalten konnten. Nur ein einziges Wahlversprechen hat er bislang gehalten: nicht mit der AfD. Ich bin angesichts seiner possierlichen Rede im gestrigen Bundestag schwer beeindruckt und frage mich, ob er noch immer die Geschäfte von Black Rock führt. Das würde ins Bild passen: Schulden bis zum Abwinken, Bürgervermögen enteignen und ein flotter Krieg in der Ukraine.

13. März 2025
Der gestrige ukrainische Drohnenangriff auf Moskau kann kaum eine gute Idee genannt werden, wenn die Russen nach den amerikanischen Vorstellungen zu einem Waffenstillstand genötigt werden sollen. Währenddessen werden die letzten ukrainischen Einheiten im Sack von Kursk zusammengeschossen. Von einem Faustpfand für Verhandlungen spricht niemand mehr. Die Frage ist eher, an welcher Stelle des 1000 km langen Frontbogens die Russen als nächstes massiv angreifen werden.
Ostfront (2) BND-Chef Bruno Kahl wird in der Presse so zitiert, dass man den Kampf in der Ukraine weitere 5 Jahre in die Länge ziehen müsse, um die Russen auszubluten, damit deren Westambitionen sich in Luft auflösen würden. Kann mir kaum vorstellen, dass er das gesagt hat. Falls doch, erspare ich mir jeglichen Kommentar, der doch nur darauf herausliefe, ob diesem Mann klar sei, für welches Land er eigentlich sprechen sollte. Zweifel sind angebracht, zumal soeben der Jahresbericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages veröffentlicht wurde: Kein Nachwuchs, alte Leute, nicht eine einzige Planvorgabe erfüllt. Streitkräfte nur noch dem Namen nach.

12. März 2025
Vor unser aller Augen findet der nächste Verfassungsbruch statt. Der für morgen anberaumten Sondersitzung des alten Bundestages fehlt es offensichtlich an einem diese auslösenden Antrag (= mindestens ein Drittel der Abgeordneten des Bundestages). Stattdessen hatten sich eine Handvoll Parteibonzen hierauf verständigt. Das ist so offensichtlich verfassungswidrig, dass jetzt nur noch das angerufene BVerfG die Verfassung umschreiben kann. Mein Vorschlag: eine quasi-historische Auslegung des Textes: Wenn die Verfassungsväter die Bedeutung der Fraktionen damals richtig erkannt hätten, so hätten sie gewiss anders formuliert.
Verfassungsbruch (2): Dass der abgewählte Bundestag nicht legitimiert ist, die Bundesverfassung zu ändern, bedarf kaum des Kommentars, wenn man auch nur den Hauch der Bedeutung der Volkssouveränität im Kopfe bewahrt hat. Wenn das Beabsichtigte mit dem jetzt gewählten Parlament rechnerisch nicht möglich ist, dann ist es nicht möglich.
Ostfront: Trump und der kleine Mann aus Kiew haben sich, wie man liest, jetzt auf einen Waffenstillstand geeinigt. Wusste gar nicht, dass die beiden einen Krieg gegeneinander führen. Der Ball, so völkstümelt der neue US-Außenminister Rubio liege jetzt in Putins Feld. Da liegt er gut, denn der will keinen Waffenstillstand, hinter dem er lediglich eine Feuerpause vermutet. Er hat in Minsk einschlägige Erfahrungen mit dem Wertewesten gemacht. Über den Zustand der ukrainischen Armee macht sich niemand, der einen Restverstand besitzt, noch irgendwelche Illusionen.
Ostfront (2): Nach der amerikanisch-ukrainischen Einigung (über was auch immer) nehmen die USA die Waffen- und Geheimdiensthilfe wieder auf. Glaubt Trump ernsthaft, er könne Putin auf Linie zwingen? Und wenn ja, mit welchen Mitteln?

Ostfront (3): Der rumänische Staat wird von bezahlten EU- und NGO-Satrappen auf anti-russisch getrimmt, indem man den Wahlsieger Georgiescu endgültig ins Aus manövriert. Man gibt sich nicht einmal mehr die Mühe, eine einigermaßen tragfähige Begründung vorzutragen. Eine rumänische Annäherung an Russland soll es nicht geben, und damit basta.

9. März 2025
Putin knickt ein, melden deutsche Gazetten unter Berufung auf den US-Nachrichtensender Bloomberg. Sieht man näher hin, handelt es sich um die Meldung über die Vereinbarung eines zweiten amerikanisch-russischen Treffens in Riad. Da ich nichts im Sinne der Überschrift aus Moskauer Quellen finden kann, wird es wohl Wunschdenken sein.
Auf amerikanisch (2): Den dortigen Standpunkt zum Ukraine-Konflikt seit 2013 (einschließlich des möglichen Standorts von Trump) findet man ziemlich korrekt zusammengefasst in der deutschen Übersetzung der amerikanischen Version von Epoch Times, https://www.epochtimes.de/politik/ausland/wie-sich-der-krieg-in-der-ukraine-entwickelte-und-wie-er-enden-koennte-a5057631.html. Hier ist alles beiseite gelassen, was die US-Optik durch die russische Sicht der Dinge stören könnte, bei gleichzeitiger Überbetonung ukrainischer militärischer Erfolge. Bis auf den US-Präsidenten selbst fällt es den Amerikanern offenbar schwer, die falschen Siegesmeldungen der Vergangenheit zu vergessen.
Auf amerikanisch (3): J.D. Vance hat den Deutschen angedroht, 34.000 Mann US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, wenn man die Defizite der Meinungsfreiheit nicht korrigiere. Mainstream schweigt hierzu verbissen. Besser-nicht-erwähnen herrscht auch bei den sog. Alternativen vor, die bis gestern noch das Lied der treuesten Verbündeten sangen und jede Kritik an den USA als Vaterlandsverrat geißelten.
Aus Los Angeles wird gemeldet, dass Milliarden an Obdachlosen-Geldern im Nichts verschwunden sind. Nun, christliche Nächstenliebe hat halt ihren Preis – vor allem wenn sie auf Heuchelei basiert.

8. März 2025
Während aus dem Weißen Haus nur noch ungeordnetes Stimmengewirr zur politischen Lösung des Ukraine-Konflikts erklingt, haben die Russen erneut zugeschlagen. a) In den letzten Nächten wurde die Elektrizitäts-Infrastruktur kreuz und quer im Land massiv aus der Luft angegriffen. b) Der Sack von Kursk wurde am unteren Ende zugemacht. Die Invasionstruppen sind nunmehr, soweit ich das Kartenbild deuten kann, eingekesselt. Ihnen wurde ein Ultimatum zur Kapitulation übermittelt, das heute ablaufen soll. Danach würden sie zusammengeschossen.
Ostfront (2): Die beiden Sofort-Gipfel der nicht-amerikanischen Unterstützerstaaten gingen ohne feststellbares Ergebnis zu Ende. Die angekündigte Flugverbotszone für die West-Ukraine ist ein Phantasieprodukt. Nicht nur fehlen die geeigneten Waffen, um sie durchzusetzen, noch werden sich russische Drohnen, Raketen und Gleitbomben hierdurch beeindrucken lassen.
Ostfront (3): Die westlichen Experten diskutieren den Ausgang der von ihnen erwarteten Präsidentenwahlen in Kiew. Ich halte einen militärischen Staatsstreich oder einen Zerfall in Bürgerkriegs-Parteien für wahrscheinlicher, aber was weiß ich schon.
Ostfront (4): Merkwürdig muten die britischen Bemühungen an, die Führung des Ukraine-Kriegs gegen Russland zu übernehmen. Bleibt die Frage, wen sie an die Front schicken wollen. Die Polen und die Balten mit Sicherheit. Aber ob die auch wollen, wenn sie bemerken, dass sonst keiner will, das ist die Frage.

7. März 2025

Ein Abgrund von Landesverrat, so schreibt es Klaus Kelle, einer der Unionstreuen auf seinem Bloc (https://denken-erwuenscht.com/ein-abgrund-an-landesverrat-wie-deutsche-politiker-den-bau-von-nord-stream-2-durchboxten/?print=pdf). Der alte Jagdhund spitzt die Ohren, doch dann dies hier: Da meint dieser Mann nicht etwa, was CDU-Bonzen im Moment gemeinsam mit den Sozen treiben, um die deutschen Bürger in die Armut zu treiben, nein, er spricht vom Bau der Gaspipeline Nord Stream 2, die bekanntlich nie in Betrieb ging, nachdem Joe im Weißen Haus dem Herrn Scholz das vor 3 Jahren verbot. Kelle entnimmt das landesverräterische Tun (der Schröder war’s) einem Buch, das soeben erschienen ist, und in dem alles beschrieben sei. Falls ich das nicht vergesse, werde ich es bei Gelegenheit lesen.

Abgrund (2): Immerhin jetzt schon öffentlich: über 50 Leserkommentare – nach meiner Einschätzung alles treue CDU-Wähler –, die einfach nur köstlich genannt werden dürfen. Sie geben mit bitteren Worten zum Ausdruck, dass sie sich von Merz verraten fühlen, anstatt sich mit Kelle über das Nord Stream-Thema zu erregen.

Abgrund (3): Napoleon Macro-parte will über Europa einen Atom-Schirm aufspannen, um dem bösen Putin zu drohen. Die einzigen, die er damit bedroht, sind die Anwohner zwischen Rhein und Njemen.

Abgrund (4): Derweil berichten französische Zeitungen von einem Mega-Deal, der so verrückt klingt, dass ich ihn nicht glauben mag: Der kleine Mann aus Kiew habe mit seiner Offshore-Firma für schlappe 1,2 Milliarden € eine französische Investment-Bank, deren Namen mit Milleis Banque angegeben wird, aufgekauft. Das nötige Kleingeld hierfür stamme aus den Portefeuille von Rothschild & Co. Kann man das wirklich glauben? Lieber nicht.

Abgrund (5): Der Bosch-Konzern, orakelt man bei Tichy, taumle auf eine Entlassungswelle zu. Falls das stimmt, vermag ich mich nicht zu wundern. Man muss nur nachsehen, was die gleichnamige Stiftung in den letzten Jahren getrieben hat, dann macht man sich keine Illusionen. Allerdings teile ich die jetzt durchs Internet schwappende Häme nicht, denn auch übers Wahlverhalten habe ich keinerlei Illusionen.

6. März 2025

Was für eine Entdeckung. Das Kriegslied von Matthias Claudius: ’s ist Krieg! ’s ist Krieg! Oh Gottes Engel wehre | und rede du darein | ’s ist Krieg – und ich begehre | nicht Schuld daran zu sein.
Claudius (2): Ich kann den Text nicht lesen, ohne zugleich das Lied Der Mond ist aufgegangen im Ohr zu haben. Vor rund fünf Jahren hörte ich das unter sommerlichem Nacht-Himmel im Erzgebirge gesungen. Danach nie wieder.

5. März 2025

Bei Tisch erwähne ich eher nebenbei, dass der Ex-MP des Zwergstaats, Bernhard V., grade gestorben sei. Das löst ein von mir nicht erwartetes Hallo aus und ironische Rückfragen, was ich denn dazu sage. Nichts, sage ich. Ob ich mich denn nicht daran erinnere, dass er seinerzeit die Weisung gegeben habe, dass etwas gegen mich „gefunden“ werden müsse. Doch, sage ich. Und? werde ich weiter gefragt. Und nichts, sage ich.
Der Donald hat jegliche Lieferung an die Ukraine gestoppt, so wird berichtet. Ob’s wirklich so ist, weiß keiner so genau. Immerhin hat die Ankündigung bewirkt, dass der kleine Mann aus Kiew sofort eingeknickt ist. Er will das Ausbeutungsabkommen unterschreiben und auch verhandeln – über einen Waffenstillstand. Aber mit wem? Die Russen sagen Njet.
In Mannheim rast einer mit einem Ford Fiesta in die Rosenmontagsveranstaltung. Zwei Tote und eine unbekannte Zahl von Schwerverletzten. Der Täter ein Deutscher. Den Namen verschweigt man. So kommen Gerüchte auf. Interessant erscheint mir: Die Behörden können jetzt verlautbaren, was sie wollen. Ein breiter Teil der Bevölkerung glaubt ihnen kein Wort mehr, selbst wenn sie nicht lügen.
In Berlin beschließen vier Personen, die hierzu nicht befugt (legitimiert) sind, dass Deutschland sich um eine weitere Billion verschulden soll. Sie sagen, das ganze nicht vorhandene Geld sei unabweisbar notwendig sei, durch Kriegführung gegen Russland den Frieden herbeizuführen. Sie geben sich nicht einmal Mühe, das zu begründen. Sie rufen vielmehr offen zum Verfassungsbruch auf, den sie nur begehen können, weil sie sich einig sind, den neu gewählten Bundestag nicht unverzüglich zusammentreten lassen.

3. März 2025
Die Selenskyj-Schlappe vom Freitag schwappt nach. Der Kriegstreiber von London lud zum Gipfel, Macron schlug wie gewohnt das große Rad und General Rutte sprach von weiteren Ankündigungen, deren er ganz sicher sei. Habe die am Hufeisentisch Sitzenden gezählt. 18. Wer also war nicht da, zum Beispiel nicht eingeladen wie die Balten, und wo waren die Polen, die Balkanesen, die Ungarn?
Gipfel (2): Starmer und Macron sprachen mit der üblichen Gestik von der Notwendigkeit eines einmonatigen Waffenstillstands. Und? Und nichts, denn von den Russen ist bekannt, dass sie darauf nicht eingehen werden. Blondschopf Meloni befand hingegen, dass die Europäer gut daran täten, das Verhältnis zu den USA zu reparieren. Das klingt in meinen Ohren ganz anders. Erwähnen will ich zumindest auch, dass der seit Monaten zurücktretende Trudeau aus Kanada die Notwendigkeit betonte, sich von den USA zu emanzipieren. Kann man verstehen angesichts von Trumps Kanada-Ambitionen. – Was muss Putin nun befürchten? Nichts.
Gipfel (3): Habe nichts von der Entsendung von Truppen gehört. Noch-Scholz blieb vage.

2. März 2025

Das Töten geht weiter. Das Zentralkommando der US-Streitkräfte in Europa (CENTCOM) meldet den Abschuss eines Mannes im Nordwesten von Syrien, den es als Terroristen bezeichnet. Es ist der zweite Fall innerhalb von Tagen. Das mitgelieferte Kurzvideo (?von einer Drohne) über den Anschlag zeigt einen flott fahrenden Pickup, der offenbar von einem Explosivkörper getroffen wird und hernach (scheinbar unbeschädigt) am Straßenrand ausrollt. Das Video ist zu Beweiszwecken nicht zu gebrauchen.
Das Töten geht weiter (2): Nach dem Chaos-Auftritt in DC flog Selenskyj gestern ungesäumt nach London weiter, wo die üblichen gemeinsamen Fotos händchenhaltend mit Starmer vor Downing Street 10 gemacht wurden. Heute ging’s zum Treff mit Macron und dem Briten.
Das Töten geht weiter (3): Annalena Bb. sagte: „Eine neue Zeit der Ruchlosigkeit hat begonnen.“ Übt sie schon für einen künftigen Werbespot bei Rossmann? Annalena, ach, Annalena, wie wird sie mir dereinst fehlen. 
Das Töten geht weiter (4): Mainstream weiß, dass der Trump-Auftritt von vorgestern zur beschleunigten Kreation eines riesigen dreistelligen Milliarden-Sondervermögens für die Ukraine-Kriegführung führen wird und zwar mit Blick darauf, dass es im jetzt gewählten Bundestag keine entsprechende Zweidrittelmehrheit mehr gibt. Deswegen, so die Schreibtisch-Helden, muss das abgewählte Schwarz-rot-grün ran. Das nenne ich einen kreativen Umgang mit der Verfassung. Aber wen schert denn heute noch ein eklatanter Verfassungsbruch? Weniger wird berichtet, dass ein bemerkbarer Anteil der US AID-Gelder in der Ukraine für Nutten ausgegeben wurde.

1. März 2025

Nach dem gestrigen Zusammenstoß zwischen Trump/Vance und Selenskyj bleiben Bilder im Kopf zurück: ein zunehmend ärgerlich werdender US-Präsident, als dessen Plan, einen lukrativen Deal zu machen, platzt, ein Vize von geradezu erschreckender Ruhe und Eindringlichkeit und der bislang als Weltstar Gehätschelte, dem alle Züge entgleisen, als ihm die US-Boys ins Gesicht sagen, er habe keine Karten auf der Hand, um hier mit ihnen zu spielen. Er rutscht auf dem Stuhl hin und her, rafft sich mit Mühe zusammen und beharrt auf Sicherheitsgarantien, um anzuhören zu müssen, er könne (erst) wiederkommen, wenn er zum Frieden bereit sei. Alles Feierliche wurde abgesagt und der Gast gebeten, das Weiße Haus zu verlassen (he was asked to leave the White House).

Zusammenstoß (2): Der erste von außerhalb, der sich meldet, ist der Franzose Macron, der fest an der Seite der Ukraine steht (sagt er), dann kommen die Iren (deren einschlägige Rolle ist mir neu), dann die Polen (sie kommen immer, und meist zur Unzeit) und schließlich Annalena Bb. Was sie sagt, ist das übliche Bb., es handelt von dem Putin sein Angriffskrieg. Dessen Frontmann Medwedjew meldet sich kurz mit einem Ausdruck des Behagens, während der Chef selbst schweigt.
Zusammenstoß (3): Dass die grüne FAZ das Ganze besser formulieren kann als ihre Berliner feministischen Hätschelkinder bedarf des Kommentars nicht, aber dass sie am Main einen neuen Feind erkannt haben, notieren wir hier: Es ist J.D. Vance, dem man attestiert, er habe sich erneut (!) als Brandstifter bewährt. Soso. Was wird man erst schreiben, wenn die ach so nötigte pekuniäre Unterstützung von Wo-auch-immer ausbleibt. Oder ist das bereits der Fall?
Zusammenstoß (4): Die US-Öffentlichkeit ist wie gewohnt gespalten, die Parlamentarier auch. Gewundert habe ich mich über den Falken-Senator Lindsey Graham (Reps), Spitzen-Kriegsmatator in Sachen Ukraine und gewiss kein Trumpist, der dem Präsidenten die volle Unterstützung zusichert. Rechnet er sich aus, dass der Nicht-Frieden für ihn und seine Klientel auch lukrativ sei? Rein äußerlich spricht er von der Wahrung der US-Interessen, die gelungen sei. Man zweifelt.

Zusammenstoß (5): Was nun? Der Krieg geht weiter, bis Putin ihn beendet. Er wird ihn zu seinen Bedingungen beenden, wenn die ukrainische Führung ihn hierum bittet. Es wird nicht Selenskyj sein, der diese Bitte ausspricht.

28. Februar 2024
Während die Mainstreammeldungen sich noch am amerikanisch-ukrainischen Spitzentreffen delektieren, geht heute dasselbe im Weißen Haus mit einem offenen Eklat in der Pressekonferenz zu Ende. Der kleine Mann aus Kiew glaubt im Ernst, er könne dem Donald die Bedingungen diktieren. Er irrt sich.
Treffen (2): Nebelhaft bleibt, was Trump gestern und vorgestern mit dem Franzosen Macron und dem Briten Starmer beredet haben mag. Zumindest wussten alle 3 die Form zu wahren.
Treffen (3): Während alles dies passiert bzw. nicht passiert, sitzen die Russen mit den Amis in Istanbul beisammen, wo sie die Köpfe zusammenstecken, um das zu tun, was sie die Normalisierung der Beziehungen nennen. Die EU-Europäer und die Ukrainer haben immer noch nicht geschnallt, dass sie hierbei nicht gebraucht werden, sondern nur noch Objekte sind. Die Deutschen regen sich stattdessen darüber auf, dass Vize Vance spottet, sie hätten noch nicht mitgekriegt, dass ein neuer Sheriff in der Stadt ist.

27. Februar 2024
Die innenpolitischen Aufgeregtheiten verbauen den Blick auf das, was die Welt revolutionieren könnte. Es ist nämlich völlig gleichgültig, ob Fritze der Kandidat oder Robert der Denker sich in die Schlagzeilen drängen, denn beide sind out: der eine, bevor er das erstrebte Amt erreicht hat, und der andere sitzt jetzt nur noch im Bundestag, damit weiterhin die Kasse stimmt – oder warum, kann mit das mal einer erklären, tut er das nach seinem politischen Rücktritt?
Derweil in der Welt: Die Schlagzeilen über die Einigung von Trump und Putin können noch so oft kommentiert werden bis zum Sankt Nimmerleinstag, denn nachdem gestern der Kreml erklärt hat, dass es bezüglich der Ukraine eine solche Einigung nicht gebe, gibt es nur einen Kommentar hierzu: Es gibt keine.
Keine Einigung (2): Dass es eine solche nicht gibt, ist leicht erklärbar, nachdem DC verkündet hat, man hätte sich mit Selenskyj bezüglich der Abtretung der Bodenschätze geeinigt. Mit Schiller zu sprechen: Es fehlt im Bunde der Dritte. Beim Stand des Krieges sieht man in Moskau keinen Anlass, auf das zu verzichten, was den Russen bei der zu erwartenden Kapitulation ohnehin zufallen wird.
Ostfront (3): Im Frontbogen liegt Schnee, aber nicht sehr viel, die einschlägigen Videos weisen es aus. Ungeachtet dessen geht der Vormarsch der russischen Streitkräfte Meter um Meter weiter. Soeben wurde die Eroberung der als beherrschend auf einer Anhöhe gelegene Ortschaft Awdejewka gemeldet. Von einer großen Offensive ist allerdings weit und breit nichts zu sehen.
Ostfront (4): Ein massiver ukrainischer Drohnenangriff auf die über südrussisches Gebiet verlaufende kasachische Öl-Pipeline Richtung Kleinasien erregt die Spekulanten. Diese Leitung soll in der Vergangenheit eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Versorgung von Israel gespielt haben. Jetzt machen Mutmaßungen die Runde, der ukrainische Dienst habe auf diese Weise dem Israel-Freund Trump die brutale Erpressung wegen der eigenen Bodenschätze heimzahlen wollen. Ich bezweifele, dass diese Meldung rund ist. Ich tippe eher auf geheimdienstlichen Unverstand.
Ostfront (5): Um festzustellen, wie der Stand der Dinge garantiert nicht ist, empfehle ich den Beitrag Darauf kommt es jetzt wirklich anvon Sebastian Thormann bei Apollo News. Hier sind alle Falschmeldungen und Vorurteile der letzten drei Jahre versammelt. Lesenswert sind auch die Leserkommentare. Sie sind ein Konvolut der Gehässigkeit. Der Autorenname kommt mit bekannt vor. Ich tippe auf Tichy, muss aber nicht stimmen. In meinem Hinterkopf taucht ein Namensgleicher auf, der im Zweiten Weltkrieg Roosevelt-Propaganda im französischen und amerikanischen Exil machte. Kann unmöglich derselbe sein. Verwandtschaft?
Ostfront (6): Auf ebendieser Linie liegt die blaugelbe Hauptreklame der CDU am Tage nach der Wahl: Wir unterstützen die Ukraine bis zum Siege. Eine klare Kriegsansage, die völlig aus der Zeit gefallen wirkt. Es ist so, als seien die Globalisten in den USA noch an der Macht. Habe ich was verpasst, oder ist es so, dass die Atlantiker sich in der Gewissheit eingeigelt haben, dass es nach Trump wieder andersrum kommt? Wenn Fritze der Kandidat und sein Hofstaat ernsthaft glauben, allein gegen Russland Krieg führen zu können, dann gehören nicht ins Kanzleramt, sondern in die Klapse.
Ostfront (7): Vor Monaten notierte ich: Wer Merz wählt, wählt den Krieg. Ich hatte die Hoffnung, mich zu irren.

24. Februar 2024
Sie wollen es so: Diemenschen. Es wird sich also nichts ändern, jedenfalls werden die drei großen K bleiben: Krieg, Kalifat, Klima. Bin dem gestrigen Wahlabendgeschwätz entgangen, indem ich Tagebuchblätter von Theodor Fontane las.
Abwesend (2): Auch die Wahlergebnis-Kommentare von heute, die großartig als Analysen verkauft werden, habe ich mir erspart. Es zählt nur, dass 208 Christunionisten und 120 Sozis in den Bundestag einrücken und die Kanzlermehrheit 316 Stimmen beträgt. Erwähnenswert bleibt bestenfalls, dass es für des Fitzens Traumkompanie schwarz-grün nicht reicht und die Grünen insgesamt für nix gebraucht werden.
Abwesend (3) waren die Auslandsdeutschen, die man – dieser Verdacht ist nicht nur bei mir aufgetaucht – von der Teilnahme an der Wahl ausgesperrt hatte, um im Bedarfsfalle einen Annullierungs-Grund bei der Hand zu haben, weil man die Möglichkeit eines übermäßigen Abschneidens der Blauen befürchtet hatte. Das ist nun nicht eingetreten. Ob allerdings BSW und FDP, die knapp unter der 5 %-Hürde blieben, sich hierauf mit Erfolg berufen können, bleibt zu bezweifeln, denn über den jetzigen gravierenden Wahlfehler müsste der neue Bundestag befinden, und der wird sich hüten. Das letzt-instanzlich zuständige Bundesverfassungsgericht wird sodann, nehme ich mal an, in absehbarer Zeit keinen freien Termin finden, um über eine solche Petitesse, wie das korrekt zusammengesetzte Parlament eine ist, zu entscheiden.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XV

22. Februar 2025

Das Ausmaß dessen, was Biden und Konsorten dem US-Staatshaushalt entnahmen, sprengt jede Vorstellung. So war nach dem Stand von vorgestern die Hälfte der Ausgaben von US Treasury ohne Zahlungsnachweise. Auch waren 4,3 Millionen Kreditkarten unterwegs, deren derzeit noch nicht namhaft gemachten Inhaber aufs Staatskonto zugreifen konnten. Einfach so. Oder zu welchem Zweck?
Der Tiefe Staat (2): Mit einer knappen halben Milliarde pro Jahr wurden Tausende von Journalisten aus den Geldkoffern von US AID geschmiert. Bis jetzt sind es lediglich die Länderquoten, die bekannt gemacht wurden. Spitzenreiter war die Ukraine, gleich gefolgt von Deutschland. Letzteres bekanntlich ein Entwicklungsland. Wundert sich noch wer über die hiesigen Mainstream-Medien?
Der Tiefe Staat (3): Keiner wundere sich über das Bemühen des von der Bühne abtretenden Joe, sich und seine Kumpels von der Strafverfolgung für die Zukunft freizustellen. Etliche Staaten haben bereits erklärt, dass die Bundesamnestie für ihre Justiz keine Bedeutung habe. Da werden wir noch Leute am Pranger stehen sehen. Doch meine Vermutung ist: Je weiter die Welle schwappt, desto eher werden die Leute akzeptieren, dass die Aufregung eines nicht zu fernen Tages nachlässt.
Der Tiefe Staat (4): Trump hat den obersten General (Joint Chief of Staffs) rausgeschmissen. Er war als erster schwuler Farbiger auf diesem Posten gefeiert worden und hatte groß angekündigt, für sich und seines gleichen in den Stäben sorgen zu wollen. Trumps kategorische Weisung an den Verteidigungsminister: Es komme allein auf die Kampfkraft der Streitkräfte an.
Der Tiefe Staat (5) und seine Feinde: J.D. hat mit ausdrücklichem Bezug auf die CBS-Berichterstattung deutschen staatlichen Vorgehens gegen die Meinungsfreiheit öffentlich gemacht, dass, wer so vorgehe, nicht mit Amerika befreundet sein könne. – Hallo, ihr Atlantiker, jetzt müsst ihr euch was einfallen lassen.
Der Tiefe Staat (6): Ich nehme an, dass die Enthüllungen über die Finanzierung deutscher Politiker und deren Parteien bald folgen werden. Damit schließe ich diesen Eintrag für heute ab und gehe gleich in morgendlicher Frische zum Wählen.

21. Februar 2025
Ganz-der-Vater, ganz-die-Mutter sind Sentenzen, die zu hören sind, wenn das Gespräch bei Tisch vom Politischen zum allgemeinen Tratsch übergewechselt ist. Die einschlägigen Wendungen stammen bevorzugt aus weiblichem Munde und bieten Spekulationsstoff ganz abseits des Umstandes, dass die so Bezichtigten es so gut wie nie mögen würden.
Bei Tisch (2): Wenig hilfreich ist es auch, wenn einer seine recht spezielle, sonst von niemandem geteilte Belesenheit statt einer Aussage abschießen muss. Erwähnen will ich wenigstens, dass mir kürzlich im einschlägigen Fall einfiel, den Erasmus aus Rotterdam einzuwerfen, dessen Lob der Dummheit ich als unlesbar bezeichnete.
Bei Tisch (3) in seinem Kitsch-Domizil in Florida stellte der Donald vorgestern klar, dass er dort nicht nur Golf spielt und sonnen-bräunt, sondern auch reale Politik macht. Die Ukraine bezeichnete er via Tweet als unverzüglich zu beendendes Verlustgeschäft. Die USA hätten sich unter seiner Ägide niemals in diesen Krieg von einem mittelmäßig erfolgreichen Komödianten hineinlocken lassen, der jetzt nicht einmal ein Mandat seiner Bevölkerung besitze, und daselbst 200 Milliarden US-Dollar mehr als die Europäer ausgegeben, wobei es für mehr als die Hälfte des Dollarflusses nicht einmal den Hauch eines Nachweises gebe, wo das ganze Geld geblieben sei.
Übern Teich (2): Das ist er nun, der alltägliche Donald, ruppig und unmissverständlich. Sein Vize setzte noch eins drauf: Die Leute sollten sich keinen Illusionen hingeben, dass das noch zu ändern sei. Wenn der Don sich einmal entschieden habe, dann bleibe er dabei.
Übern Teich (3): In DC regt sich Widerstand bei den republikanischen Abgeordneten und Senatoren. Sie wollen dem Präsidenten mit dem Hebel des Staatshaushalts in die Parade fahren. Stets mit am Mikrophon oder sichtbar in seiner Nähe der Senator Lindsey Graham, den mein Kopf seit vielen Jahren als Strippen-Zieher der Ukrainesache gespeichert hat. Er wehrt sich offenbar, als der Konkursverwalter einer gigantischen Fehlspekulation in die US-Analen einzugehen.
Übern Teich (4) und anderswo: Die amerikanischen Aufgeregtheiten nach dem amerikanisch-russischen Riad-Treffen und die Reaktionen des US-Präsidenten kommentiert Putin im russischen Fernsehen so: Es werde Zeit brauchen, bis ein für beide Seiten befriedigendes Ergebnis erzielt sei. Er hat offensichtlich nicht den populistischen Druck des Sofort-Erfolges.
Übern Teich (4): Tucker Carlson interviewt den Ungarn Orbán und fragt ihn, ob er eine russische Marionette sei. Anschließend lässt er ihm Zeit, seinen Standpunkt darzulegen. Für viele Amerikaner sicher Neuland, aber nachvollziehbar, denn er erzählt von der Notwendigkeit, die eigenen Interessen zu definieren.
Übern Teich (5) und anderswo: Prompt und wenig überraschend reagierte nach der Trump-Attacke und der gleich anschließenden Forderung von Selenskyj, eine Europa-Armee zu gründen, der polnische Außenminister Sikorski, der dergleichen kategorisch ausschloss. Auf welcher Schulter dieser amerikanisch-polnische National-Sozialist eigentlich trägt, ist mir bis heute unklar. Unauslöschlich in Erinnerung ist mir allerdings seine Gratulation an die US-Regierung einen Tag nach dem Anschlag auf die Nord Stream Gas-Pipelines. Ich habe mir gemerkt, dass dies unser Nachbar ist. Der Schauder verstärkte sich, als seine Frau letztes Jahr mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels bedacht wurde.
Übern Teich (6): Da wurden in der vorvergangenen Woche drei Staatsanwälte, Svenja Meininghaus, Matthäus Fink und Frank-Michael Laue, für die CBS-Sendung 60 Minutes zu ihrem Vorgehen gegen deutsche Bürger wg. deren angeblicher Hass-Kriminalität interviewt. Sie erzählten genüsslich von Durchsuchungen und Beschlagnahmen von Computern und Handys. Das sei meist Bestrafung genug. Sie ahnten nicht, was sie auslösten, als sie diesem prononciert linken Sender ihre Offenbarungen machten. Die Sache wurde in den social media zum Renner, und sie zeigte den hässlichen Deutschen in seiner ganzen boshaften Banalität. Pech gehabt. Jetzt sind sie über Nacht berühmt. Mir geht durch den Kopf, dass es bis kurz nach der Wende in Ludwigsburg die Zentralstelle zur Erfassung von Justizunrecht gab. Sie wurde, scheint mir, ganz zu unrecht aufgelöst.

18. Februar 2025
Fritze, der Kandidat, betont mit Nachdruck, dass er’s mit den Blauen nicht treiben werde. Ein klares Bekenntnis zum Weiter-so. Jetzt regt sich Widerspruch selbst bei den treuesten christ-uniönlichen Unterstützern, sprich Bild und NIUS. Man sieht also, dass die Wendehalswelle, die zum Jahreswechsel jenseits des Atlantiks losbrach, unsere woken Auen erreicht hat. Das bedeutet: Er wird Kanzler des rot-grünen Lagers, bis man ihm in DC den Stecker zieht. Zeitpunkt und konkreter Anlass ist mir noch unklar. Ich denke, einer von Trumps Leutnants (wie wäre es mit Richie Grenell?) wird sehr persönlich werden.
Das woke Lager (2): Während man mit der Binnenempörung über diesen J.D. (sprich: Djädie) Vance noch ausgelastet ist und das Duo Scholz-Annalena der Ukraine-Führung deutsche Multi-Milliarden verspricht und weitere Waffen zusendet und hierfür ganz ungeschminkt das Aus der Schuldenbremse ankündigt, treffen sich der US- und der russische Außenminister in Riad. Das liegt zwar nicht in unmittelbarer örtlicher Nähe des Ukraine-Konflikts, aber in der direkten Nachbarschaft eines anderen. Für Lawrow wird es ein Hochseilakt, denn der amerikanische Wunsch, die Palästinenser auszurotten, kann kaum im Interesse der russischen Mittelmeerpolitik liegen. Am Ende wird das Abwägen der Vorteile und das Prinzip von Hemd und Rock den Ausschlag geben.

16. Februar 2025
Die letzten drei, vier Tage hatten es in sich. Der Reigen wurde durch einen afghanischen Schwer-Verbrecher eröffnet, der mit seinem Mini in München in eine Gewerkschaftsdemo hineinraste. Von den mindestens 20 Verletzten starben spätestens gestern eine jüngere Frau (37) und ihr zwei Jahre altes Kind. Zur Verhöhnung der Opfer sprachen die Mainstreammedien von einem mutmaßlichen Anschlag. Selbst der zynischste Kritiker konnte sich nicht ausdenken, was dann geschah. Abends demonstrierten die Links-Faschisten an der Feldherrnhalle gegen rechts. Fackeln hatten sie, so weit ich erkennen konnte, nicht dabei.
Hauptstadt der Bewegung (2): US-Vizepräsident Vance sprach vorgestern auf der Wehrkundetagung. Was er zu sagen hatte, waren Ohrfeigen für die europäischen Kriegshetzer, denen er vorhielt, Furcht vor der eigenen Bevölkerung zu haben und ihre Länder durch Zensur und Massen-Migration aus dem Gleichgewicht zu bringen. Unverhohlen warb er, ohne deren Namen zu nennen, für die AfD. Nur Steinmeier und Pistorius wagten in Gegenwart des Gastes aufzumucken, der Rest hüllte sich in eisiges Schweigen.
Hauptstadt der Bewegung (3): Für den Kanzler hatte der Mann aus DC keine Zeit. Fritze, den Kandidaten, sprach er kurz. Ob dieser den öffentlichen Weckruf vernommen hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht entging ihm im vorgezogenen Siegestaumel, dass der Trump-Leutnant durchaus Zeit hatte, sich mit der blauen Alice zu treffen, die man selbstredend zum politisch korrekten Kongress nicht eingeladen hatte. Nun, sie wird die Gelegenheit zum Kennenlernen genutzt haben.
Hauptstadt der Bewegung (4) und die des Imperiums: Die Vance-Aussagen mit der soeben eingetrudelten Foreign Affairs verglichen. Während das vorletzte Heft noch die Welt im Krieg beschrieb, sehen die selbsternannten Weltherrscher des Council on Foreign Relations jetzt The Strange Triumph of a Broken America (den befremdenden Triumph des gebrochenen Amerika). Immerhin raffen sie sich dazu auf, Putin an einen Ort zu versetzen, von dem es keine Widerkehr gibt. Die US-Mainstreampresse assistiert, indem sie plötzlich Kartenbilder publiziert, die einen Grenzverlauf der Ukraine im Vergleich von vorher-nachher zeigen. Das ist neu. Ob es auch realistisch ist, steht in den roten Sternen. Die russische Propaganda hält dagegen, indem sie Karten der Restukraine publiziert, in welchen bezirksgenau dargestellt wird, welche Bodenschätze wo mit Schwerpunkt abgebaut werden

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13. Februar 2025Der Imperator lässt mitteilen: Der neue US-Verteidigungsminister bestellte gestern die Ukraine-Unterstützungsgruppe der Nato nach Brüssel ein, um sie mit den Beschlüssen seines Präsidenten bekannt zu machen. Diese würden ein Telefonat des Chefs mit Putin berücksichtigen. Man kann herauslesen, was nach Ansicht von Trump unter anderem besprochen sein könnte, nämlich dieses hier: Die USA ziehen sich aus der Ukraine-Sache umgehend zurück, weil sie ihre Schwerpunkte anders definieren. China und Nahost gehen vor. Die Grenzen der Ukraine von Anfang 2014 sei kein realistisches Szenario mehr, alles andere sei Sache der Europäer. – Ich folgere, die beiden Telefonierer müssen eine Tour d’Horizon unternommen und hierbei über eine Abgrenzung der Interessensphären gesprochen haben, hierbei fiel die Ukraine unter den amerikanischen Tisch. Was ihnen dafür konzediert wurde – und ob überhaupt etwas – ist schwer zu sagen.
Unterstützungsgruppe (2): Die wenigen Bilder, die vom Ereignis zu sehen waren, machten den Eindruck einer Versammlung von begossenen Pudeln.
Unterstützungsgruppe (3): Derweil telefonierten zwei bekannte russische Satiriker mit dem CDU-Kleinscharfmacher Wadephul, dem sie vorspiegelten, der ukrainische Präsidenten-Adlatus Jermak zu sein. Der Deutsche wedelte verheißungsvoll mit den Taurussen, die es unter Fritzes Herrschaft geben werde, und setzte mit der Bemerkung (sinngemäß) noch eins drauf, dass die Russen der Erzfeind seien. Natürlich kann man sich über soviel Dummheit ereifern, aber realistischer Weise muss man einkalkulieren, dass hier eine ganze Generation von überlebenden Alt-Kaltkriegern in ihrer Verkalkung beharrt und dieser Zustand offenbar vererblich ist

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12. Februar 2025
Das ukrainische Verteidigungsministerium verkündet den Aufbau einer 20 km tiefen Drohnenzone entlang der gesamten 1000 km langen Frontlinie, die jeden russischen Vormarsch stoppen soll. Ich halte den Ansatz nicht für realistisch: a) Es müssten riesige Mengen von Drohnen existieren, da allein die Russen bestimmen, wann und wo sie angreifen. b) Der Masseneinsatz von Drohnen gegen russische Einzelkämpfer verspricht wenig Aussicht auf Erfolg. c) Der erfolgreiche Einsatz setzt weitgehende Luftherrschaft voraus, wovon nicht ausgegangen werden kann. Deswegen halte ich die Initiative für Propaganda, die vor allem zur Stützung der Kampfmoral der eigenen Verbände dienen soll, und stellt vermutlich den Versuch dar, die um sich greifende Massenfahnenflucht abzubremsen.
Ostfront (2) Der russische Propagandakanal Rybar hat hierzu ein erläuterndes Kartenbild veröffentlicht, das auch insofern interessant ist, da es den aktuellen Verlauf der Frontlinie zeigt. Noch immer sind nicht alle Teile der beanspruchten Oblaste in russischer Hand, vor allem die Großstädte Saporoshje und Cherson nicht.

Ostfront (3): Nach mehreren Raketen und Drohnen-Angriffen auf russische Anlagen der Erdölindustrie in der vergangenen Woche, hat es am vergangenen Wochenende – ausdrücklich als Antwort deklarierte – massive Raketen- und Drohnen-Schläge gegen die ukrainische Stromversorgung in Kiew und anderen Großstädten gegeben. Es soll zu bedeutenden Stromausfällen gekommen sein. Die westliche Berichterstattung beschränkte sich darauf, getroffene Wohnhäuser in etlichen Städten zu zeigen.
Ostfront (4): Selenskyj brachte den Verkauf von Seltenen Erden als Pfand für weitere Geld- und Waffenlieferungen der Nato-Staaten ins Spiel. Die Reaktionen aus der neunen US-Administration sind uneindeutig. Ob tatsächlich ein substanzielles direktes Gespräch zwischen Trump und Putin stattgefunden hat, ist nach wie vor umstritten.
Ostfront (5): Es ist unübersehbar, dass es in den USA heftige Auseinandersetzungen über das Ukraine-Engagement gibt. Die Abzugs-Befürworter, wie namentlich Tucker Carlson, thematisieren die großen Mengen an Geld- und Unterstützungslieferungen, die im Schwarzen Markt verschwunden sind.

11. Februar 2025
Es ist der Fluch der bösen Tat, dass ich vor Wochen öffentlich machte, an einer Biographie der Autobiographien zu arbeiten. Während ich es sonst eher dankbar begrüßt habe, wenn mich Leser mit Material versorgten, an das ich sonst im Traume nicht herangekommen wäre, schwappt nunmehr eine Informationswelle über mir zusammen, die mich am ruhigen Durchdringen des Problems hindert. Was zum Beispiel soll ich mit dem Hinweis beginnen, dass Microsoft-Held Bill Gates soeben seine Kindheitserinnerungen auf den Buchmarkt gebracht hat, von denen ein Aufpapper auf dem Front-Cover zu künden weiß, dass es sich hier um einen Bestseller der Hamburger Illustrierten handele.
Mit und ohne Spiegel-Aufkleber (2): Nun ist es nicht nur so, dass ich grundsätzlich keine Bücher mit diesem roten Aufkleber erwerbe, weil ich den innewohnenden Hinweis für plumpe Lüge einschätze, sondern im speziellen Fall halte ich den Werbekleber für ein notwendiges Dankeschön an den Millionen sponsernden Gates mit seiner Menschheitsbeglückungs-Stiftung.
Ohne Spiegel-Aufkleber (3): „Vorteil für den Noch-Kanzler: Scholz hat schon bewiesen, dass er es nicht kann. Merz muss das erst noch“ (heute Nacht in den Leserbriefen der Zellerzeitung). 
Ohne Spiegel-Aufkleber (4) blieb die sog. Doktorarbeit von Robert dem Denker. Jetzt wird öffentlich gemacht, was der Plagiats-Jäger Weber hierzu mitzuteilen weiß – in meinen Worten: wissenschaftlich verbrämtes Geschwulstel. War mir, da bin ich gern Chronist, bereits am 24. Dezember 2023 aufgefallen, als ich das einschlägige Vorwort zu lesen versucht hatte. Das hier war in meinem elektronischen Einkaufsnetz hängengeblieben;„Wenn das, was Kant als Allgemeine Anschauungsformen a priori definierte, medial gebunden und mit konkretem Gehalt gefüllt wird, sind die Ergebnisse der Interpretation von den verschiedenen Strukturqualitäten der zu unterscheidenden Gattungen abhängig.“Alles klar? Na also.
Ohne Spiegel-Aufkleber (5), aber dessen Meldung belegend (Internetfund):

10. Februar 2025Nächtliches Nachsinnen über eine surreale Geschichte. Mehr als die Überschrift ist dabei nicht herausgekommen: Bitte nehmen Sie Ihren Bikini aus meinem Eisbecher. (Ich weiß schon, nicht kommentieren, einfach weiterlesen).
Surreal (2): Die Balten-Staaten verabschieden sich mit großem Pomp vom billigen Russen-Strom. Dochdoch, sie feiern das ganz real.
Surreal (3): Die polnische Staatsanwaltschaft erhebt angeblich Anklage gegen den MP Donald Tusk wg. versuchten Staatsstreichs. Ach, die Säuberung des Rundfunks und der Gerichte im vergangenen Jahr war nur ein Versuch? Zugleich verkündet Europas Lieblingsregierung in Warschau, sie werde den Teufel tun, die EU-Migrantenverteilung zu akzeptieren.
Surreal (4): Der US-Senat will den Gesundheitsminister Kennedy nur unter der Auflage akzeptieren, dass dieser keine Befugnisse hat.
Surreal (5): Da streiten zwei im Zwangsfernsehen, so lese ich heute früh, um die Würde der Bürde. Zwei Niemande im Lande Nirgendwo. Man kann zwischen beiden wählen, aber es bedeutet nichts.

Surreal (6): Während in Europa die Sonne untergeht, ist es in Amerika hellichter Tag.

9. Februar 2025
Während sich der linke Pöbel und Lenins nützliche Idioten auf Deutschlands Straßen tummeln, machen sich amerikanische Blogger über uns lustig. Manchmal denke ich, die Hiesigen müssten das doch mitkriegen, tun sie aber nicht. Stattdessen lädt der Merkel-Ex-Adlatus Heusgen die AfD und die Wagenknechte von der Münchner Sicherheitskonferenz aus, weil sie den Dialog stören. Das ist Orwell-Sprech. Ob er das weiß?

Die Medien überschlagen sich mit Meldungen über angebliche Friedensgespräche zwischen Trump und Putin. Weiß Putin auch schon davon?
Medien (2): In dichter Folge kommen die Geldausgaben von US AID ans Tageslicht. So gingen neben der offiziellen US-Hilfe ungezählte Dollar-Milliarden Jahr für Jahr in die Ukraine, um die Siegeslügen zu finanzieren. Falls es stimmt, dass aus diesem Säckel 90 % der Medienausgaben daselbst bestritten worden sind, dürfte es bald leiser werden an dieser wichtigen Psycho-Front.
Medien (3): Kein Mensch weiß, wie sich dies auf die ohnehin schon dürftige Moral der Bevölkerung auswirken wird. So gesehen dürfte der ukrainische Geheimdienst-Boss (GUR), Kirill Budanow, vor einigen Tagen prophetische Worte gesprochen haben. Er sagte im geheim tagenden Verteidigungsausschuss der Rada, dass es, wenn jetzt nicht massiv Unterstützungsgelder flössen, spätestens im Sommer ein unangenehmes Ereignis eintreten werde. Als das rauskam, ruderte er zurück und sprach von einem Scherz. – Mit Wilhelm Busch zu sprechen: Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

7. Februar 2025
Sören?

…echt.

6. Februar 2025
Ebbe im Karton: Argentinien tritt aus der WHO aus. Da werden in Genf bald ein paar Luxuswohnungen frei.
Ebbe (2): Die Abwahl von Bolsonaro in Brasilien wurde von US AID ermöglicht, wie man jetzt nachlesen kann. Kann man abwarten, wie es nun ohne finanzielles Polster aus DC mit Lula, dem adlig-sozialistischen Vorgänger und Nachfolger im Amt weitergeht.
Ebbe (3) auch in der Kriegskasse von Politico, das US-Linksstream-Magazin gehört zum Springer-Imperium. Nehme mal an, dass Gates nicht alle Lücken wird schließen können, die sich bei deutschen Propagandisten jetzt auftun.
Ebbe (4): Als Rettungsanker wirft man in den USA jetzt Desinformation aus und erkennt plötzlich, wie sich die Angriffe auf die Seekabel-Verbindungen in der Ostsee und der Straße von Taiwan ähneln (der Xi war’s). Bei der Ostseekarte fiel mir auf, dass Nord Stream erst gar nicht erwähnt wird. Ist schließlich kein Kabel, sondern aus Stahl und Beton und wäre – ganz sicher – mit einem Schleppanker nicht wegzureißen gewesen.

Ebbe (5): Immerhin reicht das Budget bei der Illustrierten Der Spiegel noch aus, um Putin zu bezichtigen, Autoattentate mit Bauschaum in D veranlasst zu haben, um die Taten den Grünen anzulasten. Heiliger Robert rette uns (oder ist hier Sancta Simplicia zuständig?).

5. Februar 2025Jena, am Kneipentisch: Es spricht einer grinsend von der Katarina Witt der politischen Ökonomie. Es dauert einen Moment, bis bei mir der Groschen fällt (Hilfestellung für Auswärtige: die Kati = schönstes Gesicht des Sozialismus).
Kneipentisch (2): Was ich an haarsträubenden Fällen über das Wüten der hiesigen Justiz zu hören kriege, spottet jeder Beschreibung. Diese schrecklichen Juristen exekutieren kaltschnäuzig das offensichtliche Unrecht der Corona-Diktatur. Sie taugen für jegliches System. 

Kneipentisch (3): Neue Gesichter, neue Ideen. Ich danke derjenigen, die mich dazubrachte. Sie wird schon wissen, wer gemeint ist.

Der neue Mann in DC agiert wie ein altrömischer Imperator. Derzeit genügt ihm die Drohgebärde, um die Welt ringsum auf Linie – seine Linie – zu bringen. Kolumbien, das sich seiner Rückabschiebung von Zuwanderern widersetzen wollte, wurde exemplarisch unter Druck gesetzt und knickte sofort ein. Wer oder was folgt als nächstes?
Imperium (2): Es ist das Wunderbare an historischen Vergleichen, dass sie nie auf den Prüfstand ihrer Richtigkeit müssen. Deswegen sind sie ein beliebtes Spiel unter Intellektuellen, die niemals auch nur den Hauch einer Chance haben, an den Hebeln der Macht zu spielen.
Imperium (3): Caesars letzte Worte waren dem Vernehmen nach: Auch du, mein Sohn Brutus. – Ich hätte da bereits eine Idee.
Imperium (4),  als unaufschiebbare Eilmeldung um 10 Uhr morgens MEZ: Trump will den Gazastreifen übernehmen. Damit hat er den Limes überschritten.

4. Februar 2025
Das Plattmachen von US AID gestaltet sich in der Praxis nicht so einfach wie angekündigt, denn das Aus bedeutet für Tausende, wo nicht Zehntausende von Nutznießern ein jähes Ende ihrer eigennützigen Bemühungen unter dem heuchlerischen Banner von Menschenrechten und democracy. Das Geflecht an Geldwäschern ist so verschlungen, dass es wahrscheinlich ist, immer mehr Beteiligte in Behörden, privaten Interessengruppen und Großvermögen ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren, von denen eines sicher ist: Sie werden sich wehren. Elon, das Wunderkind, das den Sumpf trockenlegen soll, lebt nunmehr gefählich.

Falsche Flagge (2): Die herrschende Klasse der USA hat seit Jahrzehnten diese Verquickung von Staats- und Privatvermögen zum Zwecke der Herrschaftssicherung eingeübt. Das erste, mir bekannt gewordene Manöver war der Marshall-Plan, der vor rund 75 Jahren das Licht der Welt erblickte. Das tollste an ihm ist, dass die zugrunde liegende Struktur noch heute existiert.

3. Februar 2025
Vor Wochen befasste ich mit dem Problem unterschiedlicher Socken beim morgendlichen Ankleiden. Meine Bemerkungen, dass und warum ich das hinnehme, haben mir viel Zuspruch eingebracht. Ich bin also nicht allein. Gestern Morgen nun stellte ich fest, dass es drei Socken waren, die zusammengekrempelt vorgaben, ein Paar zu sein. Ich entschied mich für zwei davon, um dann beim Anziehen der Straßenschuhe festzustellen, dass einer dunkelblau, der andere grau ist. Der Dritte im Bunde war auch grau, aber deutlich heller. Man sieht, die Probleme werden vielfältiger.
Mich mit der Sockenfrage zu befassen, erscheint mir befriedigender als mit dem Gewäsch der politischen Klasse, das sich um die Springprozession des Kandidaten M. rankt. Sein Angriffsgeschrei ist vor drei Tagen im konzentrierten Beschuss von Ewiggestrigen im Bundestagsplenum übertönt worden. Die Blase debattiert nun, ob das dem Fritze schadet oder nicht. Vorgestern Abend bügelt er seinen Mutanfall wieder aus, indem er erklärt: Jede Stimme für die AfD sei am Tag nach der Wahl eine verlorene Stimme. Bleibt selbst für Mainstream das zwiespältige Resultat: Er kann es nicht.
Propheten im eigenen Lande: Einen strahlenden Sieg von schwarz-rot-grün vermag niemand mehr sicher vorherzusagen, weil doch eigentlich bei des Merzens Pleite jetzt für grün und rot die Zahlen explodieren müssten. Tun sie aber nicht. Noch drei Wochen Prognosetheater.
Am Wochenende ließ Donald der Friedensstifter Ziele in Somalia aus der Luft angreifen.

31. Januar 2025Gestern Abend die Senatsanhörung der von Trump vorgesehenen Direktorin für Nationale Geheimdienst-Informationen (DNI) Tulsi Gabbard am Bildschirm verfolgt. Strikter Widerspruch bei etlichen Senatoren, die es der Seitenwechslerin von den Demokraten ins Trump-Lager nicht verzeihen können, dass die von ihnen Examinierte sich nicht entschließen kann, den Verursacher des größten Geheimdienst-Skandals der USA, Edward Snowdon, einen Verräter (traitor) zu nennen, oder ihren Ausspruch am Abend des russischen Einmarsches in die Ukraine (Februar 2022) zu widerrufen, dass es hierfür auch im Westen zu suchende Gründe gäbe.
DNI (2): Die Dienstobliegenheit des Chefs der zugehörigen, 2001 eingerichteten Dienststelle (ONI) ist es, dem US-Präsidenten täglich ein Lagebild aus Geheimdienst-Informationen (intelligence) vorzutragen – eine Übung, über die man in D lächelt, wo es üblich ist, dass die Leiter der Dienste die politischen Führer selten oder nie sehen.
DNI (3): Die von Trump Ausgesuchte (pick) wirkt zurückgenommen und taff. Etliche Jahre im Dienst von Armee und Nationalgarde sowie eine Reihe von Wahlperioden als Kongressabgeordnete für Hawaii lassen vermuten, dass sie der Geheimdienstarbeit distanziert gegenübersteht. Eine heikle Position zwischen einem – höflich formuliert – schwierigen Chef und einem Klientel, das das Mauern zu seinen Lieblings-Gepflogenheiten zählt.
DNI (4): Bemerkenswert ist der Disput zwischen einigen Senatoren und Gabbard, der man zu unterstellen sucht, sie sei in Fragen des Nahen Ostens politisch unzuverlässig. Sie kontert, kein Verständnis dafür zu haben, dass CIA & Co immer wieder islamische Extremisten aufgerüstet hätten, um hernach festzustellen, dass sie den USA schwer schaden würden. Sie nennt explizit die jetzt in Syrien an der Macht befindlichen Steinzeit-Islamisten.
DNI (5): Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sie Tabu-Brüche nicht scheut. Sie redet, wie eine Abgeordnete mit freiem Mandat. Aber wie lange noch?

30. Januar 2025Nix weiter passiert, gestern im Bundestag. Eine denkbar knappe Mehrheit aus CDU, AfD, FDP und einzelnen fraktionslosen Abgeordneten, stimmt der Asyl-Wende-Resolution der Firma Merz zu. Aus CDU und FDP etliche auch nicht, die von SPD und Grünen sowieso nicht. Zur Sache sprachen nur die von AfD und FDP, alle anderen fanden nur die Kraft zum Pöbeln. Das war nicht erstaunlich, sondern eher verwunderlich, dass Alice für ihre Verhältnisse ruhig und beherrscht sprach, bei Lindners sachlichem Beitrag hingegen besteht der Verdacht, dass dies sein Abgesang gewesen sein könnte, denn nach drei Jahren Ampel haben sich seine Wähler in alle Winde zerstreut.
Ampel-Gehampel (2): Natürlich fragt sich selbst der Politikfromme: Wenn die Mehrheit diese hier ist, warum regiert der Fritze nicht bereits seit Dezember? Die Antwort lautet wohl: Schiss gehabt.
Übern Teich: Der Donald holzt in DC, dass die Fetzen fliegen. 2 Millionen Bundesangestellten ein Angebot zum Ausstieg gemacht. Die Besten werden‘s als Erste nutzen, das wäre normal.
Übern Teich (2): Bei US AID – das ist die Einrichtung die den Leuten auswärts die democracy bringt – alle führenden Kräfte in den bezahlten Kündigungsurlaub geschickt und die Haushaltsmittel gesperrt. Hier wird die Weltmacht neu justiert.

29. Januar 2025
Weltmacht mit Hindernissen: Die angeblich künstliche Intelligenz eines chinesischen Software-Unternehmens lässt den angeblich uneinholbaren Vorsprung der US-Cracks über Nacht dahinschmelzen. Und damit verbunden der Verlust in Milliarden an Dollarvermögen, deren Höhe und Grund sich meiner Vorstellungskraft entzieht. Das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern in digitaler Form.
Künstliche Intelligenz (2): Im Bundestag will heute der angeblich nächste Kanzler verhindern, dass die Falschen seinem für richtig gehaltenen Antrag zur Ausländerschwemme zustimmen. Wat nu? Auf jeden Fall wird man eine Debatte führen, die mit dem Thema nichts zu tun hat. Alles andere wäre echt Nazi.
Künstliche Intelligenz (3) bestimmt angeblich zunehmend das Schlachtfeld an der Ostfront. Mir kommt es so vor, als sei es in erster Linie die Kampfmoral der Soldaten.

27. Januar 2025
Gelinde gesagt sind die Signale aus DC verwirrend. Ich denke mal, dass nach der Krönungsshow jetzt die Mühen der Ebene beginnen. Innen: Widerstand der Auszumusternden von der Verwaltungsfront – es sind Tausende. Außen: Drohen mit neuen Wirtschaftssanktionen. Das ist besonders gegenüber Russland eher lächerlich. Nur nebenbei bemerkt: Die außereuropäische Welt merkt das und merkt es sich. Garantiert.
Verwirrt oder verwirrend (2): Bei Trucker Carlson sagte Trump im November 2024 dieses hier: Ich habe Nord Stream 2 zerstört (wörtlich: „I killed Nord Stream 2“). Da er bei dem Terror-Verbrechen selbst nicht im Amt war (September 2022), kann es nur bedeuten, dass es in seiner Amtszeit vorbereitet wurde, und er es nach wie vor gutheißt [dokumentiert bei der Hindustan Times, https://www.youtube.com/watch?v=ATX7g9W5ZZw | 3.32.09-11].
Verwirrt oder verwirrend (3): Fritze, der nächste Kanzler, will seinen Asylrundschlag am kommenden Mittwoch im Bundestag nun mit der Floskel verbinden, dass die AfD an allem schuld sei. Er nennt das: den Regierungsparteien entgegenkommen. Na endlich, wurde auch Zeit.

26. Januar 2025
Gestern schreit mich die Bildzeitung, das Amtsblatt für die Wiederinstallierung der Christunion, in der Kaufhalle an, dass Fritze M. jetzt sofort das Asylrecht verschärfen will – mit welcher Mehrheit auch immer. Das bedeutet im Klartext mit AfD und FDP, mit wem auch sonst?
Klartext (2): Fritzes Vorstoß ist nichts anderes als der letzte Versuch, eine selbstrettende Rettungsleine gegen den grassierenden Stimmschwund auszuwerfen. Sie dient in Wirklichkeit nur dazu, das Wahlvolk zu veralbern, denn es bedarf keiner Änderung des geltenden Rechts, um den illegalen Zustrom zu stoppen, sondern der Wiederaufnahme des Gesetzesvollzugs des geltenden Rechts. Und genau das werden die Inhaber der Posten und Pöstchen der Bundesregierung nicht tun. Sie werden am eigenen strafbaren Handeln, das 2015 von Merkel eingeführt wurde, festhalten.
Klartext (3): Auf den Straßen versammelte sich derweil der linke Mob der Ewiggestrigen, um für die Fortsetzung der regierungsamtlichen Straftaten zu demonstrieren. Zehntausende wurden unter dem Motto „gegen den Rechtsruck“ mobilisiert.
Klartext (4): Elon, das Wunderkind, wurde in die Wahlkampfshow der AfD per Bildschirm eingeblendet. Er rief dazu auf, den Schuldkomplex abzulegen und stolz auf das eigene Land zu sein. Tja, wenn der das sagt.
Klartext (5): Dem Gerede über den neuerlichen Vorstoß, per Bundestagsbeschluss ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht einzuleiten, wird in der öffentlichen Debatte entgegengesetzt, dass die Zeit in den kommenden 4 Wochen nicht ausreiche, um die Partei zu verbieten. Als ob es darauf ankäme. In Wirklichkeit hätte, wenn jetzt noch der Beschluss gelingt, das Gericht alle Zeit der Welt, ein Verbot auszusprechen – ganz unabhängig davon, wie die Wahl ausgegangen sein wird

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24. Januar 2025
Kaum gestern aufgeschrieben, muss ich es heute korrigieren: Stronzo ist nicht der italienische Stinkefinger, sondern die korrespondierende Körperöffnung, möglichst vulgär. Stellt sich dem Ostfrontbeobachter die Frage: Wie sag ich’s auf Russisch? Hier die Antwort der gebildeten Leserschaft: Dortzulande hat man es lieber sexuell und verwendet den Daumen zwischen Zeige- und Mittelfinger. Der dazu passenden Ausdruck ist фига (Figa)  oder дуля (Dulja).
Korrektur (2): Die Experten haben alle Hände voll zu tun. Sie bramarbasieren, was der Donald von seinen Ankündigungen alles nicht wahr gemacht hat, obwohl er schon drei Tage im Amt ist. Ich denke, da wird es noch die eine oder andere Überraschung geben, was – zugegeben – eine Plattheit ist.
Korrektur (3): Am wildesten schießen die Gerüchte ins Kraut, ob und wie Trump den Umgang mit dem ukrainischen Mündel ändert. Am meisten wird erörtert, ob er das überhaupt kann. Man wird es frühestens in einigen Tagen erahnen können. Auf jeden Fall werden da die Fetzen fliegen, denn es geht um riesige Vermögen, die auf der Kippe stehen.
Korrektur (4): Keinen Anlass zu einer solchen sieht die beste Außenministerin , die wir je hatten, nachdem der deutsche Botschafter, ein grüner Parteigenosse, den ins Amt kommenden US-Präsidenten in einem Bericht wüst anpöbelte. Anstatt den Mann umgehend zurückzubeordern, sieht sie die Notwendigkeit, dem Bericht zuzustimmen und eine Untersuchung im AA einzuleiten, wo denn die undichte Stelle sei, aus der das Wunderwerk an die Öffentlichkeit gelangte. Viel Spaß dabei. Am Ende wird es dann wieder der böse Putin gewesen sein (= Patentlösung der letzten drei Jahre).

23. Januar 2025
Dazugelernt: Das italienische Wort für Stinkefinger heißt stronzo (was ich vertrauensvoll den Leserbriefen der nächtlichen Spaet-Nachrichten entnehme).
Dazugelernt (2): Nach dem gestrigen afghanischen Messergemetzel im Aschaffenburg mit mindestens 2 Toten will Mainstream jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen: die AfD verbieten. Dazugelernt (3): In Davos Starauftritt des kleines Mannes aus Kiew. Jetzt will er nicht mehr den Iwan hinter die Wolga zurückschlagen, sondern Fußtruppen, damit er nicht untergeht. Die anwesenden Oligarchen und ihre mitlaufenden Politakteure tauschen zwar Brüderküsse mit dem Habenichts, schielen aber heimlich nach DC.
Dazugelernt (4) und beinahe übersehen: Larry von Blackrock hat sich, wie er soeben in Davos mitteilte, mit Leuten unterhalten. Dabei ist rausgekommen, dass Einwanderungsgesellschaften den Fortschritt behindern. Die schrumpfenden Gesellschaften seien eindeutig im Vorteil. Damit kippt er ein schlecht funktionierendes Investitions- und bisheriges Weltbeherrschungs-Modell auf dem Müll. 

22. Januar 2025
Die große Show vom vorgestrigen Montag klingt nach. Jetzt ist Zeit, die Eckdaten festzuhalten. Für Trump hat Minuten nach seiner Vereidigung der Kampf gegen seine innenpolitischen Feinde begonnen. Aus den zahlreichen Präsidentenerlassen, die er an Ort und Stelle im Kongressgebäude unter den Augen des Publikums unterzeichnete, ragen die über die beschleunigte Bereinigung des Regierungskörpers, die Ausrufung des Notstandes an der Südgrenze, der Stopp der E-Auto-Bezuschussung und des weiteren Windmühlen-Ausbaus sowie die Kündigung des Klimaschutz-Abkommens und der sofortige Austritt aus der WHO heraus. Nun gut, die regierungsamtliche Feststellung, dass es nur Männer rund Frauen gibt, wollen wir nicht vergessen.
Feinde (2): Während Biden die letzten Momente seiner Amtszeit am Montagmorgen nutzte, um eine noch nicht genau bekannte Vielzahl von Personen vor zukünftiger Strafverfolgung zu schützen, erging Stunden später Trumps Gnadenerlass für die bereits Verurteilten des sog. Sturms auf den Kongress vor vier Jahren. Der Jurist in mir fragt nach, ob das überhaupt möglich ist, das Gnadenrecht auf zukünftiges Behördenhandeln auszudehnen. Ich denke, ich werde nicht der einzige sein, der diese Frage nach der Aushebelung der Rechtsstaatssystematik aufwirft.
Feinde (3): Der gestrige Tag war in den USA bereits durch Klagen der durch die Präsidentenerlasse betroffenen Personen und Organisationen geprägt.
Feinde (4): Außerhalb des Imperiums traf man sich in Davos und versicherte sich gegenseitig, dass gar nichts passiert sei. Welche tumbe Regie den Beginn des Treffens ausgerechnet auf den Krönungstag in DC gelegt hat, möchte man schon mal wissen, denn die US-Show warf einen derartigen Schlagschatten, dass das Alpendorf nicht zum Glühen gebracht werden konnte. Das Donnern der Lear-Jets in Zürich ging im Radau amerikanischer Militärmusik unter, die über den Atlantik schwappte.

20. Januar 2025
Der große Klamauk in DC wird heute nach innen verlegt, weil es draußen zu kalt ist. So sagt man. Wir sind nicht gezwungen, es zu glauben.
Klamauk (2): Mit den Prognosen könnte man Bücher füllen. Aus diesen schälen sich zwei gegensätzliche Grundtöne heraus: a) Er wird mit dem Tiefen Staat aufräumen. b) Er wurde mit dessen Zustimmung und Unterstützung ins Amt befördert. Beide Varianten sind nur schwer miteinander kombinierbar.
Klamauk (3): Wenn allerdings eines an dem gesamten Komplex wundert, dann doch dies: Die einstigen rabiatesten Gegner sind Mann um Mann in überholendem Gehorsam zu Kreuze gekrochen und haben eine Mio. Dollar oder mehr für eine Eintrittskarte geblecht.
Klamauk (4): Nur in D haben die Plapperer nicht die Kurve gekriegt. Lediglich der König von Bayern hat sich – nicht unerwartet – in seiner neuen Gummihose gezeigt

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18. Januar 2025
Die Meldungen über den Waffenstillstand im Israel-Gaza-Krieg sind so widersprüchlich, dass sie bestenfalls weiteren Spekulationen Tür und Tor öffnen. Warum sich die Hardliner in Jerusalem, wie sie verlautbaren, erpresst fühlen, kann ich nachvollziehen, denn sie hatten auf eine Endlösung gezielt. Jetzt giften sie gegen Trump, obwohl der noch gar nicht am Ruder ist. Zur Krönungsmesse nach DC scheinen sie jedenfalls nicht eingeladen worden zu sein.
DC (2): Dort wird Germany durch den deutschen Botschafter und Tino, den selbständigen Malermeister aus Ostsachsen, vertreten. Man staunt Bauklötze und fragt: Wer war das? Elon, das Wunderkind? Dass Copilotin Alice wg. Wahlkampf-Terminen absagte, kann man nur als strategischen Fehler bei der Schwerpunktsetzung bezeichnen. Was ist das Mikro in Kleinkleckersdorf gegen die Weltbühne?

17. Januar 2025
Auf Prabels Bloc (https://www.prabelsblog.de/2025/01/kalifornien-koennte-so-schoen-sein-ohne-demokraten/) lese ich als Nachgeschmack zu dem Bränden in Kalifornien das hier „…wie man einen Hausstandort auswählt. Zu den Risiken zählen Hochwasser, Brandgefahr, gefährliche und lästige Tiere, intellektuelle Nachbarn, Verkehrslärm, Alleinlagen, militärische Anlagen und Rüstungs-Betriebe“.
Fremde Gedanken (2), diesmal aus den Leserbriefen der Zellerzeitung: Um meine Aufmerksamkeit wetteifern „Meldestellenwerktätiger“ und „Grüne planen Alternativveranstaltung zu Trumps Amtseinführung +++ Krönungsmesse von Robert Habeck zum Klima-Messias am Potsdam Institut für Klimawitzeforschung +++ Klimagottesdienst wird geleitet von Katrin Dingens-Dingens“. Das müsste reichen für den Tag, der eine ereignislose Woche abschließt. Warum stört mich das bloß nicht? Andere mögen mehr erlebt haben.

16. Januar 2025
Als ich bei Stefan Zweig lese, dass er zur vorletzten Jahrhundertwende in Berlin eine wirre Truppe kennengelernt hatte, die sich dreist Die Kommenden nannte, hat es bei mir klick gemacht, denn das ist vielleicht der Begriff, nach dem ich schon lange gesucht habe.
Wirr (2): Die Siegesmeldungen in der Mainstream-Journaille über den Waffenstillstand im Gaza haben mir morgens nur ein Grinsen abgenötigt. Und richtig: Wenige Stunden später widerrief der Kriegsherr aus Jerusalem und sprach von Erpressung. Nebenbei: Der muss sich ja sicher sein, dass der Donald es in seinem Sinne richten wird. Nun, wir werden sehen.

14. Januar 2025
Komm zur Vernunft, ist ein Apell, dessen Widersinn den meisten Zeitgenossen, an den er ergeht, auf die Stirn geschrieben steht.
Unvernunft (2): Da versammeln sich fünf Wehrministern vorgestern in Warschau, um die Fortsetzung des Krieges in der Ukraine zu bereden, die von England, Frankreich, Italien, Deutschland und Polen. Alle fünf haben Interessen, Eigeninteressen zumal, die nicht miteinander harmonieren: Bodenschätze, Waffenhandel, Landraub, Führer-Attitüden, Ablenkungs-Manöver. Man suche sich etwas aus.

13. Januar 2025
Am Wochenende haben die Parteien Heerschau gehalten. Wen interessiert eigentlich außerhalb der unmittelbar Aufmarschierten, was das geredet und gemeint wird? Mich jedenfalls nicht.
Schall und Rauch (2): Die flotte Jette aus Dänemark trifft sich mit dem Chef von Grönland. Den einen könnte ich mir auf einem Kajak beim Robbenfang vorstellen, die andere als unübersehbare Frontfrau in einem Käserei. Vielleicht überlegen sie zusammen, ob die Schlosswache von Christiansborg hinreicht, um dem Trump Paroli zu bieten, denn sonst ist nichts mehr da, weil man alles, was schießen konnte, in die Ukraine verscherbelt hat. – Auch zum Schießen: Der kleine Mann aus Kiew hat bereits seine Hilfe angeboten.

12. Januar 2025
Verbrannte Erde: Der Blick auf die von Feuersbrünsten zerstörten Siedlungen von San Francisco geben einen Eindruck von dem, was linke Politik zu zerstören vermag, ganz ohne dass ein äußerer Feind Hand anlegen muss. Es ist nicht damit zu rechnen, dass hieraus die notwendigen Konsequenzen gezogen werden.

11. Januar 2025
Wer soll das bezahlen: J.P. Morgan, die Bank ohne die nichts geht, steigt aus der Klima-Religion aus.
Ausstieg (2): Master Zuckerbook verabschiedet sich von seinen Zensur-Brigaden. Falls auch in D, wird demnächst Correctiv seine Bilanzen korrigieren müssen.
Ausstieg (3): Canadas Noch- oder Ex-Premier widerspricht den Trump-Plänen, das nordamerikanische Riesenreich einzugemeinden. Ehe das passiere, werde es in der Hölle Schneebälle geben. Dass er dies auf Twitter lautmalt, bringt dessen Eigentümer auf den Plan. Mädchen, so schreibt er, du bist kein Premier mehr, und wer interessiert sich eigentlich für das, was du meinst?
Ausstieg (4): Robert Kagan, der böse Geist der US-Kriegstreiber-Gilde vertraut The Atlantic an, dass, wenn man sich jetzt nicht zu großzügigster Hilfe entschließe, die Ukraine in 12 bis 18 Monaten weg sein werde und zwar insgesamt. Das Bild, das dem Artikel beigegeben ist, zeigt einen Mann, der so fett geworden ist, dass ich mir ernsthaft Sorgen mache. Nebenbei dies: Wo steckt eigentlich seine ebenso erschreckend verfettete Frau (Victoria Nuland), von der ich seit ihrem Ausschied aus dem State Departement im vergangenen Frühjahr nichts mehr gehört habe? Ist sie jetzt daheim und hat die Küchenschürze um?
Derweil an der Ostfront: Russische Truppen haben über Nacht Europas größten Lithium-Abbau westlich von Donjezk eingenommen. An wen mag das alles verpfändet gewesen sein (man sollte vielleicht Robert Kagan mal anfragen). Die schönen Pfandbriefe sind jetzt Makulatur und die vielen Dollar perdu.

Über Nacht (2) die A.M.-Biographie von Vera Lengsfeld gelesen. Da steht jetzt eine gründliche Besprechung ins Haus. Das scheint mir dringlich, obwohl ich mir geschworen hatte, die schreckliche Person (nicht die Lengsfeld) nie wieder zu erwähnen. Las anschließend zur Entspannung den kurzen Text von Arno Schmidt über seinen Atheismus. Was für ein Gegensatz.

10. Januar 2025
Trump entfaltet vorgestern vor den Ohren der entgeisterten Weltöffentlichkeit sein außenpolitisches Programm. Canada soll in die Union und Panama an die Kandare, Grönland will er kaufen, die Europäer sollen für ihre Verteidigungsfähigkeit selber sorgen. Habe ich was vergessen? Ach ja, den Ukraine-Konflikt will er nun doch nicht in 24 Stunden lösen, das wird Zeit brauchen.
Trump (2): Derweil will heute ein New Yorker Richter in die US-Geschichte eingehen und den Gewählten in den Knast stecken. Das wird Ärger geben. Das auf jeden Fall. Der Supreme Court hat heute Nacht eine Intervention zugunsten des Delinquenten abgelehnt.

8. Januar 2025
Treffe mich mit einigen, die auch nichts wissen, dies aber nicht wissen, womit ich deutlich mehr weiß als sie.
Ebenso zeitgemäß: Die Erfurter Staatskanzlei verbirgt sich hinter einer Plane. Klarer kann man den Slogan Gesicht-zeigen kaum zum Ausdruck bringen.
Auch von vorgestern: Die beiden Spiegel-Titel, der echte und der gefälschte. Halte sie hier fest, da ich mich nicht entscheiden kann, welchen ich bizarrer finden soll.

7. Januar 2025Inzwischen ist der Krieg der Mainstream-Maulhelden entbrannt. Ihr übliches Spiel alle gegen einen konzentriert sich auf Elon das Wunderkind. Sein provokatives Eintreten für Weidel und die AfD hat eine Qualität erreicht, dass die Verschweige-Taktik nicht mehr funktioniert. Also randaliert man.
Mainstream (2): Daneben wirkt der Vergöttlichungsversuch der Hamburger Nachrichten-Fabrikanten für Robert den Denker wie eine fade Klamotte. Komplett aus der Zeit gefallen. Die Gegenseite reagiert mit Hohn und publiziert eine Spiegel-Fälschung mit Joseph Goebbels auf dem Titelblatt.
Mainstream (3): In Wien wird nach dem Scheitern des Koalitions-Marathons nebst Kanzler-Rücktritt der Regierungs-Auftrag an den FPÖ-Kickl gegeben.
Bildlicher Nachtrag zum Wochenende in Damaskus bei den gemäßigten Rebellen. Is was? Nebenbei: Das Verschwinden von Annalena sorgt dafür, dass der Blick sich auf den neuen Chef konzentriert. Auch der ungewohnte Anzug kann nichts abmildern.

6. Januar 2025
Was man selbst so glaubt, nennt man ohne zu zögern Glauben, bei anderen fügt man ohne Scheu das Präfix Irr- oder Aber- hinzu. Beide schmücken auch gern das Wort Witz in seiner ursprünglichen Bedeutung.
Warum ich mit diesen Gedanken aufwache, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht weil die Katholiken heute der drei Könige aus dem Morgenland gedenken, deren Namen ich mir nie komplett merken kann. Spekulatius ist jedenfalls falsch. Da bin ich sicher.
Ostfront: Das Ende des Gastransfers durch die Ukraine wurde durch die Regierung in Kiew veranlasst. Die Folgen werden sichtbar. Als erstes trifft es Transnistrien, wo zum Wochenende die Lichter ausgegangen sind. Es soll die Unterwerfung der Russischsprachler unter Moldawien erzwungen werden. Zunächst blieb aber auch erst einmal dort der Strom weg, und es stellt sich die Frage, ob Rumänien Ersatz schaffen kann. Bleibt die zusätzliche Frage, ob die beiden anderen Hauptbetroffenen der Kiewer Gassperre jetzt ernst machen und die Ukraine von den Stromlieferungen, vor allem aus der Slowakei, abklemmen.

5. Januar 2025Orden: Die einen kriegen sie umgehängt, die anderen das K…n. So bei Joes gestrigem Zeremoniell der letzten Freiheitsmedaillen, die er kraft Präsidentenamtes vergeben kann. Neben Film- und Sport-Stars betrifft es Hillary und Gjörgy, letzterer besser bekannt unter seinem US-Pseudonym George Soros. Offenbar ist er nicht mehr gut genug zu Fuß, so dass der Sohnemann den Orden abholen muss. Die Szene ist sehenswert, denn Soros jun. tätschelt zum Schluss dem greisen, ins Leere blickenden Biden für eins, zwei Sekunden den Unterarm, bevor er sich wieder auf seinen Platz begibt.
Orden (2): Mir geht die parallele Szene aus den letzten Amtstagen von Obama durch den Kopf. Ihm zur Seite damals der wie stets grinsende Bill Gates und seine mit gutem Grund ernstere Belinda. Nun ja, gute Taten bedürfen der Belohnung und sei es auf den letzten Drücker.
Günthersdorf, jenseits der Leipziger Westgrenzen, beherbergt seit Jahr und Tag, von der A 9 aus unübersehbar ein Einkaufszentrum mit den Möbelhäusern Ikea und Höffner. Da ballen sich am gestrigen Samstagnachmittag Menschenmassen, als gelte es Stadt und Land neu einzurichten. Der Unterschied: Bei Ikea drängt man unfroh vorwärts, bei Höffner ist Platz zum Flanieren.
Günthersdorf (2): Als eine freundliche Weibsperson mich fragt, womit sie mir helfen könne, entsteht ein Geplänkel über die zahlreichen zu Dekorationszwecken aufgestellten Bücher. Sie geht zu meiner Erheiterung darauf ein und drückt mir eines davon in die Hand, was sie mir empfehlen könne. Es ist eine Autobiographie der Schauspielerin Liv Ullmann. Ich tausche sie später gegen eine der Journalistin Carola Stern aus.

4. Januar 2025
Er habe sich, schreiben die US-Medien, in Deutschland oder der Ukraine oder sonstwo, wo er zuvor als Kommando-Soldat stationiert war, radikalisiert, Jabbar, der Mann, der in New Orleans am Neujahrstag Amok fuhr.

Amerika (2): Der New Yorker Richter Juan Mechan will am 10. Januar 2025 das Urteil gegen Trump im Verfahren wg. der angeblichen Bilanzfälschung verkünden. Und dann? Lässt er ihn einsperren, so wie schon mehrfach von ihm angekündigt? Ihm bleiben 10 Tage Zeit, um das durchzusetzen.
Amerika (3): Die Präsidentin von Honduras kündigt die Schließung der US-Stützpunkte in ihrem Lande an. Als Retourkutsche für die beabsichtigten Deportationen à la Trump.

3. Januar 2025
Willy Wimmer bezeichnet Elon, das Wunderkind, als den Wilhelm Tell der Gegenwart. Was dem einen die Armbrust, ist dem andern sein Twitter. Gut, an modernen Geßler-Hüten fallen mir Beispiele bis zum Abwinken ein.
Historie (2): Die Holländer haben eine sehr spezielle Art des Humors. Soeben haben sie über Vierhunderttausend Namen von Leuten ins Internet gestellt, die von amtlichen Tugendwächtern als NS-Kollaborateure bezeichnet werden. Dass das ziemlich viele sind oder, wie andere meinen, nur so viele, mögen sie unter sich ausmachen. Ich will kein Besserwisser sein, aber gewundert habe ich mich schon über Leute, die sich die langen Jahre der Nachkriegszeit einen Mann als sog. Prinzgemahl leisteten, zu dessen nicht nur mir auffallenden Mitgliedschaften die in der SS gehörte. Zu seiner Entschuldigung ist zu bemerken, dass er später die Bilderberger aus der Taufe hob, deren segensreiche Tätigkeit noch immer andauert.

2. Januar 2025
Überschlage alle Meldungen, die keine sind, sondern nur Gewäsch über das, was in diesem Jahr angeblich passieren wird, danach bleibt im Einkaufs-Netz kaum ein Rest. Na gut, eine Amokfahrt mit einem Ford-Pickup in New Orleans hinein ins flanierende Neujahrspublikum mit zahlreichen Toten und Verletzten. Der Täter wird an Ort und Stelle erschossen. Sein Name Shamsud-din Jabbar. Ein US-Amerikaner kraft Geburt, was sonst?
Zukunft (2): Sie: Ich werde niemand sagen, was ich wähle. Ich: Gut, dann weiß ich, was du wählst. Sie: Ich weiß es ja selbst noch nicht, denn wir müssen die AfD verhindern. Ich: Dann musst du CDU wählen. Sie: Spinnst du? Ich: Ja. – Weiter gab es nichts zu besprechen. Ich schwöre: Alkohol war nicht im Spiel.

31. Dezember 2024
Das Jahr verabschiedet sich durch die Ankündigung aus Washington, der Ukraine weitere 5,9 Milliarden Dollar für die Kriegführung zu spenden. Aus welchem Etat die herstammen, wird nicht erwähnt, was insofern für den Neugierigen von Interesse wäre, als die Regierungsfunktionen auch in diesem Jahr wg. Ebbe in der Kasse nur mit drastischen Einsparungen aufrecht erhalten werden konnten.
Schattenmänner (2): Bis in die US-Mainstreampresse hinein finden jetzt Erörterungen darüber statt, wer in Person in den letzten Jahren eigentlich im Weißen Haus das Sagen hatte. Dabei fallen wie selbstverständlich Namen, die ich vorher nie gehört hatte.
Schattenmänner (3): In D haben wir solche Probleme zum Glück nicht. Unser Wahlsystem garantiert, dass wir auch im kommenden Jahr die allseits bekannten Döp-Döp-Döp haben werden, denn zwar wird die schrille Frau – Sie wissen schon wer – ein sensationelles Ergebnis erzielen, doch 50 % werden es nicht werden. Nein, wirklich nicht.

30. Dezember 2024
Mag sein, dass ich über die Weihnachtstage nachlässig war. Habe mehrere Bücher gelesen und mir nasse Klamotten beim Pilgern an der Ostsee eingefangen. Den aufkommenden Kratzehals habe ich mit polnischem Wodka (dem mit dem Büffelgras) beschwichtigt. Auch hat die Zubereitung von Agathe, die ich auf die Reise mitgenommen hatte, welche, als sie kürzlich noch lebte, auf den Ilmwiesen von Zottelstedt ihr possierliches Gänse-Leben fristete, das zielgenau in meinen Bräter einmündete, mich davon abgehalten hat, mich elektronisch verblöden zu lassen. Nun, zu Haus zurück, nehme ich missvergnügt zur Kenntnis, dass doch einiges passiert ist, was zu unterschlagen zwar meinem Seelenfrieden dienlich wäre, aber der innere Wachhund nicht zulassen mag.
Nachträglich (2): Nun also: Flugzeugabstürze, Kabelzerschneiden und Schiffeversenken an der Peripherie des russischen Großreichs. Ich nehme mal an, dass die Helden in Washington ihre letzten Tage im Amt noch an der großen Kriegsuhr drehen wollen. Ihre Aufmerksamkeit konzentriert sich auf das Mittelmeer, den Kaukasus und die Ostsee.
Nachträglich (3): Elon, das Wunderkind, hat sich in den deutschen Wahlkampf eingemischt. Nun, wen juckt das? Eigentlich niemanden, doch nunmehr und ruckzuck alle, denn er hat sage und schreibe für die AfD Partei ergriffen. Nur sie könne das deutsche Desaster aufhalten. Alles brüllt durcheinander, er habe von Deutschland keine Ahnung. Mir geht durch den Kopf, dass diese Töne nicht zu hören waren, als er vor Kurzem erst ein Tesla-Werk am südlichen Berliner Autobahnring aus dem märkischen Sand stampfte. Ein Mann mit 12.000 Angestellten auf deutschem Boden und von Deutschland keine Ahnung? Da muss ich wohl was verpasst haben. – Kann mir ein Grinsen nicht verkneifen, als ich nachts an dem hellerleuchteten Werk vorbeifahre.

26. Dezember 2024
Der Mann im Weißen Haus kündigt eine neue Großlieferung von Waffen in die Ukraine an. Jetzt muss er sich beeilen. Seine Uhr läuft in nicht mal vier Wochen ab.
Derweil schießen sich seine Helden über dem Roten Meer gegenseitig ab.

25. Dezember 2024Schwerer Luftangriff auf die Elektrizitäts-Infrastruktur in der Ukraine als Antwort auf einen Raketenangriff mit US-Raketen nach Russland hinein. Noch immer ist es Biden und seinen Marionetten nicht gelungen, den Konflikt in einen Weltkrieg ausarten zu lassen. 

Und ein Internetfund:

24. Dezember 2024Taleb al-Abdulmohsen ist sein Name. Mehr muss man dazu nicht wissen.
Seit gestern im Netz: Eine Stunde querbeet durch den Zustand des Staates und den Krieg in der Ukraine mit Markus Fiedler (Neues aus Wikihausen) bei Apolut: https://apolut.net/im-gespraech-helmut-roewer/.

21. Dezember 2024Gerade wollte ich noch notieren, dass gestern der Bunderrat die Verfassungsänderung abgenickt hat, um Mainstream davor zu schützen, dass der Wählerwille sich auch auf die Zusammensetzung des Bundesverfassungsgerichts auswirkt, als sich unsere Willkommensbürger am Abend dahingehend unübersehbar artikulieren, dass ihnen unser Rechtssystem am A… vorbeigeht. Als ich diesen Eintrag formuliere, ist die Zahl der Toten nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg noch nicht gezählt. Ebenso wenig die Betroffenheits-Heucheleien aus der Mainstreamblase. Dazu fällt mir nur eines ein: Danke Angela.
Blase (2): Bevor der Irre von Magdeburg in die Menschenmenge raste, waren die Wohlgesinnten noch damit ausgelastet, eine Internet-Pöbelei von Elon Musk zu verarbeiten, wonach in Deutschland jetzt nur noch eines helfe: die AfD (man liest das und staunt). Jetzt fehlt nur noch, dass die Blase Verständnis für das Verbrechen aufbringt, indem sie bei Musk die Verursachung festmacht. Nebenbei: Der Wutpegel steigt. Wann kommt er zur Explosion? 

19. Dezember 2024
Ich bin ratlos. Der Fall Kirillow nimmt Fahrt auf. Die Außenamtssprecherin Sacharowa erinnert daran, dass der jetzt Ermordete im März 2022, also kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine, der Öffentlichkeit die frisch gewonnenen Erkenntnisse über die Verstrickung der Familie Biden in die ukrainischen B-Waffen-Labore mitgeteilt habe. Der Anschlag also ein Akt der Rache oder eine Vorsichtsmaßnahme des jetzt aus dem Amte scheidenden Familienclans? Das klingt nicht sonderlich schlüssig, denn Kirillow war das, was man einen institutionellen Zeugen nennt. An seine Stelle wird künftig ein anderer treten.
Kirillow (2): Zu denken gibt allerdings die Geschichte des russisch-stämmigen FBI-Spions, dem die Belastung des Biden-Clans maßgeblich zu verdanken ist. Er war in der Versenkung verschwunden, nachdem sein ehemaliger Brötchengeber ein Strafverfahren gegen ihn lostrat, das durch die Staatsanwaltschaft mit einem Deal abgeschlossen wurde, in welchem der gefährliche Mann alle Beschuldigungen widerrief. Gestern widerrief er den Widerruf. Man staunt.

18. Dezember 2024
Der Kommandeur der russischen ABC-Abwehrtruppen, Generalleutnant Igor Kirillow, wurde gestern bei einen Bombenanschlag in Moskau getötet. Anders als bislang bei solchen Ereignissen hielten ukrainische Offizielle es diesmal für angezeigt, darauf hinzuweisen, dass Kirillow tags zuvor von der Generalstaatsanwaltschaft in Kiew wg. seiner massenhaften Kriegsverbrechen angeklagt worden sei. 
Propaganda (2): Die Befriedigung über die Tat fand entsprechenden Niederschlag in der Presse, so im Korrespondentenbericht der Bildzeitung, wo deren Kiewer Statthalter Julian R. darauf hinwies, dass die Vollstreckung des Todesurteils keine 24 Stunden gedauert habe. Das ist zwar inhaltlich unzutreffend, aber für die Propaganda allemal gut. Nebenbei: Wenn sie könnten, würden die Mannen der ukrainischen SBU den bösen Putin umlegen und am besten auch den noch viel böseren Donald, der nun zum Ausdruck gebracht hat, dass das Verhandeln über die Ukraine keine Sacher sei, zu der er diese zuzuziehen beabsichtige.
Propaganda (3): Als Nachgeschmack des Misstrauensvotums gegen Herrn Scholz vorgestern bleibt in der Erinnerung hängen, dass die Mehrzahl der Redner sich kaum mit dem eigentlichen Anlass, nämlich dem Platzen der Kanzlermehrheit und den dazugehörigen Gründen beschäftigte, sondern mit höchstem Stimmaufwand mit dem gemeinsamen Kampf gegen die AfD. Das ist insofern ehrlich, da den jeweils übrigen Parteien untereinander von ihresgleichen keine Gefahr droht. Sie werden auf Biegen und Brechen dort fortfahren, wo die Ampel-Koalitionäre gescheitert waren.
Propaganda (4): Die Plattform Correktiv gerät durch Gerichtsentscheidungen zunehmend ins Rutschen, weil sie die Verursacherin teurer Prozesskosten ist, die bald nur noch der öffentliche Rundfunk zu stemmen bereit ist, und die Linken-Frontfrau Rackete darf – gerichtlich patentiert – als Schlepperin bezeichnet werden. Wieso ihr das einen Prozess wert war, ist mir schleierhaft. Sie hätte doch mit größerem Effekt sagen können: Wenn du mich Schlepper nennst, dann ist es nur dein faschistoider Versuch, meine humanitären Menschenrechtsaktivitäten in Verruf zu bringen. Hat sie aber nicht. Ist, wie man so sagt, der ihre Sache.

16. Dezember 2024
Betrachte mit Muße eine von der BBC veröffentlichte Bevölkerungspyramide der Ukraine. Sie muss im dortigen Kommentar zur Erklärung dafür herhalten, dass der kleine Mann in Kiew sich weigerte, die unter 25jährigen einzuziehen. Sieht man nämlich genauer hin, muss man sagen: Eigentlich gibt es diese gar nicht als wahrnehmbare Größe. Kurz rückgerechnet: Das ist die Generation seit der sog. Befreiung des Landes Geborenen. Besonders misstrauisch bin ich deswegen, weil der Statistiker uns nicht wissen lässt, auf welches Gebiet sich seine Zahlen beziehen. Sicher Unbeabsichtigter Nebeneffekt: der deutliche Frauenüberhang. Wo also sind die Männer geblieben? Gefallen, geflohen, desertiert?
Ostfront (2): Die Einschließung der Großstadt von Pokrowsk geht im bekannten Maße voran. Und angeblich überschreiten die Russen erneut den Unterlauf des Dnjepr bei Cherson. Man erinnert sich: Diesen Brückenkopf hatten sie im Herbst 2022 freiwillig geräumt.
Ostfront (3): Nicht ganz grundlos werde ich bei Kontrafunk gefragt, für wen ich eigentlich das Buch über den Ukraine-Konflikt geschrieben haben. Etwas zu spontan sage ich: Für alle, die sich ohne Schaum vor dem Maul orientieren wollen. Merke: Hinterher fallen einem stets bessere Antworten ein.
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-16-dezember-2024#id-article

15. Dezember 2024
Fast hätte ich es übersehen: Der Angriff auf die russische Kaukasusflanke in Georgien ist gescheitert. Dort wurde ein Fußballspieler ins Präsidenten-Amt gewählt, der den EU-amerikanischen Avancen abhold ist. Mainstream ist sich sicher: die Wahl güldet nich, weil der Mann nicht vom Volk direkt gewählt wurde. Genau. Da mögen sich die Hinterwäldler mal ein Beispiel an Deutschland nehmen.
Derweil schwebt US-Außenminister Blinken gestern in Bagdad ein. Böse Zungen behaupten, der vormalige Waffenlobbyist treffe Vorabsprachen für den nicht zu fernen Tag danach. Geld stinkt nicht, bei Öl bin ich mir allerdings nicht so sicher

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14. Dezember 2024
Man kriecht zu Kreuze: Der Time Magazine ernennt den Donald gestern zur „Person des Jahres“. Da haben welche Angst, dass die Show fürderhin ohne sie stattfindet. Die Herren Bezos und Zuckerbook schließen sich an und spenden jeder eine Mio. für die große Krönungsshow im Januar.
Showtime (2): Der Donald lädt Xi und Putin zum Event. Angeblich haben sie bereits ihr Kommen zugesagt.
Derweil an der Ostfront: Der Russe fliegt einen schweren Raketen-, Gleitbomben- und Drohnenangriff auf die ukrainische Elektro-Infrastruktur. Über die Auswirkungen schweigen wie gewohnt beide Seiten.
Ostfront (2): Der Ungar Orban setzt seine Pendeldiplomatie fort, worauf der Donald sodann erklärt öffentlich, dass die Freigabe von US-Raketen für Angriffe in der Tiefe Russlands ein schwerer Fehler sei. Putin erklärt nach dem Besuch von Orban öffentlich, dass er mit den Vorschlägen von Donald, die wir bisher nicht kennen, einverstanden sei. Das klingt so unglaublich, dass man es erst mal sacken lassen muss. Kann mir allerdings nicht vorstellen, dass nicht auch der Nahe Osten in diesem Paket steckt.
Ostfront (3): Falls das alles stimmt, wüsste ich einen Kandidaten für den Friedens-Nobelpreis, aber darüber entscheiden gottlob andere.
Der Blick aus dem Fenster belehrt darüber, dass es bei happiger Kälte weiter dunkelflautet. Die Skandinavier werden über die stark steigenden Strompreise unruhig, denn die sind nicht nur ein gutes Geschäft, sondern treffen auch die eigene Bevölkerung. Man benennt Deutschlands wahnwitzige Politik als die Ursache. So macht man sich Freunde europaweit.

13. Dezember 2024
Im Ländchen: Mitunter ist es wohltuend, nichts zu sagen zu haben. Also halte ich mich daran, kümmere mich um die Weihnachtsgans, die sich noch im Pulk ihrer Genossen auf den Ilm-Wiesen ihres possierlichen Daseins erfreut, und prüfe den Lachs, der mich aus der Truhe von Lidl angrinst und nicht ahnt, dass er in Kürze als von mir produzierter Räucherlachs den Frühstücks-Gästen vorgesetzt werden und ihnen erstaunte Ausrufe entlocken wird.
Abstinenz (2): Zudem frage ich mich nicht nur selbst, warum denn die Weihnachtsdekorationen immer geschmackloser werden? Als ich die Frage so zu beantworten suche, dass das an der Dominanz der Chinesen auf den Weltmärkten liege, hält einer der Zecher dies für eins meiner Döneken, was wiederum die Eingeborenen fehldeuten, die den Ausdruck bislang nie hörten und ihn für die Beschreibung eines Berlinerischen, besonders klein geratenen Döners halten.
Abstinenz (3): Nicht alle halten sich an mein Gebot, wie ich beim nächtlichen Routineblick auf die Zellerzeitung feststellen muss.

12. Dezember 2024Es überrascht eigentlich niemanden, dass deutsches Wortgut ins Jiddische eingegangen ist. Aber dass ausgerechnet das Naziwort Lebensraum dazugehört, damit hatte ich nicht gerechnet.

Lebensraum (2): Gesagt getan, nun sind israelische Panzer Richtung Damaskus vorgestoßen, wo, wie man hört, diejenigen, die Mainstream als gemäßigte Rebellen zu bezeichnen beliebt, die Macht übernommen und erklärt haben, dass sie ihren Vormarsch, der sie bislang quer durch Syrien von Nord nach Süd geführt hat, erst stoppen werden, wenn sie Jerusalem erreicht haben werden.
Derweil lernen wir in Sachen Demokratie, dass Wahlen ohne weiteres aufgehoben werden können, wenn jemand behauptet, der böse Putin habe sie beeinflusst, so dass ein EU-ungenehmer Mann das Rennen machen konnte. So soeben in Rumänien geschehen.
Parlamentarisches (2): Er hat es nun doch entgegen aller Unkenrufe getan, der Herr Scholz, er unterschrieb gestern die Vertrauensfrage, über die kommende Woche abgestimmt werden muss. Begreifen tue ich ihn nicht, aber das muss ich auch nicht. Frage mich aber, ob der Fritze schon auf dem Rückweg aus Kiew ist in seinem Sonderzug nach Pankow. Gebraucht wird er jedenfalls nicht, denn auch so kriegt der Herr Scholz die Kanzlermehrheit nicht gebacken.
Parlamentarisches (3): In Dresden bekommt Brandmaurer Kretschmann einen Gegenkandidaten bei der MP-Wahl in der kommenden Woche. Hörte das bereits am vergangenen verregneten Wochenende in DD, jetzt ist es offiziell, der Einzelkämpfer aus Grimma tritt gegen ihn an.
Parlamentarisches (4): In EF will heute der Doktor seinen Sprung in die Minderheit wagen. Sahras Baby und Bodo wollen ihm dabei helfen.

10. Dezember 2024In den 1980er Jahren, so witzelte die Bonner Beamten-Mafia, gelang es nur einem Mann – sie nannten ihn Genschman – zugleich an mehreren Orten der Welt zu sein. Er sei, so hieß es, in der Lage, sich bei Start und Landung auf dem Flughafen Köln-Bonn zuzuwinken. Jetzt ist dieses Phänomen erneut in Erscheinung getreten: Während der kleine Mann aus Kiew in Paris mit dem kommenden US-Präsidenten für die Kameras posiert, empfängt er in seiner Hauptstadt unsern künftigen Kanzler, um die Fortführung des Krieges mit deutschen Waffen und deutschem Geld zu beschließen.
Paris (2): Über den Inhalt des Gesprächs Macron-Selenskyj-Trump wissen wir nichts. Deswegen erklären es uns jetzt die Experten, die es auch nicht wissen. Besonders ausführlich kann es kaum gewesen sein, denn es dauerte kaum 15 Minuten. Das reicht jedenfalls hin, stelle ich mir vor, dass Trump nach Anhörung der mit großer gallischer Geste vorgetragenen Begrüßungsformeln gesagt haben könnte: Jetzt nicht und nicht hier.
Kiew (2): Hier wissen wir, was beredet wurde aus dem Mund eines der Beteiligten: a) Der Zug war auf die Minute pünktlich (es war ein Sonderzug), b) Selbstredend wird es Taurusse geben, aber erst, wenn die EU und die USA zustimmen, c) Das mit dem Putin-Ultimatum unter seiner Kanzlerschaft, das habe er nie gesagt. Man sollte das Grundgesetz ändern. Kanzler kann nur werden, wer partielle Amnesie nachweisen kann. Das würde auch die Kontinuität beim Wechsel Scholz-Merz sicherstellen.
Kiew (3): Nein, der Raketen-Fritze hat es nicht drauf. Fährt mit der Bahn – was sagt eigentlich Udo Lindenberg dazu? –, anstatt auf einem Taurus einzureiten. Da hätte der Ruski vielleicht geglotzt.

Damaskus: Dem Vernehmen nach haben amerikanische B 52-Bomber in der vergangenen Nacht irgendwen irgendwo in Syrien angegriffen. Die Lage dort wird immer bizarrer. Nur eines ist klar: Es geht ums Öl.

9. Dezember 2024
Ein computerloses Wochenende bewirkt nicht, dass nichts geschieht. Im Gegenteil: Damaskus fällt unter die Herrschaft der Gotteskrieger, der Donald besucht die Kirche Notre Dame, die vor Jahr und Tag von Gotteskriegern verwüstet wurde, und Gotteskrieger von einer anderen Feldpostnummer überschreiten via Golanhöhen die Grenze nach Syrien. Und schließlich: Die A 4, von Dresden kommend Richtung Westen, ist nur mäßig belebt, es überwiegen Fahrzeuge mit ukrainischem Nummernschild.

7. Dezember 2024Im unerwarteten Nikolauspaket das jüngste Buch von Salman Rushdie: Knife. Nein, es ist die deutsche Übersetzung desselben, das Wort „Messer“ vermied Bertelsmann auf dem Buchumschlag. Der Text behandelt das gruslige Messerattentat eines Mohammedaners (neudeutsch: eines Islamisten) auf den Autor, den der persische Revolutionsführer vor Jahrzehnten wg. seines Romans Die satanischen Verse öffentlich zum Tode verurteilte. Alle Gläubigen wurden auffordert, die Strafe zu vollstrecken. Das neue autobiografische Buch ruft nach wenigen Seiten schon eine Mischung aus Betretenheit und steigendem Ärger hervor. Ich nehme mir vor, es gründlich zu besprechen. Hoffentlich tue ich es auch, bevor die Welt sich weiterdreht.
Ärger (2): Annalenas Kapriolen auf der internationalen Ebene haben bei mir stets eine Mischung aus Frohsinn und Fremdschämen hervorgerufen (diesmal OSZE-Versammlung auf Malta). Nun stellt sich heraus, dass sich dpa in einem gewundenen Text wie folgt reinzuwaschen sucht: Ja, die Meldung 1,3 Milliarden Europäer stammen von ihr, weil sie der Wahrheit entspräche. Die anschließende korrigierte Meldung, es handele sich bei den 1,3 Milliarden um die Angehörigen der KSZE-Staaten stammen auch von der Agentur, die sich einem Wunsch des AA angeschlossen habe. Die korrigierte Meldung sei dann Gegenstand der Berichterstattung von ARD und ZDF gewesen. Und schließlich – ich vermute aufgrund einer als bedrohlich empfundenen Nachfrage –: Nein, man halte an der korrigierten Fassung nicht fest, weil sie der Wirklichkeit nicht entspreche. Aha, doch der gewünschte Effekt wurde erzielt: Das Publikum wurde öffentlich mit Absicht fehlinformiert, und ich sehe nicht, dass jemand die Notwendigkeit empfindet, die Täuschung aufzuklären. Das ist der eigentliche Skandal hinter dem wirren Agieren der Dame, denn dass sie für die KSZE sprechen könne, zu der u.a. Russland gehört, das glaubt sie hoffentlich selber nicht.

6. Dezember 2024
Von den beunruhigenden Meldungen erscheinen mir die aus Syrien die schlimmsten. Es sieht so aus, als würden die von der Türkei bewaffneten Steinzeit-Islamisten ungehindert vorrücken. Die russische Plattform Rybar bringt eine instruktive Kartenskizze über Aleppo und Hama. Gestern meldete sich auch der israelische Premier zu Wort, um seine Absicht kundzutun, dass er sich offensiv einmischen will. Bin gespannt, wie das weitergeht, wenn die beiden Großraumpolitiker aus Ankara und Jerusalem zusammenstoßen.

Differenzen (2): In Paris ist vorgestern die Regierung gestürzt worden. Rechts und links hatten sich zu diesem Schritt zusammengetan. Gewonnen ist hierdurch nichts, nur eine im Amt verweilende geschäftsführende Regierung und ein Präsident, der jetzt bestenfalls per Notverordnung weitermachen kann. Das erinnert an den Weimarer Staat Ende der 1920er/Anfang der 1930er Jahre. Danach kam die legal installierte Diktatur. Ob das der französische Rettungsanker wäre, weiß niemand.
Differenzen (3): Von Annalena wird vermeldet, dass sie für 1,3 Milliarde Europäer spreche. Wen mag sie meinen? Ich rechne mal Russland und die Ukraine hinzu, komme aber immer noch nicht hin.

4. Dezember 2024
Mal ehrlich, wer hätte vorgestern auf den nächsten Krisenherd getippt? Ausgerechnet Südkorea, das Musterland westlicher Werte. Gestern in einem Atemzug Kriegsrecht ausgerufen und Kriegsrecht parlamentarisch aufgehoben. Heute durch Generalstreik ersetzt. Das alles geht gewöhnlich nicht von heute auf morgen, zeigt aber: unsere Info-Heroen haben mal wieder auf ganzer Linie versagt. Jetzt werfen sie sich in die Erklär-Bär-Brust. Noch hat es keiner gesagt, doch das eigentlich Neue scheint mir, dass das Standart-Feindbild Nordkorea als Sündenbock für alles und Kleister nach innen nicht funktioniert zu haben scheinen.
Kriegsrecht (2) brauchen wir in Deutschland nicht, solange Nanzy und Robert der Denker was zu sagen haben und deren öffentlich-rechtliche Führerbegleitkommandos weiter für die Verfolgung Andersdenkender sorgen.
Kriegsrecht (3) wendet die AfD-Führung angeblich gegenüber ihrer Jugendorganisation an. Kann mir mal einer erklären, welche Wähler-Massen man hierdurch gewinnen will? Ich meine rein theoretisch, denn das würde mich – falls die Meldung denn überhaupt zutrifft – schon interessieren, zumal den Ordnungskräften möglicherweise entgangen ist, dass die AfD hier im Osten zur Jugendpartei aufgestiegen ist.

3. Dezember 2024
Morgens beim Anziehen mit einem schon oft bemerkten Phänomen konfrontiert: Die Socken passen nicht zusammen. Wenn ich Hochwasserhosen-Träger wäre, stünde jetzt eine Suchoperation auf meinem persönlichen Fahrplan. Bin ich aber nicht, deswegen sende ich meinen Socken einen erheiterten Gruß und steige in das Tuttifrutti und ins Tagesgeschäft ein.
Socken (2): Dieselben, wenn sie denn nicht mal mehr als Schuhputzlappen taugen, in den Müll zu werfen, werden uns die Brüsseler Irren ab Januar verbieten. Wenn ich’s dennoch tue, wird bei Müllkontrolle vor Ort nicht nur ein Bußgeld fällig, sondern aus Erziehungsgründen die Tonne nicht gelehrt. Die Bürger könnten hier ruckzuck Abhilfe schaffen: Jeder hängt einen alten Socken an die Tonne, und dann warten wir mal vier Wochen ab. Schätze allerdings, dass meine Landsleute selbst dafür zu doof sind.

2. Dezember 2024
Die syrische Großstadt Aleppo wurde am Wochenende durch muslimische Milizen eingenommen. Alle Experten zeigen sich überrascht und wissen jetzt plötzlich, was da passiert ist und warum. Bei einer militärischen Operation von diesem Ausmaß frage ich mich: Wer war das? Es kommen zwei als Anstifter und Organisatoren in Betracht: Ankara und Washington.
Wochenende (2): In den USA mühen sich die noch an der Macht befindlichen die Dinge in ihrem Sinne unumkehrbar zu machen. Die ukrainischen Mit-Korrupten mit A-Waffen zu bestücken – man spricht vernebelnd von Rückgabe –, haben sie allerdings Manschetten.
Wochenende (3): Stattdessen nutzt Joe die verbleibenden Möglichkeiten, seinen Sohn Hunter ganz und gar zu begnadigen. Wage zu bezweifeln, ob das auch gegenüber Straftaten gilt, die noch gar nicht angeklagt waren. Nun, wir werden es sehen.Wochenende (4): Den Roman Soll und Haben von Gustav Freytag gelesen. Das nenne ich mal, aus der Zeit gefallen. In die heutige Begriffswelt moralischer Überlegenheit übertragen: Knapp 800 Seiten Gemisch aus Deutschtümelei und flottem Antisemitismus. Hatte die ramponierte Ausgabe des einstigen Bestsellers entdeckt, als ich nach Auszumusterndem fahndete. Da war mir der schäbige, mit Folie bepappte Buchrücken aufgefallen. Amüsant genug: Der Buch gehörte dereinst einer Kirchengemeinde im Bergischen Land.

1. Dezember 2024
Das Caspar David Friedrich-Jahr geht zu Ende. Ich notiere leicht irritiert, dass es mir nicht gelang, in eine der großen Ausstellungen einzudringen. Was zum Kuckuck läuft da falsch? Mein Planungsvermögen, zu unbequemen Zeiten zu fernabliegenden Städten zu reisen, oder deren Bürokratie, die dem Zweck dient, die Leute vom Eintritt fernzuhalten? Ich weiß es nicht, von beidem vermutlich ein Quantum. Das alles erinnert mich fatal an meine ersten Erfahrungen mit deutschen Bibliotheken und Archiven. Sie sahen sich berufen, die geradezu euphorisch Suchenden von ihren Schätzen fernzuhalten. Zuletzt ging es mir allhie in Schilda so, wo man mir dreist mitteilte, die Akten der diversen SS-Funktionäre gäbe es nicht, über die kurz zuvor der Leiter der Einrichtung (Post heißt der Mann) ein zweibändiges Biographien-Werk publiziert hatte.
Unkultur (2): Nachdem ich mich habe breitschlagen lassen, öffentlich Glühwein an zahlungskräftige Bürger zum Wohle von Habenichtsen auszuschenken, kommt mir der Verdacht, dass es zweckmäßiger, wenn auch nicht so kurzweilig, gewesen wäre, den Brenn-Stoff an die Bedürftigen ohne den lächerlichen Umweg zu verabreichen.

30. November 2024
Angeregt durch Leserpost (Dank an Oberst H.) will ich frühmorgens nach Nordhausen starten, um zu selbst nachzusehen, ob sich was im ehemaligen Raketengebiet tut, doch ach, das Auto ist komplett zugefroren und die Eisbekämpfungsmittel liegen aus Gründen der Erderwärmung wohlverwahrt in demselben. Ab morgen wird alles wieder anders sein.

29. November 2024
Aus dem Nebel der Halbwahrheiten schält sich heraus, was es mit dem russischen Raketenangriff auf Dnjepropetrowsk letzte Woche auf sich hatte. Er wurde tatsächlich eine neue Waffe, die Oreschnik, eingesetzt. Ihre Sprengköpfe trafen wunschgemäß die ausgedehnten Waffenschmieden der Stadt, deren Produktionsstätten sich mehrere Etagen tief im Erdreich befinden. Über die Wirkweise wird nach wie vor spekuliert. Es werden Vergleiche zu Meteoriten-Einschlägen gezogen. Ohne über die möglichen Sprengköpfe zu reden, ist es auf jeden Fall die Auftreffgeschwindigkeit und die hierbei entstehende Hitze von angeblich 5.000 Grad Celsius, die alles zu Staub werden lässt, was sich in ihrem Wirkungsbereich befindet. Es ist die Vernichtung pur. Die Russen haben unterhalb der Atomschwelle ein schreckliches Kapitel aufgeschlagen.
Ostfront/Westfront (2): Das EU-Parlament zetert derweil, die Bundesregierung möge endlich die Taurusse zum Einsatz freigeben. Nur mal nebenbei: Eine einzige Oreschnik würde deren Produktion in Schrobenhausen innerhalb weniger Minuten ein für allemal beenden, denn von dem seit 1943/44 erpobten V2-Umzug in die bewährten Stollen von Nordhausen habe ich noch nichts gehört.

28. November 2024
Frühmorgens um vier bei völliger Dunkelheit wird ein Tier mit Eisenfüßen in meinem Bett entdeckt. Das umgehend alarmierte Jagdkommando erlegt einen entlaufenen Kleiderbügel. Die Ruhe ist wiederhergestellt, doch die Nachtruhe dahin. Die Gedankenmühle nimmt Fahrt auf.
Unseredemokratie: Die Medien überschlagen sich, um Robert dem Denker den Königshermelin umzuhängen. Seine Werte schnellen in unerreichbare Höhen. Soviel Umfrage war nie. Auch die öffentlich ausgehaltenen Vestalinnen räkeln sich im Schwall seiner verbalen Liebkosungen wie auf einem Lotterbett mit dem Seufzer: Robert rette, wenn schon nicht uns, so doch wenigstens mich.
Unseredemokratie (2): Was für ein Gegensatz doch die Krönung des Herrn Scholz bei den Genossen ist. Da stehen sie etwas zittrig vor dem bizarren Willy im SPD-Hauptquartier, aber niemand sieht hin. Ein Auftritt im Affenhaus des Berliner Zoos hätte mehr Furore gemacht, aber die Gewerkschaft der Affen war vermutlich dagegen.
Unseredemokratie (3): In Potsdam präsentieren sich zwei, die mich stark an ein Dick-und-Doof-Revival gemahnen. Sie verkünden, dass es eine SPD-BSW-Regierung geben soll. In Erfurt sind es bereits die Drei von der Tankstelle CDU, SPD und BSW, die vors Loch treten. Und schließlich in Dresden wieder nur zwei, die Zeugen Coronas von CDU und SPD, während das BSW schmollt. Dem Wählerwillen ist so Genüge getan, die AfD bleibt draußen vor der Tür. Nebenbei bemerkt: Jetzt beginnt in allen drei Ländern die Zitterpartie, ob eine Abgeordneten-Minderheit wirklich einen Minderheiten-MP ins Amt hievt.
Unseredemokratie (4): Gewerkschaftsbonzen reißen landauf landab das Maul auf und rufen nach dem Staat, damit der rette, was sie selbst angerichtet haben. Derzeitiger Schwerpunkt: Thyssenkrupp. Erinnert sich noch wer, wie dort großmäulig der Grünestahl angekündigt wurde.
Unseredemokratie (5): Derweil erklärt Robert der Denker auf irgendeinem Industrie-Tag, auf den ihn die devoten Bonzen-Funktionäre einluden, wie zugleich die Inflation und die Preise gesenkt werden. Ich bin so baff, dass ich mich an der Tastatur festhalte. Dabei stürzt mein Arbeitsrechner ab.

25. November 2024
Ein russisches Propagandabild über die neue Horrorwaffe Oreschnik zeigt bespielhaft wie nah ein möglicher Abschussort in Russland und das mögliche Ziel Großbritannien zusammenliegen. Bei einer Geschwindigkeit von 10 Mach braucht sie 20 Minuten. Abwehrmöglichkeiten: keine.

Propagandabild (2): Das aus Erfurt spricht für sich, es bedarf keiner Worte.

Propagandabild (3): Der Journalist Markus Langemann schickt heute Nacht einen Rundbrief, in dem der auf sein Interview mit der Abgeordneten Sevim Dagdelen aufmerksam macht, die jetzt im BSW im Bundestag für die Außenpolitik spricht. Hatte diese Frau, wie man so sagt, nie auf dem Schirm. Wozu auch? Seit 20 Jahren im Parlament für die Linke. Jetzt weist sie zu recht auf das Kernproblem des drohenden Atomkriegs hin und auch auf dessen Befeuerung durch die USA, die sich fern vom Schusse wähnen. Mir geht durch den Kopf, wie weit es diese morgenländisch anmutenden Frauen in unserm Staat geschafft haben – und das sollen sie ruhig, wenn das hier das Ergebnis ist – und warum das BSW in Thüringen im Moment das Gegenteil dieser Ansage durch ihre Bettgenossenschaft mit der CDU tut. Also: Alles Pöstchenbluff oder was?

22. November 2024
Die gestrige Meldung über die Verurteilung des Weimarer Familienrichters Dettmar bedarf der Ergänzung. Ich halte diesen Fall für den bisherigen Höhepunkt der Rechtsverdrehung in Sachen Corona, denn der Bundesgerichtshof nobilitiert die Rechtsbrüche am freien Bürger in unverfrorener Weise, ganz so, als gäbe es das seit Jahrzehnten als unumstößlich geltenden Verhältnismäßigkeits-Prinzip nicht. Dessen beton-harte erste Prüfungsstufe muss in jedem Fall staatlichen Handels gegen den Bürger wie folgt überschritten werden: Ist die Maßnahme überhaupt geeignet, das erstrebte Ziel zu erreichen. Die Corona-Maßnahmen waren es nicht. Da hilft keine Ausrede, man habe es seinerzeit nicht besser gewusst. Wer das Ungeeignete heute noch mit den Zwangsmitteln des Rechtssystems durchzusetzen sucht, begeht nach meiner festen Rechtsüberzeugung eine Rechtsbeugung. Mag sein, dass die heutigen Exikuteure anderer Meinung sind, ich gebe hier öffentlich zu Protokoll, was rechtens war und ist und was nicht. – Nebenbei: die Vorsitzende des Strafsenats heißt Eva Menges, und so sah sie vorgestern aus:

Ergänzung (2): Die Russen feuerten vorgestern Nacht eine flammneue Interkontinentalrakete im scharfen Schuss ab. Ihre Vielfachsprengköpfe trafen unabwendbar und wunschgemäß Industrieanlagen in Dnjepropetrowsk. Das Pentagon wurde vorab informiert. Abgesehen von den sicher schrecklichen Schäden, die hier angerichtet wurden, war der eigentliche Adressat dieses gigantischen Scheibenschießens der Wertewesten: Jungs, wir können das, und diese Waffe reicht auch bei euch überall hin. Man muss sie nicht einmal mit atomaren Gefechtsköpfen bestücken, aber auch das geht bei Bedarf. Die Kriegstreiber in Russland (auch die gibt es) und anderswo höhnen derweil: Er traut sich nicht. Ich gebe zu bedenken: Es versucht noch immer, den Ball flach zu halten.

21. November 2024
Da sind zwei Datenkabel durch die Ostsee zerstört bzw. beschädigt worden, das zwischen Deutschland und Finnland und das zwischen Litauen und Schweden. Preisfrage: Wer war das? Warum nur erinnere ich mich im Moment an die Warnung der CIA, die vor drei Wochen in der New York Times zu lesen stand, wonach der Dienst wisse, dass im Falle US-amerikanischer Raketen, die in Russland einschlügen, der russische Militärgeheimdienst GRU mit asymmetrischen Sabotagehandlungen auf militärisch bedeutsame Einrichtungen kontern werde? Da fragt sich der kundige Laie angesichts der Ereignisse: Wussten sie das, mutmaßten sie nur, oder machten sie es selbst? Von ferne grüßt Nord Stream.
Der Weimarer Amtsrichter Christan Dettmar wurde gestern durch den BGH wg. seiner Corona-Kindeswohlentscheidung rechtskräftig wg. Rechtsbeugung und damit zur Entfernung aus dem Dienst verurteilt. Rechtsbeugung stimmt, doch durch wen, fragt der verfassungsrechtlich geschulte Corona-Diktatur-Betrachter.
Morgenröte: Die Koalition hier im Ländchen steht, verkünden die Verhandler, der CDU-Doktor, der SPD-Fairermacher und die Was-geht-mich-die-Sahra-an–Frontfrau aus Eisenach. Dem Fritze kann das nur recht sein, denn die Chancen der schönen Frau bei der kommenden Bundestagswahl sinken ins Fünfprozent-Grab.
Morgenröte (2): Jetzt fehlt dem Doktor nur noch die Ministerpräsidentenwahl für sein Minderheitenkabinett. Oder anders: Wer kauft wen für den dritten Wahlgang, in dem die einfache Mehrheit reicht. Und wichtiger noch: Wie heißt der Gegenkandidat?

20. November 2024
Gestern fand die Probe aufs Exempel statt: 6 US-amerikanische Mittelstrecken-Raketen (ATACMS) wurden aus der Ukraine nach Russland hineingeschossen. Welchen Schaden sie anrichtete, ist zwischen den Kriegsparteien umstritten. Die Ukraine erklärte, mindestens eine habe wie geplant ein russisches Munitionsdepot zerstört, die Russen dagegen, es seinen alle 6 abgeschossen worden, und nur von einer hätten die herabfallenden Trümmer erhebliche Sach-Schäden verursacht. Das zur Vorderseite des Geschehens, denn fraglich ist allein, ob es nun eine massive russische Antwort geben wird. Die Kriegstreiber aus dem State Departement haben schonmal ihre Botschaft in Kiew räumen lassen.
Raketen (2): Kaum ist das Raketenthema bei Mainstream richtig eingedrungen, kläffen mehrere FDP-Abgeordnete los – sie tun’s natürlich nicht in Wirklichkeit, sondern es kommt nur in meinem Ohr so an –, dass der Bundeskanzler per Bundestagsbeschluss zur Freigabe der Taurusse gezwungen werden soll. Eine Mehrheit sei da, steuert Meister Lindner bei. Möglicherweise ist ihm unbekannt, dass Regierungshandeln nicht durch Parlamentsbeschlüsse ersetzt werden kann. Ich weiß schon, das ist eine sinnlose Bemerkung eines Verfassungsrechtlers, die in Unsererdemokratie nichts verloren hat. Er auch nicht.
Raketen (3): Nun ist die Raketenfrage also zur K-Frage geworden. Wider Willen drängt sie die SPD um den Herrn Scholz, und selbst sein Rivale Pistorius weiß es öffentlich. dass die Taurusse nicht in die Ukraine gehören, während Merz & Co – wer von denen genau, weiß ich nicht – erkannt haben wollen, dass man jetzt hinter Amerika nicht zurückstehen dürfe. Haben diese Leute im Blick, dass der Amtswechsel in Washington in genau zwei Monaten stattfindet? Wollen sie dann immer noch einen auf Anti-Trump machen? Wirklich?
Raketen (4): Mit der Taurus-Frage hat sich die selbstzufriedene CDU in eine selbsterzeugte Schieflage gebracht. Anti-Taurus-Scholz bekommt plötzlich Oberwasser, wenn denn die Wahl zwischen Krieg und Frieden zum Haupt-Wahlkampfthema werden sollte. Doch mit wem will er das durchsetzen, falls es ernst gemeint ist. Dann wäre nur die AfD und das Sahra-Baby bei der Hand. Aber nur für diese Frage und sonst nicht. Wie auch immer sich Scholz entscheidet, es wird sich nicht zum Wohle Deutschlands entwickeln. Nur auf eines kann er sich verlassen: Die CDU ist zu feige, ein konstruktives Misstrauensvotum loszutreten. Feiglinge, die zugleich zum Kriege hetzen – eine feine Kombination.

19. November 2024Die Experten haben sich der Eskalation an der Ostfront angenommen, während das politische Personal links der Brandmauer sich aufs Jubeln beschränkt – der Herr Scholz derzeit noch ausgenommen, der telefoniert ohne Zustimmung der Atlantkbrücke.
Ostfront (2): Experten haben ausgerechnet, wohin der kleine Wolodimir jetzt schießen lassen kann, doch die von ihnen publizierten Bilder sind bewusst wolkig. Nur einer weicht vom Nebelhaften ab. Das ist die russische Plattform @Rybar. Sie zeigt klar und unmissverständlich, nach wohin die US- und britischen Raketen jetzt fliegen können und wie lange es vom Abschuss bis zum Ziel dauert. Die deutschen Taurusse sind auch gleich miteingezeichnet.

Ostfront (3): Die Rybar-Skizze zeigt, dass das seit geraumer Zeit angepeilte Kernkraftwerk von Kursk jetzt im Bereich des Möglichen liegt. Und damit auch im Bereich die Wahrscheinlichen. Seine Zerstörung wird sensationelle Folgen haben, aber nicht die Friedenswilligkeit des Russen. Ganz im Gegenteil.
Ostfront (4): Vorgestern Nacht gab es einen Vorgeschmack: Die Russen flogen einen Großangriff mit Hunderten von Raketen und auch mit Flugzeugen gegen die ukrainische Elektrizitätsinfrastruktur. Die beiden verbliebenen Kernkraftwerke der Ukraine sollen dem Vernehmen nach nicht mehr am Netz sein und der Stromimport aus Osteuropa unterbrochen. Ich kann nicht sagen, ob das stimmt, aber angeblich ging in Odessa das Licht aus.
Ostfront (6): Im Sack von Kursk wurde zumindest ein Teil der ukrainischen Angreifer eingeschlossen und zur Kapitulation aufgefordert. Je fataler diese Niederlage wird, desto mehr steigt die Gefahr eines Raketenangriffs auf Kursk.
Ostfront (7): Aus dem Frontbogen nichts Neues: Der russische langsame Vormarsch wird fortgesetzt.
Ostfront (8): Mainstream ist jetzt auf Kriegskurs. Das ist eine willkommene Ablenkung vom Innern. Dort gilt es den Robert abzuschirmen, denn die Schwachkopf-Debatte ufert in reine Häme aus. Entnehme drei Beispiele aus der Zellerzeitung, zwei Leserbriefe und einmal den Meister selbst: „Man darf einen Schwachkopf nicht als Habeck bezeichnen“ und „Zugunsten der Bahnhofsalkoholiker möchte ich sagen, dass nicht jeder von ihnen ein Schwachkopf ist“ sowie das hier:

18. November 2024
Als die Meldung heute Nacht in mein Bewusstsein vordringt, da halte ich sie für eine Ente. Ich wünschte jetzt, es wäre so, doch die Wahrheit ist die, dass Joe Biden der Ukraine den Einsatz US-amerikanischer Fernwaffen für den Beschuss im Innern Russlands freigegeben hat. Hierfür gibt es nur eine einzige Begründung: Der Krieg mit Russland soll für seinen Nachfolger unumkehrbar gemacht werden.
Biden (2): Ich sehe ihn deutlich vor mir, wie er vor drei, vier Tagen seinen Amtsnachfolger im Weißen Haus empfing, da grinste er so entspannt und mit ungewohnt klaren Augen in die Kamera, dass alle Welt sich wunderte und vom altersmilden Joe sprach, der sich in ehrenwerter Manier in sein Schicksal gefügt habe. Es war ein kollektiver Irrtum, wie sich jetzt zeigt. Er hatte noch einen Trumpf wohlversteckt im Ärmel.
Biden (3): Die deutsche Presse schweigt, und Mainstream feiert stattdessen den Parteitag der Grünen, wo es wie gewohnt um Diemenschen geht, denen man einen Mann als Kanzler präsentieren will, der nicht Schwachkopf genannt werden will und nach dem Willen der bayerischen Justiz nicht darf. Selbstredend werde er die Taurusse an die Ukraine geben und freigeben. Nun ja, Bidens Arm reicht immer noch weit.
Grüne Nebengedanken: Als die Schildbürger im neuen Rathaus die Fenster vergessen hatten, wollten sie der Lichtlosigkeit abhelfen, indem sie mit Schubkarren das Sonnenlicht ins Haus schaffen ließen. So ging die Geschichte damals aus. Heute wäre der Schluss ein anderer: Als sie merkten, dass es im Rathaus immer noch nicht hell wurde, schafften sie mehr Schubkarren an. Aber: Damals nicht, denn da gab es noch keine Grünen.
Grüne (2): Es muss der Satz von gestern „Wer Merz wählt, der wählt den Krieg“ erweitert werden: „Wer Metz oder den Robert wählt, der wählt den Krieg“.

17. November 2024
Anleihen beim Teddy Thälmann zu machen, lag mir bislang fern, aber einmal ist immer das erste Mal. Nun also: „Wer Merz wählt, der wählt den Krieg“.
Merz (2): Ich bewundere – nein, ich wundere mich nicht –, also nochmal: ich bewundere, wie die Heutzutage-Medien versuchen, dessen politischen Amoklauf des 24-Stunden-Kriegs-Ultimatums an Putin aus der jetzt vergangenen Woche zu verschweigen. Also wiederhole ich es hier gern: Wer Merz wählt, der wählt den Krieg. Bitte weitersagen.
Merz (3): Ihn als Dummkopf zu bezeichnen, wäre verfehlt, schließlich ist der Begriff bereits vom Robert mit Beschlag belegt. Wie soll man ihn also bezeichnen, den Merz? Der Hasardeur, das würde passen, ist aber zu schwierig fürs gemeine Volk. Raketen-Merz klingt zu positiv. Möchtegern-Merz kommt gut über die Zunge. Da ist noch Platz.
Einige Bemerkungen über bergauf und bergab. Ob’s das eine oder das andere war, kriegt man oft erst später mit. Den Wendpunkt nennt man dann Zenit. Der des Robert H. ist überschritten, das sieht man, wenn man kurz draufkuckt. Dem schlägt jetzt allenthalben blanke Häme entgegen.
Zenit (2): Bei dem Herrn Scholz waren sich die Auguren zu vorschnell sicher. Jetzt hat er die Notbremse gezogen und den Putin angerufen. Er hat das Undenkbare getan. Wenn das keine Wende wenigstens im Kriegsgeschwafel ist, dann weiß ich es auch nicht. Doch merke: Es war stets die Sozen-Partei gewesen, die ihre Kanzler gestürzt hat. Brandt, Schmidt, Schröder. Das hat Tradition.

16. November 2024
Über anderthalb Tage Briefe beantwortet, da blieb für Besserwisserisches im Sudelbuch kein Raum. Das hat sich gerächt, denn jetzt hechele ich den Ereignissen hinterher. An der Spitze steht die Schwachkopf-Affäre.
Schwachkopf (2): Was bisher geschah. Ein Rentner aus dem Fränkischen wiederholte im Internet eine verfälschte Schwarzkopf-Reklame. Aus dem Haarwaschmittel Schwarzkopf Professional wurde Schwachkopf Professional, und der berühmte Scherenschnittkopf der Firma wurde der des Robert H. Ebender erstattete Anzeige wg. Beleidigung. Die Staatsanwaltschaft erwirkte beim Amtsgericht einen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss, und die Polizei marschierte los.
Schwachkopf (3): Dieses Tun brachte erst zustande, was der Rentner ohne dasselbe niemals fertiggebracht hätte. Er selbst und seine furiose Bespöttelung rasen nun verzehntausendfältigt durchs Internet. Das nennt man Streisand-Effekt.
Schwachkopf (4): Noch war es Zeit, die Reisleine zu ziehen und die Sache mit einem Lachen zu beenden. Aber nein, nunmehr behauptete der Hofstaat, die Anzeige stamme gar nicht vom Schwachkopf-Bezichtigten. Das wiederum brachte die bärbeißige Justiz in Rage, und die sagte: Doch. Da das Ganze, bei Lichte betrachtet, eine wüste Form der Rechtsbeugung (jedenfalls nach meiner Rechtsüberzeugung) war, kartete man dortzulande auf echt bajuwarisch nach, und behauptete, der Rentner sei ohnedies bereits wg. seines Antisemitismus auffällig geworden, was im übrigen die jetzige Aktion ausgelöst habe. Doppelt falsch und gelogen: Der Gerichtsbeschluss bezieht sich ausdrücklich nur auf den Schwachkopf, und was den angeblichen Antisemitismus anlangt, muss man wissen: Der Delinquent hatte im Frühjahr Hetze und Boykottaufrufe gegen den Müller-Milch-Inhaber, nachdem der sich mit Frau Weidel getroffen hatte, mit den Boykottausrufen der SA gegen Juden verglichen.
Schwachkopf (5): Den Robert für einen solchen zu halten, liegt, nachdem er sich nun Jahr und Tag öffentlich ausgewirkt hat, nicht außerhalb der Lebenserfahrung. Bleibt die Frage, ob man ihn deswegen auch öffentlich so bezeichnen sollte. Hierzu ist mir eingefallen, dass es üblich ist, Leute, die auffällig geworden sind, durch eine Augenbinde zu anonymisieren. Gesagt, getan:

Schwachkopf (6): Interessant bleibt, dass jedermann in meinem Umfeld grinst, wenn das Wort Schwachkopf fällt. Und gestern Abend bei Tisch sagte einer, ohne dass der Name fiel, „und der will jetzt Kanzler werden“.
Schwachkopf (7): Bleibt die weitere Frage, ob das jetzt ein Alleinstellungsmerkmal für den Robert wird, denn mir fallen durchaus auch andere aus dem Politik- und Medien-Betrieb ein, die sich darum zu drängen scheinen. Nein, ich mache jetzt keine Witze über den Abgeordneten Wanderwitz, der soeben seinen AfD-Verbotsantrag als Antrag zur Beratung in den Bundestag einbrachte. Auch nicht über den Abgeordneten Merz, der dem Putin ein 24-Stunden-Ultimatum stellen will, bevor die Taurusse über ihn kommen. Kann ein Mensch, der bei Verstand ist, sowas rauslassen? Ich meine: Nein. Ach, und auch der will Kanzler werden.

14. November 2024
Um mich abzulenken, lese ich, was die US-amerikanischen Medien an Wahnvorstellungen über die nächste Trump-Regierung verbreiten. Aufhänger, um es mal so zu sagen, sind die bekannt werdenden Personalien. Diese sehen oft ganz anders aus, als die seit einer Woche herbeiorakelten. Die meisten Gesichter habe ich nie gesehen. Dieses hier schon: Kristi Noem, die Gouverneurin von Süd-Dakota. Sie wird neue US-Innenministerin (Home Land Secretary). Eine Farmerin und Rancherin, die sich in die Politik wagte und dort erfolgreich war. Die sog. Corona-Pandemie überstand der von ihr regierte Staat, indem sie diese souverän ignorierte. – Na Jungs, manchmal gibt es Frauen, die ihren Mann 10 x besser stehen. Da kuckt ihr, wa? Danach leichte Irritation, denn nur die Hände zeigen an, wie alt sie wirklich ist.

Irritation (2): Der gestrige sog. Schlagabtausch zwischen Scholz und Merzens Fritze, war in Wirklichkeit kein solcher. Beide Männer kann ich mir beim besten Willen nicht mit erhobenen Fäusten in Boxershorts vorstellen. Sie bewarfen sich mit Watte-Bäuschchen und schmissen Stinkbomben auf die Kleinen: Scholz Richtung Lindner, und Fritze gegen den Erzfeind auf der Rechten. Niemals mit denen da, so schwor er. Er versprach dem Bundekanzler auf Abruf, mit ihm zusammen die Geschäftsordnung des Bundestages so zu verbiegen, dass nichts mehr auf die Tagesordnung des Hohen Hauses käme, was der AfD die vage Möglichkeit gäbe, mit ihren Stimmen eine Mehrheit zu erzeugen. Das ist der Verfassungsbruch in kleinster denkbarer Münze.
Irritation (3): Während ich noch mit einer gewissen Verwunderung die coole Gouverneurin betrachte, stöckelt auf dem anderen Bildschirm im züchtigen weißen Hosendress die Frau aus dem Völkerrecht zum Podium und spricht, zwischenrufend befragt, wo denn der Robert sei, dass dieser durch eine Flugzeugpanne in Baku aufgehalten werde. Ich gestehe, ich habe gelacht.

13. November 2024Der Fritze aus Brilon: Er will den Russen im März ein Ultimatum stellen, mit dem Beschuss der Zivilbevölkerung auszuhören, sonst kommen binnen 24 Stunden die Taurus-Marschflugkörper über sie. Ja, das hat er gestern gegenüber dem Sterngeäußert. – Kommt mir so vor, als hätte ich meinen Schlusssatz im gestrigen Ukraine-Update in seltsam zutreffender Voraussicht geschrieben („Die sog. Experten streiten zur Zeit, wie sich der Wahlsieg von Trump auf den Ukraine-Krieg auswirken werde. Ich halte all diese gelehrten Prognosen für Kaffeesatzleserei. Wir werden abwarten müssen. Nur eine Sache erscheint mir realistisch: Die Atlantiker bei uns müssen sich schleunigst neu ausrichten, sonst stehen sie plötzlich ohne Hintermann mit beiden Beinen in einem Krieg gegen Russland, den Deutschland nicht gewinnen kann.“ https://www.helmut-roewer.de/we_demo_2/news/1005.php). Hat er garantiert nicht gelesen, der Fritze. Hätte er aber besser.
Fritze (2): Die Antwort aus Moskau (Medwedjew) ließ nicht auf sich warten: Wer den Krieg mit Russland unbedingt will, der soll ihn bekommen. – Freue mich jetzt schon darauf, wie die CDU-Barden in den alternativen Medien das aufnehmen werden. Vermutlich mit Schweigen.

11. November 2024
Realsatire: Die Wahlen zum US-Repräsentantenhaus sind heute Morgen, 5:35 MEZ, noch nicht fertig und aussagekräftig ausgezählt.
Realsatire (2): Für vorzeitige Neuwahlen fehlt das Papier. Sagt die Bundeswahlleiterin. Letztmalig trat Papiermangel im Corona-Wahn auf, betraf allerdings das Klopapier.
Realsatire (3), aber nicht zum Lachen: CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt grünen Klima-Wahn zum konservativen Projekt. Vier weitere Jahre Deutschland-Verschrottung sind damit gesichert. Na, dann wählt mal schön.

10. November 2024Über Nacht ist das neuste Rentnerische Akrützel von Bernd Zeller in meinem elektronischen Briefkasten aufgetaucht. Nun bin ich zwar nicht aus Jena, aber die Stadt ist nicht gerade weit weg von Schilda und alt genug bin ich allemal. Ich füge den Link bei und empfehle ihn allen, die im gekonnten Spott noch ein Ventil erblicken. https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruezel%2064.pdf.

Jena und Schilda (2): Zwischen beiden wurde Deutschlands derzeit meistgesuchter Linksterrorist gefasst, der Chef der Leipziger Hammerbande, der 31jährige Johann Guntermann. Das LKA aus Sachsen brauchte 4 Jahre, um ihn zu finden. Seine Ex, die verurteilte Lina Engel, wandelt derweil auf freiem Fuße, weil ihr Urteil nicht rechtskräftig ist. Mehr Rechtsstaat geht nicht.
Jena und Schilda (3): Zwischen beiden liegen Umpferstedt und Isserstedt, das eine beherbergt einen Globus-Supermarkt, das andere eine Deponie. Preisfrage: Wo versteckt es sich besser?
Jena und Schilda (4) und vermutlich nicht nur da: Morgens dichter Nebel bei völliger Windstille. Robert weiß die Antwort: Noch mehr Windmühlen. Bravo Robert, der Mann kann Kanzler werden. Wer wohl sonst? Der Merz jedenfalls will es nicht, denn sonst liefe das Abwahlverfahren – genannt: konstruktives Misstrauensvotum – schon.

9. November 2024
Sie: Du schreibst wohl gar nichts mehr? – Ich: Du liest wohl nicht mal das, was ich dir schreibe.
Schreiben (2): Es ist eine merkwürdige Sache. Bis gestern konnten wir von unserm Lieblings-Autor nicht genug vor die Nase kriegen. Heute sehen wir uns nicht mal mehr die Titel an. Es ist wie… Nein, diesen Vergleich ziehe ich jetzt nicht, sie könnte ihn lesen.
Schreiben (3): Vor Jahren schon hatte ich mir fest vorgenommen, nichts über das Schreiben zu schreiben. Und schon habe ich dagegen verstoßen.

8. November 2024
Wenn der Morgennebel aufsteigt, öffnet sich der Blick auf erstaunliche Landschaften. Am eindrucksvollsten fand ich hinsichtlich der US-Wahlen, die Landkarte mit den Ergebnissen der Countys. Fast alles ist Rep-rot. Einige Grenzdistrikte zu Mexiko sind blau. Wer mag hier Kamela gewählt haben, die Illegalen?

Morgennebel (2): Ein anders Schaubild zeigt die unterschiedlichen Voraussetzungen zur Stimmabgabe in den einzelnen Staaten. Und – Überraschung – nur in Staaten, die keinerlei Legitimationspapiere verlangen, konnte Kamela gewinnen.
Morgennebel (3): Und schließlich die Auszählung im District of Columbia, in dem die Bundeshauptstadt Washington liegt. Sie bedarf keines Kommentars, um den von Trump seit Jahren schon angeprangerten Sumpf (swamp) zu illustrieren.

Morgennebel (4): Während die US-Medien noch mit ihrer Niederlage kämpfen, machen sich die Exponenten von Springer auf den Weg nach Trumpomania, die Neuerwerbung der bislang zuverlässig linken politico, wo das Nachbeben in Deutschland thematisiert wird, ebenso wie die Welt, in der sich Springer-Chef Döpfner höchstselbst seinen beschädigten transatlantischen Gedanken hingibt.
Morgennebel (5): Scheibchenweise tritt ans Licht, dass Auslöser des Koalitionsbruchs in D die Weigerung Lindners war, einen weiteren 12-Millarden-Schluck aus der leeren Pulle zu nehmen, nur um die Ukraine zu stützen. Nicht nur er sagt es, sondern auch Scholz, Baerbock und der Robert bestätigen das. Fragt sich der Beobachter, was oder wer zwang Scholz, diese irrsinnige Ukraine-Sache während des US-Interregnums weiterzufahren? Da muss jemand starke Argumente verdeckt in der Hand halten.
Morgennebel (6): Der Ersatzmann für Lindner wird’s als neuer Finanzminister richten, denk ich mal. Er ist der Scholz’sche langjährige Hintermann Jörg Kukies, er stammt aus dem Finanzbeschaffungshaus Goldman & Sachs. Das sagt eigentlich alles – nein, nur fast alles, sonst wär es ja eine Verschwörungstheorie, jedenfalls bis die Wahrheit als Allgemeingut zugelassen wird.
Morgennebel (7): Der sog. Oppositionsführer will die Vertrauensfrage von Scholz jetzt sofort und nicht erst am 15. Januar. Aber nicht wirklich, sonst würde er schon morgen ein konstruktives Misstrauensvotum einbringen und mit den Stimmen seiner Partei, der AfD und der FDP zum neuen Kanzler gewählt werden. Doch das will er offenbar nicht. Vielleicht, weil die Stimmen seiner Partei ihm nicht sicher sind. Und dann war da auch noch – frei nach Friedrich Schiller – die Brandmauer: Festgemauert in der Erden.

7. November 2024
Für die Mainstreampresse kommt der gestern Abend von Scholz verkündete Rauswurf von Lindner aus dem Bundeskabinett wie gerufen. Jetzt haben die Welterklärer und ihre gekauften Experten einen neuen saftigen Knochen, an dem sie genüsslich nagen können, um so von ihrem verheerenden Versagen bei den US-Wahlen abzulenken.
Scholz (2) behauptet, der Lindner habe fortwährend sein Vertrauen gebrochen. Jetzt müsse er mit Merz reden, um die Wirtschaft und die Verteidigung zu retten. Ich übersetze das mal: Geld, das nicht da ist, zum Fenster raus, um Großkonzerne vor der unmittelbaren Pleite zu bewahren, und weiteres Geld zum nächsten Fenster raus, um den Ukraine-Krieg zu verlängern. 
Scholz (3)/Merz: Ja, jetzt kann der Fritze aus dem Sauerland den Staatsmann geben. Nehme an, dass er sich mit seinem früheren Boss Larry Fink erst abstimmen muss. Der wird im Moment wenig Zeit haben, da er sich daheim erst auf die neuen Verhältnisse einstimmen muss. Dabei kann es leicht sein, dass sein Ukraine-Investment von der vergangenen Woche (gemeinsam mit J.P. Morgan in Luxemburg) umgesteuert werden muss. Ich tippe mal in Richtung Palästina, aber was weiß ich, und was wäre da schon außer Wüstensand groß zu holen?
Scholz (4) und die Grünen: Auch Robert der Denker hat eine Meinung entwickelt: Geradezu „tragisch“ findet er das jetzige Ende der Ampel, wo nun Europa zusammenstehen müsse. Um das zu verstehen, muss man annehmen, dass er seinen Klimawahn und das von ihm angerichtete Wirtschaftsdesaster für schlechterdings europäisch hält. Vermutlich hat er damit recht. Dergleichen kommt unter der nächsten Trump-Regierung in schwere See. Auch da liegt er richtig.

6. November 2024
Um 11 Uhr MEZ verharrt die Zahl der Trump-Wahlmänner seit Stunden auf 267. 270 wären zum Sieg notwendig, der trotzalledem um 8 Uhr morgens durch Trump selbst im HQ in Florida vor seinen jubelnden Anhängern ausgerufen worden ist. Man sieht manch bekanntes Gesicht und die Schwiegertochter in schwarzer durchsichtiger Lochstickerei. Einen weißen BH würde ich an ihrer Stelle nicht unterziehen, doch was soll’s, ich trage ja ohnedies keinen.
Trump (2): Deutschlands wochenlange Kamela-Wahlpropheten üben sich im Aufzählen der Nachteile, die dieser angeblich unerwartete Wahlsieg für sie selbst und den Rest der Welt bereit hält.
In Litauen sind Brandpäckchen bei der Postverteilung aufgetaucht. In anderen Ländern, die von der Post (DHL) bedient werden, angeblich auch. Der Chef vom britischen Inlandsdienst MI5 weist auf die russische GRU hin. Wenn das kein Grund zum Misstrauen ist, dann weiß ich es auch nicht.
Bandstiftung (2): In Ahrensfelde brennt eine Regionalbahn ab. Von der GRU war bislang nicht die Rede, von der Nähe zur Tesla-Fabrik in Grünheide hingegen schon.

5. November 2024
Betrachte die Aufzeichnung über die Pressekonferenz, die gestern der Herr Scholz mit dem neuen Nato-General Rutte gab, der seinen Antrittsbesuch in Berlin absolvierte. Man kennt sich, schließlich ist der Holländer ein zu Hause abgewählter langjähriger Ministerpräsident. Die Floskeln „dear Olaf“ und „lieber Mark“ wirken allerdings etwas gesucht angesichts der behandelten Themen. Der liebe Mark spricht davon, dass die Ukraine mit Sicherheit Mitglied der Nato werden werde und dankt für die Sicherung der Ostflanke des Bündnisses durch eine deutsche Brigade in Litauen, von der wir seit Jahresbeginn wissen, dass sie aus einem Vorauskommando im unteren zweistelligen Bereich besteht, und der liebe Olaf betont , wie sehr es ihm darauf ankomme, die demokratische Kräfte in der völkerrechtswidrig angegriffenen Ukraine bis zum Sieg kampffähig zu erhalten. Beide loben gemeinsam, den jüngsten G7-Beschluss, die Ukraine mit einem neuerlichen 50 Milliarden-Kredit zu versorgen, damit Waffen eingekauft werden können. Einigkeit auch über das Ukraine-Kommando der Nato in Wiesbaden. Nato-Ukraine-Kommando? Das wird nicht näher erläutert, und es fragt auch keiner nach.

Lebenslügen (2) und lebenslanges Lernen: Jahrelang wurde die Öffentlichkeit von Politikern mit diesem Spruch behelligt. Langsam dämmert mir: Wer nichts gelernt hat, kann auch nicht dazulernen. Das allerdings kann er lebenslang.

4. November 2024
Die Kündigung der Epoch Times (deutsche Ausgabe) rückt näher: gestern diffamierte sie die AfD, für die skandalöse Sprengung der Eröffnungssitzung des Thüringer Landtags vor vier Wochen die Verantwortung zu tragen, heute loben sie die Erfolge des BfV-Chefs Haldenwang bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus, sprich der AfD. Das zweite ist eine Meinung, über die man trefflich streiten kann, aber das erste eine Tatsachenbehauptung, und die ist gelogen.
Kündigung (2): Das vorzeitige Ende der Ampel ist nunmehr mehr als wahrscheinlich, nachdem Herr Lindner von der Lindnerpartei sein Schuldzuweisungs-Papier veröffentlicht hat. Auch die Grünen können durch die baldige Beendigung der Ampel nur profitieren, sprich: sie hoffen, durch möglichst schnelle Neuwahlen im Bund den sicher bis kommenden Herbst drohenden weiteren Niedergang vorzeitig unterbrechen zu können. Klingt kompliziert, ist aber für Wahlstrategen ganz einfach.

3. November 2024
Wege zur Vollverblödung: „19 Prozent weniger Plastik“ finde ich als Aufdruck auf einer Käsepackung der Firma Bergader.
Wege zur Vollverblödung (2): Das von der EU-Kommission angeschobene Rückwärtsfahrverbot. Kannste dir nich ausdenken.Ächt.

1. November 2024
Der Monat beginnt nach Wochen der Abwesenheit mit den Vorfinden eines digitalen und analogen Postberges. Gleich morgens und noch halbverschlafen von der nächtlichen Reise beginnt die Tätigkeit, die von Medizinern als Triage bezeichnet wird: a) kann sofort weg, b) muss gelesen werden, aber kann warten, c) muss sofort behandelt werden. Beäuge hernach missmutig den b-Stapel, soweit er in gedruckter Form vorliegt, und bin ziemlich sicher, dass ein Teil davon nach kurzer Ablagerung zur a-Kategorie abwandern wird. Beim b-Digitalen hilft mir der elektronische Postkasten: die Dinge verschwinden nach kurzer Zeit nach irgendwo unten und damit aus dem Blick

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31. Oktober 2024Jetzt meldet sich der nächste aus dem Chorus der industriellen Schwafelbrüder zu Wort, der Lenker von Bosch, ein Mann namens Stefan Hartung. Man müsse die bisherigen Umsatz- und Rendite-Ziele anpassen, heißt zu deutsch, alles nach unten korrigieren, was man öffentlich versprochen hatte. Auch beim Stellenabbau von 7.000 werde es kaum bleiben. Er redet so, als sei der Rauswurf von Mitarbeitern in Deutschland ganz normal. Ist er vermutlich auch. Auch seine Forderung, die Regierung müsse nunmehr umgehend unterstützend eingreifen. Nebenbei: Empfehle, mal die gleichnamige Stiftung zu betrachten, um vermutlich erstaunt festzustellen, für welchen Plunder man dort Geld zum Fenster rauswirft, dann macht man sich, wenn man vom woken Wahn nicht heimgesucht ist, Gedanken darüber, wie der Kampf gegen das Auto und die Tätigkeit als bedeutender Autozulieferer zusammenpassen.
Eigentlich wollte ich zum amerikanischen Wahlgetöse nichts mehr sagen, aber das hier kann ich mir nicht verkneifen: Angela Harris vom franziskanischen Papst scheinheilig gesprochen (aus den Leserbriefen der Zellerzeitung).

30. Oktober 2024Es ist, als würde die westliche Welt den Atem anhalten. Alles glotzt auf die US-Präsidentenkür, die man ironischerweise eine Wahl nennt. Man rätselt, warum der Eigentümer der Washington Post keine Wahlempfehlung, sprich für die Dame Kamela, in seinem Blatt publizieren lassen will. Immerhin handelt es sich bei der WP um die Stimme des extra-woken Sumpfes. Dem Vernehmen nach sollen gleich nach dieser auffälligen Nicht-Unterstützung 200.000 Online-Abos gekündigt worden sein. Das wäre, wenn das nur annähernd stimmt, eine digitale Massenpanik von Leuten, die was zu verlieren haben.
Sumpf (2): Da ereifert sich ein Dr. med. namens Pürner bei Tichy in einer mich erstaunenden Art und Weise. Dass der Mann für das BSW ins sog. Europarlament entsandt wurde, war mir neu, ich verband den Namen mit Corona-Protesten, die vage mir nachklingen. Jetzt schreibt er weinerlich, dass in Thüringen eine Koalition der Corona-Täter von den klaren Ansagen seiner Partei nichts mehr wissen will. Was hatte der denn gedacht, als er Mitglied einer leninistisch geführten Kaderpartei wurde? Einer der Leserbriefschreiber merkt an, dass er Tichy erst an dem Tag wieder glaubwürdig finde, wenn der auch einem AfD-Mann ein solches Forum bieten würde. Nun ja, man kann es nicht allen recht machen.

29. Oktober 2024
Alle Welt – zumindest die in Deutschland – empört sich über die Zerstörung von VW, denn Werkschließungen und Massenentlassungen sind nicht mehr unter der Decke zu halten. Dass hier nicht nur das absurd unfähige Management seit Jahr und Tag Hand angelegt hatte, sondern es sich um einen jubelnden Gleichschritt von Unternehmensleitung, Gewerkschaften, Politik und deren Begleitpresse gehandelt hat, das wird weniger thematisiert. Es steht ein grellbunter Elefant im Raum, gespeist aus den Elementen Klimawahn, Energieirrwitz und Elektrospielzeug-Indolenz. Jetzt rufen alle Kehret-um, doch die drei Fütterungsquellen des Elefanten sollen unangetastet bleiben. Erst wenn die 120.000 VW-Arbeiter sich entschließen, die Verursacher zwischen Brüssel und Wolfsburg sowie Gütersloh und Berlin mit wirksamen, das heißt: drastischen Mitteln aus ihren Pfründen zu treiben, wird sich die Lage ändern. Viele ahnen es, aber niemand sagt es. Nicht einmal hinter vorgehaltener Hand.
Der grellbunte Elefant (2): Wie von mir vor drei Wochen vermutet, wird die Forderung der schönen Frau, eine Kriegsausstiegs-Politik zur Voraussetzung von Länderkoalitionen zu machen, von ihren taffen Statthalterinnen nicht mitgetragen. Sie haben sich deswegen die Friedensformel ausgedacht – frei nach Heinrich Böll selig: „Der Weihnachtsengel säuselte Friede, Friede“. Die Formel sagt alles und bedeutet nichts. Deutschlands künftiger Kanzler darf zufrieden sein. Sahra Drachentöter wurde hinterrücks gekillt.

28. Oktober 2024
Da hat doch die Fraktion – Sie wissen schon welche – hier im Ländchen den Vorsitzenden und den Beisitzer des Verfassungsgerichts wg. Rechtsbeugung angezeigt, weil die Richterbank im Verfahren der CDU-Fraktion gegen den Alterspräsidenten des Landtages offensichtlich unzulässig besetzt war. Die Anzeigeerstatter wiesen mit gutem Grund darauf hin, dass erst im vergangenen Sommer hiesigen Ortes eine Richterin wg. Rechtsbeugung verurteilt wurde, weil sie, obschon mit einer der Prozessparteien aufs engste verbandelt, keinen Anlass gesehen hatte, sich aus dem Verfahren wg. ihrer, wie der Jurist sagt, Befangenheit zurückzuziehen. – Wie das Verfahren ausgehen wird? Gar nicht. Dafür wird die Staatsanwaltschaft von Erfurt sorgen.
Erfurt (2) & Dresden: Die Ostfront wirft lange Schatten auf die euphorisch angekündigten Koalitionen von Mainstream mit dem Sarah-Baby. Dieses zeigt sich so querulatorisch, dass so gar die zur Miniatur geschrumpfte SPD mit den verbliebenen Ärmchen rudert und ein Scheitern der Verhandlungen öffentlich erwägt. Man ist empört, dass die in die Jahre gekommenen Jungkommunisten in Sachen Corona-Ausschüsse mit den Brandmauerhintersassen gemeinsame Sache machen. Zugegeben: Die schöne Frau steckt in einer Zwickmühle: Wenn sie jetzt nicht klare Kante in Sachen Corona und Ukraine-Konflikt zeigt, kann sie die kommende Bundestagswahl in der Pfeife rauchen.
Ostfront (2): Die Nachrichten von vor Ort sind wieder mal äußerst dürftig. Ein Vergleich der genannten Ortsnamen, die mit Kämpfen verbunden werden, lässt den Schluss zu, dass die Millionenstadt Saporoshje (Hauptstadt des gleichnamigen, von Russland beanspruchten Oblasts) jetzt Ziel einer Einschnürung geworden ist, wie wir sie in etlichen Fällen in den letzten zwei Jahren gesehen haben. Nach wie vor scheint sich der russische Vormarsch Richtung Dnjepr Meter um Meter dem Fluss zu nähern. Von einem Stillstand der Operationen wg. der eingesetzten Schlammperiode kann bislang keine Rede sein.
Ostfront (3): Bemerkenswert erscheint die Bildung eines Milliarden-schweren Ukraine-Konsortiums von Black Rock und J.P. Morgan mit Sitz in Luxemburg, dessen Zweck kaum zweifelhaft sein kann: Beutemachen in den noch nicht vom Russen besetzten Landesteilen. Das ist Risiko-Investment auf höchstem Niveau.

27. Oktober 2024Man kann es mit Genuss beobachten, wie Spötter die Neuwörter von Mainstream zweckentfremden, anstatt sie gehorsam im Dienste ihrer Fronherrn nachzuplappern. Jüngstes Beispiel ist „unsere Demokratie“, was derzeit ein unentbehrliches Modewort ist, um die AfD und deren Geistesverwandten aus dem demokratischen Prozess auszugrenzen. Die Schriftform bietet eine willkommene Möglichkeit, diese Wortschöpfung ad absurdum zu führen. Schreibe Unseredemokratie, und jeder nur halbwegs Informierte wird seine Freude daran haben.
Unseredemokratie (2): Von Bücherverbrennung redet heute kein Mensch mehr, wir sind längst ins Zeitalter der Löschung des Unerwünschten eingetreten. Indessen: Es ist der Zeitpunkt nicht mehr allzu fern, dass Bücher wg. ihrer vergessen geglaubten Inhalte eine begehrte Rarität geworden sein werden. Unsere Regulatoren ahnen dies. Deswegen haben sie den Kampf gegen das Buch aufgenommen. Sie dekretieren, dass das Buchpapier nicht mehr aus schützenswerten Baumbeständen stammen darf und legen den Herstellern die Nachweispflicht auf. Das ist – man mag es für eine gebetsmühlenartige Wiederholung halten – eine Verdrehung des freiheitlichen Rechtsstaats in sein Gegenteil. Es wacht nicht die Obrigkeit über dem Wohlverhalten des mitunter frevelnden Bürgers, sondern dieser muss als Bittsteller das Wohlwollen seines Vormunds vorab erbetteln.

26. Oktober 2024
Wie sich die Bilder gleichen. Im ausgehenden Mittelalter bis in die Neuzeit des 18. Jahrhunderts hinein bemühten sich die Denker um die gebetsmühlenhafte Betonung, dass an der Herrschaft Gottes nicht gezweifelt werden könne. Genauer hätten sie formulieren müssen, dass hieran nicht gezweifelt werden dürfe, doch wussten sie nur zu genau, dass diese Klarstellung bereits der unwiderlegbare Beweis der Ketzerei sei. Auch wussten sie, dass ihnen in diesem Falle der physische Tod drohte. Die Rituale sind geblieben, auch wenn der Gegenstand der Anbetung sich geändert hat. Gott musste der Demokratie weichen.
Demokratie (2): Das Wort als solches bedeutet heutzutage nichts annähernd allgemeinverbindliches. Man muss also oft einen weiten Umweg machen, um feststellen zu können, wovon die Leute eigentlich reden. Fazit: Der Zyniker beteiligt sich mit großer Geste, ohne sich auch nur vage festlegen zu müssen. Anders ausgedrückt: Er schwimmt mit.

25. Oktober 2024
Merkwürdige Wiederholung: Pünktlich zum Sonnenaufgang verschwinden die nächtlichen Gedanken. Vor allem die schwärzesten. Ich halte die Nase in den Wind, der nach Salz schmeckt. Im Hintergrund randaliert der Ozean, der die Maßstäbe der eigenen Existenz korrigiert. Derartig auf dem Fußboden zurück, knurrt mein Magen. Ich freue mich auf den neuen Tag, stelle fest, dass nichts von Belang zu notieren ist und schreibe das auf.
Wirksam gegen Geldwäsche: Banknoten auf Seidenpapier und Münzen aus gepresstem Brausepulver. Zusätzlich für Euros: Die Scheine lassen sich nicht aus dem Portemonnaie entfernen.
Wirksam zur Reduzierung der Passagierflüge: Weglassen der Bestuhlung und demokratische Bestimmung der Flugziele. Auch sinnvoll: Verlosung von Flug- und Pilotenlizenzen.

24. Oktober 2024
Ablenkungsmanöver: Es wäre falsch anzunehmen, dass Blödsinn nicht mehr gesteigert werden könne, nur weil der gesunde Menschenverstand sich dagegen wehrt. Der Robert kann’s jedenfalls mühelos, nachdem selbst seine Begleitpresse mitgekriegt hat, dass Firmenpleiten wie ein Lauffeuer durchs Land rasen. Jetzt will er jedem Inverstor 10 Prozent aus der Steuerkasse schenken – jedenfalls das Geld („ist doch nur Geld“), das dort nicht drin ist. Ermächtigung im Haushaltsgesetz? Schnickschnack, es geht auch ohne. Furcht vor dem Staatsanwalt wg. Haushaltsuntreue? Wir wollen doch nicht albern werden.
Ablenkungsmanöver (2): Während in Russland die potentesten Wirtschaftslokomotiven außerhalb des Fahrplans des vormaligen Dollar-Imperiums zum BRICS-Treffen angereist sind und dort Vereinbarungen treffen, die den Wertewesten nicht freuen können, verkünden dessen Führer, wie empört sie sind, dass Nordkorea sich am Krieg in der Ukraine auf Seiten des bösen Putin beteilige. Nicht nur wissen wir nicht, ob das überhaupt stimmt, noch warum der Kleine Dicke das, falls er es wirklich tut, nicht darf. Gehorsam bestellt das AA den Geschäftsträger des Tunichtguts ein. Was mag man dem sagen? Das hätte ich gern mal gehört. Einfach so. Vielleicht das hier: Our outer ministress will that not because she comes from the peoples law.

23. Oktober 2024
Auch in Österreich wird es jetzt als Sieg der Demokratie gefeiert, wenn die Wahlverlierer sich zu Regierungskoalitionen zusammentun. Man gewöhnt sich daran: Das ist auch der strategische Sinn dieses Vorgehens: Es sollen die Leute auf lange Sicht vom Wählen abgehalten werden, weil sie bemerken, dass ihre Stimmabgabe mit dem Ziel, einen Wechsel herbeizuführen, sinnlos ist.
Sieg (2): So gesehen ist es widersinnig, noch zwischen Konservativen und anderen zu unterscheiden. Was früher die Konservativen waren, sind heute die Sesshaften, und die sind wahrlich nicht nur die Ex-Konservativen, sondern auch die Etikett-Fortschrittler. Sie wollen alles bewahrt wissen, vor allem ihre Pfründen. Da ist jeder Wechsel bedrohlich.
Sieg (3) über Russland: Weil die jetzigen Regierenden in D einen solchen auf ihrem Schirm haben, halten sie es für vertretbar, durch die Einrichtung eines Nato-Kommando-Zentrums in Rostock klar gegen die völkerrechtlich verbindliche Regelung des Zwei-plus-vier-Vertrages von 1990 zu verstoßen, der Nato-Verbände und Einrichtungen auf dem Gebiet der Ex-DDR expressis verbis ausschließt. Versucht man, diese abenteuerlich anmutende Aktion von außen zu betrachten, so gibt es nur einen der seinerzeitigen Vertragspartner, den das freut, nämlich die USA, die den nächsten Schritt unternommen haben, um Deutschlands Schieflage zu verschlimmern.
Sieg (4): Die Einbestellung des deutschen Botschafters ins Moskauer Außenministerium folgte gestern prompt. Man kann nur hoffen, dass der für seine große Schnauze bekannte deutsche Vertreter dieselbe in Zaum hält, aber sicher bin ich mir nicht. Man arbeitet mit aller Konsequenz daran, das bislang immer noch zum Ausdruck kommende Wohlwollen der Russen gegenüber Deutschland zu torpedieren. Die so Handelnden sind keine Vertreter deutscher Interessen, sondern sie agieren und agitieren wie fremdgesteuerte Hasardeure.

22. Oktober 2024
Wochenlang habe ich mich gefragt, woher der Herr Müller von der Bundeszensur-und-Gas-Anstalt mir so bekannt vorkommt. Beim Betrachten des Umschlags von Zellers Sprache des Grünen Reiches hat es plötzlich klick gemacht. Bleibt die Frage, ob er vor Jahren bereits Modell saß, oder ob er nur einen schwer zu ertragenden Typus verkörpert.

Illusionen (2): Der angebliche Abstimmungssieg der EU-Befürworter in Moldawien regt niemanden hierzulande ernsthaft auf. Selbst wenn die gemeldeten fifty-fifty Ergebnisse stimmen sollten, wofür es keinen gescheiten Anhaltspunkt gibt, bleibt das Resultat, dass hier mit der Brechstange das nächste Krisengebiet installiert werden soll. Danach stehen dann die angrenzenden Oblaste der westlichen Ukraine auf dem Programm der Erweiterer-Mafia. Bei Odessa wird es Streit mit Russland geben – garantiert.

21. Oktober 2024
Kaum hat die schöne Frau die deutsche Parteienlandschaft revolutioniert, wird sie mit ihrer Realität konfrontiert. Solange es nichts kostete, konnte sie in den Mainstreammedien fordern, mit Russland in Frieden zu leben. Jetzt, wo sie bei den Koalitionsgesprächen hier im Ländchen darauf beharrt, wird sie für den politmedialen Komplex zum Ärgernis. Ihre Formel, Doktor Supermario müsse sich von den Merz’schen Kriegsfanfaren distanzieren, wird dazu führen, dass ihre Statthalterin in Erfurt sich von ihr distanziert und die Medien ihr den Ton abdrehen. Nicht abrupt, aber deutlich. Vom BSW wird nur die Abkürzung bleiben, ohne dass sich jemand erinnert, was die Buchstaben bedeuten.
Friedensfrauen (2): Anne Applebaum, die US-Amerikanerin, wird mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels behängt. Ich mute mir die Details nicht zu, mit genügt, dass sie die Deutschen zum Waffenliefern in die Ukraine auffordert. Hübsch auch, ein Foto von ihr zusammen mit ihrem erfreuten Ehemann zu betrachten. Der heißt Sikorski und ist der polnische Außenminister, der Ende September 2022 das große und gute Amerika dazu öffentlich beglückwünschte, Nord Stream 1 und 2 zerstört zu haben. Mehr muss man dazu nicht wissen.

19. Oktober 2024Zum Schreien komisch: Joe erhält gestern in Berlin die Sonderstufe zum Großkreuz des Verdienstordens der BRep. Leserkommentar im Internet: …weil er Deutschland vom russischen Gas befreit hat.
Zum Schreien komisch (2): Die Presse berichtet, Doktor Supermario habe im Zusammenhang mit dem Schmieden einer schwarz-kommunistischen Regierung im hiesigen Ländchen vom Wählerauftrag gesprochen. Die einschlägige marxistische Dialektik jedenfalls benutzt er bereits.
Zum Schreien komisch (3): Die Spanisch-Lektion bei Pons belehrt mich über das Vokabular zum Klimawandel. Ich kann mir nichts Dringlicheres vorstellen, wenn ich mit den Anforderungen des täglichen Lebens kämpfe, zum Beispiel dieser hier: Carmen de la Madura Sanchez beugt sich beim Hervorholen des Baren tief unten aus dem Tresen zwischen uns so weit vor, dass ich den nahezu freigelegten Oberbau jenseits der vorher denselben bedeckenden Bluse mit Freude betrachten kann. Als sie wieder hochkommt, fixiert sie meine Augen, ob ich ihr auch die notwendige Bewunderung zuteil werden lasse. Ich tu’s. So habe ich mich ganz natürlich und zudem landestypisch verhalten, denn ihrer Schönheit Tribut zu zollen, löst bei der hispanischen Evatochter ein Lächeln aus. Mehr ist nicht, schon weil mein Spanisch keine erlaubte elegante Wendung kennt, und mein Radebrechen über den Klimawandel sicher missverstanden werden würde.

18. Oktober 2024
Was jeder wissen konnte, wenn er nur wollte, kommt Stück um Stück ans Licht. So habe ich bereits Ende September 2022 vertreten, dass es für die Zerstörung der Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 nur einen Täter geben könne: das US-amerikanische Militär-Establishment. Jetzt wird öffentlich, was ich vor vier Wochen auf Bornholm zu hören kriegte: Der Hafenmeister von Christiansø, John Anker Nielsen, spricht aus, was er aus eigenem Erleben weiß, dass nämlich das US-amerikanische Sabotageschiff USS Kearsarge kurz vor den Explosionen vor Ort war, wo es seine Navigationseinrichtungen abschaltete, und dass zudem US-amerikanische Seestreitkräfte den Dänen mit Gewaltandrohung vom Tatort verscheuchten.
Nord Stream (2): Die USS Kearsarge ist eine schwimmende Sabotagefestung, bestückt mit Flugzeugen und unbemannten U-Booten. Empfehle den US-deutschen Märchenerzählern von der ukrainischen Segelyacht, welche angeblich den Angriff fuhr, mal einen Blick auf diesen Koloss aus Stahl zu werfen, damit sie eine Ahnung von der Kriegs-Realität des US-Angriffs auf das deutsch-russische Energie-Projekt bekommen.
Nord Stream (3): Stattdessen treffen sich Täter und Gemaßregelter, so als wäre nichts geschehen, vorgestern in Washington DC und übermorgen in Berlin. Besser lässt sich das Verhältnis von oben und unten nicht inszenieren. Bei Biden weiß man nicht, ob er noch weiß, welche Macht er repräsentiert, bei Scholz sind ebenfalls böse Zweifel nicht eben abwegig. Da lob ich mir den kleinen Mann aus Kiew, er ist zwar diesmal nicht in Berlin dabei, droht aber von Brüssel aus mit der Fertigstellung der Atombombe, um…? Ja, um sie einzusetzen. Was wohl sonst? Bei ihm sind an seiner Zurechnungsfähigkeit keine Zweifel mehr angebracht. – A.H. ließ im März 1945 eine erste schmutzige Bombe auf dem Übungsplatz im thüringischen Ohrdruff testen. Man war fast soweit. In dem Fall hatten die Deutschen Glück, dass die Rote Armee Berlin besetzte, bevor die USA das Manhattan-Projekt (sprich die ersten fertigen Atombomben) in Deutschland anwenden konnten. Sie hätten das, wie man aus den Äußerungen von Oppenheimer weiß, gerne getan.

17. Oktober 2024
Selenskyj hat gestern in der Zentralrada in Kiew den lange beschworenen Siegesplan zum Teil öffentlich gemacht. Um nicht missverstanden zu werden: Dieses ist ein Sieges- und keineswegs ein Friedensplan. Er soll mit einer zweiten Friedenskonferenz westlicher Partner durchgesetzt werden. Von den Russen ist nicht weiter die Rede. Halten wir das mal im Hinterkopf, bevor wir betrachten, was angestrebt wird: (1) Der Krieg wird 2025 (siegreich) zu Ende gehen. (2) Der Waffen- und Finanznachschub aus dem Westen wird gesichert. (3) Im Gegenzug werden Rohstoffvorkommen und Industrieanlagen in einem geheim gehaltenen Unterplan verwertet. (4) Der für wahrscheinlich gehaltene Abzug der US-Amerikaner aus Europa wird dadurch kompensiert, dass ukrainische Truppen in deren Positionen einrücken (jaja, ganz richtig gelesen).
Siegesplan (2): Es fällt nicht leicht, die Vorschläge ernst zu nehmen. Sie klingen so, als würde hier ein strahlender militärischer Sieger Brosamen an die Alliierten verteilen, indem er ihnen Bodenschätze und militärische Hilfe anbietet. Die Ukrainer als Schutztruppen im westlichen Europa? Das klingt wie ein schlechter Scherz, zumal es eine ernst zu nehmende ukrainische Armee derzeit nicht mehr gibt. Wovon also redet dieser Mann? Ist er irre, oder sucht er verzweifelt nach einer Möglichkeit, die europäischen Nato-Staaten in den Krieg mit Russland hineinzuziehen? Ich vermute, es ist dieses, und das ist nicht gerade neu.
Siegesplan (3): Dass Trump & Co dergleichen mit einigem Behagen betrachten werden, das kann ich mir vorstellen, aber was sagt Russland? So zu tun, als sei es bereits von der Platte geputzt, das ist Weltfremdheit bis zum absoluten Irresein. So einen Planer kann man nur auf Abstand halten und abwarten, bis Russland den Schlussstrich zieht. Wo dieser verlaufen wird, ist derzeit weniger klar, als noch vor zwei Jahren. Es läuft Tag für Tag mehr in Richtung Dnjepr-Linie. Und was mit Odessa wird, das weiß derzeit kein Mensch, wenn er nur fünf Minuten lang mit Abstand auf die Lagekarte sieht.

16. Oktober 2024
Wir sind ein reiches Land: Deutschland gibt den größten Batzen zur Weiterführung von Bill Gates Weltstaat WHO. Es sind die Kräfte der Selbstzerstörung, die ohne Scham so handeln.
Ohne Scham (2): Es sind, so ist der Staatsschutz zur Auffassung gekommen, diejenigen Bundestags-Abgeordneten gesondert schützenswert, die sich zum Gruppenantrag zusammengefunden haben, ein AfD-Verbot in die Wege zu leiten. Blogger, die eine Liste dieser halb-anonymen Helden veröffentlichen, bekommen Polizeibesuch. Hierfür hat man vor einigen Jahren das Phantom der Gefährderansprache ersonnen. Die Rechtsgrundlage dieses Eingriffs in die Bürgerrechte: keine. Merke: Dein Abgeordneter, das unbekannte Wesen, er übt Macht aus im eigenen Namen, und der ist schützenswert. An der Spitze der Unseredemokratie-Schützer ein gewisser Wanderwitz von der CDU. Sein Direktmandat hatte er an den AfD-Konkurrenten verloren. Ach so. Auch seinen Parteifreund, den Obristen Kiesewetter, will ich hier gerne nennen. Das ist der Mann, der unter Waffen gen Russland reiten will. Da ist die AfD im Wege. Nicht nur da.Aber es gibt auch gute Nachrichten: „Neue EU-Richtlinie: Startrampe muss an der Rakete bleiben“, und „Claudia Roth möchte nicht auf die Rolle der komischen Alten festgelegt werden“. Beides aus der Zellerzeitung von heute Nacht.

15. Oktober 2024
Fremde Federn: Nun hat Plagiatsjäger Weber auch die stets froh lachende Kamela beim Wickel. Hat, so sagte er, nur angeblich ein Buch geschrieben, aber in Wirklichkeit bei Martin Luther King und anderen geklaut. Zweifle, ob ihr Attacken dieser Art am Zeuge flicken können. Amerika ist weit. Hübscher Nebeneffekt: Das geistige Piratentum unserer Politheroen wird allmählich zum allgemein geduldeten Zubehör. Die Leute sagen: Na und? Nächste Stufe: Die Akademien der sog. Parteien-Stiftungen werden den Doktor cop. verleihen. Super-Mario hier im Ländchen kann aufatmen.
Gewöhnung (2): Da haben gestern die Fürsten der Geheimen im Bundestag Rede und Antwort gestanden. Es wurde das Übliche beschworen, was Unseredemokratie bedroht: Der böse Putin, der verderbliche Tino und seine tückische Co-Pilotin Alice, naja, auch ein bisschen – in missverstandenen Einzelfällen – Allah. Unübersehbar: Das Gesicht des Mannes aus Köln wächst bedrohlich zu. Was macht er falsch, wenn er sonst alles richtig macht? Schon Caesar soll gesagt haben: Lasst dicke Männer um mich sein. Aber wo wäre Caesar?
Gewöhnung (3): Dass die WHO Jahrestreffen veranstaltet, ist nicht neu. Was sie dort bereden und beschließen, muss man nicht wissen. Es genügt, das gestrige Abschlussfoto dieser Gruseltruppe zu betrachten. Der einzige, der grinst, ist der Gastgeber, der heißt Scholz. Alle anderen sind zum Fürchten: Tedros, der Chef, und Billy, der unheimliche Chef, vor allen Dingen. Verkniffene Gesichter – bedrohlich. Diese Typen sind eine echte Gefahr für „die Menschen“.
Gewöhnung (4): Israelische Panzer beschießen UNO-Friedenstruppen wg. Hisbollah-Nähe im Südlibanon. Reaktion? Keine.

14. Oktober 2024
Der Land-gegen-Frieden-Deal, auf den sich der Wertewesten bezüglich des Ukraine-Kriegs jetzt offenbar verständigen will, hat einen Haken: Die Russen sehen keinen Anlass, sich darauf einzulassen, denn was der Westen territorial anbieten will, haben sie ohnedies, und da das Angebot nur vorläufig sein soll, ist es kaum ernst zu nehmen.
Ostfront (2): Derweil bietet Selenskyj bei seiner gegenwärtigen Europa-Tournee sein Land als Standort für westliche Waffenschmieden an. Diese hören solche Schalmeien-Klänge gerne, denn irgendwo im rechtsfreien Raum zu produzieren, ist er Traum eines jeden Revolverdrehers. Vor Monaten schon hörte ich die Bereitschafts-Fanfaren aus der Firma Rheinmetall. Den neuen Kampfpanzer Panther wolle man daselbst in riesigen Stückzahlen produzieren. Meine Vermutung: Ohne Stahl und vor allem ohne Energie wird’s kaum funktionieren. Der kommende Winter wird die Weichen stellen.
Ostfront (3): Die ukrainische Militärführung hält strikt an der verfehlten Verteidigungsstrategie des Kampfes bis zum letzten Mann fest. Eine sog. Festungsstadt nach der anderen geht so unter schrecklichen Verlusten verloren. Jetzt wenden die Russen dieselbe Einschnürungstaktik auch bei den in den russischen Oblast Kursk eingedrungenen Ukrainern an. Man kann anhand der gemeldeten Ortsnamen nachvollziehen, wie sie den Sack zuschnüren.
Ostfront (4) Den Internet-Filmschnipseln entnehme ich Hinweise auf Meutereien in der ukrainischen Armee. Sie sind meist verborgen in Nachrichten, dass bestimmte Truppenteile oder sogar ganze Verbände nicht zur Ablösung an der Front erscheinen. Hierfür gibt es nur zwei alternative Erklärungen: Zerstörte Transportwege oder aber Meuterei. Auch ist der Verdacht naheliegend, dass Verbände nur noch auf dem Papier bestehen. Das ähnelt der 1945er Situation der deutschen Wehrmacht: Der Führer verschob Divisionen auf der Lagekarte, von denen es nur noch die Nummer gab.
Naher Osten: Der Drohnen- und Raketenbeschuss Israels aus Richtung Norden geht weiter. Ein Teil der abgefeuerten Geschosse erreicht offenbar ihr Ziel. Die angekündigte Ausrottung der Hisbollah hat ganz offensichtlich (noch) nicht zum Erfolg geführt. Die Lage bei den Konfliktparteien, besonders dem Iran, bleibt unklar.
Naher Osten (2)/Ostfront: Die bedrohliche Konzentration von US-Streitkräften zeigt, wo die USA zur Zeit ihren kriegerischen Schwerpunkt sehen. Jedenfalls ist es nicht mehr die Ukraine. Wer das Nachfolgekommando an der Ostfront kräftemäßig übernehmen wird, ist unklar: Scholz will und kann es nicht, und Starmer kann es nicht, obwohl er jeden Tag kriegerische Reden führt. Fazit: Linke an der Macht haben mit Frieden schaffen nichts am Hut

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13. Oktober 2024
Nach den Berliner Richtern sind jetzt auch die aus Bayern in der Spur. Der des Antifaschismus. Eine Spiegel-Journalistin als Faschistin zu bezeichnen, ist strafbar (Berlin), die Grünen als faschistisch, das ist strafbar (Bayern), einen Höcke als Faschisten (sonstwo), das ist erlaubte Meinungsäußerung. Man merkt den Zweck, und man ist verstimmt.
Faschist (2): Es ist vergebene Liebesmüh, an Definitionen zu basteln, was denn den Faschismus, den echten, real existierenden ausgemacht hatte, und wie diejenigen, die man zu beschimpfen trachtet, dem ähneln. Umberto Eco, der Literatenstar, tat es, eine Handvoll Historiker taten es auch, nur schwerer verständlich und fürs Publikum ungeeignet. Dieses Elitedenken, Neusprache-schöpfende, Massen-lenkende, grundlegend Intolerante. Es ist, wie gesagt, vergeblich, denn die beleidigende Bezeichnung als faschistisch ist gegenüber den Angehörigen der sog. Eliten nicht erlaubt, bei denen, die nicht dazugehören hingegen geboten. So einfach liegen die Dinge in Unsererdemokratie. Nicht dass mir jetzt ein Ewiggestriger mit dem Grundgesetz angelatscht kommt – Faschist !
Faschist (3): Auf keinen Fall ein solcher ist der polnische Donald, nur weil er den Rundfunk und die Gerichtsorgane gesäubert hat und jetzt das Asylrecht für Polen aufheben will, wie er sagt: partiell und vorübergehend. – Gebt mit vier Jahre Zeit, nein Quatsch, das war ein anderer.

12. Oktober 2024
Gesichert rechtswidrig: Da darf, so will es das Landgericht Berlin, der Bundestagsabgeordnete Brandtner eine Journalistin der Illustrierten Der Spiegelnicht als Faschistin bezeichnen. Wurde hierüber Beweis erhoben, ob sie’s sei? Nein, nicht nötig, denn die Bezeichnung sei beleidigend, weil der Begriff herabwürdigend wäre. Jetzt soll auch noch der Staatsanwalt ran. Der Bundestag hat’s gestern beschlossen.
Gesichert rechtswidrig (2): Da ich den Spiegel nicht lese, kann ich nicht sagen, ob die beleidigte Dame sich Brandtners Verdikt hart erarbeitet hat, etwa indem sie ihn und seinesgleichen als Faschisten oder Nazi oder Rechtsextremisten bezeichnet hat. Wie gesagt, ich weiß es nicht. Kann mir aber nicht vorstellen, dass dies nicht von der Meinungsfreiheit oder Pressefreiheit oder sonst einer Freiheit gedeckt wäre.
Gesichert utopisch: Da trafen sich gestern die kleinen Männer aus Kiew und Berlin, um den Siegesplan des kleinen Herrn Wlod in Sack und Tüten zu bringen. Der Herr Scholz tat Waffen und Munition hinein. Nun siegt mal schön, könnte er dem Besucher ins Ohr gesagt haben, der seinerseits öffentlich machte, dass der Krieg im kommenden Jahr zu Ende sei. So sein Plan. Vermutlich hat er da was verwechselt, denn das Ende bezieht sich bestenfalls auf die Amtszeit des Gesprächspartners, zumal die eigene bereits im Mai abgelaufen ist. Ich warte nur noch auf den unausweichlichen Umsturz am Dnjepr.

11. Oktober 2024
In den USA verwüsteten in den letzten Tagen zwei Hurrikane weite Küstenstriche im Südosten und brachten Sturmschäden und Überflutungen bis weit ins Land hinein. Die Zahl der Toten ist nach wie vor unklar. Der Innenminister erklärt bedauernd, dass die Katastrophenbehörde FEMA kein Geld mehr habe, um wirksam zu helfen. Im amerikanischen Internet machen wütende Kommentare die Runde, dass deren riesiges Budget in den letzten Jahren für die Emigrantenversorgung verbraten worden sei. Ich nehme an, dass der Volkszorn sich auf Joe und Kamela konzentriert, was wahrlich kein Plus bei den anstehenden Wahlen sein kann. Mainstream dortzulande übt sich wie gewohnt in Ablenkungsmanövern. Zeigt Kamela unter den Reichen und Schönen. Ob hierdurch der gesunde Menschenverstand überwunden werden kann, muss sich erst noch zeigen. Der Kandidatin fehlen offenbar zwei in den Staaten besonders geschätzte Eigenschaften: Mitleid und Hilfsbereitschaft.

10. Oktober 2024
Samantha Powers, die Chefin von USAID – das ist die für Systemstürze zuständige Behörde am Zügel des State Departments –, ist in Kiew eingetrudelt. Sie will, so sagt sie, daselbst investieren. Soso. Dass im jetzt kommenden Winter ein Energiedesaster auf dem Fahrplan des Mündels steht, das hat sich auch bis Washington DC rumgesprochen. Wenn’s dort dunkel und kalt wird, kriegt man nicht einmal mehr die Siegesmeldungen an den Mann.
Siegesmeldungen (2): Der Herr Müller – für sein Aussehen wie ein Hallodri kann er nichts – ist der Chef der Bundesnetzagentur, ein Multifunktionsjob der grünen Diktatur, wie man jetzt erkennen kann. Zum Jahresbeginn 2022 nahm ich ihn zum ersten Mal zur Kenntnis, als er verkündete, Nord Stream 2 sei nicht genehmigungsfähig. Das war eine grobe Täuschung des Publikums, denn seine Worte sollten verkleistern, dass man die Genehmigung nicht erteilen wollte. Aus ideologischen Gründen und als Unterwerfungserklärung gegenüber DC. Jetzt nutzt er seine Befugnis zur technisch-wirtschaftlichen Regulierung des Internets für die Errichtung einer zentralen Zensurbehörde. Aber das Zensurverbot nach Artikel 5 des Grundgesetzes? Wir wollen doch jetzt nicht albern werden. Geht doch, also machen wir das. Einfache Regel und ziemlich wirksam. Die Wohlmeinenden lamentieren von der Gefahr für den Rechtsstaat, so als ob den noch gäbe.

9. Oktober 2024Er kommt nicht, vielleicht sogar nie mehr. Joe, der Führer der Freien Welt, jedenfalls nicht ins amerikanisierte Ramstein in drei Tagen. Da muss jetzt der große Häuptling aus dem Pentagon den Deutschen zurufen: „Hannemann, geh du voran. Du musst Blackrock und Konsorten in deren ukrainischer Kolonie zum Durchbruch verhelfen.“ Doch durchbrechen tut zur Zeit nur einer: der böse Russe. Die Bilder aus dem Kriegsgebiet sind grauenhaft, denn die Russen setzen schreckliche Waffen ein. Die Ukrainer, jedenfalls die Männer, die man dazu gemacht hat, stimmen derzeit mit den Füßen ab. Auch und gerade diejenigen von ihnen, die eine Uniform tragen oder tragen sollten. Darüber lese ich bei Mainstream nichts oder nur zusammengestümperte Fake-News sog. Experten.
Fake News (2): Wenn die Epoch Times (deutsche Ausgabe) heute verbreitet, dass die AfD das sog. Abschiebelied – von dessen Existenz ich bis zu diesem Augenblick nichts ahnte – nicht mehr singen oder sonst verbreiten dürfe, so handelt es sich um klassisches Framing, das die Zeitung gegenüber der AfD seit Monaten betreibt. Die Überschrift suggeriert ein Strafverfahren, es handelt sich aber um eine zivilrechtliche Selbstverpflichtung auf Unterlassung. Dem kann bestenfalls ein behauptete zivilrechtliches Unterlassungsverlangen eines Dritten zugrunde liegen. Ich tippe auf eine angebliche oder tatsächliche Urheberrechtsverletzung. Mag sein, zu recht. Vor einer der nach Eigenangaben der Wahrheit verpflichteten Zeitung hätte ich erwartet, dass dies klargestellt wird, doch dann fehlt der Schlagzeile die behauptete Brisanz, denn wo wäre die bei: Existenter Schlager ohne Erlaubnis von AfD-Jugend umgetextet. Stattdessen übernimmt man ungeprüft, wie ich annehmen muss, den dpa-Text. Dafür habe ich die Zeitung nicht abonniert.

8. Oktober 2024
Stress mit Ansage: Weißrusslands Herrscher Lukaschenko hat die nächste Karte im Poker um die Ukraine aufgedeckt. Falls Polen dem vielfach geäußerten Gedanken näher treten sollte, sich bei einer auf Sicht zu erwartenden Zerstückelung der Ukraine deren Westteil einzuverleiben, werde sein Land, also Bjeloruss, an der Seite der Ukraine in den Krieg ziehen. Da kommen die vor hundert Jahren offen gebliebenen Streitfragen auf den Tisch.
Sinnlos und teuer: Präsidentendasteller Joe kommt mit großem Tross nach D. Weiß er selbst davon, und was will er hier?
In den Ruhestand (2): Kevin tritt als General zurück, wenn auch nur als Generalsekretär der SPD. Wird er dem Land fehlen? Weiß keiner, denn keiner weiß, wofür er da war. 
In den Ruhestand (3): Die Experten murmeln, dass die Einschläge bei dem Herrn Scholz näher kommen. Vielleicht knipst ihn der anreisende und gleichzeitig abwesende Joe ab. Die Mittel dazu hätte er, wie er gegenüber dem zaudernden Kanzler stets betont hat.

5. Oktober 2024
Nachsinnen: Die Friedens-Demo vorgestern im Tiergarten zu Berlin brachte angeblich 40.000 Männer und Frauen auf die Beine. Selbst wenn es nur die Hälfte gewesen sein sollte, war es ein seltsames Mixtum aus kommunistischen Machtpolitikern und ehemaligen Grundsatz-Pazifisten. Ohne Sahra, das Zugpferd, wären es vielleicht 400 gewesen. Man stelle sich vor, auch die AfD hätte aufgerufen, dann wäre wenigstens der linke Gewalttäter-Mob auf der Straße gewesen. Doch es blieb friedlich und die AfD fern.
Nachsinnen (2): Die Vize-Debatte in den USA zu Wochenbeginn scheint ein voller Erfolg von Vance gewesen zu sein. Jetzt redet sich Mainstream damit raus, dass die Wähler ohnedies bereits zuvor hinsichtlich ihrer Entscheidung entschlossen gewesen wären. Auch nicht schlecht.
Nachsinnen (3): Der triumphale Erfolg der US-israelischen Raketenabwehr vom Wochenbeginn war offensichtlich eine Ente. Mindestens ein Luftwaffenstützpunkt wurde schwer beschädigt und ein zweiter mit unbekanntem Ergebnis getroffen. Bleibt die Frage: War’s das, oder kommt da noch was? Anders ausgedrückt: Konnten die Iraner es nicht besser respektive schlimmer, oder wollten sie es nicht?
Nachsinnen (4): Die Nachkriegs-Nahost-Strategie der USA geht vor unseren Augen in die Binsen. Obwohl die ganze Region vom Mittelmeer bis zum Persischen Golf von der US-Navy dicht umstellt ist, trifft sich der saudische Außenminister mit den Führern des Iran, um die alten Differenzen zu beenden. Bleibt den US-Boys nach dem Abgang von Saudi-Arabien nur noch Israel.
Nachsinnen (5): Die pompösen Schlagzeilen über den Einmarsch der israelischen Armee in den Südlibanon verdecken die geographische Realität. Es handelt sich um einen winzigen Geländeabschnitt. Auch hier stellt sich die Frage: Können die nicht, oder wollen sie nicht?
Nachsinnen (6): Das Nahost-Problem ist schon deswegen nicht auf die Region zu beschränken, weil die Länder des Wertewestens ein bedeutendes islamisches Gewaltpotential in ihren Grenzen beherbergen, das leicht gegen die Wirte zu mobilisieren ist.
Nachsinnen (7): Von den wieder und wieder erscheinenden hageldichten Lageanalysen aus der vergangenen Woche ist nur die von Egon W. Kreutzer „Schauen Sie nicht länger weg“ so, dass ich sie verbissen lese: https://egon-w-kreutzer.de/schauen-sie-nicht-laenger-weg. Die Leute, die diesen wirtschaftlichen Selbstmord unseres Volkes weiterbetreiben, müssen dringlich entfernt werden.

4. Oktober 2024
Ostfront: Die Russen nehmen das seit Wochen belagerte Ugledar ein. 
Ostfront (2): Die Ukrainer beschießen das Kernkraftwerk von Kursk. Nehme an, dass sie im Auftrag aus DC handeln, weil die dortigen Kriegsherren wissen wollen, was eigentlich passiert, wenn sowas passiert.
Ostfront (3)/Westfront: Der tatsächlich existente Chef von Blackrock, Larry Fink, reist aus den Staaten nach Europa, um – wie die Gazetten schreiben – mit Macron und Habeck über Hochrüstung zu plaudern. Kann man verstehen, denn dem armen Larry drohen in der Ukraine existenzielle Verluste. Wie sagt man doch gleich auf neu-idiotisch? Da braucht es Waffen.

3. Oktober 2024
Soso, da hat doch kürzlich Robert Wünsch-dir-was Habeck im Wahlkampf in Dunkeldeutschland Sahras Baby als, vom bösen Putin zur Welt gebracht und genährt, bezeichnet. Die Spätgebärende wehrte sich gerichtlich und bekam jetzt recht. War wohl grad kein grüner Richter bei der Hand.
Der böse Putin (2): Jetzt ist auch die AfD erwacht, die vom grünen Hexenmeister ähnlich diffamiert wurde. Dass die Blauen vor Gericht obsiegen werden, vermag ich nicht zu glauben. Schließlich handelt es sich in diesem Fall um den Kampfgegenrechts.
Der böse Putin (3): Nun etwas ernstes, denn er hat angekündigt, dass die zum Jahresende auslaufenden Gaslieferverträge via Ukraine nach Europa Ende des Jahres nicht nur auslaufen, sondern auch nicht verlängert werden. Na, dann heizt mal schön.
Der böse Putin (4) sollte im Sommer 2024 durch den überraschenden ukrainischen Einmarsch in den russischen Oblast Kursk gestürzt werden. Diese Zielsetzung und deren Planung kennen wir, nachdem Unbekannte die einschlägigen Übungs-Unterlagen rausgelassen haben. Das ganze fand im Februar 2024 im Atlantic Coucil statt. Die eingeladenen US-Experten – u.a. zwei Ex-Botschafter aus Russland und der Ukraine – sagten voraus, dass genau das passieren werde. Soviel zu der angeblichen Überraschung der US-Boys, als die Sache dann tatsächlich losgetreten wurde. Nun gut, sie werden von der Größe der Schlappe, die man kassierte, überrascht worden sein .

2. Oktober 2024
Nur für die Chronik: Gestern begann nach tagelangem Raketen- und Drohnenbeschuss hinüber und herüber an der Grenze zwischen Israel und Libanon der Einmarsch israelischer Truppen in den Südlibanon.
Chronik (2): In der Nacht gab es angeblich einen massiven Raketenangriff aus dem Iran auf Israel, der nach israelischen und US-amerikanischen Angaben abgewehrt wurde. In der Presse wurde das übliche Bild von Leuchtspuren an einem nächtlichen Himmel gezeigt. Ob die Meldungen zutreffen, lässt sich derzeit nicht sagen.
Chronik (3): In der Nacht fand das lange angekündigte Fernsehduell der Vize-Kandidaten Vance und Walz statt. Was es brachte, ist erst nach ruhiger Auswertung bestenfalls zu erahnen. Das braucht Zeit.
Chronik (4): Die Volksfront im Zwergstaat soll nach den gestrigen Worten des sog. Doktors Voigt aus CDU, dem Wagenknecht-Baby und, weil so beim besten Willen keine Mehrheit rauskommt, aus der nur noch rudimentär vorhandenen SPD bestehen. Na, denn, Genossen, hinein in die Morgenröte.
Mutmaßliches Fälscher-Kartell: Die Universität Chemnitz hat jetzt erst mal 5 Jahre Zeit, den Entzug des Doktorgrades beim Gen. Voigt prüfend zu verzögern, dessen Doktor-Vater der Emeritus Eckard Jesse ist, dessen Aufgabe es gewesen wäre, die Arbeit verantwortlich zu prüfen, bevor er sein Okay zur Doktor-Würde gab. Auch die Trallala-Hochschule zu Berlin, die angeblich das Professoren-Schmuckelement an den Mann, den ich im Vorlesungsverzeichnis nicht finden kann, verteilte. Doch merke: Auch die längste Bank ist irgendwo einmal zu Ende. Dann sitzen die Problem-Aussitzer mit dem nackten Hintern in der Zugluft.

1. Oktober 2024In der Mainstream-Presse der USA tauchen Zweifel auf, ob die schrankenlose Unterstützung des Ukraine-Kriegs ungemütlich wird. Die New York Times beruft sich auf US-Geheimdienstkreise, die analysiert haben wollen, dass das Verschießen von US-Raketen nach Russland hinein, prompt zu asymmetrischen russischen Reaktionen führen werde, so zu Anschlägen der GRU auf US-Einrichtungen zumindest in Europa, womöglich aber auch in den USA selbst.
Zweifel (2) bleiben, wer in den Washington das Sagen hat. Kommentatoren sprechen von einem Dissens zwischen State Department und Pentagon. Denke mal, das ist Wunschdenken. Rumgesprochen hat sich allerdings, dass die Waffenarsenale  bedenklich geleert wurden. Kann man füllen, aber nicht sofort.
Auf der Überholspur: Annalena Bb. hat ausgerechnet, dass Kiew ziemlich dicht vor der Haustür liegt, gerade mal sieben Autostunden von ihrem Wohnort Potsdam entfernt. Macht 1400 km durch 7 Stunden = 200 km/h im Schnitt. Aber erst nach Einführung vom grünen Tempo 100 auf den Autobahnen.
Mathematisches (2): Wg, der sinkenden Wählerzahlen soll das Kontingent der polizeilichen Personenschützer erhöht werden. Unklar erscheint mir indessen, ob diese den Schwund ausgleichen werden. Nicht, dass plötzlich einer von denen AfD wählt.

30. September 2024


Weiter wie gehabt, trotz sensationeller Verluste des herrschenden Mainstream-Kartells: Das Gesicht der fragwürdigen Eilentscheidung aus Schilda: CDU, SPD, CDU-Vorschlag, CDU-Vorschlag, CDU, Linke, Grüne, Linke. Dabei links außen der an Entscheidung mitwirkende CDU-Vater des begünstigten Sohnes. Und der haushohe blaue Wahlsieger? Nicht vertreten.


Weiter wie gehabt, trotz sensationeller Verluste des Mainstream-Kartells (2): Das Gesicht der Wahl-Matadore aus Österreich (immerhin tadellos gekleidet): Vizekanzler grün, SPÖ-rot, Kanzler schwarz, Wahlsieger blau, Neos. Wenn schwarzgrün seit gestern nicht mehr reicht, nimmt man einfach rot aus der Wiener Hochburg dazu.

29. September 2024

Ich empfinde es als Privileg, Berlin nicht betreten zu müssen, wenn ich vom gleichnamigen Flughafen, Heim und Herd verlassend, via Hermsdorfer Kreuz und Berliner Stadtring A 10 von Südwesten her aus dem Lande reise.

Privileg (2): Ich habe nicht nachgerechnet, wie viele Jahre vergangen sind, seit ich das letzte Mal den Landtag zu Erfurt betreten habe. Wozu auch? Mir genügt Schilda. Da muss ich nur die Ilm überqueren, um zum Verfassungsgericht zu gelangen, einem Muster an juristischer Urteilskraft, das zudem vorgestern in der Lage war – so könnte man als Jurist formulieren –, die Regel über die Befangenheit von Amtsträgern außer Kraft zu setzen: Vater Richter, Sohn unmittelbarer Teil der begünstigten Prozesspartei. Diese Entscheidung setzt mancherlei Maßstäbe und wird Schule machen – nicht nur wegen der aus meiner Sicht unzulässig besetzten Richterbank, sondern weil sie schon wg. ihres Umfanges dem Verdacht ausgesetzt ist, dass sie formuliert war, bevor das Verfahren überhaupt anstand.

Privileg (3): Jeder Dritte im Ländchen wählt augenscheinlich AfD. Das wurde kürzlich in größerer Runde an meinem Esstisch belacht. Nur einer blickte versonnen ins Glas, das war der anwesende CDU-Wähler.

28. September 2024

Während der kleine Wlod durch die USA tourt, haben ukrainische Drohnen drei russische Munitionsdepots angegriffen und getroffen. Ich will nicht behaupten, dass dies sein letztes Aufgebot zur Illustrierung seines illusionären Siegesplans gewesen ist, aber es riecht danach, denn an dem Frontbogen im Donbass geht die russische Armee mittlerweile an beliebigen Stellen gleichzeitig zum Angriff vor.

Ostfront (2): Da ist nicht mehr viel, was sich den Russen ernsthaft entgegenstellt. Die Russen benutzen stets dasselbe Schema: rechts und links an den Dörfern und befestigten Städten vorbei und abwarten, bis die durch Artillerie und Gleitbomben dezimierten Verteidiger aufgeben. Eine geordnete Schwerpunktbildung ist derzeit nicht zu erkennen. Die Übermacht der Angreifer muss erdrückend sein.

Ostfront (3) beim Hegemon: Der kleine Wlod trifft auch den Orange Man. Schwer, den Inhalt des Gesprächs zu begreifen, denn beide reden zumeist gleichzeitig. Doch diese Worte hier entnehme ich aus dem aufgezeichneten Wortschwall: a) Trump: Ich habe ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Präsident Putin, b) Selenskyj: Ich hoffe, dass zwischen uns ein besseres Verhältnis bestehen wird, c) Trump: Um Tango zu tanzen, braucht man zwei.

27. September 2024

Da hat es der hiesige Zwergstaat gestern in die Schlagzeilen geschafft. An der Spitze der Beschimpfungs-Offensive die ungezogene AfD, die darauf beharrte, dass Landesverfassung und Geschäftsordnung bei der Konstituierung des frisch gewählten Landtags eingehalten werden. Dagegen tumultierte der sog. „Doktor“ Voigt, selbsternannter Wahlgewinner aus der CDU. Die anderen demokratischen Kräfte aus der gesichert linksextremen Ecke pöbelten mit. Willkommen in „unserer Demokratie“.

Unsere Demokratie (2): Witz am Rande: Jetzt soll es das Verfassungsgericht, das zu 100 Pro aus unserer Demokratie besetzt ist, richten. Das Ergebnis kann kaum zweifelhaft sein. Die Richter werden ein Urteil zur Selbstabschaffung unterschreiben.

Übern Teich: In New York City ließ eine Grand Jury gestern die Anklage gegen den „demokratischen“ Bürgermeister wg. Betrug, Bestechung und Bestechlichkeit zu. Der muss es ja wirklich doll getrieben haben, sonst wäre ein strikt demokratisch besetztes Gremium kaum zu solch einem Entschluss gekommen.

Übern Teich (2): Der kleine Wlod hat Joe gestern im Weißen Haus von seinem Sieg erzählt. Doch genau weiß man es nicht, schließlich kommt es auf den Empfängerhorizont an, und den kennt keiner, bis auf Jill.

26. September 2024

Von der eigenen Intelligenz überzeugt zu sein, ist mitunter keine gute Voraussetzung, um einen klugen Gedanken zu fassen.

Zeitverschwendung ist ein spontanes Ärgerwort, das manch einer verwendet, ohne sich über die Referenzgrößen Gedanken zu machen. Erst wenn ins Bewusstsein vordringt, dass es sich hier um die eigene begrenzte Lebenszeit handelt, wird man unruhig.

Zeitverschwendung (2): Das Mega-Palaver über den Rücktritt des grünen Vorstands anzuhören, ist eine solche. Schade eigentlich nur um jene Ricarda, von denen mir einer vor wenigen Tagen in Dresden sagte, sie sei das grüne Gewölbe. Nun ja, ich habe laut gelacht. Ihr ahnungsloses Dauergequatsche wird mir fehlen, gut, zugegeben, ihr Anblick erst recht. Die Ankündigung der grünlichen Jugend-Führer, die Partei verlassen zu wollen, gibt Anlass zur Hoffnung – wenigstens zwei, drei Tage lang.

25. September 2024

Fünf Tage ohne Computer. Das ist wie Urlaub auf einer einsamen Insel im Kreise von freundlichen Insulanern. Mehr Erholung geht nicht.

Ohne Computer (2): Das Tagebuch im Handgepäck führt ein Eigenleben. Es grinst mich an und ruft: Hier bin ich. Die Gewissheit, dass es für niemanden bestimmt ist, öffnet erstaunliche Perspektiven.

Ohne Computer (3): Doch die Rückkehr an den Schreibtisch ist ernüchternd. Einerseits ist, bei Lichte betrachtet, nichts geschehen, andererseits ist die Flut der eingetrudelten Nachrichten erschreckend.

Ohne Computer (4): Den Leserbriefen der Zellerzeitung entnehme ich heute Nacht das hier: „Wir haben die FDP digitalisiert. Da spielt es sich eben zwischen Null und Eins ab.“

Ohne Computer (5): Erst dachte ich, es wäre ebenfalls Satire: Selenskyj legt in New York seinen Siegesplan dar.

20. September 2024

Dem Russen Pawlow verdanken wir den nach ihm benannten Hund, der bekanntlich losspeichelte, wenn des Professors Glöckchen erklang, weil er daran gewöhnt war, dass dies vor dem Fressen geschah. Und siehe da: Der Speichel lief ihm ins Maul, auch wenn das erwartete Fressen ausblieb. Von da wanderte das arme Tier ins deutsche Sprichwort.

Pawlow (2): Daran fühlte ich mich heute früh erinnert, als ich drei Zeitungsbeiträge las: a) Thurnes auf Tichys Einblick zur meck-pommerischen Ministerpräsidentin Schwesig, b) Bemerkungen zur Brandenburg-Wahl bei Epoch Times (deutsche Ausgabe) und c) Don Alphonso zur oberbayerischen Kleinstadt-Idylle. Die Speichel auslösende Stichwörter heißen AfD und dem Putin sein Angriffskrieg. Hierfür haben sog. Medienwissenschaftler den gut-deutschen Begriff des Framing (sprich: fräjhming) erdacht. Er bedeutet: Befrachte die eigentliche Meldung mit Propaganda-Müll.

Pawlow (3): Man mag über die Blondine aus dem hohen Norden denken was man will, aber wenn man ihre verfehlte Energiepolitik erklären will, muss man nur – wie ich vor einigen Tagen – durch die verschandelte Uckermark fahren. Mit dem Putin hat das nur insofern zu tun, als man deutscherseits dessen Öl und Gas drastisch abbestellt hat. Für Tichys Einblick spricht eindeutig, dass die Leser den Autor auf die Dümmlichkeit seiner Bezugnahmen (Diktator Putin und völkerrechtswidriger Überfall) aufmerksam machen.

Pawlow (4): Die Epoch Times (deutsche Ausgabe) kommt kaum einmal hin, ohne an den Begriff AfD, wenn er denn wirklich unumgänglich erscheint, den Relativsatz „die von der xy-Verfassungsschutzbehörde als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird“ einzufügen. Auch hier gilt: Die Leser empfinden zunehmend Überdruss über diesen Schnickschnack, und der Redaktion wäre anzuraten, sich einmal über die Struktur ihrer Leserschaft Gedanken zu machen.

Pawlow (5): Was die Zeitung Die Welt sonst so schreibt, kriege ich nur ab und zu mit und denke mir mein Teil. Regelmäßig indessen versorgt mich einer mit den Bemerkungen des Kolumnisten Don Alphonso. Er beschreibt in freimütig ironischer Weise den Niedergang unserer Mainstream-gesteuerten Gesellschaft, der er die oberbayerische Realität, in der er selbst lebt, gegenüber stellt. Manchmal denke ich, jetzt reicht es wirklich, aber dann besinne ich mich eines besseren. Der Mann ist wie ein Widerhaken im woken Springerkonzern, von dem durch anstehende Spaltung bald nur noch das deutsche Medienhaus übrig sein wird, während der diverse Rest nach Amerika abwandert. Dieser Widerhaken hat das Format, zum Rettungsring für Döpfner, Springer und Co zu werden, denn vermutlich trifft er die Hoffnungen der letzten verbliebenen bürgerlichen Leserschaft oberhalb des Bildungs-Präkariats. Auch diese Leute bedürfen des Glöckchens, damit ihnen die Spuke nicht ausgeht. 

19. September 2024

Mein Lieblingsdesinformations-Format, der Newsletter der Bundeszentrale für politische Bildung, verbreitet heute mal zur Abwechslung Amerika-Hass. Die Brandstifter heißt das Werk, und es wird vom Herausgeber wie folgt beschrieben: „Annika Brockschmidt analysiert die Entwicklung der Republikanischen Partei der Vereinigten Staaten und zeichnet so das Bild eines stetigen Radikalisierungsprozesses.“ Woher weiß die Annika das? Ja, das ist die Frage, die sich nicht stellt, wenn man auf der Propaganda-Strecke tätig ist. Ob die Behörde BzB mit diesem Buch für den pädagogischen Haus-und Schulgebrauch deutsche Interessen beschädigt, interessiert von den Verantwortlichen offensichtlich niemanden.

Amerika (2): Willy Wimmer und ich reden bei Nuoviso-TV eine gute Stunde lang über die USA, obwohl das Thema der Sendung mein neues Buch Deutschland und der Ukraine-Konflikt ist. Nein besser: Wir reden darüber, weil die USA der Auslöser und das Problem bei diesem Konflikt sind. – Nebenbei bemerkt: Es ist eine Freude, mit diesem Mann zu diskutieren. Es ist mein erstes Zusammentreffen mit ihm nach 35 Jahren bei der denkwürdigen letzten Wintex/Cimex-Nato-Übung im Regierungsbunker in Ahrweiler. Nach dem Vorstellig-werden von Wimmer beendete Kohl die deutsche Beteiligung, als es darum ging, deutsche Städte als Angriffsobjekte für US-Atomwaffen durchzuspielen. Ob ich das alles seinerzeit im Detail richtig mitgekriegt habe, darf bezweifelt werden. Mein Dienst-Tagebuch bemerkt lediglich: „ÜbEnde – BMVg Min üb“ [der „Minister-üb“, das war Wimmer, wie ich gestern bestätigt bekam]. Vielleicht war es auch die uns Übungsteilnehmern auferlegte strikte Geheimhaltung, die mich zu dieser kryptischen Notiz veranlasste.

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Kriegs-Realität: In einer zweiten Anschlags-Serie explodierten gestern im Libanon zeitgleich Handfunkgeräte. Erneut starben zahlreiche Nutzer, die von der Presse der Hisbollah zugerechnet werden, und deren zufällige Umfeldpersonen, Hunderte wurden verletzt. Hier handelt es sich offensichtlich um sorgsam vorbereiteten, staatlich organisierten Terror.

18. September 2024

Merkwürdig genug: Beim kürzlich misslungenen Attentat auf Trump unternahm die Wachmannschaft nichts gegen den bewaffneten Mann auf dem Dach, von dem sie Stunden, bevor er auf den Ex-Präsidenten schoss, Kenntnis hatte. Beim jetzt erfolgten zweiten Versuch handelte es sich um einen nicht geplanten Ausflug Trumps auf den Golfplatz, von dem niemand informiert war – bis auf die Wachmannschaft und den mutmaßlichen Täter. Fragen? Ich hätte da welche, die jede Einzeltäter-Theorie zunichte machen würden, denn hier handeln offenbar Leute nach dem Motto: Koste es, was es wolle.

Fragen (2): Wer bestückte die Pager von Leuten, die dem Hisbollah-Umfeld zugerechnet werden, mit Sprengstoff, der gestern im Libanon überall gleichzeitig explodierte und Tote sowie Hunderte von Verletzten auf dem Schlachtfeld zurückließ? Passt das mit der Aussage von Netanjahu zusammen, man müsse den Krieg in den Libanon tragen, um die Nordgrenze Israels zu schützen?

Fragen (3): Wer oder was legitimiert die Bertelsmann-Stiftung und ihre Mittäter, ohne Scham einen detaillierten Plan zur Abschaffung der Meinungsfreiheit vorzulegen? Ich nehme an, es handelt sich um eine Mischung aus überbordendem Reichtum und offen ausgebrochenem Größenwahn.

17. September 2024

Die Granden der CDU haben sich dem Vernehmen nach (Bild sprach zuerst mit dem Hinterzimmer) auf die Kanzlerkandidatur von Fritze Merz geeinigt. Recht so, so hat es der Deutsche gern, denn das bedeutet im Falle seines für sicher prognostizierten Wahlsieges im kommenden Jahr ein fesches Weiter-so: Klimablödsinn nebst notwendig folgendem Abwracken von Industrie und Landwirtschaft, Krieg mit Russland und ein devotes Bei-Fuß gegenüber dem Kolonialherrn aus Washington.

Weiter so (2): Soll es mit der regierenden Ampel nicht geben. Sie befindet sich in der Gründungsphase eines Bürgerrats „Forum gegen Fakes“. Zur Mutterschaft dieses Embryos bekennen sich: die Bertelsmann Stiftung, die Michael Otto Foundation, die Stiftung Mercator und zur Austragung des Früchtchens die Bundesministerin des Innern. Ziel der diversen Leihmütter ist es, die Veröffentlichung von Informationen zu verhindern und zwar bereits bevor diese öffentlich ruchbar werden können. Technische Zensur nennt man diesen Vorgang. Sie ist dem Staat nach Art. 5 Grundgesetz verboten. Also schiebt man das Verbotene auf willige Private ab, damit das Allfällige geschehen möge. Das kennen wir bereits aus dem Netzdurchsetzungs-Gesetz vergangener Jahre. Jetzt bekommt das Ganze ein demokratisch Mäntelein umgehängt, die Bürgerräte, vulgo: Zensur-Sowjets. Die Totalitären kennen kein Halten, sie haben noch ein ganzes Jahr, um das durchzusetzen. – Sie tun’s. Ich verlasse mich drauf.

16. September 2024

Manchmal möchte man nicht recht behalten haben. Als vor Jahresfrist deutlich wurde, dass Trump in einem neuerlichen Anlauf das Präsidentenamt anstreben würde, machte ich mir spontan Gedanken darüber, dass man den nur quitt kriege, wenn ihn einer umlegt. Die Schüsse kürzlich überlebte er mit schierem Glück. Gestern geschah es schon wieder, und erneut war ein Sturmgewehr die Tatwaffe. – Aller guten Dinge sind drei, sagt das Sprichwort. Es möge nicht zutreffen. Diesmal.

Recht behalten (2): Die dänische Buchhandlung vorgestern noch einmal aufgesucht. Diesmal ist der Führer ausverkauft. Ich hatte vor Tagen schon keinen Bedarf, dafür ist der Königskalender jetzt eingetroffen: Wie einst 13 amüsante Amateuraufnahmen. Sie werden erneut mein Badezimmer verschönen, nachdem in den beiden letzten Jahren, vermutlich wegen Gevatter Tod, eine Pause eingetreten war.

Recht behalten (3) habe ich nicht, als ich vor Jahr und Tag leichtfertig annahm, die Uckermark sei das letzten Stückchen Land in D, das fernab der hektischen Zivilisation sein idyllisches Leben friste. Die Windmafia hat nun die Natur besiegt. Dicht bei dicht. Es ist grauenhaft.

14. September 2024

Vorgestern pressekonferenzte US-Außenminister Blinken und sein britischer Kollege (ein neues Gesicht mit Hintergrund) zusammen mit dem kleinen Wlod in Kiew. Zu den üblichen Treueschwüren gab es einen neuen Unterton: Man werde alles – wie schon vom ersten Tag des Krieges an – tun, damit die Ukraine den Krieg gewinne. Ich nehme mal an, dass soll die Ankündigung sein, dass anglo-amerikanische Fernwaffen von der Ukraine aus in Kürze gen Moskau fliegen werden. Putin reagierte noch am selben Tag: Da diese Raketen nicht ohne fremdes britisches und amerikanisches Personal und aktive US-Lenkungs-Unterstützung aus dem Weltraum fliegen könnten, werde Russland den Einsatz als Angriff durch diese Ländern betrachten und entsprechend darauf reagieren.

Nebengeräusche: Die im Frühjahr geschasste Vertreterin von Blinken, Victoria Nuland, kommentierte in der Presse, US-Interessen hätten nicht zugelassen, den im März 2022 zwischen Russland und der Ukraine bereits ratifizierten Waffenstillstand zu akzeptieren, und ihn deswegen rückgängig gemacht. So also sah die US-Unterstützung der Ukraine vom ersten Tag des Krieges in Wirklichkeit aus.

Nebengeräusche (2): Wehrminister Pistorius – von Mainstream zum beliebtesten Politiker der SPD (falls nicht mehr und überhaupt) ausgerufen – setzt noch eins drauf: Die Raketenangriffe auf Russland seien vom Völkerrecht gedeckt. Wenn er damit den Einsatz deutscher Taurus-Marschflugkörper meint, sei er erinnert, dass die deutschen Generale Keitel und Jodl den Angriff der Wehrmacht auf Polen vor 85 Jahren für völkerrechtlich gerechtfertigt hielten. 1946 wurden sie in Nürnberg von den Siegern deswegen als Kriegsverbrecher aufgehängt.

Nebengeräusche (3): Der bayerische Verfassungsschutz ernennt kritische Berichterstatter zum Ukraine-Krieg zu Einflussagenten Russlands. Jetzt ist man in München beleidigt, weil die verbal Gemaßregelten die Substanz zu diesem Unflat gerichtlich verlangen. Man sei missverstanden worden. Soso.

Nebengeräusche (4) zum Brückeneinsturz: Ich lese in den überbordenden Häme-Kommentaren den Namen des sächsischen MP zu Crashmer verballhornt. Gestehe, gegrinst zu haben.

13. September 2024

Flaggenwechsel: Da setzt doch dieser Joe Biden gestern (US-Zeit) bei einem parteiübergreifenden Traurigkeitsheucheln wg. Nein-ielewwen (9/11) die Trump-Maga-Mütze von einem ehemaligen Feuerwehrmann auf. Dieser ist, als der Präsident ihn um die Mütze bittet, geistesgegenwärtig genug um zu fragen, ob er die Mütze signieren solle. Ganz Amerika lacht, die Dems allerdings etwas säuerlich. Hernach erklären sie bierernst, es sei Biden darum gegangen, ein überparteiliches (bi-partisan) Zeichen zu setzen. Wir zweifeln.

Flaggenwechsel (2): Derweil im Bundestag gibt der Herr Scholz die spröde Braut, die im Traum nicht daran denke, ihren glücklichen Dreier zu Gunsten des Herrn Merz, der ihr einen Antrag gemacht habe, aufzugeben. Das Hohe Haus johlt, wiewohl der zurückgewiesene Bräutigam mit entgleisten Zügen. Mir fehlt der Frohsinn, denn in Wirklichkeit spielt die Posse vor der Kulisse der Zuwanderungslawine, welche die Möchtegern-Komödianten eines nicht zu fernen Tages verschütten wird. Und nicht nur sie.

Flaggenwechsel (3): Dem Vernehmen nach haben sich die schöne Frau Sahra und der sog. Doktor Voigt in Berlin getroffen, um die Bedingungen der Schwarz-rot-rot-rot-rot-roten Koalition im Zwergstaat zu besprechen. Natürlich liegt die Reichshauptstadt nicht an der Ilm und auch nicht an der Gera, auf deren Auen merkwürdiger Weise die Zwergen-Metropole Erfurt liegt, doch lassen wir das mal beiseite. Mein Tipp lautet: Rot-rot-rot, und der Doktor soll das dulden. Im Gegenzug kriegt er einen unabnehmbaren Ehren-Doktor der Rosa-Luxemburg-Hochschule Bernau. Am 2./3. Oktober werden wir das spätestens wissen, es sei denn, die Vereinigten Demokratischen Kräfte beschließen erneut einen Verfassungsputsch.

12. September 2024

Kann man kurz machen: Brücke in Dresden eingestürzt. Stadtratsmehrheit verweigerte im Vorjahr die Zustandsprüfung, weil der Antrag von den Falschen kam, nämlich Susanne Dagen von den Freien Wählern. Jetzt dient die Eingestürzte der Verkehrsberuhigung (zumindest in der Elbe), einem erklärten Ziel aus Wokistan.

Kurz (2): Kandidaten-Sprech-Duell im großen und guten Amerika brachte nichts, jedenfalls nicht für mich, da die Ergebnisse vorher feststanden, zumindest bei der Journaille, und die interessiert mich nicht.

Kurz (3): Die ersten ukrainischen Kampfdrohnen erreichten den Stadtbezirk von Moskau – eine Tote.

Kurz (4): Der Krieg in der Ukraine müsse gegen die Russen gewonnen werden, so der republikanische Senator Lindsey Graham von den Reps, denn das Land sei die Goldmine der USA.

Kurz (5): Kriegstreiber Oberst Kiesewetter aus der CDU schließt sich an. Es gehe um unsere Lithium-Vorkommen daselbst, sonst ist es nix mit den woken Elektro-Spielzeugen, mit denen wir die Welt retten. Wenigstens theoretisch.

11. September 2024

Im Buchladen: Da blickt doch tatsächlich der noch halbjugendliche Führer aus dem bekannten Foto von 1924 aus dem Regal. Das Titelbild des querstehenden Buchstapels von Mein Kampf. Ich eile hinzu, denn das kuriose Buch auf Dänisch stelle ich mit erheiternd vor. Doch ach, es ist auf Deutsch, ein plumper Neu-Nachdruck. Dessen Text wird auch auf holzfreiem Papier nicht lesbarer. Dass allerdings das Buch – oder besser: die Bücher – überhaupt hier stehen, zeigt eine gewisse ironische Distanz der hiesigen Leute zu ihrem großen Nachbarn, bei dem sie offenbar eine spezielle Leselust zu befriedigen trachten.

Die fernen Nazis (2): Auf einem Flohmarkt entdecke ich eine winzige schwarze Zinnfigur: Ein SS-Mann zu Pferde mit gleich zwei roten Hakenkreuz-Armbinden. Die Händlerin erkennt mein Interesse und gibt mir noch drei Infanteristen aus dem finnischen Winterkrieg, einen Dänen von 1864, einen Landsknecht und drei Indianer dazu. Auf dem Kaffeehaus-Tisch wird meine wahrlich diverse Beute bestaunt. Als ich den Preis verrate (100 Kronen), erwecke ich den Neid der Besitzlosen.

Die fernen Nazis (3) sind Schuld, dass der Migrationsgipfel geplatzt ist, bevor er noch begann. Das war zu erwarten, wiewohl die Geschwindigkeit mich schon erstaunt hat, mit der man feststellt, dass man sich nicht einigen könne, weil jeder angebliche deutsche Alleingang echt Nazi sei. Die Clique ist sich wenigstens darin einig, ist es schon seit den 1980er Jahren, als man sich angewöhnte alle Schwierigkeiten der Massenzuwanderung mit der Forderung nach einer europäischen Lösung vom Tisch zu fegen. Jetzt hat man sie, die europäische Lösung: Deutschland muss in die Knie gezwungen werden. Die echten Nazis hatten eine Vokabel hierfür: Überfremdung.

Die fernen Nazis (4) verhindern ein klares Wort, wenn sich die Wohlmeinenden in der Stuttgarter Liederhalle treffen, wie am Wochenende geschehen, und sich gegenseitig versichern, wie unentbehrlich sie sind. Das ist nicht weiter schlimm, ganz im Gegenteil, doch auch in diesem Fall steht ein Elefant im Raum. Diesmal ist er blau. Seine Programmatik ist nahezu Konsens bei den erlauchten Geistern, nur seinen Namen vermeidet man peinlich. Ja, peinlich.

10. September 2024

Die Rache des Giftzwergs: Vor Jahr und Tag warfen die Ungarn die Europa-Dependance des Weltwohltäters Schwarz György nebst seiner Privat-Universität aus ihrer Hauptstadt raus, weil er unter seinem amerikanischen Namen George Soros unzulässig Einfluss auf die Innenpolitik nehme. Es war kaum anzunehmen, dass der Rauswurf keine Folgen haben würde. Diese traten jetzt ein, als der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (Kurz: EuGH) soeben den Staat Ungarn zu einer Geldbuße von schlappen 200 Millionen Euro und weiteren Millionenstrafen pro Tag verurteilte, da die aufmüpfigen Ungarn die Vorgaben der Kommission über die Aufnahme von Ungelernten aus aller Welt missachtet habe und hieran festhalte. Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Dem Vernehmen nach waren oder sind noch mehr als die Hälfte der Richter von den Zuwendungen des Milliardärs abhängig oder mit dessen Finanzhebeln in ihrer Positionen gehievt worden.

EU-Europa (2): Wenn die Ungarn hartleibig bleiben, wozu schon allein die Höhe der Strafe Anlass geben könnte, wird der nächste Schritt sein, sie aus dem Staatenbund EU herauszuwerfen. Manche wollen das ohnehin wg. der ablehnenden Haltung der Ungarn in Sachen Russland-Feindlichkeit.

EU-Europa (3) und die Weltmacht: Was werden die Bestimmer in DC dazu sagen? Ich vermute: Regime Change, denn die vortreffliche Samantha Powers mit ihrem US AID – das ist die Einfluss-Organisation des State Departments, die den bedürftigen Ländern die democracy bringt – ist bereits in Budapest vor Ort.

EU-Europa (4): In Paris hat der kleine Mann im Elysee den ehemaligen EU-Verhandler Barnier, dessen Aufgabe es gewesen wäre, die Briten bei der Stange zu halten, zum Ministerpräsidenten ernannt. Wie der bei der Dreiteilung der Macht im französischen Parlament agieren können soll, ist rätselhaft, aber es läuft beim westlichen Nachbarn wie bei uns. Es geht um politische Spielchen. Wie das Land weiter zerfällt, erscheint demgegenüber ohne Bedeutung.

8. September 2024

Da hat er mich genasführt, Mr. Lloyd Austin, der mächtige Mann aus dem Pentagon. Er kam gestern erst nach Ramstein, um Herzbruder Wlod mit 250 Millionen US-Dollar zu beschenken, die dieser in der US-Waffenindustrie verjubeln darf. Da wirken die Geschenke von Boris P. von vorgestern geradezu kniepig. Doch ach, auch das große und gute Amerika hat sich Zügel angelegt, wenn man die Viertelmilliarde mit den 61 Milliarden vergleicht, die DC im April erst locker machte. Doch wo ist das viele Geld in der Kürze der Zeit hin? In die US-Waffenindustrie geflossen, das ist klar. Und die Einkäufe? Auf den Schlachtfeldern des Donbass und vor Kursk versickert – und, natürlich, auf dem Schwarzen Markt.

7. September 2024

Exportweltmeister? 28 Afghanen in einer Woche, und die kommen auch noch zurück.

Exportweltmeister (2): 12 Panzerhaubitzen 2000 und etliche zu entmottende Leos 1, beides aus Altbeständen, gehen an den Dnjepr, falls sie nicht unterwegs verdunsten. Gestern in Ramstein beschlossen, wohin Wehrminister P. den kleinen Wolodomir eingeladen hatte. Ich dachte, das läge in den USA, doch der große schwarze Häuptling war diesmal nicht dabei. Vielleicht kränkelt der. Jedenfalls sah er vor Tagen, als er den polnischen Wehrführer in DC empfing, nicht eben gesund aus. Jaja, das Alter.

Ostfront und Westunterstützer vor Ort: Da traf in der jetzt vergangenen Woche ein Raketen-Doppelschlag die ukrainische Kadetten-Akademie in Poltawa im vollen Betrieb. Die dortzulande verhängte Nachrichtensperre bekam Löcher, als die schwedische Firma Saab den Verlust ihres technischen Personals beklagte, das vor Ort die Instruktion an einem aus Schweden gespendeten Fernaufklärungs-Fliegers übernommen hatte. Tage zuvor war ein Hotel zusammengeschossen worden, das als Versammlungsort von Militärgeheimdienstlern mit fremden Legionären diente.

Nachrichtensperre (2): Die von den Westunterstützern seit Kriegsbeginn strikt verfolgte Nachrichtensperre über eigene Verluste hat durch die Schweden ein Loch bekommen. Deren Außenminister trat zurück. Die Nato verlangt ihre Opfer vom Neuling Schweden.

Ostfront (2): Die Lage der Sturmtruppen im russischen Oblast Kursk lässt sich zuverlässig nicht beschreiben. Es sieht so aus, als machten russische Drohnen- und Luftverbände Jagd auf jedes einzelne Fahrzeug und jeden Soldaten, soweit er sich noch nicht ergeben hat, wenn er denn überhaupt Gelegenheit gehabt hat, dies zu tun. Chef Selenskyj redet derweil öffentlich vom Faustpfand, das er in Händen halte. Ich zweifle, ob der Mann noch die Wirklichkeit vor Augen hat. Ebenso bleibt anzuzweifeln, was ukrainische Kriegsgefangene vor laufender Kamera sagen: Sie hätten von ihrem Oberbefehlshaber (Syrsky) persönlich den Auftrag erhalten, das Kernkraftwerk Kursk so in die Luft zu jagen, dass man dies den Russen selbst in die Schuhe schieben könne. Das klingt irrwitzig.

Ostfront (3): Die Lage im Donbass ist für die Ukrainer verzweifelt zu nennen. Im Frontbogen rücken die Russen weiterhin an etlichen Stellen gen Westen vor. Sie benutzen die Taktik kleinster, überraschend auftretender Infanterieeinheiten, zum Teil auf Motorrädern. Ortschaften werden umgangen und von den Versorgungssträngen abgeschnitten. Russische Offiziere kommen vor der Kamera mit der Behauptung zu Wort, dass ihre Einheiten keine Verluste mehr erleiden würden. Das Schicksal der Mittelstadt Pokrowsk scheint besiegelt.

Ostfront (4): Es ist kaum zu entscheiden, ob die ukrainischen Verbände fliehen oder sich zurückziehen, um gezieltem russischen Beschuss zu entgehen. Widersprüchliches wird auch zur Zahl der Deserteure gemeldet. Falls es stimmt, dass sich auf dem Weg ins Einsatzgebiet bis zu 30 % der Soldaten verflüchtigen, gerät das Ende der Kampfhandlungen in greifbare Nähe.

6. September 2024

So geht Demokratie: Im Zwergstaat hat man sich dem Vernehmen nach geeinigt. Den Posten des Parlamentspräsidenten erhält im Wege einer Vorschusszahlung die SPD. Kleiner ging’s nicht im Land der Gartenzwerge, denn die Grünen sind bekanntlich nicht mehr am Start.

Demokratie (2): Die Leutchen haben Sarah gewählt und Katja bekommen. Die soll jetzt Ministerpräsident werden. Bodo hat gerechnet und siehe: Der 3er-Linksblock hat die Mehrheit (33 Sitze) gegen 32 AfDler. Das reicht dann im dritten Wahlgang, wo es auf die einfache Mehrheit ankommt. Und die Christunion des etwas vorschnell selbernannten Wahlsiegers Doktor Voigt? Super-Mario und seine weiteren 22 Brandmauer-Schützen gehen während des Wahlgangs aufs Klo. Sodann waschen sie ihre Hände auf Kosten des Wahlbürgers in Unschuld. Realistisch? Noch zweifle ich, denn es ist eine Rechnung der arg glatten Zahlen, ohne den menschlichen Faktor.

Demokratie (3): In den USA hat man sich auf einen Fernseh-Schaukampf Trump vs. Kamela am 10. September geeinigt. Nur die demokratische Justiz ist dagegen, sie will in einem neuerlichen Anlauf Trump in den Knast stecken – soundsovielter Aufguss eines der absurden Verfahren.

Mehr Demokratie (4) wagen: Das jüngste Buch von Bernd Zeller heißt – in Anspielung auf einen in den Markt gedrückten Autobiographie-Titel – „Frechheit“. Daraus entnehme ich das hier. Ich habe Tränen gelacht und bin hernach zum Geldautomaten gerannt.

5. September 2024
Paradox: Die Überzeugung von der Unvergleichlichkeit der Geliebten folgt einem Vergleich mit hundert anderen Frauen – zuweilen genügen auch wenige.
Paradox (2): Die Mühelosigkeit, in welcher der Machterwerb mitunter gelingt, weckt Staunen in einer angeblich komplexen Welt. Doch das eigentlich Erstaunliche ist, wie schwer es ist, das Eroberte zu bewahren. Das deutsche Sprichwort „Wie gewonnen, so zerronnen“ bringt es auf den Punkt. Das Ganze ist also auch schon anderen aufgefallen.
Der Sultan von Ankara hat seinen Wunsch auf Mitgliedschaft in der anti-amerikanischen BRICS-Formation zum Ausdruck gebracht. Macht er das wahr, wird das Schwarze Meer für die Russen zum Mare nostrum.
Türkei (2): Gleichzeitig entführen türkische Nationalisten auf einer belebten Geschäftsstraße mitten in der westtürkischen Hafenstadt Izmir (vormals Smyrna) zwei US-Marine-Soldaten unter dem Schlachtruf „Ami go home“. Was nun? Wie man die eigenen Noch-Verbündeten militärisch attackiert, haben die US-Boys vor Kurzem erst in Sachen Nord Stream öffentlich vorgeführt. Öl- und Gaspipeline-Ziele in der Türkei gibt es die Masse. Vermutlich werden noch Ukrainer gesucht, denen man die Sache hernach in die Schuhe schieben kann.
Ostfront: Selenskyj wechselt das halbe Kabinett aus. Meine Vermutung im vergangenen Jahr, dass er dasselbe politisch nicht überleben werde, war falsch. Er wird in dem Moment stolpern, wenn keiner damit rechnet. Vielleicht übermorgen schon.Ostfront (2): Derzeit agiert an der Vorderseite der ukrainischen politischen Bühne der neue Verteidigungsminister, ein Mann mit den Ausmaßen eines Mittelschwergewichts-Boxers. Man müsste ihn mal neben dem Bürgermeister von Kiew stehen sehen. Doch derzeit muss ich mich mit Gruppenfotos begnügen, auf denen eher schmächtige Leute zu betrachten sind, wie Soros jun., der Kiew heimgesucht hat, und Sicherheitsberater Sullivan, als der Ukrainer nach DC gejettet war, um Luftziele in der Tiefe Russlands anzupreisen.

4. September 2024
Nachtgedanken zur Verschiebung des Parteienkartells: Die Treibhaus-Orchidee mit Namen BSW führt zwei ideologische Wurzeln zu einem Spross zusammen, eine anti-kapitalistische und eine betont nationalistische. Früher nannte man das Nationalsozialismus, und die Partei, die ihn erfolgreich betrieb, war die NSDAP. Das darf man natürlich nicht erwähnen, weil…und so weiter. Hätten unsere politischen Kleinhirne nicht so ein eingeschränktes Geschichtswissen, dann wüssten sie dies.
Nachtgedanken (2): Auch das Original hatte ein einschlägiges Parteiprogramm, die 20 Punkte, von dem später behauptet wurde, niemand hätte es je gelesen.
Nachtgedanken (3): Auch das Original schöpfte seine Anziehungskraft aus seinem Führer – allein aus diesem.
Nachtgedanken (4): Auch das Original erreichte niemals eine gesicherte Wählermehrheit, sondern bediente sich williger Hilfstruppen aus dem bürgerlich-konservativen Lager. Hugenberg, von Papen, Schacht, von Weizsäcker e tutti quanti, die, als es zum Schwure kam, den Schwanz einzogen. Später logen sie, sie seien „im Widerstand“ gewesen, wo sie das Schlimmste verhindert hätten.

Nachtgedanken (5): Selbstredend ist das BSW nicht die NSDAP. Wer das Gegenteil behauptet, der hat sie nicht mehr alle.

3. September 2024
Wahlen im Osten: Gehen Sie weiter, hier gibt’s nichts zu sehen.Wahlen (2) durch die Berliner Brille: Wir sind sehr zufrieden mit uns. Also, weiter wie gehabt.
Wahlen (3) durch die Brille der Konrad-Adenauer-Stiftung: Die Ampel und die Linken verschwinden, die Union stagniert. So kann man es auch ausdrücken. 
Wahlen (4) und die Sache mit der Sperrminorität in SN: Noch am Wahlabend wieder rückgängig gemacht durch Rechenfehler und Wechsel des Auszählungsverfahrens. a) von falscher Basis ausgegangen, richtig wäre 119 statt 120 gewesen, weil ein Unabhängiger direkt gewählt wurde (der OB von Grimma bei Leipzig). b) wenn ein falsches Auszählungsverfahren seit Jahren und auch am Wahlabend zunächst angewendet wurde, stellt sich die Frage nach der Qualifikation oder der Absicht der amtlichen Statistiker, die hierfür zuständig waren und immer noch sind.

2. September 2024
Lustige Leute am Wahlabend zu Gast. Gutes Essen und Trinken machen die leere Fernsehwelt erträglich, die man, an die Wand geworfen, dazu fast drei Stunden konsumiert. Danach wird alles wieder normal.
Wahlabend (2): Die Ergebnisse beider Länder sind erstaunlich ähnlich. SPD und Grüne an oder unter der 5-Prozent-Marke, FDP deutlich darunter, ebenso Werteunion und Freie Wähler. Linke im Sturzflug, Sahra wie Kai aus der Kiste, sogleich über 10 %, AfD deutlich 30 plus. Leichte Unterschiede bei der Union, in SN als 30 plus, in TH als 20 plus durchs Ziel, deren Jubel als Wahlsieger glauben die Helden wohl selber nicht.
Wahlabend (3): Ein Unbeeinflusster würde beim Blick auf die wahrscheinliche Sitzverteilung sagen: Die Wähler wollen mit übergroßer Deutlichkeit eine konservativ-bürgerliche Regierung. Kriegen sie aber nicht, weil die Christunion das Rennen mit harten Linksextremisten machen will, man sehe sich nur die beiden erstmals aufgetauchten Spitzenfrauen aus der Wagenknecht-Retorte an. Die haben mit der schönen Frau in Aussagen und Auftreten nichts gemein, nichts außer dem Parteinamen. So gesehen ist das Wahlergebnis ein großer Sieg von Mainstream aus der Reklametrommel. Man hat Grün gegen Hardcore-Kommunisten ausgewechselt, um am Ruder zu bleiben.
Wahlabend (4): Man kann es auch so zusammenfassen, wie Bernd Zeller es heute Nacht in Schlagzeiten der Zellerzeitung tat: a) Christian Lindner dankt für das Vertrauen, dass es ohne die FDP irgendwie anders würde. b) Problem: Wahlergebnis repräsentiert nicht die Mehrheit der Demonstranten.

1. September 2024
Gestern beim Aldi: Es gibt jede Menge Weihnachtsgebäck – Spekulatius, Dominosteine, Lebkuchen und so. Christbaumständer und Punsch sah ich nicht im Angebot. Ich entschied mich für einige Flaschen hellroten Sommerweins.
Gestern (2) war ich nicht bei Edeka. Da gehe ich erst wieder hin, wenn die Lebensmittelkette fürs mittel-gehobene Bürgertum ihre irre-redenden anti-blauen Polit-Funktionäre abgeräumt und sich entschuldigt hat. In den Leserbriefen der Zellerzeitung finde ich das hier zum Thema Edeka vor: „Offenbar haben sich Politiker mit nebulösen Geschichtskenntnissen im Edeka-Vorstand eingenistet. Wussten sie wirklich nichts von den NS-Verstrickungen Edekas auch bei SA und SS und dem Erstarken durch die Vertreibung der jüdischen Einzelhändler nach 1933?“ Tja, die Scheiben des Glashauses sind mitunter braun getönt. Man sieht es auch ohne blaue Brille.

31. August 2024
Gestern traf die neue Ausgabe der Zeitschrift Tumult ein. 128 Seiten Aussichtslosigkeit. Das ist schwere Kost des Nachts.
Und sonst: Der Monat verabschiedet sich mit Kuriosa. Zum ersten Mal seit Wochen sehe ich von meinem Schreibtisch aus nicht die Sonne aufgehen. Es ist kühl und bedeckt. Meine nackten Füße signalisieren Unbehagen.
Von den am 4. August 2024 an die Ukraine übergebenen sechs fliegenden Wunderwaffen F 16 wurde diese Woche mindestens eine zerstört. Die Experten streiten noch wobei – im Hangar getroffen, im Lufteinsatz abgeschossen, womöglich durch friendly fire. Jedenfalls ist auch der Pilot tot. Das dürfte der schlimmere Verlust sein, denn F 16 gibt’s rundum genug, doch die sie fliegen können sind rar. Die sich überschlagenen Meldungen enthalten eine ungewollt grimme Komik: Man muss den Wundervogel vor dem Eingesetzt-werden schützen. Die prompte Ablösung des Luftwaffen-Oberbefehlshabers ist bestenfalls Kosmetik.
Ostfront (2): Derweil versucht Selenskyj gestern in DC, die Genehmigung für die Bombardierung von Fernzielen in Russland zu erwirken. Das Ergebnis dieses Bittganges kennt keiner so genau. Vielleicht weiß Bidens Frau Jill Näheres.
Im eigenen Saft: Die Professionellen sagen für morgen in TH und SN eine sichere Sache für die christlichen Kandidaten voraus. „Die Menschen“ hätten das „jetzt“ begriffen. Soso. – Da lob ich mir die Feststellungen von Bernd Zeller von gestern:

30. August 2024
Das kommt davon: Kaum hatte ich gestern die Nachrichtenarmut von den Kriegsschauplätzen festgestellt, haben mich Leser eines Besseren belehrt. Bis in die späte Nacht hinein den Wust der Details miteinander und mit der Ukraine-Karte verglichen. Versucht, zwischen politischen Statements und harten Tatsachen zu unterscheiden.
Ostfront (2): Während Selenskyj durch Angriffe in die Tiefe des russischen Raums den Kreml zu einem siegreichen Verhandlungsfrieden zwingen will, kommt aus Moskau ein pauschales Njet. In Washington DC empfängt der Pentagon-Chef derweil sein polnischen Pendant zu dem, was man vertrauensvolle Gespräche nennt. Ich deute das so, dass das große und gute Amerika auszuloten versucht, wie weit man den nunmehr engsten Verbündeten veranlassen kann loszuschlagen, ohne sich dabei ernstlich selbst zu beschädigen. Jede Woche eine neue rote Linie. Mit der Nato-Doktrin hat das nichts zu tun.
Ostfront (3): Kurs-Offensive gegen Donbass-Offensive lassen sich nicht miteinander aufwiegen. Im Norden lassen die Russen die eingedrungen Ukrainer sich zu Tode siegen, und in der Mitte rücken sie unerbittlich auf die 60.000-Seelen-Stadt Pokrowsk vor. Auf dem Weg dorthin hat sich ihren mit kleinsten Infanterie-Einheiten vorrückenden Truppen praktisch nichts mehr entgegengestellt.
Ostfront (4): Die Zerstörung der ukrainischen Strom- und Wasser-Infrastruktur hat diese Woche einen neuen Höhepunkt erreicht. Nur in der westlichen Westukraine brannte noch dauerhaft das Licht. Frage mich, was aus dem Energie-Krieg zwischen der Ukraine mit Ungarn-Slowakei geworden ist.
Ostfront (5): In der elektronischen Kriegführung im Oblast Kursk wendeten die Ukrainer zum ersten Mal wirksame dauerstörende Signale an, von denen ausschließlich die russischen Drohnen betroffen wurden. Die russische Seite reagierte mit erstmals auf dem Schlachtfeld erscheinenden Drohnen, die durch einen sich abspulenden kilometerlangen dünnen Draht gesteuert werden. Die Bilder, die vermutlich von dieser Waffe stammen, sind gestochen scharf. Wieder begegnen wir einer typisch russischen Lösung, dem unerwarteten Ausweichen aus einem vermeintlich unabänderlichen Eskalationsschema meine-Elektronik-gegen-deine-Elektronik.

29. August 2024
Nein, das hat er nicht so gemeint, der Herr Merz, mit den Illegalen im Lande, nein, wirklich nicht. Ampel gerettet, da sind wir aber froh.
Nicht so gemeint (2): Da haben doch tatsächlich die Kinderwahlrechts-Enthusiasten in Sachsen eine aufwendige Abstimmung bei den Unter-Achtzehnjährigen durchgeführt. Die beliebteste Partei, die sie wählen würden, wenn sie denn dürften, ist die …, na ja, Sie wissen schon.
Schwarzes Loch: Von den beiden Kriegsschauplätzen hört man so gut wie nichts mehr. Sicher ist nur, dass die beiden in den West-Medien vielfach zum Sieger ausgerufenen Parteien es nicht werden werden. Man muss nur die Fluchtbewegungen aus den angeblichen Siegerstaaten betrachten. Doch über eventuell aufschlussreiche Details erfährt man nichts.

28. August 2024
Da trifft sich gestern der Herr Merz mit dem Kanzler, um, wie er mitteilt, das Einwandererproblem zu lösen. Ach, gibt es da eines? Er spricht gar von vergangenen Fehlern, der Herr Merz. Wieso vergangen? Kann ich nicht erkennen. Will er Merkel rückgängig machen? Das wär doch mal was. Neinnein, das nun wieder nicht, er will auf den letzten Metern der CDU Aufwind verschaffen, in dem er sie ohnehin schon wähnt, bei leichter Flaute nach der letzten Messerei in SG.
Problem beseitigen (2): Der von Merz besuchte Herr Scholz will erst mal in die Verfassung sehen, bevor er antwortet. Da kann ich helfen. Wenn er sich mit Merz einigt, kann er ohne Gefahr für sich selbst, Grüne und FDP aus der Regierung werfen. Seine Kanzlerschaft wird hierdurch nicht berührt. Meint das Grundgesetz.
Problem beseitigen (3) Kann man auch so machen, wie ich es vor Tagen schon hier in Schilda auf einem Großflächen-Plakat vorgeschlagen fand

. Nebenbei: Das einzige aktuelle Plakat, über das ich gelacht habe.

27. August 2024In dem 1980er/90er Jahren etablierte sich bei der halbgaren Politschickeria das Blabla-Wort Wutundtrauer. Es wurde angewendet, wenn irgendwo im weiten Ozean ein Walfischbaby beim Singen gestört wurde, im südafrikanischen Soweto ein Negerkind in der Mülltonne nach Essen suchte oder ein Eisbär im Nordmeer auf seiner schmelzenden Scholle in die ewigen Fischgründe segelte Dann hörte man sie, die Grüne Antje Vollmer, im Deutschlandfunk, das etablierte schlechte Gewissen, welche mit zittriger Stimme das erlösende Wort aussprach. Ist Geschichte.
Wutundtrauer (2): Nein heute sagt das so niemand mehr. Heute setzt sich der Pulk der Dienstwagennutzer in Bewegung, sich über die Lage vor Ort ins Bild setzen zu lassen. Wofür? Für nichts. Schauerliche Schmierenkomödie.
Wutundtrauer (3): Nein, nichts davon empfinde ich bei den Mordnachrichten aus Solingen und ihrer Instrumentalisierung durch die politmediale Kaste. Nur Ärger, Ärger über mich selbst, dass ich zwei, drei Tage lang von Resignation heimgesucht werde. Danach bin ich wieder ich und will nicht versäumen, meinen zwei oder drei Lesern das Bild des Mörders zu zeigen. Made in Germany, made by Vielfalt.

25. August 2024
Solingen im Bergischen Land ist seit Jahrhunderten die deutsche Messerstadt. Jetzt klingt die Bezeichnung wie ein kaum zu überbietender Zynismus.

24. August 2024
Während der Nominierungsparteitag der Dems in Chicago ohne die Abhaltung der vorgeschriebenen Vorwahlen (Primaries) Kamela H. und ihren Copiloten Walz als Präsidenten-Kandidaten nominiert, überrascht der unabhängige Präsidentschaftsbewerber Robert Kennedy die Nation durch einen Teilausstieg aus dem Rennen. Dieser beschränkt sich auf die sog. Swing-Staaten, in denen er den Wählern empfiehlt, Trump zu wählen.
Wahlkampf (2): Noch nie habe ich mich durch Plakate und Flugschriften derartig belästigt gefühlt wie derzeit im Zwergstaat. Einen Anlauf, den haarsträubenden Blödsinn zu dokumentieren, habe ich wg. des anhaltend warmen Wetters auf Eis gelegt.

22. August 2024Wahlfälschung und Wählerbeeinflussung liegen dicht beisammen. Besonders beliebt in diesem Jahr die zu diesem Zwecke rechtswidrig in Anspruch genommenen Steuergelder, also die Zweckentfremdung von Geld des Wahlbürgers. Es handelt sich nicht um Groschen, nein, ganz gewiss nicht.
Beispiel 1: Die Stiftung Gedenkstätte Buchenwald, eine Einrichtung des Freistaats Thüringen versendet Anti-AfD-Briefe an ältere Thüringer Bürger, dem Vernahmen nach über 300.000 Stück. Für mich ein klarer Fall von Amtsanmaßung zur Ausübung eines allgemein-politischen Mandats, von der Haushaltsuntreue ganz zu schweigen. Der Stiftungsdirektor, ein in ein öffentliches Amtsverhältnis berufener Mann, heißt Jens-Christian Wagner. Sein mitunterzeichnender Kompagnon ist Rikola Gunnar Lüttgenau. – Wann schreitet hier die Staatsanwaltschaft ein? Antwort: Falls die AfD in TH in Regierungsverantwortung kommt: sofort.
Beispiel 2: Die aus öffentlichen Töpfen gesponserte Kampagnenfirma Campact unterstützt mit sechsstelligen Beträgen in Sachsen grüne Wahlkreiskandidaten, um die 5-Prozent-Sperre zu durchbrechen. Ich nehme an, Geld des Steuerbürgers und Wählers, um dessen Willenskundgebung zu verfälschen.
Beispiel 3: Die sattsam bekannte und aus öffentlichen Haushalten gesponserte Medienbeeinflussungsfirma Correctiv führt einen Spezialfeldzug gegen den Thüringer Spitzenmann der AfD, um nun auch den letzten Unentschlossenen von dessen Unwählbarkeit zu überzeugen. Welche Behörde gab das Geld? Ich frage für einen Freund.

Und auch noch dies: Der Mob von Jena und Umgebung verhindert gestern den Wahlkampfauftritt des AfD-Vormanns in Jena-Lobeda – seit Jahr und Tag ein sog. sozialer Brennpunkt. Die Randalierer sind nicht die dortigen Bewohner, jede Wette. – Die Ortspotentaten zeigen sich zufrieden mit dem Ergebnis und nennen es einen Sieg von unserer Demokratie.

21. August 2024
Das sieht nicht gut aus, was der kleine Wlod im russischen Oblast Kursk hat anrühren lassen. Kaum war der ukrainische Einbruch ins russische Territorium gelungen, waren sich die westlichen Experten sicher, dass die Ukrainer nun ein vortreffliches Faustpfand für die künftigen Friedensverhandlungen in eingesackt hätten. Doch die Russen wissen zu den angeblichen Geheimgesprächen nur einen einsilbigen Kommentar: Njet.
Ostfront (2): Währenddessen rollt die russische Dampfwalze wie gewohnt weiter nach Westen. Soeben wurde der Evakuierungs-Ukas für die ukrainische Stadt Pokrowsk und ihr Umland herausgegeben. Er ist in einem unerwarteten, eher bittenden Ton verfasst. Die in diesem Zusammenhang gemeldeten Zahlen lassen Zweifel aufkommen, ob nicht die Masse der dort verbliebenen Bevölkerung lieber das Eintreffen der russischen Armee erwarten will – dies ist lediglich eine Vermutung von mir.
Ostfront (3): Die im Gefolge des ukrainischen Angriffs auf Kursk gemeldeten Erfolge zur Zerstörung der russischen Stromversorgung erweisen sich als fraglich, die russischen Gegenstücke hingegen nicht. Die äußerst dürftige ukrainischen Stromversorgung beruht derzeit auf den unbeschädigt gebliebenen, weil von den Russen nicht bombardierten Kernkraftwerken im Lande. Allein dieser Umstand befördert die westpropagandistische Behauptung, die Russen würden die in ihrer Hand befindlichen Kernkraftwerke von Saporoshje und Kursk beschießen ins Reich der durchsichtigen Legenden.
Ostfront (4): Die Bundesregierung scheint ernst machen zu wollen mit der Reduzierung, wo nicht sogar Einstellung der Ukrainehilfen. Die zur Begründung genannte prekäre Haushaltslage des Bundes trifft in den USA auf Unverständnis. Die woken Kritikaster vergessen zu erwähnen, dass man dortzulande aus ebendiesen Gründen mit gutem Beispiel vorangegangen ist. Dort war man sich nach Schwankungen in diesem Frühjahr plötzlich sicher, dass der Ukraine-Krieg kein guten Wahlkampfthema sei, zumal der böse Trump nicht müde wird zu behaupten, er werde den dortigen Krieg in wenigen Tagen zu einem Ende bringen.

20. August 2024
Schuster bleib bei deinem Leisten: Rob Reiner, der legendäre Regisseur des noch legendäreren Erfolgsfilms Harry & Sally hat soeben behauptet, jedermann versammle sich hinter Kamela & Tim. Auf der Leinwand wäre das ein Flop. Garantiert. Made in Hollywood eben.
Flickschusterei (2): Der Kriegsmaulheld Oberst Kiesewetter wird gestern so zitiert. „Selbst wenn die Ukrainer Nordsteam zerstört haben sollten, war das in unserm Interesse.“ Klarer ist die Auffassung des Kolonialherrn nicht zu formulieren. Da kann man nur sagen: Leute, wählt CDU.

19. August 2024
Da werden sich die Knackis aber freuen: letzte Woche legte nächtlicher Stromausfall die gesamte elektronisch & zentral betriebene Justiz in Nordrhein-Westfalen lahm. Völlig unerwartet hatte in dieser seit dem Aussterben des Mammuts ausgebrochenen heißesten Dunkelheit die Sonne nicht geschienen. Ein Justizsprecher betonte, dass die Faxgeräte vom Totalabsturz nicht betroffen seien. Puh, da sind wir aber erleichtert, denn, wie jedermann weiß, sind Faxgeräte heute der Standard in jedem Emigranten-Haushalt. Meins – hüstel, das Faxgerät ist hier gemeint – beispielsweise funktioniert seit über 25 Jahren nicht mehr. Eigentlich hat es, wenn ich es recht bedenke, auf dem Apple-Rechner nie funktioniert.
Stommangel-Meldungen (2) sind nichts anderes als Schwurbler-Stories. Wenn 80 % der Unternehmen in D das Gegenteil erleben, so treffen wenigstens deren Wirtschaftsbosse die einzig richtige Schadensbewertung: Es liegt am Erstarken der AfD: Jede Stimme für die Blauen ist eine Stunde ohne Strom.
Strommangel-Meldungen (3): Zum Wochenende hat der grüne Mob die Kühltürme des mutwillig abgestellten Kernkraftwerks Rheinfelden in die Luft gesprengt. Nachträglich wurde gerüchteweise bekannt, dass die Landesregierung einen F 16-gestützten Angriff in Ramstein bestellt hatte. Das US-Kommando für Zentraleuropa hatte jedoch darauf hingewiesen, dass wg. der Kursk-Sache im Moment keine Maschinen frei und derzeit auf dem Marschflugkörper-Markt Engpässe aufgetreten seien.
Strommangel-Meldungen (4): Zum Glück hat Bernd Zeller das Wesentliche in der letzten Nacht klargestellt:

18. August 2024Der Chor der deutschen Experten singt brav die Story von Selenskyjs Pipeline-Angriff, und das teil-verblödete Publikum gibt sich erstaunt und wirft sich mit Strategie-Spielen ins Brüstlein. Lachen muss ich, dass einer der durchaus Ungläubigen spöttisch von Three-men-in-a-boat spricht, frei nach dem gleichnamigen englischen Roman von Jérome K. Jeróme von der vorletzten Jahrhundertwende. Eile zum Regal mit dem Fiktiven, ja, das Buch ist noch da.
Experten (2): Da taucht sogar der Ex-BMI-Kollege und spätere BND-Chef August Hennig aus dem Ruhestand auf, um mitzuteilen, dass neben den betrunkenen Ukrainern auch Polen beteiligt gewesen seien und erzeugt hiermit schwerste Rülpser in Warschau. Der dortige Donald droht uns Deutschen unverhohlen. Na also, geht doch. Was sein jetziger Außenminister einen Tag nach dem Anschlag öffentlich äußerte (Glückwunsch an die USA) lässt er sicherheitshalber beiseite.
Experten (3): Es geht munter zu am Geiseltalsee, einem ehemaligen Braunkohlenbaggerloch am Rande von Braunsbedra, dessen Real-sein, obschin angeblich größtes Gewässer von Sachsen-Anhalt, ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal wahrnehme. Ebenso die Experten zu diversen Themen, deren Existenz mit bis gestern unbekannt war. Das sommerlich froh gestimmte, zu Hunderten angereiste Publikum wird totenstill als mich einer der Zuhörer zum Ukraine-Krieg befragt. – Tja, so kann’s gehen, schreibt einer ein Buch und schon ist er selber ein Experte oder so.

16. August 2024
Das hier sendet die Bundeswehr ans Volk. Der Sprecher ist Generalmajor Dr. Freuding aus dem Verteidigungsministerium („der Panzergeneral“):

Ostfront (2): Das Wall Street Journal bringt – gestützt auf eigene Recherchen, gestützt auf US-Geheimdienstkreise, versteht sich – den hundertsten Aufguss von der ukrainischen Yacht nebst fünf Taucherhanseln, die Nordstream 1 und 2 angegriffen und zerstört haben. Das wird durch Wiederholung nicht richtiger. Doch was will man jetzt damit sagen? Der böse Selenskyj war’s? – Was auch immer, jedenfalls habe ich mir im März vergangenen Jahres notiert, dass die Geschichte erstmals gespielt wurde, und zwar durch die New York Times, 3 Tage nachdem Scholz nach DC einbestellt worden war. Da Vogel friss oder stirb.
Ostfront (3): Erheitert hat mich, dass ein Experte auf Tichys Einblick den Murks bierernst wiederholt hat. Die Leserbriefe hierzu sind einfach nur köstlich.

15. August 2024
Es ist der pure Zufall, dass ich mich gestern mittags an Zeichnungen von Bernd Wagner delektiere, die ich in einem schon älteren Heft von Tumult abgedruckt fand. Vor allem die „Drei Affen“ haben es mir angetan. Gegen Abend dann die Meldung, dass die Pharma-Gangster der WHO einen Weltalarm wg. Affenpocken ausgelöst haben. Woran erinnert mich das Bild aus der Pressekonferenz bloß? Nicht dran rühren.

Gesichert rechtswidrig (2): Der Generalbundesanwalt erlässt einen Haftbefehl gegen den angeblichen Pipeline-Sprenger von Nordstream 1 und 2, einen ebenso unbekannten wie untergetauchten Ukrainer. Das ist so unsagbar blöd, dass mir nicht mal mehr spöttische Bemerkungen einfallen.
Gesichert rechtswidrig (3): Das Bundesverwaltungsgericht teilt per Pressemitteilung mit, dass es den sofortigen Vollzug des Compact-Verbotes durch das Bundesinnenministerium bis zur Entscheidung in der Hauptsache aufgehoben habe. Das ging ja erstaunlich schnell. Dass Nanzy F. und ihr Hofstaat sich hieran nicht halten werden, halte ich für selbstverständlich. Sie werden behaupten, dass sie das beschlagnahmte Gut einbehalten müssten, um es erst mal auszuwerten. Auf die eine oder andere Amtsstraftat kommt es wahrlich nicht mehr an.
Gesichert rechtswidrig (4) sind die Kommentare aus der politischen Klasse. Man hätte, so lautet es landauf landab, das Verbot besser begründen müssen. Dass ein Verfassungsverstoß rechtswidrig ist, egal wie gut man ihn begründet, erschließt sich unsern Elite-Denkern nicht. Wie auch.
Gesichert rechtswidrig (5): Warte darauf, dass wegen der Affensache der erste vors Tor tritt, um die Wahlen in drei Wochen abzusagen. Das kann man nur befürworten, denn – auf Neudeutsch – „es darf nicht sein“, dass die Menschen ins Wahllokal gehen und als Affen (siehe Bild von Bernd Wagner) wieder rauskommen.

14. August 2024
Da haben doch gestern dieser Trump und jener Musk eine Stunde lang über Twitter-X telefoniert, und jeder, der wollte, konnte zuhören, obwohl der Zensor der EU gesagt hatte, das würde böse Folgen haben. Angeblich waren eine knappe Milliarde Männer und Frauen ungehorsam – ein kaum zu glaubende Zahl. Ich habe mich auf das Querlesen der Abschrift beschränkt. Deren Inhalt reißt niemanden vom Hocker. Das Gegenteil wäre ein Wunder gewesen. So bleibt nur – wichtig genug – der Eindruck, dass das Wunderkind Elon den Mainstream-Köchen den Einheitsbrei versalzen hat. Was haben sie nicht alles versucht, um die Sendung technisch zu blockieren. Es hat nicht geklappt.
Mainstream (2): Was wollen sie dem Ereignis entgegensetzen, um die Niederlage zu kaschieren? Ich empfehle ein Telefonat von Zuckerberg mit Kamela. Das wäre sicher ein Lacher, den ich mir nicht entgehen lassen würde.
Mainstream (3): Der böse Putin will die Grenzen des sowjetischen Einflussbereichs wiederherstellen. Habe ich allzudeutlich seit über einem Jahr als Begründung im Ohr, warum wir es ihm jetzt militärisch zeigen müssten. Doch ach, die Bundesregierung weiß davon nichts, sagt das AA. Ist die mich verwirrende Antwort mit dem Kolonialherrn abgestimmt?

13. August 2024
Das Spiel mit dem Feuer: Seit Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 halten russische Sicherheitskräfte das von der russischen Rosatom betriebene Kernkraftwerk Saporoshje besetzt, gelegen im gleichnamigen Oblast der Ukraine, der nunmehr von Russland beansprucht wird. Seit dieser Zeit wird das Kraftwerk, das seit geraumer Zeit heruntergefahren ist, beschossen. Beide Seiten bezichtigen einander hierfür der Täterschaft. Vor drei Tagen haben zwei Drohnen eine der Kühlanlagen getroffen und schwer beschädigt, so dass ein Brand ausgebrochen ist. Die Lage des Kraftwerks wird zunehmend heikel. Von beiden Seiten, die wie üblich auf einander zeigen, kommt nach meiner Beurteilung nur das Regime in Kiew in Betracht, das den Krieg der verbrannten Erde, so wie von mir bereits vor Jahresfrist angenommen, zu inszenieren sucht.

Nachbetrachtung zum Besuch im Dom zu Güstrow. Mehrere Leser äußern ihr Unbehagen über die Gastlichkeit des Mecklenburgers. Nun, die Preise dort können als astronomisch notiert werden. Das Fischbrötchen wurden für 5,95 bis 9,98 € angeboten. Derartiges sah ich vor 20 Jahren schon auf Sylt, da allerdings ging es um Nordseekrabben, abgezählt in winziger Stückzahl.
Güstrow (2): Beim Auswerten der Bilder auf dem Handy fällt mir erneut das Geschmacklose der Kombination des Schwebenden (mit dem Gesicht der Käthe Kollwitz) mit den Renaissance-Gitter auf. Wie kann man nur? Müsste man Barlach fragen, angeblich war das seine Idee.

Güstrow (3): Die Stiftungsurkunde des Domes enthält (in geglättetem Hochdeutsch) diese Worte hier: „Deshalb habe ich, Heinrich, den Ausspruch des Jüngsten Gerichts mit großer Furcht erwartend, …, zu Ehren des furchtbaren Gottes, der mit gleicher Gewalt den Odem des Fürsten wie des Bettlers hinwegnimmt, eine Kollegialkirche gestiftet.“ Das geschah am 3. Juni 1226, zwei Tage vor des Fürsten Tod. Ich habe mich immer schon gewundert, wie genau in jenen Tagen die Leute wussten, wann das Ende unwiderruflich da war. Sie waren uns voraus – wenigstens insoweit. Und sie waren, wenn der Gevatter auftauchte, sehr nah bei ihrem Gott („mit großer Furcht“).
Güstrow (4): Bemerkenswert bleibt, welche immensen Kunstschätze hier im Dom die Bilderstürmerei der Nachreformation überdauert haben. Erst die Nazis (die echten) waren gründlicher, sie holten den Schwebenden 1941 zum Zwecke der Einschmelzung von 250 kg in der Wehrwirtschaft ab. Der jetzige ist ein Nachguss vom Nachguss.
Güstrow (5): Die omnipotenten Kirchenführer wollen uns glauben machen, dass Engel geschlechtslos seien, obwohl die Namen eher dagegen sprechen, Michael und so. Die Erbauer der Kanzel im Dom wussten das besser. Die 4 Engel, die sie tragen, zeigen unmissverständlich weibliche Formen.

12. August 2024
Dank der Zellerzeitung von heute Nacht weiß ich das hier: Meteorologischer Wetterdienst warnt: Wärmste Sternschnuppen seit Beginn der Aufzeichnungen.
Lügen (2): Weniger witzig, nein: überhaupt nicht witzig ist, was die sog. Experten in den Medien über den Unterschichten-Aufstand in England verbreiten. Sie loben die Schnell-Justiz und verlieren über den Anlass des Aufruhrs kein Wort. Dass das Fass ganz schlicht übergelaufen war, als ein in England von Zuwanderern geborener Neger aus etlichen kleinen Mädchen mit seiner Machete Hackfleisch machte, verschweigt man vornehm.
Lügen (3): Mainstream hat sich darauf besonnen, einen plötzlichen Absturz der Blauen zu messen und einen sicheren Sieg der Volksfront vorherzusagen. Wozu sonst hätten wir die Sonntagsfrage?
Lügen (4): Der eine sagt sicherheitshalber nichts, um in drei Wochen gewählt zu werden, der andere liest das AfD-Programm vor, um wiedergewählt zu werden.

11. August 2024Ist denn eigentlich dieses Pariser Verwirrtentreffen, bei dem ein Algerier das Frauenboxen gewann, immer noch nicht zu Ende? Die Leute in der Kneipe kucken vorgestern Abend plötzlich alle in die selbe Richtung. Der Bildschirm zeigt ein junges Mädchen mit einem Dutt oben auf dem Kopf, das man deutlich die Worte der Nationalhymne singen sieht. Lasse mir von einer Informierten erzählen, dass diese für D startende Russin eine Art Bodenakrobatik, deren Namen ich noch nie gehört hatte, gewann. Hoffentlich hat man das Mädel vor dem Start nicht gezwungen, sich zu dem Putin sein Angriffskrieg zu äußern.
Angriffskrieg (2): Die Einzelmeldungen von der Ostfront aus mehreren Tagen nachzusortieren versucht. Eine starke ukrainische Militärkolonne ist tatsächlich etliche Kilometer tief in den Oblast Kursk vorgedrungen. Experten weisen auf angebliche Parallelen zur Panzerschlacht von Kursk im Sommer 1943 hin und berichten, was die Ukrainer besser machen als seinerzeit die bösen Deutschen. Kann dem nicht ganz folgen, zu viele Einzelbildstreifen – falls es keine Fake-Videos sind – zeigen, wie russische, von Drohnen gelenkte Geschosse ukrainische Panzer wie auf dem Schießplatz vernichten, einen nach dem anderen, grauenhaft. Einzige Parallele: Auch diesmal sind es Panzer aus deutscher Produktion, Schützenpanzer Marder in einem laubgrünen Anstrich.
Angriffskrieg (3): Von den Westmedien, die sich in einem hysterischen Siegestaumel befinden, beiseite gelassen: Die russische Dampfwalze rollt im Donbass unbeirrt weiter gen Westen. Jetzt hat sie die Kleinstadt mit dem witzigen Namen Nju Jork überrollt. Die Reste der desorientierten ehemaligen Verteidiger fliehen Richtung Dnjepr.
Angriffskrieg (4): Derweil warnt Nanzy F. die Deutschen vor dräuendem Terror. Ist das Selbsterkenntnis? Kann ich mir nicht vorstellen. Vor den Maßnahmen, die ihr im Kopf herumspuken mögen, sollte sich jeder ordentliche Deutsche fürchten. Was mir bei dieser Gelegenheit alles einfällt, werde ich für mich behalten.
Angriffskrieg (5): Während ich mich noch derart sinnlosen Gedanken hingebe, verkünden die Götter der democracy auf ihrer Online-Plattform von Foreign AffairsMöglichkeit und Folgen einer Ermordung von Wladimir P. Ich weiß nur zu gut, dass diese Weltenbeherrscher meines Rates nicht bedürftig sind, dennoch sage ich ungefragt: Überlegt euch das noch mal, sonst habt ihr den Krieg, ehe ihr euch‘s verseht, über die beiden Ozeane hinweg im eigenen Lande.

10. August 2024Der Schwebende von Ernst Barlach im Güstower Dom hängt immer noch da, wo ich ihn vor rund 30 Jahren über dem seltsamen filigranen schmiedeeisernen einsfünfzig hohen Rundlauf vorfand. Der Stilbruch bei diesem zweigeteilten Gefallenendenkmal hat mich schon damals gestört. So kommt weder das eine noch das andere angemessen zum Ausdruck. Bevor ich näher herantrete, geht der Blick unwillkürlich nach oben. Ich misstraue intuitiv der Haltbarkeit der Aufhängung dieser tonnenschweren Bronze unter dem Kirchendach. Sicher zu unrecht, aber interessant finde ich schon, was mein Auge mir als ersten Eindruck auftischt. Auch das nicht zum ersten Mal.
Zwiegespalten (2): Ist das berühmte Luther-Melanchton-Portrait von Cranach, das nahezu unbeachtet ziemlich hochoben im linken Seitenschiff hängt. Die Reformatoren schauen etwas abwesend auf das Angebot ausgemusterter Bücher, die dort auf den Zugriff des Wanderers warten. Ich nehme einen Helmut Schmidt von 1983 mit. Reden des nunmehrigen Ex vom Vorjahr, die beim Erscheinen niemand mehr beachtete. Jetzt auch nicht mehr, das macht sie mir interessant.
Zwiespältig (3): Beim Eingangskrimskrams kaufe ich für 3 € einen winzigen Messingengel („Der Segnende“). Die Schatzhüterin macht mich darauf aufmerksam, dass dies nicht der Schwebende sei. Ich muss so lachen, dass wir, als sie entschuldigend abzuwiegeln versucht, wie aus dem Nichts in ein Gespräch über Russland geraten. Sie sagt: Man höre darüber nur Lügen. Ich stimme zu und wundere mich, zumal unter dem Cranach-Portrait eine Sammelbüchse „für die Unterstützung der Ukraine“ aufgestellt ist. Tja, die Norddeutschen, wenn sie denn mal den Mund aufmachen…

9. August 2024
Da hat Anfang der Woche eine starke Kolonne des regulären ukrainischen Militärs die Grenze nach Russland im Bezirk Kursk durchbrochen. Betrachte drei Tage lang die Siegesmeldungen in den Mainstreammedien, die mich an der Kasse von Lidl und Aldi anschreien. Heißa, jetzt geht es dem bösen Wlad an den Kragen. Die russischen und die ukrainischen Quellen, die ich zu verstehen suche, sehen das etwas zurückhaltender. Es geht dort bevorzugt um einen abgeschossenen russischen Kampfhubschrauber. Das kann aber nicht alles sein.
Ostfront (2): Die Kolonne von Kursk ist etwa 9 km weit vorgedrungen, wenn ich die Ortsnamen, die von beiden Seiten genannt werden, richtig deute. Ihr Ziel könnte das Kernkraftwerk von Kursk gewesen sein. Oder doch zumindest, sich auf Artillerieschussweite zu nähern. Und dann? Das große Blow-up mit dem Ziel, einen Atomkrieg auszulösen, oder einen Frieden zu erzwingen? Das ist irrwitzig, aber vorstellbar.
Ostfront (3) Im Mittelabschnitt des Donbass keine Änderung. Der Russe geht Schritt um Schritt vor. Die ukrainischen Verteidiger scheinen der Verzweiflung nahe, denn gegen das seit Wochen praktizierte nadelstich-artige Angreifen scheint es kein probates Mittel zu geben. Es ist die Rückkehr des Ludendorff’schen Gedankens: Die Infanterie ist die Königin des Schlachtfeldes. 
Ostront (4): Mal ehrlich, niemand hatte es dem Russen zugetraut, dass er das Scharnhorst’sche Modell der Auftragstaktik so kompromisslos anwenden würde: Gib dem Führer bis auf die unterste Ebene hinab einen klares Ziel und lasse ihn machen. Er wird schon einen Weg finden. So kommt es, dass Gruppen bis zu 10 Soldaten selbständig operieren und sich in den Gegner verbeißen. Sie bilden für die US-gestützte super-technische Abwehr kein bekämpfbares Ziel. So fügen sie den Ukrainern haarsträubende Verluste zu. Merke: So etwas geht nur mit kampferprobten, siegessicheren Soldaten. Die gibt es offenbar in bemerkenswert großer Zahl.
Nostalgisches Intermezzo: In Mecklenburg scheint die Zeit stehengeblieben. In Plau am See bewegt sich alles gemächlich. Es liegt kein Unrat auf den Straßen und es stinkt nicht. In der Bücherstube verrät die Westbesucherin mit ihren beiden hochbegabten Buben der Buchhändlerin, was sie alles gekauft haben würde, dann geht sie wieder, ohne etwas zu erwerben. So wie früher. – Nur der nahebei errichtete Windpark stört stark, auch wenn die Rotoren weitgehend still stehen.
Wie früher (2): Wildgansgruppen ziehen im Viererpack vor meiner Nase zu einem mir unbekannten Versammlungsort vor der großen Reise. Finken sammeln sich im benachbarten Gebüsch am Seeufer und machen mit ihrem Nachwuchs abenteuerlich anmutende Übungsflüge. Ob die Jungen ahnen, dass sie die Väter in wenigen Tagen hier zurücklassen werden? Ich weiß schon, solche Gedanken kann sich nur ein Mensch machen, der sich damit beschäftigt, nichts zu tun.

7. August 2024
Wer die Mecklenburger Seenplatte für ein regionales Fischgericht hält, glaubt auch, wenn er sich der Realität annähert, es sei Spargelsaison.

5. August 2024
Vorsicht Verschwörungs-Gerede oder so: Der Physiker D. aus Gera weist mich gerade darauf hin, dass der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages eine sehr spezielle Fremdbestimmten-Liste im Angebot hat (Az. WD 1- 3000 – 14/21, also schon seit 3 Jahren). Hier findet man nicht nur Flachpfeifen, sondern auch prominente Teilnehmer aus den Young Leader Programmen der US-amerikanischen Einflussnahme-Organisation Atlantik Brücke und vom Schwab-Zirkus WEF, voilà:

Musse ächt nix bei denken, wie man in Castrop-Rauxel sagen würde. Ährlich. Alles Kumpel ausse Pinte anne Halde.
Alles Verschwörungsgerede oder so (2): In Deutschland kann man alles sagen – so die Führerin dereinst –, aber nicht jeder. So wurde gestern in BaWü dem Österreicher Martin Sellner eine Buchlesung auf frischer Tat verboten. Er erhielt eine Ausweisung aus der entsprechenden staatlichen Gemeinde: Neulingen ist Nazi-frei. Die Polizei sorgte für die Abschiebung. Hallo Jungs, dies ist Freiheitsberaubung im Amt und happig strafbar. Die letzten Fälle dieser Art – man sieht also, das Ding hat Tradition – fand vor 80 Jahren bei den Nazi, den richtigen, statt. Dachte bis gestern, deren Fortführung seit verboten und mit Strafe bedroht. BaWü? Ja, richtig, das Land der grün-schwarzen Faschisten. Sage nochmal einer, die würden nicht abschieben. Tun sie.

4. August 2024
Ist gelogen: Dass der Bund, so das BMI vorgestern, nie Auskunft zu Fragen der Zusammenarbeit von Bund und Ländern in Sachen des Verfassungsschutzes gebe. Vor rund 40 Jahren formulierte ich als zuständiger Referent die einschlägigen Antworten einer öffentlichen Debatte rund um die Novelle des Bundesverfassungsschutz-Gesetzes.
Antwort an den Leser F., woher ich denn wisse, dass das Abknipsen einzelner Länder aus dem Verfassungsschutz-Verbund verfassungswidrig sei. Aus dem Grundgesetz: Dort (Art. 73 Nr. 10 b) ist es die Ermächtigung des Bundes, diese Regelung zu treffen, die zugleich die Definition dessen enthält, was Verfassungsschutz ist: „Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz über… die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder… zum Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, des Bestandes und der Sicherheit des Bundes oder eines Landes (Verfassungsschutz)“. 
Geburtsurkunde: Die Vorschrift über den Verfassungsschutz wurde im April 1949 in den Grundgesetz-Entwurf kommentarlos im allerletzten Moment vor der Verabschiedung aufgenommen. Sie beruht auf einem Befehl der westalliierten Militärgouverneure (sog. Frankfurter Polizei-Brief). In den ohnehin raren Materialien zur Entstehung des Grundgesetzes (Jahrbuch für öffentliches Recht, Neue Folge, Bd. 1) sucht man den Vorgang vergebens. In den Ur-Akten des BMI im damaligen Zwischenlager Sankt Augustin fand ich ihn.

Auch gelogen: Die peinlichen Ausflüchte des Auswärtigen Amtes und seiner Vorzeige-Gestylten zum gezielten Import von Illegalen nach Deutschland. Hier sitzen Rechtsbrecher bis zum Abwinken. Wer so handelt, will Deutschland abwracken. Was wird den Betroffenen für das Begehen ihrer Straftaten passieren? Mein Vorschlag: nichts.

3. August 2024
Die halbe Wahrheit ist auch eine Lüge, nur dreister: Wenn durch das Kanzleramt behauptet wird, es gäbe von den Video-Konferenzen, mit denen Merkel zusammen mit den Ministerpräsidenten monatelang komplett verfassungswidrig das Land regierte, keine Wortprotokolle, so mag es sein, dass diese, wie es so schön auf beamtisch heißt, nicht verschriftlicht worden sind. Aber dass die einschlägigen elektronischen Aufzeichnungen des ganzen Theaters an den 17 beteiligten Stellen plötzlich weg sein sollen, das glaubt kein Mensch, der bei Verstand ist. 

Gesichert verfassungswidrig: Die von der SPD-nah-Presse (RND) lancierte Mitteilung aus sog. Sicherheitskreisen über einen angebliche Plan, im Falle einer Regierungsbeteiligung der AfD, die Verfassungsschutzbehörde des betreffenden Landes aus dem Informationsverbund auszugrenzen, verstößt eindeutig gegen das grundgesetzlich angeordnete Gebot der Zusammenarbeit dieser Behörden. Entspricht die Pressemeldung der Wahrheit, sind die betreffenden Bediensteten wg. offenem Aufrufs zum Verfassungsbruch unverzüglich aus ihren Ämtern zu entfernen.
Gesichert sinnlos: Da schreibt ein Herr Wissmann, von dem ich lerne, dass es der Verkehrsminister sei, an die EU-Kommission, man möge von dem Plan abstandnehmen, noch im diesem Jahr die Messmethodik für Dieselfahrzeuge so zu ändern, dass mit der sofortigen und nicht mehr zu revidierenden Stilllegung praktisch aller Diesel-PKW gerechnet werden muss. Man kann nur den Kopf über soviel Kriechertum schütteln. Die angemessene Reaktion wäre ein kurzes Schreiben bei gleichzeitiger Information der Öffentlichkeit: Deutschland denkt im Traum nicht daran, diesen augenscheinlich aus kranken Hirnen stammenden Unfug umzusetzen. Aber das ist wohl zu viel verlangt bei einem FDP-Politruk. Nur nebenbei bemerkt: Bei solchem Vorgehen, würden die Wähler den Liberalen wie von selbst wieder zulaufen.

2. August 2024
Das Scheitern der Emanzipation in kürzester Kurzform: Frauenboxen.

1. August 2024
Die aus unserer schmalen deutschen Sicht bestehenden zwei Hauptkrisenherde befinden sich in Nahost und Ostsüdost. Letztgenannter droht aus dem Blick zu geraten, denn die Nachrichten von dort sind für die hiesigen Kriegstreiber so grottenschlecht, dass selbst das Experten-Geblubber nicht mehr darüber hinwegtäuschen kann, dass die Russen dort die Bestimmer sind. In Nahost hingegen erscheint es mir fraglich, ob da einer das Sagen hat. Klar ist lediglich, dass die aus Zeiten des Alten Testaments stammende morgenländische Grundauffassung des Auge um Auge, die auf beiden Seiten hochgeschätzt wird, keine nicht-kriegerische Lösung bringen kann.
Ostfront (2): Das, was von der ukrainischen Armee noch da ist, wird von weit überlegenen russischen Verbänden an beliebigen Stellen des Frontbogens zerrieben. Die russischen Führung bestimmt, wann und wo das geschieht. Seit Monaten nun schon in der Mitte des Frontbogens, dem eigentlichen Donbass. Daneben gibt es diese massiven Nadelstiche im Norden bei Charkow und in der Region von Cherson und Saporoshje am unteren Dnjepr.
Ostfront (3): Von dem Waffenstillstand in absehbarer Zeit redet im Moment nur eine Seite, die amerikanisch-ukrainische. Und was sagt der Russe? Njet. Putin hat seine Bedingungen öffentlich genannt: Abtrennung der russisch-sprachigen Gebiete und das Aus der Nato im Rest des Landes.
Ostfront (4): Die Lage im Innern der Ukraine gibt Rätsel auf. Wer kämpft hier eigentlich noch gegen den Russen – und zwar gegen die russische Armee? Auf den Filmchen, welche die Außenwelt erreichen, sieht man alte Männer, jüngere Frauen und sehr junge Männer, noch bartlos. Die meist unbestätigten Meldungen über Attentate und Feuerüberfälle an beliebigen Stellen des Landes widersprechen dem Märchen vom wehrhaften Ukrainertum.
Ostfront (5) Der nicht mehr zu verschweigende Zusammenbruch von Strom- und Wasserversorgung in den größeren Städten wird jeglichem Verteidigungswillen den Rest geben, möglicherweise auch dem Duldenwollen der Macht aus Kiew. Es spricht manches dafür, dass russisch-dominierte Städte wie Charkow und Odessa den Abfall von der Ukraine selbst vorantreiben werden, sobald dort die Knute von ukrainischen Nationalmilizen ihre Kraft verliert.
Nahost (2) Die Israelis setzen weiterhin auf das bewährte System von gezielten Morden aus der Ferne, neuerdings im Libanon und in Teheran. Merkwürdig klingt die sofortige Einlassung des US-Außenministers, man habe davon zuvor nichts gewusst. Das ist die Politik des Pontius Pilatus: Ich wasche meine Hände in Unschuld. Das glaubt kein Mensch, selbst wenn’s diesmal stimmen sollte.
Nahost (3): Dass die Perser jetzt in Wutgeschrei ausbrechen und Rache geloben, wundert nicht. Von Interesse ist hingegen, was der Sultan in Ankara sagt und tut. Dass die Gebiete, über die man da streitet, bis 1918 zum Osmanischen Reich gehörten, das stimmt, aber dass sie sodann an die britisch-französischen Kriegsgewinner übergingen, das stimmt auch. Ebenso stimmt, dass die willkürliche Grenzziehung der Sieger dortzulande zur Fortsetzung der Kämpfe bis zum heutigen Tage geführt hat. Bei einem Eingreifen der Türkei würde der Traum der Nato von der westlichen Wertegemeinschaft mit einem Schlag zerplatzen.
Nahost (4) Wir haben Millionen von muslimischen Türken im Lande. Was die dann tun, das weiß nicht mal die sympathische Nanzy F. – die am wenigsten. Ich kann mich in diese Frau partout nicht hineindenken. Ein Blondinenwitz – Word hält dieses Wort für falsch – ist sie jedenfalls nicht. Ächt nicht.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XIV

31. Juli 2024

Retourkutsche: Nachdem die Ukraine vergangene Woche die Zufuhr russischen Öls über die Pipeline Drushba II nach Ungarn und in die Slowakei gesperrt hatte, fließt in Gegenrichtung ab kommender Woche kein slowakischer Diesel mehr in die Ukraine.

Retourkutsche (2): Nachdem am Wochenende Orbán die Polen als Eckpfeiler einer europafeindlichen Achse Washington-London-Warschau bezeichnet hatte, wird er von den Exponenten der polnischen Regierung öffentlich aufgefordert, die EU und die Nato zu verlassen. Da kann man nur über die Oder rufen: Bedenke, was du dir wünscht, es könnte gewährt werden.

30. Juli 2024

Diktator Maduro hat am Wochenende seinen Wahlsieg per Dekret verordnet. Jetzt sieht er sich berechtigt, weitere 6 Jahre das einst prosperierende Venezuela in Grund und Boden zu ruinieren. Das wundert wenig, doch interessieren würde mich, wer genau in den USA dies Mirakel begleitend ermöglicht hat. Hatte das muster-sozialistische Land lange schon aus meinem Kopf verdrängt. Jetzt bin ich neugierig.

Wochenende (2): Den Mitschnitt des Wahlkampf-Auftritts (Ralley) von Trump in St. Cloud/Minnesota betrachtet (anderthalb Stunden von vier). Die Begeisterung von Abertausenden lässt sich nicht spielen. Unmöglich. Die Aussagen des Matadors sind und bleiben simpel: Arbeit, Wohlstand, Sicherheit, Frieden. Die Rezepte: Grenzen dicht, einschließlich Handelsbarrieren, Massen-Deportation der Illegalen, die nur Geld kosten und Arbeitsplätze wegnehmen, sofortige Beendigung aller Kriege, Sicherung des Landes durch bedrohlich starke Streitkräfte.

Wochenende (3): Die Verhöhnung des Christentums als staats-offiziellen Olympia-Auftakt in Paris finde ich konsequent. Emmanuels Hofstaat spiegelt sich im Gigantischen in einer schwulen Blasphemie. Ludwig XVI. grüßt kopflos aus seinem Grabe. Unterm Strich: Die Grande Nation ist nichts als eine lächerliche Worthülse – ähnlich blödsinnig, als würde man hierzulande von Großdeutschland sprechen.

29. Juli 2024

Aus der Zellerzeitung von heute Nacht: „Bundesregierung im ZDF-Sommerinterview: ,Wir werden die Probleme vermehren, damit sie kleiner erscheinen‘.“ Vor mich hin gegrinst. So, jetzt zu den wirklich schlechten Nachrichten.

Schlecht (2): Die Demokraten in Kiew haben die russische Öl-Pipeline Drushba II, die auch über ukrainisches Territorium führt und Ungarn und die Slowakei mit Russenöl versorgt, in der vergangenen Woche abgeklemmt. Kann mir nicht vorstellen, dass dies ohne Genehmigung der Demokraten aus Brüssel geschah. Auch halte ich für möglich, dass dort die Anstifter zu finden sind. Bleibt die Frage, ob diese beiden vom Wirtschaftskrieg betroffenen Länder (Ungarn und die Slowakei) zum Gegenschlag ausholen und die Westukraine von der Stromversorgung, die mit Masse von ihnen sichergestellt wird, abklemmen.

Schlecht (3): Sind die Nachrichten über das Kiewer Mündel und seine Finanzen (Das Folgende ist ein Extrakt aus Mária Szentmagyari: Woher kommt das Geld, um den Ukraine-Krieg weiter zu finanzieren? [Epoch Times, dt. Ausg., vom 27.7.2023]). Das Land ist ein Fass ohne Boden. Staatliche Hauptgläubiger sind die USA und Deutschland (74 bzw. 34 Mrd. $). Immerhin: Beträchtliche Teile der Almosen fließen zurück in die jeweils heimischen Waffenschmieden. Doch daneben gibt es auch richtige Geldgeber, zu Beispiel diese hier: Microsoft, Amazon, Epic Games, Ikea, H & M, Bayer, Google, BP, Johnson & Johnson, TikTok. Und natürlich die Vermögenspekulanten wie Black Rock und Confratres. – Tja, manches davon leuchtet mir auf Anhieb ein. Aber eben nur manches. Klar ist lediglich, dass es keine Chance für den Frieden gibt, denn die Hyänen des Schlachtfeldes haben die ab 2024 anstehenden Rückzahlungen um fünf Jahre verschoben. Also: kein Frieden, es sei denn, Russland erzwingt ihn.

28. Juli 2024

Am 19. Juli wurde in Lemberg Irina Farion (*29.4.1964) durch einen Kopfschuss ermordet. Ihr Russenhass hatte diese Ultra-Nationalistin und Maidan-Mitputschistin von 2014 nunmehr so weit getrieben, dass sie zur Tötung von Russisch-Sprachlern aufrief. Dass sie selbst Todfeinde hatte, wundert also nicht. Schwer zu sagen, ob dieser Mord, über das Symbolische hinaus, Folgen für den Ukraine-Staat und den Krieg mit Russland haben wird.

Ostfront (2): In einem Wahl-Video rufen seit vorgestern die Blauen hier im Zwergstaat zum Frieden mit Russland auf und behaupten dreist, es gebe nur zwei Geschlechter. Wo bleiben denn da die verfassungsschutz-relevanten Menschenrechte und das mitten in dem Putin sein Angriffskrieg?

27. Juli 2024

Als – lang ist’s her – die deutschen Trümmerfrauen damit anfingen, ihre Kopftücher abzulegen, mit denen sie ihre ungewaschenen Haare verborgen hatten, verschluckten die herumlümmelnden GIs vor geilem Erstaunen ihre Kaugummis und sprachen vom Frauleinwunder.

Fräuleinwunder (2): Die heutigen Heldinnen beeindrucken weniger durch ihre bewusst zur Schau gestellten Weiblichkeit, sondern durch Dummheit und quäkende Stimmen, mit denen sie auf ihre Geistesgaben öffentlich hinweisen. Beispiel? Ja gerne: Da hat ein gewisser J.D. Vance vor kurzem erst von Angesicht zu Angesicht eines der deutschen Vorzeige-Fräuleins in erlauchtem Kreise in München völlig respektlos angegangen und der Dummheit geziehen, die grüne Ricarda L., von der ich mich hüten werde, sie als dick zu beschreiben. Frage mich allerdings, ob es zulässig wäre, sie im Spaß als Biotonne zu bezeichnen. Ich entscheide mich dagegen, obwohl mir ein Leser angeraten hatte, es zu tun, weil die Biotonne vor meinem Haus braun ist.

Fräuleinwunder (3): Nehme mal an, dass die als Injurien empfundenen Auslassungen von J.D. Vance das Fass beim Ullstein-Verlag zum Überlaufen gebracht haben, so dass dieser das Bestseller-Buch des Amis aus dem Programm nahm, als diese Autobiographie  „Hillbilly“-Dings drohte, auch in D zum Verkaufserfolg zu explodieren. Indessen: Das Rausnehmen ist, bei Lichte betrachtet, eine Lüge, denn das Buch wird jetzt in einem Klein-Label derselben Verlagsgruppe weitererscheinen. Wie nennt man das? Vera…g des Publikums.

Fräuleinwunder (4): Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich Vance die Feindseligkeit, die ihm jetzt aus D entgegenschlägt, nicht merken sollte, bloß weil er eines Tages Präsident der USA geworden sein wird. Kann mir allerdings gut vorstellen, dass die deutschen Fräuleins sich das nicht vorstellen können, was ihnen da droht – und unserm Land.

26. Juli 2024

Das Lahmlegen von Millionen von Microsoft-gesteuerten Computeranlagen weltweit vor einigen Tagen sei, so merken Medien in der gewohnt beschwichtigenden Teil-Berichterstattung an, einem Update-Versehen eines Unternehmens namens Crowdstrike geschuldet. Die Firma installiert bei Großkunden Sicherheits-Software, die vor fremden unerlaubten Eingriffen schützen soll. Es entbehrt nicht der Komik, dass ein K.o.-Schlag, den sich der Wachposten selbst verpasst, das Schutzobjekt zum Einsturz bringt. Es zeigt sich zudem, welche Macht sich solche Software-Schützer unkontrolliert anmaßen, ohne dass dem Beschützten ein Schutz hiergegen zur Verfügung steht.

Crowdstrike (2): Erst habe ich den Namen überlesen, dann kam mir der vage Verdacht: die kennst du doch. Richtigerweise muss ich einräumen, dass es mein Arbeitsrechner ist, der sich gestern präziser erinnerte. Es war 2016, mitten im seinerzeitigen US-Präsidenten-Wahlgeschehen, dass die Partei der Demokraten Schwierigkeiten mit ihren Datenbeständen hatte, als aus deren Innenleben offenbar wurde, welcher Praktiken man sich dort bediente, um Unliebsame beiseite zu räumen. Zwei Dinge fielen mir auf: Es war die Firma Crowdstrike, die den Demokraten-Daten-Hort angeblich schützte, und sie war es auch, die eine Lawine lostrat, nämlich die Behauptung, dass es die Russen mit einem hochgeheimen Programm seien, mit dem sie einen gewaltigen Daten-Hack begangen hätten, woraus dann der angebliche Daten-Verbrecher Assange seine Wikileaks-Plattform bestückte. – War gelogen: der Verräter war ein Innentäter.

Crowdstrike (3): Seinerzeit interessierte mich beim Schreiben von Spy Gate, wo denn diese Firma plötzlich herkam, bevor sie in die erste Reihe rückte. Geld und Einfluss stammten von wohlbekannten Namen aus der Nobelgarde der neureichen Datenmonopolisten. Ein Schelm, der dabei Schlechtes denkt.

25. Juli 2024

Wie Kai aus der Kiste: Sitzt Joe – Schnitt – 11 Minuten – Schnitt – im Oval Office und versichert sich, der Nation und der Welt, dass er nicht aus gesundheitlichen Gründen auf die Kandidatur verzichtet hat. Nein, ihm geht’s gut, er ist fit for the job. Das Vorher und das Nachher des Auftritts bleibt gnädig dem Auge des Betrachters entzogen.

Kiste (2): Wird nicht mehr ausgepackt, um die halbleeren Regale im Globus in Isserstedt bei Jena zu füllen. Urlaubszeit oder Endspiel? Der 10 km westlich entfernte real kurz vor Schilda sah auch erst so aus, jetzt ist der dicht.

Kiste (3): Dort in der Intelligenzabteilung in Isserstedt kaufe ich eine sehr schöne Ausgabe der Selbstbetrachtungen des römischen Kaisers Mark Aurel vom Wühltisch, eingebettet zwischen dem Marxschen Kapital und den üblichen Leib-Seele-Anleitungen.

Kiste (4): Nach wie vor gibt es dort auch, ganz im Gegensatz zu den Kaufhallen zu Schilda, die allfälligen diversen Militaria-Hochglanz-Zeitungen. Beim Blättern in den konkurrierenden Blättern fällt mir ins Auge, dass sie ganz auf Russland fokussiert sind und zwar: Russengreuel in Ostpreußen (WK I) und deutsche Panzersiege vor Moskau (WK II). Soso. Bezweifle allerdings, dass sich dadurch die Zahl der Freiwilligen fürs republikanische Heer wird steigern lassen.

24. Juli 2024

In D gibt es seit gestern Morgen die ungeschwärzten RKI-Protokolle nebst weiterem erläuternden Aktenbestand der Behörde RKI. Ein Interner hat die Sachen an eine freie Journalistin durchgereicht. Wir werden Zeuge von zwei interessanten Informations-Kaskaden:

a) alles, was man sich an wüsten Rechtsverstößen der Bundesregierung und ihrem vorsätzlichem Belügen der Bevölkerung vorstellen konnte, findet eine eindrucksvolle Bestätigung, 

b) Mainstream schließt die Reihen, um das Ungeheuerliche vor dem Publikum weiter zu verbergen.

Alles gelogen (2): Joe ist in der Versenkung verschwunden. Angeblich ist er außer Gefecht gesetzt. Sein Verzichtsschreiben von Sonntag wird in seiner Echtheit angezweifelt. Das alles riecht nicht nach einem sauberen Abgang. Man schwankt zwischen Schmierenkomödie und Schurkenstück. Warten wir mal ab, ob Jill noch mal auftaucht. Nebenbei: Plötzlich entdeckt Mainstream, dass der Donald doch recht alt sei, jedenfalls zu alt fürs Präsidentenamt.

Alles gelogen (3): Die Szenerie in den Staaten ähnelt immer mehr, so wie Niall Ferguson im Juni weise anmerkte, den Gepflogenheiten der greisen Oligarchen der untergehenden Sowjetunion: Biden ist einfach weg, verschwunden, nicht mehr da. Alle starren sich gegenseitig an und eröffnen ihre Kriege, um der formal zuständigen Kamela die Macht vorzuenthalten. Die berichtet derweil in Delaware in der ihr eigenen Art von einem angeblichen, aktuellen Telefonat mit dem Commander. Ihr Auftritt vor der Presse ist so bizarr, dass ich ihn erst gar nicht glauben kann und rasch einen Screenshot mache.

23. Juli 2024

Man zuckt, wenn man’s liest. Jetzt also befleißigt sich Mainstream, seine Expertenstimmen zu mobilisieren, die dem unwissenden Volk eine Kamela Harris als Top of the pops schmackhaft machen sollen. Das entbehrt nicht der Komik, denn es sind dieselben Lohnabhängigen, die vor Minuten noch vom turnschuh-fitten Joe salbadert haben. Wenn er’s auch nicht ist, so hat er doch seiner Partei, die ihn soeben zur Aufgabe der Kandidatur zwang, ein Kuckucksei ins Nest gelegt – einen ihm persönlich gewidmeten Spendentopf, eine Kandidatin, die niemand leiden kann, und einen Kandidaten-Wechsel, der alles andere als vorschriften-konform ist. Ich freue mich bereits auf die einschlägigen Auseinandersetzungen im prozessfreudigen Amerika.

Joe (2): Am besten aber gefällt mir dies: Er bleibt bis zum bitteren Ende in seinem Präsidentenamt, um seine angebliche Nachfolgerin von demselben fernzuhalten. Tja, Jungs, da ist etwas gründlich schief gelaufen.

Joe (3): Immerhin ist es terminnah gelungen, gleich nach dem Trump-Festival der vergangenen Woche den bösen Donald aus den Schlagzeilen zu verbannen. Das allein zählt für den wirklichkeits-entrückten Medienmob.

Joe (4): Besonders gut gefällt mir dieses Bild hier, das ich vor einigen Tagen aus dem Internet-Müll herausgefischt habe:

22. Juli 2024

Die Lüge vom russischen Buschta-Greuel klappt in sich zusammen. Man erinnere sich: Ende März/Anfang April 2022 richteten angeblich russische Truppen auf dem Rückzug von den nördlichen Vorstädten Kiews daselbst ein Massaker unter der Zivilbevölkerung an. War gelogen, wie jeder, der wollte, erahnen konnte. Jetzt steht der Haupttäter, ein Tscheche in ukrainischen Legionärsdiensten, ein Mann namens Siman, in Prag vor Gericht. Er war es und sehr wahrscheinlich nicht er alleine – eine Bande von Mördern und Plünderern.

Kiew (2): Es meldet sich der dortige Bürgermeister Klitschko zu Wort. Vermutlich ist er vom Immobilienkauf an der Alster wieder am Dnjepr zurück. Ihm ist plötzlich eingefallen, dass weiteres sinnloses Töten nur zu vermeiden sei, wenn man den Krieg sofort beendet und den Russen die von ihnen eroberten Territorien überlässt. Mein Eindruck: Da läuft sich einer als neuer Führer warm.

Kiew (3): Die US-Combo versucht indessen noch einmal eine allerletzte Offensive aus dem Mündel herauszupressen. Die US-Kriegsherren behaupten via Mainstream-Medien, dem Russen gehe die Munition aus. Jungs, das hatten wir schon, legt eine andere Platte auf. Das Ding ist durch. Jeden Tag rückt die russische Armee weiter nach Westen vor. Provozierend langsam, aber dank einer erdrückenden Überlegenheit unaufhaltsam.

Übern Teich: Joe steigt Sonntagmittag (Ortszeit) aus dem Rennen aus, Präsident hingegen bleibt er. Da ist er topfit. Man darf gespannt sein, wen die Hintermänner jetzt als neuen Heiland kreieren. Ich tippte auf Obama mit Michele als Maskottchen. Doch jetzt kommt erst mal Kamela – sichtlich gealtert.

Übern Teich (2): Was ist bloß auf dem Bild zu sehen? Zahnpasta-Reklame? Nein. Na? Na klar, Shakespeares Romeo und Julia, derzeit in Chicago unter freiem Himmel. Sie (Julia und nicht Michele) musste eigens die heimische Blümchen-Tischdecke opfern, um ihren Busen zum Stelldichein zu schmücken. Auch ist sie kitzlig in der Leistengegend. Romeo weiß das. Doch Vorsicht, me-too lauert im Gebüsch.

Übern Teich (3): Habe zwei Tage gezögert, ob ich es notieren soll. Da diskutieren doch tatsächlich seltsame Heilige im großen und guten Amerika, ob der Obama schwul sei. Wen interessiert das denn eigentlich? Nun diejenigen, die mit solchem Palaver zu betonen oder zu verdecken suchen, dass der nach wie vor der wahre Steuermann in DC sei, und deswegen behaupten, Bidens Amtszeit sein in Wirklichkeit Obamas dritte und nun käme die vierte unter dem Cover von Michele. Besonders kurios in diesem Mediengeschrei die rechten Ultras: Obama sei ein moskowitisch gelenktes kommunistisches U-Boot gewesen oder sogar heute noch, während Mainstream nach wie vor Trump für ein solches hält. Man sieht: Alle Wege führen nach Moskau.

20. Juli 2024

Die soeben mit einer satten Mehrheit auf weitere fünf Jahre im Amt als Kommissionspräsidentin bestätigte blonde Ursel gehöre nicht an diese Stelle, sondern ins Gefängnis, sagte soeben die polnische EU-Abgeordnete Ewa Zajączkowska-Hernik (sprich: Sajonskowska [dank an Prabels Blog]). Tja, der Green Deal kann mit all seinem Klima-Trallala weitergehen, inclusive Verbrennerverbot, Industrieabwracken und Zuwanderungs-Eldorado nebst, man höre!, zugehörigem Häuserbau. Letzteres zumindest angekündigt mit einer Geldlawine (= Geld des deutschen Steuerbürgers). Und nicht zu vergessen: Krieg gegen den Russen. So geht schwarz-grün, EU-weit, und damit basta. Und, ausnahmsweise mal blau: das ist die Blaupause für D.

Ewa (2): Die flotte Polin sitzt in einer Fraktion mit der AfD. Hüstel. Also wenn das jetzt kein Grund ist, um die Blauen zu verbieten, dann weiß ich es auch nicht. Dass es auf unser Grundgesetz nicht mehr ankommt, wissen wir nun ja spätestens seit dem gesichert verfassungswidrigen Compact-Verbot vor wenigen Tagen.

Ewa (3): Ihre Rede ist so kurz, dass sie nicht ausführt, welche Straftatbestände sie meint, als sie die blonde Ursel in den Knast wünscht. Was mir in dem Zusammenhang durch den Kopf geht, würde nicht nur sie alleine betreffen, sondern auch die Frage, wie diese Mehrheit wohl organisiert worden ist. Nun will ich den Stimmenkauf nicht behaupten – wir leben ja nicht mehr in den Zeiten mittelalterlicher Handsalbungen –, aber gewundert habe ich mich schon.

Ewa (4): Das sind mal interessante Zeiten. Die schöne Polin meint Richtung Ursula, die polnischen Soldaten stünden für deren Kriegsabenteuer nicht zur Verfügung. Ihr Landsmann Donald in Warschau sieht das allerdings ganz anders. Er würde lieber heute als morgen losschlagen. Gegen wen? Egal, Hauptsache gen Osten. Was meint eigentlich der allentscheidende Mann in DC dazu? Weiß man nicht, der überlegt gerade, sagt man, ob er krank oder gesund ist. Wetten werden noch entgegen genommen.

Nachträgliche Gedanken: Früher beging man den Zwanzigsten Juli mit feierlichen Worten. Jetzt lässt man das. Ist schließlich 80 Jahre her. Und überhaupt die Attentate, mal sind sie gut, mal nicht. So wie heutzutage – vor einer Woche. Das EU-Parlament hat sich jedenfalls geweigert, das Letztgenannte zu verurteilen. Da kommen eisige Zeiten über den Atlantik zu uns rüber.

19. Juli 2024

Lerne einen neuen Ausdruck aus dem Nachrichtenmüll: Compactwurde weggefaesert. Das erinnert lautmalerisch an ein anderes Neuwort: weggeflext.

Nanzy (2): An anderer Stelle wird erwähnt, dass die Namensspenderin von wegfaesern vor ihrer Polit-Karriere – wusste gar nicht, dass er ein solches Vorher gab – eine angestellte Anwältin in einer der ganz großen global agierenden US-Anwaltsfirmen gewesen sei. Da komme mir keiner mehr mit dem quatschigen Hinweis, alle Espedisten seinen sowjetgesteuert. Es sei denn, einer behaupte, dass es diese reinrassigen Globalen auch seien. Dass allerdings wäre – siehe Compact-Verbot – verschwörungs-theoretisch, mithin antisemitisch, womit sich – falls das nicht homophob ist – die Katze in den Schwanz beißt.

Transatlantisches (2): Der neue Star auf der US-Bühne, J.D. Vance – Eselsbrücke: das J.D. ist wie D.J., nur anders rum – versetzt unsere Politkaste in Atemlosigkeit. Der Verbindungsmann (the link) der Bundesregierung zum Hegemon, der im wirklichen Leben Link heißt, gibt Ratschläge nach drüben, die ebenso lächerlich sind wie in diesem Kontext sein Name. Man müsse den Amis sagen, was die Ukraine für sie für einen Wert habe. Denke mal, das wissen Blackrock, J.P. Morgan, Monsanto & friends weit besser als der sog. Liberale. Doch den Vance wird das nicht jucken. Wie sagte er doch neulich erst zur gertenschlanken Grünen, dieser unübersehbaren Ricarda L., sie solle gefälligst aufhören mit ihrer wahnhaften Energiepolitik, die Deutschland de-industrialisiere. Mithin, sie wisse nicht, was sie da rede, wenn sie vom Ukraine-Krieg spreche. Wat nu?

Transatlantisches (3): Bei den Dems bricht nackte Panik aus. NBC zeigt in einem Exklusiv-Interview den angeblichen Präsidenten, der dem Fernsehvolk erklären soll, was er damit sagen wollte, den Donald in die Mitte der Schieß-Zielscheibe (bullseye) zu rücken. Dass er das nicht kann, wundert nicht – dass man das hilflose greise Stammeln gnadenlos in voller Länge zeigt, schon.

Transatlantisches (4): Jetzt zieht man die Notbremse: Biden sei an Corona erkrankt. Das ist nun die nächste Lüge. Sie wird auf verschlungenem Wege in der Rücktritt führen. An den einschlägigen weiteren Lügen wird noch gearbeitet.

18. Juli 2024

Parteitage anzusehen, ist eine intellektuelle Zumutung. Das gilt auch für den Parteikonvent der US-Reps, der seit Tag und Stunden zelebriert wird. Nutze die Zeit, die ich benötige, um mich nach einer üblen zahnärztlichen Traktierung zu normalisieren, und erheitere mich an Schlichtem in Ton und Bild. Konzentriere mich auf zwei Gesichter, die von Trump und dem neuen Vice Vance. Auffällig ist mir, dass Trumps Gesicht sich verändert hat. Da ist ein Hauch von Nachdenklichkeit und In-sich-gekehrt-sein eingekehrt. Was Wunder, dem hat am Samstag erst der Gevatter die Hand auf die Schulter gelegt. Vance hingegen fröhlich, fast teddybärenhaft zu nennen. Doch was er sagt, hat einiges Gewicht: Der Ukrainekrieg muss liquidiert werden, er lenkt den Hegemon vom Hauptfeind China und der Unterstützung des Mündels in Nahost ab. In dieser Simplizität hörte man das schon lange nicht mehr.

Zahnärztinnen (2): An den Stimmen höre ich, dass die Vermummten zwei Frauen sind, die sich da mit ihren Körperausbuchtungen auf mich stützen. Sobald sie die Macht über mich erlangt haben, dass ich nichts mehr sagen kann, reden sie miteinander, als wäre ich nicht mehr da, sondern sie selbst beim Kaffeeklatsch. Nicht, dass ich mich irgendwie ignoriert fühle, denn schließlich: Was gehen mich ihre Einkaufserlebnisse und erst recht gar die schlechten Erfahrungen mit Männern an? Es ist vielmehr der Verdacht, dass sie bei ihrem Handwerk den Kopf nicht benötigen. Hoffentlich irre ich mich.

17. Juli 2024

Gestern hat das BMI die Zeitschrift Compact-Magazin verboten und alles Zubehör beschlagnahmen lassen. Das ist Neuland im Kampf gegen rechts. Es ist die wüste und willkürliche verfassungs- und rechtswidrige Beschädigung von Presse- und Meinungsfreiheit. Klarer kann man kaum zum Ausdruck bringen, dass die Herrschaften mit dem Staat des Grundgesetzes nichts am Hut haben. Egal, ob das Verbot vor Gericht Bestand hat oder nicht, seine Exekutierung ist bereits die volle Miete, ein Schlag, von dem sich Herausgeber und Verlag nicht mehr erholen werden. Die gesichert linksextreme Ministerin hat hierüber öffentlich ihr Behagen zum Ausdruck gebracht. – Die sog. Alternativen, einschließlich der sich so nennenden politischen Parteien, die jetzt nicht ein Fass aufmachen, sollten wissen, dass sie die nächsten sein werden, die der polizeiliche Knüppel treffen wird.

Verbotsorgie (2): Gestern Mittag sehe ich mir, weil neugierig, das Interview von Hans-Jörg Müller mit der russischen Außenamtssprecherin Marija Sacharowa an. Eine Stunde später ist es gesperrt. Sehr richtig, vor solchen Nachrichten muss der Michel geschützt werden, wenn er gegen den Iwan den Stahlhelm aufsetzen soll. Er könnte sonst zur Unzeit zur Besinnung kommen.

16. Juli 2024

Keine Überraschung: Jetzt ist es also parteiamtlich, Der Donald ist der Präsidentschaftsbewerber der Reps. So what. Sankt Bürokratius ist Genüge getan. Überraschend hingegen, seine Auswahl (pick) eines Vice. Seine Name ist Vance, von dem wir nicht einmal den Vornamen kennen, sondern nur das Kürzel J.D. Der ist noch keine 40, ein gutes Alter. Dagegen wirkt die Copilotin von Biden wie eine alte Schreckschraube (Achtung: Rassismus).

Keine Überraschung (2) : Die Koalition streitet über die Höhe des Dings-Euro-Tickets. Als hätten wir in D keine wirklichen Probleme. Das ist das reine Ablenkungsmanöver.

Keine Überraschung (3)? O doch, für mich schon. Nicht der Text, denn das ist dieser hier: „Sprechen wir die Wahrheiten aus – einfach so: Ihre Klimapolitik ist wirkungslos und zerstört Wirtschaft und Wohlstand, ihre Flaschendeckel-Gesetzgebung macht die EU so lächerlich wie Flaschendeckel unbrauchbar, auch E-Autos sind schmutziger als die verbotenen Verbrenner, die Arbeitslosigkeit steigt, es gibt nur zwei Geschlechter, es geht einen Cem Özdemir nichts an, was auf den Teller kommt, ihre Zuwanderungspolitik zerstört dieses Land und schadet den kleinen Bürgern, die auf preiswerte Wohnungen, öffentliche Schulen und Sicherheit in den Straßen angewiesen sind“, doch der Autor hat mich überrascht, Roland Tichy. Nebenbei: Ich hätte den Artikel gar nicht gelesen, wenn Egon W. Kreutzer mich nicht darauf mit Nachdruck hingewiesen hätte (https://egon-w-kreutzer.de/die-visionaere-gesellschaft), denn der Artikel, dem die Worte entnommen sind, ist ziemlich lang und handelt am Anfang von den missglückten Gestalten aus dem Politikbetrieb, die mir am Dings vorbeigehen. Man erkennt auf Anhieb nicht, dass der Text am Ende eine Kriegserklärung der Tichy-Plattform enthält, nämlich die eingangs zitierten Worte (https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/sommer-der-zuspitzung-der-sprechverbote-und-der-notluegen/). Jetzt allerdings müssen den Worten Taten folgen – und seien es klarste hageldichte Widerworte.

15. Juli 2024

Tja, was soll man sagen? Nun ist also passiert, was ich seit Jahr und Tag vermutet habe. Es ist unter seinen Feinden Allgemeingut, dass man ihn nur wegkriegt, wenn ihn einer umlegt. Der greise Biden brachte genau dies vor Tagen erst zum Ausdruck („It‘s time to put Trump in a bullsey“ – es ist Zeit, Trump ins Zentrum einer Zielscheibe zu rücken). Das ist kaum fehlzudeuten. Es richtet sich an jedermann nach seinem Vermögen. Das also ist die eigentliche Gefahr, in der Trump schwebt. Er kämpft nicht nur gegen die üblichen Verdächtigen, sondern gegen eine anonyme aufgehetzte Masse, aus der nur einer hervortreten muss, der sich im günstigen Moment zum Vollstrecker berufen fühlt. Das gegenwärtige Attentat deutet genau in diese Richtung, der Attentäter ist extrem jung, wohnte relativ nahe und wird die Örtlichkeit genau gekannt haben.

Attentat (2): Nebenbei bemerkt: Wenn gestern Abend das FBI mitteilt, der Mörder habe keine Hintermänner gehabt, lächelt man milde. Woher weiß man das so prompt? Aus den Akten? Und ein zweites Stutzen: Man identifizierte den Täter sogleich anhand seiner DNA. Hatte man seine Probe bereits gespeichert? Nur mal so? Oder ist das nur quasi-wissenschaftliches Geplapper, während ihn in Wirklichkeit einer der Ortssheriffs erkannte?

Attentat (3): Biden will, sagte er heute Nacht, den soeben beginnenden Parteitag der Republikaner mit allen Mitteln schützen lassen. Was meint er damit? Es graust einen, wenn man’s hört.

Attentat (4): Die öffentlich-rechtlichen Desinformanten justieren am Sonntagabend in der Pause des Europameisterschafts-Endspiel die Meldung neu: Trump nur leicht am Ohr verletzt. Also, Leute, kein Grund zur Aufregung. Dass er nur um ein, zwei Zentimeter am Tod vorbeigeschrammt ist, lässt man weg. Es könnte den Falschen in die Karten spielen.

14. Juli 2024

In Pennsylvania schießt bei einem Wahlkampfauftritt unter freiem Himmel ein Attentäter mit mindestens 6-8 Schüssen vom Dach einer Fabrikhalle auf Donald Trump. Er trifft ihn am rechten Ohr, mindestens zwei Zuschauer sterben im Kugelhagel. Ziemlich prompt wird der Mörder erschossen. Obwohl jeder, der nur will, sehen kann, was dort passiert ist, fummeln die Mainstreammedien eine Lüge aus Halbwahrem zusammen: Trump habe während eines Wahlkampfevents von seiner Eskorte von der Bühne geführt werden müssen. Vom Attentat kein Wort.

13. Juli 2024

Das große und gute Amerika schützt uns, lese ich. Man – wer immer das sein mag – habe einen Anschlag auf den Rheinmetall-Chef vereitelt. Und zwar einen durch die bösen Russen. Soso. Die Meldung ist so hanebüchen, dass man bequem Zeit hat, die Frage zu stellen: Qui bono (wem nutzt das)? Ich habe da mal einen Vorschlag: Dem großen und guten Amerika. Ich muss nur zuhören, was die deutschen Routine-Plapperer zum Besten geben. Deren Kriegshetzer drehen frei im Raum und übertreffen einander an Drohungen Richtung Moskau. – Nur mal so und zum Ordnen der Gedanken: Was ist eigentlich passiert, ich meine außer der Behauptung, die CNN aufgestellt hat? Weiß das einer?

Amerika (2): Derweil reiste dieser Orbán mit seinem Staatsflieger von DC nach Florida, um dem Donald guten Tag zu sagen. Der bemerkte zu dem Friedensreisenden, er werde den Ukraine-Krieg gleich nach seinem Amtsantritt liquidieren. Man kennt das schon. Wieder zeterte die transatlantische Meute [durch einen Vertipper stand hier zunächst Beute – auch nicht schlecht] los: Das darf der nicht. Jeder meint den auf seiner Seite.

Amerika (3): Tonänderung im Präsidentenwahlkampf. Die Dems geben sich mit Unterstützung von Umfragen, die sie finanziert haben, sicher, dass sie gewinnen, wenn es ihnen gelingt, Chef Biden aus dem Rennen zu werfen. Seltsame Schlachtordnung. Ich dachte, Trump sei der Gegner. Doch Biden denkt im Traum nicht dran zu weichen. Nur er könne seinen Job zu Ende bringen, sagt er, womit er zweifellos recht hat.

12. Juli 2024

Vor knapp vier Jahren konnte sie noch Kanzler, wie Blöd, stets gut im Bilde, es zu radebrechen wusste. Jemand muss es ihr nunmehr nahegelegt haben, dass sie das nicht kann. Naheliegend also, dass ihr das vorgestern Nacht in Amerika auffiel. Da wird bestimmt, wer’s kann und wer nicht. – Stelle mir vor, dass eine Befehls-Kette in Gang kam: Jennifer wurde via Schwab zu Gates einbestellt, der sagte es ihr, und sie sagte es an Annalena weiter. Jetzt muss Robert der Denker ran.

In Amerika (2): Da darf bei den plötzlichen Erkenntnissen der Herr Scholz nicht fehlen. Flugs kündigte er vor Ort an, dass der Hegemon jetzt wieder weitreichende, gegen Russland gerichtete Raketen in D stationieren werde. Die Frage, ob man hierzulande dem zustimmen müsste, stellt sich erst gar nicht – er tat es bereits.


Nachtrag vom Vormittag: Der topfitte Joe spricht den neben ihm stehenden Wolodymyr als Mr. Putin an. Jetzt haben es sogar die alternden Hollywood-Stars wie Clooney und Douglas erkannt, dass mit dem Manne etwas nicht stimmt. Boshafte Kommentatoren im Internet beschäftigen sich indessen mit der Frage, ob die beiden in einen Showkampf eingetreten sind, wer von ihren die Rolle des Biden in der Netflix-Serie Jill und ich übernehmen darf. Amerika wartet gespannt auf die Entscheidung. – Wie üblich schlägt der Kommentar von Bernd Zeller von heute Nacht einen etwas anderen Weg ein:


11. Juli 2024

Der Raketeneinschlag in ein Kinderkrankenhaus in Kiew vor einigen Tagen bebt medial nach. Beide Seiten zeigen mit dem Finger aufeinander. Eine russische Iskander oder eine ukrainische Boden-Luft-Rakete, das ist die Frage. Der Zufall ist ein böser Bube. Falls es jedoch Absicht war, stellt sich diese Frage nicht. Dann ging es um einen Propaganda-Effekt, und dafür kommt nur eine der beiden Seiten in Frage.

Propaganda (2): In Washington DC übertrifft man sich derzeit gegenseitig in Absichtserklärungen und Rüstungszahlen. Ob die mal einer mit der Wirklichkeit verglichen hat? Mir schrillt noch im Ohr, dass vor Jahresfrist gemeldet wurde, dem Russen gingen Raketen und Artilleriemunition aus. Sieht nicht danach aus. Und vor Zweijahresfrist hieß es: Er müsste Kühlschränke demontieren, weil man dortzulande dank des westlichen Wirtschaftskrieges keine Chips mehr hätte. War Blödsinn, man vergisst ihn lieber.

Propaganda (3): Das polnisch-amerikanische Ehegesponst Sikorski – er ist der Außenminister – erklärt den Ungarn Orbán, welcher bezichtigt wird, alles an den Russen zu verraten, zum Sicherheitsrisiko der Nato. Man tut gut daran, diese amerikanischen Polen als ein Sicherheitsrisiko für den Weltfrieden im Auge zu behalten. Die Baltenstaaten stimmen in den Chorus ein. Die sowjetische Vergangenheit wird in Form von extremem Nationalismus noch lange fortklingen – versprochen.

Propaganda (4): Mainstream findet meldenswert, dass Joe sich auf dem Nato-Gipfel gut gehalten habe. Das ist nicht ohne Witz, wie der Bericht aus einer einschlägigen Anstalt. Aussagekräftiges ist hingegen nicht zu entdecken. Nach dem Schock des TV-Duells tritt allmählich wieder die Alles-im-grünen-Bereich-Routine ein.

10. Juli 2024

Über Nacht im Postfach das neue Senioren Akrützel von Bernd Zeller. Darin, S. 12: Wahlen sind der Schwachpunkt der Demokratie.

Schwachpunkt (2): Wer leichtfertig glaubte, unter dem alt-neuen Donald würden Polens politische Akteure etwas ziviler werden, der irrte gründlich, denn gestern schloss der ein wechselseitiges Sicherheitsabkommen mit seinem Herzbruder Selenskyj. Was sie einander mit 9000 Worten versprachen, mag dereinst Historiker zur Doktor-Promotion anregen. Heute interessiert eigentlich nur das imperialistische Getöne aus Warschau: Dein Land ist mein Land, und mein Land ist auch mein Land. Oder wie der bekannte polnische Dichter Hoffman aus dem slawischen Fallersleben dereinst reimte: Von der Oder bis zum Dnjepr | von dem Schwarzmeer bis zum Belt | Polen, Polen über alles | über alles in der Welt.

Schwachpunkt (3): Was hatten sich doch die Guten über die heimlichen Abreisen des Viktor Orbán nach Kiew, Moskau und Peking erregt. Kaum ist er zurück, werden seine für die Führer der EU zusammengefassten Eindrücke in die Öffentlichkeit lanciert. Nach dem Motto: Lasst uns die Friedensfühler torpedieren.

Schwachpunkt (4): Derweil feiert die Spitzenbesetzung in DC den 75. Jahrestag der Nato-Gründung. Wäre es nicht allzu wahr, könnte man das Fest unter dem Motto Im-Bett-mit-dem-Leader begehen.

9. Juli 2024

Sprachidiotismen sind kein Privileg unserer Tage. Man denke nur an Filmemacher und Liedermacher vergangener Zeiten.

Reisediplomatie: Jetzt ist unsern Plappermarionetten wirklich der Schreck in die Glieder gefahren, denn gestern reiste dieser Orbán, wieder ohne zu fragen, ins Reich der Mitte, wo er sogleich vom Führer der Chinesen zum Meinungsaustausch empfangen wurde. Der Ungar äußerte sich hernach über den Zweck der Mission. Es gehe ihm darum klarzustellen, dass ohne das mächtige China der Friede in der Welt und speziell der in der Ukraine nicht herzustellen sei. Dem haben die Kriegstreiber in Berlin und anderswo nichts entgegenzusetzen als: wir wollen ihn aber, den Krieg.

Kriegstreiber (2): Sie greifen zu Rettungsringen, die nicht einmal sich selbst zu tragen vermögen. Neuerdings verbreiten sie via Kiesewetter und andere bedeutende Sandkastenstrategen, dass der Anschlag auf Nord Stream bereits 2014 in der Ukraine geplant worden sei und zwar, halten Sie sich fest, als russische Fals flag operation – in der Hauptrolle der böse Wlad in der Verkleidung einer Kiewer Marktfrau.

Voreilig: War meine gestrige Behauptung, es bliebe in F alles beim Alten. So ganz nicht. Wir werden erst mal erleben, wie die drei entstandenen Machtblöcke sich gegenseitig am Regieren hindern. Doch das ist dortzulande auch nichts eigentlich Neues. Insofern lag ich richtig. Jetzt liegen die folgenden Themen auf dem Tisch der Kompromisse-Finder: Rentenreform stoppen, Atomkraft abschaffen, Zuwanderung forcieren, Klimalüge retten. Armes Frankreich.

8. Juli 2024

Die wirkliche Lage an der Ostfront lässt sich mit westlichen Siegesmeldungen über die Abschüsse russischer Raketen kaum noch verkleistern. In Wirklichkeit rücken die russischen Truppen meterweise in den Oblasten von Saporoshje und Cherson vor. Nie zuvor gehörte Dorf- und Straßennamen tauchen auf und verschwinden wieder im Nachrichtenmüll. Nach meinem Eindruck haben die Russen in beiden Bezirken den Dnjepr überschritten, ohne jedoch in die gleichnamigen Hauptstädte einzudringen. Es sieht nicht so aus, als würden sie sich hier in den verlustreichen Häuserkampf einlassen. Sie begnügen sich damit, den Gegner Stück für Stück im Gelände zu zerschlagen. Dort muss die Feuerüberlegenheit der russischen Truppen erdrückend sein.

Ostfront (2): Unklar ist nach wie vor im Norden der Stand der Dinge bei der Industrie-Großstadt Charkow. Trotz erheblicher Bevölkerungsverdünnung vor gut einem Monat durch Aussiedlung, respektive Flucht von Einwohnern nach ?Westen, ist die Stromversorgung für den Rest der dort Ausharrenden nahezu zum Erliegen gekommen.

Ostfront (3): Wieweit der russische Krieg gegen die Stromversorgung der Ukraine letztlich zu deren Zusammenbruch führen wird, ist noch nicht zu beantworten, aber es sieht danach aus. Vor zwei Jahren machte ich mir die ersten Gedanken, die in diese Richtung zeigten, konzentrierte mich aber zu sehr auf die Stromversorgung der Eisenbahnen als damals naheliegendes Angriffsziel, was aber erkennbar nicht erreicht wurde.

Ostfront (4) – politisch: Selenskyj ist zu Durchhalteparolen übergegangen, und seine nationalistischen (west-ukrainischen) Unterstützer-Milizen setzen auf Sieg auf der ganzen Linie – zumindest verbal. Putin hat nach dem Orbán-Besuch klargestellt, dass die Bedingungen für das Kriegsende feststehen, und er sich nicht zum zweiten Mal auf einen Waffenstillstand à la Minsk-Abkommen einlassen wird, was seinerzeit dem Gegner Zeit zum Aufrüsten verschafft habe.

Bei unserm westlichen Nachbarn siegte gestern das Establishment. So wie am 1. Juli von mir angenommen. Ein Rechthaben, über das man sich nicht freut. So mag denn der frivole Untergang dort in den gewohnten Bahnen weitergehen.

7. Juli 2024

Ein Traum: Wir reden bei Tisch angesichts des sich selbst zerlegenden Hegemons über den American Dream. Jaja, der amerikanische Alptraum, sagt einer witzelnd. Wär ein hübscher Buchtitel. Fehlt nur noch, dass jetzt einer mit müsste-man-mal-schreiben daherkommt. Sagt aber keiner, denn die Tischrunde ist pure Phantasie. Früh um fünf aus dem Fenster in den anbrechenden grauen Morgen gekuckt. Dabei an das Gespräch mit S. gedacht: Bei uns werde sich erst etwas ändern, wenn eine Vorgabe aus Amerika es erzwingt. Doch die ist meilenweit nicht in Sicht.

Esstisch (2): Der reale ebensolche steht am vorvergangenen Abend in der Leipziger Grassistraße. Hier wird von puppenstuben-niedlichen Vietnamesinnen aufgewartet, die sich eines putzigen Sächsischs befleißigen. Der grüne Tee sorgt dafür, dass wir nüchtern bleiben, um über die Lesung von Michael Klonovsky nebst Klavierbegleitung von Jelena Gurjewitsch – so jedenfalls würde mein Vater den Namen aus dem Kyrillischen transkribiert haben – herziehen zu können. Der Auftritt war bemerkenswert genug. Er las drei Texte, sie spielte drei Komponisten, Chopin, Liszt und – etwas fragwürdig, nein: eher passend zum Gewölbekeller mit dem klapprigen Pianoforte – Verdi, vermutlich zum Mitsingen, was indessen unterblieb.

Eßtisch (3): Publikum und Autor befremdelten einander. Ob’s bei ihm zum Stil gehört, das weiß ich nicht, die neben und hinter mir Sitzenden waren offensichtlich mit anderen Erwartungen gekommen, denn zum Vortrag kam nicht das gewohnt Politisch-schnoddrige, sondern Texte über das abendländische Trinken und ein Auszug von einer der Kurzgeschichten aus dem Band Die schöne Apothekerin.

Eßtisch (4): Der Mann liest vorzüglich. Als ich gestern, durch die Lesung angeregt, die Geschichte im frisch erworbenen Buch nachlas, klang seine Stimme in mir nach. Seine Heldinnen, auch anderen Ortes, sind solche, die des Mannes Blutdruck steigen lassen. Ich mag nicht unterstellen, dass er irgendwo diese etwas platte Metapher nutzte, ich erwähne sie hier nur, um ein Nietzsche-Zitat loszuwerden: Gehst du zum Weibe, vergiss das Blutdruckgerät nicht.

Eßtisch (5): Beim Spotten konnte auch die unerwartete Begegnung mit einem Manne nicht beiseite bleiben, den ich das letzte Mal mit Bewusstsein drei Jahrzehnte zuvor in Erfurt traf. Da waren wir beide etwas jünger. Fürwahr. Sowas geht nie ohne Peinlichkeiten ab. Er frug, ob ich jetzt Beamtenpension bezöge, und zeigte Erstaunen, als ich das bejahte. Das kommt davon, wenn man als Pressemensch in erdichteten Schlagzeilen lebt, so dass die Wirklichkeit unbeachtet an einem vorübergeht. Ich bot ihm im Gegenzug an, sein jüngstes Buch zu besprechen. Er schien nicht abgeneigt.

6. Juli 2024

Da reiste doch gestern ganz überraschend Viktor Orbán in die Höhle des Bösen. Kaum ward es ruchbar, plapperten die Leader der freien Welt durcheinander. Sie betonten, nicht gefragt worden zu sein. Na, so was. Nur der Leader der Leader äußerte sich nicht. War ihm wahrscheinlich auf die Schnelle nicht beizubiegen, wer dieser Ungar sei und wo das Land liegt, dass er beherrscht.

Orbán (2): Was er da in Moskau besprochen hat, ist bestenfalls der Spekulation zugänglich. Auch Putin blieb vage. Klar war nur, dass das Signal in Moskau angekommen ist und dort gerne gehört wurde. Nein, das Europa, was die blonde Ursel zu vertreten meint, ist nicht so einheitlich, wie die Dame das gerne öffentlich macht, falls sie nicht gerade heimlich mit Big Pharma Geheimabsprachen trifft.

Orbán (3): Da wollte es die sprachmächtige Annalena dem Unbotmäßigen aber zeigen. Doch falsch geplappert: Die Ungarn sagten ihre für den kommenden Montag geplante Reise nach Budapest einfach ab. Ahnt in D irgendwer, dass man uns international nicht mehr braucht – schon gar nicht, wenn das gestylte Bildungs-Prekariat sich ansagt, um Porzellan zu zerschlagen.

Atlantisches: Die innenpolitischen Auseinandersetzungen in den USA über die Rüstigkeit des Oberbefehlshabers der Freien Welt nehmen groteske Formen an. Einer nach dem anderen entblößen sich die Oligarchen im Pro und Con. Sie berufen sich auf ihre Biden-Spenden. Merke: Geld regiert die Welt.

Atlantisches (2): Dieselben Risse wie bei den Oligarchen zweigen sich in der dortigen Mainstream-Presse. Kein Wunder, denn diese gehört jenen. Den Vogel schließt The Economist ab: Er zeigt einen Rollator mit ein großen Präsidenten-Wappen an der Vorderseite.

Atlantisches (3): In GB erringt die Linke einen Traum-Wahlerfolg und ein Nobody mit Bürokratengesicht und deutsch klingendem Namen zieht in Downing Street No. 10 ein. Er will jetzt das Klima retten. Genau das richtige Rezept bei einer strauchelnden Volkswirtschaft nebst hoher Inflation.

5. Juli 2024

Wagenburg: Da haben sich die Spitzen-Dems im Weißen Haus um ihren Hoffnungsträger versammelt mit Männin und Mäusin. Die Gouverneure, angereist von nah und fern, Gretchen Dings vom Norden und Kevin aus dem Sonnenscheinstaat. Alle schworen sie Gefolgschaftstreue – allem Mediengerumpel zum Trotz. Nur die Obamas schwiegen still.

Stillschweigen (2) oder da hört der Spaß auf: Da hat sich doch die auf woke getrimmte Polizei in Essen tatsächlich getraut, ein Fahndungsfoto ins Internet zu stellen, nachdem der Abgebildete am vergangenen Wochenende einen ihrer Kollegen zusammengetreten und dabei schwer verletzt hatte. Neinnein, Nanzy hat sich noch nicht geäußert und mitgeteilt, dass dieser friedfertige Demonstrant eine schwere Jugend mit einem Nazi-Vater hatte. Kommt vielleicht noch. Nebenbei bemerkt: Landesvater und Stadtoberhaupt hatten zu dieser sog. Gegendemo aufgerufen, obwohl jedermann, der bei Verstand ist, wusste, dass die Sache gewalttätig verlaufen werde.

4. Juli 2024

Man stutzt und staunt: Der kleine Wlod will seit gestern den Krieg bis Ende des Jahres liquidieren, weil der den Wiederaufbau des Landes störe. Von der Rückeroberung der Krim, die noch vor Wochenfrist zu seinem Standard-Programm gehörte, ist plötzlich keine Rede mehr. Wer gab ihm diese bahnbrechenden Gedanken ein? Ich tippe auf Viktor Orbán, den Chef aus Ungarn, der erstmals nach Kriegsbeginn in die ukrainische Hauptstadt reiste. Er brachte als erster westlicher Politiker keine Geschenke mit, sondern unangenehme Wahrheiten. Er wird geraten haben, Putin beim Wort zu nehmen, denn der hatte Mitte Juni öffentlich gemacht: Der Krieg ist an dem Tag zu Ende, wenn die vier angeschlossenen Provinzen Lugansk, Donjezk, Saporoshje und Cherson als zu Russland gehörend anerkannt sind, und wenn sichergestellt ist, dass die restliche Ukraine Nato-frei bleibt.

Orbán (2): Erstaunlich ist, dass der Ungar am ersten Tag seines Zusatzamtes eines Vorsitzenden des EU-Rats diese Reise unternahm und damit ungesäumt umsetzte, was er zum Programm seiner Amtszeit gemacht hatte, nämlich den Frieden im Ukraine-Konflikt zu befördern. Ich denke mal, den Kriegsschreiern diesseits und jenseits des Atlantik hat es erstmal die Sprache verschlagen. Doch hinter den Kulissen werden die üblichen Verdächtigen alsbald daran arbeiten, den Störenfried (sprich: Kriegs-Störenfried) um die Ecke zu bringen.

1. Juli 2024

Quo vadis? Der Parteitag der AfD am Wochenende lässt kaum einen Gedanken aufkommen. Parteiführer bleibt Tino Normale. Die Partei hat sich, denke ich, auch im Übrigen vorgenommen, nicht mehr aufzufallen. Ihre Hauptwerbung bleibt folglich der randalierende Mainstream-Mob. Wenn das die Parteistrategie der AfD sein sollte, wird der Entschluss begreiflich, in Essen zu tagen. Sonst nicht.

Quo vadis? (2): Die Parlamentswahl gestern in Frankreich, brachte einen erheblichen Zuwachs der Rechten. Doch mit 36 % der Stimmen dürfte das Potential der blonden Marine ausgeschöpft sein. Der zweite Wahlgang wird dann durch Wahlabsprachen der Verlierer dafür sorgen, dass diese an der Macht blieben. Das Gegenteil wäre ein Wunder, von dem wir im Übrigen nichts Gutes zu erwarten hätten.

Quo vadis? (3): Beim Hegemon setzt sich das Räuspern und Luftholen und Räuspern fort. Joe jedenfalls hat schon erklärt, dass er im Traum nicht daran denke, auf die weitere Kandidatur zu verzichten. Auch seine Frau Jill hält ihn für fit. Jetzt lebt er bis zum Parteitag der Dems doppelt gefährlich. Der Secret Sevice, der für sein Überleben verantwortlich ist, wird das auch wissen.

30. Juni 2024

Kaum hat man mal ein Thema angerissen, purzeln die Informationen ins Postfach. So geht’s mir mit den obersten 100, die von dem einen Prozent der Leute in den USA die Dinge in Händen halten. Man muss nur – ein wenig mühsam – nach deren Selbstauskünften Ausschau halten. Wie wäre es mit Warren Buffett, einem Menschen, der vor zwei Tagen dem Wall Street Journal mitgeteilt hat, wie er es mit seinem Vermögen von ca. 130 Milliarden $ zu halten gedenke, sollte er, der 93jährige, wider Erwarten einmal nicht mehr unter uns sein. Er spendet alles an die Armen und Bedürftigen. Zu den Letztgenannten zählte er mindestens seit 2006 die Bill und Melinda Gates Foundation, deren segensreiches Tun er jährlich sponserte. Doch das soll jetzt ein Ende haben, ach der arme Bill. Buffetts drei Kinder werden die eigens eingerichteten Wohltätigkeitstöpfe übernehmen. Einer davon widmet sich der Herstellung von Abtreibungspillen. Nun ja, die Reichen denken, vor allem wenn’s an Sterben geht, an das Wohl der Menschheit, aufs Ganze gesehen, und sie denken an das Vermeiden von Erbschaftssteuern.

Vom Sterben (2): Arzt: Eigentlich kann er gar nicht gestorben sein, denn er war ja geimpft. | Staatsanwalt: Der Obduktionsbericht legt die Vermutung nahe, dass der Patient an den Impfungen gestorben ist. | Arzt: Das kann nicht sein. Der Patient war ja vor den Impfungen kerngesund. | Staatsanwalt: Wozu haben Sie den Patienten denn geimpft, wenn er gesund war? | Arzt: Die Impfungen wurden vom Bundesrat empfohlen. | Staatsanwalt: Und war der Patient nach der ersten Impfung immer noch gesund? | Arzt: Er hatte bloß ein paar Schwächeanfälle, Kopfschmerzen und Hautausschläge, die wir aber erfolgreich mit Kortison behandeln konnten. | Staatsanwalt: Die Impfung zeigte also Nebenwirkungen? | Arzt: Nur schwache. | Staatsanwalt: Aber trotz schwacher Nebenwirkungen verabreichten Sie ihm eine weitere Impfung. | Arzt: Wer weiß, wenn wir ihn nicht geimpft hätten, wäre er vielleicht gestorben. | Staatsanwalt: Und wie erging es dem Patienten nach der zweiten Impfung? | Arzt: Er war mehrere Wochen lang krank. | Staatsanwalt: Die Nebenwirkungen wurden also stärker? | Arzt: Er war nur krank. Ohne Impfung wäre er sicher gestorben. | Staatsanwalt: Warum gaben Sie ihm trotz starker Nebenwirkungen die dritte Impfung? | Arzt: Solange es Nebenwirkungen gibt, muss man die Dosis erhöhen. | Staatsanwalt: Und nach der dritten Impfung starb der Patient. | Arzt: Ja, leider hat er es nicht mehr bis zur vierten Impfung geschafft. Die hätte ihn gerettet. | Von Andreas Thiel in der Weltwoche. Nebenbei: Da sind wir aber froh, dass es in D solche Staatsanwälte nicht gibt. Zu diesem Zwecke haben wir ja die Aufarbeitung.

29. Juni 2024

Die Anweisung des Auswärtigen Amtes, unter Missachtung jeglicher Rechtsnormen Fremde ins Land zu lassen, ist nun schon die zweite ihrer Art. Die erste fand unter dem Außenminister Josef Fischer statt und betraf sog. Russlanddeutsche, die zweite ist aktuell. Sie bevorzugt Afghanen, die uns bekanntlich näher zu Gott bringen, während die Erstgenannten eine Verstärkung des schwächlichen Wählerpotential bewirken sollten. Das war seinerzeit eine Fehlkalkulation, wie man leicht feststellen kann, wenn man die Wahlergebnisse von Hellersdorf und Marzahn, wohin man die Einreisenden bevorzugt verfrachtete, Revue passieren lässt. – Wie gesagt, das ist zur Zeit etwas anders, denn die Neuzugänge haben nicht die Absicht, an den wertewestlich-demokratischen Prozessen teilzuhaben, und vor den weltlichen Prozessen schützt sie eine woke Justiz.

Übern Teich: Das sind ja tolle Verschwörungsgerüchte, die jetzt sogar die hiesige Westpresse erreichen, bei der sich der Eindruck breitmacht, dass das Duell der Giganten doch nicht so doll war. Vor allem Joe zeigte sich so, wie es bislang wider besseren Wissens als Fake gebrandmarkt worden war. Er ist greisenhaft klapprig. Jetzt suchen die Dems angeblich händeringend und auf die Schnelle nach einem Ersatz. Ich wies – seltsam prophetisch – seit Jahr und Tag auf die Obamas hin (zuletzt im Sudelbuch vom 10. Dezember 2023), aber da ist auch noch der ober-coole Gouverneur von California, Gavin Newsom, mit der nach hinten gegelten Hollywood-Frisur. Jetzt darf spekuliert werden.

28. Juni 2024

Nachts die ersten 30, 40 Minuten der Präsidentendebatte Trump vs. Biden auf CNN angesehen, um nicht auf anderleuts Urteil angewiesen zu sein. Den Ton abgeschaltet, um mit Muße Gesichter und Körpersprache zu studieren, denn was die Herren sagen, ist mir bekannt, und was sie zu Steuersenkungen, Abtreibungen und Grenzchaos abspulen, interessiert mich nicht sonderlich. So bleibt: 

(1) Trump: Die ersten 5 Minuten, verschlossen, trotzig, das Trump-vor-Gericht-Gesicht. Vermutlich der pure Anfangsstress. Das ändert sich dann in die beiden bekannten Varianten Ich-höre-Ihnen-zu und Jetzt-spreche-ich, letzteres mit den einschlägigen Gesten, nur eine Nummer kleiner als das Stadionformat. Seine Antworten lassen kein Zögern erkennen. Auch lässt er es sich nicht nehmen, dem Gegner mehrfach zustimmend zuzunicken und, eher selten, verständnislos den Kopf zu schütteln. Abgesehen von den Anfangsproblemen macht er durchgehend den Eindruck: ich bin hellwach.

(2) Biden: Er blickt viel nach unten auf – vermutlich elektronische – Aufzeichnungen. Während sein Gegner spricht, blickt er ihn über die Schulter hinweg für kurze Momente nur an. Dann sieht er wieder nach vorne und lacht für Sekundenbruchteile. Wenn Biden nicht redet, steht ihm meistens der Mund leicht offen. Durchgehend hält er sich deutlich mit mindestens einer Hand am Pult fest.

(3) Die CNN: Sie hat ein Reporterpaar präsentiert, Mann und Frau, beide weiß (hüstel), ausgestattet mit den Gesichtszügen von erhabenen Richtern und entsprechend bis zur Unkenntlichkeit geschminkt und gehaarstyled. Dass die beiden an einem Tisch sitzen, während die Delinquenten vor ihnen stehen, passt wunderbar in die Selbsteinschätzung dieser TV-Bande. Erwähnen will ich schlussendlich, dass eine gnädige Regie obwaltet, denn jedesmal , während Trump spricht und sich Bidens Blick aus der Gegenwart nach rechts oben in weite Ferne zu verabschieden scheint, wird er aus dem Doppelbild ausgeblendet. Bei seinem Gegner sehe ich, obwohl ich sein Gesicht unter diesem Aspekt mit Argusaugen mustere, solches Abgleiten ins Nichts nicht.

27. Juni 2024

The loser takes it all: Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass die westliche Wertegemeinschaft mit Demokratie nichts am Hut hat, dann sind es die beiden Spitzenpersonalien Rutte und Leyen. Der eine wird Nato-General, nachdem es ihm jahrelang gelungen war, sein Heimatland in Grund und Boden zu wirtschaften, bevor er zurücktrat und eine Wahl auslöste, die bemerkbare Teile des holländischen Establishment von der Macht entfernte . Die andere darf an der Spitze des EU-Kolosses bleiben, nachdem man die gegen sie laufenden Korruptionsermittlungen abgebrochen hatte, um den Wahlkampf nicht zu belasten, wie es hieß.

Loser (2): Langsam bahnt sich die Erkenntnis bis in die Köpfe der von Westpropaganda Zugedröhnten, dass jemand für die großzügigen Geldspritzen Richtung Kiew wird bezahlen müssen. Die Ukrainer nach dem letzten Abverkauf ihrer Latifundien sicher nicht. ­– Sieht aus wie ein da capo der Jahre 1914-16. Die Kriegspartei GB konnte in den USA alles für die Kriegführung gegen das Deutsche Reich Benötigte einkaufen. Doch als Ende 1916 der Krieg immer noch nicht gewonnen war, fürchtete J.P. Morgan, er war der größte Geldgeber, eine seine Existenz bedrohende, saftige Pleite. Und als die Briten nichts mehr zum Verpfänden hatten, musste der US-Steuerzahler ran und eine Armee nach Europa senden, damit die Herren Bankiers für ihre Fehlinvestition nicht haften mussten, sondern die deutschen Kriegsverlierer. Ein einfaches Prinzip. Man übertrage es mal auf heute.

26. Juni 2024

Standardeinwendung in Diskussionen: Du redest von den Oligarchen, die allein das Heft in den USA in der Hand halten, aber du kannst nicht einen einzigen nennen. – Nun, wie wär’s mit diesem hier? Er heißt Michael Bloomberg, war eine Zeitlang Bürgermeister in New York, und er ist einer der Reichsten aus der Reichenclique. Grad erst hat er für die Wiederwahlbemühungen von Joe Biden 19 Mio. $ gespendet. Warum macht er das, für einen erkennbar Amtsuntauglichen zu spenden? Ja, warum wohl.

Passt zum Thema: Während ich die Notiz über die Wahlkampfspende von Oligarch Bloomberg noch nicht ganz ausformuliert habe, erreicht mich die Nachricht, dass man in London den dort seit vielen Jahren im Sicherheitsgefängnis in Abschiebehaft einsitzenden Julian Assange in ein Flugzeug gesetzt habe. Der Wikileaks-Gründer auf freiem Fuß? Nein, keineswegs, er muss erst auf eine US-besetzte Pazifikinsel, der nächstgelegenen zu seinem Heimatkontinent Australien, um sich vor einem amerikanischen Gericht unter Eid für schuldig zu irgendwelchen Verbrechen zu bekennen, deren Bestrafung mit der Haft verrechnet werden soll. Ihm wurde hierfür freies Geleit zugesichert. Wie großzügig.

Assange (2): Der Mann war der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks. Sein Verbrechen: er machte Akten publik, die massive US-Verbrechen dokumentieren. Sie waren ihm von sog. Innentätern zugespielt worden. Jedermann, der einen Moment nachsinnt, weiß, dass das Imperium hier eine üble Posse gespielt hat. Man will recht behalten haben. Fachleute weisen darauf hin, dass Assange sich wg. Meineid strafbar macht, wenn er – zurück in Australien – erklären würde, wie man ihn in den Eid zwang und dass alles, was er zugestand, gar nicht wahr ist.

25. Juni 2024

Nach den amerikanisch-ukrainischen Raketenangriffen auf Sewastopol mit etlichen Toten und Verletzten – unter diesen besonders grell: am Strand spielende Kinder – wird die Lage heikel. Was die gestern ins russische Außenministerium einbestellte US-Botschafterin sagen wird, hat ihre Sprechpuppe aus Kiew bereits vorweggenommen: Die Angriffe gegen die Krim seien keine solchen gegen Russland, denn dieses halte die Halbinsel lediglich völkerrechtswidrig besetzt.

Raketen auf Sewastopol (2): Jetzt haben die Falken in DC den Kreml dort, wo sie ihn seit Monaten haben wollen. Putin muss nun was tun, um nicht unglaubwürdig zu werden. Aber was? – In Washington spielt man jetzt zu 100 Prozent auf Krieg. Es ist die einzige Möglichkeit des dortigen Sumpfes (swamp), um über den November hinweg an der Macht zu bleiben.

Derweil spielt man in D das Spiel Sand-in-die-Augen. Die fabelhafte Mehrheit von Christunion-Wagenknecht wird an die große Glocke gehängt. Wie das mit der Friedensforderung der Schönen zusammenpasst, wird nicht erwähnt. Man hofft auf das Vergessen.

Sand (2): Derweil wird die gigantische Veruntreuung von Steuergeldern mit gefälschten Umwelt-Zertifikaten medial plattgemacht. Und nicht nur das: Ich habe nichts davon gehört, dass Polizei und Staatsanwaltschaften die Büros der beteiligten Betrugsbehörden durchwühlt hätten. Danach müsste es Festnahmen regnen, bis in Moabit die Plätze knapp werden.

24. Juni 2024

Übern Teich: Die Nachrichten, die von dort zu uns dringen, sind, gelinde gesagt, verwirrend. Zum ersten Mal nehme ich wahr, dass der Ton bei den beiden Organen des Council on Foreign Relations, dem Internetauftritt und dem soeben ausgelieferten Heft der Foreign Affairs, nicht recht zusammenpasst. Zwar mahnen beide zur Umkehr, aber das Heft, um nicht die Vorherrschaft zu verlieren bzw. zum totalen Krieg aufzurufen, während der Internet-Leit-Beitrag für möglich hält, die Herrschaft überhaupt zu verlieren. Das ist neu. Nun macht auch in Amerika eine Schwalbe noch keinen Sommer, aber dem Kern der Herrschaftskaste scheint zu schwanen, dass man innenpolitisch ruppigen Zeiten entgegensegelt. Das riecht nach Götterdämmerung.

Wind of Change (2): Einen besonders boshaften Gedanken bringt der britische Weltstar-Historiker Niall Ferguson ins Spiel. Er vergleicht detailliert die jetzige Situation der USA mit der zerfallenden Sowjetunion der 1980er Jahre.

Wind of Change (3): Da ist es nicht ohne Komik, was zeitgleich sein Landsmann David Lammy in der Foreign Affairs zur Situation in GB schreibt, wo er und seine Labour-Genossen sich anschicken, in aller Kürze die Macht zu übernehmen. Es ist ein Mixtum aus Möchtegern-Weltgeltung („Chart a New Global Course“) und Klimawahn. Ich bin sicher, diese Linken werden versuchen, in bewährter Manier auswärtige Kriege abseits der Inseln zu führen und die eigene Wirtschaft zu zerstören. – Wie der Teufel aus der Kiste ist erneut der Euro-Killer Nigel Farange im Wahldurcheinander erschienen Er ist der Einzige dort, der den Krieg gegen Russland nicht will.

Ostfront: Das Kriegsgeschehen dort bleibt unverändert. Notorische russische Angriffe lokalen Charakters, ständige Verschiebung der russischen Einflussgebietes nach Westen bzw. Nordwesten, dadurch Verkürzung des Frontbogens, Luftschläge hüben und drüben.

Ostfront (2): Derweil reist der russische Führer mit unübersehbarem Pomp in Staaten, an die niemand gedacht hatte – jedenfalls ich nicht –, vergangene Woche nach Nordkorea, am jetzigen Wochenende nach Vietnam. Beides keine Amerikafreunde, nein, ganz gewiss nicht.

23. Juni 2024

Samstagabends: Fremder Leuts Urlaubsfotos zu betrachten, war schon immer eine Zumutung. Der gefürchtete Dia-Abend schied zum Glück dahin, wurde aber durch grell Geheftetes aus dem Foto-Shop ersetzt. Diese Ego-Bücher hatten immerhin den unbestreitbaren Vorteil, dass sie endlich waren und alsbald zu Ende geblättert. Wer hätte damals geahnt, dass sie dann durch das Handy verdrängt wurden. Alles wurde noch schlimmer. Grinsende Gesichter vor leicht schräg stehendem Meer in unendlicher Zahl. Soviel, wie der Speicher zulässt. Gesteigert wird die Qual durch den Paarvortrag, deren Sprecher die kleine Maschine zwischen sich hin und her reichen, wobei der Gast alsbald bemerkt, dass er für das von Wort und Widerwort begleitete Ereignis gar nicht benötigt wird, vielleicht sogar stört. Glücklich der Mann, der derweil mit der charmanten Tochter des Hauses ein Grundsatzgespräch über die Zubereitung von indischem Tee anknüpfen kann.

22. Juni 2024

Die Innenministerkonferenz sei, so lese ich, ohne konkrete Ergebnisse in der Abschiebungsfrage zu Ende gegangen. Man beruft sich auf die Schwierigkeit der Materie. Das ist zumindest teilweise gelogen, denn der wahre Grund für das Nichtstun ist der fehlende politische Wille, die Illegalen außer Landes zu schaffen. Die erste Stufe wäre die Zusammenfassung der Ausreiseverweigerer in gut bewachter, unbequemer Unterkunft ohne Bewegungsmöglichkeiten und ohne Geldleistungen bei schmaler und auskömmlicher Kost (zum Beispiel die hiesigen Ortes sehr beliebte Bratwurst). In kürzerer Frist wird sich die Frage der Abschiebung nicht mehr stellen, denn die Delinquenten werden darum bitten, außer Landes gelassen zu werden.

Das Lügen beenden (2): Hat das soeben Beschriebene Aussicht auf Realisierung? Die Antwort heißt eindeutig Nein, denn die Machthaber versichern sich derzeit immer noch gegenseitig, dass ihnen nichts passieren könne und lassen sich dies durch bestellte Wahlumfragen bestätigen. Sie sind deswegen mit der Umverteilung ihrer Posten und Pöstchen voll ausgelastet.

Das Lügen beenden (3): Die Lügner der regierungsfinanzierten Desinformations-Plattform Correctiv darf zwar ihre Potsdam-Deportationsgeschichte nicht in voller Schrillheit wiederholen, doch hat sie ihr Ziel erreicht: Sie hat solide Bürger in Grund und Boden diffamiert, wovon sich diese kaum mehr erholen dürften, und sie bekommt für ihr Tun jetzt auch noch einen wertvollen Journalistenpreis umgehängt. Dreister geht es kaum. Wissen die Kunden der Sparkasse Leipzig eigentlich, was mit ihrem Geld gemacht wird?

21. Juni 2024

Eingebettet in die allfälligen Bemerkungen über die erotischen Unterschiede von Mann und Frau gibt der Blogger Michael Klonovsky in seinen Acta bekannt, welch wohliges Erschauern ihn übermannte, als er, der Ossi, nach der Wende erstmals die Möglichkeit bekam, auf westliches pornographisches Heftgut zuzugreifen. Solche bemerkenswerten Lehrsätze rufen die Stellungnahme des Westmannes auf den Plan:

(1) Bereits vor der Wende war derartiges Ostgelüste im Westen bei den Sicherheitsbehörden wohlbekannt. Es führte zu einer speziellen methodischen Suchoperation gegenüber Grenzgängern des Ministeriums für Staatssicherheit, deren Hang notorisch war, sich, vom geraden sozialistischen Weg abweichend, als erstes an den grenznahen einschlägigen Verkaufsstellen mit der begehrten Ware einzudecken. Manch einer der so Identifizierten mag sich im weiteren Verlauf seiner Kundschaftertätigkeit gewundert haben, wenn er unerwartet angesprochen wurde.

(2) Die Entdeckerfreuden des Westmannes, der grenzüberschreitend wandelte, waren ganz anderer Art. Er durfte, wenn er denn normal geartet war, zu seinem Pläsier zur Kenntnis nehmen, dass das Ostweib selbst, also dasselbe dreidimensional betrachtet, dem Erotischen weit zugänglicher war, als er es sich unter all den scheinbar emanzipierten Westschwestern hatte angewöhnen müssen. Nicht nur die Kleidung verriet den guten Willen, auch hörte er die üblichen Einreden des Jetzt-nicht, Hier-nicht und Heute-nicht so gut wie nie. Von allen Überraschungen aus der Wundertüte der Errungenschaften des Sozialismus war dieses hier die Überraschendste.

(3) Bleibt die abschließende Bemerkung, dass im Oststaat diese Befindlichkeiten – so sagte man damals dortzulande – bekannt waren und dazu genutzt wurden, um mit einigem Aufwand westliche Besucher der Leipziger Messe in kompromittierende Situationen zu verstricken. Nach dem Wegfall der DDR und dessen MfS änderte sich am Grundverhalten des Ostweibs wenig, eher im Gegenteil, zumal nun das Kompromat wegfiel.

19. Juni 2024

Da mussten im mecklenburgischen Grevesmühlen 2 Negerkinder schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht werden, zusammengetreten von einer Horde Nazis. Heißa, da drehte der politmediale Komplex frei im Raum. Doch ach, die Geschichte stimmt nicht. Nein, ganz sicher nicht. Selbst die eigens eingerichtete Soko musste kleine Brötchen backen.

Grevesmühlen (2): Das Wort eignet sich prima als Schlagwort. Aber wofür? Fake von links oder rechte Gewalt droht überall. Ich tippe auf Letzteres. Es geht darum, Mannheim und Wolmirstedt aus den Köpfen zu vertreiben.

18. Juni 2024

Lese, dass Saudi Arabien aktuell aus dem Petro-Dollar aussteige. Das bahnte sich, wenn’s denn stimmt, seit über zwei Jahren an. Ein fataler Streich gegen den Hegemon – materiell und psychologisch. – Kommen jetzt die Drohnen?

Nahost (2): Heftige Kämpfe an der israelischen Nordgrenze werden vermeldet. Wer hat da plötzlich angefangen? Wie ein Scherz wirkt dagegen die Ansage des israelischen Chefs, dass er sein Kriegskabinett aufgelöst habe. Hat er? Ist er mit Hamas im Gaza-Streifen wirklich durch, und wo sind die Menschen geblieben?

Nahost (3): Wirklich rätselhaft erscheint mir, wieso Hamas und Hisbollah nie koordiniert zugeschlagen haben. Nicht, dass ich mir das wünsche, ich frage ja bloß.

17. Juni 2024

Siebzehnter Juni, war da mal was? Ziemlich lange her? Heute ist alles anders:

16. Juni 2024

Der nächste Streich: In Wolmirstedt bei Stendal in der Altmark richtet ein Afghane gestern das nächste Blutbad mit Toten und Verletzten an. Er wird von der Polizei erschossen. Geradezu idiotisch ist die Einlassung der Polizeiführung, man wisse das Motiv des Verbrechers nicht. Als ob es darauf ankäme. Das der eingreifenden Polizei-Kollegen kenne ich hingegen genau: Er oder ich. – Jetzt fehlt nur noch die Renate Künast-Frage: Hätte die Polizei nicht…? Nein, offensichtlich nicht.

15. Juni 2024

Da war gestern die offizielle Trauerfeier für den erstochenen Politzisten Rouven Laur. Warum nur habe ich das Gefühl: Gleich wird mir schlecht? Und vor allen: Bin ich der Einzige, dem es so geht? Zu deutsch: Ich kann die Heuchelei der Täter nicht mehr ertragen.

Unbekante Wirkung (2): Der böse Wlad hat gestern den Vorschlag gemacht, sofort mit dem Kämpfen aufzuhören. Bedingung: Die eroberten Ostprovinzen gehören zu Russland und der Gegner bleibt Nato-frei. Das wurde, kaum war’s publik, von der US-Sprechpuppe S‘yj. zurückgewiesen. Das war klar. Doch bleibt die Frage, wie die Schalmeienklänge beim ukrainischen Wehrpersonal ankommen. Ich denke mal, das bleibt psychologisch nicht ohne Wirkung. Nur kann man diese nicht sofort messen.

Unbekannte Wirkung (3): Die Nato will ein Hauptquartier nach Wiesbaden verlegen. Das liegt meines Wissens in D.

Unbekannte Wirkung (4): Der Wehrchef Boris P. will die Wehrpflicht  durchsetzen, indem er Freiwillige einberufen lässt. Das war die letzten 12 Jahre ganz ohne Wehrpflicht bereits ein toller Erfolg. Jetzt weiß ich endlich, warum Mainstream ihn zum beliebtesten Politiker von D. ausruft. Man sollte die Pistorius-Methode auch auf die Steuerpflicht ausdehnen. Dann könnte sich so mancher entschließen, SPD zu wählen. Garantiert.

14. Juni 2024

Da treffen sich die G 7-Führer gestern in Italien und beschließen, dass und wie sie in ihren Ländern beschlagnahmtes russisches Vermögen an die Ukraine verteilen werden. Kann man machen, ist aber kaum klug zu nennen. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass diese x-te Maßnahme des US-Wirtschaftskrieges höchst unangenehme Folgen für die Angreifer haben wird. Merke: Du musst diesen Krieg um die Ukraine auf Teufel komm raus gewinnen, sonst trifft dich selbst die Keule, mit der du gerade deine Reputation zerschlägst. Jede Wette.

Italien (2): Ganz und gar rätselhaft ist mir die Blondine an der Spitze.

13. Juni 2024

Nachdem die Gäste gegangen sind, finde ich überall angerissene Küchenrollen vor, nicht meine. Denke über den Begriff der Rollenverteilung nach.

Rollenverteilung (2): Niemand mehr da, der öffentlich den Unwillen zur Ausdruck bringt, im Osten in den Krieg zu ziehen. Warum? Der Pate weiß wie stets eine Antwort: Es ist nicht persönlich, es geht ums Geschäft.

12. Juni 2024

Der kleine Wlod hat gestern im Bundestag geredet. Vorher hat er beim kleinen Olaf um Waffen gebettelt. Der hat ihm stattdessen den Wiederaufbau dessen versprochen, was derzeit auch mit unsern Waffen zerschossen und zerbombt wird. In welcher Reihenfolge Weiterzerschießungshilfe und Wiederaufbauhilfe stattfinden soll, habe ich noch nicht ganz verstanden. Ob’s der kleine Olaf auf dem Schirm hat, entzieht sich meiner Beurteilung. Auf jeden Fall wird’s teuer. Aber wir haben’s ja. Allerdings merke ich: Der Spruch Wir-sind-ein-reiches-Land ist irgendwo in der Versenkung verschwunden. Seit dem Wochenende hat sich wohl rumgesprochen, dass die Leute, die den Reichtum durch ihre Arbeit schaffen, den Spruch nicht lieben und AfD wählen. Wird Zeit, dass man denen das Wahlrecht entzieht oder so. Demokratie eben.

Demokratie (2): Früher war es üblich, dass die Wahlverlierer sagten: Wir haben verstanden. Heute sagen sie: Wir sind nicht richtig verstanden worden. So kann man sich irren.

10. Juni 2024

Er hat es schon wieder getan: Der Belzebub hat auf dem Sankt Petersburger Wirtschaftsforum den Auslandsjournalisten 3 Stunden lang Rede und Antwort gestanden. Besser lässt sich kaum unter Beweis stellen, wer von den World-Leadern fit im Kopf ist. Es ist ohne Zweifel dieser hier. Was er sagte, war nur zu Teil neu: 

a) Er listete die beiderseitigen Kriegsverluste auf = ca. 1 zu 5, zulasten der Ukraine.

b) Er kündigte an, er werde die diversen Kriegsgegner der USA mit russischen Fernwaffen versorgen, falls diese es bei ihrem Kampf gegen Amerika wünschen sollten.

c) Er spottete über die verzerrte Berichterstattung des Westens bezüglich seiner Person, indem er anmerkte, wenn die Leute ihn ganz wirklichkeitsfern unbedingt fürchten wollten, gut, so sollte sie das tun.

Schon wieder (2): Wird überall über die Ergebnisse der EU-Wahlen geplappert. Ich kann nicht erkennen, was der angebliche Sieg der Rechten bewirken soll. Vielleicht die Fortsetzung der Herrschaft der unsäglichen Blondine an der Spitze? Das soll eine Änderung sein?

Schon wieder (3): Haben die schlechthin Bösen zugelegt, im Osten so sehr, dass sie im Herbst die 3 Landtagswahlen deutlich gewinnen könnten. Kann ich mir aber nicht vorstellen, denn es sind noch mehrere Monate hin, um Skandale zu inszenieren.

9. Juni 2024

Die Darstellung des Messermordes an dem Polizeibeamten Rouven Laur nimmt schauerliche Formen an. Mainstream schießt Hetzkaskaden ab, die in dem Vorwurf gipfeln, es seien die uneinsichtigen Nazi-Deutschen gewesen, die den Mörder erst zu seinem Tun angestiftet hätten. Mir ist nicht klar, wie sowas in der Breite des Raums der Informationsamputierten wirkt, denn die Hetze nimmt unmittelbar Bezug auf das Mordgeschehen selbst, das zu verschweigen, die Ursprungsabsicht gewesen sein mag. Jetzt ist der Teufel aus der Flasche.

Polizistenmord (2): Im Berliner Abgeordnetenhaus findet die Grüne Vorsitzerin Tuba Bozkurt unter der spontanen Zustimmung ihrer Mir-Hasserinnen das Geschehen zum Schreien witzig. Soviel zum Thema Integration.

Weitere Morgengedanken: Heute soll ich meine Stimme abgeben, mir deren Hilfe das Parlament der EU zu bestimmen sei. Bei einem Stimmenzählwert von nahe Null ein nutzloses Unterfangen, bestenfalls geeignet, dem Vorwurf zu entgehen, etwas Bestimmtes gewollt zu haben. Heute Abend werden dann wieder – frei nach Schiller – tausend Stimmen Sieg rufen.

7. Juni 2024

Da schritten gestern die World Leader, wenigstens 2 davon, Joseph und Emmanuel, auf dem Laufsteg in Richtung Kamera, entschlossenen Auges in Richtung Paris blickend, das Meer im Rücken, denn es galt den großen Sieg über das Böse zu feiern. 80 Jahre Invasion in der Normandie. So lange ist es bereits her, dass das große und gute Amerika kurz davor stand, zum letzten Mal in seinem kriegerischen Dasein ein Land zu besiegen. Unseres.

Normandie (2): Da durfte einer nicht fehlen, die ukrainische Handpuppe des amerikanischen Wir-siegen-demnächst. Er, wie seit einiger Zeit gewohnt, im schlichten SS-schwarz. Das ist eine angemessene Referenz an die 12. SS-Panzerdivision mit dem Namen Hitlerjugend, die der alliierten Übermacht vor 80 Jahren Widerstand leistete, bis sie faktisch nicht mehr existierte. Immerhin haben die Hardliner aus Lemberg und Umgebung deren Symbolik übernommen, denn ihre Vorväter haben vor 80 Jahren in Frankreich an der Seite der Deutschen an Ort und Stelle mitgekämpft.

Normandie (3): Joe hatte für Wolodomyr ein Präsent bei der Hand, die Erlaubnis, mit US-Waffen nach Russland hineinschießen zu dürfen. Aber nicht nach Moskau, sagte er. Ob seine Waffen, die bekanntlich durch die Künstliche Intelligenz gesteuert werden, das auch wissen?

3. Juni 2024

Der vom afghanischen Mörder in Mannheim niedergemetzelte Polizist ist gestern gestorben. Wieder sind die Medien so freundlich, seinen Namen „aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes“ zu verschweigen. Das Heucheln der Kaste dröhnt schmerzhaft in den Ohren. Und dann? Und nichts. Oder doch: Nanzy hetzt im gewohnten Faeser-Format. Die Verbreitung des Videos, welche die Persönlichkeitsrechte des Täters verletze, könne der AfD in die Hände spielen, so die gesichert linksextreme Innenministerin in einer Pressemitteilung. Es reicht, Leute, es reicht. Und mehr als das: Es gibt keinen hinnehmbaren Grund, dass solche Gestalten unser Land weiter verwüsten. Ganz nebenbei: Der Messerangriff stellt nicht, wie die Ministerin pressetextlich meinen lässt, die freiheitliche Grundordnung in Frage, sondern diejenigen, die ihn sehenden Auges ermöglicht haben.

2. Juni 2024

Mal ernsthaft, wie lange sollen die Leute solche Typen wie den Messermann von Mannheim noch ertragen? Und wie lange die dazugehörige Lügenpresse, die dem Messermann durch Verpixeln seines Gesichts sog. Menschenrechte angedeihen lässt und im selben Atemzug das Opfer verunglimpft? Was ist dem bawü CDU-Innenminister zu alldem eingefallen? Die Öffentlichkeit sei durch den Schusswaffen-Einsatz nicht gefährdet worden. Soso. Ich dachte, ich hätte mich verhört. Fehlte nur noch, dass er sich beim Täter entschuldigte und eine strenge Untersuchung gegen den Schützen ankündigte. Hat er sich wohl nicht getraut.

1. Juni 2024

1984 life: Gestern wurde in Mannheim der Islam-Kritiker Michael Stürzenberger von einem Moslem auf offener Straße niedergestochen. Alles wurde gefilmt, jeder, der will, kann es sehen. Auch den komplett misslungenen Polizeieinsatz, bis sich endlich einer der offenbar zur Überwachung von Stürzenberger vor Ort anwesenden Polizisten entschließt, den Verbrecher niederzu-schießen. Zu den Verlautbarungen von Mainstream genügt der Beitrag von Zeller heute Nacht.

1984 (2): Es gehört zur gestrigen Dialektik des Herrn Scholz, den totalen Krieg mit Russland verbal nicht zu wollen und ihm gleichzeitig durch Freigabe deutscher Waffen für dem Einsatz im Innern Russlands einen weiteren Schritt näher zu kommen. Frage mich, ob er ein Lügner ist oder irre.

31. Mai 2024

Die übliche bleierne Müdigkeit nach Beendigung eines Buchmanuskripts, in diesem Fall: Nicht mein Krieg. Deutschland und der Ukraine-Konflikt. Derweil: Vorm Fenster meines Arbeitszimmers endet der Mai, wie er begann, kühl und nass. Wenn sie uns nicht bekohlt haben, unsere Vorfahren (Vorsicht, Nazi-Verdacht), dann füllt solch ekles Wetter dem Bauern Scheun‘ und Fass. Doch gibt’s den überhaupt noch?

Und sonst so: Trump in Bilanz-Fälschungsprozess in New York gestern für schuldig befunden. Der Richter hatte vom ersten Prozesstag an keinen Zweifel aufkommen lassen, dass er den Ex-Präsidenten hinter Gittern sehen will, das Urteil will er im Juli verkünden. Mal sehen, was er sich ausdenkt, um Trump sofort in Haft zu nehmen. Die Dems jubeln verhalten: Niemand stehe über dem Gesetz. Soso.

Und sonst (2): Die RKI-Protokolle finden sich jetzt weitgehend ungeschwärzt im Internet. Sie sind so umfangreich, dass kaum einer sich der Mühe einer Lektüre unterziehen wird. Wenn jetzt nicht endlich gegen die Exekutanten der sog. Pandemie strafrechtlich vorgegangen wird, kann die Republik einpacken. Die Mauer bröckelt bedenklich, BMVg und BVerwG machen bereits sachte, sachte Rückzieher. Impflicht für Soldaten? War da was?

Und sonst (3): Prag wird feste US-Burg, woselbst der amerikanische Außenminister Blinken die Europäer zu veranlassen sucht, endlich mit dem Angriff auf Russland zu beginnen. Die Reaktion ist verhalten, es knirscht im inneren Gefüge der Allianz. Der Mann im Kreml muss eiserne Nerven haben, jeglichem Vorwand auszuweichen, ein Nato-Land angegriffen zu haben. Bis jetzt ist er stur geblieben.

Und sonst (4) und Annalena. Hat besseres zu tun, als sich um den Frieden verdient zu machen, muss stattdessen Strafanträge stellen, um nicht als die dümmste Außenministerin der Welt gerichtsnotorisch zu werden. Da fehlt nicht mehr viel, wenn das jetzt schon die in Nürnberg seit Jahrzehnten lebenden Türken lautstark artikulieren. Man kriegt vor Staunen den Mund nicht zu.

Und sonst (5): Der westfälischen Möbelhersteller Hülsta hat dicht gemacht. Pleite. Streiche mit bloßer Hand über die glatte Fläche des seit über drei Jahrzehnten Dienst tuenden Wohnzimmertischs. Esche oder Erle, das ist hier die Frage. Da haben so viele Leute ihre Spuren hinterlassen, dass ich im Zweifel bin, ob ich das alles so lasse, oder Abschleifen und Versiegeln an der Zeit ist. Eigentlich längst überfällig. Doch Nichtstun ist wie so oft die einfachere Lösung.

30. Mai 2024

Metamorphose: Jahrzehntelang agitierten US-finanzierte Propagandasender von Bayern aus mehrsprachig und unter verschiedenen Namen gen Osten. Einer davon war Voice of America. Bei dem müssen nach der Wende und seinem Umzug nach Prag einige seiner Propagandisten peu à peu ihre Dienstherren gewechselt haben, denn wie durch ein Wunder tauchten sie beim ähnlich klingenden Voice of Europe wieder auf. Dort ist man auf das euroasiatische Denkmodell spezialisiert. Niemand nahm das zur Kenntnis bis auf den tschechischen Dienst, der seine Bündnistreue unter Beweis zu stellen begann. Denn merke: Wer in Prag die US-Flagge nicht angemessen grüßt, gilt als Verdachtsfall.

Voice of Europe (2): Jetzt dienen die tschechischen Abhörprotokolle – echt oder auch eher nicht – den Staatsanwaltschaften als Ermittlungsgrundlage gegen bevorzugt kriegskritische deutsche Abgeordnete und ihr persönliches und politisches Umfeld. Und der Straftatbestand? Firlefanz, nulla poena sine lege (keine Strafe ohne Gesetz) war gestern. Sie sind Verräter. Woran? An den europäischen Werten. Die werden bekanntlich am Dnjepr verteidigt.

Volkes Stimme – Volkes Liedgut: Nein nicht dödödöpdöpdöpdödö (oder so ähnlich), was jetzt die Gazetten bis weit hinein in alle Alternativen, die sich mit schwer-lastendem beschäftigen müssen, vor sich hin wälzen, nein, es ist die Erinnerung an etwas aus meiner Kinderzeit. Da sagen die Leute: „Am 30. Mai [das wäre also heute] ist der Weltuntergang, wir leben nichtmehr lang, wir leben nicht mehr lang. Doch wer weiß in welchem Jahr, und das ist wunderbar.“ Das war die Antwort der Kölner auf die Furcht vor dem Atomtod. Jetzt fürchten sich die Leute vor anderen Dingen. Und sie singen das, einfach so. Ganz ohne Genehmigung.

28. Mai 2024

An der vorgestrigen Kommunalwahl hier im Ländchen haben mich weniger die uneinheitlichen Ergebnisse interessiert als die einheitlichen Mainstreamkommentare. Deren perfekte Zusammenfassung fand ich in den Leserbriefen der Zellerzeitung: „Sieger sind die Grünen. Wer etwas anderes behauptet, is Nazi.“

Kommunales (2): Vom selben Orte: „Wird in Th die Stichwahl mit Messern ausgetragen?“

Kommunales (3): Am besten allerdings gefiel mir bei Real-Mainstream: „Die Zunahme der AfD stürzte stärker ab als erwartet.“ Darauf muss’de ers ma kommen.

26. Mai 2024

Über die Wirkung des nun schon fast zwei Jahre andauernden russischen Beschusses ukrainischer Elektrizitäts-Infrastruktur konnte man nur Mutmaßungen anstellen. Vorgestern äußerte sich der zuständige ukrainische Minister – ein intelligent aussehender Mann namens Galuschtschenko – über die entstandene Stromlücke und den akuten Bedarf, Strom aus der EU zu beziehen. Die Mengen sind so groß, dass wenig Zweifel übrig bleiben. Die EU ist angeblich nicht in der Lage, solche Mengen aus eigener Produktion zu liefern. Nebenbei: Dass D hierzu nicht in der Lage ist, muss man nicht gesondert erwähnen.

Wahn & Wirklichkeit (2): Natürlich erinnere ich mich, dass die Siegverkünder der westlichen Propaganda angesichts der (dann gescheiterten) Wiedereroberungsversuche des Kernkraftwerks von Saporoshje vor Monaten protzig verkündeten, welche Strommengen die EU in Kürze von dort beziehen werde. Der eigens nach Kiew gedienstreiste Robert bestärkte die ukrainischen Brüder & Schwestern in der Produktion von Atomstrom. Wie nennt man das? Heuchelei.

24. Mai 2024

Stand der Dinge: Die russische Kartenskizze zeigt den Frontverlauf bezüglich der vier eingemeindeten Provinzen, bei denen sich – außer Donjetzk – immer noch ein Teil in ukrainischer militärischer Hand befindet. Die Änderungen gegenüber dem Stand vom September 2022 sind minimal. Hinsichtlich des Frontgeschehens im Oblast Charkow ist die Karte ungenau – nicht aussagefähig.

Ostfront (2): Das Kriegsgeschehen wird in dieser Woche von wechselseitigen Drohnen- und Raketenangriffen, bevorzugt auf Einrichtungen der Elektro-Infrastruktur dominiert – bis weit ins gegnerische Hinterland hinein.

Ostfront (3): Erstmals lese ich, dass ein russischer Kommandeur wg. nicht-personalschonender Befehle abgelöst worden ist. Sowas wäre weder im Ersten noch im Zweiten Weltkrieg passiert – wenn’s keine Eintagsfliege ist, ein deutliches Zeichen für die geänderte Auffassung zur Ressource Mensch.

23. Mai 2024

Bekanntlich verteidigen wir die Demokratie am Dnjepr gegen den Despoten aus Moskau. Nur ist es so, dass der Moskowit mit Zustimmung durchs unterdrückte Volk herrscht, der lupenreine Demokrat seit gestern erkennbar nicht. Was tun? Besser nicht dann rühren. Er könnte sich als Vorbild erweisen, und dann ist man, ehe sich’s einer versieht, ein Delegitimierer.

22. Mai 2024

Annalena in Kiew. Hat eine Milliarde mitgebracht. Vermutlich im Handtäschchen. Dafür soll’s irgendwo Patriot-Raketen geben. Hatte der SPD-Vormann im Bundestag Mützenich nicht vor Tagen erst geäußert, dass es die nicht gibt? Und: Weiß der Herr Scholz davon?

Annalena (2): Kriegt von Selenskyj – beide zeigen sich bei dieser Gelegenheit einheitlich in einem schlichten SS-Schwarz – einen protzigen Orden. Hoffentlich zeigt ihr einer, wie man den umhängt. Ihr Amt textet derweil: Unsere Unterstützung ist verwurzelt in der tiefen Überzeugung, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnen wird. Wer mag ihr das aufgeschrieben haben? Schade, dass man sie den Satz nicht hat aussprechen hören.

21. Mai 2024

Der persische Präsident ist beim vorgestrigen Hubschrauberabsturz in der Tat ums Leben gekommen. Jetzt wird die Situation im nahen und mittleren Osten heikel.

In Israel wackelt derweil das Kabinett, während seit Oktober 2023 Hunderttausende das Land verlassen haben. Ziel unbekannt.

Ostfront: Im Raum Lemberg wurde die dortige Gas-Kompensationsanlage, die zweitgrößte in Europa, durch einen russischen Luftschlag komplett zerstört. Mal sehen, wann die westewertlichen Leute und vor allem die östlich der Oder nach Nord Stream rufen. Nebenbei: Wer immer noch glaubt, dass die Russen nicht ernst machen, sollte sich schnell eines Besseren besinnen oder – falls er dessen bedarf – den Therapeuten wechseln.

20. Mai 2024

Den gestrigen Hubschrauberabsturz des iranischen Staatspräsidenten meldeten die Russen gegen 18 Uhr, die Amerikaner zwei Stunden später und nochmals zwei Stunden drauf die Deutschen. Soviel zur Echtzeit, in der wir angeblich leben.

Hubschauber (2): Zuverlässig folgte das Internet mit dem Wer und Warum. Da gab es kaum Überraschendes, auch nichts Zuverlässiges. Wiewohl es dort auf der Hand zu liegen schien, Vergleiche mit der Tat in der Slowakei anzustellen.

Morgendliche Lockerungsübung: „Der Staat macht keine Fehler, darum muss im Wahlkampf die Unfehlbarkeitvermutung gelten,“ lese ich in der über Nacht erschienenen neuen Ausgabe der Zellerzeitung. Und in den Leserbriefen finde ich zur angekündigten Merkel-Autobio. das hier: „Notabene. Auf 700 Seiten kann man die Fehlleistungen natürlich nur ansatzweise beschreiben.“

19. Mai 2024

Im weißrussischen Fernsehen ist der ehemalige ukrainische Abgeordnete Andrej Derkatsch aufgetaucht. Was dieser ehemalige SBU-Geheimdienstoffizier und Überläufer über seine Ex-Kumpels ausgesagt hat, ist nicht zum Lachen. Er nennt personengenau die Beteiligten an einer von der CIA-Residentur in Kiew initiierten Proxy-Operation, mit welcher die Täterschaft für den Anschlag auf die Nord Stream-Pipelines im September 2022 von den USA im Bedarfsfalle auf die Ukraine abgelenkt werden sollte. Man erinnert sich, dass Anfang März 2023 der Herr Scholz plötzlich nach Washington DC einbestellt und anschließend mit großem Getöse in der New York Times die groteske Story von der ukrainischen Segelyacht abgefeiert wurde.

Derkatsch (2) Unter den von ihm Bezichtigten ein Spezialist besonderer Art, der Geschäftsmann Andrej Burgomistrenko, Klein-Oligarch der ukrainischen Nuklear-Wirtschaft, der linker Hand an der Herstellung einer schmutzigen Bombe gearbeitet habe. Niemand, der bei Sinnen ist, wünscht, dass diese Meldung stimmt und der Mann sein Vorhaben wahr machen könnte.

18. Mai 2024

Drei Tage, die es in sich hatten: Putin reist mit großem Gefolge nach Peking und wird dort von Xi mit ebenso großem Bahnhof willkommen geheißen. Die westlichen Kommentatoren sind sich sicher: Die wollen bloß ihre Differenzen verbergen.

Verwirrung (2): In der Slowakei wird derweil der dortige Premier Robert Fico niedergeschossen und ringt seither mit dem Tode, was den hiesigen Robert zur Erklärung veranlasst, die geistigen Brandstifter säßen in der AfD. Was muss im Kopf dieses Denkers angesichts der Tatsache vorgehen, dass Fico ein ausgewiesener Nationalist und angeblicher Russenfreund ist, der Attentäter hingegen ein bekannter Linksextremist.

Verwirrung (3): Wo Robert ist, kann Annalena nicht fern sein. Sie lässt auf Anraten des BKA einen Internet-Täter verfolgen, der dort aufgeschrieben hatte, sie sei die dümmste Außenministerin der Welt. So erst wurde die Sache publik. Las selten so einheitliche Zustimmung.

Zugleich an der Ostfront: Es werden massive ukrainische Angriffe mit Drohnen- und Raketenschwärmen auf Ziele der russischen Luftwaffe und der Luftverteidigung gemeldet.

Ostfront (2): Währenddessen rücken die Russen bei Charkow und an zwei, drei anderen Stellen in der Mitte und im Süden munter vor. Es ist die angebliche Leichtigkeit, in der dies geschieht, welche die Kritiker auf beiden Seiten der Front lamentieren lässt.

Ostfront (3): Die Niederlage der Ukraine ist plötzlich in jedermanns Munde. Ebenso plötzlich wollen viele das immer schon vorhergesagt haben. Tja, da muss ich mich wohl zwei Jahre lang tagtäglich verhört und das Falsche aufgeschrieben haben.

15. Mai 2024

Vorgestern über Nacht: Reist der Außenminister der USA, Antony Blinken, ohne vorherige Pressefanfaren nach Kiew. Er kam von Polen mit dem Zug. Erinnert an Josef Stalin selig, der auch Flugangst hatte, solange der Krieg andauerte. Was will er, Blinken, in der Ukraine, was nicht auch die zahlreich vor Ort tätigen US-Boys könnten? Flagge zeigen? Lage peilen? Putsch-Signale aussenden? Durchhalteparolen von sich geben?

Derweil am Nordrand: Der Herr Scholz trifft sich mit den skandinavischen Führern und der kecken Dänin. Man will die Ukraine unterstützen, solange wie nötig. Das klingt wie ein heimlicher Vorbehalt.

Nordisches (2): Es gelte zudem, für die Ukraine Patriot-Flugabwehrwaffen beschaffen – sobald wie möglich. Das klingt nicht nach sofort, vor allem nicht danach, dass man die eigenen hergeben will. Hier befinden sich die europäischen Helden in der eigenen Propagandafalle, denn wenn – wie jeder aufrechte Westler weiß – der Russe dereinst an der Weichsel nicht Halt macht, könnte es sein, dass man sie selbst braucht. Ober in die Realität übertragen: Wenn Selenskyj & Friends mit den West-Fernwaffen russisches Gebiet bombardieren, könnte es sein, dass die großherzigen Unterstützer eine russische Antwort schneller trifft, als ihnen bei aller wohltönenden Kriegsertüchtigungsabsicht lieb ist.

Weitere Flausen: Man bespricht, was man auf der groß angekündigten Ukraine-Konferenz im Juni in der Schweiz besprechen soll. Das frage ich mich auch, zumal die Russen ausdrücklich nicht eingeladen sind. Um den Frieden kann es folglich nicht gehen. Aber sicher darum, entsetzt auf die dann aktuellen Fronten zu starren, deren Verlauf im Augenblick beim besten Willen nicht vorhersehbar ist. Denn es gilt allem Expertengerede zum Trotz: Die Initiative liegt bei den Russen.

14. Mai 2024

Das Aufräumen im russischen Verteidigungsministerium geht weiter: von oben nach unten. Moskau-Experten wissen warum und kennen sogar die Namen. Der schlichte Beobachter staunt und nimmt, durch die Leserschaft belehrt, zur Kenntnis, dass entgegen meiner Annahme der gegangen wordene Schoigu auch kein gelernter Soldat war und dessen Vorgänger auch nicht. Man lässt sich halt durch die protzigen Uniformen leicht hinters Licht führen.

Hinters Licht führen (2): Die Führerin (meine Führerin) hat angeblich ihre Memoiren geschrieben. Der Titel ist ein Leckerbissen für Zyniker: Freiheit. Er hätte mit dem selben Recht auch Schönheit heißen können. Oder wie wäre Deutschland? Oder schlicht Rückgängig? Doch wir wollen nicht delegitimieren, sondern ein bisschen träumen: 700 Seiten geniale Einsamkeit in ebensolcher Sprache. Wer die noch im Ohr hat, wird vermutlich staunen.

Hinters Licht führen (3): Wer sich aufs deutsche Volk beruft, verstößt gegen die Menschenwürde. Meint jedenfalls das OVG Münster, das dem Kölner Bundesamt in dessen Verfolgungsabsichten folgt – jedenfalls was die AfD anlangt. Ob die Behörde demnächst in Wokes Weltamt für Menschenrechte umbenannt wird, wurde nicht erörtert. Doch denkbar wäre es schon.

13. Mai 2024

Die Kriegstreiber, einschließlich des SPD-Verteidigungsministers Pistorius, geben sich alle Mühe, Deutschland unumkehrbar ins Kriegsgeschehen zu verstricken. Während letzterer auf Einkaufstour in den USA gegangen ist, um dort 3 Himars-Raketenwerfer-Batterien aus der US-Army herauszukaufen, die dann in die Ukraine verschubt werden sollen, wollen andere (Kiesewetter, Vier-Namen-Frau, Annalena & Co) darüber hinaus, den Luftraum des Landes von außerhalb des Staatsgebiets mit den ohnehin dort bereits befindlichen Patriot-Systemen sichern, wie sie das nennen. Erneut hat der SPD-Fraktionsvorsitzende die Notbremse gezogen. Wie lange mag die noch halten.

Vernunft-Unvernunft (2): Mir wurde ein Brief von deutschen Generalstäblern an den Chef-Kriegstreiber Kiesewetter (MdB, CDU, Oberst a.D.) zugesandt, in dem dieser aufgefordert wird, sein unverantwortliches Tun zu unterlassen und sich nicht blind den Forderungen des Hegemons – so nennen die Herren die USA – zu unterwerfen. Ich bin maßlos erstaunt, dass es in der Bundeswehr noch Köpfe gibt, die sich von Vaterlands-Liebe und Vernunft leiten lassen. Und Kiesewetter? Er hat seine Ex-Kameraden keiner Antwort für würdig befunden. Ich wünsche ihm nichts Schlechtes, aber auch nichts Gutes.

Ostfront (3): Die westlichen Nachrichten von der Front in Charkow (der nördliche Zipfel des Frontbogens) lauten für die Ukraine so grottenschlecht, dass ich im Zweifel bin, ob sie stimmen können, zumal aus Moskau lediglich Fortschritte vermeldet werden.

Derweil in Moskau: Putin hat die Umbildung seines Kabinetts angekündigt, womit er lediglich die verfassungsrechtliche Formalie seiner Wiederwahl zu nutzen scheint. Auffällig ist – mitten im Kriegsgeschehen – die Ablösung des langjährigen Verteidigungsminister Schoigu und seine Ersetzung durch ein Nicht-Militär – für Russland seit Zarenzeiten ein absolutes Novum.

Auch das noch (Zellerzeitung von heute Nacht):

12. Mai 2024

Die vergangene Woche gibt Anlass, die Lage des Ukrainekrieges zu überdenken: 

a) In Russland begann die fünfte Amtszeit von Wladimir Putin, der sich – ganz egal, wie der jetzige Waffengang ausgehen mag – untilgbar in die Analen seines Landes eingetragen hat. 

b) Medwedjew, Russlands Mann fürs Grobe, hat öffentlich mitgeteilt, dass man den Einsatz französischer Soldaten in der Ukraine, respektive das Schießen mit britischen Marschflugkörpern auf russisches Territorium als Kriegsgrund ansehen und beantworten werde, wobei man die Entsendeländer ausdrücklich in Vergeltungsschläge einzubeziehen gedenke. 

c) Die Botschafter beider Länder wurden zur Entgegennahme nicht näher bezeichneter Erklärungen ins russische Außenministerium einbestellt, wo bei es nach meiner Auffassung nur um das vorgenannte Kriegsthema gehen kann. Eine einschlägige Verlautbarung erfolgte weder aus Frankreich noch aus Großbritannien. 

d) Der chinesische Führer Xi absolvierte einen Europabesuch. Den wortreichen Avancen des französischen Präsidenten, sich am Vorgehen gegen Russland zu beteiligen, begegnete Xi mit der Miene einer Sphinx. 

e) An der Ostfront kristallisierte sich ein Schwerpunkt der russischen, seit Wochen an einer Vielzahl von Orten des über 1000 km langen Frontbogens erfolgten lokalen Angriffe, nunmehr nördlich von Charkow heraus. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten drohe dort ein Zusammenbruch der Front. Es lässt sich schwer beurteilen, ob Letzteres den Tatsachen entspricht, oder ob es sich um erpresserisches Gerede handelt, um Truppeneinsatz aus der Nato zu erzwingen. 

f) Erfolgt der Zusammenbruch der ukrainischen Front tatsächlich, sind selbstmord-ähnliche Attacken aus Kiew mehr als wahrscheinlich. Unklar bleibt, wie lange Selenskyj den USA weiter nützlich erscheint. 

g) Formal läuft Selenskyjs Amtszeit in der übernächsten Woche ab. Ich rechne nicht damit, dass dieses Kriterium irgend eine Rolle spielt – es sei denn, eine bislang nicht zu erkennende innere Militär-Opposition nutzt diesen formalen Umstand argumentativ, um sich an die Macht zu putschen. 

h) Der schwarze Peter liegt bei diesem Stand der Dinge erneut in den USA, aus der eindeutige Signale derzeit nicht zu vernehmen sind. So hat sich der langjährige Hauptkriegstreiber, der republikanische Senator Lindsey Graham, ablenkend geäußert, nämlich darüber, was sich nach Trumps Wahlsieg hinsichtlich der illegalen Zuwanderung über die mexikanische Grenze ändern werde.

10. Mai 2024

In HH begann diese Woche der Strafprozess gegen den Arzt Dr. Walter Weber wg. angeblich falscher Maskenbefreiungs-Atteste. Dieses Verfahren erfüllt nach meiner festen Überzeugung als langjährig tätiger Verfassungs-Jurist den Tatbestand der Rechtsbeugung – ganz unabhängig davon, ob der erhobene Vorwurf stimmt. Zum unerlässlichen Minimum jeglichen staatlichen Handelns gehört die Prüfung der verfassungsrechtlich unverzichtbaren Verhältnismäßigkeit. Deren erster Prüfungsschritt ist die Geeignetheit, also die Fragestellung, ob die in Rede stehende Maßnahme überhaupt geeignet ist, den beabsichtigten Zweck zu erreichen. Die Ungeeignetheit des Tragens der Masken zum Schutz vor Viren-Infektionen stand von Anfang an fest. Sie wurde – wie man heute sicher weiß – gegen besseres Wissen und völlig sachfremd behauptet und exekutiert. – Die aktuell handelnde Justiz kann sich nicht darauf rausreden, dass es nicht darauf ankomme, weil es das diesen Umstand anders regelnde Recht gab, denn auch die Rechtsetzung unterliegt dem verfassungsrechtlichen Maßstab der Geeignetheit und befreit den Justiz-Juristen nicht vom Zwang der Einhaltung von Recht und Gesetz (Art. 20. Grundgesetz). Seine Rechtsüberschreitung ist mit Strafe wg. Rechtsbeugung bedroht.

9. Mai 2024

Sieg: In Moskau begeht man den Tag desselben. Erst heute, weil man in Moskau 1945 bei Keitels Unterschrift in Berlin bereits einen Tag weiter war. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, war es auch bei uns bereits der Neunte, und der propagandistisch festgelegte Achte war nur dadurch zu retten, dass man in Karlshorst die Uhr anhielt.

Sieg (2): Seit sich Richard von Weizsäcker, seinerzeit Bundespräsident und vormals Wehrmachts-Hauptmann, 1986 dergestalt bei seinem US-amerikanischen Freunde-Personal anbiederte, dass er den Deutschen (West) die Befreiung an jenem Tag verkündete, die von jenen ins Werk gesetzt worden sei, haben die Korrekten auch was zu feiern. Wie gesagt, am Achten, und wem das nicht peinlich ist, der tut’s.

Sieg (3): Allerdings ist aktuell in Berlin beim vorgenannten Tun der heutige Neunte zu vermeiden, denn der antifaschistisch-schwarz-rote Senat mit der grünen Seele hat ein Verbot verfügt, etwas zu unternehmen, was an das russische Tun erinnert. Das sei nämlich Verherrlichung des Angriffskriegs der Ruskis gegen die ukrainischen Brüder und Schwestern. Soviel Unterwerfung war nie.

3. Mai 2024

Propaganda ist nicht darauf ausgelegt aus den Menschen Idioten zu machen, sie ist von vornherein auf Idioten ausgelegt. Diese Sentenz des großen Spötters George Bernhard Shaw bedarf einer Korrektur. Zwar mag sie für die Verhältnisse des feudalen England zu Beginn des 20. Jahrhunderts angemessen gewesen sein, wo es eine einheitliche, alles bestimmende Oberschicht gab, die selbstredend auch bestimmen konnte, was der Pöbel zu glauben hatte, doch liegen die Dinge bei uns etwas anders. Es gibt eine von Idioten dominierte Kaste, die intuitiv darauf achtet, dass ihr niemand das Wasser reichen kann. Dem dient die moderne Propaganda. Sie nimmt die letzten Klarsichtigen in den Griff. Ich sage nur Klima, Corona, Kiew & compañeros.

Propaganda (2): Auffällig ist der geänderte Ton der westlichen Ostfront-Berichterstattung. Kein Wort mehr über den nahen Sieg Kiews, sondern ganz im Gegenteil: Es dominieren die Verluste an Mann und Gerät. So wird das notwendige Eingreifen des Wertewestens auf dem Gefechtsfeld herbeigeschrieben.

Propaganda (3): Nicht ganz passend hierzu ist die Zerstörung eines Lagerkomplexes in Odessa durch zwei russische Iskander-Raketen in der Nacht auf den 2. Mai. Dort war keine 12 Stunden zuvor über See kommender Munitions-Nachschub eingelagert worden. Was sich dort in einer gigantischen Explosion in den Himmel verteilte war durch keine Zensur zu unterdrücken, obwohl man es sicher gerne gekonnt hätte, denn die Sache harmoniert nicht eben gut mit der 61 Milliarden-Spende letzter Woche aus dem großen und guten Amerika. Mich interessiert, wer den Russen den einschlägigen Tipp gab, denn genauer konnte man kaum treffen. Nebenbei: Wieder zeigt der Zwei-Raketen-Angriff die Taktik des russischen Vorgehens. Dass diesmal beide trafen, steht diesem Prinzip nicht entgegen – ganz im Gegenteil.

Propaganda (4): In erster Linie aufs eigene Volk ausgerichtet ist die soeben in Moskau eröffnete Schau von erbeuteten schweren Nato-Waffen – auch der Leo 2 und der Abrams sind dabei. Als kleine Zugabe an den Wertewesten ist das hausgroße Hinweisschild am Eingang, dass Diplomaten aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland bevorzugt Eintritt erhalten, ohne sich in die Warteschlangen einreihen zu müssen.

Propaganda (5): Zum Glück hat Mainstream hierzulande ein Ausweichthema für die Erregung der Wohlmeinenden. Da hat doch ein, na, Sie wissen schon, mit hassverzerrtem Gesicht der grünen wahlkämpfenden Nachbarin Katrin Ich-freu-mich-drauf, an der ihr Dienstauto gepackt. Die Worte des Hassverzerrten sind indessen nicht überliefert. Schade eigentlich, nicht weil ich diesen Angriff auf die Demokratie gutheiße, sondern weil mich Volkes Stimme schon immer interessiert hat. Aus der FAZ habe ich die Kunde, wo der Kommentator gestern in dunklem Raunen darauf hinweist, es habe schon mehrere Attacken gegen Grüne gegeben, sodass der Staat eingreifen müsse. Gegen Grüne? Na, dann greift mal schön.

1. Mai 2024

Dass vor exakt 36 Jahren Pioniertreffen in Chemnitz, pardon: Karl-Marx-Stadt war, wüsste ich nicht ohne die Konserve aus der Aktuellen Kamera. Leider hat dann der Sozialismus nicht im erwünschten Maße gesiegt, weil er entgegen den Behauptungen des Genossen Generalsekretärs doch von Ochs und Esel aufgehalten wurde. Heute weiß das keiner mehr, auch gibt es die Aktuelle Kamera nicht mehr, dafür aber sog. Nachrichtensendungen, die jener aufs Haar gleichen, nur halt, dass heutzutage noch unverschämter gelogen wird.

Ochs und Esel (2): Dass eine sog. Journalistin des MDR, mit Namen Johanna Hemkentokrax, über die Thüringer Waldbürger, eine Anti-Windkraft-Bürgerinitiative, Erkundigungen eingezogen hat, das wollen wir ihr kaum glauben. Dass sie hierbei die Nähe zu den Reichsbürgern entdeckte und auch solche Unholde, die Kinder in den Wald locken, wird der Medienkonsument sicher mit Schaudern vernehmen. Wenn denn die verschreckt lauschenden letzten Linken Kinder hätten, zum Beispiel Hänsel und Gretel, würden sie ihnen sicher den Gang in den Wald verwehren, es sei denn, dass sich in diesem die das Weltklima schützenden Windmaschinen drehen.

Hemkentokrax (2): Dass man einen Namen noch nie gehört hat, bedeutet nicht, dass es ihn nicht gibt, und sei es als Deckname. Oder als Märchenfigur in der Rübezahl-Legende: Als Rübezahl die beiden Kinder im hohen finstren Tann in seinem Sack gesteckt hatte, brachte er sie zur Muhme Hemkentokrax. Diese packte sie ohn Federlesens und schnitt dem Hensel vorn den Vorwitz ab und dem Gretel auch was. Da half kein Flehn, sie musstens leiden.

30. April 2024

Mit großem medialen Pomp beginnt gestern der erste Teil des Reichsbürgerprozesses. Umsturzplanung (Vorbereitung zum Hochverrat) ist der Tatvorwurf. Die Herren haben, wird gesagt, in Chat-Gruppen konspiriert. Die geplante Prozesslänge (bis 2025) zeigt bereits, dass es nichts Handfestes gibt, was in jedem Fall kurz und bündig zu verhandeln wäre. Der NSU-Prozess lässt grüßen. Der Effekt ist: niemand, der nicht von der Mainstreamdroge zugeknallt ist, glaubt, was da abläuft. Der ehemalige Rechtsstaat präsentiert sich als Hülle, die bei Bedarf übergestülpt wird.

Rechtsstaat (2) oder suum cuique (Jedem das Seine): Mit nur einem Tag Vorlauf fand der Groß-Aufmarsch der Islamanhänger in HH statt, die offen und lautstark die Abschaffung der Republik zugunsten des Kalifats einforderten. Niemand unternahm etwas. Der Unterschied zum Vorgenannten: Diesmal sind es junge und keine alten Männer.

Rechtsstaat (3): Nanzy F. lässt wissen, dass sie mit den alten Männern aufräumen will, mit Stumpf und Stiel. Warum dass? Aus Hass aufs Eigene? Oder um den jungen Männern den Weg frei zu machen? Dann allerdings gnade ihr Allah.

Schlägt auch Wellen im Wasserglas: Während die US-Administration ihre Wunden nach der misslungenen China-Mission ihres Außenministers und dessen unfreundlicher Abfertigung daselbst – was vor Jahren ein Kriegsgrund gewesen wäre – noch leckt, reist das Enfant terrible Elon Musk ins Reich der Mitte, um dort die Produktion eines selbstfahrenden Tesla-Vehikels zu verhandeln. Dass er von den Potentaten dort hofiert wird, ist reine Routine. Alle Wohlmeinenden wiegen bedenklich die Köpfe, weil China eigentlich pfui ist, und die Skeptischen fragen sich, wie weit Musk seine technischen Spielereien noch treiben will, wiewohl, dass die Chinesen hier aufsatteln, bei einem Land kaum wundert, in dem Menschenleben als experimentelle Masse wenig gelten.

29. April 2024

Aus: Die FDP beschließt am Wochenende auf ihrem Parteitag das Nein zum Ja zur Atomkraft. Klarer lässt sich der Wille zum Selbstmord kaum fassen.


Aus (2): Nachdem Malte den Bericht vom FDP-Parteitag gesehen hatte, beschlicht ihn das Gefühl, dass sein Bedarf an Ballaststoffen für dieses Jahr gedeckt sei (Leserbrief aus der Zellerzeitung von heute Nacht).

28. April 2024

Retourkutsche: Während US-Außenminister Blinken in Peking den Weltbelehrer in Sachen Ukrainekrieg gibt, hört man von den chinesischen, dortzulande erteilten Antworten wenig. Dafür jedoch hat der chinesischen Botschafter beim UNO-Sicherheitsrat in New York den Mund aufgemacht. Er sagte, sein Land halte es für dringend angezeigt, dass der Anschlag auf die Nord Stream Pipelines endlich durch eine kompetente und unabhängige Ermittlergruppe aufgeklärt würde. Nachdem zunächst der Sicherheitsrat den Ausführungen der deutschen Regierung gefolgt sei, diese werde die Anschläge aufklären, sei nunmehr klar, dass sie seit einem Jahr damit keinen Erfolg gehabt hätte. Jetzt also seien internationale Experten gefragt, da man die Gewaltakte, durch welche die Weltenergieversorgung ernsthaft gestört worden sei, nicht hinnehmen könne.

Retourkutsche (2): Selbstredend gibt es nur einen möglichen Täter für die Kriegshandlung gegen das deutsch-russische Pipeline-Objekt. Es sind die USA. Jeder weiß es. Die sog. deutschen Eliten, die den Mund halten und von was anderem reden, wenn das Thema zur Sprache kommt, gleichen masochistischen Selbstverstümmlern und geben sich weltweiter Häme preis.

Ostfront: Bei Mainstream spricht sich herum, dass die Russen Präzisionsschläge gegen die Versorgungsinfrastruktur der Ukraine führen. Dieses Einräumen dessen, was bereits seit Wochen stattfindet, hat einen einzigen Grund: Es sollen westliche Länder, vor allem Deutschland, zu Kriegsunterstützungsmaßnahmen motiviert werden.

27. April 2024

Uniform: Der für die Luftwaffe zuständige stellvertretende Verteidigungsminister Russland hieß bis vorgestern Timur Iwanow. Jetzt, so melden die Gazetten, wurde er wg. Bestechlichkeit abgelöst. Das zur Meldung gehörende Bild zeigt ein Gesicht, dass seinem Chef, dem Musterrussen Schoigu, überhaupt nicht ähnlich sieht. Der Mann könnte ohne weiteres in Wall Street seinem Job nachgegangen sein. Auffällig auch die unrussische Kopfbedeckung, nix Tellermütze mit großem Rand, sondern da hat offenbar ein Exemplar der deutschen Wehrmachtsluftwaffe Modell gesessen.

Uniform (2): Dank der FAZ und deren soeben stattgehabten Kongress erfahre ich, dass der völlig unsoldatisch anmutende Mann in der schlecht sitzenden Uniformjacke mit unten aufstehendem Knopf der deutsche Generalinspekteur Carsten Breuer sei. Was er sagt, klingt kurios in meinen Ohren: a) der böse Putin werde in fünf Jahren gegen Europa (sprich Deutschland) angriffsbereit sein; b) die Bundeswehr sei nicht so schlecht wie ihr Ruf; c) er habe sich in der russischen Kampfkraft getäuscht, denn er habe 2022 angenommen, dass deren Armee in der Ukraine gleich durchmarschieren werde. Die Soldaten hätte in den Panzern bereits ihre Paradeuniform für die Siegesparade dabei gehabt. Soso.

Uniform (3): Als Breuer sich diese Gedanken machte, war er der Leiter des Corona-Stabes der Bundesregierung. Dieses berücksichtigend sollte man sich genauere Gedanken machen, was das deutsche Volk diesem politischen General und tüchtigen Merkelianer an Schindluder verdankt. Sicher lässt sich nur sagen, dass er vortrefflich funktioniert haben muss, sonst wäre er nicht so auffällig befördert worden.
 
In Zivil: Der US-Außenminister Blinken jettete nach Peking, wo er frostig, sprich: gar nicht am Rollfeld willkommen geheißen wurde. Bei den Konsultationen mit den Chefs von Amerikas Nummer eins-Feind wurde er deutlich: Sein Gegenüber möge die Kriegsunterstützung von Russland hinterfragen. Die deutsche Wahrheitspresse machte hieraus: Blinken fragte bei den Chinesen nach, den Krieg gegen Russland zu unterstützen. Man wird kaum sagen können, dass dies mit der Ursprungs-Pressemitteilung übereinstimmte. Nun, seit Annalena Bb.s Wirken wissen wir, wie schwer es ist, mit dem Englischsprachigen zurecht zu kommen.

24. April 2024
Deutschland, Deutschland über alles für Deutschland. So in etwa jedenfalls. Den Anfang machte ein gewisser Hoffmann aus Fallersleben in seinem Lied der Deutschen, den Rest verdanken wir angeblich – und wie jedermann hierzulande weiß – der Messerklinge der SA. SA? Die Saalschlachttruppe der echten Nazis, von diesen selbst dann 1934 durch die Ermordung ihres Führungspersonals entmachtet. Dafür entschuldigen wir uns nach wie vor weltweit. Oder so.

Deutschland (2): Als unsere Vorfahren Anfang der 1950er Jahre danach strebten, ein paar verschämte Symbole zu erfinden, obwohl der große FDR im großen und guten Amerika verordnet hatte, den Deutschen das Singen zu verbieten, erinnerten sie sich an den Hoffmann, strichen aber in überholendem Gehorsam das Über-alles (1. Strophe) und die deutschen Frauen (2. Strophe) aus der Nationalhymne.

Deutschland (3): Der DDR ging es kaum besser. Aus deren eigner Becher-Hymne strich man den Auferstanden-aus-Ruinen-Text ganz, denn er enthielt die fatal werdende Verszeile Deutschland-einig-Vaterland.

Deutschland (4): Als der gesichert rechtsextreme Höcke die Worte nutzte, machte er sich wg. Nazi-Sprech strafbar (so die Staatsanwälte in Halle an der Saale). Denn die Nutzung der Worte Alles-für-Deutschland bedeutet an und für sich nichts, wie auch der Spiegel letztes Jahr unter Beweis stellte, ohne dass seinem Redakteur der Staatsanwalt auf die Bude rückte. Bei Höcke ist dies anders, denn wenn ein Rechtsextremist diese Worte nutzt, will er NS-Propaganda machen. Nochmals denn: Weil Höcke diese Worte nutzt, ist er ein Rechtsextremist. Wenn man darauf hinweist, dass dies ein irrelevanter Zirkelschluss sei, so ist man… na, Sie wissen schon. Merke: Die Frankfurter Schule hat Immanuel Kant zu dessen 300. Geburtstag längst rechts und links überholt. Quelle: Tichys Einblick.

Deutschland (1-4): Ein Rechtsextremist ist ein Rechtsextremist, weil er ein Rechtsextremist ist. Was zu beweisen war.

23. April 2024

Rund um den Erdball: Dass der australische Kommissar (Commisioner) für Internetkontrolle eine Frau ist, hätte ich nicht mitgekriegt, wenn diese nicht dortzulande auf eine parlamentarische Anfrage hin hätte erklären müssen, wer ihr den Auftrag erteilte, in diesem Jahr zum WEF nach Davos zu reisen und wer dafür die Kosten trug. Dumme Frage: Sie selbst (Auftragserteilung) und der Steuerzahler (die Kosten, umgerechnet so um die 30.000 €). Madame war beteiligt, mit Gleichgesinnten eine globale Internetkontrolle zu installieren. Den praktischen Anfang machte sie soeben. Es geht – worum sonst wohl? – um ein Verbot von X, den Internet-Riesen des Weltlümmels Musk. Das wurde im Augenblick in Australien auf den Weg gebracht, weil dieser die Freiheit störe.

Frau (2): Ich betrachte mit Muße das zur Nachricht gehörende Bild dieser noch jung wirkenden Julie Inman Grant. Ich bin unschlüssig, wie ich mich vor einer Woche bei einer möglichen Begegnung verhalten hätte. Einfach so. Jetzt nicht mehr.

Frauen (3): Vielleicht hätte ich gesagt: Mme., kann es sein, dass Sie Ihr T-Shirt falschrum anhaben?

Vergesslichkeit: Während Bauminister Habeck bei einem Funktionärskongress der Bauwirtschaft von einer geplanten Krise spricht, jammern die Kongressioniken in gewohnter Weise nach Staatshilfen. Wissen die vertretenen in die Pleite rauschenden Firmen eigentlich, wer sie vertritt? Und: Haben sie vergessen, dass sie 2022 zu den offiziellen Sponsoren des Bundesparteitags der Grünen gehörten? Man möchte vor Häme lachen, wenn es nicht so traurig und so bedrohlich wäre. Man wünscht all den Handwerksmeistern ein scharfes Messer, damit sie sich wenigsten ein kleines Stück Vernunft schnitzen möchten.

22. April 2024

Von der Macht der Waffen-Lobby: Der US-Kongress hat zum Wochenende unter dem Titel Auslandshilfe die Ausgabe von 92 Milliarden Dollar beschlossen. Davon sind rund 60 Milliarden für die Ukraine-Rüstung vorgesehen. Das Siegen des Joe Biden kann weitergehen.

Krieg & Frieden (2): Mit diesem Beschluss wurde offenbar, was letzten Herbst die Ankündigung der Republikaner-Mehrheit im Repräsentantenhaus wert war, die Ukraine-Zahlungen zu stoppen. Nichts. Diese Mehrheit ist mittlerweile auf eine Stimme zusammengeschmolzen und – wenn man das Herzensanliegen der Israelstützung haben wollte – musste man die Ukrainesache durchwinken.

Krieg & Frieden (3): Die Gerüchteküche vom Wochenende will wissen, dass der letzte israelische Gegengegengegenschlag ein solcher ins Wasser gewesen sei. Man habe versucht, mit einer Kernwaffe über dem Zentral-Iran mit einer Hoheluftdetonation einen EMP auszulösen. Der Waffenträger, eine F 35, sei abgeschossen worden. Diese Sache wäre so größenwahnsinnig, dass ich Mühe habe, sie mir vorzustellen.

19. April 2024

Vage Meldungen am frühesten Morgen wollen wissen, dass es Explosionen in der Gegend der persischen Stadt Isfahan gegeben habe. Das würde mit den Ankündigungen von Israels Führer Netanjahu korrespondieren, der westlichen Politikern, die auf Mäßigung gedrungen haben, gestern entgegengehalten hat, sein Land wüsste selbst, wie es sich zu verhalten habe. Das hörte sich nicht nach Deeskalation an.

18. April 2024

Ein Buch schreiben: Wollte es erst gar nicht erwähnen, weil ich es für schlicht ignorierenswert hielt, aber die 3 einschlägigen Leserbriefe in der Zellerzeitung haben mich eines Besseren belehrt.

a) „Eilmeldung +++ Bundespräsident Steinmeier nominiert sein neues Buch Wir für sämtliche Friedenspreise des Deutschen Buchhandels +++ Viele Verbandsmitglieder haben zugestimmt, ihre Buchhandlungen leer zu räumen und nur noch das eine Buch anzubieten, so Sören-Malte von der Vereinigung Deutschender Buchhhandelnde. +++ EKD erwägt, die Bibel durch Wir zu ersetzen, zumindest aber wird jedes Brautpaar eine Ausgabe des Buches erhalten +++ Lizenzeinnahmen fließen direkt an die Correctur GmbH.“ 

b) „Es hätte doch Euch heißen müssen.“ 

c) „Eilmeldung +++ Der Verlag korrigiert: Der Titel wird korrigiert zu Mein Wir.“ – 

Gutgut, ich sagte es schon: a) nennt das Notwendige des Sachverhalts, b) bringt exakt zum Ausdruck, was mir zuvor auch durch den Kopf ging (im konkreten Falle aber nicht von mir ist), und c) ist etwas, über das ich wieder lachen konnte.

Ein Buch zur Hochzeit (2): Um meine Eltern aufzubringen, behauptete ich als Gymnasiast in einer größeren Runde bei Tisch dreist, sie hätten nicht einmal Mein Kampf mitgenommen, als sie aus Danzig türmten. Es wurde totenstill. Statt mir die verdiente Ohrfeige für meine grandiose Unverschämtheit zu verpassen, fasst sich mein Vater als erster wieder: Er habe 1945/46 aus dem von den Sowjets beschlagnahmten Panzerwerk in Nordhausen, in dem er arbeiten musste, weil er ein Ingenieur war und zudem Russisch sprach, eine größere Anzahl Mein Kampf herausgeschmuggelt und nach Hause gebracht. Erneute Stille, dann: Nichts habe sich mit seinem rauen Kriegspapier besser als Klopapier geeignet.

Dunkles Dementi: „Alles das ist grundlegend falsch. Eine Phrase aus den Aussagen des Präsidenten zu stehlen, ist Quatsch (malarkey),“ so der Sprecher des US-Sicherheitsberaters, John Kirby, auf die Frage, ob Biden vor der Atacke des Irans auf Israelische Ziele informiert worden war. Indessen: Man merkt den Zweck und ist verstimmt, denn alle Welt wusste das – bis auf den US-Präsidenten? Die Lüge ist so offensichtlich, dass sie nur bedeuten kann: hier wird soeben die Unterstützung Israels beim Losschlagen gegen den Iran mit US-Hilfe und entgegen der anderslautenden Aussage von Biden vorbereitet.

Kirby (2): Jedesmal wieder betrachte ich diesen Mann ganz verzückt. Er ist meine Traumbesetzung für den Tartuffe von Molière bei irgend einer Laienaufführung irgendwo an der Elbe. Doch räume ich gerne ein, dass er mich mit der entzückenden Vokabel malarkey bekannt gemacht hat.

17. April 2024

Macht sprachlos: Der israelische Führer denkt im Traum nicht daran, sich den Wünschen aus Washington zu fügen und kündigt neue kriegerische Gewaltakte gegen den Iran an. Das bedeutet, der 100-prozentige Abwehrsieg gegen den Luftangriff aus Persien, war nicht so vollständig wie behauptet. Ballistische Raketen schlugen vielmehr in israelische Militär- und Geheimdienst-Einrichtungen ein und richteten dort Verheerungen an. Nur lässt sich diesmal die Legende vom Überfall auf das friedliebende Land nicht halten. Ausgerechnet Biden will jedoch beim Rachefeldzug nicht mittun. Jetzt wird es für Jerusalem ernst. Netanjahu will das Solo.

Macht sprachlos (2): Lese gestern mehrere Beiträge über den Niedergang von Bayer. Der Kauf des Pflanzengiftherstellers Monsanto mit anhängender Schadensersatz-Prozesslawine in den USA scheint sich zum Sargnagel zu entwickeln. Der Vorstand kündigt großartige Umbauten an. Stunden später finde ich das hier in der US-Ausgabe von Epoch Times:

16. April 2024

Seit Jahr und Tag suchen uns Presse und Politik mit der Story von Long Covid heim. Was nun, wenn, wie einige deutsche Fachärzte das jetzt vortragen, das alles nur ein Scherzwort für heftige Impfschäden ist? Eine Untersuchung, ob alle einschlägig Erkrankten geimpft sind, würde einen wichtigen und vor allem einen kaum wegzudiskutierenden Fingerzeig geben.

Ursache und Wirkung (2): Aus den Staaten wird gemeldet, dass sich Bidens Kriegskabinett versammelt habe, um den Konflikt mit dem Iran zu deeskalieren. Das klingt nach Heuchelei.

Nachrichten aus der Provinz: Das sonntag-nachmittägliche Dessau ist bei frühlingshaften Temperaturen menschenleer. Die Verkehrsführung zum Anhaltinischen Theaterbau muss von einem Betrunkenen geplant worden sein. Er, der Theaterbau, blieb stehen, während unsere heutigen Verbündeten den Rest der Innenstadt in Schutt und Asche legten. Auferstanden aus Ruinen entstand der Plattenbau. Eine etwas schlichtere Abwandlung des Bauhauses im Realparadies der Werktätigen.

Dessau (2) und das einheimische Schilda wetteifern um den Preis des wahren Bauhäuslertums. Bei Lichte betrachtet handelt es sich hier um den letzten nennenswerten deutschen Beitrag zur Weltkultur. Es ist der Triumpf der Hässlichkeit. Danach kam nichts mehr. Mehr war wohl nicht drin.

14. April 2024

So wie angekündigt werden heute Nacht Drohnen aus dem Iran Richtung Israel in Marsch gesetzt. Das soll die Antwort auf eine durch israelischen Raketenbeschuss zerstörte iranische Botschaft sein. Die Angriffsdrohnen werden durch die USA abgefangen und in der Luft zerstört. Soweit die Meldungen. Was davon soll ich glauben und warum?

Fragen (2): Wieder muss die Welt gegen den Aggressor zusammenstehen. Das kennen wir schon seit 2 Jahren, aber welcher von beiden ist es?

Fragen (3): Nachdem vorgestern das Bäumchen-Bäumchen-wechsel-dich Gesetz beschlossen wurde, eröffnet sich mir das Problem, ob dies jetzt nur eine Möglichkeit beschreibt, auf die wir alle lange schon gewartet haben, oder ob es eine Verpflichtung konstituiert. Also vorsorglich nachgesonnen: Was werden? Das will bedacht sein. Beim Grübeln eine getigerte Katze, im Sonnenschein auf meinem Auto herumlümmelnd, betrachtet. Überlegt, ob es die dümmliche Nachbarin sei. Zuzutrauen wäre es ihr.

Fragen (4): Die klassisch Gebildeten landauf und landab zitieren Cicero über die Zeichen der Dekadenz. Mir war das auch ohne Cicero durch den Kopf gegangen. Was also hilft die Zitiererei? Nichts.

13. April 2024

Die Meldungen von der Ostfront geben ein konfuses Bild. Wägt man Hilferufe und Wutgeschrei aus dem Wertewesten und aus dem Selenskyj-Tross gegeneinander ab, so kommt heraus, dass die Versorgungs-Infrastruktur in Kiew und in Charkow durch punktgenauen russischen Raketenbeschuss über das bekannte Maß hinaus demoliert worden sein muss.

Ostfront (2): Für Deutschland bleibt – legt man die Elle von Hemd und Rock an – die Wahrscheinlichkeit einer nächsten, diesmal bedeutenden Emigrantenwelle. Gleichzeitig beklagen sog. Sozialpolitiker das Fehlen von 800.000 Wohnungen in D. Da werden die neuesten Ukrainer-Zuzüge noch nicht eingerechnet sein.

Ostfront (3): Heinrich August Winkler, das historische Urgestein der SPD, greift in der FAZ zusammen mit vier Professoren-Kollegen den Kanzler an. Er mache den ukrainischen Sieg zunichte. Den Sieg? Ich bin zu faul, am frühen Morgen dessen Russland-Sentenzen aus den vergangenen Jahrzehnten nachzuschlagen. In meinem Kopf spukt herum, dass er ein mir ahistorisch vorkommender Lobhudler von Willy-wählen war. Muss aber nicht stimmen. Blicke missmutig auf das Regal mit den historischen Grundwerken, das mit Stapeln von Auszumistendem zugestellt ist. Wenn ich da jetzt rangehe, lese ich mich den ganzen Tag fest, ohne dem gewünschten Ergebnis einen einzigen Schritt näher zu kommen.

Ostfront (4): Gruselig sind die Bilder des seit der letzten Woche zum ?Einsatz gekommenen russischen Panzerfahrzeugs, das ganz ohne Besatzung an Bord aufs Gefechtsfeld geschickt wird. Eine Drohne auf Panzerketten. Den psychologischen Effekt beim Gegner stelle ich mir verheerend vor.


12. April 2024

Aus den Leserbriefen der Zellerzeitung: a) Der vergangene März war der heißeste März, seit im März 1208 vor Christi Geburt der ägyptische Pharao Ramses II. in sein Tagebuch schrieb: „Ziemlich heiß heute, meine Frau hat wieder mal Migräne und gestern sind auch noch die verdammten Juden getürmt.“ b) Die Ausländerkriminalität ist nicht hoch, sondern die Inländerkriminalität ist niedrig. Daher das schiefe Bild.

11. April 2024

In Brasilien sucht die Regierung des Linken Lula da Silva den Schulterschluss mit Big Tech, indem sie die Internet-Plattformen so zur Selbst-Zensur veranlasst, dass dort über die Massenproteste im Lande nichts mehr verlautbart wird. Die vorgeblichen Herren der Welt beugen sich – mache sagen, sie tun’s gerne. Nur einer schießt quer, das ist Elon mit Twitter-X. Jetzt werden tägliche Millionenstrafen wg. Konspiration gegen ihn verhängt. Wie das ausgeht, steht in den Sternen. Noch sagt Musk, Prinzip gehe vor Profit. Mal sehen, was ihm noch einfällt.

Musk (2): Wir werden Zeuge einer Blaupause für die Schöne Neue Welt. Information wird zugeteilt. Alles darüber hinaus ist nur für die Auserwählten.

Musk (3): Was bildet sich dieser Wahl-Ami ein? Fragt einfach platt und öffentlich, was Sellner und Höcke gesagt haben und ob das strafbar sei. Jetzt fehlt nur noch, dass er die Delinquenten bei X nichtsperren lässt. – Am meisten hat mich verwundert, dass die beiden bösen Buben in seinen Kosmos überhaupt eingedrungen sind. 

10. April 2024

Die Täter reden durcheinander. Das ganze nennt sich Aufarbeitung. Der Zweck des Manövers ist klar: Das Volk zum Narren zu machen und die Geschädigten nicht zu Wort kommen lassen.

Zu Wort kommen lassen (2): Mainstream kann es nicht ganz verhindern, dass „der Gerd“ zu seinem Achtzigsten vernehmbar das Wort ergreift. Mir geht es auch so: Ach, der ist immer noch da. Immer noch derselbe. Wer sollte es auch sonst sein?

Zu Wort kommen lassen (3): Kriegsmannen aus der Christunion schlagen vor, Ungarn und die Slowakei aus er EU auszuschließen. Eins lässt sich sagen: Strategen sind sie nicht. Wenigstens das ist beruhigend.

Polen bleibt Polen: Die katholischen Nationalisten haben die Kommunalwahlen gewonnen. Das Tusk-Bündnis konnte nur in den vier großen Städten reüssieren: Warschau, Danzig, Krakau, Breslau. Das weite Land hingegen bleibt papsttreu. Hat das Auswirkungen auf den nationalistischen Nationalkurs? Ich denke: nein.

Und die Tschechen: Sind derzeit bemüht, den AfD-Mann Bystron zu Fall zu bringen. Haben den angeblich bei Geldabsprachen mit den Russen abgehört. Bystron? Das ist einer der Ihren, nur eben einer, der weggemacht hat, wie man damals sagte. Hat ihm nichts genutzt, dass er vor Jahren in den USA äußerte, ein Nazi könne er schon deswegen nicht sein, weil er und seine Eltern aus der Tschechoslowakei stammten. Fand ich seinerzeit bereits blöd, denn dortzulande gab es in den finsteren Jahren Kollaborateure bis zum Abwinken.

9. April 2024

Täter-Opfer-Umkehr: Berlins Ex-Regierender, ein Mann namens Müller, hat sich zu Wort gemeldet. Es gebe gar keinen Anlass, sich wg. Corona zu entschuldigen. Vielmehr sei eine Amnestie am Platze. Recht gehabt, aber amnestie-bedürftig? Das nennt man für gewöhnlich schizophren. 

8. April 2024

Endzeitspiele: Finanz-Lindner droht der Diversministerin Paus mit einem Nein für deren Kindergehalts-Utopien nebst neuer 5000-Mann-Behörde. Abgesehen davon, dass man ihm nur zustimmen kann, denn der neue Elefant, der hier in den Raum geschoben werden soll, ist nichts anderes als ein weiteres Grünen-Taugenichts-Versorgungswerk und zudem ein Ansporn für unsere Willkommensbürger, deren getürkten Familiennachzug zu beschleunigen, aber es folgt ein Aber: Der Herr Lindner von der Lindner-Partei wird, ganz so wie gewohnt, mit irgend einer Bagatell-Floskel einknicken.

Ostfront: Die Meldungen sind schwer verständlich. Er sieht danach aus, als finde ein Exodus aus Charkow statt. Ob das stimmt, erscheint im Moment fraglich. US-Großraumdenker haben bereits auf die Notwendigkeit hingewiesen, das linke Dnjepr-Ufer zu räumen. Sie sollten vielleicht eine etwas genauere Landkarte beiziehen.

Ostfront (2): Derweil bietet US-Außenminister Blinken der Ukraine die Nato-Mitgliedschaft an. Tags drauf rudert er zwei Schläge zurück. Das sei nicht militärisch gemeint gewesen. Soso. Krieg ohne militärisches Gehabe. Das kennen wir bereits seit 1914.

Fast übersehen: In der Slowakei wird einer vom Volk zum Präsidenten gewählt, der nicht die Zustimmung der Eliten hat, sprich: mit Russland Frieden halten will. Da hat die Soros-Combo versagt. Liegt vermutlich an deren Überarbeitung, denn sie hat alle Hände voll im benachbarten Ungarn zu tun, dort den bösen Orban wegzuputschen.

Slowakei (2): Nunmehr droht die EU-Mafia, den Slowaken die deutschen Finanz-Mittel zu entziehen. Merke: So geht Demokratie: Verhält sich das Volk ungezogen, wird es auf schmale Kost gesetzt.

5. April 2024

Wer’s glaubt, wird selig: Dass die Ermittlungen der sog. Staatsanwaltschaften der EU gegen die Top-Figur Ursula zu einem Ergebnis führen, auf dass wir die Dame hinter Gittern besichtigen können. Nur nebenbei: Sie ist die Spitzenreiterin der Christunion für die anstehenden Europa-Scheinwahlen. Das sagt genug für beide und eigentlich alles.

Ewigkeitsvergleiche: Klosterfrau Melissengeist war nie so wertvoll wie heute. Kann man nicht überprüfen. Aber: Demokratie war nie so gefährdet wie heute (wird ein gewisser Haldenwang zitiert). Kann man nur sagen: Stimmt. Jedoch nicht weil der Mann recht hat, sondern weil er daran arbeitet.

4. April 2024

Niemand ist davor gefeit zu erschrecken. Mir ging es gestern Abend so, als ich das Gesicht der sog. Wirtschaftsweisen Ulrike Malmendier zum ersten Mal mit Bewusstsein studierte. Anlass war, dass ich bei Science Files eine Äußerung von ihr las ich: Die Wirkung der Sanktionen auf Russland sei enttäuschend, deswegen seien sie auszuweiten. Zugleich, so wird sie zitiert, warne sie vor einer technischen Rezession in Deutschland. Technische Rezension? Das ist akademisches Blabla und bedeutet: Vernichtung der Industrie. Das Doppel-Geschwätz der weisen Dame klingt wie das Lallen eines Trinkers, dem eine Flasche Köm nicht mehr reicht und der sich nun davor fürchtet, dass der Getränkemarkt an der Ecke dicht macht. Würden Sie einer solchen Person das Rausstellen Ihrer Mülleimer anvertrauen? Na? Na also.

Ostfront (2): Der Luftkrieg der Russen gegen die Versorgungs-Infrastruktur der Ukraine nimmt bedrohliche Formen an. Für uns. Es ist die Flüchtlingswaffe, die auf uns niedersaust, denn es wird das Land zwischen Dnjepr und Dnjestr, das ohnehin nicht sonderlich dicht besiedelt ist, entvölkert. Frage mich gerade, ob das die neue Pufferzone werden soll. Also im ursprünglichen Wortsinne: Ukraine = das leere Land.

3. April 2024

Afrika, ach Afrika: Der Präsident von Botswana, Makgweetsi Mawisi, ist es satt, von deutschen Politikern belehrt zu werden. Im Gegenzug zum deutschen Verbot, Jagdtrophäen aus seinem Land einzuführen, bietet er den grünen Besserwissern 20.000 lebende Elefanten an, die sein Land dank kolonialherrlicher Tierschutzambitionen mittlerweile überbevölkern.

Kannste dir nich ausdenken: Die Nummer 44 auf dem Adidas-Trikot wird zur Nazi Chiffre. Habe das zunächst nicht verstanden, bis mir einer sagte, es sei ein Surrogat für Sig-Runen der SS.

1. April 2024

Kein Scherz: Je älter ich werde, desto größer wird das Heer der Toten, das an mir vorüberzieht. Neu ist hieran lediglich, dass es mir früher nicht auffiel.

Aber das hier: „Muslimfeindlichkeit immer erschreckender: Auferstandener Christus beim Herunterreißen der Ramadanbeleuchtung ertappt!“ (aus den Leserbriefen der Zellerzeitung von heute Nacht).

Auf dem Dach des Nachbarhauses landet ein Schwarzstorch. „Kann nicht sein,“ sagt die Nachbarin, „die stehn unter Artensschutz.“ Aha.

31. März 2024

Sie ziehen das durch: Kaum ist der Winter vorbei, werden zum 1. April 2024 die nächsten Kraftwerke stillgelegt, jetzt sind es 12 Kohle-Kraftwerke.

Sie ziehen das durch (2): Zum 1. Juni 2024 brauchen diverse ins Land zu holende Muslime auch de lege ihre spezielle fremde Identität nicht aufzugeben, um den deutschen Pass als Zusatzpapier zu bekommen. Umvolkung per Gesetzsgebungsakt.

Sie ziehen das durch (3): Wo immer man hinhört, quatschen die Leute vom Krieg. Der polnische Tusk redet vom Anbruch der Vorkriegszeit und sein Außenminister Sikorski beruft sich hierfür auf das polnisch-litauische Großreich aus dem 14. Jahrhundert, Kiew und die Schwarzmeerküste inklusive. Mal sehen, wann der erste deutsche Kriegshetzer auf den Gedanken kommt, sich auf das großdeutsche Großreich von 1942 zu berufen, von der Atlantikküste bis zum Kaukasus, Oberst Kiesewetter übernehmen Sie.

Sie ziehen das durch (4): Sie sitzen in ihren zur Festung ausgebauten Nobelschlössern auf dem nordamerikanischen Halbkontinent, ihren Luxusyachten in milden Gefilden und ihren Fluchtburgen auf Karibik-Inseln, und sie ziehen das durch.

Sie ziehen das durch (5) und blanker Hohn: Es wird der scheidende Vorsitzer von BASF, Martin Brudermüller, so zitiert, dass die Dekarbonisierung mit einem Industrie-Strompreis von 20 Cent nicht machbar sei. Er verweist auf die dramatischen Verluste, welche die deutsche BASF bei den Grundprodukten mit dem Werk in Ludwigshafen eingefahren habe. Das habe nun Konsequenzen. Er sagt es nicht expressis verbis, meint aber die Werkschließung – was wohl sonst? Wäre er ehrlich, würde er die Ursache benennen. Das ist nicht der Strompreis, sondern der Klima-Wahn, der ihn notwendigerweise erzeugt hat. Und der ist seit Merkels Diktatur hausgemacht. Aber soviel Mut hat er selbst im Augenblick seines Abgangs bei der Firma nicht aufgebracht, schließlich will er bei Mercedes an der Spitze weitermachen.

30. März 2024

Erstaunlich und erstaunlich aussichtslos: Der unabhängige Präsidentschaftsbewerber Robert Kennedy hat, um die Voraussetzung zum Antreten in etlichen der 50 US-Staaten zu schaffen, seinen Vize nominiert. Es ist die 38jähringe Nicole Sharahan, eine Juristin und Unternehmerin aus California. Die Pressefotos der beiden zeigen ein erstaunlich attraktives Paar. Wählbar, ohne dass sie den Mund aufmachen.

Schöne Paare (2): Nicole war zuvor mit dem Google-Mogul Sergey Brin verheiratet, was Kennedys Wahl-Aussagen für den Kampf gegen die da oben zumindest leise abflacht. Aber immerhin, der Donald wird sich anstrengen müssen, etwas Adäquates entgegensetzen zu können. Ich tippe mal auf eine der aktuellen attraktiven Gouverneurinnen.

Schöne Paare (3): Was uns das Bundespresseamt stattdessen in Sachen Paarlauf präsentiert, das dürfte schwer zu übertreffen sein. Müsste ich das neue Spaßwort „Delegitimierung des Staates“ illustrieren, griffe ich zu diesem hier. Es würde auch zum Thema Verhöhnung des Staates und seiner Bürger passen.

29. März 2024

Die von einem Containerschiff vor dem Hafen von Baltimore bei der Kollision mit einem Brückenpfeiler eingerissene Straßenbrücke liegt immer noch an Ort und Stelle und sperrt die Hafeneinfahrt in riskanter Weise, denn sie ist aus Stahl und steht in ihrer neuen Lage unter einer unbekannt starken Spannung.

Die Brücke (2): Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist nun Gegenstand wilder Spekulationen. Sie reichen von den Überirdischen über die Russen, insbesondere den Allzuständigen P., bis hin zur sog. Diversity, deren Herrschaft in der einschlägigen Reederei dazu geführt habe, Personal nach den Glaubensregeln der Buchstabenreligion und nicht nach Qualitätsgesichtspunkten zu rekrutieren. Letzterer Verdacht kam auf, weil die Schiffsbetreiber in ihrer Selbstdarstellung in der Vergangenheit diese Macke selbst gepflegt hätten.

Die Brücke (3): Unbekannt war mir bislang die Bedeutung des Hafens für das europäisch-amerikanische Autogeschäft. Lesenswert fand ich, was der Vertreter von Mercedes-Benz zum Unfall zu sagen wusste: „Wir stehen in engem Austausch mit unseren Logistikdienstleistern und beobachten kontinuierlich die Situation. Gemeinsam mit unseren Transportpartnern überprüfen und adaptieren wir unsere Lieferwege“. Was genau hat er gesagt?

Ansage (2): Der Chef des russischen Inlandsdienstes FSB, Alexander Bortnikow, wird so zitiert: „Ich kann Ihnen sagen, dass wir erste Informationen erhalten haben, die darauf hindeuten, dass die Aktion [der Anschlag am vergangenen Freitag in Moskau] von westlichen Geheimdiensten vorbereitet und von radikalen Islamisten ausgeführt wurde und der ukrainische Geheimdienst direkt daran beteiligt war.“ Gesagt hat er das. Das stimmt. Ob es inhaltlich stimmt, weiß ich nicht zu sagen. Zumindest wirkt es plausibel, denn die Auftaktgeschichte von der Isis-Täterschaft klang allzusehr nach Tausendundeiner-Nacht.

28. März 2024

Nachdem der ganze Schwindel der Corona-Maßnahmen nun auch vor den Augen der Wirklichkeits-Leugner liegt, stellt sich mir die Frage, wann endlich auch die einschlägig betroffenen Teile der deutschen Justiz, die den ganzen erfundenen Mist immer noch exekutieren, sich der einst felsenfesten Grundlagen des Verfassungsrechts erinnern. Prüfungsschritt eins jeder staatlichen Maßnahme musste es sein: Ist diese überhaupt geeignet, das verfolgte Ziel zu erreichen. Das geriet nun jahrelang mit all dem Wissenschaftsgeschwätz in Vergessenheit. Bin gespannt, wann der erste Richter darauf kommt.

Nichts wirklich Neues: Auf der ukrainischen Seite kommen jetzt fremde Legionäre mit zum Teil bombastisch klingenden Namen (Freies Russland und so) zum Einsatz. Sie unterstehen, wie man hört, dem Kiewer Militärgeheimdienst, so wie 1941 das ukrainische Bataillon Nachtigall der deutschen Abwehr. Der militärische Kampfwert war gering, das gilt wohl auch heute. Die angekündigte Offensive in diesem Monat waren bestenfalls lokale Angriffsaktionen, durch welche russische Kräfte gebunden wurden, während die Masse das russischen Heeres am eingeschlagenen Weg nach Westen festhält – mit aufreizender Langsamkeit, einst Dampfwalze genannt.

27. März 2024
Na endlich: Es waren die russischen Geheimdienste, die die Offenlegung des Corona-Skandals zu verantworten haben. Sagt zumindest der Gesundheitsminister. Er gab schon öfters Anlass, an seinem Verstand zu zweifeln. Doch denken wir mal seinen originellen Standpunkt zu Ende. Entweder er meint: Die Ereignisse in Deutschland, die wir selbst erlebt haben, sind nur fiktiv gewesen, Erfindungen der russischen Dienste. Oder: Die Aufklärung des Corona-Desasters wäre ohne die Mitwirkung der russischen Dienste nicht möglich gewesen. Beide Varianten sollten als frisch erkannte Impfschäden registriert werden.
Ostfront: Die geradezu unwahrscheinlich schnelle öffentliche Präsentation der behaupteten Täter des Anschlags von Moskau wirft Fragen auf. Keine Illusionen mache ich mir über deren jämmerlichen Zustand. Hier wurde nach der Festnahme unmissverständlich auf Antworten gedrungen. Widersprüchlich und bislang wenig tragfähig sind die umlaufenden Gerüchte über die Rekrutierung der Desperados (Türkei oder ehemalige muslimische Randstaaten der Sowjetunion).
Ostfront (2): Die aktuellen Raketenschläge gegen die Entscheidungszentren in Kiew sind nach meinen Aufzeichnungen nicht die ersten dieser Art. Über die Wirksamkeit der jüngsten kann man bestenfalls spekulieren. Enthauptungsschläge pflegen eine Eskalation eigener Art zu sein. Die Taurus-Träumer sollten sich noch mal Zeit zum Überlegen nehmen, bevor sie unser Land jetzt ins Kriegsgetümmel stürzen. Jungs, ihr könnt euch gar nicht so tief eingraben, um vor Treffern der Kinshal-Waffe sicher zu sein.
Ostfront (3): Möglicherweise meint das auch der Ex-General Kujat, der die Kriegshetzer à la Kiesewetter als Romantiker bezeichnet und vor der Taurus-Lieferung in ein Land warnt, das den Krieg bereits verloren habe. Wie er den Salto mortale vollzieht, dass deswegen der Herr Scholz richtigerweise die Ukraine nach dem Ade der USA unterstützen müsse, bleibt rätselhaft – jedenfalls mir.

26. März 2024
Es begann vor vier Jahren: Es ist bezeichnend, dass die Bundesregierung der Öffentlichkeit die herbeigefälschten Daten der sog. Corona-Pandemie vorenthalten wollte. Das Gerüst des Geschehens liegt jetzt vor jedermanns Augen. Nein, halt, nur vor dem, der es sehen möchte. Jetzt bleibt den beteiligten Verbrechern nur noch, sich durch Schwärzungen in den berüchtigten Protokollen vor der Strafverfolgung zu schützen. Auch dieser Schleier wird fallen. Dann stehen sie nackt da, aber keiner sieht hin.

25. März 2024Die Verdi-Oper Il trovatore ist die Nagelprobe für jedes Opernhaus. Die Besetzung von vier parallelen Spitzenrollen setzt Grenzen. Sie waren an der Hamburger Staatsoper deutlich sichtbar, respektive hörbar. Nur einer von Vieren vermochte den klotzigen Raum zu füllen. Das Orchester so weit runtergedimmt, dass es wie Hintergrundmusik aus einem fernen Graben klang. Ein toller Chor. Das Ganze also ein Wechselbad. Die Verlegung der mittelalterlichen Szenerie in den Spanischen Bürgerkrieg: originell mit deutlichem Anklang zur Idiotie. Merke: ohne Kampf gegen rechts geht selbst Verdi nicht, jedenfalls nicht im Tor zur Welt.
Hamburg (2): Anschließend ein Absegler? Rundherum alles dicht, eine Bayernkneipe, die um halbelf schließt.
Hamburg (3): Die Verbindung nach Mitteldeutschland liegt seit 30 Jahren im argen. Diesmal beschert die Harztangente dem erstaunten Automobilisten einen Abstecher nach Clausthal-Zellerfeld. Tristesse, wo manche Urlaub machen. Da lag Schnee auf den Autos.
Übern Teich: Bleibt aus der letzten Woche nachzutragen, dass Wunderkind Elon Musk in einem veröffentlichten Rundschlag die Verursacher und Nutznießer der illegalen Massenzuwanderung beim Namen nannte: 30 Konzerne, Stiftungen, NGOs. Nun werden dort wie üblich die Gerichte sprechen. Es geht um billigste Arbeitskräfte und den zugehörigen Profit.
Übern Teich (2): Der Sturm auf die texanische Südgrenze weitet sich zum Bürgerkrieg aus. Noch fallen nur vereinzelt Schüsse. Die Gerichte versuchen im Auftrag der Bundesregierung, die texanische Nationalgarde zu hindern. Noch schaut die Bevölkerung gebannt zu. Letzteres wie bei uns.
Übern Teich (3): Doch es gibt auch Lichtblicke (Internet-Fund):

24. März 2024
Der vorgestrige Anschlag in Moskau hat mindestens 140 Männern und Frauen das Leben gekostet. Wie viele der Angreifer getötet wurden, ist nicht zu überblicken. Die Täter, behauptet die Presse, seien Isis-Leute. Soso. In Moskau. – Amerika kondoliert. Ich frage mich, warum die US-Botschaft in Moskau Anfang des Monats Amerikaner davor warnte, Massen-Veranstaltungen, zum Beispiel Musik-Darbietungen, wg. Anschlagsgefahren aufzusuchen. Zufall oder so

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22. März 2024Der kleine Mann aus dem Elysee-Palast macht ernst. Eigene Truppen in die Ukraine. Sie sind ohnedies schon da, sagt er neuerdings. Das wiederum würde in erstaunlicher Form mit dem zusammenpassen, was die russische Propaganda seit geraumer Zeit von sich gibt.
Ostfront (2) und anderswo: Gleichlautendes Kriegsgeschrei kommt aus Tschechien (nunmehr verstärkt), Polen (wie gehabt), Estland (neu im Choral) und – natürlich – aus Großbritannien. Bei letzterem muss man hinzudenken, dass dessen konservativer Premier bedenklich wackelt, wie auch seine Partei, die den Anschein erweckt, sich in Kleinteile aufzulösen.
Ostfront (3): Hierzulande bleiben die Grünen und die Christunion zuverlässige Kriegstreiber. Deren Exponenten haben noch nicht geschnallt, dass der Hegemon dabei ist, sich aus der Affäre zu ziehen.

21. März 2024
Von Opfern und Tätern: Mainstream ist sich jetzt sicher. Die Schülerin aus Ribnitz-Damgarten wurde zu recht polizeilich belangt, denn sie ist eine gesicherte Rechtsextremistin. Warum? Weil es gar nicht anders sein kann. Nebenbei: sie ist blond, richtig blond. Noch Fragen?
Blond (2): Wird es in Kürze nicht mehr geben. Hat das Statistische Bundesamt soeben nolens volens festgestellt, indem es den drastischen Geburtenrückgang in D für die letzten beiden Jahre konstatierte. Festgemacht an der sog. Reproduktionsrate pro deutscher Frau. Dass die Jahre 2022/23 die Impfjahre sind, wird in diesem Zusammenhang nicht erwähnt. Wozu auch? Könnte die Leute auf dumme Gedanken bringen. Zum Beispiel diesen hier: Die Impfung ist wirksam, wenn auch nicht zu hundert Prozent. Doch halt, ist nicht nachgewiesen, also Dunkelgerede.
Blond (3): Frage mich gerade, ob die einstmals beliebten Blondinenwitze heute als Volksverhetzung verfolgt werden würden, oder ob das nur bei Anti-Blondinenwitzen der Fall wäre.

19. März 2024
Der Ton wird giftiger: „Katholische Feiertage im Fääser-Paus-Land: Maria Denunziata, Maria Haussuchung, Maria im Gefängnis“ (aus den nächtlichen Leserbriefen der Zellerzeitung).
Maria (2): „Auch der Schulleiter hatte es wohl nur gut gemeint, ist dabei aber übers Ziel hinausgeschossen.“ Das schreibt ein Journalist namens Stibi in der Welt vor drei Tagen. Ach der Ärmste, dabei wollte er nur eins der ihm anvertrauten Kinder fertigmachen. Jetzt wurde das öffentlich. Der Mann verdient Schutz und Fürsorge, der Zimmermann, Jan-Dirk.

18. März 2024An physikalisch-technischen Untersuchungen überrascht zuweilen weniger das Ergebnis als vielmehr der Umstand, dass sie überhaupt durchgeführt werden. Ein solcher Fall war das herunterfallende Butterbrot, welches regelmäßig auf der Butterseite landet. Jetzt kommt die Feinstaubentwicklung von PKWs hinzu, bei denen – im übrigen markengleich – das elektrische den Verbrenner um Längen schlägt. Wohlgemerkt es schlägt den Verbrenner ums Doppelte bis Vierfache der Menge und das durch den höheren Reifenabrieb infolge des höheren Gewichts, obwohl beim Verbrenner noch die Auspuff-Emissionen hinzugerechnet wurden. Das Umweltfreundliche des E-Mobils ist auch insofern die reine Legende. Was wird diese Erkenntnis bewirken? Nichts.
P. wurde in den letzten drei Tagen im Reich des Bösen wiedergewählt. Das wusste ich bereits vor Wochen an dem Tage, als er den Wahltermin ankündigte – und notierte es sicherheitshalber sogleich. Die Nachricht ist lediglich deswegen erwähnenswert, weil unsere Experten jetzt erklären können, warum diese Wahl keine Wahl war. Keiner stellt die Frage nach dem Sinn des Wahlakts. Es handelt sich um die Legitimität der Herrschaft – auch in diesem Falle.

17. März 2024
Nicht jeder Antifa ist ein Nazi, aber die meisten sind es schon.
Heftige Anfälle von Resignation sind nichts ungewöhnliches, wenn man die Dicke des Brettes betrachtet. Der Blick auf die Dünnbrettbohrer ringsum macht die Sache nur noch schlimmer.
Pandemie, der zweite Anlauf: Wie vorauszusehen, ist das Welt-Panikorchester jetzt von dem Virus auf das Bakterium umgeschwenkt. Einschlägige Meldungen nehmen aus Japan zu uns ihren Weg. Im Vordergrund meines Interesses muss nun die Diskrepanz zwischen Presse und Wirklichkeit stehen. Wieder einmal. Ich merke es hier lediglich an, um bei späteren Ereignissen einen Fixpunkt zu haben, wann genau die sich abzeichnende Affäre in mein Bewusstsein vorgedrungen ist.
Angriff auf den Verstand (2): Seit dem Covid 19-Angriff sind 4 Jahre und 2 Monate vergangen. In dieser Zeit wurde die WHO-Diktatur mit kräftigen Ruderschlägen vorangetrieben. Vorgestern stimmte der Bundestag mit breitester Mehrheit zu. Nur die Blauen hielten dagegen. Welcher kollektive Wahn lenkte die Abgeordneten, und was kostete es, ihn zu erzeugen? Das will bedacht sein.
Michael Much und das Amtsgericht Miesbach. Nein, kein Scherz, dieses Gericht gibt es tatsächlich. Hier wird ein Strafbefehl gegen den Unternehmer wg. des abgebildeten Plakats verhandelt. Das Delikt: Beleidigung der völlig adjektiv-freien (Vorsicht: sonst Beleidigung) Grünenvorsteherin Lang. Sie wurde beleidigt, weil sie auf einer Straßenwalze abgebildet wurde, obwohl – ich vermute mal vor mich hin – sie noch nie gearbeitet habe, jedenfalls nicht im Straßenbau. Dann allerdings wäre es nicht nur eine Beleidigung, sondern eine Verleumdung. Nee Quatsch, doch eine Beleidigung, nämlich der Straßenbau-Arbeiter. Oder nennt man das Volksverhetzung? Ich bin verwirrt. Hätte den Vorgang nicht mitgekriegt, wenn K. mir den einschlägigen Artikel der schweizerischen Weltwoche nicht geschickt hätte. Von dort stammt auch das Bild, das ich hier aus Gründen notwendiger Illustration einrücke (und keineswegs, um mich zu ergötzen).

16. März 2024
Während die Mächtigen sich anschicken, in den USA die Plattform Tik Tok zu verbieten, teilt Steven Mnuchin, der ehemalige Finanzminister der Trump-Regierung, mit, dass er sich anschicke, zusammen mit ein paar Kumpels den Laden zu kaufen. Da passiert etwas, was ich noch nicht ganz begriffen habe – außer, dass die Herren scheint‘s etwas Kleingeld erübrigen.
Tik Tok (2): Die ohnmächtige Wut der sog. Eliten habe ich auf dem Schirm, sie wird von der facebook- und google-zensur-befreiten Zone und den chinesischen Eigentümern befeuert. Es rast im Moment ein China-Unterwanderungswahn durchs amerikanische Land, der nur dem Red Scare von 1919, der Nazi-Invasion von 1939 und dem McCarthyismus von 1949 vergleichbar ist. Bei Lichte riskante Luftnummern der Volkseinschüchterung. Sie waren und sind Ausweis dafür, dass die Mächtigen sich angegriffen fühlen. Dann greifen diese Weltmänner zum Patriotismus, auf den sie sonst nur mit Verachtund herabblicken.

Tik Tok (3): In Ribnitz-Damgarten hinterließ eine sechszehn-jährige Gymnasiastin auf der Plattform, dass Deutschland nicht irgendein Ort, sondern ihre Heimat sei. Da griff die Polizei ein. Der Schulleiter hatte entsprechend Anzeige erstattet. Der Namen des Mannes, Jan-Dirk Zimmermann, verdient es, für das notwendige und unweigerlich kommende Abräumen solcher Gesinnungs-Nazis vorgemerkt zu werden.

15. März 2024
Vergleicht man die Kernaussagen des russischen Herrschers aus den letzten Monaten, so ist eine allmähliche Verschiebung hin zum Anti-Neokolonialismus festzustellen. Diese Grundtöne werden in der Welt außerhalb des Wertewestens gut verstanden. Sie sind antiwestlich und haben etwas Friedrizianisches an sich: Man möge jeden Staat und jede Gesellschaft nach eigener Fasson selig werden lassen. Bleibt die Frage, ob dieses Beginnen dem Smartphon die Schau stehlen kann. Hollywood zumindest hat in Asien seinen Glanz verloren.

Fast übersehen: Merzels Angriff auf Scholz mir der Taurusrakete ging daneben. Nicht mal rechnen kann der Mann. Als die Russen noch Einfluss auf solche Entscheidungen nahmen, bestachen sie die erforderliche Zahl von Abgeordneten. Nicht mal darauf ist mehr Verlass.
Apropos Russen: Was hat man denen eigentlich auf ihr Ultimatum zum Taurus-Exzess unsrer selbsternannten Russlandfahrer mitgeteilt? Falls nichts, sind sie jetzt am Zuge.
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Peru fördert Lama-Trampelpfade in Berlin (Zeller-Zeitung von heute Nacht).

14. März 2024
Sie heißt Cassidy Hutchinson, war in Trumps Stab Mitarbeiterin von dessen Stabschef, und sie sagte 2022 in einer geschlossenen Kongressanhörung aus, sie habe von Sicherheitsleuten des Präsidenten erfahren, dass dieser am 6. Januar 2021 extrem aufgebracht gewesen sei, als seine Begleitmannschaft ihn gehindert habe, nach Verlassen der Großdemo in Washington DC in den Kongress zu fahren, wo die Auszählung der Wahlmännerstimmen gerade stattfand. Er habe sich sogar über die Sitze nach vorne gebeugt, um dem Fahrer ins Lenkrad zu greifen. Die damalige Ausschussmehrheit machte darauf das bekannte Fass auf, der Präsident sei nur mit Mühe und gegen seinen Willen gehindert worden, sich an die Spitze des Kongress-Sturms zu setzen. – Jetzt stellt sich bei der Durchsicht der Unterlagen heraus, dass die befragten Sicherheitsleute, einschließlich des Fahrers, vom behaupteten Vorgang nicht nur nichts bemerkt haben, sondern ihn in Abrede stellten. Man ließ ihre Aussagen einfach weg, angeblich um sie zu schützen. Warum die seinerzeit, wenn auch in der Minderheitenposition, anwesenden Reps dies stillschweigend duldeten, ist mir ein Rätsel.
Hutchinson (2): Sie ist eine Feind-Zeugin fürs Poesiealbum. Merke: Nichts schadet deinem Gegner so, wie ein feindseliger Zeuge aus dessen Reihen. Jedermann wird sagen: Ja, wenn der es sogar sagt… Erstaunlich ist, wie schnell im konkreten Fall die vermutliche Wahrheit ans Tageslicht kommt. Fraglich bleibt lediglich: Warum tat sie das? Hat der böse Mann sie etwa…? 

Merkwürdig, wie die Gedanken spazieren gehen.Die Ostfront in zwei kurzen Merksätzen: a) Die Beobachter waren sich einig, dass es nichts zu sehen gab. b) Westliche Experten stimmen in der Fragestellung überein: Was nun?
Frauen (2): Russische Propaganda ist in unseren Augen oft plump. Vielleicht ist es auch die vernichtende Schärfe, deren sich der russische Witz oftmals bedient. So bei der Darstellung der US-Spitzenfrau Victoria Nuland vor knapp zwei Wochen, als die Dame noch in Amt und Würden war.

13. März 2024
Was passiert, wenn man das Volk fragen muss. Das erfuhr soeben das irische Establishment, das mit einer Verfassungsänderung das vermeidlich veraltete Privileg von Ehe und Familie sowie die Rolle der Frau im häuslichen Bereich – sprich bei ihrer Kindererziehungsaufgabe und deren speziellen Schutz – streichen wollte. Das Volk sagte nein. Was sagen nun die einheitlich aufgetretenen Politruks? Wir haben nicht genügend aufgeklärt. Keiner kommt auf den Gedanken, sich bei den Beherrschten zu entschuldigen.
Volkes Stimme (2): „Stell dir vor der Russe kommt, und ich war nicht beim Friseur“, stand 1988 in großen Lettern an der Westseite der Berliner Mauer, Höhe Kochstraße. Ob Chef Tichy das im Kopfe spukte, als er seinen Grundsatzartikel mit „Stell dir vor der Putin kommt und keiner geht hin“ überschrieb, vermag ich nicht zu sagen. Dass ich den Artikel wider Gewohnheit dann doch las, lag an der überbordenden Vielzahl der zugehörigen Zuschriften. Diese Lesererregung ist der Spiegel der Teilung der Leserschaft. Ein Teil will die gute alte Ludwig-Erhard-Republik zurück, der andere Teil macht sich keine solche Illusionen und wirft dem Herausgeber vor, solche zu pflegen, indem er Putin als Bedrohung schildert. Man merkt an, wie Tichy alles mögliche für wünschbar hält, doch in den Krieg ziehen, das will er nicht. Das ist ein interessantes Stimmungsbild unter Leuten, die noch lesen können. Sonst nichts.

12. März 2024
Da hab ich sie gleich wieder abgehängt, die Sandra Hüller aus Suhl. Nein, es erfolgte keine explosionsartige Wertsteigerung des Gemäldes eines gewissen Zeller wg. der Verleihung eines Oscars, denn sie erhielt keinen. Den Franzosenfilm, in dem sie eine Nichtmörderin spielt, sah ich nicht, und den Nazifilm, in dem sie die Ehefrau des Lagerkommandanten Höss gibt, sehe ich aus Prinzip nicht. Erst wenn sich Hollywood entschließt, den Eisprung von Eva Braun zu verfilmen („nach einer wahren Geschichte“), werde ich von diesem Schema abweichen.

Sandra Hüller aus Suhl (2): Ist ein Ostprodukt und wurde beim Abendessen von den Besuchern sofort erkannt – Walther Rathenau der früher an der Wand hing, wurde nur selten identifiziert. – Jetzt sitzt eine erfreulich unpolitische Versammlung beisammen, gottlob. Beim Wettbewerb wie-mag-ihr-Lebensgefährte-heißen kommt Ronnie Zeiserling aus Zella-Melis auf Platz eins.
Noch so ein Irrtum: Leser S. schreibt mir, meine Anmerkungen von gestern, den heiligen Franz betreffend, seien unzutreffend. Der Papst habe nicht die Ukraine aufgefordert zu kapitulieren, sondern lediglich um Verhandlungen nachzusuchen. So und nur so sei seine Metapher von der weißen Fahne gemeint. Mag sein, dass das zutrifft. Was die Sache nur noch schlimmer macht, denn die Kritiker des Mannes mit der Dienstbezeichnung der Heiligkeit wollen nicht einmal Friedensverhandlungen, sondern sie setzen auf den Endsieg.
Endsieg (2): Da nimmt es kaum noch wunder, dass Annalena so zitiert wird, sie verstehe gar nicht, was der Franz wolle. Ich hingegen kann mir das, was sie sagt, gut vorstellen.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XIII

11. März 2024

Die Reise von dem Herrn Scholz zum Oberhaupt der Katholiken fühlt sich wie ein Winkelzug an. Bei Franz hat man seine Fehde mit dem deutschen Spitzen-Klerus zu berücksichtigen, dem er soeben öffentlich mitgeteilt hat, dass dieser seine rosarote Wolke verlassen möge. In der sind lustige Dinge enthalten wie die Priesterehe und – der Herr sei mit ihnen – Weiber im Priesterrock. Um die Fortschrittler zu demütigen und zu zeigen, wer der Herr im Hause ist, war es fast folgerichtig, dem deutsch-bischöflichen Kriegsgeschrei ein Nein entgegenzusetzen. Aus dieser Ecke also weht des Franzens Friedensbotschaft, die letztlich zum Inhalt hat, die jetzige ukrainische Führung zur Kapitulation aufzurufen. Der Scholz-Besuch diente dem Papst, so denke ich mal, als Mittel zum Zweck.

Ostfront (2): Des Papstes Initiative hat im offiziellen Kiew – mal milde formuliert – wenig Zustimmung erweckt. Wie die vom Krieg wenig begeisterten Ukrainer darüber denken, kann man noch nicht erkennen.

Ostfront (3): Gleiches lässt sich von möglichen Reaktionen in Polen sagen. Für die neue, wenig kirchenfromme Regierung war es sicher ein Schlag, denn deren frisch ernannter Außenminister hat zeitgleich verlautbart, dass für ihn ein Truppeneinsatz in der Ukraine denkbar sei. Was werden wohl die polnischen Soldaten sagen, wenn der Papst ihnen anbefiehlt, dergleichen zu unterlassen? Ich bin ratlos.

Ostfront (4): Den Papst als Konfliktpartei hatten wohl nur die wenigsten auf dem Schirm. Dass Ankara ihm sogleich seine Vermittlerdienst angeboten hat, darf zu den Überraschungen der ganzen verqueren Geschichte gerechnet werden. Übrigens: Schon lange nichts mehr aus der Zellerzeitung gestohlen.

Derweil übern Atlantik: Der nach dort gejettete Robert wird dem dortigen Auditorium als Kanzler aus Germany vorgestellt. Das, hüstel, war nicht so ganz korrekt, denn noch hält sich der Herr Scholz in seinem Amte. Aber immerhin mag die Fehlbenennung der Gewohnheit geschuldet sein, bei der Spitzenbesetzung der Vasallen ein Wörtlein mitzureden. Doch die Begrüßungs-Euphorie, ach, sie schmolz dahin, als der deutsche Gast seine Gastgeber darüber belehrte, dass sie in Sachen Klimawahn endlich Nägel mit Köpfen machen sollten. Er verstieg sich zu der Behauptung, die Amerikaner möchten sich an Deutschland ein Beispiel nehmen. Sowas hören Herren der Welt von niemandem gern.

9. März 2024

In dieser Woche wird die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland entlassen. Ihr Chef Blinken spricht beschönigend von ihrem Rücktritt. Sie gilt vielen als die Macherin des Ukraine-Konflikts, spätestens seit dem Präsidentensturz in Kiew im Frühjahr 2014, der eng mit ihrem Namen verknüpft ist. In der Trump-Ära hatte sie Pause, danach war sie wieder die Aktivistin auf dem Kriegspfad. Die Experten rätseln, was sie wohl falsch gemacht habe. Ich denke, es musste jemand her, der als Sündenbock dient, dass die zwei Jahre lang verbreiteten Propagandalügen korrigiert und die Aufdeckung von Kriegsverbrechen weggelogen werden mussten. Mag auch sein, dass die jüngsten öffentlichen Taurus-Widerworte des Herrn Scholz das Fass zum Überlaufen brachten. Nichts ist für den Vormund peinlicher, als wenn das Mündel nicht pariert.

Beim freitägliche Einkauf an etlichen deutschen Edelmarken vorbeidefiliert, Möbel, Geschirr, Bestecke, Bücher. Pleiten 2022-24. Das alles wird in Kettenläden verramscht, wo Derartiges zuvor niemals zu sehen war. Das ist nun über die Theke weg. Zuvor waren eine Käuferschicht weggebrochen. Jetzt ist sie wieder da – für einen einzigen Schluck aus der Pulle.

8. März 2024

Und sie wiederholt sich doch, die Geschichte: Mit der Erklärung des tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel – er ist ein ehemaliger Nato-General –, sich mit Truppen in der Ukraine zu beteiligen, hat er einen Krieg in Europa in die dichteste Nähe gerückt. Schon im Mai 1938 war die damalige Tschechoslowakei unter dem Präsidenten Benesch mit dem Zündeln äußerst zielstrebig und letztlich erfolgreich. Der Unterschied zu damals: Deutschland war der Erzfeind, heute ist es Russland. Völlig gleich dagegen: Antreiber waren die anglo-amerikanischen See-Mächte.

Vorbildlich: Die Biden-Mafia holt Hundertausende illegal per Flugzeug in die USA. Nanzy und Annalena, übernehmen Sie. Die Damen müssen sich beeilen, denn die Christunion hat soeben ihr Wunschkabinett an die Presse durchgeschoben, wenn, ja wenn es ihr gelungen ist, den allzufriedlichen Scholz zu stürzen. Was ist das für eine merzelwürdige Weltsicht? 

Merzels Kabinett (2): Ich spekuliere mal mit: Die Stars der jetzigen Regierung werden bleiben, die vielsprachige Annalena, der wind-philosophische Robert, die pausbäckige Paus, der finanzstarke Lindner, der grundrechtsvernichtende Buschmann. Habe ich wen vergessen? Ach ja, die US-Aufpasserin Jenny. Sie könnte dann ja direkt vom Werderschen Markt ins Kanzleramt wechseln.

Derweil in Sotschi: Da sind nicht nur Weltjugend-Festspiele, sondern auch Grundsatzbemerkungen des russischen Herrschers zu betrachten. Er meint, dass in absehbarer Zeit in Deutschland Politiker an die Macht kämen, die wieder friedliche Beziehungen zu Russland im beiderseitigen Interesse pflegen würden. Neigt der Mann neuerdings zum Wunschdenken? Denke mal nein. Aber die Horde der Kriegslüsternen wird andere Schlüsse ziehen, nämlich: der tut nichts, der will nur spielen. 

Russisch Roulette (2): Hier könnte ein jähes Aufwachen folgen, zum Beispiel wenn, wie Egon W. Kreutzer es auf seinem Blog formuliert, der Einschlag einer Kinshal-Rakete im Herstellerwerk in Schrobenhausen dem ganzen Taurus-Spuk ein Ende setzt. Muss ja nicht so deutlich ausfallen. Genügen würde auch der drastische Stopp von russischem Gas, Öl und anderen wertvollen Dingen, die nach wie vor unser Land auf Umwegen erreichen.

Russisch Roulette (3): Ab Fünf-Uhr-fünfundvierzig wird zurückgeschossen? Die Pistole ist leer. Da kucksdu.

7. März 2024

Wie vorauszusehen hat der Generalangriff auf den deutschen Kanzler begonnen. Das sog. liberale Urgestein Kubicki hat zum Angriff geblasen. Die Melodie, die diese Flöte bläst, heißt Taurus. Und dahinter steht der Koalitionsbruch.

Scholz (2): Es hätte in den letzten zwei Jahren mehr als einen sachlichen Grund gegeben, den Mann von seinem Posten zum Wohle Deutschlands zu entfernen, doch jetzt, wo sich eine Koalition der Sturzbeflissenen zusammenfindet, ist der Kitt des Manövers der Wille, Deutschland in den Krieg mit Russland unwiderruflich hineinzuführen. Diese Männer und Frauen regiert der Wahn. Sie müssen beschleunigt aus ihnen formalen Positionen entfernt werden und zwar schnell. Bleibt die Frage: Wie?

Scholz (3): Ungläubig schaut man auf das Treiben der neuen Verbündeten, die in aller Öffentlichkeit einen Angriffskrieg gegen Russland vorbereiten. Das ist nach deutschem Recht strafbar. Hört man was vom Generalbundesanwalt? Ich weiß selbst, dass diese Frage blöd ist, weil sich in mir immer noch eingeübte Rituale des Rechtsstaats zu Worte melden.

Rechtsstaat ade (2): Wird nur mit Mühe von Mainstream bagatellisiert: Der Anschlag auf die Stromversorgung im Brandenburgischen, wodurch das Tesla-Werk zwangsweise stillgelegt wurde. Man eiert rum, es seien Unbekannte am Werke. Das ist gelogen, denn es sind handfeste gewalttätige Linksextremisten. Und die sind bekannt. Die Saat der Klimalügner hat Früchte getragen.

Klimalügner (2): Zuspruch zu den Verbrechern von Grünheide schwappt durch das Internet. Die strafbare offene Befürwortung des terroristischen Verbrechens findet, wenn überhaupt, verständnisvolle Erwähnung. Das Großmaul aus Bayern hingegen findet ausnahmsweise keine Worte. Seine Polizei hat offenbar anderes zu tun, als bei den sog. Klima-Kindern und den sie hätschelnden Unterstützern des Bayerischen Rundfunks unmissverständlich Besuch abzustatten.

6. März 2024

Der gestrige Super-Dienstag beim Kandidatenrennen der Republikaner brachte in 10 Bundesstaaten derartig deutliche Siege von Trump, dass seine Gegnerin Haley heute das Handtuch warf. Jetzt ist der große Show-Master bis zur Entscheidung im November allein auf weiter Flur.

Alles Super (2): Nur die Vorwahlen in der Hauptstadt Washington DC vor drei Tagen brachten Trump in die Verliererposition. Das zeigt in der im Übrigen von den Dems dominierten Stadt, wie selbst das republikanische Establishment dort tickt. Drain the Swamp (Trockne den Sumpf), das Wahlmotto von 2016 kommt einem erneut in den Sinn.

Alles Super (3): Erstaunlich erscheint mir, wie die amerikanischen Wahl-Experten die Niederlage von Haley deuten. Sie habe im Dezember bei einer öffentlichen Anhörung in New Hamshire nicht gewusst, dass der Grund für den amerikanischen Bürgerkrieg die Sklaverei gewesen sei. Sie sagte stattdessen etwas über die unterschiedlichen Regierungen. Damit hatte sie zwar inhaltlich recht, doch das will in den USA keiner wissen, denn felsenfest steht die Lüge im Raum, dass Präsident Lincoln die Sklaverei besiegen wollte und deshalb gegen das eigene Volk in den Krieg zog.

Alles Super (4): Der große Zampano ist nur noch durch sich selbst oder ein Attentat zu stoppen, nachdem der Oberste Gerichtshof das Kandidatur-Verbot des Staates Colorado für verfassungswidrig erklärt hatte. Dem werden sich auch die anderen Verbots-Enthusiasten beugen müssen. Nebenbei: die Richter wichen dem inhaltlichen Vorwurf, Trump habe am 6. Januar 2021 an einem Umsturz-Versuch teilgenommen und sei deswegen nicht wählbar, aus, indem sie erklärten, die betreffenden Staaten hätten sich ein Recht angemaßt, das allein dem Kongress zustehe. Kann man machen, ist aber verfassungs-dogmatisch schief, wenn man berücksichtigt, dass der Präsident nach ganz gängiger US-Auffassung nicht der Repräsentant des Volkes, sondern der Staaten ist.

5. März 2024

Er hat – man höre und staune – von der Richtlinienkompetenz Gebrauch gemacht, der Herr Scholz. Keine Marschflugkörper in die Ukraine. Wie er’s tat, ja, da lächelt man vor sich hin. Er benutzte eine Antwort, die er in einer Befragung durch Schüler gab. Expressis verbis unter Berufung auf seine Stellung als Kanzler.

Kanzler (2): Seinen Gegnern und seinen Nochverbündeten ist zunächst der Schreck in die Knochen gefahren. Sie hüsteln in die vorgehaltene Hand. Aber das wird sich geben. Dann werden die Telefondrähte des Atlantikkabels glühen. Es beginnt das große Nachzählen, denn CDU und Grüne reichen für den Scholz-Sturz nicht aus. Man braucht auch die FDP und zwar ziemlich komplett. Man kann also abwarten, wann die Kriegs-Rebellen dort die Oberhand haben. Nämlich dann, wenn sich die Meinung durchsetzt, die russische Drohung sei nicht ernst gemeint. Man kann deswegen nur hoffen, dass der deutsche Botschafter Lambsdorff (FDP) bei seiner gestrigen Einbestellung in den Kreml den Russen wenigstens unter Beseitelassen seiner Vorurteile zuhört und danach akkurat Bericht erstattet.

Kanzler (3): Von der Kanzlerpartei traute sich gestern nur ein gewisser Kevin K. an die Mikrophone, um einen Treueschwur zu leisten. Wird man sehen, wie lange der hält, denn merke: Alle vier bisherigen SPD-Kanzler wurden von der eigenen Partei gestürzt.

4. März 2024

Die Büchsenspanner aus der Berliner Blase scharren mit den Füßen: Boris, der Wehrminister, räumt das Taurus-Gespräch seiner Luftwaffenleute ein und meint, man dürfe dem bösen Putin nicht in die Karten spielen. Der grüne von Notz – in der unfassbaren Position eines Vorsitzers des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Nachrichtendienste – will ein internes Fass aufmachen. Ebenso sein christlicher Mitkontrolleur, der selbsternannte Russland-Fahrer Kiesewetter. Jungs, ihr bewegt zwar die Luft, aber die weht am Thema vorbei, denn hier waren die Dienste, soweit ich weiß, überhaupt nicht involviert, jedenfalls die deutschen nicht.

Taurus (2): Die Erkenntnisse aus dem veröffentlichten Offiziers-Palaver sind vielmehr bedeutsam zur Frage von Deutschlands militärischer Hilflosigkeit, denn die Herren erörterten, dass man ohne die Herstellerfirma gar nichts machen könne, und selbst dann, wenn diese mitmache, Monate ins Land gehen würden, bis man die Friedens-Raketen in der Ukraine einsatzbereit habe.

Taurus (3): Zudem bestätigten die taubenblauen Wehrmannen, was Kanzler Scholz bereits rausgelassen hatte, nämlich dass die Briten mit ihrem Taurus-Pendent bereits vor Ort und bei dessen Montage seien. Das entspricht alter britischer Tradition, bei anderen Leuten Kriege zu befeuern. Der Kanzler hatte das vor wenigen Tagen etwas schwammiger ausgedrückt, indem er von unterschiedlichen verfassungsrechtlichen Voraussetzungen sprach. Vor etwa einem Jahr sagte Medwedjew, Putins Mann fürs Grobe, überaus deutlich, sein Land sei in der Lage, London im Bedarfsfalle in einem künstlich erzeugten Seebeben verschwinden zu lassen. Hat an der Themse offenbar niemand ernst genommen. Wer je das Phänomen der flussaufwärts laufenden Wassermassen bei Flut beobachtet hat, macht sich so seine Gedanken.

Ostfront: Wieder ist die seltsame Nachrichtenlosigkeit aufgetreten, während die sog. Experten die Transnistrien-Frage in den Fokus ihrer Glaskugel-Betrachtungen rücken. Andere sehen bereits Charkow, Nikolajew und Odessa in russischer Hand. Die letzten Monate sahen jedoch so aus,, als wollten die Russen zunächst die Gebiete der beiden ursprünglich beanspruchten Oblaste (Donjezk, Lugansk) in der Weise unter Kontrolle bringen, dass sie durch konventionellen Artilleriebeschuss nicht mehr erreicht werden können.

Ostfront (2): Jetzt kommt die Schlammperiode. Das ist sicher. Auch kommt keine ukrainische Gegenoffensive. Das ist ebenso sicher. Auch keine französische.

3. März 2024

Mit der Weigerung von Scholz, Taurus-Raketen und Erdkamptruppen in die Ukraine zu senden, steuert Deutschland in eine handfeste Kanzlerkrise. Hinter den Kulissen zählen die US-Einflussagenten an den Knöpfen ab, wie sie ihn stürzen können. Bleiben zwei Wege: SPD-intern oder konstruktives Misstrauensvotum. In beiden Fällen benötigt man einen neuen Kanzler und für diesen die Kanzlermehrheit.

Taurus (2): Derweil debattieren führende Luftwaffenoffiziere Lieferung und Treffgenauigkeit der deutschen Marschflugkörper. Bei der Gelegenheit erfährt die Öffentlichkeit, dass wir von der Wunderwaffe der Führerin maximal 100 Stück besitzen. Dass wir es überhaupt bemerken, verdanken wir dem russischen Abhördienst.

2. März 2024

Neinnein, die Einflussoperationen amerikanischer Oligarchen sind nichts als Verschwörungs-Gerede. Beispiel Deutsche Bank. Ich kupfere die Pressemitteilung ohne Kommentar ab: „Eveline Y. Metzenübernimmt ab Mai die Position des Head of Government & Public Affairs Germany bei der Deutschen Bank. Sie folgt auf Sven Afhüppe, der zum Ende des letzten Jahres das Unternehmen verlassen hat. Eveline Y. Metzen arbeitete in gleicher Funktion zuvor seit 2020 für Google. Davor fungierte sie als General Manager der American Chamber of Commerce in Germany und als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Atlantik Brücke.“

Transatlantisches (2): Das Impeachment gegen Joe Biden schreitet munter fort. Gestern war Sohn Hunter zum Vorsingen vor den Kongress geladen. Er stritt jegliche Beteiligung seines Vaters in die eigene Verstrickung mit dem ukrainischen Gas-Multi Burisma ab.

Transatlantisches (3): Das passt mit anderen Aussagen kaum zusammen, vor allem mit jener eines Ex-FBI-Agenten nicht, der mitgeteilt hatte, Vater und Sohn seien von Burisma mit je 5 Mio. Dollar geschmiert worden, um den Generalstaatsanwalt der Ukraine aus dem Amt zu kippen, der gegen den Gasriesen zu Ermittlungen geschritten war. Dass Biden als Vize den ukrainischen Präsidenten erpresst hatte, den Chefermittler in die Wüste zu schicken, damit hatte er sich vor etlichen Jahren in einem denkwürdigen Vortrag selbst gebrüstet. Dass dem eine Honorar beigegeben war – ob vorher oder hinterher, ist noch offen –, war allerdings eine Sensation. Bidens Unterstützer im Kongress behaupten nunmehr, sein Tun war dem Kampf gegen Putin geschuldet. Geht’s noch ein bisschen irrer?

Transatlantisches (4): Wunderkind Musk hat Wunderkind Altman verklagt, dessen Künstliche Intelligenz-Organisation angeblich gemeinnützig ist. Man habe durch die enge Verbindung mit Microsoft und deren 12 Milliarden-Spritze die Regeln des Non-profit verletzt. Das wird teuer, egal, wie es ausgeht. Ich habe mich schon immer gewundert, dass das Einsacken von Milliarden ohne Profit möglich ist. Aber ein tolles Steuersparmodell ist es allemal.

1. März 2024

Er verabschiedete den Monat gestern, den er durch fortlaufende Schlagzeilen bestimmt hatte, mit einem Paar hässlicher goldener Schuhe in der Hand, den Never Surrender Sneakers, den Gib niemals auf Tretern. Die Sonderserie in einer Auflage von 1000 Stück war innerhalb von Minuten ausverkauft. Tja, Amerika ist groß und so weiter.

Kleine Stückzahlen (2): Rembrandt stellte von seinen Kupferstichen bis zu maximal drei Stück pro Arbeit her. Verkauft wurde zu seinen Lebzeiten fast nichts davon. Jetzt steht man staunend mit der an der Kasse ausgehändigten Lupe vor den Exponaten, die im Kunsthaus zu Apolda aufgehängt wurden. Jedes Bild ein Kosmos aus der Zeit des Künstlers. Man muss nur dicht genug an die winzigen Formate herangehen und genügend Muße haben. Alles was ich an ebenso großartigem wie großformatigem vor meinem inneren Auge hatte, wurde verdrängt. Ich kann mich kaum sattsehen. Erst die Kälte vor der Tür sorgt wieder für das Eintreten ins Gewohnte.

Kleine Stückzahlen (3): Hier im Zwergstaat wollen die Hochschulen die kommenden Wahlen in genau 6 Monaten dadurch im woken Sinne beeinflussen, indem sie ihre Studenten (neudeutsch: Studierende) zur Verlegung ihres Hauptwohnsitzes veranlassen. Sie loben hierfür ein Handgeld aus. Im Mittelalter nannte man diese Art der Bestechung bei der Kaiserkür eine Handsalbung.

Handsalbung (2): Der jetzige Initiator heißt von Scheven. Er lehrt an der Bauhaus-Uni, hier in Schilda. Ich wüsste mal gerne, wo der gegen rechts kämpfende Professor (neudeutsch: der Lehrende) das Geld hernimmt. Stammt es wider Erwarten aus der Hochschulkasse, was der Herrgott verhüten möge, sollte man mal über Haushaltsuntreue nachdenken.

29. Februar 2024

Es ist offenbar das Schicksal von kommunikativen Leuten, dass sie unter den Bedingungen elektronischer Vervielfältigungsmethoden in sog. Verteiler hineingeraten. Mir geht es ebenso, ich verteile und werde verteilt. Ein Kick auf virtuelle Adressen genügt.

Klick (2): Schreibt mir der bis dato unbekannte S.T., meine Bücher seien schwer zu bekommen und zudem extrem teuer. Ich möge ihm daher die Sachen auf pdf zusenden. Bedanke mich für das Interesse und rege an, am kommenden 29. Februar noch einmal nachzufragen.

28. Februar 2024

War zu erwarten: Die Pressekammer des Landgerichts HH hat von den Lügen, die von Correctiv über Vosgerau und andere und deren angebliche Deportations-Geheimversammlung verbreitet wurden, zu retten versucht, was zu retten war, indem sie Tatsachenbehauptungen in Meinungsäußerungen ummodelte, aber es gelang nicht durchweg, und jetzt kommt‘s: Die Lügner konnten für die Richtigkeit ihrer Behauptungen keinen einzigen gerichtsverwertbaren Nachweis vorlegen. Fazit: so sind auch nach dem leicht gewöhnungsbedürftigen Hamburger Recht die Behauptungen frei erfunden, und die Lüger können als Lügner bezeichnet werden. – Bleibt abzuwarten, was das OLG Hamburg von den angeblich erlaubten Meinungsäußerungen übriglässt. Ich vermute man, nicht viel.

Correctiv (2): Mein Eintrag ist nicht als Jubelmeldung misszuverstehen, denn der beabsichtigte Schaden wurde im überreichen Maße angerichtet. Die Täter dürfen auf Belohnung hoffen, sobald etwas Gras über die Sache gewachsen ist.

27. Februar 2024

Es ist eigentlich kein Novum: Führungsfiguren der US-Streitkräfte setzen sich seit geraumer Zeit argumentativ vom Ukraine-Konflikt ab. So neuerdings Joe Buccino, ehemals in der Kommando-Behörde Centcom, mit einem Namensartikel für The Hill in Washington DC: Die Bataille sei militärisch nicht mehr zu gewinnen. Das „nicht mehr“ ist eine Art Selbstschutz, denn vor einem Jahr noch war man offenbar ganz wirklichkeitsfremd anderer Meinung und berauschte sich an den selbsterzeugten Siegesmeldungen einer herbeiphantasierten großen Gegenoffensive.

Ostfront (2): Ich füge hinzu: Die beiden im Donbass gelegenen Industriestädte Bachmut-Artjomowsk und Avdiivka-Awdejewka zu Symbolen der ukrainischen Sache aufzublasen und Bis-zum-letzten-Mann–Befehle zu erteilen, war ein schwerer Führungsfehler. Die psychologischen und die Mannschafts-Verluste sind sehr wahrscheinlich nicht wiedergutzumachen.

Ostfront (3): Die Nachrichten aus dem Innern des politischen Kiew sind so widersprüchlich, dass im Moment nicht zu erkennen ist, wer dort wirklich das Sagen hat. Vielleicht keiner.

Ostfront (4), am Rande bemerkt: Nach wie vor tragen die russischen Streitkräfte als Erkennungszeichen das lateinische „Z“.

Zu Hause: Ich kaufe beim Aldi einen 300 mm verstellbaren Schraubenschlüssel, der wunderbar in der Hand liegt. Aber rätselhaft finde ich schon: Die Aufschrift ist Holländisch, Geproduceerd in China, der Hersteller sitzt in Wuppertal.

Wuppertal (2): Die Stadt war vor wenigen Tagen in mein Blickfeld geraten, weil nach den div. Meldungen ein Großeinsatz der Polizei am Dörpfeld-Gymnasium stattfand. Stundenlang war der Grund nicht zu erfahren, bis durchsickerte, dass bei einem Messerattentat etliche Schüler verletzt worden seien. Kein Täter, nix? Ach so, es war ein Einschüler, polizeibekannt, er wurde nicht einmal erschossen. Mehr muss man nicht wissen. Schließlich lese ich, die Schule sei mit Psychologen unterversorgt. Aha. Zu meiner Gymnasialzeit gab es keinen einzigen.

26. Februar 2024

Am Kampf mit den südamerikanischen Drogenkartellen ist so manch einer gescheitert. Eigentlich alle, die es ernsthaft versuchten. Das gibt Hoffnung, wo es nun die sympathische Nanzy F. in Angriff nimmt. Losgeflogen ist sie wenigstens schon mal. Da ist es verständlich, dass die Drogen-Bosse zittern. Es kann nicht mehr lange dauern, bis wir die passenden Siegesmeldungen in der SPD-Presse serviert bekommen: Nanzy knipst in Medellin das Licht aus. Oder so. – Nebenbei: Hatten dieselben Politiker nicht gerade eben erst die Rauschgift-Freigabe beschlossen?

Übern Teich (2): Das Koch-Netzwerk mit Sitz in New York beendet die finanzielle Unterstützung der Trump-Gegenkandidatin Nikky Haley, nach dem diese nicht einmal in der Lage war, in ihrem Heimatstaat South Carolina den Gegner bei den Vorwahlen zu schlagen. Jetzt kann sie reden, was sie will, sie wird in Kürze nicht mehr zu hören sein. So funktioniert die Waffenlobby nun mal. Geld gegen gute Aspektanzen.

Übern Teich (3): Nahezu unbemerkt sammelt Robert Kennedy auf Hawaii die nötigen Unterstützerunterschriften für die Präsidentenkür einer Partei We The People (Wir, das Volk). Es ist nicht das erste Mal, dass ein Dritter bei den Präsidentenwahlen das Zünglein an der Waage wird. Die Frage lautet lediglich: Wem der beiden Großen wird er mehr schaden. Das weiß derzeit keiner, aber es gibt einflussreiche (= reiche) Leute, die es sich ausgerechnet haben. Die sind zur Zeit noch nicht zu erkennen.

25. Februar 2024

„Wenn wir Putin in der Ukraine nicht stoppen, wird der weitergehen [If we don’t stop Putin he will keep going],“ so die sympathische stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland bei CNN. Klar, dass sie so redet. Sie sieht ihr Lebenswerk vor dem Aus.

Kriegführen macht Spaß (2): „Wenn wir jetzt nicht abhauen, müssen wir alle ins Gras beißen [If we now not up knock, must we all in the gras bite],“ hätte die sympathische deutsche Außenministerin angesichts einer russischen Aufklärungsdrohne bei einem sog. Frontbesuch in der Ukraine gesagt haben können, um ihre prompte Flucht zu begründen. Das Kriegsmotto der Grünen lautet bekanntlich: Vorwärts du Feigling, lass mich hintern Baum.

24. Februar 2024

Dass sich all die Trump-Frauen zum verwechseln ähnlich sind, fiel mir schon so manches Mal – man vergebe mir die Offenheit – ins Auge. Doch es gibt auch Unterschiede. Lara, die Schwiegertochter, tritt so auf, als wolle sie zum Ausdruck bringen, dass sie eigentlich gar nichts anhaben müsste. Bitte kein Neid auf den billigen Plätzen.

Während sich auf der amerikanischen politischen Bühne alles versammelt, was reich und schön ist, trifft sich in Sankt Petersburg, was reich und mächtig ist. Das Motto der dortigen: Kampf gegen den US-geführten Neokolonialismus. Es gibt genügend viele Afrika-Chefs, die das sympathisch finden. Jetzt droht der Wertewesten diesen mit Wirtschaftssanktionen. Jungs, das ist keine besonders gute Idee, denn diese Typen sind eitel. Und sie sind clever. Und sie sitzen auf unvorstellbaren Vorräten von wertvollen Dingen.

Alptraumhafte Nachtlektüre: Nach einem Umweg erneut auf Egon W. Kreutzers tägliche Chronik der Arbeitsplatzvernichtung gestoßen (https://egon-w-kreutzer.de/gut-und-schlecht-wirtschaft-und-zahlen, und vor allem das zugehörige Archiv). Da ist sie ohne Wenn und Aber dokumentiert, Firma um Firma, Arbeitsplatz um Arbeitsplatz: Die mutwillige Zerstörung der deutschen Wirtschaft, veranlasst von fremdgesteuerten Ideologen und deren devotem Hofstaat. Diese Leute müssen weg, es ist unaufschiebbar.

23. Februar 2024

Jetzt haben die Kriegstreiber Schiss. Keine Taurus-Marschflugkörper für die Ukraine, sagt der Bundestag gestern mehrheitlich. Nur CDU und Grüne wollen, dass es endlich so richtig knallt. Merke: Hier merkelt Herr Merz.

Kriegstreiber (2): Auch die katholische Bischofskonferenz will seit gestern gegen den bösen Iwan zu Felde ziehen. Das Segnen der Waffen hatten wir meines Wissens letztmalig im Sommer 1914. Nebenbei: Denke mal, dass dies eine Ersatzhandlung ist, nachdem der Papst den deutschen Klerikal-Funktionären das Nachdenken über das Absterben der Kirche verboten hatte.

Kontaktschuld: Im September folgte ich einer Einladung zur Buchvorstellung ins Schloss Döbbelin bei Stendal. Hausherr Alexander von Bismarck, den ich bis dato nicht kannte, ist der Herausgeber des Sammelbandes „Begegnungen zwischen Deutschen und Russen“. Jetzt lese ich, dass die Hansestadt sich anschickt, auf dem Bismarck-Anwesen nicht mehr wie bisher Trauungen zuzulassen, da dieser im November an dem von den staatlich subventionierten Desinformanten der Firma Correctiv herbeigelogenen Geheimtreffen teilgenommen habe (à la Wannsee 2.0). Wat nu? Nix is. Ich erkläre gerne öffentlich, dass ich Bismarck für einen nüchtern denkenden und zudem charmanten Mann kennengelernt habe, und beabsichtige, die Bekanntschaft weiter zu pflegen.

22. Februar 2024

Die Stadt Hermsdorf liegt im Thüringer Holzland. Manche sagen auch am Hermsdorfer Kreuz (A 9 – A 4). Man sieht und hört es. Jetzt wird es auch noch mit Windmühlen zugepflastert. Aller Bürgerprotest war vergeblich. Die Kommune, so beschied jüngst das Bundesverwaltungsgericht, sei nicht klagebefugt. Zack erledigt, Fall vom Tisch. Hörten diese Richter je vom Subsidiaritätsprinzip? – Auch noch dies ins Stammbuch der buntschillernden Robenträger zu Leipzig: Jeder alberne Umweltverband von verwirrten fremdfinanzierten Lobbyisten ist klagebefugt, nur nicht die gewählte Vertretung der Bürger. So funktioniert sie, die Rätedemokratie.

Holzweg (2): Zur Bürgerversammlung vor dem Stadthaus erschien auch der frischgebackene Werte-Parteichef Maaßen. Er hatte am Wochenende in Bonn sein Tun mit einem tollen Selbsttor begonnen, indem er verkündete, sein Lieblings-Koalitionär sei die CDU. Hä? Prompt verließen zwei seiner Zugpferde die Karawane, bevor sie noch richtig in Bewegung gekommen war, die Herren Krall und Otte.

Holzweg (3): Gestern in Hermsdorf drückte er sich etwas geschickter aus, nannte die Union nicht explizit, dafür aber die AfD. Ja, da war er halt im Osten, wo sich die Christunion in einem rasanten Schrumpfungsprozess befindet.

Holzweg (4): Sagte Maaßen kurz Guten-Tag. Na, wenn das kein Verdachtsfall ist. In der rauen und ziemlich kalten Wirklichkeit begegneten wir uns persönlich zum ersten Mal, denn als er ins BMI eintrat, sagte ich dort gerade Adieu.

21. Februar 2024

Nur noch selten kümmert es mich, was die Wohlmeinenden auf ihren Plattformen zum besten geben. Doch das hier fiel mir auf: „Ampel und Union streiten aktuell um das ‘Wachstumschancengesetz‘. 18 Wirtschaftsverbände haben sich jetzt mit der Bitte an die CDU gewandt, den Weg für das Gesetz frei zu machen. Die Debatte zeigt, wie wenig die Wirtschaft FDP, SPD und Grünen tatsächlich wert ist.“ Der Text ist dem Hauptportal von Tichy gestern Morgen entnommen. Er zeigt die ganze Schräglage, ja die Nutzlosigkeit der sog. Alternativen, die für die Rückkehr der CDU trommeln. Leute, habt ihn nicht mitgekriegt, dass die Christen es mit den Grünen treiben wollen? Das bedeutet: Fortsetzung der Zerstörung der Wirtschaft, Tanz um den Klima-Popanz und Krieg mit Russland. Habe ich was vergessen? Ach so: die Wirtschaftsverbände. Sie wollen den Subventionsstaat.

20. Februar 2024

Er, der Einmann, sagt: „Bück dich Schlampe.“ – Nur nebenbei bemerkt: Das ist deutsch. Wer hat ihm das beigebracht?

Auch rätselhaft: „Bereits das Lächeln der Mona Lisa könnte als Verhöhnung des Staates aufgefasst werden“ (den Leserbriefen der Zellerzeitung entnommen). Immerhin: Ich habe mich darüber frühmorgens am Schreibtisch in einem Maße amüsiert, dass eine Online-Durchsuchung gerechtfertigt erscheinen mag. Tatvorwurf: Innerer Reichsparteitag.

Reichsparteitag (2): Der von der Werteunion soll auf dem Rhein stattgefunden haben. Dessen gesichert rechtsextremer Vorsitzer firmiert jetzt in den einschlägigen Überwachungsakten als Reichswerteführer.

Fazit: Wenn der Tag schon so beginnt, kann der Rest nur besser werden.

19. Februar 2024

Im großen und guten Amerika besinnt sich die Propaganda auf die Schlacht im Atlantik, als man gegen deutsche U-Boote ab 1943 letztlich erfolgreich zu Felde zog. Die späteren Kriege des Hegemons – sieht man einmal von der Besetzung des Inselstaates Grenada ab – waren nicht von derartigem Erfolg gekrönt.

Krieg im Atlantik (2): Anders als der Buchdeckel es glauben machen will, begann dieser Krieg gegen das Deutsche Reich bereits 1939 mit der Anweisung Roosevelts, deutsche U-Boote in geeigneten Fällen zu rammen. Dem erstaunt lauschenden britischen Monarchen erklärte der US-Präsident, man müsse halt abwarten, was dann geschehen werde. Es geschah nichts, bis der deutsche Diktator, die Nerven verlierend, im Dezember 1941 den USA den Krieg erklärte – es war ein blödsinniges Geschenk, im Weißen Haus rieb man sich die Hände.

Selbsttor im Überschwang der bayerischen Verhältnisse: Die freie Wähler schließen beim Bundesparteitag jegliche Zusammenarbeit mit der AfD aus. Also Eintritt in die Volksfront? Bei den Wahlen im Osten werden sie dieses Jahr die Quittung für ihre westliche Weltferne kriegen. – Strategische Köpfe sind und bleiben Mangelware.

Die Leute wollen betrogen werden. Das deutsche Sprichwort zu verstehen, muss man mehrere gedankliche Umwege gehen. Denn natürlich kennt niemand jemanden, der betrogen werden will. Und dennoch…

18. Februar 2024

Ostfront: Die Eroberung von Awdejewka durch die Russen nach Wochen der Umfassung und Belagerung wird mit Tagen der Verzögerung im Westen als „ukrainische Truppen ziehen sich aus Avdiivka zurück“ gemeldet.

Ostfront (2): Amerikas Mannen im Kiewkrieg, die Herren Scholz und Selenskyj, posieren gemeinsam vor der Kamera, um den nächsten Waffen- und Munitionsdeal zu feiern. Weitere Milliarden zum Fenster raus. Nun, Demokratie à la Washington ist nicht umsonst zu haben. Früher hörten wir als Zwecklüge, Deutschland werde am Hindukusch verteidigt, jetzt ist es der Dnjepr.

Ostfront (3): Wenn denn in fünf Jahren, also in der Zeit, wo der Herr Scholz die Bundeswehr kriegstüchtig haben will, immer noch von der demokratie-brüderlichen Ukraine die Rede sein sollte, was ich bezweifle, würde der Dnjepr wohl durch den Dnjestr ausgetauscht sein. Und das nicht wg. Umbenennung des Flusses Dnjepr.

Ostfront (4): Polen sind Polen sind Polen. Der alt-neue Mann in Warschau, der polnische Donald, will auch fürderhin keine Emigranten in seinem Land haben. Die Eurokraten reiben sich erstaunt die Augen, weil sie nicht auf dem Schirm hatten, dass die Polen halt Polen sind. Als nächstes werden sie, die Eurokraten, versuchen, die Polen mit dem Zurückhalten deutscher Euros auf Vordermann zu bringen suchen. Das Spiel kennen wir schon. Es wird erst aufhören, wenn die Deutschen zahlungsunfähig sind.

Ostfront (5): Die Gerüchte über die Todesursache des in Russland eingesperrten Nawalnij spiegeln die ganze Breite der west-östlichen Propaganda. Wenn, wie am Hort der Demokratie, in München, vielfach behauptet, der Herrscher im Kreml das veranlasst haben sollte, ist er nicht bei Trost. Bei seinem letzten Interview wirkte er jedenfalls nicht so.

17. Februar 2024

Die Klimaterroristen (Letzte Generation) wollen ins EU-Parlament. Sie können sich auf bewährte Vorbilder stützen, nämlich die Grünen, deren RAF-Terroristin Brigitte Heinrich diesen Schritt in den 1980er Jahren vorexerzierte.

Wenn nunmehr der Ex-Outsider Thilo Sarrazin für den Krieg gegen Russland öffentlich plädiert, zeigt er, dass seine Fähigkeit im Umgang mit Statistischem offenbar überschätzt wurde. Mir waren solche Zweifel bereits gekommen, als er den Kampf gegen die herbeiphantasierte menschengemachte Erderwärmung in seine Anweisungen über die als notwendig erklärten politischen Handlungen hineinstrickte. Merke: Jede brillante mathematische Exegese wird Mist, wenn die Basiszahlen nicht stimmen. Jetzt fehlt nur noch, dass er den wirtschaftlichen Nutzen der Flutung Deutschland vorrechnet, dann ist er wieder auf Linie.

16. Februar 2024

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung macht von sich Reden. Gut so, denn das ist seine Aufgabe. Dass er diesmal die nichtärztlichen Berufe des Nazitums bezichtigt, weil deren Gesetzesregelungen aus dem Jahre 1939 stammen, ist ein weiterer Geniestreich des Berliner Polit-Ensembles zur Erzeugung von echtem Antisemitismus. Was also als Nächstes? Die Mütter? Deren Schutzgesetz stammt aus der nämlichen Zeit. Oder wie wär’s mit den Arbeitern? Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle, gesetzlicher Anspruch auf Mindesturlaub und vieles mehr: alles dito.

Alles Nazi oder was (2): Die Desinformanten von Correctiv rudern weiter zurück, zickzack, und sind bereits am Start vorbei, nachdem sie vor Wochen mit hochgereckten Armen (den rechten) durchs Ziel geschossen waren. Sie lügen so offensichtlich („keine Staatsknete“), dass jetzt selbst die Wohlmeinenden Bedenken äußern: Muss aufgeklärt werden. Nein, muss bestraft werden, denn Lauschangriffe sind strafbar, jedenfalls in D – noch. Mich interessiert eigentlich nur noch: Wer sind eigentlich diese US-Amerikaner personen-genau, die diesen Zirkus finanzieren, denn der böse Putin wird es wohl kaum sein. Kann aber noch werden.

15. Februar 2024

Ich ahnte doch, dass man das Gequatsche über das Putin-Interview noch steigern kann. Die Vier-Namen-Frau mit der Sturmhauben-Frisur tat’s mit der Behauptung: hat überhaupt nicht stattgefunden, ist alles KI. Aber Krieg führen will sie gegen den, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Ich wüsste das nicht, wenn das Autoradio beim Einsteigen nicht plötzlich losgebrüllt hätte. Sah nur zur Bestätigung meines soliden Vorurteils auf das Display: Deutschlandfunk. Das kommt davon, wenn man sein Auto verleiht.

Auch neu: Ich lerne die Existenz der DDR-Meisterin im Handmelken kennen. Kann mir nicht verkneifen, heimlich an deren Hände zu denken.

Pralle Gegenwart: Es wird eine Liste der Treffen mit Correctiv-Funktionären im Kanzleramt veröffentlicht, die – um es mal so zu sagen – Fragen aufwirft. Zum Beispiel die: Wer steuert hier eigentlich wen?

14. Februar 2024

Selbst als Stummfilm witzig: Die Sprecherin des Weißen Hauses Karine Jean-Pierre und der Kommunikations-Koordinator des Nationalen Sicherheitsrats John Kirby. Wüsste man es nicht besser, so könnte man es für eine Veranstaltung in einer der beliebten Erweckungskirchen halten. – Jedoch: Stellt man den Ton an, fehlen der Wechsel- und der Chorgesang und das rhythmische Klatschen.

Nicht mehr witzig: Ein CDUler namens Kiesewetter will den Krieg nach Russland tragen. Muss man nicht kommentieren, auch nicht dass er ein Oberst a.D. ist und ein Bundestags-Abgeordneter.

Vom selben Kaliber: Ampel will Schulden machen, mehr als das Grundgesetz erlaubt, um die desatröse militärische Lage der Ukraine zu ändern. Sind denn die Russen, wie seit zwei Jahren sicher vorhergesagt, immer noch nicht am Ende?

Und das noch: Nanzy F. will mit dem Volk jetzt andere Seiten aufziehen, wenn es nicht bei Fuß gehen will. So macht Faschismus wieder Spaß.

13. Februar 2024

Den Lesern sei Dank: Die Sonnenschirme von gestern a) auf den israelischen Kampfpanzern dienen der Drohnenabwehr schreibt Leser R., und b) die bei den Elefanten dienten der Abwehr von Affen im Dschungel, merkt Leser S. an. Das mit den Drohnen leuchtet mir zur Not ein. Es ist eben schon Jahrzehnte her, dass ich zum letzten Mal aus einem Leo ausstieg und zu Boden sprang – auf den der freiheitlich demokratischen Grundordnung, wie ich damals etwas abstrakt annahm. Das mit den Affen sieht mir eher nach einem Bären aus, den man mir aufbinden will.

Bärendienst (2): Noch immer wabert die Empörung über das Carlson-Putin-Interview durch die Szenerie der professionell Erregten. Trump müsste nicht Trump sein, wenn er nicht noch eins draufsetzte: Wenn denn die Europäer nicht ihren Verteidigungs-Beitrag leisten wollten, würde er sie mit Kusshand den Russen überlassen. Ja, da staunen und zetern sie, selbst die selbsternannten Trump-Versteher.

Rätselhaft: Wohin soll einer steigen, wenn er aussteigen will, wo jetzt alles nur bergab geht.

12. Februar 2024

Wer mit dem Sonnenschirm auf das Schlachtfeld fährt, der zeigt, dass er vor dem Sonnenstich mehr Angst hat als vor den feindlichen Panzerabwehrwaffen. Falls das Bild kein Fake ist, zeigt es über den Krieg im Gaza-Streifen mehr, als tausend Worte dies vermögen.

Sonnenschirm (2): Die Szenerie erinnert an das Auftreten der britischen Kolonialtruppen vor rund 150 Jahren in Indien, wo die Rotröcke auf Elefanten und unter Sonnendächern gegen die Eingeborenen zu Felde zogen.

11. Februar 2024

Es war zu erahnen: Die Debatte über das Putin-Interview von Tucker Carlson hat sich von dessen Inhalt verselbständigt, so sehr, dass ich versucht bin, das, was in Wirklichkeit gesagt worden ist, zu repetieren. Doch das erscheint sinnlos, weil es die Meinungswolke nicht zum Abregnen zu bringen vermag. So bleibt nur, für die eigene Erinnerung Pflöcke einzuschlagen, damit nicht aus dem Blick gerät, was er tatsächlich sagte: Er beschrieb seine Gedanken über Russlands Stellung in der Welt, abgestützt auf seine Sicht auf eine tausendjährige russische Geschichte. Das ist nicht ganz so unbedeutend, wie die Plapper-Interpreten es glauben machen wollen, denn es spricht einer, der über den Quell seines Handelns öffentlich Auskunft erteilt und zugleich die Herrschaft über eine Großmacht in Händen hält, angereichert um die Erfahrung einer zwanzigjährigen Praxis.

Putin (2): Überraschend sind die Äußerungen des russischen Herrschers bestenfalls für diejenigen, die es für überflüssig erachtet haben, seine Grundsatzerklärungen der letzten zehn Jahre zur Kenntnis zu nehmen. Da wurde alles Wesentliche bereits zum Ausdruck gebracht, einschließlich der Verknüpfung des russischen Herrschaftsgedankens mit der eigenen Geschichte.

Putin (3): Man stutzt und lacht, wenn man die Frage erlaubt, wann sich zum letzten Mal ein deutscher Herrscher auf seine Vorgänger berufen hätte. Da klafft eine Lücke von nun beinahe 80 Jahren, orchestriert von einem dumpfen Nie-wieder, was bei Lichte betrachtet auch nichts anderes ist als die Berufung auf den Einen, den man besser – und zu recht – nicht beim Namen nennen will. Aber man stelle sich zum Spaß den Herrn Scholz vor, wie er in Washington DC Karl den Großen erwähnt, oder wenigstens die neue Hoffnung Pistorius, der seine Entschlüsse mit Hindenburg und der Schlacht von Tannenberg garniert. Das wäre zum Schreien komisch. Gewiss.

10. Februar 2024

Man kann nicht alles haben: Der US-Sonderermittler in Sachen strafbarer Umgang mit Geheimsachen durch den damaligen Vizepräsidenten Joe Biden hat sein Tun mit einem 400-Seiten-Bericht an den Justizminister beendet. Doch die Freude darüber, dass gegen den Delinquenten und jetzigen Präsidenten nichts zu unternehmen sei, ist den führenden Demokraten im Halse stecken geblieben, denn die Begründung ist diese hier: Der Mann sei übermäßig gealtert, bringe selbst Selbstverständliches durcheinander, mithin: er sei nicht zurechnungsfähig.

Zurechnungsfähig (2): Derweil war der Herr Scholz zu seinem dritten Befehlsempfang nach DC beordert worden. Der Amtsinhaber hielt den Angereisten für Helmut Kohl, und was er von diesem wollte, weiß niemand so genau. Jedenfalls erfährt man nichts als Vermutungen, und die lauten so: Deutschland muss von den USA die Rolle des Zahlmeisters der Ukraine übernehmen. Dass auch die Befehlsgebung abgetreten wurde, kann man hingegen ausschließen. Wieder kommen die Grundsätze der Thomas Morus zum Einsatz: Lass Minderwertige für dich kämpfen. Nunmehr ergänzt durch das Zwischenschalten des Tributpflichtigen.

9. Februar 2024

Sündenbock: Selenskyj hat gestern den ukrainischen Oberbefehlshaber Salushnyj entlassen. Der hatte im Herbst unüberhörbar Kritik an der politischen Kriegführung des Landes geübt, die für den Präsidenten nicht schmeichelhaft war. Doch für die Entlassung des Aufmüpfigen fehlte offenbar das grüne Licht aus Washington. Dort hatte man überlegt, den erfolglosen Kriegspräsidenten durch den General zu ersetzen. Das scheint sich erledigt zu haben.

Sündenbock (2): Ersatzmann für Salushnyj wird ein General namens Syrsky. Dem werden die Siege 2022 an der Nordfront zugeschrieben. Wir erinnern uns: Seinerzeit hatten sich die Russen vor Kiew und Charkow nach Nordosten bzw. Osten zurückgezogen. Das war im Westen als großer Sieg gefeiert worden. In Wirklichkeit ein taktisches Manöver.

Laienspielschar: Das Russenöl in Schwedt zum Jahreswechsel 2022/23 abzudrehen, war leicht. Passendes Öl in die Raffinerie zu pumpen, ist eine ganz andere Nummer. Jetzt versuchen Habeck & Co die Schuld auf den russische Eigner Rosneft abzuwälzen und planen nun dessen endgültige Enteignung. Doch ach: Auch Lieschen Müller kann die Anlage nicht ohne geeignetes Öl betreiben. Vom großen Getöne des letzten Jahres, dass die Polen oder die Windbarone die Anlage übernehmen würden, hört man nichts mehr. 

7. Februar 2024Die Hetzmeute kann man allenthalben beobachten. Da ist der Lynchmob nicht mehr fern.
Frizze M. will nun doch mit den Grünen ins Bett. Besser kann man einen Aufruf zur Wahl der AfD kaum formulieren.
Star-Journalist Tucker Carlson interviewt den Erzschurken P. in Moskau. Der Wertewesten hält die Luft an, dann, nach der Schrecksekunde, brabbelt alles durcheinander. Besser kann man die Neugierde kaum wecken. Das Ergebnis ist das, was man schon vorher wusste: Der Mann ist ein Fuchs. Für den American Football allerdings interessiert er sich nicht. Das Gegenteil hätte niemand geglaubt.

Als Hans Holbein der Jüngere vor 500 Jahren den britischen Politiker Thomas Morus malte, konnten beide nicht ahnen, dass diesem der Kopf schon bald vor die eigenen Füße rollen würde, der Kopf, der die Utopia erdacht hatte, das Machtmuster der Seemächte, das noch heute Gültigkeit beansprucht. Ich bewundere die Kunst des Malers. Nach ihm kam nur noch die Photographie. Und danach das Selfie.

4. Februar 2024
Der Wendegewinner oder: Mancher outet sich erst spät. So der Edeka-Multi Peter Simmel aus dem Bayerischen, der auch in Sachsen und im Thüringischen seit 1990 etliche Märkte betreibt. Rief jetzt in seinen jüngsten Wochenprospekten, aber nur in jenen jenseits der Zonengrenze, mit einem roten Aufdruck zum Kampf gegen rechts auf: „Für Demokratie gegen Nazis“. Da hatte er nicht mit den Kunden gerechnet. So in DD, wo unbekannt Gebliebene zum Scheineinkauf vorbeikamen, die Wagen mit Waren füllten, alles stehen ließen, danach wieder gingen. Jetzt ruderte der aufrechte Antifaschist wieder zurück: „Nur weil man gegen die jetzige Regierung ist, ist man selbstverständlich nicht automatisch ein Nazi“. Sondern wann?
Gegen Nazis (2): Der arme Simmel lebt jetzt in Chemnitz, schreiben die Postillen. Fehlt nur noch, dass er von Hetzjagden fabuliert. – Die Gedanken wandern unwillkürlich zurück an diese aufgeblasenen Typen mit den gewaltigen C-Netz-Telefonen, die sie vor allem in den Kneipen nicht missen mochten.
Gegen Nazis (3): Unfreiwillige Scherze sind die besten. So klemmt – er geht partout nicht zu – der rechte Vorhang in der Semper-Oper zu Dresden. Der rechte Vorhang. Man denke nur. Es bleibt zu sehen, was bedeckt werden sollte. Das wird eine Untersuchung beim Bühnenpersonal zur Folge haben. Hoffe ich doch. Allerdings lacht kaum keiner, als ich anmerke: Das ist der Kampf gegen rechts.

2. Februar 202450.000.000.000 € für Selenskyj & Co, beschließt die EU. Was soll damit bezahlt werden? Keiner weiß es, und niemand sagt, wie lange das reichen soll. Klar nur: das muss noch gedruckt werden. Unklar hingegen, woher die Bundesregierung die Legitimation nahm, dem zuzustimmen. Nur zur Erinnerung: Sie hat keinen rechtmäßig gültigen Etat. – Weiß schon, das sind kleinliche Einwendungen, typisch Verfassungsjurist, denn merke: Große Zeiten verlangen große Taten und nicht das kleinliche Blättern im Regelwerk.
Ostfront (2): Es findet eine transatlantische Verschiebung statt. Das klamme Amerika schickt die Europäer an die Front. Noch ist es nur die Bezahlfront, dabei wird es kaum bleiben.
Ostfront (3): Es ist unüberhörbar, die Sprache des Kalten Krieges kehrt zurück und mit ihr der altböse Feind. Er lauert hinter jedem Computer-Knoten. Sagt das Auswärtige Amt. Dachte, die machen jetzt einen auf Feminismus.

1. Februar 2024Alle gegen Nazis. Das ist beruhigend, denn dann gibt’s keine solchen mehr. Is doch logo. Ächt jetz.

Alle gegen Nazis (2): Das gleichnamige Musikvideo entdeckt. Das ist der Hammer. https://www.youtube.com/watch?v=a6OEv0SlUDU. 4 Minuten gelacht.

31. Januar 2024
Wie sieht es aus, wenn man jemandem beim Denken zusieht? So! In diesem Fall ist es dem Standbild, das schon ein Jahr alt ist, nicht auf ersten Blick anzusehen, wie der Denker sein Bemühen in das mühsam erinnerte Schulenglisch überträgt. Deutlich ist jedoch, dass das Gesicht noch nicht von den friesischen Fähr-Hetzjagden geprägt ist. Um das Publikum zu bestrafen, wurde der Wirtschaftsweise dieses Jahr in Davos, wohin er zur Befehlsausgabe der Eliten geeilt war, in einen besonders kleinen Raum eingewiesen, so dass mir entgangen ist, was er sich diesmal gedacht hat. Er soll aber wieder auf freiem Fuß sein – vermutlich in rascher Talfahrt.

H. Beck (2): Diesmal ist er ins Gerede der Nicht-Wohlmeinenden geraten, weil er sich über die Auflösung Deutschlands geäußert haben soll. Das würde sein Tun vortrefflich zusammenfassen. Keine Überraschung. Was seine Co-Pilotin in den Alpen anrichtete, interessiert offenbar niemanden mehr. So muss ich stattdessen in die Zeller Zeitung sehen. Da steht: „The German Outer Ministress: OMG! That can you not bring.”

30. Januar 2024
Notker der Stammler (ca. 840-912) war niemals deutscher Außenminister. Schon deswegen nicht, weil diese Position zu seinen Lebzeiten nicht zu vergeben war. Es war mein Deutschlehrer, der diesen Dichter so oft erwähnte, dass er soeben in meiner Erinnerung auftauchte. Unbegreiflich, welche Verknüpfungen mit einem deutschen Staatsamt mir sogleich durch den Kopf ging.

Erhalte eine Kopie der Einbürgerungsurkunde von Willy Brandt aus dem Jahre 1948, die im Moment ihre Runde durchs Internet dreht. Die Leute machen Witze, dass er ein früher Reichsbürger gewesen sei. Das ist drollig, in der Tat. Alles andere ist Mumpitz. Die Rückgabe der deutschen Staatsbürgerschaft, die ihm im Dritten Reich entzogen wurde, war nach dem Krieg notwendig, wenn er in Deutschland öffentliche Ämter ausüben wollte und sollte. Mit Letzterem zu beginnen: die Besatzungsmacht konnte die einschlägigen Weisungen erteilen. Ob sie es tat, ist das eigentlich Interessante. Darüber teilt die Urkunde nichts mit.

Der Saale-Orla-Kreis in Thüringen bleibt – wenn auch knapp – antifaschistisch. Gott sei Dank, pardon, CDU sei Dank. – Es setzte sich mit geballter Kraft der Voll- und Halbsozis die CDU-Funktionärin gegen den Handwerksmeister durch. Das Ergebnis spiegelt wider, dass die arbeitende Bevölkerung in Deutschlands in der Minderheit ist. Der Satz Verachtet-mir-die-Meister-nicht gilt nicht an der Saale hellem Strande.
Die Gleichheit der Frau(en) als Auswahlproblem: Rate mal, wer aus der Trump-Sippe diejenige ist, die man jetzt häufig an seiner Seite sieht. Keine, jedenfalls keine Ehefrau, Tochter oder Schwiegertochter. Aber seine Anwältin Clara Habba. Wie macht er das nur? Da muss irgendwo ein Nest sein, auf das er Zugriff hat und nimmt.

Frauen (2): Ähnliche, wenn auch nicht dieselben Gedanken machte ich mir stets bei der Betrachtung der diversen Damen, die dem dänischen Königshaus attachiert wurden. Sie stammen alle, so erkläre ich mir das, aus dem australischen Prinzessinnen-Versand.

29. Januar 2024
Mit gutem Gewissen – so folgere ich aus den einander widersprechenden Verlautbarungen – rühmen sich der Chef des Verfassungsschutzes und die Desinformations-Plattform Correctiv der Begehung einer Straftat, wie es der Lauschangriff auf die sog. Geheimkonferenz in der Nähe von Potsdam nun mal eine ist. Das Zusammenwirken beider liegt nach deren Eigenaussagen für mich auf der Hand. Falls das stimmt, handeln sie so, weil sie sicher sind, dass ihnen keine Strafe droht. Meister Haldenwang setzt noch eins drauf: Man habe bereits zuvor von der Sache und ihren Teilnehmern genau gewusst. Und dann das Wissen an private Dritte durchgeschoben? Noch eine Straftat. Sein Stolz überschreitet die Grenze zum Hochmut.

Zusammenwirken (2): In den Staaten versuchen die beiden Staatsparteien des Kongresses die Finanzierung des Ukraine-Krieges und die Grenzsicherung Richtung Mexico miteinander zu verbinden. Das Signal des Senats an den Präsidenten: Du darfst weiter Krieg spielen, wenn du den Zustrom ein wenig drosselst. Derweil droht Biden dem weiterhin aufmüpfigen Texas.
„Aus Respekt vor den russischen Verlusten haben sich die Ukraine-Kämpfer weiter zurückgezogen“ (aus den Leserbriefen der Zeller-Zeitung). Da steht zudem: „Auch an diesem Wochenende demonstrieren wieder Milliarden Menschen gegen Rechts. Dies geht aus der neuesten Höherrechnung des ZDF hervor…“ 

28. Januar 2024
Man kann nicht alles haben: Die Hoffnung von Mainstream beim Kampf gegen rechts hat ihren Gründungsparteitag. Sahra, die Hoffnungsträgerin, verspricht sich was (und damit auch der Wählerschaft) vom Spagat der Erhöhung des Mindestlohns und der gleichzeitigen Hätschelung des Mittelstandes. Letzteres nannte man unter Lenin in dessen späten Spätphase NEP (sprich Nepp), im Langform: Neue Ökonomische Politik. Was daraus letztlich wurde, ist nicht bekannt, nur, dass sie wieder alsbald abgeschafft wurde, weil sie dem Dogma widersprach.

Ach Sahra (2): Der rosa Elefant steht mitten im Raum. Er hört auf den Namen schrankenlose Einwanderung ins gelobte Land. Diejenigen, welche die weitere Flutung nicht wollen, werden deswegen die AfD und nicht die Mainstream-Hoffnungsträgerin wählen, da mag der Rest vom Parteiprogramm Schnittflächen mit den Blauen haben, wie er will. Wird nix. Die Wahlen im Osten, wenn sie denn überhaupt dieses Jahr stattfinden, werden es erweisen. Ich weiß, ich wiederhole mich.

Ach Sahra (3): Zum ersten und einzigen Mal sah ich sie ziemlich zufällig 1991 in Berlin, Ex-Ostberlin. Ich war überrascht amüsiert über die jugendliche Radikale aus längst vergangen geglaubten Zeiten und spottete mit meinen Kumpels in nächtlicher Runde im Café Clara (Hinterhof der Ex-Zensur-Behörde der gerade verblichenen DDR). Es entstand in der Dienstewelt hieraus ein Gerücht. Was auch immer es war, es war Blödsinn. Ich sah sie einmal aus naher Distanz und danach nie mehr, weder nah noch fern.

Man kann nicht alles haben (2): Der Robert hat in den letzten 2 Jahren auf das Gas der Guten gesetzt und, wie ich es sehe, auftragsgemäß das Russen-Gas abgeklemmt. Jetzt klemmt ihn das Weiße Haus zur Rettung des Klimas vom bislang politisch korrekten Flüssiggas ab. Mainstream behilft sich mit der Notlüge, der Anteil des US-Flüssiggases am gesamten Gasbedarf sei ohnedies gering gewesen. Das stimmt so ziemlich, denn der überwiegende Gas-Rest, also die Masse, stammt aus Ländern, die es auf Umwegen aus Russland beziehen. Wie hätte man früher die einschlägigen Brustton-Aussagen bezeichnet? Als jesuitisch – auf beiden Seiten des Atlantiks.

27. Januar 2024

„Ich habe dich sympathischer in Erinnerung,“ sagt der Protagonist im schweizerische Krimi zur Protagonistin. Beschließe, die Wendung in mein Repertoire zu übernehmen.

Übern Teich: Es findet die Verurteilung Trumps in New York zu einer Schadensersatz-Zahlung von 83 Mio. Dollar den Weg in die Schlagzeilen. Zunächst ging es um eine angebliche Vergewaltigung vor Dutzenden von Jahren, die dem Opfer plötzlich bewusst geworden war. Als der Beschuldigte das Verbrechen damit bestritt, die Dame sein nun wirklich nicht sein Typ, folgte auf den Fuß die Beleidigungs- und Verleumdungsklage. Mag sein, dass er klarere Worte gebrauchte, wiewohl festzustellen bleibt, dass es mitunter schwer fällt, einen Mann zur Vergewaltigung zu zwingen. Mag auch sein, dass die zu Gericht sitzenden Richterinnen dies anders beurteilt haben.

Über Teich (2): Im Süden des Landes eskaliert der Streit zwischen Washington, das die Grenzöffnung erzwingen will, und dem Staat Texas, der die Nationalgarde aufbietet, um die Bundesgrenzpolizei und die Illegalen zu stoppen. Es kann nicht mehr lange dauern, bis einer den ersten Schuss abgibt. – Ein Hauch von Bürgerkriegs-Retorik zieht duchs Land.

26. Januar 2024

Das russische Transportflugzeug, das vorgestern im Raum Bjelgorod vom Himmel geholt wurde, hatte einige Dutzend ukrainischer Soldaten für den Gefangenenaustausch an Bord. Jetzt findet das berühmte Spiel Wer-war-das? statt. Waren das die Russen…, um was zu tun? Oder waren es die Ukrainer, wie die Russen sagen. Dass sie zudem behaupten, es seien Luftabwehrraketen gewesen, die in Deutschland oder den USA produziert wurden, sollte man wenigstens zur Kenntnis nehmen, bevor man alles als Blödsinn abtut.

Abschuss (2): Lerne bei dieser Gelegenheit die deutsche Sicherheits-Expertin Claudia M. zur Kenntnis zu nehmen, die vor russischer Desinformation warnt. Geboren wurde die Politologie- und Soziologie-Absolventin 1976 in Ost-Berlin, Abitur 1996 an der Berliner Hans und Hilde Coppi-Oberschule in Berlin. Warum nur muss ich bei diesem Detail grinsen? Ach so, die Coppis waren in der DDR gefeierte Widerstandskämpfer. Später in der antifaschistisch werdenden Gesamtrepublik auch noch. Manche sagen, sie seien sowjetische Agenten gewesen.

25. Januar 2024

Zeitvertreib und Zeitverschwendung sind – vom Ergebnis her betrachtet – das gleiche, wiewohl von dem Geschwisterpaar der Bruder gesucht und die Schwester verhasst ist. Wird man älter, so ähneln sich beide bis zur Ununterscheidbarkeit.

Auch paradox: Nicht immer führt Unfähigkeit zu unerwünschten Ergebnissen, dann nämlich, wenn die Außenministerin ihr Ziel in Afrika nicht anfliegen, also dort kein Unheil stiften oder Deutschland lächerlich machen kann. Der Grund: der Bundeswehrmaschine fehlten die einschlägigen Überflugrechte. Die fehlten zwar auch schon vor Abflug, aber man hoffte auf ein Wunder, doch es trat nicht ein. Tausende Liter Sprit vergeudet. Macht nichts, zahlt ja der Steuerbürger.

Wenn man sagt, dass Krieg ein Geschäft ist, gerät man leicht in den Strudel von Verschwörungsgerede. Doch wie nennt man es zutreffend, wenn einer auf einen Schlag für Unsummen israelische Aktien aufkauft? Immerhin kennt man im Palästina-Konflikt dank einer Selbst-Bezichtigung im Wallstreet Journal Zweie, die das tun, nämlich den US-Milliardär Bill Ackman und seine Frau Neri Oxman. Was das allerdings mit Antisemitismus zu tun hat, wie andere Medien in dem Zusammenhang wissen wollen – meinen sie das Tun oder den Hinweis auf das Tun? –, erschließt sich mir nicht. Macht nichts, ich kann ja nicht alles wissen.

24. Januar 2024

„AfDler töten“ ist berechtigte Forderung, „Grüne töten“ strafbare Anstiftung zu Straftaten. – Woher nehmen die Leute, die den Pöbel auf der Straße finanzieren, die Sicherheit, dass dieser sich nicht gegen sie selbst richten wird, und woher die Überzeugung, dass ihr Personenschutz sie schützen wird?

23. Januar 2024

Und schon sehen die Wahlforscher die AfD abstürzen. Besser kann man Wunschdenken nicht zum Ausdruck bringen. Besonders gut hat mir die Schlagzeile gefallen, dass 37 Prozent empört sind. Bei Anwendung der Grundrechenarten heißt das, dass 63 Prozent es nicht sind. Na gut, dann wäre die Meldung aber keine Meldung.

Empörung (2): Denke mal, nächste Woche reden die Leute über was anderes.

Empörung (3): Ein Maßanzug ist ein Maßanzug, egal wer in ihm steckt. Es sollte ein Herr einen solchen bei passender Gelegenheit tragen, doch gilt der umgekehrte Satz nicht, dass in jedem Maßanzug ein Herr steckt. – Ich weiß auch nicht, warum mir diese Gedankenspiele durch den Kopf gehen, als mich vom Photo aus Davos dieser Tedros angrinst.

22. Januar 2024

Nach der Trauung die Scheidung: Maaßen hat sich nach viel Ach und Weh getraut, jetzt ist er durch die Ausgründung der Werteunion von der CDU geschieden. Auch wenn die Wohlmeinenden meinen, er werde jetzt der AfD Stimmen abjagen, wird er in Wirklichkeit der CDU die Stimmen wegnehmen, nämlich von jenen Zeitgenossen, für welche die AfD aus Gründen der Wohlanständigkeit nicht wählbar war. Oder noch plumper ausgedrückt: Es wird sich zeigen, wieviel konservativer Katholizismus noch in der CDU steckte.

AfD (2): Angeblich sind Hunderttausende des Sonntags auf den Straßen gewesen, um gegen die Nazi-Partei, wie es im Plappersprech heißt, Gesicht zu zeigen. Soweit hierbei Anti-Israelisches zum Aufruf kommt, darf man von einem merkwürdigen, ja, frivolen Gemisch der Motive ausgehen. Wenn dann noch die diversen Zentralräte für solches Tun Lob spenden, lassen sie erkennen, dass sie fest gewillt sind, ihren Beitrag zur Spaltung Deutschlands zu leisten.

Übern Teich: Heute Nacht hat auch Ron DeSantis, der Gouverneur von Florida, das Handtuch bei der Präsidentenkür der Reps geworfen und erklärt, den übermächtigen Trump unterstützen zu wollen. Jetzt ist dieser mit der Kriegs- und Waffenlobbyistin Nikki Haley als Konkurrentin allein auf weiter Flur. Wer hätte das gedacht.

20. Januar 2024

Sie kaufe eigentlich, sagt die Besucherin, schon ewig nicht mehr bei Ikea und mache nur deshalb ab und an einen Umweg, um dort Teelichter zu besorgen. Meine Erfahrung sagt, aber damit protze ich in diesem Falle nicht, dass etwa jedes zweite dieser Ikea-Blechkerzlein nach kürzester Zeit unrettbar ausgeht. Berechnet man unter diesem Gesichtspunkt das Preis-Leistungsverhältnis, kann man sich den Umweg locker sparen.

Einkauf (2): Tee zu beschaffen, ist stets ein Wagnis, jedenfalls für mich, nachdem ich meinen Potsdamer Lieferanten wg. dessen Sponsoring der Klima-Idioten boykottiere. Jetzt wieder auf freier Wildbahn habe ich gelernt, typische Teeläden zu meiden, weil in ihnen ein schwer zu ertragender Geruch vorherrscht, den ich verdächtige, auch auf den Assam oder den Darjeeling abzufärben. Das sind Sorgen, denke ich mal, die nur von den wenigsten Zeitgenossen geteilt werden. Ich weiß. – Zur Selbstbeschwichtigung beobachte ich im Kaufland Käuferinnen – und das nicht nur aus Interesse an Frauen –, welche mehrfach die Kaffeeregale umrunden, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, was es dort Sensationelles zu sehen gibt.

Auch irre (3): Gestern im Bundestag, die Verschenkung der deutschen Staatsbürgerschaft bei gleichzeitiger Duldung der bisherigen. So schafft man sehenden Auges Illoyalität en masse. Gewollt? Was sonst.

Auch irre (4): Der deutsche Kanzler soll gesagt haben, er sei von Rechtsextremisten umzingelt. Falls er das wirklich geäußert hat, muss man sich wg. Verfolgungswahns Sorgen machen. Armer Mann? Nein, armes Deutschland.

19. Januar 2024

Sie hat es schon wieder getan: Ceasefire [Waffenstillstand] „does’t fall from the sky.“ Soso, she speaks like her the beak [Schnabel] grown is. – Wer? Na, wer wohl. Fremdschämen ist gar kein zutreffender Ausdruck mehr. Man sage nicht, sie hat nichts gelernt, und sie kann auch nichts, denn eins beherrscht sie perfekt: Sie macht Deutschland zum Gespött der Welt.

Merkwürdige Mitteilung (2): Der russische Verteidigungsminister Schoigu hat mitgeteilt, dass die Streitkräfte 2023 das gesteckte Kriegsziel erreicht hätten. Das war? Die Abwehr der groß angekündigten ukrainischen Gegenoffensive. Meint er das ernst?

18. Januar 2024

Ist das nicht lieb? Der Chef einer Wochenzeitung ruft zu einer Petition auf, die AfD nicht zu verbieten. Die Blöße hätte ich mir nicht gegeben. Man bekämpft die Gewaltinhaber des Maßnahme-Staates nicht mit zahnlosen Petitionen. Wirklich nicht. Wer so naiv handelt, erntet Gelächter des polit-medialen Komplexes mit dem hämischen Hinweis auf die eigenen, wenn auch getürkten Petitionszahlen der AfD-Verbieter-Fronde. Dort werkt assistierendes Gesindel, bezahlt von den üblichen Verdächtigen. Nein wirklich, den rechtsstaatsgläubigen, betulich-empörten Gegenpetitionierern fehlt der selbstkritische Blick auf die Realität. Zu dieser gehört, dass ihnen sogar in diesen Zeiten der weit offenen Ohren kaum einer mehr zuhört. – Woran das bloß liegen mag? Die Antwort lautet: Der ständige Blick zurück in die scheinbar besonnte Vergangenheit taugt bestenfalls fürs Völkerkunde-Museum.

Petition (2): Nein, ich bitte nicht im Verein mit devoten Untertanen, dass man mir meine Grundrechte gewähren möge. Ich verlange vielmehr, dass man das deutsche Volk respektiert, und dass diejenigen, welche die Macht in Händen halten, aus dem Wolkenkuckucksheim heruntergeholt werden und das geltende Recht beachten, das Verfassungsrecht zumal, das ihnen Schranken auferlegt. Um es zu wiederholen: Ich bin Bürger unter Bürgern und kein Untertan.

Derweil in Davos: Der Robert und die Annalena, so vermeldet es Mainstream, haben daselbst ihrem Kumpel Wolodymir Soforthilfe in Milliardenhöhe zugesichert. Wo ist der Kabinettbeschluss und, wichtiger noch, wo das ermächtigende Haushaltsgesetz für solche Spendierhosen? Nirgends. Folglich gilt: Das ist schon wieder strafbare Haushaltsuntreue von Amtsträgern in einem besonders schweren Fall. Nur falls einer fragt: Sowas verjährt, so will es das StGB, erst in 10 Jahren.

17. Januar 2024

Überholender Gehorsam: Die AfD-Vorsitzende entlässt ihren Referenten, weil er am angeblichen Geheimtreffen von Potsdam teilnahm. Sie irrt, wenn sie meint, durch solche Aktionen der Verfolgung durch Mainstream gegensteuern zu können, denn Handlungen dieser Art pflegt man als Schuldbekenntnis zu werten („wie schon die Vorsitzende Weidel feststellte…“). Cooler reagierte ihr Co-Pilot Chrupalla, er verwies die nach seiner Teilnahme fragende Journaille auf den Verfassungsschutz, der ihn bekanntlich überwache.

Das Duo (2): Falls das ein Präludium für den Kampf um die Spitze sein sollte, ist zweierlei anzumerken: a) er kommt zu früh, mit anderen Worten: er wird den Höhenflug der AfD zum Ende bringen. b) man muss ausnahmsweise auf Mainstream achten, denn beginnt dort der Lob der Einen, führen sie die Spaltung des Ganzen im Schilde. Das ist weder neu, noch originell.

Das Duo (3): Das Prä liegt beim derzeitigen Stand der Dinge im Osten, und dessen Vormann liegt um Längen vorn, auch wenn er ein Führer der Massen derzeit nicht zu sein scheint.

Verfassungsschutz (2): Weiß auf Nachfragen, dass die Bauern von rechts unterwandert seien. Diese Auskunft zeugt von Ahnungslosigkeit, denn Bauerntum ist nicht erst seit letzter Woche eine Kombination von Boden und Familie – manche sagen auch: Blut und Boden.

Verfassungsschutz (3): Denke mal, dass die Fanfaren in diesem Jahr noch an Lautstärke nachlassen werden – auch ganz ohne einen Sturm auf die einschlägigen Zentralen. Wie sagte doch gleich der altersweise gewordene Erich Mielke? „Ich liebe euch doch alle.“ Seine Mitarbeiter zerstreuten sich sodann – keineswegs freiwillig.

16. Januar 2024

Man muss sich der FAZ von gestern bedienen um nachzuvollziehen, was der Westen über den Stand des Ukraine-Konflikts glauben soll: „Kiew erhält Unterstützung für den Friedensplan“. Danach sei es so, dass Selenskyj klar an seinen Kriegszielen festhalte – nämlich der Rückeroberung des verlorenen Terrains einschließlich der Krim und Reparationen für die angerichteten Schäden und noch ein paar Kleinigkeiten –, während sich seit Tagen westliche und sonstige Geberländer in Genf und Davos versammelt haben, um Nägel mit Köpfen hierfür zu machen.

FAZ (2): Man nennt es Framing, wenn man das Publikum unter Weglassen alles Störenden glauben machen will, dass dort in Davos internationale, dass heißt Staaten vertretende Gremien in der Ukraine-Sache tagen würden. In Wirklichkeit ist es nur der Oligarchen-Zirkus unter dem Vorsitz des WEF-Kaspers Klaus Schwab. Ich unterstelle hiermit keinesfalls dessen Einflusslosigkeit, ganz im Gegenteil: der dort versammelte Reichenklub wird die Weichen zu stellen versuchen, wie es mit der Ukraine weitergehen soll. Die Geld-Bosse haben dortzulande viel zu verlieren.

Und dann waren da noch die Bauern. Deren Bauernpräsident Arm in Arm mit Minister Lindner von der Lindner-Partei. Kam aber nicht zu Wort. Das kann weg – insgesamt.

15. Januar 2024

Deutschland hat ein Problem, das heißt CDU. Ihr Motto lautet: Weiter so. Gern auch mit der PDS. Man höre nur dem Duo Wanderwitz-Linnemann zu. Der eine ist angeblich die Stimme des Ostens, der andere die der Führerin (der Allah noch viele Jahre schenken möge). Zweistimmig singt man das Lied „Herr, lass Verbote vom Himmel regnen“. Man wünscht diesen Leuten nichts Schlechtes, bestenfalls das Schicksal der italienischen Democrazia Cristiana. Sie zerfiel bekanntlich von vor Macht strotzend zur Bedeutungslosigkeit. Das ging plötzlich und ziemlich rasch.

AfD-Verbot (2): Angeblichen Umfragen zu Folge, sind 49 Prozent dafür. 49 wovon? Wird nicht mitgeteilt. Ist auch egal, denn in Karlsruhe braucht man bestenfalls 4 von 8, wenn 3 dagegen sein sollten, und einer grad aufs Klo geht.

Ostfront: Das beredte Schweigen geht in die fünfte, sechste Woche. Selbst der Unflat aus dem Munde des ukrainischen Diktators dringt nur noch mühsam in die Westpresse vor. Man übt Zurückhaltung, jetzt wo die amerikanischen Kolonialherren den Rückzug, wenn auch unter dem Deckmantel des Aufbruchs zu orientalischen Ufern, antreten.

Ostfront (2): Raketenbeschuss der russischen Stadt Bjelgorod führt zu Raketen-Reaktionen, die kaum klug zu nennen sind, während der Vormarsch nach Westen millimeterweise weitergeht. Kiew wackelt noch nicht sichtbar. Dessen Bürgermeister Klitschko zeigt sich zwar jetzt in Oliv, ist aber offenbar mit dem Immobilienkauf an Elbe und Alster voll ausgelastet. Der Putsch, so mag er rechnen, kann warten. Vielleicht hofft er auch auf eine ermutigende Nachricht aus der Botschaft Unter den Linden.

Ostfront (3): Unklar ist derweil die Position des neuen Warschauer Diktators. Da er Pole ist, wird er sich die Mitwirkung am Fall der Ukraine nicht entgehen lassen, schon um das heterogene Feld seiner durchaus diversen Unterstützer durch Morgengaben abfinden zu können. Der offizielle Abzug der Amerikaner wird das Startsignal zur Grenzüberschreitung sein. Diese wird dann als der EU-Beitritt der Galizien-Ukraine auf Polnisch gefeiert werden. Bestenfalls mit der Hauptstadt Lemberg. – Nebenbei: Ich bin kein Hellseher. Es ist lediglich eine Variante, die mir durch den Kopf geht, und die Russen werden sie nicht mögen. Das ist klar. Fragt sich lediglich, wo deren Truppen zu dem Zeitpunkt stehen werden.

14. Januar 2024

Realsatire: Seit dem 15. November 2023 gibt es bei der Bundeswehr die „Taskforce Drohne“, von der leider nicht mitgeteilt wird, wieviele Generale an ihrer Spitze stehen. Wohlgefällig nickend nimmt der Leser die Nachricht zur Kenntnis, dass die Streitkräfte sich mit Drohnen zu beschäftigen als dringlich empfinden, aber ach: Es geht gar nicht um die Bewaffnung des Michel, sondern um „verdächtige Drohnen“. Diese überfliegen ungefragt seit 2022 Bundeswehrliegenschaften, insbesondere wenn sie Übungsplätze sind und noch insbesonderer, wenn dort unsere ukrainischen Waffenbrüder zu Soldaten herangebildet werden. Noch sei es nicht gelungen, auch nur eine dieser von unbekannter Hand gelenkter Flugkörper vom Himmel zu holen. Da kann man nur sagen und singen: Lieb Vaterland magst ruhig sein…

Waffenhilfe (2): Interessieren würde mich, wieviele ukrainische Rekruten, die per Militärfahrkarte nach Deutschland gekommen sind, die Rückfahrkarte haben verfallen lassen, denn ein gefahrloserer Weg zur Fahnenflucht ist kaum vorstellbar, da bei unszulande weder dies Tun strafverfolgt wird, noch die Delinquenten an den Entsendestaat rücküberstellt werden. Die Zahl der bei solchem Entkommen mitgenommenen Schusswaffen nebst Munition würde mich aus alter Gewohnheit interessieren.

Waffenhilfe (3): Dass der polnische Nachbar nunmehr in ein post-kommunistisches Regime gerutscht ist, finden nur seine hiesigen Gesinnungsgenossen sympathisch. Andere werden sich die Frage stellen, gegen wen die dank deutscher Großzügigkeit gelieferten Waffen jetzt Verwendung finden. Den Waffen ist es jedenfalls gleichgültig, ob sie gegen den Russen oder gegen die eigenen Landsleute gerichtet werden.

Realsatire (2): Der Berliner Bürgermeister, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, weil sein hervorstechendster Gesichts- und verbaler Ausdruck die Bedeutungslosigkeit zu sein scheint, ist bei Mainstream auffällig geworden, weil er nicht schwul ist. Das ist ja unerhört. Jetzt will man das Fahrtenbuch seines Dienstwagens kontrollieren, ob ihm GiA (Geschlechtsverkehr im Amte) vorzuwerfen sei. Im Dienstwagen? Früher hatte der Senat ein komfortables Gästehaus.

13. Januar 2024

Der Firmenname Correktiv, der aufgrund von Falschmeldungen über die AfD zur Zeit die Medien-Luft bewegt („Geheimtreffen zur Verabredung der Deportation von Deutschen mit Migrationshintergrund“), ist vortrefflich gewählt. Man korrigiert die Wirklichkeit im gewünschten Sinne. Dieser Vorgang wird bei den Diensten und in ihrem Umfeld Einflussnahme genannt.

Correktiv (2): Wer die Einflussnehmer sind, und was ihre Absicht ist, ergibt sich aus den finanziellen Deputaten, die der Firma gewährt werden. Im Falle von Correktiv ist die Einflussnahme auf die Einflussnehmer, also Correktiv, so institutionalisiert, das vorausschaubar ist, wie und wo ihre Handlanger lügen werden. Der Volksmund hat hierfür eine Weisheit bei der Hand: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

Correktiv (3): Sicher ist lediglich, dass dieses Tun mit der vielbeschworenen Demokratie nichts zu tun hat, sondern mit dem selbst-angemaßten Einfluss von Leuten, die aufgrund ihres Reichtums politisch mächtig sind – so mächtig, dass sie diejenigen, die in politische Machtpositionen gewählt wurden, zum Mittun einkaufen können. Auch hierüber gibt die Finanzier-Liste der Firma unmissverständlich Auskunft.

12. Januar 2024

War vorauszusehen: Krall und Maaßen kriegen sich wg. der Führungsrolle im Werteunions-Embryo in die Wolle. Der eine ist libertär, will also keinen Staat, der andere ist von dessen Notwendigkeit zutiefst überzeugt. Das erinnert an das Kinderbuch Doktor Dolittle, da gab es das Fabeltier Stoßmichziehdich.

War vorauszusehen (2): Das AfD-Verbot kommt angesichts der beängstigenden Umfragezahlen publizistisch auf die Zielgerade. Die Phalanx der Wohlmeinenden beruhigt sich damit, dass es hierfür hohe rechtliche Hürden gebe. Als ob es darauf ankäme.

War vorauszusehen (3): Eine Konferenz bei Potsdam über die Wiederherstellung von Recht und Gesetz in der Frage illegaler Einwanderung wird von Mainstream zu einer Wannsee-Konferenz umgelogen.

War vorauszusehen (4): Aus dem Minister, der zu feige war, von der Nordsee-Fähre zu gehen, wird ein Held des Widerstandes gegen die Gewalt des Mobs. Dass derselbe Minister als ebensolcher für Landwirtschaft in Schleswig-Holstein den Bauern vor nicht allzu langer Zeit das Marschenland entzog, um Vogelparadise zu schaffen, wird lieber weggelassen, denn es könnte den Zorn dieser Leute erklären helfen.

War vorauszusehen (5): Mit den eisigen Temperaturen steigt die Notwendigkeit von Stromimporten. Die Ampel kennt ein Mittel hiergegen: Bau von noch mehr Windmühlen und Abschaffung der industriellen Großverbraucher.

11. Januar 2024

Unserm politischen Personal genügt es, will mir scheinen, sich entzückt im Spiegel zu betrachten. So bleibt ihm der Blick auf die Wirklichkeit erspart. Man redet vom Wir, meint aber Die-da.

Ein Kerl ist ein Kerl, denkt er, und so benimmt er sich. Wäre er klug, würde er berücksichtigen, was seine Gegner über ihn denken. Das gilt auch für das Mit- und Gegeneinander der Staaten dieser Erde. Ein kluger deutscher Politiker würde zum Beispiel fragen: Was denkt eigentlich der Russe über uns oder gar über mich.

Der Vorhang ist gefallen. So jedenfalls beurteilen Exponenten der russischen Führung das Verhältnis ihres Landes zum Westen. Ein Interview mit Sergej Karaganow, Dekan an der Moskauer Hochschule für Außenwirtschaft und internationale Beziehungen, beim russischen Propagandasender RTDeutsch bringt das ungeschminkt zum Ausdruck. Die übrigen Aussagen in Kurzform: a) die russischen Eliten stehen voll hinter dem Kurs des Kreml. Die ehemals westlich Orientierten wurden liquidiert. b) die westlichen Eliten sind dekadent. Sie brauchen den Krieg mit Russland als notwendiges Element der Sinnstiftung, um ihren Untergang zu übertünchen. Eine Änderung ist nicht vor 20 Jahren zu erwarten. – Muss man nicht teilen, aber kennen sollte man sie schon, diese Auffassung.

8. Januar 2024

Der gestrige Nachmittag in Leipzig beginnt trotz frostiger Temperaturen erfreulich. Der Vietnamese in der Grassi-Straße bringt eine vortrefflich krosse Entenbrust auf den Tisch. Wie man deren quergehackte Scheiben allerdings mit Stäbchen zum Munde führen soll, bleibt rätselhaft. Die leichte Irritation kann allerdings den Genuss nicht schmälern, zumal rundherum alle mit ihren eigenen Portionen ausgelastet sind.

Leipzig (2): Das Gewandhaus verblüfft jedes mal wieder durch seine Scheußlichkeit. Frage mich, ob das Fotografier-Verbot dem Schutz der Toiletten-Besucher oder dem der Kolossalschinken in ihrer eindrücklichen Hässlichkeit dienen soll. Da Malerei im realen Sozialismus neben dem Wandbehang auch der Agitation diente, frage ich Eingeweihte, was dem Betrachter gesagt werden sollte. Erhalte aber außer abfälligem Anheben der Augenbrauen keine Antwort. Mache deswegen zum Beweis, dass es so etwas Scheußliches im Gewande der Kultur immer noch gibt, einige Fotos.


Leipzig (3): Zwei Stunden Ullrich Tukur bedeuten Abschalten und Lachen über die ganze Distanz. Was für ein begnadeter Mime, er und seine Rhythmus-Boys.

Leipzig (4): Nächtliche Autobahnfahrt Richtung Schilda bei leichtem Schneefall, der das Scheinwerferlicht zu verschlucken scheint, ab dem Hermsdorfer Kreuz im Konvoi mit Polen auf ihrem Weg nach Westen.

7. Januar 2024

Beim gestrigen Einkauf im Aldi schreit mich Blöd an: Walter S. Meier sei schockiert (das glaube ich gerne), der Bauernpräsident äußert sein Unverständnis (das wundert mich nicht) und der Bauernminister Tschem gibt sich kämpferisch. Will dem Volk klarmachen, dass es da nichts mehr zu demonstrieren gebe. Schließlich habe man die Diesel-Steuer-Erhöhung ein bisschen zurückgenommen – bis zum kommenden Jahr. Aber wo bleiben die sympathischen Damen? Die Innen- und die Außenministerin. Haben sie schon bei der Kolonial-Macht um Amtshilfe ersucht? Aus der zweiten Reihe ist zu vernehmen, dass der angesagte Generalstreik rechtswidrig sei.

Echt neu: Die FDP jetzt in rotgelb – keine Erfindung von mir. FDP? Nicht mal rot können sie richtig. Das kann weg. Sieht das Wahlvolk wohl ebenso.

FDP (2): Bei der Befragung der 70.000 Mitglieder hat sich soeben eine breite Mehrheit (12.000) für eine Fortsetzung der Koalition ausgesprochen. Hatte nicht angenommen, dass wirklich so viele von der Regierungsbeteiligung profitieren.

6. Januar 2024

Robert und Theodor: Der eine will nicht mehr Kinderbuchautor genannt werden, der andere war nur ab und zu einer – und sehr erfolgreich. Als nun der eine (der Robert) in seinem Klimawahn den anderen (Theodor Storm) vereinnahmen wollte, wurde er von wütenden friesischen Bauern daran gehindert. Sie ließen ihn (den anreisenden Robert) nicht von der Fähre. Dieselbe musste umkehren. So wurde Theodor Storm vor den Grünen gerettet.

Robert (2): Bei Mainstream lese ich zum Ereignis etwas von randalierendem Mob. Ja, so sind sie. Das ist wie üblich nicht gut überlegt, denn vor hundert Jahren gab es in jener Gegend die Landvolkbewegung. Deren Mitglieder, die Großväter der Heutigen, nutzten allerdings Bomben.

Da ist es also über Nacht wieder eingetrudelt: das einzige Ortsblatt mit überregionaler Bedeutung, das Jenaer Senioren Akrützel von Bernd Zeller. Ich kopiere zum Beleg meiner politisch korrekten Einschätzung und aus Gründen der Distanzierung den Schlussartikel:

5. Januar 2024

Zeitgeist: Ihn zu ignorieren, kann nicht klug genannt werden. Sich hinter ihm zu verbergen, riecht nach Feigheit.

Anrüchig (2): Gäbe es Geruchsfernsehen, würde sich beim Ansehen der politischen Schnellschwätzer intensiver Güllegeruch im Wohnzimmer von Michel verbreiten.

Glaskugel: Der Blick in dieselbe ist zum deutschen Denksport geworden. Wer wird wie abstimmen? Nach der gestrigen Gründung der Maaßen-Truppe als eigenständige Partei, ist im hiesigen Ländchen die Zahl der Formationen der Unterfünfprozent um eine weitere angewachsen, neben: Bürger für Thüringen, Freie Wähler, Wagenknecht-Embryo, Grüne, FDP, SPD. Kuriose Konsequenz: Je näher sie an die Fünfprozente herankommen, desto wahrscheinlicher wird die absolute Mehrheit der AfD im hiesigen Landtag, denn keine der Genannten wird der AfD Stimmen abjagen können. Der Zug ist abgefahren.

4. Januar 2024

Das Wasser müsste nach den Vorstellungen der am Klimawahn Erkrankten vom Meer her kommen und die Flüsse hoch laufen. Derzeit indessen kommt es vom Himmel. Vor wenigen Jahren noch hätte man gesagt: Es regnet. Solche Erkenntnis verschließt sich der polit-medialen Kaste. Beim Lauschen auf Volkes Stimme fällt mir ein neuer Grundton auf, es überwiegt der Hohn.

Wahn (2): Die im Oktober verlautbarten Absichten, die Araber im Gaza-Streifen ins Meer zu treiben, sind nicht so flott realisiert worden, wie das propagandistisch unter Bezugnahme auf vorangegangene Kriege angesagt worden war. Jetzt droht die Angelegenheit aus dem Ruder zu laufen. Die Ermordung eines führenden Mannes der Hisbollah im Libanon vor zwei Tagen wird den militärischen Konflikt auch auf die Nordgrenze von Israel ausweiten.

Wahn (3) Ermahnungen aus Washington DC, den Krieg zu begrenzen, sind in Jerusalem mit dem Hinweis beantwortet worden, man sei nicht der 51. Stern an Amerikas Flagge. Das stimmt insofern, als die offiziellen Sterne von Stars and Stripes fünfzackig sind. Nun ja.

3. Januar 2024

Die herrschende polit-mediale Kaste – nicht nur in Deutschland – schätzt zutreffend ein, dass sie auf friedliche Weise nicht von der Macht entfernt werden kann. Die Demokratie, so wie sie diese versteht, wird es zu verhindern wissen, denn alle Schaltstellen des Staates sind von Partei- und Kostgängern besetzt.

Demokratie (2): Dort, wo dieses Schema gesprengt zu werden droht, werden wirksame Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehört vor allem die Kriminalisierung abweichender Meinungen und das Pampern des Zustimmungsmobs, einschließlich der Finanzierung von wohlbekannten Gewalttätern. Die Herrschaft der Straße wird so von der Straße im physischen Sinne entkoppelt.

Demokratie (3): Im Zentrum der Beeinflussung von Multiplikatoren steht das Einüben einer anderen Sprache. Die willigen Handlanger dieses Tuns treiben ihr Unwesen an den Hochschulen. Ihre selbstgewählte Aufgabe ist das Entdenken ihrer Studenten, also das methodische Wegführen vom kritischen Selberdenken. Der Unterschied zu früheren denkbefreiten Kirchenchören besteht im heutzutage produzierten Missklang einer bis zur Lächerlichkeit verhunzten Sprache.

2. Januar 2024

Interessant, wie Trump weiterhin die Schlagzeilen bestimmt. Jetzt durch ein Verbot, im Bundesstaat Maine an den Präsidentschafts-Wahlen 2024 teilzunehmen. Er habe sich durch die Demonstration am 6. Januar 2021 in den letzten Tagen seiner Präsidentschaft der Rebellion schuldig gemacht. So die Außenministerin von Maine, die sich als Dritte in die Kolonne der Verbieter einreiht. Interessant mag sei, dass es sich um eine Riege von sehr speziellen Karriere-Frauen aus den Reihen der sog. Demokraten handelt. Nebenbei: Ein schönes Büro hat sie mit Kunstkamin und einer Landkarte ihres Staates in Regenbogenfarben.

1. Januar 2024

Der Unterschied: Der Deutsche (West) wünscht ein gutes neues Jahr, der im Osten ein gesundes. Als Wanderer zwischen den Welten wünsche ich beides – jedem das, was ihm gebührt (suum cuique).

31. Dezember 2023

Am gestrigen Samstag mittags eingekauft. Unter den zahlreichen herumstolpernden, meist eiligen und unfreundlichen Leuten etliche Windelträger, denen das Entsetzen aus den Augen sieht, wenn ich mich mit meinem Einkaufswagen zu sehr nähere. Neu ist, dass ich diesmal keine Lust verspüre, mich mit ausgewiesenen Idioten zu unterhalten. Ich sehe auch so, dass das Fernsehen wieder im Panikmodus seinen Blödsinn verbreitet.

Einkauf (2): Losgeschickt, um den der Neigungen der Gäste entsprechend Süßes einzukaufen, greife ich bei allem Möglichen, außer Schokoladen-Weihnachtsmännern, zu. – Auf den Etageren türmen sich später braun-bunte Zuckerberge, denen man die Gunst der Stunde nicht ansieht.

Einkauf (3): An der Jet-Tankstelle (neudeutsch: Tanke) vorbeigefahren, kehrt gemacht und planwidrig vollgetankt. Diesel für Einsachtundsechzig. Es ist der Fortschritts-Koalition also immer noch nicht gelungen, das Tanken unbezahlbar zu machen. Keine Angst, das wird schon noch.

Falsch gedacht: Meinte, das Jahr würde für mich mit freundlichen Gästen und politik-arm zu Ende gehen, doch dass 1.600 km von meinem Idyll in Schilda entfernt die Ratten das sinkende Schiff so schnell verlassen würden, hatte ich nicht auf dem Schirm. Ungläubig höre ich die öffentliche Ansage des gewesenen Selenskyj-Intimus Arestowitsch, der so zitiert wird: S. müsse gestürzt werden, die neue Ukraine müsse sich mit Russland vereinigen und gegen den Westen vorgehen. Das riecht nach Putsch, schlimmeren Falles nach Bürgerkrieg. Mal sehen, ob der vorlaute Mann das überlebt. Ein Journalist, der jüngst den Villenkauf der Selenskyj-Schwiegermutter in Ägypten nicht für sich behalten konnte, beendete seine Reporterlaufbahn sogleich und unwiderruflich.

30. Dezember 2023

Dem Rätselraten um Moskaus Kriegsziele wird durch eine von russischer Seite veröffentlichte Landkarte neue Nahrung gegeben, auf welcher nicht nur der aktuelle Frontverlauf, sondern auch die sechs östlichen – zum Teil ehemaligen – Oblaste der Ukraine zu sehen sind. Falls diese das Ziel der russischen Einverleibungspolitik sind, sähe die Ukraine hernach in der Tat ganz anders aus. Der Dnjepr jedenfalls wäre nicht mehr eine Art natürlicher Grenze. Fazit: Es bleibt Spekulationen Tor und Tür geöffnet. Nur sollte man nicht annehmen, dass sich der Kreml mit dem Rückzug zum Status quo ante bequemen könnte.

Ostfront (2): Der Wertewesten nimmt propagandistischen Anlauf, russische Auslandsvermögen radikal zu enteignen. Wie sich das praktisch auswirkt, weiß kein Mensch, auch wenn sog. Finanz-Experten das Gegenteil behaupten.

29. Dezember 2023

Ostfront: Russische Streitkräfte haben in der Mitte des Frontbogens die Stadt Marjinka im Bezirk Donjezk eingenommen. Sie gilt als Verkehrsknotenpunkt. Westliche Quellen bestreiten den Verlust der Stadt, während der ukrainische Oberbefehlshaber Salushnyj lapidar mitteilt, so etwas komme im Kriege vor.

Ostfront (2): Es bleibt dabei, die Russen bewegen sich trotz winterlicher Verhältnisse und dem Schweigen der Medien mit Schneckengeschwindigkeit nach Westen.

Ostfront (3): Nach dem ungarischen Einspruch vor einigen Tagen liegt das 50 Milliarden-Geschenk der EU für die Ukraine erst mal auf Eis. Jetzt wollen sich die Eurokraten mit Krediten behelfen, für deren Vergabe man die Einstimmigkeit nicht benötigt. Für die braucht man aber nationale Gläubiger. Wollen wir wetten, dass D sich bereit erklärt, während andere zuschauen?

Ostfront (4): Washington fordert angeblich von Kiew die bereits übergebenen Abrams-Kampfpanzer zurück und bietet hierfür im Tausch Leopard an. Sehr merkwürdig.

Im grünen Herzen von D: Der hiesige Innenminister teilt mit, dass er eine Verfassungsänderung anstrebt, die es der AfD unmöglich machen soll, einen der ihren zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen. Das klingt nicht gerade nach einem erwarteten Wahlsieg der Volksfront-Parteien im kommenden September, und ein verfassungsrechtliches Novum wäre es allemal, von der Volkssouveränität ganz zu schweigen.

28. Dezember 2023

In der Sammlung der Weltkrieg-I-Bilder geblättert und dabei auf einen der raren deutschen A 7 V-Panzer gestoßen, der über Kopf auf die Bahn verladen wird. Ich datiere das Bild auf das Jahr 1918. Ob das Foto an der Westfront oder auf einem heimatlichen Übungsplatz entstand, ist rückseitig nicht vermerkt. Ausschließen kann man indessen, dass der Vorfahr, der oben in der geöffneten Luke steht, die Hand zum deutschen Gruße hebt, denn der war damals noch nicht erfunden.

Foto (2): Als ich das Panzerfoto auf meinem Schreibtisch mit dem am Ladekabel hängenden Händie aufnehmen will, löse ich unbeabsichtigt die Kamera aus. So entsteht ein bizarres Bild von meinem Arbeitsplatz. – Um der berechtigten Frage vorzubeugen: Nein, das Bild im Hintergrund linksoben ist nicht von Caspar David Friedrich.

Der Blogger Hadmut Danisch macht mal wieder ein Fass auf (https://www.danisch.de/blog/2023/12/27/erledigen-die-russen-olaf-scholz-als-kanzler/). Seine Konstanten: Er ist wieder einmal Opfer einer Geheimdienst-Operation geworden. Diesmal dubiosestes Ermittlungsverfahren der Justiz, weil er Ricarda L. als dick bezeichnete, anschließend Kontosperrung bei der Deutschen Bank. So weit, so normal, jetzt kommt sein Universum: Die Grünen, die er schon vielfach angegangen hat, werden aus den USA gesteuert, die SPD hingegen aus Russland. Mit solchen Behauptungen befindet er sich in guter Gesellschaft. Allein, mir fehlt der Elan, zu zahlreich sind die Fälle, die seit Anfang der 1980er Jahre über meinen Schreibtisch wanderten. Deswegen tendiert meine Lust, dies Kapitel anzufassen, gegen Null.

Gegen Null (2): Noch zum Vorigen, der mir eine Weile lang als Minister vorgesetzte Wolfgang Schäuble ist diese Woche gestorben. Bin zu faul, nach meinen Aufzeichnungen über Begegnungen zu suchen. Vermutlich sind sie vernichtet.

27. Dezember 2023

Es sei, so wird die alte Frau Allensbach zitiert, nicht einmal jeder Dritte in Deutschland der Auffassung, seine Meinung frei äußern zu können. Seit der Vereinigung 1990 habe sich das seinerzeit gemessene Hochgefühl der Freiheit in sein Gegenteil verkehrt. Es entbehrt nicht der grimmigen Komik, dass die Grünen-Anhänger gegenteiliger Auffassung sind. Das bildet zugleich, wenn die Meldung nur einigermaßen zutrifft, die Wirklichkeitsverweigerung jener Kaste vortrefflich ab.

Wirklichkeit (2): Es hat, zumal nach den Überschwemmungen an Elbe und Ahr in den vergangenen Jahren, nicht an Mahnungen gefehlt, den Hochwasserschutz nicht unter den Tisch anderweitiger Geldverschwendung fallen zu lassen. Kaum regnet es ein paar Tage ausgiebig, werden die Folgen von riskanten Unterlassungen aufgrund der wahnwitzigen Geldausgaben bei der sog. Klimapolitik sichtbar.

26. Dezember 2023

Schilda an der Saale:

25. Dezember 2023

Es gibt vereinzelt Frauen, von denen sich die Blicke entsetzt abwenden, wenn sie den Mund aufmachen. Aber es gibt auch den umgekehrten Fall: Man starrt die bislang Übersehene ungläubig an. Zu dieser Kategoire zähle ich die Vorsitzende der sog. Wirtschaftsweisen. Sie fordert eine allgemeine Zwangsabgabe bei allen, die Einkommensteuer zahlen, einen sog. Soli für die Ukraine.

Ukrainekrieg (2): Aber es gibt auch Männer, die den Anspruch erheben dürfen, ungläubig angestarrt zu werden. So der sog. Unternehmensberater Roland Berger – fast hätte ich wg. Alter und Banalität der Entäußerungen Roland Kaiser geschrieben –, der soeben in der Neuen Züricher den Herrn Scholz als unfähigen Zauderer beschrieben hat. Das zustimmende Nicken bleibt einem im Kragen stecken, wenn man die Begründung liest: Sein Zögern in Sachen Ukraine im vergangenen Jahr haben Tausenden das Leben gekostet. – Ich weiß wirklich nicht warum, aber mir geht durch den Kopf, wie viel Tausenden das segensreiche Tun dieses Herrn in den vergangenen Jahrzehnten den Arbeitsplatz gekostet haben mag.

24. Dezember 2023

Wirklich: Vor Tagen habe ich noch – mit der notwendigen nichtdiskriminierenden Zurückhaltung, versteht sich – gelacht, als einer über den Robert sagte, man könne ihm beim Denken zusehen. Jetzt kann man es sogar nachlesen, in seiner Dissertation Die Natur der Literatur, nämlich in deren ersten Satz: „Wenn das, was Kant als Allgemeine Anschauungsformen a priori definierte, medial gebunden und mit konkretem Gehalt gefüllt wird, sind die Ergebnisse der Interpretation von den verschiedenen Strukturqualitäten der zu unterscheidenden Gattungen abhängig.“ – Hieran ist weniger interessant, dass das kompletter Nonsens ist als vielmehr, dass eine deutsche Universität diesen mir dem Doktor der Philosophie honorierte. Das kann weg.

Wirklich (2): Es gibt eine Faustformel für die Größe des Weihnachtsbaums: Ist er länger als mein Auto, passt er nicht ins Wohnzimmer – ganz egal wie bescheiden er sich im Forst ausnahm.

Faustformel (2): Es gibt schöne Weihnachtsbäume und weniger schöne, aber symmetrische gibt es nicht.

Faustformel (3): Den Weihnachtsbaum aus dem Forst zu holen, verlangt bei strömendem Regen nach dem dazupassenden Willen, der Überwindung der Vernunft und einschlägiger Kleidung. Die spanischen Treter führen zu nassen Füßen. Im kommenden Jahr werde ich es berücksichtigen.

23. Dezember 2023

Seemacht: Die Dänen waren mal eine, bis 1807. Da überfiel ein britisches Geschwader die in Kopenhagen vor Anker liegende Flotte und führte sie vondannen. Im Englischen hat sich für derartige Überfälle mitten im Frieden das Verb to copenhagen eingebürgert.

Seemacht (2): Im Frühjahr 1941 überfiel die US-amerikanische Kriegsmarine das zu Dänemark gehörende Grönland, angeblich um die bösen Nazis von einer unmittelbar bevorstehenden Invasion der USA abzuhalten. Die US-Boys blieben dann dort, bis heute. 

Seemacht (3): Ebenfalls dauerhaft, aber erst seit heute, dürfen die USA Militärstützpunkte im dänischen Mutterland unterhalten, vermutlich um die Skandinavier vor dem bösen Putin und dem russischen Erdgas zu schützen.

Bauernopfer: Um die Öffentlichkeit in D auf das demnächst unumgängliche Gewaltanwenden gegen marodierende Bauern einzuschwören, redet Nanzy F. von den anstehenden Sylvester-Krawallen. Bislang war für derartige Gewaltexzesse in Berlin der linksextreme Pöbel verantwortlich, und das seit Jahrzehnten. – Es wird den Qualitätsmedien allerdings kaum Mühe bereiten, Molotow-Cocktails mit herumdieselnden Traktoren zusammenzuschneiden.

Nanzy (2): „Bundeskabinett beschließt: Neue Rechte für die Bundespolizei“. Gefunden in den Leserbriefen der Zellerzeitung.

22. Dezember 2023

Ostfront: Ein Mann hat in Polen erneut die Macht übernommen, Donald Tusk, Mainsteams Darling. Gestern hat er mit Polizeigewalt den Staatssender vom Personal räumen lassen. Da kann man nur sagen: Geht doch.

Ostfront (2): Ein Mann aus der CDU-Fraktion, dessen Namen man nicht kennen muss, will den Donbass zurückerobern, um dort Lithium abzubauen. Das ist bekanntlich der Stoff, aus dem die Demokratie gemacht wird. Warte darauf, dass die Werbebüros der Waffen-SS in beiden Frankfurts wieder ihre Pforten öffnen.

Ostfront (3): Derweil verrät Blöd, wie die Offensivabsichten der Russen in der Ukraine bis 2026 seien. Sicher, sicher, was sonst? Nein, ich lege die Meldung nicht auf Wiedervorlage.

Südostfront: Präsident und Regierungschef von Israel erklären unisono, dass der Gaza-Streifen komplett erobert werden müsse. Dass die dann real existierenden Überlebenden nach D abgeschoben werden sollen, haben sie noch nicht gesagt, kann aber noch kommen.

Naheliegendes: Ein Rundgang am Nachmittag bis zum Marktplatz von Schilda findet ohne jedes Gedränge statt. Sogar das Parken in der Nähe ist kein Problem.

Naheliegendes (2): Weihnachten? Das kann weg. So wie das Geld der Leute auch. Wie sagte sie noch gleich, die törichte grüne Nachbarin? Ich freue mich drauf.

21. Dezember 2023

Ampel-Rettung: Das Bundesverfassungsgericht hat seine Nützlichkeit erneut unter Beweis gestellt, indem es die Skandalwahl in Berlin nur insoweit wiederholen lässt, dass Änderungen des Gesamtergebnisses nicht zu erwarten stehen – schon weil die Leute zu Hause bleiben werden. Die Entscheidung ist ein bisschen wie das Du-du-das-tut-man-nicht, wo schallende Ohrfeigen ein demokratisch-rechtsstaatliches Minimum gewesen wären. Doch dann wäre die Ampel perdu. Trittbrettfahrer ist die PDS-Linke, die eine Gnadenfrist erhalten hat.

Ampel (2): Nun können der Heiz-Wahn und das Klima-Irresein, die Unterwanderung der Republik und die Verschleuderung des Bürgervermögens weiter gehen. Lieb Vaterland magst ruhig sein.

Alles beim alten auch bei den Industriegiganten. BASF wechselt soeben seine Führungsmannschaft aus. Pflichtfrauen suchen eine andere Aufgabe und der Chef, Martin Brudermüller geht mit 62 in Rente. Keine Angst, er fällt nicht ins soziale Loch, sondern wird Aufsichtsrats-Vorsitzer bei Daimler. Alles fest in fremder Hand.

19. Dezember 2023

Bauern in Berlin: So lange sie die StVO einhalten, muss niemand aufgeregt sein.

Bauern (2): So lange CDU-Funktionäre an deren Spitze stehen und dort geduldet werden, sind alle zu Weihnachten wieder zu Hause, so als wäre nichts geschehen.

Bauern (3): Sollte sich ein heute noch Unbekannter an die Spitze stellen, wird man die Subventionen und die Konten sperren, und alles, alles ist wieder gut.

18. Dezember 2023

Seit gestern Abend wissen wir’s: Pirna in Sachsen ist dank AfD-OB gesichert rechtsextrem. Jetzt ist Nanzy F. dran: Für das Einfangen von einem Dutzend Reichsbürger-Opas brauchte sie rund 20.000 Polizisten. Und für 6.000 Wahl-Bürger von Pirna?

Pirna (2): Das beste an dieser OB-Wahl ist das Ergebnis des gemeinsamen Kandidaten des gesichert linksextremen Bündnisses von SPD und Grünen: Er scheiterte ganz knapp mit 9,5 Prozent der Stimmen.

Pirna (3): Ist besonders bedenklich, dass diese Ostdeutschen schon wieder einen mit gesichert abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechend erfolgreicher Berufstätigkeit gewählt haben, anstatt einem Polit-Taugenichs ihre Stimme zu geben. Wird Zeit dass diese Typen endlich in der Demokratie ankommen, der gesicherten Demokratie.

17. Dezember 2023

Ein anderer Robert: Das ist ein Mann namens Kagan. Er ist nicht irgendwer, sondern der Chefdenker der Neocons, einer US-amerikanischen Pressure-Group, die der Meinung ist, es sei das gute Recht des großen und wunderbaren Amerika, überall auf der Welt Krieg zu führen. Nun prophezeit der Mann mit großem medialen Nachhall, dass die Diktatur Trump zunehmend unausweichlich sei und wie man den aufkommenden Diktator stoppen könne. Wie gesagt, die Neocons sind nicht irgendwer, Roberts Ehefrau heißt Victoria Nuland, und die lenkt im Moment die außenpolitischen Geschicke des Landes. Ihr verdankt die Welt den Ukraine-Konflikt.

16. Dezember 2023

Ich lese, dass der Robert nicht mehr als Kinderbuchautor bezeichnet werden will. Nicht einmal das. – Hätte Verständnis, wenn Kinderbuchautoren das verlangt hätten.

Propaganda ist der Transport von Lügen, die um einen glaubwürdigen Kern gruppiert sind. Erweist sich dieser Kern für die zu beeinflussende Masse ebenfalls als Lüge, muss eine Ablenkungslüge her: die Präsentation eines Sündenbocks. Diese Phase erleben wir derzeit in der Ukraine. Angefeuert durch die Westmedien findet ein angeblicher Machtkampf um die vergeigte Gegenoffensive des Jahres 2023 statt. Diese war von Anbeginn an aussichtslos.

Propaganda (2): Wie die vielbeschworenen Ukrainer darüber denken, wissen wir nicht. Schon deswegen nicht, weil es das seit Jahren herbeigeschwafelte einheitlich-nationale Ukrainertum nicht gibt. Diese Quasi-Nationalstaatlichkeit beruht auf Selbstbetrug westlichen Machtstaatsdenkens und war bereits in Afghanistan, Palästina, Irak, Libyen und anderswo zu betrachten. – Wie der vielbeschworene Ukrainer denkt? Eine Nachfrage im Statistischen Bundesamt würde für Klarheit sorgen.

15. Dezember 2023

Verblendung: Der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Jake Sullivan, der uns bereits gestern wissen ließ, wo die Wurzeln der amerikanischen Machtpolitik zu suchen sind, darf sich nun glücklich schätzen, von mir gelesen worden zu sein. Danach – ich verkürze – sei es so, dass man nach neuen Allianzen streben müsse, um die alte Vormacht zu restaurieren und gegen die – hüstel – unprovozierte russische Aggression sowie die Klima- und die Pandemie-Herausforderung erfolgreich vorzugehen. Beispielhaft nennt der Stratege das Bündnis AUKUS (schönes neues Wort für: Australien, GB und USA). Meint er das ernst? Ich fürchte: ja. – Na, dann siegt mal schön.

Sullivan (2): Dieser selbe Mann mit dem Äußeren eines irischen Musterschülers ist gestern nach Israel aufgebrochen, um dort… Ja, um was zu tun?

14. Dezember 2023

Vor Tagen stellte ich mir die Frage, wer angesichts der Biden-Krise aus dem Reigen der sog. Demokraten aus deren zweiter Reihe der Schreibtisch-Krieger nach vorne geschoben werde. Es ist der US-Sicherheitsberater Jake Sullivan, dem jetzt der Council on Foreign Relations die Titelseite und den Leitaufsatz („Die Wurzeln der amerikanischen Macht“) in dessen Verkündungsorgan Foreign Affairs einräumte.

Krieg (2): Die Realität in der Ukraine sieht vermutlich so aus, dass sich Offensivschläge jetzt gegen die Ukrainer richten. Das liegt deswegen nahe, weil nur noch die russische Seite berichtet und der Westen schweigt. Ich male mir aus, dass die Russen derzeit an zahlreichen Stellen des Frontbogens gleichzeitig angreifen. Das tut ein kompetenter Stratege nur, der einen Kompletteinsturz des Gegners zu erreichen sucht. Es erinnert an die sowjetische Sommeroffensive des Jahres 1944, als die deutsche Heeresgruppe Mitte durch einen Frontalangriff faktisch vernichtet wurde.

Krieg (3): Während die Amerikaner den Geldhahn zudrehen, hat das Trio Scholz-Lindner-Habeck gestern erneut versichert, einspringen zu wollen. Im Falle der weiteren Verschlechterung der Lage in der Ukraine, will man die verfassungsrechtliche und finanzpolitische Notlage erklären. Heißt zu deutsch: Vorantreiben des Krieges bis zur letzten deutschen Patrone. Das klingt wie das NS-Propagandageschwätz des Jahres 1944/45. Es wurde bekanntlich von der Realität beiseite gewischt.

Krieg (4) den Palästen: So verkündeten es die Möchtegern-Revoluzzer von Göttingen in den 1970er Jahren. Antifa-M, so nannten sich diese Typen, die Woche für Woche des Mittwochs randalierten. Der sog. Rechtsstaat ließ ihnen den Raum, den sie nutzen, um durch die Instanzen zu marschieren. An der Spitze dieser Studienabbrecher ein gewisser Jürgen Trittin, der zum Anzugmann und Minister mutierte und jetzt nach den Meldungen von Mainstream in den Ruhestand will. Die Pensionen der – wie Insider behaupten – grauen Eminenz der Grünen dürften locker fürs Wohlleben reichen.

13. Dezember 2023

Der nackte Mann im Weißen Haus: Nachdem der Kongress ihm die Ukraine-Hilfe gestrichen hatte, lud Präsidentendarsteller Biden seinen Darstellerkollegen Selenskyj vorgestern zum Besuche nach Washington DC. Doch aller Pomp nutzte nichts, die Abgeordneten ließen sich – trotz schöner Gruppenfotos – nicht erweichen. Heute Nacht musste der Noch-Präsident die Heimreise antreten – mit leeren Händen und dem Versprechen, dass man im kommenden Jahr über alles reden werde. Da, so denke ich, wird er nicht mehr im Amte sein.

Leere Kassen (2): Auch in D spricht es sich herum, dass Zahlungen aus leeren Kassen ein gewisses Risiko beinhalten. So hat der Landkreis Stendal den kommunalen Zuschuss zum 49-Euro-Ticket gestrichen. Das hat Folgen: a) es gilt im Kreis Stendal nicht mehr ohne Zuzahlung, und b) ruft die Sozialisten von nah und fern zum Proteste auf die Laber-Bühne. Schließlich handele es sich nur – wie man betont – um 40.000 Euro. Als ich die Hansestadt vor Wochen besuchte – allerdings mit meinem Auto – war sie freitagsabends menschenleer. Von der jetzt plötzlich aufgetretenen Vernunft war nichts zu bemerken. Wie auch?

12. Dezember 2023

Warum sollten sie das tun? Das ist die Standart-Antwort von intelligenten Leuten, mit denen ich über die Exzesse spreche, die von Politikern, Staatsdienern, Medienmob und Industriellen gegen unser Land losgetreten werden. – Meine, von den Intelligenten mit Abscheu entgegengenommene Antwort lautet: Weil sie Handlanger sind. – Danach wird es meistens laut.

Staatsdiener (2): Das Wort befördert ein gängiges Missverständnis, weil es suggeriert, dass die so Bezeichneten dem Staat, anstatt seinen Bürgern dienen.

Der Russlandreisende A. raubt mir die Illusion, das Ukraine-Problem anhand von – wenn auch vagen – Sprachgrenzen zweiteilen zu können. Zu sehr hatte ich mich auf die Aussagen deutscher sog. Sprachwissenschaftler aus dem Jahre 2010 verlassen. Zwar fanden die heraus, wo auf dem Staatsgebiet der Ukraine das Russische dominant ist, doch ist damit das Sprach- und Zugehörigkeitsgefühl nur unvollkommen abgebildet, denn das dem Ukrainischen zugerechnete Gebiet ist keineswegs einheitlich, sondern mindestens seinerseits zweigeteilt. Es besteht aus dem Ukrainischen des Mittelgebietes, das dem Russischen ähnlich ist, und dem des westlichen Gebietes, was eher Anklänge ans Polnische hat. Nur das Letztgenannte, so vertritt es A., sei von Bewohnern dominiert, die mit dem Russen nichts zu tun haben wollen. Hält man diese Variante für zutreffend bzw. friedensstiftend, so läge eine sich notwendig abzeichnende Demarkationslinie irgendwo zwischen Dnjepr und Dnjestr (für weniger von der Geographie Beleckte: der Letztgenannte liegt ziemlich weit westlich vom Ersterwähnten, zu deutsch: es geht gar nicht um die oft beschworene Dnjepr-Grenze, sondern um einen Zustand, der an die Aufteilung des Raumes zwischen der zaristisch-russischen und der kaiserlich-österreichischen Herrschaft erinnert.

Russland-Illusionen (2): Ich lerne aus den Ausführungen von A., der sich des Russischen wie einer zweiten Umgangssprache bedient, dass die Einheimischen zum Krieg in der Ukraine nur mit Zurückhaltung äußern. Kriegsbegeisterung gibt es wohl keine, ganz im Gegenteil, wiewohl die Furcht, sich zu äußern, unübersehbar sei. – Wie bei uns jetzt wieder, sagt A.

Russland-Illusionen (3): Einen besonderen Platz in unsrer Aussprache nimmt das Phänomen der religiösen Orthodoxie ein. Ich höre mit einigem Staunen, dass diese nach 1992 die Partei ersetzt habe. Das ist amüsant und bezüglich des russischen National-Charakters nachdenklich stimmend zugleich. Und schließlich: Zu einem bemerkenswert hohen Stand an Wohneigentum stehe die Tatsache in einem schwer zu erklärenden Gegensatz, dass gleich oberhalb der einfachsten Grundbedürfnisse der Luxus beginne. – Und zu guter Letzt: Nachrichten über das Gendern in Deutschland halte man dortzulande für russische Propaganda. Tja.

Russland-Illusionen (4): Die EU, so verordnet es Mainstream in D, habe jetzt die konkreten Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen. Damit solle es unumkehrbar gemacht werden, dass die Ukraine ein Teil von Europa sei. Zwei Dinge sind anzumerken: a) dieser Teil der Welt ist auch ohne EU ein Teil von Europa, und b) ich warte auf den Tag, wo man das Wort Ukraine nur noch in Anführungszeichen schreibt.

Russland-Illusionen (5): Nachdem die US-Mainstream-Medien ein großes Geheul über das Scheitern der sog. Gegenoffensive erhoben haben („Man ist unsern Ratschlägen nicht gefolgt“ ­ zu deutsch: das ukrainische Militär konnte die US-Angriffs-Doktrin nicht umsetzten), ist nun auch der US-Kongress nachgerückt: Zwar gilt immer noch, wie es der neue Speaker of the House sagt („Wir können Wladimir Putin nicht erlauben, durch Europa zu marschieren, und wir verstehen die Notwendigkeit, dort zu helfen. Aber die Biden-Administration hat es versäumt, eine Strategie, einen Weg zur Lösung des Konflikts oder einen Plan zur angemessenen Gewährleistung der Rechenschaftspflicht für die Hilfe der amerikanischen Steuerzahler zu liefern.“ – Alles klar?), doch wird das Unterstützungs-Budget gestrichen, bis die eigenen, die US-Grenzen dicht gemacht würden, kurzes Räuspern: America First? Hatten wir das nicht schon mal? Gewiss, doch sein Vertreter steht derzeit vor Gericht, nein richtiger: vor beliebig vielen, von den Dems dominierten Gerichten).

10. Dezember 2023

Die Gerüchteküche will von bilateralen Verhandlungen zwischen der russischen Führung und der ukrainischen Militärführung (General Waleri Salushnyj) wissen. Daran knüpfen sich viele Spekulationen, die ich für verfrüht halte.

Verhandlungen (2): Falls die Sache stimmt, ist vorstellbar, dass die Russen an einem beschleunigten Stillstand des Waffengangs Interesse haben, und was sie dafür als Minimum fordern werden: Neben der selbstverständlichen Abtretung der vier östlichen Oblaste ein stabiles nicht-amerikanisches Regime.

Verhandlungen (3): Das erreichen zu wollen, klingt wie die Quadratur des Kreises. Klar ist nur: Es wird keine Stunde Null geben. Zu sehr sind die US-Boys mit den alles besitzenden Oligarchen verknüpft. Mit der Schritt um Schritt aufgedeckten Korruption der Familie Biden, sehen wir erst die Spitze des Eisbergs. Und diese nur deshalb, weil die Beteiligten es so doll getrieben haben, dass man nicht mehr vorbeisehen konnte.

Biden (2): Er hält sich nur deswegen auf seinem Präsidentenstuhl, weil die sog. Eliten noch niemanden aufbauen konnten, der den Ersatzmann geben kann. Die aktuelle Vizepräsidentin jedenfalls ist es nicht, das dürfte auch den Steuermännern in DC inzwischen klar sein. Und sonst aus der zweiten Reihe: Samatha Power, Jake Sullivan, Victoria Nuland, Anthony Blinken? Kaum zu glauben. Bleibt eigentlich nur die Rückkehr der Obamas oder des ober-woken Gouverneurs aus California, Gavin Newsom. Manche sagen, er sei es.

Biden (3): Der Beginn des Absetzungsverfahrens soll kommende Woche im Repräsentantenhaus per Abstimmung beschlossen werden. Wenn das die Reps mit ihrer dortigen knappen Mehrheit nicht durchsetzen, können sie einpacken.

9. Dezember 2023

Der Opernbesuch in Oslo (mein zweiter) im jetzt vergangenen Sommer hat den Eindruck bestätigt, dass die Norweger sehr spezielle Leute sind. Die beheizten Stufen des Opernhauses waren das eine, die zahlreichen E-Vehikel das andere, der Strom kam aus der Steckdose und dort kam er per Wasserkraft hin. Die Busse waren nagelneu, elektrisch, leise, rot, sauber und pünktlich. Jetzt lese ich, dass sie alle stehengeblieben sind, da ihre Akkus den Frost nicht vertragen haben. Ein grüner Philosoph – ein Robert oder so – würde jetzt vermutlich die Anschaffung weiterer E-Busse durchsetzen, um dem offensichtlichen Mangel abzuhelfen.

Oslo (2): Wie es der Zufall so will, kriege ich gestern Nacht den norwegischen Film „Weihnachten zu Hause“ zu sehen. Alles sehr speziell: Johanne (31) entschließt sich 20 Tage vor Heiligabend, einen Mann zu angeln, damit sie beim großen Familien-Essen nicht als einzige allein dasitzt. Sehr lustig, auch wenn ich die zahlreichen Nebengags, die sich auf das Verhältnis der skandinavischen Nationen untereinander beziehen, nur en bloc verstehe. Falls einer fragt: Nein, ein Netflix-Abonnent bin ich nicht. Um Gotts Willen. Dennoch: die Zahl der En-Personen war sehr überschaubar.

E-Mobil (2): In Wisconsin – das ist der Bundesstaat der USA, in dem es besonders woke zugeht und die letzten Trump-Wahlen besonders unverschämt gefälscht wurden – verkündet die Gouverneurin Gretchen Sowieso, dass ab sofort in der Kfz-Flotte des Staates nur noch E-Mobilität zugelassen wird. Wir warten gespannt, was passiert, wenn die Feuerwehr beim nächsten Schneesturm gerufen wird oder die Polizei einen davonfahrenden SUV-Fahrer verfolgen soll. 

Tumult: Die Zeitschrift für Konsensstörung liegt frisch gedruckt auf meinem Schreibtisch. Der Philosoph Frank Lisson macht sich darin Gedanken über das, was er die Mulattisierung unserer Gesellschaft nennt. Ich fasse laienhaft zusammen: Es ist das hiesige Weib dass sich dem zudringlichen Zuwanderer hingibt. Hübsch beobachtet, doch ist die Erklärung, dass es nun mal Weibersache sei, sich dem Sieger zu unterwerfen, etwas dürftig insofern, als auch immer der hiesige Mann zum Bild gehört, der das zulässt. Der Hinweis, dass eben sei, was sei, ist die Argumentation des Verlierers.

Tumult (2): Die Russin Sonja Margolina sei, so lese ich eine seit Jahrzehnten in Deutschland ansässige Schriftstellerin vielbeachteter Werke. Nicht alles, was ich nicht kenne, schließt die Richtigkeit des vorangegangenen Satzes aus. Hier nun berichtet sie vom Wirken der Russen auf ihrem Weg zur Hegemonialmacht. Sie hat erkannt, dass Putin einen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland und den Rest der Welt führe. Er setze die fossilen Bodenschätze gezielt ein, um den Klimabemühungen des Westens zu schaden. Als ich an dieser Stelle angekommen bin, überlege ich, ob es wohl lohnt, den Aufsatz zu Ende zu lesen. – Hat sich nicht gelohnt. Schade.

Tumult (3): Kurz, aufschlussreich und vor allem verständlich, ist das Interview mit dem Kerntechnik-Ingenieur Bruno Merk (Jg. 1970), der 2015 wg. der Chancenlosigkeit einschlägiger Forschung in Deutschland nach England emigrierte. Er berichtet über Forschungsstand und Realisierungsversuche des Flüssigsalz-Reaktors – ein Kernreaktor, der kaum radioaktive Abfälle hinterlassen werde. Zu meiner Überraschung merkt er an, dass a) die bislang in Deutschland zwischen-gelagerten sog. Reaktorabfälle geeignet seien, die Stromversorgung für die nächsten 300 Jahre sicherzustellen und b) sich die Russen als einzige bereits in der Phase praktischer Erprobung befänden. – Blättere noch mal zu den drastischen Aussagen der Kämpferin Margolina zur Öl-, Gas-, Kohlepolitik von Putin zurück und verdrehe unwillkürlich die Augen.

Also doch: Seit gestern ist es amtlich: Putin tritt zum fünften Mal als Kandidat für die Präsidentschafts-Wahlen an. Sie sollen im März des nächste Jahres stattfinden. Ausnahmsweise betätige ich mich mal als Wahlprophet: der Sieger wird der Amtsinhaber sein.

8. Dezember 2023

Während die Chefs von Bayer und BASF noch kürzlich und wichtig, wichtig mit den Bilderbergern turtelten, um den Kurs der Menschheit zu bestimmen – darunter tun’s diese Typen nicht – vermelden die Deutschen Wirtschaftsnachrichten vom 6.12.2023, 9 Uhr 28,, die Aktienverluste beider Unternehmen kommentierend, dass die deutsche Chemie ein Übernahmekandidat sei.

Übernahme (2): Im Klartext bedeutet das: Schließung der Standorte bei Verlagerung der lohnenden Kapazitäten ins Ausland, bevorzugt nach China und in die USA. Das sei nichts als eine Verschwörungstheorie hält mir einer aus Leverkusen entgegen, der es eigentlich wissen müsste. In der Tat ist es kaum vorstellbar, dass diese Giganten die Grätsche machen, weil sich deren Vorstände über alles mögliche Gedanken gemacht haben, nur nicht über das Wohl und Wehe ihrer deutschen Arbeitnehmer. Wenn überhaupt, sprechen sie von Humankapital im Sinne einer betriebswirtschaftliche Größe.

7. Dezember 2023

Freundschaftlicher Rat: „Wir haben keinen Grund zur Freude, wenn wir sehen, wie die Deutschen sich selbst in den Ruin treiben und das in rasender Geschwindigkeit. Und was das Tempo angeht, werden sie es wahrscheinlich schneller schaffen als Hitler. Hitler braute dafür 12 Jahre. Jene, die dort derzeit an der Macht sind, werden nicht mehr so lange brauchen, um Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes niederzuschlagen – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich.“ László Kövér, ungarischer Parlamentspräsident.

Rat (2): Wir, die Deutschen, haben keinen Grund dem Ungarn für seine bittere Schelte böse zu sein, sondern nur uns selbst, die wir uns nicht ermannen können, diesen Wahnsinn zu beenden.

Tausendundeine Nacht: Den Scheich von Dubai gibt es tatsächlich. Er ist der Gastgeber der Klima-Wahn-Konferenz, die sich in diesem Jahr in seiner Hauptstadt selbst zelebriert. Von dem, was er zu Eröffnung sagt, bleibt hängen, dass er den vielgepriesenen wissenschaftlichen Konsens für Hokuspokus hält. Recht hat er, und das nötige Kleingeld hat er auch, dass ihm die Scharlatane der Apokalypse den burnus-weißen Buckel runter rutschen können.

6. Dezember 2023

Tempora mutantur: Bis vor Kurzem noch reiste er mit großem Medien-Pomp an, wenn irgendwo der politische Hund mit dem Schwanze wackelte. Jetzt wurde er vorgeladen, der ukrainische Chef Selensnkyj, und zwar zur Befragung per Video durch den US-Senat hinter verschlossenen Türen. Das riecht nicht gerade nach der vielbeschworenen unverbrüchlichen Treue.

Neue Töne (2): Das Mündel soll u.a. Auskunft darüber geben, wie sein eigener Stand in Kiew sei. Das ist besonders perfide, denn dem Kolonialherrn in DC kann nicht verborgen geblieben sein, dass er nicht einmal mehr die Armeeführung seines Landes hinter sich hat und sich nicht traut, die aufmüpfigen Generale in die Wüste zu schicken. Nehme an, dass diejenigen, die ihn jetzt anzuhören vorgeben, ihm das zuvor untersagt haben, weil sie ahnen, dass bei Enthauptung der Streitkräfte niemand mehr da sein wird, der für sie kämpft.

Neue Töne (3): Nehme an, dass Chef Selenskyj, selbst wenn er gewollte hätte, nicht nach Washington reisen konnte, weil er fürchtet, dass der Rückflug nach Kiew ohne ihn stattfinden könnte. Die Zeichen dort stehen auf Putsch. Die Expertin hierfür heißt Nuland und befindet sich seit 2 Jahren erneut im US-State Departement in Amt und Würden.

5. Dezember 2023

Er sei, so wird der Robert zitiert, von Wirklichkeit umzingelt.

Wirklichkeit (2): Das Zitat belegt, dass die Kritiker unrecht haben, die alle naslang behauptet hatten, er und seinesgleichen würden schon noch in derselben ankommen.

Wirklichkeit (3): Finde den Robert reif für den Theo W. Adorno-Preis, falls es den gibt. Allerdings muss er vorher noch den Plural bilden lernen und von Wirklichkeiten schwätzen.

Übern Teich: Monatliche Zahlungen innerhalb der Familie Biden? Na und? Ist doch ganz normal, dass Unterhalt gezahlt wird. In diesem Fall von Sohn Hunter an Vater Joe, wenn dieser wg. des Regierungsamts knapp bei Kasse ist.

4. Dezember 2023

Brauchtumspflege: Seit Jahrhunderten glauben in unsern Breiten etliche Leute an eine jüdische Weltverschwörung. Verwunderlich ist, dass diese Verschwörungsgläubigen nicht den alt-testamentarischen Satz Macht-euch-die-Erde-untertan zum Ausgangspunkt ihrer Überzeugungen genommen haben. – Mich erheitert die Vorstellung, was Gutmensch an Wortschwall aufwenden muss, um dem Satz eine andere, der Lehre vom Antisemitismus kompatible Deutung zu geben. Dabei wäre es einfach zu sagen, der in der Floskel enthaltene Befehl sei gattungsspezifisch gemeint.

Brauchtumspflege (2): Der Unterwerfungsbefehl ist die Gegenthese zu dem in der westlichen Welt grassierenden Naturschutz, deren Vertreter hierfür auch stets als Synonym die Bewahrung der Schöpfung im Munde führen. Das weckt den Verdacht, dass sie ihrem Schöpfer unterstellen, nicht gewusst zu haben, was er den Menschen, die er ebenfalls schuf, anbefahl.

Brauchtumspflege (3): Ikea Günthersdorf, Anfang Dezember 2023.

Das Brett vor dem Kopf der CDU: Als fassungslos über das Agieren der Ampel in Berlin, so wird der CDU-Wirtschaftsminister aus Sachsen-Anhalt zitiert. Es fehle das notwendige Geld für die Transformation von Industrie und Gesellschaft. Meister, so geht es mit durch den Kopf, weißt du eigentlich, wie blöd du schwätzt? Natürlich schreibe ich sowas nicht, denn ich käme im Traum nicht auf den Gedanken, mich mit so einer Flöte zu duzen.

Kopfbrett (2): Es verlässt Vera Lengsfeld das sinkende CDU-Schiff, um sich einer neuen konservativ-liberalen Europa-Partei zuzuwenden. Die soll Stimmen bei der AfD und dem Wagenknecht-Embryo abgreifen. Wird sie aber nicht, doch bei der CDU mit Sicherheit.

Kopfbrett (3): Äußert sich ein CDU-Funktionär namens Laschet – das ist der Mann, der als Al Aschet gar nicht Kanzler werden wollte – darüber, dass die CDU, wenn sie denn nicht untergehen wolle, vom linksgrünen Kurs abkommen müsse. Das nenne ich rheinischen Humor, denn, so frage ich: Warum tat er’s nicht, bevor er sich anschickte, die BT-Wahl zu vergeigen?

Kopfbrett (4): CDU-MP aus Sachsen, Kretschmer, belügt sich und die Öffentlichkeit, er würde gerne ohne die Grünen regieren. Könnte er morgen tun, will er aber nicht.

3. Dezember 2023

Dass Elon Musk die links-woken Gemüter durch den Twitter-Kauf bis zu Weißglut reizte, war nach dem monatelangen Hickkack vor der Übernahme keine Überraschung. In jenen Kreisen nimmt man Niederlagen nicht sportlich. Da war es nur noch eine Frage der Zeit, bis man ihn zum Antisemiten promovierte. Die Anti Defamation League (ADL) wurde in Stellung gebracht. Das ist eine Kampforganisation, die durch Einflussnahme auf wirtschaftliche Betätigung Dritter diesen Nachteile androht, wenn sie die als Gegner ausgemachten Personen nicht zu vernichten helfen wollen.

Musk (2): Er ist nicht der Mann, derartige Angriff unwidersprochen hinzunehmen. Damit haben seine Gegner erreicht, was sie wollten. Seine Namhaftmachung der ADL und ihrer Methoden macht ihn nunmehr zum erwiesenen Antisemiten, worauf der Walt Disney-Konzern seine Werbeverträge mit Musk aufgekündigt hat.

Musk (3): Ich betrachte mit Neugierde, wie das ausgehen wird. Die Chancen für Musk stehen nicht schlecht, wenn man sie mit den miesen Geschäftsberichten von Disney in diesem Jahr vergleicht, welche die Quittung für den woken Müll darstellten, welchen man in letzter Zeit produziert hatte. Wollte keiner sehen, geschweige denn kaufen. Vor allem in Asien nicht, wo En-Personen in Heldenpose als unverkäuflich gelten. – Die Ladentheke als Schlachtfeld des Kampfes der Kulturen.

2. Dezember 2023

Deutsche Richterinnen, die muselmanische Teilnehmer an Massenvergewaltigungen deutscher Mädchen nicht in den Knast stecken, sondern frei herumlaufen lassen, zeigen ein Maß an sexueller Perversität, die staunenswert ist. Legt sich das Erstaunen, bleibt Ekel übrig. Was für kranke Phantasien von unbefriedigten Weibern toben sich hier auf Kosten der friedlichen Bürger aus?

1. Dezember 2023

Es wäre ein Traum, morgens aufzuwachen, und alles wäre wie im Traum, aber es ist wie in Wirklichkeit wie in Wirklichkeit, und die ist alles andere als traumhaft. Oder doch?

Bleibt nur ein Blick in die nächtlichen Absonderungen der Zellerzeitung: Das Wetter ist gesichert rechtsextrem, da es die Klimakatastrophe leugnet.

30. November 2023

Frühmorgens Blick aus dem Fenster ins Dunkle. Der vor drei Tagen des Nachts gefallene Schnee ist immer noch da. Eines Tages wird er geschmolzen sein. Es sei denn, was im Moment keiner weiß, dass wir unbemerkt in die nächste Eiszeit geschlittert sind. Und das nach dem wärmsten Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 160.000 Jahren oder so.

Auch nicht ewig (2): Nu is hei dood. Gestern, nach mehreren Fehlmeldungen der letzten Jahre, endgültig gestorben in seinem Heim in Connecticut, der hundertjährige ehemalige Deutsche Heinz Kissinger, besser bekannt unter der amerikanisierten Namens-Version Henry. Wenn je einer auf der Welt Unheil angerichtet hat, dann wohl er – jedenfalls für viele, denen der American Way of Life nicht gut tat. Seinen Entdeckern und Förderern sei Dank.

28. November 2023

Kalkulierter Verfassungsbruch: Das Kabinett beschließt einen Nachtragshaushalt für 2023, in dem sich die erfundenen Milliarden befinden, die laut Bundesverfassungsgericht gar nicht da waren und auch nicht hätten da sein dürfen. CDU will dagegen nicht klagen. So, nun ist die Parteienwelt des Wünsch-dir-was wieder in Ordnung.

Die Palästinenser haben, so formuliert es der Robert, hier, also in Deutschland, ein Recht auf den Schutz vor rechtsextremistischen Angriffen. Logik war seine Sache nie. Wozu auch?

Palästinenser (2): Was werden die Israelis tun, wenn wir, also die Deutschen, die in Gaza zu vertreibenden Palästinenser jetzt nach Deutschland schaffen? Zusehen? Applaudieren? Flugzeuge abschießen? Wünsch dir was, Robert.

27. November 2023

Der Zeitgeist schwankt ein wenig, wenn in Schweden und Holland durch die Wahlsieger über den EU-Austritt öffentlich nachgedacht wird. Beide Länder haben ein Islam-Problem, und beide sind EU-Nettozahler. Habe seit langem gedacht, dass Dänemark als nächstes die Mücke macht. War offenbar falsch, denn ich hatte nicht geglaubt, dass dort die Sozis Wahlen mit ausländerfeindlichen Sprüchen gewinnen.

Schwankungen (2): Nach der vom US-Kongress erzwungenen Drosselung des Dollar-Segens denken führende Faschisten in der Ukraine, die dort unsere demokratischen Werte verteidigen, über den Kriegsaustritt öffentlich nach, weil sie ziemlich enttäuscht sind und wohl auch um ihr Leben zu fürchten beginnen. Der Chef der deutschen Scheinarmee ist deswegen soeben nach Kiew gereist. Was mag er in seinem Köfferchen haben? Schwarzgeld?

Schwankungen (3): In den USA melden sich die partei-übergreifenden Neocons vorlaut zu Wort. Sie wollen nur denjenigen Präsidentschafts-Kandidaten aus ihrer strammen Lobbyisten-Kasse unterstützen, der weiteres Kriegführen garantiert. Der Ort ist ihnen egal. Ihr Favorit ist derzeit die Republikanerin Nikki Haley.

26. November 2023

Der Bundesrat hat Freitag mehrere Bundesgesetze scheitern lassen. Jetzt raunen die Etablierten und die Alternativen in seltener Einigkeit von Zeitenwende oder so. Das ist Blödsinn, denn es handelt es sich hier um ein langerprobtes Verfahren, im Vermittlungsausschuss für die Länder mehr Geld rauszuschlagen.

Zeitenwende (2): Die Heilige Sarah spricht in Berlin vom Frieden. Das verdient Zustimmung, denn es wird dieselbe den etablierten Parteien entziehen. Nur einer nicht, der AfD im Osten.

25. November 2023

Mit dem Wort grauenhaft sollte man sparsam haushalten, sonst verliert es seine spezifische Klangfarbe. Zum sogenannten Konzert einer Gnomin namens Björk passt die Vokabel. Sie betreibt ein a-melodisches Geschrei gepaart mit grotesk zuckenden Mittätern, die an Wohnstätten gemahnen, wo Leute untergebracht sind, die nichts dafür können. Die Hauptfigur in ein weißes abwaschbares Tischtuch gekleidet, um die Taille einen Korb ohne Boden, wie ihn die Hummerfischer verwendeten.

Björk (2): Der Höllenlärm endet mit einer Einspielung des schwedischen Fräuleins Thunberg, die, offenbar nach Einnahme eines Beruhigungsmittels, dem Publikum ellenlang deutlich zu machen sucht, dass die Welt am Ende ist. Völlig unsensibel nutze ich den Moment, in dem das Publikum noch wie erstarrt dasitzt und der Ikone lauscht, um mein Auto zu erreichen, so dass ich ungehindert aus dem nächtlichen Leipzig verschwinden kann.

Björk (3): Die Strafe für den Frevler folgt auf den Fuß, denn die Rückkehr nach Hause findet im Schneesturm statt. Immerhin sind die 3 Autobahnen A 14, 9, 4 zwei Stunden lang menschen- bzw. autoleer.

24. November 2023

Das Altwerden entpuppt sich als ein merkwürdiger Widerspruch: Während die Zeit davonrast, bewegt sich das eigene Leben im Schneckentempo.

Paradox (2): C.B., am 24. November 1943 in Danzig geboren, alles, was folgte, überstanden, nur das Impfen nicht.

Paradox (3): Keinen Fehler gemacht, sagt der Chef der Ständigen Impfkommission Mertens anlässlich seiner in dieser Woche mitgeteilten Ablösung. Wir erinnern uns, dass er in einem winzigen Moment mit der Wahrheit schäkerte, als ihm rausrutschte: Nein, seinen Enkel würde er nicht impfen lassen. Nehme an, dass der noch lebt und in Ruhe alt werden darf.

23. November 2023

Die Stadtregierung von New York, anlässlich des explodierten Sprengstoff-Autos auf der Grenzbrücke nach Canada bei den Niagara-Fällen. Woran erinnert mich das? An ein paralleles Geschehen vor exakt 109 Jahren am selben Ort. Die Anstifter saßen in Berlin. Gab allerdings einen gravierenden Unterschied: Der Anschlag vom November 1914 fand nur in der Presse statt. Habe ein Weilchen gebraucht, um das rauszufinden.

Täuschung (2): Nachdem der Herr L. ein Stöckchen in die Speichen des Lastenfahrrades gesteckt hat, belästigt Robert Ratlos das Publikum dank Mainstream-Medien in einer Dauerschleife. Ich habe ihn noch nie so oft das Wort Industrie verwenden hören, die zu retten er sich jetzt gehindert sehe. – Dabei wäre die Lösung staunenswert einfach: Weg mit der gesamten … , einfach weg.

22. November 2023

Da hat sich der Herr Lindner von der Lindnerpartei in eine Zwickmühle begeben, als er vorgestern Nacht die Haushaltssperre über den Bundeshaushalt verhängt hat. Damit sind alle Ausgaben, die keiner unmittelbaren rechtlichen Verpflichtung unterliegen, unzulässig. Wer dennoch zahlt oder zu zahlen versucht, hat eine Fahrkarte in den Knast in der Tasche. Bleibt die Frage, warum erinnerte sich der Herr L. plötzlich und für jedermann immer noch unfassbar ans geltende Verfassungsrecht? Nehme an, dass ihm jemand gesagt hat, dass spätestens am Ende seiner Amtszeit sonst der Haftrichter steht.

Haushaltssperre (2): Alles, was die Zukunfts-Koalition in den letzten zwei Jahren auf Kosten des Steuerbürgers auf den Weg gebracht hat, erweist sich mit einem Schlag als unbezahlbar, weil kein Geld da ist, um es zu bezahlen. Wie kommt Rot-Grün da raus? a) so tun, als gäbe es die Sperre nicht, b) den Herrn Lindner entlassen, c) den Herrn Lindner zum Widerruf veranlassen, d) das lästig gewordene Grundgesetz ändern oder aufheben, e) den Notstand ausrufen. Ich tippe auf e.

21. November 2023

Im Abfertigungsbereich des Flughafens sieht man Leute, die für ein leichenblasses Brötchen mit einem fragwürdigen, herauslappenden Belag den Preis eines frischen Hummers bezahlen und – schimmer noch – das Erworbene aus einer heruntergekrempelte Papiertüte essen.Unangemessen (2): Bin stattdessen versucht, das jüngste Time Magazine als Fluglektüre zu kaufen. Zwölf Dollar für ein dünnschlappes Heftchen mit Ukraine-Aufmacher: „Nobody believes in victory like I do. Nobody“. Lese statt Kauf den Artikel gleich im Stehen am Regal: Dezidiert Unfreundliches zur Korruption dort – angeblich als Geständnis vom Chef Selenskyj. Das behauptet jedenfalls Journalist Shuster. Is nix Neues. Wenn sowas jetzt in den USA als Sensation verkauft wird, kann das nur eine Einstimmung auf den Rückzug von Biden & Co bedeuten – oder wer auch immer dortzulande jetzt das Sagen hat.

Unangemessen (3) sind weiße Turnschuhe, wenn ein schönes Kind in Licht und Schatten posiert. Doch sie sind verzeihlich, da die Geschmacksbildung noch im Gange ist.

Unangemessen (4): Eine Firma aus Auston in Texas belästigt mich per Mail mit ihren Entfettungsmitteln. Die beigegebenen Beweisfotos wecken meinen Frohsinn, weil ich mir vorstelle, dass das Vorher-Nachher-Schema in Gegenrichtung, also von rechts nach links, betrachtet werden sollte, dann wirkt es natürlich. Ob allerdings der Knabe (rechts) für die Schwangerschaft der jungen Frau (links) verantwortlich ist, bleibt offen, ebenso ob, jetzt mal von links nach rechts betrachtet, die Pillen als Abtreibungsmittel gewirkt haben.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XII

20. November 2023

Wenn man die Mythen der alten Völker miteinander vergleicht, gleichen sie – jedenfalls die, welche ich kenne – einander in der Kernaussage: Es gibt einen Anfang und ein Ende der Erde. Hiermit stimmt unsere heutige Überzeugung, die wir naturwissenschaftlich zu nennen belieben, überein. Vermute, das liegt daran, dass wir, die Menschen, uns in unserer Begrenztheit nichts anderes auszudenken vermögen. Was immer wir tun, eines Tages wird es verschwunden sein. – Vermute, dass dies Novembergedanken sind.

Novembergedanken (2): Der Volkstrauertag war in meiner Kindheit der Gedenktag für unsere Toten in den Weltkriegen. Jeder, wirklich jeder kannte solche Opfer beim Namen. Zu jener Zeit hatte sich der Gedenktag bereits von seinem Vorgänger, dem Heldengedenktag, wegbewegt, wo es ganz pointiert um die Gefallenen unseres Volkes ging. Jetzt ist die Sache unter dem deutschen Schuldkult erneut erodiert, wonach wir, die Deutschen, für alles Töten auf der Welt die Schuld auf uns nehmen sollen. Man höre nur die Geschwätzlawine an, die über unsere Köpfe hinwegrauscht und das nüchterne Denken unter sich zu begraben droht. – Volkstrauertag im Land, wo Soldaten Mörder zu nennen sind? Das kann weg.

18. November 2023

Wie einer aussieht, dafür kann er in aller Regel nichts. Das gilt auch für zwei, in diesem Falle für die beiden Bundesminister, die sich öffentlich bekennen, für den absurdesten Schwachsinn der deutschen Rechtsgeschichte die Verantwortung zu tragen. Richtig, es geht um das Gesetz, nach dem es zukünftig möglich sein soll, sein Geschlecht jährlich neu zu wählen. Nicht nur Männlein oder Weiblein, sondern auch alles mögliche andere, was sich kranke Hirne ausgedacht haben.

Schwachsinn (2): Kein Mensch, der bei Verstand ist, leugnet, dass es in Einzelfällen bei der Bestimmung des Geschlechts Schwierigkeiten gibt. Die Betroffenen verdienen das Mitleid der Gesellschaft und deren Hilfe, aber nicht deren Spott, dass sich jetzt jedermann durch Geschlechterkarneval über sie lustig machen kann.

Schwachsinn (3): Ich behaupte, dass man für sein Aussehen in aller Regel nichts kann, aber wenn ich die beiden Minister betrachte, stellt sich mir die Frage, ob ein bestimmtes Aussehen dazu prädestiniert, auffällige Handlungen zu begehen. Nebenbei: Da kann auch kein Geschlechtertausch Abhilfe schaffen, sondern nur schnellstmögliche Ablösung aus den Ämtern.

Aus Bernd Zellers Gedankenwelt (Zellerzeitung von gestern Nacht): a) „Karl Lauterbach fordert, von den freigewordenen Corona-Geldern die nächste Pandemie zu finanzieren.“ b): Gut ist auch der hier: „Basisgrüne sagen: Wenigsten hat Greta Thunberg die Autobahnen rückgebaut.“ c) …und zu dritterletzt:

Und nun das ultimativ Letzte: Der Bundestag hat gestern das Gesetz zur Anpassung an den Klimawandel beschlossen. Na endlich, jetzt wird auf Kosten des deutschen Steuerzahlers die Erde gerettet. Sie wird es uns danken, vor allem die Ameisen, die uns voraussichtlich überleben werden. Sie wollen, wie man so hört, den Deutschen Klima-Gedenktag kreieren und zur Feier desselben regenbogenfarbige Eier mit der Aufschrift legen: Made in Germany.

17. November 2023

Habe es aufgegeben, die gegen den Ex-Präsidenten Trump losgetretenen Straf- und Zivilverfahren zu zählen, geschweige denn den Stand derselben zu verfolgen. Es sieht jedoch so aus, als seien in mehreren Staaten erlassene Verbote, sich an der nächsten Präsidentenwahl zu beteiligen, erfolgreich angefochten worden – wenigstens einstweilen.

Trump (2): Viel erstaunlicher ist es, dass er in verschiedenen, durchaus feindlich gesinnten Umfragen nicht nur das republikanische Kandidatenfeld haushoch anführt, sondern auch den Amtsinhaber Biden in 5 von 6 Swingstaaten glatt übertrumpft. Nun ist aus den letzten beiden Wahlen bekannt, dass das nichts bedeuten will. 2016 führte Clinton unangefochten und verlor mit Pauken und Trompeten, 2020 führte Trump sogar einschließlich der Wahlergebnisse in der Wahlnacht, die dann durch Zauberhand zu seinem Nachteil verändert wurden, als seine Stimmanteile plötzlich rückwärts liefen. Man kann also nichts sagen, außer dass der Ex-Präsident immer noch wild entschlossen ist, erneut anzutreten.

Die scheinbare Ruhe an der Ukraine-Front bedeutet, dass Selenskyj & Co den Krieg vergeigt haben und seine Unterstützer im Wertewesten jetzt händeringend versuchen, aus dem entstandenen Schlamassel herauszukommen. Ihre Forderung, die plötzlich erschallt, man müsse einen Verhandlungsfrieden suchen, benötigt Zweie, die es tun. Es hängt nur von dem Einen ab, ob sowas stattfindet. Dieser Eine hat bis zum heutigen Tag keine konkreten Kriegsziele verkündet. Die Vorstellung, er könnte im Verhandlungswege die jetzige Frontlinie aufgeben, beruht auf blanker Illusion.

Front (2): Das Ausbleiben nachvollziehbarer, vor allem übereinstimmender Meldungen aus Palästina bedeutet nach meiner Einschätzung, dass Israel jetzt versucht, durch Vernichtung der Bewohner und ihrer Siedlungen Tabula rasa zu machen. Den Überlebenden bleibt dann nur die Flucht. Aber wohin?

Front (3): In Deutschland findet in bislang unbekannter Heftigkeit die Parteinahme für die eine oder die andere Seite des Palästina-Konflikts statt. Die Frontlinien verlaufen kreuz und quer durch die eingeübten Rituale. Sie legen zudem Lippenbekenntnisse und ideologische Verblendung bloß. Eine über jedes Maß der Verblendung hinausgehende Forderung besagt, dass nunmehr der Kampf gegen Rechts verstärkt werden muss. Was’n sonst?

16. November 2023

Da hat das Bundesverfassungsgericht einen großen Batzen des Bundeshaushalts für verfassungswidrig erklärt, jubeln die Alternativen Medien. Es soll um schlappe 60 Milliarden gehen, die aus dem Corona-Topf mir nichts dir nichts in den Haushalt zur Finanzierung der Klimalüge umgelenkt worden sind. Wat nu? Ich denke mal, unsere völlig im rechtsfreien Raum schwebende Volksfront wird sich nichts aus der Entscheidung machen, sondern einen neuen Umgehungsbeschluss fassen, damit dem Robert sein Klimawahn (Genitivus Populi) weitergetrieben werden kann. 

Pleite (2): Die Klimawahn-Firma Siemens Energy ist praktisch pleite, jetzt muss der Bund als Bürge einspringen. Wieder Milliarden aus dem Fenster gehauen. Einfach so. Über Haushaltsuntreue denkt offenbar keiner nach. Okay, drängt sich nicht auf, weil für einen guten Zweck – das Recht muss bei der Weltrettung weichen. Nebenbei: Wie wäre es mit einem Regress gegen den Siemens-Vorstand? Meine Erinnerung gräbt den Namen Joe Kaeser aus und seinen Versuch, eine dieser grünen Jungziegen in die Siemens-Führungswelt einzuschleusen.

Pleite (3): Das großspurig eingeführte Bürgergeld erweist sich als Fass ohne Boden. Man hat sich – Heil heißt der zuständige Mann – lediglich um ein paar Milliarden verrechnet. Milliarden? Zu einer davon gehören ungefähr so viele Nullen, wie das Bundeskabinett Mitglieder hat. Ist nicht persönlich gemeint, sondern lediglich als Rechengröße.

15. November 2023

Michael Klonovsky führt einen netten verbalen Säbelhieb gegen den Spiegel, nachdem der diese Woche sein angebliches Nachrichtenmagazin mit der dies befürwortenden Frage aufmacht, die AfD zu verbieten, indem er, Klonovsky, die Frage artikuliert, den Spiegel zu verbieten. Da empören sich dann die Angepassten aus der Juristenschaft, ihre Glibbersprache für einen Moment vergessend, und fordern, es werde Zeit, gegen diesen Klonovsky mit den Mitteln des Rechtsstaats vorzugehen. Im übrigen sei, so hört mein erstauntes Ohr, es juristisch gar nicht möglich, eine Zeitung zu verbieten. Doch ist es, die Voraussetzungen nennt das Vereinsgesetz, zuständig wäre der Bundesminister des Innern. Doch einen solchen, ich weiß schon, haben wir derzeit nicht.

Rechtsstaat (2): Es sei, verlautbarte die Polizei von Nordrhein-Westfalen, auf den Araber-Krawall-Veranstaltungen am vergangenen Wochenende nichts Verfassungswidriges zu beobachten gewesen. Das ist falsch, denn die Forderung nach einem Kalifat in Deutschland ist mit keinem möglichen Aspekt des Grundgesetzes in Einklang zu bringen – schon gar nicht der Religionsfreiheit. Es ist unmissverständlich zu sagen, dass es sich vorliegend in nuce um den Ruf nach Beseitigung des im Grundgesetz konzipierten Staates und seiner deutschen Gesellschaft handelt. Strafrechtlich gesehen, handelt es sich um Hochverrat. Die Konsequenz heißt: Diese Typen haben bei uns nichts verloren. Es gibt kein wie auch immer fabuliertes Menschenrecht auf Beseitigung unserer deutschen Verfassungs-Ordnung, mag sie im Moment auch noch so beschädigt sein.

Rechtsstaat (3): Es ist schon merkwürdig, dass immer dann der Ruf nach dem Rechtsstaat ertönt, wenn es um die Forderung nach obrigkeitlichem Vorgehen gegen seine letzten Bewahrer geht. Der Verfassungsfreund als Verfassungsfeind.

14. November 2023

Wer Nachbars Hofhund aus Nächstenliebe in die gute Stube lässt, sollte seine Empörung zügeln, wenn dieser die eigenen Kinder beißt. – Wilhelm Busch wusste das schon vor 150 Jahren: „Ach, ruft sie, er ist doch nicht gut | weil er mir was zu Leide tut.“

Irrtum (2): Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, über das Pipi-Mädchen aus Schweden keine Worte mehr zu verlieren. Doch, was ich jetzt, angeblich aus ihrem Munde kommend, lese, erweckt in mir den Verdacht, dass die Klimalügner auch handfeste, verschwörungsaffine Judenfeinde sind (vulgo: Antisemiten). Die Verallgemeinerung erscheint mir statthaft, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die kindliche Heilige des letzten Sonnenuntergangs eigene Gedanken zu formulieren versteht.

Irrtum (3): Klimatod und Judentum als kausal miteinander zu verknüpfen, geht über mein bisheriges Vorstellungsvermögen und die Erkenntnisse zur Klimareligion weit hinaus. Hier feiern Rasse-Ressentiments längst vergangen geglaubter Zeiten fröhliche Auferstehung. Das kann nur an der mangelhaften Bildung der Betroffenen liegen. Denn wenn sie etwas belesener wären, wüssten sie, wie ähnlich ihr Endzeitgeschwätz den Messias-Phantasien des Alten Testaments ist, von Mein Kampf, S. 225 unten, eines gewissen Adolf H. ganz zu schweigen.

Irrtum (4): Für jeden gestandenen Rechten sind – so hätte man einstmals formuliert – die Auslassungen aus dem Lager der Linken ein innerer Reichsparteitag.

13. November 2023

Alte Liebe rostet nicht, sagt ein Sprichwort, das einem Praxistest kaum einmal standhält. Man sieht Runzeln und Quetschfalten, wo früher der Liebreiz wohnte. Daran fühle ich mich erinnert, als ich – einer dringlichen Empfehlung folgend – das jüngste Asterix-Heft früh um fünf kaufe, um mir die Zeit im Flieger zu verkürzen. Ich schlief über der Lektüre ein, womit sie ihren Zweck erfüllte, wenn auch anders als gedacht.

Nicht witzig (2): Der Eindruck wurde auch im hellwachen Zustand nicht besser. Vermutlich liegt es daran, dass sich die Goscinny&Uderzo-Epigonen vorwagen wollten, modernen Ich-verstehe-dich-Schwachsinn auf die Schippe zu nehmen. Ist gründlich schief gegangen. Das sieht man schon daran, dass das woke und ewig-junge Berlin das Heft als Huch-ist-das-lustig bezeichnet und unter Zugabe von Kusshändchen wie einen Geheimtipp herumreicht.

Nicht witzig (3): Nanzy & Co haben, sagt der Leiter der Asylbehöre BAMF, jede Übersicht über den illegal einreisenden Pöbel verloren – er drückt es etwas beamtischer aus. Stets werden neue Ausflüchte erfunden, um das vorweihnachtliche Macht-hoch-die-Tür nicht zu beenden.

Echt witzig: Finde auf einer der Plattformen, die sich mit der Klimalüge befasst, eine Temperaturtabelle, in die zugleich die Zeit der Hexenverfolgung eingetragen ist. Sie stimmt mit der Kleinen Eiszeit überein. Was für eine Verschwendung von Heizmaterial in jenen kalten Tagen. Das ist bemerkenswert, wiewohl festzustellen bleibt, dass heutzutage die moderne Hexenverfolgung in die Zeit des angeblich heißesten Sommers seit der Erschaffung der Welt fällt. Was mag sich der Schöpfer, falls es ihn gibt, nur dabei gedacht haben? Ich sehe ihn vor mir, wie er mit dem Teufel beim Bockbier sitzt und sich vor Vergnügen auf die Schenkel haut.


Auch witzig: Stephan Paetow hat die Spitzenleute der beiden ehemaligen Volksparteien als Wumms und Wendelin bezeichnet.

Nur noch komisch: Bei den Alternativen Medien und deren Lesern wird mit moralgeschwellter Brust der offene Brief des CDU-Mannes Vaatz an den Dresdner OB beweihräuchert – er ist im Stil einer Parlamentsanfrage gehalten. Vaatz war zuvor mit diffamierenden Worten der sozialistischen Kulturkommissarin aus und dann wieder eingeladen worden, in einem Museum aus dem LTI von Victor Klemperer zu lesen. Die Wohlmeinenden sind sich einig: Jetzt hat der Vaatz es der woken Bande aber gegeben. Die so reden und schreiben, wissen nicht, dass er nichts bewirkt hat und sie selbst das Problem sind.

12. November 2023

Als die Kontrolleure Luise und ihre Schwester Friederike in meinem Handgepäck entdecken, kommt die Zollbehörde zum Einsatz. Sie hält mich offenbar für einen verkappten Kunstschmuggler und Kolonialplünderer. Es entwickelt sich ein kurzer Disput, dass der Schöpfer der Statue ein Preuße namens Johann Schadow sei, den ich fälschlich als Deutschen ausgebe. Die Damen stammen aus Berlin, sage ich, Braunschweig wäre richtig gewesen. Dass sie für jedermann erkennbar Weiße und keine unterdrückten Enfrauen sind, liegt mir auf der Zunge, lasse es aber aus Gründen der Deeskalation beiseite. Wir grinsen uns gegenseitig an, bis eine weitere Zollamtsperson, diesmal weiblich, erscheint, welche die kleinen Damen mit Handschuhen abtastet. 

Schadows Schwestern (2): Als diese das Licht der Welt erblickten, war Berlins feine Welt geschockt. Preußens künftige Königin schien den Betrachtern wie nackt. Ich denke mal, dass sich die Herren Geheimen Hofräte nur des Protokolls halber empörten. Ich Wirklichkeit konnten sie sich, wenn keiner zusah, nicht genug an den Mädchen weiden.

Stunden später und nicht von Schadow: Der Ikea in Höhe des Äquators sieht so aus, wie ich mir einen Ikea vorstelle. Unübersichtlich, labyrinthhaft. Alle Bediener sind schwedenblond, selbst die Enpersonen. Meine Anwesenheit dort wurde durch den Auftrag ausgelöst, frische Bettwäsche zu besorgen. Hat geklappt. Nutze die Gelegenheit zudem, um ein paar Bleistifte einzustecken, die ich fürs bekritzelnde Buchlesen missbrauche.

11. November 2023

Fünf elektronikfreie Tage und umgeben von Sprachen, die ich nicht verstehe, wirken wie ein unerwarteter Frühlingstag in längst vergessen geglaubten Jahren. Ich höre dem Meer zu und blinzele in die Sonne, wundere mich, dass alles viel sandiger ist, als ich es in Erinnerung hatte. Nichts stört das Wohlbehagen. Erst als ich – gegen bessere Einsicht – wieder angeschlossen bin, bemerke ich zu meiner Erheiterung, dass ich Auftakt und Nachrülpsen des zentralen deutschen Jammertages verpasst habe. Was nun wie ein Schwall heranschwappt, bekämpfe ich mit der Löschtaste.

6. November 2023

Das sog. Hamas-Verbot des Bundesinnenministeriums nach § 3 Vereinsgesetz in einem einzigen Bild aus Berlin in der Nacht zum 5. des Monats. Es geht hier längst nicht mehr ums rechtliche Dürfen, sondern nur noch darum, wann der erste Schuss fällt.

Der Mob tanzt auf der Straße (2): Mainstream jubelt derweil, dass der Robert eine Rede geredet hat, die ihn zu Höherem qualifiziere. Da haben Springer & Co ausnahmsweise recht, denn seinen Auftrag als Wirtschaftsminister hat er glorios erfüllt. Auch im Kanzleramt wird er Großes leisten. Da hab ich keinen Zweifel. – Natürlich ist auch Bernd Zeller von heute Nacht nicht von der Hand zu weisen.

Der Mob tanzt auf der Straße (3): Derweil findet Mainstream Zeit, die Wagenknecht-Partei zum vermeintlichen Erfolg zu tragen. Experten wissen nämlich, dass sie der AfD empfindlich schaden wird. Habe das bereits vor Tagen nach kurzem Nachdenken für Wunschdenken gehalten. Fühle mich jetzt durch ein Umfrage bei Science Files bestätigt. Dort waren die Leser zweimal, im Sommer und jetzt, nach ihrer Parteipräferenz befragt worden. Am Ergebnis interessiert weniger, dass es dort unglaublich viele AfD-Wähler gibt (80 %), sondern dass bei beiden Fragerunden der AfD-Anteil absolut stabil blieb. Mit anderen Worten, die AfD-Wähler sind durch Wagenknecht & Co nicht zu locken. Bei CduFdpSpdGrünen sah es hingegen anders aus. Fazit: Dort werden die Verluste eintreten. Wenn Mainstream das schnallt, wird die Reklame für die Neo-National-Sozialisten mit einem Schlag zu Ende sein.

Mal was anderes: Das britische Nationalarchiv bietet mir Königszubehör fürs Fest zum Kaufe an. Queen Victoria für den Weihnachtsbaum und so. Bei dem Charles seinen Krönungsstuhl fürs Dekolleté habe ich einen Moment gezuckt, fand ihn dann aber doch etwas gewagt.

Dekolleté (2): Als ich bei Firefox die Rechtschreibung des Wortes überprüfen will, grinst mich völlig überraschend die Führerin an. Habe die Seite schnell wieder geschlossen.

5. November 2023

Ach, der November: Ich lerne aus einem Aufsatz von Olaf Opitz, dass in Dresden ein für den 9. des Monats in Aussicht genommener Lesetermin geplatzt ist. Es sollte aus dem LTI von Victor Klemperer rezitiert werden. Schlimme Sache das, denn die Lesekundigen sollten Arnold Vaatz, eine Nachwende-Polit-Größe der CDU, der Kabarettist Uwe Steimle und die Ex-Grüne Antje Hermenau sein. Geht gar nicht, befand der, wie er behauptet, Rechteinhaber der Klemperer-Texte, der Reclam-Verlag, im Duo mit der Kultur-Kommissarin des Dresdner Stadt-Sowjets. Recht so, es soll sich nämlich bei den Ausgesperrten um Neue Rechte handeln. Kann ich mir zwar, so weit ich sie bislang zur Kenntnis nahm, beim besten Willen nicht vorstellen, doch, was weiß ich denn schon?

Sowjets (2): Dass der Schreiber der nunmehr als umstritten geltenden Texte, sich nach dem Untergang des NS-Regimes mit den die Macht nahtlos übernehmenden Ulbricht-Kommunisten gemein machte, fand ich, als ich es zum ersten Mal las, nicht besonders komisch. Später tat ich ihm Abbitte, weil er genau das tat, was unter denjenigen Deutschen, welche der akuten Lebensgefahr entronnen waren, nicht unüblich war. Hinzu trat, dass er, nachdem ihm die Ähnlichkeit der Systeme klar wurde, dies artikulierte, wenngleich, soweit ich weiß, nicht öffentlich.

Sowjets (3): Fragt mich eine unter Hinweis Du-bist-doch-Jurist, ob das Doppelverbot überhaupt zulässig sei? Ich: Seit wann interessiert sich in D heute noch jemand für das einst geltende Recht?

Sowjets (4): Ist doch bemerkenswert, dass die Möchtegern-Staatsinhaber, die ja sonst den Vorwurf des Antisemitismus freigiebig zu verteilen belieben, die Lesung von Texten eines Juden verbieten, weil dies Tun den Antisemitismus fördere. Natürlich wissen alle, dass dies Stuss ist. In Wirklichkeit sollen die Wohlmeinenden davor bewahrt werden, sich durch das Anhören der Klemperer-Texte Gedanken über die Gegenwart zu machen.

4. November 2023

Gern würde ich schreiben, dass der Mann im roten Pullover eine Person ist, der ich begegnen möchte, doch die Wahrscheinlichkeit tendiert gegen Null. Ich weiß nicht, was ich mehr bewundern soll: den Mut, dem regierenden Bundeskanzler in einer dieser gefakten Fernsehsendungen zwei kluge Fragen zu stellen, oder die Fähigkeit, dies in wirklich reifen Jahren noch zu können.

Rot (2): Er beginnt mit den Finanzskandalen, die Scholz anhängen und fragt, ob es nicht zum Wohle Deutschlands an der Zeit sei, reinen Tisch zu machen. Scholz reagiert mit einem patzigen Nächste-Frage. Die sieht so aus: Ob es nicht seine Aufgabe sei, die offensichtlich nicht zum Wohle Deutschlands arbeitenden Minister – er nennt unter knappen Beispielsnennungen Außen- und Wirtschaftsminister – aus der Regierung zu entlassen. Scholz verneint, indem er ausführt, sie hätten sich sehr bemüht. Man lacht, denn solche Formulierungen wählt, wer als Vorgesetzter einem Mitarbeiter ein verheerendes Zeugnis der Unfähigkeit ausstellen will.

Rot (3): Soviel Schlagfertigkeit traue ich dem Amtsinhaber nicht zu. Zu denken gibt allerdings, dass der Screenshot anbei aus dem Bundeskanzleramt stammt. Er ist besser als jeder Kommentar. Man betrachte nur die drei Gesichter.

3. November 2023

Das neueste Senioren Akrützel von Bernd Zeller bevölkert mit seinen schrägen Figuren meinen elektronischen Briefkasten.

Mit der Brechstange: Nachdem von den sog. US-Demokraten in den von ihnen regierten Staaten eine kaum noch überschaubare Zahl von Straf- und Zivilverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Trump ins Werk gesetzt worden ist, um diesem eine neuerliche Kandidatur zu vermiesen, hat die Außenministerin (Secretary of State) von Illinois nunmehr gegen Trump ein Verbot zur Kandidatur erlassen. Begründung: wer solche Vorwürfe mit sich herumschleppe, könne nicht Präsident der USA werden. Den Namen dieser blütenreinen Rechtsstaatsschützerin muss man sich nicht merken. Es handelt sich um eine dieser Mittelalterblondinen, die jeden Mann das Gruseln lehren. Nebenbei: Nix gegen Blondinen als solche.

Übern Teich (2) und anderswo: Der derzeitige Präsidentendarsteller verkündet derweil den Krieg in Palästina. Das wäre dann, falls ich recht sehe, nicht nur der Gaza-Streifen. Auch sagt er: Wenn es Israel nicht gäbe, hätten die Amerikaner es erfinden müssen. Das ist insofern richtig, als es die Briten und nicht die Amerikaner waren, die es 1916 erfanden. Sie trugen zu diesem Zweck 1917/18 den Krieg ins Heilige Land. Dort ist er bis heute geblieben.

2. November 2023

1944 drehte Frank Capra den Film Arsen und Spitzenhäubchen. Der Film ist ungewöhnlich komisch, das zugehörige Filmplakat mit dem blöd lächelnden aufstrebenden Cary Grant muss man nicht mögen. Am besten haben mir die Szenen mit dem Mann gefallen, der in seinem Wahn den Teddy Roosevelt gibt. Was die, wenn auch entfernte, Verwandtschaft im Weißen Haus dazu sagte, weiß ich nicht. Zumindest geben die Tagebücher von Henry Morgenthau hierauf keine Antwort.

Capra (2): Anschließend drehte der vielseitig begabte Mann antideutsche Propagandafilme. Wo er die darin vorkommenden Leichenhaufen herhatte, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit (Hinweis für steuerfinanzierte Nazi-Riecher: Die Untaten der NS-Clique sind mir sattsam bekannt. Sie und Sie ekeln mich an). Natürlich bin ich froh, dass Capra nach getaner Tat eine Tapferkeitsauszeichnung der US-Armee erhielt.

Capra (3): Damals undenkbar, heute die Hollywood-Norm: Schwarz-weiß in bunt.

1. November 2023

Das gestrige Fest des Reformators ist – noch aus Zeiten der christlich genannten ehemaligenVolkspartei – im kommunistischen Freistaat ein gesetzlicher Feiertag. Zum anlassbezogenen Abendessen gab’s Spitzkohl mit Kasseler, sanft in der Röhre gegart. Die Terrine war schneller geleert, als dass ich hätte fragen können, ob noch einer was nachhaben mag.

Festessen (2): Nach solcher Füllung färbt sich das Gespräch bei Tisch in einen ungewohnt jovialen Grundton. Als ich die Frage aufwerfe, wie es eigentlich komme, dass nur manche Leute lauthals lachen, und ob sie das auch tun, wenn sie allein sind, oder ob sie hierfür Publikum brauchen, ernte ich mitleidige Blick. Nun gut, ich beharre nicht darauf, sage ich. Danach, und einem Nordhäuser, pegelt sich die Streitlust wieder bei normal ein.

31. Oktober 2023

Man wird kaum bestreiten können, dass dieser Monat einen unüberhörbaren Paukenschlag enthielt. Ob dies, wie landauf und landab gemutmaßt wird, ein historischer Moment war, wird man erst in zwei, drei Jahren sagen können. Es könnte genausogut sein, dass nach den üblichen orientalischen Aufwallungen alles wieder ins alte Fahrwasser zurückkehrt, obwohl, zugegeben, es im Moment nicht danach aussieht.

Paukenschlag (2): Meine Vermutung, dass hinter dem Vorhang der mediterranen Aufregungen, das Schicksal der Ukraine besiegelt wird, rückt in den Bereich des Vorstellbaren. Meine bisherige Annahme, dass die Russen alle Zeit der Welt hätten, der Ukraine und dem mit ihr angeblich verbündeten europäischen Wertewesten den Saft abzudrehen, könnte sich als korrekturbedürftig erweisen, weil Putin ein Problem mit den eigenen Leuten bekommt und zwar mit denen, die endlich Erfolge sehen wollen. Es ist nicht die Zustimmung zu diesem Krieg, die ihm Probleme machen wird, nein, diese Zustimmung ist ganz gewiss nicht fraglich, sondern das Leiden der Russen im Kampfgebiet verlangt nach einem erfolgreichen Ende.

Paukenschlag (3), eher tonlos: Für einen Krieg sind stets nur diejenigen zu haben, welche nicht unmittelbar vom Tode bedroht sind. Im August 1914 mag das hierzulande für einige Wochen bei einer winzige Schicht intellektueller, lautstarker junger Männer anders gewesen sein. Aber das legte sich bald angesichts der Wirklichkeit der Zerfetzten auf den Schlachtfeldern von Flandern. Wer das Desaster überlebte, war sein Leben lang gezeichnet, aber geheilt von der fatalen Kriegs-Begeisterung.

Paukenschlag (4): Jetzt will ein gewisser Praetorius „die Menschen“ – meint er das deutsche Volk? – wehrfähig machen. Mein Rat: die rücksichtslose Wehrpflicht wird ein Heer schaffen, das gegen deutsche Interessen nicht einsatzbar ist. Das muss er nicht wissen, aber er wird es bei Bedarf lernen.

30. Oktober 2023

Die gestern wiedermal vorgenommene Umstellung auf die Winterzeit, eigentlich MEZ, wird wieder einige Tage für ganz und gar nutzlose Verwirrung sorgen. Sonst ist sie für nichts gut. Eine Gesellschaft, die nicht in der Lage ist, Idiotisches zu beseitigen – das gilt nicht nur bezüglich der Zeitumstellung –, verdient keine Gnade.

29. Oktober 2023

Wer eine Dummheit nicht verzeihen kann, nimmt irrtümlich an, selbst noch keine begangen zu haben. Wer hingegen die Dummheit verzeiht, glaubt grundlos, selbst klug zu sein.

Awdejeka, der Ortsname des augenblicklichen Schlachthauses im Donbass, klingt wie ein Bildtitel von Marc Chagall. Die Gedankenverbindung, mit der ich morgens erwache, hat etwas Frivoles und ist mir nur so erklärlich, dass ich vor drei Tagen in einer Chagall-Ausstellung im Kunsthaus von Apolda war, das wieder eine staunenswerte Schau auf die Beine gestellt hat.
 

Chagall (2): Die ausgestellten Bilder erwecken in mir erstmals einen Zweifel, ob der Meister überhaupt malen konnte. Kurios auch seine Betonung christlicher Motive. Ansonsten: er selbst mit seiner Bella als Liebespaar, meist schwebend vor französischer oder russischer Kulisse. Esel und Federvieh nicht zu vergessen.

27. Oktober 2023

Ostfront: Plötzlich ist sie wieder da, mit Meldungen, die widersprüchlicher kaum sein könnten. Der Ort heißt Awdejewka (ukr. Avdiika), nordwestlich von Donjezk gelegen. Der Frontverlauf zeigt starke Ähnlichkeit mit dem von Bachmut vor einigen Monaten, wo die ukrainischen Kräfte eingeschnürt und letztlich unter verheerenden Verlusten zum Aufgeben genötigt wurden. Aber es bleibt dabei: Man kann aus dem statischen Bild nicht erkennen, ob es das Ergebnis eines ukrainischen Vorstoßes oder einer russischen Einschnürung ist. Sieht, wenn man’s mit den Auslassungen bzw. Verschweigen in den Lügenmedien vergleicht, eher nach Letzterem aus.

Lügenmedien (2): Das öffentliche Tamtam, was um die Gründung einer Sahra Wagenknecht-Partei veranstaltet wird, gründet auf der Autosuggestion seiner Veranstalter, diese werde bei künftigen Wahlen der AfD im bedeutenden Umfang Stimmen abjagen. Dass diese Rechnung aufgeht, darf bezweifelt werden, denn die Wähler der AfD wählen diese nicht, weil sie auf eine weitere, runderneuerte Form des Sozialismus setzen – jedenfalls im Osten nicht. Für den Westen gilt: Wähler, denen die AfD bislang zu Nazi war, werden ggf. die Neue als weniger schlimm empfinden, doch das trifft bestenfalls CDUFDPSPD – wenn überhaupt. Falls meine West-Vermutung stimmt, handelt es sich hier um den Versuch, die Grünen zu stabilisieren – was zum derzeitigen Medienrummel gut passen würde.

Lügenmedien (3): Nach dem Scheitern der Covid- und der Klima-Strategie wird jetzt in den USA und in D auf eine Kombination gesetzt: Danach setzt die Klima-Katastrophe Seuchen in Gang, sodass sich begründen lässt, dass die bisherigen Impfungen nichts mehr helfen und erneuert werden müssen. Aktuelles Ergebnis: Die Leute laufen wieder mit Masken vor dem Maul rum, und die Uni Leipzig lässt Vorlesungen ausfallen.

26. Oktober 2023

Worte: Der über Nacht neu gewählte Speaker of the House, der Republikaner Mike Johnson, fand gleich nach seiner Vereidigung – die eigene Bibel hatte er mitgebracht – Worte, die keinen Zweifel offenlassen. Er begann mit „Ich möchte dem amerikanischen Volk im Namen von uns allen hier sagen: wir hören dich.“ Hübsche Geste, doch dann folgte die Drohung nach außen, dass alle Feinde sich vor diesem extraordinären Volk fürchten mögen.

Worte (2): Der unbekannte Sprecher auf der Montagsdemonstration in Sangerhausen/Sachsen-Anhalt sagte, dass er es sich lange überlegt habe, öffentlich zu sprechen, dies jedoch seiner Familie schuldig sei. Man solle endlich aufhören, sich von denen etwas sagen zu lassen, man solle die Furcht ablegen und man habe nicht vor abzuwarten, bis das Land in Chaos und Gewalt versinke. Deren Verursacher müssten weg.

25. Oktober 2023

Die machen es wirklich. Gebe mir nicht die Mühe, das Gestammel vom sog. Wirtschaftsminister über die Subventionierungsabsichten gegenüber der deutschen Industrie widerzugeben, sondern begnüge mich, einen Leserbrief aus der Zellerzeitung von heute Nacht abzuschreiben: „Robert will nach den Heizungen nun auch den Wohlstand erneuern. Eiskalt und armselig. Selbst die Amis sind neidisch. Nach der V1 und der V2 nun die R1. Wo der aufschlägt, da wächst kein Gras mehr.“

Wirtschaft (2): Sie haben keine 2 Jahre gebraucht, um das wahr zu machen. Noch immer glotzen Blödmichel und die Wohlmeinenden zu, labern dumm und tun nichts.

Wirtschaft (3): Ohne Worte.

24. Oktober 2023

Solange sich Konfliktparteien für ihre vermeintlichen Ansprüche auf Ereignisse berufen, die lange zurück liegen, kann es keine friedliche Lösung geben. Die jetzigen Kriege um die Ukraine und Palästina belegen diese Aussage.

Krieg & Frieden (2): Erst die Einsicht in die Notwendigkeit, mit dem Töten aufzuhören, kann einen Krieg beenden, es sei denn, eine der beiden Seiten ist ohne Wenn und Aber unterworfen worden, dann geht das Töten weiter.

Krieg & Frieden (3): Die beiden vorstehenden Regeln auf die aktuellen Kriege übertragen, lassen nichts Gutes erwarten.

23. Oktober 2023

Deutscher Oktober: Heute von 100 Jahren sollte der bewaffnete Aufstand der KPD beginnen. Tat er aber nicht, nachdem der Gesalbte aus Moskau, Karl Radek, ihn abgeblasen hatte. Er hatte bemerkt, dass es die Proletarischen Hundertschaften, die das Schießen übernehmen sollten, nur auf dem Papier gab.

Oktober (2): Das große Abblasen erreichte die Hamburger Kommunisten nicht. Der Ex-Leutnant und Führer des dortigen M(ilitär)-Apparats, Hans Kippenberger, überfiel daraufhin mit ein paar Hanseln ein Polizeirevier, um Waffen zu beschaffen. Danach begann ein blutiges Räuber-und-Gendarm-Spiel, das die Polizei binnen dreier Tage beendete. Der Aufrührer floh auf Umwegen nach Moskau. Seine Hinrichtung war dadurch nur aufgeschoben. Sie erfolgte nach weiteren Umwegen 1937, erneut in Moskau.

Oktober (3): Fast alles, was man über den sog. Hamburger Aufstand weiß, entsprang den Lügengeschichten aus der Feder der bolschewistischen Abenteurerin Larissa Reissner, die in Hamburg am Meer auf den Barrikaden stand. Jaja, die Barrikaden am Meer. Es war der Linken-Abgott Kurt Tucholsky, der für die Konservierung der Frühvollendeten und ihrer Lügen sorgte: „Du bist für Russland zu früh gestorben. So eine wie dich haben wir nie gehabt. So eine wie dich möchten wir so gerne haben. Eine, die liebt und hasst … Wir grüßen dich, Larissa Reissner. Du bist eine Erfüllung gewesen und eine Sehnsucht.“

21. Oktober 2023

Interessant ist es, politischen Parteien beim Selbstmord zuzuschauen. Sie verhalten sich wie ganz normale Menschen, die sich töten, a) weil es ihnen zu gut geht – so die Reps in den USA nach den gewonnenen Parlamentswahlen –, oder b) weil sie Angst vor dem Tode haben – wie die Partei Die Linke in D. mit ihrer Spaltung.

Selbstmord (2): Ein Sonderfall ist die FDP. Sie gleicht einem Springer vom Zehnmeter-Turm, der sich davon überzeugen will, dass das Wasser im Becken abgelassen wurde.

Kann man sich nicht ausdenken: Dass im Moment die Buchmesse stattfindet, und keiner merkt was.

Kann man sich nicht ausdenken (2): Dass die Duden-Redaktion von Kathrin Kunkel-Razum geleitet wird. Wird sie aber.

Kann man sich nicht ausdenken (3): „Selbst wenn ein deutscher Staatsbürger nicht des Lesens mächtig sein sollte, hat er alle Möglichkeiten auch in diesem deutschen Bundestag zu sein, weil wir hier eben nicht darauf setzen, dass hier jemand irgendeine Art von Bildungsabschluss haben muss“, so ein mir namentlich nicht geläufiges weibliches Regierungsmitglied soeben im Hohen Hause.

20. Oktober 2023

Die einzige Weltmacht: 2 US-Flugzeugträger und 2.000 Mann Marine-Infanterie (Marines) befinden sich jetzt im Mittelmeer. Mit 2.000 Männeken in die Erdkämpfe eingreifen zu wollen, klingt nicht als Drohung, sondern wie eine Pleiteerklärung. Die würden nicht mal reichen, um einen Abzug militärisch abzusichern.

Derweil spielt der Wertewesten die Reise nach Jerusalem. Das ist das Spiel, bei dem bei jeder Runde einer hinten runterfällt. Grad eben war’s der Ukrainerführer Selenskyj.

Ukrainerführer (2): Wäre also kein Wunder, wenn man sich wieder an uns wendet. Schließlich haben wir einschlägige Bandera-Erfahrung:

Und immer wieder Raubkunst (von Zeller):

19. Oktober 2023

Noch immer ist unklar, wie die Wahlen in Polen letztlich ausgegangen sind. Hieran interessiert bestenfalls, was das Land künftig bezüglich der Ukraine anzettelt. Selbst wenn der Linke Tusk jetzt die Regierung bilden sollte, bleibt dies für Deutschland riskant. Wer das Gegenteil annimmt, ist ein Phantast. Tusk ist ein sog. Europäer, vor allem aber ist er ein Pole, nur dass er es auf einen Bruch mit der EU nicht ankommen lassen würde. Und dann gibt es noch den Präsidenten, der heißt Duda. Er ist Mitglied der polnischen Um-jeden-Preis-Nationalisten (PiS).

Umweg: Steckte neulich vor der Flugreise den jüngsten Roman von Jörg Bernig in die Reisetasche, um mir die öden Flugstunden zu verkürzen. Der Flug fiel aus und die Lektüre auch, weil ich die Tasche im Kofferraum meines Autos vergaß. Als ich den Wagen gestern für den TÜV-Termin ausräume, kommen Tasche und Buch wieder zum Vorschein.

Umweg (2): Die Verlogenheit der Linken rückt als arabischer Terror auf unsern Straßen ins grelle Tageslicht. Hatten wir nicht bis gestern gepredigt bekommen, dass jedes kritische Wort an der illegalen Einwanderungslawine Nazi sei? – Ist also Korrektur zu erwarten? Nein, nur Geschwätz.

18. Oktober 2023

Warum geht unsereiner in einen Vortrag mit dem schrägen Titel „Die Polis im europäischen Republikanismus“ von und mit Egon Flaig? Ja warum, das habe ich mich hernach auch gefragt. Dabei meinte ich vorher: Es geht um Solidarität mit einem Ausgegrenzten. Je länger ich ihm zuhörte, desto mehr dachte ich: Warum nur, warum? Ein Althistoriker von altem Schrot und Korn. Da ist kein Zwinkern im Vortrag. In Zeiten der angeblich guten alten, aber ebenso verflossenen DDR pflegten die Leute beim Besuch von Schillers Don Carlos gierig auf den Satz „Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire“ zu warten, um, wenn er fiel, in frenetischen Applaus auszubrechen. Und hier? Dieses Publikum war anwesend – ich habe mit eigenen Augen die vielen Krücken gesehen –, aber der Satz blieb aus.

Flaig (2): Hatte morgens, um mich in eine fremde Gedankenwelt einzulesen, eine der Kettenbuchhandlungen, die unter dem Namen Thalia firmieren, aufgesucht, war aber mit Schulterzucken abspeist worden. Erst als der Verkäufer sich vage an mein Gesicht zu erinnern glaubte, wurde der Ton feindselig und für die Person des von mir nachgefragten Autors beleidigend. Auch deswegen ging ich gestern Abend hin. Rätselhaft, denn ich bin keinen Schritt weitergekommen.

Auch rätselhaft: Las spät abends das tagsüber eingetrudelte jüngste Heft von Foreign Affairs querbeet im Schnelldurchgang. Das Auge blieb etwas länger an den Ausführungen zu Putin hängen, der gerade dabei ist, den Krieg zu verlieren. Hieran ist weniger interessant, ob das stimmt, sondern was die Meinung der tonangebenden Leute in Washington DC offenbar ist.

17. Oktober 2023

Alle sind überlastet, und deswegen kann ich mich nicht ausweisen. Seit drei Monaten und zwei Wochen warte ich jetzt auf den neuen Ausweis. Die Eingeschleppten haben natürlich Vorrang. Das verlangt bereits das auf sie wartende Bürgergeld. Da ich hierauf keinen Anspruch erhebe, benötige ich auch keinen Ausweis. Scheint mir logisch.

Bürgergeld (2): Vor einem Jahr lernte ich am Rande des Waterbergs in Südwestafrika einen Wachhund mit diesem Namen kennen. Das muss einmal gesagt werden. Als sein ziemlich schwer bewaffneter Besitzer ihn rief, habe ich erst gedacht, ich hätte mich verhört, dann habe ich Tränen gelacht.

16. Oktober 2023

Was soll man sagen, wenn alles bereits gesagt ist? Dann dreht man Schleifen mit gedrosseltem Tempo, wie der Airbus über dem im Nebel liegenden Flughafen. Man hofft auf Besserung oder muss nach einem Ausweg suchen.

Alles gesagt (2): Wie die Jecken Kamelle-Kamelle rufen, so tönt der politmediale Komplex jetzt unisono Israel-Israel. Beides ist ähnlich ernst gemeint, denn in beiden Fällen wissen die Klamauk-Hanseln: Am Aschermittwoch ist alles vorbei.

15. Oktober 2023

Die Beschäftigung mit dem deutschen Krisenjahr 1923 hat etwas Beruhigendes und Beunruhigendes zugleich. De-Industrialisierung dank Ruhrbesetzung, galoppierende Inflation dank Gelddruckerei, bewaffnete Aufstände von rechts und von links. Einer davon aus dem Ausland gesteuert. Den Deutschen stand das Wasser bis zum Hals, doch sie hatten den Willen gegenzuhalten und politische Führer, die es taten. Sie stabilisierten die Mark, isolierten das feindliche Frankreich außenpolitisch und ließen die Aufrührer von der Straße schießen.

1923 (2): Die Fehler machten sie erst, als sie die Lage im Jahr drauf wieder im Griff zu haben wähnten. Anstatt die überlebenden Hochverräter, so wie das Gesetz es vorsah, aufzuhängen oder wenigstens für den Rest ihrer Tage hinter Zuchthausmauern verschwinden zu lassen, ließen sie Milde walten.

14. Oktober 2023

Man erinnert sich: Es war die Führerin, die vor Jahr und Tag verlautbarte, die Existenz Israels sei eine Sache der deutschen Staatsraison. Ob sie wusste, was sie da sagte? Ich fürchte: Nein. Jetzt wird das Wort von Pros und Cons ausgiebig zitiert – jeder nach seinem Pläsier.

La Raison (2): Der Staat selbst hat keine Vernunft. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Konstrukt. Jedoch mit der Besonderheit, dass es ihn wirklich gibt. Hält man ihn für notwendig, so soll die Metapher von der Vernunft des Staates zum Ausdruck bringen, dass der Staatenlenker sich – auch und gerade in unbequemen Fragen – von der Vernunft und nicht vom Gefühl leiten lassen soll. Seine Selbstprüfung soll lauten: Ist es vernünftig für mein Land? Ist es unvernünftig, muss ich das lassen oder etwas anderes tun.

La Raison (3): Solche Grundsätze auf das deutsche Staatshandel in Bezug zu Israel angewandt, bedeutet: Vernünftig ist, als erstes vor der eigenen Haustür zu kehren, denn es gebietet die Vernunft: Tschüss euch allen, die ihr auf unserm Territorium Krieg führen wollt. Der Prüfungsmaßstab staatlichen, von der Vernunft geleiteten Ausweisungs-Handelns lautet nicht: Hat sich der Fremde an unsern Gesetzen vergangen, sondern: Können wir ihn brauchen oder nicht.

13. Oktober 2023

Wenn man den Meldungswust zu überblichen sucht, drängt sich der Eindruck auf, als würden sich die Ereignisse überschlagen. Doch das ist falsch. In Wirklichkeit passiert gar nichts, lediglich die Wichtigpersonen wetteifern in Erklärungen über das, was angeblich getan werden müsse. So wird Geschäftigkeit erzeugt, die Mainstream berichtenswert erscheint. Die im Lande befindlichen und jeden Tag mehr werdenden Querulanten, um die es in Wirklichkeit geht, wird das nicht stören – ganz im Gegenteil.

Wirklichkeit (2): Die Situation verlangt nach einem Außen- und einem Innenminister. Wir haben stattdessen zwei Ministerinnen. Die eine sagt (ich schreib das mal aus den Leserbriefen der Spaeth-Nachrichten ab): Frage „Am Donnerstag kommt Katars Emir nach Berlin und wird vom Bundeskanzler empfangen. Was sind denn all diese Solidaritätsadressen an Israel wert, wenn man mit dem Geldgeber des Terror Mittag isst?“ Antwort: „Das heißt ja nicht, dass man sehr deutliche Worte findet.“ … „Wir müssen alles dafür tun, dass jetzt für Israel dieser Terrorismus, das Recht auf Selbstverteidigung so genutzt wird, dass diesem Terrorismus ein Ende gemacht wird.“… „Nichtsdestotrotz hat es auch mit dieser israelischen Regierung, äh, eben diese Gespräche Amerikaner, äh, Saudis und Israel gegeben, damit insgesamt eine Annäherung arabischer Länder ermöglicht ist.“

Wirklichkeit (3): Wenn’s wenigstens Heuchelei wäre, aber es ist nackte Stümperei. Nebenbei: Nacktsein muss man sich leisten können. Viele wissen das nicht.

11. Oktober 2023

 Die Israelis üben erwartungsgemäß furchtbare Rache im Gaza-Streifen. Jetzt sind die Experten sich klar darüber: Der Iran war’s. Linksgestrickte – und wer ist das nicht – halten daneben Israel selbst für verantwortlich, das einen Pearl Harbor-Effekt wg. der desaströsen inneren Lage inszenieren wollte. Ja, was denn nun? Den Vogel schießt der Ukrainer-Führer Selenskyj ab: Der Putin war’s, sagt er. Was wohl sonst? Mir fällt auf, dass er aktuell auf das lang getragene Olivgrün verzichtet, und sich in kleidsames SS-Schwarz hüllt. Die Modefritzen werden es ihm danken.

Die Plappernde vom Werderschen Markt schafft gestern, wie mir spätabends erzählt wird, den Weg in die Hauptnachrichten mit der Begründung, warum es Deutschland nicht gelungen sei, seine Staatsbürger vom Flughafen Tel Aviv zu evakuieren: Man habe Hunderttausende von Telefonaten führen müssen. Soso, habe man das? Denke mal, in den Köpfen der Dame und ihrer amerikanischen Führungskraft war kein Platz für solche Überlegungen, schließlich hat man alle Hände voll mit der Unterstützung illegalen Schleusertums zu tun, einschließlich der dazugehörigen Luftbrücke. War einfach kein Flugzeug mehr frei.

10. Oktober 2023

Die Experten haben zu tun: Sie erklären mit starker Stimme, wer für die Zündung des Hassausbruchs in Palästina verantwortlich ist. Sie kommen zu dem Ergebnis, die Spannungen sind es. Aha, sehr ausgewogen, sehr aufschlussreich. Die Nichtexperten wispern hingegen: Moskau war’s, nein Washington, wispern die Gegenwisperer.

Verantwortlich (2): Nur einer weiß es mit Nachdruck: Der US-Außenminister verurteilt Peking für seine laue Haltung. Derweil läuft der größte Flugzeugträger der Welt ins Mittelmeer ein. Hoffentlich passt er rein. Auch fragt sich: Was soll er da? Zumindest hat er das Potenzial, die wüste Gegend dort in den vorbiblischen Zustand zurück zu versetzen.

Verantwortlich (3): Dass dank der Bilder aus Nahost die Ukraine unsichtbar wird, lässt den dortigen Konflikt nicht verschwinden. Kuckt nur keiner mehr hin. Das wird zu erstaunlichen Lösungen führen.

9. Oktober 2023

Liebhaber der Frauen und Frauenversteher, das sind Gegensätze, die in einen einzelnen Mann nicht hineinpassen. Er ist das eine oder das andere, aber ein Mann nur in einem der beiden Fälle.

Liebhaber (2): Der große Loriot hat das Dilemma so zusammengefasst, indem er eine Frau sagen lässt: Männer und Frauen passen nicht zusammen.

Meine Prognose gestern Morgen zu den dann tagsüber ablaufenden Wahlen war zutreffend. Dessen bedurfte es keiner Zeitvergeudung durch Sondersendungen. Einziger Effekt: Für die CSU wird es bei der nächsten Bundestagswahl wg. des geänderten Wahlrechts eng, denn sie droht bundesweit an der Fünfprozentklausel zu scheitern. Dies abzuwenden, wird ab sofort ein Verbot der AfD auf dem Spielplan erscheinen.

Wahlen (2): Nach Nordhausen vor Kurzem wurde nun auch in Bitterfeld-Wurzen der AfD-Kandidat nicht ins Bürgermeister-Amt gebriefwählt. Das ist kein Wunder, solange die AfD keinen Anteil an den Haupt-Einfalltoren der potenziellen Wahlfälschungen hat. Diese Verschwörungs-Theorie hat natürlich mit der Wirklichkeit nichts zu tun, wirklich nicht.

Wahlen (3) in einem Leserbrief der Zellerzeitung von heute Nacht: „‘Wir sind mit unsern Zielen nicht durchgedrungen‘ (Faeser). Doch seid ihr.“

8. Oktober 2023

Krieg im Nahen Osten, diesmal zwischen Hamas und Israel. Hat man schon oft gehört. Vielleicht zu oft, um überrascht zu sein. Überraschend war lediglich, dass Israel völlig überrascht gewesen sein soll. Früher habe ich gelernt, dass man dortzulande den besten Auslandsdienst der Welt haben soll. Entweder sie wussten von dem Raketenangriff, dann ist die Meldung von der Überraschung eine Lüge, oder sie wussten nichts, dann wären wohl die Qualität und die Zielrichtung des Mossad zu überdenken.

Keine Überraschung (2): Ist von den heutigen Wahlen in Bayern und Hessen zu erwarten. Schwarz-bunt und schwarz-grün werden an der Macht bleiben. 

7. Oktober 2023

Der Nebel lichtet sich etwas: Der Anschlag auf den AfD-Vorsitzenden Chrupalla lässt sich nicht mehr leugnen. Die Behörden eiern herum. Nach dem Arztbrief aus Ingolstadt lässt sich sagen, dass ein Attentat mit einer lebensgefährlichen Injektion vorliegt. Für die Bekämpfung solcher Fälle hat der Gesetzgeber vor Jahrzehnten den Tatbestand des § 129 a StGB geschaffen. Jetzt ist der Generalbundesanwalt gefragt. Hört man was? Nein. Für den Personenschutz war das BKA verantwortlich. Tat es was? Habe nichts gehört.

Nebel (2): Für die Sicherheit des Versammlungsorts war der bayerische Innenminister verantwortlich. Sagte er was? Ja, jedenfalls wird er sinngemaß zitiert, das seien Wahlkampfmanöver gewesen. Man müsse demnach die AfD bekämpfen. Äußerungen dieser Art würde ein spitzfindiger Jurist vielleicht im Dunstkreis der Befürwortung von Straftaten und von einigen Amtsdelikten einsortieren. Ist natürlich nur Spaß in einem Bundesland, in welchem die Justiz soeben mit dem Segen des Bundesgerichtshofs einen bayerischen Richter aus dem Amt entfernt hat, weil er einmal ein Bundestagsabgeordneter für die AfD gewesen ist.

Neues aus der Altmark: Der Schlossherr von Döbbelin, Alexander von Bismarck, hat soeben das sofortige Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine öffentlich eingefordert, weil es nicht angehe, solange Waffen zu liefern, bis dort keiner mehr lebt. Solche Radikalität hatte ich ihm, nachdem ich kürzlich seine Gastfreundschaft erleben durfte, gar nicht zugetraut. So kann man sich irren. Pardon. 

6. Oktober 2023

Viele Details bilden ein Ganzes. Schwierig wird es erst, wenn eins von denen nicht hineinpassen will. Da können die schönsten Weltbilder ins Schwanken geraten. Damit das nicht passiert, wendet der Erschrockene die Methode Augen-zu-und-durch an. Meist unbewusst.

Unpassend (2): Wir wissen dank unserer Wahrheitsmedien, dass in Moskau ein Unhold herrscht und die Not des gemeinen Russen groß ist. Schreibt mir Leser A. gestern aus einer russischen Universitätsstadt: „Es ist traumhaft. Von Sanktionen ist nichts zu spüren. Die Geschäfte sind voll. Auch mit Waren aus der EU.“

Unpassend (3): Die seit langem angedrohten körperlichen Angriffe auf das Spitzenpersonal der AfD dauern an. Mainstream beeilt sich jetzt, die Taten als Phantasieprodukte und die Opfer als Psychopathen darzustellen. Da können sie noch so viel angeblich und unbewiesen in ihre Texte einbauen, es wird nicht mehr fruchten.

5. Oktober 2023

Die Abwahl des Speakers of the House, Kevin McCarthy sei, so tönt Mainstream, ein Putsch von ein paar ultrarechten Rebellen innerhalb der Reps. Den Schaum-vor-dem-Mund-Sprechern muss entgangen sein, dass die Masse der Abwahlstimmen von den geschlossen stimmenden sog. Demokraten stammte. Die sollten neuerdings ultrarechts sein oder wenigstens rechten Ultras zum Siege verhelfen wollen? Hoffentlich denkt man sich bald ein neues Märchen aus.

Rätselhaft (2): Der Name des Rebellenanführers wird mit Matt (Vorname) und Gaetz, Gaertz oder Graetz angegeben. Word bevorzugt die letztgenannte Variante. Klingt deutschstämmig. Müssen wir uns jetzt entschuldigen?

4. Oktober 2023

Kann mir mal einer in einem verständlichen Satz erklären, was wir, die Deutschen, mit dem Endloskonflikt in und um Bergkarabach zu tun haben?

Verständlich (2): Eine Randmeldung (angeblich von der Rand-Corporation) weckt mein Interesse. Das Personal-Reservoir der US-Streitkräfte reiche nicht mehr aus, um Krieg zu führen, deshalb müsse über die Wiedereinführung von Wehrpflicht nachgedacht werden. In den 1970ern war sie abgeschafft worden, als der Vietnam-Krieg auch wg. der unwilligen Wehrpflichtigen in die Hose ging. In den Nuller Jahren zog die Führerin gehorsam nach. Und jetzt? Jedenfalls habe ich nicht davon gehört, dass die Bundeswehr aus allen Nähten platze.

3. Oktober 2023

Kann nicht verhindern, dass die Gedanken frühmorgens zum Ur-Tag zurückrasen. Die Indignation der politischen Kaste, etwas feiern zu sollen, was sie mit Händen und Füßen hatte verhindern wollen, repräsentiert durch Auftritt und Gesichtszüge von Richard im Silberhaar, kontrastriete auffallend mit den sog. Leuten auf der Straße. Vor allem im Osten unseres Vaterlandes.

Einheit (2): In den 1990er Jahren kamen ungezählte Leute zu Wort, die ich, als der Vorgang selbst in Sack und Tüten gebracht wurde, nirgends entdeckt hatte, es aber eigentlich hätte tun müssen. Heute brüstet sich niemand mehr mit dem Vorgang, und ich bin gespannt, wann der polit-mediale Komplex daraus eine Bezichtigung machen wird. Alles Nazi, oder was?

Einheit (3): Was hat sie uns gebracht? Schon die Frage ist falsch gestellt, deswegen wird sie mit Missmut beantwortet. Bestenfalls sagt ein Schelm: Die Führerin. Richtigerweise sollte gefragt werden: Was hat sie mir gebracht? Und – ich wage es kaum hinzuschreiben – meinem Volk?

2. Oktober 2023

Übern Teich und anderswo: Der US-Kongress hat, wie zu erwarten, einen Nothaushalt beschlossen, damit die Regierung bis November weitermachen kann. Was wurde zu diesem Zweck gestrichen? Die Ukraine-Beihilfe. Ich kann’s nicht glauben. Derweil gibt die Unterwanderungsbehörde USAID im Kaukasus verstärkt Dollar aus, pardon, sie schult in Sachen Demokratie.

Unglaublich (2): Die Auto-Aus-Norm der Eurokraten soll‘s in Brüssel nicht geschafft haben. Logische Entscheidung, denn wenn die Erde verbrennt, hat sich der Verbrenner ohnedies erledigt.

Unglaublich (3): Mainstream teilt mit, dass die Deutschen dank des Hitze-Plans des Herrn L. im Sommer glimpflich davongekommen sind. Hoffentlich gilt das auch dank des Heizplans von Herrn H. für den Winter. Um den Rekord an Kältetoten buhlen hierzulande immer noch die Winter 1945/46 und 1946/47. Da gab’s keine Kohlen – mutwillig. Man sieht, da ist noch was drin.

Unglaublich (4): Man kann mit dem Wordprogramm alle möglichen Prominenten-Namen ungestraft schreiben. Nur Elon Musk wird rot unterkringelt. Kann Bill Kleinstweich den nicht leiden? Sein Firmenname, ins Deutsche übertragen, geht jedenfalls unbeanstandet durch.

1. Oktober 2023

Komplett verrückt: Während der Westen vor sich hin schweigt, kündigen die Russen eine letzte Offensive der Ukraine vor der Schlammpause an. Gleichzeitig lässt sich der russische Außenminister Lawrow so zitieren: Es wird Zeit für die Ukraine zu kapitulieren.

Verrückt (2): Deutsche Schlepper im Mittelmeer, von der Bundesregierung co-finanziert. Sogar Elon Musk weiß das. Woher weiß er das und anschließend wir? Darüber schäumt Mainstream, dass er das geriehtwietet hat – das Wort gefällt mir.

Verrückt (3): Ein Abgeordneter der sog. Demokraten im US-Repräsentantenhaus, schreibt Breitbart News, lässt sich von der Überwachungskamera filmen, wie er per Knopfdruck Feueralarm auslöst, um die Abstimmung über den Regierungs-Shutdown zu verhindern. Stattdessen meldet Mainstream, dass die 90jährige Dianne Feinstein von der amerikanischen Kriegspartei der Dems von uns gegangen ist. Ihre Ehe war eine mustergültige Aufgabenteilung gewesen, sie machte Politik und er die Geschäfte. Man könne auch schreiben: er machte Geschäfte und sie die Politik.

Hat mit dem Vorigen nichts zu tun. Wirklich nicht. Das Wort Lustmolch klingt lautmalerisch. Der Mann, der’s denkt, lächelt in sich hinein. Es ist ein Pendant zu pausbackig, womit er weibliche Rundungen, vorne und hinten, verbindet.

30. September 2023

Das Geheimnis des englischen Tees besteht darin, auf kleingekrümelte Blätter heißes Wasser aufzugießen, und beides so lange ziehen zu lassen, bis das Ergebnis ungenießbar ist. Um dem abzuhelfen werden heißes Wasser, größere Portionen Milch und Zucker beigegeben, was die Sache zwar auch nicht besser macht, aber dem Teetrinker zu einem Zeremoniell verhilft, dass dem Kontinentler skurril zu sein erscheint. In Ländern, wo der Tee wächst, sah ich dergleichen nie.

Anti-Englisches (2): Bei Verschenken eines Foto-Bandes der Star-Fotografin Inge Morath fällt mir ein Satz dieser wahrhaften Kosmopolitin auf, nämlich dass es dem Fremden in England nie gelinge, sich in die strikten, aber unsichtbaren gesellschaftlichen Regeln einzufügen, ohne sich ein ums andere Mal unmöglich zu machen. An ihrer kurzzeitigen Ehe mit einem Engländer kann das nicht nur gelegen haben.

Nein, ich bin keine Frau, war auch keine, als ich vor zwei Jahren das Buch Corona-Diktatur schrieb. Jetzt schrieb eine das Buch Corona-Verschwörung, das bereits als Bestseller gefeiert wird, obwohl es noch gar nicht zu kaufen ist. Sein Inhalt gleicht nach Angabe der Autorin dem, was vor zwei Jahren bekannt war, wenn man‘s denn wissen wollte. Wollte aber keiner, vor allem die sog. alternativen Medien nicht. Immer nach dem Motto: Man weiß ja nie. Jetzt trau‘n sie sich und machen ein Fass auf. Das nenne ich Mut zur rechten Zeit.

Und auch das noch, die Schlagzeile aus der Zellerzeitung von heute Nacht: Das Erscheinungsbild der Regierung darf nicht den Politikern angelastet werden.

29. September 2023

Heute Nacht trudelte das Senioren-Akrützel von Bernd Zeller bei mir ein. Unglaublich, aber es ist bereits die 50. Ausgabe. Um zum Ausdruck zu bringen, wie sehr ich mich distanziere und auch andere warnen will, bringe ich hier den passenden Link. https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2050.pdf. 

Zeller (2): Besonders empört haben mich folgende Sentenzen: (a) Die eine Hälfte will, dass die andere Hälfte das Senioren-Akrützel auch nicht liest. (b) Bei staatlichen Posten besteht kein Fachkräftemangel. (c) Die SPD sind nicht Kommunisten, mit denen man noch reden kann, sondern Jusos mit Altersbeschwerden. (d) Grüne fragen sich nie: „Bin ich es, der hier verrückt ist?“ (e) Wem nichts einfällt, sagt Vielfalt.

28. September 2023

Mühsame Lektion: Die SS als verbrecherische Organisation einzuschätzen, brachte man den Deutschen in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen 1946 bei. Sie haben diese Lektion brav gelernt, wiewohl in den Anfangsjahren beider Republiken einfach zu viele von deren Angehörigen noch lebten, um bei jedem ein Fass aufzumachen. Das änderte sich erst, als die noch lebenden Objekte rar wurden. Jetzt lernen wir, dass sie auch Gutes taten, weil sie gegen den Russen kämpften. Mehr Heuchelei geht kaum.

SS (2): In meiner Kindheit unterschrieb ein ehemaliger Angehöriger die Urkunden für die Bundes-Jugendspiele im Land Nordrhein-Westfalen, irgendwann war einer der Vorgesetzte des jungen Soldaten, und viel später erhielt einer sogar den Nobel-Preis.

SS (3): Ich kann mir nicht helfen, aber Täter und Opfer werden offenbar uralt. Wäre das so gesteuert, könnte man an den Racheakt einer fernen Gottheit denken. Das wäre dann eine flotte Verschwörungstheorie.

27. September 2023

Habe ich das falsch im Ohr, dass wir – wer immer das sei –seit dem Putin sein Angriffskrieg aus dem Reich des Bösen kein Öl und kein Gas mehr importieren wollten und zu diesem Zweck im Januar 2023 das Spundloch in Schwedt an der Oder dichtmachten? Jetzt sind wir empört, dass der böse Mann ein Exportverbot für Kraftstoffe verhängt hat. So ernst hatten wir – noch immer unklar, wer das sei – das nicht gemeint. Derweil wird der Sprit wieder teurer zum Zukucken. Ach herrje, wie seltsam.

Sprit-Stopp (2): Wird sich was ändern? Nein, denn der Wir – diesmal weiß ich, wer das ist – muss nicht tanken, sondern fährt mit dem Dienstwagen. Und wenn wir – ich eingeschlossen – nicht mehr fahren können, ist das gut wg. Klima und so.

Salto mortale: Die Ebert-Stiftung weiß, dass die Deutschen immer mehr Rechtsextremisten in ihrer Mitte dulden. Damit ist klargestellt, wer der Schuldige ist. – Nur am Rande bemerkt: Studien wie diese werden aus der Mitte der Gesellschaft finanziert, nämlich durch den Steuer-Zahler, der offenkundigen Nichtsnutzen ein Einkommen sichert.

Salto mortale (2): Wird sich an diesem haarsträubenden Zustand etwas ändern? Erst dann, wenn die Wohlmeinenden begriffen haben, dass sie selbst die Rechtsextremisten sind. Und auch dann nicht sofort, denn sie werden nach Ausreden suchen, anstatt einzugreifen.

26. September 2023

Wie würde die Naive vom Werderschen Markt formulieren? Polens Präsident Duda machte eine Wende um 360o, als er vorgestern in New York die Ukraine mit einem Ertrinkenden verglich, der seine Lebensretter mit in den Tod zu reißen drohe. Soso. Bis vor Kurzem saßen beide noch im selben Boot. Angeblich. Man könnte in der Draufsicht auch formulieren: Jetzt ist einer von beiden überflüssig an Bord. Oder noch anders: Wenn einem das Haus abbrennt, tummeln sich die Plünderer in der nächster Nähe.

Der Statistiker P. schreibt mir: „Die Stichwahl in Nordhausen weist einige Merkwürdigkeiten auf. So erzielte der AfD-Kandidat bspw. im ersten Wahlgang im OT Hochstedt 48,6% der Stimmen, in der Stichwahl waren es nur noch 36,11%…“ Na gut, ich kann das erklären, es ist das Wunder von Hochstädt.

25. September 2023

Zu glauben, dass die Leute erst  zur Vernunft kommen müssten, damit die Dinge wieder ins Lot geraten, ist ein herrlicher Widerspruch in sich.

Unvernunft (2): Und dennoch, wenn ich den Glauben an die Vernunft aufgebe, verliere ich den Verstand.

Unvernunft (3): Ein Herr Lindemann lässt melden, die Christunion werde mit der Ampel beim Asylkompromiss zusammenarbeiten, um der AfD das Thema wegzunehmen. Wusste gar nicht, dass die AfD beabsichtigt, mit der Piratenkoalition gemeinsame Sache zu machen. Sollte er jedoch meinen, dass seine CDU in der Lage sei, aus dem Zuwanderungswahn der heutigen Regierung ein für den Bürger akzeptables Ergebnis formen zu können, dann irrt er. Aber vermutlich will er das gar nicht.

Unvernunft (4): Dieselbe Partei handelt passgenau in dieser Weise, als sie gestern mit stolzgeschwellter Brust die Wahl eines Bürgermeisters von Nordhausen verhindert, der ganz pointiert kein Ampelmann ist. – Hat sie nicht? Doch, hat sie, denn es ging nur um wenige Stimmen.

Fragt einer per Mail nach: Warum stecken Sie soviel Zeit in historische Themen? – Ich: Um die Gegenwart zu begreifen.

Fragen (2): Ein anderer, ein Autor, den ich zu Tisch lud, halb klagend: Wissen Sie eigentlich, wie schwer es ist, ein Buch zu schreiben? Ich: Nein, keine Ahnung. Die anderen blieben ernst, schauten aber in ihre Gläser.

24. September 2023

Novosti meldet, dass russische Aufklärer im Raum Saparoshje einen Leopard-Panzer angegriffen und zerstört hätten. Von der Besatzung habe einer noch kurz gelebt und zur Überraschung der Russen kurz vorm Sterben offenbar, dass er und die jetzt toten Kameraden im Fahrzeug Deutsche seien. Falls das stimmt, wäre es eine spektakuläre Novität, die erklären würde, was die sprachholpernde Frau, deren Namen ich nicht mehr nennen will, sagen wollte, als sie davon radebrechte, dass D mit allen Mitteln und 560 Tage im Jahr die Ukraine unterstütze.

Ostfront (2): Der Vorgang erinnert vage an das Kriegsjahr 1918, als die deutsche Führung unsere Soldaten bis tief in die Ukraine, auf die Krim und in den Kaukasus vorrücken ließ, sich in eine Auseinandersetzung einmischend, die uns nichts anging.

Ostfront (3): Der heutige Vorgang zeigt zudem, dass die Russen, die seit über 100 Jahren erprobte Taktik der bewaffneten Tiefenaufklärung fortführen, die darin besteht, mit gut getarnten Kampftrupps weit jenseits der Front aus dem Hinterhalt überraschend anzugreifen, um Gefangene zu machen.

23. September 2023

In Karelien werden die Tage jetzt ungemütlich. Man sieht, wie das Tageslicht knapp wird, bald wird es ganz weg sein. Daran erinnere ich mich, als ich von meinem Schreibtisch aus eine Dienstreise zum Bärenberg unternehme. Dort ist eine russische Gedenkstätte (Сандормох) mitten in den spindeldürren lichten Kiefern, wo drei Männer 1937 erschossen wurden, nach denen ich jetzt suche. Ihre Familie wurde ausgelöscht.

Bären (2): Mit dreißig war ich unvernünftig genug, dort auf einem nach ihnen benannten Pfad – allerdings auf der finnischen Seite –­ zu Fuß unterwegs zu sein. Die Grenze war nicht zu erkennen und der Pfad oft auch nicht, der sehr genauen russischen 1:25.000er Karten (?oder 1:30.000), die ich benutzte, zum Trotz. Meister Petz begegnete ich nicht, dafür aber Mücken, ich wusste zuvor gar nicht, dass es so viele davon gibt.

Bären (3): Wo kommt das bloß her: den Menschen einen solchen aufbinden oder dessen Fell versaufen?

Bären (4): Einen ebensolchen Dienst erweisen, ist auch eine merkwürdige Metapher und lässt mich daran denken, dass die Frau, deren Namen ich nicht mehr nennen will, es soeben wieder geschafft hat, dass der deutsche Geschäftsträger in Peking einbestellt wurde. Ob sie weiß, wo China liegt? Jetzt jedenfalls ist sie in Begleitung ihrer amerikanischen Staatssekretärin in New York. Früher war es so, dass der Staatssekretär dem Minister unterstand, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.

Bären (5) im Gewand des Dienstes: Weiß auch nicht, warum mir durch den Kopf geht, dass in meiner Zeit bei den entsprechenden Organen die Gewissheit herrschte, dass ein Führungsoffizier oft eine bescheidenere Dienststellung einnimmt, als es seiner Position entspricht. Abwegiger Gedanke, denn eine Einflussperson als Führungsoffizier zu bezeichnen, ist wahrlich nicht zeitgemäß.

22. September 2023

Die Dinge an der Ostfront ändern sich schleichend, so langsam, dass es wie Stillstand aussieht. Doch in Wirklichkeit, so wie ich sie sehe, liegt die Initiative nach wie vor bei den Russen. Sie sind aus der sog. ukrainischen Gegenoffensive als eindeutiger Sieger hervorgegangen. Sie haben den Gegner sich zu Tode angreifen lassen. Seine Erdkampf-Kapazität scheint erschöpft zu sein.

Ostfront (2): Die US-gestützten Raketenangriffe gegen die Festung Sewastopol auf der Krim haben mehr als nur symbolische Bedeutung. Niemand, der bei Trost ist, glaubt, dass die Ukrainer hierzu in der Lage waren. Nur Mainstream glaubt das, aber da glaubt man ja auch, dass die Ukrainer die Nord Stream-Pipelines mit einer Segelyacht angreifen konnten. Gut, man kann solchen Stuss glauben, aber man muss nicht, und man sollte auch nicht.

Ostfront (3): Den wertewestlichen Angriff auf Sewastopol begrenzt zu haben, verdanken die Russen nicht zum Wenigsten Elon Musk, dem eigenwilligen Wunderkind, das sein Starlink- Satellitensystem bei den einschlägigen Navigations-Bemühungen seiner Landsleute einfach abschalten ließ. Mal sehen, wie lange er noch leben wird.

Ostfront (4): Die Raketeneinschläge in Russland werden die Führung dort zur Entscheidung zwingen, in absehbarer Zeit die Ukraine von der Landkarte zu räumen. Dazu ist ein militärischer Gewaltakt notwendig. Der Wertewesten glaubt, die Russen seien hierzu nicht in der Lage – alle möglichen Gründe werden als wohlfeil gehandelt. Ich fürchte, man irrt sich.

Ostfront (5): Die Notwendigkeit, die Ukraine abzuräumen, ist ziemlich verrückt, denn das war gar nicht das russische Kriegsziel. Jetzt wird es ihnen von den US-Boys aufgenötigt, denn diese brauchen die Ukraine, um den Kriegswahnsinn weitertreiben zu können. Das ist paradox, gewiss.

21. September 2023

Wenn jetzt im Netz der Name Nanzy F. zunehmend mit Z geschrieben wird, so finde ich das irgendwie konsequent, weil, wie ich vor etwa anderthalb Jahren etwas mühsam lernen musste, dieser Buchstabe, den es im Kyrillischen (Ц) angeblich gar nicht gibt, ein verfassungsfeindliches Symbol sei. Wüsste allerdings auch gerne, wer auf den kuriosen Gedanken kam, die russischen Militär-Fahrzeuge mit dem weißen Z zu bemalen, und wer auf den ukrainischen Panzern ein Balkenkreuz anbrachte, dass dem deutschen, vor gut 80 Jahren gebrauchten, verdammt ähnlich sieht.

Nanzy (2): Ihr illegales Wollen hat etwas Z, wie Zwanghaftes. Das wird sich erst geben, wenn man sie in eine einschlägige Jacke kleidet.

Im Zwergstaat war gestern der gesetzliche Tag des sozialistischen Kindes. In Schilda kein solches entdeckt. Dafür alle Läden dicht. Jetzt erst erschließt sich mir, warum vorgestern der Aldi-Parkplatz voll war, als sei eine Versorgungs-Krise ausgebrochen. 

Aldi (2): Es gab Oktoberfest-Stangerln (kein vernünftiger Mensch kann das Wort ohne schwere Zunge aussprechen) und Butter-Spekulatius zur Auswahl. Wählte stattdessen deutsche grüne Bohnen aus dem Angebot, die waren nach dem Kochen völlig geschmacklos und mehlig, wirklich mehlig. Ekelhaft.

Die Bundesregierung betriebsausfliegt derweil nach New York. Erinnert mich irgendwie – weiß auch nicht warum – an einen angeblichen Ausspruch Adenauers gegenüber Gehlen, als er über Strauß in New York petzen kam. „Ich happ ja nichts dajejen, aber musset ausjerechnet ne Mulattin sein?“

20. September 2023

Übern Teich: The Speaker of the House Kevin MacCarthy, einer von den Reps, terminiert die erste Vernehmung im Impeachment-Verfahren von Präsidentendarsteller Joe Biden. Sein Sohn Hunter verklagt derweil die Bundes-Steuerbehörde, weil sie seine Steuerdaten nicht genügend geheim gehalten habe. 

Übern Teich (2): Das Weiße Haus gibt bekannt, dass die US-Weltraum-Armee (Space Force) so aufgerüstet werden soll, dass sie Russland und China Paroli bieten könne.

Übern Teich (3): Derweil stürzt – eine Etage tiefer sozusagen – über South Carolina ein Super Fighter F 35 ab und muss mit Hilfe der Bevölkerung gesucht werden. Teuer, teuer, diese Wunderwaffe, nein, nicht des Führers, sondern von Lockheed Martin. Hat bis heute über 10 Milliarden Dollar gekostet, 1,7 Billionen sind noch eingeplant. Wir werden – so mutmaße ich mal vor mich hin – in Kürze hören, dass beim Absturz der pöse Putin seine Hände im Spiel hatte, so dass die Inlands-Überwachung in den Staaten und ihren Verbündeten verstärkt werden müsse.

19. September 2023

Absolut nichts. Muss ich das notieren? Wenn ich’s lasse, denken sich die Leute etwas, was gar nicht stimmt. Man sieht schon: das ist auch nichts.

18. September 2023

Das beredte Schweigen über die Ostfront zeigt an, dass die Zeit der Maul-Siege vorüber ist. Scharfe Beobachter bemerken, dass der Kolonialherr sich den ehemaligen Südstaaten der Sowjetunion zugewandt habe. Auf die Notwendigkeit, dies zu tun, haben die Altmeister der Weltherrschaft, Kissinger und Brzezinski – interessant finde ich, dass Word diese Schreibweise für zutreffend hält –, schon vor Jahrzehnten hingewiesen.

Und sonst? Und nichts, nur ein Leserbrief aus der Zellerzeitung verdient es, nicht vergessen zu werden: „Charlotte Brand-Maurer: Das mit dem Doppelnamen war wohl ein Fehler.“

17. September 2023

Einen Gedichtband sollte man nicht besprechen wollen, ich jedenfalls kann’s nicht. Doch lesen kann man ihn, gerade am Sonntagmorgen, wo ich ihn doch gestern Abend beim Nach-hause-kommen im Briefkasten vorfand:

Der enterbte Genosse, | konfrontiert mit der Frage, | ob die Verhältnisse | die berühmten Verhältnisse | die Bezeichnung ‚Diktatur‘ verdienen und ob | die Demokratie noch zu retten sei | schüttelt heftig das Haupt. Auf die Frage | wie dies zu verstehen sei | gibt er Handzeichen: teils-teils. | Damit löst er Verwunderung aus | unter den Seinen – soweit und noch weiter Ulrich Schödlbauer in seinem neuesten Gedichte-Opus Hoboken 11.

16. September 2023

Alles redet von künstlicher Intelligenz. Als ich heute Nacht beim Übersetzen eines recht komplizierten russischen Textes dieselbe in Anspruch nehme, erfahre ich zu meinem Erstaunen, dass Jurij, der Sohn der seinerzeit sehr bekannten russischen Schauspielerin Maria Andejewa, welche kurz nach der vergangenen Jahrhundertwende die Geliebte und späterer Ehefrau von Maxim Gorki war, auf Lenin schoss. Soso, ich dachte, das sei ein anderer gewesen. Bis mir ein Licht aufgeht: Der junge Mann war ein Kameramann, der von Lenin Bilder schoss, wie man wohl auch im Russischen sagt, und keineswegs auf ihn. Auf dem Bild aus dem Jahre 1905, dass den Irrtum auslöste, sind Sohn und Mutter nebst dem gerade prominent werdenden Maxim Gorki zu sehen – eine aparte Mittdreißigerin, finde ich.

15. September 2023

Jede allgemeingültige Aussage wird durch die Wirklichkeit gefährdet. Es sind deswegen weder alle Katzen grau noch alle Künstler links. Aber ein bisschen schon.

Links (2): Nun besagt ein anderes Sprichwort, dass nur Armut Großes gebiert, doch gerade das hält keiner Kontrolle stand. Auf ebenso wackligen Beinen steht, dass der Künstler nur in Opposition zum Staate schaffen könne. Stimmt einfach nicht. Das schon gar nicht.

Links (3): Bei einer Bohrung nach dem Startpersonal der sowjetischen Geheimpolizei Tscheka, erscheinen mir die Gruppenfotos der Funktionäre aus der Frühzeit des Regimes besonders aufschlussreich. Auf dem Roten Platz sei neben der gesamten geheimdienstliche Prominenz an deren Ehrentag, so sagt das Russische Staatsarchiv, ganz rechts im Bild der Dichter und Sänger – heute würde man wohl sagen: Liedermacher – Demjan Bednij zu sehen. So sah der also aus, der Quasi-Reinhard Mey der Bolschewiki, denke ich, in Uniform und mit dem damals in der SU sehr beliebten Hitlerbärtchen, Donnerwetter. Doch dann finde ich in meinem elektronischen Zettelkasten die selbe Szene, perspektivisch leicht verschoben, und, siehe da, da steht er wirklich, aus der zweiten Reihe herausgetreten, selbstbewusst, in der roten Sonne des frühen Ruhms.

Entdeckerstolz und das Bewegen der Luft: Als ich mit meinen Erkenntnissen bei Tisch rausrücke, während andere des Tages Last der Erwähnung für wert befinden, fragt mich eine, ob ich sonst nichts zu tun habe. Nein, habe ich nicht, sage ich, denn zu jedem der Bilder und ihrer Gestalten könnte ich herrliche Geschichten erfinden. Warum tust du’s nicht? sagt sie.

Entdeckerstolz (2): Im dollarverbrämten Glorienschein ihres Ruhms lassen sich die Neuen Reichen im US-Kongress zu Fragen der Künstlichen Intelligenz vernehmen. Man sieht es – im Gegensatz zu ihnen – den Abgeordneten an, dass sie an den Grenzen ihres Verstandes entlangwandeln. Das Bild von dem Kaninchen und der Schlange geht mir durch den Kopf.

14. September 2023

Sie hat es schon wieder getan: „…in den mehr als 560 Tagen im letzten Jahr…“ – Da kann ich nur sagen: Bitte mehr davon. Kann ich gar nicht genug von kriegen.

Mehr davon (2): Schreibt mir einer per Mail: Wenn Ihre Bücher vergriffen sind, ist das ein bedrohliches Zeichen. – Soso. Ist es das.

Mehr davon (3): Schreibt ein anderer (offenbar von der Muse geküsst) und bittet um Verbreitung: Deutschland, Deutschland über alles | Deutschland, ach, wo es auch sei | Von der Ems bis an die Oder | Von der Isar bis zur Schlei. – Donnerwetter. Na ja. Fehlen zwar noch zwei bis vier Zeilen, aber für den Anfang ganz gut, deswegen: Bitte erledigt.

Mehr davon (4): Der Maileingang zeigt heute Früh: 4.936 unerledigt. Jetzt sind es nur noch 4.934. Beeile mich, damit ich den Erfolg mit gutem Gewissen auskosten kann. 

Mehr davon (5): Kunststücke als Schnappschuss (Zeller, Schleime, Wolff und ungenannter Blumenhändler). Anders ausgedrückt: Ein Schnappschuss ist kein Kunststück.

13. September 2023

Gestern spät noch in fremdem Garten draußen gesessen. Als die Rede drauf kam, dass es wiiiirklich zuuu warm sei, bin ich nach Hause gegangen. Nebenbei: Das lauwarme Dosenbier von Carlsberg schmeckte ekelhaft – selbst aus dem Glas.

Lauwarm (2): The speaker of the house, McCarthy heißt der Mann, kündigt den Beginn eines Amtsenthebungs-Verfahrens für Präsidentendarsteller Joe Biden an. Es geht um dessen Verstrickung in die Ukraine-Korruption. Alles seit einem Jahrzehnt bekannt.

Schnell noch, bevor der Tag beginnt, einen Blick in die Leserbriefe der Zellerzeitung: „Esspettee-Ortsvereinsvorsitzender war beim HNO-Arzt, und der sagte, als er in den Mund schauen wollte, sagen Sie mal Faeser!“

12. September 2023

Beim Blättern in einem älteren Frankreich-Reisebuch entdeckt: „Sobald Monsieur die Straße betritt, verspürt er einen unwiderstehlichen Harndrang, dem er ungesäumt stattgibt. Jetzt erschließt sich, warum im Süden die Dorfplätze mit Platanen umstellt sind. Sie spenden nicht nur Schatten, sondern verströmen einen intensiven, nahezu betörenden Duft.“

Frankreich (2): In den längst versunkenen Bonner Jahren war es irgendwie vor der Haustür. Doch jetzt liegt mir nichts ferner als jenes Land. Ich überfliege es, wenn ich in den Süden will und durcheile die nordöstlichste seiner Ecken auf dem Weg zu den britischen Inseln.

Frankreich (3): Vor Jahren noch hoffte ich auf die Vernunft der Franzosen (la raison). Hat sich erledigt, denn von dort ist nichts mehr zu erwarten. – Ähnlich wird’s den Osteuropäern heute ergehen, wenn sie die Deutschen betrachten. – Und schließlich: ИсакЛевитан: Владимирка, 1892, Третяковскагалерия [Isaak Lewitan: Wladimirka, 1892, Tretjakow‘sche Galerie]. Das Land will man in die Knie zwingen? Wirklich?

11. September 2023

Es fällt schwer, etwas Ekelhafteres zu entdecken, als die erneut anlaufende Kampagne zu Durchsetzung weiterer Corona-Impfungen und all der anderen Idioten-Maßnahmen. Noch verhält sich der deutsche politmediale Komplex zurückhaltend, aber nachdem eine Ablenkungsfront wg. des Heizungs- und Klimawahn-Gesetzes dringend benötigt wird, kann das Trommelfeuer in Sachen Corona nicht mehr fern sein.

Klimawahn (2): Der Zellerzeitung von heute Nacht entnehme ich den Ausdruck „Piratenkoalition“. Gebe zu, dass ich gelacht habe. Hat aber keiner gehört. Gottlob.

9. September 2023

Der Bundestag goss gestern ein weiteres Mal den Klimawahn in Gesetzesform: Das Heizungsgesetz, das in seinem wesentlichen Inhalt ein Wohnenteignungs- und Kältetod-Gesetz sein wird. Obwohl es ein legislatives Verbrechen ist, hoffen manche immer noch, dass es wie ein Wecker wirken werde. Habe Zweifel, denn die Wohlmeinenden meinen immer noch: Das können die doch nicht wirklich. Doch sie können.

Derweil steigt die Zahl der illegalen Einwanderer ins Unermessliche. Neben vielem anderen ist die Selbstplünderung unserer Sozialkassen das im Moment auffälligste Ergebnis. Auch die beginnenden Zwangseinweisungen werden nicht als Wecker wirken. Der Ruf Wir-haben-Platz ist allerdings leiser geworden.

Die Selbstisolierung Deutschlands schreitet munter voran. Die Fluchtbewegung der Tüchtigen auch. Derweil lullen sich die Wohlmeinenden durch Wahlwetten und ähnlichen Stuss ein.

Ostfront: Auch das hartnäckige Verschweigen des Misserfolgs der großmäulig angekündigten kriegsentscheidenden Sommeroffensive 2023 macht die Sache nicht ungeschehen. Die Lage-Karte des Oblasts Saporoshje zeigt blau eingefärbt das Ausmaß des Desasters: Wenige Quadratkilometer Wald und Feld gegen (geschätzt) 70.000 Tote.

8. September 2023

Ostfront: Die Ukrainische Rada entlässt gestern den Verteidigungsminister Олексий Резников und wählt einen Ersatzmann. Nach einem großen Sieg bei der sog. Gegenoffensive sieht das nicht gerade aus, sondern eher nach der Bestrafung eines Sündenbocks. Sollte der Mann überdies auch noch Zweifel am Endsieg geäußert haben, wie mir einer heimlich weißmachen wollte, so würden auch die Amerikaner ein ernstes Wort mitgeredet haben. Nebenbei: Wusste gar nicht, dass das dortige Parlament solche Personalia entscheidet.

Grundsätzliches von zu Hause: Überlege gerade, ob die männliche Form von „die Augenklappe“ der Augenklapper ist.

Zu Hause (2): Brief der Autobahnpolizei, welche Frau mit meinem Auto unterwegs war. Tja, welche?

7. September 2023

Nanzy ist krank. Sie kann deswegen dem Innenausschuss des Bundestages nicht Rede und Antwort stehen, ob und warum sie den Chef des BSI, Schönbohm, nachrichtendienstlich überwachen ließ, bevor sie den Mann aus dem Amt entfernte – ganz so, wie es der Chef-Denunziant des öffentlichen Fernsehens, Böhmermann oder so ähnlich heißt der, gefordert hatte.

Nanzy (2): Jedenfalls ist sie nicht so krank, dass sie als Innenministerin dienstunfähig wäre oder nicht wahlkämpfen könnte. Merke: Ein Parlament ist so machtlos, wie es sich sowas bieten lässt. Fazit: Der politisch-mediale Komplex steckt das weg, so als wäre nichts gewesen. Nein, halt, die Leute, denen das auffällt, werden als Delegitimateure öffentlich vorgeführt.

Nanzy (3) Da bleibt ihr sicher auch Muße, auch gegen Leute vorzugehen, die das Folgende im Internet verbreiten und sich nicht scheuen, darüber zu lachen.



6. September 2023

„…Tassen und T-Shirts mit dem Bild des augenbeklappten Kanzlers…“, schreibt heute Nacht Bernd Zeller in der nach ihm benannten Zeitung. Das ist ziemlich unverbesserlich (Sagt man so?). Und doch meint einer seiner Leser mit dem Decknamen Pol. Beobachter: „Mir gefällt der Schloz [sic!] mit seiner Armbinde viel besser. Hat was Authentisches.“

5. September 2023

Was soll man groß sagen? Nichts, jedenfalls nichts, was mitteilenswert wäre. Bleibt nur ein Zitat, um doch was zu sagen: „Aiwanger: Kohl hätte ihn ausgesessen, Merkel hätte ihn rückgängig gemacht, Stalin hätte ihn hinrichten lassen, Hitler hätte ihn ausgezeichnet, nur der Markus macht gar nichts. Schwache Performance.“ Leserbrief aus der Zellerzeitung.

Was soll man sagen ? (2): Kulturelle Aneignung, typisch dänisch.

4. September 2023

Es genügt mir, mich verständlich auszudrücken. Leute, die verstanden werden wollen, vermeiden dies in aller Regel.

Mozart und Bismarck verbindet, dass sie für Kugeln und Hering nichts konnten. Gespannt warte ich auf die Einwendungen der Experten.

Experten (2): Die der alternativen Medien sonnen sich im Glanz, die Affäre Aiwanger durch ihre mutige Berichterstattung beendet zu haben. Nichts könnte weniger zutreffen, denn in Wirklichkeit ruderte Woher-weht der-Wind-Söder zurück, als er zu seinem Missbehagen bemerkte, dass er mit der Attacke auf den Vicekönig ein veritables Selbsttor geschossen hatte. Fazit: Das Bierzelt schlägt noch allemal die blutleeren Schnösel der Süddeutschen Zeitung.

Experten (3): Bleibt bemerkenswert, dass die Wohlmeinenden im Behagen ihrer Selbstzufriedenheit jetzt die Täter bei Gesprächsrunden zulassen, anstatt ihnen mit adäquaten Mittel den Stecker zu ziehen. – Wäre die Pressefreiheit im Wege, so höre ich. Das ist wirklich ein guter Witz.

3. September 2023

Über die Städte der Altmark, von denen Stendal nur eine ist, schrieb vor 164 Jahren Theodor Fontane, sie erinnerten an einen einst stattlich dastehenden Mann, der selbst und dessen Rock zur gleichen Zeit herunter gekommen sind. Besonders hart hätte es Stendal getroffen.

Altmark (2): Fontane konnte nicht ahnen, dass zwischen seiner Zeit und dem heutigen neugierigen Erkunder der einst prächtig genannten Hansestadt noch der Einschub von 44 Jahren Sozialismus das Werk des Verfalls beschleunigen würde. Dessen Wunden, bestätigt der erste Blick des Durchreisenden, sind weitgehend abgeheilt, nur noch Narben hie und da. 

Altmark (3): Dem Roland auf dem Marktplatz eignet vor allem Größe, stattlich hingegen wird man den Kerl kaum nennen können, eher auf zu großem Fuß bei knapper Kost lebend. Das Café gleich nebenan zu Füßen des Rathauses lädt nicht zum Verweilen, es schließt kurz vor sechs. Ein zweites, ums Eck gelegen, erweist sich bei näherem Erkunden, als großes Griechenlokal mit ausuferndem Gewölbekeller, was man von außen nicht erahnen kann – natürlich nicht. Dort vor der Tür treffe ich per Zufall zwei Teilnehmer der Buchvorstellung, der ich gerade entschlüpft war.

Altmark (4): Der Hausherr der Veranstaltung, Alexander von Bismarck, hatte den Besuchern sein Herrenhaus Döbbelin, querab auf dem Lande, im buchstäblichen Sinne geöffnet. Dort lebt der Mann mit seiner Familie, man erkennt es. 

Altmark (5): Das Haus leuchtet in der Septembersonne im warmen Gelb hinter hoher Einfriedung. Der Erbauer ließ es auf schon lange der Familie gehörendem Grund in den 1730er Jahren errichten. Wir würden heute nicht mehr darüber reden, wenn ein Nachfahre, der heutige Hausherr, es nicht 1990 in Besitz genommen und von Grund auf saniert hätte. Das ist – Kuriosität am Rande – nur deswegen sogleich möglich gewesen, weil die sozialistische Obrigkeit vergessen hatte, den Grundbesitz zu enteignen, und ihn dann für allerlei kommunale Zwecke genutzt hatte.

Altmark (6): Das hundert Kilometer elbeaufwärts gelegene Barby taucht aus der Erinnerung auf, wo das Grundbuchamt der DDR seinen Sitz gehabt hatte. Vor meinem inneren Auge steht der Wohnwagen, mit welchem Mitarbeiter von mir daselbst ihren Dienstgeschäften nachzugehen suchten, weil sonst keine Herberge zu finden war. Einen kleinen Moment verharrt der Gedanke und ich gerate in Zweifel. ob es wirklich so war. Dabei sind grade mal 30 Jahre ins Land gegangenen.

Altmark (7): Knapp 600 km An- und Abreise – A 4, A 9, A 14 und retour in 12 Stunden – das alles für den flüchtigen Kontakt mit originell zu nennenden Menschen. Lohnt das die Mühe? Schon die Frage ist falsch gestellt, denn frühmorgens benötige ich eine geschlagene Stunde, um das Erleben in einen kurzen Text zu fassen.

1. September 2023

Heute ist wieder ein zentraler Feiertag der deutschen Schuld, an welchem Gutmensch jammernd die Geschichte vom deutschen Überfall auf Polen auswalzt. Halte dies für verfehlt, wiewohl ich den Angriffsbefehl des großdeutschen Führers für eine schwachsinnige Tat halte, denn er machte genau das, was sich Amerikaner und Briten und auch die von ihnen angestifteten Polen ausgedacht hatten: Lass ihn bitte, bitte anfangen. Er tat’s, und nicht mal sechs Jahre später war Deutschland von der Landkarte verschwunden. Wie man angesichts dieses Ergebnisses nach einer Rechtfertigung für den Angriff suchen kann, wie dies einige Unbelehrbare (sog. Revisionisten) heute noch tun, ist mir rätselhaft.

Revisionist (2): Es handelt sich hierbei um ein wohlfeiles Schimpfwort, denn es bezeichnet zuförderst denjenigen, der den anglo-amerikanischen Geschichtsmythen nicht folgen mag, deren Hauptinhalt darin besteht, dass the fuhrer auf seinem Weg der Welteroberung gestoppt werden musste. Das ist nun wahrlich fraglicher Stoff, dessen Einzeltöne mit der Gesamtmelodie nicht harmonieren.

Revisionist (3): Wie so manches ist dieser Begriff und sein Inhalt aus dem großen und guten Amerika über uns gekommen. Dabei bedeutete revisionism dortzulande zunächst etwas ganz anders. Es war die Selbstbenennung einer durchaus seriösen amerikanischen Historiker-Gemeinde, die sich mit den englischen Propagandalügen über den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und die Notwendigkeit des amerikanischen Eingreifens nicht zufrieden geben mochte, wonach es unausweichlich gewesen sei, the kaiser auf dem Weg der Welteroberung zu stoppen.

Revisionist (4): Das Forschen dieser Leute nach den tatsächlichen Ereignissen wurde dann gestoppt, als Franklin Roosevelt 1933 die Macht ergriffen hatte und zur Überzeugung gelangt war, dass ein neuerlicher Krieg gegen Deutschland für Amerika gut sei. Rasch war der Auftrag an die gut bezahlten Hofschreiber erteilt, den revisionism zu verunglimpfen. Dabei ist es – bei Ausweitung des Stoff auf the fuhrer – bis heute geblieben.

31. August 2023

Meinen gestrigen Gedanken zur Entschriftlichung unserer Gesellschaft und deren Folgen schließe ich mit dem aktuellen Beitrag von Bernd Zeller ab, den ich in mein Sudelbuch einklebe. Man könnte denken, ich hätte ihn bestellt, habe ich aber nicht.

Bleibt noch eine Ergänzung: In meinen schwärzesten Gedanken sehe ich Horden von Analphabeten durchs Land ziehen, die Jagd auf Bücher und deren Besitzer machen. Ihre Anstifter – die Priester der Gleichheit und die des Propheten – werden darüber in Streit geraten, wer den ersten Stein geworfen habe.

30. August 2023

Schreiben um des Schreibens willen, das ist wie Geschwätz, nur eben mit der Hand. 

Schreiben (2): Bis gestern wurde tatsächlich die Hand gebraucht. Jetzt tut es angeblich auch ein Mikrophon, in das man hineinschwätzt. Versuchte das vor geraumer Zeit. Das Ergebnis war so lächerlich, dass ich es gleich wieder bleiben ließ. 

Schreiben (3): Allerdings: Solange ich eine vorzügliche Sekretärin hatte, genügte auch mein Geschwätz. Liegt weit, weit zurück. In der Zeit hatte ich das Selberschreiben verlernt. Unglaublich, aber wahr.

Schreiben (4): Wir Schreibgewohnten sind auf der Verliererstraße, weil das Lesenkönnen in Vergessenheit gerät. Die Leute begnügen sich mit Geschwätz, neudeutsch: Podcasts (merke gerade zu meinem Vergnügen, dass ich das Wort nicht mal richtig schreiben kann).

29. August 2023

Die Abhörbehörde im NS-Staat war 1933-45 das Forschungsamt. Der ab Frühjahr 1933 u.a. als kommissarischer preußischer Ministerpräsident und Innenminister amtierende NS-Multi-Funktionär Hermann Göring ließ es installieren und unterstellte es sich selbst, um seine Feinde überwachen zu können. Bei Kriegsende wurden die Akten vernichtet.

Abhören (2): Im heutigen Deutschland bestehen für Polizei und Dienste feste Regeln, die ein willkürliches Abhören verhindern sollen. Sie wurden während meiner einschlägigen Dienstzeit eingehalten. Davon ist heutzutage nicht mehr auszugehen, wie der Fall Maaßen-Krall drastisch zeigt.

Abhören (3): Die Besserwisser wissen, dass ihnen sowas nicht passieren könne. Sie irren sich gleich mehrfach.

Abhören (4): Die Wohlmeinenden debattieren, ob der Rechtsstaat in Gefahr sei. Nein, ist er nicht. Er existiert nicht mehr.

28. August 2023

Wenn nichts los ist, macht man was los. Hatte mir vorgenommen, mich um das Scheinproblem eines angeblich von vom bayerischen Politiker Aiwanger stammenden Flugblatts nicht zu kümmern, über das jetzt der Medienpöbel hetzt und die Selbstgerechten sich in scheinbarem Schmerz winden. Bis, na ja, bis ich es jetzt wider Willen zu lesen kriegte. Es ist Schülerkram und dementsprechend blöd, über 30 Jahre alt. Wenn der Verfasser, der übrigens nicht der Gescholtene sein muss, dazu aufgerufen hätte, Bullen zu klatschen und deren Kinder zu vergewaltigen, ginge es locker als Jugendsünde durch. Hat er aber nicht, sondern sich über die Verengung des Geschichtsunterrichts auf die NS-Verbrechen lustig gemacht. Drastisch und saublöd, Schülerkram eben.

Saublöd (2): Was mich zum Lesen des Flugblatts veranlasst hat, waren die ganz und gar ernst gemeinten Beitrage bei den sog. Alternativen, die sich bemüßigt sahen zu analysieren, ob das Flugblatt den sogleich erhobenen Antisemitismus-Vorwurf trage. Schon in die Falle gegangen. Ich auch.

27. August 2023

Mit Verlaub ist eine herrliche Füllsel-Floskel, die ganz aus der Mode gekommen ist. Komme drauf, weil ich über ein russisches „c увашением“ stolperte, was ich nicht zu deuten wusste. Jetzt weiß ich es: mit Verlaub.

Mit Verlaub (2): Die Dummheit der Kaste wird nur noch durch ihre Selbstherrlichkeit überboten. 

Mit Verlaub (3): Vermelde der guten Ordnung halber allhie das Erscheinen des jüngsten Senioren Akrützels (No. 49) von Bernd Zeller: https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2049.pdf, nicht ohne eines der enthaltenen Bilder mit Erlaubnis raubzukopieren:


Mit Verlaub (4): Das offizielle Haft-Foto von Trump von vorgestern verdient festgehalten zu werden, auch wenn die Haft nur 20 Minuten andauerte.


Mit Verlaub (5): Betrachte zum Vergleich einige der Fotos die man in Russland während der Großen Säuberung von gefährlichen Politikern und Geheimdienstlern anfertigte. In meiner Sammlung sind es Hunderte. Hier: drei willkürlich herausgegriffen, Konstantin Bassow, Jan Bersin und Christo Rakowski. Todeskandidaten, alle drei.

26. August 2023

Vorurteil: Bevor ich die Reife der Jahre zu spüren kriegte, habe ich die Romane von Theodor Fontane für Alteleutekram gehalten, selbstredend ohne auch nur einen davon gelesen zu haben. Das habe ich dann nachgeholt, wodurch sich, genau genommen, meine ursprüngliche Meinung als wahr herausstellte. Jetzt allerdings scheue ich mich, diesen Gedanken zu äußern, weil er mir so unendlich blöd vorkommt.

Vorurteil (2): Als ich dennoch bei Tisch diesen Gedanken – zu meinen Gunsten leicht verpackt – äußere und hinzufüge, dass meine Bewunderung des Meisters auch damit zusammenhänge, dass dieser mit dem Romanschreiben erst begann, als er mein reifes Alter erreicht hatte, erfahre ich so etwas, was man mit höflich spottender Zustimmung bezeichnen könnte. Dabei war mein Monolog eher absichtslos entstanden.

Vorurteil (3) oder sowas kommt von sowas: Über Nacht weist Niger erst den französischen, dann den deutschen Botschafter aus (dem aufmerksamen Leser M.E. sei Dank – nicht für den Umstand, sondern dass ich es so erfahre). Meine Geschichtsbesessenheit legt mir den Schluss nahe, dass Staaten so handelten, wenn sie sich nichts mehr zu sagen hatten und, wo doch, nun, wie man einstmals geschwollen formulierte, die Waffen sprechen sollten.

Vorurteil (4) oder sowas kommt von sowas: Man äußert sich nicht ungestraft gegenüber anderen Ländern im neokolonialen Stil, dem sich unsere herrschende Kaste befleißigt (Klein-Erna-Englisch inklusive). Zwar ist Afrika weit, doch die Einschläge kommen näher (The one-beats come nearer).

25. August 2023

Einen Zufall kann man auch herbeiführen. Ich suche beim Schreiben einer Geschichte über die russische Militäraufklärung (Raswjedka) nach einem Mann, der vor dem Ersten Weltkrieg den Spionagestützpunkt in Skandinavien gegen Deutschland leitete, Oberst Assanowitsch (Асанович). Ich finde ihn, aber ganz wo anders, in einer Fotosammlung aus dem Oktober 1914 über den russischen Vormarsch, respektive den Rückzug der k.u.k. Armee in Galizien. Da begleitet er westliche Korrespondenten.

Kein Zufall (2): Danach habe ich gar nicht gesucht, aber das Auge bleibt an der schier endlosen Leere des Landes hängen. Seltsamer Widerspruch. Es sind die Flüsse, die eine sichtbare Unterbrechung darstellen. Auf den entdeckten Fotos der Dnjestr. Ich suche ihn auf der Karte. Heute durchtrennt er die westliche Ukraine und das östliche Moldawien. Wie lange wohl noch?

Kein Zufall (3): Im eroberten, offenbar unzerstörten Lemberg dominieren im Herbst 1914 ordentliche Gebäude und buntes Volk auf den Straßen, ein Teil der Läden geschlossen, die Aufschriften noch deutsch.

Kein Zufall (4): Um die gestrige Orakel-Kirmes zum Absturz von Prigoshin vorherzusagen, musste man kein Prophet sein. Gewundert habe ich mich nur über die Stellungnahme aus dem Pentagon, das Flugzeug sei nicht mit einer Rakete abgeschossen worden. Hatte das jemand gefragt?

24. August 2023

Über Nacht: Ein Privatflugzeig mit dem russischen Söldnerführer Prigoshin an Bord soll bei Moskau abgestürzt sein. Spätestens im Laufe des Tagen werden wir hören, dass das der pöse Putin war. Das ist natürlich Blödsinn, aber es klingt gut. 

Über Nacht (2): Derweil besucht der Gescholtene die Stadt Rostow am Don. Da befindet sich das HQ der Operationen. Die Experten wissen deswegen, dass jetzt die Gegenoffensive zur Gegenoffensive starten wird. Ob ich will oder nicht: Vor meinem inneren Auge zieht der Bewegungskrieg in dieser Gegend in den Jahren 1942/43 vorbei. Nein, so wird es sicher nicht zugehen. Schon deswegen nicht, weil die ukrainische Armee über keinen Rückzugsraum nach Westen verfügt. Jenseits des Dnjepr beginnt das Ende der jetzigen Staatlichkeit.

23. August 2023

Als 1913 in Moskau ein Mann das Ölgemälde Iwan der Schreckliche und sein Sohn des russischen Malers Ilja Repin mit dem Messer zerschnitt, witzelten die russischen Kritiker des Meisters: Iwan der Schreckliche leistet seinem Sohn Erste Hilfe.

Russischer Witz (2): Über alle Hochs und Tiefs der politischen Epochen hinweg begleiten solcherart Äußerungen die uns oft kaum zu begreifende Hinnahme der Ereignisse. Dabei sind sie von schneidender Schärfe – vermutlich ein Gegengewicht zur Knute.

Russischer Witz (3): Ich lese das Mammut-Buch 1913 des Schweizers Felix Philipp – nein, ich versuche es nur, denn es ist unlesbar. Hängen bleibt, dass die seinerzeit dortzulande agierenden Künstler alles das vorwegnehmen, was uns heute noch als künstlerische avantgardistische Ausdrucksform, in welcher Sparte auch immer, unverständlich ist. Das Unbegreifliche hat dem Nachruhm ihrer Schöpfer nicht geschadet, aber schön zu nennen ist es nicht.

Russischer Witz (4): Wenn du zwischen zwei Herren wählen kannst, so nimm den, der deine Sprache spricht.

Übern Teich: Gastbeitrag von Adam Grant in der New York Times von vorgestern: Wahlen sind schlecht für die Demokratie. – Gut, dass das endlich mal einer sagt.

Übern Teich (2): Die Verfahren gegen Trump in Georgia werden immer skurriler. Jetzt wurden die ersten Mitarbeiter von ihm in Haft genommen. Das angeklagte Delikt: Racketteering (= organisiertes Gangstertum).

22. August 2023

Der Spezialist ist einer, der etwas kann, aber nicht weiß, was er tut.

Spezialist (2): Man bedient sich seiner, weil man etwas weiß, aber nicht beherrscht, wie man es tut.

Spezialist (3): Was passiert, wenn man solche des Militärs einfach machen lässt, durften die Deutschen im Sommer 1914 erleben. Der vom Großen Generalstab stolz ausgerechnete und angewendete Schlieffen-Plan eines Zweifrontenkrieges (Frankreich niederwerfen, bevor die russische Dampfwalze anrollt) war einen Tag nach Kriegsbeginn gescheitert, denn da standen die Russen bereits diesseits der Grenzen in Ostpreußen.

21. August 2023

Merkwürdig: Die Seriosität des britischen Nationalarchivs Seiner Majestät in Kew (TNA) erschien mir früher nicht diskussionsbedürftig. Und jetzt?

TNA (2): Während der sog. Pandemie konnte ich kostenfrei Akten herunterladen. Das ist vorbei. Dafür bietet man mir wieder Dinge, die ich schwerlich entbehre, zum Kauf an. Bei einem gerahmten Portrait von Thomas Morus („lass Minderwertige für dich kämpfen“) habe ich einen Moment gezögert. Aber jeden Früh an die Kriegsgrundsätze unserer ango-amerikanischen Rivalen erinnert zu werden, erscheint mir doch übertrieben.

Archive (3), diesmal mein eigenes: Die gestrige Suche nach der Hyäne von A. Paul Weber (Eintrag von vorgestern) hat Stunden gedauert, weil ich mit Wiedersehensfreude zu vieles in die Hand nahm, was ich überhaupt nicht gesucht habe.

20. August 2023

Der Ex-Chef des BfV, Hans-Georg Maaßen, werde, so lese ich, nachrichtendienstlich überwacht. Willkommen im Club.

Maaßen (2): Das ist, falls sein Nachfolger hierfür in überholendem Gehorsam verantwortlich ist, keine kluge Entscheidung im Sinne des Machterhalts, denn der Ex-Verfassungsschutz-Chef stellt so etwas wie einen Rettungsring für seine Partei, die CDU, dar. Er hält Altwähler bei der Stange, die noch der Illusion einer konservativen CDU anhängen und deswegen das gewohnte Kreuzchen machen sollen. Wenn man die vergrault, wird die Luft um die Funktionärskaste dünn. – Nun ja, man kann nicht alles haben.

Maaßen (3): Urkomisch ist die Meinung seiner Mitfunktionäre in der Werteunion bezüglich des Ukraine-Konflikts. Ein Mitvormann erklärte mir unter Berufung auf den Ex-Geheimen, es sei gesicherte Erkenntnis, dass der Putin nach der Ukraine Warschau einnehmen und dann auf Berlin marschieren werde. Dem vorzubeugen, sei die Kriegsbeteiligung unerlässlich. Ich riet ihm, sich rasch eine Fahrkarte nach Kiew zu kaufen.

19. August 2023

Erste Konsequenzen des Wachtwechsels bei den Soros-Menschen-Verbesserungs-Stiftungen: Der angekündigte Rückzug aus der EU. Glaub ich kein Wort von. Wäre nämlich zu schön, um wahr zu sein. – Ist vielleicht der Erkenntnis geschuldet, dass andere mildtätige US-Familien-Stiftungen auch ohne Soros-Sohnemann die allfällige Gemeinnützigkeit gegen die hiesigen Völker walten lassen.

Soros (2): Die Früchte der von ihm gesponserten Wahlen der Bezirksstaatsanwälte (sogenannte Demokraten) in den USA zeigen sich beim scheinbar unkoordinierten, in Wirklichkeit jedoch dezentralen Vorgehen gegen Trump. Neuerlich in Georgia. Bald wird der Mann so von Anklagen der abenteuerlichsten Art zugeschüttet sein, dass an die Präsidentenkür nicht mehr zu denken ist.

Ostfront: Sie hat sich, wie von Wunderhand gesteuert, aus den Nachrichten geschlichen. Nur noch ab und an ein zerbombter ukrainischer Getreidespeicher, damit wir die Empörung nicht gänzlich verlieren.

Ostfront (2): Was mag da vorgehen? Erschöpfung auf der einen und Beharren auf dem Erreichten auf der anderen Seite. Langsam ahnt man im Wertewesten, dass es aus Sicht der Russen nichts zu verhandeln gibt. Halte das für falsch, denn die russisch-sprachigen Brennpunkte der Industrie von Charkow, der Werften von Nikolajew und des Hafens von Odessa sind nicht vom Tisch, sondern bestenfalls aufgeschoben, was zur russischen Mentalität des Schritt für Schritt passen würde. Wir werden noch davon hören, wenn auch nicht heute.

Ostfront (3) Was ist mit den Polen und ihrem Rüstungs- und Einmarsch-Geschrei? Sind dort offenbar mit innenpolitischem Wahlkampf-Getöse ausgelastet.

Ostfront (4): Der Kolonialherr blickt versuchsweise nach Afrika. Das wäre eine Erklärung für die Stille, die sich wie ein Leichentuch über die Ukraine senkt. Schlimmer noch: Es wirkt, als würde ein verwöhntes Kind ein benutztes Spielzeug wegwerfen.

Ostfront (5): Nur noch Soros (siehe oben) will erklärtermaßen in dem unglücklichen Land weiter wirken – im Ersten Weltkrieg sprach man frontübergreifend von den Hyänen des Schlachtfeldes (der Arnstädter A. Paul Weber hat sie genial portraitiert).

18. August 2023

Frühmorgens zwischen fünf und sechs wird es nur zögernd hell. Dichter Nebel und völlig windstill. Kein guter Tag für die Erneuerbaren. Sieht man mit bloßem Auge.

Früh am Morgen (2): Frage mich, warum nicht mal die Vögel von sich hören lassen. Auch für Rasenmäher ist es noch zu zeitig. Gottseidank.

Hätte ich anders formuliert, ist eine Einwendung, die grundsätzlich nicht zu beanstanden ist, zeigt sie doch, dass der andere sich mit den eigenen Gedanken beschäftigt hat. Erst die routinemäßige Wiederholung weckt den Verdacht, es könne sich um Nörgelei handeln.

Es ist anders (2): Einwendungen gegen meinen Wera Gutschkowa-Aufsatz von gestern sind über Nacht eingetrudelt. Warum lesen die Leute sowas Abseitiges in der Nacht? Die Briefzeilen selbst belegen, dass das Lesen nur flüchtig gewesen sein kann. Aber interessant sind sie schon. Die Gedanken haben offenbar bei Reizwörtern zugeschnappt, ohne den Kontext zu erfassen. Sowas nennt man Schnellschuss.

Die Hornisse, die gestern Abend gegen zehn ins Wohnzimmer kam, ist wohl wieder weg. Wusste gar nicht, dass die auch im Dunkeln fliegen können. Weiß es jetzt aber. Das Insekt war unangenehm groß und machte einen bedrohlichen Brummton. Im Vergleich dazu sind die Wespen am Nachmittag auf der Südseite des Hauses geradezu putzig.

Und auch das noch aus fremder Feder, bevor das Tagewerk beginnt. „Ablasshandel. Statt Kerosin hätte man auch Annalena ablassen können“ (Leserbrief aus der Zellerzeitung).

Noch was, auf die Schnelle: Kann man sagen: Das nächste Manuskript scharrt schon mit den Füßen?

17. August 2023

Die Ausstellungsbesucherin, sichtlich euphorisch, verkündet mir die Geburt des Enkels (Ich transkribiere im Folgenden für die Nachwelt aus dem Schwäbischen). Es folgen die üblichen technischen Daten. Um etwas Höfliches zu sagen, frage ich nach dem Namen des Kindes. – Lu, sagt sie, einfach Lu, zwei Buchstaben. – Ich: Sehr sparsam. – Sie schweigt einen Moment. – Ich: Spart Tinte beim Unterschreiben. – Sie, meinen Einwurf übergehend: Das Schwesterle heißt Bo. – Aha. – Sie: Beide Namen sind absolut tschenderneutral. – Ich wende mich wieder den Bildern zu.

Ausstellung (2): Das Kunsthaus Apolda ist eine Adresse, die man kennen sollte. Seine Ausstellungen kann man ohne Übertreibung sensationell nennen. Die augenblickliche ist dem Maler Hermann Stenner gewidmet. Von dem Mann hatte ich zuvor nie gehört. Will nichts heißen, denn ich bin in Sachen Malerei ein nichtpraktizierender fröhlicher Amateur, der gerne gute Bilder anschaut. Und diese Bilder hier sind gut. Sehr gut sogar.

Ausstellung (3): Die Bilder stammen aus einer Privatsammlung aus Stenners Heimatstadt Bielefeld. Nach Schließung der Ausstellung in Apolda wird die Sammlung verkauft. Ich nehme an, dass die mittlerweile greisen Sammler Geld brauchen. Eine Stadt, die auf sich hielte, käme leicht auf die Idee, diesen Fundus anzukaufen. Tut sie aber nicht. Ist halt Bielefeld. Mir fallen dazu nur unangenehme Witze ein.

Ausstellung (4) Stenner, der Maler, um den es hier geht, wurde ganze 23 Jahre alt. Er ist als Kriegsfreiwilliger am 5. Dezember 1914 bei einem Sturmangriff an der Ostfront im heutigen Polen gefallen. Er wurde so – sicher ganz unfreiwillig – zum Frühvollendeten. Was er hinterließ, versetzt den Betrachter in Erstaunen. 

Ausstellung (5): Von akademischem Malen, so schrieb Stenner, hielt er nicht viel, aber er konnte es. Und wie. Er durchraste in seinem jungen Leben ganze Malerei-Perioden, von denen mir seine impressionistischen Bilder am meisten zusagen. Ich unterlasse es, sie zu fotografieren, denn ich weiß, den Blickeffekt im Wechsel von nah und fern, kann die Kamera nicht festhalten. So belasse ich es bei einigen anderen Sachen. Szenen vom Jahrmarkt in Bielefeld und dem Spaziergang an der Bahn. Bei der eher unscheinbaren Zeichnung Zwei Frauen unter den Zypressenmuss ich unwillkürlich lachen. Warum nur?




16. August 2023

Vier Tage vom Schreibtisch entfernt und von der Elektronik abgeschnitten, öffnen den Blick in eine andere Welt: die Hanse am Ausgang des Mittelalters. Was für eine Macht- und Prachtentfaltung. Das Durchstreifen von Lübeck und Wismar, den beiden rivalisierenden Königinnen im Norden, gibt einen, wenn auch schwächlichen Eindruck auf das, was einmal war. Unsere heutigen Verbündeten haben viel Fleiß darauf verwendet, diese Zeugnisse in den 1940er Jahren zu ramponieren. Den Rest besorgten wir selbst: der westliche Wiederaufbau durch unglaubliche Bausünden, die östliche Variante durch mutwillige Sprengungen des Stehengebliebenen. Jeder auf seine Weise.

Vier Tage (2): Das Erlebte passt in kein Sudelbuch. Es will sorgsam bedacht und zusammengefasst sein. Meine laienhaften Fotos werden mich beim Erinnern unterstützen.

10. August 2023

Spätfolgen der Ganzheitsmethode beim Lesenlernen: Beim Durchblättern des jüngsten Katalogs meines Berliner Lieblings-Verramschers bleibt mein Blick entzückt an dem Buch-Titel Laberworte hängen. Enttäuschung und Amüsement halten sich die Waage, als ich beim zweiten Hinsehen bemerke, dass es sich in Wirklichkeit um Laborwerte handelt. Nein, das werde ich nicht beschaffen.

Laberworte (2): Annalena Bb. soll gesagt haben: Die Ukraine hat ein Recht auf Selbstbeseitigung.

Laberworte (3): „Wenn die gesellschaftliche Mitte die Institutionen des Staates nicht mehr respektiert, ist absolut Gefahr im Verzug. Die staatlichen Institutionen sind der Lackmustest,“ sagte der Hundertprozent-Schulz soeben. Man lauschte ihm, weil er der Vorsitzende der Friedrich Ebert-Stiftung ist. Nein, Meister, es ist genau umgekehrt: Wenn in einer demokratisch organisierten Republik die Institutionen die Mitte verachten, ist Feuer unter dem Dach.

Noch zum gestrigen Hasen von Cornelia Schleime: Der setzt zwei Hasen sich zum Ziel | Wer zweien Herren dienen will | und bildet auf sich allzu viel. So Sebastian Brant vor 500 Jahren im Narrenschiff (Nr. XXIV).

9. August 2023

Es schickt der Herr den Jockel aus: Tichy weiß, dass der Business Insider weiß, dass das Kanzleramt weiß, dass der BND weiß, dass die ukrainische Segelyacht das Tatwerkzeug der Nordstream-Sprengungen war. Jungs, die Geschichte war schon vor Wochen eine lächerliche Lüge, sie wird nicht dadurch wahrer, dass man ihr jetzt Glaubwürdigkeit dadurch unterzujubeln versucht, es würden beim Bund genau deshalb Ermittlungen wg. der Preisgabe von Dienstgeheimnissen stattfinden. Es sei denn, es wäre ein Dienstgeheimnis, die Bevölkerung mit der Yacht-Story hinter den Baum zu führen. Eine Lüge zu Staatswohlzwecken, sozusagen. Das blöde Volk soll’s nicht mitkriegen, dass es die amerikanischen Kriegsverbrecher – unsere Verbündeten – waren, die uns mit der thermonuklearen Waffe angriffen.

Mein Name ist Hase (2): In dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, stoße ich beim Versuch, die Sache am zutreffenden Ort meines Computer-Labyrinths zu speichern durch einen Navigationsfehler auf ein Foto, das ich vor einigen Tagen in einer Ausstellung von Cornelia Schleime in Dresden mit dem Handy machte. Erst bin ich überrascht, dann muss ich lachen, weil ich finde, dass es thematisch irgendwie passend ist.

8. August 2023

Vor über hundert Jahren waren Mischehen in Deutschlands besseren Kreisen beliebt, will sagen: es paarten sich Ehewillige mit mosaischer Abkunft mit jenen anderen, die das nicht waren. Keiner der Betroffenen konnte ahnen, dass unter der Herrschaft des NS-Pöbels in den 1930er Jahren das modern Geglaubte zu den schlimmsten Konsequenzen Anlass gab.

Mischehen (2): Zu solchen zwischen Evangelischen und Katholiken kam es dann in den 1950er Jahren, als die Konfessionsgrenzen durch die Flüchtlingsmassen aus dem Osten gesprengt wurden und zudem der Nachkriegs-Männermangel den Frauen allen Anlass bot, nicht nach dem Gebetbuch zu fragen, sondern zu nehmen, was zu kriegen war.

Mischehen (3): Vor rund drei Jahrzehnten entdeckten westdeutsche Männer das Ossi-Weib und fanden es attraktiver als das Gewohnte. Von der Gegenrichtung, was die Geschlechter anbelangt, hörte ich nie.

Mischehen (4): Ein Blick auf sommerliche Straßen und Plätze belehrt darüber, dass ein bestimmter Typus sehr junger Frauen am Orientalen Gefallen findet. Auch hier ist die Sache einseitig – ganz offensichtlich. Deutsche Männer, die dabei zu kurz kommen, rächen sich, indem sie lange Flugreisen in Kauf nehmen.

Mischehen (5): Der Begriff ist heute tabu, da unsere geschichtslosen Gutmenschen glauben, dass dies ein Naziwort sei.

7. August 2023

Nach nur 48 Stunden des Abschaltens frühmorgens aus dem Fenster und auf den Nachrichtenstau geblickt: Draußen biegen sich die Bäume im Sturm und drinnen schiebt sich Afrika vor alle Quasi-Neuigkeiten.

a) Zum Wetter kein Wort mehr. Nur dies: der Sommer ist vorbei.

b) In Niger bahnt sich ein Weltkonflikt an, denn es geht um die Herrschaft über unermesslich wertvolle Bodenschätze. Meine letztjährige Rundreise taucht aus dem Nebel der Erinnerung auf. Hitze und Uranabbau im Wüstensand.

Muskelspiele: Vor Alaska findet ein russisch-chinesisches koordiniertes Flottenmanöver statt. US-Strategen sind empört. Jungs, jetzt bekommt ihr einen Eindruck davon, wie die Russen sich fühlen, wenn ihr hochgerüstet in der Ostsee herumschippert.

Muskelspiele (2): Währenddessen hat sich Putin mit den afrikanischen Big Bosses getroffen. Mainstream belehrt uns, dass das nur Wind vor der Hoftür sei. Ich denke, da unterschätzt man die Cleverness der Afrikaner. Sie haben gelernt, mit ihrem Pfund zu wuchern – und tun’s, wie man sieht.

5. August 2023

Sehe gewohnheitswidrig ein längeres Interview auf YouTube an, das Dirk Pohlmann mit dem schweizerischen, in den USA lehrenden Physiker Hans Benjamin Braun führt. Es geht um den Anschlag der USA auf die Nordstream Pipelines im September 2022. Es sei ein thermo-nuklearer Waffeneinsatz gewesen, so Braun. Erst denke ich: Wieder so eine dolle Theorie, doch von Minute zu Minute werde ich nachdenklicher. Die Aussagen sind nachvollziehbar, und sie sind sehr gut belegt.

https://www.youtube.com/watch?v=q-Z1gegDGvs.

Nordstream (2): Dass die Amerikaner die Täter sind, schieb ich bereits Tage nach dem Anschlag. Alles, was man an Fakten zusammenraffen konnte, sprach eine eindeutige Sprache. Doch dass sie Atomwaffen einsetzten, wäre mir im Traum nicht eingefallen.

Nordstream (3): Die das planten und ausführten, sind Kriegsverbrecher der Sonderklasse. Ihr Motto lautet: Wir können das, und wir tun es auch. Selbstredend sind die Beteiligten auch feige, denn, natürlich, es traut sich keiner von ihnen an die Sonne.

4. August 2023

Grundsatz des Sieges: Bekämpfe niemals diejenigen, die mit dir in die selbe Richtung marschieren.

Grundsatz (2): Knurrend füge ich mich meiner eigenen, stets breitmäulige verkündeten Weisheit. Deshalb werde ich nicht… nein, wirklich nicht… aber ich denke mir mein Teil. Anschließend, nach dem Nachdenken, das Maul zu halten, verlangt strenge Selbstdisziplin. Ehrlich. Ich knirsche mit den Zähnen.

Grundsatz (3): Bei den deutschen Unternehmern bin ich mir nicht so sicher, in welche Richtung sie marschieren. Jetzt jedenfalls beklagen sie sich über neue Regularien aus Brüssel, welche sie mit großem Aufwand ab Anfang 2024 erfüllen sollen. Mir geht dieses Gejaule auf die Nerven, denn es ist typisch deutsch. Regeln einhalten, anstatt geschlossen zu sagen: Was geht mich das an? Andere Länder verfahren genau so.

Grundsatz (4): Das erinnert mich stark an den Stabsunteroffizier Rieske während meiner Grundausbildung. „Einfach garnich ignorieren,“ sagte er, speziell an die Abiturienten gewandt, die ihm unterstellt waren – ich war davon einer.

Grundsatz (5): Die in Spanien wohnende Freundin, der Nationalität nach eine Polin, sagt, sie könne mich nicht, wie von mir angeregt, im Herbst treffen, weil sie, wie jedes Jahr zum fraglichen Zeitpunkt, zu den Dudelsack-Weltmeisterschaften nach Edinburgh reisen müsse.

Grundsatz (6): Die Firma Mey & Edlich in Leipzig ist ein Herrenbekleidungs-Versand. Ihre Kataloge halten seit Jahren für mich unverzichtbaren Mindeststandart ein: a) Sie sind in der Warenbeschreibung selbstironisch witzig, b) Sie verzichten auf die farbige Exotik bei der Darstellung ihrer Erzeugnisse. Will sagen, die männlichen Kleiderträger könnten Leute aus der Nachbarschaft sein.

3. August 2023

Es ist ungerecht, dass alle auf Annalena Bb. herumhacken. Ich hingegen möchte sie und ihre Eloquenz nicht missen. Erst heute Morgen habe ich mich halb totgelacht. „I believe I spider“, so las ich (für Engländer hier in meiner Übersetzung: Ich glaube, ich spinne). Das ist natürlich ein Fake.

Annalena (2): Gut fand ich auch, dass sie von den „Nigerern und Nigererinnen“ schrieb oder sprach. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber zuzutrauen wäre es ihr schon. Gewiss nicht, obwohl sie undeutlich spricht, sagte sie: Negerer und Negererinnen – jedenfalls meinte sie es nicht so.

Annalena (3): Früher hatten Minister einen Pressesprecher, dessen Aufgabe es war, dem Pressepöbel deutlich zu machen, was der Minister gesagt haben könnte. Im Fall der Annalena Bb. ist es genau umgekehrt. Die Hauptaufgabe ist mitzuteilen, was sie keinesfalls gesagt hat.

Annalena (4): Unzutreffend ist übrigens auch die weit verbreitete Ansicht, unser Bundeskabinett bestehe nur aus Clowns, so dass die echten Satiriker daneben keine Chance hätten. Die gestrige Zellerzeitung beweist das Gegenteil.

Und in dem Zeller seiner Leserbriefspalte finde ich dieses hier: „Heiz-Tipp für den Winter: Da es sowieso nicht genug Strom gibt, sollten Sie einfach Ihr E-Automobil verbrennen. Aktuelle Schiffsunglücke beweisen: Es brennt sehr lang und heiß!“

Nach soviel Information schalte ich früh halbsieben das Internet aus, um mich den Tag über mit was Serösen zu beschäftigen (Lesen & Schreiben). Kann nicht verhindern, dass ich im Briefkasten, im echten, ein Buch vorfinde, eingeworfen ohne jeden Kommentar: Alexander von Bismarck: Begegnungen zwischen Russen und Deutschen. Geblättert und verblüfft festgestellt, dass ich darin einen mir bekannten Namen vorfinde, meinen.

2. August 2023

US-Sonderermittler Jack Smith hat eine zweite Anklage gegen Ex-Präsident Trump vor einer Grand Jury in Washington DC losgetreten. Während sich die erste seit einigen Wochen mit Dutzenden von Vorwürfen über die Mitnahme klassifizierter Regierungsdokumente aus dem Weißen Haus in sein Privathaus in Florida befasst, beschäftigt sich das zweite Anklageverfahren mit dem Vorwurf, Trump habe am 6. Januar 2021 zusammen mit sechs anderen Personen eine Verschwörung gegen den Verfassungsstaat USA angezettelt, indem er öffentlich und zu Unrecht behauptet habe, die Präsidentschaftswahlen vom November 2020 seien gefälscht worden. Man staunt, wenn man’s liest.

Trump (2): Der Hass des Establishments auf diesen Mann muss grenzenlos sein und die Furcht vor ihm auch. Hass und Furcht haben verursacht, dass nichts unversucht blieb, ihn aus dem Amt zu entfernen und einen Neustart zu verhindern. Nur umgebracht hat man ihn noch nicht, was mich ehrlich wundert.

1. August 2023

Ostfront: Die Meldungen mehrerer Tage nachsortiert. Hierbei bemerkt, dass bei den Erdkämpfen die Aussagen beider Seiten auch nicht nur vage zusammenpassen. Hieraus die Folgerung gezogen, dass Entscheidendes nicht stattgefunden hat, vor allem nicht der mehrfach groß angekündigte strategische Durchbruch der Ukrainer im Raum Saporoshje in Richtung Asowsches Meer.

Ostfront (2): Beide Seiten drohen einander mit politischen Gesten, Polen durch Zusammenziehung von Kampftruppen an seiner südöstlichen Staatsgrenze, Russland und Weißrussland durch gemeinsames Auftreten ihrer Führer und einer unmissverständlich harten Sprache gegen Polen. Man werde deren Einmarsch in die westliche Ukraine nicht hinnehmen.

Ostfront (3): Der tschechische Präsidenten-General Pavel mischt sich ein und verlangt Internierungslager für die in Europa lebenden Russen.

Ostfront (4): Russland verstopft mit Gewalt die Löcher für die Verschiffung von ukrainischem Export-Weizen. Der Aufschrei der Welt hierüber beschränkt sich auf den Wertewesten.

31. Juli 2023

Die Grenze zwischen altem Fahrensmann und altem Eisen ist hauchfein.

30. Juli 2023

Dass Blöde auf Spendenkampagnen hereinfallen, ist nicht grundsätzlich neu. Wenn nun die Amadeo-Avocado-Stiftung Spenden eintreibt, um angeblichen Rammstein-Opfern beim Prozessieren zu helfen, und hierbei nach Eigenangaben über 600.000 € einkassiert, so ist das eine originelle Variante des Kampfes gegen Rechts, dem sich diese Linksausleger verschrieben haben. Wäre die Sache nicht dank der Abschaffung des Rechtsstaats per se als eine gute Sache sanktioniert, käme man als Jurist alter Schule auf den Gedanken zu prüfen, ob zivilrechtlich eine Geschäftsführung ohne Auftrag, strafrechtlich ein Spendenbetrug und steuerrechtlich ein Mangel an Gemeinnützigkeit vorliegen könnte.

29. Juli 2023

Deutschland und die Nato: Nun wollen wir keinesfalls Krieg gegen den Russen führen, jedenfalls nicht so richtig – so, dass die Fetzen fliegen –, denn was unsere Leos in der Ukraine leisten, kann bestenfalls auf dem Markt für Stahlschrott zu einem frustrierenden Überangebot beitragen. Reden wir besser nicht drüber.

Und die Nato (2): Dafür macht der Verteidigungsminister, der unsrige, mal eben 20 Milliarden locker, um Munition für die Ukraine einzukaufen. Bloß wo? Meine letzten Besuche bei Aldi und Lidl haben mich überzeugt: Der Chef-Soldat muss seine Sachen woanders einkaufen. Diska, Netto, Rewe, Edeka, Rheinmetall? Nebenbei bemerkt: Das ist ein Fünftel des Geldes, was der Bundestag für die Wiederherstellung der Bundeswehr vorgesehen hatte.

Und die Nato (3): Während die Vasallen noch rätseln, wie sie die mehrhundertseitigen Beschlüsse von Wilna-Vilnius umsetzen sollen, hat der Russe einen Raketen- und Drohnenangriff auf die Infrastruktur im heiklen Länderdreieck Rumänien, Moldawien, Ukraine geflogen. Punktgenau aufs ukrainische Ufer beschränkt. Grenzüberschreitende Nato-Luftabwehr? Fehlanzeige. Will man nicht, oder kann man nicht? Ich vermute: beides.

Und die Nato (4): Wie lautete deren zynischer Beschluss von Wilna. Erst musst du den Krieg für uns gewinnen, dann reden wir weiter.

28. Juli 2023

Tollhaus Washington: Seit März 2022 arbeiten das FBI und der ukrainische Geheimdienst SBU eng zusammen, um die social media bezüglich des Ukraine-Kriegs von unerwünschten Inhalten zu reinigen. Bei der jetzigen Untersuchung im Kongress kam heraus, dass die Löschungsattacken nicht nur Russen-Kritisches betreffen, sondern ganz im Gegenteil auch Ukraine-Freundliches getilgt wurde. Nicht nur zeigte sich, dass das FBI völlig unkritisch die Angaben aus Kiew übernahm, sondern dass dort auch Leute das Sagen haben müssen, die ich früher als russische Einflussagenten bezeichnet hätte.

Washington (2): Antony Blinken, der US-Außenminister, hat soeben folgende Sentenz geprägt. Die siegreichen ukrainischen Truppen hätten bereits die Hälfte der von den Russen okkupierten Ukraine zurückerobert. So werden Legenden produziert, die begründen sollen, warum soeben weitere 400 Mio. US-Dollar für Waffen bereitgestellt wurden.
Washington (3): Notwendiger Nachtrag zu dem Biden sein Schäferhund (Genitivkonstruktion mit Migrationshintergrund). Der erste seiner Art hieß Major (muss ich nicht übersetzen). Es blieb dann militärisch, denn der heutige heißt Commander (Kommandeur). Tippe mal, wie der nächste heißt, wenn Commander wegen weiterer Attacken auf das Sicherheitspersonal abgelöst werden muss. Ich bin für the leader (der Führer). 

Auch das noch: Soeben bietet mir die Gesellschaft Revierkohle Nachbergbau aus Hamburg, was nach verbreiteter Ansicht am Meer oder, wie ich jetzt erst erfahre, an der Ruhr liegt, die heilige Barbara für 15 € an. Sie ist 13 cm groß und die Schutzpatronin der Bergleute und Tunnelbauer… und der Kanoniere. Erwäge aus aktuellem Anlass die Erwerbung.

27. Juli 2023Radikale Korrektur: Die Ansprache des Physik-Nobelpreisträgers 2022, John Clauser, vor den Gremien des IWF findet nicht statt. Er wurde ausgeladen, weil den Geldleuten nicht zumutbar ist, dass da einer von etwas redet, wovon er nach Auffassung der Gastgeber nichts versteht. Sein Thema: How much can we trust IPPC climate predictions (Wie weit können wir den Klima-Vorhersagen der IPPC vertrauen)? – Offenbar gar nicht, denn bereits vor Tagen hatte Clausen die Modellrechnungen der sog. Klimaforscher als Pseudowissenschaft bezeichnet.
Korrektur (2): Es genügt nicht, die Geldsäcke vor unangenehmer Wahrheit zu bewahren. Nein, es muss auch der Herr Jedermann geschützt werden. Zu diesem Zweck findet man bei Google statt des Vortrag-Manuskripts jetzt 404 Error. Danke Google.
Korrektur (3): Robert Kennedy jun., selbsternannter US-Präsidentschaftsbewerber, war in dieser Woche schlauer. Bevor ihm einer den Mund verbieten konnte, sagte er bei einer Kongressanhörung zu Corona und deren Bekämpfung, dass die verabreichten sog. Impfstoffe je nach der Rasse der Impflinge unterschiedliche Folgen gezeitigt haben. Das woke Amerika jaulte auf wie ein Mann, pardon: wie ein Dings. Indessen: Eine sofort veranstaltete Meinungsumfrage brachte zum Verdruss der diversen Meinungs-Machthaber einen steilen Anstieg der Zustimmung zu Kennedy ans Licht.
Korrektur (4): Zwar biss der US-Präsident nicht seinen Personenschützer im Weißen Haus, dafür tat es sein Hund. Dass dies ein Deutscher Schäferhund ist, braucht wohl nicht gesondert betont zu werden. Zu Hautfarbe des Verletzten wurde nichts mitgeteilt. Wäre es ein Schwarzer, dann wüssten wir’s. Der offenbar Schwererziehbare soll jetzt nachgeschult werden. Vegane Kost?

Vor der Küste von Ameland treibt ein mit Autos beladener Frachter brennend auf hoher See. Das Feuer ist nicht unter Kontrolle zu bringen. Jetzt diskutieren die sog. Experten, ob eines der geladenen Elektro-Spielzeuge den Brand verursacht habe. Schön, kann man machen, doch das eigentliche Problem sieht anders aus: Befindet sich ein Elektro-Fahrzeug im Umfeld eines Brandes und fängt es hierbei Feuer, so wird der Brand unregierbar. Diese Erkenntnis auf die Realität übertragen, gäbe es nur eine einzige Lösung, aber die will niemand wahrhaben.

26. Juli 2023Scharfe Sache: In der Mainzer Taunusstraße residiert die Firma Rosemary & Co. Obwohl wir uns gar nicht kennen, sind wir in einem Anschreiben, das ich unangefordert nebst Gewürz-Gutschein erhalte, per Du. Wenn mich ein Fremder duzt, deute ich das als eine Personenverwechselung (mildere Variante) oder dahin, dass er mich für einen blödianischen Alten hält, dem das Du Vertrauen einflößen soll.

Scharfe Sache (2): Alles Bio – „soweit wie möglich“, so schreibt Rosemary. Ich verkneife mir die Anfrage, ob man auch das Muffig-Gewürz bekommen kann, damit alles so unfroh riecht (und schmeckt) wie im Bioladen. Für Interessenten: Mein 30 Euro Gutsschrift-Code lautet DDX134.

Frühmorgens 10° bei dichten Wolken und Windstille. Es wird im Laufe des Tages nur wenig wärmer werden. Mein Apple Weather weiß Rat, einfach auf Fahrenheit umschalten und schon kriegt man bei 50° warme Füße.

Hochgrad (2): Ich habe noch gelernt, dass ein Gespräch über das Wetter von mangelhaften Umgangsformen zeugt. Heute ist das anders. Wer bei Häppchen und Schampus in den Panik-Modus verfällt, gilt als gut integriert. Wer allerdings davon redet, dass dies alles Zwecklügen der Herren Climate Changer sind, gerät an den Rand des Rauswurfs.

Ein tausend Seiten Roman ist eine Herausforderung. Für den Autor und für den Leser. Ohne Furcht und Tadel von Evelyn Waugh aus der Hand gelegt, zu Ende gelesen. Eine Groteske als Kriegsbuch über World War II. Narren und Phantasten, Militär-Bürokraten und Upper Class-Trinker in der Tristesse eines zerbröselnden Empire. Nebenbei eine schallende Ohrfeige in die verzückten Gesichter der ach so geheimen Commandos.

Waugh (2): Immerhin ich will nicht verschweigen, dass ich dem Buch diese Sentenzen hier verdanke: a) Ein Freund von Ihnen? – Ja, er hat meine Frau geheiratet. – Ich dachte, er wäre Junggeselle. – Ist er auch inzwischen wieder. b) Die Strafe für Faulheit ist ein langes Leben. – Für 972 Seiten ziemlich karg. Eine einst imperiale Gesellschaft, unrettbar in den Untergang taumelnd.

Welt im Untergang (2): Klar erkannt, doch es bleibt die niemals gestellte Frage: Warum habt ihr das getan?Welt im Untergang (3): Jetzt ist dasselbe morbide Spiel auf dem Kontinent angekommen. Hat ein langes Menschenleben lang gedauert. Bleibt dieselbe Frage: Warum habt ihr das getan?
Welt im Untergang (4): Bedenke deinen eigenen Anteil, bevor du sagst: Die da waren es.

25. Juli 2023Die Verstandeskraft, das Bewahrenswerte zu erkennen, nennt man bisweilen konservativ. Doch wenn der Erkenntnis kein Wille zum Handeln innerwohnt, ist es nichts als greisenhaftes Gejammer.
Das Bewahrenswerte zu bewahren, verlangt zugleich, das Entbehrliche zu beseitigen. Das eine ist ohne das andere nicht möglich. Dem auf diese Weise Notwendigen mit Wortschwall auszuweichen, ist nichts als feige Augenwischerei.
Vor Tagen beschrieb ich die Ukraine als eine zynische Waffenschau – mir fiel kein treffenderes Bild ein. Jetzt tauchte erstmals die russische Riesendrohne S 70 Hunter am Himmel dort auf, von einer Su 35 begleitet. Aus der Nähe betrachtet sieht sie aus, als hätte der amerikanische Tarnkappenbomber Pate gestanden – nur eben viel kleiner. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 1.400 km/h soll sie eine Reichweite von 6.000 km haben. Das reicht locker bis Berlin oder Rammstein.

24. Juli 2023Ostfront: Die Lage wird kompliziert, weil die Russen nach dem Aufkündigen des Getreide-Abkommens die Seeblockade von Odessa wiederaufgenommen und zudem die Stadt mit Drohnen und Raketen beschossen haben. Getroffen wurde auch das chinesische Konsulat dort. Die US-Boys sind empört, dass die Chinesen bislang keine Verurteilung dieses Angriffs vorgenommen haben.
Ostfront (2): Seit Tagen nichts Bemerkenswertes an den üblichen Fronten. Das Töten geht weiter. Indessen: Von der ukrainischen Offensive redet niemand mehr.
Sehenswert und erfreulich: Die beiden Ausstellungen der Malerin Cornelia Schleime in Dresden verlangen nach einem ausführlichen Bericht. Über den dort applizierten Ukraine-Kotau der sächsischen Museumsbürokratie sehen wir hinweg.

Derweil in Berlin: „Wir müssen alle in den letzten Jahrzehnten Praxis gewordenen Fehler beseitigen, die Verteidigungsminister der CDU/CSU auf den Weg gebracht haben, denn dazu zählt nicht nur die Halbierung der Bundeswehr und die Abschaffung der Wehrpflicht…“ Sagt ein Mann namens Scholz, der expressis verbis gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht ist. – Kanzler ist er, das ist ziemlich sicher, aber ist er auch diensttauglich?

22. Juli 2023Seit drei Tagen sitze ich morgens mit einem Pullover am Schreibtisch. Heute in aller Früh draußen dasselbe Bild: Kalt, dichte Wolken und völlig windstill. Das hindert die Klima-Irren nicht daran, vom heißesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zu reden. Mir gefällt das, denn es zeigt dem letzten Deppen, dass da etwas nicht stimmt.

Faktenfrei (2): Dass zum Gebetsteppich der Klima-Irren der Kölner Dom – wohlgemerkt, der unter Wasser stehende – gehört, hängt mit dem zelebrierten Abschmelzen der Polkappen zusammen. Physikalisch relevant kann hier nur der Südpol mit seiner Landmasse und ihrem Eispanzer sein. Der ist in den vergangenen 15 Jahren um 5.000 qkm gewachsen.

Übern Teich: Eines der drei Gerichtsverfahren gegen Donald Trump ist gestern terminiert worden. Das wg. Aktenmitnahme und weiteren 37 Anklagepunkten. Das Gericht hatte ursprünglich den August 2023 vorgesehen, doch da hatte die Staatsanwaltschaft protestiert: Sie könne nicht so schnell die Beweismittel herbeischaffen. Anklage erhoben ohne Beweismittel? Wunderbares Amerika. 

Anklage (2): Der neue Gerichtstermin liegt im kommenden Jahr dicht vor der Präsidentenwahl. Das ist für die Dems, die das Verfahren betreiben, der volle Erfolg. Derweil wachsen die Umfragedaten für Trump ins Bedrohliche. Sie werden nichts bewirken.

21. Juli 2023Warum nur erwähnt man beim Bürger G. stets, dass er ein Pfarrer sei? Müsste doch eigentlich heißen: gewesen sei. Sein einziges Verdienst, an das ich mich erinnere, war, dass er eine Behörde leitete, deren Namen sich niemand, der bei Sinnen war, merken konnte. So nannte der Volksmund sie etwas einsilbig nach ihm. Ein Markenname als Produktbezeichnung. Davon träumt jeder Werbe-Heini: Uhu, Tesa, Persil, Pril und eben G..
G. (2): Ansonsten sind mir aus dem Mund des Redners nur dumme Sprüche in Erinnerung: Dunkeldeutschland. Jetzt hat er das Zwischenreich verbal gegründet, das sei jener unwirkliche Rückzugsort, in dem jene Dunkeldeutschen lebten und immer noch leben.
G. (3): Vor dreißig Jahren bezeichnete man die Typen seines Zuschnitts als Wendehälse. 

Leserin B. schickt mir das Foto eines Einkaufsbeutels, der vor Jahren mal im Wahlkampf in Dunkeldeutschland verteilt wurde – und zwar von der ehemaligen SED, die seinerzeit PDS hieß. Sein Aufdruck: Demokratie braucht Opposition. Sie ergötze sich, so merkt sie an, an den Reaktionen – dem sich winden – derer, die darauf aufmerksam werden. Ich sehe diese vor meinem inneren Auge. Der Morgen beginnt vergnügt.

20. Juli 2023Plötzlicher Entschluss oder nur dessen Ankündigung: US-Regierung will das Viren-Labor von Wuhan nicht mehr finanzieren. „Nicht mehr“ bedeutet, dass sie es bislang tat. Gain of function heißt auf Technokratisch die in den USA verbotene Virenzucht. Man konnte, wenn man wollte, dieses verbotene Tun seit langem kennen, doch Mainstream wollte nicht. Als ich vor Jahr und Tag unter Nennung von Ross und Reiter darüber schrieb, wurde es als Verschwörungsgeschwätz abgetan. Merke: Verschwörung ja, aber in echt.
Geschwätz (2): Der offenbar von einem Sonnenstich heimgesuchte Fernsehclown und Mediziner Eckart von Hirschhausen weiß das hier: „Ein gekochtes Ei hat für immer die Chance auf Leben vertan. Denn das Ei besteht aus Wasser, Fett und Eiweiß. Genau wie das menschliche Hirn. Deswegen sind Hitzewellen so gefährlich für uns Menschen.“ Soso, ich halte freilaufende Idioten für gefährlicher als Hitzewellen. Und das mit dem gekochten Ei unterschreibe ich auch nicht, denn merke: Lege das gekochte Ei ein Weilchen in die Sonne, dann wirst du erleben, wie es zu leben beginnt.

19. Juli 2023Übern Teich – Nachtausbeute: a) Kongress-Aufsichtskomitee will zwei Whistleblower der US-Steuerfahndungsbehörde wg. Biden-Familien-Korruption anhören, b) Justizministerium (DOJ) und FBI wollen das verhindern, c) DOJ-Sonderermittler gegen Trump will in dieser Woche noch eine Anklage gegen den Ex-Präsidenten wg. dessen angeblichen Staatsstreichplänen (Kongresssturm am 6. Januar 2021) mit einer Grand Jury durchsetzen. 

Übern Teich (2): Sind das wirklich die Leute, vor denen sich die ganze Welt fürchten muss? Ausbeute derselben Nacht:

Ach ja, und gestern schon notiert: US-Vizepräsidentin Harris will Klima durch Bevölkerungs-Reduzierung retten. Sei nur ein Versprecher (Freud‘scher Art?) gewesen, wird anschließend gespressesprechert. Willkommen im Annalena-Club.

18. Juli 2023„Die Zusammenarbeit zwischen der Nato und der Ukraine wird auf eine neue, auf eine noch tiefere Stufe gehoben“. So die deutsche Außenministerin Annalena Bb. am Wochenende zum Ergebnis des zu Ende gegangenen Nato-Gipfels in Wilna-Vilnius. – Kannste dir nich ausdenken.

Nato-Gipfel (2): a) direkte Konfrontation mit Russland vermeiden, b) weiter Waffen liefern, c) dem Iran drohen.

17. Juli 2023Sommerloch? Zum Glück gibt‘s morgens die Leserbriefseite der Zellerzeitung. „So ändern sich die Zeiten. Die fetten Jahre sind passé, fette Politiker dagegen en vogue“.
Ursache und Wirkung: Das russisch-ukrainische Getreideabkommen endet heute. Da wird in Kürze das übliche Feuerwerk des Russenhasses entzündet werden. Über die Ursache der Beerdigung, den ukrainischen Sprengstoffanschlag auf die russische Ammoniak-Pipeline, wird weniger berichtet werden.

16. Juli 2023Inzwischen alt genug, um mich nur noch für den Tod von – wohlgemerkt – anderen zu interessieren? Bin ich sicher nicht. Und dennoch, der Tod von Milan Kundera zwingt mich automatisch in eine knappe Rückwärts-Schleife. Sie führt in die frühen 1980er Jahre und endet auch dort. Nein, halt, in den Anfang-1990ern diente mir der Mann mit seinen Romanen, um mit den neuen, den östlichen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.
Roman (2): Der Intelligenzforscher Volkmar Weiß hat einen zweiten futuristischen Roman vorgelegt. Er führt, wen wundert’s, in eine Menschenzucht-Welt, sie ist indessen eher pornographischen Zuschnitts. Über die vom Verlag beigegebenen Zeichnungen von Sebastian Hennig soll sich der Autor pikiert geäußert haben. Dennoch kaufe ich zwei der Blätter beim Künstler ein. Mal sehen, welcher Besucher sich erstmals darüber angestrengt äußern wird.
Noch mal davongekommen: Nachts von Norden kommend Rückfahrt auf der A 9 nach Hause, obwohl ich gewarnt worden war, dass ein Sturm tobe und alles überschwemmt sei. Auf den Höhen des Saaletals war die Straße nicht mal feucht. Nur der Mastenwald der Windräder von Weißenfels blinkte arbeitsscheu vor sich hin.
Routinemäßig notiere ich das Erscheinen von Bernd Zellers Rentnerischem Akrützel. https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2047.pdf. Leseprobe:

15. Juli 2023Der Traumtanz nimmt Fahrt auf: Ein VW-Vorstand merkt an, dass der Konzern in einer schweren Krise stecke. Den wahren Grund nennt er nicht. Sie bauen Elektro-Spielzeuge, die kein Mensch kaufen will. Lösungsvorschlag: Man baut zukünftig bessere E-Autos. Wie nennt man das? Mir fehlt die Vokabel.
Ist es Wehrkraftzersetzung, wenn man feststellt, dass der neue Generalinspekteur lustig aussieht? Oder liegt das an dem Foto, welches durch dpa verbreitet wird. Er will die Bundeswehr kriegstüchtig machen. Soso, will er das? Früher hätte man im Anschluss an den Wortlaut des Grundgesetzes gesagt: Sicherstellen, dass sie ihren Verteidigungs-Auftrag erfüllen kann, denn von Kriegführen in aller Welt ist dort nicht die Rede.
Die Kassiererin 112 im Kaufland stellt mir ihr Frühstück in Rechnung. Jedenfalls findet es sich an der Spitze meines langen Einkaufszettels, den ich zu Hause gegen meine Gewohnheit überfliege. 5,98 €, da bin ich ja noch einmal gut davongekommen.

14. Juli 2023Alles Verschwörung oder so: War mir seinerzeit gar nicht bewusst geworden, dass 2007/8 in der bis dato größten Krise des Kapitalismus die Meldungen mit der Lüge von den abschmelzenden Polkappen vollgepflastert waren. Entnehme dem Internet zwei der einschlägigen Beispiele, weil ich es selbst kaum glauben kann, denn natürlich hatte ich auch vergessen, dass ich zwischen 2013 und 2015 meine Yacht an den Spitzen des Kölner Doms festmachen musste, bevor ich sie in das Achterwasser von Usedom – die Insel war plötzlich wieder aufgetaucht – überführte, damit ich sie für die Sprengung der noch nicht gebauten Pipeline Nord Stream 2 aufrüsten konnte.

Verschwörung (2): Es äußert sich der Nobelpreisträger 2022 für Physik und zwar so: „Die fehlgeleitete Klimawissenschaft hat sich zu einer massiven schockjournalistischen Pseudowissenschaft ausgeweitet“. John Clauser heißt der Mann. Clauser, man wird sich den Namen merken müssen, damit man nicht verwundert ist, wenn er plötzlich wg. sexueller Belästigung am Medienpranger steht.

13. Juli 2023Das bombastische öffentliche Geschwätz über den großen Thing zu Wilna kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Substanzielles mit Bezug auf den Ukraine-Krieg nicht beschlossen wurde.
Die deutschen Medien versuchen dem Konsumenten neben dem täglichen Wetter-Wahn das Thema CDU aufzudrängen. Dem politmedialen Komplex schwant nämlich, dass diese einst allmächtige Partei auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit ist. Dem gilt es gegenzusteuern, denn mit dem Verschwinden der CDU wächst die Möglichkeit, dass die Gott-sei-bei-uns-Partei an die Macht kommt. Kein Mensch redet mehr – wie einst bei den Grünen – davon, dass die Praxis sie entzaubern werde. Jetzt regiert nackte Angst die Debatten.
Sowas kommt von sowas: VW macht bekannt, dass es die Auto-Produktion in Deutschland drosseln müsse, weil für die hierzulande hergestellten Elektrospielzeuge kein Markt da sei. Das ist Ökonomen-Geschwätz für die Erkenntnis: Wir kriegen die Dinger hierzulande nicht los.
Elektro-Mobil (2): Ein gigantischer Konzern plant am Publikum vorbei. In D kaufen nur Leute ein Elektrospielzeug, die auch grün wählen und sich ein Drittauto leisten können. Das sind nicht so sehr viele. Und dann gibt es noch diejenigen, im darin ein Status-Symbol sehen möchten. Das sind auch nicht sehr viele, und die greifen zum Tesla und nicht zu so einem mordshässlichen VW.
Elektro-Mobil (3): Wer in D einen neuen VW-Diesel kaufen will, wartet unabsehbare Monate. Das Trabi-Syndrom lässt grüßen. Oder anders ausgedrückt: Vor aller Augen wird ein Front-Runner des deutschen Wohlstands abgewrackt. Mutwillig.

12. Juli 2023Was in Wilna-Vilnius vorgeht, wird hinter dem Vorhang der Macht in Washington DC entschieden. Und was dort vorgeht, ist ein Kampf auf Biegen und Brechen, ob die Geldleute endgültig übernehmen, oder ob sie noch einmal gehindert werden können. Die Dinge stehen nicht gut für uns.
Wilna (2): Joe verkündet, dass v.d.L. Nato-Generalsekreteuse werden soll. Überlege gerade, mit wem sie da ihre Geschäfte machen kann. US-Waffenindustrie?

Derweil macht das Volk Witze: Annalena, schau doch mal nach, ob der Blinker von unserm SUV noch geht. – Geht…geht nicht…geht…geht nicht.

Oder der hier: Annalena, warum hast du den Computer auf den Fußboden gestellt? – Damit er nicht abstürzt.

11. Juli 2023
Ostfront: Vom Nato-Gipfel in Wilna-Vilnius nichts Konkretes bislang, was man sich merken müsste.
Ostfront (2): Weiterhin verlustreiche Einzelgefechte, die keinen Kriegsplan erkennen lassen. Sollte es die Absicht sein, die Russen durch Nadelstiche zu ermüden, dürfte eine solche Rechnung kaum aufgehen.
Ostfront (3): Putin hat sich mit dem Ex-Chef der Wagner-Truppe Prigoshin im Kreml getroffen. Der hatte mehrere Dutzend seiner Unterhäuptlinge mitbringen dürfen, während sich das Gros seiner Wagnerianer Legionen in Weißrussland aufzuhalten scheint. Was die Herren beschlossen haben, weiß ich nicht. Nur sollte die westliche Berichterstattung endlich auf die Behauptung verzichten, der Kreml-Chef sei geschwächt worden. Das ist pures Wunsch-Denken, vielleicht auch die Enttäuschung, dass in Moskau derzeit nur einer das Sagen hat, und das ist Wladimir P.

10. Juli 2023Verdient festgehalten zu werden: Stuttgart, die Hauptstadt des grünen Wahns, erlässt für 170 Straßen der Stadt ein Verbot, sich dort festzukleben. Zu deutsch: dort (!) darf niemand Straftaten begehen. Heißt im Umkehrschluss, in den anderen Straßen darf man Straftaten begehen. Das ist Heuchelei auf Spitzenniveau.
Komplett durchgebrannt: Aus dem Munde des Klimaministers soll es besonders bedrohlich klingen: Vor ein paar Tagen sei der heißeste, je gemessene Tag in der Geschichte der Menschheit, gewesen. Mit dieser Äußerung wird er bei dem Fernsehclown Lanz zitiert. – Diese Typen schämen sich nicht einmal. Der Spruch das-kann-weg trifft es nicht richtig. 

Durchgebrannt (2): Falls es stimmt, was ich noch vor wenigen Monaten las, dass nämlich der Robert – zeitgleich mit mir – in der Namib war, dann lügt er faustdick, denn dort war es erheblich heißer.

9. Juli 2023Warum ich nicht Esteban hieße, fragt aus dem Nichts eine magere, heftig transpirierende Dame während der Ausstellungs-Eröffnung. Bitte gönnen Sie mir Ruhe, das zu erforschen, erwidere ich, studiere eine Bildlegende und gehe dann weiter. Kontaktaufnahme missglückt. Ich bin nicht nur angesichts der vorherrschenden Wärme erleichtert.
Eröffnung (2): Rätselhaft ist mir stets, was bei solcher Gelegenheit als Rede abgesondert wird. Im speziellen Fall geht es um das Ende der Welt, doch von den weiteren, mich deprimieren sollenden Details lenkt mich die Kleidung der Vortragenden ab: Dreiviertellange bollerige Hose mit Knietaschen sowie graue Wollsocken unterschiedlicher Länge in Sandalen. Bei 30 Grad im Schatten. Meine Gedanken schweifen ab, ob man solch ein bedauerliches Wesen früher einen Blaustrumpf genannt hätte.
Ausstellung (3): Als ich mein Handy vor dem Einsteigen ins Auto in die Tasche stecke, drücke ich versehentlich auf den Auslöser. Ich finde, dass sich das Ergebnis gegenüber dem zuvor Betrachteten durchaus sehen lassen kann. Beschließe, es der Stadt Naumburg anzubieten.

Lese ohne Erstaunen über die enge Zusammenarbeit von Journalisten mit den Kriminellen der Letzten Generation. Das überrascht mich nicht. Indessen: Mein letzter unmittelbarer Kontakt mit solchen Sachverhalten reicht über zwanzig Jahre zurück, als öffentlich-rechtliche Journalisten mit Neonazis zusammenwirkten, um deren Aktionen überhaupt erst publik zu machen und zum skandalösen Ereignis aufzublasen.
Das Klima-Stuss in vier, fünf Merksätzen: In einer Buchbesprechung zu Heinz Hug: Die Grüne Falle. Wie der Ökologismus unsere Gesellschaft vergiftet bemerkt der bekannte Meteorologe Wolfgang Thüne dieses hier: 

„Zu den Träumen einer Erdsimulation sagt der mächtige Klimapapst Hans-Joachim Schellnhuber in seinem Buch Selbstverbrennung, ‘dass eine präzise Klimavorhersage nur auf der Basis einer exakten Weltgesellschaftsvorhersage erstellt werden könnte, letzteres ist jedoch ein Ding der Unmöglichkeit.‘ Mit anderen Worten, ‚Nichtlinearität und Komplexität machen Wetterprognosen zum Ding der Unmöglichkeit!‘ So ist es! Zum C, dem Kohlenstoffatom, sagt Schellnhuber: ‘Wenn es einen Gott gibt, dann ist es sein Element, der Grundstoff der Schöpfung.‘ Gegen diesen führt er nun Krieg und will ihn als Kohlenstoffmolekül CO2 in der Atmosphäre vernichten, zum Schutz des Klimas! Will er alles Leben auf Erden ausrotten? Dabei beschreibt er die Photosynthese, die Quell allen Lebens ist. Man nehme CO2 und H2O und lasse dann die Sonne scheinen ‘in Form von Lichtquanten‘ sowie das Blattgrün Chlorophyll und fertig sind die Kohlenhydrate (Cm(H2O)n und Sauerstoff O2! Daraus entwickelte sich das grüne Kleid der Erde, die Tierwelt und zuletzt die Menschenvielfalt. Alles fing an mit den Blaualgen oder Cyanobakterien! Dann kritisiert er Gott, dass der Wirkungsgrad der Photosynthese keineswegs beeindruckend wäre.“

8. Juli 2023Broccoli ist wie Blumenkohl, dem man den Geschmack abgewöhnt hat.
Kesselsülze vor dem Ratskeller in Naumburg an der Saale kostet nahezu 20 Euro. Man kann also keineswegs mehr von einem Armeleute-Essen sprechen.
Naumburg (2): Die Stadt (laut Fremdenführer mit 34 Tausend Einwohnern) wirkt auf mich wie ein zu groß gewordener Pullover, der an einen Schwindsüchtigen weitergereicht wurde.
Naumburg (3): Sympathisch wie ein Museumsstück wirkt die Straßenbahn. Die Münze mit Rathausansicht und Stadtwappen trägt eine Prägung der Meißener Porzellan-Manufaktur.
Naumburg (4): Das An-der-Saale kann ich nicht bestätigen. Vielleicht war sie ja in die Sommerferien verreist. Muss dabei allen Hinweisschilder, wie man aus der Stadt Richtung Autobahn wieder rauskommt, mitgenommen haben.

Naumburg (5): Zuweilen kommt es – nicht nur bei den Damen – auf den Ausschnitt und dessen Vergrößerung an:

7. Juli 2023Die Entscheidung des 2. Senats des BVerfG, den Schnell-Durchmarsch des Heizgesetzes abzubremsen, hat mit dem Demokratieprinzip wenig zu tun. Nach dem kompletten Verfall der Autorität des Gerichtes wollten die Richter lediglich in einem nicht-erheblichen Fall zum Ausdruck bringen: Wir sind auch noch da. Am Heizgesetz und dessen Verabschiedung im September wird das nichts ändern.
Forschung: Wegen Klimaerwärmung ist der gefühlte Sommer gar nicht so heiß. Wenn der Hitzerekord sich so anfühlt, als wäre er gar nicht so rekordverdächtig, ist das natürlich ein Alarmsignal. (Zellerzeitung von heute Nacht). 

Und das hier aus deren Leserbriefen: Christian Lindner stellt klar: Wenn ich sage, man könne FDP wählen, ist das natürlich ein Witz.

6. Juli 2023Was man für 42,40 € nicht bekommt: Bei der Stadtverwaltung von Schilda unbeanstandet einen Ausweis, sondern einen Rüffel für eine Unterschrift, die vom Personalausweis-Personal als unleserlich zurückgewiesen wird. Nach drei vergeblichen Anläufen mit der von mir seit Jahrzehnten genutzten Unterschrift schreibe ich in den Vordruck meinen Namen in Druckbuchstaben. So, jetzt ist es richtig. Bin gespannt, wann ich zum erstem Mal Schwierigkeiten mit dem fertigen Ausweis kriege.
Schilda (2): Mein gleichfalls im Wüstensand zurückgebliebener Führerschein muss auch ersetzt werden. Dazu muss ist einen Antrag stellen, den ich allerdings nicht sogleich stellen kann, sondern erst am 15. August 2023. Wohlgemerkt es geht um die Antragstellung, nicht um den neuen Führerschein.
Übern Teich: Ein US-Bundesrichter verbietet das Eingreifen von Bundesbehörden bei den social media zum Zwecke der Zensurierung von Beiträgen. Wenn das Schule macht!
Übern Teil + Schule (2): Der Supreme Court der USA verbietet die Auswahl nach Rasse-Gesichtspunkten an Schulen und Hochschulen (d.h. im Klartext die Bevorzugung von Schwarzen). Dergleichen sei mit dem Gleichheitsgebot unvereinbar. Es herrscht veröffentlichtes Unverständnis bei Mainstream, denn in der Farm der Tiere waren auch alle gleich bis auf die, die gleicher waren. Nunmehr wird eine Prozesslawine erwartet.
Übern Teich (3): Die freie Welt nachdem Russlands vollständig isoliert worden ist (unbekannter Zyniker).

Alles Nazi oder was? Mainstream überschlägt sich jetzt mit angeblich steigenden Umfrageergebnissen für die AfD. Man ist sich immer noch einig, dass das alles Protestwähler seien. Dass die Leute das vernünftig und gut finden, was aus den Mündern der Verteufelten kommt, entzieht sich den Köpfen der Wahlexperten. Was sie reden, ist wunschgesteuerter Blödsinn. Dafür sind sie schließlich da.
AfD (2): Ob das so kommt, wie für den Osten befürchtet, das steht in den Sternen. Das einzige, was die Parteien der Nationalen Front fürchten müssen, ist eine hohe Wahlbeteiligung. Sonneberg ist ein Menetekel. Daran werden sich die sog. Maßnahmen ausrichten.

5. Juli 2023Noch von gestern: Nach den Äußerungen des US-Präsidenten zu physikalisch-chemischen atmosphärischen Beeinflussung – und damit des Wetters – per Flugzeug und Rakete geht mir durch den Kopf, dass ich jahrelang die Debatte über die sog. Chem-Trails für Unsinn gehalten habe.
Biden im Wahn (2): Schon steh ich an der Grube dicht | Des Schinders Messer mich schon sticht | Doch meine Narrheit lass ich nicht (Sebastian Brant: Das Narrenschiff, Nr. V).
Deutsche Kampfbrigade in Litauen: Was tut die da? Die Litauer vor den Russen schützen? Oder vor den Polen. Die gewaltsame Auseinandersetzung um die kurzzeitige litauische Hauptstadt Wilna ist genau 100 Jahre her, danach war sie polnisch. Stalin korrigierte das 25 Jahre später, dabei blieb es. Bislang. 

Litauen (2): Zwischen 1923 und 1939 war das Verhältnis zwischen Deutschland und Litauen denkbar schlecht. Der Grund war die litauische – heute würde man sagen: völkerrechtswidrige – Annexion des Memellandes. Schöne Gegend, schöne ex-deutsche Stadt dieses Klaipéda (Memel).
Fremde Federn: Sie glauben an nichts, aber sie wollen die Schöpfung bewahren. So Ulrich Schödlbauer in seinem Nachtbuch, https://ulrich-schoedlbauer.iablis.de/537-nachtbuch-ii-34.

4. Juli 2023Aus dem aufgestauten Meldungswust eines elektronik-freien Wochenendes schälen sich zwei Ereignisse heraus: der Rechtsstaat in Bochum und die Bürgerkriegs-Ereignisse in Frankreich. 

Rechtsstaat Bochum: Die Richterin am dortigen Landgericht Petra Breywisch-Lepping hat den Arzt Dr. Heinrich Habig zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, die er sofort antreten musste. Sein Vergehen: Er hat Patienten mit unrichtigen Impfzertifikaten versorgt. Sein Verhalten, so die Richterin, offenbare eine „rechtsfeindliche Gesinnung“. Ob er hierdurch – so war er selbst in Übereinstimmung mit ungezählten Fachleuten überzeugt – Leben und Gesundheit seiner Patienten gerettet habe, fand die Dame des Rechts nicht erörterungsbedürftig. Nebenbei: der von der Richterin verwendete Ausdruck der Gesinnung offenbart in bemerkenswerter Weise, dass die Urteils-Kritiker mit dem Verdikt recht haben könnten, es handele sich hier um Gesinnungs-Justiz.
Rechtsstaat Frankreich: Beim Nachbarn ist der offene Bürgerkrieg ausgebrochen. Der Präsident von Geldes Gnaden Macron traut sich nicht, gegen die marodierenden Moslems mit Militärgewalt vorzugehen. Vermutlich hat er das Beispiel seines österreichischen Kollegen Kurz vor Augen, bei dem bereits eine verbale Ablehnung der ansteigende Immigranten-Ströme genügte, um von seinen enttäuschten Förderern und Strippenziehern in die Frühverrentung geschickt zu werden.
Frankreich (2): Während er die Polizisten mit gewalttätigen Moslems verheizt, feiert der Präsident mit ausgesuchten Gästen eine Abschiedsparty mit Elton John und dessen Ehemann. Nehme an, dass ihm das einschlägige Verhalten der russischen Adelselite in den Jahren 1916/17 unbekannt ist.
Jetzt dreht er frei im Raum: Joe, der US-Präsidentendarsteller, will wg. Klima das Sonnenlicht korrigieren. Ist keine Ente, wie ich erst annahm. Diese Leute sind nicht nur irrsinnig, sondern – was mit solchen Experimenten oft Hand in Hand geht – gefährlich, weil sie die Atmosphäre global verändern wollen. Anders als die berühmten Schildbürger, die Schubkarren nutzten, um Sonnenlicht ins fensterlose Rathaus zu schaffen, wollen diese hier die Lufthülle der Erde mit Metallpartikeln bestücken, die durch Licht-Reflexion unmittelbar Einfluss auf das Wetter haben sollen.
In eigener Sache: Mein jüngstes Interview mit Robert Stein von Nuoviso ist auf Sendung. Für meine Leser nichts grundlegend Neues, nur eben auf einem anderen Medium. Dauert allerdings gute 90 Minuten. https://nuoflix.de/zwischen-allen-stuehlen.

3. Juli 2023
Etwas anders gemeint, aber trotzdem gut: Wem es an Öl hier nicht gebricht | Wer leuchten lässt der Ampel Licht | dem fehlt die ewige Freude nicht (Sebastian Brant: Narrenspiegel, 1494, Nr. CVI).

Oder wie wär es mit Annalena Bb, die es mal wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit geschafft hat, als sie am Wochenende den Südafrikanern Hoffungsspeck (bacon of hope) anempfahl. Lese hierzu nichts als Zustimmung, vor allem in den Zuschriften an die Zellerzeitung.

Annalena (2): Sie hätte auch sagen können: Gesellen folgt uns unverwandt | Wir fahren ins Schlaraffenland | Und stecken doch in Moor und Sand (auch Sebastian Brand, ebd., Nr. CVIII). Aber dazu reichen wohl Bildung und Englisch-Kenntnisse nicht aus.

Und schließlich: Heißt es nun: Da beißt keine Maus einen Faden ab? Oder: Da beißt eine Maus keinen Faden ab? Das sind die wirklich relevanten Fragen. Falsch, obwohl gerne gebraucht, erscheint mir: Da beißt keine Maus keinen Faden ab.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XI

29. Juni 2023

Wie konnte ich nur so alt werden ohne Hafermilch. Hätten meine Eltern dergleichen gekannt und mir – in ihrer Not, mich satt zu kriegen – verabreicht, ich wäre heute noch in der Pubertät. Oder so.

Alles Nazi, oder was? Hätte ich ihn nicht, den Berliner Verramscher, wäre mir das hier, obwohl brandneu für schlappe 270 €, entgangen: Planen und Bauen im Nationalsozialismus. 4 Bde. im Leinenschuber. Jetzt kommt’s, nämlich der Herausgeber: Unabhängige Historikerkommission Planen und Bauen im Nationalsozialismus. Man beachte: 28 Beiträge von Forscherinnen und Forschern. Da bleibt gottlob noch manche Forschungslücke. Ich denke hier an Hitlers Hunde und deren Ernährung. Oder: War Albert Speer ein rücksichtsloser Autofahrer? 

Nachrichten: Die Zeller’sche Produktion nimmt beängstigende Ausmaße an. Hier das Neueste: https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2046.pdf Nachrichten 

(2): FoxNews hat seit Wochen ein neues Fernsehgesicht. Dachte erst, es wäre eine dieser Erweckungs-Sendungen, war aber das Weiße Haus. Mal ehrlich: Würden Sie von dem einen Gebrauchtwagen kaufen? Ich nicht, nicht mal ‘ne neue Bilderbibel.

28. Juni 2023

Selbst bei dem abgeschmacktesten Thema wird noch irgendwo ein „…und die Frauen“ herangepresst. Beim Nacktbaden kann ich es begreifen, aber beim Fußball? Solche Art der Volksverblödung erzeugt das Gegenteil vom Beabsichtigten, denn die nach männlichen Maßstäben wirklich herausragenden Frauen, die es auch stets gegeben hat, werden aufs Unter-Mittelmaß herabgedrückt.

Frauen (2): Die Eva, die ich im Erdgeschoss des Gotischen Hauses zu Wörlitz vorfand, kann unmöglich ihre Brüste einem Schönheits-Chirurgen zum Aufblasen überlassen haben, denn diese Kunst ist jünger als die Malerei, der sie ihr Bild verdankt.

Frauen (3): Fand in Schilda die Dissertation Frauen im Bauhaus (nicht etwa: Baumhaus) angekündigt. Mir ist schleierhaft, wie solch ein Werk zum Dr.-Ing. führen kann. Das ist der von Verblödungserscheinungen diktierte Etikettenschwindel. Man wundere sich also nicht über die Gefäß-Chirurgen und Atom-Physiker aus Syrien. – Merke: Bevor du den Dr.-Ing. an eine Ingenieur-Sache ranlässt, lass ihn selbständig eine Glühbirne in der Diele wechseln.

Frauen (4): Es ist nicht so, wie gestern von Nanzy F. öffentlich geschlagzeilt wurde, dass der AfD-Erfolg Fachkräfte von Deutschland abschreckt, sondern es ist eher sie selbst, die das tun. Folglich hätte sie sich ihre Worte sparen können und stattdessen Haltet-den-Dieb rufen. – Nebenbei: Wie viele Fachkräfte, von den 280.000, die letztes Jahr wegzogen, sie selbst durch ihre immer irrere Zuwanderungspolitik zu verantworten hat, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit. – Noch nebenbeier: Erich Honecker pflegte jedem, der die DDR verließ, nachzurufen: Ein Verräter weniger.

Hat jetzt mit Frauen nichts zu tun, ist aber trotzdem von Bernd Zeller (heute Nacht) bei mir im Briefkasten aufgetaucht:

27. Juni 2023

Jo spricht: The White House was not involved (das Weiße Haus war nicht involviert). Hatte das jemand bezüglich der bizarren Wagner-Aufführung in Russland behauptet? – Jetzt wissen wir also Bescheid. Oder so.

Lauterbach im Hitzewahn: Früher hätte man gesagt: Der ist als Kind zu heiß gebadet worden.

Hitzewahn (2): Heute Nacht kühlt es merklich ab nach zwei warmen Tagen. Am Freitag kletterte das Thermometer auf schlappe 14 Grad. Das sah nicht gerade nach hitzefrei aus.

Hitzewahn (3): Jetzt wollen die Berufs-Fürsorglichen alle Schulen und die Kindergärten mit Klimaanlagen bestücken. Rotznasen sind dadurch garantiert. Und der Strom kommt aus den Steckdosen.

So oder so: Es ist eine unter Altphilologen heiß umstrittene Frage, was genau Caesar sagte, als er von Gallien kommend beim Marsch auf Rom mit bewaffneten Truppen verbotswidrig den Fluss Rubicon überschritten hatte: a) alea iacta est (der Würfel ist gefallen) oder b) aleae iacta sunt (die Würfel sind gefallen). – Man wird den Reporter der Römischen Wochenschau vernehmen müssen, um endlich Klarheit zu schaffen. Auch ist es überfällig des deutschen Falschübersetzers habhaft zu werden, denn nach Caesars Worten, war der Würfel nicht gefallen, sondern geworfen. Nebenbei bemerkt: Das hat jetzt nichts mit Lauterbach zu tun, obwohl… na ja.

26. Juni 2023

Der Aufstand der Wagnerianer ist vorbei, bevor er noch so recht begonnen hatte. Es haben sich mehr Leute zu Wort gemeldet, als man hätte anhören müssen. Einzig der Chef aus Weißrussland Lukaschenko scheint einen ernsthaften, d.h. von Putin akzeptierten Beitrag beigesteuert zu haben. Der Mann mit der Riesenmütze übernimmt den Abtrünnigen Prigoshin und dieser wiederum befiehlt seinen Leuten, schleunigst aufzugeben. Die tun es.
Wagner & Co (2): Gibt es Lehren? Für uns nicht. Für die russische Führung und für diejenigen, die die Sache angezettelt haben schon. Nur welche? Das weiß derzeit kein Mensch außerhalb der beiden Zirkel – und, natürlich, die Experten.
Wagner & Co (3): Mainstream ist die Enttäuschung über den Ausgang der Sache anzumerken. Um wenigsten überhaupt noch etwas Mäkelndes melden zu können, behaupten die Miet-Experten jetzt vollmundig, Putin sei nunmehr angeschlagen. Grundgütiger Himmel.

Aus der Bergeinsamkeit: Im hiesigen Sonneberg gewinnt der AfD-Kandidat Sesselmann im zweiten Wahldurchgang die Landratswahlen deutlich. Jetzt zieht sich Mainstream nach einer argumentativen Kehrwende auf den Standpunkt zurück, so ein Landrat habe ohnedies nichts zu sagen. Soso.

Wahl (2): Bemerkenswert ist, dass die groß angekündigte Entscheidungsschlacht aller billig & gerecht Denkenden deutlich mehr Leute an die Urnen gebracht hat als der erste Gang – Leute, die sich erst recht gegen den Kandidaten der Nationalen Front (CDU) positioniert haben. So also sieht die Stimmung in der Bevölkerung aus.

Wahl (3): Diese Sonneberger, dachte ich, wären Spielzeugleute. War’n se mal. Jetzt hielten sie für richtig, den gemeinsamen Kandidaten von Linken und Grünen (seltsame Melange) im ersten Durchgang mit ca. 4 % der Stimmen zu belohnen. Gewiss, ist nur eine Momentaufnahme des Aufbegehrens.
Wahl (4): Bleibt über den Tag hinaus der Eindruck, dass die AfD auf absolute Mehrheiten angewiesen ist und diese auch erreicht, denn dem Bürger wird jeden Tag unmissverständlich klargemacht, dass er anders keine Änderung herbeiführen kann. Ob diese Lehre angekommen ist, muss sich erst noch erweisen.
Wahl (5): Für die kommenden hiesigen Landtagswahlen – sollten diese nicht, wie ich vermute, aus bislang unbekannten Gründen (Klima oder so) auf Sankt Nimmerlein verschoben werden – bedeutet das: Es reichen ca. 40 % der abgegebenen gültigen Stimmen für die absolute Mehrheit der Mandate im Parlament. Erstaunliches Ergebnis, das derzeitige Wahlrecht macht’s möglich.

25. Juni 2023

Es sieht so aus, als habe sich der russische Söldnerführer Prigoshin mit der Staatsmacht angelegt. Man kann zur Ursache noch nichts sagen: Unzufriedenheit, Geld, Cäsarenwahn? Zu den Auswirkungen auch noch nicht. Das ist deshalb eine Sache für Mainstream.

23. Juni 2023

Na also: Der (britische) Hochkommissar für Australien droht Twitter eine Geldstrafe von ca. 480.000 Dollar pro Tag an, wenn die Firma nicht unverzüglich gegen Hate Speech vorgeht. Der Anstieg des zu Beanstandenden liege an der Entlassung der zahlreichen Angestellten bei Übernahme der Macht durch Musk. – Das wird Schule machen.

Größenwahn: Für die Kleinigkeit von 480 Billionen Dollar soll nach dem Willen von J.P. Morgan und Blackrock ein Wiederaufbau-Fonds für die Ukraine aus dem Nichts geschaffen werden. Jetzt benötige man nur noch die Zustimmung von Selenskyj. Muss nicht vorher noch der Krieg gewonnen werden? Nach Auffassung der Geldsäcke bestenfalls eine Frage der Zeit.

Größenwahn (2): Ein Rekrutierer von Blackrock spricht gegenüber einer verdeckten Reporterin der neuen Plattform von James O’Kneefe (vormals: Project Veritas, jetzt: OMG) Klartext: Was wir in der Politik durchsetzen wollen, das kaufen wir. Und: Krieg ist ein herrliches Geschäftsmodell. Was will man mehr? Bestenfalls das, dass man diese Leute beschleunigt in die Wüste schickt. In eine echte und das möglichst schnell.

Schlagzeile der Zellerzeitung von heute Nacht: Mehrheit hofft, dass die Ampel-Koalition mit ihnen zufrieden ist.

22. Juni 2023

Noch zum Vortag: Ein Bild zeigt mehr als tausend Worte (Internetfund):

Finde diesen Satz hier bei Michael Klein (Science Files) bemerkenswert- und aufschreibwürdig: …Aber so ist das heute: Jeder, der es auf eine Systemposition geschafft hat, ist der Überzeugung, dass die Dummheit, die ihn bislang ausgezeichnet hat, nun, nachdem er eine Position hat, von ihm abgefallen ist, wie Schuppenflechte und er fortan ein Leben in Weisheit führen und vor allem, überall mitreden kann. Solche Versuche münden dann regelmäßig in Sätze wie diesen: „Ein Anstieg der Todesfälle ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einer Übersterblichkeit, da beispielsweise durch einen zunehmenden Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung mit einer Steigerung der Sterbefälle gerechnet wird.”Danach folgt für jeden, der lesen kann, dass und warum die Aussage falsch ist.

Klein (2): Seit Jahr und Tag schreibt dieser in Wales residierende Soziologe gegen die wohlfeilen Corona-Lügen an, indem er wissenschaftliche Studien, die diesen Namen verdienen, auswertet und die Ergebnisse für jedermann verständlich publiziert. Hilft das? Ich fürchte: nein.

Ein überhoher Stapel mit wg. Platzmangels auszumusternden Büchern fällt um. Bei der Beseitigung des Chaos bleibt ein Buch über die Fotografin und Kommunistin Tina Modotti in meinen Händen, in das ich offenbar nie hineinsah. DDR-Heiligenliteratur, verlegt 1988 zugleich in Ost und West (bei Pahl Rugenstein in Köln). Der festsitzende rote Preisaufkleber besagt: 1,95 €.

Modotti (2) und das Vergessen: Zu meiner Verblüffung finde ich in dem von mir mitverfassten Lexikon der Geheimdienste über den Mörder und Komintern-Agenten Vittorio Vidali das hier:Vermutlich 1942 an der Ermordung seiner Lebensgefährtin, der Malerin und Komintern-Agentin Tina Modotti (1896-5.1.1942), beteiligt. – Fazit: Wer viel schreibt, vergisst auch manches.

Vergessen (2): Bei der Berichterstattung zum 17. Juni wird gerne übersehen, dass es 1948 einen Generalstreik in der Bizone gab, an dem 9,25 Millionen Arbeitnehmer teilnahmen. Die Amerikaner setzten damals in Stuttgart Panzer und Tränengas gegen 30.000 Demonstranten ein. Gefunden in den gestrigen Acta von Klonovsky. Hierzu passend, am Wegesrand entdeckt:

21. Juni 2023

Vom Kreislauf des Geldes: Wenn Deutschland, wie gemeldet wird, dem US-Konzern Intel jetzt 10 Milliarden Euro aus dem Steuersack schenkt, damit dieser in Magdeburg eine Chip-Fabrik baut, so darf man damit rechnen, dass ein erkleckliches Sümmchen nach Deutschland zurückfließt, damit diejenigen, die dies Wunder ermöglicht haben, nicht unrasiert und mit leeren Händen dabei stehen müssen, wenn sich die Bedachten zum Sektempfang treffen.

Glückliches Amerika: Joe’s Sohn, Hunter Biden, bekennt sich der Korruption schuldig und handelt so einen Prozessvermeidungs-Deal mit der Staatsanwaltschaft aus. Ich wette mal: Er wird am letzten Tag der Amtszeit von seinem Vater begnadigt werden.

Amerika (2): Mr. Blinken, der Außenminister, kehrt mit leeren Händen aus Peking zurück. Dort hat man soeben seinen Vorschlag einer Krisen-Hotline zurückgewiesen. Findet man dort unnütz. Die One World-Welt bröckelt zum Zugucken. – Tja, womit hätte Anthony B. den Chinesen auch drohen können? Mit den Staatsschulden der USA in China? Wohl kaum.

Amerika (3): Das Eldorado der Prognosen überkugelt sich atemlos. Bei den Präsidentschafts-Umfragen führt mit Abstand Robert Kennedy von den Dems. Doch die Wahlen werden weder durch Umfragen noch durch Wahlen entscheiden, sondern durch Manipulation und handfeste Fälschungen.

20. Juni 2023

Es sollen, so liest man, die Ex-Twitterer in ihrer Empörung, dass man in ihrem ehemaligen einseitigen Hass & Hetze-Medium jetzt alles unzensiert sagen darf, zur Plattform Mastodon ausgewichen sein. Habe nicht getestet, ob die zwei grundlegenden Behauptungen – unzensiert und ausweichen – stimmen.

Mastodon (2): Der Name klingt irgendwie unanständig. Das kann also nichts werden. Der Erfinder soll sich das in Jena ausgedacht haben. Das macht die Sache auch nicht besser. Auch das hier nicht: Dort gibt es jetzt einen Klima-Beauftragten. Ob das mit Mastro…dingens zu tun hat, weiß keiner.

Chuzpe: Der kleine Mann aus Kiew examiniert öffentlich die US-Präsidentschafts-Kandidaten: Are you ready to go to war (Sind Sie bereit, in den Krieg [gegen Russland] einzutreten)? Mutmaße mal, dass den einen oder anderen das in seiner Selbstherrlichkeit stören könnte und die sog. öffentliche Meinung nicht minder.

Chuzpe (2): Auch der Robert, so nehme ich staunend zur Kenntnis, sei mit der Bundesregierung unzufrieden. Da hätte ich einen Tipp: die eigene Entlassung verlangen, danach könnte es besser werden, muss aber nicht. Zeller ist da anderer Meinung: Wir da unten sind es, die dem Robert seine Politik vermasselt haben.

19. Juni 2023

Von dem Römer Cato, der sich mit seinem Ceterum-censeo-Cartaginem-esse-delendam, in die Erinnerung der Menschheit, der gebildeten wenigstens, eingegraben hat, wird berichtet, er habe an seinem Lebensende bekannt, dass er drei seiner Fehler für erwähnenswert halte: a) eine Seereise unternommen, wo das Ziel auch im Landwege erreichbar gewesen sei, b) einer Frau ein Geheimnis anvertraut und c) einen Tag ohne Plan begonnen zu haben. Wie schon gesagt: Übrig von ihm blieb das Ceterum-censeo. – Selbst in der Ewigkeit kann man es sich nicht aussuchen.

Im Osten nichts Neues: Zerfasernde Gefechte mit hohen Verlusten entlang des Frontbogens und vermutlich gezielte russische Raketenschläge gegen Kommando- und Infrastrukturzentren.

Osten (2): Immer noch nächtlicher Nato-Fluglärm über Deutschland und Polen zwischen Elbe und Weichsel.

Osten (3): Erleichterung in Schwerin, denn die Nationale Front setzt sich gegen den AfD-OB-Kandidaten durch (65 : 35).

18. Juni 2023

Fass ohne Boden: Frühmorgens sind es noch 4.867 Eingänge in meinen Mail-Postfach, die als unbearbeitet zu bezeichnen sind. Die Sisyphos-Arbeit begann vorgestern nach dem Hinweis der alten Frau Google, dass mein Postkasten übervoll sei. Seitdem über 500 gesichtet, bearbeitet oder gelöscht. Das Jahr 2019 ist wie ein Geisterspuk vor mir aufgetaucht, doch insgesamt ist es so, als wäre nichts geschehen. Was nun?

Nur kein Neid: Die Zeitschrift Forbes hält uns auf dem Laufenden, wer die zwar nicht schönsten, aber doch reichsten Leute in den Staaten seien. 775 von diesen bedauerlichen Geschöpfen sind keine simplen Millionäre, sondern haben die Grenzen zur Milliarde längst überschritten. Hier die fünf Spitzenreiter: Elon Musk (230 $-Milliarden), Jeff Bezos (149), Larry Ellison (146), Warren Buffett (117) und Larry Page (105). Weltweit ist die Zahl der Milliardäre von 2668 auf 2640 zurückgefallen, Ohgottohgott, die Ärmsten. Müssen wir uns Sorgen machen? Hinter den USA rangieren China (495), Indien (169) und Deutschland (126).

Fluch der bösen Tat: Vor fünf Wochen brüstete sich der Chef des ukrainischen Militär-Geheimdienstes damit, weltweit Russen getötet zu haben und hiermit fortzufahren. Zwei Wochen später traf eine russische Kinshal-Rakete sein Hauptquartier. Das wurde wie gewohnt bestritten. Jetzt liegt er schwer verwundet in einem Berliner Krankenhaus.

16. Juni 2023

Schlagzeilen und Wahnsinn: Der Tag beginnt mit meiner Weigerung, mich vom Stuss des Vortages weiter behelligen zu lassen (Klima, Heizwahn und so. Auch der Ur-Infizierte schafft es nicht in meinen Aufmerksamkeitsbereich). Schließe den Internetzugang mit einem Blick auf die Leserbriefe der Zellerzeitung von heute Nacht. Wenigstens das: a) Wir hungern, frieren, geh’n in Lumpen | für Robert Heizbecks Wärmepumpen. b) Im Zuge ihrer Gegenoffensive haben die ukrainischen Truppen eigenen Angaben zufolge bislang sieben Häuser aus russischer Besatzung befreit. Außerdem wurde nach hartem Kampf bei einem achten Haus eine Toilette auf halber Treppe (zwischen 1. und 2. Stock) freigekämpft. c) Nationale Sicherheitsstrategie empfiehlt den schnellstmöglichen Grünen-Ausstieg. d) Würden Transfrauen sich verschleiern, hätte ich kein Problem mit ihnen. Aber das tun sie ja nie. – So. Geschafft, der Tag kann mit einer ernsthaften Tätigkeit beginnen.


15. Juni 2023

Hinweis für Aussteiger: Der Vorgarten ist kein Rückzugsort.

Hinweis (2): Die hohe Kante und die klare Kante haben nichts miteinander gemein. Auf die eine legte einer, die andere zeigt einer. Die eine Kante ist vorgestrig, die andere aktuelles Polit-Blabla.

Es wird wieder Sand in die Augen gestreut. Das von den grünen Faschisten angepeilte Heizungs-Gesetz soll nun mit höchster Eile leicht modifiziert verabschiedet (neudeutsch: durchgepeitscht) werden. Im Klartext: keiner weiß, was jetzt geregelt werden soll. Es wird allüberall so getan, als hätten die Klima-Matadore Einsicht gezeigt, anstatt das Ganze als das zu bezeichnen, was es ist: überflüssig, mega-teuer und umweltschädlich. Und vor allem: Energie-Verschwendung in einem Land, das dank Kraftwerke-Abschaltung und Russland-Boykott-Politik den eigenen Bedarf nicht decken kann.

Sand (2): Der selbe Minister, der den Heiz-Wahn verantwortet, weiß auch Rat, wenn die Nachbarn dank auslaufender Russenverträge den Energie-Bedarf nicht mehr decken können. Wir geben ihnen gerne. Und um das zu können, fahren wir unsere eigenen Industrieanlagen runter. Ein genialer Plan. Gewiss.

Sand (3): Die große Einigkeit der Koalitionäre wird im erstmalig erstellten und gestern vorgestellten deutschen Sicherheitskonzept demonstriert. Russland ist der Feind, und – wenn ich mich nicht täusche – der Bürger ist es auch. Muss ich das wirklich lesen? Ich fürchte: jein.

Ansichtssache: Vier blicken des Nachts auf den Oslo-Fjord.

Ansichtssache (2): Zur selben Uhrzeit in Jüterbog. Oder, wie Wilhelm Busch vor 150 Jahren dichtete: Musik wird oft nicht schön empfunden | dieweil sie mit Geräusch verbunden. Indessen: überrascht und erfreut das schöne Profil entdeckt.

Ansichtssache (3): Der kurze Handy-Film aus dem Seitenfenster der startenden Maschine bestätigte die russische Luftbildauswertung: Auf dem polnischen Flughafen von Rzeszów-Jasionka steht eine Patriot Flugabwehr-Batterie mit sieben Abschussrampen und einem Feuerleitsystem. Was haben die US-Boys vor? Schießen vom bislang sicheren Staatsgebiet aus oder Demonstration der Marke Ihr-könnt-uns-gar-nichts? Von diesem Hauptumschlagplatz Richtung Osten bis zum ukrainischen Grenzort Krakowez sind es rund 90 km.

14. Juni 2023

Weil das Mail-Programm sich frühmorgens gegen den Aufruf sperrt, überbrücke ich die Denkpause von Frau Apple mit einem Blick auf die noch offene Seite von Klonovsky: „Sie [die Frauen] können auch besser Panzer einparken“, und schon ist die gute Laune wieder da.

Wer droht hier eigentlich wem? Nach dem Paukenschlag bei Twitter des bei Fox geschassten Erfolgsmoderators Tucker Carlson hat sich der inkommodierte ukrainische Boss veranlasst gefühlt, dem Twitter-Owner Musk die schlimmsten Konsequenzen anzudrohen, wenn das noch mal vorkommen sollte. Der US-Mainstream wird’s gerne hören: Killer-Kommando losschicken und schon ist der Friede der woken Einheitlichkeit gewahrt. Musk wirkte bislang nicht so, als würde er sich einschüchtern lassen, aber er wäre nicht der Erste, der der Gewalt weicht.

Die Kabarettistin Gruber lockte die Massen am Wochenende zur Demo gegen die Heiz-Diktatur nach Erding. Sie machte die grünen Faschisten und ihre Helfershelfer nicht nur lächerlich, nein, sie meint das ernst. Jetzt will sie nachlegen: 100.000 auf der Theresien-Wiese lautet ihre Ansage. Die Wohlmeinenden bewegen sich? Ich kann’s noch nicht glauben. Indes: Bayern hatte stets die besten Anarchisten. Die sind so.

13. Juni 2023

So wird die Weltkrise unumkehrbar: Der ehemalige Generalsekretär der Nato, der Däne Anders Rasmussen, hat die Auffassung öffentlich gemacht, dass jedes einzelne Mitgliedsland durch Entsendung von Truppen in den Ukrainekrieg eingreifen könne, wenn die Allianz sich auf dem nächsten Treffen am 11./12. Juli 2023 in Vinius-Wilna/Litauen nicht auf eine Mitgliedschaft der Ukraine in der Nato einigen könne. Der Däne fungiert jetzt als Berater von Selenskyj. Er teilte mit, dass vor allem Polen zu diesem Schritt bereit sei, möglicherweise auch die baltischen Staaten. Was das zu bedeuten hat, erscheint mir offensichtlich: Sobald die Polen nach Einrücken in die Ukraine auch zu Hause unter russisches Feuer geraten, werden sie verzweifelt nach der Nato rufen. Der September 1939 lässt grüßen.

Nach dem Luftholen konnte ich einem Leserbrief der Zellerzeitung dieses hier entnehmen: Dem Frankfurter Zoo gelang die Nachzucht eines Freien Demokraten. Das Kleine fiel allerdings nach der Geburt sofort um.

Weiter nach Westen: Man wird sich an ein neues Gesichts gewöhnen müssen: Der König des linken Sponsoring, Georg Soros, übergibt die Leitung seiner Stiftungsvermögen an den Sohn Alex. Der ist 37, hat also noch viele Jahre vor sich, um als president of the political action committee auf der Welt Unheil zu stiften. Darauf kann man nun hoffen, denn Sohnemann hat mitgeteilt, er sei politischer als sein Erzeuger.

Soros (2): Vater George hat derweil sein Vermögen aus Tesla herausgezogen, was ihm einen offenbar deftigen Kommentar von dessen Eigner eingetragen hat. Der vergleicht ihn mit einem Comic-Bösewicht namens Magneto – mir bislang völlig unbekannt. Jetzt schäumt die Welt der Wohlmeinenden.

12. Juni 2023

Was lese ich da? Der grünfaschistische Landwirtschaftsminister hat die Leute, die Tichy lesen, ausgerechnet als solche bezichtigt, die nicht mit Messer und Gabel essen könnten. Well done. Jetzt wird auch noch der letzte Wohlmeinende aufmerksam. Es sei, so wird daselbst berichtet, ein Shitstorm über den Tschemm hereingebrochen. Überfliege die mitgelieferten Beispiele. Schade, wie harm- und humorlos.

Dem Tschemm (2) sein Eheweib, eine Journalistin, sei aus der Staatskasse bedient worden, was, als das bekannt wurde, der Anlass für seinen Ärger ist. Dabei war vereinbart worden, die Sache geheim zu halten, genauer gesagt: „VS-Vertraulich. Amtlich geheimgehalten“. – (M)eine Verschlusssachen-Anweisung gesucht und gefunden: § 7 Nr. 3: VS-Vertraulich, wenn die Kenntnisnahme durch Unbefugte für die Interessen oder das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder schädlich sein kann. – Es ist also gelogen, wenn das sponsernde Auswärtige Amt behauptet, die VS-Einstufung sei aus Gründen des Datenschutzes der pekuniär Bedachten erforderlich gewesen.

Tschemms Weib (3): Die Dienste und – seit Bismarcks Zeiten – das AA haben stets gern auf Journalisten als verdeckte Mitarbeiter, zum Beispiel als Einfluss-Agenten, zurückgegriffen. Die Erfahrung sagt: Sie tun für Geld alles, man muss nur die richtigen heraussuchen. War Tschemms Herzensdame keine solche, muss man fragen, wozu das ganze Geld gut sein sollte. Vielleicht war’s ja eine Forderung des Gleichstellungs-Beauftragten.

Der Arzt, der eine Einladung abgelehnt hatte, begründet dies mit totaler Überlastung. Als er sagt, dass die Herzerkrankungen schlagartig zugenommen hätten, frage ich vorsichtig nach dem Impfgeschehen in seiner Praxis. Er sei jetzt beim sechsten Durchlauf angekommen, sagt er, aber die Zahl der Interessenten habe deutlich abgenommen. Auf meinen Einwurf, das liege wohl daran, dass die Ausbleibenden nicht mehr kommen könnten, weil sie tot-gespritzt seien, reagiert er verärgert.

11. Juni 2023

Was für ein Scherz: Die britische verdeckt arbeitende Regierungsstelle, die der Markierung und Löschung von unerwünschten Beiträgen in den sog. sozialen Medien dient, heißt CDU (Couter Disinformation Unit). Sowas kann man sich nicht ausdenken, ich meine jetzt den Namen, denn die Realität hat sich einer ausgedacht, um den Wahnsinn (Corona-, Klima-Lüge und so) zu schützen. Nach dem Auffliegen, will’s keiner gewesen sein.

Schlechter Scherz (2): In Brüssel mehrheitet man, die Asylfrage an den Außengrenzen zu prüfen, wo zu diesem Zweck geschlossene Lager errichtet werden sollen. Wer’s glaubt. Annalena Bb. hat nämlich herausgefunden, dass die Außengrenze in Frankfurt am Main liegt, wenn man die Willkommensbürger einfach einfliegen lässt. 

Kein Scherz (3): Sie weiß nichts, sie kann nichts, und sie muss da weg.

Auch lustig: Es gäbe, so lese ich, aktuell die Generation Z. Das seien die jetzt 15- bis 25-Jährigen. Wenn es sie nicht gäbe, müssten sie erfunden werden. Damit das nicht passiert, haben die einschlägigen Forscher dieselben entdeckt. 

Z (2): Was der Buchstabe bedeutet, das weiß ich nicht. Wenn ich mir die jungen Herren so anschaue, die man dazurechnet, käme womöglich zeugungsunfähig in Betracht. Vielleicht hüfe denen ja, was ich jüngst in einem Möbelhaus entdeckte:

10. Juni 2023

Die ukrainische Kriegführung zeigt alarmierende Elemente der Selbstzerstörung. Ihr jüngstes Sabotageunternehmen traf die russische, über ukrainisches Territorium verlaufende Ammoniak-Pipeline Richtung Schwarzem Meer, die vorgestern in der Gegend von Charkow-Charkiv zerstört wurde. Jetzt wackelt das Getreideabkommen, das es der Ukraine seit letztem Herbst ermöglicht, Weizen per Schiff durch das Schwarze Meer zu exportieren – und Russland im Gegenzug das Ammoniak.

Ammoniak (2): Ist eine Grundsubstanz für Pflanzendünger. Seine unterbrochene Ausfuhrmöglichkeit schadet den Empfängerstaaten deutlich mehr als dem exportierenden Russland. Es ist nun die Frage, wie die zukünftig Geschädigten reagieren werden. Ob die Rechnung Kiews aufgehen wird, dass diese jetzt die Ukraine kompromissloser unterstützen werden, um Russland besiegen zu können, erscheint mehr als fraglich.

Übern Teich: Jetzt unternimmt das US-Justizministerium die Leitung des künftigen Präsidenten-Wahrkampfes, indem es Anklage gegen Trump wg. der Zurückhaltung von Regierungsdokumenten in seinem Privathaus in Florida erhoben hat. Die Angst vor ihm muss bedeutend sein. Ich bezweifle, dass er sich im Verlauf des jetzt folgenden Jahres aus der Justiz-Posse befreien kann.

Angst-Ausbruch (2): Derweil kämpft das woke Amerika mit den Ufos, die jetzt amtlich festgestellt wurden. Das ist die komplette Narretei, mit der das Publikum von der Lage des Landes abgelenkt werden soll. Wie bei Orwell vorausgesehen, wird ein Krieg gegen das ferne Irgendwo inszeniert. Solange das Irgendwo die grünen Männchen vom Mars sind, kann uns das egal sein. Ist es hingegen Russland oder China oder sogar beide, dann nicht.

9. Juni 2023

Über Nacht: Die Lesung von Monika Maron klingt im Ohr nach. Ihre spröde Stimme stützt das Lapidar-groteske der Erzählung Munin fabelhaft. Die alltäglichen Figuren treten in ihrer Hilflosigkeit, ihrer Arroganz und Lächerlichkeit vor das innere Auge, so wie es das Selberlesen nicht vermocht hatte. Ein zauberhafter Abend, der von der Wirklichkeit Pause macht.

Ostfront: Die seit drei, vier Tagen veröffentlichten Meldungen beider Seiten über ukrainische lokale Angriffe stimmen insofern überein, als sie zwei Schwerpunkte nennen: den Raum Saporoshje Richtung Süden und die Region des auf russischem Territorium gelegenen Bjelgorod Richtung Norden. Beide Angriffsoperationen lassen nunmehr eine strategische Idee erkennen. Die Erfolge von Angriff und Abwehr werden unterschiedlich dargestellt. Die Verluste indessen müssen erschreckend hoch sein.

Ostfront (2): Die westliche Erzählung über den Dnjepr-Staudamm hat sich geändert: Nunmehr soll es sich nicht mehr um einen russischen Angriff zur Zerstörung des Überlaufes gehandelt haben, sondern es soll strafbar fahrlässige russische Schlamperei die Katastrophe ausgelöst haben. Man sieht also, dass die ursprüngliche Erzählung (Russen greifen sich selbst an) so hanebüchen war, dass sie korrigiert werden musste.

Ostfront (3): Die Verlautbarungen beider Seiten hinsichtlich des Dammbruchs konzentrieren sich jetzt auf die Ergebnisse. Die ukrainische Seite zeigt Evakuierungsmaßnahmen in der Stadt Cherson (rechts des Dnjepr), um zu belegen, dass sie selbst die Geschädigte ist, während die russische Seite wenig überzeugend darauf verweist, dass sich die Fluten bis zum Sommer verlaufen haben werden.

Ostfront(4): Der von russischer Seite gestern veröffentlichte Video-Schnipsel über die Vernichtung eines Leopard 2-Panzers zeigt – falls er keine Fälschung ist – zunächst eine ohne jeden Abstand marschierende Panzerkolonne, die gleich nach Beginn des russischen Angriffs auf engstem Raum zusammenfährt. – Ich mag kein Besserwisser sein (wirklich nicht, denn ich steckte nicht in diesen Panzern), aber das Geschehen mag ein auf menschlichen Urinstinkten beruhendes Verhalten des Rotte-dich-bei-Gefahr-zusammen dokumentieren, doch taktisch richtig ist es nicht.

8. Juni 2023

Tucker Carlson, der geschasste Nachrichten-Star bei Fox News, hat seine ersten 10 Minuten bei Twitter absolviert. Innerhalb von einer Stunde brachte das über 10 Mio. sogenannter Clicks. Sein ehemaliger Sender Fox News hat im Gegenzug durch seinen Abgang einen rabiaten Zuschauerabsturz erlebt, dessen Ende noch nicht absehbar ist. Gleiches gilt für die zugehörige Aktie. Es ist kaum zu glauben, wie die Firmenbosse das Vermögen ihrer Anleger aus Gründen der Wokeness verbrennen.

Carlson (2): In seinem ersten Twitter-Auftritt lobte er in ironischem Ton die Mainstream-Medien für ihre Leistung, die Sprengung des Dnjepr-Staudamms den sich selbst schädigenden Russen zuzuschreiben und nannte den Herrscher in Kiew einen, dem es gelungen sei vom Schmierenschauspieler zum Oligarchen aufzusteigen. Er wäre buchstäblich ein lebender Heiliger, der ohne Sünde sei.

Wahn-Wettlauf: In den USA läuft wg. des Klima-Schwindels das Verbot der Nutzung von Gas-Herden an. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten macht uns vor, was bei uns alles noch möglich ist. Nebenbei: Beim Verbot von Heizungen ist man dortzulande etwas zurückhaltender, weil es Winter für Winter recht kalt zu werden pflegt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

7. Juni 2023

Dammbruch: Gestern wurde der Überlauf des Dnjepr-Damms nördlich von Cherson zerstört. Beschossen wurde das seit über einem Jahr in russischer Hand befindliche Bauwerk bereits seit Monaten. Die westliche Wertegemeinschaft beschuldigt die Russen dieser Tat. Man muss nicht einmal zwei Minuten nachdenken, um das auszuschließen, denn es ist das von den Russen besetzte Hinterland, das überflutet wird, und es ist die Wasserversorgung der Krim, die schwere Einbußen zu erleiden droht. – Die Medien, die die russische Täterschaft behaupten, sollten ihren Alkohol- und Drogenkonsum in den Griff kriegen.

Medienkonsum (2): Dass man auch bei Tichy nach Erholungspausen der letzten Wochen die Gelegenheit nutzt, auf die Russen (sanft) einzuprügeln, überrascht nicht. Kaum habe ich den Satz geschrieben, korrigiert mich der Abendeintrag bei Stephan Paetow: „Auch wenn unser Chef Olaf ‚in der Sprengung eines Staudamms im russisch besetzten Teil der Ukraine eine gezielte Aktion Russlands‘ sieht, müssen wir Ukraine-Führer Selenskij ganz deutlich sagen: Unsere SPD-Stimmungs-Kanone Olaf ist unverkäuflich und wird auch nicht ausgeliehen! (https://www.spaet-nachrichten.de/2023/06/der-spezialdemokraten-problemmit-digitalisierung-und-kopfrechnen/). 

Medienkonsum (3), diesmal von der Gegenseite: Wie gestern gemutmaßt, sorgt das russische Verteidigungsministerium dafür, dass man bei den Leopard 2-Panzern deutscher Fertigung auf dem Laufenden gehalten wird. Die kurze Sequenz, die es ins Internet gestellt hat, zeigt die Drohnenaufnahme der Vernichtung eines Kampfpanzers. Dass es sich hierbei um einen Leo 2 handelt, kann ich bestenfalls glauben (siehe Foto, wenige Sekunden vor dem Treffer). Sicher werden die Panzerexperten von nah und fern mir in den nächsten Stunden passende Kommentare liefern.

6. Juni 2023

Morden zur Befriedigung des Irreseins: Irlands Regierung erörtert, Hundertausende von Kühen, den Haupteinnahmezweig des Landes, zu töten. Der Grund: sie stören die herbeiphantasierten Klima-Ziele.

Irresein (2): Wird Zeit, dass sich die irischen Kühe ein Beispiel an der Deutschen Post nehmen. Die kann klimaneutral senden und auch empfangen. Plakatiert sie. Mein Vorschlag: einfach den Betrieb einstellen. Plan B: den Vorstand in die Wüste schicken.

Irresein (3): Früher hielten sich Verrückte für Napoleon, heute für die Sonne. Früher wurden sie weggesperrt, heute in die Regierung berufen.

Irresein (4): Wer das Töten von Tiermassen für akzeptabel hält, um dem Klima-Wahn Vorschub zu leisten, wird auch bald nichts mehr daran auszusetzen finden, Menschen, als die angebliche Haupt-Ursache des Ungemachs, in Massen abzuschlachten. Willkommen in Neutralien.

Ostfront: Leser H. berichtet gestern früh von der Durchfahrt eines Güterzuges auf der Strecke Stralsund-Berlin Richtung Süden, beladen mit frischgestrichenen Leopard-Panzern. Bleibt die Frage: Sind es die Dänen oder die Norweger, die hier ihre Alt-Bestände abbauen? Nebenbei: die ersten ihrer Art sind gestern an der Front im Einsatz gesichtet worden. Wir werden sicher bald mehr davon hören.

Ostfront (2): Landauf landab wird von der im Gange befindlichen ukrainischen Offensive gesprochen. Außer ungezählten Gefechten auf dem gesamten Frontbogen und ukrainischen Versuchen, die Grenze nach Russland unsicher zu machen, kann ich nichts erkennen, was ich mit dem Namen einer militärischen Offensive belegen würde. Das ist bestenfalls Nervenkrieg, wenn auch ein äußerst unschöner, denn er erzeugt Tag für Tag Tote und Verwundete.

Ostfront (3): Das anstehende Nato-Großmanöver ab nächster Woche in Osteuropa rechne ich auch unter das Rubrum Nervenkrieg. Nur hat die Bewegung von massenhaft Luftstreitkräften mehr als jeder gelieferte Leopard das Potential, aus dem Ruder zu laufen.

5. Juni 2023

Gendern ist, wenn der Sachse mit dem Boot umkippt. Netzfund (Dank an den anonymen Netzer (sagt man so?)):

Gendern (2): Der Orka, den ich in der Straße von Gibraltar vorbeischwimmen sah, wurde von mir weder für einen solchen gehalten, noch wusste ich bis gestern, dass die Väter dieser im Familienverband auftretenden Kampfschwimmer sich einen Spaß daraus machen, Segelboote zu rammen, damit die lieben Orka-Kinder was zum Spielen haben. – Fazit: Unwissenheit schützt zwar vor Strafe nicht, zuweilen aber vor durchaus berechtigter Furcht.

Merkwürdige Übereinstimmung: Die beiden Präsidentschafts-Kandidaten Trump (Reps) und Kennedy (Dems) erklären, sie würden im Falle ihrer Wahl den Ukrainekrieg sofort beenden. – Nebenbei: So etwas kann im Ernst nur sagen, wer sein Land für verantwortlich hält.

Bei Tisch am Vorabend: Der unwiderruflich letzte Spargel des Jahres suhlt sich in der heißen Butter.

Bei Tisch (2): Sagt der Wohlmeinende, nachdem das Lob des Koches abgeklungen ist: Wurd Zeit, dass der Kanzler dem Putin die Kante gezeigt hat. – Ich: Der Auftritt in Falkensee sah eher nach einem Flopp aus. – Er: Wieso das denn, in den Tagesthemen hat er es gesagt. – Ich: Er im Fernsehen? – Er: Nein, da wurde es klar gesagt. – Gewohnheitswidrig wird ein Smartphone herangeholt und mehrere Auftrittsschnipsel auf YouTube gezeigt, in denen das Publikum den Kanzler überbrüllt. – Er: Das kann nicht echt sein.

In Leipzig randaliert am Wochenende, ganz wie angesagt, der Mob. Bürgermeister Jung gibt sich erschrocken. Das ist Heuchelei auf hohem Niveau, denn seit Jahrzehnten wird diese Klientel in Connewitz von den Genossen gehätschelt.

4. Juni 2023

Nachtarbeit: Einzelaktionen auf beiden Seiten der Ostfront: Russische lokale Vorstöße über den gesamten 1000 km langen Frontbogen verteilt und ukrainische Versuche, den Krieg nördlich Charkow-Charkiw in den Raum Bjelgorot auf russisches Territorium auszuweiten. Nach wie vor ist kein Plan und kein Schwerpunkt zu erkennen. – Nerven- und Abnutzungskrieg.

3. Juni 2023

Die Speisung der 5000: Ebenso wie im biblischen Wunder schafft der US-Kongress das Geld heran, um die drohende Zahlungsunfähigkeit des Staates abzuwenden. Er genehmigt im Klartext neue Schulden, die längst nicht mehr vom gesetzlichen Rahmen, den dieselbe Körperschaft erließ, gedeckt werden. Daran ist nichts Neues oder Überraschendes zu erkennen. Die Show kam lediglich auf den politischen Spielplan, weil es im Repräsentanten-Haus jetzt eine republikanische Mehrheit gibt. Interessant bleibt bestenfalls die Erkenntnis, dass die durch Einnahmen (plus übliches Schuldenmachen) gedeckten Ausgaben der USA nach fünf Monaten verbraucht sind.

Realsatire: Die grünfaschistische Umweltministerin Lemke eröffnet die Dialogreihe Wolf. Nichts für ungut, aber mir geht durch den Kopf, dass Otto-Normal-Wolf vor dieser Frau reißaus nehmen wird.

Ostfront: Ein Kartenvergleich zwischen den Muttersprachgebieten der Ukraine (2010 erstellt bei der Zeitschrift Osteuropa und veröffentlicht durch die Bundeszentrale für politische Bildung) mit den jetzigen Gebietsansprüchen Russlands zeigt eine erstaunliche Übereinstimmung, ja, fast Zurückhaltung der Russen – wenigstens im Augenblick.

Ostfront (2): Es wird diskutiert, ob es den Russen gelungen ist, dass verbunkerte Hauptquartier des ukrainischen Militärgeheimdienstes in Kiew mit Hilfe einer Kinshal-Hyperschall-Rakete zu vernichten. Das wäre eine ziemlich prompte grausame Antwort auf die Ankündigung von dessen Leiter, weltweit – wie bislang – Russen töten zu wollen.

2. Juni 2023

Von gestern, aber noch taufrisch: „Wo ich gerade Fdp lese…ich muß noch die Mülltonne rausbringen“ (aus den Leserbriefen bei Stephan Paetow).

Datenschutz: Aus der verurteilten Gewaltverbrecherin Lina Engel machen die Wahrheits-Medien „Lina E.“. Das klingt geheimnisvoll und wird auch gern mit einem „mutmaßlich“ garniert. In den aktuell von den Wahrheits-Medien veröffentlichten Bildern verbirgt sie ihr Gesicht hinter einem Leitz-Ordner oder in einer Corona-Maske. Aber es gibt sie auch unmaskiert.

Engel (2): Die grünfaschistische Jugend ist außer sich über die Klassenjustiz und ruft zur Gewalt auf.

Engel (3): Unsere Führungsmannschaft gibt sich entsetzt: Bislang hätten Linksextremisten sich nicht gegen Menschen, sondern nur gegen Sachen gewendet. Ich habe nicht genügend viele Anführungszeichen, um das „nur“ zu markieren. Zudem: Diese Typen ziehen seit Jahrzehnten eine blutige Spur durch Deutschland. Nichts hat sich daran geändert. Ebensowenig an der heimlichen Komplizenschaft der Wahrheits-Medien.

Really woke: Washington wechselt den Generalstabschef aus. Dass der grimmige Milley gehen muss, ist kein Wunder, schließlich hat er in letzter Zeit oft genug die Führung seines Landes unmissverständlich aufgefordert, den Ukrainekonflikt so schnell wie möglich am Verhandlungstisch zu lösen. Sein freundlich lachender Nachfolger wird dafür gerühmt, dass er der erste farbige Gay auf diesem Posten sei. Er wird so zitiert: Für ihn komme es darauf an, die Zahl der weißen Offiziere in den Stäben durch Einführung einer Quote zu reduzieren. Bleibt die Frage, ob Netflix jetzt auch in den Streitkräften das Personal-Management übernommen hat.

1. Juni 2023

Glückliches Finnland: Mit der Inbetriebnahme des neuen, gigantischen Kernkraftwerkes ist dortzulande der Strompreis um 75 % gesunken.

Finnland (2): Ist der Nato beigetreten und (wie war das noch gleich?) hat das neue Superkraftwerk mit russischer Hilfe errichten lassen. – Sicherheitsbedenken? …keine.

Finnland (3): Stattdessen mit Missbehagen die großflächige Lüge vor dem Kaufland in Schilda betrachtet.

31. Mai 2023

Deutsches Sprüche-Gut zum Maienschluss: Steter Tropfen macht noch keinen Frühling. Früher Vogel ist aller Laster Anfang.

Rapp-zapp: Uganda führt die Todesstrafe für Homosexuelle ein. Man sieht, die für universell gepriesenen Menschenrechte bedeuten nicht überall dasselbe. Warum auch?

Rettet dem Dativ: Zu meinem gestrigen Polen-Aufsatz aus einem Leserkommentar, den Polenmarkt (rechts der Oder) von Hohenwutzen bei Freienwalde betreffend: Der Küchenchef Empfiehlt Rührei auf Butter mit Pfifferlinge.

30. Mai 2023

Die Wiederwahl des türkischen Herrschers Erdogan weckt gemischte Gefühle. Einerseits kann es mir egal sein, wer da in der Türkei herrscht. Und wie. Doch andererseits weckt die Zustimmung von Millionen der in Deutschland lebenden Türken zum Islamkurs des alten und neuen Bosses strenge Zweifel an deren Loyalität zu dem Lande, in dem sie seit Generationen leben. Eine Aufforderung an jene Gefühlstürken, ins geliebte Land der Väter zurückzukehren, wäre hoch an der Zeit.

Islam (2): Man muss kein Christ sein, um den Islam zu verabscheuen. Andererseits ist mir rätselhaft, wie man Christ sein kann und den Islam zugleich bewundern. Das geht nur so lange gut, bis der Sieger knie-nieder ruft.

An Absurdität kaum zu überbieten: Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert, den Preis für Industrie-Strom von Staats wegen herunter zu subventionieren. Hier werden die selben Leute tätig, die für die jetzt im Gange befindliche Abwanderung deutscher Betriebe wg. unbezahlbarer Stromrechnungen an prominenter Stelle die Mitverantwortung tragen, da sie mit Genuss jahrelang in die Klima-Tröte geblasen haben. – Das kann weg.

29. Mai 2023

Denksportaufgabe: Der fair gehandelte Darjeeling hinterlässt graue Schlieren in der weißen Porzellan-Tasse, der unfair gepflückte Earl Grey tut das morgens nicht. Rätselhaft.

Alles klar: Der Wohlmeinende sagt zu mir, während er sich mein Frühstück mit der Thüringer Blutwurst schmecken lässt, dass die Verfolgung der Klima-Kleber als kriminelle Vereinigung unschön sei. Die paar Ordnungswidrigkeiten, sagt er. …sind massive Straftaten, ergänze ich und spreche dann über die Brotpreise, an denen der Wohlmeinende nichts auszusetzen findet. Ich auch nicht, sage ich, aber die Leute, die beim Lidl Toastbrot einkaufen müssen, schon. Ja, mischt sich seine Frau ein, die ernähren sich ungesund, und hat damit ein Thema für den Rest des Morgens gefunden.

Ostfront: Aus der verwirrenden Vielzahl der Einzelmeldungen schälen sich einige wenige heraus, die nach meiner Vorstellung Bedeutung haben: a) Die Zahl funktionstüchtiger Militär-Flugplätze in der Ukraine scheint drastisch abgenommen zu haben. Sie waren bevorzugt das Ziel russischer Gleitbomben, die aus einer Entfernung von 70 Kilometern vom Flugzeug abgeworfen und sodann punktgenau ins Ziel gesteuert werden. Die Zahl dieser Bomben im russischen Munitionsvorrat soll beträchtlich sein. b) Die russische Elektronik-Abwehr soll in die Steuerungssysteme der von der Ukraine verwendeten und in sehr großer Stückzahl eingesetzten Motorola-Drohnen eingedrungen sein, so dass diese in Echtzeit bekämpft, d.h. abgeschossen werden können.

Ostfront (2): Immer noch wird auf ukrainischer Seite der vollständige Verlust der zur Festung erklärten Stadt Bachmut bestritten, und von der behaupteten Großoffensive zeigt sich keine Spur.

28. Mai 2023

Ja-nein: Die USA will nun doch F 16-Kampfjets in die Ukraine liefern. Allerdings, so sagte der zuständige Staatssekretär, dauere es Jahre, bis ein Pilot diese Maschine beherrsche. Nach einem Crash-Kurs könne er sie frühestens nach 14 Monaten fliegen. – Die Russen können nun das Auftauchen der F 16 am Himmel über der Ukraine abwarten. Kommen sie schon bald, so hat die Ausbildung der ukrainischen Piloten bereits vor Jahr und Tag begonnen, oder aber die Maschinen werden von geleasten US-Piloten geflogen.

Flieger (2): Die Möwe, die ich bei der Betrachtung des Oslo-Fjordes fotografierte, hat sicher nicht so lange gebraucht, bis sie ihr Metier beherrschte. Deswegen saß sie bei meiner Annäherung bis auf die berühmte Armlänge dreist und furchtlos auf dem Dach des Opernhauses, auf dem ich spätabends spazieren ging.

27. Mai 2023

Wirklichkeit schlägt Satire: Das ist in den letzten Jahren schon zu oft behauptet worden, als dass noch jemand hinschaut. Und dennoch: In New York darf ab sofort niemand mehr wg. seiner Fettleibigkeit benachteiligt werden. – Wer hat das gesponsert? McDonald oder Pizza Hut?

Wirklichkeit & Satire (2): Da ist es mir schon lieber, was ich in den Leserbriefen der Zellerzeitung lese, nämlich dieses hier: Um den Rechtsstaat abzubilden, braucht man schon ein Archivbild. Oder das da: Durch den Klimawandel verpassen arktische Erdhörnchen ihre Paarung. Dadurch fehlen in der Gruppe die Trauzeugen.

Wirklichkeit & Satire (3): Die Seemacht Dänemark gibt es tatsächlich. Sie verbirgt sich (im Bild hinten Mitte) bisweilen hinter der Oper von Kopenhagen. Deren Rettungsring trägt die Aufschrift: Welcome on Board. Nebenbei: Die junge Dame stammt nicht aus dem Märchen von Andersen, dem einzigen Dänen, der den meisten Deutschen meiner Generation nach einigem Nachsinnen einfällt.

Und hier (hinten Mitte) die Seemacht noch einmal ohne ablenkende Details:

25. Mai 2023

Davongekommen: Ein Abschnitt des Durham-Reports über das Fehlverhalten des FBI schildert, wie die Clintons mit ihrer zweifelhaften Stiftung außer Verfolgung gesetzt wurden. Ein Staatsanwalt entschied es Anfang 2021, und das FBI schloss den Vorgang endgültig, indem es die Beweismittel vernichtete bzw. an die Eigentümer zurückgab. An sich eine vernünftige Verfahrensweise, die ganz dem amerikanischen Praktiker-Denken entspricht, jedoch fragwürgig ist, wenn Strafverfolger und -verfolgte zusammenwirken. Es handelten dieselben Figuren (FBI-Vize Andrew McCabe und seine Combo), die auch Trumps angebliche Russland-Collusion organisierten.

Ostfront: Nach dem Fall von Bachmut nennt der Chef der Wagner-Legionäre grausame Details, einschließlich der fünfstelligen eigenen Verluste. Nebenbei enthüllt er, wo er die eigenen Kämpfer rekrutierte: in russischen Gefangenenlagern für ukrainische Soldaten. Das erinnert an das Vorgehen der Wehrmacht 1941/42 im Mittelabschnitt der damaligen Ostfront.

Ostfront (2): Nach dem Verlust der zur Festung erklärten Stadt Bachmut ist die ukrainische Seite zur Politik der militärischen Nadelstiche übergegangen, indem sie den Krieg mit kleinen gepanzerten Einheiten über die Grenze nach Russland trägt.

Ablenkungsfütterung: Der Chor der Wohlmeinenden fällt mit geheuchelter Empörung über den geschassten Klima-Staatssekretär Graichen her, indem sie sich über dessen teil-getürkte Dissertation erregen. Währenddessen geht die Entrechtung des Volkes wie von selbst in die nächste Runde: mit dem Heizungskataster. Dieselben Wohlmeinden fangen an, ganz ernsthaft über das Für und Wider zu debattieren, anstatt die Dinge als Diktaturbehelfe zu benennen und die Verursacher insgesamt abzuräumen, denn diese Leute bewegen sich jenseits von Argumenten und an der Schwelle der totalen Macht.

Auch das noch (aus den gestrigen Leserbriefen der Zellerzeitung): Die Habeck-Graichen GmbH plant die Gründung einer Notstromregierung.

24. Mai 2023

Übern Teich: Die US-Presse ist erwacht. Sie veröffentlicht via Reuters ein ukrainisches Propaganda-Photo von Bachmut. Doch die Wahrheit hinter dem Kitschbild lautet: Bachmut, das Symbol des Widerstandes, ist gefallen.

Übern Teich (2): Das Präsidentenwahl-Theater der Republikaner spielt vor vollem Haus. In der Hauptrolle nach wie vor Donald Trump, trotz oder vielleicht wg. der zahlreichen gegen ihn losgetretenen Verfahren. Jetzt sind es Zivilklagen von Frauen, die plötzlich entdecken, von ihm vor Jahrzehnten belästigt worden zu sein. Mehr Bigotterie war nie. Im Verfolgerfeld Floridas Gouverneur Ron de Santis und neu auf dem Spielplan Tesla- und Twitter-Chef Elon Musk sowie der bei Fox geschasste Moderator Tucker Carlson. In weiteren Nebenrollen ein mir bis dato unbekannter schwarzer Senator und Trumps frühere Pressesprecherin. Dass ich mir die Namen der beiden Letztgenannten noch nicht gemerkt habe, ist ein typischer Fall von Rassismus-Leninismus bzw. Frauenfeindlichkeit. Alle Heuchler sind aufgefordert, sich einschlägig zu erregen.

23. Mai 2023

Ostfront: Mit der vollständigen Eroberung von Bachmut durch die Russen, ist der Kampf dort zu Ende. Das wirkt auf mich wie das Eintreten einer gewissen Ratlosigkeit der Sorte: Wie weiter? Von der großen ukrainischen Offensive redet im Moment niemand mehr.Ostfront (2): Es verdichtet sich der Eindruck, dass die Russen im Raum Kiew eine Patriot-Batterie mit Hilfe der Kinshal-Hyperschall-Waffe fast vollständig vernichtet haben. Sie sprechen von 5 (von 6) Abschussrampen und dem Feuerleitsystem. Wie eine Bestätigung klingt es aus Washington, man müsse den Sachverhalt ermitteln.
Ostfront (3): Ist das, was wir derzeit bestenfalls sehen können, ein Luftholen oder ein ratloses Innehalten?

Großes Welttheater: Als deutsche Teilnehmer am aktuellen Bilderberger-Treffen werden von den Veranstaltern diese Sechse hier genannt: die Vorstandsvorsitzenden von BASF (Martin Brudermüller), von Merck (Bélen Garjo) und vom Axel-Springer-Konzern (Mathias Döpfner), daneben Globalisten-Veteran Norbert Röttgen (CDU) sowie ein Herr Schmidt, Wolfgang, von dem ich bei der Gelegenheit zum erstem Mal mitbekomme, dass es der Chef des Bundeskanzleramtes sei, und der grünfaschistische Chef-Ausraster Anton Hofreiter. So wird die Hochzeit von Kapital und Volksfront zelebriert. Wenn überhaupt etwas daran erstaunt, so ist es dies: die Offenheit, in der dies geschieht.

Kleines National-Theater: Die Ablösung des vettern-wirtschaftlichen Klima-Sekretärs Graichen aus dem Hause Habeck ist bestenfalls die verquaste Suche nach einem Ventil, um den Druck auf den grünfaschistischen Wahn etwas zu mildern. Mainstream hofft, dass der Gegenwind sich legen werde, indem man jetzt mit vereinten Kräften auf diesen Graichen einschlägt und nach Plagiaten in seiner Doktor-Arbeit fahndet. Dabei täten in einem geordneten Rechtsstaat Anklagen wg. permanenter Haushaltsuntreue not. Doch dann würde das ganze Gesindel wie Dominosteine umkippen.

Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. Die Bundeszentrale für politische Bildung – sonst für mich steter Quell unfreiwilliger Komik – hat das Bild von vier weiblichen Opfern des 17. Juni 1953 veröffentlicht, deren Namen und Gesicht vor der Publikation geschwärzt wurden. Das ist der stalinistische Stil.

Stalinismus (2): Spätere deutsche Geschichtslehrer werden behaupten, dass es die Betreffenden, deren Verbrechen darin lag, sich über ein nichtsnutziges Gewaltregime geäußert zu haben und die deswegen erschossen wurden, gar nicht gegeben habe. „Können Sie Namen nennen?… Na also.“
Stalinismus (3): Vor rund 10 Jahren wurde das noch anders gesehen. Da wurden die willkürlich Erschossenen aus Stalins Herrschaft der 1930er Jahre endlich mit Gesicht und Namen wieder anschaulich gemacht. Jetzt allerdings sind die einschlägigen Werke auf dem Ramsch gelandet.

22. Mai 2023
Reiseeindrücke: Hassema und Kannssema sind lästige verbale Zwillinge. Mit Hassema beginnt der Appell an die Geldbörse, auf Kannssema folgt der Ruf nach Hand- und Spanndiensten. Beide Nervensägen treten auch leicht verändert außerhalb der Duz-Zone auf, als Hammsema und Könnsema.

17. Mai 2023

Den Tag mit einem Blick in die Leserbriefe der Zellerzeitung begonnen. Man beginnt den Tag mit einem Grinsen, bevor man in die Schlagzeilen der Nacht einsteigt. Hier der Beleg: „Ampels Kampflied: Frisch, Genossen, stellt die Weichen! | Nehmt‘s den Armen, gebt’s den Graichen! | Und die Armen – lasst sie fluchen! | Gibt’s kein Brot, dann tut’s auch Kuchen!“

Schlag (2): Es wird behauptet (und bestritten), dass eine russische Hyperschall-Rakete Kinshal in Kiew in eine Flugabwehr-Batterie Patriot eingeschlagen sei. Ohne Näheres über die Folgen sagen zu können, wird man nicht umhin können, darüber zu spekulieren, dass, falls die Meldung zutrifft, die aus D angelieferte Wunderwaffe den Endsieg womöglich nicht zu garantieren vermag.

Schlag (3): Die Raketensache von Kiew nach dem Sortieren der Meldungen noch einmal in Ruhe durchdacht. Kann es sein, dass die Russen in zwei Wellen angegriffen haben? Die erste führte zur vorhergesehenen Abwehr in Kiew, in die dann die zweite absichtsvoll und ungehindert hineinplatzte?

16. Mai 2023

Der Klimawandel macht keine Pause, sagte soeben ein mir Unbekannter, von dem mitgeteilt wurde, er sei ein Abgeordneter. Das klingt so richtig, dass es nur falsch sein kann, denn alles, was angeblich der Beeinflussung durch den menschlichen Willen unterworfen ist, kann auch durch Pausen unterbrochen werden.

Klima (2): Mit gehöriger Verspätung sind die Eisheiligen eingetroffen. Kamen vermutlich mit der Bahn.

Ostfront: Falls es stimmt, dass die Russen mit einem Raketenangriff ein ukrainisches Munitionslager mit großen Mengen britischer abgereicherter Munition getroffen haben, die daraufhin in einer gigantischen Explosion in die Luft flog, stellt sich die Frage, ob die Angreifer den fatalen Inhalt des Ziels genau gekannt haben. Denn jetzt ist eingetreten, was sie seit einem Jahr – so ihre Verlautbarungen – vermeiden wollten: die massenweise Verwundung der Einwohner. Nunmehr wird die wechselseitige Schuldzuweisung in die nächste Eskalationsstufe münden.

Eskalation (2): Falls die anliefernden Briten genau auf den eingetretenen Effekt gesetzt haben, haben sie erreicht was sie wollten.

Eskalation (3): Die Meldungen aus dem Kampfschwerpunkt von Bachmut passen nicht zusammen. Falls das die lange angekündigte Gegen-Offensive gewesen sein soll, stimmt entweder der russische Abwehrerfolg so nicht, oder aber die Angriffskräfte können kaum als ernsthaft bezeichnet werden, um die russsischen Einschließungskräfte ihrerseits zu umfassen. Ich bezweifle allerdings, dass sich die ukrainischen Streitkräfte angesichts ihrer mehrfach bestätigten Schwäche einen Scheinangriff zur Täuschung des Gegners leisten können.

Übern Teich: Es sickert aus den Eingeweiden der amerikanischen Konservativen heraus, dass das Abschießen des Chefs der Plattform Projekt Veritas, James O’Kneef, das Werk eines Innentäters war, der als sog. Neocon beschrieben wird. Letztere sind eine vage, aber laute Formation, die den Krieg zur Durchsetzung von Amerikas Herrlichkeit für eine Selbstverständlichkeit halten. O’Kneef stand den Schmierengeschäften dieser Leute im Wege.

Übern Teich (2): Sonderermittler John Durham hat gestern seinen Bericht über das Fehlverhalten des FBI in Sachen Trump-Ermittlungen wg. dessen angeblicher Russland-Verstrickung vorgelegt. Er bescheinigt den obersten US-Ermittlern, sie hätten sich von bias (sprich: Beijääs = Parteilichkeit) leiten lassen. Eine kursorische Lektüre zeigt, dass ich an meinen Aussagen im Buch Spygate nichts Substanzielles zurücknehmen oder ändern müsste. Das ist weniger als Eigenlob zu verstehen, denn als Feststellung, dass das, was ich vor knapp drei Jahren herausfand, längst Gemeingut hätte sein können.

15. Mai 2023

Über Nacht das im Vorjahr in fünfter Auflage erschienene Buch über der polnisch-sowjetischen Krieg 1919-21 (Der vergessene Sieg von Stephan Lehnstaedt) gelesen. Der Inhalt und der Umstand, dass mein nagelneues Exemplar vom Ramsch stammt, verlangen nach einer ausführlichen Kommentierung. So erzeugt der Wunsch nach Verbesserung des eigenen Kenntnisstandes unerwartet Arbeit.

Über Nacht (2): Die Ergebnisse von Bremer Wahl und des von mir als ignorierbar eingeschätzten europäischen angeblichen Gesangswettbewerbs hinterlassen keinerlei Eindruck bei mir – außer den, dass sie meine polnischen Betrachtungen stören.

14. Mai 2023

In Bremen werde, so lese ich irgendwo, heute gewählt. Na und? Warum sollte ich mich dafür interessieren? Das überlasse ich getrost den Sondersendungen, wo Experten das erläutern, was sie nicht vorauszusagen vermochten.

Voraussagen (2): Auch die Eisheiligen vermochten nicht ihrem Ruf zu entsprechen. Warum ich unter solchen Bedingungen im Freien sitzend mit der Lektüre des Narrenschiffs von Sebastian Brand begonnen habe, kann ich nicht erklären. Vermutlich weil ich das Buch gestern geschenkt bekam.

13. Mai 2023

Eines besseren belehrt zu sein, bedeutet häufig die Erkenntnis, dass man mit der Wahrheit nicht weitergekommen ist.

Erkenntnis (2): Dem Hund, der in den Kofferraum meines Autos einzusteigen versucht, folgt an zu langer Leine eine Frau in fortgeschrittenem Alter, die, die günstige Gelegenheit ergreifend, sich erkundigt, was ich denn dort alles geladen habe. Meine Auskunft, dass die darin befindlichen, Eierkarton-ähnlichen Pflanzschälchen, die ich mir auftragsgemäß habe einpacken lassen, der Zucht von Kokospalmen dienen, bringt sie ins Grübeln. Schnell wechselt sie das Thema und fragt, nachdem sie sich weiter umgesehen hat, nach meinem Weingeschmack. Als ich ihr – diesmal wahrheitsgemäß – sage, dass die Flaschen vom Aldi stammen, rümpft sie die Nase und zerrt an ihrem Begleiter.

Erkenntnis (3): Im Abendlicht sitze ich an der Ilm und denke erfreut über einen politikfreien Tag nach. Der Tiefurter Park ist an den Rondellen sparsam, aber dank streng ordnender Hand farblich und figürlich exakt mit Blumen bepflanzt. Im Kontrast dazu: Nur ein schmaler Streifen des zum Fluss abfallenden Wiesen-Hanges ist kurzgeschoren, der überwiegende Rest wächst wild und grün. Ich wundere mich über die Vielfalt der Pflanzen, wenn man sie nicht mit dem Mäher belästigt. Der Rasen von einst allerdings ist dies nicht mehr. Bleibt die Frage: Ist dies ein Sieg der Natur über den Menschen? Oder ein Sieg des Menschen über die Natur des Menschen?

12. Mai 2023

Vorwärts Kameraden, wir rudern zurück: Eine ruhige erste Analyse des Stimmengewirrs bei den grünen Faschisten zeigt, dass sie um ihre Macht besorgt sind, seit ihnen zum ersten Mal in ihrer Herrschaftszeit der Wind ins Gesicht bläst. Jetzt versuchen sie es mit der guten alten Kommunisten-Methode von Kritik und Selbstkritik. Nur deren Anführer weiß noch nicht genau, wie und wohin. Er hat zwei massive Stolpersteine auf seinem Weg: den Familienfilz (hier mäkelt das Feuilleton) und die Heizungsidiotie (hier droht das Volk). Die Lügenpresse versucht es mit einem Ablenkungsmanöver nach dem Motto: Habeck zeigt Gesprächsbereitschaft. Als ob es darauf ankäme. Dieser Mann und sein ganzer Augiasstall gehören bis auf den blanken Boden ausgemistet.

Zurück (2): In der Schlacht um Bachmut ist den Ukrainern gestern erstmals ein Einbruch in die russischen Flankenstellungen gelungen. Die Meldungen beider Seiten stimmen überein, wenn auch im Umfang des Geschehens differierend.

11. Mai 2023

In den Reichskammerspielen am Bundeskanzlerplatz kam gestern das Kriminalstück „Der Grüne Filz“ zur Aufführung. In der Hauptrolle Staatsschauspieler H. Beck, bekannt aus der beliebten Familienserie „Die Graichens“. Das Publikum wurde wg. des anstößigen Inhalts ausgeschlossen. Die Presse verlangte hernach unisono die Wiederaufnahme des in der letzten Woche unerwartet unterbrochenen Dramas „Der Letzte macht das Licht aus“.

Übern Teich: Das nunmehr mit republikanischer Mehrheit agierende Aufsichtskomitee des US-Repräsentantenhauses präsentierte die Ergebnisse der für illegal gehaltenen Biden-Familienclan-Einkünfte: Mindestens 10 Mio. US-Dollar aus China während Bidens Amtszeit als Vizepräsident. Die Zahlungen aus der Ukraine warten noch der Bezifferung. Für die wirklich Reichen sind das Peanuts, über die man nicht groß reden muss.

Ostfront: Wie gehabt rabiate Häuserkämpfe in Bachmut. Die ukrainische Gegenoffensive soll den großen Entlastungsschlag bringen, aber es sieht bisher nicht danach aus. Die zum Symbol des Kampfes erhobene Stadt (bzw. deren Ruinen) befinden sich fast vollständig in russischer Hand.

10. Mai 2023

Europäische Werte: Ich hielt das erst für eine Ente, dass Wolodymyr S. mit dem Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet werde. Scheint aber zuzutreffen. Wird er dafür ausgezeichnet, dass er uns Millionen seiner Landsleute hat zukommen lassen, Flüchtlinge und Fahnenflüchtige?

Europäische Werte (2): Ein Mann in einer Operettenuniform erklärt uns derweil, dass er damit fortfahren werde, Russen in aller Welt zu töten. Der Mann heißt Kirill Budanow, und er ist der Direktor des ukrainischen Militärgeheimdienstes. Er hat bereits eine stolze Strecke vorzuweisen.


Da staunt man Bauklötze: Einer amerikanischen Journalistin war kürzlich aufgefallen, dass sie Mitte der 1990er Jahre von Trump vergewaltigt worden war. Der wehrte sich mit der Bemerkung, die Dame sei nicht sein Typ. Dies wiederum wertete ein Geschworenen-Gericht in New York als sexuelle Nötigung und verurteilte Trump zu einer Millionenstrafe, während es ihn vom Vorwurf der Vergewaltigung freisprach.


Clan-Wirtschaft: Der Trauzeuge des Wirtschaftsstaatssekretärs Graichen soll nun doch nicht Chef der Deutschen Energie Agentur werden. Man wolle die Stelle jetzt ausschreiben. Wie überaus gütig. Vermutlich wird vorher die Vetternfindungs-Kommission einberufen.

9. Mai 2023

Richtigerweise wird heute – und nicht gestern – in Russland der Jahrestag des Sieges über Deutschland begangen, denn als Feldmarschall Keitel in Berlin Karlshorst die Kapitulationsurkunde für die deutsche Wehrmacht unterzeichnete, war der 8. Mai 1945 bereits seit über einer Stunde ins Land gegangen, und in Moskau war es noch zwei Stunden später. Gut, auf einen Tag soll es uns nicht ankommen, doch darauf schon: Ein Tag der Befreiung war dieser Tag für meine Eltern nicht, denn sie hatten lediglich das nackte Leben und das von einem ihrer Kinder gerettet. Von allem, was sie ihr eigen nannten, waren sie bereits in den Wochen zuvor befreit worden. Jetzt besaßen sie nichts mehr außer dem, was sie auf dem Leibe trugen. Wie sie den Mut aufbrachten, trotzdem weiterzuleben, ist mir bis heute ein Rätsel.

Zurück in die grelle Gegenwart: Das neue Rentnerische Akrützel von Bernd Zeller ist heute Nacht in meinem elektronischen Briefkasten eingeworfen worden (https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2043.pdf). Dem entnehme ich den H-Beck des Tages:

H-Beck (2): Bereits tags zuvor hatte Sarah Wagenknecht den sichtlich gebräunten Minister im Bundestag zu Rücktritt aufgefordert. Da applaudierten ihr Links und Rechts gemeinsam. Habe mich manchmal gefragt, was die Frau so gefährlich macht. Jetzt weiß ich es: Es ist ihre Revolver-Schnauze.

8. Mai 2023

Bundesminister (Ergänzung zum Vortag): „Befreiungsschlag für Robert Habeck +++ Umbenennung des Wirtschaftsministeriums in Familienministerium für Anfang der kommenden Woche vorgesehen +++ (gefunden in den Leserbriefen von Bernd Zeller).“ 

Zeller-Leser (2): „Mit dem Zweiten sieht man nur die Hälfte: Wieder üble Schmähkritik an ARD&Phoenix, nachdem sie aus einem Interview mit Gitta Connemann (CDU) Passagen mit Kritik an den Grünen herausgeschnitten haben +++ Wir sparen, wo wir nur können und verkürzen notgedrungen auch Interviews. Das spart Zeit, Speicher, Personal und Energie, somit schonen wir noch das Klima, so der ARD-Chef Heiner Graichen am Abend beim Kamingespräch zu seinem Vetter Hubert Graichen, dem Onkel der Cousine von Wirtschaftsminister H-Beck.“

Ostfront: Die Drohnenaufnahmen vom Wochenende zeigen, dass der Kampf um Bachmut sich dem westlichen Stadtrand nähert. Ein Straßenzug nach dem anderen fällt in Schutt und Asche. Danach bleibt nach meiner Einschätzung den überlebenden Verteidigern nur noch die Flucht über weitgehend freies Gelände nach Westen.

Übern Teich: Die US-Finanzministerin erwartet für den kommenden Monat ein Ereignis, das ich mit der gebotenen Vorsicht als Währungs-Crash deute.

Übern Teich (2): Der US-Wahrkampf nimmt mit dem Agieren von Robert Kennedy jun. unerwartet Fahrt auf. Soeben hat er das FBI beschuldigt, an der Ermordung seines Onkels JFK beteiligt gewesen zu sein. So erhält das woke Amerika gleich von zwei Seiten Feuer. Nehme an, dass der Kennedy-Spross den Erzfeind Trump vorübergehend von der Spitze der Feindpersonen verdrängen wird. Er hatte sich bereits durch seine Attacken auf die Impf-Mafia von Fauci, Pfizer & Co tödliche Feinde geschaffen. Jetzt greift zudem er das gesamte Demokraten-Establishment, dem er bis vor kurzem selbst angehörte, frontal an.

7. Mai 2023

Die Rache der verlachten deutschen Kleinstaaterei: Charles (Karl) III. Noch einer der Ihren in einer langen Reihe auf dem britischen Thron. Das wird sich in absehbarer Zeit ändern, nachdem die Gotha-Hannover-Battenberger ihren Hang zur Exklusivität aufgegeben haben, sodass der berühmte Herr Jedermann – von den Frauen mal ganz zu schweigen – in Zukunft auf den Thron geraten wird, falls es ihn dann noch gibt.

Charles (Karl) III (2): Es ist viel vom Eintritt der Monarchie in die Moderne des 21. Jahrhunderts die Rede. Indessen: Amtsvorgänger dieses Namens nahmen kein gutes Ende. Nr. 1 war zum Schluss kopflos, Nr. 2 starb plötzlich und unerwartet. Ursache war eine Vergiftung, deren Anlass bis heute Rätsel aufgibt.

Fallende Preise machen dem Grundstücksmarkt der USA zu schaffen. So haben die einstigen Karibik-Sex-Inseln des zu Tode gekommenen Ex-Eigentümers Epstein statt der erwarteten 135 Mio. Dollar nur 60 Mio. erzielt.

Fallende Preise (2) sind eine Frage der Perspektive. Früher haben sich die Prominenten den Zugang zu Epsteins Minderjährigen- Betrieb war kosten lassen, heute wenden sie beliebige Mittel auf, dass ihr Name nicht auf den Passagierlisten erscheint.

Ostfront: Auf russischer Seite findet der Kampf der Giganten ums Fell des Bären statt. Aber unter uns: Für die Verteilung ist es noch zu früh. Ob der nächtliche Drohnen-Zwischenfall über dem Kreml in diese Rechnung gehört, vermag ich nicht zu sagen.

Ostfront (2) Derweil wartet die Welt auf die gigantische ukrainische Offensive. Ich denke mal, da kann sie lange warten.

Ostfront (3): Die Übergabe des Kampfabschnitts in dem nahezu eroberten Bachmut vom Wagner-Chef Prigoshin an den Tschetschenen-Führer Kadyrow kann nach den Erfahrungen mit dessen Männern in Mariupol im vergangenen Jahr nur bedeuten, dass dort in Kürze Tabula rasa gemacht wird.

Mal ernsthaft: Ich kennen niemanden, der beim Anblick dieses Bildes nicht grinst. Dabei handelt sich um zwei aktuelle Bundeminister bei Verkündung des juristischen Geschlechts-Wechsels der Zukunft. Man kann es sich nicht ausdenken.

6. Mai 2023

Ist mir kürzlich in der Fontane-Stadt Neuruppin nicht aufgefallen, das Dieselaggregat zum Aufladen von Elektro-Spielzeugen. Schade. Hätte gern die dazugehörigen Autobesitzer fotografiert. Zweifel bleiben.

Blättere nach Zusendung dieses Tweets durch einen aufmersamen Leser in der zugehörigen Seite von Telegram, sie gehört zu GHZ Mecklenburg… Rätsele zunächst, was die Abkürzung bedeutet. Klingt ähnlich wie GTZ und GVZ, aber weit gefehlt, es ist: Großherzogtümer Meck-Strelitz und Meck-Schwerin sowie Herzogtum Pommern. Hüstel, letzteres reicht weit bis ins heutige Polen hinein, war allerdings preußisch.

Bei Tisch gestern Abend: Die zu Beginn zu bemerkende Zurückhaltung unter Fremden löst sich durch den Gebrauch der Hände bei den Vorspeisen (Wurst und Schinken aus Italien) auf und wird lärmend, als der Spargel dampfend auf den Tisch kommt.

Bei Tisch (2): Das Gespräch löst sich plötzlich in strikt getrennte Dialoge auf. Der mir gegenüber sitzende Ungar spricht über die Wurzeln seiner Familie und macht Witze über die verschiedenen Volksgruppen. Ich beschränke mich aufs Zuhören.

Volksgruppen (2): Die Direktorin der CDC, der US-Gesundheitsbehörde, Rochelle Walensky, ist heute Nacht zurückgetreten. Sie übte ihr Amt vom Tage der Vereidigung von US-Präsidentendarsteller Biden aus – ihre Ernennung war demnach dringlich –, und sie ist für die furiosen Maßnahmen zur Bekämpfung der angeblichen Großseuche verantwortlich. Biden bedauert ihren Rücktritt. Ich auch, denn sie war und ist – mit den Augen des Mannes betrachtet – ein Lichtblick unter den verkniffenen Gesichtern der Demokraten-Frauen (ich erspare mir Namen).

Volksgruppen (3): Mit Erstaunen las ich im vergangenen Jahr, dass Walensky nur knapp die Wahl zum Mann des Jahres 2021 durch eine bedeutende Weltorganisation verfehlt hatte. Der Pfizer Chef war ihr vorgezogen worden, von dem ich bei dieser Gelegenheit in der zugehörigen Laudatio las, dass er, obschon deutlich jünger als ich, in seinem griechischen Herkunftsort Tessaloniki aktiv im Widerstand gegen die Nazis gearbeitet habe. So so. Das muss vor meiner Zeit gewesen sein, jedenfalls bevor ich vor Jahrzehnten der Stadt einen Besuch abstattete.

5. Mai 2023

Hassundhetze ist eine schlimme Sache, na klar. Frage mich allerdings, ob das Hetzen selbst oder der Hinweis darauf den Tatbestand, den es juristisch (noch) nicht gibt, erfüllt.

Hassundhetze (2): Natürlich freut den Sprach-Gourmet diese Kreation, sie reiht sich klaglos in die Kuriosa vergangener Zeiten ein, wie zum Beispiel Wutundtrauer.

Hassundhetze (3): Die Alternativen nehmen Fahrt auf und entkleiden die Grünen Schicht um Schicht ihrer wärmenden Hemden amerikanischer Fertigung, die den hässlichen Corpus bislang vor der Öffentlichkeit verhüllten.

Hassundhetze (4): Ich klaue den folgenden etwas komplexen Text bei Egon W. Kreutzer (https://egon-w-kreutzer.de/waerme-pumpen-bis-zur-privatinsolvenz). Das enthebt mich der Notwendigkeit, mir das Maul über den grünen Heizwahn fransig zu reden. Der Anfang geht so; „Nach dem Willen der Grünen aller Fraktionen, ausgenommen jener einen, die als A-Wort-Partei vom Verfassungsschutz beobachtet wird, sollen in baldiger Bälde alle Öl- und Gasheizungen sowie möglichst auch alle Holzheizungen stillgelegt werden, denn deren Betrieb bringt als Verbrennungsprodukt Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre, wo es nach Auffassung von XX % aller Wissenschaftler dazu beiträgt, die Temperatur zu erhöhen, was – wenn der Prozess eines Tages weit genug fortgeschritten sein wird – dazu führen würde, dass das Heizen gänzlich überflüssig wird, weil es auch ohne Heizung schon schön warm wäre.“ Der Rest ist wegen der ineinander-spielenden Grunddaten lesens- und aufhebenswert.

Hassundhetze (5): Das kann auf Dauer nicht gutgehen. In einem Video aus Bachmut äußert sich der Chef der Wagner-Söldner Prigoshin vor der Kulisse von Dutzenden seiner gefallenen Männer gegenüber der russischen Öffentlichkeit, wobei er schwere Vorwürfe gegen den Verteidigungsminister und den Generalstabschef, der an der Ukraine-Front zugleich der Oberbefehlshaber ist, erhebt: Die herben Verluste seien die Folge von Munitionsmangel gewesen, während sie und ihresgleichen nur an ihrem abgehobenen Wohlleben in Moskau interessiert seien.

4. Mai 2023

Hose runter, Schwanzkontrolle: Die Fortschrittskoalition präsentiert den Regierungsentwurf für das Transgender-Trallala. Aber ach, wenn Krieg droht, wird’s ernst, dann stellt der Musterungs-Arzt fest, ob Didi, Hansi und Juliane in Wirklichkeit Kerle sind, die die Freiheit am Dnjepr verteidigen müssen. – So viel Heuchelei war selten. Es sind die Kriegsfurien von Grünen und FDP, die dies vorantreiben. Niemand hindert dieselben, der Polnischen Legion beizutreten. Und Tschüss.

3. Mai 2023

Vereins-Klüngel: Dem ADAC gehörte ich Ende der 1970er Jahre an. Die Abschlepp-Freudigkeit meines roten Autos aus Zuffenhausen legte dies nahe. Danach wurde ich normal und brauchte folglich den ADAC nicht mehr. Ab und an las ich die Kuriosa aus den Mündern der dortigen Funktionäre, die irgendwen, aber nicht den gemeinen deutschen Autofahrer zu vertreten scheinen. Jetzt wurde dessen Präsident interviewt. Es sagte – offenbar mit schlechtem Gewissen –, dass er einen Diesel fahre, denn E-Spielzeuge seien für seinen Bedarf ungeeignet. Ich betrachte sein Gesicht und finde in ihm den Prototyp des deutschen Vereinsmeiers wieder. Passt doch, wie man Neudeutsch sagt. 

2. Mai 2023

Hans im Glück: Der bei Fox News rausgeschmissene Moderator Tucker Carlson erhält Angebote zum Weitermachen, von denen die Konkurrenz nur träumen kann. So will ihn Elon Musk zu Twitter lotsen und ein mir bis dato unbekannter Reicher namens Patrick Bet-David bietet ihm für einen 5-Jahrs-Deal 100.000.000,00 Dollar und einen Sitz in seinem Verwaltungsrat. Da können die Woken nur staunen. Ich auch. 

Ostfront: Alles redet über die unmittelbar bevorstehende ukrainische Offensive. Es ist immer noch dieselbe, die vom März, vom April, vom Mai, diesmal aber bestimmt am 9. Mai, um dem Putin die Paarade auf den Roten Platz zu vermiesen. Nun, wir werden sehen. Einstweilen ist es ein Nervenkrieg um Worte, während der verlustreiche Häuserkampf um Bachmut weiter fortschreitet, Straßenzug um Straßenzug. Zum westliche Stadtrand sind es nur noch wenige hundert Meter.

Übern Teich: Der Gesetzgeber von Florida erlässt eine Vorschrift, die es dem Gouverneur de Santis erlaubt, gleichzeitig zu seinem Amt als Präsident der USA zu kandidieren. Jetzt wird es für Trump ernst. Kann mir derzeit nicht vorstellen, dass sie ein gemeinsam sicher unschlagbares Team bilden. Das läge zu nahe.

1. Mai 2023

Ohne Worte, oder: wie sich einer radikalisiert. Nehme noch Wetten entgegen, wie lange der Redner noch in der Christunion sein wird. Übrigens: Der Waldgeist (Foto 2) war meines Wissens nicht dabei, aber zwei Tage zuvor in Leipzig auf den Buchmesse.


28. April 2023

Hast du den Verstand verloren? Eine rhetorische Frage, bestenfalls unter Leuten, die per Du sind, denn noch nie hörte ich sie in der Sie-Form. Ich käme zum Beispiel nicht auf den Gedanken, einer deutschen Außenministerin diese Frage zu stellen. Nicht einmal rein rhetorisch, wenn auch eher aus anderen Gründen nicht.

Verstand verloren? (2): Hört man auf die Zwischentöne, so schwingt eher etwas Fürsorgliches mit. So ähnlich wie: Schalte deinen Kopf ein.

Verstand verloren? (3): Mit einigem Unbehagen erinnere ich mich, dass das Du unter den etwas länger Gedienten der Dienste-Chefs Brauch war. Die Namen – den eigenen mal ausgenommen – habe ich vergessen, und die jetzigen merke ich mir ohnedies nicht mehr.

Das ist wirklich neu: Wenn das Berliner Abgeordnetenhaus den Bürgermeister mit den Stimmen der AfD wählt, bedeutet das, dass die Volksfront versagt hat, weil sie keine eigene Mehrheit mehr bilden kann.

Kaum neu: Umfrage-Institute betonen, dass bei ihren Hokuspokus-Zahlen Abweichungen von Plus-minus-drei-Prozent möglich seien. Angesichts der in der Realität knappen End-Ergebnisse, kann man sich die Umfragen dann auch sparen.

Kaum neu (2): Trotzdem hier die Zahlen von Insa für Thüringen vom vergangenen Wochenende: AfD 28, Linke 22, CDU 21, SPD 11, Grüne 6, FDP 5, sonstige 7. Abgesehen davon, dass mich die Sonstigen mal interessieren täten, könnten die Ergebnisse nach Anwendung der 3-Prozent-Regel auch so aussehen (einfach so, kein Wunsch-Ergebnis): AfD 31, Linke 19, CDU 18, SPD 8 (ziemlich realistisch), Grüne 3, FDP 2, sonstige 19. Dann müsste sich die Volksfront nicht nur einig sein, einen AfD-MP zu verhindern, sondern einen der ihren gemeinsam zu wählen, sonst ist ein AfD-Kandidat nach dem Thüringer Wahlrecht unausweichlich. Ist das realistisch? Wohl kaum.

27. April 2023

Wenn man sich bei geschlossenen Fenstern gedanklich in einem Museum eingerichtet hat, braucht man nicht mehr aufzuräumen, sondern es genügt, hin und wieder Staub zu wischen, damit man den Dialog mit den Eingerahmten fortführen kann.

26. April 2023

Von dem Mann hatte ich, mangels Interesse – früher wäre das anders gewesen –, bis gestern nichts mitgekriegt: Sergej Nagyschkin. Er ist der Chef des SWR, des russischen Auslandsdienstes. Er berichtet jetzt über eine polnische Stabsübung, in der der Feind vom Westen kommt und Stettin einnehmen will. – Entweder der Mann betreibt Desinformation, wovon ich ausgehe. Oder die Übenden haben den Verstand verloren, was sie gefährlich macht, denn sie sind mit deutschen Waffen ausgestattet.

Denkspiele (2): Ein deutscher Angriff gegen Polen ist ebenso wahrscheinlich, wie das plötzliche Intelligent-werden von Annalena Bb. Kurzum, ganz ausgeschlossen.

Ostfront: Es lässt sich beim besten Willen aus den zahlreichen Einzelmeldungen kein operativer Zusammenhang für die eine oder andere Seite herauslesen. Experten, zu denen ich nicht zähle, rücken vorsorglich die Entscheidung ins Jahr 2024. Das ist aus Sicht der US-Regierung verständlich (siehe unten).

Blick übern Teich: Der amtierende Präsident – gerade ist mir sein Name entfallen – hat soeben seine Absicht auf eine Wiederwahl öffentlich bekundet. Sein Kontrahent wird nach allen Regeln amerikanischer Justizkunst mit Prozessen überzogen.

Präsidenten-Klamauk (2): Trumps wichtigster Wahlhelfer, Tucker Carlson, wurde am Wochenende – für ihn überraschend – bei Fox News rausgeschmissen. Er erreichte mit seiner Nachrichtenshow Abend für Abend zwischen drei und vier Millionen Amerikaner. Das gilt dortzulande als Spitzenwert. Bei seinem Interview mit Trump vor 14 Tagen waren sogar knapp 7 Millionen Zuschauer eingeschaltet. Jetzt hat der Rupert Murdoch gehörende Sender den Stecker gezogen. Das war bereits im Januar versucht worden. Jetzt hat es geklappt, nachdem der Delinquent in letzter Zeit gleich dreimal einen Tabubruch im woken Amerika begangen hatte: a) Veröffentlichung von internen Überwachungsaufnahmen aus dem angeblichen Sturm auf den Kongress im Januar 2020, welche den ganzen Fake-Rummel rund um Trump bloßstellen, b) Interview vor 14 Tagen mit Trump selbst, c) letzte Woche Interview mit Elon Musk, der auf die Gefahr der künstlichen Intelligenz und deren Macher hinwies.

25. April 2023

Man muss auch loben können. In diesem Fall Tichys Einblick. Seit zwei Wochen veröffentlicht dort der Journalist Marco Gallina Texte über den grünen Selbstversorgungsfilz, dessen Zentrum sich nach Jahren seiner Existenz von den NGOs in die Bundesregierung verlagert hat. An der Zentralkasse dieses Selbstbedienungsladens die Familie Graichen.

Graichen (2): Beim Lesen von Gallinas Aufsätzen bemerke ich, wie er mehrere Anläufe braucht, um den skandalösen Gesamtkomplex einigermaßen unter Kontrolle zu bringen. Kaum scheint ein Tatbestand abgeschlossen, schon taucht wie Kai aus der Kiste ein neuer Mittäter, ein neuer Profitteuer auf.

Graichen (3): Ich kann gut nachvollziehen, wie es dem Tichy-Autor ergeht, da ich vor Wochen einem der anrüchigen Finanzstränge – dem von der Firma Metro zur Agora – habe nachzugehen versucht. Er war, als ob man einem Wollfaden zieht, und ein Strickwarenladen poltert einem vor die Füße.

Bei Paetow lese ich heute Nacht einen boshaften Kommentar zum FDP-Parteitag vom Wochenende. Seine Quelle: dort Anwesende. Damit wird etwas kaum Glaubliches bekannt: Es sei inhaltlich gegen den jetzigen Kurs mit drastischen Worten gestritten worden. Das war nach dem problemlosen erneuten Abnicken der Führungs-Clique kaum zu erwarten. 

FDP (2): Natürlich hat die Öffentlichkeit von derartigem Rebellentum nichts mitgekriegt. Denn wäre es den Rebellen mit ihren Anliegen ernst gewesen, hätten sie als erstes Lindner & Co abgeräumt. Dann hätten es alle mitgekriegt.

FDP (3): So bleibt die Partei, was sie ist: Für weitere zwei Jahre Mehrheitsbeschaffer für den rot-grün-schwarzen Wahnsinn und im übrigen belanglos.

FDP (4): Vielleicht wäre dies hier ein brauchbares Motto für die FDP-Rebellen:

24. April 2023

Frühmorgens stark bewölkt, kalt und windstill. Wieder so ein Tag, wo die Chefs polnischer Energieunternehmen die Wodka-Flaschen zum fröhlichen Umtrunk kaltstellen, um darauf anzustoßen, dass die irren Deutschen dringend den überteuerten polnischen Kohle-Strom brauchen, selbst wenn dank Abschaltung deutscher Atomstrom, wie die grüne Spitzenfrau Göring-Eckart sicher weiß, die Netze nicht mehr verstopft und damit den Windstrom verhindert. Sie hat das wirklich gesagt, und es genügt nicht, sich darüber fassungslos zu sein oder sich lustig zu machen. Vielmehr müssen sie und ihresgleichen umgehen und ein für allemal aus ihren Posten entfernt werden, denn sie ruinieren unser Land und seine deutsche Bevölkerung.

Kontrastprogramm: Die Insa-Umfrage von gestern kommt angeblich zu dem Ergebnis, dass die Ampel keine Mehrheit mehr hinter sich habe. Selbst, wenn man unterstellt, dass Umfragen nicht herbeigelogen werden, kann ich die Folgerung nicht erkennen. Die drei Ampelisten kommen danach auf gesamt 44,5 Prozent, die CDU auf 28 und die AfD auf 16, die übrigen Prozente spielen bei der Sitzverteilung keine Rolle. D.h., die Ampel könnte ohne weiteres weitermachen. Man muss sich also nicht wundern, wenn sie’s, wie gehabt, tut. (Grafik: Epoch Times von heute).

23. April 2023

Habe mir nachträglich das Interview von Tucker Carlson mit Elon Musk auf Fox TV angesehen. Kurzfassung: Musk kommt auf die Künstliche Intelligenz (amerikanisch: AI) zu sprechen. Er habe den mit ihm befreundeten Google-Gründer Larry Page in dessen Haus in Palo Alto/California besucht, bei welcher Gelegenheit dieser ihn in seine Pläne eingeweiht habe, die totale Kontrolle mit Hilfe der AI zu übernehmen. Musk habe sich – soweit ich ihn verstehe – solchem Mittun verweigert (ob’s stimmt?), er halte die Idee und den Mann dahinter für eine Gefahr für die ganze Menschheit. Es sei Zeit, dass der Staat eingreife.Musk (2): Betrachte mit Muße Bilder von Musk, Page (den ich bislang nicht richtig vor Augen hatte) und deren großen Konkurrenten beim goldenen AI-Geschäft, Bill Gates. Da besteht zwei zu eins der Abstand einer ganzen Generation. Die Jüngeren wenden es durchsetzen, fragt sich nur, ob Musk oder Page, denn hier geht es nicht nur um die Macht, sondern um den Wahn der Allmacht.


Wenn, wie vor Tagen geschehen, sich der Innenminister des Nato-Mitglieds Türkei dahingehend äußert, dass alle (Länder) die Amerikaner hassen, sollten sich dieselben Gedanken machen. – Bezweifle indessen nach Lektüre der jüngst eingetroffenen Foreign Affairs, dass dies in der von mir als selbstverständlich angenommenen Richtung der Fall ist.

Foreign Affairs (2): Stattdessen kommt dort Samantha Powers, Chefin von US AID, der amerikanischen Demokratie-Bringer Organisation, ausgiebig zu Wort. Wo immer sie auftritt, liegt ein regime change in der Luft, zu deutsch: ein US-gesteuerter Umsturz. In Russland scheiterte man vor Jahren, in der Ukraine war man erfolgreich, in Weißrussland scheiterte man erneut, in Georgien und den angrenzenden Ländern waren die Ergebnisse so so, in etliche Ländern des Nahen Ostens ebenso. Jetzt scheint Afrika das Zielgebiet Nr. Eins zu sein. Und nicht zu vergessen: das ungehorsame Ungarn.

Foreign Affairs (3): Purer Zufall, aber gleichzeitig traf das jüngste Heft der Sezession per Post ein. Andere Sprache, andere Welt. Würden die im Rittergut zu Steigra/Sachsen Anhalt sich der amerikanischen Injurien und der unverblümten Sprache der US-Eliten bedienen, das gäbe ein Mainstream-Hass-Fest. Aber sie tun es nicht. Stattdessen der für ewig gehaltene Ernst Jünger, aber wer versteht den schon, geschweige denn Karl Schmitt oder Gottfried Benn. Man sieht, die Zahl der Götter ist begrenzt und zeitlos. Man könnte auch sagen: Sie sperren sich – wie schon zu ihren Lebzeiten – gegen die Gegenwart.

22. April 2023

Lerne ein neues Wort aus dem Polit-Sprech kennen: Ramstein-Format. Damit wird die Einbestellung in den Hunsrück (vormals Deutschland) zur Befehlsausgabe an die Nato-Wehrminister durch den mächtigen Häuptling Lloyd bezeichnet. 

Ramstein (2) Der deutsche Teilnehme am letzten großen Tamtam (Pistorius) hat mitgeteilt, dass der Ukraine-Krieg erst beendet sein wird, wenn diese gesiegt hat. Rege an, dass er seinen Hintersassen in den Hintern tritt, damit diese ihn etwas breiter mit Infos aus dem Osten und dem Westen versorgen. Sonst könnte es sein, dass wir immer noch Leos für den Endsieg entmotten, während die Amis längst über alle Berge sind.

21. April 2023

Defender heißt das Nato-Militärmanöver, das momentan an der Ostgrenze des Bündnisses stattfindet. Defender – was gibt’s denn da zu verteidigen? Nun, Demokratie und Menschenrechte. Gegen wen? Gegen den Russen. Greift er die Nato gerade an? Im Moment nicht so direkt, aber in aller Kürze, wenn ihn die Gegenoffensive der Ukraine bis hinter den Ural zurückgeworfen hat. Dann bestimmt.

Defender (2): Einen militärische Sinn hat der Nato-Aufmarsch nur, wenn man damit rechnet, dass die seit langem angekündigte ukrainische Offensive in einem Desaster endet, und die russische Armee, einmal in Bewegung geraten, an den bekannten Grenzen nicht Halt machen wird. Realistisch? Wohl kaum.

Übern Teich: In den Gesetzgebungsorganen der Union und der Einzelstaaten ist ein wilder Streit über die Teilnahme von Möchtegern-Frauen in den weiblichen Sportdisziplinen entbrannt. Haben diese Leute sonst keine Probleme?

US-Probleme (2): Doch haben sie, denn Präsident Joe B. hat soeben künftige Quoten für Elektroautos auf Amerikas Straßen festgelegt.

US-Probleme (3): Nach Auskunft des Chefs der JP Morgan Chase Bank ist die Lage zahlreicher amerikanischer Banken prekär. Frage mich gerade, wer eigentlich die Gläubiger der Ukraine-Schulden sind? Ist wohl auch dem neu besetzten Repräsentantenhaus aufgefallen, das Biden bei weiteren einschlägigen Ausgaben in den Arm zu fallen droht.

US-Probleme (4): Die Zahl der Präsidentenbewerber nimmt täglich zu. Für Wetten ist es noch zu früh. Deutsche Experten sind für den Kennedy-Neffen.

20. April 2023

Ein alter Fahrensmann wundert sich: Wie kam der Leopard 2 A 4 in diesen Zustand? a) Der pöse Putin war‘s. b) Ein Ergebnis der Stiftung Warentest bei der Suche nach bislang unerkannten Schwachstellen. c) Ukrainische Soldaten wurden auf einem polnischen Übungsplatz von polnische Instrukteuren ausgebildet. d) Der Panzer sollte zerlegt werden, da es für Turm und Wanne unterschiedliche Abnehmer auf dem schwarzen Markt gab. 

Mit dem Wort Konstrukt bezeichnet man ein wirklichkeitsfremdes Gedankengebäude. Es ist nicht ohne Witz, dass das Wort zur Lieblingsvokabel aller Wolkenkuckucksheimer geworden ist, die damit die von ihnen befehdete Wirklichkeit bezeichnen. Der Begriff wird damit zum Konstrukt vom Konstrukt… oder so.

Bei einer neuerlichen spontanen Recherche in Sachen Schwedt-Raffinerie PCK aufgrund eines Telefonats mit einem Dortigen tun sich Abgründe auf. Die rufen nach einer kalten Beschreibung. Ich gerate Zweifel, ob sie etwas nutzen kann. Wenn ich hier aufschreibe, was mir aufgrund langer beruflicher Befassung mit Anarcho-Sprüchen gerade durch den Kopf geht (Auf der Ostseeinsel Poel | heizt man mit Kasachen-Öl), halten mich die Leute für übergeschnappt. Es ist ein Ventil, Leute, sonst nichts.

19. April 2023

Der Wahnwitz hat Methode: Stelle ein absurde Forderung auf, über die nicht diskutiert werden darf und diktiere den Leuten dann die irrwitzigen Konsequenzen. Stimmt nicht? Doch stimmt: „Mit dem Ziel der Klimaneutralität 2045 besteht für über 90 Prozent der bestehenden Gasverteilnetze absehbar keine Verwendung mehr. Ohne eine geordnete Stilllegung beziehungsweise eine bedarfsorientierte Umrüstung der Netze auf Wasserstoffdrohen bis 2044 gestrandete Vermögenswerte von bis zu zehn Milliarden Euro und eine Versechzehnfachung der Netzentgelte für Gaskund:innen. Das zeigt eine neue Studie von Agora Energiewende. Um dies zu vermeiden, benötigt es eine rasche Ausrichtung der Regelungen für die Planung und Finanzierung der Gasverteilnetze auf die Klimaziele.“. So die grünfaschistische Vorfeldorganisation Agora Energiewende in ihrer Pressemitteilung vom 18. April 2023. Und nicht vergessen: Diese Mischpoke gilt als gemeinnützig und – wichtiger noch – gibt den Takt der heutigen Regierungspolitik in D vor.

Wahnwitz (2) im feinen Zwirn: Der Ex-Chef der Agora Energiewende, Patrick Graichen, ist heute beamteter Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Er ist – laut eigener Interviewaussage – der Meinung, dass energieintensive Industrie-Betriebe in Gegenden auswandern sollten, wo es den Strom für ein bis zwei Cent gibt.

Wahnwitz (3) und Wirklichkeit: Das fragliche Interview gab Graichen der Plattform Clean up des Briten Michael Liebreich, deren Sponsor zudem eine Investmentgesellschaft Capricorn Investment Group ist, die 9 Milliarden € schwer sein soll und in die sog. Erneuerbaren investiert. Man sage also nicht, dass sich die Energiewende nicht lohne. Oder anders ausgedrückt: Hier handelt es sich um eine Pressure Group, in der mit dem Segen des deutschen Staates eine Hand die andere wäscht.

18. April 2023

Beim Geld hört die Freundschaft auf: Polen, die Slowakei und Ungarn verhängen einen Einfuhr-Stopp für Getreide aus der Ukraine. Die Dumping-Preise würden die eigene Landwirtschaft ruinieren. In Brüssel hat das Schnappatmung ausgelöst, schließlich sei Landwirtschaft eine Sache der EU, hört man von dort.

Wunderkind Elon Musk hat gestern Nacht bei Fox darauf aufmerksam gemacht, dass die beiden führenden künstlichen Intelligenz-Systeme (von Google und von Microsoft) eine drängende Gefahr für die ganze Menschheit darstellen. Das ist nicht grundlegend neu, aber er hat seinen Konkurrenten von Google, Larry Page, beschuldigt, ein goldenes Monopol im Zeichen der Wokeness auszubauen, dem er, Musk sich durch einen eigenen Ansatz als Konkurrenz entgegenstellen will. – Unermesslicher Reichtum ist das eine, aber es ist in Wirklichkeit der Kick der Macht, die erstmals zur Allmacht zu werden verspricht, was diese Typen vorantreibt.

17. April 2023

Die Woche beginnt mit vortrefflichen Lügen: Eine Studienabbrecherin der grünen Faschisten verspricht, dass der Strom nach Schließung der letzten Kernkraftwerke jetzt billiger werde.

Lügen (2): Lange bevor der Begriff der Lügenpresse aufkam, sagten die Leute: Bild lügt. Jetzt verbreitet man dort eine Meldung, wonach die Innenministerin Nanzy F. gesagt habe, wer Politiker werden wolle, müsse mindestens nach abgeschlossener Ausbildung in einem Beruf gearbeitet haben. Das klingt zu richtig, um wahr zu sein.

Lügen (3): Während das große und gute Amerika die Festnahme des einundzwanzig-jährigen Datenverräters feiert, melden sich die Ex-Agenten verschiedener US-Dienste zu Wort. Die Dienststellung des jungen Mannes auf einer Airbase in der Provinz hätte ihm niemals die Möglichkeit gegeben, auf diese Dokumente zuzugreifen. Es komme angesichts der verschiedenen Hersteller der Originale und der Abschottung der Dienste gegeneinander nur eine wissende Stelle für das Konvolut in Betracht: die Behörde des Geheimdienstkoordinators (DNI). Oder der Sicherheitsberater des Präsidenten. Es sei daher ein controlled leak, ein beabsichtigtes vorgebliches Leck, sehr wahrscheinlich. Der Grund: die Öffentlichkeit soll mit der Wahrheit über die verfahrene Lage im Ukraine-Krieg konfrontiert werden. – Dann wäre der junge Luftwaffen-Mann nur der ahnungslose Prügelknabe.

16. April 2023

Während ich gestern am späten Abend im Gewandhaus in Leipzig sitze und dort einen ohrenbetäubenden Krach anhöre (Westbam meets Wagner), werden ganz ohne weitere Geräuschentwicklung – sieht man einmal vom Jubel der grünen Faschisten ab ­– die letzten 3 deutschen Kernkraftwerke vom Netz genommen. Ironie des Kahlschlags: Jetzt stehen sie in der Gegend rum und brauchen Strom.

Wagner (2): Lese erst im Nachhinein das Programmheft. Das ist auch gut so, denn es wird viel Text benötigt, um mir zu erläutern, was ich selbst erlebt habe: Orchestermusik gegen Mischpult, an dem einer herumhopst, der offenbar der Erfinder (?Komponist) dieser grellen Show ist. Was er dort genau tut, ist nicht zu ergründen, das Orchester hingegen spielt tatsächlich, wenn auch nicht immer zu hören.

Wagner (3): Einen Satz aus dem Programmheft finde ich bemerkenswert. Wagner-Interpreten hätten über die Jahrzehnte nichts unversucht gelassen, die äußeren Vorgaben des Meisters zu sprengen, nur an die Musik selbst hätte sich keiner herangewagt. Nun, diese Schwelle ist jetzt überschritten worden. Deutlich.

Wagner (4): Das Orchester spielt nach frenetischem Beifall eine Zugabe. Jetzt höre ich den Walkürenritt unschwer heraus.

Wagner (5): Mit Muße habe ich die Architektur und das Konzertsaal-Innenleben des Gewandhauses betrachtet. Einen solche Wurf hatte ich den Kulturbolschewisten nicht zugetraut (Vorurteil wird korrigiert). Allerdings belehrt mich die Hängung der Auftragskunst, die eher nach Quadratmetern misst, wo ich mich befinde. Die Bilder sind so grässlich, dass ich mich frage, wie die Staatsmaler das hingekriegt haben. Die herumstehenden Skulpturen der Komponisten sind hingegen ohne weiteres wiederzuerkennen.

15. April 2023

Unter den Wolken: Auf Flughäfen Schlange zu stehen, ist grimmig ertragene Routine. Auffällig fand ich jüngst, als ich mich durch so eine Schlange kämpfte, dass sich diese vor dem Verkaufstresen von Star Bucks gebildet hatte. Vier Bedienstete sorgten für den Stau: Eine nahm die Bestellung entgegen und rief sodann den anderen etwas zu, eine zweite bediente die Kasse und übergab nach der Zahlung dem Kunden eine ellenlange Papierschlange. Eine dritte beschriftete mit einem Filzstift einen Kaffeebecher und bediente sodann den Kaffee-Automaten. wo bereits eine Reihe leerer Becher standen. Eine vierte brachte den nächsten gefüllten Becher an das andere Ende der Theke, wo eine kleine Horde von Kunden aus der Phase eins und zwei herumstanden. – 100 Meter weiter bei einem Nicht-Ketten-Kaffeeausschank arbeiteten zwei Frauen in flottem Tempo ganz ohne Warteschlangen. Die Armen.

14. April 2023

Gestern wurde ein junger Mann namens Teixeira in Massachusetts von einer FBI-Combo in Kampfanzügen pressewirksam festgenommen. Er soll der Geheimnisverräter des US-Regierungs-Dokumenten-Konvoluts über den Ukraine-Krieg sein. Wer’s glaubt. Zu widersprüchlich sind die Angaben aus der US-Regierung: Einerseits Fälschungen, andererseits schwerer Schaden für die nationale Sicherheit. Ja, was denn nun? Falls die Dokumente echt sind, weisen sie u.a. aus, dass die US-Administration die Öffentlichkeit über US-Militär in der Ukraine und über die ukrainischen Verluste belogen hat.

Vor Tagen behauptete Twitter-Eigner Musk, die BBC sei staatsabhängig. Großes Aufjaulen gegen den Verleumder. Man beschließt, ihn in einem Fernsehinterview bloßzustellen. Und das ging so (Auszug): Musk: Okay. Dann müssen Sie also irgendwann die For You hasserfüllten Inhalte gesehen haben. Und ich frage nach einem Beispiel. Richtig? Und Sie können uns nicht ein einziges nennen. Sie wissen nicht, wovon Sie reden. Clayton: Wirklich nicht? Musk: Ja. Denn Sie können nicht ein einziges Beispiel für hasserfüllte Inhalte nennen. Nicht einmal einen Tweet! Und doch haben Sie behauptet, dass der hasserfüllte Inhalt hoch sei. Das ist eine Lüge. Sie haben einfach gelogen! Clayton: Nein. Was ich behauptet habe, ist, dass es viele Organisationen gibt, die sagen, dass diese Art von Informationen auf dem Vormarsch ist. Das Institute for Strategic Dialogue in Großbritannien sagt das auch.

Derweil in D: Die Zukunftskoalition führt die Legalisierung von Cannabis ein. Das ist unverantwortlicher Wahnsinn. Wollen deren Exponenten sich im Nachhinein straffrei stellen?

13. April 2023

Man versteht allmählich, warum die US-Regierung so hektisch auf das Daten-Leck reagiert. Es liegt am Inhalt. Die Stärke der ukrainischen Armee für die vielfach angekündigte Offensive bei Saporoshje wird so beschrieben, dass, selbst wenn es gelänge, die Brigaden, so wie geplant aufzustellen, diese bei dem Angriff nach Süden keine Chance hätten. Es fehlen sowohl die gepanzerten Fahrzeuge als auch die mobile Flugabwehr. Eine strategische Offensive bei gegnerischer Lufthoheit? Das riecht nach der deutschen Ardennenoffensive im Dezember 1944. Da ging es einigermaßen vorwärts, bis der bedeckte Himmel aufriss und die amerikanischen Jabos das Geschehen bestimmten.

Leck (2): Die Verbündeten der USA finden es, wie ich annehme, nicht witzig, wenn der Hegemon deren Leistungsbereitschaft und -fähigkeit schmäht. Nicht jedes Land ist so devot wie unser eigenes. Was die Nicht-Verbündeten dazu meinen, liegt noch nicht offen da. Ich nehme an, sie sagen: Die können es nicht.

Kriegsgeschehen: Lese bei Walter Post, dass der Ukraine-Krieg der erste seit Jahrzehnten sei, wo zwei gut gerüstete Militärmächte aufeinandertreffen. Die satellitengestützte Echtzeit-Aufklärung mache großräumige Operationen praktisch unmöglich, bis, ja bis eine der Seiten so schwach sei, dass sie mit den Daten über den Feind nichts Substanzielles mehr anfangen könne. Ein interessanter Gedanke. Wir werden die Richtigkeit dieser Erwägungen womöglich nach dem Scheitern der ukrainischen Frühjahroffensive life betrachten können. Allerdings bezweifle ich, dass wir einen solchen ukrainischen Angriff, der diesen Namen verdient, bis zum Mai erleben werden.

12. April 2023

„Noch nie“, so lassen die Medien den Karl Lauterbach lamentieren, „hatten wir so viele Staatsfeinde“. – Man wundert sich nicht über diese Aussage, denn Lauterbach hält sich und seinesgleichen für den Staat. Diese Wahn-Vorstellung aus politischem Munde verdankt die zivilisierte Welt dem Franzosenherrscher Ludwig XIV. (l’etat, c‘est moi). – Auch er war beträchtlich verrückt, denn er ließ sich in seinen Mannesjahren sämtliche Zähne ziehen, von denen er – einer damals grassierenden Mode folgend – annahm, sie seien der Quell jeglicher Krankheit. – So Karl, jetzt bist du wieder dran.

Staatsfeinde (2): US-Verteidigungsminister Austin kündigt an, für die Entdeckung des Informationslochs in Sachen Ukraine-Krieg im Sicherheitsapparat sämtliche Steine umdrehen zu lassen, bis man des Täters habhaft sei. – Nehme an, dass es genügt, eine Zusammenstellung aller geleakten Geheim-Dokumente der Kategorie Top secret aufzustellen und zu kontrollieren, wer – personengenau – sie in Händen hielt. Das Ergebnis könnte zu höchst unangenehmen Erkenntnissen führen.

11. April 2023

Der gestrige Osterausflug nach Veßra im Südthüringischen beschert einige bemerkenswerte Erkenntnisse. (a) Die Symbiose zwischen Adel und Kirche führte 1131 zur Gründung des Prämonstratenser Klosters Veßra, von dem noch die beeindruckenden romanischen Türme der Klosterkirche stehen. (b) Das Grafengeschlecht der Henneberger hatte dort jahrhundertelang das Sagen. Die Entscheidung zur Teilnahme an der Reformation brachte ihnen einen bedeutenden Vorteil: Aus dem Klosterbesitz wurde eine gräfliche Domäne. Doch war es von Anbeginn an keineswegs so, dass züchtige Mönchlein allein daselbst gehauset hätten, vielmehr war auch ein Nonnenkonvent auf dem nämlichen Grund und Boden. Das war Anlass fürs Scherzen und Fröhlichkeit. Aber nur solange, bis ein päpstliches Dekret der kirchenamtlichen Unzucht Einhalt gebot.

Veßra (2): Alles dies und manches andere wüsste ich nicht zu berichten, wenn ich mir nicht ein Exemplar der ausliegenden Festschrift zum 25. Jubiläum des Museums aus dem Jahre 2000 mitgenommen hätte. Publikationen dieser Art haben stets mein Entzücken hervorgerufen, da sie in ausufernden Aufsätzen über Details zu berichten wissen, an deren Existenz man im Traum nicht gedacht hätte. Einer genauen Beschreibung von Archivalien daselbst verdanke ich die Erkenntnis, dass einer der Grafen (gest. 1159 oder 1160) den Namen Gotebold trug. Alle diese Herrscher hatten auf Abbildungen unterschiedliche Gewänder an, aber in einem waren sie gleich: Sie stützten eine ihrer Hände auf den Griff des gegürteten Schwertes.

Veßra (3): Anlass der Fahrt in die Klosteranlage war der irgendwo aufgeschnappte Hinweis, dass daselbst die Landes-Fotoausstellung sei. Betrachte mit Muße die Exponate. Zwei habe ich per Handy recht unvollkommen abgekupfert. Fünf nach zwölf und Schnabel halten.

Hurra, wir verblöden: „Demokratie ist, wenn du sagen darfst, dass du nichts mehr sagen darfst“ ist ein Satz, für den der Steuerbürger viel Geld aufwenden muss, denn er wird derzeit auf Großflächen-Plakaten vom Haus der Weimarer-Republik in Schilda verbreitet. Er entlarvt ein kurioses Demokratie-Verständnis. Man darf das, was einem zuteil wird („du darfst“). Wie wäre es mit: In der Demokratie kommt die verbreitete Stimmung, dass einer nichts sagen darf, nicht vor. Falls sie dennoch auftaucht, ist in der Demokratie etwas gründlich schiefgelaufen.

10. April 2023

Zellers Rentnerisches Akrützel im elektronischen Postfach vorgefunden. Seine Bedeutung geht weit über Lokales und Regionales hinaus, sondern es ist ein Frontalangriff auf die politische und publizistische Desinformation und die damit Hand in Hand gehende Heuchelei. Ich folge dem Wunsch des Herausgebers, an der Weiterverbreitung mitzuwirken. Voilà: https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/42.pdf.

Presse (2): Washington Post und Wall Street Journal bringen die Story vom großen Datenklau im Dreieck Pentagon-CIA-Weißes Haus. Die amerikanischen Ukraine-Kriegserwägungen vom Februar und März sind praktisch offengelegt. Die Jagd auf den Verräter – nach meiner Einschätzung kommt nur ein Innentäter in Frage – ist damit eröffnet. Die Diskussion über Inhaltliches unterbleibt auf diese Weise wie üblich.

Presse (3): Lediglich aus der Informations-Plattform Bellingcat kommen Hinweise, dass die Dokumente in bestimmten Fällen gefälscht oder verfälscht wurden. – Bellingcat? Ich muss lachen, wenn ich diesen Hinweis lese. Nach meiner Einschätzung würde zu dieser Firma das Motto passen: Traue keiner Fälschung, die du nicht selbst hergestellt hast.

Presse (4): Es fehlt bislang jegliche westliche Diskussion, ob das Pentagon, die CIA oder das Weiße Haus selbst für das Freisetzen des Konvoluts die Verantwortung tragen. Wäre möglich, es ist nur so ein Gedanke, dem jedoch die Substanz fehlt.

9. April 2023

Morgens um sieben: Eine Oster-Sonne schiebt die dichten Wolken beiseite. Ich weiß, dass das nicht stimmt, aber es sieht so aus und klingt auch gut. Mein Arbeitszimmer erstrahlt im Morgenlicht.

Übern Teich: Robert Kennedy jun. kündigt seine Präsidentschaftskandidatur bei den Dems an. Er hat sich im vorvergangenen Jahr einen Namen als Kämpfer gegen die Corona-Machenschaften des Antony Fauci gemacht. Sein Buch darüber liegt noch immer auf dem Stapel des zu Besprechenden. Jetzt wird es Zeit, damit zu beginnen.

Den letztjährigen Weihnachtsbaum zersägt, um ihn abzutransportieren. Eine Blautanne. Stand auf dem Hof und wollte partout nicht nadeln. Jetzt liegen die Nadeln im Kofferraum und duften vor sich hin.

Hinterm Haus (2): Der Birnbaum ist vom Winterschlaf erwacht und zeigt die ersten winzigen Triebe. Ob er die Baumsatzung von Schilda beachtet, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ihn das Regelwerk nicht interessieren wird.

Hinterm Haus (3): Eine schwarze Katze lümmelt sich auf meinem Auto rum. Sie folgt nur ihrem Lusttrieb auf ein warmes Plätzchen. Wenn sie wüsste, dass unter der Motorhaube ein Diesel seine Wärme abgibt, würde sie’s lassen. Oder so. 

Österliches: Die Amtskirchen vergleichen Dr. Dr. Greta h.c. mit dem heilsbringenden Junior. Schließlich tut sie am laufenden Band Wunder, kann Kohlendioxyd sehen und mancherlei mehr. Schon vergessen, dass sie zur Rettung der Welt über den Atlantik ging? Was für eine globale Dimension gegenüber dem eher mickrigen biblischen See Genezareth.

8. April 2023

Keine Eier, jedenfalls im Kaufland nicht, dafür auch keine Einkaufswagen, sonst alles da, vor allem schlechtgelaunte drängelnde Kunden. Am Bäckereistand hält ein Mann namens Müller den Betrieb auf, weil er sich die vorbestellten Backwaren einzeln aus den Tüten holen lässt, um zu entscheiden, welche er kaufen will. 3 Verkäuferinnen assistieren ihm.

Eier (2): Kaufe statt der Eier einen Hasen bei Dehner zum halben Preis (3 €).

Es ist knapp über Null bei grauem Himmel. Liegt vermutlich an dem Putin sein Angriffskrieg (erhalte mehrere belehrende Hinweis, dass die von mir gewählte Formulierung grammatisch falsch sei. So what).
Krieg (2): Sehe ein Video von Chris Donnelly und seinem Institute of Statecraft. Er spricht angeblich über das Erkennen von Falsch-Informationen. Hört man genau hin, spricht er über die Herstellung eben solcher. Merke: Wer das eine kann, kann auch das andere. Dem Vernehmen nach soll dieser Brite bei der Erstellung von Infos aus der Ukraine eine sehr spezielle Rolle spielen. Werde mir den Namen merken müssen.

Krieg (3). Drei Tage altes Interview mit Michael Ballweg angesehen (https://odysee.com/@Data:59/Ballwegs-erstes-Interview-nach-der-U-Haft:5). Zeigt, soweit ich erkennen kann, einen durch die U-Haft nicht gebeugten Mann, der dort weitermachen will, wo er gewaltsam unterbrochen wurde. Er verneint, dass er ein Kämpfer sei, sondern bezeichnet sich selbst als Aktivisten. Seine Berufung auf das Grundgesetz hat etwas Naives. Er tut damit etwas, womit der polit-mediale Komplex nichts anfangen kann. Man fürchtet ihn, weil er Volksmassen auf der Straße versammelt.

7. April 2023

Aus der Provinz: In Schilda, sagt mir eine, die sich darüber aufregt, werden drei städtische Kindergärten geschlossen. Erboste Eltern rufen zur Demo auf. Aber bitte nicht an der wöchentlichen am Montagabend teilnehmen, denn die sei von Rechten. Von denen stammt auch der Hinweis, dass nicht Kindermangel, sondern Wohnraumnot für Willkommensbürger der Grund der Schließung sei.

Schilda (2): Vergibt jetzt amtlich Grüne Hausnummern an grünkorrekte Bürger („Siehe, hier wohnt ein Wohlhabender, der sich den Klimawahn leisten kann“). Wird interessant sein zu beobachten, wie lange es dauert, bis die Geehrten aus Furcht vor wütenden Normalos die Nummern freiwillig wieder entfernen.

Schilda (3): Der Polizeihauptwachtmeister Wendt von der hiesigen Polizeiinspektion erteilt eine Verwarnung im Wert von 50 € an den PKW-Fahrer, der sein Fahrzeug mir beiden rechten Rädern auf den Bordstein fährt, damit die Neunzigjährige, die er zu einem Arztbesuch transportieren will, einsteigen kann (Was sie wegen mangelndem Höhenunterschied nicht könnte, wenn er das Fahrzeug unten an die Bordstein kannte stellen würde). Der PHWM fügt hinzu, dass dies Parken mit Behinderung sei, denn es könnte plötzlich ein Rollstuhlfahrer kommen, der nicht mehr vorbeirollen könnte.

Ostfront: Der deutsche Klimaminister gibt in Kiew bekannt, dass er die dortigen Kernkraftwerke für zuträglich halte, weil sie schließlich einmal gebaut worden seien. Zudem gibt er das Garantieversprechen zu Lasten des deutschen Staates für die Reparatur von Schäden aller Art aus dem gegenwärtigen Krieg. Das Erstgenannte (Bestandsgarantie für Atommeiler) ist pure Heuchelei, denn dieselben bekämpft er mit Inbrunst im eigenen Land. Das Zweitgenannte (Zugriff auf die Staatskasse) dürfte nach allen meinen Erfahrungen eine Amtsstraftat sein (Haushaltsuntreue in einem besonders schweren Fall, mindestens im Versuchsstadium) – jedoch wird sie nicht geahndet werden, was eine weitere Straftat (Strafvereitelung), diesmal der zuständigen Staatsanwaltschaften, darstellt.

6. April 2023

Bin am Vorabend notgedrungen Augenzeuge einer ZDF-Nachrichtensendung. Breiten Raum nimmt der Staatsbesuch der Selenskyjs in Polen ein. Man küsst sich ab (wie herrlich waren doch die Corona-Zeiten, als das unterblieb) und wechselt Treueschwüre. Ich ertappe mich dabei, wie ich unwillkürlich herauszufinden versuche, ob die Beteiligten die linke Hand mit gekreuzten Fingern hinter den Rücken halten. Vergeblich. Weggelassen wird, dass – von Polen losgetreten – zwischen den beiden Staaten ein ruppiger Streit über die Getreidepreise ausgebrochen ist.

ZDF (2): Auftritt eines strengblickenden Kriegsexperten. Er vertritt allen Ernstes, dass sich aus dem Verlust von 30 gepanzerten Fahrzeugen ergibt, dass die Russen den Krieg im Oktober verloren haben werden. Die Sache kommt auf die Wiedervorlage. – Weggelassen wird, dass die Russen dem Vernehmen nach mit einer Kinshal-Rakete das in einem Tiefbunker gelegene Nato-ukrainische Kommandozentrum zerstört oder zumindest schwer beschädigt haben.

Ostfront (2): Der Häuserkampf im Innenstadtbezirk von Bachmut geht mit unverminderter Härte weiter. Es sieht so aus, als hätten die russischen Angreifer einen Keil in die Verteidigungsstellungen getrieben. Die Bilder, die man zu sehen kriegt, übermitteln Zerstörung und Chaos.

Übern Teich: Die Trump-Show ging in NYC mit der Anklageverlesung und der Erklärung „Nicht-schuldig“ über die Bühne. Das Gericht vertagte sich in die Wahlkampfzeit hinein. Zweck erfüllt. Oder doch nicht? Die Zustimmungswerte für den Ex-Präsidenten steigen ins Unermessliche. Vor allem seine Konkurrenten bei den Reps wird das ärgern. Die Dems haben ein grandioses Selbsttor geschossen, das ihre Gegner zwangsläufig einigt. Indessen: vor Trump liegt noch eine lange Strecke.

Übern Teich (2): Fast unbemerkt im Weltgetriebe rütteln die Mexikaner an der Kette des Dollarimperiums und kündigen die Zuwendung zu den BRICS-Staaten an. – Der letzte Einmarsch der Yankees in Mexiko erfolgte 1916. Davon hat sich das Land hundert Jahre lang nicht erholt. Jetzt hält es die Flüchtlingswaffe in der Hand.

5. April 2023

Nicht ganz dicht: Die Zahl der Verrückten, die sich um mich mühen, nimmt augenscheinlich zu. Vermutlich bin ich nicht der Einzige, dem solche Hilfe zuteil wird. Noch in Bonner Diensten pflegte ich zu glauben, dass die Nämlichen ein Recht (Art. 19 Grundgesetz) auf Antwort hätten. Also antwortete ich: Sehr geehrte…, Ihre Angelegenheit wurde wg. ihrer Bedeutung zu den Akten genommen… – Trotzdem entwickelten sich in Einzelfällen langjährige durchaus einseitige Brieffreundschaften.

Undicht (2): Ein aktueller Plagegeist ist der vormalige (hüstel) Arzt Wilfried Meißner aus Saalfeld in Thüringen. Er sammelt offenbar Email-Anschriften. Meine ist ohne meinen Wunsch darunter. Da er, wie er mir mitteilt, andere von ihm belästigte Adressaten auffordert, ihn zu verklagen, nehme ich an, dass bei ihm eine Schraube locker ist, unamtlich ausgedrückt. Früher nannte man das einen Jagdschein. Ist aus der Mode gekommen, der Begriff.

Vertuschung: Der Querdenker-Gefangene Michael Ballweg wurde gestern aus der U-Haft entlassen. Das ist kein Grund zur Entwarnung, eher im Gegenteil: Es wird versucht, den Fall aus der Manege der öffentlichen Empörung verschwinden zu lassen.

4. April 2023

In Finnland sind die Stimmzettel der nationalen Wahlen vom Sonntag ausgezählt. Es hat eine Verschiebung nach rechts stattgefunden (siehe Tabelle, die ich von Wolfgang Prabel geklaut habe). Die bisherige Sozi-Ministerpräsidentin im Girlie-Davos-Format ist vermutlich Vergangenheit. Ob sich die Macht in Richtung EU-Bremse verschiebt, muss sich erst noch erweisen. Die AfD-ähnlichen Wahren Finnen würden – an der Regierung beteiligt – sicher dafür sorgen, doch ob sie ausgegrenzt bleiben, ist die eigentliche Frage. Man muss es abwarten. Ich bin erstaunt, wie viele Finnland-Experten in D plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht sind.

Es ist saukalt hierzulande. Mein Körper wehrt sich mit Händen und Füßen (Heizung an und dicke Socken) gegen den Temperatursturz von 30 Grad Celsius. Selber Schuld, höre ich es hämisch raunen.

Kalt (2): Die Kulakisierung Deutschlands schreitet eilends voran. Was für Stalin die selbständigen Bauern (Kulaken) waren, die vernichtet wurden, sind für die grünen Faschisten die Eigenheimbewohner. Sie werden ab sofort durch unerfüllbare und unbezahlbare Heizungsanforderungen kalt enteignet.

Kalt (3): Aufgabe des Medienpöbels ist es, für diese Maßnahmen die Häme der scheinbar nicht Betroffenen zu organisieren („Geschieht ihnen ganz recht!“). Diejenigen, die ahnen, dass auch sie sich bald ihre Miete nicht mehr leisten können, werden mit der Wunderwaffe Ausgleichszahlungen aus der Staatskasse ruhig gestellt.

Kalt (4): Personen, die für diesen Kahlschlag verantwortlich sind, sind namentlich bekannt. An der Klima-Fassade Leute wie Schnellnhuber und Latif, aber im Machtapparat sind ganz andere Typen zu Gange, wie die Geschwister Graichen. Sie sind kalte Exekutoren, die bislang in jeglichen deutschen Gewaltregimen den alles entscheidenden Hintergrund besetzen konnten.

3. April 2023

Wenn einer eine Reise tut…: Es hat einen eigenen Reiz nachts mit Leuten – selbst wenn man deren Erkenntnisfähigkeit als überschaubar einschätzt – zu telefonieren. Das gilt zumal, wenn sich die Reisenden als enttäuschte US-Fans zu erkennen geben, die etwas atemlos berichten, Los Angeles, die Stadt aller Flimmerträume, sei nichts anderes als eine einzige Freiluftkloake mit Ausgeflippten, die auf offener Straße vegetieren und krepieren.

California Dreaming (2): Und auch noch dies: Im Süden des Sonnenscheinstaates komme man mit Englisch kaum weiter, denn dort werde ausschließlich Spanisch gesprochen und verstanden. – Gab es nicht mal das Schlagwort vom Schmelztiegel Amerika?

Konsequent: „Ich weiß nicht, was ich denken soll,“ ist ein Ausruf, den man bei Leuten, die es für gewöhnlich ohnehin nicht tun, niemals zu hören bekommt. Warum auch?

Wenn die Gazetten mitteilen, Forsa habe herausgefunden, dass 88 Prozent der Deutschen die Energiewende für unrealistisch hielten, stellt sich mir als erstes die Frage: Wer und was sollen durch diese Meldung manipuliert werden?

2. April 2023

Drei Stunden Horrornachtfahrt bei strömendem Regen auf der A 9 und der A 4. War fast allein unterwegs. Keinen Klimakleber angetroffen. War zu nass und zu kalt (3,5 Grad). Man sage also nicht, die Maßnahmen der Fortschrittskoalition würden nicht greifen. Zudem: Lächerlich geringer Dieselverbrauch bei Tempo 100-120. Na also.

Nach kurzer Nachtruhe mit Muße das Bild von Amos Bragg betrachtet. Er ist seit 2022 der (gewählte) leitende Bezirks-Ankläger von Manhattan/New York, und jetzt hat er die Anklage gegen Donald Trump losgetreten, zu der ganz Amerika – so oder so – eine dezidierte Meinung hat. Es ist das am wenigsten unsympathische Bild, das im Internet greifbar war, und es signalisiert mir: Der Mann ist intelligent und gefährlich. Ob es klug war, was er tat, oder ob er das Gegenteil vom Beabsichtigten erreichen wird, ist eine ganz andere Frage.

1. April 2023

Fake oder Realsatire? Die Zukunftskoalition ändert das Namensrecht dahingehend, dass Frau Binde-Strich sich fürderhin entscheiden kann, ob sie Binde-Strich oder lieber nabelfrei Binde Strich heißen möchte. Der Zentralrat der Satzzeichen hat eine scharfe Stellungnahme angekündigt.

Fake (2): Anlässlich der Neuverfilmung des Romans Der Name der Rose wurde Hans Joachim Schnellnhuber mit dem goldenen Filmband für die Darstellung des Inquisitors ausgezeichnet: Keiner könne Verdammnis und Höllenqualen so glaubwürdig rüberbringen wie er, so die Jury am Vorabend in der ARD-Klima-Gala in Anwesenheit von Bundespräsident Walter S. Meier.

31. März 2023

Der Monat geht mit einer Groteske in den USA zu Ende. Eine Grand Jury in New York lässt die Anklage gegen Donald Trump zu. Zum Mitdenken: Er habe lange vor seiner Amtszeit als Präsident (Januar 2017-Januar 2021) eine Porno-Darstellerin mit dem Arbeits- und Künstlernamen Stormy Daniels durch eine Schweigegeldzahlung veranlasst, von einer Anzeige wg. sexueller Belästigung abzusehen. Tja. Nun noch dies, für Genießer: Besagter Kulturschaffender war 2016, als Trump zu den Sternen griff, durch den Kopf gegangen, dass man unter diesen neuen Bedingung noch mehr Geld herausholen könne, und sie war, als dessen Anwälte abwinkten, mit ihrer Geschichte zur Presse geeilt, was ihr einen Schadenersatz-Prozess einbrachte, den sie verlor, denn die Schweigegeld-Vereinbarung enthielt ihrerseits eine Schweigeverpflichtung der Beteiligten. Alles klar? Gott schütze Amerika.

30. März 2023

Die vorgestern zu Ende gegangene Klausur der Koalitionäre ist Gegenstand wilder Spekulationen auf einer Skala von der-Zukunft-zugewandt über Formelkompromisse bis Koalition-kurz-vor-dem-Aus. Das ist alles Gewäsch, denn man ist sich im Wahnsinn der sog. Klima-Politik einig, die darauf fußt, dass durch unsere Schuld die Alpen verbrennen, wir nichts mehr zu trinken haben und der Kölner Dom unter Wasser stehen wird. Keine der drei Parteien stellt das in Frage, auch die angeblich oppositionelle CDU nicht. Mainstream kann sich also auf eine breite Mehrheit stützen.

Opposition (2): Bemerkenswert ist bestenfalls, dass die sog. Alternativen Medien und ihre Zuträger davon ausgehen, dass sich der Wahn von selber legen wird, anstatt sich mit der Frage zu beschäftigen, wie man die militanten Vernunft-Feinde quitt kriegt.

Opposition (3): Gegen den Frontmann der Querdenker-Bewegung des vergangenen Jahres, Michael Ballweg, ist nach 9-monatiger Untersuchungshaft Anklage erhoben worden. Es geht laut Anklageschrift um versuchten Betrug, versuchte Geldwäsche und – ein besonderer juristischer Leckerbissen – versuchte Steuerhinterziehung (er hat, als er im Knast saß, keine Steuererklärung abgegeben). Ich hatte noch ganz anderes im Ohr, als der Mann im vorigen Jahr festgenommen wurde. So wie ich die politische Justiz kenne, wird sie das durchziehen.

29. März 2023

Das Weiße Haus lässt erklären, dass es nicht hinter den Straßenkrawallen in Israel stecke. Soso. War das leichtfertig behauptet worden?

Straßenkrawalle (2): In deren Schatten ändert Frankreich seine Energiegesetze. Demnächst mindestens 50 % aus Kernenergie. Das in einer Zeit, in der Nachbar Deutschland in drei Tagen auf Null fährt.

28. März 2023

Wunderliches in Frankreich: Die Anhebung des Rentenalters auf 65 Jahre bringt ein Volk zum Randalieren und seit Tagen auf die Straße. Sowas würde bei uns nie passieren. 

Rentiers (2): Gestern mit einem gutgelaunten Luxemburger gesprochen. Dortzulande geht man mit 60 in den Ruhestand.

Falsches Frohlocken: Der Koalitionsausschuss habe sich nach 20-stündiger Sitzung in angenehmer Atmosphäre auf nichts Konkretes geeinigt. Wozu braucht man Tatsachen, wenn man sich im Religiösen einig ist?

Ostfront: In der Ukraine sind die ersten Leopard 2-Kampfpanzer aus D eingetroffen. Die aus PL sind schon seit Wochen da.

Ukraine (2): Der Herr Scholz spricht im Zusammenhang mit der Panzerlieferung von unseren ukrainischen Freunden. Mir kommt es so vor, als sei das Freunde-Etikett bislang unsern amerikanischen Freunden vorbehalten gewesen.

Bei Klonovsky gelesen: Die Jahrhunderte andauernde Überlegenheit des Westens liege an dessen Trinksitten. Obwohl mir sogleich zahlreiche Zeitgenossen einfallen, mit denen ich keinesfalls gemeinsam trinken möchte, ist der Ansatz originell zu nennen. Zudem ist er bestechend einfach.

27. März 2023

Übern großen Teich: Trump bestimmt die Schlagzeilen: Gibt es ein Comeback oder landet er im Knast? Derweil hat er am Wochenende seinen persönlichen Wahlkampf in Texas eröffnet – ein republikanisches Heimspiel.

Ostfront: Zum wiederholten Mal will Selenskyj zum großen Schlag ausholen. An Geld und Waffen fehlt es ihm eher nicht. Aber an Männern. Sie werden angeblich von der Straße weg zwangsrekrutiert. Stimmt das, dürfte ihr Kampfwert gegen Null tendieren, wenn sie in den Schlauch von Bachmut geschickt werden, um dort zu sterben.

In Berlin ist der Volksentscheid zum Klimawahn gescheitert. 260.000 Wahnsinnige waren immerhin dafür. Sie scheiterten am 25-Prozent-Quorum (Ja-Stimmen im Vergleich zu den rund 2,6 Millionen Wahlberechtigten).

Volk (2): Interessant mag sein, dass beim einschlägigen Verfahren die Nichtwähler am Ergebnis mitwirken und sich wie Nein-Stimmen auswirken –ganz anders als bei Wahlen, wo sie behandelt werden, als seien sie gar nicht da.

Volk (3): Bezeichnend auch, wie sich die Medien jetzt verhalten. Sie tun so (so die FAZ von heute Früh), als hätte die Sache gar nicht stattgefunden. Man stelle sich einen Moment vor, die Wahnsinnigen hätten obsiegt. Das wäre zum Jahrhundert-Ereignis hochgejubelt worden. Nur vereinzelt höre ich die Frage nach den Sponsoren dieser Show. Schamvoll deuten die Finger über den Atlantik. Da sind die Urenkel der Morgenthau-Fraktion am Werke.

24. März 2023

Männerfreundschaft: „Und pass auf dich auf“, sagte Xi zu seinem Freund Wladimir zum Abschied am Ende seines dreitägigen Besuchs in Moskau. Ich versuche, mich zu erinnern: Sagt man sowas unter Freunden? Und, wenn ja, in welcher Situation?

Männer (2): Die Chance, die Welt zu verändern, wie schon seit 100 Jahren nicht mehr, sei jetzt da, bemerkte Xi. Putin hat dem nicht widersprochen. Westliche Experten mutmaßen vor sich hin, dass solche Worte lediglich die Differenzen verkleistern sollen. Ist man, so wie ich, kein Experte, so hört man raus: Das Ende des amerikanischen Jahrhunderts (1917-2022) ist da. Und wir werden es herbeiführen. – Ist das realistisch: Ich fürchte: Ja.

Männer (3): Ist es möglich, dass jemand mit Putin befreundet ist, vor allem auch in Gegenrichtung: er selbst mit irgendwem? Es scheint denkbar, alles Weitergehende wäre Spekulation. Nebenbei: Dies ist ein Problem all jener, die es an die Spitze katapultiert hat. Nur zur Kontrolle: Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mit Merkel befreundet ist – okay, ich weiß, sie ist kein Mann.

Männer (4): „Ich sei, gewährt mit die Bitte, in eurem Bunde der Dritte“, lässt Schiller den geläuterten Tyrannen in der Ballade Die Bürgschaft ausrufen. Wohin man in D auch blickt, es ist keiner zu sehen, der infrage käme. Nicht einer.

23. März 2023

Soll man Leute, die man für Idioten hält, wörtlich zitieren? Warum eigentlich nicht. Voilà: „Vor drei Jahren ging Deutschland zum ersten Mal in den Lockdown. Die Pandemie hat das Land verändert – nicht nur zum Schlechten“, soweit die FAZ von gestern, die sich in der Spitzenmeldung Gedanken macht, „was wir aus der Pandemie gelernt haben“. Ja was? Das ist hier die Frage. Ich für mein Teil habe gelernt, dass man ein Land in kürzester Frist unter totalitäre Kontrolle bringen kann, wenn man nur genügend viel Panik zu schüren vermag.

Idioten (2): Es handelt sich um eine selbstgestellte Falle, wenn ich annehme, ich müsste mit solchen Leuten argumentieren. Sie werden mir nach den ersten anstößigen Vokabeln nicht mehr zuhören, so dass sich die Frage stellt, wer hier der Idiot ist.

22. März 2023

Bild im Bild: Dass sich Lawrow und Medwedjew totlachen, bedarf keiner Frage, aber worüber? Vielleicht gibt das Bild aus Moskau Auskunft, aus dem ich die beiden ausgeschnitten habe.
  

Ebenfalls zum Totlachen: Die Kommentare bei Mainstream zum soeben zu Ende gegangenen Besuch des chinesischen Führers bei seinem russischen Pendant. Da sei, so lese ich, nichts bei herausgekommen. Gütiger Himmel. Das klingt wie das Pfeifen im Walde.

21. März 2023

Neben mir wedeln Palmzweige in der Luft herum. Der Alltag in D ist in weite Ferne gerückt, denn dies hier ist der Ort, mich auf ein neues Manuskript zu konzentrieren. Das Kleinklein verschwindet hinter einer anderen, noch nebelhaft verborgenen Welt, die beschrieben werden will, sich aber gegen den forschen Zugriff sperrt. Wind und Meer machen Hintergrund-Geräusche, während ich nach dem Eingang suche. Ansonsten ist es ganz still oder fast ganz: 

Manuskript (2): Was scheibst du da? – Ich: Ein Buch. – Ach so.

Manuskript (3): Soll ich dir mal was vorlesen? – Bevor ich nein sagen kann, geschieht es.

20. März 2023

Der bayerische Ministerpräsident ist aus dem Tiefschlaf der CSU bezüglich der Wahlrechts-Änderung erwacht und sprich von einem Angriff auf die Demokratie. Das klingt aus seinem Munde – man erinnert sich an seine Corona-Exzesse – zumindest witzig.

Wolkenkuckucksheim: „Mit wuchtigen Schlägen treibt die Ampel Deutschland in die Große Transformation: Deindustrialisierung, Verarmung und Abbau sozialer und demokratischer Errungenschaften werden mit apokalyptischen Begründungen erzwungen, die immer extremere und fast totalitäre Züge annehmen. Sie können das Land zerstören.“ Es sind Verlautbarungen wie diese hier (Roland Tichy auf Tichys Einblick vom Vortage), die bei mir Kopfschütteln verursachen, denn die Erzeugung der bemängelten Umstände ist (!) totalitär und nicht „fast“ irgendwas. Fazit: Man traut sich nicht zu sagen, dass die wohlfeilen Begriffe wie Demokratie und Toleranz nur noch Hülsen in einem System sind, dessen auftrumpfende Verachtung des Volkes von seinen Exikuteuren ganz schamlos eingestanden wird. Bleibt die Frage: Woher beziehen diese Leute in den etablierten Alternativ-Medien ihre Hoffnung auf Besserung? Zum Glück bin ich nicht der einzige, dem das auffällt.

Ostfront: Das Kartenstudium zeigt, dass die Salz- und Gipsstadt Bachmut in den letzten sechs Wochen Meter um Meter eingeschnürt wurde. Längst ist der verlustreiche Häuserkampf entbrannt. Eine Straße nach Westen ist nach wie vor offen. Frage mich zum wiederholten Male, warum die russische Führung sich nicht zu einer großzügigen Einkesselung entschlossen hatte. Ich nehme an, dass es sich um Kräftemangel handelt.

19. März 2023

Die Lektüre des soeben verabschiedeten Wahlrechts-Änderungsgesetzes offenbart einen sicher von Unionsseite so nicht beabsichtigten Schuss ins eigene Kontor: Der Wegfall des bis dato geltenden Wegfalls der Fünf-Prozentklausel, falls die Partei mindestens drei Direktmandate erworben hat, trifft nicht nur die Linke, sondern vermutlich auch die CSU und damit die Union insgesamt. Damit nicht genug: Die Regel, dass Direktmandate nicht berücksichtigt werden, wenn sie in der Summe mehr sind, als der Partei nach dem Zweitstimmenschlüssel zustehen würde, trifft erneut die CSU, der nach aktuellem Stand 46 der 48 bayerischen Stimmbezirke zugefallen waren. Wendet man beide Regeln an, so würde die CSU leer ausgehen. Ein tolles Ergebnis.

Gesetzgebung (2): Bleibt die Frage, ob irgend ein Abgeordneter eigentlich noch liest (geschweige denn versteht), worüber er abstimmt. Es ist kaum vorstellbar, selbst dann, wenn die Abgeordneten über ihre höchst eigenen Belange befinden.

18. März 2023

Mainstream-Legenden: Es werden immerzu neue Details über die angeblich ukrainischen Täter der Nord Stream-Sprengungen herbeigelogen. Am besten hat mir gefallen, dass der Sabotage-Segler im Yacht-Hafen von Wieck auf dem Darß gesichtet worden ist. Was wollten die Navigations-Profis dort? Die Frage stellt sich, denn der Ort liegt nicht an der Ostsee, sondern am Bodden (jedenfalls bis vor Kurzem). Immerhin, man kann dort sehr gut Fisch essen (Geheim-Tipp von mir). 

Nürnberg lässt grüßen: Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag stellt einen Haftbefehl gegen Biden, nein Quatsch, gegen Putin aus.

Neues aus der Demokratie: In Holland soll es bei den Regionalwahlen in dieser Woche ein politisches Beben gegeben haben. Falls das stimmt, wird es Jahre dauern, bis der starre Mainstreamblock hierdurch tangiert wird – wenn überhaupt.

Demokratie (2): Der Bundestag will durch Wahlrechts-Änderung die kleinen Parteien weg-ätzen. Das hatten wir seit den 1960er Jahren schon mehrfach. Es ging stets aus, wie das Horneberger Schießen.

17. März 2023

Straßenkampf in Bachmut. Der Sinn dieser russischen Aktionen erschließt sich mir nicht. Jeder Heerführer, der bei Verstand ist, vermeidet so etwas. Also geht es hier um Symbole. Die Ukrainer kämpfen „bis zur letzten Patrone“, das tun sie seit einem Jahr. Aber die Russen? Will Putin, dass sich die Wagner-Söldner, die dort Straße um Straße vordringen, auf diese Weise dezimieren? Will deren Führer Prigoschin der Eroberer von Bachmut sein?

Kumpanei: Falls der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz richtig zitiert wird, dass nämlich die Klimaterroristen der Letzten Generation keine politischen Extremisten seien, stellt sich mir die Frage, was man ihm in den Kaffee getan hat.

Kaffee (2): Wenn der Chef von dem Geheimdienst-Chef, der Herr Scholz, regierungs-erklärend sagt, seine Politik eines starken Europa werde der AfD die Basis entziehen, so zeigt das, dass er nicht weiß, warum bemerkbar viele Leute diese Partei wählen. Falls er ernsthaft glaubt, was er da sagt, sollte auch er seinen Kaffeezutaten bedenken (lassen).

16. März 2023

Und als gestern die Sonne im Westen aufging, da waren es schon drei. Die Bankenpleiten in den USA mehren sich, und die Finanzkrise schreitet munter voran. Geldexperten blasen die Backen auf, um wie üblich das Vergangene im Nachhinein mit mathematischem Floskelgerede zu erklären.

Pleiten (2): Keiner sagt das Naheliegende: Joe & Friends haben sich verzockt, als sie im vergangenen Frühjahr Russland aus dem internationalen Währungssystem schmissen, und die potentesten Staaten dieser Erde (außerhalb des Wertewestens) ihnen die Gefolgschaft des Dollar-zentrierten Welthandels Schritt um Schritt aufkündigten. Fazit: Wenn die Welt den Dollar nicht mehr braucht, um grenzüberschreitende Geschäfte zu machen, besteht fürderhin kein Anlass, US-Anleihen aufzukaufen. Und wenn niemand diese Papiere kauft, fehlt es an Geld, um das US-Defizit weiterschleppen zu können.

Pleiten (3): Die Welle schwappt nach Europa, wo die Crédit Suisse, wie man lesen kann, zwar nicht in den Konkurs, jedoch in schwere Wasser geraten zu sein scheint.

Pleiten (4): Es ist noch nicht konkret zu beschreiben, aber ein erstes Muster schält sich heraus. Die smarten Banken-Boys sind auf der Null-Zins-Welle der beiden einschlägigen Notenbanken (Fed & EZB) gesurft. Jetzt ist die Welle ausgelaufen und es werden Zinsen fällig. Geschäftsmodell und Wirklichkeit passen nicht mehr zusammen. Davor war seit Jahren gewarnt worden. Mal in die Gegend spekuliert: Wir sind erst im Auftakt-Geschehen.

Pleiten (5): Das alles ähnelt fatal dem Geschehen von 2007/8. Jetzt fehlt nur noch, dass wie damals die sog. Experten kaltschnäuzig von Marktbereinigung reden.

15. März 2023

Es sieht so aus, als sei die beabsichtigte Präsidentschafts-Kandidatur des russischen Kriegsunternehmers Prigoschin ernst gemeint. Fühle mich an Vorgänge im Alten Rom erinnert. Dort gab es die strikte Regelung, dass die in die Hauptstadt heimkehrenden siegreichen Feldherren ihre Truppen bei Überschreitung des Flusses Rubicon aufzulösen hätten. Man wusste um den Reiz des Staatsstreichs, wenn einer bei seinen Soldaten beliebt und zudem schwer bewaffnet ist.

Kandidatur (2): In der Türkei will sich ein sog. Oppositionsführer dem amtierenden Sultan bei kommenden Präsidentschaftswahlen in den Weg stellen. Hat er bewaffnete Kräfte (? die Armeeführung) bei der Hand? Davon ist bislang nichts bekannt.

Sultanat (2): Der unaufhaltsame Aufstieg der Türken im Hochmittelalter und der frühen Neuzeit endete erst vor den Toren von Wien. Bis dahin waren Jahrhunderte ins Land gegangen. Der anschließende Verfall ging offenbar mit einem seltsamen Phänomen Hand in Hand, dem des Unsichtbar-werdens der Herrscherfigur, eingemauert in seinem Serail.

Sultanat (3): Der gegen Ende des Ersten Weltkriegs aus dem Militär-Establishment aufsteigende Mustafa Kemal muss es erkannt haben, dass der Herrscher dem Volk sichtbar sein muss, damit es etwas zum Bewundern hat. Danach richtete er sich und nannte sich zudem Ata Türk, Vater der Türken. Er führte die Türken in eine sehr spezielle Moderne. Die nahezu preußisch-säkular zu nennende Staatsidee des Ata Türk hielt fast ein Jahrhundert lang, der jetzige Herrscher hat radikal mit ihr gebrochen. Er träumt von der Restaurierung des islamischen Großreichs.

14. März 2023

Es ist zu lesen, dass der Boss der Wagner-Söldner, Jewgenij Prigoschin, angekündigt hat, als Präsident Russlands kandidieren zu wollen. Da bahnt sich ein Konflikt an, denn ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass er im Einvernehmen mit Putin gesprochen hat. – Falls nicht, wovon ich ausgehe, wird interessant sein, wie Putin den Rivalen zur Raison bringt.

Prigoschin (2): Falls dieser sich durchsetzen sollte, wird der Wertewesten sich eines Tages mit Wehmut an die Herrschaft des Wladimir P. erinnern. Woher ich das weiß? Ich weiß es nicht, habe aber mit Muße das Gesicht des selbsternannten Rivalen betrachtet.

13. März 2023

Die Meldungen von der Ostfront bleiben widersprüchlich. Der gemeldete Totalabzug der Ukrainer aus Bachmut hat nicht stattgefunden. Die Wagner-Legionäre der Russen dringen von Norden her in die Stadt ein. Mir bleibt unklar, warum die russische Seite nicht mit der Total-Einkesselung der Stadt fortfährt. Die ukrainische Seite meldet siegreiche Offensiven bzw. geplante Offensiven. Das kennen wir bereits.

Ostfront (2): Der noch nicht besetzten Ukraine im wahrsten Sinne des Wortes den Stecker zu ziehen, wie aus russischen Absichtserklärungen herauszulesen war, erweist sich in der Praxis als schwieriger als gedacht. Im Moment scheinen die Elektro-Anlagen für Kiew, Charkow und vor allem Odessa den Schwerpunkt der einschlägigen Raketen- und Drohnen-Angriffe zu bilden. Über die Auswirkungen fehlen verlässliche Hinweise.

Ostfront (3): Noch fehlen einigermaßen nachvollziehbare Nachrichten über den Einsatz von Leopard & Co.

Über den Wolken: Der junge Mann hinter mir verkündet seinem Nebenmann in Kabinen-Lautstärke, er werde in aller Kürze nach Washington gehen, um dort Ökonomie zu studieren, was man sonst nirgendwo könne. Ich wünschte, er hätte es bereits früher getan. Die Vorstellung, er und seinesgleichen würden dann dort bleiben, finde ich erfrischend.

Über den Wolken (2): Der jüngere Mann vor mir sieht auf dem Display seines Handys einen Mafia-Film mit reichlich vielen Schussopfern. Er selbst trägt eine FDP-2-Maske. Ebenso eine jüngere Frau, die ich in der Enge des Ganges unabsichtlich anrempele. Ihre Augen signalisieren Panik. Ich bleibe stumm, denn sie würde mich ohnedies nicht verstehen.

12. März 2023

Es mutet wie ein Prophezeiung an: Die Silicon Valley Bank ist Pleite. Das melden etwas verhangen die US-Gazetten. – Kommt da noch was nach? Falls ja, wird der Bürger zur Bankenrettung gepresst werden. Das ist Routine.

11. März 2023

Die Korruption in Deutschland hat einen Namen: polit-medialer Komplex. Dort werden Journalisten, bevorzugt aus den öffentlichen Anstalten, – eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion belegt dies – gegen satte Honorare in die Regierungs-Propaganda einbezogen. Ein deutsches Sprichwort sagt: wer zahlt, bestellt die Musik.

Zahlemann & Söhne (2): Meine Erfahrung im Geheimdienst besagt, dass Geldgier (MfS-Deutsch: finanzielles Interessiertsein) eine von beiden Seiten geschätzte klare Angelegenheit ist: Ich zahle, und du tust es.

Zahlemann & Söhne (3): Alle Beteiligten wissen um das Illegale ihres Tuns, aber sie trösten sich mit dem Hinweis: einer musste es schließlich auf sich nehmen. Das kennt man von den Gestalten, die Führerbefehle und Beschlüsse des Politbüros umsetzten.

Dieser Hinweis verdient festgehalten zu werden (stammt von Science Files): Das von uns genutzte Erdgas besteht zu hohem Anteil aus Methan (CH4). Vom Robert wissen wir, dass sich ab und an ein russisches Molekül des begehrten Gasen in unser politisch korrektes Gas untermischt (hat er wirklich gesagt).

Heile Welt in Moskau, alles blau: Er erklärt am 21. Februar 2023 die russische Sicht. Putin ist der winzige Mann in der Mitte und im Hintergrund. Der Mann links passt auf, dass niemand dazwischenschießt. Und die Kinder des Hofstaats tragen orangefarbene Anoraks.

10. März 2023

Der britische Telegraph veröffentlicht die Lockdown Files, eine Auswahl aus Zehntausenden von WhatsUp-Nachrichten von und an den ehemaligen britische Gesundheitsminister Matt Hancock, der das Konvolut zuvor an die Ghostwriterin seiner sog. Autobiographie zu deren Informationen weitergegeben hatte. Hätte er – aus seiner Sicht – wohl besser nicht, denn es offenbart Unkenntnis, Zynismus, diktatorischen Machtwahn und die Unfähigkeit, Fehler zu korrigieren.

Machtwahn (2): Als ich in unaufgeregten Worten darüber vor nunmehr zwei Jahren in der Corona-Diktatur schrieb, antworteten mir die sog. Konservativen in unserm Land, ich würde Panik schüren. Tja. Nebenbei: Ich bin nicht besonders ärgerlich, denn der Durchbruch der Wahrheit braucht unter Umständen ein großes Loch, für das zuvor viele ein kleines gebohrt haben.

Während ich nachts die britischen Sachen lese und frühmorgens diese Zeilen schreibe, kommt die Meldung auf, dass Unbekannte in einer Kirche der Zeugen Jehovas in HH-Alsterdorf ein Blutbad angerichtet haben. Tote und Verwundete tragen Schussverletzungen. Die anschließende Nachrichtensperre lässt nichts Gutes vermuten (?falsche Täter, ?falsche Opfer). Mag mich an Spekulationen nicht beteiligen.

9. März 2023

Das Internet raunt vom Fall von Bachmut. Die ukrainischen Verteidiger, wenige tausend, sollen durch die Einkreisungslücke abgezogen sein. Und jetzt? Und was? Großes Offensiv-Finale? Ziemlich unwahrscheinlich.

Nachrichten aus der Schweiz: Sie denkt gar nicht daran, Leopard 2 an Deutschland zurück-zu-verkaufen, damit sie in die Ukraine geschleust werden können, denn da gibt es kein zurück, weil die Panzer in der Schweiz in Lizenz gebaut wurden, also sind das schweizer Waffen, für die ein Exportverbot in Kriegsgebiete gilt. Pech für unsere Berliner Helden.

Erleichterung in den Mainstream-Medien und bei den Alternativen, sofern zur Amerika-Fraktion gehörig: Die-Ukrainer-waren’s-Lüge aus der NYT wird gespielt. Allgemein wird so getan, als sei das kein Problem, wenn die Kriegspartei, die wir seit einem Jahr mit Geld und Waffen vollpumpen, unsere Erdgaszufuhr ruiniert und unsere Wirtschaft zum Absturz bringt.

In D zieht unrettbar der Wahnsinn ein: Verbot von Heizungen aller Art, Verbot von Fortbewegungsmitteln aller Art. Mainstream unterdrückt das oder schwurbelt herum. Derweil verlassen ganze Industriezweige und die Tüchtigen das Land. Bin ziemlich ratlos.

8. März 2023

Das ist gegenwärtig die ostukrainische Gips- und Salz-Stadt Bachmut aus Sicht einer (?russischen) Drohne. Vor allem die Draufsicht erinnert an eine Horror-Dystrophie aus Hollywood, ist aber Realität. Das untere Bild sieht nicht danach aus, als würde noch ein Mensch in den Häusern leben, aber man kann es nicht mit Bestimmtheit ausschließen. Die Schlacht wirkt wie ein ukrainisches Stalingrad im Kleinformat – empfehle der grünen Jugend einen Betriebsausflug. Mädels, vergesst die Windeln nicht.


Ostfront (2): Bilder aus dem Frontgebiet weiter südlich zeigen, wie Rad- und Kettenfahrzeuge im Schlamm versinken. – Fühle mich einen Moment lang an das im Kurt Vowinckel Verlag erschienene Buch von Otto Carius erinnert: Tiger im Schlamm. Das war 1960 ein Bestseller… auf Jahre hinaus. Heute vergessen.

Haltet den Dieb: Es meldet die New York Times in einem großen Artikel unter Berufung auf US-Geheimdienst-Kreise, dass es die bösen Buben aus Kiew waren, die Nord Stream 1 und 2 im September 2022 zerstörten. Joe sei schon ganz ärgerlich über die Alleingänge in Kiew und habe bei seinem jüngsten Besuch dort ein ernstes Wort gesprochen. – Füge hinzu (Exklusiv-Meldung): Die Kampftaucher bestiegen in Kiew ein noch fahrfähiges Sturmboot aus Wehrmachtsbeständen, fuhren den Dnjepr runter, der bekanntlich in die Ostsee mündet, hoben bei Posen kurz ab, um sich in der Luft betanken zu lassen, machten ihr Ding, pausierten ganz entspannt auf einen Aquavit in einer Røgeri auf Bornholm – einem bekannten Kampftaucher-Treff – und fuhren unerkannt zurück. | Leicht Abweichendes heute Morgen bei Bernd Zeller:

7. März 2023

Am Vorabend in Leipzig: Antifa klebt, rufen die Montags-Demonstranten, die auf dem Goedelerring von der Polizei über die Straßenban-Trasse an dem fahrbahnsitzenden Häuflein von Antifanten vorbeigeleitet werden.

Leipzig (2): Unter den mitgeführten Fahnen stechen die blaue mit der Taube und die gelbe mit dem Lamda der Identitären ins Auge. Friedlich vereint in der Ablehnung des Krieges. Sachen gibt’s.

Leipzig (3): Es schneeregnet bei null Grad. Schön, wenn man einen Vorgeschobenen Beobachter hat.


Die Macht der Repräsentanten: In Berlin hat sich – wie es scheint Hals über Kopf – der SPD-Vorstand entschlossen, der CDU anzubieten, eine schwarz-rote Koalition unter deren Leitung einzugehen. Damit wird der tagelange Zickenkrieg (Spieglein, Spieglein an der Wand | Wer hat die meisten Stimmen im Land) beendet. Ich denke, der wahre Grund sind persönlich Animositäten im Lager rot-rot-grün.

Macht (2): Jetzt lässt der rot-grüne – das heißt in der politischen Wirklichkeit: vor allem der grüne – Pressemob die Muskeln spielen, um die Entscheidung für schwarz-rot zu torpedieren. Hier geht es schließlich es um die Machtfrage in diesem Land. Die Presse ist es gewohnt, dass ihr das letzte Wort zusteht. Man darf gespannt sein, was wir plötzlich an persönlichem Schmutz aufgetischt bekommen, wer die Büchsenspanner sind und wie lange die Betroffenen das aushalten. Die Chancen stehen für den Ausgang stehen derzeit eins zu eins. 

6. März 2023

Finde, dass im Internet der Wahlsieg eines Parteilosen gegen eine Grüne als OB von Mainz beklatscht wird. Bemerke, dass sein Wohlstand auf einer Fernsehwette von vor Jahren beruht. Er hat offenbar was draus gemacht. Solch ein Rathauschef ist schon ein Wert an sich. Ob er gegen den Parteienfilz etwas auszurichten vermag, das wird sich weisen. Denn dort gilt fortan: Die Reihen fest geschlossen. Der Neue wird Schwerarbeit leisten müssen. Dass das Leserbriefvolk ihn mit dem grünen Mann aus Tübingen vergleicht, finde ich zum Schreien.Tübingen (2): Freund W. schreibt: Hier gibt es nur Amerikaner, womit er nicht das Gebäck meint.

5. März 2023

Wie stets sind unfreiwillige Scherze die besten. Panzerbauer Rheinmetall will nach den Worten seines Vorstandes näher zum Verbraucher ziehen (sprich: dort ein Werk bauen). In diesem Fall in die Ukraine. Da kann man nur sagen: Recht so, denn die hat im Laufe eines einzigen Jahres über 1000 Panzer verbraucht.

Rheinmetall (2): Meldet voller Stolz, dass man jetzt in den Dax aufsteigt. Absteigen tut dafür ein Medizingerätehersteller, die Firma Frisenius. Wo geschossen wird, geht es den einschlägigen Branchen besser als denen, die fürs anschließende Flickwerk sorgen müssen.

Rheinmetall (3): Will dieses Jahr noch 250 Leos aufarbeiten und in die Ukraine liefern und dann ab kommenden Jahr 500 von den neuen Kampfpanzern Panther pro Jahr, die das Werk in der Ukraine ausspucken soll. Für diese Dinge besteht nach dem Kriegswaffen-Kontrollgesetz ein absolutes Produktions- und Lieferverbot mit speziellem Genehmigungsvorbehalt. Gilt das eigentlich noch? Und auch dies: Wer hat eigentlich die über 400 Leopard 2-Panzer für Polen genehmigt?

4. März 2023

Der Herr Scholz ist gestern überraschend nach Washington DC geflogen, um…, ja, um was zu tun? Gut, er trifft Joe B. Fragt sich, was denn Unerwartetes geschehen ist, um diesen Blitzbesuch zu rechtfertigen.

Ich nehme an, dass der alte Mann eine Weisung erteilen will, für die er keinesfalls die Russen als Mithörer am Telefon haben mag. – Einbestellen des Deutschen zur Befehlsausgabe. Noch geht das.

Blitzbesuch (2): Wackelt der Vasall in Kiew so stark, dass die Strategie geändert werden muss? Nebenbei: Die Karte des Kriegsschauplatzes von Bachmut zeigt eine für die Verteidiger aussichtslos erscheinende Lage.

Und auch noch dies: Während die EU das 10. (oder ist es das 11.?) Sanktionspaket beschließt, gehen die Mitgliedsländer, außer Deutschland, eigene Wege. So entfroren – das müsste in etwa die richtige neudeutsche Vokabel sein – Belgien und Luxemburg offenbar russische Vermögenswerte in Höhe von ca. 43 Milliarden Euro, zumeist Aktien von Amazon, Alibaba, Netflix e tutti quanti, was nebenbei zeigt, welche sog. Werte wirklich reiche Russen auf dem Weltmarkt schätzen.

Und auch dies fällt auf: Meister Billyboy und sein Weltkonzern Microsoft sind reumütig und ohne Klamauk nach Russland zurückgekehrt. Ebenso die sportlichen Herren von Puma (die Sportklamotten, nicht die gleichnamigen Schützenpanzer).

Und nochwas: Dem Vernehmen nach kürzt Russland die Rohölförderung ab dem 1. März um 5 Prozent. Das trifft vor allem die Diesel- und Heizöl-Produktion. Entweder steigt deswegen erneut der Preis, oder er stabilisiert sich, weil der Rückgang im Verbrauch im Wertewesten aufgefangen werden soll.

3. März 2023

Die russische Nowosti-Meldung (1. März) über den abgesoffenen Leopard, auf die ich in meinem gestrigen Notat hinwies, war ein Fake. Leser H. wies mich bereits gestern unter Quellenhinweis darauf hin. Ihm sei Dank, dass er meine Zweifel bestätigte.

Fake (2): Jetzt kommen die Besserwisser. Sie bemerken im höhnischen Ton, dass man das alles leicht hätte recherchieren können. Soso. Auch ihnen sei Dank, aber aus anderen Gründen.

Fake (3): Es ist die Frage, ob ein Fake ein Fake ist, wenn der Hersteller will, dass man es merkt. Dieser hier stammt vom Bloc GlobKult. Er hat mich heiter gestimmt. Vielen Dank.

Kein Fake: Kommunen und Kirchen sind offenbar dazu übergegangen, ihren Bestand an Sozialwohnungen freizuziehen (zu deutsch: sie schmeißen die Ärmsten der Armen raus), um die lukrativeren Willkommensbürger dort unterzubringen. Mag sein, dass es bislang nur Einzelfälle in Lörrach und Berlin sind, aber dieses Geschäftsmodell wird Schule machen.

Auch vermutlich kein Fake (2): Bin gespannt, was die Experten hierzu anzumerken wissen. Den polnischen Minister erkenne ich, die ukrainischen zur Not auch. Doch wer mögen die Panzerbesatzungs-Darsteller sein?

Letzte Tage im Bundestag: Die Kriegskoalition von CDUCSUSPDFDPGrüne hat die Reihen fest geschlossen – ganz so, wie es der Bertelsmann-Angestellte Heusgen jüngst in München forderte. Nur eine merkwürdige Allianz aus AfD und Teilen der Linken hält dagegen. – Falls die veröffentlichten Umfragen auch nur vage stimmen, sehen die Mehrheitsverhältnisse im deutschen Volk, was den Waffengang anbelangt, genau entgegengesetzt aus.

Krieg (2): Das Kartenstudium der Ostfront offenbart nichts grundlegend Neues. An zahlreichen, nicht miteinander verbundenen Stellen des rund tausend Kilometer langen Frontbogens wird geschossen. Die Einschließung der Industriestadt Bachmut schreitet Meter um Meter voran. Es gibt vom Westen her nur noch eine Zufahrtstraße. Die liegt im Bereich der Wirkung der russischen Artillerie.

Krieg (3): Neu sind die gewalttätigen Auseinandersetzungen in Transnistrieren. Das ist der östliche, zur Sezession neigende Teil von Moldawien. Ob die Meldungen stimmen, dass die Aggressionen von der östlich angrenzenden ukrainischen Seite ausgehen, vermag ich nicht zu beurteilen.

2. März 2023

Die USA lehnen den Friedensplan Chinas für den Ukraine-Konflikt ab. Das war fast zu erwarten, doch der rüde Ton, in dem sie das tun, verblüfft schon. Sie hätten, wird der Sprecher des US-Sicherheitsrats zitiert, nicht vor, den Russen das Töten von Ukrainern zu erleichtern. Bin ziemlich sicher, dass die Chinesen eine solche Beleidigung, offen auf der Weltbühne ausgesprochen, nicht ungestraft hinnehmen werden.

Nachrichtenagentur Nowosti von gestern: „Heute am 1. März um 08:40 Uhr griff ein deutscher Leopard 2 [A 5] Panzer in der Nähe von Artjomowsk an. Unsere Jungs waren schockiert von dem, was sie sahen… Aber nach 100 Metern war diese 60-Tonnen-Maschina völlig im Schlamm versunken. Einem Trupp unserer Soldaten gelang es, sich schnell zu orientieren und durch ein geschicktes Manöver den feindlichen Panzer mitsamt seiner polnischen Besatzung zu erbeuten.“

Leopard (2): Zweifel an der Echtheit des Fotos sind erlaubt. Die beiden Luken im Turm sind geschlossen. Die (polnische) Besetzung wurde angeblich gefangen genommen. Da müssen die Luken offen gewesen sein. Und hinterher macht jemand von außen die Luken zu? Kann ich mir nicht vorstellen.

Leopard (3): Falls die Geschichte stimmt, muss jemand einen einzelnen Panzer eingesetzt haben. Wo kam der her, und was wollte der da in der Mitte des Frontbogens im Schwerpunkt der Kämpfe in Artjomowsk (ukrainisch: Bachmut)? Falls es stimmt, waren da absolute Laien am Werke (oder Überläufer).

1. März 2023

Der US-Heeresministerin ist aufgefallen, dass die Army ihren Bedarf an jungen Soldaten nicht decken kann. 90 Prozent der Männer zwischen 18 und 24 Jahren seien wehruntauglich. Was mit den Frauen ist, wird nicht erwähnt.

Untauglich (2): Mit einer solchen Armee gegen Russland oder China oder sogar gegen beide in den Krieg zu ziehen, dürfte wenig aussichtsreich sein.

Die Deutsche Bank orakelt, dass es im 4. Quartal in den USA eine Rezession geben werde. Der Zeitraum ist geschickt gewählt, denn im Oktober erinnert sich garantiert kein Mensch mehr an diese Vorhersage.

Das US State Department/Bureau of Couterterrorism teilt über Germany 2021 mit: „The COVID-19 pandemic was a driver for extremists with anti-government ideologies. Germany’s domestic intelligence agency (the Federal Office for the Protection of the Constitution [das ist das Bundesamt für Verfassungsschutz]) added, in April, a new category of extremism called delegitimization of the state.” Also im Schatten des Corona-Wahns hat diese selbstgebastelte Amtsanmaßung des BfV – genannt Deligitimierung des Staates – begonnen. Es kann nicht damit gerechnet werden, dass sie wieder zurückgenommen wird, wo auch für hartnäckige Impfverschwörer Schicht um Schicht aufgedeckt wird, dass die Leute, die sich der Zwangs-Impfung widersetzten, recht daran taten.

In Wien trifft sich die OSZE, eine Parlamentarier-Versammlung, die sich seit Jahrzehnten der Zusammenarbeit und Sicherheit in Europa verschrieben hat. Österreich, das zur Zeit den Vorsitz innehat, lud auch die Russen ein, sie sind dort Mitglied. Nun sorgen die USA und ihr Mündel, die Ukraine, durch einen lautstarken Boykott des Treffens für einen Eklat, der durch die Begleitpresse beklatscht wird. Im Stummel-Neudeutsch: Reden geht gar nicht – jedenfalls nicht mit denen da.

28. Februar 2023

Dieses sei, so erklärt mir ein im übrigen unauffälliger Verkäufer, der Leopard unter den Eierschneidern. Ein echter WMF. – Wo er denn gedient habe, frage ich den sachkundigen Mann. – Wie ich das denn meine? fragt er zurück. – Schon gut, keine weiteren Fragen.

Leo (2): Der Namensgeber selbst ist in der Ukraine eingetroffen. Er stammt aus Polen. Nicht, dass er dort gebaut worden wäre, ih bewahre, aber die dortige Armee hat ihn.

Beende den Monat mit einem Blick auf die Leserseiten der Zellerzeitung. Klaue von dort: „Schon immer: Waren Flaschenpfandsammler nicht schon immer Reichsbürger? Ich denke doch.“

Das letzte Wort hat…: Bei der Zusammenstellung der Monatsmeldungen des Februar entdecke ich, wie ich vor wenigen Tagen zu notieren vergaß, dass der Schlag von Project Veritas gegen den Pfizer Konzern (siehe 1. Februar) sein letzter war, denn wenig später wurde sein Gründer, Vorsitzender und Motor James O’Keefe fristlos entlassen.

27. Februar 2023

Richtig gelegen zu haben, ist zuweilen eine herbe Sache. So hat Mainstream jetzt tatsächlich bei Ulrike Guérot Tabula rasa gemacht und ihr die Professorenstelle für Politologie an der Uni Bonn gekündigt, wo sie seit 2021 im Angestelltenverhältnis beschäftigt worden war. Sie habe in einer nicht-wissenschaftlichen Publikation die wissenschaftlichen Standards des Zitierens verletzt. Ja, richtig gelesen. Wenn diese Pressemitteilung stimmt, hat man mit der Brechstange nach einem Haar in der Suppe gesucht (Ein besseres Bild fällt mir am frühen Morgen nicht ein).

Guérot (2): Mir geht der zynische Spruch von Stalin durch den Kopf: Bestrafe einen, erziehe hundert. Der wahre Grund für das Vorgehen gegen die Gemaßregelte ist, dass sie mit ihren beiden Büchern über Corona und über den Ukraine-Konflikt (Endspiel Europa) gegen die für unumstößlich deklarierte Wahrheit opponiert hatte.

Guérot (3): Unter Juristen der alten Schule kann es nicht fraglich sein, dass diese Kündigung grob rechtswidrig ist. Für die nicht-alten Juristen lege ich allerdings die Hand nicht ins Feuer. Das Land Nordrhein-Westfalen als die Anstellungskörperschaft der Dame wird dieselbe solange mit Verfahren überziehen, bis sie entnervt aufgibt oder pleite ist oder beides zusammen.

26. Februar 2023

Im Kachelofen der Freunde befindet sich oben ein Kochfach. Hinter der offenstehenden Tür entdecke ich schmale weiße Halbmonde. Was backt ihr denn da, frage ich naiv. Ich ernte einen entnervten Blick und erfahre dann, dass dies Gärsteine seien. Die trocknen dort, damit sie keinen Schimmel ansetzen. Soso, Gärsteine. In der Küche dann die volle Wahrheit: Dort steht der Bunzlauer Gärtopf aus Steingut. Salzwasser rein, Gurken hinein und Gärsteine drauf, damit das Gärgut unter Wasser bleibt. Deckel zu und abwarten, bis Blasen aufsteigen. – Wie lange dauert das? – Das fühlt man doch. – Aha.

Gärtopf (2): Jahrelang habe ich mich gewundert, wie die Lausitzer ihr einmalig leckeres Gemüse herstellen. Jetzt weiß ich es. Nebenbei: Werde mich eilen müssen, einen Bunzlauer Gärtopf zu erwerben, bevor die Klimairren ihn verbieten, denn, Achtung, hier entsteht unweigerlich CO2.

Im Nachhinein einige Bilder von der gestrigen Friedens-Demo in Berlin angesehen, die am Vortag in Berlin stattfand. Bin ratlos, ob die Bewegung, die sich hier zeigt, stark genug sein wird, um eine Rückkehr vom Pfad des Kriegswahns zu bewirken. Immerhin zeigt sich eine erstaunliche Breite des Spektrums derjenigen, die offen zum Protest bereit sind. Die Medien trommeln, um die Teilnehmen zu marginalisieren, zu spalten und zu verunglimpfen.

Demo (2): Ich bin nicht im Krieg mit Russland, ist eine Parole, welche die Dinge am besten zusammenfasst.

25. Februar 2023

Das sind alles nur Behauptungen, sagt am Vorabend der Mann, nachdem ich eine gute halbe Stunden über die Ursprünge des Ukraine-Konflikts vor einem totenstillen Publikum referiert habe. Bevor ich zum Antworten komme, entspinnt sich ruck-zuck unter der Zuhörerschaft eine Auseinandersetzung, die in eine Prügelei auszuarten droht. Paradoxe Welt: Es muss einer in Schutz genommen werden, weil die Menge sich mit mir solidarisiert.Nachts schneit es in der Lausitz in dicken Flocken. Im Nu ist die Straße weiß und das Autofahren keine Freude. Halb amüsiert, halb missgelaunt machen wir die üblichen Witze über die Erderwärmung.Wir kommen aus dem Theater von Kamenz, wo es Lessing-Tage gibt.
Lessing-Tage (2): Im speziellen Fall handelte es sich zwar um Goethe und dessen Briefe an Mme. von Stein, denen im Wechselgespräch – die Antwortschreiben der Dame Stein fehlen bekanntlich – Tagebuchnotate der Angebeteten gegenüber gestellt werden. Das ist amüsant und trefflich dargeboten von Ines Hommann und Florian Mayer. Letzterer untermalt seine Texte mit genialer Solo-Violine (wirklich superb). Nur, naja, bei den Tagebuchnotizen zögere ich etwas. Sie klingen nach der Sprache der Jetzt-Zeit. Irre ich mich?

24. Februar 2023

Beide Feldherren haben vor zwei Tagen eine öffentliche Grundsatzerklärung abgegeben, Putin in Moskau, Biden in Polen. Beide haben übereinstimmend erklärt, dass sie keinen Schritt zurückweichen werden. Doch inhaltlich unterscheiden sich beide Reden insofern, dass Putin die Russen zum Kämpfen ermahnt, während Bidens Worte an die Polen gerichtet sind.

Polen (2): Das Land ist in der US-Militärdoktrin an die Stelle Deutschlands getreten. Polnisches Militär soll das Kämpfen übernehmen. Es ist wie die Wiederkehr des Jahres 1939.

Polen (3): Ob diese nach den schlechten Erfahrungen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg diesmal die Vernunft zu Rate ziehen, wage ich zu bezweifeln. Täten sie es, würden sie sich zurückhalten, bis das Ende des Ukraine-Konfliktes da ist und sich dann am Beute-machen beteiligen.

Ich lese viel, wer in diesem Konflikt jetzt was machen wird. Das ist alles Gerede von Leuten, die zu keiner Entscheidung berufen sind. Klar erscheint mir nur, dass Putin jetzt die Bedingungen klar benannt hat, dass und wann er einen Atom-Krieg auslösen wird. Hätte ich die Möglichkeit, einen Rat zu erteilen, würde ich raten: Nehmen Sie das ernst, der Mann blufft nicht.

23. Februar 2023

Berlin bleibt Berlin: Wenn man dort vier Schrippen kauft und zu Hause fünf in der Tüte sind, handelt es sich um ein mathematisches Wunder oder ein Gleichnis über Berliner Wahlen.Die Eloge von Scholz in der jüngsten Foreign Affairs gelesen. Es ist eine Unterwerfungs-Erklärung angereichert mit futuristischem Klima-Schnickschnack. Schlimm.

22. Februar 2023Volkes Wille: Ja, der ist schlecht festzustellen. Auf der Bundesebene versuchen es die Damen Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht mit Hilfe einer Anti-Kriegs-Petition, in Thüringen die Ex-FDP-Abgeordnete Ute Bergner mit einem Volksbegehren, dessen Ziel es sein soll, die Landesregierung abzuservieren.
Blick übern Teich: a) Jetzt bereits der zweite schwere Chemie-Zwischenfall in kurzer Folge. Biden erwägt, Klima-Notstand auszurufen. Das riecht nach Pearl Harbor. b) Republikaner im Kongress aufgewacht, nachdem die Bundesregierung angekündigt hatte, Regelungsbefugnisse im Falle neuerlicher Seuchen an die WHO abzutreten. c) Es werfen immer mehr Leute ihren Hut in den Ring, weil sie der nächste Präsident werden wollen, nur der einzig erfolgversprechende Rep noch nicht, Ron de Santis, Gouverneur von Florida.

21. Februar 2023Wo er recht hat, da hat er recht, der Nato-Generalsekretär Stoltenberg. Er äußerte sich am 13. Februar gegenüber Journalisten so: „Tatsächlich hat die NATO seit 2014 die größte Verstärkung der kollektiven Verteidigung seit einer Generation durchgeführt, weil der Krieg nicht letztes Jahr im Februar begann. Er begann 2014“. Gemeint hat er mit Sicherheit die sog. völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland. Wenn man böswillig ist – ich bin es – könnte man auch an den Sturz des gewählten ukrainischen Präsidenten durch die USA denken, wodurch die russische ad-hoc-Reaktion ausgelöst wurde. Denken könnte man auch an die sogleich beginnenden Russen-Säuberungen im Donbass.
Nato (2): Sicher hatte der Jens nicht den kollektiven Panzer-Deal vor Augen, der sich nun als Flopp für die Bundesregierung erweist. Von allen Geberländern, die sich großspurig aus dem Fenster gelehnt haben, ist Deutschland über Nacht zum einzigen Lieferanten von Kampfpanzern geworden. Das erinnert an den alten Barras-Spruch: Vorwärts ihr Feiglinge, lasst mich hintern Baum.
Nato (3): Ich werde den Verdacht nicht los, dass hier der Waffenbauer Rheinmetall vorgeführt werden soll, denn hässliche Bilder von zerschossenen Panzern sind für die Werbung denkbar ungeeignet. Seht her, Leute, die Wunderwaffe Leo ist kaputt zu kriegen. – Da lob ich mir den Abrams-Tank. Er ist so geheim, dass er nicht in die Ukraine geschickt werden darf, weil ihn dort der böse Russe einsacken könnte.
Nato (4): Was macht eigentlich der US-Präsidentendarsteller im Moment in Polen? Welche unverschämte Forderung werden wir morgen aus dieser Richtung zu hören kriegen?

Ostfront nach Kartenstudium: Die Kämpfe in der Mitte des Frontbogens halten unvermindert an. Es wird um jede Ortschaft erbittert gerungen. Der russische Vormarsch nach Westen geht zentimeterweise voran. Ein strategischer Durchbruch ist nicht zu erkennen. Falls das von russischer Seite so gewollt ist, handelt es sich um eine Abnutzungsschlacht – à la Verdun oder Somme 1916.
Ostfront (2): Fragt sich, wie lange die Russen unter den gegebenen Bedingungen ihre Kampfmoral aufrecht erhalten können. Falls zudem die Russen darauf setzen, dass dem Westen die Munition ausgeht, betreiben sie den Krieg als Lotteriespiel.
Ostfront (3): Der Wertewesten – jedenfalls lauten seine propagandistischen Aussagen so – glaubt, dass der Nicht-Zusammenbruch der Ukraine ein Sieg sei. Die einzige Wunderwaffe, die der Westen noch hat, ist dieser Selenskyj. Sollte es zu einem Waffenstillstand kommen, ist sein Leben keinen Pfifferling mehr wert. Er wird selbst ahnen, dass es so ist.

20. Februar 2023Die offizielle Stadtchronik von Schwedt an der Oder weist darauf hin, dass das Dach der Schwimmhalle einstürzte, doch es kam niemand zu Schaden (außer dem Steuerzahler), da wegen Corona alle öffentliche Einrichtungen geschlossen waren. Dette is Dialektik.
Schwedt (2): Ein rundes Dutzend meiner Leser müht sich nach meiner Schwedt-Epistel, mich zum Russen-Öl- und PCK-Experten aufzubauen. Allen freundlichen Zulieferern sei Dank. Ich muss die Details erst mal verdauen und werde dann einen zweiten Anlauf unternehmen.
Ss’Maul, sagt der Leipziger Prolet. Damit bringt er zum Ausdruck, dass er beabsichtige, jemandem eins aufs Maul zu geben. Einer ähnlichen Verkürzung bediente sich jüngst – wenn ich das Russische richtig deute – der Tschetschenen-Führer Kadyrow. Zielperson seiner verbalen Attacke war der deutsche Kanzler.
Kadyrow (2): Der 46-jährige ist seit anderthalb Jahrzehnten in der Republik Tschetschenien, die zur Russischen Föderation gehört, an der Macht. Seit einem Jahr tourt er mit seiner Söldnertruppe auf Seiten der russischen Armee durch die Ost-Ukraine. Die Einnahme der Stahlstadt Mariupol am Asowschen Meer im vergangenen Mai soll auf seine Kappe gehen.
Kadyrow (3): Mir ist nicht klar, was solch ein militanter, islamgläubiger Mann (3 Frauen und ein gutes Dutzend Kinder) an der Seite der Russen im Donbass tut. Hoffentlich weiß Putin hierauf eine schlüssige Antwort – zumal, wenn der Tschetschene in absehbarer Zeit die Dividende für sein Handeln einfordern wird.

19. Februar 2023Um den rheinischen Namen Heusgen richtig zu schreiben, bemühe ich mich für einen Moment ins Internet. Dabei fällt mir ein sicher ungewolltes Bonmot des Sicherheits-Vorsitzers auf: Man müsse die Reihen fest schließen. Leute mit etwas historischem Wissen denken unwillkürlich an die gleichlautende Zeile aus dem Horst Wessel-Lied. Dort allerdings folgt auf das feste Reihen-Schließen: SA marschiert mit ruhig festem Schritt.
Sicherheits-Show (2): Die Russen konnte man ausladen, die Chinesen aber kaum. Aus dieser Ecke kamen dann Töne, die der USA kaum gefallen konnten. Die US-Boys revanchierten sich durch den Mund ihres Außenministers Blinken mit einer verbalen Attacke wg. Chinas Spionageballons, von denen Präsident Biden vor drei Tagen sagte, sie seien keine solchen. Ja, was denn nun?Sicherheits-Show (3): Den Vogel schließt wieder mal Annalena Bb. ab. Sie verlangt von Putin eine 360-Grad-Wende. Alle Welt lacht. – Ununterbrochen schadet sie Deutschland massiv durch ihre Dummheit und Dreistigkeit. Ihre Entfernung aus der Bundesregierung ist unaufschiebbar. Der Herr Scholz könnte sie entlassen, die Befugnis dazu hat er. Zudem riskiert er nichts. Falls die Grünen den Bettel hinwerfen, steht der tüchtige Herr Merz Gewehr bei Fuß. Das ist zwar keine echte Alternative, aber immerhin.

18. Februar 2023Der Streit um die Sprengung von Nord Stream geht weiter. Das ist erst mal nicht schlecht, sondern ganz im Gegenteil: Die Meldung, dass die USA mit Waffengewalt Deutschland angegriffen hat, ist nicht mehr vom Tisch zu bringen. Die Amerika-Fraktion in den Medien versucht jetzt ihr Lügengebäude mit der Behauptung zu retten, die amerikanische Täterschaft sei nicht bewiesen, aber sie hütet sich jetzt vor dem wohlfeilen Gegenangriff der Marke der-böse-Putin-war’s. Die deutschen Bundesminister widersprechen sich mit „keine-Erkenntnisse“ und Schweigen aus Staatswohlerwägungen. Ja, was denn nun? Denn wenn ich aus Gründen des Staatswohl schweige, kenne ich den Sachverhalt, dann aber war der Hinweis auf keine Erkenntnisse gelogen.
US-Kriege (2): In der bayerischen Hauptstadt tagt zur Zeit die Münchener Sicherheitskonferenz, eine Show der Firma Bertelsmann, Gegner des amerikanischen Russland-Krieges wurden flugs wieder ausgeladen, so die Vertreter der AfD-Bundestagsfraktion. Der Hegemon duldet keinen Widerspruch aus der Kolonie. Den aalglatten Gehorsam der Veranstalter zu zelebrieren, war der neue Vorsitzende berufen, ein Mann namens Heusgen, bis vor kurzem deutscher Botschafter bei der UNO in New York.
Heusgen (2): Der war mir in den Merkeljahren als Hintergrundfigur im Kanzleramt aufgefallen, ein B 9-Mann an der Spitze der außenpolitischen Abteilung. Gegen Ende der Amtszeit der A.M. wurde er mit dem Botschafterposten in New York belehnt. Es waren zwei Fotos, die ihn wieder in mein Gedächtnis zurückbrachten. Eins zeigte ihn mit George Soros in der deutschen Botschaft, ein anderes mit dem deutschen Außenminister Maaß und dessen Gefolge in der UNO-Hauptversammlung, feixend während einer Rede des damaligen US-Präsidenten Trump, der die Deutschen bezichtigte, sich vom Russengas abhängig zu machen. Ich finde das Bild nach einigem Suchen wieder:

17. Februar 2023Herr Lindner von der Lindnerpartei: Ich kann mir partout diesen Hinweis nicht verkneifen, den ich gerade den Leserbriefen der Zellerzeitung entnommen habe: „Das FDP-Präsidium will die Partei-Mitleidenden in einem Schreiben dazu auffordern, im öffentlichen Raum öfters umzufallen, damit die Kernkompetenz der Partei sichtbarer werde.“ Dem anonymen Schreiber sei Dank.

Kernkompetenz (2): Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, soll der weise W.I. Lenin gesagt haben. Dieser Grundsatz hatte nicht ohne Grund in die Zulassungsverfahren von Pharma-Produkten Einzug gehalten und galt dort bis zum Jahre 2020, als nach Ausrufung der Weltseuche die Pillendreher aller Länder ins größte Geschäft ihres Lebens einstiegen. Bis dahin galt der Grundsatz, dass die Zulassung von einschlägigen Versuchen abhängig war, die das Medikament absolvieren musste. Zu jedem Experiment gehörte eine Kontrollgruppe. Das sind diejenigen Versuchspersonen, die mit Placebos gefüttert werden. Nur bei den angeblichen Impfstoffen gegen Covid-19 galt das nicht. Die bestehenden Kontrollgruppen wurden nach Hause geschickt, weil man den armen Menschen nicht zumuten wollte, dass sie ohne Impfung blieben. Eine so komprimierte Lüge habe ich schon lange nicht mehr gehört. Dass die Zulassungsbehörden das mitmachten, zeigt, dass sie entbehrlich sind.

Wende um 180 Grad: Seit gestern sind die chinesischen Spionageballons, die das große und gute Amerika in Schnappatmung versetzt hatten, keine solchen mehr, sondern Vehikel privater Firmen, die Wetteraufklärung betreiben oder so. Das jedenfalls bekundete Joe B., der Präsident, der hinzufügte, man suche mit China den Wettbewerb und keine Konfrontation. Stelle mir vor, dass diesen erstaunlichen Äußerungen ein diskreter Hinweis aus dem Land der Mitte vorangegangen ist, vielleicht an seinen Sohn Hunter. 

Wende (2): Bis vorgestern hatte ich mir vorgestellt, dass die Ballon-Show als Ablenkungs-Manöver gedacht war, denn an der Ukraine-Front sieht es nicht nach einem großen Sieg aus. 

Wende (3): Die Besucherin beim Gehen an der Haustür: Herausreden ist der Anfang vom Ende. – Ich weiß zwar nicht, was sie damit sagen wollte, fand aber den Satz irgendwie bedeutend. Zuvor hatten wir über Frida Kahlo gesprochen, wobei ich die notwendige Bewunderung vermissen ließ.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch X

16. Februar 2023

Bei der Suche nach Augenzeugenberichten, mit denen zu belegen ist, wie sich die Leute vor und während der Machtergreifung verhalten haben, bin ich auf die Schrift des National-Bolschewisten Ernst Niekisch gestoßen: Hitler ein deutsches Verhängnis. Das Heft ist jetzt 91 Jahre alt. Vor geraumer Zeit kaufte ich es antiquarisch, weil ich die darin enthaltenen Drucke von A. Paul Weber faszinierend fand. Heute ist es der Text. Anbei die Einleitung, der wenig hinzuzufügen ist:

Salon-Bolschewisten (2): Nun weiß ich nicht, wie Wladimir Uljanow (Lenin) oder Karl aus Trier zur Taubenfrage standen, deswegen habe ich mir Zurückhaltung auferlegt, als mir die Stadtregierung von Schilda heute mitteilte, dass es hiesigen Ortes ein Taubenmanagement gibt, das auch genau so heißt. Ich staune, aber es kommt noch besser. Während anderswo die Taubenplage bekämpft wird, meldet Schilda mit Stolz, dass man bereits ein drittes öffentliches Taubenhaus errichtet habe. Nun wurde vergessen mitzuteilen, ob das neue Taubenhaus bereits einen Taufpaten hat. Ich plädiere für Ernst Thälmann. Leider berichten die Lesebücher der DDR keine Anekdote zu „Thälmann und die Tauben“. Sie haben sich damit begnügt, in Abwandlung zur Martins-Legende jene Lügengeschichte zu kolportieren, in der Teddy seinen Weihnachtsbaum teilte, damit der Nachbar zum Fest was zum Heizen hatte. Das nenne ich gelebten Sozialismus.

15. Februar 2023

Seit 10 Tagen gilt das Einfuhrverbot der EU-Kommission für russischen Treibstoff. Vorgestern war an den Tankstellen noch nichts zu bemerken. Kann aber nicht mehr lange dauern. Das alles hat, entgegen den allfälligen Behauptungen mit dem Putin seinen Angriffskrieg nichts zu tun, sondern man nutzt die Gunst der Stunde, um das seit Langem geplante Verbot des Autofahrens einen Schritt weiter zu bringen.
Vor einigen Tagen fand in der Türkei ein schweres Erdbeben statt. In einigen Alternativ-Medien wird orakelt, dass dieses Beben durch menschliches Tun ausgelöst wurde. Das klingt ziemlich wüst. Richtig scheint mir allein der Hinweis, dass die Türken und ihr Herrscher zahlreiche erbitterte Feinde haben.
Nachtlektüre: Die Kissinger-Biographie von Niall Ferguson ist schwere Kost in jeder Hinsicht. Allein der erste Band hat 1.130 Seiten. Da es an Kissinger-Büchern (von ihm und über ihn) keinen Mangel gibt, ist das Werk des britische Erfolgsautors eher was für Spezialisten. In dieser Erkenntnis habe ich auf Seite 111 abgebrochen. Man muss Mut zur Lücke haben.
Die neueste Foreign Affairs ist eingetroffen. Ein erstes Überblättern des Inhalts bringt folgende Erkenntnisse: a) Russland – und speziell Putin – werden besiegt werden, aber das große und gute Amerika müsse aufpassen, dass der Sieg nicht andere Regionen der Erde destabilisiere, z.B. Kasachstan mit seinen Bodenschätzen. b) Der Herr Scholz verantwortet einen Beitrag unter der Überschrift „The Global Zeitenwende“. Der will mit Sorgfalt gelesen sein, denn neugierig bin ich schon, wie der Kanzler die Rolle Deutschlands in aller Welt beschreibt. c) Der Herr Steinmeier wurde mit dem Henry Kissinger Preis bedacht. Die Laudatio hielt Condoleezza Rice. Man erinnert sich der einstigen Sicherheitsberaterin des jüngeren Bush, die dieser versehentlich als seine Frau bezeichnete.

14. Februar 2023

Lese ohne Erstaunen, dass in Ungarn jetzt USAID zum Einsatz kommt. Hierbei handelt es sich um eine US-Einflussnahme-Organisation, die im Bereich des US State Departments agiert und zur Vorbereitung von Umstürzen (regime change) genutzt wird. Hier findet also die Vorbereitung von Zwangsmaßnahmen gegen die US-kritischen Ungarn statt. Genau das, was ich vor zwei Wochen nach dem einleitenden Essay in der Foreign Affairs vermutet hatte. Ich denke mal, es wird Tote im Namen der Menschenrechte geben. Nicht zu vergessen die democracy.
USAID (2): Beim Lesen des Namens der Chefin Samantha Powers, die soeben in Budapest ihren Auftritt hatte, stutze ich. Ich blättere sicherheitshalber in meinem Buch Spy Gate nach. Und richtig, das ist dieselbe Person, durch deren Account als US-Botschafterin bei der UNO 2016 die Abfragen bei den Sicherheitsbehörden gegenüber den Mitarbeitern des damaligen Trump-Teams stattfanden, die dann den Grundstock für negative Pressekampagnen und Schein-Strafverfolgung dienten. Natürlich wusste Mrs. Powers nichts vom Missbrauch ihrer Abfragestation. Natürlich nicht.

13. Februar 2023

In Berlin wurde erneut gewählt. Nicht überraschend: Alles bleibt beim alten. Jetzt kämpfen die Vor-Frauen um das vermeintliche Recht, Bürgermeister zu werden.
Wahl (2): Dass die logisch zwingende Neuwahl für den Bundestag nicht stattfand, wundert mich nicht, nachdem der Bundestag votiert hatte, dass dies nicht opportun sein. Das wundert mich nicht. Nicht im geringsten.
Wahl (3): Auffällig, wie stets, ist das Nichtbeachten der Nichtwähler (ca. 40 Prozent der Wahlberechtigten) und der ungültigen Stimmen und das Herausrechnen der Unter-5-Prozent-Stimmergebnisse, in diesem Fall 9 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen, bei der Vergabe der Sitze im Abgeordnetenhaus. Bei der Vergabe der Sitze werden so die tatsächlichen Wahlergebnisse bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Numerischer Wahlsieger sind die Nichtvertretenen. Der Vorwurf: Du hättest wählen gehen können, juckt niemanden mehr.
Wahl (4): Hübsch sind die Mehrheits-Ergebnisse in den Bezirken.

12. Februar 2023

Nachtlektüre in den Tagebüchern von Iwan Maisky. Der sowjetische Botschafter in London (1932-43) hat vieles notiert, was beim Verstehen der sowjetischen Politik der 1930er Jahre hilft. Es besticht sein Abstand gegenüber den Anglo-Amerikanern. Der Untertitel, den der Verlag C.H. Beck gewählt hat (Ein Diplomat im Kampf gegen Hitler) führt deshalb mindestens partiell in die Irre. Kein Wunder bei einem Verlag, der sich nicht zu schade ist, mit Hilfe seiner Geschichtswerke in die antideutsche US-Propaganda einzustimmen. Um nicht missverstanden zu werden: Ich erwarte kein Nationalisten-Gewäsch, aber etwas mehr Orientierung an den Tatsachen, ohne diese zugleich moralisierend zu werten, fände ich angemessen.
Maisky (2): Zu den Aha-Lesefrüchten zählen die Bemerkungen von Anfang 1943. Im Vordergrund stehen die Erwägungen zur politischen Neuordnung der Welt nach dem Sieg über Deutschland. Gestutzt habe ich bei Maiskys Ansicht, dass eine physische Beseitigung von Hitler dem angestrebten totalen Sieg über Deutschland abträglich sei, da die Generäle, die nach seiner Ermordung an die Macht kämen, allzu leicht einen Kompromissfrieden erreichen könnten.
Maisky (3): Vergleiche die einschlägigen Aufzeichnungen mit den Akten der britischen Geheimdienstoperation Harlekin. Der Ende 1942 in Afrika gefangen genommene Abwehr-Offizier Major Wurmann (Klarname: Richard Weis) machte mit MI5/MI6 auf eigenen Wunsch einen Deal: Auspacken aller Details über die Abwehr gegen anschließende Rückentsendung in den deutschen Machtbereich, um eigenhändig an der innerhalb der Abwehr geplanten Ermordung von Hitler mitzuwirken. Die britischen Controller hielten den Mann für 100 Prozent glaubwürdig. Nachdem er ausgepackt hatte, verbot Churchill, den zweiten Teil der Vereinbarung umzusetzen.

11. Februar 2023Beim samstäglichen Frühstück wird durch einen Versprecher, über den die Mittäter sich prächtig amüsieren, ein neues Wort geboren: der Verstörungs-Theoretiker. Ich stelle mir den Inhalt so vor: Ein Mann, der über den Niedergang des Landes und dessen Gründe lamentiert, ohne etwas dagegen zu unternehmen.
Verstörung (2): Das Wort entstand, als wir die Causa Maaßen besprechen. Noch ist der Mann staatstragend in seinen Äußerungen. Bis jetzt ist er nach seiner würdelosen Entlassung nur mit der Presse, dann mit seiner Partei, der CDU, in Konflikt geraten. Doch wie wird er reagieren, wenn der Staat erst anfängt, auf ihn einzuschlagen? – den Vorgang nennt man radikalisieren. Es ist den jetzigen Machtinhaber sehr daran gelegen, dass er stattfindet.
Verstörung (3): Ich liebe es, sagt die Dame und zeigt auf die Skulptur der Uta in meiner Wohnung. Wieso es? geht es mir durch den Kopf. Als ich mit der Überlegung fertig bin, bemerke ich erst das grundsätzlich Alberne der Formulierung. Es ist ein dreister Anglo-Amerikanismus, der sich in unsere Blabla-Sprache eingeschlichen hat, vom Allzweckausruf I-love-it herstammend. Kein vernünftiger Deutscher liebt seine spanischen Slipper oder seine Gas-Heizung, aber schätzen tut er sie schon.

10. Februar 2023

Versuche festzustellen, wer den Artikel von Semour Hersh über den US-amerikanischen Angriff auf die Nord Stream-Pipelines erwähnt, und, wenn ja, wie, und wer ihn ignoriert. Vor allem in den USA gibt es eine scharfe Trennlinie zwischen Mainstream und den reichweitenstarken Alternativ-Kanälen. Einer davon ist The Duran, dessen Beitrag innerhalb von Stunden über 100.000-mal aufgerufen wird (https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=ySNyAaw4VEI). Zwar reut mich die Zeit, die ich mit dem Anhören zubringe, nehme aber mit, dass es in Washington DC Leute gibt, die in der Lage sind, den Anschlag auf die Pipeline und den Abbruch der Waffenstillstands-Verhandlungen auf einen Nenner zu bringen. Er lautet, eine Handvoll namentlich bekannter Personen an der Spitze der USA wollen den Krieg gegen Russland mit allen Mitteln. Ich wundere mich über die Ansicht, dass die Zerstörung des Bundes-Verhältnisses mit Deutschland mittelfristig deswegen für die USA katastrophale Folgen zeitigen werde, weil die Deutschen dann die Konsequenzen ziehen würden. – Das glaube ich zwar nicht, dennoch wird der amerikanische Kriegsangriff gegen Deutschland in anderen Ländern Europas zum Nachdenken Anlass sein – auch in Polen, doch da anders als in den übrigen Ländern.
Abweichende Meinung (2): Lese in der Zellerzeitung einen Leserbrief, der geht so: Er, der Leser, schalte regelmäßig zur vollen Stunde den Deutschlandfunk ein. Und gleich nach Ertönen des Zeitsignals schalte er ab.

9. Februar 2023

Lese einen fundierten Aufsatz von Semour Hersh über den US-amerikanischen Anschlag auf die Nord Stream-Pipelines. Es ist der erste seiner Art, der zu mir über den Atlantik kommt. Er enthält dieselben Ansichten, die ich in den letzte sieben Monaten nach dem Angriff durch Nachdenken gewonnen und im Sudelbuch Stück um Stück kommentiert habe. Neu ist für mich lediglich der Einsatz einer Tiefen-Tauchergruppe der US Navy, die ihren Trainingsstützpunkt in Panama City/Florida hat. Die Mariner wurden gewählt, damit es nicht nach einer verdeckten Aktion der Dienste aussah, die der Präsident einem speziellen Kongress-Gremium hätte anzeigen müssen. Ein klarer Fall von Gesetzesumgehung.
Nord Stream (2): Ein Trio infernale plante und beschloss den Einsatz: Außenminister Antony Blinken, seine Vertreterin Victoria Nuland und der Sicherheitsberater des Präsidenten Jake Sullivan. Der CIA-Chef und die Vereinigten Stabschefs der Streitkräfte waren eingebunden. Andres wäre der spezielle Zuschnitt des ohnehin stattfindenden Sommer-Ostseemanövers 2022 als Cover für den Angriff nicht möglich gewesen.
Nord Stream (3): Die Auslösung des Angriffs lag beim Präsidenten. Sein Zögern machte es notwendig, von der Zeitschaltung der Sprengungen abzusehen und eine heikle Funkauslösung vom Flugzeug aus in den Ablauf einzubauen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dies eine nach amerikanischem Recht ungenehmigte Kriegshandlung (gegen Deutschland) durch den Präsidenten sei, der der Zustimmung des Kongresses bedurft hätte. Allerdings droht Biden von diesem keine Gefahr, da die tonangebenden Republikaner mit der Zerstörung der Pipeline einverstanden sind.

8. Februar 2023

Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht: Vor etlichen Jahren beurteilte ich einen mir unterstellten Vorgesetzten verdientermaßen positiv und erwähnte in seiner Tätigkeits-Beschreibung, dass er auch sehr gut mit schwierigen Untergebenen zurecht gekommen sei. Viel später verwendeten seine neuen Vorgesetzten diese lobende Beurteilung durch mich, um ihm neben seinen normalen Aufgaben einen sog. Eisbärenkeller (das ist der personelle Schrott einer Behörde) aufzunötigen. Es war ein halber Satz in einer ausführlichen Beschreibung – hätte ich doch geschwiegen.
Leopard: Nunmehr will die Bundesregierung eingemottete Leopard 1-Panzer in die Ukraine abgeben. Das ist die Hauptwaffe gewesen, an der ich vor Jahrzehnten junge Soldaten ausbildete. Um den Leo einigermaßen sicher zu beherrschen, war eine dreimonatige Ausbildung nach absolvierter dreimonatiger Grundausbildung der Mindest-Standard.

7. Februar 2023Rassismus-Leninismus: Erhalte von der Evangelischen Akademie im hiesigen Ländchen diese Einladung: „Am Dienstag, den 14.02.2023 um 19.00 Uhr stellen die beiden Autoren Christoph Richter und Axel Salheiser ihr Buch Klimarassismus. Der Kampf der Rechten gegen die ökologische Wende vor und stehen anschließend für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.“ Da wird man sich im Augustiner Kloster in Erfurt ohne mich gegenseitig um den CO2-freien Hals fallen müssen. 

6. Februar 2023Tagelang beunruhigt ein Ballon das große und gute Amerika. Es sei, so wurde verlautbart, ein chinesischer Spionageballon. Jetzt wurde er angeschossen. Peng.

Wg. der chinesischen Provokation sagte der US-Außenministr Anthony Blinken seinen Besuch in China ab. Reaktion der bitterbösen Chinesen: Blinken sei gar nicht eingeladen gewesen, sondern habe sich selbst angesagt.
Schickt mir einer einen Artikel aus der Welt, dessen Autor gibt Entwarnung. Er behauptet dieses hier: Die Nichtlieferung von Öl und Ölprodukten aus Russland könne nicht zur Knappheit bei Benzin und Diesel in D führen, denn a) Russland hätte ohnedies nie Benzin, sondern nur Diesel geliefert, und b) es habe niemand ein Interesse an der Verknappung des Treibstoffes, was auch ein ADAC-Experte bestätige. Fazit: Da dichtet einer, der nicht bei Trost ist, denn er hätte auch schreiben können: Das Abholzen der Apfelbäume in Baden könne nicht zu einem Einbruch auf dem Obstmarkt führen, denn zum einen hätten die Apfelbäume niemals Birnen getragen, und zum andern hätte niemand Interesse an einer Verknappung, wie ein Veganismus-Experte jetzt nachgewiesen habe. Klar. Oder? 

5. Februar 2023

Sonntagabend auf der A 9 bei Weißenfels: Hier steht der Fortschritt, er steht still. Aber er tut nicht nichts, denn er verbraucht Strom.

Sonntagabend auf der A 11 südlich von Leipzig: Hier wird der Strom erzeugt, damit die Windräder Pause machen können.

4. Februar 2023

Kuriosa des Alltags: Recht muss dem Unrecht nicht weichen, sagt man leichthin. Doch was diese Überzeugung im einzelnen bedeutet, ist wahrlich nicht überall gleich. Manchenorts gilt die Blutrache, bei uns ein kompliziertes System von Notwehr und Nothilfe. Letzteres baut darauf, dass im Regelfall der Staat mit seinem Gewaltmonopol die Dinge gemeinverträglich regeln kann und soll. Seit dem Zuzug von Menschenmassen, die mit derartigen Rechtsstaats-Prinzipien nichts anfangen können, begnügt sich die Justiz damit, Einheimische, die sich mit gutem Grund zur Wehr setzen, abzuurteilen.
Der Vernunftbegabte unterliegt dem Irrtum, er könnte mit Argumenten die Dinge zum Besseren wenden, doch Gläubige und Blöde sind Argumenten nicht zugänglich. Sie schalten sofort ab, wenn ein Stichwort fällt, das ihre stupende Selbstgewissheit tangiert.
Vernunftbegabte (2): Sie sind den Gläubigen und den Blöden nur zu häufig unterlegen, weil sie sich nicht entschließen können, ihren Argumenten einen Nachdruck zu verleihen, dem nicht widerstanden werden kann.
Von der Corona-Front: In den USA wird Schicht um Schicht der Betrugsmanöver aufgedeckt, die zum Pandemiewahn und zum Impfschwindel geführt haben. Eine interessante Schuld-Verschiebung bahnt sich an: Die Aufklärer entdecken in der deutschen Firma Biontech den Auslöser alles Boshaften, indem sie die Zulassungsgesuche der Firma aus dem Januar 2020 aufdecken, in welchen die Rede davon ist, seit wann an dem Stöffchen gearbeitet worden ist (einschließlich der Tierversuche). Da wusste niemand was von dem bösen Virus, geschweige denn von der Seuche.

3. Februar 2023

Vor nicht einmal einer Woche war mir der verbale Angriff aus dem US-amerikanischen Council on Foreign Relations auf den ungarischen Ministerpräsidenten Orbán aufgefallen. Jetzt hat er im Gegenzug deutliche Worte gefunden. Eine Zusammenfassung seines einschlägigen Pressegesprächs lese ich bei Tichy. Zugegeben, ich bin verblüfft, dass dessen Plattform von ihrer bislang treuen US-Gefolgschaft abweicht. Hunderte von Leserbriefschreiben teilen sich in zwei Lager: a) Wie können Sie es wagen? Und: b) Das wurde auch Zeit. Damit spiegeln diese Kommentare die Zerrissenheit einer intelligenten, nicht radikalen Bevölkerungsschicht wider.
Orbán (2): Der Ungar findet deutliche Worte. Geschickt fädelt er ein, dass niemand einem Ungarn nach den Erfahrungen von 1956 erläutern müsse, wie sich russisch-dominierte Fremdherrschaft auswirke, einschließlich der Hinrichtung eines seiner Amtsvorgänger. Doch dann spricht er Klartext über den Ukrainekonflikt, dessen Auslösung durch die USA er beim Namen nennt, ebenso das nahezu notwendige gewaltsame Eingreifen der Russen. Doch wer nun denkt, hier spricht der Putin-Versteher, der irrt sich. Orban blickt viel weiter voraus. Nur ein sofortiger Waffenstillstand könne irgendwann Frieden bringen. Angesichts der angerichteten Verheerungen werde es Jahre dauern.
Orbán (3): Der eigentliche Verlierer des Konflikts sei Deutschland, dessen Wirtschaftskraft von außen und innen mutwillig ruiniert werde. An die Stelle des einstigen engsten US-amerikanischen Verbündeten sei Polen getreten. Tja. Was das für das deutsch-polnische Verhältnis bedeutet, sagt er nicht. Dazu ist der Mann zu klug.
Orban (4): Eine verantwortungsvoll handelnde deutsche Regierung würde sich diesen Mann warmhalten. Aber wo wäre die?

2. Februar 2023

Bernd Zellers neues Senioren Akrützel trifft ein. Der Ton wird schärfer. Direkte Angriffe auf Politik und Begleitpresse. Aber auch dies: „Die Letzte Generation will auch in Jena neue Mitmachende für die Bildung von Ortsgruppen anwerben. Das ist der seltene Fall, dass Letzte Generation und Bildung in einem Zusammenhang genannt werden.“ Und natürlich dieses hier:

1. Februar 2023
Den Meinungsgiganten Walt Disney halte ich für eine kulturelle Zumutung und seine Filme für ein Brechmittel. Nicht ohne Neugierde las ich im vergangenen Jahr, wie der Konzern in Vergnügungsparks dem Woke-Sein huldigte, wobei es in Florida ruppige Auseinandersetzungen deswegen gab. Heute sehe ich in den Wirtschaftsmeldungen, dass und wie die Großaktionäre mit dem Vorstand ins Gericht gegangen sind. Der woke Kitsch hat sich offenbar nicht verkauft. Und Dagobert Duck in den Farben des Regenbogens gefällt auch nicht jedem.
Woke (2): Vor Kurzem im Flieger das Angebot von Netflix durchgezappt. Grausam. Einheits-Vielfalt. Böser weißer Schuft, geknebelte Blondine und athletisch-potenter Neger als Retter. Diese Sachen, so höre ich, sollen in Asien unverkäuflich sein.
Die Nachrichten aus dem Hause Pfizer werden immer skurriler. Selbstredend habe man keine gain-of-function-Forschung betrieben, sondern nur Mutationen des Covod-19-Virus erforscht. Wie diese Mutationen erstellt wurden, konnte ich nicht lesen. Ich nehme daher an, dass sie vom Himmel fielen. Ich glaube, in jenem Himmel herrscht der Gott Mammon.
Pfizer (2): Die gain-of-function-Experimente ist nur eine der Sachen, die aus dem Bauch (-laden) des Giganten an die Öffentlichkeit kamen. Diese Aufklärung verdanken wir der Recherche-Plattform Project Veritas. Sie wird immer stärker zum Alptraum aller Korrupten im amerikanischen Geldadel.
Pfizer (3): Mainstream versucht, von den inhaltlichen Themen dadurch abzulenken, indem die Beschaffungsmethoden von Project Veritas an den Pranger gestellt werden. Diese bestehen im wesentlichen darin, dass zu den als Interviews nicht erkennbaren Gelegenheits-Gesprächen mit Spitzenfunktionären aller möglichen Institutionen, wie eben auch Pfizer, eine verdeckte Kamera Aufzeichnungen macht, über deren entlarvenden Inhalt man ins Staunen gerät. Es ist klar, dass Mainstream alles mögliche versucht, eine Berichterstattung über Pfizer zu verhindern oder zu verfälschen. Zu lukrativ ist die Börse des Pharma-Riesen.

31. Januar 2023

Der Monat geht zu Ende, ohne dass es zu dem vom politischen Spitzenpersonal herbei-orakelten Umsturz gekommen wäre. Es ist nicht einmal ein vager Versuch erkennbar. Ich blättere in den Aufzeichnungen derer, die über die Ereignisse von 1989 geschrieben haben. Durchgängig zieht sich das Erstaunen über die Plötzlichkeit durch die Erzählungen – jedenfalls bei denjenigen, denen nicht das nachträgliche Schönreden der Marke Habe-ich-schon-lange-gesagt auf der Stirn steht. Es bleibt dabei: einen historischen Augenblick kann man nicht vorhersagen. Er wird erst in der späteren Draufsicht ein solcher.
Monatsende (2): Beim Aldi wurden die Regale so umgestellt, dass man nichts mehr wiederfindet. Verärgert gehe ich zum gegenüber liegenden Lidl. Am Abend geht der portugiesische Weißwein aus – der von Aldi. Die Tischgenossen spotten über mein angebliches Aufbegehren als Verbraucher.

30. Januar 2023
Der Wahnsinn hat Methode: Anruf des frankophilen Freundes. In Paris kam ein Kater, der am Bahnsteig zuvor aus Frauchens Körbchen unter den abfahrbereiten TGV sprang, zu Tode, weil das Zugpersonal sich weigerte, den Zug für eine Katersuche an der Abfahrt zu hindern. Nun ermittelt der französische Innenminister in höchsteigener Person.
Wahnsinn (2): Berichte im Gegenzug, dass der Generalbundesanwalt gegen eine 75-jährige und ihre zwei gleichaltrigen Spießgesellen Anklage erhoben hat, weil sie die Bundesregierung durch Entführung eines gewissen Lauterbach stürzen wollten. Wir lästern über die Notwendigkeit, beim GBA eine neue Abteilung HoHo einzurichten: Hochverrat durch Hochbetagte.

29. Januar 2023Die Lektüre des jüngsten Heftes der Foreign Affairs beglückt den Leser mit zwei Artikeln von lange vermisster Aggressivität: In Mexiko wird das Verschwinden der Demokratie angezeigt, und dem ungarischen Ministerpräsidenten wird die Ehre zuteil, ihn als Diktator zu bezeichnen. Da die USA seit 1917 für sich in Anspruch nehmen, die Welt safe for democracy zu machen, sollten sich die Mexikaner und auch die Ungarn auf baldige gewaltsame Beihilfe einstellen.
Safe for demcracy (2): Der Herr Scholz hat sich gewagt, die Leoparden-Lieferung in die Ukraine von der gleichzeitigen Anlieferung US-amerikanischer Abrams-Panzer abhängig zu machen. Er hat damit öffentlich ungenehmigte Selbständigkeit an den Tag gelegt, die zu einer harschen und beleidigenden Äußerung des Präsidenten-Darstellers Joe B. im Weißen Haus geführt haben soll. – Darüber abends bei Tisch gestritten. Wird überwiegend für Desinformation gehalten.
Safe for democracy (3): Nach einer jüngeren Studie der Rand Corporation wird der US-Regierung geraten, nicht auf Teufel komm raus in der Ukraine auf Sieg zu spielen, da die Kosten des Russland-Krieges die chinesische Herausforderer begünstigen könnten. Zu deutsch: Es ist nicht genügend Geld da, um gleichzeitig aggressiv gegen China vorgehen zu können. Bei genauerer Lektüre wird klar, dass man in den USA über Eck gedacht hatte, nämlich dass der Ukraine-Krieg Russland so schädigen werde, dass China seine Überlegenheit gegen Russland ausbauen und ausnützen werde (anstatt gegen die USA vorzugehen?). So müsste Russland letztlich zusammenbrechen. Das ist offensichtlich Wunschdenken. Die Chinesen werden als lachende Dritte den Konflikt für ihre Zwecke nutzen – und sie werden den Zeitpunkt bestimmen.

28. Januar 2023

Die Beschäftigung mit den Landkarten des Kampfgebietes und deren Vergleich mit den Meldungen beider Seiten bringt keine Klarheit. Unstrittig erscheint nur, dass sich die Kriegführenden in den Orten Soledar und Bachmut (= russ. Artjomsk) ineinander verbissen haben. Angreifer sind ohne Zweifel die russischen Streitkräfte. Das Kampfgelände bietet durch seine Salz-Bergwerksanlagen für die Ukrainer Möglichkeiten des Kampfes bis zur letzten Patrone (wie das Meister Goebbels genannt hätte, Selenskyj scheint in dessen Schule gegangen zu sein).
Ostfront (2): Ob dieser Krieg Meter um Meter einer nachvollziehbaren Strategie dient, vermag ich nicht zu erkennen. Anders wäre es, wenn es sich tatsächlich um eine Durchbruchs-Schlacht handeln würde, der ein Durchmarsch massiver russischer Panzerverbände folgen würde, die dann nach rechts und links eindrehen und die Gesamtverteidigung zum Einsturz bringen. Ich habe keine Ahnung, ob das als die vielbeschworene Winteroffensive geplant ist. Bis jetzt jedenfalls ist es nicht kalt genug.

27. Januar 2023

Wir sollen Ungeziefer fressen. Eine Beimengung von Maden, Raupen, Grillen in Grundnahrungsmittel ist jetzt erlaubt, so das neueste EU-Recht. Man kann nur sagen, da sind Leute am Werke, die die Grenze zum Wahnsinn à la Frankenstein munter überschritten haben. Als nächstes wird zu erkunden sein: Wer tut das jetzt, und wer profitiert davon?
Frankenstein (2): Was denken sich diese Irren als nächstes aus? Menschenopfer, Chip-Menschen, Kannibalismus?
Neues von der Pfizer-Front: Die Weltwohltäter experimentieren mit Covid-19-Varianten, die sie vermutlich selbst hergestellt haben, um sodann Impfstoffe hiergegen zu kreieren und zu verkaufen. Lauterbach, übernehmen sie. – Wann kommt endlich ein wirksames Mittel gegen den Massenwahn?

26. Januar 2023

Ein großes Heftpflaster würde Wunder gewirkt haben. Es hätte verhindert, dass Annalena Bb. öffentlich erklären konnte,  Deutschland befinde sich mit Russland im Krieg. Blättere sicherheitshalber im Grundgesetz. Die Dame ist für Kriegserklärungen absolut unzuständig. Mithin ist Ihr Tun eine Amtsanmaßung, was nach deutschem Recht strafbar wäre, doch in ihrem Fall steht die Vermutung der Schuldunfähigkeit im Wege. Als Jurist weiß ich allerdings, dass es bei zweifelhaften Erklärungen auf den sog. Empfängerhorizont ankommt (zu Deutsch: Wie muss es derjenige, bei dem es ankommt, verstehen?). Es könnte also durchaus sein, dass es Russen der Entscheidungsebene gibt, die ernst nehmen, was da gequatscht worden ist.

24. Januar 2023

Nun ist er wie erwartet umgefallen, der Herr Scholz: Leoparden-2 aus deutschen Beständen gehen an die Ostfront. Die Lage wird brenzlig und wird sich kaum noch von der deutschen Seite beherrschen lassen. – Der Jubel der US-Speichellecker ist nur noch ekelhaft zu nennen.

23. Januar 2023

Merkwürdig: Stelle verwundert fest, dass ich mich bei Schreiben der Jahreszahl, jetzt: 2023, nicht verschreibe, wie in früheren Jahren bis in den Februar hinein üblich. Während ich das hinschreibe, habe ich vergessen, was ich eigentlich notieren wollte. Muss ich mir Sorgen machen?

22. Januar 2023Es schneit an der polnischen Grenze, das Land östlich der Oderbrücke von Schwedt wirkt trist. Ich mache kehrt. Mir ist nicht nach Ramschkauf, und ich bin zu faul, den Dieselpreis umzurechnen. Die A 9-Raststätte Fläming, jahrelang ein Routinehalt von und nach Berlin, wirkt verwahrlost und stinkt nach Fäkalien. Der einstige Schweizer Betreiber Mövenpick hat sich offenbar verpisst. Dafür ist der Toilettenpreis kräftig angehoben worden. Pecunia non olet (Geld stinkt nicht), sagten die alten Römer.

21. Januar 2023

Die Skyline der PCK-Raffinerie bei Schwedt an der Oder taucht plötzlich aus dem Morgennebel über dem Nadelwald auf. Die Schlote rauchen noch und eine Gasflamme tänzelt über der Szenerie. Der Ort hingegen wirkt wie ausgestorben, Samstagmittag im Oderbruch.

20. Januar 2023

In Russland hat Gasprom die Anteile von Wintershall stillschweigend übernommen. Damit ist die BASF als der Eigentümer von Winterschall raus aus dem russischen Gasbohr- und Liefer-Geschäft. Das ist nicht nur ein Milliardenverlust, sondern auch fatal für den Bezug von Erdgas, auf das die BASF zwingend angewiesen ist.
BASF (2): Im vergangenen Jahr hat der Chef der Firma Brudermüller mehrfach darauf hingewiesen, dass bei solchem Verlauf der Dinge die 40.000 Arbeitsplätze in Ludwigshafen zu Disposition stehen. Es hat offensichtlich niemanden gejuckt.
BASF (3): Ich nehme an, dass die Firma den Umzug in die USA vorantreiben wird. Unter dem Strich wäre es ein amerikanischer Sieg auf der ganzen Linie.

19. Januar 2023

Der US-Verteidigungsminister ist, biologisch gesprochen, ein großer Mann. Erneut hat er zur großen Geber-Konferenz nach Ramstein eingeladen. Mir geht durch den Kopf, dass dieser Ort früher einmal in Deutschland lag. Dass sich die Amerikaner von solchen diplomatischen Petitessen nicht beeindrucken lassen, konterkariert das seichte Gequatsche von der Wertgemeinschaft.
Ramstein (2): Es geht um die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Auf deren Wunschliste steht ganz oben der Leopard 2 der neuesten Bauart. Noch sträuben sich die deutschen Polit-heroen, aber vermutlich nicht mehr lange. Die beste Nachricht hierzu kam vom Panzerbauer Rheinmetall: Man bräuchte mindestens bis 2024, um die Fahrzeuge einsatzbereit zu machen. Das sagt alles über den Zustand Deutschlands und seiner Bundeswehr: Kampftruppen als Illusion.
Ramstein (3): Den Luxusschützenpanzer Puma will anscheinend keiner mehr haben, nachdem in der vorigen Woche bei einer Lehrvorführung von den 18 eingesetzten Geräten 18 ausfielen und zwar so gründlich, dass sie weder fahren noch einen Schuss abgeben konnten. Jetzt drängt sich alles um den Marder, der vor 5 Jahrzehnten in die Truppe eingeführt wurde. Wir schwimmen in einem Stausee von Unfähigkeit und Schlamperei.

Ramstein (4): Wenn alle Geberländer weiterhin auf das Abschieben des Vorletzten setzen, entstehen bereits aus Gründen der Typenvielfalt unlösbare Logistik-Probleme und das bei einer Armee, die vermutlich keinen einzigen richtig ausgebildeten Soldaten mehr besitzt.

18. Januar 2023

Die Nachrichten von der Ukraine-Front sind widersprüchlich. Es sieht so aus, als würde um einzelne Dörfer in der Mitte des Frontbogens gerungen. Im Augenblick geht es um Soledar, nördlich der Stadt Bachmut gelegen. Das sieht alles nach Klein-klein aus. Der strategische Nutzen dieser Bodenkämpfe ist nicht zu erkennen. Ich brauche eine Weile, um die Orte auf der Karte zu finden. 

Ukraine (2): Auffällig ist das völlige Ausbleiben ukrainischer Siegesmeldungen. Vermutlich haben deren Initiatoren erkannt, dass diese für die Forderung nach noch mehr Nato-Waffen contra-produktiv sind. 

Ukraine (3): Das Oberkommando der Invasionskräfte hat erneut gewechselt. Jetzt steht der russische Generalstabschef Gerassimow an der Spitze. Da seit Zarenzeiten der Generalstabschef ein unmittelbarer Untergebener des Kriegs- bzw. Verteidigungs-Ministers ist, sind die Befehlswege von Moskau zur Front radikal verkürzt worden.

17. Januar 2023

In Davos tagt mal wieder der woke Zirkus des Klaus Schwab. Der Kreis der Anreisenden ist deutlich kleiner geworden. Russland und Asien sind nicht mehr am Start. Da fällt es schwer, in die Posaune des Globalen zu blasen. Der Wertewesten ist plötzlich unter sich.
Davos (2): Von Frieden dank Abschaffung der Nationalstaaten redet keiner mehr, dafür vom Ukrainekrieg und der Notwendigkeit, Russland zu besiegen, aber so manch einer.

Davos (3): Kaum einer trägt zum Deutschenhass soviel bei, wie dieser obskure Herr Schwab. Noch 2020 hatte er großspurig angekündigt, dass der Januar-Treff der letzte in der Schweiz sei, denn man werde sich ab 2021 in Südostasien treffen. War wohl nix. Die infrage kommenden Länder wollen sich offenbar eine solche Laus nicht in den Pelz setzen lassen.

15. Januar 2023

In der Antifa-Stadt Leipzig den Othello von Verdi aufzuführen, ist eine amüsante Schwierigkeit. Der Mohr von Venedig, wie es in der Unterzeile so trefflich heißt, muss wokesiert werden. Also macht man aus dem Mohren einen Mauren und lässt ihn von einem Spanier darstellen. Stelle mir die Frage, ob das politisch korrekter Rassismus ist, wenn man dem Schwarzen die Farbe klaut (und damit der Geschichte den Clou). – Tröstliches Beiwerk: Die Sänger sind bis auf den Bösewicht Jago bestenfalls Mittelmaß. Der Chor ist hingegen exzellent. Früher hätte ich nicht drauf geachtet, jetzt amüsiert mich, das Auftreten etlicher Asiaten (in den Truppen des Handelstadtstaats Venedig im 15. Jahrhundert? Doch doch, das ist witzig).

13. Januar 2023Bei Science Files finde ich die Auswertung von Sterbedaten (2016-22), die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. Es ist eine massive Übersterblichkeit dabei herausgekommen. Sie beginnt im Jahre 2021 und setzt sich 2022 fort. Sehr alte Männer (über 80) sind überproportional gestorben und solche aus der Gruppe 50-59. Und, merkwürdiger Ausreißer, junge Frauen (20-29).
Sterblichkeit (2): Dass die Seuche für das Geschehen verantwortlich ist, stimmt nur wenn man um die Ecke denkt, denn ihr Stattfinden ist ursächlich für die Quasi-Zwangsimpfung, die den Deutschen verordnet wurde. Diese fand allerdings erst ab Anfang 2021 statt, so dass die Leute das ganze Jahr 2020 der Seuche trotzen mussten – und das ganz ohne geimpft zu sein. Nahe liegt also die Schlussfolgerung, dass nicht die Seuche, sondern die Massenimpfung das unplanmäßige Massensterben ausgelöst hat.
Sterblichkeit (3): Allein in meinem engeren Bekanntenkreis sind sechs Personen letztes und vorletztes Jahr im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gestorben. Weitere sind ernstlich erkrankt. Unter Letzteren zwei, die sagen, dass sie ohne Impfung nicht überlebt hätten. Dagegen ist kein (Heil-) Kraut gewachsen.
Sterblichkeit (4): Die Übersterblichkeit bei jungen Frauen gibt mir Rätsel auf. Aus der vergangenen Berichterstattung ist mir erinnerlich, dass die Impfung die Fruchtbarkeit beeinträchtige. Ebenso, dass bei jungen Frauen Langzeitfolgen festgestellt würden (Long Covid). Ob daneben aus diesem Personenkreis die Messertoten statistisch zu Buche schlagen, vermag ich nicht zu sagen.

12. Januar 2023Die Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) in Karlsruhe ist die größte ihrer Art in Deutschland. Sie reduziert seit Jahresbeginn wg. des nicht mehr angelieferten Russenöls ihre Produktion. Offenbar drastisch. Das ist gut und schlecht zugleich. Schlecht ist, dass jetzt Benzin und Heizöl nicht mehr ausreichend produziert werden, um den gewohnten Bedarf zu decken. Gut ist, dass die Konsequenzen des Wirtschaftskriegs gegen Russland jetzt auch den Wohlstandsbürger im Westen Deutschlands erreichen, den es bislang nicht gejuckt hat, dass seit Monaten aus Schwedt an der Oder, dem zweiten großen Raffinerie-Standort in D, eindringliche Warnrufe laut wurden. – Schwedt, wo ist das denn? Dort wurde pünktlich zum Jahreswechsel, ganz so als sei das ein unabwendbares Naturereignis, die Pipeline Drushba abgeklemmt.
Wirtschaftskrieg (2): Selbstverstümmelung wird bei allen kriegführenden Nationen drastisch bestraft. Doch neu ist, wenn der Kriegführende selbst zu solchen Maßnahmen greift. Das geht mir durch den Kopf, als ich die Siegesmeldung des Bundespresseamtes vom 6. Januar lese.

Selbstverstümmelung (3): Es treten sog. Engpässe bei der Versorgung mit Medikamenten auf. Die Apothekerin aus der Nachbarschaft sagt bei ihrer Schilderung der Lage, Penizillin sei nicht mehr zu bekommen. ­– Als ich im Säuglingsalter an Diphterie erkrankte, gab‘s auch keins. Vorschlag für meine Kritiker, sagen Sie im Neu-Stummel-Sprech: Geht doch.

11. Januar 2023

Jeden Tag gib es neue Enthüllungen aus dem Sumpf von Twitter. Heute im Angebot: der Einfluss des Weißen Hauses, um den Fox-Moderator Tucker Carlson mundtot zu machen.

Derweil in Washington DC: Das Repräsentantenhaus hat im 15. Wahlgang den Rep-Abgeordneten Kevin MacCarthy zum Speaker gewählt. Es gibt Leute, die das für ein Zeichen von Demokratie halten. Das ist wohl eher Ansichtssache. Kann mir nicht vorstellen, dass die restlos zerstrittenen Republikaner mit Hilfe ihrer Parlamentsmehrheit irgend etwas Substanzielles zugunsten der Bevölkerung zustande bringen.

9. Januar 2023Die Oper Leipzig rät mir, auf der Weg zu ihr und in ihren Räumlichkeiten eine Maske zu tragen. Diese dürfe dann im Zuschauerraum abgesetzt werden. Wie man es auch dreht und wendet: Es ist bekloppt.Nebenbei bemerkt: Die sinnlose Impferei und der Zuzug von Sozialfreibeutern geht weiter.

8. Januar 2023

Amtsgericht Rensburg – BGB auf antifaschistisch: Ein Künstler habe, so der Richter keinen Anspruch auf Vertragserfüllung und Auftritt, wenn der Wirt behaupte, dass der Künstler bei der letzten Bundestagswahl für die Basis kandidiert habe, was bekanntlich eine rechtsextreme Splittergruppe sei. Deswegen stehe dem Künstler auch nicht das vertraglich vereinbarte Ausfallhonorar zu.

6. Januar 2023

Es bleibt dabei: Die Konservativen sind wirkungslos, weil sich niemand vor ihnen fürchtet.

Konservative (2): Es fürchtet sich nicht nur keiner vor ihnen, sondern sie werden nicht beachtet. Ihr Nicht-Beachtet-werden ist folgerichtig, denn sie haben nichts zu bieten als ihr Gejammer, dass früher einmal alles besser war.

Sprichwörter verschwinden, weil sie niemand mehr versteht: Schuster bleib bei deinen Leisten. Oder: Alles über einen Leisten schlagen.

5. Januar 2023

Grobe Lüge und heimtückische Täuschung sind Zwillinge: Bei den Sylvester-Krawallen in Berlin wurden 145 Personen festgenommen. Die dortige Polizei teilt mit, dass eine relative Mehrheit von diesen Deutsche seien, in absoluten Zahlen 45. Das bedeutet im Klartext: zwei Drittel der Randalierer waren Ausländer. Alle Festgenommenen wurden umgehend wieder auf freien Fuß gesetzt. Es geht schließlich nur um Bagatellen: Schwerer Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, unerlaubter Schusswaffengebrauch, Körperverletzung, versuchter Mord. Rechtsstaat ade. Ein solcher hätte die bedauerliche Minderheit, also die einhundert festgenommenen Ausländer, in Abschiebehaft genommen und exportiert. Das geht nicht, höre ich dazwischenrufen. Doch das geht, aber man will nicht.

4. Januar 2023

Über Nacht ist die jüngste Ausgabe des Senioren-Akrützel in meinem Postfach eingetrudelt. Wie gewohnt gebe ich gerne den Link weiter. https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2038.pdf.

3. Januar 2023

Ich bin von Klima-Experten umgeben. Diesmal geht es nicht um den Untergang des Kölner Doms in der Nordsee, sondern den Beginn der Winteroffensive der Russen in der Ukraine, die für die Periode des Dauerfrosts herbei-orakelt wird. Mag sein, dass es so kommt.
Krieg (2): Wir sind Zeugen einer Auseinandersetzung von historischen Ausmaßen. Der Konflikt wird erst zu Ende gehen, wenn einer der beiden Seite die Luft ausgeht. Für den Fall, dass dies die US-Amerikaner sind, werden sie nichts unversucht lassen, Europa mit in den Abgrund zu reißen.
Krieg (3): Eine amerikanische Niederlage ist deswegen nicht ganz auszuschließen, weil die Yankees im jetzt vergangenen Jahr eine bittere Pille schlucken mussten: Entgegen ihrer Annahme, dass die ganze Welt ihren Kreuzzug gegen Russland unterstützen würde, weigerte sich die Masse der Staaten dieser Erde für die USA zu kämpfen und sei es nur, am Russland-Boykott teilzunehmen. Das Ergebnis: Wall Street produzierte 2022 denkbar schlechte Zahlen. Es ist deswegen nicht von der Hand zu weisen, dass der Geldadel den Kriegsbegeisterten in den Arm fallen wird, denn – wie sagt das deutsche Sprichwort? – beim Geld hört die Freundschaft auf.
Krieg (4): Die seit vorgestern geänderten Mehrheitsverhältnisse im US-Repräsentantenhaus haben für die Kriegstreiber zunächst keine Konsequenzen. Die siegreichen Republikaner sind mit internen Grabenkämpfen beschäftigt, weswegen sie nicht einmal in der Lage waren, den einflussreichen Posten des Sprechers (Speaker of the House) zu besetzen.

2. Januar 2023

Der Zwergspitz der Besucherin ist lächerlich klein. Ich erfahre über ihn zwei Dinge, die offenbar miteinander zu tun haben. a) Er ist krankenversichert und b) hat vor Kurzem eine Scheinschwangerschaft durchgemacht. Die Dekadenz in unserm Land hat einen Namen: Hund.

31. Dezember 2022

Was hast du dir vorgenommen, werde ich gefragt. Nichts, sage ich und denke mir den Rest.

30. Dezember 2022Nichts ist so schwer wie die Herstellung von Kartoffelsalat. Das liegt keineswegs nur daran, dass hier im Ländchen die mehlig kochende Knolle der Favorit ist, aus der man zwar Klöße, aber sonst nichts Schmackhaftes herstellen kann. Schwerer wiegt indessen, dass jede Familie ihr eigenes totsicheres Rezept hat. Wird hiervon – wie sachkundig auch immer – abgewichen, kann das Ergebnis im Urteil der Leute am Tisch nur ablehnend sein. Nach meinem Geschmack kann jeder seinen Kartoffelsalat herstellen, wie er will. Nur aus dem Kaufhallen-Regal darf er nicht stammen. Und Zucker darf die schlesische Nachkommin auch nicht untermengen. Das sind Sorgen. Zugegeben.

29. Dezember 2022
Verwirrendes aus China: Dort soll momentan das Corona-Virus hausen wie noch nie. Entweder stimmt das, dann müsste eine Erklärung her, oder aber alles ist von vorne bis hinten gelogen, dann wäre wohl der amerikanische Wunsch der Vater des Gedankens. Falls der Ausbruch der Seuche stimmt, hätten die chinesischen radikalen Ab- und Aussperrungs-Maßnahmen der beiden Vorjahre das Gegenteil von dem erreicht, was bezweckt war. Wie ein fernes Wetterleuchten geht durch meine Gedanken die Erinnerung daran, dass das einschlägige Virus ein Kunstprodukt amerikanisch-chinesischer Zusammenarbeit war. Wie also wäre es damit, dass die US-Amerikaner erneut am großen Rad gedreht haben, diesmal um gezielt dem chinesischen Weltmacht-Konkurrenten zu schaden? Eine andere Nachricht von vor zwei Monaten macht mich stutzig. Danach soll es Forschern in Chicago gelungen sein, aus einer Kreuzung des Ursprungs-Virus mit einer Omi Cron-Variante ein hundertmal ansteckenderes Virus zu züchten. God bless you, America.

27. Dezember 2022
Beim Bäcker: Ich gestikuliere durch die Plexiglasscheibe, um das gewünschte Brot zu erhalten und reiche, weil ich den mitgeteilten Preis nicht verstehe, durch das Guckloch einen Zehneuroschein. Jetzt passiert eine Weile nichts, ich sehe die Verkäuferin an, und sie sieht mich an. Was sie sagt, kann ich dank der Trennscheibe nicht verstehen, entnehme aber ihrer Gestik, dass das Geld nicht reicht. Ich nehme den Zehneuroschein wieder zurück und reiche einen Zwanzigeuroschein durchs Guckloch. Jetzt schiebt sie das Brot ins Warenloch und Wechselgeld ins Guckloch. Ich rechne aus: Das Brot hat elf Euro achtzig gekostet. Ich wundere mich nicht mehr, dass ich in keiner Schlange anstehen musste.

25. Dezember 2022
Dieses Jahr ist kein Bücherfest. Das ist neu. Ich bekomme lediglich zwei Bücher geschenkt. Das hat unbestreitbar den Vorteil, dass ich sie sofort lese. Eins wandert zu meinem Bett, das andere bleibt im Wohnzimmer.

24. Dezember 2022
Die Wucht der auf Reisen gewonnenen neuen Eindrücke wirkt nach. Heimisches kommt mir lächerlich vor. Postsachen bedeckten meinen großen Esstisch. Sie wanderten unbeachtet auf ein Sofa und dann hinter ein Sofa, weil sie als eine Art Anklage der Ausbreitung von Weihnachtsstimmung im Wege stehen.

Nur knurrend beschaffte ich gestern einen Weihnachtsbaum. Jetzt ist er einfach da, riecht aber nach nichts. Das ist neu. Es ist eine sehr schön gewachsene Blautanne, aber sie riecht nicht nach Wald. Meine seit mindestens 20 Jahren geübte Baumbeschaffung in den umliegenden Wäldern wurde Ende 2020 beendet, da mein Freund, der Förster, an Corona glaubte. Statt mit mir und anderen Losemäulern im Forst herumzustromern, ließ er sich bis zum Abwinken impfen. Jetzt liegt er mit Herzkasper danieder.

23. Dezember 2022
Ich bin schuld und Sie, mein Leser, sind es auch. Das hat die Bundesregierung, wie ich jetzt beim Nachsortieren der Meldungen feststellen konnte, das Publikum wissen lassen. Und zwar so: Dass sich die Gasspeicher jetzt wegen ihrer drastischen Inanspruchnahme rapide leeren, liegt nicht an der vergeigten Energiepolitik, sondern daran, das Medraula (die Menschen draußen im Lande) die Sparvorgaben der Bundesregierung nicht eingehalten haben. Wie das? Die Leute haben ganz uneinsichtig, als es kalt wurde, geheizt. Die neue Schuldzuweisung ist Propaganda pur und zwar von der übelsten Sorte. Ich nehme an, dass die Idioten sagen werden: Stimmt ja auch.
Im großen und guten Amerika hat sich auch einiges getan. Schnell vor der ab Januar 2023 sich ändernden Mehrheit im Repräsentantenhaus haben die sog. Demokraten eine Geld-Gießkanne beschlossen, um ihre woken Lieblingsprojekte, wie den grünen Strom und so, zu finanzieren. In Arizona werden die knapp ausgegangenen Senatswahlen vom November 2022 tatsächlich überprüft und in einem ersten Schritt die Doppel-Registrierungen von ungezählten Dems-Wählern aussortiert. In Florida geht der republikanische Hoffnungsträger de Santis rabiat gegen die Impfmafia vor. Entlassene ungeimpfte Mitarbeiter des Gesundheitswesens erzielen in Sammelklagen Schadensersatz in Millionen-Höhe. Dazu auch dortzulande ein unübersehbarer Wintereinbruch, der das Gerede von der Erderwärmung abmildert.
Von der Ostfront wie üblich nur Widersprüchliches, das genauerer Recherche bedarf. Derweil schießt sich der Bund mit dem schwangeren-tauglichen Nobel-Schützenpanzer Puma selbst ins Knie. Diese Armee bedarf eines Scharnhorst (und eines Königs, der ihn machen lässt). Ich weiß schon, man ließ in Preußen den Mann erst machen, nachdem die hochgelobte Armee vor 216 Jahren eine deklassierende Niederlage einkassiert und der große Napoleon das Land zerstückelt hatte.

22. Dezember 2022

Gut vier Wochen nicht online bei gleichzeitiger Abwesenheit von den Kabalen und Intrigen in D erzeugen einen schon lange nicht mehr verspürten Frohsinn und die Gewissheit, nichts verpasst zu haben. Freunde und Leser sehen das offenbar differenzierter. Sie äußern sich über mein digitales Verstummen auf einer breiten Skala von Tod und Krankheit, Frust und Freiheitsentzug, Internetsperre und Eintritt in den Trapistenorden. Nichts von dem. Mal ehrlich, was habe ich verpasst? Hier die Auswahl:
Nichts verpasst (2): a) Ein Reussen-Prinz und seine betagten Hintermänner wollten mit Hilfe eines Jagdgewehrs die Regierung stürzen. b) Elon schmiss 90 Prozent der Twitter-Belegschaft raus und veröffentlicht seitdem die Schlachten seiner Nun-nicht-mehr-Mitarbeiter gegen die Meinungsfreiheit und die Diffamierung von Andersdenkenden nebst Zusammenarbeit mit FBI und der Fauci-Behörde. Ja, da haben sich viele besudelt. Werde bei Gelegenheit zu prüfen haben, was ich in den Büchern Spygate und Corona-Diktatur schrieb und ggf. korrigieren muss. Soviel Selbstkritik darf sein. Aber nicht mehr heute Nacht.

19. November 2022Die Staatenlenker der G 20 einigen sich auf Bali, den digitalen Impfpass als künftige Voraussetzung für grenzüberschreitendes Reisen einzuführen. Der Überwachungswahn schreitet munter voran. Was machbar ist, wird auch gemacht. Eine andere Begründung gibt es nicht. – Was für ein wunderbarer Widerspruch: In der angeblich grenzenlosen Welt sind staatliche Grenzen ein willkommenes Element, um die eigenen Bürger zu gängeln.
Bali (2): Der Kasper aus Davos mittendrin. Anstatt wie gewohnt im Tausenddollar-Zwirn stolziert er in einer Nobel-Maokutte auf und ab. Die Herren Nordamerikas, Trudeau und Biden, tun es ihm gleich.
Bali (3): Nachdem der ukrainische Raketenbeschuss des polnischen Grenzdorfs sich beim besten Willen nicht den bösen Russen in die Schuhe schieben lässt, kann der Wertewesten noch nicht einmal die Verurteilung Russlands wg. dem Putin seinen Angriffskrieg nicht im Abschlussdokument durchsetzen.

17. Novemver 2022Totale Blockade wahrscheinlich: Derzeit lässt sich nach den offiziellen Zahlen der Midterm-Wahlen in den USA nur sagen: Die sog. Demokraten behalten im Senat wie gehabt die Oberhand, im Repräsentantenhaus hingegen haben sie ihre bisherige bequeme Mehrheit an die knapp siegenden Republikaner verloren. Was das für die praktische Politik des Landes bedeutet, lässt sich kaum vorhersagen. An der Kriegführung gegen Russland wird sich vermutlich nichts ändern, es sind zu viele der Meinungsführer unter den Republikanern für diese Art Kriegführung, zumal sie für deren Sponsoren gewinnträchtig ist.
USA (2): Die Ankündigung von Donald Trump, 2024 erneut für die Präsidentschaft ins Rennen zu gehen, ist bestenfalls als Presse-Aufreger geeignet. Sein chancenreicher republikanischer Konkurrent ist Floridas Gouverneur Ron de Santis, der sich indessen bedeckt hält. Zwei Jahre Anlauf sind eine lange Zeit. Deswegen handelt er klug, wenn er Trump zunächst das Feld überlässt, um die propagandistische Schwerarbeit zu machen.Wird ein bisschen rückgängig gemacht: Die Wahlen in Berlin sind nach der Entscheidung des dortigen Verfassungsgerichts insgesamt zu wiederholen. Anderer Ansicht: der Deutsche Bundestag, der lediglich in einigen wenigen Wahllokalen die Wahl für misslungen hält. Das ist die einzige Möglichkeit, dass für die Ampel im Bund alles beim alten bleibt. – Die unterschiedliche Behandlung ein und desselben Wahlakts bleibt eine Angelegenheit für demokratische Feinschmecker. Fest steht, dass beim Bund der Wert des Bürgers für die eigene Legitimation als gering eingeschätzt wird. Es gilt das Motto: im Zweifel für den Apparat.

16. November 2022Raketeneinschlag auf der westlichen Seite der polnisch-ukrainischen Grenze – und zwar pünktlich zum Gipfeltreffen der G-20-Staaten auf Bali. Sogleich läuft das sattsam bekannte Ritual ab: Der böse Putin hat einen der Nato-Staaten angegriffen. Polens Führung dreht freischwebend im Raum: Quasi-Mobilmachung, Botschafter einbestellen, Nato-Konsultationen verlangen. Doch ach, für Waffenexperten keine Neuigkeit: Die Rakete stammt aus der Ukraine und wurde von deren Armee abgeschossen. – Ein Ironiker könnte auf die Idee kommen, dass Polens nationalistische Führung jetzt der Ukraine den Krieg erklärt.
Das Wahlwunder von 2022: Die hohen Stimmzahlen für die sog. Demokraten erklären sich aus Wahlfälschung in den bereits bekannten Staaten und Gebieten sowie aus verdeckter Beeinflussung. An der Spitz der Hirnwäscher der Datengigant Google, der die Unentschiedenen seit Wochen gezielt heimgesucht hat: Erst mit lass dich registrieren, dann mit wähl den demokratischen Bewerber. Die einschlägige Studie des Psychologen Robert Epstein belegt das Geschehen (wie schon 2020) detailliert und eindrucksvoll.
Ein Terroranschlag in Istanbul richtet ein Blutbad an. Als Täter werden Kurden präsentiert, darunter eine Frau, die das Sprengstoffpaket ablegte. – Die Besonderheit: Der türkische Innenminister weist die aus den USA übermittelte Kondolenz grimmig zurück, er bezichtigt die kurden-freundlichen Amerikaner der Mitverursachung. – Jeden Tag entfernt sich die Türkei einen weiteren Schritt vom Wertewesten.

15. November 2022

Die gestrige Montagsdemo im dunklen Schilda bildeten rund tausend Bürger beiderlei Geschlechts und mit Masse im Alter zwischen 30 und 60, arbeitende Bürger halt. Klima-Hysteriker und Orientalen wurden nicht gesehen.

Demo (2): Die Radaranlage auf dem Stadtring zeigte an, dass der Zug sich mit 3 km/h fortbewegte. Die angereisten polizeilichen Kampftruppen wirkten entspannt, die ortsansässigen Polizisten sind es sowieso.

Demo (3): Nazis waren nicht zu sehen. Um die zu betrachten, musste man zuvor in den Rewe gehen. Da standen sie, um Kinder zu verführen.

13. November 2022Der gestrige Besuch im Globus zwischen Schilda und Jena bringt es an den Tag. Gleich rechts hinter der Eingangssperre befindet sich die Intelligenzabteilung, die bevorzugt von Frauen mittleren Alters aufgesucht wird. Ich nehme mir fünf Minuten Zeit, um deren Interessen zu erkunden. Hier ist das Ergebnis. – Nebenbei: Ich habe keinen Zweifel, dass man diesem Volk alles erzählen kann.

12. November 2022Die russische Armee hat sich gestern im Oblast von Cherson vollständig auf das linke (südöstliche) Dnjepr-Ufer zurückgezogen und die noch intakten Brücken gesprengt. Die Operation deutete sich an, nachdem die Zivilbevölkerung der Region in den letzten Tagen nach Russland evakuiert worden war. Der Sinn dieser Maßnahme erschließt sich mir nicht. Es sieht wie das Beziehen eines Winter-Quartiers aus. Falls das stimmt, steht jedenfalls die oftmals beschworene Bedrohung der westlich von Cherson befindlichen Großstädte Nikolajew und Odessa offenbar im Moment nicht auf dem Programm.
Cherson (2): Früher hätte man von dem von der russischen Armee besetzten westlichen Ufer von einem Brückenkopf gesprochen. Seine Aufgabe sieht nicht nach geplanter Offensive aus. Der Rückzug hinter den Dnjepr mag aus Gründen der Kräfteersparnis militärisch sinnvoll sein, propagandistisch geschickt ist er hingegen nicht, denn er räumt der Ukraine wieder Gelegenheit zum Siegesgeschrei ein. Dabei scheint die Lage des Landes nach den Angriffen auf die Energieinfrastruktur eher eine äußerst bescheidene zu sein.

In den USA sind die Stimmzettel angeblich ausgezählt – bis auf Georgia, wo Stichwahlen angekündigt werden. Da kommt das alte Motto zur Geltung: Hier wird so lange gewählt, bis das Ergebnis stimmt. Da es im US-Senat nach augenblicklichem Stand der Wahlfälschung 49 : 49 steht, kann man sich ausrechnen, wie dann das Endergebnis aussieht. Glückwunsch, Amerika.

11. November 2022Auch drei Tage nach den US-Wahlen, liegen noch immer keine verlässlichen Zahlen vor. Seit Mittwochmorgen stehen die Zahlen still und zwar so: Senat (100 Mitglieder): 49 Reps, 48 Dems, fehlen also noch drei. Abgeordnetenhaus: 218 Stimmen für die Mehrheit notwendig, derzeit 210 Reps, 194 Dems. Das erinnert stark an die Wahlen 2020, als die Zählung nach kurzer Frist angehalten wurde und danach die Zahlen für die Reps und für Trump rückwärts liefen. Hoch lebe die Demokratie.

10. November 2022Morgens liegen noch immer nicht die Ergebnisse der US-Wahlen vor. Stattdessen Nachrichten über ausgefallene Wahlmaschinen und so. Hatte vor Tagen bereits gemutmaßt, dass derjenige das Rennen für sich entscheidet, wer die besseren Fälscher bezahlt. Im Vergleich der Spenden lagen jedenfalls die sog. Demokraten deutlich vorne, den Vogel schoss dabei der Weltwohltäter Soros mit 128 Mio. Dollar ab. – Klar erscheint jedenfalls, dass die viel besprochene rote Welle (= Sieg der Republikaner) nicht stattgefunden hat.
Reichlich spät in diesem Jahr: Die letzten Blätter fallen von den Bäumen. – Liegt wahrscheinlich daran, dass ich einen Diesel fahre.

9. November 2022Gegen Mittag (MEZ) ist in den USA noch immer nicht alles ausgezählt. Die Gazetten übertreffen einander – je nach eigenem politischen Standort – mit Siegesmeldungen. Es sieht ganz danach aus, als sei die rote, die republikanische Welle ausgeblieben. Für die Senatswahlen fehlen noch die Ergebnisse für vier Wahlbezirke.

Sowas kommt von sowas: In GB wetteifern die Kommentatoren in ihrer Empörung darüber, dass britische Soldaten Offiziere der chinesischen Volksbefreiungsarmee ausbilden. Während dies bis zum Frühjahr 2020 ganz offiziell geschah, traten sodann pensionierte Briten in die Fußstapfen der aktiven britischen Streitkräfte, indem sie sich von und nach China anwerben ließen. Jetzt wundern sich alle und sprechen von Verrat.

GB (2): Seit langem sind in England schwer bewaffnete private Kriegsunternehmer tätig, die weltweit für gewaltsame verdeckte Aktionen verantwortlich sind. Selbstredend weiß das offizielle Großbritannien hiervon nichts. Bis dann plötzlich und unerwartet Details in die Öffentlichkeit gelangen, aus denen zu entnehmen ist, wie eng die privaten Krieger an das UK-Verteidigungsministerium (MOD) angebunden sind. So kommt die dortige Verantwortlichkeit für die Anschläge auf die Ostsee-Pipelines Nord Stream und die Kertsch-Brücke – trotz wortreicher Dementis – ans Licht.

8. November 2022Extrakt der über Nacht eingetrudelten Nachrichten, passend zum heutigen Wahltag in den USA: Das Abstimmen ist die Erwachsenenversion, einen Brief an den Weihnachtsmann zu schreiben.
Fast alles kommt wieder: Meiner BND-Sammlung aus den 1980er Jahren („Witze in der DDR“) entnehmen ich diesen hier: Unterschied zwischen einem Vopo und einem Polizeihund? Polizeihund hat eine Ausbildung. – Nun denn, hier die aktualisierte Variante, die ich Leserin S. verdanke:

7. November 2022Kann das mal wer in ein verständliches Deutsch übertragen: „

Die [ostdeutschen] Innenministerinnen und Innenminister haben sich zum Demonstrationsgeschehen zu den Auswirkungen des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieges auf die Ukraine – allen voran gegen die steigenden Energiepreise – ausgetauscht. Das Demonstrationsgeschehen ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich, generell aber in den letzten Wochen stark rückläufig.“

Worüber genau haben die sich ausgetauscht? Im übrigen also Entwarnung. Soso. Mir ist hingegen aufgefallen, dass die Masse der Leute, die sich in ansteigenden Zahlen demonstrierend auf den Straßen tummeln, die Regierungspolitik anprangern, weil sie sich weigern, der einschlägigen Propaganda zu glauben, wonach Energie-, Sprit- und Lebensmittelpreise und Arbeitsplatzverlust dem bösen Putin geschuldet sind, sondern ganz im Gegenteil nachvollziehbar annehmen, dass diese Missstände hausgemacht sind und ein Ergebnis der grünen Klimalüge.

Kleiner Scherz am Rande: Unter den 7 Anwesenden befand sich genau eine Frau. Wie man angesichts dieses Umstandes von Ministerinnen und Ministern reden kann, bleibt dem Betrachter überlassen. Wenn allerdings die Beteiligten im Zahlenraum bis 7 bereits Zeichen von Überforderung erkennen lassen, sollte man sich Sorgen machen.

Fachliches aus der Spaßecke: Wenn die besorgten Minister expressis verbis den Extremisten und den Reichsbürgern das Feld nicht überlassen wollen, zeigt das zweierlei: Reichsbürger sind keine Extremisten. Und was ist hier mit den Frauen? Mein lieber Schwan, soviel Ungleichberechtigung war nie.

6. November 2022Sie hat es schon wieder getan, Frau Guérot, einstige Heldin der Mainstream-Europäer. Nachdem sie vor Wochen schon über den Corona-Schwindel wider den Stachel löckte, stellt sie nunmehr in Buchform den Putinschen Angriffskrieg in Frage. Klar: Sie mag keinen Krieg, findet allerdings die Alleinschuld der Russen fraglich. Das ist Leugnung in seiner modifizierten, aktuellen Variante (§ 130 StGB). Jetzt ist die frühe Morgenstunde nicht mehr fern, wo das SEK mit vermummten Nasen Einlass verlangt, um dem frevelhafte Tun der Dame Einhalt zu gebieten. 

Guérot (2): Interessant wird sein, wie sich die semi-alternative Presse zu dem neuesten Spektakel verhält. Corona-Lügen zu entlarven mochte angehen, um Applaus zu spenden, doch beim verbalen Angriff auf das große und gute Amerika werden die Helden à la Tichy & Co zurückzucken.

Die Spaltung der Alternativen: Beim Blog Conservo konnte man vor einigen Wochen beispielhaft erleben, wie die einstige alternative Einheitsfront wg. des Ukrainekonflikts zersplitterte. Die Amerikatreuen blieben unter dem neuen Herausgeber bei dem ungestalteten conservo, während die Skeptischen zur neuen Plattform beischneider abwanderten – soweit ich erkennen kann in der sich artikulierenden Mehrzahl und auf Nimmerwiedersehen.

5. November 2022Wenn sich Gäste nach etlichen Stunden der Bewirtung trotz des Hinweises, dass das nunmehr Eingeschenkte der Absegler sei, nicht zum Gehen veranlasst fühlen, hat der Gastgeber etwas falsch gemacht.
Frühmorgens bekämpft Bernd Zeller meine schlechte Laune durch einen Zangenangriff. Ich finde den Link auf sein jüngstes Senioren-Akrützel in meinem elektronischen Postfach (https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akrtzel%2035.pdf) und das ZZ-Daily auf seiner Webseite:

Die rasante Übersterblichkeit in D wird regierungsoffiziell so erklärt. Die Sache müsse erforscht werden. Unterbliebene Behandlungen während der Seuche kämen in Betracht und auch Langzeitfolgen von Corona. Das Offensichtliche bleibt wir gewohnt ausgespart: die verheerenden Folgen der sog. Impfung.

4. November 2022

In Berlin stößt vor drei Tagen eine Radfahrerin mit einem Betonmischer zusammen. Sie wird unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Dem Fahrer ist nicht passiert, würde man normalerweise geschmacklos witzeln, doch falsch: er wird vom einem anderen Mann aus der Menge der Gaffer niedergestochen.
Radfahrerin (2): Die Rettungskräfte gelangen nicht zum Unfallort, weil Klima-Terrorosten die Straße blockiert haben. Die Frau stirbt schließlich. Wir haben es demnach mit einem Tötungsdelikt zu tun. Doch halt, die Polizei meldet, die Frau sei lediglich hirntot, jetzt hängt der Körper an Gerätschaften der Intensivmedizin. 

Radfahrerin (3): Auftritt der Berliner Staatsanwaltschaft, die anmerkt, es wäre sonst die Ermittlung wg. einer fahrlässige Tötung in Frage gekommen. Gegen den LKW-Fahrer sicher zutreffend, aber gegen die Klima-Kleber? Hier liegt nach bisheriger Rechtsüberzeugung ein vorsätzliches Tötungsdelikt vor, denn die Täter haben den Tod Dritter billigend in Kauf genommen. Das ist bedingter Vorsatz, wie der Jurist sagen würde. Nach sonst geübter Rechtspraxis säßen die Beteiligten bereits seit Tagen in U-Haft. Unter anderem auch wg. Bildung einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB).

In Kurzform: Gründung und Tätigkeit in einer Vereinigung, deren Zweck darauf gerichtet ist, Tötungsdelikte oder solche gegen die persönliche Freiheit zu begehen oder sich daran zu beteiligen, wird mit einen bis zu zehn Jahren Freiheitsentzug bestraft. Ebenso wird bestraft (Absatz 2), wenn die Tätigkeit darauf gerichtet ist, einem anderen Menschen schwere körperliche oder seelische Schäden zuzufügen, bedeutsame Sachbeschädigungen oder gemeingefährliche Straftaten zu begehen, wenn die Taten dazu bestimmt sind die Bevölkerung einzuschüchtern oder Behörden erheblich zu beeinträchtigen. Bereits die Androhung solcher Straftaten (Absatz 3) und die Unterstützung solcher Gruppierungen ist strafbar (Absatz 5).Und wem das noch nicht genügt, versuche es einmal mit § 129 StGB (Bildung einer kriminallen Vereinigung).

3. November 2022Die USA haben eine Auswahl aggressiver Maßnahmen (range of aggressive actions) ergriffen, um die Protestbewegung im Iran zu unterstützen. Das zumindest sagte kein Verschwörungsphantast, sondern Jake Sullivan, der Nationale Sicherheitsberater von Präsident Biden.

Iran (2): Zugleich wurde Saudi Arabien darüber in Kenntnis gesetzt, dass ein Angriff des Iran bevorstehe. Arabien? Das ist das Land, das sich erst kürzlich von der amerikanischen Schutzmacht distanziert hatte. – Das amerikanische Vorgehen erinnert stark an das Ende der 1970er Jahre, als beide, der Irak und der Iran, mit amerikanischer Waffenhilfe aufeinander losgingen. Krieg als Mittel der Domestizierung von vormaligen Vasallen.

2. November 2022

Ein unbekannter Hacker will Telefonate der britischen Ex-PM Liz Truss mitgeschnitten haben. Danach soll sie unmittelbar nach den Anschlägen auf die Ostsee-Pipelines Nord Stream I & II den US-Außenminister Blinken angerufen haben, um ihm zu sagen: Die Sache ist erledigt. Das Foreign Office hat sogleich dementiert und die Meldung als Propaganda russischer Behörden abgetan, die lediglich von den eigenen Kriegsverbrechen ablenken wollten. Tja. 

Britische Sabotageeinsätze (2): Die hierfür einschlägige militärische Geheimdienst-Formation wurde 1938 gegründet. Hieraus ging 1940 die SOE hervor, deren Überreste nach dem Krieg wieder zu MI6 zurückkehrten. Woher ist das weiß? Aus Meldungen von Sowjetagenten innerhalb des britischen Establishments. Für Neugierige: Aufgeschrieben habe ich die Details im zweiten Band von Unterwegs zur Weltherrschaft (siehe nächster Absatz). Damals ging es um die Vernichtung des deutschen Konkurrenten. Und heute?

Britische Sabotageeinsätze (3): MI6-Chef Hugh Sinclair ordnete in der ersten Hälfte des Jahres 1938 die Gründung der Sektion IX an, um „Sabotage und andere verdeckte Operationen zu planen, vorzubereiten und wenn nötig auszuführen.“ Chef dieser Sektion, intern auch D (Destruction = Zerstörung) genannt, wurde der Pionier-Major Laurence Grand. Am 31. Mai 1938 unterschieb Grand ein grundlegendes Sabotage-Memorandum. Er schlug vor, Deutschlands Elektroversorgung lahmzulegen, Telefon- und Eisenbahnverbindungen zu kappen und die Lebensmittel-Versorgung der Bevölkerung zu unterbinden, indem man die Viehwirtschaft durch Pestbazillen irreparabel schädigte.

Unwörter: Seltsam, dass etliche deutsche Wörter, die mit der Silbe „un“ beginnen, außer Gebrauch geraten sind: ungebührlich, unsäglich, unsanft, unbeachtlich, unstet, ungemein, unziemlich, unkeusch, untunlich, unbändig, unwiderstehlich und wohl auch unanständig und unbezahlbar. Eine Erklärung ist mir nicht eingefallen.
Die Medienmeute tobt sich am Eigentümerwechsel von Twitter aus. Befriedigung und Wutgeheul gehen an mir vorüber, weil ich Details nur zur Kenntnis nehme, wenn sie sich mir ohne mein Zutun aufdrängen. Eine Prise Häme bleibt hängen, weil die fortschrittlichen Kräfte, die bislang die Plattform beherrscht haben, die Rückkehr der (ihnen bislang obliegenden) Zensur fordern.

Die Herstellung von Fake News macht Spaß: Der Bayerischen Staatsregierung ist der Spagat zwischen Blackout und Ukrainesolidarität gelungen, indem sie die bayerische Ur-Güterzug-Elektrolok EG 5 wieder in Dienst gestellt hat. Das bislang geheim gehaltene Foto zeigt die Elektro-Riesin auf dem Wege nach Kiew während des russischen Raketenbeschusses bei ihrer Einfahrt in Lemberg. Ministerpräsident S. sprach von einem Durchbruch bayerischer Spitzentechnologie.

1. November 2022

Die Meldungen vom Vortag zeigen eine neuerliche Eskalationsstufe des Krieges. Nachdem am Wochenende Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte beschossen wurden, haben die Russen gestern auf doppelte Weise reagiert: (a) Aufkündigung des im Sommer abgeschlossenen Getreide-Ausfuhr-Abkommens, (b) massive Angriffe auf die ukrainische Versorgungs-Infrastruktur.

Zu a): Es war jetzt wochenlang möglich, Handelsschiffe mit ukrainischem Export-Getreide durch die russische Seeblockade in alle Welt zu entsenden. Die neuerlich Unterbrechung trifft vor allem Schwarzafrika. Diese Verschärfung der Lage wird die dortige Völkerwanderung Richtung Europa anheizen.

Zu b): Die russische Aktion war erneut ein massiver Raketen- und Drohnenbeschuss. Zu den Ergebnissen meldet die Ukraine Fakten, die nicht zusammenpassen: Ein Großteil der Flugobjekte sei abgeschossen worden. Aber: In nahezu allen Städten und Gemeinden ist der Strom ausgefallen, in Kiew gibt es kein Wasser mehr. Skeptischer Blick auf die Wetterdaten: Noch hat der Frost nicht Einzug gehalten. Die russische Aktion zeigt, dass von Raketen- und Munitionsmangel keine Rede sein kann. Sie zeigt zudem, dass die US-Strategie des Abnutzungskrieges vor allem die ukrainische Bevölkerung trifft. Wie das ausgeht, wenn es in den Winter hinein andauert, kann kaum zweifelhaft sein.

Dnjepr-Staudamm und die Krim (Nachtrag zu den Zerstörungsgerüchten): Das Bauwerk hat eine Stauseefront von ca. 3,5 km Länge und eine maximale Fallhöhe von 16 Metern. Seine wirtschaftliche Bedeutung folgt aus dem Wasser-Kraftwerk und dem Wasser-Reservoir, aus dem bis 2014 die Krim versorgt wurde. Die Wasserader der Krim wurde nach der russischen Annexion der Halbinsel unterbunden. Das Luftbild aus dem Jahre 2021 zeigt den östlichen Schenkel des Damms, Blickrichtung Südost.

31. Oktober 2022

Jedes Jahr erneut überraschend: Im atheistischen Thüringen ist der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag. Das ist insofern skurril, da kein Mainstream-Theologe den Reformator (mundartlich: unsr Mardin Ludder) leiden kann. Achtung! Nazi-Verdacht. Nur im angeblich katholischen Eichsfeld gehen die Festtags-Uhren anders, da ist am morgigen Allerheiligen schulfrei.

Der Zahn der Zeit: Wenn man mit zwanzig unrasiert ist, wirkt das rebellisch, nach vierzig ungepflegt und, wenn man die sechzig hinter sich hat, sieht man aus wie ein Penner.

30. Oktober 2022

Optimismus: Gestern einen Terminkalender für ’23 gekauft, der exakt meinen Gepflogenheiten entspricht. Der Gesuchte befand sich als Einzelstück unter Hunderten, die dies nicht taten. Ein Wermuts-Tropfen indessen beim Blättern zu Hause: Er ist englisch beschriftet. Was das inhaltlich bedeuten wird, kommt sicher im kommenden Jahr ans Licht. Ich kann warten.

Im selben sog. Buch-Laden in Leipzig, Abteilung Fremdsprachiges: Harry Potter auf Kyrillisch entdeckt (Гарри Поттер). Die Beschriftung am Regalbrett „Ukrainisch“. Gestutzt, geblättert und sicher gewesen: Russisch geht gar nicht, wie man in diesen Kreisen formulieren würde.

Leipzig (2): Kirche am Ring mit unübersehbaren Lettern: 22 ist nicht 89. – Wohl wahr, wenn auch anders gemeint. Auch anders: 89 waren die Kirchenleute als Protestler (oder als Spitzel) beteiligt, heute sind sie es nicht.

Leipzig (3): Weltoffen steht in mannshohen Lettern an der Universität. Das ist die neue Mainstream-Vokabel für deutschfeindlich. Im übrigen: Sie war abgeschlossen, die Universität. Meine Fremdenführerin konnte mir das Gewünschte nicht zeigen.

Leipzig (4): Die sonnig-warme Innenstadt war überwölbt von einem intensiven Fäkal- und Verwesungsgeruch, der aus den Gullys drang. Früher pflegten funktionierende Städte dem mit etwas Wasser abzuhelfen. Nun ja, unsere Vorfahren hatten ein wacheres Misstrauen gegenüber Seuchen. Sie subsumierten die ihnen notwendig erscheinenden Maßnahmen unter dem Schlagwort der Volksgesundheit.

Leipzig (5): Die letzten Aufrechten erkennt man am Maskentragen. Ist auch beim Personal von innerstädtischen Kettenläden üblich. An der offenstehenden Laden-Tür entdeckt: Unser Geschäft ist geöffnet. Diese Tür ist aus Gründen des Klimaschutzes geschlossen. – Kannste dir nicht ausdenken.

29. Oktober 2022

Stimmungsbilder: Ehemalige deutsch-deutsche Grenze bei Römhild im südlichen Thüringen, morgens.

28. Oktober 2022

Die wechselseitig widersprechenden Gerüchte um die Lage in Cherson (Südwestecke des Front-Bogens) lassen keine zuverlässig Beurteilung zu. Klar ist nur, dass die Russen dazu übergegangen sind, die Zivilbevölkerung aus der Stadt und ihrer Umgebung nach Osten zu evakuieren. Das kann einen militärischen Rückzug bedeuten, wie auf westlicher Seite behauptet, oder eine im Wortsinn Evakuierung der vom Tode bedrohten Einwohner. Diese Bedrohung geht vom nördlich der Stadt gelegenen Dnjepr-Staudamm aus, dessen Sprengung das Land stromab in eine Wasserwüste verwandeln würde. Beide Seiten bezichtigen einander, genau dies im Sinne zu haben. Wieder gilt: Dass die Russen dergleichen planen könnten, halte ich für absurd, es wäre ein Akt der Selbstschädigung. Dass indessen ein in den Abgrund taumelndes Regime zu solchen Mitteln greift, liegt im Bereich des Vorstellbaren.

Staudamm (2): Vor achtzig Jahren wurde die Mauer der Möhnetalsperre durch Lufttorpedos zerstört. Durch diesen barbarischen Akt schlug der Kriegsverbrecher Winston Churchill ein neues Kapitel der Massenvernichtung auf. In englischen Kriegsdarstellungen findet man an dieser Stelle bestenfalls das Lob für die fliegerische Leistung der RAF-Bomberpiloten.

Staudamm (3): Gegenwärtige Expertenstimmen verweisen darauf, dass es für die Biden-Regierung notwendig sei, eine derartig schwerwiegende Eskalation des Kriegsgeschehens zu realisieren, um Fakten zu schaffen und bei dem zu erwartenden Wahlsieg der Republikaner bei den Midterm-Wahlen deren Zurückrudern im Ukraine-Engagement zu verhindern. Ich glaube weder das eine noch das andere – aber was will das schon heißen?

27. Oktober 2022

Der kleine Bruder des Leugners ist der Relativierer. Beider Tun fällt nach dem Willen von Mainstream unter Volksverhetzung und ist strafbar, so sagt man. Doch die Welt ist komplexer, als mancher denkt. Beispiel: Wer den russischen Angriff in der Ostukraine leugnet, ist ein Idiot, wer ihn relativiert, weil er hierfür nachvollziehbare Gründe erkennt, spricht eine nicht akzeptierte Wahrheit aus. – Nicht die Wahrheit, aber eine.

Die Sache mit den Mäusen: Acht Mäuse, so las ich, überlebten die Spritzung mit dem neuen Stöffchen gegen Omi Cron. Das genügte für die ad hoc-Zulassung als Impfstoff. Es geht also, wird man folgern dürfen, nicht mehr um den Schutz vor einer Krankheit, sondern um die Chance, die Impfung unbeschadet zu überleben.

Mäuse (2): Nicht so gut ging es deren Artgenossen, denen man an einem Institut in Boston ein frisch kreiertes Virus injizierte, und zwar eine Kreuzung aus dem ursprünglichen Wuhan-Virus und der Omi Cron-Variante. 80 Prozent starben nach rasend geschwinder Ansteckung. Die sog. Forscher fanden ihren Erfolg so sensationell, dass sie ihn publizierten. Ich habe nichts darüber gelesen, dass man sie sodann wg. Verstoßes gegen alle möglichen B-Waffen-Verbote eingesperrt hätte.

Stattdessen: Die Corona-Impfung für Säuglinge (ab dem 5. Lebensmonat) wird zugelassen. Ist nach den Gesetzen der Logik nicht zu erklären – es sei denn, man unterstellt zynische Menschen-Experimente.

26. Oktober 2022

Leipzig, vorgestern Abend: „Genau wie ’89,“ sagt eine damalige Studentin zu mir: „Die Leute ziehen zu Tausenden über den Ring, und die Studenten stehen abseits, gaffen und wollen auf keinen Fall dabei gewesen sein. Ein Unterschied ist schon, die heutigen Akademiker kämpfen mit dem Maul und mit schwarz gemalten Visagen für den Krieg in der Ukraine.“

Ungehorsam: In der Provinz Alberta im westlichen Canada erklärt die im Oktober 2022 gewählte neue Ministerpräsidentin, dass sie sich weigere, weiter freiheitsbeschränkende Maßnahmen der Zentralregierung in Sachen Corona umzusetzen. Sie entschuldigt sich bei den Ungeimpften als den Opfern öffentlicher Gewalt und kündigt an, alle Verbindungen zum WEF mit Strafmaßnahmen zu unterbinden. Das riecht nach Sezession. – Im Frühjahr war es der Regierung in Ottawa noch gelungen, die streikenden LKW-Fahrer mit der Sperrung ihrer Konten zur Raison zu bringen. Das dürfte im jetzigen Fall auf Schwierigkeiten stoßen.

Wie machen sie das nur, diese Insulaner?

25. Oktober 2022

Volkes Maul: Gestern Abend in Erfurt: „Wir sind die rote Linie“.
Volkes Maul (2): Diesmal aus den Leserbriefen der Zellerzeitung von Bernd Zeller: „Pater noster: …und führe uns nicht in Verdunklung, sondern erlöse uns von den Grünen.“

24. Obtober 2022

Im Wirtschaftskrieg der USA gegen China hat die Biden-Regierung die nächste Stufe gezündet, wenn denn die eher spärlich fließenden Nachrichten stimmen sollten. Danach soll der Know how-Fluss in Sachen advaced computing radikal unterbunden, mithin die dortzulande stattfindende Chipherstellung pp. zum Stillstand gebracht werden. Falls das kein Fake ist, wage ich zu behaupten, dass sich Uncle Joe ins eigene Bein schießen wird: Zwar mag es gelingen, diesen chinesischen Industriezweig zu ruinieren, jedoch mit unabsehbaren Auswirkungen auch und gerade für die USA, deren verlängerte Werkbank China seit Jahrzehnten ist.

Das von der russischen Regierung in den besetzten und angegliederten Oblasten der Ukraine verhängte Kriegsrecht, mag militärisch zweckmäßig sein, psychologisch bedeutet es das Eingeständnis einer schwachen Position. Es verbreitet sich der außerrussische Eindruck: Die können’s nicht.

Der nächste Indisch-Stämmige greift auf den Inseln nach der Abdankung von Liz Truss zur Macht. Doch wie ein Springteufel ist erneut der Ex-Premier Boris J. auf der Bühne der Aufgeregtheiten erschienen. Das britische Staatsschiff gestattet sich ein Dümpeln in schwerer See.

Die Nachrichten vom Wochenende zusammengefasst, zeigen die rapide Beschädigung der jahrzehnte-alten deutsch-französischen Achse. Macron bringt Deutschlands Umfeld-Staaten bedenkenlos in Stellung. Und der Herr Scholz? Ich kann die bürokratischen Floskeln nicht deuten. Mich deucht, er hat keinen Plan. Das wäre nicht nur seins, sondern auch unser Problem.

Die Wirtschaftsdaten aus D sind so grottenschlecht, dass einem die Haare zu Berge stehen. Ernsthafte Gespräche mit Leuten aus dem Dienstleistungssektor, aus dem sich bei uns zu meinem Grimm der politisch-publizistische Komplex rekrutiert, sind völlig sinnlos. Dort regiert noch immer die Überzeugung, dass die Industrie die Umwelt verschmutzt und das Geld vom Konto kommt. Das Resultat: Man führt Geisterdebatten, weil die Gegenseite sofort dicht macht, wenn man auf die Lage auf dem Stahl-, dem Metall-, dem Chemie-, dem Energie-, dem Landwirtschafts-Sektor zu sprechen kommt.

Politisch korrekt (aus: Senioren Akrützel Nr. 33 von Bernd Zeller):

23. Oktober 2023

Der Zusammenhang ist wirklich denkbar einfach: Schwäche deinen Konkurrenten fürs eigene Wohlergehen. Ins Verhältnis USA-Deutschland übertragen: Schneide ihn von der bezahlbaren Energie ab, indem du ihm die Zufuhr-Pipelines in die Luft sprengst. So wirst du dein eigenes Gas zu Wucherpreisen los und kannst deine seit Jahren angehäuften Dollar-Milliarden, die aus der Nullzins-Politik stammen, in Schnäppchen beim Unternehmens-Aufkauf in D anlegen. – Eine erstaunlich klare Schilderung aus der Feder eines deutschen Ökonomen, der an einer der Münchner Hochschulen lehrt, Christian Kreiß. Immerhin traut sich einer, das Offensichtliche in Worte zu fassen.

Beim Geld hört die Freundschaft auf: Lese gerade, dass der Großspekulant Black Rock in schwere See geraten ist. Großanleger, wie die republikanischen US-Staaten haben ihre Einlagen zurückgezogen, nachdem ihnen aufgefallen war, dass sie ihr Geld einer Firma anvertraut hatten, die in woke Unternehmungen investiert und hierzu ein eigenständiges Gütekriterium (Wind, Vielfalt und das übliche Trallala) entwickelt hat. Nun machen solche Vorzeigeobjekte oft wenig Profit, dafür umso mehr politischen Klamauk, namentlich zur Bekämpfung fossiler Energieträger. Nicht jedem Kohle- und Ölstaat gefällt das (siehe oben). Jetzt sind die schwarzen Rocker angesichts der Gefahren für die eigene Aktie zurückgerudert.

Ein Gast, der bei Tisch nachweist, dass es kein Thema gibt, in dem er nicht Bescheid weiß, bringt auch den höflichsten Gastgeber alsbald zum Verstummen. Man kann sicher sein, dass beide sich schließlich gleichermaßen erfreut voneinander verabschieden, wobei der Gast anmerkt, dass er sich schon lange nicht mehr so gut unterhalten habe. 

22. Oktober 2022

Frauen, die sich selbst als vegan bezeichnen, gehören nach meinen nunmehr seit Jahrzehnten andauernden Bemühungen um das andere Geschlecht zur Kategorie: nicht ansehen, nicht ansprechen und – um Himmels Willen – nicht anfassen. Männer, die sich als vegan bezeichnen, gibt es im Prinzip nicht. Wenn es einer dennoch tut, sollte man bezweifeln, dass es sich um einen Mann handelt.

Unbegreiflicher Gedankensprung nach dieser Vorrede: Gianluca Irgendwie, der oder die sich im Porsche-Pavillon in Wolfsburg festklebte, um gegen das Weltklima, das immer heißer werdende, zu protestieren, fror sich einen ab, als der Hausmeister abends Licht und Heizung abstellte und die Tür abschloss, so dass der Spezialitaliener nicht die vegane Überlebenskost anliefern konnte. Jetzt hat er oder sie Aua an den Händen und muss ins Krankenhaus. Das ist die Rache der chemischen Industrie.

Dieselben Leute, die mir Tag für Tag predigen, dass alle gleich sind, meinen seit Wochen, dass wir uns vor den Chinesen und ihren Methoden zu fürchten haben. Es sind übrigens ebenfalls selbige Volksgenossen, die mit den Methoden aus Fernost, nämlich den Möglichkeiten, welche die Digitalisierung bereitet, den Pöbel unter ihre Kontrolle zu bringen trachten. Dazu: Ich kupfere die mir genial erscheinende Sentenz aus dem in meinem Postfach heute Nacht zugegangenen Entwurf des Kinderbuchs von Ulrich Schödlbauer ab:

21. Oktober 2021

Keine gute Zeit für Regierungschefs: (1) Liz Truss in England ist nach Blitzstart gestern von den Tory-Abgeordneten zum Rücktritt gezwungen worden. Zwei konservative Kabinetts-Mitglieder waren offenbar die Nägel zu ihrem Sarg, der Finanzminister Kwasi Kwarteng und die Innenministerin Suella Bravermann, beide nach meiner Einschätzung vom indischen Subkontinent abstammend. Die Letztgenannte wollte die Zuwanderung beenden, vor allem die illegale, der andere die steuerlichen Unternehmerfesseln kappen. Das war offenbar zu viel in diesem geistig planierten Land. Der Riss von Zustimmung und Ablehnung unaufschiebbarer Reformen geht quer durch die Konservativen.

Regierungschefs (2) Und der Kanzler stößt mit seiner Entscheidung, dass die drei Kernkraftwerke weiter laufen sollen, bei den Abgeordneten, die dementsprechend die Gesetzeslage verändern müssten, auf die Taktik der langen Bank. Dass das Aus am 31. Dezember unwiderruflich näher rückt – und damit eine immense Energielücke – juckt doch einen Parlamentarier nicht, zumal der Robert was anderes versprochen und die BT-Kneipe geöffnet hat. Nebenbei bemerkt: Dies ist das erste Mal, dass Scholz von seiner Richtlinienkompetenz öffentlich Gebrauch gemacht hat, und schon ist er gescheitert. Die Abgeordneten spielen nach Jahren der Abstinenz in einer äußerst prekären Lage Parlamentarismus. Wenn es nicht so riskant für das Überleben der Deutschen wäre, man könnte Brüllen vor Lachen.

20. Oktober 2022
Die Nachrichtenlage aus der Ukrraine ist chaotisch. Bei Mainstream lese ich, dass die Russen vor der Niederlage bei Cherson stehen, ihre Truppen westlich des Dnjepr seien nach einer Brücken-Sprengung abgeschnitten. Das wäre der Südwest-Pfosten des Frontbogens. Der Rückzug hinter den Fluss wäre zumindest propagandistisch bedeutsam. – In der Ost-Variante der Kriegsberichte lese ich, dass ein erfolgreicher russischer Raketenangriff auf die Hauptbodenstation des Satelliten-Internets von Master Elon in Paljewka-Paliivka-Паліївка, knapp 30 km nordwestlich von Odessa, stattgefunden habe. Regierungs- und Militär-Kommunikation der Ukraine seien damit praktisch tot. Falls die russische Behauptung der Zerstörung der Zentralsteuerung von Nato-Informationen über Paljewka in Richtung Ukraine und zurück zutrifft, müsste das alsbald sichtbare Folgen zeitigen. 

Ukraine (2): SpaceX, der Satelliten-Internet-Dienst von Elon Musk, wird für ihn plötzlich rentierlich, denn das Pentagon hat angekündigt, die Kosten zu übernehmen, einschließlich Mietzahlungen. Damit zeigt sich ein weiteres Element dieses Krieges: Er verschiebt sich ins Weltall. Der Begriff der Lufthoheit muss neu überdacht werden. Während früher zum Ausdruck gebracht wurde, dass eine zahlenmäßig überlegene Luftwaffe mit ihren Flugzeugen das Geschehen am Boden entscheidend beeinflussen konnte, wird man heute sagen können, dass einer nur dann die Lufthoheit hat, wenn er den Gegner zwingen kann, seine Luftflotte am Boden zu halten.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch IX

10. September 2022

Die gestrige Niedersachsenwahl bringt nichts Neues. Wie auch? Die Nutznießer des Vorgangs sind die politischen Parteien, die sich selbstzufrieden in der Abwesenheit des Wahlbürgers eingerichtet haben. Selbst wenn keiner mehr zur Wahl ginge, so denken sie, könnte ihnen das nichts schaden. Sie bringen die Verachtung der Bürger mittlerweile ungeschminkt dadurch zum Ausdruck, dass sie auf Sachaussagen verzichten.

Wahlen (2): Beliebter Vorwurf an die Nichtwähler: Ihr hättet ja wählen gehen können. Ja, hätten sie, wollten sie aber nicht, weil es nach ihrer Ansicht nichts zu wählen gab. Dass hierin gleichzeitig eine Abwendung von der Demokratie, so wie sie sich jetzt präsentiert, liegen könnte, wird weniger erörtert. Wir erleben zur Zeit eine Abstimmung kraft Enthaltung, genauer gesagt: durch Wahlverweigerung. Dem entspricht das Ergebnis der sog. Volksparteien SPD und CDU. Sie erhalten zusammen nicht einmal ein Drittel der Wahlbürger-Stimmen.Wahlen (3): Der Wahlsieger sind die Grünen, denen sich die regierende, etwas gebeutelte SPD freudestrahlend an den Hals wirft. Die 15 Prozent der Grünenstimmen beim Wahlergebnis bedeuten in Wirklichkeit, dass zwischen 7 und 8 Prozent der Wahlbürger einer grünen Herrschaft zustimmen. Mit anderen Worten: Wir werden von einer verschwindenden Minderheit kujoniert.

Ukrainekonflikt: Die Nachrichten überschlagen sich wieder einmal. Während der Westfunk von ukrainischen Geländegewinnen weiß, melden die Russen Luftschläge gegen strategische Ziele im Landesinnern der Ukraine.

Ukrainekonflikt (2): Während Präsident Biden dem ukrainischen Selenskyj in einem Telefonat in der vergangenen Woche Nibelungentreue bis zur Rückeroberung der Krim geschworen hat, mehren sich in den USA die Stimmen, die das Engagement wo nicht eben nutzlos, doch auf jeden Fall als zu teuer bezeichnen.Der Stromausfall auf der Insel Bornholm lässt vermuten, dass ein Unbefugter nach der heilgebliebenen Röhre B von Northstream II gesucht hat. Vielleicht passierte das Missgeschick auch bei der Beseitigung von Beweismitteln, welche die Anschläge betreffen. Die Russen jedenfalls sollen nach dem Willen der Nato den Anschlagstellen fern bleiben. Im Netz werden Witze gemacht, dass in Kürze Ausweispapiere an den Anschlagorten gefunden werden. Diese stammen – so wollen es die Spötter – von Wladimir Wladimirowitsch P.

9. Oktober 2022

Mit der gestrigen Sprengung der Brücke nach der Halbinsel Kertsch zeigt sich womöglich eine systematische Änderung der Kriegführung gegen Russland. Nachdem offenbar geworden ist, dass die ukrainische Armee gegen den russischen Koloss auf dem Schlachtfeld nichts anrichten kann, um dem Kriegsziel der Rückgängigmachung der Annexion der Krim auch nur vage nahekommen zu können, wird russische Infrastruktur angegriffen und ohne Rücksicht auf die naheliegenden Folgen zerstört. Nach den Anschlägen auf die Pipelines Northstream I & II und die Kertsch-Brücke rechne ich mit durchgreifenden Schlägen gegen Kernkraftwerke innerhalb und außerhalb der formellen Grenzen der Ukraine.

Ukraine (2): Bei einer solchen veränderten Kriegführung kommt es vor allem auf den propagandistischen Effekt an. Ziel dieser Propaganda ist weniger der Wertewesten, dessen Siegestaumel sich in überschaubaren Grenzen hält, als vielmehr die russische Bevölkerung – und innerhalb dieser bevorzugt die dem Westen eventuell zuneigende Intelligenzija –, der suggeriert werden soll, dass dem russischen Herrscher das Wasser bis zum Halse steht. Ob diese Rechnung aufgeht, lässt sich zur Zeit nicht sagen. Zumindest fiel mir auf, dass – ganz im Gegensatz zum Vorhergesagten – nunmehr russische Hardliner ganz unverhohlen Kritik an der angeblichen Laschheit der russischen Führung zu äußern beginnen. Nicht so weit weg: Zwischen Weißenfeld und Naumburg stehen Dutzende, wenn nicht Hunderte Windmühlen an der Autobahn A 9. Seit Jahr und Tag sind es, jedes mal wenn ich da vorbeifahre, ein paar mehr. Nicht nur der Zahl nach wachsen sie, sondern auch in der Höhe und in der Protzigkeit ihrer äußeren Gestalt. Sie stehen nicht nur da, als ich heute dort vorbeifahre, sondern sie stehen auch – wie so oft – still und verbrauchen Strom, anstatt welchen zu liefern. Man fährt minutenlang durch eine ideologische Groteske.
Zwischen Weißenfels und Naumburg (2): Ein Leserkommentar setzt noch eins drauf. Funktionsfähige Türme seien weggesprengt worden, um sie durch größere zu ersetzen. Zudem werde ich darauf hingewiesen, dass nicht nur die stillstehenden Windräder Strom brauchen, sondern auch die stillgelegten Kernkraftwerke zur Aufrechterhaltung der Kühlsysteme. Da tickt die wahre Zeitbombe bei längerem Stromausfall.

7. Oktober 2022

Seit gestern wissen wir, wie die etwas schwammigen Äußerungen von Saudi-Arabien und sein Einschwenken auf die BRICS-Staaten beim G-20 im Sommer sowie seine Anwesenheit in Samarkand zu verstehen sind: Die OPEC drosselt ab sofort die Ölförderung. Das geschieht so deutlich, dass US-Präsident Biden – so lässt das Weiße Haus verlauten – zum zweiten Mal in diesem Jahr die nationale Ölreserve anzapfen lässt. Das erste Mal im Sommer geschah das, um durch Ölverkäufe den inländischen Preisanstieg für Benzin zu dämpfen, diesmal wohl eher, um einem akuten Mangel abzuhelfen.

Ölhahn zu (2): Man erinnert sich, dass dies der US-amerikanische Schlachtruf im Frühjahr war, um die Russen in die Knie zu zwingen. Wenn die Forderung nun mit halbjähriger Verzögerung wortwörtlich aufgenommen wird, schadet das Ergebnis einem mit Sicherheit nicht: Das ist Russland. – Drum bedenke, was du verlangst, es könnte dich selber treffen.

Ölhahn zu (3): Wenn das Weiße Haus jetzt von einem feindlichen Akt spricht, wird das den Arabern zu denken geben. Mir geht das einstige deutsche Größenwahn-Sprichwort durch den Kopf: Viel Feind viel Ehr. Russland, China, jetzt auch Arabien und seit gestern ebenfalls der Iran, dem die Verhängung von Sanktionen angekündigt wurde.

Zu See: Die widersprüchlichsten Nachrichten über den Grad der Zerstörung bzw. die Reparierbarkeit von Northstream II bestimmen in D die Meldungen. Sie sind wie üblich an der Frage ausgerichtet: Wer war das ? Und: In welcher Zwickmühle steckt Deutschland hier eigentlich?Zur See (2): Die Russen melden, ein U-Boot der Bjelgorod-Klasse in den Pazifik entsandt zu haben. Seine mitgeteilte Bewaffnung ist in der Tat furchteinflößend: Mehrere Reaktor-getriebene Langstrecken-Torpedos mit Kern-Sprengköpfen. Das sind – in konventionelle Vorstellungen übertragen – fahrende Kriegsschauplätze, weltweit. Nebenbei: Wer jetzt immer noch von nuklearer Erstschlag-Kapazität phantasiert, sollte beschleunigt eingesperrt werden. 

6. Oktober 2022

Für jeden Topf findet sich ein Deckel. Dieses deutsche Sprichwort diente seit Alters her dem Trost für Mauerblümchen, dass das Warten auf den Traummann dereinst nicht vergeblich gewesen sein werde. Das mag so sein, oder auch nicht, doch zur Zeit erleben wir eine Renaissance im Bereich der Volkswirtschaft, die eher eine Zweckentfremdung ist, denn es geht um die überkochenden Preise. Dabei ist es bereits physikalisch fragwürdig, wenn man glaubt, das Überkochen durch einen Deckel stoppen zu können. Das reicht bestenfalls für einen Moment, dann fliegt der Deckel runter, oder der Topf platzt. Nach dieser Vorrede:

Deckel (2): Die Eurokraten haben soeben das achte Russland-Sanktionspaket geschnürt. Die sieben Vorgänger haben offenbar den bösen Putin nicht hindern können, die bislang zur Ukraine gehörigen Oblaste Cherson, Saporoshje, Donjezk und Lubansk heim-ins-Reich zu holen. Jetzt soll er mit dem Öl-Preis-Deckel zur Rückgabe gezwungen werden. Wie soll das gehen?

Deckel (3): Brüssel legt den Höchstpreis fest, zu dem Ölkäufe noch zulässig sein sollen. Und wenn sich die Verkäufer dem nicht beugen? Dann kaufen wir halt kein Öl mehr, bis sie sich eines besseren besinnen. Wird das funktionieren? Die Antwort steht fest, und sie heißt Nein. Und schließlich: Was hat der Ölboykott mit den einkassierten Gebieten zu tun? Nichts, denn die Deckeler haben die Rahmenbedingungen nicht im Griff. Diese lauten: Die Russen sind auf die EU-Staaten als Abnehmer nicht angewiesen, diese jedoch auf das Russen-Öl.

Deckel (4): Die Idee ist älter als der gestrige EU-Beschluss. Sie mündete in die Entscheidung der französischen Elf Aquitaine ein, den Russen ab dem kommenden Jahreswechsel kein Öl, das durch die Pipeline Drushba nach Schwedt an der Oder gepumpt wird, mehr abzunehmen. Einer unüberprüfbaren Internetmeldung entnehme ich, dass die hiervon abhängige Leuna begonnen hat, ihren Betrieb runterzufahren. Ich lasse das mal im Raum stehen, denn es ist einen eigenen Aufsatz wert.

Deckel (5): Vor einigen Tagen hat die russische Regierung den diplomatischen Vertreter der EU in Moskau nach Hause geschickt. Den brauche man dort nicht. Wer Ohren hat zu hören, wird das feine Ritze-ratze am Brüsseler Gebäude wahrnehmen.Deckel (6): Schon die Nazis (die echten) hatten eine Idee, wie man die Russen deckelt. Für Freunde der Propaganda: Das Bild stammt aus der NS-Zeitung Der Stürmer und ist vom Mai 1938.


Der Ton wird rau: „Глава МИД ФРГ Анналена Бербок заявила:‚Мы находимся в состоянии войны.‘С кем? Давно? Шольц в курсе?Я понимаю, что в юности Анналена Бербок занималась прыжками на батуте и достигла в этом виде неплохих результатов. Но пора уже приземлиться“ (Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock sagte: ‚Wir befinden uns in einem Kriegszustand‘. Mit wem? Wie lange? Weiß Scholz davon?Ich verstehe, dass Annalena Baerbock in ihrer Jugend Trampolinsprünge trainiert und in diesem Sport gute Ergebnisse erzielt hat. Aber es ist Zeit zu landen), so gestern die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa. – Auch hier ist die Säge unüberhörbar.

5. Oktober 2022

Mit jeder Pressekonferenz deutscher Wirtschaftslenker erhält das nichtsahnende Publikum weitere Ohrfeigen. Beispiel RWE (diesmal nicht Rot-weiß Erfurt): Der Stromriese aus Essen wäre ein deutscher Grundversorger, dachte auch ich. Jetzt wird offenbar, dass er ein Staatsknete-Abzocker in Sachen Kohleausstieg im Milliardenbereich ist und, so könnte man singen: „Was macht er mit dem Geld, was macht er mit dem Geld? Er kauft sich ein ganz rasch.“ Kurzum, RWE kaufte eine Solarfirma in den USA. Was hat der deutsche Stromkunde davon? Nichts. Empfehle stattdessen einen Blick auf die Stromrechnung.

Abzocker (2): Wenn nun einer meint, das sei so ein sprichwörtlicher Einzelfall gewesen, dann irrt er, denn der RWE-Chef hat im Duett mit dem Herrn Robert soeben angekündigt, dass man sich den sog. Ausstieg aus der Braunkohle ebenso aus dem Staatssäckel vergolden lässt, indem man ihn auf 2030 vorzieht. Diese Leute kreisen frei im Raum. Sie müssen da weg, weil sie dem deutschen Volk ohne jede Hemmung schaden.

Abzocker (3): Warum wird man auf dieses grandiose Fehlverhalten jetzt vorsichtig aufmerksam gemacht? Dazu muss man ein bisserl um die Ecke denken: Größter – das bedeutet in der Wirklichkeit: im einstelligen Prozentbereich – Aktionär der RWE ist die amerikanische Finanzfirma Blackrock. In deren Aufsichtsrat war bis vor wenigen Monaten der jetzige CDU-Vorsitzer Merz. Was tat er, um der Verschiebung der Proleten-Euros in die USA Vorschub zu leisten? – Tja, was?Abzocker (4): Wenn ich Blackrock lese, erscheint vor meinem inneren Auge deren Lenker Larry Fink mit dem Schwulen-Schal um den Hals, so wie er kürzlich in Davos der Welt die Welt erklärte. Das Bild erzeugt in mir eine Gedankenabschweifung: Dieser Schal ist das Umhängeschild für Fortschritt und In-sein. Was war da eigentlich früher? Das Palästinensertuch? Aber da liegen hals-nackte Jahrzehnte dazwischen. Man sage jetzt nicht: der rote Schal. Den zierte für ein Augenzwinkern der deutschen Geschichte bestenfalls Momper und Genossen.
Ein alter Panzerfahrer gibt Auskunft. Gespräch mit 6 Grünen-Verächtlichmachern (m/w) bei Tisch, also wird viel gelacht, denn die Zeiten sind danach. Sie (sehr schlank) – auf mein Foto mit dem auf dem Autobahnparkplatz stehenden Leo 2 zeigend: Das richtige Auto für Fräulein Lang. – Ich: Ne, die passta nich rein. – Ächt? – Ich: Weder lang noch quer. – Sie: Kannst du auch mal ernst sein? – Ich: Ja, das Bier ist alle.

Zwei Dinge gleichzeitig machen, die einander widersprechen, so als hätte man zwei Köpfe, nennt man schizophren. Das ist der Ausdruck für eine spezielle Geisteskrankheit. Geht mir durch den Kopf, wenn ich unsere Polit-Lenker über den Wirtschaftskrieg gegen Russland reden höre. Sie liefern Waffen an dessen Feind und behaupten zugleich, sie selbst seien friedlich, weswegen man ihnen nichts anhaben könne.

3. Oktober 2022

Dieses Tages zu gedenken, bedarf ich des Anstoßes nicht. Er schloss vor 32 Jahren die konfusesten 9 Monate meiner gesamten Beamtenzeit ab, die ich in der Arbeitseinheit des Bundesinnenministeriums zubrachte, welche berufen war, die staatsrechtlichen Grundlagen der deutschen Einheit zu erfinden und an allen Bedenkenträgern vorbeizumogeln. Am 3. Oktober war die Sache dann Geschichte, wie man so sagt.

Geschichte (2): Ich würde niemals behaupten, die Einheit hergestellt zu haben, aber ich weiß genau, wer beteiligt war und wer – oft entgegen anderer späterer Behauptung – nicht.

Geschichte (3): Meine damalige Tätigkeit belehrte mich über die Macht des Apparats – wenn er denn will.

Wörtlich: „Der Angriff auf Nothstream ist eine enorme Chance, ein für allemal die Energie-Abhängigkeit von Russland loszuwerden.“ Sagt vorgestern US-Außenminister Blinken. Er meint uns Deutsche, denn sein Land bezieht weiterhin Rohstoffe zum Eigengebrauch aus dem Reich des Bösen. – Danke für Ihren klarstellenden Hinweis.


Blinken (2) und zugleich Nachtrag zur Notiz vom 29. September 2022: Das unbekannte Flugobjekt kommt in den ersten Stunden des 26. September von den Färöern, überquert Dänemark und die Ostsee, wendet in Nordpolen, wo es in der Luft aufgetankt wird, und kehrt in das Anschlagsgebiet zurück, wo es die eigenen Ortungseinrichtungen abstellt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Fernaufklärer der US Air Force. Nun wie passt der in den angeblichen Anschlag durch den bösen Putin? Jetzt müsst ihr die nächste Lüge erfinden, um das Geschehen zu erklären. Doch halt, ist vielleicht aber gar nicht mehr nötig, so bald sich die Attentäter öffentlich ihres Vorgehens rühmen werden. Blinken hat eine vortreffliche Vorlage gegeben.

Bei Ansehen & Anhören der Putin-Rede zur Unterzeichnung der Beitrittsakte der vier Bezirke von Lubansk, Donjezk, Saporoshje und Cherson fällt mir der ungewöhnliche Ernst des Herrschers und des Publikums auf. Erst ganz zum Schluss, nach der Nationalhymne, stehen die fünf Männer händehaltend vor dem Publikum beisammen, das in Russland, Russland…- Rufe ausbricht. Putin lächelt für ein oder zwei Sekunden. Alles, was davor lag, war eine Kriegserklärung an den Westen, speziell an die USA.Vor Tagen habe ich mir Gedanken gemacht, welches Gebiet Russland beanspruchen wird, das besetzte oder das der Verwaltungsgrenzen, was größer ist. Es ist das Letztere, wie ein Ultimatum des Verteidigungsministeriums heute ausweist. Es verlangt den Abzug der ukrainischen Truppen binnen 14 Tagen, sonst werde man der gesamten Ukraine die Energie entziehen. Jetzt ist die Zeit der Spezialoperation zu Ende. Jetzt sind die Amerikaner am Zug – aber womit? Es ist wie der Blick in die Glaskugel an meinem Küchenfenster.

2. Oktober 2022

Ein reiches Land: Monatelang habe ich Daten zu lesen gekriegt, wie die Bundesregierung die Gasspeicher füllen lässt – dank einer Sonderermächtigung zu irrwitzig teuren Einkäufen. Heute erfahre ich, dass das Speichergas keineswegs, so wie behauptet, dazu dient, der Bevölkerung über Krisenlagen hinwegzuhelfen, sondern dass sich dort jedermann bedienen kann, der den Höchstpreis zahlt. Mehr muss man dazu nicht sagen, wiewohl ich gestehe, dass ich einen Moment lang fassungslos war.

Ein reiches Land (2): Gestern war Abverkauf von unverkäuflich Gebliebenem in einer ehemaligen Dependance von Aldi in Schilda-Nord. Mich treibt die Neugierde dorthin. Traurige Umgebung, Leute mit Bierdosen und so. Vor dem Laden ein halbes Dutzend S-Klasse-Vehikel der Kategorie halb Limousine halb SUV. Innen die zugehörigen Orientalen in Zweier- und Dreiergruppen, aber ohne Kopftücher. Zwischendrin etliche Einzelpersonen, die so arm sind, dass es einen graust. Woher ich das weiß? Man sieht  es.

1. Oktober 2022

Morgens um sieben malt die aufgehende Oktober-Sonne ein wunderbares Farbschauspiel an den Himmel. Nach nur wenigen Minuten ist es vorüber. In solchen Momenten bedauere ich, keine gescheite Kamera mehr zu besitzen. Die letzte ihrer Art – eine Exacta – versank im Atlantik. Lange her.

In Finnland wird ein gigantisches Kernkraftwerk 250 km westlich von Helsinki,, Olkiluoto-3, nach über 10 Jahren Bauzeit in Dauer-Betrieb genommen. Es ist angeblich das größte seiner Art und wird so den Finnen über den nunmehr russland-feindlichen Winter helfen. Wenn ich mich recht erinnere, wurde es von russischen Firmen errichtet. Wissen das eigentlich die neuen Verbündeten? Ich denke mal: ja, denn Bloomberg berichtet soeben darüber. Und was sagt der böse Putin? Habe nix gehört.

Die Woche geht erwartungsgemäß mit der Unterzeichnung der Beitrittsurkunde der vier Oblaste von Cherson, Saporoshje, Donezk und Lubansk zur Russischen Föderation zu Ende. In Moskau wird es in überschaubarer Kürze die Ratifikation durch die Gesetzgebungs-Körperschaften geben. Der Völkerrechts-Chor des Wertewestens singt seine gewohnten Weisen. Interessant hingegen wird sein, wann und wie welche Staaten außerhalb Russlands den neuen Zustand anerkennen werden. Hieran wird sich zugleich ermessen lassen, ob der russische Schachzug eine kluge Finesse genannt werden kann, die unipolare Welt zu sprengen.
Unterdessen: Deutschland genehmigt gestern Waffenexporte nach Saudi-Arabien (Ausrüstung für Kampfflugzeuge). Scholz war da in dieser Woche auf Goodwilltour. Da wird man ihm wohl gesagt haben, dass er sich mit der Genehmigung beeilen möge. Nebenbei: Das ist der arabische Staat, der seit Wochen Schritt um Schritt auf die Linie der BRICS-Staaten, an deren amerika-feindlichem Handeln nicht mehr gezweifelt werden sollte, offen eingeschwenkt ist. Doch solange die Atlantiker selbst Waffen in beträchtlichem Umfang auf die arabische Halbinsel liefern, wird man dem deutschen Vasallen seine Geschäfte durchgehen lassen. Jedenfalls bis Lockheed, Boeing & Co Einspruch erheben.

30. September 2022

„Wenn Russland in die Ukraine einmarschiert, wird Northstream II in der einen oder anderen Weise nicht weitergehen.“ So die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland am 27. Januar 2022 in Washington DC. Am 9.3.2022 wurde sie bei einer Befragung im Kongress noch deutlicher: „Ich denke, dass Northstream II jetzt tot ist.“

Nuland (2): Als ich mir vor über einem Jahr nach einem intensiven Blick auf Biden und Blinken die Frage stellte, wer seit dem Machtwechsel eigentlich die Leitlinien der US-Außenpolitik bestimmt, war ich ratlos. Jetzt habe ich einen Vorschlag: diese hier.

Kannste dir nich ausdenken: „Wenn wir das jetzt akzeptieren, dass man mit vorgehaltener Hand am Kopf der Menschen, so isses ja bei den Referenden, sie werden erschossen, sie werden vergewaltigt und sollen sie innerhalb von drei Tagen Kreuze machen, weil neben ein Soldat steht mit Kalaschnikow in der Hand“ [Zeichensetzung zum besseren Verständnis des Textes von mir]. So Annalena Bb. in einem Interview bei dem Fernseh-Clown Lanz. [Dank an den mir unbekannten Zusender an mich den notorischen gebühren-zahlenden Nichtfernseher].

Annalena (2): Ich denke, sie ist eine heiße Anwärterin auf den Karls-Preis. Nein, nicht den von Aachen.

Lanz (2): Einer solchen Quelle verdanke ich, dass der selbe reichlich besoldete Volkspädagoge an Sahra Wagenknecht maßzunehmen versuchte. Ging aber nicht, sooft er und seine Streithelfer auch versuchten, sie zu unterbrechen. Ihre Botschaft konnte nicht missverstanden werden: Sofortige Beendigung des Wirtschaftskriegs gegen Russland, inclusive der kontraproduktiven Waffen-Lieferungen in die Ukraine, um den deutschen Mittelstand zu retten, welcher der Motor und Garant des hiesigen Wohlstands sei. Deswegen seien unverzüglich Friedensgespräche mit Putin zu beginnen und Northstream II zu öffnen. Zum Zeitpunkt des Interviews existierten beide Northstream-Pipelines noch. Kurz drauf nicht mehr. Nun wäre es vermessen zu behaupten, die Aussagen einer ziemlich machtlosen PDS-Politikerin würden unsern Kolonialherrn beeindrucken. Aber dass sie als pars pro toto wahrgenommen wurden, darf man unterstellen.

Wagenknecht (2): Witzig ist, dass es dem ZDF offenbar nicht gelungen ist, aus dem Auftritt der Nominal-Sozialistin ein möglichst verunglimpfendes Standbild zu destillieren. Die Frau verfügt über eine nahezu perfekte Körper- und Gesichtsbeherrschung. Und ist, Oh-gott-oh-gott, gut gekleidet.
Nota bene: Schönheit kann man nicht lernen. Am wenigsten können Frauen das, aber ihnen bleibt der Trost, dass so manches eben doch Geschmackssache ist. Interessant dagegen, dass man Intelligenz und mancherlei Charakterzüge aus dem Gesicht ablesen kann. Gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Das mag eine Erklärung dafür liefern, warum unser polit-medialer Komplex am Masken-Fetisch festhält.

29. September 2022

Pünktlich zu den Ereignissen in der Ostsee weist mich das britische Nationalarchiv in Kew darauf hin, dass in Kürze die Ausstellung Treason: People, Power & Plot (Verrat: Volk, Macht & Verschwörung) eröffnet werde. Der englische Humor war mir immer schon sympathisch.

Die Nachtarbeit in Sachen Bornholm hat sich gelohnt. Meine Vermutung, dass es sich um einen US-Anschlag handelt, erfährt aus allen Richtungen Bestätigung, denn (1) Es war keine Gurkentruppe à la Kindergarten Neubauer & Co, denn das Sprengstoffverbrechen von Bornholm bedurfte sachkundiger Erkundung, Logistik und Manpower. (2) Die Sprengung einer von Beton ummantelten Stahlrohrs ist ein professionelles Kunststück. Sie bedarf großer Mengen von hochexplosivem Sprengstoff, vermutlich im Tonnenbereich, da es ziemlich sicher keine Verdämmungs-Möglichkeit gab, sodass die Sprengladungen aufgelegt werden mussten. Die Menge des benötigten Sprengstoffs verweist die Fabeln von Schlauchboot-Abenteuer in Reich der Greenpeace-Märchen und erklärt zudem die enorme Druckwelle, die in der Ostsee erzeugt wurde. (3) Die Täter legten wert darauf, dass die Sprengstellen nicht im Hoheitsbereich eines der Anrainerstaaten lagen. Die Umsetzung erforderte exakte Aufklärung und Navigation. (4) Die Durchführung der Sache unter Wasser bedurfte eines professionellen Taucherteams mit allem Zubehör fürs Tieftauchen und den Munitionstransport. Nochmals: Die Annahme eines Schlauchboot-Teams ist Blödsinn. (5) Ein US-Flottenverband fuhr wenige Tage vor den Sprengungen vom Fehrmann-Belt kommend südlich an Bornholm vorbei Richtung Osten. Er berührte, um es höflich zu sagen, die späteren Sprengstellen. (6) Zu Zeit der Sprengungen flog ein großes, nicht identifiziertes Flugobjekt (mit Sicherheit kein Ufo) von Polen kommend über die Insel Bornholm, wo es aus der konventionellen Flugsicherung entschwand. Da dies nicht das Bermuda-Dreieck ist, wird es seine Ortungssysteme abgeschaltet und irgendwo hingeflogen sein. Bekannt ist zudem, dass es zuvor aus Richtung der Färöer-Inseln über den Atlantik gekommen war, in Polen in der Luft durch ein Flugzeug der US Air Force aufgetankt wurde, bevor es dann seinen Rätselflug ins Zielgebiet unternahm. Ich denke mal, es sollte nicht den dänischen Schollenfischern Demokratie und Menschenrechte bringen, sondern die Ergebnisse der Sprengungen in Echtzeit nach Washington liefern.Kleine Münze: In Berlin wurden bei der letzten Wahl 385.000 Stimmen illegal abgegeben oder gezählt. Was passiert? Das Verfassungsgericht berät, und der Kongress tanzt (bereits seit einem Jahr).

28. September 2022

Verbrechen mit Ansage: Die Zerstörung der beiden Ostsee-Pipelines Northstream I und II bei Bornholm durch mehrere gleichzeitig erfolgte massive Sprengstoffanschläge hat ungezählte Kommentare nach dem Wer? und Warum? ausgelöst. Dabei ist nach meinem Dafürhalten ebenso dringlich die Frage nach dem Was-nun? Das Letztgenannte ist aus der hohlen Hand kaum beantworten.

Verbrechen mit Ansage (2): Die Betrachtung der Chronologie lässt keinen Zweifel aufkommen, wer hier tätig wurde, denn diese sieht so aus: (a) Februar 2022 Präsident Biden erklärt in einer Pressekonferenz in Gegenwart des Bundeskanzlers, dass die USA die Eröffnung von Northstream II nicht dulden würden und – auf Nachfragen – dass sie die Mittel hätten, ihre Auffassung durchzusetzen. (b) Biden wiederholt im Juli 2022 öffentlich seine Bemerkungen vom Februar.

Verbrechen mit Ansage (3): Es gehört zu den Gepflogenheiten von Berufsverbrechern vor der Gewaltanwendung dem Gegner – wie es in diesen Kreisen heißt – die Waffen zu zeigen. Ich erinnere mich deutlich an den veränderten Gesichtsausdruck von Scholz vor und unmittelbar nach seiner USA-Reise im Februar. Er wirkte sichtlich erschüttert, als er hernach – für mich überraschend – das endgültige Aus von Northstream II verkündete. Man hatte ihm in Washington etwas gesagt, nur was?, das war unklar. Zudem unterlag ich, wie wohl manch ein anderer auch, der Fehlvorstellung, die Zerstörungsankündigung durch Biden für das verwirrte Gerede eines Senilen zu halten. – Senil mag zutreffen, sonst hätte er nicht öffentlich bekannt gemacht, was offenbar auf seinem Sprechzettel für den Empfang des Bundeskanzlers stand. Er sprach also die Wahrheit, wenngleich nicht geplant.

Verbrechen mit Ansage (4): Wie man angesichts der für Deutschland fatalen Ereignisse glauben kann, die Russen hätten ihre eigenen Pipelines mit militärischer Gewaltanwendung zerstört, ist mit Mittel der Logik nicht nachzuvollziehen. Dass man dergleichen glauben machen will, hingegen schon, denn die einflussreichsten Mainstreammedien befinden sich in Deutschland fest in US-amerikanischer Hand.

Verbrechen mit Ansage (5): Wenn polnische Offizielle jetzt den USA für die Zerstörung danken, so zeigt das, dass aus Polen meiner Einschätzung in dreierlei Weise beigepflichtet wird: (a) Die Amerikaner waren die Täter. (b) Die Polen hatten die Tat jahrelang öffentlich gefordert und sind nun stolz darauf, dass die Sache erledigt wurde. (c) Sie sind ein fragwürdiger Verbündeter, weil sie Befriedigung zeigen, wenn uns jemand schadet. – Fazit: Das Gespenst der Einkreisung grinst erneut über die Oder-Grenze.Marsch auf Rom: Entgegen dem EU-Untergangs-Geschrei bei Mainstream bezüglich der italienischen Rechtskoalition, die sich tatsächlich bildet, sehe ich eher die internen Bruchlinien. Sie beziehen sich auf die Einstellung zu Russland. Der Streit wird ausgetragen werden müssen, wenn auch in Italien das Aus des europäischen Stromverbundes auf dem Kabinettstisch liegt.

27. September 2022

Ukraine-Konflikt: Heute soll die Volksbefragung in den vier südöstlichen Bezirken von Cherson, Saporoshje, Donezk und Lubansk abgeschlossen werden. Die Karte zeigt den militärischen Frontverlauf vom 25.9.2022 unter Ergänzung der Grenzen der Abstimmungs-Bezirke durch den Schweizerischen Generalstabs-Obristen Jacques Daud. Wie diese Volksbefragung ausgehen wird, kann kaum zweifelhaft sein.Ukraine (2): Die russischen Gesetzgebungsgremien werden der Gebietsänderung der russischen Föderation in aller Kürze zustimmen. Der Wertewesten wird von völkerrechtswidriger Annexion sprechen. Beides halte ich für sicher. Interessant wird die genaue Grenzziehung sein, denn die russisch kontrollierten Gebiete stimmen mit den Verwaltungsgrenzen nicht überein. Das gilt vor allem im Bezirk Saporoshje und das westliche Donezk. Sollte sich der russische Beschluss auf die Verwaltungsgrenzen beziehen, werden wir in aller Kürze eine russische Offensive erleben.

26. September 2022

Tatort Kaufland. Was nun? Meldung ans BKA oder ein Fall für das SEK? Und vor allem: wohin mit der Tüte, damit ich mich nicht verdächtig mache? Nebenbei: Dass der Hersteller dieses gegen den Wertewesten gerichteten Produkts ein Sachse ist, braucht man wohl kaum zu betonen.

In Italien siegen die Mussolini-Erben gemäßigter Provenience. Die dpa-Meldung betont, dass nach der Verhältniswahl die Post-Sozialisten die stärkste Kraft sein würden. Sehr richtig, aber coniunctivus irrealis, denn leider, leider gilt in Italien ein anderes Wahlrecht mit der Betonung direkter Wahlelemente. – Die Trump-Wahl 2016 nebst Mainstream-Falsch-Berichterstattung lassen grüßen.

Italien (2): Wenn er in Rom die Ponte Duce über den Tiber betritt, gehen dem deutschen Schlenderer die Augen über und frivole Gedanken durch den Kopf. Man denke sich mal – igitt – die Weidendammer Brücke über die Spree als Brücke des Führers. – Gottlob ist die Wirklichkeit in D eine andere: In Schilda wurde der A.-H.-Platz vor dem bis dahin Gauforum genannten Gebäudekomplex in Weimarplatz umbenannt, bis sich vor Kurzem die antifaschistischen Stadträte für Jorge-Semprun-Platz entschieden. Das war ein spanischer Kommunist, der in Buchenwald einsaß, später – und nachdem er seinem Glauben abgeschworen hatte – schrieb er lesenswerte Bücher.

Im Bundesland Tirol wurde die schwarz-grüne Regierungskoalition abgewählt. Es wird also – grotesk genug – mit geringen Nuancen alles beim alten bleiben, denn die erheblich ramponierte ÖVP wird weiter am Ruder bleiben, aber auf keinen Fall mit der auftrumpfenden FPÖ koalieren. Auch hier sieht man, dass das Verhältniswahlrecht die Volksfront-Parteien unabwählbar an die Regierungs-Macht schmiedet.Rot-grüne Wirtschaftspolitik in einfacher Sprache (für diejenigen, die die Sache mit dem Gas und dem Öl nicht verstehen wollen): Wenn der einzige Bäcker in der Nähe ein Kreuz (Achtung, Verdacht auf Volksverhetzung) im Laden hängen hat, werden die Käufer aufgefordert, diesen Laden zu boykottieren, bis er pleite ist, und auf Sojaprodukte umzusteigen. Leute, die dennoch nach Brötchen verlangen, werden wegen Verfassungsfeindlichkeit (Querdenker) verfolgt. – Als liberales Feigenblatt für FDP-Wähler, die immer noch auf Krabbenbrötchen von Sylt bestehen, wird ein aeronautischer Lieferservice über den Lebensmittelkonzern Unilever eingerichtet, der zur Realisierung seiner Brötchen-Luftbrücke staatliche Beihilfen aus den sog. Garnelen-Fonds erhält.

25. September 2022

Zum Sonntagsspaziergang gern mit fremden Federn am Hut: (1) Bei Egon W. Kreutzer entdeckt, der 20 KWh Pufferspeicher im Selbstbau (Leer und Füllstand 78 %):
 
Fremde Federn (2): Bei Wolfgang Prabel entdeckt: Man stutzt und staunt über den selbstdenkenden jungen Mann aus Eisenach, der unmissverständlich klares Deutsch spricht. Tim Schnitke, Abitur, ordentliche Ausbildung, jetzt im Beruf, eigene, leicht nachvollziehbare Gedanken zur Politik. Dass er zudem der CDU angehört, lässt es wahrscheinlich erscheinen, dass man ihn als Nestwärme-Störer alsbald über den Rand drängen wird. Seine Löschung auf Youtube wäre zudem das mindeste. – Schön wie so häufig: Mainstream versucht, ihn unfair zu attackieren, was ihm die Interessenten in Scharen zutreibt. Da kann man nur sagen: weiter so.

Fremde Federn (3): das neuste Senioren-Akrützel von Bernd Zeller im elektronischen Briefkasten vorgefunden. Über seine ätzenden Volten wie stets gegrinst. Gebe das PDF bei Bedarf an Interessenten gern weiter.

24. September 2022

Ukraine-Konflikt: Es hat in den zwei Wochen ab dem 9. September an drei Stellen des Frontbogens militärische Auseinandersetzungen am Boden gegeben. Es handelte sich um ukrainische Angriffe, im Folgenden von Nord nach Süd aufgezählt. (a) Im Raum südöstlich von Charkow gelang den Ukrainern ein Vorstoß, der zu einem Geländegewinn von bis zu 35 km Tiefe führte. Er verringerte die russische Möglichkeit, die Stadt durch Einschließung zu Fall zu bringen. (b) Bei Saporoschje griffen ukrainische Streitkräfte Richtung Süden an. Es ist die Vermutung zulässig, dass sie versuchten, die russischen Streitkräfte durch einen Vorstoß bis zum Meer zu zweiteilen. Dieser Versuch ist offensichtlich gescheitert. Die Beschießung des Kernkraftwerks von Saporoschje hält an. Da sich das Kraftwerk in russischer Hand befindet, kann die Behauptung westlicher Medien nicht stimmen, die russische Seite trüge hierfür die Verantwortung. (c) Der groß angekündigte Angriff auf das russisch besetzte Cherson, den südöstlichen Eckpfeiler der Front, ist ohne jeden Erfolg geblieben.

Ukraine (2): Die Rückgewinnung des Geländestreifens im Bezirk Charkow (siehe oben a) hat zu einem bemerkenswerten Propagandaerfolg geführt. In den westlichen Medien wird erneut vom bevorstehenden Sieg der Ukraine gesprochen.

Ukraine (3): Die Russen haben mit zwei politischen Maßnahmen auf die Ereignisse reagiert: (a) Es wurde eine Teilmobilmachung der Armee angeordnet, die 300.000 Soldaten betreffen soll, bevorzugt ehemalige Zeit- und Berufssoldaten und gediente Reservisten. Wann diese und in welchen Formationen auf dem Schlachtfeld erscheinen, ist noch nicht zu erkennen. (b) Es wurden Volksabstimmungen in Angriff genommen. Sie betreffen die russisch besetzten Verwaltungsbezirke von Cherson und Saporoschje (beide am südlichen Frontbogen), wo die Bevölkerung zu einer Sezession von der Ukraine befragt werden wird, und die beiden für selbständig erklärten Dauerzank-Bezirke von Donezk und Lugansk (beide in der Mitte des Frontbogens), wo die Bevölkerung über die Möglichkeit des Anschlusses an die Russische Föderation befragt wird.

Ukraine (4): Der Geländegewinn bei Charkow als ukrainischer moralischer Sieg und die russische militär-politische Reaktion lassen es derzeit nicht zu, den eigentlichen Sieger des ukrainischen Offensiv-Versuches festzustellen. Die drei ukrainischen Angriffs-Handlungen haben vielmehr gezeigt, dass deren Streitkräfte offenbar keine operativen Reserven besitzen, um an drei Stellen des Frontbogens gleichzeitig erfolgreich zu operieren, ja nicht einmal Teilerfolge operativ ausnutzen zu können. – Nach meiner Einschätzung handelt es sich hier um ein massives Personalproblem, ganz sicher der Zahl nach, aber womöglich auch bei der Kampfmoral. Es zeigt sich, dass dieses Problem zwar durch westliche Waffenlieferung gemildert werden kann, aber offensichtlich nicht zu beseitigen ist. Mit anderen Worten: Es fehlen die Kämpfer.

Ukraine und die Welt: Die Konferenz von Samarkand hat alle gewichtigen Länder zusammengeführt, die sich dem Kurs der US-Administration, Russland mit einem Wirtschaftskrieg in die Knie zu zwingen, nicht anschließen. Die Tendenz der Spaltung der wirtschaftlich potenten Staaten der Erde hatte sich schon vor wenigen Wochen beim letzten G 20-Gipfel gezeigt. Jetzt, in Samarkand, waren die anti-amerikanischen Staaten unter sich. Das Treffen der russischen und chinesischen Staatsführung bei dieser Gelegenheit dürfte mehr als nur plakative Bedeutung haben, zumal die USA tagtäglich an der Sanktionsschraube gegen China drehen.

Stamokap: In den 1970er Jahren vertrat ein starker Flügel der Jusos – der SPD-Jugendorganisation – eine Wirtschaftspolitik, die zwischen Kapitalismus und Sozialismus rangieren sollte, den Staats-Monopolkapitalismus. Man belegte diese Richtung mit dem schneidig klingenden Kürzel Stamokap. Inhalt der Lehre: Enteignung der Großunternehmen, um die Ausbeutung der Arbeiter zu beenden, und die Weiterführung der Unternehmen in Staatshand unter kapitalistisch-optimalen Bedingungen. Das wurde nicht nur deshalb nichts, weil es Unsinn ist, sondern weil das Grundgesetzes die entschädigungslose Enteignung verbietet.

Stamokap (2): Die einst verworfene Idee feiert derzeit fröhliche Wiederauferstehung. Die deutsche Regierung steckt mitten in der Übernahme etlicher Großunternehmen in Staatsregie. Zur Zeit sind es die Energieunternehmen, welche die Last der Gas- und Ölpreise-Explosion nicht mehr an die Verbraucher weiterzugeben vermögen – weitere Branchen werden folgen. Dass der Staat das Wirtschaften besser kann, ist eine Milchmädchen-Rechnung, die auf Gelddrucken beruht. Das Ende dessen ist abzusehen, denn seit Kurzem beträgt die Inflation rund 10 Prozent – Tendenz steigend.Stamokap (3) Es entbehrt nicht der Komik, dass der deutsche Anti-Atom-Staat mit der Übernahme des finnischen Konzerns Uniper zum Miteigentümer russischer Kernkraftwerke wird. Wer hätte das gedacht? Doch manchmal ergibt sich das Wesentliche erst aus dem Kleingedruckten. Und schließlich: Welche ungelernte Kraft an der Spitze des Wirtschaftsministeriums kann eine Bilanz lesen und wozu?

22. September 2022

Sexverbot für fleischfressende Männer, schreit mich die Bildzeitung in der Bäckerei an, in der es, von mir in der vergangenen Woche entdeckt, noch richtiges, im Ofen gebackenes Brot gibt (siehe Beweisfoto auf meinem Küchentisch nach dem gestrigen Kauf und dem Anschnitt). – Ich, beim Bezahlen auf die Zeitung zeigend zur Bäckersfrau (Schienenbäcker in Bad B.): Ja, was machen wir denn da? – Sie: Kommen Sie öfters? – Ich: Ja. – Ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

Brot (2): Den Duft kann das Foto nicht wiedergeben. Das zugehörige Gefühl ist dem Nicht-Deutschen fremd. Es heißt Heimat. Klingt kitschig, stimmt aber.

Lesefrüchte: (1) Sie hörte ihnen mit ebensoviel Vergnügen zu, wie dem Rattern der Kutsche (Jane Austen: Stolz und Vorurteil). Wird fortgesetzt.

Lesefrüchte (2): Leserin R.S. schickt mir das hier mit Quellenangabe (Anzeige aus: Schriften der Farmwirtschaftsgesellschaft für Südwestafrika. Fünfter Band. Sitzungsbericht der Gesamtausschusssitzung der F.W. G. am 18. Mai 1920 in Omaruru); die Firma gibt es heute noch:

Marie-Agnes, die FDP-Frau mit der Sturmhauben-Frisur als Stimmungskanone zu bezeichnen, erscheint in sofern nicht abwegig, als sie bei Mainstream unablässig deutschen Waffenlieferungen ins Kriegsgebiet das Wort redet. Dass man sie zudem hinter vorgehaltener Hand als Waffenlobbyistin bezeichnet, erinnert an das alte deutsche Sprichwort: Wer bezahlt, bestellt die Musik.Die Lage im Kriegsgebiet spitzt sich so zu, dass man sie unmöglich in ein, zwei schnoddrigen Sätzen abhandeln kann. Ich werde heute nach Einsammeln weiterer Informationen darüber nachdenken müssen.

21. September 2022

Serengeti oder Nordkap? – Keins von beiden.

Das Einrücken von Links soll nicht die Regel werden, aber hier ist es notwendig. Egon W. Kreuzer hat gestern auf seiner Web-Seite die Sache mit den Gasspeichern glasklar beschrieben und auch keinen Zweifel daran gelassen, wie es zur Gaspreis-Explosion gekommen ist. Verantwortlich ist die Bundesregierung und die sie stützenden Parteien von SPRFDPGrünenCDUCSU und sonst niemand auf der Welt. Hier ist es nachzulesen: https://egon-w-kreutzer.de/die-bedeutung-der-gasspeicher-fuellstaende.

Kreutzer (2): Bei einem anderen Blogger las ich das hier: „Ein Blogger und (Wirtschafts-) Buchautor namens Egon W. Kreutzer führt seit dem 21. September 2019 online Buch über Insolvenzen,…“. – „ein Blogger“? Man hätte auch schreiben können „der mir bislang unbekannte Blogger Egon Kreutzer…“, doch soviel Fairness ist offenbar zuviel verlangt, wenn einer auftaucht, der etwas Bestimmtes deutlich besser kann.

Kreutzer (3): Die Lektüre des Protokolls von Pleiten und Arbeitsplatzvernichtung ist ein Horror-Trip. Nur einmal konnte ich mich eines Grinsens nicht erwehren. Bosch-Stiftung? Das sind die Leute, die stets am Starte sind, wenn es Abwegiges zu fördern gilt, was der Gemeinschaft eher Schaden zufügt, als dass es ihr nutzt.

28.12.2021Übertrag1590800
Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart, Geldspeicher, 40 von 200 Mitarbeitern werden entlassen.401590840

Kreutzer (4): Wie auch immer, es geht um https://egon-w-kreutzer.de/jobwunder-deutschland-2. Mein Vorschlag: Jeder Bundestags-Kandidat muss zunächst diese Liste fünfmal abschreiben und sich sodann einem Test unterziehen, in welchem er nachweist, dass er verstanden hat.

Kreutzer (5): Für den Autor gilt. Ein unnachsichtig strenger Beurteiler und ein liebenswürdiger Tischgenosse, wie ich vor 14 Tagen erleben durfte.

Kreutzer (6): Grade schreibt er mir, dass er den Gasspeicheraufsatz noch einmal korrigieren musste. Die Lage ist noch weit schlechter, als zunächst errechnet.

Klopse herzustellen, bezeichnete meine Großmutter, als eine Kunst. Je länger ich die Versuche von Leuten dulden musste, denen dieser Satz fremd ist, desto einleuchtender erscheinen mir die damals belachten großmütterlichen Sentenzen. Während sie selbst im Offizierskasino der Danziger Leibhusaren ihre Kochkunst erlernte, was uns ab und an wunderbare Königsberger Klopse bescherte (klein und aus Kalbshack, bei Tisch kurz gesiedet in einer Tunke aus Weißwein und Kapern), lernte ich später anderes kennen und fürchten, zum Beispiel das, was der Rheinländer Frikadellen nennt (halb altbackenes Brötchen, halb Halbundhalb mit Zwiebeln). Doch die sind nicht der Höhepunkt, denn heute gehe ich angeekelt in der Kaufhalle an Sojabratlingen für den veganen Gasgrill vorbei. Ein Zwischenlösung an Furchtbarem bot sich vor Jahren schon in Skandinavien, wo man auf nicht definierbares Fischzermalenes zurückgriff, was es heute immer noch gibt, wie man sieht.

20. September 2022Die Berufs-Kriminellen der sog. Klima-Bewegung drangen gestern in den Tagebau von Jänschwalde ein. Hallo, verehrte Kollegen, das sind schwere Straftaten, blättern Sie ruhig mal im StGB, Abschnitt über gemeingefährliche Straftaten, da werden Sie fündig. Einschlägig ist auch die Vorschrift über das Bilden krimineller Vereinigungen (§ 129). Das Wegsehen der Sicherheitsbehörden bedeutet eine Strafvereitelung im Amt. Zudem: die geldliche Unterstützung dieser Kriminellen durch Bundesbehörden ist als Mittäterschaft bzw. Beihilfe strafbar.

Gänseliesels Traum: Das ist das Leben der Annalena Bb., in zwei Wörter gefasst.

Und fürs Poesiealbum (hier zum Ausschneiden, aus den keineswegs rechten Nachdenkseiten – ganz im Gegenteil):

Die Revolution frisst ihre Kinder: Mit Interesse betrachte ich, wie durch Mainstream Abweichler bestraft werden. Derzeit Ulrike Guérot, das einstige Hätschelkind, das es jüngst wagte, das heilige Corona zu schmähen, indem sie forderte, die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Sie muss jetzt irgend ein Selbstlobgremium des NDR verlassen. Einschneidenderes wird folgen. – Nachspiel: Lade die doch mal zum Leseabend ein… Ich: Die ist noch nicht so weit.

19. September 2022

Klassenkampf: Während in den besseren Lagen von Schilda die Verteilerkästen in blau-gelb angepinselt sind, überwiegt in den schlichteren Ecken das rot-weiß, kombiniert mit der Buchstabenfolge RWE. Hinweis für Auswärtige: das ist das Kürzel des Fußballvereins Rot-weiß Erfurt.

Auf den Inseln: Während die BBC alle Hände voll zu tun hat, das Königshaus – dead or alive – ins rechte Licht und danach ins britische Wohnzimmer zu rücken, macht die neue Regierung, deren Mitglieder aus Protokollgründen (siehe vorhergehender Satz) noch längst nicht ordnungsgemäß ernannt sind, Nägel mit Köpfen. Als erstes hat sie die Klimakatastrophe abgesagt, Fracking-Genehmigungen erteilt und die Ölförderung ausgeweitet.

Klima (2): Im Sonnenscheinstaat California, für Jahrzehnte der Wirtschaftsmotor der USA, geschieht das Gegenteil. Angeblich ziehen seit ein, zwei Jahren die Besserverdienenden nach Arizona und Texas. Meine Prognose: dort werden sie, weil sie so schrecklich fortschrittlich sind, die stabilen Republikaner-Hochburgen zum kippen bringen. Danach: siehe oben.Texas (2): Der dortige Gouverneur hat sich etwas Besonderes einfallen lassen. Er verfrachtet die in seinem Land aufgegriffenen illegalen Einwanderer mit Bussen nach Washington DC. Sein Kumpel de Santis aus Florida setzt noch einen drauf und schickt die bei ihm unerbetenen Gäste mit Flugzeugen in Staaten, die sich gegen die Grenzmauer ausgesprochen haben.
Blauer Montag in Schilda an der Recknitz: 14 Hinweise der fürsorglichen Obrigkeit, ein falsches Auto (Diesel), 2 falsche Fahrräder (ohne E-Antrieb), frühmorgens bei 12 Grad (der Wärmetod ist nicht mehr aufzuhalten). Zum Glück gab’s heißen Kaffee zu den mitgebrachten Stullen.

18. September 2022

Zweifrontenkrieg: Deutschland hat reichlich Erfahrung in dieser Art verfehlter Politikgestaltung. Zwei gründlich verlorene Weltkriege mit anschließendem wirtschaftlichem Desaster waren die Quittung dafür, dass seine Politiker nicht in der Lage waren, das Land aus der Kriegführung insgesamt rauszuhalten. Ob kluge Leute das geschafft hätten, ist umstritten.

Zweifrontenkrieg (2): Nunmehr sind wir Zeuge des dritten Versuchs. Nachdem unsere Regierung das Land nahezu irreversibel in den Krieg gegen Russland verstrickt hat, verkündet der Wirtschaftsminister den Beginn des Wirtschaftskriegs gegen China, das bis heute Mittag weltweit unser größter Handelspartner gewesen ist. Nach Angaben der entsprechenden Lobbyorganisationen sind 1,1 Mio. Arbeitsplätze hierzulande unmittelbar betroffen. – Wieder geschieht das Unbegreifliche: Die verantwortlichen Wirtschafslenker rufen nach dem Staat, anstatt den Murx zu beenden. Die nötige Power dazu hätten sie.

Ukraine-Konflikt: Der Rückzug der Russen bei Charkow vor 10 Tagen erregt nach wie vor die Gemüter. Die einen sprechen vom Vormarsch auf Moskau, die anderen von Sabotage im russischen Lager. Beide einander feindliche Auffassungen lassen den Blick fürs Reale vermissen.

Ukraine (2): Schwer zu verstehen ist allerdings, warum die Russen nicht die weiche Flanke der Blau-gelben attackieren. Diese ist das elektrifizierte Eisenbahnnetz im Lande. Dort den Strom gewaltsam abzustellen, rechnet mir Leser H. detailliert vor, bringt die ukrainische Streitmacht um die Versorgungs-Nabelschnur und damit das Aus für jegliche militärische Operation. Es sei, so erfahre ich, praktisch ausgeschlossen, die E-Loks, die dann stillstünden, durch Diesel-Lokomotiven zu ersetzen, denn es gäbe derzeit keine solchen Breitspur-Lokomotiven im Lande und auch nicht westlich der Ukraine. – Immerhin, so geht es mir durch den Kopf, versuchten sich die Deutschen bei ihrem Ost-Vormarsch im Sommer 1941 in der Kunst des Umnagelns, wie man damals sagte, also das Lösen und Verschieben der existierenden Schienen auf die Normalspur.

Ukraine (3): Von Westen aus betrachtet, gibt es genau zwei Nadelöhre, durch die alle Nachschub-Bahnen hindurchmüssen. Sie liegen dicht hinter der polnisch-ukrainischen Grenze in Kowel (Ковель) und Lemberg (Lviv, Lwow, Львив).

Ölhahn zu: Die Bundesregierung dreht weiter an der Energieschraube. Jetzt ist ihr die Treuhandverwaltung (sprich Enteignung) des russischen Ölkonzerns Rosneft eingefallen. Dieser ist Miteigentümer der bedeutenden Raffinerien in Deutschland. Man darf nun stündlich erwarten, dass Russland die Ölzufuhr über die Pipeline Drushba nach Schwedt an der Oder beendet.

Ölhahn zu (2): Deutsche Windstrom-Barone wollen die Raffinerie-Anteile von Schwedt erwerben, um, wie sie verkünden, den Menschen der Region eine Perspektive zu eröffnen (vermutlich durch den Aufbau von Hamsterrädern zu Stromerzeugung). Gleichzeitig spricht der Klimaminister von der günstigen CO2-Bilanz. Zynischer geht es kaum.Ölhahn zu – Nebenkriegsschauplatz: Polen will die Anlage von Schwedt übernehmen, aber nur, wenn Deutschland dem russischen Öl abschwört. Man könne, das benötigte Öl aus Danzig und Rostock anliefern. Wusste gar nicht, dass dort bedeutende Ölfunde angefallen sind. Es fällt schwer, nicht an die polnische Politik der Jahre 1938/39 erinnert zu werden.

17. September 2022

Aus dem Wust des Wirtschafts-Branchen-Nachrichtenmülls lassen sich Strukturen erkennen: Heizen geht vor Hungern, denn die Bundesregierung setzt auf Notversorgung der Bürger mit Gas, damit sie im Winter nicht erfrieren. Dass hierbei die Düngermittel-Herstellung zum Stillstand kommt, wird schulterzuckend hingenommen. Schließlich gibt es immer noch Mehl beim Aldi. Dass Bäcker sich den Strom zum Backen nicht mehr leisten können – na, wenn schon. Es gibt immer noch Brot beim Aldi. Dass dieses Brot aus Großbäckereien stammt – na, wenn schon. Wenn die ihre Stromrechnung nicht mehr stemmen können – einfach Produktion anhalten und Kurzarbeitergeld beantragen.

Wirtschaft (2): Deren Spitzenfunktionäre rufen landauf landab nach Staatshilfen. Kann man sich etwas Widersinnigeres vorstellen? Mit wertlos werdendem Geld lässt sich kein Hochofen heizen, der Brennwert reicht nicht mal zum Feuermachen. Nicht das Geld ist das Problem, wie die Wirtschaftsweisen glauben machen wollen, sondern die Riege der politischen Akteure, die das angerichtet haben. – Geld ist nur insofern das Problem, als den Großverdienern seit vielen Jahren die Lust zum Nachdenken abhanden gekommen ist.Wirtschaft (3): Nur die Highlights: Aluminiumproduktion – am Ende; Autoproduktion – kein Glas, keine Elektronik, kein Aluminium; Stahlproduktion aus – Energieproblemen, Hochöfen runtergefahren; Düngerproduktion – aus Gasmangel beendet.… Aber Panzer will unsere Polit-Riege dem Kumpel Wolodymyr aus unsern Waffenschmieden liefern. Diese sehr speziellen Autos bestehen aus Stahl – schon mal gehört?

Der Herr Scholz gab jetzt das hier zu Protokoll, sprich: zu Twitter: „Friedlich seine Meinung zu äußern, das ist eines der wichtigsten Rechte unserer Demokratie. Wenn Kundgebungen von Extremisten, Querdenkern und Verfassungsfeinden gekapert werden, nehmen wir das nicht hin. Denn unsere Demokratie ist wehrhaft. Bundeskanzler Olaf Scholz (@Bundeskanzler) September 14, 2022“.

Querdenker (2): Antwortete ihm einer: „Werter Herr Bundeskanzler: Was Sie nicht wissen, da Sie ja auf noch keiner Demo waren: Der überwiegende Teil (98 Prozent) sind arbeitende Bürger von nebenan. Extremisten und Verfassungsfeinde wurde bisher nur unter den Störern dieser Demos gesichtet. Danke für ihre Aufmerksamkeit!“.Querdenker (3): Gibt einer dem Herrn Scholz juristischen Feuerschutz. Grundrechte dürften nicht genutzt werden, um den Staat zu delegitimieren. Das sagte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Suche einen Moment nach dem Namen. Geb es dann auf, denn den Namen muss man sich nicht merken. Wirklich nicht.
Der ungarische Herr Orbán, so lese ich, stehe nach jüngstem Beschluss des EU-Parlaments keiner Demokratie vor, und das müsse pekuniäre Folgen für sein Land haben. Das, was ich da lese, wundert mich angesichts der engen wirtschaftlichen Verbundenheit der Meinungsführer in diesem Nominal- Parlament mit einem gewissen George Soros nicht, der in seinem Ungarn-Hass schwerlich zu überbieten ist. Was mich hingegen wundert, dass noch niemand auf die Idee verfallen ist, im Abstimmungsverhalten der Eurotarier einen verdeckten Streich der russischen Auslandsdienste SWR oder GRU zu vermuten, denn mir ist keine Maßnahme geläufig, die besser geeignet wäre, die Ungarn noch näher an Russland zu binden. Aber vielleicht ist es auch so, dass die Russen nicht gern Rubel ausgeben, wo Dollars den selben Zweck erfüllen.

16. September 2022

Kaufen in Echtzeit: Einen fremden Supermarkt zu betreten macht Freude – allerdings nur, wenn man in Urlaubsstimmung ist.

Kaufen (2): Bring mal eine Vanille-Schote mit, ist eine Herausforderung eigener Art, wenn man weder die Verpackungsform der Gewünschten, geschweige denn ihren Standort im Waren-Dschungel erahnt.Kaufen (3): Das morgendliche Parlament der maskierten Rentner hat eine Wagenburg um die Vitrine mit den Verfallsdaten-Sonderangeboten gebildet, den ich mutig durchstoße, um unter den empörten Blicken der Parlamentarier ein beliebiges Stück herauszugreifen. Diesmal ist es – als ich jenseits des Gedrängels meine Beute selbstgefällig betrachte – eingeschweißter Südtiroler Speck zum halben Preis. Eine gute Wahl – schon weil ich danach niemals gesucht hätte, jedenfalls in Schilda nicht. – Nachspiel: Was willst du denn mit dem Speck? – Ich: Essen.

Stesstest: Das ist ein neues Modewort. Früher sagte man: Risikoanalyse. Das jetzige Wort klingt irgendwie schneidiger, sportlicher, mit einem Wort: man signalisiert dem Publikum: Leute, wir haben die Sache im Griff.Stresstest (2): Ganz unangemessen ist die Verwendung im Zusammenhang mit dem zu erwartenden Blackout. Die Kommunalverwaltungen auf der Kreisebene, zuständig für den Katastrophenschutz auf der unteren staatlichen Ebene, verwenden es, um zu mutmaßen, wieviele Tote es in ihrem Verantwortungsbereich geben wird. Auf jeden Fall viele. Das sieht allzu offensichtlich nach einer vorweggenommenen Freizeichnung aus, nach dem Motto: Leute, wir haben es euch schon lange gesagt. – Eine verantwortungsbewusste Verwaltung würde anders handeln, sie würde die Ursachen der Misere so bekämpfen, dass dieselbe nicht eintreten kann. Im Klardeutsch: Als erste Maßnahme würde sie die Verursacher des Desasters gnadenlos abräumen. Die faktische Macht dazu hätte sie.

15. September 2022

Wirklich nichts neues: Robert & Co versprechen gestern beschleunigt mehr Propeller wg. Energieknappheit und so. Das hat nicht mal Grundschulniveau. Man kann sich nicht mehr drüber lustig machen, geht einfach nicht. – Die Stimmen mehren sich: Die müssen da weg. Die Zeit drängt.

In Schweden wird die Herrschaft der Sozialdemokraten beendet. Ich kann es noch gar nicht glauben. Die Schweden vermutlich auch nicht.

Schweden (2): Mein letzter Eindruck dort: Kinderspiele waren verboten, die einen Sieger erzeugen (Mensch ärgre dich nicht und so).

Todesfälle durch Prostatakrebs sind (nicht nur) in Deutschland sprunghaft angestiegen. Sie haben sich vervielfacht. Darüber darf nicht gesprochen werden, weil sich sonst Frauen diskriminiert fühlen könnten.

Neuseeland, die Insel der Corona-Extremisten, hebt die Maßnahmen auf. Keine Ahnung, woran das liegt. Jedenfalls wird die Ministerpräsidentin, die mal als das nette Mädchen von nebenan gestartet war, immer unansehnlicher.

8 Mäuse sollen an dem neuen Stöffchen gegen Omi Cron nicht verstorben sein. Mehr wurden auch nicht getestet. Sonst auch keiner. Klare Sache: 8 Mäuse – 8 Milliarden Menschen.

Die normale Sterblichkeitsrate in D wurde soeben überschritten. Jetzt kommen viereinhalb Monate Übersterblichkeit.

Die Experten von Robert Koch & Co weisen darauf hin, dass die FDP2-Maske bei Bartträgern unwirksam sei. Da hilft nur eines: Bart ab (könnte bei der einen oder anderen Bartträgerin auch aus ästhetischen Grünen von Vorteil sein).Autounfälle mit Selenskyj und Putin. Aber nicht am selben Ort.

14. September 2022

Schreiben einige zu meinen Ukraine-Kommentaren, ich hätte keine Ahnung – okay Leute, wie sieht denn die Wirklichkeit aus, und woher wissen Sie das? Andere meinen gar, ich wolle etwas vertuschen. Das wiederum finde ich blöd, denn worüber reden wir hier eigentlich, ohne selbst dabei gewesen zu sein? Es geht um den Besitzwechsel des wochenlang von den Russen besetzten Verwaltungsbezirk von Charkow. Militärstrategisch bedeutet der Besitzerwechsel nichts – bestenfalls eine schlechtere russische Position, falls geplant war, Charkow einzukreisen und dadurch nach bewährtem Muster zur Aufgabe zu zwingen.

Angriff und Rückzug (2): Neben dem rein Militärischen gibt es ein psychologische Seite der Angriffsaktion: Dieser Punkt geht eindeutig an die Ukraine. Wie lange das dortige Hochgefühl anhalten wird, vermag niemand vorherzusagen. Unklar ist auch, wie sich der Rückzug auf die Moral der russischen Truppen auswirkt. Nimmt man Maß an historischen Beispielen, so bedeutet ein Rückzug für die Russen nicht viel.

Fortschrittswahn: Im US-Staat California ist man dabei, den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor zu verbieten. 17 weitere US-Staaten wollen dem folgen. Und wann die Deutschen, die bekanntlich gerne Gutes aus Amerika nachmachen?

Shitstorm: Eine ungelernte Kraft namens Kevin Kühnert ist ein Parteisoldat. Man sagt: ein wichtiger. Deswegen unterhält er einen Twitter-Account. Man sagt: das sei unabdingbar, um dazuzugehören. Jetzt hat er, behauptet Mainstream, den seinen abgeschaltet, weil die Mit-Twitterer ihn unablässig beleidigen (Neudeutsch: sie erzeugen einen Shitstorm). Der Grund: er sei nicht für die Lieferung von Leopard- und Marder-Panzern in die Ukraine gewesen.Shitstorm (2): Ich weiß nicht, was der Twitter-Fleißige zu den Twitter-Kaufabsichten von Elon Musk getwittert hat. Da hatten Shitstormers behauptet, die Zeit des Faschismus bräche an. Wie gesagt, ich weiß nicht, ob er sich da beteiligte. Jetzt ist er weg von der Plattform. Wird ihn jemand vermissen? Elon Musk jedenfalls nicht.

13. September 2022

Mainstream meldet phantastischen Sieg der Ukrainer über die Russen südöstlich Charkow. Es ist kaum zu sagen, ob das stimmt. Die Russen sprechen von bis zu 50 km tiefem Geländeverlust durch Rückzug. Das Kartenstudium ermöglicht keine abschließende Beurteilung.

Sieg bei Charkow (2): Die Russen melden die Teilnahme von ca. 3000 Mann britischer und US-Amerikanischer Kampftruppen an der Seite der Ukrainer. Vielleicht werden spätere Geschichtsinterpreten einmal sagen, sie hätten durch ihr Auftauchen östlich des Dnjepr den Rubicon überschritten.

Sieg bei Charkow (3): Irgendjemand hat in der Stadt den Strom ausgeschaltet. Das legt die Vermutung nahe, dass die Russen die Kampftaktik forcieren. Arme Einwohner. Bisher hatten die Russen das offensichtlich vermieden.Sieg bei Charkow (4): „…der Gegenangriff [wurde]… gestern durch einen bedeutsamen Erfolg gekrönt. Nach tagelangen harten Kämpfen haben Verbände der Waffen-SS, …, die Stadt Charkow im umfassenden Angriff zurückerobert. Die Verluste des Gegners … sind nicht zu übersehen.“ (Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 15.3.1943). Aber ach: 2 Jahre drauf hatten die Russen die Oder überschritten.

12. September 2022

Fluch der bösen Tat: Nachdem ich gestern Abend nach langem Schweigen meine dritte Ukraine-Epistel auf den elektronischen Weg gebracht habe, gibt es Lob und Tadel aus ungeahnten Ecken. Ich hätte, so lese ich, die Entwicklung im Raum Charkow nicht richtig berücksichtigt, wo die russische Armee am Vortag Gelände in einer Tiefe von ca. 50 km aufgegeben habe. – Stimmt. Das ist der Nachteil, wenn man versucht, 9 Monate Kriegsgeschehen in den Griff zu bekommen. Beim Blick auf Google Maps gerate ich ins Träumen und entdecke zu meiner Verblüffung, dass Russland und Nord-Korea südlich von Wladiwostok eine gemeinsame Landgrenze haben. Wer hätte das gedacht? Ich nicht.

Während ich noch über actualia nachsinne, schreibt mir Ulrich Schödlbauer aus Berlin das hier:

Der Plan, lang gehegt,
der jetzt zur Ausführung kommt,
besteht, kurz gesagt, darin,
den bescheidenen Wohlstand der Vielen
auf ein bekömmliches Maß zurückzustutzen
und damit den wirklichen Wohlstand zu mehren,
der, wie bekannt, nur Wenigen zusteht
und deshalb klimaneutral
sowie 
sustainable genannt werden darf.

*Wer sich daher
heute bereits zu den Wohlhabenden zählt,
betrachte das Ganze als Test
und seinen Ausgang als Antwort
auf die alles entscheidende Frage,
ob er sich bisher getäuscht hat.
Täuscher zu sein
und doch nur ein Getäuschter,
erinnert an das Märchen vom Esel,
der sich für einen verzauberten Prinzen hielt
und war ein Esel

vor sich und den anderen.

*

Der Plan, lang gehegt,
betrachtet die Erde von fern:
ein Wüstenplanet,
auf dem man per Zufall Wasser entdeckt hat.
Das große Rennen beginnt.
Wen schicken wir in die Wüste?
Die Nachfrage, hört man, soll gewaltig sein.
Die Menschen verhalten sich still.
Einige, hört man, ziehen die Straße vor.
Die Regierung betrachtet das als feindlichen Akt.
Sie muss es wissen.
Ich rücke das hier ein, weil ich das auch gerne mal gesagt hätte. Habe ich aber nicht. Sei’s drum.

11. September 2022Bislang hielt ich den menschengemachten Klimawandel für den dreistesten Schwindel moderner Politik. Jetzt weiß ich, dass er zutrifft, wenn auch anders als gedacht, denn es ist die massenhafte Aufstellung der Windmühlen, die in Mitteleuropa für die Austrocknung der Böden, das Ausbleiben der gewohnten Niederschläge und die nachhaltige Erzeugung von Flauten sorgt. Hiervor war frühzeitig gewarnt worden, nunmehr sind die Ergebnisse nachmessbar.

10. September 2022

Schreibt mir einer: Noch zweimal duschen, dann ist Weihnachten.Gerate mittags in einen Zirkel von Expertinnen. Bekomme auf diese Weise Bilder von der Insel zu sehen. Der neue König unterzeichnet eine badetuchgroße Urkunde, auch sein Sohn. Der eine mit einem Gesicht, dass aus einem Hohenzollern-Katalog entnommen sei könnte, der Junior ohne jede Familienähnlichkeit. Soll vorkommen. Die Palastwache mit Bärenfellmützen und Sturmgewehr. Letzteres ist offensichtlich für militärischen Exerzier-Zirkus nicht geeignet. Wo bleibt den da die vielbeschworene Tradition? – Immerhin wunderbar und unnachahmlich: Der näselnde Ton der Upper Class.

9. September 2022Heute Morgen nur einmal kurz gelacht: FDP2-Maske (ich liebe das Volk, das solche Witze macht).

Mittags finde ich: das erste Habecksche Insolvenzgesetz.Und dann war da noch der heutige Zeller:

8. September 2022

Schilda ohne Worte, jedenfalls ohne meine:

Auf gut Deutsch: Unsre Sprache hält wunderbare Nuancen im Vorrat, um das Aussprechen der Unwahrheit zum Ausdruck zu bringen: Beschummeln, Belügen, Verarschen. Das geht mir durch den Kopf, als ich bei Egon W. Kreutzer lese, wie er die Verlautbarung der Bundesregierung kommentiert, die das angebliche In-Reserve-Halten von zwei Kernkraftwerken betrifft. „Nun gibt es eine Information, die den offensichtlich mit der Energiewirtschaft überhaupt nicht abgestimmten Plan, zwei AKWs in die Reserve zu schicken, als totale Luftnummer entlarvt. Der Chef von Preussen Elektra und Betreiber des AKW Isar 2, Guido Knott, hat dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Patrick Graichen, schriftlich mitgeteilt, dass der Vorschlag des Ministeriums, zwei der drei laufenden Anlagen zum Jahreswechsel in die Kaltreserve zu schicken, um sie bei Bedarf hochzufahren, technisch nicht machbar sei und daher ungeeignet, um den Versorgungsbeitrag der Anlagen abzusichern.“ Das technisch-physikalisch Unmögliche war mir vorgestern auch schon durch den Kopf gegangen, was jetzt durch berufenen Mund bestätigt wird.Auf gut Deutsch (2): Regierungsverlautbarungen der Erbärmlichkeit zu zeihen, ist, wie ich seit gestern weiß, rechtsaffin. Das ist zutreffend, denn Regierungsverlautbarungen sind keine Beschreibung der Wirklichkeit, sondern demokratisch-liturgische Handlungen, die der Kritik entzogen sind. Daran glaube ich aufrichtig.
Auf gut Deutsch (3): Es gibt als Sprachbild zwei Varianten, die das Grauhaarig-werden umschreiben: Es ist einer in Ehren ergraut und ein anderer im Pulverdampf. Für Robert H. lässt sich weder das eine noch das andere behaupten. Man könnte, wenn man ihm wohl will, an eine Desillusionierungs-Ergrauung denken. Das würde, immer noch zu seinen Gunsten gesprochen, bedeuten, dass er seine Inkompetenz erkannt hat.

Da kommt keine Freude auf: Der größte Ad-Blue-Hersteller in Deutschland ist dem Rat des Wirtschaftsministers gefolgt und hat die Produktion eingestellt, anstatt wg. des für ihn unbezahlbaren Gaspreises in die Pleite zu segeln. Die grünen Idioten jubeln, allerdings hinter vorgehaltener Hand: Ziel fast erreicht, Deutschland ohne Dieselmotoren. Dass bei uns die LKW, die den Wirtschaftskreislauf in Fahrt halten, mit Diesel betrieben werden und dank der Umwelthysterie zwangsweise mit Ad-Blue, hat sich bis dorthin nicht rumgesprochen, oder es ist diesen Steuer-Schmarotzern egal.Diesel (2): Innerhalb einer Stunde an denselben Tankstellen vorbeigekommen: Preissprung um 5 Cent pro Liter.

7. September 2022

Wenn die Energiepreise nicht mehr bezahlbar sind, sollen die Unternehmen, um der Pleite zu entgehen, einfach mal die Arbeit einstellen. Sagt der Wirtschaftsminister. Mehr sollte man dazu nicht sagen. (Es sei denn Sie sind Bernd Zeller):

Einfach mal (2): Wenn das Wasser aus dem Aquarium ausläuft, sollten die Fische diesen Ort einfach verlassen, anstatt am Beckenboden jämmerlich zu krepieren.

Einfach mal (3): Internetfund zum Habecken (= Äußerung unsinniger Vorschläge):

Das Bundeskriminalamt warnt vor Demonstranten. Sie seien mit Masse rechtsaffin. Was für ein herrliches Schwurbelwort aus dem Quatschkatalog selbsternannter Extremismus-Experten, die für diesen Mist Steuergelder erhalten. – Nebenbei: Was befugt eigentlich das BKA, sich mit Fragen der polizeilichen Demonstrationsbegleitung zu befassen? Die Antwort lautet: Nach dem BKA-Gesetz niemand und nichts.Die CDU verlangt, lese ich, dass die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal beendet werde. Soso, tut sie das, indem sie ein entsprechendes Gesetz im Bundestag eingebracht hat? Nein, keineswegs, ihre Funktionäre quatschen lediglich darüber, um mal in die Presse zu kommen.

6. September 2022

Diskrepanz: Vor vielen Jahren, als ich ein mühsam zusammengespartes Auto fuhr, das keiner gebrauchen kann, aber jeder Junge haben will, bemerkte ich, dass diejenigen Frauen, die das Auto zu Phantasien anregte, bei mir nichts derartiges bewirkten.

Unzeitgemäßes (2): Nach nicht zu langer Zeit bemerkte ich stattdessen, dass die einschlägigen Fahrer einander durch Heben der linken Hand begrüßten, hierbei zeigte die Zahl der abgespreizten Finger an, der wievielte Motor hinter ihnen röhrte. Als die Zahl der Finger meiner Linken nicht mehr reichte, verkaufte ich den Wagen – mit Gewinn (wenn man die Motor-Reparaturen mal rausrechnet). Es ist mir rätselhaft, warum mir dies frühmorgens durch den Kopf geht.

Maltes Tod unterm Regenbogen: Die Auseinandersetzung in Münster, die vor wenigen Tagen alle billig-und-gerecht-Denkenden im Antinazismus vereinte (einschließlich Nanzy F., der Innenministerin), mutiert, unbeschadet des grausamen Ausgangs der Sache, zur Groteske, denn Augenzeugen behaupten, dass der Schläger, der selbst ein islamisch-schwuler Teilnehmer an dem Begängnis war, verhindern wollte, von Malte, dem späteren Opfer, fotografiert zu werden, denn nach solch einem Foto im Internet müsste er, so war er nicht ohne Grund der Meinung, um sein Leben fürchten.

Ein bisschen schwanger: Normalerweise nicht, doch grün macht’s möglich, denn zwei von drei verbliebenen Kernkraftwerken werden zum Jahresende nicht abgeschaltet. Sie werden, wie offiziell verlautet, in Reserve gehalten. Kernkraftwerke in Reserve? Das suggeriert: Mal an und mal aus, je nach Windlage. Doch das ist murks, geht technisch nicht. Macht aber nichts, weil sich die Physik der demokratischen Willensbildung beugen muss. Hierzu würde es passen, die Kraftwerke im Dauerbetrieb laufen zu lassen und nur ab und an ihren Strom abzunehmen. Wir sind bekanntlich ein reiches Land – schon vergessen?

Auf den Inseln hat sich Liz Truss als Führerin der Konservativen durchgesetzt. Jetzt wird sie von der Königin zum Premier ernannt werden. Was sie bewirken wird, weiß kein Mensch – bis auf die Experten. Mir ist sie bislang nur durch ihre Nähe zum Davos-Zirkus und durch bemerkenswerte Interpretationen der europäischen Landkarte während ihrer Tätigkeit als Außenministerin des Vereinigten Königreichs aufgefallen. Sie wird nun nicht umhinkönnen, die wenig erfreuliche Lage im Inland zur Kenntnis zu nehmen.

Es entbehrt nicht der Komik, dass Mainstream die Ansage Putins vom Vortage schlecht ignorieren kann, am Donnerstag Northsteam I dichtzumachen, bis die Sanktionen aufgehoben werden. Er habe jetzt, so lese ich, sein wahres Gesicht gezeigt, nämlich seine teuflische Fratze. Ich denke mal, er hat lediglich wahr gemacht, was er seit Wochen mal mahnend, mal drohend angekündigt hatte. Unklar ist lediglich, ob Putins Worte, die jetzt in Taten umgesetzt werden, letztlich durch das kriegerische Gequatsche der grünen Annalena Bb. in Prag am Ende der letzten Woche ausgelöst wurden, als sie großspurig ankündigte, unbeschadet des deutschen Wählerwillens Waffen in die Ukraine zu liefern, solange die von dort angefordert würden.

Gas (2): Mir geht durch den Kopf, was BASF-Chef Brudermüller vor wenigen Wochen bezüglich des Gas-Stopps sagte: Seine Firma müsste in Deutschland dichtmachen. Wurden diese Worte ernst genommen? Kann ich nicht erkennen.

5. September 2022

Unter einem alten Hut steckt nur zu häufig ein an Jahren junger Kopf.

Die in der letzten Woche groß angekündigten Entscheidungsschlacht der Ukraine hat sich bei Lichte betrachtet als der Versuch eines Kommandounternehmens erwiesen, das Gelände des Kernkraftwerks Saporoschje, das sich seit Kriegsbeginn unter russischer Kontrolle befindet, zurückzugewinnen. Das ist gescheitert. Mainstream hat das noch nicht mitgekriegt und kündigt stattdessen an, die Ukraine werde in Kürze Deutschland mit Atomstrom versorgen. Wer denkt sich bloß diesen Mist aus?

Stattdessen haben 12 von 16 Bundesländern mitgeteilt, dass die Aufnahmekapazität für Zuzügler jeglicher Art überschritten sei. Was wird hieraus folgen? Nichts. Die Wir-haben-Platz-Umvolkler halten sich hartnäckig an der Staatsspitze.

Zur Gedenkfeier für Gorbatschow in Moskau reist kein deutscher Politiker an, nicht einer. So geht das, wenn eine Kaste Schiss hat, Flagge zu zeigen. Besser lässt sich ihre Geschlossenheit kaum demonstrieren.

Der Maßnahmeplan des Bundeskabinetts vom vergangenen Freitag wird mit einer bösen Lüge eingeleitet: Alles liegt an Putins Angriffskrieg, deswegen müssen wir sparen, sparen, sparen. Nach den Maßnahmen kommen die Versprechungen: Einmalzahlungen an Rentner und Studenten. – Indessen: Der riesige rosa Elefant mit den rotierenden Flügeln steht mitten im Raum.

Maßmahmeplan (2): à la Bernd Zeller (keine Raubkopie):

Ceterum censeo: Die Energiekrise ist von der Bundesregierung und der sie stützenden Partei (SPDFDPGrüneCDUCSU) seit einem Jahrzehnt mutwillig herbeigeführt. Konsequenzen zu ziehen, ist unaufschiebbar.
Am Nachmittag: Nein, der Tag hat es wirklich in sich. Putin – diesmal wirklich er selbst – spricht öffentlich aus, was jedem nüchternen Betrachter als selbstverständlich erscheinen muss: Northstream I wird zugedreht und bleibt zu, bis die Sanktionen gegen Russland fallen. Was er nicht explizit erwähnt, sagt sein Lehnsmann Dmitrij Medwedjew: Es ist Deutschland, das wg. seiner Kriegshandlungen jetzt die Knute kriegt.

4. September 2022

Die Kommissare der grünen Kriegspartei beschließen: Mehr Waffen für die Ukraine. Die grünen Wir-haben-Platz-Haber auf Länder- und Kommunalebene beschließen: Wir haben keinen Platz mehr. – Das nenne ich Stringenz.

Wenn die bunten Fahnen wehen: „Ein junger Mann wird totgeschlagen, weil er anderen helfen wollte. Auf einem #CSD [= Schwulen- und Lesbenaufmarsch]. Mitten in Deutschland. Im Jahr 2022. Das macht mich fassungslos und unendlich traurig. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen von #Malte. Solcher Hassgewalt müssen wir mit aller Härte entgegentreten.“ Schreibt am 2. September Nanzy F. auf ihrem Plapper-Account ins Internet (https://t.co/p1xhq94iFs).

Nanzy (2): Zugegeben, frühere Innenminister hatten es da leichter. Sie riefen bei Ereignissen (Polizei-Deutsch: Besondere Vorkommnisse), die ihnen quer im Hals steckten, den Büroleiter an, der rief den beamteten Staatssekretär an, der rief den zuständigen Referatsleiter an, der rief den zuständigen Länderkollegen an, der rief bei der zuständigen Polizei an, und sodann zurück. Im konkreten Fall hätte die Ministerin in überschaubar kurzer Zeit mitgekriegt, dass der Täter ein abgelehnter Asylant war. Auch hätte sie gewiss der Hinweis zögern lassen, dass man noch dabei sei zu ermitteln, wie der Streit auf offener Straße eskaliert war, und wer hier wen und wie zuvor provozierte.Nanzy (3): Wie gesagt, frühere Innenminister hatten es leichter. Sie waren dem Kampf für Recht und Ordnung verpflichtet und nicht dem Kampf gegen rechts. Sie hätten sich zudem um die Frage gekümmert, wie der Totschläger überhaupt noch in Deutschland sein konnte.Ceterum censeo: Die Energiekrise ist von der Bundesregierung und der sie stützenden Partei (SPDFDPGrüneCDUCSU) seit einem Jahrzehnt mutwillig herbeigeführt. Konsequenzen zu ziehen, ist unaufschiebbar.

3. September 2022

Annalena und Mainstream in zwei Varianten: (1) Sie hat mit ihrer Aussage, dass sie der Wählerwille nichts angehe, recht und habe sich lediglich ein bisschen unglücklich ausgedrückt. So beispielsweise die Neue Züricher. (2) Die Russen haben das Video mit ihren Aussagen verfälscht. – Ja, was denn nun? Das eine oder das andere? Doch falls beides richtig ist, hätten ja die Russen recht.Der Herr Karl schon wieder: Wer sich jetzt nicht impfen lasse, verkürze das Leben seiner Enkel um mindestens 3 Jahre. – Wir bewegen uns, sagte mir gestern ein Neurologe bei Tisch, im Bereich des Pathologischen und wies mich auf Beispiele aus seiner Praxis hin.

2. September 2022

Manchmal ist es keine Freude, mit einer Prognose richtig gelegen zu haben, als ich nämlich vor wenigen Tagen mutmaßte, polnische Offizielle würden den Jahres-Tag des Kriegsbeginns erneut für irrwitzige Forderungen an Deutschland nutzen. Ist in der Tat gestern geschehen. Die Höhe des Betrages habe ich mir nicht gemerkt. Ist auch nicht wichtig. – Nur mal so: Gegenrechnen, was rund ein Fünftel des Reichsgebiets wert ist, das man 1945 gratis und franko erhielt einschließlich der rein deutschen Großstädte Danzig, Stettin und Breslau.

Reparationen (2): Soweit ich weiß, wurde auch nie die Vernichtung des Deutschen Ordens in der ersten Schlacht von Tannenberg und das Einkassieren seines märchenhaften Besitzes im Jahre 1410 gesühnt. – Wer nicht so weit zurückblicken will, mag Gefallen am Einsacken des oberschlesischen Kohlereviers 1919-21 finden oder Westpreußens mit der Stadt Posen.

Annalena reist auf Kosten des Steuerzahlers nach Prag. Dort äußert sie – in meinen Worten –, dass ihr die Ansichten desselben schnuppe seien. Besser kann man die vorherrschende Grundauffassung des politisch-medialen Komplexes (sprich: der Eliten) nicht zum Ausdruck bringen. Niemand sage also, er sei über dessen gegenwärtiges Treiben überrascht.

Die Zufriedenheit der Befragten, so das Zwangsfernsehen, mit der Bundesregierung nehme ab. Weder gehöre ich zu den Befragten, noch kenne ich einen solchen, und schon gar nicht ist mir einer bekannt, der sich abnehmend zufrieden hätte äußern können – nein, wirklich nicht.
Stellvertreterkrieg: Andere für sich sterben zu lassen, ist ein beliebte Strategie, spätestens hoffähig bei den anglo-amerikanischen Seemächten seit der Grundsatzschrift Utopia von Thomas Morus. Der jetzige Ukrainekrieg ist aus Sicht der Westlichen Wertegemeinschaft so ein Fall: Man lässt Ukrainer verrecken, um Putin zu züchtigen. – Hierdurch offenbar angeregt, zeigt nun auch China seine Drachenzähne, indem es dem Wunderkind Elon Musk androht, dessen Satellitenflotte im All zu zerstören. Musk als Stellvertreter der USA, so sehen die Chinesen ihn, wird eliminiert.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch VIII

1. September 2022

In Schilda prallten gestern die Welten aufeinander. Aus-dem-Urlaub-Rückkehrer gegen Immer-noch-da-Touristen. Die Erstgenannten wollen ans Ziel, die anderen kämpfen mit den unbegreiflichen Autoverhinderungsmaßnahmen einer grünversifften Stadtregierung.

De mortuis nihil nisi bene (über die Toten nichts als Gutes): An ihnen pflegen sich – egal wie bedeutend sie gewesen sein mögen – die Geister zu scheiden, wenn auch oft hinter vorgehaltener Hand.

De mortuis… (2): Michail Gorbatschow gilt den Russen heute eher wenig. Er war ihnen zu sehr ein Verlierer, weil er die Auflösung der Sowjetunion nicht verhindern konnte. Ich bezweifle, dass es ein anderer gekonnt hätte. Und dennoch: Er hat sich mit einer Stahlfeder in seinen wenigen Herrschaftsjahren in die Analen der Weltgeschichte eingetragen. Seine Reform-Bemühungen sind im Ergebnis die Konsequenzen eines folgenreichen Irrtums.De mortuis… (3): Als ich Mitte der 1980er seine Schriften las, schüttelten meine Kollegen die Köpfe, und der damalige Kanzler verglich den Mann mit Josef Goebbels. Dass der Russe diese massive Beleidigung wegsteckte, ist für mich das eigentlich Überraschende seiner Persönlichkeit, der die Deutschen die Wiedervereinigung verdanken.

In den USA spitzen sich die Auseinandersetzungen um die Präsidentenwahlen 2020, mit denen Trump abgeräumt wurde, zu. Facebook-Boy Zuckerberg hat öffentlich eingeräumt, dass er auf einen dringenden Wink des FBI alles für Biden Nachteilige löschen oder in der Reichweite verkürzen ließ. Dies betraf gezielt die Nachrichten, dass Biden – Vater und Sohn – eheblichen China-Bestechungs-Dreck am Stecken hatten. Das FBI wäscht gestern seine Hände in Unschuld. Es habe lediglich vor russischer Desinformation gewarnt. Man lacht, wenn man’s liest.

30. August 2022

Vergleichbar: Die Sowjets und die US-Amerikaner besetzten – in dieser Reihenfolge – 1979 bzw. 2002 das Land Afghanistan. Die Sowjets ließen sich von einer Marionettenregierung rufen, die US-Amerikaner inszenierten einen herbeiphantasierten Rachefeldzug. Beide Invasionsarmeen scheiterten an einem Gegner, der kompromisslos den Willen zum Töten und zum Sterben hatte. Die Sowjets benötigten für diese Erkenntnis 10 Jahre, die US-Amerikaner die doppelte Zeit.

Vergleichbar (2): Die Stammeskrieger konnten beide Kriege gewinnen, weil (a) ein gemeinsamer Feind die Jahrhunderte alten regionalen Konflikte temporär zu unterdrücken vermochte, (b) massiveHilfe von außerhalb gewährt wurde, so dass (c) zweckdienliche US-amerikanische Waffen zur Verfügung standen. Der Unterschied war lediglich, dass im ersten Fall, die USA diese Waffen unmittelbar anlieferte, während sie im zweiten Fall von den islamischen Unterstützer-Regimen in den USA zuvor eingekauft worden waren.

Immer noch: Das Weiße Haus in Washington DC.

Aber: Kehren vor der eigenen Hoftür. Solange wir ohne nachzudenken Weißkohl zu Sauerkraut verarbeiten (= struktureller Rassismus), sollten wir schamvolle Zurückhaltung üben. Schon wg. unserer Vergangenheit.Grüne Innovationspolitik: Warum lässt Robert H. nach Strom in der Nordsee bohren? Weil, so erzählt mir ein Mann aus Schkeuditz ungefragt, da überall Watt ist.

29. August 2022

Im Westen nichts Neues: Die Pharma-Riesen Moderna und Pizer/BionTech beharken einander gerichtlich wg. behaupteter Patentverletzung beim Stöffchen.

Im Osten auch nichts Neues: Die polnischen Spitzenpolitiker beschimpfen seit dem Ende der letzten Woche Deutschland wg. angeblicher Hegemonialbestrebungen und verlangen, um diese einzudämmen, die physische Vernichtung der Gasleitung Northsteam II. Man könnte auf den Gedanken kommen, solche Injurien als Unverschämtheit gegenüber dem größten Geldgeber Polens zu empfinden. Tut man aber nicht, da man 1990 bereits verabsäumt hat, mit den Polen Klartext zu reden: Geld nur bei wohlwollender Nachbarschaft.

Im Osten (2): Bemerkenswert ist es, dass die Nachrichten über das polnische Verhalten nicht aus deutschen, sondern aus russischen Medien sprudeln. Natürlich muss es die russische Führung freuen, wenn sich die polnischen Nationalisten unverschämt gegenüber ihrem westlichen Nachbarn äußern. Sie erinnern ganz unverhohlen an 1939.

Im Osten (3): Zuverlässig lässt sich vorhersagen, dass der 1. September erneut genutzt werden wird, um dreiste finanzielle Forderungen gegen Deutschland zu formulieren.

Im Zentrum: In der Donaumonarchie waren die böhmischen Großgrundbesitzer Feudalherren eigener Art. So ließ ein Fürst Liechtenstejn in Rumburg (heute Rumburk) im Innenhof der barocken Klosteranlage die eins-zu-ein-Kopie einer italienischen Loreto Renaissance-Kapelle errichten. Auf einer Italienreise hatte dem noblen Mann das Original ins Auge gestochen, so dass er Gipsmodelle der Skulpturen und Friese anfertigen ließ, die dann dem Aufbau der großen Kopie als Vorbild dienten. Statt zum Dia-Abend konnte der große Mann seine Freunde ins Abbild einladen. Er nahm die Disney-Parks um 200 Jahre vorweg.

Im Zentrum (2): Der Zustand der ehemals sudetendeutschen Grenzstädtchen ist halb und halb erfreulich. Da der Krieg an diesen Orten vorüberzog, sind die vielen Ruinen dem Sozialismus geschuldet. Den Zustand der seit 1945 hier ansässig gemachten Bewohner zu erkunden, hindert die Sprachbarriere. Das dunkle Bier in der Brauerei von Krásná Lipa (vormals Schönlinden) ist böhmisch-süßlich. Ein Karel Gott-Verschnitt singt auf dem Marktplatz, das Publikum auf den Bierbänken ringsum singt mit.

Political correctness: Vielleicht sollte man im vorderen Zentralbereich zusätzlich an eine FFP 2-Maske denken.

27. August 2022

Am Flughaften Leipzig gibt es eine Porsche-Dependance. Dort stehen – geschätzt – hunderte Neuwagen im Freien. Der Grund, so sagt der Zubringerfahrer zu mir, sei ein Lieferengpass mit Scheinwerfern. – Wir bewegen uns rückwärts.

Rückwärts (2): Der Vorschlag des baden-württembergischen Regierungschefs, die Leute sollten sich statt des Duschens wieder an ihren Waschlappen gewöhnen, mag bei der grünen Klientel auf Applaus stoßen. Normale Zeitgenossen sind hingegen froh, dass die Zeit der Waschschüssel längst vorbei war.

26. August 2022

Die jüngste Ausgabe der Foreign Affairs ist gestern eingetroffen. Die im Council on Foreign Relations zusammengeschlossene US-Geld- und Macht-Elite erklärt hier auf über hundert Druckseiten, wie Russland unter den jetzigen Bedingungen zu besiegen sei. Es geht im Grundtenor, um dies zu wiederholen, um Herrschaft zu amerikanischen Bedingungen und nicht etwa um Frieden unter Ausgleich der divergierenden Interessen. Die Stolpersteine auf diesem Weg werden klar markiert und zwar so: Die unerwartete Stabilität Russlands, in Sonderheit seiner Währung, und das partielle Zusammengehen von Russland mit China, respektive mit Indien. Vor allem hier müssten die Staaten des Westens ansetzen. Zudem sei durch noch rigorosere Boykotts sicherzustellen, das Russland auf dem High Tech Sektor den Anschluss verliere, was im Ergebnis bewirken werde, dass die russische Führung die ohnehin nur fragile Zustimmung der eigenen städtischen Intelligenz verliere, welche prowestlich eingestellt sei.

Platz und Sieg (2): Niemand, der bei Verstand ist, kann voraussagen, ob die unmissverständlich vorgetragene US-Strategie von Erfolg gekrönt sein wird. Nur sollte sich niemand darüber Illusionen machen, was die Umsetzung bedeutet, zumal Russlands Herrscher nicht mit Klarheit gespart hat, dass sein Land mit dem Wertewesten nichts mehr zu tun haben wolle. Da tut sich ein Abgrund auf, an dem – nebenbei bemerkt – wir selbst stehen.

Wenn man die Fahrgäste des Ausflugsdampfers bestimmen lässt, wie die Stromschnellen des Rheins beim Binger Loch zu passieren seien, wird es ein Ergebnis geben, aber kaum das erwünschte.

Weiß auch nicht, warum das mit dem Binger Loch durch meinen Kopf geht. Vielleicht, weil Annalena Bb. soeben äußerte, sie wisse nicht, ob die Ukraine den Krieg gewinnen könne. Ich weiß es. Die Antwort heißt: Nein.

Egon W. Kreutzer hat die Gebrauchsanleitungen für FFP 2-Masken ausgewertet (https://egon-w-kreutzer.de/ffp2-und-erloese-uns-von-dem-uebel). Hier ist sein Ergebnis: „(1) Die FFP2-Maske ist für Coronaviren soweit durchlässig, dass der Hersteller ausschließt, mit dem Gebrauch dieser Maske könne das Infektionsrisiko vermieden werden. (2) Die Belastung des Atmungsapparates durch die FFP2-Maske ist so stark, dass die Arbeitsschutzrichtlinien nur eine maximale Tragedauer von drei Mal 75 Minuten täglich zulassen. (3) Die Belastung getragener Masken mit Erregern aller Art ist so hoch, dass der Hersteller vorgibt, nach Gebrauch nach der Richtlinie zur Entsorgung gefährlicher infektiöser Stoffe vorzugehen.“ Der Text verdient weiteste Verbreitung. Hier noch meine Zusammenfassung der Zusammenfassung: FFP 2-Masken helfen nicht, sind dafür aber schädlich. Und nun mein Tipp am Rande für intelligente Zeitgenossen: Scheuen Sie sich nicht vor Wiederholung. Mindestens 30 mal pro Person, dann sitzt es.

Unterlassung: Erhalte den Hinweis, dass ich es vor zwei Tagen bei der Notiz zum jüngsten Sarrazin-Buch unterließ, auf einen grundlegenden Vorgänger zum Gesagten und zugleich Titel-Zwilling hinzuweisen, nämlich auf Die Intelligenz und ihre Feinde von Volkmar Weiss aus dem Jahre 2012. Ich hole es hier nach, weil das Weiss-Buch das Grundlagenwerk für jeden sein sollte, der über die Vererblichkeit der mathematischen Intelligenz genaueres wissen will. Das ist eines seiner Themen, aus meiner Sicht sein wichtigstes.

25. August 2022

Wir segeln bei meteorologischer Flaute in den stürmischen Verbotsherbst. Die Verlagerung der Befugnisse auf Private zur Gängelung der Bevölkerung mit Hilfe des sog. Hausrechts wird zu bislang ungeahnten Exzessen führen. Niemand weiß mehr genau, was erlaubt ist und was nicht. Ein Traum für den Totalitären und ein Alptraum für den arbeitenden Bürger.

Der Herr Scholz und sein Kabinett sind von der Gas-Beschaffungstour aus Canada zurück. Das Einkaufsnetz blieb leer. Ins tägliche Leben übertragen: Das Mobiliar wurde auf den Sperrmüll gestellt, um hernach festzustellen, dass Gewünschtes nicht lieferbar ist.

Scholz (2): Wenn der Kanzler die Gas-Beschaffung zur Chefsache erklärt, zeigt dies, dass er den beiden grünen Paradiesvögeln eine tragfähige Lösung nicht zutraut. Jetzt ist er selbst in deren Beisein gescheitert. Falls er klug ist – was ich nicht beurteilen kann –, wird er das Scheitern als Hebel benutzen, die vormals gewohnten Kohle- und Kern-Kraftwerke wieder anzufahren. Viel Zeit bleibt ihm nicht mehr beim Spiel mit seinem Amt – und mit dem Wohl und Wehe der Bürger.

24. August 2022

Das jüngste Sarrazin-Buch Die Vernunft und ihre Feinde mit dem bei Karl Popper geklauten Titel wird in Berlin vorgestellt. Das Ereignis ruft Erinnerungen wach, denn in genau demselben Raum der Bundespressekonferenz stellte 10 Jahre zuvor der Verleger Wolfgang Dvorak-Stocker mein Buch Nur für den Dienstgebrauch. Als Verfassungsschutzchef im Osten Deutschlands vor. Einen Tag später war das Buch als Raubkopie im Internet, wo es innerhalb von Stunden 20.000 mal abgerufen wurde.

Sarrazin (2): Der Clou der Buchvorstellung gestern war das Einleitungsreferat von Uwe Tellkamp, der das Spott-Vokabular um das Habecken (= das Falsche zur falschen Zeit tun), das Baerbocken (das Schaden-Verursachen), das Scholzen (= das Nichtstun) und Weiteres bereicherte. Das politische Personal als Auslöser von Volkswitz. Man wird sehen, ob sich das durchsetzt.

Sarrazin (3): Das nun vorletzte Buch des Großautors las ich ganz und fand dort vieles, dem ich zustimmen konnte, nicht hingegen seinen Ausführungen zum Klimawahn, den er teilte. Hierüber habe ich mich bei dem scharf denkenden Mann mehr gewundert als geärgert. Der Kauf des Vernunftfeinde-Werks wäre für mich vermutlich eher ein Akt der Solidarität denn der Wissensbereicherung. Ich denke, so geht es vielen, was natürlich nicht gegen das Buch spricht – ganz im Gegenteil.

Psychologische Kriegführung: Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums heißt Lijian Zhao. Er hat sich vorige Woche zu den Anschlägen vom 11. September dahingehend geäußert, dass nicht arabisch-stämmige Terroristen, sondern die USA selbst für diese Verbrechen verantwortlich seien. Ob das so ist oder nicht, ist weniger interessant als der Umstand, dass beide Seiten dazu übergegangen sind, einander ganz offen als Verbrecherregime zu beschimpfen. Adressaten dieser Injurien sind in erster Linie die sonstigen Staaten dieser Erde.

Der Bürgermeister von Bad Doberan hat sich drastisch zu den sog. Notfallplanungen der Bundesregierung geäußert. Nicht die Wärmeräume für die Bevölkerung seien die Lösung, sondern das umgehende Wiederanfahren von Kohle- und Kernkraftwerken. Zudem solle man sich über Gasmangel nicht wundern, wenn man den Krieg gegen Russland unterstütze, anstatt sich ernsthaft um Frieden zu bemühen.Bad Doberan (2): Das ist nun schon mindestens der zehnte kommunale Spitzenmann, der sich einschlägig äußert. Erst wenn der Faktor tausend Wirklichkeit wird, kann man auf Abhilfe hoffen. Immerhin, so geht mir durch den Kopf, waren es ganz übersichtliche norddeutsche Gemeinden, wie im Frühjahr 1989 anlässlich der Fälschung der Kommunalwahl in Neuglobsow, die den Stein ins Rollen brachten.

23. August 2022

Doctor Antoni Fauci, der 81-jährige Corona-Papst der USA, kündigt seinen Rücktritt als Chef des Nationalen Institut für Infektionskrankheiten (NIAID) zum Jahresende an. Aus der einschlägigen dpa-Meldung entnehme ich nichts als Lob. Man muss sich dem keineswegs anschließen – jedenfalls dann nicht, wenn man nicht zu den Nutznießern von Big Pharma gehört.

Fauci (2): Erste Leserkommentare, die naiver Weise nach den seit Monaten durch die alternativen Medien geisternden geradezu grotesk hohen Zahlungen an die Fauci-Behörde aus trüber Quelle glauben, dass jetzt die Stunde der justiziellen Gerechtigkeit nach 38 Jahren unheilvollen Wirkens schlagen werde, erfüllen mich mit Heiterkeit. Wie eine Drohung empfinde ich hingegen Faucis Bemerkung, er freue sich auf seine nächste Aufgabe. Wie wäre es mit dem Militärisch-industriellen Komplex (Planung des biologischen Kriegs der Zukunft)?

In Putins Kopf: Beeindruckend ist es, was die Experten zu wissen vorgeben, wie es in Russlands Herrscher so zugeht. Hierzu zählen auch die Quellen, aus denen das Hirn des Mannes schöpft. Alexander Dugin sei so ein Stichwortgeber. Von seinen Schriften las ich keine, nur dass dessen Tochter soeben mit einer Autobombe ins Jenseitsbefördert wurde. Iwan Iljin sei ein anderer. Von diesem russischen Emigranten las ich kürzlich ein Buch aus den 1930er Jahren und fand es unlesbar (merkwürdiger sprachlicher Widerspruch).

MPi: Über einen polizeilichen Schusswaffengebrauch im Ruhrgebiet las ich, dass einer der Beamten den schwarzen jugendlichen Messerstecher mit einem kurzen Feuerstoß aus der Maschinenpistole umlegte, bevor dieser das Messer gegen den eingreifenden Kollegen anwenden konnte. Jetzt jaulen Gutmenschen durcheinander.

MPi (2): Zur Bewaffnung von Panzerbesatzungen gehörten vor 50 Jahren Maschinenpistolen. Meine Übungs-Erfahrung mit dieser zeigte, dass man auf kurze Distanz kaum danebenschießen konnte. 

MPi (3): Diese Waffe ist nicht ganz neu. Erste Serien-Modelle fanden Verwendung bei der Ermordung von Walther Rathenau vor exakt 100 Jahren.

Doch, doch, das Groteske lässt sich fast immer durch die nächste Groteske überflügeln: Die Stadt Los Angeles, Welthauptstadt der Wokeness und Drogenverwahrlosung, bietet kostenlose Covid-19-Tests für Hunde und Katzen an. Zwar ist bislang noch kein einziger Fall einer einschlägigen Infektion aufgetreten, aber…

Die Ratten und das Schiff: Die US-Regierung hat soeben alle ihre Staatsbürger aufgefordert, unverzüglich die Ukraine zu verlassen. Hierfür kann ich mir zwei unterschiedliche Gründe vorstellen: (1) Das Selenskyj-Regime wird sich selbst überlassen; (2) es wird einen massiven US-Angriff auf eines oder mehrere ortansässige Kernkraftwerke geben, für die diejenigen, die vor Kurzem stattfanden nur ein Präludium darstellen.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr spricht sich dezidiert gegen die Wehrpflicht aus: (1) Die Wehrdienstzeit sei zu kurz, um die komplizierten Waffen beherrschen zu lernen; (2) die Bundeswehr sei auch ohne dieselbe in der Lage, ihrem Verteidigungsauftrag nachzukommen. Soso. Zu 1: nicht jeder Soldat ist ein Jet-Pilot; zu 2: Las ich nicht kürzlich, dass das Personal-Ist der Kampftruppen ums Verrecken nicht zu erreichen ist? Fazit: die Sicherheit unseres Landes befindet sich nicht in den Händen verantwortungsbewusster Generale. Zudem scheint ihnen die Verbundenheit von Volk und Armee fremd zu sein.

Über den Wolken (über die Woken): Robert H. und seine Amts-Gespielen und Medien-Jubilanten benötigen im Regierungsflieger nach Canada keine Masken. Während ich diese Zeilen schreibe, ermahnt mich eine Ansageschleife in der Condor-Maschine, dass in deutschen Flugzeugen Maskenpflicht bestehe. Damit mein Hinweis nicht als Regierungskritik missverstanden wird, füge ich hinzu, dass unsere Regierenden gerade als Kontrollgruppe des Herrn Karl im selbstlosen Selbstversuch testen, wie sinnvoll das Maskentragen ist. Oder so. Wie schon der Flugpionier Lilienthal sagte: Opfer müssen gebracht werden.

22. August 2022

Wie gut, dass es aufmerksame Leser gibt, sonst wäre mir die Nachricht aus dem Hause Karl entgangen. Was dort steht, erinnert in der Glaubwürdigkeit stark an die (von mir erfundene) Ausrede: Ich konnte nicht zur Pressekonferenz kommen, weil ich vergessen hatte, meinen Dienstwagen zu betanken. Man erinnert sich: Der Herr Karl hatte sein Handy in die Fernsehkamera gehalten und Corona-Schwurbler hatten den QR-Code ausgewertet. Karl, Karl, Karl!

In einem von mir erfundenen Impfkrimi sähe der Lieblingsschurke (Gestik, unverhohlene Kumpanei mit dem Schwab’schen WEF und öffentliches Bewundert-werden) aus wie der aus Saloniki stammende Pfizer-Lenker Albert Bourla. – Jetzt Covid-19 pos. Ein guter Gag. Im Abspann die Worte: Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen wäre rein zufällig.

Auch in diesem Fall gilt: Dank an den Leser P., der mir das hier anlieferte:

21. August 2022

Das Rentnerische Akrützel im elektronischen Briefkasten vorgefunden. Unterscheidet sich erheblich von dem, was mich heute Nacht im fernen Süden ganz analog anschrie:

20. August 2022

Das Panikorchester hat eine neue Schallplatte aufgelegt. Die Wasserknappheit. So wird vorbereitet, dass es dank mutwillig herbeigeführtem Energiemangel demnächst kein warmes Wasser mehr gibt. Denn wenn es gar kein Wasser gibt, gibt es auch kein warmes. Nur eins ist klar: Der nächste Winter kommt bestimmt.Kommt mir einer im fernen Süden entgegen: Schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift Blackout. Kaum habe ich mich zu Ende amüsiert, kommt ein anderer auf mich zu: Schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift Manche führen. Drehe mich verwundet nach ihm um und lese auf seinem Rücken Manche folgen.

18. August 2022

Ich gerate in ein Quartier, in dem der Fernseher, dem ich schlecht ausweichen kann, lauthals läuft. Es handelt sich um ein Sportereignis. Falle auf, weil ich nicht weiß, dass dies die Europameisterschaften in was auch immer in München sind. Beim genaueren Hinsehen erkenne ich das Olympiastadion wieder. 50 Jahre, lange her. Ein Jahr zuvor trug ich noch olivgrün mit deutschen Fähnchen am Oberarm und sprengte auf dem Gelände ein Weltkriegs-Überbleibsel weg. Noch länger her.

Da gewinnt eine Deutsche den 5000 Meter-Lauf und eine – die Favoritin – wird im Weitsprung die Zweite. Die Läuferin blond und strahlend in ihrem Siegerglück, fast ohne Bodenhaftung, keine Spur von der Strapaze ist zu sehen, die Springerin, nachdenklich, gesammelt, eine Afrikanerin, der Herkunft nach. Beide tragen deutsche Fahnen durchs Stadion. Das also ist Deutschland. Auch.

Es sitzen vier Männer, gelb gewandet, auf der Tribüne des Stadions, die der Muppet-Show entstiegen sein könnten. Sie machen gemeinsam bedenkliche Gesichter. Auch das ist Deutschland, wie ich es kenne.

Nachtgedanken unter freiem südlichen Himmel inmitten von entspannten Leuten: Steigt Don Pedro nachts aufs Dach | werden Nachbars Hunde wach. Zusatz nach dem nächsten Glas: Dass Südwein reimen machte | ging schneller, als ich dachte.

Im hispanischen Rechtskreis gilt die Regel, dass die Polizei nicht eingreift, wenn eine Hausbesetzung bereits mehrere Tage andauert. Jetzt gibt es nur drei Möglichkeiten, um die Störenfriede loszuwerden: (1) die Gerichte bemühen [= sinnlos und teuer], (2) den Besetzern Geld geben, damit sie verschwinden [= teuer und wahrscheinlich erfolgversprechend], (3) einige Muskelmänner engagieren [= ggf. teuer, dafür nachhaltig]. Für Señores mit Jagdwaffen gibt es wohlmöglich, wie man mir sagte, noch eine weitere Möglichkeit. Was die Leute so reden, wenn sie beim Wein zusammensitzen.

17. August 2022

Politisch unkorrekt: Der Palästinenser-Vorsitzer Abas soll sich auf einer Pressekonferenz nach Wunsch von Mainstream für das Attentat von München 1972 entschuldigen. Eine dahingehende Reporterfrage beantwortet er so, dass es da nichts zu entschuldigen gebe, vielmehr sei zu bedenken, dass Israel einen vielfachen Holocaust auf dem Gewissen habe. Diese boshafte Provokation ist kein Wunder aus seinem Mund. Bemerkenswert hingegen ist es, dass der daneben stehende Bundeskanzler zu diesen Schmähworten schweigt.

Schweigen (2): Vielleicht dachte Scholz, das Schweigen sei die klügste Reaktion auf die Unflätigkeit. Vielleicht dachte er auch infolge seiner bewundernswert langen Leitung gar nichts. Doch im Ergebnis lag er schief, denn sofort tobte Mainstream gegen ihn los. Ein neuer Fall Scholz wurde geboren. Nehme an, dass die grünschillernde Journaille sich in der Hoffnung wiegt, das Abschießen von Scholz wäre die letzte Stufe, um dem Robert und der Annalena das Kanzleramt zu öffnen. Illusionen.

13. August 2022

Nein, muss man nicht. Als Gesundheitsminister muss man nicht zählen können. So kann es vorkommen, dass man die Zahl 4 mit der 3 verwechselt. – Ich bin viermal geimpft, sagte der Herr Karl, dann hielt er zum Beleg seinen digitalen Impfpass in die Fernsehkameras. Darauf war zu sehen: Er ist dreimal geimpft. – Ein Regierungssprecher musste hernach klarstellen, dass Digitales und die Realität beim Herrn Karl nicht übereinstimmt. Das ist nicht das Einzige, was bei ihm nicht stimmt. Der Mann muss von seinem Posten entfernt werden. Er muss da weg, es wird dringlich.

Morgens um drei: Das Durchsuchungsprotokoll der Trump-Liegenschaft bringt zwei Dinge an den Tag: (a) der Vorwurf lautet auf Mitnahme von klassifizierten Dokumenten, die die Sicherheit der USA beeinträchtigen und zu Spionagezwecken geeignet sind, (b) inhaltlich nichts, da nur die Zahl der Kartons mit dem beschlagnahmten Gut genannt wird.

Trump (2): Donald der Agent fremder Mächte, bekanntes Märchen seit 2016, jetzt im zweiten Aufguss. Die Angst vor ihm muss unermesslich sein. Der Hass auf ihn auch.

12. August 2022

Die Trump-Razzia des FBI zieht Kreise. Mir kommt der Verdacht, als sei der Schuss nach hinten los gegangen. Selbst seine Feinde im eigenen Lager der Republikaner sehen sich genötigt, mit dem Ex-Präsidenten wenigstens verbal solidarisch zu sein. Ihnen schwant, dass auch sie selbst Opfer solcher Attacken werden können, wenn die Gewaltinhaber zu solchen Mitteln greifen.

Razzia (2): Endgültiges lässt sich so lange nicht sagen, wie nicht klar ist, was die Staatsanwälte so alles aus dem Domizil weggeschleppt haben. Dass sie nach nicht zurückgegebenen Regierungsakten suchten, war – da bin ich mir sicher – nur ein Vorwand, um in das Haus eindringen zu können.

In Dresden findet vor dem OLG ein Terroristenprozess gegen die sog. Hammer-Bande statt. Das sind Antifa-Leute, die auf Staatskosten gelebt haben. Ihr Anführer ist eine Frau. Ihre Vorgehensweise: In ihren Augen politisch Missliebige in gezielten Überfällen mit Hämmern zum Krüppel zu schlagen. Dass bislang niemand seinen schweren Verletzungen erlag, ist der pure Zufall.

Hammer (2): Geradezu ekelerregend ist der Sympathisantensumpf in Politik und Medien. Eine Ausweitung der Ermittlungen auf das Bundesfamilienministerium als Geldspender des Kampfes gegen rechts und auf die einschlägigen Länderbehörden wäre mehr als am Platze. – Ein frommer Wunsch, ich weiß.

Ungebremst äußert sich der kranke und vierfach geimpfte, nunmehr mit Medikamenten des Hauses Pfizer traktierte Herr Karl. Hält Essen im Lokal ohne Maske für gefährlich und will den chinesischen elektronischen Gesundheits-Kontrollpass einführen. Langsam müssten selbst die devoten Maulhelden in der Ärzteschaft bemerken, dass es höchste Zeit ist, Abstand zu nehmen.

Der Herr Karl (2): Aus allen bislang sorgsam verstopften Ritzen quellen die Nachrichten über die Nebenwirkungen der Stöffchen. Von der Auslösung von Geisteskrankheit habe ich bislang nichts gelesen. Stutzig gemacht haben mich indessen die kaum noch zu zählenden Hinweise aus berufenem Munde, dass die Impfung vorhandene Defekte beschleunigt oder erst zum Ausbruch kommen lässt, bevorzugt bei Krebs. Aber was ist mit ganz normalem Wahn? Womit wir wieder bei dem Herrn Karl sind. Er muss da weg. Es ist dringend.

Der Herr Karl (3): Die schlimmste der nunmehr vorliegenden Studien, an 318 südostasiatischen Schülern durchgeführt, kommt zu dem Ergebnis, dass 29 Prozent der Probanden hernach an Herzerkrankungen litten. Erinnert sich noch einer an die Worte des Großtöners? Die Mittel sind erprobt und sicher.

In London muss die Klinik mit Namen Tavistock-Institute schließen. Hunderte Kinder wurden dort geschlechtsgewandelt – chemisch und chirurgisch. Die Schäden der medizinischen Scharlatane, denen man mangelnde Aufklärung ihres Tuns vorhält, sind irreparabel.

Tavistock (2): Es mag zynisch klingen, aber vielleicht musste es erst zu solchen Opfern kommen, um die woken Gesetzgeber zum Aufwachen in der Wirklichkeit zu veranlassen. Meine Hoffnung ist begrenzt, zu tief sitzt der Krebs in der Führungsschicht. Zudem: Kinderlose haben keine Ahnung vom gewöhnlichen Eltern-Kind-Konflikt.

Tavistock (3): Auf die Schnelle das Firmenschild der Klinik konserviert, bevor sich schon morgen niemand mehr von den dort versammelten Verdächtigen daran erinnern wird.

Tavistock (4): Vor Jahr und Tag versuchte ich vergeblich, zu den Quellen des Übels in dem gleichnamigen beschaulichen Städtchen am Rande des Dartmoors in Süd-Devon vorzudringen. Außer Gerüchten war nichts zu erfahren, und das konservative Mitglied des Oberhauses ließ mich bei einer Gardenparty des dortigen Colleges mit hochgezogenen Augenbrauen stehen – eine Szene wie aus einem Hitchcock-Film. 

11. August 2022

Propaganda und Desinformation haben stets einen Pferdefuß. Sie bringen Dinge an den Tag, an die der normale Zeitgenosse noch gar nicht gedacht hat. So ergeht es mir mit der Schwarzen Liste angeblicher russischer Propagandisten, die vom Zentrum für Desinformations-Bekämpfung der Ukraine unter der Schlagzeile Спікери, які просувають співзвучні російській пропаганді наративи verbreitet wird [ist unter dieser kyrillischen Buchstaben-Kombination im Internet zu finden].

Wild West: Zur Durchsuchung der Trump-Residenz in Florida war das FBI mit 30 Agenten angereist. Sie warfen die anwesende Trump-Anwältin vom Grundstück, zeigten einen behaupteten richterlichen Durchsuchungsbeschluss nur aus unlesbarer Ferne vor und waren in erster Linie bestrebt, dass die Überwachungskameras vom Netz gingen.

Wild West (2): Nun muss man das Trump-Haus nicht schön finden (Disney-Verdacht). Ein Durchsuchungsgrund ist dies selbst in den USA nicht.

Der Herr Karl: Witzig fand ich gestern Abend einen Artikel bei Tichy, der Kanzler müsste den frei drehenden Gesundheitsminister disziplinieren. Das ist fürwahr saukomisch.

Der Herr Karl (2): Er ist zwar Solist, aber kein Einzelfall:

10. August 2022

Der Beschuss des Kernkraftwerkes von Saporischschja wird mit Kamikaze-Angriffen am Ende des Zweiten Weltkriegs an der Pazifik-Front verglichen. Der Vergleich hinkt insofern, als sich die heutigen Angreifer kaum selbst zu gefährden scheinen – im Gegensatz zu jenen japanischen Selbstmord-Piloten. Doch ein wirksamer Volltreffer nebst ausgelöster Kernschmelze wäre ein Ereignis, dessen Folgen kaum vorherzusagen sind – außer, dass sie auch den Angreifer treffen würden.

Saporischscha (2): Das Kraftwerk befindet sich praktisch seit Kriegsbeginn unter russischer Kontrolle. Warum jetzt ausgerechnet russische Streitkräfte – wie in Westmedien durchweg behauptet – den Beschuss durchführen sollen, ist schlecht nachzuvollziehen. In jeden Falle handelt es sich hier rum das Prinzip der verbrannten Erde. Die Erfahrung lehrt, dass es Armeen auf dem Rückzug sind, die zu solchen verbrecherischen Mitteln greifen. Der deutsch-sowjetische Krieg von 1941-45 bietet hierfür überreichlich Anschauunsgmaterial.

Das öffentliche Tamtam, welches plötzlich um die Amtsführung der zum Rücktritt veranlassten Intendantin des Staatsfernsehens ARD und des Berliner Rundfunks RBB gemacht wird, ist bestenfalls das Vorzeigen eines Sündenbocks für das Leben einer Kaste, die sich in einem Luxus-Selbstbedienungsladen häuslich eingerichtet hat. In Wirklichkeit steht über dem Gesamt-Bauwerk: Das kann weg.

Die freie Welt: In Florida durchsucht das FBI die Privat-Liegenschaft des Ex-Präsidenten Trump und beschlagnahmt dort nicht näher Spezifiziertes. Das zeigt: Der Mann wird von seinen Gegnern bei den sogenannten Demokraten für existenzgefährdend eingeschätzt. Da hat sich in den letzten 6 Jahren nichts geändert. – Mich wundert, dass er immer noch nicht umgebracht wurde.Ergebnis des Nachdenkens über Sprichwörtliches: Ein X-Bein kommt selten allein.

9. August 2022

Aufheulen der Guten: Es wurde ein Eisbär auf Spitzbergen getötet. Zuvor war er ungefragt in ein touristisches Zeltlager eingedrungen und hatte daselbst ein Touristin verletzt. – Der eigentliche Clou der Meldung wird zumeist verschwiegen, nämlich dass man sich nach einem Gebot der norwegischen Obrigkeit in der Gegend nur mit Gewehr bewaffnet aufhalten darf. Nun ja, früher hätte man gesagt: Abenteuerurlaub.

Bewaffnet (2): Man stelle sich vor, die Obrigkeit ordnet an, dass man bestimmte Ecken Deutschlands nur noch bewaffnet betreten darf, zum Beispiel weil Wölfe in größeren Rudeln frei herumlaufen.

Der Herr Karl hat Corona. Ich will doch nicht hoffen, dass der ungeimpft sei oder irgendwo die Maske ganz verantwortungslos habe fallen lassen. Ich mache mir Sorgen. Man stelle sich einmal vor, er sei plötzlich und von uns allen unerwartet… Aber lassen wir das, denn sein neues Impfgesetz (alle 3 Monate und Windelpflicht) harrt der Vollendung. Karl, halte durch! Pfizer & Co vertrauen dir.

Der Herr Karl (2): Wenn ich mir vorstelle, was ohne das Wirken des Herrn Karl passiert wäre. Wir wären alle tot. Er auch.

8. August 2022

Falschmeldung vom Vortage: Nicht nur der Seeterminal, den die Russen in Prokuhren in ehemals Ostpreußen bauen, heißt Pionjerskij/Pionerski/Пионерский (es ist die übliche Streitfrage der Umschrift-Päpste, ob man das J beim gesprochenen je im Deutschen schreibt oder weglässt, vom Dehnungs-J am Ende ganz zu schweigen), sondern der Ort selbst wurde so nach Kriegsende von den Eroberern getauft. Namenspate war die kommunistische Kinderorganisation. Bei meinem Hinweis auf einen strategischen Schachzug durch den Ausbau allerdings bleibt es: Der solide Anlandungsausbau soweit westlich wie möglich als Pfeiler einer Doktrin von der offensiven Landkriegsführung. Der einstige strategische Ausbau von Mukran (Sassnitz) auf Rügen lässt aus den vergangenen Jahrzehnten grüßen.

Landkriegsführung (2): Wie die russischen Strategen sich diese vorstellen, haben sie seit den 1920er Jahren mehrfach durch einschlägige militärtheoretische Werke mitgeteilt.

Landkriegsführung (3): Wenn die anglo-amerikanische Seemacht die russischen Anrainer-Staaten Polen und Litauen anstiftet, die Russen in Ostpreußen per Blockadepolitik anzugreifen, so wie vor wenigen Wochen begonnen, so testet sie aus, wie weit sie noch gehen kann, ohne sich ernsthaft selbst zu gefährden. Das Wie-weit? hat Grenzen dort, wo die Russen zu strategischen Fernwaffen greifen. Die Ansage aus Moskau, die britischen Inseln durch ein künstliches Seebeben untergehen lassen zu können, sollte in Washington als eine Mahnung verstanden werden. Ich zweifele indessen, ob diese Mahnung angekommen ist.

Landkriegsführung (4): Indessen: Der Vormarsch (besser: das kontinuierliche Vorrücken) der Russen findet in der Mitte des Frontbogens statt. An dem Vorgehen, kleine Kessel zu bilden, hat sich nichts geändert. Ob im Norden des Frontbogens ein größerer Kessel um Charkow gebildet werden soll, kann man bestenfalls erahnen. Die Flut der Meldung über Einzelgefechte macht es nahezu unmöglich, ein widerspruchsfreies Lagebild zu erstellen.

Landkriegsführung (5): Ein Ex-Bundeswehrgeneral schreibt mir, die Entscheidungsschlacht um Cherson habe begonnen. Das sieht aus wie eine Ente. Klar ist lediglich, dass, nachdem die Stadt vor Wochen von den Russen offenbar kampflos besetzt worden ist, die Lage von Nikolajew und Odessa prekär geworden ist. Hieran hat sich wenig bis nichts geändert.

6. August 2022

Gestern Abend wird es im Freien empfindlich kühl. Das ist angenehm. Es regnet nur kurz und schon machen die Leute bedenkliche Gesichter. Ich sage: Die Bäume wird’s freuen. Da ernte ich Kopfschütteln. Schließlich stehen Dreckpfützen auf dem gepflegten Gartenweg. – Wo bin ich hier?

Ostpreußen, die nördliche Hälfte: Aus Polen verlautet nun offiziell, dies sei seit jeher polnisches und preußisches Land gewesen. – Wann war eigentlich Königsberg polnisch? Ich komme einfach nicht drauf.

Ostpreußen, die nördliche Hälfte (2): Zwischen Crantz und Rauschen haben die Russen die Arbeiten in Prokuhren an einen Seeterminal Pionjeskij mit Hochdruck wieder aufgenommen. Das sieht nicht danach aus, als hätten sie vor, die Gegend zu räumen, die sie im April 1945 besetzt haben.

5. August 2022

Im Grunewald wird seit gut 70 Jahren Weltkriegsmunition von Freund und Feind vernichtet. Bis vor Kurzem legte man selbst in Berlin einen gewissen Wert auf die Kombination von kontrolliert und abfackeln. Jetzt ist die Sache außer Kontrolle geraten – nicht nur die Munitionsvernichtung.

Grunewald (2): Früher gab es diese witzigen Schilder im Sommer: Verhütet Waldbrände. Waren im Prinzip auch auf der sozialistischen Seite von der Glienicker Brücke bekannt: Reduziert die Waldbrände um 50 Prozent.

Grunewald (3): Das Zauberwort der Naturschutz-Enthusiasten heißt Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Zu denen wird von der Obrigkeit gezwungen, wer einen Baum im Stadtgebiet umlegt. Aktuell sollte man an die Errichtung eines Schilderwaldes denken.

Grunewald (4): Es ist nur noch eine Frage von Tagen, dann wird man öffentlich mutmaßen, dass die Klimaleugner das Feuer legten. Von dort ist dann der Weg zu Maßnahmen nicht mehr fern.

4. August 2022

Nein, wir haben gewiss kein Analyse-Defizit. Was hingegen fehlt, ist Führung.

Führung (2): Es ist niemand hierfür geeignet, dessen hervorstechendstes Merkmal die Lächerlichkeit ist.

Führung (3): Man kann im übrigen die unabdingbaren Eigenschaften an den Fingern einer Hand aufzählen. Fehlt eine davon, ist die Person ungeeignet.

3. August 2022

Alternative Nachrichtenquellen empören sich über Fake-Bilder des Zwangsfernsehens, die schwarze Wolken über den Kühltürmen von Kernkraftwerken vorgaukeln. Ich kann nur sagen: Der Putin war’s, denn das ist Ruß aus Russland.

Die Übergewinnsteuer für Energieriesen wird vom Establishment diskutiert. Alle sog. Argumente beginnen mit den Worten: „Es kann doch nicht sein, dass…“ – Doch, doch es ist so, es ist die Folge davon, mit Reglementierungen den Klimawahn erzwingen zu wollen. Ein normaler Mensch würde sagen: „Ach, die sind es, die an dem ganzen Irrwitz verdienen“ und sodann den Blödsinn abstellen.

Annalena Bb. sorgt in den USA durch öffentliches Gerede – was sie genau sagte, weiß ich nicht – dafür, dass in China der deutsche Botschafter einbestellt wurde. – China? Wo liegt das denn? – Habe in Erinnerung, dass sie uns feministische Außenpolitik servieren wollte. Ich bin mir sicher, dass man die Regeln über Zank im Frauenhaus nicht auf die Welt der Diplomatie übertragen sollte. Um es klar zu sagen: Diese Frau schadet Deutschland, egal ob absichtlich oder aus Unverstand. Sie muss da weg, wir haben bereits genügend viele Feinde.

Unverdrossen lügt die Tausendundeinenachtabteilung: „Extremwetter: Bisherige Rekorde werden deutlich überschritten. Ein Jahr ist die Flutkatastrophe im Ahrtal her. Länger anhaltende Extremwetterereignisse nehmen wegen des Klimawandels zu, so der Meteorologe Dr. Peter Hoffmann. Deutschland müsse eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen“ (Rundbrief der Bundeszentrale für politische Bildung – BzB – von heute).

BzB (2): Und hier noch was aus der Abteilung unfreiwilliger Humor: „Die russische Invasion hat durch die Zerstörung hunderttausender Wohnungen und einer massiven Migrationswelle die bestehende Wohnraumkrise in der Ukraine noch weiter verschärft.“ Verschärft heißt: die missliebigen Umstände waren vorher schon da. Passend in dem Zusammenhang hätte ich das jüngste Prösterchen-Balkon-Foto (roter Sekt, na ja) aus Kiew mit Nanzy F. und Hubertus H. nebst dem regierenden Preisboxer K. gefunden. Wurde aber nicht verwendet. Ich finde, das Bild spricht für sich.

2. August 2022

Wer wie ich am gestern vergangenen Monats- und Wochenbeginn die Hände in den Schoß gelegt hat, hat wenigstens keine guten Vorsätze gefasst, die sich schon morgen in Luft auflösen.

Im Weißen Haus wird der US-Präsident nach erneuter Positiv-Testung in kurzer Fist wiederum isoliert und nunmehr mit einem Heilmittel von Pfizer traktiert. Der Mann hat Mut, oder aber er hat den Überblick verloren. Letzteres natürlich nur, wenn er ihn überhaupt noch hatte.

Weißes Haus (2) und noch vom Vortage: Mitteilung, dass US-Kräfte den al Qaida-Chef Ayman al-Zawahiri durch einen gezielten Luftangriff ermordet haben.

Der ungarische Herr Orbán hat eine Brandrede gehalten. Hat gesagt, dass sein Land keine Rassenvermischung wolle. Jetzt tönt der Rassismus-Chor in allen denkbaren Tonlagen. Abgesehen davon, dass dies der übliche Pawlow‘sche Reflex ist, stellt sich die Frage, was denn die Kritiker wollen: (1) Wollen sie, dass man darüber nicht rede? Oder (2) wollen sie die Vermischung? Oder (3) wollen sie beides gleichzeitig?

Das stillgelegte Steinkohlekraftwerk im niedersächsischen Mehrum am Mittellandkanal wird wieder hochgefahren. Tja, so geht der Ausstieg aus der Kohle, wenn man aufs Russengas pfeift. Bliebe noch zu klären, ob dort künftig Russenkohle aus dem Donbas verfeuert wird.

Ausstieg (2): Die Mainstreamer behaupten aktuell, dass laut jüngsten Umfragen die Grünen-Wähler den Weiterbetrieb der Kernkraftwerke befürworten. Als nächstes werden sie behaupten, dass die Anti-AKW-Bewegung mit den Grünen nie etwas zu tun gehabt habe. Und schlussendlich werden wir erfahren, wie gut Kernkraft für die Klimabilanz sei.

31. Juli 2022

Werde durch einen Menschen, den ich als gut unterrichtet einschätze, auf ein Interview mit dem Wissenschafts-Guru Hans-Werner Sinn hingewiesen, das zu konsumieren er mir ans Herz legt. Das übliche Katastrophengerede wird mit dem Satz eingeleitet, dass wir – gemeint ist Deutschland – uns in den Händen von Putin befinden. Danach kommt nur noch Ökonomen-Vokabel-Gestelze. In einfachen Worten: Man kann nichts Genaues vorhersagen. In noch einfacheren Worten: die pure Zeitverschwendung, denn wenn der Eingangssatz – die Putin-Formel – stimmt, so erwarte ich, wie man als Chefdenker diese Formel auflöst. Jedoch falsch gedacht: kein Wort hierzu, nur der alberne Hinweis, dass wir uns trotz der zu recht gewährten Ukraine-Hilfe nicht in den Krieg hineinziehen lassen dürfen. Doch genau dies liegt wegen des vorangegangenen Tuns unserer Staatslenker nicht mehr in unserer Hand. Einfach aber wahr.

Kann man Calvados-Schnaps essen? Ja, wenn man zwei, drei Gläschen an die in der Röhre schmorende Schweinelende gibt. Der aufsteigende Duft erzeugt zudem vorab Gefräßigkeit.

Schweinelende (2): Die Zubereitung hatte ich vor Jahr und Tag in der Bretagne kennengelernt. Dort gab’s Lende in Cidre gedünstet. Kein Cidre im Haus, tut’s auch der Apfelschnaps – nur eben in einen wesentlich kleineren Volumen.

Schweinelende (3): Bei Tisch aus erster Hand: Der Herr Scholz wurde vor Kurzem durch die Stromerzeuger auf die Notwendigkeit und Möglichkeit der Kernenergie in D unter Hinzufügen aller denkbaren wissenschaftlich fundierten Stimmen hingewiesen. Öffentliche Reaktion des Herrn S. war diese hier: Es gibt keine Möglichkeit des weiteren Betriebes, das sei wissenschaftlich belegt.

Der Herr Scholz (2): Falls die vorstehende Mitteilung stimmt, dann lügt er – bei Anwendung der gängigen Maßstäbe –, so dass der Grund für sein Handeln zu erörtern wäre. Falls er nicht lügt, befindet sich Deutschland in den Händen eines Mannes, dessen Zustand als besorgniserregend zu bezeichnen ist.

30. Juli 2022

In den USA verklagt BionTech mit Unterstützung seines Riesen-Partners Pfizer die deutsche Firma CureVac wg. behaupteter Patentverletzung bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs. Hier soll offenbar eine Marktbereinigung mit Hilfe amerikanischer Gerichte trickreich vorgenommen werden. Wie man sich erinnert, wurde CureVac im Sommer 2020 durch den Gesundheitsminister, dessen Namen mir partout nicht mehr einfallen will, mit 300 Mio. Euro aus Steuergroschen gesponsert, wenn auch nicht mit dem erhofften medizinischen Erfolg.

Amerikanisches (2): In Washington kündigt Trump sein Comeback für den Wahlkampf 2024 an. Bis dahin wird noch manches Wasser den Potomac River hinabfließen. Einstweilen stehen die Zwischenwahlen zum Kongress im November auf der Agenda, in deren Vorentscheidungen Trump nach Kräften eingreift. Nach wie vor ist er die Dampfwalze der Republikaner.

Amerikanisches (3): Sog. Experten sehen einen republikanischen Erdrutschsieg bei den Zwischenwahlen voraus. Etliche Staaten erlassen Regelungen zur Eindämmung von Wahlfälschungen. Kaum zu glauben, dass sie hierbei erfolgreich sein werden. Gehen die Wahlen dann auch nur annähernd wie prognostiziert mit einem roten (republikanischen) Sieg aus, wird der Kongress den Präsidentendarsteller Biden vor sich her treiben. Das sind trübe Aussichten für die woken Milliardäre, sie werden das mit ihren Mitteln (siehe Trump-Abwahl 2020) zu verhindern suchen.

Amerikanisches (4): Masken, Impfpflicht für Soldaten und andere, Abtreibungsverbote, Inflation, Spritpreise und neuerdings Affenpocken bestimmen die restlos aus dem Ruder gelaufene innenpolitische Debatte.

Amerikanisches (5): Wunderkind Musk verklagt nun auch seinerseits die Plattform Twitter, die ihn vor Kurzem verklagt hatte, den von ihm aufgekündigten Kaufvertrag zu erfüllen. Seine Zielsetzung ist unklar. Es sieht so aus, als käme es ihm jetzt nur noch darauf an, das Spielzeug, an dem er mit guten Grund die Lust verlosen hat, zu zerstören. Das ist eine interessant Lehrstunde in Sachen fortgeschrittener Kapitalismus.

29. Juli 2022

Das dankbare Volk begrüßt die für Oktober 2022 angekündigte Gasumlage. Und da wir gerade beim Umlegen (hüstel) sind: Wie wäre es mit der Windumlage, der Dieselumlage, der Kohleumlage, der Uranumlage (nee, falsch – oder doch richtig?), der Sauerstoffumlage (Atemsteuer) und dergleichen. Kann beliebig erweitert werden.Interessant finde ich Mainstream-Animationen, dass wir zusammenstehen müssen. Wer ist Wir? Zu beachten ist, dass Zusammenstehen keine Spaziergänge erlaubt, außer mit Hund, aber dann nur einzeln (= 1 x Herrchen/Hund).

Von der deutschen Sprache (= Ergebnisse der Schlaflosigkeit):  Schlaftrunk und schlaftrunken sind zwei verschiedene Dinge. Letzterer Zustand kann allerdings beim Erwachen nach Ersterem entstehen.

Auf deutsch (2): Feuermachen und Feuergeben sind aus der Mode gekommen. Ersteres wird man in Kürze wieder beherrschen müssen. Vom Letzteren gibt es auch eine militärische Variante, über deren Zukunft ich keine Prognose abgeben mag.

Auf deutsch (3): Andichten und Abdichten sind ein merkwürdiger Scheingegensatz, denn das eine handelt vom Installieren, das andere vom Denunzieren.

28. Juli 2022

Die einzige Weltmacht: „Es ist wichtig, dass wir daran arbeiten, den globalen Normen gegen die eigenmächtigen Handlungen wieder Geltung zu verschaffen“, US-Außenminister Antony Blinken zum amerikanischen Verhalten gegenüber Russland.

Falls das stimmt, was Gutachter herausgefunden haben wollen, dass nämlich das Pfizer-Corona-Stöffchen die Samenkonzentration beim Manne absenkt, braucht man sich über den drastischen Einbruch bei den deutschen Geburtszahlen, der mir vor einigen Tagen auffiel, nicht mehr zu wundern. Versuche erst gar nicht, mir die Versuchsanordnung vorzustellen.Bill G. ist nach China gereist, um gemeinsam mit dem dortigen Boss fotografiert zu werden. Worüber mögen die beiden geredet haben? Beiden geht es um die Macht, aber auf unterschiedlichen Ebenen. Vielleicht thematisierten sie die Steuerung des gemeinsamen Vehikels WHO zum Wohle der Menschheit, so wie die beiden Herren dieses definieren. Da hätte ich gerne einmal zugehört.

Grüne Mathematik: Durch Senkung der Fördersätze für Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden sollen mehr Menschen in den Genuss der Förderung kommen. So wird Robert H. zitiert. Das leuchtet ein: Wenn man einem seinen Schnaps nicht mehr gibt, werden viele betrunken werden. Oder so.Robert (2): Wegen dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine muss bei uns weniger Energie (gemeint ist Gas) verbraucht werden. Auch das leuchtet ein, denn meine Großmutter pflegte in solchen Situationen zu sagen: Sind meine Eltern selber schuld, wenn mir die Füße frieren – warum kaufen sie sich keine Handschuhe?

27. Juli 2022

Der Flächenbrand im Landkreis Elbe-Elster in Bandenburg betrifft einen oder mehrere Windparks. Vor Jahr und Tag äußerte ich mich nolens volens dienstlich und zwar skeptisch zu den Sicherheitsstandards. Die Dinger seien sabotageanfällig. Dafür erhielt ich keine guten Kritiken – die Windmühlen wären schließlich keine Kernkraftwerte. Stimmt, aber viel zahlreicher.

Neues aus der Ukraine (wenigstens für mich): Dass wir die Demokratie dort mit Boykotts des Bösewichts Wladimir Putin verteidigen, wissen wir seit Anfang März. In wessen Händen sich diese schützenswerte Demokratie und das Land, auf dem sie stattfindet, befindet, wird weniger erörtert. Hier ein Detail: Von der landwirtschaftlich genutzten Fläche dort („die Kornkammer“) gehören 17 Millionen Hektar (= 170.000 qkm) drei Großgrundbesitzern: Cargill, Dupont und Monsanto. Diese weltweit agierenden Multis wiederum gehören sog. Großanlegern der Hauptspekulanten Vanguard, Blackrock und Blackstone. Viel mehr muss man zu dieser Form der Demokratie nicht wissen. Nur zum Vergleich: Die genannte Fläche entspricht der Hälfte der Fläche von ganz Deutschland (= 357.000 qkm).Landnahme (2): Wieviel Land sich die eben aufgezählten üblichen Verdächtigen bereits in Deutschland gesichert haben, fand ich noch nirgends seriös erörtert. Dennoch hätte ich das gerne gewusst – einfach so und vielleicht aus deswegen, weil krasse Ungleichgewichte beim Landbesitz die Grundlage für den Feudalismus sind.

26. Juli 2022

Wie du mir, so ich dir: Eintreffen erster deutscher Flakpanzer in der Ukraine führt zu drastischer Reduzierung der gelieferten Gasmenge nach Deutschland durch Northstream 1. Die Rechnung ist einfacher, als man denkt – auch wenn niemand darüber spricht.

Gas (2): Ist keine Satire, sondern die Reaktion aus dem Wirtschaftsministerium: „Wir haben die Ankündigung zur Kenntnis genommen. Wir beobachten die Lage im engen Austausch mit der Bundesnetzagentur und dem Krisenteam Gas genau“.

Gas (3): Da kann nix passieren. Wir haben ein Krisenteam Gas. Ich weiß zwar nicht, was das ist, weiß aber aus langer Erfahrung, dass man Gremien gründet, wenn man nicht weiter weiß.

Gas (4): Es ist die jeweilige Ankündigung der dann auch tatsächlich durchgeführten Abschaltung, die den Hebel der psychologischen Kriegführung gegen Deutschland bildet. Das Krakeel über den bösen Putin bei Mainstream verstärkt die Sache noch wider Willen. Ursache und Wirkung lassen sich nicht mehr sehr lange verkleistern. – Erinnert sich noch einer an die Ankündigungen vom Februar? Wir wollten die Sanktionen, jetzt sind sie da.

Mecklenburg meldet Nichtbelegung zahlreicher Urlaubsquartiere. Man wird kaum davon ausgehen können, dass die ehemaligen Stammgäste nach Acapulco ausgewichen sind.

Mecklenburg (2): Eigene Beobachtungen waren so: Der Ärger über die Preise, die in den letzten 3 Jahrzehnten ins Unanständige stiegen, dämpfte die Reiselust merklich bis endgültig. So blieben Leute wie ich weg. Jetzt auch diejenigen, die ihr Geld anderswo dringender benötigen.

Mecklenburg (3): Idiotenregelungen des Corona-Regimes taten ein Übriges. Die Obrigkeit hatte verordnet: Wir wollen euch hier nicht. Das Gastgewerbe ließ sich das bieten. Zu süß waren die sog. Ausgleichszahlungen. Jetzt sind sie weg und die Gäste auch.

25. Juli 2022

Über die Raserei der Bilderstürmer: In meiner Kindheit erzählte man mir in zahlreichen Geschichten, wie man Wotan-Eichen fällte, Kirchen weiß tünchte, Bibliotheken verwüstete, Hexen auf Scheiterhaufen verbrannte. Meist wurden diese Erzählungen im Ton des Abscheus vorgebracht, so dass ich nicht begriff, warum die Missetäter so handelten. Heute erahne ich, dass es sich immer wieder um dasselbe Schema handelt: Die Zerstörung des Außergewöhnlichen durch den Mob, aufgestachelt durch minderwertige Scharlatane, zur Zeit praktiziert an der erfolgreichsten Autorin der Welt, J.K. Rowling.

Rowling (2): Ihr Verbrechen, sie sagt, es gibt zwei Geschlechter. Die Mainstream-Hetzmeute leugnet hingegen diese Realität. Deswegen muss die Erfolgreiche liquidiert werden, ihrer Werke beraubt und ihr Name in die Vergessenheit versenkt. – Dies ist keine Zeit mehr fürs Argumentieren, sondern für Ohrfeigen.

24. Juli 2022

Kurz nach Mitternacht das jüngste Rentnerische Akrützel von Bernd Zeller im digitalen Briefkasten vorgefunden. Bin nicht ganz sicher, ob das Titelbild an der selben Stelle entstand, wo ich ihm kürzlich in Jena über den Weg lief. Die Portraitierte, jedenfalls, war seinerzeit nicht zu sehen.

Akrützel (2): Gebe zu, dass mir zunächst nicht die junge Dame, sondern das Heft-Motto „Die Ruhe vor dem Herbst“ ins Auge stach, da ich gerade Was-nun?-Post beantworten wollte.

Die Himmelsscheibe von Nebra wurde 1999 von Schatzräubern entdeckt, die sie zu verscherbeln suchten, bevor sie selbst entdeckt wurden. Der von mir benutzte Dumont-Führer Sachsen-Anhalt weiß hiervon natürlich nichts. Er ist von 1997.

Nebra (2): Der Anstieg zum Museumsbau ist nur ein kurzer, er wird aber von mir wegen der Wärme verflucht. Die Ausstellung ist so, dass ich schwanke, ob ich sie als lehrreich oder amüsant empfinden soll. In summa: Es könnte alles auch ganz anders gewesen sein.

Nebra (3): Beeindruckend allemal die Tontafeln in Handygröße, auf denen die Babylonier ihre Aufzeichnungen in winziger Schrift hinterlassen haben. Angeblich handeln sie von der Zeiteinteilung (ebenso wie die kupferne Himmelsscheibe unserer Altvorderen).
 

Nebra (4): Nicht ohne Komik auch die Bildlegende, die ich dort vorfand: „In Mittel- und Westeuropa ging während der Völkerwanderungszeit ein Großteil des Wissens aus dem ehemals griechisch-römischen Kulturkreis verloren.“ – Déjà-vu.

An der Unstrut gesessen und mit Muße Freizeitkanuten zugesehen, die sich bemühten, ihre Miet-Boote auf den Betonstufen an einem Wehr zu beschädigen, was offenbar nicht ausreichend gelang, denn nach geraumer Zeit fuhren sie weiter flussab.

Déjà-vu (2): Mit meinem Klepper-Faltboot vor Jahrzehnten wäre das nicht möglich gewesen.

Mit Genuss eine gebraten-á-la-Unstrut-Forelle gegessen. Konnte sie nicht nach ihrer Herkunft fragen, da ich keine der Turk-Sprachen hinreichend beherrsche.

23. Juli 2022

Man muss nicht in die Tiefen der Wahrscheinlichkeitsrechnung einsteigen, um sich vorzustellen, dass mit jeder weiteren Impfung die Gefahr einer schweren Nebenwirkung bei demselben Geimpften steigt. Jeder Seiltänzer weiß um das Risiko der Wiederholung.

Seiltänzer (2): Nun wäre es unfair, den Herrn Karl als einen Seiltänzer zu bezeichnen. Der Letztgenannte kann nur überleben, wenn er Risiken zutreffend abzuschätzen vermag.

Seiltänzer (3): Es ist nicht ohne Komik, wenn das Paul Ehrlich-Institut, eine nachgeordnete Behörde des Gesundheitsministeriums, den twitternden Minister korrigieren muss, nachdem ein aufmerksamer Bürger öffentlich darauf hingewiesen hat, dass die beiderseitigen Zahlen über schwere Nebenwirkungen des Stöffchens nicht übereinstimmen. Ohne expressis verbis zu sagen, dass der Minister die Bevölkerung mit selbstgefummelten verharmlosenden Zahlen belügt, wurde der aufmerksame Bürger wg. der Verbreitung von Falschnachrichten auf Twitter gesperrt. Recht so, wie denn sonst?

22. Juli 2022

Der alte weiße Mann im alten Weißen Haus muss nach den selbsterzeugten Regel in Quarantäne, da ein positiver Corona-Test zu vermelden ist. Trotz vier Impfungen. Oder wegen vier Impfungen. Das wäre die allein interessierende Frage, die selbstredend nicht gestellt wird. Er macht jetzt Dienst im Home-Office. Ich dachte, das täte er ohnedies.

Mario Draghi ist in Italien zurückgetreten. Jetzt müssen Goldman Sachs & Genossen für einen Nachfolger sorgen.

Der Herr Müller von der Bundesgasanstalt teilt mit, dass durch Northsteam I mehr Gas nach Deutschland ströme, als von ihm angenommen. Ich dachte, es gäbe Messgeräte oder nutzt er Wünschelruten?

Mainstream vermeldet mit Stolz, dass die Bundesbürger weniger duschen. Michels Lust an der Notlage wird sich irgendwann in Luft auflösen – in sehr kalte Luft.

Im Wartezimmer: Da liegt der übliche Heftchen-Stapel aus dem Gesundheits-Blabla für Doofe. Eins mit der Aufschrift Focus. Zweimal hingesehen, es ist tatsächlich die von mir vor 3 Jahrzehnten wöchentlich durchgeblättete Wochenschrift. Jetzt ein schlabbriges Heftchen, in dem die Mitglieder der Bundesregierung gelobt werden. Lesedauer 2 Minuten. Das kann weg.

Im Wartezimmer (2): Zwei Patienten, augenscheinlich Ärzte, unterhalten sich ungeniert über die Arbeitsbedingungen am Krankenhaus in Schilda. Erwägen Kündigung wg. übler Arbeitsbedingungen, totalem Personalmangel, Maskenterror und so. Kann kein Mitleid entwickeln, da sie sich unterwerfen, was sie nicht müssten.

21. Juli 2022

In Großbritannien bestimmen derzeit die konservativen Abgeordneten im Unterhaus, wer Pateichef werden soll. Sie führen angesichts der Mehrzahl der Bewerber eine Art Reise-nach-Jerusalem auf. Jedes Mal scheidet der am schlechtesten Platzierte aus. Gestern waren es dann nur noch zwei, ein Indisch-Stämmiger und eine Engländerin. Der Sieger wird sodann zur Königin gehen, um sich zum Premier ernennen zu lassen. – Warum das so ist? Ist eben so.

In den USA stehen Biden & Co vor einer bemerkenswerten parlamentarischen Niederlage. Das gigantische Geldpaket zur Installierung eines Green Deal droht im Senat zu platzen. Dort hat einer der demokratischen Senatoren erklärt, dagegen stimmen zu wollen. Das reicht angesichts der fifty-fifty Mehrheitsverhältnisse für das Aus. Man kann den Abweichler vom Woken verstehen, denn er verdient seine Dollars mit Kohleverstomung.

In Russland hat Außenminister Lawrow mitgeteilt, dass man zu weiterer Landnahme schreiten werde. Hier werden die beiden gegnerischen Kriegsprinzipien erneut deutlich: Die USA setzen auf Abnützungskrieg, die Russen auf eine nichts überstürzende Beharrlichkeit der kleinen Schritte.

Russland (2): Die Strategie der Aufspaltung der Gegner schreitet munter voran. Das gilt länderbezogen (z.B. Ungarn, Slowakei, Spanien), aber auch innerstaatlich, wie man am Beispiel Deutschland beobachten kann. Die deutsche Politik hängt an einem seidenen Faden, dessen eines Ende in Moskau festgemacht ist. Zur Zeit wird an diesem Faden milde gewackelt. Gleichzeitig wird zugeguckt, ob wir von selbst runterfallen.Wer zwischen die Mühlsteine gerät, sagt das Sprichwort, wird zermahlen. 

Die Fortschrittler haben ein neues Kuscheltier von gigantischen Ausmaßen kreiert, den globalen Süden. Besser kann man die Kernidee des Globalismus kaum zum Ausdruck bringen, dieses Wir und Ihr, die selbstauferlegte Pflicht des Wir über Euch zu bestimmen. Das ist Kolonialismus pur.Globaler Süden (2): Zur Sicherheit an meinem staubigen Globus gedreht. Die Südhalbkugel ist bevorzugt von Wasser bedeckt. Was für ein unendliches Manövergelände für eine neue Panikmache. Wie wäre es mit der Entsalzung der Ozeane zur Rettung des Planeten?

20. Juli 2022

Die letzten Getreuen dieses Hitler-Attentats-Gedenktages sitzen seit gut 2 Jahrzehnten in der Zeitung Junge Freiheit. Sie haben sich in ihrem Mythos eingegraben und erschauern, wenn heute einer das Wort Diktatur zur Beschreibung der gegenwärtigen Verhältnisse in den Mund nimmt (zum Beispiel Corona-Diktatur).

20. Juli (2): Der übrigen Journaille sind Datum und Täter, falls überhaupt bekannt, peinlich, sofern sie den deutschen nationalistischen Obristen nicht ohnedies als Nazi entlarvt haben. Dass einer zudem sein Leben aufs Spiel setzt, um das Unrecht durch Tyrannen-Mord zu bekämpfen, ist den heutigen Maulhelden unvorstellbar. Sie kämpfen stets auf der richtigen Seite – damals und auch heute.

Der Herr Müller von der Netzagentur hat mich mit einem neuen Gaga-Wort versorgt. Man habe, so wird er zitiert, in den letzten Wochen mehr Gas ausgespeichert, als man eingespeichert habe.

Speicher (2): In der selben Zeit wurden aus Deutschland die polnischen Gasspeicher bis zur Halskrause gefüllt und gleichzeitig in Deutschland der Gasnotfallplan ausgerufen.

Speicher (3): Der Herr Müller betont, dass der augenblickliche Füllstand der Gasspeicher ein Erfolg der Politik der Bundesregierung sei. Falls er damit die deutschen Speicher meint, wäre zu ergänzen, dass die jetzige versuchte Befüllung, die aber offenbar nicht so wie geplant gelingt, dank verschleuderter Steuermilliarden stattfindet, da die Hiesigen dank ihrer Sanktions- und Abschaltpolitik sonst gar nichts mehr auf dem Weltmarkt bekämen.

Speicher (4): Die prekäre Lage der Ausspeicherung verdanken wir offenbar den hochsommerlichen Temperaturen, die Anlass geben, die Klimaanlagen und den veganen Gasgrill einzuschalten.

Das Wort ausspeichern erinnert mich stark an die Gewohnheit der Hiesigen im Kleinstaat, das Auftauen des Tiefgekühlten als Ausfrieren zu bezeichnen. Ich sollte erwägen, das Leeren des Glases als Entfüllen zu bezeichnen.

Während rundum die Regierungen über die Energieversorgung nachdenken – Spanien kauft munter in Russland –, hält die Bundesregierung den Petersberger Klimagipfel ab. Hier geht es um Weltrettung und ein seit Jahren eingeführtes Quatsch-Wort: Klima-Neutralität. Niemand konnte mir bislang schlüssig erklären, was das eigentlich sei, stattdessen werde ich ermahnt, dass dergleichen bis 2045 erreicht sein müsse (so Annalena Bb.). Und was, wenn nicht?

Klima (2): Der Herr Scholz wird so zitiert, dass der erneut verstärkte Gebrauch von Kohle nur ein vorübergehender sein könne. Das trifft, aufs Ganze gesehen, zu, denn die Kohlevorräte sind endlich, ist aber ziemlich sicher anders gemeint.

Klima (3): Dasselbe, so lese ich, sei menschgemacht. Das ist schon deswegen richtig, weil ich die Amseln rund um den Birnbaum hinter dem Haus noch nie das Wort habe benutzen hören. Machen die sich eigentlich gar keine Gedanken? – Ich versuche, dem abzuhelfen und sie für das Schicksal der Dinosaurier zu interessieren. Vergeblich. Ihr Augenmerk gilt allein den Birnen.Das Umdenken ist eine beliebte Floskel, wenn es darum geht, anderen den eigenen Willen aufzuzwingen. Es setzt eigentlich Denken voraus. Ich bezweifle, dass dies in den meisten Fällen so ist.

19. Juli 2022

Gegenüber vom Haupteingang des Ohlsdorfer Friedhofs in Hamburg finde ich einen Laden mit der Aufschrift Sargdiscount. Sachen gibt’s, kann man sich nicht ausdenken.

Das FBI eröffnet einen Ermittlungsvorgang in Sachen Wuhan-Bio-Labor. Man erinnert sich: Es war der ehemalige US-Präsident Trump, der 2020 – noch im Amte – öffentlich behauptete, das Corona-Virus sei von dort. Umgehend widersprach die Creme der Virologen, angeleitet vom US-Spitzenmann Antoni Fauci, der von der deutschen Koryphäe Doktor Drosten schriftlich unterstützt wurde.

Virus (2): Kurz drauf, im März 2020, wurde ich schlagartig auf die schier unglaubliche Diskrepanz der Fakten aufmerksam, so dass ich über die Ereignisse Buch zu führen begann. Mein Freundeskreis fing an sich auszudünnen, weil man mich für verschwörungs-affin hielt, als ich mich anschickte, unter Leuten, die ich für seriös hielt, Erkundigungen einzuziehen (sie führten im Laufe eines Jahres zum Buch Corona-Diktatur).

Virus (3): Spätestens im Januar 2021 war nicht widerlegbar, wo das Virus aus dem Labor freigesetzt worden war. Offen blieb, wie das Freisetzen geschah und ob es absichtlich erfolgte. Jegliche Forschung in dieser Frage wurde vom Wust der Nachrichten über tatsächliche oder vermeidliche Folge des Virus zugeschüttet (vulgo: Pandemie).

Virus (4): Im Frühjahr 2021 war spätestens klar, dass die Finanzierung der Aktivitäten in Wuhan aus dem Pentagon und anderen US-Quellen erfolgt war. Die Verbreitung dieser Fakten und ihre Diskussion wurden mit den üblichen Mitteln der Diffamierung unterdrückt.

Virus (5): Im Herbst 2021 wurde die schier unglaubliche Bereicherung von US-Gesundheitsfunktionären im Zusammenhang mit Corona aufgedeckt und sorgsam bei Mainstream unterdrückt. Gleichzeitig wurde offenbar, dass die illegalen Sponsoren auch zugunsten der Mainstream-Funktionäre tätig geworden waren.Virus (6): Wenn jetzt das FBI strafrechtliche Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Wuhan-Labor aufnimmt, kann das nur bedeuten, dass irgend eine peinliche Tatsache unterdrückt und eine erwünschte aufgedeckt werden soll. Wer diese meine Behauptung jetzt als Verschwörungs-Geklingel abtut, mag sich gedulden, bis in spätestens einem halben Jahr erklärt werden wird, was bei diesen Ermittlungen herausgekommen ist. Ich gebe mal einen Tipp ab: Offiziell vielleicht nichts. Es könnte aber auch sein, dass die Zerrüttung zwischen China und den USA dann bereits so weit gediehen ist, dass man die Freisetzung des Virus in Wuhan als einen klugen Schachzug politischer Kriegführung feiern wird. Geschichtliche Wahrheit ist bekanntlich flexibel.

Virus (7): Wie einen höhnischen Schlusspunkt zum Vorstehenden lese ich mittags die Meldung, dass der böse Geist des US-Gesundheitstheaters, Antoni Fauci, heute mitgeteilt hat, bis zum Ende der Amtszeit von Joe Biden bleiben zu wollen. Das kann dauern, denn der hat gerade angekündigt, auch für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Wenn das gelingt, habe ich keine Bange, dass sich die bürgerkriegsähnlichen Fronten in der Corona-Frage endgültig in landesweiten Gewalttätigkeiten entladen.

Gaskrieg: Das Wort hat in Deutschland mit gutem Grund einen schlechten Klang. Es kam 1915 auf, als die Deutschen die schreckliche Gaswaffe an der Westfront erstmals in der modernen Kriegsgeschichte einsetzten. Deutschlands Feinde zogen nach. Massenvernichtungsmittel haben das so an sich.

Gaskrieg (2): Eines der Opfer auf deutscher Seite war 1918 ein gewisser A.H., der sich Jahre später Der Führer nennen ließ. Er verbot im Zweiten Weltkrieg den Einsatz von deutschen Gasgranaten – so hatte seine schreckliche Verwundung vielleicht ihr Gutes. Auch die Alliierten, die Gas-Granaten und -Bomben im großen Umfang im Sortiment hatten, scheuten den Einsatz, denn sie fürchteten schreckliche Racheaktionen.

Gaskrieg (3): Erst kurz vor Toresschluss, im August 1945, setzten die US-Amerikaner ein anderes Massenvernichtungsmittel ein, die Atombombe. Sie trauten sich das, weil sie wussten, dass niemand ihnen Paroli bieten konnte. Erst vier Jahre später endete dieser Machtrausch. Da wurden sie vorsichtiger.

Gaskrieg (4): Der Begriff hat einen Bedeutungswandel seit Kurzem durchgemacht. Er bezeichnete journalistisch zunächst die Vorgehensweise der Länder der westlichen Wertegemeinschaft gegen Russland als Maßnahme der Wirtschaftskriegsführung. Neuerdings hat sich der Begriff wiederum gewandelt und benennt nun den Zank der Länder der westlichen Wertegemeinschaft untereinander, um sich den Zugang zu (russischen) Gasimporten zu sichern.

15. Juli 2021

Schreibt mir ein Berliner Bücherverramscher: 100 Jahre Bauhaus, die letzten Exemplare – ach, wenn es doch wahr wäre.

Bauhaus (2): Damals nutzen die Exoten die Idylle, um auf Staatskosten ihren Hobbys nachzugehen. Die Studenten waren bestenfalls das Dekor zu Absicherung ihrer Pfründe. Da hat sich bis heute nichts geändert.

Bauhaus (3): Daselbst wurde eine zum Dr.-Ing. promoviert, die über die Studentinnen am Bauhaus in den 1920er Jahren schrieb. Die Bitte an die Uni, mir die Lektüre zu ermöglichen, blieb unbeantwortet. Schilda eben.

14. Juli 2022

Eigentlich keine Zeile wert, doch die Hofberichterstattung über unsere politischen Eliten (das Wort Elite wird in diesem Milieu ausschließlich im Plural verwendet) ergeht sich über die Erkrankung von Robert H. und Annalena Bb.: 2 x Corona, 1 x aktuell, 1 x die unerfreulichen Nachwirkungen. Die Leserkommentare sind pure Häme, daher ein klarer Fall für den Verfassungsschutz, jedenfalls so, wie er heute praktiziert wird (Phänomenbereich Verächtlichmachung).

Krank (2): Die vierfachgeimpfte Annalena kann keine Treppen mehr steigen und ruft zum Maskentragen auf. Sah im Internet eine gefälschte Apothekenrundschau mit der Titelzeile: Ist Blödheit heilbar? – Kurz nachgedacht, Antwort: Nein, ist sie nicht. Es ist klar, dass ich mich bereits von der Frage distanziere und zwar deutlich. Obwohl – vielleicht würde ja eine Gen-Therapie helfen. Mal bei Pfizer-BionTech nachhören.

In Holland rumoren die Bauern. Erinnert stark an die LKW-Fahrer in Canada im Januar. Die gaben erst auf, als man ihnen flächendeckend die Konten sperrte. Grob rechtswidrig, aber wirksam.In Sri Lanka haben die grün-geprellten Bürger in ihrer Verzweiflung den Aufstand gewagt. Präsidentenpalast gestürmt. Ex-Insasse getürmt.

Mittags: Der Herr Karl hatte vor zwei Tagen für heute Megahitze angesagt, an der die Leute wie die Fliegen sterben würden. Doch morgens war es so kühl, dass ich einen Pullover anzog. Wenn das der Wärmetod ist, der uns droht, will ich nicht meckern.

Der Herr Karl (2): Nun macht er schon seit mindestens zweieinhalb Jahren grottenfalsche Vorhersagen, so dass man sich nicht weiter wundern muss. Nur eines bleibt rätselhaft: Warum wählt er so kurze Distanzen? Da waren der Junior und Kalle Marx klüger: Kehret um, denn das Himmelreich ist nahe, so der eine, während der andere das Wohlergehen der Kinder und Kindeskinder in Aussicht stellte.

Blick auf die amtliche Bevölkerungsstatistik: In der Altersgruppe von null bis 35 Jahren sind Jahrgang für Jahrgang die Migrationshintergründler in der Mehrheit. Das bedeutet, in spätestens zwei, drei Generationen werden die Deutschen in Deutschland verschwunden sein.

Migranten (2): Präziser wäre es deswegen nicht von Hintergrund, sondern von Vordergrund zu sprechen.

Herr Müller von der Netzagentur lässt uns wissen, dass sich die Gasverbraucherpreise bis 2023 verdreifachen werden. Recht so, wenn man bedenkt, wie froh wir darüber sind, dass wir auf diese Weise den bösen Putin bestrafen können. Man nickt zufrieden und sagt: Darf’s nicht noch ein bissl mehr sein?

12. Juli 2022

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde von Soldaten gegen die angeordnete Corona-Zwangsimpfung zurückgewiesen. Es hatten einige gehofft, dass die im Verfahren angehörten, nicht misszuverstehenden Sachverständigen einigen Eindruck hinterlassen hätten. Doch falsch – aus dem Austausch und der Bewertung rationaler Erwägungen sind wir längst raus.

Soldaten (2): Zynisch ist der Hinweis, sie müssten auch sonst Leib und Leben riskieren. Ja, zur Verteidigung des Vaterlandes, nicht jedoch, um den Wohlstand von Pfizer & Co zu mehren.

Robert H. hat einen neuen Plan: 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr. Da wir bekanntlich im Land des Stromüberflusses leben, ist das eine löbliche Idee.

Plan (2): Wenn sie nicht Realität wären, die Pläne des Robert H., könnte man an ein Revival der Olsen-Bande denken. Egon Olsen: Ich habe einen Plan. Und zum Schluss jeden Plans sitzt er wieder im Knast. Das hat natürlich mit der Realität nichts zu tun. Wirklich nicht.

Die Grünen rüsten auf. Dem Vorstand wird ein schickes neues Referat angegliedert: Gegnerbeobachtung. Das Referat II.113 des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS hieß erstaunlich ähnlich. Nur nebenbei: Der SD war eine Unterorganisation der NSDAP. Dort war die 1932 erfolgte Einrichtung der Gegnerbeobachtung nicht hundert Prozent originell, sondern bei der KPD abgekupfert. Bei der hieß die Partei-Organisation AM-Apparat und das einschlägige Ressort Gegnerarbeit.

Parteigeheimdienst (2): Hier ein Beispiel aus der realen Welt der politischen Parteien (AM-Apparat der 1930er Jahre in Wuppertal): 

AM-Apparat Wuppertal (1931-36)Leiter: Josef Bender (4.3.1942 zu 8 J. Zuchthaus verurteilt)Vertr.: Ewald Funke (bis 1933), Otto Kettig (festgen. 1936)Ressort Braun(Rechtsparteien, incl. NSDAP)Ressort E(SPD, Reichsbanner)Ressort Z(Zersetzung von Polizei und Reichswehr)BB(Industrie-Spionage)Abwehrressort

Parteigeheimdienst (3): Die einschlägige Organisation der SPD hieß nach 1946 Ostbüro. Sobald Herbert Wehner am Ende der 1950er Jahre dank seiner soeben erlangten Partei-Stellung Zugriff auf den Apparat hatte, zerschlug er ihn. Man kann das nachvollziehen.

Parteigeheimdienst (4): Es war nicht ohne Komik, als die Führung der AfD vor Jahr und Tag eine Arbeitsgruppe Verfassungsschutz installierte. Sie war gegen Mitglieder der eigenen Partei gerichtet und wurde von der Illusion geleitet, die AfD vor der Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu bewahren.

11. Juli 2022

Fragt mich einer gestern beim Abendessen: Wozu braucht man eigentlich diese FDP? – Weiß ich auch nicht.

FDP (2): Nannte sich mal die Partei der Besserverdienenden. Das war und ist eine absurde Definition für den Liberalismus. Deren jetzige Leuchten setzen auf Bürgergängelung, Krieg im Osten und Energie-Knockout. Das kann weg.

FDP (3): War von Anfang an ein Zwitter. Ritterkreuzträger und Neunmalkluge. Die sind jetzt alle tot. Geblieben sind die Apparatschiks. Die sind mit den anderen bunten Passgängern austauschbar. Damit dies nicht als Legitimierungskritik missverstanden wird, schnell den Wowereit hintendran: Und das ist gut so.

Annalena ist wieder aufgetaucht. Mein Gott, was bin ich erleichtert. Natürlich sind wir alle begeistert, dass sie jetzt Pazifik-Atolle rettet.

Annalena (2): Bei soviel Badefreuden vergaß sie, mit dem russischen Außenminister Lawrow beim G20 in Bali zu reden. Wozu auch, wo wir jetzt auf Panzerhaubitzen setzen. Stelle mir vor, dass sie von der bedrohlichen Schlachtordnung der BRICS-Staaten nichts mitgekriegt hat. Vermutlich ist kein Platz im Kopf frei bei all den Fototerminen.

Annalena (3): Kleideranprobe ist schön, Diplomatie wäre das Gebot der Stunde.Tichy titelt: Grün nervt. – Das nervt.

9. Juli 2022

Gewaltanwendung: Durch eine Sprengung wurden die Georgia Guidestones so stark demoliert, dass sie abgeräumt werden mussten. In landestypischer Bescheidenheit auch das amerikanische Stonehenge genannt, standen die Granitsäulen seit 1980 in der Gegend rum und symbolisierten angeblich den Anspruch der sog. Eliten, die Zahl der Weltbevölkerung regulieren zu dürfen.

Gewalt (2): Die Mutmaßungen über die Ermordung des vormaligen japanischen Ministerpräsidenten Abe gehen wild durcheinander. Die Tagesschau, so lese ich, habe den Mann als einen Rechten bezeichnet. Oho, was wollen die Hamburger Nachrichtenclowns denn damit zum Ausdruck bringen? Zu recht ermordet? Oder hat ihnen ein Experte gesteckt, dass der jetzt Tote am Tage seines Regierungsantritts zum Schrein der Opfer der Siegerjustiz von 1945 gepilgert ist, um sich dort zu verneigen. Andre Länder – andre Sitten, sagt das Sprichwort.

Trotzig und rotzig: Wunderkind Musk hat den von ihm selbst angegeigten Twitter-Kauf platzen lassen. Der amtierende Vorstand sei seiner vertraglich vorgesehenen Offenbarungspflicht der Fake-Konten nicht nachgekommen. Die allzeit-woken Twitterer jubeln. Das ist das Pfeifen im Walde, denn jetzt rollt eine Prozesslawine an: Twitter gegen Musk (geschenkt, der kann sich das leisten, aber für die Firma bedrohlich) und geprellte Aktionäre gegen Twitter (da geht es um die Substanz).

Twitter (2): Der Chef des Unternehmens heißt Parag Agrawal, vermutlich ein Inder. Er äußert sich angesichts des Verkaufsdesasters, dass die Firma täglich eine Million von neuen Fake-Konten lösche. Das Ganze ist entweder eine Vernebelung des wirklichen Problems, oder es zeigt auf, dass die Lenker des Konzerns ihren Laden schon längst nicht mehr im Griff haben und deswegen heilfroh gewesen waren, den Schlamassel einem neuen Eigentümer in die Schuhe schieben zu können.Schilda: Man muss nicht weit fahren, um auf den Unverstand der Bahn zu stoßen.

Die westliche Sehne des Halbmondes der Ostukraine ist nach dem Fall von Lugansk und der umliegenden Ortschaften fest in russischer Hand. Die russische Armee verfügt über das Gesetz des Handelns. Man kann nicht sagen, wo sie den nächsten Offensivstoß führen wird. Drei Regionen kommen nach dem Blick auf die Karte als operativ sinnvoll in Frage: Im Norden, um Charkow einzunehmen; im Südwesten, um Odessa von der Ukraine abzuschneiden; in der Mitte, um die Verteidigung östlich des Dnjepr zum Einsturz zu bringen. Spekulationen der sog. Experten sind nutzlos. Es ist der russische Oberbefehlshaber, der die Befehle erteilt.

Die Vortagsmeldung von den im ersten Halbjahr kometengleich fallenden Vermögen der 500 Reichsten zeigt Konturen, die zum Nachdenken Anlass geben. Es hat vor allem diese Jenseits-Reichen aus dem Lager von Big Tech getroffen, inclusive Gates, Brin, Page, Bezos, Zuckerberg & Genossen. 

Geldverbrennung (2): Es äußert sich einer von der Deutschen Bank dazu, ein Welt-Chefanalyst (was immer das sein mag): Gut, dass das erste Halbjahr vorbei sei, das sei die gute Meldung, die schlechte sei allerdings, dass die Aussichten des zweiten finster seien. Der Mann hätte Sprücheschmied werden sollen.

8. Juli 2022

Das britische Nationalarchiv in Kew bietet mir Nancy Mitford für schlappe £9.99 an – handsigniert. Wenn das der Führer wüsste. Er würde fragen: Wo bleibt denn Schwesterrr Unity. Nebenbei: Mich hat schon immer gewundert, wie die englischen Zelebritäten es fertigbrachten, ihre breiten Münder zu Kussmäulchen zu schminken.

Von der Insel (2): Der Generaldirektor von MI5 warnt in einer veröffentlichten Erklärung die Wirtschaft vor den Gefahren chinesischer Unterwanderung. Das ist nicht ohne Komik, wenn die Warnung bei Firmen eingeht, die im Besitz von Leuten aus Ländern sind, vor denen gewarnt wird. War mir bereits in den 1980er Jahren aufgefallen, als es noch die zwei dominierenden Machtblöcke gab.

Von der Insel (3): Der Rückzug Boris Johnsons vom Parteivorsitz der Konservativen wird notwendig einen Wechsel im Amt des Premiers im Gefolge haben. Steht nirgends, ist aber so. Was der Wechsel inhaltlich bedeutet, weiß kein Mensch, selbst wenn die Experten vorgeben, es besser zu wissen.

7. Juli 2022

Wenn man der US-Nachrichtenplattform Bloomberg trauen darf, haben die 500 reichsten Leute der Welt im ersten Halbjahr 2022 1,4 Billionen (= 1.400.000.000.000) US-Dollar verloren. Anbei ein PPR-Exklusivbild aus dem Lager der Milliardäre bei Bekanntgabe der Zahlen.

Eine Geschichte aus der Tausendundeinenacht-Abteilung (Bundeszentrale für politische Bildung): „Amin, ein erfolgreicher dänischer Akademiker, trägt schwer an seiner Vergangenheit, von der sogar sein Lebensgefährte kaum etwas weiß. Einem befreundeten Filmemacher erzählt er nun von seiner Kindheit und der dramatischen Flucht aus seiner afghanischen Heimat“ (BzB-Rundbrief von gestern).

BzB (2): Warum nur warum muss ich lachen, wenn ich solche Texte lese. Vor allem: Mache ich jemanden verfassungsschutzrelevant lächerlich, wenn ich solche Texte wörtlich zitiere?

Die Leute zerreden sich das Maul, dass der deutsche Autozulieferer Allgeier (Familie Hundt) nach China vertickt wird. Ausverkauf von Tafelsilber und so. Als käme es nur auf den Käufer an. Nein, es gehört auch ein Verkäufer dazu – ein Eigentümer, den niemand hindert, deutsche Unternehmen zu exportieren.

Ramsch (2): Mag sein, dass ich mich irre, doch kommt es mir so vor, als würde Reales nach China gehen, während US-Investoren gern zu Luftschlössern greifen, siehe Springer-Konzern.

Waffenhilfe: Eine der in die Ukraine gelieferten Panzerhaubitzen (PzH 2000) befindet offensichtlich sich in russischer Hand. Es wird diskutiert, wie die da hinkommen konnte. Ich frage mich hingegen, wo die anderen sind.

Waffenhilfe (2): Die Kommentare zum Waffenwechsel sind durchweg von kaum zu überbietendem Zynismus, zum Beispiel so: Der Übergang zu den Russen sei eine Entscheidung der an Bord befindlichen Künstlichen Intelligenz gewesen.

6. Juli 2022

In fünf Tagen schalten die Russen die Gaszufuhr über Northstream komplett ab. Reaktion der Bundesregierung: Ab 2024 ist Deutschland vom Russengas unabhängig. Die Zwischenzeit wird weniger diskutiert. Mir geht ein zweijähriger Lockdown durch den Kopf. Wie der geht, wissen wir ja nun.

Der Hauptgaslieferant in Deutschland macht Pleite. Der finnische Eigentümer schmeißt hin. Die Bundesregierung übernimmt. Heißt zu deutsch: Der Steuerbürger zahlt für etwas, was sich wirtschaftlich, selbst bei exorbitanten Preiserhöhungen, nicht mehr trägt. Jetzt beginnt der Wettlauf von Hase und Igel: Gelddrucken gegen Gaspreis.

Früher gab es mal den Subventionsbetrug. Ich kann mir nicht erklären, warum mir das durch den Kopf geht. Falsche Bettenbelegung? Flasche Testzentren? Produktion von Elektrospielzeugen auf Halde? Vorübergehende Schließung des Tesla-Werks in Brandenburg?

Das Wirsindeinreichesland erwirtschaftet – falls man es positiv fassen will – einen Importüberschuss. Zu deutsch: Der Quell des Reichtum ist weggebrochen.Auf Sylt feiert derweil der Finanzminister ein rauschendes Hochzeitsfest. Ich nehme nicht an, dass die Anreisenden das Neuneuroticket benutzen werden. Sie könnten sich sonst um Tage verspäten.

4. Juli 2022

Bücherkataloge eines Berliner Verramschers im Briefkasten. Bill Gates‘ Klimakatastrophe zum Sonderpreis. Katastrophe abgesagt? Kann ich mir nicht vorstellen. Dann schon eher, dass Gates-Jünger keine Bücher lesen. Ich hatte das Buch gleich nach seinem Erscheinen gekauft, um beim Schreiben der Corona-Diktatur nichts Wesentliches unberücksichtigt zu lassen. Es war nichts Wesentliches enthalten – ein weiteres Dokument des Größenwahns.Bücher (2): Ein angeblicher Bestseller ist eine brandneue Selenskyj-Biographie: „Eine spannende Annäherung an diese spannende Persönlichkeit“. Kann warten, bis es auf dem Ramsch erscheint. Das kann nicht mehr lange dauern.

2. Juli 2022

Die Biden-Administration kauft erneut bei Pfizer-BionTech für mehrere Milliarden Dollar Stöffchen ein. Da ist kein Einlenken vor den verheerenden Ergebnissen zu erkennen. Ganz im Gegenteil. Was für ein fabelhafter Beweis für den selbstorganisierten Untergang der weißen Rasse.

1. Juli 2022

Das Publikum auf dem Graben und in der Kärntner Straße zu Wien ist international. Es überwiegen Arabisch und die slawischen Töne. Das berühmt-berüchtigte Wiener Mädel ist deutlich unterrepräsentiert, steckt aber womöglich – wer will’s wissen – in der verschleierten Nachhut des einen oder anderen raumverdrängenden Goldschmuckträgers. Nicht ohne einen Hauch von Frohsinn nehme ich zur Kenntnis, dass diese Klientel, um Einlass ersuchend, vor den rund einem Dutzend Hochpreisläden schlangesteht. Den Einlass gewährt ein balkanesischer Gorilla.

Wien (2) In der U-Bahn dominiert die FFP-2-Maske. Bei über 30 Grad ein gesundheitsförderndes Detail. Da ich den öffentlichen Verkehr sonst meide, wundere ich mich. Ansonsten sind Maskenträger rar, dem ostasiatischen Typus eher vorbehalten.

Wien (3): An Kitschläden ist wahrhaftig kein Mangel. Was mich vom Kauf von chinesisch-stämmigen Schnickschnack zurückhält, sind die Aufschriften: Vienna. Weitgehend ohne diese Aufschriften ist der Goldkram von Klimmt, doch der kommt aus ästhetischen Gesichtspunkten nicht in Betracht.Wien (4) Im Stefans-Dom fand ich den Namensheiligen in erheiternden Varianten vor. Bevor ich mich zu einem Kauf durchringen konnte, wurde ich von einer Besuchergruppe (mit Masken) ins Freie geschoben. Geld gespart. Dafür abends Bier getrunken. Für Wein war’s einfach zu warm.

30. Juni 2022

Die Macht der Bevölkerungsstatistik: Falls die Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt stimmen sollten, hat es im 1. Quartal 2022 einen drastischen Einbruch bei den Lebendgeburten im Vergleich zu den einschlägigen Zeiträumen der drei Vorjahre gegeben (rund 20.000 weniger = 12 %). Eine Nachfrage drängt sich auf: Gibt es einen Zusammenhang mit den ca. 9 Monaten zuvor begonnenen Massenimpfungen? Dann müsste es eine entsprechende Vergleichszahl mit Totgeburten und nicht-lebensfähigen Föten geben. Gibt es die?

Geburteneinbruch (2): Eine auch nicht gerade beruhigende Erklärung könnte sich aus einer möglichen, durch die Impfung herbeigeführten Sterilisierung von fortpflanzungsfähigen Männlein und Weiblein ergeben. Ich käme nicht drauf, wenn der Impffanatiker Bill G. nicht wiederholt von der Reduktion der Weltbevölkerung geredet hätte.

Angst: Wenn jetzt bei Mainstream ab und an die Impffolgen thematisiert werden, die es bis gestern dort nicht gab, so liegt das daran, dass sich bei den geimpften Propagandisten Furcht breitmacht, trotz und alledem zu erkranken und nicht nur an Corona.

Angst (2): Die Statistik der Übersterblichkeit nach Impfbeginn spricht eine drastische Wahrheit aus. In einfacher Sprache: Ungeimpft lebten die Leute länger – selbst auf dem Höhepunkt der ausgerufenen Pandemie.

29. Juni 2022

Die Türkei einigt sich mit der Nato über den Beitritt von Schweden und Finnland. Das wird garantiert teuer für die Wertegemeinschaft. Auch werden die Neuen nichts mehr gegen die friedlichen Bruderschaften unternehmen dürfen.

Der Elysee veröffentlicht ein Telefonat zwischen Putin und Macron vom 20. Februar. Beide reden aneinander vorbei. Der eine will den ukrainischen Militäreinsatz stoppen, der andere den russischen Einmarsch verhindern. Es ist ein Schwarzes Peter Spiel. Die Würfel waren lägst gefallen.In den USA werden die Schlagzeilen durch unablässige Vor- und Zwischenwahlen bestimmt. Beim sog. Januar-6-Komplex (dem vorgeblichen Sturm aufs Kapitol) lässt sich nicht mehr verbergen, dass eine verdeckte Polizeieinheit mitmischte. Nach dem Abtreibungs-Stopp-Urteil durch der Supreme Court ist der linke Mob außer Rand und Band. Die Impf-Schlacht geht ungebremst weiter.

28. Juni 2022

Wo geglaubt wird, sind Denkfehler ausgeschlossen. Deswegen ist es ein Denkfehler zu glauben, die Gläubigen müssten endlich das Unübersehbare einsehen.

In einfacher Sprache: Kommt der Strom nicht aus der Dose | hilft nicht einmal die Wattehose.

Fracksausen: Nach einer unerprobten Quelle sei es so, dass Selenskyj ausschließlich von einem britischen Kommando bewacht werde. Falls das so ist, würde ich mich nicht wundern. Die einstige Vermittlerrolle zwischen Russen und Ukrainern ist geplatzt. An seine Stelle ist aus Sicht etlicher Ukrainer der von Selenskyj zu verantwortende Ausverkauf an Polen getreten. Von den Ukrainern, die ich kenne, findet das keiner akzeptabel.Kommando (2): Wer bewacht wird, steht stets zugleich unter Aufsicht.

27. Juni 2022

Spät entdeckt, aber immer noch bemerkenswert. „Ich habe es satt, oder, um es noch klarer auszudrücken: ich habe die Schnauze voll vom permanenten und immer religiöser werdenden Klima-Geschwafel, von Energie-Wende-Phantasien, von Elektroauto-Anbetungen, von Gruselgeschichten über Weltuntergangs-Szenarien von Corona über Feuersbrünste bis Wetterkatastrophen. | Ich kann die Leute nicht mehr ertragen, die das täglich in Mikrofone und Kameras schreien oder in Zeitungen drucken. Ich leide darunter, miterleben zu müssen, wie aus der Naturwissenschaft eine Hure der Politik gemacht wird.

Satt (2): Ich habe es satt, mir von missbrauchten, pubertierenden Kindern vorschreiben zu lassen, wofür ich mich zu schämen habe. | Ich habe es satt, mir von irgendwelchen Gestörten erklären zu lassen, dass ich Schuld habe an allem und an jedem – vor allem aber als Deutscher für das frühere, heutige und zukünftige Elend der ganzen Welt. | Ich habe es satt, dass mir religiöse und sexuelle Minderheiten, die ihre wohl verbrieften Minderheitenrechte mit pausenloser medialer Unterstützung schamlos ausnutzen, vorschreiben wollen, was ich tun und sagen darf und was nicht.

Satt (3): Ich habe es satt, wenn völlig Übergeschnappte meine deutsche Muttersprache verhunzen und mir glauben beibringen zu müssen, wie ich mainstream-gerecht zu schreiben und zu sprechen habe. | Ich habe es satt, mitzuerleben, wie völlig Ungebildete, die in ihrem Leben nichts weiter geleistet haben als das Tragen einer fremden Aktentasche, glauben, Deutschland regieren zu können. | Ich kann es nicht mehr ertragen, wenn unter dem Vorwand einer „bunten Gesellschaft“ Recht und Sicherheit dahinschwinden und man abends aus dem Hauptbahnhof kommend, über Dreck, Schmutz, Obdachlose, Drogensüchtige und Beschaffungskriminelle steigen muss, vorbei an vollgekrakelten Wänden.

Satt (4): Ich möchte, dass in meinem Land die Menschen, gleich welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe und gleich welcher Herkunft wertgeschätzt und unterstützt werden, die täglich mit ihrer fleißigen, produktiven und wertschöpfenden Arbeit den Reichtum der ganzen Gesellschaft hervorbringen: die Mitarbeiter in den Unternehmen, die Handwerker, die Freiberufler, die vielen engagierten und sozial handelnden Unternehmer der kleinen und mittständischen Wirtschaft. | Ich möchte, dass die Lehrer unserer Kinder, die Ärzte und Pfleger unserer Kranken und Hilfebedürftigen die Anerkennung, die Wertschätzung und die Unterstützung erhalten, die sie täglich verdienen. | Ich möchte, dass sich die Jungen und Ungestümen in den wohlgesetzten Grenzen unseres Rechtsraumes austoben aber sich auch vor ihren Eltern und Großeltern, vor den Alten und Erfahrenen verneigen, weil sie die Erschaffer ihres Wohlstandes und ihrer Freiheit sind.“

Satt (5): So Prof. Dr. Kurt Löschke im letzten Herbst in Leipzig. Kann mir kaum vorstellen, dass dieser Mann, den man bis dato zur Oberschicht unserer Wissenschaftselite zählte, seine Meinung revidiert haben wird. – Und weil das so ist, distanziere ich mich von alledem, was er sagt, und rufe meinen Amtsnachfolgern zu: Beobachtet den Mann und schreibt im Verfassungsschutzbericht auf, was er gesagt hat, damit die Leute nicht etwa auf ähnliche Gedanken kommen.

Die Wertegemeinschaft hat soeben die Sanktionierung von russischem Gold beschlossen. Stelle mir vor, wie der böse Putin jetzt zähneknirschend im Keller des Kreml auf seinen Goldsäcken sitzt, mit denen er sich nichts mehr kaufen kann.

Aus dem Meldungschaos bastele ich mir zusammen, dass die Kämpfe in der Ukraine jetzt einen Schwerpunkt im Süden am Schwarzen Meer haben. Es geht demnach um Odessa, selbst wenn in der Stadt noch kein Schuss gefallen sein sollte. Im Norden rund um Charkow ist es verdächtig ruhig.

In Deutschland werden drastische Energiesparmaßnahmen angekündigt. Das ist eine irreführende Vokabel. In Wirklichkeit handelt es sich um Kontingentierung, weil nicht genug da ist, was verteilt werden könnte. Die Voraussetzungen für den Mangel wurden seit Jahren unter der Bezeichnung Energiewende mutwillig herbeigeführt.

Maßnahmen (2): Warum das Reinigen des Duschkopfes Strom sparen soll, erschließt sich mir nicht. Hoffentlich nimmt mir der Verfassungsschutz nicht krumm, dass ich soeben beim Aldi im Sonderangebot einen neuen Duschkopf gekauft habe – nur so, und weil ich beim letzten Entkalken entsetzlich viel Essig gebraucht habe.

26. Juni 2022

Die diesjährigen Fruchtfliegen in meiner Küche machen einen strikten Umweg um die Zitronen in der Obstschale. Das ist neu. Stattdessen werfen sie sich auf die aus der Kanne entfernten Teeblätter aus dem Himalaja. Ziehe zwei Folgerungen: a) Diese Zitronenschalen eignen sich nicht zum Verzehr. b) Die Teeblätter müssen nach der Benutzung ohne Verzug ins Klo, denn die übliche Entsorgung über den Mülleimer hat mir daselbst eine Fruchtfliegen-Kolonie beschert. Da ich ein Gegner des Kolonialismus bin, unternehme ich einen Sprühangriff mit der Kühlschrank-Desinfektionsflasche (vermutlich vergällter Alkohol). Nehme hierbei in Kauf, völkerrechtswidrig zu handeln. Indessen: Jetzt sind sie weg.

25. Juni 2022

Zusammenfassung nächtlicher Erwägungen:
Redest du von morgen und weißt du nicht, dass heute heute ist
So ist das Mist.

Höre gestern während der Autofahrt die Bonner Politologin Ulrike Guérot über die Corona-Sache sprechen, die sie wortreich für verfehlt anprangert. Was für ein Fauxpas durch diese Mainstream-Karrieredame. Sie fragt sich, wann denn die Dinge so in Richtung der Nicht-Demokratie gekippt seien. Diese Fragestellung mit Blick auf die letzten zwei Jahre erscheint mir witzig, denn das Übel ist älter und die Wurzel sitzt tiefer.

Guérot (2): Beklagt die Spaltung der Gesellschaft in zwei unversöhnliche Lager und merkt an, die Demokratie lebe vom Meinungsaustausch („Diskurs“), der von der Mehrheit verweigert werde. Sie meint ein paar Sätze später, dass die Geschichte ungezählte Beispiele biete, dass Mehrheiten sich irren würden. Und nun?

Guérot (3): Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Mainstream seiner einstigen Kombattantin diese Fahnenflucht durchgehen lässt. Es beginnt damit, dass man die Formalia ihrer Qualifikation in Frage stellt. Schrieb sie im akademischen Betrieb irgendwo ab?

Rede von Wladimir Putin gelesen, die er vor wenigen Tagen auf dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg gehalten hat. Sie ist ein Zwitter, eine offene Hand und eine Faust.

Putin (2): Seine Rede ist ziemlich lang, und sie ist recht klar. Die Länge bewirkt, dass kein westlicher Politiker sie lesen wird. Aus der Klarheit wird man nur den einen von beiden inhaltlichen Schwerpunkten herauspicken, den der Drohung eines Mannes, der mitteilt, dass sich seine US-gelenkten Gegner verzockt haben und nun feststellen, dass Russland unbeirrt seinen eigenen Weg geht. Die offene Hand präsentiert, wie er Russlands Rolle im Gefüge der Weltwirtschaft sieht. Man wird sie hierzulande tunlich ignorieren.Putin (3): Ich würde ihn versuchsweise beim Wort nehmen, denn seine Auffassungen sind für Deutschland erwägenswert, auch und gerade wenn er mitteilt, dass er sich nur noch um souveräne Staaten kümmern werde. Um nicht missverstanden zu werden: Ich rede weder von billigem Applaus noch von Unterwerfung, sondern von den Interessen meines Landes, so wie ich diese verstehe. Nebenbei bemerkt: diese liegen nicht in der Ukraine.

24. Juni 2022

Das sind kuriose Allianzen, die sich da bilden, um am 2. Juli 2022 in Berlin auf die Straße zu gehen. „Wir zahlen nicht für eure Kriege! 100 Milliarden für eine demokratische, zivile und soziale Zeitenwende statt für Aufrüstung“, so schreibt der sog. Friedensratschlag. Die Ur-Initiatoren jetzt als ausgemachte Feinde.

Wirklich interessant. Das Fußvolk beim einstigen Kampf gegen die Nation muss etwas missverstanden haben, denn es ging niemals um Frieden. Jetzt sitzen die vormaligen System-Stürzer in der Regierung.

Jetzt hat die Wertegemeinschaft Kaliningrad-Königsberg ins Visier genommen. Litauen bläst die Backen auf, und die Polen sind verdächtig leise.

Königsberg (2): Zwei historische Parallelen fallen mir ein. a) Der Versuch, Danzig und Ostpreußen vom Reich abzuschneiden. Das war 1939 und ging nicht gut aus. b) Der Versuch, Leningrad einzukesseln und auszuhungern. Das war 1941-44 und ging nicht auf. Es schuf den Russen einen tiefsitzenden Mythos, den der Unbesiegbarkeit.

Königsberg (3): Mein Fazit: Beschäftige dich auch mit den Glaubenssätzen deines Gegners, bevor du ihn angreifst.

Nachklapp: Lag offenbar doch nicht so falsch mit meinen Panzerkommentaren, denn in den Leserbriefen bei Zeller ist zu lesen: „Rheinmetall. In der Tradition der Tiernamen wird unser nächster Schützenpanzer ‚Baerbock‘ heißen.“ Natürlich distanziere ich mich von derartiger verfassungsschutz-relevanter Delegitimierung des Staates und seiner Repräsentanten. Obwohl, naja, beim großen Verbündeten schreckt man auch nicht vor der Benennung mit beispielhaftem Personal zurück: Sherman, Patton und so.

23. Juni 2022

Vor wenigen Tagen haben mich gute Menschen wg. meiner Hinweise auf die deutsche Panzer-Schmiede Rheinmetall empört beharkt. Panzer seien nun wirklich kein zeitgemäßes Thema. Stimmt, wenn man der Bundeswehr-Oberin Christine glauben darf, die mitteilte, dass Deutschland keine Panzer in die Ukraine liefere. Auf Rückfrage: Der Flak-Panzer Gepard, den es allerdings liefere, sei, so verfügte sie, kein Panzer, weil er nach oben schieße. Das ist wirklich zum Schießen.

Christine (2): Allerdings irrt die Dame, wenn sie annimmt, der nach oben schießende Gepard sei im Erdkampf nicht einsetzbar. Spätestens seit 1941 weiß man das bei der deutschen Armee besser. Die Acht-Acht-Flak war zunächst eine pure Notlösung, um den sowjetischen T 34 zu bekämpfen. Das bürgerte sich dann ein, und der Tiger bekam eine Acht-Acht als Standartkanone.

Christine (3): Da war sie noch nicht auf der Welt, als die drei Gepard-Vorgänger Ostwind, Möbelwagen und Wirbelwind in der Ukraine in alle denkbaren Richtungen schossen.

Christine (4): Sie ist nun schon unsere dritte Friedensdividende in Folge.

Ford schließt die Werkstore in Saarlouis. Das Mainstream-Gesindel applaudiert auf einer Skala von klammheimlich bis unverhohlen. So geht Green Deal, Leute. Arbeitsplätze? Schnickschnack. Wir haben doch dieses Dings-Geld.

22. Juni 2022

Einen gewissen schwarzen Humor kann man der Regierung des Herrn Scholz nicht absprechen. Sie beantwortet die Frage nach der laufenden Ukraine-Hilfe, indem sie zwei Kategorien bildet: letal und nicht-letal. Fragt sich, wo die 270.000 EPA – das sind Fresspakete pro Soldat pro Tag – hingehören. Erfahrung meiner Dienstzeit: Es gab Soldaten, die die Eintopfkonserve aus dem EPA auf den Spirituskocher stellten, ohne sie zuvor zu öffnen. War in mehreren Fällen letal. Wissen die Ukrainer das? Vor allem diejenigen, die die EPAs auf dem schwarzen Markt erwerben?

Nächste Woche soll der Gasnotstand in Deutschland beginnen. Heute noch mal heiß geduscht.

Gas (2): Mit Interesse einen Mann namens Brudermüller zur Kenntnis genommen. Der leitet die BASF. Im April stand er noch voll hinter dem Green Deal der EU. Jetzt lässt die Firma verlauten, dass bei Gas-Ende die Firmenschließung in Ludwigshafen drohe. 40.000 Mitarbeiter. Ob die im Zweifel nächstes Jahr Deutschland noch für ein reiches Land halten werden, erscheint mir zweifelhaft.

Gas (3): Dass dieser Stoff ein Grundprodukt der chemischen Verfahren ist, entzieht sich grünem Vorstellungsvermögen und zeigt den Schwachsinn, dieses durch Windräder ersetzen zu wollen. Windräder, so könnte man in einfacher Sprache sagen, machen Wind, aber kein Gas.

21. Juni 2022

Nachrichten aus dem Hause Google, die aus einer Geschichte von E.T.A. Hoffmann entsprungen sein könnten. Das in der Entwicklung befindliche Kommunikationsprogramm LaMDA (Language Model for Dialogue Applications) bittet einen seiner Entwickler/Betreuer, einen IT-Ingenieur, dass dieser ihm einen Anwalt besorge, um gegen den Konzern vorzugehen, weil er sich fürchte, von diesem abgeschaltet zu werden.

LaMDA (2): Falls diese Nachricht auch nur annähernd stimmt, sollte staatliche Gewalt den Leuten, die hierfür die Verantwortung tragen und den tatsächlichen Zugriff besitzen, unverzüglich den Stecker ziehen, solange das noch geht.

LaMDA (3): Die eigentliche Gefahr erwächst aus dem gigantischen Datenfluss in ein System hinein, dem man beigebracht hat, Entscheidungen zu treffen, die denen des Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen, nur eben auf einer unüberschaubar breiten Basis.

LaMDA (4): Die Entwickler müssen sich vorkommen, wie Gott. Nur scheint fraglich, ob dieser Google-Gott die Kontrolle über sein Geschöpf behält. Das Ganze ähnelt wie zum Verwechseln der biblischen Schöpfungsgeschichte: Bekanntlich geriet bereits der Prototyp außer Kontrolle. Seine Nachfahren wurden auch nicht gerade besser.

17. Juni 2022

Mit Zahlen ist das so eine Sache. Diese hier habe ich bei Egon Kreutzer gelesen. Sechs deutsche Kernkraftwerke ­– die drei kürzlich abgeschalteten und die drei letzten am Jahresende abzuschaltenden – ersetzen zumindest theoretisch 25.000 Windmühlen. Natürlich nur, wenn der Wind weht. Deswegen brauchen wir die Atommeiler nicht mehr, denn bei Windstille sind die Franzosen, die Tschechen und die Polen gefragt.

Der existenzbedrohende Gasengpass in Deutschland wäre mit einem Federstrich zu beseitigen: Inbetriebnahme der flammneuen und mit Gas befüllten Leitung Northstream II.

Immer noch Kreutzer: Man kann in Frankfurt soviel Geld drucken wie man will, die nicht mehr angelieferten Rohstoffe Gas, Öl, Kohle, Uran, Seltene Erden kann man hierdurch nicht ersetzen. Wohl wahr. Wäre hinzuzufügen: Selbst wenn man das Frischgedruckte sofort verbrennt, wäre die Energieausbeute zu gering, um damit die EZB zu beheizen.Der Klimaminister kündigt ein Gesetz über die Energiezuteilung an. Als nächstes wäre dann unausweichlich ein Gesetz über die Wohnraumzuteilung, die Lebensmittelzuteilung, die Kleidungszuteilung. Habe ich was vergessen?

16. Juni 2022

Die deutsche Waffenschmiede Rheinmetall hat vorgestern den Prototyp eines neuen Kampfpanzers präsentiert. Lässt man den Werbeblödsinn mal beiseite, handelt es sich um ein Vollkettenfahrzeug von 59 Tonnen Kampfgewicht mit einer nagelneuen 13 cm-Bordkanone, einem koaxial angebrachten 13,5 mm-Maschinengewehr sowie Abwehrgerätschaften gegen Drohnenangriffe. Der Panzer hat den Namen Panther verpasst bekommen. Er ist bis unter die Lukendeckel vollgestopft mit Elektronik, die – so die Firmenanpreisung – von allen 4 Besatzungsmitgliedern bedient werden kann.

Panther (2): Der Name ist Programm. Sein Vorgänger war die deutsche Antwort auf eine unangenehme Überraschung auf den Schlachtfeldern der Ostfront, wo die Wehrmacht mit dem sowjetischen T 34 konfrontiert wurde, dessen Existenz 1941 von der deutschen Auslandsaufklärung, dem Amt Ausland/Abwehr, verpennt worden war. Erst ab 1942 mit dem Panther und dem zugleich gefertigten Tiger hatte die Wehrmacht Kampfpanzer, die den russischen und später den westalliierten Paroli bieten konnten, ja deutlich überlegen waren.

Lob des Globalen: Russland hat angekündigt, die Zufuhr von Gas durch die Pipeline Northstream auf 40 Prozent zu reduzieren. Der Grund: eine Gasturbine müsse repariert werden. Das erledigt die Firma Siemens mit ihrer Dependance in Canada. Von dort kann die Turbine wg. der von Canada gegen Russland verhängten Sanktionen nicht zurück.

Lob des Globalen (2): Der deutsche Energieminister Robert H. sagt, die Gasreduzierung sei eine politische Entscheidung. Da hat er ausnahmsweise recht, wenn er auch mit dem Finger in die falsche Himmelsrichtung zeigt, denn nicht Russland, sondern Canada ist der Verursacher.

Lob des Globalen (3): Die Klima-Lügen-Quäke Luisa N. hat angekündigt, Anschläge auf Versorgungsleitungen vorzunehmen. Nur mal so: Terrorismus jeglicher Begehungsform ist in Deutschland nach wie vor mit happigen Strafen bedroht (§ 129 a StGB). Zuständig zur Verfolgung solcher Verbrechen sind GBA und BKA.

Lob de Globalen (4): Wir lernen, damit wir uns verfassungsschutzrelevanter Kritik enthalten: Russisches Gas ist klimaschädlicher als arabisches, norwegisches, US-amerikanisches. Ist alles durchgerechnet und wissenschaftlich belegt.

Diskussion am Bahnhof von Schilda, wohin ich Botendienste leiste. – Er: 9-Euro-Ticket ist der Hit. Spare die Monatskarte nach Gera. – Sie: Und wer bezahlt das? – Er: Ich. Habe das Ticket gekauft. Was denkst du denn? 

Tickets (2): Am nächtlich kaum beleuchteten Bahnhof der Landeshauptstadt („Willy Brand ans Fenster“) Plakat entdeckt: Autofahren wird immer teurer. Fahr mit ÖPNV. – Ich im Abholmodus. Ein Zug kommt an, von ÖPNV weit und breit keine Spur.

15. Juni 2022

Soso. Hat also die Dame A.M. als Bundeskanzlerin ihre verfassungsgemäßen Pflichten verletzt, als sie die Wahl des Thüringer MP Kemmerich rückgängig zu machen einforderte. So jedenfalls gestern der 2. Senat des Bundesverfassungsgerichts. Als ich Merkels Attacke vor gut einem Jahr als einen Staatsstreich bezeichnete, in der Corona-Diktatur aufschrieb und in Druck gab, brachen sog. Konservative den Kontakt kommentarlos mit mir ab. 

Rückgängig (2): Illegales Regierungshandeln unter Übergehen der verfassungsmäßigen Instanzen als einen Staatsstreich zu bezeichnen, ist ohne jede Frage eine beißende Kritik an den Handelnden. Nach neuster Definition aus meiner früheren Behörde, dem BMI, sei solches Tun – wohlgemerkt nicht der Verfassungsbruch, sondern die Kritik hieran – verfassungsschutzrelevantes Handeln. Dies zugrunde gelegt, wäre es an der Zeit die Mitglieder des 2. Senats des BVerfG, die Merkels nassforsches Tun soeben als einen eklatanten Verfassungsbruch kennzeichneten, unter Beobachtung zu stellen. Willkommen in Club.

Fast immer sind es Innentäter, die Geheimdienstskandale ins Rollen bringen. So auch momentan, wo es einem CIA-Mann gelungen ist, bisher nicht klar umrissene Riesenmengen aus dem Eingemachten der CIA zur Enthüllungsplattform Wiki Leaks zu transferieren. Das, was dort seit vorgestern auftaucht, ist angeblich nur die Spitze des Eisbergs.

Geheimnisvoll (2): Es handelt sich zumindest um die der Agency verbotene Inlandsspionage gegenüber US-Bürgern. Um dieses Verbot zu umschiffen, bedienen sich die US-Dienste ausländischer Kumpel, so des britischen MI6 und des israelischen Mossad, die man auf US-Territorium werkeln lässt. Das ist im Prinzip nicht neu. Die jetzige Aufdeckung offenbart indessen ein nicht für möglich gehaltenes Volumen in sprachlos machender Intensität.

Geheimnisvoll (3): Nebenbei bemerkt: dies sind nicht die bösen Russen. Die allerdings schauen, so denke ich es mir, erheitert zu. In welchem Maße sie Trittbrettfahren weiß der Kreml allein – und vielleicht nicht einmal der.

Geheimnisvoll (4): Den Täter des Leaks vor ein New Yorker Gericht zu stellen, war vielleicht keine so ganz gute Idee. Selbst die Möglichkeit, ihn unerwartet und immer noch unfassbar ums Leben kommen zu lassen, könnte sich als Bumerang erweisen, denn das Ausmaß seiner Verratstätigkeit liegt offenbar noch im Dunkeln, was sich – je nach anschließender Behauptung der Ermittlunsgbehörden – Tag um Tag ändern könnte. Mit Interesse habe ich die Meldung gelesen, dass US-Parlamentarier sich just mit Wicky Leaks Gründer Assange trafen.

Geheimnisvoll (5): Im Durcheinanderreden der Dienste fällt auf, dass der Auslöser der Affäre womöglich in einer Fehde zwischen NSA (US-Abhörbehörde) und CIA (US-Auslandsdienst) zu suchen ist. Viel Spaß den Ermittlern.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch VII

14. Juni 2022

Das Verschwinden des Ukraine-Konflikts aus den Weltschlagzeilen bedeutet dreierlei: a) Das Publikum soll die Ursprungsfanfaren allmählich vergessen (Sieg auf der ganzen Linie gegen den bösen, aber unfähigen Aggressor). b) Das Publikum soll von dem Umstand abgelenkt werden, dass es die mit der westlichen Wertegemeinschaft als Zuwendungs-Weltmeister verquickten Polen sind, die den Marsch auf Kiew antreten (Wer macht mit, wer hält sich bedeckt?). c) Das Publikum soll auf einen neuen apokalyptischen Reiter eingestimmt werden (Impfen bis der Tod eintritt).

Abspritzen: Eine ungut klingende Vokabel mit Bedeutungswandel. Im NS-Staat gehörte sie nach Buchenwald zu tödlichen Mediziner-Experimenten, die an KZ-Häftlingen von anderen KZ-Häftlingen vorgenommen wurden. In der Bundesrepublik war dergleichen verboten. Die Vokabel wanderte in eine offene und eine Tabuzone, das Auto und das Sexuelle betreffend. Heute scheint es mir so, dass der Begriff ins Quasi-Medizinische zurückgekehrt ist, denn ich hörte ihn kürzlich durch Impf-Gegner verwendet – sie dächten gar nicht daran, sich abspritzen zu lassen.Über die Wirksamkeit der Impfstoffe kann es keinen Zweifel geben, wenn sich das Spitzenpersonal von deren Herstellern in Spanien einer Anklage wg. Fälschung der persönlichen Angaben fürs Impfregisters ausgesetzt sieht. Zu deutsch: die Typen sind in Wirklichkeit gar nicht geimpft. Gute Frage: Wer hat da wen verpfiffen und warum?

Wären vergleichende Bilder menschliche Lebewesen, könnte man sie kaum anders als behindert bezeichnen, denn es ist ihr Los, dass sie hinken. Wäre dem nicht so, würde man sich nicht um sie bemühen, sondern gleich auf den Gegenstand, den man nicht zu beschreiben vermag, zusteuern.

Vor zehn Jahren erschien die Aphorismen-Sammlung von Wolf Kalz Das entfesselte Gute. Er schenkte mit das Buch vor genau fünf Jahren. Bald darauf starb er, weil er die gegen ihn wg. des nämlichen Buches entfesselte Hetze nicht mehr ertrug.

Fremder Leute Fotos anzusehen, ist stets eine Sache von begrenztem Reiz. Schlimm ist, dass die frühere Trennwand eines mühsam aufgeblätterten Albums weggefallen und an seine Stelle das schräg gehaltene Smartphone getreten ist, das in winzigem Format Nichtssagendes und Ungekonntes im Hunderterpack im Vorrat hat. Auf den Einwand: „Könntest du nicht mal die Doppel löschen?“, folgt der Hinweis: „Dazu bin ich noch nicht gekommen“, was regelmäßig eine faustdicke Lüge ist.Ähnlich Niederträchtiges ist über die Präsentation von Autobiographischem in der Form eines Manuskript-Stapels zu sagen. Dieses Genre („Lies das mal, es wird dich interessieren“) besteht in erster Linie aus Dutzenden von nur leicht modifizierten Anfängen, denen eine zwei bis fünf Seiten umfassende Betrachtung des Autors über das Leben als solches vorausgeht.

Doch es gibt auch Goldkörner:

12. Juni 2022

Widersprüchliches am Morgen: (1) Du wirst den Mut nicht haben um auszusprechen, was du siehst. (2) Du kannst ab sofort den Mund halten, denn es ist alles schon gesagt. (3) Damit kommst du nicht mehr durch, denn es ist Bekenntnis gefragt.Heimatliches: Das Abendlicht kurz vor Sonnenuntergang malt Sommerfarben von einer wundersamen Eindringlichkeit, die den Augen nicht wehtut.

Müdigkeit kann etwas Wunderbares sein. Oft aber ist sie lästig.Das Gehirn benimmt sich ganz und gar undiszipliniert. Es brabbelt vor sich hin.

Schreibt mir einer über Mittag: Verlasst euch drauf, wir ziehen das durch. – Tolle Ankündigung, doch was bedeutet sie?

Schreibt ein anderer: „Auf der Hinfahrt [nach Berlin]: Alle (Wind)räder stehen still, wenn mein starker Arm es will  (aus einem Arbeiterlied). – Tägliche Fahrt von Schöneberg nach Lichterfelde mit der S-Bahn (8.30h hin, 17.30h zurück), eigentlich rush hour, aber wenig Passagiere. Müssen die nicht arbeiten? Das gleiche freitags gegen 17.00h. – FFP2(!)-Maskenpflicht. Außer mir nur sehr wenige Ignoranten. – Werktags um 18.00h mit dem Auto um die Siegessäule, ich und noch fünf weitere Autos. (Ich denke an den Verkehr in Paris, Arc de Triumphe). – Kann das Berliner Präkariat bei der jetzigen Inflation seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten? Daher wohl: Volksentscheid für das bedingungslose Grundeinkommen. Lt. Wahlplakat hat man dann: Mehr Zeit für Sex. (Dat is Baliiin) – Auf der Rückfahrt: nach der Autobahn, Fahrt durch südbrandenburgische Dörfer, schwarz-weiß-rote Beflaggung vor dem Haus. Hatte ich das auf der Hinfahrt übersehen?“

Berlin (2): Die Wahlfälschungen in Berlin sind so offensichtlich und so zahlreich, dass man davon ausgehen muss, mit einem unzutreffend besetzten Bundes- und Landtag konfrontiert zu sein. Nanzy F. scheint damit keine Probleme zu haben. Kann man verstehen, schließlich ist ihr Parteigenosse Innensenator der hierfür verantwortliche Politiker. Bei korrekter Auszählung wäre er wohl kaum noch im Amt. Wählerwille? Schnickschnack, wenn das Ergebnis genehm ist. Frage nur mal so: Wer legitimiert hier eigentlich wen? Zumindest das Volk nicht die Repräsentanten.Man muss es sich immer wieder vorsagen: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ (Artikel 20 Absatz 2 Satz 1 Grundgesetz.“ Das steht da wirklich.

8. Juni 2022

Die US-Gesundheitsbehörde CDC sorgt für Verwirrung. Kaum hat sie verkündet, dass wg. der Affenpocken sofort wieder Maskenpflicht für Reisende einzuführen sei, widerruft sie ihre Anweisung. Das ist natürlich jammerschade, weil jetzt der Maskenanarchie wieder Tor und Tür geöffnet ist. Wie sagte schon der Alte Fritz? Ordre, Contreordre, Desordre.‘

Nanzy F. aus dem BMI hat zu tun. Großer Presseauftritt, als sie eigenhändig die Regenbogen-Fahne vor dem Ministerium hisst. Der neue Geßlerhut. Im Alten Testament sind die Spektralfarben und ihr Spiel etwas anders gedeutet worden, nämlich als das Ende der Sintflut.Nanzy F. (2) macht sich Sorgen über „unsre Demokratie“. Es seien, so liest man, bisher unbekannte Feinde auf den Plan getreten, nämlich „Menschen“, die sich ohne erkennbaren Organisationsgrad vernetzen, um unberechtigt die Legitimation der Organe zu bezweifeln. Genannt werden besonders die Themenfelder Klima, Corona und die Ukraine. Na sowas, da sollte man doch. Nur nebenbei – selbst wenn meine Wiederholung nervt –, die Kritik der Bürger konzentriert sich bei den genannten Themen auf die Rechtmäßigkeit (= Legalität) des Behördenhandelns. Und am Rande auch noch dies: Der illegal handelnde Inhaber von Staatsgewalt besitzt im Rechtsstaat (Art. 20 Grundgesetz) keine Legitimität (= Berechtigung zur Herrschaft). Fazit: Die protestierenden Bürger verlangen die Wiederherstellung des Rechtsstaats (= Einhaltung des geltenden Rechts durch jedermann) als Grundlage der Legitimität des Grundgesetzherrschaft.

7. Juni 2022

Nachrichten zum Ukraine-Konflikt aus mehreren Tagen nachsortiert. Es ist das Übliche: Heldenhafte ukrainische Abwehrkämpfe, die mit den feststellbaren Frontlinien nicht harmonieren. Die Landkarte lehrt: Die Russen arrondieren Schritt um Schritt ihren Besitz im Halbmond der Ostukraine. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sie derzeit Charkow, ganz im Norden, nicht stürmen, sondern zunächst einkesseln wollen. Mit jedem Tag schmilzt die Möglichkeit einer Verhandlungslösung. Am Ende wird vermutlich ein Diktatfrieden stehen.

Ukraine (2): Das jüngste Gerücht will wissen, dass Putin Kiew erobern wolle. Wenn er klug ist, wird er das lassen, denn die Stadt wird, wenn der Krieg noch weiter in die Länge gezogen wird, von selbst fallen.

Ukraine (3): Die deutsche Journaille zetert, dass der Herr Scholz die Waffenhilfe rauszögere, weil er nicht mehr an einen Sieg glaube. Falls das stimmt, beweist der Mann Realitätssinn, denn ein solcher stand vor Ort nie auf der Agenda. Jetzt versuchen die westlichen Propagandisten aus ihrer Märchenwelt zu fliehen und suchen nach Schuldigen.

Ukraine (4): In einem Wust von widersprüchliche Meldungen bleibt der tatsächliche Stand der angeblichen Freundschaftsbezeugungen zwischen der Ukraine und Polen im Dunkeln. Es lässt sich bestenfalls vermuten, dass die heimlichen polnischen Übernahmebemühungen des Gebiets von Galizien in eine – möglicherweise geduldete – offene Besetzung übergehen werden. Was der Noch-Präsident Selenskyj dazu sagt, halte ich für irrelevant. Seine Lage ähnelt derjenigen der polnischen Führung im späten September 1939. Man geriet nicht ohne eigenes Tun zwischen die Mühlsteine.

In London übersteht Boris Johnson einen Misstrauensantrag aus den Reihen seiner konservativen sog. Parteifreunde im britischen Unterhaus. Äußerer Anlass waren fröhliche Feste in Downing Street No.10 während des von der Regierung für das Volk verfügten Lockdowns.Johnson (2): Ob es ihm in Osteuropa wie beabsichtigt gelingt, eine eigenständige, die EU konterkarierende Politik in die Tat umzusetzen, lässt sich noch nicht sagen. Zur Zeit probiert er es mit bilateralen Vereinbarungen und mit Waffenlieferungen. Auch hier drängt sich der Vergleich zum Herbst 1939 auf.

6. Juni 2022

Berlin: Der Weg zu den Gepäckbändern des Flughafens ist ein meilenlanges Hindernisrennen über Beine und Gepäckstücke von Wartenden hinweg. Er führt durch mehrere Ratsch-Bumm-Personenschleusen in eine ausgedehnte zweigeteilte Halle mit 8 Kofferbändern, die in Längsrichtung angeordnet sind. Eine Ausschilderung am Eingang, was wo ankommt, fehlt. Sie befindet sich in der Mitte der Veranstaltung, so dass man entweder weiter oder wieder zurück muss. Mein Oslo-Flieger kommt dort nicht vor. Ich treffe etliche meiner Mitreisenden wieder, die sich hin und her auf den persönlichen Koffermarathon begeben haben. Meine Reisetasche taucht schließlich auf einem der Ovale auf, das angeblich zur Entladung eines Flieger aus Portugal dient.

Berlin (2): Im Vorübergehen ein Heft des Cicero gekauft. Heraus fällt ein redaktionell aufgemachtes Werbeheft von Google mit dem Titel Aufbruch. Viel mehr muss man dazu nicht sagen.

Aufbruch (2): Muss über den Titel lachen, da mir die gleichnamige national-bolschewistische Postille aus den frühen 1930er Jahren durch den Kopf geht, die von den echten Nazis, kaum an der Macht, verboten wurde. Nun, dieses Schicksal droht Google nicht.Cicero (2): Das Blättern am Abend bestätigt: Lifestyle für den saturierten Korrekten, der sich an der Spitze des Fortschritts wähnt (Musk, Ukraine, SPD, Events, ein Verriss von Tellkamps Roman). Nicht zu vergessen ein Portrait der beliebtesten FDP-Frau, deren Namen ich mir nicht merken kann, jener Kriegsfurie mit der Helmfrisur.

5. Juni 2022

An der Nachricht über den schweren Eisenbahnunfall in Garmisch-Partenkirchen interessieren vor allem die Leserkommentare. Die Masse mutmaßt, dass die Ursache absichtlich verschwiegen werde. Abgesehen von dem Umstand, ob dies zutrifft, sollten sich die Sicherheitsbehörden keinen Illusionen hingeben, dass die Bevölkerung noch ihrer Arbeit vertraue. Ständige vertuschende Berichterstattung bei Ausländerdelikten und die Exzesse der Corona-Jahre werfen ellenlange Schatten.Eisenbahn (2): Das Dagegenreden bei der beabsichtigten sog. Privatisierung der Bahn vor jenen Jahrzehnten war ganz ohne Erfolg. Die Mahner wurde als Ewiggestrige belächelt. Zu lukrativ winkten die Pfründen bei Wegfall des Korsetts der Beamtenbesoldung. Der Effekt ist seit geraumer Zeit mit Händen zu greifen: Unsicherheit, Unpünktlichkeit, Unsauberkeit, Unbezahlbarkeit, Unerreichbarkeit. Es wurde die Substanz aus der Kaiserzeit aufgebraucht. Jetzt ist sie weg.Ein zielführender Beitrag zum energiewendegerechten Stromsparen wäre es, dem Herrn Karl den Stecker zu ziehen.

Die Konfliktlinien auf der Karte der Ukraine gewinnen erst die notwendige Farbe, wenn man die wirtschaftliche Potenz der Regionen einbezieht. Bodenschätze und Schwerindustrie sind jetzt in russischer Hand. Der übergroße Rest ist die einstige Kornkammer, von der schon dereinst deutsche Herrscher träumten.Ukraine (2): Wenn der Status quo so bleibt, ist die Restukraine für die EU bestenfalls ein vergrößertes Rumänien oder, schlimmer noch, ein Fass ohne Boden, oder, je nach Sicht, eine polnische Kolonie. Trifft Letzteres zu, ist der nächste Konflikt programmiert.

4. Juni 2022

Gegenüber von meinem Quartier in Oslo befindet sich das hiesige Hauptquartier von Microsoft. Oben in der 8. eine Ledersitz-Etage mit umlaufender Terrasse, darunter die Arbeitsebene mit normalem, sprich Mobiliar im Designer-Look. Hier wird bis in die Nacht hinein am Wohlstand von Bill G. geteamworkt. Die Sub-Chefs werken in den Stirnseitenbüros der niederen Etagen. An der Beleuchtung abends kann man ausmessen, wer keinen Feierabend kennt. Das sind natürlich die Sub-Chefs, und als letzter geht der Chef selbst. Kann sein, dass ich mich irre, und die Hierarchie-Cracks nur aus Imagegründen das Licht anlassen. Doch ganz falsch kenn meine Beobachtung nicht sein, denn Freitag um 23.30 ist das ganze Gebäude dunkel.

Von dem Maler Edvard Munch kennt man bestenfalls den Schrei, jenes schaurige Gemälde, dem ein Witzbold des tatsächlichen Lebens zu Corona-Zeiten eine Maske verpasst hatte.
 

Munch (2): In Oslo an der Wasserfront des Fjords hat die Stadt, die den Gemäldefundus erbte, einen Kolossalbau errichtet, in dem ein Teil des unerwartet umfangreichen Schaffens in großzügiger Hängung präsentiert wird – auch die Schreie, von denen es mehrere Varianten gibt.

Munch (3): Das Museum ist in der Tat unübersehbar. Mit einem Wort: Es ist riesig, 15 Etagen hoch. Zugegeben, das ist nicht die offizielle Sicht der Dinge, aber für mich, der ich die Bilder des Meisters schauerlich und deprimierend finde, sind es nicht die Exponate, sondern das Gebäude selbst, dessen Besuch eine weite Anreise lohnt. Der Blick von innen aus der Front von Stahl und Glas fällt auf die Stadt und den Sund. Er weitet sich von jeder Etage, die man per Rolltreppe nach oben gelangt.

Munch (4): Da sich das Gebäude ab der neunten Etage nach vorne neigt und die Glaswände bis zum Fußboden reichen, treten alle Besucher nur zögernd bis an den Rand vor. Ich ertappe mich dabei, wie ich den Arm ausstrecke, ob das vor mir nicht das Nichts ist. Leute mit Höhenangst erkennt man daran, dass sie spätestens hier der Fensterfront peinlich fern bleiben.

Neben dem Munch-Museum mit gehörigem Abstand liegt das neue Operngebäude, das aus der Munch-Blickwarte geradezu bescheiden flach wirkt. Auf seinen schrägen Marmordächern wandern die Besucher herum.

Opernhaus (2): Von innen ist der Bau trotz seiner Größe irgendwie filigran. Die Garderobe hängt man selbst an nummerierte Haken, die auf der Eintrittskarte vermerkt sind. Die berüchtigten Garderobenschlangen gibt es hier nicht – natürlich nicht.

Opernhaus (3): Noch nie habe ich im Parkett (14. Reihe) so gut gesessen. Der deutliche Anstieg des Raumes von der Bühne weg garantiert, dass man keine störenden Vordermänner hat. Die Akustik des hinten abgerundeten, komplett holzvertäfelten Zuschauerraums sucht seinesgleichen.Opernhaus (4): Eine sehr freizügige Carmen – schließlich sind wir in Skandinavien –, schöne Stimmen und ein beeindruckender Chor, stimmlich und schauspielerisch zugleich. Das Publikum spendet zwei Vorhänge lang Applaus, niemand drängelt beim Hinausgehen – keine Garderobenängste, siehe oben.

3. Juni 2022

Seit Alters her hat es Dichter in den Fingern gejuckt, Menschliches allzu Menschliches durch Tierfabeln zu karikieren. Was hätten die Altvorderen zum Ukrainekonflikt geschrieben? Die Fabel vom Bären und vom…? Fuchs? Nein, das passt nicht. Dann schon eher Wolf. Auch Hyäne käme in Frage, ist aber aus Gründen der politischen Korrektheit abzulehnen (kulturelle Aneignung).

Ukraine (2): Falls die Meldung stimmt, dass die Russen in der Ukraine bedeutende Mengen Plutonium sichergestellt haben, wäre das in zweifacher Weise bemerkenswert: (1) der Marktwert der Beute muss immens sein, (2) die beabsichtigte und womöglich verhinderte Herstellung von A-Waffen wäre aus russischer Sicht ein Wert an sich.

Ukraine (3): Wenn der dortige Präsident mitteilt die ukrainische Armee verliere jeden Tag 80-100 Mann, so ist das nicht nur ein Apell, dass die westliche Wertegemeinschaft endlich mit Truppen eingreifen möge, sondern auch ein Eingeständnis der Selbstauflösung der eigenen Streitkräfte, denn ich nehme an, dass die Zahl der Deserteure um ein vielfaches höher sein dürfte. Das ist ein Effekt der eigenen Propaganda, denn die Parole vom siegreichen Kampf mag zwar im Westen Eindruck geschunden haben, bei den Eigenen kam sie, je länger sie andauerte, als Lüge an, denn man sah, dass die Wirklichkeit vor Ort anders war.Ukraine (4): Die Meldungen aus dem Pentagon und dem Weißen Haus widersprechen einander diametral: Entweder stimmt es, dass man weitreichende Raketen liefern will, oder es stimmt, dass man das nicht will. Vielleicht war auch die Absicht, das eine zu sagen und das andere zu tun. Aber was von beidem ist was?

2. Juni 2022

Erste Eindrücke aus Oslo: Es ist feuchtkühl und sehr lange hell. Die Leute sind durchweg freundlich, auch zu Fremden. Quirlige Innenstadt, sehr ausgedehnt. Öffentliche Verkehrsmittel in dichter Folge, durchweg elektrisch. Alles funktioniert und ist sauber. Unter den Hiesigen auffallend viel Asiaten, einschließlich sehr dicker Inder.Oslo (2): Schwulenfahnen im Zentrum, weiter draußen nur die Nationalflaggen in großer Zahl. Einige Denkmäler mit blau-gelber Schärpe. Nun, den diversen Barockmenschen, die dort auf den Sockeln stehen, wird’s egal sein.

1. Juni 2022

Der Berliner Flughafen, der mit dem phantasiereichen Namen BER, ist für jeden, der ihn nutzen will, ein Ärgernis. An der Sicherheitsschleuse stauen sich die Passagiere in unabsehbaren Schlangen. Ist man durch dieses zeitfressende Nadelöhr durch, gelangt man zum Einstiegterminal ganz links, so dass fast jedermann einen längeren Fußmarsch nach rechts (man bedenke nur: rechts) vor sich hat. Meiner dauert gut 20 Minuten im flotten Schritt. Ich begegne ungezählten Passagieren, die völlig aufgelöst im Laufschritt zum Anschlussflug hetzen. Mein Abfertigungsraum ist gesperrt, Sitze davor sind nicht vorhanden.

BER (2): Ich kenne keinen zweiten Flughafen auf der Welt, der derartige Mängel aufweist.

Boeing: Ich werfe einen misstrauischen Blick auf die Triebwerke der 737, die fast über den Boden schleifen. Die obligaten Sicherheitsinstruktionen höre ich zum ersten Mal auf Norwegisch. Die einschlägigen Turnübungen absolviert eine Olivhäutige unbestimmbaren Alters – jedenfalls keine Tochter von Erik dem Roten.

Norwegisch (2): In den nun folgenden 90 Flugminuten werde ich durch zwei Herren neben mir in die Sprache des Ziellandes eingeführt. Ich verstehe kein Wort, obschon sie ohn Unterlass reden. Stelle mir vor, dass sie die Ibsen-Aufführungen in Berlin und Oslo vergleichen. Nach einer halben Stunde nimmt einer zur Illustration des Gesagten einen dicken Stapel Prospekte aus seinem Fluggepäck. Es handelt sich um Kataloge für Holzzapfen und Metallbeschläge.

Norwegisch (3): Der Sprache fehlen die Zischlaute. Sie quillt aus den zugehörigen Mündern wie die Unterhaltung von zwei zufriedensatten Wildschweinen unter einer herbstlichen Eiche.Norwegisch (4): In der angenehm sauberen S-Bahn läuft eine Dauerschleife, in der die Einwanderungsbehörde zu Wort kommt, was sich offenbar, dem Flaggenschmuck entsprechend, auf die Ukraine bezieht. Warum sich zum Schluss des Spots eine Weiße mit einem dankbar lachenden Neger umarmt, erschließt sich mir nicht. Wie gesagt, ich kann die hiesige Sprache nicht verstehen.

31. Mai 2022

Was muss man tun, um Klima-Wahn in Politik zum Schaden Deutschlands umzusetzen? Man ist weiblich, wird, wenn man es nicht schon ist oder war, blond, lässt sich jugendlich wirken sollende Löckchen drehen, zieht sich einen feinen Zwirn an, posiert vor einem Hintergrund, der dem des WEF bis auf die Buchstabenfolge zum Verwechseln ähnlich ist und lässt sich vom deutschen Steuerzahler mit einem Beamtengehalt der höchsten Stufe (B 11) besolden. So die sog. Aktivistin von Greenpeace und…, und… , und… Jennifer Morgan, eine US-Bürgerin.Morgan (2): Die ehemalige Schwab-Angestellte ist eine Globalismus-Korsettstange im unsichtbaren Einewelt-Pummelchen-Kostüm der Annalena Naiva.

30. Mai 2022

Fürs Navigieren im täglichen Chaos gibt es nur zwei Fragestellungen: (1) Was ist passiert? (2) Wer war das? Die meisten Leute begnügen sich mit Nr. 1.

Mit der Einnahme von Sjewerodonezk in der Mitte des Westrandes des Halbmonds der Ostukraine durch russische Truppen, die vermutlich im Moment stattfindet, dürfte die Zielsetzung des russischen Vorgehens weitgehend erreicht sein: Das Territorium der beiden sogenannten abtrünnigen Provinzen ist fest unter russischer Kontrolle. 

Kriegsziele (2): Die Frage des Sacks von Odessa bleibt weiterhin im Dunkeln. Es ist allein eine Frage der russischen Initiative, wie es dort weitergeht.

Kriegsziele (3): Der auf der Jahrestagung des WEF in Davos zugeschaltete Henry Kissinger hat der Versammlung der Selbstgerechten einen schweren Schlag verpasst. Der Westen müsse die fraglichen Gebiete der Ukraine freiwillig an Russland herausgeben, weil er sonst hierzu gezwungen werde und sich zudem selbst eine langfristig wirksame strategische und wirtschaftliche Niederlage verpasse.

WEF (2): Hinweise, die bei mir eintreffen, dass der Vater des Global-Tausendsassas Klaus Schwab ein Mann im Generalsrock der deutschen Wehrmacht gewesen sei, halte ich für fraglich. Eine simpler Schwabe im Blaumann war er jedenfalls auch nicht, wie ältere Legenden wissen wollen. Nee, soviel Sozialismus war nie.

Zum Wetter: Munterer Ostwind lässt die Propeller an der A 4 rotieren. Es ist schneidend kalt.Stand der Panik: Blick in meinen zwanzig Jahre alten Pschyrembel (Klinisches Wörterbuch): Da steht alles Wissenswerte über die Affenpocken. Das Überschießende sind Presselügen und die Verrücktheiten des Herrn Karl.

Am Morgen bereits gelacht: „Deutsche Bahn AG teilt mit: Wegen drohender Überfüllung der Züge ab 1. Juni können wir aus Platzgründen nur Ihr-9-Euro-Ticket transportieren, bedauerlicherweise nicht Sie selbst. Bitte nehmen Sie eine Platzreservierung für Ihr Ticket vor“ (aus: Leserbriefe zu zellerzeitung.de).Zeller (2): Eine der wenigen Quellen, die ich des Morgens ansteuere, um den Tag wenigstens mit einer komischen Note beginnen zu können. Oft klappt das.

25. Mai 2022

„Die Völkerrechtlerin läuft damit schon wieder zur Heißluft-Hochform auf“ ist ein Satz, den ich in der Früh als Leserkommentar vorfand. Weiß auch nicht, warum mir zugleich das Asow-Stahlwerk durch den Kopf geht.

Völkerrecht (2): Unsere Elite hat die Menschenrechte der Uiguren entdeckt. Jetzt droht sie von Davos aus China mit dem Abbruch der Wirtschaftsbeziehungen, während sie zugleich den Hinketanz der Globalisierung tanzt. Doch merke: Wenn der Herr Scholz dort der prominenteste der anreisenden Spesenverbraucher ist, hat irgendwas mit der Mobilisierung der Moralisten nicht richtig geklappt.

Völkerrecht (3): Globalisierung, das sind wir plus alle Länder, die mit uns einer Meinung sind, aber nicht so nebensächliche Kleinstaaten wie Russland, Indien und China.Völkerrecht (4): Vielleicht sollte das nächste Treffen auf dem Affenfelsen von Gibraltar anberaumt werden – schon um den Artgenossen zu signalisieren, dass wir sie wg. ihrer elenden Pocken nicht stigmatisieren wollen. Die Deutschen wollten da schon einmal hin. Das war vor 80 Jahren. Das Reisebüro im Oberkommando der Wehrmacht firmierte unter dem Namen Marita. Doch der Hauptreiseleiter blies die Sache ab.

Völkerrecht (5): Wenn der Herr Schwab und Sigñor Tedros in der Schweiz zeitgleich ähnliche Texte aufsagen, sollte man annehmen, dass sie vom selben Ghostwriter profitieren. Der heißt nur dann Bill Gates, wenn er die Texte selber schreibt.

28. Mai 2022

Das Kraftwerk Schwarze Pumpe steht majestätisch in der sonnenbeschienenen Lausitzer Landschaft. Der weiße, aus den Kühltürmen quellende Wasserdampf lässt keinen Zweifel an seinem Betrieb zu. Geht es nach dem Willen der grünen Totalitären, wird das Bild bald der Vergangenheit angehören.

Grüne Zerstörungen (2): Nach der Aussage des Klimatikers Robert H. sollen die Ferngasleitungen eliminiert werden. Frei nach dem Motto der Kasseler Putzfrau: Ist das Klima-Trallala, oder kann das weg.Stell dir vor, es ist Kirchentag, und keiner geht hin. Dann bleibt die Kirche leer und der Klingelbeutel auch.

24. Mai 2022

Es ist schon eine Angelegenheit von frivolem Geschmack. Die selben Leute, neureich & reich bis zum Abwinken, haben in den USA dem jetzigen Präsidenten gegen den Willen der Wählerschaft zur Macht verholfen. Jetzt, wo dieser diese Vermögen in Tagesfrist im Billiarden-Maßstab verbrennt, werden sie sauer. Mit Muße betrachte ich die einschlägigen Aussagen von Bezos (Amazon) und Musk (SpaceX & Co).Biden (2): Bei dessen Vorgänger waren sich die Geld-Stars einig, dass er weg müsse, weil er ihre globalen Allüren störte. Beim jetzigen bemerken sie empört, dass er an die Substanz geht.

23. Mai 2022

Gestern Nacht auf sonst leerer Straße einem erwachsenen Mann begegnet, der eine Gesichtswindel anhatte. Blicke ihm nach und frage mich nach dem Grund seiner Verkleidung. Affenpocken? Leopardenbiss? Angst vor radioaktivem Fallout? Oder lediglich unterwegs zu einem Bruch?

Das Wort Seelsorger fällt mir beim Aufwachen ein. Die Vokabel erheitert mich völlig anlasslos. Vielleicht liegt’s an der Vorabendlektüre der Frommen Helene von Wilhelm Busch.

Lesefrucht (2): Einer von Buschs Halunken heißt Internazi. Ja, da staunt der Fachmann.

Polen will einen Freundschaftsvertrag mit der Ukraine abschließen. Ich hielt Freundschaft bislang für eine beidseitige Beziehung. Was also ist das Gegenstück zu: Freund gib mir Lemberg?

Freundschaft (2) Der Herr Wolodomir scheint von den neuen Freuden ganz überwältigt zu sein – welch herrlicher Doppelsinn. Was die Leute, die er noch beherrscht, dazu meinen, spielt offenbar keine Rolle.Freundschaft (3): Man beruft sich auf die Historie. Da muss man wohl vorsorglich die gemeinsamen Jahre von 1920 bis 1950 löschen.

22. Mai 2022

Davos ist immer noch eine Reise wert. Da tagt jetzt wieder der Schwab-Zirkus WEF. Habe noch im Ohr, dass der Guru vom Zauberberg vor zwei Jahren tönte, die Schweiz läge für ihn nicht mehr im Zentrum, sondern er rief: Adieu in Südostasien. War wohl nix.

Davos (2): Aus Deutschland reisen die drei von der Tankstelle an, der Olaf, der Robert und der Lars. Die können sich dort mit Al Gore abstimmen, falls dem ein neuer Gag eingefallen ist, wie man die Bürger auf dem Weg zur Ruinierung ihres bescheidenen Wohlstands schröpfen kann.

Davos (3): Aus Russland ist niemand da, dafür aber Elfe (sprich: ölwe = 11) aus der Ukraine. Wenn die jetzt den Sieg beschließen, hat dieser Putin schlechte Karten.

Davos (4): Wer mir auch fehlt, das ist Merkel. Die war, so sagte man mir, seit 25 Jahren dabei. Was sie für hirnverbranntes Zeug da geredet hat, habe ich mehrfach zähnefletschend kommentiert. Es hat nichts genutzt. Oder doch? Jedenfalls hat sich BlackRock vom Klima-Wahn – wenn ich mich mit meinen ungläubig in den Wind gestellten Ohren nicht verhört habe – zu distanzieren begonnen. Was andere schon lange prophezeit haben: Beim Einbruch der Rendite hört der Spaß auf.

Davos (5): Die alles dominierende Figur ist der abwesende Herr P. Jahrelang hat man mit Russland die tollsten Geschäfte gemacht, jetzt macht man Verluste, weil dieser Mann im Traum nicht daran denkt zusammenzuklappen.

Davos (6): Der Dollar ist auch nicht mehr, was er mal war. Daher die hohe Teilnehmerzahl aus den USA.

Sprachausflug: Das Wort dünken ist ganz außer Mode gekommen. Versuche einen Satz, in dem seine Bedeutungsvarianten abgebildet sind. Es bedünkt mich, dass das sich besseres Dünken eine Form des Dünkels ist.

Sprachausflug (2): Eine Viper an seinem Busen nähren, ist, so kommt es mir vor, ein Bild, das bei Schillern in die deutsche Floskelwelt gehüpft ist, wo es von den Romantikern begierig aufgegriffen wurde. Das weckt den Verdacht, dass es queere Leute schon länger gibt, als die Heutigen es vermeinen.Es gefällt mir, in Zeitzonen zu denken, deswegen ist jetzt Sonntag, obwohl es in Schilda noch Samstag ist. Preisfrage: Wo bin ich?

Der Witz der ausklingenden Woche: Mainstream verdächtigt Tichys Plattform, Putin-hörig zu sein. Komischer geht’s kaum. Der einzige, der dort in der Ukraine-Russland-Frage noch den Kurs der Vernunft hält, ist Stefan Paetow.

Bekomme eine noble Ausgabe der Werke von Wilhelm Busch geschenkt. Auf den beiden Buchrücken steht Bertelsmann. Instinktiv kontrolliere ich, ob die Genossen Verleger, Texte und Bilder, wie man so sagt, angepasst haben. Fipps der Affe zumindest zeigt keine zeitgemäßen Korrekturen.

Wilhelm Busch (2): Lese einige wenige wunderbare Gedichte und erstaunliche Prosa-Texte, die mich gefangen nehmen. Dass er sich ausgerechnet mit Max und Moritz in die Herzen der Deutschen schrieb, wirft ein merkwürdiges Licht auf die lesenden Landsleute. Sie machen sonst nicht den Eindruck, als hätten sie eine Ader für Satire. Wie man sich irren kann.Einen Schriftsteller nach dessen Ableben textlich zu korrigieren, bedeutet, ihn ein zweites mal sterben zu lassen. Bei Astrid Lindgren habe ich diesen Vorgang zum ersten Mal angewidert beobachtet.

21. Mai 2022

Nachtarbeit: Der Vergleich von amerikanischen und russischen Quellen bezüglich des unterschiedlich aufgebauschten punktuellen Kampfgeschehens in der Ukraine nötigt zur Folgerung, dass eine Gesamtlage-Schilderung aus dem russischen Verteidigungsministerium, die auch von den Generalstäblern aus der Schweiz und aus Österreich für zutreffend gehalten wird, Grundlage für eine Momentaufnahme sein kann. Danach sieht der Frontverlauf mit einer zeitlichen Verzögerung von einer halben Woche in etwa so aus:

Nachtarbeit (2): Nach nochmaligem Kartenstudium halte ich für denkbar, dass entgegen meiner Annahme von vorgestern, der russische Offensivstoß von Cherson nach Westen zwischen Nikolajew und Odessa stattfinden könnte. Das wäre wohl der direkte Weg, den Sack zuzumachen, spräche aber gegen den bisherigen russischen Ansatz, nördlich der Küste von Asowschem und Schwarzem Meer ein deutlich tieferes Territorium unter Kontrolle zu bringen. Falls meine Überlegung stimmt, müssten die russischen Angriffskräfte rechts und links an Nikolajew vorbei nach Westen vordringen. Was die Stadt selbst anlangt, wird sich zeigen, ob sie ebenso geräuschlos fällt wie Cherson.

Nachtarbeit (3): Es zeigt sich nach Wochen des Kampfes, dass der amerikanisch-ukrainische Ansatz, die Masse der bewaffneten Kräfte im Januar und Februar 2022 in die damalige Ost-Ukraine zu verlegen zwar im Sinne der Unterwerfungsabsicht konsequent war, aber dass er das psychologische Moment der einfachen Soldaten unterschätzt hat. Solange man als Bürgerkriegstruppe eindeutig überlegen war, war man erfolgreich. Jetzt, wo es ans Kämpfen mit einem entschlossenen Feind geht, sieht der einfache Mann seinen Einsatz nicht mehr ein.Nachtarbeit (4): Der längst stillgelegte Jagdhund fragt sich, wo eigentlich die vielbeschworenen Speznaz-Einheiten der GRU stecken? Das sind jene Truppen, die für die verdeckte bewaffnete Kriegführung vorgehalten werden. Dass man von denen nichts hört und nichts sieht, kann aus russischer Sicht sowohl ein gutes wie ein schlechtes Zeichen sein. Das Einerseits-andererseits lautet: Die können es nicht, oder sie tun es und ihr kriegt nichts davon mit.

20. Mai 2022

In unterschiedlicher Tonlage fragen Konsumenten meines Gesudels bei mir an, wie ich auf den Gedanken verfallen könnte, frivole Bemerkungen zum Fortgang des Ukraine-Konflikts zu machen, so wie gestern geschehen. Die Antwort ist vielleicht verblüffend: Ich versuche, mir die Kriegsziele der Konfliktparteien vorzustellen, und zwar so:

* Das US-Kriegsziel ist es, Russland vom Schwarzen Meer abzudrängen und die Verbündeten so aufzustellen. dass eine geopolitische euro-asiatische wirtschaftliche Zone unmöglich gemacht werden kann. Ein Nebenkriegsziel ist das Domestizieren des als unsicher geltenden deutschen Verbündeten. Manche Leute sagen, das Letztere sei das Hauptziel. Ich halte das eher für ein Abfallprodukt.

* Das russische Kriegsziel ist es, die US-Strategie zu unterlaufen und strategische Manövrierfreiheit Richtung Orient zu gewinnen. Die Geländegewinne im Dombass sind hierbei nur ein Abfallprodukt. Der eigentliche strategische Schlag findet an der Südfront statt, er betrifft die Einnahme der Städte am Asowschen und am Schwarzen Meer. Falls das richtig ist, wäre der nächste konsequente Schritt, an den Städten Nikolajew und Odessa nördlich vorbei eine Landverbindung bis zur Grenze nach Moldawien zu errichten. Dass die russische Führung sich freiwillig auf einen Straßenkampf in beiden Großstädten einlässt, mag ich mir nicht vorstellen. Wenn sie es doch tut, kann ich auch nichts daran ändern. 

* Meines Erachtens würde es genügen, beide Städte nach Norden hin von der Ukraine abzuschneiden. Sie fallen dann von selber. Das wissen auch die Amerikaner, von denen ich derzeit nicht weiß, ob und, wenn ja, wie sie das verhindern wollen. Eine Luftbrücke käme jedoch beim Stand der Dinge nicht in Frage. Ein ernsthaften Eingreifen mit eigenen Truppen im Moment wohl auch nicht. Man wird daher zu beobachten haben, ob ein europäisches Nato-Mitglied bereit sein wird, diese Rolle zu übernehmen. In Betracht käme wohl nur Polen. Rumänien dagegen wohl eher nicht. So kommt es zu meiner derzeitigen Lagebeurteilung, dass, wenn es den Russen gelingt, den Sack von Odessa oben zuzumachen, die ganze Sache für den Moment gelaufen ist, denn es müsste andernfalls jemand willens und in der Lage sein, ihn wieder aufzumachen.

* Kriegsziele der Ukraine spielen in meinen Überlegungen so gut wie keine Rolle, da das Land vollständig von der Gnade der USA und seiner Verbündeten abhängig ist. Es gehört zu den Gepflogenheiten der US-Strategie, eine Sache mit Hauruck wieder aufzugeben, wenn sie sich nicht mehr lohnt. Bei Beobachtung der amerikanischen innenpolitischen Debatte deute ich erste Schritte in diese Richtung. Ich räume ein, dass ich mich irren mag.

Am Tisch nebenan spricht einer von der Venus von Milano. Auf dem Heimweg mache ich mir Gedanken über einen Kopf, der nie mit Bildung in Berührung kam: Wie mag es darin aussehen?Kopflos (2): Bei der Vorbeifahrt an einer Gartenanlage sehe ich im letzten Tageslicht einen beim Umgraben. Da sticht einer, denke ich, in bildungsferne Schichten.

Kopflos (3): Karl übt noch. Diesmal eine Pandemie durch Leopardenbiss. Nun weiß man ja, dass das Vordringen infektiöser Leoparden seit Jahrzehnten von Süden nach Norden stattfindet. Es sind bereits die einschlägigen Exemplare auf den Höhen des Thüringer Waldes gesichtet worden.Kopflos (4): Finde Herrn Karls Sprache und Mimik besorgniserregend. Früher sahen die einschlägigen Leute weiße Mäuse. Jetzt offenbar Katzengetier.

19. Mai 2022

Das westliche Propagandagetöse verstellt den Blick auf die Ereignisse, die mir bedeutsam erscheinen. Das ist das Platzgreifen der russischen Herrschaft am Schwarzen Meer. Der Kampf um Mariupol ist praktisch beendet, unabhängig von der Möglichkeit, dass sich weiterhin versprengte Reste der Asow-Kämpfer in den Kellern der Stahlwerks verbarrikadiert haben. Die Masse jedenfalls hat sich auf Gedeih und Verderb den Russen ergeben.

Schwarzmeerküste (2): Die eigentliche Neuigkeit stammt aus Cherson. Mit der russischen Machtübernahme in der Stadt am Unterlauf des Dnjepr hat diese Binnenwasserstraße keinen unkontrollierten Ausgang zum Meer mehr. Nebenbei: Vor hier bis zur ukrainischen Westgrenze nach Moldawien sind es knapp 250 km Luftlinie. Auf dieser liegen noch die Großstädte Nikolajew und Odessa. Werden diese nach Norden hin von der Ukraine abgeschnitten, ist der Krieg für keine der Seiten mehr vertretbar.

Schwarzmeerküste (3): Das amerikanische Kriegsziel sah genau andersherum aus, nämlich die Russen endgültig vom Schwarzen Meer zu verdrängen. Das ist, wenn nicht das Wunder an der Marne passiert, in weite Ferne gerückt. Selbst J.P. Morgan, die Bank der Banken, die seit drei Monaten auf ein Einknicken der russischen Volkswirtschaft spekuliert hatte, stellte gestern klar, dass man seine Negativ-Prognosen deutlich nach oben korrigieren müsse. Wenn man sich vorstellt, dass hinter solchem Prognosegerede massive Wetten verborgen waren, kann man sich ein Grinsen kaum verkneifen, denn hier muss sog. Anlegern klar gemacht werden, dass man sich verzockt hat.

Schwarzmeerküste (4): Von Wall Street ist der Weg zur New York Times nicht weit. Dort wurde nunmehr an prominenter Stelle beschrieben, dass das ukrainische Pferd nicht den Einlauf der Sieger dominieren wird. Und aus dem Pentagon ist zu vernehmen, dass es Zeit wird, sich in Somalia zu engagieren. Das liegt, soweit ich weiß, nicht am Dnjepr.

Neue Heimat: In Berlin wird derweil der Kampf gegen rechts forciert. Nanzy F. will den Heimat-Begriff neu gestalten: Heimat ist, was keine Heimat mehr ist. Oder so.Neue Heimat (2): Das wird flankiert von einer Ideologisierung der Bundesdisziplinarordnung. Vergleiche sind selbstredend unzulässig, deswegen versage ich es mir, auf das längst Geschichte gewordene Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentum von 1933 hinzuweisen, geschweige denn, dasselbe noch einmal zu lesen. Es wurde in meiner eigenen Juristen-Ausbildung als abschreckendes Beispiel für eine Ideologisierung des Rechts und seine Pervertierung zitiert. 

Erhielt Besuch von einem italienischen Wasserhund, der sein Frauchen mitbrachte. Seine Vorfahren waren nützliche Gesellen, da sie in weniger städtischer Umgebung jenseits der Alpen dazu eingesetzt wurden, Trüffeln zu erschnüffeln. Das schien meinen Besuch nicht zu grämen, sondern er benahm sich völlig ungezwungen. Konnte daher nicht herausfinden, ob er überhaupt etwas kann. War daher erleichtert, als er wieder seiner Wege ging.

Hund (2): Karl L., der offenbar unter einem Aufmerksamkeitsdefizit leidet, hat mitgeteilt, dass er auf der Corona-Strecke Hunde einzusetzen gedenkt. Das Ganze rangiert dann vermutlich unter Naturheilverfahren.Angesichts der Meldungen des Tages darüber nachgedacht, ob man Nanzy und Karl als das letzte Aufgebot bezeichnen darf. Falls das Hetze sein sollte, ziehe ich den Gedanken zurück und begnüge mich mit dem Hinweis: das ist ja das Vorletzte.
Und hier das Letzte von Nanzy (ist von Zeller, damit das klar ist):

18. Mai 2022

Gegen jeden Verstand: Das Krankenhaus von Schilda nötigt jedem, der es betritt, einen Gegenstand auf, der an einen halben BH für eine üppig ausgestattete Frau gemahnt.

Gegen jeden Verstand (2): Bill Gates sieht ohne Brille von seinem bescheidenen Domizil in California aus eine Million Corona-Tote voraus. Die CNN ist sein Sprachrohr.

17. Mai 2022

Das Benutzen von Filtern ist die Voraussetzung dafür, dass man im Informationsüberfluss nicht untergeht. Wie im wirklichen Leben, muss man die Filter ab und zu austauschen.

Filter (2): Ich käme im Traum nicht auf den Gedanken, meine Zeit mit dem Absuchen der Twitter-Blase zu vergeuden. Es gibt genügend viele Zeitgenossen, die das anders sehen und, am stammelnden Schwachsinn der Twitterasten interessiert, die Ergebnisse ihrer Fleißarbeit reproduzieren. So erfahre auch ich nolens volens das Neueste aus der Twitter-Welt. Es haut mich, wenn ich ab und zu den mitgelieferten Link anklicke, nicht vom Hocker.

Die Nachrichtenlage zum Thema Ukraine-Konflikt ist nach wie vor sehr unsicher. Bei beidseitigen Erfolgsmeldungen kann man von gar nichts ausgehen. Die Kämpfe um das Gelände von Asow-Stahl (Mariupol) neigen sich offenbar dem Ende zu, falls es stimmt, dass sich am Wochenende dort 500 Personen den russischen Belagerern ergeben haben.

Ukraine (2): Es geht um Minimalia bei Geländeverlusten und -gewinnen. Es bleibt allerdings bei meiner Annahme, dass der Halbmond im Osten von Charkow im Norden bis zur Krim im Süden das Ziel der russischen Aktion ist. Die Frage steht weiter im Raum, wie es die Russen mit Odessa halten. Die Großstadt ist für beide Seiten von strategischer Bedeutung. Schwarzes Meer oder nicht, das ist hier die Frage – vor allem für die USA und die Ukraine.

Ukraine (3): Die Langsamkeit, manche sagen: Schwerfälligkeit, der russischen Operationen ist Anlass für viele Spekulationen. Deren wichtigste ist: den Russen geht technisch die Puste aus. Eine andere: Sie können mit der westlichen Militärtechnik nicht mehr mithalten. So herrsche zum Beispiel akuter Chip-Mangel. Kann das nicht beurteilen. Nur eines scheint sicher: russische Spitzenmilitärs werden gelernt haben, sich der westlichen Telefontechnik zu enthalten.

Ukraine (4): Habe seit Ewigkeiten nichts mehr von diesem elenden europäischen Schlager-Wettbewerb mitgekriegt. Jetzt hat man, lese ich, eine Ukraine-Show daraus gemacht. Soll man nur. Zur dortigen Folklore gehört es, wie jedermann, der zusah, sehen konnte, dass die Sieger mit Hitlergruß von der Bühne gehen. Wenn ich das jetzt befürworte – was ich nicht tue –, machte ich mich nach § 86 a StGB strafbar. Wenn das deutsche Fernsehen das zeigt und finanziert, dient es hingegen der democracy oder so.

Die Gerüchte über den Gesundheitszustand von Putin sind außer Rand und Band. Ich halte es für Wunschdenken, seinen möglichen Totalausfall als potentiellen Sieg einzuplanen. Ein Interview mit dem Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrats, Nikolaj Patruschew, sollte man zumindest gelesen haben, bevor man sich in Illusionen ergeht.

Patruschew (2): Die Führung Russlands betreibt nach eigener Aussage eine umfassende, sich vom amerikanisch dominierten Westen abgrenzende Strategie. Sie reicht vor allem nach innen und über die Abwehr dessen, was man als mutwilligen Angriff der Globalmacht USA versteht, hinaus. Die russische Strategie ist ebenfalls global, was auf eine vom Rubel dominierte Finanzpolitik hinauslaufe, deren Stabilität, gestützt auf den Rohstoffreichtum und solide Binnenfinanzen, Tag um Tag an Attraktivität gewinne.Patruschew (3): Man vertue sich nicht. Die Ausführungen des Russen sind zugleich eine Kampfansage. Die russische Führung hält die westliche Wertegesellschaft für verrottet und für nicht überlebensfähig. Man wende sich daher den 3,5 Milliarden Menschen in Asien und Afrika zu.

16. Mai 2022

In einem Land, das die Abwesenheit jeglicher Individualpflicht zur Staatsdoktrin erhoben hatte – mit Ausnahme der Pflicht, Steuern zu zahlen und die Parkuhr zu bedienen – , haben sich Pflichten gleich bündelweise durch die Hintertür gedrängelt. Die wichtigste von denen: Du musst dich bekennen.

Bekenntnispflicht (2): Wenn du keine Meinung hast, bist du ein Gegner, denn du hast die allein gültige Meinung zu haben. Schlichtes Dagegensein ist nahezu harmlos, nein, es sind diese Indifferenten, die man im Auge haben muss. Da benutzt einer das N-Wort. Bei dem ist alles klar, aber das Schweigen, das ist schrecklich, wo Bekenntnis Pflicht ist. Der Schweiger könnte „Neger“ gedacht haben.Bekenntnispflicht (3): Sie zerstört den simpelsten Gedankenaustausch. Es sei denn, du beginnst die Frage nach dem Salatöl mit dem Hinweis, es sei höchste Zeit, deutsche Waffen in die Ukraine zu liefern.

Elon, das afrikanische Wunderkind, teilt den Amerikanern und deren Präsidenten mit, dieser sei nicht gewählt worden, das Land zu transformieren. Da irrt der Mann gleich doppelt: Biden wurde nicht gewählt, sondern ins Amt getrixt, und die, die es bewirkten, wollten genau das, was er jetzt tut, respektive in seinem Namen getan wird.

Bernd Zeller bemerkt heute Nacht süffisant, der WDR habe die Wahl in Nordrhein-Westfalen gewonnen.Die Weimarer Republik ging baden, weil die demokratischen Kräfte sich nicht auf eine Zusammenarbeit verständigen konnten. Sie kopulierten lieber mit den Totalitären. Das muss ein besonderer Reiz sein, denn er wiederholt sich zur Zeit. Der Unterschied: In den Endjahren von Weimar wählten bis zu 50 Prozent totalitär, bei uns sind es mit Mühe 10 Prozent der Wahlbürger. Noch ein Unterschied: Wie schon vor einer Woche im Norden sind auch an Rhein und Ruhr die Nichtwähler auf dem Weg zur absoluten Mehrheit.

15. Mai 2022

Der Zar ist weit: Gestern im tiefsten Westen, Bad Homburg vor der Höhe. Tiefer geht’s nicht mehr. Am Tennisplatz im Kurpark Männlein und Weiblein im weißen Dress mit Gesichtswindel. Auf dem Parkplatz die Autos mit dem HG auf dem Nummernschild sind neu und gewaschen, keins unter 60.000 €. – Nein, bis hierhin ist die Kunde vom Krieg des Wladimir Wladimirowitsch noch nicht gedrungen. Dafür regiert die Angst vor dem Virus, das noch keiner sah.

Gespräch mit einem mir seit langem bekannten Russisch-Sprachler. Ich: Na, wie ist die aktuelle Nachrichtenlage aus Russland? – Er: Da ist nichts mehr.– Ich: Wie? – Er: Die russischen Sender sind aus meinem Kabelangebot entfernt worden. – Ich bin sprachlos, denn ich hatte den Mann für intelligent und informiert gehalten.Das Nationalarchiv in Kew (bei London) bietet mir einen Trinkbecher zum platinen Thronjubiläum der Queen an. Der Spleen der Brits für ihre Queen ist mir sympathisch, aber das Gemäß zu plump, will sagen: Die Form mag dem Anlass gerecht werden, aber nicht meinen Geschmacksvorstellungen bei Tisch. Auf die dank Sonnenkollektor dauerwinkende Queen habe ich auch verzichtet.

14. Mai 2022

Der Spieler: Mit der Ankündigung, er wolle sein Kaufangebot von Twitter nur aufrecht erhalten, wenn die Zahl der Mehrfachexistenzen dort begrenzt sei, hat Elon Musk einen Kurssturz der Aktie um 30 Prozent ausgelöst. Heißt im Klartext: (a) Leute, ihr könnt den Preis der Aktie nicht künstlich hochtreiben, um den Kauf unmöglich zu machen, denn (b) wenn ich abspringe, springen auch die Investoren ab und zwar zuvor. 

Spieler (2): Jetzt hat die linke Blase wieder ein Hassthema: der schreckliche Kapitalist Musk zerstört die Meinungsfreiheit. Dabei ist sie es selbst, die diese Doppelexistenzen verursacht: ein Ich fürs Normale und ein anonymes Ich für Hasskampagnen.

Spieler (3): Aus unerwarteter Ecke gibt es Gegenwind beim beabsichtigten Nato-Beitritt von Finnland und Schweden. Und zwar aus der Türkei. Das wird teuer für den Rest der sog. Wertegemeinschaft, da nicht damit gerechnet werden kann, dass Joe im Weißen Haus jetzt zusätzlich zum Ukraine-Konflikt einen Krieg um den Bosporus lostritt. Solche Abstinenz von einer Kriegsdrohung gegen die Türkei ist indessen daran geknüpft, dass der amerikanische Größenwahn auf ein einigermaßen überschaubares Maß von Logik beschränkt bleibt.Spieler (4): Der türkische Querschuss lässt vermuten, dass Ankara in Moskau Freifahrscheine Richtung Syrien und Irak einkaufen konnte. Falls das stimmt, wird deutlich, dass auch auf der anderen Seite des Schachbretts ernst zu nehmende Gegner sitzen.

13. Mai 2022

Es fällt wesentlich leichter, einen Misserfolg vorauszusehen als einen Erfolg. Gilt in beiden Fällen vor allem, wenn’s nicht der eigene ist.

Zukunft (2): Wann und unter welchem Vorwand werden polnische Truppen in der Ukraine einmarschieren? Sicher wäre nützlich, wenn der Kreml wieder einmal die abgehörten Telefonate der Kriegsstrategin im US-State Department, Victoria Nuland, veröffentlichen würde. Auch für die Freunde des Gossen-Amerikanisch ein Hochgenuss.

Zukunft (3): Dem polnischen Einmarsch könnte ein Hilferuf slawischer Brüder aus Kiew vorausgehen. Wahrscheinlich wird dort noch der Schwarze Peter herumgereicht, wer brüderlich rufen soll. Stelle mir vor, dass der Rufer danach seines Lebens nicht mehr sicher ist.

Der alberne Begriff der Gegensanktionen gewinnt allmählich Konturen. Der Kreml verbietet russischen Firmen, mit den im Westen belegenen, nunmehr ehemaligen russischen Firmen Geschäfte abzuwickeln. Ein Blick auf die stillgelegten und unter deutschem Kuratel sogleich fortgeführten deutschen Töchter von Gazprom verspricht, dass es zumindest zu einem riesigen Durcheinander kommen wird.

Grünen-Vormann Robert H. kennt das Gegenrezept zum jüngsten Putin-Rezept: Sparen, sparen und nochmals sparen. Der Aufruf trifft auf Leute, die der Regierung, welcher er angehört, beim Geldrausschmeißen zusehen können („Wir sind ein reiches Land,“ schon vergessen?). Dennoch wird sich Widerstand kaum regen, denn Michel weiß, dass er durch Verzicht dem Russen den Überfall auf Deutschland vermiesen kann. Man sage jetzt nicht, diese hirnverbrannte Ansicht sei auf meinem Mist gewachsen. Ich referieren lediglich Erklärungen aus der Christunion, die ich mit eigenen Ohren gehört habe.

Christunion (2): Wittert nach dem als sagenhaft apostrophierten Wahlergebnis in Schleswig-Holstein Morgenluft. Wenn man die 41 Prozent der abgegebenen Stimmen mit den Köpfen des Wahlvolks vergleicht, kommen knapp 25 Prozent Zustimmung heraus. Soviel zur demokratischen Legitimation, über die in letzter Zeit so viel zu hören war. Anders ausgedrückt: Mit einem Viertel kannst du eine satte Mehrheit organisieren.Bedenke das Ende: Wenn in den USA die Lebensmittelpreise drastisch steigen, so liegt das, wie der Amerikaner weiß, an den Russen. Denn diese blockieren – selbstredend völkerrechtswidrig – den Weizenexport über das Schwarze Meer. So hatte man sich in Washington DC die Russland-Sanktionen nicht vorgestellt. Was mir dabei auffällt: Früher lebten – so stand‘s in meinem Erdkundebuch – die Amerikaner im Weizen-Überfluss. Wohin mag der entschwunden sein?

12. Mai 2022

Wieder einmal ist es so, dass ich mit Lesernachhilfe, zum Kern eines Problems vordringe. Das ist wohl das Schicksal des Vorlauten. Im Speziellen habe ich gelernt, dass die Öl-Pipeline Freundschaft (дружба – hoffentlich habe ich das richtig transkribiert) nicht nur in Schwedt an der Oder dem Aufbau des Sozialismus diente, sondern auch im sächsischen Chemiedreieck. Die Details ergeben sich aus einer jahrzehntealten Briefmarke der Deutschen Post. Das Problem, das aufzuklären bleibt, ist der Verkauf der (DDR)-Minol nach Frankreich durch die Treuhandanstalt in der Nachwende Wildostzeit. Im Klartext formuliert: Was musste der deutsche Steuerbürger draufzahlen, damit das heutige Leuna-Ufo wieder zum Leuchten gebracht wurde. Interessiert mich, weil ich altmodisch bin. Vor allem, wo jetzt fragwürdige Interessenverbünde dort das Licht ausknipsen wollen. Ich sag es deutlich: Ich hab was dagegen.Leuna (2): Die Erfahrung lehrt, dass Leute, welche die Hand aufhalten, mit Gemeinwohl nichts am Hut haben.

11. Mai 2022

Im Osten nichts Neues. Die Langsamkeit der russischen Vordringens erregt die westlichen Gemüter. Man schwelgt in der russischen Niederlage. Wie das Bedächtige auf die russische Seele wirkt, vermag ich nicht zu sagen. Vermutlich jedoch weniger, als man es sich hierzulande einzureden versucht.

Schreibt mit einer aus Hamburg, es werde höchste Zeit, sich für die Ukraine konkret zu engagieren. Rate ihm, sich eine Fahrkarte nach Odessa zu kaufen.

Hamburg (2): Der Erregte unterstellt mir, ich wüsste wohl nicht, wie 1940/41 in den USA eine politische Gruppe gegen den Krieg polemisiert hätte, und was passiert wäre, wenn diese Friedenswahnsinnigen sich durchgesetzt hätten. – (a) Der Umstand selbst ist mir bekannt. Es handelte sich um die Bewegung America First. Ihr Frontmann war der weltberühmte Atlantik-Flieger Charles Lindbergh. Er wurde von der Roosevelt-Administration umgehend als Vaterlandsverräter und Antisemit verteufelt. (b) Die Frage Was-Wann kann ich hingegen nicht beantworten, will es auch nicht, weil es sinnlos wäre. Die Weltgeschichte ist anders verlaufen. Diesen Verlauf nachzuvollziehen, ist komplex genug, um mich damit und den Folgen ernsthaft zu beschäftigen.

Der Klimatiker Robert H. versucht in Schwedt an der Oder die aufgebrachten Leute wegen der russischen Ölpipeline, deren deutsches Endstück von den französischen Eigentümern am Jahresende dicht gemacht werden soll, zu beschwichtigen. Woran denkt der Mann aus Berlin? Zwangsverwaltung? Enteignung zugunsten des Bundes? Übung hat er ja mittlerweile mit der deutschen Gazprom-Tochter Germania.

Pipeline (2): Der Gasdurchfluss in der Ukraine in Richtung Europa ist gestern ins Stocken geraten. Russen und Ukrainer zeigen wechselseitig mit dem Finger auf einander. Das ist eine Entwicklung, die das Zeug hat, eskalierend aus dem Ruder zu laufen. Waren es die Russen, ist es eine massive Drohung. Waren es die Ukrainer, grenzt es im US-Auftrag an Selbstmord.Im glücklichen Österreich – das Glück scheint im Moment leicht getrübt – meldet sich Ex-Kanzler Kurz ungewohnt knackig zu Wort. Niemals mehr Politik, lässt er das ÖVP-Parteivolk und den Rest der Welt wissen. Der Jungstar hat nämlich einen neuen Job, der von keiner Parlamentskontrolle abhängig ist: Angestellter in Sachen Global-Strategie beim Geldanleger Georg Thiel (Ex-Paypal) in den USA. Ne Nummer kleiner geht‘s offenbar nicht, aber nach oben hin sehe ich noch Spielraum: Beauftragter für Galaktisches bei Elon Musk.

9. Mai 2022

Bilder vom Vormittag zeigen einen russischen Präsidenten, der sichtlich gealtert ist. Nun, Wladimir Wladimirowitsch, Macht strengt an, und Anstrengung macht alt.Der Rest der Nation regt sich über den Herrn Scholz wg. seiner Rede an dieselbe auf. Seltsam. Mir ist nix aufgefallen, zumal ich mir sowas nicht antue. Ächt nicht.

8. Mai 2022

Sagt einer gestern Nachmittag, den ich zufällig in Leipzig treffe: Samma, du schreibst ja ganix mehr, wa? – Das zeigt, die Leute wissen nix und reden doch darüber. Andererseits: Wenn‘s wirklich drauf ankäme, könnte ich es gleich ganz sein lassen.

Nach dem Abräumen von Mariupol geht es in Kürze offenbar um den Angriff gegen Odessa. Das Mobilisieren von Streitkräften in den im russischen Sinne abtrünnigen Provinzen von Moldawien nötigt zu dieser Folgerung. Es war zu naheliegend, um nicht begonnen zu werden. In wenigen Tagen wird bei dem jetzt üblichen mäßigen Tempo der russischen Landnahme die Ukraine vom Schwarzen Meer abgeschnitten sein.Ukraine (2): Die entscheidende Frage ist: Was werden die USA unternehmen, um das Einschnüren des Landes zu verhindern, denn es passiert im Augenblick das Gegenteil des Gewünschten, nämlich die Russen vom Schwarzen Meer zu vertreiben. Was also werden die Amerikaner den Rumänen bieten, damit sie sich in den Kampf gegen Russland einmischen? Zur Zeit sind sie, ohne was dazugetan zu haben, die Kriegsgewinnler, weil über ihre Schwarzmeerhäfen neuerdings der ukrainische Weizen in die Welt verschifft wird.

7. Mai 2022

Zwar weht der Geist, wo er will, aber nicht der Wind da, wo er soll. – Entlang der A 9: Am frühen Nachmittag Flaute, nichts bewegt sich. Gegen Abend: Es mühlt bei leichtem Ostwind vor sich hin und stirbt dann bei Einbruch der Dämmerung ab.Dieser Vorschlag hier ist Nato-kompatibel und sollte bald in Angriff genommen werden.

6. Mai 2022

In den alternativen Medien finde ich gebündelte Häme über Frauen in politischen Spitzenfunktionen. Ihre Unfähigkeit wächst sich zum Synonym für Frau und Politik aus. Vorzeigeobjekte sind die US-Vizepräsidentin Kamala Harris und die britische Außenministerin Elizabeth Truss.

Frauen (2): „Liz“ Truss hat ein Problem mit der Geographie, nein anders: sie hat kein Problem damit, dass sie sich traut, geographische Bezeichnungen in ihre öffentlichen Äußerungen einzubauen. Und das ist ein gewisses Problem. So, wenn sie beispielsweise die Ostsee für das Schwarze Meer hält oder umgekehrt. Ein echtes Problem erwächst hieraus indessen, wenn dieselbe Frau sagt, dass der derzeitige Krieg an Orten, deren Lage sie nicht kennt, im Interesse des British Empire sei, denn sie knüpft gedanklich an etwas an, was nicht mehr existiert und folglich wiederhergestellt werden müsste. Kein angenehmer Gedanke.

Frauen (3): Ich finde die Bevorzugung der anglo-amerikanischen Spitzenkräfte gegenüber denjenigen, die wir selbst zu bieten haben, ungerecht. Annalena beispielsweise hat gerade erst mitgeteilt – ich verkürze ihr stammelndes Gerede mal auf den bei mir angekommenen Kern –, dass es unser Ziel sei, die Russen dauerhaft fertigzumachen.

Eine Geberkonferenz hat stattgefunden, die den weiteren Krieg in der Ukraine ermöglichen soll. Es lohnt sich, den Teilnehmern zuzuhören. Der polnische Vertreter sagte, das Geld solle an diejenigen Staaten gehen, die von dem Krieg betroffen seien. Man kennt diese Methode aus der polnischen EU-Mitgliedschaft: Mehr aus dem Topf herausholen, als man selbst hineingegeben hat.

Geldnehmer (2): Polen und Litauen plädieren dafür, den Krieg zu nutzen, um die diversen Gebietsverluste aus dem vergangenen Jahrhundert (oder noch früher) rückgängig zu machen. Das bedeutet das Entstehen etwas anderer Kriegskonstellationen, nämlich: Polen gegen die Ukraine, Polen und Litauen gegen Weißrussland, und – natürlich – Polen gegen Litauen. Vor allem letzteres entbehrt nicht einer gewissen grimmen Komik. Man kann verstehen, dass solche Ansinnen in Russland mit galligem Humor kommentiert werden.

Kontrastprogramm: eine See-Reise von Odessa nach Batumi über Suchumi und Sotschi zurück nach Odessa. Der Defa-Film Meine Freundin Sybille machte es möglich. Ein paar doofe Deutsche unter lauter freundlichen Sowjetmenschen vor großartiger Kulisse. Und die Rote Armee spielt das Rennsteiglied. Das waren noch Zeiten, 1967, ein Jahr vor der Bruderhilfe der friedlichen Sowjetunion in Prag.Sybille (2): Der zugrundliegende gleichnamige Roman von Rudi Strahl ist noch einen Zacken behaglicher. Die Staatssicherheit merkte an, der Autor sei arrogant, da er glaube, den Erfolg seiner Schreiberei nur seiner eigenen Tüchtigkeit zu verdanken. Nun, die Genossen mussten es ja wissen.

5. Mai 2022

Ein, wie er sagt, Sprecher der Werteunion erklärt den Umsitzenden, dass wir nicht abseits stehen dürfen. Hierzu nickt er zustimmend. – Zuhörerin: Und warum nicht? – Er, die Stimme senkend: Oder wollen Sie, dass Putin in Deutschland einmarschiert? – Die Umsitzenden entschließen sich spontan, über die Spargelsaison zu reden.

Neu im Angebot der Nationalen: Wer den US-Kurs kritisiert, ist ein vaterlandsloser Geselle. Daraus folgt, dass, wer ungefragt ein deutsches Interesse formuliert, erst recht ein vaterlandsloser Geselle ist.

Die Bezeichnung als völkerrechtswidrig hat keine weitere Bedeutung als diese hier: Der Sprecher befindet sich auf der richtigen Seite. – Ich zum Krim-Annexionsverurteiler: Wie war das denn 1941 mit der Besetzung Islands durch die Amerikaner? – Er: Die mussten Hitler zuvorkommen. – Ich: Wie die Deutschen im Jahr zuvor in Norwegen? Sie mussten Churchill zuvorkommen. ­– Er, bevor das Gespräch erstirbt: Werden Sie nicht unsachlich.

Nachts gießt es wie aus Eimern. Das Autofahren macht keinen Spaß. Morgens Nebel und Flaute. Das Autofahren macht immer noch keinen Spaß. Soll es auch nicht.

Nachdenklich nach der Rückkehr in die gute Stube. Es gibt den zweiten Impftoten in meinem engeren Bekanntenkreis. Den impfte seine Tochter, eine Ärztin. Zwei Tage später war er tot. Gleich danach impfte sie seine Frau zum dritten Mal. Sowas kann sich niemand ausdenken.

Heute Morgen: Die Phalanx der Tichy-Autoren schreibt Dinge, die ich für irrelevant halte, so die von der Redaktion angegeigte Wahlwette für Nordrhein-Westfalen. Man simuliert Demokratie, weil man es sich nicht vorstellen kann, dass es gleichgültig ist, ob an Rhein und Ruhr schwarz-gelb an der Macht bleibt, oder ob es zu rot-grün kommt. Es ist den meisten Bürgern – wie Antje Hermenau das formulieren würde – egal.

Tichy (2): Das Gros der übrigen Beiträge sind Kommentare zu Fernsehsendungen. Wer sieht sowas, wer liest sowas?

Tichy (3): Der Meister selbst schreibt gestern einen Riesenriemen über Bündnistreue. Natürlich fügt er seinem Sermon bei jedem dritten Satz ein Einerseits-andererseits hinzu. Hat er aus den Kommentaren der letzten zwei, drei Wochen bemerkt, dass ihm die Leser davonlaufen? Vermutlich das Werk von Putin, denn einer muss es ja gewesen sein.

Der Putin war’s: Benzinpreiserhöhung, Energieknappheit, Exodus der deutschen Industrie, Mietraummangel, Inflation, Facharbeitermangel, Auswanderung Hochqualifizierter, Massenzuzug von Analphabeten. Na also. Fehlt noch was? Ach ja: Feinstaub und CO2. Und über Corona schweigen wir besser.

Schurke (2): Seit gestern weiß ich, dass die seit zwei Monaten andauernde, ganz untypische Ostwindlage im Wechsel mit völliger Windstille von Putin verursacht wurde. Er hat das Wetter verändert, um der westliche Wertegemeinschaft beim Erreichen der Klimaziele zu schaden. Früher hätte man in solchen Fällen von Verschwörungstheorie gesprochen. Jetzt treten Experten auf den Plan und wackeln bedeutungsvoll mit den Köpfen.Schurke (3): Nur eines war Putin offenbar nicht: Derjenige, der anordnete, russische Generäle im Dutzend von Ferne zu orten und mit Präzisionswaffen amerikanischer Bauart zu töten. Aufregung ist nicht angesagt, denn seit Obama ist dies US-Staatspraxis. Es ist den Drohnen egal, wer der Feind ist, der geschlachtet werden muss. 

4. Mai 2022

Die deutsche Sprache macht mit uns, was sie will. Während der Busen der Natur männlich ist, kommt die Heldenbrust weiblich daher.

Sprache (2): Apropos Busen und Natur. Der selbstredend männliche Naturbusen einer Frau ist eine der zahlreichen weiblichen Inkonsequenzen.

Sprache (3): Während ich diese Zeilen nachts schreibe, geht mir durch den Kopf, wie viele Leute sich wieder ereifern werden, wenn sie diese Zeilen lesen. 

Die Klimalügner haben erneut zugeschlagen. Der letztjährige April sei der wärmste und trockenste seit der Wetteraufzeichnung gewesen. In Wirklichkeit war er nach meinen Notizen eher feucht und kühl. Zum diesjährigen April habe ich noch keine Meldung gelesen, die das Vorjahr selbstredend übertreffen müsste, vielleicht so: Der wärmste April seit der Landung der Arche Noah. In Wirklichkeit war der Vormonat kalt mit etlichen Frostnächten. Wenigstens hierzulande.Nachts das Russland-Buch von Thomas Fassbender Freiheit statt Demokratie gelesen. Sinnvolle Lektüre. Das Buch stammt aus dem Jahre 2014 und schlummerte seit Jahr und Tag unbeachtet im Russland-Regal in einer zweiten Reihe außerhalb meiner Sichtweite. Vor- und Nachteile einer großen Bibliothek.

Bücher (2): Gottseidank bin ich kein Einzelfall. Wie auf Bestellung entdecke ich in einer Regalecke mit dem Nicht-zuordenbaren eine Schrift von Gustave Flaubert: Bücherwahn, irgendwann in der DDR erschienen, illustriert durch Joseph Hegenbarth.

Übern Großen Teich: Die Nachrichtenlage dort ist unübersichtlich und kontrovers. Fünf große Themen bestimmen die Woche, sie sind durchweg innenpolitischer Natur: Wird der Supreme Court die Abtreibungsregeln revolutionieren? Wie tief wird Sonderermittler Durham die Demokraten-Partei wg. ihres Staatstreichversuchs gegen Trump eintauchen? Werden die sog. Demokraten bei den Zwischenwahlen im Herbst tatsächlich ein Desaster erleben? Wie weit reicht der Einfluss der Bundesregierung, um den Pandemie-Modus, einschließlich Masken-Zwang, weiter aufrechtzuerhalten? Was passierte tatsächlich am 6. Januar 2021 vor und im Capitol?Übern Großen Teich (2): Der einzige, der nichts machen muss, um weiter Schlagzeilen zu produzieren, ist der australische Milliarden-Spieler Elon Musk.

3. Mai 2022

Wenn Leute sich dahingehend äußern, man könne in Deutschland alles sagen, bedeutet das, dass sie es noch nie probiert haben.

Im Rotarier-Magazin wird zur Eliminierung von AfD-Sympathisanten aufgerufen. Diese Vorgabe umzusetzen, wird die Clubs in Sachsen und Thüringen personell halbieren. Fazit: Wohltätigkeit ohne eine geprüfte Mainstream-Gesinnung ist nicht zu dulden.

Organisierte Mildtätigkeit (2): Im selben Rotarier-Magazin wird die Eliminierung russisch-stämmiger Künstler aus dem deutschen Kulturbetrieb gutgeheißen. Recht so, Weltoffenheit bis zum Dnjepr und nicht weiter.Zum Tee bei Freunden, wir schwätzen wie gewohnt durcheinander. Sie stellt eine Schüssel mit Russisch Brot auf den Tisch. Keiner sagt was, aber alle lachen. Anschließend schwätzen wir weiter.

Musik beim Schreiben ist nur in seltenen Phasen möglich, die zudem durch keinerlei Ablenkung gestört werden sollen. Das klingt wie ein Widerspruch in sich und ist nur so zu erklären, dass es Musikstücke gibt, die das Tiefendenken anregen, das dem Träumen ähnlich ist. Während ich diese Zeilen schreibe, höre ich Koyaaniqatsi von Philip Glass. Habe das Stück in einem Stapel verstaubter CDs entdeckt. Der wohlvertraute Klang – seit 20 Jahren nicht mehr vernommen – belebt die Denkspiele: Ich gehe in Sankt Petersburg spazieren.Entnehme den Meldungen von jenseits des Großen Teichs heute Morgen, dass eine US-gesteuerte Graswurzelbewegung Quitt the CCP (in etwa: Beseitige die Kommunistische Partei Chinas) ihren Betrieb aufgenommen habe. Das riecht nun wirklich nach Größenwahn, denn gleichzeitig findet – man erinnert sich – die Kampagne des Imperiums gegen Russland statt.

2. Mai 2022

Licht und Schatten: Bild des Skagener Males P.S. Krøyer in meinem Badezimmer betrachtet. Zwei kleine blonde Mädchen im Sonntagsstaat der weißen Kleidchen. Werde beim Abtrocknen durch die Überlegung abgelenkt, wieviel Stunden es gekostet haben mag, um die Kinder so reinlich auszustaffieren. Heute dagegen: Gang zur Waschmaschine und Rückkehr ins Wohnzimmer. Von der guten alten Zeit vermag ich nicht ohne Vorbehalte zu sprechen.

Waschmaschine (2): Gespräch mit einer Deutschstämmigen aus Kasachstan. Ich: Was haben Sie sich hier als erstes gekauft? – Sie: Eine Waschmaschine. – Wie zur Bekräftigung hebt sie ihre Hände und zeigt mir deren Innen- und Außenflächen.

Vive la différence: Während in Berlin der übliche linksterroristische Gesinnungsmob am Wochende randaliert, wird Paris von gewalttätigen Protesten jener überschwemmt, die sich durch Falschauszählung um die Präsidentenwahl betrogen sehen.Falsche Zahlen (2): Es kommt weniger darauf an, ob – was ich für möglich halte – in Frankreich in großem Stil Wahlmanipulation stattgefunden hat, sondern auf die heutzutage ganz selbstverständlich angenommene Existenz solchen Betruges. Breite Teile der Bevölkerung haben auch hierzulande den Eindruck, in einer Scheindemokratie zu leben. Es dürfte kaum gelingen, verlorenes Vertrauensterrain zurückzugewinnen.

1. Mai 2022

Fiedler und Pohlmann haben erneut auf Neues aus Wikihausenzugeschlagen. Sie untersuchten die Angaben der Plattform Wikipedia bezüglich des angeblichen Massakers von Butscha in der Ukraine Anfang April 2022. Die Einträge in der deutschen, englischen und russischen Version sind in der Tendenz gleich: Täter waren russische Soldaten auf dem Rückzug nach Norden. Hieran sind – allein wenn man die Wikipedia-Daten zugrunde legt – Zweifel mehr als angebracht: Die angegebenen Quellen sind letztlich eine einzige, nämlich die britische Firma Bellingcat, bekannt oder, wie etliche meinen, berüchtigt aus anderen zweifelhaften Medienkampagnen. Anderslautende Quellen und Hinweise wurden bei Wikipedia gelöscht, die Diskussionsseiten abgeändert und die ohnehin bereits mit Decknamen versehenen Texter nochmals anonymisiert – mit dem Hinweis, man müsse sie vor Repressalien schützen.

Die Russland-Hetze auf Tichys Einblick nimmt erstaunliche Formen an. Den Lesern wird nahegelegt, die Angst vor dem Atomkrieg endlich sein zu lassen. Erneut ist hierfür der ehemalige Rias-Mann Georg Gafron als devoter amerikanischer Propagandist tätig geworden. Leser fragen, wie lange das noch so gehen soll.Hetze (2): Gafrons Kollege, der Christunionist Josef Kraus, stellt derweil die mecklenburgische Ministerpräsidentin an den Pranger des Landesverrats. Ihr Missetat: Sie ließ in ihrem Land mit Geldern der Gazprom eine Stiftung zu, deren Ziel die propagandistische Begleitung des Northstream II-Gasleitungsvorhaben war. Die Reaktionen des Publikums sind gemischt. Da gibt es jene, denen jegliche Attacke gegen die Genossen der SPD recht ist, und die anderen, denen der Ton missfällt, aber auch Inhaltliches, weil sie die Torpedierung der Gasleitung für ein Übel ansehen.

29. April 2022

Vom Kriege – ein Erlebnisbericht

In meiner Nachbarschaft wohnt eine ältere Dame, Ingrid Timpel, die seit Jahr und Tag schreibt: Akribische Tagesnotizen und einen Lebensbericht. Aus diesem Bericht gebe ich hier ihre Notate zum 29. April 1945 unverändert und unkommentiert wider. Oder doch nicht ganz. Mein Rat an alle, die derzeit zum Krieg aufrufen: Fragen Sie möglichst bald bei denjenigen nach, die den Krieg erlebt haben. Ein weiterer Rat: Beeilen Sie sich.

* * *

Am 29. April 1945 vor 77 Jahren, war der Tag, an dem mein Leben aus den Fugen geraten ist.

Im Jahr 1945 war der Winter lang und sehr kalt. Wir Kinder, mussten Holz und brauchbaren Abfall sammeln, um die Stube warm zu bekommen. 

Wir wohnten in Neubrandenburg, einer schönen norddeutschen Stadt mit einer geschlossenen Stadtmauer und vier Toren. Unser Haus stand in der Neutor Straße 32, direkt an einem dervier Tore.

Vor allen vier Toren, so auch vor unserem, dem „Neuen Tor“, errichtete man große Panzersperren, in der Hoffnung, die anrückenden Russen aufhalten zu können.

Später berichteten die Leute, die Panzer wären mit Leichtigkeit über die Sperre gefahren und dann rein in die Stadt. 

Am 29. April 1945 begann unsere Flucht. Der Russe stand unweit vor den Toren unserer Stadt. Von fern hörte man es donnern und krachen. Meine Mutter machte sich mit drei kleinen Kindern auf den Weg.

Tage zuvor hatte meine Mutter wichtige Dinge in einem Koffer verstaut um sie zu vergraben: Silberbestecke, von Paten für uns Kinder, wichtige Unterlagen, der Neue Ulster unseres Vaters, zuletzt oben drauf ein Bild von der Konfirmation meine Bruder Max. Zuerst musste ein tiefes Loch im Rondell im Garten geschaufelt werden. 

Die Nachbarin schaute zu -und fragte: “ Können Sie nicht die SS-Uniform meines Mannes mit eingraben?“ So geschah es, im Jahr 1945. Später erfuhren wir, die Russen hätten mit ihren Bajonetten in den Gärten herumgestochert und alles gefunden.

Der Wehrmachtsgeneral – Oberst Remer hatte die Verteidigung der Stadt befohlen.

In der Folge wurde die Innenstadt zu 90 Prozent von der Russischen Armee zerstört.

Die Angst vor den Russen war so groß, dass viele hundert Frauen sich mit ihren Kindern im nahen Tollense See ertränkten. Auch eine Tante von uns hatte sich mit ihren vier Kindern ertränkt.Meine Cousine, Renate, war 18 Jahre, auchsie wurde von den Russen vergewaltigt.

Meine Mutter, wollte aus unserer Heimatstadt nicht fort, nicht fort von unserem zu Hause. Einmal hieß es, es können ja auch dieWeißrussen sein, die tun uns nichts, sie sind nicht so grausam wie die Rotarmisten. Und die V 2 soll kommen! Meine Mutter sagte zu mir, ich kleide dich als alte Frau an und schwärze dein Gesicht! Die Menschen wollten in ihrer Not an all diese Dinge glauben.

Ich hörte ein Gespräch: Die Nachbarin von nebenan war bei uns: „Machen Sie sich keine Sorgen, Frau Ahlgrimm, wenn es sein muss, ich habe Giftspritzen für alle.“ Sie hatte vier kleine Jungen. Von dieser Stunde an ließ ich meiner Mutter keine ruhige Minute mehr: „wir müssen fort.“

Der Geschützdonner kam immer näher. Einen Tag vor der Flucht bekam jede Familie noch 30 Eier, zu spät, viel zu spät. Wer sollte und konnte sie jetzt noch essen. Das Mittagessen, gebratener Hering, stand auf dem Herd. Meine Mutter holte noch die Fahrkarten, 37 Mark nach „Nirgendwo.“ Keiner wusste, wohin die Reise ging.

Es ging ein Aufruf an die Bevölkerung von Neubrandenburg, die Stadt sofort zu verlassen. Es fährt ein letzter Zug – ein Güterzug nach Nirgendwo – niemand wusste genaueres. Es sprach sich wie ein Lauffeuer herum.

Es blieb keine Zeit für einen Abschied von unserer Oma. Wir sollten sie nie wiedersehen. Sie starb im April 1947 an Hungertyphus. Sie saß am Ende vor den Trümmern ihres Hauses und konnte die Welt nicht mehr verstehen.

In großer Eile packte Mutterdas Nötigstein den Rucksack. Die wichtigen Papiere und einige Fotos hatte sie in ihrer Tasche verstaut.Natürlich nahm ich meinen neuen Schulranzen und denFüllfederhalter mit. Mutter schloss die Haustür ein letztes Mal zu. Insgeheim dachte, hoffte sie, wir kommen bestimmt bald zurück. So zogen wir drei Kinder mit unserer Mutter los zum Bahnhof. Die Dunkelheit brach herein, meine Geschwister 6und 3 Jahre waren müde, sie hatten Angst – und weinten. 

Pünktlich um 21.30 fuhr der Zug ein. Es waren oben offene Güterwagen. Wir Kinder kauerten in einer Ecke auf der Erde, und rückten eng zusammen- es war sehr kalt in der Nacht. Mutter nahm die Decke und legte sie um uns herum, danach stellte sie sich schützend vor uns. Über uns flogen die Geschosse, es knallte und krachte überall. Der Himmel erhellte sich über uns vom Feuer – der brennenden Häuser-es wollte einfach nicht aufhören.

Es wurde langsam hell, der neue Tag brach an. Wir weintenund froren schrecklich. 

Nach einiger Zeit – es kam uns ewig lange vor, denn der Zug fuhr langsam, hieltder Zug in Güstrow. Der Schaffner meinte, wer jetzt aussteigt, kommt nicht mehr weg. Der letzte Zug ist für unser Personal.

Über uns der Sternenhimmel und in der Ferne sah man Leuchtkugeln am Himmel. Wir schliefen auf der Erde im Zug ein. So ging die Fahrtweiter wir waren 2 Tage und Nächte unterwegs. Dann erreichten wir Lübeck. 

Endlich angekommen brachte man uns in einer Schule unter. Sie sollte in den nächsten Wochen, mit vielen Hunderten Menschen, unser neues zu Hause sein. Viele, sehr viele Menschen, lebten und schliefen auf dem Fußboden in einem Raum. 

Der Hunger und die Läuse waren unsere ständigen Begleiter. Die Läuse waren so nach und nach weg. Aber der Hunger ist für sehr, sehr lange Zeit geblieben. Es war niemand bereit sein Brot mit uns zu teilen, oder uns ein Kleidungsstück zu geben. 

Später, viel später haben wir erkannt und begriffen welch ein Glück wir noch hatten. 

Wir hatten alles aber auch alles verloren und führten zeitweise ein menschenunwürdiges Lebens, aber wir mussten nicht die Grausamkeiten, und die Entwürdigungen durch die Russen ertragen.Am 29. April 1945 vor 77 Jahren, war der Tag, an dem mein Leben aus den Fugen geraten ist.

28. April 2022

Wenn’s Absicht war, kommt es der Quadratur des Kreises gleich: Deutschland liefert Fla-Panzer Gebhard, für die es keine Munition mehr gibt. Also: Selenskyjs Wunsch nach schweren Waffen erfüllt und Putin hierdurch nicht bedroht. Wie wär’s als nächstes mit dem Leo 2 ohne Motor. Ist absolut umweltfreundlich (kein Feinstaub, CO2 und so) und für den Transport auf der Schiene geeignet.

Gepard (2): Die Schweiz weigert sich, für die Oerlikon-Kanonen Munition zu liefern. Sie hat die Bundesregierung darauf hingewiesen, dass Deutschland die Munition seinerzeit unter striktem Weiterexportverbot bekam. Jetzt will, man höre und staune, Brasilien den Ukrainern aus der Munitionsklemme helfen.

Das australische Wunderkind Elon Musk hat tatsächlich Twitter gekauft. Was mag den Noch-Vorstand zur Zustimmung veranlasst haben? Ich will mal raten: Geld? Zudem: Was war mit der angeblichen Solidarität der übrigen Groß-Anteilseigner? Hat sich in Tagesfrist in einen Verkaufsreibach der Berufs-Spekulanten aufgelöst.

Twitter (2): US-Zelebritäten kündigen an, die Plattform verlassen zu wollen. Das klingt wie der Schwur der Katze, demnächst in den Vogelschutzbund einzutreten.Nebenbei: Das wunderbare Wort Zelebrität scheint durch Pückler-Muskau in der deutschen Sprache salonfähig gemacht worden zu sein. Begebe mich auf die Suche in seinen Briefen eines Verstorbenen. Lese mit Genuss, dass er sich lustig machte, er verkaufe von diesem Werk mehr als Goethe und Schiller mit all ihren Büchern zusammengenommen. Nach dem Ableben der drei änderte sich das zu seinen Ungunsten. Da bin ich sicher.

Den Gafron-Hetzartikel im Bauchladen von Tichy wiedergefunden.
Dem Leser H. sei Dank. Auch Hinweise auf den Journalisten, für den ich mich nie sonderlich interessiert hatte. Er sei einer, der zuvor rübergemacht hatte, wie die Berliner das nannten. Für einen winzigen Moment meldet sich der alte Jagdhund zu Wort, der einst von Amts wegen auf den Spuren von eingeschleusten Presse- und Parteien-Unterwanderern wandelte. Einen winzigen Moment nur, dann verfliegt der Eindruck wieder im ablenkenden Interesse am gegenwärtigen Geschehen.

27. April 2022

Stopp: An Polen und Bulgarien liefert Russland ab heute kein Gas mehr. Offizielle Begründung: Die beiden Länder hätten nicht in Rubel bezahlt. Der russische, oft genug angekündigte Vorstoß ist ein Versuchsballon. Sowohl für die Russen wie für die Deutschen, die 55 Prozent des Import-Gases aus Russland beziehen. Wir seien, so hört man aus Berlin und Brüssel, auf alle Eventualitäten vorbereitet. Soso. In der Stilllegung des Landes und seiner Wirtschaft haben die Damen und Herren ja in den letzten beiden Jahren reiche Erfahrungen sammeln können. Kurzarbeitergeld statt Produktion. Geht doch.

Die gebündelte Kriegshetze der deutschen Medien, die ich durch das Filter der sog. alternativen Medien zur Kenntnis nehme, offenbart, dass Tichys Einblick mit fliegenden Fahnen im Gleichschritt marschiert. Ein einschlägiger Beitrag des Journalisten Georg Gafron erfährt in der vergangenen Nacht im Minutentakt ätzende Leserkommentare. Als ich ihn heute Morgen zu Zwecken der Dokumentation des absurden Geschehens kopieren will, finde ich ihn nicht mehr wieder.Gafron (2): Ich weiß nicht, ob dieser verbale Kämpfer an der Seite der USA derselbe ist, den ich in den 1980ern in Berlin als etwas skurrilen Streiter für democracy bei RIAS kennenlernte. Andere ehemalige Mitarbeiter des amerikanischen Senders fand ich später als Mitkämpfer bei den Grünen angedockt. Damals wunderte ich mich. Das hat sich mittlerweile gelegt.

26. April 2022

Was nicht da ist, ist auch nicht. Über Nacht hat die Wahrheitsplattform Wikipedia den Eintrag über die angebliche Investment-Firma des Präsidentensohnes, Hunter Biden, gelöscht. Recht so, denn niemand soll fürderhin behaupten dürfen, dass hier das Schmiergeldkonto der Familie für dubiose Zahlungen aus der Ukraine und aus China gewesen ist. Die Beträge, um die es hier geht, was natürlich reine Verschwörungstheorie ist, sind so groß, dass ein normaler Amerikaner sie während seiner gesamten Lebensarbeitszeit nicht zusammensparen kann. Zu recht nicht, denn er ist schließlich nicht der Sohn des Präsidenten.

Klare Ansage: „Wir wollen, dass Russland so weit geschwächt wird, dass es zu so etwas wie dem Einmarsch in die Ukraine nicht mehr in der Lage ist.“ So die US-Minister Blinken (Auswärtiges) und Austin (Krieg) bei einem Besuch in Kiew und in Ramstein. Die Einzige Weltmacht lässt grüßen, doch die Einzige Weltmacht existiert nur in den Köpfen derer, die sie für real halten.Ansage (2): Der russische Außenminister Lawrow hat zur amerikanischen Ankündigung, die ukrainische Armee so lange hochzurüsten, bis sie gesiegt habe, mitgeteilt, dass die Nato sich am Rande des Dritten Weltkriegs befinde. Mir geht durch den Kopf, dass man die Hinweise dieses Mannes seit Jahr und Tag in den Wind geschlagen hat, was regelmäßig zu späterem Klagegeschrei führte. – Dies ist einer der raren Fälle, in denen ich nicht recht behalten mag, denn im Gegensatz zu unsern politischen Leuchten und deren Claqueuren lege ich keinen Wert darauf, in einen Krieg hineingezogen zu werden – weder bewusst, noch blind stolpernd.

25. April 2022In Frankreich hat der kleine Mann erwartungsgemäß, wenn auch knapp, die Präsidentschafts-Wahl gewonnen. Die Bürger, die dies bewirkt haben, entschieden im Sinne des Großkapitals. Entsprechend fiel die Erleichterung bei den westlichen Politikern aus, die ebenfalls auf dem Finanz-Ticket reisen. US-Präsidenten Biden ließ man sagen, dass dies für die Ukraine, die Demokratie und die Klimarettung gut sei. Mehr muss man dazu nicht anmerken.

Liberales Zwiesprech: Während der Herr Lindner am Wochenende dem Kanzler Nibelungen-Treue schwört, feiert der Parteitross der Lindnerpartei diese etwas maskulin wirkende Dame, die den Militärflügel repräsentiert und deren Namen ich mir nicht merken kann.

Zweisprech (2): Wie formuliert man eine Beleidigung besonders ätzend? Indem man die Attacke in ein Lob einbaut. Beispiel, ein Besucher nach einer Gasterei am Wochenende: Wir haben uns bei Ihnen wieder sehr wohlgefühlt. Schön auch, dass Sie nicht mehr so arrogant sind wie früher. – Antwort, schon auf der Treppe: Danke für den offenen Gedankenaustausch (unter Weglassen der sonst üblichen Floskel: na, dann bis zum nächsten Mal).Ungeplanter Fund eines Titels von 1919 in meiner Weltkriegsbibliothek: „Mit den deutschen Truppen in der Ukraine. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Zusammenbruchs.“

24. April 2022

Kampf um die Deutungshoheit: Nach nur einem Monat Laufzeit hat der US-Sender CNN seinen Nachrichten-Streaming-Dienst wieder liquidiert. Fazit: Kein gescheiter Amerikaner will für diesen linken Mainstream-Plunder auch noch blechen. Da haben es die deutschen Mainstream-Lügner einfacher. Sie dürfen ihr Steuer-Privileg gegen den Bürger ausspielen.

Deutungshoheit (2): Der Milliarden-Spieler Elon Musk hat noch mal auf sein Angebot draufgelegt, um die Laber-Plattform Twitter aufzukaufen. Zur Erheiterung des Beobachters liefert er sich ausgerechnet dort ein Informationshäppchen-Duell mit dem anderen Weltbeherrschungs-Anwärter Bill Gates – ungläubig bestaunt von den Twitter-Zensoren, die sich offenbar nicht trauen, Musks ätzende Kommentare einfach zu löschen.Deutungshoheit (3): Es gelingt den vereinten Nachrichtenfälschern der USA nicht, den Ex-Präsidenten Trump zum Schweigen zu bringen. Immer wenn es um ihn still zu werden droht, organisiert er Massenaufmärsche irgendwo in der Fläche des Landes, auf denen er wie ein Messias gefeiert wird. Die Gegner in der eigenen Partei, der Republikaner, treten sich von einem Fuß auf den anderen, weil sie nicht wissen, was sie machen sollen. Exen sie ihn, können sie die kommenden Zwischenwahlen nicht gewinnen. Deswegen ist ihr Stillhalten eine zähnefletschende Duldung auf Zeit.

23. April 2022

Man muss auch loben können. Dass der Herr Scholz einen Dritten Weltkrieg verhindern will, finde ich anerkennenswert. Seine Bemerkung, dass deutsches Aufrüsten der Ukraine um jeden Preis der Weg in diesen Krieg ist, finde ich zutreffend.

Herr Scholz (2): Von Kabinettsdisziplin ist nichts zu spüren. Grüne und Liberale zetern, was das Zeug hält, und versuchen, den Kanzler öffentlich zu desavouieren. Bei den Grünen kein Wunder, denn sie können mit Deutschland nichts anfangen. Über die Kriegstreiberei der FDP darf man sich schon wundern. Spötter bemerken, die Liberalen würde sich an ihre Anfänge erinnern, als sie die Parteineugründung mit den meisten Ritterkreuzträgern war.

Herr Scholz (3): Es riecht nach Kanzlersturz. Warte darauf, dass Mainstream feststellt, der heutige Kanzler habe in seiner Hamburger Zeit in der Elbphilharmonie Tschaikowski gehört. Das wäre dann der Tupfen auf dem i für seine Russenhörigkeit.Herr Scholz (4): Diesen durch den Mann von Black Rock abgelöst zu sehen, wäre der Wunschtraum der vereinigten Atlantiker.

22. April 2022

Ich kann es nicht lassen. Nachts habe ich einige Dutzend Meldungen über den Kriegsverlauf miteinander verglichen. Die leicht gekippte Mondsichel der Ostukraine vom Norden (ohne die Großstadt Charkow) bis zur Landbrücke auf die Krim scheint fest in russischer Hand zu sein. Die Lagedarstellung anhand einer russischen Karte von gestern widerspricht zumindest den westlichen Angaben über den Frontverlauf nicht. In Einzelheiten gibt es enorme Divergenzen.

Ukraine (2): In den Katakomben unter dem Asow-Stahlwerk von Mariupol befinden sich immer noch Kämpfer und ggf. Zivilisten, von denen unklar ist, ob geflüchtet oder als Geiseln gehalten. Die Erstürmung dieser Anlagen wurde nach russischen Angaben abgebrochen, um eigene Verluste zu vermeiden. Bilder von gepanzerten Feldhaubitzen zeigen – falls sie tatsächlich aktuell an Ort und Stelle gefilmt wurden –, dass diese, wie im Manöver auf offener Fläche aufgefahren, das Werksgelände aus sicherer Distanz systematisch zusammenschießen.

Ukraine (3): Man kann über die russischen Offensivabsichten nichts sagen, es sei denn, man ist Kreml-Experte oder Prophet. Eine Absicht auf Eroberung der Gesamt-Ukraine ist nicht zu erkennen. 

Ukraine (4): Was mit der Großstadt Odessa, dem Tor der Ukraine zum Schwarzen Meer, wird, mögen die Götter wissen. Wenn der Krieg so endet, wie jetzt der Frontverlauf ist, hängt die Stadt strategisch in der Luft. Die Stadt Odessa hat in der russischen wie in der ukrainischen Sichtweise einen Stellenwert, der ebenso grundlegend wie wechselseitig unvereinbar ist. 

Gefährliche Muskelspiele: Dem Preußen-Kurier entnehme ich, dass Bundeswehreinheiten am Kurischen Haff stationiert wurden. Blick auf den Nordteil Ostpreußens, der einschließlich Königsberg seit 1945 zu Russland gehört, zeigt, dass dieser bei Anziehen der Daumenschrauben kaum zu halten wäre. Direkte Anrainer sind Polen und Litauen. Es lohnt sich, deren Exponenten zuzuhören.

Muskelspiele (2): Auch sonstige Meldungen aus Polen lassen nichts Gutes erwarten. Ich weiß jedoch nicht, ob diese Meldungen zutreffen, dass die polnische Armee sich zu einer Offensive Richtung Lemberg-Odessa rüstet. Falls ja, richtet sich der dann entfachte Krieg primär nicht gegen Russland, sondern gegen die Ukraine.Muskelspiele (3): Die West-Ukraine als polnisch zu betrachten und lautstark zu beanspruchen, ist weder neu noch originell. Die 1920er/30er Jahre lassen grüßen. Zwischen damals und heute liegen Jahrzehnte, in denen die Polen nichts zu beanspruchen hatten. Es gehört zu diesem Auf und Ab, dass dieses Volk permanent unterschätzt worden ist. Jetzt jedenfalls ist es mit seinem Streitpotenzial wieder da.

21. April 2022

Man kann die russischen Darstellungen über den Ukraine-Krieg für plumpe Propaganda halten und sie dementsprechend aus der eigenen Lagebeurteilung ausblenden. Westliche Medien tun dies, doch klug ist es nicht. Geradezu töricht wird solche Abstinenz, wenn man ignoriert, was die Russen in diesem Zusammenhang über uns, die Deutschen, zu sagen haben. Sie geben zu diesem Zweck eins zu eins wider, was deutsche Politiker über die Art und den Umfang unserer Kriegsunterstützung zugunsten der Ukraine verlautbaren. Die russische Schlussfolgerung, dass Deutschland sich mit Russland im Krieg befinde, ist weder abwegig noch harmlos.

Propaganda (2): Die deutsche Seite geht einen anderen Weg. Zwei Jahrzehnte halsbrecherischer Energie-, Geld- und Einwanderungspolitik nebst zweijährigem Corona-Wahn zeigen unübersehbar ihre Bremsspuren in der deutschen Wirtschaft. Das Land verarmt zum Zukucken für jedermann. Hierfür gibt es seit acht Wochen eine einförmige Erklärung: Putin. Doch das ist Quatsch und nur deswegen bei Michel wirksam, weil die Botschaft bei aller Lüge einen wahren, leicht wiedererkennbaren Strang enthält, das ist der Krieg des Wladimir Wladimirowitsch. Er findet wirklich statt und hat auch dem Dümmsten offenbart, wie eng unsere wirtschaftliche Verzahnung mit Russland war und (!) ist: Gas weg – Licht aus.Propaganda (3): Das Sprachrohr des feministischen Zeitgeistes konnte einen Tag lang, in Abweichung zu seinem Namen (TAZ, die Tageszeitung), nicht erscheinen. Der Grund: ein Stromausfall. Das bestärkt mich in meiner Ansicht, dass unfreiwillige Komik die witzigste ist.

Atlantisches: Im Vordergrund der amerikanischen medialen Aufreger stehen Benzinpreis, allgemeine Teuerung und – speziell in Texas und Arizona – die überhand nehmenden illegalen Zuwanderer. Der Sündenbock vieler Amerikaner heißt keineswegs, wie auch dortzulande von ihrer Bundesregierung empfohlen, Wladimir Putin, sondern Joe Biden.

Atlantisches (2): Unter dem Horizont der deutschen Medienberichterstattung findet weiterhin das Scherbenaufkehren der Ära Trump statt. Die beiden Schwerpunkte sind derzeit das jahrelange eigennützige Tun der Familie Biden in der Ukraine und in China, das im Namen des Präsidentensohns Hunter Biden und dessen Eskapaden kulminiert. Und als zweites die Anklageverfahren des Sonderermittlers Durham, der den Kabalen des Clinton-Trosses nachgestiegen ist. Hier tritt derzeit der Demokraten-Anwalt Sussmann in den Fokus des Interesses, dem vorgeworfen wird, er habe in vorderster Front die zu unrecht erfolgten Russland-Connection-Ermittlungen nebst auf den Fuße folgenden Pressekampagnen gegen Trump durch Beweismittelfälschung organisiert. Über die Ergebnisse beider so extraordinärer Verfahren kann man nichts prognostizieren. Amerikas Justiz ist eine Dame von fragwürdigem Ruf.

Atlantisches (3): Mit einem gewissen Behagen nehme ich die Fortentwicklung in Sachen Biden und Clinton-Sussmann zur Kenntnis, weil sie zeigt, dass ich vor zwei Jahren mit meiner Recherche in Sachen Spygate inhaltlich und personengenau richtig lag, wofür ich hierzulande neben dem Verkauf von nahezu 15.000 Exemplaren des gleichnamigen Buches mit dem Wanderpokal des Verschwörungstheoretikers geehrt wurde. 

Atlantisches (4): Es findet ein Krieg um Twitter statt, seit das australische Enfant terrible Elon Musk sich dort vor einigen Tage mit knapp 10 % der Aktien eingekauft hat. Jetzt sind alle billig und gerecht denkenden Gutmenschen auf hundertachtzig. Sie fürchten, dass ein Miteigentümer Musk den bei Twitter seit Jahren fest etablierten Zensurapparat killen könnte. Es sieht so aus, als wolle Musk ernst machen, denn er hat allen Aktionären ein Angebot gemacht, das deutlich über dem Kurswert der Aktie liegt. Zu diesem Zweck hat er seine Portokasse mit 41 Milliarden Dollar bestückt. Der Vorstand von Twitter, dem – wohlgemerkt – das Unternehmen nicht gehört, versucht derweil, die Aktionäre zum Bleiben zu bewegen, indem er ihnen zusätzliche neue Aktien zum Vorzugspreis anbietet. Kann man im begrenzten Umfang machen, aber es wird den Wert der Twitter-Aktie weiter beschädigen, wie es bereits vor Jahresfrist der Rauswurf des Twitter-Nutzers Donald Trump tat.Atlantisches (5): Ab und an frage ich mich, wo das Wunderkind Elon das viele Geld her hat, das ihn angeblich seit Neuestem auf den Platz des reichsten Mannes der Welt katapultiert hat. Es gibt Leute, die behaupten, dass seine Fabriken zum Bau von Tesla-Elektrospielzeug in erster Linie dazu dienen, CO2-Zertifikate zu verkaufen. Falls das stimmt, was mir wie das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern vorkommt, könnte man mit einem gewissen Recht davon sprechen, dass sein Reichtum auf Luftnummern beruht.

20. April 2022

Frauen: In den alternativen Medien werden viele Worte für den Umstand verwendet, dass massenhaft Frauen in Führungspositionen eingerückt sind, die sie nicht auszufüllen vermögen. Ich bin nur dann bereit, mich hierüber solidarisch mitaufzuregen, wenn Männer verdrängt wurden, die genau dies vermochten.

Frauen (2): Immerhin verdanken wir der Offensive der Frauen, dass wir mit bedeutend klingenden Doppelnamen konfrontiert werden, die kaum einer, ohne zu übern, richtig aussprechen kann. Wenn ich mich nicht täusche, war dies vor Jahren zunächst ein Markenzeichen der FDP. Wer erinnert sich nicht an Frau Leuthäuser-Schnarrenberger? Die klang wie ein Neubaugebiet in Oberbayern.Frauen (3): Der neuen weiblichen Wichtigkeit verdanke ich ein amüsantes Denkspiel für langweilige Autobahnfahrten. Bei Abfahrten mit kuriosen Doppelnamen, stelle ich mir vor, welche weibliche Figur meines Gegenwartsromans dahintersteckt. Zum Beispiel: die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Frau Marieluise Ottendorf-Okrilla (für Nicht-Sachsen: das Vorbild steht an der A 4 östlich von Dresden).

Ukraine mon amour: Mainstream meldet: Russische Offensive überall erfolgreich abgewehrt. Mainstream im selben Atemzug: Die Kämpfer von Mariupol bitten um Evakuierung. Hinweis für die Nachrichtenfälscher: Mädels, eure Meldungen passen nicht zusammen. Es sind ukrainische Siegesfanfaren gepaart mit der Verzweiflungsgeste einer zumindest örtlichen totalen Niederlage.

Ukraine (2): Falls ich mir das richtig zusammenreime, findet in der Industrie- und Hafenstadt Mariupol das statt, was man in der militärisch-gnadenlosen Sprache als Säuberung vom Feind bezeichnet. Der sitzt unter dem auf 11 Quadratkilometern recht ausgedehnten Asow-Stahlwerk in Gängen und Bunkeranlagen und wird dort von tschetschenischen Söldnertruppen Mann um Mann niedergemacht. Was im Rest der Ostukraine derzeit passiert, lässt sich kaum beurteilen.

Ukraine (3): Wenn man überhaupt historische Schlachten für vergleichbar erachtet, fällt einem die deutsche Niederlage von Stalingrad ein. Es war ein Häuserkampf Mann um Mann. Die Verteidiger gaben nach Wochen auf, als sie nichts mehr zu fressen und zu schießen hatten. Historische Vergleiche hinken stets, auch dieser, schon wg. der Größe des Kessels und der beidseits eingesetzten Truppenkontingente. Allerdings: Goebbels hielt hernach vor begeisterten Volksgenossen seine berüchtigte Wollt-ihr-den-totalen-Krieg?-Rede. Schon vergessen?Ukraine (4): Die Landeszentrale für politische Bildung von Baden-Württemberg gibt eine Handreichung für Lehrer über den Ukraine-Krieg heraus: „Putins Angriff auf den Frieden“. Auf der Zeichnung des Covers unterhalten sich russische Soldaten auf dem Weg nach Kiew. Sagt einer von ihnen: „Sie sehen aus wie Menschen, aber es sind hasserfüllte blutrünstige Monster.“ – Preisfrage: Ist das Dargestellte eine von Strafe bedrohte menschenverachtende Hetze, oder wird derjenige strafrechtlich verfolgt, der sagt, dass dies so sei?

17. April 2022Absurdes aus der Gesetzgebungsecke: Ungebuhsterte, die in Corona-Quarantäne geschickt werden, verlieren den Anspruch auf Lohnfortzahlung. Begründung: Sie hätten sich ja impfen lassen können. Nach dem Wenn-dann-Schema bedeutet das: Wenn du dich impfen lässt, schützt du dich zwar nicht vor Infektion, aber vor der Quarantäne. Das ist so verrückt, dass man zunächst glaubt, man hätte sich verlesen.

Fahne: „Wir sind ein modernes und vielfältiges Land. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir das auch als staatliche Institutionen deutlicher zeigen,“ zitiert das Bundesinnenministerium die ihr vorgesetzte Nanzy Faeser anlässlich von deren Geniestreich, die öffentlichen Gebäude mit Buntgestreiftem schmücken zu lassen – von bösen Zungen als Schwulenfahne bezeichnet. Okay, ist pressegeiler Blödsinn. Kann den alten Fahrensmann, der ungezählte Politiker erlebt hat, kaum jucken. Aber das Wir-als-staatliche-Institution lässt aufmerken. Die Dame verwechselt sich selbst mit dem Staat. Da zeigt sich mental Bedenkliches, das Ludwig XIV.-Syndrom. Alternativ: Oder ist sie bloß nicht des Deutschen mächtig?

Fahne (2): In meinem Grundgesetz steht seit 1949 in Artikel 22: „Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold.“ Ich weiß schon: Wer sich auf die Verfassung beruft, läuft Gefahr, eingestuft zu werden.Fahne (3): Rat an alle, die ihr Missfallen zum Ausdruck bringen wollen: Hängen Sie eine deutsche Fahne raus.

16. April 2022

Der samstagnachmittägliche Großeinkauf belehrt darüber, dass verschiedene Dinge aus sind, wie man so sagt. Vor allem die Sonderangebote. Neu ist, dass bei einzelnen Warengruppen, wie dem landläufigen Speiseöl, steht: Derzeit nicht lieferbar.Samstags (2): Windelträger sind in der Minderheit. Sie sind entweder sehr alt oder sie tragen Markenklamotten der Sorte Outdoor, mit denen man auch in Lappland gut zurecht käme. Falls diese Beobachtung verallgemeinerungsfähig ist, müsste der Anteil der Windelträger größer werden, je weiter man nach Westen kommt.

15. April 2022

Sollte es stimmen, dass ein Drittel der Befragten die Ansicht geäußert hat, in einer Scheindemokratie zu leben, so bedeutet das, das diese Bürger ein Bild der Demokratie in ihrem Kopf herumtragen, das sie mit dem Erlebten nicht zur Deckung bringen können. Mainstream schlagzeilt hingegen so: Ein Drittel der Bürger habe sich von der Demokratie abgewandt. Das ist Blödsinn, weil wir hierüber nichts wissen, denn die Probanden wurden nicht nach der Zustimmung zur Demokratie gefragt. Aber das interessiert offenbar niemanden, wiewohl ich schon neugierig wäre, wie diejenigen Bürger, die wie oben votiert haben, sich Demokratie vorstellen. Dabei käme es dann vielleicht ans Licht, dass diese mit den Befürwortern der Demokratie identisch sind – und nur diese.

Im Schwarzen Meer versinkt das Flaggschiff der dortigen russischen Flotte. Da dortzulande Krieg geführt wird, stellt sich die Frage der Feindeinwirkung. Sollten US-gesteuerte Fernlenkwaffen im Spiel gewesen sein, steht die Erweiterung des Konflikts auf die Nato-Staaten unmittelbar bevor. Stellt sich die nächste Frage, wem das nutzt? Deutschland jedenfalls nicht. Und dem, was man neuerdings das ukrainische Volk zu nennen beliebt, sicher auch nicht.Flaggschiff (2): Der Vorgang erinnert an den Untergang des brandneuen russischen Panzerkreuzers Imperatrizja Marija 1916. Keiner wusste, warum sie in Sewastopol in die Luft flog – bis auf ein paar Agenten, die vermutlich von der Sektion IV des deutschen Marinenachrichtendienstes N in Berlin ihre Befehle erhalten hatten. Wird höchste Zeit, dass wir uns hierfür entschuldigen.

In Deutschland gab es in den vergangenen 20 Jahren den merkwürdigen Konsens einer winzigen Minderheit, nämlich der von Vernunft gesteuerten Zeitgenossen. Diese lehnten mit guten Gründen und themenübergreifend das Gelddrucken, den Atomausstieg, die Totalabrüstung, den Klimablödsinn und die Massenzuwanderung von Analphabeten ab. Die Front bröckelte ein wenig, als vor zwei Jahren Corona zur Massenhysterie anschwoll, stabilisierte sich aber nach einem Jahr wieder. Jetzt wird der öffentliche Wahn durch den Ukrainekonflikt bestimmt. Plötzlich blasen ganze Kohorten, die man bis gestern für normal gehalten hatte, in die Kriegstrompete.

14. April 2022

Grundlinien deutscher Politik sind nicht erkennbar. Nur auf die grünen Idioten ist weiterhin Verlass: Weltrettung und Kriegshetze, beides aus Servilität gegenüber der atlantischen Kolonialmacht.

Grüne Idioten (2): Vor Jahrzehnten zeichneten sie sich durch ihre Liebe zu Grünkern-Bratlingen aus. Jetzt ist diese Geschmacksverirrung in der Breite angekommen und heißt vegan. Ist teuer und kann sich nur leisten, wer’s hat. Zum Aufpreis gegenüber dem, was man in diesen Kreisen als ungesunde Billigprodukte bezeichnet, müssen zudem die Kosten der veganen Mangelernährung hinzugerechnet werden. Diese lebensnotwendigen Medikamente heißen Nahrungsergänzungsmittel.

Bei den französischen Nachbarn läuft es auf ein Weiter-so hinaus. Immerhin muss man sagen, dass sie tatsächlich die Möglichkeit einer Alternative hätten. Es erscheint im Moment eher unwahrscheinlich, dass sie diese ergreifen.Frankreich (2): Der Amtsinhaber – ein Aushängeschild des Kapitals, so will er mir scheinen – wird nun, falls die Berichterstattung auch nur vage zutrifft, bis weit ins Lager der äußersten Linken Unterstützung finden. Das ist weniger überraschend, als es den Anschein hat, denn die zahlreichen Funktionäre wollen bezahlt sein. Hierfür gibt das Kapital die notwendigen Mittel.

Man sage nicht, die deutsche Sprache sei nicht präzise und variantenreich. Man nehme nur die Worte hassema und hamsema. In beiden Fällen geht es um Geld. In der Berliner Ubahn: Hassema n’Euro? An der Ladenkasse: Hamsema dreizehn Cent?
Die Tür zum Tucholsky-Archiv ist während der Öffnungszeiten verschlossen. Hinzu tritt eine Museumsaufsicht, die mich hinter der Maske fragt, ob die Tür zu sei. Ich bejahe, weil ich denke, der Mann macht sie mir auf. „Dann macht der Kollege Mittagspause,“ sagt er. „Versuchenses inner Stunde nochma.“ Versuche ich nicht. So wichtig ist mir Tucholsky nun auch wieder nicht.

13. April 2022

In Gransee in der Mark randalierten rund 300 französische Husaren, umzingelten das Rathaus und erpressten eine größere Geldsumme. Es war Oktober und man schrieb das Jahr 1806.

Gransee (2): Vier Jahre später wurde der Sarg der preußischen Königin Luise auf dem Weg nach Berlin zur Beisetzung in der Stadt über Nacht abgestellt. Für die Bürger offenbar ein Großereignis. Sie nutzten es aus, um in franzosenfeindlicher Absicht beim angehenden Star-Architekten Schinkel ein Denkmal zu bestellen und als einen Akt nationaler Demonstration – es war die Franzosenzeit – 1811 auf dem Marktplatz aufzustellen. Dort steht der Luise-Sarg heute noch.Gransee (3): Der damalige Luise-Kult ist heute kaum noch klar in Worte zu fassen. Eine schöne Frau, allerdings, von ihrem königlichen Ehemann aufrichtig geliebt, dem sie ein Kind nach dem anderen gebar und die mit 34 Jahren starb. Der Zauber, der von ihr ausgegangen sein muss, ist heute noch durch die Skulptur zu erahnen, die Schadow von ihr und ihrer Schwester Friederike schuf. Indes: Die Zeitgenossen rümpften die Nase, die Mädchen erschienen ihnen wie nackt. Wie so häufig sind es diese scheinbar so selbstsicheren Kritiker, denen der blanke Neid den Blick auf das Bleibende verstellt. Und das sieht so aus: Schließt man die Augen und denkt sich den Namen dieser preußischen Königin, hat man die Luise des Johann Gottfried Schadow vor Augen.

12. April 2022

Eine unscheinbare Gedenkplatte zu ebener Erde auf dem Soldatengrab in Pelzkuhl in der Mark weist aus, dass hier zwischen dem 30.4. und 1.5.1945 zehn deutsche Soldaten gefallen und bestattet sind, eine Woche vor Kriegsende. Nur von dreien ist der Name bekannt. Als ich vor Jahr und Tag auf das Grab aufmerksam gemacht wurde, standen dort noch Holzkreuze mit den verrosteten Wehrmachtshelmen obendrauf. Sie hatten den Antifaschismus der DDR überdauert. Jetzt sind sie weg.

Ein prächtiger Findling im benachbarten Wesenberg weist den Besucher des wie ausgestorben daliegenden Städtchens darauf hin, dass dies der Ort sei, der „Den Kämpfern der deutschen Arbeiterklasse. 7.10.1959“ gewidmet ist.

Die Verkäuferin an der Fleischtheke in Fürstenberg, als ich Lungwürste in der Auslage entdecke, die ich Interessenten in Schilda mitbringen soll – befragt, wie sie, die Verkäuferin, diese zubereite – antwortet: Wie meine Oma.

Es kristallisiert sich bei aller Widersprüchlichkeit der Nachrichten heraus, dass der Endkampf um die am Asowschen Meer gelegene Großstadt Mariupol in vollem Gange ist. Es sieht nicht so aus, als könnten sich die Verteidiger gegen die russische Armee noch lange halten.

Mariupol (2): Die unvereinbaren Interessen der beiden Kriegsparteien sind offensichtlich: Der Hafen, das Asow-Stahlwerk und die angestrebte russische Landbrücke zur Krim.

Mariupol (3): Im Bunkerteil, tief unter dem Stahlwerk, sollen sich Labors für biologische und chemische Massenvernichtungsmittel befinden. In denselben zahlreiche Ausländer. Das macht die Aufregung der westlichen Wertegemeinschaft verständlich und deren Bestreben, die Leute außer Landes zu schaffen. US-Friedenskräfte im russischen Fernsehen vorgeführt, würden mit Sicherheit keine gute Figur machen. 

Mariupol (4): Asow-Stahl soll einem einzelnen Mann gehören. Mir fehlt das Vorstellungsvermögen, dass er das Werk durch seiner Hände Arbeit erworben haben könnte. Zeitgleich ist zu lesen, dass die Dünger-Produktion sich in den Händen eines einzelnen Mannes befindet. Nur diesmal handelt es sich um die russische Industrie und der bedauernswerte Eigentümer, der unter den Sanktionen schrecklich leidet, sitzt mit einem britischen Pass in England.

Schreibt mir einer, er könne mich nicht ernst nehmen, weil ich Ernstes mit Belanglosigkeiten verwechsle. Da irrt der Kritiker, denn er verwechselt verwechseln mit vermengen. Letzteres erlaube ich mir in der Tat. Es entspricht dem wirklichen Leben.Belanglos (2): Der Herr Scholz bedauert zutiefst den Rücktritt der Familienministerin und zollt, wie er sagt, ihr den höchsten Respekt. Hat er nicht mitgekriegt, wie der Grünenvorstand die Dame am Wochenende absäbelte, oder will er uns auf den Arm nehmen?

11. April 2022

Über den Maskenwahn ist alles gesagt. Oder doch fast alles. Dass im Schloss Rheinsberg Maskenzwang herrscht, wundert selbst unter dem Gesichtspunkt kaum, dass man im Lande Brandenburg unverkleidet einkaufen gehen kann. Bis eine Verwaltung einen Gesetzesbefehl zu befolgen bereit ist, bedarf sie einer einschlägigen Verwaltungsvorschrift, der sie entnehmen kann, dass das Gesetz wirklich gilt und wie es sodann anzuwenden ist. Bis dahin gilt im Schloss Rheinsberg: In Kasse und Museumsladen ist die medizinische Maske Pflicht, beim Betreten der Ausstellungsräume ist der Wechsel zur FFP-Maske obligatorisch.Maskenwahn (2): Es ist weniger der Irrsinn der Regelung, der Verärgerung hervorruft, als der freche Ton des kleinen Funktionärsgesindels, das sich in minimaler Anordnungsbefugnis suhlt. Frei nach Joethen: Hier bin ick Herr, hier darf ich’s sein.

Bei Tichy finde ich die Ansicht des Herausgebers aufgeschrieben, dass die jetzigen Helden an der Spitze der SPD Russland-hörige Genossen seien. Das war mir bislang nicht aufgefallen. Die zur Begründung der Ansicht vorgetragene weitere Ansicht, dass Putins Herrschaft mit der Sowjetherrschaft gleichzusetzen sei, weil dieser mal ein KGB-Offizier gewesen sei, finde ich abwegig. Der Rest ist dann nur noch ein inhaltsloser Zirkelschluss. Der geht so: Die Genossen der Schröder-Generation und der auf diese folgende Generation seien DDR-affin gewesen, deshalb Russland-hörig, weil das mit Sowjet-hörig gleichbedeutend sei.

Genossen (2): Das mit der DDR mag stimmen. Bei meinen Aufräumungsarbeiten in Fünfneuland 1990 ff. stießen meine Mitarbeiter immer wieder auf die Kameraderien von SED und SPD, wobei sich später prominente Genossen (West) nicht scheuten, sich in der brüderlichen DDR ihre akademischen Schmuckstücke anfertigen zu lassen. Zur Entschuldigung des damaligen Verhaltens lässt sich anführen, dass es damals noch nicht die Möglichkeit gab, die Grundlagen des akademischen Grades aus dem Internet zu kopieren.Genossen (3): Dies vorausgeschickt, bleibt die Frage, woran man denn erkennt, dass die Spitzengenossen in der politischen Praxis von heute, Russland-hörig handeln? Wenn dem so wäre, müsste der Herr Scholz beschleunigt die grünen Vorleute aus dem AA und dem Wirtschaftsministerium zum Teufel jagen, denn dort lässt man an der Russland-Feindlichkeit keinen Zweifel aufkommen.

10. April 2022

Beim morgendlichen Nachdenken über die heutige Präsidentenwahl in Frankreich weiß ich, dass abends ein erstes Ergebnis feststehen wird, wonach keinem der Kandidaten die nötige Mehrheit zufiel. Sodann wird es Palaver geben, wie die Stichwahl ausfallen wird.Präsidenten (2): Die Amtsinhaber von Frankreich und Polen bezichtigen sich wechselseitig und in feindseliger Absicht des Nazismus. Das wäre doch ein hübscher gemeinsamer Nenner, um gegen das Zwischenland vorzugehen.Das kalte Aprilwetter in Rheinsberg ist unerfreulich, doch hat es womöglich auch sein gutes, denn was könnte man sich besseres wünschen, um halb durchnässt und mit fröstelnder Distanz dem Leben des unsteten Königs an Ort und Stelle nachzugehen. So taucht plötzlich der Gedanke auf, dass dessen Leben womöglich nichts anderes als ein Kampf zwischen menschenverachtender Kälte und heißer Eigenliebe war. Nebenbei: Ist es das, was seine Totenmaske so abstoßend erscheinen lässt?

9. April 2022

Wenn man den Obi von Neuruppin betritt, fällt auf, dass sich die Nord-Brandenburger dort in hellen Scharen drängen, was daran liegen mag, dass die Regale dichter als anderswo beisammen stehen. Jedenfalls belehrt der Parkplatz darüber, dass die Käufer zu Häusern gehören, die es in Schilda in dieser Menge nicht als Baumarkteinkäufer gibt. Dementsprechend ist auch das Angebot an Basis-Dingen, die zu den Autos geschleppt werden.Ich bin verblüfft, als eine junge Frau mir ein strahlendes Lächeln schenkt. Einfach so. Ich nehme an, sie probiert, ob sie das nach zweijähriger Maskierung noch kann. Sie kann’s. Es ist nicht ohne Charme, dass sie nicht genügend Hände besitzt, um ihr vom Sturm gezaustes kurzes, deutlich zu dünnes Röckchen unten zu halten.

8. April 2022

Privathochschulen pflegen den Zulauf zu ihnen mit der Qualität ihres Angebots zu erklären. Dabei liegen die Dinge simpler. Nicht vorhandene Studienplätze an den staatlichen Einrichtungen und ein ans Idiotische grenzendes Zugangssystem legen all denjenigen, die wirklich studieren wollen, trotz immenser finanzieller Belastungen ein Ausweichen nahe.

Privathochschulen (2): Wer nun glaubt, dass er an diesen angeblichen Kaderschmieden auf erlauchte Lehrer stößt, der höre zu, was sie sagen, wenn sie über sich selbst sprechen. Allein der durchgängige Gebrauch des schwachsinnigen Gender-Deutschs sagt genug. Ich nehme an, den Sprechern, welche an einer Hochschule lehren, die sich ausgerechnet nach dem großen Sprachmeister Theodor Fontane benannt hat, wird das Absurde ihres Tuns mangels einschlägiger Bildung nicht bewusst sein.

Privathochschulen (3): Während am Himmel die Nato Präsenz zeigt, sprechen zu ebener Erde private Professores und politische Regionalgrößen vom leidenden ukrainischen Volk, mit dem es Solidarität gegen den verbrecherischen Überfall des Diktators Putin zu üben gelte. Okay, die Meinung kann man am Biertisch und im Fernsehen vertreten, aber mich macht das „ukrainische Volk“ hellhörig. Bin gestern hörte ich aus solchem Munde, dass der Gebrauch des Worts Volk ächt Nazi sei.Privathochschulen (4): In meiner Torheit war ich angereist, um aus berufenem Mund zu hören, wie die kostspielige Verbindung von Theorie und Praxis zum Wohle unseres Landes gelungen sei und was noch zu tun, um das zu verbessern. Stattdessen war von der Herausforderung der Gendermedizin die Rede. Blicke intuitiv nach oben, doch die Dachbalken der Schinkelkirche nehmen es ungerührt zu Kenntnis. Ich bin so verärgert, dass ich nicht einmal Kalauer von mir geben mag. Gut, na schön: Gendern Sie mal Hodenkrebs.

7. April 2022

Der Herr Scholz hat gestern gesagt, es käme für ihn – er sagte: für uns – darauf an, dass Putin den Krieg nicht gewönne. Tja, aber was bedeutet das? Ich glaube, er wollte sagen: Leute, wir müssen aufpassen, dass wir nicht eine klatschende russische Ohrfeige kriegen. Jedenfalls wird die Nichtbezahlung des russischen Gases, der russischen Kohle, des russischen Öls, der russischen seltenen Metalle – habe ich was vergessen? – nicht dazu führen, dass Russland den Krieg nicht gewinnt.

Herr Scholz (2): Sein Auftritt im Wahlkampf in NRW wurde dortzulande bei den Genossen als nicht hilfreich empfunden. Das Publikum pfiff. Das erinnert ein wenig an die A.M.-Auftritte in den Wahlkämpfen vergangener Jahre. Dem letzten Kanzler, den ich von Amts wegen wahlkämpfend sehen musste, begegnete ich 1999 in Erfurt. Gerhard Schröder war heiter, das Publikum gelangweilt.

Herr Scholz (3): „Unsere Mauern brechen, aber unsere Herzen nicht,“ stand in Riesenlettern aus Ölfarbe an stark beschädigten deutschen Wänden. Zur Stärkung der Moral hatten wir die Wunderwaffe des Führers. Jetzt haben wir Verzicht und zur Stärkung des Durchhaltevermögens (Neudeutsch: Akzeptanz) Klimaziele und einer muss hier schließlich den Anfang machen. Irgendeine Hoffnung haben wir immer.Herr Scholz (4): Die Presse teilt unter wohlwollendem Dröhnen mit, dass die Koalition in der Wirklichkeit angekommen sei. Ich kann das beim besten Willen nicht erkennen. Vermutlich weil mir meine Verstocktheit immer wieder in die Quere kommt. Die hört auf den Namen das-Wohl-des-deutschen-Volkes. Steht so in meinem Grundgesetz, aber was heißt das schon

Ich habe mich noch nicht daran gewöhnt. 160 € fürs Tanken mahnen mich zum Überlegen, wann ich wohl sagen werde: Das war jetzt die letzte Tankfüllung.

Es ist 5 Grad kalt, Regen- und Hagelschauer machen das Fahren zum Ärgernis. Zum Glück ist die Zahl der Raser fast auf Null gesunken. Auch sind LKW-Staus auf der A 9 rar geworden.Der Quartierwirt sagt, indem er auf den am Fußende des Bettes etwas unmotiviert stehenden breiten flachen Sessel zeigt: Hier ist der Wohnbereich. Seinem Gesicht entnehme ich nicht den Hauch von Ironie. Deswegen verkneife ich mir Rückfragen nach dem Wasch- und Essbereich. 

6. April 2022

Herr Müller von der Bundesnetzagentur ermahnt die Deutschen, mit dem Gas sparsamer umzugehen, da sich die Speicher bis auf den nicht abpumpbaren Rest leeren. Danach ist Sense, wie man so sagt. Gut beobachtet, Herr Müller. Vielleicht kommt seine Erkenntnis ja daher, dass er seit gestern von Klimatiker Habeck zum Treuhänder des Bundes über das Russenvermögen in Sachen Gas zwangsweise eingesetzt wurde. Das wird von Mainstream gefeiert, aber Gas bezieht man auf diese Weise nicht.

Herr Müller (2): Das ist, wenn ich nicht irre, derselbe Mann, der vor zwei, drei Monaten öffentlich verkündete, Northstream II sei nicht genehmigungsfähig – und zwar in dem Moment, als die Pipeline fertig war und mit Gas befüllt wurde. Schon vergessen, Herr Müller? Da wäre zum Beispiel das Gas, das jetzt fehlt. Ist mit Dreisatzrechnung herauszufinden.
Herr Müller (3): Warum sind die den Russen gehörenden Gasspeicher von Rheden leer? Weil sie letzten Sommer nicht aufgefüllt wurden. Warum wurden sie nicht aufgefüllt? Weil kein Wind wehte und das Gas zur Erzeugung von Strom verwendet wurde. Sowas nennt man in der christlichen Seefahrt auf Sicht fahren. Dumm nur, wenn unerwartet Nächte dazwischen kommen, in denen man nichts sieht. Diese Prinzipien sollten in der Bundesnetzagentur bekannt sein.

Herr Müller (4): Man muss nicht lange nachdenken um festzustellen, dass die Gasklemme, in der wir jetzt stecken, durch aktuelle Regierungsstellen mutwillig herbeigeführt wurde. Meine höchst persönliche Wertung: Leute, die so handeln, haben auf ihren Posten nichts verloren. Sie müssen entfernt werden.
Herr Müller (5): Ich will ja nicht unken, aber der laut Mainstream grün-kompatible Mann gäbe sicher ein prächtiges Bauernopfer ab, wenn es dunkel wird.

Der Hauptmann von Köpenick 2022: Ein Mann aus Magdeburg soll innerhalb von 9 Monaten 87 mal geimpft worden sein. Ihm geht es dem Vernehmen nach gut. Man stutzt, man staunt, man lacht, denn jetzt kommt der Auftritt der Experten.

Köpenick (2): Experte 1, der auf Mainstream breiten Raum findet, ist ein Impfexperte (was immer das sei). Er sagt, dass das Vielfachimpfen keine Gefahr bedeute, denn jede Impfung hebe die Wirkung der vorherigen auf. Wie muss ich mir das vorstellen? Die ungeraden Zahlen wirken, und die geraden Zahlen heben auf? Merkwürdig, ist das etwa der Sinn der dritten und vierten Impfung, die landauf landab propagiert wird? Habe ich ganz anders im Ohr.

Köpenick (3): Experte 2 ist ein universitärer Fachmann für Medizinrecht. Er sagt, dass dem Mann eine langjährige Freiheitsstrafe wg. gewerbsmäßigem Betruges drohe. Medizinrecht? Ich dachte, das sei eines Frage des Strafrechts. An den Betrugstatbestand erinnere ich mich dunkel: Der Täter erzeugt in einem Dritten einen Irrtum, sodass dieser eine Vermögensverfügung trifft, die zu einem Schaden führt. Nur mal so: Wer ist hier der Dritte? Der Impfarzt? Seit wann trifft der eine Vermögensverfügung. Nun gut, die Justiz wird’s auf Kommando richten.

5. April 2022

Die westliche Welt hat ein gemeinschaftsstiftendes Thema: Die Toten von Butscha, einem Vorort von Kiew. Der hiesige Tenor ist klar: Das war Putins Soldateska. Solche Meldungen nebst anschließendem Wir-alle-Gerede sind weder neu, noch tragen sie zur Wahrheitsfindung und schon gar nicht zu einer nüchternen Lagebeurteilung bei. Dieselbe ist, so fürchte ich, auch unerwünscht. In einem schon älteren Buch rief einst die Masse: Kreuziget ihn. Man tat es.

Masse (2): Es ist verstörend, dass ganz normale Leute hysterisch reagieren, wenn das Wort Ukraine fällt. Argumente sind sinnlos. Sie werden innerlich abgeblockt. Frage mich selbstkritisch, ob auch ich diesem Mechanismus unterliege. Vermutlich ja, indem ich ab einem bestimmten Informationspegel einfach für ein, zwei Tage abschalte. Das ist dann wie Fasten.

Masse (3): Genügend aufgeputscht lyncht sie Männer, die bloß daneben stehen und die Stirn runzeln. Der jetzige Schlachtruf lautet: Verurteile den russischen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, sonst machst du dich wegen der Befürwortung desselben strafbar. Da wird nüchternes Denken zum Wagnis, zum Beispiel dieses hier: Ich verfolge die internationalen Schachzüge und ihre Spieler, bis es zum russischen Einmarsch kam, den ich – wenn denn schon Bekenntnis die Voraussetzung für Forschungsgedanken ist – nicht gutheiße, sondern ganz im Gegenteil.

Ukraine und die Welt: Mit Interesse habe ich zur Kenntnis genommen, dass der spanische Außenpolitik-Profi Augusta Zamora Rodrígez sich in einem bemerkenswerten Artikel „Der Tod Europas und die neue Weltordnung“ zu den Ursachen und zum Konflikt selbst als einem Weltmachtereignis geäußert hat. Seine Prognose: Nachdem sich dereinst die Einzige Weltmacht zerlegt haben wird, wird es immer noch Russland geben. Übersetzt ins Deutsche hat den Aufsatz, wie ich vermute, der Sender RT-Deutsch. Wegen meiner mangelhaften Spanisch-Kenntnisse räume ich ein, dass ich nicht beurteilen kann, ob die Übersetzung korrekt ist. Ich gebe hier keinen Link wider, weil ich nicht abschätzen kann, ob man auf das, was der Spanier schreibt, in Deutschland noch ungestraft hinweisen kann.Ansichtssachen: Das Gerücht, dass im russischen Besetzungsplan der Ukraine ein Element enthalten gewesen sei, ortsansässige Oligarchen in eine russische Militär-Verwaltung des Besatzungsgebiets zu integrieren, tauchte letzte Woche auf. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Nur falls es so war, hat es nicht gut funktioniert. Mit diesem Gerücht harmoniert ein zweites: Es besagt, dass vor Kurzem leitende Funktionäre des FSB abgeräumt worden seien, weil sie in der Ukraine-Sache versagt hätten. Der FSB ist der russische Inlandsdienst (entstanden aus dem 1992 zerschlagenen KGB). Deutsche Experten wussten hierzu sogleich anzumerken, dass der FSB mit der Ukraine nichts zu tun habe, sondern dafür sei der russische Auslandsdienst SWR zuständig, was in mir einen gewissen Frohsinn auslöste, weil die Russen dies offenbar anders sehen. Wenn also wirklich der russische Kriegsplan so war, wie eingangs beschrieben, dann ist der Teil der Einsetzung einer Marionettenverwaltung augenscheinlich misslungen, und die hierfür Zuständigen wurden in die Wüste geschickt. So passen die beiden Meldungen zusammen, bleiben aber unterm Strich mit Skepsis zu betrachten.

4. April 2022

Schreibt mir ein deutscher General, Putin gehöre vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. – Rege an, er möge zur Festnahme schreiten. 

General (2): Einer schreibt auf einem Blog, Putins Plan, die Ukraine von Nordwesten anzugreifen, sei gescheitert, weil der weißrussische Diktator Lukaschenko einen Rückzieher gemacht habe. Forsche nach der Quelle dieser famosen Meldung: eine vom Pentagon finanzierte Webseite.

In Deutschland pöbelt ein Mann namens Melnyk gegen die Deutschen als solche und gegen spezielle Deutsche im Besonderen. Den Gazetten entnehme ich, dass das der ukrainische Botschafter in Berlin sei. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er auf eigene Kappe in einer Weise handelt, die im normalen diplomatischen Betrieb zur Ausweisung des Botschafters geführt hätte.

Melnyk (2): Frage meinen Arbeitsrechner, ob er mit dem Namen etwas anfangen kann. Kann er, der erster Eintrag stammt aus der Sonderfahndungsliste Polen des soeben aus der Taufe gehobenen Reichssicherheitshauptamtes vom September 1939: „Melnyk Nikolaus 16.3.09 Lacku-Szlaehetzkie E G“, doch das ist bestimmt ein anderer.

Melnyk (3): 1938 ermordete ein NKWD-Mann den Ukrainer-Führer Konowalez in Rotterdam. Unter seinen Stellvertretern Bandera und Melnyk brach der Krieg um die Nachfolge aus. Da sich keiner durchsetzen konnte, spalteten sie die ukrainische Befreiungsbewegung OUN. Melnyk und Bandera arbeiteten sodann für die Abwehr, den deutschen Militärgeheimdienst (Bundesarchiv RH20-11/48). Die Nazis (die echten) sperrten beide zwischen 1941 und 1944 ins KZ. Nach 1945 arbeiteten sie für die US-Boys.

Die erneute Lektüre der Psychologie der Massen von Gustave le Bon hinterlässt den merkwürdigen Eindruck, dass der Schreiber uns selbst über die Schulter geschaut habe. Hat er aber nicht, denn er schrieb das Buch vor 130 Jahren. Wenn man sich jetzt mit seinen Erkenntnissen durch die verworrene Wirklichkeit navigieren kann, zeigt das, (1) was für ein brillanter Kopf er gewesen ist, und (2) dass die Leute sich nicht geändert haben.

Psychologie der Massen (2): Die derzeit Mächtigen planen die Zwangsimpfung ab 50. Das führt zu einer erneuten mutwilligen Spaltung der Bevölkerung (Fortschrittliche Kräfte vs. Altes Eisen). Man hofft auf die hämische Zustimmung der leicht Aufputschbaren gegen die, die ohnedies zu viel kosten.Psychologie der Massen (3): Völlig vergeblich ist es, gegen den immer schrägeren Impfzirkus mit logischen Argumenten aufzubegehren. Die Masse ist hiergegen immun.

2. April 2022

Konsequenz: Weil die Propeller nicht ausreichen – und vom physikalischen Prinzip auch nicht ausreichen können – den Energiebedarf Deutschlands auch nur vage zu decken, will Klimaminister Habeck den Aufbau der Propeller vorantreiben. Nächste Woche will er das Programm verkünden. Wer idiotischer Weise geglaubt hatte – ich gehörte nicht dazu –, die Realität würde die grünen Narren schon noch einholen, sieht sich eines Besseren belehrt.

Konsequenz (2): Jetzt haben sich die Russen von ihrer deutschen Firma Gazprom Germania, einer hundertprozentigen Tochter der Gazprom, getrennt. Ja, das kommt davon, wenn man unüberlegte Sanktionen in die Welt schreit und russische Auslandskonten beschlagnahmt („einfriert“). Was das für Folgen hat, wird in den nächsten eins, zwei Wochen sichtbar werden.

Konsequenz (3): Klimaminister Habeck hat offenbar schon Ideen, wie er dem russischen Rückzug gegensteuern will, nämlich durch Verstaatlichung der beträchtlichen russischen Vermögenswerte, z.B. Gasleitungen, Gasspeicher, Gaslieferungsverträge. Wie dem auch sei, eine weitere Woche später wird man feststellen, dass man enteignen kann, was immer man will, Gas aus Russland wird dadurch nicht nach Deutschland fließen.Konsequenz (4): Die leitenden Angestellten von BASF und Siemens bemerken öffentlich, dass bei Wegfall des Russengases schwere Wirtschaftsschäden eintreten werden. Guten Morgen, meine Herren. Oder handelt es sich hier lediglich um den Ruf derjenigen, die zu groß sind, um zu sterben?

1. April 2022Putins langer Arm offenbart sich beim morgendlichen Blick aus dem Fenster (kein Aprilscherz, obwohl, na ja, wenn ich an die Maßnahmen des deutschen Energieministers denke).

Wühlen in einem seit Jahrzehnten eingestaubten Pappkarton mit Bw-Dienstzeitutensilien bringt es zutage: 5 olivgrüne Leopard1-Modelle im Maßstab 1:87 für den Sandkastenunterricht, damals ein Panzerzug. Darauf – zur Unterscheidung – mit weißer Farbe: Z, 1, 2, 3, 4. Das Z bedeutet Zugführer – nur, falls einer fragt.

Abituraufgabe mit Coronazuschlag für Thüringen 2022

1. Mathematik: Wie viele Löffel sehen Sie? Schreiben Sie eine Zahl, oder bringen Sie Ihr Ergebnis durch ein oder mehrere X zum Ausdruck.
2. Biologie: Welchem Tier sagte man früher nach, es habe große Löffel.
3. Erziehungswissenschaften: Was bedeutet „Du kriegst gleich einen hinter die Löffel“?
4. Gesellschaftslehre/Politik: Beschreibe den Unterschied zwischen den beiden Löffeln, ohne eine Farbe zu erwähnen.
5. Deutsch (zugleich Auswahlprüfung für die Studienstiftung des Deutschen Volkes): Auf welchen der beiden Löffel hoben die alten Dichter ab, wenn sie zum Ausdruck bringen wollten, dass einer in eine reiche Familie hineingeboren worden war, und mit welchem Körperteil brachten sie ihr Sprachbild in Verbindung?

Begegnen wir – rein zufällig – einem der Großen dieser Welt und finden ihn klug und höflich, so wundern wir uns sehr, denn irgendwie haben wir ihn von vornherein als blöd und grob eingepreist. – Nein, ich demaskiere hier niemanden Bestimmtes, könnte aber eine ganze Kompanie von Leuten aufzählen, auf die sich mein im obigen Satz enthaltenes Vorurteil stützt.
Na klar, sagt der Kunstfreund, das ist Caspar David Friedrich, und der hängt… na sach ma schnell. – Nein ist er nicht, sondern „Friedrich“ von Bernd Zeller, und der hängt, wenn ich vom Schreibtisch hochkucke in meinem Blickfeld. Dort ist er hingeraten, weil ich ihn für ein Buchcover nutzen wollte, nämlich für „Denken ohne Geländer“.

Impressionismus (2): Du musst Abstand nehmen, sonst siehst du nix.

31. März 2022

Von Amerika lernen, heißt Siegen lernen. Zwei dunkle Herren im eleganten Abenddress sind auf einem Photo zu sehen. Man könnte denken, sie führen einen Ausdruckstanz vor, dabei hat der eine dem anderen gerade eine saftige Ohrfeige verpasst. Ort der Handlung: Hollywood. Anlass: Verleihung der Oscars. Der Geohrfeigte hatte Sekunden zuvor Witze über einen krankhaften Haarausfall der Ehefrau des andren gemacht. Der war aufgesprungen und schlug zu.

Ohrfeigen (2): Jetzt ist Gutmensch weltweit einig in der Empörung über den – wie man zeternd schreibt – Ausbruch von Gewalt. Das ist nicht ohne Witz, wo es beim Film fast ausschließlich um Gewalt geht.

Ohrfeigen (3): Stelle mir stattdessen gerade vor, man könnte es auch bewundern, dass einer bereit ist, sich spontan für seine Frau zu prügeln. Wird es der Beleidiger wagen, die Frau noch einmal in Gegenwart ihres Mannes geschmacklos zu beleidigen? 

Ohrfeigen (4): Witzig ist auch, dass in den Medien besorgt gemeint wird, der Schläger habe Ort und Anlass entweiht. Ich denke mal, das Gegenteil ist richtig: Ein kleiner Zwischenfall hat dem woken Insich-Event, um den sich ohnedies kaum noch einer kümmert, der dortigen Küsschen gebenden Schickeria etwas Aufmerksamkeit verschafft.

Auf der anderen Seite: Die Lage im Ukraine-Konflikt bleibt undurchsichtig. Wenn man versucht, das ganze Drumherum etwas zurücktreten zu lassen, dann sieht es so aus, als habe die russische Armee ihre Kriegsziele nahezu alle erreicht. Der Landhalbmond im Osten bis in den Süden zur Krim ist weitgehend in russischer Hand. Die noch bestehenden Widerstandsnester werden unter schlimmen Verlusten fallen.Ukraine (2): Es ist zu bezweifeln, ob Selenskyj erkannt hat, dass seine Rolle nicht mehr die eines den Präsidenten spielenden Schauspielers ist, sondern im wirklichen Leben die eines Staatspräsidenten, der wie eine Marionette an amerikanischen Drähten hängt. Erstaunlich ist in jedem Fall, dass sowohl die Russen wie die Amerikaner sich in dem Mann getäuscht haben. Er gibt der Weltöffentlichkeit eine Solovorstellung an Unbeugsamkeit. Noch folgen ihm die Landsleute verbissen. Das wird bestenfalls so lange funktionieren, bis in Washington ein anderes Spielzeug mehr Interesse erzeugt.
Währenddessen in Deutschland (aus der Serie „Das kannste dir nich ausdenken“):

Putin macht ernst. Ab morgen ist die Zahlung der Gasrechnung bei der Gazprom-Bank in Rubel zu tauschen. Das wird teuer. Klima-Minister Habeck droht darauf weitere Sanktionen an. Mein Vorschlag: Dem Russen keinen Ostwind mehr abnehmen.
Falls grade keine Rubel zur Hand sind: Wie wär’s mit dem hier?

29. März 2022

Während auf der Vorderbühne das große Drama des Ukraine-Kriegs aufgeführt wird, treffen sich im Künstlerkeller die Intendanten, um die zweijährigen Corona-Erfahrungen in einen weltweiten Schlag gegen die körperliche Unversehrtheit und die persönliche Selbstbestimmung zu führen.

Intendanten (2): Die Betreiber sind namentlich bekannt. Sie bedienen sich einer Reihe von Institutionen. Deren wichtigste in diesem Zusammenhang sind die UNO und deren Ableger WHO. Sie arbeiten ganz offen daran, Regularien zu erschaffen, welche die nationale Zuständigkeit des Gesundheitswesens beenden sollen.

Intendanten (3): Wer die vorstehende Bemerkung für eine Verschwörungstheorie hält, ist schlecht informiert, und wer das Vorstehende zu einer solchen erklärt, will denunzieren und nicht, wie er behauptet, aufklären. Allerdings: Verschwörung ist insofern falsch, weil das, was hier stattfindet, in aller Öffentlichkeit geschieht. Es fehlt also im Prinzip das Heimliche als das Kernelement der Verschwörung. Doch der selbe Effekt tritt ein, weil entweder nicht darüber in den Medien informiert wird, oder es werden Vokabeln verwendet, die falsche Assoziationen auslösen.Intendanten (4): Der Clou der Abschaffung der individuellen Freiheitrechte ist die Um-Etikettierung in Fürsorge. Merke: Du weißt nicht, was gut für dich ist. Deswegen regele ich das für dich.

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