Kategorie: Sudelbuch (Seite 2 von 3)

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XIV

31. Juli 2024

Retourkutsche: Nachdem die Ukraine vergangene Woche die Zufuhr russischen Öls über die Pipeline Drushba II nach Ungarn und in die Slowakei gesperrt hatte, fließt in Gegenrichtung ab kommender Woche kein slowakischer Diesel mehr in die Ukraine.

Retourkutsche (2): Nachdem am Wochenende Orbán die Polen als Eckpfeiler einer europafeindlichen Achse Washington-London-Warschau bezeichnet hatte, wird er von den Exponenten der polnischen Regierung öffentlich aufgefordert, die EU und die Nato zu verlassen. Da kann man nur über die Oder rufen: Bedenke, was du dir wünscht, es könnte gewährt werden.

30. Juli 2024

Diktator Maduro hat am Wochenende seinen Wahlsieg per Dekret verordnet. Jetzt sieht er sich berechtigt, weitere 6 Jahre das einst prosperierende Venezuela in Grund und Boden zu ruinieren. Das wundert wenig, doch interessieren würde mich, wer genau in den USA dies Mirakel begleitend ermöglicht hat. Hatte das muster-sozialistische Land lange schon aus meinem Kopf verdrängt. Jetzt bin ich neugierig.

Wochenende (2): Den Mitschnitt des Wahlkampf-Auftritts (Ralley) von Trump in St. Cloud/Minnesota betrachtet (anderthalb Stunden von vier). Die Begeisterung von Abertausenden lässt sich nicht spielen. Unmöglich. Die Aussagen des Matadors sind und bleiben simpel: Arbeit, Wohlstand, Sicherheit, Frieden. Die Rezepte: Grenzen dicht, einschließlich Handelsbarrieren, Massen-Deportation der Illegalen, die nur Geld kosten und Arbeitsplätze wegnehmen, sofortige Beendigung aller Kriege, Sicherung des Landes durch bedrohlich starke Streitkräfte.

Wochenende (3): Die Verhöhnung des Christentums als staats-offiziellen Olympia-Auftakt in Paris finde ich konsequent. Emmanuels Hofstaat spiegelt sich im Gigantischen in einer schwulen Blasphemie. Ludwig XVI. grüßt kopflos aus seinem Grabe. Unterm Strich: Die Grande Nation ist nichts als eine lächerliche Worthülse – ähnlich blödsinnig, als würde man hierzulande von Großdeutschland sprechen.

29. Juli 2024

Aus der Zellerzeitung von heute Nacht: „Bundesregierung im ZDF-Sommerinterview: ,Wir werden die Probleme vermehren, damit sie kleiner erscheinen‘.“ Vor mich hin gegrinst. So, jetzt zu den wirklich schlechten Nachrichten.

Schlecht (2): Die Demokraten in Kiew haben die russische Öl-Pipeline Drushba II, die auch über ukrainisches Territorium führt und Ungarn und die Slowakei mit Russenöl versorgt, in der vergangenen Woche abgeklemmt. Kann mir nicht vorstellen, dass dies ohne Genehmigung der Demokraten aus Brüssel geschah. Auch halte ich für möglich, dass dort die Anstifter zu finden sind. Bleibt die Frage, ob diese beiden vom Wirtschaftskrieg betroffenen Länder (Ungarn und die Slowakei) zum Gegenschlag ausholen und die Westukraine von der Stromversorgung, die mit Masse von ihnen sichergestellt wird, abklemmen.

Schlecht (3): Sind die Nachrichten über das Kiewer Mündel und seine Finanzen (Das Folgende ist ein Extrakt aus Mária Szentmagyari: Woher kommt das Geld, um den Ukraine-Krieg weiter zu finanzieren? [Epoch Times, dt. Ausg., vom 27.7.2023]). Das Land ist ein Fass ohne Boden. Staatliche Hauptgläubiger sind die USA und Deutschland (74 bzw. 34 Mrd. $). Immerhin: Beträchtliche Teile der Almosen fließen zurück in die jeweils heimischen Waffenschmieden. Doch daneben gibt es auch richtige Geldgeber, zu Beispiel diese hier: Microsoft, Amazon, Epic Games, Ikea, H & M, Bayer, Google, BP, Johnson & Johnson, TikTok. Und natürlich die Vermögenspekulanten wie Black Rock und Confratres. – Tja, manches davon leuchtet mir auf Anhieb ein. Aber eben nur manches. Klar ist lediglich, dass es keine Chance für den Frieden gibt, denn die Hyänen des Schlachtfeldes haben die ab 2024 anstehenden Rückzahlungen um fünf Jahre verschoben. Also: kein Frieden, es sei denn, Russland erzwingt ihn.

28. Juli 2024

Am 19. Juli wurde in Lemberg Irina Farion (*29.4.1964) durch einen Kopfschuss ermordet. Ihr Russenhass hatte diese Ultra-Nationalistin und Maidan-Mitputschistin von 2014 nunmehr so weit getrieben, dass sie zur Tötung von Russisch-Sprachlern aufrief. Dass sie selbst Todfeinde hatte, wundert also nicht. Schwer zu sagen, ob dieser Mord, über das Symbolische hinaus, Folgen für den Ukraine-Staat und den Krieg mit Russland haben wird.

Ostfront (2): In einem Wahl-Video rufen seit vorgestern die Blauen hier im Zwergstaat zum Frieden mit Russland auf und behaupten dreist, es gebe nur zwei Geschlechter. Wo bleiben denn da die verfassungsschutz-relevanten Menschenrechte und das mitten in dem Putin sein Angriffskrieg?

27. Juli 2024

Als – lang ist’s her – die deutschen Trümmerfrauen damit anfingen, ihre Kopftücher abzulegen, mit denen sie ihre ungewaschenen Haare verborgen hatten, verschluckten die herumlümmelnden GIs vor geilem Erstaunen ihre Kaugummis und sprachen vom Frauleinwunder.

Fräuleinwunder (2): Die heutigen Heldinnen beeindrucken weniger durch ihre bewusst zur Schau gestellten Weiblichkeit, sondern durch Dummheit und quäkende Stimmen, mit denen sie auf ihre Geistesgaben öffentlich hinweisen. Beispiel? Ja gerne: Da hat ein gewisser J.D. Vance vor kurzem erst von Angesicht zu Angesicht eines der deutschen Vorzeige-Fräuleins in erlauchtem Kreise in München völlig respektlos angegangen und der Dummheit geziehen, die grüne Ricarda L., von der ich mich hüten werde, sie als dick zu beschreiben. Frage mich allerdings, ob es zulässig wäre, sie im Spaß als Biotonne zu bezeichnen. Ich entscheide mich dagegen, obwohl mir ein Leser angeraten hatte, es zu tun, weil die Biotonne vor meinem Haus braun ist.

Fräuleinwunder (3): Nehme mal an, dass die als Injurien empfundenen Auslassungen von J.D. Vance das Fass beim Ullstein-Verlag zum Überlaufen gebracht haben, so dass dieser das Bestseller-Buch des Amis aus dem Programm nahm, als diese Autobiographie  „Hillbilly“-Dings drohte, auch in D zum Verkaufserfolg zu explodieren. Indessen: Das Rausnehmen ist, bei Lichte betrachtet, eine Lüge, denn das Buch wird jetzt in einem Klein-Label derselben Verlagsgruppe weitererscheinen. Wie nennt man das? Vera…g des Publikums.

Fräuleinwunder (4): Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich Vance die Feindseligkeit, die ihm jetzt aus D entgegenschlägt, nicht merken sollte, bloß weil er eines Tages Präsident der USA geworden sein wird. Kann mir allerdings gut vorstellen, dass die deutschen Fräuleins sich das nicht vorstellen können, was ihnen da droht – und unserm Land.

26. Juli 2024

Das Lahmlegen von Millionen von Microsoft-gesteuerten Computeranlagen weltweit vor einigen Tagen sei, so merken Medien in der gewohnt beschwichtigenden Teil-Berichterstattung an, einem Update-Versehen eines Unternehmens namens Crowdstrike geschuldet. Die Firma installiert bei Großkunden Sicherheits-Software, die vor fremden unerlaubten Eingriffen schützen soll. Es entbehrt nicht der Komik, dass ein K.o.-Schlag, den sich der Wachposten selbst verpasst, das Schutzobjekt zum Einsturz bringt. Es zeigt sich zudem, welche Macht sich solche Software-Schützer unkontrolliert anmaßen, ohne dass dem Beschützten ein Schutz hiergegen zur Verfügung steht.

Crowdstrike (2): Erst habe ich den Namen überlesen, dann kam mir der vage Verdacht: die kennst du doch. Richtigerweise muss ich einräumen, dass es mein Arbeitsrechner ist, der sich gestern präziser erinnerte. Es war 2016, mitten im seinerzeitigen US-Präsidenten-Wahlgeschehen, dass die Partei der Demokraten Schwierigkeiten mit ihren Datenbeständen hatte, als aus deren Innenleben offenbar wurde, welcher Praktiken man sich dort bediente, um Unliebsame beiseite zu räumen. Zwei Dinge fielen mir auf: Es war die Firma Crowdstrike, die den Demokraten-Daten-Hort angeblich schützte, und sie war es auch, die eine Lawine lostrat, nämlich die Behauptung, dass es die Russen mit einem hochgeheimen Programm seien, mit dem sie einen gewaltigen Daten-Hack begangen hätten, woraus dann der angebliche Daten-Verbrecher Assange seine Wikileaks-Plattform bestückte. – War gelogen: der Verräter war ein Innentäter.

Crowdstrike (3): Seinerzeit interessierte mich beim Schreiben von Spy Gate, wo denn diese Firma plötzlich herkam, bevor sie in die erste Reihe rückte. Geld und Einfluss stammten von wohlbekannten Namen aus der Nobelgarde der neureichen Datenmonopolisten. Ein Schelm, der dabei Schlechtes denkt.

25. Juli 2024

Wie Kai aus der Kiste: Sitzt Joe – Schnitt – 11 Minuten – Schnitt – im Oval Office und versichert sich, der Nation und der Welt, dass er nicht aus gesundheitlichen Gründen auf die Kandidatur verzichtet hat. Nein, ihm geht’s gut, er ist fit for the job. Das Vorher und das Nachher des Auftritts bleibt gnädig dem Auge des Betrachters entzogen.

Kiste (2): Wird nicht mehr ausgepackt, um die halbleeren Regale im Globus in Isserstedt bei Jena zu füllen. Urlaubszeit oder Endspiel? Der 10 km westlich entfernte real kurz vor Schilda sah auch erst so aus, jetzt ist der dicht.

Kiste (3): Dort in der Intelligenzabteilung in Isserstedt kaufe ich eine sehr schöne Ausgabe der Selbstbetrachtungen des römischen Kaisers Mark Aurel vom Wühltisch, eingebettet zwischen dem Marxschen Kapital und den üblichen Leib-Seele-Anleitungen.

Kiste (4): Nach wie vor gibt es dort auch, ganz im Gegensatz zu den Kaufhallen zu Schilda, die allfälligen diversen Militaria-Hochglanz-Zeitungen. Beim Blättern in den konkurrierenden Blättern fällt mir ins Auge, dass sie ganz auf Russland fokussiert sind und zwar: Russengreuel in Ostpreußen (WK I) und deutsche Panzersiege vor Moskau (WK II). Soso. Bezweifle allerdings, dass sich dadurch die Zahl der Freiwilligen fürs republikanische Heer wird steigern lassen.

24. Juli 2024

In D gibt es seit gestern Morgen die ungeschwärzten RKI-Protokolle nebst weiterem erläuternden Aktenbestand der Behörde RKI. Ein Interner hat die Sachen an eine freie Journalistin durchgereicht. Wir werden Zeuge von zwei interessanten Informations-Kaskaden:

a) alles, was man sich an wüsten Rechtsverstößen der Bundesregierung und ihrem vorsätzlichem Belügen der Bevölkerung vorstellen konnte, findet eine eindrucksvolle Bestätigung, 

b) Mainstream schließt die Reihen, um das Ungeheuerliche vor dem Publikum weiter zu verbergen.

Alles gelogen (2): Joe ist in der Versenkung verschwunden. Angeblich ist er außer Gefecht gesetzt. Sein Verzichtsschreiben von Sonntag wird in seiner Echtheit angezweifelt. Das alles riecht nicht nach einem sauberen Abgang. Man schwankt zwischen Schmierenkomödie und Schurkenstück. Warten wir mal ab, ob Jill noch mal auftaucht. Nebenbei: Plötzlich entdeckt Mainstream, dass der Donald doch recht alt sei, jedenfalls zu alt fürs Präsidentenamt.

Alles gelogen (3): Die Szenerie in den Staaten ähnelt immer mehr, so wie Niall Ferguson im Juni weise anmerkte, den Gepflogenheiten der greisen Oligarchen der untergehenden Sowjetunion: Biden ist einfach weg, verschwunden, nicht mehr da. Alle starren sich gegenseitig an und eröffnen ihre Kriege, um der formal zuständigen Kamela die Macht vorzuenthalten. Die berichtet derweil in Delaware in der ihr eigenen Art von einem angeblichen, aktuellen Telefonat mit dem Commander. Ihr Auftritt vor der Presse ist so bizarr, dass ich ihn erst gar nicht glauben kann und rasch einen Screenshot mache.

23. Juli 2024

Man zuckt, wenn man’s liest. Jetzt also befleißigt sich Mainstream, seine Expertenstimmen zu mobilisieren, die dem unwissenden Volk eine Kamela Harris als Top of the pops schmackhaft machen sollen. Das entbehrt nicht der Komik, denn es sind dieselben Lohnabhängigen, die vor Minuten noch vom turnschuh-fitten Joe salbadert haben. Wenn er’s auch nicht ist, so hat er doch seiner Partei, die ihn soeben zur Aufgabe der Kandidatur zwang, ein Kuckucksei ins Nest gelegt – einen ihm persönlich gewidmeten Spendentopf, eine Kandidatin, die niemand leiden kann, und einen Kandidaten-Wechsel, der alles andere als vorschriften-konform ist. Ich freue mich bereits auf die einschlägigen Auseinandersetzungen im prozessfreudigen Amerika.

Joe (2): Am besten aber gefällt mir dies: Er bleibt bis zum bitteren Ende in seinem Präsidentenamt, um seine angebliche Nachfolgerin von demselben fernzuhalten. Tja, Jungs, da ist etwas gründlich schief gelaufen.

Joe (3): Immerhin ist es terminnah gelungen, gleich nach dem Trump-Festival der vergangenen Woche den bösen Donald aus den Schlagzeilen zu verbannen. Das allein zählt für den wirklichkeits-entrückten Medienmob.

Joe (4): Besonders gut gefällt mir dieses Bild hier, das ich vor einigen Tagen aus dem Internet-Müll herausgefischt habe:

22. Juli 2024

Die Lüge vom russischen Buschta-Greuel klappt in sich zusammen. Man erinnere sich: Ende März/Anfang April 2022 richteten angeblich russische Truppen auf dem Rückzug von den nördlichen Vorstädten Kiews daselbst ein Massaker unter der Zivilbevölkerung an. War gelogen, wie jeder, der wollte, erahnen konnte. Jetzt steht der Haupttäter, ein Tscheche in ukrainischen Legionärsdiensten, ein Mann namens Siman, in Prag vor Gericht. Er war es und sehr wahrscheinlich nicht er alleine – eine Bande von Mördern und Plünderern.

Kiew (2): Es meldet sich der dortige Bürgermeister Klitschko zu Wort. Vermutlich ist er vom Immobilienkauf an der Alster wieder am Dnjepr zurück. Ihm ist plötzlich eingefallen, dass weiteres sinnloses Töten nur zu vermeiden sei, wenn man den Krieg sofort beendet und den Russen die von ihnen eroberten Territorien überlässt. Mein Eindruck: Da läuft sich einer als neuer Führer warm.

Kiew (3): Die US-Combo versucht indessen noch einmal eine allerletzte Offensive aus dem Mündel herauszupressen. Die US-Kriegsherren behaupten via Mainstream-Medien, dem Russen gehe die Munition aus. Jungs, das hatten wir schon, legt eine andere Platte auf. Das Ding ist durch. Jeden Tag rückt die russische Armee weiter nach Westen vor. Provozierend langsam, aber dank einer erdrückenden Überlegenheit unaufhaltsam.

Übern Teich: Joe steigt Sonntagmittag (Ortszeit) aus dem Rennen aus, Präsident hingegen bleibt er. Da ist er topfit. Man darf gespannt sein, wen die Hintermänner jetzt als neuen Heiland kreieren. Ich tippte auf Obama mit Michele als Maskottchen. Doch jetzt kommt erst mal Kamela – sichtlich gealtert.

Übern Teich (2): Was ist bloß auf dem Bild zu sehen? Zahnpasta-Reklame? Nein. Na? Na klar, Shakespeares Romeo und Julia, derzeit in Chicago unter freiem Himmel. Sie (Julia und nicht Michele) musste eigens die heimische Blümchen-Tischdecke opfern, um ihren Busen zum Stelldichein zu schmücken. Auch ist sie kitzlig in der Leistengegend. Romeo weiß das. Doch Vorsicht, me-too lauert im Gebüsch.

Übern Teich (3): Habe zwei Tage gezögert, ob ich es notieren soll. Da diskutieren doch tatsächlich seltsame Heilige im großen und guten Amerika, ob der Obama schwul sei. Wen interessiert das denn eigentlich? Nun diejenigen, die mit solchem Palaver zu betonen oder zu verdecken suchen, dass der nach wie vor der wahre Steuermann in DC sei, und deswegen behaupten, Bidens Amtszeit sein in Wirklichkeit Obamas dritte und nun käme die vierte unter dem Cover von Michele. Besonders kurios in diesem Mediengeschrei die rechten Ultras: Obama sei ein moskowitisch gelenktes kommunistisches U-Boot gewesen oder sogar heute noch, während Mainstream nach wie vor Trump für ein solches hält. Man sieht: Alle Wege führen nach Moskau.

20. Juli 2024

Die soeben mit einer satten Mehrheit auf weitere fünf Jahre im Amt als Kommissionspräsidentin bestätigte blonde Ursel gehöre nicht an diese Stelle, sondern ins Gefängnis, sagte soeben die polnische EU-Abgeordnete Ewa Zajączkowska-Hernik (sprich: Sajonskowska [dank an Prabels Blog]). Tja, der Green Deal kann mit all seinem Klima-Trallala weitergehen, inclusive Verbrennerverbot, Industrieabwracken und Zuwanderungs-Eldorado nebst, man höre!, zugehörigem Häuserbau. Letzteres zumindest angekündigt mit einer Geldlawine (= Geld des deutschen Steuerbürgers). Und nicht zu vergessen: Krieg gegen den Russen. So geht schwarz-grün, EU-weit, und damit basta. Und, ausnahmsweise mal blau: das ist die Blaupause für D.

Ewa (2): Die flotte Polin sitzt in einer Fraktion mit der AfD. Hüstel. Also wenn das jetzt kein Grund ist, um die Blauen zu verbieten, dann weiß ich es auch nicht. Dass es auf unser Grundgesetz nicht mehr ankommt, wissen wir nun ja spätestens seit dem gesichert verfassungswidrigen Compact-Verbot vor wenigen Tagen.

Ewa (3): Ihre Rede ist so kurz, dass sie nicht ausführt, welche Straftatbestände sie meint, als sie die blonde Ursel in den Knast wünscht. Was mir in dem Zusammenhang durch den Kopf geht, würde nicht nur sie alleine betreffen, sondern auch die Frage, wie diese Mehrheit wohl organisiert worden ist. Nun will ich den Stimmenkauf nicht behaupten – wir leben ja nicht mehr in den Zeiten mittelalterlicher Handsalbungen –, aber gewundert habe ich mich schon.

Ewa (4): Das sind mal interessante Zeiten. Die schöne Polin meint Richtung Ursula, die polnischen Soldaten stünden für deren Kriegsabenteuer nicht zur Verfügung. Ihr Landsmann Donald in Warschau sieht das allerdings ganz anders. Er würde lieber heute als morgen losschlagen. Gegen wen? Egal, Hauptsache gen Osten. Was meint eigentlich der allentscheidende Mann in DC dazu? Weiß man nicht, der überlegt gerade, sagt man, ob er krank oder gesund ist. Wetten werden noch entgegen genommen.

Nachträgliche Gedanken: Früher beging man den Zwanzigsten Juli mit feierlichen Worten. Jetzt lässt man das. Ist schließlich 80 Jahre her. Und überhaupt die Attentate, mal sind sie gut, mal nicht. So wie heutzutage – vor einer Woche. Das EU-Parlament hat sich jedenfalls geweigert, das Letztgenannte zu verurteilen. Da kommen eisige Zeiten über den Atlantik zu uns rüber.

19. Juli 2024

Lerne einen neuen Ausdruck aus dem Nachrichtenmüll: Compactwurde weggefaesert. Das erinnert lautmalerisch an ein anderes Neuwort: weggeflext.

Nanzy (2): An anderer Stelle wird erwähnt, dass die Namensspenderin von wegfaesern vor ihrer Polit-Karriere – wusste gar nicht, dass er ein solches Vorher gab – eine angestellte Anwältin in einer der ganz großen global agierenden US-Anwaltsfirmen gewesen sei. Da komme mir keiner mehr mit dem quatschigen Hinweis, alle Espedisten seinen sowjetgesteuert. Es sei denn, einer behaupte, dass es diese reinrassigen Globalen auch seien. Dass allerdings wäre – siehe Compact-Verbot – verschwörungs-theoretisch, mithin antisemitisch, womit sich – falls das nicht homophob ist – die Katze in den Schwanz beißt.

Transatlantisches (2): Der neue Star auf der US-Bühne, J.D. Vance – Eselsbrücke: das J.D. ist wie D.J., nur anders rum – versetzt unsere Politkaste in Atemlosigkeit. Der Verbindungsmann (the link) der Bundesregierung zum Hegemon, der im wirklichen Leben Link heißt, gibt Ratschläge nach drüben, die ebenso lächerlich sind wie in diesem Kontext sein Name. Man müsse den Amis sagen, was die Ukraine für sie für einen Wert habe. Denke mal, das wissen Blackrock, J.P. Morgan, Monsanto & friends weit besser als der sog. Liberale. Doch den Vance wird das nicht jucken. Wie sagte er doch neulich erst zur gertenschlanken Grünen, dieser unübersehbaren Ricarda L., sie solle gefälligst aufhören mit ihrer wahnhaften Energiepolitik, die Deutschland de-industrialisiere. Mithin, sie wisse nicht, was sie da rede, wenn sie vom Ukraine-Krieg spreche. Wat nu?

Transatlantisches (3): Bei den Dems bricht nackte Panik aus. NBC zeigt in einem Exklusiv-Interview den angeblichen Präsidenten, der dem Fernsehvolk erklären soll, was er damit sagen wollte, den Donald in die Mitte der Schieß-Zielscheibe (bullseye) zu rücken. Dass er das nicht kann, wundert nicht – dass man das hilflose greise Stammeln gnadenlos in voller Länge zeigt, schon.

Transatlantisches (4): Jetzt zieht man die Notbremse: Biden sei an Corona erkrankt. Das ist nun die nächste Lüge. Sie wird auf verschlungenem Wege in der Rücktritt führen. An den einschlägigen weiteren Lügen wird noch gearbeitet.

18. Juli 2024

Parteitage anzusehen, ist eine intellektuelle Zumutung. Das gilt auch für den Parteikonvent der US-Reps, der seit Tag und Stunden zelebriert wird. Nutze die Zeit, die ich benötige, um mich nach einer üblen zahnärztlichen Traktierung zu normalisieren, und erheitere mich an Schlichtem in Ton und Bild. Konzentriere mich auf zwei Gesichter, die von Trump und dem neuen Vice Vance. Auffällig ist mir, dass Trumps Gesicht sich verändert hat. Da ist ein Hauch von Nachdenklichkeit und In-sich-gekehrt-sein eingekehrt. Was Wunder, dem hat am Samstag erst der Gevatter die Hand auf die Schulter gelegt. Vance hingegen fröhlich, fast teddybärenhaft zu nennen. Doch was er sagt, hat einiges Gewicht: Der Ukrainekrieg muss liquidiert werden, er lenkt den Hegemon vom Hauptfeind China und der Unterstützung des Mündels in Nahost ab. In dieser Simplizität hörte man das schon lange nicht mehr.

Zahnärztinnen (2): An den Stimmen höre ich, dass die Vermummten zwei Frauen sind, die sich da mit ihren Körperausbuchtungen auf mich stützen. Sobald sie die Macht über mich erlangt haben, dass ich nichts mehr sagen kann, reden sie miteinander, als wäre ich nicht mehr da, sondern sie selbst beim Kaffeeklatsch. Nicht, dass ich mich irgendwie ignoriert fühle, denn schließlich: Was gehen mich ihre Einkaufserlebnisse und erst recht gar die schlechten Erfahrungen mit Männern an? Es ist vielmehr der Verdacht, dass sie bei ihrem Handwerk den Kopf nicht benötigen. Hoffentlich irre ich mich.

17. Juli 2024

Gestern hat das BMI die Zeitschrift Compact-Magazin verboten und alles Zubehör beschlagnahmen lassen. Das ist Neuland im Kampf gegen rechts. Es ist die wüste und willkürliche verfassungs- und rechtswidrige Beschädigung von Presse- und Meinungsfreiheit. Klarer kann man kaum zum Ausdruck bringen, dass die Herrschaften mit dem Staat des Grundgesetzes nichts am Hut haben. Egal, ob das Verbot vor Gericht Bestand hat oder nicht, seine Exekutierung ist bereits die volle Miete, ein Schlag, von dem sich Herausgeber und Verlag nicht mehr erholen werden. Die gesichert linksextreme Ministerin hat hierüber öffentlich ihr Behagen zum Ausdruck gebracht. – Die sog. Alternativen, einschließlich der sich so nennenden politischen Parteien, die jetzt nicht ein Fass aufmachen, sollten wissen, dass sie die nächsten sein werden, die der polizeiliche Knüppel treffen wird.

Verbotsorgie (2): Gestern Mittag sehe ich mir, weil neugierig, das Interview von Hans-Jörg Müller mit der russischen Außenamtssprecherin Marija Sacharowa an. Eine Stunde später ist es gesperrt. Sehr richtig, vor solchen Nachrichten muss der Michel geschützt werden, wenn er gegen den Iwan den Stahlhelm aufsetzen soll. Er könnte sonst zur Unzeit zur Besinnung kommen.

16. Juli 2024

Keine Überraschung: Jetzt ist es also parteiamtlich, Der Donald ist der Präsidentschaftsbewerber der Reps. So what. Sankt Bürokratius ist Genüge getan. Überraschend hingegen, seine Auswahl (pick) eines Vice. Seine Name ist Vance, von dem wir nicht einmal den Vornamen kennen, sondern nur das Kürzel J.D. Der ist noch keine 40, ein gutes Alter. Dagegen wirkt die Copilotin von Biden wie eine alte Schreckschraube (Achtung: Rassismus).

Keine Überraschung (2) : Die Koalition streitet über die Höhe des Dings-Euro-Tickets. Als hätten wir in D keine wirklichen Probleme. Das ist das reine Ablenkungsmanöver.

Keine Überraschung (3)? O doch, für mich schon. Nicht der Text, denn das ist dieser hier: „Sprechen wir die Wahrheiten aus – einfach so: Ihre Klimapolitik ist wirkungslos und zerstört Wirtschaft und Wohlstand, ihre Flaschendeckel-Gesetzgebung macht die EU so lächerlich wie Flaschendeckel unbrauchbar, auch E-Autos sind schmutziger als die verbotenen Verbrenner, die Arbeitslosigkeit steigt, es gibt nur zwei Geschlechter, es geht einen Cem Özdemir nichts an, was auf den Teller kommt, ihre Zuwanderungspolitik zerstört dieses Land und schadet den kleinen Bürgern, die auf preiswerte Wohnungen, öffentliche Schulen und Sicherheit in den Straßen angewiesen sind“, doch der Autor hat mich überrascht, Roland Tichy. Nebenbei: Ich hätte den Artikel gar nicht gelesen, wenn Egon W. Kreutzer mich nicht darauf mit Nachdruck hingewiesen hätte (https://egon-w-kreutzer.de/die-visionaere-gesellschaft), denn der Artikel, dem die Worte entnommen sind, ist ziemlich lang und handelt am Anfang von den missglückten Gestalten aus dem Politikbetrieb, die mir am Dings vorbeigehen. Man erkennt auf Anhieb nicht, dass der Text am Ende eine Kriegserklärung der Tichy-Plattform enthält, nämlich die eingangs zitierten Worte (https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/sommer-der-zuspitzung-der-sprechverbote-und-der-notluegen/). Jetzt allerdings müssen den Worten Taten folgen – und seien es klarste hageldichte Widerworte.

15. Juli 2024

Tja, was soll man sagen? Nun ist also passiert, was ich seit Jahr und Tag vermutet habe. Es ist unter seinen Feinden Allgemeingut, dass man ihn nur wegkriegt, wenn ihn einer umlegt. Der greise Biden brachte genau dies vor Tagen erst zum Ausdruck („It‘s time to put Trump in a bullsey“ – es ist Zeit, Trump ins Zentrum einer Zielscheibe zu rücken). Das ist kaum fehlzudeuten. Es richtet sich an jedermann nach seinem Vermögen. Das also ist die eigentliche Gefahr, in der Trump schwebt. Er kämpft nicht nur gegen die üblichen Verdächtigen, sondern gegen eine anonyme aufgehetzte Masse, aus der nur einer hervortreten muss, der sich im günstigen Moment zum Vollstrecker berufen fühlt. Das gegenwärtige Attentat deutet genau in diese Richtung, der Attentäter ist extrem jung, wohnte relativ nahe und wird die Örtlichkeit genau gekannt haben.

Attentat (2): Nebenbei bemerkt: Wenn gestern Abend das FBI mitteilt, der Mörder habe keine Hintermänner gehabt, lächelt man milde. Woher weiß man das so prompt? Aus den Akten? Und ein zweites Stutzen: Man identifizierte den Täter sogleich anhand seiner DNA. Hatte man seine Probe bereits gespeichert? Nur mal so? Oder ist das nur quasi-wissenschaftliches Geplapper, während ihn in Wirklichkeit einer der Ortssheriffs erkannte?

Attentat (3): Biden will, sagte er heute Nacht, den soeben beginnenden Parteitag der Republikaner mit allen Mitteln schützen lassen. Was meint er damit? Es graust einen, wenn man’s hört.

Attentat (4): Die öffentlich-rechtlichen Desinformanten justieren am Sonntagabend in der Pause des Europameisterschafts-Endspiel die Meldung neu: Trump nur leicht am Ohr verletzt. Also, Leute, kein Grund zur Aufregung. Dass er nur um ein, zwei Zentimeter am Tod vorbeigeschrammt ist, lässt man weg. Es könnte den Falschen in die Karten spielen.

14. Juli 2024

In Pennsylvania schießt bei einem Wahlkampfauftritt unter freiem Himmel ein Attentäter mit mindestens 6-8 Schüssen vom Dach einer Fabrikhalle auf Donald Trump. Er trifft ihn am rechten Ohr, mindestens zwei Zuschauer sterben im Kugelhagel. Ziemlich prompt wird der Mörder erschossen. Obwohl jeder, der nur will, sehen kann, was dort passiert ist, fummeln die Mainstreammedien eine Lüge aus Halbwahrem zusammen: Trump habe während eines Wahlkampfevents von seiner Eskorte von der Bühne geführt werden müssen. Vom Attentat kein Wort.

13. Juli 2024

Das große und gute Amerika schützt uns, lese ich. Man – wer immer das sein mag – habe einen Anschlag auf den Rheinmetall-Chef vereitelt. Und zwar einen durch die bösen Russen. Soso. Die Meldung ist so hanebüchen, dass man bequem Zeit hat, die Frage zu stellen: Qui bono (wem nutzt das)? Ich habe da mal einen Vorschlag: Dem großen und guten Amerika. Ich muss nur zuhören, was die deutschen Routine-Plapperer zum Besten geben. Deren Kriegshetzer drehen frei im Raum und übertreffen einander an Drohungen Richtung Moskau. – Nur mal so und zum Ordnen der Gedanken: Was ist eigentlich passiert, ich meine außer der Behauptung, die CNN aufgestellt hat? Weiß das einer?

Amerika (2): Derweil reiste dieser Orbán mit seinem Staatsflieger von DC nach Florida, um dem Donald guten Tag zu sagen. Der bemerkte zu dem Friedensreisenden, er werde den Ukraine-Krieg gleich nach seinem Amtsantritt liquidieren. Man kennt das schon. Wieder zeterte die transatlantische Meute [durch einen Vertipper stand hier zunächst Beute – auch nicht schlecht] los: Das darf der nicht. Jeder meint den auf seiner Seite.

Amerika (3): Tonänderung im Präsidentenwahlkampf. Die Dems geben sich mit Unterstützung von Umfragen, die sie finanziert haben, sicher, dass sie gewinnen, wenn es ihnen gelingt, Chef Biden aus dem Rennen zu werfen. Seltsame Schlachtordnung. Ich dachte, Trump sei der Gegner. Doch Biden denkt im Traum nicht dran zu weichen. Nur er könne seinen Job zu Ende bringen, sagt er, womit er zweifellos recht hat.

12. Juli 2024

Vor knapp vier Jahren konnte sie noch Kanzler, wie Blöd, stets gut im Bilde, es zu radebrechen wusste. Jemand muss es ihr nunmehr nahegelegt haben, dass sie das nicht kann. Naheliegend also, dass ihr das vorgestern Nacht in Amerika auffiel. Da wird bestimmt, wer’s kann und wer nicht. – Stelle mir vor, dass eine Befehls-Kette in Gang kam: Jennifer wurde via Schwab zu Gates einbestellt, der sagte es ihr, und sie sagte es an Annalena weiter. Jetzt muss Robert der Denker ran.

In Amerika (2): Da darf bei den plötzlichen Erkenntnissen der Herr Scholz nicht fehlen. Flugs kündigte er vor Ort an, dass der Hegemon jetzt wieder weitreichende, gegen Russland gerichtete Raketen in D stationieren werde. Die Frage, ob man hierzulande dem zustimmen müsste, stellt sich erst gar nicht – er tat es bereits.


Nachtrag vom Vormittag: Der topfitte Joe spricht den neben ihm stehenden Wolodymyr als Mr. Putin an. Jetzt haben es sogar die alternden Hollywood-Stars wie Clooney und Douglas erkannt, dass mit dem Manne etwas nicht stimmt. Boshafte Kommentatoren im Internet beschäftigen sich indessen mit der Frage, ob die beiden in einen Showkampf eingetreten sind, wer von ihren die Rolle des Biden in der Netflix-Serie Jill und ich übernehmen darf. Amerika wartet gespannt auf die Entscheidung. – Wie üblich schlägt der Kommentar von Bernd Zeller von heute Nacht einen etwas anderen Weg ein:


11. Juli 2024

Der Raketeneinschlag in ein Kinderkrankenhaus in Kiew vor einigen Tagen bebt medial nach. Beide Seiten zeigen mit dem Finger aufeinander. Eine russische Iskander oder eine ukrainische Boden-Luft-Rakete, das ist die Frage. Der Zufall ist ein böser Bube. Falls es jedoch Absicht war, stellt sich diese Frage nicht. Dann ging es um einen Propaganda-Effekt, und dafür kommt nur eine der beiden Seiten in Frage.

Propaganda (2): In Washington DC übertrifft man sich derzeit gegenseitig in Absichtserklärungen und Rüstungszahlen. Ob die mal einer mit der Wirklichkeit verglichen hat? Mir schrillt noch im Ohr, dass vor Jahresfrist gemeldet wurde, dem Russen gingen Raketen und Artilleriemunition aus. Sieht nicht danach aus. Und vor Zweijahresfrist hieß es: Er müsste Kühlschränke demontieren, weil man dortzulande dank des westlichen Wirtschaftskrieges keine Chips mehr hätte. War Blödsinn, man vergisst ihn lieber.

Propaganda (3): Das polnisch-amerikanische Ehegesponst Sikorski – er ist der Außenminister – erklärt den Ungarn Orbán, welcher bezichtigt wird, alles an den Russen zu verraten, zum Sicherheitsrisiko der Nato. Man tut gut daran, diese amerikanischen Polen als ein Sicherheitsrisiko für den Weltfrieden im Auge zu behalten. Die Baltenstaaten stimmen in den Chorus ein. Die sowjetische Vergangenheit wird in Form von extremem Nationalismus noch lange fortklingen – versprochen.

Propaganda (4): Mainstream findet meldenswert, dass Joe sich auf dem Nato-Gipfel gut gehalten habe. Das ist nicht ohne Witz, wie der Bericht aus einer einschlägigen Anstalt. Aussagekräftiges ist hingegen nicht zu entdecken. Nach dem Schock des TV-Duells tritt allmählich wieder die Alles-im-grünen-Bereich-Routine ein.

10. Juli 2024

Über Nacht im Postfach das neue Senioren Akrützel von Bernd Zeller. Darin, S. 12: Wahlen sind der Schwachpunkt der Demokratie.

Schwachpunkt (2): Wer leichtfertig glaubte, unter dem alt-neuen Donald würden Polens politische Akteure etwas ziviler werden, der irrte gründlich, denn gestern schloss der ein wechselseitiges Sicherheitsabkommen mit seinem Herzbruder Selenskyj. Was sie einander mit 9000 Worten versprachen, mag dereinst Historiker zur Doktor-Promotion anregen. Heute interessiert eigentlich nur das imperialistische Getöne aus Warschau: Dein Land ist mein Land, und mein Land ist auch mein Land. Oder wie der bekannte polnische Dichter Hoffman aus dem slawischen Fallersleben dereinst reimte: Von der Oder bis zum Dnjepr | von dem Schwarzmeer bis zum Belt | Polen, Polen über alles | über alles in der Welt.

Schwachpunkt (3): Was hatten sich doch die Guten über die heimlichen Abreisen des Viktor Orbán nach Kiew, Moskau und Peking erregt. Kaum ist er zurück, werden seine für die Führer der EU zusammengefassten Eindrücke in die Öffentlichkeit lanciert. Nach dem Motto: Lasst uns die Friedensfühler torpedieren.

Schwachpunkt (4): Derweil feiert die Spitzenbesetzung in DC den 75. Jahrestag der Nato-Gründung. Wäre es nicht allzu wahr, könnte man das Fest unter dem Motto Im-Bett-mit-dem-Leader begehen.

9. Juli 2024

Sprachidiotismen sind kein Privileg unserer Tage. Man denke nur an Filmemacher und Liedermacher vergangener Zeiten.

Reisediplomatie: Jetzt ist unsern Plappermarionetten wirklich der Schreck in die Glieder gefahren, denn gestern reiste dieser Orbán, wieder ohne zu fragen, ins Reich der Mitte, wo er sogleich vom Führer der Chinesen zum Meinungsaustausch empfangen wurde. Der Ungar äußerte sich hernach über den Zweck der Mission. Es gehe ihm darum klarzustellen, dass ohne das mächtige China der Friede in der Welt und speziell der in der Ukraine nicht herzustellen sei. Dem haben die Kriegstreiber in Berlin und anderswo nichts entgegenzusetzen als: wir wollen ihn aber, den Krieg.

Kriegstreiber (2): Sie greifen zu Rettungsringen, die nicht einmal sich selbst zu tragen vermögen. Neuerdings verbreiten sie via Kiesewetter und andere bedeutende Sandkastenstrategen, dass der Anschlag auf Nord Stream bereits 2014 in der Ukraine geplant worden sei und zwar, halten Sie sich fest, als russische Fals flag operation – in der Hauptrolle der böse Wlad in der Verkleidung einer Kiewer Marktfrau.

Voreilig: War meine gestrige Behauptung, es bliebe in F alles beim Alten. So ganz nicht. Wir werden erst mal erleben, wie die drei entstandenen Machtblöcke sich gegenseitig am Regieren hindern. Doch das ist dortzulande auch nichts eigentlich Neues. Insofern lag ich richtig. Jetzt liegen die folgenden Themen auf dem Tisch der Kompromisse-Finder: Rentenreform stoppen, Atomkraft abschaffen, Zuwanderung forcieren, Klimalüge retten. Armes Frankreich.

8. Juli 2024

Die wirkliche Lage an der Ostfront lässt sich mit westlichen Siegesmeldungen über die Abschüsse russischer Raketen kaum noch verkleistern. In Wirklichkeit rücken die russischen Truppen meterweise in den Oblasten von Saporoshje und Cherson vor. Nie zuvor gehörte Dorf- und Straßennamen tauchen auf und verschwinden wieder im Nachrichtenmüll. Nach meinem Eindruck haben die Russen in beiden Bezirken den Dnjepr überschritten, ohne jedoch in die gleichnamigen Hauptstädte einzudringen. Es sieht nicht so aus, als würden sie sich hier in den verlustreichen Häuserkampf einlassen. Sie begnügen sich damit, den Gegner Stück für Stück im Gelände zu zerschlagen. Dort muss die Feuerüberlegenheit der russischen Truppen erdrückend sein.

Ostfront (2): Unklar ist nach wie vor im Norden der Stand der Dinge bei der Industrie-Großstadt Charkow. Trotz erheblicher Bevölkerungsverdünnung vor gut einem Monat durch Aussiedlung, respektive Flucht von Einwohnern nach ?Westen, ist die Stromversorgung für den Rest der dort Ausharrenden nahezu zum Erliegen gekommen.

Ostfront (3): Wieweit der russische Krieg gegen die Stromversorgung der Ukraine letztlich zu deren Zusammenbruch führen wird, ist noch nicht zu beantworten, aber es sieht danach aus. Vor zwei Jahren machte ich mir die ersten Gedanken, die in diese Richtung zeigten, konzentrierte mich aber zu sehr auf die Stromversorgung der Eisenbahnen als damals naheliegendes Angriffsziel, was aber erkennbar nicht erreicht wurde.

Ostfront (4) – politisch: Selenskyj ist zu Durchhalteparolen übergegangen, und seine nationalistischen (west-ukrainischen) Unterstützer-Milizen setzen auf Sieg auf der ganzen Linie – zumindest verbal. Putin hat nach dem Orbán-Besuch klargestellt, dass die Bedingungen für das Kriegsende feststehen, und er sich nicht zum zweiten Mal auf einen Waffenstillstand à la Minsk-Abkommen einlassen wird, was seinerzeit dem Gegner Zeit zum Aufrüsten verschafft habe.

Bei unserm westlichen Nachbarn siegte gestern das Establishment. So wie am 1. Juli von mir angenommen. Ein Rechthaben, über das man sich nicht freut. So mag denn der frivole Untergang dort in den gewohnten Bahnen weitergehen.

7. Juli 2024

Ein Traum: Wir reden bei Tisch angesichts des sich selbst zerlegenden Hegemons über den American Dream. Jaja, der amerikanische Alptraum, sagt einer witzelnd. Wär ein hübscher Buchtitel. Fehlt nur noch, dass jetzt einer mit müsste-man-mal-schreiben daherkommt. Sagt aber keiner, denn die Tischrunde ist pure Phantasie. Früh um fünf aus dem Fenster in den anbrechenden grauen Morgen gekuckt. Dabei an das Gespräch mit S. gedacht: Bei uns werde sich erst etwas ändern, wenn eine Vorgabe aus Amerika es erzwingt. Doch die ist meilenweit nicht in Sicht.

Esstisch (2): Der reale ebensolche steht am vorvergangenen Abend in der Leipziger Grassistraße. Hier wird von puppenstuben-niedlichen Vietnamesinnen aufgewartet, die sich eines putzigen Sächsischs befleißigen. Der grüne Tee sorgt dafür, dass wir nüchtern bleiben, um über die Lesung von Michael Klonovsky nebst Klavierbegleitung von Jelena Gurjewitsch – so jedenfalls würde mein Vater den Namen aus dem Kyrillischen transkribiert haben – herziehen zu können. Der Auftritt war bemerkenswert genug. Er las drei Texte, sie spielte drei Komponisten, Chopin, Liszt und – etwas fragwürdig, nein: eher passend zum Gewölbekeller mit dem klapprigen Pianoforte – Verdi, vermutlich zum Mitsingen, was indessen unterblieb.

Eßtisch (3): Publikum und Autor befremdelten einander. Ob’s bei ihm zum Stil gehört, das weiß ich nicht, die neben und hinter mir Sitzenden waren offensichtlich mit anderen Erwartungen gekommen, denn zum Vortrag kam nicht das gewohnt Politisch-schnoddrige, sondern Texte über das abendländische Trinken und ein Auszug von einer der Kurzgeschichten aus dem Band Die schöne Apothekerin.

Eßtisch (4): Der Mann liest vorzüglich. Als ich gestern, durch die Lesung angeregt, die Geschichte im frisch erworbenen Buch nachlas, klang seine Stimme in mir nach. Seine Heldinnen, auch anderen Ortes, sind solche, die des Mannes Blutdruck steigen lassen. Ich mag nicht unterstellen, dass er irgendwo diese etwas platte Metapher nutzte, ich erwähne sie hier nur, um ein Nietzsche-Zitat loszuwerden: Gehst du zum Weibe, vergiss das Blutdruckgerät nicht.

Eßtisch (5): Beim Spotten konnte auch die unerwartete Begegnung mit einem Manne nicht beiseite bleiben, den ich das letzte Mal mit Bewusstsein drei Jahrzehnte zuvor in Erfurt traf. Da waren wir beide etwas jünger. Fürwahr. Sowas geht nie ohne Peinlichkeiten ab. Er frug, ob ich jetzt Beamtenpension bezöge, und zeigte Erstaunen, als ich das bejahte. Das kommt davon, wenn man als Pressemensch in erdichteten Schlagzeilen lebt, so dass die Wirklichkeit unbeachtet an einem vorübergeht. Ich bot ihm im Gegenzug an, sein jüngstes Buch zu besprechen. Er schien nicht abgeneigt.

6. Juli 2024

Da reiste doch gestern ganz überraschend Viktor Orbán in die Höhle des Bösen. Kaum ward es ruchbar, plapperten die Leader der freien Welt durcheinander. Sie betonten, nicht gefragt worden zu sein. Na, so was. Nur der Leader der Leader äußerte sich nicht. War ihm wahrscheinlich auf die Schnelle nicht beizubiegen, wer dieser Ungar sei und wo das Land liegt, dass er beherrscht.

Orbán (2): Was er da in Moskau besprochen hat, ist bestenfalls der Spekulation zugänglich. Auch Putin blieb vage. Klar war nur, dass das Signal in Moskau angekommen ist und dort gerne gehört wurde. Nein, das Europa, was die blonde Ursel zu vertreten meint, ist nicht so einheitlich, wie die Dame das gerne öffentlich macht, falls sie nicht gerade heimlich mit Big Pharma Geheimabsprachen trifft.

Orbán (3): Da wollte es die sprachmächtige Annalena dem Unbotmäßigen aber zeigen. Doch falsch geplappert: Die Ungarn sagten ihre für den kommenden Montag geplante Reise nach Budapest einfach ab. Ahnt in D irgendwer, dass man uns international nicht mehr braucht – schon gar nicht, wenn das gestylte Bildungs-Prekariat sich ansagt, um Porzellan zu zerschlagen.

Atlantisches: Die innenpolitischen Auseinandersetzungen in den USA über die Rüstigkeit des Oberbefehlshabers der Freien Welt nehmen groteske Formen an. Einer nach dem anderen entblößen sich die Oligarchen im Pro und Con. Sie berufen sich auf ihre Biden-Spenden. Merke: Geld regiert die Welt.

Atlantisches (2): Dieselben Risse wie bei den Oligarchen zweigen sich in der dortigen Mainstream-Presse. Kein Wunder, denn diese gehört jenen. Den Vogel schließt The Economist ab: Er zeigt einen Rollator mit ein großen Präsidenten-Wappen an der Vorderseite.

Atlantisches (3): In GB erringt die Linke einen Traum-Wahlerfolg und ein Nobody mit Bürokratengesicht und deutsch klingendem Namen zieht in Downing Street No. 10 ein. Er will jetzt das Klima retten. Genau das richtige Rezept bei einer strauchelnden Volkswirtschaft nebst hoher Inflation.

5. Juli 2024

Wagenburg: Da haben sich die Spitzen-Dems im Weißen Haus um ihren Hoffnungsträger versammelt mit Männin und Mäusin. Die Gouverneure, angereist von nah und fern, Gretchen Dings vom Norden und Kevin aus dem Sonnenscheinstaat. Alle schworen sie Gefolgschaftstreue – allem Mediengerumpel zum Trotz. Nur die Obamas schwiegen still.

Stillschweigen (2) oder da hört der Spaß auf: Da hat sich doch die auf woke getrimmte Polizei in Essen tatsächlich getraut, ein Fahndungsfoto ins Internet zu stellen, nachdem der Abgebildete am vergangenen Wochenende einen ihrer Kollegen zusammengetreten und dabei schwer verletzt hatte. Neinnein, Nanzy hat sich noch nicht geäußert und mitgeteilt, dass dieser friedfertige Demonstrant eine schwere Jugend mit einem Nazi-Vater hatte. Kommt vielleicht noch. Nebenbei bemerkt: Landesvater und Stadtoberhaupt hatten zu dieser sog. Gegendemo aufgerufen, obwohl jedermann, der bei Verstand ist, wusste, dass die Sache gewalttätig verlaufen werde.

4. Juli 2024

Man stutzt und staunt: Der kleine Wlod will seit gestern den Krieg bis Ende des Jahres liquidieren, weil der den Wiederaufbau des Landes störe. Von der Rückeroberung der Krim, die noch vor Wochenfrist zu seinem Standard-Programm gehörte, ist plötzlich keine Rede mehr. Wer gab ihm diese bahnbrechenden Gedanken ein? Ich tippe auf Viktor Orbán, den Chef aus Ungarn, der erstmals nach Kriegsbeginn in die ukrainische Hauptstadt reiste. Er brachte als erster westlicher Politiker keine Geschenke mit, sondern unangenehme Wahrheiten. Er wird geraten haben, Putin beim Wort zu nehmen, denn der hatte Mitte Juni öffentlich gemacht: Der Krieg ist an dem Tag zu Ende, wenn die vier angeschlossenen Provinzen Lugansk, Donjezk, Saporoshje und Cherson als zu Russland gehörend anerkannt sind, und wenn sichergestellt ist, dass die restliche Ukraine Nato-frei bleibt.

Orbán (2): Erstaunlich ist, dass der Ungar am ersten Tag seines Zusatzamtes eines Vorsitzenden des EU-Rats diese Reise unternahm und damit ungesäumt umsetzte, was er zum Programm seiner Amtszeit gemacht hatte, nämlich den Frieden im Ukraine-Konflikt zu befördern. Ich denke mal, den Kriegsschreiern diesseits und jenseits des Atlantik hat es erstmal die Sprache verschlagen. Doch hinter den Kulissen werden die üblichen Verdächtigen alsbald daran arbeiten, den Störenfried (sprich: Kriegs-Störenfried) um die Ecke zu bringen.

1. Juli 2024

Quo vadis? Der Parteitag der AfD am Wochenende lässt kaum einen Gedanken aufkommen. Parteiführer bleibt Tino Normale. Die Partei hat sich, denke ich, auch im Übrigen vorgenommen, nicht mehr aufzufallen. Ihre Hauptwerbung bleibt folglich der randalierende Mainstream-Mob. Wenn das die Parteistrategie der AfD sein sollte, wird der Entschluss begreiflich, in Essen zu tagen. Sonst nicht.

Quo vadis? (2): Die Parlamentswahl gestern in Frankreich, brachte einen erheblichen Zuwachs der Rechten. Doch mit 36 % der Stimmen dürfte das Potential der blonden Marine ausgeschöpft sein. Der zweite Wahlgang wird dann durch Wahlabsprachen der Verlierer dafür sorgen, dass diese an der Macht blieben. Das Gegenteil wäre ein Wunder, von dem wir im Übrigen nichts Gutes zu erwarten hätten.

Quo vadis? (3): Beim Hegemon setzt sich das Räuspern und Luftholen und Räuspern fort. Joe jedenfalls hat schon erklärt, dass er im Traum nicht daran denke, auf die weitere Kandidatur zu verzichten. Auch seine Frau Jill hält ihn für fit. Jetzt lebt er bis zum Parteitag der Dems doppelt gefährlich. Der Secret Sevice, der für sein Überleben verantwortlich ist, wird das auch wissen.

30. Juni 2024

Kaum hat man mal ein Thema angerissen, purzeln die Informationen ins Postfach. So geht’s mir mit den obersten 100, die von dem einen Prozent der Leute in den USA die Dinge in Händen halten. Man muss nur – ein wenig mühsam – nach deren Selbstauskünften Ausschau halten. Wie wäre es mit Warren Buffett, einem Menschen, der vor zwei Tagen dem Wall Street Journal mitgeteilt hat, wie er es mit seinem Vermögen von ca. 130 Milliarden $ zu halten gedenke, sollte er, der 93jährige, wider Erwarten einmal nicht mehr unter uns sein. Er spendet alles an die Armen und Bedürftigen. Zu den Letztgenannten zählte er mindestens seit 2006 die Bill und Melinda Gates Foundation, deren segensreiches Tun er jährlich sponserte. Doch das soll jetzt ein Ende haben, ach der arme Bill. Buffetts drei Kinder werden die eigens eingerichteten Wohltätigkeitstöpfe übernehmen. Einer davon widmet sich der Herstellung von Abtreibungspillen. Nun ja, die Reichen denken, vor allem wenn’s an Sterben geht, an das Wohl der Menschheit, aufs Ganze gesehen, und sie denken an das Vermeiden von Erbschaftssteuern.

Vom Sterben (2): Arzt: Eigentlich kann er gar nicht gestorben sein, denn er war ja geimpft. | Staatsanwalt: Der Obduktionsbericht legt die Vermutung nahe, dass der Patient an den Impfungen gestorben ist. | Arzt: Das kann nicht sein. Der Patient war ja vor den Impfungen kerngesund. | Staatsanwalt: Wozu haben Sie den Patienten denn geimpft, wenn er gesund war? | Arzt: Die Impfungen wurden vom Bundesrat empfohlen. | Staatsanwalt: Und war der Patient nach der ersten Impfung immer noch gesund? | Arzt: Er hatte bloß ein paar Schwächeanfälle, Kopfschmerzen und Hautausschläge, die wir aber erfolgreich mit Kortison behandeln konnten. | Staatsanwalt: Die Impfung zeigte also Nebenwirkungen? | Arzt: Nur schwache. | Staatsanwalt: Aber trotz schwacher Nebenwirkungen verabreichten Sie ihm eine weitere Impfung. | Arzt: Wer weiß, wenn wir ihn nicht geimpft hätten, wäre er vielleicht gestorben. | Staatsanwalt: Und wie erging es dem Patienten nach der zweiten Impfung? | Arzt: Er war mehrere Wochen lang krank. | Staatsanwalt: Die Nebenwirkungen wurden also stärker? | Arzt: Er war nur krank. Ohne Impfung wäre er sicher gestorben. | Staatsanwalt: Warum gaben Sie ihm trotz starker Nebenwirkungen die dritte Impfung? | Arzt: Solange es Nebenwirkungen gibt, muss man die Dosis erhöhen. | Staatsanwalt: Und nach der dritten Impfung starb der Patient. | Arzt: Ja, leider hat er es nicht mehr bis zur vierten Impfung geschafft. Die hätte ihn gerettet. | Von Andreas Thiel in der Weltwoche. Nebenbei: Da sind wir aber froh, dass es in D solche Staatsanwälte nicht gibt. Zu diesem Zwecke haben wir ja die Aufarbeitung.

29. Juni 2024

Die Anweisung des Auswärtigen Amtes, unter Missachtung jeglicher Rechtsnormen Fremde ins Land zu lassen, ist nun schon die zweite ihrer Art. Die erste fand unter dem Außenminister Josef Fischer statt und betraf sog. Russlanddeutsche, die zweite ist aktuell. Sie bevorzugt Afghanen, die uns bekanntlich näher zu Gott bringen, während die Erstgenannten eine Verstärkung des schwächlichen Wählerpotential bewirken sollten. Das war seinerzeit eine Fehlkalkulation, wie man leicht feststellen kann, wenn man die Wahlergebnisse von Hellersdorf und Marzahn, wohin man die Einreisenden bevorzugt verfrachtete, Revue passieren lässt. – Wie gesagt, das ist zur Zeit etwas anders, denn die Neuzugänge haben nicht die Absicht, an den wertewestlich-demokratischen Prozessen teilzuhaben, und vor den weltlichen Prozessen schützt sie eine woke Justiz.

Übern Teich: Das sind ja tolle Verschwörungsgerüchte, die jetzt sogar die hiesige Westpresse erreichen, bei der sich der Eindruck breitmacht, dass das Duell der Giganten doch nicht so doll war. Vor allem Joe zeigte sich so, wie es bislang wider besseren Wissens als Fake gebrandmarkt worden war. Er ist greisenhaft klapprig. Jetzt suchen die Dems angeblich händeringend und auf die Schnelle nach einem Ersatz. Ich wies – seltsam prophetisch – seit Jahr und Tag auf die Obamas hin (zuletzt im Sudelbuch vom 10. Dezember 2023), aber da ist auch noch der ober-coole Gouverneur von California, Gavin Newsom, mit der nach hinten gegelten Hollywood-Frisur. Jetzt darf spekuliert werden.

28. Juni 2024

Nachts die ersten 30, 40 Minuten der Präsidentendebatte Trump vs. Biden auf CNN angesehen, um nicht auf anderleuts Urteil angewiesen zu sein. Den Ton abgeschaltet, um mit Muße Gesichter und Körpersprache zu studieren, denn was die Herren sagen, ist mir bekannt, und was sie zu Steuersenkungen, Abtreibungen und Grenzchaos abspulen, interessiert mich nicht sonderlich. So bleibt: 

(1) Trump: Die ersten 5 Minuten, verschlossen, trotzig, das Trump-vor-Gericht-Gesicht. Vermutlich der pure Anfangsstress. Das ändert sich dann in die beiden bekannten Varianten Ich-höre-Ihnen-zu und Jetzt-spreche-ich, letzteres mit den einschlägigen Gesten, nur eine Nummer kleiner als das Stadionformat. Seine Antworten lassen kein Zögern erkennen. Auch lässt er es sich nicht nehmen, dem Gegner mehrfach zustimmend zuzunicken und, eher selten, verständnislos den Kopf zu schütteln. Abgesehen von den Anfangsproblemen macht er durchgehend den Eindruck: ich bin hellwach.

(2) Biden: Er blickt viel nach unten auf – vermutlich elektronische – Aufzeichnungen. Während sein Gegner spricht, blickt er ihn über die Schulter hinweg für kurze Momente nur an. Dann sieht er wieder nach vorne und lacht für Sekundenbruchteile. Wenn Biden nicht redet, steht ihm meistens der Mund leicht offen. Durchgehend hält er sich deutlich mit mindestens einer Hand am Pult fest.

(3) Die CNN: Sie hat ein Reporterpaar präsentiert, Mann und Frau, beide weiß (hüstel), ausgestattet mit den Gesichtszügen von erhabenen Richtern und entsprechend bis zur Unkenntlichkeit geschminkt und gehaarstyled. Dass die beiden an einem Tisch sitzen, während die Delinquenten vor ihnen stehen, passt wunderbar in die Selbsteinschätzung dieser TV-Bande. Erwähnen will ich schlussendlich, dass eine gnädige Regie obwaltet, denn jedesmal , während Trump spricht und sich Bidens Blick aus der Gegenwart nach rechts oben in weite Ferne zu verabschieden scheint, wird er aus dem Doppelbild ausgeblendet. Bei seinem Gegner sehe ich, obwohl ich sein Gesicht unter diesem Aspekt mit Argusaugen mustere, solches Abgleiten ins Nichts nicht.

27. Juni 2024

The loser takes it all: Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass die westliche Wertegemeinschaft mit Demokratie nichts am Hut hat, dann sind es die beiden Spitzenpersonalien Rutte und Leyen. Der eine wird Nato-General, nachdem es ihm jahrelang gelungen war, sein Heimatland in Grund und Boden zu wirtschaften, bevor er zurücktrat und eine Wahl auslöste, die bemerkbare Teile des holländischen Establishment von der Macht entfernte . Die andere darf an der Spitze des EU-Kolosses bleiben, nachdem man die gegen sie laufenden Korruptionsermittlungen abgebrochen hatte, um den Wahlkampf nicht zu belasten, wie es hieß.

Loser (2): Langsam bahnt sich die Erkenntnis bis in die Köpfe der von Westpropaganda Zugedröhnten, dass jemand für die großzügigen Geldspritzen Richtung Kiew wird bezahlen müssen. Die Ukrainer nach dem letzten Abverkauf ihrer Latifundien sicher nicht. ­– Sieht aus wie ein da capo der Jahre 1914-16. Die Kriegspartei GB konnte in den USA alles für die Kriegführung gegen das Deutsche Reich Benötigte einkaufen. Doch als Ende 1916 der Krieg immer noch nicht gewonnen war, fürchtete J.P. Morgan, er war der größte Geldgeber, eine seine Existenz bedrohende, saftige Pleite. Und als die Briten nichts mehr zum Verpfänden hatten, musste der US-Steuerzahler ran und eine Armee nach Europa senden, damit die Herren Bankiers für ihre Fehlinvestition nicht haften mussten, sondern die deutschen Kriegsverlierer. Ein einfaches Prinzip. Man übertrage es mal auf heute.

26. Juni 2024

Standardeinwendung in Diskussionen: Du redest von den Oligarchen, die allein das Heft in den USA in der Hand halten, aber du kannst nicht einen einzigen nennen. – Nun, wie wär’s mit diesem hier? Er heißt Michael Bloomberg, war eine Zeitlang Bürgermeister in New York, und er ist einer der Reichsten aus der Reichenclique. Grad erst hat er für die Wiederwahlbemühungen von Joe Biden 19 Mio. $ gespendet. Warum macht er das, für einen erkennbar Amtsuntauglichen zu spenden? Ja, warum wohl.

Passt zum Thema: Während ich die Notiz über die Wahlkampfspende von Oligarch Bloomberg noch nicht ganz ausformuliert habe, erreicht mich die Nachricht, dass man in London den dort seit vielen Jahren im Sicherheitsgefängnis in Abschiebehaft einsitzenden Julian Assange in ein Flugzeug gesetzt habe. Der Wikileaks-Gründer auf freiem Fuß? Nein, keineswegs, er muss erst auf eine US-besetzte Pazifikinsel, der nächstgelegenen zu seinem Heimatkontinent Australien, um sich vor einem amerikanischen Gericht unter Eid für schuldig zu irgendwelchen Verbrechen zu bekennen, deren Bestrafung mit der Haft verrechnet werden soll. Ihm wurde hierfür freies Geleit zugesichert. Wie großzügig.

Assange (2): Der Mann war der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks. Sein Verbrechen: er machte Akten publik, die massive US-Verbrechen dokumentieren. Sie waren ihm von sog. Innentätern zugespielt worden. Jedermann, der einen Moment nachsinnt, weiß, dass das Imperium hier eine üble Posse gespielt hat. Man will recht behalten haben. Fachleute weisen darauf hin, dass Assange sich wg. Meineid strafbar macht, wenn er – zurück in Australien – erklären würde, wie man ihn in den Eid zwang und dass alles, was er zugestand, gar nicht wahr ist.

25. Juni 2024

Nach den amerikanisch-ukrainischen Raketenangriffen auf Sewastopol mit etlichen Toten und Verletzten – unter diesen besonders grell: am Strand spielende Kinder – wird die Lage heikel. Was die gestern ins russische Außenministerium einbestellte US-Botschafterin sagen wird, hat ihre Sprechpuppe aus Kiew bereits vorweggenommen: Die Angriffe gegen die Krim seien keine solchen gegen Russland, denn dieses halte die Halbinsel lediglich völkerrechtswidrig besetzt.

Raketen auf Sewastopol (2): Jetzt haben die Falken in DC den Kreml dort, wo sie ihn seit Monaten haben wollen. Putin muss nun was tun, um nicht unglaubwürdig zu werden. Aber was? – In Washington spielt man jetzt zu 100 Prozent auf Krieg. Es ist die einzige Möglichkeit des dortigen Sumpfes (swamp), um über den November hinweg an der Macht zu bleiben.

Derweil spielt man in D das Spiel Sand-in-die-Augen. Die fabelhafte Mehrheit von Christunion-Wagenknecht wird an die große Glocke gehängt. Wie das mit der Friedensforderung der Schönen zusammenpasst, wird nicht erwähnt. Man hofft auf das Vergessen.

Sand (2): Derweil wird die gigantische Veruntreuung von Steuergeldern mit gefälschten Umwelt-Zertifikaten medial plattgemacht. Und nicht nur das: Ich habe nichts davon gehört, dass Polizei und Staatsanwaltschaften die Büros der beteiligten Betrugsbehörden durchwühlt hätten. Danach müsste es Festnahmen regnen, bis in Moabit die Plätze knapp werden.

24. Juni 2024

Übern Teich: Die Nachrichten, die von dort zu uns dringen, sind, gelinde gesagt, verwirrend. Zum ersten Mal nehme ich wahr, dass der Ton bei den beiden Organen des Council on Foreign Relations, dem Internetauftritt und dem soeben ausgelieferten Heft der Foreign Affairs, nicht recht zusammenpasst. Zwar mahnen beide zur Umkehr, aber das Heft, um nicht die Vorherrschaft zu verlieren bzw. zum totalen Krieg aufzurufen, während der Internet-Leit-Beitrag für möglich hält, die Herrschaft überhaupt zu verlieren. Das ist neu. Nun macht auch in Amerika eine Schwalbe noch keinen Sommer, aber dem Kern der Herrschaftskaste scheint zu schwanen, dass man innenpolitisch ruppigen Zeiten entgegensegelt. Das riecht nach Götterdämmerung.

Wind of Change (2): Einen besonders boshaften Gedanken bringt der britische Weltstar-Historiker Niall Ferguson ins Spiel. Er vergleicht detailliert die jetzige Situation der USA mit der zerfallenden Sowjetunion der 1980er Jahre.

Wind of Change (3): Da ist es nicht ohne Komik, was zeitgleich sein Landsmann David Lammy in der Foreign Affairs zur Situation in GB schreibt, wo er und seine Labour-Genossen sich anschicken, in aller Kürze die Macht zu übernehmen. Es ist ein Mixtum aus Möchtegern-Weltgeltung („Chart a New Global Course“) und Klimawahn. Ich bin sicher, diese Linken werden versuchen, in bewährter Manier auswärtige Kriege abseits der Inseln zu führen und die eigene Wirtschaft zu zerstören. – Wie der Teufel aus der Kiste ist erneut der Euro-Killer Nigel Farange im Wahldurcheinander erschienen Er ist der Einzige dort, der den Krieg gegen Russland nicht will.

Ostfront: Das Kriegsgeschehen dort bleibt unverändert. Notorische russische Angriffe lokalen Charakters, ständige Verschiebung der russischen Einflussgebietes nach Westen bzw. Nordwesten, dadurch Verkürzung des Frontbogens, Luftschläge hüben und drüben.

Ostfront (2): Derweil reist der russische Führer mit unübersehbarem Pomp in Staaten, an die niemand gedacht hatte – jedenfalls ich nicht –, vergangene Woche nach Nordkorea, am jetzigen Wochenende nach Vietnam. Beides keine Amerikafreunde, nein, ganz gewiss nicht.

23. Juni 2024

Samstagabends: Fremder Leuts Urlaubsfotos zu betrachten, war schon immer eine Zumutung. Der gefürchtete Dia-Abend schied zum Glück dahin, wurde aber durch grell Geheftetes aus dem Foto-Shop ersetzt. Diese Ego-Bücher hatten immerhin den unbestreitbaren Vorteil, dass sie endlich waren und alsbald zu Ende geblättert. Wer hätte damals geahnt, dass sie dann durch das Handy verdrängt wurden. Alles wurde noch schlimmer. Grinsende Gesichter vor leicht schräg stehendem Meer in unendlicher Zahl. Soviel, wie der Speicher zulässt. Gesteigert wird die Qual durch den Paarvortrag, deren Sprecher die kleine Maschine zwischen sich hin und her reichen, wobei der Gast alsbald bemerkt, dass er für das von Wort und Widerwort begleitete Ereignis gar nicht benötigt wird, vielleicht sogar stört. Glücklich der Mann, der derweil mit der charmanten Tochter des Hauses ein Grundsatzgespräch über die Zubereitung von indischem Tee anknüpfen kann.

22. Juni 2024

Die Innenministerkonferenz sei, so lese ich, ohne konkrete Ergebnisse in der Abschiebungsfrage zu Ende gegangen. Man beruft sich auf die Schwierigkeit der Materie. Das ist zumindest teilweise gelogen, denn der wahre Grund für das Nichtstun ist der fehlende politische Wille, die Illegalen außer Landes zu schaffen. Die erste Stufe wäre die Zusammenfassung der Ausreiseverweigerer in gut bewachter, unbequemer Unterkunft ohne Bewegungsmöglichkeiten und ohne Geldleistungen bei schmaler und auskömmlicher Kost (zum Beispiel die hiesigen Ortes sehr beliebte Bratwurst). In kürzerer Frist wird sich die Frage der Abschiebung nicht mehr stellen, denn die Delinquenten werden darum bitten, außer Landes gelassen zu werden.

Das Lügen beenden (2): Hat das soeben Beschriebene Aussicht auf Realisierung? Die Antwort heißt eindeutig Nein, denn die Machthaber versichern sich derzeit immer noch gegenseitig, dass ihnen nichts passieren könne und lassen sich dies durch bestellte Wahlumfragen bestätigen. Sie sind deswegen mit der Umverteilung ihrer Posten und Pöstchen voll ausgelastet.

Das Lügen beenden (3): Die Lügner der regierungsfinanzierten Desinformations-Plattform Correctiv darf zwar ihre Potsdam-Deportationsgeschichte nicht in voller Schrillheit wiederholen, doch hat sie ihr Ziel erreicht: Sie hat solide Bürger in Grund und Boden diffamiert, wovon sich diese kaum mehr erholen dürften, und sie bekommt für ihr Tun jetzt auch noch einen wertvollen Journalistenpreis umgehängt. Dreister geht es kaum. Wissen die Kunden der Sparkasse Leipzig eigentlich, was mit ihrem Geld gemacht wird?

21. Juni 2024

Eingebettet in die allfälligen Bemerkungen über die erotischen Unterschiede von Mann und Frau gibt der Blogger Michael Klonovsky in seinen Acta bekannt, welch wohliges Erschauern ihn übermannte, als er, der Ossi, nach der Wende erstmals die Möglichkeit bekam, auf westliches pornographisches Heftgut zuzugreifen. Solche bemerkenswerten Lehrsätze rufen die Stellungnahme des Westmannes auf den Plan:

(1) Bereits vor der Wende war derartiges Ostgelüste im Westen bei den Sicherheitsbehörden wohlbekannt. Es führte zu einer speziellen methodischen Suchoperation gegenüber Grenzgängern des Ministeriums für Staatssicherheit, deren Hang notorisch war, sich, vom geraden sozialistischen Weg abweichend, als erstes an den grenznahen einschlägigen Verkaufsstellen mit der begehrten Ware einzudecken. Manch einer der so Identifizierten mag sich im weiteren Verlauf seiner Kundschaftertätigkeit gewundert haben, wenn er unerwartet angesprochen wurde.

(2) Die Entdeckerfreuden des Westmannes, der grenzüberschreitend wandelte, waren ganz anderer Art. Er durfte, wenn er denn normal geartet war, zu seinem Pläsier zur Kenntnis nehmen, dass das Ostweib selbst, also dasselbe dreidimensional betrachtet, dem Erotischen weit zugänglicher war, als er es sich unter all den scheinbar emanzipierten Westschwestern hatte angewöhnen müssen. Nicht nur die Kleidung verriet den guten Willen, auch hörte er die üblichen Einreden des Jetzt-nicht, Hier-nicht und Heute-nicht so gut wie nie. Von allen Überraschungen aus der Wundertüte der Errungenschaften des Sozialismus war dieses hier die Überraschendste.

(3) Bleibt die abschließende Bemerkung, dass im Oststaat diese Befindlichkeiten – so sagte man damals dortzulande – bekannt waren und dazu genutzt wurden, um mit einigem Aufwand westliche Besucher der Leipziger Messe in kompromittierende Situationen zu verstricken. Nach dem Wegfall der DDR und dessen MfS änderte sich am Grundverhalten des Ostweibs wenig, eher im Gegenteil, zumal nun das Kompromat wegfiel.

19. Juni 2024

Da mussten im mecklenburgischen Grevesmühlen 2 Negerkinder schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht werden, zusammengetreten von einer Horde Nazis. Heißa, da drehte der politmediale Komplex frei im Raum. Doch ach, die Geschichte stimmt nicht. Nein, ganz sicher nicht. Selbst die eigens eingerichtete Soko musste kleine Brötchen backen.

Grevesmühlen (2): Das Wort eignet sich prima als Schlagwort. Aber wofür? Fake von links oder rechte Gewalt droht überall. Ich tippe auf Letzteres. Es geht darum, Mannheim und Wolmirstedt aus den Köpfen zu vertreiben.

18. Juni 2024

Lese, dass Saudi Arabien aktuell aus dem Petro-Dollar aussteige. Das bahnte sich, wenn’s denn stimmt, seit über zwei Jahren an. Ein fataler Streich gegen den Hegemon – materiell und psychologisch. – Kommen jetzt die Drohnen?

Nahost (2): Heftige Kämpfe an der israelischen Nordgrenze werden vermeldet. Wer hat da plötzlich angefangen? Wie ein Scherz wirkt dagegen die Ansage des israelischen Chefs, dass er sein Kriegskabinett aufgelöst habe. Hat er? Ist er mit Hamas im Gaza-Streifen wirklich durch, und wo sind die Menschen geblieben?

Nahost (3): Wirklich rätselhaft erscheint mir, wieso Hamas und Hisbollah nie koordiniert zugeschlagen haben. Nicht, dass ich mir das wünsche, ich frage ja bloß.

17. Juni 2024

Siebzehnter Juni, war da mal was? Ziemlich lange her? Heute ist alles anders:

16. Juni 2024

Der nächste Streich: In Wolmirstedt bei Stendal in der Altmark richtet ein Afghane gestern das nächste Blutbad mit Toten und Verletzten an. Er wird von der Polizei erschossen. Geradezu idiotisch ist die Einlassung der Polizeiführung, man wisse das Motiv des Verbrechers nicht. Als ob es darauf ankäme. Das der eingreifenden Polizei-Kollegen kenne ich hingegen genau: Er oder ich. – Jetzt fehlt nur noch die Renate Künast-Frage: Hätte die Polizei nicht…? Nein, offensichtlich nicht.

15. Juni 2024

Da war gestern die offizielle Trauerfeier für den erstochenen Politzisten Rouven Laur. Warum nur habe ich das Gefühl: Gleich wird mir schlecht? Und vor allen: Bin ich der Einzige, dem es so geht? Zu deutsch: Ich kann die Heuchelei der Täter nicht mehr ertragen.

Unbekante Wirkung (2): Der böse Wlad hat gestern den Vorschlag gemacht, sofort mit dem Kämpfen aufzuhören. Bedingung: Die eroberten Ostprovinzen gehören zu Russland und der Gegner bleibt Nato-frei. Das wurde, kaum war’s publik, von der US-Sprechpuppe S‘yj. zurückgewiesen. Das war klar. Doch bleibt die Frage, wie die Schalmeienklänge beim ukrainischen Wehrpersonal ankommen. Ich denke mal, das bleibt psychologisch nicht ohne Wirkung. Nur kann man diese nicht sofort messen.

Unbekannte Wirkung (3): Die Nato will ein Hauptquartier nach Wiesbaden verlegen. Das liegt meines Wissens in D.

Unbekannte Wirkung (4): Der Wehrchef Boris P. will die Wehrpflicht  durchsetzen, indem er Freiwillige einberufen lässt. Das war die letzten 12 Jahre ganz ohne Wehrpflicht bereits ein toller Erfolg. Jetzt weiß ich endlich, warum Mainstream ihn zum beliebtesten Politiker von D. ausruft. Man sollte die Pistorius-Methode auch auf die Steuerpflicht ausdehnen. Dann könnte sich so mancher entschließen, SPD zu wählen. Garantiert.

14. Juni 2024

Da treffen sich die G 7-Führer gestern in Italien und beschließen, dass und wie sie in ihren Ländern beschlagnahmtes russisches Vermögen an die Ukraine verteilen werden. Kann man machen, ist aber kaum klug zu nennen. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass diese x-te Maßnahme des US-Wirtschaftskrieges höchst unangenehme Folgen für die Angreifer haben wird. Merke: Du musst diesen Krieg um die Ukraine auf Teufel komm raus gewinnen, sonst trifft dich selbst die Keule, mit der du gerade deine Reputation zerschlägst. Jede Wette.

Italien (2): Ganz und gar rätselhaft ist mir die Blondine an der Spitze.

13. Juni 2024

Nachdem die Gäste gegangen sind, finde ich überall angerissene Küchenrollen vor, nicht meine. Denke über den Begriff der Rollenverteilung nach.

Rollenverteilung (2): Niemand mehr da, der öffentlich den Unwillen zur Ausdruck bringt, im Osten in den Krieg zu ziehen. Warum? Der Pate weiß wie stets eine Antwort: Es ist nicht persönlich, es geht ums Geschäft.

12. Juni 2024

Der kleine Wlod hat gestern im Bundestag geredet. Vorher hat er beim kleinen Olaf um Waffen gebettelt. Der hat ihm stattdessen den Wiederaufbau dessen versprochen, was derzeit auch mit unsern Waffen zerschossen und zerbombt wird. In welcher Reihenfolge Weiterzerschießungshilfe und Wiederaufbauhilfe stattfinden soll, habe ich noch nicht ganz verstanden. Ob’s der kleine Olaf auf dem Schirm hat, entzieht sich meiner Beurteilung. Auf jeden Fall wird’s teuer. Aber wir haben’s ja. Allerdings merke ich: Der Spruch Wir-sind-ein-reiches-Land ist irgendwo in der Versenkung verschwunden. Seit dem Wochenende hat sich wohl rumgesprochen, dass die Leute, die den Reichtum durch ihre Arbeit schaffen, den Spruch nicht lieben und AfD wählen. Wird Zeit, dass man denen das Wahlrecht entzieht oder so. Demokratie eben.

Demokratie (2): Früher war es üblich, dass die Wahlverlierer sagten: Wir haben verstanden. Heute sagen sie: Wir sind nicht richtig verstanden worden. So kann man sich irren.

10. Juni 2024

Er hat es schon wieder getan: Der Belzebub hat auf dem Sankt Petersburger Wirtschaftsforum den Auslandsjournalisten 3 Stunden lang Rede und Antwort gestanden. Besser lässt sich kaum unter Beweis stellen, wer von den World-Leadern fit im Kopf ist. Es ist ohne Zweifel dieser hier. Was er sagte, war nur zu Teil neu: 

a) Er listete die beiderseitigen Kriegsverluste auf = ca. 1 zu 5, zulasten der Ukraine.

b) Er kündigte an, er werde die diversen Kriegsgegner der USA mit russischen Fernwaffen versorgen, falls diese es bei ihrem Kampf gegen Amerika wünschen sollten.

c) Er spottete über die verzerrte Berichterstattung des Westens bezüglich seiner Person, indem er anmerkte, wenn die Leute ihn ganz wirklichkeitsfern unbedingt fürchten wollten, gut, so sollte sie das tun.

Schon wieder (2): Wird überall über die Ergebnisse der EU-Wahlen geplappert. Ich kann nicht erkennen, was der angebliche Sieg der Rechten bewirken soll. Vielleicht die Fortsetzung der Herrschaft der unsäglichen Blondine an der Spitze? Das soll eine Änderung sein?

Schon wieder (3): Haben die schlechthin Bösen zugelegt, im Osten so sehr, dass sie im Herbst die 3 Landtagswahlen deutlich gewinnen könnten. Kann ich mir aber nicht vorstellen, denn es sind noch mehrere Monate hin, um Skandale zu inszenieren.

9. Juni 2024

Die Darstellung des Messermordes an dem Polizeibeamten Rouven Laur nimmt schauerliche Formen an. Mainstream schießt Hetzkaskaden ab, die in dem Vorwurf gipfeln, es seien die uneinsichtigen Nazi-Deutschen gewesen, die den Mörder erst zu seinem Tun angestiftet hätten. Mir ist nicht klar, wie sowas in der Breite des Raums der Informationsamputierten wirkt, denn die Hetze nimmt unmittelbar Bezug auf das Mordgeschehen selbst, das zu verschweigen, die Ursprungsabsicht gewesen sein mag. Jetzt ist der Teufel aus der Flasche.

Polizistenmord (2): Im Berliner Abgeordnetenhaus findet die Grüne Vorsitzerin Tuba Bozkurt unter der spontanen Zustimmung ihrer Mir-Hasserinnen das Geschehen zum Schreien witzig. Soviel zum Thema Integration.

Weitere Morgengedanken: Heute soll ich meine Stimme abgeben, mir deren Hilfe das Parlament der EU zu bestimmen sei. Bei einem Stimmenzählwert von nahe Null ein nutzloses Unterfangen, bestenfalls geeignet, dem Vorwurf zu entgehen, etwas Bestimmtes gewollt zu haben. Heute Abend werden dann wieder – frei nach Schiller – tausend Stimmen Sieg rufen.

7. Juni 2024

Da schritten gestern die World Leader, wenigstens 2 davon, Joseph und Emmanuel, auf dem Laufsteg in Richtung Kamera, entschlossenen Auges in Richtung Paris blickend, das Meer im Rücken, denn es galt den großen Sieg über das Böse zu feiern. 80 Jahre Invasion in der Normandie. So lange ist es bereits her, dass das große und gute Amerika kurz davor stand, zum letzten Mal in seinem kriegerischen Dasein ein Land zu besiegen. Unseres.

Normandie (2): Da durfte einer nicht fehlen, die ukrainische Handpuppe des amerikanischen Wir-siegen-demnächst. Er, wie seit einiger Zeit gewohnt, im schlichten SS-schwarz. Das ist eine angemessene Referenz an die 12. SS-Panzerdivision mit dem Namen Hitlerjugend, die der alliierten Übermacht vor 80 Jahren Widerstand leistete, bis sie faktisch nicht mehr existierte. Immerhin haben die Hardliner aus Lemberg und Umgebung deren Symbolik übernommen, denn ihre Vorväter haben vor 80 Jahren in Frankreich an der Seite der Deutschen an Ort und Stelle mitgekämpft.

Normandie (3): Joe hatte für Wolodomyr ein Präsent bei der Hand, die Erlaubnis, mit US-Waffen nach Russland hineinschießen zu dürfen. Aber nicht nach Moskau, sagte er. Ob seine Waffen, die bekanntlich durch die Künstliche Intelligenz gesteuert werden, das auch wissen?

3. Juni 2024

Der vom afghanischen Mörder in Mannheim niedergemetzelte Polizist ist gestern gestorben. Wieder sind die Medien so freundlich, seinen Namen „aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes“ zu verschweigen. Das Heucheln der Kaste dröhnt schmerzhaft in den Ohren. Und dann? Und nichts. Oder doch: Nanzy hetzt im gewohnten Faeser-Format. Die Verbreitung des Videos, welche die Persönlichkeitsrechte des Täters verletze, könne der AfD in die Hände spielen, so die gesichert linksextreme Innenministerin in einer Pressemitteilung. Es reicht, Leute, es reicht. Und mehr als das: Es gibt keinen hinnehmbaren Grund, dass solche Gestalten unser Land weiter verwüsten. Ganz nebenbei: Der Messerangriff stellt nicht, wie die Ministerin pressetextlich meinen lässt, die freiheitliche Grundordnung in Frage, sondern diejenigen, die ihn sehenden Auges ermöglicht haben.

2. Juni 2024

Mal ernsthaft, wie lange sollen die Leute solche Typen wie den Messermann von Mannheim noch ertragen? Und wie lange die dazugehörige Lügenpresse, die dem Messermann durch Verpixeln seines Gesichts sog. Menschenrechte angedeihen lässt und im selben Atemzug das Opfer verunglimpft? Was ist dem bawü CDU-Innenminister zu alldem eingefallen? Die Öffentlichkeit sei durch den Schusswaffen-Einsatz nicht gefährdet worden. Soso. Ich dachte, ich hätte mich verhört. Fehlte nur noch, dass er sich beim Täter entschuldigte und eine strenge Untersuchung gegen den Schützen ankündigte. Hat er sich wohl nicht getraut.

1. Juni 2024

1984 life: Gestern wurde in Mannheim der Islam-Kritiker Michael Stürzenberger von einem Moslem auf offener Straße niedergestochen. Alles wurde gefilmt, jeder, der will, kann es sehen. Auch den komplett misslungenen Polizeieinsatz, bis sich endlich einer der offenbar zur Überwachung von Stürzenberger vor Ort anwesenden Polizisten entschließt, den Verbrecher niederzu-schießen. Zu den Verlautbarungen von Mainstream genügt der Beitrag von Zeller heute Nacht.

1984 (2): Es gehört zur gestrigen Dialektik des Herrn Scholz, den totalen Krieg mit Russland verbal nicht zu wollen und ihm gleichzeitig durch Freigabe deutscher Waffen für dem Einsatz im Innern Russlands einen weiteren Schritt näher zu kommen. Frage mich, ob er ein Lügner ist oder irre.

31. Mai 2024

Die übliche bleierne Müdigkeit nach Beendigung eines Buchmanuskripts, in diesem Fall: Nicht mein Krieg. Deutschland und der Ukraine-Konflikt. Derweil: Vorm Fenster meines Arbeitszimmers endet der Mai, wie er begann, kühl und nass. Wenn sie uns nicht bekohlt haben, unsere Vorfahren (Vorsicht, Nazi-Verdacht), dann füllt solch ekles Wetter dem Bauern Scheun‘ und Fass. Doch gibt’s den überhaupt noch?

Und sonst so: Trump in Bilanz-Fälschungsprozess in New York gestern für schuldig befunden. Der Richter hatte vom ersten Prozesstag an keinen Zweifel aufkommen lassen, dass er den Ex-Präsidenten hinter Gittern sehen will, das Urteil will er im Juli verkünden. Mal sehen, was er sich ausdenkt, um Trump sofort in Haft zu nehmen. Die Dems jubeln verhalten: Niemand stehe über dem Gesetz. Soso.

Und sonst (2): Die RKI-Protokolle finden sich jetzt weitgehend ungeschwärzt im Internet. Sie sind so umfangreich, dass kaum einer sich der Mühe einer Lektüre unterziehen wird. Wenn jetzt nicht endlich gegen die Exekutanten der sog. Pandemie strafrechtlich vorgegangen wird, kann die Republik einpacken. Die Mauer bröckelt bedenklich, BMVg und BVerwG machen bereits sachte, sachte Rückzieher. Impflicht für Soldaten? War da was?

Und sonst (3): Prag wird feste US-Burg, woselbst der amerikanische Außenminister Blinken die Europäer zu veranlassen sucht, endlich mit dem Angriff auf Russland zu beginnen. Die Reaktion ist verhalten, es knirscht im inneren Gefüge der Allianz. Der Mann im Kreml muss eiserne Nerven haben, jeglichem Vorwand auszuweichen, ein Nato-Land angegriffen zu haben. Bis jetzt ist er stur geblieben.

Und sonst (4) und Annalena. Hat besseres zu tun, als sich um den Frieden verdient zu machen, muss stattdessen Strafanträge stellen, um nicht als die dümmste Außenministerin der Welt gerichtsnotorisch zu werden. Da fehlt nicht mehr viel, wenn das jetzt schon die in Nürnberg seit Jahrzehnten lebenden Türken lautstark artikulieren. Man kriegt vor Staunen den Mund nicht zu.

Und sonst (5): Der westfälischen Möbelhersteller Hülsta hat dicht gemacht. Pleite. Streiche mit bloßer Hand über die glatte Fläche des seit über drei Jahrzehnten Dienst tuenden Wohnzimmertischs. Esche oder Erle, das ist hier die Frage. Da haben so viele Leute ihre Spuren hinterlassen, dass ich im Zweifel bin, ob ich das alles so lasse, oder Abschleifen und Versiegeln an der Zeit ist. Eigentlich längst überfällig. Doch Nichtstun ist wie so oft die einfachere Lösung.

30. Mai 2024

Metamorphose: Jahrzehntelang agitierten US-finanzierte Propagandasender von Bayern aus mehrsprachig und unter verschiedenen Namen gen Osten. Einer davon war Voice of America. Bei dem müssen nach der Wende und seinem Umzug nach Prag einige seiner Propagandisten peu à peu ihre Dienstherren gewechselt haben, denn wie durch ein Wunder tauchten sie beim ähnlich klingenden Voice of Europe wieder auf. Dort ist man auf das euroasiatische Denkmodell spezialisiert. Niemand nahm das zur Kenntnis bis auf den tschechischen Dienst, der seine Bündnistreue unter Beweis zu stellen begann. Denn merke: Wer in Prag die US-Flagge nicht angemessen grüßt, gilt als Verdachtsfall.

Voice of Europe (2): Jetzt dienen die tschechischen Abhörprotokolle – echt oder auch eher nicht – den Staatsanwaltschaften als Ermittlungsgrundlage gegen bevorzugt kriegskritische deutsche Abgeordnete und ihr persönliches und politisches Umfeld. Und der Straftatbestand? Firlefanz, nulla poena sine lege (keine Strafe ohne Gesetz) war gestern. Sie sind Verräter. Woran? An den europäischen Werten. Die werden bekanntlich am Dnjepr verteidigt.

Volkes Stimme – Volkes Liedgut: Nein nicht dödödöpdöpdöpdödö (oder so ähnlich), was jetzt die Gazetten bis weit hinein in alle Alternativen, die sich mit schwer-lastendem beschäftigen müssen, vor sich hin wälzen, nein, es ist die Erinnerung an etwas aus meiner Kinderzeit. Da sagen die Leute: „Am 30. Mai [das wäre also heute] ist der Weltuntergang, wir leben nichtmehr lang, wir leben nicht mehr lang. Doch wer weiß in welchem Jahr, und das ist wunderbar.“ Das war die Antwort der Kölner auf die Furcht vor dem Atomtod. Jetzt fürchten sich die Leute vor anderen Dingen. Und sie singen das, einfach so. Ganz ohne Genehmigung.

28. Mai 2024

An der vorgestrigen Kommunalwahl hier im Ländchen haben mich weniger die uneinheitlichen Ergebnisse interessiert als die einheitlichen Mainstreamkommentare. Deren perfekte Zusammenfassung fand ich in den Leserbriefen der Zellerzeitung: „Sieger sind die Grünen. Wer etwas anderes behauptet, is Nazi.“

Kommunales (2): Vom selben Orte: „Wird in Th die Stichwahl mit Messern ausgetragen?“

Kommunales (3): Am besten allerdings gefiel mir bei Real-Mainstream: „Die Zunahme der AfD stürzte stärker ab als erwartet.“ Darauf muss’de ers ma kommen.

26. Mai 2024

Über die Wirkung des nun schon fast zwei Jahre andauernden russischen Beschusses ukrainischer Elektrizitäts-Infrastruktur konnte man nur Mutmaßungen anstellen. Vorgestern äußerte sich der zuständige ukrainische Minister – ein intelligent aussehender Mann namens Galuschtschenko – über die entstandene Stromlücke und den akuten Bedarf, Strom aus der EU zu beziehen. Die Mengen sind so groß, dass wenig Zweifel übrig bleiben. Die EU ist angeblich nicht in der Lage, solche Mengen aus eigener Produktion zu liefern. Nebenbei: Dass D hierzu nicht in der Lage ist, muss man nicht gesondert erwähnen.

Wahn & Wirklichkeit (2): Natürlich erinnere ich mich, dass die Siegverkünder der westlichen Propaganda angesichts der (dann gescheiterten) Wiedereroberungsversuche des Kernkraftwerks von Saporoshje vor Monaten protzig verkündeten, welche Strommengen die EU in Kürze von dort beziehen werde. Der eigens nach Kiew gedienstreiste Robert bestärkte die ukrainischen Brüder & Schwestern in der Produktion von Atomstrom. Wie nennt man das? Heuchelei.

24. Mai 2024

Stand der Dinge: Die russische Kartenskizze zeigt den Frontverlauf bezüglich der vier eingemeindeten Provinzen, bei denen sich – außer Donjetzk – immer noch ein Teil in ukrainischer militärischer Hand befindet. Die Änderungen gegenüber dem Stand vom September 2022 sind minimal. Hinsichtlich des Frontgeschehens im Oblast Charkow ist die Karte ungenau – nicht aussagefähig.

Ostfront (2): Das Kriegsgeschehen wird in dieser Woche von wechselseitigen Drohnen- und Raketenangriffen, bevorzugt auf Einrichtungen der Elektro-Infrastruktur dominiert – bis weit ins gegnerische Hinterland hinein.

Ostfront (3): Erstmals lese ich, dass ein russischer Kommandeur wg. nicht-personalschonender Befehle abgelöst worden ist. Sowas wäre weder im Ersten noch im Zweiten Weltkrieg passiert – wenn’s keine Eintagsfliege ist, ein deutliches Zeichen für die geänderte Auffassung zur Ressource Mensch.

23. Mai 2024

Bekanntlich verteidigen wir die Demokratie am Dnjepr gegen den Despoten aus Moskau. Nur ist es so, dass der Moskowit mit Zustimmung durchs unterdrückte Volk herrscht, der lupenreine Demokrat seit gestern erkennbar nicht. Was tun? Besser nicht dann rühren. Er könnte sich als Vorbild erweisen, und dann ist man, ehe sich’s einer versieht, ein Delegitimierer.

22. Mai 2024

Annalena in Kiew. Hat eine Milliarde mitgebracht. Vermutlich im Handtäschchen. Dafür soll’s irgendwo Patriot-Raketen geben. Hatte der SPD-Vormann im Bundestag Mützenich nicht vor Tagen erst geäußert, dass es die nicht gibt? Und: Weiß der Herr Scholz davon?

Annalena (2): Kriegt von Selenskyj – beide zeigen sich bei dieser Gelegenheit einheitlich in einem schlichten SS-Schwarz – einen protzigen Orden. Hoffentlich zeigt ihr einer, wie man den umhängt. Ihr Amt textet derweil: Unsere Unterstützung ist verwurzelt in der tiefen Überzeugung, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnen wird. Wer mag ihr das aufgeschrieben haben? Schade, dass man sie den Satz nicht hat aussprechen hören.

21. Mai 2024

Der persische Präsident ist beim vorgestrigen Hubschrauberabsturz in der Tat ums Leben gekommen. Jetzt wird die Situation im nahen und mittleren Osten heikel.

In Israel wackelt derweil das Kabinett, während seit Oktober 2023 Hunderttausende das Land verlassen haben. Ziel unbekannt.

Ostfront: Im Raum Lemberg wurde die dortige Gas-Kompensationsanlage, die zweitgrößte in Europa, durch einen russischen Luftschlag komplett zerstört. Mal sehen, wann die westewertlichen Leute und vor allem die östlich der Oder nach Nord Stream rufen. Nebenbei: Wer immer noch glaubt, dass die Russen nicht ernst machen, sollte sich schnell eines Besseren besinnen oder – falls er dessen bedarf – den Therapeuten wechseln.

20. Mai 2024

Den gestrigen Hubschrauberabsturz des iranischen Staatspräsidenten meldeten die Russen gegen 18 Uhr, die Amerikaner zwei Stunden später und nochmals zwei Stunden drauf die Deutschen. Soviel zur Echtzeit, in der wir angeblich leben.

Hubschauber (2): Zuverlässig folgte das Internet mit dem Wer und Warum. Da gab es kaum Überraschendes, auch nichts Zuverlässiges. Wiewohl es dort auf der Hand zu liegen schien, Vergleiche mit der Tat in der Slowakei anzustellen.

Morgendliche Lockerungsübung: „Der Staat macht keine Fehler, darum muss im Wahlkampf die Unfehlbarkeitvermutung gelten,“ lese ich in der über Nacht erschienenen neuen Ausgabe der Zellerzeitung. Und in den Leserbriefen finde ich zur angekündigten Merkel-Autobio. das hier: „Notabene. Auf 700 Seiten kann man die Fehlleistungen natürlich nur ansatzweise beschreiben.“

19. Mai 2024

Im weißrussischen Fernsehen ist der ehemalige ukrainische Abgeordnete Andrej Derkatsch aufgetaucht. Was dieser ehemalige SBU-Geheimdienstoffizier und Überläufer über seine Ex-Kumpels ausgesagt hat, ist nicht zum Lachen. Er nennt personengenau die Beteiligten an einer von der CIA-Residentur in Kiew initiierten Proxy-Operation, mit welcher die Täterschaft für den Anschlag auf die Nord Stream-Pipelines im September 2022 von den USA im Bedarfsfalle auf die Ukraine abgelenkt werden sollte. Man erinnert sich, dass Anfang März 2023 der Herr Scholz plötzlich nach Washington DC einbestellt und anschließend mit großem Getöse in der New York Times die groteske Story von der ukrainischen Segelyacht abgefeiert wurde.

Derkatsch (2) Unter den von ihm Bezichtigten ein Spezialist besonderer Art, der Geschäftsmann Andrej Burgomistrenko, Klein-Oligarch der ukrainischen Nuklear-Wirtschaft, der linker Hand an der Herstellung einer schmutzigen Bombe gearbeitet habe. Niemand, der bei Sinnen ist, wünscht, dass diese Meldung stimmt und der Mann sein Vorhaben wahr machen könnte.

18. Mai 2024

Drei Tage, die es in sich hatten: Putin reist mit großem Gefolge nach Peking und wird dort von Xi mit ebenso großem Bahnhof willkommen geheißen. Die westlichen Kommentatoren sind sich sicher: Die wollen bloß ihre Differenzen verbergen.

Verwirrung (2): In der Slowakei wird derweil der dortige Premier Robert Fico niedergeschossen und ringt seither mit dem Tode, was den hiesigen Robert zur Erklärung veranlasst, die geistigen Brandstifter säßen in der AfD. Was muss im Kopf dieses Denkers angesichts der Tatsache vorgehen, dass Fico ein ausgewiesener Nationalist und angeblicher Russenfreund ist, der Attentäter hingegen ein bekannter Linksextremist.

Verwirrung (3): Wo Robert ist, kann Annalena nicht fern sein. Sie lässt auf Anraten des BKA einen Internet-Täter verfolgen, der dort aufgeschrieben hatte, sie sei die dümmste Außenministerin der Welt. So erst wurde die Sache publik. Las selten so einheitliche Zustimmung.

Zugleich an der Ostfront: Es werden massive ukrainische Angriffe mit Drohnen- und Raketenschwärmen auf Ziele der russischen Luftwaffe und der Luftverteidigung gemeldet.

Ostfront (2): Währenddessen rücken die Russen bei Charkow und an zwei, drei anderen Stellen in der Mitte und im Süden munter vor. Es ist die angebliche Leichtigkeit, in der dies geschieht, welche die Kritiker auf beiden Seiten der Front lamentieren lässt.

Ostfront (3): Die Niederlage der Ukraine ist plötzlich in jedermanns Munde. Ebenso plötzlich wollen viele das immer schon vorhergesagt haben. Tja, da muss ich mich wohl zwei Jahre lang tagtäglich verhört und das Falsche aufgeschrieben haben.

15. Mai 2024

Vorgestern über Nacht: Reist der Außenminister der USA, Antony Blinken, ohne vorherige Pressefanfaren nach Kiew. Er kam von Polen mit dem Zug. Erinnert an Josef Stalin selig, der auch Flugangst hatte, solange der Krieg andauerte. Was will er, Blinken, in der Ukraine, was nicht auch die zahlreich vor Ort tätigen US-Boys könnten? Flagge zeigen? Lage peilen? Putsch-Signale aussenden? Durchhalteparolen von sich geben?

Derweil am Nordrand: Der Herr Scholz trifft sich mit den skandinavischen Führern und der kecken Dänin. Man will die Ukraine unterstützen, solange wie nötig. Das klingt wie ein heimlicher Vorbehalt.

Nordisches (2): Es gelte zudem, für die Ukraine Patriot-Flugabwehrwaffen beschaffen – sobald wie möglich. Das klingt nicht nach sofort, vor allem nicht danach, dass man die eigenen hergeben will. Hier befinden sich die europäischen Helden in der eigenen Propagandafalle, denn wenn – wie jeder aufrechte Westler weiß – der Russe dereinst an der Weichsel nicht Halt macht, könnte es sein, dass man sie selbst braucht. Ober in die Realität übertragen: Wenn Selenskyj & Friends mit den West-Fernwaffen russisches Gebiet bombardieren, könnte es sein, dass die großherzigen Unterstützer eine russische Antwort schneller trifft, als ihnen bei aller wohltönenden Kriegsertüchtigungsabsicht lieb ist.

Weitere Flausen: Man bespricht, was man auf der groß angekündigten Ukraine-Konferenz im Juni in der Schweiz besprechen soll. Das frage ich mich auch, zumal die Russen ausdrücklich nicht eingeladen sind. Um den Frieden kann es folglich nicht gehen. Aber sicher darum, entsetzt auf die dann aktuellen Fronten zu starren, deren Verlauf im Augenblick beim besten Willen nicht vorhersehbar ist. Denn es gilt allem Expertengerede zum Trotz: Die Initiative liegt bei den Russen.

14. Mai 2024

Das Aufräumen im russischen Verteidigungsministerium geht weiter: von oben nach unten. Moskau-Experten wissen warum und kennen sogar die Namen. Der schlichte Beobachter staunt und nimmt, durch die Leserschaft belehrt, zur Kenntnis, dass entgegen meiner Annahme der gegangen wordene Schoigu auch kein gelernter Soldat war und dessen Vorgänger auch nicht. Man lässt sich halt durch die protzigen Uniformen leicht hinters Licht führen.

Hinters Licht führen (2): Die Führerin (meine Führerin) hat angeblich ihre Memoiren geschrieben. Der Titel ist ein Leckerbissen für Zyniker: Freiheit. Er hätte mit dem selben Recht auch Schönheit heißen können. Oder wie wäre Deutschland? Oder schlicht Rückgängig? Doch wir wollen nicht delegitimieren, sondern ein bisschen träumen: 700 Seiten geniale Einsamkeit in ebensolcher Sprache. Wer die noch im Ohr hat, wird vermutlich staunen.

Hinters Licht führen (3): Wer sich aufs deutsche Volk beruft, verstößt gegen die Menschenwürde. Meint jedenfalls das OVG Münster, das dem Kölner Bundesamt in dessen Verfolgungsabsichten folgt – jedenfalls was die AfD anlangt. Ob die Behörde demnächst in Wokes Weltamt für Menschenrechte umbenannt wird, wurde nicht erörtert. Doch denkbar wäre es schon.

13. Mai 2024

Die Kriegstreiber, einschließlich des SPD-Verteidigungsministers Pistorius, geben sich alle Mühe, Deutschland unumkehrbar ins Kriegsgeschehen zu verstricken. Während letzterer auf Einkaufstour in den USA gegangen ist, um dort 3 Himars-Raketenwerfer-Batterien aus der US-Army herauszukaufen, die dann in die Ukraine verschubt werden sollen, wollen andere (Kiesewetter, Vier-Namen-Frau, Annalena & Co) darüber hinaus, den Luftraum des Landes von außerhalb des Staatsgebiets mit den ohnehin dort bereits befindlichen Patriot-Systemen sichern, wie sie das nennen. Erneut hat der SPD-Fraktionsvorsitzende die Notbremse gezogen. Wie lange mag die noch halten.

Vernunft-Unvernunft (2): Mir wurde ein Brief von deutschen Generalstäblern an den Chef-Kriegstreiber Kiesewetter (MdB, CDU, Oberst a.D.) zugesandt, in dem dieser aufgefordert wird, sein unverantwortliches Tun zu unterlassen und sich nicht blind den Forderungen des Hegemons – so nennen die Herren die USA – zu unterwerfen. Ich bin maßlos erstaunt, dass es in der Bundeswehr noch Köpfe gibt, die sich von Vaterlands-Liebe und Vernunft leiten lassen. Und Kiesewetter? Er hat seine Ex-Kameraden keiner Antwort für würdig befunden. Ich wünsche ihm nichts Schlechtes, aber auch nichts Gutes.

Ostfront (3): Die westlichen Nachrichten von der Front in Charkow (der nördliche Zipfel des Frontbogens) lauten für die Ukraine so grottenschlecht, dass ich im Zweifel bin, ob sie stimmen können, zumal aus Moskau lediglich Fortschritte vermeldet werden.

Derweil in Moskau: Putin hat die Umbildung seines Kabinetts angekündigt, womit er lediglich die verfassungsrechtliche Formalie seiner Wiederwahl zu nutzen scheint. Auffällig ist – mitten im Kriegsgeschehen – die Ablösung des langjährigen Verteidigungsminister Schoigu und seine Ersetzung durch ein Nicht-Militär – für Russland seit Zarenzeiten ein absolutes Novum.

Auch das noch (Zellerzeitung von heute Nacht):

12. Mai 2024

Die vergangene Woche gibt Anlass, die Lage des Ukrainekrieges zu überdenken: 

a) In Russland begann die fünfte Amtszeit von Wladimir Putin, der sich – ganz egal, wie der jetzige Waffengang ausgehen mag – untilgbar in die Analen seines Landes eingetragen hat. 

b) Medwedjew, Russlands Mann fürs Grobe, hat öffentlich mitgeteilt, dass man den Einsatz französischer Soldaten in der Ukraine, respektive das Schießen mit britischen Marschflugkörpern auf russisches Territorium als Kriegsgrund ansehen und beantworten werde, wobei man die Entsendeländer ausdrücklich in Vergeltungsschläge einzubeziehen gedenke. 

c) Die Botschafter beider Länder wurden zur Entgegennahme nicht näher bezeichneter Erklärungen ins russische Außenministerium einbestellt, wo bei es nach meiner Auffassung nur um das vorgenannte Kriegsthema gehen kann. Eine einschlägige Verlautbarung erfolgte weder aus Frankreich noch aus Großbritannien. 

d) Der chinesische Führer Xi absolvierte einen Europabesuch. Den wortreichen Avancen des französischen Präsidenten, sich am Vorgehen gegen Russland zu beteiligen, begegnete Xi mit der Miene einer Sphinx. 

e) An der Ostfront kristallisierte sich ein Schwerpunkt der russischen, seit Wochen an einer Vielzahl von Orten des über 1000 km langen Frontbogens erfolgten lokalen Angriffe, nunmehr nördlich von Charkow heraus. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten drohe dort ein Zusammenbruch der Front. Es lässt sich schwer beurteilen, ob Letzteres den Tatsachen entspricht, oder ob es sich um erpresserisches Gerede handelt, um Truppeneinsatz aus der Nato zu erzwingen. 

f) Erfolgt der Zusammenbruch der ukrainischen Front tatsächlich, sind selbstmord-ähnliche Attacken aus Kiew mehr als wahrscheinlich. Unklar bleibt, wie lange Selenskyj den USA weiter nützlich erscheint. 

g) Formal läuft Selenskyjs Amtszeit in der übernächsten Woche ab. Ich rechne nicht damit, dass dieses Kriterium irgend eine Rolle spielt – es sei denn, eine bislang nicht zu erkennende innere Militär-Opposition nutzt diesen formalen Umstand argumentativ, um sich an die Macht zu putschen. 

h) Der schwarze Peter liegt bei diesem Stand der Dinge erneut in den USA, aus der eindeutige Signale derzeit nicht zu vernehmen sind. So hat sich der langjährige Hauptkriegstreiber, der republikanische Senator Lindsey Graham, ablenkend geäußert, nämlich darüber, was sich nach Trumps Wahlsieg hinsichtlich der illegalen Zuwanderung über die mexikanische Grenze ändern werde.

10. Mai 2024

In HH begann diese Woche der Strafprozess gegen den Arzt Dr. Walter Weber wg. angeblich falscher Maskenbefreiungs-Atteste. Dieses Verfahren erfüllt nach meiner festen Überzeugung als langjährig tätiger Verfassungs-Jurist den Tatbestand der Rechtsbeugung – ganz unabhängig davon, ob der erhobene Vorwurf stimmt. Zum unerlässlichen Minimum jeglichen staatlichen Handelns gehört die Prüfung der verfassungsrechtlich unverzichtbaren Verhältnismäßigkeit. Deren erster Prüfungsschritt ist die Geeignetheit, also die Fragestellung, ob die in Rede stehende Maßnahme überhaupt geeignet ist, den beabsichtigten Zweck zu erreichen. Die Ungeeignetheit des Tragens der Masken zum Schutz vor Viren-Infektionen stand von Anfang an fest. Sie wurde – wie man heute sicher weiß – gegen besseres Wissen und völlig sachfremd behauptet und exekutiert. – Die aktuell handelnde Justiz kann sich nicht darauf rausreden, dass es nicht darauf ankomme, weil es das diesen Umstand anders regelnde Recht gab, denn auch die Rechtsetzung unterliegt dem verfassungsrechtlichen Maßstab der Geeignetheit und befreit den Justiz-Juristen nicht vom Zwang der Einhaltung von Recht und Gesetz (Art. 20. Grundgesetz). Seine Rechtsüberschreitung ist mit Strafe wg. Rechtsbeugung bedroht.

9. Mai 2024

Sieg: In Moskau begeht man den Tag desselben. Erst heute, weil man in Moskau 1945 bei Keitels Unterschrift in Berlin bereits einen Tag weiter war. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, war es auch bei uns bereits der Neunte, und der propagandistisch festgelegte Achte war nur dadurch zu retten, dass man in Karlshorst die Uhr anhielt.

Sieg (2): Seit sich Richard von Weizsäcker, seinerzeit Bundespräsident und vormals Wehrmachts-Hauptmann, 1986 dergestalt bei seinem US-amerikanischen Freunde-Personal anbiederte, dass er den Deutschen (West) die Befreiung an jenem Tag verkündete, die von jenen ins Werk gesetzt worden sei, haben die Korrekten auch was zu feiern. Wie gesagt, am Achten, und wem das nicht peinlich ist, der tut’s.

Sieg (3): Allerdings ist aktuell in Berlin beim vorgenannten Tun der heutige Neunte zu vermeiden, denn der antifaschistisch-schwarz-rote Senat mit der grünen Seele hat ein Verbot verfügt, etwas zu unternehmen, was an das russische Tun erinnert. Das sei nämlich Verherrlichung des Angriffskriegs der Ruskis gegen die ukrainischen Brüder und Schwestern. Soviel Unterwerfung war nie.

3. Mai 2024

Propaganda ist nicht darauf ausgelegt aus den Menschen Idioten zu machen, sie ist von vornherein auf Idioten ausgelegt. Diese Sentenz des großen Spötters George Bernhard Shaw bedarf einer Korrektur. Zwar mag sie für die Verhältnisse des feudalen England zu Beginn des 20. Jahrhunderts angemessen gewesen sein, wo es eine einheitliche, alles bestimmende Oberschicht gab, die selbstredend auch bestimmen konnte, was der Pöbel zu glauben hatte, doch liegen die Dinge bei uns etwas anders. Es gibt eine von Idioten dominierte Kaste, die intuitiv darauf achtet, dass ihr niemand das Wasser reichen kann. Dem dient die moderne Propaganda. Sie nimmt die letzten Klarsichtigen in den Griff. Ich sage nur Klima, Corona, Kiew & compañeros.

Propaganda (2): Auffällig ist der geänderte Ton der westlichen Ostfront-Berichterstattung. Kein Wort mehr über den nahen Sieg Kiews, sondern ganz im Gegenteil: Es dominieren die Verluste an Mann und Gerät. So wird das notwendige Eingreifen des Wertewestens auf dem Gefechtsfeld herbeigeschrieben.

Propaganda (3): Nicht ganz passend hierzu ist die Zerstörung eines Lagerkomplexes in Odessa durch zwei russische Iskander-Raketen in der Nacht auf den 2. Mai. Dort war keine 12 Stunden zuvor über See kommender Munitions-Nachschub eingelagert worden. Was sich dort in einer gigantischen Explosion in den Himmel verteilte war durch keine Zensur zu unterdrücken, obwohl man es sicher gerne gekonnt hätte, denn die Sache harmoniert nicht eben gut mit der 61 Milliarden-Spende letzter Woche aus dem großen und guten Amerika. Mich interessiert, wer den Russen den einschlägigen Tipp gab, denn genauer konnte man kaum treffen. Nebenbei: Wieder zeigt der Zwei-Raketen-Angriff die Taktik des russischen Vorgehens. Dass diesmal beide trafen, steht diesem Prinzip nicht entgegen – ganz im Gegenteil.

Propaganda (4): In erster Linie aufs eigene Volk ausgerichtet ist die soeben in Moskau eröffnete Schau von erbeuteten schweren Nato-Waffen – auch der Leo 2 und der Abrams sind dabei. Als kleine Zugabe an den Wertewesten ist das hausgroße Hinweisschild am Eingang, dass Diplomaten aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland bevorzugt Eintritt erhalten, ohne sich in die Warteschlangen einreihen zu müssen.

Propaganda (5): Zum Glück hat Mainstream hierzulande ein Ausweichthema für die Erregung der Wohlmeinenden. Da hat doch ein, na, Sie wissen schon, mit hassverzerrtem Gesicht der grünen wahlkämpfenden Nachbarin Katrin Ich-freu-mich-drauf, an der ihr Dienstauto gepackt. Die Worte des Hassverzerrten sind indessen nicht überliefert. Schade eigentlich, nicht weil ich diesen Angriff auf die Demokratie gutheiße, sondern weil mich Volkes Stimme schon immer interessiert hat. Aus der FAZ habe ich die Kunde, wo der Kommentator gestern in dunklem Raunen darauf hinweist, es habe schon mehrere Attacken gegen Grüne gegeben, sodass der Staat eingreifen müsse. Gegen Grüne? Na, dann greift mal schön.

1. Mai 2024

Dass vor exakt 36 Jahren Pioniertreffen in Chemnitz, pardon: Karl-Marx-Stadt war, wüsste ich nicht ohne die Konserve aus der Aktuellen Kamera. Leider hat dann der Sozialismus nicht im erwünschten Maße gesiegt, weil er entgegen den Behauptungen des Genossen Generalsekretärs doch von Ochs und Esel aufgehalten wurde. Heute weiß das keiner mehr, auch gibt es die Aktuelle Kamera nicht mehr, dafür aber sog. Nachrichtensendungen, die jener aufs Haar gleichen, nur halt, dass heutzutage noch unverschämter gelogen wird.

Ochs und Esel (2): Dass eine sog. Journalistin des MDR, mit Namen Johanna Hemkentokrax, über die Thüringer Waldbürger, eine Anti-Windkraft-Bürgerinitiative, Erkundigungen eingezogen hat, das wollen wir ihr kaum glauben. Dass sie hierbei die Nähe zu den Reichsbürgern entdeckte und auch solche Unholde, die Kinder in den Wald locken, wird der Medienkonsument sicher mit Schaudern vernehmen. Wenn denn die verschreckt lauschenden letzten Linken Kinder hätten, zum Beispiel Hänsel und Gretel, würden sie ihnen sicher den Gang in den Wald verwehren, es sei denn, dass sich in diesem die das Weltklima schützenden Windmaschinen drehen.

Hemkentokrax (2): Dass man einen Namen noch nie gehört hat, bedeutet nicht, dass es ihn nicht gibt, und sei es als Deckname. Oder als Märchenfigur in der Rübezahl-Legende: Als Rübezahl die beiden Kinder im hohen finstren Tann in seinem Sack gesteckt hatte, brachte er sie zur Muhme Hemkentokrax. Diese packte sie ohn Federlesens und schnitt dem Hensel vorn den Vorwitz ab und dem Gretel auch was. Da half kein Flehn, sie musstens leiden.

30. April 2024

Mit großem medialen Pomp beginnt gestern der erste Teil des Reichsbürgerprozesses. Umsturzplanung (Vorbereitung zum Hochverrat) ist der Tatvorwurf. Die Herren haben, wird gesagt, in Chat-Gruppen konspiriert. Die geplante Prozesslänge (bis 2025) zeigt bereits, dass es nichts Handfestes gibt, was in jedem Fall kurz und bündig zu verhandeln wäre. Der NSU-Prozess lässt grüßen. Der Effekt ist: niemand, der nicht von der Mainstreamdroge zugeknallt ist, glaubt, was da abläuft. Der ehemalige Rechtsstaat präsentiert sich als Hülle, die bei Bedarf übergestülpt wird.

Rechtsstaat (2) oder suum cuique (Jedem das Seine): Mit nur einem Tag Vorlauf fand der Groß-Aufmarsch der Islamanhänger in HH statt, die offen und lautstark die Abschaffung der Republik zugunsten des Kalifats einforderten. Niemand unternahm etwas. Der Unterschied zum Vorgenannten: Diesmal sind es junge und keine alten Männer.

Rechtsstaat (3): Nanzy F. lässt wissen, dass sie mit den alten Männern aufräumen will, mit Stumpf und Stiel. Warum dass? Aus Hass aufs Eigene? Oder um den jungen Männern den Weg frei zu machen? Dann allerdings gnade ihr Allah.

Schlägt auch Wellen im Wasserglas: Während die US-Administration ihre Wunden nach der misslungenen China-Mission ihres Außenministers und dessen unfreundlicher Abfertigung daselbst – was vor Jahren ein Kriegsgrund gewesen wäre – noch leckt, reist das Enfant terrible Elon Musk ins Reich der Mitte, um dort die Produktion eines selbstfahrenden Tesla-Vehikels zu verhandeln. Dass er von den Potentaten dort hofiert wird, ist reine Routine. Alle Wohlmeinenden wiegen bedenklich die Köpfe, weil China eigentlich pfui ist, und die Skeptischen fragen sich, wie weit Musk seine technischen Spielereien noch treiben will, wiewohl, dass die Chinesen hier aufsatteln, bei einem Land kaum wundert, in dem Menschenleben als experimentelle Masse wenig gelten.

29. April 2024

Aus: Die FDP beschließt am Wochenende auf ihrem Parteitag das Nein zum Ja zur Atomkraft. Klarer lässt sich der Wille zum Selbstmord kaum fassen.


Aus (2): Nachdem Malte den Bericht vom FDP-Parteitag gesehen hatte, beschlicht ihn das Gefühl, dass sein Bedarf an Ballaststoffen für dieses Jahr gedeckt sei (Leserbrief aus der Zellerzeitung von heute Nacht).

28. April 2024

Retourkutsche: Während US-Außenminister Blinken in Peking den Weltbelehrer in Sachen Ukrainekrieg gibt, hört man von den chinesischen, dortzulande erteilten Antworten wenig. Dafür jedoch hat der chinesischen Botschafter beim UNO-Sicherheitsrat in New York den Mund aufgemacht. Er sagte, sein Land halte es für dringend angezeigt, dass der Anschlag auf die Nord Stream Pipelines endlich durch eine kompetente und unabhängige Ermittlergruppe aufgeklärt würde. Nachdem zunächst der Sicherheitsrat den Ausführungen der deutschen Regierung gefolgt sei, diese werde die Anschläge aufklären, sei nunmehr klar, dass sie seit einem Jahr damit keinen Erfolg gehabt hätte. Jetzt also seien internationale Experten gefragt, da man die Gewaltakte, durch welche die Weltenergieversorgung ernsthaft gestört worden sei, nicht hinnehmen könne.

Retourkutsche (2): Selbstredend gibt es nur einen möglichen Täter für die Kriegshandlung gegen das deutsch-russische Pipeline-Objekt. Es sind die USA. Jeder weiß es. Die sog. deutschen Eliten, die den Mund halten und von was anderem reden, wenn das Thema zur Sprache kommt, gleichen masochistischen Selbstverstümmlern und geben sich weltweiter Häme preis.

Ostfront: Bei Mainstream spricht sich herum, dass die Russen Präzisionsschläge gegen die Versorgungsinfrastruktur der Ukraine führen. Dieses Einräumen dessen, was bereits seit Wochen stattfindet, hat einen einzigen Grund: Es sollen westliche Länder, vor allem Deutschland, zu Kriegsunterstützungsmaßnahmen motiviert werden.

27. April 2024

Uniform: Der für die Luftwaffe zuständige stellvertretende Verteidigungsminister Russland hieß bis vorgestern Timur Iwanow. Jetzt, so melden die Gazetten, wurde er wg. Bestechlichkeit abgelöst. Das zur Meldung gehörende Bild zeigt ein Gesicht, dass seinem Chef, dem Musterrussen Schoigu, überhaupt nicht ähnlich sieht. Der Mann könnte ohne weiteres in Wall Street seinem Job nachgegangen sein. Auffällig auch die unrussische Kopfbedeckung, nix Tellermütze mit großem Rand, sondern da hat offenbar ein Exemplar der deutschen Wehrmachtsluftwaffe Modell gesessen.

Uniform (2): Dank der FAZ und deren soeben stattgehabten Kongress erfahre ich, dass der völlig unsoldatisch anmutende Mann in der schlecht sitzenden Uniformjacke mit unten aufstehendem Knopf der deutsche Generalinspekteur Carsten Breuer sei. Was er sagt, klingt kurios in meinen Ohren: a) der böse Putin werde in fünf Jahren gegen Europa (sprich Deutschland) angriffsbereit sein; b) die Bundeswehr sei nicht so schlecht wie ihr Ruf; c) er habe sich in der russischen Kampfkraft getäuscht, denn er habe 2022 angenommen, dass deren Armee in der Ukraine gleich durchmarschieren werde. Die Soldaten hätte in den Panzern bereits ihre Paradeuniform für die Siegesparade dabei gehabt. Soso.

Uniform (3): Als Breuer sich diese Gedanken machte, war er der Leiter des Corona-Stabes der Bundesregierung. Dieses berücksichtigend sollte man sich genauere Gedanken machen, was das deutsche Volk diesem politischen General und tüchtigen Merkelianer an Schindluder verdankt. Sicher lässt sich nur sagen, dass er vortrefflich funktioniert haben muss, sonst wäre er nicht so auffällig befördert worden.
 
In Zivil: Der US-Außenminister Blinken jettete nach Peking, wo er frostig, sprich: gar nicht am Rollfeld willkommen geheißen wurde. Bei den Konsultationen mit den Chefs von Amerikas Nummer eins-Feind wurde er deutlich: Sein Gegenüber möge die Kriegsunterstützung von Russland hinterfragen. Die deutsche Wahrheitspresse machte hieraus: Blinken fragte bei den Chinesen nach, den Krieg gegen Russland zu unterstützen. Man wird kaum sagen können, dass dies mit der Ursprungs-Pressemitteilung übereinstimmte. Nun, seit Annalena Bb.s Wirken wissen wir, wie schwer es ist, mit dem Englischsprachigen zurecht zu kommen.

24. April 2024
Deutschland, Deutschland über alles für Deutschland. So in etwa jedenfalls. Den Anfang machte ein gewisser Hoffmann aus Fallersleben in seinem Lied der Deutschen, den Rest verdanken wir angeblich – und wie jedermann hierzulande weiß – der Messerklinge der SA. SA? Die Saalschlachttruppe der echten Nazis, von diesen selbst dann 1934 durch die Ermordung ihres Führungspersonals entmachtet. Dafür entschuldigen wir uns nach wie vor weltweit. Oder so.

Deutschland (2): Als unsere Vorfahren Anfang der 1950er Jahre danach strebten, ein paar verschämte Symbole zu erfinden, obwohl der große FDR im großen und guten Amerika verordnet hatte, den Deutschen das Singen zu verbieten, erinnerten sie sich an den Hoffmann, strichen aber in überholendem Gehorsam das Über-alles (1. Strophe) und die deutschen Frauen (2. Strophe) aus der Nationalhymne.

Deutschland (3): Der DDR ging es kaum besser. Aus deren eigner Becher-Hymne strich man den Auferstanden-aus-Ruinen-Text ganz, denn er enthielt die fatal werdende Verszeile Deutschland-einig-Vaterland.

Deutschland (4): Als der gesichert rechtsextreme Höcke die Worte nutzte, machte er sich wg. Nazi-Sprech strafbar (so die Staatsanwälte in Halle an der Saale). Denn die Nutzung der Worte Alles-für-Deutschland bedeutet an und für sich nichts, wie auch der Spiegel letztes Jahr unter Beweis stellte, ohne dass seinem Redakteur der Staatsanwalt auf die Bude rückte. Bei Höcke ist dies anders, denn wenn ein Rechtsextremist diese Worte nutzt, will er NS-Propaganda machen. Nochmals denn: Weil Höcke diese Worte nutzt, ist er ein Rechtsextremist. Wenn man darauf hinweist, dass dies ein irrelevanter Zirkelschluss sei, so ist man… na, Sie wissen schon. Merke: Die Frankfurter Schule hat Immanuel Kant zu dessen 300. Geburtstag längst rechts und links überholt. Quelle: Tichys Einblick.

Deutschland (1-4): Ein Rechtsextremist ist ein Rechtsextremist, weil er ein Rechtsextremist ist. Was zu beweisen war.

23. April 2024

Rund um den Erdball: Dass der australische Kommissar (Commisioner) für Internetkontrolle eine Frau ist, hätte ich nicht mitgekriegt, wenn diese nicht dortzulande auf eine parlamentarische Anfrage hin hätte erklären müssen, wer ihr den Auftrag erteilte, in diesem Jahr zum WEF nach Davos zu reisen und wer dafür die Kosten trug. Dumme Frage: Sie selbst (Auftragserteilung) und der Steuerzahler (die Kosten, umgerechnet so um die 30.000 €). Madame war beteiligt, mit Gleichgesinnten eine globale Internetkontrolle zu installieren. Den praktischen Anfang machte sie soeben. Es geht – worum sonst wohl? – um ein Verbot von X, den Internet-Riesen des Weltlümmels Musk. Das wurde im Augenblick in Australien auf den Weg gebracht, weil dieser die Freiheit störe.

Frau (2): Ich betrachte mit Muße das zur Nachricht gehörende Bild dieser noch jung wirkenden Julie Inman Grant. Ich bin unschlüssig, wie ich mich vor einer Woche bei einer möglichen Begegnung verhalten hätte. Einfach so. Jetzt nicht mehr.

Frauen (3): Vielleicht hätte ich gesagt: Mme., kann es sein, dass Sie Ihr T-Shirt falschrum anhaben?

Vergesslichkeit: Während Bauminister Habeck bei einem Funktionärskongress der Bauwirtschaft von einer geplanten Krise spricht, jammern die Kongressioniken in gewohnter Weise nach Staatshilfen. Wissen die vertretenen in die Pleite rauschenden Firmen eigentlich, wer sie vertritt? Und: Haben sie vergessen, dass sie 2022 zu den offiziellen Sponsoren des Bundesparteitags der Grünen gehörten? Man möchte vor Häme lachen, wenn es nicht so traurig und so bedrohlich wäre. Man wünscht all den Handwerksmeistern ein scharfes Messer, damit sie sich wenigsten ein kleines Stück Vernunft schnitzen möchten.

22. April 2024

Von der Macht der Waffen-Lobby: Der US-Kongress hat zum Wochenende unter dem Titel Auslandshilfe die Ausgabe von 92 Milliarden Dollar beschlossen. Davon sind rund 60 Milliarden für die Ukraine-Rüstung vorgesehen. Das Siegen des Joe Biden kann weitergehen.

Krieg & Frieden (2): Mit diesem Beschluss wurde offenbar, was letzten Herbst die Ankündigung der Republikaner-Mehrheit im Repräsentantenhaus wert war, die Ukraine-Zahlungen zu stoppen. Nichts. Diese Mehrheit ist mittlerweile auf eine Stimme zusammengeschmolzen und – wenn man das Herzensanliegen der Israelstützung haben wollte – musste man die Ukrainesache durchwinken.

Krieg & Frieden (3): Die Gerüchteküche vom Wochenende will wissen, dass der letzte israelische Gegengegengegenschlag ein solcher ins Wasser gewesen sei. Man habe versucht, mit einer Kernwaffe über dem Zentral-Iran mit einer Hoheluftdetonation einen EMP auszulösen. Der Waffenträger, eine F 35, sei abgeschossen worden. Diese Sache wäre so größenwahnsinnig, dass ich Mühe habe, sie mir vorzustellen.

19. April 2024

Vage Meldungen am frühesten Morgen wollen wissen, dass es Explosionen in der Gegend der persischen Stadt Isfahan gegeben habe. Das würde mit den Ankündigungen von Israels Führer Netanjahu korrespondieren, der westlichen Politikern, die auf Mäßigung gedrungen haben, gestern entgegengehalten hat, sein Land wüsste selbst, wie es sich zu verhalten habe. Das hörte sich nicht nach Deeskalation an.

18. April 2024

Ein Buch schreiben: Wollte es erst gar nicht erwähnen, weil ich es für schlicht ignorierenswert hielt, aber die 3 einschlägigen Leserbriefe in der Zellerzeitung haben mich eines Besseren belehrt.

a) „Eilmeldung +++ Bundespräsident Steinmeier nominiert sein neues Buch Wir für sämtliche Friedenspreise des Deutschen Buchhandels +++ Viele Verbandsmitglieder haben zugestimmt, ihre Buchhandlungen leer zu räumen und nur noch das eine Buch anzubieten, so Sören-Malte von der Vereinigung Deutschender Buchhhandelnde. +++ EKD erwägt, die Bibel durch Wir zu ersetzen, zumindest aber wird jedes Brautpaar eine Ausgabe des Buches erhalten +++ Lizenzeinnahmen fließen direkt an die Correctur GmbH.“ 

b) „Es hätte doch Euch heißen müssen.“ 

c) „Eilmeldung +++ Der Verlag korrigiert: Der Titel wird korrigiert zu Mein Wir.“ – 

Gutgut, ich sagte es schon: a) nennt das Notwendige des Sachverhalts, b) bringt exakt zum Ausdruck, was mir zuvor auch durch den Kopf ging (im konkreten Falle aber nicht von mir ist), und c) ist etwas, über das ich wieder lachen konnte.

Ein Buch zur Hochzeit (2): Um meine Eltern aufzubringen, behauptete ich als Gymnasiast in einer größeren Runde bei Tisch dreist, sie hätten nicht einmal Mein Kampf mitgenommen, als sie aus Danzig türmten. Es wurde totenstill. Statt mir die verdiente Ohrfeige für meine grandiose Unverschämtheit zu verpassen, fasst sich mein Vater als erster wieder: Er habe 1945/46 aus dem von den Sowjets beschlagnahmten Panzerwerk in Nordhausen, in dem er arbeiten musste, weil er ein Ingenieur war und zudem Russisch sprach, eine größere Anzahl Mein Kampf herausgeschmuggelt und nach Hause gebracht. Erneute Stille, dann: Nichts habe sich mit seinem rauen Kriegspapier besser als Klopapier geeignet.

Dunkles Dementi: „Alles das ist grundlegend falsch. Eine Phrase aus den Aussagen des Präsidenten zu stehlen, ist Quatsch (malarkey),“ so der Sprecher des US-Sicherheitsberaters, John Kirby, auf die Frage, ob Biden vor der Atacke des Irans auf Israelische Ziele informiert worden war. Indessen: Man merkt den Zweck und ist verstimmt, denn alle Welt wusste das – bis auf den US-Präsidenten? Die Lüge ist so offensichtlich, dass sie nur bedeuten kann: hier wird soeben die Unterstützung Israels beim Losschlagen gegen den Iran mit US-Hilfe und entgegen der anderslautenden Aussage von Biden vorbereitet.

Kirby (2): Jedesmal wieder betrachte ich diesen Mann ganz verzückt. Er ist meine Traumbesetzung für den Tartuffe von Molière bei irgend einer Laienaufführung irgendwo an der Elbe. Doch räume ich gerne ein, dass er mich mit der entzückenden Vokabel malarkey bekannt gemacht hat.

17. April 2024

Macht sprachlos: Der israelische Führer denkt im Traum nicht daran, sich den Wünschen aus Washington zu fügen und kündigt neue kriegerische Gewaltakte gegen den Iran an. Das bedeutet, der 100-prozentige Abwehrsieg gegen den Luftangriff aus Persien, war nicht so vollständig wie behauptet. Ballistische Raketen schlugen vielmehr in israelische Militär- und Geheimdienst-Einrichtungen ein und richteten dort Verheerungen an. Nur lässt sich diesmal die Legende vom Überfall auf das friedliebende Land nicht halten. Ausgerechnet Biden will jedoch beim Rachefeldzug nicht mittun. Jetzt wird es für Jerusalem ernst. Netanjahu will das Solo.

Macht sprachlos (2): Lese gestern mehrere Beiträge über den Niedergang von Bayer. Der Kauf des Pflanzengiftherstellers Monsanto mit anhängender Schadensersatz-Prozesslawine in den USA scheint sich zum Sargnagel zu entwickeln. Der Vorstand kündigt großartige Umbauten an. Stunden später finde ich das hier in der US-Ausgabe von Epoch Times:

16. April 2024

Seit Jahr und Tag suchen uns Presse und Politik mit der Story von Long Covid heim. Was nun, wenn, wie einige deutsche Fachärzte das jetzt vortragen, das alles nur ein Scherzwort für heftige Impfschäden ist? Eine Untersuchung, ob alle einschlägig Erkrankten geimpft sind, würde einen wichtigen und vor allem einen kaum wegzudiskutierenden Fingerzeig geben.

Ursache und Wirkung (2): Aus den Staaten wird gemeldet, dass sich Bidens Kriegskabinett versammelt habe, um den Konflikt mit dem Iran zu deeskalieren. Das klingt nach Heuchelei.

Nachrichten aus der Provinz: Das sonntag-nachmittägliche Dessau ist bei frühlingshaften Temperaturen menschenleer. Die Verkehrsführung zum Anhaltinischen Theaterbau muss von einem Betrunkenen geplant worden sein. Er, der Theaterbau, blieb stehen, während unsere heutigen Verbündeten den Rest der Innenstadt in Schutt und Asche legten. Auferstanden aus Ruinen entstand der Plattenbau. Eine etwas schlichtere Abwandlung des Bauhauses im Realparadies der Werktätigen.

Dessau (2) und das einheimische Schilda wetteifern um den Preis des wahren Bauhäuslertums. Bei Lichte betrachtet handelt es sich hier um den letzten nennenswerten deutschen Beitrag zur Weltkultur. Es ist der Triumpf der Hässlichkeit. Danach kam nichts mehr. Mehr war wohl nicht drin.

14. April 2024

So wie angekündigt werden heute Nacht Drohnen aus dem Iran Richtung Israel in Marsch gesetzt. Das soll die Antwort auf eine durch israelischen Raketenbeschuss zerstörte iranische Botschaft sein. Die Angriffsdrohnen werden durch die USA abgefangen und in der Luft zerstört. Soweit die Meldungen. Was davon soll ich glauben und warum?

Fragen (2): Wieder muss die Welt gegen den Aggressor zusammenstehen. Das kennen wir schon seit 2 Jahren, aber welcher von beiden ist es?

Fragen (3): Nachdem vorgestern das Bäumchen-Bäumchen-wechsel-dich Gesetz beschlossen wurde, eröffnet sich mir das Problem, ob dies jetzt nur eine Möglichkeit beschreibt, auf die wir alle lange schon gewartet haben, oder ob es eine Verpflichtung konstituiert. Also vorsorglich nachgesonnen: Was werden? Das will bedacht sein. Beim Grübeln eine getigerte Katze, im Sonnenschein auf meinem Auto herumlümmelnd, betrachtet. Überlegt, ob es die dümmliche Nachbarin sei. Zuzutrauen wäre es ihr.

Fragen (4): Die klassisch Gebildeten landauf und landab zitieren Cicero über die Zeichen der Dekadenz. Mir war das auch ohne Cicero durch den Kopf gegangen. Was also hilft die Zitiererei? Nichts.

13. April 2024

Die Meldungen von der Ostfront geben ein konfuses Bild. Wägt man Hilferufe und Wutgeschrei aus dem Wertewesten und aus dem Selenskyj-Tross gegeneinander ab, so kommt heraus, dass die Versorgungs-Infrastruktur in Kiew und in Charkow durch punktgenauen russischen Raketenbeschuss über das bekannte Maß hinaus demoliert worden sein muss.

Ostfront (2): Für Deutschland bleibt – legt man die Elle von Hemd und Rock an – die Wahrscheinlichkeit einer nächsten, diesmal bedeutenden Emigrantenwelle. Gleichzeitig beklagen sog. Sozialpolitiker das Fehlen von 800.000 Wohnungen in D. Da werden die neuesten Ukrainer-Zuzüge noch nicht eingerechnet sein.

Ostfront (3): Heinrich August Winkler, das historische Urgestein der SPD, greift in der FAZ zusammen mit vier Professoren-Kollegen den Kanzler an. Er mache den ukrainischen Sieg zunichte. Den Sieg? Ich bin zu faul, am frühen Morgen dessen Russland-Sentenzen aus den vergangenen Jahrzehnten nachzuschlagen. In meinem Kopf spukt herum, dass er ein mir ahistorisch vorkommender Lobhudler von Willy-wählen war. Muss aber nicht stimmen. Blicke missmutig auf das Regal mit den historischen Grundwerken, das mit Stapeln von Auszumistendem zugestellt ist. Wenn ich da jetzt rangehe, lese ich mich den ganzen Tag fest, ohne dem gewünschten Ergebnis einen einzigen Schritt näher zu kommen.

Ostfront (4): Gruselig sind die Bilder des seit der letzten Woche zum ?Einsatz gekommenen russischen Panzerfahrzeugs, das ganz ohne Besatzung an Bord aufs Gefechtsfeld geschickt wird. Eine Drohne auf Panzerketten. Den psychologischen Effekt beim Gegner stelle ich mir verheerend vor.


12. April 2024

Aus den Leserbriefen der Zellerzeitung: a) Der vergangene März war der heißeste März, seit im März 1208 vor Christi Geburt der ägyptische Pharao Ramses II. in sein Tagebuch schrieb: „Ziemlich heiß heute, meine Frau hat wieder mal Migräne und gestern sind auch noch die verdammten Juden getürmt.“ b) Die Ausländerkriminalität ist nicht hoch, sondern die Inländerkriminalität ist niedrig. Daher das schiefe Bild.

11. April 2024

In Brasilien sucht die Regierung des Linken Lula da Silva den Schulterschluss mit Big Tech, indem sie die Internet-Plattformen so zur Selbst-Zensur veranlasst, dass dort über die Massenproteste im Lande nichts mehr verlautbart wird. Die vorgeblichen Herren der Welt beugen sich – mache sagen, sie tun’s gerne. Nur einer schießt quer, das ist Elon mit Twitter-X. Jetzt werden tägliche Millionenstrafen wg. Konspiration gegen ihn verhängt. Wie das ausgeht, steht in den Sternen. Noch sagt Musk, Prinzip gehe vor Profit. Mal sehen, was ihm noch einfällt.

Musk (2): Wir werden Zeuge einer Blaupause für die Schöne Neue Welt. Information wird zugeteilt. Alles darüber hinaus ist nur für die Auserwählten.

Musk (3): Was bildet sich dieser Wahl-Ami ein? Fragt einfach platt und öffentlich, was Sellner und Höcke gesagt haben und ob das strafbar sei. Jetzt fehlt nur noch, dass er die Delinquenten bei X nichtsperren lässt. – Am meisten hat mich verwundert, dass die beiden bösen Buben in seinen Kosmos überhaupt eingedrungen sind. 

10. April 2024

Die Täter reden durcheinander. Das ganze nennt sich Aufarbeitung. Der Zweck des Manövers ist klar: Das Volk zum Narren zu machen und die Geschädigten nicht zu Wort kommen lassen.

Zu Wort kommen lassen (2): Mainstream kann es nicht ganz verhindern, dass „der Gerd“ zu seinem Achtzigsten vernehmbar das Wort ergreift. Mir geht es auch so: Ach, der ist immer noch da. Immer noch derselbe. Wer sollte es auch sonst sein?

Zu Wort kommen lassen (3): Kriegsmannen aus der Christunion schlagen vor, Ungarn und die Slowakei aus er EU auszuschließen. Eins lässt sich sagen: Strategen sind sie nicht. Wenigstens das ist beruhigend.

Polen bleibt Polen: Die katholischen Nationalisten haben die Kommunalwahlen gewonnen. Das Tusk-Bündnis konnte nur in den vier großen Städten reüssieren: Warschau, Danzig, Krakau, Breslau. Das weite Land hingegen bleibt papsttreu. Hat das Auswirkungen auf den nationalistischen Nationalkurs? Ich denke: nein.

Und die Tschechen: Sind derzeit bemüht, den AfD-Mann Bystron zu Fall zu bringen. Haben den angeblich bei Geldabsprachen mit den Russen abgehört. Bystron? Das ist einer der Ihren, nur eben einer, der weggemacht hat, wie man damals sagte. Hat ihm nichts genutzt, dass er vor Jahren in den USA äußerte, ein Nazi könne er schon deswegen nicht sein, weil er und seine Eltern aus der Tschechoslowakei stammten. Fand ich seinerzeit bereits blöd, denn dortzulande gab es in den finsteren Jahren Kollaborateure bis zum Abwinken.

9. April 2024

Täter-Opfer-Umkehr: Berlins Ex-Regierender, ein Mann namens Müller, hat sich zu Wort gemeldet. Es gebe gar keinen Anlass, sich wg. Corona zu entschuldigen. Vielmehr sei eine Amnestie am Platze. Recht gehabt, aber amnestie-bedürftig? Das nennt man für gewöhnlich schizophren. 

8. April 2024

Endzeitspiele: Finanz-Lindner droht der Diversministerin Paus mit einem Nein für deren Kindergehalts-Utopien nebst neuer 5000-Mann-Behörde. Abgesehen davon, dass man ihm nur zustimmen kann, denn der neue Elefant, der hier in den Raum geschoben werden soll, ist nichts anderes als ein weiteres Grünen-Taugenichts-Versorgungswerk und zudem ein Ansporn für unsere Willkommensbürger, deren getürkten Familiennachzug zu beschleunigen, aber es folgt ein Aber: Der Herr Lindner von der Lindner-Partei wird, ganz so wie gewohnt, mit irgend einer Bagatell-Floskel einknicken.

Ostfront: Die Meldungen sind schwer verständlich. Er sieht danach aus, als finde ein Exodus aus Charkow statt. Ob das stimmt, erscheint im Moment fraglich. US-Großraumdenker haben bereits auf die Notwendigkeit hingewiesen, das linke Dnjepr-Ufer zu räumen. Sie sollten vielleicht eine etwas genauere Landkarte beiziehen.

Ostfront (2): Derweil bietet US-Außenminister Blinken der Ukraine die Nato-Mitgliedschaft an. Tags drauf rudert er zwei Schläge zurück. Das sei nicht militärisch gemeint gewesen. Soso. Krieg ohne militärisches Gehabe. Das kennen wir bereits seit 1914.

Fast übersehen: In der Slowakei wird einer vom Volk zum Präsidenten gewählt, der nicht die Zustimmung der Eliten hat, sprich: mit Russland Frieden halten will. Da hat die Soros-Combo versagt. Liegt vermutlich an deren Überarbeitung, denn sie hat alle Hände voll im benachbarten Ungarn zu tun, dort den bösen Orban wegzuputschen.

Slowakei (2): Nunmehr droht die EU-Mafia, den Slowaken die deutschen Finanz-Mittel zu entziehen. Merke: So geht Demokratie: Verhält sich das Volk ungezogen, wird es auf schmale Kost gesetzt.

5. April 2024

Wer’s glaubt, wird selig: Dass die Ermittlungen der sog. Staatsanwaltschaften der EU gegen die Top-Figur Ursula zu einem Ergebnis führen, auf dass wir die Dame hinter Gittern besichtigen können. Nur nebenbei: Sie ist die Spitzenreiterin der Christunion für die anstehenden Europa-Scheinwahlen. Das sagt genug für beide und eigentlich alles.

Ewigkeitsvergleiche: Klosterfrau Melissengeist war nie so wertvoll wie heute. Kann man nicht überprüfen. Aber: Demokratie war nie so gefährdet wie heute (wird ein gewisser Haldenwang zitiert). Kann man nur sagen: Stimmt. Jedoch nicht weil der Mann recht hat, sondern weil er daran arbeitet.

4. April 2024

Niemand ist davor gefeit zu erschrecken. Mir ging es gestern Abend so, als ich das Gesicht der sog. Wirtschaftsweisen Ulrike Malmendier zum ersten Mal mit Bewusstsein studierte. Anlass war, dass ich bei Science Files eine Äußerung von ihr las ich: Die Wirkung der Sanktionen auf Russland sei enttäuschend, deswegen seien sie auszuweiten. Zugleich, so wird sie zitiert, warne sie vor einer technischen Rezession in Deutschland. Technische Rezension? Das ist akademisches Blabla und bedeutet: Vernichtung der Industrie. Das Doppel-Geschwätz der weisen Dame klingt wie das Lallen eines Trinkers, dem eine Flasche Köm nicht mehr reicht und der sich nun davor fürchtet, dass der Getränkemarkt an der Ecke dicht macht. Würden Sie einer solchen Person das Rausstellen Ihrer Mülleimer anvertrauen? Na? Na also.

Ostfront (2): Der Luftkrieg der Russen gegen die Versorgungs-Infrastruktur der Ukraine nimmt bedrohliche Formen an. Für uns. Es ist die Flüchtlingswaffe, die auf uns niedersaust, denn es wird das Land zwischen Dnjepr und Dnjestr, das ohnehin nicht sonderlich dicht besiedelt ist, entvölkert. Frage mich gerade, ob das die neue Pufferzone werden soll. Also im ursprünglichen Wortsinne: Ukraine = das leere Land.

3. April 2024

Afrika, ach Afrika: Der Präsident von Botswana, Makgweetsi Mawisi, ist es satt, von deutschen Politikern belehrt zu werden. Im Gegenzug zum deutschen Verbot, Jagdtrophäen aus seinem Land einzuführen, bietet er den grünen Besserwissern 20.000 lebende Elefanten an, die sein Land dank kolonialherrlicher Tierschutzambitionen mittlerweile überbevölkern.

Kannste dir nich ausdenken: Die Nummer 44 auf dem Adidas-Trikot wird zur Nazi Chiffre. Habe das zunächst nicht verstanden, bis mir einer sagte, es sei ein Surrogat für Sig-Runen der SS.

1. April 2024

Kein Scherz: Je älter ich werde, desto größer wird das Heer der Toten, das an mir vorüberzieht. Neu ist hieran lediglich, dass es mir früher nicht auffiel.

Aber das hier: „Muslimfeindlichkeit immer erschreckender: Auferstandener Christus beim Herunterreißen der Ramadanbeleuchtung ertappt!“ (aus den Leserbriefen der Zellerzeitung von heute Nacht).

Auf dem Dach des Nachbarhauses landet ein Schwarzstorch. „Kann nicht sein,“ sagt die Nachbarin, „die stehn unter Artensschutz.“ Aha.

31. März 2024

Sie ziehen das durch: Kaum ist der Winter vorbei, werden zum 1. April 2024 die nächsten Kraftwerke stillgelegt, jetzt sind es 12 Kohle-Kraftwerke.

Sie ziehen das durch (2): Zum 1. Juni 2024 brauchen diverse ins Land zu holende Muslime auch de lege ihre spezielle fremde Identität nicht aufzugeben, um den deutschen Pass als Zusatzpapier zu bekommen. Umvolkung per Gesetzsgebungsakt.

Sie ziehen das durch (3): Wo immer man hinhört, quatschen die Leute vom Krieg. Der polnische Tusk redet vom Anbruch der Vorkriegszeit und sein Außenminister Sikorski beruft sich hierfür auf das polnisch-litauische Großreich aus dem 14. Jahrhundert, Kiew und die Schwarzmeerküste inklusive. Mal sehen, wann der erste deutsche Kriegshetzer auf den Gedanken kommt, sich auf das großdeutsche Großreich von 1942 zu berufen, von der Atlantikküste bis zum Kaukasus, Oberst Kiesewetter übernehmen Sie.

Sie ziehen das durch (4): Sie sitzen in ihren zur Festung ausgebauten Nobelschlössern auf dem nordamerikanischen Halbkontinent, ihren Luxusyachten in milden Gefilden und ihren Fluchtburgen auf Karibik-Inseln, und sie ziehen das durch.

Sie ziehen das durch (5) und blanker Hohn: Es wird der scheidende Vorsitzer von BASF, Martin Brudermüller, so zitiert, dass die Dekarbonisierung mit einem Industrie-Strompreis von 20 Cent nicht machbar sei. Er verweist auf die dramatischen Verluste, welche die deutsche BASF bei den Grundprodukten mit dem Werk in Ludwigshafen eingefahren habe. Das habe nun Konsequenzen. Er sagt es nicht expressis verbis, meint aber die Werkschließung – was wohl sonst? Wäre er ehrlich, würde er die Ursache benennen. Das ist nicht der Strompreis, sondern der Klima-Wahn, der ihn notwendigerweise erzeugt hat. Und der ist seit Merkels Diktatur hausgemacht. Aber soviel Mut hat er selbst im Augenblick seines Abgangs bei der Firma nicht aufgebracht, schließlich will er bei Mercedes an der Spitze weitermachen.

30. März 2024

Erstaunlich und erstaunlich aussichtslos: Der unabhängige Präsidentschaftsbewerber Robert Kennedy hat, um die Voraussetzung zum Antreten in etlichen der 50 US-Staaten zu schaffen, seinen Vize nominiert. Es ist die 38jähringe Nicole Sharahan, eine Juristin und Unternehmerin aus California. Die Pressefotos der beiden zeigen ein erstaunlich attraktives Paar. Wählbar, ohne dass sie den Mund aufmachen.

Schöne Paare (2): Nicole war zuvor mit dem Google-Mogul Sergey Brin verheiratet, was Kennedys Wahl-Aussagen für den Kampf gegen die da oben zumindest leise abflacht. Aber immerhin, der Donald wird sich anstrengen müssen, etwas Adäquates entgegensetzen zu können. Ich tippe mal auf eine der aktuellen attraktiven Gouverneurinnen.

Schöne Paare (3): Was uns das Bundespresseamt stattdessen in Sachen Paarlauf präsentiert, das dürfte schwer zu übertreffen sein. Müsste ich das neue Spaßwort „Delegitimierung des Staates“ illustrieren, griffe ich zu diesem hier. Es würde auch zum Thema Verhöhnung des Staates und seiner Bürger passen.

29. März 2024

Die von einem Containerschiff vor dem Hafen von Baltimore bei der Kollision mit einem Brückenpfeiler eingerissene Straßenbrücke liegt immer noch an Ort und Stelle und sperrt die Hafeneinfahrt in riskanter Weise, denn sie ist aus Stahl und steht in ihrer neuen Lage unter einer unbekannt starken Spannung.

Die Brücke (2): Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist nun Gegenstand wilder Spekulationen. Sie reichen von den Überirdischen über die Russen, insbesondere den Allzuständigen P., bis hin zur sog. Diversity, deren Herrschaft in der einschlägigen Reederei dazu geführt habe, Personal nach den Glaubensregeln der Buchstabenreligion und nicht nach Qualitätsgesichtspunkten zu rekrutieren. Letzterer Verdacht kam auf, weil die Schiffsbetreiber in ihrer Selbstdarstellung in der Vergangenheit diese Macke selbst gepflegt hätten.

Die Brücke (3): Unbekannt war mir bislang die Bedeutung des Hafens für das europäisch-amerikanische Autogeschäft. Lesenswert fand ich, was der Vertreter von Mercedes-Benz zum Unfall zu sagen wusste: „Wir stehen in engem Austausch mit unseren Logistikdienstleistern und beobachten kontinuierlich die Situation. Gemeinsam mit unseren Transportpartnern überprüfen und adaptieren wir unsere Lieferwege“. Was genau hat er gesagt?

Ansage (2): Der Chef des russischen Inlandsdienstes FSB, Alexander Bortnikow, wird so zitiert: „Ich kann Ihnen sagen, dass wir erste Informationen erhalten haben, die darauf hindeuten, dass die Aktion [der Anschlag am vergangenen Freitag in Moskau] von westlichen Geheimdiensten vorbereitet und von radikalen Islamisten ausgeführt wurde und der ukrainische Geheimdienst direkt daran beteiligt war.“ Gesagt hat er das. Das stimmt. Ob es inhaltlich stimmt, weiß ich nicht zu sagen. Zumindest wirkt es plausibel, denn die Auftaktgeschichte von der Isis-Täterschaft klang allzusehr nach Tausendundeiner-Nacht.

28. März 2024

Nachdem der ganze Schwindel der Corona-Maßnahmen nun auch vor den Augen der Wirklichkeits-Leugner liegt, stellt sich mir die Frage, wann endlich auch die einschlägig betroffenen Teile der deutschen Justiz, die den ganzen erfundenen Mist immer noch exekutieren, sich der einst felsenfesten Grundlagen des Verfassungsrechts erinnern. Prüfungsschritt eins jeder staatlichen Maßnahme musste es sein: Ist diese überhaupt geeignet, das verfolgte Ziel zu erreichen. Das geriet nun jahrelang mit all dem Wissenschaftsgeschwätz in Vergessenheit. Bin gespannt, wann der erste Richter darauf kommt.

Nichts wirklich Neues: Auf der ukrainischen Seite kommen jetzt fremde Legionäre mit zum Teil bombastisch klingenden Namen (Freies Russland und so) zum Einsatz. Sie unterstehen, wie man hört, dem Kiewer Militärgeheimdienst, so wie 1941 das ukrainische Bataillon Nachtigall der deutschen Abwehr. Der militärische Kampfwert war gering, das gilt wohl auch heute. Die angekündigte Offensive in diesem Monat waren bestenfalls lokale Angriffsaktionen, durch welche russische Kräfte gebunden wurden, während die Masse das russischen Heeres am eingeschlagenen Weg nach Westen festhält – mit aufreizender Langsamkeit, einst Dampfwalze genannt.

27. März 2024
Na endlich: Es waren die russischen Geheimdienste, die die Offenlegung des Corona-Skandals zu verantworten haben. Sagt zumindest der Gesundheitsminister. Er gab schon öfters Anlass, an seinem Verstand zu zweifeln. Doch denken wir mal seinen originellen Standpunkt zu Ende. Entweder er meint: Die Ereignisse in Deutschland, die wir selbst erlebt haben, sind nur fiktiv gewesen, Erfindungen der russischen Dienste. Oder: Die Aufklärung des Corona-Desasters wäre ohne die Mitwirkung der russischen Dienste nicht möglich gewesen. Beide Varianten sollten als frisch erkannte Impfschäden registriert werden.
Ostfront: Die geradezu unwahrscheinlich schnelle öffentliche Präsentation der behaupteten Täter des Anschlags von Moskau wirft Fragen auf. Keine Illusionen mache ich mir über deren jämmerlichen Zustand. Hier wurde nach der Festnahme unmissverständlich auf Antworten gedrungen. Widersprüchlich und bislang wenig tragfähig sind die umlaufenden Gerüchte über die Rekrutierung der Desperados (Türkei oder ehemalige muslimische Randstaaten der Sowjetunion).
Ostfront (2): Die aktuellen Raketenschläge gegen die Entscheidungszentren in Kiew sind nach meinen Aufzeichnungen nicht die ersten dieser Art. Über die Wirksamkeit der jüngsten kann man bestenfalls spekulieren. Enthauptungsschläge pflegen eine Eskalation eigener Art zu sein. Die Taurus-Träumer sollten sich noch mal Zeit zum Überlegen nehmen, bevor sie unser Land jetzt ins Kriegsgetümmel stürzen. Jungs, ihr könnt euch gar nicht so tief eingraben, um vor Treffern der Kinshal-Waffe sicher zu sein.
Ostfront (3): Möglicherweise meint das auch der Ex-General Kujat, der die Kriegshetzer à la Kiesewetter als Romantiker bezeichnet und vor der Taurus-Lieferung in ein Land warnt, das den Krieg bereits verloren habe. Wie er den Salto mortale vollzieht, dass deswegen der Herr Scholz richtigerweise die Ukraine nach dem Ade der USA unterstützen müsse, bleibt rätselhaft – jedenfalls mir.

26. März 2024
Es begann vor vier Jahren: Es ist bezeichnend, dass die Bundesregierung der Öffentlichkeit die herbeigefälschten Daten der sog. Corona-Pandemie vorenthalten wollte. Das Gerüst des Geschehens liegt jetzt vor jedermanns Augen. Nein, halt, nur vor dem, der es sehen möchte. Jetzt bleibt den beteiligten Verbrechern nur noch, sich durch Schwärzungen in den berüchtigten Protokollen vor der Strafverfolgung zu schützen. Auch dieser Schleier wird fallen. Dann stehen sie nackt da, aber keiner sieht hin.

25. März 2024Die Verdi-Oper Il trovatore ist die Nagelprobe für jedes Opernhaus. Die Besetzung von vier parallelen Spitzenrollen setzt Grenzen. Sie waren an der Hamburger Staatsoper deutlich sichtbar, respektive hörbar. Nur einer von Vieren vermochte den klotzigen Raum zu füllen. Das Orchester so weit runtergedimmt, dass es wie Hintergrundmusik aus einem fernen Graben klang. Ein toller Chor. Das Ganze also ein Wechselbad. Die Verlegung der mittelalterlichen Szenerie in den Spanischen Bürgerkrieg: originell mit deutlichem Anklang zur Idiotie. Merke: ohne Kampf gegen rechts geht selbst Verdi nicht, jedenfalls nicht im Tor zur Welt.
Hamburg (2): Anschließend ein Absegler? Rundherum alles dicht, eine Bayernkneipe, die um halbelf schließt.
Hamburg (3): Die Verbindung nach Mitteldeutschland liegt seit 30 Jahren im argen. Diesmal beschert die Harztangente dem erstaunten Automobilisten einen Abstecher nach Clausthal-Zellerfeld. Tristesse, wo manche Urlaub machen. Da lag Schnee auf den Autos.
Übern Teich: Bleibt aus der letzten Woche nachzutragen, dass Wunderkind Elon Musk in einem veröffentlichten Rundschlag die Verursacher und Nutznießer der illegalen Massenzuwanderung beim Namen nannte: 30 Konzerne, Stiftungen, NGOs. Nun werden dort wie üblich die Gerichte sprechen. Es geht um billigste Arbeitskräfte und den zugehörigen Profit.
Übern Teich (2): Der Sturm auf die texanische Südgrenze weitet sich zum Bürgerkrieg aus. Noch fallen nur vereinzelt Schüsse. Die Gerichte versuchen im Auftrag der Bundesregierung, die texanische Nationalgarde zu hindern. Noch schaut die Bevölkerung gebannt zu. Letzteres wie bei uns.
Übern Teich (3): Doch es gibt auch Lichtblicke (Internet-Fund):

24. März 2024
Der vorgestrige Anschlag in Moskau hat mindestens 140 Männern und Frauen das Leben gekostet. Wie viele der Angreifer getötet wurden, ist nicht zu überblicken. Die Täter, behauptet die Presse, seien Isis-Leute. Soso. In Moskau. – Amerika kondoliert. Ich frage mich, warum die US-Botschaft in Moskau Anfang des Monats Amerikaner davor warnte, Massen-Veranstaltungen, zum Beispiel Musik-Darbietungen, wg. Anschlagsgefahren aufzusuchen. Zufall oder so

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22. März 2024Der kleine Mann aus dem Elysee-Palast macht ernst. Eigene Truppen in die Ukraine. Sie sind ohnedies schon da, sagt er neuerdings. Das wiederum würde in erstaunlicher Form mit dem zusammenpassen, was die russische Propaganda seit geraumer Zeit von sich gibt.
Ostfront (2) und anderswo: Gleichlautendes Kriegsgeschrei kommt aus Tschechien (nunmehr verstärkt), Polen (wie gehabt), Estland (neu im Choral) und – natürlich – aus Großbritannien. Bei letzterem muss man hinzudenken, dass dessen konservativer Premier bedenklich wackelt, wie auch seine Partei, die den Anschein erweckt, sich in Kleinteile aufzulösen.
Ostfront (3): Hierzulande bleiben die Grünen und die Christunion zuverlässige Kriegstreiber. Deren Exponenten haben noch nicht geschnallt, dass der Hegemon dabei ist, sich aus der Affäre zu ziehen.

21. März 2024
Von Opfern und Tätern: Mainstream ist sich jetzt sicher. Die Schülerin aus Ribnitz-Damgarten wurde zu recht polizeilich belangt, denn sie ist eine gesicherte Rechtsextremistin. Warum? Weil es gar nicht anders sein kann. Nebenbei: sie ist blond, richtig blond. Noch Fragen?
Blond (2): Wird es in Kürze nicht mehr geben. Hat das Statistische Bundesamt soeben nolens volens festgestellt, indem es den drastischen Geburtenrückgang in D für die letzten beiden Jahre konstatierte. Festgemacht an der sog. Reproduktionsrate pro deutscher Frau. Dass die Jahre 2022/23 die Impfjahre sind, wird in diesem Zusammenhang nicht erwähnt. Wozu auch? Könnte die Leute auf dumme Gedanken bringen. Zum Beispiel diesen hier: Die Impfung ist wirksam, wenn auch nicht zu hundert Prozent. Doch halt, ist nicht nachgewiesen, also Dunkelgerede.
Blond (3): Frage mich gerade, ob die einstmals beliebten Blondinenwitze heute als Volksverhetzung verfolgt werden würden, oder ob das nur bei Anti-Blondinenwitzen der Fall wäre.

19. März 2024
Der Ton wird giftiger: „Katholische Feiertage im Fääser-Paus-Land: Maria Denunziata, Maria Haussuchung, Maria im Gefängnis“ (aus den nächtlichen Leserbriefen der Zellerzeitung).
Maria (2): „Auch der Schulleiter hatte es wohl nur gut gemeint, ist dabei aber übers Ziel hinausgeschossen.“ Das schreibt ein Journalist namens Stibi in der Welt vor drei Tagen. Ach der Ärmste, dabei wollte er nur eins der ihm anvertrauten Kinder fertigmachen. Jetzt wurde das öffentlich. Der Mann verdient Schutz und Fürsorge, der Zimmermann, Jan-Dirk.

18. März 2024An physikalisch-technischen Untersuchungen überrascht zuweilen weniger das Ergebnis als vielmehr der Umstand, dass sie überhaupt durchgeführt werden. Ein solcher Fall war das herunterfallende Butterbrot, welches regelmäßig auf der Butterseite landet. Jetzt kommt die Feinstaubentwicklung von PKWs hinzu, bei denen – im übrigen markengleich – das elektrische den Verbrenner um Längen schlägt. Wohlgemerkt es schlägt den Verbrenner ums Doppelte bis Vierfache der Menge und das durch den höheren Reifenabrieb infolge des höheren Gewichts, obwohl beim Verbrenner noch die Auspuff-Emissionen hinzugerechnet wurden. Das Umweltfreundliche des E-Mobils ist auch insofern die reine Legende. Was wird diese Erkenntnis bewirken? Nichts.
P. wurde in den letzten drei Tagen im Reich des Bösen wiedergewählt. Das wusste ich bereits vor Wochen an dem Tage, als er den Wahltermin ankündigte – und notierte es sicherheitshalber sogleich. Die Nachricht ist lediglich deswegen erwähnenswert, weil unsere Experten jetzt erklären können, warum diese Wahl keine Wahl war. Keiner stellt die Frage nach dem Sinn des Wahlakts. Es handelt sich um die Legitimität der Herrschaft – auch in diesem Falle.

17. März 2024
Nicht jeder Antifa ist ein Nazi, aber die meisten sind es schon.
Heftige Anfälle von Resignation sind nichts ungewöhnliches, wenn man die Dicke des Brettes betrachtet. Der Blick auf die Dünnbrettbohrer ringsum macht die Sache nur noch schlimmer.
Pandemie, der zweite Anlauf: Wie vorauszusehen, ist das Welt-Panikorchester jetzt von dem Virus auf das Bakterium umgeschwenkt. Einschlägige Meldungen nehmen aus Japan zu uns ihren Weg. Im Vordergrund meines Interesses muss nun die Diskrepanz zwischen Presse und Wirklichkeit stehen. Wieder einmal. Ich merke es hier lediglich an, um bei späteren Ereignissen einen Fixpunkt zu haben, wann genau die sich abzeichnende Affäre in mein Bewusstsein vorgedrungen ist.
Angriff auf den Verstand (2): Seit dem Covid 19-Angriff sind 4 Jahre und 2 Monate vergangen. In dieser Zeit wurde die WHO-Diktatur mit kräftigen Ruderschlägen vorangetrieben. Vorgestern stimmte der Bundestag mit breitester Mehrheit zu. Nur die Blauen hielten dagegen. Welcher kollektive Wahn lenkte die Abgeordneten, und was kostete es, ihn zu erzeugen? Das will bedacht sein.
Michael Much und das Amtsgericht Miesbach. Nein, kein Scherz, dieses Gericht gibt es tatsächlich. Hier wird ein Strafbefehl gegen den Unternehmer wg. des abgebildeten Plakats verhandelt. Das Delikt: Beleidigung der völlig adjektiv-freien (Vorsicht: sonst Beleidigung) Grünenvorsteherin Lang. Sie wurde beleidigt, weil sie auf einer Straßenwalze abgebildet wurde, obwohl – ich vermute mal vor mich hin – sie noch nie gearbeitet habe, jedenfalls nicht im Straßenbau. Dann allerdings wäre es nicht nur eine Beleidigung, sondern eine Verleumdung. Nee Quatsch, doch eine Beleidigung, nämlich der Straßenbau-Arbeiter. Oder nennt man das Volksverhetzung? Ich bin verwirrt. Hätte den Vorgang nicht mitgekriegt, wenn K. mir den einschlägigen Artikel der schweizerischen Weltwoche nicht geschickt hätte. Von dort stammt auch das Bild, das ich hier aus Gründen notwendiger Illustration einrücke (und keineswegs, um mich zu ergötzen).

16. März 2024
Während die Mächtigen sich anschicken, in den USA die Plattform Tik Tok zu verbieten, teilt Steven Mnuchin, der ehemalige Finanzminister der Trump-Regierung, mit, dass er sich anschicke, zusammen mit ein paar Kumpels den Laden zu kaufen. Da passiert etwas, was ich noch nicht ganz begriffen habe – außer, dass die Herren scheint‘s etwas Kleingeld erübrigen.
Tik Tok (2): Die ohnmächtige Wut der sog. Eliten habe ich auf dem Schirm, sie wird von der facebook- und google-zensur-befreiten Zone und den chinesischen Eigentümern befeuert. Es rast im Moment ein China-Unterwanderungswahn durchs amerikanische Land, der nur dem Red Scare von 1919, der Nazi-Invasion von 1939 und dem McCarthyismus von 1949 vergleichbar ist. Bei Lichte riskante Luftnummern der Volkseinschüchterung. Sie waren und sind Ausweis dafür, dass die Mächtigen sich angegriffen fühlen. Dann greifen diese Weltmänner zum Patriotismus, auf den sie sonst nur mit Verachtund herabblicken.

Tik Tok (3): In Ribnitz-Damgarten hinterließ eine sechszehn-jährige Gymnasiastin auf der Plattform, dass Deutschland nicht irgendein Ort, sondern ihre Heimat sei. Da griff die Polizei ein. Der Schulleiter hatte entsprechend Anzeige erstattet. Der Namen des Mannes, Jan-Dirk Zimmermann, verdient es, für das notwendige und unweigerlich kommende Abräumen solcher Gesinnungs-Nazis vorgemerkt zu werden.

15. März 2024
Vergleicht man die Kernaussagen des russischen Herrschers aus den letzten Monaten, so ist eine allmähliche Verschiebung hin zum Anti-Neokolonialismus festzustellen. Diese Grundtöne werden in der Welt außerhalb des Wertewestens gut verstanden. Sie sind antiwestlich und haben etwas Friedrizianisches an sich: Man möge jeden Staat und jede Gesellschaft nach eigener Fasson selig werden lassen. Bleibt die Frage, ob dieses Beginnen dem Smartphon die Schau stehlen kann. Hollywood zumindest hat in Asien seinen Glanz verloren.

Fast übersehen: Merzels Angriff auf Scholz mir der Taurusrakete ging daneben. Nicht mal rechnen kann der Mann. Als die Russen noch Einfluss auf solche Entscheidungen nahmen, bestachen sie die erforderliche Zahl von Abgeordneten. Nicht mal darauf ist mehr Verlass.
Apropos Russen: Was hat man denen eigentlich auf ihr Ultimatum zum Taurus-Exzess unsrer selbsternannten Russlandfahrer mitgeteilt? Falls nichts, sind sie jetzt am Zuge.
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Peru fördert Lama-Trampelpfade in Berlin (Zeller-Zeitung von heute Nacht).

14. März 2024
Sie heißt Cassidy Hutchinson, war in Trumps Stab Mitarbeiterin von dessen Stabschef, und sie sagte 2022 in einer geschlossenen Kongressanhörung aus, sie habe von Sicherheitsleuten des Präsidenten erfahren, dass dieser am 6. Januar 2021 extrem aufgebracht gewesen sei, als seine Begleitmannschaft ihn gehindert habe, nach Verlassen der Großdemo in Washington DC in den Kongress zu fahren, wo die Auszählung der Wahlmännerstimmen gerade stattfand. Er habe sich sogar über die Sitze nach vorne gebeugt, um dem Fahrer ins Lenkrad zu greifen. Die damalige Ausschussmehrheit machte darauf das bekannte Fass auf, der Präsident sei nur mit Mühe und gegen seinen Willen gehindert worden, sich an die Spitze des Kongress-Sturms zu setzen. – Jetzt stellt sich bei der Durchsicht der Unterlagen heraus, dass die befragten Sicherheitsleute, einschließlich des Fahrers, vom behaupteten Vorgang nicht nur nichts bemerkt haben, sondern ihn in Abrede stellten. Man ließ ihre Aussagen einfach weg, angeblich um sie zu schützen. Warum die seinerzeit, wenn auch in der Minderheitenposition, anwesenden Reps dies stillschweigend duldeten, ist mir ein Rätsel.
Hutchinson (2): Sie ist eine Feind-Zeugin fürs Poesiealbum. Merke: Nichts schadet deinem Gegner so, wie ein feindseliger Zeuge aus dessen Reihen. Jedermann wird sagen: Ja, wenn der es sogar sagt… Erstaunlich ist, wie schnell im konkreten Fall die vermutliche Wahrheit ans Tageslicht kommt. Fraglich bleibt lediglich: Warum tat sie das? Hat der böse Mann sie etwa…? 

Merkwürdig, wie die Gedanken spazieren gehen.Die Ostfront in zwei kurzen Merksätzen: a) Die Beobachter waren sich einig, dass es nichts zu sehen gab. b) Westliche Experten stimmen in der Fragestellung überein: Was nun?
Frauen (2): Russische Propaganda ist in unseren Augen oft plump. Vielleicht ist es auch die vernichtende Schärfe, deren sich der russische Witz oftmals bedient. So bei der Darstellung der US-Spitzenfrau Victoria Nuland vor knapp zwei Wochen, als die Dame noch in Amt und Würden war.

13. März 2024
Was passiert, wenn man das Volk fragen muss. Das erfuhr soeben das irische Establishment, das mit einer Verfassungsänderung das vermeidlich veraltete Privileg von Ehe und Familie sowie die Rolle der Frau im häuslichen Bereich – sprich bei ihrer Kindererziehungsaufgabe und deren speziellen Schutz – streichen wollte. Das Volk sagte nein. Was sagen nun die einheitlich aufgetretenen Politruks? Wir haben nicht genügend aufgeklärt. Keiner kommt auf den Gedanken, sich bei den Beherrschten zu entschuldigen.
Volkes Stimme (2): „Stell dir vor der Russe kommt, und ich war nicht beim Friseur“, stand 1988 in großen Lettern an der Westseite der Berliner Mauer, Höhe Kochstraße. Ob Chef Tichy das im Kopfe spukte, als er seinen Grundsatzartikel mit „Stell dir vor der Putin kommt und keiner geht hin“ überschrieb, vermag ich nicht zu sagen. Dass ich den Artikel wider Gewohnheit dann doch las, lag an der überbordenden Vielzahl der zugehörigen Zuschriften. Diese Lesererregung ist der Spiegel der Teilung der Leserschaft. Ein Teil will die gute alte Ludwig-Erhard-Republik zurück, der andere Teil macht sich keine solche Illusionen und wirft dem Herausgeber vor, solche zu pflegen, indem er Putin als Bedrohung schildert. Man merkt an, wie Tichy alles mögliche für wünschbar hält, doch in den Krieg ziehen, das will er nicht. Das ist ein interessantes Stimmungsbild unter Leuten, die noch lesen können. Sonst nichts.

12. März 2024
Da hab ich sie gleich wieder abgehängt, die Sandra Hüller aus Suhl. Nein, es erfolgte keine explosionsartige Wertsteigerung des Gemäldes eines gewissen Zeller wg. der Verleihung eines Oscars, denn sie erhielt keinen. Den Franzosenfilm, in dem sie eine Nichtmörderin spielt, sah ich nicht, und den Nazifilm, in dem sie die Ehefrau des Lagerkommandanten Höss gibt, sehe ich aus Prinzip nicht. Erst wenn sich Hollywood entschließt, den Eisprung von Eva Braun zu verfilmen („nach einer wahren Geschichte“), werde ich von diesem Schema abweichen.

Sandra Hüller aus Suhl (2): Ist ein Ostprodukt und wurde beim Abendessen von den Besuchern sofort erkannt – Walther Rathenau der früher an der Wand hing, wurde nur selten identifiziert. – Jetzt sitzt eine erfreulich unpolitische Versammlung beisammen, gottlob. Beim Wettbewerb wie-mag-ihr-Lebensgefährte-heißen kommt Ronnie Zeiserling aus Zella-Melis auf Platz eins.
Noch so ein Irrtum: Leser S. schreibt mir, meine Anmerkungen von gestern, den heiligen Franz betreffend, seien unzutreffend. Der Papst habe nicht die Ukraine aufgefordert zu kapitulieren, sondern lediglich um Verhandlungen nachzusuchen. So und nur so sei seine Metapher von der weißen Fahne gemeint. Mag sein, dass das zutrifft. Was die Sache nur noch schlimmer macht, denn die Kritiker des Mannes mit der Dienstbezeichnung der Heiligkeit wollen nicht einmal Friedensverhandlungen, sondern sie setzen auf den Endsieg.
Endsieg (2): Da nimmt es kaum noch wunder, dass Annalena so zitiert wird, sie verstehe gar nicht, was der Franz wolle. Ich hingegen kann mir das, was sie sagt, gut vorstellen.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XIII

11. März 2024

Die Reise von dem Herrn Scholz zum Oberhaupt der Katholiken fühlt sich wie ein Winkelzug an. Bei Franz hat man seine Fehde mit dem deutschen Spitzen-Klerus zu berücksichtigen, dem er soeben öffentlich mitgeteilt hat, dass dieser seine rosarote Wolke verlassen möge. In der sind lustige Dinge enthalten wie die Priesterehe und – der Herr sei mit ihnen – Weiber im Priesterrock. Um die Fortschrittler zu demütigen und zu zeigen, wer der Herr im Hause ist, war es fast folgerichtig, dem deutsch-bischöflichen Kriegsgeschrei ein Nein entgegenzusetzen. Aus dieser Ecke also weht des Franzens Friedensbotschaft, die letztlich zum Inhalt hat, die jetzige ukrainische Führung zur Kapitulation aufzurufen. Der Scholz-Besuch diente dem Papst, so denke ich mal, als Mittel zum Zweck.

Ostfront (2): Des Papstes Initiative hat im offiziellen Kiew – mal milde formuliert – wenig Zustimmung erweckt. Wie die vom Krieg wenig begeisterten Ukrainer darüber denken, kann man noch nicht erkennen.

Ostfront (3): Gleiches lässt sich von möglichen Reaktionen in Polen sagen. Für die neue, wenig kirchenfromme Regierung war es sicher ein Schlag, denn deren frisch ernannter Außenminister hat zeitgleich verlautbart, dass für ihn ein Truppeneinsatz in der Ukraine denkbar sei. Was werden wohl die polnischen Soldaten sagen, wenn der Papst ihnen anbefiehlt, dergleichen zu unterlassen? Ich bin ratlos.

Ostfront (4): Den Papst als Konfliktpartei hatten wohl nur die wenigsten auf dem Schirm. Dass Ankara ihm sogleich seine Vermittlerdienst angeboten hat, darf zu den Überraschungen der ganzen verqueren Geschichte gerechnet werden. Übrigens: Schon lange nichts mehr aus der Zellerzeitung gestohlen.

Derweil übern Atlantik: Der nach dort gejettete Robert wird dem dortigen Auditorium als Kanzler aus Germany vorgestellt. Das, hüstel, war nicht so ganz korrekt, denn noch hält sich der Herr Scholz in seinem Amte. Aber immerhin mag die Fehlbenennung der Gewohnheit geschuldet sein, bei der Spitzenbesetzung der Vasallen ein Wörtlein mitzureden. Doch die Begrüßungs-Euphorie, ach, sie schmolz dahin, als der deutsche Gast seine Gastgeber darüber belehrte, dass sie in Sachen Klimawahn endlich Nägel mit Köpfen machen sollten. Er verstieg sich zu der Behauptung, die Amerikaner möchten sich an Deutschland ein Beispiel nehmen. Sowas hören Herren der Welt von niemandem gern.

9. März 2024

In dieser Woche wird die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland entlassen. Ihr Chef Blinken spricht beschönigend von ihrem Rücktritt. Sie gilt vielen als die Macherin des Ukraine-Konflikts, spätestens seit dem Präsidentensturz in Kiew im Frühjahr 2014, der eng mit ihrem Namen verknüpft ist. In der Trump-Ära hatte sie Pause, danach war sie wieder die Aktivistin auf dem Kriegspfad. Die Experten rätseln, was sie wohl falsch gemacht habe. Ich denke, es musste jemand her, der als Sündenbock dient, dass die zwei Jahre lang verbreiteten Propagandalügen korrigiert und die Aufdeckung von Kriegsverbrechen weggelogen werden mussten. Mag auch sein, dass die jüngsten öffentlichen Taurus-Widerworte des Herrn Scholz das Fass zum Überlaufen brachten. Nichts ist für den Vormund peinlicher, als wenn das Mündel nicht pariert.

Beim freitägliche Einkauf an etlichen deutschen Edelmarken vorbeidefiliert, Möbel, Geschirr, Bestecke, Bücher. Pleiten 2022-24. Das alles wird in Kettenläden verramscht, wo Derartiges zuvor niemals zu sehen war. Das ist nun über die Theke weg. Zuvor waren eine Käuferschicht weggebrochen. Jetzt ist sie wieder da – für einen einzigen Schluck aus der Pulle.

8. März 2024

Und sie wiederholt sich doch, die Geschichte: Mit der Erklärung des tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel – er ist ein ehemaliger Nato-General –, sich mit Truppen in der Ukraine zu beteiligen, hat er einen Krieg in Europa in die dichteste Nähe gerückt. Schon im Mai 1938 war die damalige Tschechoslowakei unter dem Präsidenten Benesch mit dem Zündeln äußerst zielstrebig und letztlich erfolgreich. Der Unterschied zu damals: Deutschland war der Erzfeind, heute ist es Russland. Völlig gleich dagegen: Antreiber waren die anglo-amerikanischen See-Mächte.

Vorbildlich: Die Biden-Mafia holt Hundertausende illegal per Flugzeug in die USA. Nanzy und Annalena, übernehmen Sie. Die Damen müssen sich beeilen, denn die Christunion hat soeben ihr Wunschkabinett an die Presse durchgeschoben, wenn, ja wenn es ihr gelungen ist, den allzufriedlichen Scholz zu stürzen. Was ist das für eine merzelwürdige Weltsicht? 

Merzels Kabinett (2): Ich spekuliere mal mit: Die Stars der jetzigen Regierung werden bleiben, die vielsprachige Annalena, der wind-philosophische Robert, die pausbäckige Paus, der finanzstarke Lindner, der grundrechtsvernichtende Buschmann. Habe ich wen vergessen? Ach ja, die US-Aufpasserin Jenny. Sie könnte dann ja direkt vom Werderschen Markt ins Kanzleramt wechseln.

Derweil in Sotschi: Da sind nicht nur Weltjugend-Festspiele, sondern auch Grundsatzbemerkungen des russischen Herrschers zu betrachten. Er meint, dass in absehbarer Zeit in Deutschland Politiker an die Macht kämen, die wieder friedliche Beziehungen zu Russland im beiderseitigen Interesse pflegen würden. Neigt der Mann neuerdings zum Wunschdenken? Denke mal nein. Aber die Horde der Kriegslüsternen wird andere Schlüsse ziehen, nämlich: der tut nichts, der will nur spielen. 

Russisch Roulette (2): Hier könnte ein jähes Aufwachen folgen, zum Beispiel wenn, wie Egon W. Kreutzer es auf seinem Blog formuliert, der Einschlag einer Kinshal-Rakete im Herstellerwerk in Schrobenhausen dem ganzen Taurus-Spuk ein Ende setzt. Muss ja nicht so deutlich ausfallen. Genügen würde auch der drastische Stopp von russischem Gas, Öl und anderen wertvollen Dingen, die nach wie vor unser Land auf Umwegen erreichen.

Russisch Roulette (3): Ab Fünf-Uhr-fünfundvierzig wird zurückgeschossen? Die Pistole ist leer. Da kucksdu.

7. März 2024

Wie vorauszusehen hat der Generalangriff auf den deutschen Kanzler begonnen. Das sog. liberale Urgestein Kubicki hat zum Angriff geblasen. Die Melodie, die diese Flöte bläst, heißt Taurus. Und dahinter steht der Koalitionsbruch.

Scholz (2): Es hätte in den letzten zwei Jahren mehr als einen sachlichen Grund gegeben, den Mann von seinem Posten zum Wohle Deutschlands zu entfernen, doch jetzt, wo sich eine Koalition der Sturzbeflissenen zusammenfindet, ist der Kitt des Manövers der Wille, Deutschland in den Krieg mit Russland unwiderruflich hineinzuführen. Diese Männer und Frauen regiert der Wahn. Sie müssen beschleunigt aus ihnen formalen Positionen entfernt werden und zwar schnell. Bleibt die Frage: Wie?

Scholz (3): Ungläubig schaut man auf das Treiben der neuen Verbündeten, die in aller Öffentlichkeit einen Angriffskrieg gegen Russland vorbereiten. Das ist nach deutschem Recht strafbar. Hört man was vom Generalbundesanwalt? Ich weiß selbst, dass diese Frage blöd ist, weil sich in mir immer noch eingeübte Rituale des Rechtsstaats zu Worte melden.

Rechtsstaat ade (2): Wird nur mit Mühe von Mainstream bagatellisiert: Der Anschlag auf die Stromversorgung im Brandenburgischen, wodurch das Tesla-Werk zwangsweise stillgelegt wurde. Man eiert rum, es seien Unbekannte am Werke. Das ist gelogen, denn es sind handfeste gewalttätige Linksextremisten. Und die sind bekannt. Die Saat der Klimalügner hat Früchte getragen.

Klimalügner (2): Zuspruch zu den Verbrechern von Grünheide schwappt durch das Internet. Die strafbare offene Befürwortung des terroristischen Verbrechens findet, wenn überhaupt, verständnisvolle Erwähnung. Das Großmaul aus Bayern hingegen findet ausnahmsweise keine Worte. Seine Polizei hat offenbar anderes zu tun, als bei den sog. Klima-Kindern und den sie hätschelnden Unterstützern des Bayerischen Rundfunks unmissverständlich Besuch abzustatten.

6. März 2024

Der gestrige Super-Dienstag beim Kandidatenrennen der Republikaner brachte in 10 Bundesstaaten derartig deutliche Siege von Trump, dass seine Gegnerin Haley heute das Handtuch warf. Jetzt ist der große Show-Master bis zur Entscheidung im November allein auf weiter Flur.

Alles Super (2): Nur die Vorwahlen in der Hauptstadt Washington DC vor drei Tagen brachten Trump in die Verliererposition. Das zeigt in der im Übrigen von den Dems dominierten Stadt, wie selbst das republikanische Establishment dort tickt. Drain the Swamp (Trockne den Sumpf), das Wahlmotto von 2016 kommt einem erneut in den Sinn.

Alles Super (3): Erstaunlich erscheint mir, wie die amerikanischen Wahl-Experten die Niederlage von Haley deuten. Sie habe im Dezember bei einer öffentlichen Anhörung in New Hamshire nicht gewusst, dass der Grund für den amerikanischen Bürgerkrieg die Sklaverei gewesen sei. Sie sagte stattdessen etwas über die unterschiedlichen Regierungen. Damit hatte sie zwar inhaltlich recht, doch das will in den USA keiner wissen, denn felsenfest steht die Lüge im Raum, dass Präsident Lincoln die Sklaverei besiegen wollte und deshalb gegen das eigene Volk in den Krieg zog.

Alles Super (4): Der große Zampano ist nur noch durch sich selbst oder ein Attentat zu stoppen, nachdem der Oberste Gerichtshof das Kandidatur-Verbot des Staates Colorado für verfassungswidrig erklärt hatte. Dem werden sich auch die anderen Verbots-Enthusiasten beugen müssen. Nebenbei: die Richter wichen dem inhaltlichen Vorwurf, Trump habe am 6. Januar 2021 an einem Umsturz-Versuch teilgenommen und sei deswegen nicht wählbar, aus, indem sie erklärten, die betreffenden Staaten hätten sich ein Recht angemaßt, das allein dem Kongress zustehe. Kann man machen, ist aber verfassungs-dogmatisch schief, wenn man berücksichtigt, dass der Präsident nach ganz gängiger US-Auffassung nicht der Repräsentant des Volkes, sondern der Staaten ist.

5. März 2024

Er hat – man höre und staune – von der Richtlinienkompetenz Gebrauch gemacht, der Herr Scholz. Keine Marschflugkörper in die Ukraine. Wie er’s tat, ja, da lächelt man vor sich hin. Er benutzte eine Antwort, die er in einer Befragung durch Schüler gab. Expressis verbis unter Berufung auf seine Stellung als Kanzler.

Kanzler (2): Seinen Gegnern und seinen Nochverbündeten ist zunächst der Schreck in die Knochen gefahren. Sie hüsteln in die vorgehaltene Hand. Aber das wird sich geben. Dann werden die Telefondrähte des Atlantikkabels glühen. Es beginnt das große Nachzählen, denn CDU und Grüne reichen für den Scholz-Sturz nicht aus. Man braucht auch die FDP und zwar ziemlich komplett. Man kann also abwarten, wann die Kriegs-Rebellen dort die Oberhand haben. Nämlich dann, wenn sich die Meinung durchsetzt, die russische Drohung sei nicht ernst gemeint. Man kann deswegen nur hoffen, dass der deutsche Botschafter Lambsdorff (FDP) bei seiner gestrigen Einbestellung in den Kreml den Russen wenigstens unter Beseitelassen seiner Vorurteile zuhört und danach akkurat Bericht erstattet.

Kanzler (3): Von der Kanzlerpartei traute sich gestern nur ein gewisser Kevin K. an die Mikrophone, um einen Treueschwur zu leisten. Wird man sehen, wie lange der hält, denn merke: Alle vier bisherigen SPD-Kanzler wurden von der eigenen Partei gestürzt.

4. März 2024

Die Büchsenspanner aus der Berliner Blase scharren mit den Füßen: Boris, der Wehrminister, räumt das Taurus-Gespräch seiner Luftwaffenleute ein und meint, man dürfe dem bösen Putin nicht in die Karten spielen. Der grüne von Notz – in der unfassbaren Position eines Vorsitzers des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Nachrichtendienste – will ein internes Fass aufmachen. Ebenso sein christlicher Mitkontrolleur, der selbsternannte Russland-Fahrer Kiesewetter. Jungs, ihr bewegt zwar die Luft, aber die weht am Thema vorbei, denn hier waren die Dienste, soweit ich weiß, überhaupt nicht involviert, jedenfalls die deutschen nicht.

Taurus (2): Die Erkenntnisse aus dem veröffentlichten Offiziers-Palaver sind vielmehr bedeutsam zur Frage von Deutschlands militärischer Hilflosigkeit, denn die Herren erörterten, dass man ohne die Herstellerfirma gar nichts machen könne, und selbst dann, wenn diese mitmache, Monate ins Land gehen würden, bis man die Friedens-Raketen in der Ukraine einsatzbereit habe.

Taurus (3): Zudem bestätigten die taubenblauen Wehrmannen, was Kanzler Scholz bereits rausgelassen hatte, nämlich dass die Briten mit ihrem Taurus-Pendent bereits vor Ort und bei dessen Montage seien. Das entspricht alter britischer Tradition, bei anderen Leuten Kriege zu befeuern. Der Kanzler hatte das vor wenigen Tagen etwas schwammiger ausgedrückt, indem er von unterschiedlichen verfassungsrechtlichen Voraussetzungen sprach. Vor etwa einem Jahr sagte Medwedjew, Putins Mann fürs Grobe, überaus deutlich, sein Land sei in der Lage, London im Bedarfsfalle in einem künstlich erzeugten Seebeben verschwinden zu lassen. Hat an der Themse offenbar niemand ernst genommen. Wer je das Phänomen der flussaufwärts laufenden Wassermassen bei Flut beobachtet hat, macht sich so seine Gedanken.

Ostfront: Wieder ist die seltsame Nachrichtenlosigkeit aufgetreten, während die sog. Experten die Transnistrien-Frage in den Fokus ihrer Glaskugel-Betrachtungen rücken. Andere sehen bereits Charkow, Nikolajew und Odessa in russischer Hand. Die letzten Monate sahen jedoch so aus,, als wollten die Russen zunächst die Gebiete der beiden ursprünglich beanspruchten Oblaste (Donjezk, Lugansk) in der Weise unter Kontrolle bringen, dass sie durch konventionellen Artilleriebeschuss nicht mehr erreicht werden können.

Ostfront (2): Jetzt kommt die Schlammperiode. Das ist sicher. Auch kommt keine ukrainische Gegenoffensive. Das ist ebenso sicher. Auch keine französische.

3. März 2024

Mit der Weigerung von Scholz, Taurus-Raketen und Erdkamptruppen in die Ukraine zu senden, steuert Deutschland in eine handfeste Kanzlerkrise. Hinter den Kulissen zählen die US-Einflussagenten an den Knöpfen ab, wie sie ihn stürzen können. Bleiben zwei Wege: SPD-intern oder konstruktives Misstrauensvotum. In beiden Fällen benötigt man einen neuen Kanzler und für diesen die Kanzlermehrheit.

Taurus (2): Derweil debattieren führende Luftwaffenoffiziere Lieferung und Treffgenauigkeit der deutschen Marschflugkörper. Bei der Gelegenheit erfährt die Öffentlichkeit, dass wir von der Wunderwaffe der Führerin maximal 100 Stück besitzen. Dass wir es überhaupt bemerken, verdanken wir dem russischen Abhördienst.

2. März 2024

Neinnein, die Einflussoperationen amerikanischer Oligarchen sind nichts als Verschwörungs-Gerede. Beispiel Deutsche Bank. Ich kupfere die Pressemitteilung ohne Kommentar ab: „Eveline Y. Metzenübernimmt ab Mai die Position des Head of Government & Public Affairs Germany bei der Deutschen Bank. Sie folgt auf Sven Afhüppe, der zum Ende des letzten Jahres das Unternehmen verlassen hat. Eveline Y. Metzen arbeitete in gleicher Funktion zuvor seit 2020 für Google. Davor fungierte sie als General Manager der American Chamber of Commerce in Germany und als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Atlantik Brücke.“

Transatlantisches (2): Das Impeachment gegen Joe Biden schreitet munter fort. Gestern war Sohn Hunter zum Vorsingen vor den Kongress geladen. Er stritt jegliche Beteiligung seines Vaters in die eigene Verstrickung mit dem ukrainischen Gas-Multi Burisma ab.

Transatlantisches (3): Das passt mit anderen Aussagen kaum zusammen, vor allem mit jener eines Ex-FBI-Agenten nicht, der mitgeteilt hatte, Vater und Sohn seien von Burisma mit je 5 Mio. Dollar geschmiert worden, um den Generalstaatsanwalt der Ukraine aus dem Amt zu kippen, der gegen den Gasriesen zu Ermittlungen geschritten war. Dass Biden als Vize den ukrainischen Präsidenten erpresst hatte, den Chefermittler in die Wüste zu schicken, damit hatte er sich vor etlichen Jahren in einem denkwürdigen Vortrag selbst gebrüstet. Dass dem eine Honorar beigegeben war – ob vorher oder hinterher, ist noch offen –, war allerdings eine Sensation. Bidens Unterstützer im Kongress behaupten nunmehr, sein Tun war dem Kampf gegen Putin geschuldet. Geht’s noch ein bisschen irrer?

Transatlantisches (4): Wunderkind Musk hat Wunderkind Altman verklagt, dessen Künstliche Intelligenz-Organisation angeblich gemeinnützig ist. Man habe durch die enge Verbindung mit Microsoft und deren 12 Milliarden-Spritze die Regeln des Non-profit verletzt. Das wird teuer, egal, wie es ausgeht. Ich habe mich schon immer gewundert, dass das Einsacken von Milliarden ohne Profit möglich ist. Aber ein tolles Steuersparmodell ist es allemal.

1. März 2024

Er verabschiedete den Monat gestern, den er durch fortlaufende Schlagzeilen bestimmt hatte, mit einem Paar hässlicher goldener Schuhe in der Hand, den Never Surrender Sneakers, den Gib niemals auf Tretern. Die Sonderserie in einer Auflage von 1000 Stück war innerhalb von Minuten ausverkauft. Tja, Amerika ist groß und so weiter.

Kleine Stückzahlen (2): Rembrandt stellte von seinen Kupferstichen bis zu maximal drei Stück pro Arbeit her. Verkauft wurde zu seinen Lebzeiten fast nichts davon. Jetzt steht man staunend mit der an der Kasse ausgehändigten Lupe vor den Exponaten, die im Kunsthaus zu Apolda aufgehängt wurden. Jedes Bild ein Kosmos aus der Zeit des Künstlers. Man muss nur dicht genug an die winzigen Formate herangehen und genügend Muße haben. Alles was ich an ebenso großartigem wie großformatigem vor meinem inneren Auge hatte, wurde verdrängt. Ich kann mich kaum sattsehen. Erst die Kälte vor der Tür sorgt wieder für das Eintreten ins Gewohnte.

Kleine Stückzahlen (3): Hier im Zwergstaat wollen die Hochschulen die kommenden Wahlen in genau 6 Monaten dadurch im woken Sinne beeinflussen, indem sie ihre Studenten (neudeutsch: Studierende) zur Verlegung ihres Hauptwohnsitzes veranlassen. Sie loben hierfür ein Handgeld aus. Im Mittelalter nannte man diese Art der Bestechung bei der Kaiserkür eine Handsalbung.

Handsalbung (2): Der jetzige Initiator heißt von Scheven. Er lehrt an der Bauhaus-Uni, hier in Schilda. Ich wüsste mal gerne, wo der gegen rechts kämpfende Professor (neudeutsch: der Lehrende) das Geld hernimmt. Stammt es wider Erwarten aus der Hochschulkasse, was der Herrgott verhüten möge, sollte man mal über Haushaltsuntreue nachdenken.

29. Februar 2024

Es ist offenbar das Schicksal von kommunikativen Leuten, dass sie unter den Bedingungen elektronischer Vervielfältigungsmethoden in sog. Verteiler hineingeraten. Mir geht es ebenso, ich verteile und werde verteilt. Ein Kick auf virtuelle Adressen genügt.

Klick (2): Schreibt mir der bis dato unbekannte S.T., meine Bücher seien schwer zu bekommen und zudem extrem teuer. Ich möge ihm daher die Sachen auf pdf zusenden. Bedanke mich für das Interesse und rege an, am kommenden 29. Februar noch einmal nachzufragen.

28. Februar 2024

War zu erwarten: Die Pressekammer des Landgerichts HH hat von den Lügen, die von Correctiv über Vosgerau und andere und deren angebliche Deportations-Geheimversammlung verbreitet wurden, zu retten versucht, was zu retten war, indem sie Tatsachenbehauptungen in Meinungsäußerungen ummodelte, aber es gelang nicht durchweg, und jetzt kommt‘s: Die Lügner konnten für die Richtigkeit ihrer Behauptungen keinen einzigen gerichtsverwertbaren Nachweis vorlegen. Fazit: so sind auch nach dem leicht gewöhnungsbedürftigen Hamburger Recht die Behauptungen frei erfunden, und die Lüger können als Lügner bezeichnet werden. – Bleibt abzuwarten, was das OLG Hamburg von den angeblich erlaubten Meinungsäußerungen übriglässt. Ich vermute man, nicht viel.

Correctiv (2): Mein Eintrag ist nicht als Jubelmeldung misszuverstehen, denn der beabsichtigte Schaden wurde im überreichen Maße angerichtet. Die Täter dürfen auf Belohnung hoffen, sobald etwas Gras über die Sache gewachsen ist.

27. Februar 2024

Es ist eigentlich kein Novum: Führungsfiguren der US-Streitkräfte setzen sich seit geraumer Zeit argumentativ vom Ukraine-Konflikt ab. So neuerdings Joe Buccino, ehemals in der Kommando-Behörde Centcom, mit einem Namensartikel für The Hill in Washington DC: Die Bataille sei militärisch nicht mehr zu gewinnen. Das „nicht mehr“ ist eine Art Selbstschutz, denn vor einem Jahr noch war man offenbar ganz wirklichkeitsfremd anderer Meinung und berauschte sich an den selbsterzeugten Siegesmeldungen einer herbeiphantasierten großen Gegenoffensive.

Ostfront (2): Ich füge hinzu: Die beiden im Donbass gelegenen Industriestädte Bachmut-Artjomowsk und Avdiivka-Awdejewka zu Symbolen der ukrainischen Sache aufzublasen und Bis-zum-letzten-Mann–Befehle zu erteilen, war ein schwerer Führungsfehler. Die psychologischen und die Mannschafts-Verluste sind sehr wahrscheinlich nicht wiedergutzumachen.

Ostfront (3): Die Nachrichten aus dem Innern des politischen Kiew sind so widersprüchlich, dass im Moment nicht zu erkennen ist, wer dort wirklich das Sagen hat. Vielleicht keiner.

Ostfront (4), am Rande bemerkt: Nach wie vor tragen die russischen Streitkräfte als Erkennungszeichen das lateinische „Z“.

Zu Hause: Ich kaufe beim Aldi einen 300 mm verstellbaren Schraubenschlüssel, der wunderbar in der Hand liegt. Aber rätselhaft finde ich schon: Die Aufschrift ist Holländisch, Geproduceerd in China, der Hersteller sitzt in Wuppertal.

Wuppertal (2): Die Stadt war vor wenigen Tagen in mein Blickfeld geraten, weil nach den div. Meldungen ein Großeinsatz der Polizei am Dörpfeld-Gymnasium stattfand. Stundenlang war der Grund nicht zu erfahren, bis durchsickerte, dass bei einem Messerattentat etliche Schüler verletzt worden seien. Kein Täter, nix? Ach so, es war ein Einschüler, polizeibekannt, er wurde nicht einmal erschossen. Mehr muss man nicht wissen. Schließlich lese ich, die Schule sei mit Psychologen unterversorgt. Aha. Zu meiner Gymnasialzeit gab es keinen einzigen.

26. Februar 2024

Am Kampf mit den südamerikanischen Drogenkartellen ist so manch einer gescheitert. Eigentlich alle, die es ernsthaft versuchten. Das gibt Hoffnung, wo es nun die sympathische Nanzy F. in Angriff nimmt. Losgeflogen ist sie wenigstens schon mal. Da ist es verständlich, dass die Drogen-Bosse zittern. Es kann nicht mehr lange dauern, bis wir die passenden Siegesmeldungen in der SPD-Presse serviert bekommen: Nanzy knipst in Medellin das Licht aus. Oder so. – Nebenbei: Hatten dieselben Politiker nicht gerade eben erst die Rauschgift-Freigabe beschlossen?

Übern Teich (2): Das Koch-Netzwerk mit Sitz in New York beendet die finanzielle Unterstützung der Trump-Gegenkandidatin Nikky Haley, nach dem diese nicht einmal in der Lage war, in ihrem Heimatstaat South Carolina den Gegner bei den Vorwahlen zu schlagen. Jetzt kann sie reden, was sie will, sie wird in Kürze nicht mehr zu hören sein. So funktioniert die Waffenlobby nun mal. Geld gegen gute Aspektanzen.

Übern Teich (3): Nahezu unbemerkt sammelt Robert Kennedy auf Hawaii die nötigen Unterstützerunterschriften für die Präsidentenkür einer Partei We The People (Wir, das Volk). Es ist nicht das erste Mal, dass ein Dritter bei den Präsidentenwahlen das Zünglein an der Waage wird. Die Frage lautet lediglich: Wem der beiden Großen wird er mehr schaden. Das weiß derzeit keiner, aber es gibt einflussreiche (= reiche) Leute, die es sich ausgerechnet haben. Die sind zur Zeit noch nicht zu erkennen.

25. Februar 2024

„Wenn wir Putin in der Ukraine nicht stoppen, wird der weitergehen [If we don’t stop Putin he will keep going],“ so die sympathische stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland bei CNN. Klar, dass sie so redet. Sie sieht ihr Lebenswerk vor dem Aus.

Kriegführen macht Spaß (2): „Wenn wir jetzt nicht abhauen, müssen wir alle ins Gras beißen [If we now not up knock, must we all in the gras bite],“ hätte die sympathische deutsche Außenministerin angesichts einer russischen Aufklärungsdrohne bei einem sog. Frontbesuch in der Ukraine gesagt haben können, um ihre prompte Flucht zu begründen. Das Kriegsmotto der Grünen lautet bekanntlich: Vorwärts du Feigling, lass mich hintern Baum.

24. Februar 2024

Dass sich all die Trump-Frauen zum verwechseln ähnlich sind, fiel mir schon so manches Mal – man vergebe mir die Offenheit – ins Auge. Doch es gibt auch Unterschiede. Lara, die Schwiegertochter, tritt so auf, als wolle sie zum Ausdruck bringen, dass sie eigentlich gar nichts anhaben müsste. Bitte kein Neid auf den billigen Plätzen.

Während sich auf der amerikanischen politischen Bühne alles versammelt, was reich und schön ist, trifft sich in Sankt Petersburg, was reich und mächtig ist. Das Motto der dortigen: Kampf gegen den US-geführten Neokolonialismus. Es gibt genügend viele Afrika-Chefs, die das sympathisch finden. Jetzt droht der Wertewesten diesen mit Wirtschaftssanktionen. Jungs, das ist keine besonders gute Idee, denn diese Typen sind eitel. Und sie sind clever. Und sie sitzen auf unvorstellbaren Vorräten von wertvollen Dingen.

Alptraumhafte Nachtlektüre: Nach einem Umweg erneut auf Egon W. Kreutzers tägliche Chronik der Arbeitsplatzvernichtung gestoßen (https://egon-w-kreutzer.de/gut-und-schlecht-wirtschaft-und-zahlen, und vor allem das zugehörige Archiv). Da ist sie ohne Wenn und Aber dokumentiert, Firma um Firma, Arbeitsplatz um Arbeitsplatz: Die mutwillige Zerstörung der deutschen Wirtschaft, veranlasst von fremdgesteuerten Ideologen und deren devotem Hofstaat. Diese Leute müssen weg, es ist unaufschiebbar.

23. Februar 2024

Jetzt haben die Kriegstreiber Schiss. Keine Taurus-Marschflugkörper für die Ukraine, sagt der Bundestag gestern mehrheitlich. Nur CDU und Grüne wollen, dass es endlich so richtig knallt. Merke: Hier merkelt Herr Merz.

Kriegstreiber (2): Auch die katholische Bischofskonferenz will seit gestern gegen den bösen Iwan zu Felde ziehen. Das Segnen der Waffen hatten wir meines Wissens letztmalig im Sommer 1914. Nebenbei: Denke mal, dass dies eine Ersatzhandlung ist, nachdem der Papst den deutschen Klerikal-Funktionären das Nachdenken über das Absterben der Kirche verboten hatte.

Kontaktschuld: Im September folgte ich einer Einladung zur Buchvorstellung ins Schloss Döbbelin bei Stendal. Hausherr Alexander von Bismarck, den ich bis dato nicht kannte, ist der Herausgeber des Sammelbandes „Begegnungen zwischen Deutschen und Russen“. Jetzt lese ich, dass die Hansestadt sich anschickt, auf dem Bismarck-Anwesen nicht mehr wie bisher Trauungen zuzulassen, da dieser im November an dem von den staatlich subventionierten Desinformanten der Firma Correctiv herbeigelogenen Geheimtreffen teilgenommen habe (à la Wannsee 2.0). Wat nu? Nix is. Ich erkläre gerne öffentlich, dass ich Bismarck für einen nüchtern denkenden und zudem charmanten Mann kennengelernt habe, und beabsichtige, die Bekanntschaft weiter zu pflegen.

22. Februar 2024

Die Stadt Hermsdorf liegt im Thüringer Holzland. Manche sagen auch am Hermsdorfer Kreuz (A 9 – A 4). Man sieht und hört es. Jetzt wird es auch noch mit Windmühlen zugepflastert. Aller Bürgerprotest war vergeblich. Die Kommune, so beschied jüngst das Bundesverwaltungsgericht, sei nicht klagebefugt. Zack erledigt, Fall vom Tisch. Hörten diese Richter je vom Subsidiaritätsprinzip? – Auch noch dies ins Stammbuch der buntschillernden Robenträger zu Leipzig: Jeder alberne Umweltverband von verwirrten fremdfinanzierten Lobbyisten ist klagebefugt, nur nicht die gewählte Vertretung der Bürger. So funktioniert sie, die Rätedemokratie.

Holzweg (2): Zur Bürgerversammlung vor dem Stadthaus erschien auch der frischgebackene Werte-Parteichef Maaßen. Er hatte am Wochenende in Bonn sein Tun mit einem tollen Selbsttor begonnen, indem er verkündete, sein Lieblings-Koalitionär sei die CDU. Hä? Prompt verließen zwei seiner Zugpferde die Karawane, bevor sie noch richtig in Bewegung gekommen war, die Herren Krall und Otte.

Holzweg (3): Gestern in Hermsdorf drückte er sich etwas geschickter aus, nannte die Union nicht explizit, dafür aber die AfD. Ja, da war er halt im Osten, wo sich die Christunion in einem rasanten Schrumpfungsprozess befindet.

Holzweg (4): Sagte Maaßen kurz Guten-Tag. Na, wenn das kein Verdachtsfall ist. In der rauen und ziemlich kalten Wirklichkeit begegneten wir uns persönlich zum ersten Mal, denn als er ins BMI eintrat, sagte ich dort gerade Adieu.

21. Februar 2024

Nur noch selten kümmert es mich, was die Wohlmeinenden auf ihren Plattformen zum besten geben. Doch das hier fiel mir auf: „Ampel und Union streiten aktuell um das ‘Wachstumschancengesetz‘. 18 Wirtschaftsverbände haben sich jetzt mit der Bitte an die CDU gewandt, den Weg für das Gesetz frei zu machen. Die Debatte zeigt, wie wenig die Wirtschaft FDP, SPD und Grünen tatsächlich wert ist.“ Der Text ist dem Hauptportal von Tichy gestern Morgen entnommen. Er zeigt die ganze Schräglage, ja die Nutzlosigkeit der sog. Alternativen, die für die Rückkehr der CDU trommeln. Leute, habt ihn nicht mitgekriegt, dass die Christen es mit den Grünen treiben wollen? Das bedeutet: Fortsetzung der Zerstörung der Wirtschaft, Tanz um den Klima-Popanz und Krieg mit Russland. Habe ich was vergessen? Ach so: die Wirtschaftsverbände. Sie wollen den Subventionsstaat.

20. Februar 2024

Er, der Einmann, sagt: „Bück dich Schlampe.“ – Nur nebenbei bemerkt: Das ist deutsch. Wer hat ihm das beigebracht?

Auch rätselhaft: „Bereits das Lächeln der Mona Lisa könnte als Verhöhnung des Staates aufgefasst werden“ (den Leserbriefen der Zellerzeitung entnommen). Immerhin: Ich habe mich darüber frühmorgens am Schreibtisch in einem Maße amüsiert, dass eine Online-Durchsuchung gerechtfertigt erscheinen mag. Tatvorwurf: Innerer Reichsparteitag.

Reichsparteitag (2): Der von der Werteunion soll auf dem Rhein stattgefunden haben. Dessen gesichert rechtsextremer Vorsitzer firmiert jetzt in den einschlägigen Überwachungsakten als Reichswerteführer.

Fazit: Wenn der Tag schon so beginnt, kann der Rest nur besser werden.

19. Februar 2024

Im großen und guten Amerika besinnt sich die Propaganda auf die Schlacht im Atlantik, als man gegen deutsche U-Boote ab 1943 letztlich erfolgreich zu Felde zog. Die späteren Kriege des Hegemons – sieht man einmal von der Besetzung des Inselstaates Grenada ab – waren nicht von derartigem Erfolg gekrönt.

Krieg im Atlantik (2): Anders als der Buchdeckel es glauben machen will, begann dieser Krieg gegen das Deutsche Reich bereits 1939 mit der Anweisung Roosevelts, deutsche U-Boote in geeigneten Fällen zu rammen. Dem erstaunt lauschenden britischen Monarchen erklärte der US-Präsident, man müsse halt abwarten, was dann geschehen werde. Es geschah nichts, bis der deutsche Diktator, die Nerven verlierend, im Dezember 1941 den USA den Krieg erklärte – es war ein blödsinniges Geschenk, im Weißen Haus rieb man sich die Hände.

Selbsttor im Überschwang der bayerischen Verhältnisse: Die freie Wähler schließen beim Bundesparteitag jegliche Zusammenarbeit mit der AfD aus. Also Eintritt in die Volksfront? Bei den Wahlen im Osten werden sie dieses Jahr die Quittung für ihre westliche Weltferne kriegen. – Strategische Köpfe sind und bleiben Mangelware.

Die Leute wollen betrogen werden. Das deutsche Sprichwort zu verstehen, muss man mehrere gedankliche Umwege gehen. Denn natürlich kennt niemand jemanden, der betrogen werden will. Und dennoch…

18. Februar 2024

Ostfront: Die Eroberung von Awdejewka durch die Russen nach Wochen der Umfassung und Belagerung wird mit Tagen der Verzögerung im Westen als „ukrainische Truppen ziehen sich aus Avdiivka zurück“ gemeldet.

Ostfront (2): Amerikas Mannen im Kiewkrieg, die Herren Scholz und Selenskyj, posieren gemeinsam vor der Kamera, um den nächsten Waffen- und Munitionsdeal zu feiern. Weitere Milliarden zum Fenster raus. Nun, Demokratie à la Washington ist nicht umsonst zu haben. Früher hörten wir als Zwecklüge, Deutschland werde am Hindukusch verteidigt, jetzt ist es der Dnjepr.

Ostfront (3): Wenn denn in fünf Jahren, also in der Zeit, wo der Herr Scholz die Bundeswehr kriegstüchtig haben will, immer noch von der demokratie-brüderlichen Ukraine die Rede sein sollte, was ich bezweifle, würde der Dnjepr wohl durch den Dnjestr ausgetauscht sein. Und das nicht wg. Umbenennung des Flusses Dnjepr.

Ostfront (4): Polen sind Polen sind Polen. Der alt-neue Mann in Warschau, der polnische Donald, will auch fürderhin keine Emigranten in seinem Land haben. Die Eurokraten reiben sich erstaunt die Augen, weil sie nicht auf dem Schirm hatten, dass die Polen halt Polen sind. Als nächstes werden sie, die Eurokraten, versuchen, die Polen mit dem Zurückhalten deutscher Euros auf Vordermann zu bringen suchen. Das Spiel kennen wir schon. Es wird erst aufhören, wenn die Deutschen zahlungsunfähig sind.

Ostfront (5): Die Gerüchte über die Todesursache des in Russland eingesperrten Nawalnij spiegeln die ganze Breite der west-östlichen Propaganda. Wenn, wie am Hort der Demokratie, in München, vielfach behauptet, der Herrscher im Kreml das veranlasst haben sollte, ist er nicht bei Trost. Bei seinem letzten Interview wirkte er jedenfalls nicht so.

17. Februar 2024

Die Klimaterroristen (Letzte Generation) wollen ins EU-Parlament. Sie können sich auf bewährte Vorbilder stützen, nämlich die Grünen, deren RAF-Terroristin Brigitte Heinrich diesen Schritt in den 1980er Jahren vorexerzierte.

Wenn nunmehr der Ex-Outsider Thilo Sarrazin für den Krieg gegen Russland öffentlich plädiert, zeigt er, dass seine Fähigkeit im Umgang mit Statistischem offenbar überschätzt wurde. Mir waren solche Zweifel bereits gekommen, als er den Kampf gegen die herbeiphantasierte menschengemachte Erderwärmung in seine Anweisungen über die als notwendig erklärten politischen Handlungen hineinstrickte. Merke: Jede brillante mathematische Exegese wird Mist, wenn die Basiszahlen nicht stimmen. Jetzt fehlt nur noch, dass er den wirtschaftlichen Nutzen der Flutung Deutschland vorrechnet, dann ist er wieder auf Linie.

16. Februar 2024

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung macht von sich Reden. Gut so, denn das ist seine Aufgabe. Dass er diesmal die nichtärztlichen Berufe des Nazitums bezichtigt, weil deren Gesetzesregelungen aus dem Jahre 1939 stammen, ist ein weiterer Geniestreich des Berliner Polit-Ensembles zur Erzeugung von echtem Antisemitismus. Was also als Nächstes? Die Mütter? Deren Schutzgesetz stammt aus der nämlichen Zeit. Oder wie wär’s mit den Arbeitern? Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle, gesetzlicher Anspruch auf Mindesturlaub und vieles mehr: alles dito.

Alles Nazi oder was (2): Die Desinformanten von Correctiv rudern weiter zurück, zickzack, und sind bereits am Start vorbei, nachdem sie vor Wochen mit hochgereckten Armen (den rechten) durchs Ziel geschossen waren. Sie lügen so offensichtlich („keine Staatsknete“), dass jetzt selbst die Wohlmeinenden Bedenken äußern: Muss aufgeklärt werden. Nein, muss bestraft werden, denn Lauschangriffe sind strafbar, jedenfalls in D – noch. Mich interessiert eigentlich nur noch: Wer sind eigentlich diese US-Amerikaner personen-genau, die diesen Zirkus finanzieren, denn der böse Putin wird es wohl kaum sein. Kann aber noch werden.

15. Februar 2024

Ich ahnte doch, dass man das Gequatsche über das Putin-Interview noch steigern kann. Die Vier-Namen-Frau mit der Sturmhauben-Frisur tat’s mit der Behauptung: hat überhaupt nicht stattgefunden, ist alles KI. Aber Krieg führen will sie gegen den, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Ich wüsste das nicht, wenn das Autoradio beim Einsteigen nicht plötzlich losgebrüllt hätte. Sah nur zur Bestätigung meines soliden Vorurteils auf das Display: Deutschlandfunk. Das kommt davon, wenn man sein Auto verleiht.

Auch neu: Ich lerne die Existenz der DDR-Meisterin im Handmelken kennen. Kann mir nicht verkneifen, heimlich an deren Hände zu denken.

Pralle Gegenwart: Es wird eine Liste der Treffen mit Correctiv-Funktionären im Kanzleramt veröffentlicht, die – um es mal so zu sagen – Fragen aufwirft. Zum Beispiel die: Wer steuert hier eigentlich wen?

14. Februar 2024

Selbst als Stummfilm witzig: Die Sprecherin des Weißen Hauses Karine Jean-Pierre und der Kommunikations-Koordinator des Nationalen Sicherheitsrats John Kirby. Wüsste man es nicht besser, so könnte man es für eine Veranstaltung in einer der beliebten Erweckungskirchen halten. – Jedoch: Stellt man den Ton an, fehlen der Wechsel- und der Chorgesang und das rhythmische Klatschen.

Nicht mehr witzig: Ein CDUler namens Kiesewetter will den Krieg nach Russland tragen. Muss man nicht kommentieren, auch nicht dass er ein Oberst a.D. ist und ein Bundestags-Abgeordneter.

Vom selben Kaliber: Ampel will Schulden machen, mehr als das Grundgesetz erlaubt, um die desatröse militärische Lage der Ukraine zu ändern. Sind denn die Russen, wie seit zwei Jahren sicher vorhergesagt, immer noch nicht am Ende?

Und das noch: Nanzy F. will mit dem Volk jetzt andere Seiten aufziehen, wenn es nicht bei Fuß gehen will. So macht Faschismus wieder Spaß.

13. Februar 2024

Den Lesern sei Dank: Die Sonnenschirme von gestern a) auf den israelischen Kampfpanzern dienen der Drohnenabwehr schreibt Leser R., und b) die bei den Elefanten dienten der Abwehr von Affen im Dschungel, merkt Leser S. an. Das mit den Drohnen leuchtet mir zur Not ein. Es ist eben schon Jahrzehnte her, dass ich zum letzten Mal aus einem Leo ausstieg und zu Boden sprang – auf den der freiheitlich demokratischen Grundordnung, wie ich damals etwas abstrakt annahm. Das mit den Affen sieht mir eher nach einem Bären aus, den man mir aufbinden will.

Bärendienst (2): Noch immer wabert die Empörung über das Carlson-Putin-Interview durch die Szenerie der professionell Erregten. Trump müsste nicht Trump sein, wenn er nicht noch eins draufsetzte: Wenn denn die Europäer nicht ihren Verteidigungs-Beitrag leisten wollten, würde er sie mit Kusshand den Russen überlassen. Ja, da staunen und zetern sie, selbst die selbsternannten Trump-Versteher.

Rätselhaft: Wohin soll einer steigen, wenn er aussteigen will, wo jetzt alles nur bergab geht.

12. Februar 2024

Wer mit dem Sonnenschirm auf das Schlachtfeld fährt, der zeigt, dass er vor dem Sonnenstich mehr Angst hat als vor den feindlichen Panzerabwehrwaffen. Falls das Bild kein Fake ist, zeigt es über den Krieg im Gaza-Streifen mehr, als tausend Worte dies vermögen.

Sonnenschirm (2): Die Szenerie erinnert an das Auftreten der britischen Kolonialtruppen vor rund 150 Jahren in Indien, wo die Rotröcke auf Elefanten und unter Sonnendächern gegen die Eingeborenen zu Felde zogen.

11. Februar 2024

Es war zu erahnen: Die Debatte über das Putin-Interview von Tucker Carlson hat sich von dessen Inhalt verselbständigt, so sehr, dass ich versucht bin, das, was in Wirklichkeit gesagt worden ist, zu repetieren. Doch das erscheint sinnlos, weil es die Meinungswolke nicht zum Abregnen zu bringen vermag. So bleibt nur, für die eigene Erinnerung Pflöcke einzuschlagen, damit nicht aus dem Blick gerät, was er tatsächlich sagte: Er beschrieb seine Gedanken über Russlands Stellung in der Welt, abgestützt auf seine Sicht auf eine tausendjährige russische Geschichte. Das ist nicht ganz so unbedeutend, wie die Plapper-Interpreten es glauben machen wollen, denn es spricht einer, der über den Quell seines Handelns öffentlich Auskunft erteilt und zugleich die Herrschaft über eine Großmacht in Händen hält, angereichert um die Erfahrung einer zwanzigjährigen Praxis.

Putin (2): Überraschend sind die Äußerungen des russischen Herrschers bestenfalls für diejenigen, die es für überflüssig erachtet haben, seine Grundsatzerklärungen der letzten zehn Jahre zur Kenntnis zu nehmen. Da wurde alles Wesentliche bereits zum Ausdruck gebracht, einschließlich der Verknüpfung des russischen Herrschaftsgedankens mit der eigenen Geschichte.

Putin (3): Man stutzt und lacht, wenn man die Frage erlaubt, wann sich zum letzten Mal ein deutscher Herrscher auf seine Vorgänger berufen hätte. Da klafft eine Lücke von nun beinahe 80 Jahren, orchestriert von einem dumpfen Nie-wieder, was bei Lichte betrachtet auch nichts anderes ist als die Berufung auf den Einen, den man besser – und zu recht – nicht beim Namen nennen will. Aber man stelle sich zum Spaß den Herrn Scholz vor, wie er in Washington DC Karl den Großen erwähnt, oder wenigstens die neue Hoffnung Pistorius, der seine Entschlüsse mit Hindenburg und der Schlacht von Tannenberg garniert. Das wäre zum Schreien komisch. Gewiss.

10. Februar 2024

Man kann nicht alles haben: Der US-Sonderermittler in Sachen strafbarer Umgang mit Geheimsachen durch den damaligen Vizepräsidenten Joe Biden hat sein Tun mit einem 400-Seiten-Bericht an den Justizminister beendet. Doch die Freude darüber, dass gegen den Delinquenten und jetzigen Präsidenten nichts zu unternehmen sei, ist den führenden Demokraten im Halse stecken geblieben, denn die Begründung ist diese hier: Der Mann sei übermäßig gealtert, bringe selbst Selbstverständliches durcheinander, mithin: er sei nicht zurechnungsfähig.

Zurechnungsfähig (2): Derweil war der Herr Scholz zu seinem dritten Befehlsempfang nach DC beordert worden. Der Amtsinhaber hielt den Angereisten für Helmut Kohl, und was er von diesem wollte, weiß niemand so genau. Jedenfalls erfährt man nichts als Vermutungen, und die lauten so: Deutschland muss von den USA die Rolle des Zahlmeisters der Ukraine übernehmen. Dass auch die Befehlsgebung abgetreten wurde, kann man hingegen ausschließen. Wieder kommen die Grundsätze der Thomas Morus zum Einsatz: Lass Minderwertige für dich kämpfen. Nunmehr ergänzt durch das Zwischenschalten des Tributpflichtigen.

9. Februar 2024

Sündenbock: Selenskyj hat gestern den ukrainischen Oberbefehlshaber Salushnyj entlassen. Der hatte im Herbst unüberhörbar Kritik an der politischen Kriegführung des Landes geübt, die für den Präsidenten nicht schmeichelhaft war. Doch für die Entlassung des Aufmüpfigen fehlte offenbar das grüne Licht aus Washington. Dort hatte man überlegt, den erfolglosen Kriegspräsidenten durch den General zu ersetzen. Das scheint sich erledigt zu haben.

Sündenbock (2): Ersatzmann für Salushnyj wird ein General namens Syrsky. Dem werden die Siege 2022 an der Nordfront zugeschrieben. Wir erinnern uns: Seinerzeit hatten sich die Russen vor Kiew und Charkow nach Nordosten bzw. Osten zurückgezogen. Das war im Westen als großer Sieg gefeiert worden. In Wirklichkeit ein taktisches Manöver.

Laienspielschar: Das Russenöl in Schwedt zum Jahreswechsel 2022/23 abzudrehen, war leicht. Passendes Öl in die Raffinerie zu pumpen, ist eine ganz andere Nummer. Jetzt versuchen Habeck & Co die Schuld auf den russische Eigner Rosneft abzuwälzen und planen nun dessen endgültige Enteignung. Doch ach: Auch Lieschen Müller kann die Anlage nicht ohne geeignetes Öl betreiben. Vom großen Getöne des letzten Jahres, dass die Polen oder die Windbarone die Anlage übernehmen würden, hört man nichts mehr. 

7. Februar 2024Die Hetzmeute kann man allenthalben beobachten. Da ist der Lynchmob nicht mehr fern.
Frizze M. will nun doch mit den Grünen ins Bett. Besser kann man einen Aufruf zur Wahl der AfD kaum formulieren.
Star-Journalist Tucker Carlson interviewt den Erzschurken P. in Moskau. Der Wertewesten hält die Luft an, dann, nach der Schrecksekunde, brabbelt alles durcheinander. Besser kann man die Neugierde kaum wecken. Das Ergebnis ist das, was man schon vorher wusste: Der Mann ist ein Fuchs. Für den American Football allerdings interessiert er sich nicht. Das Gegenteil hätte niemand geglaubt.

Als Hans Holbein der Jüngere vor 500 Jahren den britischen Politiker Thomas Morus malte, konnten beide nicht ahnen, dass diesem der Kopf schon bald vor die eigenen Füße rollen würde, der Kopf, der die Utopia erdacht hatte, das Machtmuster der Seemächte, das noch heute Gültigkeit beansprucht. Ich bewundere die Kunst des Malers. Nach ihm kam nur noch die Photographie. Und danach das Selfie.

4. Februar 2024
Der Wendegewinner oder: Mancher outet sich erst spät. So der Edeka-Multi Peter Simmel aus dem Bayerischen, der auch in Sachsen und im Thüringischen seit 1990 etliche Märkte betreibt. Rief jetzt in seinen jüngsten Wochenprospekten, aber nur in jenen jenseits der Zonengrenze, mit einem roten Aufdruck zum Kampf gegen rechts auf: „Für Demokratie gegen Nazis“. Da hatte er nicht mit den Kunden gerechnet. So in DD, wo unbekannt Gebliebene zum Scheineinkauf vorbeikamen, die Wagen mit Waren füllten, alles stehen ließen, danach wieder gingen. Jetzt ruderte der aufrechte Antifaschist wieder zurück: „Nur weil man gegen die jetzige Regierung ist, ist man selbstverständlich nicht automatisch ein Nazi“. Sondern wann?
Gegen Nazis (2): Der arme Simmel lebt jetzt in Chemnitz, schreiben die Postillen. Fehlt nur noch, dass er von Hetzjagden fabuliert. – Die Gedanken wandern unwillkürlich zurück an diese aufgeblasenen Typen mit den gewaltigen C-Netz-Telefonen, die sie vor allem in den Kneipen nicht missen mochten.
Gegen Nazis (3): Unfreiwillige Scherze sind die besten. So klemmt – er geht partout nicht zu – der rechte Vorhang in der Semper-Oper zu Dresden. Der rechte Vorhang. Man denke nur. Es bleibt zu sehen, was bedeckt werden sollte. Das wird eine Untersuchung beim Bühnenpersonal zur Folge haben. Hoffe ich doch. Allerdings lacht kaum keiner, als ich anmerke: Das ist der Kampf gegen rechts.

2. Februar 202450.000.000.000 € für Selenskyj & Co, beschließt die EU. Was soll damit bezahlt werden? Keiner weiß es, und niemand sagt, wie lange das reichen soll. Klar nur: das muss noch gedruckt werden. Unklar hingegen, woher die Bundesregierung die Legitimation nahm, dem zuzustimmen. Nur zur Erinnerung: Sie hat keinen rechtmäßig gültigen Etat. – Weiß schon, das sind kleinliche Einwendungen, typisch Verfassungsjurist, denn merke: Große Zeiten verlangen große Taten und nicht das kleinliche Blättern im Regelwerk.
Ostfront (2): Es findet eine transatlantische Verschiebung statt. Das klamme Amerika schickt die Europäer an die Front. Noch ist es nur die Bezahlfront, dabei wird es kaum bleiben.
Ostfront (3): Es ist unüberhörbar, die Sprache des Kalten Krieges kehrt zurück und mit ihr der altböse Feind. Er lauert hinter jedem Computer-Knoten. Sagt das Auswärtige Amt. Dachte, die machen jetzt einen auf Feminismus.

1. Februar 2024Alle gegen Nazis. Das ist beruhigend, denn dann gibt’s keine solchen mehr. Is doch logo. Ächt jetz.

Alle gegen Nazis (2): Das gleichnamige Musikvideo entdeckt. Das ist der Hammer. https://www.youtube.com/watch?v=a6OEv0SlUDU. 4 Minuten gelacht.

31. Januar 2024
Wie sieht es aus, wenn man jemandem beim Denken zusieht? So! In diesem Fall ist es dem Standbild, das schon ein Jahr alt ist, nicht auf ersten Blick anzusehen, wie der Denker sein Bemühen in das mühsam erinnerte Schulenglisch überträgt. Deutlich ist jedoch, dass das Gesicht noch nicht von den friesischen Fähr-Hetzjagden geprägt ist. Um das Publikum zu bestrafen, wurde der Wirtschaftsweise dieses Jahr in Davos, wohin er zur Befehlsausgabe der Eliten geeilt war, in einen besonders kleinen Raum eingewiesen, so dass mir entgangen ist, was er sich diesmal gedacht hat. Er soll aber wieder auf freiem Fuß sein – vermutlich in rascher Talfahrt.

H. Beck (2): Diesmal ist er ins Gerede der Nicht-Wohlmeinenden geraten, weil er sich über die Auflösung Deutschlands geäußert haben soll. Das würde sein Tun vortrefflich zusammenfassen. Keine Überraschung. Was seine Co-Pilotin in den Alpen anrichtete, interessiert offenbar niemanden mehr. So muss ich stattdessen in die Zeller Zeitung sehen. Da steht: „The German Outer Ministress: OMG! That can you not bring.”

30. Januar 2024
Notker der Stammler (ca. 840-912) war niemals deutscher Außenminister. Schon deswegen nicht, weil diese Position zu seinen Lebzeiten nicht zu vergeben war. Es war mein Deutschlehrer, der diesen Dichter so oft erwähnte, dass er soeben in meiner Erinnerung auftauchte. Unbegreiflich, welche Verknüpfungen mit einem deutschen Staatsamt mir sogleich durch den Kopf ging.

Erhalte eine Kopie der Einbürgerungsurkunde von Willy Brandt aus dem Jahre 1948, die im Moment ihre Runde durchs Internet dreht. Die Leute machen Witze, dass er ein früher Reichsbürger gewesen sei. Das ist drollig, in der Tat. Alles andere ist Mumpitz. Die Rückgabe der deutschen Staatsbürgerschaft, die ihm im Dritten Reich entzogen wurde, war nach dem Krieg notwendig, wenn er in Deutschland öffentliche Ämter ausüben wollte und sollte. Mit Letzterem zu beginnen: die Besatzungsmacht konnte die einschlägigen Weisungen erteilen. Ob sie es tat, ist das eigentlich Interessante. Darüber teilt die Urkunde nichts mit.

Der Saale-Orla-Kreis in Thüringen bleibt – wenn auch knapp – antifaschistisch. Gott sei Dank, pardon, CDU sei Dank. – Es setzte sich mit geballter Kraft der Voll- und Halbsozis die CDU-Funktionärin gegen den Handwerksmeister durch. Das Ergebnis spiegelt wider, dass die arbeitende Bevölkerung in Deutschlands in der Minderheit ist. Der Satz Verachtet-mir-die-Meister-nicht gilt nicht an der Saale hellem Strande.
Die Gleichheit der Frau(en) als Auswahlproblem: Rate mal, wer aus der Trump-Sippe diejenige ist, die man jetzt häufig an seiner Seite sieht. Keine, jedenfalls keine Ehefrau, Tochter oder Schwiegertochter. Aber seine Anwältin Clara Habba. Wie macht er das nur? Da muss irgendwo ein Nest sein, auf das er Zugriff hat und nimmt.

Frauen (2): Ähnliche, wenn auch nicht dieselben Gedanken machte ich mir stets bei der Betrachtung der diversen Damen, die dem dänischen Königshaus attachiert wurden. Sie stammen alle, so erkläre ich mir das, aus dem australischen Prinzessinnen-Versand.

29. Januar 2024
Mit gutem Gewissen – so folgere ich aus den einander widersprechenden Verlautbarungen – rühmen sich der Chef des Verfassungsschutzes und die Desinformations-Plattform Correctiv der Begehung einer Straftat, wie es der Lauschangriff auf die sog. Geheimkonferenz in der Nähe von Potsdam nun mal eine ist. Das Zusammenwirken beider liegt nach deren Eigenaussagen für mich auf der Hand. Falls das stimmt, handeln sie so, weil sie sicher sind, dass ihnen keine Strafe droht. Meister Haldenwang setzt noch eins drauf: Man habe bereits zuvor von der Sache und ihren Teilnehmern genau gewusst. Und dann das Wissen an private Dritte durchgeschoben? Noch eine Straftat. Sein Stolz überschreitet die Grenze zum Hochmut.

Zusammenwirken (2): In den Staaten versuchen die beiden Staatsparteien des Kongresses die Finanzierung des Ukraine-Krieges und die Grenzsicherung Richtung Mexico miteinander zu verbinden. Das Signal des Senats an den Präsidenten: Du darfst weiter Krieg spielen, wenn du den Zustrom ein wenig drosselst. Derweil droht Biden dem weiterhin aufmüpfigen Texas.
„Aus Respekt vor den russischen Verlusten haben sich die Ukraine-Kämpfer weiter zurückgezogen“ (aus den Leserbriefen der Zeller-Zeitung). Da steht zudem: „Auch an diesem Wochenende demonstrieren wieder Milliarden Menschen gegen Rechts. Dies geht aus der neuesten Höherrechnung des ZDF hervor…“ 

28. Januar 2024
Man kann nicht alles haben: Die Hoffnung von Mainstream beim Kampf gegen rechts hat ihren Gründungsparteitag. Sahra, die Hoffnungsträgerin, verspricht sich was (und damit auch der Wählerschaft) vom Spagat der Erhöhung des Mindestlohns und der gleichzeitigen Hätschelung des Mittelstandes. Letzteres nannte man unter Lenin in dessen späten Spätphase NEP (sprich Nepp), im Langform: Neue Ökonomische Politik. Was daraus letztlich wurde, ist nicht bekannt, nur, dass sie wieder alsbald abgeschafft wurde, weil sie dem Dogma widersprach.

Ach Sahra (2): Der rosa Elefant steht mitten im Raum. Er hört auf den Namen schrankenlose Einwanderung ins gelobte Land. Diejenigen, welche die weitere Flutung nicht wollen, werden deswegen die AfD und nicht die Mainstream-Hoffnungsträgerin wählen, da mag der Rest vom Parteiprogramm Schnittflächen mit den Blauen haben, wie er will. Wird nix. Die Wahlen im Osten, wenn sie denn überhaupt dieses Jahr stattfinden, werden es erweisen. Ich weiß, ich wiederhole mich.

Ach Sahra (3): Zum ersten und einzigen Mal sah ich sie ziemlich zufällig 1991 in Berlin, Ex-Ostberlin. Ich war überrascht amüsiert über die jugendliche Radikale aus längst vergangen geglaubten Zeiten und spottete mit meinen Kumpels in nächtlicher Runde im Café Clara (Hinterhof der Ex-Zensur-Behörde der gerade verblichenen DDR). Es entstand in der Dienstewelt hieraus ein Gerücht. Was auch immer es war, es war Blödsinn. Ich sah sie einmal aus naher Distanz und danach nie mehr, weder nah noch fern.

Man kann nicht alles haben (2): Der Robert hat in den letzten 2 Jahren auf das Gas der Guten gesetzt und, wie ich es sehe, auftragsgemäß das Russen-Gas abgeklemmt. Jetzt klemmt ihn das Weiße Haus zur Rettung des Klimas vom bislang politisch korrekten Flüssiggas ab. Mainstream behilft sich mit der Notlüge, der Anteil des US-Flüssiggases am gesamten Gasbedarf sei ohnedies gering gewesen. Das stimmt so ziemlich, denn der überwiegende Gas-Rest, also die Masse, stammt aus Ländern, die es auf Umwegen aus Russland beziehen. Wie hätte man früher die einschlägigen Brustton-Aussagen bezeichnet? Als jesuitisch – auf beiden Seiten des Atlantiks.

27. Januar 2024

„Ich habe dich sympathischer in Erinnerung,“ sagt der Protagonist im schweizerische Krimi zur Protagonistin. Beschließe, die Wendung in mein Repertoire zu übernehmen.

Übern Teich: Es findet die Verurteilung Trumps in New York zu einer Schadensersatz-Zahlung von 83 Mio. Dollar den Weg in die Schlagzeilen. Zunächst ging es um eine angebliche Vergewaltigung vor Dutzenden von Jahren, die dem Opfer plötzlich bewusst geworden war. Als der Beschuldigte das Verbrechen damit bestritt, die Dame sein nun wirklich nicht sein Typ, folgte auf den Fuß die Beleidigungs- und Verleumdungsklage. Mag sein, dass er klarere Worte gebrauchte, wiewohl festzustellen bleibt, dass es mitunter schwer fällt, einen Mann zur Vergewaltigung zu zwingen. Mag auch sein, dass die zu Gericht sitzenden Richterinnen dies anders beurteilt haben.

Über Teich (2): Im Süden des Landes eskaliert der Streit zwischen Washington, das die Grenzöffnung erzwingen will, und dem Staat Texas, der die Nationalgarde aufbietet, um die Bundesgrenzpolizei und die Illegalen zu stoppen. Es kann nicht mehr lange dauern, bis einer den ersten Schuss abgibt. – Ein Hauch von Bürgerkriegs-Retorik zieht duchs Land.

26. Januar 2024

Das russische Transportflugzeug, das vorgestern im Raum Bjelgorod vom Himmel geholt wurde, hatte einige Dutzend ukrainischer Soldaten für den Gefangenenaustausch an Bord. Jetzt findet das berühmte Spiel Wer-war-das? statt. Waren das die Russen…, um was zu tun? Oder waren es die Ukrainer, wie die Russen sagen. Dass sie zudem behaupten, es seien Luftabwehrraketen gewesen, die in Deutschland oder den USA produziert wurden, sollte man wenigstens zur Kenntnis nehmen, bevor man alles als Blödsinn abtut.

Abschuss (2): Lerne bei dieser Gelegenheit die deutsche Sicherheits-Expertin Claudia M. zur Kenntnis zu nehmen, die vor russischer Desinformation warnt. Geboren wurde die Politologie- und Soziologie-Absolventin 1976 in Ost-Berlin, Abitur 1996 an der Berliner Hans und Hilde Coppi-Oberschule in Berlin. Warum nur muss ich bei diesem Detail grinsen? Ach so, die Coppis waren in der DDR gefeierte Widerstandskämpfer. Später in der antifaschistisch werdenden Gesamtrepublik auch noch. Manche sagen, sie seien sowjetische Agenten gewesen.

25. Januar 2024

Zeitvertreib und Zeitverschwendung sind – vom Ergebnis her betrachtet – das gleiche, wiewohl von dem Geschwisterpaar der Bruder gesucht und die Schwester verhasst ist. Wird man älter, so ähneln sich beide bis zur Ununterscheidbarkeit.

Auch paradox: Nicht immer führt Unfähigkeit zu unerwünschten Ergebnissen, dann nämlich, wenn die Außenministerin ihr Ziel in Afrika nicht anfliegen, also dort kein Unheil stiften oder Deutschland lächerlich machen kann. Der Grund: der Bundeswehrmaschine fehlten die einschlägigen Überflugrechte. Die fehlten zwar auch schon vor Abflug, aber man hoffte auf ein Wunder, doch es trat nicht ein. Tausende Liter Sprit vergeudet. Macht nichts, zahlt ja der Steuerbürger.

Wenn man sagt, dass Krieg ein Geschäft ist, gerät man leicht in den Strudel von Verschwörungsgerede. Doch wie nennt man es zutreffend, wenn einer auf einen Schlag für Unsummen israelische Aktien aufkauft? Immerhin kennt man im Palästina-Konflikt dank einer Selbst-Bezichtigung im Wallstreet Journal Zweie, die das tun, nämlich den US-Milliardär Bill Ackman und seine Frau Neri Oxman. Was das allerdings mit Antisemitismus zu tun hat, wie andere Medien in dem Zusammenhang wissen wollen – meinen sie das Tun oder den Hinweis auf das Tun? –, erschließt sich mir nicht. Macht nichts, ich kann ja nicht alles wissen.

24. Januar 2024

„AfDler töten“ ist berechtigte Forderung, „Grüne töten“ strafbare Anstiftung zu Straftaten. – Woher nehmen die Leute, die den Pöbel auf der Straße finanzieren, die Sicherheit, dass dieser sich nicht gegen sie selbst richten wird, und woher die Überzeugung, dass ihr Personenschutz sie schützen wird?

23. Januar 2024

Und schon sehen die Wahlforscher die AfD abstürzen. Besser kann man Wunschdenken nicht zum Ausdruck bringen. Besonders gut hat mir die Schlagzeile gefallen, dass 37 Prozent empört sind. Bei Anwendung der Grundrechenarten heißt das, dass 63 Prozent es nicht sind. Na gut, dann wäre die Meldung aber keine Meldung.

Empörung (2): Denke mal, nächste Woche reden die Leute über was anderes.

Empörung (3): Ein Maßanzug ist ein Maßanzug, egal wer in ihm steckt. Es sollte ein Herr einen solchen bei passender Gelegenheit tragen, doch gilt der umgekehrte Satz nicht, dass in jedem Maßanzug ein Herr steckt. – Ich weiß auch nicht, warum mir diese Gedankenspiele durch den Kopf gehen, als mich vom Photo aus Davos dieser Tedros angrinst.

22. Januar 2024

Nach der Trauung die Scheidung: Maaßen hat sich nach viel Ach und Weh getraut, jetzt ist er durch die Ausgründung der Werteunion von der CDU geschieden. Auch wenn die Wohlmeinenden meinen, er werde jetzt der AfD Stimmen abjagen, wird er in Wirklichkeit der CDU die Stimmen wegnehmen, nämlich von jenen Zeitgenossen, für welche die AfD aus Gründen der Wohlanständigkeit nicht wählbar war. Oder noch plumper ausgedrückt: Es wird sich zeigen, wieviel konservativer Katholizismus noch in der CDU steckte.

AfD (2): Angeblich sind Hunderttausende des Sonntags auf den Straßen gewesen, um gegen die Nazi-Partei, wie es im Plappersprech heißt, Gesicht zu zeigen. Soweit hierbei Anti-Israelisches zum Aufruf kommt, darf man von einem merkwürdigen, ja, frivolen Gemisch der Motive ausgehen. Wenn dann noch die diversen Zentralräte für solches Tun Lob spenden, lassen sie erkennen, dass sie fest gewillt sind, ihren Beitrag zur Spaltung Deutschlands zu leisten.

Übern Teich: Heute Nacht hat auch Ron DeSantis, der Gouverneur von Florida, das Handtuch bei der Präsidentenkür der Reps geworfen und erklärt, den übermächtigen Trump unterstützen zu wollen. Jetzt ist dieser mit der Kriegs- und Waffenlobbyistin Nikki Haley als Konkurrentin allein auf weiter Flur. Wer hätte das gedacht.

20. Januar 2024

Sie kaufe eigentlich, sagt die Besucherin, schon ewig nicht mehr bei Ikea und mache nur deshalb ab und an einen Umweg, um dort Teelichter zu besorgen. Meine Erfahrung sagt, aber damit protze ich in diesem Falle nicht, dass etwa jedes zweite dieser Ikea-Blechkerzlein nach kürzester Zeit unrettbar ausgeht. Berechnet man unter diesem Gesichtspunkt das Preis-Leistungsverhältnis, kann man sich den Umweg locker sparen.

Einkauf (2): Tee zu beschaffen, ist stets ein Wagnis, jedenfalls für mich, nachdem ich meinen Potsdamer Lieferanten wg. dessen Sponsoring der Klima-Idioten boykottiere. Jetzt wieder auf freier Wildbahn habe ich gelernt, typische Teeläden zu meiden, weil in ihnen ein schwer zu ertragender Geruch vorherrscht, den ich verdächtige, auch auf den Assam oder den Darjeeling abzufärben. Das sind Sorgen, denke ich mal, die nur von den wenigsten Zeitgenossen geteilt werden. Ich weiß. – Zur Selbstbeschwichtigung beobachte ich im Kaufland Käuferinnen – und das nicht nur aus Interesse an Frauen –, welche mehrfach die Kaffeeregale umrunden, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, was es dort Sensationelles zu sehen gibt.

Auch irre (3): Gestern im Bundestag, die Verschenkung der deutschen Staatsbürgerschaft bei gleichzeitiger Duldung der bisherigen. So schafft man sehenden Auges Illoyalität en masse. Gewollt? Was sonst.

Auch irre (4): Der deutsche Kanzler soll gesagt haben, er sei von Rechtsextremisten umzingelt. Falls er das wirklich geäußert hat, muss man sich wg. Verfolgungswahns Sorgen machen. Armer Mann? Nein, armes Deutschland.

19. Januar 2024

Sie hat es schon wieder getan: Ceasefire [Waffenstillstand] „does’t fall from the sky.“ Soso, she speaks like her the beak [Schnabel] grown is. – Wer? Na, wer wohl. Fremdschämen ist gar kein zutreffender Ausdruck mehr. Man sage nicht, sie hat nichts gelernt, und sie kann auch nichts, denn eins beherrscht sie perfekt: Sie macht Deutschland zum Gespött der Welt.

Merkwürdige Mitteilung (2): Der russische Verteidigungsminister Schoigu hat mitgeteilt, dass die Streitkräfte 2023 das gesteckte Kriegsziel erreicht hätten. Das war? Die Abwehr der groß angekündigten ukrainischen Gegenoffensive. Meint er das ernst?

18. Januar 2024

Ist das nicht lieb? Der Chef einer Wochenzeitung ruft zu einer Petition auf, die AfD nicht zu verbieten. Die Blöße hätte ich mir nicht gegeben. Man bekämpft die Gewaltinhaber des Maßnahme-Staates nicht mit zahnlosen Petitionen. Wirklich nicht. Wer so naiv handelt, erntet Gelächter des polit-medialen Komplexes mit dem hämischen Hinweis auf die eigenen, wenn auch getürkten Petitionszahlen der AfD-Verbieter-Fronde. Dort werkt assistierendes Gesindel, bezahlt von den üblichen Verdächtigen. Nein wirklich, den rechtsstaatsgläubigen, betulich-empörten Gegenpetitionierern fehlt der selbstkritische Blick auf die Realität. Zu dieser gehört, dass ihnen sogar in diesen Zeiten der weit offenen Ohren kaum einer mehr zuhört. – Woran das bloß liegen mag? Die Antwort lautet: Der ständige Blick zurück in die scheinbar besonnte Vergangenheit taugt bestenfalls fürs Völkerkunde-Museum.

Petition (2): Nein, ich bitte nicht im Verein mit devoten Untertanen, dass man mir meine Grundrechte gewähren möge. Ich verlange vielmehr, dass man das deutsche Volk respektiert, und dass diejenigen, welche die Macht in Händen halten, aus dem Wolkenkuckucksheim heruntergeholt werden und das geltende Recht beachten, das Verfassungsrecht zumal, das ihnen Schranken auferlegt. Um es zu wiederholen: Ich bin Bürger unter Bürgern und kein Untertan.

Derweil in Davos: Der Robert und die Annalena, so vermeldet es Mainstream, haben daselbst ihrem Kumpel Wolodymir Soforthilfe in Milliardenhöhe zugesichert. Wo ist der Kabinettbeschluss und, wichtiger noch, wo das ermächtigende Haushaltsgesetz für solche Spendierhosen? Nirgends. Folglich gilt: Das ist schon wieder strafbare Haushaltsuntreue von Amtsträgern in einem besonders schweren Fall. Nur falls einer fragt: Sowas verjährt, so will es das StGB, erst in 10 Jahren.

17. Januar 2024

Überholender Gehorsam: Die AfD-Vorsitzende entlässt ihren Referenten, weil er am angeblichen Geheimtreffen von Potsdam teilnahm. Sie irrt, wenn sie meint, durch solche Aktionen der Verfolgung durch Mainstream gegensteuern zu können, denn Handlungen dieser Art pflegt man als Schuldbekenntnis zu werten („wie schon die Vorsitzende Weidel feststellte…“). Cooler reagierte ihr Co-Pilot Chrupalla, er verwies die nach seiner Teilnahme fragende Journaille auf den Verfassungsschutz, der ihn bekanntlich überwache.

Das Duo (2): Falls das ein Präludium für den Kampf um die Spitze sein sollte, ist zweierlei anzumerken: a) er kommt zu früh, mit anderen Worten: er wird den Höhenflug der AfD zum Ende bringen. b) man muss ausnahmsweise auf Mainstream achten, denn beginnt dort der Lob der Einen, führen sie die Spaltung des Ganzen im Schilde. Das ist weder neu, noch originell.

Das Duo (3): Das Prä liegt beim derzeitigen Stand der Dinge im Osten, und dessen Vormann liegt um Längen vorn, auch wenn er ein Führer der Massen derzeit nicht zu sein scheint.

Verfassungsschutz (2): Weiß auf Nachfragen, dass die Bauern von rechts unterwandert seien. Diese Auskunft zeugt von Ahnungslosigkeit, denn Bauerntum ist nicht erst seit letzter Woche eine Kombination von Boden und Familie – manche sagen auch: Blut und Boden.

Verfassungsschutz (3): Denke mal, dass die Fanfaren in diesem Jahr noch an Lautstärke nachlassen werden – auch ganz ohne einen Sturm auf die einschlägigen Zentralen. Wie sagte doch gleich der altersweise gewordene Erich Mielke? „Ich liebe euch doch alle.“ Seine Mitarbeiter zerstreuten sich sodann – keineswegs freiwillig.

16. Januar 2024

Man muss sich der FAZ von gestern bedienen um nachzuvollziehen, was der Westen über den Stand des Ukraine-Konflikts glauben soll: „Kiew erhält Unterstützung für den Friedensplan“. Danach sei es so, dass Selenskyj klar an seinen Kriegszielen festhalte – nämlich der Rückeroberung des verlorenen Terrains einschließlich der Krim und Reparationen für die angerichteten Schäden und noch ein paar Kleinigkeiten –, während sich seit Tagen westliche und sonstige Geberländer in Genf und Davos versammelt haben, um Nägel mit Köpfen hierfür zu machen.

FAZ (2): Man nennt es Framing, wenn man das Publikum unter Weglassen alles Störenden glauben machen will, dass dort in Davos internationale, dass heißt Staaten vertretende Gremien in der Ukraine-Sache tagen würden. In Wirklichkeit ist es nur der Oligarchen-Zirkus unter dem Vorsitz des WEF-Kaspers Klaus Schwab. Ich unterstelle hiermit keinesfalls dessen Einflusslosigkeit, ganz im Gegenteil: der dort versammelte Reichenklub wird die Weichen zu stellen versuchen, wie es mit der Ukraine weitergehen soll. Die Geld-Bosse haben dortzulande viel zu verlieren.

Und dann waren da noch die Bauern. Deren Bauernpräsident Arm in Arm mit Minister Lindner von der Lindner-Partei. Kam aber nicht zu Wort. Das kann weg – insgesamt.

15. Januar 2024

Deutschland hat ein Problem, das heißt CDU. Ihr Motto lautet: Weiter so. Gern auch mit der PDS. Man höre nur dem Duo Wanderwitz-Linnemann zu. Der eine ist angeblich die Stimme des Ostens, der andere die der Führerin (der Allah noch viele Jahre schenken möge). Zweistimmig singt man das Lied „Herr, lass Verbote vom Himmel regnen“. Man wünscht diesen Leuten nichts Schlechtes, bestenfalls das Schicksal der italienischen Democrazia Cristiana. Sie zerfiel bekanntlich von vor Macht strotzend zur Bedeutungslosigkeit. Das ging plötzlich und ziemlich rasch.

AfD-Verbot (2): Angeblichen Umfragen zu Folge, sind 49 Prozent dafür. 49 wovon? Wird nicht mitgeteilt. Ist auch egal, denn in Karlsruhe braucht man bestenfalls 4 von 8, wenn 3 dagegen sein sollten, und einer grad aufs Klo geht.

Ostfront: Das beredte Schweigen geht in die fünfte, sechste Woche. Selbst der Unflat aus dem Munde des ukrainischen Diktators dringt nur noch mühsam in die Westpresse vor. Man übt Zurückhaltung, jetzt wo die amerikanischen Kolonialherren den Rückzug, wenn auch unter dem Deckmantel des Aufbruchs zu orientalischen Ufern, antreten.

Ostfront (2): Raketenbeschuss der russischen Stadt Bjelgorod führt zu Raketen-Reaktionen, die kaum klug zu nennen sind, während der Vormarsch nach Westen millimeterweise weitergeht. Kiew wackelt noch nicht sichtbar. Dessen Bürgermeister Klitschko zeigt sich zwar jetzt in Oliv, ist aber offenbar mit dem Immobilienkauf an Elbe und Alster voll ausgelastet. Der Putsch, so mag er rechnen, kann warten. Vielleicht hofft er auch auf eine ermutigende Nachricht aus der Botschaft Unter den Linden.

Ostfront (3): Unklar ist derweil die Position des neuen Warschauer Diktators. Da er Pole ist, wird er sich die Mitwirkung am Fall der Ukraine nicht entgehen lassen, schon um das heterogene Feld seiner durchaus diversen Unterstützer durch Morgengaben abfinden zu können. Der offizielle Abzug der Amerikaner wird das Startsignal zur Grenzüberschreitung sein. Diese wird dann als der EU-Beitritt der Galizien-Ukraine auf Polnisch gefeiert werden. Bestenfalls mit der Hauptstadt Lemberg. – Nebenbei: Ich bin kein Hellseher. Es ist lediglich eine Variante, die mir durch den Kopf geht, und die Russen werden sie nicht mögen. Das ist klar. Fragt sich lediglich, wo deren Truppen zu dem Zeitpunkt stehen werden.

14. Januar 2024

Realsatire: Seit dem 15. November 2023 gibt es bei der Bundeswehr die „Taskforce Drohne“, von der leider nicht mitgeteilt wird, wieviele Generale an ihrer Spitze stehen. Wohlgefällig nickend nimmt der Leser die Nachricht zur Kenntnis, dass die Streitkräfte sich mit Drohnen zu beschäftigen als dringlich empfinden, aber ach: Es geht gar nicht um die Bewaffnung des Michel, sondern um „verdächtige Drohnen“. Diese überfliegen ungefragt seit 2022 Bundeswehrliegenschaften, insbesondere wenn sie Übungsplätze sind und noch insbesonderer, wenn dort unsere ukrainischen Waffenbrüder zu Soldaten herangebildet werden. Noch sei es nicht gelungen, auch nur eine dieser von unbekannter Hand gelenkter Flugkörper vom Himmel zu holen. Da kann man nur sagen und singen: Lieb Vaterland magst ruhig sein…

Waffenhilfe (2): Interessieren würde mich, wieviele ukrainische Rekruten, die per Militärfahrkarte nach Deutschland gekommen sind, die Rückfahrkarte haben verfallen lassen, denn ein gefahrloserer Weg zur Fahnenflucht ist kaum vorstellbar, da bei unszulande weder dies Tun strafverfolgt wird, noch die Delinquenten an den Entsendestaat rücküberstellt werden. Die Zahl der bei solchem Entkommen mitgenommenen Schusswaffen nebst Munition würde mich aus alter Gewohnheit interessieren.

Waffenhilfe (3): Dass der polnische Nachbar nunmehr in ein post-kommunistisches Regime gerutscht ist, finden nur seine hiesigen Gesinnungsgenossen sympathisch. Andere werden sich die Frage stellen, gegen wen die dank deutscher Großzügigkeit gelieferten Waffen jetzt Verwendung finden. Den Waffen ist es jedenfalls gleichgültig, ob sie gegen den Russen oder gegen die eigenen Landsleute gerichtet werden.

Realsatire (2): Der Berliner Bürgermeister, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, weil sein hervorstechendster Gesichts- und verbaler Ausdruck die Bedeutungslosigkeit zu sein scheint, ist bei Mainstream auffällig geworden, weil er nicht schwul ist. Das ist ja unerhört. Jetzt will man das Fahrtenbuch seines Dienstwagens kontrollieren, ob ihm GiA (Geschlechtsverkehr im Amte) vorzuwerfen sei. Im Dienstwagen? Früher hatte der Senat ein komfortables Gästehaus.

13. Januar 2024

Der Firmenname Correktiv, der aufgrund von Falschmeldungen über die AfD zur Zeit die Medien-Luft bewegt („Geheimtreffen zur Verabredung der Deportation von Deutschen mit Migrationshintergrund“), ist vortrefflich gewählt. Man korrigiert die Wirklichkeit im gewünschten Sinne. Dieser Vorgang wird bei den Diensten und in ihrem Umfeld Einflussnahme genannt.

Correktiv (2): Wer die Einflussnehmer sind, und was ihre Absicht ist, ergibt sich aus den finanziellen Deputaten, die der Firma gewährt werden. Im Falle von Correktiv ist die Einflussnahme auf die Einflussnehmer, also Correktiv, so institutionalisiert, das vorausschaubar ist, wie und wo ihre Handlanger lügen werden. Der Volksmund hat hierfür eine Weisheit bei der Hand: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

Correktiv (3): Sicher ist lediglich, dass dieses Tun mit der vielbeschworenen Demokratie nichts zu tun hat, sondern mit dem selbst-angemaßten Einfluss von Leuten, die aufgrund ihres Reichtums politisch mächtig sind – so mächtig, dass sie diejenigen, die in politische Machtpositionen gewählt wurden, zum Mittun einkaufen können. Auch hierüber gibt die Finanzier-Liste der Firma unmissverständlich Auskunft.

12. Januar 2024

War vorauszusehen: Krall und Maaßen kriegen sich wg. der Führungsrolle im Werteunions-Embryo in die Wolle. Der eine ist libertär, will also keinen Staat, der andere ist von dessen Notwendigkeit zutiefst überzeugt. Das erinnert an das Kinderbuch Doktor Dolittle, da gab es das Fabeltier Stoßmichziehdich.

War vorauszusehen (2): Das AfD-Verbot kommt angesichts der beängstigenden Umfragezahlen publizistisch auf die Zielgerade. Die Phalanx der Wohlmeinenden beruhigt sich damit, dass es hierfür hohe rechtliche Hürden gebe. Als ob es darauf ankäme.

War vorauszusehen (3): Eine Konferenz bei Potsdam über die Wiederherstellung von Recht und Gesetz in der Frage illegaler Einwanderung wird von Mainstream zu einer Wannsee-Konferenz umgelogen.

War vorauszusehen (4): Aus dem Minister, der zu feige war, von der Nordsee-Fähre zu gehen, wird ein Held des Widerstandes gegen die Gewalt des Mobs. Dass derselbe Minister als ebensolcher für Landwirtschaft in Schleswig-Holstein den Bauern vor nicht allzu langer Zeit das Marschenland entzog, um Vogelparadise zu schaffen, wird lieber weggelassen, denn es könnte den Zorn dieser Leute erklären helfen.

War vorauszusehen (5): Mit den eisigen Temperaturen steigt die Notwendigkeit von Stromimporten. Die Ampel kennt ein Mittel hiergegen: Bau von noch mehr Windmühlen und Abschaffung der industriellen Großverbraucher.

11. Januar 2024

Unserm politischen Personal genügt es, will mir scheinen, sich entzückt im Spiegel zu betrachten. So bleibt ihm der Blick auf die Wirklichkeit erspart. Man redet vom Wir, meint aber Die-da.

Ein Kerl ist ein Kerl, denkt er, und so benimmt er sich. Wäre er klug, würde er berücksichtigen, was seine Gegner über ihn denken. Das gilt auch für das Mit- und Gegeneinander der Staaten dieser Erde. Ein kluger deutscher Politiker würde zum Beispiel fragen: Was denkt eigentlich der Russe über uns oder gar über mich.

Der Vorhang ist gefallen. So jedenfalls beurteilen Exponenten der russischen Führung das Verhältnis ihres Landes zum Westen. Ein Interview mit Sergej Karaganow, Dekan an der Moskauer Hochschule für Außenwirtschaft und internationale Beziehungen, beim russischen Propagandasender RTDeutsch bringt das ungeschminkt zum Ausdruck. Die übrigen Aussagen in Kurzform: a) die russischen Eliten stehen voll hinter dem Kurs des Kreml. Die ehemals westlich Orientierten wurden liquidiert. b) die westlichen Eliten sind dekadent. Sie brauchen den Krieg mit Russland als notwendiges Element der Sinnstiftung, um ihren Untergang zu übertünchen. Eine Änderung ist nicht vor 20 Jahren zu erwarten. – Muss man nicht teilen, aber kennen sollte man sie schon, diese Auffassung.

8. Januar 2024

Der gestrige Nachmittag in Leipzig beginnt trotz frostiger Temperaturen erfreulich. Der Vietnamese in der Grassi-Straße bringt eine vortrefflich krosse Entenbrust auf den Tisch. Wie man deren quergehackte Scheiben allerdings mit Stäbchen zum Munde führen soll, bleibt rätselhaft. Die leichte Irritation kann allerdings den Genuss nicht schmälern, zumal rundherum alle mit ihren eigenen Portionen ausgelastet sind.

Leipzig (2): Das Gewandhaus verblüfft jedes mal wieder durch seine Scheußlichkeit. Frage mich, ob das Fotografier-Verbot dem Schutz der Toiletten-Besucher oder dem der Kolossalschinken in ihrer eindrücklichen Hässlichkeit dienen soll. Da Malerei im realen Sozialismus neben dem Wandbehang auch der Agitation diente, frage ich Eingeweihte, was dem Betrachter gesagt werden sollte. Erhalte aber außer abfälligem Anheben der Augenbrauen keine Antwort. Mache deswegen zum Beweis, dass es so etwas Scheußliches im Gewande der Kultur immer noch gibt, einige Fotos.


Leipzig (3): Zwei Stunden Ullrich Tukur bedeuten Abschalten und Lachen über die ganze Distanz. Was für ein begnadeter Mime, er und seine Rhythmus-Boys.

Leipzig (4): Nächtliche Autobahnfahrt Richtung Schilda bei leichtem Schneefall, der das Scheinwerferlicht zu verschlucken scheint, ab dem Hermsdorfer Kreuz im Konvoi mit Polen auf ihrem Weg nach Westen.

7. Januar 2024

Beim gestrigen Einkauf im Aldi schreit mich Blöd an: Walter S. Meier sei schockiert (das glaube ich gerne), der Bauernpräsident äußert sein Unverständnis (das wundert mich nicht) und der Bauernminister Tschem gibt sich kämpferisch. Will dem Volk klarmachen, dass es da nichts mehr zu demonstrieren gebe. Schließlich habe man die Diesel-Steuer-Erhöhung ein bisschen zurückgenommen – bis zum kommenden Jahr. Aber wo bleiben die sympathischen Damen? Die Innen- und die Außenministerin. Haben sie schon bei der Kolonial-Macht um Amtshilfe ersucht? Aus der zweiten Reihe ist zu vernehmen, dass der angesagte Generalstreik rechtswidrig sei.

Echt neu: Die FDP jetzt in rotgelb – keine Erfindung von mir. FDP? Nicht mal rot können sie richtig. Das kann weg. Sieht das Wahlvolk wohl ebenso.

FDP (2): Bei der Befragung der 70.000 Mitglieder hat sich soeben eine breite Mehrheit (12.000) für eine Fortsetzung der Koalition ausgesprochen. Hatte nicht angenommen, dass wirklich so viele von der Regierungsbeteiligung profitieren.

6. Januar 2024

Robert und Theodor: Der eine will nicht mehr Kinderbuchautor genannt werden, der andere war nur ab und zu einer – und sehr erfolgreich. Als nun der eine (der Robert) in seinem Klimawahn den anderen (Theodor Storm) vereinnahmen wollte, wurde er von wütenden friesischen Bauern daran gehindert. Sie ließen ihn (den anreisenden Robert) nicht von der Fähre. Dieselbe musste umkehren. So wurde Theodor Storm vor den Grünen gerettet.

Robert (2): Bei Mainstream lese ich zum Ereignis etwas von randalierendem Mob. Ja, so sind sie. Das ist wie üblich nicht gut überlegt, denn vor hundert Jahren gab es in jener Gegend die Landvolkbewegung. Deren Mitglieder, die Großväter der Heutigen, nutzten allerdings Bomben.

Da ist es also über Nacht wieder eingetrudelt: das einzige Ortsblatt mit überregionaler Bedeutung, das Jenaer Senioren Akrützel von Bernd Zeller. Ich kopiere zum Beleg meiner politisch korrekten Einschätzung und aus Gründen der Distanzierung den Schlussartikel:

5. Januar 2024

Zeitgeist: Ihn zu ignorieren, kann nicht klug genannt werden. Sich hinter ihm zu verbergen, riecht nach Feigheit.

Anrüchig (2): Gäbe es Geruchsfernsehen, würde sich beim Ansehen der politischen Schnellschwätzer intensiver Güllegeruch im Wohnzimmer von Michel verbreiten.

Glaskugel: Der Blick in dieselbe ist zum deutschen Denksport geworden. Wer wird wie abstimmen? Nach der gestrigen Gründung der Maaßen-Truppe als eigenständige Partei, ist im hiesigen Ländchen die Zahl der Formationen der Unterfünfprozent um eine weitere angewachsen, neben: Bürger für Thüringen, Freie Wähler, Wagenknecht-Embryo, Grüne, FDP, SPD. Kuriose Konsequenz: Je näher sie an die Fünfprozente herankommen, desto wahrscheinlicher wird die absolute Mehrheit der AfD im hiesigen Landtag, denn keine der Genannten wird der AfD Stimmen abjagen können. Der Zug ist abgefahren.

4. Januar 2024

Das Wasser müsste nach den Vorstellungen der am Klimawahn Erkrankten vom Meer her kommen und die Flüsse hoch laufen. Derzeit indessen kommt es vom Himmel. Vor wenigen Jahren noch hätte man gesagt: Es regnet. Solche Erkenntnis verschließt sich der polit-medialen Kaste. Beim Lauschen auf Volkes Stimme fällt mir ein neuer Grundton auf, es überwiegt der Hohn.

Wahn (2): Die im Oktober verlautbarten Absichten, die Araber im Gaza-Streifen ins Meer zu treiben, sind nicht so flott realisiert worden, wie das propagandistisch unter Bezugnahme auf vorangegangene Kriege angesagt worden war. Jetzt droht die Angelegenheit aus dem Ruder zu laufen. Die Ermordung eines führenden Mannes der Hisbollah im Libanon vor zwei Tagen wird den militärischen Konflikt auch auf die Nordgrenze von Israel ausweiten.

Wahn (3) Ermahnungen aus Washington DC, den Krieg zu begrenzen, sind in Jerusalem mit dem Hinweis beantwortet worden, man sei nicht der 51. Stern an Amerikas Flagge. Das stimmt insofern, als die offiziellen Sterne von Stars and Stripes fünfzackig sind. Nun ja.

3. Januar 2024

Die herrschende polit-mediale Kaste – nicht nur in Deutschland – schätzt zutreffend ein, dass sie auf friedliche Weise nicht von der Macht entfernt werden kann. Die Demokratie, so wie sie diese versteht, wird es zu verhindern wissen, denn alle Schaltstellen des Staates sind von Partei- und Kostgängern besetzt.

Demokratie (2): Dort, wo dieses Schema gesprengt zu werden droht, werden wirksame Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehört vor allem die Kriminalisierung abweichender Meinungen und das Pampern des Zustimmungsmobs, einschließlich der Finanzierung von wohlbekannten Gewalttätern. Die Herrschaft der Straße wird so von der Straße im physischen Sinne entkoppelt.

Demokratie (3): Im Zentrum der Beeinflussung von Multiplikatoren steht das Einüben einer anderen Sprache. Die willigen Handlanger dieses Tuns treiben ihr Unwesen an den Hochschulen. Ihre selbstgewählte Aufgabe ist das Entdenken ihrer Studenten, also das methodische Wegführen vom kritischen Selberdenken. Der Unterschied zu früheren denkbefreiten Kirchenchören besteht im heutzutage produzierten Missklang einer bis zur Lächerlichkeit verhunzten Sprache.

2. Januar 2024

Interessant, wie Trump weiterhin die Schlagzeilen bestimmt. Jetzt durch ein Verbot, im Bundesstaat Maine an den Präsidentschafts-Wahlen 2024 teilzunehmen. Er habe sich durch die Demonstration am 6. Januar 2021 in den letzten Tagen seiner Präsidentschaft der Rebellion schuldig gemacht. So die Außenministerin von Maine, die sich als Dritte in die Kolonne der Verbieter einreiht. Interessant mag sei, dass es sich um eine Riege von sehr speziellen Karriere-Frauen aus den Reihen der sog. Demokraten handelt. Nebenbei: Ein schönes Büro hat sie mit Kunstkamin und einer Landkarte ihres Staates in Regenbogenfarben.

1. Januar 2024

Der Unterschied: Der Deutsche (West) wünscht ein gutes neues Jahr, der im Osten ein gesundes. Als Wanderer zwischen den Welten wünsche ich beides – jedem das, was ihm gebührt (suum cuique).

31. Dezember 2023

Am gestrigen Samstag mittags eingekauft. Unter den zahlreichen herumstolpernden, meist eiligen und unfreundlichen Leuten etliche Windelträger, denen das Entsetzen aus den Augen sieht, wenn ich mich mit meinem Einkaufswagen zu sehr nähere. Neu ist, dass ich diesmal keine Lust verspüre, mich mit ausgewiesenen Idioten zu unterhalten. Ich sehe auch so, dass das Fernsehen wieder im Panikmodus seinen Blödsinn verbreitet.

Einkauf (2): Losgeschickt, um den der Neigungen der Gäste entsprechend Süßes einzukaufen, greife ich bei allem Möglichen, außer Schokoladen-Weihnachtsmännern, zu. – Auf den Etageren türmen sich später braun-bunte Zuckerberge, denen man die Gunst der Stunde nicht ansieht.

Einkauf (3): An der Jet-Tankstelle (neudeutsch: Tanke) vorbeigefahren, kehrt gemacht und planwidrig vollgetankt. Diesel für Einsachtundsechzig. Es ist der Fortschritts-Koalition also immer noch nicht gelungen, das Tanken unbezahlbar zu machen. Keine Angst, das wird schon noch.

Falsch gedacht: Meinte, das Jahr würde für mich mit freundlichen Gästen und politik-arm zu Ende gehen, doch dass 1.600 km von meinem Idyll in Schilda entfernt die Ratten das sinkende Schiff so schnell verlassen würden, hatte ich nicht auf dem Schirm. Ungläubig höre ich die öffentliche Ansage des gewesenen Selenskyj-Intimus Arestowitsch, der so zitiert wird: S. müsse gestürzt werden, die neue Ukraine müsse sich mit Russland vereinigen und gegen den Westen vorgehen. Das riecht nach Putsch, schlimmeren Falles nach Bürgerkrieg. Mal sehen, ob der vorlaute Mann das überlebt. Ein Journalist, der jüngst den Villenkauf der Selenskyj-Schwiegermutter in Ägypten nicht für sich behalten konnte, beendete seine Reporterlaufbahn sogleich und unwiderruflich.

30. Dezember 2023

Dem Rätselraten um Moskaus Kriegsziele wird durch eine von russischer Seite veröffentlichte Landkarte neue Nahrung gegeben, auf welcher nicht nur der aktuelle Frontverlauf, sondern auch die sechs östlichen – zum Teil ehemaligen – Oblaste der Ukraine zu sehen sind. Falls diese das Ziel der russischen Einverleibungspolitik sind, sähe die Ukraine hernach in der Tat ganz anders aus. Der Dnjepr jedenfalls wäre nicht mehr eine Art natürlicher Grenze. Fazit: Es bleibt Spekulationen Tor und Tür geöffnet. Nur sollte man nicht annehmen, dass sich der Kreml mit dem Rückzug zum Status quo ante bequemen könnte.

Ostfront (2): Der Wertewesten nimmt propagandistischen Anlauf, russische Auslandsvermögen radikal zu enteignen. Wie sich das praktisch auswirkt, weiß kein Mensch, auch wenn sog. Finanz-Experten das Gegenteil behaupten.

29. Dezember 2023

Ostfront: Russische Streitkräfte haben in der Mitte des Frontbogens die Stadt Marjinka im Bezirk Donjezk eingenommen. Sie gilt als Verkehrsknotenpunkt. Westliche Quellen bestreiten den Verlust der Stadt, während der ukrainische Oberbefehlshaber Salushnyj lapidar mitteilt, so etwas komme im Kriege vor.

Ostfront (2): Es bleibt dabei, die Russen bewegen sich trotz winterlicher Verhältnisse und dem Schweigen der Medien mit Schneckengeschwindigkeit nach Westen.

Ostfront (3): Nach dem ungarischen Einspruch vor einigen Tagen liegt das 50 Milliarden-Geschenk der EU für die Ukraine erst mal auf Eis. Jetzt wollen sich die Eurokraten mit Krediten behelfen, für deren Vergabe man die Einstimmigkeit nicht benötigt. Für die braucht man aber nationale Gläubiger. Wollen wir wetten, dass D sich bereit erklärt, während andere zuschauen?

Ostfront (4): Washington fordert angeblich von Kiew die bereits übergebenen Abrams-Kampfpanzer zurück und bietet hierfür im Tausch Leopard an. Sehr merkwürdig.

Im grünen Herzen von D: Der hiesige Innenminister teilt mit, dass er eine Verfassungsänderung anstrebt, die es der AfD unmöglich machen soll, einen der ihren zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen. Das klingt nicht gerade nach einem erwarteten Wahlsieg der Volksfront-Parteien im kommenden September, und ein verfassungsrechtliches Novum wäre es allemal, von der Volkssouveränität ganz zu schweigen.

28. Dezember 2023

In der Sammlung der Weltkrieg-I-Bilder geblättert und dabei auf einen der raren deutschen A 7 V-Panzer gestoßen, der über Kopf auf die Bahn verladen wird. Ich datiere das Bild auf das Jahr 1918. Ob das Foto an der Westfront oder auf einem heimatlichen Übungsplatz entstand, ist rückseitig nicht vermerkt. Ausschließen kann man indessen, dass der Vorfahr, der oben in der geöffneten Luke steht, die Hand zum deutschen Gruße hebt, denn der war damals noch nicht erfunden.

Foto (2): Als ich das Panzerfoto auf meinem Schreibtisch mit dem am Ladekabel hängenden Händie aufnehmen will, löse ich unbeabsichtigt die Kamera aus. So entsteht ein bizarres Bild von meinem Arbeitsplatz. – Um der berechtigten Frage vorzubeugen: Nein, das Bild im Hintergrund linksoben ist nicht von Caspar David Friedrich.

Der Blogger Hadmut Danisch macht mal wieder ein Fass auf (https://www.danisch.de/blog/2023/12/27/erledigen-die-russen-olaf-scholz-als-kanzler/). Seine Konstanten: Er ist wieder einmal Opfer einer Geheimdienst-Operation geworden. Diesmal dubiosestes Ermittlungsverfahren der Justiz, weil er Ricarda L. als dick bezeichnete, anschließend Kontosperrung bei der Deutschen Bank. So weit, so normal, jetzt kommt sein Universum: Die Grünen, die er schon vielfach angegangen hat, werden aus den USA gesteuert, die SPD hingegen aus Russland. Mit solchen Behauptungen befindet er sich in guter Gesellschaft. Allein, mir fehlt der Elan, zu zahlreich sind die Fälle, die seit Anfang der 1980er Jahre über meinen Schreibtisch wanderten. Deswegen tendiert meine Lust, dies Kapitel anzufassen, gegen Null.

Gegen Null (2): Noch zum Vorigen, der mir eine Weile lang als Minister vorgesetzte Wolfgang Schäuble ist diese Woche gestorben. Bin zu faul, nach meinen Aufzeichnungen über Begegnungen zu suchen. Vermutlich sind sie vernichtet.

27. Dezember 2023

Es sei, so wird die alte Frau Allensbach zitiert, nicht einmal jeder Dritte in Deutschland der Auffassung, seine Meinung frei äußern zu können. Seit der Vereinigung 1990 habe sich das seinerzeit gemessene Hochgefühl der Freiheit in sein Gegenteil verkehrt. Es entbehrt nicht der grimmigen Komik, dass die Grünen-Anhänger gegenteiliger Auffassung sind. Das bildet zugleich, wenn die Meldung nur einigermaßen zutrifft, die Wirklichkeitsverweigerung jener Kaste vortrefflich ab.

Wirklichkeit (2): Es hat, zumal nach den Überschwemmungen an Elbe und Ahr in den vergangenen Jahren, nicht an Mahnungen gefehlt, den Hochwasserschutz nicht unter den Tisch anderweitiger Geldverschwendung fallen zu lassen. Kaum regnet es ein paar Tage ausgiebig, werden die Folgen von riskanten Unterlassungen aufgrund der wahnwitzigen Geldausgaben bei der sog. Klimapolitik sichtbar.

26. Dezember 2023

Schilda an der Saale:

25. Dezember 2023

Es gibt vereinzelt Frauen, von denen sich die Blicke entsetzt abwenden, wenn sie den Mund aufmachen. Aber es gibt auch den umgekehrten Fall: Man starrt die bislang Übersehene ungläubig an. Zu dieser Kategoire zähle ich die Vorsitzende der sog. Wirtschaftsweisen. Sie fordert eine allgemeine Zwangsabgabe bei allen, die Einkommensteuer zahlen, einen sog. Soli für die Ukraine.

Ukrainekrieg (2): Aber es gibt auch Männer, die den Anspruch erheben dürfen, ungläubig angestarrt zu werden. So der sog. Unternehmensberater Roland Berger – fast hätte ich wg. Alter und Banalität der Entäußerungen Roland Kaiser geschrieben –, der soeben in der Neuen Züricher den Herrn Scholz als unfähigen Zauderer beschrieben hat. Das zustimmende Nicken bleibt einem im Kragen stecken, wenn man die Begründung liest: Sein Zögern in Sachen Ukraine im vergangenen Jahr haben Tausenden das Leben gekostet. – Ich weiß wirklich nicht warum, aber mir geht durch den Kopf, wie viel Tausenden das segensreiche Tun dieses Herrn in den vergangenen Jahrzehnten den Arbeitsplatz gekostet haben mag.

24. Dezember 2023

Wirklich: Vor Tagen habe ich noch – mit der notwendigen nichtdiskriminierenden Zurückhaltung, versteht sich – gelacht, als einer über den Robert sagte, man könne ihm beim Denken zusehen. Jetzt kann man es sogar nachlesen, in seiner Dissertation Die Natur der Literatur, nämlich in deren ersten Satz: „Wenn das, was Kant als Allgemeine Anschauungsformen a priori definierte, medial gebunden und mit konkretem Gehalt gefüllt wird, sind die Ergebnisse der Interpretation von den verschiedenen Strukturqualitäten der zu unterscheidenden Gattungen abhängig.“ – Hieran ist weniger interessant, dass das kompletter Nonsens ist als vielmehr, dass eine deutsche Universität diesen mir dem Doktor der Philosophie honorierte. Das kann weg.

Wirklich (2): Es gibt eine Faustformel für die Größe des Weihnachtsbaums: Ist er länger als mein Auto, passt er nicht ins Wohnzimmer – ganz egal wie bescheiden er sich im Forst ausnahm.

Faustformel (2): Es gibt schöne Weihnachtsbäume und weniger schöne, aber symmetrische gibt es nicht.

Faustformel (3): Den Weihnachtsbaum aus dem Forst zu holen, verlangt bei strömendem Regen nach dem dazupassenden Willen, der Überwindung der Vernunft und einschlägiger Kleidung. Die spanischen Treter führen zu nassen Füßen. Im kommenden Jahr werde ich es berücksichtigen.

23. Dezember 2023

Seemacht: Die Dänen waren mal eine, bis 1807. Da überfiel ein britisches Geschwader die in Kopenhagen vor Anker liegende Flotte und führte sie vondannen. Im Englischen hat sich für derartige Überfälle mitten im Frieden das Verb to copenhagen eingebürgert.

Seemacht (2): Im Frühjahr 1941 überfiel die US-amerikanische Kriegsmarine das zu Dänemark gehörende Grönland, angeblich um die bösen Nazis von einer unmittelbar bevorstehenden Invasion der USA abzuhalten. Die US-Boys blieben dann dort, bis heute. 

Seemacht (3): Ebenfalls dauerhaft, aber erst seit heute, dürfen die USA Militärstützpunkte im dänischen Mutterland unterhalten, vermutlich um die Skandinavier vor dem bösen Putin und dem russischen Erdgas zu schützen.

Bauernopfer: Um die Öffentlichkeit in D auf das demnächst unumgängliche Gewaltanwenden gegen marodierende Bauern einzuschwören, redet Nanzy F. von den anstehenden Sylvester-Krawallen. Bislang war für derartige Gewaltexzesse in Berlin der linksextreme Pöbel verantwortlich, und das seit Jahrzehnten. – Es wird den Qualitätsmedien allerdings kaum Mühe bereiten, Molotow-Cocktails mit herumdieselnden Traktoren zusammenzuschneiden.

Nanzy (2): „Bundeskabinett beschließt: Neue Rechte für die Bundespolizei“. Gefunden in den Leserbriefen der Zellerzeitung.

22. Dezember 2023

Ostfront: Ein Mann hat in Polen erneut die Macht übernommen, Donald Tusk, Mainsteams Darling. Gestern hat er mit Polizeigewalt den Staatssender vom Personal räumen lassen. Da kann man nur sagen: Geht doch.

Ostfront (2): Ein Mann aus der CDU-Fraktion, dessen Namen man nicht kennen muss, will den Donbass zurückerobern, um dort Lithium abzubauen. Das ist bekanntlich der Stoff, aus dem die Demokratie gemacht wird. Warte darauf, dass die Werbebüros der Waffen-SS in beiden Frankfurts wieder ihre Pforten öffnen.

Ostfront (3): Derweil verrät Blöd, wie die Offensivabsichten der Russen in der Ukraine bis 2026 seien. Sicher, sicher, was sonst? Nein, ich lege die Meldung nicht auf Wiedervorlage.

Südostfront: Präsident und Regierungschef von Israel erklären unisono, dass der Gaza-Streifen komplett erobert werden müsse. Dass die dann real existierenden Überlebenden nach D abgeschoben werden sollen, haben sie noch nicht gesagt, kann aber noch kommen.

Naheliegendes: Ein Rundgang am Nachmittag bis zum Marktplatz von Schilda findet ohne jedes Gedränge statt. Sogar das Parken in der Nähe ist kein Problem.

Naheliegendes (2): Weihnachten? Das kann weg. So wie das Geld der Leute auch. Wie sagte sie noch gleich, die törichte grüne Nachbarin? Ich freue mich drauf.

21. Dezember 2023

Ampel-Rettung: Das Bundesverfassungsgericht hat seine Nützlichkeit erneut unter Beweis gestellt, indem es die Skandalwahl in Berlin nur insoweit wiederholen lässt, dass Änderungen des Gesamtergebnisses nicht zu erwarten stehen – schon weil die Leute zu Hause bleiben werden. Die Entscheidung ist ein bisschen wie das Du-du-das-tut-man-nicht, wo schallende Ohrfeigen ein demokratisch-rechtsstaatliches Minimum gewesen wären. Doch dann wäre die Ampel perdu. Trittbrettfahrer ist die PDS-Linke, die eine Gnadenfrist erhalten hat.

Ampel (2): Nun können der Heiz-Wahn und das Klima-Irresein, die Unterwanderung der Republik und die Verschleuderung des Bürgervermögens weiter gehen. Lieb Vaterland magst ruhig sein.

Alles beim alten auch bei den Industriegiganten. BASF wechselt soeben seine Führungsmannschaft aus. Pflichtfrauen suchen eine andere Aufgabe und der Chef, Martin Brudermüller geht mit 62 in Rente. Keine Angst, er fällt nicht ins soziale Loch, sondern wird Aufsichtsrats-Vorsitzer bei Daimler. Alles fest in fremder Hand.

19. Dezember 2023

Bauern in Berlin: So lange sie die StVO einhalten, muss niemand aufgeregt sein.

Bauern (2): So lange CDU-Funktionäre an deren Spitze stehen und dort geduldet werden, sind alle zu Weihnachten wieder zu Hause, so als wäre nichts geschehen.

Bauern (3): Sollte sich ein heute noch Unbekannter an die Spitze stellen, wird man die Subventionen und die Konten sperren, und alles, alles ist wieder gut.

18. Dezember 2023

Seit gestern Abend wissen wir’s: Pirna in Sachsen ist dank AfD-OB gesichert rechtsextrem. Jetzt ist Nanzy F. dran: Für das Einfangen von einem Dutzend Reichsbürger-Opas brauchte sie rund 20.000 Polizisten. Und für 6.000 Wahl-Bürger von Pirna?

Pirna (2): Das beste an dieser OB-Wahl ist das Ergebnis des gemeinsamen Kandidaten des gesichert linksextremen Bündnisses von SPD und Grünen: Er scheiterte ganz knapp mit 9,5 Prozent der Stimmen.

Pirna (3): Ist besonders bedenklich, dass diese Ostdeutschen schon wieder einen mit gesichert abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechend erfolgreicher Berufstätigkeit gewählt haben, anstatt einem Polit-Taugenichs ihre Stimme zu geben. Wird Zeit dass diese Typen endlich in der Demokratie ankommen, der gesicherten Demokratie.

17. Dezember 2023

Ein anderer Robert: Das ist ein Mann namens Kagan. Er ist nicht irgendwer, sondern der Chefdenker der Neocons, einer US-amerikanischen Pressure-Group, die der Meinung ist, es sei das gute Recht des großen und wunderbaren Amerika, überall auf der Welt Krieg zu führen. Nun prophezeit der Mann mit großem medialen Nachhall, dass die Diktatur Trump zunehmend unausweichlich sei und wie man den aufkommenden Diktator stoppen könne. Wie gesagt, die Neocons sind nicht irgendwer, Roberts Ehefrau heißt Victoria Nuland, und die lenkt im Moment die außenpolitischen Geschicke des Landes. Ihr verdankt die Welt den Ukraine-Konflikt.

16. Dezember 2023

Ich lese, dass der Robert nicht mehr als Kinderbuchautor bezeichnet werden will. Nicht einmal das. – Hätte Verständnis, wenn Kinderbuchautoren das verlangt hätten.

Propaganda ist der Transport von Lügen, die um einen glaubwürdigen Kern gruppiert sind. Erweist sich dieser Kern für die zu beeinflussende Masse ebenfalls als Lüge, muss eine Ablenkungslüge her: die Präsentation eines Sündenbocks. Diese Phase erleben wir derzeit in der Ukraine. Angefeuert durch die Westmedien findet ein angeblicher Machtkampf um die vergeigte Gegenoffensive des Jahres 2023 statt. Diese war von Anbeginn an aussichtslos.

Propaganda (2): Wie die vielbeschworenen Ukrainer darüber denken, wissen wir nicht. Schon deswegen nicht, weil es das seit Jahren herbeigeschwafelte einheitlich-nationale Ukrainertum nicht gibt. Diese Quasi-Nationalstaatlichkeit beruht auf Selbstbetrug westlichen Machtstaatsdenkens und war bereits in Afghanistan, Palästina, Irak, Libyen und anderswo zu betrachten. – Wie der vielbeschworene Ukrainer denkt? Eine Nachfrage im Statistischen Bundesamt würde für Klarheit sorgen.

15. Dezember 2023

Verblendung: Der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Jake Sullivan, der uns bereits gestern wissen ließ, wo die Wurzeln der amerikanischen Machtpolitik zu suchen sind, darf sich nun glücklich schätzen, von mir gelesen worden zu sein. Danach – ich verkürze – sei es so, dass man nach neuen Allianzen streben müsse, um die alte Vormacht zu restaurieren und gegen die – hüstel – unprovozierte russische Aggression sowie die Klima- und die Pandemie-Herausforderung erfolgreich vorzugehen. Beispielhaft nennt der Stratege das Bündnis AUKUS (schönes neues Wort für: Australien, GB und USA). Meint er das ernst? Ich fürchte: ja. – Na, dann siegt mal schön.

Sullivan (2): Dieser selbe Mann mit dem Äußeren eines irischen Musterschülers ist gestern nach Israel aufgebrochen, um dort… Ja, um was zu tun?

14. Dezember 2023

Vor Tagen stellte ich mir die Frage, wer angesichts der Biden-Krise aus dem Reigen der sog. Demokraten aus deren zweiter Reihe der Schreibtisch-Krieger nach vorne geschoben werde. Es ist der US-Sicherheitsberater Jake Sullivan, dem jetzt der Council on Foreign Relations die Titelseite und den Leitaufsatz („Die Wurzeln der amerikanischen Macht“) in dessen Verkündungsorgan Foreign Affairs einräumte.

Krieg (2): Die Realität in der Ukraine sieht vermutlich so aus, dass sich Offensivschläge jetzt gegen die Ukrainer richten. Das liegt deswegen nahe, weil nur noch die russische Seite berichtet und der Westen schweigt. Ich male mir aus, dass die Russen derzeit an zahlreichen Stellen des Frontbogens gleichzeitig angreifen. Das tut ein kompetenter Stratege nur, der einen Kompletteinsturz des Gegners zu erreichen sucht. Es erinnert an die sowjetische Sommeroffensive des Jahres 1944, als die deutsche Heeresgruppe Mitte durch einen Frontalangriff faktisch vernichtet wurde.

Krieg (3): Während die Amerikaner den Geldhahn zudrehen, hat das Trio Scholz-Lindner-Habeck gestern erneut versichert, einspringen zu wollen. Im Falle der weiteren Verschlechterung der Lage in der Ukraine, will man die verfassungsrechtliche und finanzpolitische Notlage erklären. Heißt zu deutsch: Vorantreiben des Krieges bis zur letzten deutschen Patrone. Das klingt wie das NS-Propagandageschwätz des Jahres 1944/45. Es wurde bekanntlich von der Realität beiseite gewischt.

Krieg (4) den Palästen: So verkündeten es die Möchtegern-Revoluzzer von Göttingen in den 1970er Jahren. Antifa-M, so nannten sich diese Typen, die Woche für Woche des Mittwochs randalierten. Der sog. Rechtsstaat ließ ihnen den Raum, den sie nutzen, um durch die Instanzen zu marschieren. An der Spitze dieser Studienabbrecher ein gewisser Jürgen Trittin, der zum Anzugmann und Minister mutierte und jetzt nach den Meldungen von Mainstream in den Ruhestand will. Die Pensionen der – wie Insider behaupten – grauen Eminenz der Grünen dürften locker fürs Wohlleben reichen.

13. Dezember 2023

Der nackte Mann im Weißen Haus: Nachdem der Kongress ihm die Ukraine-Hilfe gestrichen hatte, lud Präsidentendarsteller Biden seinen Darstellerkollegen Selenskyj vorgestern zum Besuche nach Washington DC. Doch aller Pomp nutzte nichts, die Abgeordneten ließen sich – trotz schöner Gruppenfotos – nicht erweichen. Heute Nacht musste der Noch-Präsident die Heimreise antreten – mit leeren Händen und dem Versprechen, dass man im kommenden Jahr über alles reden werde. Da, so denke ich, wird er nicht mehr im Amte sein.

Leere Kassen (2): Auch in D spricht es sich herum, dass Zahlungen aus leeren Kassen ein gewisses Risiko beinhalten. So hat der Landkreis Stendal den kommunalen Zuschuss zum 49-Euro-Ticket gestrichen. Das hat Folgen: a) es gilt im Kreis Stendal nicht mehr ohne Zuzahlung, und b) ruft die Sozialisten von nah und fern zum Proteste auf die Laber-Bühne. Schließlich handele es sich nur – wie man betont – um 40.000 Euro. Als ich die Hansestadt vor Wochen besuchte – allerdings mit meinem Auto – war sie freitagsabends menschenleer. Von der jetzt plötzlich aufgetretenen Vernunft war nichts zu bemerken. Wie auch?

12. Dezember 2023

Warum sollten sie das tun? Das ist die Standart-Antwort von intelligenten Leuten, mit denen ich über die Exzesse spreche, die von Politikern, Staatsdienern, Medienmob und Industriellen gegen unser Land losgetreten werden. – Meine, von den Intelligenten mit Abscheu entgegengenommene Antwort lautet: Weil sie Handlanger sind. – Danach wird es meistens laut.

Staatsdiener (2): Das Wort befördert ein gängiges Missverständnis, weil es suggeriert, dass die so Bezeichneten dem Staat, anstatt seinen Bürgern dienen.

Der Russlandreisende A. raubt mir die Illusion, das Ukraine-Problem anhand von – wenn auch vagen – Sprachgrenzen zweiteilen zu können. Zu sehr hatte ich mich auf die Aussagen deutscher sog. Sprachwissenschaftler aus dem Jahre 2010 verlassen. Zwar fanden die heraus, wo auf dem Staatsgebiet der Ukraine das Russische dominant ist, doch ist damit das Sprach- und Zugehörigkeitsgefühl nur unvollkommen abgebildet, denn das dem Ukrainischen zugerechnete Gebiet ist keineswegs einheitlich, sondern mindestens seinerseits zweigeteilt. Es besteht aus dem Ukrainischen des Mittelgebietes, das dem Russischen ähnlich ist, und dem des westlichen Gebietes, was eher Anklänge ans Polnische hat. Nur das Letztgenannte, so vertritt es A., sei von Bewohnern dominiert, die mit dem Russen nichts zu tun haben wollen. Hält man diese Variante für zutreffend bzw. friedensstiftend, so läge eine sich notwendig abzeichnende Demarkationslinie irgendwo zwischen Dnjepr und Dnjestr (für weniger von der Geographie Beleckte: der Letztgenannte liegt ziemlich weit westlich vom Ersterwähnten, zu deutsch: es geht gar nicht um die oft beschworene Dnjepr-Grenze, sondern um einen Zustand, der an die Aufteilung des Raumes zwischen der zaristisch-russischen und der kaiserlich-österreichischen Herrschaft erinnert.

Russland-Illusionen (2): Ich lerne aus den Ausführungen von A., der sich des Russischen wie einer zweiten Umgangssprache bedient, dass die Einheimischen zum Krieg in der Ukraine nur mit Zurückhaltung äußern. Kriegsbegeisterung gibt es wohl keine, ganz im Gegenteil, wiewohl die Furcht, sich zu äußern, unübersehbar sei. – Wie bei uns jetzt wieder, sagt A.

Russland-Illusionen (3): Einen besonderen Platz in unsrer Aussprache nimmt das Phänomen der religiösen Orthodoxie ein. Ich höre mit einigem Staunen, dass diese nach 1992 die Partei ersetzt habe. Das ist amüsant und bezüglich des russischen National-Charakters nachdenklich stimmend zugleich. Und schließlich: Zu einem bemerkenswert hohen Stand an Wohneigentum stehe die Tatsache in einem schwer zu erklärenden Gegensatz, dass gleich oberhalb der einfachsten Grundbedürfnisse der Luxus beginne. – Und zu guter Letzt: Nachrichten über das Gendern in Deutschland halte man dortzulande für russische Propaganda. Tja.

Russland-Illusionen (4): Die EU, so verordnet es Mainstream in D, habe jetzt die konkreten Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen. Damit solle es unumkehrbar gemacht werden, dass die Ukraine ein Teil von Europa sei. Zwei Dinge sind anzumerken: a) dieser Teil der Welt ist auch ohne EU ein Teil von Europa, und b) ich warte auf den Tag, wo man das Wort Ukraine nur noch in Anführungszeichen schreibt.

Russland-Illusionen (5): Nachdem die US-Mainstream-Medien ein großes Geheul über das Scheitern der sog. Gegenoffensive erhoben haben („Man ist unsern Ratschlägen nicht gefolgt“ ­ zu deutsch: das ukrainische Militär konnte die US-Angriffs-Doktrin nicht umsetzten), ist nun auch der US-Kongress nachgerückt: Zwar gilt immer noch, wie es der neue Speaker of the House sagt („Wir können Wladimir Putin nicht erlauben, durch Europa zu marschieren, und wir verstehen die Notwendigkeit, dort zu helfen. Aber die Biden-Administration hat es versäumt, eine Strategie, einen Weg zur Lösung des Konflikts oder einen Plan zur angemessenen Gewährleistung der Rechenschaftspflicht für die Hilfe der amerikanischen Steuerzahler zu liefern.“ – Alles klar?), doch wird das Unterstützungs-Budget gestrichen, bis die eigenen, die US-Grenzen dicht gemacht würden, kurzes Räuspern: America First? Hatten wir das nicht schon mal? Gewiss, doch sein Vertreter steht derzeit vor Gericht, nein richtiger: vor beliebig vielen, von den Dems dominierten Gerichten).

10. Dezember 2023

Die Gerüchteküche will von bilateralen Verhandlungen zwischen der russischen Führung und der ukrainischen Militärführung (General Waleri Salushnyj) wissen. Daran knüpfen sich viele Spekulationen, die ich für verfrüht halte.

Verhandlungen (2): Falls die Sache stimmt, ist vorstellbar, dass die Russen an einem beschleunigten Stillstand des Waffengangs Interesse haben, und was sie dafür als Minimum fordern werden: Neben der selbstverständlichen Abtretung der vier östlichen Oblaste ein stabiles nicht-amerikanisches Regime.

Verhandlungen (3): Das erreichen zu wollen, klingt wie die Quadratur des Kreises. Klar ist nur: Es wird keine Stunde Null geben. Zu sehr sind die US-Boys mit den alles besitzenden Oligarchen verknüpft. Mit der Schritt um Schritt aufgedeckten Korruption der Familie Biden, sehen wir erst die Spitze des Eisbergs. Und diese nur deshalb, weil die Beteiligten es so doll getrieben haben, dass man nicht mehr vorbeisehen konnte.

Biden (2): Er hält sich nur deswegen auf seinem Präsidentenstuhl, weil die sog. Eliten noch niemanden aufbauen konnten, der den Ersatzmann geben kann. Die aktuelle Vizepräsidentin jedenfalls ist es nicht, das dürfte auch den Steuermännern in DC inzwischen klar sein. Und sonst aus der zweiten Reihe: Samatha Power, Jake Sullivan, Victoria Nuland, Anthony Blinken? Kaum zu glauben. Bleibt eigentlich nur die Rückkehr der Obamas oder des ober-woken Gouverneurs aus California, Gavin Newsom. Manche sagen, er sei es.

Biden (3): Der Beginn des Absetzungsverfahrens soll kommende Woche im Repräsentantenhaus per Abstimmung beschlossen werden. Wenn das die Reps mit ihrer dortigen knappen Mehrheit nicht durchsetzen, können sie einpacken.

9. Dezember 2023

Der Opernbesuch in Oslo (mein zweiter) im jetzt vergangenen Sommer hat den Eindruck bestätigt, dass die Norweger sehr spezielle Leute sind. Die beheizten Stufen des Opernhauses waren das eine, die zahlreichen E-Vehikel das andere, der Strom kam aus der Steckdose und dort kam er per Wasserkraft hin. Die Busse waren nagelneu, elektrisch, leise, rot, sauber und pünktlich. Jetzt lese ich, dass sie alle stehengeblieben sind, da ihre Akkus den Frost nicht vertragen haben. Ein grüner Philosoph – ein Robert oder so – würde jetzt vermutlich die Anschaffung weiterer E-Busse durchsetzen, um dem offensichtlichen Mangel abzuhelfen.

Oslo (2): Wie es der Zufall so will, kriege ich gestern Nacht den norwegischen Film „Weihnachten zu Hause“ zu sehen. Alles sehr speziell: Johanne (31) entschließt sich 20 Tage vor Heiligabend, einen Mann zu angeln, damit sie beim großen Familien-Essen nicht als einzige allein dasitzt. Sehr lustig, auch wenn ich die zahlreichen Nebengags, die sich auf das Verhältnis der skandinavischen Nationen untereinander beziehen, nur en bloc verstehe. Falls einer fragt: Nein, ein Netflix-Abonnent bin ich nicht. Um Gotts Willen. Dennoch: die Zahl der En-Personen war sehr überschaubar.

E-Mobil (2): In Wisconsin – das ist der Bundesstaat der USA, in dem es besonders woke zugeht und die letzten Trump-Wahlen besonders unverschämt gefälscht wurden – verkündet die Gouverneurin Gretchen Sowieso, dass ab sofort in der Kfz-Flotte des Staates nur noch E-Mobilität zugelassen wird. Wir warten gespannt, was passiert, wenn die Feuerwehr beim nächsten Schneesturm gerufen wird oder die Polizei einen davonfahrenden SUV-Fahrer verfolgen soll. 

Tumult: Die Zeitschrift für Konsensstörung liegt frisch gedruckt auf meinem Schreibtisch. Der Philosoph Frank Lisson macht sich darin Gedanken über das, was er die Mulattisierung unserer Gesellschaft nennt. Ich fasse laienhaft zusammen: Es ist das hiesige Weib dass sich dem zudringlichen Zuwanderer hingibt. Hübsch beobachtet, doch ist die Erklärung, dass es nun mal Weibersache sei, sich dem Sieger zu unterwerfen, etwas dürftig insofern, als auch immer der hiesige Mann zum Bild gehört, der das zulässt. Der Hinweis, dass eben sei, was sei, ist die Argumentation des Verlierers.

Tumult (2): Die Russin Sonja Margolina sei, so lese ich eine seit Jahrzehnten in Deutschland ansässige Schriftstellerin vielbeachteter Werke. Nicht alles, was ich nicht kenne, schließt die Richtigkeit des vorangegangenen Satzes aus. Hier nun berichtet sie vom Wirken der Russen auf ihrem Weg zur Hegemonialmacht. Sie hat erkannt, dass Putin einen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland und den Rest der Welt führe. Er setze die fossilen Bodenschätze gezielt ein, um den Klimabemühungen des Westens zu schaden. Als ich an dieser Stelle angekommen bin, überlege ich, ob es wohl lohnt, den Aufsatz zu Ende zu lesen. – Hat sich nicht gelohnt. Schade.

Tumult (3): Kurz, aufschlussreich und vor allem verständlich, ist das Interview mit dem Kerntechnik-Ingenieur Bruno Merk (Jg. 1970), der 2015 wg. der Chancenlosigkeit einschlägiger Forschung in Deutschland nach England emigrierte. Er berichtet über Forschungsstand und Realisierungsversuche des Flüssigsalz-Reaktors – ein Kernreaktor, der kaum radioaktive Abfälle hinterlassen werde. Zu meiner Überraschung merkt er an, dass a) die bislang in Deutschland zwischen-gelagerten sog. Reaktorabfälle geeignet seien, die Stromversorgung für die nächsten 300 Jahre sicherzustellen und b) sich die Russen als einzige bereits in der Phase praktischer Erprobung befänden. – Blättere noch mal zu den drastischen Aussagen der Kämpferin Margolina zur Öl-, Gas-, Kohlepolitik von Putin zurück und verdrehe unwillkürlich die Augen.

Also doch: Seit gestern ist es amtlich: Putin tritt zum fünften Mal als Kandidat für die Präsidentschafts-Wahlen an. Sie sollen im März des nächste Jahres stattfinden. Ausnahmsweise betätige ich mich mal als Wahlprophet: der Sieger wird der Amtsinhaber sein.

8. Dezember 2023

Während die Chefs von Bayer und BASF noch kürzlich und wichtig, wichtig mit den Bilderbergern turtelten, um den Kurs der Menschheit zu bestimmen – darunter tun’s diese Typen nicht – vermelden die Deutschen Wirtschaftsnachrichten vom 6.12.2023, 9 Uhr 28,, die Aktienverluste beider Unternehmen kommentierend, dass die deutsche Chemie ein Übernahmekandidat sei.

Übernahme (2): Im Klartext bedeutet das: Schließung der Standorte bei Verlagerung der lohnenden Kapazitäten ins Ausland, bevorzugt nach China und in die USA. Das sei nichts als eine Verschwörungstheorie hält mir einer aus Leverkusen entgegen, der es eigentlich wissen müsste. In der Tat ist es kaum vorstellbar, dass diese Giganten die Grätsche machen, weil sich deren Vorstände über alles mögliche Gedanken gemacht haben, nur nicht über das Wohl und Wehe ihrer deutschen Arbeitnehmer. Wenn überhaupt, sprechen sie von Humankapital im Sinne einer betriebswirtschaftliche Größe.

7. Dezember 2023

Freundschaftlicher Rat: „Wir haben keinen Grund zur Freude, wenn wir sehen, wie die Deutschen sich selbst in den Ruin treiben und das in rasender Geschwindigkeit. Und was das Tempo angeht, werden sie es wahrscheinlich schneller schaffen als Hitler. Hitler braute dafür 12 Jahre. Jene, die dort derzeit an der Macht sind, werden nicht mehr so lange brauchen, um Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes niederzuschlagen – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich.“ László Kövér, ungarischer Parlamentspräsident.

Rat (2): Wir, die Deutschen, haben keinen Grund dem Ungarn für seine bittere Schelte böse zu sein, sondern nur uns selbst, die wir uns nicht ermannen können, diesen Wahnsinn zu beenden.

Tausendundeine Nacht: Den Scheich von Dubai gibt es tatsächlich. Er ist der Gastgeber der Klima-Wahn-Konferenz, die sich in diesem Jahr in seiner Hauptstadt selbst zelebriert. Von dem, was er zu Eröffnung sagt, bleibt hängen, dass er den vielgepriesenen wissenschaftlichen Konsens für Hokuspokus hält. Recht hat er, und das nötige Kleingeld hat er auch, dass ihm die Scharlatane der Apokalypse den burnus-weißen Buckel runter rutschen können.

6. Dezember 2023

Tempora mutantur: Bis vor Kurzem noch reiste er mit großem Medien-Pomp an, wenn irgendwo der politische Hund mit dem Schwanze wackelte. Jetzt wurde er vorgeladen, der ukrainische Chef Selensnkyj, und zwar zur Befragung per Video durch den US-Senat hinter verschlossenen Türen. Das riecht nicht gerade nach der vielbeschworenen unverbrüchlichen Treue.

Neue Töne (2): Das Mündel soll u.a. Auskunft darüber geben, wie sein eigener Stand in Kiew sei. Das ist besonders perfide, denn dem Kolonialherrn in DC kann nicht verborgen geblieben sein, dass er nicht einmal mehr die Armeeführung seines Landes hinter sich hat und sich nicht traut, die aufmüpfigen Generale in die Wüste zu schicken. Nehme an, dass diejenigen, die ihn jetzt anzuhören vorgeben, ihm das zuvor untersagt haben, weil sie ahnen, dass bei Enthauptung der Streitkräfte niemand mehr da sein wird, der für sie kämpft.

Neue Töne (3): Nehme an, dass Chef Selenskyj, selbst wenn er gewollte hätte, nicht nach Washington reisen konnte, weil er fürchtet, dass der Rückflug nach Kiew ohne ihn stattfinden könnte. Die Zeichen dort stehen auf Putsch. Die Expertin hierfür heißt Nuland und befindet sich seit 2 Jahren erneut im US-State Departement in Amt und Würden.

5. Dezember 2023

Er sei, so wird der Robert zitiert, von Wirklichkeit umzingelt.

Wirklichkeit (2): Das Zitat belegt, dass die Kritiker unrecht haben, die alle naslang behauptet hatten, er und seinesgleichen würden schon noch in derselben ankommen.

Wirklichkeit (3): Finde den Robert reif für den Theo W. Adorno-Preis, falls es den gibt. Allerdings muss er vorher noch den Plural bilden lernen und von Wirklichkeiten schwätzen.

Übern Teich: Monatliche Zahlungen innerhalb der Familie Biden? Na und? Ist doch ganz normal, dass Unterhalt gezahlt wird. In diesem Fall von Sohn Hunter an Vater Joe, wenn dieser wg. des Regierungsamts knapp bei Kasse ist.

4. Dezember 2023

Brauchtumspflege: Seit Jahrhunderten glauben in unsern Breiten etliche Leute an eine jüdische Weltverschwörung. Verwunderlich ist, dass diese Verschwörungsgläubigen nicht den alt-testamentarischen Satz Macht-euch-die-Erde-untertan zum Ausgangspunkt ihrer Überzeugungen genommen haben. – Mich erheitert die Vorstellung, was Gutmensch an Wortschwall aufwenden muss, um dem Satz eine andere, der Lehre vom Antisemitismus kompatible Deutung zu geben. Dabei wäre es einfach zu sagen, der in der Floskel enthaltene Befehl sei gattungsspezifisch gemeint.

Brauchtumspflege (2): Der Unterwerfungsbefehl ist die Gegenthese zu dem in der westlichen Welt grassierenden Naturschutz, deren Vertreter hierfür auch stets als Synonym die Bewahrung der Schöpfung im Munde führen. Das weckt den Verdacht, dass sie ihrem Schöpfer unterstellen, nicht gewusst zu haben, was er den Menschen, die er ebenfalls schuf, anbefahl.

Brauchtumspflege (3): Ikea Günthersdorf, Anfang Dezember 2023.

Das Brett vor dem Kopf der CDU: Als fassungslos über das Agieren der Ampel in Berlin, so wird der CDU-Wirtschaftsminister aus Sachsen-Anhalt zitiert. Es fehle das notwendige Geld für die Transformation von Industrie und Gesellschaft. Meister, so geht es mit durch den Kopf, weißt du eigentlich, wie blöd du schwätzt? Natürlich schreibe ich sowas nicht, denn ich käme im Traum nicht auf den Gedanken, mich mit so einer Flöte zu duzen.

Kopfbrett (2): Es verlässt Vera Lengsfeld das sinkende CDU-Schiff, um sich einer neuen konservativ-liberalen Europa-Partei zuzuwenden. Die soll Stimmen bei der AfD und dem Wagenknecht-Embryo abgreifen. Wird sie aber nicht, doch bei der CDU mit Sicherheit.

Kopfbrett (3): Äußert sich ein CDU-Funktionär namens Laschet – das ist der Mann, der als Al Aschet gar nicht Kanzler werden wollte – darüber, dass die CDU, wenn sie denn nicht untergehen wolle, vom linksgrünen Kurs abkommen müsse. Das nenne ich rheinischen Humor, denn, so frage ich: Warum tat er’s nicht, bevor er sich anschickte, die BT-Wahl zu vergeigen?

Kopfbrett (4): CDU-MP aus Sachsen, Kretschmer, belügt sich und die Öffentlichkeit, er würde gerne ohne die Grünen regieren. Könnte er morgen tun, will er aber nicht.

3. Dezember 2023

Dass Elon Musk die links-woken Gemüter durch den Twitter-Kauf bis zu Weißglut reizte, war nach dem monatelangen Hickkack vor der Übernahme keine Überraschung. In jenen Kreisen nimmt man Niederlagen nicht sportlich. Da war es nur noch eine Frage der Zeit, bis man ihn zum Antisemiten promovierte. Die Anti Defamation League (ADL) wurde in Stellung gebracht. Das ist eine Kampforganisation, die durch Einflussnahme auf wirtschaftliche Betätigung Dritter diesen Nachteile androht, wenn sie die als Gegner ausgemachten Personen nicht zu vernichten helfen wollen.

Musk (2): Er ist nicht der Mann, derartige Angriff unwidersprochen hinzunehmen. Damit haben seine Gegner erreicht, was sie wollten. Seine Namhaftmachung der ADL und ihrer Methoden macht ihn nunmehr zum erwiesenen Antisemiten, worauf der Walt Disney-Konzern seine Werbeverträge mit Musk aufgekündigt hat.

Musk (3): Ich betrachte mit Neugierde, wie das ausgehen wird. Die Chancen für Musk stehen nicht schlecht, wenn man sie mit den miesen Geschäftsberichten von Disney in diesem Jahr vergleicht, welche die Quittung für den woken Müll darstellten, welchen man in letzter Zeit produziert hatte. Wollte keiner sehen, geschweige denn kaufen. Vor allem in Asien nicht, wo En-Personen in Heldenpose als unverkäuflich gelten. – Die Ladentheke als Schlachtfeld des Kampfes der Kulturen.

2. Dezember 2023

Deutsche Richterinnen, die muselmanische Teilnehmer an Massenvergewaltigungen deutscher Mädchen nicht in den Knast stecken, sondern frei herumlaufen lassen, zeigen ein Maß an sexueller Perversität, die staunenswert ist. Legt sich das Erstaunen, bleibt Ekel übrig. Was für kranke Phantasien von unbefriedigten Weibern toben sich hier auf Kosten der friedlichen Bürger aus?

1. Dezember 2023

Es wäre ein Traum, morgens aufzuwachen, und alles wäre wie im Traum, aber es ist wie in Wirklichkeit wie in Wirklichkeit, und die ist alles andere als traumhaft. Oder doch?

Bleibt nur ein Blick in die nächtlichen Absonderungen der Zellerzeitung: Das Wetter ist gesichert rechtsextrem, da es die Klimakatastrophe leugnet.

30. November 2023

Frühmorgens Blick aus dem Fenster ins Dunkle. Der vor drei Tagen des Nachts gefallene Schnee ist immer noch da. Eines Tages wird er geschmolzen sein. Es sei denn, was im Moment keiner weiß, dass wir unbemerkt in die nächste Eiszeit geschlittert sind. Und das nach dem wärmsten Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 160.000 Jahren oder so.

Auch nicht ewig (2): Nu is hei dood. Gestern, nach mehreren Fehlmeldungen der letzten Jahre, endgültig gestorben in seinem Heim in Connecticut, der hundertjährige ehemalige Deutsche Heinz Kissinger, besser bekannt unter der amerikanisierten Namens-Version Henry. Wenn je einer auf der Welt Unheil angerichtet hat, dann wohl er – jedenfalls für viele, denen der American Way of Life nicht gut tat. Seinen Entdeckern und Förderern sei Dank.

28. November 2023

Kalkulierter Verfassungsbruch: Das Kabinett beschließt einen Nachtragshaushalt für 2023, in dem sich die erfundenen Milliarden befinden, die laut Bundesverfassungsgericht gar nicht da waren und auch nicht hätten da sein dürfen. CDU will dagegen nicht klagen. So, nun ist die Parteienwelt des Wünsch-dir-was wieder in Ordnung.

Die Palästinenser haben, so formuliert es der Robert, hier, also in Deutschland, ein Recht auf den Schutz vor rechtsextremistischen Angriffen. Logik war seine Sache nie. Wozu auch?

Palästinenser (2): Was werden die Israelis tun, wenn wir, also die Deutschen, die in Gaza zu vertreibenden Palästinenser jetzt nach Deutschland schaffen? Zusehen? Applaudieren? Flugzeuge abschießen? Wünsch dir was, Robert.

27. November 2023

Der Zeitgeist schwankt ein wenig, wenn in Schweden und Holland durch die Wahlsieger über den EU-Austritt öffentlich nachgedacht wird. Beide Länder haben ein Islam-Problem, und beide sind EU-Nettozahler. Habe seit langem gedacht, dass Dänemark als nächstes die Mücke macht. War offenbar falsch, denn ich hatte nicht geglaubt, dass dort die Sozis Wahlen mit ausländerfeindlichen Sprüchen gewinnen.

Schwankungen (2): Nach der vom US-Kongress erzwungenen Drosselung des Dollar-Segens denken führende Faschisten in der Ukraine, die dort unsere demokratischen Werte verteidigen, über den Kriegsaustritt öffentlich nach, weil sie ziemlich enttäuscht sind und wohl auch um ihr Leben zu fürchten beginnen. Der Chef der deutschen Scheinarmee ist deswegen soeben nach Kiew gereist. Was mag er in seinem Köfferchen haben? Schwarzgeld?

Schwankungen (3): In den USA melden sich die partei-übergreifenden Neocons vorlaut zu Wort. Sie wollen nur denjenigen Präsidentschafts-Kandidaten aus ihrer strammen Lobbyisten-Kasse unterstützen, der weiteres Kriegführen garantiert. Der Ort ist ihnen egal. Ihr Favorit ist derzeit die Republikanerin Nikki Haley.

26. November 2023

Der Bundesrat hat Freitag mehrere Bundesgesetze scheitern lassen. Jetzt raunen die Etablierten und die Alternativen in seltener Einigkeit von Zeitenwende oder so. Das ist Blödsinn, denn es handelt es sich hier um ein langerprobtes Verfahren, im Vermittlungsausschuss für die Länder mehr Geld rauszuschlagen.

Zeitenwende (2): Die Heilige Sarah spricht in Berlin vom Frieden. Das verdient Zustimmung, denn es wird dieselbe den etablierten Parteien entziehen. Nur einer nicht, der AfD im Osten.

25. November 2023

Mit dem Wort grauenhaft sollte man sparsam haushalten, sonst verliert es seine spezifische Klangfarbe. Zum sogenannten Konzert einer Gnomin namens Björk passt die Vokabel. Sie betreibt ein a-melodisches Geschrei gepaart mit grotesk zuckenden Mittätern, die an Wohnstätten gemahnen, wo Leute untergebracht sind, die nichts dafür können. Die Hauptfigur in ein weißes abwaschbares Tischtuch gekleidet, um die Taille einen Korb ohne Boden, wie ihn die Hummerfischer verwendeten.

Björk (2): Der Höllenlärm endet mit einer Einspielung des schwedischen Fräuleins Thunberg, die, offenbar nach Einnahme eines Beruhigungsmittels, dem Publikum ellenlang deutlich zu machen sucht, dass die Welt am Ende ist. Völlig unsensibel nutze ich den Moment, in dem das Publikum noch wie erstarrt dasitzt und der Ikone lauscht, um mein Auto zu erreichen, so dass ich ungehindert aus dem nächtlichen Leipzig verschwinden kann.

Björk (3): Die Strafe für den Frevler folgt auf den Fuß, denn die Rückkehr nach Hause findet im Schneesturm statt. Immerhin sind die 3 Autobahnen A 14, 9, 4 zwei Stunden lang menschen- bzw. autoleer.

24. November 2023

Das Altwerden entpuppt sich als ein merkwürdiger Widerspruch: Während die Zeit davonrast, bewegt sich das eigene Leben im Schneckentempo.

Paradox (2): C.B., am 24. November 1943 in Danzig geboren, alles, was folgte, überstanden, nur das Impfen nicht.

Paradox (3): Keinen Fehler gemacht, sagt der Chef der Ständigen Impfkommission Mertens anlässlich seiner in dieser Woche mitgeteilten Ablösung. Wir erinnern uns, dass er in einem winzigen Moment mit der Wahrheit schäkerte, als ihm rausrutschte: Nein, seinen Enkel würde er nicht impfen lassen. Nehme an, dass der noch lebt und in Ruhe alt werden darf.

23. November 2023

Die Stadtregierung von New York, anlässlich des explodierten Sprengstoff-Autos auf der Grenzbrücke nach Canada bei den Niagara-Fällen. Woran erinnert mich das? An ein paralleles Geschehen vor exakt 109 Jahren am selben Ort. Die Anstifter saßen in Berlin. Gab allerdings einen gravierenden Unterschied: Der Anschlag vom November 1914 fand nur in der Presse statt. Habe ein Weilchen gebraucht, um das rauszufinden.

Täuschung (2): Nachdem der Herr L. ein Stöckchen in die Speichen des Lastenfahrrades gesteckt hat, belästigt Robert Ratlos das Publikum dank Mainstream-Medien in einer Dauerschleife. Ich habe ihn noch nie so oft das Wort Industrie verwenden hören, die zu retten er sich jetzt gehindert sehe. – Dabei wäre die Lösung staunenswert einfach: Weg mit der gesamten … , einfach weg.

22. November 2023

Da hat sich der Herr Lindner von der Lindnerpartei in eine Zwickmühle begeben, als er vorgestern Nacht die Haushaltssperre über den Bundeshaushalt verhängt hat. Damit sind alle Ausgaben, die keiner unmittelbaren rechtlichen Verpflichtung unterliegen, unzulässig. Wer dennoch zahlt oder zu zahlen versucht, hat eine Fahrkarte in den Knast in der Tasche. Bleibt die Frage, warum erinnerte sich der Herr L. plötzlich und für jedermann immer noch unfassbar ans geltende Verfassungsrecht? Nehme an, dass ihm jemand gesagt hat, dass spätestens am Ende seiner Amtszeit sonst der Haftrichter steht.

Haushaltssperre (2): Alles, was die Zukunfts-Koalition in den letzten zwei Jahren auf Kosten des Steuerbürgers auf den Weg gebracht hat, erweist sich mit einem Schlag als unbezahlbar, weil kein Geld da ist, um es zu bezahlen. Wie kommt Rot-Grün da raus? a) so tun, als gäbe es die Sperre nicht, b) den Herrn Lindner entlassen, c) den Herrn Lindner zum Widerruf veranlassen, d) das lästig gewordene Grundgesetz ändern oder aufheben, e) den Notstand ausrufen. Ich tippe auf e.

21. November 2023

Im Abfertigungsbereich des Flughafens sieht man Leute, die für ein leichenblasses Brötchen mit einem fragwürdigen, herauslappenden Belag den Preis eines frischen Hummers bezahlen und – schimmer noch – das Erworbene aus einer heruntergekrempelte Papiertüte essen.Unangemessen (2): Bin stattdessen versucht, das jüngste Time Magazine als Fluglektüre zu kaufen. Zwölf Dollar für ein dünnschlappes Heftchen mit Ukraine-Aufmacher: „Nobody believes in victory like I do. Nobody“. Lese statt Kauf den Artikel gleich im Stehen am Regal: Dezidiert Unfreundliches zur Korruption dort – angeblich als Geständnis vom Chef Selenskyj. Das behauptet jedenfalls Journalist Shuster. Is nix Neues. Wenn sowas jetzt in den USA als Sensation verkauft wird, kann das nur eine Einstimmung auf den Rückzug von Biden & Co bedeuten – oder wer auch immer dortzulande jetzt das Sagen hat.

Unangemessen (3) sind weiße Turnschuhe, wenn ein schönes Kind in Licht und Schatten posiert. Doch sie sind verzeihlich, da die Geschmacksbildung noch im Gange ist.

Unangemessen (4): Eine Firma aus Auston in Texas belästigt mich per Mail mit ihren Entfettungsmitteln. Die beigegebenen Beweisfotos wecken meinen Frohsinn, weil ich mir vorstelle, dass das Vorher-Nachher-Schema in Gegenrichtung, also von rechts nach links, betrachtet werden sollte, dann wirkt es natürlich. Ob allerdings der Knabe (rechts) für die Schwangerschaft der jungen Frau (links) verantwortlich ist, bleibt offen, ebenso ob, jetzt mal von links nach rechts betrachtet, die Pillen als Abtreibungsmittel gewirkt haben.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XII

20. November 2023

Wenn man die Mythen der alten Völker miteinander vergleicht, gleichen sie – jedenfalls die, welche ich kenne – einander in der Kernaussage: Es gibt einen Anfang und ein Ende der Erde. Hiermit stimmt unsere heutige Überzeugung, die wir naturwissenschaftlich zu nennen belieben, überein. Vermute, das liegt daran, dass wir, die Menschen, uns in unserer Begrenztheit nichts anderes auszudenken vermögen. Was immer wir tun, eines Tages wird es verschwunden sein. – Vermute, dass dies Novembergedanken sind.

Novembergedanken (2): Der Volkstrauertag war in meiner Kindheit der Gedenktag für unsere Toten in den Weltkriegen. Jeder, wirklich jeder kannte solche Opfer beim Namen. Zu jener Zeit hatte sich der Gedenktag bereits von seinem Vorgänger, dem Heldengedenktag, wegbewegt, wo es ganz pointiert um die Gefallenen unseres Volkes ging. Jetzt ist die Sache unter dem deutschen Schuldkult erneut erodiert, wonach wir, die Deutschen, für alles Töten auf der Welt die Schuld auf uns nehmen sollen. Man höre nur die Geschwätzlawine an, die über unsere Köpfe hinwegrauscht und das nüchterne Denken unter sich zu begraben droht. – Volkstrauertag im Land, wo Soldaten Mörder zu nennen sind? Das kann weg.

18. November 2023

Wie einer aussieht, dafür kann er in aller Regel nichts. Das gilt auch für zwei, in diesem Falle für die beiden Bundesminister, die sich öffentlich bekennen, für den absurdesten Schwachsinn der deutschen Rechtsgeschichte die Verantwortung zu tragen. Richtig, es geht um das Gesetz, nach dem es zukünftig möglich sein soll, sein Geschlecht jährlich neu zu wählen. Nicht nur Männlein oder Weiblein, sondern auch alles mögliche andere, was sich kranke Hirne ausgedacht haben.

Schwachsinn (2): Kein Mensch, der bei Verstand ist, leugnet, dass es in Einzelfällen bei der Bestimmung des Geschlechts Schwierigkeiten gibt. Die Betroffenen verdienen das Mitleid der Gesellschaft und deren Hilfe, aber nicht deren Spott, dass sich jetzt jedermann durch Geschlechterkarneval über sie lustig machen kann.

Schwachsinn (3): Ich behaupte, dass man für sein Aussehen in aller Regel nichts kann, aber wenn ich die beiden Minister betrachte, stellt sich mir die Frage, ob ein bestimmtes Aussehen dazu prädestiniert, auffällige Handlungen zu begehen. Nebenbei: Da kann auch kein Geschlechtertausch Abhilfe schaffen, sondern nur schnellstmögliche Ablösung aus den Ämtern.

Aus Bernd Zellers Gedankenwelt (Zellerzeitung von gestern Nacht): a) „Karl Lauterbach fordert, von den freigewordenen Corona-Geldern die nächste Pandemie zu finanzieren.“ b): Gut ist auch der hier: „Basisgrüne sagen: Wenigsten hat Greta Thunberg die Autobahnen rückgebaut.“ c) …und zu dritterletzt:

Und nun das ultimativ Letzte: Der Bundestag hat gestern das Gesetz zur Anpassung an den Klimawandel beschlossen. Na endlich, jetzt wird auf Kosten des deutschen Steuerzahlers die Erde gerettet. Sie wird es uns danken, vor allem die Ameisen, die uns voraussichtlich überleben werden. Sie wollen, wie man so hört, den Deutschen Klima-Gedenktag kreieren und zur Feier desselben regenbogenfarbige Eier mit der Aufschrift legen: Made in Germany.

17. November 2023

Habe es aufgegeben, die gegen den Ex-Präsidenten Trump losgetretenen Straf- und Zivilverfahren zu zählen, geschweige denn den Stand derselben zu verfolgen. Es sieht jedoch so aus, als seien in mehreren Staaten erlassene Verbote, sich an der nächsten Präsidentenwahl zu beteiligen, erfolgreich angefochten worden – wenigstens einstweilen.

Trump (2): Viel erstaunlicher ist es, dass er in verschiedenen, durchaus feindlich gesinnten Umfragen nicht nur das republikanische Kandidatenfeld haushoch anführt, sondern auch den Amtsinhaber Biden in 5 von 6 Swingstaaten glatt übertrumpft. Nun ist aus den letzten beiden Wahlen bekannt, dass das nichts bedeuten will. 2016 führte Clinton unangefochten und verlor mit Pauken und Trompeten, 2020 führte Trump sogar einschließlich der Wahlergebnisse in der Wahlnacht, die dann durch Zauberhand zu seinem Nachteil verändert wurden, als seine Stimmanteile plötzlich rückwärts liefen. Man kann also nichts sagen, außer dass der Ex-Präsident immer noch wild entschlossen ist, erneut anzutreten.

Die scheinbare Ruhe an der Ukraine-Front bedeutet, dass Selenskyj & Co den Krieg vergeigt haben und seine Unterstützer im Wertewesten jetzt händeringend versuchen, aus dem entstandenen Schlamassel herauszukommen. Ihre Forderung, die plötzlich erschallt, man müsse einen Verhandlungsfrieden suchen, benötigt Zweie, die es tun. Es hängt nur von dem Einen ab, ob sowas stattfindet. Dieser Eine hat bis zum heutigen Tag keine konkreten Kriegsziele verkündet. Die Vorstellung, er könnte im Verhandlungswege die jetzige Frontlinie aufgeben, beruht auf blanker Illusion.

Front (2): Das Ausbleiben nachvollziehbarer, vor allem übereinstimmender Meldungen aus Palästina bedeutet nach meiner Einschätzung, dass Israel jetzt versucht, durch Vernichtung der Bewohner und ihrer Siedlungen Tabula rasa zu machen. Den Überlebenden bleibt dann nur die Flucht. Aber wohin?

Front (3): In Deutschland findet in bislang unbekannter Heftigkeit die Parteinahme für die eine oder die andere Seite des Palästina-Konflikts statt. Die Frontlinien verlaufen kreuz und quer durch die eingeübten Rituale. Sie legen zudem Lippenbekenntnisse und ideologische Verblendung bloß. Eine über jedes Maß der Verblendung hinausgehende Forderung besagt, dass nunmehr der Kampf gegen Rechts verstärkt werden muss. Was’n sonst?

16. November 2023

Da hat das Bundesverfassungsgericht einen großen Batzen des Bundeshaushalts für verfassungswidrig erklärt, jubeln die Alternativen Medien. Es soll um schlappe 60 Milliarden gehen, die aus dem Corona-Topf mir nichts dir nichts in den Haushalt zur Finanzierung der Klimalüge umgelenkt worden sind. Wat nu? Ich denke mal, unsere völlig im rechtsfreien Raum schwebende Volksfront wird sich nichts aus der Entscheidung machen, sondern einen neuen Umgehungsbeschluss fassen, damit dem Robert sein Klimawahn (Genitivus Populi) weitergetrieben werden kann. 

Pleite (2): Die Klimawahn-Firma Siemens Energy ist praktisch pleite, jetzt muss der Bund als Bürge einspringen. Wieder Milliarden aus dem Fenster gehauen. Einfach so. Über Haushaltsuntreue denkt offenbar keiner nach. Okay, drängt sich nicht auf, weil für einen guten Zweck – das Recht muss bei der Weltrettung weichen. Nebenbei: Wie wäre es mit einem Regress gegen den Siemens-Vorstand? Meine Erinnerung gräbt den Namen Joe Kaeser aus und seinen Versuch, eine dieser grünen Jungziegen in die Siemens-Führungswelt einzuschleusen.

Pleite (3): Das großspurig eingeführte Bürgergeld erweist sich als Fass ohne Boden. Man hat sich – Heil heißt der zuständige Mann – lediglich um ein paar Milliarden verrechnet. Milliarden? Zu einer davon gehören ungefähr so viele Nullen, wie das Bundeskabinett Mitglieder hat. Ist nicht persönlich gemeint, sondern lediglich als Rechengröße.

15. November 2023

Michael Klonovsky führt einen netten verbalen Säbelhieb gegen den Spiegel, nachdem der diese Woche sein angebliches Nachrichtenmagazin mit der dies befürwortenden Frage aufmacht, die AfD zu verbieten, indem er, Klonovsky, die Frage artikuliert, den Spiegel zu verbieten. Da empören sich dann die Angepassten aus der Juristenschaft, ihre Glibbersprache für einen Moment vergessend, und fordern, es werde Zeit, gegen diesen Klonovsky mit den Mitteln des Rechtsstaats vorzugehen. Im übrigen sei, so hört mein erstauntes Ohr, es juristisch gar nicht möglich, eine Zeitung zu verbieten. Doch ist es, die Voraussetzungen nennt das Vereinsgesetz, zuständig wäre der Bundesminister des Innern. Doch einen solchen, ich weiß schon, haben wir derzeit nicht.

Rechtsstaat (2): Es sei, verlautbarte die Polizei von Nordrhein-Westfalen, auf den Araber-Krawall-Veranstaltungen am vergangenen Wochenende nichts Verfassungswidriges zu beobachten gewesen. Das ist falsch, denn die Forderung nach einem Kalifat in Deutschland ist mit keinem möglichen Aspekt des Grundgesetzes in Einklang zu bringen – schon gar nicht der Religionsfreiheit. Es ist unmissverständlich zu sagen, dass es sich vorliegend in nuce um den Ruf nach Beseitigung des im Grundgesetz konzipierten Staates und seiner deutschen Gesellschaft handelt. Strafrechtlich gesehen, handelt es sich um Hochverrat. Die Konsequenz heißt: Diese Typen haben bei uns nichts verloren. Es gibt kein wie auch immer fabuliertes Menschenrecht auf Beseitigung unserer deutschen Verfassungs-Ordnung, mag sie im Moment auch noch so beschädigt sein.

Rechtsstaat (3): Es ist schon merkwürdig, dass immer dann der Ruf nach dem Rechtsstaat ertönt, wenn es um die Forderung nach obrigkeitlichem Vorgehen gegen seine letzten Bewahrer geht. Der Verfassungsfreund als Verfassungsfeind.

14. November 2023

Wer Nachbars Hofhund aus Nächstenliebe in die gute Stube lässt, sollte seine Empörung zügeln, wenn dieser die eigenen Kinder beißt. – Wilhelm Busch wusste das schon vor 150 Jahren: „Ach, ruft sie, er ist doch nicht gut | weil er mir was zu Leide tut.“

Irrtum (2): Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, über das Pipi-Mädchen aus Schweden keine Worte mehr zu verlieren. Doch, was ich jetzt, angeblich aus ihrem Munde kommend, lese, erweckt in mir den Verdacht, dass die Klimalügner auch handfeste, verschwörungsaffine Judenfeinde sind (vulgo: Antisemiten). Die Verallgemeinerung erscheint mir statthaft, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die kindliche Heilige des letzten Sonnenuntergangs eigene Gedanken zu formulieren versteht.

Irrtum (3): Klimatod und Judentum als kausal miteinander zu verknüpfen, geht über mein bisheriges Vorstellungsvermögen und die Erkenntnisse zur Klimareligion weit hinaus. Hier feiern Rasse-Ressentiments längst vergangen geglaubter Zeiten fröhliche Auferstehung. Das kann nur an der mangelhaften Bildung der Betroffenen liegen. Denn wenn sie etwas belesener wären, wüssten sie, wie ähnlich ihr Endzeitgeschwätz den Messias-Phantasien des Alten Testaments ist, von Mein Kampf, S. 225 unten, eines gewissen Adolf H. ganz zu schweigen.

Irrtum (4): Für jeden gestandenen Rechten sind – so hätte man einstmals formuliert – die Auslassungen aus dem Lager der Linken ein innerer Reichsparteitag.

13. November 2023

Alte Liebe rostet nicht, sagt ein Sprichwort, das einem Praxistest kaum einmal standhält. Man sieht Runzeln und Quetschfalten, wo früher der Liebreiz wohnte. Daran fühle ich mich erinnert, als ich – einer dringlichen Empfehlung folgend – das jüngste Asterix-Heft früh um fünf kaufe, um mir die Zeit im Flieger zu verkürzen. Ich schlief über der Lektüre ein, womit sie ihren Zweck erfüllte, wenn auch anders als gedacht.

Nicht witzig (2): Der Eindruck wurde auch im hellwachen Zustand nicht besser. Vermutlich liegt es daran, dass sich die Goscinny&Uderzo-Epigonen vorwagen wollten, modernen Ich-verstehe-dich-Schwachsinn auf die Schippe zu nehmen. Ist gründlich schief gegangen. Das sieht man schon daran, dass das woke und ewig-junge Berlin das Heft als Huch-ist-das-lustig bezeichnet und unter Zugabe von Kusshändchen wie einen Geheimtipp herumreicht.

Nicht witzig (3): Nanzy & Co haben, sagt der Leiter der Asylbehöre BAMF, jede Übersicht über den illegal einreisenden Pöbel verloren – er drückt es etwas beamtischer aus. Stets werden neue Ausflüchte erfunden, um das vorweihnachtliche Macht-hoch-die-Tür nicht zu beenden.

Echt witzig: Finde auf einer der Plattformen, die sich mit der Klimalüge befasst, eine Temperaturtabelle, in die zugleich die Zeit der Hexenverfolgung eingetragen ist. Sie stimmt mit der Kleinen Eiszeit überein. Was für eine Verschwendung von Heizmaterial in jenen kalten Tagen. Das ist bemerkenswert, wiewohl festzustellen bleibt, dass heutzutage die moderne Hexenverfolgung in die Zeit des angeblich heißesten Sommers seit der Erschaffung der Welt fällt. Was mag sich der Schöpfer, falls es ihn gibt, nur dabei gedacht haben? Ich sehe ihn vor mir, wie er mit dem Teufel beim Bockbier sitzt und sich vor Vergnügen auf die Schenkel haut.


Auch witzig: Stephan Paetow hat die Spitzenleute der beiden ehemaligen Volksparteien als Wumms und Wendelin bezeichnet.

Nur noch komisch: Bei den Alternativen Medien und deren Lesern wird mit moralgeschwellter Brust der offene Brief des CDU-Mannes Vaatz an den Dresdner OB beweihräuchert – er ist im Stil einer Parlamentsanfrage gehalten. Vaatz war zuvor mit diffamierenden Worten der sozialistischen Kulturkommissarin aus und dann wieder eingeladen worden, in einem Museum aus dem LTI von Victor Klemperer zu lesen. Die Wohlmeinenden sind sich einig: Jetzt hat der Vaatz es der woken Bande aber gegeben. Die so reden und schreiben, wissen nicht, dass er nichts bewirkt hat und sie selbst das Problem sind.

12. November 2023

Als die Kontrolleure Luise und ihre Schwester Friederike in meinem Handgepäck entdecken, kommt die Zollbehörde zum Einsatz. Sie hält mich offenbar für einen verkappten Kunstschmuggler und Kolonialplünderer. Es entwickelt sich ein kurzer Disput, dass der Schöpfer der Statue ein Preuße namens Johann Schadow sei, den ich fälschlich als Deutschen ausgebe. Die Damen stammen aus Berlin, sage ich, Braunschweig wäre richtig gewesen. Dass sie für jedermann erkennbar Weiße und keine unterdrückten Enfrauen sind, liegt mir auf der Zunge, lasse es aber aus Gründen der Deeskalation beiseite. Wir grinsen uns gegenseitig an, bis eine weitere Zollamtsperson, diesmal weiblich, erscheint, welche die kleinen Damen mit Handschuhen abtastet. 

Schadows Schwestern (2): Als diese das Licht der Welt erblickten, war Berlins feine Welt geschockt. Preußens künftige Königin schien den Betrachtern wie nackt. Ich denke mal, dass sich die Herren Geheimen Hofräte nur des Protokolls halber empörten. Ich Wirklichkeit konnten sie sich, wenn keiner zusah, nicht genug an den Mädchen weiden.

Stunden später und nicht von Schadow: Der Ikea in Höhe des Äquators sieht so aus, wie ich mir einen Ikea vorstelle. Unübersichtlich, labyrinthhaft. Alle Bediener sind schwedenblond, selbst die Enpersonen. Meine Anwesenheit dort wurde durch den Auftrag ausgelöst, frische Bettwäsche zu besorgen. Hat geklappt. Nutze die Gelegenheit zudem, um ein paar Bleistifte einzustecken, die ich fürs bekritzelnde Buchlesen missbrauche.

11. November 2023

Fünf elektronikfreie Tage und umgeben von Sprachen, die ich nicht verstehe, wirken wie ein unerwarteter Frühlingstag in längst vergessen geglaubten Jahren. Ich höre dem Meer zu und blinzele in die Sonne, wundere mich, dass alles viel sandiger ist, als ich es in Erinnerung hatte. Nichts stört das Wohlbehagen. Erst als ich – gegen bessere Einsicht – wieder angeschlossen bin, bemerke ich zu meiner Erheiterung, dass ich Auftakt und Nachrülpsen des zentralen deutschen Jammertages verpasst habe. Was nun wie ein Schwall heranschwappt, bekämpfe ich mit der Löschtaste.

6. November 2023

Das sog. Hamas-Verbot des Bundesinnenministeriums nach § 3 Vereinsgesetz in einem einzigen Bild aus Berlin in der Nacht zum 5. des Monats. Es geht hier längst nicht mehr ums rechtliche Dürfen, sondern nur noch darum, wann der erste Schuss fällt.

Der Mob tanzt auf der Straße (2): Mainstream jubelt derweil, dass der Robert eine Rede geredet hat, die ihn zu Höherem qualifiziere. Da haben Springer & Co ausnahmsweise recht, denn seinen Auftrag als Wirtschaftsminister hat er glorios erfüllt. Auch im Kanzleramt wird er Großes leisten. Da hab ich keinen Zweifel. – Natürlich ist auch Bernd Zeller von heute Nacht nicht von der Hand zu weisen.

Der Mob tanzt auf der Straße (3): Derweil findet Mainstream Zeit, die Wagenknecht-Partei zum vermeintlichen Erfolg zu tragen. Experten wissen nämlich, dass sie der AfD empfindlich schaden wird. Habe das bereits vor Tagen nach kurzem Nachdenken für Wunschdenken gehalten. Fühle mich jetzt durch ein Umfrage bei Science Files bestätigt. Dort waren die Leser zweimal, im Sommer und jetzt, nach ihrer Parteipräferenz befragt worden. Am Ergebnis interessiert weniger, dass es dort unglaublich viele AfD-Wähler gibt (80 %), sondern dass bei beiden Fragerunden der AfD-Anteil absolut stabil blieb. Mit anderen Worten, die AfD-Wähler sind durch Wagenknecht & Co nicht zu locken. Bei CduFdpSpdGrünen sah es hingegen anders aus. Fazit: Dort werden die Verluste eintreten. Wenn Mainstream das schnallt, wird die Reklame für die Neo-National-Sozialisten mit einem Schlag zu Ende sein.

Mal was anderes: Das britische Nationalarchiv bietet mir Königszubehör fürs Fest zum Kaufe an. Queen Victoria für den Weihnachtsbaum und so. Bei dem Charles seinen Krönungsstuhl fürs Dekolleté habe ich einen Moment gezuckt, fand ihn dann aber doch etwas gewagt.

Dekolleté (2): Als ich bei Firefox die Rechtschreibung des Wortes überprüfen will, grinst mich völlig überraschend die Führerin an. Habe die Seite schnell wieder geschlossen.

5. November 2023

Ach, der November: Ich lerne aus einem Aufsatz von Olaf Opitz, dass in Dresden ein für den 9. des Monats in Aussicht genommener Lesetermin geplatzt ist. Es sollte aus dem LTI von Victor Klemperer rezitiert werden. Schlimme Sache das, denn die Lesekundigen sollten Arnold Vaatz, eine Nachwende-Polit-Größe der CDU, der Kabarettist Uwe Steimle und die Ex-Grüne Antje Hermenau sein. Geht gar nicht, befand der, wie er behauptet, Rechteinhaber der Klemperer-Texte, der Reclam-Verlag, im Duo mit der Kultur-Kommissarin des Dresdner Stadt-Sowjets. Recht so, es soll sich nämlich bei den Ausgesperrten um Neue Rechte handeln. Kann ich mir zwar, so weit ich sie bislang zur Kenntnis nahm, beim besten Willen nicht vorstellen, doch, was weiß ich denn schon?

Sowjets (2): Dass der Schreiber der nunmehr als umstritten geltenden Texte, sich nach dem Untergang des NS-Regimes mit den die Macht nahtlos übernehmenden Ulbricht-Kommunisten gemein machte, fand ich, als ich es zum ersten Mal las, nicht besonders komisch. Später tat ich ihm Abbitte, weil er genau das tat, was unter denjenigen Deutschen, welche der akuten Lebensgefahr entronnen waren, nicht unüblich war. Hinzu trat, dass er, nachdem ihm die Ähnlichkeit der Systeme klar wurde, dies artikulierte, wenngleich, soweit ich weiß, nicht öffentlich.

Sowjets (3): Fragt mich eine unter Hinweis Du-bist-doch-Jurist, ob das Doppelverbot überhaupt zulässig sei? Ich: Seit wann interessiert sich in D heute noch jemand für das einst geltende Recht?

Sowjets (4): Ist doch bemerkenswert, dass die Möchtegern-Staatsinhaber, die ja sonst den Vorwurf des Antisemitismus freigiebig zu verteilen belieben, die Lesung von Texten eines Juden verbieten, weil dies Tun den Antisemitismus fördere. Natürlich wissen alle, dass dies Stuss ist. In Wirklichkeit sollen die Wohlmeinenden davor bewahrt werden, sich durch das Anhören der Klemperer-Texte Gedanken über die Gegenwart zu machen.

4. November 2023

Gern würde ich schreiben, dass der Mann im roten Pullover eine Person ist, der ich begegnen möchte, doch die Wahrscheinlichkeit tendiert gegen Null. Ich weiß nicht, was ich mehr bewundern soll: den Mut, dem regierenden Bundeskanzler in einer dieser gefakten Fernsehsendungen zwei kluge Fragen zu stellen, oder die Fähigkeit, dies in wirklich reifen Jahren noch zu können.

Rot (2): Er beginnt mit den Finanzskandalen, die Scholz anhängen und fragt, ob es nicht zum Wohle Deutschlands an der Zeit sei, reinen Tisch zu machen. Scholz reagiert mit einem patzigen Nächste-Frage. Die sieht so aus: Ob es nicht seine Aufgabe sei, die offensichtlich nicht zum Wohle Deutschlands arbeitenden Minister – er nennt unter knappen Beispielsnennungen Außen- und Wirtschaftsminister – aus der Regierung zu entlassen. Scholz verneint, indem er ausführt, sie hätten sich sehr bemüht. Man lacht, denn solche Formulierungen wählt, wer als Vorgesetzter einem Mitarbeiter ein verheerendes Zeugnis der Unfähigkeit ausstellen will.

Rot (3): Soviel Schlagfertigkeit traue ich dem Amtsinhaber nicht zu. Zu denken gibt allerdings, dass der Screenshot anbei aus dem Bundeskanzleramt stammt. Er ist besser als jeder Kommentar. Man betrachte nur die drei Gesichter.

3. November 2023

Das neueste Senioren Akrützel von Bernd Zeller bevölkert mit seinen schrägen Figuren meinen elektronischen Briefkasten.

Mit der Brechstange: Nachdem von den sog. US-Demokraten in den von ihnen regierten Staaten eine kaum noch überschaubare Zahl von Straf- und Zivilverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Trump ins Werk gesetzt worden ist, um diesem eine neuerliche Kandidatur zu vermiesen, hat die Außenministerin (Secretary of State) von Illinois nunmehr gegen Trump ein Verbot zur Kandidatur erlassen. Begründung: wer solche Vorwürfe mit sich herumschleppe, könne nicht Präsident der USA werden. Den Namen dieser blütenreinen Rechtsstaatsschützerin muss man sich nicht merken. Es handelt sich um eine dieser Mittelalterblondinen, die jeden Mann das Gruseln lehren. Nebenbei: Nix gegen Blondinen als solche.

Übern Teich (2) und anderswo: Der derzeitige Präsidentendarsteller verkündet derweil den Krieg in Palästina. Das wäre dann, falls ich recht sehe, nicht nur der Gaza-Streifen. Auch sagt er: Wenn es Israel nicht gäbe, hätten die Amerikaner es erfinden müssen. Das ist insofern richtig, als es die Briten und nicht die Amerikaner waren, die es 1916 erfanden. Sie trugen zu diesem Zweck 1917/18 den Krieg ins Heilige Land. Dort ist er bis heute geblieben.

2. November 2023

1944 drehte Frank Capra den Film Arsen und Spitzenhäubchen. Der Film ist ungewöhnlich komisch, das zugehörige Filmplakat mit dem blöd lächelnden aufstrebenden Cary Grant muss man nicht mögen. Am besten haben mir die Szenen mit dem Mann gefallen, der in seinem Wahn den Teddy Roosevelt gibt. Was die, wenn auch entfernte, Verwandtschaft im Weißen Haus dazu sagte, weiß ich nicht. Zumindest geben die Tagebücher von Henry Morgenthau hierauf keine Antwort.

Capra (2): Anschließend drehte der vielseitig begabte Mann antideutsche Propagandafilme. Wo er die darin vorkommenden Leichenhaufen herhatte, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit (Hinweis für steuerfinanzierte Nazi-Riecher: Die Untaten der NS-Clique sind mir sattsam bekannt. Sie und Sie ekeln mich an). Natürlich bin ich froh, dass Capra nach getaner Tat eine Tapferkeitsauszeichnung der US-Armee erhielt.

Capra (3): Damals undenkbar, heute die Hollywood-Norm: Schwarz-weiß in bunt.

1. November 2023

Das gestrige Fest des Reformators ist – noch aus Zeiten der christlich genannten ehemaligenVolkspartei – im kommunistischen Freistaat ein gesetzlicher Feiertag. Zum anlassbezogenen Abendessen gab’s Spitzkohl mit Kasseler, sanft in der Röhre gegart. Die Terrine war schneller geleert, als dass ich hätte fragen können, ob noch einer was nachhaben mag.

Festessen (2): Nach solcher Füllung färbt sich das Gespräch bei Tisch in einen ungewohnt jovialen Grundton. Als ich die Frage aufwerfe, wie es eigentlich komme, dass nur manche Leute lauthals lachen, und ob sie das auch tun, wenn sie allein sind, oder ob sie hierfür Publikum brauchen, ernte ich mitleidige Blick. Nun gut, ich beharre nicht darauf, sage ich. Danach, und einem Nordhäuser, pegelt sich die Streitlust wieder bei normal ein.

31. Oktober 2023

Man wird kaum bestreiten können, dass dieser Monat einen unüberhörbaren Paukenschlag enthielt. Ob dies, wie landauf und landab gemutmaßt wird, ein historischer Moment war, wird man erst in zwei, drei Jahren sagen können. Es könnte genausogut sein, dass nach den üblichen orientalischen Aufwallungen alles wieder ins alte Fahrwasser zurückkehrt, obwohl, zugegeben, es im Moment nicht danach aussieht.

Paukenschlag (2): Meine Vermutung, dass hinter dem Vorhang der mediterranen Aufregungen, das Schicksal der Ukraine besiegelt wird, rückt in den Bereich des Vorstellbaren. Meine bisherige Annahme, dass die Russen alle Zeit der Welt hätten, der Ukraine und dem mit ihr angeblich verbündeten europäischen Wertewesten den Saft abzudrehen, könnte sich als korrekturbedürftig erweisen, weil Putin ein Problem mit den eigenen Leuten bekommt und zwar mit denen, die endlich Erfolge sehen wollen. Es ist nicht die Zustimmung zu diesem Krieg, die ihm Probleme machen wird, nein, diese Zustimmung ist ganz gewiss nicht fraglich, sondern das Leiden der Russen im Kampfgebiet verlangt nach einem erfolgreichen Ende.

Paukenschlag (3), eher tonlos: Für einen Krieg sind stets nur diejenigen zu haben, welche nicht unmittelbar vom Tode bedroht sind. Im August 1914 mag das hierzulande für einige Wochen bei einer winzige Schicht intellektueller, lautstarker junger Männer anders gewesen sein. Aber das legte sich bald angesichts der Wirklichkeit der Zerfetzten auf den Schlachtfeldern von Flandern. Wer das Desaster überlebte, war sein Leben lang gezeichnet, aber geheilt von der fatalen Kriegs-Begeisterung.

Paukenschlag (4): Jetzt will ein gewisser Praetorius „die Menschen“ – meint er das deutsche Volk? – wehrfähig machen. Mein Rat: die rücksichtslose Wehrpflicht wird ein Heer schaffen, das gegen deutsche Interessen nicht einsatzbar ist. Das muss er nicht wissen, aber er wird es bei Bedarf lernen.

30. Oktober 2023

Die gestern wiedermal vorgenommene Umstellung auf die Winterzeit, eigentlich MEZ, wird wieder einige Tage für ganz und gar nutzlose Verwirrung sorgen. Sonst ist sie für nichts gut. Eine Gesellschaft, die nicht in der Lage ist, Idiotisches zu beseitigen – das gilt nicht nur bezüglich der Zeitumstellung –, verdient keine Gnade.

29. Oktober 2023

Wer eine Dummheit nicht verzeihen kann, nimmt irrtümlich an, selbst noch keine begangen zu haben. Wer hingegen die Dummheit verzeiht, glaubt grundlos, selbst klug zu sein.

Awdejeka, der Ortsname des augenblicklichen Schlachthauses im Donbass, klingt wie ein Bildtitel von Marc Chagall. Die Gedankenverbindung, mit der ich morgens erwache, hat etwas Frivoles und ist mir nur so erklärlich, dass ich vor drei Tagen in einer Chagall-Ausstellung im Kunsthaus von Apolda war, das wieder eine staunenswerte Schau auf die Beine gestellt hat.
 

Chagall (2): Die ausgestellten Bilder erwecken in mir erstmals einen Zweifel, ob der Meister überhaupt malen konnte. Kurios auch seine Betonung christlicher Motive. Ansonsten: er selbst mit seiner Bella als Liebespaar, meist schwebend vor französischer oder russischer Kulisse. Esel und Federvieh nicht zu vergessen.

27. Oktober 2023

Ostfront: Plötzlich ist sie wieder da, mit Meldungen, die widersprüchlicher kaum sein könnten. Der Ort heißt Awdejewka (ukr. Avdiika), nordwestlich von Donjezk gelegen. Der Frontverlauf zeigt starke Ähnlichkeit mit dem von Bachmut vor einigen Monaten, wo die ukrainischen Kräfte eingeschnürt und letztlich unter verheerenden Verlusten zum Aufgeben genötigt wurden. Aber es bleibt dabei: Man kann aus dem statischen Bild nicht erkennen, ob es das Ergebnis eines ukrainischen Vorstoßes oder einer russischen Einschnürung ist. Sieht, wenn man’s mit den Auslassungen bzw. Verschweigen in den Lügenmedien vergleicht, eher nach Letzterem aus.

Lügenmedien (2): Das öffentliche Tamtam, was um die Gründung einer Sahra Wagenknecht-Partei veranstaltet wird, gründet auf der Autosuggestion seiner Veranstalter, diese werde bei künftigen Wahlen der AfD im bedeutenden Umfang Stimmen abjagen. Dass diese Rechnung aufgeht, darf bezweifelt werden, denn die Wähler der AfD wählen diese nicht, weil sie auf eine weitere, runderneuerte Form des Sozialismus setzen – jedenfalls im Osten nicht. Für den Westen gilt: Wähler, denen die AfD bislang zu Nazi war, werden ggf. die Neue als weniger schlimm empfinden, doch das trifft bestenfalls CDUFDPSPD – wenn überhaupt. Falls meine West-Vermutung stimmt, handelt es sich hier um den Versuch, die Grünen zu stabilisieren – was zum derzeitigen Medienrummel gut passen würde.

Lügenmedien (3): Nach dem Scheitern der Covid- und der Klima-Strategie wird jetzt in den USA und in D auf eine Kombination gesetzt: Danach setzt die Klima-Katastrophe Seuchen in Gang, sodass sich begründen lässt, dass die bisherigen Impfungen nichts mehr helfen und erneuert werden müssen. Aktuelles Ergebnis: Die Leute laufen wieder mit Masken vor dem Maul rum, und die Uni Leipzig lässt Vorlesungen ausfallen.

26. Oktober 2023

Worte: Der über Nacht neu gewählte Speaker of the House, der Republikaner Mike Johnson, fand gleich nach seiner Vereidigung – die eigene Bibel hatte er mitgebracht – Worte, die keinen Zweifel offenlassen. Er begann mit „Ich möchte dem amerikanischen Volk im Namen von uns allen hier sagen: wir hören dich.“ Hübsche Geste, doch dann folgte die Drohung nach außen, dass alle Feinde sich vor diesem extraordinären Volk fürchten mögen.

Worte (2): Der unbekannte Sprecher auf der Montagsdemonstration in Sangerhausen/Sachsen-Anhalt sagte, dass er es sich lange überlegt habe, öffentlich zu sprechen, dies jedoch seiner Familie schuldig sei. Man solle endlich aufhören, sich von denen etwas sagen zu lassen, man solle die Furcht ablegen und man habe nicht vor abzuwarten, bis das Land in Chaos und Gewalt versinke. Deren Verursacher müssten weg.

25. Oktober 2023

Die machen es wirklich. Gebe mir nicht die Mühe, das Gestammel vom sog. Wirtschaftsminister über die Subventionierungsabsichten gegenüber der deutschen Industrie widerzugeben, sondern begnüge mich, einen Leserbrief aus der Zellerzeitung von heute Nacht abzuschreiben: „Robert will nach den Heizungen nun auch den Wohlstand erneuern. Eiskalt und armselig. Selbst die Amis sind neidisch. Nach der V1 und der V2 nun die R1. Wo der aufschlägt, da wächst kein Gras mehr.“

Wirtschaft (2): Sie haben keine 2 Jahre gebraucht, um das wahr zu machen. Noch immer glotzen Blödmichel und die Wohlmeinenden zu, labern dumm und tun nichts.

Wirtschaft (3): Ohne Worte.

24. Oktober 2023

Solange sich Konfliktparteien für ihre vermeintlichen Ansprüche auf Ereignisse berufen, die lange zurück liegen, kann es keine friedliche Lösung geben. Die jetzigen Kriege um die Ukraine und Palästina belegen diese Aussage.

Krieg & Frieden (2): Erst die Einsicht in die Notwendigkeit, mit dem Töten aufzuhören, kann einen Krieg beenden, es sei denn, eine der beiden Seiten ist ohne Wenn und Aber unterworfen worden, dann geht das Töten weiter.

Krieg & Frieden (3): Die beiden vorstehenden Regeln auf die aktuellen Kriege übertragen, lassen nichts Gutes erwarten.

23. Oktober 2023

Deutscher Oktober: Heute von 100 Jahren sollte der bewaffnete Aufstand der KPD beginnen. Tat er aber nicht, nachdem der Gesalbte aus Moskau, Karl Radek, ihn abgeblasen hatte. Er hatte bemerkt, dass es die Proletarischen Hundertschaften, die das Schießen übernehmen sollten, nur auf dem Papier gab.

Oktober (2): Das große Abblasen erreichte die Hamburger Kommunisten nicht. Der Ex-Leutnant und Führer des dortigen M(ilitär)-Apparats, Hans Kippenberger, überfiel daraufhin mit ein paar Hanseln ein Polizeirevier, um Waffen zu beschaffen. Danach begann ein blutiges Räuber-und-Gendarm-Spiel, das die Polizei binnen dreier Tage beendete. Der Aufrührer floh auf Umwegen nach Moskau. Seine Hinrichtung war dadurch nur aufgeschoben. Sie erfolgte nach weiteren Umwegen 1937, erneut in Moskau.

Oktober (3): Fast alles, was man über den sog. Hamburger Aufstand weiß, entsprang den Lügengeschichten aus der Feder der bolschewistischen Abenteurerin Larissa Reissner, die in Hamburg am Meer auf den Barrikaden stand. Jaja, die Barrikaden am Meer. Es war der Linken-Abgott Kurt Tucholsky, der für die Konservierung der Frühvollendeten und ihrer Lügen sorgte: „Du bist für Russland zu früh gestorben. So eine wie dich haben wir nie gehabt. So eine wie dich möchten wir so gerne haben. Eine, die liebt und hasst … Wir grüßen dich, Larissa Reissner. Du bist eine Erfüllung gewesen und eine Sehnsucht.“

21. Oktober 2023

Interessant ist es, politischen Parteien beim Selbstmord zuzuschauen. Sie verhalten sich wie ganz normale Menschen, die sich töten, a) weil es ihnen zu gut geht – so die Reps in den USA nach den gewonnenen Parlamentswahlen –, oder b) weil sie Angst vor dem Tode haben – wie die Partei Die Linke in D. mit ihrer Spaltung.

Selbstmord (2): Ein Sonderfall ist die FDP. Sie gleicht einem Springer vom Zehnmeter-Turm, der sich davon überzeugen will, dass das Wasser im Becken abgelassen wurde.

Kann man sich nicht ausdenken: Dass im Moment die Buchmesse stattfindet, und keiner merkt was.

Kann man sich nicht ausdenken (2): Dass die Duden-Redaktion von Kathrin Kunkel-Razum geleitet wird. Wird sie aber.

Kann man sich nicht ausdenken (3): „Selbst wenn ein deutscher Staatsbürger nicht des Lesens mächtig sein sollte, hat er alle Möglichkeiten auch in diesem deutschen Bundestag zu sein, weil wir hier eben nicht darauf setzen, dass hier jemand irgendeine Art von Bildungsabschluss haben muss“, so ein mir namentlich nicht geläufiges weibliches Regierungsmitglied soeben im Hohen Hause.

20. Oktober 2023

Die einzige Weltmacht: 2 US-Flugzeugträger und 2.000 Mann Marine-Infanterie (Marines) befinden sich jetzt im Mittelmeer. Mit 2.000 Männeken in die Erdkämpfe eingreifen zu wollen, klingt nicht als Drohung, sondern wie eine Pleiteerklärung. Die würden nicht mal reichen, um einen Abzug militärisch abzusichern.

Derweil spielt der Wertewesten die Reise nach Jerusalem. Das ist das Spiel, bei dem bei jeder Runde einer hinten runterfällt. Grad eben war’s der Ukrainerführer Selenskyj.

Ukrainerführer (2): Wäre also kein Wunder, wenn man sich wieder an uns wendet. Schließlich haben wir einschlägige Bandera-Erfahrung:

Und immer wieder Raubkunst (von Zeller):

19. Oktober 2023

Noch immer ist unklar, wie die Wahlen in Polen letztlich ausgegangen sind. Hieran interessiert bestenfalls, was das Land künftig bezüglich der Ukraine anzettelt. Selbst wenn der Linke Tusk jetzt die Regierung bilden sollte, bleibt dies für Deutschland riskant. Wer das Gegenteil annimmt, ist ein Phantast. Tusk ist ein sog. Europäer, vor allem aber ist er ein Pole, nur dass er es auf einen Bruch mit der EU nicht ankommen lassen würde. Und dann gibt es noch den Präsidenten, der heißt Duda. Er ist Mitglied der polnischen Um-jeden-Preis-Nationalisten (PiS).

Umweg: Steckte neulich vor der Flugreise den jüngsten Roman von Jörg Bernig in die Reisetasche, um mir die öden Flugstunden zu verkürzen. Der Flug fiel aus und die Lektüre auch, weil ich die Tasche im Kofferraum meines Autos vergaß. Als ich den Wagen gestern für den TÜV-Termin ausräume, kommen Tasche und Buch wieder zum Vorschein.

Umweg (2): Die Verlogenheit der Linken rückt als arabischer Terror auf unsern Straßen ins grelle Tageslicht. Hatten wir nicht bis gestern gepredigt bekommen, dass jedes kritische Wort an der illegalen Einwanderungslawine Nazi sei? – Ist also Korrektur zu erwarten? Nein, nur Geschwätz.

18. Oktober 2023

Warum geht unsereiner in einen Vortrag mit dem schrägen Titel „Die Polis im europäischen Republikanismus“ von und mit Egon Flaig? Ja warum, das habe ich mich hernach auch gefragt. Dabei meinte ich vorher: Es geht um Solidarität mit einem Ausgegrenzten. Je länger ich ihm zuhörte, desto mehr dachte ich: Warum nur, warum? Ein Althistoriker von altem Schrot und Korn. Da ist kein Zwinkern im Vortrag. In Zeiten der angeblich guten alten, aber ebenso verflossenen DDR pflegten die Leute beim Besuch von Schillers Don Carlos gierig auf den Satz „Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire“ zu warten, um, wenn er fiel, in frenetischen Applaus auszubrechen. Und hier? Dieses Publikum war anwesend – ich habe mit eigenen Augen die vielen Krücken gesehen –, aber der Satz blieb aus.

Flaig (2): Hatte morgens, um mich in eine fremde Gedankenwelt einzulesen, eine der Kettenbuchhandlungen, die unter dem Namen Thalia firmieren, aufgesucht, war aber mit Schulterzucken abspeist worden. Erst als der Verkäufer sich vage an mein Gesicht zu erinnern glaubte, wurde der Ton feindselig und für die Person des von mir nachgefragten Autors beleidigend. Auch deswegen ging ich gestern Abend hin. Rätselhaft, denn ich bin keinen Schritt weitergekommen.

Auch rätselhaft: Las spät abends das tagsüber eingetrudelte jüngste Heft von Foreign Affairs querbeet im Schnelldurchgang. Das Auge blieb etwas länger an den Ausführungen zu Putin hängen, der gerade dabei ist, den Krieg zu verlieren. Hieran ist weniger interessant, ob das stimmt, sondern was die Meinung der tonangebenden Leute in Washington DC offenbar ist.

17. Oktober 2023

Alle sind überlastet, und deswegen kann ich mich nicht ausweisen. Seit drei Monaten und zwei Wochen warte ich jetzt auf den neuen Ausweis. Die Eingeschleppten haben natürlich Vorrang. Das verlangt bereits das auf sie wartende Bürgergeld. Da ich hierauf keinen Anspruch erhebe, benötige ich auch keinen Ausweis. Scheint mir logisch.

Bürgergeld (2): Vor einem Jahr lernte ich am Rande des Waterbergs in Südwestafrika einen Wachhund mit diesem Namen kennen. Das muss einmal gesagt werden. Als sein ziemlich schwer bewaffneter Besitzer ihn rief, habe ich erst gedacht, ich hätte mich verhört, dann habe ich Tränen gelacht.

16. Oktober 2023

Was soll man sagen, wenn alles bereits gesagt ist? Dann dreht man Schleifen mit gedrosseltem Tempo, wie der Airbus über dem im Nebel liegenden Flughafen. Man hofft auf Besserung oder muss nach einem Ausweg suchen.

Alles gesagt (2): Wie die Jecken Kamelle-Kamelle rufen, so tönt der politmediale Komplex jetzt unisono Israel-Israel. Beides ist ähnlich ernst gemeint, denn in beiden Fällen wissen die Klamauk-Hanseln: Am Aschermittwoch ist alles vorbei.

15. Oktober 2023

Die Beschäftigung mit dem deutschen Krisenjahr 1923 hat etwas Beruhigendes und Beunruhigendes zugleich. De-Industrialisierung dank Ruhrbesetzung, galoppierende Inflation dank Gelddruckerei, bewaffnete Aufstände von rechts und von links. Einer davon aus dem Ausland gesteuert. Den Deutschen stand das Wasser bis zum Hals, doch sie hatten den Willen gegenzuhalten und politische Führer, die es taten. Sie stabilisierten die Mark, isolierten das feindliche Frankreich außenpolitisch und ließen die Aufrührer von der Straße schießen.

1923 (2): Die Fehler machten sie erst, als sie die Lage im Jahr drauf wieder im Griff zu haben wähnten. Anstatt die überlebenden Hochverräter, so wie das Gesetz es vorsah, aufzuhängen oder wenigstens für den Rest ihrer Tage hinter Zuchthausmauern verschwinden zu lassen, ließen sie Milde walten.

14. Oktober 2023

Man erinnert sich: Es war die Führerin, die vor Jahr und Tag verlautbarte, die Existenz Israels sei eine Sache der deutschen Staatsraison. Ob sie wusste, was sie da sagte? Ich fürchte: Nein. Jetzt wird das Wort von Pros und Cons ausgiebig zitiert – jeder nach seinem Pläsier.

La Raison (2): Der Staat selbst hat keine Vernunft. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Konstrukt. Jedoch mit der Besonderheit, dass es ihn wirklich gibt. Hält man ihn für notwendig, so soll die Metapher von der Vernunft des Staates zum Ausdruck bringen, dass der Staatenlenker sich – auch und gerade in unbequemen Fragen – von der Vernunft und nicht vom Gefühl leiten lassen soll. Seine Selbstprüfung soll lauten: Ist es vernünftig für mein Land? Ist es unvernünftig, muss ich das lassen oder etwas anderes tun.

La Raison (3): Solche Grundsätze auf das deutsche Staatshandel in Bezug zu Israel angewandt, bedeutet: Vernünftig ist, als erstes vor der eigenen Haustür zu kehren, denn es gebietet die Vernunft: Tschüss euch allen, die ihr auf unserm Territorium Krieg führen wollt. Der Prüfungsmaßstab staatlichen, von der Vernunft geleiteten Ausweisungs-Handelns lautet nicht: Hat sich der Fremde an unsern Gesetzen vergangen, sondern: Können wir ihn brauchen oder nicht.

13. Oktober 2023

Wenn man den Meldungswust zu überblichen sucht, drängt sich der Eindruck auf, als würden sich die Ereignisse überschlagen. Doch das ist falsch. In Wirklichkeit passiert gar nichts, lediglich die Wichtigpersonen wetteifern in Erklärungen über das, was angeblich getan werden müsse. So wird Geschäftigkeit erzeugt, die Mainstream berichtenswert erscheint. Die im Lande befindlichen und jeden Tag mehr werdenden Querulanten, um die es in Wirklichkeit geht, wird das nicht stören – ganz im Gegenteil.

Wirklichkeit (2): Die Situation verlangt nach einem Außen- und einem Innenminister. Wir haben stattdessen zwei Ministerinnen. Die eine sagt (ich schreib das mal aus den Leserbriefen der Spaeth-Nachrichten ab): Frage „Am Donnerstag kommt Katars Emir nach Berlin und wird vom Bundeskanzler empfangen. Was sind denn all diese Solidaritätsadressen an Israel wert, wenn man mit dem Geldgeber des Terror Mittag isst?“ Antwort: „Das heißt ja nicht, dass man sehr deutliche Worte findet.“ … „Wir müssen alles dafür tun, dass jetzt für Israel dieser Terrorismus, das Recht auf Selbstverteidigung so genutzt wird, dass diesem Terrorismus ein Ende gemacht wird.“… „Nichtsdestotrotz hat es auch mit dieser israelischen Regierung, äh, eben diese Gespräche Amerikaner, äh, Saudis und Israel gegeben, damit insgesamt eine Annäherung arabischer Länder ermöglicht ist.“

Wirklichkeit (3): Wenn’s wenigstens Heuchelei wäre, aber es ist nackte Stümperei. Nebenbei: Nacktsein muss man sich leisten können. Viele wissen das nicht.

11. Oktober 2023

 Die Israelis üben erwartungsgemäß furchtbare Rache im Gaza-Streifen. Jetzt sind die Experten sich klar darüber: Der Iran war’s. Linksgestrickte – und wer ist das nicht – halten daneben Israel selbst für verantwortlich, das einen Pearl Harbor-Effekt wg. der desaströsen inneren Lage inszenieren wollte. Ja, was denn nun? Den Vogel schießt der Ukrainer-Führer Selenskyj ab: Der Putin war’s, sagt er. Was wohl sonst? Mir fällt auf, dass er aktuell auf das lang getragene Olivgrün verzichtet, und sich in kleidsames SS-Schwarz hüllt. Die Modefritzen werden es ihm danken.

Die Plappernde vom Werderschen Markt schafft gestern, wie mir spätabends erzählt wird, den Weg in die Hauptnachrichten mit der Begründung, warum es Deutschland nicht gelungen sei, seine Staatsbürger vom Flughafen Tel Aviv zu evakuieren: Man habe Hunderttausende von Telefonaten führen müssen. Soso, habe man das? Denke mal, in den Köpfen der Dame und ihrer amerikanischen Führungskraft war kein Platz für solche Überlegungen, schließlich hat man alle Hände voll mit der Unterstützung illegalen Schleusertums zu tun, einschließlich der dazugehörigen Luftbrücke. War einfach kein Flugzeug mehr frei.

10. Oktober 2023

Die Experten haben zu tun: Sie erklären mit starker Stimme, wer für die Zündung des Hassausbruchs in Palästina verantwortlich ist. Sie kommen zu dem Ergebnis, die Spannungen sind es. Aha, sehr ausgewogen, sehr aufschlussreich. Die Nichtexperten wispern hingegen: Moskau war’s, nein Washington, wispern die Gegenwisperer.

Verantwortlich (2): Nur einer weiß es mit Nachdruck: Der US-Außenminister verurteilt Peking für seine laue Haltung. Derweil läuft der größte Flugzeugträger der Welt ins Mittelmeer ein. Hoffentlich passt er rein. Auch fragt sich: Was soll er da? Zumindest hat er das Potenzial, die wüste Gegend dort in den vorbiblischen Zustand zurück zu versetzen.

Verantwortlich (3): Dass dank der Bilder aus Nahost die Ukraine unsichtbar wird, lässt den dortigen Konflikt nicht verschwinden. Kuckt nur keiner mehr hin. Das wird zu erstaunlichen Lösungen führen.

9. Oktober 2023

Liebhaber der Frauen und Frauenversteher, das sind Gegensätze, die in einen einzelnen Mann nicht hineinpassen. Er ist das eine oder das andere, aber ein Mann nur in einem der beiden Fälle.

Liebhaber (2): Der große Loriot hat das Dilemma so zusammengefasst, indem er eine Frau sagen lässt: Männer und Frauen passen nicht zusammen.

Meine Prognose gestern Morgen zu den dann tagsüber ablaufenden Wahlen war zutreffend. Dessen bedurfte es keiner Zeitvergeudung durch Sondersendungen. Einziger Effekt: Für die CSU wird es bei der nächsten Bundestagswahl wg. des geänderten Wahlrechts eng, denn sie droht bundesweit an der Fünfprozentklausel zu scheitern. Dies abzuwenden, wird ab sofort ein Verbot der AfD auf dem Spielplan erscheinen.

Wahlen (2): Nach Nordhausen vor Kurzem wurde nun auch in Bitterfeld-Wurzen der AfD-Kandidat nicht ins Bürgermeister-Amt gebriefwählt. Das ist kein Wunder, solange die AfD keinen Anteil an den Haupt-Einfalltoren der potenziellen Wahlfälschungen hat. Diese Verschwörungs-Theorie hat natürlich mit der Wirklichkeit nichts zu tun, wirklich nicht.

Wahlen (3) in einem Leserbrief der Zellerzeitung von heute Nacht: „‘Wir sind mit unsern Zielen nicht durchgedrungen‘ (Faeser). Doch seid ihr.“

8. Oktober 2023

Krieg im Nahen Osten, diesmal zwischen Hamas und Israel. Hat man schon oft gehört. Vielleicht zu oft, um überrascht zu sein. Überraschend war lediglich, dass Israel völlig überrascht gewesen sein soll. Früher habe ich gelernt, dass man dortzulande den besten Auslandsdienst der Welt haben soll. Entweder sie wussten von dem Raketenangriff, dann ist die Meldung von der Überraschung eine Lüge, oder sie wussten nichts, dann wären wohl die Qualität und die Zielrichtung des Mossad zu überdenken.

Keine Überraschung (2): Ist von den heutigen Wahlen in Bayern und Hessen zu erwarten. Schwarz-bunt und schwarz-grün werden an der Macht bleiben. 

7. Oktober 2023

Der Nebel lichtet sich etwas: Der Anschlag auf den AfD-Vorsitzenden Chrupalla lässt sich nicht mehr leugnen. Die Behörden eiern herum. Nach dem Arztbrief aus Ingolstadt lässt sich sagen, dass ein Attentat mit einer lebensgefährlichen Injektion vorliegt. Für die Bekämpfung solcher Fälle hat der Gesetzgeber vor Jahrzehnten den Tatbestand des § 129 a StGB geschaffen. Jetzt ist der Generalbundesanwalt gefragt. Hört man was? Nein. Für den Personenschutz war das BKA verantwortlich. Tat es was? Habe nichts gehört.

Nebel (2): Für die Sicherheit des Versammlungsorts war der bayerische Innenminister verantwortlich. Sagte er was? Ja, jedenfalls wird er sinngemaß zitiert, das seien Wahlkampfmanöver gewesen. Man müsse demnach die AfD bekämpfen. Äußerungen dieser Art würde ein spitzfindiger Jurist vielleicht im Dunstkreis der Befürwortung von Straftaten und von einigen Amtsdelikten einsortieren. Ist natürlich nur Spaß in einem Bundesland, in welchem die Justiz soeben mit dem Segen des Bundesgerichtshofs einen bayerischen Richter aus dem Amt entfernt hat, weil er einmal ein Bundestagsabgeordneter für die AfD gewesen ist.

Neues aus der Altmark: Der Schlossherr von Döbbelin, Alexander von Bismarck, hat soeben das sofortige Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine öffentlich eingefordert, weil es nicht angehe, solange Waffen zu liefern, bis dort keiner mehr lebt. Solche Radikalität hatte ich ihm, nachdem ich kürzlich seine Gastfreundschaft erleben durfte, gar nicht zugetraut. So kann man sich irren. Pardon. 

6. Oktober 2023

Viele Details bilden ein Ganzes. Schwierig wird es erst, wenn eins von denen nicht hineinpassen will. Da können die schönsten Weltbilder ins Schwanken geraten. Damit das nicht passiert, wendet der Erschrockene die Methode Augen-zu-und-durch an. Meist unbewusst.

Unpassend (2): Wir wissen dank unserer Wahrheitsmedien, dass in Moskau ein Unhold herrscht und die Not des gemeinen Russen groß ist. Schreibt mir Leser A. gestern aus einer russischen Universitätsstadt: „Es ist traumhaft. Von Sanktionen ist nichts zu spüren. Die Geschäfte sind voll. Auch mit Waren aus der EU.“

Unpassend (3): Die seit langem angedrohten körperlichen Angriffe auf das Spitzenpersonal der AfD dauern an. Mainstream beeilt sich jetzt, die Taten als Phantasieprodukte und die Opfer als Psychopathen darzustellen. Da können sie noch so viel angeblich und unbewiesen in ihre Texte einbauen, es wird nicht mehr fruchten.

5. Oktober 2023

Die Abwahl des Speakers of the House, Kevin McCarthy sei, so tönt Mainstream, ein Putsch von ein paar ultrarechten Rebellen innerhalb der Reps. Den Schaum-vor-dem-Mund-Sprechern muss entgangen sein, dass die Masse der Abwahlstimmen von den geschlossen stimmenden sog. Demokraten stammte. Die sollten neuerdings ultrarechts sein oder wenigstens rechten Ultras zum Siege verhelfen wollen? Hoffentlich denkt man sich bald ein neues Märchen aus.

Rätselhaft (2): Der Name des Rebellenanführers wird mit Matt (Vorname) und Gaetz, Gaertz oder Graetz angegeben. Word bevorzugt die letztgenannte Variante. Klingt deutschstämmig. Müssen wir uns jetzt entschuldigen?

4. Oktober 2023

Kann mir mal einer in einem verständlichen Satz erklären, was wir, die Deutschen, mit dem Endloskonflikt in und um Bergkarabach zu tun haben?

Verständlich (2): Eine Randmeldung (angeblich von der Rand-Corporation) weckt mein Interesse. Das Personal-Reservoir der US-Streitkräfte reiche nicht mehr aus, um Krieg zu führen, deshalb müsse über die Wiedereinführung von Wehrpflicht nachgedacht werden. In den 1970ern war sie abgeschafft worden, als der Vietnam-Krieg auch wg. der unwilligen Wehrpflichtigen in die Hose ging. In den Nuller Jahren zog die Führerin gehorsam nach. Und jetzt? Jedenfalls habe ich nicht davon gehört, dass die Bundeswehr aus allen Nähten platze.

3. Oktober 2023

Kann nicht verhindern, dass die Gedanken frühmorgens zum Ur-Tag zurückrasen. Die Indignation der politischen Kaste, etwas feiern zu sollen, was sie mit Händen und Füßen hatte verhindern wollen, repräsentiert durch Auftritt und Gesichtszüge von Richard im Silberhaar, kontrastriete auffallend mit den sog. Leuten auf der Straße. Vor allem im Osten unseres Vaterlandes.

Einheit (2): In den 1990er Jahren kamen ungezählte Leute zu Wort, die ich, als der Vorgang selbst in Sack und Tüten gebracht wurde, nirgends entdeckt hatte, es aber eigentlich hätte tun müssen. Heute brüstet sich niemand mehr mit dem Vorgang, und ich bin gespannt, wann der polit-mediale Komplex daraus eine Bezichtigung machen wird. Alles Nazi, oder was?

Einheit (3): Was hat sie uns gebracht? Schon die Frage ist falsch gestellt, deswegen wird sie mit Missmut beantwortet. Bestenfalls sagt ein Schelm: Die Führerin. Richtigerweise sollte gefragt werden: Was hat sie mir gebracht? Und – ich wage es kaum hinzuschreiben – meinem Volk?

2. Oktober 2023

Übern Teich und anderswo: Der US-Kongress hat, wie zu erwarten, einen Nothaushalt beschlossen, damit die Regierung bis November weitermachen kann. Was wurde zu diesem Zweck gestrichen? Die Ukraine-Beihilfe. Ich kann’s nicht glauben. Derweil gibt die Unterwanderungsbehörde USAID im Kaukasus verstärkt Dollar aus, pardon, sie schult in Sachen Demokratie.

Unglaublich (2): Die Auto-Aus-Norm der Eurokraten soll‘s in Brüssel nicht geschafft haben. Logische Entscheidung, denn wenn die Erde verbrennt, hat sich der Verbrenner ohnedies erledigt.

Unglaublich (3): Mainstream teilt mit, dass die Deutschen dank des Hitze-Plans des Herrn L. im Sommer glimpflich davongekommen sind. Hoffentlich gilt das auch dank des Heizplans von Herrn H. für den Winter. Um den Rekord an Kältetoten buhlen hierzulande immer noch die Winter 1945/46 und 1946/47. Da gab’s keine Kohlen – mutwillig. Man sieht, da ist noch was drin.

Unglaublich (4): Man kann mit dem Wordprogramm alle möglichen Prominenten-Namen ungestraft schreiben. Nur Elon Musk wird rot unterkringelt. Kann Bill Kleinstweich den nicht leiden? Sein Firmenname, ins Deutsche übertragen, geht jedenfalls unbeanstandet durch.

1. Oktober 2023

Komplett verrückt: Während der Westen vor sich hin schweigt, kündigen die Russen eine letzte Offensive der Ukraine vor der Schlammpause an. Gleichzeitig lässt sich der russische Außenminister Lawrow so zitieren: Es wird Zeit für die Ukraine zu kapitulieren.

Verrückt (2): Deutsche Schlepper im Mittelmeer, von der Bundesregierung co-finanziert. Sogar Elon Musk weiß das. Woher weiß er das und anschließend wir? Darüber schäumt Mainstream, dass er das geriehtwietet hat – das Wort gefällt mir.

Verrückt (3): Ein Abgeordneter der sog. Demokraten im US-Repräsentantenhaus, schreibt Breitbart News, lässt sich von der Überwachungskamera filmen, wie er per Knopfdruck Feueralarm auslöst, um die Abstimmung über den Regierungs-Shutdown zu verhindern. Stattdessen meldet Mainstream, dass die 90jährige Dianne Feinstein von der amerikanischen Kriegspartei der Dems von uns gegangen ist. Ihre Ehe war eine mustergültige Aufgabenteilung gewesen, sie machte Politik und er die Geschäfte. Man könne auch schreiben: er machte Geschäfte und sie die Politik.

Hat mit dem Vorigen nichts zu tun. Wirklich nicht. Das Wort Lustmolch klingt lautmalerisch. Der Mann, der’s denkt, lächelt in sich hinein. Es ist ein Pendant zu pausbackig, womit er weibliche Rundungen, vorne und hinten, verbindet.

30. September 2023

Das Geheimnis des englischen Tees besteht darin, auf kleingekrümelte Blätter heißes Wasser aufzugießen, und beides so lange ziehen zu lassen, bis das Ergebnis ungenießbar ist. Um dem abzuhelfen werden heißes Wasser, größere Portionen Milch und Zucker beigegeben, was die Sache zwar auch nicht besser macht, aber dem Teetrinker zu einem Zeremoniell verhilft, dass dem Kontinentler skurril zu sein erscheint. In Ländern, wo der Tee wächst, sah ich dergleichen nie.

Anti-Englisches (2): Bei Verschenken eines Foto-Bandes der Star-Fotografin Inge Morath fällt mir ein Satz dieser wahrhaften Kosmopolitin auf, nämlich dass es dem Fremden in England nie gelinge, sich in die strikten, aber unsichtbaren gesellschaftlichen Regeln einzufügen, ohne sich ein ums andere Mal unmöglich zu machen. An ihrer kurzzeitigen Ehe mit einem Engländer kann das nicht nur gelegen haben.

Nein, ich bin keine Frau, war auch keine, als ich vor zwei Jahren das Buch Corona-Diktatur schrieb. Jetzt schrieb eine das Buch Corona-Verschwörung, das bereits als Bestseller gefeiert wird, obwohl es noch gar nicht zu kaufen ist. Sein Inhalt gleicht nach Angabe der Autorin dem, was vor zwei Jahren bekannt war, wenn man‘s denn wissen wollte. Wollte aber keiner, vor allem die sog. alternativen Medien nicht. Immer nach dem Motto: Man weiß ja nie. Jetzt trau‘n sie sich und machen ein Fass auf. Das nenne ich Mut zur rechten Zeit.

Und auch das noch, die Schlagzeile aus der Zellerzeitung von heute Nacht: Das Erscheinungsbild der Regierung darf nicht den Politikern angelastet werden.

29. September 2023

Heute Nacht trudelte das Senioren-Akrützel von Bernd Zeller bei mir ein. Unglaublich, aber es ist bereits die 50. Ausgabe. Um zum Ausdruck zu bringen, wie sehr ich mich distanziere und auch andere warnen will, bringe ich hier den passenden Link. https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2050.pdf. 

Zeller (2): Besonders empört haben mich folgende Sentenzen: (a) Die eine Hälfte will, dass die andere Hälfte das Senioren-Akrützel auch nicht liest. (b) Bei staatlichen Posten besteht kein Fachkräftemangel. (c) Die SPD sind nicht Kommunisten, mit denen man noch reden kann, sondern Jusos mit Altersbeschwerden. (d) Grüne fragen sich nie: „Bin ich es, der hier verrückt ist?“ (e) Wem nichts einfällt, sagt Vielfalt.

28. September 2023

Mühsame Lektion: Die SS als verbrecherische Organisation einzuschätzen, brachte man den Deutschen in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen 1946 bei. Sie haben diese Lektion brav gelernt, wiewohl in den Anfangsjahren beider Republiken einfach zu viele von deren Angehörigen noch lebten, um bei jedem ein Fass aufzumachen. Das änderte sich erst, als die noch lebenden Objekte rar wurden. Jetzt lernen wir, dass sie auch Gutes taten, weil sie gegen den Russen kämpften. Mehr Heuchelei geht kaum.

SS (2): In meiner Kindheit unterschrieb ein ehemaliger Angehöriger die Urkunden für die Bundes-Jugendspiele im Land Nordrhein-Westfalen, irgendwann war einer der Vorgesetzte des jungen Soldaten, und viel später erhielt einer sogar den Nobel-Preis.

SS (3): Ich kann mir nicht helfen, aber Täter und Opfer werden offenbar uralt. Wäre das so gesteuert, könnte man an den Racheakt einer fernen Gottheit denken. Das wäre dann eine flotte Verschwörungstheorie.

27. September 2023

Habe ich das falsch im Ohr, dass wir – wer immer das sei –seit dem Putin sein Angriffskrieg aus dem Reich des Bösen kein Öl und kein Gas mehr importieren wollten und zu diesem Zweck im Januar 2023 das Spundloch in Schwedt an der Oder dichtmachten? Jetzt sind wir empört, dass der böse Mann ein Exportverbot für Kraftstoffe verhängt hat. So ernst hatten wir – noch immer unklar, wer das sei – das nicht gemeint. Derweil wird der Sprit wieder teurer zum Zukucken. Ach herrje, wie seltsam.

Sprit-Stopp (2): Wird sich was ändern? Nein, denn der Wir – diesmal weiß ich, wer das ist – muss nicht tanken, sondern fährt mit dem Dienstwagen. Und wenn wir – ich eingeschlossen – nicht mehr fahren können, ist das gut wg. Klima und so.

Salto mortale: Die Ebert-Stiftung weiß, dass die Deutschen immer mehr Rechtsextremisten in ihrer Mitte dulden. Damit ist klargestellt, wer der Schuldige ist. – Nur am Rande bemerkt: Studien wie diese werden aus der Mitte der Gesellschaft finanziert, nämlich durch den Steuer-Zahler, der offenkundigen Nichtsnutzen ein Einkommen sichert.

Salto mortale (2): Wird sich an diesem haarsträubenden Zustand etwas ändern? Erst dann, wenn die Wohlmeinenden begriffen haben, dass sie selbst die Rechtsextremisten sind. Und auch dann nicht sofort, denn sie werden nach Ausreden suchen, anstatt einzugreifen.

26. September 2023

Wie würde die Naive vom Werderschen Markt formulieren? Polens Präsident Duda machte eine Wende um 360o, als er vorgestern in New York die Ukraine mit einem Ertrinkenden verglich, der seine Lebensretter mit in den Tod zu reißen drohe. Soso. Bis vor Kurzem saßen beide noch im selben Boot. Angeblich. Man könnte in der Draufsicht auch formulieren: Jetzt ist einer von beiden überflüssig an Bord. Oder noch anders: Wenn einem das Haus abbrennt, tummeln sich die Plünderer in der nächster Nähe.

Der Statistiker P. schreibt mir: „Die Stichwahl in Nordhausen weist einige Merkwürdigkeiten auf. So erzielte der AfD-Kandidat bspw. im ersten Wahlgang im OT Hochstedt 48,6% der Stimmen, in der Stichwahl waren es nur noch 36,11%…“ Na gut, ich kann das erklären, es ist das Wunder von Hochstädt.

25. September 2023

Zu glauben, dass die Leute erst  zur Vernunft kommen müssten, damit die Dinge wieder ins Lot geraten, ist ein herrlicher Widerspruch in sich.

Unvernunft (2): Und dennoch, wenn ich den Glauben an die Vernunft aufgebe, verliere ich den Verstand.

Unvernunft (3): Ein Herr Lindemann lässt melden, die Christunion werde mit der Ampel beim Asylkompromiss zusammenarbeiten, um der AfD das Thema wegzunehmen. Wusste gar nicht, dass die AfD beabsichtigt, mit der Piratenkoalition gemeinsame Sache zu machen. Sollte er jedoch meinen, dass seine CDU in der Lage sei, aus dem Zuwanderungswahn der heutigen Regierung ein für den Bürger akzeptables Ergebnis formen zu können, dann irrt er. Aber vermutlich will er das gar nicht.

Unvernunft (4): Dieselbe Partei handelt passgenau in dieser Weise, als sie gestern mit stolzgeschwellter Brust die Wahl eines Bürgermeisters von Nordhausen verhindert, der ganz pointiert kein Ampelmann ist. – Hat sie nicht? Doch, hat sie, denn es ging nur um wenige Stimmen.

Fragt einer per Mail nach: Warum stecken Sie soviel Zeit in historische Themen? – Ich: Um die Gegenwart zu begreifen.

Fragen (2): Ein anderer, ein Autor, den ich zu Tisch lud, halb klagend: Wissen Sie eigentlich, wie schwer es ist, ein Buch zu schreiben? Ich: Nein, keine Ahnung. Die anderen blieben ernst, schauten aber in ihre Gläser.

24. September 2023

Novosti meldet, dass russische Aufklärer im Raum Saparoshje einen Leopard-Panzer angegriffen und zerstört hätten. Von der Besatzung habe einer noch kurz gelebt und zur Überraschung der Russen kurz vorm Sterben offenbar, dass er und die jetzt toten Kameraden im Fahrzeug Deutsche seien. Falls das stimmt, wäre es eine spektakuläre Novität, die erklären würde, was die sprachholpernde Frau, deren Namen ich nicht mehr nennen will, sagen wollte, als sie davon radebrechte, dass D mit allen Mitteln und 560 Tage im Jahr die Ukraine unterstütze.

Ostfront (2): Der Vorgang erinnert vage an das Kriegsjahr 1918, als die deutsche Führung unsere Soldaten bis tief in die Ukraine, auf die Krim und in den Kaukasus vorrücken ließ, sich in eine Auseinandersetzung einmischend, die uns nichts anging.

Ostfront (3): Der heutige Vorgang zeigt zudem, dass die Russen, die seit über 100 Jahren erprobte Taktik der bewaffneten Tiefenaufklärung fortführen, die darin besteht, mit gut getarnten Kampftrupps weit jenseits der Front aus dem Hinterhalt überraschend anzugreifen, um Gefangene zu machen.

23. September 2023

In Karelien werden die Tage jetzt ungemütlich. Man sieht, wie das Tageslicht knapp wird, bald wird es ganz weg sein. Daran erinnere ich mich, als ich von meinem Schreibtisch aus eine Dienstreise zum Bärenberg unternehme. Dort ist eine russische Gedenkstätte (Сандормох) mitten in den spindeldürren lichten Kiefern, wo drei Männer 1937 erschossen wurden, nach denen ich jetzt suche. Ihre Familie wurde ausgelöscht.

Bären (2): Mit dreißig war ich unvernünftig genug, dort auf einem nach ihnen benannten Pfad – allerdings auf der finnischen Seite –­ zu Fuß unterwegs zu sein. Die Grenze war nicht zu erkennen und der Pfad oft auch nicht, der sehr genauen russischen 1:25.000er Karten (?oder 1:30.000), die ich benutzte, zum Trotz. Meister Petz begegnete ich nicht, dafür aber Mücken, ich wusste zuvor gar nicht, dass es so viele davon gibt.

Bären (3): Wo kommt das bloß her: den Menschen einen solchen aufbinden oder dessen Fell versaufen?

Bären (4): Einen ebensolchen Dienst erweisen, ist auch eine merkwürdige Metapher und lässt mich daran denken, dass die Frau, deren Namen ich nicht mehr nennen will, es soeben wieder geschafft hat, dass der deutsche Geschäftsträger in Peking einbestellt wurde. Ob sie weiß, wo China liegt? Jetzt jedenfalls ist sie in Begleitung ihrer amerikanischen Staatssekretärin in New York. Früher war es so, dass der Staatssekretär dem Minister unterstand, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.

Bären (5) im Gewand des Dienstes: Weiß auch nicht, warum mir durch den Kopf geht, dass in meiner Zeit bei den entsprechenden Organen die Gewissheit herrschte, dass ein Führungsoffizier oft eine bescheidenere Dienststellung einnimmt, als es seiner Position entspricht. Abwegiger Gedanke, denn eine Einflussperson als Führungsoffizier zu bezeichnen, ist wahrlich nicht zeitgemäß.

22. September 2023

Die Dinge an der Ostfront ändern sich schleichend, so langsam, dass es wie Stillstand aussieht. Doch in Wirklichkeit, so wie ich sie sehe, liegt die Initiative nach wie vor bei den Russen. Sie sind aus der sog. ukrainischen Gegenoffensive als eindeutiger Sieger hervorgegangen. Sie haben den Gegner sich zu Tode angreifen lassen. Seine Erdkampf-Kapazität scheint erschöpft zu sein.

Ostfront (2): Die US-gestützten Raketenangriffe gegen die Festung Sewastopol auf der Krim haben mehr als nur symbolische Bedeutung. Niemand, der bei Trost ist, glaubt, dass die Ukrainer hierzu in der Lage waren. Nur Mainstream glaubt das, aber da glaubt man ja auch, dass die Ukrainer die Nord Stream-Pipelines mit einer Segelyacht angreifen konnten. Gut, man kann solchen Stuss glauben, aber man muss nicht, und man sollte auch nicht.

Ostfront (3): Den wertewestlichen Angriff auf Sewastopol begrenzt zu haben, verdanken die Russen nicht zum Wenigsten Elon Musk, dem eigenwilligen Wunderkind, das sein Starlink- Satellitensystem bei den einschlägigen Navigations-Bemühungen seiner Landsleute einfach abschalten ließ. Mal sehen, wie lange er noch leben wird.

Ostfront (4): Die Raketeneinschläge in Russland werden die Führung dort zur Entscheidung zwingen, in absehbarer Zeit die Ukraine von der Landkarte zu räumen. Dazu ist ein militärischer Gewaltakt notwendig. Der Wertewesten glaubt, die Russen seien hierzu nicht in der Lage – alle möglichen Gründe werden als wohlfeil gehandelt. Ich fürchte, man irrt sich.

Ostfront (5): Die Notwendigkeit, die Ukraine abzuräumen, ist ziemlich verrückt, denn das war gar nicht das russische Kriegsziel. Jetzt wird es ihnen von den US-Boys aufgenötigt, denn diese brauchen die Ukraine, um den Kriegswahnsinn weitertreiben zu können. Das ist paradox, gewiss.

21. September 2023

Wenn jetzt im Netz der Name Nanzy F. zunehmend mit Z geschrieben wird, so finde ich das irgendwie konsequent, weil, wie ich vor etwa anderthalb Jahren etwas mühsam lernen musste, dieser Buchstabe, den es im Kyrillischen (Ц) angeblich gar nicht gibt, ein verfassungsfeindliches Symbol sei. Wüsste allerdings auch gerne, wer auf den kuriosen Gedanken kam, die russischen Militär-Fahrzeuge mit dem weißen Z zu bemalen, und wer auf den ukrainischen Panzern ein Balkenkreuz anbrachte, dass dem deutschen, vor gut 80 Jahren gebrauchten, verdammt ähnlich sieht.

Nanzy (2): Ihr illegales Wollen hat etwas Z, wie Zwanghaftes. Das wird sich erst geben, wenn man sie in eine einschlägige Jacke kleidet.

Im Zwergstaat war gestern der gesetzliche Tag des sozialistischen Kindes. In Schilda kein solches entdeckt. Dafür alle Läden dicht. Jetzt erst erschließt sich mir, warum vorgestern der Aldi-Parkplatz voll war, als sei eine Versorgungs-Krise ausgebrochen. 

Aldi (2): Es gab Oktoberfest-Stangerln (kein vernünftiger Mensch kann das Wort ohne schwere Zunge aussprechen) und Butter-Spekulatius zur Auswahl. Wählte stattdessen deutsche grüne Bohnen aus dem Angebot, die waren nach dem Kochen völlig geschmacklos und mehlig, wirklich mehlig. Ekelhaft.

Die Bundesregierung betriebsausfliegt derweil nach New York. Erinnert mich irgendwie – weiß auch nicht warum – an einen angeblichen Ausspruch Adenauers gegenüber Gehlen, als er über Strauß in New York petzen kam. „Ich happ ja nichts dajejen, aber musset ausjerechnet ne Mulattin sein?“

20. September 2023

Übern Teich: The Speaker of the House Kevin MacCarthy, einer von den Reps, terminiert die erste Vernehmung im Impeachment-Verfahren von Präsidentendarsteller Joe Biden. Sein Sohn Hunter verklagt derweil die Bundes-Steuerbehörde, weil sie seine Steuerdaten nicht genügend geheim gehalten habe. 

Übern Teich (2): Das Weiße Haus gibt bekannt, dass die US-Weltraum-Armee (Space Force) so aufgerüstet werden soll, dass sie Russland und China Paroli bieten könne.

Übern Teich (3): Derweil stürzt – eine Etage tiefer sozusagen – über South Carolina ein Super Fighter F 35 ab und muss mit Hilfe der Bevölkerung gesucht werden. Teuer, teuer, diese Wunderwaffe, nein, nicht des Führers, sondern von Lockheed Martin. Hat bis heute über 10 Milliarden Dollar gekostet, 1,7 Billionen sind noch eingeplant. Wir werden – so mutmaße ich mal vor mich hin – in Kürze hören, dass beim Absturz der pöse Putin seine Hände im Spiel hatte, so dass die Inlands-Überwachung in den Staaten und ihren Verbündeten verstärkt werden müsse.

19. September 2023

Absolut nichts. Muss ich das notieren? Wenn ich’s lasse, denken sich die Leute etwas, was gar nicht stimmt. Man sieht schon: das ist auch nichts.

18. September 2023

Das beredte Schweigen über die Ostfront zeigt an, dass die Zeit der Maul-Siege vorüber ist. Scharfe Beobachter bemerken, dass der Kolonialherr sich den ehemaligen Südstaaten der Sowjetunion zugewandt habe. Auf die Notwendigkeit, dies zu tun, haben die Altmeister der Weltherrschaft, Kissinger und Brzezinski – interessant finde ich, dass Word diese Schreibweise für zutreffend hält –, schon vor Jahrzehnten hingewiesen.

Und sonst? Und nichts, nur ein Leserbrief aus der Zellerzeitung verdient es, nicht vergessen zu werden: „Charlotte Brand-Maurer: Das mit dem Doppelnamen war wohl ein Fehler.“

17. September 2023

Einen Gedichtband sollte man nicht besprechen wollen, ich jedenfalls kann’s nicht. Doch lesen kann man ihn, gerade am Sonntagmorgen, wo ich ihn doch gestern Abend beim Nach-hause-kommen im Briefkasten vorfand:

Der enterbte Genosse, | konfrontiert mit der Frage, | ob die Verhältnisse | die berühmten Verhältnisse | die Bezeichnung ‚Diktatur‘ verdienen und ob | die Demokratie noch zu retten sei | schüttelt heftig das Haupt. Auf die Frage | wie dies zu verstehen sei | gibt er Handzeichen: teils-teils. | Damit löst er Verwunderung aus | unter den Seinen – soweit und noch weiter Ulrich Schödlbauer in seinem neuesten Gedichte-Opus Hoboken 11.

16. September 2023

Alles redet von künstlicher Intelligenz. Als ich heute Nacht beim Übersetzen eines recht komplizierten russischen Textes dieselbe in Anspruch nehme, erfahre ich zu meinem Erstaunen, dass Jurij, der Sohn der seinerzeit sehr bekannten russischen Schauspielerin Maria Andejewa, welche kurz nach der vergangenen Jahrhundertwende die Geliebte und späterer Ehefrau von Maxim Gorki war, auf Lenin schoss. Soso, ich dachte, das sei ein anderer gewesen. Bis mir ein Licht aufgeht: Der junge Mann war ein Kameramann, der von Lenin Bilder schoss, wie man wohl auch im Russischen sagt, und keineswegs auf ihn. Auf dem Bild aus dem Jahre 1905, dass den Irrtum auslöste, sind Sohn und Mutter nebst dem gerade prominent werdenden Maxim Gorki zu sehen – eine aparte Mittdreißigerin, finde ich.

15. September 2023

Jede allgemeingültige Aussage wird durch die Wirklichkeit gefährdet. Es sind deswegen weder alle Katzen grau noch alle Künstler links. Aber ein bisschen schon.

Links (2): Nun besagt ein anderes Sprichwort, dass nur Armut Großes gebiert, doch gerade das hält keiner Kontrolle stand. Auf ebenso wackligen Beinen steht, dass der Künstler nur in Opposition zum Staate schaffen könne. Stimmt einfach nicht. Das schon gar nicht.

Links (3): Bei einer Bohrung nach dem Startpersonal der sowjetischen Geheimpolizei Tscheka, erscheinen mir die Gruppenfotos der Funktionäre aus der Frühzeit des Regimes besonders aufschlussreich. Auf dem Roten Platz sei neben der gesamten geheimdienstliche Prominenz an deren Ehrentag, so sagt das Russische Staatsarchiv, ganz rechts im Bild der Dichter und Sänger – heute würde man wohl sagen: Liedermacher – Demjan Bednij zu sehen. So sah der also aus, der Quasi-Reinhard Mey der Bolschewiki, denke ich, in Uniform und mit dem damals in der SU sehr beliebten Hitlerbärtchen, Donnerwetter. Doch dann finde ich in meinem elektronischen Zettelkasten die selbe Szene, perspektivisch leicht verschoben, und, siehe da, da steht er wirklich, aus der zweiten Reihe herausgetreten, selbstbewusst, in der roten Sonne des frühen Ruhms.

Entdeckerstolz und das Bewegen der Luft: Als ich mit meinen Erkenntnissen bei Tisch rausrücke, während andere des Tages Last der Erwähnung für wert befinden, fragt mich eine, ob ich sonst nichts zu tun habe. Nein, habe ich nicht, sage ich, denn zu jedem der Bilder und ihrer Gestalten könnte ich herrliche Geschichten erfinden. Warum tust du’s nicht? sagt sie.

Entdeckerstolz (2): Im dollarverbrämten Glorienschein ihres Ruhms lassen sich die Neuen Reichen im US-Kongress zu Fragen der Künstlichen Intelligenz vernehmen. Man sieht es – im Gegensatz zu ihnen – den Abgeordneten an, dass sie an den Grenzen ihres Verstandes entlangwandeln. Das Bild von dem Kaninchen und der Schlange geht mir durch den Kopf.

14. September 2023

Sie hat es schon wieder getan: „…in den mehr als 560 Tagen im letzten Jahr…“ – Da kann ich nur sagen: Bitte mehr davon. Kann ich gar nicht genug von kriegen.

Mehr davon (2): Schreibt mir einer per Mail: Wenn Ihre Bücher vergriffen sind, ist das ein bedrohliches Zeichen. – Soso. Ist es das.

Mehr davon (3): Schreibt ein anderer (offenbar von der Muse geküsst) und bittet um Verbreitung: Deutschland, Deutschland über alles | Deutschland, ach, wo es auch sei | Von der Ems bis an die Oder | Von der Isar bis zur Schlei. – Donnerwetter. Na ja. Fehlen zwar noch zwei bis vier Zeilen, aber für den Anfang ganz gut, deswegen: Bitte erledigt.

Mehr davon (4): Der Maileingang zeigt heute Früh: 4.936 unerledigt. Jetzt sind es nur noch 4.934. Beeile mich, damit ich den Erfolg mit gutem Gewissen auskosten kann. 

Mehr davon (5): Kunststücke als Schnappschuss (Zeller, Schleime, Wolff und ungenannter Blumenhändler). Anders ausgedrückt: Ein Schnappschuss ist kein Kunststück.

13. September 2023

Gestern spät noch in fremdem Garten draußen gesessen. Als die Rede drauf kam, dass es wiiiirklich zuuu warm sei, bin ich nach Hause gegangen. Nebenbei: Das lauwarme Dosenbier von Carlsberg schmeckte ekelhaft – selbst aus dem Glas.

Lauwarm (2): The speaker of the house, McCarthy heißt der Mann, kündigt den Beginn eines Amtsenthebungs-Verfahrens für Präsidentendarsteller Joe Biden an. Es geht um dessen Verstrickung in die Ukraine-Korruption. Alles seit einem Jahrzehnt bekannt.

Schnell noch, bevor der Tag beginnt, einen Blick in die Leserbriefe der Zellerzeitung: „Esspettee-Ortsvereinsvorsitzender war beim HNO-Arzt, und der sagte, als er in den Mund schauen wollte, sagen Sie mal Faeser!“

12. September 2023

Beim Blättern in einem älteren Frankreich-Reisebuch entdeckt: „Sobald Monsieur die Straße betritt, verspürt er einen unwiderstehlichen Harndrang, dem er ungesäumt stattgibt. Jetzt erschließt sich, warum im Süden die Dorfplätze mit Platanen umstellt sind. Sie spenden nicht nur Schatten, sondern verströmen einen intensiven, nahezu betörenden Duft.“

Frankreich (2): In den längst versunkenen Bonner Jahren war es irgendwie vor der Haustür. Doch jetzt liegt mir nichts ferner als jenes Land. Ich überfliege es, wenn ich in den Süden will und durcheile die nordöstlichste seiner Ecken auf dem Weg zu den britischen Inseln.

Frankreich (3): Vor Jahren noch hoffte ich auf die Vernunft der Franzosen (la raison). Hat sich erledigt, denn von dort ist nichts mehr zu erwarten. – Ähnlich wird’s den Osteuropäern heute ergehen, wenn sie die Deutschen betrachten. – Und schließlich: ИсакЛевитан: Владимирка, 1892, Третяковскагалерия [Isaak Lewitan: Wladimirka, 1892, Tretjakow‘sche Galerie]. Das Land will man in die Knie zwingen? Wirklich?

11. September 2023

Es fällt schwer, etwas Ekelhafteres zu entdecken, als die erneut anlaufende Kampagne zu Durchsetzung weiterer Corona-Impfungen und all der anderen Idioten-Maßnahmen. Noch verhält sich der deutsche politmediale Komplex zurückhaltend, aber nachdem eine Ablenkungsfront wg. des Heizungs- und Klimawahn-Gesetzes dringend benötigt wird, kann das Trommelfeuer in Sachen Corona nicht mehr fern sein.

Klimawahn (2): Der Zellerzeitung von heute Nacht entnehme ich den Ausdruck „Piratenkoalition“. Gebe zu, dass ich gelacht habe. Hat aber keiner gehört. Gottlob.

9. September 2023

Der Bundestag goss gestern ein weiteres Mal den Klimawahn in Gesetzesform: Das Heizungsgesetz, das in seinem wesentlichen Inhalt ein Wohnenteignungs- und Kältetod-Gesetz sein wird. Obwohl es ein legislatives Verbrechen ist, hoffen manche immer noch, dass es wie ein Wecker wirken werde. Habe Zweifel, denn die Wohlmeinenden meinen immer noch: Das können die doch nicht wirklich. Doch sie können.

Derweil steigt die Zahl der illegalen Einwanderer ins Unermessliche. Neben vielem anderen ist die Selbstplünderung unserer Sozialkassen das im Moment auffälligste Ergebnis. Auch die beginnenden Zwangseinweisungen werden nicht als Wecker wirken. Der Ruf Wir-haben-Platz ist allerdings leiser geworden.

Die Selbstisolierung Deutschlands schreitet munter voran. Die Fluchtbewegung der Tüchtigen auch. Derweil lullen sich die Wohlmeinenden durch Wahlwetten und ähnlichen Stuss ein.

Ostfront: Auch das hartnäckige Verschweigen des Misserfolgs der großmäulig angekündigten kriegsentscheidenden Sommeroffensive 2023 macht die Sache nicht ungeschehen. Die Lage-Karte des Oblasts Saporoshje zeigt blau eingefärbt das Ausmaß des Desasters: Wenige Quadratkilometer Wald und Feld gegen (geschätzt) 70.000 Tote.

8. September 2023

Ostfront: Die Ukrainische Rada entlässt gestern den Verteidigungsminister Олексий Резников und wählt einen Ersatzmann. Nach einem großen Sieg bei der sog. Gegenoffensive sieht das nicht gerade aus, sondern eher nach der Bestrafung eines Sündenbocks. Sollte der Mann überdies auch noch Zweifel am Endsieg geäußert haben, wie mir einer heimlich weißmachen wollte, so würden auch die Amerikaner ein ernstes Wort mitgeredet haben. Nebenbei: Wusste gar nicht, dass das dortige Parlament solche Personalia entscheidet.

Grundsätzliches von zu Hause: Überlege gerade, ob die männliche Form von „die Augenklappe“ der Augenklapper ist.

Zu Hause (2): Brief der Autobahnpolizei, welche Frau mit meinem Auto unterwegs war. Tja, welche?

7. September 2023

Nanzy ist krank. Sie kann deswegen dem Innenausschuss des Bundestages nicht Rede und Antwort stehen, ob und warum sie den Chef des BSI, Schönbohm, nachrichtendienstlich überwachen ließ, bevor sie den Mann aus dem Amt entfernte – ganz so, wie es der Chef-Denunziant des öffentlichen Fernsehens, Böhmermann oder so ähnlich heißt der, gefordert hatte.

Nanzy (2): Jedenfalls ist sie nicht so krank, dass sie als Innenministerin dienstunfähig wäre oder nicht wahlkämpfen könnte. Merke: Ein Parlament ist so machtlos, wie es sich sowas bieten lässt. Fazit: Der politisch-mediale Komplex steckt das weg, so als wäre nichts gewesen. Nein, halt, die Leute, denen das auffällt, werden als Delegitimateure öffentlich vorgeführt.

Nanzy (3) Da bleibt ihr sicher auch Muße, auch gegen Leute vorzugehen, die das Folgende im Internet verbreiten und sich nicht scheuen, darüber zu lachen.



6. September 2023

„…Tassen und T-Shirts mit dem Bild des augenbeklappten Kanzlers…“, schreibt heute Nacht Bernd Zeller in der nach ihm benannten Zeitung. Das ist ziemlich unverbesserlich (Sagt man so?). Und doch meint einer seiner Leser mit dem Decknamen Pol. Beobachter: „Mir gefällt der Schloz [sic!] mit seiner Armbinde viel besser. Hat was Authentisches.“

5. September 2023

Was soll man groß sagen? Nichts, jedenfalls nichts, was mitteilenswert wäre. Bleibt nur ein Zitat, um doch was zu sagen: „Aiwanger: Kohl hätte ihn ausgesessen, Merkel hätte ihn rückgängig gemacht, Stalin hätte ihn hinrichten lassen, Hitler hätte ihn ausgezeichnet, nur der Markus macht gar nichts. Schwache Performance.“ Leserbrief aus der Zellerzeitung.

Was soll man sagen ? (2): Kulturelle Aneignung, typisch dänisch.

4. September 2023

Es genügt mir, mich verständlich auszudrücken. Leute, die verstanden werden wollen, vermeiden dies in aller Regel.

Mozart und Bismarck verbindet, dass sie für Kugeln und Hering nichts konnten. Gespannt warte ich auf die Einwendungen der Experten.

Experten (2): Die der alternativen Medien sonnen sich im Glanz, die Affäre Aiwanger durch ihre mutige Berichterstattung beendet zu haben. Nichts könnte weniger zutreffen, denn in Wirklichkeit ruderte Woher-weht der-Wind-Söder zurück, als er zu seinem Missbehagen bemerkte, dass er mit der Attacke auf den Vicekönig ein veritables Selbsttor geschossen hatte. Fazit: Das Bierzelt schlägt noch allemal die blutleeren Schnösel der Süddeutschen Zeitung.

Experten (3): Bleibt bemerkenswert, dass die Wohlmeinenden im Behagen ihrer Selbstzufriedenheit jetzt die Täter bei Gesprächsrunden zulassen, anstatt ihnen mit adäquaten Mittel den Stecker zu ziehen. – Wäre die Pressefreiheit im Wege, so höre ich. Das ist wirklich ein guter Witz.

3. September 2023

Über die Städte der Altmark, von denen Stendal nur eine ist, schrieb vor 164 Jahren Theodor Fontane, sie erinnerten an einen einst stattlich dastehenden Mann, der selbst und dessen Rock zur gleichen Zeit herunter gekommen sind. Besonders hart hätte es Stendal getroffen.

Altmark (2): Fontane konnte nicht ahnen, dass zwischen seiner Zeit und dem heutigen neugierigen Erkunder der einst prächtig genannten Hansestadt noch der Einschub von 44 Jahren Sozialismus das Werk des Verfalls beschleunigen würde. Dessen Wunden, bestätigt der erste Blick des Durchreisenden, sind weitgehend abgeheilt, nur noch Narben hie und da. 

Altmark (3): Dem Roland auf dem Marktplatz eignet vor allem Größe, stattlich hingegen wird man den Kerl kaum nennen können, eher auf zu großem Fuß bei knapper Kost lebend. Das Café gleich nebenan zu Füßen des Rathauses lädt nicht zum Verweilen, es schließt kurz vor sechs. Ein zweites, ums Eck gelegen, erweist sich bei näherem Erkunden, als großes Griechenlokal mit ausuferndem Gewölbekeller, was man von außen nicht erahnen kann – natürlich nicht. Dort vor der Tür treffe ich per Zufall zwei Teilnehmer der Buchvorstellung, der ich gerade entschlüpft war.

Altmark (4): Der Hausherr der Veranstaltung, Alexander von Bismarck, hatte den Besuchern sein Herrenhaus Döbbelin, querab auf dem Lande, im buchstäblichen Sinne geöffnet. Dort lebt der Mann mit seiner Familie, man erkennt es. 

Altmark (5): Das Haus leuchtet in der Septembersonne im warmen Gelb hinter hoher Einfriedung. Der Erbauer ließ es auf schon lange der Familie gehörendem Grund in den 1730er Jahren errichten. Wir würden heute nicht mehr darüber reden, wenn ein Nachfahre, der heutige Hausherr, es nicht 1990 in Besitz genommen und von Grund auf saniert hätte. Das ist – Kuriosität am Rande – nur deswegen sogleich möglich gewesen, weil die sozialistische Obrigkeit vergessen hatte, den Grundbesitz zu enteignen, und ihn dann für allerlei kommunale Zwecke genutzt hatte.

Altmark (6): Das hundert Kilometer elbeaufwärts gelegene Barby taucht aus der Erinnerung auf, wo das Grundbuchamt der DDR seinen Sitz gehabt hatte. Vor meinem inneren Auge steht der Wohnwagen, mit welchem Mitarbeiter von mir daselbst ihren Dienstgeschäften nachzugehen suchten, weil sonst keine Herberge zu finden war. Einen kleinen Moment verharrt der Gedanke und ich gerate in Zweifel. ob es wirklich so war. Dabei sind grade mal 30 Jahre ins Land gegangenen.

Altmark (7): Knapp 600 km An- und Abreise – A 4, A 9, A 14 und retour in 12 Stunden – das alles für den flüchtigen Kontakt mit originell zu nennenden Menschen. Lohnt das die Mühe? Schon die Frage ist falsch gestellt, denn frühmorgens benötige ich eine geschlagene Stunde, um das Erleben in einen kurzen Text zu fassen.

1. September 2023

Heute ist wieder ein zentraler Feiertag der deutschen Schuld, an welchem Gutmensch jammernd die Geschichte vom deutschen Überfall auf Polen auswalzt. Halte dies für verfehlt, wiewohl ich den Angriffsbefehl des großdeutschen Führers für eine schwachsinnige Tat halte, denn er machte genau das, was sich Amerikaner und Briten und auch die von ihnen angestifteten Polen ausgedacht hatten: Lass ihn bitte, bitte anfangen. Er tat’s, und nicht mal sechs Jahre später war Deutschland von der Landkarte verschwunden. Wie man angesichts dieses Ergebnisses nach einer Rechtfertigung für den Angriff suchen kann, wie dies einige Unbelehrbare (sog. Revisionisten) heute noch tun, ist mir rätselhaft.

Revisionist (2): Es handelt sich hierbei um ein wohlfeiles Schimpfwort, denn es bezeichnet zuförderst denjenigen, der den anglo-amerikanischen Geschichtsmythen nicht folgen mag, deren Hauptinhalt darin besteht, dass the fuhrer auf seinem Weg der Welteroberung gestoppt werden musste. Das ist nun wahrlich fraglicher Stoff, dessen Einzeltöne mit der Gesamtmelodie nicht harmonieren.

Revisionist (3): Wie so manches ist dieser Begriff und sein Inhalt aus dem großen und guten Amerika über uns gekommen. Dabei bedeutete revisionism dortzulande zunächst etwas ganz anders. Es war die Selbstbenennung einer durchaus seriösen amerikanischen Historiker-Gemeinde, die sich mit den englischen Propagandalügen über den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und die Notwendigkeit des amerikanischen Eingreifens nicht zufrieden geben mochte, wonach es unausweichlich gewesen sei, the kaiser auf dem Weg der Welteroberung zu stoppen.

Revisionist (4): Das Forschen dieser Leute nach den tatsächlichen Ereignissen wurde dann gestoppt, als Franklin Roosevelt 1933 die Macht ergriffen hatte und zur Überzeugung gelangt war, dass ein neuerlicher Krieg gegen Deutschland für Amerika gut sei. Rasch war der Auftrag an die gut bezahlten Hofschreiber erteilt, den revisionism zu verunglimpfen. Dabei ist es – bei Ausweitung des Stoff auf the fuhrer – bis heute geblieben.

31. August 2023

Meinen gestrigen Gedanken zur Entschriftlichung unserer Gesellschaft und deren Folgen schließe ich mit dem aktuellen Beitrag von Bernd Zeller ab, den ich in mein Sudelbuch einklebe. Man könnte denken, ich hätte ihn bestellt, habe ich aber nicht.

Bleibt noch eine Ergänzung: In meinen schwärzesten Gedanken sehe ich Horden von Analphabeten durchs Land ziehen, die Jagd auf Bücher und deren Besitzer machen. Ihre Anstifter – die Priester der Gleichheit und die des Propheten – werden darüber in Streit geraten, wer den ersten Stein geworfen habe.

30. August 2023

Schreiben um des Schreibens willen, das ist wie Geschwätz, nur eben mit der Hand. 

Schreiben (2): Bis gestern wurde tatsächlich die Hand gebraucht. Jetzt tut es angeblich auch ein Mikrophon, in das man hineinschwätzt. Versuchte das vor geraumer Zeit. Das Ergebnis war so lächerlich, dass ich es gleich wieder bleiben ließ. 

Schreiben (3): Allerdings: Solange ich eine vorzügliche Sekretärin hatte, genügte auch mein Geschwätz. Liegt weit, weit zurück. In der Zeit hatte ich das Selberschreiben verlernt. Unglaublich, aber wahr.

Schreiben (4): Wir Schreibgewohnten sind auf der Verliererstraße, weil das Lesenkönnen in Vergessenheit gerät. Die Leute begnügen sich mit Geschwätz, neudeutsch: Podcasts (merke gerade zu meinem Vergnügen, dass ich das Wort nicht mal richtig schreiben kann).

29. August 2023

Die Abhörbehörde im NS-Staat war 1933-45 das Forschungsamt. Der ab Frühjahr 1933 u.a. als kommissarischer preußischer Ministerpräsident und Innenminister amtierende NS-Multi-Funktionär Hermann Göring ließ es installieren und unterstellte es sich selbst, um seine Feinde überwachen zu können. Bei Kriegsende wurden die Akten vernichtet.

Abhören (2): Im heutigen Deutschland bestehen für Polizei und Dienste feste Regeln, die ein willkürliches Abhören verhindern sollen. Sie wurden während meiner einschlägigen Dienstzeit eingehalten. Davon ist heutzutage nicht mehr auszugehen, wie der Fall Maaßen-Krall drastisch zeigt.

Abhören (3): Die Besserwisser wissen, dass ihnen sowas nicht passieren könne. Sie irren sich gleich mehrfach.

Abhören (4): Die Wohlmeinenden debattieren, ob der Rechtsstaat in Gefahr sei. Nein, ist er nicht. Er existiert nicht mehr.

28. August 2023

Wenn nichts los ist, macht man was los. Hatte mir vorgenommen, mich um das Scheinproblem eines angeblich von vom bayerischen Politiker Aiwanger stammenden Flugblatts nicht zu kümmern, über das jetzt der Medienpöbel hetzt und die Selbstgerechten sich in scheinbarem Schmerz winden. Bis, na ja, bis ich es jetzt wider Willen zu lesen kriegte. Es ist Schülerkram und dementsprechend blöd, über 30 Jahre alt. Wenn der Verfasser, der übrigens nicht der Gescholtene sein muss, dazu aufgerufen hätte, Bullen zu klatschen und deren Kinder zu vergewaltigen, ginge es locker als Jugendsünde durch. Hat er aber nicht, sondern sich über die Verengung des Geschichtsunterrichts auf die NS-Verbrechen lustig gemacht. Drastisch und saublöd, Schülerkram eben.

Saublöd (2): Was mich zum Lesen des Flugblatts veranlasst hat, waren die ganz und gar ernst gemeinten Beitrage bei den sog. Alternativen, die sich bemüßigt sahen zu analysieren, ob das Flugblatt den sogleich erhobenen Antisemitismus-Vorwurf trage. Schon in die Falle gegangen. Ich auch.

27. August 2023

Mit Verlaub ist eine herrliche Füllsel-Floskel, die ganz aus der Mode gekommen ist. Komme drauf, weil ich über ein russisches „c увашением“ stolperte, was ich nicht zu deuten wusste. Jetzt weiß ich es: mit Verlaub.

Mit Verlaub (2): Die Dummheit der Kaste wird nur noch durch ihre Selbstherrlichkeit überboten. 

Mit Verlaub (3): Vermelde der guten Ordnung halber allhie das Erscheinen des jüngsten Senioren Akrützels (No. 49) von Bernd Zeller: https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2049.pdf, nicht ohne eines der enthaltenen Bilder mit Erlaubnis raubzukopieren:


Mit Verlaub (4): Das offizielle Haft-Foto von Trump von vorgestern verdient festgehalten zu werden, auch wenn die Haft nur 20 Minuten andauerte.


Mit Verlaub (5): Betrachte zum Vergleich einige der Fotos die man in Russland während der Großen Säuberung von gefährlichen Politikern und Geheimdienstlern anfertigte. In meiner Sammlung sind es Hunderte. Hier: drei willkürlich herausgegriffen, Konstantin Bassow, Jan Bersin und Christo Rakowski. Todeskandidaten, alle drei.

26. August 2023

Vorurteil: Bevor ich die Reife der Jahre zu spüren kriegte, habe ich die Romane von Theodor Fontane für Alteleutekram gehalten, selbstredend ohne auch nur einen davon gelesen zu haben. Das habe ich dann nachgeholt, wodurch sich, genau genommen, meine ursprüngliche Meinung als wahr herausstellte. Jetzt allerdings scheue ich mich, diesen Gedanken zu äußern, weil er mir so unendlich blöd vorkommt.

Vorurteil (2): Als ich dennoch bei Tisch diesen Gedanken – zu meinen Gunsten leicht verpackt – äußere und hinzufüge, dass meine Bewunderung des Meisters auch damit zusammenhänge, dass dieser mit dem Romanschreiben erst begann, als er mein reifes Alter erreicht hatte, erfahre ich so etwas, was man mit höflich spottender Zustimmung bezeichnen könnte. Dabei war mein Monolog eher absichtslos entstanden.

Vorurteil (3) oder sowas kommt von sowas: Über Nacht weist Niger erst den französischen, dann den deutschen Botschafter aus (dem aufmerksamen Leser M.E. sei Dank – nicht für den Umstand, sondern dass ich es so erfahre). Meine Geschichtsbesessenheit legt mir den Schluss nahe, dass Staaten so handelten, wenn sie sich nichts mehr zu sagen hatten und, wo doch, nun, wie man einstmals geschwollen formulierte, die Waffen sprechen sollten.

Vorurteil (4) oder sowas kommt von sowas: Man äußert sich nicht ungestraft gegenüber anderen Ländern im neokolonialen Stil, dem sich unsere herrschende Kaste befleißigt (Klein-Erna-Englisch inklusive). Zwar ist Afrika weit, doch die Einschläge kommen näher (The one-beats come nearer).

25. August 2023

Einen Zufall kann man auch herbeiführen. Ich suche beim Schreiben einer Geschichte über die russische Militäraufklärung (Raswjedka) nach einem Mann, der vor dem Ersten Weltkrieg den Spionagestützpunkt in Skandinavien gegen Deutschland leitete, Oberst Assanowitsch (Асанович). Ich finde ihn, aber ganz wo anders, in einer Fotosammlung aus dem Oktober 1914 über den russischen Vormarsch, respektive den Rückzug der k.u.k. Armee in Galizien. Da begleitet er westliche Korrespondenten.

Kein Zufall (2): Danach habe ich gar nicht gesucht, aber das Auge bleibt an der schier endlosen Leere des Landes hängen. Seltsamer Widerspruch. Es sind die Flüsse, die eine sichtbare Unterbrechung darstellen. Auf den entdeckten Fotos der Dnjestr. Ich suche ihn auf der Karte. Heute durchtrennt er die westliche Ukraine und das östliche Moldawien. Wie lange wohl noch?

Kein Zufall (3): Im eroberten, offenbar unzerstörten Lemberg dominieren im Herbst 1914 ordentliche Gebäude und buntes Volk auf den Straßen, ein Teil der Läden geschlossen, die Aufschriften noch deutsch.

Kein Zufall (4): Um die gestrige Orakel-Kirmes zum Absturz von Prigoshin vorherzusagen, musste man kein Prophet sein. Gewundert habe ich mich nur über die Stellungnahme aus dem Pentagon, das Flugzeug sei nicht mit einer Rakete abgeschossen worden. Hatte das jemand gefragt?

24. August 2023

Über Nacht: Ein Privatflugzeig mit dem russischen Söldnerführer Prigoshin an Bord soll bei Moskau abgestürzt sein. Spätestens im Laufe des Tagen werden wir hören, dass das der pöse Putin war. Das ist natürlich Blödsinn, aber es klingt gut. 

Über Nacht (2): Derweil besucht der Gescholtene die Stadt Rostow am Don. Da befindet sich das HQ der Operationen. Die Experten wissen deswegen, dass jetzt die Gegenoffensive zur Gegenoffensive starten wird. Ob ich will oder nicht: Vor meinem inneren Auge zieht der Bewegungskrieg in dieser Gegend in den Jahren 1942/43 vorbei. Nein, so wird es sicher nicht zugehen. Schon deswegen nicht, weil die ukrainische Armee über keinen Rückzugsraum nach Westen verfügt. Jenseits des Dnjepr beginnt das Ende der jetzigen Staatlichkeit.

23. August 2023

Als 1913 in Moskau ein Mann das Ölgemälde Iwan der Schreckliche und sein Sohn des russischen Malers Ilja Repin mit dem Messer zerschnitt, witzelten die russischen Kritiker des Meisters: Iwan der Schreckliche leistet seinem Sohn Erste Hilfe.

Russischer Witz (2): Über alle Hochs und Tiefs der politischen Epochen hinweg begleiten solcherart Äußerungen die uns oft kaum zu begreifende Hinnahme der Ereignisse. Dabei sind sie von schneidender Schärfe – vermutlich ein Gegengewicht zur Knute.

Russischer Witz (3): Ich lese das Mammut-Buch 1913 des Schweizers Felix Philipp – nein, ich versuche es nur, denn es ist unlesbar. Hängen bleibt, dass die seinerzeit dortzulande agierenden Künstler alles das vorwegnehmen, was uns heute noch als künstlerische avantgardistische Ausdrucksform, in welcher Sparte auch immer, unverständlich ist. Das Unbegreifliche hat dem Nachruhm ihrer Schöpfer nicht geschadet, aber schön zu nennen ist es nicht.

Russischer Witz (4): Wenn du zwischen zwei Herren wählen kannst, so nimm den, der deine Sprache spricht.

Übern Teich: Gastbeitrag von Adam Grant in der New York Times von vorgestern: Wahlen sind schlecht für die Demokratie. – Gut, dass das endlich mal einer sagt.

Übern Teich (2): Die Verfahren gegen Trump in Georgia werden immer skurriler. Jetzt wurden die ersten Mitarbeiter von ihm in Haft genommen. Das angeklagte Delikt: Racketteering (= organisiertes Gangstertum).

22. August 2023

Der Spezialist ist einer, der etwas kann, aber nicht weiß, was er tut.

Spezialist (2): Man bedient sich seiner, weil man etwas weiß, aber nicht beherrscht, wie man es tut.

Spezialist (3): Was passiert, wenn man solche des Militärs einfach machen lässt, durften die Deutschen im Sommer 1914 erleben. Der vom Großen Generalstab stolz ausgerechnete und angewendete Schlieffen-Plan eines Zweifrontenkrieges (Frankreich niederwerfen, bevor die russische Dampfwalze anrollt) war einen Tag nach Kriegsbeginn gescheitert, denn da standen die Russen bereits diesseits der Grenzen in Ostpreußen.

21. August 2023

Merkwürdig: Die Seriosität des britischen Nationalarchivs Seiner Majestät in Kew (TNA) erschien mir früher nicht diskussionsbedürftig. Und jetzt?

TNA (2): Während der sog. Pandemie konnte ich kostenfrei Akten herunterladen. Das ist vorbei. Dafür bietet man mir wieder Dinge, die ich schwerlich entbehre, zum Kauf an. Bei einem gerahmten Portrait von Thomas Morus („lass Minderwertige für dich kämpfen“) habe ich einen Moment gezögert. Aber jeden Früh an die Kriegsgrundsätze unserer ango-amerikanischen Rivalen erinnert zu werden, erscheint mir doch übertrieben.

Archive (3), diesmal mein eigenes: Die gestrige Suche nach der Hyäne von A. Paul Weber (Eintrag von vorgestern) hat Stunden gedauert, weil ich mit Wiedersehensfreude zu vieles in die Hand nahm, was ich überhaupt nicht gesucht habe.

20. August 2023

Der Ex-Chef des BfV, Hans-Georg Maaßen, werde, so lese ich, nachrichtendienstlich überwacht. Willkommen im Club.

Maaßen (2): Das ist, falls sein Nachfolger hierfür in überholendem Gehorsam verantwortlich ist, keine kluge Entscheidung im Sinne des Machterhalts, denn der Ex-Verfassungsschutz-Chef stellt so etwas wie einen Rettungsring für seine Partei, die CDU, dar. Er hält Altwähler bei der Stange, die noch der Illusion einer konservativen CDU anhängen und deswegen das gewohnte Kreuzchen machen sollen. Wenn man die vergrault, wird die Luft um die Funktionärskaste dünn. – Nun ja, man kann nicht alles haben.

Maaßen (3): Urkomisch ist die Meinung seiner Mitfunktionäre in der Werteunion bezüglich des Ukraine-Konflikts. Ein Mitvormann erklärte mir unter Berufung auf den Ex-Geheimen, es sei gesicherte Erkenntnis, dass der Putin nach der Ukraine Warschau einnehmen und dann auf Berlin marschieren werde. Dem vorzubeugen, sei die Kriegsbeteiligung unerlässlich. Ich riet ihm, sich rasch eine Fahrkarte nach Kiew zu kaufen.

19. August 2023

Erste Konsequenzen des Wachtwechsels bei den Soros-Menschen-Verbesserungs-Stiftungen: Der angekündigte Rückzug aus der EU. Glaub ich kein Wort von. Wäre nämlich zu schön, um wahr zu sein. – Ist vielleicht der Erkenntnis geschuldet, dass andere mildtätige US-Familien-Stiftungen auch ohne Soros-Sohnemann die allfällige Gemeinnützigkeit gegen die hiesigen Völker walten lassen.

Soros (2): Die Früchte der von ihm gesponserten Wahlen der Bezirksstaatsanwälte (sogenannte Demokraten) in den USA zeigen sich beim scheinbar unkoordinierten, in Wirklichkeit jedoch dezentralen Vorgehen gegen Trump. Neuerlich in Georgia. Bald wird der Mann so von Anklagen der abenteuerlichsten Art zugeschüttet sein, dass an die Präsidentenkür nicht mehr zu denken ist.

Ostfront: Sie hat sich, wie von Wunderhand gesteuert, aus den Nachrichten geschlichen. Nur noch ab und an ein zerbombter ukrainischer Getreidespeicher, damit wir die Empörung nicht gänzlich verlieren.

Ostfront (2): Was mag da vorgehen? Erschöpfung auf der einen und Beharren auf dem Erreichten auf der anderen Seite. Langsam ahnt man im Wertewesten, dass es aus Sicht der Russen nichts zu verhandeln gibt. Halte das für falsch, denn die russisch-sprachigen Brennpunkte der Industrie von Charkow, der Werften von Nikolajew und des Hafens von Odessa sind nicht vom Tisch, sondern bestenfalls aufgeschoben, was zur russischen Mentalität des Schritt für Schritt passen würde. Wir werden noch davon hören, wenn auch nicht heute.

Ostfront (3) Was ist mit den Polen und ihrem Rüstungs- und Einmarsch-Geschrei? Sind dort offenbar mit innenpolitischem Wahlkampf-Getöse ausgelastet.

Ostfront (4): Der Kolonialherr blickt versuchsweise nach Afrika. Das wäre eine Erklärung für die Stille, die sich wie ein Leichentuch über die Ukraine senkt. Schlimmer noch: Es wirkt, als würde ein verwöhntes Kind ein benutztes Spielzeug wegwerfen.

Ostfront (5): Nur noch Soros (siehe oben) will erklärtermaßen in dem unglücklichen Land weiter wirken – im Ersten Weltkrieg sprach man frontübergreifend von den Hyänen des Schlachtfeldes (der Arnstädter A. Paul Weber hat sie genial portraitiert).

18. August 2023

Frühmorgens zwischen fünf und sechs wird es nur zögernd hell. Dichter Nebel und völlig windstill. Kein guter Tag für die Erneuerbaren. Sieht man mit bloßem Auge.

Früh am Morgen (2): Frage mich, warum nicht mal die Vögel von sich hören lassen. Auch für Rasenmäher ist es noch zu zeitig. Gottseidank.

Hätte ich anders formuliert, ist eine Einwendung, die grundsätzlich nicht zu beanstanden ist, zeigt sie doch, dass der andere sich mit den eigenen Gedanken beschäftigt hat. Erst die routinemäßige Wiederholung weckt den Verdacht, es könne sich um Nörgelei handeln.

Es ist anders (2): Einwendungen gegen meinen Wera Gutschkowa-Aufsatz von gestern sind über Nacht eingetrudelt. Warum lesen die Leute sowas Abseitiges in der Nacht? Die Briefzeilen selbst belegen, dass das Lesen nur flüchtig gewesen sein kann. Aber interessant sind sie schon. Die Gedanken haben offenbar bei Reizwörtern zugeschnappt, ohne den Kontext zu erfassen. Sowas nennt man Schnellschuss.

Die Hornisse, die gestern Abend gegen zehn ins Wohnzimmer kam, ist wohl wieder weg. Wusste gar nicht, dass die auch im Dunkeln fliegen können. Weiß es jetzt aber. Das Insekt war unangenehm groß und machte einen bedrohlichen Brummton. Im Vergleich dazu sind die Wespen am Nachmittag auf der Südseite des Hauses geradezu putzig.

Und auch das noch aus fremder Feder, bevor das Tagewerk beginnt. „Ablasshandel. Statt Kerosin hätte man auch Annalena ablassen können“ (Leserbrief aus der Zellerzeitung).

Noch was, auf die Schnelle: Kann man sagen: Das nächste Manuskript scharrt schon mit den Füßen?

17. August 2023

Die Ausstellungsbesucherin, sichtlich euphorisch, verkündet mir die Geburt des Enkels (Ich transkribiere im Folgenden für die Nachwelt aus dem Schwäbischen). Es folgen die üblichen technischen Daten. Um etwas Höfliches zu sagen, frage ich nach dem Namen des Kindes. – Lu, sagt sie, einfach Lu, zwei Buchstaben. – Ich: Sehr sparsam. – Sie schweigt einen Moment. – Ich: Spart Tinte beim Unterschreiben. – Sie, meinen Einwurf übergehend: Das Schwesterle heißt Bo. – Aha. – Sie: Beide Namen sind absolut tschenderneutral. – Ich wende mich wieder den Bildern zu.

Ausstellung (2): Das Kunsthaus Apolda ist eine Adresse, die man kennen sollte. Seine Ausstellungen kann man ohne Übertreibung sensationell nennen. Die augenblickliche ist dem Maler Hermann Stenner gewidmet. Von dem Mann hatte ich zuvor nie gehört. Will nichts heißen, denn ich bin in Sachen Malerei ein nichtpraktizierender fröhlicher Amateur, der gerne gute Bilder anschaut. Und diese Bilder hier sind gut. Sehr gut sogar.

Ausstellung (3): Die Bilder stammen aus einer Privatsammlung aus Stenners Heimatstadt Bielefeld. Nach Schließung der Ausstellung in Apolda wird die Sammlung verkauft. Ich nehme an, dass die mittlerweile greisen Sammler Geld brauchen. Eine Stadt, die auf sich hielte, käme leicht auf die Idee, diesen Fundus anzukaufen. Tut sie aber nicht. Ist halt Bielefeld. Mir fallen dazu nur unangenehme Witze ein.

Ausstellung (4) Stenner, der Maler, um den es hier geht, wurde ganze 23 Jahre alt. Er ist als Kriegsfreiwilliger am 5. Dezember 1914 bei einem Sturmangriff an der Ostfront im heutigen Polen gefallen. Er wurde so – sicher ganz unfreiwillig – zum Frühvollendeten. Was er hinterließ, versetzt den Betrachter in Erstaunen. 

Ausstellung (5): Von akademischem Malen, so schrieb Stenner, hielt er nicht viel, aber er konnte es. Und wie. Er durchraste in seinem jungen Leben ganze Malerei-Perioden, von denen mir seine impressionistischen Bilder am meisten zusagen. Ich unterlasse es, sie zu fotografieren, denn ich weiß, den Blickeffekt im Wechsel von nah und fern, kann die Kamera nicht festhalten. So belasse ich es bei einigen anderen Sachen. Szenen vom Jahrmarkt in Bielefeld und dem Spaziergang an der Bahn. Bei der eher unscheinbaren Zeichnung Zwei Frauen unter den Zypressenmuss ich unwillkürlich lachen. Warum nur?




16. August 2023

Vier Tage vom Schreibtisch entfernt und von der Elektronik abgeschnitten, öffnen den Blick in eine andere Welt: die Hanse am Ausgang des Mittelalters. Was für eine Macht- und Prachtentfaltung. Das Durchstreifen von Lübeck und Wismar, den beiden rivalisierenden Königinnen im Norden, gibt einen, wenn auch schwächlichen Eindruck auf das, was einmal war. Unsere heutigen Verbündeten haben viel Fleiß darauf verwendet, diese Zeugnisse in den 1940er Jahren zu ramponieren. Den Rest besorgten wir selbst: der westliche Wiederaufbau durch unglaubliche Bausünden, die östliche Variante durch mutwillige Sprengungen des Stehengebliebenen. Jeder auf seine Weise.

Vier Tage (2): Das Erlebte passt in kein Sudelbuch. Es will sorgsam bedacht und zusammengefasst sein. Meine laienhaften Fotos werden mich beim Erinnern unterstützen.

10. August 2023

Spätfolgen der Ganzheitsmethode beim Lesenlernen: Beim Durchblättern des jüngsten Katalogs meines Berliner Lieblings-Verramschers bleibt mein Blick entzückt an dem Buch-Titel Laberworte hängen. Enttäuschung und Amüsement halten sich die Waage, als ich beim zweiten Hinsehen bemerke, dass es sich in Wirklichkeit um Laborwerte handelt. Nein, das werde ich nicht beschaffen.

Laberworte (2): Annalena Bb. soll gesagt haben: Die Ukraine hat ein Recht auf Selbstbeseitigung.

Laberworte (3): „Wenn die gesellschaftliche Mitte die Institutionen des Staates nicht mehr respektiert, ist absolut Gefahr im Verzug. Die staatlichen Institutionen sind der Lackmustest,“ sagte der Hundertprozent-Schulz soeben. Man lauschte ihm, weil er der Vorsitzende der Friedrich Ebert-Stiftung ist. Nein, Meister, es ist genau umgekehrt: Wenn in einer demokratisch organisierten Republik die Institutionen die Mitte verachten, ist Feuer unter dem Dach.

Noch zum gestrigen Hasen von Cornelia Schleime: Der setzt zwei Hasen sich zum Ziel | Wer zweien Herren dienen will | und bildet auf sich allzu viel. So Sebastian Brant vor 500 Jahren im Narrenschiff (Nr. XXIV).

9. August 2023

Es schickt der Herr den Jockel aus: Tichy weiß, dass der Business Insider weiß, dass das Kanzleramt weiß, dass der BND weiß, dass die ukrainische Segelyacht das Tatwerkzeug der Nordstream-Sprengungen war. Jungs, die Geschichte war schon vor Wochen eine lächerliche Lüge, sie wird nicht dadurch wahrer, dass man ihr jetzt Glaubwürdigkeit dadurch unterzujubeln versucht, es würden beim Bund genau deshalb Ermittlungen wg. der Preisgabe von Dienstgeheimnissen stattfinden. Es sei denn, es wäre ein Dienstgeheimnis, die Bevölkerung mit der Yacht-Story hinter den Baum zu führen. Eine Lüge zu Staatswohlzwecken, sozusagen. Das blöde Volk soll’s nicht mitkriegen, dass es die amerikanischen Kriegsverbrecher – unsere Verbündeten – waren, die uns mit der thermonuklearen Waffe angriffen.

Mein Name ist Hase (2): In dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, stoße ich beim Versuch, die Sache am zutreffenden Ort meines Computer-Labyrinths zu speichern durch einen Navigationsfehler auf ein Foto, das ich vor einigen Tagen in einer Ausstellung von Cornelia Schleime in Dresden mit dem Handy machte. Erst bin ich überrascht, dann muss ich lachen, weil ich finde, dass es thematisch irgendwie passend ist.

8. August 2023

Vor über hundert Jahren waren Mischehen in Deutschlands besseren Kreisen beliebt, will sagen: es paarten sich Ehewillige mit mosaischer Abkunft mit jenen anderen, die das nicht waren. Keiner der Betroffenen konnte ahnen, dass unter der Herrschaft des NS-Pöbels in den 1930er Jahren das modern Geglaubte zu den schlimmsten Konsequenzen Anlass gab.

Mischehen (2): Zu solchen zwischen Evangelischen und Katholiken kam es dann in den 1950er Jahren, als die Konfessionsgrenzen durch die Flüchtlingsmassen aus dem Osten gesprengt wurden und zudem der Nachkriegs-Männermangel den Frauen allen Anlass bot, nicht nach dem Gebetbuch zu fragen, sondern zu nehmen, was zu kriegen war.

Mischehen (3): Vor rund drei Jahrzehnten entdeckten westdeutsche Männer das Ossi-Weib und fanden es attraktiver als das Gewohnte. Von der Gegenrichtung, was die Geschlechter anbelangt, hörte ich nie.

Mischehen (4): Ein Blick auf sommerliche Straßen und Plätze belehrt darüber, dass ein bestimmter Typus sehr junger Frauen am Orientalen Gefallen findet. Auch hier ist die Sache einseitig – ganz offensichtlich. Deutsche Männer, die dabei zu kurz kommen, rächen sich, indem sie lange Flugreisen in Kauf nehmen.

Mischehen (5): Der Begriff ist heute tabu, da unsere geschichtslosen Gutmenschen glauben, dass dies ein Naziwort sei.

7. August 2023

Nach nur 48 Stunden des Abschaltens frühmorgens aus dem Fenster und auf den Nachrichtenstau geblickt: Draußen biegen sich die Bäume im Sturm und drinnen schiebt sich Afrika vor alle Quasi-Neuigkeiten.

a) Zum Wetter kein Wort mehr. Nur dies: der Sommer ist vorbei.

b) In Niger bahnt sich ein Weltkonflikt an, denn es geht um die Herrschaft über unermesslich wertvolle Bodenschätze. Meine letztjährige Rundreise taucht aus dem Nebel der Erinnerung auf. Hitze und Uranabbau im Wüstensand.

Muskelspiele: Vor Alaska findet ein russisch-chinesisches koordiniertes Flottenmanöver statt. US-Strategen sind empört. Jungs, jetzt bekommt ihr einen Eindruck davon, wie die Russen sich fühlen, wenn ihr hochgerüstet in der Ostsee herumschippert.

Muskelspiele (2): Währenddessen hat sich Putin mit den afrikanischen Big Bosses getroffen. Mainstream belehrt uns, dass das nur Wind vor der Hoftür sei. Ich denke, da unterschätzt man die Cleverness der Afrikaner. Sie haben gelernt, mit ihrem Pfund zu wuchern – und tun’s, wie man sieht.

5. August 2023

Sehe gewohnheitswidrig ein längeres Interview auf YouTube an, das Dirk Pohlmann mit dem schweizerischen, in den USA lehrenden Physiker Hans Benjamin Braun führt. Es geht um den Anschlag der USA auf die Nordstream Pipelines im September 2022. Es sei ein thermo-nuklearer Waffeneinsatz gewesen, so Braun. Erst denke ich: Wieder so eine dolle Theorie, doch von Minute zu Minute werde ich nachdenklicher. Die Aussagen sind nachvollziehbar, und sie sind sehr gut belegt.

https://www.youtube.com/watch?v=q-Z1gegDGvs.

Nordstream (2): Dass die Amerikaner die Täter sind, schieb ich bereits Tage nach dem Anschlag. Alles, was man an Fakten zusammenraffen konnte, sprach eine eindeutige Sprache. Doch dass sie Atomwaffen einsetzten, wäre mir im Traum nicht eingefallen.

Nordstream (3): Die das planten und ausführten, sind Kriegsverbrecher der Sonderklasse. Ihr Motto lautet: Wir können das, und wir tun es auch. Selbstredend sind die Beteiligten auch feige, denn, natürlich, es traut sich keiner von ihnen an die Sonne.

4. August 2023

Grundsatz des Sieges: Bekämpfe niemals diejenigen, die mit dir in die selbe Richtung marschieren.

Grundsatz (2): Knurrend füge ich mich meiner eigenen, stets breitmäulige verkündeten Weisheit. Deshalb werde ich nicht… nein, wirklich nicht… aber ich denke mir mein Teil. Anschließend, nach dem Nachdenken, das Maul zu halten, verlangt strenge Selbstdisziplin. Ehrlich. Ich knirsche mit den Zähnen.

Grundsatz (3): Bei den deutschen Unternehmern bin ich mir nicht so sicher, in welche Richtung sie marschieren. Jetzt jedenfalls beklagen sie sich über neue Regularien aus Brüssel, welche sie mit großem Aufwand ab Anfang 2024 erfüllen sollen. Mir geht dieses Gejaule auf die Nerven, denn es ist typisch deutsch. Regeln einhalten, anstatt geschlossen zu sagen: Was geht mich das an? Andere Länder verfahren genau so.

Grundsatz (4): Das erinnert mich stark an den Stabsunteroffizier Rieske während meiner Grundausbildung. „Einfach garnich ignorieren,“ sagte er, speziell an die Abiturienten gewandt, die ihm unterstellt waren – ich war davon einer.

Grundsatz (5): Die in Spanien wohnende Freundin, der Nationalität nach eine Polin, sagt, sie könne mich nicht, wie von mir angeregt, im Herbst treffen, weil sie, wie jedes Jahr zum fraglichen Zeitpunkt, zu den Dudelsack-Weltmeisterschaften nach Edinburgh reisen müsse.

Grundsatz (6): Die Firma Mey & Edlich in Leipzig ist ein Herrenbekleidungs-Versand. Ihre Kataloge halten seit Jahren für mich unverzichtbaren Mindeststandart ein: a) Sie sind in der Warenbeschreibung selbstironisch witzig, b) Sie verzichten auf die farbige Exotik bei der Darstellung ihrer Erzeugnisse. Will sagen, die männlichen Kleiderträger könnten Leute aus der Nachbarschaft sein.

3. August 2023

Es ist ungerecht, dass alle auf Annalena Bb. herumhacken. Ich hingegen möchte sie und ihre Eloquenz nicht missen. Erst heute Morgen habe ich mich halb totgelacht. „I believe I spider“, so las ich (für Engländer hier in meiner Übersetzung: Ich glaube, ich spinne). Das ist natürlich ein Fake.

Annalena (2): Gut fand ich auch, dass sie von den „Nigerern und Nigererinnen“ schrieb oder sprach. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber zuzutrauen wäre es ihr schon. Gewiss nicht, obwohl sie undeutlich spricht, sagte sie: Negerer und Negererinnen – jedenfalls meinte sie es nicht so.

Annalena (3): Früher hatten Minister einen Pressesprecher, dessen Aufgabe es war, dem Pressepöbel deutlich zu machen, was der Minister gesagt haben könnte. Im Fall der Annalena Bb. ist es genau umgekehrt. Die Hauptaufgabe ist mitzuteilen, was sie keinesfalls gesagt hat.

Annalena (4): Unzutreffend ist übrigens auch die weit verbreitete Ansicht, unser Bundeskabinett bestehe nur aus Clowns, so dass die echten Satiriker daneben keine Chance hätten. Die gestrige Zellerzeitung beweist das Gegenteil.

Und in dem Zeller seiner Leserbriefspalte finde ich dieses hier: „Heiz-Tipp für den Winter: Da es sowieso nicht genug Strom gibt, sollten Sie einfach Ihr E-Automobil verbrennen. Aktuelle Schiffsunglücke beweisen: Es brennt sehr lang und heiß!“

Nach soviel Information schalte ich früh halbsieben das Internet aus, um mich den Tag über mit was Serösen zu beschäftigen (Lesen & Schreiben). Kann nicht verhindern, dass ich im Briefkasten, im echten, ein Buch vorfinde, eingeworfen ohne jeden Kommentar: Alexander von Bismarck: Begegnungen zwischen Russen und Deutschen. Geblättert und verblüfft festgestellt, dass ich darin einen mir bekannten Namen vorfinde, meinen.

2. August 2023

US-Sonderermittler Jack Smith hat eine zweite Anklage gegen Ex-Präsident Trump vor einer Grand Jury in Washington DC losgetreten. Während sich die erste seit einigen Wochen mit Dutzenden von Vorwürfen über die Mitnahme klassifizierter Regierungsdokumente aus dem Weißen Haus in sein Privathaus in Florida befasst, beschäftigt sich das zweite Anklageverfahren mit dem Vorwurf, Trump habe am 6. Januar 2021 zusammen mit sechs anderen Personen eine Verschwörung gegen den Verfassungsstaat USA angezettelt, indem er öffentlich und zu Unrecht behauptet habe, die Präsidentschaftswahlen vom November 2020 seien gefälscht worden. Man staunt, wenn man’s liest.

Trump (2): Der Hass des Establishments auf diesen Mann muss grenzenlos sein und die Furcht vor ihm auch. Hass und Furcht haben verursacht, dass nichts unversucht blieb, ihn aus dem Amt zu entfernen und einen Neustart zu verhindern. Nur umgebracht hat man ihn noch nicht, was mich ehrlich wundert.

1. August 2023

Ostfront: Die Meldungen mehrerer Tage nachsortiert. Hierbei bemerkt, dass bei den Erdkämpfen die Aussagen beider Seiten auch nicht nur vage zusammenpassen. Hieraus die Folgerung gezogen, dass Entscheidendes nicht stattgefunden hat, vor allem nicht der mehrfach groß angekündigte strategische Durchbruch der Ukrainer im Raum Saporoshje in Richtung Asowsches Meer.

Ostfront (2): Beide Seiten drohen einander mit politischen Gesten, Polen durch Zusammenziehung von Kampftruppen an seiner südöstlichen Staatsgrenze, Russland und Weißrussland durch gemeinsames Auftreten ihrer Führer und einer unmissverständlich harten Sprache gegen Polen. Man werde deren Einmarsch in die westliche Ukraine nicht hinnehmen.

Ostfront (3): Der tschechische Präsidenten-General Pavel mischt sich ein und verlangt Internierungslager für die in Europa lebenden Russen.

Ostfront (4): Russland verstopft mit Gewalt die Löcher für die Verschiffung von ukrainischem Export-Weizen. Der Aufschrei der Welt hierüber beschränkt sich auf den Wertewesten.

31. Juli 2023

Die Grenze zwischen altem Fahrensmann und altem Eisen ist hauchfein.

30. Juli 2023

Dass Blöde auf Spendenkampagnen hereinfallen, ist nicht grundsätzlich neu. Wenn nun die Amadeo-Avocado-Stiftung Spenden eintreibt, um angeblichen Rammstein-Opfern beim Prozessieren zu helfen, und hierbei nach Eigenangaben über 600.000 € einkassiert, so ist das eine originelle Variante des Kampfes gegen Rechts, dem sich diese Linksausleger verschrieben haben. Wäre die Sache nicht dank der Abschaffung des Rechtsstaats per se als eine gute Sache sanktioniert, käme man als Jurist alter Schule auf den Gedanken zu prüfen, ob zivilrechtlich eine Geschäftsführung ohne Auftrag, strafrechtlich ein Spendenbetrug und steuerrechtlich ein Mangel an Gemeinnützigkeit vorliegen könnte.

29. Juli 2023

Deutschland und die Nato: Nun wollen wir keinesfalls Krieg gegen den Russen führen, jedenfalls nicht so richtig – so, dass die Fetzen fliegen –, denn was unsere Leos in der Ukraine leisten, kann bestenfalls auf dem Markt für Stahlschrott zu einem frustrierenden Überangebot beitragen. Reden wir besser nicht drüber.

Und die Nato (2): Dafür macht der Verteidigungsminister, der unsrige, mal eben 20 Milliarden locker, um Munition für die Ukraine einzukaufen. Bloß wo? Meine letzten Besuche bei Aldi und Lidl haben mich überzeugt: Der Chef-Soldat muss seine Sachen woanders einkaufen. Diska, Netto, Rewe, Edeka, Rheinmetall? Nebenbei bemerkt: Das ist ein Fünftel des Geldes, was der Bundestag für die Wiederherstellung der Bundeswehr vorgesehen hatte.

Und die Nato (3): Während die Vasallen noch rätseln, wie sie die mehrhundertseitigen Beschlüsse von Wilna-Vilnius umsetzen sollen, hat der Russe einen Raketen- und Drohnenangriff auf die Infrastruktur im heiklen Länderdreieck Rumänien, Moldawien, Ukraine geflogen. Punktgenau aufs ukrainische Ufer beschränkt. Grenzüberschreitende Nato-Luftabwehr? Fehlanzeige. Will man nicht, oder kann man nicht? Ich vermute: beides.

Und die Nato (4): Wie lautete deren zynischer Beschluss von Wilna. Erst musst du den Krieg für uns gewinnen, dann reden wir weiter.

28. Juli 2023

Tollhaus Washington: Seit März 2022 arbeiten das FBI und der ukrainische Geheimdienst SBU eng zusammen, um die social media bezüglich des Ukraine-Kriegs von unerwünschten Inhalten zu reinigen. Bei der jetzigen Untersuchung im Kongress kam heraus, dass die Löschungsattacken nicht nur Russen-Kritisches betreffen, sondern ganz im Gegenteil auch Ukraine-Freundliches getilgt wurde. Nicht nur zeigte sich, dass das FBI völlig unkritisch die Angaben aus Kiew übernahm, sondern dass dort auch Leute das Sagen haben müssen, die ich früher als russische Einflussagenten bezeichnet hätte.

Washington (2): Antony Blinken, der US-Außenminister, hat soeben folgende Sentenz geprägt. Die siegreichen ukrainischen Truppen hätten bereits die Hälfte der von den Russen okkupierten Ukraine zurückerobert. So werden Legenden produziert, die begründen sollen, warum soeben weitere 400 Mio. US-Dollar für Waffen bereitgestellt wurden.
Washington (3): Notwendiger Nachtrag zu dem Biden sein Schäferhund (Genitivkonstruktion mit Migrationshintergrund). Der erste seiner Art hieß Major (muss ich nicht übersetzen). Es blieb dann militärisch, denn der heutige heißt Commander (Kommandeur). Tippe mal, wie der nächste heißt, wenn Commander wegen weiterer Attacken auf das Sicherheitspersonal abgelöst werden muss. Ich bin für the leader (der Führer). 

Auch das noch: Soeben bietet mir die Gesellschaft Revierkohle Nachbergbau aus Hamburg, was nach verbreiteter Ansicht am Meer oder, wie ich jetzt erst erfahre, an der Ruhr liegt, die heilige Barbara für 15 € an. Sie ist 13 cm groß und die Schutzpatronin der Bergleute und Tunnelbauer… und der Kanoniere. Erwäge aus aktuellem Anlass die Erwerbung.

27. Juli 2023Radikale Korrektur: Die Ansprache des Physik-Nobelpreisträgers 2022, John Clauser, vor den Gremien des IWF findet nicht statt. Er wurde ausgeladen, weil den Geldleuten nicht zumutbar ist, dass da einer von etwas redet, wovon er nach Auffassung der Gastgeber nichts versteht. Sein Thema: How much can we trust IPPC climate predictions (Wie weit können wir den Klima-Vorhersagen der IPPC vertrauen)? – Offenbar gar nicht, denn bereits vor Tagen hatte Clausen die Modellrechnungen der sog. Klimaforscher als Pseudowissenschaft bezeichnet.
Korrektur (2): Es genügt nicht, die Geldsäcke vor unangenehmer Wahrheit zu bewahren. Nein, es muss auch der Herr Jedermann geschützt werden. Zu diesem Zweck findet man bei Google statt des Vortrag-Manuskripts jetzt 404 Error. Danke Google.
Korrektur (3): Robert Kennedy jun., selbsternannter US-Präsidentschaftsbewerber, war in dieser Woche schlauer. Bevor ihm einer den Mund verbieten konnte, sagte er bei einer Kongressanhörung zu Corona und deren Bekämpfung, dass die verabreichten sog. Impfstoffe je nach der Rasse der Impflinge unterschiedliche Folgen gezeitigt haben. Das woke Amerika jaulte auf wie ein Mann, pardon: wie ein Dings. Indessen: Eine sofort veranstaltete Meinungsumfrage brachte zum Verdruss der diversen Meinungs-Machthaber einen steilen Anstieg der Zustimmung zu Kennedy ans Licht.
Korrektur (4): Zwar biss der US-Präsident nicht seinen Personenschützer im Weißen Haus, dafür tat es sein Hund. Dass dies ein Deutscher Schäferhund ist, braucht wohl nicht gesondert betont zu werden. Zu Hautfarbe des Verletzten wurde nichts mitgeteilt. Wäre es ein Schwarzer, dann wüssten wir’s. Der offenbar Schwererziehbare soll jetzt nachgeschult werden. Vegane Kost?

Vor der Küste von Ameland treibt ein mit Autos beladener Frachter brennend auf hoher See. Das Feuer ist nicht unter Kontrolle zu bringen. Jetzt diskutieren die sog. Experten, ob eines der geladenen Elektro-Spielzeuge den Brand verursacht habe. Schön, kann man machen, doch das eigentliche Problem sieht anders aus: Befindet sich ein Elektro-Fahrzeug im Umfeld eines Brandes und fängt es hierbei Feuer, so wird der Brand unregierbar. Diese Erkenntnis auf die Realität übertragen, gäbe es nur eine einzige Lösung, aber die will niemand wahrhaben.

26. Juli 2023Scharfe Sache: In der Mainzer Taunusstraße residiert die Firma Rosemary & Co. Obwohl wir uns gar nicht kennen, sind wir in einem Anschreiben, das ich unangefordert nebst Gewürz-Gutschein erhalte, per Du. Wenn mich ein Fremder duzt, deute ich das als eine Personenverwechselung (mildere Variante) oder dahin, dass er mich für einen blödianischen Alten hält, dem das Du Vertrauen einflößen soll.

Scharfe Sache (2): Alles Bio – „soweit wie möglich“, so schreibt Rosemary. Ich verkneife mir die Anfrage, ob man auch das Muffig-Gewürz bekommen kann, damit alles so unfroh riecht (und schmeckt) wie im Bioladen. Für Interessenten: Mein 30 Euro Gutsschrift-Code lautet DDX134.

Frühmorgens 10° bei dichten Wolken und Windstille. Es wird im Laufe des Tages nur wenig wärmer werden. Mein Apple Weather weiß Rat, einfach auf Fahrenheit umschalten und schon kriegt man bei 50° warme Füße.

Hochgrad (2): Ich habe noch gelernt, dass ein Gespräch über das Wetter von mangelhaften Umgangsformen zeugt. Heute ist das anders. Wer bei Häppchen und Schampus in den Panik-Modus verfällt, gilt als gut integriert. Wer allerdings davon redet, dass dies alles Zwecklügen der Herren Climate Changer sind, gerät an den Rand des Rauswurfs.

Ein tausend Seiten Roman ist eine Herausforderung. Für den Autor und für den Leser. Ohne Furcht und Tadel von Evelyn Waugh aus der Hand gelegt, zu Ende gelesen. Eine Groteske als Kriegsbuch über World War II. Narren und Phantasten, Militär-Bürokraten und Upper Class-Trinker in der Tristesse eines zerbröselnden Empire. Nebenbei eine schallende Ohrfeige in die verzückten Gesichter der ach so geheimen Commandos.

Waugh (2): Immerhin ich will nicht verschweigen, dass ich dem Buch diese Sentenzen hier verdanke: a) Ein Freund von Ihnen? – Ja, er hat meine Frau geheiratet. – Ich dachte, er wäre Junggeselle. – Ist er auch inzwischen wieder. b) Die Strafe für Faulheit ist ein langes Leben. – Für 972 Seiten ziemlich karg. Eine einst imperiale Gesellschaft, unrettbar in den Untergang taumelnd.

Welt im Untergang (2): Klar erkannt, doch es bleibt die niemals gestellte Frage: Warum habt ihr das getan?Welt im Untergang (3): Jetzt ist dasselbe morbide Spiel auf dem Kontinent angekommen. Hat ein langes Menschenleben lang gedauert. Bleibt dieselbe Frage: Warum habt ihr das getan?
Welt im Untergang (4): Bedenke deinen eigenen Anteil, bevor du sagst: Die da waren es.

25. Juli 2023Die Verstandeskraft, das Bewahrenswerte zu erkennen, nennt man bisweilen konservativ. Doch wenn der Erkenntnis kein Wille zum Handeln innerwohnt, ist es nichts als greisenhaftes Gejammer.
Das Bewahrenswerte zu bewahren, verlangt zugleich, das Entbehrliche zu beseitigen. Das eine ist ohne das andere nicht möglich. Dem auf diese Weise Notwendigen mit Wortschwall auszuweichen, ist nichts als feige Augenwischerei.
Vor Tagen beschrieb ich die Ukraine als eine zynische Waffenschau – mir fiel kein treffenderes Bild ein. Jetzt tauchte erstmals die russische Riesendrohne S 70 Hunter am Himmel dort auf, von einer Su 35 begleitet. Aus der Nähe betrachtet sieht sie aus, als hätte der amerikanische Tarnkappenbomber Pate gestanden – nur eben viel kleiner. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 1.400 km/h soll sie eine Reichweite von 6.000 km haben. Das reicht locker bis Berlin oder Rammstein.

24. Juli 2023Ostfront: Die Lage wird kompliziert, weil die Russen nach dem Aufkündigen des Getreide-Abkommens die Seeblockade von Odessa wiederaufgenommen und zudem die Stadt mit Drohnen und Raketen beschossen haben. Getroffen wurde auch das chinesische Konsulat dort. Die US-Boys sind empört, dass die Chinesen bislang keine Verurteilung dieses Angriffs vorgenommen haben.
Ostfront (2): Seit Tagen nichts Bemerkenswertes an den üblichen Fronten. Das Töten geht weiter. Indessen: Von der ukrainischen Offensive redet niemand mehr.
Sehenswert und erfreulich: Die beiden Ausstellungen der Malerin Cornelia Schleime in Dresden verlangen nach einem ausführlichen Bericht. Über den dort applizierten Ukraine-Kotau der sächsischen Museumsbürokratie sehen wir hinweg.

Derweil in Berlin: „Wir müssen alle in den letzten Jahrzehnten Praxis gewordenen Fehler beseitigen, die Verteidigungsminister der CDU/CSU auf den Weg gebracht haben, denn dazu zählt nicht nur die Halbierung der Bundeswehr und die Abschaffung der Wehrpflicht…“ Sagt ein Mann namens Scholz, der expressis verbis gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht ist. – Kanzler ist er, das ist ziemlich sicher, aber ist er auch diensttauglich?

22. Juli 2023Seit drei Tagen sitze ich morgens mit einem Pullover am Schreibtisch. Heute in aller Früh draußen dasselbe Bild: Kalt, dichte Wolken und völlig windstill. Das hindert die Klima-Irren nicht daran, vom heißesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zu reden. Mir gefällt das, denn es zeigt dem letzten Deppen, dass da etwas nicht stimmt.

Faktenfrei (2): Dass zum Gebetsteppich der Klima-Irren der Kölner Dom – wohlgemerkt, der unter Wasser stehende – gehört, hängt mit dem zelebrierten Abschmelzen der Polkappen zusammen. Physikalisch relevant kann hier nur der Südpol mit seiner Landmasse und ihrem Eispanzer sein. Der ist in den vergangenen 15 Jahren um 5.000 qkm gewachsen.

Übern Teich: Eines der drei Gerichtsverfahren gegen Donald Trump ist gestern terminiert worden. Das wg. Aktenmitnahme und weiteren 37 Anklagepunkten. Das Gericht hatte ursprünglich den August 2023 vorgesehen, doch da hatte die Staatsanwaltschaft protestiert: Sie könne nicht so schnell die Beweismittel herbeischaffen. Anklage erhoben ohne Beweismittel? Wunderbares Amerika. 

Anklage (2): Der neue Gerichtstermin liegt im kommenden Jahr dicht vor der Präsidentenwahl. Das ist für die Dems, die das Verfahren betreiben, der volle Erfolg. Derweil wachsen die Umfragedaten für Trump ins Bedrohliche. Sie werden nichts bewirken.

21. Juli 2023Warum nur erwähnt man beim Bürger G. stets, dass er ein Pfarrer sei? Müsste doch eigentlich heißen: gewesen sei. Sein einziges Verdienst, an das ich mich erinnere, war, dass er eine Behörde leitete, deren Namen sich niemand, der bei Sinnen war, merken konnte. So nannte der Volksmund sie etwas einsilbig nach ihm. Ein Markenname als Produktbezeichnung. Davon träumt jeder Werbe-Heini: Uhu, Tesa, Persil, Pril und eben G..
G. (2): Ansonsten sind mir aus dem Mund des Redners nur dumme Sprüche in Erinnerung: Dunkeldeutschland. Jetzt hat er das Zwischenreich verbal gegründet, das sei jener unwirkliche Rückzugsort, in dem jene Dunkeldeutschen lebten und immer noch leben.
G. (3): Vor dreißig Jahren bezeichnete man die Typen seines Zuschnitts als Wendehälse. 

Leserin B. schickt mir das Foto eines Einkaufsbeutels, der vor Jahren mal im Wahlkampf in Dunkeldeutschland verteilt wurde – und zwar von der ehemaligen SED, die seinerzeit PDS hieß. Sein Aufdruck: Demokratie braucht Opposition. Sie ergötze sich, so merkt sie an, an den Reaktionen – dem sich winden – derer, die darauf aufmerksam werden. Ich sehe diese vor meinem inneren Auge. Der Morgen beginnt vergnügt.

20. Juli 2023Plötzlicher Entschluss oder nur dessen Ankündigung: US-Regierung will das Viren-Labor von Wuhan nicht mehr finanzieren. „Nicht mehr“ bedeutet, dass sie es bislang tat. Gain of function heißt auf Technokratisch die in den USA verbotene Virenzucht. Man konnte, wenn man wollte, dieses verbotene Tun seit langem kennen, doch Mainstream wollte nicht. Als ich vor Jahr und Tag unter Nennung von Ross und Reiter darüber schrieb, wurde es als Verschwörungsgeschwätz abgetan. Merke: Verschwörung ja, aber in echt.
Geschwätz (2): Der offenbar von einem Sonnenstich heimgesuchte Fernsehclown und Mediziner Eckart von Hirschhausen weiß das hier: „Ein gekochtes Ei hat für immer die Chance auf Leben vertan. Denn das Ei besteht aus Wasser, Fett und Eiweiß. Genau wie das menschliche Hirn. Deswegen sind Hitzewellen so gefährlich für uns Menschen.“ Soso, ich halte freilaufende Idioten für gefährlicher als Hitzewellen. Und das mit dem gekochten Ei unterschreibe ich auch nicht, denn merke: Lege das gekochte Ei ein Weilchen in die Sonne, dann wirst du erleben, wie es zu leben beginnt.

19. Juli 2023Übern Teich – Nachtausbeute: a) Kongress-Aufsichtskomitee will zwei Whistleblower der US-Steuerfahndungsbehörde wg. Biden-Familien-Korruption anhören, b) Justizministerium (DOJ) und FBI wollen das verhindern, c) DOJ-Sonderermittler gegen Trump will in dieser Woche noch eine Anklage gegen den Ex-Präsidenten wg. dessen angeblichen Staatsstreichplänen (Kongresssturm am 6. Januar 2021) mit einer Grand Jury durchsetzen. 

Übern Teich (2): Sind das wirklich die Leute, vor denen sich die ganze Welt fürchten muss? Ausbeute derselben Nacht:

Ach ja, und gestern schon notiert: US-Vizepräsidentin Harris will Klima durch Bevölkerungs-Reduzierung retten. Sei nur ein Versprecher (Freud‘scher Art?) gewesen, wird anschließend gespressesprechert. Willkommen im Annalena-Club.

18. Juli 2023„Die Zusammenarbeit zwischen der Nato und der Ukraine wird auf eine neue, auf eine noch tiefere Stufe gehoben“. So die deutsche Außenministerin Annalena Bb. am Wochenende zum Ergebnis des zu Ende gegangenen Nato-Gipfels in Wilna-Vilnius. – Kannste dir nich ausdenken.

Nato-Gipfel (2): a) direkte Konfrontation mit Russland vermeiden, b) weiter Waffen liefern, c) dem Iran drohen.

17. Juli 2023Sommerloch? Zum Glück gibt‘s morgens die Leserbriefseite der Zellerzeitung. „So ändern sich die Zeiten. Die fetten Jahre sind passé, fette Politiker dagegen en vogue“.
Ursache und Wirkung: Das russisch-ukrainische Getreideabkommen endet heute. Da wird in Kürze das übliche Feuerwerk des Russenhasses entzündet werden. Über die Ursache der Beerdigung, den ukrainischen Sprengstoffanschlag auf die russische Ammoniak-Pipeline, wird weniger berichtet werden.

16. Juli 2023Inzwischen alt genug, um mich nur noch für den Tod von – wohlgemerkt – anderen zu interessieren? Bin ich sicher nicht. Und dennoch, der Tod von Milan Kundera zwingt mich automatisch in eine knappe Rückwärts-Schleife. Sie führt in die frühen 1980er Jahre und endet auch dort. Nein, halt, in den Anfang-1990ern diente mir der Mann mit seinen Romanen, um mit den neuen, den östlichen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.
Roman (2): Der Intelligenzforscher Volkmar Weiß hat einen zweiten futuristischen Roman vorgelegt. Er führt, wen wundert’s, in eine Menschenzucht-Welt, sie ist indessen eher pornographischen Zuschnitts. Über die vom Verlag beigegebenen Zeichnungen von Sebastian Hennig soll sich der Autor pikiert geäußert haben. Dennoch kaufe ich zwei der Blätter beim Künstler ein. Mal sehen, welcher Besucher sich erstmals darüber angestrengt äußern wird.
Noch mal davongekommen: Nachts von Norden kommend Rückfahrt auf der A 9 nach Hause, obwohl ich gewarnt worden war, dass ein Sturm tobe und alles überschwemmt sei. Auf den Höhen des Saaletals war die Straße nicht mal feucht. Nur der Mastenwald der Windräder von Weißenfels blinkte arbeitsscheu vor sich hin.
Routinemäßig notiere ich das Erscheinen von Bernd Zellers Rentnerischem Akrützel. https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2047.pdf. Leseprobe:

15. Juli 2023Der Traumtanz nimmt Fahrt auf: Ein VW-Vorstand merkt an, dass der Konzern in einer schweren Krise stecke. Den wahren Grund nennt er nicht. Sie bauen Elektro-Spielzeuge, die kein Mensch kaufen will. Lösungsvorschlag: Man baut zukünftig bessere E-Autos. Wie nennt man das? Mir fehlt die Vokabel.
Ist es Wehrkraftzersetzung, wenn man feststellt, dass der neue Generalinspekteur lustig aussieht? Oder liegt das an dem Foto, welches durch dpa verbreitet wird. Er will die Bundeswehr kriegstüchtig machen. Soso, will er das? Früher hätte man im Anschluss an den Wortlaut des Grundgesetzes gesagt: Sicherstellen, dass sie ihren Verteidigungs-Auftrag erfüllen kann, denn von Kriegführen in aller Welt ist dort nicht die Rede.
Die Kassiererin 112 im Kaufland stellt mir ihr Frühstück in Rechnung. Jedenfalls findet es sich an der Spitze meines langen Einkaufszettels, den ich zu Hause gegen meine Gewohnheit überfliege. 5,98 €, da bin ich ja noch einmal gut davongekommen.

14. Juli 2023Alles Verschwörung oder so: War mir seinerzeit gar nicht bewusst geworden, dass 2007/8 in der bis dato größten Krise des Kapitalismus die Meldungen mit der Lüge von den abschmelzenden Polkappen vollgepflastert waren. Entnehme dem Internet zwei der einschlägigen Beispiele, weil ich es selbst kaum glauben kann, denn natürlich hatte ich auch vergessen, dass ich zwischen 2013 und 2015 meine Yacht an den Spitzen des Kölner Doms festmachen musste, bevor ich sie in das Achterwasser von Usedom – die Insel war plötzlich wieder aufgetaucht – überführte, damit ich sie für die Sprengung der noch nicht gebauten Pipeline Nord Stream 2 aufrüsten konnte.

Verschwörung (2): Es äußert sich der Nobelpreisträger 2022 für Physik und zwar so: „Die fehlgeleitete Klimawissenschaft hat sich zu einer massiven schockjournalistischen Pseudowissenschaft ausgeweitet“. John Clauser heißt der Mann. Clauser, man wird sich den Namen merken müssen, damit man nicht verwundert ist, wenn er plötzlich wg. sexueller Belästigung am Medienpranger steht.

13. Juli 2023Das bombastische öffentliche Geschwätz über den großen Thing zu Wilna kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Substanzielles mit Bezug auf den Ukraine-Krieg nicht beschlossen wurde.
Die deutschen Medien versuchen dem Konsumenten neben dem täglichen Wetter-Wahn das Thema CDU aufzudrängen. Dem politmedialen Komplex schwant nämlich, dass diese einst allmächtige Partei auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit ist. Dem gilt es gegenzusteuern, denn mit dem Verschwinden der CDU wächst die Möglichkeit, dass die Gott-sei-bei-uns-Partei an die Macht kommt. Kein Mensch redet mehr – wie einst bei den Grünen – davon, dass die Praxis sie entzaubern werde. Jetzt regiert nackte Angst die Debatten.
Sowas kommt von sowas: VW macht bekannt, dass es die Auto-Produktion in Deutschland drosseln müsse, weil für die hierzulande hergestellten Elektrospielzeuge kein Markt da sei. Das ist Ökonomen-Geschwätz für die Erkenntnis: Wir kriegen die Dinger hierzulande nicht los.
Elektro-Mobil (2): Ein gigantischer Konzern plant am Publikum vorbei. In D kaufen nur Leute ein Elektrospielzeug, die auch grün wählen und sich ein Drittauto leisten können. Das sind nicht so sehr viele. Und dann gibt es noch diejenigen, im darin ein Status-Symbol sehen möchten. Das sind auch nicht sehr viele, und die greifen zum Tesla und nicht zu so einem mordshässlichen VW.
Elektro-Mobil (3): Wer in D einen neuen VW-Diesel kaufen will, wartet unabsehbare Monate. Das Trabi-Syndrom lässt grüßen. Oder anders ausgedrückt: Vor aller Augen wird ein Front-Runner des deutschen Wohlstands abgewrackt. Mutwillig.

12. Juli 2023Was in Wilna-Vilnius vorgeht, wird hinter dem Vorhang der Macht in Washington DC entschieden. Und was dort vorgeht, ist ein Kampf auf Biegen und Brechen, ob die Geldleute endgültig übernehmen, oder ob sie noch einmal gehindert werden können. Die Dinge stehen nicht gut für uns.
Wilna (2): Joe verkündet, dass v.d.L. Nato-Generalsekreteuse werden soll. Überlege gerade, mit wem sie da ihre Geschäfte machen kann. US-Waffenindustrie?

Derweil macht das Volk Witze: Annalena, schau doch mal nach, ob der Blinker von unserm SUV noch geht. – Geht…geht nicht…geht…geht nicht.

Oder der hier: Annalena, warum hast du den Computer auf den Fußboden gestellt? – Damit er nicht abstürzt.

11. Juli 2023
Ostfront: Vom Nato-Gipfel in Wilna-Vilnius nichts Konkretes bislang, was man sich merken müsste.
Ostfront (2): Weiterhin verlustreiche Einzelgefechte, die keinen Kriegsplan erkennen lassen. Sollte es die Absicht sein, die Russen durch Nadelstiche zu ermüden, dürfte eine solche Rechnung kaum aufgehen.
Ostfront (3): Putin hat sich mit dem Ex-Chef der Wagner-Truppe Prigoshin im Kreml getroffen. Der hatte mehrere Dutzend seiner Unterhäuptlinge mitbringen dürfen, während sich das Gros seiner Wagnerianer Legionen in Weißrussland aufzuhalten scheint. Was die Herren beschlossen haben, weiß ich nicht. Nur sollte die westliche Berichterstattung endlich auf die Behauptung verzichten, der Kreml-Chef sei geschwächt worden. Das ist pures Wunsch-Denken, vielleicht auch die Enttäuschung, dass in Moskau derzeit nur einer das Sagen hat, und das ist Wladimir P.

10. Juli 2023Verdient festgehalten zu werden: Stuttgart, die Hauptstadt des grünen Wahns, erlässt für 170 Straßen der Stadt ein Verbot, sich dort festzukleben. Zu deutsch: dort (!) darf niemand Straftaten begehen. Heißt im Umkehrschluss, in den anderen Straßen darf man Straftaten begehen. Das ist Heuchelei auf Spitzenniveau.
Komplett durchgebrannt: Aus dem Munde des Klimaministers soll es besonders bedrohlich klingen: Vor ein paar Tagen sei der heißeste, je gemessene Tag in der Geschichte der Menschheit, gewesen. Mit dieser Äußerung wird er bei dem Fernsehclown Lanz zitiert. – Diese Typen schämen sich nicht einmal. Der Spruch das-kann-weg trifft es nicht richtig. 

Durchgebrannt (2): Falls es stimmt, was ich noch vor wenigen Monaten las, dass nämlich der Robert – zeitgleich mit mir – in der Namib war, dann lügt er faustdick, denn dort war es erheblich heißer.

9. Juli 2023Warum ich nicht Esteban hieße, fragt aus dem Nichts eine magere, heftig transpirierende Dame während der Ausstellungs-Eröffnung. Bitte gönnen Sie mir Ruhe, das zu erforschen, erwidere ich, studiere eine Bildlegende und gehe dann weiter. Kontaktaufnahme missglückt. Ich bin nicht nur angesichts der vorherrschenden Wärme erleichtert.
Eröffnung (2): Rätselhaft ist mir stets, was bei solcher Gelegenheit als Rede abgesondert wird. Im speziellen Fall geht es um das Ende der Welt, doch von den weiteren, mich deprimieren sollenden Details lenkt mich die Kleidung der Vortragenden ab: Dreiviertellange bollerige Hose mit Knietaschen sowie graue Wollsocken unterschiedlicher Länge in Sandalen. Bei 30 Grad im Schatten. Meine Gedanken schweifen ab, ob man solch ein bedauerliches Wesen früher einen Blaustrumpf genannt hätte.
Ausstellung (3): Als ich mein Handy vor dem Einsteigen ins Auto in die Tasche stecke, drücke ich versehentlich auf den Auslöser. Ich finde, dass sich das Ergebnis gegenüber dem zuvor Betrachteten durchaus sehen lassen kann. Beschließe, es der Stadt Naumburg anzubieten.

Lese ohne Erstaunen über die enge Zusammenarbeit von Journalisten mit den Kriminellen der Letzten Generation. Das überrascht mich nicht. Indessen: Mein letzter unmittelbarer Kontakt mit solchen Sachverhalten reicht über zwanzig Jahre zurück, als öffentlich-rechtliche Journalisten mit Neonazis zusammenwirkten, um deren Aktionen überhaupt erst publik zu machen und zum skandalösen Ereignis aufzublasen.
Das Klima-Stuss in vier, fünf Merksätzen: In einer Buchbesprechung zu Heinz Hug: Die Grüne Falle. Wie der Ökologismus unsere Gesellschaft vergiftet bemerkt der bekannte Meteorologe Wolfgang Thüne dieses hier: 

„Zu den Träumen einer Erdsimulation sagt der mächtige Klimapapst Hans-Joachim Schellnhuber in seinem Buch Selbstverbrennung, ‘dass eine präzise Klimavorhersage nur auf der Basis einer exakten Weltgesellschaftsvorhersage erstellt werden könnte, letzteres ist jedoch ein Ding der Unmöglichkeit.‘ Mit anderen Worten, ‚Nichtlinearität und Komplexität machen Wetterprognosen zum Ding der Unmöglichkeit!‘ So ist es! Zum C, dem Kohlenstoffatom, sagt Schellnhuber: ‘Wenn es einen Gott gibt, dann ist es sein Element, der Grundstoff der Schöpfung.‘ Gegen diesen führt er nun Krieg und will ihn als Kohlenstoffmolekül CO2 in der Atmosphäre vernichten, zum Schutz des Klimas! Will er alles Leben auf Erden ausrotten? Dabei beschreibt er die Photosynthese, die Quell allen Lebens ist. Man nehme COund H2O und lasse dann die Sonne scheinen ‘in Form von Lichtquanten‘ sowie das Blattgrün Chlorophyll und fertig sind die Kohlenhydrate (Cm(H2O)n und Sauerstoff O2! Daraus entwickelte sich das grüne Kleid der Erde, die Tierwelt und zuletzt die Menschenvielfalt. Alles fing an mit den Blaualgen oder Cyanobakterien! Dann kritisiert er Gott, dass der Wirkungsgrad der Photosynthese keineswegs beeindruckend wäre.“

8. Juli 2023Broccoli ist wie Blumenkohl, dem man den Geschmack abgewöhnt hat.
Kesselsülze vor dem Ratskeller in Naumburg an der Saale kostet nahezu 20 Euro. Man kann also keineswegs mehr von einem Armeleute-Essen sprechen.
Naumburg (2): Die Stadt (laut Fremdenführer mit 34 Tausend Einwohnern) wirkt auf mich wie ein zu groß gewordener Pullover, der an einen Schwindsüchtigen weitergereicht wurde.
Naumburg (3): Sympathisch wie ein Museumsstück wirkt die Straßenbahn. Die Münze mit Rathausansicht und Stadtwappen trägt eine Prägung der Meißener Porzellan-Manufaktur.
Naumburg (4): Das An-der-Saale kann ich nicht bestätigen. Vielleicht war sie ja in die Sommerferien verreist. Muss dabei allen Hinweisschilder, wie man aus der Stadt Richtung Autobahn wieder rauskommt, mitgenommen haben.

Naumburg (5): Zuweilen kommt es – nicht nur bei den Damen – auf den Ausschnitt und dessen Vergrößerung an:

7. Juli 2023Die Entscheidung des 2. Senats des BVerfG, den Schnell-Durchmarsch des Heizgesetzes abzubremsen, hat mit dem Demokratieprinzip wenig zu tun. Nach dem kompletten Verfall der Autorität des Gerichtes wollten die Richter lediglich in einem nicht-erheblichen Fall zum Ausdruck bringen: Wir sind auch noch da. Am Heizgesetz und dessen Verabschiedung im September wird das nichts ändern.
Forschung: Wegen Klimaerwärmung ist der gefühlte Sommer gar nicht so heiß. Wenn der Hitzerekord sich so anfühlt, als wäre er gar nicht so rekordverdächtig, ist das natürlich ein Alarmsignal. (Zellerzeitung von heute Nacht). 

Und das hier aus deren Leserbriefen: Christian Lindner stellt klar: Wenn ich sage, man könne FDP wählen, ist das natürlich ein Witz.

6. Juli 2023Was man für 42,40 € nicht bekommt: Bei der Stadtverwaltung von Schilda unbeanstandet einen Ausweis, sondern einen Rüffel für eine Unterschrift, die vom Personalausweis-Personal als unleserlich zurückgewiesen wird. Nach drei vergeblichen Anläufen mit der von mir seit Jahrzehnten genutzten Unterschrift schreibe ich in den Vordruck meinen Namen in Druckbuchstaben. So, jetzt ist es richtig. Bin gespannt, wann ich zum erstem Mal Schwierigkeiten mit dem fertigen Ausweis kriege.
Schilda (2): Mein gleichfalls im Wüstensand zurückgebliebener Führerschein muss auch ersetzt werden. Dazu muss ist einen Antrag stellen, den ich allerdings nicht sogleich stellen kann, sondern erst am 15. August 2023. Wohlgemerkt es geht um die Antragstellung, nicht um den neuen Führerschein.
Übern Teich: Ein US-Bundesrichter verbietet das Eingreifen von Bundesbehörden bei den social media zum Zwecke der Zensurierung von Beiträgen. Wenn das Schule macht!
Übern Teil + Schule (2): Der Supreme Court der USA verbietet die Auswahl nach Rasse-Gesichtspunkten an Schulen und Hochschulen (d.h. im Klartext die Bevorzugung von Schwarzen). Dergleichen sei mit dem Gleichheitsgebot unvereinbar. Es herrscht veröffentlichtes Unverständnis bei Mainstream, denn in der Farm der Tiere waren auch alle gleich bis auf die, die gleicher waren. Nunmehr wird eine Prozesslawine erwartet.
Übern Teich (3): Die freie Welt nachdem Russlands vollständig isoliert worden ist (unbekannter Zyniker).

Alles Nazi oder was? Mainstream überschlägt sich jetzt mit angeblich steigenden Umfrageergebnissen für die AfD. Man ist sich immer noch einig, dass das alles Protestwähler seien. Dass die Leute das vernünftig und gut finden, was aus den Mündern der Verteufelten kommt, entzieht sich den Köpfen der Wahlexperten. Was sie reden, ist wunschgesteuerter Blödsinn. Dafür sind sie schließlich da.
AfD (2): Ob das so kommt, wie für den Osten befürchtet, das steht in den Sternen. Das einzige, was die Parteien der Nationalen Front fürchten müssen, ist eine hohe Wahlbeteiligung. Sonneberg ist ein Menetekel. Daran werden sich die sog. Maßnahmen ausrichten.

5. Juli 2023Noch von gestern: Nach den Äußerungen des US-Präsidenten zu physikalisch-chemischen atmosphärischen Beeinflussung – und damit des Wetters – per Flugzeug und Rakete geht mir durch den Kopf, dass ich jahrelang die Debatte über die sog. Chem-Trails für Unsinn gehalten habe.
Biden im Wahn (2): Schon steh ich an der Grube dicht | Des Schinders Messer mich schon sticht | Doch meine Narrheit lass ich nicht (Sebastian Brant: Das Narrenschiff, Nr. V).
Deutsche Kampfbrigade in Litauen: Was tut die da? Die Litauer vor den Russen schützen? Oder vor den Polen. Die gewaltsame Auseinandersetzung um die kurzzeitige litauische Hauptstadt Wilna ist genau 100 Jahre her, danach war sie polnisch. Stalin korrigierte das 25 Jahre später, dabei blieb es. Bislang. 

Litauen (2): Zwischen 1923 und 1939 war das Verhältnis zwischen Deutschland und Litauen denkbar schlecht. Der Grund war die litauische – heute würde man sagen: völkerrechtswidrige – Annexion des Memellandes. Schöne Gegend, schöne ex-deutsche Stadt dieses Klaipéda (Memel).
Fremde Federn: Sie glauben an nichts, aber sie wollen die Schöpfung bewahren. So Ulrich Schödlbauer in seinem Nachtbuch, https://ulrich-schoedlbauer.iablis.de/537-nachtbuch-ii-34.

4. Juli 2023Aus dem aufgestauten Meldungswust eines elektronik-freien Wochenendes schälen sich zwei Ereignisse heraus: der Rechtsstaat in Bochum und die Bürgerkriegs-Ereignisse in Frankreich. 

Rechtsstaat Bochum: Die Richterin am dortigen Landgericht Petra Breywisch-Lepping hat den Arzt Dr. Heinrich Habig zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, die er sofort antreten musste. Sein Vergehen: Er hat Patienten mit unrichtigen Impfzertifikaten versorgt. Sein Verhalten, so die Richterin, offenbare eine „rechtsfeindliche Gesinnung“. Ob er hierdurch – so war er selbst in Übereinstimmung mit ungezählten Fachleuten überzeugt – Leben und Gesundheit seiner Patienten gerettet habe, fand die Dame des Rechts nicht erörterungsbedürftig. Nebenbei: der von der Richterin verwendete Ausdruck der Gesinnung offenbart in bemerkenswerter Weise, dass die Urteils-Kritiker mit dem Verdikt recht haben könnten, es handele sich hier um Gesinnungs-Justiz.
Rechtsstaat Frankreich: Beim Nachbarn ist der offene Bürgerkrieg ausgebrochen. Der Präsident von Geldes Gnaden Macron traut sich nicht, gegen die marodierenden Moslems mit Militärgewalt vorzugehen. Vermutlich hat er das Beispiel seines österreichischen Kollegen Kurz vor Augen, bei dem bereits eine verbale Ablehnung der ansteigende Immigranten-Ströme genügte, um von seinen enttäuschten Förderern und Strippenziehern in die Frühverrentung geschickt zu werden.
Frankreich (2): Während er die Polizisten mit gewalttätigen Moslems verheizt, feiert der Präsident mit ausgesuchten Gästen eine Abschiedsparty mit Elton John und dessen Ehemann. Nehme an, dass ihm das einschlägige Verhalten der russischen Adelselite in den Jahren 1916/17 unbekannt ist.
Jetzt dreht er frei im Raum: Joe, der US-Präsidentendarsteller, will wg. Klima das Sonnenlicht korrigieren. Ist keine Ente, wie ich erst annahm. Diese Leute sind nicht nur irrsinnig, sondern – was mit solchen Experimenten oft Hand in Hand geht – gefährlich, weil sie die Atmosphäre global verändern wollen. Anders als die berühmten Schildbürger, die Schubkarren nutzten, um Sonnenlicht ins fensterlose Rathaus zu schaffen, wollen diese hier die Lufthülle der Erde mit Metallpartikeln bestücken, die durch Licht-Reflexion unmittelbar Einfluss auf das Wetter haben sollen.
In eigener Sache: Mein jüngstes Interview mit Robert Stein von Nuoviso ist auf Sendung. Für meine Leser nichts grundlegend Neues, nur eben auf einem anderen Medium. Dauert allerdings gute 90 Minuten. https://nuoflix.de/zwischen-allen-stuehlen.

3. Juli 2023
Etwas anders gemeint, aber trotzdem gut: Wem es an Öl hier nicht gebricht | Wer leuchten lässt der Ampel Licht | dem fehlt die ewige Freude nicht (Sebastian Brant: Narrenspiegel, 1494, Nr. CVI).

Oder wie wär es mit Annalena Bb, die es mal wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit geschafft hat, als sie am Wochenende den Südafrikanern Hoffungsspeck (bacon of hope) anempfahl. Lese hierzu nichts als Zustimmung, vor allem in den Zuschriften an die Zellerzeitung.

Annalena (2): Sie hätte auch sagen können: Gesellen folgt uns unverwandt | Wir fahren ins Schlaraffenland | Und stecken doch in Moor und Sand (auch Sebastian Brand, ebd., Nr. CVIII). Aber dazu reichen wohl Bildung und Englisch-Kenntnisse nicht aus.

Und schließlich: Heißt es nun: Da beißt keine Maus einen Faden ab? Oder: Da beißt eine Maus keinen Faden ab? Das sind die wirklich relevanten Fragen. Falsch, obwohl gerne gebraucht, erscheint mir: Da beißt keine Maus keinen Faden ab.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XI

29. Juni 2023

Wie konnte ich nur so alt werden ohne Hafermilch. Hätten meine Eltern dergleichen gekannt und mir – in ihrer Not, mich satt zu kriegen – verabreicht, ich wäre heute noch in der Pubertät. Oder so.

Alles Nazi, oder was? Hätte ich ihn nicht, den Berliner Verramscher, wäre mir das hier, obwohl brandneu für schlappe 270 €, entgangen: Planen und Bauen im Nationalsozialismus. 4 Bde. im Leinenschuber. Jetzt kommt’s, nämlich der Herausgeber: Unabhängige Historikerkommission Planen und Bauen im Nationalsozialismus. Man beachte: 28 Beiträge von Forscherinnen und Forschern. Da bleibt gottlob noch manche Forschungslücke. Ich denke hier an Hitlers Hunde und deren Ernährung. Oder: War Albert Speer ein rücksichtsloser Autofahrer? 

Nachrichten: Die Zeller’sche Produktion nimmt beängstigende Ausmaße an. Hier das Neueste: https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2046.pdf Nachrichten 

(2): FoxNews hat seit Wochen ein neues Fernsehgesicht. Dachte erst, es wäre eine dieser Erweckungs-Sendungen, war aber das Weiße Haus. Mal ehrlich: Würden Sie von dem einen Gebrauchtwagen kaufen? Ich nicht, nicht mal ‘ne neue Bilderbibel.

28. Juni 2023

Selbst bei dem abgeschmacktesten Thema wird noch irgendwo ein „…und die Frauen“ herangepresst. Beim Nacktbaden kann ich es begreifen, aber beim Fußball? Solche Art der Volksverblödung erzeugt das Gegenteil vom Beabsichtigten, denn die nach männlichen Maßstäben wirklich herausragenden Frauen, die es auch stets gegeben hat, werden aufs Unter-Mittelmaß herabgedrückt.

Frauen (2): Die Eva, die ich im Erdgeschoss des Gotischen Hauses zu Wörlitz vorfand, kann unmöglich ihre Brüste einem Schönheits-Chirurgen zum Aufblasen überlassen haben, denn diese Kunst ist jünger als die Malerei, der sie ihr Bild verdankt.

Frauen (3): Fand in Schilda die Dissertation Frauen im Bauhaus (nicht etwa: Baumhaus) angekündigt. Mir ist schleierhaft, wie solch ein Werk zum Dr.-Ing. führen kann. Das ist der von Verblödungserscheinungen diktierte Etikettenschwindel. Man wundere sich also nicht über die Gefäß-Chirurgen und Atom-Physiker aus Syrien. – Merke: Bevor du den Dr.-Ing. an eine Ingenieur-Sache ranlässt, lass ihn selbständig eine Glühbirne in der Diele wechseln.

Frauen (4): Es ist nicht so, wie gestern von Nanzy F. öffentlich geschlagzeilt wurde, dass der AfD-Erfolg Fachkräfte von Deutschland abschreckt, sondern es ist eher sie selbst, die das tun. Folglich hätte sie sich ihre Worte sparen können und stattdessen Haltet-den-Dieb rufen. – Nebenbei: Wie viele Fachkräfte, von den 280.000, die letztes Jahr wegzogen, sie selbst durch ihre immer irrere Zuwanderungspolitik zu verantworten hat, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit. – Noch nebenbeier: Erich Honecker pflegte jedem, der die DDR verließ, nachzurufen: Ein Verräter weniger.

Hat jetzt mit Frauen nichts zu tun, ist aber trotzdem von Bernd Zeller (heute Nacht) bei mir im Briefkasten aufgetaucht:

27. Juni 2023

Jo spricht: The White House was not involved (das Weiße Haus war nicht involviert). Hatte das jemand bezüglich der bizarren Wagner-Aufführung in Russland behauptet? – Jetzt wissen wir also Bescheid. Oder so.

Lauterbach im Hitzewahn: Früher hätte man gesagt: Der ist als Kind zu heiß gebadet worden.

Hitzewahn (2): Heute Nacht kühlt es merklich ab nach zwei warmen Tagen. Am Freitag kletterte das Thermometer auf schlappe 14 Grad. Das sah nicht gerade nach hitzefrei aus.

Hitzewahn (3): Jetzt wollen die Berufs-Fürsorglichen alle Schulen und die Kindergärten mit Klimaanlagen bestücken. Rotznasen sind dadurch garantiert. Und der Strom kommt aus den Steckdosen.

So oder so: Es ist eine unter Altphilologen heiß umstrittene Frage, was genau Caesar sagte, als er von Gallien kommend beim Marsch auf Rom mit bewaffneten Truppen verbotswidrig den Fluss Rubicon überschritten hatte: a) alea iacta est (der Würfel ist gefallen) oder b) aleae iacta sunt (die Würfel sind gefallen). – Man wird den Reporter der Römischen Wochenschau vernehmen müssen, um endlich Klarheit zu schaffen. Auch ist es überfällig des deutschen Falschübersetzers habhaft zu werden, denn nach Caesars Worten, war der Würfel nicht gefallen, sondern geworfen. Nebenbei bemerkt: Das hat jetzt nichts mit Lauterbach zu tun, obwohl… na ja.

26. Juni 2023

Der Aufstand der Wagnerianer ist vorbei, bevor er noch so recht begonnen hatte. Es haben sich mehr Leute zu Wort gemeldet, als man hätte anhören müssen. Einzig der Chef aus Weißrussland Lukaschenko scheint einen ernsthaften, d.h. von Putin akzeptierten Beitrag beigesteuert zu haben. Der Mann mit der Riesenmütze übernimmt den Abtrünnigen Prigoshin und dieser wiederum befiehlt seinen Leuten, schleunigst aufzugeben. Die tun es.
Wagner & Co (2): Gibt es Lehren? Für uns nicht. Für die russische Führung und für diejenigen, die die Sache angezettelt haben schon. Nur welche? Das weiß derzeit kein Mensch außerhalb der beiden Zirkel – und, natürlich, die Experten.
Wagner & Co (3): Mainstream ist die Enttäuschung über den Ausgang der Sache anzumerken. Um wenigsten überhaupt noch etwas Mäkelndes melden zu können, behaupten die Miet-Experten jetzt vollmundig, Putin sei nunmehr angeschlagen. Grundgütiger Himmel.

Aus der Bergeinsamkeit: Im hiesigen Sonneberg gewinnt der AfD-Kandidat Sesselmann im zweiten Wahldurchgang die Landratswahlen deutlich. Jetzt zieht sich Mainstream nach einer argumentativen Kehrwende auf den Standpunkt zurück, so ein Landrat habe ohnedies nichts zu sagen. Soso.

Wahl (2): Bemerkenswert ist, dass die groß angekündigte Entscheidungsschlacht aller billig & gerecht Denkenden deutlich mehr Leute an die Urnen gebracht hat als der erste Gang – Leute, die sich erst recht gegen den Kandidaten der Nationalen Front (CDU) positioniert haben. So also sieht die Stimmung in der Bevölkerung aus.

Wahl (3): Diese Sonneberger, dachte ich, wären Spielzeugleute. War’n se mal. Jetzt hielten sie für richtig, den gemeinsamen Kandidaten von Linken und Grünen (seltsame Melange) im ersten Durchgang mit ca. 4 % der Stimmen zu belohnen. Gewiss, ist nur eine Momentaufnahme des Aufbegehrens.
Wahl (4): Bleibt über den Tag hinaus der Eindruck, dass die AfD auf absolute Mehrheiten angewiesen ist und diese auch erreicht, denn dem Bürger wird jeden Tag unmissverständlich klargemacht, dass er anders keine Änderung herbeiführen kann. Ob diese Lehre angekommen ist, muss sich erst noch erweisen.
Wahl (5): Für die kommenden hiesigen Landtagswahlen – sollten diese nicht, wie ich vermute, aus bislang unbekannten Gründen (Klima oder so) auf Sankt Nimmerlein verschoben werden – bedeutet das: Es reichen ca. 40 % der abgegebenen gültigen Stimmen für die absolute Mehrheit der Mandate im Parlament. Erstaunliches Ergebnis, das derzeitige Wahlrecht macht’s möglich.

25. Juni 2023

Es sieht so aus, als habe sich der russische Söldnerführer Prigoshin mit der Staatsmacht angelegt. Man kann zur Ursache noch nichts sagen: Unzufriedenheit, Geld, Cäsarenwahn? Zu den Auswirkungen auch noch nicht. Das ist deshalb eine Sache für Mainstream.

23. Juni 2023

Na also: Der (britische) Hochkommissar für Australien droht Twitter eine Geldstrafe von ca. 480.000 Dollar pro Tag an, wenn die Firma nicht unverzüglich gegen Hate Speech vorgeht. Der Anstieg des zu Beanstandenden liege an der Entlassung der zahlreichen Angestellten bei Übernahme der Macht durch Musk. – Das wird Schule machen.

Größenwahn: Für die Kleinigkeit von 480 Billionen Dollar soll nach dem Willen von J.P. Morgan und Blackrock ein Wiederaufbau-Fonds für die Ukraine aus dem Nichts geschaffen werden. Jetzt benötige man nur noch die Zustimmung von Selenskyj. Muss nicht vorher noch der Krieg gewonnen werden? Nach Auffassung der Geldsäcke bestenfalls eine Frage der Zeit.

Größenwahn (2): Ein Rekrutierer von Blackrock spricht gegenüber einer verdeckten Reporterin der neuen Plattform von James O’Kneefe (vormals: Project Veritas, jetzt: OMG) Klartext: Was wir in der Politik durchsetzen wollen, das kaufen wir. Und: Krieg ist ein herrliches Geschäftsmodell. Was will man mehr? Bestenfalls das, dass man diese Leute beschleunigt in die Wüste schickt. In eine echte und das möglichst schnell.

Schlagzeile der Zellerzeitung von heute Nacht: Mehrheit hofft, dass die Ampel-Koalition mit ihnen zufrieden ist.

22. Juni 2023

Noch zum Vortag: Ein Bild zeigt mehr als tausend Worte (Internetfund):

Finde diesen Satz hier bei Michael Klein (Science Files) bemerkenswert- und aufschreibwürdig: Aber so ist das heute: Jeder, der es auf eine Systemposition geschafft hat, ist der Überzeugung, dass die Dummheit, die ihn bislang ausgezeichnet hat, nun, nachdem er eine Position hat, von ihm abgefallen ist, wie Schuppenflechte und er fortan ein Leben in Weisheit führen und vor allem, überall mitreden kann. Solche Versuche münden dann regelmäßig in Sätze wie diesen: „Ein Anstieg der Todesfälle ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einer Übersterblichkeit, da beispielsweise durch einen zunehmenden Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung mit einer Steigerung der Sterbefälle gerechnet wird.”Danach folgt für jeden, der lesen kann, dass und warum die Aussage falsch ist.

Klein (2): Seit Jahr und Tag schreibt dieser in Wales residierende Soziologe gegen die wohlfeilen Corona-Lügen an, indem er wissenschaftliche Studien, die diesen Namen verdienen, auswertet und die Ergebnisse für jedermann verständlich publiziert. Hilft das? Ich fürchte: nein.

Ein überhoher Stapel mit wg. Platzmangels auszumusternden Büchern fällt um. Bei der Beseitigung des Chaos bleibt ein Buch über die Fotografin und Kommunistin Tina Modotti in meinen Händen, in das ich offenbar nie hineinsah. DDR-Heiligenliteratur, verlegt 1988 zugleich in Ost und West (bei Pahl Rugenstein in Köln). Der festsitzende rote Preisaufkleber besagt: 1,95 €.

Modotti (2) und das Vergessen: Zu meiner Verblüffung finde ich in dem von mir mitverfassten Lexikon der Geheimdienste über den Mörder und Komintern-Agenten Vittorio Vidali das hier:Vermutlich 1942 an der Ermordung seiner Lebensgefährtin, der Malerin und Komintern-Agentin Tina Modotti (1896-5.1.1942), beteiligt. – Fazit: Wer viel schreibt, vergisst auch manches.

Vergessen (2): Bei der Berichterstattung zum 17. Juni wird gerne übersehen, dass es 1948 einen Generalstreik in der Bizone gab, an dem 9,25 Millionen Arbeitnehmer teilnahmen. Die Amerikaner setzten damals in Stuttgart Panzer und Tränengas gegen 30.000 Demonstranten ein. Gefunden in den gestrigen Acta von Klonovsky. Hierzu passend, am Wegesrand entdeckt:

21. Juni 2023

Vom Kreislauf des Geldes: Wenn Deutschland, wie gemeldet wird, dem US-Konzern Intel jetzt 10 Milliarden Euro aus dem Steuersack schenkt, damit dieser in Magdeburg eine Chip-Fabrik baut, so darf man damit rechnen, dass ein erkleckliches Sümmchen nach Deutschland zurückfließt, damit diejenigen, die dies Wunder ermöglicht haben, nicht unrasiert und mit leeren Händen dabei stehen müssen, wenn sich die Bedachten zum Sektempfang treffen.

Glückliches Amerika: Joe’s Sohn, Hunter Biden, bekennt sich der Korruption schuldig und handelt so einen Prozessvermeidungs-Deal mit der Staatsanwaltschaft aus. Ich wette mal: Er wird am letzten Tag der Amtszeit von seinem Vater begnadigt werden.

Amerika (2): Mr. Blinken, der Außenminister, kehrt mit leeren Händen aus Peking zurück. Dort hat man soeben seinen Vorschlag einer Krisen-Hotline zurückgewiesen. Findet man dort unnütz. Die One World-Welt bröckelt zum Zugucken. – Tja, womit hätte Anthony B. den Chinesen auch drohen können? Mit den Staatsschulden der USA in China? Wohl kaum.

Amerika (3): Das Eldorado der Prognosen überkugelt sich atemlos. Bei den Präsidentschafts-Umfragen führt mit Abstand Robert Kennedy von den Dems. Doch die Wahlen werden weder durch Umfragen noch durch Wahlen entscheiden, sondern durch Manipulation und handfeste Fälschungen.

20. Juni 2023

Es sollen, so liest man, die Ex-Twitterer in ihrer Empörung, dass man in ihrem ehemaligen einseitigen Hass & Hetze-Medium jetzt alles unzensiert sagen darf, zur Plattform Mastodon ausgewichen sein. Habe nicht getestet, ob die zwei grundlegenden Behauptungen – unzensiert und ausweichen – stimmen.

Mastodon (2): Der Name klingt irgendwie unanständig. Das kann also nichts werden. Der Erfinder soll sich das in Jena ausgedacht haben. Das macht die Sache auch nicht besser. Auch das hier nicht: Dort gibt es jetzt einen Klima-Beauftragten. Ob das mit Mastro…dingens zu tun hat, weiß keiner.

Chuzpe: Der kleine Mann aus Kiew examiniert öffentlich die US-Präsidentschafts-Kandidaten: Are you ready to go to war (Sind Sie bereit, in den Krieg [gegen Russland] einzutreten)? Mutmaße mal, dass den einen oder anderen das in seiner Selbstherrlichkeit stören könnte und die sog. öffentliche Meinung nicht minder.

Chuzpe (2): Auch der Robert, so nehme ich staunend zur Kenntnis, sei mit der Bundesregierung unzufrieden. Da hätte ich einen Tipp: die eigene Entlassung verlangen, danach könnte es besser werden, muss aber nicht. Zeller ist da anderer Meinung: Wir da unten sind es, die dem Robert seine Politik vermasselt haben.

19. Juni 2023

Von dem Römer Cato, der sich mit seinem Ceterum-censeo-Cartaginem-esse-delendam, in die Erinnerung der Menschheit, der gebildeten wenigstens, eingegraben hat, wird berichtet, er habe an seinem Lebensende bekannt, dass er drei seiner Fehler für erwähnenswert halte: a) eine Seereise unternommen, wo das Ziel auch im Landwege erreichbar gewesen sei, b) einer Frau ein Geheimnis anvertraut und c) einen Tag ohne Plan begonnen zu haben. Wie schon gesagt: Übrig von ihm blieb das Ceterum-censeo. – Selbst in der Ewigkeit kann man es sich nicht aussuchen.

Im Osten nichts Neues: Zerfasernde Gefechte mit hohen Verlusten entlang des Frontbogens und vermutlich gezielte russische Raketenschläge gegen Kommando- und Infrastrukturzentren.

Osten (2): Immer noch nächtlicher Nato-Fluglärm über Deutschland und Polen zwischen Elbe und Weichsel.

Osten (3): Erleichterung in Schwerin, denn die Nationale Front setzt sich gegen den AfD-OB-Kandidaten durch (65 : 35).

18. Juni 2023

Fass ohne Boden: Frühmorgens sind es noch 4.867 Eingänge in meinen Mail-Postfach, die als unbearbeitet zu bezeichnen sind. Die Sisyphos-Arbeit begann vorgestern nach dem Hinweis der alten Frau Google, dass mein Postkasten übervoll sei. Seitdem über 500 gesichtet, bearbeitet oder gelöscht. Das Jahr 2019 ist wie ein Geisterspuk vor mir aufgetaucht, doch insgesamt ist es so, als wäre nichts geschehen. Was nun?

Nur kein Neid: Die Zeitschrift Forbes hält uns auf dem Laufenden, wer die zwar nicht schönsten, aber doch reichsten Leute in den Staaten seien. 775 von diesen bedauerlichen Geschöpfen sind keine simplen Millionäre, sondern haben die Grenzen zur Milliarde längst überschritten. Hier die fünf Spitzenreiter: Elon Musk (230 $-Milliarden), Jeff Bezos (149), Larry Ellison (146), Warren Buffett (117) und Larry Page (105). Weltweit ist die Zahl der Milliardäre von 2668 auf 2640 zurückgefallen, Ohgottohgott, die Ärmsten. Müssen wir uns Sorgen machen? Hinter den USA rangieren China (495), Indien (169) und Deutschland (126).

Fluch der bösen Tat: Vor fünf Wochen brüstete sich der Chef des ukrainischen Militär-Geheimdienstes damit, weltweit Russen getötet zu haben und hiermit fortzufahren. Zwei Wochen später traf eine russische Kinshal-Rakete sein Hauptquartier. Das wurde wie gewohnt bestritten. Jetzt liegt er schwer verwundet in einem Berliner Krankenhaus.

16. Juni 2023

Schlagzeilen und Wahnsinn: Der Tag beginnt mit meiner Weigerung, mich vom Stuss des Vortages weiter behelligen zu lassen (Klima, Heizwahn und so. Auch der Ur-Infizierte schafft es nicht in meinen Aufmerksamkeitsbereich). Schließe den Internetzugang mit einem Blick auf die Leserbriefe der Zellerzeitung von heute Nacht. Wenigstens das: a) Wir hungern, frieren, geh’n in Lumpen | für Robert Heizbecks Wärmepumpen. b) Im Zuge ihrer Gegenoffensive haben die ukrainischen Truppen eigenen Angaben zufolge bislang sieben Häuser aus russischer Besatzung befreit. Außerdem wurde nach hartem Kampf bei einem achten Haus eine Toilette auf halber Treppe (zwischen 1. und 2. Stock) freigekämpft. c) Nationale Sicherheitsstrategie empfiehlt den schnellstmöglichen Grünen-Ausstieg. d) Würden Transfrauen sich verschleiern, hätte ich kein Problem mit ihnen. Aber das tun sie ja nie. – So. Geschafft, der Tag kann mit einer ernsthaften Tätigkeit beginnen.


15. Juni 2023

Hinweis für Aussteiger: Der Vorgarten ist kein Rückzugsort.

Hinweis (2): Die hohe Kante und die klare Kante haben nichts miteinander gemein. Auf die eine legte einer, die andere zeigt einer. Die eine Kante ist vorgestrig, die andere aktuelles Polit-Blabla.

Es wird wieder Sand in die Augen gestreut. Das von den grünen Faschisten angepeilte Heizungs-Gesetz soll nun mit höchster Eile leicht modifiziert verabschiedet (neudeutsch: durchgepeitscht) werden. Im Klartext: keiner weiß, was jetzt geregelt werden soll. Es wird allüberall so getan, als hätten die Klima-Matadore Einsicht gezeigt, anstatt das Ganze als das zu bezeichnen, was es ist: überflüssig, mega-teuer und umweltschädlich. Und vor allem: Energie-Verschwendung in einem Land, das dank Kraftwerke-Abschaltung und Russland-Boykott-Politik den eigenen Bedarf nicht decken kann.

Sand (2): Der selbe Minister, der den Heiz-Wahn verantwortet, weiß auch Rat, wenn die Nachbarn dank auslaufender Russenverträge den Energie-Bedarf nicht mehr decken können. Wir geben ihnen gerne. Und um das zu können, fahren wir unsere eigenen Industrieanlagen runter. Ein genialer Plan. Gewiss.

Sand (3): Die große Einigkeit der Koalitionäre wird im erstmalig erstellten und gestern vorgestellten deutschen Sicherheitskonzept demonstriert. Russland ist der Feind, und – wenn ich mich nicht täusche – der Bürger ist es auch. Muss ich das wirklich lesen? Ich fürchte: jein.

Ansichtssache: Vier blicken des Nachts auf den Oslo-Fjord.

Ansichtssache (2): Zur selben Uhrzeit in Jüterbog. Oder, wie Wilhelm Busch vor 150 Jahren dichtete: Musik wird oft nicht schön empfunden | dieweil sie mit Geräusch verbunden. Indessen: überrascht und erfreut das schöne Profil entdeckt.

Ansichtssache (3): Der kurze Handy-Film aus dem Seitenfenster der startenden Maschine bestätigte die russische Luftbildauswertung: Auf dem polnischen Flughafen von Rzeszów-Jasionka steht eine Patriot Flugabwehr-Batterie mit sieben Abschussrampen und einem Feuerleitsystem. Was haben die US-Boys vor? Schießen vom bislang sicheren Staatsgebiet aus oder Demonstration der Marke Ihr-könnt-uns-gar-nichts? Von diesem Hauptumschlagplatz Richtung Osten bis zum ukrainischen Grenzort Krakowez sind es rund 90 km.

14. Juni 2023

Weil das Mail-Programm sich frühmorgens gegen den Aufruf sperrt, überbrücke ich die Denkpause von Frau Apple mit einem Blick auf die noch offene Seite von Klonovsky: „Sie [die Frauen] können auch besser Panzer einparken“, und schon ist die gute Laune wieder da.

Wer droht hier eigentlich wem? Nach dem Paukenschlag bei Twitter des bei Fox geschassten Erfolgsmoderators Tucker Carlson hat sich der inkommodierte ukrainische Boss veranlasst gefühlt, dem Twitter-Owner Musk die schlimmsten Konsequenzen anzudrohen, wenn das noch mal vorkommen sollte. Der US-Mainstream wird’s gerne hören: Killer-Kommando losschicken und schon ist der Friede der woken Einheitlichkeit gewahrt. Musk wirkte bislang nicht so, als würde er sich einschüchtern lassen, aber er wäre nicht der Erste, der der Gewalt weicht.

Die Kabarettistin Gruber lockte die Massen am Wochenende zur Demo gegen die Heiz-Diktatur nach Erding. Sie machte die grünen Faschisten und ihre Helfershelfer nicht nur lächerlich, nein, sie meint das ernst. Jetzt will sie nachlegen: 100.000 auf der Theresien-Wiese lautet ihre Ansage. Die Wohlmeinenden bewegen sich? Ich kann’s noch nicht glauben. Indes: Bayern hatte stets die besten Anarchisten. Die sind so.

13. Juni 2023

So wird die Weltkrise unumkehrbar: Der ehemalige Generalsekretär der Nato, der Däne Anders Rasmussen, hat die Auffassung öffentlich gemacht, dass jedes einzelne Mitgliedsland durch Entsendung von Truppen in den Ukrainekrieg eingreifen könne, wenn die Allianz sich auf dem nächsten Treffen am 11./12. Juli 2023 in Vinius-Wilna/Litauen nicht auf eine Mitgliedschaft der Ukraine in der Nato einigen könne. Der Däne fungiert jetzt als Berater von Selenskyj. Er teilte mit, dass vor allem Polen zu diesem Schritt bereit sei, möglicherweise auch die baltischen Staaten. Was das zu bedeuten hat, erscheint mir offensichtlich: Sobald die Polen nach Einrücken in die Ukraine auch zu Hause unter russisches Feuer geraten, werden sie verzweifelt nach der Nato rufen. Der September 1939 lässt grüßen.

Nach dem Luftholen konnte ich einem Leserbrief der Zellerzeitung dieses hier entnehmen: Dem Frankfurter Zoo gelang die Nachzucht eines Freien Demokraten. Das Kleine fiel allerdings nach der Geburt sofort um.

Weiter nach Westen: Man wird sich an ein neues Gesichts gewöhnen müssen: Der König des linken Sponsoring, Georg Soros, übergibt die Leitung seiner Stiftungsvermögen an den Sohn Alex. Der ist 37, hat also noch viele Jahre vor sich, um als president of the political action committee auf der Welt Unheil zu stiften. Darauf kann man nun hoffen, denn Sohnemann hat mitgeteilt, er sei politischer als sein Erzeuger.

Soros (2): Vater George hat derweil sein Vermögen aus Tesla herausgezogen, was ihm einen offenbar deftigen Kommentar von dessen Eigner eingetragen hat. Der vergleicht ihn mit einem Comic-Bösewicht namens Magneto – mir bislang völlig unbekannt. Jetzt schäumt die Welt der Wohlmeinenden.

12. Juni 2023

Was lese ich da? Der grünfaschistische Landwirtschaftsminister hat die Leute, die Tichy lesen, ausgerechnet als solche bezichtigt, die nicht mit Messer und Gabel essen könnten. Well done. Jetzt wird auch noch der letzte Wohlmeinende aufmerksam. Es sei, so wird daselbst berichtet, ein Shitstorm über den Tschemm hereingebrochen. Überfliege die mitgelieferten Beispiele. Schade, wie harm- und humorlos.

Dem Tschemm (2) sein Eheweib, eine Journalistin, sei aus der Staatskasse bedient worden, was, als das bekannt wurde, der Anlass für seinen Ärger ist. Dabei war vereinbart worden, die Sache geheim zu halten, genauer gesagt: „VS-Vertraulich. Amtlich geheimgehalten“. – (M)eine Verschlusssachen-Anweisung gesucht und gefunden: § 7 Nr. 3: VS-Vertraulich, wenn die Kenntnisnahme durch Unbefugte für die Interessen oder das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder schädlich sein kann. – Es ist also gelogen, wenn das sponsernde Auswärtige Amt behauptet, die VS-Einstufung sei aus Gründen des Datenschutzes der pekuniär Bedachten erforderlich gewesen.

Tschemms Weib (3): Die Dienste und – seit Bismarcks Zeiten – das AA haben stets gern auf Journalisten als verdeckte Mitarbeiter, zum Beispiel als Einfluss-Agenten, zurückgegriffen. Die Erfahrung sagt: Sie tun für Geld alles, man muss nur die richtigen heraussuchen. War Tschemms Herzensdame keine solche, muss man fragen, wozu das ganze Geld gut sein sollte. Vielleicht war’s ja eine Forderung des Gleichstellungs-Beauftragten.

Der Arzt, der eine Einladung abgelehnt hatte, begründet dies mit totaler Überlastung. Als er sagt, dass die Herzerkrankungen schlagartig zugenommen hätten, frage ich vorsichtig nach dem Impfgeschehen in seiner Praxis. Er sei jetzt beim sechsten Durchlauf angekommen, sagt er, aber die Zahl der Interessenten habe deutlich abgenommen. Auf meinen Einwurf, das liege wohl daran, dass die Ausbleibenden nicht mehr kommen könnten, weil sie tot-gespritzt seien, reagiert er verärgert.

11. Juni 2023

Was für ein Scherz: Die britische verdeckt arbeitende Regierungsstelle, die der Markierung und Löschung von unerwünschten Beiträgen in den sog. sozialen Medien dient, heißt CDU (Couter Disinformation Unit). Sowas kann man sich nicht ausdenken, ich meine jetzt den Namen, denn die Realität hat sich einer ausgedacht, um den Wahnsinn (Corona-, Klima-Lüge und so) zu schützen. Nach dem Auffliegen, will’s keiner gewesen sein.

Schlechter Scherz (2): In Brüssel mehrheitet man, die Asylfrage an den Außengrenzen zu prüfen, wo zu diesem Zweck geschlossene Lager errichtet werden sollen. Wer’s glaubt. Annalena Bb. hat nämlich herausgefunden, dass die Außengrenze in Frankfurt am Main liegt, wenn man die Willkommensbürger einfach einfliegen lässt. 

Kein Scherz (3): Sie weiß nichts, sie kann nichts, und sie muss da weg.

Auch lustig: Es gäbe, so lese ich, aktuell die Generation Z. Das seien die jetzt 15- bis 25-Jährigen. Wenn es sie nicht gäbe, müssten sie erfunden werden. Damit das nicht passiert, haben die einschlägigen Forscher dieselben entdeckt. 

Z (2): Was der Buchstabe bedeutet, das weiß ich nicht. Wenn ich mir die jungen Herren so anschaue, die man dazurechnet, käme womöglich zeugungsunfähig in Betracht. Vielleicht hüfe denen ja, was ich jüngst in einem Möbelhaus entdeckte:

10. Juni 2023

Die ukrainische Kriegführung zeigt alarmierende Elemente der Selbstzerstörung. Ihr jüngstes Sabotageunternehmen traf die russische, über ukrainisches Territorium verlaufende Ammoniak-Pipeline Richtung Schwarzem Meer, die vorgestern in der Gegend von Charkow-Charkiv zerstört wurde. Jetzt wackelt das Getreideabkommen, das es der Ukraine seit letztem Herbst ermöglicht, Weizen per Schiff durch das Schwarze Meer zu exportieren – und Russland im Gegenzug das Ammoniak.

Ammoniak (2): Ist eine Grundsubstanz für Pflanzendünger. Seine unterbrochene Ausfuhrmöglichkeit schadet den Empfängerstaaten deutlich mehr als dem exportierenden Russland. Es ist nun die Frage, wie die zukünftig Geschädigten reagieren werden. Ob die Rechnung Kiews aufgehen wird, dass diese jetzt die Ukraine kompromissloser unterstützen werden, um Russland besiegen zu können, erscheint mehr als fraglich.

Übern Teich: Jetzt unternimmt das US-Justizministerium die Leitung des künftigen Präsidenten-Wahrkampfes, indem es Anklage gegen Trump wg. der Zurückhaltung von Regierungsdokumenten in seinem Privathaus in Florida erhoben hat. Die Angst vor ihm muss bedeutend sein. Ich bezweifle, dass er sich im Verlauf des jetzt folgenden Jahres aus der Justiz-Posse befreien kann.

Angst-Ausbruch (2): Derweil kämpft das woke Amerika mit den Ufos, die jetzt amtlich festgestellt wurden. Das ist die komplette Narretei, mit der das Publikum von der Lage des Landes abgelenkt werden soll. Wie bei Orwell vorausgesehen, wird ein Krieg gegen das ferne Irgendwo inszeniert. Solange das Irgendwo die grünen Männchen vom Mars sind, kann uns das egal sein. Ist es hingegen Russland oder China oder sogar beide, dann nicht.

9. Juni 2023

Über Nacht: Die Lesung von Monika Maron klingt im Ohr nach. Ihre spröde Stimme stützt das Lapidar-groteske der Erzählung Munin fabelhaft. Die alltäglichen Figuren treten in ihrer Hilflosigkeit, ihrer Arroganz und Lächerlichkeit vor das innere Auge, so wie es das Selberlesen nicht vermocht hatte. Ein zauberhafter Abend, der von der Wirklichkeit Pause macht.

Ostfront: Die seit drei, vier Tagen veröffentlichten Meldungen beider Seiten über ukrainische lokale Angriffe stimmen insofern überein, als sie zwei Schwerpunkte nennen: den Raum Saporoshje Richtung Süden und die Region des auf russischem Territorium gelegenen Bjelgorod Richtung Norden. Beide Angriffsoperationen lassen nunmehr eine strategische Idee erkennen. Die Erfolge von Angriff und Abwehr werden unterschiedlich dargestellt. Die Verluste indessen müssen erschreckend hoch sein.

Ostfront (2): Die westliche Erzählung über den Dnjepr-Staudamm hat sich geändert: Nunmehr soll es sich nicht mehr um einen russischen Angriff zur Zerstörung des Überlaufes gehandelt haben, sondern es soll strafbar fahrlässige russische Schlamperei die Katastrophe ausgelöst haben. Man sieht also, dass die ursprüngliche Erzählung (Russen greifen sich selbst an) so hanebüchen war, dass sie korrigiert werden musste.

Ostfront (3): Die Verlautbarungen beider Seiten hinsichtlich des Dammbruchs konzentrieren sich jetzt auf die Ergebnisse. Die ukrainische Seite zeigt Evakuierungsmaßnahmen in der Stadt Cherson (rechts des Dnjepr), um zu belegen, dass sie selbst die Geschädigte ist, während die russische Seite wenig überzeugend darauf verweist, dass sich die Fluten bis zum Sommer verlaufen haben werden.

Ostfront(4): Der von russischer Seite gestern veröffentlichte Video-Schnipsel über die Vernichtung eines Leopard 2-Panzers zeigt – falls er keine Fälschung ist – zunächst eine ohne jeden Abstand marschierende Panzerkolonne, die gleich nach Beginn des russischen Angriffs auf engstem Raum zusammenfährt. – Ich mag kein Besserwisser sein (wirklich nicht, denn ich steckte nicht in diesen Panzern), aber das Geschehen mag ein auf menschlichen Urinstinkten beruhendes Verhalten des Rotte-dich-bei-Gefahr-zusammen dokumentieren, doch taktisch richtig ist es nicht.

8. Juni 2023

Tucker Carlson, der geschasste Nachrichten-Star bei Fox News, hat seine ersten 10 Minuten bei Twitter absolviert. Innerhalb von einer Stunde brachte das über 10 Mio. sogenannter Clicks. Sein ehemaliger Sender Fox News hat im Gegenzug durch seinen Abgang einen rabiaten Zuschauerabsturz erlebt, dessen Ende noch nicht absehbar ist. Gleiches gilt für die zugehörige Aktie. Es ist kaum zu glauben, wie die Firmenbosse das Vermögen ihrer Anleger aus Gründen der Wokeness verbrennen.

Carlson (2): In seinem ersten Twitter-Auftritt lobte er in ironischem Ton die Mainstream-Medien für ihre Leistung, die Sprengung des Dnjepr-Staudamms den sich selbst schädigenden Russen zuzuschreiben und nannte den Herrscher in Kiew einen, dem es gelungen sei vom Schmierenschauspieler zum Oligarchen aufzusteigen. Er wäre buchstäblich ein lebender Heiliger, der ohne Sünde sei.

Wahn-Wettlauf: In den USA läuft wg. des Klima-Schwindels das Verbot der Nutzung von Gas-Herden an. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten macht uns vor, was bei uns alles noch möglich ist. Nebenbei: Beim Verbot von Heizungen ist man dortzulande etwas zurückhaltender, weil es Winter für Winter recht kalt zu werden pflegt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

7. Juni 2023

Dammbruch: Gestern wurde der Überlauf des Dnjepr-Damms nördlich von Cherson zerstört. Beschossen wurde das seit über einem Jahr in russischer Hand befindliche Bauwerk bereits seit Monaten. Die westliche Wertegemeinschaft beschuldigt die Russen dieser Tat. Man muss nicht einmal zwei Minuten nachdenken, um das auszuschließen, denn es ist das von den Russen besetzte Hinterland, das überflutet wird, und es ist die Wasserversorgung der Krim, die schwere Einbußen zu erleiden droht. – Die Medien, die die russische Täterschaft behaupten, sollten ihren Alkohol- und Drogenkonsum in den Griff kriegen.

Medienkonsum (2): Dass man auch bei Tichy nach Erholungspausen der letzten Wochen die Gelegenheit nutzt, auf die Russen (sanft) einzuprügeln, überrascht nicht. Kaum habe ich den Satz geschrieben, korrigiert mich der Abendeintrag bei Stephan Paetow: „Auch wenn unser Chef Olaf ‚in der Sprengung eines Staudamms im russisch besetzten Teil der Ukraine eine gezielte Aktion Russlands‘ sieht, müssen wir Ukraine-Führer Selenskij ganz deutlich sagen: Unsere SPD-Stimmungs-Kanone Olaf ist unverkäuflich und wird auch nicht ausgeliehen! (https://www.spaet-nachrichten.de/2023/06/der-spezialdemokraten-problemmit-digitalisierung-und-kopfrechnen/). 

Medienkonsum (3), diesmal von der Gegenseite: Wie gestern gemutmaßt, sorgt das russische Verteidigungsministerium dafür, dass man bei den Leopard 2-Panzern deutscher Fertigung auf dem Laufenden gehalten wird. Die kurze Sequenz, die es ins Internet gestellt hat, zeigt die Drohnenaufnahme der Vernichtung eines Kampfpanzers. Dass es sich hierbei um einen Leo 2 handelt, kann ich bestenfalls glauben (siehe Foto, wenige Sekunden vor dem Treffer). Sicher werden die Panzerexperten von nah und fern mir in den nächsten Stunden passende Kommentare liefern.

6. Juni 2023

Morden zur Befriedigung des Irreseins: Irlands Regierung erörtert, Hundertausende von Kühen, den Haupteinnahmezweig des Landes, zu töten. Der Grund: sie stören die herbeiphantasierten Klima-Ziele.

Irresein (2): Wird Zeit, dass sich die irischen Kühe ein Beispiel an der Deutschen Post nehmen. Die kann klimaneutral senden und auch empfangen. Plakatiert sie. Mein Vorschlag: einfach den Betrieb einstellen. Plan B: den Vorstand in die Wüste schicken.

Irresein (3): Früher hielten sich Verrückte für Napoleon, heute für die Sonne. Früher wurden sie weggesperrt, heute in die Regierung berufen.

Irresein (4): Wer das Töten von Tiermassen für akzeptabel hält, um dem Klima-Wahn Vorschub zu leisten, wird auch bald nichts mehr daran auszusetzen finden, Menschen, als die angebliche Haupt-Ursache des Ungemachs, in Massen abzuschlachten. Willkommen in Neutralien.

Ostfront: Leser H. berichtet gestern früh von der Durchfahrt eines Güterzuges auf der Strecke Stralsund-Berlin Richtung Süden, beladen mit frischgestrichenen Leopard-Panzern. Bleibt die Frage: Sind es die Dänen oder die Norweger, die hier ihre Alt-Bestände abbauen? Nebenbei: die ersten ihrer Art sind gestern an der Front im Einsatz gesichtet worden. Wir werden sicher bald mehr davon hören.

Ostfront (2): Landauf landab wird von der im Gange befindlichen ukrainischen Offensive gesprochen. Außer ungezählten Gefechten auf dem gesamten Frontbogen und ukrainischen Versuchen, die Grenze nach Russland unsicher zu machen, kann ich nichts erkennen, was ich mit dem Namen einer militärischen Offensive belegen würde. Das ist bestenfalls Nervenkrieg, wenn auch ein äußerst unschöner, denn er erzeugt Tag für Tag Tote und Verwundete.

Ostfront (3): Das anstehende Nato-Großmanöver ab nächster Woche in Osteuropa rechne ich auch unter das Rubrum Nervenkrieg. Nur hat die Bewegung von massenhaft Luftstreitkräften mehr als jeder gelieferte Leopard das Potential, aus dem Ruder zu laufen.

5. Juni 2023

Gendern ist, wenn der Sachse mit dem Boot umkippt. Netzfund (Dank an den anonymen Netzer (sagt man so?)):

Gendern (2): Der Orka, den ich in der Straße von Gibraltar vorbeischwimmen sah, wurde von mir weder für einen solchen gehalten, noch wusste ich bis gestern, dass die Väter dieser im Familienverband auftretenden Kampfschwimmer sich einen Spaß daraus machen, Segelboote zu rammen, damit die lieben Orka-Kinder was zum Spielen haben. – Fazit: Unwissenheit schützt zwar vor Strafe nicht, zuweilen aber vor durchaus berechtigter Furcht.

Merkwürdige Übereinstimmung: Die beiden Präsidentschafts-Kandidaten Trump (Reps) und Kennedy (Dems) erklären, sie würden im Falle ihrer Wahl den Ukrainekrieg sofort beenden. – Nebenbei: So etwas kann im Ernst nur sagen, wer sein Land für verantwortlich hält.

Bei Tisch am Vorabend: Der unwiderruflich letzte Spargel des Jahres suhlt sich in der heißen Butter.

Bei Tisch (2): Sagt der Wohlmeinende, nachdem das Lob des Koches abgeklungen ist: Wurd Zeit, dass der Kanzler dem Putin die Kante gezeigt hat. – Ich: Der Auftritt in Falkensee sah eher nach einem Flopp aus. – Er: Wieso das denn, in den Tagesthemen hat er es gesagt. – Ich: Er im Fernsehen? – Er: Nein, da wurde es klar gesagt. – Gewohnheitswidrig wird ein Smartphone herangeholt und mehrere Auftrittsschnipsel auf YouTube gezeigt, in denen das Publikum den Kanzler überbrüllt. – Er: Das kann nicht echt sein.

In Leipzig randaliert am Wochenende, ganz wie angesagt, der Mob. Bürgermeister Jung gibt sich erschrocken. Das ist Heuchelei auf hohem Niveau, denn seit Jahrzehnten wird diese Klientel in Connewitz von den Genossen gehätschelt.

4. Juni 2023

Nachtarbeit: Einzelaktionen auf beiden Seiten der Ostfront: Russische lokale Vorstöße über den gesamten 1000 km langen Frontbogen verteilt und ukrainische Versuche, den Krieg nördlich Charkow-Charkiw in den Raum Bjelgorot auf russisches Territorium auszuweiten. Nach wie vor ist kein Plan und kein Schwerpunkt zu erkennen. – Nerven- und Abnutzungskrieg.

3. Juni 2023

Die Speisung der 5000: Ebenso wie im biblischen Wunder schafft der US-Kongress das Geld heran, um die drohende Zahlungsunfähigkeit des Staates abzuwenden. Er genehmigt im Klartext neue Schulden, die längst nicht mehr vom gesetzlichen Rahmen, den dieselbe Körperschaft erließ, gedeckt werden. Daran ist nichts Neues oder Überraschendes zu erkennen. Die Show kam lediglich auf den politischen Spielplan, weil es im Repräsentanten-Haus jetzt eine republikanische Mehrheit gibt. Interessant bleibt bestenfalls die Erkenntnis, dass die durch Einnahmen (plus übliches Schuldenmachen) gedeckten Ausgaben der USA nach fünf Monaten verbraucht sind.

Realsatire: Die grünfaschistische Umweltministerin Lemke eröffnet die Dialogreihe Wolf. Nichts für ungut, aber mir geht durch den Kopf, dass Otto-Normal-Wolf vor dieser Frau reißaus nehmen wird.

Ostfront: Ein Kartenvergleich zwischen den Muttersprachgebieten der Ukraine (2010 erstellt bei der Zeitschrift Osteuropa und veröffentlicht durch die Bundeszentrale für politische Bildung) mit den jetzigen Gebietsansprüchen Russlands zeigt eine erstaunliche Übereinstimmung, ja, fast Zurückhaltung der Russen – wenigstens im Augenblick.

Ostfront (2): Es wird diskutiert, ob es den Russen gelungen ist, dass verbunkerte Hauptquartier des ukrainischen Militärgeheimdienstes in Kiew mit Hilfe einer Kinshal-Hyperschall-Rakete zu vernichten. Das wäre eine ziemlich prompte grausame Antwort auf die Ankündigung von dessen Leiter, weltweit – wie bislang – Russen töten zu wollen.

2. Juni 2023

Von gestern, aber noch taufrisch: „Wo ich gerade Fdp lese…ich muß noch die Mülltonne rausbringen“ (aus den Leserbriefen bei Stephan Paetow).

Datenschutz: Aus der verurteilten Gewaltverbrecherin Lina Engel machen die Wahrheits-Medien „Lina E.“. Das klingt geheimnisvoll und wird auch gern mit einem „mutmaßlich“ garniert. In den aktuell von den Wahrheits-Medien veröffentlichten Bildern verbirgt sie ihr Gesicht hinter einem Leitz-Ordner oder in einer Corona-Maske. Aber es gibt sie auch unmaskiert.

Engel (2): Die grünfaschistische Jugend ist außer sich über die Klassenjustiz und ruft zur Gewalt auf.

Engel (3): Unsere Führungsmannschaft gibt sich entsetzt: Bislang hätten Linksextremisten sich nicht gegen Menschen, sondern nur gegen Sachen gewendet. Ich habe nicht genügend viele Anführungszeichen, um das „nur“ zu markieren. Zudem: Diese Typen ziehen seit Jahrzehnten eine blutige Spur durch Deutschland. Nichts hat sich daran geändert. Ebensowenig an der heimlichen Komplizenschaft der Wahrheits-Medien.

Really woke: Washington wechselt den Generalstabschef aus. Dass der grimmige Milley gehen muss, ist kein Wunder, schließlich hat er in letzter Zeit oft genug die Führung seines Landes unmissverständlich aufgefordert, den Ukrainekonflikt so schnell wie möglich am Verhandlungstisch zu lösen. Sein freundlich lachender Nachfolger wird dafür gerühmt, dass er der erste farbige Gay auf diesem Posten sei. Er wird so zitiert: Für ihn komme es darauf an, die Zahl der weißen Offiziere in den Stäben durch Einführung einer Quote zu reduzieren. Bleibt die Frage, ob Netflix jetzt auch in den Streitkräften das Personal-Management übernommen hat.

1. Juni 2023

Glückliches Finnland: Mit der Inbetriebnahme des neuen, gigantischen Kernkraftwerkes ist dortzulande der Strompreis um 75 % gesunken.

Finnland (2): Ist der Nato beigetreten und (wie war das noch gleich?) hat das neue Superkraftwerk mit russischer Hilfe errichten lassen. – Sicherheitsbedenken? …keine.

Finnland (3): Stattdessen mit Missbehagen die großflächige Lüge vor dem Kaufland in Schilda betrachtet.

31. Mai 2023

Deutsches Sprüche-Gut zum Maienschluss: Steter Tropfen macht noch keinen Frühling. Früher Vogel ist aller Laster Anfang.

Rapp-zapp: Uganda führt die Todesstrafe für Homosexuelle ein. Man sieht, die für universell gepriesenen Menschenrechte bedeuten nicht überall dasselbe. Warum auch?

Rettet dem Dativ: Zu meinem gestrigen Polen-Aufsatz aus einem Leserkommentar, den Polenmarkt (rechts der Oder) von Hohenwutzen bei Freienwalde betreffend: Der Küchenchef Empfiehlt Rührei auf Butter mit Pfifferlinge.

30. Mai 2023

Die Wiederwahl des türkischen Herrschers Erdogan weckt gemischte Gefühle. Einerseits kann es mir egal sein, wer da in der Türkei herrscht. Und wie. Doch andererseits weckt die Zustimmung von Millionen der in Deutschland lebenden Türken zum Islamkurs des alten und neuen Bosses strenge Zweifel an deren Loyalität zu dem Lande, in dem sie seit Generationen leben. Eine Aufforderung an jene Gefühlstürken, ins geliebte Land der Väter zurückzukehren, wäre hoch an der Zeit.

Islam (2): Man muss kein Christ sein, um den Islam zu verabscheuen. Andererseits ist mir rätselhaft, wie man Christ sein kann und den Islam zugleich bewundern. Das geht nur so lange gut, bis der Sieger knie-nieder ruft.

An Absurdität kaum zu überbieten: Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert, den Preis für Industrie-Strom von Staats wegen herunter zu subventionieren. Hier werden die selben Leute tätig, die für die jetzt im Gange befindliche Abwanderung deutscher Betriebe wg. unbezahlbarer Stromrechnungen an prominenter Stelle die Mitverantwortung tragen, da sie mit Genuss jahrelang in die Klima-Tröte geblasen haben. – Das kann weg.

29. Mai 2023

Denksportaufgabe: Der fair gehandelte Darjeeling hinterlässt graue Schlieren in der weißen Porzellan-Tasse, der unfair gepflückte Earl Grey tut das morgens nicht. Rätselhaft.

Alles klar: Der Wohlmeinende sagt zu mir, während er sich mein Frühstück mit der Thüringer Blutwurst schmecken lässt, dass die Verfolgung der Klima-Kleber als kriminelle Vereinigung unschön sei. Die paar Ordnungswidrigkeiten, sagt er. …sind massive Straftaten, ergänze ich und spreche dann über die Brotpreise, an denen der Wohlmeinende nichts auszusetzen findet. Ich auch nicht, sage ich, aber die Leute, die beim Lidl Toastbrot einkaufen müssen, schon. Ja, mischt sich seine Frau ein, die ernähren sich ungesund, und hat damit ein Thema für den Rest des Morgens gefunden.

Ostfront: Aus der verwirrenden Vielzahl der Einzelmeldungen schälen sich einige wenige heraus, die nach meiner Vorstellung Bedeutung haben: a) Die Zahl funktionstüchtiger Militär-Flugplätze in der Ukraine scheint drastisch abgenommen zu haben. Sie waren bevorzugt das Ziel russischer Gleitbomben, die aus einer Entfernung von 70 Kilometern vom Flugzeug abgeworfen und sodann punktgenau ins Ziel gesteuert werden. Die Zahl dieser Bomben im russischen Munitionsvorrat soll beträchtlich sein. b) Die russische Elektronik-Abwehr soll in die Steuerungssysteme der von der Ukraine verwendeten und in sehr großer Stückzahl eingesetzten Motorola-Drohnen eingedrungen sein, so dass diese in Echtzeit bekämpft, d.h. abgeschossen werden können.

Ostfront (2): Immer noch wird auf ukrainischer Seite der vollständige Verlust der zur Festung erklärten Stadt Bachmut bestritten, und von der behaupteten Großoffensive zeigt sich keine Spur.

28. Mai 2023

Ja-nein: Die USA will nun doch F 16-Kampfjets in die Ukraine liefern. Allerdings, so sagte der zuständige Staatssekretär, dauere es Jahre, bis ein Pilot diese Maschine beherrsche. Nach einem Crash-Kurs könne er sie frühestens nach 14 Monaten fliegen. – Die Russen können nun das Auftauchen der F 16 am Himmel über der Ukraine abwarten. Kommen sie schon bald, so hat die Ausbildung der ukrainischen Piloten bereits vor Jahr und Tag begonnen, oder aber die Maschinen werden von geleasten US-Piloten geflogen.

Flieger (2): Die Möwe, die ich bei der Betrachtung des Oslo-Fjordes fotografierte, hat sicher nicht so lange gebraucht, bis sie ihr Metier beherrschte. Deswegen saß sie bei meiner Annäherung bis auf die berühmte Armlänge dreist und furchtlos auf dem Dach des Opernhauses, auf dem ich spätabends spazieren ging.

27. Mai 2023

Wirklichkeit schlägt Satire: Das ist in den letzten Jahren schon zu oft behauptet worden, als dass noch jemand hinschaut. Und dennoch: In New York darf ab sofort niemand mehr wg. seiner Fettleibigkeit benachteiligt werden. – Wer hat das gesponsert? McDonald oder Pizza Hut?

Wirklichkeit & Satire (2): Da ist es mir schon lieber, was ich in den Leserbriefen der Zellerzeitung lese, nämlich dieses hier: Um den Rechtsstaat abzubilden, braucht man schon ein Archivbild. Oder das da: Durch den Klimawandel verpassen arktische Erdhörnchen ihre Paarung. Dadurch fehlen in der Gruppe die Trauzeugen.

Wirklichkeit & Satire (3): Die Seemacht Dänemark gibt es tatsächlich. Sie verbirgt sich (im Bild hinten Mitte) bisweilen hinter der Oper von Kopenhagen. Deren Rettungsring trägt die Aufschrift: Welcome on Board. Nebenbei: Die junge Dame stammt nicht aus dem Märchen von Andersen, dem einzigen Dänen, der den meisten Deutschen meiner Generation nach einigem Nachsinnen einfällt.

Und hier (hinten Mitte) die Seemacht noch einmal ohne ablenkende Details:

25. Mai 2023

Davongekommen: Ein Abschnitt des Durham-Reports über das Fehlverhalten des FBI schildert, wie die Clintons mit ihrer zweifelhaften Stiftung außer Verfolgung gesetzt wurden. Ein Staatsanwalt entschied es Anfang 2021, und das FBI schloss den Vorgang endgültig, indem es die Beweismittel vernichtete bzw. an die Eigentümer zurückgab. An sich eine vernünftige Verfahrensweise, die ganz dem amerikanischen Praktiker-Denken entspricht, jedoch fragwürgig ist, wenn Strafverfolger und -verfolgte zusammenwirken. Es handelten dieselben Figuren (FBI-Vize Andrew McCabe und seine Combo), die auch Trumps angebliche Russland-Collusion organisierten.

Ostfront: Nach dem Fall von Bachmut nennt der Chef der Wagner-Legionäre grausame Details, einschließlich der fünfstelligen eigenen Verluste. Nebenbei enthüllt er, wo er die eigenen Kämpfer rekrutierte: in russischen Gefangenenlagern für ukrainische Soldaten. Das erinnert an das Vorgehen der Wehrmacht 1941/42 im Mittelabschnitt der damaligen Ostfront.

Ostfront (2): Nach dem Verlust der zur Festung erklärten Stadt Bachmut ist die ukrainische Seite zur Politik der militärischen Nadelstiche übergegangen, indem sie den Krieg mit kleinen gepanzerten Einheiten über die Grenze nach Russland trägt.

Ablenkungsfütterung: Der Chor der Wohlmeinenden fällt mit geheuchelter Empörung über den geschassten Klima-Staatssekretär Graichen her, indem sie sich über dessen teil-getürkte Dissertation erregen. Währenddessen geht die Entrechtung des Volkes wie von selbst in die nächste Runde: mit dem Heizungskataster. Dieselben Wohlmeinden fangen an, ganz ernsthaft über das Für und Wider zu debattieren, anstatt die Dinge als Diktaturbehelfe zu benennen und die Verursacher insgesamt abzuräumen, denn diese Leute bewegen sich jenseits von Argumenten und an der Schwelle der totalen Macht.

Auch das noch (aus den gestrigen Leserbriefen der Zellerzeitung): Die Habeck-Graichen GmbH plant die Gründung einer Notstromregierung.

24. Mai 2023

Übern Teich: Die US-Presse ist erwacht. Sie veröffentlicht via Reuters ein ukrainisches Propaganda-Photo von Bachmut. Doch die Wahrheit hinter dem Kitschbild lautet: Bachmut, das Symbol des Widerstandes, ist gefallen.

Übern Teich (2): Das Präsidentenwahl-Theater der Republikaner spielt vor vollem Haus. In der Hauptrolle nach wie vor Donald Trump, trotz oder vielleicht wg. der zahlreichen gegen ihn losgetretenen Verfahren. Jetzt sind es Zivilklagen von Frauen, die plötzlich entdecken, von ihm vor Jahrzehnten belästigt worden zu sein. Mehr Bigotterie war nie. Im Verfolgerfeld Floridas Gouverneur Ron de Santis und neu auf dem Spielplan Tesla- und Twitter-Chef Elon Musk sowie der bei Fox geschasste Moderator Tucker Carlson. In weiteren Nebenrollen ein mir bis dato unbekannter schwarzer Senator und Trumps frühere Pressesprecherin. Dass ich mir die Namen der beiden Letztgenannten noch nicht gemerkt habe, ist ein typischer Fall von Rassismus-Leninismus bzw. Frauenfeindlichkeit. Alle Heuchler sind aufgefordert, sich einschlägig zu erregen.

23. Mai 2023

Ostfront: Mit der vollständigen Eroberung von Bachmut durch die Russen, ist der Kampf dort zu Ende. Das wirkt auf mich wie das Eintreten einer gewissen Ratlosigkeit der Sorte: Wie weiter? Von der großen ukrainischen Offensive redet im Moment niemand mehr.Ostfront (2): Es verdichtet sich der Eindruck, dass die Russen im Raum Kiew eine Patriot-Batterie mit Hilfe der Kinshal-Hyperschall-Waffe fast vollständig vernichtet haben. Sie sprechen von 5 (von 6) Abschussrampen und dem Feuerleitsystem. Wie eine Bestätigung klingt es aus Washington, man müsse den Sachverhalt ermitteln.
Ostfront (3): Ist das, was wir derzeit bestenfalls sehen können, ein Luftholen oder ein ratloses Innehalten?

Großes Welttheater: Als deutsche Teilnehmer am aktuellen Bilderberger-Treffen werden von den Veranstaltern diese Sechse hier genannt: die Vorstandsvorsitzenden von BASF (Martin Brudermüller), von Merck (Bélen Garjo) und vom Axel-Springer-Konzern (Mathias Döpfner), daneben Globalisten-Veteran Norbert Röttgen (CDU) sowie ein Herr Schmidt, Wolfgang, von dem ich bei der Gelegenheit zum erstem Mal mitbekomme, dass es der Chef des Bundeskanzleramtes sei, und der grünfaschistische Chef-Ausraster Anton Hofreiter. So wird die Hochzeit von Kapital und Volksfront zelebriert. Wenn überhaupt etwas daran erstaunt, so ist es dies: die Offenheit, in der dies geschieht.

Kleines National-Theater: Die Ablösung des vettern-wirtschaftlichen Klima-Sekretärs Graichen aus dem Hause Habeck ist bestenfalls die verquaste Suche nach einem Ventil, um den Druck auf den grünfaschistischen Wahn etwas zu mildern. Mainstream hofft, dass der Gegenwind sich legen werde, indem man jetzt mit vereinten Kräften auf diesen Graichen einschlägt und nach Plagiaten in seiner Doktor-Arbeit fahndet. Dabei täten in einem geordneten Rechtsstaat Anklagen wg. permanenter Haushaltsuntreue not. Doch dann würde das ganze Gesindel wie Dominosteine umkippen.

Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. Die Bundeszentrale für politische Bildung – sonst für mich steter Quell unfreiwilliger Komik – hat das Bild von vier weiblichen Opfern des 17. Juni 1953 veröffentlicht, deren Namen und Gesicht vor der Publikation geschwärzt wurden. Das ist der stalinistische Stil.

Stalinismus (2): Spätere deutsche Geschichtslehrer werden behaupten, dass es die Betreffenden, deren Verbrechen darin lag, sich über ein nichtsnutziges Gewaltregime geäußert zu haben und die deswegen erschossen wurden, gar nicht gegeben habe. „Können Sie Namen nennen?… Na also.“
Stalinismus (3): Vor rund 10 Jahren wurde das noch anders gesehen. Da wurden die willkürlich Erschossenen aus Stalins Herrschaft der 1930er Jahre endlich mit Gesicht und Namen wieder anschaulich gemacht. Jetzt allerdings sind die einschlägigen Werke auf dem Ramsch gelandet.

22. Mai 2023
Reiseeindrücke: Hassema und Kannssema sind lästige verbale Zwillinge. Mit Hassema beginnt der Appell an die Geldbörse, auf Kannssema folgt der Ruf nach Hand- und Spanndiensten. Beide Nervensägen treten auch leicht verändert außerhalb der Duz-Zone auf, als Hammsema und Könnsema.

17. Mai 2023

Den Tag mit einem Blick in die Leserbriefe der Zellerzeitung begonnen. Man beginnt den Tag mit einem Grinsen, bevor man in die Schlagzeilen der Nacht einsteigt. Hier der Beleg: „Ampels Kampflied: Frisch, Genossen, stellt die Weichen! | Nehmt‘s den Armen, gebt’s den Graichen! | Und die Armen – lasst sie fluchen! | Gibt’s kein Brot, dann tut’s auch Kuchen!“

Schlag (2): Es wird behauptet (und bestritten), dass eine russische Hyperschall-Rakete Kinshal in Kiew in eine Flugabwehr-Batterie Patriot eingeschlagen sei. Ohne Näheres über die Folgen sagen zu können, wird man nicht umhin können, darüber zu spekulieren, dass, falls die Meldung zutrifft, die aus D angelieferte Wunderwaffe den Endsieg womöglich nicht zu garantieren vermag.

Schlag (3): Die Raketensache von Kiew nach dem Sortieren der Meldungen noch einmal in Ruhe durchdacht. Kann es sein, dass die Russen in zwei Wellen angegriffen haben? Die erste führte zur vorhergesehenen Abwehr in Kiew, in die dann die zweite absichtsvoll und ungehindert hineinplatzte?

16. Mai 2023

Der Klimawandel macht keine Pause, sagte soeben ein mir Unbekannter, von dem mitgeteilt wurde, er sei ein Abgeordneter. Das klingt so richtig, dass es nur falsch sein kann, denn alles, was angeblich der Beeinflussung durch den menschlichen Willen unterworfen ist, kann auch durch Pausen unterbrochen werden.

Klima (2): Mit gehöriger Verspätung sind die Eisheiligen eingetroffen. Kamen vermutlich mit der Bahn.

Ostfront: Falls es stimmt, dass die Russen mit einem Raketenangriff ein ukrainisches Munitionslager mit großen Mengen britischer abgereicherter Munition getroffen haben, die daraufhin in einer gigantischen Explosion in die Luft flog, stellt sich die Frage, ob die Angreifer den fatalen Inhalt des Ziels genau gekannt haben. Denn jetzt ist eingetreten, was sie seit einem Jahr – so ihre Verlautbarungen – vermeiden wollten: die massenweise Verwundung der Einwohner. Nunmehr wird die wechselseitige Schuldzuweisung in die nächste Eskalationsstufe münden.

Eskalation (2): Falls die anliefernden Briten genau auf den eingetretenen Effekt gesetzt haben, haben sie erreicht was sie wollten.

Eskalation (3): Die Meldungen aus dem Kampfschwerpunkt von Bachmut passen nicht zusammen. Falls das die lange angekündigte Gegen-Offensive gewesen sein soll, stimmt entweder der russische Abwehrerfolg so nicht, oder aber die Angriffskräfte können kaum als ernsthaft bezeichnet werden, um die russsischen Einschließungskräfte ihrerseits zu umfassen. Ich bezweifle allerdings, dass sich die ukrainischen Streitkräfte angesichts ihrer mehrfach bestätigten Schwäche einen Scheinangriff zur Täuschung des Gegners leisten können.

Übern Teich: Es sickert aus den Eingeweiden der amerikanischen Konservativen heraus, dass das Abschießen des Chefs der Plattform Projekt Veritas, James O’Kneef, das Werk eines Innentäters war, der als sog. Neocon beschrieben wird. Letztere sind eine vage, aber laute Formation, die den Krieg zur Durchsetzung von Amerikas Herrlichkeit für eine Selbstverständlichkeit halten. O’Kneef stand den Schmierengeschäften dieser Leute im Wege.

Übern Teich (2): Sonderermittler John Durham hat gestern seinen Bericht über das Fehlverhalten des FBI in Sachen Trump-Ermittlungen wg. dessen angeblicher Russland-Verstrickung vorgelegt. Er bescheinigt den obersten US-Ermittlern, sie hätten sich von bias (sprich: Beijääs = Parteilichkeit) leiten lassen. Eine kursorische Lektüre zeigt, dass ich an meinen Aussagen im Buch Spygate nichts Substanzielles zurücknehmen oder ändern müsste. Das ist weniger als Eigenlob zu verstehen, denn als Feststellung, dass das, was ich vor knapp drei Jahren herausfand, längst Gemeingut hätte sein können.

15. Mai 2023

Über Nacht das im Vorjahr in fünfter Auflage erschienene Buch über der polnisch-sowjetischen Krieg 1919-21 (Der vergessene Sieg von Stephan Lehnstaedt) gelesen. Der Inhalt und der Umstand, dass mein nagelneues Exemplar vom Ramsch stammt, verlangen nach einer ausführlichen Kommentierung. So erzeugt der Wunsch nach Verbesserung des eigenen Kenntnisstandes unerwartet Arbeit.

Über Nacht (2): Die Ergebnisse von Bremer Wahl und des von mir als ignorierbar eingeschätzten europäischen angeblichen Gesangswettbewerbs hinterlassen keinerlei Eindruck bei mir – außer den, dass sie meine polnischen Betrachtungen stören.

14. Mai 2023

In Bremen werde, so lese ich irgendwo, heute gewählt. Na und? Warum sollte ich mich dafür interessieren? Das überlasse ich getrost den Sondersendungen, wo Experten das erläutern, was sie nicht vorauszusagen vermochten.

Voraussagen (2): Auch die Eisheiligen vermochten nicht ihrem Ruf zu entsprechen. Warum ich unter solchen Bedingungen im Freien sitzend mit der Lektüre des Narrenschiffs von Sebastian Brand begonnen habe, kann ich nicht erklären. Vermutlich weil ich das Buch gestern geschenkt bekam.

13. Mai 2023

Eines besseren belehrt zu sein, bedeutet häufig die Erkenntnis, dass man mit der Wahrheit nicht weitergekommen ist.

Erkenntnis (2): Dem Hund, der in den Kofferraum meines Autos einzusteigen versucht, folgt an zu langer Leine eine Frau in fortgeschrittenem Alter, die, die günstige Gelegenheit ergreifend, sich erkundigt, was ich denn dort alles geladen habe. Meine Auskunft, dass die darin befindlichen, Eierkarton-ähnlichen Pflanzschälchen, die ich mir auftragsgemäß habe einpacken lassen, der Zucht von Kokospalmen dienen, bringt sie ins Grübeln. Schnell wechselt sie das Thema und fragt, nachdem sie sich weiter umgesehen hat, nach meinem Weingeschmack. Als ich ihr – diesmal wahrheitsgemäß – sage, dass die Flaschen vom Aldi stammen, rümpft sie die Nase und zerrt an ihrem Begleiter.

Erkenntnis (3): Im Abendlicht sitze ich an der Ilm und denke erfreut über einen politikfreien Tag nach. Der Tiefurter Park ist an den Rondellen sparsam, aber dank streng ordnender Hand farblich und figürlich exakt mit Blumen bepflanzt. Im Kontrast dazu: Nur ein schmaler Streifen des zum Fluss abfallenden Wiesen-Hanges ist kurzgeschoren, der überwiegende Rest wächst wild und grün. Ich wundere mich über die Vielfalt der Pflanzen, wenn man sie nicht mit dem Mäher belästigt. Der Rasen von einst allerdings ist dies nicht mehr. Bleibt die Frage: Ist dies ein Sieg der Natur über den Menschen? Oder ein Sieg des Menschen über die Natur des Menschen?

12. Mai 2023

Vorwärts Kameraden, wir rudern zurück: Eine ruhige erste Analyse des Stimmengewirrs bei den grünen Faschisten zeigt, dass sie um ihre Macht besorgt sind, seit ihnen zum ersten Mal in ihrer Herrschaftszeit der Wind ins Gesicht bläst. Jetzt versuchen sie es mit der guten alten Kommunisten-Methode von Kritik und Selbstkritik. Nur deren Anführer weiß noch nicht genau, wie und wohin. Er hat zwei massive Stolpersteine auf seinem Weg: den Familienfilz (hier mäkelt das Feuilleton) und die Heizungsidiotie (hier droht das Volk). Die Lügenpresse versucht es mit einem Ablenkungsmanöver nach dem Motto: Habeck zeigt Gesprächsbereitschaft. Als ob es darauf ankäme. Dieser Mann und sein ganzer Augiasstall gehören bis auf den blanken Boden ausgemistet.

Zurück (2): In der Schlacht um Bachmut ist den Ukrainern gestern erstmals ein Einbruch in die russischen Flankenstellungen gelungen. Die Meldungen beider Seiten stimmen überein, wenn auch im Umfang des Geschehens differierend.

11. Mai 2023

In den Reichskammerspielen am Bundeskanzlerplatz kam gestern das Kriminalstück „Der Grüne Filz“ zur Aufführung. In der Hauptrolle Staatsschauspieler H. Beck, bekannt aus der beliebten Familienserie „Die Graichens“. Das Publikum wurde wg. des anstößigen Inhalts ausgeschlossen. Die Presse verlangte hernach unisono die Wiederaufnahme des in der letzten Woche unerwartet unterbrochenen Dramas „Der Letzte macht das Licht aus“.

Übern Teich: Das nunmehr mit republikanischer Mehrheit agierende Aufsichtskomitee des US-Repräsentantenhauses präsentierte die Ergebnisse der für illegal gehaltenen Biden-Familienclan-Einkünfte: Mindestens 10 Mio. US-Dollar aus China während Bidens Amtszeit als Vizepräsident. Die Zahlungen aus der Ukraine warten noch der Bezifferung. Für die wirklich Reichen sind das Peanuts, über die man nicht groß reden muss.

Ostfront: Wie gehabt rabiate Häuserkämpfe in Bachmut. Die ukrainische Gegenoffensive soll den großen Entlastungsschlag bringen, aber es sieht bisher nicht danach aus. Die zum Symbol des Kampfes erhobene Stadt (bzw. deren Ruinen) befinden sich fast vollständig in russischer Hand.

10. Mai 2023

Europäische Werte: Ich hielt das erst für eine Ente, dass Wolodymyr S. mit dem Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet werde. Scheint aber zuzutreffen. Wird er dafür ausgezeichnet, dass er uns Millionen seiner Landsleute hat zukommen lassen, Flüchtlinge und Fahnenflüchtige?

Europäische Werte (2): Ein Mann in einer Operettenuniform erklärt uns derweil, dass er damit fortfahren werde, Russen in aller Welt zu töten. Der Mann heißt Kirill Budanow, und er ist der Direktor des ukrainischen Militärgeheimdienstes. Er hat bereits eine stolze Strecke vorzuweisen.


Da staunt man Bauklötze: Einer amerikanischen Journalistin war kürzlich aufgefallen, dass sie Mitte der 1990er Jahre von Trump vergewaltigt worden war. Der wehrte sich mit der Bemerkung, die Dame sei nicht sein Typ. Dies wiederum wertete ein Geschworenen-Gericht in New York als sexuelle Nötigung und verurteilte Trump zu einer Millionenstrafe, während es ihn vom Vorwurf der Vergewaltigung freisprach.


Clan-Wirtschaft: Der Trauzeuge des Wirtschaftsstaatssekretärs Graichen soll nun doch nicht Chef der Deutschen Energie Agentur werden. Man wolle die Stelle jetzt ausschreiben. Wie überaus gütig. Vermutlich wird vorher die Vetternfindungs-Kommission einberufen.

9. Mai 2023

Richtigerweise wird heute – und nicht gestern – in Russland der Jahrestag des Sieges über Deutschland begangen, denn als Feldmarschall Keitel in Berlin Karlshorst die Kapitulationsurkunde für die deutsche Wehrmacht unterzeichnete, war der 8. Mai 1945 bereits seit über einer Stunde ins Land gegangen, und in Moskau war es noch zwei Stunden später. Gut, auf einen Tag soll es uns nicht ankommen, doch darauf schon: Ein Tag der Befreiung war dieser Tag für meine Eltern nicht, denn sie hatten lediglich das nackte Leben und das von einem ihrer Kinder gerettet. Von allem, was sie ihr eigen nannten, waren sie bereits in den Wochen zuvor befreit worden. Jetzt besaßen sie nichts mehr außer dem, was sie auf dem Leibe trugen. Wie sie den Mut aufbrachten, trotzdem weiterzuleben, ist mir bis heute ein Rätsel.

Zurück in die grelle Gegenwart: Das neue Rentnerische Akrützel von Bernd Zeller ist heute Nacht in meinem elektronischen Briefkasten eingeworfen worden (https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2043.pdf). Dem entnehme ich den H-Beck des Tages:

H-Beck (2): Bereits tags zuvor hatte Sarah Wagenknecht den sichtlich gebräunten Minister im Bundestag zu Rücktritt aufgefordert. Da applaudierten ihr Links und Rechts gemeinsam. Habe mich manchmal gefragt, was die Frau so gefährlich macht. Jetzt weiß ich es: Es ist ihre Revolver-Schnauze.

8. Mai 2023

Bundesminister (Ergänzung zum Vortag): „Befreiungsschlag für Robert Habeck +++ Umbenennung des Wirtschaftsministeriums in Familienministerium für Anfang der kommenden Woche vorgesehen +++ (gefunden in den Leserbriefen von Bernd Zeller).“ 

Zeller-Leser (2): „Mit dem Zweiten sieht man nur die Hälfte: Wieder üble Schmähkritik an ARD&Phoenix, nachdem sie aus einem Interview mit Gitta Connemann (CDU) Passagen mit Kritik an den Grünen herausgeschnitten haben +++ Wir sparen, wo wir nur können und verkürzen notgedrungen auch Interviews. Das spart Zeit, Speicher, Personal und Energie, somit schonen wir noch das Klima, so der ARD-Chef Heiner Graichen am Abend beim Kamingespräch zu seinem Vetter Hubert Graichen, dem Onkel der Cousine von Wirtschaftsminister H-Beck.“

Ostfront: Die Drohnenaufnahmen vom Wochenende zeigen, dass der Kampf um Bachmut sich dem westlichen Stadtrand nähert. Ein Straßenzug nach dem anderen fällt in Schutt und Asche. Danach bleibt nach meiner Einschätzung den überlebenden Verteidigern nur noch die Flucht über weitgehend freies Gelände nach Westen.

Übern Teich: Die US-Finanzministerin erwartet für den kommenden Monat ein Ereignis, das ich mit der gebotenen Vorsicht als Währungs-Crash deute.

Übern Teich (2): Der US-Wahrkampf nimmt mit dem Agieren von Robert Kennedy jun. unerwartet Fahrt auf. Soeben hat er das FBI beschuldigt, an der Ermordung seines Onkels JFK beteiligt gewesen zu sein. So erhält das woke Amerika gleich von zwei Seiten Feuer. Nehme an, dass der Kennedy-Spross den Erzfeind Trump vorübergehend von der Spitze der Feindpersonen verdrängen wird. Er hatte sich bereits durch seine Attacken auf die Impf-Mafia von Fauci, Pfizer & Co tödliche Feinde geschaffen. Jetzt greift zudem er das gesamte Demokraten-Establishment, dem er bis vor kurzem selbst angehörte, frontal an.

7. Mai 2023

Die Rache der verlachten deutschen Kleinstaaterei: Charles (Karl) III. Noch einer der Ihren in einer langen Reihe auf dem britischen Thron. Das wird sich in absehbarer Zeit ändern, nachdem die Gotha-Hannover-Battenberger ihren Hang zur Exklusivität aufgegeben haben, sodass der berühmte Herr Jedermann – von den Frauen mal ganz zu schweigen – in Zukunft auf den Thron geraten wird, falls es ihn dann noch gibt.

Charles (Karl) III (2): Es ist viel vom Eintritt der Monarchie in die Moderne des 21. Jahrhunderts die Rede. Indessen: Amtsvorgänger dieses Namens nahmen kein gutes Ende. Nr. 1 war zum Schluss kopflos, Nr. 2 starb plötzlich und unerwartet. Ursache war eine Vergiftung, deren Anlass bis heute Rätsel aufgibt.

Fallende Preise machen dem Grundstücksmarkt der USA zu schaffen. So haben die einstigen Karibik-Sex-Inseln des zu Tode gekommenen Ex-Eigentümers Epstein statt der erwarteten 135 Mio. Dollar nur 60 Mio. erzielt.

Fallende Preise (2) sind eine Frage der Perspektive. Früher haben sich die Prominenten den Zugang zu Epsteins Minderjährigen- Betrieb war kosten lassen, heute wenden sie beliebige Mittel auf, dass ihr Name nicht auf den Passagierlisten erscheint.

Ostfront: Auf russischer Seite findet der Kampf der Giganten ums Fell des Bären statt. Aber unter uns: Für die Verteilung ist es noch zu früh. Ob der nächtliche Drohnen-Zwischenfall über dem Kreml in diese Rechnung gehört, vermag ich nicht zu sagen.

Ostfront (2) Derweil wartet die Welt auf die gigantische ukrainische Offensive. Ich denke mal, da kann sie lange warten.

Ostfront (3): Die Übergabe des Kampfabschnitts in dem nahezu eroberten Bachmut vom Wagner-Chef Prigoshin an den Tschetschenen-Führer Kadyrow kann nach den Erfahrungen mit dessen Männern in Mariupol im vergangenen Jahr nur bedeuten, dass dort in Kürze Tabula rasa gemacht wird.

Mal ernsthaft: Ich kennen niemanden, der beim Anblick dieses Bildes nicht grinst. Dabei handelt sich um zwei aktuelle Bundeminister bei Verkündung des juristischen Geschlechts-Wechsels der Zukunft. Man kann es sich nicht ausdenken.

6. Mai 2023

Ist mir kürzlich in der Fontane-Stadt Neuruppin nicht aufgefallen, das Dieselaggregat zum Aufladen von Elektro-Spielzeugen. Schade. Hätte gern die dazugehörigen Autobesitzer fotografiert. Zweifel bleiben.

Blättere nach Zusendung dieses Tweets durch einen aufmersamen Leser in der zugehörigen Seite von Telegram, sie gehört zu GHZ Mecklenburg… Rätsele zunächst, was die Abkürzung bedeutet. Klingt ähnlich wie GTZ und GVZ, aber weit gefehlt, es ist: Großherzogtümer Meck-Strelitz und Meck-Schwerin sowie Herzogtum Pommern. Hüstel, letzteres reicht weit bis ins heutige Polen hinein, war allerdings preußisch.

Bei Tisch gestern Abend: Die zu Beginn zu bemerkende Zurückhaltung unter Fremden löst sich durch den Gebrauch der Hände bei den Vorspeisen (Wurst und Schinken aus Italien) auf und wird lärmend, als der Spargel dampfend auf den Tisch kommt.

Bei Tisch (2): Das Gespräch löst sich plötzlich in strikt getrennte Dialoge auf. Der mir gegenüber sitzende Ungar spricht über die Wurzeln seiner Familie und macht Witze über die verschiedenen Volksgruppen. Ich beschränke mich aufs Zuhören.

Volksgruppen (2): Die Direktorin der CDC, der US-Gesundheitsbehörde, Rochelle Walensky, ist heute Nacht zurückgetreten. Sie übte ihr Amt vom Tage der Vereidigung von US-Präsidentendarsteller Biden aus – ihre Ernennung war demnach dringlich –, und sie ist für die furiosen Maßnahmen zur Bekämpfung der angeblichen Großseuche verantwortlich. Biden bedauert ihren Rücktritt. Ich auch, denn sie war und ist – mit den Augen des Mannes betrachtet – ein Lichtblick unter den verkniffenen Gesichtern der Demokraten-Frauen (ich erspare mir Namen).

Volksgruppen (3): Mit Erstaunen las ich im vergangenen Jahr, dass Walensky nur knapp die Wahl zum Mann des Jahres 2021 durch eine bedeutende Weltorganisation verfehlt hatte. Der Pfizer Chef war ihr vorgezogen worden, von dem ich bei dieser Gelegenheit in der zugehörigen Laudatio las, dass er, obschon deutlich jünger als ich, in seinem griechischen Herkunftsort Tessaloniki aktiv im Widerstand gegen die Nazis gearbeitet habe. So so. Das muss vor meiner Zeit gewesen sein, jedenfalls bevor ich vor Jahrzehnten der Stadt einen Besuch abstattete.

5. Mai 2023

Hassundhetze ist eine schlimme Sache, na klar. Frage mich allerdings, ob das Hetzen selbst oder der Hinweis darauf den Tatbestand, den es juristisch (noch) nicht gibt, erfüllt.

Hassundhetze (2): Natürlich freut den Sprach-Gourmet diese Kreation, sie reiht sich klaglos in die Kuriosa vergangener Zeiten ein, wie zum Beispiel Wutundtrauer.

Hassundhetze (3): Die Alternativen nehmen Fahrt auf und entkleiden die Grünen Schicht um Schicht ihrer wärmenden Hemden amerikanischer Fertigung, die den hässlichen Corpus bislang vor der Öffentlichkeit verhüllten.

Hassundhetze (4): Ich klaue den folgenden etwas komplexen Text bei Egon W. Kreutzer (https://egon-w-kreutzer.de/waerme-pumpen-bis-zur-privatinsolvenz). Das enthebt mich der Notwendigkeit, mir das Maul über den grünen Heizwahn fransig zu reden. Der Anfang geht so; „Nach dem Willen der Grünen aller Fraktionen, ausgenommen jener einen, die als A-Wort-Partei vom Verfassungsschutz beobachtet wird, sollen in baldiger Bälde alle Öl- und Gasheizungen sowie möglichst auch alle Holzheizungen stillgelegt werden, denn deren Betrieb bringt als Verbrennungsprodukt Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre, wo es nach Auffassung von XX % aller Wissenschaftler dazu beiträgt, die Temperatur zu erhöhen, was – wenn der Prozess eines Tages weit genug fortgeschritten sein wird – dazu führen würde, dass das Heizen gänzlich überflüssig wird, weil es auch ohne Heizung schon schön warm wäre.“ Der Rest ist wegen der ineinander-spielenden Grunddaten lesens- und aufhebenswert.

Hassundhetze (5): Das kann auf Dauer nicht gutgehen. In einem Video aus Bachmut äußert sich der Chef der Wagner-Söldner Prigoshin vor der Kulisse von Dutzenden seiner gefallenen Männer gegenüber der russischen Öffentlichkeit, wobei er schwere Vorwürfe gegen den Verteidigungsminister und den Generalstabschef, der an der Ukraine-Front zugleich der Oberbefehlshaber ist, erhebt: Die herben Verluste seien die Folge von Munitionsmangel gewesen, während sie und ihresgleichen nur an ihrem abgehobenen Wohlleben in Moskau interessiert seien.

4. Mai 2023

Hose runter, Schwanzkontrolle: Die Fortschrittskoalition präsentiert den Regierungsentwurf für das Transgender-Trallala. Aber ach, wenn Krieg droht, wird’s ernst, dann stellt der Musterungs-Arzt fest, ob Didi, Hansi und Juliane in Wirklichkeit Kerle sind, die die Freiheit am Dnjepr verteidigen müssen. – So viel Heuchelei war selten. Es sind die Kriegsfurien von Grünen und FDP, die dies vorantreiben. Niemand hindert dieselben, der Polnischen Legion beizutreten. Und Tschüss.

3. Mai 2023

Vereins-Klüngel: Dem ADAC gehörte ich Ende der 1970er Jahre an. Die Abschlepp-Freudigkeit meines roten Autos aus Zuffenhausen legte dies nahe. Danach wurde ich normal und brauchte folglich den ADAC nicht mehr. Ab und an las ich die Kuriosa aus den Mündern der dortigen Funktionäre, die irgendwen, aber nicht den gemeinen deutschen Autofahrer zu vertreten scheinen. Jetzt wurde dessen Präsident interviewt. Es sagte – offenbar mit schlechtem Gewissen –, dass er einen Diesel fahre, denn E-Spielzeuge seien für seinen Bedarf ungeeignet. Ich betrachte sein Gesicht und finde in ihm den Prototyp des deutschen Vereinsmeiers wieder. Passt doch, wie man Neudeutsch sagt. 

2. Mai 2023

Hans im Glück: Der bei Fox News rausgeschmissene Moderator Tucker Carlson erhält Angebote zum Weitermachen, von denen die Konkurrenz nur träumen kann. So will ihn Elon Musk zu Twitter lotsen und ein mir bis dato unbekannter Reicher namens Patrick Bet-David bietet ihm für einen 5-Jahrs-Deal 100.000.000,00 Dollar und einen Sitz in seinem Verwaltungsrat. Da können die Woken nur staunen. Ich auch. 

Ostfront: Alles redet über die unmittelbar bevorstehende ukrainische Offensive. Es ist immer noch dieselbe, die vom März, vom April, vom Mai, diesmal aber bestimmt am 9. Mai, um dem Putin die Paarade auf den Roten Platz zu vermiesen. Nun, wir werden sehen. Einstweilen ist es ein Nervenkrieg um Worte, während der verlustreiche Häuserkampf um Bachmut weiter fortschreitet, Straßenzug um Straßenzug. Zum westliche Stadtrand sind es nur noch wenige hundert Meter.

Übern Teich: Der Gesetzgeber von Florida erlässt eine Vorschrift, die es dem Gouverneur de Santis erlaubt, gleichzeitig zu seinem Amt als Präsident der USA zu kandidieren. Jetzt wird es für Trump ernst. Kann mir derzeit nicht vorstellen, dass sie ein gemeinsam sicher unschlagbares Team bilden. Das läge zu nahe.

1. Mai 2023

Ohne Worte, oder: wie sich einer radikalisiert. Nehme noch Wetten entgegen, wie lange der Redner noch in der Christunion sein wird. Übrigens: Der Waldgeist (Foto 2) war meines Wissens nicht dabei, aber zwei Tage zuvor in Leipzig auf den Buchmesse.


28. April 2023

Hast du den Verstand verloren? Eine rhetorische Frage, bestenfalls unter Leuten, die per Du sind, denn noch nie hörte ich sie in der Sie-Form. Ich käme zum Beispiel nicht auf den Gedanken, einer deutschen Außenministerin diese Frage zu stellen. Nicht einmal rein rhetorisch, wenn auch eher aus anderen Gründen nicht.

Verstand verloren? (2): Hört man auf die Zwischentöne, so schwingt eher etwas Fürsorgliches mit. So ähnlich wie: Schalte deinen Kopf ein.

Verstand verloren? (3): Mit einigem Unbehagen erinnere ich mich, dass das Du unter den etwas länger Gedienten der Dienste-Chefs Brauch war. Die Namen – den eigenen mal ausgenommen – habe ich vergessen, und die jetzigen merke ich mir ohnedies nicht mehr.

Das ist wirklich neu: Wenn das Berliner Abgeordnetenhaus den Bürgermeister mit den Stimmen der AfD wählt, bedeutet das, dass die Volksfront versagt hat, weil sie keine eigene Mehrheit mehr bilden kann.

Kaum neu: Umfrage-Institute betonen, dass bei ihren Hokuspokus-Zahlen Abweichungen von Plus-minus-drei-Prozent möglich seien. Angesichts der in der Realität knappen End-Ergebnisse, kann man sich die Umfragen dann auch sparen.

Kaum neu (2): Trotzdem hier die Zahlen von Insa für Thüringen vom vergangenen Wochenende: AfD 28, Linke 22, CDU 21, SPD 11, Grüne 6, FDP 5, sonstige 7. Abgesehen davon, dass mich die Sonstigen mal interessieren täten, könnten die Ergebnisse nach Anwendung der 3-Prozent-Regel auch so aussehen (einfach so, kein Wunsch-Ergebnis): AfD 31, Linke 19, CDU 18, SPD 8 (ziemlich realistisch), Grüne 3, FDP 2, sonstige 19. Dann müsste sich die Volksfront nicht nur einig sein, einen AfD-MP zu verhindern, sondern einen der ihren gemeinsam zu wählen, sonst ist ein AfD-Kandidat nach dem Thüringer Wahlrecht unausweichlich. Ist das realistisch? Wohl kaum.

27. April 2023

Wenn man sich bei geschlossenen Fenstern gedanklich in einem Museum eingerichtet hat, braucht man nicht mehr aufzuräumen, sondern es genügt, hin und wieder Staub zu wischen, damit man den Dialog mit den Eingerahmten fortführen kann.

26. April 2023

Von dem Mann hatte ich, mangels Interesse – früher wäre das anders gewesen –, bis gestern nichts mitgekriegt: Sergej Nagyschkin. Er ist der Chef des SWR, des russischen Auslandsdienstes. Er berichtet jetzt über eine polnische Stabsübung, in der der Feind vom Westen kommt und Stettin einnehmen will. – Entweder der Mann betreibt Desinformation, wovon ich ausgehe. Oder die Übenden haben den Verstand verloren, was sie gefährlich macht, denn sie sind mit deutschen Waffen ausgestattet.

Denkspiele (2): Ein deutscher Angriff gegen Polen ist ebenso wahrscheinlich, wie das plötzliche Intelligent-werden von Annalena Bb. Kurzum, ganz ausgeschlossen.

Ostfront: Es lässt sich beim besten Willen aus den zahlreichen Einzelmeldungen kein operativer Zusammenhang für die eine oder andere Seite herauslesen. Experten, zu denen ich nicht zähle, rücken vorsorglich die Entscheidung ins Jahr 2024. Das ist aus Sicht der US-Regierung verständlich (siehe unten).

Blick übern Teich: Der amtierende Präsident – gerade ist mir sein Name entfallen – hat soeben seine Absicht auf eine Wiederwahl öffentlich bekundet. Sein Kontrahent wird nach allen Regeln amerikanischer Justizkunst mit Prozessen überzogen.

Präsidenten-Klamauk (2): Trumps wichtigster Wahlhelfer, Tucker Carlson, wurde am Wochenende – für ihn überraschend – bei Fox News rausgeschmissen. Er erreichte mit seiner Nachrichtenshow Abend für Abend zwischen drei und vier Millionen Amerikaner. Das gilt dortzulande als Spitzenwert. Bei seinem Interview mit Trump vor 14 Tagen waren sogar knapp 7 Millionen Zuschauer eingeschaltet. Jetzt hat der Rupert Murdoch gehörende Sender den Stecker gezogen. Das war bereits im Januar versucht worden. Jetzt hat es geklappt, nachdem der Delinquent in letzter Zeit gleich dreimal einen Tabubruch im woken Amerika begangen hatte: a) Veröffentlichung von internen Überwachungsaufnahmen aus dem angeblichen Sturm auf den Kongress im Januar 2020, welche den ganzen Fake-Rummel rund um Trump bloßstellen, b) Interview vor 14 Tagen mit Trump selbst, c) letzte Woche Interview mit Elon Musk, der auf die Gefahr der künstlichen Intelligenz und deren Macher hinwies.

25. April 2023

Man muss auch loben können. In diesem Fall Tichys Einblick. Seit zwei Wochen veröffentlicht dort der Journalist Marco Gallina Texte über den grünen Selbstversorgungsfilz, dessen Zentrum sich nach Jahren seiner Existenz von den NGOs in die Bundesregierung verlagert hat. An der Zentralkasse dieses Selbstbedienungsladens die Familie Graichen.

Graichen (2): Beim Lesen von Gallinas Aufsätzen bemerke ich, wie er mehrere Anläufe braucht, um den skandalösen Gesamtkomplex einigermaßen unter Kontrolle zu bringen. Kaum scheint ein Tatbestand abgeschlossen, schon taucht wie Kai aus der Kiste ein neuer Mittäter, ein neuer Profitteuer auf.

Graichen (3): Ich kann gut nachvollziehen, wie es dem Tichy-Autor ergeht, da ich vor Wochen einem der anrüchigen Finanzstränge – dem von der Firma Metro zur Agora – habe nachzugehen versucht. Er war, als ob man einem Wollfaden zieht, und ein Strickwarenladen poltert einem vor die Füße.

Bei Paetow lese ich heute Nacht einen boshaften Kommentar zum FDP-Parteitag vom Wochenende. Seine Quelle: dort Anwesende. Damit wird etwas kaum Glaubliches bekannt: Es sei inhaltlich gegen den jetzigen Kurs mit drastischen Worten gestritten worden. Das war nach dem problemlosen erneuten Abnicken der Führungs-Clique kaum zu erwarten. 

FDP (2): Natürlich hat die Öffentlichkeit von derartigem Rebellentum nichts mitgekriegt. Denn wäre es den Rebellen mit ihren Anliegen ernst gewesen, hätten sie als erstes Lindner & Co abgeräumt. Dann hätten es alle mitgekriegt.

FDP (3): So bleibt die Partei, was sie ist: Für weitere zwei Jahre Mehrheitsbeschaffer für den rot-grün-schwarzen Wahnsinn und im übrigen belanglos.

FDP (4): Vielleicht wäre dies hier ein brauchbares Motto für die FDP-Rebellen:

24. April 2023

Frühmorgens stark bewölkt, kalt und windstill. Wieder so ein Tag, wo die Chefs polnischer Energieunternehmen die Wodka-Flaschen zum fröhlichen Umtrunk kaltstellen, um darauf anzustoßen, dass die irren Deutschen dringend den überteuerten polnischen Kohle-Strom brauchen, selbst wenn dank Abschaltung deutscher Atomstrom, wie die grüne Spitzenfrau Göring-Eckart sicher weiß, die Netze nicht mehr verstopft und damit den Windstrom verhindert. Sie hat das wirklich gesagt, und es genügt nicht, sich darüber fassungslos zu sein oder sich lustig zu machen. Vielmehr müssen sie und ihresgleichen umgehen und ein für allemal aus ihren Posten entfernt werden, denn sie ruinieren unser Land und seine deutsche Bevölkerung.

Kontrastprogramm: Die Insa-Umfrage von gestern kommt angeblich zu dem Ergebnis, dass die Ampel keine Mehrheit mehr hinter sich habe. Selbst, wenn man unterstellt, dass Umfragen nicht herbeigelogen werden, kann ich die Folgerung nicht erkennen. Die drei Ampelisten kommen danach auf gesamt 44,5 Prozent, die CDU auf 28 und die AfD auf 16, die übrigen Prozente spielen bei der Sitzverteilung keine Rolle. D.h., die Ampel könnte ohne weiteres weitermachen. Man muss sich also nicht wundern, wenn sie’s, wie gehabt, tut. (Grafik: Epoch Times von heute).

23. April 2023

Habe mir nachträglich das Interview von Tucker Carlson mit Elon Musk auf Fox TV angesehen. Kurzfassung: Musk kommt auf die Künstliche Intelligenz (amerikanisch: AI) zu sprechen. Er habe den mit ihm befreundeten Google-Gründer Larry Page in dessen Haus in Palo Alto/California besucht, bei welcher Gelegenheit dieser ihn in seine Pläne eingeweiht habe, die totale Kontrolle mit Hilfe der AI zu übernehmen. Musk habe sich – soweit ich ihn verstehe – solchem Mittun verweigert (ob’s stimmt?), er halte die Idee und den Mann dahinter für eine Gefahr für die ganze Menschheit. Es sei Zeit, dass der Staat eingreife.Musk (2): Betrachte mit Muße Bilder von Musk, Page (den ich bislang nicht richtig vor Augen hatte) und deren großen Konkurrenten beim goldenen AI-Geschäft, Bill Gates. Da besteht zwei zu eins der Abstand einer ganzen Generation. Die Jüngeren wenden es durchsetzen, fragt sich nur, ob Musk oder Page, denn hier geht es nicht nur um die Macht, sondern um den Wahn der Allmacht.


Wenn, wie vor Tagen geschehen, sich der Innenminister des Nato-Mitglieds Türkei dahingehend äußert, dass alle (Länder) die Amerikaner hassen, sollten sich dieselben Gedanken machen. – Bezweifle indessen nach Lektüre der jüngst eingetroffenen Foreign Affairs, dass dies in der von mir als selbstverständlich angenommenen Richtung der Fall ist.

Foreign Affairs (2): Stattdessen kommt dort Samantha Powers, Chefin von US AID, der amerikanischen Demokratie-Bringer Organisation, ausgiebig zu Wort. Wo immer sie auftritt, liegt ein regime change in der Luft, zu deutsch: ein US-gesteuerter Umsturz. In Russland scheiterte man vor Jahren, in der Ukraine war man erfolgreich, in Weißrussland scheiterte man erneut, in Georgien und den angrenzenden Ländern waren die Ergebnisse so so, in etliche Ländern des Nahen Ostens ebenso. Jetzt scheint Afrika das Zielgebiet Nr. Eins zu sein. Und nicht zu vergessen: das ungehorsame Ungarn.

Foreign Affairs (3): Purer Zufall, aber gleichzeitig traf das jüngste Heft der Sezession per Post ein. Andere Sprache, andere Welt. Würden die im Rittergut zu Steigra/Sachsen Anhalt sich der amerikanischen Injurien und der unverblümten Sprache der US-Eliten bedienen, das gäbe ein Mainstream-Hass-Fest. Aber sie tun es nicht. Stattdessen der für ewig gehaltene Ernst Jünger, aber wer versteht den schon, geschweige denn Karl Schmitt oder Gottfried Benn. Man sieht, die Zahl der Götter ist begrenzt und zeitlos. Man könnte auch sagen: Sie sperren sich – wie schon zu ihren Lebzeiten – gegen die Gegenwart.

22. April 2023

Lerne ein neues Wort aus dem Polit-Sprech kennen: Ramstein-Format. Damit wird die Einbestellung in den Hunsrück (vormals Deutschland) zur Befehlsausgabe an die Nato-Wehrminister durch den mächtigen Häuptling Lloyd bezeichnet. 

Ramstein (2) Der deutsche Teilnehme am letzten großen Tamtam (Pistorius) hat mitgeteilt, dass der Ukraine-Krieg erst beendet sein wird, wenn diese gesiegt hat. Rege an, dass er seinen Hintersassen in den Hintern tritt, damit diese ihn etwas breiter mit Infos aus dem Osten und dem Westen versorgen. Sonst könnte es sein, dass wir immer noch Leos für den Endsieg entmotten, während die Amis längst über alle Berge sind.

21. April 2023

Defender heißt das Nato-Militärmanöver, das momentan an der Ostgrenze des Bündnisses stattfindet. Defender – was gibt’s denn da zu verteidigen? Nun, Demokratie und Menschenrechte. Gegen wen? Gegen den Russen. Greift er die Nato gerade an? Im Moment nicht so direkt, aber in aller Kürze, wenn ihn die Gegenoffensive der Ukraine bis hinter den Ural zurückgeworfen hat. Dann bestimmt.

Defender (2): Einen militärische Sinn hat der Nato-Aufmarsch nur, wenn man damit rechnet, dass die seit langem angekündigte ukrainische Offensive in einem Desaster endet, und die russische Armee, einmal in Bewegung geraten, an den bekannten Grenzen nicht Halt machen wird. Realistisch? Wohl kaum.

Übern Teich: In den Gesetzgebungsorganen der Union und der Einzelstaaten ist ein wilder Streit über die Teilnahme von Möchtegern-Frauen in den weiblichen Sportdisziplinen entbrannt. Haben diese Leute sonst keine Probleme?

US-Probleme (2): Doch haben sie, denn Präsident Joe B. hat soeben künftige Quoten für Elektroautos auf Amerikas Straßen festgelegt.

US-Probleme (3): Nach Auskunft des Chefs der JP Morgan Chase Bank ist die Lage zahlreicher amerikanischer Banken prekär. Frage mich gerade, wer eigentlich die Gläubiger der Ukraine-Schulden sind? Ist wohl auch dem neu besetzten Repräsentantenhaus aufgefallen, das Biden bei weiteren einschlägigen Ausgaben in den Arm zu fallen droht.

US-Probleme (4): Die Zahl der Präsidentenbewerber nimmt täglich zu. Für Wetten ist es noch zu früh. Deutsche Experten sind für den Kennedy-Neffen.

20. April 2023

Ein alter Fahrensmann wundert sich: Wie kam der Leopard 2 A 4 in diesen Zustand? a) Der pöse Putin war‘s. b) Ein Ergebnis der Stiftung Warentest bei der Suche nach bislang unerkannten Schwachstellen. c) Ukrainische Soldaten wurden auf einem polnischen Übungsplatz von polnische Instrukteuren ausgebildet. d) Der Panzer sollte zerlegt werden, da es für Turm und Wanne unterschiedliche Abnehmer auf dem schwarzen Markt gab. 

Mit dem Wort Konstrukt bezeichnet man ein wirklichkeitsfremdes Gedankengebäude. Es ist nicht ohne Witz, dass das Wort zur Lieblingsvokabel aller Wolkenkuckucksheimer geworden ist, die damit die von ihnen befehdete Wirklichkeit bezeichnen. Der Begriff wird damit zum Konstrukt vom Konstrukt… oder so.

Bei einer neuerlichen spontanen Recherche in Sachen Schwedt-Raffinerie PCK aufgrund eines Telefonats mit einem Dortigen tun sich Abgründe auf. Die rufen nach einer kalten Beschreibung. Ich gerate Zweifel, ob sie etwas nutzen kann. Wenn ich hier aufschreibe, was mir aufgrund langer beruflicher Befassung mit Anarcho-Sprüchen gerade durch den Kopf geht (Auf der Ostseeinsel Poel | heizt man mit Kasachen-Öl), halten mich die Leute für übergeschnappt. Es ist ein Ventil, Leute, sonst nichts.

19. April 2023

Der Wahnwitz hat Methode: Stelle ein absurde Forderung auf, über die nicht diskutiert werden darf und diktiere den Leuten dann die irrwitzigen Konsequenzen. Stimmt nicht? Doch stimmt: „Mit dem Ziel der Klimaneutralität 2045 besteht für über 90 Prozent der bestehenden Gasverteilnetze absehbar keine Verwendung mehr. Ohne eine geordnete Stilllegung beziehungsweise eine bedarfsorientierte Umrüstung der Netze auf Wasserstoffdrohen bis 2044 gestrandete Vermögenswerte von bis zu zehn Milliarden Euro und eine Versechzehnfachung der Netzentgelte für Gaskund:innen. Das zeigt eine neue Studie von Agora Energiewende. Um dies zu vermeiden, benötigt es eine rasche Ausrichtung der Regelungen für die Planung und Finanzierung der Gasverteilnetze auf die Klimaziele.“. So die grünfaschistische Vorfeldorganisation Agora Energiewende in ihrer Pressemitteilung vom 18. April 2023. Und nicht vergessen: Diese Mischpoke gilt als gemeinnützig und – wichtiger noch – gibt den Takt der heutigen Regierungspolitik in D vor.

Wahnwitz (2) im feinen Zwirn: Der Ex-Chef der Agora Energiewende, Patrick Graichen, ist heute beamteter Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Er ist – laut eigener Interviewaussage – der Meinung, dass energieintensive Industrie-Betriebe in Gegenden auswandern sollten, wo es den Strom für ein bis zwei Cent gibt.

Wahnwitz (3) und Wirklichkeit: Das fragliche Interview gab Graichen der Plattform Clean up des Briten Michael Liebreich, deren Sponsor zudem eine Investmentgesellschaft Capricorn Investment Group ist, die 9 Milliarden € schwer sein soll und in die sog. Erneuerbaren investiert. Man sage also nicht, dass sich die Energiewende nicht lohne. Oder anders ausgedrückt: Hier handelt es sich um eine Pressure Group, in der mit dem Segen des deutschen Staates eine Hand die andere wäscht.

18. April 2023

Beim Geld hört die Freundschaft auf: Polen, die Slowakei und Ungarn verhängen einen Einfuhr-Stopp für Getreide aus der Ukraine. Die Dumping-Preise würden die eigene Landwirtschaft ruinieren. In Brüssel hat das Schnappatmung ausgelöst, schließlich sei Landwirtschaft eine Sache der EU, hört man von dort.

Wunderkind Elon Musk hat gestern Nacht bei Fox darauf aufmerksam gemacht, dass die beiden führenden künstlichen Intelligenz-Systeme (von Google und von Microsoft) eine drängende Gefahr für die ganze Menschheit darstellen. Das ist nicht grundlegend neu, aber er hat seinen Konkurrenten von Google, Larry Page, beschuldigt, ein goldenes Monopol im Zeichen der Wokeness auszubauen, dem er, Musk sich durch einen eigenen Ansatz als Konkurrenz entgegenstellen will. – Unermesslicher Reichtum ist das eine, aber es ist in Wirklichkeit der Kick der Macht, die erstmals zur Allmacht zu werden verspricht, was diese Typen vorantreibt.

17. April 2023

Die Woche beginnt mit vortrefflichen Lügen: Eine Studienabbrecherin der grünen Faschisten verspricht, dass der Strom nach Schließung der letzten Kernkraftwerke jetzt billiger werde.

Lügen (2): Lange bevor der Begriff der Lügenpresse aufkam, sagten die Leute: Bild lügt. Jetzt verbreitet man dort eine Meldung, wonach die Innenministerin Nanzy F. gesagt habe, wer Politiker werden wolle, müsse mindestens nach abgeschlossener Ausbildung in einem Beruf gearbeitet haben. Das klingt zu richtig, um wahr zu sein.

Lügen (3): Während das große und gute Amerika die Festnahme des einundzwanzig-jährigen Datenverräters feiert, melden sich die Ex-Agenten verschiedener US-Dienste zu Wort. Die Dienststellung des jungen Mannes auf einer Airbase in der Provinz hätte ihm niemals die Möglichkeit gegeben, auf diese Dokumente zuzugreifen. Es komme angesichts der verschiedenen Hersteller der Originale und der Abschottung der Dienste gegeneinander nur eine wissende Stelle für das Konvolut in Betracht: die Behörde des Geheimdienstkoordinators (DNI). Oder der Sicherheitsberater des Präsidenten. Es sei daher ein controlled leak, ein beabsichtigtes vorgebliches Leck, sehr wahrscheinlich. Der Grund: die Öffentlichkeit soll mit der Wahrheit über die verfahrene Lage im Ukraine-Krieg konfrontiert werden. – Dann wäre der junge Luftwaffen-Mann nur der ahnungslose Prügelknabe.

16. April 2023

Während ich gestern am späten Abend im Gewandhaus in Leipzig sitze und dort einen ohrenbetäubenden Krach anhöre (Westbam meets Wagner), werden ganz ohne weitere Geräuschentwicklung – sieht man einmal vom Jubel der grünen Faschisten ab ­– die letzten 3 deutschen Kernkraftwerke vom Netz genommen. Ironie des Kahlschlags: Jetzt stehen sie in der Gegend rum und brauchen Strom.

Wagner (2): Lese erst im Nachhinein das Programmheft. Das ist auch gut so, denn es wird viel Text benötigt, um mir zu erläutern, was ich selbst erlebt habe: Orchestermusik gegen Mischpult, an dem einer herumhopst, der offenbar der Erfinder (?Komponist) dieser grellen Show ist. Was er dort genau tut, ist nicht zu ergründen, das Orchester hingegen spielt tatsächlich, wenn auch nicht immer zu hören.

Wagner (3): Einen Satz aus dem Programmheft finde ich bemerkenswert. Wagner-Interpreten hätten über die Jahrzehnte nichts unversucht gelassen, die äußeren Vorgaben des Meisters zu sprengen, nur an die Musik selbst hätte sich keiner herangewagt. Nun, diese Schwelle ist jetzt überschritten worden. Deutlich.

Wagner (4): Das Orchester spielt nach frenetischem Beifall eine Zugabe. Jetzt höre ich den Walkürenritt unschwer heraus.

Wagner (5): Mit Muße habe ich die Architektur und das Konzertsaal-Innenleben des Gewandhauses betrachtet. Einen solche Wurf hatte ich den Kulturbolschewisten nicht zugetraut (Vorurteil wird korrigiert). Allerdings belehrt mich die Hängung der Auftragskunst, die eher nach Quadratmetern misst, wo ich mich befinde. Die Bilder sind so grässlich, dass ich mich frage, wie die Staatsmaler das hingekriegt haben. Die herumstehenden Skulpturen der Komponisten sind hingegen ohne weiteres wiederzuerkennen.

15. April 2023

Unter den Wolken: Auf Flughäfen Schlange zu stehen, ist grimmig ertragene Routine. Auffällig fand ich jüngst, als ich mich durch so eine Schlange kämpfte, dass sich diese vor dem Verkaufstresen von Star Bucks gebildet hatte. Vier Bedienstete sorgten für den Stau: Eine nahm die Bestellung entgegen und rief sodann den anderen etwas zu, eine zweite bediente die Kasse und übergab nach der Zahlung dem Kunden eine ellenlange Papierschlange. Eine dritte beschriftete mit einem Filzstift einen Kaffeebecher und bediente sodann den Kaffee-Automaten. wo bereits eine Reihe leerer Becher standen. Eine vierte brachte den nächsten gefüllten Becher an das andere Ende der Theke, wo eine kleine Horde von Kunden aus der Phase eins und zwei herumstanden. – 100 Meter weiter bei einem Nicht-Ketten-Kaffeeausschank arbeiteten zwei Frauen in flottem Tempo ganz ohne Warteschlangen. Die Armen.

14. April 2023

Gestern wurde ein junger Mann namens Teixeira in Massachusetts von einer FBI-Combo in Kampfanzügen pressewirksam festgenommen. Er soll der Geheimnisverräter des US-Regierungs-Dokumenten-Konvoluts über den Ukraine-Krieg sein. Wer’s glaubt. Zu widersprüchlich sind die Angaben aus der US-Regierung: Einerseits Fälschungen, andererseits schwerer Schaden für die nationale Sicherheit. Ja, was denn nun? Falls die Dokumente echt sind, weisen sie u.a. aus, dass die US-Administration die Öffentlichkeit über US-Militär in der Ukraine und über die ukrainischen Verluste belogen hat.

Vor Tagen behauptete Twitter-Eigner Musk, die BBC sei staatsabhängig. Großes Aufjaulen gegen den Verleumder. Man beschließt, ihn in einem Fernsehinterview bloßzustellen. Und das ging so (Auszug): Musk: Okay. Dann müssen Sie also irgendwann die For You hasserfüllten Inhalte gesehen haben. Und ich frage nach einem Beispiel. Richtig? Und Sie können uns nicht ein einziges nennen. Sie wissen nicht, wovon Sie reden. Clayton: Wirklich nicht? Musk: Ja. Denn Sie können nicht ein einziges Beispiel für hasserfüllte Inhalte nennen. Nicht einmal einen Tweet! Und doch haben Sie behauptet, dass der hasserfüllte Inhalt hoch sei. Das ist eine Lüge. Sie haben einfach gelogen! Clayton: Nein. Was ich behauptet habe, ist, dass es viele Organisationen gibt, die sagen, dass diese Art von Informationen auf dem Vormarsch ist. Das Institute for Strategic Dialogue in Großbritannien sagt das auch.

Derweil in D: Die Zukunftskoalition führt die Legalisierung von Cannabis ein. Das ist unverantwortlicher Wahnsinn. Wollen deren Exponenten sich im Nachhinein straffrei stellen?

13. April 2023

Man versteht allmählich, warum die US-Regierung so hektisch auf das Daten-Leck reagiert. Es liegt am Inhalt. Die Stärke der ukrainischen Armee für die vielfach angekündigte Offensive bei Saporoshje wird so beschrieben, dass, selbst wenn es gelänge, die Brigaden, so wie geplant aufzustellen, diese bei dem Angriff nach Süden keine Chance hätten. Es fehlen sowohl die gepanzerten Fahrzeuge als auch die mobile Flugabwehr. Eine strategische Offensive bei gegnerischer Lufthoheit? Das riecht nach der deutschen Ardennenoffensive im Dezember 1944. Da ging es einigermaßen vorwärts, bis der bedeckte Himmel aufriss und die amerikanischen Jabos das Geschehen bestimmten.

Leck (2): Die Verbündeten der USA finden es, wie ich annehme, nicht witzig, wenn der Hegemon deren Leistungsbereitschaft und -fähigkeit schmäht. Nicht jedes Land ist so devot wie unser eigenes. Was die Nicht-Verbündeten dazu meinen, liegt noch nicht offen da. Ich nehme an, sie sagen: Die können es nicht.

Kriegsgeschehen: Lese bei Walter Post, dass der Ukraine-Krieg der erste seit Jahrzehnten sei, wo zwei gut gerüstete Militärmächte aufeinandertreffen. Die satellitengestützte Echtzeit-Aufklärung mache großräumige Operationen praktisch unmöglich, bis, ja bis eine der Seiten so schwach sei, dass sie mit den Daten über den Feind nichts Substanzielles mehr anfangen könne. Ein interessanter Gedanke. Wir werden die Richtigkeit dieser Erwägungen womöglich nach dem Scheitern der ukrainischen Frühjahroffensive life betrachten können. Allerdings bezweifle ich, dass wir einen solchen ukrainischen Angriff, der diesen Namen verdient, bis zum Mai erleben werden.

12. April 2023

„Noch nie“, so lassen die Medien den Karl Lauterbach lamentieren, „hatten wir so viele Staatsfeinde“. – Man wundert sich nicht über diese Aussage, denn Lauterbach hält sich und seinesgleichen für den Staat. Diese Wahn-Vorstellung aus politischem Munde verdankt die zivilisierte Welt dem Franzosenherrscher Ludwig XIV. (l’etat, c‘est moi). – Auch er war beträchtlich verrückt, denn er ließ sich in seinen Mannesjahren sämtliche Zähne ziehen, von denen er – einer damals grassierenden Mode folgend – annahm, sie seien der Quell jeglicher Krankheit. – So Karl, jetzt bist du wieder dran.

Staatsfeinde (2): US-Verteidigungsminister Austin kündigt an, für die Entdeckung des Informationslochs in Sachen Ukraine-Krieg im Sicherheitsapparat sämtliche Steine umdrehen zu lassen, bis man des Täters habhaft sei. – Nehme an, dass es genügt, eine Zusammenstellung aller geleakten Geheim-Dokumente der Kategorie Top secret aufzustellen und zu kontrollieren, wer – personengenau – sie in Händen hielt. Das Ergebnis könnte zu höchst unangenehmen Erkenntnissen führen.

11. April 2023

Der gestrige Osterausflug nach Veßra im Südthüringischen beschert einige bemerkenswerte Erkenntnisse. (a) Die Symbiose zwischen Adel und Kirche führte 1131 zur Gründung des Prämonstratenser Klosters Veßra, von dem noch die beeindruckenden romanischen Türme der Klosterkirche stehen. (b) Das Grafengeschlecht der Henneberger hatte dort jahrhundertelang das Sagen. Die Entscheidung zur Teilnahme an der Reformation brachte ihnen einen bedeutenden Vorteil: Aus dem Klosterbesitz wurde eine gräfliche Domäne. Doch war es von Anbeginn an keineswegs so, dass züchtige Mönchlein allein daselbst gehauset hätten, vielmehr war auch ein Nonnenkonvent auf dem nämlichen Grund und Boden. Das war Anlass fürs Scherzen und Fröhlichkeit. Aber nur solange, bis ein päpstliches Dekret der kirchenamtlichen Unzucht Einhalt gebot.

Veßra (2): Alles dies und manches andere wüsste ich nicht zu berichten, wenn ich mir nicht ein Exemplar der ausliegenden Festschrift zum 25. Jubiläum des Museums aus dem Jahre 2000 mitgenommen hätte. Publikationen dieser Art haben stets mein Entzücken hervorgerufen, da sie in ausufernden Aufsätzen über Details zu berichten wissen, an deren Existenz man im Traum nicht gedacht hätte. Einer genauen Beschreibung von Archivalien daselbst verdanke ich die Erkenntnis, dass einer der Grafen (gest. 1159 oder 1160) den Namen Gotebold trug. Alle diese Herrscher hatten auf Abbildungen unterschiedliche Gewänder an, aber in einem waren sie gleich: Sie stützten eine ihrer Hände auf den Griff des gegürteten Schwertes.

Veßra (3): Anlass der Fahrt in die Klosteranlage war der irgendwo aufgeschnappte Hinweis, dass daselbst die Landes-Fotoausstellung sei. Betrachte mit Muße die Exponate. Zwei habe ich per Handy recht unvollkommen abgekupfert. Fünf nach zwölf und Schnabel halten.

Hurra, wir verblöden: „Demokratie ist, wenn du sagen darfst, dass du nichts mehr sagen darfst“ ist ein Satz, für den der Steuerbürger viel Geld aufwenden muss, denn er wird derzeit auf Großflächen-Plakaten vom Haus der Weimarer-Republik in Schilda verbreitet. Er entlarvt ein kurioses Demokratie-Verständnis. Man darf das, was einem zuteil wird („du darfst“). Wie wäre es mit: In der Demokratie kommt die verbreitete Stimmung, dass einer nichts sagen darf, nicht vor. Falls sie dennoch auftaucht, ist in der Demokratie etwas gründlich schiefgelaufen.

10. April 2023

Zellers Rentnerisches Akrützel im elektronischen Postfach vorgefunden. Seine Bedeutung geht weit über Lokales und Regionales hinaus, sondern es ist ein Frontalangriff auf die politische und publizistische Desinformation und die damit Hand in Hand gehende Heuchelei. Ich folge dem Wunsch des Herausgebers, an der Weiterverbreitung mitzuwirken. Voilà: https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/42.pdf.

Presse (2): Washington Post und Wall Street Journal bringen die Story vom großen Datenklau im Dreieck Pentagon-CIA-Weißes Haus. Die amerikanischen Ukraine-Kriegserwägungen vom Februar und März sind praktisch offengelegt. Die Jagd auf den Verräter – nach meiner Einschätzung kommt nur ein Innentäter in Frage – ist damit eröffnet. Die Diskussion über Inhaltliches unterbleibt auf diese Weise wie üblich.

Presse (3): Lediglich aus der Informations-Plattform Bellingcat kommen Hinweise, dass die Dokumente in bestimmten Fällen gefälscht oder verfälscht wurden. – Bellingcat? Ich muss lachen, wenn ich diesen Hinweis lese. Nach meiner Einschätzung würde zu dieser Firma das Motto passen: Traue keiner Fälschung, die du nicht selbst hergestellt hast.

Presse (4): Es fehlt bislang jegliche westliche Diskussion, ob das Pentagon, die CIA oder das Weiße Haus selbst für das Freisetzen des Konvoluts die Verantwortung tragen. Wäre möglich, es ist nur so ein Gedanke, dem jedoch die Substanz fehlt.

9. April 2023

Morgens um sieben: Eine Oster-Sonne schiebt die dichten Wolken beiseite. Ich weiß, dass das nicht stimmt, aber es sieht so aus und klingt auch gut. Mein Arbeitszimmer erstrahlt im Morgenlicht.

Übern Teich: Robert Kennedy jun. kündigt seine Präsidentschaftskandidatur bei den Dems an. Er hat sich im vorvergangenen Jahr einen Namen als Kämpfer gegen die Corona-Machenschaften des Antony Fauci gemacht. Sein Buch darüber liegt noch immer auf dem Stapel des zu Besprechenden. Jetzt wird es Zeit, damit zu beginnen.

Den letztjährigen Weihnachtsbaum zersägt, um ihn abzutransportieren. Eine Blautanne. Stand auf dem Hof und wollte partout nicht nadeln. Jetzt liegen die Nadeln im Kofferraum und duften vor sich hin.

Hinterm Haus (2): Der Birnbaum ist vom Winterschlaf erwacht und zeigt die ersten winzigen Triebe. Ob er die Baumsatzung von Schilda beachtet, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ihn das Regelwerk nicht interessieren wird.

Hinterm Haus (3): Eine schwarze Katze lümmelt sich auf meinem Auto rum. Sie folgt nur ihrem Lusttrieb auf ein warmes Plätzchen. Wenn sie wüsste, dass unter der Motorhaube ein Diesel seine Wärme abgibt, würde sie’s lassen. Oder so. 

Österliches: Die Amtskirchen vergleichen Dr. Dr. Greta h.c. mit dem heilsbringenden Junior. Schließlich tut sie am laufenden Band Wunder, kann Kohlendioxyd sehen und mancherlei mehr. Schon vergessen, dass sie zur Rettung der Welt über den Atlantik ging? Was für eine globale Dimension gegenüber dem eher mickrigen biblischen See Genezareth.

8. April 2023

Keine Eier, jedenfalls im Kaufland nicht, dafür auch keine Einkaufswagen, sonst alles da, vor allem schlechtgelaunte drängelnde Kunden. Am Bäckereistand hält ein Mann namens Müller den Betrieb auf, weil er sich die vorbestellten Backwaren einzeln aus den Tüten holen lässt, um zu entscheiden, welche er kaufen will. 3 Verkäuferinnen assistieren ihm.

Eier (2): Kaufe statt der Eier einen Hasen bei Dehner zum halben Preis (3 €).

Es ist knapp über Null bei grauem Himmel. Liegt vermutlich an dem Putin sein Angriffskrieg (erhalte mehrere belehrende Hinweis, dass die von mir gewählte Formulierung grammatisch falsch sei. So what).
Krieg (2): Sehe ein Video von Chris Donnelly und seinem Institute of Statecraft. Er spricht angeblich über das Erkennen von Falsch-Informationen. Hört man genau hin, spricht er über die Herstellung eben solcher. Merke: Wer das eine kann, kann auch das andere. Dem Vernehmen nach soll dieser Brite bei der Erstellung von Infos aus der Ukraine eine sehr spezielle Rolle spielen. Werde mir den Namen merken müssen.

Krieg (3). Drei Tage altes Interview mit Michael Ballweg angesehen (https://odysee.com/@Data:59/Ballwegs-erstes-Interview-nach-der-U-Haft:5). Zeigt, soweit ich erkennen kann, einen durch die U-Haft nicht gebeugten Mann, der dort weitermachen will, wo er gewaltsam unterbrochen wurde. Er verneint, dass er ein Kämpfer sei, sondern bezeichnet sich selbst als Aktivisten. Seine Berufung auf das Grundgesetz hat etwas Naives. Er tut damit etwas, womit der polit-mediale Komplex nichts anfangen kann. Man fürchtet ihn, weil er Volksmassen auf der Straße versammelt.

7. April 2023

Aus der Provinz: In Schilda, sagt mir eine, die sich darüber aufregt, werden drei städtische Kindergärten geschlossen. Erboste Eltern rufen zur Demo auf. Aber bitte nicht an der wöchentlichen am Montagabend teilnehmen, denn die sei von Rechten. Von denen stammt auch der Hinweis, dass nicht Kindermangel, sondern Wohnraumnot für Willkommensbürger der Grund der Schließung sei.

Schilda (2): Vergibt jetzt amtlich Grüne Hausnummern an grünkorrekte Bürger („Siehe, hier wohnt ein Wohlhabender, der sich den Klimawahn leisten kann“). Wird interessant sein zu beobachten, wie lange es dauert, bis die Geehrten aus Furcht vor wütenden Normalos die Nummern freiwillig wieder entfernen.

Schilda (3): Der Polizeihauptwachtmeister Wendt von der hiesigen Polizeiinspektion erteilt eine Verwarnung im Wert von 50 € an den PKW-Fahrer, der sein Fahrzeug mir beiden rechten Rädern auf den Bordstein fährt, damit die Neunzigjährige, die er zu einem Arztbesuch transportieren will, einsteigen kann (Was sie wegen mangelndem Höhenunterschied nicht könnte, wenn er das Fahrzeug unten an die Bordstein kannte stellen würde). Der PHWM fügt hinzu, dass dies Parken mit Behinderung sei, denn es könnte plötzlich ein Rollstuhlfahrer kommen, der nicht mehr vorbeirollen könnte.

Ostfront: Der deutsche Klimaminister gibt in Kiew bekannt, dass er die dortigen Kernkraftwerke für zuträglich halte, weil sie schließlich einmal gebaut worden seien. Zudem gibt er das Garantieversprechen zu Lasten des deutschen Staates für die Reparatur von Schäden aller Art aus dem gegenwärtigen Krieg. Das Erstgenannte (Bestandsgarantie für Atommeiler) ist pure Heuchelei, denn dieselben bekämpft er mit Inbrunst im eigenen Land. Das Zweitgenannte (Zugriff auf die Staatskasse) dürfte nach allen meinen Erfahrungen eine Amtsstraftat sein (Haushaltsuntreue in einem besonders schweren Fall, mindestens im Versuchsstadium) – jedoch wird sie nicht geahndet werden, was eine weitere Straftat (Strafvereitelung), diesmal der zuständigen Staatsanwaltschaften, darstellt.

6. April 2023

Bin am Vorabend notgedrungen Augenzeuge einer ZDF-Nachrichtensendung. Breiten Raum nimmt der Staatsbesuch der Selenskyjs in Polen ein. Man küsst sich ab (wie herrlich waren doch die Corona-Zeiten, als das unterblieb) und wechselt Treueschwüre. Ich ertappe mich dabei, wie ich unwillkürlich herauszufinden versuche, ob die Beteiligten die linke Hand mit gekreuzten Fingern hinter den Rücken halten. Vergeblich. Weggelassen wird, dass – von Polen losgetreten – zwischen den beiden Staaten ein ruppiger Streit über die Getreidepreise ausgebrochen ist.

ZDF (2): Auftritt eines strengblickenden Kriegsexperten. Er vertritt allen Ernstes, dass sich aus dem Verlust von 30 gepanzerten Fahrzeugen ergibt, dass die Russen den Krieg im Oktober verloren haben werden. Die Sache kommt auf die Wiedervorlage. – Weggelassen wird, dass die Russen dem Vernehmen nach mit einer Kinshal-Rakete das in einem Tiefbunker gelegene Nato-ukrainische Kommandozentrum zerstört oder zumindest schwer beschädigt haben.

Ostfront (2): Der Häuserkampf im Innenstadtbezirk von Bachmut geht mit unverminderter Härte weiter. Es sieht so aus, als hätten die russischen Angreifer einen Keil in die Verteidigungsstellungen getrieben. Die Bilder, die man zu sehen kriegt, übermitteln Zerstörung und Chaos.

Übern Teich: Die Trump-Show ging in NYC mit der Anklageverlesung und der Erklärung „Nicht-schuldig“ über die Bühne. Das Gericht vertagte sich in die Wahlkampfzeit hinein. Zweck erfüllt. Oder doch nicht? Die Zustimmungswerte für den Ex-Präsidenten steigen ins Unermessliche. Vor allem seine Konkurrenten bei den Reps wird das ärgern. Die Dems haben ein grandioses Selbsttor geschossen, das ihre Gegner zwangsläufig einigt. Indessen: vor Trump liegt noch eine lange Strecke.

Übern Teich (2): Fast unbemerkt im Weltgetriebe rütteln die Mexikaner an der Kette des Dollarimperiums und kündigen die Zuwendung zu den BRICS-Staaten an. – Der letzte Einmarsch der Yankees in Mexiko erfolgte 1916. Davon hat sich das Land hundert Jahre lang nicht erholt. Jetzt hält es die Flüchtlingswaffe in der Hand.

5. April 2023

Nicht ganz dicht: Die Zahl der Verrückten, die sich um mich mühen, nimmt augenscheinlich zu. Vermutlich bin ich nicht der Einzige, dem solche Hilfe zuteil wird. Noch in Bonner Diensten pflegte ich zu glauben, dass die Nämlichen ein Recht (Art. 19 Grundgesetz) auf Antwort hätten. Also antwortete ich: Sehr geehrte…, Ihre Angelegenheit wurde wg. ihrer Bedeutung zu den Akten genommen… – Trotzdem entwickelten sich in Einzelfällen langjährige durchaus einseitige Brieffreundschaften.

Undicht (2): Ein aktueller Plagegeist ist der vormalige (hüstel) Arzt Wilfried Meißner aus Saalfeld in Thüringen. Er sammelt offenbar Email-Anschriften. Meine ist ohne meinen Wunsch darunter. Da er, wie er mir mitteilt, andere von ihm belästigte Adressaten auffordert, ihn zu verklagen, nehme ich an, dass bei ihm eine Schraube locker ist, unamtlich ausgedrückt. Früher nannte man das einen Jagdschein. Ist aus der Mode gekommen, der Begriff.

Vertuschung: Der Querdenker-Gefangene Michael Ballweg wurde gestern aus der U-Haft entlassen. Das ist kein Grund zur Entwarnung, eher im Gegenteil: Es wird versucht, den Fall aus der Manege der öffentlichen Empörung verschwinden zu lassen.

4. April 2023

In Finnland sind die Stimmzettel der nationalen Wahlen vom Sonntag ausgezählt. Es hat eine Verschiebung nach rechts stattgefunden (siehe Tabelle, die ich von Wolfgang Prabel geklaut habe). Die bisherige Sozi-Ministerpräsidentin im Girlie-Davos-Format ist vermutlich Vergangenheit. Ob sich die Macht in Richtung EU-Bremse verschiebt, muss sich erst noch erweisen. Die AfD-ähnlichen Wahren Finnen würden – an der Regierung beteiligt – sicher dafür sorgen, doch ob sie ausgegrenzt bleiben, ist die eigentliche Frage. Man muss es abwarten. Ich bin erstaunt, wie viele Finnland-Experten in D plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht sind.

Es ist saukalt hierzulande. Mein Körper wehrt sich mit Händen und Füßen (Heizung an und dicke Socken) gegen den Temperatursturz von 30 Grad Celsius. Selber Schuld, höre ich es hämisch raunen.

Kalt (2): Die Kulakisierung Deutschlands schreitet eilends voran. Was für Stalin die selbständigen Bauern (Kulaken) waren, die vernichtet wurden, sind für die grünen Faschisten die Eigenheimbewohner. Sie werden ab sofort durch unerfüllbare und unbezahlbare Heizungsanforderungen kalt enteignet.

Kalt (3): Aufgabe des Medienpöbels ist es, für diese Maßnahmen die Häme der scheinbar nicht Betroffenen zu organisieren („Geschieht ihnen ganz recht!“). Diejenigen, die ahnen, dass auch sie sich bald ihre Miete nicht mehr leisten können, werden mit der Wunderwaffe Ausgleichszahlungen aus der Staatskasse ruhig gestellt.

Kalt (4): Personen, die für diesen Kahlschlag verantwortlich sind, sind namentlich bekannt. An der Klima-Fassade Leute wie Schnellnhuber und Latif, aber im Machtapparat sind ganz andere Typen zu Gange, wie die Geschwister Graichen. Sie sind kalte Exekutoren, die bislang in jeglichen deutschen Gewaltregimen den alles entscheidenden Hintergrund besetzen konnten.

3. April 2023

Wenn einer eine Reise tut…: Es hat einen eigenen Reiz nachts mit Leuten – selbst wenn man deren Erkenntnisfähigkeit als überschaubar einschätzt – zu telefonieren. Das gilt zumal, wenn sich die Reisenden als enttäuschte US-Fans zu erkennen geben, die etwas atemlos berichten, Los Angeles, die Stadt aller Flimmerträume, sei nichts anderes als eine einzige Freiluftkloake mit Ausgeflippten, die auf offener Straße vegetieren und krepieren.

California Dreaming (2): Und auch noch dies: Im Süden des Sonnenscheinstaates komme man mit Englisch kaum weiter, denn dort werde ausschließlich Spanisch gesprochen und verstanden. – Gab es nicht mal das Schlagwort vom Schmelztiegel Amerika?

Konsequent: „Ich weiß nicht, was ich denken soll,“ ist ein Ausruf, den man bei Leuten, die es für gewöhnlich ohnehin nicht tun, niemals zu hören bekommt. Warum auch?

Wenn die Gazetten mitteilen, Forsa habe herausgefunden, dass 88 Prozent der Deutschen die Energiewende für unrealistisch hielten, stellt sich mir als erstes die Frage: Wer und was sollen durch diese Meldung manipuliert werden?

2. April 2023

Drei Stunden Horrornachtfahrt bei strömendem Regen auf der A 9 und der A 4. War fast allein unterwegs. Keinen Klimakleber angetroffen. War zu nass und zu kalt (3,5 Grad). Man sage also nicht, die Maßnahmen der Fortschrittskoalition würden nicht greifen. Zudem: Lächerlich geringer Dieselverbrauch bei Tempo 100-120. Na also.

Nach kurzer Nachtruhe mit Muße das Bild von Amos Bragg betrachtet. Er ist seit 2022 der (gewählte) leitende Bezirks-Ankläger von Manhattan/New York, und jetzt hat er die Anklage gegen Donald Trump losgetreten, zu der ganz Amerika – so oder so – eine dezidierte Meinung hat. Es ist das am wenigsten unsympathische Bild, das im Internet greifbar war, und es signalisiert mir: Der Mann ist intelligent und gefährlich. Ob es klug war, was er tat, oder ob er das Gegenteil vom Beabsichtigten erreichen wird, ist eine ganz andere Frage.

1. April 2023

Fake oder Realsatire? Die Zukunftskoalition ändert das Namensrecht dahingehend, dass Frau Binde-Strich sich fürderhin entscheiden kann, ob sie Binde-Strich oder lieber nabelfrei Binde Strich heißen möchte. Der Zentralrat der Satzzeichen hat eine scharfe Stellungnahme angekündigt.

Fake (2): Anlässlich der Neuverfilmung des Romans Der Name der Rose wurde Hans Joachim Schnellnhuber mit dem goldenen Filmband für die Darstellung des Inquisitors ausgezeichnet: Keiner könne Verdammnis und Höllenqualen so glaubwürdig rüberbringen wie er, so die Jury am Vorabend in der ARD-Klima-Gala in Anwesenheit von Bundespräsident Walter S. Meier.

31. März 2023

Der Monat geht mit einer Groteske in den USA zu Ende. Eine Grand Jury in New York lässt die Anklage gegen Donald Trump zu. Zum Mitdenken: Er habe lange vor seiner Amtszeit als Präsident (Januar 2017-Januar 2021) eine Porno-Darstellerin mit dem Arbeits- und Künstlernamen Stormy Daniels durch eine Schweigegeldzahlung veranlasst, von einer Anzeige wg. sexueller Belästigung abzusehen. Tja. Nun noch dies, für Genießer: Besagter Kulturschaffender war 2016, als Trump zu den Sternen griff, durch den Kopf gegangen, dass man unter diesen neuen Bedingung noch mehr Geld herausholen könne, und sie war, als dessen Anwälte abwinkten, mit ihrer Geschichte zur Presse geeilt, was ihr einen Schadenersatz-Prozess einbrachte, den sie verlor, denn die Schweigegeld-Vereinbarung enthielt ihrerseits eine Schweigeverpflichtung der Beteiligten. Alles klar? Gott schütze Amerika.

30. März 2023

Die vorgestern zu Ende gegangene Klausur der Koalitionäre ist Gegenstand wilder Spekulationen auf einer Skala von der-Zukunft-zugewandt über Formelkompromisse bis Koalition-kurz-vor-dem-Aus. Das ist alles Gewäsch, denn man ist sich im Wahnsinn der sog. Klima-Politik einig, die darauf fußt, dass durch unsere Schuld die Alpen verbrennen, wir nichts mehr zu trinken haben und der Kölner Dom unter Wasser stehen wird. Keine der drei Parteien stellt das in Frage, auch die angeblich oppositionelle CDU nicht. Mainstream kann sich also auf eine breite Mehrheit stützen.

Opposition (2): Bemerkenswert ist bestenfalls, dass die sog. Alternativen Medien und ihre Zuträger davon ausgehen, dass sich der Wahn von selber legen wird, anstatt sich mit der Frage zu beschäftigen, wie man die militanten Vernunft-Feinde quitt kriegt.

Opposition (3): Gegen den Frontmann der Querdenker-Bewegung des vergangenen Jahres, Michael Ballweg, ist nach 9-monatiger Untersuchungshaft Anklage erhoben worden. Es geht laut Anklageschrift um versuchten Betrug, versuchte Geldwäsche und – ein besonderer juristischer Leckerbissen – versuchte Steuerhinterziehung (er hat, als er im Knast saß, keine Steuererklärung abgegeben). Ich hatte noch ganz anderes im Ohr, als der Mann im vorigen Jahr festgenommen wurde. So wie ich die politische Justiz kenne, wird sie das durchziehen.

29. März 2023

Das Weiße Haus lässt erklären, dass es nicht hinter den Straßenkrawallen in Israel stecke. Soso. War das leichtfertig behauptet worden?

Straßenkrawalle (2): In deren Schatten ändert Frankreich seine Energiegesetze. Demnächst mindestens 50 % aus Kernenergie. Das in einer Zeit, in der Nachbar Deutschland in drei Tagen auf Null fährt.

28. März 2023

Wunderliches in Frankreich: Die Anhebung des Rentenalters auf 65 Jahre bringt ein Volk zum Randalieren und seit Tagen auf die Straße. Sowas würde bei uns nie passieren. 

Rentiers (2): Gestern mit einem gutgelaunten Luxemburger gesprochen. Dortzulande geht man mit 60 in den Ruhestand.

Falsches Frohlocken: Der Koalitionsausschuss habe sich nach 20-stündiger Sitzung in angenehmer Atmosphäre auf nichts Konkretes geeinigt. Wozu braucht man Tatsachen, wenn man sich im Religiösen einig ist?

Ostfront: In der Ukraine sind die ersten Leopard 2-Kampfpanzer aus D eingetroffen. Die aus PL sind schon seit Wochen da.

Ukraine (2): Der Herr Scholz spricht im Zusammenhang mit der Panzerlieferung von unseren ukrainischen Freunden. Mir kommt es so vor, als sei das Freunde-Etikett bislang unsern amerikanischen Freunden vorbehalten gewesen.

Bei Klonovsky gelesen: Die Jahrhunderte andauernde Überlegenheit des Westens liege an dessen Trinksitten. Obwohl mir sogleich zahlreiche Zeitgenossen einfallen, mit denen ich keinesfalls gemeinsam trinken möchte, ist der Ansatz originell zu nennen. Zudem ist er bestechend einfach.

27. März 2023

Übern großen Teich: Trump bestimmt die Schlagzeilen: Gibt es ein Comeback oder landet er im Knast? Derweil hat er am Wochenende seinen persönlichen Wahlkampf in Texas eröffnet – ein republikanisches Heimspiel.

Ostfront: Zum wiederholten Mal will Selenskyj zum großen Schlag ausholen. An Geld und Waffen fehlt es ihm eher nicht. Aber an Männern. Sie werden angeblich von der Straße weg zwangsrekrutiert. Stimmt das, dürfte ihr Kampfwert gegen Null tendieren, wenn sie in den Schlauch von Bachmut geschickt werden, um dort zu sterben.

In Berlin ist der Volksentscheid zum Klimawahn gescheitert. 260.000 Wahnsinnige waren immerhin dafür. Sie scheiterten am 25-Prozent-Quorum (Ja-Stimmen im Vergleich zu den rund 2,6 Millionen Wahlberechtigten).

Volk (2): Interessant mag sein, dass beim einschlägigen Verfahren die Nichtwähler am Ergebnis mitwirken und sich wie Nein-Stimmen auswirken –ganz anders als bei Wahlen, wo sie behandelt werden, als seien sie gar nicht da.

Volk (3): Bezeichnend auch, wie sich die Medien jetzt verhalten. Sie tun so (so die FAZ von heute Früh), als hätte die Sache gar nicht stattgefunden. Man stelle sich einen Moment vor, die Wahnsinnigen hätten obsiegt. Das wäre zum Jahrhundert-Ereignis hochgejubelt worden. Nur vereinzelt höre ich die Frage nach den Sponsoren dieser Show. Schamvoll deuten die Finger über den Atlantik. Da sind die Urenkel der Morgenthau-Fraktion am Werke.

24. März 2023

Männerfreundschaft: „Und pass auf dich auf“, sagte Xi zu seinem Freund Wladimir zum Abschied am Ende seines dreitägigen Besuchs in Moskau. Ich versuche, mich zu erinnern: Sagt man sowas unter Freunden? Und, wenn ja, in welcher Situation?

Männer (2): Die Chance, die Welt zu verändern, wie schon seit 100 Jahren nicht mehr, sei jetzt da, bemerkte Xi. Putin hat dem nicht widersprochen. Westliche Experten mutmaßen vor sich hin, dass solche Worte lediglich die Differenzen verkleistern sollen. Ist man, so wie ich, kein Experte, so hört man raus: Das Ende des amerikanischen Jahrhunderts (1917-2022) ist da. Und wir werden es herbeiführen. – Ist das realistisch: Ich fürchte: Ja.

Männer (3): Ist es möglich, dass jemand mit Putin befreundet ist, vor allem auch in Gegenrichtung: er selbst mit irgendwem? Es scheint denkbar, alles Weitergehende wäre Spekulation. Nebenbei: Dies ist ein Problem all jener, die es an die Spitze katapultiert hat. Nur zur Kontrolle: Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mit Merkel befreundet ist – okay, ich weiß, sie ist kein Mann.

Männer (4): „Ich sei, gewährt mit die Bitte, in eurem Bunde der Dritte“, lässt Schiller den geläuterten Tyrannen in der Ballade Die Bürgschaft ausrufen. Wohin man in D auch blickt, es ist keiner zu sehen, der infrage käme. Nicht einer.

23. März 2023

Soll man Leute, die man für Idioten hält, wörtlich zitieren? Warum eigentlich nicht. Voilà: „Vor drei Jahren ging Deutschland zum ersten Mal in den Lockdown. Die Pandemie hat das Land verändert – nicht nur zum Schlechten“, soweit die FAZ von gestern, die sich in der Spitzenmeldung Gedanken macht, „was wir aus der Pandemie gelernt haben“. Ja was? Das ist hier die Frage. Ich für mein Teil habe gelernt, dass man ein Land in kürzester Frist unter totalitäre Kontrolle bringen kann, wenn man nur genügend viel Panik zu schüren vermag.

Idioten (2): Es handelt sich um eine selbstgestellte Falle, wenn ich annehme, ich müsste mit solchen Leuten argumentieren. Sie werden mir nach den ersten anstößigen Vokabeln nicht mehr zuhören, so dass sich die Frage stellt, wer hier der Idiot ist.

22. März 2023

Bild im Bild: Dass sich Lawrow und Medwedjew totlachen, bedarf keiner Frage, aber worüber? Vielleicht gibt das Bild aus Moskau Auskunft, aus dem ich die beiden ausgeschnitten habe.
  

Ebenfalls zum Totlachen: Die Kommentare bei Mainstream zum soeben zu Ende gegangenen Besuch des chinesischen Führers bei seinem russischen Pendant. Da sei, so lese ich, nichts bei herausgekommen. Gütiger Himmel. Das klingt wie das Pfeifen im Walde.

21. März 2023

Neben mir wedeln Palmzweige in der Luft herum. Der Alltag in D ist in weite Ferne gerückt, denn dies hier ist der Ort, mich auf ein neues Manuskript zu konzentrieren. Das Kleinklein verschwindet hinter einer anderen, noch nebelhaft verborgenen Welt, die beschrieben werden will, sich aber gegen den forschen Zugriff sperrt. Wind und Meer machen Hintergrund-Geräusche, während ich nach dem Eingang suche. Ansonsten ist es ganz still oder fast ganz: 

Manuskript (2): Was scheibst du da? – Ich: Ein Buch. – Ach so.

Manuskript (3): Soll ich dir mal was vorlesen? – Bevor ich nein sagen kann, geschieht es.

20. März 2023

Der bayerische Ministerpräsident ist aus dem Tiefschlaf der CSU bezüglich der Wahlrechts-Änderung erwacht und sprich von einem Angriff auf die Demokratie. Das klingt aus seinem Munde – man erinnert sich an seine Corona-Exzesse – zumindest witzig.

Wolkenkuckucksheim: „Mit wuchtigen Schlägen treibt die Ampel Deutschland in die Große Transformation: Deindustrialisierung, Verarmung und Abbau sozialer und demokratischer Errungenschaften werden mit apokalyptischen Begründungen erzwungen, die immer extremere und fast totalitäre Züge annehmen. Sie können das Land zerstören.“ Es sind Verlautbarungen wie diese hier (Roland Tichy auf Tichys Einblick vom Vortage), die bei mir Kopfschütteln verursachen, denn die Erzeugung der bemängelten Umstände ist (!) totalitär und nicht „fast“ irgendwas. Fazit: Man traut sich nicht zu sagen, dass die wohlfeilen Begriffe wie Demokratie und Toleranz nur noch Hülsen in einem System sind, dessen auftrumpfende Verachtung des Volkes von seinen Exikuteuren ganz schamlos eingestanden wird. Bleibt die Frage: Woher beziehen diese Leute in den etablierten Alternativ-Medien ihre Hoffnung auf Besserung? Zum Glück bin ich nicht der einzige, dem das auffällt.

Ostfront: Das Kartenstudium zeigt, dass die Salz- und Gipsstadt Bachmut in den letzten sechs Wochen Meter um Meter eingeschnürt wurde. Längst ist der verlustreiche Häuserkampf entbrannt. Eine Straße nach Westen ist nach wie vor offen. Frage mich zum wiederholten Male, warum die russische Führung sich nicht zu einer großzügigen Einkesselung entschlossen hatte. Ich nehme an, dass es sich um Kräftemangel handelt.

19. März 2023

Die Lektüre des soeben verabschiedeten Wahlrechts-Änderungsgesetzes offenbart einen sicher von Unionsseite so nicht beabsichtigten Schuss ins eigene Kontor: Der Wegfall des bis dato geltenden Wegfalls der Fünf-Prozentklausel, falls die Partei mindestens drei Direktmandate erworben hat, trifft nicht nur die Linke, sondern vermutlich auch die CSU und damit die Union insgesamt. Damit nicht genug: Die Regel, dass Direktmandate nicht berücksichtigt werden, wenn sie in der Summe mehr sind, als der Partei nach dem Zweitstimmenschlüssel zustehen würde, trifft erneut die CSU, der nach aktuellem Stand 46 der 48 bayerischen Stimmbezirke zugefallen waren. Wendet man beide Regeln an, so würde die CSU leer ausgehen. Ein tolles Ergebnis.

Gesetzgebung (2): Bleibt die Frage, ob irgend ein Abgeordneter eigentlich noch liest (geschweige denn versteht), worüber er abstimmt. Es ist kaum vorstellbar, selbst dann, wenn die Abgeordneten über ihre höchst eigenen Belange befinden.

18. März 2023

Mainstream-Legenden: Es werden immerzu neue Details über die angeblich ukrainischen Täter der Nord Stream-Sprengungen herbeigelogen. Am besten hat mir gefallen, dass der Sabotage-Segler im Yacht-Hafen von Wieck auf dem Darß gesichtet worden ist. Was wollten die Navigations-Profis dort? Die Frage stellt sich, denn der Ort liegt nicht an der Ostsee, sondern am Bodden (jedenfalls bis vor Kurzem). Immerhin, man kann dort sehr gut Fisch essen (Geheim-Tipp von mir). 

Nürnberg lässt grüßen: Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag stellt einen Haftbefehl gegen Biden, nein Quatsch, gegen Putin aus.

Neues aus der Demokratie: In Holland soll es bei den Regionalwahlen in dieser Woche ein politisches Beben gegeben haben. Falls das stimmt, wird es Jahre dauern, bis der starre Mainstreamblock hierdurch tangiert wird – wenn überhaupt.

Demokratie (2): Der Bundestag will durch Wahlrechts-Änderung die kleinen Parteien weg-ätzen. Das hatten wir seit den 1960er Jahren schon mehrfach. Es ging stets aus, wie das Horneberger Schießen.

17. März 2023

Straßenkampf in Bachmut. Der Sinn dieser russischen Aktionen erschließt sich mir nicht. Jeder Heerführer, der bei Verstand ist, vermeidet so etwas. Also geht es hier um Symbole. Die Ukrainer kämpfen „bis zur letzten Patrone“, das tun sie seit einem Jahr. Aber die Russen? Will Putin, dass sich die Wagner-Söldner, die dort Straße um Straße vordringen, auf diese Weise dezimieren? Will deren Führer Prigoschin der Eroberer von Bachmut sein?

Kumpanei: Falls der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz richtig zitiert wird, dass nämlich die Klimaterroristen der Letzten Generation keine politischen Extremisten seien, stellt sich mir die Frage, was man ihm in den Kaffee getan hat.

Kaffee (2): Wenn der Chef von dem Geheimdienst-Chef, der Herr Scholz, regierungs-erklärend sagt, seine Politik eines starken Europa werde der AfD die Basis entziehen, so zeigt das, dass er nicht weiß, warum bemerkbar viele Leute diese Partei wählen. Falls er ernsthaft glaubt, was er da sagt, sollte auch er seinen Kaffeezutaten bedenken (lassen).

16. März 2023

Und als gestern die Sonne im Westen aufging, da waren es schon drei. Die Bankenpleiten in den USA mehren sich, und die Finanzkrise schreitet munter voran. Geldexperten blasen die Backen auf, um wie üblich das Vergangene im Nachhinein mit mathematischem Floskelgerede zu erklären.

Pleiten (2): Keiner sagt das Naheliegende: Joe & Friends haben sich verzockt, als sie im vergangenen Frühjahr Russland aus dem internationalen Währungssystem schmissen, und die potentesten Staaten dieser Erde (außerhalb des Wertewestens) ihnen die Gefolgschaft des Dollar-zentrierten Welthandels Schritt um Schritt aufkündigten. Fazit: Wenn die Welt den Dollar nicht mehr braucht, um grenzüberschreitende Geschäfte zu machen, besteht fürderhin kein Anlass, US-Anleihen aufzukaufen. Und wenn niemand diese Papiere kauft, fehlt es an Geld, um das US-Defizit weiterschleppen zu können.

Pleiten (3): Die Welle schwappt nach Europa, wo die Crédit Suisse, wie man lesen kann, zwar nicht in den Konkurs, jedoch in schwere Wasser geraten zu sein scheint.

Pleiten (4): Es ist noch nicht konkret zu beschreiben, aber ein erstes Muster schält sich heraus. Die smarten Banken-Boys sind auf der Null-Zins-Welle der beiden einschlägigen Notenbanken (Fed & EZB) gesurft. Jetzt ist die Welle ausgelaufen und es werden Zinsen fällig. Geschäftsmodell und Wirklichkeit passen nicht mehr zusammen. Davor war seit Jahren gewarnt worden. Mal in die Gegend spekuliert: Wir sind erst im Auftakt-Geschehen.

Pleiten (5): Das alles ähnelt fatal dem Geschehen von 2007/8. Jetzt fehlt nur noch, dass wie damals die sog. Experten kaltschnäuzig von Marktbereinigung reden.

15. März 2023

Es sieht so aus, als sei die beabsichtigte Präsidentschafts-Kandidatur des russischen Kriegsunternehmers Prigoschin ernst gemeint. Fühle mich an Vorgänge im Alten Rom erinnert. Dort gab es die strikte Regelung, dass die in die Hauptstadt heimkehrenden siegreichen Feldherren ihre Truppen bei Überschreitung des Flusses Rubicon aufzulösen hätten. Man wusste um den Reiz des Staatsstreichs, wenn einer bei seinen Soldaten beliebt und zudem schwer bewaffnet ist.

Kandidatur (2): In der Türkei will sich ein sog. Oppositionsführer dem amtierenden Sultan bei kommenden Präsidentschaftswahlen in den Weg stellen. Hat er bewaffnete Kräfte (? die Armeeführung) bei der Hand? Davon ist bislang nichts bekannt.

Sultanat (2): Der unaufhaltsame Aufstieg der Türken im Hochmittelalter und der frühen Neuzeit endete erst vor den Toren von Wien. Bis dahin waren Jahrhunderte ins Land gegangen. Der anschließende Verfall ging offenbar mit einem seltsamen Phänomen Hand in Hand, dem des Unsichtbar-werdens der Herrscherfigur, eingemauert in seinem Serail.

Sultanat (3): Der gegen Ende des Ersten Weltkriegs aus dem Militär-Establishment aufsteigende Mustafa Kemal muss es erkannt haben, dass der Herrscher dem Volk sichtbar sein muss, damit es etwas zum Bewundern hat. Danach richtete er sich und nannte sich zudem Ata Türk, Vater der Türken. Er führte die Türken in eine sehr spezielle Moderne. Die nahezu preußisch-säkular zu nennende Staatsidee des Ata Türk hielt fast ein Jahrhundert lang, der jetzige Herrscher hat radikal mit ihr gebrochen. Er träumt von der Restaurierung des islamischen Großreichs.

14. März 2023

Es ist zu lesen, dass der Boss der Wagner-Söldner, Jewgenij Prigoschin, angekündigt hat, als Präsident Russlands kandidieren zu wollen. Da bahnt sich ein Konflikt an, denn ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass er im Einvernehmen mit Putin gesprochen hat. – Falls nicht, wovon ich ausgehe, wird interessant sein, wie Putin den Rivalen zur Raison bringt.

Prigoschin (2): Falls dieser sich durchsetzen sollte, wird der Wertewesten sich eines Tages mit Wehmut an die Herrschaft des Wladimir P. erinnern. Woher ich das weiß? Ich weiß es nicht, habe aber mit Muße das Gesicht des selbsternannten Rivalen betrachtet.

13. März 2023

Die Meldungen von der Ostfront bleiben widersprüchlich. Der gemeldete Totalabzug der Ukrainer aus Bachmut hat nicht stattgefunden. Die Wagner-Legionäre der Russen dringen von Norden her in die Stadt ein. Mir bleibt unklar, warum die russische Seite nicht mit der Total-Einkesselung der Stadt fortfährt. Die ukrainische Seite meldet siegreiche Offensiven bzw. geplante Offensiven. Das kennen wir bereits.

Ostfront (2): Der noch nicht besetzten Ukraine im wahrsten Sinne des Wortes den Stecker zu ziehen, wie aus russischen Absichtserklärungen herauszulesen war, erweist sich in der Praxis als schwieriger als gedacht. Im Moment scheinen die Elektro-Anlagen für Kiew, Charkow und vor allem Odessa den Schwerpunkt der einschlägigen Raketen- und Drohnen-Angriffe zu bilden. Über die Auswirkungen fehlen verlässliche Hinweise.

Ostfront (3): Noch fehlen einigermaßen nachvollziehbare Nachrichten über den Einsatz von Leopard & Co.

Über den Wolken: Der junge Mann hinter mir verkündet seinem Nebenmann in Kabinen-Lautstärke, er werde in aller Kürze nach Washington gehen, um dort Ökonomie zu studieren, was man sonst nirgendwo könne. Ich wünschte, er hätte es bereits früher getan. Die Vorstellung, er und seinesgleichen würden dann dort bleiben, finde ich erfrischend.

Über den Wolken (2): Der jüngere Mann vor mir sieht auf dem Display seines Handys einen Mafia-Film mit reichlich vielen Schussopfern. Er selbst trägt eine FDP-2-Maske. Ebenso eine jüngere Frau, die ich in der Enge des Ganges unabsichtlich anrempele. Ihre Augen signalisieren Panik. Ich bleibe stumm, denn sie würde mich ohnedies nicht verstehen.

12. März 2023

Es mutet wie ein Prophezeiung an: Die Silicon Valley Bank ist Pleite. Das melden etwas verhangen die US-Gazetten. – Kommt da noch was nach? Falls ja, wird der Bürger zur Bankenrettung gepresst werden. Das ist Routine.

11. März 2023

Die Korruption in Deutschland hat einen Namen: polit-medialer Komplex. Dort werden Journalisten, bevorzugt aus den öffentlichen Anstalten, – eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion belegt dies – gegen satte Honorare in die Regierungs-Propaganda einbezogen. Ein deutsches Sprichwort sagt: wer zahlt, bestellt die Musik.

Zahlemann & Söhne (2): Meine Erfahrung im Geheimdienst besagt, dass Geldgier (MfS-Deutsch: finanzielles Interessiertsein) eine von beiden Seiten geschätzte klare Angelegenheit ist: Ich zahle, und du tust es.

Zahlemann & Söhne (3): Alle Beteiligten wissen um das Illegale ihres Tuns, aber sie trösten sich mit dem Hinweis: einer musste es schließlich auf sich nehmen. Das kennt man von den Gestalten, die Führerbefehle und Beschlüsse des Politbüros umsetzten.

Dieser Hinweis verdient festgehalten zu werden (stammt von Science Files): Das von uns genutzte Erdgas besteht zu hohem Anteil aus Methan (CH4). Vom Robert wissen wir, dass sich ab und an ein russisches Molekül des begehrten Gasen in unser politisch korrektes Gas untermischt (hat er wirklich gesagt).

Heile Welt in Moskau, alles blau: Er erklärt am 21. Februar 2023 die russische Sicht. Putin ist der winzige Mann in der Mitte und im Hintergrund. Der Mann links passt auf, dass niemand dazwischenschießt. Und die Kinder des Hofstaats tragen orangefarbene Anoraks.

10. März 2023

Der britische Telegraph veröffentlicht die Lockdown Files, eine Auswahl aus Zehntausenden von WhatsUp-Nachrichten von und an den ehemaligen britische Gesundheitsminister Matt Hancock, der das Konvolut zuvor an die Ghostwriterin seiner sog. Autobiographie zu deren Informationen weitergegeben hatte. Hätte er – aus seiner Sicht – wohl besser nicht, denn es offenbart Unkenntnis, Zynismus, diktatorischen Machtwahn und die Unfähigkeit, Fehler zu korrigieren.

Machtwahn (2): Als ich in unaufgeregten Worten darüber vor nunmehr zwei Jahren in der Corona-Diktatur schrieb, antworteten mir die sog. Konservativen in unserm Land, ich würde Panik schüren. Tja. Nebenbei: Ich bin nicht besonders ärgerlich, denn der Durchbruch der Wahrheit braucht unter Umständen ein großes Loch, für das zuvor viele ein kleines gebohrt haben.

Während ich nachts die britischen Sachen lese und frühmorgens diese Zeilen schreibe, kommt die Meldung auf, dass Unbekannte in einer Kirche der Zeugen Jehovas in HH-Alsterdorf ein Blutbad angerichtet haben. Tote und Verwundete tragen Schussverletzungen. Die anschließende Nachrichtensperre lässt nichts Gutes vermuten (?falsche Täter, ?falsche Opfer). Mag mich an Spekulationen nicht beteiligen.

9. März 2023

Das Internet raunt vom Fall von Bachmut. Die ukrainischen Verteidiger, wenige tausend, sollen durch die Einkreisungslücke abgezogen sein. Und jetzt? Und was? Großes Offensiv-Finale? Ziemlich unwahrscheinlich.

Nachrichten aus der Schweiz: Sie denkt gar nicht daran, Leopard 2 an Deutschland zurück-zu-verkaufen, damit sie in die Ukraine geschleust werden können, denn da gibt es kein zurück, weil die Panzer in der Schweiz in Lizenz gebaut wurden, also sind das schweizer Waffen, für die ein Exportverbot in Kriegsgebiete gilt. Pech für unsere Berliner Helden.

Erleichterung in den Mainstream-Medien und bei den Alternativen, sofern zur Amerika-Fraktion gehörig: Die-Ukrainer-waren’s-Lüge aus der NYT wird gespielt. Allgemein wird so getan, als sei das kein Problem, wenn die Kriegspartei, die wir seit einem Jahr mit Geld und Waffen vollpumpen, unsere Erdgaszufuhr ruiniert und unsere Wirtschaft zum Absturz bringt.

In D zieht unrettbar der Wahnsinn ein: Verbot von Heizungen aller Art, Verbot von Fortbewegungsmitteln aller Art. Mainstream unterdrückt das oder schwurbelt herum. Derweil verlassen ganze Industriezweige und die Tüchtigen das Land. Bin ziemlich ratlos.

8. März 2023

Das ist gegenwärtig die ostukrainische Gips- und Salz-Stadt Bachmut aus Sicht einer (?russischen) Drohne. Vor allem die Draufsicht erinnert an eine Horror-Dystrophie aus Hollywood, ist aber Realität. Das untere Bild sieht nicht danach aus, als würde noch ein Mensch in den Häusern leben, aber man kann es nicht mit Bestimmtheit ausschließen. Die Schlacht wirkt wie ein ukrainisches Stalingrad im Kleinformat – empfehle der grünen Jugend einen Betriebsausflug. Mädels, vergesst die Windeln nicht.


Ostfront (2): Bilder aus dem Frontgebiet weiter südlich zeigen, wie Rad- und Kettenfahrzeuge im Schlamm versinken. – Fühle mich einen Moment lang an das im Kurt Vowinckel Verlag erschienene Buch von Otto Carius erinnert: Tiger im Schlamm. Das war 1960 ein Bestseller… auf Jahre hinaus. Heute vergessen.

Haltet den Dieb: Es meldet die New York Times in einem großen Artikel unter Berufung auf US-Geheimdienst-Kreise, dass es die bösen Buben aus Kiew waren, die Nord Stream 1 und 2 im September 2022 zerstörten. Joe sei schon ganz ärgerlich über die Alleingänge in Kiew und habe bei seinem jüngsten Besuch dort ein ernstes Wort gesprochen. – Füge hinzu (Exklusiv-Meldung): Die Kampftaucher bestiegen in Kiew ein noch fahrfähiges Sturmboot aus Wehrmachtsbeständen, fuhren den Dnjepr runter, der bekanntlich in die Ostsee mündet, hoben bei Posen kurz ab, um sich in der Luft betanken zu lassen, machten ihr Ding, pausierten ganz entspannt auf einen Aquavit in einer Røgeri auf Bornholm – einem bekannten Kampftaucher-Treff – und fuhren unerkannt zurück. | Leicht Abweichendes heute Morgen bei Bernd Zeller:

7. März 2023

Am Vorabend in Leipzig: Antifa klebt, rufen die Montags-Demonstranten, die auf dem Goedelerring von der Polizei über die Straßenban-Trasse an dem fahrbahnsitzenden Häuflein von Antifanten vorbeigeleitet werden.

Leipzig (2): Unter den mitgeführten Fahnen stechen die blaue mit der Taube und die gelbe mit dem Lamda der Identitären ins Auge. Friedlich vereint in der Ablehnung des Krieges. Sachen gibt’s.

Leipzig (3): Es schneeregnet bei null Grad. Schön, wenn man einen Vorgeschobenen Beobachter hat.


Die Macht der Repräsentanten: In Berlin hat sich – wie es scheint Hals über Kopf – der SPD-Vorstand entschlossen, der CDU anzubieten, eine schwarz-rote Koalition unter deren Leitung einzugehen. Damit wird der tagelange Zickenkrieg (Spieglein, Spieglein an der Wand | Wer hat die meisten Stimmen im Land) beendet. Ich denke, der wahre Grund sind persönlich Animositäten im Lager rot-rot-grün.

Macht (2): Jetzt lässt der rot-grüne – das heißt in der politischen Wirklichkeit: vor allem der grüne – Pressemob die Muskeln spielen, um die Entscheidung für schwarz-rot zu torpedieren. Hier geht es schließlich es um die Machtfrage in diesem Land. Die Presse ist es gewohnt, dass ihr das letzte Wort zusteht. Man darf gespannt sein, was wir plötzlich an persönlichem Schmutz aufgetischt bekommen, wer die Büchsenspanner sind und wie lange die Betroffenen das aushalten. Die Chancen stehen für den Ausgang stehen derzeit eins zu eins. 

6. März 2023

Finde, dass im Internet der Wahlsieg eines Parteilosen gegen eine Grüne als OB von Mainz beklatscht wird. Bemerke, dass sein Wohlstand auf einer Fernsehwette von vor Jahren beruht. Er hat offenbar was draus gemacht. Solch ein Rathauschef ist schon ein Wert an sich. Ob er gegen den Parteienfilz etwas auszurichten vermag, das wird sich weisen. Denn dort gilt fortan: Die Reihen fest geschlossen. Der Neue wird Schwerarbeit leisten müssen. Dass das Leserbriefvolk ihn mit dem grünen Mann aus Tübingen vergleicht, finde ich zum Schreien.Tübingen (2): Freund W. schreibt: Hier gibt es nur Amerikaner, womit er nicht das Gebäck meint.

5. März 2023

Wie stets sind unfreiwillige Scherze die besten. Panzerbauer Rheinmetall will nach den Worten seines Vorstandes näher zum Verbraucher ziehen (sprich: dort ein Werk bauen). In diesem Fall in die Ukraine. Da kann man nur sagen: Recht so, denn die hat im Laufe eines einzigen Jahres über 1000 Panzer verbraucht.

Rheinmetall (2): Meldet voller Stolz, dass man jetzt in den Dax aufsteigt. Absteigen tut dafür ein Medizingerätehersteller, die Firma Frisenius. Wo geschossen wird, geht es den einschlägigen Branchen besser als denen, die fürs anschließende Flickwerk sorgen müssen.

Rheinmetall (3): Will dieses Jahr noch 250 Leos aufarbeiten und in die Ukraine liefern und dann ab kommenden Jahr 500 von den neuen Kampfpanzern Panther pro Jahr, die das Werk in der Ukraine ausspucken soll. Für diese Dinge besteht nach dem Kriegswaffen-Kontrollgesetz ein absolutes Produktions- und Lieferverbot mit speziellem Genehmigungsvorbehalt. Gilt das eigentlich noch? Und auch dies: Wer hat eigentlich die über 400 Leopard 2-Panzer für Polen genehmigt?

4. März 2023

Der Herr Scholz ist gestern überraschend nach Washington DC geflogen, um…, ja, um was zu tun? Gut, er trifft Joe B. Fragt sich, was denn Unerwartetes geschehen ist, um diesen Blitzbesuch zu rechtfertigen.

Ich nehme an, dass der alte Mann eine Weisung erteilen will, für die er keinesfalls die Russen als Mithörer am Telefon haben mag. – Einbestellen des Deutschen zur Befehlsausgabe. Noch geht das.

Blitzbesuch (2): Wackelt der Vasall in Kiew so stark, dass die Strategie geändert werden muss? Nebenbei: Die Karte des Kriegsschauplatzes von Bachmut zeigt eine für die Verteidiger aussichtslos erscheinende Lage.

Und auch noch dies: Während die EU das 10. (oder ist es das 11.?) Sanktionspaket beschließt, gehen die Mitgliedsländer, außer Deutschland, eigene Wege. So entfroren – das müsste in etwa die richtige neudeutsche Vokabel sein – Belgien und Luxemburg offenbar russische Vermögenswerte in Höhe von ca. 43 Milliarden Euro, zumeist Aktien von Amazon, Alibaba, Netflix e tutti quanti, was nebenbei zeigt, welche sog. Werte wirklich reiche Russen auf dem Weltmarkt schätzen.

Und auch dies fällt auf: Meister Billyboy und sein Weltkonzern Microsoft sind reumütig und ohne Klamauk nach Russland zurückgekehrt. Ebenso die sportlichen Herren von Puma (die Sportklamotten, nicht die gleichnamigen Schützenpanzer).

Und nochwas: Dem Vernehmen nach kürzt Russland die Rohölförderung ab dem 1. März um 5 Prozent. Das trifft vor allem die Diesel- und Heizöl-Produktion. Entweder steigt deswegen erneut der Preis, oder er stabilisiert sich, weil der Rückgang im Verbrauch im Wertewesten aufgefangen werden soll.

3. März 2023

Die russische Nowosti-Meldung (1. März) über den abgesoffenen Leopard, auf die ich in meinem gestrigen Notat hinwies, war ein Fake. Leser H. wies mich bereits gestern unter Quellenhinweis darauf hin. Ihm sei Dank, dass er meine Zweifel bestätigte.

Fake (2): Jetzt kommen die Besserwisser. Sie bemerken im höhnischen Ton, dass man das alles leicht hätte recherchieren können. Soso. Auch ihnen sei Dank, aber aus anderen Gründen.

Fake (3): Es ist die Frage, ob ein Fake ein Fake ist, wenn der Hersteller will, dass man es merkt. Dieser hier stammt vom Bloc GlobKult. Er hat mich heiter gestimmt. Vielen Dank.

Kein Fake: Kommunen und Kirchen sind offenbar dazu übergegangen, ihren Bestand an Sozialwohnungen freizuziehen (zu deutsch: sie schmeißen die Ärmsten der Armen raus), um die lukrativeren Willkommensbürger dort unterzubringen. Mag sein, dass es bislang nur Einzelfälle in Lörrach und Berlin sind, aber dieses Geschäftsmodell wird Schule machen.

Auch vermutlich kein Fake (2): Bin gespannt, was die Experten hierzu anzumerken wissen. Den polnischen Minister erkenne ich, die ukrainischen zur Not auch. Doch wer mögen die Panzerbesatzungs-Darsteller sein?

Letzte Tage im Bundestag: Die Kriegskoalition von CDUCSUSPDFDPGrüne hat die Reihen fest geschlossen – ganz so, wie es der Bertelsmann-Angestellte Heusgen jüngst in München forderte. Nur eine merkwürdige Allianz aus AfD und Teilen der Linken hält dagegen. – Falls die veröffentlichten Umfragen auch nur vage stimmen, sehen die Mehrheitsverhältnisse im deutschen Volk, was den Waffengang anbelangt, genau entgegengesetzt aus.

Krieg (2): Das Kartenstudium der Ostfront offenbart nichts grundlegend Neues. An zahlreichen, nicht miteinander verbundenen Stellen des rund tausend Kilometer langen Frontbogens wird geschossen. Die Einschließung der Industriestadt Bachmut schreitet Meter um Meter voran. Es gibt vom Westen her nur noch eine Zufahrtstraße. Die liegt im Bereich der Wirkung der russischen Artillerie.

Krieg (3): Neu sind die gewalttätigen Auseinandersetzungen in Transnistrieren. Das ist der östliche, zur Sezession neigende Teil von Moldawien. Ob die Meldungen stimmen, dass die Aggressionen von der östlich angrenzenden ukrainischen Seite ausgehen, vermag ich nicht zu beurteilen.

2. März 2023

Die USA lehnen den Friedensplan Chinas für den Ukraine-Konflikt ab. Das war fast zu erwarten, doch der rüde Ton, in dem sie das tun, verblüfft schon. Sie hätten, wird der Sprecher des US-Sicherheitsrats zitiert, nicht vor, den Russen das Töten von Ukrainern zu erleichtern. Bin ziemlich sicher, dass die Chinesen eine solche Beleidigung, offen auf der Weltbühne ausgesprochen, nicht ungestraft hinnehmen werden.

Nachrichtenagentur Nowosti von gestern: „Heute am 1. März um 08:40 Uhr griff ein deutscher Leopard 2 [A 5] Panzer in der Nähe von Artjomowsk an. Unsere Jungs waren schockiert von dem, was sie sahen… Aber nach 100 Metern war diese 60-Tonnen-Maschina völlig im Schlamm versunken. Einem Trupp unserer Soldaten gelang es, sich schnell zu orientieren und durch ein geschicktes Manöver den feindlichen Panzer mitsamt seiner polnischen Besatzung zu erbeuten.“

Leopard (2): Zweifel an der Echtheit des Fotos sind erlaubt. Die beiden Luken im Turm sind geschlossen. Die (polnische) Besetzung wurde angeblich gefangen genommen. Da müssen die Luken offen gewesen sein. Und hinterher macht jemand von außen die Luken zu? Kann ich mir nicht vorstellen.

Leopard (3): Falls die Geschichte stimmt, muss jemand einen einzelnen Panzer eingesetzt haben. Wo kam der her, und was wollte der da in der Mitte des Frontbogens im Schwerpunkt der Kämpfe in Artjomowsk (ukrainisch: Bachmut)? Falls es stimmt, waren da absolute Laien am Werke (oder Überläufer).

1. März 2023

Der US-Heeresministerin ist aufgefallen, dass die Army ihren Bedarf an jungen Soldaten nicht decken kann. 90 Prozent der Männer zwischen 18 und 24 Jahren seien wehruntauglich. Was mit den Frauen ist, wird nicht erwähnt.

Untauglich (2): Mit einer solchen Armee gegen Russland oder China oder sogar gegen beide in den Krieg zu ziehen, dürfte wenig aussichtsreich sein.

Die Deutsche Bank orakelt, dass es im 4. Quartal in den USA eine Rezession geben werde. Der Zeitraum ist geschickt gewählt, denn im Oktober erinnert sich garantiert kein Mensch mehr an diese Vorhersage.

Das US State Department/Bureau of Couterterrorism teilt über Germany 2021 mit: „The COVID-19 pandemic was a driver for extremists with anti-government ideologies. Germany’s domestic intelligence agency (the Federal Office for the Protection of the Constitution [das ist das Bundesamt für Verfassungsschutz]) added, in April, a new category of extremism called delegitimization of the state.” Also im Schatten des Corona-Wahns hat diese selbstgebastelte Amtsanmaßung des BfV – genannt Deligitimierung des Staates – begonnen. Es kann nicht damit gerechnet werden, dass sie wieder zurückgenommen wird, wo auch für hartnäckige Impfverschwörer Schicht um Schicht aufgedeckt wird, dass die Leute, die sich der Zwangs-Impfung widersetzten, recht daran taten.

In Wien trifft sich die OSZE, eine Parlamentarier-Versammlung, die sich seit Jahrzehnten der Zusammenarbeit und Sicherheit in Europa verschrieben hat. Österreich, das zur Zeit den Vorsitz innehat, lud auch die Russen ein, sie sind dort Mitglied. Nun sorgen die USA und ihr Mündel, die Ukraine, durch einen lautstarken Boykott des Treffens für einen Eklat, der durch die Begleitpresse beklatscht wird. Im Stummel-Neudeutsch: Reden geht gar nicht – jedenfalls nicht mit denen da.

28. Februar 2023

Dieses sei, so erklärt mir ein im übrigen unauffälliger Verkäufer, der Leopard unter den Eierschneidern. Ein echter WMF. – Wo er denn gedient habe, frage ich den sachkundigen Mann. – Wie ich das denn meine? fragt er zurück. – Schon gut, keine weiteren Fragen.

Leo (2): Der Namensgeber selbst ist in der Ukraine eingetroffen. Er stammt aus Polen. Nicht, dass er dort gebaut worden wäre, ih bewahre, aber die dortige Armee hat ihn.

Beende den Monat mit einem Blick auf die Leserseiten der Zellerzeitung. Klaue von dort: „Schon immer: Waren Flaschenpfandsammler nicht schon immer Reichsbürger? Ich denke doch.“

Das letzte Wort hat…: Bei der Zusammenstellung der Monatsmeldungen des Februar entdecke ich, wie ich vor wenigen Tagen zu notieren vergaß, dass der Schlag von Project Veritas gegen den Pfizer Konzern (siehe 1. Februar) sein letzter war, denn wenig später wurde sein Gründer, Vorsitzender und Motor James O’Keefe fristlos entlassen.

27. Februar 2023

Richtig gelegen zu haben, ist zuweilen eine herbe Sache. So hat Mainstream jetzt tatsächlich bei Ulrike Guérot Tabula rasa gemacht und ihr die Professorenstelle für Politologie an der Uni Bonn gekündigt, wo sie seit 2021 im Angestelltenverhältnis beschäftigt worden war. Sie habe in einer nicht-wissenschaftlichen Publikation die wissenschaftlichen Standards des Zitierens verletzt. Ja, richtig gelesen. Wenn diese Pressemitteilung stimmt, hat man mit der Brechstange nach einem Haar in der Suppe gesucht (Ein besseres Bild fällt mir am frühen Morgen nicht ein).

Guérot (2): Mir geht der zynische Spruch von Stalin durch den Kopf: Bestrafe einen, erziehe hundert. Der wahre Grund für das Vorgehen gegen die Gemaßregelte ist, dass sie mit ihren beiden Büchern über Corona und über den Ukraine-Konflikt (Endspiel Europa) gegen die für unumstößlich deklarierte Wahrheit opponiert hatte.

Guérot (3): Unter Juristen der alten Schule kann es nicht fraglich sein, dass diese Kündigung grob rechtswidrig ist. Für die nicht-alten Juristen lege ich allerdings die Hand nicht ins Feuer. Das Land Nordrhein-Westfalen als die Anstellungskörperschaft der Dame wird dieselbe solange mit Verfahren überziehen, bis sie entnervt aufgibt oder pleite ist oder beides zusammen.

26. Februar 2023

Im Kachelofen der Freunde befindet sich oben ein Kochfach. Hinter der offenstehenden Tür entdecke ich schmale weiße Halbmonde. Was backt ihr denn da, frage ich naiv. Ich ernte einen entnervten Blick und erfahre dann, dass dies Gärsteine seien. Die trocknen dort, damit sie keinen Schimmel ansetzen. Soso, Gärsteine. In der Küche dann die volle Wahrheit: Dort steht der Bunzlauer Gärtopf aus Steingut. Salzwasser rein, Gurken hinein und Gärsteine drauf, damit das Gärgut unter Wasser bleibt. Deckel zu und abwarten, bis Blasen aufsteigen. – Wie lange dauert das? – Das fühlt man doch. – Aha.

Gärtopf (2): Jahrelang habe ich mich gewundert, wie die Lausitzer ihr einmalig leckeres Gemüse herstellen. Jetzt weiß ich es. Nebenbei: Werde mich eilen müssen, einen Bunzlauer Gärtopf zu erwerben, bevor die Klimairren ihn verbieten, denn, Achtung, hier entsteht unweigerlich CO2.

Im Nachhinein einige Bilder von der gestrigen Friedens-Demo in Berlin angesehen, die am Vortag in Berlin stattfand. Bin ratlos, ob die Bewegung, die sich hier zeigt, stark genug sein wird, um eine Rückkehr vom Pfad des Kriegswahns zu bewirken. Immerhin zeigt sich eine erstaunliche Breite des Spektrums derjenigen, die offen zum Protest bereit sind. Die Medien trommeln, um die Teilnehmen zu marginalisieren, zu spalten und zu verunglimpfen.

Demo (2): Ich bin nicht im Krieg mit Russland, ist eine Parole, welche die Dinge am besten zusammenfasst.

25. Februar 2023

Das sind alles nur Behauptungen, sagt am Vorabend der Mann, nachdem ich eine gute halbe Stunden über die Ursprünge des Ukraine-Konflikts vor einem totenstillen Publikum referiert habe. Bevor ich zum Antworten komme, entspinnt sich ruck-zuck unter der Zuhörerschaft eine Auseinandersetzung, die in eine Prügelei auszuarten droht. Paradoxe Welt: Es muss einer in Schutz genommen werden, weil die Menge sich mit mir solidarisiert.Nachts schneit es in der Lausitz in dicken Flocken. Im Nu ist die Straße weiß und das Autofahren keine Freude. Halb amüsiert, halb missgelaunt machen wir die üblichen Witze über die Erderwärmung.Wir kommen aus dem Theater von Kamenz, wo es Lessing-Tage gibt.
Lessing-Tage (2): Im speziellen Fall handelte es sich zwar um Goethe und dessen Briefe an Mme. von Stein, denen im Wechselgespräch – die Antwortschreiben der Dame Stein fehlen bekanntlich – Tagebuchnotate der Angebeteten gegenüber gestellt werden. Das ist amüsant und trefflich dargeboten von Ines Hommann und Florian Mayer. Letzterer untermalt seine Texte mit genialer Solo-Violine (wirklich superb). Nur, naja, bei den Tagebuchnotizen zögere ich etwas. Sie klingen nach der Sprache der Jetzt-Zeit. Irre ich mich?

24. Februar 2023

Beide Feldherren haben vor zwei Tagen eine öffentliche Grundsatzerklärung abgegeben, Putin in Moskau, Biden in Polen. Beide haben übereinstimmend erklärt, dass sie keinen Schritt zurückweichen werden. Doch inhaltlich unterscheiden sich beide Reden insofern, dass Putin die Russen zum Kämpfen ermahnt, während Bidens Worte an die Polen gerichtet sind.

Polen (2): Das Land ist in der US-Militärdoktrin an die Stelle Deutschlands getreten. Polnisches Militär soll das Kämpfen übernehmen. Es ist wie die Wiederkehr des Jahres 1939.

Polen (3): Ob diese nach den schlechten Erfahrungen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg diesmal die Vernunft zu Rate ziehen, wage ich zu bezweifeln. Täten sie es, würden sie sich zurückhalten, bis das Ende des Ukraine-Konfliktes da ist und sich dann am Beute-machen beteiligen.

Ich lese viel, wer in diesem Konflikt jetzt was machen wird. Das ist alles Gerede von Leuten, die zu keiner Entscheidung berufen sind. Klar erscheint mir nur, dass Putin jetzt die Bedingungen klar benannt hat, dass und wann er einen Atom-Krieg auslösen wird. Hätte ich die Möglichkeit, einen Rat zu erteilen, würde ich raten: Nehmen Sie das ernst, der Mann blufft nicht.

23. Februar 2023

Berlin bleibt Berlin: Wenn man dort vier Schrippen kauft und zu Hause fünf in der Tüte sind, handelt es sich um ein mathematisches Wunder oder ein Gleichnis über Berliner Wahlen.Die Eloge von Scholz in der jüngsten Foreign Affairs gelesen. Es ist eine Unterwerfungs-Erklärung angereichert mit futuristischem Klima-Schnickschnack. Schlimm.

22. Februar 2023Volkes Wille: Ja, der ist schlecht festzustellen. Auf der Bundesebene versuchen es die Damen Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht mit Hilfe einer Anti-Kriegs-Petition, in Thüringen die Ex-FDP-Abgeordnete Ute Bergner mit einem Volksbegehren, dessen Ziel es sein soll, die Landesregierung abzuservieren.
Blick übern Teich: a) Jetzt bereits der zweite schwere Chemie-Zwischenfall in kurzer Folge. Biden erwägt, Klima-Notstand auszurufen. Das riecht nach Pearl Harbor. b) Republikaner im Kongress aufgewacht, nachdem die Bundesregierung angekündigt hatte, Regelungsbefugnisse im Falle neuerlicher Seuchen an die WHO abzutreten. c) Es werfen immer mehr Leute ihren Hut in den Ring, weil sie der nächste Präsident werden wollen, nur der einzig erfolgversprechende Rep noch nicht, Ron de Santis, Gouverneur von Florida.

21. Februar 2023Wo er recht hat, da hat er recht, der Nato-Generalsekretär Stoltenberg. Er äußerte sich am 13. Februar gegenüber Journalisten so: „Tatsächlich hat die NATO seit 2014 die größte Verstärkung der kollektiven Verteidigung seit einer Generation durchgeführt, weil der Krieg nicht letztes Jahr im Februar begann. Er begann 2014“. Gemeint hat er mit Sicherheit die sog. völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland. Wenn man böswillig ist – ich bin es – könnte man auch an den Sturz des gewählten ukrainischen Präsidenten durch die USA denken, wodurch die russische ad-hoc-Reaktion ausgelöst wurde. Denken könnte man auch an die sogleich beginnenden Russen-Säuberungen im Donbass.
Nato (2): Sicher hatte der Jens nicht den kollektiven Panzer-Deal vor Augen, der sich nun als Flopp für die Bundesregierung erweist. Von allen Geberländern, die sich großspurig aus dem Fenster gelehnt haben, ist Deutschland über Nacht zum einzigen Lieferanten von Kampfpanzern geworden. Das erinnert an den alten Barras-Spruch: Vorwärts ihr Feiglinge, lasst mich hintern Baum.
Nato (3): Ich werde den Verdacht nicht los, dass hier der Waffenbauer Rheinmetall vorgeführt werden soll, denn hässliche Bilder von zerschossenen Panzern sind für die Werbung denkbar ungeeignet. Seht her, Leute, die Wunderwaffe Leo ist kaputt zu kriegen. – Da lob ich mir den Abrams-Tank. Er ist so geheim, dass er nicht in die Ukraine geschickt werden darf, weil ihn dort der böse Russe einsacken könnte.
Nato (4): Was macht eigentlich der US-Präsidentendarsteller im Moment in Polen? Welche unverschämte Forderung werden wir morgen aus dieser Richtung zu hören kriegen?

Ostfront nach Kartenstudium: Die Kämpfe in der Mitte des Frontbogens halten unvermindert an. Es wird um jede Ortschaft erbittert gerungen. Der russische Vormarsch nach Westen geht zentimeterweise voran. Ein strategischer Durchbruch ist nicht zu erkennen. Falls das von russischer Seite so gewollt ist, handelt es sich um eine Abnutzungsschlacht – à la Verdun oder Somme 1916.
Ostfront (2): Fragt sich, wie lange die Russen unter den gegebenen Bedingungen ihre Kampfmoral aufrecht erhalten können. Falls zudem die Russen darauf setzen, dass dem Westen die Munition ausgeht, betreiben sie den Krieg als Lotteriespiel.
Ostfront (3): Der Wertewesten – jedenfalls lauten seine propagandistischen Aussagen so – glaubt, dass der Nicht-Zusammenbruch der Ukraine ein Sieg sei. Die einzige Wunderwaffe, die der Westen noch hat, ist dieser Selenskyj. Sollte es zu einem Waffenstillstand kommen, ist sein Leben keinen Pfifferling mehr wert. Er wird selbst ahnen, dass es so ist.

20. Februar 2023Die offizielle Stadtchronik von Schwedt an der Oder weist darauf hin, dass das Dach der Schwimmhalle einstürzte, doch es kam niemand zu Schaden (außer dem Steuerzahler), da wegen Corona alle öffentliche Einrichtungen geschlossen waren. Dette is Dialektik.
Schwedt (2): Ein rundes Dutzend meiner Leser müht sich nach meiner Schwedt-Epistel, mich zum Russen-Öl- und PCK-Experten aufzubauen. Allen freundlichen Zulieferern sei Dank. Ich muss die Details erst mal verdauen und werde dann einen zweiten Anlauf unternehmen.
Ss’Maul, sagt der Leipziger Prolet. Damit bringt er zum Ausdruck, dass er beabsichtige, jemandem eins aufs Maul zu geben. Einer ähnlichen Verkürzung bediente sich jüngst – wenn ich das Russische richtig deute – der Tschetschenen-Führer Kadyrow. Zielperson seiner verbalen Attacke war der deutsche Kanzler.
Kadyrow (2): Der 46-jährige ist seit anderthalb Jahrzehnten in der Republik Tschetschenien, die zur Russischen Föderation gehört, an der Macht. Seit einem Jahr tourt er mit seiner Söldnertruppe auf Seiten der russischen Armee durch die Ost-Ukraine. Die Einnahme der Stahlstadt Mariupol am Asowschen Meer im vergangenen Mai soll auf seine Kappe gehen.
Kadyrow (3): Mir ist nicht klar, was solch ein militanter, islamgläubiger Mann (3 Frauen und ein gutes Dutzend Kinder) an der Seite der Russen im Donbass tut. Hoffentlich weiß Putin hierauf eine schlüssige Antwort – zumal, wenn der Tschetschene in absehbarer Zeit die Dividende für sein Handeln einfordern wird.

19. Februar 2023Um den rheinischen Namen Heusgen richtig zu schreiben, bemühe ich mich für einen Moment ins Internet. Dabei fällt mir ein sicher ungewolltes Bonmot des Sicherheits-Vorsitzers auf: Man müsse die Reihen fest schließen. Leute mit etwas historischem Wissen denken unwillkürlich an die gleichlautende Zeile aus dem Horst Wessel-Lied. Dort allerdings folgt auf das feste Reihen-Schließen: SA marschiert mit ruhig festem Schritt.
Sicherheits-Show (2): Die Russen konnte man ausladen, die Chinesen aber kaum. Aus dieser Ecke kamen dann Töne, die der USA kaum gefallen konnten. Die US-Boys revanchierten sich durch den Mund ihres Außenministers Blinken mit einer verbalen Attacke wg. Chinas Spionageballons, von denen Präsident Biden vor drei Tagen sagte, sie seien keine solchen. Ja, was denn nun?Sicherheits-Show (3): Den Vogel schließt wieder mal Annalena Bb. ab. Sie verlangt von Putin eine 360-Grad-Wende. Alle Welt lacht. – Ununterbrochen schadet sie Deutschland massiv durch ihre Dummheit und Dreistigkeit. Ihre Entfernung aus der Bundesregierung ist unaufschiebbar. Der Herr Scholz könnte sie entlassen, die Befugnis dazu hat er. Zudem riskiert er nichts. Falls die Grünen den Bettel hinwerfen, steht der tüchtige Herr Merz Gewehr bei Fuß. Das ist zwar keine echte Alternative, aber immerhin.

18. Februar 2023Der Streit um die Sprengung von Nord Stream geht weiter. Das ist erst mal nicht schlecht, sondern ganz im Gegenteil: Die Meldung, dass die USA mit Waffengewalt Deutschland angegriffen hat, ist nicht mehr vom Tisch zu bringen. Die Amerika-Fraktion in den Medien versucht jetzt ihr Lügengebäude mit der Behauptung zu retten, die amerikanische Täterschaft sei nicht bewiesen, aber sie hütet sich jetzt vor dem wohlfeilen Gegenangriff der Marke der-böse-Putin-war’s. Die deutschen Bundesminister widersprechen sich mit „keine-Erkenntnisse“ und Schweigen aus Staatswohlerwägungen. Ja, was denn nun? Denn wenn ich aus Gründen des Staatswohl schweige, kenne ich den Sachverhalt, dann aber war der Hinweis auf keine Erkenntnisse gelogen.
US-Kriege (2): In der bayerischen Hauptstadt tagt zur Zeit die Münchener Sicherheitskonferenz, eine Show der Firma Bertelsmann, Gegner des amerikanischen Russland-Krieges wurden flugs wieder ausgeladen, so die Vertreter der AfD-Bundestagsfraktion. Der Hegemon duldet keinen Widerspruch aus der Kolonie. Den aalglatten Gehorsam der Veranstalter zu zelebrieren, war der neue Vorsitzende berufen, ein Mann namens Heusgen, bis vor kurzem deutscher Botschafter bei der UNO in New York.
Heusgen (2): Der war mir in den Merkeljahren als Hintergrundfigur im Kanzleramt aufgefallen, ein B 9-Mann an der Spitze der außenpolitischen Abteilung. Gegen Ende der Amtszeit der A.M. wurde er mit dem Botschafterposten in New York belehnt. Es waren zwei Fotos, die ihn wieder in mein Gedächtnis zurückbrachten. Eins zeigte ihn mit George Soros in der deutschen Botschaft, ein anderes mit dem deutschen Außenminister Maaß und dessen Gefolge in der UNO-Hauptversammlung, feixend während einer Rede des damaligen US-Präsidenten Trump, der die Deutschen bezichtigte, sich vom Russengas abhängig zu machen. Ich finde das Bild nach einigem Suchen wieder:

17. Februar 2023Herr Lindner von der Lindnerpartei: Ich kann mir partout diesen Hinweis nicht verkneifen, den ich gerade den Leserbriefen der Zellerzeitung entnommen habe: „Das FDP-Präsidium will die Partei-Mitleidenden in einem Schreiben dazu auffordern, im öffentlichen Raum öfters umzufallen, damit die Kernkompetenz der Partei sichtbarer werde.“ Dem anonymen Schreiber sei Dank.

Kernkompetenz (2): Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, soll der weise W.I. Lenin gesagt haben. Dieser Grundsatz hatte nicht ohne Grund in die Zulassungsverfahren von Pharma-Produkten Einzug gehalten und galt dort bis zum Jahre 2020, als nach Ausrufung der Weltseuche die Pillendreher aller Länder ins größte Geschäft ihres Lebens einstiegen. Bis dahin galt der Grundsatz, dass die Zulassung von einschlägigen Versuchen abhängig war, die das Medikament absolvieren musste. Zu jedem Experiment gehörte eine Kontrollgruppe. Das sind diejenigen Versuchspersonen, die mit Placebos gefüttert werden. Nur bei den angeblichen Impfstoffen gegen Covid-19 galt das nicht. Die bestehenden Kontrollgruppen wurden nach Hause geschickt, weil man den armen Menschen nicht zumuten wollte, dass sie ohne Impfung blieben. Eine so komprimierte Lüge habe ich schon lange nicht mehr gehört. Dass die Zulassungsbehörden das mitmachten, zeigt, dass sie entbehrlich sind.

Wende um 180 Grad: Seit gestern sind die chinesischen Spionageballons, die das große und gute Amerika in Schnappatmung versetzt hatten, keine solchen mehr, sondern Vehikel privater Firmen, die Wetteraufklärung betreiben oder so. Das jedenfalls bekundete Joe B., der Präsident, der hinzufügte, man suche mit China den Wettbewerb und keine Konfrontation. Stelle mir vor, dass diesen erstaunlichen Äußerungen ein diskreter Hinweis aus dem Land der Mitte vorangegangen ist, vielleicht an seinen Sohn Hunter. 

Wende (2): Bis vorgestern hatte ich mir vorgestellt, dass die Ballon-Show als Ablenkungs-Manöver gedacht war, denn an der Ukraine-Front sieht es nicht nach einem großen Sieg aus. 

Wende (3): Die Besucherin beim Gehen an der Haustür: Herausreden ist der Anfang vom Ende. – Ich weiß zwar nicht, was sie damit sagen wollte, fand aber den Satz irgendwie bedeutend. Zuvor hatten wir über Frida Kahlo gesprochen, wobei ich die notwendige Bewunderung vermissen ließ.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch X

16. Februar 2023

Bei der Suche nach Augenzeugenberichten, mit denen zu belegen ist, wie sich die Leute vor und während der Machtergreifung verhalten haben, bin ich auf die Schrift des National-Bolschewisten Ernst Niekisch gestoßen: Hitler ein deutsches Verhängnis. Das Heft ist jetzt 91 Jahre alt. Vor geraumer Zeit kaufte ich es antiquarisch, weil ich die darin enthaltenen Drucke von A. Paul Weber faszinierend fand. Heute ist es der Text. Anbei die Einleitung, der wenig hinzuzufügen ist:

Salon-Bolschewisten (2): Nun weiß ich nicht, wie Wladimir Uljanow (Lenin) oder Karl aus Trier zur Taubenfrage standen, deswegen habe ich mir Zurückhaltung auferlegt, als mir die Stadtregierung von Schilda heute mitteilte, dass es hiesigen Ortes ein Taubenmanagement gibt, das auch genau so heißt. Ich staune, aber es kommt noch besser. Während anderswo die Taubenplage bekämpft wird, meldet Schilda mit Stolz, dass man bereits ein drittes öffentliches Taubenhaus errichtet habe. Nun wurde vergessen mitzuteilen, ob das neue Taubenhaus bereits einen Taufpaten hat. Ich plädiere für Ernst Thälmann. Leider berichten die Lesebücher der DDR keine Anekdote zu „Thälmann und die Tauben“. Sie haben sich damit begnügt, in Abwandlung zur Martins-Legende jene Lügengeschichte zu kolportieren, in der Teddy seinen Weihnachtsbaum teilte, damit der Nachbar zum Fest was zum Heizen hatte. Das nenne ich gelebten Sozialismus.

15. Februar 2023

Seit 10 Tagen gilt das Einfuhrverbot der EU-Kommission für russischen Treibstoff. Vorgestern war an den Tankstellen noch nichts zu bemerken. Kann aber nicht mehr lange dauern. Das alles hat, entgegen den allfälligen Behauptungen mit dem Putin seinen Angriffskrieg nichts zu tun, sondern man nutzt die Gunst der Stunde, um das seit Langem geplante Verbot des Autofahrens einen Schritt weiter zu bringen.
Vor einigen Tagen fand in der Türkei ein schweres Erdbeben statt. In einigen Alternativ-Medien wird orakelt, dass dieses Beben durch menschliches Tun ausgelöst wurde. Das klingt ziemlich wüst. Richtig scheint mir allein der Hinweis, dass die Türken und ihr Herrscher zahlreiche erbitterte Feinde haben.
Nachtlektüre: Die Kissinger-Biographie von Niall Ferguson ist schwere Kost in jeder Hinsicht. Allein der erste Band hat 1.130 Seiten. Da es an Kissinger-Büchern (von ihm und über ihn) keinen Mangel gibt, ist das Werk des britische Erfolgsautors eher was für Spezialisten. In dieser Erkenntnis habe ich auf Seite 111 abgebrochen. Man muss Mut zur Lücke haben.
Die neueste Foreign Affairs ist eingetroffen. Ein erstes Überblättern des Inhalts bringt folgende Erkenntnisse: a) Russland – und speziell Putin – werden besiegt werden, aber das große und gute Amerika müsse aufpassen, dass der Sieg nicht andere Regionen der Erde destabilisiere, z.B. Kasachstan mit seinen Bodenschätzen. b) Der Herr Scholz verantwortet einen Beitrag unter der Überschrift „The Global Zeitenwende“. Der will mit Sorgfalt gelesen sein, denn neugierig bin ich schon, wie der Kanzler die Rolle Deutschlands in aller Welt beschreibt. c) Der Herr Steinmeier wurde mit dem Henry Kissinger Preis bedacht. Die Laudatio hielt Condoleezza Rice. Man erinnert sich der einstigen Sicherheitsberaterin des jüngeren Bush, die dieser versehentlich als seine Frau bezeichnete.

14. Februar 2023

Lese ohne Erstaunen, dass in Ungarn jetzt USAID zum Einsatz kommt. Hierbei handelt es sich um eine US-Einflussnahme-Organisation, die im Bereich des US State Departments agiert und zur Vorbereitung von Umstürzen (regime change) genutzt wird. Hier findet also die Vorbereitung von Zwangsmaßnahmen gegen die US-kritischen Ungarn statt. Genau das, was ich vor zwei Wochen nach dem einleitenden Essay in der Foreign Affairs vermutet hatte. Ich denke mal, es wird Tote im Namen der Menschenrechte geben. Nicht zu vergessen die democracy.
USAID (2): Beim Lesen des Namens der Chefin Samantha Powers, die soeben in Budapest ihren Auftritt hatte, stutze ich. Ich blättere sicherheitshalber in meinem Buch Spy Gate nach. Und richtig, das ist dieselbe Person, durch deren Account als US-Botschafterin bei der UNO 2016 die Abfragen bei den Sicherheitsbehörden gegenüber den Mitarbeitern des damaligen Trump-Teams stattfanden, die dann den Grundstock für negative Pressekampagnen und Schein-Strafverfolgung dienten. Natürlich wusste Mrs. Powers nichts vom Missbrauch ihrer Abfragestation. Natürlich nicht.

13. Februar 2023

In Berlin wurde erneut gewählt. Nicht überraschend: Alles bleibt beim alten. Jetzt kämpfen die Vor-Frauen um das vermeintliche Recht, Bürgermeister zu werden.
Wahl (2): Dass die logisch zwingende Neuwahl für den Bundestag nicht stattfand, wundert mich nicht, nachdem der Bundestag votiert hatte, dass dies nicht opportun sein. Das wundert mich nicht. Nicht im geringsten.
Wahl (3): Auffällig, wie stets, ist das Nichtbeachten der Nichtwähler (ca. 40 Prozent der Wahlberechtigten) und der ungültigen Stimmen und das Herausrechnen der Unter-5-Prozent-Stimmergebnisse, in diesem Fall 9 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen, bei der Vergabe der Sitze im Abgeordnetenhaus. Bei der Vergabe der Sitze werden so die tatsächlichen Wahlergebnisse bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Numerischer Wahlsieger sind die Nichtvertretenen. Der Vorwurf: Du hättest wählen gehen können, juckt niemanden mehr.
Wahl (4): Hübsch sind die Mehrheits-Ergebnisse in den Bezirken.

12. Februar 2023

Nachtlektüre in den Tagebüchern von Iwan Maisky. Der sowjetische Botschafter in London (1932-43) hat vieles notiert, was beim Verstehen der sowjetischen Politik der 1930er Jahre hilft. Es besticht sein Abstand gegenüber den Anglo-Amerikanern. Der Untertitel, den der Verlag C.H. Beck gewählt hat (Ein Diplomat im Kampf gegen Hitler) führt deshalb mindestens partiell in die Irre. Kein Wunder bei einem Verlag, der sich nicht zu schade ist, mit Hilfe seiner Geschichtswerke in die antideutsche US-Propaganda einzustimmen. Um nicht missverstanden zu werden: Ich erwarte kein Nationalisten-Gewäsch, aber etwas mehr Orientierung an den Tatsachen, ohne diese zugleich moralisierend zu werten, fände ich angemessen.
Maisky (2): Zu den Aha-Lesefrüchten zählen die Bemerkungen von Anfang 1943. Im Vordergrund stehen die Erwägungen zur politischen Neuordnung der Welt nach dem Sieg über Deutschland. Gestutzt habe ich bei Maiskys Ansicht, dass eine physische Beseitigung von Hitler dem angestrebten totalen Sieg über Deutschland abträglich sei, da die Generäle, die nach seiner Ermordung an die Macht kämen, allzu leicht einen Kompromissfrieden erreichen könnten.
Maisky (3): Vergleiche die einschlägigen Aufzeichnungen mit den Akten der britischen Geheimdienstoperation Harlekin. Der Ende 1942 in Afrika gefangen genommene Abwehr-Offizier Major Wurmann (Klarname: Richard Weis) machte mit MI5/MI6 auf eigenen Wunsch einen Deal: Auspacken aller Details über die Abwehr gegen anschließende Rückentsendung in den deutschen Machtbereich, um eigenhändig an der innerhalb der Abwehr geplanten Ermordung von Hitler mitzuwirken. Die britischen Controller hielten den Mann für 100 Prozent glaubwürdig. Nachdem er ausgepackt hatte, verbot Churchill, den zweiten Teil der Vereinbarung umzusetzen.

11. Februar 2023Beim samstäglichen Frühstück wird durch einen Versprecher, über den die Mittäter sich prächtig amüsieren, ein neues Wort geboren: der Verstörungs-Theoretiker. Ich stelle mir den Inhalt so vor: Ein Mann, der über den Niedergang des Landes und dessen Gründe lamentiert, ohne etwas dagegen zu unternehmen.
Verstörung (2): Das Wort entstand, als wir die Causa Maaßen besprechen. Noch ist der Mann staatstragend in seinen Äußerungen. Bis jetzt ist er nach seiner würdelosen Entlassung nur mit der Presse, dann mit seiner Partei, der CDU, in Konflikt geraten. Doch wie wird er reagieren, wenn der Staat erst anfängt, auf ihn einzuschlagen? – den Vorgang nennt man radikalisieren. Es ist den jetzigen Machtinhaber sehr daran gelegen, dass er stattfindet.
Verstörung (3): Ich liebe es, sagt die Dame und zeigt auf die Skulptur der Uta in meiner Wohnung. Wieso es? geht es mir durch den Kopf. Als ich mit der Überlegung fertig bin, bemerke ich erst das grundsätzlich Alberne der Formulierung. Es ist ein dreister Anglo-Amerikanismus, der sich in unsere Blabla-Sprache eingeschlichen hat, vom Allzweckausruf I-love-it herstammend. Kein vernünftiger Deutscher liebt seine spanischen Slipper oder seine Gas-Heizung, aber schätzen tut er sie schon.

10. Februar 2023

Versuche festzustellen, wer den Artikel von Semour Hersh über den US-amerikanischen Angriff auf die Nord Stream-Pipelines erwähnt, und, wenn ja, wie, und wer ihn ignoriert. Vor allem in den USA gibt es eine scharfe Trennlinie zwischen Mainstream und den reichweitenstarken Alternativ-Kanälen. Einer davon ist The Duran, dessen Beitrag innerhalb von Stunden über 100.000-mal aufgerufen wird (https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=ySNyAaw4VEI). Zwar reut mich die Zeit, die ich mit dem Anhören zubringe, nehme aber mit, dass es in Washington DC Leute gibt, die in der Lage sind, den Anschlag auf die Pipeline und den Abbruch der Waffenstillstands-Verhandlungen auf einen Nenner zu bringen. Er lautet, eine Handvoll namentlich bekannter Personen an der Spitze der USA wollen den Krieg gegen Russland mit allen Mitteln. Ich wundere mich über die Ansicht, dass die Zerstörung des Bundes-Verhältnisses mit Deutschland mittelfristig deswegen für die USA katastrophale Folgen zeitigen werde, weil die Deutschen dann die Konsequenzen ziehen würden. – Das glaube ich zwar nicht, dennoch wird der amerikanische Kriegsangriff gegen Deutschland in anderen Ländern Europas zum Nachdenken Anlass sein – auch in Polen, doch da anders als in den übrigen Ländern.
Abweichende Meinung (2): Lese in der Zellerzeitung einen Leserbrief, der geht so: Er, der Leser, schalte regelmäßig zur vollen Stunde den Deutschlandfunk ein. Und gleich nach Ertönen des Zeitsignals schalte er ab.

9. Februar 2023

Lese einen fundierten Aufsatz von Semour Hersh über den US-amerikanischen Anschlag auf die Nord Stream-Pipelines. Es ist der erste seiner Art, der zu mir über den Atlantik kommt. Er enthält dieselben Ansichten, die ich in den letzte sieben Monaten nach dem Angriff durch Nachdenken gewonnen und im Sudelbuch Stück um Stück kommentiert habe. Neu ist für mich lediglich der Einsatz einer Tiefen-Tauchergruppe der US Navy, die ihren Trainingsstützpunkt in Panama City/Florida hat. Die Mariner wurden gewählt, damit es nicht nach einer verdeckten Aktion der Dienste aussah, die der Präsident einem speziellen Kongress-Gremium hätte anzeigen müssen. Ein klarer Fall von Gesetzesumgehung.
Nord Stream (2): Ein Trio infernale plante und beschloss den Einsatz: Außenminister Antony Blinken, seine Vertreterin Victoria Nuland und der Sicherheitsberater des Präsidenten Jake Sullivan. Der CIA-Chef und die Vereinigten Stabschefs der Streitkräfte waren eingebunden. Andres wäre der spezielle Zuschnitt des ohnehin stattfindenden Sommer-Ostseemanövers 2022 als Cover für den Angriff nicht möglich gewesen.
Nord Stream (3): Die Auslösung des Angriffs lag beim Präsidenten. Sein Zögern machte es notwendig, von der Zeitschaltung der Sprengungen abzusehen und eine heikle Funkauslösung vom Flugzeug aus in den Ablauf einzubauen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dies eine nach amerikanischem Recht ungenehmigte Kriegshandlung (gegen Deutschland) durch den Präsidenten sei, der der Zustimmung des Kongresses bedurft hätte. Allerdings droht Biden von diesem keine Gefahr, da die tonangebenden Republikaner mit der Zerstörung der Pipeline einverstanden sind.

8. Februar 2023

Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht: Vor etlichen Jahren beurteilte ich einen mir unterstellten Vorgesetzten verdientermaßen positiv und erwähnte in seiner Tätigkeits-Beschreibung, dass er auch sehr gut mit schwierigen Untergebenen zurecht gekommen sei. Viel später verwendeten seine neuen Vorgesetzten diese lobende Beurteilung durch mich, um ihm neben seinen normalen Aufgaben einen sog. Eisbärenkeller (das ist der personelle Schrott einer Behörde) aufzunötigen. Es war ein halber Satz in einer ausführlichen Beschreibung – hätte ich doch geschwiegen.
Leopard: Nunmehr will die Bundesregierung eingemottete Leopard 1-Panzer in die Ukraine abgeben. Das ist die Hauptwaffe gewesen, an der ich vor Jahrzehnten junge Soldaten ausbildete. Um den Leo einigermaßen sicher zu beherrschen, war eine dreimonatige Ausbildung nach absolvierter dreimonatiger Grundausbildung der Mindest-Standard.

7. Februar 2023Rassismus-Leninismus: Erhalte von der Evangelischen Akademie im hiesigen Ländchen diese Einladung: „Am Dienstag, den 14.02.2023 um 19.00 Uhr stellen die beiden Autoren Christoph Richter und Axel Salheiser ihr Buch Klimarassismus. Der Kampf der Rechten gegen die ökologische Wende vor und stehen anschließend für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.“ Da wird man sich im Augustiner Kloster in Erfurt ohne mich gegenseitig um den CO2-freien Hals fallen müssen. 

6. Februar 2023Tagelang beunruhigt ein Ballon das große und gute Amerika. Es sei, so wurde verlautbart, ein chinesischer Spionageballon. Jetzt wurde er angeschossen. Peng.

Wg. der chinesischen Provokation sagte der US-Außenministr Anthony Blinken seinen Besuch in China ab. Reaktion der bitterbösen Chinesen: Blinken sei gar nicht eingeladen gewesen, sondern habe sich selbst angesagt.
Schickt mir einer einen Artikel aus der Welt, dessen Autor gibt Entwarnung. Er behauptet dieses hier: Die Nichtlieferung von Öl und Ölprodukten aus Russland könne nicht zur Knappheit bei Benzin und Diesel in D führen, denn a) Russland hätte ohnedies nie Benzin, sondern nur Diesel geliefert, und b) es habe niemand ein Interesse an der Verknappung des Treibstoffes, was auch ein ADAC-Experte bestätige. Fazit: Da dichtet einer, der nicht bei Trost ist, denn er hätte auch schreiben können: Das Abholzen der Apfelbäume in Baden könne nicht zu einem Einbruch auf dem Obstmarkt führen, denn zum einen hätten die Apfelbäume niemals Birnen getragen, und zum andern hätte niemand Interesse an einer Verknappung, wie ein Veganismus-Experte jetzt nachgewiesen habe. Klar. Oder? 

5. Februar 2023

Sonntagabend auf der A 9 bei Weißenfels: Hier steht der Fortschritt, er steht still. Aber er tut nicht nichts, denn er verbraucht Strom.

Sonntagabend auf der A 11 südlich von Leipzig: Hier wird der Strom erzeugt, damit die Windräder Pause machen können.

4. Februar 2023

Kuriosa des Alltags: Recht muss dem Unrecht nicht weichen, sagt man leichthin. Doch was diese Überzeugung im einzelnen bedeutet, ist wahrlich nicht überall gleich. Manchenorts gilt die Blutrache, bei uns ein kompliziertes System von Notwehr und Nothilfe. Letzteres baut darauf, dass im Regelfall der Staat mit seinem Gewaltmonopol die Dinge gemeinverträglich regeln kann und soll. Seit dem Zuzug von Menschenmassen, die mit derartigen Rechtsstaats-Prinzipien nichts anfangen können, begnügt sich die Justiz damit, Einheimische, die sich mit gutem Grund zur Wehr setzen, abzuurteilen.
Der Vernunftbegabte unterliegt dem Irrtum, er könnte mit Argumenten die Dinge zum Besseren wenden, doch Gläubige und Blöde sind Argumenten nicht zugänglich. Sie schalten sofort ab, wenn ein Stichwort fällt, das ihre stupende Selbstgewissheit tangiert.
Vernunftbegabte (2): Sie sind den Gläubigen und den Blöden nur zu häufig unterlegen, weil sie sich nicht entschließen können, ihren Argumenten einen Nachdruck zu verleihen, dem nicht widerstanden werden kann.
Von der Corona-Front: In den USA wird Schicht um Schicht der Betrugsmanöver aufgedeckt, die zum Pandemiewahn und zum Impfschwindel geführt haben. Eine interessante Schuld-Verschiebung bahnt sich an: Die Aufklärer entdecken in der deutschen Firma Biontech den Auslöser alles Boshaften, indem sie die Zulassungsgesuche der Firma aus dem Januar 2020 aufdecken, in welchen die Rede davon ist, seit wann an dem Stöffchen gearbeitet worden ist (einschließlich der Tierversuche). Da wusste niemand was von dem bösen Virus, geschweige denn von der Seuche.

3. Februar 2023

Vor nicht einmal einer Woche war mir der verbale Angriff aus dem US-amerikanischen Council on Foreign Relations auf den ungarischen Ministerpräsidenten Orbán aufgefallen. Jetzt hat er im Gegenzug deutliche Worte gefunden. Eine Zusammenfassung seines einschlägigen Pressegesprächs lese ich bei Tichy. Zugegeben, ich bin verblüfft, dass dessen Plattform von ihrer bislang treuen US-Gefolgschaft abweicht. Hunderte von Leserbriefschreiben teilen sich in zwei Lager: a) Wie können Sie es wagen? Und: b) Das wurde auch Zeit. Damit spiegeln diese Kommentare die Zerrissenheit einer intelligenten, nicht radikalen Bevölkerungsschicht wider.
Orbán (2): Der Ungar findet deutliche Worte. Geschickt fädelt er ein, dass niemand einem Ungarn nach den Erfahrungen von 1956 erläutern müsse, wie sich russisch-dominierte Fremdherrschaft auswirke, einschließlich der Hinrichtung eines seiner Amtsvorgänger. Doch dann spricht er Klartext über den Ukrainekonflikt, dessen Auslösung durch die USA er beim Namen nennt, ebenso das nahezu notwendige gewaltsame Eingreifen der Russen. Doch wer nun denkt, hier spricht der Putin-Versteher, der irrt sich. Orban blickt viel weiter voraus. Nur ein sofortiger Waffenstillstand könne irgendwann Frieden bringen. Angesichts der angerichteten Verheerungen werde es Jahre dauern.
Orbán (3): Der eigentliche Verlierer des Konflikts sei Deutschland, dessen Wirtschaftskraft von außen und innen mutwillig ruiniert werde. An die Stelle des einstigen engsten US-amerikanischen Verbündeten sei Polen getreten. Tja. Was das für das deutsch-polnische Verhältnis bedeutet, sagt er nicht. Dazu ist der Mann zu klug.
Orban (4): Eine verantwortungsvoll handelnde deutsche Regierung würde sich diesen Mann warmhalten. Aber wo wäre die?

2. Februar 2023

Bernd Zellers neues Senioren Akrützel trifft ein. Der Ton wird schärfer. Direkte Angriffe auf Politik und Begleitpresse. Aber auch dies: „Die Letzte Generation will auch in Jena neue Mitmachende für die Bildung von Ortsgruppen anwerben. Das ist der seltene Fall, dass Letzte Generation und Bildung in einem Zusammenhang genannt werden.“ Und natürlich dieses hier:

1. Februar 2023
Den Meinungsgiganten Walt Disney halte ich für eine kulturelle Zumutung und seine Filme für ein Brechmittel. Nicht ohne Neugierde las ich im vergangenen Jahr, wie der Konzern in Vergnügungsparks dem Woke-Sein huldigte, wobei es in Florida ruppige Auseinandersetzungen deswegen gab. Heute sehe ich in den Wirtschaftsmeldungen, dass und wie die Großaktionäre mit dem Vorstand ins Gericht gegangen sind. Der woke Kitsch hat sich offenbar nicht verkauft. Und Dagobert Duck in den Farben des Regenbogens gefällt auch nicht jedem.
Woke (2): Vor Kurzem im Flieger das Angebot von Netflix durchgezappt. Grausam. Einheits-Vielfalt. Böser weißer Schuft, geknebelte Blondine und athletisch-potenter Neger als Retter. Diese Sachen, so höre ich, sollen in Asien unverkäuflich sein.
Die Nachrichten aus dem Hause Pfizer werden immer skurriler. Selbstredend habe man keine gain-of-function-Forschung betrieben, sondern nur Mutationen des Covod-19-Virus erforscht. Wie diese Mutationen erstellt wurden, konnte ich nicht lesen. Ich nehme daher an, dass sie vom Himmel fielen. Ich glaube, in jenem Himmel herrscht der Gott Mammon.
Pfizer (2): Die gain-of-function-Experimente ist nur eine der Sachen, die aus dem Bauch (-laden) des Giganten an die Öffentlichkeit kamen. Diese Aufklärung verdanken wir der Recherche-Plattform Project Veritas. Sie wird immer stärker zum Alptraum aller Korrupten im amerikanischen Geldadel.
Pfizer (3): Mainstream versucht, von den inhaltlichen Themen dadurch abzulenken, indem die Beschaffungsmethoden von Project Veritas an den Pranger gestellt werden. Diese bestehen im wesentlichen darin, dass zu den als Interviews nicht erkennbaren Gelegenheits-Gesprächen mit Spitzenfunktionären aller möglichen Institutionen, wie eben auch Pfizer, eine verdeckte Kamera Aufzeichnungen macht, über deren entlarvenden Inhalt man ins Staunen gerät. Es ist klar, dass Mainstream alles mögliche versucht, eine Berichterstattung über Pfizer zu verhindern oder zu verfälschen. Zu lukrativ ist die Börse des Pharma-Riesen.

31. Januar 2023

Der Monat geht zu Ende, ohne dass es zu dem vom politischen Spitzenpersonal herbei-orakelten Umsturz gekommen wäre. Es ist nicht einmal ein vager Versuch erkennbar. Ich blättere in den Aufzeichnungen derer, die über die Ereignisse von 1989 geschrieben haben. Durchgängig zieht sich das Erstaunen über die Plötzlichkeit durch die Erzählungen – jedenfalls bei denjenigen, denen nicht das nachträgliche Schönreden der Marke Habe-ich-schon-lange-gesagt auf der Stirn steht. Es bleibt dabei: einen historischen Augenblick kann man nicht vorhersagen. Er wird erst in der späteren Draufsicht ein solcher.
Monatsende (2): Beim Aldi wurden die Regale so umgestellt, dass man nichts mehr wiederfindet. Verärgert gehe ich zum gegenüber liegenden Lidl. Am Abend geht der portugiesische Weißwein aus – der von Aldi. Die Tischgenossen spotten über mein angebliches Aufbegehren als Verbraucher.

30. Januar 2023
Der Wahnsinn hat Methode: Anruf des frankophilen Freundes. In Paris kam ein Kater, der am Bahnsteig zuvor aus Frauchens Körbchen unter den abfahrbereiten TGV sprang, zu Tode, weil das Zugpersonal sich weigerte, den Zug für eine Katersuche an der Abfahrt zu hindern. Nun ermittelt der französische Innenminister in höchsteigener Person.
Wahnsinn (2): Berichte im Gegenzug, dass der Generalbundesanwalt gegen eine 75-jährige und ihre zwei gleichaltrigen Spießgesellen Anklage erhoben hat, weil sie die Bundesregierung durch Entführung eines gewissen Lauterbach stürzen wollten. Wir lästern über die Notwendigkeit, beim GBA eine neue Abteilung HoHo einzurichten: Hochverrat durch Hochbetagte.

29. Januar 2023Die Lektüre des jüngsten Heftes der Foreign Affairs beglückt den Leser mit zwei Artikeln von lange vermisster Aggressivität: In Mexiko wird das Verschwinden der Demokratie angezeigt, und dem ungarischen Ministerpräsidenten wird die Ehre zuteil, ihn als Diktator zu bezeichnen. Da die USA seit 1917 für sich in Anspruch nehmen, die Welt safe for democracy zu machen, sollten sich die Mexikaner und auch die Ungarn auf baldige gewaltsame Beihilfe einstellen.
Safe for demcracy (2): Der Herr Scholz hat sich gewagt, die Leoparden-Lieferung in die Ukraine von der gleichzeitigen Anlieferung US-amerikanischer Abrams-Panzer abhängig zu machen. Er hat damit öffentlich ungenehmigte Selbständigkeit an den Tag gelegt, die zu einer harschen und beleidigenden Äußerung des Präsidenten-Darstellers Joe B. im Weißen Haus geführt haben soll. – Darüber abends bei Tisch gestritten. Wird überwiegend für Desinformation gehalten.
Safe for democracy (3): Nach einer jüngeren Studie der Rand Corporation wird der US-Regierung geraten, nicht auf Teufel komm raus in der Ukraine auf Sieg zu spielen, da die Kosten des Russland-Krieges die chinesische Herausforderer begünstigen könnten. Zu deutsch: Es ist nicht genügend Geld da, um gleichzeitig aggressiv gegen China vorgehen zu können. Bei genauerer Lektüre wird klar, dass man in den USA über Eck gedacht hatte, nämlich dass der Ukraine-Krieg Russland so schädigen werde, dass China seine Überlegenheit gegen Russland ausbauen und ausnützen werde (anstatt gegen die USA vorzugehen?). So müsste Russland letztlich zusammenbrechen. Das ist offensichtlich Wunschdenken. Die Chinesen werden als lachende Dritte den Konflikt für ihre Zwecke nutzen – und sie werden den Zeitpunkt bestimmen.

28. Januar 2023

Die Beschäftigung mit den Landkarten des Kampfgebietes und deren Vergleich mit den Meldungen beider Seiten bringt keine Klarheit. Unstrittig erscheint nur, dass sich die Kriegführenden in den Orten Soledar und Bachmut (= russ. Artjomsk) ineinander verbissen haben. Angreifer sind ohne Zweifel die russischen Streitkräfte. Das Kampfgelände bietet durch seine Salz-Bergwerksanlagen für die Ukrainer Möglichkeiten des Kampfes bis zur letzten Patrone (wie das Meister Goebbels genannt hätte, Selenskyj scheint in dessen Schule gegangen zu sein).
Ostfront (2): Ob dieser Krieg Meter um Meter einer nachvollziehbaren Strategie dient, vermag ich nicht zu erkennen. Anders wäre es, wenn es sich tatsächlich um eine Durchbruchs-Schlacht handeln würde, der ein Durchmarsch massiver russischer Panzerverbände folgen würde, die dann nach rechts und links eindrehen und die Gesamtverteidigung zum Einsturz bringen. Ich habe keine Ahnung, ob das als die vielbeschworene Winteroffensive geplant ist. Bis jetzt jedenfalls ist es nicht kalt genug.

27. Januar 2023

Wir sollen Ungeziefer fressen. Eine Beimengung von Maden, Raupen, Grillen in Grundnahrungsmittel ist jetzt erlaubt, so das neueste EU-Recht. Man kann nur sagen, da sind Leute am Werke, die die Grenze zum Wahnsinn à la Frankenstein munter überschritten haben. Als nächstes wird zu erkunden sein: Wer tut das jetzt, und wer profitiert davon?
Frankenstein (2): Was denken sich diese Irren als nächstes aus? Menschenopfer, Chip-Menschen, Kannibalismus?
Neues von der Pfizer-Front: Die Weltwohltäter experimentieren mit Covid-19-Varianten, die sie vermutlich selbst hergestellt haben, um sodann Impfstoffe hiergegen zu kreieren und zu verkaufen. Lauterbach, übernehmen sie. – Wann kommt endlich ein wirksames Mittel gegen den Massenwahn?

26. Januar 2023

Ein großes Heftpflaster würde Wunder gewirkt haben. Es hätte verhindert, dass Annalena Bb. öffentlich erklären konnte,  Deutschland befinde sich mit Russland im Krieg. Blättere sicherheitshalber im Grundgesetz. Die Dame ist für Kriegserklärungen absolut unzuständig. Mithin ist Ihr Tun eine Amtsanmaßung, was nach deutschem Recht strafbar wäre, doch in ihrem Fall steht die Vermutung der Schuldunfähigkeit im Wege. Als Jurist weiß ich allerdings, dass es bei zweifelhaften Erklärungen auf den sog. Empfängerhorizont ankommt (zu Deutsch: Wie muss es derjenige, bei dem es ankommt, verstehen?). Es könnte also durchaus sein, dass es Russen der Entscheidungsebene gibt, die ernst nehmen, was da gequatscht worden ist.

24. Januar 2023

Nun ist er wie erwartet umgefallen, der Herr Scholz: Leoparden-2 aus deutschen Beständen gehen an die Ostfront. Die Lage wird brenzlig und wird sich kaum noch von der deutschen Seite beherrschen lassen. – Der Jubel der US-Speichellecker ist nur noch ekelhaft zu nennen.

23. Januar 2023

Merkwürdig: Stelle verwundert fest, dass ich mich bei Schreiben der Jahreszahl, jetzt: 2023, nicht verschreibe, wie in früheren Jahren bis in den Februar hinein üblich. Während ich das hinschreibe, habe ich vergessen, was ich eigentlich notieren wollte. Muss ich mir Sorgen machen?

22. Januar 2023Es schneit an der polnischen Grenze, das Land östlich der Oderbrücke von Schwedt wirkt trist. Ich mache kehrt. Mir ist nicht nach Ramschkauf, und ich bin zu faul, den Dieselpreis umzurechnen. Die A 9-Raststätte Fläming, jahrelang ein Routinehalt von und nach Berlin, wirkt verwahrlost und stinkt nach Fäkalien. Der einstige Schweizer Betreiber Mövenpick hat sich offenbar verpisst. Dafür ist der Toilettenpreis kräftig angehoben worden. Pecunia non olet (Geld stinkt nicht), sagten die alten Römer.

21. Januar 2023

Die Skyline der PCK-Raffinerie bei Schwedt an der Oder taucht plötzlich aus dem Morgennebel über dem Nadelwald auf. Die Schlote rauchen noch und eine Gasflamme tänzelt über der Szenerie. Der Ort hingegen wirkt wie ausgestorben, Samstagmittag im Oderbruch.

20. Januar 2023

In Russland hat Gasprom die Anteile von Wintershall stillschweigend übernommen. Damit ist die BASF als der Eigentümer von Winterschall raus aus dem russischen Gasbohr- und Liefer-Geschäft. Das ist nicht nur ein Milliardenverlust, sondern auch fatal für den Bezug von Erdgas, auf das die BASF zwingend angewiesen ist.
BASF (2): Im vergangenen Jahr hat der Chef der Firma Brudermüller mehrfach darauf hingewiesen, dass bei solchem Verlauf der Dinge die 40.000 Arbeitsplätze in Ludwigshafen zu Disposition stehen. Es hat offensichtlich niemanden gejuckt.
BASF (3): Ich nehme an, dass die Firma den Umzug in die USA vorantreiben wird. Unter dem Strich wäre es ein amerikanischer Sieg auf der ganzen Linie.

19. Januar 2023

Der US-Verteidigungsminister ist, biologisch gesprochen, ein großer Mann. Erneut hat er zur großen Geber-Konferenz nach Ramstein eingeladen. Mir geht durch den Kopf, dass dieser Ort früher einmal in Deutschland lag. Dass sich die Amerikaner von solchen diplomatischen Petitessen nicht beeindrucken lassen, konterkariert das seichte Gequatsche von der Wertgemeinschaft.
Ramstein (2): Es geht um die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Auf deren Wunschliste steht ganz oben der Leopard 2 der neuesten Bauart. Noch sträuben sich die deutschen Polit-heroen, aber vermutlich nicht mehr lange. Die beste Nachricht hierzu kam vom Panzerbauer Rheinmetall: Man bräuchte mindestens bis 2024, um die Fahrzeuge einsatzbereit zu machen. Das sagt alles über den Zustand Deutschlands und seiner Bundeswehr: Kampftruppen als Illusion.
Ramstein (3): Den Luxusschützenpanzer Puma will anscheinend keiner mehr haben, nachdem in der vorigen Woche bei einer Lehrvorführung von den 18 eingesetzten Geräten 18 ausfielen und zwar so gründlich, dass sie weder fahren noch einen Schuss abgeben konnten. Jetzt drängt sich alles um den Marder, der vor 5 Jahrzehnten in die Truppe eingeführt wurde. Wir schwimmen in einem Stausee von Unfähigkeit und Schlamperei.

Ramstein (4): Wenn alle Geberländer weiterhin auf das Abschieben des Vorletzten setzen, entstehen bereits aus Gründen der Typenvielfalt unlösbare Logistik-Probleme und das bei einer Armee, die vermutlich keinen einzigen richtig ausgebildeten Soldaten mehr besitzt.

18. Januar 2023

Die Nachrichten von der Ukraine-Front sind widersprüchlich. Es sieht so aus, als würde um einzelne Dörfer in der Mitte des Frontbogens gerungen. Im Augenblick geht es um Soledar, nördlich der Stadt Bachmut gelegen. Das sieht alles nach Klein-klein aus. Der strategische Nutzen dieser Bodenkämpfe ist nicht zu erkennen. Ich brauche eine Weile, um die Orte auf der Karte zu finden. 

Ukraine (2): Auffällig ist das völlige Ausbleiben ukrainischer Siegesmeldungen. Vermutlich haben deren Initiatoren erkannt, dass diese für die Forderung nach noch mehr Nato-Waffen contra-produktiv sind. 

Ukraine (3): Das Oberkommando der Invasionskräfte hat erneut gewechselt. Jetzt steht der russische Generalstabschef Gerassimow an der Spitze. Da seit Zarenzeiten der Generalstabschef ein unmittelbarer Untergebener des Kriegs- bzw. Verteidigungs-Ministers ist, sind die Befehlswege von Moskau zur Front radikal verkürzt worden.

17. Januar 2023

In Davos tagt mal wieder der woke Zirkus des Klaus Schwab. Der Kreis der Anreisenden ist deutlich kleiner geworden. Russland und Asien sind nicht mehr am Start. Da fällt es schwer, in die Posaune des Globalen zu blasen. Der Wertewesten ist plötzlich unter sich.
Davos (2): Von Frieden dank Abschaffung der Nationalstaaten redet keiner mehr, dafür vom Ukrainekrieg und der Notwendigkeit, Russland zu besiegen, aber so manch einer.

Davos (3): Kaum einer trägt zum Deutschenhass soviel bei, wie dieser obskure Herr Schwab. Noch 2020 hatte er großspurig angekündigt, dass der Januar-Treff der letzte in der Schweiz sei, denn man werde sich ab 2021 in Südostasien treffen. War wohl nix. Die infrage kommenden Länder wollen sich offenbar eine solche Laus nicht in den Pelz setzen lassen.

15. Januar 2023

In der Antifa-Stadt Leipzig den Othello von Verdi aufzuführen, ist eine amüsante Schwierigkeit. Der Mohr von Venedig, wie es in der Unterzeile so trefflich heißt, muss wokesiert werden. Also macht man aus dem Mohren einen Mauren und lässt ihn von einem Spanier darstellen. Stelle mir die Frage, ob das politisch korrekter Rassismus ist, wenn man dem Schwarzen die Farbe klaut (und damit der Geschichte den Clou). – Tröstliches Beiwerk: Die Sänger sind bis auf den Bösewicht Jago bestenfalls Mittelmaß. Der Chor ist hingegen exzellent. Früher hätte ich nicht drauf geachtet, jetzt amüsiert mich, das Auftreten etlicher Asiaten (in den Truppen des Handelstadtstaats Venedig im 15. Jahrhundert? Doch doch, das ist witzig).

13. Januar 2023Bei Science Files finde ich die Auswertung von Sterbedaten (2016-22), die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. Es ist eine massive Übersterblichkeit dabei herausgekommen. Sie beginnt im Jahre 2021 und setzt sich 2022 fort. Sehr alte Männer (über 80) sind überproportional gestorben und solche aus der Gruppe 50-59. Und, merkwürdiger Ausreißer, junge Frauen (20-29).
Sterblichkeit (2): Dass die Seuche für das Geschehen verantwortlich ist, stimmt nur wenn man um die Ecke denkt, denn ihr Stattfinden ist ursächlich für die Quasi-Zwangsimpfung, die den Deutschen verordnet wurde. Diese fand allerdings erst ab Anfang 2021 statt, so dass die Leute das ganze Jahr 2020 der Seuche trotzen mussten – und das ganz ohne geimpft zu sein. Nahe liegt also die Schlussfolgerung, dass nicht die Seuche, sondern die Massenimpfung das unplanmäßige Massensterben ausgelöst hat.
Sterblichkeit (3): Allein in meinem engeren Bekanntenkreis sind sechs Personen letztes und vorletztes Jahr im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gestorben. Weitere sind ernstlich erkrankt. Unter Letzteren zwei, die sagen, dass sie ohne Impfung nicht überlebt hätten. Dagegen ist kein (Heil-) Kraut gewachsen.
Sterblichkeit (4): Die Übersterblichkeit bei jungen Frauen gibt mir Rätsel auf. Aus der vergangenen Berichterstattung ist mir erinnerlich, dass die Impfung die Fruchtbarkeit beeinträchtige. Ebenso, dass bei jungen Frauen Langzeitfolgen festgestellt würden (Long Covid). Ob daneben aus diesem Personenkreis die Messertoten statistisch zu Buche schlagen, vermag ich nicht zu sagen.

12. Januar 2023Die Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) in Karlsruhe ist die größte ihrer Art in Deutschland. Sie reduziert seit Jahresbeginn wg. des nicht mehr angelieferten Russenöls ihre Produktion. Offenbar drastisch. Das ist gut und schlecht zugleich. Schlecht ist, dass jetzt Benzin und Heizöl nicht mehr ausreichend produziert werden, um den gewohnten Bedarf zu decken. Gut ist, dass die Konsequenzen des Wirtschaftskriegs gegen Russland jetzt auch den Wohlstandsbürger im Westen Deutschlands erreichen, den es bislang nicht gejuckt hat, dass seit Monaten aus Schwedt an der Oder, dem zweiten großen Raffinerie-Standort in D, eindringliche Warnrufe laut wurden. – Schwedt, wo ist das denn? Dort wurde pünktlich zum Jahreswechsel, ganz so als sei das ein unabwendbares Naturereignis, die Pipeline Drushba abgeklemmt.
Wirtschaftskrieg (2): Selbstverstümmelung wird bei allen kriegführenden Nationen drastisch bestraft. Doch neu ist, wenn der Kriegführende selbst zu solchen Maßnahmen greift. Das geht mir durch den Kopf, als ich die Siegesmeldung des Bundespresseamtes vom 6. Januar lese.

Selbstverstümmelung (3): Es treten sog. Engpässe bei der Versorgung mit Medikamenten auf. Die Apothekerin aus der Nachbarschaft sagt bei ihrer Schilderung der Lage, Penizillin sei nicht mehr zu bekommen. ­– Als ich im Säuglingsalter an Diphterie erkrankte, gab‘s auch keins. Vorschlag für meine Kritiker, sagen Sie im Neu-Stummel-Sprech: Geht doch.

11. Januar 2023

Jeden Tag gib es neue Enthüllungen aus dem Sumpf von Twitter. Heute im Angebot: der Einfluss des Weißen Hauses, um den Fox-Moderator Tucker Carlson mundtot zu machen.

Derweil in Washington DC: Das Repräsentantenhaus hat im 15. Wahlgang den Rep-Abgeordneten Kevin MacCarthy zum Speaker gewählt. Es gibt Leute, die das für ein Zeichen von Demokratie halten. Das ist wohl eher Ansichtssache. Kann mir nicht vorstellen, dass die restlos zerstrittenen Republikaner mit Hilfe ihrer Parlamentsmehrheit irgend etwas Substanzielles zugunsten der Bevölkerung zustande bringen.

9. Januar 2023Die Oper Leipzig rät mir, auf der Weg zu ihr und in ihren Räumlichkeiten eine Maske zu tragen. Diese dürfe dann im Zuschauerraum abgesetzt werden. Wie man es auch dreht und wendet: Es ist bekloppt.Nebenbei bemerkt: Die sinnlose Impferei und der Zuzug von Sozialfreibeutern geht weiter.

8. Januar 2023

Amtsgericht Rensburg – BGB auf antifaschistisch: Ein Künstler habe, so der Richter keinen Anspruch auf Vertragserfüllung und Auftritt, wenn der Wirt behaupte, dass der Künstler bei der letzten Bundestagswahl für die Basis kandidiert habe, was bekanntlich eine rechtsextreme Splittergruppe sei. Deswegen stehe dem Künstler auch nicht das vertraglich vereinbarte Ausfallhonorar zu.

6. Januar 2023

Es bleibt dabei: Die Konservativen sind wirkungslos, weil sich niemand vor ihnen fürchtet.

Konservative (2): Es fürchtet sich nicht nur keiner vor ihnen, sondern sie werden nicht beachtet. Ihr Nicht-Beachtet-werden ist folgerichtig, denn sie haben nichts zu bieten als ihr Gejammer, dass früher einmal alles besser war.

Sprichwörter verschwinden, weil sie niemand mehr versteht: Schuster bleib bei deinen Leisten. Oder: Alles über einen Leisten schlagen.

5. Januar 2023

Grobe Lüge und heimtückische Täuschung sind Zwillinge: Bei den Sylvester-Krawallen in Berlin wurden 145 Personen festgenommen. Die dortige Polizei teilt mit, dass eine relative Mehrheit von diesen Deutsche seien, in absoluten Zahlen 45. Das bedeutet im Klartext: zwei Drittel der Randalierer waren Ausländer. Alle Festgenommenen wurden umgehend wieder auf freien Fuß gesetzt. Es geht schließlich nur um Bagatellen: Schwerer Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, unerlaubter Schusswaffengebrauch, Körperverletzung, versuchter Mord. Rechtsstaat ade. Ein solcher hätte die bedauerliche Minderheit, also die einhundert festgenommenen Ausländer, in Abschiebehaft genommen und exportiert. Das geht nicht, höre ich dazwischenrufen. Doch das geht, aber man will nicht.

4. Januar 2023

Über Nacht ist die jüngste Ausgabe des Senioren-Akrützel in meinem Postfach eingetrudelt. Wie gewohnt gebe ich gerne den Link weiter. https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2038.pdf.

3. Januar 2023

Ich bin von Klima-Experten umgeben. Diesmal geht es nicht um den Untergang des Kölner Doms in der Nordsee, sondern den Beginn der Winteroffensive der Russen in der Ukraine, die für die Periode des Dauerfrosts herbei-orakelt wird. Mag sein, dass es so kommt.
Krieg (2): Wir sind Zeugen einer Auseinandersetzung von historischen Ausmaßen. Der Konflikt wird erst zu Ende gehen, wenn einer der beiden Seite die Luft ausgeht. Für den Fall, dass dies die US-Amerikaner sind, werden sie nichts unversucht lassen, Europa mit in den Abgrund zu reißen.
Krieg (3): Eine amerikanische Niederlage ist deswegen nicht ganz auszuschließen, weil die Yankees im jetzt vergangenen Jahr eine bittere Pille schlucken mussten: Entgegen ihrer Annahme, dass die ganze Welt ihren Kreuzzug gegen Russland unterstützen würde, weigerte sich die Masse der Staaten dieser Erde für die USA zu kämpfen und sei es nur, am Russland-Boykott teilzunehmen. Das Ergebnis: Wall Street produzierte 2022 denkbar schlechte Zahlen. Es ist deswegen nicht von der Hand zu weisen, dass der Geldadel den Kriegsbegeisterten in den Arm fallen wird, denn – wie sagt das deutsche Sprichwort? – beim Geld hört die Freundschaft auf.
Krieg (4): Die seit vorgestern geänderten Mehrheitsverhältnisse im US-Repräsentantenhaus haben für die Kriegstreiber zunächst keine Konsequenzen. Die siegreichen Republikaner sind mit internen Grabenkämpfen beschäftigt, weswegen sie nicht einmal in der Lage waren, den einflussreichen Posten des Sprechers (Speaker of the House) zu besetzen.

2. Januar 2023

Der Zwergspitz der Besucherin ist lächerlich klein. Ich erfahre über ihn zwei Dinge, die offenbar miteinander zu tun haben. a) Er ist krankenversichert und b) hat vor Kurzem eine Scheinschwangerschaft durchgemacht. Die Dekadenz in unserm Land hat einen Namen: Hund.

31. Dezember 2022

Was hast du dir vorgenommen, werde ich gefragt. Nichts, sage ich und denke mir den Rest.

30. Dezember 2022Nichts ist so schwer wie die Herstellung von Kartoffelsalat. Das liegt keineswegs nur daran, dass hier im Ländchen die mehlig kochende Knolle der Favorit ist, aus der man zwar Klöße, aber sonst nichts Schmackhaftes herstellen kann. Schwerer wiegt indessen, dass jede Familie ihr eigenes totsicheres Rezept hat. Wird hiervon – wie sachkundig auch immer – abgewichen, kann das Ergebnis im Urteil der Leute am Tisch nur ablehnend sein. Nach meinem Geschmack kann jeder seinen Kartoffelsalat herstellen, wie er will. Nur aus dem Kaufhallen-Regal darf er nicht stammen. Und Zucker darf die schlesische Nachkommin auch nicht untermengen. Das sind Sorgen. Zugegeben.

29. Dezember 2022
Verwirrendes aus China: Dort soll momentan das Corona-Virus hausen wie noch nie. Entweder stimmt das, dann müsste eine Erklärung her, oder aber alles ist von vorne bis hinten gelogen, dann wäre wohl der amerikanische Wunsch der Vater des Gedankens. Falls der Ausbruch der Seuche stimmt, hätten die chinesischen radikalen Ab- und Aussperrungs-Maßnahmen der beiden Vorjahre das Gegenteil von dem erreicht, was bezweckt war. Wie ein fernes Wetterleuchten geht durch meine Gedanken die Erinnerung daran, dass das einschlägige Virus ein Kunstprodukt amerikanisch-chinesischer Zusammenarbeit war. Wie also wäre es damit, dass die US-Amerikaner erneut am großen Rad gedreht haben, diesmal um gezielt dem chinesischen Weltmacht-Konkurrenten zu schaden? Eine andere Nachricht von vor zwei Monaten macht mich stutzig. Danach soll es Forschern in Chicago gelungen sein, aus einer Kreuzung des Ursprungs-Virus mit einer Omi Cron-Variante ein hundertmal ansteckenderes Virus zu züchten. God bless you, America.

27. Dezember 2022
Beim Bäcker: Ich gestikuliere durch die Plexiglasscheibe, um das gewünschte Brot zu erhalten und reiche, weil ich den mitgeteilten Preis nicht verstehe, durch das Guckloch einen Zehneuroschein. Jetzt passiert eine Weile nichts, ich sehe die Verkäuferin an, und sie sieht mich an. Was sie sagt, kann ich dank der Trennscheibe nicht verstehen, entnehme aber ihrer Gestik, dass das Geld nicht reicht. Ich nehme den Zehneuroschein wieder zurück und reiche einen Zwanzigeuroschein durchs Guckloch. Jetzt schiebt sie das Brot ins Warenloch und Wechselgeld ins Guckloch. Ich rechne aus: Das Brot hat elf Euro achtzig gekostet. Ich wundere mich nicht mehr, dass ich in keiner Schlange anstehen musste.

25. Dezember 2022
Dieses Jahr ist kein Bücherfest. Das ist neu. Ich bekomme lediglich zwei Bücher geschenkt. Das hat unbestreitbar den Vorteil, dass ich sie sofort lese. Eins wandert zu meinem Bett, das andere bleibt im Wohnzimmer.

24. Dezember 2022
Die Wucht der auf Reisen gewonnenen neuen Eindrücke wirkt nach. Heimisches kommt mir lächerlich vor. Postsachen bedeckten meinen großen Esstisch. Sie wanderten unbeachtet auf ein Sofa und dann hinter ein Sofa, weil sie als eine Art Anklage der Ausbreitung von Weihnachtsstimmung im Wege stehen.

Nur knurrend beschaffte ich gestern einen Weihnachtsbaum. Jetzt ist er einfach da, riecht aber nach nichts. Das ist neu. Es ist eine sehr schön gewachsene Blautanne, aber sie riecht nicht nach Wald. Meine seit mindestens 20 Jahren geübte Baumbeschaffung in den umliegenden Wäldern wurde Ende 2020 beendet, da mein Freund, der Förster, an Corona glaubte. Statt mit mir und anderen Losemäulern im Forst herumzustromern, ließ er sich bis zum Abwinken impfen. Jetzt liegt er mit Herzkasper danieder.

23. Dezember 2022
Ich bin schuld und Sie, mein Leser, sind es auch. Das hat die Bundesregierung, wie ich jetzt beim Nachsortieren der Meldungen feststellen konnte, das Publikum wissen lassen. Und zwar so: Dass sich die Gasspeicher jetzt wegen ihrer drastischen Inanspruchnahme rapide leeren, liegt nicht an der vergeigten Energiepolitik, sondern daran, das Medraula (die Menschen draußen im Lande) die Sparvorgaben der Bundesregierung nicht eingehalten haben. Wie das? Die Leute haben ganz uneinsichtig, als es kalt wurde, geheizt. Die neue Schuldzuweisung ist Propaganda pur und zwar von der übelsten Sorte. Ich nehme an, dass die Idioten sagen werden: Stimmt ja auch.
Im großen und guten Amerika hat sich auch einiges getan. Schnell vor der ab Januar 2023 sich ändernden Mehrheit im Repräsentantenhaus haben die sog. Demokraten eine Geld-Gießkanne beschlossen, um ihre woken Lieblingsprojekte, wie den grünen Strom und so, zu finanzieren. In Arizona werden die knapp ausgegangenen Senatswahlen vom November 2022 tatsächlich überprüft und in einem ersten Schritt die Doppel-Registrierungen von ungezählten Dems-Wählern aussortiert. In Florida geht der republikanische Hoffnungsträger de Santis rabiat gegen die Impfmafia vor. Entlassene ungeimpfte Mitarbeiter des Gesundheitswesens erzielen in Sammelklagen Schadensersatz in Millionen-Höhe. Dazu auch dortzulande ein unübersehbarer Wintereinbruch, der das Gerede von der Erderwärmung abmildert.
Von der Ostfront wie üblich nur Widersprüchliches, das genauerer Recherche bedarf. Derweil schießt sich der Bund mit dem schwangeren-tauglichen Nobel-Schützenpanzer Puma selbst ins Knie. Diese Armee bedarf eines Scharnhorst (und eines Königs, der ihn machen lässt). Ich weiß schon, man ließ in Preußen den Mann erst machen, nachdem die hochgelobte Armee vor 216 Jahren eine deklassierende Niederlage einkassiert und der große Napoleon das Land zerstückelt hatte.

22. Dezember 2022

Gut vier Wochen nicht online bei gleichzeitiger Abwesenheit von den Kabalen und Intrigen in D erzeugen einen schon lange nicht mehr verspürten Frohsinn und die Gewissheit, nichts verpasst zu haben. Freunde und Leser sehen das offenbar differenzierter. Sie äußern sich über mein digitales Verstummen auf einer breiten Skala von Tod und Krankheit, Frust und Freiheitsentzug, Internetsperre und Eintritt in den Trapistenorden. Nichts von dem. Mal ehrlich, was habe ich verpasst? Hier die Auswahl:
Nichts verpasst (2): a) Ein Reussen-Prinz und seine betagten Hintermänner wollten mit Hilfe eines Jagdgewehrs die Regierung stürzen. b) Elon schmiss 90 Prozent der Twitter-Belegschaft raus und veröffentlicht seitdem die Schlachten seiner Nun-nicht-mehr-Mitarbeiter gegen die Meinungsfreiheit und die Diffamierung von Andersdenkenden nebst Zusammenarbeit mit FBI und der Fauci-Behörde. Ja, da haben sich viele besudelt. Werde bei Gelegenheit zu prüfen haben, was ich in den Büchern Spygate und Corona-Diktatur schrieb und ggf. korrigieren muss. Soviel Selbstkritik darf sein. Aber nicht mehr heute Nacht.

19. November 2022Die Staatenlenker der G 20 einigen sich auf Bali, den digitalen Impfpass als künftige Voraussetzung für grenzüberschreitendes Reisen einzuführen. Der Überwachungswahn schreitet munter voran. Was machbar ist, wird auch gemacht. Eine andere Begründung gibt es nicht. – Was für ein wunderbarer Widerspruch: In der angeblich grenzenlosen Welt sind staatliche Grenzen ein willkommenes Element, um die eigenen Bürger zu gängeln.
Bali (2): Der Kasper aus Davos mittendrin. Anstatt wie gewohnt im Tausenddollar-Zwirn stolziert er in einer Nobel-Maokutte auf und ab. Die Herren Nordamerikas, Trudeau und Biden, tun es ihm gleich.
Bali (3): Nachdem der ukrainische Raketenbeschuss des polnischen Grenzdorfs sich beim besten Willen nicht den bösen Russen in die Schuhe schieben lässt, kann der Wertewesten noch nicht einmal die Verurteilung Russlands wg. dem Putin seinen Angriffskrieg nicht im Abschlussdokument durchsetzen.

17. Novemver 2022Totale Blockade wahrscheinlich: Derzeit lässt sich nach den offiziellen Zahlen der Midterm-Wahlen in den USA nur sagen: Die sog. Demokraten behalten im Senat wie gehabt die Oberhand, im Repräsentantenhaus hingegen haben sie ihre bisherige bequeme Mehrheit an die knapp siegenden Republikaner verloren. Was das für die praktische Politik des Landes bedeutet, lässt sich kaum vorhersagen. An der Kriegführung gegen Russland wird sich vermutlich nichts ändern, es sind zu viele der Meinungsführer unter den Republikanern für diese Art Kriegführung, zumal sie für deren Sponsoren gewinnträchtig ist.
USA (2): Die Ankündigung von Donald Trump, 2024 erneut für die Präsidentschaft ins Rennen zu gehen, ist bestenfalls als Presse-Aufreger geeignet. Sein chancenreicher republikanischer Konkurrent ist Floridas Gouverneur Ron de Santis, der sich indessen bedeckt hält. Zwei Jahre Anlauf sind eine lange Zeit. Deswegen handelt er klug, wenn er Trump zunächst das Feld überlässt, um die propagandistische Schwerarbeit zu machen.Wird ein bisschen rückgängig gemacht: Die Wahlen in Berlin sind nach der Entscheidung des dortigen Verfassungsgerichts insgesamt zu wiederholen. Anderer Ansicht: der Deutsche Bundestag, der lediglich in einigen wenigen Wahllokalen die Wahl für misslungen hält. Das ist die einzige Möglichkeit, dass für die Ampel im Bund alles beim alten bleibt. – Die unterschiedliche Behandlung ein und desselben Wahlakts bleibt eine Angelegenheit für demokratische Feinschmecker. Fest steht, dass beim Bund der Wert des Bürgers für die eigene Legitimation als gering eingeschätzt wird. Es gilt das Motto: im Zweifel für den Apparat.

16. November 2022Raketeneinschlag auf der westlichen Seite der polnisch-ukrainischen Grenze – und zwar pünktlich zum Gipfeltreffen der G-20-Staaten auf Bali. Sogleich läuft das sattsam bekannte Ritual ab: Der böse Putin hat einen der Nato-Staaten angegriffen. Polens Führung dreht freischwebend im Raum: Quasi-Mobilmachung, Botschafter einbestellen, Nato-Konsultationen verlangen. Doch ach, für Waffenexperten keine Neuigkeit: Die Rakete stammt aus der Ukraine und wurde von deren Armee abgeschossen. – Ein Ironiker könnte auf die Idee kommen, dass Polens nationalistische Führung jetzt der Ukraine den Krieg erklärt.
Das Wahlwunder von 2022: Die hohen Stimmzahlen für die sog. Demokraten erklären sich aus Wahlfälschung in den bereits bekannten Staaten und Gebieten sowie aus verdeckter Beeinflussung. An der Spitz der Hirnwäscher der Datengigant Google, der die Unentschiedenen seit Wochen gezielt heimgesucht hat: Erst mit lass dich registrieren, dann mit wähl den demokratischen Bewerber. Die einschlägige Studie des Psychologen Robert Epstein belegt das Geschehen (wie schon 2020) detailliert und eindrucksvoll.
Ein Terroranschlag in Istanbul richtet ein Blutbad an. Als Täter werden Kurden präsentiert, darunter eine Frau, die das Sprengstoffpaket ablegte. – Die Besonderheit: Der türkische Innenminister weist die aus den USA übermittelte Kondolenz grimmig zurück, er bezichtigt die kurden-freundlichen Amerikaner der Mitverursachung. – Jeden Tag entfernt sich die Türkei einen weiteren Schritt vom Wertewesten.

15. November 2022

Die gestrige Montagsdemo im dunklen Schilda bildeten rund tausend Bürger beiderlei Geschlechts und mit Masse im Alter zwischen 30 und 60, arbeitende Bürger halt. Klima-Hysteriker und Orientalen wurden nicht gesehen.

Demo (2): Die Radaranlage auf dem Stadtring zeigte an, dass der Zug sich mit 3 km/h fortbewegte. Die angereisten polizeilichen Kampftruppen wirkten entspannt, die ortsansässigen Polizisten sind es sowieso.

Demo (3): Nazis waren nicht zu sehen. Um die zu betrachten, musste man zuvor in den Rewe gehen. Da standen sie, um Kinder zu verführen.

13. November 2022Der gestrige Besuch im Globus zwischen Schilda und Jena bringt es an den Tag. Gleich rechts hinter der Eingangssperre befindet sich die Intelligenzabteilung, die bevorzugt von Frauen mittleren Alters aufgesucht wird. Ich nehme mir fünf Minuten Zeit, um deren Interessen zu erkunden. Hier ist das Ergebnis. – Nebenbei: Ich habe keinen Zweifel, dass man diesem Volk alles erzählen kann.

12. November 2022Die russische Armee hat sich gestern im Oblast von Cherson vollständig auf das linke (südöstliche) Dnjepr-Ufer zurückgezogen und die noch intakten Brücken gesprengt. Die Operation deutete sich an, nachdem die Zivilbevölkerung der Region in den letzten Tagen nach Russland evakuiert worden war. Der Sinn dieser Maßnahme erschließt sich mir nicht. Es sieht wie das Beziehen eines Winter-Quartiers aus. Falls das stimmt, steht jedenfalls die oftmals beschworene Bedrohung der westlich von Cherson befindlichen Großstädte Nikolajew und Odessa offenbar im Moment nicht auf dem Programm.
Cherson (2): Früher hätte man von dem von der russischen Armee besetzten westlichen Ufer von einem Brückenkopf gesprochen. Seine Aufgabe sieht nicht nach geplanter Offensive aus. Der Rückzug hinter den Dnjepr mag aus Gründen der Kräfteersparnis militärisch sinnvoll sein, propagandistisch geschickt ist er hingegen nicht, denn er räumt der Ukraine wieder Gelegenheit zum Siegesgeschrei ein. Dabei scheint die Lage des Landes nach den Angriffen auf die Energieinfrastruktur eher eine äußerst bescheidene zu sein.

In den USA sind die Stimmzettel angeblich ausgezählt – bis auf Georgia, wo Stichwahlen angekündigt werden. Da kommt das alte Motto zur Geltung: Hier wird so lange gewählt, bis das Ergebnis stimmt. Da es im US-Senat nach augenblicklichem Stand der Wahlfälschung 49 : 49 steht, kann man sich ausrechnen, wie dann das Endergebnis aussieht. Glückwunsch, Amerika.

11. November 2022Auch drei Tage nach den US-Wahlen, liegen noch immer keine verlässlichen Zahlen vor. Seit Mittwochmorgen stehen die Zahlen still und zwar so: Senat (100 Mitglieder): 49 Reps, 48 Dems, fehlen also noch drei. Abgeordnetenhaus: 218 Stimmen für die Mehrheit notwendig, derzeit 210 Reps, 194 Dems. Das erinnert stark an die Wahlen 2020, als die Zählung nach kurzer Frist angehalten wurde und danach die Zahlen für die Reps und für Trump rückwärts liefen. Hoch lebe die Demokratie.

10. November 2022Morgens liegen noch immer nicht die Ergebnisse der US-Wahlen vor. Stattdessen Nachrichten über ausgefallene Wahlmaschinen und so. Hatte vor Tagen bereits gemutmaßt, dass derjenige das Rennen für sich entscheidet, wer die besseren Fälscher bezahlt. Im Vergleich der Spenden lagen jedenfalls die sog. Demokraten deutlich vorne, den Vogel schoss dabei der Weltwohltäter Soros mit 128 Mio. Dollar ab. – Klar erscheint jedenfalls, dass die viel besprochene rote Welle (= Sieg der Republikaner) nicht stattgefunden hat.
Reichlich spät in diesem Jahr: Die letzten Blätter fallen von den Bäumen. – Liegt wahrscheinlich daran, dass ich einen Diesel fahre.

9. November 2022Gegen Mittag (MEZ) ist in den USA noch immer nicht alles ausgezählt. Die Gazetten übertreffen einander – je nach eigenem politischen Standort – mit Siegesmeldungen. Es sieht ganz danach aus, als sei die rote, die republikanische Welle ausgeblieben. Für die Senatswahlen fehlen noch die Ergebnisse für vier Wahlbezirke.

Sowas kommt von sowas: In GB wetteifern die Kommentatoren in ihrer Empörung darüber, dass britische Soldaten Offiziere der chinesischen Volksbefreiungsarmee ausbilden. Während dies bis zum Frühjahr 2020 ganz offiziell geschah, traten sodann pensionierte Briten in die Fußstapfen der aktiven britischen Streitkräfte, indem sie sich von und nach China anwerben ließen. Jetzt wundern sich alle und sprechen von Verrat.

GB (2): Seit langem sind in England schwer bewaffnete private Kriegsunternehmer tätig, die weltweit für gewaltsame verdeckte Aktionen verantwortlich sind. Selbstredend weiß das offizielle Großbritannien hiervon nichts. Bis dann plötzlich und unerwartet Details in die Öffentlichkeit gelangen, aus denen zu entnehmen ist, wie eng die privaten Krieger an das UK-Verteidigungsministerium (MOD) angebunden sind. So kommt die dortige Verantwortlichkeit für die Anschläge auf die Ostsee-Pipelines Nord Stream und die Kertsch-Brücke – trotz wortreicher Dementis – ans Licht.

8. November 2022Extrakt der über Nacht eingetrudelten Nachrichten, passend zum heutigen Wahltag in den USA: Das Abstimmen ist die Erwachsenenversion, einen Brief an den Weihnachtsmann zu schreiben.
Fast alles kommt wieder: Meiner BND-Sammlung aus den 1980er Jahren („Witze in der DDR“) entnehmen ich diesen hier: Unterschied zwischen einem Vopo und einem Polizeihund? Polizeihund hat eine Ausbildung. – Nun denn, hier die aktualisierte Variante, die ich Leserin S. verdanke:

7. November 2022Kann das mal wer in ein verständliches Deutsch übertragen: „

Die [ostdeutschen] Innenministerinnen und Innenminister haben sich zum Demonstrationsgeschehen zu den Auswirkungen des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieges auf die Ukraine – allen voran gegen die steigenden Energiepreise – ausgetauscht. Das Demonstrationsgeschehen ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich, generell aber in den letzten Wochen stark rückläufig.“

Worüber genau haben die sich ausgetauscht? Im übrigen also Entwarnung. Soso. Mir ist hingegen aufgefallen, dass die Masse der Leute, die sich in ansteigenden Zahlen demonstrierend auf den Straßen tummeln, die Regierungspolitik anprangern, weil sie sich weigern, der einschlägigen Propaganda zu glauben, wonach Energie-, Sprit- und Lebensmittelpreise und Arbeitsplatzverlust dem bösen Putin geschuldet sind, sondern ganz im Gegenteil nachvollziehbar annehmen, dass diese Missstände hausgemacht sind und ein Ergebnis der grünen Klimalüge.

Kleiner Scherz am Rande: Unter den 7 Anwesenden befand sich genau eine Frau. Wie man angesichts dieses Umstandes von Ministerinnen und Ministern reden kann, bleibt dem Betrachter überlassen. Wenn allerdings die Beteiligten im Zahlenraum bis 7 bereits Zeichen von Überforderung erkennen lassen, sollte man sich Sorgen machen.

Fachliches aus der Spaßecke: Wenn die besorgten Minister expressis verbis den Extremisten und den Reichsbürgern das Feld nicht überlassen wollen, zeigt das zweierlei: Reichsbürger sind keine Extremisten. Und was ist hier mit den Frauen? Mein lieber Schwan, soviel Ungleichberechtigung war nie.

6. November 2022Sie hat es schon wieder getan, Frau Guérot, einstige Heldin der Mainstream-Europäer. Nachdem sie vor Wochen schon über den Corona-Schwindel wider den Stachel löckte, stellt sie nunmehr in Buchform den Putinschen Angriffskrieg in Frage. Klar: Sie mag keinen Krieg, findet allerdings die Alleinschuld der Russen fraglich. Das ist Leugnung in seiner modifizierten, aktuellen Variante (§ 130 StGB). Jetzt ist die frühe Morgenstunde nicht mehr fern, wo das SEK mit vermummten Nasen Einlass verlangt, um dem frevelhafte Tun der Dame Einhalt zu gebieten. 

Guérot (2): Interessant wird sein, wie sich die semi-alternative Presse zu dem neuesten Spektakel verhält. Corona-Lügen zu entlarven mochte angehen, um Applaus zu spenden, doch beim verbalen Angriff auf das große und gute Amerika werden die Helden à la Tichy & Co zurückzucken.

Die Spaltung der Alternativen: Beim Blog Conservo konnte man vor einigen Wochen beispielhaft erleben, wie die einstige alternative Einheitsfront wg. des Ukrainekonflikts zersplitterte. Die Amerikatreuen blieben unter dem neuen Herausgeber bei dem ungestalteten conservo, während die Skeptischen zur neuen Plattform beischneider abwanderten – soweit ich erkennen kann in der sich artikulierenden Mehrzahl und auf Nimmerwiedersehen.

5. November 2022Wenn sich Gäste nach etlichen Stunden der Bewirtung trotz des Hinweises, dass das nunmehr Eingeschenkte der Absegler sei, nicht zum Gehen veranlasst fühlen, hat der Gastgeber etwas falsch gemacht.
Frühmorgens bekämpft Bernd Zeller meine schlechte Laune durch einen Zangenangriff. Ich finde den Link auf sein jüngstes Senioren-Akrützel in meinem elektronischen Postfach (https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akrtzel%2035.pdf) und das ZZ-Daily auf seiner Webseite:

Die rasante Übersterblichkeit in D wird regierungsoffiziell so erklärt. Die Sache müsse erforscht werden. Unterbliebene Behandlungen während der Seuche kämen in Betracht und auch Langzeitfolgen von Corona. Das Offensichtliche bleibt wir gewohnt ausgespart: die verheerenden Folgen der sog. Impfung.

4. November 2022

In Berlin stößt vor drei Tagen eine Radfahrerin mit einem Betonmischer zusammen. Sie wird unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Dem Fahrer ist nicht passiert, würde man normalerweise geschmacklos witzeln, doch falsch: er wird vom einem anderen Mann aus der Menge der Gaffer niedergestochen.
Radfahrerin (2): Die Rettungskräfte gelangen nicht zum Unfallort, weil Klima-Terrorosten die Straße blockiert haben. Die Frau stirbt schließlich. Wir haben es demnach mit einem Tötungsdelikt zu tun. Doch halt, die Polizei meldet, die Frau sei lediglich hirntot, jetzt hängt der Körper an Gerätschaften der Intensivmedizin. 

Radfahrerin (3): Auftritt der Berliner Staatsanwaltschaft, die anmerkt, es wäre sonst die Ermittlung wg. einer fahrlässige Tötung in Frage gekommen. Gegen den LKW-Fahrer sicher zutreffend, aber gegen die Klima-Kleber? Hier liegt nach bisheriger Rechtsüberzeugung ein vorsätzliches Tötungsdelikt vor, denn die Täter haben den Tod Dritter billigend in Kauf genommen. Das ist bedingter Vorsatz, wie der Jurist sagen würde. Nach sonst geübter Rechtspraxis säßen die Beteiligten bereits seit Tagen in U-Haft. Unter anderem auch wg. Bildung einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB).

In Kurzform: Gründung und Tätigkeit in einer Vereinigung, deren Zweck darauf gerichtet ist, Tötungsdelikte oder solche gegen die persönliche Freiheit zu begehen oder sich daran zu beteiligen, wird mit einen bis zu zehn Jahren Freiheitsentzug bestraft. Ebenso wird bestraft (Absatz 2), wenn die Tätigkeit darauf gerichtet ist, einem anderen Menschen schwere körperliche oder seelische Schäden zuzufügen, bedeutsame Sachbeschädigungen oder gemeingefährliche Straftaten zu begehen, wenn die Taten dazu bestimmt sind die Bevölkerung einzuschüchtern oder Behörden erheblich zu beeinträchtigen. Bereits die Androhung solcher Straftaten (Absatz 3) und die Unterstützung solcher Gruppierungen ist strafbar (Absatz 5).Und wem das noch nicht genügt, versuche es einmal mit § 129 StGB (Bildung einer kriminallen Vereinigung).

3. November 2022Die USA haben eine Auswahl aggressiver Maßnahmen (range of aggressive actions) ergriffen, um die Protestbewegung im Iran zu unterstützen. Das zumindest sagte kein Verschwörungsphantast, sondern Jake Sullivan, der Nationale Sicherheitsberater von Präsident Biden.

Iran (2): Zugleich wurde Saudi Arabien darüber in Kenntnis gesetzt, dass ein Angriff des Iran bevorstehe. Arabien? Das ist das Land, das sich erst kürzlich von der amerikanischen Schutzmacht distanziert hatte. – Das amerikanische Vorgehen erinnert stark an das Ende der 1970er Jahre, als beide, der Irak und der Iran, mit amerikanischer Waffenhilfe aufeinander losgingen. Krieg als Mittel der Domestizierung von vormaligen Vasallen.

2. November 2022

Ein unbekannter Hacker will Telefonate der britischen Ex-PM Liz Truss mitgeschnitten haben. Danach soll sie unmittelbar nach den Anschlägen auf die Ostsee-Pipelines Nord Stream I & II den US-Außenminister Blinken angerufen haben, um ihm zu sagen: Die Sache ist erledigt. Das Foreign Office hat sogleich dementiert und die Meldung als Propaganda russischer Behörden abgetan, die lediglich von den eigenen Kriegsverbrechen ablenken wollten. Tja. 

Britische Sabotageeinsätze (2): Die hierfür einschlägige militärische Geheimdienst-Formation wurde 1938 gegründet. Hieraus ging 1940 die SOE hervor, deren Überreste nach dem Krieg wieder zu MI6 zurückkehrten. Woher ist das weiß? Aus Meldungen von Sowjetagenten innerhalb des britischen Establishments. Für Neugierige: Aufgeschrieben habe ich die Details im zweiten Band von Unterwegs zur Weltherrschaft (siehe nächster Absatz). Damals ging es um die Vernichtung des deutschen Konkurrenten. Und heute?

Britische Sabotageeinsätze (3): MI6-Chef Hugh Sinclair ordnete in der ersten Hälfte des Jahres 1938 die Gründung der Sektion IX an, um „Sabotage und andere verdeckte Operationen zu planen, vorzubereiten und wenn nötig auszuführen.“ Chef dieser Sektion, intern auch D (Destruction = Zerstörung) genannt, wurde der Pionier-Major Laurence Grand. Am 31. Mai 1938 unterschieb Grand ein grundlegendes Sabotage-Memorandum. Er schlug vor, Deutschlands Elektroversorgung lahmzulegen, Telefon- und Eisenbahnverbindungen zu kappen und die Lebensmittel-Versorgung der Bevölkerung zu unterbinden, indem man die Viehwirtschaft durch Pestbazillen irreparabel schädigte.

Unwörter: Seltsam, dass etliche deutsche Wörter, die mit der Silbe „un“ beginnen, außer Gebrauch geraten sind: ungebührlich, unsäglich, unsanft, unbeachtlich, unstet, ungemein, unziemlich, unkeusch, untunlich, unbändig, unwiderstehlich und wohl auch unanständig und unbezahlbar. Eine Erklärung ist mir nicht eingefallen.
Die Medienmeute tobt sich am Eigentümerwechsel von Twitter aus. Befriedigung und Wutgeheul gehen an mir vorüber, weil ich Details nur zur Kenntnis nehme, wenn sie sich mir ohne mein Zutun aufdrängen. Eine Prise Häme bleibt hängen, weil die fortschrittlichen Kräfte, die bislang die Plattform beherrscht haben, die Rückkehr der (ihnen bislang obliegenden) Zensur fordern.

Die Herstellung von Fake News macht Spaß: Der Bayerischen Staatsregierung ist der Spagat zwischen Blackout und Ukrainesolidarität gelungen, indem sie die bayerische Ur-Güterzug-Elektrolok EG 5 wieder in Dienst gestellt hat. Das bislang geheim gehaltene Foto zeigt die Elektro-Riesin auf dem Wege nach Kiew während des russischen Raketenbeschusses bei ihrer Einfahrt in Lemberg. Ministerpräsident S. sprach von einem Durchbruch bayerischer Spitzentechnologie.

1. November 2022

Die Meldungen vom Vortag zeigen eine neuerliche Eskalationsstufe des Krieges. Nachdem am Wochenende Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte beschossen wurden, haben die Russen gestern auf doppelte Weise reagiert: (a) Aufkündigung des im Sommer abgeschlossenen Getreide-Ausfuhr-Abkommens, (b) massive Angriffe auf die ukrainische Versorgungs-Infrastruktur.

Zu a): Es war jetzt wochenlang möglich, Handelsschiffe mit ukrainischem Export-Getreide durch die russische Seeblockade in alle Welt zu entsenden. Die neuerlich Unterbrechung trifft vor allem Schwarzafrika. Diese Verschärfung der Lage wird die dortige Völkerwanderung Richtung Europa anheizen.

Zu b): Die russische Aktion war erneut ein massiver Raketen- und Drohnenbeschuss. Zu den Ergebnissen meldet die Ukraine Fakten, die nicht zusammenpassen: Ein Großteil der Flugobjekte sei abgeschossen worden. Aber: In nahezu allen Städten und Gemeinden ist der Strom ausgefallen, in Kiew gibt es kein Wasser mehr. Skeptischer Blick auf die Wetterdaten: Noch hat der Frost nicht Einzug gehalten. Die russische Aktion zeigt, dass von Raketen- und Munitionsmangel keine Rede sein kann. Sie zeigt zudem, dass die US-Strategie des Abnutzungskrieges vor allem die ukrainische Bevölkerung trifft. Wie das ausgeht, wenn es in den Winter hinein andauert, kann kaum zweifelhaft sein.

Dnjepr-Staudamm und die Krim (Nachtrag zu den Zerstörungsgerüchten): Das Bauwerk hat eine Stauseefront von ca. 3,5 km Länge und eine maximale Fallhöhe von 16 Metern. Seine wirtschaftliche Bedeutung folgt aus dem Wasser-Kraftwerk und dem Wasser-Reservoir, aus dem bis 2014 die Krim versorgt wurde. Die Wasserader der Krim wurde nach der russischen Annexion der Halbinsel unterbunden. Das Luftbild aus dem Jahre 2021 zeigt den östlichen Schenkel des Damms, Blickrichtung Südost.

31. Oktober 2022

Jedes Jahr erneut überraschend: Im atheistischen Thüringen ist der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag. Das ist insofern skurril, da kein Mainstream-Theologe den Reformator (mundartlich: unsr Mardin Ludder) leiden kann. Achtung! Nazi-Verdacht. Nur im angeblich katholischen Eichsfeld gehen die Festtags-Uhren anders, da ist am morgigen Allerheiligen schulfrei.

Der Zahn der Zeit: Wenn man mit zwanzig unrasiert ist, wirkt das rebellisch, nach vierzig ungepflegt und, wenn man die sechzig hinter sich hat, sieht man aus wie ein Penner.

30. Oktober 2022

Optimismus: Gestern einen Terminkalender für ’23 gekauft, der exakt meinen Gepflogenheiten entspricht. Der Gesuchte befand sich als Einzelstück unter Hunderten, die dies nicht taten. Ein Wermuts-Tropfen indessen beim Blättern zu Hause: Er ist englisch beschriftet. Was das inhaltlich bedeuten wird, kommt sicher im kommenden Jahr ans Licht. Ich kann warten.

Im selben sog. Buch-Laden in Leipzig, Abteilung Fremdsprachiges: Harry Potter auf Kyrillisch entdeckt (Гарри Поттер). Die Beschriftung am Regalbrett „Ukrainisch“. Gestutzt, geblättert und sicher gewesen: Russisch geht gar nicht, wie man in diesen Kreisen formulieren würde.

Leipzig (2): Kirche am Ring mit unübersehbaren Lettern: 22 ist nicht 89. – Wohl wahr, wenn auch anders gemeint. Auch anders: 89 waren die Kirchenleute als Protestler (oder als Spitzel) beteiligt, heute sind sie es nicht.

Leipzig (3): Weltoffen steht in mannshohen Lettern an der Universität. Das ist die neue Mainstream-Vokabel für deutschfeindlich. Im übrigen: Sie war abgeschlossen, die Universität. Meine Fremdenführerin konnte mir das Gewünschte nicht zeigen.

Leipzig (4): Die sonnig-warme Innenstadt war überwölbt von einem intensiven Fäkal- und Verwesungsgeruch, der aus den Gullys drang. Früher pflegten funktionierende Städte dem mit etwas Wasser abzuhelfen. Nun ja, unsere Vorfahren hatten ein wacheres Misstrauen gegenüber Seuchen. Sie subsumierten die ihnen notwendig erscheinenden Maßnahmen unter dem Schlagwort der Volksgesundheit.

Leipzig (5): Die letzten Aufrechten erkennt man am Maskentragen. Ist auch beim Personal von innerstädtischen Kettenläden üblich. An der offenstehenden Laden-Tür entdeckt: Unser Geschäft ist geöffnet. Diese Tür ist aus Gründen des Klimaschutzes geschlossen. – Kannste dir nicht ausdenken.

29. Oktober 2022

Stimmungsbilder: Ehemalige deutsch-deutsche Grenze bei Römhild im südlichen Thüringen, morgens.

28. Oktober 2022

Die wechselseitig widersprechenden Gerüchte um die Lage in Cherson (Südwestecke des Front-Bogens) lassen keine zuverlässig Beurteilung zu. Klar ist nur, dass die Russen dazu übergegangen sind, die Zivilbevölkerung aus der Stadt und ihrer Umgebung nach Osten zu evakuieren. Das kann einen militärischen Rückzug bedeuten, wie auf westlicher Seite behauptet, oder eine im Wortsinn Evakuierung der vom Tode bedrohten Einwohner. Diese Bedrohung geht vom nördlich der Stadt gelegenen Dnjepr-Staudamm aus, dessen Sprengung das Land stromab in eine Wasserwüste verwandeln würde. Beide Seiten bezichtigen einander, genau dies im Sinne zu haben. Wieder gilt: Dass die Russen dergleichen planen könnten, halte ich für absurd, es wäre ein Akt der Selbstschädigung. Dass indessen ein in den Abgrund taumelndes Regime zu solchen Mitteln greift, liegt im Bereich des Vorstellbaren.

Staudamm (2): Vor achtzig Jahren wurde die Mauer der Möhnetalsperre durch Lufttorpedos zerstört. Durch diesen barbarischen Akt schlug der Kriegsverbrecher Winston Churchill ein neues Kapitel der Massenvernichtung auf. In englischen Kriegsdarstellungen findet man an dieser Stelle bestenfalls das Lob für die fliegerische Leistung der RAF-Bomberpiloten.

Staudamm (3): Gegenwärtige Expertenstimmen verweisen darauf, dass es für die Biden-Regierung notwendig sei, eine derartig schwerwiegende Eskalation des Kriegsgeschehens zu realisieren, um Fakten zu schaffen und bei dem zu erwartenden Wahlsieg der Republikaner bei den Midterm-Wahlen deren Zurückrudern im Ukraine-Engagement zu verhindern. Ich glaube weder das eine noch das andere – aber was will das schon heißen?

27. Oktober 2022

Der kleine Bruder des Leugners ist der Relativierer. Beider Tun fällt nach dem Willen von Mainstream unter Volksverhetzung und ist strafbar, so sagt man. Doch die Welt ist komplexer, als mancher denkt. Beispiel: Wer den russischen Angriff in der Ostukraine leugnet, ist ein Idiot, wer ihn relativiert, weil er hierfür nachvollziehbare Gründe erkennt, spricht eine nicht akzeptierte Wahrheit aus. – Nicht die Wahrheit, aber eine.

Die Sache mit den Mäusen: Acht Mäuse, so las ich, überlebten die Spritzung mit dem neuen Stöffchen gegen Omi Cron. Das genügte für die ad hoc-Zulassung als Impfstoff. Es geht also, wird man folgern dürfen, nicht mehr um den Schutz vor einer Krankheit, sondern um die Chance, die Impfung unbeschadet zu überleben.

Mäuse (2): Nicht so gut ging es deren Artgenossen, denen man an einem Institut in Boston ein frisch kreiertes Virus injizierte, und zwar eine Kreuzung aus dem ursprünglichen Wuhan-Virus und der Omi Cron-Variante. 80 Prozent starben nach rasend geschwinder Ansteckung. Die sog. Forscher fanden ihren Erfolg so sensationell, dass sie ihn publizierten. Ich habe nichts darüber gelesen, dass man sie sodann wg. Verstoßes gegen alle möglichen B-Waffen-Verbote eingesperrt hätte.

Stattdessen: Die Corona-Impfung für Säuglinge (ab dem 5. Lebensmonat) wird zugelassen. Ist nach den Gesetzen der Logik nicht zu erklären – es sei denn, man unterstellt zynische Menschen-Experimente.

26. Oktober 2022

Leipzig, vorgestern Abend: „Genau wie ’89,“ sagt eine damalige Studentin zu mir: „Die Leute ziehen zu Tausenden über den Ring, und die Studenten stehen abseits, gaffen und wollen auf keinen Fall dabei gewesen sein. Ein Unterschied ist schon, die heutigen Akademiker kämpfen mit dem Maul und mit schwarz gemalten Visagen für den Krieg in der Ukraine.“

Ungehorsam: In der Provinz Alberta im westlichen Canada erklärt die im Oktober 2022 gewählte neue Ministerpräsidentin, dass sie sich weigere, weiter freiheitsbeschränkende Maßnahmen der Zentralregierung in Sachen Corona umzusetzen. Sie entschuldigt sich bei den Ungeimpften als den Opfern öffentlicher Gewalt und kündigt an, alle Verbindungen zum WEF mit Strafmaßnahmen zu unterbinden. Das riecht nach Sezession. – Im Frühjahr war es der Regierung in Ottawa noch gelungen, die streikenden LKW-Fahrer mit der Sperrung ihrer Konten zur Raison zu bringen. Das dürfte im jetzigen Fall auf Schwierigkeiten stoßen.

Wie machen sie das nur, diese Insulaner?

25. Oktober 2022

Volkes Maul: Gestern Abend in Erfurt: „Wir sind die rote Linie“.
Volkes Maul (2): Diesmal aus den Leserbriefen der Zellerzeitung von Bernd Zeller: „Pater noster: …und führe uns nicht in Verdunklung, sondern erlöse uns von den Grünen.“

24. Obtober 2022

Im Wirtschaftskrieg der USA gegen China hat die Biden-Regierung die nächste Stufe gezündet, wenn denn die eher spärlich fließenden Nachrichten stimmen sollten. Danach soll der Know how-Fluss in Sachen advaced computing radikal unterbunden, mithin die dortzulande stattfindende Chipherstellung pp. zum Stillstand gebracht werden. Falls das kein Fake ist, wage ich zu behaupten, dass sich Uncle Joe ins eigene Bein schießen wird: Zwar mag es gelingen, diesen chinesischen Industriezweig zu ruinieren, jedoch mit unabsehbaren Auswirkungen auch und gerade für die USA, deren verlängerte Werkbank China seit Jahrzehnten ist.

Das von der russischen Regierung in den besetzten und angegliederten Oblasten der Ukraine verhängte Kriegsrecht, mag militärisch zweckmäßig sein, psychologisch bedeutet es das Eingeständnis einer schwachen Position. Es verbreitet sich der außerrussische Eindruck: Die können’s nicht.

Der nächste Indisch-Stämmige greift auf den Inseln nach der Abdankung von Liz Truss zur Macht. Doch wie ein Springteufel ist erneut der Ex-Premier Boris J. auf der Bühne der Aufgeregtheiten erschienen. Das britische Staatsschiff gestattet sich ein Dümpeln in schwerer See.

Die Nachrichten vom Wochenende zusammengefasst, zeigen die rapide Beschädigung der jahrzehnte-alten deutsch-französischen Achse. Macron bringt Deutschlands Umfeld-Staaten bedenkenlos in Stellung. Und der Herr Scholz? Ich kann die bürokratischen Floskeln nicht deuten. Mich deucht, er hat keinen Plan. Das wäre nicht nur seins, sondern auch unser Problem.

Die Wirtschaftsdaten aus D sind so grottenschlecht, dass einem die Haare zu Berge stehen. Ernsthafte Gespräche mit Leuten aus dem Dienstleistungssektor, aus dem sich bei uns zu meinem Grimm der politisch-publizistische Komplex rekrutiert, sind völlig sinnlos. Dort regiert noch immer die Überzeugung, dass die Industrie die Umwelt verschmutzt und das Geld vom Konto kommt. Das Resultat: Man führt Geisterdebatten, weil die Gegenseite sofort dicht macht, wenn man auf die Lage auf dem Stahl-, dem Metall-, dem Chemie-, dem Energie-, dem Landwirtschafts-Sektor zu sprechen kommt.

Politisch korrekt (aus: Senioren Akrützel Nr. 33 von Bernd Zeller):

23. Oktober 2023

Der Zusammenhang ist wirklich denkbar einfach: Schwäche deinen Konkurrenten fürs eigene Wohlergehen. Ins Verhältnis USA-Deutschland übertragen: Schneide ihn von der bezahlbaren Energie ab, indem du ihm die Zufuhr-Pipelines in die Luft sprengst. So wirst du dein eigenes Gas zu Wucherpreisen los und kannst deine seit Jahren angehäuften Dollar-Milliarden, die aus der Nullzins-Politik stammen, in Schnäppchen beim Unternehmens-Aufkauf in D anlegen. – Eine erstaunlich klare Schilderung aus der Feder eines deutschen Ökonomen, der an einer der Münchner Hochschulen lehrt, Christian Kreiß. Immerhin traut sich einer, das Offensichtliche in Worte zu fassen.

Beim Geld hört die Freundschaft auf: Lese gerade, dass der Großspekulant Black Rock in schwere See geraten ist. Großanleger, wie die republikanischen US-Staaten haben ihre Einlagen zurückgezogen, nachdem ihnen aufgefallen war, dass sie ihr Geld einer Firma anvertraut hatten, die in woke Unternehmungen investiert und hierzu ein eigenständiges Gütekriterium (Wind, Vielfalt und das übliche Trallala) entwickelt hat. Nun machen solche Vorzeigeobjekte oft wenig Profit, dafür umso mehr politischen Klamauk, namentlich zur Bekämpfung fossiler Energieträger. Nicht jedem Kohle- und Ölstaat gefällt das (siehe oben). Jetzt sind die schwarzen Rocker angesichts der Gefahren für die eigene Aktie zurückgerudert.

Ein Gast, der bei Tisch nachweist, dass es kein Thema gibt, in dem er nicht Bescheid weiß, bringt auch den höflichsten Gastgeber alsbald zum Verstummen. Man kann sicher sein, dass beide sich schließlich gleichermaßen erfreut voneinander verabschieden, wobei der Gast anmerkt, dass er sich schon lange nicht mehr so gut unterhalten habe. 

22. Oktober 2022

Frauen, die sich selbst als vegan bezeichnen, gehören nach meinen nunmehr seit Jahrzehnten andauernden Bemühungen um das andere Geschlecht zur Kategorie: nicht ansehen, nicht ansprechen und – um Himmels Willen – nicht anfassen. Männer, die sich als vegan bezeichnen, gibt es im Prinzip nicht. Wenn es einer dennoch tut, sollte man bezweifeln, dass es sich um einen Mann handelt.

Unbegreiflicher Gedankensprung nach dieser Vorrede: Gianluca Irgendwie, der oder die sich im Porsche-Pavillon in Wolfsburg festklebte, um gegen das Weltklima, das immer heißer werdende, zu protestieren, fror sich einen ab, als der Hausmeister abends Licht und Heizung abstellte und die Tür abschloss, so dass der Spezialitaliener nicht die vegane Überlebenskost anliefern konnte. Jetzt hat er oder sie Aua an den Händen und muss ins Krankenhaus. Das ist die Rache der chemischen Industrie.

Dieselben Leute, die mir Tag für Tag predigen, dass alle gleich sind, meinen seit Wochen, dass wir uns vor den Chinesen und ihren Methoden zu fürchten haben. Es sind übrigens ebenfalls selbige Volksgenossen, die mit den Methoden aus Fernost, nämlich den Möglichkeiten, welche die Digitalisierung bereitet, den Pöbel unter ihre Kontrolle zu bringen trachten. Dazu: Ich kupfere die mir genial erscheinende Sentenz aus dem in meinem Postfach heute Nacht zugegangenen Entwurf des Kinderbuchs von Ulrich Schödlbauer ab:

21. Oktober 2021

Keine gute Zeit für Regierungschefs: (1) Liz Truss in England ist nach Blitzstart gestern von den Tory-Abgeordneten zum Rücktritt gezwungen worden. Zwei konservative Kabinetts-Mitglieder waren offenbar die Nägel zu ihrem Sarg, der Finanzminister Kwasi Kwarteng und die Innenministerin Suella Bravermann, beide nach meiner Einschätzung vom indischen Subkontinent abstammend. Die Letztgenannte wollte die Zuwanderung beenden, vor allem die illegale, der andere die steuerlichen Unternehmerfesseln kappen. Das war offenbar zu viel in diesem geistig planierten Land. Der Riss von Zustimmung und Ablehnung unaufschiebbarer Reformen geht quer durch die Konservativen.

Regierungschefs (2) Und der Kanzler stößt mit seiner Entscheidung, dass die drei Kernkraftwerke weiter laufen sollen, bei den Abgeordneten, die dementsprechend die Gesetzeslage verändern müssten, auf die Taktik der langen Bank. Dass das Aus am 31. Dezember unwiderruflich näher rückt – und damit eine immense Energielücke – juckt doch einen Parlamentarier nicht, zumal der Robert was anderes versprochen und die BT-Kneipe geöffnet hat. Nebenbei bemerkt: Dies ist das erste Mal, dass Scholz von seiner Richtlinienkompetenz öffentlich Gebrauch gemacht hat, und schon ist er gescheitert. Die Abgeordneten spielen nach Jahren der Abstinenz in einer äußerst prekären Lage Parlamentarismus. Wenn es nicht so riskant für das Überleben der Deutschen wäre, man könnte Brüllen vor Lachen.

20. Oktober 2022
Die Nachrichtenlage aus der Ukrraine ist chaotisch. Bei Mainstream lese ich, dass die Russen vor der Niederlage bei Cherson stehen, ihre Truppen westlich des Dnjepr seien nach einer Brücken-Sprengung abgeschnitten. Das wäre der Südwest-Pfosten des Frontbogens. Der Rückzug hinter den Fluss wäre zumindest propagandistisch bedeutsam. – In der Ost-Variante der Kriegsberichte lese ich, dass ein erfolgreicher russischer Raketenangriff auf die Hauptbodenstation des Satelliten-Internets von Master Elon in Paljewka-Paliivka-Паліївка, knapp 30 km nordwestlich von Odessa, stattgefunden habe. Regierungs- und Militär-Kommunikation der Ukraine seien damit praktisch tot. Falls die russische Behauptung der Zerstörung der Zentralsteuerung von Nato-Informationen über Paljewka in Richtung Ukraine und zurück zutrifft, müsste das alsbald sichtbare Folgen zeitigen. 

Ukraine (2): SpaceX, der Satelliten-Internet-Dienst von Elon Musk, wird für ihn plötzlich rentierlich, denn das Pentagon hat angekündigt, die Kosten zu übernehmen, einschließlich Mietzahlungen. Damit zeigt sich ein weiteres Element dieses Krieges: Er verschiebt sich ins Weltall. Der Begriff der Lufthoheit muss neu überdacht werden. Während früher zum Ausdruck gebracht wurde, dass eine zahlenmäßig überlegene Luftwaffe mit ihren Flugzeugen das Geschehen am Boden entscheidend beeinflussen konnte, wird man heute sagen können, dass einer nur dann die Lufthoheit hat, wenn er den Gegner zwingen kann, seine Luftflotte am Boden zu halten.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch IX

10. September 2022

Die gestrige Niedersachsenwahl bringt nichts Neues. Wie auch? Die Nutznießer des Vorgangs sind die politischen Parteien, die sich selbstzufrieden in der Abwesenheit des Wahlbürgers eingerichtet haben. Selbst wenn keiner mehr zur Wahl ginge, so denken sie, könnte ihnen das nichts schaden. Sie bringen die Verachtung der Bürger mittlerweile ungeschminkt dadurch zum Ausdruck, dass sie auf Sachaussagen verzichten.

Wahlen (2): Beliebter Vorwurf an die Nichtwähler: Ihr hättet ja wählen gehen können. Ja, hätten sie, wollten sie aber nicht, weil es nach ihrer Ansicht nichts zu wählen gab. Dass hierin gleichzeitig eine Abwendung von der Demokratie, so wie sie sich jetzt präsentiert, liegen könnte, wird weniger erörtert. Wir erleben zur Zeit eine Abstimmung kraft Enthaltung, genauer gesagt: durch Wahlverweigerung. Dem entspricht das Ergebnis der sog. Volksparteien SPD und CDU. Sie erhalten zusammen nicht einmal ein Drittel der Wahlbürger-Stimmen.Wahlen (3): Der Wahlsieger sind die Grünen, denen sich die regierende, etwas gebeutelte SPD freudestrahlend an den Hals wirft. Die 15 Prozent der Grünenstimmen beim Wahlergebnis bedeuten in Wirklichkeit, dass zwischen 7 und 8 Prozent der Wahlbürger einer grünen Herrschaft zustimmen. Mit anderen Worten: Wir werden von einer verschwindenden Minderheit kujoniert.

Ukrainekonflikt: Die Nachrichten überschlagen sich wieder einmal. Während der Westfunk von ukrainischen Geländegewinnen weiß, melden die Russen Luftschläge gegen strategische Ziele im Landesinnern der Ukraine.

Ukrainekonflikt (2): Während Präsident Biden dem ukrainischen Selenskyj in einem Telefonat in der vergangenen Woche Nibelungentreue bis zur Rückeroberung der Krim geschworen hat, mehren sich in den USA die Stimmen, die das Engagement wo nicht eben nutzlos, doch auf jeden Fall als zu teuer bezeichnen.Der Stromausfall auf der Insel Bornholm lässt vermuten, dass ein Unbefugter nach der heilgebliebenen Röhre B von Northstream II gesucht hat. Vielleicht passierte das Missgeschick auch bei der Beseitigung von Beweismitteln, welche die Anschläge betreffen. Die Russen jedenfalls sollen nach dem Willen der Nato den Anschlagstellen fern bleiben. Im Netz werden Witze gemacht, dass in Kürze Ausweispapiere an den Anschlagorten gefunden werden. Diese stammen – so wollen es die Spötter – von Wladimir Wladimirowitsch P.

9. Oktober 2022

Mit der gestrigen Sprengung der Brücke nach der Halbinsel Kertsch zeigt sich womöglich eine systematische Änderung der Kriegführung gegen Russland. Nachdem offenbar geworden ist, dass die ukrainische Armee gegen den russischen Koloss auf dem Schlachtfeld nichts anrichten kann, um dem Kriegsziel der Rückgängigmachung der Annexion der Krim auch nur vage nahekommen zu können, wird russische Infrastruktur angegriffen und ohne Rücksicht auf die naheliegenden Folgen zerstört. Nach den Anschlägen auf die Pipelines Northstream I & II und die Kertsch-Brücke rechne ich mit durchgreifenden Schlägen gegen Kernkraftwerke innerhalb und außerhalb der formellen Grenzen der Ukraine.

Ukraine (2): Bei einer solchen veränderten Kriegführung kommt es vor allem auf den propagandistischen Effekt an. Ziel dieser Propaganda ist weniger der Wertewesten, dessen Siegestaumel sich in überschaubaren Grenzen hält, als vielmehr die russische Bevölkerung – und innerhalb dieser bevorzugt die dem Westen eventuell zuneigende Intelligenzija –, der suggeriert werden soll, dass dem russischen Herrscher das Wasser bis zum Halse steht. Ob diese Rechnung aufgeht, lässt sich zur Zeit nicht sagen. Zumindest fiel mir auf, dass – ganz im Gegensatz zum Vorhergesagten – nunmehr russische Hardliner ganz unverhohlen Kritik an der angeblichen Laschheit der russischen Führung zu äußern beginnen. Nicht so weit weg: Zwischen Weißenfeld und Naumburg stehen Dutzende, wenn nicht Hunderte Windmühlen an der Autobahn A 9. Seit Jahr und Tag sind es, jedes mal wenn ich da vorbeifahre, ein paar mehr. Nicht nur der Zahl nach wachsen sie, sondern auch in der Höhe und in der Protzigkeit ihrer äußeren Gestalt. Sie stehen nicht nur da, als ich heute dort vorbeifahre, sondern sie stehen auch – wie so oft – still und verbrauchen Strom, anstatt welchen zu liefern. Man fährt minutenlang durch eine ideologische Groteske.
Zwischen Weißenfels und Naumburg (2): Ein Leserkommentar setzt noch eins drauf. Funktionsfähige Türme seien weggesprengt worden, um sie durch größere zu ersetzen. Zudem werde ich darauf hingewiesen, dass nicht nur die stillstehenden Windräder Strom brauchen, sondern auch die stillgelegten Kernkraftwerke zur Aufrechterhaltung der Kühlsysteme. Da tickt die wahre Zeitbombe bei längerem Stromausfall.

7. Oktober 2022

Seit gestern wissen wir, wie die etwas schwammigen Äußerungen von Saudi-Arabien und sein Einschwenken auf die BRICS-Staaten beim G-20 im Sommer sowie seine Anwesenheit in Samarkand zu verstehen sind: Die OPEC drosselt ab sofort die Ölförderung. Das geschieht so deutlich, dass US-Präsident Biden – so lässt das Weiße Haus verlauten – zum zweiten Mal in diesem Jahr die nationale Ölreserve anzapfen lässt. Das erste Mal im Sommer geschah das, um durch Ölverkäufe den inländischen Preisanstieg für Benzin zu dämpfen, diesmal wohl eher, um einem akuten Mangel abzuhelfen.

Ölhahn zu (2): Man erinnert sich, dass dies der US-amerikanische Schlachtruf im Frühjahr war, um die Russen in die Knie zu zwingen. Wenn die Forderung nun mit halbjähriger Verzögerung wortwörtlich aufgenommen wird, schadet das Ergebnis einem mit Sicherheit nicht: Das ist Russland. – Drum bedenke, was du verlangst, es könnte dich selber treffen.

Ölhahn zu (3): Wenn das Weiße Haus jetzt von einem feindlichen Akt spricht, wird das den Arabern zu denken geben. Mir geht das einstige deutsche Größenwahn-Sprichwort durch den Kopf: Viel Feind viel Ehr. Russland, China, jetzt auch Arabien und seit gestern ebenfalls der Iran, dem die Verhängung von Sanktionen angekündigt wurde.

Zu See: Die widersprüchlichsten Nachrichten über den Grad der Zerstörung bzw. die Reparierbarkeit von Northstream II bestimmen in D die Meldungen. Sie sind wie üblich an der Frage ausgerichtet: Wer war das ? Und: In welcher Zwickmühle steckt Deutschland hier eigentlich?Zur See (2): Die Russen melden, ein U-Boot der Bjelgorod-Klasse in den Pazifik entsandt zu haben. Seine mitgeteilte Bewaffnung ist in der Tat furchteinflößend: Mehrere Reaktor-getriebene Langstrecken-Torpedos mit Kern-Sprengköpfen. Das sind – in konventionelle Vorstellungen übertragen – fahrende Kriegsschauplätze, weltweit. Nebenbei: Wer jetzt immer noch von nuklearer Erstschlag-Kapazität phantasiert, sollte beschleunigt eingesperrt werden. 

6. Oktober 2022

Für jeden Topf findet sich ein Deckel. Dieses deutsche Sprichwort diente seit Alters her dem Trost für Mauerblümchen, dass das Warten auf den Traummann dereinst nicht vergeblich gewesen sein werde. Das mag so sein, oder auch nicht, doch zur Zeit erleben wir eine Renaissance im Bereich der Volkswirtschaft, die eher eine Zweckentfremdung ist, denn es geht um die überkochenden Preise. Dabei ist es bereits physikalisch fragwürdig, wenn man glaubt, das Überkochen durch einen Deckel stoppen zu können. Das reicht bestenfalls für einen Moment, dann fliegt der Deckel runter, oder der Topf platzt. Nach dieser Vorrede:

Deckel (2): Die Eurokraten haben soeben das achte Russland-Sanktionspaket geschnürt. Die sieben Vorgänger haben offenbar den bösen Putin nicht hindern können, die bislang zur Ukraine gehörigen Oblaste Cherson, Saporoshje, Donjezk und Lubansk heim-ins-Reich zu holen. Jetzt soll er mit dem Öl-Preis-Deckel zur Rückgabe gezwungen werden. Wie soll das gehen?

Deckel (3): Brüssel legt den Höchstpreis fest, zu dem Ölkäufe noch zulässig sein sollen. Und wenn sich die Verkäufer dem nicht beugen? Dann kaufen wir halt kein Öl mehr, bis sie sich eines besseren besinnen. Wird das funktionieren? Die Antwort steht fest, und sie heißt Nein. Und schließlich: Was hat der Ölboykott mit den einkassierten Gebieten zu tun? Nichts, denn die Deckeler haben die Rahmenbedingungen nicht im Griff. Diese lauten: Die Russen sind auf die EU-Staaten als Abnehmer nicht angewiesen, diese jedoch auf das Russen-Öl.

Deckel (4): Die Idee ist älter als der gestrige EU-Beschluss. Sie mündete in die Entscheidung der französischen Elf Aquitaine ein, den Russen ab dem kommenden Jahreswechsel kein Öl, das durch die Pipeline Drushba nach Schwedt an der Oder gepumpt wird, mehr abzunehmen. Einer unüberprüfbaren Internetmeldung entnehme ich, dass die hiervon abhängige Leuna begonnen hat, ihren Betrieb runterzufahren. Ich lasse das mal im Raum stehen, denn es ist einen eigenen Aufsatz wert.

Deckel (5): Vor einigen Tagen hat die russische Regierung den diplomatischen Vertreter der EU in Moskau nach Hause geschickt. Den brauche man dort nicht. Wer Ohren hat zu hören, wird das feine Ritze-ratze am Brüsseler Gebäude wahrnehmen.Deckel (6): Schon die Nazis (die echten) hatten eine Idee, wie man die Russen deckelt. Für Freunde der Propaganda: Das Bild stammt aus der NS-Zeitung Der Stürmer und ist vom Mai 1938.


Der Ton wird rau: „Глава МИД ФРГ Анналена Бербок заявила:Мы находимся в состоянии войны.С кем? Давно? Шольц в курсе?Я понимаю, что в юности Анналена Бербок занималась прыжками на батуте и достигла в этом виде неплохих результатов. Но пора уже приземлиться“ (Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock sagte: ‚Wir befinden uns in einem Kriegszustand‘. Mit wem? Wie lange? Weiß Scholz davon?Ich verstehe, dass Annalena Baerbock in ihrer Jugend Trampolinsprünge trainiert und in diesem Sport gute Ergebnisse erzielt hat. Aber es ist Zeit zu landen), so gestern die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa. – Auch hier ist die Säge unüberhörbar.

5. Oktober 2022

Mit jeder Pressekonferenz deutscher Wirtschaftslenker erhält das nichtsahnende Publikum weitere Ohrfeigen. Beispiel RWE (diesmal nicht Rot-weiß Erfurt): Der Stromriese aus Essen wäre ein deutscher Grundversorger, dachte auch ich. Jetzt wird offenbar, dass er ein Staatsknete-Abzocker in Sachen Kohleausstieg im Milliardenbereich ist und, so könnte man singen: „Was macht er mit dem Geld, was macht er mit dem Geld? Er kauft sich ein ganz rasch.“ Kurzum, RWE kaufte eine Solarfirma in den USA. Was hat der deutsche Stromkunde davon? Nichts. Empfehle stattdessen einen Blick auf die Stromrechnung.

Abzocker (2): Wenn nun einer meint, das sei so ein sprichwörtlicher Einzelfall gewesen, dann irrt er, denn der RWE-Chef hat im Duett mit dem Herrn Robert soeben angekündigt, dass man sich den sog. Ausstieg aus der Braunkohle ebenso aus dem Staatssäckel vergolden lässt, indem man ihn auf 2030 vorzieht. Diese Leute kreisen frei im Raum. Sie müssen da weg, weil sie dem deutschen Volk ohne jede Hemmung schaden.

Abzocker (3): Warum wird man auf dieses grandiose Fehlverhalten jetzt vorsichtig aufmerksam gemacht? Dazu muss man ein bisserl um die Ecke denken: Größter – das bedeutet in der Wirklichkeit: im einstelligen Prozentbereich – Aktionär der RWE ist die amerikanische Finanzfirma Blackrock. In deren Aufsichtsrat war bis vor wenigen Monaten der jetzige CDU-Vorsitzer Merz. Was tat er, um der Verschiebung der Proleten-Euros in die USA Vorschub zu leisten? – Tja, was?Abzocker (4): Wenn ich Blackrock lese, erscheint vor meinem inneren Auge deren Lenker Larry Fink mit dem Schwulen-Schal um den Hals, so wie er kürzlich in Davos der Welt die Welt erklärte. Das Bild erzeugt in mir eine Gedankenabschweifung: Dieser Schal ist das Umhängeschild für Fortschritt und In-sein. Was war da eigentlich früher? Das Palästinensertuch? Aber da liegen hals-nackte Jahrzehnte dazwischen. Man sage jetzt nicht: der rote Schal. Den zierte für ein Augenzwinkern der deutschen Geschichte bestenfalls Momper und Genossen.
Ein alter Panzerfahrer gibt Auskunft. Gespräch mit 6 Grünen-Verächtlichmachern (m/w) bei Tisch, also wird viel gelacht, denn die Zeiten sind danach. Sie (sehr schlank) – auf mein Foto mit dem auf dem Autobahnparkplatz stehenden Leo 2 zeigend: Das richtige Auto für Fräulein Lang. – Ich: Ne, die passta nich rein. – Ächt? – Ich: Weder lang noch quer. – Sie: Kannst du auch mal ernst sein? – Ich: Ja, das Bier ist alle.

Zwei Dinge gleichzeitig machen, die einander widersprechen, so als hätte man zwei Köpfe, nennt man schizophren. Das ist der Ausdruck für eine spezielle Geisteskrankheit. Geht mir durch den Kopf, wenn ich unsere Polit-Lenker über den Wirtschaftskrieg gegen Russland reden höre. Sie liefern Waffen an dessen Feind und behaupten zugleich, sie selbst seien friedlich, weswegen man ihnen nichts anhaben könne.

3. Oktober 2022

Dieses Tages zu gedenken, bedarf ich des Anstoßes nicht. Er schloss vor 32 Jahren die konfusesten 9 Monate meiner gesamten Beamtenzeit ab, die ich in der Arbeitseinheit des Bundesinnenministeriums zubrachte, welche berufen war, die staatsrechtlichen Grundlagen der deutschen Einheit zu erfinden und an allen Bedenkenträgern vorbeizumogeln. Am 3. Oktober war die Sache dann Geschichte, wie man so sagt.

Geschichte (2): Ich würde niemals behaupten, die Einheit hergestellt zu haben, aber ich weiß genau, wer beteiligt war und wer – oft entgegen anderer späterer Behauptung – nicht.

Geschichte (3): Meine damalige Tätigkeit belehrte mich über die Macht des Apparats – wenn er denn will.

Wörtlich: „Der Angriff auf Nothstream ist eine enorme Chance, ein für allemal die Energie-Abhängigkeit von Russland loszuwerden.“ Sagt vorgestern US-Außenminister Blinken. Er meint uns Deutsche, denn sein Land bezieht weiterhin Rohstoffe zum Eigengebrauch aus dem Reich des Bösen. – Danke für Ihren klarstellenden Hinweis.


Blinken (2) und zugleich Nachtrag zur Notiz vom 29. September 2022: Das unbekannte Flugobjekt kommt in den ersten Stunden des 26. September von den Färöern, überquert Dänemark und die Ostsee, wendet in Nordpolen, wo es in der Luft aufgetankt wird, und kehrt in das Anschlagsgebiet zurück, wo es die eigenen Ortungseinrichtungen abstellt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Fernaufklärer der US Air Force. Nun wie passt der in den angeblichen Anschlag durch den bösen Putin? Jetzt müsst ihr die nächste Lüge erfinden, um das Geschehen zu erklären. Doch halt, ist vielleicht aber gar nicht mehr nötig, so bald sich die Attentäter öffentlich ihres Vorgehens rühmen werden. Blinken hat eine vortreffliche Vorlage gegeben.

Bei Ansehen & Anhören der Putin-Rede zur Unterzeichnung der Beitrittsakte der vier Bezirke von Lubansk, Donjezk, Saporoshje und Cherson fällt mir der ungewöhnliche Ernst des Herrschers und des Publikums auf. Erst ganz zum Schluss, nach der Nationalhymne, stehen die fünf Männer händehaltend vor dem Publikum beisammen, das in Russland, Russland…- Rufe ausbricht. Putin lächelt für ein oder zwei Sekunden. Alles, was davor lag, war eine Kriegserklärung an den Westen, speziell an die USA.Vor Tagen habe ich mir Gedanken gemacht, welches Gebiet Russland beanspruchen wird, das besetzte oder das der Verwaltungsgrenzen, was größer ist. Es ist das Letztere, wie ein Ultimatum des Verteidigungsministeriums heute ausweist. Es verlangt den Abzug der ukrainischen Truppen binnen 14 Tagen, sonst werde man der gesamten Ukraine die Energie entziehen. Jetzt ist die Zeit der Spezialoperation zu Ende. Jetzt sind die Amerikaner am Zug – aber womit? Es ist wie der Blick in die Glaskugel an meinem Küchenfenster.

2. Oktober 2022

Ein reiches Land: Monatelang habe ich Daten zu lesen gekriegt, wie die Bundesregierung die Gasspeicher füllen lässt – dank einer Sonderermächtigung zu irrwitzig teuren Einkäufen. Heute erfahre ich, dass das Speichergas keineswegs, so wie behauptet, dazu dient, der Bevölkerung über Krisenlagen hinwegzuhelfen, sondern dass sich dort jedermann bedienen kann, der den Höchstpreis zahlt. Mehr muss man dazu nicht sagen, wiewohl ich gestehe, dass ich einen Moment lang fassungslos war.

Ein reiches Land (2): Gestern war Abverkauf von unverkäuflich Gebliebenem in einer ehemaligen Dependance von Aldi in Schilda-Nord. Mich treibt die Neugierde dorthin. Traurige Umgebung, Leute mit Bierdosen und so. Vor dem Laden ein halbes Dutzend S-Klasse-Vehikel der Kategorie halb Limousine halb SUV. Innen die zugehörigen Orientalen in Zweier- und Dreiergruppen, aber ohne Kopftücher. Zwischendrin etliche Einzelpersonen, die so arm sind, dass es einen graust. Woher ich das weiß? Man sieht  es.

1. Oktober 2022

Morgens um sieben malt die aufgehende Oktober-Sonne ein wunderbares Farbschauspiel an den Himmel. Nach nur wenigen Minuten ist es vorüber. In solchen Momenten bedauere ich, keine gescheite Kamera mehr zu besitzen. Die letzte ihrer Art – eine Exacta – versank im Atlantik. Lange her.

In Finnland wird ein gigantisches Kernkraftwerk 250 km westlich von Helsinki,, Olkiluoto-3, nach über 10 Jahren Bauzeit in Dauer-Betrieb genommen. Es ist angeblich das größte seiner Art und wird so den Finnen über den nunmehr russland-feindlichen Winter helfen. Wenn ich mich recht erinnere, wurde es von russischen Firmen errichtet. Wissen das eigentlich die neuen Verbündeten? Ich denke mal: ja, denn Bloomberg berichtet soeben darüber. Und was sagt der böse Putin? Habe nix gehört.

Die Woche geht erwartungsgemäß mit der Unterzeichnung der Beitrittsurkunde der vier Oblaste von Cherson, Saporoshje, Donezk und Lubansk zur Russischen Föderation zu Ende. In Moskau wird es in überschaubarer Kürze die Ratifikation durch die Gesetzgebungs-Körperschaften geben. Der Völkerrechts-Chor des Wertewestens singt seine gewohnten Weisen. Interessant hingegen wird sein, wann und wie welche Staaten außerhalb Russlands den neuen Zustand anerkennen werden. Hieran wird sich zugleich ermessen lassen, ob der russische Schachzug eine kluge Finesse genannt werden kann, die unipolare Welt zu sprengen.
Unterdessen: Deutschland genehmigt gestern Waffenexporte nach Saudi-Arabien (Ausrüstung für Kampfflugzeuge). Scholz war da in dieser Woche auf Goodwilltour. Da wird man ihm wohl gesagt haben, dass er sich mit der Genehmigung beeilen möge. Nebenbei: Das ist der arabische Staat, der seit Wochen Schritt um Schritt auf die Linie der BRICS-Staaten, an deren amerika-feindlichem Handeln nicht mehr gezweifelt werden sollte, offen eingeschwenkt ist. Doch solange die Atlantiker selbst Waffen in beträchtlichem Umfang auf die arabische Halbinsel liefern, wird man dem deutschen Vasallen seine Geschäfte durchgehen lassen. Jedenfalls bis Lockheed, Boeing & Co Einspruch erheben.

30. September 2022

„Wenn Russland in die Ukraine einmarschiert, wird Northstream II in der einen oder anderen Weise nicht weitergehen.“ So die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland am 27. Januar 2022 in Washington DC. Am 9.3.2022 wurde sie bei einer Befragung im Kongress noch deutlicher: „Ich denke, dass Northstream II jetzt tot ist.“

Nuland (2): Als ich mir vor über einem Jahr nach einem intensiven Blick auf Biden und Blinken die Frage stellte, wer seit dem Machtwechsel eigentlich die Leitlinien der US-Außenpolitik bestimmt, war ich ratlos. Jetzt habe ich einen Vorschlag: diese hier.

Kannste dir nich ausdenken: „Wenn wir das jetzt akzeptieren, dass man mit vorgehaltener Hand am Kopf der Menschen, so isses ja bei den Referenden, sie werden erschossen, sie werden vergewaltigt und sollen sie innerhalb von drei Tagen Kreuze machen, weil neben ein Soldat steht mit Kalaschnikow in der Hand“ [Zeichensetzung zum besseren Verständnis des Textes von mir]. So Annalena Bb. in einem Interview bei dem Fernseh-Clown Lanz. [Dank an den mir unbekannten Zusender an mich den notorischen gebühren-zahlenden Nichtfernseher].

Annalena (2): Ich denke, sie ist eine heiße Anwärterin auf den Karls-Preis. Nein, nicht den von Aachen.

Lanz (2): Einer solchen Quelle verdanke ich, dass der selbe reichlich besoldete Volkspädagoge an Sahra Wagenknecht maßzunehmen versuchte. Ging aber nicht, sooft er und seine Streithelfer auch versuchten, sie zu unterbrechen. Ihre Botschaft konnte nicht missverstanden werden: Sofortige Beendigung des Wirtschaftskriegs gegen Russland, inclusive der kontraproduktiven Waffen-Lieferungen in die Ukraine, um den deutschen Mittelstand zu retten, welcher der Motor und Garant des hiesigen Wohlstands sei. Deswegen seien unverzüglich Friedensgespräche mit Putin zu beginnen und Northstream II zu öffnen. Zum Zeitpunkt des Interviews existierten beide Northstream-Pipelines noch. Kurz drauf nicht mehr. Nun wäre es vermessen zu behaupten, die Aussagen einer ziemlich machtlosen PDS-Politikerin würden unsern Kolonialherrn beeindrucken. Aber dass sie als pars pro toto wahrgenommen wurden, darf man unterstellen.

Wagenknecht (2): Witzig ist, dass es dem ZDF offenbar nicht gelungen ist, aus dem Auftritt der Nominal-Sozialistin ein möglichst verunglimpfendes Standbild zu destillieren. Die Frau verfügt über eine nahezu perfekte Körper- und Gesichtsbeherrschung. Und ist, Oh-gott-oh-gott, gut gekleidet.
Nota bene: Schönheit kann man nicht lernen. Am wenigsten können Frauen das, aber ihnen bleibt der Trost, dass so manches eben doch Geschmackssache ist. Interessant dagegen, dass man Intelligenz und mancherlei Charakterzüge aus dem Gesicht ablesen kann. Gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Das mag eine Erklärung dafür liefern, warum unser polit-medialer Komplex am Masken-Fetisch festhält.

29. September 2022

Pünktlich zu den Ereignissen in der Ostsee weist mich das britische Nationalarchiv in Kew darauf hin, dass in Kürze die Ausstellung Treason: People, Power & Plot (Verrat: Volk, Macht & Verschwörung) eröffnet werde. Der englische Humor war mir immer schon sympathisch.

Die Nachtarbeit in Sachen Bornholm hat sich gelohnt. Meine Vermutung, dass es sich um einen US-Anschlag handelt, erfährt aus allen Richtungen Bestätigung, denn (1) Es war keine Gurkentruppe à la Kindergarten Neubauer & Co, denn das Sprengstoffverbrechen von Bornholm bedurfte sachkundiger Erkundung, Logistik und Manpower. (2) Die Sprengung einer von Beton ummantelten Stahlrohrs ist ein professionelles Kunststück. Sie bedarf großer Mengen von hochexplosivem Sprengstoff, vermutlich im Tonnenbereich, da es ziemlich sicher keine Verdämmungs-Möglichkeit gab, sodass die Sprengladungen aufgelegt werden mussten. Die Menge des benötigten Sprengstoffs verweist die Fabeln von Schlauchboot-Abenteuer in Reich der Greenpeace-Märchen und erklärt zudem die enorme Druckwelle, die in der Ostsee erzeugt wurde. (3) Die Täter legten wert darauf, dass die Sprengstellen nicht im Hoheitsbereich eines der Anrainerstaaten lagen. Die Umsetzung erforderte exakte Aufklärung und Navigation. (4) Die Durchführung der Sache unter Wasser bedurfte eines professionellen Taucherteams mit allem Zubehör fürs Tieftauchen und den Munitionstransport. Nochmals: Die Annahme eines Schlauchboot-Teams ist Blödsinn. (5) Ein US-Flottenverband fuhr wenige Tage vor den Sprengungen vom Fehrmann-Belt kommend südlich an Bornholm vorbei Richtung Osten. Er berührte, um es höflich zu sagen, die späteren Sprengstellen. (6) Zu Zeit der Sprengungen flog ein großes, nicht identifiziertes Flugobjekt (mit Sicherheit kein Ufo) von Polen kommend über die Insel Bornholm, wo es aus der konventionellen Flugsicherung entschwand. Da dies nicht das Bermuda-Dreieck ist, wird es seine Ortungssysteme abgeschaltet und irgendwo hingeflogen sein. Bekannt ist zudem, dass es zuvor aus Richtung der Färöer-Inseln über den Atlantik gekommen war, in Polen in der Luft durch ein Flugzeug der US Air Force aufgetankt wurde, bevor es dann seinen Rätselflug ins Zielgebiet unternahm. Ich denke mal, es sollte nicht den dänischen Schollenfischern Demokratie und Menschenrechte bringen, sondern die Ergebnisse der Sprengungen in Echtzeit nach Washington liefern.Kleine Münze: In Berlin wurden bei der letzten Wahl 385.000 Stimmen illegal abgegeben oder gezählt. Was passiert? Das Verfassungsgericht berät, und der Kongress tanzt (bereits seit einem Jahr).

28. September 2022

Verbrechen mit Ansage: Die Zerstörung der beiden Ostsee-Pipelines Northstream I und II bei Bornholm durch mehrere gleichzeitig erfolgte massive Sprengstoffanschläge hat ungezählte Kommentare nach dem Wer? und Warum? ausgelöst. Dabei ist nach meinem Dafürhalten ebenso dringlich die Frage nach dem Was-nun? Das Letztgenannte ist aus der hohlen Hand kaum beantworten.

Verbrechen mit Ansage (2): Die Betrachtung der Chronologie lässt keinen Zweifel aufkommen, wer hier tätig wurde, denn diese sieht so aus: (a) Februar 2022 Präsident Biden erklärt in einer Pressekonferenz in Gegenwart des Bundeskanzlers, dass die USA die Eröffnung von Northstream II nicht dulden würden und – auf Nachfragen – dass sie die Mittel hätten, ihre Auffassung durchzusetzen. (b) Biden wiederholt im Juli 2022 öffentlich seine Bemerkungen vom Februar.

Verbrechen mit Ansage (3): Es gehört zu den Gepflogenheiten von Berufsverbrechern vor der Gewaltanwendung dem Gegner – wie es in diesen Kreisen heißt – die Waffen zu zeigen. Ich erinnere mich deutlich an den veränderten Gesichtsausdruck von Scholz vor und unmittelbar nach seiner USA-Reise im Februar. Er wirkte sichtlich erschüttert, als er hernach – für mich überraschend – das endgültige Aus von Northstream II verkündete. Man hatte ihm in Washington etwas gesagt, nur was?, das war unklar. Zudem unterlag ich, wie wohl manch ein anderer auch, der Fehlvorstellung, die Zerstörungsankündigung durch Biden für das verwirrte Gerede eines Senilen zu halten. – Senil mag zutreffen, sonst hätte er nicht öffentlich bekannt gemacht, was offenbar auf seinem Sprechzettel für den Empfang des Bundeskanzlers stand. Er sprach also die Wahrheit, wenngleich nicht geplant.

Verbrechen mit Ansage (4): Wie man angesichts der für Deutschland fatalen Ereignisse glauben kann, die Russen hätten ihre eigenen Pipelines mit militärischer Gewaltanwendung zerstört, ist mit Mittel der Logik nicht nachzuvollziehen. Dass man dergleichen glauben machen will, hingegen schon, denn die einflussreichsten Mainstreammedien befinden sich in Deutschland fest in US-amerikanischer Hand.

Verbrechen mit Ansage (5): Wenn polnische Offizielle jetzt den USA für die Zerstörung danken, so zeigt das, dass aus Polen meiner Einschätzung in dreierlei Weise beigepflichtet wird: (a) Die Amerikaner waren die Täter. (b) Die Polen hatten die Tat jahrelang öffentlich gefordert und sind nun stolz darauf, dass die Sache erledigt wurde. (c) Sie sind ein fragwürdiger Verbündeter, weil sie Befriedigung zeigen, wenn uns jemand schadet. – Fazit: Das Gespenst der Einkreisung grinst erneut über die Oder-Grenze.Marsch auf Rom: Entgegen dem EU-Untergangs-Geschrei bei Mainstream bezüglich der italienischen Rechtskoalition, die sich tatsächlich bildet, sehe ich eher die internen Bruchlinien. Sie beziehen sich auf die Einstellung zu Russland. Der Streit wird ausgetragen werden müssen, wenn auch in Italien das Aus des europäischen Stromverbundes auf dem Kabinettstisch liegt.

27. September 2022

Ukraine-Konflikt: Heute soll die Volksbefragung in den vier südöstlichen Bezirken von Cherson, Saporoshje, Donezk und Lubansk abgeschlossen werden. Die Karte zeigt den militärischen Frontverlauf vom 25.9.2022 unter Ergänzung der Grenzen der Abstimmungs-Bezirke durch den Schweizerischen Generalstabs-Obristen Jacques Daud. Wie diese Volksbefragung ausgehen wird, kann kaum zweifelhaft sein.Ukraine (2): Die russischen Gesetzgebungsgremien werden der Gebietsänderung der russischen Föderation in aller Kürze zustimmen. Der Wertewesten wird von völkerrechtswidriger Annexion sprechen. Beides halte ich für sicher. Interessant wird die genaue Grenzziehung sein, denn die russisch kontrollierten Gebiete stimmen mit den Verwaltungsgrenzen nicht überein. Das gilt vor allem im Bezirk Saporoshje und das westliche Donezk. Sollte sich der russische Beschluss auf die Verwaltungsgrenzen beziehen, werden wir in aller Kürze eine russische Offensive erleben.

26. September 2022

Tatort Kaufland. Was nun? Meldung ans BKA oder ein Fall für das SEK? Und vor allem: wohin mit der Tüte, damit ich mich nicht verdächtig mache? Nebenbei: Dass der Hersteller dieses gegen den Wertewesten gerichteten Produkts ein Sachse ist, braucht man wohl kaum zu betonen.

In Italien siegen die Mussolini-Erben gemäßigter Provenience. Die dpa-Meldung betont, dass nach der Verhältniswahl die Post-Sozialisten die stärkste Kraft sein würden. Sehr richtig, aber coniunctivus irrealis, denn leider, leider gilt in Italien ein anderes Wahlrecht mit der Betonung direkter Wahlelemente. – Die Trump-Wahl 2016 nebst Mainstream-Falsch-Berichterstattung lassen grüßen.

Italien (2): Wenn er in Rom die Ponte Duce über den Tiber betritt, gehen dem deutschen Schlenderer die Augen über und frivole Gedanken durch den Kopf. Man denke sich mal – igitt – die Weidendammer Brücke über die Spree als Brücke des Führers. – Gottlob ist die Wirklichkeit in D eine andere: In Schilda wurde der A.-H.-Platz vor dem bis dahin Gauforum genannten Gebäudekomplex in Weimarplatz umbenannt, bis sich vor Kurzem die antifaschistischen Stadträte für Jorge-Semprun-Platz entschieden. Das war ein spanischer Kommunist, der in Buchenwald einsaß, später – und nachdem er seinem Glauben abgeschworen hatte – schrieb er lesenswerte Bücher.

Im Bundesland Tirol wurde die schwarz-grüne Regierungskoalition abgewählt. Es wird also – grotesk genug – mit geringen Nuancen alles beim alten bleiben, denn die erheblich ramponierte ÖVP wird weiter am Ruder bleiben, aber auf keinen Fall mit der auftrumpfenden FPÖ koalieren. Auch hier sieht man, dass das Verhältniswahlrecht die Volksfront-Parteien unabwählbar an die Regierungs-Macht schmiedet.Rot-grüne Wirtschaftspolitik in einfacher Sprache (für diejenigen, die die Sache mit dem Gas und dem Öl nicht verstehen wollen): Wenn der einzige Bäcker in der Nähe ein Kreuz (Achtung, Verdacht auf Volksverhetzung) im Laden hängen hat, werden die Käufer aufgefordert, diesen Laden zu boykottieren, bis er pleite ist, und auf Sojaprodukte umzusteigen. Leute, die dennoch nach Brötchen verlangen, werden wegen Verfassungsfeindlichkeit (Querdenker) verfolgt. – Als liberales Feigenblatt für FDP-Wähler, die immer noch auf Krabbenbrötchen von Sylt bestehen, wird ein aeronautischer Lieferservice über den Lebensmittelkonzern Unilever eingerichtet, der zur Realisierung seiner Brötchen-Luftbrücke staatliche Beihilfen aus den sog. Garnelen-Fonds erhält.

25. September 2022

Zum Sonntagsspaziergang gern mit fremden Federn am Hut: (1) Bei Egon W. Kreutzer entdeckt, der 20 KWh Pufferspeicher im Selbstbau (Leer und Füllstand 78 %):
 
Fremde Federn (2): Bei Wolfgang Prabel entdeckt: Man stutzt und staunt über den selbstdenkenden jungen Mann aus Eisenach, der unmissverständlich klares Deutsch spricht. Tim Schnitke, Abitur, ordentliche Ausbildung, jetzt im Beruf, eigene, leicht nachvollziehbare Gedanken zur Politik. Dass er zudem der CDU angehört, lässt es wahrscheinlich erscheinen, dass man ihn als Nestwärme-Störer alsbald über den Rand drängen wird. Seine Löschung auf Youtube wäre zudem das mindeste. – Schön wie so häufig: Mainstream versucht, ihn unfair zu attackieren, was ihm die Interessenten in Scharen zutreibt. Da kann man nur sagen: weiter so.

Fremde Federn (3): das neuste Senioren-Akrützel von Bernd Zeller im elektronischen Briefkasten vorgefunden. Über seine ätzenden Volten wie stets gegrinst. Gebe das PDF bei Bedarf an Interessenten gern weiter.

24. September 2022

Ukraine-Konflikt: Es hat in den zwei Wochen ab dem 9. September an drei Stellen des Frontbogens militärische Auseinandersetzungen am Boden gegeben. Es handelte sich um ukrainische Angriffe, im Folgenden von Nord nach Süd aufgezählt. (a) Im Raum südöstlich von Charkow gelang den Ukrainern ein Vorstoß, der zu einem Geländegewinn von bis zu 35 km Tiefe führte. Er verringerte die russische Möglichkeit, die Stadt durch Einschließung zu Fall zu bringen. (b) Bei Saporoschje griffen ukrainische Streitkräfte Richtung Süden an. Es ist die Vermutung zulässig, dass sie versuchten, die russischen Streitkräfte durch einen Vorstoß bis zum Meer zu zweiteilen. Dieser Versuch ist offensichtlich gescheitert. Die Beschießung des Kernkraftwerks von Saporoschje hält an. Da sich das Kraftwerk in russischer Hand befindet, kann die Behauptung westlicher Medien nicht stimmen, die russische Seite trüge hierfür die Verantwortung. (c) Der groß angekündigte Angriff auf das russisch besetzte Cherson, den südöstlichen Eckpfeiler der Front, ist ohne jeden Erfolg geblieben.

Ukraine (2): Die Rückgewinnung des Geländestreifens im Bezirk Charkow (siehe oben a) hat zu einem bemerkenswerten Propagandaerfolg geführt. In den westlichen Medien wird erneut vom bevorstehenden Sieg der Ukraine gesprochen.

Ukraine (3): Die Russen haben mit zwei politischen Maßnahmen auf die Ereignisse reagiert: (a) Es wurde eine Teilmobilmachung der Armee angeordnet, die 300.000 Soldaten betreffen soll, bevorzugt ehemalige Zeit- und Berufssoldaten und gediente Reservisten. Wann diese und in welchen Formationen auf dem Schlachtfeld erscheinen, ist noch nicht zu erkennen. (b) Es wurden Volksabstimmungen in Angriff genommen. Sie betreffen die russisch besetzten Verwaltungsbezirke von Cherson und Saporoschje (beide am südlichen Frontbogen), wo die Bevölkerung zu einer Sezession von der Ukraine befragt werden wird, und die beiden für selbständig erklärten Dauerzank-Bezirke von Donezk und Lugansk (beide in der Mitte des Frontbogens), wo die Bevölkerung über die Möglichkeit des Anschlusses an die Russische Föderation befragt wird.

Ukraine (4): Der Geländegewinn bei Charkow als ukrainischer moralischer Sieg und die russische militär-politische Reaktion lassen es derzeit nicht zu, den eigentlichen Sieger des ukrainischen Offensiv-Versuches festzustellen. Die drei ukrainischen Angriffs-Handlungen haben vielmehr gezeigt, dass deren Streitkräfte offenbar keine operativen Reserven besitzen, um an drei Stellen des Frontbogens gleichzeitig erfolgreich zu operieren, ja nicht einmal Teilerfolge operativ ausnutzen zu können. – Nach meiner Einschätzung handelt es sich hier um ein massives Personalproblem, ganz sicher der Zahl nach, aber womöglich auch bei der Kampfmoral. Es zeigt sich, dass dieses Problem zwar durch westliche Waffenlieferung gemildert werden kann, aber offensichtlich nicht zu beseitigen ist. Mit anderen Worten: Es fehlen die Kämpfer.

Ukraine und die Welt: Die Konferenz von Samarkand hat alle gewichtigen Länder zusammengeführt, die sich dem Kurs der US-Administration, Russland mit einem Wirtschaftskrieg in die Knie zu zwingen, nicht anschließen. Die Tendenz der Spaltung der wirtschaftlich potenten Staaten der Erde hatte sich schon vor wenigen Wochen beim letzten G 20-Gipfel gezeigt. Jetzt, in Samarkand, waren die anti-amerikanischen Staaten unter sich. Das Treffen der russischen und chinesischen Staatsführung bei dieser Gelegenheit dürfte mehr als nur plakative Bedeutung haben, zumal die USA tagtäglich an der Sanktionsschraube gegen China drehen.

Stamokap: In den 1970er Jahren vertrat ein starker Flügel der Jusos – der SPD-Jugendorganisation – eine Wirtschaftspolitik, die zwischen Kapitalismus und Sozialismus rangieren sollte, den Staats-Monopolkapitalismus. Man belegte diese Richtung mit dem schneidig klingenden Kürzel Stamokap. Inhalt der Lehre: Enteignung der Großunternehmen, um die Ausbeutung der Arbeiter zu beenden, und die Weiterführung der Unternehmen in Staatshand unter kapitalistisch-optimalen Bedingungen. Das wurde nicht nur deshalb nichts, weil es Unsinn ist, sondern weil das Grundgesetzes die entschädigungslose Enteignung verbietet.

Stamokap (2): Die einst verworfene Idee feiert derzeit fröhliche Wiederauferstehung. Die deutsche Regierung steckt mitten in der Übernahme etlicher Großunternehmen in Staatsregie. Zur Zeit sind es die Energieunternehmen, welche die Last der Gas- und Ölpreise-Explosion nicht mehr an die Verbraucher weiterzugeben vermögen – weitere Branchen werden folgen. Dass der Staat das Wirtschaften besser kann, ist eine Milchmädchen-Rechnung, die auf Gelddrucken beruht. Das Ende dessen ist abzusehen, denn seit Kurzem beträgt die Inflation rund 10 Prozent – Tendenz steigend.Stamokap (3) Es entbehrt nicht der Komik, dass der deutsche Anti-Atom-Staat mit der Übernahme des finnischen Konzerns Uniper zum Miteigentümer russischer Kernkraftwerke wird. Wer hätte das gedacht? Doch manchmal ergibt sich das Wesentliche erst aus dem Kleingedruckten. Und schließlich: Welche ungelernte Kraft an der Spitze des Wirtschaftsministeriums kann eine Bilanz lesen und wozu?

22. September 2022

Sexverbot für fleischfressende Männer, schreit mich die Bildzeitung in der Bäckerei an, in der es, von mir in der vergangenen Woche entdeckt, noch richtiges, im Ofen gebackenes Brot gibt (siehe Beweisfoto auf meinem Küchentisch nach dem gestrigen Kauf und dem Anschnitt). – Ich, beim Bezahlen auf die Zeitung zeigend zur Bäckersfrau (Schienenbäcker in Bad B.): Ja, was machen wir denn da? – Sie: Kommen Sie öfters? – Ich: Ja. – Ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

Brot (2): Den Duft kann das Foto nicht wiedergeben. Das zugehörige Gefühl ist dem Nicht-Deutschen fremd. Es heißt Heimat. Klingt kitschig, stimmt aber.

Lesefrüchte: (1) Sie hörte ihnen mit ebensoviel Vergnügen zu, wie dem Rattern der Kutsche (Jane Austen: Stolz und Vorurteil). Wird fortgesetzt.

Lesefrüchte (2): Leserin R.S. schickt mir das hier mit Quellenangabe (Anzeige aus: Schriften der Farmwirtschaftsgesellschaft für Südwestafrika. Fünfter Band. Sitzungsbericht der Gesamtausschusssitzung der F.W. G. am 18. Mai 1920 in Omaruru); die Firma gibt es heute noch:

Marie-Agnes, die FDP-Frau mit der Sturmhauben-Frisur als Stimmungskanone zu bezeichnen, erscheint in sofern nicht abwegig, als sie bei Mainstream unablässig deutschen Waffenlieferungen ins Kriegsgebiet das Wort redet. Dass man sie zudem hinter vorgehaltener Hand als Waffenlobbyistin bezeichnet, erinnert an das alte deutsche Sprichwort: Wer bezahlt, bestellt die Musik.Die Lage im Kriegsgebiet spitzt sich so zu, dass man sie unmöglich in ein, zwei schnoddrigen Sätzen abhandeln kann. Ich werde heute nach Einsammeln weiterer Informationen darüber nachdenken müssen.

21. September 2022

Serengeti oder Nordkap? – Keins von beiden.

Das Einrücken von Links soll nicht die Regel werden, aber hier ist es notwendig. Egon W. Kreuzer hat gestern auf seiner Web-Seite die Sache mit den Gasspeichern glasklar beschrieben und auch keinen Zweifel daran gelassen, wie es zur Gaspreis-Explosion gekommen ist. Verantwortlich ist die Bundesregierung und die sie stützenden Parteien von SPRFDPGrünenCDUCSU und sonst niemand auf der Welt. Hier ist es nachzulesen: https://egon-w-kreutzer.de/die-bedeutung-der-gasspeicher-fuellstaende.

Kreutzer (2): Bei einem anderen Blogger las ich das hier: „Ein Blogger und (Wirtschafts-) Buchautor namens Egon W. Kreutzer führt seit dem 21. September 2019 online Buch über Insolvenzen,…“. – „ein Blogger“? Man hätte auch schreiben können „der mir bislang unbekannte Blogger Egon Kreutzer…“, doch soviel Fairness ist offenbar zuviel verlangt, wenn einer auftaucht, der etwas Bestimmtes deutlich besser kann.

Kreutzer (3): Die Lektüre des Protokolls von Pleiten und Arbeitsplatzvernichtung ist ein Horror-Trip. Nur einmal konnte ich mich eines Grinsens nicht erwehren. Bosch-Stiftung? Das sind die Leute, die stets am Starte sind, wenn es Abwegiges zu fördern gilt, was der Gemeinschaft eher Schaden zufügt, als dass es ihr nutzt.

28.12.2021Übertrag1590800
Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart, Geldspeicher, 40 von 200 Mitarbeitern werden entlassen.401590840

Kreutzer (4): Wie auch immer, es geht um https://egon-w-kreutzer.de/jobwunder-deutschland-2. Mein Vorschlag: Jeder Bundestags-Kandidat muss zunächst diese Liste fünfmal abschreiben und sich sodann einem Test unterziehen, in welchem er nachweist, dass er verstanden hat.

Kreutzer (5): Für den Autor gilt. Ein unnachsichtig strenger Beurteiler und ein liebenswürdiger Tischgenosse, wie ich vor 14 Tagen erleben durfte.

Kreutzer (6): Grade schreibt er mir, dass er den Gasspeicheraufsatz noch einmal korrigieren musste. Die Lage ist noch weit schlechter, als zunächst errechnet.

Klopse herzustellen, bezeichnete meine Großmutter, als eine Kunst. Je länger ich die Versuche von Leuten dulden musste, denen dieser Satz fremd ist, desto einleuchtender erscheinen mir die damals belachten großmütterlichen Sentenzen. Während sie selbst im Offizierskasino der Danziger Leibhusaren ihre Kochkunst erlernte, was uns ab und an wunderbare Königsberger Klopse bescherte (klein und aus Kalbshack, bei Tisch kurz gesiedet in einer Tunke aus Weißwein und Kapern), lernte ich später anderes kennen und fürchten, zum Beispiel das, was der Rheinländer Frikadellen nennt (halb altbackenes Brötchen, halb Halbundhalb mit Zwiebeln). Doch die sind nicht der Höhepunkt, denn heute gehe ich angeekelt in der Kaufhalle an Sojabratlingen für den veganen Gasgrill vorbei. Ein Zwischenlösung an Furchtbarem bot sich vor Jahren schon in Skandinavien, wo man auf nicht definierbares Fischzermalenes zurückgriff, was es heute immer noch gibt, wie man sieht.

20. September 2022Die Berufs-Kriminellen der sog. Klima-Bewegung drangen gestern in den Tagebau von Jänschwalde ein. Hallo, verehrte Kollegen, das sind schwere Straftaten, blättern Sie ruhig mal im StGB, Abschnitt über gemeingefährliche Straftaten, da werden Sie fündig. Einschlägig ist auch die Vorschrift über das Bilden krimineller Vereinigungen (§ 129). Das Wegsehen der Sicherheitsbehörden bedeutet eine Strafvereitelung im Amt. Zudem: die geldliche Unterstützung dieser Kriminellen durch Bundesbehörden ist als Mittäterschaft bzw. Beihilfe strafbar.

Gänseliesels Traum: Das ist das Leben der Annalena Bb., in zwei Wörter gefasst.

Und fürs Poesiealbum (hier zum Ausschneiden, aus den keineswegs rechten Nachdenkseiten – ganz im Gegenteil):

Die Revolution frisst ihre Kinder: Mit Interesse betrachte ich, wie durch Mainstream Abweichler bestraft werden. Derzeit Ulrike Guérot, das einstige Hätschelkind, das es jüngst wagte, das heilige Corona zu schmähen, indem sie forderte, die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Sie muss jetzt irgend ein Selbstlobgremium des NDR verlassen. Einschneidenderes wird folgen. – Nachspiel: Lade die doch mal zum Leseabend ein… Ich: Die ist noch nicht so weit.

19. September 2022

Klassenkampf: Während in den besseren Lagen von Schilda die Verteilerkästen in blau-gelb angepinselt sind, überwiegt in den schlichteren Ecken das rot-weiß, kombiniert mit der Buchstabenfolge RWE. Hinweis für Auswärtige: das ist das Kürzel des Fußballvereins Rot-weiß Erfurt.

Auf den Inseln: Während die BBC alle Hände voll zu tun hat, das Königshaus – dead or alive – ins rechte Licht und danach ins britische Wohnzimmer zu rücken, macht die neue Regierung, deren Mitglieder aus Protokollgründen (siehe vorhergehender Satz) noch längst nicht ordnungsgemäß ernannt sind, Nägel mit Köpfen. Als erstes hat sie die Klimakatastrophe abgesagt, Fracking-Genehmigungen erteilt und die Ölförderung ausgeweitet.

Klima (2): Im Sonnenscheinstaat California, für Jahrzehnte der Wirtschaftsmotor der USA, geschieht das Gegenteil. Angeblich ziehen seit ein, zwei Jahren die Besserverdienenden nach Arizona und Texas. Meine Prognose: dort werden sie, weil sie so schrecklich fortschrittlich sind, die stabilen Republikaner-Hochburgen zum kippen bringen. Danach: siehe oben.Texas (2): Der dortige Gouverneur hat sich etwas Besonderes einfallen lassen. Er verfrachtet die in seinem Land aufgegriffenen illegalen Einwanderer mit Bussen nach Washington DC. Sein Kumpel de Santis aus Florida setzt noch einen drauf und schickt die bei ihm unerbetenen Gäste mit Flugzeugen in Staaten, die sich gegen die Grenzmauer ausgesprochen haben.
Blauer Montag in Schilda an der Recknitz: 14 Hinweise der fürsorglichen Obrigkeit, ein falsches Auto (Diesel), 2 falsche Fahrräder (ohne E-Antrieb), frühmorgens bei 12 Grad (der Wärmetod ist nicht mehr aufzuhalten). Zum Glück gab’s heißen Kaffee zu den mitgebrachten Stullen.

18. September 2022

Zweifrontenkrieg: Deutschland hat reichlich Erfahrung in dieser Art verfehlter Politikgestaltung. Zwei gründlich verlorene Weltkriege mit anschließendem wirtschaftlichem Desaster waren die Quittung dafür, dass seine Politiker nicht in der Lage waren, das Land aus der Kriegführung insgesamt rauszuhalten. Ob kluge Leute das geschafft hätten, ist umstritten.

Zweifrontenkrieg (2): Nunmehr sind wir Zeuge des dritten Versuchs. Nachdem unsere Regierung das Land nahezu irreversibel in den Krieg gegen Russland verstrickt hat, verkündet der Wirtschaftsminister den Beginn des Wirtschaftskriegs gegen China, das bis heute Mittag weltweit unser größter Handelspartner gewesen ist. Nach Angaben der entsprechenden Lobbyorganisationen sind 1,1 Mio. Arbeitsplätze hierzulande unmittelbar betroffen. – Wieder geschieht das Unbegreifliche: Die verantwortlichen Wirtschafslenker rufen nach dem Staat, anstatt den Murx zu beenden. Die nötige Power dazu hätten sie.

Ukraine-Konflikt: Der Rückzug der Russen bei Charkow vor 10 Tagen erregt nach wie vor die Gemüter. Die einen sprechen vom Vormarsch auf Moskau, die anderen von Sabotage im russischen Lager. Beide einander feindliche Auffassungen lassen den Blick fürs Reale vermissen.

Ukraine (2): Schwer zu verstehen ist allerdings, warum die Russen nicht die weiche Flanke der Blau-gelben attackieren. Diese ist das elektrifizierte Eisenbahnnetz im Lande. Dort den Strom gewaltsam abzustellen, rechnet mir Leser H. detailliert vor, bringt die ukrainische Streitmacht um die Versorgungs-Nabelschnur und damit das Aus für jegliche militärische Operation. Es sei, so erfahre ich, praktisch ausgeschlossen, die E-Loks, die dann stillstünden, durch Diesel-Lokomotiven zu ersetzen, denn es gäbe derzeit keine solchen Breitspur-Lokomotiven im Lande und auch nicht westlich der Ukraine. – Immerhin, so geht es mir durch den Kopf, versuchten sich die Deutschen bei ihrem Ost-Vormarsch im Sommer 1941 in der Kunst des Umnagelns, wie man damals sagte, also das Lösen und Verschieben der existierenden Schienen auf die Normalspur.

Ukraine (3): Von Westen aus betrachtet, gibt es genau zwei Nadelöhre, durch die alle Nachschub-Bahnen hindurchmüssen. Sie liegen dicht hinter der polnisch-ukrainischen Grenze in Kowel (Ковель) und Lemberg (Lviv, Lwow, Львив).

Ölhahn zu: Die Bundesregierung dreht weiter an der Energieschraube. Jetzt ist ihr die Treuhandverwaltung (sprich Enteignung) des russischen Ölkonzerns Rosneft eingefallen. Dieser ist Miteigentümer der bedeutenden Raffinerien in Deutschland. Man darf nun stündlich erwarten, dass Russland die Ölzufuhr über die Pipeline Drushba nach Schwedt an der Oder beendet.

Ölhahn zu (2): Deutsche Windstrom-Barone wollen die Raffinerie-Anteile von Schwedt erwerben, um, wie sie verkünden, den Menschen der Region eine Perspektive zu eröffnen (vermutlich durch den Aufbau von Hamsterrädern zu Stromerzeugung). Gleichzeitig spricht der Klimaminister von der günstigen CO2-Bilanz. Zynischer geht es kaum.Ölhahn zu – Nebenkriegsschauplatz: Polen will die Anlage von Schwedt übernehmen, aber nur, wenn Deutschland dem russischen Öl abschwört. Man könne, das benötigte Öl aus Danzig und Rostock anliefern. Wusste gar nicht, dass dort bedeutende Ölfunde angefallen sind. Es fällt schwer, nicht an die polnische Politik der Jahre 1938/39 erinnert zu werden.

17. September 2022

Aus dem Wust des Wirtschafts-Branchen-Nachrichtenmülls lassen sich Strukturen erkennen: Heizen geht vor Hungern, denn die Bundesregierung setzt auf Notversorgung der Bürger mit Gas, damit sie im Winter nicht erfrieren. Dass hierbei die Düngermittel-Herstellung zum Stillstand kommt, wird schulterzuckend hingenommen. Schließlich gibt es immer noch Mehl beim Aldi. Dass Bäcker sich den Strom zum Backen nicht mehr leisten können – na, wenn schon. Es gibt immer noch Brot beim Aldi. Dass dieses Brot aus Großbäckereien stammt – na, wenn schon. Wenn die ihre Stromrechnung nicht mehr stemmen können – einfach Produktion anhalten und Kurzarbeitergeld beantragen.

Wirtschaft (2): Deren Spitzenfunktionäre rufen landauf landab nach Staatshilfen. Kann man sich etwas Widersinnigeres vorstellen? Mit wertlos werdendem Geld lässt sich kein Hochofen heizen, der Brennwert reicht nicht mal zum Feuermachen. Nicht das Geld ist das Problem, wie die Wirtschaftsweisen glauben machen wollen, sondern die Riege der politischen Akteure, die das angerichtet haben. – Geld ist nur insofern das Problem, als den Großverdienern seit vielen Jahren die Lust zum Nachdenken abhanden gekommen ist.Wirtschaft (3): Nur die Highlights: Aluminiumproduktion – am Ende; Autoproduktion – kein Glas, keine Elektronik, kein Aluminium; Stahlproduktion aus – Energieproblemen, Hochöfen runtergefahren; Düngerproduktion – aus Gasmangel beendet.… Aber Panzer will unsere Polit-Riege dem Kumpel Wolodymyr aus unsern Waffenschmieden liefern. Diese sehr speziellen Autos bestehen aus Stahl – schon mal gehört?

Der Herr Scholz gab jetzt das hier zu Protokoll, sprich: zu Twitter: „Friedlich seine Meinung zu äußern, das ist eines der wichtigsten Rechte unserer Demokratie. Wenn Kundgebungen von Extremisten, Querdenkern und Verfassungsfeinden gekapert werden, nehmen wir das nicht hin. Denn unsere Demokratie ist wehrhaft. Bundeskanzler Olaf Scholz (@Bundeskanzler) September 14, 2022“.

Querdenker (2): Antwortete ihm einer: „Werter Herr Bundeskanzler: Was Sie nicht wissen, da Sie ja auf noch keiner Demo waren: Der überwiegende Teil (98 Prozent) sind arbeitende Bürger von nebenan. Extremisten und Verfassungsfeinde wurde bisher nur unter den Störern dieser Demos gesichtet. Danke für ihre Aufmerksamkeit!“.Querdenker (3): Gibt einer dem Herrn Scholz juristischen Feuerschutz. Grundrechte dürften nicht genutzt werden, um den Staat zu delegitimieren. Das sagte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Suche einen Moment nach dem Namen. Geb es dann auf, denn den Namen muss man sich nicht merken. Wirklich nicht.
Der ungarische Herr Orbán, so lese ich, stehe nach jüngstem Beschluss des EU-Parlaments keiner Demokratie vor, und das müsse pekuniäre Folgen für sein Land haben. Das, was ich da lese, wundert mich angesichts der engen wirtschaftlichen Verbundenheit der Meinungsführer in diesem Nominal- Parlament mit einem gewissen George Soros nicht, der in seinem Ungarn-Hass schwerlich zu überbieten ist. Was mich hingegen wundert, dass noch niemand auf die Idee verfallen ist, im Abstimmungsverhalten der Eurotarier einen verdeckten Streich der russischen Auslandsdienste SWR oder GRU zu vermuten, denn mir ist keine Maßnahme geläufig, die besser geeignet wäre, die Ungarn noch näher an Russland zu binden. Aber vielleicht ist es auch so, dass die Russen nicht gern Rubel ausgeben, wo Dollars den selben Zweck erfüllen.

16. September 2022

Kaufen in Echtzeit: Einen fremden Supermarkt zu betreten macht Freude – allerdings nur, wenn man in Urlaubsstimmung ist.

Kaufen (2): Bring mal eine Vanille-Schote mit, ist eine Herausforderung eigener Art, wenn man weder die Verpackungsform der Gewünschten, geschweige denn ihren Standort im Waren-Dschungel erahnt.Kaufen (3): Das morgendliche Parlament der maskierten Rentner hat eine Wagenburg um die Vitrine mit den Verfallsdaten-Sonderangeboten gebildet, den ich mutig durchstoße, um unter den empörten Blicken der Parlamentarier ein beliebiges Stück herauszugreifen. Diesmal ist es – als ich jenseits des Gedrängels meine Beute selbstgefällig betrachte – eingeschweißter Südtiroler Speck zum halben Preis. Eine gute Wahl – schon weil ich danach niemals gesucht hätte, jedenfalls in Schilda nicht. – Nachspiel: Was willst du denn mit dem Speck? – Ich: Essen.

Stesstest: Das ist ein neues Modewort. Früher sagte man: Risikoanalyse. Das jetzige Wort klingt irgendwie schneidiger, sportlicher, mit einem Wort: man signalisiert dem Publikum: Leute, wir haben die Sache im Griff.Stresstest (2): Ganz unangemessen ist die Verwendung im Zusammenhang mit dem zu erwartenden Blackout. Die Kommunalverwaltungen auf der Kreisebene, zuständig für den Katastrophenschutz auf der unteren staatlichen Ebene, verwenden es, um zu mutmaßen, wieviele Tote es in ihrem Verantwortungsbereich geben wird. Auf jeden Fall viele. Das sieht allzu offensichtlich nach einer vorweggenommenen Freizeichnung aus, nach dem Motto: Leute, wir haben es euch schon lange gesagt. – Eine verantwortungsbewusste Verwaltung würde anders handeln, sie würde die Ursachen der Misere so bekämpfen, dass dieselbe nicht eintreten kann. Im Klardeutsch: Als erste Maßnahme würde sie die Verursacher des Desasters gnadenlos abräumen. Die faktische Macht dazu hätte sie.

15. September 2022

Wirklich nichts neues: Robert & Co versprechen gestern beschleunigt mehr Propeller wg. Energieknappheit und so. Das hat nicht mal Grundschulniveau. Man kann sich nicht mehr drüber lustig machen, geht einfach nicht. – Die Stimmen mehren sich: Die müssen da weg. Die Zeit drängt.

In Schweden wird die Herrschaft der Sozialdemokraten beendet. Ich kann es noch gar nicht glauben. Die Schweden vermutlich auch nicht.

Schweden (2): Mein letzter Eindruck dort: Kinderspiele waren verboten, die einen Sieger erzeugen (Mensch ärgre dich nicht und so).

Todesfälle durch Prostatakrebs sind (nicht nur) in Deutschland sprunghaft angestiegen. Sie haben sich vervielfacht. Darüber darf nicht gesprochen werden, weil sich sonst Frauen diskriminiert fühlen könnten.

Neuseeland, die Insel der Corona-Extremisten, hebt die Maßnahmen auf. Keine Ahnung, woran das liegt. Jedenfalls wird die Ministerpräsidentin, die mal als das nette Mädchen von nebenan gestartet war, immer unansehnlicher.

8 Mäuse sollen an dem neuen Stöffchen gegen Omi Cron nicht verstorben sein. Mehr wurden auch nicht getestet. Sonst auch keiner. Klare Sache: 8 Mäuse – 8 Milliarden Menschen.

Die normale Sterblichkeitsrate in D wurde soeben überschritten. Jetzt kommen viereinhalb Monate Übersterblichkeit.

Die Experten von Robert Koch & Co weisen darauf hin, dass die FDP2-Maske bei Bartträgern unwirksam sei. Da hilft nur eines: Bart ab (könnte bei der einen oder anderen Bartträgerin auch aus ästhetischen Grünen von Vorteil sein).Autounfälle mit Selenskyj und Putin. Aber nicht am selben Ort.

14. September 2022

Schreiben einige zu meinen Ukraine-Kommentaren, ich hätte keine Ahnung – okay Leute, wie sieht denn die Wirklichkeit aus, und woher wissen Sie das? Andere meinen gar, ich wolle etwas vertuschen. Das wiederum finde ich blöd, denn worüber reden wir hier eigentlich, ohne selbst dabei gewesen zu sein? Es geht um den Besitzwechsel des wochenlang von den Russen besetzten Verwaltungsbezirk von Charkow. Militärstrategisch bedeutet der Besitzerwechsel nichts – bestenfalls eine schlechtere russische Position, falls geplant war, Charkow einzukreisen und dadurch nach bewährtem Muster zur Aufgabe zu zwingen.

Angriff und Rückzug (2): Neben dem rein Militärischen gibt es ein psychologische Seite der Angriffsaktion: Dieser Punkt geht eindeutig an die Ukraine. Wie lange das dortige Hochgefühl anhalten wird, vermag niemand vorherzusagen. Unklar ist auch, wie sich der Rückzug auf die Moral der russischen Truppen auswirkt. Nimmt man Maß an historischen Beispielen, so bedeutet ein Rückzug für die Russen nicht viel.

Fortschrittswahn: Im US-Staat California ist man dabei, den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor zu verbieten. 17 weitere US-Staaten wollen dem folgen. Und wann die Deutschen, die bekanntlich gerne Gutes aus Amerika nachmachen?

Shitstorm: Eine ungelernte Kraft namens Kevin Kühnert ist ein Parteisoldat. Man sagt: ein wichtiger. Deswegen unterhält er einen Twitter-Account. Man sagt: das sei unabdingbar, um dazuzugehören. Jetzt hat er, behauptet Mainstream, den seinen abgeschaltet, weil die Mit-Twitterer ihn unablässig beleidigen (Neudeutsch: sie erzeugen einen Shitstorm). Der Grund: er sei nicht für die Lieferung von Leopard- und Marder-Panzern in die Ukraine gewesen.Shitstorm (2): Ich weiß nicht, was der Twitter-Fleißige zu den Twitter-Kaufabsichten von Elon Musk getwittert hat. Da hatten Shitstormers behauptet, die Zeit des Faschismus bräche an. Wie gesagt, ich weiß nicht, ob er sich da beteiligte. Jetzt ist er weg von der Plattform. Wird ihn jemand vermissen? Elon Musk jedenfalls nicht.

13. September 2022

Mainstream meldet phantastischen Sieg der Ukrainer über die Russen südöstlich Charkow. Es ist kaum zu sagen, ob das stimmt. Die Russen sprechen von bis zu 50 km tiefem Geländeverlust durch Rückzug. Das Kartenstudium ermöglicht keine abschließende Beurteilung.

Sieg bei Charkow (2): Die Russen melden die Teilnahme von ca. 3000 Mann britischer und US-Amerikanischer Kampftruppen an der Seite der Ukrainer. Vielleicht werden spätere Geschichtsinterpreten einmal sagen, sie hätten durch ihr Auftauchen östlich des Dnjepr den Rubicon überschritten.

Sieg bei Charkow (3): Irgendjemand hat in der Stadt den Strom ausgeschaltet. Das legt die Vermutung nahe, dass die Russen die Kampftaktik forcieren. Arme Einwohner. Bisher hatten die Russen das offensichtlich vermieden.Sieg bei Charkow (4): „…der Gegenangriff [wurde]… gestern durch einen bedeutsamen Erfolg gekrönt. Nach tagelangen harten Kämpfen haben Verbände der Waffen-SS, …, die Stadt Charkow im umfassenden Angriff zurückerobert. Die Verluste des Gegners … sind nicht zu übersehen.“ (Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 15.3.1943). Aber ach: 2 Jahre drauf hatten die Russen die Oder überschritten.

12. September 2022

Fluch der bösen Tat: Nachdem ich gestern Abend nach langem Schweigen meine dritte Ukraine-Epistel auf den elektronischen Weg gebracht habe, gibt es Lob und Tadel aus ungeahnten Ecken. Ich hätte, so lese ich, die Entwicklung im Raum Charkow nicht richtig berücksichtigt, wo die russische Armee am Vortag Gelände in einer Tiefe von ca. 50 km aufgegeben habe. – Stimmt. Das ist der Nachteil, wenn man versucht, 9 Monate Kriegsgeschehen in den Griff zu bekommen. Beim Blick auf Google Maps gerate ich ins Träumen und entdecke zu meiner Verblüffung, dass Russland und Nord-Korea südlich von Wladiwostok eine gemeinsame Landgrenze haben. Wer hätte das gedacht? Ich nicht.

Während ich noch über actualia nachsinne, schreibt mir Ulrich Schödlbauer aus Berlin das hier:

Der Plan, lang gehegt,
der jetzt zur Ausführung kommt,
besteht, kurz gesagt, darin,
den bescheidenen Wohlstand der Vielen
auf ein bekömmliches Maß zurückzustutzen
und damit den wirklichen Wohlstand zu mehren,
der, wie bekannt, nur Wenigen zusteht
und deshalb klimaneutral
sowie 
sustainable genannt werden darf.

*Wer sich daher
heute bereits zu den Wohlhabenden zählt,
betrachte das Ganze als Test
und seinen Ausgang als Antwort
auf die alles entscheidende Frage,
ob er sich bisher getäuscht hat.
Täuscher zu sein
und doch nur ein Getäuschter,
erinnert an das Märchen vom Esel,
der sich für einen verzauberten Prinzen hielt
und war ein Esel

vor sich und den anderen.

*

Der Plan, lang gehegt,
betrachtet die Erde von fern:
ein Wüstenplanet,
auf dem man per Zufall Wasser entdeckt hat.
Das große Rennen beginnt.
Wen schicken wir in die Wüste?
Die Nachfrage, hört man, soll gewaltig sein.
Die Menschen verhalten sich still.
Einige, hört man, ziehen die Straße vor.
Die Regierung betrachtet das als feindlichen Akt.
Sie muss es wissen.
Ich rücke das hier ein, weil ich das auch gerne mal gesagt hätte. Habe ich aber nicht. Sei’s drum.

11. September 2022Bislang hielt ich den menschengemachten Klimawandel für den dreistesten Schwindel moderner Politik. Jetzt weiß ich, dass er zutrifft, wenn auch anders als gedacht, denn es ist die massenhafte Aufstellung der Windmühlen, die in Mitteleuropa für die Austrocknung der Böden, das Ausbleiben der gewohnten Niederschläge und die nachhaltige Erzeugung von Flauten sorgt. Hiervor war frühzeitig gewarnt worden, nunmehr sind die Ergebnisse nachmessbar.

10. September 2022

Schreibt mir einer: Noch zweimal duschen, dann ist Weihnachten.Gerate mittags in einen Zirkel von Expertinnen. Bekomme auf diese Weise Bilder von der Insel zu sehen. Der neue König unterzeichnet eine badetuchgroße Urkunde, auch sein Sohn. Der eine mit einem Gesicht, dass aus einem Hohenzollern-Katalog entnommen sei könnte, der Junior ohne jede Familienähnlichkeit. Soll vorkommen. Die Palastwache mit Bärenfellmützen und Sturmgewehr. Letzteres ist offensichtlich für militärischen Exerzier-Zirkus nicht geeignet. Wo bleibt den da die vielbeschworene Tradition? – Immerhin wunderbar und unnachahmlich: Der näselnde Ton der Upper Class.

9. September 2022Heute Morgen nur einmal kurz gelacht: FDP2-Maske (ich liebe das Volk, das solche Witze macht).

Mittags finde ich: das erste Habecksche Insolvenzgesetz.Und dann war da noch der heutige Zeller:

8. September 2022

Schilda ohne Worte, jedenfalls ohne meine:

Auf gut Deutsch: Unsre Sprache hält wunderbare Nuancen im Vorrat, um das Aussprechen der Unwahrheit zum Ausdruck zu bringen: Beschummeln, Belügen, Verarschen. Das geht mir durch den Kopf, als ich bei Egon W. Kreutzer lese, wie er die Verlautbarung der Bundesregierung kommentiert, die das angebliche In-Reserve-Halten von zwei Kernkraftwerken betrifft. „Nun gibt es eine Information, die den offensichtlich mit der Energiewirtschaft überhaupt nicht abgestimmten Plan, zwei AKWs in die Reserve zu schicken, als totale Luftnummer entlarvt. Der Chef von Preussen Elektra und Betreiber des AKW Isar 2, Guido Knott, hat dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Patrick Graichen, schriftlich mitgeteilt, dass der Vorschlag des Ministeriums, zwei der drei laufenden Anlagen zum Jahreswechsel in die Kaltreserve zu schicken, um sie bei Bedarf hochzufahren, technisch nicht machbar sei und daher ungeeignet, um den Versorgungsbeitrag der Anlagen abzusichern.“ Das technisch-physikalisch Unmögliche war mir vorgestern auch schon durch den Kopf gegangen, was jetzt durch berufenen Mund bestätigt wird.Auf gut Deutsch (2): Regierungsverlautbarungen der Erbärmlichkeit zu zeihen, ist, wie ich seit gestern weiß, rechtsaffin. Das ist zutreffend, denn Regierungsverlautbarungen sind keine Beschreibung der Wirklichkeit, sondern demokratisch-liturgische Handlungen, die der Kritik entzogen sind. Daran glaube ich aufrichtig.
Auf gut Deutsch (3): Es gibt als Sprachbild zwei Varianten, die das Grauhaarig-werden umschreiben: Es ist einer in Ehren ergraut und ein anderer im Pulverdampf. Für Robert H. lässt sich weder das eine noch das andere behaupten. Man könnte, wenn man ihm wohl will, an eine Desillusionierungs-Ergrauung denken. Das würde, immer noch zu seinen Gunsten gesprochen, bedeuten, dass er seine Inkompetenz erkannt hat.

Da kommt keine Freude auf: Der größte Ad-Blue-Hersteller in Deutschland ist dem Rat des Wirtschaftsministers gefolgt und hat die Produktion eingestellt, anstatt wg. des für ihn unbezahlbaren Gaspreises in die Pleite zu segeln. Die grünen Idioten jubeln, allerdings hinter vorgehaltener Hand: Ziel fast erreicht, Deutschland ohne Dieselmotoren. Dass bei uns die LKW, die den Wirtschaftskreislauf in Fahrt halten, mit Diesel betrieben werden und dank der Umwelthysterie zwangsweise mit Ad-Blue, hat sich bis dorthin nicht rumgesprochen, oder es ist diesen Steuer-Schmarotzern egal.Diesel (2): Innerhalb einer Stunde an denselben Tankstellen vorbeigekommen: Preissprung um 5 Cent pro Liter.

7. September 2022

Wenn die Energiepreise nicht mehr bezahlbar sind, sollen die Unternehmen, um der Pleite zu entgehen, einfach mal die Arbeit einstellen. Sagt der Wirtschaftsminister. Mehr sollte man dazu nicht sagen. (Es sei denn Sie sind Bernd Zeller):

Einfach mal (2): Wenn das Wasser aus dem Aquarium ausläuft, sollten die Fische diesen Ort einfach verlassen, anstatt am Beckenboden jämmerlich zu krepieren.

Einfach mal (3): Internetfund zum Habecken (= Äußerung unsinniger Vorschläge):

Das Bundeskriminalamt warnt vor Demonstranten. Sie seien mit Masse rechtsaffin. Was für ein herrliches Schwurbelwort aus dem Quatschkatalog selbsternannter Extremismus-Experten, die für diesen Mist Steuergelder erhalten. – Nebenbei: Was befugt eigentlich das BKA, sich mit Fragen der polizeilichen Demonstrationsbegleitung zu befassen? Die Antwort lautet: Nach dem BKA-Gesetz niemand und nichts.Die CDU verlangt, lese ich, dass die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal beendet werde. Soso, tut sie das, indem sie ein entsprechendes Gesetz im Bundestag eingebracht hat? Nein, keineswegs, ihre Funktionäre quatschen lediglich darüber, um mal in die Presse zu kommen.

6. September 2022

Diskrepanz: Vor vielen Jahren, als ich ein mühsam zusammengespartes Auto fuhr, das keiner gebrauchen kann, aber jeder Junge haben will, bemerkte ich, dass diejenigen Frauen, die das Auto zu Phantasien anregte, bei mir nichts derartiges bewirkten.

Unzeitgemäßes (2): Nach nicht zu langer Zeit bemerkte ich stattdessen, dass die einschlägigen Fahrer einander durch Heben der linken Hand begrüßten, hierbei zeigte die Zahl der abgespreizten Finger an, der wievielte Motor hinter ihnen röhrte. Als die Zahl der Finger meiner Linken nicht mehr reichte, verkaufte ich den Wagen – mit Gewinn (wenn man die Motor-Reparaturen mal rausrechnet). Es ist mir rätselhaft, warum mir dies frühmorgens durch den Kopf geht.

Maltes Tod unterm Regenbogen: Die Auseinandersetzung in Münster, die vor wenigen Tagen alle billig-und-gerecht-Denkenden im Antinazismus vereinte (einschließlich Nanzy F., der Innenministerin), mutiert, unbeschadet des grausamen Ausgangs der Sache, zur Groteske, denn Augenzeugen behaupten, dass der Schläger, der selbst ein islamisch-schwuler Teilnehmer an dem Begängnis war, verhindern wollte, von Malte, dem späteren Opfer, fotografiert zu werden, denn nach solch einem Foto im Internet müsste er, so war er nicht ohne Grund der Meinung, um sein Leben fürchten.

Ein bisschen schwanger: Normalerweise nicht, doch grün macht’s möglich, denn zwei von drei verbliebenen Kernkraftwerken werden zum Jahresende nicht abgeschaltet. Sie werden, wie offiziell verlautet, in Reserve gehalten. Kernkraftwerke in Reserve? Das suggeriert: Mal an und mal aus, je nach Windlage. Doch das ist murks, geht technisch nicht. Macht aber nichts, weil sich die Physik der demokratischen Willensbildung beugen muss. Hierzu würde es passen, die Kraftwerke im Dauerbetrieb laufen zu lassen und nur ab und an ihren Strom abzunehmen. Wir sind bekanntlich ein reiches Land – schon vergessen?

Auf den Inseln hat sich Liz Truss als Führerin der Konservativen durchgesetzt. Jetzt wird sie von der Königin zum Premier ernannt werden. Was sie bewirken wird, weiß kein Mensch – bis auf die Experten. Mir ist sie bislang nur durch ihre Nähe zum Davos-Zirkus und durch bemerkenswerte Interpretationen der europäischen Landkarte während ihrer Tätigkeit als Außenministerin des Vereinigten Königreichs aufgefallen. Sie wird nun nicht umhinkönnen, die wenig erfreuliche Lage im Inland zur Kenntnis zu nehmen.

Es entbehrt nicht der Komik, dass Mainstream die Ansage Putins vom Vortage schlecht ignorieren kann, am Donnerstag Northsteam I dichtzumachen, bis die Sanktionen aufgehoben werden. Er habe jetzt, so lese ich, sein wahres Gesicht gezeigt, nämlich seine teuflische Fratze. Ich denke mal, er hat lediglich wahr gemacht, was er seit Wochen mal mahnend, mal drohend angekündigt hatte. Unklar ist lediglich, ob Putins Worte, die jetzt in Taten umgesetzt werden, letztlich durch das kriegerische Gequatsche der grünen Annalena Bb. in Prag am Ende der letzten Woche ausgelöst wurden, als sie großspurig ankündigte, unbeschadet des deutschen Wählerwillens Waffen in die Ukraine zu liefern, solange die von dort angefordert würden.

Gas (2): Mir geht durch den Kopf, was BASF-Chef Brudermüller vor wenigen Wochen bezüglich des Gas-Stopps sagte: Seine Firma müsste in Deutschland dichtmachen. Wurden diese Worte ernst genommen? Kann ich nicht erkennen.

5. September 2022

Unter einem alten Hut steckt nur zu häufig ein an Jahren junger Kopf.

Die in der letzten Woche groß angekündigten Entscheidungsschlacht der Ukraine hat sich bei Lichte betrachtet als der Versuch eines Kommandounternehmens erwiesen, das Gelände des Kernkraftwerks Saporoschje, das sich seit Kriegsbeginn unter russischer Kontrolle befindet, zurückzugewinnen. Das ist gescheitert. Mainstream hat das noch nicht mitgekriegt und kündigt stattdessen an, die Ukraine werde in Kürze Deutschland mit Atomstrom versorgen. Wer denkt sich bloß diesen Mist aus?

Stattdessen haben 12 von 16 Bundesländern mitgeteilt, dass die Aufnahmekapazität für Zuzügler jeglicher Art überschritten sei. Was wird hieraus folgen? Nichts. Die Wir-haben-Platz-Umvolkler halten sich hartnäckig an der Staatsspitze.

Zur Gedenkfeier für Gorbatschow in Moskau reist kein deutscher Politiker an, nicht einer. So geht das, wenn eine Kaste Schiss hat, Flagge zu zeigen. Besser lässt sich ihre Geschlossenheit kaum demonstrieren.

Der Maßnahmeplan des Bundeskabinetts vom vergangenen Freitag wird mit einer bösen Lüge eingeleitet: Alles liegt an Putins Angriffskrieg, deswegen müssen wir sparen, sparen, sparen. Nach den Maßnahmen kommen die Versprechungen: Einmalzahlungen an Rentner und Studenten. – Indessen: Der riesige rosa Elefant mit den rotierenden Flügeln steht mitten im Raum.

Maßmahmeplan (2): à la Bernd Zeller (keine Raubkopie):

Ceterum censeo: Die Energiekrise ist von der Bundesregierung und der sie stützenden Partei (SPDFDPGrüneCDUCSU) seit einem Jahrzehnt mutwillig herbeigeführt. Konsequenzen zu ziehen, ist unaufschiebbar.
Am Nachmittag: Nein, der Tag hat es wirklich in sich. Putin – diesmal wirklich er selbst – spricht öffentlich aus, was jedem nüchternen Betrachter als selbstverständlich erscheinen muss: Northstream I wird zugedreht und bleibt zu, bis die Sanktionen gegen Russland fallen. Was er nicht explizit erwähnt, sagt sein Lehnsmann Dmitrij Medwedjew: Es ist Deutschland, das wg. seiner Kriegshandlungen jetzt die Knute kriegt.

4. September 2022

Die Kommissare der grünen Kriegspartei beschließen: Mehr Waffen für die Ukraine. Die grünen Wir-haben-Platz-Haber auf Länder- und Kommunalebene beschließen: Wir haben keinen Platz mehr. – Das nenne ich Stringenz.

Wenn die bunten Fahnen wehen: „Ein junger Mann wird totgeschlagen, weil er anderen helfen wollte. Auf einem #CSD [= Schwulen- und Lesbenaufmarsch]. Mitten in Deutschland. Im Jahr 2022. Das macht mich fassungslos und unendlich traurig. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen von #Malte. Solcher Hassgewalt müssen wir mit aller Härte entgegentreten.“ Schreibt am 2. September Nanzy F. auf ihrem Plapper-Account ins Internet (https://t.co/p1xhq94iFs).

Nanzy (2): Zugegeben, frühere Innenminister hatten es da leichter. Sie riefen bei Ereignissen (Polizei-Deutsch: Besondere Vorkommnisse), die ihnen quer im Hals steckten, den Büroleiter an, der rief den beamteten Staatssekretär an, der rief den zuständigen Referatsleiter an, der rief den zuständigen Länderkollegen an, der rief bei der zuständigen Polizei an, und sodann zurück. Im konkreten Fall hätte die Ministerin in überschaubar kurzer Zeit mitgekriegt, dass der Täter ein abgelehnter Asylant war. Auch hätte sie gewiss der Hinweis zögern lassen, dass man noch dabei sei zu ermitteln, wie der Streit auf offener Straße eskaliert war, und wer hier wen und wie zuvor provozierte.Nanzy (3): Wie gesagt, frühere Innenminister hatten es leichter. Sie waren dem Kampf für Recht und Ordnung verpflichtet und nicht dem Kampf gegen rechts. Sie hätten sich zudem um die Frage gekümmert, wie der Totschläger überhaupt noch in Deutschland sein konnte.Ceterum censeo: Die Energiekrise ist von der Bundesregierung und der sie stützenden Partei (SPDFDPGrüneCDUCSU) seit einem Jahrzehnt mutwillig herbeigeführt. Konsequenzen zu ziehen, ist unaufschiebbar.

3. September 2022

Annalena und Mainstream in zwei Varianten: (1) Sie hat mit ihrer Aussage, dass sie der Wählerwille nichts angehe, recht und habe sich lediglich ein bisschen unglücklich ausgedrückt. So beispielsweise die Neue Züricher. (2) Die Russen haben das Video mit ihren Aussagen verfälscht. – Ja, was denn nun? Das eine oder das andere? Doch falls beides richtig ist, hätten ja die Russen recht.Der Herr Karl schon wieder: Wer sich jetzt nicht impfen lasse, verkürze das Leben seiner Enkel um mindestens 3 Jahre. – Wir bewegen uns, sagte mir gestern ein Neurologe bei Tisch, im Bereich des Pathologischen und wies mich auf Beispiele aus seiner Praxis hin.

2. September 2022

Manchmal ist es keine Freude, mit einer Prognose richtig gelegen zu haben, als ich nämlich vor wenigen Tagen mutmaßte, polnische Offizielle würden den Jahres-Tag des Kriegsbeginns erneut für irrwitzige Forderungen an Deutschland nutzen. Ist in der Tat gestern geschehen. Die Höhe des Betrages habe ich mir nicht gemerkt. Ist auch nicht wichtig. – Nur mal so: Gegenrechnen, was rund ein Fünftel des Reichsgebiets wert ist, das man 1945 gratis und franko erhielt einschließlich der rein deutschen Großstädte Danzig, Stettin und Breslau.

Reparationen (2): Soweit ich weiß, wurde auch nie die Vernichtung des Deutschen Ordens in der ersten Schlacht von Tannenberg und das Einkassieren seines märchenhaften Besitzes im Jahre 1410 gesühnt. – Wer nicht so weit zurückblicken will, mag Gefallen am Einsacken des oberschlesischen Kohlereviers 1919-21 finden oder Westpreußens mit der Stadt Posen.

Annalena reist auf Kosten des Steuerzahlers nach Prag. Dort äußert sie – in meinen Worten –, dass ihr die Ansichten desselben schnuppe seien. Besser kann man die vorherrschende Grundauffassung des politisch-medialen Komplexes (sprich: der Eliten) nicht zum Ausdruck bringen. Niemand sage also, er sei über dessen gegenwärtiges Treiben überrascht.

Die Zufriedenheit der Befragten, so das Zwangsfernsehen, mit der Bundesregierung nehme ab. Weder gehöre ich zu den Befragten, noch kenne ich einen solchen, und schon gar nicht ist mir einer bekannt, der sich abnehmend zufrieden hätte äußern können – nein, wirklich nicht.
Stellvertreterkrieg: Andere für sich sterben zu lassen, ist ein beliebte Strategie, spätestens hoffähig bei den anglo-amerikanischen Seemächten seit der Grundsatzschrift Utopia von Thomas Morus. Der jetzige Ukrainekrieg ist aus Sicht der Westlichen Wertegemeinschaft so ein Fall: Man lässt Ukrainer verrecken, um Putin zu züchtigen. – Hierdurch offenbar angeregt, zeigt nun auch China seine Drachenzähne, indem es dem Wunderkind Elon Musk androht, dessen Satellitenflotte im All zu zerstören. Musk als Stellvertreter der USA, so sehen die Chinesen ihn, wird eliminiert.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch VIII

1. September 2022

In Schilda prallten gestern die Welten aufeinander. Aus-dem-Urlaub-Rückkehrer gegen Immer-noch-da-Touristen. Die Erstgenannten wollen ans Ziel, die anderen kämpfen mit den unbegreiflichen Autoverhinderungsmaßnahmen einer grünversifften Stadtregierung.

De mortuis nihil nisi bene (über die Toten nichts als Gutes): An ihnen pflegen sich – egal wie bedeutend sie gewesen sein mögen – die Geister zu scheiden, wenn auch oft hinter vorgehaltener Hand.

De mortuis… (2): Michail Gorbatschow gilt den Russen heute eher wenig. Er war ihnen zu sehr ein Verlierer, weil er die Auflösung der Sowjetunion nicht verhindern konnte. Ich bezweifle, dass es ein anderer gekonnt hätte. Und dennoch: Er hat sich mit einer Stahlfeder in seinen wenigen Herrschaftsjahren in die Analen der Weltgeschichte eingetragen. Seine Reform-Bemühungen sind im Ergebnis die Konsequenzen eines folgenreichen Irrtums.De mortuis… (3): Als ich Mitte der 1980er seine Schriften las, schüttelten meine Kollegen die Köpfe, und der damalige Kanzler verglich den Mann mit Josef Goebbels. Dass der Russe diese massive Beleidigung wegsteckte, ist für mich das eigentlich Überraschende seiner Persönlichkeit, der die Deutschen die Wiedervereinigung verdanken.

In den USA spitzen sich die Auseinandersetzungen um die Präsidentenwahlen 2020, mit denen Trump abgeräumt wurde, zu. Facebook-Boy Zuckerberg hat öffentlich eingeräumt, dass er auf einen dringenden Wink des FBI alles für Biden Nachteilige löschen oder in der Reichweite verkürzen ließ. Dies betraf gezielt die Nachrichten, dass Biden – Vater und Sohn – eheblichen China-Bestechungs-Dreck am Stecken hatten. Das FBI wäscht gestern seine Hände in Unschuld. Es habe lediglich vor russischer Desinformation gewarnt. Man lacht, wenn man’s liest.

30. August 2022

Vergleichbar: Die Sowjets und die US-Amerikaner besetzten – in dieser Reihenfolge – 1979 bzw. 2002 das Land Afghanistan. Die Sowjets ließen sich von einer Marionettenregierung rufen, die US-Amerikaner inszenierten einen herbeiphantasierten Rachefeldzug. Beide Invasionsarmeen scheiterten an einem Gegner, der kompromisslos den Willen zum Töten und zum Sterben hatte. Die Sowjets benötigten für diese Erkenntnis 10 Jahre, die US-Amerikaner die doppelte Zeit.

Vergleichbar (2): Die Stammeskrieger konnten beide Kriege gewinnen, weil (a) ein gemeinsamer Feind die Jahrhunderte alten regionalen Konflikte temporär zu unterdrücken vermochte, (b) massiveHilfe von außerhalb gewährt wurde, so dass (c) zweckdienliche US-amerikanische Waffen zur Verfügung standen. Der Unterschied war lediglich, dass im ersten Fall, die USA diese Waffen unmittelbar anlieferte, während sie im zweiten Fall von den islamischen Unterstützer-Regimen in den USA zuvor eingekauft worden waren.

Immer noch: Das Weiße Haus in Washington DC.

Aber: Kehren vor der eigenen Hoftür. Solange wir ohne nachzudenken Weißkohl zu Sauerkraut verarbeiten (= struktureller Rassismus), sollten wir schamvolle Zurückhaltung üben. Schon wg. unserer Vergangenheit.Grüne Innovationspolitik: Warum lässt Robert H. nach Strom in der Nordsee bohren? Weil, so erzählt mir ein Mann aus Schkeuditz ungefragt, da überall Watt ist.

29. August 2022

Im Westen nichts Neues: Die Pharma-Riesen Moderna und Pizer/BionTech beharken einander gerichtlich wg. behaupteter Patentverletzung beim Stöffchen.

Im Osten auch nichts Neues: Die polnischen Spitzenpolitiker beschimpfen seit dem Ende der letzten Woche Deutschland wg. angeblicher Hegemonialbestrebungen und verlangen, um diese einzudämmen, die physische Vernichtung der Gasleitung Northsteam II. Man könnte auf den Gedanken kommen, solche Injurien als Unverschämtheit gegenüber dem größten Geldgeber Polens zu empfinden. Tut man aber nicht, da man 1990 bereits verabsäumt hat, mit den Polen Klartext zu reden: Geld nur bei wohlwollender Nachbarschaft.

Im Osten (2): Bemerkenswert ist es, dass die Nachrichten über das polnische Verhalten nicht aus deutschen, sondern aus russischen Medien sprudeln. Natürlich muss es die russische Führung freuen, wenn sich die polnischen Nationalisten unverschämt gegenüber ihrem westlichen Nachbarn äußern. Sie erinnern ganz unverhohlen an 1939.

Im Osten (3): Zuverlässig lässt sich vorhersagen, dass der 1. September erneut genutzt werden wird, um dreiste finanzielle Forderungen gegen Deutschland zu formulieren.

Im Zentrum: In der Donaumonarchie waren die böhmischen Großgrundbesitzer Feudalherren eigener Art. So ließ ein Fürst Liechtenstejn in Rumburg (heute Rumburk) im Innenhof der barocken Klosteranlage die eins-zu-ein-Kopie einer italienischen Loreto Renaissance-Kapelle errichten. Auf einer Italienreise hatte dem noblen Mann das Original ins Auge gestochen, so dass er Gipsmodelle der Skulpturen und Friese anfertigen ließ, die dann dem Aufbau der großen Kopie als Vorbild dienten. Statt zum Dia-Abend konnte der große Mann seine Freunde ins Abbild einladen. Er nahm die Disney-Parks um 200 Jahre vorweg.

Im Zentrum (2): Der Zustand der ehemals sudetendeutschen Grenzstädtchen ist halb und halb erfreulich. Da der Krieg an diesen Orten vorüberzog, sind die vielen Ruinen dem Sozialismus geschuldet. Den Zustand der seit 1945 hier ansässig gemachten Bewohner zu erkunden, hindert die Sprachbarriere. Das dunkle Bier in der Brauerei von Krásná Lipa (vormals Schönlinden) ist böhmisch-süßlich. Ein Karel Gott-Verschnitt singt auf dem Marktplatz, das Publikum auf den Bierbänken ringsum singt mit.

Political correctness: Vielleicht sollte man im vorderen Zentralbereich zusätzlich an eine FFP 2-Maske denken.

27. August 2022

Am Flughaften Leipzig gibt es eine Porsche-Dependance. Dort stehen – geschätzt – hunderte Neuwagen im Freien. Der Grund, so sagt der Zubringerfahrer zu mir, sei ein Lieferengpass mit Scheinwerfern. – Wir bewegen uns rückwärts.

Rückwärts (2): Der Vorschlag des baden-württembergischen Regierungschefs, die Leute sollten sich statt des Duschens wieder an ihren Waschlappen gewöhnen, mag bei der grünen Klientel auf Applaus stoßen. Normale Zeitgenossen sind hingegen froh, dass die Zeit der Waschschüssel längst vorbei war.

26. August 2022

Die jüngste Ausgabe der Foreign Affairs ist gestern eingetroffen. Die im Council on Foreign Relations zusammengeschlossene US-Geld- und Macht-Elite erklärt hier auf über hundert Druckseiten, wie Russland unter den jetzigen Bedingungen zu besiegen sei. Es geht im Grundtenor, um dies zu wiederholen, um Herrschaft zu amerikanischen Bedingungen und nicht etwa um Frieden unter Ausgleich der divergierenden Interessen. Die Stolpersteine auf diesem Weg werden klar markiert und zwar so: Die unerwartete Stabilität Russlands, in Sonderheit seiner Währung, und das partielle Zusammengehen von Russland mit China, respektive mit Indien. Vor allem hier müssten die Staaten des Westens ansetzen. Zudem sei durch noch rigorosere Boykotts sicherzustellen, das Russland auf dem High Tech Sektor den Anschluss verliere, was im Ergebnis bewirken werde, dass die russische Führung die ohnehin nur fragile Zustimmung der eigenen städtischen Intelligenz verliere, welche prowestlich eingestellt sei.

Platz und Sieg (2): Niemand, der bei Verstand ist, kann voraussagen, ob die unmissverständlich vorgetragene US-Strategie von Erfolg gekrönt sein wird. Nur sollte sich niemand darüber Illusionen machen, was die Umsetzung bedeutet, zumal Russlands Herrscher nicht mit Klarheit gespart hat, dass sein Land mit dem Wertewesten nichts mehr zu tun haben wolle. Da tut sich ein Abgrund auf, an dem – nebenbei bemerkt – wir selbst stehen.

Wenn man die Fahrgäste des Ausflugsdampfers bestimmen lässt, wie die Stromschnellen des Rheins beim Binger Loch zu passieren seien, wird es ein Ergebnis geben, aber kaum das erwünschte.

Weiß auch nicht, warum das mit dem Binger Loch durch meinen Kopf geht. Vielleicht, weil Annalena Bb. soeben äußerte, sie wisse nicht, ob die Ukraine den Krieg gewinnen könne. Ich weiß es. Die Antwort heißt: Nein.

Egon W. Kreutzer hat die Gebrauchsanleitungen für FFP 2-Masken ausgewertet (https://egon-w-kreutzer.de/ffp2-und-erloese-uns-von-dem-uebel). Hier ist sein Ergebnis: „(1) Die FFP2-Maske ist für Coronaviren soweit durchlässig, dass der Hersteller ausschließt, mit dem Gebrauch dieser Maske könne das Infektionsrisiko vermieden werden. (2) Die Belastung des Atmungsapparates durch die FFP2-Maske ist so stark, dass die Arbeitsschutzrichtlinien nur eine maximale Tragedauer von drei Mal 75 Minuten täglich zulassen. (3) Die Belastung getragener Masken mit Erregern aller Art ist so hoch, dass der Hersteller vorgibt, nach Gebrauch nach der Richtlinie zur Entsorgung gefährlicher infektiöser Stoffe vorzugehen.“ Der Text verdient weiteste Verbreitung. Hier noch meine Zusammenfassung der Zusammenfassung: FFP 2-Masken helfen nicht, sind dafür aber schädlich. Und nun mein Tipp am Rande für intelligente Zeitgenossen: Scheuen Sie sich nicht vor Wiederholung. Mindestens 30 mal pro Person, dann sitzt es.

Unterlassung: Erhalte den Hinweis, dass ich es vor zwei Tagen bei der Notiz zum jüngsten Sarrazin-Buch unterließ, auf einen grundlegenden Vorgänger zum Gesagten und zugleich Titel-Zwilling hinzuweisen, nämlich auf Die Intelligenz und ihre Feinde von Volkmar Weiss aus dem Jahre 2012. Ich hole es hier nach, weil das Weiss-Buch das Grundlagenwerk für jeden sein sollte, der über die Vererblichkeit der mathematischen Intelligenz genaueres wissen will. Das ist eines seiner Themen, aus meiner Sicht sein wichtigstes.

25. August 2022

Wir segeln bei meteorologischer Flaute in den stürmischen Verbotsherbst. Die Verlagerung der Befugnisse auf Private zur Gängelung der Bevölkerung mit Hilfe des sog. Hausrechts wird zu bislang ungeahnten Exzessen führen. Niemand weiß mehr genau, was erlaubt ist und was nicht. Ein Traum für den Totalitären und ein Alptraum für den arbeitenden Bürger.

Der Herr Scholz und sein Kabinett sind von der Gas-Beschaffungstour aus Canada zurück. Das Einkaufsnetz blieb leer. Ins tägliche Leben übertragen: Das Mobiliar wurde auf den Sperrmüll gestellt, um hernach festzustellen, dass Gewünschtes nicht lieferbar ist.

Scholz (2): Wenn der Kanzler die Gas-Beschaffung zur Chefsache erklärt, zeigt dies, dass er den beiden grünen Paradiesvögeln eine tragfähige Lösung nicht zutraut. Jetzt ist er selbst in deren Beisein gescheitert. Falls er klug ist – was ich nicht beurteilen kann –, wird er das Scheitern als Hebel benutzen, die vormals gewohnten Kohle- und Kern-Kraftwerke wieder anzufahren. Viel Zeit bleibt ihm nicht mehr beim Spiel mit seinem Amt – und mit dem Wohl und Wehe der Bürger.

24. August 2022

Das jüngste Sarrazin-Buch Die Vernunft und ihre Feinde mit dem bei Karl Popper geklauten Titel wird in Berlin vorgestellt. Das Ereignis ruft Erinnerungen wach, denn in genau demselben Raum der Bundespressekonferenz stellte 10 Jahre zuvor der Verleger Wolfgang Dvorak-Stocker mein Buch Nur für den Dienstgebrauch. Als Verfassungsschutzchef im Osten Deutschlands vor. Einen Tag später war das Buch als Raubkopie im Internet, wo es innerhalb von Stunden 20.000 mal abgerufen wurde.

Sarrazin (2): Der Clou der Buchvorstellung gestern war das Einleitungsreferat von Uwe Tellkamp, der das Spott-Vokabular um das Habecken (= das Falsche zur falschen Zeit tun), das Baerbocken (das Schaden-Verursachen), das Scholzen (= das Nichtstun) und Weiteres bereicherte. Das politische Personal als Auslöser von Volkswitz. Man wird sehen, ob sich das durchsetzt.

Sarrazin (3): Das nun vorletzte Buch des Großautors las ich ganz und fand dort vieles, dem ich zustimmen konnte, nicht hingegen seinen Ausführungen zum Klimawahn, den er teilte. Hierüber habe ich mich bei dem scharf denkenden Mann mehr gewundert als geärgert. Der Kauf des Vernunftfeinde-Werks wäre für mich vermutlich eher ein Akt der Solidarität denn der Wissensbereicherung. Ich denke, so geht es vielen, was natürlich nicht gegen das Buch spricht – ganz im Gegenteil.

Psychologische Kriegführung: Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums heißt Lijian Zhao. Er hat sich vorige Woche zu den Anschlägen vom 11. September dahingehend geäußert, dass nicht arabisch-stämmige Terroristen, sondern die USA selbst für diese Verbrechen verantwortlich seien. Ob das so ist oder nicht, ist weniger interessant als der Umstand, dass beide Seiten dazu übergegangen sind, einander ganz offen als Verbrecherregime zu beschimpfen. Adressaten dieser Injurien sind in erster Linie die sonstigen Staaten dieser Erde.

Der Bürgermeister von Bad Doberan hat sich drastisch zu den sog. Notfallplanungen der Bundesregierung geäußert. Nicht die Wärmeräume für die Bevölkerung seien die Lösung, sondern das umgehende Wiederanfahren von Kohle- und Kernkraftwerken. Zudem solle man sich über Gasmangel nicht wundern, wenn man den Krieg gegen Russland unterstütze, anstatt sich ernsthaft um Frieden zu bemühen.Bad Doberan (2): Das ist nun schon mindestens der zehnte kommunale Spitzenmann, der sich einschlägig äußert. Erst wenn der Faktor tausend Wirklichkeit wird, kann man auf Abhilfe hoffen. Immerhin, so geht mir durch den Kopf, waren es ganz übersichtliche norddeutsche Gemeinden, wie im Frühjahr 1989 anlässlich der Fälschung der Kommunalwahl in Neuglobsow, die den Stein ins Rollen brachten.

23. August 2022

Doctor Antoni Fauci, der 81-jährige Corona-Papst der USA, kündigt seinen Rücktritt als Chef des Nationalen Institut für Infektionskrankheiten (NIAID) zum Jahresende an. Aus der einschlägigen dpa-Meldung entnehme ich nichts als Lob. Man muss sich dem keineswegs anschließen – jedenfalls dann nicht, wenn man nicht zu den Nutznießern von Big Pharma gehört.

Fauci (2): Erste Leserkommentare, die naiver Weise nach den seit Monaten durch die alternativen Medien geisternden geradezu grotesk hohen Zahlungen an die Fauci-Behörde aus trüber Quelle glauben, dass jetzt die Stunde der justiziellen Gerechtigkeit nach 38 Jahren unheilvollen Wirkens schlagen werde, erfüllen mich mit Heiterkeit. Wie eine Drohung empfinde ich hingegen Faucis Bemerkung, er freue sich auf seine nächste Aufgabe. Wie wäre es mit dem Militärisch-industriellen Komplex (Planung des biologischen Kriegs der Zukunft)?

In Putins Kopf: Beeindruckend ist es, was die Experten zu wissen vorgeben, wie es in Russlands Herrscher so zugeht. Hierzu zählen auch die Quellen, aus denen das Hirn des Mannes schöpft. Alexander Dugin sei so ein Stichwortgeber. Von seinen Schriften las ich keine, nur dass dessen Tochter soeben mit einer Autobombe ins Jenseitsbefördert wurde. Iwan Iljin sei ein anderer. Von diesem russischen Emigranten las ich kürzlich ein Buch aus den 1930er Jahren und fand es unlesbar (merkwürdiger sprachlicher Widerspruch).

MPi: Über einen polizeilichen Schusswaffengebrauch im Ruhrgebiet las ich, dass einer der Beamten den schwarzen jugendlichen Messerstecher mit einem kurzen Feuerstoß aus der Maschinenpistole umlegte, bevor dieser das Messer gegen den eingreifenden Kollegen anwenden konnte. Jetzt jaulen Gutmenschen durcheinander.

MPi (2): Zur Bewaffnung von Panzerbesatzungen gehörten vor 50 Jahren Maschinenpistolen. Meine Übungs-Erfahrung mit dieser zeigte, dass man auf kurze Distanz kaum danebenschießen konnte. 

MPi (3): Diese Waffe ist nicht ganz neu. Erste Serien-Modelle fanden Verwendung bei der Ermordung von Walther Rathenau vor exakt 100 Jahren.

Doch, doch, das Groteske lässt sich fast immer durch die nächste Groteske überflügeln: Die Stadt Los Angeles, Welthauptstadt der Wokeness und Drogenverwahrlosung, bietet kostenlose Covid-19-Tests für Hunde und Katzen an. Zwar ist bislang noch kein einziger Fall einer einschlägigen Infektion aufgetreten, aber…

Die Ratten und das Schiff: Die US-Regierung hat soeben alle ihre Staatsbürger aufgefordert, unverzüglich die Ukraine zu verlassen. Hierfür kann ich mir zwei unterschiedliche Gründe vorstellen: (1) Das Selenskyj-Regime wird sich selbst überlassen; (2) es wird einen massiven US-Angriff auf eines oder mehrere ortansässige Kernkraftwerke geben, für die diejenigen, die vor Kurzem stattfanden nur ein Präludium darstellen.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr spricht sich dezidiert gegen die Wehrpflicht aus: (1) Die Wehrdienstzeit sei zu kurz, um die komplizierten Waffen beherrschen zu lernen; (2) die Bundeswehr sei auch ohne dieselbe in der Lage, ihrem Verteidigungsauftrag nachzukommen. Soso. Zu 1: nicht jeder Soldat ist ein Jet-Pilot; zu 2: Las ich nicht kürzlich, dass das Personal-Ist der Kampftruppen ums Verrecken nicht zu erreichen ist? Fazit: die Sicherheit unseres Landes befindet sich nicht in den Händen verantwortungsbewusster Generale. Zudem scheint ihnen die Verbundenheit von Volk und Armee fremd zu sein.

Über den Wolken (über die Woken): Robert H. und seine Amts-Gespielen und Medien-Jubilanten benötigen im Regierungsflieger nach Canada keine Masken. Während ich diese Zeilen schreibe, ermahnt mich eine Ansageschleife in der Condor-Maschine, dass in deutschen Flugzeugen Maskenpflicht bestehe. Damit mein Hinweis nicht als Regierungskritik missverstanden wird, füge ich hinzu, dass unsere Regierenden gerade als Kontrollgruppe des Herrn Karl im selbstlosen Selbstversuch testen, wie sinnvoll das Maskentragen ist. Oder so. Wie schon der Flugpionier Lilienthal sagte: Opfer müssen gebracht werden.

22. August 2022

Wie gut, dass es aufmerksame Leser gibt, sonst wäre mir die Nachricht aus dem Hause Karl entgangen. Was dort steht, erinnert in der Glaubwürdigkeit stark an die (von mir erfundene) Ausrede: Ich konnte nicht zur Pressekonferenz kommen, weil ich vergessen hatte, meinen Dienstwagen zu betanken. Man erinnert sich: Der Herr Karl hatte sein Handy in die Fernsehkamera gehalten und Corona-Schwurbler hatten den QR-Code ausgewertet. Karl, Karl, Karl!

In einem von mir erfundenen Impfkrimi sähe der Lieblingsschurke (Gestik, unverhohlene Kumpanei mit dem Schwab’schen WEF und öffentliches Bewundert-werden) aus wie der aus Saloniki stammende Pfizer-Lenker Albert Bourla. – Jetzt Covid-19 pos. Ein guter Gag. Im Abspann die Worte: Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen wäre rein zufällig.

Auch in diesem Fall gilt: Dank an den Leser P., der mir das hier anlieferte:

21. August 2022

Das Rentnerische Akrützel im elektronischen Briefkasten vorgefunden. Unterscheidet sich erheblich von dem, was mich heute Nacht im fernen Süden ganz analog anschrie:

20. August 2022

Das Panikorchester hat eine neue Schallplatte aufgelegt. Die Wasserknappheit. So wird vorbereitet, dass es dank mutwillig herbeigeführtem Energiemangel demnächst kein warmes Wasser mehr gibt. Denn wenn es gar kein Wasser gibt, gibt es auch kein warmes. Nur eins ist klar: Der nächste Winter kommt bestimmt.Kommt mir einer im fernen Süden entgegen: Schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift Blackout. Kaum habe ich mich zu Ende amüsiert, kommt ein anderer auf mich zu: Schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift Manche führen. Drehe mich verwundet nach ihm um und lese auf seinem Rücken Manche folgen.

18. August 2022

Ich gerate in ein Quartier, in dem der Fernseher, dem ich schlecht ausweichen kann, lauthals läuft. Es handelt sich um ein Sportereignis. Falle auf, weil ich nicht weiß, dass dies die Europameisterschaften in was auch immer in München sind. Beim genaueren Hinsehen erkenne ich das Olympiastadion wieder. 50 Jahre, lange her. Ein Jahr zuvor trug ich noch olivgrün mit deutschen Fähnchen am Oberarm und sprengte auf dem Gelände ein Weltkriegs-Überbleibsel weg. Noch länger her.

Da gewinnt eine Deutsche den 5000 Meter-Lauf und eine – die Favoritin – wird im Weitsprung die Zweite. Die Läuferin blond und strahlend in ihrem Siegerglück, fast ohne Bodenhaftung, keine Spur von der Strapaze ist zu sehen, die Springerin, nachdenklich, gesammelt, eine Afrikanerin, der Herkunft nach. Beide tragen deutsche Fahnen durchs Stadion. Das also ist Deutschland. Auch.

Es sitzen vier Männer, gelb gewandet, auf der Tribüne des Stadions, die der Muppet-Show entstiegen sein könnten. Sie machen gemeinsam bedenkliche Gesichter. Auch das ist Deutschland, wie ich es kenne.

Nachtgedanken unter freiem südlichen Himmel inmitten von entspannten Leuten: Steigt Don Pedro nachts aufs Dach | werden Nachbars Hunde wach. Zusatz nach dem nächsten Glas: Dass Südwein reimen machte | ging schneller, als ich dachte.

Im hispanischen Rechtskreis gilt die Regel, dass die Polizei nicht eingreift, wenn eine Hausbesetzung bereits mehrere Tage andauert. Jetzt gibt es nur drei Möglichkeiten, um die Störenfriede loszuwerden: (1) die Gerichte bemühen [= sinnlos und teuer], (2) den Besetzern Geld geben, damit sie verschwinden [= teuer und wahrscheinlich erfolgversprechend], (3) einige Muskelmänner engagieren [= ggf. teuer, dafür nachhaltig]. Für Señores mit Jagdwaffen gibt es wohlmöglich, wie man mir sagte, noch eine weitere Möglichkeit. Was die Leute so reden, wenn sie beim Wein zusammensitzen.

17. August 2022

Politisch unkorrekt: Der Palästinenser-Vorsitzer Abas soll sich auf einer Pressekonferenz nach Wunsch von Mainstream für das Attentat von München 1972 entschuldigen. Eine dahingehende Reporterfrage beantwortet er so, dass es da nichts zu entschuldigen gebe, vielmehr sei zu bedenken, dass Israel einen vielfachen Holocaust auf dem Gewissen habe. Diese boshafte Provokation ist kein Wunder aus seinem Mund. Bemerkenswert hingegen ist es, dass der daneben stehende Bundeskanzler zu diesen Schmähworten schweigt.

Schweigen (2): Vielleicht dachte Scholz, das Schweigen sei die klügste Reaktion auf die Unflätigkeit. Vielleicht dachte er auch infolge seiner bewundernswert langen Leitung gar nichts. Doch im Ergebnis lag er schief, denn sofort tobte Mainstream gegen ihn los. Ein neuer Fall Scholz wurde geboren. Nehme an, dass die grünschillernde Journaille sich in der Hoffnung wiegt, das Abschießen von Scholz wäre die letzte Stufe, um dem Robert und der Annalena das Kanzleramt zu öffnen. Illusionen.

13. August 2022

Nein, muss man nicht. Als Gesundheitsminister muss man nicht zählen können. So kann es vorkommen, dass man die Zahl 4 mit der 3 verwechselt. – Ich bin viermal geimpft, sagte der Herr Karl, dann hielt er zum Beleg seinen digitalen Impfpass in die Fernsehkameras. Darauf war zu sehen: Er ist dreimal geimpft. – Ein Regierungssprecher musste hernach klarstellen, dass Digitales und die Realität beim Herrn Karl nicht übereinstimmt. Das ist nicht das Einzige, was bei ihm nicht stimmt. Der Mann muss von seinem Posten entfernt werden. Er muss da weg, es wird dringlich.

Morgens um drei: Das Durchsuchungsprotokoll der Trump-Liegenschaft bringt zwei Dinge an den Tag: (a) der Vorwurf lautet auf Mitnahme von klassifizierten Dokumenten, die die Sicherheit der USA beeinträchtigen und zu Spionagezwecken geeignet sind, (b) inhaltlich nichts, da nur die Zahl der Kartons mit dem beschlagnahmten Gut genannt wird.

Trump (2): Donald der Agent fremder Mächte, bekanntes Märchen seit 2016, jetzt im zweiten Aufguss. Die Angst vor ihm muss unermesslich sein. Der Hass auf ihn auch.

12. August 2022

Die Trump-Razzia des FBI zieht Kreise. Mir kommt der Verdacht, als sei der Schuss nach hinten los gegangen. Selbst seine Feinde im eigenen Lager der Republikaner sehen sich genötigt, mit dem Ex-Präsidenten wenigstens verbal solidarisch zu sein. Ihnen schwant, dass auch sie selbst Opfer solcher Attacken werden können, wenn die Gewaltinhaber zu solchen Mitteln greifen.

Razzia (2): Endgültiges lässt sich so lange nicht sagen, wie nicht klar ist, was die Staatsanwälte so alles aus dem Domizil weggeschleppt haben. Dass sie nach nicht zurückgegebenen Regierungsakten suchten, war – da bin ich mir sicher – nur ein Vorwand, um in das Haus eindringen zu können.

In Dresden findet vor dem OLG ein Terroristenprozess gegen die sog. Hammer-Bande statt. Das sind Antifa-Leute, die auf Staatskosten gelebt haben. Ihr Anführer ist eine Frau. Ihre Vorgehensweise: In ihren Augen politisch Missliebige in gezielten Überfällen mit Hämmern zum Krüppel zu schlagen. Dass bislang niemand seinen schweren Verletzungen erlag, ist der pure Zufall.

Hammer (2): Geradezu ekelerregend ist der Sympathisantensumpf in Politik und Medien. Eine Ausweitung der Ermittlungen auf das Bundesfamilienministerium als Geldspender des Kampfes gegen rechts und auf die einschlägigen Länderbehörden wäre mehr als am Platze. – Ein frommer Wunsch, ich weiß.

Ungebremst äußert sich der kranke und vierfach geimpfte, nunmehr mit Medikamenten des Hauses Pfizer traktierte Herr Karl. Hält Essen im Lokal ohne Maske für gefährlich und will den chinesischen elektronischen Gesundheits-Kontrollpass einführen. Langsam müssten selbst die devoten Maulhelden in der Ärzteschaft bemerken, dass es höchste Zeit ist, Abstand zu nehmen.

Der Herr Karl (2): Aus allen bislang sorgsam verstopften Ritzen quellen die Nachrichten über die Nebenwirkungen der Stöffchen. Von der Auslösung von Geisteskrankheit habe ich bislang nichts gelesen. Stutzig gemacht haben mich indessen die kaum noch zu zählenden Hinweise aus berufenem Munde, dass die Impfung vorhandene Defekte beschleunigt oder erst zum Ausbruch kommen lässt, bevorzugt bei Krebs. Aber was ist mit ganz normalem Wahn? Womit wir wieder bei dem Herrn Karl sind. Er muss da weg. Es ist dringend.

Der Herr Karl (3): Die schlimmste der nunmehr vorliegenden Studien, an 318 südostasiatischen Schülern durchgeführt, kommt zu dem Ergebnis, dass 29 Prozent der Probanden hernach an Herzerkrankungen litten. Erinnert sich noch einer an die Worte des Großtöners? Die Mittel sind erprobt und sicher.

In London muss die Klinik mit Namen Tavistock-Institute schließen. Hunderte Kinder wurden dort geschlechtsgewandelt – chemisch und chirurgisch. Die Schäden der medizinischen Scharlatane, denen man mangelnde Aufklärung ihres Tuns vorhält, sind irreparabel.

Tavistock (2): Es mag zynisch klingen, aber vielleicht musste es erst zu solchen Opfern kommen, um die woken Gesetzgeber zum Aufwachen in der Wirklichkeit zu veranlassen. Meine Hoffnung ist begrenzt, zu tief sitzt der Krebs in der Führungsschicht. Zudem: Kinderlose haben keine Ahnung vom gewöhnlichen Eltern-Kind-Konflikt.

Tavistock (3): Auf die Schnelle das Firmenschild der Klinik konserviert, bevor sich schon morgen niemand mehr von den dort versammelten Verdächtigen daran erinnern wird.

Tavistock (4): Vor Jahr und Tag versuchte ich vergeblich, zu den Quellen des Übels in dem gleichnamigen beschaulichen Städtchen am Rande des Dartmoors in Süd-Devon vorzudringen. Außer Gerüchten war nichts zu erfahren, und das konservative Mitglied des Oberhauses ließ mich bei einer Gardenparty des dortigen Colleges mit hochgezogenen Augenbrauen stehen – eine Szene wie aus einem Hitchcock-Film. 

11. August 2022

Propaganda und Desinformation haben stets einen Pferdefuß. Sie bringen Dinge an den Tag, an die der normale Zeitgenosse noch gar nicht gedacht hat. So ergeht es mir mit der Schwarzen Liste angeblicher russischer Propagandisten, die vom Zentrum für Desinformations-Bekämpfung der Ukraine unter der Schlagzeile Спікери, які просувають співзвучні російській пропаганді наративи verbreitet wird [ist unter dieser kyrillischen Buchstaben-Kombination im Internet zu finden].

Wild West: Zur Durchsuchung der Trump-Residenz in Florida war das FBI mit 30 Agenten angereist. Sie warfen die anwesende Trump-Anwältin vom Grundstück, zeigten einen behaupteten richterlichen Durchsuchungsbeschluss nur aus unlesbarer Ferne vor und waren in erster Linie bestrebt, dass die Überwachungskameras vom Netz gingen.

Wild West (2): Nun muss man das Trump-Haus nicht schön finden (Disney-Verdacht). Ein Durchsuchungsgrund ist dies selbst in den USA nicht.

Der Herr Karl: Witzig fand ich gestern Abend einen Artikel bei Tichy, der Kanzler müsste den frei drehenden Gesundheitsminister disziplinieren. Das ist fürwahr saukomisch.

Der Herr Karl (2): Er ist zwar Solist, aber kein Einzelfall:

10. August 2022

Der Beschuss des Kernkraftwerkes von Saporischschja wird mit Kamikaze-Angriffen am Ende des Zweiten Weltkriegs an der Pazifik-Front verglichen. Der Vergleich hinkt insofern, als sich die heutigen Angreifer kaum selbst zu gefährden scheinen – im Gegensatz zu jenen japanischen Selbstmord-Piloten. Doch ein wirksamer Volltreffer nebst ausgelöster Kernschmelze wäre ein Ereignis, dessen Folgen kaum vorherzusagen sind – außer, dass sie auch den Angreifer treffen würden.

Saporischscha (2): Das Kraftwerk befindet sich praktisch seit Kriegsbeginn unter russischer Kontrolle. Warum jetzt ausgerechnet russische Streitkräfte – wie in Westmedien durchweg behauptet – den Beschuss durchführen sollen, ist schlecht nachzuvollziehen. In jeden Falle handelt es sich hier rum das Prinzip der verbrannten Erde. Die Erfahrung lehrt, dass es Armeen auf dem Rückzug sind, die zu solchen verbrecherischen Mitteln greifen. Der deutsch-sowjetische Krieg von 1941-45 bietet hierfür überreichlich Anschauunsgmaterial.

Das öffentliche Tamtam, welches plötzlich um die Amtsführung der zum Rücktritt veranlassten Intendantin des Staatsfernsehens ARD und des Berliner Rundfunks RBB gemacht wird, ist bestenfalls das Vorzeigen eines Sündenbocks für das Leben einer Kaste, die sich in einem Luxus-Selbstbedienungsladen häuslich eingerichtet hat. In Wirklichkeit steht über dem Gesamt-Bauwerk: Das kann weg.

Die freie Welt: In Florida durchsucht das FBI die Privat-Liegenschaft des Ex-Präsidenten Trump und beschlagnahmt dort nicht näher Spezifiziertes. Das zeigt: Der Mann wird von seinen Gegnern bei den sogenannten Demokraten für existenzgefährdend eingeschätzt. Da hat sich in den letzten 6 Jahren nichts geändert. – Mich wundert, dass er immer noch nicht umgebracht wurde.Ergebnis des Nachdenkens über Sprichwörtliches: Ein X-Bein kommt selten allein.

9. August 2022

Aufheulen der Guten: Es wurde ein Eisbär auf Spitzbergen getötet. Zuvor war er ungefragt in ein touristisches Zeltlager eingedrungen und hatte daselbst ein Touristin verletzt. – Der eigentliche Clou der Meldung wird zumeist verschwiegen, nämlich dass man sich nach einem Gebot der norwegischen Obrigkeit in der Gegend nur mit Gewehr bewaffnet aufhalten darf. Nun ja, früher hätte man gesagt: Abenteuerurlaub.

Bewaffnet (2): Man stelle sich vor, die Obrigkeit ordnet an, dass man bestimmte Ecken Deutschlands nur noch bewaffnet betreten darf, zum Beispiel weil Wölfe in größeren Rudeln frei herumlaufen.

Der Herr Karl hat Corona. Ich will doch nicht hoffen, dass der ungeimpft sei oder irgendwo die Maske ganz verantwortungslos habe fallen lassen. Ich mache mir Sorgen. Man stelle sich einmal vor, er sei plötzlich und von uns allen unerwartet… Aber lassen wir das, denn sein neues Impfgesetz (alle 3 Monate und Windelpflicht) harrt der Vollendung. Karl, halte durch! Pfizer & Co vertrauen dir.

Der Herr Karl (2): Wenn ich mir vorstelle, was ohne das Wirken des Herrn Karl passiert wäre. Wir wären alle tot. Er auch.

8. August 2022

Falschmeldung vom Vortage: Nicht nur der Seeterminal, den die Russen in Prokuhren in ehemals Ostpreußen bauen, heißt Pionjerskij/Pionerski/Пионерский (es ist die übliche Streitfrage der Umschrift-Päpste, ob man das J beim gesprochenen je im Deutschen schreibt oder weglässt, vom Dehnungs-J am Ende ganz zu schweigen), sondern der Ort selbst wurde so nach Kriegsende von den Eroberern getauft. Namenspate war die kommunistische Kinderorganisation. Bei meinem Hinweis auf einen strategischen Schachzug durch den Ausbau allerdings bleibt es: Der solide Anlandungsausbau soweit westlich wie möglich als Pfeiler einer Doktrin von der offensiven Landkriegsführung. Der einstige strategische Ausbau von Mukran (Sassnitz) auf Rügen lässt aus den vergangenen Jahrzehnten grüßen.

Landkriegsführung (2): Wie die russischen Strategen sich diese vorstellen, haben sie seit den 1920er Jahren mehrfach durch einschlägige militärtheoretische Werke mitgeteilt.

Landkriegsführung (3): Wenn die anglo-amerikanische Seemacht die russischen Anrainer-Staaten Polen und Litauen anstiftet, die Russen in Ostpreußen per Blockadepolitik anzugreifen, so wie vor wenigen Wochen begonnen, so testet sie aus, wie weit sie noch gehen kann, ohne sich ernsthaft selbst zu gefährden. Das Wie-weit? hat Grenzen dort, wo die Russen zu strategischen Fernwaffen greifen. Die Ansage aus Moskau, die britischen Inseln durch ein künstliches Seebeben untergehen lassen zu können, sollte in Washington als eine Mahnung verstanden werden. Ich zweifele indessen, ob diese Mahnung angekommen ist.

Landkriegsführung (4): Indessen: Der Vormarsch (besser: das kontinuierliche Vorrücken) der Russen findet in der Mitte des Frontbogens statt. An dem Vorgehen, kleine Kessel zu bilden, hat sich nichts geändert. Ob im Norden des Frontbogens ein größerer Kessel um Charkow gebildet werden soll, kann man bestenfalls erahnen. Die Flut der Meldung über Einzelgefechte macht es nahezu unmöglich, ein widerspruchsfreies Lagebild zu erstellen.

Landkriegsführung (5): Ein Ex-Bundeswehrgeneral schreibt mir, die Entscheidungsschlacht um Cherson habe begonnen. Das sieht aus wie eine Ente. Klar ist lediglich, dass, nachdem die Stadt vor Wochen von den Russen offenbar kampflos besetzt worden ist, die Lage von Nikolajew und Odessa prekär geworden ist. Hieran hat sich wenig bis nichts geändert.

6. August 2022

Gestern Abend wird es im Freien empfindlich kühl. Das ist angenehm. Es regnet nur kurz und schon machen die Leute bedenkliche Gesichter. Ich sage: Die Bäume wird’s freuen. Da ernte ich Kopfschütteln. Schließlich stehen Dreckpfützen auf dem gepflegten Gartenweg. – Wo bin ich hier?

Ostpreußen, die nördliche Hälfte: Aus Polen verlautet nun offiziell, dies sei seit jeher polnisches und preußisches Land gewesen. – Wann war eigentlich Königsberg polnisch? Ich komme einfach nicht drauf.

Ostpreußen, die nördliche Hälfte (2): Zwischen Crantz und Rauschen haben die Russen die Arbeiten in Prokuhren an einen Seeterminal Pionjeskij mit Hochdruck wieder aufgenommen. Das sieht nicht danach aus, als hätten sie vor, die Gegend zu räumen, die sie im April 1945 besetzt haben.

5. August 2022

Im Grunewald wird seit gut 70 Jahren Weltkriegsmunition von Freund und Feind vernichtet. Bis vor Kurzem legte man selbst in Berlin einen gewissen Wert auf die Kombination von kontrolliert und abfackeln. Jetzt ist die Sache außer Kontrolle geraten – nicht nur die Munitionsvernichtung.

Grunewald (2): Früher gab es diese witzigen Schilder im Sommer: Verhütet Waldbrände. Waren im Prinzip auch auf der sozialistischen Seite von der Glienicker Brücke bekannt: Reduziert die Waldbrände um 50 Prozent.

Grunewald (3): Das Zauberwort der Naturschutz-Enthusiasten heißt Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Zu denen wird von der Obrigkeit gezwungen, wer einen Baum im Stadtgebiet umlegt. Aktuell sollte man an die Errichtung eines Schilderwaldes denken.

Grunewald (4): Es ist nur noch eine Frage von Tagen, dann wird man öffentlich mutmaßen, dass die Klimaleugner das Feuer legten. Von dort ist dann der Weg zu Maßnahmen nicht mehr fern.

4. August 2022

Nein, wir haben gewiss kein Analyse-Defizit. Was hingegen fehlt, ist Führung.

Führung (2): Es ist niemand hierfür geeignet, dessen hervorstechendstes Merkmal die Lächerlichkeit ist.

Führung (3): Man kann im übrigen die unabdingbaren Eigenschaften an den Fingern einer Hand aufzählen. Fehlt eine davon, ist die Person ungeeignet.

3. August 2022

Alternative Nachrichtenquellen empören sich über Fake-Bilder des Zwangsfernsehens, die schwarze Wolken über den Kühltürmen von Kernkraftwerken vorgaukeln. Ich kann nur sagen: Der Putin war’s, denn das ist Ruß aus Russland.

Die Übergewinnsteuer für Energieriesen wird vom Establishment diskutiert. Alle sog. Argumente beginnen mit den Worten: „Es kann doch nicht sein, dass…“ – Doch, doch es ist so, es ist die Folge davon, mit Reglementierungen den Klimawahn erzwingen zu wollen. Ein normaler Mensch würde sagen: „Ach, die sind es, die an dem ganzen Irrwitz verdienen“ und sodann den Blödsinn abstellen.

Annalena Bb. sorgt in den USA durch öffentliches Gerede – was sie genau sagte, weiß ich nicht – dafür, dass in China der deutsche Botschafter einbestellt wurde. – China? Wo liegt das denn? – Habe in Erinnerung, dass sie uns feministische Außenpolitik servieren wollte. Ich bin mir sicher, dass man die Regeln über Zank im Frauenhaus nicht auf die Welt der Diplomatie übertragen sollte. Um es klar zu sagen: Diese Frau schadet Deutschland, egal ob absichtlich oder aus Unverstand. Sie muss da weg, wir haben bereits genügend viele Feinde.

Unverdrossen lügt die Tausendundeinenachtabteilung: „Extremwetter: Bisherige Rekorde werden deutlich überschritten. Ein Jahr ist die Flutkatastrophe im Ahrtal her. Länger anhaltende Extremwetterereignisse nehmen wegen des Klimawandels zu, so der Meteorologe Dr. Peter Hoffmann. Deutschland müsse eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen“ (Rundbrief der Bundeszentrale für politische Bildung – BzB – von heute).

BzB (2): Und hier noch was aus der Abteilung unfreiwilliger Humor: „Die russische Invasion hat durch die Zerstörung hunderttausender Wohnungen und einer massiven Migrationswelle die bestehende Wohnraumkrise in der Ukraine noch weiter verschärft.“ Verschärft heißt: die missliebigen Umstände waren vorher schon da. Passend in dem Zusammenhang hätte ich das jüngste Prösterchen-Balkon-Foto (roter Sekt, na ja) aus Kiew mit Nanzy F. und Hubertus H. nebst dem regierenden Preisboxer K. gefunden. Wurde aber nicht verwendet. Ich finde, das Bild spricht für sich.

2. August 2022

Wer wie ich am gestern vergangenen Monats- und Wochenbeginn die Hände in den Schoß gelegt hat, hat wenigstens keine guten Vorsätze gefasst, die sich schon morgen in Luft auflösen.

Im Weißen Haus wird der US-Präsident nach erneuter Positiv-Testung in kurzer Fist wiederum isoliert und nunmehr mit einem Heilmittel von Pfizer traktiert. Der Mann hat Mut, oder aber er hat den Überblick verloren. Letzteres natürlich nur, wenn er ihn überhaupt noch hatte.

Weißes Haus (2) und noch vom Vortage: Mitteilung, dass US-Kräfte den al Qaida-Chef Ayman al-Zawahiri durch einen gezielten Luftangriff ermordet haben.

Der ungarische Herr Orbán hat eine Brandrede gehalten. Hat gesagt, dass sein Land keine Rassenvermischung wolle. Jetzt tönt der Rassismus-Chor in allen denkbaren Tonlagen. Abgesehen davon, dass dies der übliche Pawlow‘sche Reflex ist, stellt sich die Frage, was denn die Kritiker wollen: (1) Wollen sie, dass man darüber nicht rede? Oder (2) wollen sie die Vermischung? Oder (3) wollen sie beides gleichzeitig?

Das stillgelegte Steinkohlekraftwerk im niedersächsischen Mehrum am Mittellandkanal wird wieder hochgefahren. Tja, so geht der Ausstieg aus der Kohle, wenn man aufs Russengas pfeift. Bliebe noch zu klären, ob dort künftig Russenkohle aus dem Donbas verfeuert wird.

Ausstieg (2): Die Mainstreamer behaupten aktuell, dass laut jüngsten Umfragen die Grünen-Wähler den Weiterbetrieb der Kernkraftwerke befürworten. Als nächstes werden sie behaupten, dass die Anti-AKW-Bewegung mit den Grünen nie etwas zu tun gehabt habe. Und schlussendlich werden wir erfahren, wie gut Kernkraft für die Klimabilanz sei.

31. Juli 2022

Werde durch einen Menschen, den ich als gut unterrichtet einschätze, auf ein Interview mit dem Wissenschafts-Guru Hans-Werner Sinn hingewiesen, das zu konsumieren er mir ans Herz legt. Das übliche Katastrophengerede wird mit dem Satz eingeleitet, dass wir – gemeint ist Deutschland – uns in den Händen von Putin befinden. Danach kommt nur noch Ökonomen-Vokabel-Gestelze. In einfachen Worten: Man kann nichts Genaues vorhersagen. In noch einfacheren Worten: die pure Zeitverschwendung, denn wenn der Eingangssatz – die Putin-Formel – stimmt, so erwarte ich, wie man als Chefdenker diese Formel auflöst. Jedoch falsch gedacht: kein Wort hierzu, nur der alberne Hinweis, dass wir uns trotz der zu recht gewährten Ukraine-Hilfe nicht in den Krieg hineinziehen lassen dürfen. Doch genau dies liegt wegen des vorangegangenen Tuns unserer Staatslenker nicht mehr in unserer Hand. Einfach aber wahr.

Kann man Calvados-Schnaps essen? Ja, wenn man zwei, drei Gläschen an die in der Röhre schmorende Schweinelende gibt. Der aufsteigende Duft erzeugt zudem vorab Gefräßigkeit.

Schweinelende (2): Die Zubereitung hatte ich vor Jahr und Tag in der Bretagne kennengelernt. Dort gab’s Lende in Cidre gedünstet. Kein Cidre im Haus, tut’s auch der Apfelschnaps – nur eben in einen wesentlich kleineren Volumen.

Schweinelende (3): Bei Tisch aus erster Hand: Der Herr Scholz wurde vor Kurzem durch die Stromerzeuger auf die Notwendigkeit und Möglichkeit der Kernenergie in D unter Hinzufügen aller denkbaren wissenschaftlich fundierten Stimmen hingewiesen. Öffentliche Reaktion des Herrn S. war diese hier: Es gibt keine Möglichkeit des weiteren Betriebes, das sei wissenschaftlich belegt.

Der Herr Scholz (2): Falls die vorstehende Mitteilung stimmt, dann lügt er – bei Anwendung der gängigen Maßstäbe –, so dass der Grund für sein Handeln zu erörtern wäre. Falls er nicht lügt, befindet sich Deutschland in den Händen eines Mannes, dessen Zustand als besorgniserregend zu bezeichnen ist.

30. Juli 2022

In den USA verklagt BionTech mit Unterstützung seines Riesen-Partners Pfizer die deutsche Firma CureVac wg. behaupteter Patentverletzung bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs. Hier soll offenbar eine Marktbereinigung mit Hilfe amerikanischer Gerichte trickreich vorgenommen werden. Wie man sich erinnert, wurde CureVac im Sommer 2020 durch den Gesundheitsminister, dessen Namen mir partout nicht mehr einfallen will, mit 300 Mio. Euro aus Steuergroschen gesponsert, wenn auch nicht mit dem erhofften medizinischen Erfolg.

Amerikanisches (2): In Washington kündigt Trump sein Comeback für den Wahlkampf 2024 an. Bis dahin wird noch manches Wasser den Potomac River hinabfließen. Einstweilen stehen die Zwischenwahlen zum Kongress im November auf der Agenda, in deren Vorentscheidungen Trump nach Kräften eingreift. Nach wie vor ist er die Dampfwalze der Republikaner.

Amerikanisches (3): Sog. Experten sehen einen republikanischen Erdrutschsieg bei den Zwischenwahlen voraus. Etliche Staaten erlassen Regelungen zur Eindämmung von Wahlfälschungen. Kaum zu glauben, dass sie hierbei erfolgreich sein werden. Gehen die Wahlen dann auch nur annähernd wie prognostiziert mit einem roten (republikanischen) Sieg aus, wird der Kongress den Präsidentendarsteller Biden vor sich her treiben. Das sind trübe Aussichten für die woken Milliardäre, sie werden das mit ihren Mitteln (siehe Trump-Abwahl 2020) zu verhindern suchen.

Amerikanisches (4): Masken, Impfpflicht für Soldaten und andere, Abtreibungsverbote, Inflation, Spritpreise und neuerdings Affenpocken bestimmen die restlos aus dem Ruder gelaufene innenpolitische Debatte.

Amerikanisches (5): Wunderkind Musk verklagt nun auch seinerseits die Plattform Twitter, die ihn vor Kurzem verklagt hatte, den von ihm aufgekündigten Kaufvertrag zu erfüllen. Seine Zielsetzung ist unklar. Es sieht so aus, als käme es ihm jetzt nur noch darauf an, das Spielzeug, an dem er mit guten Grund die Lust verlosen hat, zu zerstören. Das ist eine interessant Lehrstunde in Sachen fortgeschrittener Kapitalismus.

29. Juli 2022

Das dankbare Volk begrüßt die für Oktober 2022 angekündigte Gasumlage. Und da wir gerade beim Umlegen (hüstel) sind: Wie wäre es mit der Windumlage, der Dieselumlage, der Kohleumlage, der Uranumlage (nee, falsch – oder doch richtig?), der Sauerstoffumlage (Atemsteuer) und dergleichen. Kann beliebig erweitert werden.Interessant finde ich Mainstream-Animationen, dass wir zusammenstehen müssen. Wer ist Wir? Zu beachten ist, dass Zusammenstehen keine Spaziergänge erlaubt, außer mit Hund, aber dann nur einzeln (= 1 x Herrchen/Hund).

Von der deutschen Sprache (= Ergebnisse der Schlaflosigkeit):  Schlaftrunk und schlaftrunken sind zwei verschiedene Dinge. Letzterer Zustand kann allerdings beim Erwachen nach Ersterem entstehen.

Auf deutsch (2): Feuermachen und Feuergeben sind aus der Mode gekommen. Ersteres wird man in Kürze wieder beherrschen müssen. Vom Letzteren gibt es auch eine militärische Variante, über deren Zukunft ich keine Prognose abgeben mag.

Auf deutsch (3): Andichten und Abdichten sind ein merkwürdiger Scheingegensatz, denn das eine handelt vom Installieren, das andere vom Denunzieren.

28. Juli 2022

Die einzige Weltmacht: „Es ist wichtig, dass wir daran arbeiten, den globalen Normen gegen die eigenmächtigen Handlungen wieder Geltung zu verschaffen“, US-Außenminister Antony Blinken zum amerikanischen Verhalten gegenüber Russland.

Falls das stimmt, was Gutachter herausgefunden haben wollen, dass nämlich das Pfizer-Corona-Stöffchen die Samenkonzentration beim Manne absenkt, braucht man sich über den drastischen Einbruch bei den deutschen Geburtszahlen, der mir vor einigen Tagen auffiel, nicht mehr zu wundern. Versuche erst gar nicht, mir die Versuchsanordnung vorzustellen.Bill G. ist nach China gereist, um gemeinsam mit dem dortigen Boss fotografiert zu werden. Worüber mögen die beiden geredet haben? Beiden geht es um die Macht, aber auf unterschiedlichen Ebenen. Vielleicht thematisierten sie die Steuerung des gemeinsamen Vehikels WHO zum Wohle der Menschheit, so wie die beiden Herren dieses definieren. Da hätte ich gerne einmal zugehört.

Grüne Mathematik: Durch Senkung der Fördersätze für Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden sollen mehr Menschen in den Genuss der Förderung kommen. So wird Robert H. zitiert. Das leuchtet ein: Wenn man einem seinen Schnaps nicht mehr gibt, werden viele betrunken werden. Oder so.Robert (2): Wegen dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine muss bei uns weniger Energie (gemeint ist Gas) verbraucht werden. Auch das leuchtet ein, denn meine Großmutter pflegte in solchen Situationen zu sagen: Sind meine Eltern selber schuld, wenn mir die Füße frieren – warum kaufen sie sich keine Handschuhe?

27. Juli 2022

Der Flächenbrand im Landkreis Elbe-Elster in Bandenburg betrifft einen oder mehrere Windparks. Vor Jahr und Tag äußerte ich mich nolens volens dienstlich und zwar skeptisch zu den Sicherheitsstandards. Die Dinger seien sabotageanfällig. Dafür erhielt ich keine guten Kritiken – die Windmühlen wären schließlich keine Kernkraftwerte. Stimmt, aber viel zahlreicher.

Neues aus der Ukraine (wenigstens für mich): Dass wir die Demokratie dort mit Boykotts des Bösewichts Wladimir Putin verteidigen, wissen wir seit Anfang März. In wessen Händen sich diese schützenswerte Demokratie und das Land, auf dem sie stattfindet, befindet, wird weniger erörtert. Hier ein Detail: Von der landwirtschaftlich genutzten Fläche dort („die Kornkammer“) gehören 17 Millionen Hektar (= 170.000 qkm) drei Großgrundbesitzern: Cargill, Dupont und Monsanto. Diese weltweit agierenden Multis wiederum gehören sog. Großanlegern der Hauptspekulanten Vanguard, Blackrock und Blackstone. Viel mehr muss man zu dieser Form der Demokratie nicht wissen. Nur zum Vergleich: Die genannte Fläche entspricht der Hälfte der Fläche von ganz Deutschland (= 357.000 qkm).Landnahme (2): Wieviel Land sich die eben aufgezählten üblichen Verdächtigen bereits in Deutschland gesichert haben, fand ich noch nirgends seriös erörtert. Dennoch hätte ich das gerne gewusst – einfach so und vielleicht aus deswegen, weil krasse Ungleichgewichte beim Landbesitz die Grundlage für den Feudalismus sind.

26. Juli 2022

Wie du mir, so ich dir: Eintreffen erster deutscher Flakpanzer in der Ukraine führt zu drastischer Reduzierung der gelieferten Gasmenge nach Deutschland durch Northstream 1. Die Rechnung ist einfacher, als man denkt – auch wenn niemand darüber spricht.

Gas (2): Ist keine Satire, sondern die Reaktion aus dem Wirtschaftsministerium: „Wir haben die Ankündigung zur Kenntnis genommen. Wir beobachten die Lage im engen Austausch mit der Bundesnetzagentur und dem Krisenteam Gas genau“.

Gas (3): Da kann nix passieren. Wir haben ein Krisenteam Gas. Ich weiß zwar nicht, was das ist, weiß aber aus langer Erfahrung, dass man Gremien gründet, wenn man nicht weiter weiß.

Gas (4): Es ist die jeweilige Ankündigung der dann auch tatsächlich durchgeführten Abschaltung, die den Hebel der psychologischen Kriegführung gegen Deutschland bildet. Das Krakeel über den bösen Putin bei Mainstream verstärkt die Sache noch wider Willen. Ursache und Wirkung lassen sich nicht mehr sehr lange verkleistern. – Erinnert sich noch einer an die Ankündigungen vom Februar? Wir wollten die Sanktionen, jetzt sind sie da.

Mecklenburg meldet Nichtbelegung zahlreicher Urlaubsquartiere. Man wird kaum davon ausgehen können, dass die ehemaligen Stammgäste nach Acapulco ausgewichen sind.

Mecklenburg (2): Eigene Beobachtungen waren so: Der Ärger über die Preise, die in den letzten 3 Jahrzehnten ins Unanständige stiegen, dämpfte die Reiselust merklich bis endgültig. So blieben Leute wie ich weg. Jetzt auch diejenigen, die ihr Geld anderswo dringender benötigen.

Mecklenburg (3): Idiotenregelungen des Corona-Regimes taten ein Übriges. Die Obrigkeit hatte verordnet: Wir wollen euch hier nicht. Das Gastgewerbe ließ sich das bieten. Zu süß waren die sog. Ausgleichszahlungen. Jetzt sind sie weg und die Gäste auch.

25. Juli 2022

Über die Raserei der Bilderstürmer: In meiner Kindheit erzählte man mir in zahlreichen Geschichten, wie man Wotan-Eichen fällte, Kirchen weiß tünchte, Bibliotheken verwüstete, Hexen auf Scheiterhaufen verbrannte. Meist wurden diese Erzählungen im Ton des Abscheus vorgebracht, so dass ich nicht begriff, warum die Missetäter so handelten. Heute erahne ich, dass es sich immer wieder um dasselbe Schema handelt: Die Zerstörung des Außergewöhnlichen durch den Mob, aufgestachelt durch minderwertige Scharlatane, zur Zeit praktiziert an der erfolgreichsten Autorin der Welt, J.K. Rowling.

Rowling (2): Ihr Verbrechen, sie sagt, es gibt zwei Geschlechter. Die Mainstream-Hetzmeute leugnet hingegen diese Realität. Deswegen muss die Erfolgreiche liquidiert werden, ihrer Werke beraubt und ihr Name in die Vergessenheit versenkt. – Dies ist keine Zeit mehr fürs Argumentieren, sondern für Ohrfeigen.

24. Juli 2022

Kurz nach Mitternacht das jüngste Rentnerische Akrützel von Bernd Zeller im digitalen Briefkasten vorgefunden. Bin nicht ganz sicher, ob das Titelbild an der selben Stelle entstand, wo ich ihm kürzlich in Jena über den Weg lief. Die Portraitierte, jedenfalls, war seinerzeit nicht zu sehen.

Akrützel (2): Gebe zu, dass mir zunächst nicht die junge Dame, sondern das Heft-Motto „Die Ruhe vor dem Herbst“ ins Auge stach, da ich gerade Was-nun?-Post beantworten wollte.

Die Himmelsscheibe von Nebra wurde 1999 von Schatzräubern entdeckt, die sie zu verscherbeln suchten, bevor sie selbst entdeckt wurden. Der von mir benutzte Dumont-Führer Sachsen-Anhalt weiß hiervon natürlich nichts. Er ist von 1997.

Nebra (2): Der Anstieg zum Museumsbau ist nur ein kurzer, er wird aber von mir wegen der Wärme verflucht. Die Ausstellung ist so, dass ich schwanke, ob ich sie als lehrreich oder amüsant empfinden soll. In summa: Es könnte alles auch ganz anders gewesen sein.

Nebra (3): Beeindruckend allemal die Tontafeln in Handygröße, auf denen die Babylonier ihre Aufzeichnungen in winziger Schrift hinterlassen haben. Angeblich handeln sie von der Zeiteinteilung (ebenso wie die kupferne Himmelsscheibe unserer Altvorderen).
 

Nebra (4): Nicht ohne Komik auch die Bildlegende, die ich dort vorfand: „In Mittel- und Westeuropa ging während der Völkerwanderungszeit ein Großteil des Wissens aus dem ehemals griechisch-römischen Kulturkreis verloren.“ – Déjà-vu.

An der Unstrut gesessen und mit Muße Freizeitkanuten zugesehen, die sich bemühten, ihre Miet-Boote auf den Betonstufen an einem Wehr zu beschädigen, was offenbar nicht ausreichend gelang, denn nach geraumer Zeit fuhren sie weiter flussab.

Déjà-vu (2): Mit meinem Klepper-Faltboot vor Jahrzehnten wäre das nicht möglich gewesen.

Mit Genuss eine gebraten-á-la-Unstrut-Forelle gegessen. Konnte sie nicht nach ihrer Herkunft fragen, da ich keine der Turk-Sprachen hinreichend beherrsche.

23. Juli 2022

Man muss nicht in die Tiefen der Wahrscheinlichkeitsrechnung einsteigen, um sich vorzustellen, dass mit jeder weiteren Impfung die Gefahr einer schweren Nebenwirkung bei demselben Geimpften steigt. Jeder Seiltänzer weiß um das Risiko der Wiederholung.

Seiltänzer (2): Nun wäre es unfair, den Herrn Karl als einen Seiltänzer zu bezeichnen. Der Letztgenannte kann nur überleben, wenn er Risiken zutreffend abzuschätzen vermag.

Seiltänzer (3): Es ist nicht ohne Komik, wenn das Paul Ehrlich-Institut, eine nachgeordnete Behörde des Gesundheitsministeriums, den twitternden Minister korrigieren muss, nachdem ein aufmerksamer Bürger öffentlich darauf hingewiesen hat, dass die beiderseitigen Zahlen über schwere Nebenwirkungen des Stöffchens nicht übereinstimmen. Ohne expressis verbis zu sagen, dass der Minister die Bevölkerung mit selbstgefummelten verharmlosenden Zahlen belügt, wurde der aufmerksame Bürger wg. der Verbreitung von Falschnachrichten auf Twitter gesperrt. Recht so, wie denn sonst?

22. Juli 2022

Der alte weiße Mann im alten Weißen Haus muss nach den selbsterzeugten Regel in Quarantäne, da ein positiver Corona-Test zu vermelden ist. Trotz vier Impfungen. Oder wegen vier Impfungen. Das wäre die allein interessierende Frage, die selbstredend nicht gestellt wird. Er macht jetzt Dienst im Home-Office. Ich dachte, das täte er ohnedies.

Mario Draghi ist in Italien zurückgetreten. Jetzt müssen Goldman Sachs & Genossen für einen Nachfolger sorgen.

Der Herr Müller von der Bundesgasanstalt teilt mit, dass durch Northsteam I mehr Gas nach Deutschland ströme, als von ihm angenommen. Ich dachte, es gäbe Messgeräte oder nutzt er Wünschelruten?

Mainstream vermeldet mit Stolz, dass die Bundesbürger weniger duschen. Michels Lust an der Notlage wird sich irgendwann in Luft auflösen – in sehr kalte Luft.

Im Wartezimmer: Da liegt der übliche Heftchen-Stapel aus dem Gesundheits-Blabla für Doofe. Eins mit der Aufschrift Focus. Zweimal hingesehen, es ist tatsächlich die von mir vor 3 Jahrzehnten wöchentlich durchgeblättete Wochenschrift. Jetzt ein schlabbriges Heftchen, in dem die Mitglieder der Bundesregierung gelobt werden. Lesedauer 2 Minuten. Das kann weg.

Im Wartezimmer (2): Zwei Patienten, augenscheinlich Ärzte, unterhalten sich ungeniert über die Arbeitsbedingungen am Krankenhaus in Schilda. Erwägen Kündigung wg. übler Arbeitsbedingungen, totalem Personalmangel, Maskenterror und so. Kann kein Mitleid entwickeln, da sie sich unterwerfen, was sie nicht müssten.

21. Juli 2022

In Großbritannien bestimmen derzeit die konservativen Abgeordneten im Unterhaus, wer Pateichef werden soll. Sie führen angesichts der Mehrzahl der Bewerber eine Art Reise-nach-Jerusalem auf. Jedes Mal scheidet der am schlechtesten Platzierte aus. Gestern waren es dann nur noch zwei, ein Indisch-Stämmiger und eine Engländerin. Der Sieger wird sodann zur Königin gehen, um sich zum Premier ernennen zu lassen. – Warum das so ist? Ist eben so.

In den USA stehen Biden & Co vor einer bemerkenswerten parlamentarischen Niederlage. Das gigantische Geldpaket zur Installierung eines Green Deal droht im Senat zu platzen. Dort hat einer der demokratischen Senatoren erklärt, dagegen stimmen zu wollen. Das reicht angesichts der fifty-fifty Mehrheitsverhältnisse für das Aus. Man kann den Abweichler vom Woken verstehen, denn er verdient seine Dollars mit Kohleverstomung.

In Russland hat Außenminister Lawrow mitgeteilt, dass man zu weiterer Landnahme schreiten werde. Hier werden die beiden gegnerischen Kriegsprinzipien erneut deutlich: Die USA setzen auf Abnützungskrieg, die Russen auf eine nichts überstürzende Beharrlichkeit der kleinen Schritte.

Russland (2): Die Strategie der Aufspaltung der Gegner schreitet munter voran. Das gilt länderbezogen (z.B. Ungarn, Slowakei, Spanien), aber auch innerstaatlich, wie man am Beispiel Deutschland beobachten kann. Die deutsche Politik hängt an einem seidenen Faden, dessen eines Ende in Moskau festgemacht ist. Zur Zeit wird an diesem Faden milde gewackelt. Gleichzeitig wird zugeguckt, ob wir von selbst runterfallen.Wer zwischen die Mühlsteine gerät, sagt das Sprichwort, wird zermahlen. 

Die Fortschrittler haben ein neues Kuscheltier von gigantischen Ausmaßen kreiert, den globalen Süden. Besser kann man die Kernidee des Globalismus kaum zum Ausdruck bringen, dieses Wir und Ihr, die selbstauferlegte Pflicht des Wir über Euch zu bestimmen. Das ist Kolonialismus pur.Globaler Süden (2): Zur Sicherheit an meinem staubigen Globus gedreht. Die Südhalbkugel ist bevorzugt von Wasser bedeckt. Was für ein unendliches Manövergelände für eine neue Panikmache. Wie wäre es mit der Entsalzung der Ozeane zur Rettung des Planeten?

20. Juli 2022

Die letzten Getreuen dieses Hitler-Attentats-Gedenktages sitzen seit gut 2 Jahrzehnten in der Zeitung Junge Freiheit. Sie haben sich in ihrem Mythos eingegraben und erschauern, wenn heute einer das Wort Diktatur zur Beschreibung der gegenwärtigen Verhältnisse in den Mund nimmt (zum Beispiel Corona-Diktatur).

20. Juli (2): Der übrigen Journaille sind Datum und Täter, falls überhaupt bekannt, peinlich, sofern sie den deutschen nationalistischen Obristen nicht ohnedies als Nazi entlarvt haben. Dass einer zudem sein Leben aufs Spiel setzt, um das Unrecht durch Tyrannen-Mord zu bekämpfen, ist den heutigen Maulhelden unvorstellbar. Sie kämpfen stets auf der richtigen Seite – damals und auch heute.

Der Herr Müller von der Netzagentur hat mich mit einem neuen Gaga-Wort versorgt. Man habe, so wird er zitiert, in den letzten Wochen mehr Gas ausgespeichert, als man eingespeichert habe.

Speicher (2): In der selben Zeit wurden aus Deutschland die polnischen Gasspeicher bis zur Halskrause gefüllt und gleichzeitig in Deutschland der Gasnotfallplan ausgerufen.

Speicher (3): Der Herr Müller betont, dass der augenblickliche Füllstand der Gasspeicher ein Erfolg der Politik der Bundesregierung sei. Falls er damit die deutschen Speicher meint, wäre zu ergänzen, dass die jetzige versuchte Befüllung, die aber offenbar nicht so wie geplant gelingt, dank verschleuderter Steuermilliarden stattfindet, da die Hiesigen dank ihrer Sanktions- und Abschaltpolitik sonst gar nichts mehr auf dem Weltmarkt bekämen.

Speicher (4): Die prekäre Lage der Ausspeicherung verdanken wir offenbar den hochsommerlichen Temperaturen, die Anlass geben, die Klimaanlagen und den veganen Gasgrill einzuschalten.

Das Wort ausspeichern erinnert mich stark an die Gewohnheit der Hiesigen im Kleinstaat, das Auftauen des Tiefgekühlten als Ausfrieren zu bezeichnen. Ich sollte erwägen, das Leeren des Glases als Entfüllen zu bezeichnen.

Während rundum die Regierungen über die Energieversorgung nachdenken – Spanien kauft munter in Russland –, hält die Bundesregierung den Petersberger Klimagipfel ab. Hier geht es um Weltrettung und ein seit Jahren eingeführtes Quatsch-Wort: Klima-Neutralität. Niemand konnte mir bislang schlüssig erklären, was das eigentlich sei, stattdessen werde ich ermahnt, dass dergleichen bis 2045 erreicht sein müsse (so Annalena Bb.). Und was, wenn nicht?

Klima (2): Der Herr Scholz wird so zitiert, dass der erneut verstärkte Gebrauch von Kohle nur ein vorübergehender sein könne. Das trifft, aufs Ganze gesehen, zu, denn die Kohlevorräte sind endlich, ist aber ziemlich sicher anders gemeint.

Klima (3): Dasselbe, so lese ich, sei menschgemacht. Das ist schon deswegen richtig, weil ich die Amseln rund um den Birnbaum hinter dem Haus noch nie das Wort habe benutzen hören. Machen die sich eigentlich gar keine Gedanken? – Ich versuche, dem abzuhelfen und sie für das Schicksal der Dinosaurier zu interessieren. Vergeblich. Ihr Augenmerk gilt allein den Birnen.Das Umdenken ist eine beliebte Floskel, wenn es darum geht, anderen den eigenen Willen aufzuzwingen. Es setzt eigentlich Denken voraus. Ich bezweifle, dass dies in den meisten Fällen so ist.

19. Juli 2022

Gegenüber vom Haupteingang des Ohlsdorfer Friedhofs in Hamburg finde ich einen Laden mit der Aufschrift Sargdiscount. Sachen gibt’s, kann man sich nicht ausdenken.

Das FBI eröffnet einen Ermittlungsvorgang in Sachen Wuhan-Bio-Labor. Man erinnert sich: Es war der ehemalige US-Präsident Trump, der 2020 – noch im Amte – öffentlich behauptete, das Corona-Virus sei von dort. Umgehend widersprach die Creme der Virologen, angeleitet vom US-Spitzenmann Antoni Fauci, der von der deutschen Koryphäe Doktor Drosten schriftlich unterstützt wurde.

Virus (2): Kurz drauf, im März 2020, wurde ich schlagartig auf die schier unglaubliche Diskrepanz der Fakten aufmerksam, so dass ich über die Ereignisse Buch zu führen begann. Mein Freundeskreis fing an sich auszudünnen, weil man mich für verschwörungs-affin hielt, als ich mich anschickte, unter Leuten, die ich für seriös hielt, Erkundigungen einzuziehen (sie führten im Laufe eines Jahres zum Buch Corona-Diktatur).

Virus (3): Spätestens im Januar 2021 war nicht widerlegbar, wo das Virus aus dem Labor freigesetzt worden war. Offen blieb, wie das Freisetzen geschah und ob es absichtlich erfolgte. Jegliche Forschung in dieser Frage wurde vom Wust der Nachrichten über tatsächliche oder vermeidliche Folge des Virus zugeschüttet (vulgo: Pandemie).

Virus (4): Im Frühjahr 2021 war spätestens klar, dass die Finanzierung der Aktivitäten in Wuhan aus dem Pentagon und anderen US-Quellen erfolgt war. Die Verbreitung dieser Fakten und ihre Diskussion wurden mit den üblichen Mitteln der Diffamierung unterdrückt.

Virus (5): Im Herbst 2021 wurde die schier unglaubliche Bereicherung von US-Gesundheitsfunktionären im Zusammenhang mit Corona aufgedeckt und sorgsam bei Mainstream unterdrückt. Gleichzeitig wurde offenbar, dass die illegalen Sponsoren auch zugunsten der Mainstream-Funktionäre tätig geworden waren.Virus (6): Wenn jetzt das FBI strafrechtliche Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Wuhan-Labor aufnimmt, kann das nur bedeuten, dass irgend eine peinliche Tatsache unterdrückt und eine erwünschte aufgedeckt werden soll. Wer diese meine Behauptung jetzt als Verschwörungs-Geklingel abtut, mag sich gedulden, bis in spätestens einem halben Jahr erklärt werden wird, was bei diesen Ermittlungen herausgekommen ist. Ich gebe mal einen Tipp ab: Offiziell vielleicht nichts. Es könnte aber auch sein, dass die Zerrüttung zwischen China und den USA dann bereits so weit gediehen ist, dass man die Freisetzung des Virus in Wuhan als einen klugen Schachzug politischer Kriegführung feiern wird. Geschichtliche Wahrheit ist bekanntlich flexibel.

Virus (7): Wie einen höhnischen Schlusspunkt zum Vorstehenden lese ich mittags die Meldung, dass der böse Geist des US-Gesundheitstheaters, Antoni Fauci, heute mitgeteilt hat, bis zum Ende der Amtszeit von Joe Biden bleiben zu wollen. Das kann dauern, denn der hat gerade angekündigt, auch für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Wenn das gelingt, habe ich keine Bange, dass sich die bürgerkriegsähnlichen Fronten in der Corona-Frage endgültig in landesweiten Gewalttätigkeiten entladen.

Gaskrieg: Das Wort hat in Deutschland mit gutem Grund einen schlechten Klang. Es kam 1915 auf, als die Deutschen die schreckliche Gaswaffe an der Westfront erstmals in der modernen Kriegsgeschichte einsetzten. Deutschlands Feinde zogen nach. Massenvernichtungsmittel haben das so an sich.

Gaskrieg (2): Eines der Opfer auf deutscher Seite war 1918 ein gewisser A.H., der sich Jahre später Der Führer nennen ließ. Er verbot im Zweiten Weltkrieg den Einsatz von deutschen Gasgranaten – so hatte seine schreckliche Verwundung vielleicht ihr Gutes. Auch die Alliierten, die Gas-Granaten und -Bomben im großen Umfang im Sortiment hatten, scheuten den Einsatz, denn sie fürchteten schreckliche Racheaktionen.

Gaskrieg (3): Erst kurz vor Toresschluss, im August 1945, setzten die US-Amerikaner ein anderes Massenvernichtungsmittel ein, die Atombombe. Sie trauten sich das, weil sie wussten, dass niemand ihnen Paroli bieten konnte. Erst vier Jahre später endete dieser Machtrausch. Da wurden sie vorsichtiger.

Gaskrieg (4): Der Begriff hat einen Bedeutungswandel seit Kurzem durchgemacht. Er bezeichnete journalistisch zunächst die Vorgehensweise der Länder der westlichen Wertegemeinschaft gegen Russland als Maßnahme der Wirtschaftskriegsführung. Neuerdings hat sich der Begriff wiederum gewandelt und benennt nun den Zank der Länder der westlichen Wertegemeinschaft untereinander, um sich den Zugang zu (russischen) Gasimporten zu sichern.

15. Juli 2021

Schreibt mir ein Berliner Bücherverramscher: 100 Jahre Bauhaus, die letzten Exemplare – ach, wenn es doch wahr wäre.

Bauhaus (2): Damals nutzen die Exoten die Idylle, um auf Staatskosten ihren Hobbys nachzugehen. Die Studenten waren bestenfalls das Dekor zu Absicherung ihrer Pfründe. Da hat sich bis heute nichts geändert.

Bauhaus (3): Daselbst wurde eine zum Dr.-Ing. promoviert, die über die Studentinnen am Bauhaus in den 1920er Jahren schrieb. Die Bitte an die Uni, mir die Lektüre zu ermöglichen, blieb unbeantwortet. Schilda eben.

14. Juli 2022

Eigentlich keine Zeile wert, doch die Hofberichterstattung über unsere politischen Eliten (das Wort Elite wird in diesem Milieu ausschließlich im Plural verwendet) ergeht sich über die Erkrankung von Robert H. und Annalena Bb.: 2 x Corona, 1 x aktuell, 1 x die unerfreulichen Nachwirkungen. Die Leserkommentare sind pure Häme, daher ein klarer Fall für den Verfassungsschutz, jedenfalls so, wie er heute praktiziert wird (Phänomenbereich Verächtlichmachung).

Krank (2): Die vierfachgeimpfte Annalena kann keine Treppen mehr steigen und ruft zum Maskentragen auf. Sah im Internet eine gefälschte Apothekenrundschau mit der Titelzeile: Ist Blödheit heilbar? – Kurz nachgedacht, Antwort: Nein, ist sie nicht. Es ist klar, dass ich mich bereits von der Frage distanziere und zwar deutlich. Obwohl – vielleicht würde ja eine Gen-Therapie helfen. Mal bei Pfizer-BionTech nachhören.

In Holland rumoren die Bauern. Erinnert stark an die LKW-Fahrer in Canada im Januar. Die gaben erst auf, als man ihnen flächendeckend die Konten sperrte. Grob rechtswidrig, aber wirksam.In Sri Lanka haben die grün-geprellten Bürger in ihrer Verzweiflung den Aufstand gewagt. Präsidentenpalast gestürmt. Ex-Insasse getürmt.

Mittags: Der Herr Karl hatte vor zwei Tagen für heute Megahitze angesagt, an der die Leute wie die Fliegen sterben würden. Doch morgens war es so kühl, dass ich einen Pullover anzog. Wenn das der Wärmetod ist, der uns droht, will ich nicht meckern.

Der Herr Karl (2): Nun macht er schon seit mindestens zweieinhalb Jahren grottenfalsche Vorhersagen, so dass man sich nicht weiter wundern muss. Nur eines bleibt rätselhaft: Warum wählt er so kurze Distanzen? Da waren der Junior und Kalle Marx klüger: Kehret um, denn das Himmelreich ist nahe, so der eine, während der andere das Wohlergehen der Kinder und Kindeskinder in Aussicht stellte.

Blick auf die amtliche Bevölkerungsstatistik: In der Altersgruppe von null bis 35 Jahren sind Jahrgang für Jahrgang die Migrationshintergründler in der Mehrheit. Das bedeutet, in spätestens zwei, drei Generationen werden die Deutschen in Deutschland verschwunden sein.

Migranten (2): Präziser wäre es deswegen nicht von Hintergrund, sondern von Vordergrund zu sprechen.

Herr Müller von der Netzagentur lässt uns wissen, dass sich die Gasverbraucherpreise bis 2023 verdreifachen werden. Recht so, wenn man bedenkt, wie froh wir darüber sind, dass wir auf diese Weise den bösen Putin bestrafen können. Man nickt zufrieden und sagt: Darf’s nicht noch ein bissl mehr sein?

12. Juli 2022

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde von Soldaten gegen die angeordnete Corona-Zwangsimpfung zurückgewiesen. Es hatten einige gehofft, dass die im Verfahren angehörten, nicht misszuverstehenden Sachverständigen einigen Eindruck hinterlassen hätten. Doch falsch – aus dem Austausch und der Bewertung rationaler Erwägungen sind wir längst raus.

Soldaten (2): Zynisch ist der Hinweis, sie müssten auch sonst Leib und Leben riskieren. Ja, zur Verteidigung des Vaterlandes, nicht jedoch, um den Wohlstand von Pfizer & Co zu mehren.

Robert H. hat einen neuen Plan: 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr. Da wir bekanntlich im Land des Stromüberflusses leben, ist das eine löbliche Idee.

Plan (2): Wenn sie nicht Realität wären, die Pläne des Robert H., könnte man an ein Revival der Olsen-Bande denken. Egon Olsen: Ich habe einen Plan. Und zum Schluss jeden Plans sitzt er wieder im Knast. Das hat natürlich mit der Realität nichts zu tun. Wirklich nicht.

Die Grünen rüsten auf. Dem Vorstand wird ein schickes neues Referat angegliedert: Gegnerbeobachtung. Das Referat II.113 des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS hieß erstaunlich ähnlich. Nur nebenbei: Der SD war eine Unterorganisation der NSDAP. Dort war die 1932 erfolgte Einrichtung der Gegnerbeobachtung nicht hundert Prozent originell, sondern bei der KPD abgekupfert. Bei der hieß die Partei-Organisation AM-Apparat und das einschlägige Ressort Gegnerarbeit.

Parteigeheimdienst (2): Hier ein Beispiel aus der realen Welt der politischen Parteien (AM-Apparat der 1930er Jahre in Wuppertal): 

AM-Apparat Wuppertal (1931-36)Leiter: Josef Bender (4.3.1942 zu 8 J. Zuchthaus verurteilt)Vertr.: Ewald Funke (bis 1933), Otto Kettig (festgen. 1936)Ressort Braun(Rechtsparteien, incl. NSDAP)Ressort E(SPD, Reichsbanner)Ressort Z(Zersetzung von Polizei und Reichswehr)BB(Industrie-Spionage)Abwehrressort

Parteigeheimdienst (3): Die einschlägige Organisation der SPD hieß nach 1946 Ostbüro. Sobald Herbert Wehner am Ende der 1950er Jahre dank seiner soeben erlangten Partei-Stellung Zugriff auf den Apparat hatte, zerschlug er ihn. Man kann das nachvollziehen.

Parteigeheimdienst (4): Es war nicht ohne Komik, als die Führung der AfD vor Jahr und Tag eine Arbeitsgruppe Verfassungsschutz installierte. Sie war gegen Mitglieder der eigenen Partei gerichtet und wurde von der Illusion geleitet, die AfD vor der Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu bewahren.

11. Juli 2022

Fragt mich einer gestern beim Abendessen: Wozu braucht man eigentlich diese FDP? – Weiß ich auch nicht.

FDP (2): Nannte sich mal die Partei der Besserverdienenden. Das war und ist eine absurde Definition für den Liberalismus. Deren jetzige Leuchten setzen auf Bürgergängelung, Krieg im Osten und Energie-Knockout. Das kann weg.

FDP (3): War von Anfang an ein Zwitter. Ritterkreuzträger und Neunmalkluge. Die sind jetzt alle tot. Geblieben sind die Apparatschiks. Die sind mit den anderen bunten Passgängern austauschbar. Damit dies nicht als Legitimierungskritik missverstanden wird, schnell den Wowereit hintendran: Und das ist gut so.

Annalena ist wieder aufgetaucht. Mein Gott, was bin ich erleichtert. Natürlich sind wir alle begeistert, dass sie jetzt Pazifik-Atolle rettet.

Annalena (2): Bei soviel Badefreuden vergaß sie, mit dem russischen Außenminister Lawrow beim G20 in Bali zu reden. Wozu auch, wo wir jetzt auf Panzerhaubitzen setzen. Stelle mir vor, dass sie von der bedrohlichen Schlachtordnung der BRICS-Staaten nichts mitgekriegt hat. Vermutlich ist kein Platz im Kopf frei bei all den Fototerminen.

Annalena (3): Kleideranprobe ist schön, Diplomatie wäre das Gebot der Stunde.Tichy titelt: Grün nervt. – Das nervt.

9. Juli 2022

Gewaltanwendung: Durch eine Sprengung wurden die Georgia Guidestones so stark demoliert, dass sie abgeräumt werden mussten. In landestypischer Bescheidenheit auch das amerikanische Stonehenge genannt, standen die Granitsäulen seit 1980 in der Gegend rum und symbolisierten angeblich den Anspruch der sog. Eliten, die Zahl der Weltbevölkerung regulieren zu dürfen.

Gewalt (2): Die Mutmaßungen über die Ermordung des vormaligen japanischen Ministerpräsidenten Abe gehen wild durcheinander. Die Tagesschau, so lese ich, habe den Mann als einen Rechten bezeichnet. Oho, was wollen die Hamburger Nachrichtenclowns denn damit zum Ausdruck bringen? Zu recht ermordet? Oder hat ihnen ein Experte gesteckt, dass der jetzt Tote am Tage seines Regierungsantritts zum Schrein der Opfer der Siegerjustiz von 1945 gepilgert ist, um sich dort zu verneigen. Andre Länder – andre Sitten, sagt das Sprichwort.

Trotzig und rotzig: Wunderkind Musk hat den von ihm selbst angegeigten Twitter-Kauf platzen lassen. Der amtierende Vorstand sei seiner vertraglich vorgesehenen Offenbarungspflicht der Fake-Konten nicht nachgekommen. Die allzeit-woken Twitterer jubeln. Das ist das Pfeifen im Walde, denn jetzt rollt eine Prozesslawine an: Twitter gegen Musk (geschenkt, der kann sich das leisten, aber für die Firma bedrohlich) und geprellte Aktionäre gegen Twitter (da geht es um die Substanz).

Twitter (2): Der Chef des Unternehmens heißt Parag Agrawal, vermutlich ein Inder. Er äußert sich angesichts des Verkaufsdesasters, dass die Firma täglich eine Million von neuen Fake-Konten lösche. Das Ganze ist entweder eine Vernebelung des wirklichen Problems, oder es zeigt auf, dass die Lenker des Konzerns ihren Laden schon längst nicht mehr im Griff haben und deswegen heilfroh gewesen waren, den Schlamassel einem neuen Eigentümer in die Schuhe schieben zu können.Schilda: Man muss nicht weit fahren, um auf den Unverstand der Bahn zu stoßen.

Die westliche Sehne des Halbmondes der Ostukraine ist nach dem Fall von Lugansk und der umliegenden Ortschaften fest in russischer Hand. Die russische Armee verfügt über das Gesetz des Handelns. Man kann nicht sagen, wo sie den nächsten Offensivstoß führen wird. Drei Regionen kommen nach dem Blick auf die Karte als operativ sinnvoll in Frage: Im Norden, um Charkow einzunehmen; im Südwesten, um Odessa von der Ukraine abzuschneiden; in der Mitte, um die Verteidigung östlich des Dnjepr zum Einsturz zu bringen. Spekulationen der sog. Experten sind nutzlos. Es ist der russische Oberbefehlshaber, der die Befehle erteilt.

Die Vortagsmeldung von den im ersten Halbjahr kometengleich fallenden Vermögen der 500 Reichsten zeigt Konturen, die zum Nachdenken Anlass geben. Es hat vor allem diese Jenseits-Reichen aus dem Lager von Big Tech getroffen, inclusive Gates, Brin, Page, Bezos, Zuckerberg & Genossen. 

Geldverbrennung (2): Es äußert sich einer von der Deutschen Bank dazu, ein Welt-Chefanalyst (was immer das sein mag): Gut, dass das erste Halbjahr vorbei sei, das sei die gute Meldung, die schlechte sei allerdings, dass die Aussichten des zweiten finster seien. Der Mann hätte Sprücheschmied werden sollen.

8. Juli 2022

Das britische Nationalarchiv in Kew bietet mir Nancy Mitford für schlappe £9.99 an – handsigniert. Wenn das der Führer wüsste. Er würde fragen: Wo bleibt denn Schwesterrr Unity. Nebenbei: Mich hat schon immer gewundert, wie die englischen Zelebritäten es fertigbrachten, ihre breiten Münder zu Kussmäulchen zu schminken.

Von der Insel (2): Der Generaldirektor von MI5 warnt in einer veröffentlichten Erklärung die Wirtschaft vor den Gefahren chinesischer Unterwanderung. Das ist nicht ohne Komik, wenn die Warnung bei Firmen eingeht, die im Besitz von Leuten aus Ländern sind, vor denen gewarnt wird. War mir bereits in den 1980er Jahren aufgefallen, als es noch die zwei dominierenden Machtblöcke gab.

Von der Insel (3): Der Rückzug Boris Johnsons vom Parteivorsitz der Konservativen wird notwendig einen Wechsel im Amt des Premiers im Gefolge haben. Steht nirgends, ist aber so. Was der Wechsel inhaltlich bedeutet, weiß kein Mensch, selbst wenn die Experten vorgeben, es besser zu wissen.

7. Juli 2022

Wenn man der US-Nachrichtenplattform Bloomberg trauen darf, haben die 500 reichsten Leute der Welt im ersten Halbjahr 2022 1,4 Billionen (= 1.400.000.000.000) US-Dollar verloren. Anbei ein PPR-Exklusivbild aus dem Lager der Milliardäre bei Bekanntgabe der Zahlen.

Eine Geschichte aus der Tausendundeinenacht-Abteilung (Bundeszentrale für politische Bildung): „Amin, ein erfolgreicher dänischer Akademiker, trägt schwer an seiner Vergangenheit, von der sogar sein Lebensgefährte kaum etwas weiß. Einem befreundeten Filmemacher erzählt er nun von seiner Kindheit und der dramatischen Flucht aus seiner afghanischen Heimat“ (BzB-Rundbrief von gestern).

BzB (2): Warum nur warum muss ich lachen, wenn ich solche Texte lese. Vor allem: Mache ich jemanden verfassungsschutzrelevant lächerlich, wenn ich solche Texte wörtlich zitiere?

Die Leute zerreden sich das Maul, dass der deutsche Autozulieferer Allgeier (Familie Hundt) nach China vertickt wird. Ausverkauf von Tafelsilber und so. Als käme es nur auf den Käufer an. Nein, es gehört auch ein Verkäufer dazu – ein Eigentümer, den niemand hindert, deutsche Unternehmen zu exportieren.

Ramsch (2): Mag sein, dass ich mich irre, doch kommt es mir so vor, als würde Reales nach China gehen, während US-Investoren gern zu Luftschlössern greifen, siehe Springer-Konzern.

Waffenhilfe: Eine der in die Ukraine gelieferten Panzerhaubitzen (PzH 2000) befindet offensichtlich sich in russischer Hand. Es wird diskutiert, wie die da hinkommen konnte. Ich frage mich hingegen, wo die anderen sind.

Waffenhilfe (2): Die Kommentare zum Waffenwechsel sind durchweg von kaum zu überbietendem Zynismus, zum Beispiel so: Der Übergang zu den Russen sei eine Entscheidung der an Bord befindlichen Künstlichen Intelligenz gewesen.

6. Juli 2022

In fünf Tagen schalten die Russen die Gaszufuhr über Northstream komplett ab. Reaktion der Bundesregierung: Ab 2024 ist Deutschland vom Russengas unabhängig. Die Zwischenzeit wird weniger diskutiert. Mir geht ein zweijähriger Lockdown durch den Kopf. Wie der geht, wissen wir ja nun.

Der Hauptgaslieferant in Deutschland macht Pleite. Der finnische Eigentümer schmeißt hin. Die Bundesregierung übernimmt. Heißt zu deutsch: Der Steuerbürger zahlt für etwas, was sich wirtschaftlich, selbst bei exorbitanten Preiserhöhungen, nicht mehr trägt. Jetzt beginnt der Wettlauf von Hase und Igel: Gelddrucken gegen Gaspreis.

Früher gab es mal den Subventionsbetrug. Ich kann mir nicht erklären, warum mir das durch den Kopf geht. Falsche Bettenbelegung? Flasche Testzentren? Produktion von Elektrospielzeugen auf Halde? Vorübergehende Schließung des Tesla-Werks in Brandenburg?

Das Wirsindeinreichesland erwirtschaftet – falls man es positiv fassen will – einen Importüberschuss. Zu deutsch: Der Quell des Reichtum ist weggebrochen.Auf Sylt feiert derweil der Finanzminister ein rauschendes Hochzeitsfest. Ich nehme nicht an, dass die Anreisenden das Neuneuroticket benutzen werden. Sie könnten sich sonst um Tage verspäten.

4. Juli 2022

Bücherkataloge eines Berliner Verramschers im Briefkasten. Bill Gates‘ Klimakatastrophe zum Sonderpreis. Katastrophe abgesagt? Kann ich mir nicht vorstellen. Dann schon eher, dass Gates-Jünger keine Bücher lesen. Ich hatte das Buch gleich nach seinem Erscheinen gekauft, um beim Schreiben der Corona-Diktatur nichts Wesentliches unberücksichtigt zu lassen. Es war nichts Wesentliches enthalten – ein weiteres Dokument des Größenwahns.Bücher (2): Ein angeblicher Bestseller ist eine brandneue Selenskyj-Biographie: „Eine spannende Annäherung an diese spannende Persönlichkeit“. Kann warten, bis es auf dem Ramsch erscheint. Das kann nicht mehr lange dauern.

2. Juli 2022

Die Biden-Administration kauft erneut bei Pfizer-BionTech für mehrere Milliarden Dollar Stöffchen ein. Da ist kein Einlenken vor den verheerenden Ergebnissen zu erkennen. Ganz im Gegenteil. Was für ein fabelhafter Beweis für den selbstorganisierten Untergang der weißen Rasse.

1. Juli 2022

Das Publikum auf dem Graben und in der Kärntner Straße zu Wien ist international. Es überwiegen Arabisch und die slawischen Töne. Das berühmt-berüchtigte Wiener Mädel ist deutlich unterrepräsentiert, steckt aber womöglich – wer will’s wissen – in der verschleierten Nachhut des einen oder anderen raumverdrängenden Goldschmuckträgers. Nicht ohne einen Hauch von Frohsinn nehme ich zur Kenntnis, dass diese Klientel, um Einlass ersuchend, vor den rund einem Dutzend Hochpreisläden schlangesteht. Den Einlass gewährt ein balkanesischer Gorilla.

Wien (2) In der U-Bahn dominiert die FFP-2-Maske. Bei über 30 Grad ein gesundheitsförderndes Detail. Da ich den öffentlichen Verkehr sonst meide, wundere ich mich. Ansonsten sind Maskenträger rar, dem ostasiatischen Typus eher vorbehalten.

Wien (3): An Kitschläden ist wahrhaftig kein Mangel. Was mich vom Kauf von chinesisch-stämmigen Schnickschnack zurückhält, sind die Aufschriften: Vienna. Weitgehend ohne diese Aufschriften ist der Goldkram von Klimmt, doch der kommt aus ästhetischen Gesichtspunkten nicht in Betracht.Wien (4) Im Stefans-Dom fand ich den Namensheiligen in erheiternden Varianten vor. Bevor ich mich zu einem Kauf durchringen konnte, wurde ich von einer Besuchergruppe (mit Masken) ins Freie geschoben. Geld gespart. Dafür abends Bier getrunken. Für Wein war’s einfach zu warm.

30. Juni 2022

Die Macht der Bevölkerungsstatistik: Falls die Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt stimmen sollten, hat es im 1. Quartal 2022 einen drastischen Einbruch bei den Lebendgeburten im Vergleich zu den einschlägigen Zeiträumen der drei Vorjahre gegeben (rund 20.000 weniger = 12 %). Eine Nachfrage drängt sich auf: Gibt es einen Zusammenhang mit den ca. 9 Monaten zuvor begonnenen Massenimpfungen? Dann müsste es eine entsprechende Vergleichszahl mit Totgeburten und nicht-lebensfähigen Föten geben. Gibt es die?

Geburteneinbruch (2): Eine auch nicht gerade beruhigende Erklärung könnte sich aus einer möglichen, durch die Impfung herbeigeführten Sterilisierung von fortpflanzungsfähigen Männlein und Weiblein ergeben. Ich käme nicht drauf, wenn der Impffanatiker Bill G. nicht wiederholt von der Reduktion der Weltbevölkerung geredet hätte.

Angst: Wenn jetzt bei Mainstream ab und an die Impffolgen thematisiert werden, die es bis gestern dort nicht gab, so liegt das daran, dass sich bei den geimpften Propagandisten Furcht breitmacht, trotz und alledem zu erkranken und nicht nur an Corona.

Angst (2): Die Statistik der Übersterblichkeit nach Impfbeginn spricht eine drastische Wahrheit aus. In einfacher Sprache: Ungeimpft lebten die Leute länger – selbst auf dem Höhepunkt der ausgerufenen Pandemie.

29. Juni 2022

Die Türkei einigt sich mit der Nato über den Beitritt von Schweden und Finnland. Das wird garantiert teuer für die Wertegemeinschaft. Auch werden die Neuen nichts mehr gegen die friedlichen Bruderschaften unternehmen dürfen.

Der Elysee veröffentlicht ein Telefonat zwischen Putin und Macron vom 20. Februar. Beide reden aneinander vorbei. Der eine will den ukrainischen Militäreinsatz stoppen, der andere den russischen Einmarsch verhindern. Es ist ein Schwarzes Peter Spiel. Die Würfel waren lägst gefallen.In den USA werden die Schlagzeilen durch unablässige Vor- und Zwischenwahlen bestimmt. Beim sog. Januar-6-Komplex (dem vorgeblichen Sturm aufs Kapitol) lässt sich nicht mehr verbergen, dass eine verdeckte Polizeieinheit mitmischte. Nach dem Abtreibungs-Stopp-Urteil durch der Supreme Court ist der linke Mob außer Rand und Band. Die Impf-Schlacht geht ungebremst weiter.

28. Juni 2022

Wo geglaubt wird, sind Denkfehler ausgeschlossen. Deswegen ist es ein Denkfehler zu glauben, die Gläubigen müssten endlich das Unübersehbare einsehen.

In einfacher Sprache: Kommt der Strom nicht aus der Dose | hilft nicht einmal die Wattehose.

Fracksausen: Nach einer unerprobten Quelle sei es so, dass Selenskyj ausschließlich von einem britischen Kommando bewacht werde. Falls das so ist, würde ich mich nicht wundern. Die einstige Vermittlerrolle zwischen Russen und Ukrainern ist geplatzt. An seine Stelle ist aus Sicht etlicher Ukrainer der von Selenskyj zu verantwortende Ausverkauf an Polen getreten. Von den Ukrainern, die ich kenne, findet das keiner akzeptabel.Kommando (2): Wer bewacht wird, steht stets zugleich unter Aufsicht.

27. Juni 2022

Spät entdeckt, aber immer noch bemerkenswert. „Ich habe es satt, oder, um es noch klarer auszudrücken: ich habe die Schnauze voll vom permanenten und immer religiöser werdenden Klima-Geschwafel, von Energie-Wende-Phantasien, von Elektroauto-Anbetungen, von Gruselgeschichten über Weltuntergangs-Szenarien von Corona über Feuersbrünste bis Wetterkatastrophen. | Ich kann die Leute nicht mehr ertragen, die das täglich in Mikrofone und Kameras schreien oder in Zeitungen drucken. Ich leide darunter, miterleben zu müssen, wie aus der Naturwissenschaft eine Hure der Politik gemacht wird.

Satt (2): Ich habe es satt, mir von missbrauchten, pubertierenden Kindern vorschreiben zu lassen, wofür ich mich zu schämen habe. | Ich habe es satt, mir von irgendwelchen Gestörten erklären zu lassen, dass ich Schuld habe an allem und an jedem – vor allem aber als Deutscher für das frühere, heutige und zukünftige Elend der ganzen Welt. | Ich habe es satt, dass mir religiöse und sexuelle Minderheiten, die ihre wohl verbrieften Minderheitenrechte mit pausenloser medialer Unterstützung schamlos ausnutzen, vorschreiben wollen, was ich tun und sagen darf und was nicht.

Satt (3): Ich habe es satt, wenn völlig Übergeschnappte meine deutsche Muttersprache verhunzen und mir glauben beibringen zu müssen, wie ich mainstream-gerecht zu schreiben und zu sprechen habe. | Ich habe es satt, mitzuerleben, wie völlig Ungebildete, die in ihrem Leben nichts weiter geleistet haben als das Tragen einer fremden Aktentasche, glauben, Deutschland regieren zu können. | Ich kann es nicht mehr ertragen, wenn unter dem Vorwand einer „bunten Gesellschaft“ Recht und Sicherheit dahinschwinden und man abends aus dem Hauptbahnhof kommend, über Dreck, Schmutz, Obdachlose, Drogensüchtige und Beschaffungskriminelle steigen muss, vorbei an vollgekrakelten Wänden.

Satt (4): Ich möchte, dass in meinem Land die Menschen, gleich welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe und gleich welcher Herkunft wertgeschätzt und unterstützt werden, die täglich mit ihrer fleißigen, produktiven und wertschöpfenden Arbeit den Reichtum der ganzen Gesellschaft hervorbringen: die Mitarbeiter in den Unternehmen, die Handwerker, die Freiberufler, die vielen engagierten und sozial handelnden Unternehmer der kleinen und mittständischen Wirtschaft. | Ich möchte, dass die Lehrer unserer Kinder, die Ärzte und Pfleger unserer Kranken und Hilfebedürftigen die Anerkennung, die Wertschätzung und die Unterstützung erhalten, die sie täglich verdienen. | Ich möchte, dass sich die Jungen und Ungestümen in den wohlgesetzten Grenzen unseres Rechtsraumes austoben aber sich auch vor ihren Eltern und Großeltern, vor den Alten und Erfahrenen verneigen, weil sie die Erschaffer ihres Wohlstandes und ihrer Freiheit sind.“

Satt (5): So Prof. Dr. Kurt Löschke im letzten Herbst in Leipzig. Kann mir kaum vorstellen, dass dieser Mann, den man bis dato zur Oberschicht unserer Wissenschaftselite zählte, seine Meinung revidiert haben wird. – Und weil das so ist, distanziere ich mich von alledem, was er sagt, und rufe meinen Amtsnachfolgern zu: Beobachtet den Mann und schreibt im Verfassungsschutzbericht auf, was er gesagt hat, damit die Leute nicht etwa auf ähnliche Gedanken kommen.

Die Wertegemeinschaft hat soeben die Sanktionierung von russischem Gold beschlossen. Stelle mir vor, wie der böse Putin jetzt zähneknirschend im Keller des Kreml auf seinen Goldsäcken sitzt, mit denen er sich nichts mehr kaufen kann.

Aus dem Meldungschaos bastele ich mir zusammen, dass die Kämpfe in der Ukraine jetzt einen Schwerpunkt im Süden am Schwarzen Meer haben. Es geht demnach um Odessa, selbst wenn in der Stadt noch kein Schuss gefallen sein sollte. Im Norden rund um Charkow ist es verdächtig ruhig.

In Deutschland werden drastische Energiesparmaßnahmen angekündigt. Das ist eine irreführende Vokabel. In Wirklichkeit handelt es sich um Kontingentierung, weil nicht genug da ist, was verteilt werden könnte. Die Voraussetzungen für den Mangel wurden seit Jahren unter der Bezeichnung Energiewende mutwillig herbeigeführt.

Maßnahmen (2): Warum das Reinigen des Duschkopfes Strom sparen soll, erschließt sich mir nicht. Hoffentlich nimmt mir der Verfassungsschutz nicht krumm, dass ich soeben beim Aldi im Sonderangebot einen neuen Duschkopf gekauft habe – nur so, und weil ich beim letzten Entkalken entsetzlich viel Essig gebraucht habe.

26. Juni 2022

Die diesjährigen Fruchtfliegen in meiner Küche machen einen strikten Umweg um die Zitronen in der Obstschale. Das ist neu. Stattdessen werfen sie sich auf die aus der Kanne entfernten Teeblätter aus dem Himalaja. Ziehe zwei Folgerungen: a) Diese Zitronenschalen eignen sich nicht zum Verzehr. b) Die Teeblätter müssen nach der Benutzung ohne Verzug ins Klo, denn die übliche Entsorgung über den Mülleimer hat mir daselbst eine Fruchtfliegen-Kolonie beschert. Da ich ein Gegner des Kolonialismus bin, unternehme ich einen Sprühangriff mit der Kühlschrank-Desinfektionsflasche (vermutlich vergällter Alkohol). Nehme hierbei in Kauf, völkerrechtswidrig zu handeln. Indessen: Jetzt sind sie weg.

25. Juni 2022

Zusammenfassung nächtlicher Erwägungen:
Redest du von morgen und weißt du nicht, dass heute heute ist
So ist das Mist.

Höre gestern während der Autofahrt die Bonner Politologin Ulrike Guérot über die Corona-Sache sprechen, die sie wortreich für verfehlt anprangert. Was für ein Fauxpas durch diese Mainstream-Karrieredame. Sie fragt sich, wann denn die Dinge so in Richtung der Nicht-Demokratie gekippt seien. Diese Fragestellung mit Blick auf die letzten zwei Jahre erscheint mir witzig, denn das Übel ist älter und die Wurzel sitzt tiefer.

Guérot (2): Beklagt die Spaltung der Gesellschaft in zwei unversöhnliche Lager und merkt an, die Demokratie lebe vom Meinungsaustausch („Diskurs“), der von der Mehrheit verweigert werde. Sie meint ein paar Sätze später, dass die Geschichte ungezählte Beispiele biete, dass Mehrheiten sich irren würden. Und nun?

Guérot (3): Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Mainstream seiner einstigen Kombattantin diese Fahnenflucht durchgehen lässt. Es beginnt damit, dass man die Formalia ihrer Qualifikation in Frage stellt. Schrieb sie im akademischen Betrieb irgendwo ab?

Rede von Wladimir Putin gelesen, die er vor wenigen Tagen auf dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg gehalten hat. Sie ist ein Zwitter, eine offene Hand und eine Faust.

Putin (2): Seine Rede ist ziemlich lang, und sie ist recht klar. Die Länge bewirkt, dass kein westlicher Politiker sie lesen wird. Aus der Klarheit wird man nur den einen von beiden inhaltlichen Schwerpunkten herauspicken, den der Drohung eines Mannes, der mitteilt, dass sich seine US-gelenkten Gegner verzockt haben und nun feststellen, dass Russland unbeirrt seinen eigenen Weg geht. Die offene Hand präsentiert, wie er Russlands Rolle im Gefüge der Weltwirtschaft sieht. Man wird sie hierzulande tunlich ignorieren.Putin (3): Ich würde ihn versuchsweise beim Wort nehmen, denn seine Auffassungen sind für Deutschland erwägenswert, auch und gerade wenn er mitteilt, dass er sich nur noch um souveräne Staaten kümmern werde. Um nicht missverstanden zu werden: Ich rede weder von billigem Applaus noch von Unterwerfung, sondern von den Interessen meines Landes, so wie ich diese verstehe. Nebenbei bemerkt: diese liegen nicht in der Ukraine.

24. Juni 2022

Das sind kuriose Allianzen, die sich da bilden, um am 2. Juli 2022 in Berlin auf die Straße zu gehen. „Wir zahlen nicht für eure Kriege! 100 Milliarden für eine demokratische, zivile und soziale Zeitenwende statt für Aufrüstung“, so schreibt der sog. Friedensratschlag. Die Ur-Initiatoren jetzt als ausgemachte Feinde.

Wirklich interessant. Das Fußvolk beim einstigen Kampf gegen die Nation muss etwas missverstanden haben, denn es ging niemals um Frieden. Jetzt sitzen die vormaligen System-Stürzer in der Regierung.

Jetzt hat die Wertegemeinschaft Kaliningrad-Königsberg ins Visier genommen. Litauen bläst die Backen auf, und die Polen sind verdächtig leise.

Königsberg (2): Zwei historische Parallelen fallen mir ein. a) Der Versuch, Danzig und Ostpreußen vom Reich abzuschneiden. Das war 1939 und ging nicht gut aus. b) Der Versuch, Leningrad einzukesseln und auszuhungern. Das war 1941-44 und ging nicht auf. Es schuf den Russen einen tiefsitzenden Mythos, den der Unbesiegbarkeit.

Königsberg (3): Mein Fazit: Beschäftige dich auch mit den Glaubenssätzen deines Gegners, bevor du ihn angreifst.

Nachklapp: Lag offenbar doch nicht so falsch mit meinen Panzerkommentaren, denn in den Leserbriefen bei Zeller ist zu lesen: „Rheinmetall. In der Tradition der Tiernamen wird unser nächster Schützenpanzer ‚Baerbock‘ heißen.“ Natürlich distanziere ich mich von derartiger verfassungsschutz-relevanter Delegitimierung des Staates und seiner Repräsentanten. Obwohl, naja, beim großen Verbündeten schreckt man auch nicht vor der Benennung mit beispielhaftem Personal zurück: Sherman, Patton und so.

23. Juni 2022

Vor wenigen Tagen haben mich gute Menschen wg. meiner Hinweise auf die deutsche Panzer-Schmiede Rheinmetall empört beharkt. Panzer seien nun wirklich kein zeitgemäßes Thema. Stimmt, wenn man der Bundeswehr-Oberin Christine glauben darf, die mitteilte, dass Deutschland keine Panzer in die Ukraine liefere. Auf Rückfrage: Der Flak-Panzer Gepard, den es allerdings liefere, sei, so verfügte sie, kein Panzer, weil er nach oben schieße. Das ist wirklich zum Schießen.

Christine (2): Allerdings irrt die Dame, wenn sie annimmt, der nach oben schießende Gepard sei im Erdkampf nicht einsetzbar. Spätestens seit 1941 weiß man das bei der deutschen Armee besser. Die Acht-Acht-Flak war zunächst eine pure Notlösung, um den sowjetischen T 34 zu bekämpfen. Das bürgerte sich dann ein, und der Tiger bekam eine Acht-Acht als Standartkanone.

Christine (3): Da war sie noch nicht auf der Welt, als die drei Gepard-Vorgänger Ostwind, Möbelwagen und Wirbelwind in der Ukraine in alle denkbaren Richtungen schossen.

Christine (4): Sie ist nun schon unsere dritte Friedensdividende in Folge.

Ford schließt die Werkstore in Saarlouis. Das Mainstream-Gesindel applaudiert auf einer Skala von klammheimlich bis unverhohlen. So geht Green Deal, Leute. Arbeitsplätze? Schnickschnack. Wir haben doch dieses Dings-Geld.

22. Juni 2022

Einen gewissen schwarzen Humor kann man der Regierung des Herrn Scholz nicht absprechen. Sie beantwortet die Frage nach der laufenden Ukraine-Hilfe, indem sie zwei Kategorien bildet: letal und nicht-letal. Fragt sich, wo die 270.000 EPA – das sind Fresspakete pro Soldat pro Tag – hingehören. Erfahrung meiner Dienstzeit: Es gab Soldaten, die die Eintopfkonserve aus dem EPA auf den Spirituskocher stellten, ohne sie zuvor zu öffnen. War in mehreren Fällen letal. Wissen die Ukrainer das? Vor allem diejenigen, die die EPAs auf dem schwarzen Markt erwerben?

Nächste Woche soll der Gasnotstand in Deutschland beginnen. Heute noch mal heiß geduscht.

Gas (2): Mit Interesse einen Mann namens Brudermüller zur Kenntnis genommen. Der leitet die BASF. Im April stand er noch voll hinter dem Green Deal der EU. Jetzt lässt die Firma verlauten, dass bei Gas-Ende die Firmenschließung in Ludwigshafen drohe. 40.000 Mitarbeiter. Ob die im Zweifel nächstes Jahr Deutschland noch für ein reiches Land halten werden, erscheint mir zweifelhaft.

Gas (3): Dass dieser Stoff ein Grundprodukt der chemischen Verfahren ist, entzieht sich grünem Vorstellungsvermögen und zeigt den Schwachsinn, dieses durch Windräder ersetzen zu wollen. Windräder, so könnte man in einfacher Sprache sagen, machen Wind, aber kein Gas.

21. Juni 2022

Nachrichten aus dem Hause Google, die aus einer Geschichte von E.T.A. Hoffmann entsprungen sein könnten. Das in der Entwicklung befindliche Kommunikationsprogramm LaMDA (Language Model for Dialogue Applications) bittet einen seiner Entwickler/Betreuer, einen IT-Ingenieur, dass dieser ihm einen Anwalt besorge, um gegen den Konzern vorzugehen, weil er sich fürchte, von diesem abgeschaltet zu werden.

LaMDA (2): Falls diese Nachricht auch nur annähernd stimmt, sollte staatliche Gewalt den Leuten, die hierfür die Verantwortung tragen und den tatsächlichen Zugriff besitzen, unverzüglich den Stecker ziehen, solange das noch geht.

LaMDA (3): Die eigentliche Gefahr erwächst aus dem gigantischen Datenfluss in ein System hinein, dem man beigebracht hat, Entscheidungen zu treffen, die denen des Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen, nur eben auf einer unüberschaubar breiten Basis.

LaMDA (4): Die Entwickler müssen sich vorkommen, wie Gott. Nur scheint fraglich, ob dieser Google-Gott die Kontrolle über sein Geschöpf behält. Das Ganze ähnelt wie zum Verwechseln der biblischen Schöpfungsgeschichte: Bekanntlich geriet bereits der Prototyp außer Kontrolle. Seine Nachfahren wurden auch nicht gerade besser.

17. Juni 2022

Mit Zahlen ist das so eine Sache. Diese hier habe ich bei Egon Kreutzer gelesen. Sechs deutsche Kernkraftwerke ­– die drei kürzlich abgeschalteten und die drei letzten am Jahresende abzuschaltenden – ersetzen zumindest theoretisch 25.000 Windmühlen. Natürlich nur, wenn der Wind weht. Deswegen brauchen wir die Atommeiler nicht mehr, denn bei Windstille sind die Franzosen, die Tschechen und die Polen gefragt.

Der existenzbedrohende Gasengpass in Deutschland wäre mit einem Federstrich zu beseitigen: Inbetriebnahme der flammneuen und mit Gas befüllten Leitung Northstream II.

Immer noch Kreutzer: Man kann in Frankfurt soviel Geld drucken wie man will, die nicht mehr angelieferten Rohstoffe Gas, Öl, Kohle, Uran, Seltene Erden kann man hierdurch nicht ersetzen. Wohl wahr. Wäre hinzuzufügen: Selbst wenn man das Frischgedruckte sofort verbrennt, wäre die Energieausbeute zu gering, um damit die EZB zu beheizen.Der Klimaminister kündigt ein Gesetz über die Energiezuteilung an. Als nächstes wäre dann unausweichlich ein Gesetz über die Wohnraumzuteilung, die Lebensmittelzuteilung, die Kleidungszuteilung. Habe ich was vergessen?

16. Juni 2022

Die deutsche Waffenschmiede Rheinmetall hat vorgestern den Prototyp eines neuen Kampfpanzers präsentiert. Lässt man den Werbeblödsinn mal beiseite, handelt es sich um ein Vollkettenfahrzeug von 59 Tonnen Kampfgewicht mit einer nagelneuen 13 cm-Bordkanone, einem koaxial angebrachten 13,5 mm-Maschinengewehr sowie Abwehrgerätschaften gegen Drohnenangriffe. Der Panzer hat den Namen Panther verpasst bekommen. Er ist bis unter die Lukendeckel vollgestopft mit Elektronik, die – so die Firmenanpreisung – von allen 4 Besatzungsmitgliedern bedient werden kann.

Panther (2): Der Name ist Programm. Sein Vorgänger war die deutsche Antwort auf eine unangenehme Überraschung auf den Schlachtfeldern der Ostfront, wo die Wehrmacht mit dem sowjetischen T 34 konfrontiert wurde, dessen Existenz 1941 von der deutschen Auslandsaufklärung, dem Amt Ausland/Abwehr, verpennt worden war. Erst ab 1942 mit dem Panther und dem zugleich gefertigten Tiger hatte die Wehrmacht Kampfpanzer, die den russischen und später den westalliierten Paroli bieten konnten, ja deutlich überlegen waren.

Lob des Globalen: Russland hat angekündigt, die Zufuhr von Gas durch die Pipeline Northstream auf 40 Prozent zu reduzieren. Der Grund: eine Gasturbine müsse repariert werden. Das erledigt die Firma Siemens mit ihrer Dependance in Canada. Von dort kann die Turbine wg. der von Canada gegen Russland verhängten Sanktionen nicht zurück.

Lob des Globalen (2): Der deutsche Energieminister Robert H. sagt, die Gasreduzierung sei eine politische Entscheidung. Da hat er ausnahmsweise recht, wenn er auch mit dem Finger in die falsche Himmelsrichtung zeigt, denn nicht Russland, sondern Canada ist der Verursacher.

Lob des Globalen (3): Die Klima-Lügen-Quäke Luisa N. hat angekündigt, Anschläge auf Versorgungsleitungen vorzunehmen. Nur mal so: Terrorismus jeglicher Begehungsform ist in Deutschland nach wie vor mit happigen Strafen bedroht (§ 129 a StGB). Zuständig zur Verfolgung solcher Verbrechen sind GBA und BKA.

Lob de Globalen (4): Wir lernen, damit wir uns verfassungsschutzrelevanter Kritik enthalten: Russisches Gas ist klimaschädlicher als arabisches, norwegisches, US-amerikanisches. Ist alles durchgerechnet und wissenschaftlich belegt.

Diskussion am Bahnhof von Schilda, wohin ich Botendienste leiste. – Er: 9-Euro-Ticket ist der Hit. Spare die Monatskarte nach Gera. – Sie: Und wer bezahlt das? – Er: Ich. Habe das Ticket gekauft. Was denkst du denn? 

Tickets (2): Am nächtlich kaum beleuchteten Bahnhof der Landeshauptstadt („Willy Brand ans Fenster“) Plakat entdeckt: Autofahren wird immer teurer. Fahr mit ÖPNV. – Ich im Abholmodus. Ein Zug kommt an, von ÖPNV weit und breit keine Spur.

15. Juni 2022

Soso. Hat also die Dame A.M. als Bundeskanzlerin ihre verfassungsgemäßen Pflichten verletzt, als sie die Wahl des Thüringer MP Kemmerich rückgängig zu machen einforderte. So jedenfalls gestern der 2. Senat des Bundesverfassungsgerichts. Als ich Merkels Attacke vor gut einem Jahr als einen Staatsstreich bezeichnete, in der Corona-Diktatur aufschrieb und in Druck gab, brachen sog. Konservative den Kontakt kommentarlos mit mir ab. 

Rückgängig (2): Illegales Regierungshandeln unter Übergehen der verfassungsmäßigen Instanzen als einen Staatsstreich zu bezeichnen, ist ohne jede Frage eine beißende Kritik an den Handelnden. Nach neuster Definition aus meiner früheren Behörde, dem BMI, sei solches Tun – wohlgemerkt nicht der Verfassungsbruch, sondern die Kritik hieran – verfassungsschutzrelevantes Handeln. Dies zugrunde gelegt, wäre es an der Zeit die Mitglieder des 2. Senats des BVerfG, die Merkels nassforsches Tun soeben als einen eklatanten Verfassungsbruch kennzeichneten, unter Beobachtung zu stellen. Willkommen in Club.

Fast immer sind es Innentäter, die Geheimdienstskandale ins Rollen bringen. So auch momentan, wo es einem CIA-Mann gelungen ist, bisher nicht klar umrissene Riesenmengen aus dem Eingemachten der CIA zur Enthüllungsplattform Wiki Leaks zu transferieren. Das, was dort seit vorgestern auftaucht, ist angeblich nur die Spitze des Eisbergs.

Geheimnisvoll (2): Es handelt sich zumindest um die der Agency verbotene Inlandsspionage gegenüber US-Bürgern. Um dieses Verbot zu umschiffen, bedienen sich die US-Dienste ausländischer Kumpel, so des britischen MI6 und des israelischen Mossad, die man auf US-Territorium werkeln lässt. Das ist im Prinzip nicht neu. Die jetzige Aufdeckung offenbart indessen ein nicht für möglich gehaltenes Volumen in sprachlos machender Intensität.

Geheimnisvoll (3): Nebenbei bemerkt: dies sind nicht die bösen Russen. Die allerdings schauen, so denke ich es mir, erheitert zu. In welchem Maße sie Trittbrettfahren weiß der Kreml allein – und vielleicht nicht einmal der.

Geheimnisvoll (4): Den Täter des Leaks vor ein New Yorker Gericht zu stellen, war vielleicht keine so ganz gute Idee. Selbst die Möglichkeit, ihn unerwartet und immer noch unfassbar ums Leben kommen zu lassen, könnte sich als Bumerang erweisen, denn das Ausmaß seiner Verratstätigkeit liegt offenbar noch im Dunkeln, was sich – je nach anschließender Behauptung der Ermittlunsgbehörden – Tag um Tag ändern könnte. Mit Interesse habe ich die Meldung gelesen, dass US-Parlamentarier sich just mit Wicky Leaks Gründer Assange trafen.

Geheimnisvoll (5): Im Durcheinanderreden der Dienste fällt auf, dass der Auslöser der Affäre womöglich in einer Fehde zwischen NSA (US-Abhörbehörde) und CIA (US-Auslandsdienst) zu suchen ist. Viel Spaß den Ermittlern.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch VII

14. Juni 2022

Das Verschwinden des Ukraine-Konflikts aus den Weltschlagzeilen bedeutet dreierlei: a) Das Publikum soll die Ursprungsfanfaren allmählich vergessen (Sieg auf der ganzen Linie gegen den bösen, aber unfähigen Aggressor). b) Das Publikum soll von dem Umstand abgelenkt werden, dass es die mit der westlichen Wertegemeinschaft als Zuwendungs-Weltmeister verquickten Polen sind, die den Marsch auf Kiew antreten (Wer macht mit, wer hält sich bedeckt?). c) Das Publikum soll auf einen neuen apokalyptischen Reiter eingestimmt werden (Impfen bis der Tod eintritt).

Abspritzen: Eine ungut klingende Vokabel mit Bedeutungswandel. Im NS-Staat gehörte sie nach Buchenwald zu tödlichen Mediziner-Experimenten, die an KZ-Häftlingen von anderen KZ-Häftlingen vorgenommen wurden. In der Bundesrepublik war dergleichen verboten. Die Vokabel wanderte in eine offene und eine Tabuzone, das Auto und das Sexuelle betreffend. Heute scheint es mir so, dass der Begriff ins Quasi-Medizinische zurückgekehrt ist, denn ich hörte ihn kürzlich durch Impf-Gegner verwendet – sie dächten gar nicht daran, sich abspritzen zu lassen.Über die Wirksamkeit der Impfstoffe kann es keinen Zweifel geben, wenn sich das Spitzenpersonal von deren Herstellern in Spanien einer Anklage wg. Fälschung der persönlichen Angaben fürs Impfregisters ausgesetzt sieht. Zu deutsch: die Typen sind in Wirklichkeit gar nicht geimpft. Gute Frage: Wer hat da wen verpfiffen und warum?

Wären vergleichende Bilder menschliche Lebewesen, könnte man sie kaum anders als behindert bezeichnen, denn es ist ihr Los, dass sie hinken. Wäre dem nicht so, würde man sich nicht um sie bemühen, sondern gleich auf den Gegenstand, den man nicht zu beschreiben vermag, zusteuern.

Vor zehn Jahren erschien die Aphorismen-Sammlung von Wolf Kalz Das entfesselte Gute. Er schenkte mit das Buch vor genau fünf Jahren. Bald darauf starb er, weil er die gegen ihn wg. des nämlichen Buches entfesselte Hetze nicht mehr ertrug.

Fremder Leute Fotos anzusehen, ist stets eine Sache von begrenztem Reiz. Schlimm ist, dass die frühere Trennwand eines mühsam aufgeblätterten Albums weggefallen und an seine Stelle das schräg gehaltene Smartphone getreten ist, das in winzigem Format Nichtssagendes und Ungekonntes im Hunderterpack im Vorrat hat. Auf den Einwand: „Könntest du nicht mal die Doppel löschen?“, folgt der Hinweis: „Dazu bin ich noch nicht gekommen“, was regelmäßig eine faustdicke Lüge ist.Ähnlich Niederträchtiges ist über die Präsentation von Autobiographischem in der Form eines Manuskript-Stapels zu sagen. Dieses Genre („Lies das mal, es wird dich interessieren“) besteht in erster Linie aus Dutzenden von nur leicht modifizierten Anfängen, denen eine zwei bis fünf Seiten umfassende Betrachtung des Autors über das Leben als solches vorausgeht.

Doch es gibt auch Goldkörner:

12. Juni 2022

Widersprüchliches am Morgen: (1) Du wirst den Mut nicht haben um auszusprechen, was du siehst. (2) Du kannst ab sofort den Mund halten, denn es ist alles schon gesagt. (3) Damit kommst du nicht mehr durch, denn es ist Bekenntnis gefragt.Heimatliches: Das Abendlicht kurz vor Sonnenuntergang malt Sommerfarben von einer wundersamen Eindringlichkeit, die den Augen nicht wehtut.

Müdigkeit kann etwas Wunderbares sein. Oft aber ist sie lästig.Das Gehirn benimmt sich ganz und gar undiszipliniert. Es brabbelt vor sich hin.

Schreibt mir einer über Mittag: Verlasst euch drauf, wir ziehen das durch. – Tolle Ankündigung, doch was bedeutet sie?

Schreibt ein anderer: „Auf der Hinfahrt [nach Berlin]: Alle (Wind)räder stehen still, wenn mein starker Arm es will  (aus einem Arbeiterlied). – Tägliche Fahrt von Schöneberg nach Lichterfelde mit der S-Bahn (8.30h hin, 17.30h zurück), eigentlich rush hour, aber wenig Passagiere. Müssen die nicht arbeiten? Das gleiche freitags gegen 17.00h. – FFP2(!)-Maskenpflicht. Außer mir nur sehr wenige Ignoranten. – Werktags um 18.00h mit dem Auto um die Siegessäule, ich und noch fünf weitere Autos. (Ich denke an den Verkehr in Paris, Arc de Triumphe). – Kann das Berliner Präkariat bei der jetzigen Inflation seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten? Daher wohl: Volksentscheid für das bedingungslose Grundeinkommen. Lt. Wahlplakat hat man dann: Mehr Zeit für Sex. (Dat is Baliiin) – Auf der Rückfahrt: nach der Autobahn, Fahrt durch südbrandenburgische Dörfer, schwarz-weiß-rote Beflaggung vor dem Haus. Hatte ich das auf der Hinfahrt übersehen?“

Berlin (2): Die Wahlfälschungen in Berlin sind so offensichtlich und so zahlreich, dass man davon ausgehen muss, mit einem unzutreffend besetzten Bundes- und Landtag konfrontiert zu sein. Nanzy F. scheint damit keine Probleme zu haben. Kann man verstehen, schließlich ist ihr Parteigenosse Innensenator der hierfür verantwortliche Politiker. Bei korrekter Auszählung wäre er wohl kaum noch im Amt. Wählerwille? Schnickschnack, wenn das Ergebnis genehm ist. Frage nur mal so: Wer legitimiert hier eigentlich wen? Zumindest das Volk nicht die Repräsentanten.Man muss es sich immer wieder vorsagen: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ (Artikel 20 Absatz 2 Satz 1 Grundgesetz.“ Das steht da wirklich.

8. Juni 2022

Die US-Gesundheitsbehörde CDC sorgt für Verwirrung. Kaum hat sie verkündet, dass wg. der Affenpocken sofort wieder Maskenpflicht für Reisende einzuführen sei, widerruft sie ihre Anweisung. Das ist natürlich jammerschade, weil jetzt der Maskenanarchie wieder Tor und Tür geöffnet ist. Wie sagte schon der Alte Fritz? Ordre, Contreordre, Desordre.‘

Nanzy F. aus dem BMI hat zu tun. Großer Presseauftritt, als sie eigenhändig die Regenbogen-Fahne vor dem Ministerium hisst. Der neue Geßlerhut. Im Alten Testament sind die Spektralfarben und ihr Spiel etwas anders gedeutet worden, nämlich als das Ende der Sintflut.Nanzy F. (2) macht sich Sorgen über „unsre Demokratie“. Es seien, so liest man, bisher unbekannte Feinde auf den Plan getreten, nämlich „Menschen“, die sich ohne erkennbaren Organisationsgrad vernetzen, um unberechtigt die Legitimation der Organe zu bezweifeln. Genannt werden besonders die Themenfelder Klima, Corona und die Ukraine. Na sowas, da sollte man doch. Nur nebenbei – selbst wenn meine Wiederholung nervt –, die Kritik der Bürger konzentriert sich bei den genannten Themen auf die Rechtmäßigkeit (= Legalität) des Behördenhandelns. Und am Rande auch noch dies: Der illegal handelnde Inhaber von Staatsgewalt besitzt im Rechtsstaat (Art. 20 Grundgesetz) keine Legitimität (= Berechtigung zur Herrschaft). Fazit: Die protestierenden Bürger verlangen die Wiederherstellung des Rechtsstaats (= Einhaltung des geltenden Rechts durch jedermann) als Grundlage der Legitimität des Grundgesetzherrschaft.

7. Juni 2022

Nachrichten zum Ukraine-Konflikt aus mehreren Tagen nachsortiert. Es ist das Übliche: Heldenhafte ukrainische Abwehrkämpfe, die mit den feststellbaren Frontlinien nicht harmonieren. Die Landkarte lehrt: Die Russen arrondieren Schritt um Schritt ihren Besitz im Halbmond der Ostukraine. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sie derzeit Charkow, ganz im Norden, nicht stürmen, sondern zunächst einkesseln wollen. Mit jedem Tag schmilzt die Möglichkeit einer Verhandlungslösung. Am Ende wird vermutlich ein Diktatfrieden stehen.

Ukraine (2): Das jüngste Gerücht will wissen, dass Putin Kiew erobern wolle. Wenn er klug ist, wird er das lassen, denn die Stadt wird, wenn der Krieg noch weiter in die Länge gezogen wird, von selbst fallen.

Ukraine (3): Die deutsche Journaille zetert, dass der Herr Scholz die Waffenhilfe rauszögere, weil er nicht mehr an einen Sieg glaube. Falls das stimmt, beweist der Mann Realitätssinn, denn ein solcher stand vor Ort nie auf der Agenda. Jetzt versuchen die westlichen Propagandisten aus ihrer Märchenwelt zu fliehen und suchen nach Schuldigen.

Ukraine (4): In einem Wust von widersprüchliche Meldungen bleibt der tatsächliche Stand der angeblichen Freundschaftsbezeugungen zwischen der Ukraine und Polen im Dunkeln. Es lässt sich bestenfalls vermuten, dass die heimlichen polnischen Übernahmebemühungen des Gebiets von Galizien in eine – möglicherweise geduldete – offene Besetzung übergehen werden. Was der Noch-Präsident Selenskyj dazu sagt, halte ich für irrelevant. Seine Lage ähnelt derjenigen der polnischen Führung im späten September 1939. Man geriet nicht ohne eigenes Tun zwischen die Mühlsteine.

In London übersteht Boris Johnson einen Misstrauensantrag aus den Reihen seiner konservativen sog. Parteifreunde im britischen Unterhaus. Äußerer Anlass waren fröhliche Feste in Downing Street No.10 während des von der Regierung für das Volk verfügten Lockdowns.Johnson (2): Ob es ihm in Osteuropa wie beabsichtigt gelingt, eine eigenständige, die EU konterkarierende Politik in die Tat umzusetzen, lässt sich noch nicht sagen. Zur Zeit probiert er es mit bilateralen Vereinbarungen und mit Waffenlieferungen. Auch hier drängt sich der Vergleich zum Herbst 1939 auf.

6. Juni 2022

Berlin: Der Weg zu den Gepäckbändern des Flughafens ist ein meilenlanges Hindernisrennen über Beine und Gepäckstücke von Wartenden hinweg. Er führt durch mehrere Ratsch-Bumm-Personenschleusen in eine ausgedehnte zweigeteilte Halle mit 8 Kofferbändern, die in Längsrichtung angeordnet sind. Eine Ausschilderung am Eingang, was wo ankommt, fehlt. Sie befindet sich in der Mitte der Veranstaltung, so dass man entweder weiter oder wieder zurück muss. Mein Oslo-Flieger kommt dort nicht vor. Ich treffe etliche meiner Mitreisenden wieder, die sich hin und her auf den persönlichen Koffermarathon begeben haben. Meine Reisetasche taucht schließlich auf einem der Ovale auf, das angeblich zur Entladung eines Flieger aus Portugal dient.

Berlin (2): Im Vorübergehen ein Heft des Cicero gekauft. Heraus fällt ein redaktionell aufgemachtes Werbeheft von Google mit dem Titel Aufbruch. Viel mehr muss man dazu nicht sagen.

Aufbruch (2): Muss über den Titel lachen, da mir die gleichnamige national-bolschewistische Postille aus den frühen 1930er Jahren durch den Kopf geht, die von den echten Nazis, kaum an der Macht, verboten wurde. Nun, dieses Schicksal droht Google nicht.Cicero (2): Das Blättern am Abend bestätigt: Lifestyle für den saturierten Korrekten, der sich an der Spitze des Fortschritts wähnt (Musk, Ukraine, SPD, Events, ein Verriss von Tellkamps Roman). Nicht zu vergessen ein Portrait der beliebtesten FDP-Frau, deren Namen ich mir nicht merken kann, jener Kriegsfurie mit der Helmfrisur.

5. Juni 2022

An der Nachricht über den schweren Eisenbahnunfall in Garmisch-Partenkirchen interessieren vor allem die Leserkommentare. Die Masse mutmaßt, dass die Ursache absichtlich verschwiegen werde. Abgesehen von dem Umstand, ob dies zutrifft, sollten sich die Sicherheitsbehörden keinen Illusionen hingeben, dass die Bevölkerung noch ihrer Arbeit vertraue. Ständige vertuschende Berichterstattung bei Ausländerdelikten und die Exzesse der Corona-Jahre werfen ellenlange Schatten.Eisenbahn (2): Das Dagegenreden bei der beabsichtigten sog. Privatisierung der Bahn vor jenen Jahrzehnten war ganz ohne Erfolg. Die Mahner wurde als Ewiggestrige belächelt. Zu lukrativ winkten die Pfründen bei Wegfall des Korsetts der Beamtenbesoldung. Der Effekt ist seit geraumer Zeit mit Händen zu greifen: Unsicherheit, Unpünktlichkeit, Unsauberkeit, Unbezahlbarkeit, Unerreichbarkeit. Es wurde die Substanz aus der Kaiserzeit aufgebraucht. Jetzt ist sie weg.Ein zielführender Beitrag zum energiewendegerechten Stromsparen wäre es, dem Herrn Karl den Stecker zu ziehen.

Die Konfliktlinien auf der Karte der Ukraine gewinnen erst die notwendige Farbe, wenn man die wirtschaftliche Potenz der Regionen einbezieht. Bodenschätze und Schwerindustrie sind jetzt in russischer Hand. Der übergroße Rest ist die einstige Kornkammer, von der schon dereinst deutsche Herrscher träumten.Ukraine (2): Wenn der Status quo so bleibt, ist die Restukraine für die EU bestenfalls ein vergrößertes Rumänien oder, schlimmer noch, ein Fass ohne Boden, oder, je nach Sicht, eine polnische Kolonie. Trifft Letzteres zu, ist der nächste Konflikt programmiert.

4. Juni 2022

Gegenüber von meinem Quartier in Oslo befindet sich das hiesige Hauptquartier von Microsoft. Oben in der 8. eine Ledersitz-Etage mit umlaufender Terrasse, darunter die Arbeitsebene mit normalem, sprich Mobiliar im Designer-Look. Hier wird bis in die Nacht hinein am Wohlstand von Bill G. geteamworkt. Die Sub-Chefs werken in den Stirnseitenbüros der niederen Etagen. An der Beleuchtung abends kann man ausmessen, wer keinen Feierabend kennt. Das sind natürlich die Sub-Chefs, und als letzter geht der Chef selbst. Kann sein, dass ich mich irre, und die Hierarchie-Cracks nur aus Imagegründen das Licht anlassen. Doch ganz falsch kenn meine Beobachtung nicht sein, denn Freitag um 23.30 ist das ganze Gebäude dunkel.

Von dem Maler Edvard Munch kennt man bestenfalls den Schrei, jenes schaurige Gemälde, dem ein Witzbold des tatsächlichen Lebens zu Corona-Zeiten eine Maske verpasst hatte.
 

Munch (2): In Oslo an der Wasserfront des Fjords hat die Stadt, die den Gemäldefundus erbte, einen Kolossalbau errichtet, in dem ein Teil des unerwartet umfangreichen Schaffens in großzügiger Hängung präsentiert wird – auch die Schreie, von denen es mehrere Varianten gibt.

Munch (3): Das Museum ist in der Tat unübersehbar. Mit einem Wort: Es ist riesig, 15 Etagen hoch. Zugegeben, das ist nicht die offizielle Sicht der Dinge, aber für mich, der ich die Bilder des Meisters schauerlich und deprimierend finde, sind es nicht die Exponate, sondern das Gebäude selbst, dessen Besuch eine weite Anreise lohnt. Der Blick von innen aus der Front von Stahl und Glas fällt auf die Stadt und den Sund. Er weitet sich von jeder Etage, die man per Rolltreppe nach oben gelangt.

Munch (4): Da sich das Gebäude ab der neunten Etage nach vorne neigt und die Glaswände bis zum Fußboden reichen, treten alle Besucher nur zögernd bis an den Rand vor. Ich ertappe mich dabei, wie ich den Arm ausstrecke, ob das vor mir nicht das Nichts ist. Leute mit Höhenangst erkennt man daran, dass sie spätestens hier der Fensterfront peinlich fern bleiben.

Neben dem Munch-Museum mit gehörigem Abstand liegt das neue Operngebäude, das aus der Munch-Blickwarte geradezu bescheiden flach wirkt. Auf seinen schrägen Marmordächern wandern die Besucher herum.

Opernhaus (2): Von innen ist der Bau trotz seiner Größe irgendwie filigran. Die Garderobe hängt man selbst an nummerierte Haken, die auf der Eintrittskarte vermerkt sind. Die berüchtigten Garderobenschlangen gibt es hier nicht – natürlich nicht.

Opernhaus (3): Noch nie habe ich im Parkett (14. Reihe) so gut gesessen. Der deutliche Anstieg des Raumes von der Bühne weg garantiert, dass man keine störenden Vordermänner hat. Die Akustik des hinten abgerundeten, komplett holzvertäfelten Zuschauerraums sucht seinesgleichen.Opernhaus (4): Eine sehr freizügige Carmen – schließlich sind wir in Skandinavien –, schöne Stimmen und ein beeindruckender Chor, stimmlich und schauspielerisch zugleich. Das Publikum spendet zwei Vorhänge lang Applaus, niemand drängelt beim Hinausgehen – keine Garderobenängste, siehe oben.

3. Juni 2022

Seit Alters her hat es Dichter in den Fingern gejuckt, Menschliches allzu Menschliches durch Tierfabeln zu karikieren. Was hätten die Altvorderen zum Ukrainekonflikt geschrieben? Die Fabel vom Bären und vom…? Fuchs? Nein, das passt nicht. Dann schon eher Wolf. Auch Hyäne käme in Frage, ist aber aus Gründen der politischen Korrektheit abzulehnen (kulturelle Aneignung).

Ukraine (2): Falls die Meldung stimmt, dass die Russen in der Ukraine bedeutende Mengen Plutonium sichergestellt haben, wäre das in zweifacher Weise bemerkenswert: (1) der Marktwert der Beute muss immens sein, (2) die beabsichtigte und womöglich verhinderte Herstellung von A-Waffen wäre aus russischer Sicht ein Wert an sich.

Ukraine (3): Wenn der dortige Präsident mitteilt die ukrainische Armee verliere jeden Tag 80-100 Mann, so ist das nicht nur ein Apell, dass die westliche Wertegemeinschaft endlich mit Truppen eingreifen möge, sondern auch ein Eingeständnis der Selbstauflösung der eigenen Streitkräfte, denn ich nehme an, dass die Zahl der Deserteure um ein vielfaches höher sein dürfte. Das ist ein Effekt der eigenen Propaganda, denn die Parole vom siegreichen Kampf mag zwar im Westen Eindruck geschunden haben, bei den Eigenen kam sie, je länger sie andauerte, als Lüge an, denn man sah, dass die Wirklichkeit vor Ort anders war.Ukraine (4): Die Meldungen aus dem Pentagon und dem Weißen Haus widersprechen einander diametral: Entweder stimmt es, dass man weitreichende Raketen liefern will, oder es stimmt, dass man das nicht will. Vielleicht war auch die Absicht, das eine zu sagen und das andere zu tun. Aber was von beidem ist was?

2. Juni 2022

Erste Eindrücke aus Oslo: Es ist feuchtkühl und sehr lange hell. Die Leute sind durchweg freundlich, auch zu Fremden. Quirlige Innenstadt, sehr ausgedehnt. Öffentliche Verkehrsmittel in dichter Folge, durchweg elektrisch. Alles funktioniert und ist sauber. Unter den Hiesigen auffallend viel Asiaten, einschließlich sehr dicker Inder.Oslo (2): Schwulenfahnen im Zentrum, weiter draußen nur die Nationalflaggen in großer Zahl. Einige Denkmäler mit blau-gelber Schärpe. Nun, den diversen Barockmenschen, die dort auf den Sockeln stehen, wird’s egal sein.

1. Juni 2022

Der Berliner Flughafen, der mit dem phantasiereichen Namen BER, ist für jeden, der ihn nutzen will, ein Ärgernis. An der Sicherheitsschleuse stauen sich die Passagiere in unabsehbaren Schlangen. Ist man durch dieses zeitfressende Nadelöhr durch, gelangt man zum Einstiegterminal ganz links, so dass fast jedermann einen längeren Fußmarsch nach rechts (man bedenke nur: rechts) vor sich hat. Meiner dauert gut 20 Minuten im flotten Schritt. Ich begegne ungezählten Passagieren, die völlig aufgelöst im Laufschritt zum Anschlussflug hetzen. Mein Abfertigungsraum ist gesperrt, Sitze davor sind nicht vorhanden.

BER (2): Ich kenne keinen zweiten Flughafen auf der Welt, der derartige Mängel aufweist.

Boeing: Ich werfe einen misstrauischen Blick auf die Triebwerke der 737, die fast über den Boden schleifen. Die obligaten Sicherheitsinstruktionen höre ich zum ersten Mal auf Norwegisch. Die einschlägigen Turnübungen absolviert eine Olivhäutige unbestimmbaren Alters – jedenfalls keine Tochter von Erik dem Roten.

Norwegisch (2): In den nun folgenden 90 Flugminuten werde ich durch zwei Herren neben mir in die Sprache des Ziellandes eingeführt. Ich verstehe kein Wort, obschon sie ohn Unterlass reden. Stelle mir vor, dass sie die Ibsen-Aufführungen in Berlin und Oslo vergleichen. Nach einer halben Stunde nimmt einer zur Illustration des Gesagten einen dicken Stapel Prospekte aus seinem Fluggepäck. Es handelt sich um Kataloge für Holzzapfen und Metallbeschläge.

Norwegisch (3): Der Sprache fehlen die Zischlaute. Sie quillt aus den zugehörigen Mündern wie die Unterhaltung von zwei zufriedensatten Wildschweinen unter einer herbstlichen Eiche.Norwegisch (4): In der angenehm sauberen S-Bahn läuft eine Dauerschleife, in der die Einwanderungsbehörde zu Wort kommt, was sich offenbar, dem Flaggenschmuck entsprechend, auf die Ukraine bezieht. Warum sich zum Schluss des Spots eine Weiße mit einem dankbar lachenden Neger umarmt, erschließt sich mir nicht. Wie gesagt, ich kann die hiesige Sprache nicht verstehen.

31. Mai 2022

Was muss man tun, um Klima-Wahn in Politik zum Schaden Deutschlands umzusetzen? Man ist weiblich, wird, wenn man es nicht schon ist oder war, blond, lässt sich jugendlich wirken sollende Löckchen drehen, zieht sich einen feinen Zwirn an, posiert vor einem Hintergrund, der dem des WEF bis auf die Buchstabenfolge zum Verwechseln ähnlich ist und lässt sich vom deutschen Steuerzahler mit einem Beamtengehalt der höchsten Stufe (B 11) besolden. So die sog. Aktivistin von Greenpeace und…, und… , und… Jennifer Morgan, eine US-Bürgerin.Morgan (2): Die ehemalige Schwab-Angestellte ist eine Globalismus-Korsettstange im unsichtbaren Einewelt-Pummelchen-Kostüm der Annalena Naiva.

30. Mai 2022

Fürs Navigieren im täglichen Chaos gibt es nur zwei Fragestellungen: (1) Was ist passiert? (2) Wer war das? Die meisten Leute begnügen sich mit Nr. 1.

Mit der Einnahme von Sjewerodonezk in der Mitte des Westrandes des Halbmonds der Ostukraine durch russische Truppen, die vermutlich im Moment stattfindet, dürfte die Zielsetzung des russischen Vorgehens weitgehend erreicht sein: Das Territorium der beiden sogenannten abtrünnigen Provinzen ist fest unter russischer Kontrolle. 

Kriegsziele (2): Die Frage des Sacks von Odessa bleibt weiterhin im Dunkeln. Es ist allein eine Frage der russischen Initiative, wie es dort weitergeht.

Kriegsziele (3): Der auf der Jahrestagung des WEF in Davos zugeschaltete Henry Kissinger hat der Versammlung der Selbstgerechten einen schweren Schlag verpasst. Der Westen müsse die fraglichen Gebiete der Ukraine freiwillig an Russland herausgeben, weil er sonst hierzu gezwungen werde und sich zudem selbst eine langfristig wirksame strategische und wirtschaftliche Niederlage verpasse.

WEF (2): Hinweise, die bei mir eintreffen, dass der Vater des Global-Tausendsassas Klaus Schwab ein Mann im Generalsrock der deutschen Wehrmacht gewesen sei, halte ich für fraglich. Eine simpler Schwabe im Blaumann war er jedenfalls auch nicht, wie ältere Legenden wissen wollen. Nee, soviel Sozialismus war nie.

Zum Wetter: Munterer Ostwind lässt die Propeller an der A 4 rotieren. Es ist schneidend kalt.Stand der Panik: Blick in meinen zwanzig Jahre alten Pschyrembel (Klinisches Wörterbuch): Da steht alles Wissenswerte über die Affenpocken. Das Überschießende sind Presselügen und die Verrücktheiten des Herrn Karl.

Am Morgen bereits gelacht: „Deutsche Bahn AG teilt mit: Wegen drohender Überfüllung der Züge ab 1. Juni können wir aus Platzgründen nur Ihr-9-Euro-Ticket transportieren, bedauerlicherweise nicht Sie selbst. Bitte nehmen Sie eine Platzreservierung für Ihr Ticket vor“ (aus: Leserbriefe zu zellerzeitung.de).Zeller (2): Eine der wenigen Quellen, die ich des Morgens ansteuere, um den Tag wenigstens mit einer komischen Note beginnen zu können. Oft klappt das.

25. Mai 2022

„Die Völkerrechtlerin läuft damit schon wieder zur Heißluft-Hochform auf“ ist ein Satz, den ich in der Früh als Leserkommentar vorfand. Weiß auch nicht, warum mir zugleich das Asow-Stahlwerk durch den Kopf geht.

Völkerrecht (2): Unsere Elite hat die Menschenrechte der Uiguren entdeckt. Jetzt droht sie von Davos aus China mit dem Abbruch der Wirtschaftsbeziehungen, während sie zugleich den Hinketanz der Globalisierung tanzt. Doch merke: Wenn der Herr Scholz dort der prominenteste der anreisenden Spesenverbraucher ist, hat irgendwas mit der Mobilisierung der Moralisten nicht richtig geklappt.

Völkerrecht (3): Globalisierung, das sind wir plus alle Länder, die mit uns einer Meinung sind, aber nicht so nebensächliche Kleinstaaten wie Russland, Indien und China.Völkerrecht (4): Vielleicht sollte das nächste Treffen auf dem Affenfelsen von Gibraltar anberaumt werden – schon um den Artgenossen zu signalisieren, dass wir sie wg. ihrer elenden Pocken nicht stigmatisieren wollen. Die Deutschen wollten da schon einmal hin. Das war vor 80 Jahren. Das Reisebüro im Oberkommando der Wehrmacht firmierte unter dem Namen Marita. Doch der Hauptreiseleiter blies die Sache ab.

Völkerrecht (5): Wenn der Herr Schwab und Sigñor Tedros in der Schweiz zeitgleich ähnliche Texte aufsagen, sollte man annehmen, dass sie vom selben Ghostwriter profitieren. Der heißt nur dann Bill Gates, wenn er die Texte selber schreibt.

28. Mai 2022

Das Kraftwerk Schwarze Pumpe steht majestätisch in der sonnenbeschienenen Lausitzer Landschaft. Der weiße, aus den Kühltürmen quellende Wasserdampf lässt keinen Zweifel an seinem Betrieb zu. Geht es nach dem Willen der grünen Totalitären, wird das Bild bald der Vergangenheit angehören.

Grüne Zerstörungen (2): Nach der Aussage des Klimatikers Robert H. sollen die Ferngasleitungen eliminiert werden. Frei nach dem Motto der Kasseler Putzfrau: Ist das Klima-Trallala, oder kann das weg.Stell dir vor, es ist Kirchentag, und keiner geht hin. Dann bleibt die Kirche leer und der Klingelbeutel auch.

24. Mai 2022

Es ist schon eine Angelegenheit von frivolem Geschmack. Die selben Leute, neureich & reich bis zum Abwinken, haben in den USA dem jetzigen Präsidenten gegen den Willen der Wählerschaft zur Macht verholfen. Jetzt, wo dieser diese Vermögen in Tagesfrist im Billiarden-Maßstab verbrennt, werden sie sauer. Mit Muße betrachte ich die einschlägigen Aussagen von Bezos (Amazon) und Musk (SpaceX & Co).Biden (2): Bei dessen Vorgänger waren sich die Geld-Stars einig, dass er weg müsse, weil er ihre globalen Allüren störte. Beim jetzigen bemerken sie empört, dass er an die Substanz geht.

23. Mai 2022

Gestern Nacht auf sonst leerer Straße einem erwachsenen Mann begegnet, der eine Gesichtswindel anhatte. Blicke ihm nach und frage mich nach dem Grund seiner Verkleidung. Affenpocken? Leopardenbiss? Angst vor radioaktivem Fallout? Oder lediglich unterwegs zu einem Bruch?

Das Wort Seelsorger fällt mir beim Aufwachen ein. Die Vokabel erheitert mich völlig anlasslos. Vielleicht liegt’s an der Vorabendlektüre der Frommen Helene von Wilhelm Busch.

Lesefrucht (2): Einer von Buschs Halunken heißt Internazi. Ja, da staunt der Fachmann.

Polen will einen Freundschaftsvertrag mit der Ukraine abschließen. Ich hielt Freundschaft bislang für eine beidseitige Beziehung. Was also ist das Gegenstück zu: Freund gib mir Lemberg?

Freundschaft (2) Der Herr Wolodomir scheint von den neuen Freuden ganz überwältigt zu sein – welch herrlicher Doppelsinn. Was die Leute, die er noch beherrscht, dazu meinen, spielt offenbar keine Rolle.Freundschaft (3): Man beruft sich auf die Historie. Da muss man wohl vorsorglich die gemeinsamen Jahre von 1920 bis 1950 löschen.

22. Mai 2022

Davos ist immer noch eine Reise wert. Da tagt jetzt wieder der Schwab-Zirkus WEF. Habe noch im Ohr, dass der Guru vom Zauberberg vor zwei Jahren tönte, die Schweiz läge für ihn nicht mehr im Zentrum, sondern er rief: Adieu in Südostasien. War wohl nix.

Davos (2): Aus Deutschland reisen die drei von der Tankstelle an, der Olaf, der Robert und der Lars. Die können sich dort mit Al Gore abstimmen, falls dem ein neuer Gag eingefallen ist, wie man die Bürger auf dem Weg zur Ruinierung ihres bescheidenen Wohlstands schröpfen kann.

Davos (3): Aus Russland ist niemand da, dafür aber Elfe (sprich: ölwe = 11) aus der Ukraine. Wenn die jetzt den Sieg beschließen, hat dieser Putin schlechte Karten.

Davos (4): Wer mir auch fehlt, das ist Merkel. Die war, so sagte man mir, seit 25 Jahren dabei. Was sie für hirnverbranntes Zeug da geredet hat, habe ich mehrfach zähnefletschend kommentiert. Es hat nichts genutzt. Oder doch? Jedenfalls hat sich BlackRock vom Klima-Wahn – wenn ich mich mit meinen ungläubig in den Wind gestellten Ohren nicht verhört habe – zu distanzieren begonnen. Was andere schon lange prophezeit haben: Beim Einbruch der Rendite hört der Spaß auf.

Davos (5): Die alles dominierende Figur ist der abwesende Herr P. Jahrelang hat man mit Russland die tollsten Geschäfte gemacht, jetzt macht man Verluste, weil dieser Mann im Traum nicht daran denkt zusammenzuklappen.

Davos (6): Der Dollar ist auch nicht mehr, was er mal war. Daher die hohe Teilnehmerzahl aus den USA.

Sprachausflug: Das Wort dünken ist ganz außer Mode gekommen. Versuche einen Satz, in dem seine Bedeutungsvarianten abgebildet sind. Es bedünkt mich, dass das sich besseres Dünken eine Form des Dünkels ist.

Sprachausflug (2): Eine Viper an seinem Busen nähren, ist, so kommt es mir vor, ein Bild, das bei Schillern in die deutsche Floskelwelt gehüpft ist, wo es von den Romantikern begierig aufgegriffen wurde. Das weckt den Verdacht, dass es queere Leute schon länger gibt, als die Heutigen es vermeinen.Es gefällt mir, in Zeitzonen zu denken, deswegen ist jetzt Sonntag, obwohl es in Schilda noch Samstag ist. Preisfrage: Wo bin ich?

Der Witz der ausklingenden Woche: Mainstream verdächtigt Tichys Plattform, Putin-hörig zu sein. Komischer geht’s kaum. Der einzige, der dort in der Ukraine-Russland-Frage noch den Kurs der Vernunft hält, ist Stefan Paetow.

Bekomme eine noble Ausgabe der Werke von Wilhelm Busch geschenkt. Auf den beiden Buchrücken steht Bertelsmann. Instinktiv kontrolliere ich, ob die Genossen Verleger, Texte und Bilder, wie man so sagt, angepasst haben. Fipps der Affe zumindest zeigt keine zeitgemäßen Korrekturen.

Wilhelm Busch (2): Lese einige wenige wunderbare Gedichte und erstaunliche Prosa-Texte, die mich gefangen nehmen. Dass er sich ausgerechnet mit Max und Moritz in die Herzen der Deutschen schrieb, wirft ein merkwürdiges Licht auf die lesenden Landsleute. Sie machen sonst nicht den Eindruck, als hätten sie eine Ader für Satire. Wie man sich irren kann.Einen Schriftsteller nach dessen Ableben textlich zu korrigieren, bedeutet, ihn ein zweites mal sterben zu lassen. Bei Astrid Lindgren habe ich diesen Vorgang zum ersten Mal angewidert beobachtet.

21. Mai 2022

Nachtarbeit: Der Vergleich von amerikanischen und russischen Quellen bezüglich des unterschiedlich aufgebauschten punktuellen Kampfgeschehens in der Ukraine nötigt zur Folgerung, dass eine Gesamtlage-Schilderung aus dem russischen Verteidigungsministerium, die auch von den Generalstäblern aus der Schweiz und aus Österreich für zutreffend gehalten wird, Grundlage für eine Momentaufnahme sein kann. Danach sieht der Frontverlauf mit einer zeitlichen Verzögerung von einer halben Woche in etwa so aus:

Nachtarbeit (2): Nach nochmaligem Kartenstudium halte ich für denkbar, dass entgegen meiner Annahme von vorgestern, der russische Offensivstoß von Cherson nach Westen zwischen Nikolajew und Odessa stattfinden könnte. Das wäre wohl der direkte Weg, den Sack zuzumachen, spräche aber gegen den bisherigen russischen Ansatz, nördlich der Küste von Asowschem und Schwarzem Meer ein deutlich tieferes Territorium unter Kontrolle zu bringen. Falls meine Überlegung stimmt, müssten die russischen Angriffskräfte rechts und links an Nikolajew vorbei nach Westen vordringen. Was die Stadt selbst anlangt, wird sich zeigen, ob sie ebenso geräuschlos fällt wie Cherson.

Nachtarbeit (3): Es zeigt sich nach Wochen des Kampfes, dass der amerikanisch-ukrainische Ansatz, die Masse der bewaffneten Kräfte im Januar und Februar 2022 in die damalige Ost-Ukraine zu verlegen zwar im Sinne der Unterwerfungsabsicht konsequent war, aber dass er das psychologische Moment der einfachen Soldaten unterschätzt hat. Solange man als Bürgerkriegstruppe eindeutig überlegen war, war man erfolgreich. Jetzt, wo es ans Kämpfen mit einem entschlossenen Feind geht, sieht der einfache Mann seinen Einsatz nicht mehr ein.Nachtarbeit (4): Der längst stillgelegte Jagdhund fragt sich, wo eigentlich die vielbeschworenen Speznaz-Einheiten der GRU stecken? Das sind jene Truppen, die für die verdeckte bewaffnete Kriegführung vorgehalten werden. Dass man von denen nichts hört und nichts sieht, kann aus russischer Sicht sowohl ein gutes wie ein schlechtes Zeichen sein. Das Einerseits-andererseits lautet: Die können es nicht, oder sie tun es und ihr kriegt nichts davon mit.

20. Mai 2022

In unterschiedlicher Tonlage fragen Konsumenten meines Gesudels bei mir an, wie ich auf den Gedanken verfallen könnte, frivole Bemerkungen zum Fortgang des Ukraine-Konflikts zu machen, so wie gestern geschehen. Die Antwort ist vielleicht verblüffend: Ich versuche, mir die Kriegsziele der Konfliktparteien vorzustellen, und zwar so:

* Das US-Kriegsziel ist es, Russland vom Schwarzen Meer abzudrängen und die Verbündeten so aufzustellen. dass eine geopolitische euro-asiatische wirtschaftliche Zone unmöglich gemacht werden kann. Ein Nebenkriegsziel ist das Domestizieren des als unsicher geltenden deutschen Verbündeten. Manche Leute sagen, das Letztere sei das Hauptziel. Ich halte das eher für ein Abfallprodukt.

* Das russische Kriegsziel ist es, die US-Strategie zu unterlaufen und strategische Manövrierfreiheit Richtung Orient zu gewinnen. Die Geländegewinne im Dombass sind hierbei nur ein Abfallprodukt. Der eigentliche strategische Schlag findet an der Südfront statt, er betrifft die Einnahme der Städte am Asowschen und am Schwarzen Meer. Falls das richtig ist, wäre der nächste konsequente Schritt, an den Städten Nikolajew und Odessa nördlich vorbei eine Landverbindung bis zur Grenze nach Moldawien zu errichten. Dass die russische Führung sich freiwillig auf einen Straßenkampf in beiden Großstädten einlässt, mag ich mir nicht vorstellen. Wenn sie es doch tut, kann ich auch nichts daran ändern. 

* Meines Erachtens würde es genügen, beide Städte nach Norden hin von der Ukraine abzuschneiden. Sie fallen dann von selber. Das wissen auch die Amerikaner, von denen ich derzeit nicht weiß, ob und, wenn ja, wie sie das verhindern wollen. Eine Luftbrücke käme jedoch beim Stand der Dinge nicht in Frage. Ein ernsthaften Eingreifen mit eigenen Truppen im Moment wohl auch nicht. Man wird daher zu beobachten haben, ob ein europäisches Nato-Mitglied bereit sein wird, diese Rolle zu übernehmen. In Betracht käme wohl nur Polen. Rumänien dagegen wohl eher nicht. So kommt es zu meiner derzeitigen Lagebeurteilung, dass, wenn es den Russen gelingt, den Sack von Odessa oben zuzumachen, die ganze Sache für den Moment gelaufen ist, denn es müsste andernfalls jemand willens und in der Lage sein, ihn wieder aufzumachen.

* Kriegsziele der Ukraine spielen in meinen Überlegungen so gut wie keine Rolle, da das Land vollständig von der Gnade der USA und seiner Verbündeten abhängig ist. Es gehört zu den Gepflogenheiten der US-Strategie, eine Sache mit Hauruck wieder aufzugeben, wenn sie sich nicht mehr lohnt. Bei Beobachtung der amerikanischen innenpolitischen Debatte deute ich erste Schritte in diese Richtung. Ich räume ein, dass ich mich irren mag.

Am Tisch nebenan spricht einer von der Venus von Milano. Auf dem Heimweg mache ich mir Gedanken über einen Kopf, der nie mit Bildung in Berührung kam: Wie mag es darin aussehen?Kopflos (2): Bei der Vorbeifahrt an einer Gartenanlage sehe ich im letzten Tageslicht einen beim Umgraben. Da sticht einer, denke ich, in bildungsferne Schichten.

Kopflos (3): Karl übt noch. Diesmal eine Pandemie durch Leopardenbiss. Nun weiß man ja, dass das Vordringen infektiöser Leoparden seit Jahrzehnten von Süden nach Norden stattfindet. Es sind bereits die einschlägigen Exemplare auf den Höhen des Thüringer Waldes gesichtet worden.Kopflos (4): Finde Herrn Karls Sprache und Mimik besorgniserregend. Früher sahen die einschlägigen Leute weiße Mäuse. Jetzt offenbar Katzengetier.

19. Mai 2022

Das westliche Propagandagetöse verstellt den Blick auf die Ereignisse, die mir bedeutsam erscheinen. Das ist das Platzgreifen der russischen Herrschaft am Schwarzen Meer. Der Kampf um Mariupol ist praktisch beendet, unabhängig von der Möglichkeit, dass sich weiterhin versprengte Reste der Asow-Kämpfer in den Kellern der Stahlwerks verbarrikadiert haben. Die Masse jedenfalls hat sich auf Gedeih und Verderb den Russen ergeben.

Schwarzmeerküste (2): Die eigentliche Neuigkeit stammt aus Cherson. Mit der russischen Machtübernahme in der Stadt am Unterlauf des Dnjepr hat diese Binnenwasserstraße keinen unkontrollierten Ausgang zum Meer mehr. Nebenbei: Vor hier bis zur ukrainischen Westgrenze nach Moldawien sind es knapp 250 km Luftlinie. Auf dieser liegen noch die Großstädte Nikolajew und Odessa. Werden diese nach Norden hin von der Ukraine abgeschnitten, ist der Krieg für keine der Seiten mehr vertretbar.

Schwarzmeerküste (3): Das amerikanische Kriegsziel sah genau andersherum aus, nämlich die Russen endgültig vom Schwarzen Meer zu verdrängen. Das ist, wenn nicht das Wunder an der Marne passiert, in weite Ferne gerückt. Selbst J.P. Morgan, die Bank der Banken, die seit drei Monaten auf ein Einknicken der russischen Volkswirtschaft spekuliert hatte, stellte gestern klar, dass man seine Negativ-Prognosen deutlich nach oben korrigieren müsse. Wenn man sich vorstellt, dass hinter solchem Prognosegerede massive Wetten verborgen waren, kann man sich ein Grinsen kaum verkneifen, denn hier muss sog. Anlegern klar gemacht werden, dass man sich verzockt hat.

Schwarzmeerküste (4): Von Wall Street ist der Weg zur New York Times nicht weit. Dort wurde nunmehr an prominenter Stelle beschrieben, dass das ukrainische Pferd nicht den Einlauf der Sieger dominieren wird. Und aus dem Pentagon ist zu vernehmen, dass es Zeit wird, sich in Somalia zu engagieren. Das liegt, soweit ich weiß, nicht am Dnjepr.

Neue Heimat: In Berlin wird derweil der Kampf gegen rechts forciert. Nanzy F. will den Heimat-Begriff neu gestalten: Heimat ist, was keine Heimat mehr ist. Oder so.Neue Heimat (2): Das wird flankiert von einer Ideologisierung der Bundesdisziplinarordnung. Vergleiche sind selbstredend unzulässig, deswegen versage ich es mir, auf das längst Geschichte gewordene Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentum von 1933 hinzuweisen, geschweige denn, dasselbe noch einmal zu lesen. Es wurde in meiner eigenen Juristen-Ausbildung als abschreckendes Beispiel für eine Ideologisierung des Rechts und seine Pervertierung zitiert. 

Erhielt Besuch von einem italienischen Wasserhund, der sein Frauchen mitbrachte. Seine Vorfahren waren nützliche Gesellen, da sie in weniger städtischer Umgebung jenseits der Alpen dazu eingesetzt wurden, Trüffeln zu erschnüffeln. Das schien meinen Besuch nicht zu grämen, sondern er benahm sich völlig ungezwungen. Konnte daher nicht herausfinden, ob er überhaupt etwas kann. War daher erleichtert, als er wieder seiner Wege ging.

Hund (2): Karl L., der offenbar unter einem Aufmerksamkeitsdefizit leidet, hat mitgeteilt, dass er auf der Corona-Strecke Hunde einzusetzen gedenkt. Das Ganze rangiert dann vermutlich unter Naturheilverfahren.Angesichts der Meldungen des Tages darüber nachgedacht, ob man Nanzy und Karl als das letzte Aufgebot bezeichnen darf. Falls das Hetze sein sollte, ziehe ich den Gedanken zurück und begnüge mich mit dem Hinweis: das ist ja das Vorletzte.
Und hier das Letzte von Nanzy (ist von Zeller, damit das klar ist):

18. Mai 2022

Gegen jeden Verstand: Das Krankenhaus von Schilda nötigt jedem, der es betritt, einen Gegenstand auf, der an einen halben BH für eine üppig ausgestattete Frau gemahnt.

Gegen jeden Verstand (2): Bill Gates sieht ohne Brille von seinem bescheidenen Domizil in California aus eine Million Corona-Tote voraus. Die CNN ist sein Sprachrohr.

17. Mai 2022

Das Benutzen von Filtern ist die Voraussetzung dafür, dass man im Informationsüberfluss nicht untergeht. Wie im wirklichen Leben, muss man die Filter ab und zu austauschen.

Filter (2): Ich käme im Traum nicht auf den Gedanken, meine Zeit mit dem Absuchen der Twitter-Blase zu vergeuden. Es gibt genügend viele Zeitgenossen, die das anders sehen und, am stammelnden Schwachsinn der Twitterasten interessiert, die Ergebnisse ihrer Fleißarbeit reproduzieren. So erfahre auch ich nolens volens das Neueste aus der Twitter-Welt. Es haut mich, wenn ich ab und zu den mitgelieferten Link anklicke, nicht vom Hocker.

Die Nachrichtenlage zum Thema Ukraine-Konflikt ist nach wie vor sehr unsicher. Bei beidseitigen Erfolgsmeldungen kann man von gar nichts ausgehen. Die Kämpfe um das Gelände von Asow-Stahl (Mariupol) neigen sich offenbar dem Ende zu, falls es stimmt, dass sich am Wochenende dort 500 Personen den russischen Belagerern ergeben haben.

Ukraine (2): Es geht um Minimalia bei Geländeverlusten und -gewinnen. Es bleibt allerdings bei meiner Annahme, dass der Halbmond im Osten von Charkow im Norden bis zur Krim im Süden das Ziel der russischen Aktion ist. Die Frage steht weiter im Raum, wie es die Russen mit Odessa halten. Die Großstadt ist für beide Seiten von strategischer Bedeutung. Schwarzes Meer oder nicht, das ist hier die Frage – vor allem für die USA und die Ukraine.

Ukraine (3): Die Langsamkeit, manche sagen: Schwerfälligkeit, der russischen Operationen ist Anlass für viele Spekulationen. Deren wichtigste ist: den Russen geht technisch die Puste aus. Eine andere: Sie können mit der westlichen Militärtechnik nicht mehr mithalten. So herrsche zum Beispiel akuter Chip-Mangel. Kann das nicht beurteilen. Nur eines scheint sicher: russische Spitzenmilitärs werden gelernt haben, sich der westlichen Telefontechnik zu enthalten.

Ukraine (4): Habe seit Ewigkeiten nichts mehr von diesem elenden europäischen Schlager-Wettbewerb mitgekriegt. Jetzt hat man, lese ich, eine Ukraine-Show daraus gemacht. Soll man nur. Zur dortigen Folklore gehört es, wie jedermann, der zusah, sehen konnte, dass die Sieger mit Hitlergruß von der Bühne gehen. Wenn ich das jetzt befürworte – was ich nicht tue –, machte ich mich nach § 86 a StGB strafbar. Wenn das deutsche Fernsehen das zeigt und finanziert, dient es hingegen der democracy oder so.

Die Gerüchte über den Gesundheitszustand von Putin sind außer Rand und Band. Ich halte es für Wunschdenken, seinen möglichen Totalausfall als potentiellen Sieg einzuplanen. Ein Interview mit dem Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrats, Nikolaj Patruschew, sollte man zumindest gelesen haben, bevor man sich in Illusionen ergeht.

Patruschew (2): Die Führung Russlands betreibt nach eigener Aussage eine umfassende, sich vom amerikanisch dominierten Westen abgrenzende Strategie. Sie reicht vor allem nach innen und über die Abwehr dessen, was man als mutwilligen Angriff der Globalmacht USA versteht, hinaus. Die russische Strategie ist ebenfalls global, was auf eine vom Rubel dominierte Finanzpolitik hinauslaufe, deren Stabilität, gestützt auf den Rohstoffreichtum und solide Binnenfinanzen, Tag um Tag an Attraktivität gewinne.Patruschew (3): Man vertue sich nicht. Die Ausführungen des Russen sind zugleich eine Kampfansage. Die russische Führung hält die westliche Wertegesellschaft für verrottet und für nicht überlebensfähig. Man wende sich daher den 3,5 Milliarden Menschen in Asien und Afrika zu.

16. Mai 2022

In einem Land, das die Abwesenheit jeglicher Individualpflicht zur Staatsdoktrin erhoben hatte – mit Ausnahme der Pflicht, Steuern zu zahlen und die Parkuhr zu bedienen – , haben sich Pflichten gleich bündelweise durch die Hintertür gedrängelt. Die wichtigste von denen: Du musst dich bekennen.

Bekenntnispflicht (2): Wenn du keine Meinung hast, bist du ein Gegner, denn du hast die allein gültige Meinung zu haben. Schlichtes Dagegensein ist nahezu harmlos, nein, es sind diese Indifferenten, die man im Auge haben muss. Da benutzt einer das N-Wort. Bei dem ist alles klar, aber das Schweigen, das ist schrecklich, wo Bekenntnis Pflicht ist. Der Schweiger könnte „Neger“ gedacht haben.Bekenntnispflicht (3): Sie zerstört den simpelsten Gedankenaustausch. Es sei denn, du beginnst die Frage nach dem Salatöl mit dem Hinweis, es sei höchste Zeit, deutsche Waffen in die Ukraine zu liefern.

Elon, das afrikanische Wunderkind, teilt den Amerikanern und deren Präsidenten mit, dieser sei nicht gewählt worden, das Land zu transformieren. Da irrt der Mann gleich doppelt: Biden wurde nicht gewählt, sondern ins Amt getrixt, und die, die es bewirkten, wollten genau das, was er jetzt tut, respektive in seinem Namen getan wird.

Bernd Zeller bemerkt heute Nacht süffisant, der WDR habe die Wahl in Nordrhein-Westfalen gewonnen.Die Weimarer Republik ging baden, weil die demokratischen Kräfte sich nicht auf eine Zusammenarbeit verständigen konnten. Sie kopulierten lieber mit den Totalitären. Das muss ein besonderer Reiz sein, denn er wiederholt sich zur Zeit. Der Unterschied: In den Endjahren von Weimar wählten bis zu 50 Prozent totalitär, bei uns sind es mit Mühe 10 Prozent der Wahlbürger. Noch ein Unterschied: Wie schon vor einer Woche im Norden sind auch an Rhein und Ruhr die Nichtwähler auf dem Weg zur absoluten Mehrheit.

15. Mai 2022

Der Zar ist weit: Gestern im tiefsten Westen, Bad Homburg vor der Höhe. Tiefer geht’s nicht mehr. Am Tennisplatz im Kurpark Männlein und Weiblein im weißen Dress mit Gesichtswindel. Auf dem Parkplatz die Autos mit dem HG auf dem Nummernschild sind neu und gewaschen, keins unter 60.000 €. – Nein, bis hierhin ist die Kunde vom Krieg des Wladimir Wladimirowitsch noch nicht gedrungen. Dafür regiert die Angst vor dem Virus, das noch keiner sah.

Gespräch mit einem mir seit langem bekannten Russisch-Sprachler. Ich: Na, wie ist die aktuelle Nachrichtenlage aus Russland? – Er: Da ist nichts mehr.– Ich: Wie? – Er: Die russischen Sender sind aus meinem Kabelangebot entfernt worden. – Ich bin sprachlos, denn ich hatte den Mann für intelligent und informiert gehalten.Das Nationalarchiv in Kew (bei London) bietet mir einen Trinkbecher zum platinen Thronjubiläum der Queen an. Der Spleen der Brits für ihre Queen ist mir sympathisch, aber das Gemäß zu plump, will sagen: Die Form mag dem Anlass gerecht werden, aber nicht meinen Geschmacksvorstellungen bei Tisch. Auf die dank Sonnenkollektor dauerwinkende Queen habe ich auch verzichtet.

14. Mai 2022

Der Spieler: Mit der Ankündigung, er wolle sein Kaufangebot von Twitter nur aufrecht erhalten, wenn die Zahl der Mehrfachexistenzen dort begrenzt sei, hat Elon Musk einen Kurssturz der Aktie um 30 Prozent ausgelöst. Heißt im Klartext: (a) Leute, ihr könnt den Preis der Aktie nicht künstlich hochtreiben, um den Kauf unmöglich zu machen, denn (b) wenn ich abspringe, springen auch die Investoren ab und zwar zuvor. 

Spieler (2): Jetzt hat die linke Blase wieder ein Hassthema: der schreckliche Kapitalist Musk zerstört die Meinungsfreiheit. Dabei ist sie es selbst, die diese Doppelexistenzen verursacht: ein Ich fürs Normale und ein anonymes Ich für Hasskampagnen.

Spieler (3): Aus unerwarteter Ecke gibt es Gegenwind beim beabsichtigten Nato-Beitritt von Finnland und Schweden. Und zwar aus der Türkei. Das wird teuer für den Rest der sog. Wertegemeinschaft, da nicht damit gerechnet werden kann, dass Joe im Weißen Haus jetzt zusätzlich zum Ukraine-Konflikt einen Krieg um den Bosporus lostritt. Solche Abstinenz von einer Kriegsdrohung gegen die Türkei ist indessen daran geknüpft, dass der amerikanische Größenwahn auf ein einigermaßen überschaubares Maß von Logik beschränkt bleibt.Spieler (4): Der türkische Querschuss lässt vermuten, dass Ankara in Moskau Freifahrscheine Richtung Syrien und Irak einkaufen konnte. Falls das stimmt, wird deutlich, dass auch auf der anderen Seite des Schachbretts ernst zu nehmende Gegner sitzen.

13. Mai 2022

Es fällt wesentlich leichter, einen Misserfolg vorauszusehen als einen Erfolg. Gilt in beiden Fällen vor allem, wenn’s nicht der eigene ist.

Zukunft (2): Wann und unter welchem Vorwand werden polnische Truppen in der Ukraine einmarschieren? Sicher wäre nützlich, wenn der Kreml wieder einmal die abgehörten Telefonate der Kriegsstrategin im US-State Department, Victoria Nuland, veröffentlichen würde. Auch für die Freunde des Gossen-Amerikanisch ein Hochgenuss.

Zukunft (3): Dem polnischen Einmarsch könnte ein Hilferuf slawischer Brüder aus Kiew vorausgehen. Wahrscheinlich wird dort noch der Schwarze Peter herumgereicht, wer brüderlich rufen soll. Stelle mir vor, dass der Rufer danach seines Lebens nicht mehr sicher ist.

Der alberne Begriff der Gegensanktionen gewinnt allmählich Konturen. Der Kreml verbietet russischen Firmen, mit den im Westen belegenen, nunmehr ehemaligen russischen Firmen Geschäfte abzuwickeln. Ein Blick auf die stillgelegten und unter deutschem Kuratel sogleich fortgeführten deutschen Töchter von Gazprom verspricht, dass es zumindest zu einem riesigen Durcheinander kommen wird.

Grünen-Vormann Robert H. kennt das Gegenrezept zum jüngsten Putin-Rezept: Sparen, sparen und nochmals sparen. Der Aufruf trifft auf Leute, die der Regierung, welcher er angehört, beim Geldrausschmeißen zusehen können („Wir sind ein reiches Land,“ schon vergessen?). Dennoch wird sich Widerstand kaum regen, denn Michel weiß, dass er durch Verzicht dem Russen den Überfall auf Deutschland vermiesen kann. Man sage jetzt nicht, diese hirnverbrannte Ansicht sei auf meinem Mist gewachsen. Ich referieren lediglich Erklärungen aus der Christunion, die ich mit eigenen Ohren gehört habe.

Christunion (2): Wittert nach dem als sagenhaft apostrophierten Wahlergebnis in Schleswig-Holstein Morgenluft. Wenn man die 41 Prozent der abgegebenen Stimmen mit den Köpfen des Wahlvolks vergleicht, kommen knapp 25 Prozent Zustimmung heraus. Soviel zur demokratischen Legitimation, über die in letzter Zeit so viel zu hören war. Anders ausgedrückt: Mit einem Viertel kannst du eine satte Mehrheit organisieren.Bedenke das Ende: Wenn in den USA die Lebensmittelpreise drastisch steigen, so liegt das, wie der Amerikaner weiß, an den Russen. Denn diese blockieren – selbstredend völkerrechtswidrig – den Weizenexport über das Schwarze Meer. So hatte man sich in Washington DC die Russland-Sanktionen nicht vorgestellt. Was mir dabei auffällt: Früher lebten – so stand‘s in meinem Erdkundebuch – die Amerikaner im Weizen-Überfluss. Wohin mag der entschwunden sein?

12. Mai 2022

Wieder einmal ist es so, dass ich mit Lesernachhilfe, zum Kern eines Problems vordringe. Das ist wohl das Schicksal des Vorlauten. Im Speziellen habe ich gelernt, dass die Öl-Pipeline Freundschaft (дружба – hoffentlich habe ich das richtig transkribiert) nicht nur in Schwedt an der Oder dem Aufbau des Sozialismus diente, sondern auch im sächsischen Chemiedreieck. Die Details ergeben sich aus einer jahrzehntealten Briefmarke der Deutschen Post. Das Problem, das aufzuklären bleibt, ist der Verkauf der (DDR)-Minol nach Frankreich durch die Treuhandanstalt in der Nachwende Wildostzeit. Im Klartext formuliert: Was musste der deutsche Steuerbürger draufzahlen, damit das heutige Leuna-Ufo wieder zum Leuchten gebracht wurde. Interessiert mich, weil ich altmodisch bin. Vor allem, wo jetzt fragwürdige Interessenverbünde dort das Licht ausknipsen wollen. Ich sag es deutlich: Ich hab was dagegen.Leuna (2): Die Erfahrung lehrt, dass Leute, welche die Hand aufhalten, mit Gemeinwohl nichts am Hut haben.

11. Mai 2022

Im Osten nichts Neues. Die Langsamkeit der russischen Vordringens erregt die westlichen Gemüter. Man schwelgt in der russischen Niederlage. Wie das Bedächtige auf die russische Seele wirkt, vermag ich nicht zu sagen. Vermutlich jedoch weniger, als man es sich hierzulande einzureden versucht.

Schreibt mit einer aus Hamburg, es werde höchste Zeit, sich für die Ukraine konkret zu engagieren. Rate ihm, sich eine Fahrkarte nach Odessa zu kaufen.

Hamburg (2): Der Erregte unterstellt mir, ich wüsste wohl nicht, wie 1940/41 in den USA eine politische Gruppe gegen den Krieg polemisiert hätte, und was passiert wäre, wenn diese Friedenswahnsinnigen sich durchgesetzt hätten. – (a) Der Umstand selbst ist mir bekannt. Es handelte sich um die Bewegung America First. Ihr Frontmann war der weltberühmte Atlantik-Flieger Charles Lindbergh. Er wurde von der Roosevelt-Administration umgehend als Vaterlandsverräter und Antisemit verteufelt. (b) Die Frage Was-Wann kann ich hingegen nicht beantworten, will es auch nicht, weil es sinnlos wäre. Die Weltgeschichte ist anders verlaufen. Diesen Verlauf nachzuvollziehen, ist komplex genug, um mich damit und den Folgen ernsthaft zu beschäftigen.

Der Klimatiker Robert H. versucht in Schwedt an der Oder die aufgebrachten Leute wegen der russischen Ölpipeline, deren deutsches Endstück von den französischen Eigentümern am Jahresende dicht gemacht werden soll, zu beschwichtigen. Woran denkt der Mann aus Berlin? Zwangsverwaltung? Enteignung zugunsten des Bundes? Übung hat er ja mittlerweile mit der deutschen Gazprom-Tochter Germania.

Pipeline (2): Der Gasdurchfluss in der Ukraine in Richtung Europa ist gestern ins Stocken geraten. Russen und Ukrainer zeigen wechselseitig mit dem Finger auf einander. Das ist eine Entwicklung, die das Zeug hat, eskalierend aus dem Ruder zu laufen. Waren es die Russen, ist es eine massive Drohung. Waren es die Ukrainer, grenzt es im US-Auftrag an Selbstmord.Im glücklichen Österreich – das Glück scheint im Moment leicht getrübt – meldet sich Ex-Kanzler Kurz ungewohnt knackig zu Wort. Niemals mehr Politik, lässt er das ÖVP-Parteivolk und den Rest der Welt wissen. Der Jungstar hat nämlich einen neuen Job, der von keiner Parlamentskontrolle abhängig ist: Angestellter in Sachen Global-Strategie beim Geldanleger Georg Thiel (Ex-Paypal) in den USA. Ne Nummer kleiner geht‘s offenbar nicht, aber nach oben hin sehe ich noch Spielraum: Beauftragter für Galaktisches bei Elon Musk.

9. Mai 2022

Bilder vom Vormittag zeigen einen russischen Präsidenten, der sichtlich gealtert ist. Nun, Wladimir Wladimirowitsch, Macht strengt an, und Anstrengung macht alt.Der Rest der Nation regt sich über den Herrn Scholz wg. seiner Rede an dieselbe auf. Seltsam. Mir ist nix aufgefallen, zumal ich mir sowas nicht antue. Ächt nicht.

8. Mai 2022

Sagt einer gestern Nachmittag, den ich zufällig in Leipzig treffe: Samma, du schreibst ja ganix mehr, wa? – Das zeigt, die Leute wissen nix und reden doch darüber. Andererseits: Wenn‘s wirklich drauf ankäme, könnte ich es gleich ganz sein lassen.

Nach dem Abräumen von Mariupol geht es in Kürze offenbar um den Angriff gegen Odessa. Das Mobilisieren von Streitkräften in den im russischen Sinne abtrünnigen Provinzen von Moldawien nötigt zu dieser Folgerung. Es war zu naheliegend, um nicht begonnen zu werden. In wenigen Tagen wird bei dem jetzt üblichen mäßigen Tempo der russischen Landnahme die Ukraine vom Schwarzen Meer abgeschnitten sein.Ukraine (2): Die entscheidende Frage ist: Was werden die USA unternehmen, um das Einschnüren des Landes zu verhindern, denn es passiert im Augenblick das Gegenteil des Gewünschten, nämlich die Russen vom Schwarzen Meer zu vertreiben. Was also werden die Amerikaner den Rumänen bieten, damit sie sich in den Kampf gegen Russland einmischen? Zur Zeit sind sie, ohne was dazugetan zu haben, die Kriegsgewinnler, weil über ihre Schwarzmeerhäfen neuerdings der ukrainische Weizen in die Welt verschifft wird.

7. Mai 2022

Zwar weht der Geist, wo er will, aber nicht der Wind da, wo er soll. – Entlang der A 9: Am frühen Nachmittag Flaute, nichts bewegt sich. Gegen Abend: Es mühlt bei leichtem Ostwind vor sich hin und stirbt dann bei Einbruch der Dämmerung ab.Dieser Vorschlag hier ist Nato-kompatibel und sollte bald in Angriff genommen werden.

6. Mai 2022

In den alternativen Medien finde ich gebündelte Häme über Frauen in politischen Spitzenfunktionen. Ihre Unfähigkeit wächst sich zum Synonym für Frau und Politik aus. Vorzeigeobjekte sind die US-Vizepräsidentin Kamala Harris und die britische Außenministerin Elizabeth Truss.

Frauen (2): „Liz“ Truss hat ein Problem mit der Geographie, nein anders: sie hat kein Problem damit, dass sie sich traut, geographische Bezeichnungen in ihre öffentlichen Äußerungen einzubauen. Und das ist ein gewisses Problem. So, wenn sie beispielsweise die Ostsee für das Schwarze Meer hält oder umgekehrt. Ein echtes Problem erwächst hieraus indessen, wenn dieselbe Frau sagt, dass der derzeitige Krieg an Orten, deren Lage sie nicht kennt, im Interesse des British Empire sei, denn sie knüpft gedanklich an etwas an, was nicht mehr existiert und folglich wiederhergestellt werden müsste. Kein angenehmer Gedanke.

Frauen (3): Ich finde die Bevorzugung der anglo-amerikanischen Spitzenkräfte gegenüber denjenigen, die wir selbst zu bieten haben, ungerecht. Annalena beispielsweise hat gerade erst mitgeteilt – ich verkürze ihr stammelndes Gerede mal auf den bei mir angekommenen Kern –, dass es unser Ziel sei, die Russen dauerhaft fertigzumachen.

Eine Geberkonferenz hat stattgefunden, die den weiteren Krieg in der Ukraine ermöglichen soll. Es lohnt sich, den Teilnehmern zuzuhören. Der polnische Vertreter sagte, das Geld solle an diejenigen Staaten gehen, die von dem Krieg betroffen seien. Man kennt diese Methode aus der polnischen EU-Mitgliedschaft: Mehr aus dem Topf herausholen, als man selbst hineingegeben hat.

Geldnehmer (2): Polen und Litauen plädieren dafür, den Krieg zu nutzen, um die diversen Gebietsverluste aus dem vergangenen Jahrhundert (oder noch früher) rückgängig zu machen. Das bedeutet das Entstehen etwas anderer Kriegskonstellationen, nämlich: Polen gegen die Ukraine, Polen und Litauen gegen Weißrussland, und – natürlich – Polen gegen Litauen. Vor allem letzteres entbehrt nicht einer gewissen grimmen Komik. Man kann verstehen, dass solche Ansinnen in Russland mit galligem Humor kommentiert werden.

Kontrastprogramm: eine See-Reise von Odessa nach Batumi über Suchumi und Sotschi zurück nach Odessa. Der Defa-Film Meine Freundin Sybille machte es möglich. Ein paar doofe Deutsche unter lauter freundlichen Sowjetmenschen vor großartiger Kulisse. Und die Rote Armee spielt das Rennsteiglied. Das waren noch Zeiten, 1967, ein Jahr vor der Bruderhilfe der friedlichen Sowjetunion in Prag.Sybille (2): Der zugrundliegende gleichnamige Roman von Rudi Strahl ist noch einen Zacken behaglicher. Die Staatssicherheit merkte an, der Autor sei arrogant, da er glaube, den Erfolg seiner Schreiberei nur seiner eigenen Tüchtigkeit zu verdanken. Nun, die Genossen mussten es ja wissen.

5. Mai 2022

Ein, wie er sagt, Sprecher der Werteunion erklärt den Umsitzenden, dass wir nicht abseits stehen dürfen. Hierzu nickt er zustimmend. – Zuhörerin: Und warum nicht? – Er, die Stimme senkend: Oder wollen Sie, dass Putin in Deutschland einmarschiert? – Die Umsitzenden entschließen sich spontan, über die Spargelsaison zu reden.

Neu im Angebot der Nationalen: Wer den US-Kurs kritisiert, ist ein vaterlandsloser Geselle. Daraus folgt, dass, wer ungefragt ein deutsches Interesse formuliert, erst recht ein vaterlandsloser Geselle ist.

Die Bezeichnung als völkerrechtswidrig hat keine weitere Bedeutung als diese hier: Der Sprecher befindet sich auf der richtigen Seite. – Ich zum Krim-Annexionsverurteiler: Wie war das denn 1941 mit der Besetzung Islands durch die Amerikaner? – Er: Die mussten Hitler zuvorkommen. – Ich: Wie die Deutschen im Jahr zuvor in Norwegen? Sie mussten Churchill zuvorkommen. ­– Er, bevor das Gespräch erstirbt: Werden Sie nicht unsachlich.

Nachts gießt es wie aus Eimern. Das Autofahren macht keinen Spaß. Morgens Nebel und Flaute. Das Autofahren macht immer noch keinen Spaß. Soll es auch nicht.

Nachdenklich nach der Rückkehr in die gute Stube. Es gibt den zweiten Impftoten in meinem engeren Bekanntenkreis. Den impfte seine Tochter, eine Ärztin. Zwei Tage später war er tot. Gleich danach impfte sie seine Frau zum dritten Mal. Sowas kann sich niemand ausdenken.

Heute Morgen: Die Phalanx der Tichy-Autoren schreibt Dinge, die ich für irrelevant halte, so die von der Redaktion angegeigte Wahlwette für Nordrhein-Westfalen. Man simuliert Demokratie, weil man es sich nicht vorstellen kann, dass es gleichgültig ist, ob an Rhein und Ruhr schwarz-gelb an der Macht bleibt, oder ob es zu rot-grün kommt. Es ist den meisten Bürgern – wie Antje Hermenau das formulieren würde – egal.

Tichy (2): Das Gros der übrigen Beiträge sind Kommentare zu Fernsehsendungen. Wer sieht sowas, wer liest sowas?

Tichy (3): Der Meister selbst schreibt gestern einen Riesenriemen über Bündnistreue. Natürlich fügt er seinem Sermon bei jedem dritten Satz ein Einerseits-andererseits hinzu. Hat er aus den Kommentaren der letzten zwei, drei Wochen bemerkt, dass ihm die Leser davonlaufen? Vermutlich das Werk von Putin, denn einer muss es ja gewesen sein.

Der Putin war’s: Benzinpreiserhöhung, Energieknappheit, Exodus der deutschen Industrie, Mietraummangel, Inflation, Facharbeitermangel, Auswanderung Hochqualifizierter, Massenzuzug von Analphabeten. Na also. Fehlt noch was? Ach ja: Feinstaub und CO2. Und über Corona schweigen wir besser.

Schurke (2): Seit gestern weiß ich, dass die seit zwei Monaten andauernde, ganz untypische Ostwindlage im Wechsel mit völliger Windstille von Putin verursacht wurde. Er hat das Wetter verändert, um der westliche Wertegemeinschaft beim Erreichen der Klimaziele zu schaden. Früher hätte man in solchen Fällen von Verschwörungstheorie gesprochen. Jetzt treten Experten auf den Plan und wackeln bedeutungsvoll mit den Köpfen.Schurke (3): Nur eines war Putin offenbar nicht: Derjenige, der anordnete, russische Generäle im Dutzend von Ferne zu orten und mit Präzisionswaffen amerikanischer Bauart zu töten. Aufregung ist nicht angesagt, denn seit Obama ist dies US-Staatspraxis. Es ist den Drohnen egal, wer der Feind ist, der geschlachtet werden muss. 

4. Mai 2022

Die deutsche Sprache macht mit uns, was sie will. Während der Busen der Natur männlich ist, kommt die Heldenbrust weiblich daher.

Sprache (2): Apropos Busen und Natur. Der selbstredend männliche Naturbusen einer Frau ist eine der zahlreichen weiblichen Inkonsequenzen.

Sprache (3): Während ich diese Zeilen nachts schreibe, geht mir durch den Kopf, wie viele Leute sich wieder ereifern werden, wenn sie diese Zeilen lesen. 

Die Klimalügner haben erneut zugeschlagen. Der letztjährige April sei der wärmste und trockenste seit der Wetteraufzeichnung gewesen. In Wirklichkeit war er nach meinen Notizen eher feucht und kühl. Zum diesjährigen April habe ich noch keine Meldung gelesen, die das Vorjahr selbstredend übertreffen müsste, vielleicht so: Der wärmste April seit der Landung der Arche Noah. In Wirklichkeit war der Vormonat kalt mit etlichen Frostnächten. Wenigstens hierzulande.Nachts das Russland-Buch von Thomas Fassbender Freiheit statt Demokratie gelesen. Sinnvolle Lektüre. Das Buch stammt aus dem Jahre 2014 und schlummerte seit Jahr und Tag unbeachtet im Russland-Regal in einer zweiten Reihe außerhalb meiner Sichtweite. Vor- und Nachteile einer großen Bibliothek.

Bücher (2): Gottseidank bin ich kein Einzelfall. Wie auf Bestellung entdecke ich in einer Regalecke mit dem Nicht-zuordenbaren eine Schrift von Gustave Flaubert: Bücherwahn, irgendwann in der DDR erschienen, illustriert durch Joseph Hegenbarth.

Übern Großen Teich: Die Nachrichtenlage dort ist unübersichtlich und kontrovers. Fünf große Themen bestimmen die Woche, sie sind durchweg innenpolitischer Natur: Wird der Supreme Court die Abtreibungsregeln revolutionieren? Wie tief wird Sonderermittler Durham die Demokraten-Partei wg. ihres Staatstreichversuchs gegen Trump eintauchen? Werden die sog. Demokraten bei den Zwischenwahlen im Herbst tatsächlich ein Desaster erleben? Wie weit reicht der Einfluss der Bundesregierung, um den Pandemie-Modus, einschließlich Masken-Zwang, weiter aufrechtzuerhalten? Was passierte tatsächlich am 6. Januar 2021 vor und im Capitol?Übern Großen Teich (2): Der einzige, der nichts machen muss, um weiter Schlagzeilen zu produzieren, ist der australische Milliarden-Spieler Elon Musk.

3. Mai 2022

Wenn Leute sich dahingehend äußern, man könne in Deutschland alles sagen, bedeutet das, dass sie es noch nie probiert haben.

Im Rotarier-Magazin wird zur Eliminierung von AfD-Sympathisanten aufgerufen. Diese Vorgabe umzusetzen, wird die Clubs in Sachsen und Thüringen personell halbieren. Fazit: Wohltätigkeit ohne eine geprüfte Mainstream-Gesinnung ist nicht zu dulden.

Organisierte Mildtätigkeit (2): Im selben Rotarier-Magazin wird die Eliminierung russisch-stämmiger Künstler aus dem deutschen Kulturbetrieb gutgeheißen. Recht so, Weltoffenheit bis zum Dnjepr und nicht weiter.Zum Tee bei Freunden, wir schwätzen wie gewohnt durcheinander. Sie stellt eine Schüssel mit Russisch Brot auf den Tisch. Keiner sagt was, aber alle lachen. Anschließend schwätzen wir weiter.

Musik beim Schreiben ist nur in seltenen Phasen möglich, die zudem durch keinerlei Ablenkung gestört werden sollen. Das klingt wie ein Widerspruch in sich und ist nur so zu erklären, dass es Musikstücke gibt, die das Tiefendenken anregen, das dem Träumen ähnlich ist. Während ich diese Zeilen schreibe, höre ich Koyaaniqatsi von Philip Glass. Habe das Stück in einem Stapel verstaubter CDs entdeckt. Der wohlvertraute Klang – seit 20 Jahren nicht mehr vernommen – belebt die Denkspiele: Ich gehe in Sankt Petersburg spazieren.Entnehme den Meldungen von jenseits des Großen Teichs heute Morgen, dass eine US-gesteuerte Graswurzelbewegung Quitt the CCP (in etwa: Beseitige die Kommunistische Partei Chinas) ihren Betrieb aufgenommen habe. Das riecht nun wirklich nach Größenwahn, denn gleichzeitig findet – man erinnert sich – die Kampagne des Imperiums gegen Russland statt.

2. Mai 2022

Licht und Schatten: Bild des Skagener Males P.S. Krøyer in meinem Badezimmer betrachtet. Zwei kleine blonde Mädchen im Sonntagsstaat der weißen Kleidchen. Werde beim Abtrocknen durch die Überlegung abgelenkt, wieviel Stunden es gekostet haben mag, um die Kinder so reinlich auszustaffieren. Heute dagegen: Gang zur Waschmaschine und Rückkehr ins Wohnzimmer. Von der guten alten Zeit vermag ich nicht ohne Vorbehalte zu sprechen.

Waschmaschine (2): Gespräch mit einer Deutschstämmigen aus Kasachstan. Ich: Was haben Sie sich hier als erstes gekauft? – Sie: Eine Waschmaschine. – Wie zur Bekräftigung hebt sie ihre Hände und zeigt mir deren Innen- und Außenflächen.

Vive la différence: Während in Berlin der übliche linksterroristische Gesinnungsmob am Wochende randaliert, wird Paris von gewalttätigen Protesten jener überschwemmt, die sich durch Falschauszählung um die Präsidentenwahl betrogen sehen.Falsche Zahlen (2): Es kommt weniger darauf an, ob – was ich für möglich halte – in Frankreich in großem Stil Wahlmanipulation stattgefunden hat, sondern auf die heutzutage ganz selbstverständlich angenommene Existenz solchen Betruges. Breite Teile der Bevölkerung haben auch hierzulande den Eindruck, in einer Scheindemokratie zu leben. Es dürfte kaum gelingen, verlorenes Vertrauensterrain zurückzugewinnen.

1. Mai 2022

Fiedler und Pohlmann haben erneut auf Neues aus Wikihausenzugeschlagen. Sie untersuchten die Angaben der Plattform Wikipedia bezüglich des angeblichen Massakers von Butscha in der Ukraine Anfang April 2022. Die Einträge in der deutschen, englischen und russischen Version sind in der Tendenz gleich: Täter waren russische Soldaten auf dem Rückzug nach Norden. Hieran sind – allein wenn man die Wikipedia-Daten zugrunde legt – Zweifel mehr als angebracht: Die angegebenen Quellen sind letztlich eine einzige, nämlich die britische Firma Bellingcat, bekannt oder, wie etliche meinen, berüchtigt aus anderen zweifelhaften Medienkampagnen. Anderslautende Quellen und Hinweise wurden bei Wikipedia gelöscht, die Diskussionsseiten abgeändert und die ohnehin bereits mit Decknamen versehenen Texter nochmals anonymisiert – mit dem Hinweis, man müsse sie vor Repressalien schützen.

Die Russland-Hetze auf Tichys Einblick nimmt erstaunliche Formen an. Den Lesern wird nahegelegt, die Angst vor dem Atomkrieg endlich sein zu lassen. Erneut ist hierfür der ehemalige Rias-Mann Georg Gafron als devoter amerikanischer Propagandist tätig geworden. Leser fragen, wie lange das noch so gehen soll.Hetze (2): Gafrons Kollege, der Christunionist Josef Kraus, stellt derweil die mecklenburgische Ministerpräsidentin an den Pranger des Landesverrats. Ihr Missetat: Sie ließ in ihrem Land mit Geldern der Gazprom eine Stiftung zu, deren Ziel die propagandistische Begleitung des Northstream II-Gasleitungsvorhaben war. Die Reaktionen des Publikums sind gemischt. Da gibt es jene, denen jegliche Attacke gegen die Genossen der SPD recht ist, und die anderen, denen der Ton missfällt, aber auch Inhaltliches, weil sie die Torpedierung der Gasleitung für ein Übel ansehen.

29. April 2022

Vom Kriege – ein Erlebnisbericht

In meiner Nachbarschaft wohnt eine ältere Dame, Ingrid Timpel, die seit Jahr und Tag schreibt: Akribische Tagesnotizen und einen Lebensbericht. Aus diesem Bericht gebe ich hier ihre Notate zum 29. April 1945 unverändert und unkommentiert wider. Oder doch nicht ganz. Mein Rat an alle, die derzeit zum Krieg aufrufen: Fragen Sie möglichst bald bei denjenigen nach, die den Krieg erlebt haben. Ein weiterer Rat: Beeilen Sie sich.

* * *

Am 29. April 1945 vor 77 Jahren, war der Tag, an dem mein Leben aus den Fugen geraten ist.

Im Jahr 1945 war der Winter lang und sehr kalt. Wir Kinder, mussten Holz und brauchbaren Abfall sammeln, um die Stube warm zu bekommen. 

Wir wohnten in Neubrandenburg, einer schönen norddeutschen Stadt mit einer geschlossenen Stadtmauer und vier Toren. Unser Haus stand in der Neutor Straße 32, direkt an einem dervier Tore.

Vor allen vier Toren, so auch vor unserem, dem „Neuen Tor“, errichtete man große Panzersperren, in der Hoffnung, die anrückenden Russen aufhalten zu können.

Später berichteten die Leute, die Panzer wären mit Leichtigkeit über die Sperre gefahren und dann rein in die Stadt. 

Am 29. April 1945 begann unsere Flucht. Der Russe stand unweit vor den Toren unserer Stadt. Von fern hörte man es donnern und krachen. Meine Mutter machte sich mit drei kleinen Kindern auf den Weg.

Tage zuvor hatte meine Mutter wichtige Dinge in einem Koffer verstaut um sie zu vergraben: Silberbestecke, von Paten für uns Kinder, wichtige Unterlagen, der Neue Ulster unseres Vaters, zuletzt oben drauf ein Bild von der Konfirmation meine Bruder Max. Zuerst musste ein tiefes Loch im Rondell im Garten geschaufelt werden. 

Die Nachbarin schaute zu -und fragte: “ Können Sie nicht die SS-Uniform meines Mannes mit eingraben?“ So geschah es, im Jahr 1945. Später erfuhren wir, die Russen hätten mit ihren Bajonetten in den Gärten herumgestochert und alles gefunden.

Der Wehrmachtsgeneral – Oberst Remer hatte die Verteidigung der Stadt befohlen.

In der Folge wurde die Innenstadt zu 90 Prozent von der Russischen Armee zerstört.

Die Angst vor den Russen war so groß, dass viele hundert Frauen sich mit ihren Kindern im nahen Tollense See ertränkten. Auch eine Tante von uns hatte sich mit ihren vier Kindern ertränkt.Meine Cousine, Renate, war 18 Jahre, auchsie wurde von den Russen vergewaltigt.

Meine Mutter, wollte aus unserer Heimatstadt nicht fort, nicht fort von unserem zu Hause. Einmal hieß es, es können ja auch dieWeißrussen sein, die tun uns nichts, sie sind nicht so grausam wie die Rotarmisten. Und die V 2 soll kommen! Meine Mutter sagte zu mir, ich kleide dich als alte Frau an und schwärze dein Gesicht! Die Menschen wollten in ihrer Not an all diese Dinge glauben.

Ich hörte ein Gespräch: Die Nachbarin von nebenan war bei uns: „Machen Sie sich keine Sorgen, Frau Ahlgrimm, wenn es sein muss, ich habe Giftspritzen für alle.“ Sie hatte vier kleine Jungen. Von dieser Stunde an ließ ich meiner Mutter keine ruhige Minute mehr: „wir müssen fort.“

Der Geschützdonner kam immer näher. Einen Tag vor der Flucht bekam jede Familie noch 30 Eier, zu spät, viel zu spät. Wer sollte und konnte sie jetzt noch essen. Das Mittagessen, gebratener Hering, stand auf dem Herd. Meine Mutter holte noch die Fahrkarten, 37 Mark nach „Nirgendwo.“ Keiner wusste, wohin die Reise ging.

Es ging ein Aufruf an die Bevölkerung von Neubrandenburg, die Stadt sofort zu verlassen. Es fährt ein letzter Zug – ein Güterzug nach Nirgendwo – niemand wusste genaueres. Es sprach sich wie ein Lauffeuer herum.

Es blieb keine Zeit für einen Abschied von unserer Oma. Wir sollten sie nie wiedersehen. Sie starb im April 1947 an Hungertyphus. Sie saß am Ende vor den Trümmern ihres Hauses und konnte die Welt nicht mehr verstehen.

In großer Eile packte Mutterdas Nötigstein den Rucksack. Die wichtigen Papiere und einige Fotos hatte sie in ihrer Tasche verstaut.Natürlich nahm ich meinen neuen Schulranzen und denFüllfederhalter mit. Mutter schloss die Haustür ein letztes Mal zu. Insgeheim dachte, hoffte sie, wir kommen bestimmt bald zurück. So zogen wir drei Kinder mit unserer Mutter los zum Bahnhof. Die Dunkelheit brach herein, meine Geschwister 6und 3 Jahre waren müde, sie hatten Angst – und weinten. 

Pünktlich um 21.30 fuhr der Zug ein. Es waren oben offene Güterwagen. Wir Kinder kauerten in einer Ecke auf der Erde, und rückten eng zusammen- es war sehr kalt in der Nacht. Mutter nahm die Decke und legte sie um uns herum, danach stellte sie sich schützend vor uns. Über uns flogen die Geschosse, es knallte und krachte überall. Der Himmel erhellte sich über uns vom Feuer – der brennenden Häuser-es wollte einfach nicht aufhören.

Es wurde langsam hell, der neue Tag brach an. Wir weintenund froren schrecklich. 

Nach einiger Zeit – es kam uns ewig lange vor, denn der Zug fuhr langsam, hieltder Zug in Güstrow. Der Schaffner meinte, wer jetzt aussteigt, kommt nicht mehr weg. Der letzte Zug ist für unser Personal.

Über uns der Sternenhimmel und in der Ferne sah man Leuchtkugeln am Himmel. Wir schliefen auf der Erde im Zug ein. So ging die Fahrtweiter wir waren 2 Tage und Nächte unterwegs. Dann erreichten wir Lübeck. 

Endlich angekommen brachte man uns in einer Schule unter. Sie sollte in den nächsten Wochen, mit vielen Hunderten Menschen, unser neues zu Hause sein. Viele, sehr viele Menschen, lebten und schliefen auf dem Fußboden in einem Raum. 

Der Hunger und die Läuse waren unsere ständigen Begleiter. Die Läuse waren so nach und nach weg. Aber der Hunger ist für sehr, sehr lange Zeit geblieben. Es war niemand bereit sein Brot mit uns zu teilen, oder uns ein Kleidungsstück zu geben. 

Später, viel später haben wir erkannt und begriffen welch ein Glück wir noch hatten. 

Wir hatten alles aber auch alles verloren und führten zeitweise ein menschenunwürdiges Lebens, aber wir mussten nicht die Grausamkeiten, und die Entwürdigungen durch die Russen ertragen.Am 29. April 1945 vor 77 Jahren, war der Tag, an dem mein Leben aus den Fugen geraten ist.

28. April 2022

Wenn’s Absicht war, kommt es der Quadratur des Kreises gleich: Deutschland liefert Fla-Panzer Gebhard, für die es keine Munition mehr gibt. Also: Selenskyjs Wunsch nach schweren Waffen erfüllt und Putin hierdurch nicht bedroht. Wie wär’s als nächstes mit dem Leo 2 ohne Motor. Ist absolut umweltfreundlich (kein Feinstaub, COund so) und für den Transport auf der Schiene geeignet.

Gepard (2): Die Schweiz weigert sich, für die Oerlikon-Kanonen Munition zu liefern. Sie hat die Bundesregierung darauf hingewiesen, dass Deutschland die Munition seinerzeit unter striktem Weiterexportverbot bekam. Jetzt will, man höre und staune, Brasilien den Ukrainern aus der Munitionsklemme helfen.

Das australische Wunderkind Elon Musk hat tatsächlich Twitter gekauft. Was mag den Noch-Vorstand zur Zustimmung veranlasst haben? Ich will mal raten: Geld? Zudem: Was war mit der angeblichen Solidarität der übrigen Groß-Anteilseigner? Hat sich in Tagesfrist in einen Verkaufsreibach der Berufs-Spekulanten aufgelöst.

Twitter (2): US-Zelebritäten kündigen an, die Plattform verlassen zu wollen. Das klingt wie der Schwur der Katze, demnächst in den Vogelschutzbund einzutreten.Nebenbei: Das wunderbare Wort Zelebrität scheint durch Pückler-Muskau in der deutschen Sprache salonfähig gemacht worden zu sein. Begebe mich auf die Suche in seinen Briefen eines Verstorbenen. Lese mit Genuss, dass er sich lustig machte, er verkaufe von diesem Werk mehr als Goethe und Schiller mit all ihren Büchern zusammengenommen. Nach dem Ableben der drei änderte sich das zu seinen Ungunsten. Da bin ich sicher.

Den Gafron-Hetzartikel im Bauchladen von Tichy wiedergefunden.
Dem Leser H. sei Dank. Auch Hinweise auf den Journalisten, für den ich mich nie sonderlich interessiert hatte. Er sei einer, der zuvor rübergemacht hatte, wie die Berliner das nannten. Für einen winzigen Moment meldet sich der alte Jagdhund zu Wort, der einst von Amts wegen auf den Spuren von eingeschleusten Presse- und Parteien-Unterwanderern wandelte. Einen winzigen Moment nur, dann verfliegt der Eindruck wieder im ablenkenden Interesse am gegenwärtigen Geschehen.

27. April 2022

Stopp: An Polen und Bulgarien liefert Russland ab heute kein Gas mehr. Offizielle Begründung: Die beiden Länder hätten nicht in Rubel bezahlt. Der russische, oft genug angekündigte Vorstoß ist ein Versuchsballon. Sowohl für die Russen wie für die Deutschen, die 55 Prozent des Import-Gases aus Russland beziehen. Wir seien, so hört man aus Berlin und Brüssel, auf alle Eventualitäten vorbereitet. Soso. In der Stilllegung des Landes und seiner Wirtschaft haben die Damen und Herren ja in den letzten beiden Jahren reiche Erfahrungen sammeln können. Kurzarbeitergeld statt Produktion. Geht doch.

Die gebündelte Kriegshetze der deutschen Medien, die ich durch das Filter der sog. alternativen Medien zur Kenntnis nehme, offenbart, dass Tichys Einblick mit fliegenden Fahnen im Gleichschritt marschiert. Ein einschlägiger Beitrag des Journalisten Georg Gafron erfährt in der vergangenen Nacht im Minutentakt ätzende Leserkommentare. Als ich ihn heute Morgen zu Zwecken der Dokumentation des absurden Geschehens kopieren will, finde ich ihn nicht mehr wieder.Gafron (2): Ich weiß nicht, ob dieser verbale Kämpfer an der Seite der USA derselbe ist, den ich in den 1980ern in Berlin als etwas skurrilen Streiter für democracy bei RIAS kennenlernte. Andere ehemalige Mitarbeiter des amerikanischen Senders fand ich später als Mitkämpfer bei den Grünen angedockt. Damals wunderte ich mich. Das hat sich mittlerweile gelegt.

26. April 2022

Was nicht da ist, ist auch nicht. Über Nacht hat die Wahrheitsplattform Wikipedia den Eintrag über die angebliche Investment-Firma des Präsidentensohnes, Hunter Biden, gelöscht. Recht so, denn niemand soll fürderhin behaupten dürfen, dass hier das Schmiergeldkonto der Familie für dubiose Zahlungen aus der Ukraine und aus China gewesen ist. Die Beträge, um die es hier geht, was natürlich reine Verschwörungstheorie ist, sind so groß, dass ein normaler Amerikaner sie während seiner gesamten Lebensarbeitszeit nicht zusammensparen kann. Zu recht nicht, denn er ist schließlich nicht der Sohn des Präsidenten.

Klare Ansage: „Wir wollen, dass Russland so weit geschwächt wird, dass es zu so etwas wie dem Einmarsch in die Ukraine nicht mehr in der Lage ist.“ So die US-Minister Blinken (Auswärtiges) und Austin (Krieg) bei einem Besuch in Kiew und in Ramstein. Die Einzige Weltmacht lässt grüßen, doch die Einzige Weltmacht existiert nur in den Köpfen derer, die sie für real halten.Ansage (2): Der russische Außenminister Lawrow hat zur amerikanischen Ankündigung, die ukrainische Armee so lange hochzurüsten, bis sie gesiegt habe, mitgeteilt, dass die Nato sich am Rande des Dritten Weltkriegs befinde. Mir geht durch den Kopf, dass man die Hinweise dieses Mannes seit Jahr und Tag in den Wind geschlagen hat, was regelmäßig zu späterem Klagegeschrei führte. – Dies ist einer der raren Fälle, in denen ich nicht recht behalten mag, denn im Gegensatz zu unsern politischen Leuchten und deren Claqueuren lege ich keinen Wert darauf, in einen Krieg hineingezogen zu werden – weder bewusst, noch blind stolpernd.

25. April 2022In Frankreich hat der kleine Mann erwartungsgemäß, wenn auch knapp, die Präsidentschafts-Wahl gewonnen. Die Bürger, die dies bewirkt haben, entschieden im Sinne des Großkapitals. Entsprechend fiel die Erleichterung bei den westlichen Politikern aus, die ebenfalls auf dem Finanz-Ticket reisen. US-Präsidenten Biden ließ man sagen, dass dies für die Ukraine, die Demokratie und die Klimarettung gut sei. Mehr muss man dazu nicht anmerken.

Liberales Zwiesprech: Während der Herr Lindner am Wochenende dem Kanzler Nibelungen-Treue schwört, feiert der Parteitross der Lindnerpartei diese etwas maskulin wirkende Dame, die den Militärflügel repräsentiert und deren Namen ich mir nicht merken kann.

Zweisprech (2): Wie formuliert man eine Beleidigung besonders ätzend? Indem man die Attacke in ein Lob einbaut. Beispiel, ein Besucher nach einer Gasterei am Wochenende: Wir haben uns bei Ihnen wieder sehr wohlgefühlt. Schön auch, dass Sie nicht mehr so arrogant sind wie früher. – Antwort, schon auf der Treppe: Danke für den offenen Gedankenaustausch (unter Weglassen der sonst üblichen Floskel: na, dann bis zum nächsten Mal).Ungeplanter Fund eines Titels von 1919 in meiner Weltkriegsbibliothek: „Mit den deutschen Truppen in der Ukraine. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Zusammenbruchs.“

24. April 2022

Kampf um die Deutungshoheit: Nach nur einem Monat Laufzeit hat der US-Sender CNN seinen Nachrichten-Streaming-Dienst wieder liquidiert. Fazit: Kein gescheiter Amerikaner will für diesen linken Mainstream-Plunder auch noch blechen. Da haben es die deutschen Mainstream-Lügner einfacher. Sie dürfen ihr Steuer-Privileg gegen den Bürger ausspielen.

Deutungshoheit (2): Der Milliarden-Spieler Elon Musk hat noch mal auf sein Angebot draufgelegt, um die Laber-Plattform Twitter aufzukaufen. Zur Erheiterung des Beobachters liefert er sich ausgerechnet dort ein Informationshäppchen-Duell mit dem anderen Weltbeherrschungs-Anwärter Bill Gates – ungläubig bestaunt von den Twitter-Zensoren, die sich offenbar nicht trauen, Musks ätzende Kommentare einfach zu löschen.Deutungshoheit (3): Es gelingt den vereinten Nachrichtenfälschern der USA nicht, den Ex-Präsidenten Trump zum Schweigen zu bringen. Immer wenn es um ihn still zu werden droht, organisiert er Massenaufmärsche irgendwo in der Fläche des Landes, auf denen er wie ein Messias gefeiert wird. Die Gegner in der eigenen Partei, der Republikaner, treten sich von einem Fuß auf den anderen, weil sie nicht wissen, was sie machen sollen. Exen sie ihn, können sie die kommenden Zwischenwahlen nicht gewinnen. Deswegen ist ihr Stillhalten eine zähnefletschende Duldung auf Zeit.

23. April 2022

Man muss auch loben können. Dass der Herr Scholz einen Dritten Weltkrieg verhindern will, finde ich anerkennenswert. Seine Bemerkung, dass deutsches Aufrüsten der Ukraine um jeden Preis der Weg in diesen Krieg ist, finde ich zutreffend.

Herr Scholz (2): Von Kabinettsdisziplin ist nichts zu spüren. Grüne und Liberale zetern, was das Zeug hält, und versuchen, den Kanzler öffentlich zu desavouieren. Bei den Grünen kein Wunder, denn sie können mit Deutschland nichts anfangen. Über die Kriegstreiberei der FDP darf man sich schon wundern. Spötter bemerken, die Liberalen würde sich an ihre Anfänge erinnern, als sie die Parteineugründung mit den meisten Ritterkreuzträgern war.

Herr Scholz (3): Es riecht nach Kanzlersturz. Warte darauf, dass Mainstream feststellt, der heutige Kanzler habe in seiner Hamburger Zeit in der Elbphilharmonie Tschaikowski gehört. Das wäre dann der Tupfen auf dem i für seine Russenhörigkeit.Herr Scholz (4): Diesen durch den Mann von Black Rock abgelöst zu sehen, wäre der Wunschtraum der vereinigten Atlantiker.

22. April 2022

Ich kann es nicht lassen. Nachts habe ich einige Dutzend Meldungen über den Kriegsverlauf miteinander verglichen. Die leicht gekippte Mondsichel der Ostukraine vom Norden (ohne die Großstadt Charkow) bis zur Landbrücke auf die Krim scheint fest in russischer Hand zu sein. Die Lagedarstellung anhand einer russischen Karte von gestern widerspricht zumindest den westlichen Angaben über den Frontverlauf nicht. In Einzelheiten gibt es enorme Divergenzen.

Ukraine (2): In den Katakomben unter dem Asow-Stahlwerk von Mariupol befinden sich immer noch Kämpfer und ggf. Zivilisten, von denen unklar ist, ob geflüchtet oder als Geiseln gehalten. Die Erstürmung dieser Anlagen wurde nach russischen Angaben abgebrochen, um eigene Verluste zu vermeiden. Bilder von gepanzerten Feldhaubitzen zeigen – falls sie tatsächlich aktuell an Ort und Stelle gefilmt wurden –, dass diese, wie im Manöver auf offener Fläche aufgefahren, das Werksgelände aus sicherer Distanz systematisch zusammenschießen.

Ukraine (3): Man kann über die russischen Offensivabsichten nichts sagen, es sei denn, man ist Kreml-Experte oder Prophet. Eine Absicht auf Eroberung der Gesamt-Ukraine ist nicht zu erkennen. 

Ukraine (4): Was mit der Großstadt Odessa, dem Tor der Ukraine zum Schwarzen Meer, wird, mögen die Götter wissen. Wenn der Krieg so endet, wie jetzt der Frontverlauf ist, hängt die Stadt strategisch in der Luft. Die Stadt Odessa hat in der russischen wie in der ukrainischen Sichtweise einen Stellenwert, der ebenso grundlegend wie wechselseitig unvereinbar ist. 

Gefährliche Muskelspiele: Dem Preußen-Kurier entnehme ich, dass Bundeswehreinheiten am Kurischen Haff stationiert wurden. Blick auf den Nordteil Ostpreußens, der einschließlich Königsberg seit 1945 zu Russland gehört, zeigt, dass dieser bei Anziehen der Daumenschrauben kaum zu halten wäre. Direkte Anrainer sind Polen und Litauen. Es lohnt sich, deren Exponenten zuzuhören.

Muskelspiele (2): Auch sonstige Meldungen aus Polen lassen nichts Gutes erwarten. Ich weiß jedoch nicht, ob diese Meldungen zutreffen, dass die polnische Armee sich zu einer Offensive Richtung Lemberg-Odessa rüstet. Falls ja, richtet sich der dann entfachte Krieg primär nicht gegen Russland, sondern gegen die Ukraine.Muskelspiele (3): Die West-Ukraine als polnisch zu betrachten und lautstark zu beanspruchen, ist weder neu noch originell. Die 1920er/30er Jahre lassen grüßen. Zwischen damals und heute liegen Jahrzehnte, in denen die Polen nichts zu beanspruchen hatten. Es gehört zu diesem Auf und Ab, dass dieses Volk permanent unterschätzt worden ist. Jetzt jedenfalls ist es mit seinem Streitpotenzial wieder da.

21. April 2022

Man kann die russischen Darstellungen über den Ukraine-Krieg für plumpe Propaganda halten und sie dementsprechend aus der eigenen Lagebeurteilung ausblenden. Westliche Medien tun dies, doch klug ist es nicht. Geradezu töricht wird solche Abstinenz, wenn man ignoriert, was die Russen in diesem Zusammenhang über uns, die Deutschen, zu sagen haben. Sie geben zu diesem Zweck eins zu eins wider, was deutsche Politiker über die Art und den Umfang unserer Kriegsunterstützung zugunsten der Ukraine verlautbaren. Die russische Schlussfolgerung, dass Deutschland sich mit Russland im Krieg befinde, ist weder abwegig noch harmlos.

Propaganda (2): Die deutsche Seite geht einen anderen Weg. Zwei Jahrzehnte halsbrecherischer Energie-, Geld- und Einwanderungspolitik nebst zweijährigem Corona-Wahn zeigen unübersehbar ihre Bremsspuren in der deutschen Wirtschaft. Das Land verarmt zum Zukucken für jedermann. Hierfür gibt es seit acht Wochen eine einförmige Erklärung: Putin. Doch das ist Quatsch und nur deswegen bei Michel wirksam, weil die Botschaft bei aller Lüge einen wahren, leicht wiedererkennbaren Strang enthält, das ist der Krieg des Wladimir Wladimirowitsch. Er findet wirklich statt und hat auch dem Dümmsten offenbart, wie eng unsere wirtschaftliche Verzahnung mit Russland war und (!) ist: Gas weg – Licht aus.Propaganda (3): Das Sprachrohr des feministischen Zeitgeistes konnte einen Tag lang, in Abweichung zu seinem Namen (TAZ, die Tageszeitung), nicht erscheinen. Der Grund: ein Stromausfall. Das bestärkt mich in meiner Ansicht, dass unfreiwillige Komik die witzigste ist.

Atlantisches: Im Vordergrund der amerikanischen medialen Aufreger stehen Benzinpreis, allgemeine Teuerung und – speziell in Texas und Arizona – die überhand nehmenden illegalen Zuwanderer. Der Sündenbock vieler Amerikaner heißt keineswegs, wie auch dortzulande von ihrer Bundesregierung empfohlen, Wladimir Putin, sondern Joe Biden.

Atlantisches (2): Unter dem Horizont der deutschen Medienberichterstattung findet weiterhin das Scherbenaufkehren der Ära Trump statt. Die beiden Schwerpunkte sind derzeit das jahrelange eigennützige Tun der Familie Biden in der Ukraine und in China, das im Namen des Präsidentensohns Hunter Biden und dessen Eskapaden kulminiert. Und als zweites die Anklageverfahren des Sonderermittlers Durham, der den Kabalen des Clinton-Trosses nachgestiegen ist. Hier tritt derzeit der Demokraten-Anwalt Sussmann in den Fokus des Interesses, dem vorgeworfen wird, er habe in vorderster Front die zu unrecht erfolgten Russland-Connection-Ermittlungen nebst auf den Fuße folgenden Pressekampagnen gegen Trump durch Beweismittelfälschung organisiert. Über die Ergebnisse beider so extraordinärer Verfahren kann man nichts prognostizieren. Amerikas Justiz ist eine Dame von fragwürdigem Ruf.

Atlantisches (3): Mit einem gewissen Behagen nehme ich die Fortentwicklung in Sachen Biden und Clinton-Sussmann zur Kenntnis, weil sie zeigt, dass ich vor zwei Jahren mit meiner Recherche in Sachen Spygate inhaltlich und personengenau richtig lag, wofür ich hierzulande neben dem Verkauf von nahezu 15.000 Exemplaren des gleichnamigen Buches mit dem Wanderpokal des Verschwörungstheoretikers geehrt wurde. 

Atlantisches (4): Es findet ein Krieg um Twitter statt, seit das australische Enfant terrible Elon Musk sich dort vor einigen Tage mit knapp 10 % der Aktien eingekauft hat. Jetzt sind alle billig und gerecht denkenden Gutmenschen auf hundertachtzig. Sie fürchten, dass ein Miteigentümer Musk den bei Twitter seit Jahren fest etablierten Zensurapparat killen könnte. Es sieht so aus, als wolle Musk ernst machen, denn er hat allen Aktionären ein Angebot gemacht, das deutlich über dem Kurswert der Aktie liegt. Zu diesem Zweck hat er seine Portokasse mit 41 Milliarden Dollar bestückt. Der Vorstand von Twitter, dem – wohlgemerkt – das Unternehmen nicht gehört, versucht derweil, die Aktionäre zum Bleiben zu bewegen, indem er ihnen zusätzliche neue Aktien zum Vorzugspreis anbietet. Kann man im begrenzten Umfang machen, aber es wird den Wert der Twitter-Aktie weiter beschädigen, wie es bereits vor Jahresfrist der Rauswurf des Twitter-Nutzers Donald Trump tat.Atlantisches (5): Ab und an frage ich mich, wo das Wunderkind Elon das viele Geld her hat, das ihn angeblich seit Neuestem auf den Platz des reichsten Mannes der Welt katapultiert hat. Es gibt Leute, die behaupten, dass seine Fabriken zum Bau von Tesla-Elektrospielzeug in erster Linie dazu dienen, CO2-Zertifikate zu verkaufen. Falls das stimmt, was mir wie das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern vorkommt, könnte man mit einem gewissen Recht davon sprechen, dass sein Reichtum auf Luftnummern beruht.

20. April 2022

Frauen: In den alternativen Medien werden viele Worte für den Umstand verwendet, dass massenhaft Frauen in Führungspositionen eingerückt sind, die sie nicht auszufüllen vermögen. Ich bin nur dann bereit, mich hierüber solidarisch mitaufzuregen, wenn Männer verdrängt wurden, die genau dies vermochten.

Frauen (2): Immerhin verdanken wir der Offensive der Frauen, dass wir mit bedeutend klingenden Doppelnamen konfrontiert werden, die kaum einer, ohne zu übern, richtig aussprechen kann. Wenn ich mich nicht täusche, war dies vor Jahren zunächst ein Markenzeichen der FDP. Wer erinnert sich nicht an Frau Leuthäuser-Schnarrenberger? Die klang wie ein Neubaugebiet in Oberbayern.Frauen (3): Der neuen weiblichen Wichtigkeit verdanke ich ein amüsantes Denkspiel für langweilige Autobahnfahrten. Bei Abfahrten mit kuriosen Doppelnamen, stelle ich mir vor, welche weibliche Figur meines Gegenwartsromans dahintersteckt. Zum Beispiel: die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Frau Marieluise Ottendorf-Okrilla (für Nicht-Sachsen: das Vorbild steht an der A 4 östlich von Dresden).

Ukraine mon amour: Mainstream meldet: Russische Offensive überall erfolgreich abgewehrt. Mainstream im selben Atemzug: Die Kämpfer von Mariupol bitten um Evakuierung. Hinweis für die Nachrichtenfälscher: Mädels, eure Meldungen passen nicht zusammen. Es sind ukrainische Siegesfanfaren gepaart mit der Verzweiflungsgeste einer zumindest örtlichen totalen Niederlage.

Ukraine (2): Falls ich mir das richtig zusammenreime, findet in der Industrie- und Hafenstadt Mariupol das statt, was man in der militärisch-gnadenlosen Sprache als Säuberung vom Feind bezeichnet. Der sitzt unter dem auf 11 Quadratkilometern recht ausgedehnten Asow-Stahlwerk in Gängen und Bunkeranlagen und wird dort von tschetschenischen Söldnertruppen Mann um Mann niedergemacht. Was im Rest der Ostukraine derzeit passiert, lässt sich kaum beurteilen.

Ukraine (3): Wenn man überhaupt historische Schlachten für vergleichbar erachtet, fällt einem die deutsche Niederlage von Stalingrad ein. Es war ein Häuserkampf Mann um Mann. Die Verteidiger gaben nach Wochen auf, als sie nichts mehr zu fressen und zu schießen hatten. Historische Vergleiche hinken stets, auch dieser, schon wg. der Größe des Kessels und der beidseits eingesetzten Truppenkontingente. Allerdings: Goebbels hielt hernach vor begeisterten Volksgenossen seine berüchtigte Wollt-ihr-den-totalen-Krieg?-Rede. Schon vergessen?Ukraine (4): Die Landeszentrale für politische Bildung von Baden-Württemberg gibt eine Handreichung für Lehrer über den Ukraine-Krieg heraus: „Putins Angriff auf den Frieden“. Auf der Zeichnung des Covers unterhalten sich russische Soldaten auf dem Weg nach Kiew. Sagt einer von ihnen: „Sie sehen aus wie Menschen, aber es sind hasserfüllte blutrünstige Monster.“ – Preisfrage: Ist das Dargestellte eine von Strafe bedrohte menschenverachtende Hetze, oder wird derjenige strafrechtlich verfolgt, der sagt, dass dies so sei?

17. April 2022Absurdes aus der Gesetzgebungsecke: Ungebuhsterte, die in Corona-Quarantäne geschickt werden, verlieren den Anspruch auf Lohnfortzahlung. Begründung: Sie hätten sich ja impfen lassen können. Nach dem Wenn-dann-Schema bedeutet das: Wenn du dich impfen lässt, schützt du dich zwar nicht vor Infektion, aber vor der Quarantäne. Das ist so verrückt, dass man zunächst glaubt, man hätte sich verlesen.

Fahne: „Wir sind ein modernes und vielfältiges Land. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir das auch als staatliche Institutionen deutlicher zeigen,“ zitiert das Bundesinnenministerium die ihr vorgesetzte Nanzy Faeser anlässlich von deren Geniestreich, die öffentlichen Gebäude mit Buntgestreiftem schmücken zu lassen – von bösen Zungen als Schwulenfahne bezeichnet. Okay, ist pressegeiler Blödsinn. Kann den alten Fahrensmann, der ungezählte Politiker erlebt hat, kaum jucken. Aber das Wir-als-staatliche-Institution lässt aufmerken. Die Dame verwechselt sich selbst mit dem Staat. Da zeigt sich mental Bedenkliches, das Ludwig XIV.-Syndrom. Alternativ: Oder ist sie bloß nicht des Deutschen mächtig?

Fahne (2): In meinem Grundgesetz steht seit 1949 in Artikel 22: „Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold.“ Ich weiß schon: Wer sich auf die Verfassung beruft, läuft Gefahr, eingestuft zu werden.Fahne (3): Rat an alle, die ihr Missfallen zum Ausdruck bringen wollen: Hängen Sie eine deutsche Fahne raus.

16. April 2022

Der samstagnachmittägliche Großeinkauf belehrt darüber, dass verschiedene Dinge aus sind, wie man so sagt. Vor allem die Sonderangebote. Neu ist, dass bei einzelnen Warengruppen, wie dem landläufigen Speiseöl, steht: Derzeit nicht lieferbar.Samstags (2): Windelträger sind in der Minderheit. Sie sind entweder sehr alt oder sie tragen Markenklamotten der Sorte Outdoor, mit denen man auch in Lappland gut zurecht käme. Falls diese Beobachtung verallgemeinerungsfähig ist, müsste der Anteil der Windelträger größer werden, je weiter man nach Westen kommt.

15. April 2022

Sollte es stimmen, dass ein Drittel der Befragten die Ansicht geäußert hat, in einer Scheindemokratie zu leben, so bedeutet das, das diese Bürger ein Bild der Demokratie in ihrem Kopf herumtragen, das sie mit dem Erlebten nicht zur Deckung bringen können. Mainstream schlagzeilt hingegen so: Ein Drittel der Bürger habe sich von der Demokratie abgewandt. Das ist Blödsinn, weil wir hierüber nichts wissen, denn die Probanden wurden nicht nach der Zustimmung zur Demokratie gefragt. Aber das interessiert offenbar niemanden, wiewohl ich schon neugierig wäre, wie diejenigen Bürger, die wie oben votiert haben, sich Demokratie vorstellen. Dabei käme es dann vielleicht ans Licht, dass diese mit den Befürwortern der Demokratie identisch sind – und nur diese.

Im Schwarzen Meer versinkt das Flaggschiff der dortigen russischen Flotte. Da dortzulande Krieg geführt wird, stellt sich die Frage der Feindeinwirkung. Sollten US-gesteuerte Fernlenkwaffen im Spiel gewesen sein, steht die Erweiterung des Konflikts auf die Nato-Staaten unmittelbar bevor. Stellt sich die nächste Frage, wem das nutzt? Deutschland jedenfalls nicht. Und dem, was man neuerdings das ukrainische Volk zu nennen beliebt, sicher auch nicht.Flaggschiff (2): Der Vorgang erinnert an den Untergang des brandneuen russischen Panzerkreuzers Imperatrizja Marija 1916. Keiner wusste, warum sie in Sewastopol in die Luft flog – bis auf ein paar Agenten, die vermutlich von der Sektion IV des deutschen Marinenachrichtendienstes N in Berlin ihre Befehle erhalten hatten. Wird höchste Zeit, dass wir uns hierfür entschuldigen.

In Deutschland gab es in den vergangenen 20 Jahren den merkwürdigen Konsens einer winzigen Minderheit, nämlich der von Vernunft gesteuerten Zeitgenossen. Diese lehnten mit guten Gründen und themenübergreifend das Gelddrucken, den Atomausstieg, die Totalabrüstung, den Klimablödsinn und die Massenzuwanderung von Analphabeten ab. Die Front bröckelte ein wenig, als vor zwei Jahren Corona zur Massenhysterie anschwoll, stabilisierte sich aber nach einem Jahr wieder. Jetzt wird der öffentliche Wahn durch den Ukrainekonflikt bestimmt. Plötzlich blasen ganze Kohorten, die man bis gestern für normal gehalten hatte, in die Kriegstrompete.

14. April 2022

Grundlinien deutscher Politik sind nicht erkennbar. Nur auf die grünen Idioten ist weiterhin Verlass: Weltrettung und Kriegshetze, beides aus Servilität gegenüber der atlantischen Kolonialmacht.

Grüne Idioten (2): Vor Jahrzehnten zeichneten sie sich durch ihre Liebe zu Grünkern-Bratlingen aus. Jetzt ist diese Geschmacksverirrung in der Breite angekommen und heißt vegan. Ist teuer und kann sich nur leisten, wer’s hat. Zum Aufpreis gegenüber dem, was man in diesen Kreisen als ungesunde Billigprodukte bezeichnet, müssen zudem die Kosten der veganen Mangelernährung hinzugerechnet werden. Diese lebensnotwendigen Medikamente heißen Nahrungsergänzungsmittel.

Bei den französischen Nachbarn läuft es auf ein Weiter-so hinaus. Immerhin muss man sagen, dass sie tatsächlich die Möglichkeit einer Alternative hätten. Es erscheint im Moment eher unwahrscheinlich, dass sie diese ergreifen.Frankreich (2): Der Amtsinhaber – ein Aushängeschild des Kapitals, so will er mir scheinen – wird nun, falls die Berichterstattung auch nur vage zutrifft, bis weit ins Lager der äußersten Linken Unterstützung finden. Das ist weniger überraschend, als es den Anschein hat, denn die zahlreichen Funktionäre wollen bezahlt sein. Hierfür gibt das Kapital die notwendigen Mittel.

Man sage nicht, die deutsche Sprache sei nicht präzise und variantenreich. Man nehme nur die Worte hassema und hamsema. In beiden Fällen geht es um Geld. In der Berliner Ubahn: Hassema n’Euro? An der Ladenkasse: Hamsema dreizehn Cent?
Die Tür zum Tucholsky-Archiv ist während der Öffnungszeiten verschlossen. Hinzu tritt eine Museumsaufsicht, die mich hinter der Maske fragt, ob die Tür zu sei. Ich bejahe, weil ich denke, der Mann macht sie mir auf. „Dann macht der Kollege Mittagspause,“ sagt er. „Versuchenses inner Stunde nochma.“ Versuche ich nicht. So wichtig ist mir Tucholsky nun auch wieder nicht.

13. April 2022

In Gransee in der Mark randalierten rund 300 französische Husaren, umzingelten das Rathaus und erpressten eine größere Geldsumme. Es war Oktober und man schrieb das Jahr 1806.

Gransee (2): Vier Jahre später wurde der Sarg der preußischen Königin Luise auf dem Weg nach Berlin zur Beisetzung in der Stadt über Nacht abgestellt. Für die Bürger offenbar ein Großereignis. Sie nutzten es aus, um in franzosenfeindlicher Absicht beim angehenden Star-Architekten Schinkel ein Denkmal zu bestellen und als einen Akt nationaler Demonstration – es war die Franzosenzeit – 1811 auf dem Marktplatz aufzustellen. Dort steht der Luise-Sarg heute noch.Gransee (3): Der damalige Luise-Kult ist heute kaum noch klar in Worte zu fassen. Eine schöne Frau, allerdings, von ihrem königlichen Ehemann aufrichtig geliebt, dem sie ein Kind nach dem anderen gebar und die mit 34 Jahren starb. Der Zauber, der von ihr ausgegangen sein muss, ist heute noch durch die Skulptur zu erahnen, die Schadow von ihr und ihrer Schwester Friederike schuf. Indes: Die Zeitgenossen rümpften die Nase, die Mädchen erschienen ihnen wie nackt. Wie so häufig sind es diese scheinbar so selbstsicheren Kritiker, denen der blanke Neid den Blick auf das Bleibende verstellt. Und das sieht so aus: Schließt man die Augen und denkt sich den Namen dieser preußischen Königin, hat man die Luise des Johann Gottfried Schadow vor Augen.

12. April 2022

Eine unscheinbare Gedenkplatte zu ebener Erde auf dem Soldatengrab in Pelzkuhl in der Mark weist aus, dass hier zwischen dem 30.4. und 1.5.1945 zehn deutsche Soldaten gefallen und bestattet sind, eine Woche vor Kriegsende. Nur von dreien ist der Name bekannt. Als ich vor Jahr und Tag auf das Grab aufmerksam gemacht wurde, standen dort noch Holzkreuze mit den verrosteten Wehrmachtshelmen obendrauf. Sie hatten den Antifaschismus der DDR überdauert. Jetzt sind sie weg.

Ein prächtiger Findling im benachbarten Wesenberg weist den Besucher des wie ausgestorben daliegenden Städtchens darauf hin, dass dies der Ort sei, der „Den Kämpfern der deutschen Arbeiterklasse. 7.10.1959“ gewidmet ist.

Die Verkäuferin an der Fleischtheke in Fürstenberg, als ich Lungwürste in der Auslage entdecke, die ich Interessenten in Schilda mitbringen soll – befragt, wie sie, die Verkäuferin, diese zubereite – antwortet: Wie meine Oma.

Es kristallisiert sich bei aller Widersprüchlichkeit der Nachrichten heraus, dass der Endkampf um die am Asowschen Meer gelegene Großstadt Mariupol in vollem Gange ist. Es sieht nicht so aus, als könnten sich die Verteidiger gegen die russische Armee noch lange halten.

Mariupol (2): Die unvereinbaren Interessen der beiden Kriegsparteien sind offensichtlich: Der Hafen, das Asow-Stahlwerk und die angestrebte russische Landbrücke zur Krim.

Mariupol (3): Im Bunkerteil, tief unter dem Stahlwerk, sollen sich Labors für biologische und chemische Massenvernichtungsmittel befinden. In denselben zahlreiche Ausländer. Das macht die Aufregung der westlichen Wertegemeinschaft verständlich und deren Bestreben, die Leute außer Landes zu schaffen. US-Friedenskräfte im russischen Fernsehen vorgeführt, würden mit Sicherheit keine gute Figur machen. 

Mariupol (4): Asow-Stahl soll einem einzelnen Mann gehören. Mir fehlt das Vorstellungsvermögen, dass er das Werk durch seiner Hände Arbeit erworben haben könnte. Zeitgleich ist zu lesen, dass die Dünger-Produktion sich in den Händen eines einzelnen Mannes befindet. Nur diesmal handelt es sich um die russische Industrie und der bedauernswerte Eigentümer, der unter den Sanktionen schrecklich leidet, sitzt mit einem britischen Pass in England.

Schreibt mir einer, er könne mich nicht ernst nehmen, weil ich Ernstes mit Belanglosigkeiten verwechsle. Da irrt der Kritiker, denn er verwechselt verwechseln mit vermengen. Letzteres erlaube ich mir in der Tat. Es entspricht dem wirklichen Leben.Belanglos (2): Der Herr Scholz bedauert zutiefst den Rücktritt der Familienministerin und zollt, wie er sagt, ihr den höchsten Respekt. Hat er nicht mitgekriegt, wie der Grünenvorstand die Dame am Wochenende absäbelte, oder will er uns auf den Arm nehmen?

11. April 2022

Über den Maskenwahn ist alles gesagt. Oder doch fast alles. Dass im Schloss Rheinsberg Maskenzwang herrscht, wundert selbst unter dem Gesichtspunkt kaum, dass man im Lande Brandenburg unverkleidet einkaufen gehen kann. Bis eine Verwaltung einen Gesetzesbefehl zu befolgen bereit ist, bedarf sie einer einschlägigen Verwaltungsvorschrift, der sie entnehmen kann, dass das Gesetz wirklich gilt und wie es sodann anzuwenden ist. Bis dahin gilt im Schloss Rheinsberg: In Kasse und Museumsladen ist die medizinische Maske Pflicht, beim Betreten der Ausstellungsräume ist der Wechsel zur FFP-Maske obligatorisch.Maskenwahn (2): Es ist weniger der Irrsinn der Regelung, der Verärgerung hervorruft, als der freche Ton des kleinen Funktionärsgesindels, das sich in minimaler Anordnungsbefugnis suhlt. Frei nach Joethen: Hier bin ick Herr, hier darf ich’s sein.

Bei Tichy finde ich die Ansicht des Herausgebers aufgeschrieben, dass die jetzigen Helden an der Spitze der SPD Russland-hörige Genossen seien. Das war mir bislang nicht aufgefallen. Die zur Begründung der Ansicht vorgetragene weitere Ansicht, dass Putins Herrschaft mit der Sowjetherrschaft gleichzusetzen sei, weil dieser mal ein KGB-Offizier gewesen sei, finde ich abwegig. Der Rest ist dann nur noch ein inhaltsloser Zirkelschluss. Der geht so: Die Genossen der Schröder-Generation und der auf diese folgende Generation seien DDR-affin gewesen, deshalb Russland-hörig, weil das mit Sowjet-hörig gleichbedeutend sei.

Genossen (2): Das mit der DDR mag stimmen. Bei meinen Aufräumungsarbeiten in Fünfneuland 1990 ff. stießen meine Mitarbeiter immer wieder auf die Kameraderien von SED und SPD, wobei sich später prominente Genossen (West) nicht scheuten, sich in der brüderlichen DDR ihre akademischen Schmuckstücke anfertigen zu lassen. Zur Entschuldigung des damaligen Verhaltens lässt sich anführen, dass es damals noch nicht die Möglichkeit gab, die Grundlagen des akademischen Grades aus dem Internet zu kopieren.Genossen (3): Dies vorausgeschickt, bleibt die Frage, woran man denn erkennt, dass die Spitzengenossen in der politischen Praxis von heute, Russland-hörig handeln? Wenn dem so wäre, müsste der Herr Scholz beschleunigt die grünen Vorleute aus dem AA und dem Wirtschaftsministerium zum Teufel jagen, denn dort lässt man an der Russland-Feindlichkeit keinen Zweifel aufkommen.

10. April 2022

Beim morgendlichen Nachdenken über die heutige Präsidentenwahl in Frankreich weiß ich, dass abends ein erstes Ergebnis feststehen wird, wonach keinem der Kandidaten die nötige Mehrheit zufiel. Sodann wird es Palaver geben, wie die Stichwahl ausfallen wird.Präsidenten (2): Die Amtsinhaber von Frankreich und Polen bezichtigen sich wechselseitig und in feindseliger Absicht des Nazismus. Das wäre doch ein hübscher gemeinsamer Nenner, um gegen das Zwischenland vorzugehen.Das kalte Aprilwetter in Rheinsberg ist unerfreulich, doch hat es womöglich auch sein gutes, denn was könnte man sich besseres wünschen, um halb durchnässt und mit fröstelnder Distanz dem Leben des unsteten Königs an Ort und Stelle nachzugehen. So taucht plötzlich der Gedanke auf, dass dessen Leben womöglich nichts anderes als ein Kampf zwischen menschenverachtender Kälte und heißer Eigenliebe war. Nebenbei: Ist es das, was seine Totenmaske so abstoßend erscheinen lässt?

9. April 2022

Wenn man den Obi von Neuruppin betritt, fällt auf, dass sich die Nord-Brandenburger dort in hellen Scharen drängen, was daran liegen mag, dass die Regale dichter als anderswo beisammen stehen. Jedenfalls belehrt der Parkplatz darüber, dass die Käufer zu Häusern gehören, die es in Schilda in dieser Menge nicht als Baumarkteinkäufer gibt. Dementsprechend ist auch das Angebot an Basis-Dingen, die zu den Autos geschleppt werden.Ich bin verblüfft, als eine junge Frau mir ein strahlendes Lächeln schenkt. Einfach so. Ich nehme an, sie probiert, ob sie das nach zweijähriger Maskierung noch kann. Sie kann’s. Es ist nicht ohne Charme, dass sie nicht genügend Hände besitzt, um ihr vom Sturm gezaustes kurzes, deutlich zu dünnes Röckchen unten zu halten.

8. April 2022

Privathochschulen pflegen den Zulauf zu ihnen mit der Qualität ihres Angebots zu erklären. Dabei liegen die Dinge simpler. Nicht vorhandene Studienplätze an den staatlichen Einrichtungen und ein ans Idiotische grenzendes Zugangssystem legen all denjenigen, die wirklich studieren wollen, trotz immenser finanzieller Belastungen ein Ausweichen nahe.

Privathochschulen (2): Wer nun glaubt, dass er an diesen angeblichen Kaderschmieden auf erlauchte Lehrer stößt, der höre zu, was sie sagen, wenn sie über sich selbst sprechen. Allein der durchgängige Gebrauch des schwachsinnigen Gender-Deutschs sagt genug. Ich nehme an, den Sprechern, welche an einer Hochschule lehren, die sich ausgerechnet nach dem großen Sprachmeister Theodor Fontane benannt hat, wird das Absurde ihres Tuns mangels einschlägiger Bildung nicht bewusst sein.

Privathochschulen (3): Während am Himmel die Nato Präsenz zeigt, sprechen zu ebener Erde private Professores und politische Regionalgrößen vom leidenden ukrainischen Volk, mit dem es Solidarität gegen den verbrecherischen Überfall des Diktators Putin zu üben gelte. Okay, die Meinung kann man am Biertisch und im Fernsehen vertreten, aber mich macht das „ukrainische Volk“ hellhörig. Bin gestern hörte ich aus solchem Munde, dass der Gebrauch des Worts Volk ächt Nazi sei.Privathochschulen (4): In meiner Torheit war ich angereist, um aus berufenem Mund zu hören, wie die kostspielige Verbindung von Theorie und Praxis zum Wohle unseres Landes gelungen sei und was noch zu tun, um das zu verbessern. Stattdessen war von der Herausforderung der Gendermedizin die Rede. Blicke intuitiv nach oben, doch die Dachbalken der Schinkelkirche nehmen es ungerührt zu Kenntnis. Ich bin so verärgert, dass ich nicht einmal Kalauer von mir geben mag. Gut, na schön: Gendern Sie mal Hodenkrebs.

7. April 2022

Der Herr Scholz hat gestern gesagt, es käme für ihn – er sagte: für uns – darauf an, dass Putin den Krieg nicht gewönne. Tja, aber was bedeutet das? Ich glaube, er wollte sagen: Leute, wir müssen aufpassen, dass wir nicht eine klatschende russische Ohrfeige kriegen. Jedenfalls wird die Nichtbezahlung des russischen Gases, der russischen Kohle, des russischen Öls, der russischen seltenen Metalle – habe ich was vergessen? – nicht dazu führen, dass Russland den Krieg nicht gewinnt.

Herr Scholz (2): Sein Auftritt im Wahlkampf in NRW wurde dortzulande bei den Genossen als nicht hilfreich empfunden. Das Publikum pfiff. Das erinnert ein wenig an die A.M.-Auftritte in den Wahlkämpfen vergangener Jahre. Dem letzten Kanzler, den ich von Amts wegen wahlkämpfend sehen musste, begegnete ich 1999 in Erfurt. Gerhard Schröder war heiter, das Publikum gelangweilt.

Herr Scholz (3): „Unsere Mauern brechen, aber unsere Herzen nicht,“ stand in Riesenlettern aus Ölfarbe an stark beschädigten deutschen Wänden. Zur Stärkung der Moral hatten wir die Wunderwaffe des Führers. Jetzt haben wir Verzicht und zur Stärkung des Durchhaltevermögens (Neudeutsch: Akzeptanz) Klimaziele und einer muss hier schließlich den Anfang machen. Irgendeine Hoffnung haben wir immer.Herr Scholz (4): Die Presse teilt unter wohlwollendem Dröhnen mit, dass die Koalition in der Wirklichkeit angekommen sei. Ich kann das beim besten Willen nicht erkennen. Vermutlich weil mir meine Verstocktheit immer wieder in die Quere kommt. Die hört auf den Namen das-Wohl-des-deutschen-Volkes. Steht so in meinem Grundgesetz, aber was heißt das schon

Ich habe mich noch nicht daran gewöhnt. 160 € fürs Tanken mahnen mich zum Überlegen, wann ich wohl sagen werde: Das war jetzt die letzte Tankfüllung.

Es ist 5 Grad kalt, Regen- und Hagelschauer machen das Fahren zum Ärgernis. Zum Glück ist die Zahl der Raser fast auf Null gesunken. Auch sind LKW-Staus auf der A 9 rar geworden.Der Quartierwirt sagt, indem er auf den am Fußende des Bettes etwas unmotiviert stehenden breiten flachen Sessel zeigt: Hier ist der Wohnbereich. Seinem Gesicht entnehme ich nicht den Hauch von Ironie. Deswegen verkneife ich mir Rückfragen nach dem Wasch- und Essbereich. 

6. April 2022

Herr Müller von der Bundesnetzagentur ermahnt die Deutschen, mit dem Gas sparsamer umzugehen, da sich die Speicher bis auf den nicht abpumpbaren Rest leeren. Danach ist Sense, wie man so sagt. Gut beobachtet, Herr Müller. Vielleicht kommt seine Erkenntnis ja daher, dass er seit gestern von Klimatiker Habeck zum Treuhänder des Bundes über das Russenvermögen in Sachen Gas zwangsweise eingesetzt wurde. Das wird von Mainstream gefeiert, aber Gas bezieht man auf diese Weise nicht.

Herr Müller (2): Das ist, wenn ich nicht irre, derselbe Mann, der vor zwei, drei Monaten öffentlich verkündete, Northstream II sei nicht genehmigungsfähig – und zwar in dem Moment, als die Pipeline fertig war und mit Gas befüllt wurde. Schon vergessen, Herr Müller? Da wäre zum Beispiel das Gas, das jetzt fehlt. Ist mit Dreisatzrechnung herauszufinden.
Herr Müller (3): Warum sind die den Russen gehörenden Gasspeicher von Rheden leer? Weil sie letzten Sommer nicht aufgefüllt wurden. Warum wurden sie nicht aufgefüllt? Weil kein Wind wehte und das Gas zur Erzeugung von Strom verwendet wurde. Sowas nennt man in der christlichen Seefahrt auf Sicht fahren. Dumm nur, wenn unerwartet Nächte dazwischen kommen, in denen man nichts sieht. Diese Prinzipien sollten in der Bundesnetzagentur bekannt sein.

Herr Müller (4): Man muss nicht lange nachdenken um festzustellen, dass die Gasklemme, in der wir jetzt stecken, durch aktuelle Regierungsstellen mutwillig herbeigeführt wurde. Meine höchst persönliche Wertung: Leute, die so handeln, haben auf ihren Posten nichts verloren. Sie müssen entfernt werden.
Herr Müller (5): Ich will ja nicht unken, aber der laut Mainstream grün-kompatible Mann gäbe sicher ein prächtiges Bauernopfer ab, wenn es dunkel wird.

Der Hauptmann von Köpenick 2022: Ein Mann aus Magdeburg soll innerhalb von 9 Monaten 87 mal geimpft worden sein. Ihm geht es dem Vernehmen nach gut. Man stutzt, man staunt, man lacht, denn jetzt kommt der Auftritt der Experten.

Köpenick (2): Experte 1, der auf Mainstream breiten Raum findet, ist ein Impfexperte (was immer das sei). Er sagt, dass das Vielfachimpfen keine Gefahr bedeute, denn jede Impfung hebe die Wirkung der vorherigen auf. Wie muss ich mir das vorstellen? Die ungeraden Zahlen wirken, und die geraden Zahlen heben auf? Merkwürdig, ist das etwa der Sinn der dritten und vierten Impfung, die landauf landab propagiert wird? Habe ich ganz anders im Ohr.

Köpenick (3): Experte 2 ist ein universitärer Fachmann für Medizinrecht. Er sagt, dass dem Mann eine langjährige Freiheitsstrafe wg. gewerbsmäßigem Betruges drohe. Medizinrecht? Ich dachte, das sei eines Frage des Strafrechts. An den Betrugstatbestand erinnere ich mich dunkel: Der Täter erzeugt in einem Dritten einen Irrtum, sodass dieser eine Vermögensverfügung trifft, die zu einem Schaden führt. Nur mal so: Wer ist hier der Dritte? Der Impfarzt? Seit wann trifft der eine Vermögensverfügung. Nun gut, die Justiz wird’s auf Kommando richten.

5. April 2022

Die westliche Welt hat ein gemeinschaftsstiftendes Thema: Die Toten von Butscha, einem Vorort von Kiew. Der hiesige Tenor ist klar: Das war Putins Soldateska. Solche Meldungen nebst anschließendem Wir-alle-Gerede sind weder neu, noch tragen sie zur Wahrheitsfindung und schon gar nicht zu einer nüchternen Lagebeurteilung bei. Dieselbe ist, so fürchte ich, auch unerwünscht. In einem schon älteren Buch rief einst die Masse: Kreuziget ihn. Man tat es.

Masse (2): Es ist verstörend, dass ganz normale Leute hysterisch reagieren, wenn das Wort Ukraine fällt. Argumente sind sinnlos. Sie werden innerlich abgeblockt. Frage mich selbstkritisch, ob auch ich diesem Mechanismus unterliege. Vermutlich ja, indem ich ab einem bestimmten Informationspegel einfach für ein, zwei Tage abschalte. Das ist dann wie Fasten.

Masse (3): Genügend aufgeputscht lyncht sie Männer, die bloß daneben stehen und die Stirn runzeln. Der jetzige Schlachtruf lautet: Verurteile den russischen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, sonst machst du dich wegen der Befürwortung desselben strafbar. Da wird nüchternes Denken zum Wagnis, zum Beispiel dieses hier: Ich verfolge die internationalen Schachzüge und ihre Spieler, bis es zum russischen Einmarsch kam, den ich – wenn denn schon Bekenntnis die Voraussetzung für Forschungsgedanken ist – nicht gutheiße, sondern ganz im Gegenteil.

Ukraine und die Welt: Mit Interesse habe ich zur Kenntnis genommen, dass der spanische Außenpolitik-Profi Augusta Zamora Rodrígez sich in einem bemerkenswerten Artikel „Der Tod Europas und die neue Weltordnung“ zu den Ursachen und zum Konflikt selbst als einem Weltmachtereignis geäußert hat. Seine Prognose: Nachdem sich dereinst die Einzige Weltmacht zerlegt haben wird, wird es immer noch Russland geben. Übersetzt ins Deutsche hat den Aufsatz, wie ich vermute, der Sender RT-Deutsch. Wegen meiner mangelhaften Spanisch-Kenntnisse räume ich ein, dass ich nicht beurteilen kann, ob die Übersetzung korrekt ist. Ich gebe hier keinen Link wider, weil ich nicht abschätzen kann, ob man auf das, was der Spanier schreibt, in Deutschland noch ungestraft hinweisen kann.Ansichtssachen: Das Gerücht, dass im russischen Besetzungsplan der Ukraine ein Element enthalten gewesen sei, ortsansässige Oligarchen in eine russische Militär-Verwaltung des Besatzungsgebiets zu integrieren, tauchte letzte Woche auf. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Nur falls es so war, hat es nicht gut funktioniert. Mit diesem Gerücht harmoniert ein zweites: Es besagt, dass vor Kurzem leitende Funktionäre des FSB abgeräumt worden seien, weil sie in der Ukraine-Sache versagt hätten. Der FSB ist der russische Inlandsdienst (entstanden aus dem 1992 zerschlagenen KGB). Deutsche Experten wussten hierzu sogleich anzumerken, dass der FSB mit der Ukraine nichts zu tun habe, sondern dafür sei der russische Auslandsdienst SWR zuständig, was in mir einen gewissen Frohsinn auslöste, weil die Russen dies offenbar anders sehen. Wenn also wirklich der russische Kriegsplan so war, wie eingangs beschrieben, dann ist der Teil der Einsetzung einer Marionettenverwaltung augenscheinlich misslungen, und die hierfür Zuständigen wurden in die Wüste geschickt. So passen die beiden Meldungen zusammen, bleiben aber unterm Strich mit Skepsis zu betrachten.

4. April 2022

Schreibt mir ein deutscher General, Putin gehöre vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. – Rege an, er möge zur Festnahme schreiten. 

General (2): Einer schreibt auf einem Blog, Putins Plan, die Ukraine von Nordwesten anzugreifen, sei gescheitert, weil der weißrussische Diktator Lukaschenko einen Rückzieher gemacht habe. Forsche nach der Quelle dieser famosen Meldung: eine vom Pentagon finanzierte Webseite.

In Deutschland pöbelt ein Mann namens Melnyk gegen die Deutschen als solche und gegen spezielle Deutsche im Besonderen. Den Gazetten entnehme ich, dass das der ukrainische Botschafter in Berlin sei. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er auf eigene Kappe in einer Weise handelt, die im normalen diplomatischen Betrieb zur Ausweisung des Botschafters geführt hätte.

Melnyk (2): Frage meinen Arbeitsrechner, ob er mit dem Namen etwas anfangen kann. Kann er, der erster Eintrag stammt aus der Sonderfahndungsliste Polen des soeben aus der Taufe gehobenen Reichssicherheitshauptamtes vom September 1939: „Melnyk Nikolaus 16.3.09 Lacku-Szlaehetzkie E G“, doch das ist bestimmt ein anderer.

Melnyk (3): 1938 ermordete ein NKWD-Mann den Ukrainer-Führer Konowalez in Rotterdam. Unter seinen Stellvertretern Bandera und Melnyk brach der Krieg um die Nachfolge aus. Da sich keiner durchsetzen konnte, spalteten sie die ukrainische Befreiungsbewegung OUN. Melnyk und Bandera arbeiteten sodann für die Abwehr, den deutschen Militärgeheimdienst (Bundesarchiv RH20-11/48). Die Nazis (die echten) sperrten beide zwischen 1941 und 1944 ins KZ. Nach 1945 arbeiteten sie für die US-Boys.

Die erneute Lektüre der Psychologie der Massen von Gustave le Bon hinterlässt den merkwürdigen Eindruck, dass der Schreiber uns selbst über die Schulter geschaut habe. Hat er aber nicht, denn er schrieb das Buch vor 130 Jahren. Wenn man sich jetzt mit seinen Erkenntnissen durch die verworrene Wirklichkeit navigieren kann, zeigt das, (1) was für ein brillanter Kopf er gewesen ist, und (2) dass die Leute sich nicht geändert haben.

Psychologie der Massen (2): Die derzeit Mächtigen planen die Zwangsimpfung ab 50. Das führt zu einer erneuten mutwilligen Spaltung der Bevölkerung (Fortschrittliche Kräfte vs. Altes Eisen). Man hofft auf die hämische Zustimmung der leicht Aufputschbaren gegen die, die ohnedies zu viel kosten.Psychologie der Massen (3): Völlig vergeblich ist es, gegen den immer schrägeren Impfzirkus mit logischen Argumenten aufzubegehren. Die Masse ist hiergegen immun.

2. April 2022

Konsequenz: Weil die Propeller nicht ausreichen – und vom physikalischen Prinzip auch nicht ausreichen können – den Energiebedarf Deutschlands auch nur vage zu decken, will Klimaminister Habeck den Aufbau der Propeller vorantreiben. Nächste Woche will er das Programm verkünden. Wer idiotischer Weise geglaubt hatte – ich gehörte nicht dazu –, die Realität würde die grünen Narren schon noch einholen, sieht sich eines Besseren belehrt.

Konsequenz (2): Jetzt haben sich die Russen von ihrer deutschen Firma Gazprom Germania, einer hundertprozentigen Tochter der Gazprom, getrennt. Ja, das kommt davon, wenn man unüberlegte Sanktionen in die Welt schreit und russische Auslandskonten beschlagnahmt („einfriert“). Was das für Folgen hat, wird in den nächsten eins, zwei Wochen sichtbar werden.

Konsequenz (3): Klimaminister Habeck hat offenbar schon Ideen, wie er dem russischen Rückzug gegensteuern will, nämlich durch Verstaatlichung der beträchtlichen russischen Vermögenswerte, z.B. Gasleitungen, Gasspeicher, Gaslieferungsverträge. Wie dem auch sei, eine weitere Woche später wird man feststellen, dass man enteignen kann, was immer man will, Gas aus Russland wird dadurch nicht nach Deutschland fließen.Konsequenz (4): Die leitenden Angestellten von BASF und Siemens bemerken öffentlich, dass bei Wegfall des Russengases schwere Wirtschaftsschäden eintreten werden. Guten Morgen, meine Herren. Oder handelt es sich hier lediglich um den Ruf derjenigen, die zu groß sind, um zu sterben?

1. April 2022Putins langer Arm offenbart sich beim morgendlichen Blick aus dem Fenster (kein Aprilscherz, obwohl, na ja, wenn ich an die Maßnahmen des deutschen Energieministers denke).

Wühlen in einem seit Jahrzehnten eingestaubten Pappkarton mit Bw-Dienstzeitutensilien bringt es zutage: 5 olivgrüne Leopard1-Modelle im Maßstab 1:87 für den Sandkastenunterricht, damals ein Panzerzug. Darauf – zur Unterscheidung – mit weißer Farbe: Z, 1, 2, 3, 4. Das Z bedeutet Zugführer – nur, falls einer fragt.

Abituraufgabe mit Coronazuschlag für Thüringen 2022

1. Mathematik: Wie viele Löffel sehen Sie? Schreiben Sie eine Zahl, oder bringen Sie Ihr Ergebnis durch ein oder mehrere X zum Ausdruck.
2. Biologie: Welchem Tier sagte man früher nach, es habe große Löffel.
3. Erziehungswissenschaften: Was bedeutet „Du kriegst gleich einen hinter die Löffel“?
4. Gesellschaftslehre/Politik: Beschreibe den Unterschied zwischen den beiden Löffeln, ohne eine Farbe zu erwähnen.
5. Deutsch (zugleich Auswahlprüfung für die Studienstiftung des Deutschen Volkes): Auf welchen der beiden Löffel hoben die alten Dichter ab, wenn sie zum Ausdruck bringen wollten, dass einer in eine reiche Familie hineingeboren worden war, und mit welchem Körperteil brachten sie ihr Sprachbild in Verbindung?

Begegnen wir – rein zufällig – einem der Großen dieser Welt und finden ihn klug und höflich, so wundern wir uns sehr, denn irgendwie haben wir ihn von vornherein als blöd und grob eingepreist. – Nein, ich demaskiere hier niemanden Bestimmtes, könnte aber eine ganze Kompanie von Leuten aufzählen, auf die sich mein im obigen Satz enthaltenes Vorurteil stützt.
Na klar, sagt der Kunstfreund, das ist Caspar David Friedrich, und der hängt… na sach ma schnell. – Nein ist er nicht, sondern „Friedrich“ von Bernd Zeller, und der hängt, wenn ich vom Schreibtisch hochkucke in meinem Blickfeld. Dort ist er hingeraten, weil ich ihn für ein Buchcover nutzen wollte, nämlich für „Denken ohne Geländer“.

Impressionismus (2): Du musst Abstand nehmen, sonst siehst du nix.

31. März 2022

Von Amerika lernen, heißt Siegen lernen. Zwei dunkle Herren im eleganten Abenddress sind auf einem Photo zu sehen. Man könnte denken, sie führen einen Ausdruckstanz vor, dabei hat der eine dem anderen gerade eine saftige Ohrfeige verpasst. Ort der Handlung: Hollywood. Anlass: Verleihung der Oscars. Der Geohrfeigte hatte Sekunden zuvor Witze über einen krankhaften Haarausfall der Ehefrau des andren gemacht. Der war aufgesprungen und schlug zu.

Ohrfeigen (2): Jetzt ist Gutmensch weltweit einig in der Empörung über den – wie man zeternd schreibt – Ausbruch von Gewalt. Das ist nicht ohne Witz, wo es beim Film fast ausschließlich um Gewalt geht.

Ohrfeigen (3): Stelle mir stattdessen gerade vor, man könnte es auch bewundern, dass einer bereit ist, sich spontan für seine Frau zu prügeln. Wird es der Beleidiger wagen, die Frau noch einmal in Gegenwart ihres Mannes geschmacklos zu beleidigen? 

Ohrfeigen (4): Witzig ist auch, dass in den Medien besorgt gemeint wird, der Schläger habe Ort und Anlass entweiht. Ich denke mal, das Gegenteil ist richtig: Ein kleiner Zwischenfall hat dem woken Insich-Event, um den sich ohnedies kaum noch einer kümmert, der dortigen Küsschen gebenden Schickeria etwas Aufmerksamkeit verschafft.

Auf der anderen Seite: Die Lage im Ukraine-Konflikt bleibt undurchsichtig. Wenn man versucht, das ganze Drumherum etwas zurücktreten zu lassen, dann sieht es so aus, als habe die russische Armee ihre Kriegsziele nahezu alle erreicht. Der Landhalbmond im Osten bis in den Süden zur Krim ist weitgehend in russischer Hand. Die noch bestehenden Widerstandsnester werden unter schlimmen Verlusten fallen.Ukraine (2): Es ist zu bezweifeln, ob Selenskyj erkannt hat, dass seine Rolle nicht mehr die eines den Präsidenten spielenden Schauspielers ist, sondern im wirklichen Leben die eines Staatspräsidenten, der wie eine Marionette an amerikanischen Drähten hängt. Erstaunlich ist in jedem Fall, dass sowohl die Russen wie die Amerikaner sich in dem Mann getäuscht haben. Er gibt der Weltöffentlichkeit eine Solovorstellung an Unbeugsamkeit. Noch folgen ihm die Landsleute verbissen. Das wird bestenfalls so lange funktionieren, bis in Washington ein anderes Spielzeug mehr Interesse erzeugt.
Währenddessen in Deutschland (aus der Serie „Das kannste dir nich ausdenken“):

Putin macht ernst. Ab morgen ist die Zahlung der Gasrechnung bei der Gazprom-Bank in Rubel zu tauschen. Das wird teuer. Klima-Minister Habeck droht darauf weitere Sanktionen an. Mein Vorschlag: Dem Russen keinen Ostwind mehr abnehmen.
Falls grade keine Rubel zur Hand sind: Wie wär’s mit dem hier?

29. März 2022

Während auf der Vorderbühne das große Drama des Ukraine-Kriegs aufgeführt wird, treffen sich im Künstlerkeller die Intendanten, um die zweijährigen Corona-Erfahrungen in einen weltweiten Schlag gegen die körperliche Unversehrtheit und die persönliche Selbstbestimmung zu führen.

Intendanten (2): Die Betreiber sind namentlich bekannt. Sie bedienen sich einer Reihe von Institutionen. Deren wichtigste in diesem Zusammenhang sind die UNO und deren Ableger WHO. Sie arbeiten ganz offen daran, Regularien zu erschaffen, welche die nationale Zuständigkeit des Gesundheitswesens beenden sollen.

Intendanten (3): Wer die vorstehende Bemerkung für eine Verschwörungstheorie hält, ist schlecht informiert, und wer das Vorstehende zu einer solchen erklärt, will denunzieren und nicht, wie er behauptet, aufklären. Allerdings: Verschwörung ist insofern falsch, weil das, was hier stattfindet, in aller Öffentlichkeit geschieht. Es fehlt also im Prinzip das Heimliche als das Kernelement der Verschwörung. Doch der selbe Effekt tritt ein, weil entweder nicht darüber in den Medien informiert wird, oder es werden Vokabeln verwendet, die falsche Assoziationen auslösen.Intendanten (4): Der Clou der Abschaffung der individuellen Freiheitrechte ist die Um-Etikettierung in Fürsorge. Merke: Du weißt nicht, was gut für dich ist. Deswegen regele ich das für dich.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch VI

28. März 2022

Herr Scholz aus dem Kanzleramt spricht: Kein Embargo gegen Russland, wozu habe man sonst die Sanktionen. Ich übersetzte das mal: Was wir brauchen, das kaufen wir. Was die Russen brauchen, sollen sie nicht kaufen dürfen.

Herr Scholz aus dem Kanzleramt verspricht: Keine Steuererhöhungen zur Finanzierung der Krise. Wusste bis gestern gar nicht, dass man Krisen finanzieren muss. Trotzdem übersetze ich mal: Wir werden wie üblich Geld drucken.Herr Scholz aus dem Kanzleramt kündigt an: Russenkohle, Russenöl und Russengas werden in Kürze kein Problem mehr sein. Stimmt, für Russland sicher nicht. Den zusätzlichen Hinweis von Herrn Scholz, dass man jetzt die seit Langem vorbereiteten Pläne umsetze, halte ich – man vergebe mir diese Offenheit – für eine Lüge. Es sei denn, er meint, den deutschen Industriestandort abzuwracken. Das begann spätestens, wenn auch zunächst nur halbherzig, unter der Regierung von Schröder und Josef Fischer.

Neben mir, der Mann mit dem Bier, sagt: Steht schlimm um Deutschland, wenn der russische Präsident besser deutsch spricht als die Außenministerin. Ich mustere den Mann heimlich von der Seite. Sieht unauffällig aus.

Beim Bier (2): Sagt die Frau gegenüber: Wurde auch Zeit, dass da mal ‘ne Frau dran kommt. Ich: Ist da jetzt ’ne Frau dran? Nun bin ich es, der von der Seite gemustert wird.Beim Bier (3): Am Laternenpfahl ein Aufkleber: Klima schützen | Kondom benützen.Kleider machen Leute: Klimaminister Habeck trägt sein weißes Hemd hochgeschlossen unter der schwarzen Anzugjacke, ganz so wie ein iranischer Staatsfunktionär. Dort bedeutet diese spezielle Kleidermode nach fundamentalistischer Auffassung die zur Schau getragene Distanz gegenüber der westliche Dekadenz. Und hierzulande?

27. März 2022

Auf der A 9 bei dunstigem Sonnenschein nach Norden. Die Haselsträucher teilen unmissverständlich mit, dass der Frühling da ist. Die Windmühlen entlang der Strecke stehen still – vermutlich Frühjahrsmüdigkeit.

A 9 (2): Die Zahl der Raser ist überschaubar. Irre ich mich, oder halten viel mehr PKW-Fahrer als noch vor Kurzem nunmehr freiwillig Geschwindigkeitsbegrenzungen ein? Das wäre dann Spritsparen mit gutem Gewissen.A 9 (3): Ich biege nachts auf dem südlichen Heimweg bei Leipzig in Richtung Westen ab, um am Chemiedreieck vorbeizukommen. Es liegt immer noch da wie ein riesiges beleuchtetes Ufo. Der Anblick ist faszinierend. Das Wort Industrie-Landschaft geht mir durch den Kopf. Sie zeugt vom sturen deutschen Wiederaufbauwillen.

26. März 2022

Leser B. weist mich dankenswerter Weise darauf hin, dass ich die gestrige Meldung zu Jänschwalde missverständlich verkürzt habe. Richtig ist: Es ist die wasserrechtliche Genehmigung für den dortigen Braunkohle-Tagebaubetrieb, die von der sog. Deutschen Umwelthilfe angegriffen wurde. Das Ergebnis allerdings ist das gleiche. Ohne Abbau keine Kohle und ohne Kohle kein Strom. Wie belehren uns unsere grünen Vordenker stets: Nachhaltigkeit geht vor, vor allem vor Logik. Und die heißt: Kraftwerk aus, Licht aus. Zumal wir vom bösen Putin nix mehr nehmen. Der soll seine Kohle nach China verkaufen oder Indien oder sich sonstwo hinstecken.

Die Versorger machen sich angeblich Sorgen, wo der Strom demnächst herkommen soll. Wie, jetzt erst? Na, aus der Steckdose natürlich. Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass die grandiose grüne Diskussion über die Nutzung der Elektrospielzeuge als Stromspeicher versandet zu sein scheint. Da hätt ich noch was zur Ergänzung: Alle Händi-Benutzer hängen ihr Dings ans Ladegerät. Und fürs Klima hätte ich auch noch einen: Tagsüber die Kühlschrank-Türen offen lassen.In Washington DC findet vor dem US-Senat die Anhörung einer Kandidatin für das Oberste Gericht statt. Frau Jackson weigert sich zu sagen, was eine Frau ist. Die Antwort „ich“ ist ihr offenbar nicht eingefallen. Wie ein Kerl sieht sie jedenfalls nicht aus, aber kann ja noch werden.

Ziellos vor dem prall gefüllten Regal mit den Büchern, die von Freunden und Bekannten verfasst wurden, gestanden. Siedend heiß wird mir klar, dass die meisten der Verfasser bereits verstorben sind. So Wolf Kalz, in dessen Aphorismen-Sammlung Das entfesselte Gute ich mich festlese.

Der französische Energiekonzern Total kündigt an, die russische Öl-Pipeline, an deren deutschen Spundloch er sitzt, zum Jahresende dicht zu machen. Das dürfte das Aus für das Chemiedreieck von Leuna bedeuten. Hier wird eine Krise mit der Brechstange herbeigeführt.

Leuna (2): Der Anhaltinische Ministerpräsident, ein Herr Haseloff, sieht – falls die Postillen das richtig wiedergeben – hierdurch die Versorgung der Bevölkerung nicht gefährdet. Produktion und Arbeitsplätze spielen im Lande Wünschdirwas offensichtlich keine Rolle. Soviel Stuss hätte auch Erich Honecker von sich geben können.

Leuna (3): Jetzt haben wir es den Russen aber gegeben. Kriegen ihr Öl nicht mehr los bei uns.

Leuna (4): Am besten gefällt mir der Vorschlag, dass, wenn wir wirklich Öl brauchen sollten, wir dieses statt durch die Pipeline durch Tanker, die in Danzig gelöscht werden sollen, beziehen mögen. Dass zu einem Wirtschaftsstandort auch dessen Wirtschaftlichkeit gehört, entzieht sich den Vertretern der Plapperökonomie.Suchbild: Beim Betrachten der Bilder des Nato-Gipfels am 24. März 2022 in Brüssel stelle ich mir die Frage, ob Deutschland nicht bis neulich Mitglied in diesem Staatenclub war.

25. März 2022

Black Rock-Chef Larry Fink sagt das Ende der Globalisierung voraus. Das nenne ich mal eine Wende um 180 Grad, denn ich hatte den Großspekulanten ganz anders im Ohr, als er vor kurzer Zeit, mit wokem Regenbogenschal umwickelt, in Davos über die Welt als solche sprach. Die neuen Tönen klingen wie das Pfeifen im Walde, was einer anstimmt, wenn er seiner reichen Kundschaft – Anleger genannt – erklären muss, gigantische Verluste eingefahren zu haben. Ob das für Black Rock zutrifft, weiß ich nicht, aber was ich über die Wetten auf Gas und Öl, auf den fallenden Rubel und den Preisverfall auf dem Nickelmarkt gelesen habe, weckt den Verdacht, dass da irgendwer irre Summen in die Tonne getreten haben muss.

Das Kohlekraftwerk Jänschwalde soll dichtmachen. Die sog. Deutsche Umwelthilfe hat geklagt und recht bekommen. Man sieht also: der Rechtsstaat funktioniert. Was er anrichtet, bleibt unerörtert. Die Leute werden erst zur Vernunft kommen, wenn das Licht ausgeht. Und selbst dafür verbürge ich mich nicht.Bis gestern hatten wir Corona, jetzt haben wir Putin. Und es dröhnen die Experten. Ob es die selben sind, weiß ich nicht. Jedenfalls ist der Ton derselbe.

24. März 2022

Putins Ansage vom Vortag, dass feindselige Staaten ihre Rechnungen in Russland fortan in Rubel bezahlen müssten, ist ein Schuss gegen den Dollar, dessen Auswirkungen noch nicht absehbar sind.

Dollar (2): Staatenlenker, die nach der Jahrhundertwende den Ausstieg aus dem Dollar versuchten, haben dieses Tun mit ihrem Leben bezahlt.

Dollar (3): Die FED versucht, durch Zinsanhebungen den Dollar attraktiv zu erhalten. Angeblich sei das notwendig, um der Inflation gegenzusteuern. Man wird sehen, ob sich die Währungsspekulanten davon beeindrucken lassen. Seit heute Nacht sieht es so aus, als hätten sie die Attraktivität des Rubels entdeckt.Dollar (4): Wenn, was sich andeutet, Staaten wie Saudi-Arabien den Währungsschwenk mitmachen, ist das ein Schritt, der in Washington-New York die Alarmglocken rasseln lässt. Neben Israel ist Saudia-Arabien der unangefochten wichtigste Stützpfeiler der USA in Nahost. Was braut sich hier zusammen? Man muss nur mal mit etwas Abstand auf den Atlas schauen, dann sieht man ein völlig neues Gebilde, einem Riegel gleich: Moskau-Ostukraine-Türkei-Syrien-Arabien. Im unteren Drittel ein leicht zu kontrollierendes Schlupfloch: der Suezkanal.

Der Ukraine-Konflikt gibt täglich neue Rätsel auf. Während die Hauptstadt Kiew der Einschließung durch die russische Armee entgegensieht, kommen die staatlichen Anrainer aus ihren Löchern und stellen territoriale Forderungen für Gebiete, an deren Eroberung sie nicht beteiligt waren. So blicken polnische Nationalisten gen Lemberg und ukrainische gen Ungarn.

Ukraine (2): Die reichlich vorhandenen Flüchtlinge werden gewiss zur politischen Manövriermasse. Die Masse davon in Polen, was nur bedeuten kann, das sie für eine Gegenbewegung genutzt werden sollen.

Ukraine (3): Wer bei uns anlandet, will – so höre ich – arbeiten und mehr oder weniger bald zurück. Das ist für Gutmensch eine neue Erfahrung. Witzig ist, dass in diesen Fällen plötzlich das Wort Flüchtling wieder gebraucht wird, während der Flüchtende auf Vorderasien und Nordafrika beschränkt ist. Westdeutsche Fortschrittler plädieren dafür, dass (nicht-schwarze) Ukraine-Flüchtlinge in Ostdeutschland untergebracht werden sollen.

Ukraine (4): Ob die hier Anlandenden wirklich wieder zurück wollen, wird sich dereinst noch weisen. Sie werden in jedem Fall für Mainstream zum Ärgernis werden. Wer’s nicht glaubt, betrachte den Einwanderungsschub aus der Ukraine und Umgebung, den uns Josef Fischer und seine Gang zur Jahrhundertwende durch Visamanipulationen bescherte. Das war letztlich eine Fehlkalkulation der Manipulateure. Empfehle einen Rundgang durch Hellersdorf und Marzahn und die Analyse der dortigen AfD-Wähler.Ukraine (5): Während das Volk gebannt den Kriegsspielen der Medien folgt, setzt auf der Hinterbühne das Establishment die Zwangsimpfung durch. Warte täglich auf die Meldung, dass Omi Kron eine Mutation des bösen Wlad sei.

23. März 2022In einem der Nachbardörfer mit ca. 20 Einwohnern, in dem eine Familie ein Sommer-Ferienlager für Schulkinder unterhält, wurden 60 Männer untergebracht. Sie besitzen durchschnittlich zwei Staatsangehörigkeiten. Eine syrische und eine ukrainische. Sie sehen eindeutig nicht so aus, als sei auch nur eine davon zutreffend.

Ergebnis eines ungewohnten Mittagsschlafs: Das Wort „nieder“ ist ein besonders tückisches Exemplar der deutschen Sprache. Es entzieht sich – was der Deutsch-philiströse Philologen-Verband auf seiner jüngsten Online-Jahrestagung in der Abschlussresolution herausgearbeitet hat – einer eindeutigen Zuordnung in Gut oder Böse. Man verbinde das bemängelte Wort nur mit …kunft oder …lage, …schlag oder …tracht, dann wird klar, dass der Wind aus wechselnden Richtungen weht. Das kann angesichts der klimatischen Fünf-nach-zwölf-Verhältnisse und der Lage in Kiew nicht mehr geduldet werden.

22. März 2022

Litauen verlangt in Brüssel schärfere Boykott-Maßnahmen gegen Russland. Hätten wir eine Regierung, die das deutsche Interesse hörbar verträte, so käme diese wohl auf den Gedanken, weiteren Boykott-Ansinnen nur unter der Bedingung zuzustimmen, dass Deutschland hierbei nicht Schaden litte und den hiergegen mit Stimmgewalt aufbegehrenden EU-lern anzubieten, in der Höhe des von ihnen anzurichtenden Schadens auf die deutschen Ausgleichszahlungen zu verzichten.

Boykott (2): Fast immer zeigt sich, dass das, was mit Hurra-Geschrei verkündet wurde, eine vorher nicht bedachte Rückseite hat. Seit dem Wochenende ist es der Nickel-Markt. Russland ist der fast einzige Großexporteur, und ohne Nickel keine Elektrospielzeuge mehr. Schon tönt es weltauf weltab, Nickel sei nicht gemeint gewesen. Was nun aber, wenn der bitterböse Wladimir jetzt die Nickelausfuhr stoppt? Dann ist er erst recht böse.Boykott (3): Nicht ohne Schadenfreude lese ich, dass die Finanzganoven für dieses Frühjahr auf fallende Nickelpreise gewettet haben. Gestern schloss die einschlägige Londoner Börse, um die Ärmsten vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Boykott (4): Bin neugierig, wo der Herr Tesla, der jetzt die Eletrospielzeug-Großfabrik in Brandenburg ans Laufen bringen will, den Nickel für seine Batterien herholt. Aus dem märkischen Sand sicher nicht.

21. März 2022

Die Russen setzten am Wochenende eine ihrer neuen Hyperschallraketen in der Ukraine ein. Sie zerstört dort einen ehemaligen sowjetischen Atomwaffenbunker, der weiterhin als ukrainisches Waffendepot genutzt wurde. Für diesen Einsatz gibt es nur einen nachvollziehbaren Grund. In der Ganovenwelt nennt man das: dem Gegner die Waffen zeigen. Die Gegner sind in diesem Fall nicht die Ukrainer.

Hyperschall (2): Es ertönt der Chor der Experten. Ich erinnere mich, vor etlichen Monaten einen russischen Film gesehen zu haben, als das Ding in Putins Gegenwart abgefeuert wurde. Er selbst gab hernach Erklärungen ab, was die Waffe für Russlands Kriegsdoktrin bedeute. Der Chor der Experten erhob auch damals seine Stimme und sprach von Bluff.Beschallung: Längst verrentete Musikanten untermalen in Berlin (wo wohl sonst?) unser aller Bemühen, den nicht mehr vorhandenen Frieden zu erhalten. Wir spenden Lebensmittel für die Ukraine, nur kein Speiseöl, denn das ist grade aus, weil es aus Russland und der Ukraine nicht geliefert werden kann. Leider muss man sagen, dass der Lieferausfall nicht vollständig dadurch kompensiert werden kann, wenn jeder der Demonstranten eine Sonnenblume in seinem Wohnzimmerfenster zieht. Selbst der verkümmerte Wallnussbaum in Nachbars Garten wird nicht reichen.

Wie nennt man das bloß, wenn man in Friedenstönen schwelgt und gleichzeitig an Kriegsparteien Waffen liefert? Richtig, das ist moral-verbrämte Heuchelei. Von einem Aufruf Heucheln für den Friedenhabe ich allerdings noch nicht gehört.

Heuchelei (2): „Gerade wir als Deutsche“ tönt es aus Mainstream. Bis gestern gab es diese Kategorie gar nicht. Wer’s dennoch sagte, war ein Nazi. Jetzt lässt sich folgern: Soviel Nazismus wie heute war nie, nicht einmal im Dritten Reich.

Heuchelei (3): In den Gazetten windige Berichte, ab welcher Entfernung ein Tanken im Ausland lohne. Auf den Gedanken, dass es nur auf den Vergleich des Literpreises ankomme, können nur radfahrende Journalisten kommen. Denn: Wer eine fünfstündige Autofahrt auf sich nimmt, nur um zu tanken, hat sonst nichts zu tun oder ist nicht gescheit. Oder beides.Heuchelei (4): Spreche mit einem Mann aus Altenburg: Ich fahre einmal die Woche nach Karlsbad zum Tanken. Vor dem Rückweg decke ich mich dort ein. – Ich: Womit? – Er: Mit Karlsbader Oblaten.

Präsidentendarsteller Biden kündigt seinen Besuch bei den säbelrasselnden Polen an. Man kann sich des dummen Gefühls nicht erwehren, dass er dort etwas in Bewegung setzt, was ein nüchterner Mann vermeiden würde. Die atlantische Annalena kündigt derweil weitere Waffenlieferungen in die Ukraine an. Da die Bundeswehr allen Schrott bereits los zu sein scheint, spricht sie von Waffen aus Europa.Staatsbesuch (2): Die Vielschichtigkeit des Ukrainekonflikts ist kein Grund ihn ausgerechnet diesen Leuten zu überlassen.

18. März 2022

Vor unsern Augen spielt sich der Krieg des Thomas Morus („Utopia“) ab: Du bis dank deiner moralischen Überlegenheit berechtigt, Kriege zu führen. Doch kämpfe nicht selbst. Lass Minderwertige diese Arbeit erledigen.

Utopia (2): Was nun, wenn wir in diesem amerikanischen Kriegskonzept zu den Minderwertigen gehören?Der Vorsitzende des Gesprächskreises der Nachrichtendienste schreibt einen Brief. Darin ist – neben dem heute bei den Diensten offenbar unvermeidlichen Soziologengestammel – Erstaunliches zu lesen: „Der Schock des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die Bedrohungswahrnehmung weltweit, besonders aber in Europa und Deutschland, grundlegend gewandelt. Krieg im Herzen Europas ist wieder eine Realität geworden.“ Ich übersetze das mal: (1) Wir sind durch den russischen Einmarsch komplett überrascht worden. (2) Die Kriege auf dem Balkan in den 1990er Jahren haben offenbar nicht in Europa stattgefunden. Der Rest ist eher banal. Der Zustand unserer Dienste und der Bundeswehr sind erbärmlich. Kein Wort darüber, dass und womit und wann man hiervor gewarnt habe.

17. März 2022

Ich nehme eine Auszeit vom täglichen Wahn, um mein Auto neu zu programmieren. Ich lege zwar keinen Wert darauf, dass es mit mir spricht, aber fahren sollte es schon. Schöne alte Welt: Schlüssel ins Zündschloss und losfahren. Das kann sich heute niemand mehr vorstellen.Auto (2): Der Tankterror geht ungeschmälert weiter. Mainstream weiß auch warum: Der böse Putin ist schuld. Selbst dies hier wird als sog. Bericht behauptet: Die Menschen sind mit dem exorbitanten Spritpreis einverstanden – in Deutschland. Tankt deswegen, wer kann, in Polen?

16. März 2022Ich denke erst, ich habe mich verhört: „Dies ist nicht die Zeit für Dilettanten. Wir sind keine Anfänger, wir sind stark, wir sind einig und deshalb gewinnen wir auch das Referendum, um den Geschlechterwahn an unseren Grenzen zu stoppen. Der Vater ist ein Mann, die Mutter eine Frau, und unsere Kinder werden in Ruhe gelassen.“ Sagte gestern der ungarische Ministerpräsident Victor Orbán, der am 7. April wiedergewählt werden will, vor Hundertausenden auf offener Straße in Budapest.

Anstatt eines Kommentars zu meinem vorgestrigen, 4 Seiten umfassenden Artikel zum Hintergrund des Ukraine-Konflikts erhalte ich von einem Bürgerkomitee eine Mail mit Dutzenden von Links ohne jeden Begleittext. Die Auflistung füllt zweieinhalb Bildschirmseiten. Das erinnert sehr stark an Füllen eines informationellen Schweinetrogs. Kein ernst zu nehmender Mensch kann annehmen, dass ich mich für den Rest der Woche durch Internet-Adressen mit unbekanntem Inhalt klicke.Das Übersenden von nackten Links ist eine Unsitte, die man nur durch das sofortige Löschen der einschlägigen Mails beantworten kann, denn die Leute, die so vorgehen, sind zu blöd, um einen eigenen Gedanken zu formulieren.
Die Schauspieler – genauer gesagt: einige von ihnen, die sich nicht haben verblöden lassen – haben schon wieder zugeschlagen:

15. März 2022

Das Weiße Haus droht China mit Konsequenzen, falls es Russland unterstützt. Das klingt geheimnisvoll, aber sicher nicht sehr beeindruckend für Herrn Xi. Für den geht es, hört man, um Kohle und Öl, die es in Russland recht günstig einkaufen kann. Ganz ohne Dollar.Weißes Haus (2): Gleichzeitig werden die führenden Influencer von TikTok empfangen, um sie für den Ukraine-Krieg zu briefen. TikTok? Chinesisch, soweit ich weiß – meine Übersetzung: balla-balla. Sicher werden wir bald die allgemeinverbindliche Russland-böse-Grimasse kennenlernen.

14. März 2022

Weg und Steg: Der Zeitgeist gleicht einer Dampfwalze. Wer sich in den Weg stellt, wird plattgemacht.

Weg und Steg (2): Ab und an ist ein Umweg der rechte Weg, weil die Weglosigkeit ins Ausweglose führen kann.

Weg und Steg (3): Wer Autobahnbrücken dem Verfall preisgibt, sollte über das Ökosystem Sauerland nicht räsonieren. 

Weg und Steg (4): Die nächtliche Beschäftigung mit Wortspielen schützt vor trüben Gedanken – zumindest zeitweilig.

Ein hübscher Trick: Man erhöht nicht die Steuern, sondern den Spritpreis (aktuell 2,399 € für den Liter Diesel, das ist eine Steigerung von 0,30 € innerhalb von 6 Tagen).

Ein Finanzminister, der davon schwärmt, mehr Steuern eingenommen zu haben, sollte einen winzigen Moment darüber nachdenken, wem er es abgenommen hat.

Denken (2): Wenn man eines nicht erwarten sollte, dann ist es, dass die Verkünder unserer öffentlichen Wahrheiten vor dem Ich-aber-sage-dir nachgedacht haben. Es liegt ihnen nicht.Die Zahl der eingeschriebenen Protestanten in Deutschland sinkt unter 20.000.000. Das sind vielleicht immer noch 6 Nullen zu viel, denn dass die Zahl der Ratlosen abgenommen hat, kann ich mir nur schwer vorstellen.

13. März 2022

Schlechter Witz oder viel Feind viel Ehr: Annalena ruft die Serben zur Ordnung. Die Tschetniks sollen mit den Russen brechen. Habe selbst nix verstanden, womit sie gedroht haben will, denn sie trug eine schwarze Windel vor dem Mund.Tschetniks (2): Die Helme auf dem Bild stammen übrigens aus einer etwas früheren deutschen Lieferung.

12. März 2022

Seit einigen Jahren erhalte ich in dichter Folge Kataloge für Damenmode von etlichen Versandfirmen. Zunächst war ich verblüfft, denn ich benötige das dort Feilgebotene nicht. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass deutschen Frauen Klamotten schön finden sollen, die von Anziehpuppen präsentiert werden, die sonst für die Mitleidsindustrie ihre Magerkeit und Farbe ins Bild rücken.Mode (2): Heute kam ein dicker Katalog der Firma Deerberg. Alle Bilder zeigen die nette Frau von nebenan. Dass sowas in dieser schweren Zeit erlaubt ist.

Dummheit des Tages: „Diejenigen, die Putins Kriegsmaschinerie am Laufen halten, sollen nicht länger ihrem pompösen Lebensstil frönen können, während Bomben auf unschuldige Menschen in der Ukraine fallen,“ so die blonde Ursula von der EU-Kommission wg. des beschlossenen Exportverbots von Luxusgütern nach Russland. Woran mag die Allmächtige gedacht haben? Goldene Nasenringe für diverse Oligarchen?

Das russische Außenministerium kündigt die Veröffentlichung einer Liste mit sog. Gegensanktionen an. Da werden deutsche Firmen noch staunen, die im überholenden Gehorsam ihrer Werkstore geschlossen haben. Könnte sein, dass sie in wenigen Tagen ohne Beteiligung der dann ehemaligen Eigentümer wieder geöffnet werden.Eine Tupolew-Drohne fliegt nach Zagreb, wo sie abstürzt und 20 Autos ruiniert. Eine Stunde Rundflug über Nato-Gebiet, keiner merkt was, keiner tut was. Über Nacht wird aus Wahrheits-Gründen der Wikipedia Eintrag gelöscht. Da stand bis dahin, dass solche Fluggeräte nicht mehr von den Russen, dafür aber von den Ukrainern benutzt werden.

11. März 2022

Es ist schwer zu entscheiden, was mehr Unbehagen auslöst: Ein Mitbringsel mitzubringen, oder ein solches entgegennehmen zu müssen.

Mitbringsel (2): Nicht ohne Komik ist es, wenn einem Gastgeber ein Kochbuch ausgehändigt wird. Zumal, wenn der Gast zum Essen erscheint.

Mitbringsel (3): Du hast gut reden, nimm den Leuten einfach eins deiner Bücher mit. Nee, dann schon lieber ein Kochbuch oder eines über Whiskyfässer.Schwachsinn des Tages: The United States is absolutely prepared to do what we can (Die USA sind vollkommen vorbereitet, um zu tun, was wir können), US-Vizepräsidentin Harris. Passt immer, bedeutet nichts.

Natürlich lügt der russische Außenminister Lawrow, wenn er behauptet, die russische Armee habe US-amerikanische Biowaffenlabors in der Ukraine unter ihre Kontrolle gebracht. So jedenfalls die deutschen Wahrheitsmedien unter Berufung auf anonyme Faktenschecker. Lügen (2): Das harmoniert nicht so ganz mit den Aussagen der stellvertretenden Ministerin im State Department, The Honorable Victoria Nuland, die vor dem US-Senat dieses hier zum Ausdruck brachte: Die angeblichen Biowaffenlabors seien keine solchen, sondern humanitäre Einrichtungen, wo zum Schutz der Menschheit vor Biowaffen geforscht werde. Sie stammten aus dem Biowaffenarsenal der ehemaligen Roten Armee und seien 2004 übernommen worden, um sie abzubauen. Jetzt sei es darauf angekommen, sie vor der Übernahme durch die russische Armee zu schützen. Klingt total logisch.

10. März 2022

Sie heißt Tamara Lich und wird vielleicht einmal als diejenige in die Geschichte der sogenannten Menschenrechte eingehen, die für den arbeitenden kleinen Mann im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße ging, denn sie organisierte im Januar den LKW-Fahrer-Protest in Canada. Ihre Rolle wäre unbemerkt geblieben, wenn die Regierung Trudeau sie nicht als Rädelsführerin aufgrund der aus dem Nichts gezauberten Normen eines Staatsnotstandes am 17. Februar 2022 eingesperrt hätte. Seit gestern ist sie unter strengen Auflagen (Kontakt- und Äußerungsverbote) auf freiem Fuß.

Staatsnotstand (2): Das Handeln des Knaben Trudeau war konsequent, denn der Protest der Arbeiter gegen sein Regierungshandeln, mit dem er Impfpflicht und digitale Identität zu erzwingen hofft, weitete sich zum generellen Verneinen seiner Regierungsmacht aus. Er zog die Notbremse, indem er die Konten der Regierungsgegner sperren ließ. Die canadischen Banken exekutierten die Anordnung devot. Die Rechte ihrer Kunden sind ihnen völlig schnuppe.

Staatsnotstand (3): Manch einer sieht im canadischen Manöver die Generalprobe zum Great Reset: Dir wird nichts mehr gehören, und du wirst glücklich sein. Witzig genug: Trudeau ist ein Young Global Leader aus dem Stall von Schwab & Genossen. Doch merke: Wenn du das erwähnst, bist du ein Verschwörungs-Schwurbler.

9. März 2022Gestern in Schilda entdeckt: Die deutsche Antwort auf die G5-Technik.

Erster ukrainischer Flüchtling in Schilda in meinem Wahrnehmungsfeld aufgetaucht: Junge Frau mit Kind. Wurde vom Ehemann, dem man die Ausreise nach Polen verweigerte, bis an die dortige Grenze begleitet. Kostenlose Weiterfahrt mit der Bahn durch Polen an einen deutschen Bestimmungsort eigener Wahl. Dreijähriges bedingungsfreies Aufenthaltsrecht. Ankerpunkt war ein seit Jahrzehnten hier lebender ukrainischer Musiker – ein echtes Opfer der Katastrophe von Tschernobyl.

Tanken: 2,09 € der Liter Diesel. Am exakt demselben Ort vor genau einem Jahr, zwei Monaten und 9 Tagen kostete er 0,999 €. Die Verdoppelung des Spritpreises gilt auch für Dienstwagen, aber die werden bekanntlich nicht von ihren Nutzern befüllt.

Auf dem Parkplatz vor dem Teegut stehen unter 50 PKW drei Elektrospielzeuge. Gegenüber auf dem Parkplatz von Aldi keines. Fahre aus Neugierde zum nahegelegenen Lidl. Auch dort sind die Verbrenner unter sich. Die 500 Meter bis zum Netto spare ich mir.

Fazit des Finanzministers (Herr Lindner von der Lindnerpartei): Wir werden alle ärmer werden. Deswegen will er 200.000.000.000,00 € ins Klima investieren, sagt er.Investieren (2): Im Zusammenhang mit dem Klimapopanz ist die Vokabel ein Synonym für: aus dem Fenster schmeißen. Dass es sich hierbei um Geld handelt, dass er den rund 30 Millionen Steuern zahlenden Bürgern entzieht, irritiert den Mann offensichtlich nicht.

Erkenne deine Vorurteile: Wenn ich das Gesicht von Klaus Schwab abgebildet finde, kann ich mich eines spontanen Widerwillens nicht erwehren. Diese Attitüde des Möchtegernweltmannes im 2000-Dollar-Zwirn, herausgewachsen aus dem konspirativen Dunst eines besudelten Schreibtischtäters namens Henry Kissinger, der ohne das absichtsvolle Sponsoring der selbsternannten Weltenlenker Nelson und David Rockefeller ein verdienter Niemand geblieben wäre.

Vorurteile (2): Vor Jahren beschlich mich schierer Unglauben, als die Russen die Telefonate zwischen dem State Department in Washington DC und der US-Botschaft in Kiew in die Öffentlichkeit schoben. Der pöbelnde agitatorische Ton erinnerte an die Fäkalsprache eines Richard Nixon, aufgezeichnet im Oval Office. Doch diesmal war der aggressive Agitator eine Frau, Victoria Nuland. Sie gilt als die Architektin des Umsturzes in Kiew im Frühjahr 2014. In den Trump-Jahren war sie stillgelegt. Jetzt ist sie wieder da. Gestern gab die stellvertretende Außenministerin im Capitol triumphierend zu Protokoll: Northstream 2 ist tot, nur noch ein Stück Blech im Wasser, was dort verrotten wird.Vorurteile (3): 2800 Milliardäre können sich nicht irren:

8. März 2022

Die Hetzmeute tobt: Die Letzten Tage des Wladimir P., tönt es landauf landab. Wir, d.h. in diesem Fall: ich nicht, liefern ausrangierte Waffen aus den Beständen der NVA. Damit sollen Russen, in einem Krieg, an dem wir uns nicht beteiligen, totgeschossen werden.

Wir (2): Sind uns sicher, dass die Russen, die mit unsern schrottreifen Waffen totgeschossen werden, sich das klaglos gefallen lassen. Ein pensionierter deutscher General namens Domröse erklärt mit Herablassung des globalen Strategen hierzu, dass die Russen auf dem Niveau von 1918 Krieg führen. Will sagen, der böse Wlad versteht nix von moderner Kriegführung, Massenvernichtungswaffen, tabula rasa und so. Vermutlich hat der vorlaute Herr seinerzeit in Kriegsgeschichte gepennt, als Verlauf und Ergebnis des Russischen Bürgerkriegs auf der Offiziersschule besprochen wurden. Vielleicht hat er auch nur zu lange bei der Einzigen Weltmacht gedient und dort das nüchterne Denken verlernt.Wir (3): Wissen nix Genaueres, denn eins ist sicher: Man kann noch nicht sagen, wo das hinführen wird. Derweil schießen Spekulationen ins Kraut, die bereits morgen vergessen sein werden. Beim Durchforsten des Gestrüpps verdient diese Schlagzeile hier die Krone der Dummheit: „Pekings Schulterschluss mit Russland isoliert China“ (Epoch Times, dt. Ausg., vom 7.3.2022). Darauf musste erst ma kommen.

22. Februar 2022Während die Nato noch im Sandkasten spielt, erkennt Putin die beiden östlichen Oblaste der Ukraine als selbständige Staaten an. Ich tippe mal, dass als nächstes die Volksabstimmung stattfindet, woraufhin die Selbstgerechten von Annexion sprechen werden. Die missglückte Krim-Strategie lässt grüßen.

19. Februar 2022

Da ist eine Studie von drei sehr prominenten französischen Wissenschaftlern soeben ruchbar geworden, die einen brisanten Inhalt hat, nämlich die vermutete Auslösung einer Variante der Kreutzfeldt-Jacob-Krankheit durch den Pfizer-Impfstoff Comirnaty. Der Erreger und der Impfstoff hätten einen identischen genetischen Baustein (Prion), sagen die Forscher. Anlass der Untersuchung war das auffällige Auftreten von Rinderwahnsinn bei Patienten unmittelbar nach der Impfung. Ein bekannter Genetiker aus Deutschland hatte mir die Studie kommentarlos übermittelt. Ich musste zweimal nachfragen, ob das, was ich nach Lektüre laienhaft erahnte, inhaltlich zutraf. Es war so (siehe oben).

Was Bill Gates auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu suchen hat, wissen nur er und der Veranstalter allein. Was er, der Jahr und Tag Unsummen in die Impfstoffindustrie investiert hat, dort gesagt hat, verdient allerdings festgehalten zu werden. Die Omikron-Variante habe mehr zur Beendigung von Covid-19 getan als alle Impfstoffe, die nicht besonders wirksam gewesen seien.Ich habe versucht herauszufinden, was das Wort soziokulturell bedeutet. Das Ergebnis der Bemühungen ist befriedigend: Es ist ein modernes Füllwort, und es bedeutet nichts.

Der US-Präsident(endarsteller) klingt beim täglichen Aufsagen des russischen Angriffs auf die Ukraine wie eine defekte Schallplatte, die man zum Plaisir des Publikums einfach weiterlaufen lässt. Diese Art der Beschallung trägt nicht dazu bei, den Sachstand ausloten zu können.

In Canada lässt Premier Trudeau die Demonstranten mit sofortiger Wirkung enteignen. Die Presse spricht hingegen verniedlichend vom Einfrieren der Konten. In Wirklichkeit macht er die protestierenden Arbeiter zu Bettlern. Jetzt bleibt diesen nur noch das Aufgeben oder die Gewalt.Gewalt (2): In der kommenden Woche werden wir in Canada aller Voraussicht nach die Ergebnisse sehen. Schwer arbeitende Männer und Frauen zu Bettlern degradiert, lösten dereinst die Bauernkriege aus.

18. Februar 20223.105 Kinder (0-17 Jahre alt) starben in Deutschland in den 2 Jahren, seit wir Corona haben. Davon 21 an oder mit Corona. Davon 10, wo außer Corona keine andere Ursache festgestellt wurde. Das jedenfalls sagen die Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, soeben veröffentlicht, aus. Anders ausgedrückt, sterben in Deutschland etwas mehr als 4 Kinder pro Tag und davon alle 2 Monate eines an Corona. Letztere Zahl beschreibt die amtlich ausgerufene Corona-Seuche unter Kindern. Es ist keine medizinische, sondern eine Frage des gesunden Menschenverstandes, ob man eine solche Sterblichkeit eine Seuche nennt. Die hiergegen ergriffenen „Maßnahmen“ entbehren der Begründung und – das erlaube ich mir, als Jurist anzumerken – jeglicher Rechtmäßigkeit.

17. Februar 2022

„…und sie werden nicht mehr frei…“ weissagte der großdeutsche Führer seinen Volksgenossen der HJ-Generation. Ob der Verbrecher recht hatte, ist eine Frage des Standpunktes und der individuellen Verhältnisse nach 1945. Jetzt hat der Herr Karl den Kindern jener HJ-Generation, also den Alten von heute, angedroht, dass sie nicht mehr frei sein werden. Da irrt der Herr Karl, das ist sicher, denn die neuen Weltbeglücker werden alles daran setzen, den ihnen nutzlos erscheinenden Alten das Leben zu entziehen. Sollte er wirklich einmal alt werden, der heute schon greise Herr Karl, wird er um Gnade winseln und behaupten, dass er das, was hier steht, niemals gesagt und, wenn doch, anders gemeint habe.

Apropos: Die Alten werden zwangsgeimpft. Die Frage, wer hier der Nazi ist, stellt sich nicht.

Sächsisches: KdF-Autoaufkleber Kraft durch Feinstaub.Westfälisches: Am Wochenende trifft sich Bertelsmanns Atlantikerclub („die Münchner Sicherheitskonferenz“) zu Speis und Trank, um den Ukraine-Krieg zu retten. Doch merke: Es sind nicht die Menschen, die den Krieg wollen – die ganz gewiss nicht.

16. Februar 2022

Die Konrad-Adenauer-Stiftung lädt mich heute zu einem Expertengespräch zum Disigning Data Trust mit Prof. Dr. Louise Specht-Riemenschneider ein. Was mag sie von mir wollen?

Meine Behauptung von gestern, dass im Kreml über das Auftreten von Annalena nicht mal gelacht worden sei, muss ich nach Ansehen des Videos der einschlägigen Pressekonferenz korrigieren. Voila:




Love und Liebe – obschon landauf landab als Übersetzung angepriesen – bedeutet unmöglich dasselbe. Während man sich im Anglo-Amerikanischen vor lauter I-love-yous kaum retten kann, ist der Deutsche mit dem L-Wort weit sparsamer oder – wenn man so will – intimer, und da er grundsätzlich zu Übertreibungen neigt, hat er den Liebesschwur hinzugedichtet. Dazu gehört dann Mondschein und Oboengedudel vom Amordarsteller hinter der mild wehenden Gardine.

Verrenkungen zu machen, die Lockerungen genannt werden, bietet ein Schauspiel eigener Art. Unsere politische Kaste übt sich derzeit in dieser Disziplin. Die einzigen, die wahrhaft Standing beweisen, sind die Grünen. Sie beharren auf dem, Maßnahmen genannten, Freiheitsentzug, weil sie kompromisslos auf Diktatur setzen – zum Allerbesten des Bürgers, der nicht weiß, was für ihn und die ganze Menschheit gut ist.

Verrenkungen (2): Das Rückzugsgefecht findet deswegen statt, weil die derzeit verunsicherte Obrigkeit darauf setzt, dass die aufbegehrenden Bürger das Spazierengehen bleiben lassen, wenn sie niemand mehr daran hindert. Ob die Rechnung aufgeht, bleibt zweifelhaft, solange der polit-mediale Komplex auf der Spritze besteht.Spritze (2): Die Liste der Impftoten wird immer länger. Niemand, der bei Verstand ist, kann das länger ignorieren. Es wäre natürlich interessant, wenn der Amtsinhaber wg. Morbus Lauterbach (hängende Unterlippe, irre Augen, abstruses Reden) aus dem Amt scheiden müsste. In diesem Fall bekäme das Wort Impfdurchbruch eine ganz neue Bedeutung.

„Wird Moskau in der Ukraine eskalieren?“ fragt die Bundeszentrale für politische Bildung soeben bei mir nach und kündigt eine Politikstunde mit dem Politologen Umland an. Was sprechen diese pädagogischen Politruks nur für ein verknautschtes Deutsch? Jemand eskaliert, nee, etwas eskaliert, aber was ist es?

Ukraine (2): So ganz nebenbei. Heute sollte der russische Einmarsch stattfinden. Die weltweite Meldung war schließlich von nicht genannten US-Diensten mitgeteilt und von Fakten-Checkern geprüft. Der Demenzkranke im Weißen Haus hat die Sache heute noch mal bekräftigt, oder sah ich bloß eine Konserve, die mit dem heutigen Datum versehen war?Erleichterung beim deutschen Mainstream: Trudeau jun. hat gegen seine unbotmäßigen Landsleute das Kriegsrecht verhängt („der tut was“). In der rauen Wirklichkeit ist es bis zum Schusswaffeneinsatz nur noch ein Inch. Wieso das angedrohte rabiate Vorgehen nötig sein könnte, wo doch die deutschen Wahrheitsmedien seit Tagen melden, es handele sich nur um wenige Dutzend anlasslos aufmüpfige Lastwagenfahrer und deren Gefährte, wird sicherheitshalber nicht erörtert.

15. Februar 2022

Die Wonne ist ein Kind des Augenblicks, der Ekel braucht mitunter Jahre. Ist er erst da, sind gute Worte in den Wind gesprochen.

Dem Weibe ziemt die Rundung, dem Manne mehr das Eckige. Ist’s umgekehrt, sind wir befremdet.

Der Ärger macht die schönste Speise bitter. 

Man kann nicht ungestraft des Nachts die Droge Shakespeare zu sich nehmen und morgens ungeschwollen denken wollen.

Seit einer Woche wissen wir aus den US-Verlautbarungsquellen, dass morgen der russische Angriff auf die Ukraine beginnt. Sollte es morgen tatsächlich Grenzschießerei geben, dürfen wir vertrauensvoll nach Washington blicken.Russland, sagt der Kreml, hat heute seine Manöver im Grenzgebiet beendet. Wird nicht lange dauern, bis wir gesagt bekommen, dass wir das aufgrund unserer festen Haltung erreicht haben. Meine Haltung zu unserer Haltung ist die, dass unsere weibliche Laienriege in Russland nichts bewirkt hat, nicht einmal Gelächter.

14. Februar 2022In den Gazetten finde ich seit Tagen diskutiert, ob die Nazis Sozen waren. Das ist natürlich für alle, die sich heute noch vorne mit irgendwas wie soz nennen, starker Tobak. Seltener findet man Forschungen, ob A.H. etwa ein Grüner war. Wäre wohl näher liegend bei all seinen Spleens, die man als solche nur bezeichnet, wenn man verniedlichen will. Nun aber finde ich – heute Nacht zugesandt – in meinem virtuellen Postkasten ein Bild von des Führers Hand. Da es keinen Titel hat, habe ich mir einen ausgedacht: Die germanische Arche Fliegender Holländer bei Alpenglühen. Man beachte, wie der Größtefeldherrallerzeiten die Gletscherschmelze vorhergesehen hat. Ebenfalls grün: Im wirklichen Leben der Volksgenossen sorgte er 1937 für die Regulierung des Strommarkts.

12. Februar 2022

Die Lage in Canada bleibt unübersichtlich. Meldungen widersprechen sich wie üblich, wenn die Macht von Mainstream massiv in Frage gestellt wird. Klar ist nur, dass sich jetzt auch die US-Regierung zu Wort gemeldet hat, die von PM Trudeau verlangt, den Protest zu beenden.

Ähnliches wie in Canada braut sich jetzt in Neuseeland zusammen. Die Bilder zeigen nur einen Unterschied klar: Dort ist Sommer.

In Deutschland bleibt die Macht der Obrigkeit unangefochten. Variationen zeigen sich lediglich im Vokabular, sich aus dem selbst angerichteten Corona-Desaster herauszuschleichen. Der Begriff der Lockerungen feiert Triumphe. Nur die Bundesregierung und die Lügenpresse sind weiterhin auf Linie. Das ist verständlich, befinden sie sich doch im Schlepptau amerikanischer One World-Imperialisten. Die soeben erfolgte Ernennung einer US-Amerikanerin aus diesem Stall zur deutschen Staatssekretärin lässt keinen Zweifel aufkommen.

Die ukrainische Karte zu ziehen, ist nichts weiter als ein Spielzug der Todesfurcht-Propaganda, um die Seuchengefahr durch die Kriegsgefahr zu ersetzen. Merke: Durchregieren ohne Todesfurcht ist kaum möglich.Ukraine (2): Wenn man sich erinnert, dass die Familie Biden bis vor Kurzem noch in die Kabalen des korrupten Landes insofern involviert war, dass sie sich die Taschen füllen ließ, macht die Vorstellung keine Mühe, dass auch heutzutage ein familiäres Interesse die politischen Entscheidungen im Weißen Haus beeinflusst.
Unfreiwillige Komik, dessen bin ich überzeugt, ist nicht zu übertreffen. Das Publikum der US-amerikanischen Darstellerin Heather McDonald konnte sich vor Lachen nicht einkriegen, als diese, nachdem sie umständlich alle ihre Impfungen und die allerjüngste Buhsterung auf der Bühne aufgezählt hatte, umkippte und liegenblieb. Es dauerte eine Weile, bis den Leuten schwante, dass der Abschluss der Darbietung nicht auf ihrem Fahrplan stand. Sowas kann man sich nicht ausdenken, den bei der Veranstaltung erlittenen Schädelbruch hätte ich ihr nicht gewünscht – trotz alledem.

11. Februar 2022

Eine Frau, die sich von mir gemustert wähnt, macht eine die Betrachtung hindernde Geste und wendet sich weg. Ich vermute, sie versucht instinktiv, diejenigen Partien, die sie an sich selbst für wenig gelungen erachtet, dem Blick des Mannes zu entziehen.

Ansehen (2): Kaum habe ich mit einem gewissen Entdeckerstolz diese grundlegende Erkenntnis notiert, läuft eine südeuropäische Schwester der soeben betrachteten Schönen durch mein Blickfeld. Sie bemerkt mein Interesse und macht eine Körperdrehung, die mein Bemühen honoriert.

Ansehen (3): Mein frühkindliches Interesse, mich über Frauen zu informieren, ist durch die Bibel in eine falsche Richtung gelenkt worden: Adam erkannte sein Weib, und sie ward schwanger. Daran wurde ich jüngst bei einer Aufführung von Shakespeares Maß für Maß erinnert, wo die Wendung des Erkennens einer Frau in der Übersetzung von Schlegel mehrfach gebraucht wird.

Ansehen (4): Was mir als Kind Zweifel bescherte, war vor allem, warum Adam seine Eva denn nicht erkennen sollte, wo sie doch die einzige Frau weit und breit war. Gottlob behielt ich diese Zweifel für mich, zumal ich an Sonntagen bereits mehrfach durch dumme Fragen aufgefallen war.Eine Rückfrage zu einem Gesprächsgegenstand, den man nicht verstanden hat, führt nur selten zu einer erhellenden Antwort. Zuweilen macht der Sprecher vielmehr den Eindruck, dass er selbst nicht verstanden hat, worüber er redet. Zu den Sternstunden der Konversation gehört es, wenn beide Seiten, dies im stillen Einvernehmen bemerkend, in ein befreiendes Gelächter ausbrechen.

10. Februar 2020

Das Gespräch mit dem philosophisch geschulten Kopf verläuft unerfreulich. Erste Phase (leicht vorgebeugt): Wissendes Lächeln. Zweite Phase (knappes Hineinreden in die Entwicklung eines Gedankens): Das Argument ist aus dem Idealismus oder einem anderen Ismus längst bekannt. Dritte Phase (auf Rückfrage nach dem Ismus): Lies einfach mal Hegel in seinen späten Werken. Ergebnis: Du wendest dich abrupt einem anderen Gesprächspartner zu und giltst fortan als ungehobelt.

Annalena macht Wintersport. Die Alternativen mokieren sich, dass sie nach nicht einmal zwei Monaten im Amt Urlaub nimmt. Ich hingegen kann das, falls es stimmt, nur loben, denn in der Zeit kann sie kaum viel Unheil anrichten. Allein mir fehlt der Glaube, bis ich sie Spezialslalomskipiste habe aussprechen hören.

Annalena (2): Setzte angeblich in der Ukraine einen Helm auf und zog die Schutzweste über anstatt unter. Die einzigen Scharfschützen auf der Schneefläche weit und breit waren die Profis des foto shooting. Sie wurde immer wieder getroffen. Der Weste sei Dank.Annalena (3): Jetzt holt sie die Vorsteherin von Grünfried (Greenpeace) ins AA. Als Staatssekretär und Beamte auf Lebenszeit. Doch die muss erst mal Deutsche werden. Diese ärgerliche Verzögerung verdankt die treue Kampagnenschwester den amerikanischen Landsleuten, denn die änderten als Besatzungsmacht 1945 das deutsche Beamtenrecht, in dem es bis dahin hieß, dass der Betreffende mit der Ernennung zum Lebenszeitbeamten Deutscher werde. Davon hatte 1932 der spätere Führer Gebrauch gemacht, den die Regierung von Braunschweig zum Regierungsrat ernannte. Die waren noch bescheiden, die damaligen Nazis.

Rassismus to go: Wer behauptet, dass diese chinesische Goldmedaillengewinnerin gar nicht wie eine Chinesin aussieht, und zu allem Überfluss hinzufügt, schließlich sei sie in den USA geboren, der ist wahrlich ein Rassist oder so, denn er blendet aus, dass es im Lande der jetzt Empörten selbst Usus ist, alles, was brauchbar erscheint, einzugemeinden.

Rassismus (2): Immerhin hat die veröffentlichte Empörung dazu beigetragen, dass ich mitgekriegt habe, irgendwo in China finden aktuell olympische Winterspiele statt.Chinesin (2): Wenn das Bild auch Zweifel weckt, dass es sich hier um eine waschechte Chinesin handelt, so stellt es auf den ersten Blick klar: Es handelt sich nicht um einen umfrisierten Mann.

9. Februar 2022

Lange bevor das Propagandageschrei von Multikulti Allgemeingut wurde, wusste ich, dass das, was angeblich schö-hön war, nicht stimmte. Meine unerbittliche Lehrmeisterin war die Gemeinschaftsküche im Studentenheim. Anfangs dachte ich, es sähe nur in meiner so aus, doch Ausweichversuche zeigten nur zu bald die Vergeblichkeit meiner Bestrebungen und die Allgemeingültigkeit des Verdachts.Pendel: Im 19. Jahrhundert wanderten ungezählte Polen als Bergleute ins Ruhrgebiet ein, jetzt sind die Zechen zu, und wir beziehen den Großteil der benötigten Kohle aus Russland. Unsere heutige Obrigkeit befindet, dass wir derer nicht mehr bedürftig seien, dafür aber weiterer Zuwanderung, die hier… Ja, wozu eigentlich?

Obrigkeit (2) Kein Wort mehr über diese, nachdem ich Bernd Zellers berechtigte Mahnung von heute gelesen habe (Senioren-Akruetzel):

In Washington D.C. wird Bidens Vorschlag für die Besetzung des Vize-Chefs der FED präsentiert. Erwartungsgemäß eine Frau, wenn auch eine weiße. Sicherheitshalber wird hinzugefügt, dass ihr Schwerpunkt der Kampf gegen den Klimawandel sei. Mein Vorschlag hierfür wäre: einfach mit dem Verbrennen der Dollarmilliarden aufhören.

Briefe, unterzeichnet von ungezählten Medizinern aus Ostthüringen, trudeln bei mir ein, ohne dass ich der Adressat bin. Sie haben den sträflichen Unsinn der Impfpflicht im Allgemeinen und des medizinischen Personals im Besonderen zum Gegenstand. Erstaunlich muten der moderate Ton und die auf Fakten gestützten Argumente an. Noch erstaunlicher ist die Vielzahl der Klarnamen der Unterstützer dieses Protestes. Angesichts der angedrohten Repressalien eine unmissverständliche Form, Gesicht zu zeigen, wie es sonst immer so großmäulig dort heißt, wo es nichts zu verlieren gibt.

Proteste (2): Karsten Schneider, der für mich zuständige Bundesbeauftragte für Ostzonesien, will Runde Tische einrichten. Ein sehr guter Vorschlag, denn auch bei der Vorgängervariante 1989 hatte die Obrigkeit geglaubt, dass die Leute auf diese Art und Weise Dampf ablassen würden, ohne dass das Regime ernsthaft Schaden nehme.Der Postbote bringt das Rezensionsexemplar eines ziegelsteindicken Buches (Robert Kennedy: Das wahre Gesicht des Dr. Fauci). Lese sogleich die ersten 30 Seiten mit der Einleitung, die alles das auffächert, was man in den letzten 24 Monaten zu Corona als sogenannte Verschwörungs-Theorie aufgetischt bekommen hat. Von den Aktionen der Pharma-Industrie über falsche Zahlen, abstruse Medizin-Experimente bis zur mutwilligen Manipulation der Öffentlichkeit mit einem bösen Geist im Hintergrund namens Anthony Fauci, dem amerikanischen Wieler-Drosten-Lauterbach. Wenn das alles im Buch belegt ist, muss man wohl einige bisherige Annahmen korrigieren – oder auch nicht.

8. Februar 2022

In Ottawa spitzt sich die Konfrontation zu. Die Polizei beschlagnahmt die Spritvorräte der Protestler. Man setzt darauf, dass sie aufgeben, um nicht zu erfrieren. Jetzt riecht es deutlich nach Gewalt (während ich diese Zeilen schreibe, ist es in Ottawa noch der Abend des 7.2.).

Mr. Zuckerberg hat etwas an Gewicht verloren – börslich betrachtet. Lese, dass sich am letzten Donnerstag durch Sturz der Aktie um 25 Prozent 254 Milliarden US-Dollar in Luft aufgelöst haben. Börsenspezialisten analysieren noch. Nehme an, dass diese nicht zu den Lesern von Prabels Blog gehören, denn da stand bereits vor Wochen zu lesen, dass die Betriebsaufnahme des Medienkonzerns von Trump den Genossen von Facebook & Co schwer zu schaffen machen wird.

Zuckerberg (2): Niemand zwang den bis dato Monopolisten, im Januar 2021 seine größte Zugnummer, Donald Trump, von seiner Plattform zu werfen, Impfgegner zu eliminieren, Krieg gegen Normalbürger zu führen und Rassismus gegen Weiße zu schüren.Zuckerberg (3): Während die woke Welt sich Sorgen macht, was es bei der Familie Z. jetzt zum Abendbrot gibt, hat der Chef ein neues Schlachtfeld eröffnet. Seit gestern will er gegen die Datenschutzgesetzgebung der Europäischen Union vorgehen. Mir war nicht bekannt, dass er die bislang der Beachtung für wert befunden hätte, auch war ich bei den Treffs zwischen ihm und Mrs. Mörkl nicht dabei.

7. Februar 2022

Vorgestern erst machte mich ein ehemaliger Kollege aus dem Bundesinnenministerium auf seine neue Chefin aufmerksam, weil die für eine verfassungswidrige Vereinigung tätig ist oder war. Heute ist sie aus dem Netz verschwunden. So wird Vergangenes korrigiert.

BMI (2): Was soll man davon halten, wenn sich jemand, der deutlich nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde, als Verfolgter des Naziregimes bezeichnet? Das Klinische Wörterbuch von Pschyrembel weiß folgende Antwort: Verfolgungswahn = häufigste Form von Wahn, mit der Überzeugung verfolgt zu werden. Wahnidee, inhaltliche Denkstörung, im Sinne der eigenen Überzeugung einer Lebenswirklichkeit, die im Gegensatz zur allgemein akzeptierten Realität steht und aufgrund subjektiver Gewissheit unkorrigierbar ist.
BMI (3) Nicht zu vergessen, wie Bernd Zeller in der heutigen Zellerzeitung der Sache auf den Grund gegangen ist (endlich mal eine positive Nachricht):

BMI (4): Damit es nicht heißt, ich hätte Freude an unvorteilhaften Bildern, hier ein Schnappschuss, auf dem sich die Blondine selbst schön findet (habe allerdings keine Informationen darüber, was die von ihr Gehätschelten dazu sagen):


Über den Atlantik (hat ein paar Tage gedauert):

Pünktlich zum Abklingen der Corona-Hysterie wird in Holland eine neue höchst ansteckende Variante des Aids-Virus HIV entdeckt. Also: Maßnahmen müssen bleiben. Werden ergänzt durch Präservativpflicht für Säuglinge. Außerdem wird der nächste Pfizer-Buhster fällig. Von dem ist bekannt, dass er bereits gegen Omi Kron nicht half, deswegen ist er gegen die HIV-Variante das Mittel der Wahl. Also rein damit.

6. Februar 2022

Eine Schwalbe, sagt der Volksmund, macht noch keinen Frühling. Dennoch will ich nicht verschweigen, dass ich zwei von ihnen sah, die den untergegangenen Rechtsstaat letzte Woche überflogen haben.

Schwalbe (2): In Osnabrück hob das Verwaltungsgericht die Entscheidung des RKI, den Genesenen-Status auf 3 Monate zu verkürzen, wegen rechtsgrundlagenloser Willkür auf. Zudem besitze diese Bundesoberbehörde keine Rechtssetzungsbefugnis. Das war bis vor zwei Jahren, verfassungsrechtlich betrachtet, eine platte Selbstverständlichkeit, jetzt ist es eine Sensation.Schwalbe (3): In Deutsch-Südwest sprach das Amtsgericht die Angeklagte nach fünfstündiger Verhandlung vom Vorwurf frei, ohne Grund keine Maske getragen zu haben. Der eigentlich Skandal bleibt das Verfahren selbst: (a) Hausdurchsuchung beim verordnenden Arzt: Was suchte man, und wie lautete eigentlich der Strafvorwurf? Offenbar interessiert das heutzutage niemanden mehr. (b) Mehrfache Durchsuchung der Prozessbeteiligten und Abriegelung des Gerichtsgebäudes durch die Polizei: Wer oder was drohte denn da? Die Pornographie der nackten Wahrheit? (c) Bestellung eines medizinischen Sachverständigen, dem als Pathologen die Materie offensichtlich unbekannt war: Der verordnende Arzt war auf Wunsch der Verteidigung  und zum Ärger von Gericht und Staatsanwaltschaft angereist und musste wohl oder übel als anwesender Zeuge vernommen werden. Dieser legte nicht nur dar, was medizinisch zu bemerken war, sondern zudem im Detail warum das für 800 € eingeholte Gutachten ein Fake war, worauf der während der Vernehmung anwesende Gutachter sich hernach darauf beschränkte, das Schriftliche stotternd mündlich zu wiederholen, so dass der genervte Staatsanwalt selbst den Freispruch beantragte.

5. Februar 2022

Ottawa: Das sieht nicht danach aus, als würden dort Leute gegen die LKW-Sperren protestieren.

Ottawa (2): Ein Abschleppunternehmer weigert sich, der Obrigkeit zu Hilfe zu eilen. Sein Argument: Er könne nicht, weil seine Fahrer ungeimpft seien. Ein anderer lässt seine Fahrzeuge anrücken, die nach dem Passieren der Polizeisperre stehen bleiben und von ihren Fahrern verlassen werden.

Ottawa (3): Die Kontroverse spitzt sich auf die Frage zu, wer wen braucht. Die Regierung kann ohne eine funktionierende Versorgung durch LKW nichts machen. Umgekehrt gilt dieser Satz nicht.

Ottawa (4): Das Ungleichverhältnis bei der Abhängigkeit sagt noch nichts darüber aus, wie die Sache ausgeht. Wenn die Kontroverse in die Gewaltphase eintritt, siegen im Zweifel die stärkeren Waffen. Die Armee-Führung hat vorsorglich mitgeteilt, dass sie keine einschlägige Planung verfolge. Das mag ein erster Fingerzeig sein.Ottawa (5): Protestierer und zahlreiche Sympathisanten haben sich der nationalen Symbolik bemächtigt. Dem hat die woke canadische Regierung nichts entgegenzusetzen. Regenbogenfahnen habe ich nicht entdeckt. Antifa-Symbolik auch nicht. Hier dürfte nackte Angst der Ratgeber der Abstinenz sein.

4. Februar 2022

Wenn eine Blondine leicht fortgeschrittenen Alters an die Willigen appelliert, gar von einer Koalition der Aufnahmebereiten öffentlich träumt, wie jetzt die Frau, die dem Bundesinnenministerium vorgesetzt wurde, so könnte dies leicht von einem bestimmten Klientel missverstanden werden.

Blondine (2): Falls dieselbe mit einer Organisation namens VVN kooperierte, sollte sie zumindest gesagt bekommen, dass das eine Vereinigung ist, die ein Amtsvorgänger von ihr dereinst als verfassungsfeindlich verboten hat.Deutschland im Jahr 3 von Corona: Ein Freund (65) aus dem Bundesgrenzschutz seligen Angedenkens stirbt vier Tage nach dem Buhster. Der Notarzt erscheint und stellt nach flüchtigem Blick auf den am Boden liegenden Verstorbenen eine unklare Todesursache fest, dann kommt auf seinen Anruf hin die Polizei, die den Leichnam beschlagnahmt.

Die Briefe Schopenhauers an den Verleger Brockhaus sind ein vortrefflicher Beleg für Größenwahn. „Mein Werk ist ein neues philosophisches System: aber neu im ganzen Sinne des Wortes: nicht neue Darstellung des schon Vorhandenen: sondern eine im höchsten Grade zusammenhängende Gedankenreihe, die noch nie in irgend eines Menschen Kopf gekommen. Das Buch wird… meiner festen Überzeugung nach eines von denen sein, welches nachher die Quelle und der Anlass von hundert anderen werden.“

Schopenhauer (2): „Nur wer ächte eigene Gedanken hat, hat ächten Stil.“ Ächt. Immerhin: Neben sich selbst lässt er noch Kant gelten. Vergleicht man beide, fällt – milde formuliert – als erstes die Schrulligkeit auf. Doch während bei Kant die Verstiegenheit dominiert, sticht bei Schopenhauer die abgrundtiefe Freudlosigkeit ins Auge.

Schopenhauer (3): Was blieb vom Manne, der postulierte, dass der Mensch geboren werde, um zu sterben? Die Welt als Wille und Vorstellung. Es ist nicht das Buch, das kaum einer las, geschweige denn je verstand, sondern der Titel als Schlagwort, was ihn überlebt hat. Immerhin.

Schopenhauer (4): Die gleichnamige Straße in Schilda ist nicht nach dem Philosophen, sondern nach dessen Mutter Johanna, einer seinerzeit bekannten und materiell erfolgreichen Roman-Autorin benannt. Ihr Erfolg ermöglichte dem Sohn den Müßiggang.

Russia today in Deutschland zu verbieten, ist eine Maßnahme von Leuten, die Widerspruch zu ignorieren gewohnt sind. Nun bemerken sie zu ihrem Ärger, dass ihr Handeln mit der Schließung der Deutschen Welle in Moskau erste massive Folgen hat. Da sie zum Lernen in ihrem Leben nie gekommen sind, pöbeln sie wie gewohnt weiter, was neuerliche Folgen, die sie nicht beherrschen können, nach sich ziehen wird.Ignoranten (2): Nachdem die Gesinnungsgenossinnen ihre Steilvorlage nach Moskau auf den Weg gebracht haben, stelle ich mir vor, wie jetzt die buntgrelle Roth und die pummelige Annalena darüber grübeln, den bösen Russen den Gashahn abzudrehen.

3. Februar 2022

Auch Kalauer haben ein Recht auf Hejmat. Oder: die neue Rechte auf dem Vormarsch: Sie verhielt sich solid arisch. Dieser Bayer ist zum Exempl arisch. Der englische Stachel ist barb arisch. Des Führers speiste veget arisch. Er fand das Grünzeugs als kul in arisch.

Realsatire: Dieser Herr teilte soeben mit, dass das polnische Verfassungsgericht nicht den eigenen Maßstäben entspreche und deshalb abzulehnen sei.

Verfassungsgericht (2): Man erinnert sich. Während in Polen geurteilt wurde, dass die eigene Verfassung dem Macht-hoch-die-Tür der EU vorgehe, hatte der abgebildete leptosome Herr für Recht befunden, dass der Indiojunge aus Peru (vermutlich der aus dem Lied von Katja Epstein) so leben soll wie du, weswegen der deutsche Bundestag das Weltklima endlich ändern müsse.Verfassungsgericht (3): Der fett gewordene Blech-Adler im Hintergrund hängt tatsächlich an der Wand des Sitzungssaals. Symbolischer geht‘s kaum.
Wenn George Soros der Welt (auch der gleichnamigen Zeitung von vorgestern) mitteilt, was der chinesische Führer Xi für ein mieser Kerl sei, weil er die offenen Gesellschaften bedrohe, so denkt man unwillkürlich an die gleichnamige Stiftung des selben Herrn (Open Society Foundations) und fragt sich, ob’s mit dem Geschäftsmodell der Menschenrechte Schwierigkeiten in China gab. Wurde Geld in den Sand gesetzt? Oder handelt es sich lediglich um wohlfeiles Konkurrenten-Blabla, weil Finanzkönig Black Rock sich mit dem Chinesen Arm in Arm im Schwab-Davos gezeigt hat – wenn auch nur digital.

2. Februar 2022

Es ist das Privileg der anonymen Maulhelden, genau zu wissen, was einer, der seinen Mut zusammennimmt und mit offenem Visier vor die Masse tritt, hätte sagen müssen. Der Adressat solcher Pöbeleien tut gut daran zu schweigen, denn jede Rechtfertigung ins Leere hinein gleicht bestenfalls dem Schattenboxen mit einem Gegner der Zwergenklasse.

Nachdem ihr Finanzier Bill Gates die Pandemie ausklingen lassen will, hat nun auch sein Mündel, die Johns Hopkins University zu Boston, die Kehrtwende vollzogen. Man erinnert sich an jene gesundheitspolitische Mega-Kaderschmiede, die im Oktober 2019 im Vorgriff auf die reale Seuche den Event 201 stattfinden ließ, wo den Weltenlenkern nahegelegt wurde, die Leute wegzusperren, um nunmehr per Metastudie den scheinbaren Beleg zu erbringen, dass solche Maßnahmen keine der erwünschten Wirkungen zeitigen, dafür aber im breiten Ausmaß Schäden anderer Art erzeugen würden.Wirkungen (2): Selbst die Bundesregierung denkt nun angeblich darüber nach, die Wirksamkeit der Maßnahmen durch Experten begutachten zu lassen. Da kann man nur sagen: Lassen Sie sich Zeit, denn sowas will sorgsam erwogen sein. Auch wäre zu empfehlen, sich der beiden Maoisten zu bedienen, die bereits im März 2020 bei der Formulierung der Panik-Strategie zur Implementierung des Lockdowns dem Bundesinnenministerium so hilfreich zugearbeitet haben.

1. Februar 2022

Merkwürdiger Szenenwechsel: Nach dem Pfusch-Wahl in den USA, die das skandalöse Abräumen von Trump bewirkt hatte, stellte ich an mir selbst ein Verblassen des Interesses an den Kabalen der atlantischen Vormacht fest. Jetzt sind die vermeintlichen Mehrheitler, also die Partei, die sich ohne Grund die Demokraten nennt, im Senat trotz der äußerst knappen Mehrheit, die sie dort pro forma haben, bei dem Versuch gescheitert, die Kompetenz, den Präsidenten zu wählen, auf die Bundesebene zu verlagern. Was dort wie bei uns mit dem populistischen Hinweis begleitet wird, dass die Wähler, wenn man sie summiert, oft einen anderes Ergebnis erzeugen würden als das tatsächliche Wahlmänner-Wahlergebnis. Die amerikanische Verfassung jedoch sieht das anders: Der US-Präsident ist kein Repräsentant des Volkes, sondern der Mitgliedsstaaten der Union. Diese bestimmen, wer Präsident wird. Dabei bleibt es also – vorerst.

Darauf musste erst ma kommen: „Um sicherzustellen, dass das Versammlungsverbot eingehalten wird,wird die Anwendung unmittellbaren Zwangs, also die Einwirkung auf Personen durch einfache körperliche Gewalt, Hilfsmittel der körperlichen Gewalt oder Waffengebrauch angedroht“ bedeutet nicht die Androhung von Schusswaffengebrauch, so die Stadtregierung von Ostfildern/Maoland Baden-Württemberg gestern in einer empörten Stellungnahme. Es handele sich lediglich um eine Klarstellung der Rechtslage. Und die sei nun mal so, wie sie sei. Okayokay, jetzt begreife ich und entschuldige mich für meine Behauptung, die Stadt Ostfildern habe Schusswaffengebrauch gegen unliebsame Spaziergänger angedroht. Wie komme ich nur auf sowas?

Klarstellung der Rechtslage (2): Im Jahre des Heils 1991 erbte ich im BMI kraft Parteibeschlusses der damals regierenden CDU einen baden-württembergischen Juristen, der von seiner Landesregierung abgeschoben wurde, nachdem es ihm gelungen war, das Recht, so wie er es sah, auf den größten Nudelhersteller des Landes dahingehend anzuwenden, dass er dessen Produkte mit Hilfe einer Warnmeldung für gesundheitsschädlich deklarierte. Merke: Nicht jeder Rechtssatz ist unmittelbar anzuwenden. Zuweilen lohnt es, den Satz zuvor und den danach auch zur Kenntnis genommen zu haben.

Klarstellung der Rechtslage (3): Mein Versuch, den Nudeljuristen wieder loszuwerden, scheiterte kläglich. Ich hatte nicht erkannt, dass der grundgesetzlich verbriefte Rechtssatz der Eignung und Leistung bei öffentlichen Ämtern in der Rechtswirklichkeit keine Geltung mehr hatte, und derjenige, der sich auf ihn berief, als Störenfried wahrgenommen wurde.

Schwab-Zögling Justin Trudeau, in Ottawa abgetaucht, pos. getestet, er fühle sich, sagt er, gut (I feel fine) [Snapshot aus seiner Videobotschaft vom 31.1.2022].

Ottawa (2): Noch stehen die LKW in großer Zahl herum. Sie dort wegzuschaffen, dürfte auf Schwierigkeiten stoßen. In Schilda hingegen standen gestern Abend keine LKW, sondern nur 14 Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei auf dem Platz der Demokratie im absoluten Halteverbot, was zweifellos dem Klimaschutz dient, denn diese Fahrzeuge verfügen über eine leistungsfähige Standheizung.

In China beginnt das Jahr des Tigers: 

In Kamenz/Sachsen spricht der Oberbürgermeister Roland Dantz aus der Tür des Rathauses, zu den Montagsdemonstranten: „Bleiben Sie dran, die Sachen erledigen sich nicht von selbst.“https://www.youtube.com/watch?v=uKB3dOsPUuk

Dantz (2): Schreibe ihm: Lieber Roland Dantz, starker Auftritt. Bleiben Sie dran, die Sachen wollen erledigt werden.

31. Januar 2022

Die Lage in Canada ist undurchsichtig mit Ausnahme des Umstands, dass es dort bitterkalt ist. Das Land wird seit Jahrzehnten von Jetset-Linken beherrscht, Trudeau, Vater und Sohn. Der Sohn, Ministerpräsident in Ottawa, musste jetzt, wie es ganz niedlich heißt, evakuiert werden. Wegen ein paar Dutzend LKW-Fahrern, wie es in deutschen, der Wahrheit verpflichteten Medien heißt, muss er sich an einem geheimgehaltenen Ort verstecken? Soso, musste er das.

Canada (2): Die Kurzfilme von dort zeigen, dass dort eine Art Volksfest bei unter 20 Grad stattfindet. Sieht so die Revolution in einem menschenleeren Land aus? Friedlich-freundliches Canada, ick kenne dir nich wieda.

Österreich: Der dortige Verfassungsgerichtshof hat einen Fragenkatalog unter knapper Fristsetzung an die Bundesregierung gesandt, der in großer Detailierung dazu auffordert, die Tatsachen zu benennen, aus denen sich Geeignetheit und Erforderlichkeit der Impfpflicht ergibt. Doch was, wenn das, wie vorherzusehen ist, nicht gelingt? Werden Pfizer und Co angesichts des für sicher geglaubten totalen Teilsieges so etwas zulassen?Deutschland: Hat einen neuen Ostbeauftragten. Es ist Carsten Schneider, der zum üppigen Abgeordneten-Salair mit einem zusätzlichen Staatssekretärsgehalt nebst Dienstwagenflotte und Lufttaxi belehnt wurde. Ich sehe den damals jungen Mann im Erfurter Gasthaus Zumnorde 1998 noch neben mir sitzen, als er, soeben völlig überraschend, in den Bundestag gewählt worden war, und höre ihn erklären, dass das bestenfalls für vier Jahre sei, denn er müsse erst mal an seine Berufsausbildung (Banklehre) denken. Ich war der einzige am Tisch, der lachen musste.

30. Januar 2022

Na endlich: Ein Staatsrechtslehrer an der Universität Leipzig wurde in der vergangenen Woche vom Dienst suspendiert, weil er Studenten über die Geltung der Grundrechte unterrichtete und dies anhand der Unvereinbarkeit der Maßnahmen mit den einzelnen Grundrechten und den allgemeinen Prinzipien des Rechtsstaats (Normenhierarchie, Geeignetheit und Erforderlichkeit) erläuterte. Früher erzählte man sich den Juristenwitz, dass ein Federstrich des Gesetzgebers ganze Bibliotheken zu Makulatur mache, heute sind es Verfügungen des obrigkeitlichen Maßnahmenstaats.Na endlich (2): Die Stadt Ostfildern/Baden-Württemberg droht Spaziergängern mit Hilfe einer Allgemeinverfügung den Schusswaffengebracht an. Klarer lässt sich ein Staatsstreich gegen den Rechtsstaat kaum formulieren. Jetzt fehlt nur noch der Vollzug.

29. Januar 2022

Der Grünenvorsitzer und Wirtschaftsminister warnt vor dramatischem Fachkräftemangel. Da kann man nur sagen, der Mann weiß wovon der redet. Schließlich hat er die Liste der Spitzen-Fachkräfte kürzlich mitbestimmt.

Fachkräfte (2): Wenn Können schon an der Spitze nichts gilt, darf der Rest auch nicht qualifiziert sein.

Fachkräfte (3): Der Vorsteher des Krankenhauses von Schilda – das ist der Ort, wo die Zahl der geimpften Corona-Patienten nicht genannt werden darf – erklärt, dass er den Betrieb im März einstellen müsse, weil rund ein Drittel seines Personals nicht geimpft sei und auch nicht vorhabe, diesem Missstand abzuhelfen.

Fachkräfte (4): In demselben Krankenhaus verweigerten gestern die Eingangswachen einem von weit angereisten und sogleich getesteten Manne den Zutritt zum Zimmer seiner sterbenden Mutter, weil bereits seine Schwester dort, wie man formulierte, aufhältig sei. Man kann ohne weiteres unterstellen, dass das Eingangspersonal nicht ohne Anweisung der Klinikleitung gehandelt hat. Wenn man’s recht bedenkt, wäre die Schließung der Einrichtung tatsächlich eine Lösung, die erwägenswert wäre.

Bei Ulrich Schödlbauer gelesen, dass das Gewöhnen an die Maske zu gegebener Zeit zu derartiger Gewöhnung führen müsse, dass das nackte Gesicht per se als hässlich wahrgenommen werde.Nacktsein (2): Wer wie ich aus dem letzten Jahrhundert stammt, in welchem die Nacktheit, zumal die öffentliche, immer skurrilere Züge annahm, fragt sich, wann eigentlich der Zeitpunkt der Trendwende war und warum ich ihn verpasst habe.

28. Januar 2022„Standardisierung der Denk- und Handlungsweise nimmt nationale oder geradezu kontinentale Ausmaße an“, schrieb Antonio Gramsci Anfang der 1930er Jahre in eines seiner Gefängnishefte. Was hätte der stillgelegte italienische Sozialist wohl gesagt, wenn ihm mitgeteilt worden wäre, dass 90 Jahre später in Glasbetonhinterzimmern der Europäischen Union der Krümmungsradius von Salatgurke und Banane normiert werden würde.

25. Januar 2022

Während man gestern wieder spazierenging, zeigten sich erste Risse im staatlichen Gebälk. Es ist in Erinnerung, dass in Bautzen die Obrigkeit vor Kurzem noch Knüppel zeigte, um ein Exempel in dem nicht mehr zu kontrollierenden sächsischen Missmut zu exekutieren. Davon war gestern nichts mehr übrig. Vielmehr ließ das Gesundheitsamt – immerhin eine staatliche und keine Kommunalbehörde – die versammelten Bürger wissen, dass man die gesetzlich verfügten Verbotsverfügungen gegenüber nichtgeimpftem Pflegepersonal nicht aussprechen werde, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung nicht zu gefährden. Das ist offene Rebellion gegen die Weisheit das Gesetzgebers.Bautzen (2): Die Stimmung auf der Straße war maskenlos gelassen, der Bürger zeigt selbstbewusst Gesicht, das Riesenaufgebot der Polizei reine Dekoration. Die einzigen Windelträger waren Bereitschaftspolizisten, aber auch von denen nicht alle.

Bautzen (3): Nicht jeder Polizist findet es einleuchtend, dass man ihm kürzlich die Einmal-Impfung mit Johnson & Johnson empfahl, die jetzt nichts mehr bedeuten soll. Merke: Bedenke, wenn du lügst, dass du ständig nachjustieren musst, bis nichts mehr zusammenpasst und sich Leute gegen dich wenden, deren Stütze du bedürftig bist.

24. Januar 2022Wie nennt man das bloß, wenn ein Schuster nicht bei seinem Leisten bleibt? Fremdgehen? Das scheint irgendwie auf spezielleres Tun zugeschnitten. Nach dieser Vorrede: Soeben ist die Biographie des Dichters Joachim Werneburg erschienen, von mir mitverfasst. Sie möge gelesen werden.

Freitest müsste eigentlich das Substantiv zu freigetestet sein, doch das führt in die Irre, denn freigetestet ist ein Bürger – egal, ob er für den Corona-Test bezahlt hat oder nicht – wenn er nach Einreise aus dem Ausland in Quarantäne gesteckt wurde, obwohl er gesund ist und nachweisen kann, dass er sich nach siebentägigem Hiersein immer noch nicht infiziert hat. Hielt den Begriff freigetestet erst für einen dieser unfreiwilligen Behördenscherze auf lokaler Ebene, doch nun sehe ich, dass er auch im Beschlussvorschlag des Bundeskanzlers für seine heutige Online-Sitzung mit den Ministerpräsidenten vorkommt – Sprachnot als Ausdrucksform unausgegorener Gedanken.

23. Januar 2022Habe mich dabei erwischt: Dachte erst, nee, das ignorierst du, dann fand ich es so bemerkenswert blöd, dass ich die Idiotie als solche fixieren möchte. Diese ist der Umstand, dass sich die alternativen Medien landauf landab ereifern: a) Merz ist CDU-Vorsitzer geworden, b) lädt Merkel zum Essen ein und c) die sagt ab. Jungs, habt ihr sonst nix zu berichten? Wie gesagt, die Meldungen sind die Idiotie, denn alle drei Tatsachen bedeuten absolut nichts und haben auch keine Bedeutung – weder einzeln noch kumulativ.

Falls es stimmt, dass das Abgebildete zum Inhalt des Imstoffs Corminaty von Pfizer gehört, wird die nächste Verschwörungstheorie (Einbau von Chips in den menschlichen Organismus) Realität.

Chips (2): Es handele sich, so der Wissenschaftler der Uni Sevilla um ein sich selbst organisierendes Graphen, zu dessen gewollten Eigenschaften die Verstärkung elektromagnetischer Wellen gehöre.Chips (3): Falls das stimmt, was der Spanier unter dem Mikroskop beobachtet und isoliert haben will, ergeben sich Erklärungen für die jetzige Seuchenbekämpfungs-Praxis, die mit den bisherigen konventionellen Annahmen nichts mehr zu tun haben.

22. Januar 2022

Die amerikanische Firma Edelman Trust als einen der üblichen Werbeheinis zu bezeichnen, greift zu kurz – jedenfalls, wenn wenn der Maßstab die schiere Größe und die noble Mandantschaft ist. Jetzt hat Edelman seinen periodischen Bericht über die rasch sinkende Glaubwürdigkeit von Medien und Politik, besser gesagt: von deren Heroen, herausgebracht. Besonders schlecht schneiden die Demokratien ab. An dem Bericht interessiert weniger, ob die Zahlen stimmen als der Grund für diese Aussagen.

Edelman (2): Falls es stimmt, dass Edelman einer der Postillione am Global-Karren des Klaus Schwab ist, fallen mir Erklärungen für die Berichterstattung und deren Verbreitung ein: a) Nationale Institutionen sind überlebt, eine Weltregierung muss her. b) An die eigene Adresse: Eure Botschaften sind noch nicht raffiniert genug, das Publikum durchschaut euch.Edelman (3): Geht mir durch den Kopf, dass die Firma im Oktober 2019 am Event 201 teilnahm, jener Übung, in der die selbsternannten Weltlenker das Handling einer Pandemie simulierten. In Erinnerung blieb mir das Postulat, dass abweichende Meinungen in der Bevölkerung durch Informationskaskaden vertrauenswürdiger Medien zu unterdrücken seien. Wenn das nicht helfe, müssten die Abweichler technisch abgeschaltet werden.

Die Stadt Dresden verbietet Versammlungen des maßnahmekritischen Klientels. Das ist weniger erstaunlich als die Wortschöpfung selbst: maßnahmekritisches Klientel. Das ist das neue Synonym für Bürger, die den Verstand noch nicht gebuhstert bekommen haben.Maßnahmekritisches Klientel (2): Man sage nicht, Beamte seien nicht originell. Ich erinnere nur an Postwertzeichen (vulgo: Briefmarke), Fahrtausweis (vulgo: Fahrkarte), CO2-Abgabe (vulgo: Luftsteuer), Demokratieabgabe (vulgo: Zwangsgebühr). Von den neuen Seuchenvokabeln will ich gar nicht erst anfangen.

20. Januar 2022

Staatsfeind: Bin ich ein solcher, weil ich das nun Folgende (gefunden bei Egon W. Kreutzer) als mutwilligen Angriff auf den Bürger geißele?

Verordnung zur Änderung der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und der Coronavirus-Einreiseverordnung

(SchAusnahmVuaÄndV k.a.Abk.)

V. v. 14.01.2022 BAnz AT 14.01.2022 V1; Geltung ab 15.01.2022

Eingangsformel

Die Bundesregierung verordnet auf Grund 

des § 28c des Infektionsschutzgesetzes, der zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3b des Gesetzes vom 22. November 2021 (BGBl. I S. 4906) geändert worden ist, unter Berücksichtigung des Beschlusses des Bundestages vom 13. Januar 2022 

und 

des § 36 Absatz 8 Satz 1 bis 4, Absatz 10 Satz 1 Nummer 1, 1a, 2 Buchstabe a, b, c, d, g und i, Nummer 3 und Absatz 12 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes, dessen Absatz 8 Satz 1 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) neu gefasst, dessen Absatz 8 Satz 2 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) geändert, dessen Absatz 8 Satz 3 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe cc des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) eingefügt, dessen Absatz 8 Satz 4 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe dd des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) geändert, dessen Absatz 10 Satz 1 zuletzt durch Artikel 12 Nummer 1 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa des Gesetzes vom 10. September 2021 (BGBl. I S. 4147) geändert und dessen Absatz 12 Satz 2 durch Artikel 9 des Gesetzes vom 16. Juli 2021 (BGBl. I S. 2947) neu gefasst worden ist:

Nur mal so zum Mitdenken: Niemand weiß, was das bedeutet, was dort geschrieben steht. Ich ahne indessen, dass es sich hier um geltendes Recht handeln soll, was mich selbst und alle meine Leser (und nicht nur die) zum Handeln oder Unterlassen verpflichtet – schließlich haben wir Corona. Ich weiß zudem, dass diejenigen, die sowas verbocken, Ministerialräte der Preisklasse B3 sind, denen es völlig gleichgültig ist, ob das jemand lesen kann.

Idioten sitzen nicht nur in Behörden. Um zu schildern, was ich unternommen habe, um den völlig unmotiviert in mein Auto hineinbrüllenden Verkehrsfunk dauerhaft zu unterdrücken, reicht der Platz dieser Webseite nicht aus.Idioten (2): Am besten haben mir die Hinweise gefallen, ich möge das unterlassen, um nicht plötzlich auf ein Stauende aufzufahren. Tja.

19. Januar 2022Neues aus Deutsch-Südwest: Wie veröffentlicht. so gelöscht. Facebook sei dank.

Im Internet kursiert #Ich bin ein Staatsfeind. Da kann man mal sehen, wozu der Verfassungsschutz in der Lage ist. Früher sahen Extremisten in ihm den Feind, jetzt sind es die Bürger. Fragt sich, ob ich auch ein Staatsfeind bin, weil ich über die folgende Zusendung gelacht habe?

Staatsfeind (2): Der Wunsch, den Rechtsstaat zu bewahren, führt also zur Kategorie Staatsfeind. Ich kann es immer noch nicht glauben. Früher hieß es mal: Dein Glaube hat dir geholfen. Doch das ist ein anderes Thema.

Staatsfeind (3): Oder wie wäre es mit Bernd Zeller (Senioren-Akruetzel Nr. XXVI vom Januar 2022):

Skrupellos: Die Vorstandsmitglieder der Grünen haben sich für 2020 Corona-Boni gewährt. Das bedeutet, ihre Handlungen nutzten die Krise zum Vorteil der eigenen Partei aus. Sowas, denkt man, könne sich keiner ausdenken, doch es stimmt, die sich selbst Begünstigenden hatten es sich ausgedacht. Doch was waren diese Vorteile? Das Vorantreiben der Auslöschung des gewerblichen Mittelstandes? Das Einwerben von Großspenden bei den anderen Profiteuren der Krise?

18. Januar 2022

Ein gewisser Guterres, portugiesischer Ex-MP, Sozialist und UNO-General, hat das Schwab’sche-Weltrettungs-Forum WEF zu einer neckischen Erklärung genutzt. Die USA, so der weltumspannende Herr, sei verpflichtet das angebliche Entwicklungsland China dabei zu unterstützen, dass dieses von seinen Vorhaben Abstand nehme, soviel Kohlekraftwerke zu bauen, wie die Welt bislang noch nicht gesehen hat. Der Grund: Trump war aus dem Pariser Klima-Schwindel ausgestiegen. Sein Amtsnachfolger hat das als eine seiner ersten Amtshandlungen rückgängig machen lassen. Da kann man nur sagen: Sowas kommt von sowas.
Анналена im Kreml. Da werden die Russen aber zittern, wenn sie Sergej Lawrow erklärt, wie man in Deutschland die Streitkräfte von den Ungeimpften säubert. Merke: Auch der Größtefeldherrallerzeiten war Impf-Fan.

17. Januar 2022

Die Kleinprozentigen aus dem Internet gefischt. Die Vokabel bezeichnet die Regierungs-Koalitionäre.

Bill Gates macht die Wende: Vor ziemlich genau zwei Jahren wollte er 8 Milliarden Menschen impfen lassen. Wozu hatte er sonst in die einschlägigen Geschäfte investiert. Jetzt ist ihm aufgefallen, dass die Stöffchen gegen Omi Kron nix helfen. Was also tun? Die Sache in eine sog. endemische Lage ausklingen lassen.Gates (2): Ich nehme an, dass die Investition in den Impf-Fake sich ausgezahlt hat. Bleibt die Frage, in was wohl die immensen Gewinne zum Wohle der Menschheit investiert worden sind? Auf jeden Fall droht von solchem Wohl neues Unheil.

16. Januar 2022Vor achtzig Jahren hatte die Regierungspresse auch bereits gute Ideen, wie der Bürger seinen Speiseplan zu gestalten habe.

15. Januar 2022

Im US-Bundesstaat Virginia haben die Bürger die Pandemie-Bekämpfung selbst in die Hand genommen, indem sie überraschend einen Republikner zum Gouverneur wählten. Der hob soeben die Impfpflicht für das Staatspersonal und die Maskenpflicht an Schulen auf.

Die Wirkung von Alkohol und Propaganda ist ähnlich. Die Leute fangen an zu lallen und sehen Dinge, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

14. Januar 2022

Ein mehrtägiger Sandsturm ist eine eindrucksvolle Sache. Er lässt im Freien freiwillig zur Maske greifen und sie in geschlossenen Räumen wieder abnehmen. Dort reinigt man dann Mund und Nase. Diese Erfahrung lehrt, dass die Maske vor dem staubfeinen Sand nur grob schützt. Und vor Viren?

Sandsturm (2): Was, so frage ist mich, tun die Afrikaner eigentlich gegen Feinstaub? Sie stimmen in der UNO dafür, dass wir nicht mehr Autofahren dürfen, damit, wenn in D der letzte Diesel verboten ist, die im Januar seit Menschengedenken stattfindenden Sandstürme aufhören.Sandsturm (3): Man muss an die auf Kosten des deutschen Steuerzahlers aufgestellten Windräder sehr dicht herangehen, um die Rotoren erahnen zu können. Dann sieht man, dass sie stillstehen.

Sandsturm (4): Auch ohne Sand in der Luft bleibt das Fliegen eine heikle Angelegenheit.

11. Januar 2022

Die Haut zum Markte tragen: Dieser Spruch kann nur aus Gegenden stammen, wo die Sonne scheint und junge Damen am Caféhausstuhl vorbeiflanieren. Ich blicke mich um und sehe niemanden Zeitung lesen. Zuweilen müssen die Geschicke der Welt warten.Markt (2): Die Lingua Franca ist ein amüsiertes Kauderwelsch, nur die Engländer sprechen Englisch. Sie können nicht nachvollziehen, was es da zu lachen gibt.

10. Januar 2022Familie Kron hat Nachwuchs bekommen. Nach Omi Kron macht jetzt auch D. Kron Schlagzeilen. Das D. steht nicht für Doktor oder so, sondern für Delta.

8. Januar 2022

In den 12 Jahren ihrer Herrschaft haben die echten Nazis nichts Bemerkenswertes hingekriegt, außer Deutschland fundamental zu zerstören und den Ruf der Deutschen weltweit zu ruinieren. Nimmt man diesen Gedanken für einen Moment ernst, drängen sich Parallelen zum Hier und Jetzt auf. Es ist seit fast zwei Jahrzenten eine politische Clique an der Macht, die offen postuliert, Deutschland abschaffen zu wollen und der übrigen Welt vorschreiben zu dürfen, was gut für sie sein soll.

Nazis (2): Wenn diese Neuen Nazis ihre Gegner mit Inbrunst als Nazis bezeichnen, ist das einer der Scherze, die sich die Weltgeschichte zuweilen leistet.Nazis (3): Wenn polnische Spitzenpolitiker, abgesehen von ihrer permanenten Deutschfeindlichkeit, offen äußern, sie hätten keine Lust, unter ein Viertes Reich gezwungen zu werden, kann man das nachvollziehen. Wenn sie gleichzeitig mit Russland Streit suchen, leuchtet das weniger ein, erinnert aber an Situationen aus den 1920er und 1930er Jahren.

6. Januar 2021Der tägliche Rassismus macht offensichtlich Spaß:

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch V

5. Januar 2022

Devin Nunes erklärt seinen Rücktritt als Abgeordneter des US-Kongresses. Er wird geschäftsführender Vorsitzender des im Vorjahr gegründeten Trump-Medienkonzerns. Die Trump Media & Technology Group war die Antwort des soeben mittels einer gigantischen Wahlfälschung aus dem Amt gehebelten US-Präsidenten auf seine Totalsperrung bei den Netzwerk-Giganten.Nunes (2): Der Abgeordnete war ein unnachgiebiger Aufklärer des versuchten Behörden-Staatsstreich gegen Trump (Spygate) in den Jahren 2015-20. Wer ihn deswegen als einen billigen Trump-Vasallen verspottet, verkennt, was für eine Schlagkraft die neue Aktivität des Ex-Präsidenten entwickeln wird. Mit Trumps Verbannung könnten sich Twitter & Co selbst einen finalen Kinnhaken versetzt haben.

3. Januar 2022

„Junger Mann, FP-zwei-Maske“, der Ton erinnert stark an den Spieß während meiner Grundausbildung, der mich jede Woche mit den Worten „Nur eins – Friseur“ am Verlassen der Kaserne hinderte. Weil ich keine solche Maske habe, um das Testcenter von Schilda zu betreten, das in diesem Fall vom Roten Kreuz zu dessen eigenem Vorteil betrieben wird, will mir der Möchtegern-Hilfsscheriff eine Maske für eins-fünfzig verkaufen, damit er mir nach dem kurzen Aufsetzen und Wiederabnehmend der Maske in der Nase bohren kann. Ich nehme mir die Zeit und frage ihn, ob’s ihm gut geht, und fahre ins nahegelegene Bienenmuseum weiter, wo eine kugelrunde Person das Gewünschte ohne weiter Formalien erledigt.Maskiert und von oben gesehen:

2. Januar 2022

Neues aus Kalau: Wenn er sich dem Böllerverbot entzieht, steht unerwartet ein Böllverbot im Verordnungsblatt.

Kalau (2): Wenn Fremde sich unter die Spaziergänger mischen, sollte die Obrigkeit die Kontrollen verschärfen, denn es könnte sich um nicht angemeldete Fremdgänger handeln.

Kalau (3): Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht zu erlassen.

Kalau (4): Höchste Zeit, das Rechtsfahrgebot aufzuheben, damit unsere grünen Lenker wieder ohne schlechtes Gewissen Auto fahren können.Fazit: Der Jahreswechsel hat nichts bewirkt, unablässig fallen mir Kalauer ein – obwohl ich in Schilda wohne.

31. Dezember 2021Wollte das Jahr eigentlich grußlos ausklingen lassen. Dann kamen mir – Ladies first – Gretalena und Sten Drobach von Egon Kreuzer in die Quere. Sei‘s drum:

30. Dezember 2021

Während zu Wochenbeginn der Grünen-Vorsteher Habeck von Enttäuschungen redete, welche die Leute angesichts seiner genialen Klimapolitik noch erfassen würde, kann man heute sagen, dass diese in Bad Belzig bereits angekommen ist, wo die Stadtwerke als Grundversorger soeben pleite gemacht haben. Sie können den Strom, den sie liefern sollen, nicht mehr bezahlen, weil der Geschäftsführer, dessen Namen ich hier nicht nenne, um nicht wg. Rassismus-Leninismus vor den Kadi gezerrt zu werden, die Zahlungen der Kunden für Spekulationen an der Strombörse verwendet hatte. Jetzt ist das Geld weg und der Strom wg. Unbezahlbarkeit auch. Selbst, wenn es gelingt, Tausende von Stromkunden bei benachbarten Grundversorgern unterzubringen, wird dies nur zu exorbitanten Tarifen geschehen, ja, geschehen können, denn diese müssen jetzt zu chaotischen Bedingungen einkaufen. Die Rechnung zahlt, wie stets, der kleine Mann.

Grundversorger (2): Das Modell der Grundversorger als Auffangbecken funktioniert nur so lange, wie diese durch Kundenbeiträge liquide bleiben. Kommt ein Ansturm nicht-eingeplanter Kunden aus Pleiteversorgern, gehen sie selbst pleite, und es entsteht notwendig ein Dominoeffekt.

Grundversorger (3): Wenn einer der Giganten der Energieversorgung, wie die RWE, der Obrigkeit anzeigt, dass er die Gefahr am Horizont sieht, ab Jahresbeginn Gas nicht mehr vertragsgemäß liefern zu können, stehen die Zeichen auf Sturm, selbst wenn sich, so wie heute, kein letztes Blättchen an den Bäumen regt.Die neue Logik: Der Vorsteher der Arbeitsverwaltung, dessen Namen ich mir nicht merken werde, hat öffentlich begründet, dass wir mehr Zuwanderung brauchen. Sein Argument: Es wandern jährlich 800.000 gut ausgebildete Arbeitskräfte aus Deutschland ab. Das erinnert mich an den Wirt in einem russischen Märchen (war es Gogol?), der das lecke Wodkafass dadurch reparierte, dass er ständig Wasser nachfüllte.

Abwegiges: Der geschlechtsneutrale Schneemann ist keineswegs der Schneemensch. Ebensowenig wie ein Weihnachtsmann in die Weihnachtsfrau mutieren sollte, denn das könnte zu herben Enttäuschungen führen.

Abwegiges (2): Der Bunsenbrenner gehört – lautmalerisch gesehen – nicht auf Schulbänke, sondern bestenfalls in die Hinterzimmer von Anmachkneipen (falls es die überhaupt noch gibt), deren Wirt sich womöglich – lautmalerisch betrachtet – Rezzo Schlauch nennt.

Abwegiges (3), wie das Vorstehende, bildet sich beim Einschlafbemühen, wenn man mit Freunden zuvor über den Begriff Buhster geblödelt hat. Der Buhster ist, habe ich bei der Gelegenheit erfahren, eine Vielzweckwaffe. Man muss ihn sich nach einem guten Schluck Weißwein auf der Zunge zergehen lassen. Wer dabei nicht lachen muss, dem ist nicht zu helfen.Abwegiges (4): Wenn nun in den USA ein Mann namens L(ia) Thomas beim Frauenschwimmen allen Mitbewerberinnen davonschwimmt, weil er zuvor mitgeteilt hat, dass er jetzt eine Frau sei, so könnte man sagen, dass sich in Sachen Genderismus die Katze in den Schwanz gebissen hat, was bislang, man vergebe mir die Offenheit, den Frauen versagt war.
Hilfe! Polizei! Oder: Lob des Föderalismus: In Sachsen teilte der dortige Polizeipräsident seiner politischen Führung mit, dass er angesichts von über hundert gleichzeitigen, nicht angemeldeten Protestversammlungen machtlos sei. Es reichte, vermutlich um Flagge zu zeigen, nur zu einem harschen Durchgreifen in Bautzen (SPD-Oberbürgermeister). In München ging die Polizei gewaltsam gegen 3000-5000 Spaziergänger vor und unterband heute das öffentliche Gebet. In Koblenz hielt die Polizei sog. Gegendemonstranten (sprich: gewalttätige Antifa-Faschisten) in Schach und verabschiedete sich von den 1.500 Spaziergängern mit diesen Worten:

„Wir, die Polizei, bedanken uns für den kooperativen und friedlichen Ihrerseits gezeigten Protest und die Teilnahme an diesem Spaziergang. Wir wünschen Ihnen einen schönen Weg nach Hause.“

Polizei (2): Bleibt die Frage, welche der drei Spielarten dereinst einmal als der Anfang vom Ende bezeichnet werden wird.

29. Dezember 2021

Der Spritpreis nimmt Anlauf, den durch den Luftsteueranstieg programmierten Preissprung vom 1. Januar vorwegzunehmen. Vor genau einem Jahr habe ich noch unglaubliche 0,99 € für den Liter Diesel bezahlt. Nehme an, dass der Preis sich in wenigen Tagen verdoppelt haben wird. Merke: Die Menschen wollen das so. Falls nicht, würden sie in ihrer Wut die Einrichtungen der Verkehrsrepression kurz und klein schlagen – so wie in Frankreich zu beobachten war. Das wird bei uns nicht passieren. Falls doch, würde der Spritpreis wie durch ein Wunder fallen, habe ich gelesen. Davon glaube ich kein Wort.Noch zwei Tage geregelte Stromerzeugung. Blick aus dem Fenster: Es regnet, ist windstill und selbstredend bedeckt. Vor überschaubarer Zeit hielt ich es für schlimm, sich bei sog. Gesellschaften mit den Leuten übers Wetter zu unterhalten. Mittlerweise hat’s Unterhaltungswert.

Der Wirtschaftsminister will erst wieder über Kernkraft reden, wenn ein Politiker das Endlager in seinem Wahlkreis haben will. Das ist doppelt bemerkenswert: (a) Was bundesweit zu entscheiden ist, hängt nicht vom Wählerwillen, sondern der Auffassung eines einzelnen Lokalpolitikers ab. (b) Diesen Maßstab auf die Windmühlen angewendet, dürften ähnliche Schwierigkeiten entstehen, mal abgesehen davon, dass ich den Bürger gern mal sehe würde, der die flappenden Türme auf seinem Nachbargrundstück haben will. Doch letztere sollen nach dem Willen des Parteivolks, dem dieser Mann vorsteht, in Kürze zur Absicherung des Windwahns rechtlos gestellt werden.Habeck (2): Er erwartet, wie er es nennt, Enttäuschungen, die bei der Umsetzung der sogenannten Klimaziele entstehen. Das ist eine neckische Umschreibung für Heizung aus und Stromzuteilung.

28. Dezember 2021Nachdem über Weihnachten die Autos hinter dem Haus buchstäblich zugefroren waren und ein Gast in seiner Ungeduld einen Türgriff abriss, anstatt die wohltuende Wirkung des Alkohols abzuwarten, stehen die Verursacher allen Übels jetzt wieder da, als sei nichts gewesen. Nur der Türgriff ist nach wie vor weg.

Zwischen den Jahren nannten die Leute früher die Tage zwischen Weihnachten und dem Neuen Jahr. In der Tat haben diese Tage etwas Unbestimmtes, sie erzeugen Stillstand, Müdigkeit, Erleichterung und die Hoffnung auf einen Neustart, der freilich in Wirklichkeit nie stattfindet. Im Moment der Niederschrift geht mir durch den Kopf: Hoffentlich musst du dir nichts vornehmen. Schon wieder ein neues Buch schreiben? Wo ich das letzte noch nicht mal ausgelesen habe.

26. Dezember 2021

Frühmorgens minus 11, windstill und trüber Himmel – ideal zum Stromerzeugen. Vergangene Nacht war er mal kurz weg, der Strom, sagt meine Fritzbox. Dankbar nehme ich zur Kenntnis, dass die Heizung funktioniert.

Währenddessen verlautbaren die Regierer, die offenbar niemanden zum Weihnachten-Feiern haben, dass sie der Familie den Garaus machen wollen. Man sei sich einig, lese ich.Weg mit der Familie (2): So wie vieles, was Hand und Fuß nicht hat, weil es in Ideologie gründet, wird es schleichend vonstatten gehen. So lange, bis sich niemand mehr erinnert. Den Anfang werden Formular-Änderungen und Sprechverbote machen.

„Nicht alles, was ihr sagt, teile ich. Aber in vielen Punkten habt ihr Recht: Die rote Linie ist überschritten, demokratische Verhältnisse sehe ich nicht mehr,“ sagte der spazierengehende Marcel Schneider, gewählter Bürgermeister aus Teuchern/Sachsen-Anhalt. Der regionale Mainstream-Mob brüllt darob wie am Spieß: Dienstenthebung, Absetzung, Eingreifen und so. Denn besonders verwerflich: Schneider hat sein Unverständnis darüber geäußert, dass dieselbe Leopoldina, die noch vor Kurzem dem massiven Abbau der Krankenhäuser das Wort redete, jetzt vor der Überlastung des Gesundheitswesens warnend den wissenschaftlichen Finger hebt (heute entdeckt bei Holger Douglas).
Rote Linie (2): Der Aufruf zum Überschreiten der roten Linie stammt, kaum dass man sich noch erinnert, vom vor Monatsfrist frischgewählten Kanzler, der sich selber auf diese Weise ermächtigte, freihändig zu regieren, und von dem Herrn Karl, der the Master’s Voice sogleich echote. Doch es bleibt das Paradox: Was diese Zwei unter Missachtung der Verfassung (= rote Linie des Verwaltungshandelns) anordnen, soll die neue rote Linie sein, die niemand überschreiten darf – Verfassungsänderung im Exekutiv-Wege, das Erbe der Angela M.

24. Dezember 2021

Dieses grinsende Bübchen besitzt nichts, nicht einmal eine eigene Zahnbürste, deswegen freut es sich so.

Muss das sein? schreibt ein ehemaliger Freund. Antwort: Nein, muss nicht, aber noch geht es. Noch besser würde mir gefallen, wenn es nicht mehr sein müsste. Nebenbei bemerkt, ich bin nicht der behauptete Geisterfahrer, wie man unschwer lesen kann (Quelle: Akzent Möbel Unger, Grevenbroich):

23. Dezember 2021

Nachtgedanken: Allmählich tun sich Wissensgebiete auf, die man bis dato bestenfalls dem Namen nach kannte, doch man kann die Neuerwerbungen nicht mehr in Handlungen umsetzen. Leicht hinkende Folgerung: In jungen Jahren konnte man nur handeln, weil man wenig wusste.

Frühmorgens unter der heißen Dusche bei klirrendem Frost: Das Alltägliche verdient, festgehalten zu werden, weil es schon morgen wie ein Märchen aus alter Zeit klingen wird.

Der Imperativ der Totalitären: Wir müssen, wir müssen, wir müssen. – Nein, müssen wir überhaupt nicht. Das einzige, was wir müssen, ist, euch zum schweigen bringen.

Omi Kron ist in aller Munde. Man muss kein Prophet sein, um sagen zu können, dass sich übermorgen niemand mehr an sie erinnern wird.

Nachdem sich die Impfversprechungen von Pfizer scheibchenweise als blanker Schwindel erwiesen haben, bringt dieselbe Firma jetzt die Pille-danach auf den Markt. Pillen von Konkurrenten sollen zudem als Prophylaxe wirken, aber die werden nicht zugelassen, weil man sich dann die ganze kuriose Impferei sparen könnte.Die Kinder mit einem Mittel zu impfen, dessen Langzeitfolgen man nicht kennt, ja, gar nicht kennen kann, ist ein Verbrechen.

22. Dezember 2021Lambrecht droht Putin in Litauen. Hier stimmt die Botschaft mit der Wirklichkeit überein: Es ist zum totlachen. Frei nach dem Figaro: Will dieser Wlad einen Tanz mit mit wagen, soll er’s nur sagen, ich spiele ihm auf.

Surprising: Im Verfahren Stossel vs. Facebook versucht der Journalist John Stossel den Datengiganten zu veranlassen, einen sog. Faktenschecker-Schwanz an einem seiner Beiträge zu unterlassen. Stossel hatte behauptet, dass politisches Missmanagement in California mehr zu den verheerenden Waldbränden beigetragen habe als der Klimawandel. Facebook hatte dies als Falschinformation gebrandmarkt. Im Prozess beantragte Facebook nunmehr, die Klage abzuweisen, denn der Falschheitsbanner sei keine Tatsachenbehauptung, die dem Wahrheitsbeweis zugänglich sei, sondern nur eine Meinungskundgabe des Konzerns, und daher hinzunehmen.Lesefrucht: Graf Honoré Mirabeau, der einzige Mann der französischen Revolution, den ich für erwähnenswert halte, sagte dieses hier: Ich verlange die Wiederherstellung der Ordnung, aber nicht die Wiederherstellung der alten Ordnung.
Lesefrucht (2): Den Ausspruch von Mirabeau den Leitartiklern der halbgaren alternativen Medien ins Stammbuch, die sich aufplustern, warum wir unsere Werte verteidigen müssen. Nein, meine Herren, das ich nicht die Frage, sondern wie. Sonst ist es nur folgenloses Geschwätz, das bestenfalls spießbürgerlicher Wohlfühlerregung dient.

21. Dezember 2021

Am frühen Morgen: Gestern bei Freunden reihum unangemeldet Weihnachtsgrüße abgeladen. Lange nicht mehr soviel selbstgebackenes Süßes probiert. Den ebenfalls Selbstgebrannten, obwohl durchaus angezeigt, abgelehnt, da mit dem Auto unterwegs (hat Vor- und Nachteile). Abends um sechs durch die Innenstadt von Schilda geschlendert, nein: eher geschritten. Saukalt und menschenleer. Jetzt fehlt nur noch, dass das Straßenlicht abgeschaltet wird.Am frühen Morgen (2): Hellwach und am Schreibtisch, nachdem ich gestern Abend wie tot ins Bett gesunken bin. Zu müde, um die Flut der Eindrücke zu registrieren. Nur in einem Fall war alles anders: Da lief der Fernseher.
Das verdient festgehalten zu werden: „Seit ca. Mitte des Jahres lässt sich ein interessantes Phänomen beobachten. Die Dauer der täglichen Sonneneinstrahlung nimmt seit Monaten auf der Nordhalbkugel ständig ab. Über das Phänomen herrscht Einigkeit. 97 – 99 % der Klimaforscher sind sich einig: die Tage auf der Nordhalbkugel werden seit Juli 2021 immer kürzer, und es sieht ganz so aus, als ob wir auf ewige Dunkelheit hinauslaufen, wenn die Regierung nicht endlich etwas unternimmt.Die vom „Potsdamer Institut für politische Instrumentalisierung und Klimakatastrophie“ (PIPI-Kaka) gemessenen Daten zeigen, dass seit Beginn der Messungen am 1. Juli 2021 die Tageslänge (Hellzeiten pro 24 Std.) monatlich im Durchschnitt um 1 Std. 48 Min. abnimmt, die Dunkelheit somit um die gleiche Länge zunimmt. – Die Ursachen werden in der Fachwelt allerdings derzeit noch kontrovers diskutiert. Während das PIPI-Kaka von einem CO2 inzidierten Kipppunkt spricht, vermuten Fachleute der renommierten wissenschaftlichen Gesellschaft Leopoldina einen Zusammenhang mit dem Magnetfeld der Erde, das vor einer Inversion stehen könnte. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes der Klimaleugner-Szene zuzurechnen sind, verbreitet derzeit die krude Theorie, wonach dieses Phänomen mit einer angeblich nachgewiesenen Inklination der Erdachse zu erklären wäre, lediglich temporär sei und sich alle 6 Monate umkehren würde. Auch in den vergangenen Jahren hätte man solches schon beobachtet. Am 21. Dezember 2021 würde sich der Trend wieder umkehren und die gemessene Solareinstrahlungsdauer pro Tag würde auf der Nordhalbkugel wieder zunehmen. So oder so ähnlich lauten derartige Verschwörungstheorien, die schon in der Vergangenheit immer wieder aufgetaucht waren.“ (Quelle: Alternativer Klimarat).

20. Dezember 2021

Annalena: Yes, we can proud on her be, schreibt ein Leser der Zellerzeitung heute Nacht.

Nachts (2): Der lästige Anonymus von vorgestern merkt an, dass ich immer noch nichts unternommen hätte und übersendet mir ein zweites Bild der Frau, von der er mich zu recht bezichtigt, sie zu ignorieren, zumal ich sie nicht kenne. Um das mindeste zu sagen: Wie eine Genderprofessorin sieht sie jedenfalls nicht aus. Ist das nun der Beginn eine wunderbaren Freundschaft? Ich will’s nicht hoffen.

J.K. Rowling: Die Harry Potter-Dichterin wendet sich erneut öffentlich gegen den Genderschwachsinn, indem sie auf der Existenz von Mann und Frau besteht. Der Anlass: ein bestimmter, auf der Tat ertappter Mann soll nach Mainstream-Lesart deswegen kein Vergewaltiger sein, weil er behauptet, er sei eine Frau. Ihr Statement trägt Rowling den Hass der Kulturschickeria ein.

J.K. Rowling (2): Im jüngsten Phantastische Tierwelten-Film, den sie geschaffen hat, wird ihr Name nur im Abspann für Sekunden erwähnt. Eine-Person-auslöschen heißt diese totalitäre Methode. Die Täter sitzen bei Warner Brothers. Meine Prognose: Das Unperson-Konzept wird in diesem Fall nicht aufgehen. Die Frau ist aus Granit.J.K. Rowling (3): Die drei lächerlichen Filmsternchen, die einst als Kinder die Potter-Hauptrollen spielen durften, wenden sich öffentlich von ihrer Schöpferin ab. Sie ahnen nicht, dass sie sich selbst aus dem Rennen nehmen, auf dessen Zielband das Wort Ruhm steht. Der Niedergang von Hollywood ist wie der des Mutterlandes California mit Händen zu greifen.

Dementi: Wir, so lese ich gerade, drohen Putin mit Maßnahmen. Ich möchte mal klarstellen: Ich bin nicht Putin – das ist sowieso klar –, ich bin in diesem Falle auch nicht wir ­– ich bin ja nicht irre –, ich drohe auch nicht – schon gar nicht Putin –, und bei dem Wort Maßnahmen fallen mir nur dumme Witze ein.

19. Dezember 2021

Wenn – dann: Wenn die RWE vorsorglich mitteilt im jetzt kommenden Winter ihren Gas-Lieferverpflichtungen nicht nachkommen zu können, dann wird es Zeit die heute immer noch laufenden konventionellen Kraftwerke abzuschalten.

Wenn – dann (2): Wenn in Hamburg gestern mehr als 10.000 Männer und Frauen gegen das protestieren, was sie als Corona- und Impf-Wahnsinn bezeichnen, dann wäre es an der Zeit sie wg. Störung der Friedhofsruhe zu konzentrieren, vielleicht irgendwo in der Lüneburger Heide. Schöner Nebeneffekt: Es würde Wohnraum frei.Wenn – dann (3): Wenn derzeit der Kohleverbrauch drastisch steigt, wird es Zeit wg. CO2 und Klima und so ein Gute-Winde-Gesetz zu erlassen.

18. Dezember 2021Vorgestern: „Und deswegen hat der Freistaat Sachsen mit der heutigen Allgemeinverfügung, …, Regelung getroffen, dass Ansammlungen von Menschen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden“
Artikel 104 Absatz 1 Satz 1 Grundgesetz [Freiheitsentziehung]: „Die Freiheit der Person kann nur aufgrund eines förmlichen Gesetzes … beschränkt werden.“ – Eine Allgemeinverfügung ist kein förmliches Gesetz. Fazit: Diese Landesregierung ist nicht an Recht und Gesetz gebunden.
Auf Sicht fahren: Schreibt mir ein Anonymus (? eine Anonyma) in gereizter Manier – ich vermute, weil morgen Vollmond ist –, warum ich diese Frau ständig übersehe. Mögliche Antworten: (1) weil ich sie noch nie gesehen habe, (2) weil sie blond ist… nee, das verwerfe ich gleich wieder. Blick auf die Straße vor meinem Arbeitszimmer: Dort ist sie jedenfalls nicht. Zur Rückseite des Hauses geeilt: Dort ist sie auch nicht. Eigentlich schade.

Vollmond (2): Schreibt mit das Finanzamt Jena, dass, wenn ich nicht unverzüglich Angaben mache, mir 25.000 € Zwangsgeld drohen. Werde zurückschreiben müssen, dass es Bewertungsprobleme gibt, weil mir nach einem Vortrag statt eines Honorars 24 frische Eier aus der Produktion des Veranstalters überreicht wurden, die ich sogleich für das folgende Frühstück zur Verfügung stellte, wobei ich bei dieser Gelegenheit eines aß.

17. Dezember 2021

US-Präsident J.B. ist in der vergangenen Woche mit seinem Vorhaben, alle Arbeitnehmer bis zum 4. Januar 2022 unter Androhung des Arbeitsplatzverlustes zwangsimpfen zu lassen, im US-Senat gescheitert. Das ist bemerkenswert, zumal seine sog. Demokraten dort eine hauchdünne Mehrheit besitzen. Ist man boshaft, könnte man am Abstimmungsverhalten den Grad der finanziellen Abhängigkeit der Politiker ablesen. Doch was nützt alles Sponsoring, wenn die konkrete Furcht besteht, nicht wiedergewählt zu werden.

Bemerkenswert (2): Keine solchen Skrupel hat die Leitung des Alphabet Konzerns, also die Holding von Google. Sie setzt die Vorgaben von Big Pharma ohne Wenn und Aber um. Man wird sehen, wie gehorsam die Zehntausenden von Google-Abhängigen sind.

Bemerkenswert (3): Zu gerne wüßt ich mal den Impfstatus der Impf-Forderer.

Neues aus Schilda: Zwei Frauenärztinnen haben mir – ohne davon zu wissen – Auskunft erteilt. Die eine impft auf Teufel komm raus, die andere nicht. Letztere hält den Nachfragerinnen Vortrag darüber, dass vor allem junge Frauen ihres Patientenstammes schwere Nachwirkungen erlitten haben, die sich in Unregelmäßigkeiten oder dem völligen Ausbleiten der Periode zeigen. Es seien etliche davon betroffen.Junge Frauen (2): Falls das stimmt, wird eine weitere sog. Verschwörungstheorie bös erschüttert, nämlich die vom absichtsvollen Unfruchtbarmachen ganzer Bevölkerungsgruppen. Das für bare Münze zu nehmen, sperrt sich mein Verstand nach wie vor hartnäckig.

16. Dezember 2021

Annalena weist mit großem Tamtam zwei russische Diplomaten wg. behaupteter Beteiligung an einem Dissidentenmord aus. Dass sie nicht weiß, was sie tut, kann ich nur mutmaßen, denn ich weiß es nicht, stelle mir aber die Frage, wer sie hierzu veranlasst haben könnte. Man muss sich fragen: Was zerdeppert sie als nächstes? Merke: Trampolinspringen im Porzellanladen ist riskant, selbst wenn es sich nur um ein Minitramp handelt.

Annalena und die Russen (2): Das ist ihr zweiter Coup gegen die Russen innerhalb ihrer ersten Woche im Amt. Der erste war das faktische Verbot der Eröffnung von Northstream II („derzeit nicht genehmigungsfähig“). Großartige Tat. Sie ließ die Gaspreise erneut explodieren. Merke: Wir sind ein reiches Land.Annalena und die Russen (3): Dass Putin Deutschland destabilisieren will, ist eine wohlfeiles Lied, das seit Monaten von Mainstream angestimmt wird. Derzeit muss der böse Mann im Kreml gar nichts tun, denn die Destabilisierung wird von der neuen Außenkommissarin selbst vorangetrieben, so bei der Aufnahme von weiteren 25.000 Afghanen. Das ist weder im deutschen noch im russischen Interesse. Letzteres wäre wohl eher, Deutschland zu stabilisieren. Doch soviel denken darf nicht erwartet werden, wenn eine vom Völkerrecht her kommt.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): Einst dem deutschen Arbeiter verpflichtet, der in einer Millionenmitgliedschaft die Beiträge aufbrachte. Die Arbeiter fielen weg, die Schamgrenze auch (gefunden bei Klonovsky):

Das RKI meldet Übersterblichkeit im November. Aber nicht wg. Corona? Ja, warum nicht, dann starben die Leute einfach so.– Falls das stimmt, besteht der begründete Verdacht, dass die Sterbenden gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung Einwendungen erhoben haben, denn sonst müssten sie nach regierungsamtlicher Lesart noch leben. – Wo steckt bloß der Fehler?

Übersterblichkeit (2): Auf keinen Fall darf behauptet werden, dass diese fatale Sterberei an den Impfungen und der Schließung von Krankenhäusern liegt, denn das würde heimlich den Verdacht auf die Corona-Maßnahmen richten. Daran kann es jedoch nicht liegen. Deswegen liegt es auch nicht daran.

15. Dezember 2021

Sie bleibt mein Spitzenreiter des unfreiwilligen Humors, die Bundeszentrale für politische Bildung (hier in ihrem Dezemberrundbrief): „Worauf fußt die These vom Elitendilemma im Osten, nachlesbar auf Seite 130 im Koalitionsvertrag vom 7. Dezember 2021? Den Hintergrund beleuchten … sowie mit einem Erfahrungsbericht aus ihrer eigenen Familie die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Frauke Hildebrandt aus Potsdam.“ Nebenbei bemerkt: Man sage jetzt nicht: Die Sätze sind keine Sätze, ich verstehe sie nicht. Muss man nicht, aber genießen Sie es, lieber Leser. Es sind Ihre Steuergroschen. Und – falls Sie keine Erziehungswissenschaftlerin in der Wohnung haben sollten – müssen Sie das bisschen Kindererziehung selbst in die Hand nehmen. Und nicht vergessen: Ihr Tun könnte dem Elitendilemma im Osten Vorschub leisten.Erziehungswissenschaftlerin (2): Stelle mir den Zeugungsakt, bevor sie tätig wird, nicht gerade einfach vor.

Neues aus Schilda: Ehrenamtlicher Judo-Trainer ersucht die Stadtobrigkeit, ein Programm für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Wird auf den Antragsweg verwiesen. Sodann erhält er den Antrag unbearbeitet zurück, weil er das Wort Trainingslager enthält. – Sowas kann man sich nicht ausdenken.

Neues aus Schilda (2): Kinderärztin schließt nach Erhalt einschlägiger Formulare ihre Praxis, weil sie ihre kleinen Patienten nicht impfen will.

Neues aus Schilda (3): Ungeimpfte Pflegekräfte werden krank und geben den Beruf auf. Und dann?

Neues aus Schilda (4): 11jähriger erkrankt an Corona. Gesundheitsamt will nichts unternehmen, solange kein Nachweis durch PCR-Test vorgelegt worden ist. Der hängt seit Tagen im Behördengang. Die Mutter ist gottlob gesund und (neg.). Ihr Ergebnis liegt innerhalb von Stunden vor.Neues aus Schilda (5): Es wird erzählt, dass sich vorgestern 5.000 Pflegekräfte aus dem Zwergstaat bei Telegram zusammengerottet haben. Jetzt dämmert es mir, warum die Obrigkeit am Telegram-Rad dreht.

14. Dezember 2021Die Jubelpresse überschlägt sich vor Zustimmung und vermeldet aus den sog. Regierungskreisen, dass erwogen wird, Kritik an den Corona-Maßnahmen unter Strafe zu stellen. Kein Problem. Schließlich muss man auch mal loben können. Vielleicht so: Ich heiße HR und auch alles gut.

Jubel (2): Pfizer-Chef Boula hat mitgeteilt, dass jetzt die vierte Spritze dran sei. Ich dachte, wir wär‘n grad bei der dritten. Dass mir keiner auf die Idee kommt, das zu bemängeln. Auch sind Vergleiche mit dem Trinken zu unterlassen, etwa das vierte Glas zu bestellen, wenn das dritte noch gar nicht auf dem Tisch steht.Jubel (3): Dass Christenmenschen in dieser fröhlichen Zeit zu jubeln pflegen, hat eine langandauernde Tradition. Wenn nun aber ein römischer Bischof (Müller, ein Deutscher!) sich dahingehend äußert, dass diese Impfsache weniger eine Angelegenheit der Menschheit, sondern die einiger weniger Reicher sei, so hat er die violette Linie überschritten.
Jubel (4): Zu loben ist auch das Einschreiten der örtlichen Ordnungskräfte, die in der Nähe des Weihnachtsmarktes von Stralsund einen nicht zertifizierten Weihnachtsmann festnahmen, der an unüberprüfte Fußgänger Süßigkeiten verteilte, wo doch jedermann weiß, dass hinter so mancher Klinkerecke die Parodontose lauert, die nur darauf wartet, Viren in die Esswerkzeuge einzuschleppen. Merke: Viele Deutsche sind Weihnachtsmänner, aber sie haben in schwerer Zeit nicht das Recht, dies auch zum Ausdruck zu bringen.

13. Dezember 2021

Sie denken nicht und sie plappern doch. Hüstel. Weiß auch nicht, warum ich da jetzt drauf komme.

Doch (2): Unsere Vorfahren müssen wesentlich strenger gerochen haben als wir. Hat sie jedoch nicht an der Fortpflanzung gehindert – ganz im Gegenteil. Frage mich, ob es da einen Zusammenhang zwischen Bevölkerungsrückgang und dem Wohlgeruch der Bettgenossin gibt. Mich schaudert, wenn ich mich in andere Weltgegenden und Zeiten hineindenke.

Zeller und seine Leserschaft machen nachts Witze über die neue Kanzlerlimousine. Zum Beispiel den hier: Zwei Polizisten sehen, wie das neue Kanzlerauto vorbeifährt. Sagt der eine: Hinten sitzt niemand drin. Sagt der andere: Das ist der Kanzler. – Hätte fast geschrieben: Das kann man sich nicht ausdenken. Doch man kann.Kann man sich nicht ausdenken: Der ungeimpfte, viel gescholtene Fußballer Kimmich ist an Corona erkrankt und nach mildem Verlauf wieder genesen. Jetzt solle er sich, hetzt Mainstream, wg. Vorbildwirkung und so endlich impfen lassen. Der Trainer, dessen Namen ich vorher nie hörte, verteidigt seinen Schützling: Dessen Meinung sei seine Privatangelegenheit. Übrigens, dieser Mann ist zweimal geimpft und danach erkrankt. Sagt er in aller Öffentlichkeit. Offenbar ein Fall von learning by doing.

12. Dezember 2021

Nachts ist es knackekalt. Die Freunde haben ihren Kachelofen angeheizt. Eine Leipzigerin gibt im einschlägigen Jargon bei Kartoffelsuppe und Bauzener Räucherwurst ununterbrochen politische Witze zum besten. Allein, wie sie das Wort Karl ausspricht, weckt brüllendes Gelächter. Ich komme kaum zum Essen. Später werden wir wieder wie von selbst ernst. Das liegt nicht nur daran, dass ich Dresdner Stollen noch nie mochte, sondern was wir an konkreten Daten über den Zustand des sächsischen Mittelstands zu hören kriegen.Kartoffelsuppe (2): Trotz angebrannter Zungen sind sich alle einig. So nicht weiter. Aber wie?

11. Dezember 2021

Seiffen im Erzgebirge: Google Maps teilt mit, dass die Innenstadt gesperrt sei. In Wirklichkeit ist dies nicht der Fall. Die Läden sind weitgehend leer. Kleine Warteschlagen vor der Tür entstehen, weil nur Einzelne den Geschäftsraum betreten dürfen. Vorsichtige Rückfrage (nach dem Einkauf !) zum Geschäftsverlauf in einem der kleinen Läden. Die Inhaberin ist so aufgebracht wg. der Obrigkeit und ihren Maßnahmen, dass sie uns noch auf die Straße folgt und andere Weihnachtseinkäufer wie vom Donner gerührt stehen bleiben.

Seiffen (2): Falls einer fragen sollte, was denn nun eigentlich deutsch sei. Na das hier, was man, in Kolonnen geordnet, zum Kauf ausgestellt sieht. Wichtelmännchen, Bergmanns-, Engel- und Hasenorchester und Krippen in allen Farben und Preislagen. Zunächst sieht alles gleich aus, doch wenn man genauer hinsieht, kann man die Handschrift der Schnitzer erkennen. Ich bilde mir ein, zahlreiche Fälle von Selbstironie zu erspähen. Ich räume ein langgehegtes Vorurteil beiseite.Seiffen (3): Die Fahrt durchs dunkle Erzgebirge ist eine Tortur. Bezaubernd hingegen die aus der Schneelandschaft auftauchenden Dörfer, von denen man nichts erkennt außer den leuchtenden Schwippbögen in allen Fenstern – das sind, lasse ich mich belehren, die einstigen Wegmarken der mit der Kiepe herumziehenden Händler gewesen. Der elektrische Strom verwandelt die nächtliche Einsamkeit in eine nicht mehr für möglich gehaltene Märchenwelt.

10. Dezember 2021

Die Freundin aus Coburg/Freistaat Bayern teilt mit: Drei aus ihrem Bekanntenkreis, dreimal geimpft, alle drei gestorben. Da kann man wie Karl L. nur sagen: Es wird so lange geboostert, bis die Pandemie vorbei ist.

Pandemie vorbei (2): Annalena Bb. hat jetzt öffentlich Russland gedroht. Das nenne ich konsequent. Womit sie amerikanisches Wohlverhalten erzwingen will, weiß ich nicht. Vermutlich soll Deutschland kein Gas mehr abnehmen. Den folgenden kalten Winter werden, wenn Russland drauf eingeht, nur Leute überleben, denen auch das Virus nichts ausmacht.Annalena (2): Hätte da einen Vorschlag, für das nächste zusammenzufälschende Buch: Die Welt als mangelnde Vorstellung.

9. Dezember 2021

Wer über Corona keine Witze machen kann, hat den Ernst der Lage nicht verstanden.Witze (2): Völlig abgedroschen sind hingegen Bemerkungen darüber, dass heutzutage die Wirklichkeit jede Satire in den Schatten stellt. Ist geschenkt, ist alt, kannten schon die Lateiner. Das weite Feld des Witzes beginnt dort, wo die Wirklichkeit so zusammengerafft wird, dass Gleichgesinnte sich vor Vergnügen biegen. Kurzes Räuspern. Ich weiß schon, nichts ist fader als die Erklärung von Witzen. Nein, falsch, es gibt eine Steigerung. Das ist die Erklärung der Struktur von Witzen. Conclusio: Machen Sie mal unter solchen Prämissen Witze über Corona. Das ist ächt schwer. Ist Stress, wenn man‘s drauf anlegt. Falls nicht, geht’s wie von selbst.

Kann man sich nicht ausdenken: „Der Klima-Wandel ist schlecht für unsere Umwelt. Das ist auch für uns Menschen schlecht. Das viele Wasser fließt ins Meer. So steigt das Wasser im Meer immer höher. Dort wo früher die Küste war, ist heute schon das Meer. Dann verlieren viele Menschen ihr Haus.“ (Webseite von Annalena Bb. Natürlich will ich damit nicht gesagt haben, dass der Text von ihr ist. Könne auch irgendwo abgeschrieben sein. Aber wo?).Fortsetzung in einfacher Sprache (von mir): Weil viele Menschen ihr Haus verlieren, müssen sie in Wohnungen umziehen. Weil ihnen das zu teuer ist, müssen sie in bereits bewohnte Wohnungen umziehen. Weil da jetzt viele Menschen wohnen, entsteht ein Miteinander. Jetzt muss nicht mehr geheizt werden, weil die Menschen sich gegenseitig wärmen können. Das ist gut für die Umwelt. Jetzt muss die Erde nicht mehr verbrennen. Es fließt auch nicht mehr so viel Wasser ins Meer.

Es wäre ein Irrtum anzunehmen, dass leichte Sprache auf leichte Mädchen beschränkt ist. Denkt man hinzu, dass diese durchaus nicht alle beschränkt sind, ergibt sich ein probates Abiturproblem in Mengenlehre: Diskutiere die Schnittmenge unter Berücksichtigung des Dualismus der Unterbelichtung (Wellenreiten vs. Teilchenessen).

Fast jeder hat eine Meinung zum Thema Schule. Lehrer pflegen zu behaupten, dass sie das nerve. Doch in Wirklichkeit sind sie geschmeichelt, dass sich jedermann mit diesem Randthema befasst, bei dem sie mit gutem Grund mitreden können.

Lehrer (2): Wenn sie über Themen mitreden, die nicht ihr Ressort sind, tun sie das gewöhnlich unter Hinweis darauf, dass in Ihrer Elternschaft, bevorzugt dort bei einem Akademiker, das besprochene Problem auch schon aufgetreten sei.

Einfachheit & Klarheit: Diese Forderung formulierte der Franzose Luc de Vauvenargue vor rund 280 Jahren. Stellt man sich vor, dass diese beiden als Torwächter vor der Bibliothek des Wissens stünden, würden die Bestände erstaunlich übersichtlich dastehen.Einfachheit & Klarheit (2): Sowas fordert sich leichter als getan. Ich brauche nur meine eigene Bibliothek zu durchforsten, um das zu bemerken. Solange ich nicht bereit bin, die Konsequenzen zu ziehen, bleibt die ganze Sache wie gewohnt unübersichtlich.

8. Dezember 2021

Lüdenscheid: Der Verkehr der Sauerlandlinie wälzt sich jetzt durch die Stadt. Der Grund: die Autobahnbrücke stürzt ein. Es ist nicht die einzige. Wie sang und sagte die Generation der Claudia R. jahrein jahraus? Hau weg den Scheiß. – Ums im Stummeldeutsch zu sagen: Geht doch.

Man wird es kaum einen Wechsel nennen können. Die Führerin hat an den Stellvertreter übergeben. So bleibt, was gestern schon falsch war, auch heute noch richtig. In einfacher Sprache: A.M. an O.S.: Übernehmen Sie.

Weitermachen (2): „In der Demokratie hilft nur Überzeugung und das Wort,“ sagte der Bereitschaftspolizist dem Sitzblockierer, wobei er den Schlagstock hob. Nein, Quatsch, das sagte Olaf S. an seinem ersten Tag im Amt zum deutschen Volk, die Notwendigkeit der Zwangsimpfung begründend.

Weitermachen (3) und mehr: Wir werden so lange boostern und impfen, bis die Pandemie vorbei ist. Sagte Bill Gates, nee, Karl Lauterbach an seinem ersten Tag als Gesundheitsminister der Republik. Ich ergänze: Wenn die Pandemie vorbei ist, wird er weitermachen, das Gesundheitssystem runterzufahren. Krankenhausschließungen und so, wie schon 2018/19 gefordert. Gesundheit ist uns allen teuer, es ist ein teures Wirtschaftsgut. Oder anders: Gesundheit muss sich lohnen – für die Investoren.

7. Dezember 2021

In Hamburg die Bestätigung des Eindrucks vom Vortage. Nur die Masken in der Straße sind nicht obligatorisch. Dafür große Plakate, dass die Universität nur noch für Geimpfte da ist. Daher der Name, abgeleitet von universitas.

Hamburg (2): Die Mammutbuchhandlung ist die von Thalia, vermutlich das Stammhaus. Auch hier keine Eingangskontrolle. Dafür gibt es keine andere Begründung als die, dass Bertelsmann, Thalia & Co genügend Macht über die Politik besitzen, um das durchzusetzen. Ob sie das unter dem Hinweis darauf taten, dass die Besucher dieser Läden immun sein, kann ich nicht sagen. Vor allem nicht, wogegen immun.

Buchhandlung (2): Grauenhaft, Angela-Stapel, daneben Obama im Dutzend, Trump-Beschimpfung deutlich reduziert. Dahinter wieder Angela, Angela, auch gern als Bildband. Wer kauft sowas? Bleibe eine Weile stehen. Niemand greift zu. Was also schenken sich die 400.000 CDU-Mitglieder zum Fest? Die Raute in Aspik?

In Münster und Hamburg sind im Vergleich zu früher die Innenstädte fast menschenleer. Ein Unterschied jedoch fiel mir auf. Jeder Zweite in der ehemaligen Einkaufsmeile von Mönckeberg & Co trug ein schwarzgraues Wams mit der Aufschrift Security. So haben unsere türkischen Mitbrüder endlich eine sinnstiftende Aufgabe gefunden. Sie schützen die Bürger vor den Bürgern.

Blick auf die vorbeihastenden Männer und Frauen und die leeren Läden. Das wird nicht wieder.

6. Dezember 2021

Das Parkhaus in der Innenstadt von Münster ist eng und ziemlich voll. Nur eins ist großzügig: die Ausstattung mit Frauenparkplätzen. Wenn etwas frauendiskriminierend ist, denn doch wohl dieses: Man traut denen nicht zu, dass sie einparken können. Dass die dort abgestellten Autos Panzerkreuzer der Marken Porsche, BMW und Mercedes sind, empfinde ich wie die lächerliche Bestätigung eines dummen Witzes: Grünfrau fährt SUV.

Münster (2): Striktes Maskengebot in der Innenstadt. Fast alles Impfläden. Die Leute strecken beim normalen Vorwärtsgehen ihr Handy vor wie eine Prozessionskerze. Unkontrolliert einkaufen kann man nur im Buchladen, im Teeladen und bei Villeroy und Boch.Münster (3): Die öffentliche Toilette in der Einkaufpassage kann man unkontrolliert betreten. Die Brötchen im benachbarten Superbioladen erinnern – ist vermutlich nur eine dumme Einbildung – an feuchte Pampers. Eine Französin sagt zu mir: Typisch deutsch, schmeckt nicht, ist aber gesund.

5. Dezember 2021

In Berlin tagt ein Kongress von Pathologen, die sich mit Leichenöffnungen wg. des Verdachts von Impffolgen beschäftigt haben. Sie sprechen am Rande davon, dass die Behörden ihnen die Arbeit erschweren.

Pathologen (2): Diese finstre Welt wird durch Vorträge von Kollegen flankiert. Diese Krebsspezialisten weisen auf Tumore hin, bei denen sie seit Kurzem ein Ansteigen der Wachstumsgeschwindigkeit beobachtet haben, wofür sie noch keinen Grund wissen – außer dem Verdacht, dass es sich hier um Erscheinungen handelt, die bei Geimpften auftreten.

Pathologen (3): Der einschlägige Berufsverband distanziert sich umgehend vom Vorgetragenen. Darüber wundert sich bestenfalls, wer sich Illusionen über den Sinn von Lobbyisten hingibt. Bloß nichts sagen, was vom Lob des Impfheils abweicht.Warum soll man ausgerechnet einem Arzt mehr vertrauen als einem Autohändler, einem Pizzaboten, dem Lokal-Redakteur oder der nigerianischen Altenpflegerin. Vertrauen oder Misstrauen beruhen auf einem seltsamen Mechanismus, nämlich der Beurteilung von Einzelkontakten, die man dann für Ganze nimmt.

4. Dezember 2021

Über Nacht hat es geschneit. Es ist noch dunkel, aber das Weiß vor dem Fenster ist unübersehbar. Früher hätte ich ein paar Witze über die Erderwärmung und diesen Mojif Irgendwie (kann mir den Namen partout nicht merken) aus Potsdam gemacht, der mir – wenn auch nicht wortwörtlich – garantiert hatte, keine Winterreifen mehr zu benötigen. Jetzt bin ich zurückhaltender geworden und mache mir Gedanken über den Zusammenhang zwischen dem Klimahokuspokus und dem politischen Willen, dem Volk den Saft abzudrehen.

Über Nacht (2) hat Klonovsky einen Twitter-Beitrag in seinen Blog eingestellt, von dem ich nicht möchte, dass er verloren geht.

Über Nacht (3): Vor Tagen erst hatte ich mir erneut Gedanken über den Pfizer-Chef Bourla gemacht. Ich ergänze zu seiner Person: Atlantic Council und Befreiung vom Abstandsgebot. Beide Dinge hängen womöglich zusammen.Über Nacht (4): Wüsste wirklich zu gerne, ob das Glamour-Paar sich vor dem Abschlecken hat testen lassen. Falls nein: Haben die denn wirklich keine Sorge, sich zu infizieren? Falls nein: Vertrauen die auf die neue Wunderdroge von Pfizer. Das erinnert ein bisschen an die Geschichte von Aids.

Über Nacht (5): Die Provinz-Mainsteamer wissen, dass die Regierung des Zwergstaats nachts beisammensaß, um die neuerliche Entrechtung ihrer Bürger zu beschließen. Ob diese Beschlüsse in Rechtssätze eingehen, wird nicht mitgeteilt, denn die Leute halten sich ja ohnedies an das, was beim MDR verkündet wird. So wird mitgeteilt, dass der Einzelhandel ab nächster Woche plattgemacht wird. Weihnachtsgeschenke? Müssen ja nicht sein und verletzen die Gefühle der Willkommensbürger.Einzelhandel (2): Die Zerstörung des Einzelhandels psychologisch zu erklären, liegt mir nicht. Mir geht lediglich durch den Kopf, dass der Ministerpräsident aus demselben kommt. Dass damit ein entscheidender Schlag gegen die Infrastruktur und die deutsche Lebensart geführt wird, muss er nicht wissen – es sei denn, er beabsichtigt das, was ich aus mancherlei Gründen bezweifle.

3. Dezember 2021

Sowas kommt von sowas: Kaum beschließen die Merkel-Getreuen erneut den Panik-Modus, verhängen die Amerikaner eine dringende Einreisewarnung nach Deutschland. Kann einem eigentlich egal sein, denn andersrum kommt man ohnedies nicht rein – jedenfalls nicht ohne amtlich beglaubigten Grund.

Der Gottseibeiuns Wladimir bemerkt öffentlich, dass seine superschnell fliegenden Raketen im März 2022 in Russland stationiert werden. Sie würden zum Beispiel jeden Punkt in den USA innerhalb von fünf Minuten erreichen.

USA (2): In ihrer bisherigen zweihundertfünfzig-jährigen Geschichte haben die Amerikaner es vermieden, gegen gleichstarke Gegner heiße Kriege vom Zaun zu brechen. Man wird sich also wie gehabt auf die gängigen Methoden der verdeckten Kriegführung besinnen.

Österreich wechselt seine Kanzler offenbar im Dreivierteltakt. Immer nur eine Drehung, und schon kommt der nächste dran: Der nächste Herr dieselbe Dame. Zur Zeit des Wiener Kongresses sprach man von Unterrockpolitik. Das waren noch Zeiten.

Österreich (2): Der einzige Kanzler, den Deutschland von dort hatte, brachte es immerhin auf zwölf Jahre. Er soll, Küss die Hand, gegenüber der Damenwelt äußerst charmant gewesen sein.

Führe mit Robert Stein bei NuovisoTV ein Gespräch über die Corona-Diktatur. Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis das gelöscht werden wird. https://www.youtube.com/watch?v=3r49m7mROvE

2. Dezember 2021

Merkel hält Hof: Per Video-Schaltung applaudieren die Landesfürsten ihrem neuerlichen Anschlag auf den deutschen Bürger. Lockdown und Ausstoß der Ungeimpften aus der Volksgemeinschaft, pardon, auf Neudeutsch: Solidaritätsgemeinschaft. Stillstand des Landes auf dem Weg ins Nichts. Weisung ans Bundesparlament, nun endlich die Pflichtimpfung zu installieren.

Merkel hält Hof (2): Großer Zapfenstreich. Inclusive Nationalhymne. The wind has changed, siehe oben Solidaritätsgemeinschaft.

Unterstützung durch die Volksmassen: Der hiesige Ministerpräsident bringt es auf den Punkt: Impfen macht frei. Schwaches Räuspern im Blätterwald. Gemach, kann man da nur sagen. Der arme Mann hat Buchenwald mit Auschwitz verwechselt. Kann schon mal passieren. Gemeint war: Suum cuique, in situations-angepasster Übersetzung: Jedem seine Impfe.Unterstützung durch die Volksmassen (2): Der Chef der Ständigen Impfkommission stört den Burgfrieden. Hätte er kleine Kinder, würde er die nicht impfen lassen. Sagt er. Die Kinder seinen nicht gefährdet durch das Virus, auch gebe es keine verlässlichen Daten über die Fernwirkung der Impfstoffe.

1. Dezember 2021

Der Ton der Unbelehrbaren schwankt zwischen Gereiztheit und Resignation. Nicht zu vergessen ungewollte Komik: Frau auf dem Parkplatz von Lidl rügt den Inhalt meines Einkaufswagens: „Denken Sie beim nächsten Mal an Vitamine.“

In der Stadtverwaltung von Schilda ist am Vortag Papiereausgabenachmittag. Das an Amtlichem interessierte Publikum steht dicht gedrängt. Ich mitten unter den Interessierten.

Papiere (2): Der neue Pass ist ungewohnt schlabbrig. Eine Art Paperback für Fernreisende.

Die Metapher „ich huste dir eins“ könnte heutzutage auch ganz anders verstanden werden.Die drei öffentlich relevanten HAs auseinanderzuhalten, macht Berichterstattung und Publikum Mühe. Das ist nicht weiter tragisch, denn sie reden in der Tendenz das selbe. Mein Vorschlag zur Abwendung des Namensdurcheinanders, den Vorsitz über die Grünen, den Verfassungsschutz und das Verfassungsgericht zusammenzufassen und zwei von ihnen einzusparen.

30. November 2021Gestern Morgen bei Zeller gefunden. Das erspart mühseliges Nachdenken. So mag der Monat zu Ende gehen.

Kaum habe ich den Zeller-Olaf geklaut und mühsam in meine Chronik eingeschmuggelt, setzt der Verstand wieder ein und behelligt mich mit den Erlebnissen des Vortages:

Solange jeder Zweite sagt, es muss etwas geschehen, wird nichts passieren. Das ist ein Gebot der Logik.

Interessant sind die Leute, die nichts dazu sagen, denn unter diesen befinden sich die Tatmenschen. Doch die Annahme, die viel beschworene schweigende Mehrheit seien die Tatmenschen, ist eine lächerliche Fehlvorstellung. Die Gesuchten sind lediglich in der Menge versteckt. Es sind rare Einzelne.Tatmenschen ausfindig zu machen, ist der Beruf der Obrigkeit, denn vor diesen muss sie sich fürchten. Der Grund ist simpel: Tatmenschen geben der Menge zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt ein ungeplantes Signal, dann ist sie nicht mehr zu halten.

Das Bundesverfassungsgericht räumt die Beschwerden gegen die sogenannte Bundesnotbremse vom Tisch. Der Staat habe das Recht und die Pflicht, das Leben seiner Bürger zu schützen. Deswegen müsse der Bürger den Entzug seiner Grundrechte hinnehmen. Über die ehrwürdigen Verfassungsgrundsätze der Geeignetheit und Erforderlichkeit geht das Gericht großzügig hinweg. Frei nach dem Motto der Kasseler Putzfrau: Ist das noch Rechtsstaat oder kann das weg?

Beschluss (2): Rein zufällig wird die Entscheidung am selben Tag verkündet, als die von der Führerin geschaffene Kanzler-Ministerpräsidenten-Runde die Impfpflicht anschiebt.

Beschluss (3): Wir sind zu dicht dran, um festzustellen, ob das ein historischer Moment ist. Spätere Geschichtsdeuter werden vielleicht sagen, dass dies der Tag war, als die Gegner der Maßnahmen zum Entschluss kamen, das Widerstandsrecht nach Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz für sich in Anspruch zu nehmen. Je nachdem, wie die Sache dann ausgeht, werden dieselben Geschichtsdeuter womöglich erzählen, dass die Regierung sich wg. der unbelehrbaren Einzelnen endlich entschloss, den eher unbedeutende Widerstand mit Gewalt zu brechen.Beschluss (4): Lese bei einem Satiriker, die Richter würden zusätzlich zur roten Kostümierung jetzt auch eine grüne Bahnvorsteherkelle erhalten, um die Sachen besser durchwinken zu können.

29. November 2021

Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln. (vormals Artikel 8 Absatz 1 Grundgesetz). Seit dem Wochenende in Schilda durch ordnungsbehördliche Allgemeinverfügung aufgehoben – auch in Wohnungen (vormals Artikel 13 Absatz 1 Grundgesetz). Merke. Ortsrecht bricht Verfassungsrecht.

Verfügung (2): Ebenfalls im Arsenal die nächtliche Ausgangssperre. Irgendwo schreibt einer dazu, das sei Kriegsrecht. Nein, das ist Seuchenbekämpfung, denn, wie jedermann ARD-ZDF-Konsument weiß, sind Corona-Viren nachtaktiv und springen bei Dunkelheit von den Ungeimpften die Geimpften an. Wehret den Weiterungen!

Ein sog. Jugendfunktionär der CDU (deutlich über 30) verlangt nach dem Hausarrest für Ungeimpfte. Na, dann ist ja die Zusammenfassung in Lagern nicht mehr fern. Hier in Schilda haben wir Platz auf dem Ettersberg, wo Gauleiter Fritz Sauckel in Großer Zeit das KL Buchenwald errichten und betreiben ließ, welches nach Mai 1945 von den Russen als Sonderlager weiter genutzt wurde.Konzentrationslager (2): Die ersten wurden im Zweiten Burenkrieg von den britischen Kolonialtruppen eingerichtet. Die Nazis (die echten) machten das nach, nur das Wort KZ hatten sie nicht gern, daher KL. Jetzt haben vor einigen Tagen die Australier nachgezogen.

28. November 2021

Die entscheidenden Eigenschaften der digitalen Weltenlenker sind Intelligenz, Schaffenskraft und Brutalität. Sie konnten sich die technischen Möglichkeiten vorstellen, besaßen den Biss, ihre Ideen in die Tat umzusetzen, und die Ellenbogen, Imperien aus dem Selbstgeschaffenen zu formen.

Weltenlenker (2): Es ist eine kindische Annahme, sie könnten sich mit dem Erreichten zufrieden geben.Weltenlenker (3): Das einzige, was sie zu Fall bringen kann und auch wird, sind Ihresgleichen, denn keiner von denen kann es ertragen, nicht der erste zu sein.

27. November 2021

Belanglos: Man sehnt den Tag herbei, wo Mainstream die Worte der Führerin als das behandelt, was sie sind.

Belanglos (2): Keiner will das Gesundheitsressort – bis auf den lauten Karl.

Belanglos (3): Die Freundin der Kollegin war ein paar Tage krank und blieb im Bett. Jetzt ließ sie einen Antigentest durchführen. Und siehe da, sie hatte Corona, ohne es zu ahnen. Gilt sie jetzt als genesen? Oh nein, ihr fehlt das ärztliche Zertifikat, dass sie die Antigene durch die Krankheit erwarb. Jemanden, der ohne Behandlung genas als genesen zu bezeichnen, wäre nach der amtlichen Impfagenda nicht zu verantworten.Belanglos (4): In Südafrika ist eine neue Variante aufgetaucht. Sie stellt alles andere selbstredend in den Schatten. Auch die Impfung? Das nun wieder nicht, vielmehr erfolgt die Ansteckung der Geimpften deswegen, weil die Variante ansteckender ist als die Vorgänger.

26. November 2021Wenn mir eines Tages nichts mehr einfällt, ist dies belanglos, weil es niemand bemerkt – ich übrigens auch nicht.

25. November 2021

Visionen: Mit Mehr-Demokratie-wagen überschrieb Willy Brandt seine erste Regierungserklärung. Die neuen Spitzen-Regierer haben gestern das Wort Demokratie durch Fortschritt ersetzt. Man beachte. Doch wagen wollen auch sie.

Visionen (2): Brandts Nachfolger im Amte, Schmidt, empfahl seinen Genossen, die von den Visionen nicht lassen mochten, den Gang zum Arzt.

Visionen (3): Man kann – und das gilt grundsätzlich – das von jeglicher Vernunft befreite Geschwätz nur ertragen, wenn man sich mit etwas anderem beschäftigt – jedenfalls wenn man es ablehnt, sich in die von den Neo-Fortschrittlern nunmehr freizugebenden Rauschmittel zu flüchten.

Wisconsin: Der Mörder mit dem Geländewagen ist wohlauf. Seine Kaution wurde auf 3 Millionen Dollar festgesetzt. Da wird doch wohl was zu machen sein.Wisconsin (2): Den freigesprochenen Kyle Rittenhouse, an dem sich Mainstream aufgeilt, hat Donald Trump nach Florida in sein dortiges Domizil eingeladen. Er bleibt dabei: Die Schlagzeilen beherrscht immer noch er selbst.
Erkenntnis: WHO-Chef Tedros gibt sich besorgt, dass die Menschenzu sehr auf die Impfung vertraut hätten. Wie kommt der denn plötzlich auf sowas? Muss jetzt die Corona-Pille von Pfizer in den Markt? Das Bild weist aus, dass selbst Masken die Besorgnis nicht maskieren können – und das ist gut so.

Maske (2) & Sachsen: Das da, sage ich und zeige auf das Brot. – Sie: Das Angebot der Woche? – Ich: Das ist ja so billig, ist das virenfrei? – Sie: Junger Mann… (nicht gerade freundlich, soweit maskiert erkennbar). – Ich zupfe meinen Lappen runter, dann müssen wir beide lachen. Ich vergesse, das Wechselgeld mitzunehmen. Das Brot heißt übrigens Urtyp – ein wunderbares deutsches Brot.

24. November 2021

Wenn Bundesgesundheitsminister Spahn im Ernst meint, dass im nächsten Frühjahr alle geimpft, genesen oder tot sind, dann herrscht offenbar Handlungsbedarf. Früher wären Klardenkende sich einig gewesen: Eine Aufforderung zum Töten ist strafbar.

Manchmal sind Zahlen doch ganz hilfreich. Weil das Inzidenzgeschwätz zu nichts gut ist, außer vielleicht für das Mainstreampanik-Orchester, werden Ersatzzahlen für den Ernst der Lage aus den Fallzahlen der Intensivbetten in Krankenhäusern generiert. Fallende feie Plätze werden als Hinweise auf die Eskalation der Krise genommen. Vergleicht man die Zahlen von 2020 und 2021 reibt man sich die Augen. Die Zahl der einschlägig behandelten Corona-Patienten hat deutlich abgenommen, die Zahl der freien Plätze auch. Dieses Wunder erklärt sich aus dem massiven Abbau von einschlägigen Behandlungsplätzen.Panik (2): In keiner der augenrollenden Panikmeldungen kommt vor, dass Deutschland eine ungenutze Reserve von über 10.000 Intensiv-Betten besitzt. Kann mal jemand erklären, an welcher Stelle der Kollaps steckt?

22. November 2021

Die NS-Besoffenen vom ZDF machen allabendliche Anleihen bei ihrem Führer, um sich und ihrem Restpublikum Gänsehaut zu verschaffen. Rege an, dass sie ab und an in dessen Tischgespräche kucken, so 12.2.1942, nachts: „Die Russen werden nicht alt, 50 bis 60 Jahre. Warum sollen wir sie impfen? Man muss wirklich unsern Ärzten und Juristen Gewalt antun: Nicht impfen.“

Das isst du? fragt die mir bis dato Unbekannte bei Tisch ihren Mann. Das ist der Beweis dafür, dass diese Ehe erst jüngeren Datums ist.Der Mann, der in Wisconsin vorgestern mit dem Ford-Geländewagen in einen Weihnachtsumzug raste und dabei fünf Menschen tötete und 20 weitere schwer verletzte, wollte angeblich gegen den Freispruch von Kyle Rittenhouse protestieren. Dessen zu bemängelnder Rassismus bestand darin, dass er zwei weiße stadtbekannte Kriminelle in Notwehr erschoss. Der nunmehrige Schwerverbrecher mit dem Auto ist schwarz, seine Opfer in der Mehrzahl weiß. Kann es sein, dass in den Gegenden der USA bald nur noch das Faustrecht herrscht, von den Mainstreammedien eifrig angeheizt?

22. November 2021

In Zeiten der Pestilenz sind 40 Personen einzuladen, um 20 Gäste um den Esstisch zu versammeln, die andere Hälfte ist nicht mehr bei Verstand.

In Zeiten der Pestilenz (2): Das Gespräch bei Tisch ist ungewohnt ernst. Es entsteht der Eindruck, als seien die Abwesenden anwesend. Der Spott hält sich sehr in Grenzen.

In Zeiten der Pestilenz (3): Während früher üblich war, dass die Gäste nach drei, vier Stunden wieder gingen, darf man jetzt mit der doppelten Verweildauer rechnen – offenbar ist das ein notwendiger Ausgleich für die Ferngebliebenen.

Du kannst es dir leisten, dich zu äußern, sagt einer bei Tisch. Nein, antworte ich, ich will es mir leisten.Gute Ideen sind nicht unbegrenzt zu haben, sondern pro Mensch kontingentiert. Hat einer seinen Vorrat aufgebraucht, ist er alt. Bei Leuten, die vor guten Ideen übersprudeln, tritt diese Phase eher ein, als bei jenen, die sich die Mühe machen, ihre guten Ideen in die Tat umzusetzen.

Dummheiten: Dieses ist eines der wenigen Wörter, dessen Gebrauch im Plural mir einleuchtet. Das liegt daran, dass es sich nur um einen Scheinplural handelt. Dummheit im Singular ist personenbezogen. Das Wort geht mir sogleich durch den Kopf, wenn mich ein Foto von Annalena Bb. angrinst. Von Dummheiten hingegen spricht man, wenn man etwas bezeichnen will, was schlecht zusammenpasst, unüberlegt konstruiert ist oder ein altersangemessenes kindisches Verhalten darstellt.

Dummheiten (2): Wenn ich die Autotür öffne, ertönt ein Gong.

Dummheiten (3): Wenn ich die Autotür öffne, erscheint ein Schriftzug auf dem Display: „Guten Tag Udo“.

Die Aufforderung, etwas schön zu finden, mündet nur selten in eine ehrliche Antwort ein.

Schön (2): So gut wie nie hört man die Aufforderung, etwas unschön zu finden.Schön (3): Das Wort wird mit zwei Präfixen benutzt: a) Na schön, was bedeutet, das der Sprecher die Debatte ans Ende bringen will, ohne den Quatschredner in den Boden zu stampfen. b) ist doch schön, wird von kenntnislosen Labertaschen benutzt, um die unreflektierte Zustimmung zu modernen Absurditäten zum Ausdruck zu bringen, Beispiel „Dass wir die armen Menschen aus Weißrussland bei uns aufnehmen, ist doch schö-hön.“ Merke: Im Fall b das Wort schön unbedingt zweisilbig aussprechen, damit die Infantilität besser zum Ausdruck kommt: „schö-hön“.

Schön (4): Madrid im November.

21. November 202119jähriger kurz nach der Impfung auf der Klassenfahrt verstorben. Das Obduktionsergebnis soll bereits in zwei bis drei Monaten vorliegen. Eile mit Weile, liebe Berliner Staatsanwaltschaft. Wir wollen die Menschen doch nicht beunruhigen.

Tod (2): Kyle Rittenhouse heißt der zur Tatzeit 17jährige, der soeben in den USA vom Mordvorwurf freigesprochen wurde. Er handelte im Vorjahr in Notwehr, als der gewalttätige Mob ihn vor dem Geschäft seines Freundes, das er beschützen sollte, mit Schusswaffen angriff. Zwei der Angreifer sind tot, einer für den Rest seines Lebens gezeichnet.Tod (3): Der Medienmob randaliert – auch in Deutschland – gegen das Urteil. Das ist Rassismus pur. Nein, nicht was die Medienlügner über den Täter, die Opfer und das Urteil verbreiten, denn der Schütze und die Toten sind weiß. Weißer hätte es auch Ariel nicht hingekriegt.

Früher gingen mir Rezensionen leicht von der Hand. Da kannte ich noch nicht so viele Autoren.

Autoren (2): Wenn die Sprache ein Spielzeug ist, so wie bei mir, dann wären die Autoren also Spieler. Das werden viele Leser nicht lustig finden. Vielleicht versöhnt sie indessen: Das Spiel betrifft die Sprache, nicht die Ernsthaftigkeit des transportierten Gedankens. Er ist es, der durch das Spiel geschmeidig, also eingängig werden soll.

Autoren (3): Schreibt mir ein Anonymus aufgrund einer Rezension, dass das Lesen von Büchern zwecklos sei. Richtig. Das Aufheben seiner Nachricht übrigens auch.Autoren (4): Fragt ein Besucher, ob er eins meiner Bücher kaufen kann, aber bitte mit Preisnachlass. Ich ziehe 1,43 € ab und sage, das sei mein Autorenanteil, auf den ich für ihn verzichte. Darauf verzichtet er auf den Kauf.

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