Unverhofft kommt oft. Etliche amerikanische Trinkwasser-Versorger haben den Fluor-Anteil von den empfohlenen und üblichen 0,7 mg/l auf 0,4 gesenkt. Keineswegs freiwillig, sondern sie stecken in einer handfesten Versorgungssackgasse. Ihrem israelischer Hauptlieferanten ist der Stoff, wie man so sagt, ausgegangen. Hieran erstaunt, dass sich das amerikanische Gesundheitssystem auf den Zwergstaat Israel stützt, weniger indessen dass diesem das Wasser bis zum Hals zu stehen scheint. Aber die US-Medien wissen Rat: das liegt an dem Ayatollah-Regime. Soso.
Fluor (2): Wenn das so weitergeht, werden wir auf das übliche, für uns oft anlasslos erscheinende amerikanische Blendax-Lachen verzichten müssen.
Fluor (3): Was man dem Don ins Zahnputzwasser gekippt haben mag, bleibt rätselhaft, denn die Gerüchte verdichten sich, dass er die kuriosen Messias Trump-Posts tatsächlich selbst ins Netz gestellt hat. Ich kann es immer noch nicht glauben.
Fritz der Clausewitz der Gegenwart und der kleine Mann aus Kiew haben gestern eine strategische Partnerschaft beschlossen. Heißt zu deutsch: Ihr kämpft und wir zahlen die Zeche und – vielleicht etwas überraschend – wir werden eure Deserteure nicht zurückschicken.
Strategische Partnerschaft (2): Ist in Bezug auf die Ukraine keineswegs neu und originell. a) Die von 1918 mit dem Hetmann Skoropazkij an der Spitze dauerte ein knappes Jahr, dann musste der Quasi-Ukrainer in Verbände eingewickelt in einem deutschen Lazarettzug fliehen. b) Die von 1941 (Ende Juni) dauerte ein paar Tage, dann sperrte man den neuen Unabhängigkeits-Helden Stepan Bandera auf Geheiß des Führers in ein deutsches KZ (als Ehrenhäftling). c) Deswegen war er im Sommer 1944 noch am Leben, als die nächste Partnerschaft beim deutschen Rückzug akut wurde. Sie dauerte ein paar Monate, bis man Bandera erneut nach Westen verfrachtete, wo er nach dem Krieg – nunmehr auf amerikanisches Geheiß und unter Falschnamen – ein aufrührerisches Leben in München führte und die Ukrainer zur Revolte aufrief.
Strategische Partnerschaft (3): Das russische Verteidigungsministerium hat eine Liste von europäischen Firmen veröffentlicht, darunter selbstredend auch deutsche, die für die Ukraine Drohnenteile oder sogar ganz Drohnen bauen. Dmitrij Medwedjew, Putins Mann fürs Grobe, hat die Weltöffentlichkeit wissen lassen, dass diese Firmen, wenn deren Drohnen in Russland einschlagen, legitime Kriegsziele Russlands werden.
15. April 2026
Die pakistanischen Mediatoren decken die dreiste Lüge der USA auf: Selbstredend war bei den Waffenstillstandsgespächen zwischen den Kriegsparteien der Libanon inkorporiert. Erst als man nicht weiterkam, weil die Amerikaner Forderungen auf den Tisch brachten, die von den Persern zurückgewiesen wurden, war vom Libanon plötzlich keine Rede mehr. Vance sprach von einem Missverständnis. Genauer hätte er formulieren mussen: Bibi in Tel Aviv will weiterbomben. Noch lassen die Perser ihn gewähren. Sie konzentrieren sich auf die Blockade.
Lügen (2): Ob dem Vize klar ist, dass er sich durch sein Tun ins Traumhaus von Trump einschließt? Sollte es zu einer Gesamtabrechnung für diesen Krieg kommen, wird er kaum noch als Retter daneben stehen können. Ich dachte, er wäre geschickter.
Lügen (3): Im Netz kursieren Bilder, die man kaum glauben kann. Das eine betrifft 50 US-Kommando-Soldaten, die mit Portrait, Namen und Dienstgrad, der Öffentlichkeit als persische Kriegsgefangene präsentiert werden. Kann sein, dass das zutrifft, eine Bestätigung aus dem Pentagon steht noch aus. Das andere Bild ist noch weniger wahrscheinlich, denn es zeigt Trump auf seinem Account als Gemälde in der Rolle des Messias. Ich will nicht glauben, dass das von ihm selbst stammt. Falls doch, ist er reif für die Klappsmühle.
14. April 2026
Man konnte die Uhr danach stellen, dass die Führung in Teheran auf die amerikanische Ankündigung, nun selbst auch die Straße von Hormus zu sperren, drastisch reagieren würde. Sie kündigte eine Sperrung aller Häfen am Golf an. Ob hinter der Drohung eine realistische Möglichkeit steckt, kann man schlecht sagen, jedenfalls dreht sich die Schraube der Drosselung der gewohnten Weltwirtschaft, die vom Öltransport unmittelbar abhängig ist, eine Drehung weiter Richtig Kollaps.
Frankreich und England haben in unerwartet deutlicher Form geltend gemacht, sich an den US-Maßnahmen nicht zu beteiligen. Sie haben zur Hormus-Straße-Öffnungs-Konferenz eingeladen. Ob Letzteres realistisch ist oder nur heiße Luft, muss sich zeigen, wenn es um die Beteiligung von Persien geht. Will man von den Persern nichts wissen, kann man sich die Reisekosten nach Wo-auch-immer sparen. – Und Fritz der Kanzler? Will der auch was? Ja, er will auf anderthalb Groschen der Benzin-Steuer verzichten. Aber nur für zwei Monate. Nein, das muss man nicht kommentieren.
Nur Israel steht noch an der Seite des Bocksprünge vollführenden Trump. Es erneuert seinen Aufruf zum Kampf. Was wohl sonst? Immerhin sollte man in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sich zu Wort gemeldet hat. Er merkte sinngemäß an, dass, wenn Israel zur Atombombe greife, es in kürzester Frist kein Israel mehr geben werde. Das ist eine so drastische Drohung, wie wir sie in den Jahrzehnten des Konflikts um den Staat der Juden in Palästina noch nicht zu hören bekommen haben, denn sie bedeutet in Klardeutsch, Israel durch einen Atomschlag auszulöschen. Ich habe meine Zweifel, ob der Inhalt der Meldung bei den deutschen und sonstigen Meinungshelden überhaupt angekommen ist.
13. April 2026
Gestern ist dem größten Feldherrn der Gegenwart ein erleuchteter Gedanke gekommen. Er wird mir der US-Marine nun seinerseits die Straße von Hormus sperren, genauer gesagt: die gesperrte Straße von Hormus. Das heißt, die Navy wird die Tanker, die von den Persern durchgewunken wurden, nun ihrerseits festhalten. So kann man die Ölpreise weiter hochtreiben. Sollte das nicht bis vorgestern verhindert werden?
Hormus (2): Die Doppelblockade trifft nicht nur die Perser, sondern vor allem deren Öl-Abnehmer, in erster Linie China, Indien und Indonesien und, fast vergessen, Australien. Die Europäer lassen wir mal als Sonderposten beiseite. Nochmal also China: Ist es vorstellbar, dass die Chinesen diesen Angriff auf ihre Wirtschaft unwidersprochen hinnehmen? Eher nicht. Es spricht alles dafür, dass wir in Kürze deren Kriegsschiffe als Begleitschutz gegen Piraterie im Persischen Golf zu sehen kriegen. Ob die US Navy auf diese schießen wird, scheint mir nicht ausgemacht.
Anderswo: In Ungarn ist gestern Amtsinhaber Orbán abgewählt worden. Ein normaler Vorgang nach 16 Jahren an der Macht. Man war seiner überdrüssig. Was daraus folgt, steht in den Sternen, selbst wenn in Brüssel und Kiew die Korken geknallt haben sollten.
Anderswo (2): Es trafen sich gestern die Koalitionsspitzen in krisenhafter Sondereile. Um was zu tun? Gar nichts.
Anderswo (3): Am afrikanischen Äquator ist es eher kühl, um die 20 Grad. Sehr angenehm, ebenso die ungewohnten Socken. Weniger schön ist, dass der Dieselpreis am Wochenende um 20 Cent nach oben sprang. Danke Donald.
12. April 2026
Sonntagsgedanken: Der Begriff christliches Abendland ist eine hohle Floskel. Erst wenn man das Christliche weglässt, erkennt man mit einige Mühe den Umriss unserer Kultur, denn das Christentum hat in unserer Gegend keinerlei Prägekraft mehr. Es ist an der Aufklärung zerschellt, und die traurigen Reste üben sich in Selbstdemotage, indem sie sich in der Illusion wiegen, eine Koalition mit dem Islam eingehen zu können.
Sonntagsgedanken (2): Das Christentum war ein Ableger der jüdischen Wüstenreligion. Es versuchte von Anfang an den Spagat zwischen dem alttestamentarischen Rachegott, der Spaß daran hatte, die ganze Menschheit absaufen zu lassen, und seinem revoltierenden Erlösungs-Sohn.
Christentum (3): Leute, die mal das eine und im nächsten Moment das Gegenteil für wahr halten, nennt man für gewöhnlich schizophren. Hierbei handelt es sich, mit kaltem Verstand betrachtet, um eine Geisteskrankheit.
Christentum (4): Eine fast zweitausend Jahre andauernde blutige Geschichte christlicher Gewalttaten nähert sich ihrem Ende. Wir sind Zeuge, wie das Regime in Washington, das in schier unerträglicher Weise die christlichen Werte auf seine Propaganda-Fahnen geschrieben hat, soeben dabei ist, seinen Untergang zu inszenieren. Mit Staunen betrachten wir, wie ein an Grausamkeit kaum zu überbietender Enthauptungsschlag gegen eine fremde Kultur (die persische) dazu geführt hat, dass sich aus dem Pulverdampf eine dortige Führungsschicht herausschält, die es bitter ernst meint, und vor der man sich nur fürchten kann, weil sie den Tod offenbar nicht fürchtet.
Christentum (5): Die von der Trump-Regierung erbettelte Waffenruhe, ist nach zehnstündigen Verhandlungen in Islamabad obsolet geworden, nachdem die Amerikaner unter Vance das Scheitern der Gespräche erklärt haben. Hormus, Urananreicherung und Libanon heißen die drei US-Stolpersteine. Währenddessen erklärt Trump zwischen Washingston und Miami herumjettend, dass er den Krieg gewonnen habe. Ist er noch bei Sinnen? Zumal sein Mündel in Tel Aviv vollmundig erklärt, unter seiner Führung werde der Krieg weitergeführt. Aha, er führt den Krieg. Das Töten geht also weiter.
11. April 2026
Jetzt beginnt im Nahen Osten der Nervenkrieg. Die Frage lautet, ob es dem US-Vize gelingt, die Sache zu einem Ende zu bringen, ohne dass sein Boss zusammen mit seinem Gespielen aus Tel Aviv zum nächsten Schlag ausholt. Mittlerweile pfeifen es in den USA die Spatzen von den Dächern, dass Trump die Sache vergeigt hat. Er hat noch fast drei Amtsjahre vor sich. Viel Zeit, um weitere Schäden anzurichten.
Die US-hörigen Hanseln im deutschen Mainstream schweigen betroffen, oder sie rufen wie bei der Springer-Journaille Einerseits-andererseits, weil sie auf die Zeit nach Trump hoffen. Hoffen sie tatsächlich auf die Rückkehr der Neo Cons? Die werden kaum helfen können, denn das Porzellan in Nahost ist zerschlagen.
Von der Ostfront hört man derweil nichts Neues, genauer gesagt: man hört gar nichts mehr. Ein breiter Streifen rechts und links der sog. Kontaktlinie (frühere Strategen nannten das die Hauptkampflinie – HKL) ist zur Todeszone erstarrt, in der mit Drohnen auf alles, was sich bewegt, Jagd mit tödlichem Ausgang gemacht wird. Nichts geht mehr. Wer hätte das noch vor Kurzem für möglich gehalten, dass die belächelten Spielzeuge zur kriegs-bestimmenden Waffe werden würden? Es sieht so aus, als habe hierbei keine der beiden Kriegführenden die Nase eindeutig vorne, obwohl in der Propaganda anderes behauptet wird. Ich gebe mir keine Mühe, die Namen und die Eigenschaften der Drohnen beider Seiten auswendig zu lernen.
In Deutschland pfeift derweil Fritz der Kanzler seine CDU-Wirtschaftsministerin zurück, weil diese sich aufgerafft hat, die sog. Reformvorschläge der SPD als schädlich für Deutschland zu kennzeichnen. Welche Folgerungen werden zu ziehen sein? Keine.
10. April 2026
So kann es nichts werden. Der Don erklärt die Weltlage erneut etwas anders, als man es nach der Vereinbarung von Islamabad vermuten durfte. Jetzt bemängelt er, dass die Straße von Hormus immer noch nicht frei befahrbar sei, und vom Maut, den die Perser nunmehr erheben, will er nichts gewusst haben. Deswegen, so lässt er wissen, werde die US-Armada im Nahen Osten bleiben, um im Bedarfsfall dem angeschlagenen Gegner den Rest zu geben. Nur zur Erinnerung: Die Vereinbarung von Dienstagnacht sah anders aus. Vor unsern Augen läuft ein riskantes Spiel ab. Keiner will den ersten Zug machen.
Kriegerisches (2): Zum Verhandlungsführer des Imperiums hat Trump seinen Vize ernannt. Die bisher vorlauten Herren Kushner und Wittkoff scheinen in der Versenkung verschwunden. Sie taugen für den Schwarzen Peter des jetzt möglichen Scheiterns nicht, auch sind sie genügend beschädigt, weil ihnen und ihren Meldungen der Kriegseintritt Amerikas angelastet wird. Vielleicht ist Vance klug genug, sich bei seinem Auftritt in Pakistan richtiger Diplomaten zu bedienen, deren Horizont über die Interessen von Tel Aviv hinausreicht, weil sie wissen, dass die Welt in Nahost komplizierter ist und den Amerikaner in jener Region niemand, der bei Verstand ist, noch über den Weg traut. Ich weiß nicht, ob es dortzulande überhaupt jemanden gibt, dessen Vorstellungskraft so weit reicht.
Kriegerisches (3): Selbstredend hält sich Tel Aviv nicht an das Vereinbarte und hat in den letzten zwei Tagen durch Raketenangriffe auf Beirut auf sich und seine Sonderrolle aufmerksam gemacht. So ganz wohl scheint es dessen Kriegsherren hierbei nicht zu sein, denn sie haben die Welt wissen lassen, dass sie sich ab sofort an Libanon-Gespächen in Pakistan zu beteiligen gedenken. Sowas kommt nicht aus Friedenswillen zustande, sondern da gibt es einen Hintergrund, über den man lediglich spekulieren kann. Zwei Gründe scheinen mir denkbar: a) Die Verluste des letzten Monats sind viel höher, als bislang zugegeben. b) Die Fronde der zionistischen Unterstützer in den USA bröckelt, weil Israels Krieg Mittel verschlingt, die so nicht eingeplant waren.
9. April 2026
Gestern trat der Don vor die Weltpresse, um einen Deal mit dem Iran und zugleich einen großen Sieg zu verkünden. Bei näherem Hinsehen handelt es sich um eine 14tägige Waffenruhe, beruhend auf einem in Pakistan ausgehandelten 10 Punkte-Plan. Sieht man noch etwas näher hin, kommen einem diese 10 Punkte irgendwie bekannt vor. Und richtig, es handelt es sich um die von den Persern vor etlichen Tagen bereits bekanntgemachten Bedingungen, um den Krieg zu beenden.
10 Punkte (2): Hierzu zählen so illustre Dinge wie der Abzug der US-Kampftruppen aus dem Nahen Osten, die Öffnung der Straße von Hormuz unter persischer Kontrolle des dortigen Schiffsverkehrs, die Fortführung des persischen Atomprogramms einschließlich der Anreicherung von Uran, die Einbeziehung des Libanons in den Waffenstillstand.
10 Punkte (3): Die Israelis haben unverzüglich erklärt, dass sie sich hieran nicht halten werden.
10 Punkte (4): Bei dieser offensichtlichen Nichtübereinstimmung der verbündeten Angreifer in diesem Krieg (USA & Israel) ist es kein Wunder, dass heute bereits der Streit um die Reichweite der Vereinbarung begonnen hat. Vize Vance wird als erster der Amerikaner dahingehend zitiert, dass der Libanon selbstredend nicht in den Waffenstillstand inkorporiert worden sei.
10 Punkte (5): Es ist kaum anzunehmen, dass die Perser dies hinnehmen werden. Folglich besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie mit dem Beschuss von Israel im Zweifel fortfahren werden. Bei diesen Voraussetzungen ist es kaum wahrscheinlich, dass der Waffenstillstand das Ende seiner Vereinbarung (14 Tage) erreicht. Es ist offensichtlich, dass Israel den Krieg verlängern will.
10 Punkte (6): Nun kommt es darauf an, ob die USA dies zulassen. Das ist angesichts der völlig aus dem Ruder rationaler Entscheidungen entsprungenen US-Führung auch nicht vage vorhersehbar. Es sieht hingegen so aus, als habe die Masse der US-Amerikaner mittlerweile (falls nicht von Anbeginn an) deutliche Vorbehalte gegen diesen Krieg, der ihnen als einziges sichtbares Ergebnis massive Bezinpreiserhöhungen beschert hat.
10 Punkte (7): Letztlich muss die Frage beantwortet werden, ob es der zionistischen Lobby in den USA noch einmal gelingt, den US-Präsidenten auf Israel-Kurs zu zwingen. Es erscheint vorstellbar, dass er sich in eine Alles-oder-nichts–Position verrennt. Die nächsten Tage werden es zeigen.
7. April 2026
Die angeblich allerletzte Frist des Don zum Beidrehen lief für die Führung des Irans heute Nacht ab. Der offenbar noch lebende Parlamentspräsident ist in vermutlichen Aussagen zu sehen. In dieses Videos sagt er: Nein. Nein, zu dem offenbar letzten Schrei einer 45tägigen sofortigen Waffenruhe, die ihm via Pakistan übermittelt worden war. Kann man nachvollziehen, wenn man seine Perspektive einnimmt. Die lautet: a) Mit diesem Gegner sind ernstzunehmende Vereinbarungen unmöglich, wie die Vergangenheit lehrt. b) Wozu dem Gegner eine Verschnaufpause zur erneuten Aufmunitionierung gewähren?
6. April 2026
Vor unsern Augen läuft der Netflix-Thriller Rettet den Air Man ab. In ihm wird gezeigt, wie das große und gute Amerika seine fliegenden Helden aus der westpersischen Wüste evakuiert, die dort dummerweise vom Himmel gefallen sind. Heute Nacht meldete der Don den Erfolg. Die Medienwelt applaudiert dem Feldherrn auf breiter Front.
Helden (2): Bleibt die Frage unerörtert, was die US-Boys in der Gegend zu suchen hatten. Nun, ich nehme an, dass sie nicht zufällig dort waren, wo geschossen wird, sondern Teil einer geplanten Operation gegen den Iran. Es sollen sich nämlich Erdkämpfe im Großraum Isfahan abgespielt haben, von dem bekannt ist, dass er a) in Persien liegt, und sich b) dort Elemente der iranishen Atom-Industrie befinden.
Helden (3): Ich stelle mir vor, das ein massives Kommando-Unternehmen dort stattfand oder doch zumindest stattfinden sollte. Die gemeldeten Flugzeugverluste sprechen dafür: Es ist nicht nur die abgeschossene F 15, sondern eine üppige Reihe von Flugzeugverlusten gemeldet worden: 2 weitere Kampfflugzeuge, 2 Großraum-Transportflugzeuge, 2 Kampfhubschrauber und mancherlei mehr, was von Air Force Liebhabern bewertet werden mag. Und die waren zur Rettung von 2 F 15-Männeken in Persien unterwegs? Das kann man bestenfalls den Fernsehzuschauern erklären. Mir hingegen nicht.
Helden (4): So erklärt sich, dass der Don neben seiner nächtlichen Jubelmeldung erneut schreckliche Drohungen gegen den Iran vom Stapel gelassen hat. Morgen will er das Land in Schutt und Asche legen. Habe ich falsch in Erinnerung, dass er vor drei Wochen das persische Volk von seiner fatalen Führung befreine wollte? Zwischenstufe zur Befreiung soll offenbar die Vernichtung sein. Ist er bei Sinnen? Ich zweifele.
Helden (5): Deutsche Journalisten aus dem Tichy-Stall wollen soeben in Erfahrung gebracht haben, dass in dieser Woche ein Waffenstillstand ausgerufen werden wird, den die Pakistaner vermittelt haben. Der vermutliche Verfasser dieser Redaktions-Meldung (Goergen) räumt auf ironische Zwischenrufe aus der Leserschaft, er kopiere offenbar eins zu eins israelische Propaganda, ein, auf irgendwelche Quellen müsse man sich schließlich stützen. Falls tatsächlich der Wind von Tel Aviv her weht, bestätigt das meine Vermutung, dass sich die Widerstandskraft der israelischen Angreifer dem Ende zuneigt, weil ihnen die Antiraketen-Raketen ausgehen und auch sonst nicht alles zum Besten steht. Das Ganze wäre dann lediglich eine Kopie der Ereigneisse des Vorjahrs. Fraglich ist allein, wie sich die extrem radikalisierte Führung in Teheran jetzt verhält.
4. April 2026
Die Perser holten gestern ein US-Kampfflugzeug, das sich in ihren Luftraum vorgewagt hatte, vom Himmel. Damit wäre auch das geklärt, wie es um die amerikanische Luftherrschaft in Nahost bestellt ist, während nur in der Lufthoheit über den US-Propaganda-Stammtischen das Gegenteil stattfindet. Derzeit läuft eine Jagd nach dem zweiten Piloten, nachdem einer der beiden in einer vermutlich gemeinsamen israelisch-amerikanischen Aktion aus dem Südiran gerettet werden konnte. Noch hat den zweiten keine der beiden Kriegsparteien entdecken können. Wir wüssten sonst davon.
Krieg in Persien (2): Derzeit findet die Zusammenziehung einer angeblich gewaltigen US-Bodenstreitmacht in Nahost statt, bestehend aus Marines und der 82. Luftlande-Division. Wen oder was wollen die US-Boys damit angreifen? Ein Blick auf die Landkarte des riesigen, von Wüsten durchzogenen Landes weckt berechtigte Zweifel am Sinn dieser Mission.
Krieg in Persien (3): Für übermogen (Ostermontag) hat der Don dem Iran die Hölle versprochen. Mit was denn? Mit 2 Infanteriedivisionen und einer Luftwaffe, die sich nicht in den iranischen Luftraum hineintraut?
Krieg in Persien (4): Deutsche Alternativ-Medien sind nach wie vor beschäftigt, die Berechtigung dieses Angriffskriegs nachzuweisen. Sie machen gelehrte Bemerkungen über das Völkerrecht als solches, beachten indessen die Grundregel nicht: Recht hat im Völkerrecht nur der, der den Krieg gewinnt.
3. April 2026
Am Karfreitag vor 110 Jahren begann in Dublin der Aufstandsversuch der Iren gegen die englische Herrschaft auf der grünen Insel. Er wurde in den Ostertagen blutig niedergeschlagen. Das war nur hinter dem Zensur-Vorhang des laufenden Weltkrieges möglich. Kaum war dieser beendet, flammte der Aufstand wieder auf, und er war in einer Phase, in der das Volk auf den britischen Inseln das Gemetzel gründlich satt hatte, nicht mehr unter Kontolle zu bringen.
Gemetzel (2): Die Generalstaatsanwältin-Justizministerin der USA, Pam Bondi, wurde letzte Nacht ihres Postens enthoben. Der Blondine mit dem harten Zug um den Mund wird vom Establishment vorgeworfen, mit der Veröffentlichung der Epstein-Akten den Blick in den Abgrund der Gepflogenheiten der sog. Eliten zu weit geöffnet zu haben. Jetzt sucht man einen lukrativen Posten für sie – außerhalb der Justizverwaltung. Sollte sie hierbei plötzlich und unerwartet sterben, dann hat sie im jetzt vergangenen Jahr ihrer Dienstzeit in DC zu viel Ungeschwärztes zu Gesicht bekommen.
2. April 2026
Der Feldherr spricht heute Nacht zur Nation und zur Welt: Die Kriegsziel wurden fast vollständig realisiert. Es folgen jetzt nie dagewesene vernichtende Militärschläge gegen die uneinsichtige iranische Führung. – Wie passt das zusammen? Gar nicht. Der Don hat jedes Maß verloren und will nur noch aus diesem Desaster als Sieger vor sein Volk treten. Morgen wird er wieder etwas anderes mit starker Stimme verkünden.
Feldherren (2): Gestern traf das jüngste Heft der Foreign Affairs in meinem Briefkasten ein. Jetzt liegt es oberflächlich überflogen auf meinem Schreibtisch und erzwingt Gedanken über den Hegemon und seinen Strategiewandel. Der sieht – in meinen Worten – so aus: Die USA müssen sich, wenn sie der Hegemon bleiben wollen, auf eine neue Gefahr konzentrieren, um diese abzuwehren. Die Gefahr heißt Deutschland. Jaja, ganz richtig gelesen. Diese neuen Phantasien bedürfen einer genaueren Bewertung, denn sie bedeuten Sprengstoff für unserr Land.
1. Apil 2026
Nein, kein Scherz, der Don hielt gestern wieder eine seiner Märchenstunden im Oval Office ab: Im Iran ist in 2 Wochen Pumpe. Spätestens. Dann ist dort alles, was schießen kann, zerstört. Straße von Hormus? Kein Problem. Das ist Sache der Franzosen. Wenn die den Weg brauchen, sollen sie sich halt darum kümmern.
Persische Märchen (2): Die Weltwirtschafts-Analyse von Egon W. Kreutzer, die in der vorvergangenen Nacht bei mir eintrudelte, beschreibt die Lage des März etwas anders. Zwar wird die Zerstörung der Gas- und Öl-Produktion im Nahen Osten durch die israelisch-amerikanische Allianz in erster Linie Europa und Asien schwer beschädigen, doch die US-Wirtschaft wird den Folgen dieses Desasters, wenn auch mit leichter Verzögerung, kaum entgehen können. Dort wird es zuvörderst die amerikanische Export-Wirtschaft treffen, weil deren Märkte nicht mehr da sein werden.
Persische Märchen (3): Sog. Konservative hierzulande feiern den Angriff gegen Persien als große Tat der Menschheitsbefreiung. Israel ist gerettet, so sagen sie. Zugleich nutzen sie die Gelegenheit zu wilden Attacken gegen den Vorsitzenden der AfD. Der könne nichts, vestehe nichts und seine Partei sei nicht mehr wählbar. Frage mich, a) ob diese Maulhelden je AfD gewählt haben, und b) ob sie bemerken, dass sie mutterseelenallein auf dem Marktplatz stehen?
30. März 2026
Die Ereignisse im Nahostkrieg geben zu denken. Bei allen Lügen hin und her wird klar, dass die persische Fähigkeit, den Angreifern substanzielle Verluste beizubringen nicht abgenommen hat. Ganz im Gegenteil, die Attacke auf den US-Militärstützpunkt Prinz Sultan in Saudi Arabien, bei der punktgenau US-Aufklärungsflugzeuge (einschließlich der nach dort beorderten AWACS) zerstört wurden, lässt erkennen, dass die Perser nicht nur präzise, sondern auch aus deren Sicht gut überlegt schießen, denn dieser Schlag ist ein weiteres Puzzle-Teil, die US-Streitkräfte blind zu machen.
Schlag (2): Es ist zu bezweifeln, dass diese Ausschaltung von Luftaufklärung durch die US-Satelliten-Beobachtung kompensiert werden kann. Dieser Angriff reiht sich in eine nun erkennbare persische Verteidigungs-Strategie ein, die nach erfolgreicher Zerstörung der ortsfesten US-Radarstationen und dem Abschießen von US-Tankflugzeugen den Offensivkräften der US Air Force die logistische und operatve Basis entzieht.
Schlag (3): Das hier besprochene iranische Vorgehen erfolgt nicht von selbst, sondern ist offenbar sorgfältig geplant worden. Ob es auf die Dauer funktioniert, muss sich erst noch erweisen. Auf jeden Fall bedeuten die jetzigen Ereignisse einen schweren Schlag gegen den Mythos der amerikanischen Unbesiegbarkeit.
Schlag (4): Der Entzug des Mythos wirkt sichtlich in die arabische Region hinein. Die lautstarke Ankündigung aus Saudi Arabien von letzter Woche, sich mit seiner beträchtlich großen Armee am Krieg gegen den Iran zu beteiligen, wurde am Wochenende liquidiert. Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt. Soso.
Schlag (5): Trump kündigt gestern an, die Straße von Hormus nach ihm selbst umzubenennen. Wie wäre es mit Don’s Drive oder so? Die erneut ausgestoßene Drohung, die Erdöl-Verlade-Insel Charg (Kharg) amphibisch zu besetzen, veranlasst mich, einen Blick auf die Karte zu werfen. Die Inseln liegt, vom Persischen Golf aus betrachtet, hinter der Straße von Hormus. Die Invasionsflotte muss da also durch. Viel Vergnügen.
Schlag (6): Seit dem Wochenende beteiligen sich die Houtis nunmehr offiziell am Krieg an der Seite des Iran.
Schlag (7): Der seit Beginn des Krieges parallel stattfindende Angriff der Israelis gegen den Libanon scheint alles andere als ein Osterspaziergang zu werden. Laut Jerusalem Post warnt der Generalstabschef – Eyal Zamir heißt der Mann –, dass ihm die Leute ausgehen. Dafür gibt es eigentlich nur zwei unterschiedliche Gründe: a) unerwartete Verluste, b) überdehnte Fronten. Ich tippe auf beides.
Schlag (8): (Angeblich) iranische Hacker sind in den E-Mail Account von FBI-Chef Kash Patel eingedrungen und machen diesen öffentlich lächerlich.
27. März 2026
Seit Tag und Nacht ist es bitterkalt im Ländchen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Perser völkerrechtswidrig die Straße von Hormus sperren. Und das, nachdem der Don ihnen für das jetzt kommende Wochenende das Öffnen der Höllentore angekündigt hatte.
Hormus (2): Heute Nacht wurde die Hölle auf den 6. April verschoben, denn die Mullahs hätten, sagt der Don, guten Willen gezeigt und 10 Großtanker durchgewunken. Frage mich allerdings, wie das mit den Aussagen aus Teheran (oder wo auch immer) zusammenpasst, dass man Tanker von nicht-feindlichen Nationen durchlasse.
Hormus (3): Ich tippe mal auf China, zumal sich amerikanische Börsianer heute Früh beunruhigt geben, dass ab sofort die einschlägigen persischen Öl-Ausfuhren in chinesichen Yen abgerechnet werden, weil die völkerrechtswidrigen Perser keine Dollars mehr annehmen. Liege ich falsch mit meiner Vermutung, dass diese Maßnahme den US-Boys mehr schadet als ein Drohnenangriff auf die Scheichtümer am Golf?
Hormus (4): Apropos Ausstieg aus dem Dollar, das Thema hatten wir schon mehrfach. Den Diktator Libyens Ghadafi kostete die Ankündigung vor Jahr und Tag den Kopf, als eine anglo-amerikanische Allianz des Land zerbombte. Im Unterschied zu damals laufen in Persien die Dinge in umgekehrter Reihenfolge ab: Erst Land zerbombt und Führer getötet, dann aus dem Dollar ausgestiegen.
Hormus (5): Weltweit versuchen die Öl-abhängigen Länder der Preisexplosion an den Zapfsäulen durch Steuersenkungen gegenzusteuern. Nur Fritz der Kanzler beschreitet den deutschen Sonderweg. Der heißt: Mehrwert-Steuer rauf. Das wird sicher helfen, das Land weiter zu ruinieren.
Hormus (6): Derweil findet in D eine Ablenkfütterung für die Mainstream-Idioten statt. Man plärrt auf allen Kanälen, dass Frauen virtuell und, oh Gott, sexuell-virtuell missbraucht würden. Mit größtem Widerwillen betrachte ich die dazu präsentierten Bilder. Augenblicke später: Wie komme ich bloß auf solch diskriminierende Gedanken, dass es sich hier um Frauen handeln könnte, denen das katholische Gurkenfechten keine Befriedigung mehr verschafft.
26. März 2026
Stellvertreter im Stellvertreterkrieg: Während Trump öffentlich verkündet, dass der Iran dringend einen Deal zum Ausstieg aus dem Krieg wünsche und hierfür einen 15-Punkte-Plan vorgelegt hat, melden sich nicht näher bestimmbare persische Stimmen über die arabischen Kanäle zu Wort, dass dies keineswegs der Fall sei. Derweil hat Trump eine hochrangoge Delegation unter der Leitung des Vizepräsidenten in Richtung Pakistan in Marsch gesetzt.
Stellvertreter (2): Das unerwartete Wiederauftauchen von Vize Vance in der ersten Reihe der Aufmarksamkeit, lässt den Verdacht dahinwelken, er habe sich in den letzten drei Wochen absichtlich rausgehalten. Selbst wenn, jetzt schiebt ihm der Don die Verantwortung für ein mögliches Scheitern zu.
Stellvertreter (3): Währenddessen meldet das in Deutschland beheimatete US Central Command, das die Kriegführung in Nahost lenkt, dass man jetzt das zehntausendste Ziel in Persien getroffen habe. Das mag sein. Nur was kaum sein kann, ist die Behauptung, dass ganz oben auf der Agenda die erfolgreiche Zerstörung der iranischen Raketenabschussrampen stand, denn über Nacht schlugen erneut eine nicht genannte Zahl von Raketen in Israel ein. Dass diese Ereignisse überhaupt den Weg in die Schlagzeilen finden, deutet darauf hin, dass wir uns nunmehr eilig in die von mir bereits im vorrigen Jahr beobachtete Phase des israelischen Wehgeschreis bewegen.
Stellvertreter (4): Nachdem Orbán gestern angekündigt hat, ab sofort die Ukrainer Schritt für Schritt von der bislang durch Ungarn sichergestellten Gasversorgung abzuklemmen, bis diese die Zerstörung der russisch-ungarischen Pipeline Drushba (südlicher Zweig) rückgängig gemacht haben, greifen ukrainische Drohnen über Nacht eine russische Raffinerie im Oblast Sankt Petersburg an, die dort nach westliche Pressemeldungen bedeutende Verheerungen angerichtet haben. Falls das stimmt, handelt es sich um einen weiteren gewaltsamen Schlag des US-Imperiums, nach dem Gasmarkt nun auch den Ölmarkt unter Kontrolle der US-Konzerne zu bringen.
Stellvertreter (5): Falls meine soeben genannte Annahme stimmt, lässt sich über den Ausgang dieses Versuchs wenig sagen. Sicher ist nur, dass in Europa und vor allem auch im sog. globalen Süden schwere wirtschaftliche Schäden angerichtet werden. Erneut stellt sich die Frage: Wem nützt das? Der US-Wirtschaft? Ich zweifele.
25. März 2026
Der Tag fängt lustig an, als ich damit beginne, die in meiner Abwesenheit aufgelaufene Papier-Post durchzusehen. In einem der Kataloge meines Berliner Lieblings-Verramschers finde ich das Bild Mönch am Meer von Caspar David Friedrich. Der Mann war ein Schelm, ich habe Tränen gelacht. Der Zustand verschlimmert sich, als ich Was-gibt’s-da-eigentlich-zu-lachen? gefragt werde.
Cui-bono? (wem nützt das?), fragt mich mit gutem Grund J., dem ich gestern den Aufsatz von Walter Post über den Iran-Krieg übermittelt hatte. Er gibt auch gleich die Antwort: Einigen Reichen und Superreichen. Soll ich mich dadurch trösten, dass unter der Masse der Leute, dem dieser Krieg massive Verluste bringt, auch etliche Reiche und Superreiche sein werden? Ich zweifele, denn der Unterschied liegt auf der Hand: Der Milliardär, der ein paar Millionen verzockt hat, bleibt hernach immer noch Milliardär, der Normalverdiener hingegen, der Strom und Sprit nicht mehr bezahlen kann, rutscht in die Armut.
Sehe ein Interview (wenigstens die ersten 14, 15 Minuten) mit dem jungen Mann Artur Abramovych an, der dem Club Juden in der AfD vorsteht. Der gebürtige Ukrainer sagt, die Stimmung in Israel sei gut und man sei eher erleichtert, dass es jetzt endlich zu dieser kriegerischen Auseinandersetzung komme, denn man befinde sich seit Jahrzehnten im Krieg.
Abramovych (2): Folgt man diesem Mann, so ist damit der Kriegsgrund geklärt, aber was ist das Ziel des Krieges? Die Vernichtung des Iran mit seinen rund 100 Millionen Einwohnern? Oder glaubt man ernsthaft, dass, sebst wenn man eine Kapitulation erzwingen kann, der Friede in Nahost einschließlich des Existensrechts Israels gesichert sei.
Das Existenzrecht Israels beruht auf einer Schenkungserklärung 1917 des damaligen britischen Außenminister Lord Balfour, ein Land betreffend (Palästina), was ihm nicht, sondern zum Osmanischen Reich gehörte. Nach der Niederlage der Türkei wurde das betreffende Land britischer Kolonialbesitz, das nach dem alten erfolgreichen Prinzip des Teile und Herrsche geführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die britische Herrscher-Herrlichkeit zu Ende. Fortan wollte das Mündel Vormund sein. So hängen die Dinge zusammen. Wer diese noch nicht sehr weit zurückliegende Landumverteilung nicht als Anspruchs-begründend ausreichend sein lassen will, der muss schon das Alte Testament bemühen. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass das Reich der Perser älter ist.
24. März 2026
Die Achterbahnfahrt geht weiter. Gestern verkündete der Don, dass sein Ultimatum an den Iran, in 2-Tages-Frist die Straße von Hormuz zu öffenen, aufgeschoben sei, weil er mit einem hochrangigen Iraner übers Kriegsende im Gespräch sei. Davon glaube ich kein Wort, betrachte aber mit Muße das Gesicht des Präsidenten während seiner Ausführungen dort neben dem Großflugzeug. Der Mann wirkt plötzlich steinalt und verbraucht. Nun, in seinem Fall gilt: Krieg ist offenbar doch kein Jungbrunnen.
Die Macht der Bilder (2): Die israelische Propaganda entlässt derweil Kurzfilme über Drohnenangriffe in stark belebten städtischen Verkehrsadern mit bombastischen Texten, dass auf diese Weise die oppositionellen Kräfte des Iran gestärkt würden. Abgesehen von der Frage, ob die Bilder überhaupt die behaupteten Ereignisse zeigen, lässt sich sagen, dass solche Angriffe das behauptete Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit verfehlen werden, da sie eher einen Solidarisierrungseffekt auslösen werden.
Missmutig und lediglich, um der selbstauferlegten Chronisten-Pflicht nachzukommen, bleibt ein Kurzhinweis auf die Landtagswahlen in der Pfalz hier einzurücken. Indes: Ich lese nur nichtssagende Schlagzeilen und finde die tatsächlichen Wahl-Ergebnisse nicht, aus denen ich mir dann ein Bild machen könnte. Ich merke, dass ich zu faul bin, um danach zu suchen.
22. März 2026
Das hier sieht nicht nach einem großen Erfolg der Weltmacht und ihres getreuen Nahost-Vasallen aus. Die Stadt Dimona beherbergt das Zentrum des israelischen Atomstaates, dessen Bombe wir bislang nur vom Hörensagen kennen. Wenn dort die Perser ohne erkennbare Gegenwehr hineinzuschießen vermögen, kann das für die Israeli und deren bislang nicht vorhersehbare Reaktionen nur alternativ bedeuten: a) Atombombeneinsatz jetzt, solange das noch geht, oder b) dies zu unterlassen, weil jeder einschlägige Versuch, ja schon jede einschlägige Dohung, zu nicht kalkulierbaren Verheerungen am Abschussort führen kann. Ich bin im Zweifel, ob es an Ort und Stelle genügend einflussreiche nüchterne Strategen gibt, dies zu verhindern. Auf ein amerikanisches No angesichts der derzeitigen intellektuellen Bocksprünge zwischen Florida und DC würde ich micht lieber nicht verlassen wollen.
Auch nicht gerade freundlich: Die britische Zeitschift The Economist machte mich am Wochenende in Madrid mit diesem Titel auf sich aufmerksam. Die Verhohnepiepelung der israelischen-amerikanischen Operations-Namens Epic Fury in Blind Fury (Blinde Wut) spricht für sich, ein vortreffliches Beispiel für den beißenden englischen Wortwitz.
The Economist (2): Die Autoren des Blattes weisen schonungslos darauf hin, was in diesem Krieg trotz flächendeckender Propaganda bislang alles schief gelaufen ist, vor allem was für katastrophale wirtschaftliche Folgen ins Haus stehen. Ja, da kennt die City of London keinen Spass.
20. März 2026
Wir sind mitten drin in der Medienschlacht über den Irankrieg. Wieder ist es so, dass jedermann glaubt, Partei ergreifen zu müssen. Kaum einer stellt die für mich naheliegende Frage: Was ist eigentlich im deutschen Interesse? Die Erklärung für diese Abstinenz ist ziemlich simpel. In einem Land, in dem man sich angewöhnt hat, das nationale Eigeninteresse als Nazikram anzuschwärzen, hält jedermann, der sich einschlägige Gedanken macht, beklommen das Maul.
Im deutschen Interesse (2): Das vorschnelle Parteiergreifen, zumal wenn es moraltriefend daherkommt, ist nicht im nationalen Interesse. Wer die Angreifer devot lobt, handelt bestenfalls in deren Interesse. Wer die Angreifer verdammt, handelt in niemandes Interesse, nicht einmal in dem des schauerlichen Regimes in Teheran.
Im deutschen Interesse (3): Das Einsortieren des Krieges in ein Pro oder Con verkürzt die Sicht auf die wahren Probleme des Landes. Sie sind durch Kräfte herbeigeführt worden, denen es daran gelegen ist, ihre Verursacher-Stellung zu vertuschen. Diese Kräfte befinden sich innerhalb und außerhalb des Landes. Sie spiegeln sich in den Konfliktparteien des jetzigen Krieges wider. Auf der einen Seite eine absolut egomanisch handelnde Geldelite, die ihren Hauptsitz in den USA hat, auf der anderen Seite religiöse Eliten, die einer boshaften Unterdrückungsreligion zur Weltherrschaft verhelfen wollen. Beide Seiten, die eindeutig nicht im Interesse Deutschlands liegen, werden hierzulande ignoriert, weil die beiden feindlichen Parteien eine unermessliche Zahl von Kollaborateuren auf ihre Seite gebracht haben. Den von ihnen verursachten Riss durch die deutsche Gesellschaft beobachte ich mit steigender Neugierde.
Im deutschen Interesse (4): Wer die Frage aufwirft, warum eigentlich hierzulande bislang Gewalttaten ausgeblieben sind, verkürzt die Wirklichkeit. Erstens gab es bereits hinreichend viele Gewalttaten, wie die Anschläge auf die Energieversorung in der Ostsee (Nord Stream) und Berlin sowie die tägliche Messerroutine in ganz Deutschland, zum andern schätze ich es so ein, dass die staatlichen Gewaltakteure derzeit Deutschland als Ruheraum nutzen. Das mag sich je nach Lageentwicklung von einem Tag auf den andern ändern.
Kriegsgebiete : Der Krieg in der Ukraine ist in der öffentlichen Wahrnehmung so weit Routine geworden, dass er keines Wortes mehr wert zu sein scheint. Nach meiner Vermutung findet hinter diesem Vorhang des Desinteresses die Konsolidierung der russischen Macht statt.
Kriegsgebiete (2): In Nahost hingegen hat Israel durch den erfolgreichen Luftangriff auf die Gasfelder in Südwesten Persiens zu einer möglicherweise entscheidenden Eskalation der Gewalt beigetragen. Das zugrundeliegende Kalkül könnte aufgehen: Europa und China sollen die Folgen dieses Krieges unmissverständlich zu spüren bekommen. Ob die Rechnung aufgehen wird, die bislang abseits stehenden Länder Europas und Asiens zu eigenen Kriegsgenossen zu machen, halte ich nicht für ausgemacht. Selbst die Staaten am Golf zögern.
19. März 2026
Dass es ein Fehler war, von Berlin aus dem Land der Klima-Idioten zu entfliehen, war mir klar, als ich den Nahost-Zustand des Flughafens notgedrungen durchwandernd zur Kenntnis nahm. Aber dass meine Fehlplanung mir die Rückkehr abschneiden würde, weil gestern der Flugbetrieb dank des starken Arms der Gewerkschaft verhindert wurde, konnte ich beim besten Willen nicht ahnen. Dieser Scherz kosteten mich mehrere hundert Euronen, und ich freue mich bereits jetzt darauf, wenn die allfälligen Klugsch… mich darüber belehren werden, wie ich dergleichen hätte vermeiden können.
BER Terminal 2, Foto: HR, Nov. 2025
Proletarisches (2): So habe ich mehr Zeit als gewöhnlich, per Notebook Leserbriefe zu studieren. Sie sind Ausdruck einer Schicht von Leuten, die nach eigener Überzeugung genau weiß, wie der Hase läuft. Bei Tichy dominieren die Das-müssen-erst-wir-mal-abwarten–Leser, während es bei ApolloNews die Faust-auf-den-Tisch-Schläger sind.
Die Realität verschwimmt vor unsern Augen, wenn seit Kriegsbeginn der Kriegsherr Netanyahu weg ist vom Fenster. Wenigstens optisch. Jetzt ist er wieder da, und dieselben Leute, die sein Fehlen bemerkten, behaupten nun, dass das, was wir zu sehen kriegen, die pure Fiktion ist. Wie wäre es mit einer neuen Serie bei Netflix (nach einer wahren Geschichte) mit dem Titel Ein Feldherr verschwindet. Ich weiß schon, das erinnert ein wenig an Alfred Hitchkock Eine Dame verschwindet, aber niemand wird behaupten wollen, dass der Benjamin aus Tel Aviv eine Dame sei. Ein Herr übrigens auch nicht.
18. März 202
Es knirscht im Regierungsgebälk in DC. Der Direktor der zentralen US-Behörde für Terrorismusabwehr Joe Kent hat gestern seine Entlassung verlangt. Der Krieg gegen den Iran, so der Spitzenfunktionär, erfolge nicht, weil dieser die USA bedroht habe, sondern weil Israel und dessen stützende Kräfte in den USA den US-Präsidenten zum militärischen Angriff genötigt hätten. Das ist nun eine öffentliche Stimme aus dem Chorus der amerikanischen Dienste, über die man kaum hinwegsehen kann. Mainstream diesseits und jenseits des Atlantiks versucht, ihn als antisemitischen Verschwörungs-Deppen abzuqualifizieren.
Es knirscht (2): Als nächste muss sich heute Nacht die Direktorin für die Dienste (DNI) vor den Parlamentsausschüssen rechtfertigen. Das ist die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der Dems (!), Tulsi Gabbard, die vor ihrer Nominierung durch Trump laut und unüberhörbar gesagt hatte, der Iran und dessen geistliches Oberhaupt stellten für die USA kein ernstzunehmendes militärisches Risiko dar. Nur zu deutlich ist (auch mir) ihr taffes Auftreten bei der Bestätigung durch den Senat vor gut einem Jahr in Erinnerung geblieben.
Es knirscht (3): Jetzt beginnt in DC das Schwarze-Peter-Spiel. Die wie immer unzuverlässigen amerikanischen Auguren deuten mit dem Finger auf den Trump’schen Sondergesandten Steve Witkoff, der vor drei Wochen dem Präsidenten bei seiner Rückkehr aus Nahost den Floh mit der fertigen iranischen Atombombe ins Ohr gesetzt habe. Soll man das wirklich glauben?
17. März 202
Es ist müßig, über die Kommunalwahlen in Hessen und Bayern ein Wort zu verlieren. Die Kräfte der Selbstzerstörung genießen in den administrativen Hochburgen eine hohe Zustimmung – ebenso wie vor Kurzem erst im ehemaligen Industrieland BaWü.
Netzfund:
Schreibt ein Leser gestern bei ApolloNews zum gerade stattgehabten Gedenktag gegen Islam-Feindlichkeit in Berlin: „Man sollte solche Tage gut nützen. An diesem Tag sollten überall öffentliche Lesungen aus dem Koran stattfinden, über religiös motivierte Pädophilie (Sure 65:4), Polygamie (Sure 4:3), Gewalt gegen Frauen (Suren 2:223, 2:229, 4:11, 4:34, 24:4, etc., etc.), über Antisemitismus (Suren 2:65, 2:75, 2:87, 2:94, 2:120, 2:135, 4:46, 4:50, 4:155, 4:160, 4:161, 5:41, 5:51, 5:82, 9:30, 62:6, 7:166) sowie über das Verbrennen (Sure 4:56), Auspeitschen, Amputieren und Kreuzigen (Suren 24:2 und 5:33), Enthaupten (Suren 8:12 und 47:4) und überhaupt über das Töten von Ungläubigen (Sure 9:5).Damit auch jeder weiß, warum es Islamfeindlichkeit überhaupt gibt.“
Quer (2): Bernd Zeller lässt uns in der nach ihm benannten Zeitung wissen: „Mysteriöses Phänomen: Immer mehr Ticketkontrollen enden im Krankenhaus.“
Erst ein Blick auf die Regionalkarte offenbart das Augenfällige zur Frage, warum die Chinesen auf Trumps Sirenen-Gesänge, sich am Aufbrechen der Blockade der Straße von Hormus zu beteiligen, schweigend und mit einem hintergründigen Lächeln reagieren. Sie haben seit dem Beginn der 2020er Jahre für diesen Fall eine Umgehungslösung geplant und in die Tat umgesetzt: den Hafen von Jask, an der Südküste des Golfs von Oman gelegen. Dessen nagelneuer Terminal ist mit einer 1000 km langen Pipeline ins Landesinnere zu den Ölförderstätten verbunden.
Der Blick auf die Landkarte (2) macht zudem überdeutlich, wie dicht die Ölstaaten am Golf zum Iran liegen und damit im Bereich seiner Waffenwirkung, und wie sehr diese Staaten, die ihre Existenz allein dem Ölbohren verdanken, von den Schutzversprechungen der Amerikaner abhängig waren und sind, die derzeit nicht eingehalten werden.
Das Lügen geht weiter (am Nachmittag): Auf einer Festveranstaltung im Kennedy-Center behauptet der Don, es habe über Nacht das umfangreichste und effektivste Bombardement des Iran stattgefunden. Er spricht von der persischen Insel Charg (Kharg), auf der sich der größte Ölterminal des Landes befindet. Der Angriff habe sich allein gegen militärische Ziele dort gerichtet. Ein Blick auf die Insel von oben legt nahe, dass das angesichts der minimalen Größe des Zielgebiets kaum sein kann. Was also wurde getroffen und falls überhaupt zu welchem Zweck?
Lügen (2): Auf dem Flugzeugträger Gerald Ford brach ein Feuer aus, das 30 Stunden lang nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ein defekter Wäschetrockner sei die Ursache gewesen. Warum nicht gar ein Joystick für Soldatinnen? Zu gut ist in Erinnerung, dass diese monströse Kriegsmaschine (der Flugzeugträger) vor Tagen erst aus dem Wirkungs-Bereich persischer Waffen reterierte. Also doch ein Treffer? Das mögen die Götter wissen und das Pentagon.
16. März 2026
Lob der Hässlichkeit: Für das, wie er aussah, konnte er nichts, aber für seine Worte schon: Habermao, Habermas, Habermat, Habermamus, Habermatis, Habermant… so finde ich ihn in einem Leserbrief der Zellerzeitung lateinisch durchdekliniert. Da hat doch tatsächlich einer einen Zipfel klassischer Bildung dreist raushängen lassen.
Hässlich (2): Ich hörte von ihm erstmals während des Studiums. Es schwärmte eine Komilitonin, wusste aber auch nicht so recht, warum. Genaueres erfuhr ich auch später nicht, denn das, was er schrieb, leuchtete mir nicht ein. Ich fand es unlesbar, aufgeblasen und in selbstgemachten Floskeln stelzend. Später erklärte mir ein weiblicher Fan, der Meister spreche erst durch seine Interpreten zu uns. Aha, das kannte ich bereits von dem zwergenhaften Denker aus Königsberg (womit ich diesen keineswegs auf die Stufe des Frankfurters runterschubsen will). – Jetzt ist er also tot und zum Beleg dessen, was ich mir gemerkt hatte, sah ich am Wochenende in die FAZ. Und siehe, ich lag richtig, es war ein Hochamt der Interpreten. Die Lektüre sparte ich mir.
Hässlich (3): Schon mehrfach habe ich mich gefragt, was eigentlich diesen Benjamin N. als Führer auszeichnet. Charisma ist es jedenfalls nicht, Charme auch nicht, Klugheit wohl kaum. Damit wären wir dann bei Eigenschaften angekommen, die man eher als weniger günstig ansieht. – Nachdem er, wie er sich selbst rühmt, den jetzigen Krieg ausgelöst hat, war er auffällig von der Bildflächte verschwunden. Gestern Abend tauchte er via X-Schnipsel auf und dementierte seinen Tod. Für einen Kaffee würde er sterben, gab sich das X-Bild witzig. Er wird wohl einen Vorkoster haben.
Hässlich (4): Mag sein, dass ich mich aus Ärger über den Nahost-Krieg irre, aber es kommt mir so vor, als habe der Don seine gewohnte äußerliche Überlegenheit eingebüßt. Seine Gesichtszüge hatte er zwar noch nie so richtig unter Kontrolle, doch jetzt den gewohnten Siegertypen zu geben, will ihm nicht gelingen. Er wirkt gehetzt und wirr. Die Auguren wissen es: Er ist bald weg vom Fenster. Das glaube ich zwar nicht, aber der Umstand, dass er nicht mehr allein am Ruder des Raumschiffs Erde steht, macht ihm sichtlich zu schaffen. Er weiß bei aller irrationalen Sprunghaftigkeit, dass Wahlen in den USA innenpolitisch, in der Wirtschaft, entschieden werden. Dort stehen die Preise an den Zapfsäulen im Wege. Die kann auch der Dümmste lesen.
Hässlich (5): Johann, der deutsche Außenzwerg, will sich nicht an den Patrouillen des Don durch die Straße von Hormus beteiligen. Nun gut, andere, die alle Tassen im Schrank haben, wollen das auch nicht, weil sie sich um ihre Kriegsschiffe Sorgen machen, die dann im scharfen Schuss gegen persich-russisch-chinesische Drohnen antreten müssten. Da lassen sie dem allmächtigen Kriegsherrn lieber den Vortritt. Doch die Deutschen haben eine andere Ausrede: Die Grünen Winde wehen, wenn sie denn überhaupt wehen, nicht durch die Straße von Hormus.
15. März 2026
Man hätte es ahnen sollen: Die iranischen Kampf-Drohnen, die dem Wertewesten in seinem jetzigen berechtigten Krieg gegen das Mullah-Regime so heftig zu schaffen machen, und die man seit Jahren nun schon unter dem Namen Geran2 im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des Wladimir P. in der Ukraine bei der Arbeit hat sehen können, stammen in Wirklichkeit aus Deutschland. Sie wurden in den 1980er Jahren bei der Firma Dornier in Friedrichshafen am Bodensee entwickelt und sind dann schließlich in den USA, dem Iran und Russland als Muster für die moderne Kriegführung kopiert worden.
Dornier (2): Die Firma, die eine lange Tradition für fliegende Kriegswaffen besaß, machte dann mit dem Ende des Kalten Krieges wg. plötzlich eingetretener weltweiter Friedfertigkeit Pleite. Die Reste wurden vom deutsch-französischen Luftfahrtkonzern Airbus geschluckt, der mit bedeutenden Teilen ebenfalls in Friedrichshafen residiert. Von Dornier ist daselbst nur ein kleines gleichnamiges Museum übrig geblieben.
Dornier (3): Mir scheint, als habe die deutsche Schuldkult-Fronde von diesem empörenden Umstand der deutschen Vaterschaft noch nicht in gehöriger Form Kenntnis genommen. Ich könnte mir, sobald sich das ändert, vorstellen, dass Fritz der Kanzler seinen Außenzwerg nach Jerusalem entsendet, um dort Abbitte und Wiedergutmachung zu leisten. Sind es doch diese Drohnen, die dem dortigen Staat derzeit so enorme Schwierigkeiten bereiten.
14. März 2026
Bei der Betrachtung von Fotos und Videoschnipseln, die den persischen Außenminister Araghchi (Arachtschi) zeigen, gehen mir einige Gedanken durch den Kopf, die ich zur Debatte stellen möchte. Er wirkt auf mich wie ein erfolgreicher und gebildeter persischer Geschäftsmann, dem man nicht ansieht, dass er einem mittelalterlichen religiösen Gewaltregime an prominenter Stelle dient. Seine Gesichtszüge sind sympathisch, sein Auftreten zivilisiert, seine Kleidung maßgeschneidert. Er wirkt, ohne sich das anmerken zu lassen, wenn er gemeinsam mit Presse- oder Administrations-Vertretern der USA zu sehen ist, diesen haushoch überlegen.
Zwiegesichtigkeit (2): Ich hoffe, mich hierbei nicht zu verheben, wenn ich anmerke, dass wir hier einen Prototyp aus der persischen Führungsschicht vor uns haben: Jemanden, der die westliche Denke beherrscht, ohne sie jedoch zu teilen. Wir finden exakt diese Gesichter auch bei anderen Figuren in Politik, Militär und Naturwissenschaften. In diesem Phänomen müssen wir wohl den Ursprung für die erstaunliche Bewaffnung des Iran unter den seit Jahrzehnten schwierigsten wirtschaftlichen Bedingungen suchen. Die jetzt zu Tage tretende Kampfkraft hingegen – von Trump & Co sträflich unterschätzt – entspringt, wie ich annehme, diesen ganz anderen Typen, die bärtig und finster an der Spitze der Revolutionsgarden stehen. Die einen von den anderen zu trennen, ist durch den Angriff vom 28. Februar gründlich misslungen.
Zwiegesichtigkeit (3): Es ist für die im westlichen Denken verwobenen Zeitgenossen – also Sie, den Leser, und mich, den Schreiber dieser Zeilen – schwierig bis unmöglich, sich in das Denken und vor allem das Handeln dieser oben genannten orientalen Typen hineinzufinden. Sie sind nicht wie wir und wollen es auch gar nicht sein, selbst wenn sie unsere Sprachen perfekt beherrschen. Auf der Gegenseite, also bei uns, wird die angemessene Reaktion nicht nur durch das real existente amtliche Personal, sondern vor allem auch durch die Mär von den Menschenrechten behindert, deren wichtigstes religiöses Element deren weltweite vom Menschen unabhängige Geltung („universale unveräußerliche Menschenrechte“) ist. So kann es leicht passieren, dass wir mit Machthabern konfrontiert werden, die uns überlegen sind, weil sie unser Menschenrechts-Gerede als Macke auffassen und dementsprechend handeln.
13. März 2026
Dass alles mit jeden zusammenhänge, ist eine Behauptung, aus der sich dann Beliebiges ableiten lässt. Ich habe soeben eine solche Gedankenkette gelesen, die – in meinen Worten – so arrangiert war: Trump versucht 1983 in South Carolina eine 13jährige aus dem Sortiment von Epstein sexuell zu missbrauchen. Diese wehrt sich, indem sie ihm in den Penis beißt. Ob und wann der Vorgang den Ermittlungsbehörden zu Kenntnis kommt, ist unklar. Jedenfalls untersucht das FBI dann 2019 den Fall durch Vernehmung des möglichen Opfers. Es entstehen 53 Blatt Polizeiunterlagen, die aber den Anfang dieses Jahres veröffentlichten Epstein-Files nicht beigefügt sind.
Schein und Wirklichkeit (2): Ob der zugrunde liegende Tatvorwurf stimmt, ist völlig offen. Das vermutete Opfer verweigert heutzutage jede Aussage. Ebenso die Anwältin. Wir sind also wieder in jener Grauzone angelangt, die wir aus dem Jahr 2016 kennen, als diverse Damen unterschiedlicher Oberweite behaupteten, von Trump vergewaltigt worden zu sein. Die Sachen gingen aus wie das Hornberger Schießen, da Trumps Anwälte gut dotierte Schweigevereinbarungen schlossen. Ob auch in diesem Fall ist unbekannt.
Schein und Wirklichkeit (3): Der jetzige Fall erhält seine Brisanz durch den Umstand, dass eine bedeutende parlamentarische Minderheit versucht, Trump mit allen sich bietenden Mitteln um sein Amt zu bringen. Das ist nicht unbedingt neu. Neu ist hingegen, dass das aufgefallene Fehlen der FBI-Akten nunmehr mit dem Iran-Krieg in Zusammenhang gebracht wird.
Schein und Wirklichkeit (4): Selbst Leute, die nicht Trump-feindlich eingestellt sind, fragen sich, ob der Präsident in den israelisch-amerikanischen Krieg hineingezwungen worden sein könnte. Je weniger dieser Krieg – entgegen allem Anfangsgerede – in einen schnellen Erfolg eingemündet ist, desto lauter werden diese Fragen gestellt, obwohl Erfolg und Fremdsteuerung eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Auch in Amerika wird mit dem Finger auf einen erpresserischen Netanyahu gedeutet, wobei leichter Hand hinzugefügt wird, Epstein sei halt ein Einflussagent zur Beschaffung von Kompromaten bei einflussreichen Zielpersonen gewesen. Klingt einfach, eigentlich zu einfach. Trump 1983 als Zielperson? Da war der Mann ein Bauunternehmer und angehender semi-bekannter Fernsehstar. Das mit der Politik kam 33 Jahre später.
12. März 2026
Jetzt verhängen wir (wer immer das sei) Sanktionen gegen den Iran. Nur nebenbei gefragt: Was genau werfen wir dem Iran vor? Dass er von der israelischen-amerikanischen Allianz militärisch angegriffen wurde? Und was genau erwarten wir von den Sanktionen? Nun, höhere Spritpreise, damit die Leute endlich aufhören, mit ihren Autos herumzukutschen.
Spritpreise (2): Finde in der Zellerzeitung von heute Nacht das Wesentliche leicht verständlich dargestellt:
11. März 2026
Mit etwas Verspätung finde ich die Angaben von US CentCom über die Zerstörung von US-Radarstationen in Nahost. Falls es stimmt, was darüber zu lesen ist, sind Schäden entstanden, die mittelfristig nicht ersetzt werden können, und die von den USA aufgerüstete Raketenabwehr der gesamten Region nahezu blind macht.
Eine weitere unbestätigte Meldung geht davon aus, dass persische Raketen und Drohnen wichtige Daten-Zentren in Nahost zerstört haben, zum Beispiel das von Amazon.
10. März 2026
Es ist der Krieg des Thomas Morus, so wie der ihn in der Utopia beschrieben hat. Der moralisch überlegene Staat ist befugt, Kriege zur Arrondierung seiner Interessen zu führen. Morus empfiehlt, den gegnerischen Staatsführer töten zu lassen.
Krieg (2): Die Phase 1 des Morus-Krieges haben wir erlebt, jetzt kommt das Vorgehen gegen die aus Sicht des moralisch überlegenen Angreifers minderwertige Bevölkerung. Der Anfang ist durch die Zerstörung von persische Trinkwasser-Anlagen gemacht. Wohlgemerkt durch US-Truppen. Der persische Außenminister hat auf dieses bislang einzigartige Kriegsverbrechen hingewiesen und angemerkt, dass man einen Rubikon überschritten habe. Persische Angriffe auf Meerwasser-Entsalzungsanlagen am Golf folgten auf den Fuß.
Die Medien versuchen den Leuten seit gestern einzureden, dass das knappe Wahlergebnis in BaWü „spannend“ sei. Nein, ist es nicht, sondern es ist völlig gleichgültig, ob grün oder schwarz den dortigen MP stellt, denn das ist genau so spannend, als wenn man beim Frühstück erst die obere und dann die untere Hälfte des Brötchens isst – oder anders rum.
9. März 2026
Im Iran-Krieg hat Israel die Ölraffinerien bei Teheran angegriffen und dadurch angezündet. Einige wenige Kurzvideos zeugen von einer beispiellosen Umweltkatastrophe. Im Gegenzug trifft es unbekannte Ziele in Tel Aviv und in Arabien sowie den Flugzeugträger Abraham Lincoln, der weit vom persischen Kriegsschauplatz zurückgezogen wird, um weiteren Dohnentreffern zu entgehen.
Persien (2): Es wurde ein neuer Ayatollah ernannt. Es ist der Sohn des Ermordeten. Der Vorgang zeigt zweierlei: a) Die Führung in Teheran wurde entgegen der Ansage aus Tel Aviv nicht ausgeschaltet. b) Sie ist – entgegen den Behauptungen des Don, es werde keinen persischen Führer ohne seine Zustimmung geben – nicht gewillt, sich von Ungläubigen reinreden zu lassen.
Ohne Belang ist der Wahlausgang in BaWü. Mit der Industrie-Vernichtungspolitik kann ungehindert weitergemacht werden. Der Wähler will das so.
Der nachfolgend widergegebene Artikel über den neuen persischen Führer und die Lage im Lande ist eine Momentaufnahme aus der Feder des Hamburger Historikers Dr. Walter Post, die ich mit seiner Genehmigung zur Kenntnis bringe, weil sie von dem um Meilen abweicht, was man sonst an Aufgeregtheiten hierzulande zu lesen und zu hören kriegt. Es ist seine Auffassung, ich finde sie lesenswert.
Die folgende nüchterne und zutiefst ernüchternde Analyse der Weltlage mit Schwerpunkt zum Iran-Konflikt nebst Ausblick auf die vermutlichen weltwirtschaftlichen Folgen hat der Blogger Egon W. Kreutzer am 30. März 2026 verfasst. Ich rücke den Aufsatz hier auf meinem Blog mit seiner Erlaubnis ein:
Oder: Es hat sich seit vier Jahren nichts verändert
Das Morgenlicht durchdringt diffus die Jalousette Ich denke vor mich hin, es wär doch schön wenn ich nur einmal nichts zu denken hätte Ich würd sogleich zu Fuß nach Compostella gehn.
Dort würd ich lila Rosenkränze kaufen und dicke Nonnen schubsen – ab und wann und mit den Maulbeerbäumen um die Wette laufen weil ich nicht denken, aber schrecklich rennen kann.
Ich mach die Augen wieder auf, es hat sich nichts verändert Noch immer ist es ziemlich grau Kein Frühling hat den Erlenbaum bebändert Jetzt lieg ich reglos da und gucke nicht sehr schlau.
Begleitender Chorus der tanzenden Trucker:
Reich mir Ricarda den Rautenkranz Trage Tusnelda das Tamburin Bleib wo du bist, vor allem aber bleib ganz Lass mich mit den Gänsen nach Süden ziehn.
Gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist es, dass die Väter des Grundgesetzes eine Staats- und Gesellschaftsform im besiegten Deutschland (West-Variante) zu schaffen trachteten, die eine Kopie der anglo-amerikanischen Siegermächte und zugleich moralisch einwandfrei werden sollte. Also musste eine Demokratie her, die eine gewisse Ähnlichkeit zu den neuen Vorbildern hatte, und sie musste, darauf legten die Herren in ihren gut geheizten Gouverneursvillen den allergrößten Wert, unabschaffbar sein. Nun wussten die klügeren unter den Vätern, wie der SPD-Mann Carlo Schmid, um den unauflösbaren Widerspruch zwischen Demokratie und der Anordnung ihrer Unabschaffbarkeit, und um das zu kaschieren, nannten sie das Konstrukt wehrhafte Demokratie. Darunter leiden wir noch heute, denn diese wehrhafte Demokratie als Institution hat sich verselbständigt. Sie schützt den Bürger vor seinem eigenen politischen Willen. Das ist so kurios, dass man es zunächst gar nicht glauben mag.
Demokratie (2): Nun mag sich der Leser wundern, wie ich plötzlich auf sowas komme. Der Anstoß kam von außen, als ich nämlich heute Früh las, das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) wolle künftig auf den „Phänomenbereich Delegitimierung des Staates und seiner Organe“ verzichten. Hinter dem schrecklichen Beamten-Kauderwelsch verbirgt sich das Vorgehen gegen Bürger, die seit gut fünf Jahren mit der einen oder anderen politischen Grundentscheidung der die Macht innehabenden Organe nicht einverstanden sind und dies auch zum Ausdruck bringen, zum Beispiel bei der Einwanderung Illegaler, der Zerstörung der Energie-Infrastruktur, der Corona-Narretei, des Klima-Wahns und der Kriegslust gegen Russland und andere. Das sagt eigentlich schon alles: Mit der Einhaltung der Grundgesetz-Normen hat das alles nichts zu tun.
Demokratie (3): Nun mag einer denken, dass nunmehr — nach der Abschaffung des sog. Phänomen-Bereichs — die Bürger, die schlicht anderer Meinung sind, in Ruhe gelassen werden, doch der unterliegt einem Irrtum. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Die einschlägig tätigen Beamten werden lediglich die Ettiketten auf ihren Schubladen austauschen. Das ist bei den heutigen elektronischen Verhältnissen schnell getan.
7. März 2026
Nach einer Woche Krieg in Nahost lässt sich sagen, dass die israelisch-amerikanische Absicht, eine Art Blitzkrieg zu führen, gescheitert ist. Dieser sollte aus einem mit großem militärischen Aufwand durchgeführten Enthauptungsschlag bestehen, von dem man annahm, er werde die iranischen Abwehrmöglichkeiten zusammenbrechen lassen. Das ist, soweit ich mir ein Urteil erlauben kann, nicht der Fall. Vor allem scheinen die Kriegsplaner angenommen zu haben, dass das persische Volk nach Beseitigung einer verhassten Führung die angreifende Allianz als Befreier begrüßen werde. An diesem Gedanken hat man sich vermutlich durch lautstarke Aussagen von Exil-Persern, wie der des Schah-Sohns, berauscht.
Persien-Krieg (2): Meine vorstehend erörterte Vermutung erhält Nahrung durch das Verhalten des US-Präsidenten. Während er vor drei, vier Tagen noch davon spracht, es werde Zeit, die Auseinandersetzung durch Verhandlungen zu beenden, ist er gestern Abend umgeschwenkt: Nunmehr kämen Gespräche erst nach einer bedingungslosen Kapitulation in Frage. Das ist eine besonders törichte, kriegsverlängernde Aussage, wie wir aus der eigenen Geschichte des Zweiten Weltkriegs wissen, weil sie geeignet ist, die davon betroffene feindliche Bevölkerung zum Kampf zusammenzuschweißen..
Persien-Krieg (3): Westliche Beobachter versuchen, eine Empörungs-Allianz mit den angegriffenen Golf-Staaten zustande zu bringen. Die hierfür als Argument ins Feld geführten Schäden durch persisches Beschuss lassen sich derzeit nicht annähernd beurteilen. Ich vermute, dass vor allem die durch den Beschuss ausgelöste export-wirtschaftliche Isolierung des Golfs in Kürze ernsthafte Schäden am gewohnten Wohlleben in den vom Export-Stopp betroffenen Staaten herbeiführen wird. Noch ist unklar, auf welche Seite sie sich in naher Zukunft schlagen werden. Sich hierbei auf die Unterschiede von Schiiten und Sunniten zu berufen, finde ich kühn, denn die beiden in diesem Krieg auftretenden Aggressoren sind nichts von beiden, sondern in den Worten der betroffenen Region: Ungläubige.
Persien-Krieg (4): Militärisch von Gewicht ist allein Saudi-Arabien. Über die Kampf-Moral von dessen Armee ist nichts Verlässliches bekannt. Deren Führung wird vor allem Eigeninteressen vertreten. Wie diese aussehen, wenn der amerikanische Raketen-Schutzschild schwer beschädigt sein sollte, ist völlig offen.
Persien-Krieg (5): Leser A. weist mich darauf hin, dass in den russischen Nachrichtensendungen über diese Ereignisse von der Epstein-Koalition gesprochen werde. Man sieht, an der Freude des Russen, zynische Witze zu machen und zu verstehen, hat sich nichts geändert.
Etwas näher dran: Der kleine Mann aus Kiew hat dem ungarischen MP Orbán unverhohlen angedroht, ihn durch ein Kommando ermorden zu lassen, wenn der jetzt nicht hinsichtlich seiner Nichtfreigabe von EU-Krediten an die Ukraine umschwenkt. Orbán revanchiert sich und lässt einen Gold-Bargeld-Transport (mit Werten von ca. 100 Mio €), der sein Land durchqueren will, kurzerhand hochgehen. Der wilde Osten ist zurück. Vielleicht war er auch nie weg. Wer will das wissen?
6. März 2026
Wir erleben im Moment life den nächsten kolossalen strategischen Fehler der amerikanischen Weltbeherrscher mit ihrer angeblich unschlagbaren Militärmaschinerie. Innerhalb weniger Tage wird klar, dass der Angriff auf den Iran Nebeneffekte ausgelöst hat, an die, da wette ich, im Pentagon (nebst angeschlossenen Eierköpfen) niemand gedacht hat. Es sollte offenbar ein Enthauptungs-Handstreich à la Venezuela werden, aber hier trat die Wirklichkeit in den Weg. Sie lautet: die Perser wehren sich mit handfesten Mitteln und haben tatsächlich die Öl- und Gasproduktion der US-Satrappen am Golf angegriffen, einschließlich der Sperrung der Straße von Hormuz. Im Wertewesten sind daraufhin die Preise für Öl und Gas in die Höhe geschossen. Man kann es an den Tankstellen in D unschwer ablesen. Der Diesel beispielsweise ist gegenüber dem Vorjahrespreis um 60 Cent nach oben geschossen. Es wird nur einige Tage dauern, dann kommt diese gegenleistungslose Verteuerung in der Gesamtwirtschaft an. Kein Mensch weiß, wie das ausgehen wird.
Irankrieg (2): Ich betrachte mit Staunen, wie die deutschen Meinungsbildner das aggressive Handeln der israelisch-amerikanischen Allianz loben. Sie tun das unter stillschweigenden bzw. lauthals verkündeten Prämissen, die angeblich keine Diskussion gestatten: a) das auf dem alten Testament beruhende Existenzrecht Israels, b) der erklärten Absicht der Mullah-Clique, den Staat Israel zu vernichten. Selbst wenn ich beides einmal als zutreffend unterstelle, bleibt die Frage unbeantwortet, ob die jetzigen Kriegshandlungen geeignet sind, den Premissen a&b gerecht zu werden. Ich vermute, man irrt sich, denn die rassischen und religiösen Differenzen, welche die Feindseligkeiten dominieren, werden durch das Töten der iranischen Führung nicht beseitigt werden, wie sich auch in allen anderen Ländern des Nahen Ostens zeigt. Sicher erscheint mir indessen, dass der jetzige Krieg wesentlich zum Anti-Amerikanismus beitragen wird, vom Anti-Israelismus (bzw. Antisemitismus) ganz zu schweigen.
Iran-Krieg (3): Sieht man einmal von den amerikanischen Waffenhändlern ab, schält sich derzeit aus dem Pulverdampf ein Sieger heraus, an den in DC vermutlich niemand gedacht hat: Der böse Wlad im Kreml, der über die Rohstoffe verfügt, die dank amerikanischem Weltmachtwahn derzeit rare Waren sind. Jedoch…
Iran-Krieg (4): Im Schatten des ausufernden Krieges in Nahost gibt es heute Nacht einen bemerkenswerten Zwischenfall im Mittelmeer zwischen Libyen und Malta, wo ein russischer Flüssiggas-Tanker – vom Nordmeer kommend auf dem Weg zum Suez-Kanal – Feuer fängt und im Meer versinkt. Die russische Regierung erklärt, es handele sich um einen an der libyschen Küste gestarteten Angriff mit einer ukrainischen Seedrohne
5. März 2026
Im Nachklapp zu Fritzens Reise zum Kolonialherrn bleibt im Netz der Erkenntnis hängen, dass dieser sich zur Ostfront äußerte. Es dürfe nicht sein, so begann er, was stets darauf hindeutet, dass es für dieses Dürfen und Sollen keine unumstößlichen Maßstäbe gibt, also nochmal: es dürfe nicht sein, dass der böse Wlad noch mehr kriegen darf, als er ohnehin schon besetzt hat im fernen Land am Dnjepr. Heißt zu deutsch: Das, was er jetzt besetzt hat, das lassen wir ihm. Das ist ziemlich neu in der deutschen Kriegsrhetorik. Bislang wollten wir die Grenzen von 2014 (inklusive Krim) wiederherstellen. Schon vergessen?
Persienfront: Jetzt will der Don die Kurden gegen Teheran hochmachen, was man aus DC sogleich bestreitet. Kann mir nicht vorstellen, dass der Sultan aus Ankara das unwidersprochen hinnimmt. Im Persischen Golf geht derweil das Schiffeversenken munter weiter. Und schließlich: die aus Nahost verbreiteten Bilder über Raketeneinschläge sehen nicht so aus, als wäre dort nichts passiert. Nur was, das bleibt der Kriegszensur überlassen.
Heimatfront: Nicht ohne Vergnügen lese ich, dass der nächste Bundespräsident am kommenden 30. Januar gewählt werden soll. Ob das Wachbataillon nach vollzogenem Akt in guter 30. Januar-Tradition zum Fackelzug durch das Brandenburger Tor antritt, wurde nicht mitgeteilt.
Nochmal Fritz in Washington: Falls die US-Plattform Bloomberg zutreffend berichtet, war der Kanzler beim Don, um von diesem die Aufhebung des Boykotts von Rosneft (Deutschland) zugesagt zu bekommen. In Klardeutsch: das Russenöl darf jetzt wieder Richtung Schwedt fließen. Wie es dahin kommen soll, ist mir noch nicht ganz klar. Ich habe in Erinnerung, dass 2023 die französischen Eigentümer den Ölhahn der Drushba-Pipeline (nördlicher Zweig) dichtgemacht haben. Bleibt die weitere Frage: bettelte Merz um die Wiederzulassung, oder musste er von Trump hierzu gedrängt werden, weil, wie die Bloomberg-Amerikaner fürchten, die deutsche Wirtschaft zu kollabieren droht?
Schwerdt an der Oder an einem Januarmorgen. Ein Schlot qualmt noch (Aufnahme: HR).
4. März 2026
E.S., Tochter eines Danziger Schiffbauers, der zur Zeit ihrer Geburt am Aufbau des kaiserlichen Kriegshafens an der Nordsee, in Wilhelmshaven also, beschäftigt war, wo sie zur Welt kam, hat heute ihren 125 Geburtstag. Das wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn sie nicht meine Großmutter gewesen wäre.
Persönliches (2): Der frühe Blick aus dem Fenster fällt auf einen dicht verhangenen atlantischen Himmel, welcher der Sonne das Bestrahlen der äquatorialen Eingeborenen verwehrt. Das juckt diese ebensowenig wie der Umstand, dass ihr Kolonialherr Sanchez im fernen Madrid soeben das Kriegsbeil gegen die Weltmacht USA ausgegraben hat: Keine spanischen Flughäfen für die US-Kriegsmaschinerie im taufrischen Iran-Krieg, so hatte er vorgestern verfügt. Der Don lässt nicht lange auf sich warten und verhängt gegen Spanien einen Handelsboykott. Der wirkt nicht heute und nicht morgen, aber vielleicht schon übermorgen, wenn hiesige fleißige Bauern mit sonnengegerbten Gesichtern ihr Öl und ihre vorzüglichen Weine auf den Markt bringen wollen, oder die durch grünen Wahn schwer geschädigte spanische Wirtschaft doch abseits aller Klima-Rezepte Öl und Gas aus Übersee benötigt.
Persönliches (3): Kann mir mal wer erklären, warum Fritz der Kanzler gestern nach DC jettete. Was gab’s da zu besprechen, oder wurde er zur Befehlsausgebe einbestellt? Mit leisem Unbehagen erinnere ich mich an die Befehlsausgabe vor vier Jahren, als Scholz zu Biden reiste und erklärt bekam, dass Nord Stream weg müsse, was bekanntlich kurz drauf passierte. Einfach so.
3. März 2026
Dem Mutigen gehört die Welt: Das US State Department forderte gestern alle US-Amerikaner auf, den Nahen Osten umgehend mit jeglichem erreichbaren Transportmittel zu verlassen (Americans in Bahrain, Egypt, Iran, Iraq, Israel, the West Bank, the Gaza Strip, Jordan, Kuwait, Lebanon, Oman, Qatar, Saudi Arabia, Syria, the United Arab Emirates (UAE), and Yemen should depart now through any available commercial transportation). Ob sich hierdurch auch die zahlreichen Bewohner Israels mit doppelter Staatsbürgerschaft angesprochen fühlen sollen, bleibt dem Geschmack des Betrachters überlassen. Vor einem Jahr jedenfalls war es so.
Flucht (2): Man darf kaum annehmen, dass alle betroffenen Amerikaner dies dankbar zur Kenntnis nehmen, selbst wenn sie aus der Propaganda wissen, dass der sog. Präventiv-Krieg dem Schutz Amerikas dient.
Flucht (3): Die Tanker, die nach der Sperrung der Straße von Hormuz nunmehr festsitzen, werden sich kaum im Luftwege absetzen können. Nicht nur, weil die Flughäfen der Region gesperrt sind. Um den Verursachern dieses Desaster auf die Spur zu kommen, genügt es vermutlich, in absehbarer Zeit zu kontrollieren, wer genau auf welche Ölpreisentwicklung gewettet hat. Denn merke: Krieg ist ein tolles Geschäft (für alle, die in einem sicheren Geld-Hafen residieren).
Flucht (4): Wir werden es erleben, wann am Golf das Trinkwasser knapp wird, und wie die verwöhnten Wüstensöhne und ihre bislang willkommen geheißenen ausländischen Gäste das finden werden. Es wird sich rumsprechen, dass Dubai ein pointof risk ist.
2. März 2025
Die Siegesfanfaren werden erwartungsgemäß gedämpfter. Der Don kündigt heute Nacht an, dass er noch fünf, sechs Wochen benötigt. Benötigt wozu? Derweil stürzen in Arabien US-Kampfflugzeuge ab. Auch das gibt Rätsel auf, da ich mir nicht vorstellen kann, dass sie in der Luft mit Kamelen zusammenstießen.
Siegesfanfaren (2): Während in Tel Aviv Gebäude einstürzen, kündigt Netanyahu an, weitere 1000 Ziele im Iran zu treffen. Hat er noch so viele Mittelstreckenraketen? Denn mit Flugzeugen traut er sich offensichtlich nicht in den persischen Luftraum. Zeitgleich greift Israels Luftwaffe Ziele im Libanon an. So mag Groß-Israel (nicht meine Wortschöpfung) in einschlägigen militärischen Lagekarten bereits aussehen. Ich bezweifle, dass die davon betroffenen Araber das auch so sehen.
Siegesfanfaren (3): Corona-Gewinner aus meinem Bekannten- (nicht: Freundes-) Kreis haben ihre zusammengerafften Impf-Vermögen nach Dubai geschafft. Zwei von denen sitzen dort jetzt fest. Ich konnte mir trotz des Ernstes der Lage ein Grinsen nicht verkneifen.
Siegesfanfaren (4): Der Raketenangriff auf einen britischen Stützpunkt auf Zypern sieht weniger nach einer persischen Attacke als nach einer britischen Aktion aus. Ich traue dem strauchelnden Regime in London alles zu, wenn es darum geht, von der eigenen, weitgehend selbstgemachten Misere abzulenken und die Bevölkerung zum Krieg aufzuhetzen.
Siegesfanfaren (5), mit Dämpfer: Bei Wolfgang Prabel (https://www.prabelsblog.de/2026/03/details-ueber-die-iranische-konfliktkulisse/) finde ich heute Morgen Basis-Daten zur religiösen Zugehörigkeit in Persien. Trotz der Spaltung in Sunniten und Schiiten, für die ich zur Unterscheidung keine Eselsbrücke besitze, bleibt die Erkenntnis, dass das Land fast zu hundert Prozent von Mohammedanern bewohnt wird. Dass es bei diesen Leuten gut ankommt, wenn man deren religiöses Oberhaupt mit Triumpf-Geschrei ermordet, halte ich nicht für ausgemacht.
1. März 2026
Erneut ist das Eldorado der Lügen eröffnet. Habe zur Sicherheit in meinen älteren Tagebuchaufzeichnungen nachgeblättert. Danach begann der von Israel losgetretene letzte Krieg gegen den Iran am Freitag, dem 13. Juni 2025, und dauerte genau 12 Tage. An deren Ende stand Israel durch massiven iranischen Raketenbeschuss am Rande einer katastrophalen Niederlage. Ich brauchte vor einem Jahr tagelang, um aus den Lügenmeldungen ein einigermaßen zutreffendes Bild rekonstruieren zu können.
Persien (2): Deswegen bin ich vorsichtig, wie die Lage am Tag 2 des neuerlichen Krieges aussehen mag. Sicher erscheint mir nur, dass der Iran tatsächlich das Feuer auf israelische Ziele eröffnet hat. Ob er daneben auch, wie die West-Medien behaupten, gestern bereits die Golfstaaten angriff, erscheint mir eher eine Zweckmeldung zu sein, hinter der in Wirklichkeit Angriffe auf dortige US-Militärstützpunkte stecken mögen.
Persien (3): Ob es wirklich so ist, wie Israels Führer Netanyahu triumphierend feststellt, dass man das iranische Oberhaupt Ali Khamenei getötet habe, mag sein wie es will, es zeigt, dass man vor keinem Tabu zurückschreckt, einen Staatsführer gezielt zu töten. Die Annahme, dass die Perser diesen Mord dankbar begrüßen werden, in reine Hybris. Mich würde es nicht wundern, wenn man sich in Teheran mehr als nur Gedanken macht, an Trump oder Netanyahu Rache zu üben.
Wie lächerlich wirken angesichts dieser Ereignisse, die Aufgeregtheiten in D., die rund um die Wahl in BaWü abgesondert werden. Wen interessiert das eigentlich, ob dort nach einer grün-schwarzen Koalition die nächste schwarz-grün werden wird, oder es doch grün-schwarz bleibt. Klar ist nur, es sind immer noch nicht genügend viele Arbeitsplätze vernichtet worden, um die Leute zur Vernunft zu bringen. Da ist noch Platz nach oben bzw. unten — je nach Standpunkt.
28. Februar 2026
Man wird sich das Datum merken müssen: Heute Nacht führten israelische Streitkräfte einen sog. Präventivschlag gegen den Iran. Im Klartext: Sie bombardierten fünf Städte einschließlich der Hauptstadt Teheran. Dies geschah mit ausdrücklicher US-Unterstützung. Ohne Prophetie wird man annehmen dürfen, dass dieser Angriff nicht ohne Antwort bleiben wird. Sie wird in erster Linie Israel treffen. Das einschlägige Geschrei wird dann wieder ertönen, so wie vor Jahresfrist.
Nahost (2): Interessant fand ich heute Morgen, die ersten Reaktionen der Leserschaft von Apollo News. Es überwiegen die Stimmen, die ihre Freude über den Angriff zum Ausdruck bringen. Damit nicht genug: Meinungen, die zur Mäßigung aufrufen, werden der Befürwortung des Mullah-Regimes in Teheran bezichtigt. Man kann jetzt die Uhr danach stellen, wann die harten Antisemiten, die sich durch das Geschehen in ihren Ansichten bestätigt fühlen, dies öffentlich zum Ausdruck bringen. Es wird der islamische Pöbel auf unsern Straßen sein, der in Kürze das Wort ergreift und Taten folgen lässt.
27. Februar 2026
Die Meldungen von der Ostfront waren jetzt wochenlang dürftig. Nun berichtet der Wertewesten von zwei sensationell aufgemachten Siegen der Ukrainer. Zum einen handelt es sich um eine sog. Offensive, welche den Russen eine schwere Niederlage beigebracht habe. Zum andern geht es um das Abschalten Russlands von Star Link. Zu beiden gefeierten Siegen bleiben Fragezeichen.
Ostfront (2): Der Vorstoß ukrainischer Kräfte scheint mir zutreffend. Bleibt die Frage, mit welchen Verlusten er erkauft wurde. Bleibt die zweite Frage, warum das zentimeterweise Vorrücken der Russen an fast allen anderen Stellen der Front stattfinden konnte. Das Ganze erinnert fatal an die gepriesene ukrainische Sommeroffensive 2023 und an den Vorstoß Richtung Kursk im August 2024. Beide Angriffsaktionen fügten dem Angreifer schlimme Verluste zu und zudem Geländegewinne, die kaum über den Tag hinaus reichten.
Ostfront (3): Das Ausschalten Russland aus dem Star-Link-System kann nur auf einer Weisung des Eigentümers beruhen. Das ist bekanntlich Elon Musk. Ihm müsste klar sein, dass Russland sich befugt sieht, auf derartige Aktionen gegen den Veranlasser mit kriegerischen Mitteln vorzugehen. Wir werden also noch davon hören. Oder auch nicht, falls es nämlich stimmt, was der russische stellvertretende Verteidigungsminister vorgestern dazu sagte: Das Abschalten bedeute für die russische Kriegführung keine Beeinträchtigung.
Ostfront (4): Der innereuropäische Konflikt um den Ukraine-Krieg spitzt sich zu. Will man wirklich die Ungarn zu feindlichen Ausländern promovieren? Dass Orbán Truppen zusammenziehen lässt, zeigt, dass Feuer unterm Dach ist. Allerdings befindet er sich zudem mitten in einer Wahlschlacht mit unsicherem Ausgang.
Entgegen meinem festen Vorsatz, mich nicht um die Affäre Epstein zu kümmern, bin ich angesichts der Flut der Meldungen doch ins Grübeln gekommen. Es ist weniger die unappetitliche Kinder-Bordell-Geschichte, die mich beschäftigt, denn die ist, so schlimm sie auch sein mag, für die Galerie. Der eigentliche Skandal ist der hinter den Kulissen. Es schälen sich Konturen heraus, die das Unglaubliche der Tätigkeit dieses Mann nunmehr erahnen lassen. Das Einfalltor in das ganze Epstein-Desaster ergibt sich aus seinen Mitgliedschaften, zum Beispiel WEF, Bilderberg, Council on Foreign Relations, Trilaterale Kommission. Habe ich wen vergessen? Die Mitgliedschaften dieses Nobody bedeuteten, ihn muss jemand dort hineingeholt haben. Ich tippe in aller Bescheidenheit auf David Rockefeller oder einen seiner Spannemänner. Für sie war der Mann nützlich, weil er sich nützlich machte. Vielleicht weil er zudem deren perverse Ambitionen beförderte. Einer musste es schließlich tun, wie es immer so schön heißt.
Epstein (2): Es mag sein, dass er daneben seine eigene Suppe kochte – dann nämlich, als er erkannt hatte, was für trübe Nummern die Reichen und Mächtigen doch in der geilen Wirklichkeit waren. Dann waren seine Frischfleisch-Lieferungen das, was man beim Geheimdienst ein Kompromat nennt – eine Erkenntnis also, mit der man den anderen auf Gedeih und Verderb an der Leine führen kann.
Epstein (3): Unterstellt man einen Moment lang das Vorherstehende als zutreffend, wird auf einen Schlag deutlich, warum die Betroffenen jetzt alles in ihrer Macht tun, vom wahren Geschehen abzulenken. Wundern tut dann auch nicht mehr, warum der Mann in den Nuller Jahren sich aus seinem Tun freikaufen konnte, und als die Wogen dann hoch und immer höher schwappten, dass er 2019 sterben musste. Das mussten vor ihm auch andere aus wahrhaft weniger gravierenden Gründen schon.
Epstein (4), vorerst vorletzte Bemerkung: Die Leute, die man jetzt zu Rücktritten aller Art zwingt, sind lediglich weitere Watschenmänner, wenn man als richtig unterstellt, dass dies ein Club von größenwahnsinnigen Möchtegern-Weltbeherrschern ist. Je hochrangiger die jetzt geschassten, desto fester werden die wahren Hanseln zusammenrücken. Es sei denn, einer von denen hat das Erbe des Epstein-Wissens an sich bringen können.
Epstein (5): PS. Was macht eigentlich Billy G.? Zumindest seine Zuwendungsempfänger in den Qualitätsmedien schweigen eisern.
Epstein (6): Spätestens in fünf, sechs Wochen hat sich die Meute ausgetobt, und die Herren können wieder zu ihrem Tagesgeschäft nebst attachierten Lustbarkeiten übergehen.
26. Februar 2026
Ich habe nichts gegen Polen, doch als Flug-Mitreisende finde ich sie lästig, da sie sich, sobald die Anschnallzeichen erloschen sind, in maschinen-übergreifende Gesprächsgruppen zusammenfinden. Was das Thema ihres den Fluglärm übertönenden Gedankenaustausches ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Auffällig erscheint es mir, dass derselbe durch hastiges Hin- und Herrennen erst möglich zu sein scheint, unterstützt von lautstarkem Öffnen und Schließen der Gepäckfächer.
Flugreise (2): Gegen bessere Einsicht habe ich mich überreden lassen, eine in Berlin startende Maschine von RyanAir zu nutzen. Von der üblichen Inneneinrichtung der Passagierflugzeuge ist nichts mehr da. Mich wundert, dass man seinen Stuhl nicht mitbringen muss.
25. Februar 2026
Auf einmal ist es doch nicht strafbar, den Fritz als Pinocchio zu bezeichnen. Die Staatsanwaltschaft von Heilbronn stellt das Ermittlungsverfahren ein. Da hat jemand einen Wink gegeben, dass man in der heißen Phase des Wahlkampfs in BaWü diese Debatte partout nicht gebrauchen kann. Damit ist die Sache vom Tisch? Nein, durchaus nicht. An dem rechtswidrigen Eindringen bei dem angeblichen Bösewicht war eine Vielzahl von Amts-Personen beteiligt, darunter auch ein deutscher Richter, der den Durchsuchungs-Beschluss unterschrieben hat. Einfach so! Sie alle haben sich nach meiner festen Rechtsüberzeugung strafbar gemacht (Hausfriedensbruch, Verfolgung Unschuldiger, Rechtsbeugung, Amtsanmaßung). Und sie müssen für ihr Tun bestraft werden.
24, Februar 2026
Um Persien herum zieht der Don eine gewaltige Streitmacht zusammen. Ernst zu nehmende Leute rätseln, warum er das tut und kommen dabei zu Erklärungen, die hierzulande nicht zu wiederholen sind. So halte ich mich an ein Interview, dass der konservative Star-Journalist Tucker Carlson mit dem US-Botschafter in Jerusalem führte. Der meinte sinngemäß, es komme darauf an, die israelische Vormacht in Nahost sicherzustellen. Dass Carlson als Feindperson in Jerusalem festgenommen wurde, lässt vermuten, dass man dortzulande solche Botschaften — zumindest, wenn sie laut ausgesprochen werden — nicht gerne hört.
Don (2): Die Gras-wachs-Hörer mutmaßen, dass dem Präsidenten die Zeit für seine außenpolitischen Eskapaden davonlaufe, weil im Herbst ein Dem-dominierter Kongress drohe. Wenn es so kommt, muss sich niemand wundern, denn Trump hatte seinen Wahlsieg mit innenpolitischen Themen errungen. Ob er seine Versprechungen auch nur ansatzweise einlösen kann, ist in der Draufsicht nur schwer zu bewerten, da man von den weltweiten Bocksprüngen immerzu abgelenkt wird.
Wie mickrig sieht die Welt dagegen hierzulande aus. Ein Kanzler, den man bei Strafe nicht mit Pinocchio vergleichen darf, und ein Gebührensender, der ungestraft fälschen und lügen darf. Da mir die Täterinnen beim ZDF infolge meiner strikten Gaff-Abstinenz allesamt nichts sagen, muss ich mich auf Meldungen aus dem Off verlassen. Es sei dortselbst ein Relotius-Effekt eingetreten.
23. Februar 2026
Der Krieg: Dass der in der Ukraine jetzt länger dauere als der Zweite Weltkrieg, verdanken wir, wenn die Medien zuverlässig berichtet haben sollten, einer Einschätzung von Fritz dem Kanzler. Na gut, 1939-45 muss er nicht wissen.
Krieg (2): Was den Beginn des Einmarsches in der Ukraine anlangt, gehen die Meinungen auseinander. Während die einen den 22. Februar 2022 annehmen, sprechen die anderen vom 24. Februar. Kann mich in diesem mir ärgerlichen Fall nicht auf meine eigenen Aufzeichnungen stützen, weil ich exakt in jener Woche einen Aufmerksamkeits-Totalausfall infolge einer Vireninfektion mit anschließender bakterieller Lungenentzündung hatte. Die Einzelheiten dessen habe ich dann, so gut es eben ging, in den ersten Märztagen notiert. Ich habe, das allerdings war mir ziemlich schnell klar, ein historisches Ereignis in meinem Bett fiebernd verdämmert.
Gestern rief ich bei Computer-Fachleuten ein großes Hallo hervor, als festgestellt wurde, dass mein Arbeitsrechner, mit dem ich nicht in der Lage bin, genau diese Sudelbuch-Aufzeichnung herzustellen, acht Jahre alt ist. Sie staunten den Rechner und mich an, als wären sie auf jemanden gestoßen, der mit Hammer und Meißel Keilschrift produziert. Fazit des Palavers: Ein neuer Rechner muss her. Mir graut davor, mich erneut in irgendwelchen Neuerungs-Schnickschnack hineinfinden zu müssen. Es steht massive Zeitverschwendung ins Haus. Das ist es, was mich am meisten zurückschrecken lässt.
Alt (2): Acht Jahre sind also alt — jedenfalls im Leben eines Computers. Besser lässt sich die Wegwerfgesellschaft kaum beschreiben. Andererseits ist es nicht ohne Witz, dass die Masse der Bücher in meiner Bibliothek älter als acht Jahre ist. Zuzugeben ist allerdings, dass etliche von ihnen nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit sind, aber verstehen tue ich die meisten von ihnen dennoch. Auch finde ich in ihnen Dinge und Meinungen, von denen die Computer-Welt nicht einmal zu träumen wagt.
21. Februar 2026
Fritz forever: Tosend war der Applaus, langanhaltend, überwätigend und, wie man wohl hoffte, Medraula (die Menschen draußen im Lande) ansteckend, denn Fritz der Kanzler hatte die Formel des Neuen Tausendjährigen Reiches verkündet: Wir und die Sozen auf ewig, da können die Ränder stänkern, wie sie wollen.
Fritz (2): Und sonst so? Und nichts. Das heißt: nicht ganz, sondern weiter wie gehabt.
Fritz (3): Was soll denn der Wähler zu alledem sagen? Der wer? Ich bitte Sie.
Fritz (4): Aus den Leserbriefen der Zellerzeitung von heute Nacht: „Dieses absonderliche Geschwurbel von Merz würde keine KI hinkriegen“. — Weiß nicht genau, was es letztlich bedeutet, wenn ich mich pflichtschuldigst distanziere.
20. Februar 2026
Wenn ein Mann eine Frau erstmals mit großem Aufwand bekocht, so wolle er, sagt man, dieseselbe bezirzen. Wenn diese dann allerdings bei Tisch über Ernährungsgrundätze doziert, kann man man ohne Umschweige folgern, dass das Vorhaben misslungen sei. Es ist nämlich der Mann, der unverzüglich Abstand nimmt. Er denkt heimlich: Sollte ich ihr näher rücken, wird sie wohl über Brust- und Darmkrebs reden.
Wenn heute im Schwäbischen der Parteitag der Christunion ausbricht, soll nach der Ansage des Vorsitzers jeglich Unionsfreund sich des Alkohols enthalten. Da Verbote ein Spiegelbild unerwünschter Sitten sind, kann sich jeder einen Reim darauf machen, was in diesen Kreisen sonst üblich ist. Diese simple Weisheit kam mir zu Bewusstsein, als ich vor Jahrzehnten eine Seminararbeit über das Bergrecht im Herzogtum Jülich, Berg und Ravensburg schrieb, wo streng bestraft wurde, wenn Bergleute ihrer Notdurft im Altarraum der Kirche freien Lauf ließen. Nun ist von den heutigen Partei-Christen ein solches Fehlverhaten nicht zu erwarten, doch irgendwas muss hinter dem Alk-Verbot stecken. Vielleicht soll ihnen verwehrt werden, dass sie sich die Führerin i.R. schön trinken. Das wäre eine harmlose Variante. Schlimmer wäre es wohl, wenn verdeckt werden soll, dass die Partei-Bonzen Nichtskönner sind, die nicht einmal beherrschen, sich mit Anstand zu betrinken.
19. Februar 2026
Die Luxembourg Times gehörte bislang nicht zu den Objekten meiner Nachrichtensucht. War sicher ein Fehler, denn so entging es mir, dass der Großherzogsnachfolger seit vergangenem Jahr der Großherzog ist. Auch dass der Mann verheiratet ist, und dass Mette-Marit, die angeheiratete Skandalnudel aus dem norwegischen Königshaus das ehestiftende Begängnis in einer Mail an den Sex-Skandalisten Epstein boring (also langweilig) fand (https://www.luxtimes.lu/luxembourg/epstein-files-norwegian-princess-calls-luxembourg-royal-wedding-boring/128067617.html).
Luxemburg (2): Ein wenig weitergeblättert, in dieser Luxemburgischen Nachrichtenquelle und schon muss ich lesen, dass Epstein beim in Luxemburg praktizierenden Zweig der Rothschilds, pardon: de Rothschilds, den Finanzberater gab, als es darum ging, ein prominentes weibliches Mitglied dieses Clans, zugleich Vorstand einer Bank, bei der Verdeckung illegaler Groß-Geschäfte zu unterstützen. Nutze allerdings nichts, es kam die Luxemburger Finanzpolizei und durchsuchte alle möglichen Liegenschaften.
Luxemburg (3): Nur gut, dass unsere Hass-Aufsicht die Luxembourg Times nicht liest, sonst hätte man sicher ein Fass aufgemacht und die ohnehin an der Grenze herumlungernde Bundespolizei zum Eingreifen veranlasst, weil Hoheit nebst Frau an deren Hochzeitstag das jubelnde Volk mit dem xxx-Gruß – Sie wissen schon, mit welchem – bedacht haben. Beweisfoto aus der LT anbei:
Derweil in D: Das ZDF wurde dabei ertappt, in wüster Form am Wochenende Bildmaterial zu den Nachrichten gefälscht zu haben. Versehen oder Absicht? Die Frage kann kaum ernst gemeint sein.
Fernsehen in D (2): Doktor Voigt wird dabei erwischt, Fernsehratstantiemen beim MDR kassiert zu haben, obwohl er an den Sitzungen gar nicht teilnahm. Vielleicht war er ja in Gedanken dabei. So jedenfalls deute ich die Einlassungen der Staatskanzlei in Erfurt. Es geht, so Nius, um schlappe 18.000 Euronen.
Und schließlich übern Teich: Vice Vance nimmt gestern auf FoxNews Stellung zu Europa und der Reise von Rubio: Nein, da sei keine Rivalität zum Außenminister, der sich im übrigen vorbildlich geäußert habe, Er wiederholt: Europa ruiniere sich selbst, woran den Trumpisten nicht gelegen sei. Nein, mit meinen Mutmaßungen von gestern hat das nichts zu tun. Vance gehört nicht zu meinen Lesern (soweit ich weiß).
Übern Teich (2): Derweil beginnen Gouverneure der Dems eine eigenständige Außenpolitik, um Trump zu konterkarieren: Der gegelte Mann aus California reist zu Fritz dem Kanzler, und andere treten der WHO bei, aus der die Union gerade ausgetreten war. Mal sehen, wie ernst das gemeint ist, wenn’s ans Zahlen geht.
18. Februar 2026
Nachdenken über die US-Botschaft am Wohenende in München: Außenminister Rubio gab dort den Wir-sind-doch-eine-große-Familie–Verkünder. Man solle sich drauf besinnen und einen neuen Anfang wagen, der dem Tun seit 500 Jahren ähnele, die Welt dank eigener Überlegenheit zu beherrschen. Das ist — wenn man alles Geschnörkel der Marke Ich-bin-einer von-euch — beseite lässt, eine knallharte Unterwerfungs-Ansage.
Rubio (2): Man muss diesen Auftritt im Zusammenhang mit seiner anschließenden Reise nach Ungarn und in die Slowakei sehen. Dort sitzen die beiden Regierungen mit den besten Beziehungen nach Russland. Und nur dort. Die Botschaft ist deutlich: Uns stört das nicht, macht weiter. Unausgesprochen: das, was die EU sprengen wird, ist uns recht. — Dem dient auch das Ignorieren der Polen, die in ihrem eitlen Stolz gekränkt worden sind, Amerikas beste Freunde zu sein.
Rubio (3): Seine Entsendung war nach der Kampfansage von Vize Vance im Vorjahr in München eine Geste des Don an seine beiden Nachfolge-Konkurrenten: Zeigt selbst, wer der Bessere ist. Ich kann nicht behaupten, dass mir der Auftritt von Rubio besser gefallen hätte. Doch auf mich kommt es nicht an.
17. Februar 2026
Massenentlassungen sind das Rezept, was den Industriegiganten in D als alleiniges Heilmittel einfällt. Jetzt sind es erneut VW und BASF, die damit nicht mehr hinter dem Berg halten. Für die Betroffenen ist das bitter. Treffen tut es vor allem die Arbeitnehmer 45+, die Jüngeren gehen von selbst. Sie haben, wenn sie nicht örtlich gebunden sind, keine Mühe, etwas Adäquates zu finden. Wie sich dieser Kahlschlag auf das Wahlverhalten auswirkt, ist völlig unklar.
Massenentlassungen (2): Fritz & Co reagieren mit Appellen an ein patriotisches Wirtschaften. Das ist eine weitere Lüge, wenn zugleich die Bedingungen des Standorts durch weiteren Klimablödsinn verschärft werden. Die Giganten hätten die Macht, Nein zu sagen, aber sie fliehen lieber ins Ausland. Dir BASF soll angeblich die Verwaltung nach Kuala Lumpur verlegen. Das liegt nicht eben nebenan. Falls es stimmt, hat man dortzulande (in Malaysia) jedenfalls keinen Ärger mehr mit dem Arbeitsrecht. Und es zeigt noch ein Zweites: Verwaltungs-Angestellte, die effizient ihren Dienst verrichten, findet man fast überall. Bei denen, die tatsächlich die Produkte herstellen, sieht es wohl anders aus.
Massenentlassungen (3): Der Chef des Autokonzerns Stellantis spricht es offen aus: Die E-Spielzeuge waren ein Irrweg, wir werden zum Verbrenner zurückkehren. Jetzt müsste das entscheidende Und-deshalb folgen, nämlich: Wir zwingen die EU auf Linie, oder wir räumen sie ab. Ich traue den Franzosen das zu — und den Italienern auch.
16. Februar 2026
Morgendlicher Blick aus dem Fenster offenbart: es ist alles wieder weiß. Nein, der Winter ist immer noch da, und die Gasreserven schmelzen dahin. Die Medien betreiben die übliche Ablenkfütterung. Sie melden, was alles Großartiges auf der gestern zu Ende gegangenen Münchener Sicherheitskonferenz gewesen ist, nein falsch, wer dort gewesen ist. Und was geschah? Nichts.Der kleine Mann aus Kiew erhielt einen Orden für Widerstand.
Winter (2): Es war gestern schon bitterkalt. Ich schmecke das Wort auf der Zunge ab. Ich vermute, niemand kann mir erklären, wo das hekommt, dieses bitterkalt. Das Volk, das deutsch spricht, wird es erfunden haben. Es zeigt, was das Volk von Kälte hält. Das treffend auszudrücken, wurden gelehrte Männer nicht benötigt. Die Volkssprache bahnt sich, ohne lange zu überlegen, ihren Weg. Ein wundersamer und wunderbarer Vorgang.
Heute Nacht das ferige Manuskript des neuen Buches an den Verlag abgesandt. Ich tippe auf Absenden und habe hinterher Mühe, vom Schreibtisch aufzustehen. Ich habe das Gefühl plötzlich bleischwer zu sein, dabei sollte ich das Gegenteil sein: federleicht.
15. Februar 2025
In der jetzt vergangenen Woche hat Trump die gesamte, auf präsidentiellen Erlassen beruhende sog. Klima-Gesetzgebung durch einen Federstrich aufgehoben. Er sprach hierzu in der für ihn gewohnt bescheidenen Art von der größten Deregulierung seit dem Bestehen der USA. Selbstredend hat er durch diesen Kahlschlag das Gezeter aller ausgelöst, die in den vergangenen Jahren durch den Klimaschwindel gut verdient haben.
Klima (2): Bei uns zulande versucht Mainstream, die amerikanische Revolution im Denken und Wirtschaften, so gut es geht, zu verschweigen. Ich nehme an, dass Jahre vergehen werden, bis auch hier aggressive Fragen an die Politik gestellt werden. Bis das geschieht, so hofft die Kaste, werde es in den USA die nächste Wende hin zum Gewohnten geben.
Klima (3) der Panikmache: Der Präsident des BND, Martin Jäger, war mir bislang nicht aufgefallen. Jetzt lese ich bei einem CDU-Freak namens Klaus Kelle, der hierbei ein gutes Gefühl hat (https://denken-erwuenscht.com/der-bnd-ist-russlands-spielchen-leid/), dass der Ex-Diplomat sich auf der heurigen Münchener Sicherheitskonferenz geäußert habe, Deutschland müsse angesichts von hybriden Angriffen des bösen Wlad auf Deutschland (allein 321 Sabotagefälle im Jahre 2025) „operationeller“ werden. Der BND in Deutschland in der Sabotageabwehr? Da muss mir was entgangen sein. Auch das Wort „operationell“, was sich offenbar in „operationeller“ steigern lässt, ist mir ganz und gar neu. Auch frage ich mich, wo die Zahl 321 her ist. D.h., nein, das frage ich mich nicht: da hat einer 3-2-1 auf die Tastatur getippt. Passt. Merkt sowieso kein Mensch.
14. Februar 2026
Dass die heutigen totalitären Mainstreamer und Antifa-Halunken in gerader Linie von den Nationalsozialisten geistig abstammen, ist als Feststellung kaum noch originell zu nennen. Und doch freut es mich, wenn ab und an unmissverständliche Belege ans Licht kommen, wie der unten folgende, der über das Schlagwort von Hass und Hetze Auskunft gibt. Ich wurde über Umwege durch die Webseite philosophia perennis von David Berger aufmerksam und habe mich der Mühe unterzogen, die genannte Quelle zu befragen. Es handelt sich um die Tageszeitung Der Gemeinnützige – Neue Hohenlimburger Zeitung | Hohenlimburger Stadtanzeiger – vom 28.12.1939, S. 3.
Hass und Hetze (2): Wer über den Ukraine-Konflikt anhand belegbarer Fakten spricht, wird in der EU wg. Meinungsverbrechen, vulgo: Hass und Hetze, verfolgt. So der Schweizer Obrist a.D. Jacques Baud, dem man, da er in Brüssel wohnt, ein Bewegungsverbot und eine Totalenteignung verpasst hat. Wer ist eigentlich „man“, und wer genau exekutiert das? Ich will es wissen, personengenau. Ich nehme an, an den „Maßnahmen“ sind mindestens dreihundert Personen irgendwelcher Apparate persönlich beteiligt. Zum Beispiel Außenminister Johann Wadephul. Gut finde ich die einschlägigen Angaben aus dem deutschen AA: Die Sache sei so, weil sie so sei.
13. Februar 2026
Versuche frühmorgens einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über die Funktionsweise der russischen Hyperschallwaffe Oereschnik (Haselnussstrauch) zu verstehen. Klar scheint nur, dass weit vor dem Ziel ein Zwischenglied (im Amerikanischen: der Bus) die Transportrakete verlässt und vermutlich autonom weiterfliegt. Der Bus enthält bis zu 6 Gefechtsköpfe, die wiederum vom Bus abgesprengt werden und allein ins Ziel fliegen. Nach wie vor rätselt der Wertewesten, ob sowohl Bus wie auch Gefechtsköpfe im Zielanflug beeinflussbar sind, oder ob sie den einmal von der Rakete mitgegebenen Weg weiterverfolgen müssen. Die Experten streiten, was wohl für eine potentielle Abwehrmaßnahme die günstigere Variante wäre. Das ist nicht frei von Komik, da die Oreschnik-Waffe durch die konkurrenzlose Geschwindigkeit für jegliche Abwehrvorbereitungen unzugänglich erscheint. Bislang haben wir zwei sog. Versuchseinsätze ohne Sprengstoffe in den Gefechtsköpfen erlebt, die allein aufgrund ihrer Einschlagsenergie schreckliche Schäden verursacht haben – einen im vergangenen Herbst in der Waffenschmiede von Dnjepropetowsk und einen gegen einen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe von Lemberg.
12. Februar 2026
Teile und herrsche: Man hält sich seine Nachfolger vom Hals, indem man mehrere benennt und miteinander konkurrieren lässt. Dieses Schauspiel können wir derzeit in den USA betrachten, wo der Don die Herren Vance und Rubio um seine Gunst ringen lässt. Rubio, der Außenminister, ist derzeit pressemäßig vorne. Ich vermute indessen, dass Vance sich bei den derzeitigen außenpolitischen Kapriolen des Don absichtlich raushält, denn er vermutet mit gutem Grund, dass diese in die Hose gehen könnten.
Sündenbock (2): Die Mainstream-Medien übertreffen sich gegenseitig mit Hinweisen, dass der böse Putin das ganze Epstein-Ungemach eingerührt hat. Hierfür gibt es wie gewohnt keinen Beleg, und die Fakten, soweit man sie bislang kennt, sprechen fürs Gegenteil, wonach sich nämlich der jetzt tote Tausendsassa mit dem aufsteigenden Stern Selenskyj gemein zu machen suchte. Letzteres, nebst der plötzlichen Liebe zur Ukraine, wäre nicht unplausibel, wenn man unterstellt, dass Epstein ein Agent der Rothschilds war. Zumindest hat er dies in einigen wenigen Email-Botschaften selbst so ins Spiel gebracht. — Jetzt kann man in Ruhe abwarten, was die zahlreichen Pros und Cons in Sachen Judentum aus diesem Rothschild-Brei destillieren werden.
11. Februar 2026
Man denkt immer, dass den Klima-Lügnern nichts Neues mehr einfällt. Falsch gedacht. Jetzt haben sie erfunden, dass der Winter, den wir derzeit erleben und den unser indischer Guru als der Vergangenheit angehörig ausgerechnet hatte, nun doch eintrat, weil wir unsere CO2-Sparziele erfüllt hatten. Deswegen, so vernahm ich, staunend, dass mir der Mund offenstehen blieb, wurde die Erderwärmung gestoppt, und der Winter kam zurück. Das leuchtet sogar mir ein.
10. Februar 2026
Nein, ich muss zu der Epstein-Sache keine Meinung haben. Es genügt, dass der Mann angeblich Dutzende Konten bei der Deutshen Bank unterhielt. Ich frage mich, wie man das rein praktish macht?
Epstein (2): Wenn man den Namen auf Jiddisch ausspricht (Eppschtein), dann ist man, so lerne ich, ein Antisemit. Nun sieht allerdings niemand, der den Namen auf dieser Webseite liest, ob ich ihn politisch korrekt Eps-tiehn ausspreche. Das ist ein Problem, denn ich möchte auf keinen Fall unkorrekt sein. Und auf keinen Fall darf ich mich amüsieren.
Epstein (3): Toll ist es, was die KI zu leisten vermag. Sie produziert Bilder und Meldungen, die einen vorsichtigen Beurteiler wie mich veranlassen, alles für möglichen Schwindel zu halten. Es könnte zumindest sein oder auch nicht. Dieses Problem ist viel grundlegender, als es im Moment erscheinen mag. Wir steuern auf Zeiten zu, wo niemand mehr den eigenen Augen traut. Das ist ein gruseliger Gedanke.
9. Februar 2026
Lob der Charakterlosigkeit: Vor noch nicht zu langer Zeit war sich Mainstream der Brandmauer gewiss. Doch vor genau einem Jahr bedurfte es eines Anrufs (ich vermute in Gütersloh), um den Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz in die Wüste zu schicken. Der nahm an Ort und Stelle tränenreich Abschied von der Gemeinde der Kriegsfreunde und wurde ruckzuck durch seinen Vorgänger ersetzt. Der lud nun in der vergangenen Woche 3 Abgeordnete der AfD zum Treffen ein. Mainstream hält den Atem an. Gut, das Einknicken war zu erwarten. Das einzige, was ich mich frage, ist, ob es noch eines weiteren Anrufs aus DC bedurfte, oder ob es die deutsche Waffenlobby selbst war, die gegenüber dem Kolonialherrn good will zeigen wollte.
In dem Buch The Rockefeller File von Gary Allen aus dem Jahre 1976 über den Rockefeller-Clan wird geschildert, wie aus Sicht des Autors der Zusammenhang zwischen der Gründung der Rockefeller-Stiftungen und der gleichzeitigen Einführung der Einkommensteuer war. Es war der Wille, sich um die Steuer zu drücken. Wie heute,
In Washington DC wechselt das Personal der Washington Post im allergrößten Stil. Eigentümer Bezos ist der Meinung, dass der Rückgang des renommierten Blatts auf dem Umstand beruhe, dass dieses Dinge produziere, die normale Leute nicht wissen wollen. Fazit: die Führung und 300 von 800 Journalisten flogen raus, darunter auch die Nahost- und die Ukraine-Korrespondenten.
7. Februar 2026
Na sowas, Da hat doch der Verband der Mittelstandsunternehmer an Fritz den Kanzler einen Brief geschrieben, denn die Mittelständler, so der Vorsitzer, sind von Fritz und seiner Politik enttäuscht, wo sie sich davon doch so viel versprochen hatten. Das ist typisch Verbandsgeschnösel, bloß keine klare Aussage. Die hätte lauten müssen: Wir, die Hauptarbeitsbeschaffer, verlangen: Tritt sofort zurück.
Verband (2): Da lob ich mir den Nabu. Klare Kante und in Berlin das Streusalzverbot gerichtlich duchgesetzt. Jetzt laufen die Mitglieder weg. Wer hätte das gedacht.
6. Februar 2026
Ein Hauch von Wahn: Daniel G., ein Ministerpräsident, dessen Namen man sich nicht merken muss, hat gestern einen Rechtsstreit gegen Nius gewonnen. Er habe, so sieht es das Verwaltungsgericht, die Pressefitzen nicht als Landesherr, sondern als Privatmann verleumdet – und das, nachdem er selbst gesagt hatte, er sitze als MP hier. Bleibt die Frage: Wer ist hier schizo? Und auch dies: Taugt sowas für ein Spitzenamt im Staate?
Wahn (2) und zwar im fortgeschrittenen Stadium: Der kleine Mann aus Kiew teilt gestern mit, er werde jetzt 50.000 Russen im Monat töten.
Wahn (3) wird man deutschen Medien unterstellen dürfen, die den Schwerverbrecher Simeon Ravi Trux, der soeben in Budapest zu 8 Jahren Haft verurteilt wurde, liebevoll Maja T. nennen, nachdem er sich selbst umdefiniert hat. Dass der Antifa-Pöbel auf den Straßen herumtanzt und Freiheit für Maja fordert, gehört nun schon zum Ritual der Republik. Habe nichts davon gehört, dass die Staatsanwaltschaft wg. der Befürwortung von Verbrechen eingeschritten wäre. Der einschlägige Tatbestand für die Strafverfolger heißt Strafvereitelung im Amt.
Wahn (4): Typisch Frau: Maja T. im Februar 2026 in Budapest.
5. Februar 2026
Narretei: Das Streusalzverbot in Berlin bleibt. Die gegenteilige Allgemeinverfügung des Senats ist nicht rechtens. Geklagt hatten irgendwelche grünen Taugenichtse — und recht gekriegt. Schon erstaunlich, wie schnell das Verwaltungsgericht die Zeit fand, Recht und Ordnung wiederherzustellen.
Narretei (2): Hinter der Brandmauer alles im Lot, denn der hiesige Wissenschaftsbetrüger darf an der Staatsspitze bleiben. Jetzt, wo man das Ergebnis kennt, wirkt der Versuch, ihn per Misstrauensvotum zum Teufel zu jagen, unüberlegt. Es gab nur einen Abweichler bei Unsererdemokratie.
4. Februar 2026
Zappenduster: Die Meldungen von der Ostfront sind widersprüchlich. Es ist nicht zu unterscheiden, ob jetzt tatsächlich in Kiew und anderen Städten kein Strom mehr da ist, oder ob das gesamte Stromnetz der Ukraine zusammengebrochen ist, oder ob es sich um die nun leider schon allzu gewohnten Panikmeldungen handelt. Die von Putin konzedierte Angriffspause scheint jedenfalls zumindest formal abgelaufen zu sein.
Ostfront (2): Nach wie vor herrscht im Kriegsgebiet strenger Frost. Trotzdem scheinen die Angriffe an der Nordfront über die russische Grenze hinweg, grobe Richtung Charkow, wieder aufgenommen worden zu sein. Das passt mit den erneut in der Westpresse verbreiteten Meldungen über die Schwäche der russischen Truppen nicht zusammen.
Ostfront (3): Auffällig ist zudem, dass das russische kontinuierliche Vordringen an etlichen Stellen des Frontbogens dazu führt, dass das Zurückhängen nach Osten in der Mitte allmählich revidiert zu werden scheint. Der Bogen wird zu einer Geraden, was zur Verkürzung der Frontlinie führt.
Ostfront (4): Was Nato-General Rutte angesichts dieser Lage in Kiew gestern wollte, ist unklar. Für ihn scheint noch Sprit da zu sein, denn irgendwie muss er die Reise bewältigt haben. Dass die Ukrainer praktisch keine Abwehrwaffen gegen die Luftangriffe mehr bei der Hand haben, das wissen wir schon — selbst die New York Times weiß es –, deswegen interessiert es, was er wohl versprochen haben mag.
3. Februar 2026
Es ist schrill, was die Weinkönigin des Bundestages da zusammen angezogen hat. 4 mal rot. Es gibt Leute, die behaupten, die Blondine laufe sich auf diese Weise zum natürlichen Nachfolger von Fritz dem Kanzler warm. Besser aussehen als dieser tut sie allemal – von der Führerin i.R. ganz zu schweigen.
Schrill (2) ist das, was das Land SH (meerumschlungen) dem Publikum bietet: Guenther, Wadephul, Prien, der Habeck, Stegner. Leute machen Witze, dass man die Gegend den Dänen als Kompensation für Grönland anbieten solle. Ach ja, und nicht zu vergessen ein ADAC-Präsident, der durch seine Klima-Blödheiten 60.000 Mitglieder innerhalb weniger Tage den Verein verlassen lässt. Da ist noch Platz nach oben.
31. Januar 2026
Bei Tisch: Einen Abend lang sind wir mit dem englischen Schriftsteller J.R.R. Tolkien beschäftigt. Die Anwesenden scheidet scharf, den Herrn der Ringe gelesen zu haben oder eben auch nicht. Doch es gibt niemanden, der nicht alles mögliche darüber weiß und zu bekritteln hat. Ich rufe ein allgemeines Hallo hervor, als ich aus einem sehr hoch gelegenen Regal das Silmarillion und die Nachrichten aus Mittelerde rauszerre. Als ich mich dazu äußern soll, fällt mir lediglich ein, dass ich beide Bücher, die ich 1980 erwarb, alsbald beiseite legte, da sie mir als eher technokratische Nachgeburten zur liebenswerten Welt der Hobbits und zum Kolossal-Gemälde der Ringe vorkamen. Das ist die Minute, wo die Händy-Besitzer nicht mehr an sich halten können, und wenige Minuten der Ruhe treten ein. Ich weiß schon, jeder wird gleich irgend etwas wissen. Ich nutze den Moment und entfalte Tolkiens selbstgezeichneten Kartenwerke auf dem Esstisch.
Im wirklichen Leben versucht der Don von seiner Schieflage in Nahost, Persien und Venezuela abzulenken, denn die Meldungen über das amerikanische Protzgehabe werden vorsichtiger. Da muss eine neue Schlagzeile her. Es ist die vom gestrigen Telefonat mit Putin, der einer Feuerpause zugestimmt habe. Bei näherer Suche nach der russischen Bestätigung stellt sich heraus, dass sich die russische Zustimmung vermutlich allein auf die Fortführung der Luftangriffe auf die Elektro- und Wärmeversorgungs-Infrastruktur bezieht. Hier kann der Russe nach meiner Einschätzung ein paar Tage scheinbare Großmut walten lassen, denn das Ziel, der städtischen Bevölkerung schwere Schäden zuzufügen, ist vermutlich bei eisigen Wintertemperaturen seit Mitte Januar erreicht.
30. Januar 2026
Dr. Voigt, ach, ich werde seinen Doktor vermissen. Mein Vorschlag an die Staatskanzlei, das Thüringer Vogtland (siehe Hinweistafel an der A 4) in Doktorvogtland umzubenennen, geht nun ins Leere.
28. Januar 2026
Derselbe Herr, die nächste Dame: Nach Kündigung der Mitgliedschaft bei WHO & Co vor einigen Tagen ist der Don gestern aus dem Pariser Klima-Abkommen von 2014 ausgestiegen. Man darf annehmen, dass weitere Länder folgen werden, wenn sie nicht ohnedies, obschon Vertragspartner, die ganze CO2-Religion als unbeachtlich abtun. Naturgesetze lassen sich nicht einmal durch das Völkerrecht brechen.
Naturgesetze (2): Das Gequatsche vom CO2-basierten Meeresanstieg hat erneut ein paar schwere Dellen bekommen. a) Der Eispanzer von Grönland ist im vergangenen Jahr beträchtlich gewachsen. b) Britische Forscher haben Ergebnisse veröffentlicht, dass im 5. Jahrhundert n.Chr. innerhalb weniger Jahre der Meeresspiegel der Nordsee um mehrere Meter anstieg. In Niedersachsen und in der Themsemündung war dauerhaft landunter. Das führte, so folgern sie, zum Wegzug der Römer aus dem unter Wasser stehenden Handelszentrum von London sowie dessen anschließender jahrhundertelanger Nichtexistenz und zum gewaltsamen Eindringen von Angeln und Sachsen aus der norddeutschen Tiefebene und aus Dänemark. Hoffentlich entschuldigt sich unsere Regierung bald mal für diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.
Naturgesetze (3): Wenn man stromlose Wärmepumpen dauerhaft Minusgraden aussetzt, werden sie zerstört. Das dürfen zur Zeit die zeitgeisterprobten Berliner Renovierer erfahren, die vom Stromanschlag betroffen waren. Bürgermeister Wegner empfiehlt: Tennis hält warm, vor allem in beheizten Hallen.
27. Januar 2026
An Kaisersgeburtstag, so sagten die Berliner früher, beginne der Winter. Jetzt kam er ein paar Tage eher und demonstriert damit die demokratische Tugend der Unpünktlichkeit. Die Obrigkeit reagierte mit der ihr eigenen Entschlossenheit und verhängte ein stadtweites Fahrverbot. Das spart auf jeden Fall den früher obligaten Winterdienst. Vermute, dass sich der Bürgermeister ins Home-Tennis abgemeldet hat.
Winter (2): Im Norden der USA eskaliert bei eisigen Temperaturen die Lage zwischen den Bundestruppen des ICE und den örtlichen Autoritäten, die mit Gewalt die Abschiebung von Illegalen verhindern wollen. Gutmensch ist im Zweifel gewalttätig. Der Kern der Auseinandersetzungen liegt im Bundesstaat Illinois.
Winter (3): Nach erneuten Raketen- und Drohnenangriffen auf die Elektro-Infrastruktur der Ukraine scheint in Kiew und anderen großen Städten jetzt tatsächlich das Licht aus zu sein. Die armen Schweine, die dort immer noch hausen, können einem nur noch leid tun. Das Fatale der jetzigen Treffer scheint sich auf die von den drei noch verbliebenen Atomkraftwerken wegführenden Umspannwerke konzentriert zu haben. Diese stünden jetzt, so lese ich, unbeschädigt, aber ohne die gewohnte und notwendige Stromabnahmemöglichkeit da.
24. Januar 2026
Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist sinnlos. So das Ergebnis nächtlichen Nachdenkens unter Berücksichtigung des Unwillens, das warme Bett in Richtung kaltem Schreibtisch zu verlassen. Das bedeutet keineswegs nichts, sondern schafft Freiraum, über die Schönheit des Daseins zu sinnieren. Ich weiß schon, dass gefällt dem deutschen geborenen Miesepeter nicht. Er braucht eine möglichst komplizierte Erklärung für seine schlechte Laune (Nietzsche, Habermas [Ogottogott, die beiden im einem Atemzug]). Mein Einwurf: Versuchen Sie’s mal mit einer erotischen Frau. Gern auch bei Schlaflosigkeit.
Über Nacht (2): Die USA sind aus der WHO ausgetreten. Doch die Verlassene will es nicht akzeptieren. Das nenne ich mal realen Stoff für ein Netflix-Drama, das das Leben schrieb („nach einer wahren Geschichte“). Fünf Staffeln à 42 Folgen unter der Beratung von Michelle und Barack Obama (Ich hoffe deren millionenschwerer Beratervertrag läuft noch).
Über Nacht (3): Endlich muss sich der Deutsche Wetterdienst mal mit dem konkreten Wetter befassen, denn das macht Kapriolen um den Gefrierpunkt. Und das führt zu Glatteis. Herrlich ist die Ratlosigkeit, was genau morgen sein wird. Neinnein, ich mache keine Witze mehr über die Klimakatastrophe. Jedenfalls heute nicht.
23. Januar 2026
Mit Erleichterung ist zu notieren, dass die große Donald-Show von Davos zu Ende gegangen ist. Alle, die die Welt, jedenfalls nach ihren eigenen Ansprüchen, zu lenken vorgeben, sind nach Hause geflogen, um dort wieder wichtig zu sein. Sie mussten diesmal das bittere Gefühl mitnehmen, dass ihnen da jemand die Show gestohlen hat. Eines immerhin ist passiert: Der Orange Man, um dessen Thron sich alles drängte, hat mit der heuchlerischen Vokabel der regelbasierten Ordnung aufgeräumt. Seine jetzige Floskel lautet: Wir machen das, weil wir es können. Insofern änderst sich zwar nichts, aber es wird wenigstens offen gesagt.
Show-time (2): Ich stochere Im Lumpensack der Meldungen herum, um wenigstens ein bisschen Erheiterndes zu entdecken. Dochdoch, das gab es. Annalena die Gestylte und Robert der Denker sprachen – das ist bereits per se witzig genug –, wenn auch getrennt und vor eher überschaubarem Auditorium. Leider finde ich keine dazupassenden Tondokumente. Das, was ich entdecke, ist buchstäblich nichts über nichts.
Show time (3): Angesichts der Posaunen des Don nimmt sich das Klarinetten-Gewinsel aus Kiel erbärmlich aus. Dort versucht ein Ministerpräsident, dessen Namen man sich nicht merken muss, seine Verbal-Attacken gegen die alternativen Medien, in Sonderheit Nius, so zu verunklaren, bis er selbst nicht mehr weiß, was er gesagt haben könnte. Mainstream assistiert ihm hierbei auf breiter Front und macht aus dem Angreifer ein beklagenswertes Opfer.
Beklagenswert (2): In D fallen reihenweise die Elektrobusse aus. Nach Heidelberg trifft es jetzt auch Berlin. Die Spielzeugindustrie zeigt sich den Wonnen des Winters nicht gewachsen. Dabei ist es nach meinem Empfinden nicht einmal sonderlich kalt. Ein Trost bleibt für die Grünen, die diesen Schwachsinn angeschoben haben: Ihre Wähler fahren weder mit dem Bus, noch gehen sie einer geregelten Arbeit nach. Es trifft sie also nicht.
22. Januar 2025
Alle Moorleichen, die ich ausgestellt vorfand, waren blonde Frauen. Die Germanien-zentrierten Altertumswissenschaftler wissen, dass die Damen wg. Ehebruchs daselbst ersäuft wurden. Wenn es seinerzeit bereits die Soziologie gegeben hätte, wüssten wir heute, wie hoch die Dunkelziffer der Blondinen war, die, obschon ehebrüchig, nicht ins Moor mussten. Ließen sich dieselben lediglich nicht erwischen oder hatten sie im Bedarfsfall andere Tricks bei der Hand? Letzteres könnte vor allem für die Nichtblondinen gelten.
Blondinen (2): Bleibt die Frage, ob sich in 2-3000 Jahren noch wer für die Blondinen der EU interessieren wird. Nun gibt es meines Wissen in Davos, wohin sie jetzt angereist waren, kein Moor, dass gnädig zur Verfügung gestanden hätte. So müssen die heutigen Straftäterinnen sich mit der Abscheu ihrer Zeitgenossen begnügen. Diese, vor allem die Nichtangereisten, wünschen sich die Ladies auf den Mond, begleitet von der Häme, die der Don in Davos über die European Leaders zu verspritzen weiß. Doch hält er sich für seine Verhältnisse geradezu zurück, denn er leidet am Morbus groenlandii, und überlässt seinem Schildknappen Lutnick, seines Zeichens der US-Handelsminister, den Guss aus dem Wassereimer, gefüllt mit den Lügen des Klima- und Energiewahns. Der Hauptprofiteur des Schwindels, Al Gore, ruft Buh, und die mit einem Wunderwerk von Konservierungsstoffen versehene Christine Lagarde verlässt empört das Festgelage noch vor dem Dessert.
Und sonst? An der Ostfront, westlich der Hauptkampflinie, gehen jetzt ganz real die Lichter aus und das bei minus 15 Grad. Die Absicht des Russen ist klar: Die Zerstörung der Strom-Infrastruktur soll die Widerstandskraft der Bevölkerung brechen. Ich zweifele. Der Krieg wird erst dann zu Ende sein, wenn die Einwohner von Kiew die jetzige Regierung gestürzt haben werden und es den west-ukrainischen Nationalisten nicht gelingt, dieselbe mit ihrem militanten Personal zu ersetzen.
Ostfront (2): Nach den Angaben von Bürgermeister Klitschko haben seit seinem Evakuierungsaufruf am 9. Januar 2026 600.000 Männer und Frauen die Stadt Kiew bis zum 19. Januar 2026 verlassen. Fragt sich: wohin? — Ich tippe auf diesen Klitschko, wenn einer gesucht werden sollte, der dort das Ruder der geschundenen Rest-Ukraine übernimmt. Es dürfte an ihm selbst liegen, ob er um die Führung kämpft oder den Rückzug in seine Hamburger Villa vorzieht.
Ostfront (3): Die russische Armee nähert sich Schritt für Schritt der letzten bedeutenden Industriegroßstadt links des Dnjepr, Saporoshje (Saporoschschija). Ein zudem von Norden über die russische Grenze Richtung Tschernigow vorgetragener Angriff eröffnet eine neue Front. Sie bedroht sowohl Kiew wie auch Charkow.
Ostfront (4): Selbst bei Fritz dem Kanzler ist die Erkenntnis eingetrudelt, dass man über Waffenstillstandsfolgen schwätzen kann, soviel wie man will – selbstredend ohne Ergebnis, wenn man die Russen nicht einbezieht. Ach, wer hat ihm denn das gesteckt?
19. Januar 2026
Noch nie habe ich erlebt, dass das gesamte Opernpublikum lachend und kollektiv geschwätzsüchtig in die Pause ging. Doch gestern in Leipzig war es so. Verdis Falstaff machte es möglich. Es war ein vortrefflicher Spaß mit einer glänzend besetzten Titelrolle (Lucio Gallo).
Verdi (2): Den weltbekannten Maestro hatte eine Schaffenskrise heimgesucht, als er erleben musste, wie das germanische Gebrüll des sächsischen Giftzwergs die Bühnen der Welt zu erobern begann. Nun denn im Spätwerk des Falstaff ist der göttlich-musikalische Verdi nur noch wie ein fernes Wetterleuchten. Die Experten wissen natürlich, dass Verdi zu dem komödiantischen Shakespeare-Stoff erst mühsam hatte überredet werden müssen. Mir kam indessen der Verdacht, dass er sich über die neue, nichtmelodiöse Erfolgsform eines Wagner lustig machen wollte. Aber was weiß ich, ich bin schließlich kein Opernexperte.
16. Januar 2026
Meine Hauptinformationsquelle ist im Moment die Zellerzeitung mit ihren Leserbriefen. Hier ist der eindeutige Schwerpunkt die Affäre um Grönland. Nimmermehr hätte ich sonst erfahren, dass der berüchtigte Wikinger, Erik der Rote, nicht nur der Entdecker dieses Landstrichs gewesen ist, sondern die Benennung auch von ihm stammt, wobei er die Lüge in die damals bekannte Welt setzte, das unbewohnte Land sei grün, um dadurch Siedler anzulocken, vor allem aber auch Siedlerinnen. Ich stelle mir vor, dass diese der taffen Mette ähnlich sahen, die heutzutage de Dänen vorsteht.
Grönland (2): Neu war mir auch dieses hier: Grönland-Soldaten nehmen ihre Oldtimer-Sammlungen mit. Dadurch wird Grönland noch interessanter, sagte Donald Trump zu Bernd Zeller bei der Eröffnung der ZZ-Lokalredaktion in Nuuk.
Grönland (3): Bundeswehrkritiker bemerken, dass es der Armee an Schlittenhunden und Hundefutter mangelt. Vielleicht könnten unsere militanten Tierschützer ja umgeschult werden, dass sie ihrerseits die freilaufenden Wölfe für den Auslandseinsatz umschulen.
15. Januar 2026
Eine Zensur findet statt. Das gegenteilige Postulat in Artikel 5 des Grundgesetzes zeigt, dass dieser kein Rechtssatz mehr ist, sondern eine nostalgische Floskel, die zum Gespött unserer sogenannten Eliten verkommen ist. Wir verdanken dem Australier Andrew Lowenthal, dass er Mann und Maus und Methoden in einem 72-seitigen Report offengelegt hat: liber-net: Das Zensurnetzwerk: Regulierung und Repression im heutigen Deutschland. Version 1.3: 19. November 2025 (https://liber-net.org/de-report/).
Netzwerk (2): Der Schwerpunkt der Steuerung und Finanzierung liegt beim Bund. Sein Tun ist eindeutig verfassungswidrig, denn ihm fehlt die einschlägige grundgesetzliche Exekutivkompetenz, die die notwendige Voraussetzung von exekutivem (eingreifendem) Behördenhandeln des Bundes ist. Ich weiß, der Gedanke klingt kompliziert, er wird sogleich verständlich, wenn man weiß, dass das Grundgesetz das Behördenhandeln den Ländern im Rahmen der Gewaltenteilung zugewiesen hat. Das Handeln des Bundes – man glaubt es kaum – ist der Ausnahmefall, der einer ausdrücklichen Erlaubnis in der Verfassung bedarf.
11. Januar 2026
Meine Webseite ist vom Netz verschwunden. Der Provider heißt Strato, und der will damit nichts zu tun haben. Das, was er als Service deklariert, sind Leute, die sich bestenfalls auf der Firmenwebseite auskennen. 3 Anrufe brachten 3 unterschiedliche, nicht miteinander harmonierende Ergebnisse. Keines von diesen war brauchbar.
9. Januar 2026
Und es geht weiter, als ob der Don jetzt komplett entfesselt wäre. Gestern veröffentlicht das Weiße Haus den Videomitschnitt einer Quasisitzung, in welcher US-Beamte vor ihrem Präsidenten die Ermittlungsergebnisse des Antifa-Verbots-Komplexes vorstellen (https://x.com/dockyyyyyyyyy/status/2009269665969689054). In Kurzform: das hier sind die Sponsoren des Aufstands-Geschehens gegen den US-Staat: George Soros und die Open Society Foundations, das Arabella Advisors Network, die Tides Foundation, Neville Roy Singham und sein globales Netzwerk, der Schweizer Staatsbürger Hansjörg Wyss sowie Reid Hoffman. Indessen: die größte Summe stammte direkt oder auf Umwegen aus der amerikanischen Staatskasse, von den regierenden Demokraten hierfür zweckentfremdet.
Antifa (2): Ich übersetze mal für die deutschen Verhältnisse: Die gewaltsame Auflösung der Staatlichkeit erfolgt durch reiche Private, die sich der Unseredemokratie-Parteien bedienen, welche gehorsam Riesenbeträge aus der Staatskasse zuschießen. Was ist das Ziel für derartig absurdes Tun? Die Abschaffung jeglicher geordneten Staatlichkeit zugunsten einer selbsternannten weltweit herrschenden Elite. Das ist so simpel, dass der gesunde Verstand sich hiergegen auflehnt. Er sagt: das kann nicht sein.
Sagen wir’s mal so: Wenn sich Leute wie Idioten verhalten, kommt leicht mal der Verdacht auf, dass sie ebensolche sind.
Von dieser Erkenntnis ist es zum Handeln der drei Freunde (F, GB und D) nicht sehr weit, die vorgestern beschließen, pünktlich zum Waffenstillstand in der Ukraine daselbst mit allem militärischen Klimbim einzumarschieren. Madame Sacharowa aus dem Kreml lässt nicht lange auf sich warten und erklärt prompt, dass sie daselbst zu legitimen Zielen der russischen Armee würden. Wenn es eines zu folgern gilt, dann doch dieses hier: die drei von der Tankstelle wollen, dass der Krieg weitergeht, denn ihnen muss klar sein, dass ihr Plan dem Russen jeglichen Waffenstillstand, sollte er ihn überhaupt erwägen, unannehmbar macht. Wenn ich mich eins frage, so ist es: Wo war denn der Pole bei all diesem wüsten Kriegspalaver? Immerhin hat er die größte Armee unter den Kriegswilligen.
8. Januar 2026
Während die Scheinwelt der Medien noch die reale oder gefakte Entführung von Maduro aus Venezuela debattiert, treten die USA gestern aus dem folgend von mir abgeschriebenen Wust von internationalen Organisationen und deren Scheinverträgen aus. Von den meisten habe ich mein Lebtag lang nie gehört:
Liste Teil 1: Abschnitt 2. Organisationen, aus denen die Vereinigten Staaten austreten. (a) Nicht-UN-Organisationen: (i) 24/7 CO2-freie Energieversorgung; (ii) Colombo Plan Council; (iii) Kommission für Umweltkooperation; (iv) Bildung kann nicht warten; (v) Europäisches Kompetenzzentrum für die Bekämpfung Hybride Bedrohungen; (vi) Forum der europäischen nationalen Straßenforschungslaboratorien; (vii) Freedom Online Coalition; (viii) Globaler Fonds für gesellschaftliches Engagement und Resilienz; (ix) Globales Forum zur Terrorismusbekämpfung; (x) Globales Forum für Cyberexpertise; (xi) Globales Forum für Migration und Entwicklung; (xii) Interamerikanisches Institut für globale Veränderungsforschung; (xiii) Zwischenstaatliches Forum für Bergbau, Mineralien, Metalle und nachhaltige Entwicklung; (xiv) Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen; (xv) Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen; (xvi) Internationales Zentrum für die Erforschung der Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut; (xvii) Internationaler Baumwollberatungsausschuss; (xviii) Internationale Organisation für Entwicklungsrecht; (xix) Internationales Energieforum; (xx) Internationaler Verband der Kunsträte und Kulturagenturen; (xxi) Internationales Institut für Demokratie und Wahlhilfe; (xxii) Internationales Institut für Justiz und Rechtsstaatlichkeit; (xxiii) Internationale Studiengruppe für Blei und Zink; (xxiv) Internationale Agentur für Erneuerbare Energien; (xxv) Internationale Solarenergie-Allianz; (xxvi) Internationale Organisation für Tropenholz; (xxvii) Internationale Union für Naturschutz; (xxviii) Panamerikanisches Institut für Geographie und Geschichte; (xxix) Partnerschaft für atlantische Zusammenarbeit; (xxx) Regionales Kooperationsabkommen zur Bekämpfung von Piraterie und ewaffneten Überfällen auf Schiffe in Asien; (xxxi) Regionaler Kooperationsrat; (xxxii) Netzwerk für erneuerbare Energiepolitik im 21. Jahrhundert; (xxxiii) Wissenschafts- und Technologiezentrum in der Ukraine; (xxxiv) Sekretariat des Pazifischen Regionalen Umweltprogramms; und (xxxv) Venedig-Kommission des Europarats.
b) Organisationen der Vereinten Nationen (UN): (i) Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten; (ii) Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) – Wirtschaftskommission für Afrika; (iii) ECOSOC – Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik; (iv) ECOSOC – Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik; (v) ECOSOC – Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien; (vi) Völkerrechtskommission; (vii) Internationaler Residualmechanismus für die Ad-hoc-Strafgerichtshöfe; (viii) Internationales Handelszentrum; (ix) Büro des Sonderberaters für Afrika; (x) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Kinder in bewaffneten Konflikten; (xi) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für sexuelle Gewalt in Konflikten; (xii) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Gewalt gegen Kinder; (xiii) Friedenskonsolidierungskommission; (xiv) Friedensbildungsfonds; (xv) Ständiges Forum für Menschen afrikanischer Abstammung; (xvi) UN-Allianz der Zivilisationen; (xvii) Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zur Verringerung der Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung in Entwicklungsländern; (xviii) UN-Konferenz für Handel und Entwicklung; (xix) UN-Demokratiefonds; (xx) UN-Energie; (xxi) UN-Organisation für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau; (xxii) Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen; (xxiii) UN-Programm für menschliche Siedlungen; (xxiv) UN-Institut für Ausbildung und Forschung; (xxv) UN Ozeane; (xxvi) Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen; (xxvii) UN-Register konventioneller Waffen; (xxviii) Koordinierungsrat der Leiter der Exekutivorgane des UN-Systems; (xxix) UN-Systemstabsakademie; (xxx) UN Water; (xxxi) Universität der Vereinten Nationen.
Austritt (2): Was das alles bewirken wird, das weiß kein Mensch, ich also auch nicht. Klar ist nur, dass jetzt ein Rattenschwanz von Dollar-Profitteuren arbeitslos werden wird. Empfinde ich Häme? Igitt, ich fürchte: ja.
Berlin ist keine Reise wert: Da hat man doch tatsächlich nach 5 Tagen die Stromversorgung von Zehlendorf wieder angeschaltet. Mainstream feiert, dass dies einen Tag eher als angekündigt geschah. Viele Betroffene machen dagegen ihrem Ärger Luft. Besonders gut hat mir der Kommentar über den Bürgermeister gefallen, nachdem dieser sich nicht habe kümmern können, weil er im Home-Tennis gewesen sei.
Berlin (2): Die Mutmaßungen über den Verursacher des Verbrechens sind nur köstlich zu nennen. Besonders gut gefallen mir die Hinweise auf die AfD und den Russen. Gewiss doch, die haben auch Nordstream auf dem Gewissen. Bleibt das Gedankenspiel: Waren es erneut die Bewahrer von democracy & human rights? Und wenn über den Umweg der Förderung ihrer grün-linksextremen Helfershelfer? Spätestens, wenn dem Sachbearbeiter beim Generalbundesanwalt diese Erkenntnis dämmert, wird er den Vorgang auf Widervorlage 2031 legen, um dann die Ermittlungen wg. Verjährung einzustellen. Wollen wir wetten?
7. Januar 2026
Den Wiedereintritt ins elektronische Leben im neuen Jahr verzögert zu haben, erklärt sich am ehesten so, dass mir dasselbe plötzlich recht gut gefiel. Wie gut ich mit der Absenz vom Bildschirm getan habe, fiel mit heute Nacht auf, als ich, um halbdrei wach geworden und auf einen Schlag hellwach, ohne längeres Nachdenken den Weg zum Rechner einschlug. Diese Form der mangelnden Disziplin brachte dann in Sekundenschnelle Dinge hervor, von den ich jetzt im Zweifel bin, ob mir etwas entgangen ist. Darauf gibt es nur hypothetische Antworten, da ich meinem Kopf keinen wirksamen Abschaltbefehl erteilen kann.
Nichts Neues unter der Sonne (2): Jetzt also weiß ich, dass verbrecherische und gemeingefährliche Irre in Berlin die Stromversorgung nachhaltig stillgelegt haben, der Don in Venezuela den Staatschef (Maduro) durch eine massive Militäraktion mit etlichen Toten hat kidnappen lassen und in Nordeuropa unter Einschluss Norddeutschlands der Winter ausgebrochen ist.
Nichts Neues unter der Sonne (3): Man kann nun unterm Strich nicht sagen, dass ich etwas versäumt hätte, denn abgesehen von dem Umstand, dass ich an diesen Dingen ohnedies nichts hätte ändern können, finde ich nichts von dem, was die diversen Medien mit ihrem Gezeter füllt, sonderlich überraschend. Dass in Berlin völlig unfähige, dafür aber ideologisch Verblödete an der Macht sind, ist sattsam bekannt, dass der Don zur Gewalttätigkeit neigt, weiß man aus dem jetzt abgelaufenen ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit mit genügender Sicherheit, und dass der Winter nicht menschengemacht, sondern eine Frage des Klimas ist, muss nicht weiter diskutiert werden, zumal, wie ich soeben mit Vergnügen las, die Hitze immer noch da ist, nur eben anderswo.
Nichts Neues unter der Sonne (4) ergibt sich auch aus der Frage, wie lange denn nun der Weihnachtsbaum noch in meinem Wohnzimmer ausharren wird. Zurück von einer mehrtägigen Reise nach Prag finde ich ihn immer noch ohne jede Nadelei vor, und da ich vom Katholizismus nicht dirigiert werde, brauche ich auch keine die Drei-Königs-Regel zu beachten, wonach gestern mit Singen und mit Beten die Weihnachtszeit ins Endstadium geraten wäre. Man sieht schon: da muss eine europäische Regel her und zwar eine, die an der Spitze unwiderlegbar festlegt, was überhaupt ein Weihnachtsbaum sein soll und, dass ihn mit realen Kerzen zu beleuchten, verboten ist.
Von der Ostfront gibt es dank der Jahresend-Postulate der diversen Führer von nah und fern eine Reihe von zusammenfassenden Bewertungen, aus denen man mit einiger Mühe kriegsentscheidende Tatsachen destillieren kann. So die Konzentration der russischen Luftangriffe auf die Eisenbahnen in der östlichen, jetzt noch nicht russisch besetzten Ukraine. Ich hatte mich bereits vor Jahr und Tag darüber gewundert, dass hier kein Schwerpunkt gesetzt worden war. Jetzt hat sich das geändert (für Besserwisser: mit mir hat das nichts zu tun).
Ostfront (2): Russland behauptet, dass gut die Hälfte der Verluste, die man dem Gegner zufügt, auf Drohnenangriffen beruhen. Die andere Seite geht sogar von 60-70 Prozent russischer Verluste aus, die man der eigenen Drohnenwaffe zuschreibt. Was diese Prozentzahlen in tatsächlichen Zahlen bedeuten, wäre wissenswert, um den Stand des Krieges einigermaßen realistisch einschätzen zu können.
Derweil in der Karibik: Die Angriffe der USA gegen Venezuela steigern sich in ein reales Kriegsszenario. Die Hiesigen halten erschrocken den Mund. Sie sagen stattdessen Zaubersprüche auf, wie sie es in den kommenden zwei Jahren dem Russen zeigen werden.
Vom realen Klima: Seit zwei Tagen ist es ziemlich kalt, Von der mangelhaften Füllung der Gasspeichen in D hört man sicherheitshalber nichts mehr. Stelle mir vor, dass die Irren in den Führungsetagen sich in zwei Fraktionen spalten: Die eine reibt sich die Hände, dass das herbeigebetete Ende der Gasheizung so nahe ist, die andere (mit vagem Kontakt zur Realität) wird von Furcht erfasst, wenn das Gas plötzlich tatsächlich alle ist und arbeitet bereits an Lügenfloskeln, die man dem Volk auftischen will. Der-böse-Putin-war’s ist diesmal schwer zu verkaufen.
Reales (2): Ich bekam eine Reihe schwerwiegender Bücher geschenkt, in die ich alle zur gleichen Zeit hineingelesen habe. Damit werden meine Leser noch zu behelligen sein, wenn ich etwas mehr durchblicke.
25. Dezember 2025
Es gibt Meldungen, die sind wie ein Weihnachtsgeschenk. Dank der jüngsten US-Einreisesperrliste erfahre ich, dass es in Berlin (wo sonst?) eine gemeinnützige Zensur-Institution gibt, die von den Damen von Hodenberg und Ballon betrieben wird (neinnein, die Namen sind nicht auf meinem Mist gewachsen). Die Ärmsten dürfen jetzt nicht mehr in die Staaten einreisen. Ebensowenig der ehemalige EU-Kommissar Thierry Betron, den die Amis für das EU-Zensurgesetz verantwortlich machen. Man sieht: Manchmal geht es doch voran.
24. Dezember 2025
Der Ausruf Gütiger Gott ist keineswegs der Beleg für die Existenz eines gläubigen Christenmenschen. Allerdings habe ich einen Moslem noch nie soetwas ausrufen hören. Ihm kommt stattdessen Alláh gedankenlos über die Lippen.
Gütiger Gott (2): Aus aller Welt wird mir Weihnachtliches auf meinen Bildschirm transferiert. Vor allem auch aus Ländern, die unter strikter Herrschaft von Hardcore-Islamisten stehen. Das ist wie ein hämisches Dennoch der untergehenden Germanenrasse. Ihr Erbe: Sie hinterlässt weltweit geschmückte Tannenbäume im Dezember.
Gütiger Gott (3): Mein eigener Weihnachtsbaum, gestern erworben und ins Haus geschleppt, riecht nicht, dafür wirft er die ersten Nadeln ab. Kein gutes Zeichen. Hoffentlich ist die Aufstellung im Wasserbad noch etwas nütze.
23. Dezember 2025
In Moskau wurde gestern ein Generalleutnant des russischen Generalstabs namens Fanil Sawarow mit Hilfe einer Autobombe, die unter seinem Fahrzeug hochging, getötet. Das ist der dritte General, dem dieses Schicksal in Jahresfrist widerfährt. Die Presseerwägungen, inwieweit dies die laufenden US-russischen Gespräche in Florida tangiert, halte ich für deplatziert, denn die Antwort heißt: gar nicht. Erstaunlich bleibt bestenfalls, dass die russische Seite bislang nicht zu ähnlichen Attacken ausgeholt hat, wie sie die vom Wertewesten gesponserte Ukraine offenbar für zielführend hält.
Auto (2): In Gießen fährt ein Willkommensbürger aus Aserbaidschan eine Gruppe von Wartenden an einer Haltestelle um. Die einschlägigen Presseerzeugnisse sind wieder einmal ein Wunderwerk an Schwurbel-Technik.
Auto (3): In Schilda können Merkelpoller rund um den Weihnachtsmarkt besichtigt werden. Doch nach meinem gestrigen Eindruck gehen die aktuellen Gefahren von Autofahrerinnen der Gefahrenklasse 40-70 auf dem Lidl-Parkplatz aus. Hinterher schelte ich mich selbst, dort hin gefahren zu sein, denn bei Aldi waren die Hühnereier ausverkauft. Auch war der ganze Parkplatz zugeparkt von Leuten, die mit hochgetürmten Einkaufswagen das Vorwärtskommen unmöglich machten. Ich stelle mich schließlich etwas abseits daneben, um festzustellen, was das Hauptbegehr dieser Zeitgenossen sei. Es ist Papier in den Varianten Klopapier und Küchenrollen. Was zum Henker passiert bei diesen Leuten über Weihnachten? Ich komme zu keiner brauchbaren Lösung. – Einen Weihnachtsbaum habe ich übrigens immer noch nicht. Der steht traditionsgemäß für heute auf dem Aktionsplan, ebenso die gestern geschlachtete Gans, die bisher ihr friedliches Leben auf den Ilm-Wiesen bei Zottelstedt fristete.
22. Dezember 2025
Nur langsam destilliert sich die Realität aus dem Geschwätz des letzten EU-Gipfels. Sie lautet in Deutschland, dass die Zerrissenheit innerhalb der kleinen denkenden Schicht unüberbrückbar wird. Die einen sagen, dass dem Putin jetzt endlich die Grenzen gezeigt werden (müssen), die anderen reden von der Selbstzerstörung eines Landes durch eine Clique, die man seit Jahr und Tag nicht quitt kriegt. Klar erscheint mir lediglich, dass die Clique nichts zu fürchten hat. Der im Lande herrschende Totalitarismus hat sich als Selbstverständlichkeit in die Hirne aller, egal welcher Meinung, hineingefressen. Dort wirkt er wie eine unüberwindbare Fessel.
Totalitarismus (2): Jeder, der auf sich hält, weiß sich bei diesem Thema auf Hannah Arendt zu berufen. Ich hielt mich stets zurück, wenn die Person genannt wurde, fand sie staubtrocken, so, als wenn das Leben an ihr vorübergeeilt wäre. War es aber gar nicht, soweit man weiß. Ich nehme an, dass sie jetzt zu den bedauernswerten Geschöpfen gehört, die von einem zum andern weitergereicht werden, ohne dass einer auch nur eine einzige Zeile von ihr gelesen hat.
Totalitarismus (3): Eine Entdeckung ist für mich George Orwell, dessen Werke ich vor Jahresfrist geschenkt bekam. Dort fand ich jetzt auf der Suche nach Lesbarem einen Band mit Essays vor, geschrieben zwischen 1943 und 1949. Die zum Ausdruck gebrachte kalte Wut des selbsterklärten britischen Linken über das Appeasement seiner Intellektuellen-Kaste gegenüber dem sowjetischen Gewaltregime und Orwells Folgerungen über die unterwürfige Verfasstheit von Intellektuellen finde ich beeindruckend. Es ist so, als wären die Texte erst gestern geschrieben worden.
Totalitarismus (4). Ein Internet-Fund, den ich beim Schreiben des Kapitels über den Herrschafts-Größenwahns von sog. Weltreligionen entdeckt habe… Schön zu wissen, dass man nicht allein ist.
20. Dezember 2025
Da hatten die Deutschen aber Glück, dass Fritz der Kanzler sich mit seinem großmäuligen Vorschlag in der EU-Hauptversammlung nicht durchsetzen konnte, das beim belgischen Vermögensverwalter EuroClear gebunkerte Russenvermögen zugunsten der klammen Ukraine zu enteignen. Sein protziges die-Deutschen-haften-wenn’s-Dicke-kommt wurde, jedenfalls von den hauptsächlich betroffenen Belgiern, nicht akzeptiert. Stelle mir vor, dass diese vom römisch-rechtlichen Grundsatz irritiert waren, dass ein Gläubiger sich bei mehreren Schuldnern aussuchen kann, wen er in Anspruch nehmen will, und einseitige Bürgschaftsversprechen hieran nichts zu ändern vermögen.
EU-Häuptlinge (2): Stattdessen vereinbarte man eine weitere Finanzspritze für den kleinen Mann aus Kiew, der an Ort und Stelle mitgeteilt hatte, man sei nunmehr zahlungsunfähig. Also hinein mit weiteren 90 Milliarden € in dieses Fass ohne Boden. Ungarn, Tschechien und die Slowakei wurden auf eigenes Verlangen vom Mittun suspendiert, um nach außen hin Einheitlichkeit vorzuspiegeln. Die Rückzahlung des Geldes soll nach dem Sieg aus russischen Reparationszahlungen entnommen werden, also nie.
Derweil an der Ostfront: Der russische Vormarsch dauert an. Nach Angaben von Putin, die er auf einer Pressekonferenz vorgestern machte, hat er sich beschleunigt. Zudem finde er am gesamten Frontbogen statt. Der Dnjepr mit den letzten Großstädten östlich des Flusses, Dnjepropetrowsk und Saporoshje, ist erkennbar das derzeitige Ziel der Eroberungen. Wird es erreicht, sind alle bedeutenden Industriezentren der Ukraine in russischer Hand.
18. Dezember 2025
Der Biologe Ernst Haeckel machte vor gut 130 Jahren gegen den Irrglauben des Glaubens mobil. Es gebe nur eine einzige einheitliche Welt, die Doppeldenke von Vernunft und Glauben sei irreal. Es versteht sich wie von selbst, dass das organisierte Christentum hiergegen Sturm lief. Wie der Streitstand heute ist, vermag ich nicht zu sagen, doch gewundert habe ich mich, wenn man heutzutage in Tichys Einblick lesen kann (https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/gottes-existenz-eine-sache-der-vernunft/), dass einem Mann namens Sebastian Ostritsch unter Berufung auf Thomas von Aquin ein aktueller Gottesbeweis gelungen sei. Ich bin beeindruckt, wenn ich innerhalb der Beweisführung lese, dass das Mittelalter keineswegs dunkel gewesen sei, denn es habe Wasserkraft, Dreifelderwirtschaft und die gotischen Dome hervorgebracht. Ich füge hinzu: und eine genial zu nennende Hygiene, die für den periodischen Ausbruch der Pest sorgte. So wurde die Überbevölkerung, die uns heute so drückend erscheint, im Ansatz vermieden.
Irreales (2): Die Deutsche Industrie- und Handels-Kammer (DIHT) empfiehlt der politischen Kaste der Republik und der EU gegen die von den USA angedrohten Handelsboykotts, bei denen es sich um Retourkutschen wg. des EU-Vorgehens gegen Musk & Co (Twitter-X und andere) handeln soll, entschieden vorzugehen. Ist den deutschen Funktionären eigentlich bekannt, was die von den Amis als Repressionskandidaten namentlich genannten Firmen Siemens und DHL dazu meinen? Oder VW, das soeben seine Vorzeige-Werk in Dresden schließt? Jungs, hier bahnt sich ein ziemlich ernster transatlantischer Wirtschaftskrieg an. Wisst ihr das, oder ist es euch schlicht egal?
Irreales (3): Fritz der Kanzler will jetzt mit Gewalt die in Belgien gebunkerten russischen Milliarden an Land ziehen. Das ist eine Politik der verbrannten Erde. Damit hat Deutschland reiche Erfahrungen unter seinem einzigartigen, nur der Vorsehung verpflichteten Führer und Reichskanzler sammeln können. Die Ergebnisse waren für die Sieger zufriedenstellend, für Deutschland dagegen eher nicht.
17. Dezember 2025
Manchmal entstehen beim Tagebuch-Schreiben Aufzeichnungs-Pausen. Sie bewirken, dass im Erinnern ganze Tage ausgelöscht werden. Sie verschwinden im Nichts. Das gilt auch, wenn auch nur im begrenzten Maße, für meine Sudelbuch-Notate. Ich könnte, wenn ich wollte, zu rekonstruieren versuchen, was ich zu notieren unterließ. Dabei fällt mir auf, dass nichts von Belang passiert ist, was ich nicht schon beschnarcht hätte: Die x-te Variante sog. Friedensgespräche, diesmal in Berlin und wie üblich ohne die Russen, während dieselben weiter vorrücken, diesmal ist es die Stadt Sewersk, die von ihnen eingenommen worden ist, was wie gewohnt ein paar Tage lang bestritten wird. Wieder sind es müde Schlagzeilen über die Enquete-Kommission, die von dem Mehrheitskomplex eingerichtet wurde, um mit salbungsvollen Worten einem Corona-Untersuchungsausschuss ausweichen zu können und so den Zwang der Zeugen zur Wahrheit zu vermeiden. Wieder will es niemand so genau wissen und lässt ungeschoren einen Spahn dort reden, dass es nie die Absicht war, durch Impfung einen Infektionsschutz herbeizuführen, weil das Impfmittel unerprobt war und an der Bevölkerung erst dessen Wirksamkeit ausprobiert werden sollte, was allerdings den gewünschten Effekt nicht hatte. Das ist so dreist gelogen, dass man nicht mal mehr ein Verwundern zustande bringt.
11. Dezember 2025
Manchmal lacht man, ohne den Grund zu kennen. Einfach so. Die andern am Tisch machen bedenkliche Gesichter. Nicht ohne Grund. Schließlich lacht man nicht ohne Grund. Jetzt muss man schnell etwas sagen, um aus der Nummer wieder raus zu kommen. Ich sage: Ich las vorhin in der FAZ, dass Fritz der Kanzler nach Washington reist, um den Präsidenten zu beraten. Jetzt wiehern auch die anderen.
10. Dezember 2025
Die EU hat gestern den Weltuntergang um ein Jahrzehnt auf 2040 verschoben. Das ist aber schade. Ich hatte voll auf die Führerin vertraut. Sie hatte in Davos 2020/21 zugesichert, dass er 2030 stattfindet. Es ist wie bei den Zeugen Jehovas, die immer wieder die schönsten Hoffnungen geweckt haben, wiewohl vergeblich.
Jehova (2): Derweil bemühen sich in Brüssel Katholiken, die sich konservativ nennen, sich selbst wiederzuerwecken, indem sie den heiligen Augustinus hochleben lassen. Lautstark wie stets die anwesenden Polen, die, nebenbei bemerkt, gestern die polnische KP verboten haben.
Jehova (3): Auch Fritz der Kanzler hat offenbar einen allerhöchsten Wink erhalten, der ihn berechtigt hat, in Brüssel dem dortigen MP und dem Vermögensverwalter EuroClear zuzusichern, Deutschland übernehme die Bürgschaft für etwaige Schäden, wenn man die dort gebunkerten russischen Vermögen in die Ukraine schleust, der offenbar niemand mehr etwas pumpen will. 270 Milliarden oder so? Für D ein Problem, aber nicht für den Fritz.
Jehova (4): Der kleine Mann aus Kiew brauchte keinen Wink von oben, um jetzt mitzuteilen, er hätte nichts gegen Wahlen. Nein, in diesem Fall kam der Rat aus dem Weißen Haus. Das wiederum hat einen Draht nach ganz oben (God’s own people). Dort hat man offenbar begriffen, dass die Russen die Bedingung gestellt haben, nur mit einem hierzu legitimierten Führer Verträge zu schließen. Selenskyjs Amtszeit endete, was man leicht vergisst, im Mai 2024. Man sieht also, es geht auch ohne Wahlen. Aber manchmal auch nicht.
7. Dezember 2025
Da bahnt sich ein Konflikt der neuen Art an: auf der einen Seite Trump & Co, auf der anderen der Apparat der EU. Dieser hat gegen den Trump-Freund/Feind und immer noch engen Verbündeten Elon Musk ein Strafgeld von schlappen 120 Millionen Euro verhängt, weil er sich nicht mit seiner Firma Twitter-X den Zensurregelungen der EU beugen will. Jetzt schlägt das Universum zurück. Musk will die Beteiligten an diesem Streich gegen ihn und ihre Machenschaften öffentlich an den Pranger stellen. Vorgeschichte: Musk lehnte es ab, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die es der EU erlaubt, ihr linksextremistisches Zensorengesindel (Faktenchecker) in seine Firma zu lassen. Im Gegenzug wollte die Kommission großzügig auf ihre geltend gemachten Inhaltsbedenken verzichten. Telegram und Facebook hatten sich bereits auf diesen Kuhhandel eingelassen. Bei X bissen die Kontrollfreaks jetzt auf Granit.
Konflikt (2): Die Totalitären aus Brüssel haben sich gründlich verkalkuliert. Sie dachten, sie könnten straflos einen Unterwerfungsprozess gegen einen reichen Privatmann inszenieren, doch jetzt steigt die US-Regierung mit in den Ring. Sie ließ verlautbaren, das Vorgehen gegen Musk sei eine unzulässige Handelsbeschränkung gegen eine US-Firma. Man werde deswegen den Verursacher sanktionieren. Da darf man gespannt sein, wie das aussehen wird.
Konflikt (3): Das Vorgehen der US-Regierung gegen die EU-Mafia passt haargenau in die vorgestern verkündete neue US-Doktrin zur Neuordnung der Welt (aus US-Sicht). Danach sollen die EU-Gremien bekämpft werden, weil sie die US-Dominanz in der sog. westlichen Hemisphäre stören.
Konflikt (4): Der in Brüssel ansässige Vermögensverwalter EuroClear weigert sich rundheraus, die eingefrorenen gigantischen Russen-Vermögen zur Enteignung freizugeben. Er hat gestern öffentliche Unterstützung durch den belgischen Ministerpräsidenten bekommt. Die Maßnahme sei rechtswidrig, und er werde sie nicht durchführen lassen. Er fügt zur Begründung zwei Dinge hinzu: a) Die von den Kriegsfreunden der EU vorgesehene Verwendung der Gelder für den Staatshaushalt der Ukraine sei widersinnig, denn diese habe den Krieg gegen Russland bereits jetzt und zwar endgültig verloren. b) Putin habe Belgien und ihm persönlich Konsequenzen angedroht, die bis über seinen Tod hinausreichen würden. – Muss man eigens erwähnen, dass Fritz der Kanzler zu den glühenden Befürwortern der Russen-Enteignungen gehört?
6. Dezember 2025
Da schrieb der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew angesichts der laufenden Gespräche mit den USA gestern auf Twitter-X „Dear Merz, Sie sind nicht mal im Spiel. Sie haben sich durch Kriegstreiberei, die Torpedierung des Friedens, unrealistische Vorschläge, den Selbstmord der westlichen Zivilisation, Migration und dickköpfige Dummheit selbst disqualifiziert.“ Vorangegangen war eine Behauptung in der Illustrierten Der Spiegel, wonach Merz am Telefon zu Selenskyj gesagt habe: „Die spielen Spielchen – sowohl mit euch als auch mit uns.“
Deutschland von außen betrachtet (2): „Dieser wirtschaftliche Niedergang [Europas] wird jedoch von der realen und noch gravierenderen Aussicht auf das Verschwinden der Zivilisation überschattet. Zu den größeren Problemen, mit denen Europa konfrontiert ist, gehören die Aktivitäten der Europäischen Union und anderer transnationaler Gremien, die die politische Freiheit und Souveränität untergraben, eine Migrationspolitik, die den Kontinent verändert und Konflikte schafft, die Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition, sinkende Geburtenraten sowie der Verlust der nationalen Identität und des Selbstbewusstseins.“, so wörtlich die soeben veröffentlichte strategische Leitlinie für die Sicherheitspolitik der USA.
Deutschland von außen betrachtet (3): Ich hatte mir fest vorgenommen, es nicht zu tun. Jetzt sieht man (siehe oben), was daraus geworden ist.
5. Dezember 2025
Die Leute tun so, als sei die Unwirtschaftlichkeit der deutschen Wirtschaft etwas, was man wie eine höhere Weisheit hinnehmen müsse, doch sie ist im Gegensatz zum Klima menschengemacht. Sie ist das Werk von Menschen, die ich für notorisch irre halte. Sie haben als Kernstück ihres Zerstörungswahns die EU-Klimaschutzverordnung 2021 (ESV ’21) erfunden und in Kraft gesetzt.
ESV’21 (2): Das geschah im Schatten der Corona-Hysterie, als der Bürger mit Masken, Lockdown und Impfzwang drangsaliert wurde. Die Person, die es tat, hieß Angela M. In ihren Beiträgen für die selbsternannten Welten-Beherrscher in Davos hat sie hierüber 2020 und 2021 in dem für sie eigentümlichen Schwurbel-Deutsch wie ein antike Kassandra Auskunft gegeben. Die Finanz-Mafia applaudierte.
ESG’21 (3): Die Quintessenz zeigt sich nunmehr drastisch. Die deutsche Industrie wird zu sog. Ausgleichszahnungen genötigt oder Blödsinn zu produzieren wie die Elektrospielzeuge, die niemand haben will, oder aus dem Land zu fliehen. Alles das geschieht vor jedermanns Augen und mit dem Hurra des Unseredemokratie-Komplexes. Wer so naiv war, ein klares Wort des Unternehmertums zu erwarten, sieht sich allmählich enttäuscht, denn ein solches Unternehmertum gibt es in Deutschland nicht mehr. Woher auch?
ESV’21 (4): Die Leute, die jetzt vor sich hin jammern, haben nicht den Willen, die Dinge zu ändern und zum Guten zu wenden. Erst wenn die Proleten sich zusammenrotten, denen man nolens volens die Basis entzieht, wird das geschehen. Dann allerdings in einer Drastik, die nicht mehr lenkbar sein wird.
ESV’21 (5): Die Klima-Irren von Potsdam mit den bezeichnenden Kürzel Pik ziehen derweil irgendwelchen Blödsinn zurück, den sie in der Vergangenheit auf Steuerzahlerkosten produziert haben und auf deren Kunststückchen die Hysterie beruht. Tschuldigung Jungs, war nicht so gemeint, da gab es ein paar Rechenfehler. Konnte ja schließlich keiner ahnen, dass irgendwer unser Gebetbuch nachrechnen würde.
4. Dezember 2025
Im Ukraine-Konflikt lässt sich im Moment eine verbale Eskalierung beobachten. Selenskyj plus EU-Europa plus GB hie, Russland da. Putins Ton wird unüberhörbar ruppiger. Was der kleine Mann aus Paris in diesem Zusammenhang in China erreichen will, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Die Chinesen schweigen bislang dazu. Auch die Kontrahenten US und RUS üben sich in Zurückhaltung, obschon oder weil der Besuch des Duos Witkoff-Kushner vorgestern im Kreml offensichtlich nichts Vorweisbares in Sachen Kriegsende erbracht hat.
Ostfront (2): Die Ortsnamen, die von beiden Seiten genannt werden, lassen nur die Deutung zu, dass sich der russische Vormarsch trotz des Winterwetters in mehreren Abschnitten des Frontbogens nach Westen hin beschleunigt. Die russischen Angriffskolossen nähern sich den Großstädten Dnjepropetrowsk und Saporoshje.
Ostfront (3): Die ukrainische Seite leugnet hartnäckig den Verlust der wochenlang eingeschlossenen Industriestadt Pokrowsk. Mag sein, dass sich dort immer noch versprengte Trupps in den Kellern der Ruinenstadt befinden. Die russische Propaganda spricht von der Säuberung des Donbas.
Ostfront (4): Der Hinweis von Putin, man werde die aus dem Raum Odessa gegen russische Handelsschiffe im Schwarzen Meer geflogenen Drohnenangriffe wirksam unterbinden, lässt nur den Schluss zu, man werde sich jetzt des letzten der Ukraine verbliebenen Hochseehäfen mit militärischen Mitteln annehmen. Das bedeutet Zerstörung oder Einnahme oder Unterbrechung der Landbrücke nördlich der Stadt. Ich tippe auf Letzteres. Die Offensiv-Bemühungen zur Überschreitung des Dnjepr in oder bei Cherson deuten in diese Richtung.
Heimatfront: Der Fritz wird nunmehr sein Rentenpaket, das er mit den verbliebenen Stimmen der Koalition nicht durch den Bundestag bringen kann, mit Hilfe der SED durchsetzen. Wie lange seine eigene Partei diesen Kotau vor den Linken noch mitmacht, steht in den Sternen. Da diese Partei-Apparatschiks komplett umfrageverliebt sind, werden sie in den nahen Wochen Erschröckliches zu lesen kriegen. Die Welt als die letzte noch real existierende Unions-Bastion soll bereits gestern über tausend unmissverständliche Leserbriefe erhalten haben.
3. Dezember 2025
Lese des Nachts Texte des Österreichers Ernst Topitsch (1919-2003) über das Göttliche. Sie sind im Sammelband Gottwerdung und Revolution versammelt. Der hochgelehrte Ausflug in ferne, längst verflogene Kulturen mit ihren Spitzfindigkeiten und Riten, um dem Fluch des Menschen zu entkommen, der Sinn- und Ziellosigkeit seiner Existenz zu entkommen, weckt eher Ärger als ein tieferes Interesse. Bleibt zum Schluss die Frage: Und was wollte der Autor uns jetzt eigentlich sagen?
Religiöses (2): Das Buch wurde mir am 31.12.1974 geschenkt. Wenig später nahm sich der Schenker das Leben. Wohl deswegen blieb das Buch ungelesen liegen. Eine Suche nach leichtgewichtiger Reiselektüre erlöste es aus der Nicht-Beachtung.
Religiöses (3): Die Bräuche in vom Katholizismus berührten Ländern des Südens wecken beim Wanderer Heiterkeit. Die Beschränkungen des Reisegepäcks zwingen mich gottlob, sperrige Einkäufe über Wundermildes zu unterlassen. Allerdings nehme ich nicht ohne Grimm zur Kenntnis, dass man einem der drei Könige, die seinerzeit nach Bethlehem eilten, die schwarze Gesichtsfarbe gestohlen hat. Am Made in China kann das kaum liegen. Die Jungs dort erfüllen die Bestellungen so, wie sie formuliert worden sind.
Religiöses (4) und eher Weltliches: Es hat sich bei Neusprech eingebürgert, von den Ländern des globalen Südens zu sprechen. Das ist die Hybris der einstigen, sich christlich nennenden Kolonialherren, die genau wissen, dass One World mit der Wirklichkeit nicht harmoniert.
1. Dezember 2025
In Gießen randalierte am Wochenende der vom Bundesfamilienministerium gesponserte linke Faschisten-Mob gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation, deren Namen ich mir nicht merken kann. Die alternativen Medien tun so, als sei etwas besonderes geschehen. Ich kann hingegen nicht mehr zählen, wie oft ich solche Bilder in den letzten 5 Jahrzehnten gesehen habe. Was wurde gegen derartigen Spuk unternommen? Nichts.
Nichts neues unter der Sonne (2): Wenn man bedenkt, dass von Bismarck im großen Ganzen lediglich der Hering übrigblieb, nimmt es nicht wunder, dass Merkel nur den Poller hinterließ, und das auch nur zur Weihnachtszeit. Na, immerhin, manch eine kleine Leuchte wäre froh, wenn von ihr überhaupt etwas bliebe.
Nichts neues unter der Sonne (3): Marco Rubio, verstärkt um Trumps Schwiegersohn Kushner, verhandelt am Wochenende immer noch mit irgendwem über den Ukraine-Krieg. Putin sagt, jedenfalls nicht mit ihm. Das hatten wir schon, und man muss Experte sein, um das zu ignorieren.
Nichts neues unter der Sonne (4): Sie ist in den nördlichen Frontabschnitten nicht mehr zu sehen, dort schneit es, doch das Vorrücken geht im gewohnten Schneckentempo weiter. Das werde so bleiben, sagt Putin, bis alle Ziele erreicht sind. Eile ist nicht erkennbar.
29. November 2025
Ich habe schon häufig in fremden Betten geschlafen, ohne hieran im Geringsten Anstand zu nehmen. Doch der Gedanke, dass andere Leute in meinem Bett schlafen könnten, befremdet mich. Geschieht dies dennoch, so führt das unter Umständen zu erstaunlichen Erkenntnissen wie dieser hier: Links und rechts vom Bett steht ein Wecker. Beide ticken in unterschiedlicher Frequenz, jedoch so leise, dass ich es nicht mehr hören kann. Der jugendliche Schläfer entfernte nun einen der Störenfriede. Verständlich, doch hoffentlich stellt er ihn nach Abreise wieder hin.
Befremdlich (2): Tiere und Menschen sind in ihrer zeitlichen Begrenztheit gleich, der Unterschied folgt aus dem Wissen des Menschen darum. Ein Theologe stellte mir gegenüber kürzlich diese Binsenweisheit in Abrede. Er glaube nicht, nein, er wisse, dass dies mit der Endlichkeit anders sei (und dann kamen die üblichen Glaubenssätze). Ich frage mich nun, ob der nämliche Theologe dem Tier gleicht, dass von der Begrenzung auch nichts weiß. – Ein Philosoph weiß hierauf mit Sicherheit die passende Antwort und auch, wer vor ihm diesen Gedanken bereits geäußert hat.
Befremdlich (3): Ich frage mich, warum Philosophen – jedenfalls nach meinem Eindruck – keinen Gedanken äußern können, ohne eine ihrer Autoritäten zu bemühen. Ich denke dann immer, es kann doch nicht so schwer sein, selbst einmal einen eigenen Gedanken zu fassen. Ist aber augenscheinlich nicht der Fall.
Befremdlich (4): Was man über den Korruptions-Sumpf der Ukraine hört, hat das Zeug dazu, unbeachtet zu bleiben. Nichts passt zusammen. Die Nennung einzelner Spitzenfunktionäre (im Moment die Haupttischgenossen von Selenskyj, wie der vortreffliche Präsidialbüro-Vorsteher Jermak) als Hauptverdächtige des Geldeinsackens lenkt den Blick auf ein System, das seit 30 Jahren alles, was durch seine Hände geht, beiseite schafft. Das ist bekannt und hat bislang niemanden gestört. Die Geldmengen sind inzwischen so groß, dass die Zahl der beteiligten Täter unüberschaubar wird. Wir reden sozusagen über den Normalfall.
Befremdlich (5): Das Pentagon will plötzlich bemerkt haben, dass 40 Milliarden US-Dollars via Estland versickert sind. Das geht nicht einfach so mit Tasche auf, Geld rein, Tasche zu. Jetzt wird hinter der Hand die Frage aufgeworfen, ob das mit der dubiosen Personalie Kallas zu tun hat, die bis 2024 dortzulande die Ministerpräsidentin war, bevor sie ins Amt der EU-Hauptkriegshetzerin wechselte.
Befremdlich (6): Der Bundestag beschließt gestern, weitere Milliarden in das Fass ohne Boden zu stopfen. Sowas tut man nicht ohne Eigeninteresse, sagt die Erfahrung. Diese lehrt, dass manches Ding gedreht wird, um das vorangegangene zu vertuschen. Wenigstens das.
Befremdlich (7): Der Verband der Familienunternehmen verliert potente Mitglieder an die Antifa. Da bin ich aber froh, dass Vorwerk-Staubsauger nur noch korrekten Dreck beseitigen werden und Rossmann den Nazis die Duftwässerchen vorenthält. Die Prolet-Konkurrenz von dm distanziert sich sicherheitshalber von diesem Tun. Sie hat offenbar die unbeirrt AfD-wählende Kundschaft im Blick.
24. November 2025
Der Zweck des regierungsoffiziellen Propagandageschwätzes ist es, eine Atmosphäre der Unausweichlichkeit zu erzeugen. So soll die Bevölkerung auf einen angeblich nicht zu umgehenden Krieg gegen Russland eingestellt werden. Wehrminister Pistorius beteiligt sich hieran, wenn er – falls das die Presse dies nicht wie gewohnt erfunden hat – öffentlich raunt, dass dies unser letzter friedlicher Sommer gewesen sein könnte. Plumper kann man kaum auf das Jahr 1939 anspielen. Indessen, es war in jenem Jahr der allumfassend verdammte deutsche Reichskanzler A.H., der nach allgemein gültiger Lesart den Zweiten Weltkrieg auslöste. Nimmt man den jetzt zum Exempel? Ich traue meinen Augen kaum. Blättert man zudem in den Schulbüchern, die heute zum Geschichtsunterricht zugelassen sind, wo er denn überhaupt noch stattfindet, so liest man, dass die deutsche Aufrüstung der Mitt-dreißiger Jahre auf geradem Wege und absichtlich in den Krieg hineinführte.
Deutschlands Lage (2): Trumps jugendlicher Held, Marco Rubio, immerhin Außenminister des Kolonialherrn, hält unser Land wg. seiner Einwanderungspolitik für ein Sicherheitsrisiko des US-Imperiums. Nun Fritz, jetzt sag mal was Gescheites. Doch der hat gerade keine Zeit, muss seinen Busenfreund Weimer verteidigen, an dessen Tun er nichts Unrechtes erkennen kann. Ist alles links- oder rechtsextremes Lügen-Gerede. Wie tief muss die Grube noch werden, die es sich hier gerade selbst gräbt?
Deutschlands Lage (3): An der Saar macht der letzte Autohersteller (Ford) dicht. Made in Germany wird nicht mehr gebraucht. Und was machen die Gewerkschaftsbonzen? Sie rufen nach dem Staat. Und was machen die damit weitgehend identischen Staatsbonzen? Sie kämpfen gegen Klima und AfD.
23. November 2025
Das Geschrei um den angeblichen Friedensplan ebbt nicht ab. Auch die zwei, drei Leser meiner gestrigen Anmerkungen haben sich zu Wort gemeldet. Was Oberst von H. hierzu beisteuerte, will ich den anderen nicht vorenthalten: „All das, was dieser (angebliche) Nonsense-Plan enthält, hätte man Ende des Jahres 2021 gänzlich ohne Krieg eintüten können. Was den koksenden 11-Finger-Pianisten aus der Bankowa-Ulitza anbelangt: Tragikomisch wird’s immer dann, wenn Marionetten „vergessen“, an wessen Fäden sie hängen und vom wem sie bespielt werden. In Mafia-Kreisen pflegt diese Art von Vergesslichkeit letal auszugehen.“
Kriegsende (2): Vor Kurzem, Anfang Oktober, am Schluss eines meiner Nicht-mein-Krieg-Vorträge, habe ich etwas spontan, wie ich einräume, gesagt, dass der Krieg in diesem Jahr noch und zwar mit dem Zusammenbruch der Ukraine zu Ende gehen werde. Jetzt stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob das zutreffen könnte. Es sieht fast so aus, denn die schwer beschädigte Wärme- und Energie-Versorgung wird den Krieg entscheiden. Das Jahr hat noch 5 Wochen.
22. November 2025
Seit zwei Tagen wird mit Donnergetöse der angebliche Trump-Putin-Plan diskutiert, den Ukraine-Krieg zu beenden. Hierzu gibt es nichts weiter zu sagen, als dass es sich um ein Windei der US-amerikanischen psychologischen Kriegführung handelt, um den unhaltbar gewordenen Selenskyj loszuwerden. Doch das klappt kurzfristig nicht, er hat seine mutmaßlichen Veruntreuungs-Hauptakteure verschoben. Bleibt die Frage: wie groß ist ein Geldkoffer, in den 100 Millionen US Dollars passen? Und dann noch dies: Was sagt eigentlich der Mann aus Moskau dazu? Hierzu jedenfalls nichts, dafür zeigt er sich in der russischen Felduniform im Frontgebiet. Vor Tagen erst bei einer Raketen-Präsentation sah ich ihn in diesem Kleide. Das sieht nicht eben nach Friedensengelei aus.
19. November 2025
Ich kann das Staatswohl nicht erkennen, von dem die Bundesregierung offiziell behauptet, dass es verletzt würde, wenn sie wahrheitsgemäß die Frage beantwortet.
18. November 2025
Ich bin sprachlos, so sagt man angesichts äußerster Überraschung. Die Floskel gewinnt dank der Erziehungsbemühungen unsrer Polit-Aufseher eine neue Qualität. Der Entzug von Wörtern soll im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos machen – und zwar so, dass ich etwas Gewohntes nicht mehr zum Ausdruck bringen kann.
Sprachlos (2): Mir geht durch den Kopf, was ich kürzlich bei dem Österreicher Ernst Topitsch las: Der Mensch unterscheide sich im Gegensatz zu vielem biologisch Gleichkonstruierten vom Tier dadurch, dass seine Interaktionen, einschließlich der gefühlsmäßigen, durch sein Sprachvermögen bestimmt würden. Meine Folgerung: Greife ich in diese seit Generationen geprägte Sprache ein, verändere ich das Zusammenleben. Das ist wohl auch der Sinn der Einübung korrekten Sprechens. Ich kann das Offensichtliche nicht mehr benennen. Fingerübung: Ich sage völlig zusammenhanglos Neger und stürze dadurch Vera Naiva in eine tiefe Gefühlskrise. Das ist amüsant und beklemmend zugleich.
Sprachlos (3) war ich beim gestrigen Versuch, einen Briefmarken-Vorrat zu kaufen. Die zu einem Euro gab es im sog. Post-Shop nicht, und die zu 1,10 wollte ich nicht. Ich erhielt den Rat, woanders mein Glück zu versuchen. Ich tat’s. Den Versuch vom Schreibtisch aus, gab ich nach zwei Minuten auf, da die Post mich nötigen wollte, vor dem Kauf Absender und Anschrift anzugeben. Einfach irre.
17. November 2025
Ungarn wird zum Schauplatz des nächsten Stellvertreterkrieges. Die Kontrahenten im Hintergrund sind die Trump‘sche USA und die woke EU-Kamarilla. Sie haben sich die kommende Parlamentswahl in Ungarn auserkoren, wo es um die herbeigetrommelte Abwahl von Viktor Orbán geht. Dieser wird ausdrücklich von Trump gestützt, der zugesagt hat, das Russen-Öl für Ungarn werde keiner US-Sanktionierung unterliegen. Die Gegner aus Brüssel haben die Zahlungen an Ungarn zurückgehalten, für die wiederum Trump bürgen will. Der kleine Mann aus Kiew verspricht im Gegenzug, zum dritten Mal die russische Öl-Pipeline Drushba Richtung Osteuropa zu unterbrechen und das als Rache für das ungarishe Veto gegen den EU-Beitritt der Ukraine. Alles klar?
16. November 2025
Geld verschwunden in der Ukraine? Macht nix, die Gruppe der Fünf/Group of Five (GoF) hilft gern. Hinter dem griffigen Kürzel verbergen sich außer Deutschland die Staaten Polen, Frankreich, Italien und Großbritannien. D gibt 11,5 Milliarden €. Boris P. weiß auch warum: Die Ukraine befindet sich gerade auf der Siegerstraße, Russland wackelt. Falls er das wirklich glaubt, sollte er wg. irrer Lagebeurteilung schleunigst abgelöst werden, falls nicht ebenso, dann nämlich wg. Belügens der Öffentlichkeit.
GoF (2): Beim vorgestrigen öffentlichen Pressegeschwätz in Berlin steht die hässliche Blonde aus Estland als Hohe Vertreterin der EU inmitten der Kriegswilligen. Was hat die denn da zu suchen? Ab und an sollte man daran erinnern, dass deren Zwergstaat zur Hälfte von Russen bewohnt wird. Um davon abzulenken, hetzt sie gegen China als den angeblichen Wegbereiter für dem Putin sein Angriffskrieg.
Heimatfront: Fritz auf dem Deutschlandtag der Jungen Union. Und ich dachte, der sei grade 70 geworden, der Fritz. Viel Presse-Klamauk über angeblich schlechte Stimmung dort. Wenn man sonst nicht in die Schlagzeilen kommt, dann wenigstens mit schlechter Stimmung. Fast jeder hierzulande hat Verständnis für schlechte Stimmung. Fazit: die JU als Stimmungsbarometer, doch mit schlechter Stimmung kriegt man die grottenschlechte Politik nicht korrigiert. Denn merke, diese ist kein unausweichliches Naturereignis, sondern im Gegensatz zum Wetter-Klima menschengemacht.
15. November 2025
Das Innere des Kühlschranks ist eine Art Jedermann-Raum, ähnlich der mittelalterlichen Almende. Hier finden die Positionskämpfe statt, die man in jeglichem soziologischen Fremdenführer ganz vergeblich sucht. In meinem Kühlschrank beispielsweise befinden sich Gemäße von nicht zuordenbarem Inhalt, die mich erst dann zu näherem Hinsehen verlassen, wenn ich mit meinen Aldi-Lidl-Einkäufen partout keinen Platz finde.
Langsam spricht es sich herum: Der Kessel von Pokrowsk-Mirnograd wurde von den russischen Truppen geschlossen, das Stadtgebiet der als uneinnehmbar gepriesenen Festung ist unter russischer Kontrolle, im benachbarten Mirnograd vegetieren 2 ukrainische Brigaden ihrem Untergang entgegen.
Ostfront (2) Und westlich davon? Nichts mehr zum Festhalten weit und breit, freie Steppe bis zum Dnjepr. Was sagen eigentlich die dortigen deutsch-amerikanischen Großgrundbesitzer (vielleicht, wie man so hört, Monsanto-Bayer aus dem rheinisch-bergischen Leverkusen) zu dieser geschäfts-bedrohlichen Lage? Spenden sie wenigstens Rüstungsdollars? Näher würde liegen, zum bösen Wlad einen Sonderkanal geschaffen zu haben.
Ostfront (3): Währenddessen wird eher widerstrebend aufgedeckt, welche Geldmassen im Selenskyj-Apparat versickert sind. Wenigstens hundert Millionen einfach futsch. Da haben irgendwelche korrupten Bonzen die deutschen Panzer-Strategie verinnerlicht: Nicht kleckern, sondern klotzen. Davon kann ein ukrainischer Prolet nur träumen – und ein deutscher auch.
14. November 2025
Zwei Tage müssen vergehen, bevor mir nachts die Erinnerung an die Beerdigung des Freundes in Gera den Schlaf raubt. Es war wie schon öfters in letzter Zeit der Augenblick, wenn die sterblichen Überreste dem Boden übergeben werden, an dem das Empfinden der Endgültigkeit alle anderen Gedanken verdrängt. Als ich nach fast halbstündigen Anstehen endlich an die Grube trete, hebe ich unwillkürlich meine Hand zu einem letzten Gruß: Salute ! Bernd.
Morgens nehme ich zur Kenntnis, dass die sog. Wehrpflicht fortan, jedenfalls ab dem nächsten Jahr, durch die Musterung der jungen Männer eingeführt werden soll. Nur nebenbei: Musterung ist nicht Einberufung.
Der Klima-Blödsinn, genannt COP30, geht in Brasilien zu Ende. Im Veranstaltungsort Belém wurden für die Bequemlichkeit der Spesenritter etliche Hektar Regenwald gerodet. Diese Art Klima-Schutz hat etwas von der viel beschworenen Nachhaltigkeit. Der ganzen Sache geht die Luft aus, man muss nur auf die Staatenlenker sehen, die nicht da waren: USA, Russland, China. Noch Fragen? Nur Fritz der Kanzler hat, wie nun schon gewohnt, nix mitgekriegt und verteilte Geschenke. Besser kann man das Drittrangige von Deutschlands Rolle in der Welt kaum dokumentieren.
13. November 2025
In Hessen gibt es seit Jahren diese fatale Meldestelle für anonyme Denunzianten. Sie brüstet sich damit, seit 2020 28.000 Fälle von Hetze an Polizei, Staatsanwaltschaften und Verfassungsschutz weitergegeben zu haben. Heißt zu deutsch: 28.000 mal hat eine staatliche Behörde gegen das Grundrecht der freien Meinungsäußerung verstoßen und dies ganz ohne die verfassungsrechtlich unumgängliche Befugnis.
Meldestelle (2): Die regierende CDU will die Stelle selbstredend beibehalten, erwägt aber, sie auf hessisches Tun zu beschränken. Ich lerne daraus, man sah sich bislang befugt, global tätig zu werden. Hessen vorn.
11. November 2025
Widersprüchliches zur Buchmesse landet ungefragt bei mir. So hätte ich Leute übersehen. Kann sein, jedenfalls nicht mutwillig. Auch wird die Konzeption des Ganzen benörgelt. Daran beteilige ich mich nicht. Indessen: a) Über den Massenansturm können die Veranstalter kurz vor Beginn anhand der Kartenverkäufe keinen Zweifel gehabt haben. Über die Notwendigkeit, Besucher ohne Karten wieder wegzuschicken, werden sie sich mit Sicherheit geärgert haben. b) Es war anstrengend dort, man durfte keine Getränke mit hineinnehmen, das war blöd, denn man konnte zu zumutbaren Bedingungen nix kriegen, auch fehlte Gelegenheit, sich zusammenzuhocken und über andere Leute gepflegt herzuziehen. Nur Puritaner werden das begrüßen. c) Wer wen angeblich von der Messe wegbiss, darüber hörte ich es raunen. Die Namen, die in diesem Zusammenhang genannt wurden, wiederhole ich hier nicht. Den Triumph gönne ich den Feinden der Freiheit nicht.
10. November 2025
Das Erleben vom Wochenende war vom Besuch der Buchmesse in Halle an der Saale dominiert. Am Samstag war ins Messegebäude schwer hineinzukommen, weil es von der Polizei gegen Randalierer abgeschirmt wurde. Innen war das Gedränge so dicht, dass man sich bis zum späten Mittag nur mit Hilfe der Ellenbogen vorwärtsbewegen konnte. Beim eigenen Vortrag über Nicht mein Krieg im größten Vortragsraum verflog meine dreiviertel Stunde vor ungezählten Zuhörer, deren eine Hälfte sich nicht durch einem Platz am Fußboden hatte abschrecken lassen, wie im Fluge. Wie ein Idyll der Ruhe wirkte die spätnachmittägliche Lesung von Gedichten von und mit Jörg Bernig. Abends war Volksfest mit dem Star der ganzen Veranstaltung, das war zweifellos Gerald Groß.
Buchmesse (2): Zum Glück gab es den Sonntag. Ich besuche jeden der Ausstelle-Stände, wechsele mit Leuten, von denen ich bislang nichts ahnte, kurze bis lange Worte, winke Bekannten zu, kaufe Bücher und bekomme noch mehr geschenkt. Da kommt Lesearbeit auf mich zu. Nur ein junger Volkssturmmann hält mich davon ab, an die Schätze seines Verlages auf eine für mich bequeme Lesenähe heranzutreten.
Buchmesse (3): Die Länge der Warteschlangen an den beiden Buffets hat sich gegenüber dem Vortage verkürzt. Ich nutze die gut fünfzehnminütige Anstehzeit, um mit einer charmanten Dresdnerin angeredet zu plaudern. Mit leisem Bedauern nehmen wir voneinander Abschied, denn wir sind mit unserer jeweiligen schmalen Beute anderweit verabredet.
Buchmesse (4): Bei der nächtlichen Heimfahrt unterrichtet mich ein mir bislang nicht bekanntes ARD-Radio über die Ausführungen unseres allseits geachteten Staatsoberhaupts vom selben Tage – aber mit Sicherheit nicht während der Buchmesse – über den besorgniserregend gestiegenen Antisemitismus, gegen den sich die Demokratie wehren müsse. Soso. Immerhin weht ein schwacher Applaus zu mir ins Auto (In der Halle in Halle war es ganz anders zur Sache gegangen. Nebenbei: Von dieser soeben zu Ende gegangenen Massenveranstaltung an der Saale weiß die ARD nichts, auch von anderen Ereignissen, die ich sehr spät zu Hause zur Kenntnis nehmen muss.
Ostfront: An diesem Wochenende (Freitag auf Samstag) haben bislang schwerste russische Luftangriffe auf die Energie- und speziell die Wärmeversorgung der ukrainischen Großstädte stattgefunden. Angeblich wurden (nach ukrainischen Angaben) Schäden angerichtet, die in den Wintermonaten nicht mehr behebbar sind. Mein Eindruck: Jetzt soll offensichtlich die Bevölkerung zur Kapitulation gezwungen werden.
Ostfront (2): Derweil geht das unaufhaltsame Vorrücken der Russen und das Einkreisen von ukrainischen Verteidigern weiter. Der Kessel von Pokrowsk und Mirnograd wurde dem Vernehmen nach an der Nordwestecke geschlossen. Den Verteidigern bleibt jetzt nur noch Tod oder Kapitulation.
9. November 2025
Als der Mensch mit dem Denken begann, bezeichnete er das Unbegreifliche als Gott. Mit fortschreitenden Erkenntnissen schrumpfte dessen Figur und wandelte sich vom Handfesten in ein schwer zu fassendes Nichts. Es war die Aufgabe der Priester, das Nichts mit schwammigen Begriffen Kontur zu verleihen. Hieran hat sich bis heute nichts geändert.
8. November 2024
Schreibt mir einer, ich hätte, bevor ich das Buch Nicht mein Krieg verfasste, besser Vom ewigen Frieden von Emmanuel Kant gelesen. Ich hole das, bevor ich auf die Buchmesse nach Halle fahre nach. Voilà: „Von der Garantie des ewigen Friedens: Das, was diese Gewähr (Garantie) leistet, ist nichts Geringeres, als die große Künstlerin, Natur (natura daedala rerum), aus deren mechanischem Laufe sichtbarlich Zweckmäßigkeit hervorleuchtet, durch die Zwietracht der Menschen Eintracht selbst wider ihren Willen emporkommen zu lassen, und darum, gleich als Nöthigung einer ihren Wirkungsgesetzen nach uns unbekannten Ursache, Schicksal, bey Erwägung aber ihrer Zweckmäßigkeit im Laufe der Welt, als tiefliegende Weisheit einer höheren, auf den objectiven Endzweck des menschlichen Geschlechts gerichteten, und diesen Weltlauf prädeterminirenden Ursache Vorsehung ([Fn.:] Im Mechanism der Natur, wozu der Mensch (als Sinnenwesen) mit gehört) zeigt sich eine ihrer Existenz schon zum Grunde liegende Form, die wir uns nicht anders begreiflich machen können, als indem wir ihr den Zweck eines sie vorher bestimmenden Welturhebers unterlegen, dessen Vorherbestimmung wir die (göttliche) Vorsehung überhaupt, und, sofern sie in den Anfang der Welt gelegt wird, die gründende (prouidentia conditrix; semel iussit, semper parent, Augustin.), im Laufe der Natur aber diesen nach allgemeinen Gesetzen der Zweckmäßigkeit zu erhalten, die waltende Vorsehung (prouidentia gubernatrix), ferner zu besonderen, aber von dem Menschen nicht vorherzusehenden, sondern nur aus dem Erfolg vermutheten Zwecken, die leitende (prouidentia directrix), endlich sogar in Ansehung einzelner Begebenheiten, als göttlicher Zwecke, nicht mehr Vorsehung, sondern Fügung (directio extraordinaria) nennen, welche aber (da sie in der That auf Wunder hinweiset, obgleich die Begebenheiten nicht so genannt werden) als solche erkennen zu wollen, thörigte Vermessenheit des Menschen ist; weil aus einer einzelnen Begebenheit auf ein besonderes Princip der wirkenden Ursache (daß diese Begebenheit Zweck, und nicht bloß naturmechanische Nebenfolge aus einem anderen uns ganz unbekannten Zwecke sey) zu schließen ungereimt und voll Eigendünkel ist, so fromm und demüthig auch die Sprache hierüber lauten mag.“ – Wie sagte bereits vor mir der große Denker Walter Ulbricht: Ist das jetzt allen Genossen klar?
7. November 2025
Ich war schon besorgt, dass die bedauerliche Minderheit von New York über die dortige Bürgermeisterwahl nicht ihre tiefste Besorgnis in die allgemeine Feierlaune hineingerufen hat. Doch hat sie. Ist nun über Nacht mit Verzögerung bei mir eingetroffen. Merkwürdig erscheint mir, dass die von der dortigen bedauerlichen Minderheit gestützte Partei der Demokraten den jetzigen muselmanischen Wahlsieger stützte. Dass dieser sein Regierungs-Team ausschließlich mit Frauen ausstaffiert, erinnert mich an…, ach lassen wir das.
Übern Teich (2): Nancy Pelosi will ihr demokratisches Spitzenamt nicht mehr ausüben. Bedauerlich. Ihr sorgsam zusammengerafftes Jungbrunnen-Gesicht wird mir fehlen.
Übern Teich (3): Der Don macht öffentlich Witze über Xi und seine gesichtslose Männerriege. Das ist weder klug, noch lässt es amerikanische Überlegenheit erkennen, stattdessen eher Furcht vor dem unbegreiflichen Koloss in Mittelerde mit seinem Monopol für seltene Erden.
An Heim und Herd: Soll ich wirklich erwähnen, dass Fritz dem Kanzler aufgefallen ist, dass der hiesige Stahlstandort über die Wupper ist? Na sowas, wie konnte das nur passieren? Dass das an dem Putin sein Angriffskrieg liegt, hat er meines Wissens nicht gesagt. Kann aber noch kommen, jetzt wo die EU-Irren den Industrie-Ex für 2040 beschlossen haben. The green medow of Europe (als ich die Rechtschreibung kontrollieren will, sagt mir mein Rechner, dass es das tatsächlich gibt. O tempora o mores [Cicero]). Dem Merz seine Sache (2): Alles redet in wenig schmeichelhafter Weise von Johann W., dem Außenminister. Mir gefällt der Mann, er reizt mich zum Lachen.
6. November 2025
Beim Blick aus dem Apfelhof auf die morgendliche Nebelbank über dem Bodensee, fällt mir das hier ein, was ich als kleiner Junge auswendig lernen musste, ohne es recht zu verstehen, jedenfalls die erste und die letzte Strophe: Bei einem Wirte wundermild | da war ich jüngst zu Gaste Ein goldner Apfel war sein Schild | an einem langen Aste… Ich fragte was ich schuldig sei | da schüttelt er den Wipfel Gesegnet sei er alle Zeit | von der Wurzel bis zum Gipfel.
Den Rest muss ich später suchen, um ihn nachzulesen.
Uhland (2): Die Schwabenstreiche des Meisters gefielen mir seinerzeit besser: Zur Rechten sah man wie zur Linken | ‘nen halben Türken hinuntersinken. Ich will nicht hoffen, dass das heute noch ein Schüler aufsagen muss. Nein, sicher nicht, eher schon den Koran auf Schwäbisch (? Allah-le oder so-le).
5. November 2025
Spätes Gespräch mit S. über den Zenit des Abendlandes, den er an der Ausprägung des Individuums festmacht. Ich zweifle, ob ich es als einen Erfolg des Menschen ansehen soll, wenn dieser über die Masse triumphiert. Auch bleibt offen, wann genau das gewesen sein soll. Heutzutage ist davon nicht (mehr) viel zu spüren. Jeder abgesagte Weihnachtsmarkt zeugt vom Gegenteil. Wir haben die Unterwerfungsgesellschaft installiert und feiern dies auch noch.
Triumph der Masse (2): In New York City wird heute Nacht ein muselmanischer, selbsterklärter demokratischer Sozialist zum Bürgermeister der 8-Millionen-Stadt gewählt. Das Londoner Vorbild lässt grüßen.
Masse (3): Mir geht durch den Kopf, was der Sozialist Gustav Landauer vor rund hundert Jahren zum Problem bemerkt hat: „Alle Welt sucht nach dem Sozialismus, der sich verwirklichen lässt, ohne die Freiheit anzutasten…“ Abgesehen davon, dass dies eine Wortspielerei ist, die keinem praktischen Test standhält, ist es typisch deutsch, Probleme aufzuwerfen, ohne sie auch nur einen Millimeter einer Lösung näherzubringen. Hätte man die Philosophie mit der Erfindung des Automobils betraut, wären wir heute noch mit der Frage befasst, ob es dereinst möglich sein werde, ein Fortbewegungsmittel auf vier Räder zu stellen. Auch das ideale Rad würde noch auf die tiefgründige Beschreibung seiner moralischen Eigenschaften warten.
4. November 2025
Gesichert rechtsextrem: Da stimmen am vergangenen Freitag im sächsischen Landtag die Abgeordneten von CDU, SPD und Freien Wählern gemeinsam mit der AfD gegen den Initiativ-Antrag der Linken-Grünen, mit dem AfD-Verbot endlich zu beginnen. Was der Fritz nicht schafft, die Chaoten von Links und Grün bringen es fertig, den Schulterschluss mit den Blauen. – Mainstream schweigt eisern.
Mainstream (2): Ich lasse mich überreden, nachts im Auto den Deutschlandfunk zu hören. So erfahre ich, dass ein britischer Staatsbürger in einem englischen Zug eine Panik ausgelöst habe. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Blutbad mit mindestens einem Dutzend von Messeropfern, etliche davon lebensgefährlich verletzt. Ich füge hinzu: Es war ein Schwarzer, wie ich tags drauf aus den Leser-Kommentaren in verschiedenen Medien folgern muss. Sicheres Anzeichen: Die Kommentarspalten der britischen Medien sind geschlossen. Und, um die Opfer zu verhöhnen, verkündet die britische Obrigkeit, es habe sich nicht um einen Terror-Akt gehandelt. Sondern?
Mainstream (3): Der Ruf des Muezzins in Zukunft hören zu dürfen, ist des deutschen Bürgers selbstverständliche Pflicht, wie das Verwaltungsgericht Leipzig gestern für rechtens befand, nachdem rassistische Nachbarn gewagt hatten, gegen die Baugenehmigung der Stadt für eine Moschee vorzugehen. Hic Mecca hic canta.
3. November 2025
Das Ergebnis der Bemühungen, sich im Internet Gehör zu verschaffen, nennt man Reichweite. Diese verhält sich umgekehrt proportional zum Inhalt des Abgesonderten.
Reichweite (2): Unsere Vorfahren mussten, um dieselbe zu erzielen, die Druckerpresse zwischenschalten. Sie revolutionierte den Wissensstand des gemeinen Mannes. Allerdings musste der lesen können. Diese Voraussetzung ist aktuell weggefallen. Es genügt, den An-Aus-Knopf zu finden. Der Fortschritt arbeitet daran, dass auch dies entbehrlich wird.
30. Oktober 2025
Windkraft dient allen: Havixbeck im Münserland, 28. Oktober 2025. In der Kategorie der Einzelfälle, über die von der Lügenpresse nicht berichtet wird, gibt es offensichtlich eine Unterart, mit der ich mich bislang nicht beschäftigt habe. Das Bild stammt übrigens von der örtlichen freiwilligen Feuerwehr.
Der Westen (2): Die gestrige Parlamentswahl in den Niederlanden hat das Weiter-so in diffusen Vierparteien-Koalitionen bestätigt. Rechtsaußen Wilders musste Verluste hinnehmen und wird in der künftigen Regierung aller Voraussicht nach nicht mehr vertreten sein. Mit seinem Alles oder Nichts hatte er die letzte Koalition platzen lassen, doch seine Rechnung, gestärkt aus der Schlacht hervorzugehen, hat sich nicht ausgezahlt.
29. Oktober 2025
Die Kesselschlacht von Pokrowsk-Mirnograd schleppt sich fort. Das Kartenbild zeigt, dass sich die Russen (entgegen meiner Annahme) in Pokrowsk, das sie mittlerweile zur westliche Hälfte besetzt haben, auf einen verlustreichen Straßenkampf eingelassen haben. Die immer noch ausharrenden Ukrainer werden durch Drohnen aus der Luft versorgt. Jetzt ist es die Frage, wie lange ihre Kampfmoral halten wird. Fast sieht es so aus, als machten hier die Russen der Schlacht absichtlich kein gewaltsames Ende, um dort weiterhin das Gros der ukrainischen Dohnentruppen zu binden. Eine bessere Erklärung fällt mir im Moment nicht ein. Die westliche Erklärung, die Russen befänden sich wegen der jüngsten Sanktionen vor dem Aus, halte ich für groben Unsinn.
Naher Osten: Über Nacht gibt Netanjahu die Weisung, die Angriffe auf Gaza fortzusetzen. Dass dort immer noch Leute leben, ist kaum vorstellbar, Dennoch ist es so. Die westlich Welt schweigt wie gewohnt.
Musk schon wieder: Gestern ließ er Grokipedia, die Konkurrenz zu Wikipedia, an den Start gehen. Genug Geld hat er ja. Jetzt wird es darauf ankommen, ob es ihm gelingt, die Leute zum Frontenwechsel zu veranlassen, so dass langfristig nur noch linke Spinner Wikipedia nutzen. Das wird ein holpriger Weg werden.
Linke Wahrheiten (2): Angesichts des nächsten Aufmarsches der Klima-Apostel in Brasilien ab dem 10. November hat sich deren Hauptsponsor zu Wort gemeldet. Bill Gates bemerkt zum Entsetzen seiner Kostgänger, dass die Menschheit selbst bei steigenden Temperaturen weiterleben werde. Viel ernster seien die Herausforderungen durch Armut und Krankheiten. Ich ergänze: Recht so, da lässt sich, wie die letzten paar Jahre gezeigt haben, deutlich mehr Geld verdienen. – Auf meinem Schreibtisch liegt ein Buch und grinst mich an: Wie wir die Klima Katastrophe verhindern von Bill Gates.
28. Oktober 2028
Nord Stream-Lüge: Dieser Mann soll nach Auffassung des GBA die Pipeline in die Luft gesprengt haben. Es ist ein Ukrainer namens Wladimir Shurawlew (siehe Foto), und der läuft seit vergangener Woche in PL als freier Mann herum. Sein Kumpel, der in Italien aufgegriffen wurde, soll nun doch nach D ausgeliefert werden. Freue mich jetzt schon auf den juristischen Affentanz, den man aufführen wird, um die Bevölkerung von dessen Aussagen abzuschirmen.
Affentanz (2): In Berlin trifft sich der linksextreme Mob vor dem Kanzleramt, um Fritz den Kanzler in die Knie zu zwingen. Hieran interessiert bestenfalls, dass mehrere Tausend meist junger weißer Frauen mobilisiert werden konnten, um die Stadtbild-Metapher als Rassismus zu brandmarken. Erstaunlich ist die allmähliche Zurückhaltung von Mainstream. Ahnt man dort, dass das Abräumen von Buka Merz die eigene Machtbasis zertrümmern könnte? Vielleicht denke ich das auch nur, dass es in den öffentlich-rechtlichen Extremistenbuden strategische Denker gibt.
Affentanz (3): Der um den Raubkopierer namens Weimer, der im Nebenamt ein Kultur-Staatsminister ist, beruhigt sich wieder. Is nix gewesen. Die linksextreme Blase hat erkannt, wie nützlich ihnen dieser Wendehals ist. Da können die Herren Tichy und Wallasch schreiben, was sie wollen. Es verplätschert im Off.
Ostfront: Putin, diesmal im militärischen Kampfanzug, gibt der Welt den erfolgreichen Test einer reaktorgetriebenen Fernlenkwaffe bekannt. Sie flog angeblich plangemäß 14.000 km über dem Kontinent hin und her. Diese Drohung ist nicht misszuverstehen: Wir können jeden Ort in Amerika punktgenau und ohne Abwehrmöglichkeiten tödlich treffen.
Ostfront (2): Zugleich wird die Einkesselung von etwa 20.000 Mann ukrainischer Kampftruppen an zwei Stellen des Frontbogens bekanntgemacht. Über die Zahlen mag man trefflich streiten, doch am Horizont steigt das Gespenst der Zertrümmerung der deutschen Wehrmacht in derselben Gegend auf, etwas mehr als 8 Jahrzehnte zuvor. Der Unterschied zu damals: es wird heutzutage nach Westen hin keinen Rückzugraum geben. Dort liegt Polen.
27. Oktober 2025
Die Gazetten melden ziemlich einheitlich das Einknicken der Autoindustrie, die einen froh, die anderen weniger. Bei Porsche bricht der Gewinn binnen Jahresfist weg, doch die Manager schwurbeln immer noch von Umstellungsschwierigkeiten. Sie haben sich bis zur Pleite verzockt, da sich nicht nur woke geschwätzt haben, sondern auch ebenso zu produzieren. Sie werden für ihr Versagen jetzt mit Riesensummen abgefunden, während die Malocher entlassen werden. Doch auf der Straße tut sich nichts, weil sie von ihren Gewerkschaftsbossen verraten wurden. Die wollen nicht die Arbeitsplätze, sondern das Klima retten. In Wirklichkeit wollen sie nur ihren A… retten.
Porsche (2): Ich kann mir beim besten Willen keinen 911-Fahrer vorstellen, der hinter sich das Geräusch eines hysterischen Trockenrasierers hören möchte, wenn er das Gaspedal mit der Fußspitze berührt. Fazit: Frage mich, ob die Bosse überhaupt wissen, was die Firma seit Jahrzehnten produziert?
24. Oktober 2025
Nachdem der Don diese Woche verschärfte Sanktionen gegen russische Ölimporte verhängt hat, wissen die Experten (zum Beispiel die von Heise: „Sanktionswelle trifft russische Ölindustrie ins Mark“), dass der böse Putin jetzt in die Knie gehen wird, weil er sein Öl nach Indien und China nicht mehr los wird. Kann mir das mal wer erklären? Irgendwie ist mir in Erinnerung geblieben, dass der erste einschlägige Streich im Februar 2022, nur wenige Tage nach dem Beginn von dem Putin sein Angriffskrieg erfolgte. Gleich drauf gaben sich die Verhandler aus Indien und China in Moskau die Klinke in Hand. Und jetzt?
US-Politik (2): Kaum ist die neue Sanktion in der Welt, greifen bislang anonyme Drohnenverbände die mit russischem Öl betriebenen Raffinerien in Ungarn (Százhalombatta) und Rumänien (Ploesti) an und richten dort Verheerungen an. Wie schon im Fall von Nord Stream ist es der polnisch-amerikanische Spitzenmann und Außenminister in Warschau Sikorski, der seine tiefe Befriedigung über die Zerstörungen bei den angeblich Verbündeten in die Welt posaunt. Das klingt so, als sei Biden noch an der Macht. Indessen: die Ungarn finden deutliche Worte über den polnischen Nachbarn. Erneut zeigt sich, wie komplex der Ukraine-Konflikt ist.
US-Politik (3): Vize Vance bezeichnet das soeben von der Knesset verabschiedete Gesetz, mit dem Israel sich ermächtigt, die West-Bank zu besetzen, als einen Affront (insult). Es vergeht keine Stunde, da erklärt der Don, der Einmarsch in das Westjordanland werde das Ende der US-Unterstützung von Israel bedeuten. Kennt jemand jemanden, der das glaubt? Ostfront: War es bislang so, dass nach Beginn der Schlammperiode die Kämpfe irgendwie zum Stillstand kamen, so gilt dies dieses Jahr, jedenfalls bislang, nicht.
Russische Truppen sind in die in den letzten Wochen nahezu eingekreisten Städte Pokrowsk, Nowopawlowka, Konstantinowka und Mirnograd eingedrungen. Bei Cherson wurden Teile des Dnjepr überquert (dort hatten sich die Russen im Herbst 2022 zurückgezogen).
Ostfront (2): Die Vielzahl der Angriffshandlungen lässt den Schluss zu, dass die Überlegenheit der Bodentruppen beträchtlich sein muss. Ob es sich schon um den Zusammenbruch der ukrainischen Streitkräfte handelt, wie in den letzten Monaten mehrfach und zu unrecht behauptet, erscheint hingegen fraglich. Jedenfalls zeigt der ukrainische Abzug aus Pokrowsk und Mirnograd, dass die Taktik Halten-bis-zum-letzten-Mann aufgegeben wurde.
23. Oktober 2024
Die Fünfte Kolonne: Der hiesige Innenminister Georg „der Fairermacher“ Maier hat sie entdeckt. Es ist die AfD, die im Auftrag des Russen das Land ausspioniert. Die tückischen Höcke-Buben benutzen hierzu ihr parlamentarisches Fragerecht, um dem Feind zu offenbaren, über welche Brücken er mit seinen Panzern noch fahren kann, wenn er dereinst angreift, und wo er das besser bleiben lässt.
Die Fünfte Kolonne (2): Der erste Schritt von Georg beim Kampf mit dem Drachen wäre, die kritischen Fragen nicht mehr zu beantworten. Doch das ist nicht ohne, denn dann weiß der Russe, was man selbst für heikel hält. Der zweite Schritt ist, alle AfDler abzuhören, denn das ist bei Spionage die gängige Methode. Deren Umsetzung wird zu einer wunderbaren Stellenvermehrung führen. Fraglich ist allein, ob es genügend viele Antifanten gibt, die mit der Technik fertig werden.
20. Oktober 2024
Der vielgefeierte Waffenstillstand in Nahost hielt nicht einmal eine Woche. Am Sonntag griffen die Israeli erneut Gaza an, nachdem, wie sie verlautbarten, die andere Seite die Waffenruhe gebrochen habe. Böswillige Kommentatoren heben hervor, dass die Gewalt pünktlich nach Abschluss des Geiselaustausches wieder ausbrach.
Gewalt (2): Zu Beginn der römische Kaiserzeit lebte die Masse der Juden nicht in Palästina, sondern als sog. Diasporajuden im Imperium verstreut, wo so zahlenstarke Gemeinden bildeten. Diese zählten allein in Rom über 50.000 Personen. Sie wurden dort im Jahre 49/50 unter Kaiser Claudius ausgewiesen, weil die Obrigkeit ihnen religiös bedingte Krawalle vorwarf.
19. Oktober 2025
Klarer kann man den Deutschenhass kaum zum Ausdruck bringen: Der von der Generalbundesanwaltschaft zur Auslieferung nach Deutschland als Nord Stream-Attentäter verlangte Ukrainer Wolodymyr Shurawljow wird vorgestern von den polnischen Behörden auf freien Fuß gesetzt. Man weist unverfroren auf mangelhafte Rechtsstandards in Deutschland hin. Die Maßnahme ist im Zusammenhang mit den Äußerungen polnischer höchster Offizieller zu betrachten, die ihr Unverständnis zum Ausdruck gebracht haben, dass Deutschland die Zerstörung der Gaspipelines strafrechtlich verfolge, da diese zur Abwehr Russlands notwendig gewesen sei.
Nord Stream (2): Es bleibt, wie man es dreht oder wendet, ein Schwabenstreich der Bundesregierung. Die von der CIA-Residentur in Kiew eingetütete Proxy-Operation (geheimdienstliches Ablenkungsmanöver) zur Verdeckung der wahren Täterschaft des Pipeline-Anschlags durch die USA wird von deutschen Strafverfolgern durch ihre Scheintätigkeit geadelt. Jetzt haben die Amis via Polen die Notbremse gezogen. – Aus Italien wird ähnliches gemeldet. Besser kann man sich international kaum zum Narren machen.
Derweil in DC: Der kleine Mann aus Kiew muss gestern beim Don zum Mittagessen im Weißen Haus antanzen. Die angebliche Versöhnungsgeste nach dem Rauswurf vor Monaten wird ihm angesichts des soeben vorangegangenen Gesprächs zwischen Trump und Putin kaum geschmeckt haben. Jedenfalls hat er hernach keine Siegesfanfaren ertönen lassen.
DC (2): Die deutschen Zahlmeister saßen jedenfalls nicht mit am Tisch. Die versuchen immer noch eine Art verspätetes Winterhilfswerk auf die Beine zu stellen, während der deutsche Kulturminister, ein Merz-Spezi namens Weimer, die Amis und zugleich die linke deutsche Mainstreampresse gegen sich aufbringt. Tolle Leistung auf der Frankfurter Buchmesse, die ich sonst gewiss nicht zur Kenntnis genommen hätte. Er griff die US-Tech-Giganten als Zechpreller und Produktpiraten frontal an. Was man als begrüßenswert bezeichnen könnte, sollte indes nur einer wagen, der selbst über solche Zweifel erhaben ist. Wie aus heiterem Himmel indes kommt heraus, dass Weimer mit seiner Medienfirma jahrelang Raubkopien veröffentlicht hat. Er wimmelt ab und sagt, seine Frau sei das gewesen. Na sowas. Wo bleiben da die Gleichstellungsbeauftragten in nah und fern?
18. Oktober 2025
Sprachschwierigkeiten: Der Broterwerb ist keineswegs der Gang zum Bäcker, es sei denn, man ist selber einer.
Sprachschwierigeiten (2): Denen zwischen Trump und Putin sollte dem Vernehmen nach vorgestern in einem zweistündigen Telefonat abgeholfen werden. Dass man sich in der Raketenfrage auch nur einen Schritt näher kam, schließe ich aus. Wichtiger erscheint mir, dass man sich auf einen nächsten gemeinsamen Konferenzort einigte. Er heißt Budapest. Heißt zu deutsch: Orbán ist für beide ein ehrlicher Makler. Der Rest von Europa = Fehlanzeige.
Sprachschwierigkeiten (3) herrschen bezüglich der Entwicklung in Nahost. Alle haben – je nach Standpunkt – gesiegt. Das hält nur an, bis die nächsten Schüsse fallen. Danach kommt da capo al fine
17. Oktober 2025
Ich hätte es mir denken sollen. Als ich gestern ein paar vage Bemerkungen über die neutestamentlichen Paulusbriefe machte, hat das ein paar Leser zu wohlwollend belehrenden Bemerkungen angeregt. Darüber lässt sich reden. Erheitert allerdings hat mich der Hinweis, ich sei ein Suchender. Das ist nur semi-richtig. Ich versuche lediglich, Machtstrukturen zu verstehen und sodann nachvollziehbar zu beschreiben. Hierzu gehört auch – aus meiner Sicht naheliegend – der gegenwärtig rasante Verfall des Christentums und seine Ersetzung durch die Anhänger des Propheten.
Christentum (2): Meine Bemerkung von gestern bezog sich auf die radikale Veränderung der Glaubensinhalte dessen, was man später die christlichen Urgemeinden nannte. Sie gaben die unmittelbar zu erwartende Endzeit auf, denn das Behauptete passierte erkennbar nicht, und sie machten den Schwenk zu einem demnächst und in der Ferne liegenden Jüngsten Gericht. Dieser Schwenk war die Voraussetzung für die Fortexistenz ihrer Gemeinschaften, die sich zu Beginn des zweiten Jahrhunderts zu institutionalisieren begannen. Das ist kein Beweis, aber immerhin eine Erklärung.
Christentum (3): Ich dürfte bei Weitem nicht der Einzige sein, dem die Ähnlichkeit des Klimawahns mit der frühchristlichen Untergangsgewissheit (Eschatologie) auffällt. Bei den Klimatikern ist wie bei den Urchristen erste Unsicherheit zu bemerken. In Davos 2020 und 2021 war man sich – einschließlich der Führerin – klar darüber, dass 2030 der Hammer fallen werde. Die Propheten des Bundesverfassungsgerichts sprachen und urteilten, es sei 2031. Die heutigen Reisenden in Sachen Klima vertreten 2035, manche auch schon 2040. Man merkt den Zweck, und man ist verstimmt. Eins jedoch erscheint mir sicher: Der Spannungsbogen wird sich auf Dauer nicht halten lassen. Bin gespannt, durch was die Klimakirche den Erdendtermin ersetzt.
16. Oktober 2025
Nein, es ist keine Gedankenübertragung, dass ich gestern meinen Spott über Meloni ins Sudelbuch notierte (bewundernder Spott übrigens). Die Dame zieht jetzt bleierne Handschuhe an: Burka-Verbot, Verstümmelungs-Bestrafung und dergleichen. Es möge gelingen. Meine Zustimmung qualifiziert mich (nach Neusprech) als sexistischen Rassisten. Sei’s drum. Die Rasanz der kleinen Blondine folgt ihrem ständigen Unterschätztwerden. Mainstream glaubt einfach nicht, dass sie das Unglaubliche tut. Das ist ihre Waffe.
Unglaublich (2): 18 (in Worten achtzehn) CDUler wollen Fritz dem Kanzler in die Haushaltsparade fahren. In den Medien Riesenfass über das anstehende Ende von Merz und seiner beiden fetten SPD-Ministranten. Glaube ich kein Wort von.
Unglaublich (3): Krach, dessen Anlass ich nicht mitkriege, zwischen einem Paar bei der Verabschiedung unten an der Haustür. Höre später, dass er sie als Saisonware bezeichnet habe.
Unglaublich (4): Zwischen dem ersten und den zweiten Brief an die Thessalonicher stellte Paulus sein gesamtes Missionsprogramm auf den Kopf. Streiche: der Messias kommt sofort. Setze stattdessen: Der Messias war schon da und kommt demnächst wieder. Das war ein Umsturz. Na gut, vorausgesetzt, dass es diesen Paulus überhaupt gab. Wie auch immer: das Ergebnis war das, was wir heute immer noch das Christentum nennen.
15. Oktober 2025
Passiert ist nix. Habe zwei Tage woanders hingekuckt. Dabei Zeit für Reflexionen gewonnen, zum Beispiel über Italien, das ganz aus meinem Blick geraten war.
Italien (2): Die dortigen Frauen haben es nicht leicht, sich neben ihren gockelnden Männern zur Geltung zu bringen. Sieht man sie im Vorübergehend bewundernd an, dann lächeln sie dem Fremden in die Augen. Das möchte ich mal bei einer deutschen Frau erleben.
Italien (3): Io sono Giorgia schreibt la picola bionda. Ja, hübsch ist sie allemal, doch das Geschriebene zu lesen fällt mir schwer, selbst wo es die deutsche Übersetzung ist. Dass sie die Vorsitzende der Fratelli ist, hat mich schon vor Jahren amüsiert.
13. Oktober 2024
Mit Vollgas in den Abgrund: Eine knappe Mehrheit von Hamburger Bürgern will den Klima-Wahn gesetzlich verschärfen. Geld spielt keine Rolle. Vor allem die Vermieter sollen die anstehenden Wohnraumsanierungen schultern, ohne die Kosten weitergeben zu können. Dass dies Folgen für die Gebäude hat, ist klar – nur nicht die erhofften.
Abgrund (2): Die taz als Papierzeitung hört diese Woche auf. Angeblich gab es noch 26.000 Käufer. Vor vielen Jahren gehörte ich noch zu den Lesern. Die Kollegen schüttelten ihre im Dienst ergrauten Köpfe. Die jetzige Meldung über das Ende erfahre ich nicht aus der ausbleibenden Zeitung, sondern als Randnotiz in anderen Pressemeldungen.
Abgrund (3): Trotzig taumelnd bewegt sich der kleine Mann aus Paris. Nachdem seiner Regierung das Misstrauen ausgesprochen wurde, ersetzt er die abgelöste durch dieselbe. Das finde ich originell. Derweil versinkt das gespaltene Land im Chaos. Viele rufen nach dem starken Mann.
Abgrund (4): In der vergangenen Woche haben die bislang schlimmsten russischen Luftschläge gegen die Ukraine stattgefunden. Sie richteten sich mit Schwerpunkt gegen die Strom- und Gasversorgung sowie gegen die Eisenbahnen. Letztere wurden gezielt durch Drohnen gegen rollendes Material außer Gefecht gesetzt. Wenn das so weitergeht, bleibt die ukrainische Kriegswirtschaft einschließlich des Nachschubs aus dem Westen stehen.
11. Oktober 2025
Wundersames Amerika: Gestern verabschiedete der US-Kongress ohne Federlesens den Kriegsetat von annähernd Tausendmilliarden Dollar für 2026. Man wundert sich einen Moment und denkt: Streiten die sich im Moment nicht wie die Kesselflicker über den Haushalt, so dass Trump & Co derzeit kein Geld haben, um die Bundesbehörden zu bezahlen? Dann fällt mir zum Glück einen Untersuchung von Lewis Lapham ein, die ich vor Jahren las. In der war aufgelistet worden, was im großen und guten Amerika der Erwerb eines Parlamentsmandats kostet. Da fiel der Groschen: Die US-Waffenindustrie kennt keinen Spaß, wenn man ihr die Mittel nicht rechtzeitig zuweist. Das wissen alle Politiker dortzulande.
Trump (2) macht derzeit die tollsten verbalen Purzelbäume, um der aktuellen chinesischen Herausforderung zu begegnen. Wochenlang hatte er den Himmelssöhnen wg. derer unverhohlenen Unterstützung Russlands mit Mamut-Zöllen gedroht, jetzt haben die Xis eine Retourkutsche in Bewegung gesetzt: den Ausfuhrstopp für Seltene Erden, deren weltweit größter Exporteur sie sind. Prompt hat der US-Präsident heute Nacht die Zollguillotine niedersausen lassen. Ich habe wenig Zweifel, dass sie vor allem die USA selbst treffen wird.
Heimatfront: In Herdecke hat die Bürgermeisterin-Stecherei wundersame Züge angenommen. Dass die Behörden mit aller Kraft abzuwiegeln versuchen, wundert kaum, doch dass man 13 Stichwunden als kleineres Alltagsproblem darzustellen beliebt, also eine kleine Auseinandersetzung zwischen der Adoptiv-Mutter und ihren niedlichen Kids (die mutmaßliche Täter-Tochter ist 17) zeigt in die richtige Richtung: Die Dinge müssten jeden Tag neu ausgehandelt werden, sagt der linksgrüne Mainstream seit Jahr und Tag. Peinlich sucht man die Herkunft der Adoptiv-Messerstecher dem Publikum vorzuenthalten und schwingt sich zu der Behauptung auf, es handele sich bestenfalls um ein Ereignis von lokaler Bedeutung. Das ist ausnahmsweise richtig: Jeder Mordversuch spielt sich am Tatort ab. Und das hier ist kein solcher, sagt die Staatsanwaltschaft in Hagen: Nur 13 Messerstiche, ich bitte Sie.
10. Oktober 2025
Wenn man in einem Selbstportrait die kürzestmögliche Form einer zum Moment erstarrten Autobiographie sieht, kommt man um die Meister der italienischen Renaissance nicht drumrum. Was allerdings einer ihrer Größten, der Florentiner Sandro Botticelli (der mit der Venus), sich geleistet hat, gibt Rätsel auf. Er ist eine Randfigur im Gemälde über die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige, blickt aus dem Bild heraus und über die Betrachter knapp hinweg. Sollte ich diesem Bild einen prägnanten Titel geben, so würde ich es Die Verachtung nennen.
9. Oktober 2025
Das kurze Wortgefecht am Frühstückstisch quer durch den Raum, ob der Reformator nun in Eisleben geboren oder gestorben ist, endet so: sowohl als auch. Sowas ist selten, es passt irgend wie zu dem Weitgereisten, der vierundsechzigjährig einem Herzanfall erlag, als er, um einen Streit zu schlichten, in seine Geburtsstadt gereist war. Jetzt steht der große Sprachschöpfer vor Rathaus, Kirche und Sparkasse herum. Na, immerhin. Nebenbei: Vor lauter verregneter Tristesse habe ich die Kamera schief gehalten, ich verkneife mir die Bild-Korrektur.
Korrektur (2): Fritz der Kanzler will das Verbrennerverbot aufweichen. Wird er nicht tun, das ist sicher. Wenn er nur wollte – na gut, er kann nicht –, würde er vor die Presse treten und sagen: Das Verbrennerverbot ist ab heute für D Geschichte. Und dann wäre es das. Die SPD, die sich ihm dann in den Weg stellt, möchte ich mal sehen.
8. Oktober 2025
Nachrichten vom Wochenende über ein Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPC) in Kopenhagen klingen nach und verlangen nach einer gescheiten Einordnung, denn die Presse will wissen, dass dort taffe Kriegsentschlüsse gefallen seien, zum Beispiel über den Drohnenwall.
Krieg (2): EPC? Nie gehört, doch es gibt diesen Club tatsächlich. Im Oktober 2022 gegründet, gehören ihm so ziemlich alle Staaten mit Territorien in Europa, also einschließlich der Türkei und Großbritannien, an. Selbstredend nicht der Bösewicht Russland. Das Gründungsdatum weist darauf hin, dass die politische Kaste erkannt hatte, wie die wunderbare Illusion des russischen Wirtschaftskollaps‘ sich in Luft auflöste. Die Beute stand nicht zum Zugriff bereit. Jetzt steht der Strategiewechsel auf dem Plan – ein hübscher kleiner Bündniskrieg, um den Aggressor in die Schranken zu weisen.
Krieg (3): Der polnische Tusk wie gewohnt an der Spitze der Kriegshelden. Er weist darauf hin, dass wir bereits mitten drin stecken in diesem Krieg. Er wird aus der zweiten Reihe von der flotten Mette aus DK, der EU-Außensekretärin aus Estland und einigen Geheimdienstbossen aus merry old England verbal unterstützt. Aber sind das Beschlüsse der EPC? Das kann man getrost vergessen. Ungarn und die Slowakei expressis verbis dagegen und die Tschechei nach den soeben stattgehabten Parlamentswahlen wohl auch. Da hat der Geschäftsmann Babis nach einer Pause erneut gesiegt. Er ist ein dezidierter Antipode des tschechischen Kriegspräsidenten Pavel.
Heimatfront: In Herdecke ist die frisch gekürte Bürgermeisterin niedergestochen worden. Die woken Behörden in NW hüllen sich in Schweigen und die politische Klasse in Betroffenheitsritualen: Wie konnte das nur geschehen? Ja, wie nur, ihr Heuchler.
4. Oktober 2025
Ein Kurzbesuch in Eisleben, pardon: Lutherstadt Eisleben, ist bei Regen und 9 Grad Mittagstemperatur keine Freude. Alles ist sonntäglich oder sowieso geschlossen. Menschen waren nicht zu sehen. Das gesamte Mansfelder Land macht einen denkbar tristen Eindruck. Vom einstigen Glanz des Mittelalters blieb nichts nach.
Kurzbesuch (2): Vermutlich waren meine Erwartungen durch den Besuch der Stiftskirche von Gernrode am Vortage zu hoch gestimmt. Romanik pur, über tausend Jahre alt, am Ende des 19. Jahrhunderts liebevoll restauriert.
3. Oktober 2025
Wernigerode: Setzen sich drei Fremde zu mir auf die Hotelterrasse. Empört sich der Wirt, den ich, weil mich der aufkommende Ärger stört, bitte ein wenig Großzügigkeit walten zu lassen. Er: Jetzt fehlt nur noch, dass ich auch die Drohnen hinnehmen soll. Welche Drohnen? frage ich leicht begriffsstutzig zurück. Er glotzt mich fassungslos an, bis ich begreife und so loslachen muss, dass er empört verschwindet. Ziel erreicht.
Wernigerode (2): Ich lasse mich in einer Tischrunde, in der ich ein paar Bemerkungen zum Bauernkrieg vor 500 Jahren machen sollte, leichtfertig darauf ein, stattdessen spontan den Ablauf der Ereignisse, die zum 3. Oktober 1990 führten, aus meinem damaligen dienstlichen Erleben zu schildern. Das war zwar nicht grundsätzlich schlecht, weckte aber doch hernach in mir den Verdacht, dass ich besser darauf verzichtet hätte, unvorbereitet ein solches Thema anzugehen, zu dem fast jeder etwas beitragen kann. Aber keiner dasselbe.
2. Oktober 2025
Wenn der Tag im Kalender angezeigt wird, kann ich mir ein nostalgisches Grinsen kaum verkneifen, denn genau zu diesem Datum musste ich weiland meinen Wehrdienst antreten, weil der Erste des Monats ein Sonntag war. Ich ahnte damals nicht, was dieser Tag des Herrn mir dereinst für Schwierigkeiten bringen würde. Ein mir namentlich nie bekannt gewordener Sachbearbeiter der Bundesverwaltung stellt nämlich fest, das mir ein ganzes Jahr für die durchaus pekuniär relevanten Dienstjahren fehle, weil ich am 1. Oktober kein rechtlich relevantes Leben geführt hätte. Seine Folgerung: 2. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres sind kein ganzes Jahr, also ist dieses in Gänze zu streichen. Ich selbst habe davon erst erfahren, als ein anderer für Personalien zuständiger Sachbearbeiter sich Gedanken darüber machte, ob der damalige Beamte R. den Versuch unternommen habe, sich wegen des fehlenden Tages Leistungen zu erschleichen, die ihm durchaus nicht zustanden.
30. September 2025
Die Parlamentswahlen in Modawien sind wie erwartet als ein Sieg des Wertewestens ausgegangen, die andere Seite spricht von plumper Wahlfälschung. Es bleibt demnach dabei, dass der Staat am Südwest-Rande des Ukraine-Konflikts vermutlicher Ausgangspunkt für eine Nato-Erweiterung nach Osten und einen Zusammenstoß mit russischen Truppen, die sich nach wie vor in Transnistrien befinden, werden wird.
Ostfront (2): Aus den zahlreichen Einzelmeldungen über die Gefechte ragt der russische Luftangriff auf den ukrainische Luftwaffenstützpunkt Sarokostjantyniw heraus. Dort richteten angeblich zwei Kinshal-Raketen Verheerungen bislang unbekannten Ausmaßes an, wonach dem Vernehmen nach eine große Zahl von Unterstützungspersonal aus den Nato-Staaten zu den Opfern zählen soll und 5 von den amerikanischen Wundervögeln F 16, von deren Einsatz ich allerdings bislang noch nirgends etwas Gescheites gelesen habe, am Boden zerstört wurden.
Unpolitischer Monatsschluss: Ich besuche die Schulenburg-Villa im thüringischen Gera, ein staunenswertes Wohn-Bauwerk des belgischen Stararchitekten van der Velde aus dem Jahre 1913/14. So also bauten Deutschlands Reiche, die zudem Geschmack besaßen, eine Minute vor dem Ende des Höhenfluges unseres Bismarck-Reichs. Erst recht staunenswert ist die Initiative des Arzt-Ehepaar, welches die in der DDR heruntergewirtschaftete Ruine in den 1990er Jahren kaufte und in den heutigen, den Ur-Zustand versetzen ließ. Neudeutsch ausgedrückt: so geht Kultur. Hut ab.
29. September 2025
Aktueller Bericht aus der westliches Westukraine: Boomende Städte mit erheblich wachsender Bevölkerung. Vom Krieg ist weit und breit nichts zu spüren. Unübersehbar auch: polnische Großinvestoren. Da nehmen welche das Kriegsergebnis vorweg.
Ostfront (2): Lawrow beschimpft in ungewohnter Weise den Kanzler als Nazi. Hierzulande ist man routinemäßig empört. Vergessen ist, dass Fritz der Kanzler den bösen Putin vor Wochenfrist erst als den größten Kriegsverbrecher bezeichnete. Auf die Kräfte des Verstandes darf man auf unserer Seite schon lange nicht mehr setzen.
27. September 2025
Die Zukunft ist blau. Sagt mir mein Arbeitsrechner, der mich gestern drängt, gefälligst die Zeichen der Zeit zu erkennen und aufzurüsten. Ich bleibe blind, mache aber zur Sicherheit ein paar Sicherungskopien auf externen Medien. Es wäre doch zu ärgerlich, wenn so wichtige Dinge (mir jedenfalls) wie mein jüngster Buchtext, welcher nach 3 Jahren Schwerarbeit der Vollendung entgegenhastet, dem Fortschrittswahn der Apple-Leute zum Opfer fiele.
Blau (2) ist nebenbei bemerkt die Farbe der Dems, die alles andere als im Moment in den USA an der Macht sind. Indessen: dass die Apple-Matadore Freunde des Don seien, wird selbst dessen größter A-Lecker nicht behaupten können. Daher also das symbolische Blau. Sie spielen, so denke ich, auf Zeit. Blau (3) ist offenbar die Welle der unzensierten Literatur, die am 8./9. November 2025 auf Halle an der Saale zurollt. Mit der Verlegerin und Organisatorin einen, nämlich meinen, Auftritt vereinbart (Samstag, 15 Uhr). Gewiss, ich bin nur eine kleine Leuchte, aber besser Licht an, als im Dunkel zu schmollen.
26. September 2025
Dochdoch, er ist witzig in seiner Boshaftigkeit, der Don. Das Bild vom Wall of Fame (Wand des Ruhms), das gestern vom Weißen Haus freigegeben wurde, ist dieses hier und zeigt von rechts mach links: Der Don, offizielles Foto der ersten Amtszeit, der Unterschriftenautomat von Joe Biden bei der Arbeit, und der Don mit seinem offiziellen Foto der zweiten Amtszeit, das im Vorjahr anlässlich seiner erkennungsdienstlichen Behandlung entstand.Auch ein schlechter Witz: Der böse Wlad greift fortgesetzt die zivilen Flughäfen Skandinaviens mit Drohnen an, sagt die Nato-Propaganda. Sie würden von der russischen Schattenflotte gestartet.
Ostfront (2): Unbestätigt blieb hingegen, dass in der Truppenverpflegung der Panzerbrigade Litauen Königsberger Klopse aufgetaucht sein sollen. Eine Ermittlungsgruppe des MAD musste ihre Dienstreise allerdings in Köln-Wahn abbrechen, da das einzige Flugzeug der Flugbereitschaft gerade nicht einsatzbereit war.
25. September 2025
Manchmal liest man Dinge, dass man sich an den Kopf greift. Jetzt bei der Lektüre eines Artikels von Hadmut Danisch über die körperlichen Kapriolen beim Altwerden, speziell seinem Haarwachstum und noch spezieller dem in den Ohren. Scheint bei ihm ein ärgerliches Problem zu sein, denn das fragliche Haar berührt ständig sein Trommelfell und macht dort einen Höllenlärm. Danach kommt er – ich bitte um Nachsicht, denn es muss an dieser Stelle sein – auf die Entfernung von Ohrenschmalz zu sprechen. Der deutsche Ausdruck – meine Interpretation – entspricht genau seiner Konsistenz, doch, oh Wunder, in Japan ist alles anders: Da ist der ärgerliche Stoff hart und krümelig. Das ist genetisch bedingt. Alle Menschen sind gleich? War wohl nix. Jedenfalls nicht bei der Reinhaltung der Ohren.
Einfach nur wundern: Der ermordete Charlie Kirk ist auf dem besten Weg zum christlichen Heiligen. Die Kugel, die ihn traf, blieb in ihm stecken. So rettete er als letztes menschliches Tun am Turning Point seines Erdenlebens die hinter ihm Stehenden. Sagen seine Lobpreiser, denn das Geschoss hätte, wenn Gott nicht den Daumen dazwischen gehalten hätte, hinten aus seinem Körper wieder austreten müssen. Ungläubig, wie ich bin, denke ich, dass das weniger eine Frage für Theologen als für Ballistiker ist.
Dumm gelaufen: In New York wurde gestern der frühere Spionageabwehrleiter des dortigen FBI-Büros zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er war dabei aufgefallen, wie er seine dienstlichen Möglichkeiten nutzte, dem russische Oligarchen Oleg Deripaska bei der Umgehung der US-Sanktionen gegen russische Bürger die notwendigen Wege zu ebnen. Während des Gerichtsverfahrens zeigte es sich, dass er auch an den Aktionen des FBI gegen den wahlkämpfenden Trump im Jahre 2016 beteiligt war. Da kommt noch was nach, jede Wette.
New York (2): Noch mal überflogen, was der Don in der UNO alles vom Stapel gelassen hat: Klimalüge, Deutschland-Wahn, feindlicher Globalisten-Club und so. Es war ein seltsamer Rundschlag. Der Grund ist am Anfang zu vernehmen. Da bemerkt er, dass ihm jemand den Teleprompter abgeschaltet hat. Bevor er dann frei Schnauze loslegt, sagt er, das werde Folgen haben. Er meint doch nicht etwa Annalena? Wir wollen nicht gleich das Schlimmste hoffen.
24. September 2025
Was soll man sich denken, wenn der Don bei der UNO-Vollversammlung große Reden schwingt und sich explizit mit Deutschland beschäftigt? Grüne Agenda gescheitert und zum Glück revidiert, sagt er. Woher hat er denn bloß das Letztere? Von der linken Politico, die Springer gehört und die Merz-Trommel rührt?
Trump (2): Kaum hat er das durch, trifft er auf den kleinen Mann aus Kiew und verkündet lautstark, dass der mit Hilfe von EU und Nato den Krieg gegen Russland vollständig gewinnen kann. Putin stehe vor einem wirtschaftlichen Desaster. Wo hat er das nun wieder her? Vielleicht von The Atlantic, wo soeben der Chef-Neocon Robert Kagan dem totalen europäischen Krieg gegen Russland das Wort geredet hat. Es ist schon erstaunlich (oder auch nicht), wie offen die US-Waffenlobby für die Ausweitung des Konflikts wirbt.
Ostfront (2): Wunschgemäß eskaliert die Lage mit Drohnenalarm und Flughafen-Stilllegungen in Kopenhagen und Oslo und viel Luftraum-Trara über Estland und der Ostsee. Überall steigen Kampfflugzeuge auf, um Flagge zu zeigen. Oder was machen die konkret?
Ostront (3): Im Berliner Flughafen fällt auch ohne Drohnen wieder mal die Abfertigung aus. Angeblich handelt es sich um einen russischen Hackerangriff.
Hackerangriff (2): Nach einer Meldung von Swiss propaganda watch liegen der Plattform umfangreiche illegal beschaffte Datenbestände über weltweite Antifa-Netzwerke vor, die den Blick in einen Abgrund politischer Kumpanei mit den anarchistischen Gewalttätern öffnen. Da kann man nur sagen: Na, dann lasst mal sehen.
23. September 2025
Dass polnischen Soldaten Wehrmachtshelme tragen, war mir zuletzt beim Betrachten von Bildern des Warschauer Aufstands ‘44 aufgefallen. Nehme allerdings an, dass die jetzigen Helme Nachbauten sind. Haben die Polen hierfür Lizenzgebühren bezahlt oder stattdessen neue Forderungen gegen uns erhoben?
Befremdend (2): Die Bilder, die von der großen Charlie Kirk-Trauer-Show über den Atlantik auf meinen Schreibtisch gelangen, wecken zwiespältige Gefühle. Dort gedenken Amerikas heutige Machthaber eines ermordeten christlichen Einzelkämpfers. Das sind dieselben Leute, die am Massenmord an Leuten, die Amerika hassen, nichts auszusetzen finden. Es sind die simplen Botschaften, die der Ermordete gepredigt hat, mit denen er sich den Hass der Maulhelden-Toleranten zuzog. Die Menschenmassen, die Kirks Ermordung im Protest auf die Straßen brachte, sollte zu denken geben. Die Woken wissen das auch. Daher rührt ihre wütende Reaktion.
Befremdend (3) wäre es gewesen, wenn die Bürger von Ludwigshafen, der sterbenden BASF-Stadt, über das Ausmerzen des AfD-Kandidaten fürs Amt des Oberbürgermeisters ohne Protest hinweggegangen wären. Sind sie aber nicht, denn es gingen nur 29 % der Bürger zur Wahl. Davon machte zudem ein Zehntel der Wähler den Wahlzettel ungültig. Hieraus entsteht die unübersehbare Rechnung, dass Unseredemokratie von einem Viertel der Bürger akzeptiert wird. Was wird jetzt passieren? Nichts. Bis die Masse der Übergangenen sich entschließt, unübersehbare Konsequenzen zu ziehen. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wann das sein wird.
22. September 2025
Die Weltbank hat ihre Experten von der Leine gelassen. Sie geben Alarm, dass das Bevölkerungswachstum einen Negativ-Trend ausweise. Will sagen: wir werden weniger. Na und? Das ist für Leute, die im Garten des ewigen Wachstums leben, ein Schock. Bis gestern war der Wachstums-Kollaps der Menschheit eine unumstößlich Größe. Die Experten müssen umsteuern. Jetzt werden sie sich auf den Fetisch der angeblich ausgleichenden Massenmigration stürzen und keine nachvollziehbares Wort über die Gründe der Unterschiede in der Reproduktion verlieren, höchstens über Armut als Grundübel, weil die einen Anlass zur Umverteilung bieten kann, was der Experten Hauptgeschäft ist. Vor allem wird man strickt kein Wort über jene beiden Elefanten im Raum verlieren, die Rasse und Religion heißen.
21. September 2025
Gewohnheitswidrig ein Interview-Video angesehen und zwar das von Markus Fiedler mit dem Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera auf Apolut, nachdem ich durch einen Hinweis bei Science Files darauf aufmerksam wurde. Das Duo macht einen Ausflug in die biologische Welt der Arten und Rassen der Menschheit.
Menschheit (2): Bislang suggerierte mir mein Schulwissen, das seinerzeit durch einen Ausflug ins Neandertal gekrönt werden sollte (es war aber nichts zu sehen), dass der Neandertaler bis auf die Knochenreste spurlos verschwunden sei. Falsch, sagt nun Kutschera: die auf den europäischen Kontinent drängenden Afrikaner hätten sich mit den Neandertalerfrauen erfolgreich gepaart, so dass bei der Rasse der Kaukasier (und nur bei dieser) Neandertaler-Erbgut nachzuweisen sei. Jetzt wundert mich bei manchen hiesigen Zeitgenossen nichts mehr.
Menschheit (3) bedeutet für die beiden Biologen eine unumgehbaren Ausflug in die Welt der Menschen-Rassen, deren Zahl sie mit fünf angeben. Diese unterscheiden sich unverwechselbar in äußeren und eindeutigen Erbgut-Merkmalen. Was sie sagen, wäre eine nützliche Hilfe für das Argumentieren mit den modernen Rassen-Leugnern, wenn diese denn Zeit fänden, einmal für Minuten ihr aggressives Dauer-Geschwätz zu unterbrechen.
Menschheit (4): Die Rassen-Leugner versuchen, die notwendigen gesellschaftlichen Debatten in ein Rassen-Tabu abzudrängen, indem sie behaupten, bereits der Gebrauch des Begriffs der Rasse sei eine besonders perfide Form von Rassismus. Dieses Quasi-Argument gehört in die eigene Welt der beschränkten Geister, die man rief und nun nicht mehr los wird.
Menschheit (5): Durch den modernen Rassismus-Quatsch wird verdrängt, dass der Fünfer-Kanon der biologischen Rassen mit dem Rassen-Begriff in der gesellschaftlichen Debatte nicht übereinstimmt. Denn hier gibt es mehr als fünf Rassen, man denke nur an die britische Rasse der vorletzten Jahrhundertwende, der alsbald die arische folgte und viele andere, die der Mühe der Aufzählung nicht lohnen. Menschheit (6): Ein seltsamer Zwitter ist die Rassen-Zuordnung in den offiziellen Statistiken der USA, wo eine hispanische Rasse Usus ist, die gemessen an den klassischen fünf biologischen Rassen (Kaukasier, Afrikaner, Asiaten, Insulaner, Indianer) offensichtlich eine Mischrasse ist.
20. September 2025
Das tägliche Geschrei ist das eine, der Himmel über dem Atlantik das andere.
19. September 2025
Das hier schreibt mir W.: Angenommen, unter dem Druck der Finanzlage würde eine neue Regierung entscheiden, dass diejenigen, die die Migranten hergeholt haben, auch nach diesem Modell für sie verantwortlich sind: Man orientiert sich dabei an der Parteimitgliedschaft von 2024: SPD – 358.000; CDU – 364.000; Linke – 80.000; Grüne – 130.000; gesamt: 932.000. Hinzu kommen parteilose höhere Beamte und Medienvertreter, sodass etwa 1 Million Haushalte zur Aufnahme zur Verfügung stehen würden. Da vermutlich 25% der Betroffenen in Eigenheimen leben oder über vermietete Eigentumswohnungen verfügen, könnten so etwa 1,5 Millionen Migranten untergebracht werden. Bei den darauffolgenden Bundestagswahlen würde die AfD 80% der Stimmen bekommen und die Remigration könnte beginnen.
18. September 2025
Sogenannter Schlagabtausch im Bundestag: Fritz der Kanzler kündigt Herbst der Reformen an. Heißt zu deutsch: wird nix passieren. So gut kennen wir ihn bereits.
Fritz (2): Bezeichnet den russischen Präsidenten als den vielleicht größten Kriegsverbrecher der Gegenwart (oder überhaupt?). Fritz, Fritz, so geht das nicht, denk mal an A.H., den macht uns bekanntlich keiner nach. Und Putin? Der reagiert betont gelassen, stellt lediglich öffentlich klar, wer 2014 mit dem Schießen angefangen hat.
Sicherheitsrisiko: Ist nicht nur Fritz der Kanzler dank seiner Äußerungen, sondern auch Michael Stürzenberger, der vor Kurzem noch fast von einem Willkommensbürger erstochen worden wäre. Jetzt will er als Mitarbeiter eines Abgeordneten tätig werden, wird aber von der Verwaltung nicht in den Bundestag gelassen. Es bestünden nämlich Sicherheitsbedenken. Heißt wohl zu deutsch: er ist ein wandelndes Mahnmal für die Merkel-Verbrechen, oder fürchtet jemand im Ernst, er werde auf die im Reichstag versammelten Willkommensschwestern einstechen.
Darf‘s noch ein bisschen mehr sein? Polens neuer Präsident fordert beim Berlinbesuch 16 Billionen Entschädigung für den Zweiten Weltkrieg. 16.000.000.000.000 (hoffentlich habe ich mich nicht verzählt). Nun ja, der polnische Vormarsch nach Odessa (bekannte polnische Stadt am Schwarzen Meer) wird teuer. Das steht schon jetzt fest. Moskau jedenfalls ist näher – je nachdem, von wo aus man kuckt. Das jedenfalls findet die flotte Jette aus DK, die Fernwaffen geordert hat. Das ist insofern konsequent, weil die Schlosswache in Kopenhagen nicht ausreichen wird, um sich mit dem Russen anzulegen. Auch das steht fest.
15. September 2025
Im Westen was Neues: Der Chefhetzer des ZDF wird aus Amerika ausgewiesen (Visum widerrufen). Das lob ich mir. Die Woken haben einen neuen Märtyrer. Gestern waren sie noch sicher, die Amis würden sich das nicht trauen, und zack ist es passiert. Die Anregung kam von Richard Grenell, dem Hardliner der Reps dort.
Westen (2): Nichts Neues hingegen von der Wahlfront in NRW. Alles beim alten bei Unsererdemokratie: Grüne paar Punkte runter, Blaue paar rauf. Der wahre Sieger ist die Linke, das neue Sammelbecken des muslimischen Prekariats. Das verfestigt sich: Sie säen nicht, und sie ernten doch. Wird Zeit dass sie mal wieder den Namen wechseln (die Freitags). Vielleicht auch die Farbe: von Marx-rot zum Propheten-grün.
14. September 2025
Der Don mit seiner jüngsten Nummer: Er will die groß angekündigten Sanktionen gegen Russland erst wirksam werden lassen, wenn alle Nato-Staaten auf russisches Öl verzichten. Also nie.Derweil an der Ostfront: Das Vorrücken in den Oblasten Charkow und Dnjepropetrowsk geht sichtbar voran. Westliche Agenturen merken indigniert an, dass dies gar leine Gebiete sind, auf die Russland offiziell die Hand gelegt habe. Nun, im Krieg läuft’s oft anders als geplant, wie schon Clausewitz zu schreiben wusste.
Ostfront (2): Die Bundesregierung plant, die Ukrainehilfe um einen gewaltigen Batzen zu kürzen, wie sie soeben den Abgeordneten mitgeteilt hat. Ich denke, Fritz der Kanzler hatte die Ost-Hilfe zum obersten Staatsziel erklärt. Na gut, man kann sich drauf verlassen, dass bei ihm stets das Gegenteil des Angekündigten passiert. Man muss nur ein paar Tage abwarten.
Heimatfront: Die Hetze gegen den ermordeten Charlie Kirk nimmt ungeahnte Formen an. Unklar ist noch, wie diese auf Michel wirken wird. Bemerkenswert immerhin: die hassverzerrten Gesichter der Guten.
Heimatfront (2): In NRW wird heute kommunalgewählt. Mein Tipp: Es wird sich nichts ändern, denn die Volksfront wird die Mehrheit behalten. Nebenbei: Wäre schön, wenn ich mich irrte (neudeutsch: irren täte).
13. September 2025
Der vermutliche Attentäter von Utah wird öffentlich präsentiert. Die Verwandtschaft hatte die Video-Überwachungsbilder identifiziert. Es waren zu viele, als dass das nicht zu erwarten gewesen wäre. Dass der Täter seine Munition mit linken Schmähschriften und Symbolen versah, wirft einen merkwürdiges Licht auf seinen Geisteszustand. – Oder ist das alles nur gelogen?
Gelogen (2): Der angebliche Drohnenangriff der Russen nach Polen hinein in den vergangenen Tagen zerbröselt in ein unentwirrbares Knäuel von Unwahrem. Am besten hat mir der Treffer eines polnischen Wohnhauses gefallen, dass vor Monaten vom Sturm abgedeckt wurde. Was vermutlich dem Putin sein Wind.
12. September 2025
Im Netz kursieren angebliche französische militärische Planungsunterlagen über die Besetzung der Restukraine nach dem Waffenstillstand, in denen u.a. die Hauptfundorte der Bodenschätze und die zugehörige Dislozierung der Besatzungstruppen (bevorzugt aus Frankreich und Polen) mitgeteilt wird. Diese Angaben sind so offensichtlich schräg, dass das ganze Manöver stark nach Fake riecht. Sollte die (selbstredend hochgeheime) Sache hingegen echt sein, kann man nur sagen: idiotisch, denn hier soll etwas annektiert werden, auf das der Don vor Monaten im Verein mit dem kleinen Mann aus Kiew schon die Hand gelegt hat.
In Brasilien wurde der vormalige Präsident Bolsanaro gestern wegen eines angeblich versuchten Staatsstreichs zu 27 Jahren Haft verurteilt. Jetzt kann der gefährliche Mann (Fallschirmjäger-Offizier !) dem Regime nicht mehr gefährlich werden.
Verurteilt (2) und zwar rechtskräftig Ist seit gestern Björn Höcke mit dem Segen des Bundesgerichtshofs, der nichts auszusetzen fand, dass dieser wg. des Ausspruchs „Alles für Deutschland“ zum Nazi-Kriminellen gemacht wurde. Auch wurden die Büros des Abgeordneten Krah mit dem Segen des Bundestags durchsucht, um diesem die Straftat der Bestechlichkeit nachzuweisen.
Verurteilt (3): Die Einrichtungen von Demokratie leben und anderer ungenierter Unterstützer der linksextremen Deutschland-Abwrack-Politik wurden nicht durchsucht, um gar nicht erst den Verdacht für die Beteiligung am vorvorgestrigen Stromnetz-Verbrechen in die Nähe einer Bestätigung kommen zu lassen. Nicht, dass ich mir dieses Zusammenhangs sicher wäre, doch ein Eingreifen wäre konsequent im Rahmen der seit Jahr und Tag übliche Verdachts-Fall-Durchsuchungen, die zwar rechtswidrig, aber als überaus beliebt bei der politischen Justiz eingerissen sind. Doch ernsthaft: sowas wird nicht passieren, nachdem die Täter nunmehr glaubhaft ausgeschlossen haben, dass die Tat von den braunen Kolonnen, die bekanntlich überall lauern, begangen worden sein könnte.
Ich muss mir immer wieder das möglichst simple Kartenbild der Ostfront vor Augen führen, um das strategische Wollen der am Kriege Beteiligten klarer zu sehen. a) Das nördliche Ostpreußen steckt wie ein Pfahl im Fleische des Nato-Gebietes, b) Weißrussland wie eine nach Westen gerichtete Faust, c) der russische Vormarsch im Süden der Ukraine ist dicht davor, den Sack von Odessa zuzumachen.
Ostfront (2): Die unbemannten Flugobjekte, die man letzte Nacht (vom 9. auf den 10.9.) über Polen abschoss, kamen nicht vom Himmel, sie flogen da bloß, aber woher? Die Weißrussen sagen: Nicht von uns. Die Polen sprechen von einem unprovozierten Angriff auf ihre Ostgrenze. Jaja, die Polen.
Krieg im eigenen Lande: Jetzt sind die Links-Chaoten sauer, dass man ihre Rolle beim Anschlag auf die Berliner Stromversorgung nicht ordentlich gewürdigt hat. Also bezichtigten sie sich selbst auf indymedia. Erinnert sich eigentlich wer daran, dass diese Gewaltplattform vor Jahr und Tag vom BMI verboten wurde? Durchsetzung des Verbots: Fehlanzeige. Ach ja richtig, die Staatsschutzkräfte sind bereits mit dem Kampf gegen rechts völlig überlastet.
Übern Teich: In Utah wird der dortzulande prominente 31jährige Trump-Unterstützer Charlie Kirk heute Nacht (MEZ) bei einer Veranstaltung in der dortigen Universität erschossen.
Nachtrag über die Polendrohnen: Erst waren es einzelne, jetzt ist nach den nächtlichen Experten bereits eine ganze Drohnenflotte, die in den Luftraum eindrang. Apollo News weiß zudem, dass das der Russe war, der die polnische Luftverteidigung testen wollte. Das wäre, wenn’s denn stimmt, gelungen, denn einer der Eindringlinge gelangte bis nach Danzig. Die Leserkommentare zu dieser beinharten Kalten Kriegs-Rhetorik ergehen sich in ungeschminkter Häme gegenüber der Redaktion.
Apollo (2): Es ist wirklich bemerkenswert, wie bei diesem Medium die sonstige Anti-Mainstream-Attitude der jungen Mannschaft und der Russenhass nicht zusammenpassen. Frage mich, wie die ihr Budget bestücken, denn die ausgesendeten Katzenfutter-Reklamen dürften kaum hinreichen. Wird wohl irgendwo ein fetter Kater im Hintergrund existieren, der die Mäuse rüberreicht.
10. September 2025
Trump wendet sich offenbar vom Ukraine-Krieg ab. Von den Supersanktionen gegen die Handelspartner Russlands ist jedenfalls trotz Verstreichens der von ihm gesetzten Fristen keine Rede mehr. Stattdessen befasst er sich mit Gewaltanwendung in US-amerikanischen Städten, nach Washington DC ist es jetzt Chicago, wo er die Nationalgarde einsetzt, während er Staaten Mittelamerikas mit Militäreinsätzen droht und hierfür Luftstreitkräfte verlegen lässt. Im einen Fall geht es mit Schwerpunkt um die Deportation von Illegalen, im anderen um das Stoppen der Drogenzufuhr.
Ostfront: Derweil zerstören ukrainische Drohnen nun zum dritten Mal die Gaspipeline Drushba Richtung Ungarn, und russische Raketen zerstören Regierungsgebäude in Kiew. Letzteres hat bestenfalls symbolische Bedeutung, während die ukrainischen Angriffe Sprengkraft für die EU haben, aber niemanden in Brüssel scheint das zu jucken.
Gewalt im Nahen Osten: Der Einmarsch der Israelis in Gaza-Stadt wurde gestern mit der Zerstörung von Wohnhochhäusern fortgesetzt. In Katar wurde von ihnen ein Hamas-Führer angegriffen und getötet.
Krieg im eigenen Land: Wie heikel die Stromversorgung ist, haben gestern Unbekannte vorgeführt, die zwei Hochspannungsmasten angezündet haben. Der ganze Südwesten Berlins war anschließend ohne Strom. Ich wette, dass die Behörden des Bundes und von Brandenburg derartig mit dem Kampf gegen rechts ausgelastet sind, dass für die Täter dieses Verbrechens keine Kapazitäten frei sind. Dabei braucht man nicht viel Phantasie, um deren Milieu zu lokalisieren. Aber man fürchtet sich, wie ich annehme, davor, auf die Wirkungen der eigenen Geldspritzen aus dem Bundes-Familienministerium zu stoßen. Das bremst den Eifer bzw. stachelt ihn an – je nach Sichtweise.
9. September 2025
Ich sehe schon, was meine zwei oder drei Leser interessiert und zu Widerworten inspiriert. Es ist seit gestern dieser Richard Coudenhove-Kalergi. Hier das Originalzitat aus seinem Hauptwerk Praktischer Idealismus. Adel, Technik, Pazifismus von 1925, das noch heute die Gemüter bewegen: „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen.Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der alt ägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen“ (S. 22 f.) Das steht da wirklich, ich habe den Text aus dem Buch herauskopiert.
Coudenhove (2): Sein Bekanntwerden und der fortdauernde Einfluss seiner politischen Ideen war keinem Wink des Himmels geschuldet, sondern… Ja, das ist die Frage, ebenso wie der Umstand, dass eine Kanzlerin, deren Namen mir im Moment nicht einfallen will, den nach ihm benannten Preis entgegennahm.
Andere Baustelle: In Frankreich ist gestern die Regierung geplatzt. Na und? Jetzt ist Platz für Spekulationen der Experten. Und Fritz der Kanzler meint, das sei für D ohne Bedeutung. Genau. Was scheren uns diese Franzmänner?
8. September 2025
Zuweilen gerät man wider Willen auf Abwege. Vorgestern ist es ein Banner im Netz, auf welchem Richard Coudenhove-Kalergi mit dem plakativen – in mannigfachen Varianten kursierenden – Zitat abgebildet ist, dass die Zukunft der Menschheit eine negroide (hellbraune) Mischrasse sei, die von Juden beherrscht werden werde. Gegen sonstige Gepflogenheiten ist eine Quelle angegeben: das Buch Praktischer Idealismus von 1925. Ich lese das Original, um das merkwürde Zitat zu finden. Das Ergebnis: Fehlanzeige.
Coudenhove (2): Ich nutze den aufgestauten Ärger über die Zeitverschwendung, um mich der weiteren Behauptung zuzuwenden, Coudenhove sei selbst Jude gewesen. Ich gehe einen Umweg und beschaffe mir das Buch, auf das Richard C. selbst hinweist, nämlich Das Wesen des Antisemitismus, Berlin 1901, von Heinrich Graf Coudenhove. Der Autor dieses 600-Seiten-Wälzers ist Richard C.s Vater. Der schreibt ein fast amüsant zu nennendes Vorwort, in dem er darauf hinweist, dass jeder der kritisch über den Antisemitismus schreibe, selbst des Jude-Seins bezichtigt werde. Er streitet das ab, indem er darauf hinweist, dass seine weit zurückreichende Adelsfamilie seit Menschengedenken gut katholisch sei und er selbst mit Hingabe auch. Er setzt noch eins drauf, indem er anmerkt, wenn er denn nur einen Juden unter seinen Ahnen gefunden hätte, hier würde es gerne bekennen.
Coudenhove (3): Der Sohn Richard ein Jude? Wohl kaum. Der Vater nicht und die nach jüdischem Ritus wichtigere Mutter auch nicht. Sie war eine Japanerin, die der Vater aus seiner diplomatischen Mission aus Nippon nach Hause mitbrachte. Diese ist augenscheinlich, wie man so sagt, die Mutter von Richard, man sieht es ihm an.
Coudenhove (4): Es gäbe allen Anlass, sich mit dem schrägen deutsch-böhmischen Adelsspross zu befassen, aber nicht so
6. September 2025
Die auf der A 4 Richtung Dresden nach Osten fahrenden Bundeswehr-Kolonnen erregen allein schon dadurch Aufmerksamkeit, weil sie zu gemächlicher Vorbeifahrt zwingen, da das Tempo von polnischen Lastwagen bestimmt wird, für die das Verbot, die dritte Spur zu nutzen, offenbar nicht gilt. Nun will, wie ich mich erinnere, der Marsch mit gepanzerten Kolonnen geübt werden, doch bleibt mir unerklärlich, warum erkennbar nichts unternommen wurde, die Fahrzeuge vor der gegenwärtigen Hauptbedrohung zu schützen, nämlich der durch feindliche Drohnen.
Ostfront (2): Im Stadtteil Dresden-Loschwitz gibt es eine bekannte Brücke, das Blaue Wunder (grau gestrichen), über die ich bei spätsommerlichem Sonnenschein hinwegflaniere, wenn auch als einziger Fußgänger weit und breit. Auf beiden Seiten gibt es je eine Buchhandlung, das Buchhaus Loschwitz und eine Filiale von Thalia. In beiden gibt es Literatur zum Krieg, die unterschiedlich nicht sein könnte. Einmal, was vor Ort los sein mag, und wie wir uns das raushalten sollten, auf der anderen Siegesphantasien und Bestrafungs-Erbauung.
Ostfront (3): Der Gipfel in China schwingt in den Gazetten nach. Wir, die Westkoaltion, beschließen, so lese ich, in die Ukraine einzumarschieren, aber erst nach dem Waffenstillstand. Putin kontert in seltener Klarheit: Waffenstillstand ja, aber erst nach dem Erreichen der Ziele dieses Krieges. Das hört sich nicht nach hier und heute an.
Ostfront (4): Die seit Monaten umkämpfte Stadt Pokrowsk, im Oblast Charkow gelegen, scheint nun nach etlichen Fehlmeldungen tatsächlich vor dem Fall zu stehen (eine russische Flagge auf dem Hauptplatz, der auch als Friedhof genutzt wurde). Die Videos beider Seiten übermitteln frühherbstliche Bilder, in denen zu meiner Überraschung kaum Zerstörungen im Stadtzentrum zu sehen sind.
Ostfront (5): Die Experten übertreffen sich in Berichten, dass sich der russische Vormarsch verlangsamt habe. Heißt zu deutsch: er findet seit Monaten statt, wenngleich mit der für westliche Schlagzeilen-Konsumenten fast unerträglichen Langsamkeit. Auf jeden Fall entspricht die Frontlinie nicht den politischen Grenzen der vier von Russland beanspruchten Oblaste. In Cherson und Saporoschschje fehlen noch bedeutende Teil, Donjezk ist bis auf wenige Quadrratkilometer in russischer Hand. An anderen Stellen des Frontbogens haben sich die russischen Truppen bis weit in die Oblaste Charkow und Dnjepropetrowsk hineingefressen.
Ostfront (6): Auf einem Video aus dem russischen Generalstabs-Lageraum sieht man neben den führenden Militärs Situationskarten, in denen die Oblaste Odessa und Nikolajew anders eingefärbt sind. Das kann psychologischer Kriegführung geschuldet sein, aber auch ernsthafter Kriegsziel-Beschreibung, nämlich der beabsichtigten und dann endgültigen Trennung der Ukraine vom Schwarzen Meer. Das wäre aus russischer Sicht ein strategisches Ziel (und ein Alptraum für den Wertewesten).
4. September 2025
Die Bilder vom Gipfeltreffen in China beeindrucken durch die schiere Masse der dort versammelten Staatenlenker. Dass Xi bei der Gelegenheit seinen gewohnten Anzug gegen den Mao-Look ausgetauscht hat, mag Symbolkraft haben. Aber welche?
China (2): Im Mittelpunkt der Bilder aus dem Reich der Mitte das Trio aus Peking, Moskau und Pjöngjang. Aber es ist auch Substanzielles zu vernehmen: Der Bau der größten, sprich leistungsstärksten Erdgas-Pipeline der Welt zwischen Russland und China.
Russengas (2): Die Experten murmeln (und geben sich befriedigt), dass dies das endgültige Aus für russisches Erdgas nach Europa sei. Leute, Deutschland ist gemeint, dessen Gaskavernen am Ende dieses Sommers leer sind. Hat schon jemand mitgekriegt, dass wir einen Regierungswechsel hatten und der Chef dieser obskuren Bundesnetz-Agentur, die für die Bevorratung hätte sorgen sollen, immer noch dieser fabelhaft grüne Herr Müller ist?
Neues vom Don: Der verlangte gestern von den Impf-Giganten den Nachweis der Wirksamkeit der Corona-Spritzen. Pfizer Chef Bourla reagierte prompt. Er schlug heute Nacht den US-Präsidenten für den Nobel-Preis vor. Wie nennt man sowas? Ein Ablenkungsmanöver für den mit gutem Grund als eitel und Sprunghaft eingeschätzten Trump. Nebenbei bemerkt: genügend Kleingeld hat der Medizinmann, um sein Verlangen bei den Komitees in Oslo oder Stockholm durchzusetzen.
1. September 2025
Nach dem Sinn einer Tradition zu fragen, führt meist nicht weiter. Das gilt jedenfalls für die dänischen Königskalender in meinem Badezimmer. Sie bedeuten nichts weiter, als mich seit Jahren daran zu erinnern, dass man mit ungekonnten Amateur-Schnappschüssen das Publikum gegen Entgelt erfreuen kann. Ich kann mich immer noch nicht daran gewöhnen, dass man dortselbst nach der taffen Margarethe jetzt einen König hat, der frühzeitig ergraute. Ich frage mich warum. Den aktuellen Kalender habe ich soeben umgeblättert und mit Bedauern festgestellt, dass der daneben hängenden Paul Flora-Kalender nicht zu aktualisieren war. Mein Wiener Lieferant ist verschwunden, womöglich verstorben.
31. August 2025
Die Politheroen sind aus dem wohlverdienten Urlaub zurück, den wir ihnen gern verlängert hätten, damit sie nicht weiteren Schaden anrichten. Doch nun sind sie halt mal da und machen Ankündigungen, die wir uns nicht merken müssen. Mit leiser Verspätung meldet Reuters, das Vorletzte aus Davos. Na, da sind wir aber erleichtert. Gratulieren Rock-Star Fink für die Übernahme des Kommandos. Das Bild, von Reuters ausgewählt, ist vortrefflich. Es wirkt so sympathisch.
30. August 2025
Russische Quellen betonen die eigenen Erfolge der seit Mitte Juli anhaltenden Sommeroffensive. Es geht hierbei um Vorstöße an drei, vier Stellen des Frontbogens, die in erster Linie der Arrondierung des noch ukrainisch besetzten schmalen Teils des Oblasts Donjezk betreffen. Beide Seiten melden, dass die Lage der ukrainischen Truppen dramatisch sei, weil es keine Reserven mehr gebe. Der eigentlich zu erwartende Zusammenbruch des Frontbogens hat jedoch offenbar nicht stattgefunden.
Ostfront (2): Im russischen Luftkrieg hat ein Zielwechsel stattgefunden. Schwerpunkt ist nicht mehr die Stromversorgung, sondern die Waffenindustrie. Bilder vom frühen Morgen des 28. August zeigen, dass trotz der gewaltigen Detonationen, zu deren Wirkung man nichts sagen kann, die Straßenbeleuchtung in der gesamten Stadt nicht beeinträchtigt ist.
Ostfront (3): Die großen politischen Entwürfe der Kommentatoren verstummen allmählich. Vom Treffen Putin-Selenskyj redet niemand mehr.
Ostfront (4): Die Berliner Heroen haben im Kabinett ein neues Wehrgesetz verabschiedet, das eine gewaltige Aufstockung der Streitkräfte bringen soll. Wenn die angepeilten Freiwilligen, wie erwartet, nicht zu haben sein werden, soll’s die Wehrpflicht richten. Mit denen will man dann nach einem Waffenstillstand in die Ukraine einsickern. Na, dann sickert mal schön.
Ostfront (5): Und da war da noch der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, von dem ich schon vor Jahren schrieb, der gehöre schleunigst nach Hause geschickt. Jetzt weint er, wenn auch in nicht ganz fehlerfreien Metaphern, Deutschlands letztem Polit-Denker eine öffentliche Träne nach. Kann man verstehen. Dass man den, Robert den Denker, los ist, kann ich noch gar nicht glauben.
29. August 2025
Im US-Kongress wird eine Untersuchung gegen Wikipedia eingeleitet. die Datenkrake wird bezichtigt, ihre Meinungsmacht zur unerwünschten Beeinflussung von US-Bürgern zu missbrauchen. Der Verdacht der Gesetzeshüter richtet sich gegen russische und chinesische Einflussnahme. Die organisationseigene Mafia ist also nicht im Visier.
Meinungsmafia (2): Musk verklagt Amazon und OpenAI wg. Verstoßes gegen US-Monopol-Gesetze. Und die US-Regierung erwägt Sanktionen gegen die EU wg. deren Internet-Strangulierungsvorschriften.
Meinungsmafia (3): So hat jeder was zu tun. Welche Ergebnisse zum Schutz der Bürger dürfen wir erwarten? Keine.
Übern Teich (4): Trump macht weitere 825 Millionen für die ukrainischen Waffenkäufe locker.
Übern Teich (5): Kennedy jun. beginnt mit dem großen personellen Aufräumen in der US-Gesundheitsverwaltung. Die Namen kann und will ich mir nicht merken. Hier geht’s ums Prinzip.
Übern Teich (6): Bei der Gelegenheit wird die Notfallzulassung der sog. Covid 19-Impfstoffe widerrufen. Zu wünschen wäre, dass es den verantwortlichen Pandemie-Tätern jetzt persönlich an den Kragen geht. Ob’s tatsächlich passiert, steht in den Sternen. Da wird noch mancher muntre Dollar fließen, um das zu verhindern.
28. August 2025
Als ich es schließlich nicht mehr suche, fällt es mir vor die Füße, das Memoiren-Buch The Room where it happened von John Bolton, Trumps erstem Nationalen Sicherheitsberater. Blättere nunmehr eher lustlos und entdecke dieses hier: I don’t want any fucking thing to do with Ukraine, sagte Trump, schreibt Bolton (S. 462), als man am 23. Mai 2019 besprach, wer zum Krönungs-Zeremoniell von Selenskyj nach Kiew reisen sollte. – Ich sagte es bereits vor Tagen schon: Der Don ist nachtragend, in diesem Fall allerdings leicht nachvollziehbar, hatte doch die Kiewer Polit-Mafia 2016, mitten im Wahlkampf, versucht, Trump die Sache mit seiner angeblichen Steuerung durch den Kreml anzuhängen.
Bolton (2): Nach einem Vermerk im Buch kaufte ich diesen 570-Seiten Wälzer im Sommer 2020 auf Jersey aus einer Wühlkiste. Da war mir offenbar der Lesestoff ausgegangen, doch nach dem Lesezeichen im Buch gab ich auf S. 361 auf. – Ach ja, das war ein wunderbarer Sommer auf der souveränen Kanalinsel. Sie ist ein Paradies, genauer: ein Steuerparadies. Zuwanderungs-Voraussetzung: 600.000 Pfund Jahreseinkommen mindestens, so las ich, mein Interesse erlahmte sogleich.
27. August 2025
Polens neuer Präsident sperrt die Sozialhilfe für die im Lande befindlichen Ukrainer. Ob das so stimmt, wie die Gazetten – empört zumeist – verkünden, vermag ich nicht zu sagen. Nur wenn das stimmt, dürfte die Folge nicht lange auf sich warten lassen: Eine weitere Million wird sich in Richtung Westen in Bewegung setzen, um an der deutsch-polnischen Grenze durchgewinkt zu werden.
Polen (2): Das Land bereitet sich, so wie von mir schon lange gemutmaßt, auf die Eroberung der West-Ukraine vor. Da kann man eine Fünfte Kolonne in den eigenen Reihen nicht gebrauchen.
Übern Teich: Hat eigentlich irgendwer noch vage den Überblick wer wen mit welchem Erfolg vor Gericht gezerrt hat? Ich jedenfalls nicht.
26. August 2025
Jetzt setzt der kleine Mann aus Kiew noch eins drauf. Nachdem er die Zufuhr von Russen-Öl nach Ungarn und der Slowakei (südlicher Zweig der Drushba) gewaltsam gestoppt hat, teilt er der Welt mit, das sei geschehen, um das Nein der Ungarn zum EU-Beitritt der Ukraine zu torpedieren. Ich wette mal, dass die Anstifter hierfür in Brüssel zu finden sind.
Ostfront (2): Der Umstand, dass man nichts Substanzielles von dort erfährt, weckt in mir den Verdacht, dass heftige Kämpfe mit ungewissem Ausgang im Gange sind. Derweil rechnen sich die Experten gegenseitig die abenteuerlichsten wechselseitigen Verlustzahlen vor, jeweils eine bis zwei Millionen Tote auf jeder der Seiten.
Heimatfront: Still ruht der See. Im Netz finde ich eine Karikatur, die mehr sagt, als tausend Worte.
25. August 2025
Man gratulierte gestern zum ukrainischen Unabhängigkeitstag, dem 34. seit dem Zerfall der Sowjetunion, so der Don und der norwegische Ministerpräsident. Damit schaffte der es in die Weltpresse.
Ostfront (2): Zeitgleich wurde das Atomkraftwerk von Kursk mit Drohnen beschossen. Bislang fehlt der übliche Hinweis in den Wahrheitsmedien, dass das der Russe selber war. Ein neues Senioren Akrützel von Bernd Zeller über Nacht in meinem elektronischen Briefkasten eingetroffen. Hier eine der beeindruckenden Schlagzeilen.
24. August 2025
Nachtgedanken: Ein Problem beim Schreiben türmt sich wie eine graue Nebelwand auf. Man tastet sich vorwärts und bemerkt überrascht, dass schon einzelne andere vor einem selbst dawaren. Man hört ihnen zu und siehe da, es wird ein Weg sichtbar. Jetzt muss man beherzt losgehen, denn sonst besteht die Gefahr, auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln, die überall hinführen mögen, nur nicht als Ziel.
Nachtgedanken (2): Das Vorstehende war der vorgestrigen Suche nach dem Bolton-Buch geschuldet. Ich fand es nicht, stattdessen vieles, was ich längst vergessen hatte, darunter die Memoiren von George Kennan, den amerikanischen Spitzendiplomaten. Man nennt ihn nicht zu unrecht den Architekten der Nachkriegszeit. Ich las mich zwei Stunden fest, bis ich bemerkte, dass er mich völlig vom Weg abführte.
Nachtgedanken (3): Immerhin bestätigte mich meine Lektüre in dem Vorurteil, dass die US-Außenpolitik dem Gang eines Betrunkenen ähnelt, weil sie in den Spitzenpositionen einschließlich der Botschafterposten von reichen Narren betrieben wird, die von Präsident zu Präsident zu wechseln pflegen. Der jetzige hat schon wieder ein 14-Tages-Ultimatum in die Welt gesetzt, den Krieg zu beenden. Es richtet sich an Russland und die Ukraine zugleich. Mir ist nicht ganz klar, mit was er den beiden drohen will. Dem einen mit Eingreifen, dem anderen mit dem Gegenteil? Das wird nichts werden.
23. August 2025
The Room Where It Happened (der Raum, wo es passierte) hieß das Memoiren-Buch, mit dem sich der geschasste US-Sicherheitsberater John Bolton an dem damaligen Noch-Präsidenten Trump rächte. Ich schenkte mir den Erwerb, weil ich mir zu recht vorstellte, es werde bald auf dem Ramsch landen. Gestern schien es mir wieder aktuell zu sein, als das FBI das Haus von Bolton wg. des Vorwurfs publizistischen Geheimnisverrats durchsuchte. Was immer da dran sein mag, eins ist sicher: Der Don ist nachtragend, denn Bolton hatte vor Kurzem noch erklärt, Trump sei mental amtsunfähig.
US-Kabale (2): Ich kann das Bolton-Werk in meinen Amerika-Stapeln nicht finden. Stattdessen entdecke ich das vermutlich ungelesene Buch von Timm Weiner Macht und Wahn. Der amerikanische Starreporter konnte sich nicht so richtig entscheiden, wie er die Handlungen der verschiedenen US-Regierungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs einordnen sollte. Klar für ihn war lediglich, dass Russland bis heute der Hauptfeind gewesen und auch noch ist. Als das Buch 2021 erschien, war kurz drauf über Nacht der Ukrainekrieg Wirklichkeit geworden. Da landete das Werk, das auch sogleich ins Deutsche übertragen worden war, auf dem Ramsch. Ganz zu unrecht, wie ich finde. Besser kann man Amerikas Einmischung in der Ukraine kaum begründen. Für Leute wie Weiner ist Putin expressis Verbis die Wiedergeburt des Massenmörders Stalin. Man muss diesen Standpunkt durchaus nicht teilen, aber er hilft beim Verstehen.
21. August 2025
Man sagt, die Mecklenburger bräuchten für gewöhnlich etwas länger. So kommt es, dass die Firma Milram den Neger als Markenzeichen entdeckt hat, jetzt wo im fernen und guten Amerika die Gegenbewegung Fahrt aufnimmt. Noch hat mich keiner der Diversen aus dem Regal angegrinst, was daran liegen mag, dass ich nach dem Müritzer nicht Ausschau zu halten pflege. Frage mich nun aber, wie der alte totenbleiche Mann (links auf der Packung) mit der halbdunklen jungen Frau zum dargestellten Nachwuchs kommt. Mendels Gesetze durch Käsegenusses widerlegt?
Auch Käse: Was das die Gazetten über die Äußerungen unserer Polit-Heroen scheiben. Putin müsse jetzt liefern. Das ist Wunschdenken von Leuten auf der Verliererstraße.
Auch Käse (2): Habe gestern gegen alle guten Vorsätze verstoßen und bei der Bundesmärchenzentrale 3 Russlandbücher bestellt (25 €). Sie werden diese Woche noch bei mir eintrudeln, und ich bin gespannt, wie lange mich meine Disziplin zum Lesen zwingen wird. Wenn man den Gegner wirksam bekämpfen will, sollte man sich in seinen Absichten gut auskennen. Ich sehe im Moment fünf, sechs Leute vor mir, wie sie die Augen verdrehen.
20. August 2025
So geht Unseredemokratie: Der OB-Kandidat der AfD in Ludwigshafen wird per Mehrheitsbeschluss der örtlichen Potentaten gar nicht erst zur Wahl zugelassen. Das verstößt offensichtlich gegen Artikel 21 GG, doch anderer Ansicht ist die dortige Gerichtsbarkeit. Sie verweist den Mann auf die Möglichkeit, nach der Wahl seine Bedenken geltend zu machen.
Die Lage an der Ostfront bleibt kompliziert. Nachdem ukrainische Drohnen letzte Woche die russische Öllieferung per Pipeline nach Ungarn (südlicher Zweig der Drushba) unterbrochen haben, teilt der Außenminister aus Budapest mit, dies sei ein Kriegshandlung gegen sein Land, das sich mit niemandem im Krieg befinde, auch mit Russland nicht. Wenn er jetzt den Artikel 5 de Nato-Vertrages ausriefe, würden die anderen vermutlich staunen oder den Ungarn raten, sich ein anderes Bündnis zu suchen. Da fehlt nicht mehr viel.
19. August 2025
Schweigen zum gestrigen Thing im Weißen Haus war im Vorfeld angemessen, denn es hat sich dort im Grunde nichts von Belang bewegt. Lediglich die bisherige Bedingung Erst-Waffenstillstand-dann-Friedensgespräche ist vom westlichen Tisch verschwunden, als wäre davon nie die Rede gewesen. Dafür wurde im Gegenzug von Putin, der unsichtbar zwar, aber wie ein stummer Gast dabei war, nichts eingekauft. Die Gebietsverluste wurden vernebelnd Gebietstausch genannt, so als wenn von der bisherigen Grundforderung, Herstellung der Grenzen von 2014, nie die Rede gewesen wäre. Die für den Bestand der Dann-Ukraine abzugebenden Sicherheitsgarantien blieben vage – Nato-ähnlich bedeutet keine Mitgliedschaft. Fazit: Der Krieg geht weiter, bis Putin ihn beendet.
Der große Thing (2): Neu war immerhin die Zusammensetzung: Neben dem Don saßen die kleine Römerin und Fritz der Kanzler, auf der anderen Seite die Herren aus F und GB. Ihnen gegenüber Nato-Rutte, der kleine Mann aus Kiew und die Ursula aus Brüssel und einer den ich nicht zuordnen konnte. Las hernach, es sei der finnische Präsident Stubb gewesen. Trump müsste nicht Trump sein, wenn er hernach nicht dessen Golf-Spiel gelobt hätte. Der große Thing (3): Frage mich beim erneuten betrachten der Bilder: Wo waren die lautesten Kriegsschreier aus Warschau? Wollten sie nicht dabei gewesen sein, oder lud sie niemand ein? Man wird die dortigen Reaktionen abwarten müssen, um klarer zu sehen.
Noch immer bebt das Alaska-Treffen in den Gazetten nach. Man denkt, jetzt müsste eigentlich alles gesagt sein auf einer Skala von Nullnummer bis weltbewegend. Entscheidend wird sein, ob Trump heute die Kriegsfreunde in die ihm genehmen Friedensgaloschen zwingt. Fritz der Kriegskanzler mag anderes träumen. Er und die deutschen Medien werden keinen Einfluss auf das Geschehen haben.
Derweil an der Ostfront: Auf die Polen ist Verlass. Kaum ist der neue Präsident im Amt, dessen Namen ich mir erst noch einprägen muss, schon legt er los und verlangt von den Ukrainern eine Entschuldigung für die Polen-Massaker in Wolhynien im Jahre 1943. Nur nebenbei: Das geschah während der deutschen Besatzungszeit. Da ist doch auf der Suche nach den Schuldigen noch was drin. Die Ukraine-Führung befindet sich derzeit nicht in dem Zustand, um von den Polen eine Entschuldigung für die in den 1930er Jahren vorausgegangenen Ukrainer-Massaker zu fordern. Auch wenn der große Orlog mir Russland einschlafen sollte, Frieden wird es in dieser Welt-Gegend nicht geben. Da sind einfach noch zu viele Rechnungen offen.
16. August 2025
Was von Alaska bleibt, sind Bilder, zum Beispiel das hier (na, dann interpretiert mal schön, ihr Experten):
Alaska (2): Jetzt müssen Selenskyj und Fritz der Kanzler zur Befehlsausgabe nach DC. Noch sonnen sie sich in ihrem Beachtet-werden. Das wird sich geben. Jede Wette.
15. August 2025
Um drei Uhr morgens (MEZ) ist klar, dass das Meeting von Anchorage kein von Trump erhofftes Ergebnis hatte. Sein Fazit: Wir haben vereinbart, zu einer Vereinbarung zu kommen. Ja gerne, antwortete Putin und lud den US-Präsidenten nach Moskau ein. Das kam selbst für den ausgebufften Amerikaner etwas überraschend. Er will nun Selensky und die Nato-Partner informieren. Die werden – ich wette – Mühe haben, nicht zu triumphieren.
Eine Nummer kleiner: Der deutsche Panzer-Getriebe-Bauer Renk aus Augsburg ist von Fritzens Israel-Waffen-Embargo betroffen und erwägt öffentlich, die Produktion in die USA zu verlegen. Wusste nicht, dass die Israelis ohne den deutschen Maschinenbau gar nicht nach Gaza einreiten konnten. Jetzt weiß ich das.
Noch eine Nummer kleiner: Brandenburgs VS gutachtet wie erwartet, dass die dortigen Blauen gesichert rechtsextrem seien. Die Begründung hierfür muss man sich merken: Sie sagen nicht, dass sie den Staat des Grundgesetzes beseitigen wollen, denken es aber heimlich und benutzen Tarnwörter wie deutsch und Deutschland. Das ist ein weiterer Mosaikstein im Bankrott des Rechtsstaats, denn wäre es, wie man behauptet und der Geheimdienst ein solcher, könnte er genau das mit Mann und Maus und Wagen belegen. Kann er aber nicht und räumt das auch noch ein. Man staunt, man lacht, man ärgert sich.
15. August 2025
Bei den ukrainischen Berichten vom Schlachtfeld um Pokrowsk ist mir der Chef der Asow-Nationalgarde, Bogdan Krotjewitsch (БогданКротевич), der mit seinen Leuten dort jetzt eingesetzt wird, aufgefallen. Wenn ich mich nicht verhört habe, sagte er, man halte dort die Stellungen nur noch mit Hilfe von Drohnen, da den Verteidigern die Leute ausgegangen seien. Ich mag mich irren, aber das Gesicht des bärtigen Mannes erinnert mich stark an jene ukrainischen Nationalisten, die von der Wehrmacht und der SS 1944 in der West-Ukraine ausgebildet und bewaffnet wurden. Sie machten den Sowjets dann bis in die 1950er Jahre zu schaffen. Ich kann bei Krotjewitsch keine Uniform-Effekten erkennen, aber das SS-schwarz, in dem sich auch Selenskyj sein einigen Wochen zeigt, scheint aus dieser Ecke zu kommen. Auf einem älteren Bild (ebenfalls während eines Interviews) sieht man ihn noch im Flecktarn mit den Abzeichen eines Generalmajors.
14. August 2025
Die letzten drei Tage hatten es in sich. Der russische Vormarsch hat sich deutlich beschleunigt, die Experten streiten, ob es sich im Raum Pokrowsk weiter nur um ein Vorschieben der Flanken zur Einkesselung der Stadt handelt oder um einen echten Durchbruch. Letzteres würde bedeuten, dass dahinter nichts mehr kommt, sondern leeres Vormarschland. Ich zweifle.
Ostfront (2): Es ist kein Zufall, dass die (von den Ukrainern bestätigte) russische Erfolgsmeldung jetzt kommt, denn sie zwingt die US-Amerikaner zur Eile, den Russen Gebietszugeständnisse zu machen, sonst geht es ihnen wie im Märchen von Hase und Igel: Ick bün all do.
Ostfront (3): Fast rührend ist zu betrachten, wie Fritz der Kanzler versucht, mit den westlichen Leadern das Lied Wir-sind-auch-noch-da anzustimmen – angesichts der Haltung von Wlad und dem Don, dass sie das Schicksal der Ukraine unter sich ausmachen wollen (und vermutlich auch werden).
Ostfront (4): Der Don hat das gut orchestriert, die beiden Streithähne aus dem Kaukasus an seinen Tisch gebracht zu haben, um den Dauerkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan – wie schreibt man das bloß? – zu beenden. Es geht bei Lichte betrachtet, um ein 30 km langes Stück Straße zwischen dem am Kaspischen Meer gelegenen Land und der kaukasischen Enklave Bergkarabach entlang der Südgrenze von Armenien. Jedes Mal muss ich erneut auf die Karte kucken, um zu repetieren, was wo liegt. Dass allerdings ausgerechnet jetzt die USA diese Straße auf 99 Jahre gepachtet haben wollen, lässt vermuten, dass die Amerikaner, so spektakulär das jetzt aussehen mag, sich dort im wilden Kurdistan – wie Karl May die Gegend nannte – eher einen Haufen Ärger eingehandelt haben, denn die Nachbarn Iran, Russland, Georgien und die Türkei werden das nicht lustig finden. Erstaunlich bleibt, wie lange das chaotische Ende des Ersten Weltkriegs und die Implosion der Sowjetunion dortzulande nachwirken.
11. August 2025
Wie die drei von der Tankstelle sind sie am Samstag aufgetreten, die Herren Starmer, Macron und Merz. Sie sangen das Lied von ewiger Kiew-Treue und vom bösen Wlad, dem man nichts durchgehen lassen werde. Frage mich, warum die Polen so still waren. Denke mal, dass sie auf Beute hoffen, wenn es den Amis und den Russen tatsächlich gelingen sollte, den Krieg vom Tisch zu bringen. In der West-Ukraine winkt Lemberg, angeblich eine uralte polnische Metropole.
Krieg (2): In Israel verkündet dessen Kriegsherr die Absicht, in dieser Woche in Gaza-Stadt einzumarschieren. Im eigenen Land macht sich derweil die Bevölkerung in Zehntausender-Schüben auf die Socken. Zielländer sind Zypern, Griechenland und Deutschland.
9. August 2025
Der Don hat letzte Nacht die Katze aus dem Sack gelassen: Treff mit Putin am kommenden Freitag in Alaska. Aus dem Kreml ertönt Zustimmung, wenn auch der Treffort variiert.
Trump (2): Die beste Analyse über das hektische Tun des US-Präsidenten finde ich heute Morgen in einem Aufsatz von Egon W. Kreutzer: PaD 30/2025, Trump – Mit Zolltyrannei zur Weltherrschaft. Hier wird leicht nachvollziehbar geschildert, was das Wüten von Trump bewirken wird, nämlich das weitere Zusammenrücken von Russland und China mit dem globalen Süden. Dort mit Indien an der Spitze, das bereits öffentlich erklärt hat, es ließe sich von niemandem hereinreden (also auch von Trump nicht), wo es seine Rohstoffe beziehe. Kreutzer analysiert zudem, dass die wirtschaftliche Wiederherstellung der von innerem Zerfall heimgesuchten USA sich nicht über Nacht übers Knie brechen lasse, und die Europäer dabei sind, sich mit den Abgrund reißen zu lassen. Sehenden Auges? Das verneint er, denn den gegenwärtigen Politruks ermangele es solcher Augen, die sehen können. Alles besser beschrieben, als ich es hier anreißen kann. Ich empfehle die Lektüre. https://egon-w-kreutzer.de/trump-mit-zolltyrannei-zur-weltherrschaft.
8. August 2025
Nun wollen sich den Gerüchten zufolge Trump und Putin in der kommenden Woche treffen. Nur die Experten wissen derzeit, was die beiden abzusprechen haben. Ich gehöre nicht dazu.
Ostfront (2): Am Frontbogen gibt es derzeit 3 Schwerpunkte: die Einschließung von Pokrowsk, die von Kupjansk und die Luft-Angriffe auf strategisch wichtige Punkte wie die Ostrowskij-Brücke in Cherson. Letztere mögen darauf hindeuten, dass der Russe den Dnjepr erneut überschreiten wird, um die Stadt zu nehmen, die er Ende 2022 freiwillig wieder geräumt hatte, um sich auf das linke Dnjepr-Ufer zurückzuziehen.
7. August 2025
Gestern traf der US-Sondergesandte Steve Witkoff mit Putin in Moskau zusammen. Immerhin dauerte ihr Gespräch 3 Stunden. Sie werden einander demzufolge etwas zu sagen gehabt haben. Ob’s hilft? Wer will das wissen.
Ohne eine Anfrage aus der AfD-Bundestagsfraktion hätten wir wohl kaum erfahren, dass die Bill & Melinda Gates-Stiftung seit Anfang 2020 Riesenspenden aus dem Steuersäckel erhalten hat. Über 630 Millionen sollen es gewesen sein. Ganz dreist ging es um so humanitäre Zwecke wie das Impfen, das Klima und um Kriegsunterstützung gegen Russland.
Gates (2): Der Pragmatiker B.G. mag sich sagen, dass die Deutschen nicht ganz dicht sind. Ob er allerdings weiß, wer der Namensspender war, als er den Walter-Rathenau-Preis entgegennahm, bezweifle ich ebenso wie die nähere Kenntnis des Geehrten durch die Laudatoren. Finde allerdings nichts über das Ereignis in der aktuellen Selbstdarstellung der Stiftung. Merkwürdig.
6. August 2025
Unerfreulich ist es, abends um neun auf dem Fernbahnsteig 8 des Frankfurter Flughafens zu stehen und mitgeteilt zu bekommen, dass der in einer Minute erwartete ICE Richtung Erfurt heute nicht fährt. Ungläubig höre ich am Telefon, dass der nächste Zug um viertel nach zwölf fahre, allerdings mit Umsteigen in Frankfurt Süd, Umsteigezeit von wenigen Minuten. Da ich es darauf, zumal um diese Tages- bzw. Nachtzeit, nicht ankommen lassen will, fahre ich nach etwas konfuser Auskunft beim Reise-Center, das gerade das Licht löscht, dass es nach Frankfurt Süd auch einen Bus gibt, der soeben im Begriff stehe, loszufahren. Den nehme ich nicht ohne Grund, wie ich auf dem Bahnsteig um halbeins morgens dann selbst sehe, als ich in den IC einsteige und den, aus dem ich vom Flughafen kommend, hätte umsteigen sollen, bei Abfahrt meines Zuges ankommen sehe.
Nachts in Frankfurt (2): Nutze die Wartezeit zu einem Rundgang und stoße auf eine originelle Groß-Kneipe namens Depot (das ehemalige Straßenbahndepot), wo es allerdings um zehn nicht mehr zu essen gibt. Der halbe Liter kostet fünf funfzig. Ich hatte mit mehr gerechnet. Um elf schließt das Etablissement. Auf diese Weise versäume ich wie die schrecklichen Männer-Erlebnisse der beiden Spätblondinen, vorgetragen in Stadion-Lautstärke, juristisch zu Ende gingen.
Nachts in Frankfurt (3): Ich wandle auf dem Bahnsteig bis zur Abfahrt meines Zuges unter Orientalen umher. Für die akustische Untermalung der Szenerie sorgt eine dieselgetriebene Gleisschleifmaschine, deren Besatzung zu recht Gehörschutz trägt.
4. August 2025
Es saß auf seines Daches Zinnen: Kirill Budanow, oberster Militärgeheimdienstler der Ukraine und mittlerweile zum Generalleutnant avanciert gab soeben ein (durch RT verlinktes) Interview, das mit seinem Präsidenten kaum abgestimmt sein kann, denn er räumte nicht nur das Irrevisible der russischen Eroberungen ziemlich unverblümt ein, sondern sprach auch über die ständige Verschlechterung der Lage infolge der russischen Sommeroffensive. Bin gespannt, wie lange er noch im Amt bzw. am Leben ist. Es ist aber genauso gut denkbar, dass Selenskij nicht mehr die Macht besitzt, ihn aus dem Weg zu räumen. Da ist Platz für beliebige Spekulationen.
Ostfront (2): Die überall am Frontbogen stattfindenden Kämpfe zeigen derzeit zwei Schwerpunkte: die Einkesselung von Pokrowsk und Vorstöße Richtung Saporoshje. Jedenfalls ist nicht erkennbar, dass die russische Führung sich durch die neuerlichen Trump-Ultimaten hat beeindrucken lassen.
3. August 2025
In den Staaten spitzt sich der Streit zwischen dem Präsidenten und der FED zu. Diese hat gegen den ausdrücklichen Wunsch von Trump den Zinssatz nicht gesenkt, um nicht das weitere Schuldenmachen anzuheizen, während er auf Teufel kommt raus einen Boom der Binnenwirtschaft auslösen will, der sich augenscheinlich nicht durch die Zollpolitik übers Knie brechen lässt. Nun ist eine der Gouverneurinnen der FED überraschend zurückgetreten, so dass Trump durch sein Vorschlagsrecht erneut einen Anlauf nehmen wird.
US (2): Derweil versuchen die Falken in DC, das Land in einen Krieg mit Russland zu verwickeln. Sie wähnen sich nach wie vor fernab vom Schuss. Dieses Konzept, jenseits des Kontinents Kriege zu führen, hat zu oft funktioniert, als dass es in Vergessenheit geraten sein könnte. Trump manövriert durch seine aus der Luft gegriffenen und immer kürzeren Ultimaten an die russische Adresse in gefährliche Nähe eines Kriegsbeginns. Wie er aus diesem selbstgeschaffenen Dilemma wieder raus will, ist mir nicht klar (und ihm vermutlich auch nicht).
2. August 2025
In den Niederlanden hat ein Wolf ein Kind gebissen und in den Wald gezerrt. Die Presse spricht von einem Problemwolf. So funktioniert Framing. Nicht der Wolf als solcher ist das Problem, sondern nur dieser hier.
Problemwolf (2): Der Mann aus Washington lässt seine Atom-U-Boote in bedrohliche Positionen einrücken, um Putin zum Waffenstillstand zu zwingen. Der trifft sich derweil mit seinem Kumpel aus Minsk am Ladoga-See nordöstlich von Sankt Petersburg, um in klösterlicher Stille zu meditieren.
Problemwolf (3): An dieser Stelle wollte ich was über den deutschen Außenminister schreiben. Ich lasse das.
1. August 2025
Die Meldung über den gestrigen Freispruch von Michael Ballweg ist unzutreffend. Der Kopf der Querdenker wurde vielmehr wg. der Hinterziehung von ca. 15 € Umsatzsteuern zu 4.000 € Geldstrafe verurteilt. Ich sehe diese Richter deutlich vor mir, wie sie hin und her beraten haben, was sie ihm anhängen können, damit kein klarer Freispruch herauskommt. Das ist der Rechtsstaat in seiner ganzen Schönheit.
Rechtsstaat (2): Im Laufe des Verfahrens kam heraus, dass nicht Ballweg dem Staat Steuern schuldet, sondern umgekehrt, dieser dem Beschuldigten die Rückzahlung von 200.000 € zu Unrecht vorenthalten hatte. Dass dies eine Straftat ist, erwähne ich nur am Rande. Ebenso, dass die Täter keinerlei Verfolgung fürchten müssen. Im Zweifel lässt man die Sache liegen, bis sie verjährt ist.
31. Juli 2025
Bleibt von gestern nachzutragen. Der fürs CO 2 in den Staaten zuständige Mann heißt Lee Zeldin. Er teilt mit, dass die Entmystifizierung des Moleküls dem US-Haushalt Einsparungen von 50 Milliarden beschere. Stellt sich die Frage: Bezogen auf welchen Zeitraum?
Nachrichten aus einer anderen Welt: Heute morgen nolens volens die FAZ überflogen. Das lese ich: Musks Imperium wankt. Deutsche steigen jetzt vermehrt auf E-Autos um. Prominente fordern Stopp der Waffenlieferungen für Israel. Und dann auch noch das: So schlecht wie mit 40 ging es mir noch nie. Das schreibt Stefanie de Velasco, von der ich zuvor noch nie las. Nach dem Blick aufs Titelfoto sagte ich (rein virtuell): Demoiselle, ich kann Sie verstehen.
30. Juli 2025
Die US-Regierung entgiftet das CO 2-Molekül. Es darf jetzt wieder völlig unbekämpft den Himmel über den USA bewohnen. Der Luft ist das egal, den Leuten, die jetzt um Lohn und Brot kommen, weil sie den ganzen Tag gegen das CO 2 gekämpft haben, wohl eher nicht. Auch nicht all den Firmen und den Bürgern, die dafür teure Dollars hinblättern mussten.
Kohlendioxyd (2): Man darf gespannt sein, was die deutschen Klima-Narren jetzt unternehmen werden, um dennoch die Welt zu retten. Vielleicht ein Einreiseverbot für amerikanisches CO 2.
28. Juli 2025
Als der Nudelhersteller Schminke gute Kriegsgewinne gemacht hatte, ließ er vor rund hundert Jahren durch den später berühmt werdenden Architekten Hans Scharoun in Löbau neben seinen Werken eine Villa errichten. Diese kann man heutzutage besichtigen. Ich tat’s. Was sonst noch war in Löbau, verbargen die heftigen Regengüsse, die nun mal zum heißesten Juli gehören, seit Noah seiner Frau befahl, den Kopf aus der Arche zu stecken um nachzusehen, ob’s immer noch regnete. Sie, Isobel, tat, wie ihr geheißen und verkündete der hoffnungsvollen Familie, dass man auf Grund gelaufen sei. Es war der Berg Ararat, wie man später herausfand. Dieses Gefühl wollte sich auch bei mir nicht nur wg. der vorherrschenden Nässe einstellen, denn das Vorbild der Villa stammte offensichtlich aus dem Schiffbau, der wie jedermann weiß, in der Lausitz seit August dem Starken heimisch ist.
26. Juli 2025
Das nenn ich mal eine Überraschung. Der mir bislang unbekannt T. schrieb, er werde mir die gestern erwähnte Ustinov-Biographie als Beitrag für mein Sudelbuch zusenden. Noch mal in der Fortschreibung meines Geheimdienst-Lexikons gestöbert, dort ist der Mann mit dem britischen Decknamen U 35 mehrfach erwähnt. Ich hielt den Decknamen stets für eine ironische Anspielung auf das erfolgreichste deutsche U-Boot im Ersten Weltkrieg.
Zweierlei Maß: Wenn irgend einer unsrer Gesalbten im BaWü Landtag ein Hakenkreuz auf einen Stimmzettel kritzelt, ruft alles: Skandal. Wenn im selben Bundesland wg. Klima-Wahns zur selben Zeit Zehntausende von Arbeitsstellen in der Autoindustrie gestrichen werden, juckt das keine Sau.
25. Juli 2025
Das Britische Nationalarchiv (TNA) bot mir gestern eine ganze Reihe Bücher zu erstaunlich niedrigen Ausverkaufspreisen an. Eine Bestellung scheiterte, weil unter den ca. 50 möglichen Auslieferländern Germany nicht vorhanden war und sich auch nicht einfügen ließ. Da ich nun mal keinen Wohnsitz auf den Kaiman Inseln habe (sicher ein Fehler), gab ich auf. So muss ich denn auf die Lektüre der Biographie über den britischen Bettspion Klop Ustinov verzichten.
Auch nicht auf der Liste: Kiew, wo seit Tagen gegen die Regierung des demokratischen Selenskyj Volk auf der Straße ist. Einfach so. Es erinnert fatal an den sog. Majdan im Frühjahr 2014, als man auf US-Geheiß den gewählten Präsidenten abräumte. Es gibt allerdings einen Unterschied zu heute: Der kleine Mann ist schon lange nicht mehr gewählt. Die Wahlperiode endete vor 14 Monaten.
Auch nicht auf der Liste (2): Teheran, wo man gestern nach über einem Monat die Zerstörung seiner Atomanlagen durch die Friedenskräfte aus Washington DC. einräumte. Nicht, dass einer auf die Idee komme, das sei ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg gewesen, denn das Bombardement diente einzig der Wiederherstellung der regelbasierten Neuen Weltordnung (NWO).
24. Juli 2025
Sapere aude: Wenn das Diktum von Kant, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, in Augenblicken des Zweifels ins Bewusstsein vordringt, wird einem meistens etwas mulmig zumute. Das wiederum wirkt wie ein Dämpfer auf den Verstand. Ich frage mich, wenn das Phänomen in mein Denken vordringt, was wohl der Auslöser dessen sei. Der Selbsterhaltungstrieb?
Auch merkwürdig: Sobald die Leute bemerken, dass der Boden irgendwo mit Wasser bedeckt ist, und sei es eine sommerliche Pfütze, fangen sie an sich auszuziehen.
Wie gewohnt merkwürdig (aus den Überschriften der Zellerzeitung von heute Nacht übernommen): a) Merkel spricht sich gegen CDU-Verbot aus, b) Verbrennerverbot für Firmenwagen gilt nur für die Firmen, die dann noch da sind.
23. Juli 2025
Das ging schnell. Kaum haben wir gestern gehört, dass namenlose Hacker bei Microsoft ein Desaster angerichtet haben, legt die Firma heute Nacht nach: Es waren zwei Chinesen. Soso.
Drei Chinesen mit dem Kontrabass (2): Gleichzeitig teilt Google mit, dass man in den beiden letzten Quartalen Tausende von Youtube-Kanäle gelöscht habe. Begründing: Sie betrieben Propaganda zugunsten des chinesischen Führers Xi. Diese Löschungen beruhten auf einer engen Zusammenarbeit von Google, Microsoft und dem US-Verteidigungsministerium (DoD). Diese bestehe seit 2019. Ich gebe zu, dass ich gestaunt habe.
Drei Chinesen mit dem Kontrabass (3): Blättere in alten Aufzeichnungen und sehe, dass die China-Zentrierung offenbar begann, als in der US-Propaganda der böse Russe noch für alles Ungemach im Tech-Bereich die Verantwortung trug. Wenn es jedoch kein Entweder-oder geben sollte, schmeckt das nach Tripolarität. Sie entwickelte sich in den 2010er Jahren allmählich und ist heute unübersehbar.
Drei Chinesen mit dem Kontrabass (4): Wenn gestern mit dem üblichen Theater-Donner die Japaner im Oval Office empfangen wurden, zeigt es, dass der Don den pazifischen Vorposten nicht preisgeben will. Wie die Japaner ihre Rolle in Wirklichkeit sehen, das weiß ich nicht. Ebenso rätselhaft scheint mir das Agieren der Staaten im südöstlichen Asien.
22. Juli 2025
Unbekannte haben das Microsoft-System SharePoint gehackt. Das wird von 200 Tausend Firmen genutzt, um Dinge wie das Intranet und die Steuerung ihrer Webseiten zu betreiben. Das trifft mich nicht, sagt sich leichter, als sich diese Aussage kontrollieren lässt. Es seien, vermutet die Hersteller- und Betreiber-Firma lediglich Millionen von Nutzerdaten. Tröstlich immerhin: Die Geschädigten sollen sich mal auf der Microsoft-Webseite wg. Sicherheitsupdates kundig machen und bald danach handeln. Sagt die US-EDV-Sicherheitsbehörde CISA, von der ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal höre (CISA’s 24/7 Operations Center at Report@cisa.gov or (888) 282-0870).
21. Juli 2025
Der Krieg an der Ostfront zeigt sein unfassbar grausames Gesicht, wenn man die Propaganda-Videos beider Seiten nebeneinanderhält. Drohnenjagd auf einzelne Soldaten. Immer wieder derselbe Vorgang: Zielerfassung und Vernichtung in dem Moment, wo die Zielkamera der angreifenden Drohne keine Bilder mehr übermitteln kann.
Ostfront (2): Links und rechts vom Industriezentrum Pokrowks sind die russischen Angreifer so weit vorgedrungen, dass die Verteidiger in Kürze keine Chance mehr haben werden. Auch insofern: Immer wieder derselbe Vorgang. Nach meinen Aufzeichnungen hat der russische Vorstoß an dieser Stelle schon einmal stattgefunden. Es muss also wirksame Gegenangriffe gegeben haben. Die von mir benutzte Google-Karte übersetzt, soweit sie kann, russische Ortsnamen ins Amerikanische. Das ist nicht ohne Witz, erschwert aber die Orientierung.
Ostfront (3): Putin sagt angeblich ja zu direkten Friedensgesprächen, aber dann kommt das Aber, und das kennen wir schon, ebenso wie das Nein der anderen Seite auf seine Bedingungen. Es ist ein blutiges Schachspiel, nur eben mit schrecklichen Konsequenzen für die daran Beteiligten. Ich kann kein Ende erkennen. Hier wird wechselweiser Hass für die kommenden Generationen fest verankert.
20. Juli 2025
Der Russe war’s: So lautete die probate Erklärung, als Trump unerwartet die 2016er Wahl gewann. Das war ein Fake, und er war in der Obama-Regierung kreiert worden, obschon FBI und NSA hiervon nichts wussten. Seit gestern können wir das in den Akten des Directors of National Intelligence nachlesen, die seither unter Verschluss gehalten worden waren. Wer’s früher wissen wollte, warf einen Blick in Spy Gate, das ich 2020 veröffentlichte (Achtung, Eigenlob).
Der Russe (2) wird’s wohl schon wieder gewesen sein, als Trump erneut (2024) gewann. Doch auch hier ist es so, dass weniger Moskaus Agenten als die gestern veröffentlichten Zahlen der 2024er Spenden von Big Pharma zu denken geben sollten. Nach dem Wunsch der edlen, nur um das Wohl der Menschheit besorgten Geldgeber sollte Kamela Harris (erinnert sich noch wer an die?) das Rennen machen. Sagen wenigstens die Zahlen.
19. Juli 2025
Dass dem Putin sein Angriffskrieg in den letzten drei Jahren für allerlei Ungemach bei uns herhalten musste, daran habe ich mich gewöhnt. Aber dass er jetzt auch das Richter-Nichtwahl-Desaster verantwortet, das eine perverse Juristin betroffen hat, dazu bedurfte ich erst des Hinweises der Grünen. Die einschlägigen Erkenntnisse des Herrn von Notz erinnern mich stark an einen Witz aus meinen Kindertagen: Als klein Fritzchen in der Klosterschule gefragt wird, was das ist, was da an der Wand hängt, Ticktack macht und ab und zu Kuckuck ruft, sagt er: Wie ick den Laden hier so kenne wird det wohl wieda det liebe Herr Jesulein sein.
Bekloppt (2): Junge Männer laufen auch bei großer Hitze mit Woll-Strickmützen rum, die stark an die Kaffeewärmer meiner Oma erinnern. Eine junge Frau, die ich frage, wie sie das findet, weiß nicht, wovon ich rede. Aha.
17. Juli 2025
Das Morden und Totschlagen im Nahen Osten geht in die nächste Phase. Die in Syrien an der Macht befindlichen sog. gemäßigten Rebellen greifen die Drusen im Lande an, die nun in Richtung Israel fliehen, wo sie niemand haben will. Die israelische Luftwaffe greift stattdessen heute Nacht Damaskus an, wobei angeblich das dortige militärische Hauptquartier zerstört wurde.
Nahost (2): Den Israelis gehen die Soldaten aus, weswegen die Ultras jetzt zum Militärdienst gezwungen werden sollen, was diese natürlich nicht lustig finden, sondern aus der Kriegsregierung austreten. Immerhin scheint die Zahl der Soldaten noch auszureichen, um einen neuerlichen Vorstoß in den Gaza-Streifen zu unternehmen – ein Völkermord, dem die Welt gelassen zusieht.
16. Juli 2025
Weist mich einer darauf hin, dass ich nicht den Besuch von Nato-Rutte beim Don in DC erwähnt habe. Stimmt. D.h, genau genommen nun nicht. Ich hielt’s vorgestern nicht für wichtig. Auch nicht, dass er von einem 50-Tage-Ultimatum an Putin redete. Putin offenbar auch nicht, denn er ließ Sprecher Peskow sagen, man werde die Ansagen aus dem Weißen Haus prüfen.
Auch weggelassen (2): Beinkleider, die unten recht deutlich auf die Schuhe stoßen, nennt kein Mensch Niedrigwasser-Hosen. Ich kam auf den Gedanken, als ich mit einem Elektro-Bötchen auf Leipzigs niemals fertig gewordenen Wasserstraßen – von Scherzbolden des realen Lebens als Klein Venedig bezeichnet – an dem Herrenausstatter Mey & Edlich vorbeifuhr. Die beiden Damen mir gegenüber, die Händchen hielten, fanden die Sache nicht beachtenswert. Ich konnte das Desinteresse nicht weiter aufklären, weil sie von einem Koreaner neben mir auf Englisch in Leipziger Zunge dauerbequatscht wurden.
13. Juli 2025
Die gerade auf Eis gelegte Fast-Verfassungsrichterin als komische Figur zu bezeichnen, wäre dem Ernst der Angelegenheit kaum angemessen, doch komisch bleibt, was Plagiats-Jäger Weber in einem Interview vor zwei, drei Tagen zur Textidenttät von Habil-Schrift (er) und Diss. (sie) als die vier in Frage kommenden Möglichkeiten erörterte: Sie hat abgeschrieben (Plagiat), er hat abgeschrieben (Plagiat durch ihn), sie haben zusammen geschrieben (unzulässige, nicht deklarierte Mehrpersonenarbeiten) und schließlich: er hat ihre Diss. verfasst.
Komische Figur (2): Die Herren Trump, Hegseth und Rubio machen gerade in separaten Auftritten den Gockel. Waffen für Kiew und weltweiten Öl-Boykott gegen Russland durch Riesenzölle für Abweichler. Haben die drei Musketiere noch nicht mitgekriegt, dass die USA in zahlreichen Ländern beim zwischenstaatlichen Handel kaum noch gebraucht werden? Nun, wenn sie am Montag, so wie angekündigt, auf die Pauke hauen, werden sie den seit Bidens Ukraine-Krieg eingesetzten Prozess der Selbstbeschädigung beschleunigen. Da bin ich mir ausnahmsweise sicher.
12. Juli 2025
Eine Frau, die das Töten von Kindern im Mutterleib bis zum Augenblick der Geburt für rechtes hält, ist pervers. Noch perverser sind Polit-Funktionäre, die diese Frau für das höchste Richteramt vorschlagen. Doch am allerperversesten sind Politiker, die diesen Vorschlag mir nichts dir nichts durch den Bundestag winken wollen.
Pervers (2): Zur letztgenannten Kategorie zähle ich deswegen Fritz den Kanzler und die Maske Spahn. Sie sind die obersten Repräsentanten der Christunion. Dass sie gestern durch 60 ihrer Abgeordneten ausgebremst wurden, die den Mut hatten, ein Nein anzukündigen, hat mich gefreut, wie schon lange etwas nicht mehr.
Pervers (3): Das Duo hat auf seinen Posten nichts verloren. Die beiden müssen dort weg. So schnell wie möglich. Man möchte am liebsten die gestrige Kampf-Ansage für einen guten Anfang halten. Doch das wäre wohl zu schön, um wahr zu sein. Immerhin: da hat einer den ersten Stein geworfen.
11. Juli 2025
Die Untersuchung von Drohnenresten nach dem russischen Luftangriff gegen Odessa in der vergangenen Woche habe nach gestrigen Angaben der ukrainischen Sicherheitsbehörden ergeben, dass die Trümmer Teile mit Made in China enthalten hätten. Präsident Selenskyj verhängte daraufhin nicht näher spezifizierte Sanktionen gegen China. – Ich staune.
Staunen (2): Die amerikanische Presse berichtet mit großem Aufwand, dass China nicht reagiert habe, obschon ihr Konsulat in Odessa – nach meinen Aufzeichnungen zum zweiten Mal – getroffen wurde. Die flotte Mette will ebenfalls zu EU-Sanktionen gegen China greifen, und vom Don wird gemeldet, er verliere die Geduld mit Putin. Nur aus Russland selbst hört man nix, nur dass die Rekrutierung junger Männer nach wie vor planmäßig laufe.
Staunen (3): Ein chinesischer Offizieller aus der dritten Reihe ließ sich zitieren, sein Land könne nicht dulden, dass Russland den Krieg verliere. Das ist eine Ansage, die in dieser Klarheit bislang nicht zu vernehmen war. Sie wurde durch den chinesischen Außenminister bestätigt.
10. Juli 2025
In Kiew und nicht nur dort macht ein Ukas die Runde, wonach die ukrainische Regierung sich auf eine Verlegung in den Westen des Landes vorbereitet. Offizielle Stellen dementieren sogleich und sprechen von einer Fälschung. Ob echt oder nicht, auf jeden Fall wurde ein empfindlicher Nerv im dahinschwindenden Kriegswillen getroffen. Früher hätte ich sofort auf das segensreiche Tun des KGB-Direktorats D (= desinformazija) getippt.
Lügen (2): Alle Beteiligten am jüngsten Nahost-Krieg siegen, jedenfalls verbal. Aus dem Dunst, den sie erzeugen, schälen sich erste Konturen einer US-Langzeit-Strategie heraus, den Nahen Osten wieder unter Kontrolle zu bringen. Dann wäre Israel nichts weiter als ein US-Flugzeugträger, dessen Versenkung im letzten Moment zu verhindern war. Wieder einmal zeigt sich, dass das kriegerische Ordnen der Welt durch Gewaltaktionen nicht so läuft, wie es sich die Planer in den Denkschulen der Neocons vorgestellt haben. Statt wie erhofft den Regime-Wechsel auszulösen, haben sie vermutlich eine Solidarisierung der Betroffenen erzeugt.
Lügen (3): Selbst größte Trump-Fans müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Dealer im Weißen Haus im Zweifel zur Waffe greift. Jetzt hat er den Waffenstopp für die Ukraine schon zum zweiten Mal widerrufen. Der Grund: der russische Vormarsch nimmt nicht nur besorgniserregende Formen an, sondern es gehen die Leute aus, die sie bedienen sollen und vor allem auch wollen. Stimmt diese Annahme, dann sind diese Lieferungen abgesehen vom psychologischen Effekt für die Katz.
9. Juli 2025
Zurück zur Normalität heißt das jüngste Buch von Norbert Bolz, was soeben bei Tichy beworben wird. Besser lässt sich die Ideenlosigkeit der Wohlmeinenden, die sich selbst konservativ nennen, nicht zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, ich tue dem Autor unrecht.
Auch kurios: Gestern hat Elon das Wunderkind in den Staaten eine neue Partei gegründet, die Amerika Partei. Sie soll das festgefahrene Zweiparteien-System überwinden. Jetzt sind sich alle einig: So geht’s nicht, Mr. Musk.
8. Juli 2025
Auf Abwegen: „Politikwechsel bedeutet für Carsten Linnemann, dass die Menschen wieder lernen, den Politikerinnen und Politikern zu vertrauen.“ Das verlautbarte die CDU gestern über ihren General, also er über sich selbst. Nur kurz, damit es nicht missverstanden wird: Es sind nicht die Politiker, die etwas lernen müssen, sondern es ist das Volk. Man ist zunächst sprachlos, dann sagt der Verstand: Hybris.
CDU (2): Wenn heute zwei dezidierte Verfassungsfeindinnen – so jedenfalls meine Rechts-Überzeugung – zu Verfassungsrichtern gewählt werden, liegt das nicht an der SPD, von der sie nominiert wurden, sondern an der CDU, die sie mitwählt. Der Grund: Das AfD-Verbot rückt somit in greifbare Nähe.
7. Juli 2025
Nach Mühlhausen ist für den Bauernkriegsbewegten Bad Frankenhausen ein Muss. Nur vage erinnere ich mich eines ersten Besuchs im Panorama-Museum hoch über der Stadt, im Volksmund das Elefantenklo geheißen. Im ganzen Hause herrscht ein striktes Fotografier-Verbot, das einzuhalten mich die äußeren Umstände nahezu durchgängig nötigen, denn zwischen eins und zwei am Sonntagmittag bin ich so ziemlich der einzige streng beäugte Pilger dort, während die Busreisegruppen noch schwitzend beim Thüringer Kloß verharren.
Frankenhausen (2): Im Zwischendeck ist eine Sonderausstellung zum Bauernkrieg. Eine Vielzahl von Tafeln zu Zeitgenossen, Ereignissen und Urkunden ist minimalistisch beschriftet. Es besteht ein erheiternder Gegensatz zur gestrigen Präsentation in Mühlhausen, wo karge Objekte mit Suaden wetteiferten. Offenbar ein anderer Kurator. Ich beachte leichten Herzens das Fotografier-Verbot, weil ich mir sage, dann kaufst du halt den Katalog. Gibt aber keinen.
Frankenhausen (3): Oben in der runden Ausstellungshalle lasse ich mit Muße das Kolossal-Gemälde von Tübke auf mich wirken. In der Mitte auf einem tischgroßen Platz sitzend umrunde ich rutschend dreimal die Bilderflut. Es ist dunkel und totenstill im Raum. Die wenigen mit mir Anwesenden flüstern ab und zu – bestenfalls. Das ist für die Konzentration angenehm, wiewohl ich mir vorstelle, dass ein Riesenradau für das Schlachtengemälde eher angemessen wäre.
Frankenhausen (4): Am Hang unterhalb des Museumsbaus befindet sich das vormalige Schlachtfeld vom Mai 1523. Trockenrasen und krüpplige Nadelbäume. Hier also wurden der Überlieferung nach die Aufständischen zu Tausenden abgeschlachtet. Archäologen legen angesichts der Zahlen die Stirn in Sorgenfalten. Immerhin: Eine Feldschlacht im herkömmlichen Sinne kann es nicht gewesen sein, denn die vereinigten Fürsten verloren angeblich ganze sechs Mann. Als ich das Gelände auf mich wirken lasse, ziehen, wie von einer geschickten Regie gesteuert, dunkle Wolken auf, und es fängt an zu regnen.
Frankenhausen (5): Bei einem kurzen Abstecher ins Regional-Museum, wo ich der einzige Fremde bin, versuchen die amtlichen Kräfte mich von der Qualität des dargebotenen, auf Flaschen gezogenen Schnapses zu überzeugen. Frage zur Sicherheit, ob sie den heute schon getrunken haben. Wir verabschieden uns gutgelaunt voneinander. Die Fahrt aus der Stadt heraus nach Süden bietet einen überraschend schönen Blick ins weite, tiefer gelegene Tal der Unstrut.
6. Juli 2025
Wenn eine Frau zum Ausdruck bringt, sie werde ein misslungenes Kompliment bis in alle Ewigkeit übel nehmen, so begeht sie einen Fehler. Spätestens nach ihrem Ableben müsste ihr das siedend heiß auffallen, denn ihr Tod macht nicht nur ihrem Leben, sondern auch all ihrem Übelnehmen ein Ende. Nur: dann ist die Sache zu spät. Und irreparabel. Da lob ich mir die Zeitgenossin im thüringischen Mühlhausen, die auf der steilen, engen Treppe in der dortigen Marienkirche etwas schwer an mir vorbei zu komplementieren war, wobei sie schnippisch anmerkte, ob ich die Rente schon durch hätte. Gewiss man hätte mein höfliches, etwas komplexes Beiseitetreten auch kommentarlos hinnehmen können oder erfreut wie ihre Geschlechtsgenossin, der ich Minuten später die schwer gängige Rathaustür offenhielt, obwohl ich sie laut Hinweis der Obrigkeit hinter mir hätte schließen sollen.
Mühlhausen (2): Gewiss, es ist meiner eigenen Schlampigkeit geschuldet, dass ich ohne Stadtplan ankomme. Die chaotisch angelegte, winklige, nahezu ausgestorbene Altstadt beschert mir einen ausgiebigen Rundgang durch seltsam anmutende Ecken, als ich die Ausstellungskirchen suche. Später ist es das Auto, das ich nur mit Mühe wiederfinden kann.
Mühlhausen (3): Die dortige Landesausstellung zum Bauernkrieg ist auf drei Gebäude verteilt, drei Kirchen, davon ist die Marienkirche, auch ohne die Ausstellung (zum Bauernkrieg) sehenswert. Sie wird durch die ebenfalls dortige sehenswerte Ausstellung ihrer Baugeschichte wunderbar ergänzt.
Mühlhausen (4): Bei den amtlichen Bauernkriegern bemerke ich überall den museumspädagogischen Zeigefinger. Text bis zum Abwinken, künstliche Wandelgänge, wenig Exponate, schlechte Beleuchtung. Aufmerksam betrachte ich zwei aufgeschlagene Seiten eines Kriegstagebuchs. Dieser angebliche Landsknecht konnte schreiben? Zeichnen jedenfalls konnte er. Man sieht, worauf es ihm ankam. Mein akrobatischer Versuch, das Exponat zu fotografieren wird von zwei Aufsichtsinhabern misstrauisch beäugt. Während meines Tun gebe ich mich der Hoffnung hin, das Wesentliche aus dem hochauflösenden Bild herauschneiden zu können. Das trifft am Abend zu. Aber auch die Gesamtaufnahme ist ein guter Jux, weil sie dokumentiert, wie ich mich als Akrobat aufgeführt habe.
5. Juli 2025
Als enttäuschend bezeichnete Trump sein gestriges über einstündiges Telefonat mit Putin. Die Zeitdauer sagt nichts über den Inhalt, zumal man in Rechnung stellen muss, dass Trump sich gerne reden hört, und ich mir Putin so vorstelle, als lasse er ihn. Ich nehme an, dass er sehr wohl zu schätzen weiß, dass Trump hernach nicht ausfallend wurde. Sein Fazit wird sein, der Konflikt ist für Trump – wie man so sagt – durch.
Ostfront (2): Beiden Seiten wird klar gewesen sein, dass Russland vor Tagen im Donbass die letzten namhaften Lithium-Abbaustätten besetzt und den Oblast Lugansk nunmehr vollständig unter seine Kontrolle gebracht hat. Das eine ist eine Schlappe für das ukrainisch-amerikanische Mineralien-Abkommen, das kürzlich von Trump erzwungen wurde, ohne hierfür die von Selenskyj eingeforderten Sicherheitsgarantien abzugeben, das andere ein wichtiger innerrussischer Propaganda-Erfolg.
Ostfront (3): Zugleich fand ein massiver russischer Luftangriff auf Kiew und andere Großstädte statt, der nach ukrainischen Angaben weitgehen abgewehrt werden konnte. Die stets gegenwärtigen Experten rechnen nach, wie lange die Abwehrmunition noch reichen wird, nachdem die USA jetzt offenbar ernst damit machen, nach den auslaufenden Lieferungen der Biden-Regierung den militärischen Nachschub zu beenden.
Ostfront (4): Fritz der Kanzler will den erwarteten Mangel kompensieren, indem er mit deutschem Steuergeld, Patriot-Batterien in den USA ankauft und nach Osten durchschiebt. Das wäre dann wohl das, was Trump einen Deal nennt.
Ostfront (5), jedoch nicht ganz so weit entfernt: Die Sommerloch-Presse macht ein Fass auf, dass sich die Erfurter Fraktionsvorsitzer der AfD und des BWS zu einem Gespräch getroffen haben, das selbstredend konstruktiv war. Jetzt kommt jeder zu Wort, ich auch. Zwar könnten beide rein zahlenmäßig innerhalb von Stunden die Herrschaft des CDU-Doktors beenden, doch ist die Rechnung ohne die Obfrau an der Spitze der BSWler im hiesigen Ländchen gemacht.
4. Juli 2025
Zu meinem Erstaunen stelle ich fest, dass ich nach dem Rasieren um 300 Gramm zugenommen habe. Nicht, dass es meine Gewohnheit wäre, diese ans Wissenschaftliche grenzenden Wiegevorgänge vorzunehmen. Nein, es geschah vielmehr aus Zerstreuung. Immerhin dient mir der Vorfall zum Nachdenken. Ich weiß zwar, dass das so nicht sein kann, meine aber, ich sollte der Sache nicht weiter nachgehen und schiebe das Wunder aufs Klima.
Führe gestern Abend ein kurze Korrespondenz mit Egon W. Kreutzer zur Frage, ob und wann man jemanden ein A…sch…ch nennen sollte. Die Anregung kam von ihm, einem bekennenden Nutzer des A-Wortes, wie ich seinem einschlägigen Aufsatz entnahm. Ich vertrat hingegen die Meinung, das A-Wort setze vor seiner (sicher oft berechtigten) Nutzung eine gewisse menschliche Nähe voraus. Mein Prüfmaßstab, so geht es mir gerade durch den Kopf, ist: „Du A…sch…ch“ ist möglich, während „Sie A…sch…ch“ mir nie über die Lippen käme. Immerhin gestehe ich ihm zu, dass das Sch-Wort ein A-Wort voraussetzt.
A-Worte (2) im Plural wären, wenn meine obige Regel nicht Geltung beanspruchen würde, jene Zeitgenossen, die soeben die neuesten Regulierungen der WHO auf den Weg gebracht haben, nach denen Deutschland auf souveräne Entscheidungen in Sachen Pandemien, Klima-Wahn und Krieg verzichten will, indem es sich zukünftig und zwar ab Mitte Juli den Weisungen der Genfer Pharma- und Polit-Gangster, die ich dort sicher völlig zu unrecht ausgemacht zu haben glaube, unterwirft. Ich wüsste gern mal personengenau, wer in D dafür die Verantwortung trägt.
A-Worte (3): Ich merke zu meinem Missvergnügen, dass ich gar nicht mehr die Frage nach den einschlägigen Geldflüssen stelle. Früher hätte ich das mit Nachdruck getan, auch wenn ich dabei oft gescheitert bin.
2. Juli 2025
Die flotte Mette hat den Vorsitz im Rat der EU übernommen. Wir wollen ihr – auch wenn sie nichts gegen den Moloch des Apparats bewirken wird – immerhin hoch anrechnen, dass sie die eine oder andere Wahrheit ausspricht. Das kann sie locker tun, da DK kein Almosenempfänger Brüsseler Gaben ist, sondern deren Mitfinanzier. Manchmal wünschte man sich, in D würde sich der eine oder andere auch hierauf besinnen. Doch da kann man lange warten, da sich D in der lang andauernden Knechtschaft passabel eingerichtet hat.
Deutscher Wahn (2): Derweil erklärt der hiesige Außenminister bei seinem gestrigen Besuch in Kiew, der Eintritt des Landes in die Nato sei sicher. Hatte der Donald nicht vor einigen Tagen denselben ausgeschlossen? Ich folgere, dass das woke Team rund um Fritz den Kanzler, die Entwicklung in den USA für eine alsbald wieder verschwindende hält, so dass man sich berechtigt sieht, über den Atlantik hinweg zu pöbeln. Wenn das nur kein Irrtum ist.
Deutscher Wahn (3): Rund um uns herum fühlt man sich beim deutschen Protzgehabe in Kiew an den deutschen Führer erinnert, der vor acht Jahrzehnten die Eroberung der Kornkammer Europas zu seiner Sache gemacht hatte. Die jetzigen deutschen Panzer müssen nicht mal losgeschickt, sondern nur geliefert werden.
1. Juli 2025
Die Einteilung des Lebens in Zahlen ist üblich, aber nur selten sinnvoll. Meist dient sie Bürokraten zu Reglementierungen. Nichtsdestotrotz machen die Leute Mords was her, wenn sie irgend ein Datum zu feiern haben, dem sie das Beiwort „rund“ hinzufügen. Ich denke, das tun sie nur, damit sie was zum Schwätzen haben. Gibt es gerade keinen Runden, so schwätzen sie über das Wetter. Übrigens: soeben beginnt ein weiterer wunderbarer Sommertag in Folge. Mit dem Monatswechsel hat dies nichts zu tun.
30. Juni 2025
Fast übersehen: Die SPD zelebrierte in aller Stille am Wochenende ihre Bundesparteitag. Groß angekündigte Fehleranalyse? Keine Spur: Der Vorstand wurde minimal korrigiert, aber wen juckt das schon noch groß? Schade eigentlich, dass man diese Saskia wegschob. Da kommt der Öffentlichkeit ein Stück gelebter Realsatire abhanden. Und in der Sache? AfD- und Nord Stream-Verbot. Soviel Aufbruch war nie.
Auch ziemlich still (2): Die Israeli rechnen, kaum noch hinter vorgehaltener Hand, die massiven Schäden vor, die sie durch die iranischen Raketenangriffe, die angeblich nicht durchdrangen, erlitten haben.
Still (3): Einer der entsandten B 2-Superbomber schaffte es mit Ach und Krach nur bis Hawaii, bevor er abdrehen musste, anstatt seine Wunderbomben auf den Iran zu werfen.
Still (4): Der Iran ist aus der Internationalen Energie-Kommission, dessen Vorsitzenden man Spionage zugunsten der USA vorwirft, ausgestiegen.
Still (5) war ich eigentlich nie, vor drei Tagen auch nicht bei apolut: https://apolut.net/im-gespraech-helmut-roewer-2/.
29. Juni 2025
9 Millionen Kriegs-Tote sind angeblich die Bilanz des 30jährigen Schlachtfestes 1618-48 in der Mitte Europas. Das hat einem Drittel der einst dort Lebenden entsprochen. Woher ich das weiß? Historiker behaupten es. Erst gestern las ich die Zahl in Lützen in einem robusten Gemäuer, das sich Schloss nennt.
Tot (2): In der Schlacht daselbst fiel 1632 der schwedische König Gustav der Zweite Adolf, dem der Brustharnisch nicht half, als ihn die Kugel traf (oder was immer ihn getroffen haben mag). Gelernt hatte ich mal, dass dies eine Auseinandersetzung infolge der Reformation gewesen sei, heute denke ich, Großmachtpolitik wäre die bessere Erklärung. Es waren einige wenige, die diese betrieben. Macht, Ruhmsucht und Habgier waren die Motive, alles andere, wie der beherrschte Pöbel, war diesen Typen schnurzegal. Nach dem Ex des einen Haupt-Protagonisten ging das Schlachten noch ganze 16 Jahre weiter.
Tot (3): Die Schlacht von 1632 ist in einem sehenswerten Diorama mit tausenden von Zinnsoldaten dargestellt (und für Zinnsoldaten-Fans: es gibt im Schloss noch eine zweite solche Vitrine, mit der Schlacht von Großgörschen, ganz in der Nähe, dort wurden die Befreiungskriege 1813 eröffnet). Die Erklärungen zu beiden Großereignissen sind wohltuend nüchtern und distanziert.
Tot (4): Die neueste Covid 19-Variante heißt Nimbus, wie der Besen von Harry Potter, die übernächste dann vielleicht Feuerblitz. Deren einstige Fans sind jetzt in dem Alter, wo sie der Welt ihre Phantasien aufzwingen können.
28. Juni 2025
Nichts: Kann mir mal einer erklären, was soziokulturell eigentlich bedeutet? Na? Okay, niemand. Ist halt so ein Füllsel-Wort, wie gell oder gelle oder Gute-Nacht-Marie.
Nichts (2): Heimliche Sympathisanten sind Unterstützer, die gar nicht da sind – vor allem dann nicht, wenn man ihrer bedürftig ist.
Nichts (3): Das Wort Pelerine (sprich: Pellerine) geht mir durch den Kopf, weil mir die Medien unentwegt Bilder einer Frau aufdrängen, die dieser Tage in Venedig mit dem Pomp der Neureichen bei Amazon einheiratet. Wie eine Amazone jedenfalls sieht sie nach meiner Vorstellung nicht aus, sondern eher wie eine Meerjungfrau, der man die Schwanzflosse abgeschnitten hat, nur deutlich älter.
Nichts (4) hat die Lektion des Donald an die Adresse in Jerusalem vom Anfang der Woche bewirkt. Gestern jedenfalls bombardierten sie den Libanon.
Nichts (5) Neues von der Ostfront: Fritz der Kanzler versuchte gestern vergeblich, weitere EU-Sanktionen gegen Russland auf den Weg zu bringen, während das Vorrücken vor Ort unaufhaltsam weitergeht. Ich beschließe, mir die einzelnen Ortsnamen nicht mehr zu merken. Das Land östlich des Dnjepr ist einfach zu groß.
27. Juni 2025
Es ist ein untrügliches Zeichen, dass es nichts zu berichten gibt, wenn die Journaille beginnt, darüber zu berichten, was andere Medien so berichten. Man nimmt auf einem Lese-Karussell Platz. Mir würde es auch so gehen, hätte ich nicht das Ventil, mir Gedanken wie diesen hier zu machen. Die Mediziner sprechen dann mit dem ihnen eigenen Hochmut von Graphorrhoe als einer Sonderform der Logorrhoe (beide Begriffe sind dem Rechtsschreibprogramm unbekannt. Man kann das gut nachvollziehen).
Ereignisarm (2): Ich komme dazu, die in den letzten Tagen eingetroffenen Hefte der Sezession, von Tumult und der Foreign Affairs zu lesen. Bei Gott nicht alles, davor bewahrt mich ein durch jahrelange Routine ausgeprägter Filter. Das erste Sieb geht so: Wenn ich nach den ersten drei, vier Sätzen nicht weiß, worum es gehen soll, unterbleibt die weitere Lektüre. Nun ist es schwer zu sagen, ob mir hierdurch etwas Grundlegendes entgangen ist. Ein sicherer Hinweis wäre, wenn ein Ereignis stattfände, dass in dem von mir ignorierten Text seinen Ursprung hat. Doch wie es der Zufall so will, ist mir sowas bislang noch nie aufgefallen.
Ereignisarm (3): In der Foreign Affairs beschreiben prominente Amerikaner, was Russland tun muss, um aus dem Krieg wieder raus zu kommen. Was Amerika tun muss, beschreiben sie nicht.
Ereignisarm (4): In der Sezession wird über den Bauenkrieg 1624/25 geschrieben. Das lese ich mit Muße. Fast alles.
Ereignisarm (5) Um noch einmal auf den Ausgangsgedanken von oben zurückzukommen: Ich verhalte mich letztlich genauso, wie die Journaille, die ich eingangs kritisierte. Das ist nicht ohne Witz.
26. Juni 2025
Soviel Sieg war nie: Israel, Iran, Qatar, Trump (besonders der, wenn man Nato-Rutte glauben darf), sie alle haben gesiegt. Nur einer nicht, die Wahrheit.
Und tausend Stimmen rufen Sieg (2): Eine Stimme davon hab ich heut Morgen auf der US-Ausgabe der Epoch Times eingefangen. Sie mag symptomatisch sein:
Sieg (3) In New York City siegt bei den Dems für den Posten des Bürgermeisters der Linksaußenbewerber mit dem indischen Namen. Sein Wahlkampfthema. Das Leben in NYC ist unbezahlbar. Da muss er sich mal bei seinen an der Macht in Berlin befindlichen Kollegen (CDU-SPD) erkundigen. Die beschlossen dieser Tage Enteignungen als Heilmittel zum selben Thema.
Sieg (4): Umfragen in D wollen wissen, dass die unerwarteten Wahlerfolge der Linken zur letzten Bundestag den Muselmanen hierzulande zu verdanken seien. Die Grünen allerdings als die Hauptsponsoren der Turbo-Einbürgerungen wurden von niemandem aus diesem Milieu gewählt. Wie kommt es nur, dass ich bei allem Grundärger grinsen muss.
Sieg (5): Die in Polen regierenden Tusk-Sozialisten wollen den Wahlsieg des Rechten bei den Präsidentenwahlen annullieren lassen. Nach der in den beiden letzten Jahren durchgeführten Reinigung der Gerichte kein aussichtsloser Gedanke.
25. Juni 2025
Donald T. Superstar lässt sich gestern beim Nato-Gipfel in NL bei Königs feiern. Mit ins Bild gerutscht sind die EU-Ursel und der kleine Mann aus Kiew, und der Nato-Rutte versteigt sich zur Behauptung, dass der Angriff gegen den Iran nicht völkerrechtswidrig gewesen sei. Sondern was?
Superstar (2): Irgendwie sickert durch, dass er gegenüber dem Herrscher zu Jerusalem so massiv geworden sei, dass dessen Flugzeuge wieder umkehren mussten, als sie zum Gegenschlag zum Gegenschlag zum Gegenschlag zum Gegenschlag ausholen wollten. Die sog. Berichterstattung zu dem Ereignis, das man jetzt großspurig den 12-Tage-Krieg zu benennen beginnt, ist von beiden Seiten so verlogen, dass man sich mit Wertungen besser zurückhält.
In Leipzig hat sich gestern das Bundesverwaltungsgericht bequemt, das offensichtlich rechtswidrige Verbot der Zeitschrift Compact zu kassieren. Der Vorsitzende des Senats konnte sich nicht verkneifen, auf die angebliche verfassungswidrige Agitation des Martin Sellner hinzuweisen, die aber für ein Verbot nicht ausgereicht habe, weil sie für die Zeitung nicht prägend gewesen sei.
Verfassungswidrig (2): Ich habe einen Moment gestutzt: Wovon redet der Mann? Meint er Sellners Vorschläge zur Remigration? Ein Bürger, zumal ein ausländischer, muss bei seinen Äußerungen die Verfassung einhalten? Das ist Stoff des ersten und zweiten Semesters im Jurastudium. Nochmal und ohne Ironie: Die Forderung, Illegale außer Landes zu schaffen, um so das geltende Recht wieder ins Lot zu bringen, ist keine verfassungsfeindliche Agitation, sondern eine pure Selbstverständlichkeit, wenn man es mit dem Rechtsstaat ernst meint.
24. Juni 2025
Wem soll man noch glauben? Während gestern ein iranischer Raketenangriff auf den US-Stützpunkt im Golfstaat Qatar angeblich stattfand, der ebenso angeblich niemandem weh tat, ist sich US-Präsident Trump heute Nacht sicher, dass es innerhalb von 12 Stunden einen endgültigen Waffenstillstand zwischen dem Iran und Israel geben wird. Falls sich das als zutreffend erweisen wird, kann es nur bedeuten, dass die USA einen großen Bluff vorgeführt haben, um einen Propagandaausstieg aus dem Krieg zu generieren, da Israel keine weiteren Verluste mehr ertragen kann. Eine solche Gedankenkette klingt zu verrückt, um wahr zu sein.
Bluff (2): Falls Trump mit seiner Kriegsende-Ansage wieder einmal das Maul zu voll genommen haben sollte – was sich unabweisbar heute zeigen müsste –, ist sein Renommee als Dealmaker endgültig im Eimer.
23. Juni 2025
Dieses Bild stellte gestern Abend das Duo Verteidigungsminister Pete Hegseth und Stabschef Dan Cane vor, um den Luftangriff auf den Iran zu erläutern. Ob es der Wirklichkeit entspricht, muss man bestenfalls glauben, da es Bestätigendes aus anderen Quellen nicht gibt. Während die Herren noch vor der versammelten Presse im Pentagon dozieren, geht mir durch den Kopf, wie die westliche Welt wohl auf eine persische Drohnenattacke reagieren würde, mit deren Hilfe die beiden soeben ins Jenseits befördert wurden. Nicht, dass ich mir das wüsche, nein, ganz im Gegenteil, sondern nur um mir vorzustellen, wie es derzeit in den Köpfen der nichtwestlichen Welt angesichts der Tötung des iranischen Führungspersonals aussehen mag.
22. Juni 2025
Nun hat er es doch getan: Vermutlich zwischen 1 und 2 Uhr (MEZ) attackierten Tarnkappenbomber B 2 die unterirdischen iranischen Uran-Anlagen von Fordow mit bunkerbrechenden Bomben (GBU-57A/B). Die Aggression hatte sich angedeutet, nachdem vorgestern die B 2 aus Missouri in Richtung Nahost in Begleitung von Tankflugzeugen abgegangen waren und zudem Trump die US-Geheimdienst-Koordinatorin Tulsi Gabbart öffentlich mit dem Hinweis gedemütigt hatte, sie habe von der Atom-Rüstung des Iran keine Ahnung.
Attacke (2): In einer Ansprache an die Nation lobte sich Trump heute Nacht, dass die Anlagen von Fordow vollständig eliminiert seien (das Wort „ausradiert“ benutzte er nicht). Ob das stimmt, wird sich noch zeigen müssen.
Attacke (3): Die vier Musketiere im Bild. Einer redet wie üblich und drei sehen zu.
Attacke (4): Punktgenau brach der Führer Israels in Jubel aus und verstieg sich zur Behauptung, Trump habe eine geschichtliche Mission erfüllt. Bei solchem Gerede wundert es kaum, dass seine Presse-Sprechpuppen verlautbaren, als nächstes werde es Qatar und sodann als Endziel die Türkei treffen.
Attacke (5): Ich denke, es wird nützlich sein zu beobachten, wo die nächsten ballistischen Raketen aus dem Iran auftreffen. Dann wird sich schnell zeigen, dass es beim einmaligen Militärschlag von Trump nicht bleiben wird, weil die nächsten Klagelaute über den Atlantik schallen werden.
21. Juni 2025
Neuerliche Wende: Jetzt will sich Trump 2 Wochen Zeit nehmen, was er in Sachen Persien tun könnte. Das bedeutet: die Drohung bleibt im Raum, aber er will nicht. Jetzt wird’s doppelt riskant: a) für Bibi, weil dem die Luft ausgehen könnte, b) für Trump selbst, weil ein plötzliches und von wem auch immer ausgelöstes Großereignis seinem Zögern in die Schuhe geschoben werden wird.
Lesen bildet: Habe das Wort Bundesfamiliennachzugsministerium gelernt.
20. Juni 2025
Die Ermordung der Ajatollahs wird jetzt im Wertewesten ganz offen als gottesfürchtige Werk angepriesen. Mir geht durch den Kopf, dass der letzte Religionskrieg hierzulande 30 Jahre lang andauerte (1618-48). Hernach wusste keiner von denen, die ihn begonnen hatten, wenn sie denn überhaupt noch lebten, warum eigentlich dieser alles verheerende Dreißigjährige Krieg geführt worden war. In meinen Alpträumen sehe ich dies auch jetzt und hier. Sicher ist, dass dereinst kein Mensch mehr über die als Kriegsgrund ausgerufenen Atombomben-Anlagen des Iran reden wird, von denen mir schwant, dass es sich um ein propagandistisches Hirngespinst handelt.
Ajatollahs (2): Um nicht mutwillig missverstanden zu werden. Ich finden diese Leute zum K…n. Doch sie beherrschen nicht mein Land, jedenfalls noch nicht. Was im Übrigen nur denkbar wäre, wenn diejenigen, die unsere Grenzen vorsätzlich geöffnet haben, die Unterwerfung des deutschen Volkes ad ultimo vorantreiben. Merz und seine Berufskatholiken wirken derzeit auf mich, als wollten sie die Agenda der notorischen Rechtsbrecherin A.M. weiter vorantreiben.
Ajatollahs (3): Der Iran hat heute Nacht mindestens 30 ballistische Raketen auf Israel abgeschossen. Jetzt wird es offensichtlich: Die Angreifer hatten sich vor ihrem Angriff, der vor einer Woche begann, komplett verrechnet. Nun bekommen sie die Antwort in täglichen Dosen verabreicht, was zur Folge hat, dass ihnen die Munition der Raketenabwehr (Iron Dome) ausgeht.
Ajatollahs (4): Jetzt ist das Geschrei der Angreifer groß. Die Führer Israels sprechen, wenn die Gazetten richtig wiedergebe, von völkerrechtswidrig und von Kriegsverbrechen, nachdem gestern ein Krankenhaus zerbombt wurde und ein an Leukämie erkranktes Kind dort starb.
Ajatollahs (5): Nachdem diese aufgrund des Beschusses und der Drohungen von Trump nicht einknickten, gerät dieser nun in eine heikle Lage nämlich in die Zwickmühle der eigenen großzügigen Versprechungen, einerseits keine Kriege mehr zu beginnen, um die USA im Innern in Ordnung zu bringen, und andererseits seinem Freund Bibi N. helfen müssen. Es haben sich zwei Parteien innerhalb der Reps gebildet, die an Deutlichkeit nicht sparen: Die Konservativen um den prominenten Journalisten Tucker Carlson, der mühelos ein Millionenpublikum erreicht, und die Waffenlobbyisten um die Senatoren Ted Cruz und Lindsey Graham.
Ajatollahs (6): Der deutsche Medienmob hat zum Glück ein eigenes Thema. Man arbeitet sich am Chef der AfD ab, weil dieser sich gegen den aktuellen Nahostkrieg ausgesprochen hatte, denn der bringe keinerlei Lösung der dortigen Probleme und diene nicht den deutschen Interessen. Wie sagen die Wohlmeinenden auf neudeutsch? Das geht gar nicht.
19. Juni 2025
Da laufen zwei zu großer Form auf: Fritz der Kanzler und Roland Tichy. Fritz sagt, als der Don mit Blick auf den am Konferenztisch in Canada erscheinenden Selenskyj bemerkt: Wo-ist-denn-der-Putin?, mit Kriegsverbrechern setze er sich nicht an einen Tisch. Trump reist vorzeitig ab. Beidseits keine Großtat.
Fritz (2) sagt – ein Heldeninterview bei Mainstream nutzend –, durch die Bombardierung des Iran mache Israels Luftwaffe die Drecksarbeit für uns. Es geht hierbei, um es klar zu formulieren, um die Ermordung der politischen und militärischen Führer eines anderen Landes. Ist dem Fritz bewusst, wozu er hier aufruft und wie dünn das Eis ist, auf dem er selbst tanzt?
Fritz (3): Schützenhilfe erhält er von Roland T., dem Chef von TE. Der lobt den Fritz über den grünen Klee und schlägt einen Riesenbogen, dass sich die Bombardierung per Fernwirkung gegen die 68er-Linken in unserm eigenen Lande richte. Ihre Lügen bis hin zu Klima und allem anderen Trallala würden so unrettbar beschädigt. Man liest es und staunt. In den über 200 Leserbriefen tummeln sich kreuz und quer die Wohlmeinenden und blasen ihre Backen auf. Nichts Neues im Osten: Der Russe rückt weiter vor, jetzt geht es um die Großstädte Sumy und Saporoschje. Wenn man klug ist, lässt man den Häuserkampf dort. Doch ich lese mit Misstrauen die Ankündigung des Kleinen Dicken aus Nordkorea, weitere Kampftruppen ins Feld zu führen.
17. Juni 2025
Warum amerikanische Präsidenten im Zivilkleide militärisch grüßen, war mir immer schon rätselhaft – irgendwie ein Verstoß gegen die Kleiderordnung. Deutsche Potentaten beschränkten sich seit den 1970er Jahren ab und an darauf, sich in einen Bw-Parka zu hüllen, um militärische Nähe zu zelebrieren. Meinen trug ich während der Studentenjahre, bis er in Fetzen fiel. Militärisches (2) kommt offenbar wieder gut an. Paraden diesseits und jenseits des Atlantik. Die Trumps von hinten boten einen tollen Anblick.
Trump (2): Den G 7-Gipfel in Canada hat er gestern Abend platzen lassen – vermutlich, weil es dort nichts Gescheites zu besprechen gab. Mit wem auch hätte es sollen? Selenskyj, der da war? Die weltwirtschaftlich interessanten Größen waren nicht am Start, das ist halt die wertewestliche Hybris.
Trump (3): Seine Aussagen zum Konflikt klingen irgendwie verquollen. Rückkehr an den Verhandlungstisch. Ja sicher, aber warum sollten die Perser das tun, wenn deren Feind in Jerusalem soeben die Tötung seines religiösen Oberhaupts angekündigt hat?‘
Trump (4): Nicht mit ihm, sondern mit Putin besprach sich, wenn die Gazetten nicht lügen, der türkische Großpascha. Offiziell boten sie Vermittlung an. Was sie sonst so besprachen, bleibt der Phantasie überlassen. Derweil geht das Töten und Sterben weiter.
16. Juni 2025
Es ist schwer zu sagen, was sich im Moment in Nahost tut. Beide Seiten minimieren in ihrem offiziellen Gerede, so gut es geht, ihre Verluste. Den israelischen Führer verstehe ich so, dass er weitermachen will, bis ein Regime Change in Persien erreicht ist. Und dann? Dann wird die übrige Welt, falls das gelingen sollte, feststellen, dass ein vom religiösen Wahn befreites Regime, für Israel erst recht zum tödlichen Problem wird. Woher ich das weiß? Weil sich am Grundkonflikt nichts geändert hat, der auf Landnahme beruht und auf vermeintlichen Rechtstiteln aus unvordenklich fernen Zeiten.
15. Juni 2025 Telefonat von Trump und Putin im Nahostkonflikt. Ob die Klartext miteinander reden? Nahost (2): Netanjahu behauptet derweil, mit Unterstützung von Trump zu handeln. Das klingt nicht nach Deeskalation. Dass China die Unterstützung des Iran zusagt, auch nicht. Mir würde etwas fehlen, wenn jetzt nicht GB Flugzeuge nach Nahost entsandt hätte.
Nahost (3): Jetzt schlagen Raketen in Israel ein. Was hatten die denn so gedacht?
14. Juni 2025
Noch von gestern, Bomben (5) auf Teheran. Oder auf Neudeutsch: dem Zeller sein Kommentar:
Bomben (6) auf Teheran: So wie ich es gestern Nacht gemutmaßt hatte, waren tagsüber in D die Kommentare. Ich sage nur dies: Wissen die deutschen Wort-Heroen, die strikt nach jeweiliger Gesinnung für die eine oder die andere Seite Partei ergreifen, eigentlich, in welchem sicherheitspolitischen Vakuum sich unser eigenes Land befindet? Ich denke nein, denn sie wissen ja sonst auch wenig bis nichts.
Bomben (7) auf Teheran: In den Medien des Wertewestens ist von einem Enthauptungsschlag die Rede, weil man führende Militärs und Wissenschaftler des Landes getötet hat. Das Verb „ermorden“ findet in diesem Zusammenhang keine Verwendung. Ich betrachte mit Interesse die Gesichter der Ermordeten. Sie wirken auf mich erstaunlich intelligent und zivilisiert. Jetzt kann ich darauf warten, dass man mir eine frivole Sympathie mit dem Mullah-Regime unterstellt. Dass ich dieses unbegreiflich, ja schauerlich finde, wird man mir als Schutzbehauptung auslegen, jetzt wo militante Aggressivität Plicht ist.
Bomben (8) auf Teheran: Ich wage die Behauptung, dass der Schlüssel für den Großen Krieg in Ankara liegt. Wird dortzulande der Krieg zwischen Jerusalem und Teheran als vortreffliche Gelegenheit angesehen, die sog. fortschrittlichen Rebellen in Syrien von der Leine zu lassen, dürften in Israel die Lichter ausgehen. Ich habe keinen Schimmer, ob diese Annahme realistisch ist. Schließlich bin ich nicht der türkische Großpascha.
Bomben (9) auf Teheran: Die Stellungnahmen aus dem offiziellen Amerika sind denkwürdig gespalten. Während Top-Politiker der an der Macht in den Gesetzgebungsorganen befindlichen Republikaner sich offen auf die Seite Jerusalems stellen („we pray for Israel“), versuchen der Außenminister und sein Chef das Land in ein Nichtbeteiligten-Gewässer zu steuern.
Bomben (9) auf Tel Aviv: In den heutigen frühen Morgenstunden gab es Raketeneinschläge in der City, nachdem zunächst mitgeteilt worden war, dass mit Hilfe der israelischen Luftabwehr genau dies verhindert worden sei. Die US-Regierung gibt bekannt, dass sie bei der Raketenabwehr Iron Dome Beihilfe geleitet habe. Soviel zur Nichtbeteiligung der Trump-Regierung.
Bomben (10) auf Kiew und anderswo: Ich brüste mich keineswegs damit, dass ich vorausgesagte, Russlands Führung werde jetzt die ruppigsten Raketen- und Drohnenangriffe auf Städte in der Ukraine durchführen lassen. Das schien ihr notwendig zur eigenen Gesichtswahrung, nach den ukrainischen Drohnenattacken vom vergangenen Wochenende tief nach Innerrussland hinein. Jedoch: Jede Bombe, die beispielsweise in Charkow einschlägt, wird nach dem einstigen und von mir dringend herbeigewünschten Ende des Waffeneinsatzes eine tatsächliche Befriedung des Landes und der darin inkorporierten Großstadt in eine unermesslich fernere Ferne rücken. Ich denke mal, die russische Führung weiß um dieses Dilemma. Die Göttin des Krieges ist eine Hure.
13. Juni 2025
Israel hat heute Nacht (MEZ) eine noch unbekannte Vielzahl von Zielen im Iran bombardiert. Seine Offiziellen verbreiteten die Nachricht, dass sich dieser Angriff gegen das iranische Atomwaffen-Programm richte und so lange fortgesetzt werde, wie diese existentielle Gefahr für Israel bestehe.
Bombern (2) auf Teheran: US-Stellungnahmen betonen, dass die Amerikaner mit diesen Bombardements nichts zu tun hätten. Vorsorglich werde allerdings alles entbehrliche Personal aus den Botschaften im Nahen Osten abgezogen.
Bomben (3) auf Teheran: Stelle mir vor, dass in D im Laufe des Tages das Geplärre über die Rolle Israels wieder einen traurigen Höhepunkt erreichen wird. Dabei besteht in erster Linie die reale Gefahr, dass wir an der Schwelle eines Weltkrieges stehen, für dessen Auslösung es in der übrigen Welt kaum Zweifel geben wird – vor allem in Staaten nicht, in denen das Existenzrecht Israels keinen Wert an sich darstellt.
Bomben (4) auf Moskau: Verteidigungsminister Pistorius erklärte gestern in Kiew, dass die Ukrainehilfe weitergehe, aber es werde keine Taurusse geben. Weiß Fritz der Kanzler das auch schon? Mir war aufgefallen, dass er in den vergangenen Tagen bei diesem Thema von Verschlusssache raunte. Jetzt ist es offenbar keine mehr. Bleibt die Frage, was zu diesem erstaunlichen Sinneswandel geführt haben mag. Ich tippe auf handfeste Tipps aus Washington, deren Grundlage wiederum handfeste Tipps aus Moskau waren.
11. Juni 2025
Der Chef des Bundesnachrichtendienstes Bruno Kahl wird so zitiert: a) Das ganze russische Volk stehe hinter der Kriegspolitik von Wladimir Putin: „Wir haben den Eindruck, dass das gesamte russische Volk bereit ist, Putin zu folgen, dass dieser Krieg notwendig ist, dass die böse Nato der Aggressor ist.“ Das liege b) daran, dass die russischen Medien nur diese Meinung verbreiten würden. Soso. Bleibt die Frage, was eigentlich die von uns mit viel Steuergeld gepamperten Einflussnahme-Einrichtungen (Radio Liberty und Genossen) so treiben, wenn Kahls unter b) mitgeteilte Folgerung stimmen sollte.
Der böse Putin (2): Da mag das Bundesamt für Verfassungsschutz nicht zurückstehen. Unter dem Titel Gefährdung durch russische Spionage, Sabotage und Desinformation. Momentaufnahme und Einordnung teilt das Amt dem erschrockenen Leser mit, dass die Dienste aus dem Osten bei uns ihr frivoles Handwerk treiben und zwar „verstärkt“. Besonders gravierend sei die Einflussnahme auf Wahlen. Doch Vorsicht, als Robert der Denker die schönen Frau vom BSW das russische Sponsoring öffentlich unterstellte, ließ diese ihm das verleumdende Gerede auf dem Rechtswege untersagen. Merke: die Berufung auf die eigenen Dienste, zumal das BfV, ist nichts, auf was sich Gutmensch verlassen sollte.
Der böse Putin (3): Das BfV-Werk enthält zur Illustration des feindlichen Tuns eine Toolbox Russland. Darinnen sind den Autoren seltsame Aussagen gelungen. Da, wo man die Ziele der Angreifer beschreibt, spricht das Amt von Schutzzielen in Deutschland. Das war mir neu. Aber es ist auch Lustiges vermerkt. So nennt man das üble Tun der Hacker Hackivisten.
Ach ja, der Osten: In Leipzig begann gestern die mündliche Verhandlung in Sachen Compact-Verbot vor dem Bundesverwaltungsgericht. Gewundert habe ich mich über den Mann im Zuschauerraum mit der FDP2-Maske (der Nahbeobachter des BfV?).
Der Osten (2): Die Mitteldeutsche Zeitung macht gegen die in Halle für den 8./9. November 2025 geplante Buchmesse mobil. Ihr sind Sätze eingefallen, die man aufheben sollte „Halles Stadtgesellschaft, von Vereinen und Verbänden über Kirchen und Gewerkschaften bis zur Politik, ist geübt darin, Rechtsextremisten in die Schranken zu weisen. … Ein Treffen von Verlagen und anderen Akteuren des rechten Spektrums in der Stadt eines antisemitischen und rechtsextremen Attentats – das ist instinktlos und provokant zugleich“. Wer sind denn zum Teufels Namen diese Rechtsextremisten? Vermutlich du und ich. Man muss den Namen des Schreiberlings nicht kennen. Es genügt, sein Gesicht zu betrachte. Voilà:
Im Osten (3): Ist das echt? fragt der Mann am Lagerfeuer (Achtung Meldestelle: Lagerfeuer ist gesicherter Rechtsextremismus, Hetze und alle diese gesicherten Sachen, die mir im Moment nicht einfallen wollen), indem er auf das winzige grün-silberne Einzelkämpferabzeichen aus Metall an meinem Revers deutet. Ich: Nein, das echte ist aus Stoff. Er: Und das haben Sie? Ich: Zweifel? Er (sucht nach Worten): Sie sehen nicht so aus. – Das ist ein guter Auftakt, wir sprechen über die Streitkräfte. Die in der Nähe stehenden Frauen nehmen Abstand.
9. Juni 2025
Beim vorgestrigen Besuch des Globus in Isserstedt bei Jena finde ich in der Intelligenzabteilung 4 Autobiographien vor, die von Papst Franziskus, Gott hab ihn selig, die von Barack Obama und zwei auf dem Ramsch. Davon erwerbe ich eine für 4,99 €: Samuel Meffire: Ich, ein Sachse. Mein deutsch-deutsches Leben. Es geht um einen in der DDR geborenen Mischling. Nebenbei, dass Dresden-Prohlis, Prohlis heißt, habe ich schon immer witzig gefunden.
Autobio (2): Ich lese heute Morgen in das Buch hinein, gerate rasch ins Blättern und lege es dann auf den Stapel „vergiss es“. Die drei anderen hatten es erst gar nicht bis in die Nähe des Einkaufswagens geschafft: Ein toter Papst, zumal einer unseres Jahrhunderts, liegt weit außerhalb meiner Interessen, der Ex-Präsident der USA ist auch nicht gerade mein Fall, jedenfalls nicht bevor diese Memoiren auf dem Ramsch landen, und das dritte Buch schließlich stammte von einer Leutnantin zur See mit orientalischem Äußeren. Ich las, an den Ramschtisch gelehnt, im Schnelldurchgang und entschied mich, dass eine Suada über Neonazismus in der Bundeswehr nichts ist, was ich im Moment nicht entbehren könnte (doppelte Verneinung = komplizierter Gedanke).
Autobio (3): Bei soviel unkorrektem Tun amüsiert mich die Vorstellung, dass eine von Steuergroschen lebende Hochbegabte mit Hilfe ihrer rassistischen Vorurteile bemerken könnte, dass ich hier mehrere mehr oder weniger Farbige aus meinen momentanen Betrachtungen von fremden Selbstdarstellungen ausgeschlossen hätte – ein klarer Verstoß gegen die universell geltenden Menschenrechte oder so. Da gibt’s nur eins: Meldestelle.
Autobio (4): Bei der Wendung „da gibt’s nur eins“ klingelt es mir soeben im Ohr. Auftritt des Kompanie-Feldwebels meiner Muschkoten-Zeit. Der wortmächtige Mann nutzte diese Wendung unter Hinzufügung eines einzigen Hauptwortes. In meinem Fall war es regelmäßig „Friseur“. Wenn er einen schlechten Tag hatte, verkürzte er den Befehl auf den Text „Nur eins, Friseur“.
8. Juni 2025
Die Mafia lebt. Kaum ist es den Deutschen gelungen, mit einer zittrigen Wahlentscheidung die größten Querschläger aus den Ämtern hieven zu lassen, tummeln dies sich dank der verdeckten Einflussnahme des berühmten Herrn Irgendwer weiterhin im deutschen Namen auf der Weltbühne. Baerbock, Habeck und Lauerbach sind hierbei nur die Spitzen der Eisbergs, der über den Atlantik segelt – streng klimaneutral, versteht sich.
Mafia (2): Die für die Flutung des Landes zuständigen kriminellen Organisationen unterlaufen vor aller Augen die Reste des bereits verkrüppelten Rechtssystems. Dass dergleichen, wie sich nun zeigt, von Sumpfgewächsen in Brüssel gesteuert wird, wundert eigentlich niemanden. Man nimmt die Geldflüsse schulterzuckend zur Kenntnis.
Mafia (3): Die EU ein Friedensprojekt aus den 1950er Jahren? Heute wohl kaum, wenn denn je.
Aber auch dieses: Trinke bei Freunden auf der Terrasse bei deutlich zu warmen 14 Grad deren selbstgebrauten heißen Pfefferminztee. Das Gespräch hüpft hin und her. Um dem über den Krieg den Garaus zu machen, behaupte ich frech, die Ukraine werde noch in diesem Jahr kapitulieren. Doch das Gewünschte tritt nicht ein, alle reden gleichzeitig, bis ich mir wieder Gehör verschaffe: Wenn ich nicht recht habe, gebe ich einen aus, wenn aber doch, dann erst recht. Das findet Zustimmung.
Pfefferminztee (2): Danach reden wir über Leute von nah und fern und lachen viel. Es bleibt einstweilen dabei: der Krieg ist woanders.
7. Juni 2025
Ein Blick auf die zahlreichen sich fortbewegenden Gefechtshandlungen in der Ukraine weckt den Verdacht, dass der gesamte Frontbogen in ein kaum noch aufzuhaltendes Rutschen gerät, was durch Angriffshandlungen, die über die nördliche Grenze zu Russland erfolgen, ergänzt wird.
Ostfront (2): Die Töne aus Moskau, was einen möglichen Einsatz der Taurusse Richtung Russland anlangt, werden vielstimmig ruppiger. Fritz der Kanzler eiert. Das wäre dann also, wenn er die Lieferung stoppt, sein letztes bislang noch nicht gebrochenes Wahlversprechen, was er nun ungeschehen machen will. In diesem einen Fall wäre es ihm nicht übel zu nehmen.
Ostfront (3): Die Lage auf der Ostsee eskaliert, nachdem sich Estland per Gesetz selbst ermächtigt hat, gegen die russische Schattenflotte gewaltsam vorzugehen. Jetzt sind die Leute entsetzt, dass der Russe angekündigt hat, seine Tanker mit Kriegsschiffen zu eskortieren. Man kann die Uhr danach stellen, wann dort der erste scharfe Schuss fällt.
6. Juni 2025
Fritzens Auftritt im Oval Office gestern war eine mehrgliedrige Peinlichkeit. Während Trump davon sprach, der Sinn des Besuchstermins sei es, zum einen mit den Deutschen gute Geschäfte zu verabreden und zum anderen mit deren Unterstützung, den Krieg in der Ukraine zu beenden, redete Merz davon, dass Deutschland mit ganzer Kraft an der Seite der Ukraine stehe, bis der russische Herrscher eingelenkt habe.
Peinlich (2): Merz lenkte in einem Zwischenruf die Aufmerksamkeit auf das morgige (sprich: heutige) Datum (6. Juni 1944 = D-Day = die Landung der Anglo-Amerikaner in der Normandie), um dem stutzenden Trump , als dieser brummelte „na ja, für Sie keine Freude“, devot zu erläutern, wie wichtig für ihn die Befreiung vom Nazitum durch die US-Amerikaner sei, die dieser Tag für ihn symbolisiere.
Peinlich (3): Ansonsten saß der Deutsche die geschlagenen 45 Minuten wie eine Staffage vor dem Kamin, da sich die versammelte Presse nur für inneramerikanische Themen, wie das jüngste Steuer- und Wirtschaftspaket und Trumps Streit hierüber mit Elon dem Wunderkind interessierte. Trump fand den nunmehr ehemaligen engen Freund enttäuschend (disappointing).
Peinlich (4) sind deutsche Mainstream-Kommentare über den Auftritt, wonach Merz dem Meister die Meinung gegeigt habe. Gelegenheit war durchaus, doch wann mag das passiert sein? Mir fiel lediglich auf, dass Trump über Fritzens kurze Bemerkung zur Ukraine-Unterstützung unkommentiert hinwegging, während Vize Vance in seinem Sessel für Sekunden die entspannte Haltung aufgab und sich nach vorne beugte und Außenminister Rubio unruhig hin und her rutschte. Doch es blieb friedlich dank der Ignorierung des Deutschen durch den Chef.In dessen Kopf hatten die Deals Vorrang.
4. Juni 2025
Was den Schweizer Bürger demnächst zur Entscheidung vorgelegt wird. Bei uns undenkbar. Undenkbar?
Undenkbar (2): Eine unzuständige Kammer des Berliner Verwaltungsgerichts lässt drei abgewiesene Somalier einreisen. Undenkbar? Nicht in Berlin. Dass der Vorsitzende ein grüner Aktivist ist, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.
Undenkbar (3): Die Koalitionäre des niederländischen Wahlsiegers haben diesen wochenlang in Sachen Massen-Migration auflaufen lassen. Und jetzt? Hat Wilders halt die Koalition platzen lassen. Nun müssen die Wähler wieder ran.
Undenkbar (4): Bislang jedenfalls, die Kertschbrücke wegzusprengen. Eine Tonne Sprengstoff beim Unterwasserangriff des ukrainischen Dienstes unterbrach gestern den Verkehr für 4 Stunden.
3. Juni 2025
Eine zweite ukrainisch-russische Verhandlungsrunde in Istanbul dauerte diesmal nur eine einzige Stunde. Sie brachte den beabsichtigten Austausch von Gefallenen. Sonst nichts. Die Türken drückten es diplomatisch aus: Es sei nichts Negatives dabei herausgekommen. Nur der kleine Mann aus Kiew schwelgte in Angeboten, die der böse Wlad ignoriert habe. Fest steht, die Russen bleiben beim Njet zu anhaltenden Waffenstillstandszusagen. Es hat sich also nichts geändert.
Ostfront (2): Es hat am Wochenende weit nach Sibirien hineinreichende Drohnenangriffe auf Militärstützpunkte gegeben. Tausende Kilometer von der Front entfernt, können die Drohnen nur durch Sabotagetrupps entsandt worden sein, die im tief im Feindesland operierten. Das war der erst spektakuläre Erfolg ukrainischer Kriegsbemühungen seit der letztlich misslungenen Offensive Richtung Kursk im August des Vorjahrs. Ich nehme an, dass wir alsbald von einer drastischen Antwort hören werden.
Ostfront (3): Die Stichwahl zum neuen polnischen Präsidenten am Wochenende brachte gestern nach offenbar mühseliger Auszählung des knappen Ergebnisses, den Sieg des nationalpolnischen Kandidaten, der als Tusk-Gegner angetreten war. Das Ergebnis stieß bei Mainstream auf offene Ablehnung, da man auf den Tusk-Mann als sicheren Sieger gesetzt hatte. – Trump gratulierte. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Für Deutschland wird die Einkreisung enger.
2. Juni 2025
Ein Ausflug in den Bregenzer Wald lehrt den Fahrer notwendige Schlangenlinien zu fahren. Die Mühe der Anreise nach dem dortigen Schwarzenberg lohnt, denn Ziel ist das Angelika Kauffmann-Museum, das zu finden dem Fremden nicht eben leicht gemacht wird. Beherzt hole ich auf hochdeutsch Auskunft bei einer jungen, soeben aufs Rad steigenden Eingeborenen. Muscht du bis zum Kirchturm gehe, dann kukscht, dass du links davon die Feuerwehr findscht. Dann bischt fascht do. Es stimmt.
Angelika (2): Das Museum birgt zweierlei: zunächst einmal das Leben im 18./19. Jahrhundert in dieser Fernab-Region in niedrigsten Stuben und das schreckliche Dasein der Schwabenkinder, die als überzählige Esser fernab zur Arbeit nach Norden geschickt wurden. Ein Pflichtbesuch für alle Schneeflocken unserer Tage würde vielleicht dem einen oder anderen nützlich sein, um den eigenen Paradieszustand zu erahnen. Ob’s hülfe? Wer will das wissen.
Angelika (3): Die derzeitige Ausstellung zur namensgebenden Malerin ist A.K. und die Mode bezeichnet. Sie zeigt die von der Star-Künstlerin kreierte Marotte, ihre reichen Auftraggeber in den Kleidern vergangener Epochen darzustellen. Mit Staunen betrachte ich den Faltenwurf. Fast ist man versucht, die Gesichter der Portraitierten nicht zu beachten.
Angelika (4): Sie war zudem eine Meisterin des Selbstportraits. Ich kann mich gar nicht sattsehen an diesen Momentaufnahmen aus dem Leben dieser schönen und geradezu revolutionär erfolgreichen und selbständigen Frau. Dass sie in England in ihrer ersten Ehe auf einen Heiratsschwindler hereinfiel, registriere ich für meinen So-spielt-das-Leben–Fundus.
Angelika (5): Der Besuch in der Ortskirche bietet das Erwartete und auch Überraschendes. Erwartet waren nach Lektüre des Reiseführers die Kirchenausmalung durch Vater und Tochter Kauffmann, nicht hingegen der Kult um die Selige Ilga, deren Knochenreste hinter Glas angebetet werden können. Man kennt ihren Todestag, weiß aber nicht, ob sie tatsächlich gelebt hat. Das nenne ich zur recht ein Wunder. Eine Ilga-Biographie, die zu erwerben ich mir nicht verkneifen kann, klärt mich über weitere Details der Angebeteten auf. Ihr bemerkenswertes Tun war der Transport von Wasser in ihrer Schürze. Als sie auf dem Weg von der Dorfquelle zu ihrer Einsiedelei davon einiges unterwegs vergoss, entsprang an der Stelle eine Heilung bringende neue Quelle. Das fanden die Leute natürlich wunderbar und tun es heute noch. Als sie starb, fingen im Ort die Kirchenglocken von selbst zu läuten an. Die Kirche, so schreibt etwas spröde der Ortschronist, Mesner und Biograph habe seinerzeit noch gar nicht existiert. Ich lese auch dies mit Staunen bei einem Erdbeerkuchen im Freien, nachdem ich mich vom Küster über die Beerdigungsbräuche habe instruieren lassen. Die Toten werden wg. des Platzmangels auf dem Kirchhof eingeäschert, was mich in dieser strikt katholischen Gegend etwas überrascht, aber wieder mal vom Pragmatismus der Mutter Kirche überzeugt.
1. Juni 2025
Eine Vitrine im Wohnraum stehen zu haben, so lerne ich gestern Abend aus vertrautem Munde, ist Ausdruck des Hangs zum Kitsch. Dieser wird nur noch durch deren Inhalt gesteigert. Meine stand nur wenige Tage an genanntem Ort, dann verschwand sie – worüber ich jetzt natürlich erleichtert bin – wieder. Mit ihr wurde meine Leuchtturm- und Diktatorensammlung dem längst nicht immer wohlwollenden Auge des Besuchers wieder entzogen. Ich muss also niemandem mehr erklären, woher ich Stalin, Churchill, den Führer und den Duce habe, und warum der Italiener und der Brite viel größer sind als alle anderen.
Churchill (2): Zu meinem Missbehagen ist der liebevoll gepflegte Rote Pfeil der Schweizerischen Bundesbahnen nach Churchill benannt, mit dem ich gestern die das grüne Voralpenland der Ostschweiz durchkreuzte, über welche die gelehrten Eingeborenen Debatten führen, ob es eigentlich geographisch die Nordschweiz sei. Verkneife mir Bemerkungen, dass ich diese Zugbenennung ähnlich geschmackvoll finde, als würden wir heutzutage die A 9 als Straße des Führers bezeichnen. Wir könnten uns dabei auch, wenn wir etwas lockerer wären, auf unsere Freunde aus Italien berufen, in deren Hauptstadt ich auf der Ponte Duce wandelte.
Churchill (3): So lausche ich einem ernsten Vortrag – zum Glück ist er kurz – eines halbjungen Historikers, der darüber aufklärt, warum diese Zugtaufe wg. des im Jahre 1946 erfolgten Besuch Churchills in der Schweiz geschah. Er, der Historiker, verstieg sich zur Bemerkung über die außerordentliche Beliebtheit des Mannes, der den wackeren Schweizern ein Vorbild an Durchhaltewillen gewesen sei. Seinen entscheidenden Anteil am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erwähnte der Vortragende nicht, natürlich nicht. Auch nicht, dass der beliebte Mann just soeben von seinen Briten mit Pauken und Trompeten abgewählt worden war, weil sie von ihm Schnauze gestrichen voll hatten, wie man so sagt.
Churchill (4): Die Aufzeichnung der Sonntagsrunde des Radiosenders Kontrafunk, zu der eigentlich eingeladen worden war, ging als unverständliches Gemurmel vorüber, weil die Technik, die man aufgeboten hatte, nicht auf die Zuglautsprecher übertragbar war. Das Publikum nahm’s erstaunlich gelassen und unterhielt sich stattdessen prächtig bei gutem Essen und professionellem Service an den engen Vierertischen. Ich auch.
Churchill (5): Ich lernte eine neue Art des Wiedererkennens kennen. Nicht das Aussehen sorgt dafür, sondern der Name nebst zugehöriger Stimme. Nun gut, man bewegte sich hier unter einem notorischen Radiopublikum. Lustige Erfahrung.
31. Mai 2025
Während Mme. Weidel bei den europäischen Konservativen in Budapest gefeiert wird, reise ich durch das südwestliche Deutschland, um dort zuzuhören und zu reden. Alles wirkt beschaulich-behaglich. Der Gesprächston ist gesittet, wie ich ihn schon länger nicht mehr vernommen habe. Ich habe Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass die Leute hier etwas anderes als die CDU wählen könnten, denn sie halten diese für konservativ.
Konservativ (2): Das bestätigt mein sein Jahr und Tag gepflegtes Vorurteil, dass konservativ als politische Programmaussage nichts bedeutet. Es ist eine Wohlfühl-Leerfloskel ohne greifbaren Inhalt. Vor allem fehlt die Stoßrichtung, welche von der politischen Linken gepachtet zu sein scheint.
Konservativ (3): Wenn die jetzige, an der Macht befindliche Gesellschaftsschicht alles in ihrer Macht stehende tut, um an derselben zu bleiben, so nenne ich das konservativ (= nichts bewegt sich, was man früher nicht ohne Grund den Beamten nachsagte).
Konservativ (4): Bevor die sog. sich selbst so nennenden Konservativen ihre Angst nicht überwinden, irgendwer könnte Anstoß nehmen, werden sie bleiben, was sie sind: bedeutungslos. Insofern wirkt Weidels in Budapest erfolgte Ansage, dass die Euro-Globalisten abgeräumt werden müssen, anders, als die meisten Leute sich das Reden eines Konservativen vorstellen. Lachhaft ist, was die Leserbriefe auf diversen Blogs hierzu dozieren. Führend wie stets: Tichys Einblick. Hier liest man im Originalton, warum sich in D nichts ändern kann.
Konservativ (5): Mich erheitert die Vorstellung, wie diese Parterre-Akrobaten reden und schreiben werden, wenn sie unter eine robuste Führung geraten. Dann werden die meisten schon immer dieser oder jeder Meinung gewesen sein. Jetzt hingegen erschöpfen sie sich in hitzigen Debatten, ob A.H. ein Linker gewesen sei.
28. Mai 2025
Über Nacht ist das jüngste Senioren Arkrützel von Bernd Zeller in meinen elektronischen Briefkasten eingeworfen worden. Daraus raubkopiere ich das hier:
Leugner (2): Der amerikanischen Presse entnehme ich, dass Fritz der Kanzler sich am Montag via Interview dahingehend festgelegt hat, dass die Ukraine von ihm die Genehmigung erhalten habe, „westliche Waffen“ bis tief nach Russland hinein gegen militärische Ziel zu verwenden. – Falls die Aussage das bedeutet, was jedermann darunter verstehen muss, werden uns die Russen bald mitteilen, wann und wo das geschehen ist. Diese Mitteilung dürfte rabiater ausfallen, als deutsche Claqueure sich das vorzustellen belieben. – Gemeint sein kann nur der Taurus, den er bereits im Wahlkampf in aller Öffentlichkeit versprochen hatte. Doch darüber will er jetzt öffentlich nichts sagen.
Leugner (3): Bei der Gelegenheit nahm ich aufgrund einer unerbetenen Zusendung seit Jahren mal wieder zur Kenntnis, was der Chef der Jungen Freiheit Dieter Stein zum deutschen Aufrüstungsverhalten so meint. Nämlich dieses hier: „Natürlich ist entscheidend, dass nicht Hasardeure im Amt sind und Deutschland verantwortungslos in kriegerische Konflikte führen. Und darüber kann man sich hin und wieder natürlich streiten. Aber ich sehe das momentan nicht der Fall.“ – Da ich mir vor eben jenen Jahren fest vorgenommen hatte, zur JF nichts mehr zu sagen, belasse ich es bei dem Zitat.
26. Mai 2025
Alles, was man von der Ostfront angeliefert bekommt, verdient das Fragezeichen des Unbestätigten. Das liegt nicht zum wenigsten daran, dass sich viele im Brustton der Überzeugung äußern, die auf den tatsächlichen Fortgang keinen Einfluss haben. Mir erscheint es trotz größter Skepsis so, dass die Russen jetzt in einer Art und Weise Ernst machen, die keinen Zweifel mehr zulässt, dass sie allein die Initiative innehaben. Ich folgere, dass es nur der Mann im Kreml sein wird, der über das Kriegsende bestimmt.
Ostfront (2): Von den Staatslenkern hören wir in den Ansagen von Putin eine ungewohnte Härte, aus den USA (Trump und Vance) Töne der Drohung, vor allem in Richtung Europa, und vom Quarteto fantástico (Macron, Starmer, Tusk und Fritz der Kanzler) Ansagen aus Absurdistan, denn sie wollen den bösen Putin zum Waffenstillstand zwingen, um eigene Truppen ins Land schicken.
Ostfront (3): Der russische Vormarsch am gesamten Frontbogen hat sich seit Mitte Mai deutlich beschleunigt. Es sind jetzt mehrere Kilometer am Tag im Schnitt.
Ostfront (4): Am jetzt vergangenen Wochenende hat es den größten Raketen- und Drohnenangriff gegen Ziele in der Ukraine gegeben. Über die Auswirkungen lässt sich wie üblich nichts Verlässlichen feststellen.
Ostfront (5): Nachdem sich Fritz der Kanzler laut Bild in der vergangenen Woche telefonische Ohrfeigen von Trump eingehandelt hat, droht Merz jetzt, nachdem sich US-Investoren für die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream starkmachen, mit dem endgültigen Aus für die Röhren. Fragt sich der Laie: Lebt der Mann hinter dem Mond, oder welche spezielle Sorte von US-Interessen vertritt er hier in diesem Fall? Und was, um Himmels Willen, denkt sich sein bisheriger Spannmann Kretschmer aus Dresden, der plötzlich über eine Wiederinbetriebnahme mit dem Russen reden will? Peilt er bereits das Morgen nach Merz an? Auch fiel mir auf, dass Sachsen bislang nicht an der Ostsee liegt.
Ostfront (6): Der Angriff aus dem Orient auf das eigene Land hat mit dem Russen bislang nichts zu tun. Das Desaster haben wir dank der Führerin und ihrer Nachfolger selbst eingefädelt. Die Zahl der Messertoten steigt.
25. Mai 2025
Wasche mit der Hand eine weiße Schale mit hellblauem Meeresgetier-Dekor ab, auf der ich den Gästen geräucherte Forelle angeboten hatte. Hierbei geht mir durch den Kopf, dass ich sie bei einem Wiener Porzellan-Händler entdeckt hatte. Der wollte sie mir nur mit sichtlichem Widerwillen verkaufen, da sie zu einem umfangreichen 94-teiligen Ensemble in ebenjener Aufmachung gehörte, dass er zum Abverkauf ausgezeichnet hatte. Ich sah sein Zögern und bot ihm an, die Schale zurückzunehmen, damit er das Service in toto verkaufen könne. Da traf mich dieser tausendjährige habsburgische Blick, eine Mischung aus Mitleid und Herablassung, wie man ihn nur in Wien antreffen kann.
Des Morgens (2): Lese in wenig schmeichelhafter Absicht die ersten 30, 40 Seiten aus dem Bildnis des Florian Gray, in einer schmucken Gesamtausgabe von Oscar Wilde, die zu kürzlich zum Geschenk erhielt. Eine derartige dichte Sammlung von Zynismen findet man nur selten: Natürlich-sein ist bloß Pose, und die irritierendste, die ich kenne. | Meine Frau bringt ihre Rendezvous nie durcheinander, ich immer. | Ja, sie ist in allem ein Pfau, bis auf die Schönheit. | Ganz vergessen, was er so tut – fürchte, er tut gar nichts – ach doch, spielt Klavier. | Ich habe volles Verständnis für die Wut des englischen Volkes auf das, was man dort die Laster der Oberschicht nennt. Die breite Masse meint, dass Trunksucht, Dummheit und Unmoral eigentlich ihre Domäne ist, und jeder, der sich zum Esel macht, in ihrem Revier wildert. | Soviel davon. Auf mich hinterlässt die Lektüre einen merkwürdigen Eindruck. Mein Interesse an der Handlung tritt völlig hinter dem Vergnügen an den Reiz-Sentenzen zurück, doch mein Interesse am Mehr weicht allzubald dem Genug und Zuviel.
21. Mai 2025
Trump ist mit Erfolg beschäftigt. Er hatte das Symbol für den Golden Dome, das Raketenabwehrsystem für den nordamerikanischen Subkontinent auszuwählen. Sicher ein befriedigenderer Moment als das zweistündige Telefonat mit dem bösen Wlad.
Erfolgreich (2) ist der Inhaber einer Werkstatt am Stadtrand von Gera, der gelbe VW-Transporter (Diesel) der Deutschen Post für den Weiterverkauf aufmöbelt. Auf seinem Hof stehen ungezählte Ersatzteilspender derselben Herkunft. Ich frage ihn, wo plötzlich die vielen Autos herkommen. Er: Die Post rüstet auf E um. Ich: Ich denke, die haben ihren Eigenversuch gerade wg. Unbrauchbarkeit aufgegeben. Er: Stimmt, aber die rüsten jetzt auf Mercedes um. Ich: Und Sie? Rüsten Sie auch auf E um? Er: Wozu? Ich gehe in 10 Jahren in Rente.
Erfolgreich (3): Als ich sein Kontor betrete, liegt da die ungeöffnete Bild auf dem Schreibtisch. Mir geht durch den Kopf, dass C. mich vor einigen Tagen fragte, ob ich ihr einen von deren Lesern zeigen könne. Ich hatte verneint, jetzt kenne ich einen.
18. Mai 2025
Vom Kriege: Die bilateralen Verhandlungen Ukr-Rus wurden Freitag nach anderthalb Stunden mit einem Gefangenenaustausch-Deal beendet (1000 zu 1000). Und sonst? Und nichts. Das West-Konzept – erst Waffenstillstand, dann verhandeln – ist nicht aufgegangen. Es überhaupt zu versuchen, erwies sich nach Minuten als weltfremd, denn die Russen unter Wladimir Mendinskij sagten schlicht Njet – erst anerkennen des Gebietsverlusts, dann weiterverhandeln.
Vom Kriege (2): Zum Abschied des Treffens, dessen Konferenzsprache russisch war, sagten die Russen: Beim nächsten Mal wird es nicht mehr um vier, sondern um acht (?neun) Provinzen gehen. Die in der US-Presse veröffentlichten Kartenskizzen zeigen an, worauf es angeblich hinauslaufen soll: Die zusätzliche Inkorporierung der Oblaste (von Nordost nach Südwest) Charkow (und ?Sumy), Dnjepropetrowsk, Nikolajew und Odessa.
Vom Kriege (3): An drei neuen Stellen des Frontbogens hat der Russe großräumige Kesselschlachten in Vorbereitung.
Vom Kriege (4): Derweil sich übt der Freistaat Bayern (oder ist das der Bund?) in der Kriegführung gegen die deutsche Bevölkerung. Ausreiseverbot von 8 Identitären. Selbstredend abgenickt von der weiß-blauen Justiz.
17. Mai 2025
In Potsdam tritt die Innenministerin zurück, weil sie den Verfassungsschutzchef (CDU) feuerte, weil der, wie es so schön heißt, die AfD im Alleingang hochstufte. Versteht das einer? Bei dem ganzen Gequatsche der letzten Tage über das, was der Politmediale Komplex „die Einstufung“ nennt, fiel mir auf, dass niemand die Frage diskutiert, ob der Verfassungsschutz das überhaut darf. Anders gefragt: Wo ist die einschlägige gesetzliche Befugnis? Hier die Antwort: Nirgends.
Entlassung (2): Dieser Leserbrief fiel mit heute Morgen bei Tichy auf: „Und wieder sind es Zeitungen aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrink, die sich als Kampagnenreiter beteiligen. Ich habe seit den Ereignissen der vergangenen Woche mein Abonnement des Spektrum der Wissenschaften gekündigt.“Nur selten ist es eine längere Geschichte wert, hier festgehalten zu werden, diese aus den Leserbriefen der Zellerzeitung ist eine solche Ausnahme: Oetker teilt mir zu seinem Produkt „Lieblingsfruchtaufstrich“ mit: „Mit dem Fruchtaufstrich können abwechslungsreiche Genussmomente für das Frühstück mit der persönlichen Lieblingsfrucht zubereitet werden.“ – Wieso muss ich das von Oetker lesen, wieso sagt mir meine Freundin nicht mal so etwas wunderbares? Wieso erlebe ich an unserem Frühstückstisch nie abwechslungsreiche Genussmomente, geschweige denn mit meinen persönlichen Lieblingsfrüchten? Was mache ich falsch, abgesehen davon, dass ich keine Fruchtaufstriche mag, besonders nicht morgens. Abwechslungsreiche Genussmomente müssten aber doch auch mit Leberwurstbrötchen möglich sein, aber davon kann ich hier nur träumen.
16. Mai 2025
In der Türkei war gestern von Verhandlungen keine Spur. Die diversen Exponenten trafen sich mit ihresgleichen an unterschiedlichen Orten. So der deutsche Außenminister mit dem ukrainischen. Hinterher bemerkte das AA offiziell, der russische Stuhl sei leer geblieben. Das dazu gepostete Bild zeigt vier Mann auf vier Stühlen. Bleibt die Frage: Spukt der Geist der Annalena weiterhin am Werderschen Markt?
Verhandlungen (2): Nach wie vor ist unklar: wer und wer mit wem, nur die russische Delegation steht fest. Sie wird von Mendinskij geleitet, das ist derselbe wie vor drei Jahren. Dass er mit Vollmacht von Putin handelt, halte ich für sicher.
Verhandlungen (3): Heute soll wirklich verhandelt werden und zwar trilateral. Ich kann es gar nicht glauben.
Derweil: Der russische Vormarsch geht weiter, Meter um Meter. Es sieht so aus, als wollten sie den Dnjepr an der Mündung überschreiten. Blick auf die Karte: dann heißt das Ziel Odessa. Kann aber auch ein Ablenkungsmanöver sein. Woher will ich das wissen?
15. Mai 2025
Es sieht so aus, als solle heute Bewegung in den Ukraine-Konflikt kommen. Die Hauptkriegsparteien wollen sich in der Türkei treffen. Ob sich Trump dazugesellen wird, der sich ohnedies in Nahost befindet, ist noch offen. Bleibt die Erinnerung daran, dass die Ukraine dies alles – nur zu wesentlich besseren Bedingungen – auch schon im März/April 2022 hätte haben können. Selenskyj widerrief seinerzeit die bereits ratifizierten Absprachen, nachdem der britische Premier Boris Johnson in Kiew interveniert hatte, was er jedoch später bestritt. Selenskyj berief sich sodann für sein Njet auf das Butscha-Massaker von Anfang April 2022, das man den Russen anlastete, was aber in Wirklichkeit eine Mordserie ukrainischer Legionäre in Zusammenarbeit mit britischen Nachrichtenfabrikanten war. Nur nebenbei: Die Mörder stehen derzeit in der Tschechei vor Gericht, die beteiligten Briten blieben bis heute ungeschoren.
Ostfront (2): Der Generalbundesanwalt hat 3 Ukrainer festnehmen lassen, denen vorgeworfen wird, prorussische Sabotage von Deutschland aus in der Ukraine geplant zu haben. Wundert sich wer darüber? Ich nicht.
Ostfront (3): Die neue Bundesregierung will ihre Waffen-Lieferungen an die Ukraine nur noch heimlich vornehmen. Das hat einen Hauch von Kindergarten: Ich halte mir die Augen zu. Vielleicht sollte man klarer formulieren: ein Fall von Heuchelei.
14. Mai 2025
Deutschland bleibt Einwanderungsland, sagt Fritz der Kanzler. Noch Fragen?
12. Mai 2025
Da trafen sich am Wochenende in Kiew die Herren Starmer (GB), Macron (F), Tusk (PL) und Fritze der Kanzler mit dem angeblichen Waffenbruder Wolodymyr. Die Bilder, die hierzu das Internet aus wenig vertrauenswürdigen Quellen liefert, signalisieren, dass die Herren Spaß miteinander hatten. Ist klar, denn beim Thema Krieg gibt’s immer was zu lachen. Die Bilder ließen den Verdacht aufkommen, D, F und GB hätten miteinander gekokst. Das mag man – vor allem bei Fritze – bezweifeln, dem ich bestenfalls als Ersatz für den Doornkaat einen Polski Wodka zutraue. Aber warum Selenskyj seine Hose beim Gespräch verkehrt rum anhatte, lässt sich kaum rational begründen. Es wäre überdies kaum so sehr aufgefallen, wenn der Hosenschlitz nicht offen gestanden hätte. Polen/Frankreich (2): Was die Herren Tusk und Macron tags zuvor als strategische Achse zwischen ihren Ländern vereinbart haben, hätte ich – inclusive der Motive – gern etwas genauer gewusst, zumal unser Land genau dazwischen liegt. Ob Fritze gestern nachgehakt hat? Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.
11. Mai 2025 Wortspielerei auf der Einschlafschwelle: Mit dem Wort Tracht ist es eine merkwürdige Sache. Ohne Zusätze, dann allerdings meist im Plural gebraucht, denkt man sogleich an Tirolerhüte, Sepplhosen und pralle Damen, den Oberbau mühsam in ein viereckiges Schaufenster gepresst. In Verbindung mit Prügel sieht die Sache ganz anders aus, bleibt aber volkstümlich, jenseits der Brandmauer korrekten Tuns. Tracht (2): Als zusammengesetztes Hauptwort mit Ein begegnet sie uns schließlich bei einem deutsch-türkischen Fußballverein im Hessischen, während, mit Zwie oder Nieder kombiniert, Wörter entstehen, die leider dem Sprachgebrauch entronnen sind. Das verwundert in unserm grünen Zeitalter vor allem bei Zwie, die bekanntlich gesät wird. Die vorgestrige Siegesparade als Aufzeichnung teilweise (nein, nicht die vollen 14 Stunden) angesehen. Dem alten Soldaten fiel auf, dass der Russe seinen Paradeschritt geändert hat. Das putzige Nachvornwerfen der Beine ist einem flotten Schritt gewichen. Zahlreich sind die Marschformationen aus fremden Staaten. Derer Chefs grüßen von der Ehrentribüne. Sieg (2): Der Chef schreitet die angetretenen Führer der Marschkolonnen hernach ab. Entgegennahme der Meldung, Handschlag, nächster. Nur bei zweien, die ich als Luftladeleute bzw. Marineinfanterie identifiziere, beide mit dem Stern Held Russlands links oben an der Brust, verharrt er einen Moment länger und braucht beide Hände. Sieg (3): Neben Historischem, wobei mich die verkleideten NKWD-Truppen etwas wundern, ist die jüngste Militärtechnik auf dem Platz. Darunter die Kolosse der Oreschnik-Selbstfahrlafetten. Sieg (4): Es fällt die Vielzahl der Staatshäupter (etwa 30, falls ich mich nicht verzählt habe) bei der Ehrung des unbekannten Soldaten auf, darunter einer aus der EU/Nato, der Chef aus der Slowakei Fico. Sieg (5): Später wird Fico noch einmal im Tête à tête mit dem Kremlchef im Gespräch in einem der zaristischen Prunkräume gezeigt. Putin lächelt bei seinem Statement. Ich weiß warum. Im übrigen: Die Ähnlichkeit der beiden Flaggen ist verblüffend. Oder soll man sie als bezeichnend bezeichnen?
9. Mai 2025 Der polnische Donald empfing unsern Fritze nicht so freundlich wie der kleine Mann in Paris. Er wies auf die Gültigkeit des Schengen-Vertrags hin, der den freien Reiseverkehr im Binnengebiet garantiere. Tja, wer mit den Polen spricht, muss gewärtig sein, dass sie immer ein gerade passendes Papier aus der Tasche ziehen. Kürzlich erst, nachdem ich den etwas verstaubten Gustav Freytag als Lektüre entdeckt hatte, bemerkte ich, dass auch dieser Mann nicht nur Ärger mit den Polen, sondern auch mit den innerdeutschen Grenzen hatte, so dass er sich, um Preußens Staatsanwälten zu entgehen, im Großherzogtum Sachsen-Gotha-Eisenach einbürgern ließ, als Vorlesekraft von Durchlaucht mit dem pompösen Titel Hofrat. In England und anderswo beging man gestern den VE Day. Ich finde, es wird Zeit, dass wir den Sedans-Tag aus der Klamottenkiste der deutschen Geschichte holen. England (2): Es muss immer noch ungezählte Jane Austen-Fans geben. Ich kenne allerdings nur einen einzigen, mich.
8. Mai 2025Kaum gekürt, reist Fritze nach Paris, um sich dort mit dem kleinen Mann abzuküssen. Die Begleitpresse verlautbarte, dass zwischen beide kein Blatt gepasst habe. So mögen beide in ihrer Kuscheligkeit vergessen machen, dass hinter der Bretagne der Atlantik liegt und dahinter das Land des Kolonialherrn. Von dort kommen aus dem Mund von Vize Vance erneut bedrohliche Bemerkungen. Zwar säße man kulturell in ziemlich demselben Boot, doch die Europäer, meinte er gestern im Willard Hotel in Washington auf einer Good Will Veranstaltung der Bertelsmänner (Münchener Sicherheitskonferenz), müssten endlich für ihre Sicherheit selbst aufkommen. Amerika habe andere, vor allem innenpolitische Interessen. Im übrigen sei man bestrebt, den Ukraine-Krieg zu beenden. (Weil der die amerikanischen Interessen beschädige, das fügte er nicht hinzu).
Dieselbe Kultur oder so (2): Beim Rewe in Apolda entdecke ich zweierlei Fleischwaren. Auf den Verpackungen steht entweder Formfleisch oder Naturfleisch. Letzteres stammt aus Oberweißbach, das mir vor Jahren wg. einer putzigen Bergbahn auffiel – und natürlich wg. seiner freundlichen Rinder im Freien.
7. Mai 2025 Fremde Federn: Fritz Merz, die zweite Wahl (Stephan Paetow). Fremde Federn (2): Endlich keine Unklarheiten mehr: Black Rock ist Kanzler (Leserbrief in der Zellerzeitung). Und daselbst: Wer Gulaschsuppe nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in den Verkehr bringt, wird mit Kartoffelsalat nicht unter drei Portionen bestraft. – Ich finde, das musste hier festgehalten werden, denn ich habe bereits morgens um sechs darüber gelacht.
6. Mai 2025Fragt einer nach, ob ich mit meinen öffentlichen Äußerungen ebenso wie die Blogger Vera Lengsfeld und Hadmut Danisch von den Amateur-Juristen im Bundesamt für Verfassungsschutz als Beleg für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD bemüht werde (pardon: die gesicherte Verfassungsfeindlichkeit)? Muss leider antworten, dass mir die Zeit und die Lust fehlen, mich mit dem angeblich geheimen, jedoch ganz offenen Blödsinn zu befassen. Stelle mir aber vor, dass gelungen sein wird, tolles Werbematerial für die Blauen zusammenzuschreiben. Nur zu Jungs, macht es jetzt auch offiziell öffentlich, nicht nur heimlich über eine linksgestrickte Plattform.
Gesichert rechtsextrem (2): Bei nochmaligem Durchdenken dieses wüsten Angriffs auf die freiheitliche Grundordnung geht mir durch den Kopf, dass hier das Drehbuch verfasst wurde, was nach den Zensurgesetzen in Kürze verboten werden wird. Denn merke: Wenn ein AfD-Mann ein Verfassungsfeind ist, weil er ein freies Medium zitiert, so ist es erst recht der originäre Verursacher. Da wird noch manch einer sein gesichert blaues Wunder erleben.
5. Mai 2025 Im fernen Washington DC entlässt der Don seinen kriegsbegeisterten Sicherheitsberater Waltz, weil der eine Art TikTok-Chat-Gruppe mit anderen Spitzenfunktionären und deren Familienmitgliedern sowie Presseleuten, die dann alles ausplauderten, errichtet hatte. Diese Idee offenbart einen Grad an Infantilität, die erstaunen lässt. Auch der Chef kommt nicht gut weg, weil er solche Amateure an Bord holte. DC (2): Waltz wird als UN-Botschafter nach New York abgeschoben. Trump mag sich an den Sicherheitsberater aus seiner ersten Amtszeit, Bolton , erinnert haben, den er Knall auf Fall entließ, weil er andauernd, auch öffentlich, zum Krieg gegen den Iran, aufforderte. Bolton rächte sich seinerzeit prompt, indem er ein Memoiren-Buch herausbrachte: The Room Where it Happened. Es landete bald nach der Wahl von November 2020 auf dem Ramsch und dann bei mir. DC (3): Marco Rubio twittert vor sich hin, dass die Überwachung der Opposition in D – gemeint ist die AfD – Tyrannei in Verkleidung sei. Deutschland möge sich besinnen. Das Annalena-Amt (AA) twittert zurück: so sei das eben in einer Demokratie. Soso. Nehme an, dass die Drohung nicht begriffen wurde. Beim in Kürze stattfindenden Nato-Gipfel wird man den deutschen Möchtegern-Helden in nicht missdeutbarer Form mitteilen, dass beim Taurus-Angriff auf Russland und der zu erwartenden russischen Antwort mit der Beistands-Garantie des Art. 5 Nato-Vertrag aus amerikanischer Warte nicht gerechnet werden kann. Merke: eine Diktatur verletzt die gemeinsamen (amerikanischen) Werte, die die Grundlage des Vertrages waren. Oder in der heute angemessenen einfachen Sprache der Annalenen: Ene-mene-muh und raus bist du.
3. Mai 2025 Das weibliche Trio antifascistico hat gestern öffentlich gemacht, dass die Blaue Partei rundherum gesichert rechtsextrem sei. Warum das so sei, hält man geheim. So ist es recht, denn der Bürger soll nicht damit belästigt werden, was die gesichert verfassungsfeindlich handelnden Funktionäre über ihn, den Souverän, und seine Wahlentscheidungen denken. Gesichert (2): Die charmante Nanzy F. hat uns also kurz vor ihrem Abtritt ein Abschiedsgeschenk hinterlassen, und die beiden aus meiner Sicht gesichert verfassungswidrig handelnden Vizepräsidentinnen haben es auf ihrem Wettlauf zur Amtsspitze bis in die amerikanischen Nachrichten geschafft. Gesichert (3): Das Duo an der Parteispitze erklärt, dass man den Rechtsweg beschreiten werde. Das wird ein kurzer Weg werden. Er endet in Karlsruhe, Nachdem man dort erst kürzlich auf den Primat der Volkssouveränität (Art. 20 Abs. 1 GG) keinen Gedanken verschwendet hat, wird man das Widerstandsrecht (Art. 20 Abs. 4 GG) gar nicht erst in Erwägung ziehen. Und das mit gutem Grund, der sich nicht aus dem Grundgesetz, sondern aus dem deutschen Volkscharakter ergibt.
1. Mai 2025 „SPD-Basis sagt zu 84,9 Prozent Ja zur Neuauflage von Schwarz-Rot“ melden die Gazetten. Wo steckt bloß der Fehler, wenn sich nicht mal 50 Prozent der Mitglieder beteiligt haben? Diejenigen, die sich der Befragung entzogen haben, müssen heute zur Strafe demonstrieren oder so. SPD-Genossen (2): Nanzy F. hasst nicht die Meinungsfreiheit, hat die Justiz in Bamberg festgestellt. Wer das anders sieht – und sei es im Scherz –, muss in den Knast, denn merke: Das Witzereißen gehört nicht zur Meinungsfreiheit, es sei denn, man nennt die AfD-Vorsitzerin eine Nazi-Schlampe, denn das ist wirklich ein Witz, wenn auch ein schlechter.
30. April 2025 Nachtrag zum montäglichen Stromausfall: Keiner will’s gewesen sein. Vielleicht erfahren wir ja schon morgen, dass die ganze Chose überhaupt nicht stattgefunden hat, sondern nur ein Gerücht der üblichen Verdächtigen ist. Stutzig gemacht hat mich allerdings die Meldung in Spanien, dass man dortzulande unter der milden Herrschaft der EU seit Jahren aus Gründen dessen, was man Naturschutz nennt, die Stauseen abgebaut (Neusprech: renaturiert) habe. Wer so handelt, begeht dreifache Sabotage an der eigenen Bevölkerung: Wasser, Strom, Hochwasserschutz zugunsten der vierfach geringelten Sierra-Nevada-Blindschleiche. Nachtrag (2): Finde im Internet ein russisches Drohnen-Video, in dem die Drohnenschutz-Netze über den Versorgungsstraßen der Ukraine – ich schrieb erst kürzlich darüber im Ukraine-Update https://www.helmut-roewer.de/we_demo_2/news/1042.php – zu sehen sind.
29. April 2025 Der Ukraine-Konflikt wird zu einer blutigen Schachpartie zwischen Trump und Putin. Vorgestern beim Papstbegräbnis gibt der US-Präsident dem kleinen Mann aus Kiew im Petersdom in aller Öffentlichkeit eine Privataudienz, an dessen Ende er erklärt, die Gebietsabtretungen an Russland seien nunmehr in Stein gemeißelt. Den kleinen Mann aus Paris, der sich in das tête-à-tête hineindrängen wollte, schickte er in eben dieser Öffentlichkeit mit einer demütigenden Geste weg. Als aus Moskau, wie gewohnt, keine sofortige Zustimmung kam, wurde er (in gemäßigter Form) ausfallend.
Schach (2): Am gestrigen Montag hat der Mann aus Moskau den nächsten Zug getan: Er verkündete ab dem 8. Mai eine dreitägige Feuerpause. Da kann er seine große Parade zum Sieg im Großen Vaterländischen Krieg abhalten. Sicher werden wir wieder jede Menge Soldaten mit dem goldenen Stern Held Russlands aus dem jetzigen Krieg vorgeführt bekommen. Hält Selenskyj die Feuerpause nicht ein, wird der Donald umgehend Post aus Moskau erhalten. Blackout: Der totale Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel und in Teilen Frankreichs ist eine unmittelbare Folge von zuviel Sonne in den Netzen. Jetzt beeilen sich die Mainstreamer, immer neue Lügen zu erfinden, wie es dazu kommen konnte, Die Wahrheit ist für die Energiewender eine Nummer zu schrecklich. – Deutschland ist zur selben Zeit nur mit Mühe an dem Totalausfall vorbeigeschrammt. Aus den nächtlichen Leserbriefen der Zellerzeitung (so fängt der Morgen bei völliger Windstille wenigstens mit einem Grinsen an): a) Hoffentlich erfahre ich nie, wer Kanzler wird. b) Früher war nur der Bossanova schuld, heute ist’s der böse Putin, und wenn’s ganz dick kommt der Trump. c) Südafrika will im Rahmen der Entwicklungshilfe Stromausfallexperten schicken. d) China will Batterien schicken. e) Es war die russische Putzfrau, die ihr doof phone laden wollte und den Stecker aus der Windmühle zog.
28. April 2025Planungsfehler bestätigt: Am Wochenende erlitt die schöne Frau als Parteichefin hier im Ländchen eine bittere Niederlage, als sich ihre Konkurrentin Katja W. als Obfrau deutlich durchsetzte. Es war ein Sieg der Volksfront und das Ende des BSW. Mainstream wird nun dafür sorgen, dass das naheliegende Nachzählen der Bundestagswahl-Stimmen in möglichst weite Ferne verschoben wird oder, besser noch: gar nicht stattfindet. Wozu schließlich haben wir das Verfassungsgericht? Verfassungsgericht (2): Hier in Schilda urteilte das hiesige zum Wochenende, dass es nicht in die Besetzung des Kontrollgremiums für den Verfassungsschutz eingreifen könne, weil das die Abgeordnetenrechte verletze. Diese hatten nämlich mit Mehrheit beschlossen, dass entgegen dem ausdrücklichen Gesetzeswortlaut, die Oppositionspartei AfD im Ausschuss nicht vertreten sein dürfe. Die originell geführte Behörde wird jetzt so kontrolliert: 1 x CDU, 2 x BSW, 1 x Linke. Besser kann man gar nicht klarstellen, wo und wofür die Christunion steht. – Ein bunter Strauß von Rechts- und Verfassungsbrüchen. Langsam kehrt Normalität ein.
26. April 2025 Während Trump verärgert seine Friedensappelle fortsetzt, unternehmen die russischen Streitkräfte gestern einen schweren Luftangriff auf Kiew. Dessen Bürgermeister Vitali Klitschko meldet sich zu Wort, dass die Zurückweisung der von Trump geforderten Sezession der Ostukraine ein Fehler sei, Selenskyj habe zumindest auf eine zeitliche Abtretung eingehen müssen. – Da versucht einer sich abzusetzen. Ostfront (2): Ebenfalls gestern wird der stellvertretende Chef der Operationsabteilung der russischen Armee, Generalleutnant Jaroslaw Moskalik, bei einem Autoanschlag getötet. Palastrevolte: WEF-Schwab, der böse Geist von Davos, wurde von den eigenen Leuten abgeschossen. Jetzt hängen sie ihm auch noch zur Sicherheit ein Verfahren wg. Veruntreuung von Organisationsgeldern an. Nein, Mitleid habe ich keines, doch wird man sehen, wie‘s der Nachfolger treibt, Nestlé übernehmen Sie. Tja, so ein Milliardär hat’s schwer.
24. April 2025 Selenskyj sagt, er werde die Abspaltung der Krim an Russland niemals anerkennen. Könnte sein, dass er diesmal die Wahrheit sagt. – Trump sagt dazu, der Mann würde zündeln. So kann man es auch sagen, um den unmittelbar bevorstehenden Ausstieg zu begründen. Der Don hat begriffen, dass er sich mit Russland einigen muss, um die aktuell drohenden Verluste zu minimieren. Allerdings muss bei ihm bedacht werden, dass nicht feststeht, wie lange seine Einsichten anhalten.
23. April 2025 Statt eigener Gedanken 2 Werke frisch aus dem Fundbüro. Ersteres wie so oft leider anonym. Bei Nummer zwo ist der Verfasser bekannt: Bernd Zeller (Abdruckgenehmigung wurde erbeten).
Doch noch ein eigener Gedanke (um 8 Uhr morgens): 95 Prozent aller Texte, die ich lese, sind Aufreger darüber, was andere Leute so von sich gegeben haben. – Bleibt die Frage, ob das hier, was ich eben abgesondert habe, zu den 95 Prozent gehört?
22. April 20253 Tage Auferstehungsgeblubber in den Medien. Stattdessen in der Realität: Papst tot. Kirchen sicher auch bald tot, jedenfalls in D. Die einschlägige Kritik von Julia Klöckner (CDU-Bundestags-Vorsitzerin) an denselben stößt auf das Wutgeheut der professionellen Heuchler. Jetzt kann sie ihre Tage zählen, denn dieselben sind gezählt.
21. April 2025 Die gestrige russische Waffenruhe hat nach Angaben von Selenskyj (auf X) nicht mal bis 17 Uhr gehalten. Das ist derselbe Mann, der von Anfang an dagegen war, weil sie seiner 30 Tage-Forderung nicht entsprach. Ostern (2): Die Marschierer verschwanden, als die Knete aus dem Osten ausblieb. Jetzt, 35 Jahre danach, sind sie wieder da, um dagegen zu protestieren.
20. April 2025 Einige Medien orakeln, dass Putin für das heutige Osterfest eine Waffenruhe angeordnet habe. Der Tag wird zeigen, ob es dazu kommt. Den Deutschen hingegen hat er angedroht, ihnen den Krieg zu erklären, wenn sie veranlassen, dass Russland mit Taurus-Marschflugkörpern beschossen wird. Die Kriegsriege der CDU ist größenwahnsinnig genug, dies zu ignorieren. Ostfront (2): Derweil schreiten die Kriegsbeendigungsverhandlungen zwischen den Sondergesandten der USA (Steve Witkoff) und Russlands (Kirill Dmitrjew) fort, während die Schieflage zwischen Kiew und Washington ebenfalls zunimmt, wie der US-Außenminister betont, derweil Selenskyj den in Kiew geborenen Dmitrjew als Verräter bezeichnet.
19. April 2025 Die Direktorin der US-Sicherheitsbehörden (DNI), Tulsi Gabbard, hat heute Nacht den geheimen Plan der Biden-Regierung zur Bekämpfung der steigenden Gefahr des heimischen Terrorismus – Strategic Implementation Plan (SIP) – offengelegt. Seine Notwendigkeit wurde von den Verfassern mit den Tumulten um und im Kongressgebäude am 6. Januar 2021 begründet und enthielt ein Vier-Säulen-Konzept zur Abwehr ausländischer und anderer nicht-nationaler Desinformation (als Beispiel wird die russische Präsenz im Internet genannt), der engen Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden und Technik-Giganten, um die Bevölkerung vor fremder Einflussnahme und Desinformation zu schützen (als Beispiel wird die Unterminierung der Bekämpfung der Covid-Seuche genannt), und die Überwachung der Bevölkerung durch Zugriffe auf deren Finanz-Transaktionen. Wenn man die Aktionen der Biden-Regierung einmal Revue passieren lässt, etwa bei der Eliminierung des wieder-antretenden Donald Trump, wird deutlich, wie weit es die Clique rund um die Democrats mit der Anwendung des Orwell-Sprechs bereits getrieben hatte. Übern Teich (2): Die kleine Blonde aus Bella Italia hatte vorgestern einen spektakulären Auftritt im Oval Office. Als es um solche Nebensächlichkeiten wie Europa, Zölle, Krieg und Rolle der USA ging, überschüttete sie die Presse und den neben ihr sitzenden Trump aus der hohlen Hand mit einer Suada in Italienisch, dass das ganze Auditorium verblüfft schwieg und hernach applaudierte. Trump war Profi genug, um die Sache wieder zu verlangsamen, indem er vor weiteren Fragen und Antworten verlangte, dass die Sache ihm erst einmal in Ruhe übersetzt werde. Meloni nutze die Gelegenheit, um die Dolmetscherin hie und da, ganz wie es ihr gefiel, zu korrigieren. Tags drauf (gestern) empfing sie Vize Vance in Rom. Interessant ist, dass sich die Führung der EU nach Rom verschiebt – jedenfalls was die Achse nach Washington betrifft, und da geht es im Moment ums Eingemachte.
17. April 2025 In den US-Medien, allen voran im Wall Street Journal, gewinnen einige Erkenntnisse über den Ukraine-Krieg an Raum, über die ich vor Monaten berichtet habe: Überraschende Angriffe von russischen Kleinst-Gruppen auf Motocross-Maschinen bzw. E-Bikes. Diese locken die Verteidiger aus ihren verborgenen Stellungen, auf die prompt Drohnen-Angriffe erfolgen und anschließend vorrückende kleine Panzereinheiten mit aufgesessener Infanterie. Auch in diesem Falle verblüfft die auf den Kampfvideos zu beobachtende Leere des Gefechtsfeldes. Ostfront (2): Die amerikanische Behauptung, die russische Armee habe sich sichtlich demokratisiert, ist purer Unsinn. In Wirklichkeit hat die Auftragstaktik von Scharnhorst selig Einzug gehalten, wonach zur Erreichung eines Zieles die Kommandogewalt so weit wie möglich nach unten delegiert wird. Das setzt für den Erfolg bei der jetzigen russischen Kleinstgruppentaktik gut geschulte, robuste Unterführer und Soldaten mit einer hohen Kampfmoral voraus. Die gibt es offensichtlich. Ostfront (3): Nach wie vor straff auf Krieg gestimmt, ist das jüngst Heft von Foreign Affairs, wo eine ukrainische Journalistin die Kriegserfolge aufzählen darf, u.a. das stete Wirtschaftswachstum des Landes, das weit über dem des Wertewestens liegt. Man staunt, wenn man’s liest.
16. April 2025 Mit einem Bekloppten zu diskutieren, ist ähnlich sinnvoll, wie mit seinem Wäscheschrank die Nationalhymne einzuüben. Doch halt, man tut dem Wäscheschrank unrecht, er hat niemals die Oberstimme singen wollen. Warum mir das beim Aufwachen durch den Kopf ging, weiß ich auch nicht, denn eingeschlafen war ich bei den ermüdenden Meldungen über das Gezänk des noch nicht einmal in Dienst getretenen Bundeskabinetts. Bundekabinett (2): Manche arbeiten sich daran ab, dass der Berufsjugendliche, der den General der Union gibt, seit gestern nicht in die Regierung will, obwohl er, wie die Fachleute zu berichten wissen, gesetzt sei (was immer das sei). Ich nehme an, er will nicht in Kürze zu den Merz-Gefallenen gehören.
15. April 2025 36 Tote nach einem russischen Raketenangriff auf Sumy. Jetzt muss auch dem letzten Illusionisten auffallen, dass die Russen sich keinen Waffenstillstand diktieren lassen. Ostfront (2): Fritze M. kennt ein Gegenmittel: Taurusse auf Russland – sofort. Weiß er wovon er spricht? Auch Pistorius, der beliebteste Politiker zwischen hier und Neufundland, kennt ein Mittel: Wehrpflicht sofort und zwar mit Freiwilligen. Er befindet sich bereits im Wiederholungsmodus der Begriffsverwirrung, was die Sache nicht besser macht. Ostfront (3): Via Amerika erreichen uns ukrainische Bewertungen über die Kriegstauglichkeit deutscher Waffen. Die Panzerhaubitze 2000 zu groß, zu geringe Schussfolge, baldiger Rohrverschleiß, Leo 2A6 zu kompliziert, mit Bordmitteln nicht instand zu halten; Leo 1A5 zu geringe Panzerung, nur als Fernartillerie zu benutzen; bei beiden Raketenwerfern Munition zu teuer, Bedienung zu kompliziert, MAN-Fahrgestelle veraltet und im Frontbereich nicht mehr reparierbar. Nur der Marder kommt besser weg, merke: der wurde in die Truppe eingeführt, als ich vor über 50 Jahren noch ein Soldat war. Wie auch immer: Stiftung Warentest im US-Auftrag? Ostfront (4): Von den Erdkämpfen nichts Neues, die Russen schieben sich Meter um Meter in Richtung Dnjepr vor. Eine prägnante Offensivabsicht ist nicht zu erkennen.
10. April 2025 Da haben sich die Koalitionäre gestern, wie man liest, auf ihr Regierungsprogramm geeinigt. Was da drinsteht? Es ist gleichgültig, denn es geht in Wirklichkeit um die Besetzung von Posten mit Leuten, die eine Karikatur auf das vom Grundgesetz postulierte Gebot von Eignung und Leistung sind. Koalition (2): Die größten Dummheiten zum Ereignis stammen aus den Postillen des sog. alternativen Lagers, wo das Ergebnis so zusammengefasst wird, als habe sich die CDU von den Sozen über den Tisch ziehen lassen. Das ist entweder Ausdruck von Naivität oder eine grobe Lüge, denn es ist genau das vereinbart worden, was auch die Politiker der CDU wollten. Es ist, um es klar zu sagen, die Handschrift der CDU. Dass einige Grundorganisationen der Christunion das nicht mitgekriegt hatten und jetzt motzen, ist eher witzig als tragisch zu nennen.
6. April 2025Eine Woche lang delektieren sich die Gazetten jeglicher Couleur am Niedergang der CDU, sprechen gar vom Zerreißen. Beruhigt euch wieder, Jungs, nichts dergleichen wird in absehbarer Zeit passieren, solange Posten und Pöstchen zu vergeben sind. Fritze wird Kanzler, verlasst euch drauf. Er bleibt es so lange, wie es die Oligarchen für zweckmäßig halten.
4. April 2025Nazisprech: Das Original (1941-45) nannte das Töten von Juden Sonderbehandlung, auch in der Verbform sonderbehandeln. Die Täter wussten genau, dass sie Verbrechen begingen, deswegen suchten sie ihr Tun bei der sprachlichen Erwähnung zu verschleiern und die Taten selbst östlich der Reichsgrenzen zu begehen. Eine schöne Parallele finden wir beim Töten von Russen auf russischem Staatsgebiet vor. Die Zieleinstellung von US-Raketen, wie der Himars, welche an die Ukrainer übergeben wurden, können diese nicht verwenden, ohne dass US-Offiziere die Zielprogrammierung vor dem Abschuss vornehmen. Diese Tätigkeit, der eine Beurteilung aufgrund von Zieldaten durch die US-Fern- und Satelliten-Aufklärung vorausgeht, nennt man nicht Zieleinstellung, sondern Definition der zone of interest (Interessenzone). Diese Verschleierung geschieht ausdrücklich, um US-Personal die Möglichkeit zu geben, auf die Frage, ob sie an der Tötung von Russen auf russischem Territorium beteiligt seien, nein sagen zu können, also angeblich nicht lügen zu müssen. Zone of interest (2): Dass wesentliche Teile dieser illegalen Kriegshandlungen auf deutschem Boden, nämlich in Wiesbaden, begangen werden, gilt es der Vollständigkeit halber zu erwähnen. Die Bundesregierung weiß das und behauptet, dieses Tun stünde im Einklang mit der deutschen Rechtsordnung, wie sie sich in diesem Fall aus dem Grundgesetz, dem Nato-Truppenstatut und anderen Rechtsvorschriften ergebe. Sie verzichtet, was kaum verwundert, konkret zu werden und belehrt stattdessen deutsche Journalisten, die nachfragen, darüber, dass sie gefälligst zu erwähnen hätten, dass die Aggression von Russland ausgegangen sei. So in dieser Woche der Regierungssprecher Hebestreit gegenüber einem Redakteur der Nachdenkseiten. Zone of Interest (3): Der seit Jahrzehnten vielbeschworene Atomschirm, den die USA über Deutschland halten, bedeutet im Klartext, dass unser Land im Zweifel das Zielgebiet für den einschlägigen, ultimativen Einsatz von Atomwaffen ist. Das deutsche Sprichwort vom Regen und der Traufe ist eine unzulässige Verniedlichung der drohenden Gefahr.
3. April 2025 Am 22. März starb, wie ich jetzt hörte, der Gründer und Betreiber von Querdenken-TV, Michael Friedrich Vogt. 2015/16 machten wir zusammen zwei, drei Interviews über den deutschen Staat und seine Geschichte, die breite Beachtung fanden und ungezählte Reaktionen auslösten. Dieser für beide Seiten hoffnungsfrohe Beginn wurde durch einen schweren Schlaganfall von V. abrupt beendet. Ein Wiederanknüpfen an das Vergangene war später trotz eines Anlaufs nicht möglich. Erschien mir Vogt bei unserer ersten Begegnung – man sehe mir den Vergleich nach – irgendwie janusköpfig zwischen einem rationalen und einem schwärmerischem Verstand, so war nach meinem Eindruck nach der Wiedergewinnung des Sprachvermögens die helle Seite seines Denkens für mich nicht mehr erreichbar. Auch gestorben: Einer der skurrilsten Leute, die mir über den Weg liefen, war der Wirt im sog. Bahnhofshotel von Seeheim im südlichen Südwest-Afrika. Wir unterhielten uns in einem seltsamen Gemisch aus englisch und holländisch nebst russischen Fachvokabeln über seine Zeit beim sowjetischen Militärgeheimdienst GRU – das KGB schloss er aus –, wo er als Oberstleutnant Instruktor der kommunistischen Befreiungsbewegung Swapo war. Seine Abfindung hatte ausgereicht, um in späteren Jahren, als das ehemalige Mündel an der Macht war, die einstige kaiserlich-deutsche Immobilie an diesem verlassenen Ort zu erwerben, in dem heutzutage nachts chinesische diesel-bespannte Erzgüterzüge auf dem Weg nach Lüderitz am Atlantik vorüberlärmen. Während unserer Gespräche saß sein Papagei auf seiner rechten Hand. Ab und an wechselte er auf meine Hand herüber und lauschte aufmerksam, was wir uns zu sagen hatten.
2. April 2025 Wenn am Wochenende die New York Times mit großem Klamauk die Verstrickung der USA in das Kriegsgeschehen in der Ukraine beschrieb, so war das für niemanden, der sich nicht aus der NYT informieren lässt, eine Überraschung. Es war die US-Regierung unter Joe Biden, die diesen Krieg erst möglich machte und dann lenkte. Die einzige Frage, die bleibt, ist diese hier: Warum so detailliert und warum jetzt? Denn um mit den dreisten Enthüllungen über die US-Kriegsmaschine dem Regime Trumps zu schaden, muss man dreimal um die Ecke denken. Etwa so: Er kann unsere berechtigten Interessen dortzulande und auch sonst in aller Welt nicht schützen. Nichts Gescheites (2) Trump der Springteufel kündigte derweil seine dritte Amtszeit an. Was mag sein Vertreter davon denken, der derzeit eine Bad-Will-Tour durch Grönland absolviert? Die flotte Jette in Kopenhagen spricht derweil so, dass man denkt, sie habe den Schlieffen-Plan für den Zweifrontenkrieg verinnerlicht. – Jette, Jette, der Plan ging schief. Er bescherte dem Deutschen Reich eine krachende Niederlage. Auch nichts Gescheites (3): Der gestrige 1. April ging vorüber, ohne dass ich mich hereingelegt fühlte. Kann nur bedeuten: Es geschah nichts, oder ich bemerkte nichts. Aber doch immerhin dies hier: Gemeinsam hatten Bismarck, Höcke und Dagen Geburtstag. Wird höchste Zeit, den Tag aus dem Kalender zu streichen. Für den Ersatz durch „erster Merz“ scheint es mir allerdings noch zu früh.
1. April 2025 Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer Rechtsstaat.
31. März 2025 Trump stößt wüste Drohungen aus, weil Putin nicht bei Fuß gehen will. Wen will er mit den angekündigten Öl-Embargos treffen? Die Russen kaum, die Europäer mit Sicherheit. Im Internet lese ich sinnlose Debatten über die Namensgebung für die neue Regierungs-Koalition. Ein Lesefehler beschert mir die Lösung: Rotschwanz. Internet (2): Eine nicht namentlich genannte Politikerin wird so zitiert: You can say you to me. Bei allem Mist, den ich bereits am frühen Morgen konsumiere, stimmt mich diese Meldung fröhlich. Sodann schalte ich ab und blinzele in die aufgehende Sonne.
30. März 2025 Das hier schrieb ich vor fünf Jahren. Stimmt leider immer noch. 10 Gründe, warum Konservative nichts bewirken Erstens: Konservative berufen sich auf die Macht der Empirie, um zu verdecken, dass sie keinen Plan haben.Zweitens: Konservative verschwenden die meiste Zeit damit, darüber zu räsonieren, dass es früher einmal besser war.Drittens: Konservative verabscheuen Ohrfeigen.Viertens: Konservative suchen mit Lupe und Pinzette das Haar in der Suppe von anderen Konservativen. Fünftens: Konservative fürchten sich vor der Veränderung. Sechstens: Konservative behindern brauchbare Ideen durch kluge Analysen. Siebtens: Konservative ziehen den edlen Wein einem scharfen Schnaps vor. Achtens: Konservative stellen sich die Zukunft wie die Vergangenheit vor. Neuntens: Konservative pflegen den betulichen Ton, wo andere ruppig werden. Zehntens: Konservative scheuen die Barrikade. Und zuletzt und entscheidend: Vor Konservativen fürchtet sich niemand.
29. März 2025 Die EU hat einen EU-Kommissar, dessen Namen ich bis gestern nie gehört hatte. Jetzt meldet sich dieser Dan Jørgensen zu Wort: Kein Molekül russischen Gases mehr für Europa. In Klardeutsch umformuliert: Ich setzte meinen gesamten Einfluss darein, die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream zu verhindern. Wer hat diesen dänischen Clown befugt, über die weitere Ruinierung des deutschen Standorts zu befinden? Unsre Regierung, wer sonst. Konfusion (2): Der gestrige Tag hatte es offenbar in sich. Selenskyj erklärte, dass der soeben bei ihm angelangte Entwurf eines Rohstoffabkommens mit den USA nicht den bisherigen Verhandlungsstand abbilde und die Aufgabe der Souveränität des Landes bedeute. Ohne den Text gelesen zu haben, könnte man in diesem Fall vermuten, dass er ausnahmsweise mal die Wahrheit sagt. Konfusion (3): Nunmehr haben die Russen sich zu Wort gemeldet, was sie für den Ausgangspunkt von Friedensgesprächen halten: Eine ukrainische Regierung unter UNO-Mandat. Auch davon war bislang nirgends die Rede. Konfusion (4): Der dritte Europäische Gipfel – sprich der Versuch von Macron und Stamer, die Führung an sich zu reißen – ging ergebnislos zu Ende. Interventionstruppen wurden abgelehnt. Stattdessen wollen GB und F jetzt Truppen ins Land senden, aber nicht in die Frontregionen. Das kann nur bedeuten, sie wollen ihren Anteil am Kuchen sichern. Diese Maßnahme richtet sich dann gegen die US-Boys und die Restukraine.
28. März 2025 Das Feuilleton der sog. Leitmedien (FAZ und taz) gibt sich erschüttert: Es wird eine Buchmesse mit dem Motto Seitenwechsel abseits der eingeübten Rituale in Frankfurt und Leipzig geben. Das Datum ist der 8./9. November 2025 und der Ort des Geschehens die Messe in Halle an der Saale. Die Meldungen hierüber werden mit der Lüge garniert: Nachdem die rechten Verlage an den heiligen Messeorten nicht reüssieren konnten, versuchen sie auszuweichen. Zutreffend wäre zu formulieren gewesen: Einige Verlage wurden von den genannten Orten dank linksextremer Gewalttaten unter dem wohlwollendem Applaus von Mainstreamhetzern ausgegrenzt. Messe (2): Sofort ertönt der Ruf, man müsse den Eigentümer der Messe unter Druck setzen. Ergötzlich auch: Die Rechten würden sich dem Dialog verweigern. Deswegen muss man sie verbieten? Ich bin schon lange der Meinung, dass es mit dem logischen Denken des Mainstream-Pöbels nicht weit her ist. Messe (3): Anders, als es die geifernden Kommentare glauben machen wollen, sind laut Messeplan (https://www.messe-seitenwechsel.de/messeprofil) bislang nur zwei Verlage (Buchhaus Loschwitz und Gerhard Hess) am Start. Dass es sich hierbei um „die rechten Verlage“ handele, ist ein Phantasieprodukt. Man nimmt es mit Staunen und mit Abscheu zur Kenntnis.
Messe (4): Die eigentümliche Gefahr, die heutzutage vom Buch als Medium ausgeht, ist kaum zu unterschätzen. Am schlimmsten erscheint es den Totalitären, dass man es im Gegensatz zu alledem, was die bunte Wiese des Digitalen zu bieten hat, nicht mit Hilfe der Löschtaste wirksam bekämpfen kann.
27. März 2025 Die US-Boys und die Russen einigen sich auf einen schrägen Deal: Freier Handelsweg durchs Schwarze Meer gegen Aufhebung von Sanktionen gegen Russland, deren Durchsetzung den USA selbst, so wie ein Bumerang, schädlich waren, wie zum Beispiel der Boykott von russischem Kunstdünger. Ostfront (2): Der Krieg wird also weitergehen, so lange es die Russen für nützlich halten, bzw. die Europäer die Ukraine an der Kapitulation hindern. In Berlin, Brüssel, London und Paris sitzen Hasardeure am Ruder, die ihre eigenen Völker bekämpfen, denn an der Ostfront gibt es nichts zu gewinnen, und gegen Amerika hat man soeben eine gewaltige Schlappe eingesteckt. Amerika (2): Dass die Spitzen der US-Kriegsmaschinerie (Pentagon, Dienste und FBI) ihre gemeinsamen Planungen über die Palaver-Box Signal Chat abgewickelt haben, die auch von Trump-feindlichen Medien wie der Zeitschrift Atlantic mitgelesen werden kann, hat mich doch etwas überrascht. Hier werken Amateure. Amerika (3): Trump kündigt das Inkraftsetzen von 25-Prozent Auto-Zöllen an. Die treffen dann Deutsche, Chinesen, Südkoreaner und Japaner, ganz nach US-Belieben. Hier kann man betrachten, was America First in der Praxis bedeutet. Die Chinesen werden sich wirksam wehren. Und die Deutschen? Mit nichts, denn sie haben nichts in der Hand.
25. März 2025 Sicherheitsberater Waltz in Saudi Arabien, um sich erst mit Ukrainern, dann mit den Russen zu treffen. Ergebnisse werden nicht mitgeteilt. Wie auch? Zeitgleich melden amerikanische Medien, Waltz sei in Grönland eingetroffen. Kann er auch auf dem Wasser gehen? Würde mich nicht wundern. Wassergänger (2): Tichy räumt den CSU-Exgrößen Friedrich und Scheuer breiten Raum für Gemecker ein. Der eine schilt die Brandmauer, der andere die Russlandsanktionen, beide im üblichen Hü-Hot-Modus. Kann mir mal einer verraten, warum ich mich von diesen Typen bequatschen lassen soll? Die einzige Frage, die interessiert, ist die: Hast du beim Staatsstreich in den letzten zwei Wochen das Maul auf-, oder hast du mitgemacht? Na? Na also.
24. März 2025In Washington wird weiter geholzt. Während etliche Gerichte versuchen, die Maßnahmen des neuen Herren im Weißen Haus zu sabotieren, erlässt dieser eine Präsidial-Verordnung nach der anderen, um die staatlichen Strukturen des Deep State aufzulösen. Jetzt hat es diese hier getroffen: (i) the Federal Mediation and Conciliation Service;(ii) the United States Agency for Global Media;(iii) the Woodrow Wilson International Center for Scholars in the Smithsonian Institution;(iv) the Institute of Museum and Library Services;(v) the United States Interagency Council on Homelessness;(vi) the Community Development Financial Institutions Fund; and(vii) the Minority Business Development Agency. Etliche von denen nehme ich zum ersten Mal zur Kenntnis. Sie haben bis auf die Agency for Global Media in erster Linie innerstaatliche Bedeutung. Die Medienagentur steuerte hingegen u.a. Radio Free Europe, Radio Liberty, Radio Free Asia und Voice of America mit einem Jahresbudget vom ca. einer Milliarde Dollar. Die US AGM ist nach der US AID die zweite große Einflussorganisation die flachgelegt wird. In Berlin täuschen sog. Verhandlungsgruppen Staatsaktivitäten vor. In Wirklichkeit geht es um Beute-Schacher. Derweil munkelt das Internet, dass die Sozen den Fritze gegen die Wand laufen lassen und ihn, wenn’s zum Schwure kommt, bei der Kanzlerkür durchfallen lassen. Mag sein, doch besonders wahrscheinlich ist dies nicht. Aber immerhin: Ich halte die CDU für zu rückratlos, um eine eigene Mehrheit zu organisieren. Ihr fehlt eindeutig das Führungspersonal.
23. März 2025 Gutleber: Der oder die, das ist Frage. Klar ist nur, dass beide häufig nicht zusammenpassen. Blöd sein und blöd handeln ist nicht dasselbe. Vor allem gilt: das eine kann unter Umständen revidiert werden, das andere nicht. Alter Theologen-Kalauer: „Nietzsche: Gott ist tot – Gott: Nein, Nietzsche ist tot.“ Revidiert: „Nietzsche: Gott ist tot. – Gott: Nein, Nietzsche ist tot. – Nietzsche: Denkste.“ Doktrinär: Die deutsche offizielle Kriegsdoktrin sagt, dass der Russe demnächst vor dem Brandenburger Tor steht. Aber nicht vor 2029. Deswegen müssen wir jetzt den Dnjepr verteidigen, damit er den Termin einhält.
22. März 2025Trumps eigenwilliger Friedensplan für den Ukrainekonflikt mit einer vorgezogenen 30-tägigen Waffenruhe ist gescheitert. Selenskyj konnte er durch Erpressung auf Linie zwingen, Putin hingegen nicht. Der bedankte sich öffentlich beim US-Präsidenten und fügte kalt hinzu, was die bekannten russischen Bedingungen für einen Waffenstillstand sind: Endgültigkeit, Entwaffnung, Nato-Ferne, Territorialabtretungen. Erstmalig in voller Uniform besuchte er die Truppen der Kursk-Gruppe, die soeben dabei ist, das dortige, seit August 2024 andauernde Drama mit der Vernichtung der Invasionstruppen zu beenden. Mehr Symbolik geht kaum: Ich, Putin, stelle mit militärischer Gewalt die Lage im eigenen Lande wieder her. Friedensplan (2): Auch die Kriegs-Trommler Starmer (GB) und Macron (F) können ihren Vorstoß, während der Waffenruhe Bodentruppen zur Friedenssicherung in die Ukraine zu entsenden, komplett vergessen. Putin müsste ein Esel sein, um diese Falle nicht erkannt zu haben, denn wenn die Waffenruhe abläuft, wären diese Nato-Truppen plötzlich die schuldlos Angegriffenen. Auch aus DC kam keine Sympathiebekundung: Der zum Rapport vorgeladene Nato-General Rutte wurde wie ein Schuljunge abgefertigt und mit den Trump-Forderungen gegen Grönland und Canada konfrontiert. Er schwieg beklommen grinsend. Friedensplan (3): Was den US-Präsidenten umtreibt, bleibt rätselhaft. Wenn er jetzt gegen Russland erneut die Öl-Sanktionskeule hervorzieht, pokert er mit einer Reihe von Mitspielern, Öl-Produzenten und Öl-Verbrauchern. Von den letzteren trifft er vor allem die Europäer, die ohne eigene Karten mit am Spieltisch sitzen müssen.
19. März 2025 Das gestrige Datum wird als der Tag in deutschen Geschichtskalendern zu verzeichnen sein, als ein von der CDU organisierter Verfassungsputsch den Klimawahn als Staatsreligion einführte. Ein Blick in die nicht nur deutsche Geschichte lehrt, dass solche Verirrungen nur gewaltsam zu korrigieren sind, und es auch werden. Gewalt (2): Ebenfalls gestern fand ein Telefonat zwischen Trump und Putin statt. Aus dem mit viel Tamtam herbeiorakelten Monsterereignis bleibt ein winziger Fisch im Netz der Realität hängen: Die Herren einigten sich dem Vernehmen nach auf eine begrenzte Feuerpause gegen Ziele der Energie-Infrastruktur. Gewalt (3): Die im Nahen Osten geht ungeachtet irgendwelcher Vereinbarungen weiter.
17. März 2025 Die Putschisten haben den gestrigen Sonntag genutzt, um eine weitere Änderung ins Grundgesetz zu zwingen: die Klimaneutralität bis 2045. Das ist der nächste und vermutlich endgültige Schritt in die Diktatur – vergleichbar mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933. Dieses war eine organisatorische Bruchkannte zur demokratischen Republik, das heutige eine ideologische, aus der es mit demokratischen Mitteln kein Zurück mehr geben wird. Putschisten (2): Es verdient festgehalten zu werden, dass dies das Werk der CDU ist. Man zeige also nicht mit dem Finger auf die Grünen, die ohnehin jenseits von gut und böse sind. Nein Leute, es ist die CDU, welche die Axt an unser Land gelegt hat. Ohne wenn und aber: die CDU.
16. März 2025Die Gigantomanie unsrer Staatsputschisten ist so schwindelerregend, dass sich nach dem Unglauben über das Geschehen nur allmählich Nüchternheit einstellen kann – zunächst mit der Frage: Wer war das? Die Antwort lautet: Bislang nicht namhaft gemachte Finanzoligarchen. Giganten (2): Dass die Vier von den deutschen Pressekonferenzen es nicht waren, leuchtet ein, nachdem man deren Gesichter studiert hat. Sie gehören zu den Politikern Klingbeil, Merz und Söder und jener roten Kommissarin, bei der ich die bolschewistische Lederjacke vermisse. Sie allesamt sind bestenfalls Figuren. Giganten (3): Manch einer tippt auf Black Rock, und dann fällt der Name Larry Fink. Bis vor Kurzem sah man ihn noch in zart-lilafarbener Davos-Klamotte den Ton angeben. R.S. fragt mich von ferne, ob er ein Deutschen-Hasser sei. Was weiß ich. Zumindest macht er den Eindruck, als halte er sich deutsche Hofhunde.
15. März 2025 Der dreisteste Verfassungsputsch in der Geschichte der Republik nahm gestern seinen Fortgang. Fritze der Vormann handelte mit dem Grünenquartett einen Revolutionierungszuschuss (für Klima, Transformation und so) von sage und schreibe 100 Milliarden € aus, damit diese dem Abwracken des Grundgesetzes zustimmen. Das ist ein stolzer Preis für Leute, die den Fritzen noch vorgestern laut randalierend einen Faschisten nannten, den man ins KZ stecken müsse. Das wird sich auf seinem weiteren Weg verschärfen. Den von Deutschland auch. Jetzt sind wir bereits bei über einer Billiarde Euronen, die aus dem Nichts generiert werden sollen. Das Nichts wird durch das Vermögen der Bürger ersetzt werden. Verfassungsputsch (2): Das Bundesverfassungsgericht winkte das Aushebeln des Grundgesetzes gestern im Eilverfahren durch. Das Recht der klagenden Abgeordneten, die geltend gemacht hatten, ein so umfangreiches Gesetzespaket könne man in Tagesfrist weder lesen, geschweige denn begreifen, wurde mit dem Hinweis darauf untergepflügt, es sei der nicht klagenden Mehrheit nicht zumutbar, dass sie in ihren Abgeordnetenrechten – wegen der ablaufenden Legislatur womöglich für immer – beschnitten würden. Zu deutsch: Mehrheit geht vor Verfassungskonformität, wenn das zweckmäßig ist. Das ist der Maßnahme-Staat in seiner schönsten Ausprägung. Als nächstes wird das AfD-Verbot kommen. Verfassungsputsch (3): Denselben abzuwenden, weigerte sich gestern die neugewählte Fraktion der Linken, die sich dem Ansinnen der AfD lauthals verweigerte, sofort eine Sitzung des neugewählten Bundestages nach Art. 39 GG einzuberufen, um dem Tun des abgewählten Parlamentes Einhalt zu gebieten. Solch ein Zusammenwirken komme aus Gründen des Antifaschismus nicht in Frage. Merke: Alles, was diese Leute noch vorgestern zum Gesetzespaket öffentlich sagten, ist Makulatur, wenn es um Taten geht. Verfassungsputsch (4): Mal sehen, was den Ländern noch so alles einfällt, denn auch sie müssen dem Paket im Bundesrat zustimmen. Tun sie das nicht ohne Wenn und Aber in der kommenden Woche, dann ist die Sache unrettbar durch – jedenfalls wenn man die Regelungen des Grundgesetzes anwendet, wofür ich mich allerdings nicht mehr verbürgen mag.
14. März 2025 Klonovsky hat soeben wortreich vertreten, dass Friedrich Nietzsche nicht dahindämmernd an der Syphilis starb, sondern an einem Gehirntumor. Das alles ist eingebettet in Girlanden von Genie und Wahnsinn. Letzteren im Falle N. in Abrede zu stellen, wäre abwegig, doch wie ist es mit dem Genie? Mich freut bereits bei der Niederschrift des letzten Satzes, dass ich von den feinschmeckenden Kennern des Banausentum bezichtigt werden werde. Ich hätte mich vor dem Lästern besser mit dem Oeuvre vertraut machen sollen. Das ist sicher richtig, denn ich habe dessen Werke lediglich gelesen – vier Bände dick, die Verwundern und Missmut auslösten. Kenner (2) haben nun wochenlang öffentlich vertreten, dass die Machtübernahme in Syrien den bösen Assad abgelöst und die Regierung der gemäßigten Rebellen ans Ruder gebracht habe. Jetzt lernen wir, wie erwartbar, dass diese zum Massen-Mord und Plündern übergegangen sind, während die Amerikaner weniger Gemäßigte durch Drohnen-Attacken töten und die Israelis Luftschläge gegen Damaskus durchführen, so wie gestern geschehen. Kenner (3) trauen dem Fritze nur eines zu, Versprechen zu brechen, bevor sie den Hauch der Wirksamkeit entfalten konnten. Nur ein einziges Wahlversprechen hat er bislang gehalten: nicht mit der AfD. Ich bin angesichts seiner possierlichen Rede im gestrigen Bundestag schwer beeindruckt und frage mich, ob er noch immer die Geschäfte von Black Rock führt. Das würde ins Bild passen: Schulden bis zum Abwinken, Bürgervermögen enteignen und ein flotter Krieg in der Ukraine.
13. März 2025 Der gestrige ukrainische Drohnenangriff auf Moskau kann kaum eine gute Idee genannt werden, wenn die Russen nach den amerikanischen Vorstellungen zu einem Waffenstillstand genötigt werden sollen. Währenddessen werden die letzten ukrainischen Einheiten im Sack von Kursk zusammengeschossen. Von einem Faustpfand für Verhandlungen spricht niemand mehr. Die Frage ist eher, an welcher Stelle des 1000 km langen Frontbogens die Russen als nächstes massiv angreifen werden. Ostfront (2) BND-Chef Bruno Kahl wird in der Presse so zitiert, dass man den Kampf in der Ukraine weitere 5 Jahre in die Länge ziehen müsse, um die Russen auszubluten, damit deren Westambitionen sich in Luft auflösen würden. Kann mir kaum vorstellen, dass er das gesagt hat. Falls doch, erspare ich mir jeglichen Kommentar, der doch nur darauf herausliefe, ob diesem Mann klar sei, für welches Land er eigentlich sprechen sollte. Zweifel sind angebracht, zumal soeben der Jahresbericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages veröffentlicht wurde: Kein Nachwuchs, alte Leute, nicht eine einzige Planvorgabe erfüllt. Streitkräfte nur noch dem Namen nach.
12. März 2025 Vor unser aller Augen findet der nächste Verfassungsbruch statt. Der für morgen anberaumten Sondersitzung des alten Bundestages fehlt es offensichtlich an einem diese auslösenden Antrag (= mindestens ein Drittel der Abgeordneten des Bundestages). Stattdessen hatten sich eine Handvoll Parteibonzen hierauf verständigt. Das ist so offensichtlich verfassungswidrig, dass jetzt nur noch das angerufene BVerfG die Verfassung umschreiben kann. Mein Vorschlag: eine quasi-historische Auslegung des Textes: Wenn die Verfassungsväter die Bedeutung der Fraktionen damals richtig erkannt hätten, so hätten sie gewiss anders formuliert. Verfassungsbruch (2): Dass der abgewählte Bundestag nicht legitimiert ist, die Bundesverfassung zu ändern, bedarf kaum des Kommentars, wenn man auch nur den Hauch der Bedeutung der Volkssouveränität im Kopfe bewahrt hat. Wenn das Beabsichtigte mit dem jetzt gewählten Parlament rechnerisch nicht möglich ist, dann ist es nicht möglich. Ostfront: Trump und der kleine Mann aus Kiew haben sich, wie man liest, jetzt auf einen Waffenstillstand geeinigt. Wusste gar nicht, dass die beiden einen Krieg gegeneinander führen. Der Ball, so völkstümelt der neue US-Außenminister Rubio liege jetzt in Putins Feld. Da liegt er gut, denn der will keinen Waffenstillstand, hinter dem er lediglich eine Feuerpause vermutet. Er hat in Minsk einschlägige Erfahrungen mit dem Wertewesten gemacht. Über den Zustand der ukrainischen Armee macht sich niemand, der einen Restverstand besitzt, noch irgendwelche Illusionen. Ostfront (2): Nach der amerikanisch-ukrainischen Einigung (über was auch immer) nehmen die USA die Waffen- und Geheimdiensthilfe wieder auf. Glaubt Trump ernsthaft, er könne Putin auf Linie zwingen? Und wenn ja, mit welchen Mitteln?
Ostfront (3): Der rumänische Staat wird von bezahlten EU- und NGO-Satrappen auf anti-russisch getrimmt, indem man den Wahlsieger Georgiescu endgültig ins Aus manövriert. Man gibt sich nicht einmal mehr die Mühe, eine einigermaßen tragfähige Begründung vorzutragen. Eine rumänische Annäherung an Russland soll es nicht geben, und damit basta.
9. März 2025 Putin knickt ein, melden deutsche Gazetten unter Berufung auf den US-Nachrichtensender Bloomberg. Sieht man näher hin, handelt es sich um die Meldung über die Vereinbarung eines zweiten amerikanisch-russischen Treffens in Riad. Da ich nichts im Sinne der Überschrift aus Moskauer Quellen finden kann, wird es wohl Wunschdenken sein. Auf amerikanisch (2): Den dortigen Standpunkt zum Ukraine-Konflikt seit 2013 (einschließlich des möglichen Standorts von Trump) findet man ziemlich korrekt zusammengefasst in der deutschen Übersetzung der amerikanischen Version von Epoch Times, https://www.epochtimes.de/politik/ausland/wie-sich-der-krieg-in-der-ukraine-entwickelte-und-wie-er-enden-koennte-a5057631.html. Hier ist alles beiseite gelassen, was die US-Optik durch die russische Sicht der Dinge stören könnte, bei gleichzeitiger Überbetonung ukrainischer militärischer Erfolge. Bis auf den US-Präsidenten selbst fällt es den Amerikanern offenbar schwer, die falschen Siegesmeldungen der Vergangenheit zu vergessen. Auf amerikanisch (3): J.D. Vance hat den Deutschen angedroht, 34.000 Mann US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, wenn man die Defizite der Meinungsfreiheit nicht korrigiere. Mainstream schweigt hierzu verbissen. Besser-nicht-erwähnen herrscht auch bei den sog. Alternativen vor, die bis gestern noch das Lied der treuesten Verbündeten sangen und jede Kritik an den USA als Vaterlandsverrat geißelten. Aus Los Angeles wird gemeldet, dass Milliarden an Obdachlosen-Geldern im Nichts verschwunden sind. Nun, christliche Nächstenliebe hat halt ihren Preis – vor allem wenn sie auf Heuchelei basiert.
8. März 2025 Während aus dem Weißen Haus nur noch ungeordnetes Stimmengewirr zur politischen Lösung des Ukraine-Konflikts erklingt, haben die Russen erneut zugeschlagen. a) In den letzten Nächten wurde die Elektrizitäts-Infrastruktur kreuz und quer im Land massiv aus der Luft angegriffen. b) Der Sack von Kursk wurde am unteren Ende zugemacht. Die Invasionstruppen sind nunmehr, soweit ich das Kartenbild deuten kann, eingekesselt. Ihnen wurde ein Ultimatum zur Kapitulation übermittelt, das heute ablaufen soll. Danach würden sie zusammengeschossen. Ostfront (2): Die beiden Sofort-Gipfel der nicht-amerikanischen Unterstützerstaaten gingen ohne feststellbares Ergebnis zu Ende. Die angekündigte Flugverbotszone für die West-Ukraine ist ein Phantasieprodukt. Nicht nur fehlen die geeigneten Waffen, um sie durchzusetzen, noch werden sich russische Drohnen, Raketen und Gleitbomben hierdurch beeindrucken lassen. Ostfront (3): Die westlichen Experten diskutieren den Ausgang der von ihnen erwarteten Präsidentenwahlen in Kiew. Ich halte einen militärischen Staatsstreich oder einen Zerfall in Bürgerkriegs-Parteien für wahrscheinlicher, aber was weiß ich schon. Ostfront (4): Merkwürdig muten die britischen Bemühungen an, die Führung des Ukraine-Kriegs gegen Russland zu übernehmen. Bleibt die Frage, wen sie an die Front schicken wollen. Die Polen und die Balten mit Sicherheit. Aber ob die auch wollen, wenn sie bemerken, dass sonst keiner will, das ist die Frage.
7. März 2025
Ein Abgrund von Landesverrat, so schreibt es Klaus Kelle, einer der Unionstreuen auf seinem Bloc (https://denken-erwuenscht.com/ein-abgrund-an-landesverrat-wie-deutsche-politiker-den-bau-von-nord-stream-2-durchboxten/?print=pdf). Der alte Jagdhund spitzt die Ohren, doch dann dies hier: Da meint dieser Mann nicht etwa, was CDU-Bonzen im Moment gemeinsam mit den Sozen treiben, um die deutschen Bürger in die Armut zu treiben, nein, er spricht vom Bau der Gaspipeline Nord Stream 2, die bekanntlich nie in Betrieb ging, nachdem Joe im Weißen Haus dem Herrn Scholz das vor 3 Jahren verbot. Kelle entnimmt das landesverräterische Tun (der Schröder war’s) einem Buch, das soeben erschienen ist, und in dem alles beschrieben sei. Falls ich das nicht vergesse, werde ich es bei Gelegenheit lesen.
Abgrund (2): Immerhin jetzt schon öffentlich: über 50 Leserkommentare – nach meiner Einschätzung alles treue CDU-Wähler –, die einfach nur köstlich genannt werden dürfen. Sie geben mit bitteren Worten zum Ausdruck, dass sie sich von Merz verraten fühlen, anstatt sich mit Kelle über das Nord Stream-Thema zu erregen.
Abgrund (3): Napoleon Macro-parte will über Europa einen Atom-Schirm aufspannen, um dem bösen Putin zu drohen. Die einzigen, die er damit bedroht, sind die Anwohner zwischen Rhein und Njemen.
Abgrund (4): Derweil berichten französische Zeitungen von einem Mega-Deal, der so verrückt klingt, dass ich ihn nicht glauben mag: Der kleine Mann aus Kiew habe mit seiner Offshore-Firma für schlappe 1,2 Milliarden € eine französische Investment-Bank, deren Namen mit Milleis Banque angegeben wird, aufgekauft. Das nötige Kleingeld hierfür stamme aus den Portefeuille von Rothschild & Co. Kann man das wirklich glauben? Lieber nicht.
Abgrund (5): Der Bosch-Konzern, orakelt man bei Tichy, taumle auf eine Entlassungswelle zu. Falls das stimmt, vermag ich mich nicht zu wundern. Man muss nur nachsehen, was die gleichnamige Stiftung in den letzten Jahren getrieben hat, dann macht man sich keine Illusionen. Allerdings teile ich die jetzt durchs Internet schwappende Häme nicht, denn auch übers Wahlverhalten habe ich keinerlei Illusionen.
6. März 2025
Was für eine Entdeckung. Das Kriegslied von Matthias Claudius: ’s ist Krieg! ’s ist Krieg! Oh Gottes Engel wehre | und rede du darein | ’s ist Krieg – und ich begehre | nicht Schuld daran zu sein. Claudius (2): Ich kann den Text nicht lesen, ohne zugleich das Lied Der Mond ist aufgegangen im Ohr zu haben. Vor rund fünf Jahren hörte ich das unter sommerlichem Nacht-Himmel im Erzgebirge gesungen. Danach nie wieder.
5. März 2025
Bei Tisch erwähne ich eher nebenbei, dass der Ex-MP des Zwergstaats, Bernhard V., grade gestorben sei. Das löst ein von mir nicht erwartetes Hallo aus und ironische Rückfragen, was ich denn dazu sage. Nichts, sage ich. Ob ich mich denn nicht daran erinnere, dass er seinerzeit die Weisung gegeben habe, dass etwas gegen mich „gefunden“ werden müsse. Doch, sage ich. Und? werde ich weiter gefragt. Und nichts, sage ich. Der Donald hat jegliche Lieferung an die Ukraine gestoppt, so wird berichtet. Ob’s wirklich so ist, weiß keiner so genau. Immerhin hat die Ankündigung bewirkt, dass der kleine Mann aus Kiew sofort eingeknickt ist. Er will das Ausbeutungsabkommen unterschreiben und auch verhandeln – über einen Waffenstillstand. Aber mit wem? Die Russen sagen Njet. In Mannheim rast einer mit einem Ford Fiesta in die Rosenmontagsveranstaltung. Zwei Tote und eine unbekannte Zahl von Schwerverletzten. Der Täter ein Deutscher. Den Namen verschweigt man. So kommen Gerüchte auf. Interessant erscheint mir: Die Behörden können jetzt verlautbaren, was sie wollen. Ein breiter Teil der Bevölkerung glaubt ihnen kein Wort mehr, selbst wenn sie nicht lügen. In Berlin beschließen vier Personen, die hierzu nicht befugt (legitimiert) sind, dass Deutschland sich um eine weitere Billion verschulden soll. Sie sagen, das ganze nicht vorhandene Geld sei unabweisbar notwendig sei, durch Kriegführung gegen Russland den Frieden herbeizuführen. Sie geben sich nicht einmal Mühe, das zu begründen. Sie rufen vielmehr offen zum Verfassungsbruch auf, den sie nur begehen können, weil sie sich einig sind, den neu gewählten Bundestag nicht unverzüglich zusammentreten lassen.
3. März 2025 Die Selenskyj-Schlappe vom Freitag schwappt nach. Der Kriegstreiber von London lud zum Gipfel, Macron schlug wie gewohnt das große Rad und General Rutte sprach von weiteren Ankündigungen, deren er ganz sicher sei. Habe die am Hufeisentisch Sitzenden gezählt. 18. Wer also war nicht da, zum Beispiel nicht eingeladen wie die Balten, und wo waren die Polen, die Balkanesen, die Ungarn? Gipfel (2): Starmer und Macron sprachen mit der üblichen Gestik von der Notwendigkeit eines einmonatigen Waffenstillstands. Und? Und nichts, denn von den Russen ist bekannt, dass sie darauf nicht eingehen werden. Blondschopf Meloni befand hingegen, dass die Europäer gut daran täten, das Verhältnis zu den USA zu reparieren. Das klingt in meinen Ohren ganz anders. Erwähnen will ich zumindest auch, dass der seit Monaten zurücktretende Trudeau aus Kanada die Notwendigkeit betonte, sich von den USA zu emanzipieren. Kann man verstehen angesichts von Trumps Kanada-Ambitionen. – Was muss Putin nun befürchten? Nichts. Gipfel (3): Habe nichts von der Entsendung von Truppen gehört. Noch-Scholz blieb vage.
2. März 2025
Das Töten geht weiter. Das Zentralkommando der US-Streitkräfte in Europa (CENTCOM) meldet den Abschuss eines Mannes im Nordwesten von Syrien, den es als Terroristen bezeichnet. Es ist der zweite Fall innerhalb von Tagen. Das mitgelieferte Kurzvideo (?von einer Drohne) über den Anschlag zeigt einen flott fahrenden Pickup, der offenbar von einem Explosivkörper getroffen wird und hernach (scheinbar unbeschädigt) am Straßenrand ausrollt. Das Video ist zu Beweiszwecken nicht zu gebrauchen. Das Töten geht weiter (2): Nach dem Chaos-Auftritt in DC flog Selenskyj gestern ungesäumt nach London weiter, wo die üblichen gemeinsamen Fotos händchenhaltend mit Starmer vor Downing Street 10 gemacht wurden. Heute ging’s zum Treff mit Macron und dem Briten. Das Töten geht weiter (3): Annalena Bb. sagte: „Eine neue Zeit der Ruchlosigkeit hat begonnen.“ Übt sie schon für einen künftigen Werbespot bei Rossmann? Annalena, ach, Annalena, wie wird sie mir dereinst fehlen. Das Töten geht weiter (4): Mainstream weiß, dass der Trump-Auftritt von vorgestern zur beschleunigten Kreation eines riesigen dreistelligen Milliarden-Sondervermögens für die Ukraine-Kriegführung führen wird und zwar mit Blick darauf, dass es im jetzt gewählten Bundestag keine entsprechende Zweidrittelmehrheit mehr gibt. Deswegen, so die Schreibtisch-Helden, muss das abgewählte Schwarz-rot-grün ran. Das nenne ich einen kreativen Umgang mit der Verfassung. Aber wen schert denn heute noch ein eklatanter Verfassungsbruch? Weniger wird berichtet, dass ein bemerkbarer Anteil der US AID-Gelder in der Ukraine für Nutten ausgegeben wurde.
1. März 2025
Nach dem gestrigen Zusammenstoß zwischen Trump/Vance und Selenskyj bleiben Bilder im Kopf zurück: ein zunehmend ärgerlich werdender US-Präsident, als dessen Plan, einen lukrativen Deal zu machen, platzt, ein Vize von geradezu erschreckender Ruhe und Eindringlichkeit und der bislang als Weltstar Gehätschelte, dem alle Züge entgleisen, als ihm die US-Boys ins Gesicht sagen, er habe keine Karten auf der Hand, um hier mit ihnen zu spielen. Er rutscht auf dem Stuhl hin und her, rafft sich mit Mühe zusammen und beharrt auf Sicherheitsgarantien, um anzuhören zu müssen, er könne (erst) wiederkommen, wenn er zum Frieden bereit sei. Alles Feierliche wurde abgesagt und der Gast gebeten, das Weiße Haus zu verlassen (he was asked to leave the White House).
Zusammenstoß (2): Der erste von außerhalb, der sich meldet, ist der Franzose Macron, der fest an der Seite der Ukraine steht (sagt er), dann kommen die Iren (deren einschlägige Rolle ist mir neu), dann die Polen (sie kommen immer, und meist zur Unzeit) und schließlich Annalena Bb. Was sie sagt, ist das übliche Bb., es handelt von dem Putin sein Angriffskrieg. Dessen Frontmann Medwedjew meldet sich kurz mit einem Ausdruck des Behagens, während der Chef selbst schweigt. Zusammenstoß (3): Dass die grüne FAZ das Ganze besser formulieren kann als ihre Berliner feministischen Hätschelkinder bedarf des Kommentars nicht, aber dass sie am Main einen neuen Feind erkannt haben, notieren wir hier: Es ist J.D. Vance, dem man attestiert, er habe sich erneut (!) als Brandstifter bewährt. Soso. Was wird man erst schreiben, wenn die ach so nötigte pekuniäre Unterstützung von Wo-auch-immer ausbleibt. Oder ist das bereits der Fall? Zusammenstoß (4): Die US-Öffentlichkeit ist wie gewohnt gespalten, die Parlamentarier auch. Gewundert habe ich mich über den Falken-Senator Lindsey Graham (Reps), Spitzen-Kriegsmatator in Sachen Ukraine und gewiss kein Trumpist, der dem Präsidenten die volle Unterstützung zusichert. Rechnet er sich aus, dass der Nicht-Frieden für ihn und seine Klientel auch lukrativ sei? Rein äußerlich spricht er von der Wahrung der US-Interessen, die gelungen sei. Man zweifelt.
Zusammenstoß (5): Was nun? Der Krieg geht weiter, bis Putin ihn beendet. Er wird ihn zu seinen Bedingungen beenden, wenn die ukrainische Führung ihn hierum bittet. Es wird nicht Selenskyj sein, der diese Bitte ausspricht.
28. Februar 2024 Während die Mainstreammeldungen sich noch am amerikanisch-ukrainischen Spitzentreffen delektieren, geht heute dasselbe im Weißen Haus mit einem offenen Eklat in der Pressekonferenz zu Ende. Der kleine Mann aus Kiew glaubt im Ernst, er könne dem Donald die Bedingungen diktieren. Er irrt sich. Treffen (2): Nebelhaft bleibt, was Trump gestern und vorgestern mit dem Franzosen Macron und dem Briten Starmer beredet haben mag. Zumindest wussten alle 3 die Form zu wahren. Treffen (3): Während alles dies passiert bzw. nicht passiert, sitzen die Russen mit den Amis in Istanbul beisammen, wo sie die Köpfe zusammenstecken, um das zu tun, was sie die Normalisierung der Beziehungen nennen. Die EU-Europäer und die Ukrainer haben immer noch nicht geschnallt, dass sie hierbei nicht gebraucht werden, sondern nur noch Objekte sind. Die Deutschen regen sich stattdessen darüber auf, dass Vize Vance spottet, sie hätten noch nicht mitgekriegt, dass ein neuer Sheriff in der Stadt ist.
27. Februar 2024 Die innenpolitischen Aufgeregtheiten verbauen den Blick auf das, was die Welt revolutionieren könnte. Es ist nämlich völlig gleichgültig, ob Fritze der Kandidat oder Robert der Denker sich in die Schlagzeilen drängen, denn beide sind out: der eine, bevor er das erstrebte Amt erreicht hat, und der andere sitzt jetzt nur noch im Bundestag, damit weiterhin die Kasse stimmt – oder warum, kann mit das mal einer erklären, tut er das nach seinem politischen Rücktritt? Derweil in der Welt: Die Schlagzeilen über die Einigung von Trump und Putin können noch so oft kommentiert werden bis zum Sankt Nimmerleinstag, denn nachdem gestern der Kreml erklärt hat, dass es bezüglich der Ukraine eine solche Einigung nicht gebe, gibt es nur einen Kommentar hierzu: Es gibt keine. Keine Einigung (2): Dass es eine solche nicht gibt, ist leicht erklärbar, nachdem DC verkündet hat, man hätte sich mit Selenskyj bezüglich der Abtretung der Bodenschätze geeinigt. Mit Schiller zu sprechen: Es fehlt im Bunde der Dritte. Beim Stand des Krieges sieht man in Moskau keinen Anlass, auf das zu verzichten, was den Russen bei der zu erwartenden Kapitulation ohnehin zufallen wird. Ostfront (3): Im Frontbogen liegt Schnee, aber nicht sehr viel, die einschlägigen Videos weisen es aus. Ungeachtet dessen geht der Vormarsch der russischen Streitkräfte Meter um Meter weiter. Soeben wurde die Eroberung der als beherrschend auf einer Anhöhe gelegene Ortschaft Awdejewka gemeldet. Von einer großen Offensive ist allerdings weit und breit nichts zu sehen. Ostfront (4): Ein massiver ukrainischer Drohnenangriff auf die über südrussisches Gebiet verlaufende kasachische Öl-Pipeline Richtung Kleinasien erregt die Spekulanten. Diese Leitung soll in der Vergangenheit eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Versorgung von Israel gespielt haben. Jetzt machen Mutmaßungen die Runde, der ukrainische Dienst habe auf diese Weise dem Israel-Freund Trump die brutale Erpressung wegen der eigenen Bodenschätze heimzahlen wollen. Ich bezweifele, dass diese Meldung rund ist. Ich tippe eher auf geheimdienstlichen Unverstand. Ostfront (5): Um festzustellen, wie der Stand der Dinge garantiert nicht ist, empfehle ich den Beitrag Darauf kommt es jetzt wirklich anvon Sebastian Thormann bei Apollo News. Hier sind alle Falschmeldungen und Vorurteile der letzten drei Jahre versammelt. Lesenswert sind auch die Leserkommentare. Sie sind ein Konvolut der Gehässigkeit. Der Autorenname kommt mit bekannt vor. Ich tippe auf Tichy, muss aber nicht stimmen. In meinem Hinterkopf taucht ein Namensgleicher auf, der im Zweiten Weltkrieg Roosevelt-Propaganda im französischen und amerikanischen Exil machte. Kann unmöglich derselbe sein. Verwandtschaft? Ostfront (6): Auf ebendieser Linie liegt die blaugelbe Hauptreklame der CDU am Tage nach der Wahl: Wir unterstützen die Ukraine bis zum Siege. Eine klare Kriegsansage, die völlig aus der Zeit gefallen wirkt. Es ist so, als seien die Globalisten in den USA noch an der Macht. Habe ich was verpasst, oder ist es so, dass die Atlantiker sich in der Gewissheit eingeigelt haben, dass es nach Trump wieder andersrum kommt? Wenn Fritze der Kandidat und sein Hofstaat ernsthaft glauben, allein gegen Russland Krieg führen zu können, dann gehören nicht ins Kanzleramt, sondern in die Klapse. Ostfront (7): Vor Monaten notierte ich: Wer Merz wählt, wählt den Krieg. Ich hatte die Hoffnung, mich zu irren.
24. Februar 2024 Sie wollen es so: Diemenschen. Es wird sich also nichts ändern, jedenfalls werden die drei großen K bleiben: Krieg, Kalifat, Klima. Bin dem gestrigen Wahlabendgeschwätz entgangen, indem ich Tagebuchblätter von Theodor Fontane las. Abwesend (2): Auch die Wahlergebnis-Kommentare von heute, die großartig als Analysen verkauft werden, habe ich mir erspart. Es zählt nur, dass 208 Christunionisten und 120 Sozis in den Bundestag einrücken und die Kanzlermehrheit 316 Stimmen beträgt. Erwähnenswert bleibt bestenfalls, dass es für des Fitzens Traumkompanie schwarz-grün nicht reicht und die Grünen insgesamt für nix gebraucht werden. Abwesend (3) waren die Auslandsdeutschen, die man – dieser Verdacht ist nicht nur bei mir aufgetaucht – von der Teilnahme an der Wahl ausgesperrt hatte, um im Bedarfsfalle einen Annullierungs-Grund bei der Hand zu haben, weil man die Möglichkeit eines übermäßigen Abschneidens der Blauen befürchtet hatte. Das ist nun nicht eingetreten. Ob allerdings BSW und FDP, die knapp unter der 5 %-Hürde blieben, sich hierauf mit Erfolg berufen können, bleibt zu bezweifeln, denn über den jetzigen gravierenden Wahlfehler müsste der neue Bundestag befinden, und der wird sich hüten. Das letzt-instanzlich zuständige Bundesverfassungsgericht wird sodann, nehme ich mal an, in absehbarer Zeit keinen freien Termin finden, um über eine solche Petitesse, wie das korrekt zusammengesetzte Parlament eine ist, zu entscheiden.
Dieser Beitrag schildert die Fortentwicklung des Ukraine-Konflikts. Er schließt an mein Buch Nicht mein Krieg. Deutschland und der Ukraine-Konflikt und dessen Update vom November 2024 an. Dort findet der Leser alle wissenswerten Grundlagen zu Vorgeschichte, Ausbruch und Verlauf des Konflikts sowie zu den gegensätzlichen Interessen der Konfliktparteien.
Die folgenden Ausführungen sind dreigeteilt: Sie beschreiben die Fortentwicklung der politischen Lage, die Fortentwicklung der militärischen Lage, einschließlich der Veränderung des Geschehens auf dem Gefechtsfeld, und die prekäre Sonderrolle Deutschlands.
Vorab kann gesagt werden, dass meine bisherige Einschätzung des Konflikts weiterhin von den Darstellungen der Meinungsführer in Deutschland und im westlichen Ausland ebenso abweicht wie von der gängigen russischen Propaganda. Ich verfolge weiterhin die Methode, die Meldungen beider Seiten auf Übereinstimmungen zu untersuchen, um die raren Fakten vom Spreu der Meinungen zu trennen. Diese Methode hat bislang zu einer, nicht nur aus meiner Sicht, ziemlich zutreffenden Lagebeschreibung geführt. In den US-Mainstream-Medien tauchten im Februar 2025 erstmals die einschlägigen Kartenbilder auf:
Das große Gerede – die politische Entwicklung des Ukraine-Konflikts
Eine tiefe Zäsur im bisherigen politischen Meinungsstreit zwischen den unmittelbar Beteiligten und den zahlreichen Zuschauern und Nutznießern erfolgte durch die Wahl des neuen US-Präsidenten im November 2024. Dieser hatte im Wahlkampf angekündigt, er werde den Krieg an einem einzigen Tag beenden. Trump ist jetzt nahezu 100 Tage im Amt, und man kann mit Sicherheit feststellen, dass dies – obschon er es versucht hat – nicht gelungen ist. Hierfür gibt es zahlreiche Gründe. Der wichtigste darunter ist, dass er nunmehr offenbar erstmalig gezwungen wurde, der russischen Seite zuzuhören, gegen die er augenscheinlich kein wirksames Erpressungsmittel in Händen hält. Im Gegenteil, er steht unter Zeitdruck, denn die russische Seite ist dicht davor, diesen Krieg mit militärischen Mitteln zu entscheiden.
Die Forderungen der russischen Seite sind seit Ende 2023/Anfang 2024 vielfach und nicht voneinander abweichend formuliert worden. Sie lauten: a) Anerkennung der vier Provinzen Lugansk, Donjezk, Saporoshje und Cherson sowie – selbstredend – der Krim als Teil des russischen Staatsverbands. So, wie das im Oktober 2022 nach einer Volksabstimmung im vorangegangenen September von der Duma beschlossen wurde. b) Entnazifizierung der Rest-Ukraine. Hinter diesem russischen Propagandabegriff verbirgt sich die Entmilitarisierung und Einsetzung einer russland-freundlichen Regierung. c) Verzicht auf jegliche Nato-Mitgliedschaft. Diese Forderungen sind aus russischer Sicht nicht nur Bedingungen für einen Friedensvertrag, sondern bereits die Voraussetzung für einen Waffenstillstand.
Die US-Seite sieht diese russischen Forderungen als eine kaum zu akzeptierende Zumutung an. Der Grund hierfür erscheint – aus meiner Sicht vordergründig – der Wunsch des US-Präsidenten, merkbare Erfolge als Friedensstifter vorweisen zu können. In Wirklichkeit jedoch befindet sich Trump in einem US-internen Interessenkonflikt. Etliche seiner Unterstützer und seiner Gegner haben bei einem russischen militärischen Sieg, der zu einer vermutlich bedingungslosen Kapitulation der Ukraine führen würde, unabsehbar große Vermögen zu verlieren. Selbst politisch bedeutsame kriegsbegeisterte Figuren, wie der republikanische Senator Lindsey Graham, haben wissen lassen, dass sie Trumps Friedensinitiativen begrüßen, weil sie sich ausgerechnet haben, dass US-Interessen in der Ukraine, vor allem in der Ost-Ukraine, nur dann realisiert werden können, wenn Trump diese gegenüber Russland durchzusetzen weiß. Jedem dieser Geschäftsleute – soweit sie nicht vom Großmachtwahn geblendet sind – muss klar sein, dass es hier nur noch um die Alternative Weniges oder Nichts geht.
Nüchternen Rechner werden wissen, dass Russland am längeren Hebel sitzt, weil die vielfachen seit 2002 (!) bis heute verhängten Wirtschaftssanktionen nicht den gewünschten Eindruck auf das Russische Reich gemacht, sondern zur Solidarisierung der US-feindlichen Staaten dieser Erde geführt haben. Dieser Solidarisierungs-Effekt wurde bereits im März 2022, also unmittelbar nach dem russischen Angriff deutlich. Er hält bis heute an.
Für Trump und seine Kriegsbeendigungsstrategie kommt es also darauf an, nicht nur das Schießen dortzulande ans Ende zu bringen, sondern vor allem die US-Interessen auf beiden Seiten der mit Sicherheit entstehenden neuen Staatsgrenzen zu sichern. Gelingt ihm das nicht, gehen die US-Interessen zumindest östlich der neuen Grenzen komplett den Bach runter. Es liegt allein an den Russen, ob sie sich Vorteile davon versprechen, mit den USA neu zu starten oder auch nicht.
Die US-Verhandlungsposition gegenüber der heutigen Herrschaft der Ukraine ist heikel, weil deren Herrschaftsstruktur von den USA selbst installiert worden ist. Die US-Wirtschaftsinteressen hier durchzusetzen, stößt auf Forderungen der Selenskyj-Regierung nach militärischer Sicherung der Gebietshoheit, die sich an den Grenzen von vor 2013/14 orientiert. Der bemerkenswerte Auftritt von Trump-Vance mit Selenskyj im Weißen Haus am 28. Februar 2025, wo es zum offenen Konflikt hierüber kam, sollte allen Illusionisten zu denken geben.
Die Gebiets- und Herrschaftsrestitution der Ukraine ist aus jetziger Sicht der USA unrealistisch und auch unerwünscht, weil Deals mit Russland hinsichtlich der Bodenschätze des jetzt unter russischer Herrschaft befindlichen Donbass offensichtlich lukrativer sind. Selenskyj pokert weiterhin mit den von den USA verlangten wirtschaftlichen Abtretungen, die nach amerikanischer Forderung als Sicherheit für die bereits verausgabte finanzielle und sachliche Unterstützung herhalten sollen. Es wird von der ukrainischen Führung nicht ohne Grund eingewandt, dass es sich hier um den wirtschaftlichen Ausverkauf des Landes handele.
Die Selenskyj-Regierung fühlt sich durch Zusicherungen aus Großbritannien (Starmer) und Frankreich (Macron) in ihrem Widerstand bestärkt, weil diese Länder – und ebenso die Führung der EU (v.d. Leyen) – für den Ausfall der amerikanischen Hilfen einspringen wollen. Die ukrainische Führung hat auf diese Zusagen aufgesattelt, indem sie die Entsendung von Nato-Truppen ins Kampfgebiet verlangt hat. Macron und Stamer haben im Februar/März 2025 einschlägige, wenn auch vage Zusagen (für die Zeit nach einem Waffenstillstand) verlauten lassen. An der jüngsten Ukraine-Dreierkonferenz in London, die für den 24. April 2025 vorgesehen war, weigerten sich überraschend die Briten teilzunehmen.
Nach dem Stand von Ende April 2025 haben die USA, diesmal durch den Mund des Vizepräsidenten Vance, versucht, die Ukraine und Russland zu einem Waffenstillstand aufzufordern, wobei deutlich zu erkennen gegeben worden ist, dass keine Seite auf maximalen Territorialforderungen bestehen könne. Selenskyj hat diesen Vorstoß unverzüglich abgelehnt, während Kreml-Sprecher Peskow mitgeteilt hat, Russland betrachte diesen Vorstoß nicht als Ultimatum, wiewohl Vance kurz zuvor öffentlich ausführte, dass die USA sich aus dem Ganzen zurückzögen, wenn beide Seiten auf ihren Forderungen beharren würden.
Sollte die US-Regierung die Drohung mit dem Rückzug aus dem Ukraine-Konflikt ernst machen, sind die Tage der jetzigen ukrainischen Regierung gezählt, denn die EU-Staaten und Großbritannien können den Ausfall der US-Hilfen nicht kompensieren. Erschwerend kommt hinzu, dass die EU-Staaten keine einheitliche Linie zur Ukraine-Hilfe zustande bringen. Außer aus Frankreich und Deutschland sowie Polen und der Tschechei sind substanzielle Beiträge nicht zu erwarten.
Gefallene, Verwundete, Flüchtlinge – die militärische Fortentwicklung des Krieges
Die militärische Lage in der Ukraine hat sich seit November 2024 insofern verändert, als die nach Russland vorgedrungenen ukrainischen Truppen-Kontingente im Oblast Kursk (August 2024) und Bjelgorod (Februar 2025) alle restlos von russischem Territorium unter erheblichen ukrainischen Verlusten vertrieben worden sind. Der ukrainische Vorstoß zur Gewinnung von Faustpfändern ist damit (wohl endgültig) gescheitert.
Das gesamte letzte halbe Jahr haben die Russen – ganz unbeeindruckt von den ukrainischen Vorstößen auf ihr Territorium – ihren langsamen Vormarsch gen Westen bzw. Nordwesten an dem gesamten über 1000 km langen Frontbogen fortgesetzt. Die Vorwärtsbewegungen geschahen ohne erkennbaren inneren Zusammenhang einer große Offensive, eher in Form von Nadelstichen mit geradezu provozierender Langsamkeit. Die Angriffsbewegungen erfolgten stets in derselben Manier, soweit es das Gelände zuließ, nämlich rechts und links an den befestigten Plätzen vorbeistoßend und diese dann von den Versorgungswegen abschneidend. Die Verteidiger wurden sodann dank überlegener russischer Artillerie zusammengeschossen, soweit es ihnen nicht gelang – meist ohne ihr Kriegsgerät – zu entkommen.
Es wurde auf russischer Seite die Bewegung größerer Truppenverbände vermieden. Die Angriffe selbst erfolgten in einer ersten Welle durch überraschend auftauchende motorisierte Kleinstgruppen (auf Krädern und E-Bikes), durch die die Verteidiger gezwungen wurden, sich in ihren Stellungen zu zeigen, welche dann prompt mit Drohnen und Artillerie angegriffen wurden. Darauf folgten als zweite Welle kleinste Panzereinheiten mit beigegebener Infanterie.
Die erfolgreiche Operation mit kleinsten Einheiten ist nur möglich gewesen, weil die Russen ihre Befehlsstruktur grundlegend geändert haben. Sie sind von der seit Jahrhunderten eingeübten Befehlstaktik zum preußischen System der Auftragstaktikübergegangen. Diese bedeutet inhaltlich, dass die Zielerreichung so weit wie möglich nach unten delegiert wird. Innerhalb der groben Zielvorgabe entscheidet der Kommandeur vor Ort selbst, wie er ans Ziel gelangt. Diese Änderung bedeutet eine Revolution im russischen militärischen Denken. Sie verlangt flexible Führer und motivierte Unterführer. Die Kleinstgruppentaktik verlangt zudem einen rabiaten Siegeswillen bei jedem einzelnen Soldaten. Die bisher bekannt gewordenen Beispiele lassen die Folgerung zu, dass diese Änderungen in der Truppe Fuß gefasst haben.
Der Drohnenkrieg im Erdkampf steuerte im Herbst 2024 zunächst auf einen ausgeglichenen Höhepunkt hin. Alsbald ist jedoch erneut ein Übergewicht der russischen Seite spürbar geworden, wobei die russischen, durch Glasfaserkabel gesteuerten Kampf- und Aufklärungsdrohnen das Gefechtsfeld beherrschten, da diese nicht durch elektronische Drohnenabwehr beeinflusst werden können. Überraschend war, dass der Drohnenkrieg zum Massenphänomen geworden ist. Die 2023/24 im Westen weit verbreitete Auffassung, die russische Seite sei nicht in der Lage, ihren Drohnenbedarf auf dem Gefechtsfeld zu ergänzen, hat sich als Irrtum bzw. als Zwecklüge erwiesen.
Beide Seiten haben versucht, sich mit mechanischen Schutzvorrichtungen gegen die Wirkung von Kampfdrohnen zu schützen. Auf der ukrainischen Seite sind die Versorgungsstraßen mit Netzen überspannt. Auf russischer Seite ist auffällig, dass Kampffahrzeuge Aufbauten mit herabhängenden Metallschnüren erhalten haben, die nach russischen Angaben mehrere Drohnen-Treffer verkraften können. Falls diese russischen Angaben und die ukrainischen über die Vernichtung von Panzerfahrzeugen durch Drohnen (ein Treffer = ein Abschuss) stimmen, und man sie dann miteinander vergleicht, kommt heraus, dass die russischen Panzerverluste weit geringer sind, als bislang vermutet.
Der Drohnenkrieg hat das Gefechtsfeld revolutioniert. Das enge Miteinander von Aufklärungs-. und Kampfdrohnen macht, wo diese in Massen auftreten, nahezu jede Bewegung auf dem Gefechtsfeld unmöglich, es sei denn, eine der Seiten ist gewillt, hohe Verluste in Kauf zu nehmen. Unmittelbare Folge dieser Gefährdung von Bodentruppen ist der russische Taktikwechsel hin zu Kleinst-Kampfgruppen. Der folgende Screenshot aus einem ukrainischen Drohnen-Video zeigt eine solche, mit hoher Geschwindigkeit angreifenderussische Kleinst-Gruppe (3 Kräder).
Zum Thema Verluste lässt sich zudem aus heutiger Sicht ergänzen, dass die ukrainischen Menschenverluste (Gefallene, schwer Verwundete, Deserteure) um ein Vielfaches höher liegen als die der Russen. Es besteht der begründete Verdacht, dass im Gegensatz zu den Russen die Ukrainer nicht mehr in der Lage sind, diese Verluste auszugleichen. Die in der Öffentlichkeit diskutierten Verlust-Annahmen beruhen vor allem auf Zahlen beider Konfliktparteien, die aus dem Gefangenen- und Gefallenenaustausch hochgerechnet werden. Diese Methode ist vage, sonst würde es nicht zu Abweichungen von 4 zu 1 bis 10 zu 1 zu Lasten der ukrainischen Seite kommen.
Nach wie vor gibt es keine belastbaren Angaben über die Zivilverluste durch die Erdkampfführung und durch die Luftkriegsführung. Den immer wieder durchgeführten Luftschlägen gegen militärische Versorgungseinrichtungen im russischen Hinterland durch ukrainische Drohnen stehen massive russische Luftschläge durch Drohnen, Raketen und Gleitbomben gegenüber. Diese richteten sich bislang gegen Versorgungseinrichtungen bis weit ins ukrainische Hinterland hinein und gegen Liegenschaften auf dem Land und in Städten, in denen die russische Seite den Aufenthalt fremder (Nato)-Soldaten vermutete. Aus dem Umstand, dass russische Flugzeuge bei ihren Angriffs-Aktionen immer dichter an die Frontlinie heranrücken, ist mit gutem Grund die Vermutung geknüpft worden, dass die ukrainische Luftabwehr durch vorangegangene Angriffe schwer beschädigt worden ist.
Prinzessin auf der Panzermine – die mutwillige deutsche Sonderrolle
Die Haltung der Bundesregierung blieb vor und nach der Bundestagswahl (Februar 2025) zwiespältig: Während die Grünen, vertreten durch die Noch-Minister Habeck und Baerbock als lautstarke Unterstützer agitierten, verhielt sich die SPD eher zurückhaltend, auf jeden Fall uneindeutig.
Der CDU-Vorsitzende Merz ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er die Ukraine massiv unterstützen werde. Zu diesen Unterstützungshandlungen soll auch die Lieferung von deutschen Taurus-Marschflugkörpern gehören. Innerhalb der CDU gibt es eine lautstarke Gruppe, welche die Taurus-Lieferungen ebenfalls befürwortet. Zu dieser gehört der seit Jahren als Kriegstreiber auffällig gewordene Abgeordnete Kiesewetter und der CDU-Außenpolitiker Wadephul, der in der Union als der zukünftige Außenminister gehandelt wird.
Es steht zu erwarten, dass der politische Zwiespalt innerhalb der alten Bundesregierung auf die neue übertragen und von dieser fortgeschleppt werden wird. Ebenso wie in der CDU gibt es auch in der SPD Freunde des Eingreifens in den Ukraine-Konflikt und der Lieferung der Taurus-Waffe. Allerdings gibt es auch nach wie vor Gegner wie Boris Pistorius, den alten und vermutlich neuen Bundesverteidigungsminister, der sich wiederholt zur Priorität der Aufrüstung Deutschlands geäußert hat.
In der öffentlichen Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt hat ein merkbarer Schwenk stattgefunden. Während bisher der Chor der Kriegsunterstützer sich damit begnügte, „wir“ müssten das ukrainische Volk bei seinem Freiheitskampf gegen „den Putin seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“ beistehen, also die Freiheit am Dnjepr verteidigen, liegt jetzt der Ton darauf, dass „wir“ verhindern müssten, dass der Russe im Jahre 2029 am Brandenburger Tor stehe. Aus diesem Grund sei die Bundeswehr hochzurüsten und die Zeit, bis das geschehen sei, durch Taurus-Lieferungen und deren Einsatz zu überbrücken.
Es bedarf keiner komplizierten Erörterungen, um die Unschlüssigkeit des nunmehr verfolgten Politikansatzes und der ihm folgenden Propaganda bloßzulegen. Es ist die Blauäugigkeit, über die man zunächst verblüfft ist, bevor sich der Ärger durchsetzt. Taurus zu liefern, das bedeutet, unmittelbare Kriegspartei zu werden. Hierbei kommt es nicht auf die eigene abweichende Ansicht, sondern alleine darauf an, wie derjenige, der das Ziel des Taurus-Beschusses werden wird, diesen Angriff beurteilt.
Es kommt, um es mit leicht variierenden Worten zu sagen, nicht darauf an, was Rechtsgelehrte in ihren Studierstuben in Berlin-Mitte formulieren, ob solche Lieferungen an eine Kriegspartei „noch“ vom Völkerrecht gedeckt seien, denn der Angegriffene wird sich einen feuchten Kehricht um solche gelehrten Sentenzen kümmern, sondern er wird gegen den Veranlasser zurückschlagen. Dies gilt umso mehr, als Waffenexperten ganz offen einräumen, dass der Taurus, zwar formell in die ukrainische Armee geliefert werden mag, jedoch von dort ohne das Eingreifen seines deutschen Personals keinen Meter weit Richtung Moskau fliegen wird, weil die Beschenkten ihn nicht sachkundig bedienen können.
Der Herrscher im Kreml hat neuerdings (im März) klargestellt, dass er den Beschuss mit Taurus als deutsche Kriegshandlung gegen Russland auffassen und mit Krieg beantworten werde. Bislang hatte man diese Töne seit etwa zwei Jahren nur durch seinen Vertreter Medwedjew vernommen. Es gehört zu den Rätseln deutscher Politiklenker, so zu tun, als habe Putin nichts gesagt. Wenn überhaupt, wird in den deutschen Medien flankierend verbreitet, er bluffe nur. Das kann man glauben, oder es bleiben lassen. Ich neige dazu, ihn ernst zu nehmen.
Die mögliche und wahrscheinliche russische Reaktion bedeutet aus meiner Sicht nicht zwingend, dass ein kaum noch zu beherrschender Weltkrieg ausgelöst werden wird. Nein, es würde genügen, um Deutschland zu domestizieren, ein weltweit bemerktes Symbol zu zerstören. Wie wäre es mit einer Kinshal-Rakete, die das Taurus-Werk in Schrobenhausen mit Mach 10 pulverisiert? Bevor der Leser jetzt aufschreit und mich des Landes- oder eines sonstigen Verrats bezichtigt: Genau das ist es, was russische Militär-Experten derzeit diskutieren. Unrealistisch wg. der Beistandspflicht aus Art. 5 Nato-Vertrag? Einen Moment bitte, man zeige mir den Verbündeten, der jetzt wg. ein paar deutschen Taurus in den Krieg ziehen wird. Die USA sind es seit dem Amtsantritt von Trump mit Sicherheit nicht.
Und zum Schluss: Vollends diffus ist die – auch von führenden deutschen Offizieren vertretene – Auffassung, die russische Armee sei im Felde schlagbar, weswegen man die Bundeswehr bis 2029 hochrüsten müsse. Weswegen der angeblich unberechenbare Führer im Kreml diesen Zeitpunkt abwarten sollte, bleibt das Geheimnis dieser uniformierten Propheten. In der Politik heißt es derzeit in Sachen Bundeswehr „Gebt mir vier Jahre Zeit“. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Die Parole ging seinerzeit für Deutschland nicht gut aus.
Das Ausmaß dessen, was Biden und Konsorten dem US-Staatshaushalt entnahmen, sprengt jede Vorstellung. So war nach dem Stand von vorgestern die Hälfte der Ausgaben von US Treasury ohne Zahlungsnachweise. Auch waren 4,3 Millionen Kreditkarten unterwegs, deren derzeit noch nicht namhaft gemachten Inhaber aufs Staatskonto zugreifen konnten. Einfach so. Oder zu welchem Zweck? Der Tiefe Staat (2): Mit einer knappen halben Milliarde pro Jahr wurden Tausende von Journalisten aus den Geldkoffern von US AID geschmiert. Bis jetzt sind es lediglich die Länderquoten, die bekannt gemacht wurden. Spitzenreiter war die Ukraine, gleich gefolgt von Deutschland. Letzteres bekanntlich ein Entwicklungsland. Wundert sich noch wer über die hiesigen Mainstream-Medien? Der Tiefe Staat (3): Keiner wundere sich über das Bemühen des von der Bühne abtretenden Joe, sich und seine Kumpels von der Strafverfolgung für die Zukunft freizustellen. Etliche Staaten haben bereits erklärt, dass die Bundesamnestie für ihre Justiz keine Bedeutung habe. Da werden wir noch Leute am Pranger stehen sehen. Doch meine Vermutung ist: Je weiter die Welle schwappt, desto eher werden die Leute akzeptieren, dass die Aufregung eines nicht zu fernen Tages nachlässt. Der Tiefe Staat (4): Trump hat den obersten General (Joint Chief of Staffs) rausgeschmissen. Er war als erster schwuler Farbiger auf diesem Posten gefeiert worden und hatte groß angekündigt, für sich und seines gleichen in den Stäben sorgen zu wollen. Trumps kategorische Weisung an den Verteidigungsminister: Es komme allein auf die Kampfkraft der Streitkräfte an. Der Tiefe Staat (5) und seine Feinde: J.D. hat mit ausdrücklichem Bezug auf die CBS-Berichterstattung deutschen staatlichen Vorgehens gegen die Meinungsfreiheit öffentlich gemacht, dass, wer so vorgehe, nicht mit Amerika befreundet sein könne. – Hallo, ihr Atlantiker, jetzt müsst ihr euch was einfallen lassen. Der Tiefe Staat (6): Ich nehme an, dass die Enthüllungen über die Finanzierung deutscher Politiker und deren Parteien bald folgen werden. Damit schließe ich diesen Eintrag für heute ab und gehe gleich in morgendlicher Frische zum Wählen.
21. Februar 2025 Ganz-der-Vater, ganz-die-Mutter sind Sentenzen, die zu hören sind, wenn das Gespräch bei Tisch vom Politischen zum allgemeinen Tratsch übergewechselt ist. Die einschlägigen Wendungen stammen bevorzugt aus weiblichem Munde und bieten Spekulationsstoff ganz abseits des Umstandes, dass die so Bezichtigten es so gut wie nie mögen würden. Bei Tisch (2): Wenig hilfreich ist es auch, wenn einer seine recht spezielle, sonst von niemandem geteilte Belesenheit statt einer Aussage abschießen muss. Erwähnen will ich wenigstens, dass mir kürzlich im einschlägigen Fall einfiel, den Erasmus aus Rotterdam einzuwerfen, dessen Lob der Dummheit ich als unlesbar bezeichnete. Bei Tisch (3) in seinem Kitsch-Domizil in Florida stellte der Donald vorgestern klar, dass er dort nicht nur Golf spielt und sonnen-bräunt, sondern auch reale Politik macht. Die Ukraine bezeichnete er via Tweet als unverzüglich zu beendendes Verlustgeschäft. Die USA hätten sich unter seiner Ägide niemals in diesen Krieg von einem mittelmäßig erfolgreichen Komödianten hineinlocken lassen, der jetzt nicht einmal ein Mandat seiner Bevölkerung besitze, und daselbst 200 Milliarden US-Dollar mehr als die Europäer ausgegeben, wobei es für mehr als die Hälfte des Dollarflusses nicht einmal den Hauch eines Nachweises gebe, wo das ganze Geld geblieben sei. Übern Teich (2): Das ist er nun, der alltägliche Donald, ruppig und unmissverständlich. Sein Vize setzte noch eins drauf: Die Leute sollten sich keinen Illusionen hingeben, dass das noch zu ändern sei. Wenn der Don sich einmal entschieden habe, dann bleibe er dabei. Übern Teich (3): In DC regt sich Widerstand bei den republikanischen Abgeordneten und Senatoren. Sie wollen dem Präsidenten mit dem Hebel des Staatshaushalts in die Parade fahren. Stets mit am Mikrophon oder sichtbar in seiner Nähe der Senator Lindsey Graham, den mein Kopf seit vielen Jahren als Strippen-Zieher der Ukrainesache gespeichert hat. Er wehrt sich offenbar, als der Konkursverwalter einer gigantischen Fehlspekulation in die US-Analen einzugehen. Übern Teich (4) und anderswo: Die amerikanischen Aufgeregtheiten nach dem amerikanisch-russischen Riad-Treffen und die Reaktionen des US-Präsidenten kommentiert Putin im russischen Fernsehen so: Es werde Zeit brauchen, bis ein für beide Seiten befriedigendes Ergebnis erzielt sei. Er hat offensichtlich nicht den populistischen Druck des Sofort-Erfolges. Übern Teich (4): Tucker Carlson interviewt den Ungarn Orbán und fragt ihn, ob er eine russische Marionette sei. Anschließend lässt er ihm Zeit, seinen Standpunkt darzulegen. Für viele Amerikaner sicher Neuland, aber nachvollziehbar, denn er erzählt von der Notwendigkeit, die eigenen Interessen zu definieren. Übern Teich (5) und anderswo: Prompt und wenig überraschend reagierte nach der Trump-Attacke und der gleich anschließenden Forderung von Selenskyj, eine Europa-Armee zu gründen, der polnische Außenminister Sikorski, der dergleichen kategorisch ausschloss. Auf welcher Schulter dieser amerikanisch-polnische National-Sozialist eigentlich trägt, ist mir bis heute unklar. Unauslöschlich in Erinnerung ist mir allerdings seine Gratulation an die US-Regierung einen Tag nach dem Anschlag auf die Nord Stream Gas-Pipelines. Ich habe mir gemerkt, dass dies unser Nachbar ist. Der Schauder verstärkte sich, als seine Frau letztes Jahr mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels bedacht wurde. Übern Teich (6): Da wurden in der vorvergangenen Woche drei Staatsanwälte, Svenja Meininghaus, Matthäus Fink und Frank-Michael Laue, für die CBS-Sendung 60 Minutes zu ihrem Vorgehen gegen deutsche Bürger wg. deren angeblicher Hass-Kriminalität interviewt. Sie erzählten genüsslich von Durchsuchungen und Beschlagnahmen von Computern und Handys. Das sei meist Bestrafung genug. Sie ahnten nicht, was sie auslösten, als sie diesem prononciert linken Sender ihre Offenbarungen machten. Die Sache wurde in den social media zum Renner, und sie zeigte den hässlichen Deutschen in seiner ganzen boshaften Banalität. Pech gehabt. Jetzt sind sie über Nacht berühmt. Mir geht durch den Kopf, dass es bis kurz nach der Wende in Ludwigsburg die Zentralstelle zur Erfassung von Justizunrecht gab. Sie wurde, scheint mir, ganz zu unrecht aufgelöst.
18. Februar 2025 Fritze, der Kandidat, betont mit Nachdruck, dass er’s mit den Blauen nicht treiben werde. Ein klares Bekenntnis zum Weiter-so. Jetzt regt sich Widerspruch selbst bei den treuesten christ-uniönlichen Unterstützern, sprich Bild und NIUS. Man sieht also, dass die Wendehalswelle, die zum Jahreswechsel jenseits des Atlantiks losbrach, unsere woken Auen erreicht hat. Das bedeutet: Er wird Kanzler des rot-grünen Lagers, bis man ihm in DC den Stecker zieht. Zeitpunkt und konkreter Anlass ist mir noch unklar. Ich denke, einer von Trumps Leutnants (wie wäre es mit Richie Grenell?) wird sehr persönlich werden. Das woke Lager (2): Während man mit der Binnenempörung über diesen J.D. (sprich: Djädie) Vance noch ausgelastet ist und das Duo Scholz-Annalena der Ukraine-Führung deutsche Multi-Milliarden verspricht und weitere Waffen zusendet und hierfür ganz ungeschminkt das Aus der Schuldenbremse ankündigt, treffen sich der US- und der russische Außenminister in Riad. Das liegt zwar nicht in unmittelbarer örtlicher Nähe des Ukraine-Konflikts, aber in der direkten Nachbarschaft eines anderen. Für Lawrow wird es ein Hochseilakt, denn der amerikanische Wunsch, die Palästinenser auszurotten, kann kaum im Interesse der russischen Mittelmeerpolitik liegen. Am Ende wird das Abwägen der Vorteile und das Prinzip von Hemd und Rock den Ausschlag geben.
16. Februar 2025 Die letzten drei, vier Tage hatten es in sich. Der Reigen wurde durch einen afghanischen Schwer-Verbrecher eröffnet, der mit seinem Mini in München in eine Gewerkschaftsdemo hineinraste. Von den mindestens 20 Verletzten starben spätestens gestern eine jüngere Frau (37) und ihr zwei Jahre altes Kind. Zur Verhöhnung der Opfer sprachen die Mainstreammedien von einem mutmaßlichen Anschlag. Selbst der zynischste Kritiker konnte sich nicht ausdenken, was dann geschah. Abends demonstrierten die Links-Faschisten an der Feldherrnhalle gegen rechts. Fackeln hatten sie, so weit ich erkennen konnte, nicht dabei. Hauptstadt der Bewegung (2): US-Vizepräsident Vance sprach vorgestern auf der Wehrkundetagung. Was er zu sagen hatte, waren Ohrfeigen für die europäischen Kriegshetzer, denen er vorhielt, Furcht vor der eigenen Bevölkerung zu haben und ihre Länder durch Zensur und Massen-Migration aus dem Gleichgewicht zu bringen. Unverhohlen warb er, ohne deren Namen zu nennen, für die AfD. Nur Steinmeier und Pistorius wagten in Gegenwart des Gastes aufzumucken, der Rest hüllte sich in eisiges Schweigen. Hauptstadt der Bewegung (3): Für den Kanzler hatte der Mann aus DC keine Zeit. Fritze, den Kandidaten, sprach er kurz. Ob dieser den öffentlichen Weckruf vernommen hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht entging ihm im vorgezogenen Siegestaumel, dass der Trump-Leutnant durchaus Zeit hatte, sich mit der blauen Alice zu treffen, die man selbstredend zum politisch korrekten Kongress nicht eingeladen hatte. Nun, sie wird die Gelegenheit zum Kennenlernen genutzt haben. Hauptstadt der Bewegung (4) und die des Imperiums: Die Vance-Aussagen mit der soeben eingetrudelten Foreign Affairs verglichen. Während das vorletzte Heft noch die Welt im Krieg beschrieb, sehen die selbsternannten Weltherrscher des Council on Foreign Relations jetzt The Strange Triumph of a Broken America (den befremdenden Triumph des gebrochenen Amerika). Immerhin raffen sie sich dazu auf, Putin an einen Ort zu versetzen, von dem es keine Widerkehr gibt. Die US-Mainstreampresse assistiert, indem sie plötzlich Kartenbilder publiziert, die einen Grenzverlauf der Ukraine im Vergleich von vorher-nachher zeigen. Das ist neu. Ob es auch realistisch ist, steht in den roten Sternen. Die russische Propaganda hält dagegen, indem sie Karten der Restukraine publiziert, in welchen bezirksgenau dargestellt wird, welche Bodenschätze wo mit Schwerpunkt abgebaut werden
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13. Februar 2025Der Imperator lässt mitteilen: Der neue US-Verteidigungsminister bestellte gestern die Ukraine-Unterstützungsgruppe der Nato nach Brüssel ein, um sie mit den Beschlüssen seines Präsidenten bekannt zu machen. Diese würden ein Telefonat des Chefs mit Putin berücksichtigen. Man kann herauslesen, was nach Ansicht von Trump unter anderem besprochen sein könnte, nämlich dieses hier: Die USA ziehen sich aus der Ukraine-Sache umgehend zurück, weil sie ihre Schwerpunkte anders definieren. China und Nahost gehen vor. Die Grenzen der Ukraine von Anfang 2014 sei kein realistisches Szenario mehr, alles andere sei Sache der Europäer. – Ich folgere, die beiden Telefonierer müssen eine Tour d’Horizon unternommen und hierbei über eine Abgrenzung der Interessensphären gesprochen haben, hierbei fiel die Ukraine unter den amerikanischen Tisch. Was ihnen dafür konzediert wurde – und ob überhaupt etwas – ist schwer zu sagen. Unterstützungsgruppe (2): Die wenigen Bilder, die vom Ereignis zu sehen waren, machten den Eindruck einer Versammlung von begossenen Pudeln. Unterstützungsgruppe (3): Derweil telefonierten zwei bekannte russische Satiriker mit dem CDU-Kleinscharfmacher Wadephul, dem sie vorspiegelten, der ukrainische Präsidenten-Adlatus Jermak zu sein. Der Deutsche wedelte verheißungsvoll mit den Taurussen, die es unter Fritzes Herrschaft geben werde, und setzte mit der Bemerkung (sinngemäß) noch eins drauf, dass die Russen der Erzfeind seien. Natürlich kann man sich über soviel Dummheit ereifern, aber realistischer Weise muss man einkalkulieren, dass hier eine ganze Generation von überlebenden Alt-Kaltkriegern in ihrer Verkalkung beharrt und dieser Zustand offenbar vererblich ist
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12. Februar 2025 Das ukrainische Verteidigungsministerium verkündet den Aufbau einer 20 km tiefen Drohnenzone entlang der gesamten 1000 km langen Frontlinie, die jeden russischen Vormarsch stoppen soll. Ich halte den Ansatz nicht für realistisch: a) Es müssten riesige Mengen von Drohnen existieren, da allein die Russen bestimmen, wann und wo sie angreifen. b) Der Masseneinsatz von Drohnen gegen russische Einzelkämpfer verspricht wenig Aussicht auf Erfolg. c) Der erfolgreiche Einsatz setzt weitgehende Luftherrschaft voraus, wovon nicht ausgegangen werden kann. Deswegen halte ich die Initiative für Propaganda, die vor allem zur Stützung der Kampfmoral der eigenen Verbände dienen soll, und stellt vermutlich den Versuch dar, die um sich greifende Massenfahnenflucht abzubremsen. Ostfront (2) Der russische Propagandakanal Rybar hat hierzu ein erläuterndes Kartenbild veröffentlicht, das auch insofern interessant ist, da es den aktuellen Verlauf der Frontlinie zeigt. Noch immer sind nicht alle Teile der beanspruchten Oblaste in russischer Hand, vor allem die Großstädte Saporoshje und Cherson nicht.
Ostfront (3): Nach mehreren Raketen und Drohnen-Angriffen auf russische Anlagen der Erdölindustrie in der vergangenen Woche, hat es am vergangenen Wochenende – ausdrücklich als Antwort deklarierte – massive Raketen- und Drohnen-Schläge gegen die ukrainische Stromversorgung in Kiew und anderen Großstädten gegeben. Es soll zu bedeutenden Stromausfällen gekommen sein. Die westliche Berichterstattung beschränkte sich darauf, getroffene Wohnhäuser in etlichen Städten zu zeigen. Ostfront (4): Selenskyj brachte den Verkauf von Seltenen Erden als Pfand für weitere Geld- und Waffenlieferungen der Nato-Staaten ins Spiel. Die Reaktionen aus der neunen US-Administration sind uneindeutig. Ob tatsächlich ein substanzielles direktes Gespräch zwischen Trump und Putin stattgefunden hat, ist nach wie vor umstritten. Ostfront (5): Es ist unübersehbar, dass es in den USA heftige Auseinandersetzungen über das Ukraine-Engagement gibt. Die Abzugs-Befürworter, wie namentlich Tucker Carlson, thematisieren die großen Mengen an Geld- und Unterstützungslieferungen, die im Schwarzen Markt verschwunden sind.
11. Februar 2025 Es ist der Fluch der bösen Tat, dass ich vor Wochen öffentlich machte, an einer Biographie der Autobiographien zu arbeiten. Während ich es sonst eher dankbar begrüßt habe, wenn mich Leser mit Material versorgten, an das ich sonst im Traume nicht herangekommen wäre, schwappt nunmehr eine Informationswelle über mir zusammen, die mich am ruhigen Durchdringen des Problems hindert. Was zum Beispiel soll ich mit dem Hinweis beginnen, dass Microsoft-Held Bill Gates soeben seine Kindheitserinnerungen auf den Buchmarkt gebracht hat, von denen ein Aufpapper auf dem Front-Cover zu künden weiß, dass es sich hier um einen Bestseller der Hamburger Illustrierten handele. Mit und ohne Spiegel-Aufkleber (2): Nun ist es nicht nur so, dass ich grundsätzlich keine Bücher mit diesem roten Aufkleber erwerbe, weil ich den innewohnenden Hinweis für plumpe Lüge einschätze, sondern im speziellen Fall halte ich den Werbekleber für ein notwendiges Dankeschön an den Millionen sponsernden Gates mit seiner Menschheitsbeglückungs-Stiftung. Ohne Spiegel-Aufkleber (3): „Vorteil für den Noch-Kanzler: Scholz hat schon bewiesen, dass er es nicht kann. Merz muss das erst noch“ (heute Nacht in den Leserbriefen der Zellerzeitung). Ohne Spiegel-Aufkleber (4) blieb die sog. Doktorarbeit von Robert dem Denker. Jetzt wird öffentlich gemacht, was der Plagiats-Jäger Weber hierzu mitzuteilen weiß – in meinen Worten: wissenschaftlich verbrämtes Geschwulstel. War mir, da bin ich gern Chronist, bereits am 24. Dezember 2023 aufgefallen, als ich das einschlägige Vorwort zu lesen versucht hatte. Das hier war in meinem elektronischen Einkaufsnetz hängengeblieben;„Wenn das, was Kant als Allgemeine Anschauungsformen a priori definierte, medial gebunden und mit konkretem Gehalt gefüllt wird, sind die Ergebnisse der Interpretation von den verschiedenen Strukturqualitäten der zu unterscheidenden Gattungen abhängig.“Alles klar? Na also. Ohne Spiegel-Aufkleber (5), aber dessen Meldung belegend (Internetfund):
10. Februar 2025Nächtliches Nachsinnen über eine surreale Geschichte. Mehr als die Überschrift ist dabei nicht herausgekommen: Bitte nehmen Sie Ihren Bikini aus meinem Eisbecher. (Ich weiß schon, nicht kommentieren, einfach weiterlesen). Surreal (2): Die Balten-Staaten verabschieden sich mit großem Pomp vom billigen Russen-Strom. Dochdoch, sie feiern das ganz real. Surreal (3): Die polnische Staatsanwaltschaft erhebt angeblich Anklage gegen den MP Donald Tusk wg. versuchten Staatsstreichs. Ach, die Säuberung des Rundfunks und der Gerichte im vergangenen Jahr war nur ein Versuch? Zugleich verkündet Europas Lieblingsregierung in Warschau, sie werde den Teufel tun, die EU-Migrantenverteilung zu akzeptieren. Surreal (4): Der US-Senat will den Gesundheitsminister Kennedy nur unter der Auflage akzeptieren, dass dieser keine Befugnisse hat. Surreal (5): Da streiten zwei im Zwangsfernsehen, so lese ich heute früh, um die Würde der Bürde. Zwei Niemande im Lande Nirgendwo. Man kann zwischen beiden wählen, aber es bedeutet nichts.
Surreal (6): Während in Europa die Sonne untergeht, ist es in Amerika hellichter Tag.
9. Februar 2025 Während sich der linke Pöbel und Lenins nützliche Idioten auf Deutschlands Straßen tummeln, machen sich amerikanische Blogger über uns lustig. Manchmal denke ich, die Hiesigen müssten das doch mitkriegen, tun sie aber nicht. Stattdessen lädt der Merkel-Ex-Adlatus Heusgen die AfD und die Wagenknechte von der Münchner Sicherheitskonferenz aus, weil sie den Dialog stören. Das ist Orwell-Sprech. Ob er das weiß?
Die Medien überschlagen sich mit Meldungen über angebliche Friedensgespräche zwischen Trump und Putin. Weiß Putin auch schon davon? Medien (2): In dichter Folge kommen die Geldausgaben von US AID ans Tageslicht. So gingen neben der offiziellen US-Hilfe ungezählte Dollar-Milliarden Jahr für Jahr in die Ukraine, um die Siegeslügen zu finanzieren. Falls es stimmt, dass aus diesem Säckel 90 % der Medienausgaben daselbst bestritten worden sind, dürfte es bald leiser werden an dieser wichtigen Psycho-Front. Medien (3): Kein Mensch weiß, wie sich dies auf die ohnehin schon dürftige Moral der Bevölkerung auswirken wird. So gesehen dürfte der ukrainische Geheimdienst-Boss (GUR), Kirill Budanow, vor einigen Tagen prophetische Worte gesprochen haben. Er sagte im geheim tagenden Verteidigungsausschuss der Rada, dass es, wenn jetzt nicht massiv Unterstützungsgelder flössen, spätestens im Sommer ein unangenehmes Ereignis eintreten werde. Als das rauskam, ruderte er zurück und sprach von einem Scherz. – Mit Wilhelm Busch zu sprechen: Der Vogel, scheint mir, hat Humor.
7. Februar 2025 Sören? …echt.
6. Februar 2025 Ebbe im Karton: Argentinien tritt aus der WHO aus. Da werden in Genf bald ein paar Luxuswohnungen frei. Ebbe (2): Die Abwahl von Bolsonaro in Brasilien wurde von US AID ermöglicht, wie man jetzt nachlesen kann. Kann man abwarten, wie es nun ohne finanzielles Polster aus DC mit Lula, dem adlig-sozialistischen Vorgänger und Nachfolger im Amt weitergeht. Ebbe (3) auch in der Kriegskasse von Politico, das US-Linksstream-Magazin gehört zum Springer-Imperium. Nehme mal an, dass Gates nicht alle Lücken wird schließen können, die sich bei deutschen Propagandisten jetzt auftun. Ebbe (4): Als Rettungsanker wirft man in den USA jetzt Desinformation aus und erkennt plötzlich, wie sich die Angriffe auf die Seekabel-Verbindungen in der Ostsee und der Straße von Taiwan ähneln (der Xi war’s). Bei der Ostseekarte fiel mir auf, dass Nord Stream erst gar nicht erwähnt wird. Ist schließlich kein Kabel, sondern aus Stahl und Beton und wäre – ganz sicher – mit einem Schleppanker nicht wegzureißen gewesen.
Ebbe (5): Immerhin reicht das Budget bei der Illustrierten Der Spiegel noch aus, um Putin zu bezichtigen, Autoattentate mit Bauschaum in D veranlasst zu haben, um die Taten den Grünen anzulasten. Heiliger Robert rette uns (oder ist hier Sancta Simplicia zuständig?).
5. Februar 2025Jena, am Kneipentisch: Es spricht einer grinsend von der Katarina Witt der politischen Ökonomie. Es dauert einen Moment, bis bei mir der Groschen fällt (Hilfestellung für Auswärtige: die Kati = schönstes Gesicht des Sozialismus). Kneipentisch (2): Was ich an haarsträubenden Fällen über das Wüten der hiesigen Justiz zu hören kriege, spottet jeder Beschreibung. Diese schrecklichen Juristen exekutieren kaltschnäuzig das offensichtliche Unrecht der Corona-Diktatur. Sie taugen für jegliches System.
Kneipentisch (3): Neue Gesichter, neue Ideen. Ich danke derjenigen, die mich dazubrachte. Sie wird schon wissen, wer gemeint ist.
Der neue Mann in DC agiert wie ein altrömischer Imperator. Derzeit genügt ihm die Drohgebärde, um die Welt ringsum auf Linie – seine Linie – zu bringen. Kolumbien, das sich seiner Rückabschiebung von Zuwanderern widersetzen wollte, wurde exemplarisch unter Druck gesetzt und knickte sofort ein. Wer oder was folgt als nächstes? Imperium (2): Es ist das Wunderbare an historischen Vergleichen, dass sie nie auf den Prüfstand ihrer Richtigkeit müssen. Deswegen sind sie ein beliebtes Spiel unter Intellektuellen, die niemals auch nur den Hauch einer Chance haben, an den Hebeln der Macht zu spielen. Imperium (3): Caesars letzte Worte waren dem Vernehmen nach: Auch du, mein Sohn Brutus. – Ich hätte da bereits eine Idee. Imperium (4), als unaufschiebbare Eilmeldung um 10 Uhr morgens MEZ: Trump will den Gazastreifen übernehmen. Damit hat er den Limes überschritten.
4. Februar 2025 Das Plattmachen von US AID gestaltet sich in der Praxis nicht so einfach wie angekündigt, denn das Aus bedeutet für Tausende, wo nicht Zehntausende von Nutznießern ein jähes Ende ihrer eigennützigen Bemühungen unter dem heuchlerischen Banner von Menschenrechten und democracy. Das Geflecht an Geldwäschern ist so verschlungen, dass es wahrscheinlich ist, immer mehr Beteiligte in Behörden, privaten Interessengruppen und Großvermögen ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren, von denen eines sicher ist: Sie werden sich wehren. Elon, das Wunderkind, das den Sumpf trockenlegen soll, lebt nunmehr gefählich.
Falsche Flagge (2): Die herrschende Klasse der USA hat seit Jahrzehnten diese Verquickung von Staats- und Privatvermögen zum Zwecke der Herrschaftssicherung eingeübt. Das erste, mir bekannt gewordene Manöver war der Marshall-Plan, der vor rund 75 Jahren das Licht der Welt erblickte. Das tollste an ihm ist, dass die zugrunde liegende Struktur noch heute existiert.
3. Februar 2025 Vor Wochen befasste ich mit dem Problem unterschiedlicher Socken beim morgendlichen Ankleiden. Meine Bemerkungen, dass und warum ich das hinnehme, haben mir viel Zuspruch eingebracht. Ich bin also nicht allein. Gestern Morgen nun stellte ich fest, dass es drei Socken waren, die zusammengekrempelt vorgaben, ein Paar zu sein. Ich entschied mich für zwei davon, um dann beim Anziehen der Straßenschuhe festzustellen, dass einer dunkelblau, der andere grau ist. Der Dritte im Bunde war auch grau, aber deutlich heller. Man sieht, die Probleme werden vielfältiger. Mich mit der Sockenfrage zu befassen, erscheint mir befriedigender als mit dem Gewäsch der politischen Klasse, das sich um die Springprozession des Kandidaten M. rankt. Sein Angriffsgeschrei ist vor drei Tagen im konzentrierten Beschuss von Ewiggestrigen im Bundestagsplenum übertönt worden. Die Blase debattiert nun, ob das dem Fritze schadet oder nicht. Vorgestern Abend bügelt er seinen Mutanfall wieder aus, indem er erklärt: Jede Stimme für die AfD sei am Tag nach der Wahl eine verlorene Stimme. Bleibt selbst für Mainstream das zwiespältige Resultat: Er kann es nicht. Propheten im eigenen Lande: Einen strahlenden Sieg von schwarz-rot-grün vermag niemand mehr sicher vorherzusagen, weil doch eigentlich bei des Merzens Pleite jetzt für grün und rot die Zahlen explodieren müssten. Tun sie aber nicht. Noch drei Wochen Prognosetheater. Am Wochenende ließ Donald der Friedensstifter Ziele in Somalia aus der Luft angreifen.
31. Januar 2025Gestern Abend die Senatsanhörung der von Trump vorgesehenen Direktorin für Nationale Geheimdienst-Informationen (DNI) Tulsi Gabbard am Bildschirm verfolgt. Strikter Widerspruch bei etlichen Senatoren, die es der Seitenwechslerin von den Demokraten ins Trump-Lager nicht verzeihen können, dass die von ihnen Examinierte sich nicht entschließen kann, den Verursacher des größten Geheimdienst-Skandals der USA, Edward Snowdon, einen Verräter (traitor) zu nennen, oder ihren Ausspruch am Abend des russischen Einmarsches in die Ukraine (Februar 2022) zu widerrufen, dass es hierfür auch im Westen zu suchende Gründe gäbe. DNI (2): Die Dienstobliegenheit des Chefs der zugehörigen, 2001 eingerichteten Dienststelle (ONI) ist es, dem US-Präsidenten täglich ein Lagebild aus Geheimdienst-Informationen (intelligence) vorzutragen – eine Übung, über die man in D lächelt, wo es üblich ist, dass die Leiter der Dienste die politischen Führer selten oder nie sehen. DNI (3): Die von Trump Ausgesuchte (pick) wirkt zurückgenommen und taff. Etliche Jahre im Dienst von Armee und Nationalgarde sowie eine Reihe von Wahlperioden als Kongressabgeordnete für Hawaii lassen vermuten, dass sie der Geheimdienstarbeit distanziert gegenübersteht. Eine heikle Position zwischen einem – höflich formuliert – schwierigen Chef und einem Klientel, das das Mauern zu seinen Lieblings-Gepflogenheiten zählt. DNI (4): Bemerkenswert ist der Disput zwischen einigen Senatoren und Gabbard, der man zu unterstellen sucht, sie sei in Fragen des Nahen Ostens politisch unzuverlässig. Sie kontert, kein Verständnis dafür zu haben, dass CIA & Co immer wieder islamische Extremisten aufgerüstet hätten, um hernach festzustellen, dass sie den USA schwer schaden würden. Sie nennt explizit die jetzt in Syrien an der Macht befindlichen Steinzeit-Islamisten. DNI (5): Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sie Tabu-Brüche nicht scheut. Sie redet, wie eine Abgeordnete mit freiem Mandat. Aber wie lange noch?
30. Januar 2025Nix weiter passiert, gestern im Bundestag. Eine denkbar knappe Mehrheit aus CDU, AfD, FDP und einzelnen fraktionslosen Abgeordneten, stimmt der Asyl-Wende-Resolution der Firma Merz zu. Aus CDU und FDP etliche auch nicht, die von SPD und Grünen sowieso nicht. Zur Sache sprachen nur die von AfD und FDP, alle anderen fanden nur die Kraft zum Pöbeln. Das war nicht erstaunlich, sondern eher verwunderlich, dass Alice für ihre Verhältnisse ruhig und beherrscht sprach, bei Lindners sachlichem Beitrag hingegen besteht der Verdacht, dass dies sein Abgesang gewesen sein könnte, denn nach drei Jahren Ampel haben sich seine Wähler in alle Winde zerstreut. Ampel-Gehampel (2): Natürlich fragt sich selbst der Politikfromme: Wenn die Mehrheit diese hier ist, warum regiert der Fritze nicht bereits seit Dezember? Die Antwort lautet wohl: Schiss gehabt. Übern Teich: Der Donald holzt in DC, dass die Fetzen fliegen. 2 Millionen Bundesangestellten ein Angebot zum Ausstieg gemacht. Die Besten werden‘s als Erste nutzen, das wäre normal. Übern Teich (2): Bei US AID – das ist die Einrichtung die den Leuten auswärts die democracy bringt – alle führenden Kräfte in den bezahlten Kündigungsurlaub geschickt und die Haushaltsmittel gesperrt. Hier wird die Weltmacht neu justiert.
29. Januar 2025 Weltmacht mit Hindernissen: Die angeblich künstliche Intelligenz eines chinesischen Software-Unternehmens lässt den angeblich uneinholbaren Vorsprung der US-Cracks über Nacht dahinschmelzen. Und damit verbunden der Verlust in Milliarden an Dollarvermögen, deren Höhe und Grund sich meiner Vorstellungskraft entzieht. Das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern in digitaler Form. Künstliche Intelligenz (2): Im Bundestag will heute der angeblich nächste Kanzler verhindern, dass die Falschen seinem für richtig gehaltenen Antrag zur Ausländerschwemme zustimmen. Wat nu? Auf jeden Fall wird man eine Debatte führen, die mit dem Thema nichts zu tun hat. Alles andere wäre echt Nazi. Künstliche Intelligenz (3) bestimmt angeblich zunehmend das Schlachtfeld an der Ostfront. Mir kommt es so vor, als sei es in erster Linie die Kampfmoral der Soldaten.
27. Januar 2025 Gelinde gesagt sind die Signale aus DC verwirrend. Ich denke mal, dass nach der Krönungsshow jetzt die Mühen der Ebene beginnen. Innen: Widerstand der Auszumusternden von der Verwaltungsfront – es sind Tausende. Außen: Drohen mit neuen Wirtschaftssanktionen. Das ist besonders gegenüber Russland eher lächerlich. Nur nebenbei bemerkt: Die außereuropäische Welt merkt das und merkt es sich. Garantiert. Verwirrt oder verwirrend (2): Bei Trucker Carlson sagte Trump im November 2024 dieses hier: Ich habe Nord Stream 2 zerstört (wörtlich: „I killed Nord Stream 2“). Da er bei dem Terror-Verbrechen selbst nicht im Amt war (September 2022), kann es nur bedeuten, dass es in seiner Amtszeit vorbereitet wurde, und er es nach wie vor gutheißt [dokumentiert bei der Hindustan Times, https://www.youtube.com/watch?v=ATX7g9W5ZZw | 3.32.09-11]. Verwirrt oder verwirrend (3): Fritze, der nächste Kanzler, will seinen Asylrundschlag am kommenden Mittwoch im Bundestag nun mit der Floskel verbinden, dass die AfD an allem schuld sei. Er nennt das: den Regierungsparteien entgegenkommen. Na endlich, wurde auch Zeit.
26. Januar 2025 Gestern schreit mich die Bildzeitung, das Amtsblatt für die Wiederinstallierung der Christunion, in der Kaufhalle an, dass Fritze M. jetzt sofort das Asylrecht verschärfen will – mit welcher Mehrheit auch immer. Das bedeutet im Klartext mit AfD und FDP, mit wem auch sonst? Klartext (2): Fritzes Vorstoß ist nichts anderes als der letzte Versuch, eine selbstrettende Rettungsleine gegen den grassierenden Stimmschwund auszuwerfen. Sie dient in Wirklichkeit nur dazu, das Wahlvolk zu veralbern, denn es bedarf keiner Änderung des geltenden Rechts, um den illegalen Zustrom zu stoppen, sondern der Wiederaufnahme des Gesetzesvollzugs des geltenden Rechts. Und genau das werden die Inhaber der Posten und Pöstchen der Bundesregierung nicht tun. Sie werden am eigenen strafbaren Handeln, das 2015 von Merkel eingeführt wurde, festhalten. Klartext (3): Auf den Straßen versammelte sich derweil der linke Mob der Ewiggestrigen, um für die Fortsetzung der regierungsamtlichen Straftaten zu demonstrieren. Zehntausende wurden unter dem Motto „gegen den Rechtsruck“ mobilisiert. Klartext (4): Elon, das Wunderkind, wurde in die Wahlkampfshow der AfD per Bildschirm eingeblendet. Er rief dazu auf, den Schuldkomplex abzulegen und stolz auf das eigene Land zu sein. Tja, wenn der das sagt. Klartext (5): Dem Gerede über den neuerlichen Vorstoß, per Bundestagsbeschluss ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht einzuleiten, wird in der öffentlichen Debatte entgegengesetzt, dass die Zeit in den kommenden 4 Wochen nicht ausreiche, um die Partei zu verbieten. Als ob es darauf ankäme. In Wirklichkeit hätte, wenn jetzt noch der Beschluss gelingt, das Gericht alle Zeit der Welt, ein Verbot auszusprechen – ganz unabhängig davon, wie die Wahl ausgegangen sein wird
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24. Januar 2025 Kaum gestern aufgeschrieben, muss ich es heute korrigieren: Stronzo ist nicht der italienische Stinkefinger, sondern die korrespondierende Körperöffnung, möglichst vulgär. Stellt sich dem Ostfrontbeobachter die Frage: Wie sag ich’s auf Russisch? Hier die Antwort der gebildeten Leserschaft: Dortzulande hat man es lieber sexuell und verwendet den Daumen zwischen Zeige- und Mittelfinger. Der dazu passenden Ausdruck ist фига (Figa) oder дуля (Dulja). Korrektur (2): Die Experten haben alle Hände voll zu tun. Sie bramarbasieren, was der Donald von seinen Ankündigungen alles nicht wahr gemacht hat, obwohl er schon drei Tage im Amt ist. Ich denke, da wird es noch die eine oder andere Überraschung geben, was – zugegeben – eine Plattheit ist. Korrektur (3): Am wildesten schießen die Gerüchte ins Kraut, ob und wie Trump den Umgang mit dem ukrainischen Mündel ändert. Am meisten wird erörtert, ob er das überhaupt kann. Man wird es frühestens in einigen Tagen erahnen können. Auf jeden Fall werden da die Fetzen fliegen, denn es geht um riesige Vermögen, die auf der Kippe stehen. Korrektur (4): Keinen Anlass zu einer solchen sieht die beste Außenministerin , die wir je hatten, nachdem der deutsche Botschafter, ein grüner Parteigenosse, den ins Amt kommenden US-Präsidenten in einem Bericht wüst anpöbelte. Anstatt den Mann umgehend zurückzubeordern, sieht sie die Notwendigkeit, dem Bericht zuzustimmen und eine Untersuchung im AA einzuleiten, wo denn die undichte Stelle sei, aus der das Wunderwerk an die Öffentlichkeit gelangte. Viel Spaß dabei. Am Ende wird es dann wieder der böse Putin gewesen sein (= Patentlösung der letzten drei Jahre).
23. Januar 2025 Dazugelernt: Das italienische Wort für Stinkefinger heißt stronzo (was ich vertrauensvoll den Leserbriefen der nächtlichen Spaet-Nachrichten entnehme). Dazugelernt (2): Nach dem gestrigen afghanischen Messergemetzel im Aschaffenburg mit mindestens 2 Toten will Mainstream jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen: die AfD verbieten. Dazugelernt (3): In Davos Starauftritt des kleines Mannes aus Kiew. Jetzt will er nicht mehr den Iwan hinter die Wolga zurückschlagen, sondern Fußtruppen, damit er nicht untergeht. Die anwesenden Oligarchen und ihre mitlaufenden Politakteure tauschen zwar Brüderküsse mit dem Habenichts, schielen aber heimlich nach DC. Dazugelernt (4) und beinahe übersehen: Larry von Blackrock hat sich, wie er soeben in Davos mitteilte, mit Leuten unterhalten. Dabei ist rausgekommen, dass Einwanderungsgesellschaften den Fortschritt behindern. Die schrumpfenden Gesellschaften seien eindeutig im Vorteil. Damit kippt er ein schlecht funktionierendes Investitions- und bisheriges Weltbeherrschungs-Modell auf dem Müll.
22. Januar 2025 Die große Show vom vorgestrigen Montag klingt nach. Jetzt ist Zeit, die Eckdaten festzuhalten. Für Trump hat Minuten nach seiner Vereidigung der Kampf gegen seine innenpolitischen Feinde begonnen. Aus den zahlreichen Präsidentenerlassen, die er an Ort und Stelle im Kongressgebäude unter den Augen des Publikums unterzeichnete, ragen die über die beschleunigte Bereinigung des Regierungskörpers, die Ausrufung des Notstandes an der Südgrenze, der Stopp der E-Auto-Bezuschussung und des weiteren Windmühlen-Ausbaus sowie die Kündigung des Klimaschutz-Abkommens und der sofortige Austritt aus der WHO heraus. Nun gut, die regierungsamtliche Feststellung, dass es nur Männer rund Frauen gibt, wollen wir nicht vergessen. Feinde (2): Während Biden die letzten Momente seiner Amtszeit am Montagmorgen nutzte, um eine noch nicht genau bekannte Vielzahl von Personen vor zukünftiger Strafverfolgung zu schützen, erging Stunden später Trumps Gnadenerlass für die bereits Verurteilten des sog. Sturms auf den Kongress vor vier Jahren. Der Jurist in mir fragt nach, ob das überhaupt möglich ist, das Gnadenrecht auf zukünftiges Behördenhandeln auszudehnen. Ich denke, ich werde nicht der einzige sein, der diese Frage nach der Aushebelung der Rechtsstaatssystematik aufwirft. Feinde (3): Der gestrige Tag war in den USA bereits durch Klagen der durch die Präsidentenerlasse betroffenen Personen und Organisationen geprägt. Feinde (4): Außerhalb des Imperiums traf man sich in Davos und versicherte sich gegenseitig, dass gar nichts passiert sei. Welche tumbe Regie den Beginn des Treffens ausgerechnet auf den Krönungstag in DC gelegt hat, möchte man schon mal wissen, denn die US-Show warf einen derartigen Schlagschatten, dass das Alpendorf nicht zum Glühen gebracht werden konnte. Das Donnern der Lear-Jets in Zürich ging im Radau amerikanischer Militärmusik unter, die über den Atlantik schwappte.
20. Januar 2025 Der große Klamauk in DC wird heute nach innen verlegt, weil es draußen zu kalt ist. So sagt man. Wir sind nicht gezwungen, es zu glauben. Klamauk (2): Mit den Prognosen könnte man Bücher füllen. Aus diesen schälen sich zwei gegensätzliche Grundtöne heraus: a) Er wird mit dem Tiefen Staat aufräumen. b) Er wurde mit dessen Zustimmung und Unterstützung ins Amt befördert. Beide Varianten sind nur schwer miteinander kombinierbar. Klamauk (3): Wenn allerdings eines an dem gesamten Komplex wundert, dann doch dies: Die einstigen rabiatesten Gegner sind Mann um Mann in überholendem Gehorsam zu Kreuze gekrochen und haben eine Mio. Dollar oder mehr für eine Eintrittskarte geblecht. Klamauk (4): Nur in D haben die Plapperer nicht die Kurve gekriegt. Lediglich der König von Bayern hat sich – nicht unerwartet – in seiner neuen Gummihose gezeigt
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18. Januar 2025 Die Meldungen über den Waffenstillstand im Israel-Gaza-Krieg sind so widersprüchlich, dass sie bestenfalls weiteren Spekulationen Tür und Tor öffnen. Warum sich die Hardliner in Jerusalem, wie sie verlautbaren, erpresst fühlen, kann ich nachvollziehen, denn sie hatten auf eine Endlösung gezielt. Jetzt giften sie gegen Trump, obwohl der noch gar nicht am Ruder ist. Zur Krönungsmesse nach DC scheinen sie jedenfalls nicht eingeladen worden zu sein. DC (2): Dort wird Germany durch den deutschen Botschafter und Tino, den selbständigen Malermeister aus Ostsachsen, vertreten. Man staunt Bauklötze und fragt: Wer war das? Elon, das Wunderkind? Dass Copilotin Alice wg. Wahlkampf-Terminen absagte, kann man nur als strategischen Fehler bei der Schwerpunktsetzung bezeichnen. Was ist das Mikro in Kleinkleckersdorf gegen die Weltbühne?
17. Januar 2025 Auf Prabels Bloc (https://www.prabelsblog.de/2025/01/kalifornien-koennte-so-schoen-sein-ohne-demokraten/) lese ich als Nachgeschmack zu dem Bränden in Kalifornien das hier „…wie man einen Hausstandort auswählt. Zu den Risiken zählen Hochwasser, Brandgefahr, gefährliche und lästige Tiere, intellektuelle Nachbarn, Verkehrslärm, Alleinlagen, militärische Anlagen und Rüstungs-Betriebe“. Fremde Gedanken (2), diesmal aus den Leserbriefen der Zellerzeitung: Um meine Aufmerksamkeit wetteifern „Meldestellenwerktätiger“ und „Grüne planen Alternativveranstaltung zu Trumps Amtseinführung +++ Krönungsmesse von Robert Habeck zum Klima-Messias am Potsdam Institut für Klimawitzeforschung +++ Klimagottesdienst wird geleitet von Katrin Dingens-Dingens“. Das müsste reichen für den Tag, der eine ereignislose Woche abschließt. Warum stört mich das bloß nicht? Andere mögen mehr erlebt haben.
16. Januar 2025 Als ich bei Stefan Zweig lese, dass er zur vorletzten Jahrhundertwende in Berlin eine wirre Truppe kennengelernt hatte, die sich dreist Die Kommenden nannte, hat es bei mir klick gemacht, denn das ist vielleicht der Begriff, nach dem ich schon lange gesucht habe. Wirr (2): Die Siegesmeldungen in der Mainstream-Journaille über den Waffenstillstand im Gaza haben mir morgens nur ein Grinsen abgenötigt. Und richtig: Wenige Stunden später widerrief der Kriegsherr aus Jerusalem und sprach von Erpressung. Nebenbei: Der muss sich ja sicher sein, dass der Donald es in seinem Sinne richten wird. Nun, wir werden sehen.
14. Januar 2025 Komm zur Vernunft, ist ein Apell, dessen Widersinn den meisten Zeitgenossen, an den er ergeht, auf die Stirn geschrieben steht. Unvernunft (2): Da versammeln sich fünf Wehrministern vorgestern in Warschau, um die Fortsetzung des Krieges in der Ukraine zu bereden, die von England, Frankreich, Italien, Deutschland und Polen. Alle fünf haben Interessen, Eigeninteressen zumal, die nicht miteinander harmonieren: Bodenschätze, Waffenhandel, Landraub, Führer-Attitüden, Ablenkungs-Manöver. Man suche sich etwas aus.
13. Januar 2025 Am Wochenende haben die Parteien Heerschau gehalten. Wen interessiert eigentlich außerhalb der unmittelbar Aufmarschierten, was das geredet und gemeint wird? Mich jedenfalls nicht. Schall und Rauch (2): Die flotte Jette aus Dänemark trifft sich mit dem Chef von Grönland. Den einen könnte ich mir auf einem Kajak beim Robbenfang vorstellen, die andere als unübersehbare Frontfrau in einem Käserei. Vielleicht überlegen sie zusammen, ob die Schlosswache von Christiansborg hinreicht, um dem Trump Paroli zu bieten, denn sonst ist nichts mehr da, weil man alles, was schießen konnte, in die Ukraine verscherbelt hat. – Auch zum Schießen: Der kleine Mann aus Kiew hat bereits seine Hilfe angeboten.
12. Januar 2025 Verbrannte Erde: Der Blick auf die von Feuersbrünsten zerstörten Siedlungen von San Francisco geben einen Eindruck von dem, was linke Politik zu zerstören vermag, ganz ohne dass ein äußerer Feind Hand anlegen muss. Es ist nicht damit zu rechnen, dass hieraus die notwendigen Konsequenzen gezogen werden.
11. Januar 2025 Wer soll das bezahlen: J.P. Morgan, die Bank ohne die nichts geht, steigt aus der Klima-Religion aus. Ausstieg (2): Master Zuckerbook verabschiedet sich von seinen Zensur-Brigaden. Falls auch in D, wird demnächst Correctiv seine Bilanzen korrigieren müssen. Ausstieg (3): Canadas Noch- oder Ex-Premier widerspricht den Trump-Plänen, das nordamerikanische Riesenreich einzugemeinden. Ehe das passiere, werde es in der Hölle Schneebälle geben. Dass er dies auf Twitter lautmalt, bringt dessen Eigentümer auf den Plan. Mädchen, so schreibt er, du bist kein Premier mehr, und wer interessiert sich eigentlich für das, was du meinst? Ausstieg (4): Robert Kagan, der böse Geist der US-Kriegstreiber-Gilde vertraut The Atlantic an, dass, wenn man sich jetzt nicht zu großzügigster Hilfe entschließe, die Ukraine in 12 bis 18 Monaten weg sein werde und zwar insgesamt. Das Bild, das dem Artikel beigegeben ist, zeigt einen Mann, der so fett geworden ist, dass ich mir ernsthaft Sorgen mache. Nebenbei dies: Wo steckt eigentlich seine ebenso erschreckend verfettete Frau (Victoria Nuland), von der ich seit ihrem Ausschied aus dem State Departement im vergangenen Frühjahr nichts mehr gehört habe? Ist sie jetzt daheim und hat die Küchenschürze um? Derweil an der Ostfront: Russische Truppen haben über Nacht Europas größten Lithium-Abbau westlich von Donjezk eingenommen. An wen mag das alles verpfändet gewesen sein (man sollte vielleicht Robert Kagan mal anfragen). Die schönen Pfandbriefe sind jetzt Makulatur und die vielen Dollar perdu.
Über Nacht (2) die A.M.-Biographie von Vera Lengsfeld gelesen. Da steht jetzt eine gründliche Besprechung ins Haus. Das scheint mir dringlich, obwohl ich mir geschworen hatte, die schreckliche Person (nicht die Lengsfeld) nie wieder zu erwähnen. Las anschließend zur Entspannung den kurzen Text von Arno Schmidt über seinen Atheismus. Was für ein Gegensatz.
10. Januar 2025 Trump entfaltet vorgestern vor den Ohren der entgeisterten Weltöffentlichkeit sein außenpolitisches Programm. Canada soll in die Union und Panama an die Kandare, Grönland will er kaufen, die Europäer sollen für ihre Verteidigungsfähigkeit selber sorgen. Habe ich was vergessen? Ach ja, den Ukraine-Konflikt will er nun doch nicht in 24 Stunden lösen, das wird Zeit brauchen. Trump (2): Derweil will heute ein New Yorker Richter in die US-Geschichte eingehen und den Gewählten in den Knast stecken. Das wird Ärger geben. Das auf jeden Fall. Der Supreme Court hat heute Nacht eine Intervention zugunsten des Delinquenten abgelehnt.
8. Januar 2025 Treffe mich mit einigen, die auch nichts wissen, dies aber nicht wissen, womit ich deutlich mehr weiß als sie. Ebenso zeitgemäß: Die Erfurter Staatskanzlei verbirgt sich hinter einer Plane. Klarer kann man den Slogan Gesicht-zeigen kaum zum Ausdruck bringen. Auch von vorgestern: Die beiden Spiegel-Titel, der echte und der gefälschte. Halte sie hier fest, da ich mich nicht entscheiden kann, welchen ich bizarrer finden soll.
7. Januar 2025Inzwischen ist der Krieg der Mainstream-Maulhelden entbrannt. Ihr übliches Spiel alle gegen einen konzentriert sich auf Elon das Wunderkind. Sein provokatives Eintreten für Weidel und die AfD hat eine Qualität erreicht, dass die Verschweige-Taktik nicht mehr funktioniert. Also randaliert man. Mainstream (2): Daneben wirkt der Vergöttlichungsversuch der Hamburger Nachrichten-Fabrikanten für Robert den Denker wie eine fade Klamotte. Komplett aus der Zeit gefallen. Die Gegenseite reagiert mit Hohn und publiziert eine Spiegel-Fälschung mit Joseph Goebbels auf dem Titelblatt. Mainstream (3): In Wien wird nach dem Scheitern des Koalitions-Marathons nebst Kanzler-Rücktritt der Regierungs-Auftrag an den FPÖ-Kickl gegeben. Bildlicher Nachtrag zum Wochenende in Damaskus bei den gemäßigten Rebellen. Is was? Nebenbei: Das Verschwinden von Annalena sorgt dafür, dass der Blick sich auf den neuen Chef konzentriert. Auch der ungewohnte Anzug kann nichts abmildern.
6. Januar 2025 Was man selbst so glaubt, nennt man ohne zu zögern Glauben, bei anderen fügt man ohne Scheu das Präfix Irr- oder Aber- hinzu. Beide schmücken auch gern das Wort Witz in seiner ursprünglichen Bedeutung. Warum ich mit diesen Gedanken aufwache, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht weil die Katholiken heute der drei Könige aus dem Morgenland gedenken, deren Namen ich mir nie komplett merken kann. Spekulatius ist jedenfalls falsch. Da bin ich sicher. Ostfront: Das Ende des Gastransfers durch die Ukraine wurde durch die Regierung in Kiew veranlasst. Die Folgen werden sichtbar. Als erstes trifft es Transnistrien, wo zum Wochenende die Lichter ausgegangen sind. Es soll die Unterwerfung der Russischsprachler unter Moldawien erzwungen werden. Zunächst blieb aber auch erst einmal dort der Strom weg, und es stellt sich die Frage, ob Rumänien Ersatz schaffen kann. Bleibt die zusätzliche Frage, ob die beiden anderen Hauptbetroffenen der Kiewer Gassperre jetzt ernst machen und die Ukraine von den Stromlieferungen, vor allem aus der Slowakei, abklemmen.
5. Januar 2025Orden: Die einen kriegen sie umgehängt, die anderen das K…n. So bei Joes gestrigem Zeremoniell der letzten Freiheitsmedaillen, die er kraft Präsidentenamtes vergeben kann. Neben Film- und Sport-Stars betrifft es Hillary und Gjörgy, letzterer besser bekannt unter seinem US-Pseudonym George Soros. Offenbar ist er nicht mehr gut genug zu Fuß, so dass der Sohnemann den Orden abholen muss. Die Szene ist sehenswert, denn Soros jun. tätschelt zum Schluss dem greisen, ins Leere blickenden Biden für eins, zwei Sekunden den Unterarm, bevor er sich wieder auf seinen Platz begibt. Orden (2): Mir geht die parallele Szene aus den letzten Amtstagen von Obama durch den Kopf. Ihm zur Seite damals der wie stets grinsende Bill Gates und seine mit gutem Grund ernstere Belinda. Nun ja, gute Taten bedürfen der Belohnung und sei es auf den letzten Drücker. Günthersdorf, jenseits der Leipziger Westgrenzen, beherbergt seit Jahr und Tag, von der A 9 aus unübersehbar ein Einkaufszentrum mit den Möbelhäusern Ikea und Höffner. Da ballen sich am gestrigen Samstagnachmittag Menschenmassen, als gelte es Stadt und Land neu einzurichten. Der Unterschied: Bei Ikea drängt man unfroh vorwärts, bei Höffner ist Platz zum Flanieren. Günthersdorf (2): Als eine freundliche Weibsperson mich fragt, womit sie mir helfen könne, entsteht ein Geplänkel über die zahlreichen zu Dekorationszwecken aufgestellten Bücher. Sie geht zu meiner Erheiterung darauf ein und drückt mir eines davon in die Hand, was sie mir empfehlen könne. Es ist eine Autobiographie der Schauspielerin Liv Ullmann. Ich tausche sie später gegen eine der Journalistin Carola Stern aus.
4. Januar 2025 Er habe sich, schreiben die US-Medien, in Deutschland oder der Ukraine oder sonstwo, wo er zuvor als Kommando-Soldat stationiert war, radikalisiert, Jabbar, der Mann, der in New Orleans am Neujahrstag Amok fuhr.
Amerika (2): Der New Yorker Richter Juan Mechan will am 10. Januar 2025 das Urteil gegen Trump im Verfahren wg. der angeblichen Bilanzfälschung verkünden. Und dann? Lässt er ihn einsperren, so wie schon mehrfach von ihm angekündigt? Ihm bleiben 10 Tage Zeit, um das durchzusetzen. Amerika (3): Die Präsidentin von Honduras kündigt die Schließung der US-Stützpunkte in ihrem Lande an. Als Retourkutsche für die beabsichtigten Deportationen à la Trump.
3. Januar 2025 Willy Wimmer bezeichnet Elon, das Wunderkind, als den Wilhelm Tell der Gegenwart. Was dem einen die Armbrust, ist dem andern sein Twitter. Gut, an modernen Geßler-Hüten fallen mir Beispiele bis zum Abwinken ein. Historie (2): Die Holländer haben eine sehr spezielle Art des Humors. Soeben haben sie über Vierhunderttausend Namen von Leuten ins Internet gestellt, die von amtlichen Tugendwächtern als NS-Kollaborateure bezeichnet werden. Dass das ziemlich viele sind oder, wie andere meinen, nur so viele, mögen sie unter sich ausmachen. Ich will kein Besserwisser sein, aber gewundert habe ich mich schon über Leute, die sich die langen Jahre der Nachkriegszeit einen Mann als sog. Prinzgemahl leisteten, zu dessen nicht nur mir auffallenden Mitgliedschaften die in der SS gehörte. Zu seiner Entschuldigung ist zu bemerken, dass er später die Bilderberger aus der Taufe hob, deren segensreiche Tätigkeit noch immer andauert.
2. Januar 2025 Überschlage alle Meldungen, die keine sind, sondern nur Gewäsch über das, was in diesem Jahr angeblich passieren wird, danach bleibt im Einkaufs-Netz kaum ein Rest. Na gut, eine Amokfahrt mit einem Ford-Pickup in New Orleans hinein ins flanierende Neujahrspublikum mit zahlreichen Toten und Verletzten. Der Täter wird an Ort und Stelle erschossen. Sein Name Shamsud-din Jabbar. Ein US-Amerikaner kraft Geburt, was sonst? Zukunft (2): Sie: Ich werde niemand sagen, was ich wähle. Ich: Gut, dann weiß ich, was du wählst. Sie: Ich weiß es ja selbst noch nicht, denn wir müssen die AfD verhindern. Ich: Dann musst du CDU wählen. Sie: Spinnst du? Ich: Ja. – Weiter gab es nichts zu besprechen. Ich schwöre: Alkohol war nicht im Spiel.
31. Dezember 2024 Das Jahr verabschiedet sich durch die Ankündigung aus Washington, der Ukraine weitere 5,9 Milliarden Dollar für die Kriegführung zu spenden. Aus welchem Etat die herstammen, wird nicht erwähnt, was insofern für den Neugierigen von Interesse wäre, als die Regierungsfunktionen auch in diesem Jahr wg. Ebbe in der Kasse nur mit drastischen Einsparungen aufrecht erhalten werden konnten. Schattenmänner (2): Bis in die US-Mainstreampresse hinein finden jetzt Erörterungen darüber statt, wer in Person in den letzten Jahren eigentlich im Weißen Haus das Sagen hatte. Dabei fallen wie selbstverständlich Namen, die ich vorher nie gehört hatte. Schattenmänner (3): In D haben wir solche Probleme zum Glück nicht. Unser Wahlsystem garantiert, dass wir auch im kommenden Jahr die allseits bekannten Döp-Döp-Döp haben werden, denn zwar wird die schrille Frau – Sie wissen schon wer – ein sensationelles Ergebnis erzielen, doch 50 % werden es nicht werden. Nein, wirklich nicht.
30. Dezember 2024 Mag sein, dass ich über die Weihnachtstage nachlässig war. Habe mehrere Bücher gelesen und mir nasse Klamotten beim Pilgern an der Ostsee eingefangen. Den aufkommenden Kratzehals habe ich mit polnischem Wodka (dem mit dem Büffelgras) beschwichtigt. Auch hat die Zubereitung von Agathe, die ich auf die Reise mitgenommen hatte, welche, als sie kürzlich noch lebte, auf den Ilmwiesen von Zottelstedt ihr possierliches Gänse-Leben fristete, das zielgenau in meinen Bräter einmündete, mich davon abgehalten hat, mich elektronisch verblöden zu lassen. Nun, zu Haus zurück, nehme ich missvergnügt zur Kenntnis, dass doch einiges passiert ist, was zu unterschlagen zwar meinem Seelenfrieden dienlich wäre, aber der innere Wachhund nicht zulassen mag. Nachträglich (2): Nun also: Flugzeugabstürze, Kabelzerschneiden und Schiffeversenken an der Peripherie des russischen Großreichs. Ich nehme mal an, dass die Helden in Washington ihre letzten Tage im Amt noch an der großen Kriegsuhr drehen wollen. Ihre Aufmerksamkeit konzentriert sich auf das Mittelmeer, den Kaukasus und die Ostsee. Nachträglich (3): Elon, das Wunderkind, hat sich in den deutschen Wahlkampf eingemischt. Nun, wen juckt das? Eigentlich niemanden, doch nunmehr und ruckzuck alle, denn er hat sage und schreibe für die AfD Partei ergriffen. Nur sie könne das deutsche Desaster aufhalten. Alles brüllt durcheinander, er habe von Deutschland keine Ahnung. Mir geht durch den Kopf, dass diese Töne nicht zu hören waren, als er vor Kurzem erst ein Tesla-Werk am südlichen Berliner Autobahnring aus dem märkischen Sand stampfte. Ein Mann mit 12.000 Angestellten auf deutschem Boden und von Deutschland keine Ahnung? Da muss ich wohl was verpasst haben. – Kann mir ein Grinsen nicht verkneifen, als ich nachts an dem hellerleuchteten Werk vorbeifahre.
26. Dezember 2024 Der Mann im Weißen Haus kündigt eine neue Großlieferung von Waffen in die Ukraine an. Jetzt muss er sich beeilen. Seine Uhr läuft in nicht mal vier Wochen ab. Derweil schießen sich seine Helden über dem Roten Meer gegenseitig ab.
25. Dezember 2024Schwerer Luftangriff auf die Elektrizitäts-Infrastruktur in der Ukraine als Antwort auf einen Raketenangriff mit US-Raketen nach Russland hinein. Noch immer ist es Biden und seinen Marionetten nicht gelungen, den Konflikt in einen Weltkrieg ausarten zu lassen.
Und ein Internetfund:
24. Dezember 2024Taleb al-Abdulmohsen ist sein Name. Mehr muss man dazu nicht wissen. Seit gestern im Netz: Eine Stunde querbeet durch den Zustand des Staates und den Krieg in der Ukraine mit Markus Fiedler (Neues aus Wikihausen) bei Apolut: https://apolut.net/im-gespraech-helmut-roewer/.
21. Dezember 2024Gerade wollte ich noch notieren, dass gestern der Bunderrat die Verfassungsänderung abgenickt hat, um Mainstream davor zu schützen, dass der Wählerwille sich auch auf die Zusammensetzung des Bundesverfassungsgerichts auswirkt, als sich unsere Willkommensbürger am Abend dahingehend unübersehbar artikulieren, dass ihnen unser Rechtssystem am A… vorbeigeht. Als ich diesen Eintrag formuliere, ist die Zahl der Toten nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg noch nicht gezählt. Ebenso wenig die Betroffenheits-Heucheleien aus der Mainstreamblase. Dazu fällt mir nur eines ein: Danke Angela. Blase (2): Bevor der Irre von Magdeburg in die Menschenmenge raste, waren die Wohlgesinnten noch damit ausgelastet, eine Internet-Pöbelei von Elon Musk zu verarbeiten, wonach in Deutschland jetzt nur noch eines helfe: die AfD (man liest das und staunt). Jetzt fehlt nur noch, dass die Blase Verständnis für das Verbrechen aufbringt, indem sie bei Musk die Verursachung festmacht. Nebenbei: Der Wutpegel steigt. Wann kommt er zur Explosion?
19. Dezember 2024 Ich bin ratlos. Der Fall Kirillow nimmt Fahrt auf. Die Außenamtssprecherin Sacharowa erinnert daran, dass der jetzt Ermordete im März 2022, also kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine, der Öffentlichkeit die frisch gewonnenen Erkenntnisse über die Verstrickung der Familie Biden in die ukrainischen B-Waffen-Labore mitgeteilt habe. Der Anschlag also ein Akt der Rache oder eine Vorsichtsmaßnahme des jetzt aus dem Amte scheidenden Familienclans? Das klingt nicht sonderlich schlüssig, denn Kirillow war das, was man einen institutionellen Zeugen nennt. An seine Stelle wird künftig ein anderer treten. Kirillow (2): Zu denken gibt allerdings die Geschichte des russisch-stämmigen FBI-Spions, dem die Belastung des Biden-Clans maßgeblich zu verdanken ist. Er war in der Versenkung verschwunden, nachdem sein ehemaliger Brötchengeber ein Strafverfahren gegen ihn lostrat, das durch die Staatsanwaltschaft mit einem Deal abgeschlossen wurde, in welchem der gefährliche Mann alle Beschuldigungen widerrief. Gestern widerrief er den Widerruf. Man staunt.
18. Dezember 2024 Der Kommandeur der russischen ABC-Abwehrtruppen, Generalleutnant Igor Kirillow, wurde gestern bei einen Bombenanschlag in Moskau getötet. Anders als bislang bei solchen Ereignissen hielten ukrainische Offizielle es diesmal für angezeigt, darauf hinzuweisen, dass Kirillow tags zuvor von der Generalstaatsanwaltschaft in Kiew wg. seiner massenhaften Kriegsverbrechen angeklagt worden sei. Propaganda (2): Die Befriedigung über die Tat fand entsprechenden Niederschlag in der Presse, so im Korrespondentenbericht der Bildzeitung, wo deren Kiewer Statthalter Julian R. darauf hinwies, dass die Vollstreckung des Todesurteils keine 24 Stunden gedauert habe. Das ist zwar inhaltlich unzutreffend, aber für die Propaganda allemal gut. Nebenbei: Wenn sie könnten, würden die Mannen der ukrainischen SBU den bösen Putin umlegen und am besten auch den noch viel böseren Donald, der nun zum Ausdruck gebracht hat, dass das Verhandeln über die Ukraine keine Sacher sei, zu der er diese zuzuziehen beabsichtige. Propaganda (3): Als Nachgeschmack des Misstrauensvotums gegen Herrn Scholz vorgestern bleibt in der Erinnerung hängen, dass die Mehrzahl der Redner sich kaum mit dem eigentlichen Anlass, nämlich dem Platzen der Kanzlermehrheit und den dazugehörigen Gründen beschäftigte, sondern mit höchstem Stimmaufwand mit dem gemeinsamen Kampf gegen die AfD. Das ist insofern ehrlich, da den jeweils übrigen Parteien untereinander von ihresgleichen keine Gefahr droht. Sie werden auf Biegen und Brechen dort fortfahren, wo die Ampel-Koalitionäre gescheitert waren. Propaganda (4): Die Plattform Correktiv gerät durch Gerichtsentscheidungen zunehmend ins Rutschen, weil sie die Verursacherin teurer Prozesskosten ist, die bald nur noch der öffentliche Rundfunk zu stemmen bereit ist, und die Linken-Frontfrau Rackete darf – gerichtlich patentiert – als Schlepperin bezeichnet werden. Wieso ihr das einen Prozess wert war, ist mir schleierhaft. Sie hätte doch mit größerem Effekt sagen können: Wenn du mich Schlepper nennst, dann ist es nur dein faschistoider Versuch, meine humanitären Menschenrechtsaktivitäten in Verruf zu bringen. Hat sie aber nicht. Ist, wie man so sagt, der ihre Sache.
16. Dezember 2024 Betrachte mit Muße eine von der BBC veröffentlichte Bevölkerungspyramide der Ukraine. Sie muss im dortigen Kommentar zur Erklärung dafür herhalten, dass der kleine Mann in Kiew sich weigerte, die unter 25jährigen einzuziehen. Sieht man nämlich genauer hin, muss man sagen: Eigentlich gibt es diese gar nicht als wahrnehmbare Größe. Kurz rückgerechnet: Das ist die Generation seit der sog. Befreiung des Landes Geborenen. Besonders misstrauisch bin ich deswegen, weil der Statistiker uns nicht wissen lässt, auf welches Gebiet sich seine Zahlen beziehen. Sicher Unbeabsichtigter Nebeneffekt: der deutliche Frauenüberhang. Wo also sind die Männer geblieben? Gefallen, geflohen, desertiert? Ostfront (2): Die Einschließung der Großstadt von Pokrowsk geht im bekannten Maße voran. Und angeblich überschreiten die Russen erneut den Unterlauf des Dnjepr bei Cherson. Man erinnert sich: Diesen Brückenkopf hatten sie im Herbst 2022 freiwillig geräumt. Ostfront (3): Nicht ganz grundlos werde ich bei Kontrafunk gefragt, für wen ich eigentlich das Buch über den Ukraine-Konflikt geschrieben haben. Etwas zu spontan sage ich: Für alle, die sich ohne Schaum vor dem Maul orientieren wollen. Merke: Hinterher fallen einem stets bessere Antworten ein. https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-16-dezember-2024#id-article
15. Dezember 2024 Fast hätte ich es übersehen: Der Angriff auf die russische Kaukasusflanke in Georgien ist gescheitert. Dort wurde ein Fußballspieler ins Präsidenten-Amt gewählt, der den EU-amerikanischen Avancen abhold ist. Mainstream ist sich sicher: die Wahl güldet nich, weil der Mann nicht vom Volk direkt gewählt wurde. Genau. Da mögen sich die Hinterwäldler mal ein Beispiel an Deutschland nehmen. Derweil schwebt US-Außenminister Blinken gestern in Bagdad ein. Böse Zungen behaupten, der vormalige Waffenlobbyist treffe Vorabsprachen für den nicht zu fernen Tag danach. Geld stinkt nicht, bei Öl bin ich mir allerdings nicht so sicher
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14. Dezember 2024 Man kriecht zu Kreuze: Der Time Magazine ernennt den Donald gestern zur „Person des Jahres“. Da haben welche Angst, dass die Show fürderhin ohne sie stattfindet. Die Herren Bezos und Zuckerbook schließen sich an und spenden jeder eine Mio. für die große Krönungsshow im Januar. Showtime (2): Der Donald lädt Xi und Putin zum Event. Angeblich haben sie bereits ihr Kommen zugesagt. Derweil an der Ostfront: Der Russe fliegt einen schweren Raketen-, Gleitbomben- und Drohnenangriff auf die ukrainische Elektro-Infrastruktur. Über die Auswirkungen schweigen wie gewohnt beide Seiten. Ostfront (2): Der Ungar Orban setzt seine Pendeldiplomatie fort, worauf der Donald sodann erklärt öffentlich, dass die Freigabe von US-Raketen für Angriffe in der Tiefe Russlands ein schwerer Fehler sei. Putin erklärt nach dem Besuch von Orban öffentlich, dass er mit den Vorschlägen von Donald, die wir bisher nicht kennen, einverstanden sei. Das klingt so unglaublich, dass man es erst mal sacken lassen muss. Kann mir allerdings nicht vorstellen, dass nicht auch der Nahe Osten in diesem Paket steckt. Ostfront (3): Falls das alles stimmt, wüsste ich einen Kandidaten für den Friedens-Nobelpreis, aber darüber entscheiden gottlob andere. Der Blick aus dem Fenster belehrt darüber, dass es bei happiger Kälte weiter dunkelflautet. Die Skandinavier werden über die stark steigenden Strompreise unruhig, denn die sind nicht nur ein gutes Geschäft, sondern treffen auch die eigene Bevölkerung. Man benennt Deutschlands wahnwitzige Politik als die Ursache. So macht man sich Freunde europaweit.
13. Dezember 2024 Im Ländchen: Mitunter ist es wohltuend, nichts zu sagen zu haben. Also halte ich mich daran, kümmere mich um die Weihnachtsgans, die sich noch im Pulk ihrer Genossen auf den Ilm-Wiesen ihres possierlichen Daseins erfreut, und prüfe den Lachs, der mich aus der Truhe von Lidl angrinst und nicht ahnt, dass er in Kürze als von mir produzierter Räucherlachs den Frühstücks-Gästen vorgesetzt werden und ihnen erstaunte Ausrufe entlocken wird. Abstinenz (2): Zudem frage ich mich nicht nur selbst, warum denn die Weihnachtsdekorationen immer geschmackloser werden? Als ich die Frage so zu beantworten suche, dass das an der Dominanz der Chinesen auf den Weltmärkten liege, hält einer der Zecher dies für eins meiner Döneken, was wiederum die Eingeborenen fehldeuten, die den Ausdruck bislang nie hörten und ihn für die Beschreibung eines Berlinerischen, besonders klein geratenen Döners halten. Abstinenz (3): Nicht alle halten sich an mein Gebot, wie ich beim nächtlichen Routineblick auf die Zellerzeitung feststellen muss.
12. Dezember 2024Es überrascht eigentlich niemanden, dass deutsches Wortgut ins Jiddische eingegangen ist. Aber dass ausgerechnet das Naziwort Lebensraum dazugehört, damit hatte ich nicht gerechnet.
Lebensraum (2): Gesagt getan, nun sind israelische Panzer Richtung Damaskus vorgestoßen, wo, wie man hört, diejenigen, die Mainstream als gemäßigte Rebellen zu bezeichnen beliebt, die Macht übernommen und erklärt haben, dass sie ihren Vormarsch, der sie bislang quer durch Syrien von Nord nach Süd geführt hat, erst stoppen werden, wenn sie Jerusalem erreicht haben werden. Derweil lernen wir in Sachen Demokratie, dass Wahlen ohne weiteres aufgehoben werden können, wenn jemand behauptet, der böse Putin habe sie beeinflusst, so dass ein EU-ungenehmer Mann das Rennen machen konnte. So soeben in Rumänien geschehen. Parlamentarisches (2): Er hat es nun doch entgegen aller Unkenrufe getan, der Herr Scholz, er unterschrieb gestern die Vertrauensfrage, über die kommende Woche abgestimmt werden muss. Begreifen tue ich ihn nicht, aber das muss ich auch nicht. Frage mich aber, ob der Fritze schon auf dem Rückweg aus Kiew ist in seinem Sonderzug nach Pankow. Gebraucht wird er jedenfalls nicht, denn auch so kriegt der Herr Scholz die Kanzlermehrheit nicht gebacken. Parlamentarisches (3): In Dresden bekommt Brandmaurer Kretschmann einen Gegenkandidaten bei der MP-Wahl in der kommenden Woche. Hörte das bereits am vergangenen verregneten Wochenende in DD, jetzt ist es offiziell, der Einzelkämpfer aus Grimma tritt gegen ihn an. Parlamentarisches (4): In EF will heute der Doktor seinen Sprung in die Minderheit wagen. Sahras Baby und Bodo wollen ihm dabei helfen.
10. Dezember 2024In den 1980er Jahren, so witzelte die Bonner Beamten-Mafia, gelang es nur einem Mann – sie nannten ihn Genschman – zugleich an mehreren Orten der Welt zu sein. Er sei, so hieß es, in der Lage, sich bei Start und Landung auf dem Flughafen Köln-Bonn zuzuwinken. Jetzt ist dieses Phänomen erneut in Erscheinung getreten: Während der kleine Mann aus Kiew in Paris mit dem kommenden US-Präsidenten für die Kameras posiert, empfängt er in seiner Hauptstadt unsern künftigen Kanzler, um die Fortführung des Krieges mit deutschen Waffen und deutschem Geld zu beschließen. Paris (2): Über den Inhalt des Gesprächs Macron-Selenskyj-Trump wissen wir nichts. Deswegen erklären es uns jetzt die Experten, die es auch nicht wissen. Besonders ausführlich kann es kaum gewesen sein, denn es dauerte kaum 15 Minuten. Das reicht jedenfalls hin, stelle ich mir vor, dass Trump nach Anhörung der mit großer gallischer Geste vorgetragenen Begrüßungsformeln gesagt haben könnte: Jetzt nicht und nicht hier. Kiew (2): Hier wissen wir, was beredet wurde aus dem Mund eines der Beteiligten: a) Der Zug war auf die Minute pünktlich (es war ein Sonderzug), b) Selbstredend wird es Taurusse geben, aber erst, wenn die EU und die USA zustimmen, c) Das mit dem Putin-Ultimatum unter seiner Kanzlerschaft, das habe er nie gesagt. Man sollte das Grundgesetz ändern. Kanzler kann nur werden, wer partielle Amnesie nachweisen kann. Das würde auch die Kontinuität beim Wechsel Scholz-Merz sicherstellen. Kiew (3): Nein, der Raketen-Fritze hat es nicht drauf. Fährt mit der Bahn – was sagt eigentlich Udo Lindenberg dazu? –, anstatt auf einem Taurus einzureiten. Da hätte der Ruski vielleicht geglotzt.
Damaskus: Dem Vernehmen nach haben amerikanische B 52-Bomber in der vergangenen Nacht irgendwen irgendwo in Syrien angegriffen. Die Lage dort wird immer bizarrer. Nur eines ist klar: Es geht ums Öl.
9. Dezember 2024 Ein computerloses Wochenende bewirkt nicht, dass nichts geschieht. Im Gegenteil: Damaskus fällt unter die Herrschaft der Gotteskrieger, der Donald besucht die Kirche Notre Dame, die vor Jahr und Tag von Gotteskriegern verwüstet wurde, und Gotteskrieger von einer anderen Feldpostnummer überschreiten via Golanhöhen die Grenze nach Syrien. Und schließlich: Die A 4, von Dresden kommend Richtung Westen, ist nur mäßig belebt, es überwiegen Fahrzeuge mit ukrainischem Nummernschild.
7. Dezember 2024Im unerwarteten Nikolauspaket das jüngste Buch von Salman Rushdie: Knife. Nein, es ist die deutsche Übersetzung desselben, das Wort „Messer“ vermied Bertelsmann auf dem Buchumschlag. Der Text behandelt das gruslige Messerattentat eines Mohammedaners (neudeutsch: eines Islamisten) auf den Autor, den der persische Revolutionsführer vor Jahrzehnten wg. seines Romans Die satanischen Verse öffentlich zum Tode verurteilte. Alle Gläubigen wurden auffordert, die Strafe zu vollstrecken. Das neue autobiografische Buch ruft nach wenigen Seiten schon eine Mischung aus Betretenheit und steigendem Ärger hervor. Ich nehme mir vor, es gründlich zu besprechen. Hoffentlich tue ich es auch, bevor die Welt sich weiterdreht. Ärger (2): Annalenas Kapriolen auf der internationalen Ebene haben bei mir stets eine Mischung aus Frohsinn und Fremdschämen hervorgerufen (diesmal OSZE-Versammlung auf Malta). Nun stellt sich heraus, dass sich dpa in einem gewundenen Text wie folgt reinzuwaschen sucht: Ja, die Meldung 1,3 Milliarden Europäer stammen von ihr, weil sie der Wahrheit entspräche. Die anschließende korrigierte Meldung, es handele sich bei den 1,3 Milliarden um die Angehörigen der KSZE-Staaten stammen auch von der Agentur, die sich einem Wunsch des AA angeschlossen habe. Die korrigierte Meldung sei dann Gegenstand der Berichterstattung von ARD und ZDF gewesen. Und schließlich – ich vermute aufgrund einer als bedrohlich empfundenen Nachfrage –: Nein, man halte an der korrigierten Fassung nicht fest, weil sie der Wirklichkeit nicht entspreche. Aha, doch der gewünschte Effekt wurde erzielt: Das Publikum wurde öffentlich mit Absicht fehlinformiert, und ich sehe nicht, dass jemand die Notwendigkeit empfindet, die Täuschung aufzuklären. Das ist der eigentliche Skandal hinter dem wirren Agieren der Dame, denn dass sie für die KSZE sprechen könne, zu der u.a. Russland gehört, das glaubt sie hoffentlich selber nicht.
6. Dezember 2024 Von den beunruhigenden Meldungen erscheinen mir die aus Syrien die schlimmsten. Es sieht so aus, als würden die von der Türkei bewaffneten Steinzeit-Islamisten ungehindert vorrücken. Die russische Plattform Rybar bringt eine instruktive Kartenskizze über Aleppo und Hama. Gestern meldete sich auch der israelische Premier zu Wort, um seine Absicht kundzutun, dass er sich offensiv einmischen will. Bin gespannt, wie das weitergeht, wenn die beiden Großraumpolitiker aus Ankara und Jerusalem zusammenstoßen.
Differenzen (2): In Paris ist vorgestern die Regierung gestürzt worden. Rechts und links hatten sich zu diesem Schritt zusammengetan. Gewonnen ist hierdurch nichts, nur eine im Amt verweilende geschäftsführende Regierung und ein Präsident, der jetzt bestenfalls per Notverordnung weitermachen kann. Das erinnert an den Weimarer Staat Ende der 1920er/Anfang der 1930er Jahre. Danach kam die legal installierte Diktatur. Ob das der französische Rettungsanker wäre, weiß niemand. Differenzen (3): Von Annalena wird vermeldet, dass sie für 1,3 Milliarde Europäer spreche. Wen mag sie meinen? Ich rechne mal Russland und die Ukraine hinzu, komme aber immer noch nicht hin.
4. Dezember 2024 Mal ehrlich, wer hätte vorgestern auf den nächsten Krisenherd getippt? Ausgerechnet Südkorea, das Musterland westlicher Werte. Gestern in einem Atemzug Kriegsrecht ausgerufen und Kriegsrecht parlamentarisch aufgehoben. Heute durch Generalstreik ersetzt. Das alles geht gewöhnlich nicht von heute auf morgen, zeigt aber: unsere Info-Heroen haben mal wieder auf ganzer Linie versagt. Jetzt werfen sie sich in die Erklär-Bär-Brust. Noch hat es keiner gesagt, doch das eigentlich Neue scheint mir, dass das Standart-Feindbild Nordkorea als Sündenbock für alles und Kleister nach innen nicht funktioniert zu haben scheinen. Kriegsrecht (2) brauchen wir in Deutschland nicht, solange Nanzy und Robert der Denker was zu sagen haben und deren öffentlich-rechtliche Führerbegleitkommandos weiter für die Verfolgung Andersdenkender sorgen. Kriegsrecht (3) wendet die AfD-Führung angeblich gegenüber ihrer Jugendorganisation an. Kann mir mal einer erklären, welche Wähler-Massen man hierdurch gewinnen will? Ich meine rein theoretisch, denn das würde mich – falls die Meldung denn überhaupt zutrifft – schon interessieren, zumal den Ordnungskräften möglicherweise entgangen ist, dass die AfD hier im Osten zur Jugendpartei aufgestiegen ist.
3. Dezember 2024 Morgens beim Anziehen mit einem schon oft bemerkten Phänomen konfrontiert: Die Socken passen nicht zusammen. Wenn ich Hochwasserhosen-Träger wäre, stünde jetzt eine Suchoperation auf meinem persönlichen Fahrplan. Bin ich aber nicht, deswegen sende ich meinen Socken einen erheiterten Gruß und steige in das Tuttifrutti und ins Tagesgeschäft ein. Socken (2): Dieselben, wenn sie denn nicht mal mehr als Schuhputzlappen taugen, in den Müll zu werfen, werden uns die Brüsseler Irren ab Januar verbieten. Wenn ich’s dennoch tue, wird bei Müllkontrolle vor Ort nicht nur ein Bußgeld fällig, sondern aus Erziehungsgründen die Tonne nicht gelehrt. Die Bürger könnten hier ruckzuck Abhilfe schaffen: Jeder hängt einen alten Socken an die Tonne, und dann warten wir mal vier Wochen ab. Schätze allerdings, dass meine Landsleute selbst dafür zu doof sind.
2. Dezember 2024 Die syrische Großstadt Aleppo wurde am Wochenende durch muslimische Milizen eingenommen. Alle Experten zeigen sich überrascht und wissen jetzt plötzlich, was da passiert ist und warum. Bei einer militärischen Operation von diesem Ausmaß frage ich mich: Wer war das? Es kommen zwei als Anstifter und Organisatoren in Betracht: Ankara und Washington. Wochenende (2): In den USA mühen sich die noch an der Macht befindlichen die Dinge in ihrem Sinne unumkehrbar zu machen. Die ukrainischen Mit-Korrupten mit A-Waffen zu bestücken – man spricht vernebelnd von Rückgabe –, haben sie allerdings Manschetten. Wochenende (3): Stattdessen nutzt Joe die verbleibenden Möglichkeiten, seinen Sohn Hunter ganz und gar zu begnadigen. Wage zu bezweifeln, ob das auch gegenüber Straftaten gilt, die noch gar nicht angeklagt waren. Nun, wir werden es sehen.Wochenende (4): Den Roman Soll und Haben von Gustav Freytag gelesen. Das nenne ich mal, aus der Zeit gefallen. In die heutige Begriffswelt moralischer Überlegenheit übertragen: Knapp 800 Seiten Gemisch aus Deutschtümelei und flottem Antisemitismus. Hatte die ramponierte Ausgabe des einstigen Bestsellers entdeckt, als ich nach Auszumusterndem fahndete. Da war mir der schäbige, mit Folie bepappte Buchrücken aufgefallen. Amüsant genug: Der Buch gehörte dereinst einer Kirchengemeinde im Bergischen Land.
1. Dezember 2024 Das Caspar David Friedrich-Jahr geht zu Ende. Ich notiere leicht irritiert, dass es mir nicht gelang, in eine der großen Ausstellungen einzudringen. Was zum Kuckuck läuft da falsch? Mein Planungsvermögen, zu unbequemen Zeiten zu fernabliegenden Städten zu reisen, oder deren Bürokratie, die dem Zweck dient, die Leute vom Eintritt fernzuhalten? Ich weiß es nicht, von beidem vermutlich ein Quantum. Das alles erinnert mich fatal an meine ersten Erfahrungen mit deutschen Bibliotheken und Archiven. Sie sahen sich berufen, die geradezu euphorisch Suchenden von ihren Schätzen fernzuhalten. Zuletzt ging es mir allhie in Schilda so, wo man mir dreist mitteilte, die Akten der diversen SS-Funktionäre gäbe es nicht, über die kurz zuvor der Leiter der Einrichtung (Post heißt der Mann) ein zweibändiges Biographien-Werk publiziert hatte. Unkultur (2): Nachdem ich mich habe breitschlagen lassen, öffentlich Glühwein an zahlungskräftige Bürger zum Wohle von Habenichtsen auszuschenken, kommt mir der Verdacht, dass es zweckmäßiger, wenn auch nicht so kurzweilig, gewesen wäre, den Brenn-Stoff an die Bedürftigen ohne den lächerlichen Umweg zu verabreichen.
30. November 2024 Angeregt durch Leserpost (Dank an Oberst H.) will ich frühmorgens nach Nordhausen starten, um zu selbst nachzusehen, ob sich was im ehemaligen Raketengebiet tut, doch ach, das Auto ist komplett zugefroren und die Eisbekämpfungsmittel liegen aus Gründen der Erderwärmung wohlverwahrt in demselben. Ab morgen wird alles wieder anders sein.
29. November 2024 Aus dem Nebel der Halbwahrheiten schält sich heraus, was es mit dem russischen Raketenangriff auf Dnjepropetrowsk letzte Woche auf sich hatte. Er wurde tatsächlich eine neue Waffe, die Oreschnik, eingesetzt. Ihre Sprengköpfe trafen wunschgemäß die ausgedehnten Waffenschmieden der Stadt, deren Produktionsstätten sich mehrere Etagen tief im Erdreich befinden. Über die Wirkweise wird nach wie vor spekuliert. Es werden Vergleiche zu Meteoriten-Einschlägen gezogen. Ohne über die möglichen Sprengköpfe zu reden, ist es auf jeden Fall die Auftreffgeschwindigkeit und die hierbei entstehende Hitze von angeblich 5.000 Grad Celsius, die alles zu Staub werden lässt, was sich in ihrem Wirkungsbereich befindet. Es ist die Vernichtung pur. Die Russen haben unterhalb der Atomschwelle ein schreckliches Kapitel aufgeschlagen. Ostfront/Westfront (2): Das EU-Parlament zetert derweil, die Bundesregierung möge endlich die Taurusse zum Einsatz freigeben. Nur mal nebenbei: Eine einzige Oreschnik würde deren Produktion in Schrobenhausen innerhalb weniger Minuten ein für allemal beenden, denn von dem seit 1943/44 erpobten V2-Umzug in die bewährten Stollen von Nordhausen habe ich noch nichts gehört.
28. November 2024 Frühmorgens um vier bei völliger Dunkelheit wird ein Tier mit Eisenfüßen in meinem Bett entdeckt. Das umgehend alarmierte Jagdkommando erlegt einen entlaufenen Kleiderbügel. Die Ruhe ist wiederhergestellt, doch die Nachtruhe dahin. Die Gedankenmühle nimmt Fahrt auf. Unseredemokratie: Die Medien überschlagen sich, um Robert dem Denker den Königshermelin umzuhängen. Seine Werte schnellen in unerreichbare Höhen. Soviel Umfrage war nie. Auch die öffentlich ausgehaltenen Vestalinnen räkeln sich im Schwall seiner verbalen Liebkosungen wie auf einem Lotterbett mit dem Seufzer: Robert rette, wenn schon nicht uns, so doch wenigstens mich. Unseredemokratie (2): Was für ein Gegensatz doch die Krönung des Herrn Scholz bei den Genossen ist. Da stehen sie etwas zittrig vor dem bizarren Willy im SPD-Hauptquartier, aber niemand sieht hin. Ein Auftritt im Affenhaus des Berliner Zoos hätte mehr Furore gemacht, aber die Gewerkschaft der Affen war vermutlich dagegen. Unseredemokratie (3): In Potsdam präsentieren sich zwei, die mich stark an ein Dick-und-Doof-Revival gemahnen. Sie verkünden, dass es eine SPD-BSW-Regierung geben soll. In Erfurt sind es bereits die Drei von der Tankstelle CDU, SPD und BSW, die vors Loch treten. Und schließlich in Dresden wieder nur zwei, die Zeugen Coronas von CDU und SPD, während das BSW schmollt. Dem Wählerwillen ist so Genüge getan, die AfD bleibt draußen vor der Tür. Nebenbei bemerkt: Jetzt beginnt in allen drei Ländern die Zitterpartie, ob eine Abgeordneten-Minderheit wirklich einen Minderheiten-MP ins Amt hievt. Unseredemokratie (4): Gewerkschaftsbonzen reißen landauf landab das Maul auf und rufen nach dem Staat, damit der rette, was sie selbst angerichtet haben. Derzeitiger Schwerpunkt: Thyssenkrupp. Erinnert sich noch wer, wie dort großmäulig der Grünestahl angekündigt wurde. Unseredemokratie (5): Derweil erklärt Robert der Denker auf irgendeinem Industrie-Tag, auf den ihn die devoten Bonzen-Funktionäre einluden, wie zugleich die Inflation und die Preise gesenkt werden. Ich bin so baff, dass ich mich an der Tastatur festhalte. Dabei stürzt mein Arbeitsrechner ab.
25. November 2024 Ein russisches Propagandabild über die neue Horrorwaffe Oreschnik zeigt bespielhaft wie nah ein möglicher Abschussort in Russland und das mögliche Ziel Großbritannien zusammenliegen. Bei einer Geschwindigkeit von 10 Mach braucht sie 20 Minuten. Abwehrmöglichkeiten: keine.
Propagandabild (2): Das aus Erfurt spricht für sich, es bedarf keiner Worte.
Propagandabild (3): Der Journalist Markus Langemann schickt heute Nacht einen Rundbrief, in dem der auf sein Interview mit der Abgeordneten Sevim Dagdelen aufmerksam macht, die jetzt im BSW im Bundestag für die Außenpolitik spricht. Hatte diese Frau, wie man so sagt, nie auf dem Schirm. Wozu auch? Seit 20 Jahren im Parlament für die Linke. Jetzt weist sie zu recht auf das Kernproblem des drohenden Atomkriegs hin und auch auf dessen Befeuerung durch die USA, die sich fern vom Schusse wähnen. Mir geht durch den Kopf, wie weit es diese morgenländisch anmutenden Frauen in unserm Staat geschafft haben – und das sollen sie ruhig, wenn das hier das Ergebnis ist – und warum das BSW in Thüringen im Moment das Gegenteil dieser Ansage durch ihre Bettgenossenschaft mit der CDU tut. Also: Alles Pöstchenbluff oder was?
22. November 2024 Die gestrige Meldung über die Verurteilung des Weimarer Familienrichters Dettmar bedarf der Ergänzung. Ich halte diesen Fall für den bisherigen Höhepunkt der Rechtsverdrehung in Sachen Corona, denn der Bundesgerichtshof nobilitiert die Rechtsbrüche am freien Bürger in unverfrorener Weise, ganz so, als gäbe es das seit Jahrzehnten als unumstößlich geltenden Verhältnismäßigkeits-Prinzip nicht. Dessen beton-harte erste Prüfungsstufe muss in jedem Fall staatlichen Handels gegen den Bürger wie folgt überschritten werden: Ist die Maßnahme überhaupt geeignet, das erstrebte Ziel zu erreichen. Die Corona-Maßnahmen waren es nicht. Da hilft keine Ausrede, man habe es seinerzeit nicht besser gewusst. Wer das Ungeeignete heute noch mit den Zwangsmitteln des Rechtssystems durchzusetzen sucht, begeht nach meiner festen Rechtsüberzeugung eine Rechtsbeugung. Mag sein, dass die heutigen Exikuteure anderer Meinung sind, ich gebe hier öffentlich zu Protokoll, was rechtens war und ist und was nicht. – Nebenbei: die Vorsitzende des Strafsenats heißt Eva Menges, und so sah sie vorgestern aus:
Ergänzung (2): Die Russen feuerten vorgestern Nacht eine flammneue Interkontinentalrakete im scharfen Schuss ab. Ihre Vielfachsprengköpfe trafen unabwendbar und wunschgemäß Industrieanlagen in Dnjepropetrowsk. Das Pentagon wurde vorab informiert. Abgesehen von den sicher schrecklichen Schäden, die hier angerichtet wurden, war der eigentliche Adressat dieses gigantischen Scheibenschießens der Wertewesten: Jungs, wir können das, und diese Waffe reicht auch bei euch überall hin. Man muss sie nicht einmal mit atomaren Gefechtsköpfen bestücken, aber auch das geht bei Bedarf. Die Kriegstreiber in Russland (auch die gibt es) und anderswo höhnen derweil: Er traut sich nicht. Ich gebe zu bedenken: Es versucht noch immer, den Ball flach zu halten.
21. November 2024 Da sind zwei Datenkabel durch die Ostsee zerstört bzw. beschädigt worden, das zwischen Deutschland und Finnland und das zwischen Litauen und Schweden. Preisfrage: Wer war das? Warum nur erinnere ich mich im Moment an die Warnung der CIA, die vor drei Wochen in der New York Times zu lesen stand, wonach der Dienst wisse, dass im Falle US-amerikanischer Raketen, die in Russland einschlügen, der russische Militärgeheimdienst GRU mit asymmetrischen Sabotagehandlungen auf militärisch bedeutsame Einrichtungen kontern werde? Da fragt sich der kundige Laie angesichts der Ereignisse: Wussten sie das, mutmaßten sie nur, oder machten sie es selbst? Von ferne grüßt Nord Stream. Der Weimarer Amtsrichter Christan Dettmar wurde gestern durch den BGH wg. seiner Corona-Kindeswohlentscheidung rechtskräftig wg. Rechtsbeugung und damit zur Entfernung aus dem Dienst verurteilt. Rechtsbeugung stimmt, doch durch wen, fragt der verfassungsrechtlich geschulte Corona-Diktatur-Betrachter. Morgenröte: Die Koalition hier im Ländchen steht, verkünden die Verhandler, der CDU-Doktor, der SPD-Fairermacher und die Was-geht-mich-die-Sahra-an–Frontfrau aus Eisenach. Dem Fritze kann das nur recht sein, denn die Chancen der schönen Frau bei der kommenden Bundestagswahl sinken ins Fünfprozent-Grab. Morgenröte (2): Jetzt fehlt dem Doktor nur noch die Ministerpräsidentenwahl für sein Minderheitenkabinett. Oder anders: Wer kauft wen für den dritten Wahlgang, in dem die einfache Mehrheit reicht. Und wichtiger noch: Wie heißt der Gegenkandidat?
20. November 2024 Gestern fand die Probe aufs Exempel statt: 6 US-amerikanische Mittelstrecken-Raketen (ATACMS) wurden aus der Ukraine nach Russland hineingeschossen. Welchen Schaden sie anrichtete, ist zwischen den Kriegsparteien umstritten. Die Ukraine erklärte, mindestens eine habe wie geplant ein russisches Munitionsdepot zerstört, die Russen dagegen, es seinen alle 6 abgeschossen worden, und nur von einer hätten die herabfallenden Trümmer erhebliche Sach-Schäden verursacht. Das zur Vorderseite des Geschehens, denn fraglich ist allein, ob es nun eine massive russische Antwort geben wird. Die Kriegstreiber aus dem State Departement haben schonmal ihre Botschaft in Kiew räumen lassen. Raketen (2): Kaum ist das Raketenthema bei Mainstream richtig eingedrungen, kläffen mehrere FDP-Abgeordnete los – sie tun’s natürlich nicht in Wirklichkeit, sondern es kommt nur in meinem Ohr so an –, dass der Bundeskanzler per Bundestagsbeschluss zur Freigabe der Taurusse gezwungen werden soll. Eine Mehrheit sei da, steuert Meister Lindner bei. Möglicherweise ist ihm unbekannt, dass Regierungshandeln nicht durch Parlamentsbeschlüsse ersetzt werden kann. Ich weiß schon, das ist eine sinnlose Bemerkung eines Verfassungsrechtlers, die in Unsererdemokratie nichts verloren hat. Er auch nicht. Raketen (3): Nun ist die Raketenfrage also zur K-Frage geworden. Wider Willen drängt sie die SPD um den Herrn Scholz, und selbst sein Rivale Pistorius weiß es öffentlich. dass die Taurusse nicht in die Ukraine gehören, während Merz & Co – wer von denen genau, weiß ich nicht – erkannt haben wollen, dass man jetzt hinter Amerika nicht zurückstehen dürfe. Haben diese Leute im Blick, dass der Amtswechsel in Washington in genau zwei Monaten stattfindet? Wollen sie dann immer noch einen auf Anti-Trump machen? Wirklich? Raketen (4): Mit der Taurus-Frage hat sich die selbstzufriedene CDU in eine selbsterzeugte Schieflage gebracht. Anti-Taurus-Scholz bekommt plötzlich Oberwasser, wenn denn die Wahl zwischen Krieg und Frieden zum Haupt-Wahlkampfthema werden sollte. Doch mit wem will er das durchsetzen, falls es ernst gemeint ist. Dann wäre nur die AfD und das Sahra-Baby bei der Hand. Aber nur für diese Frage und sonst nicht. Wie auch immer sich Scholz entscheidet, es wird sich nicht zum Wohle Deutschlands entwickeln. Nur auf eines kann er sich verlassen: Die CDU ist zu feige, ein konstruktives Misstrauensvotum loszutreten. Feiglinge, die zugleich zum Kriege hetzen – eine feine Kombination.
19. November 2024Die Experten haben sich der Eskalation an der Ostfront angenommen, während das politische Personal links der Brandmauer sich aufs Jubeln beschränkt – der Herr Scholz derzeit noch ausgenommen, der telefoniert ohne Zustimmung der Atlantkbrücke. Ostfront (2): Experten haben ausgerechnet, wohin der kleine Wolodimir jetzt schießen lassen kann, doch die von ihnen publizierten Bilder sind bewusst wolkig. Nur einer weicht vom Nebelhaften ab. Das ist die russische Plattform @Rybar. Sie zeigt klar und unmissverständlich, nach wohin die US- und britischen Raketen jetzt fliegen können und wie lange es vom Abschuss bis zum Ziel dauert. Die deutschen Taurusse sind auch gleich miteingezeichnet.
Ostfront (3): Die Rybar-Skizze zeigt, dass das seit geraumer Zeit angepeilte Kernkraftwerk von Kursk jetzt im Bereich des Möglichen liegt. Und damit auch im Bereich die Wahrscheinlichen. Seine Zerstörung wird sensationelle Folgen haben, aber nicht die Friedenswilligkeit des Russen. Ganz im Gegenteil. Ostfront (4): Vorgestern Nacht gab es einen Vorgeschmack: Die Russen flogen einen Großangriff mit Hunderten von Raketen und auch mit Flugzeugen gegen die ukrainische Elektrizitätsinfrastruktur. Die beiden verbliebenen Kernkraftwerke der Ukraine sollen dem Vernehmen nach nicht mehr am Netz sein und der Stromimport aus Osteuropa unterbrochen. Ich kann nicht sagen, ob das stimmt, aber angeblich ging in Odessa das Licht aus. Ostfront (6): Im Sack von Kursk wurde zumindest ein Teil der ukrainischen Angreifer eingeschlossen und zur Kapitulation aufgefordert. Je fataler diese Niederlage wird, desto mehr steigt die Gefahr eines Raketenangriffs auf Kursk. Ostfront (7): Aus dem Frontbogen nichts Neues: Der russische langsame Vormarsch wird fortgesetzt. Ostfront (8): Mainstream ist jetzt auf Kriegskurs. Das ist eine willkommene Ablenkung vom Innern. Dort gilt es den Robert abzuschirmen, denn die Schwachkopf-Debatte ufert in reine Häme aus. Entnehme drei Beispiele aus der Zellerzeitung, zwei Leserbriefe und einmal den Meister selbst: „Man darf einen Schwachkopf nicht als Habeck bezeichnen“ und „Zugunsten der Bahnhofsalkoholiker möchte ich sagen, dass nicht jeder von ihnen ein Schwachkopf ist“ sowie das hier:
18. November 2024 Als die Meldung heute Nacht in mein Bewusstsein vordringt, da halte ich sie für eine Ente. Ich wünschte jetzt, es wäre so, doch die Wahrheit ist die, dass Joe Biden der Ukraine den Einsatz US-amerikanischer Fernwaffen für den Beschuss im Innern Russlands freigegeben hat. Hierfür gibt es nur eine einzige Begründung: Der Krieg mit Russland soll für seinen Nachfolger unumkehrbar gemacht werden. Biden (2): Ich sehe ihn deutlich vor mir, wie er vor drei, vier Tagen seinen Amtsnachfolger im Weißen Haus empfing, da grinste er so entspannt und mit ungewohnt klaren Augen in die Kamera, dass alle Welt sich wunderte und vom altersmilden Joe sprach, der sich in ehrenwerter Manier in sein Schicksal gefügt habe. Es war ein kollektiver Irrtum, wie sich jetzt zeigt. Er hatte noch einen Trumpf wohlversteckt im Ärmel. Biden (3): Die deutsche Presse schweigt, und Mainstream feiert stattdessen den Parteitag der Grünen, wo es wie gewohnt um Diemenschen geht, denen man einen Mann als Kanzler präsentieren will, der nicht Schwachkopf genannt werden will und nach dem Willen der bayerischen Justiz nicht darf. Selbstredend werde er die Taurusse an die Ukraine geben und freigeben. Nun ja, Bidens Arm reicht immer noch weit. Grüne Nebengedanken: Als die Schildbürger im neuen Rathaus die Fenster vergessen hatten, wollten sie der Lichtlosigkeit abhelfen, indem sie mit Schubkarren das Sonnenlicht ins Haus schaffen ließen. So ging die Geschichte damals aus. Heute wäre der Schluss ein anderer: Als sie merkten, dass es im Rathaus immer noch nicht hell wurde, schafften sie mehr Schubkarren an. Aber: Damals nicht, denn da gab es noch keine Grünen. Grüne (2): Es muss der Satz von gestern „Wer Merz wählt, der wählt den Krieg“ erweitert werden: „Wer Metz oder den Robert wählt, der wählt den Krieg“.
17. November 2024 Anleihen beim Teddy Thälmann zu machen, lag mir bislang fern, aber einmal ist immer das erste Mal. Nun also: „Wer Merz wählt, der wählt den Krieg“. Merz (2): Ich bewundere – nein, ich wundere mich nicht –, also nochmal: ich bewundere, wie die Heutzutage-Medien versuchen, dessen politischen Amoklauf des 24-Stunden-Kriegs-Ultimatums an Putin aus der jetzt vergangenen Woche zu verschweigen. Also wiederhole ich es hier gern: Wer Merz wählt, der wählt den Krieg. Bitte weitersagen. Merz (3): Ihn als Dummkopf zu bezeichnen, wäre verfehlt, schließlich ist der Begriff bereits vom Robert mit Beschlag belegt. Wie soll man ihn also bezeichnen, den Merz? Der Hasardeur, das würde passen, ist aber zu schwierig fürs gemeine Volk. Raketen-Merz klingt zu positiv. Möchtegern-Merz kommt gut über die Zunge. Da ist noch Platz. Einige Bemerkungen über bergauf und bergab. Ob’s das eine oder das andere war, kriegt man oft erst später mit. Den Wendpunkt nennt man dann Zenit. Der des Robert H. ist überschritten, das sieht man, wenn man kurz draufkuckt. Dem schlägt jetzt allenthalben blanke Häme entgegen. Zenit (2): Bei dem Herrn Scholz waren sich die Auguren zu vorschnell sicher. Jetzt hat er die Notbremse gezogen und den Putin angerufen. Er hat das Undenkbare getan. Wenn das keine Wende wenigstens im Kriegsgeschwafel ist, dann weiß ich es auch nicht. Doch merke: Es war stets die Sozen-Partei gewesen, die ihre Kanzler gestürzt hat. Brandt, Schmidt, Schröder. Das hat Tradition.
16. November 2024 Über anderthalb Tage Briefe beantwortet, da blieb für Besserwisserisches im Sudelbuch kein Raum. Das hat sich gerächt, denn jetzt hechele ich den Ereignissen hinterher. An der Spitze steht die Schwachkopf-Affäre. Schwachkopf (2): Was bisher geschah. Ein Rentner aus dem Fränkischen wiederholte im Internet eine verfälschte Schwarzkopf-Reklame. Aus dem Haarwaschmittel Schwarzkopf Professional wurde Schwachkopf Professional, und der berühmte Scherenschnittkopf der Firma wurde der des Robert H. Ebender erstattete Anzeige wg. Beleidigung. Die Staatsanwaltschaft erwirkte beim Amtsgericht einen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss, und die Polizei marschierte los. Schwachkopf (3): Dieses Tun brachte erst zustande, was der Rentner ohne dasselbe niemals fertiggebracht hätte. Er selbst und seine furiose Bespöttelung rasen nun verzehntausendfältigt durchs Internet. Das nennt man Streisand-Effekt. Schwachkopf (4): Noch war es Zeit, die Reisleine zu ziehen und die Sache mit einem Lachen zu beenden. Aber nein, nunmehr behauptete der Hofstaat, die Anzeige stamme gar nicht vom Schwachkopf-Bezichtigten. Das wiederum brachte die bärbeißige Justiz in Rage, und die sagte: Doch. Da das Ganze, bei Lichte betrachtet, eine wüste Form der Rechtsbeugung (jedenfalls nach meiner Rechtsüberzeugung) war, kartete man dortzulande auf echt bajuwarisch nach, und behauptete, der Rentner sei ohnedies bereits wg. seines Antisemitismus auffällig geworden, was im übrigen die jetzige Aktion ausgelöst habe. Doppelt falsch und gelogen: Der Gerichtsbeschluss bezieht sich ausdrücklich nur auf den Schwachkopf, und was den angeblichen Antisemitismus anlangt, muss man wissen: Der Delinquent hatte im Frühjahr Hetze und Boykottaufrufe gegen den Müller-Milch-Inhaber, nachdem der sich mit Frau Weidel getroffen hatte, mit den Boykottausrufen der SA gegen Juden verglichen. Schwachkopf (5): Den Robert für einen solchen zu halten, liegt, nachdem er sich nun Jahr und Tag öffentlich ausgewirkt hat, nicht außerhalb der Lebenserfahrung. Bleibt die Frage, ob man ihn deswegen auch öffentlich so bezeichnen sollte. Hierzu ist mir eingefallen, dass es üblich ist, Leute, die auffällig geworden sind, durch eine Augenbinde zu anonymisieren. Gesagt, getan:
Schwachkopf (6): Interessant bleibt, dass jedermann in meinem Umfeld grinst, wenn das Wort Schwachkopf fällt. Und gestern Abend bei Tisch sagte einer, ohne dass der Name fiel, „und der will jetzt Kanzler werden“. Schwachkopf (7): Bleibt die weitere Frage, ob das jetzt ein Alleinstellungsmerkmal für den Robert wird, denn mir fallen durchaus auch andere aus dem Politik- und Medien-Betrieb ein, die sich darum zu drängen scheinen. Nein, ich mache jetzt keine Witze über den Abgeordneten Wanderwitz, der soeben seinen AfD-Verbotsantrag als Antrag zur Beratung in den Bundestag einbrachte. Auch nicht über den Abgeordneten Merz, der dem Putin ein 24-Stunden-Ultimatum stellen will, bevor die Taurusse über ihn kommen. Kann ein Mensch, der bei Verstand ist, sowas rauslassen? Ich meine: Nein. Ach, und auch der will Kanzler werden.
14. November 2024 Um mich abzulenken, lese ich, was die US-amerikanischen Medien an Wahnvorstellungen über die nächste Trump-Regierung verbreiten. Aufhänger, um es mal so zu sagen, sind die bekannt werdenden Personalien. Diese sehen oft ganz anders aus, als die seit einer Woche herbeiorakelten. Die meisten Gesichter habe ich nie gesehen. Dieses hier schon: Kristi Noem, die Gouverneurin von Süd-Dakota. Sie wird neue US-Innenministerin (Home Land Secretary). Eine Farmerin und Rancherin, die sich in die Politik wagte und dort erfolgreich war. Die sog. Corona-Pandemie überstand der von ihr regierte Staat, indem sie diese souverän ignorierte. – Na Jungs, manchmal gibt es Frauen, die ihren Mann 10 x besser stehen. Da kuckt ihr, wa? Danach leichte Irritation, denn nur die Hände zeigen an, wie alt sie wirklich ist.
Irritation (2): Der gestrige sog. Schlagabtausch zwischen Scholz und Merzens Fritze, war in Wirklichkeit kein solcher. Beide Männer kann ich mir beim besten Willen nicht mit erhobenen Fäusten in Boxershorts vorstellen. Sie bewarfen sich mit Watte-Bäuschchen und schmissen Stinkbomben auf die Kleinen: Scholz Richtung Lindner, und Fritze gegen den Erzfeind auf der Rechten. Niemals mit denen da, so schwor er. Er versprach dem Bundekanzler auf Abruf, mit ihm zusammen die Geschäftsordnung des Bundestages so zu verbiegen, dass nichts mehr auf die Tagesordnung des Hohen Hauses käme, was der AfD die vage Möglichkeit gäbe, mit ihren Stimmen eine Mehrheit zu erzeugen. Das ist der Verfassungsbruch in kleinster denkbarer Münze. Irritation (3): Während ich noch mit einer gewissen Verwunderung die coole Gouverneurin betrachte, stöckelt auf dem anderen Bildschirm im züchtigen weißen Hosendress die Frau aus dem Völkerrecht zum Podium und spricht, zwischenrufend befragt, wo denn der Robert sei, dass dieser durch eine Flugzeugpanne in Baku aufgehalten werde. Ich gestehe, ich habe gelacht.
13. November 2024Der Fritze aus Brilon: Er will den Russen im März ein Ultimatum stellen, mit dem Beschuss der Zivilbevölkerung auszuhören, sonst kommen binnen 24 Stunden die Taurus-Marschflugkörper über sie. Ja, das hat er gestern gegenüber dem Sterngeäußert. – Kommt mir so vor, als hätte ich meinen Schlusssatz im gestrigen Ukraine-Update in seltsam zutreffender Voraussicht geschrieben („Die sog. Experten streiten zur Zeit, wie sich der Wahlsieg von Trump auf den Ukraine-Krieg auswirken werde. Ich halte all diese gelehrten Prognosen für Kaffeesatzleserei. Wir werden abwarten müssen. Nur eine Sache erscheint mir realistisch: Die Atlantiker bei uns müssen sich schleunigst neu ausrichten, sonst stehen sie plötzlich ohne Hintermann mit beiden Beinen in einem Krieg gegen Russland, den Deutschland nicht gewinnen kann.“ https://www.helmut-roewer.de/we_demo_2/news/1005.php). Hat er garantiert nicht gelesen, der Fritze. Hätte er aber besser. Fritze (2): Die Antwort aus Moskau (Medwedjew) ließ nicht auf sich warten: Wer den Krieg mit Russland unbedingt will, der soll ihn bekommen. – Freue mich jetzt schon darauf, wie die CDU-Barden in den alternativen Medien das aufnehmen werden. Vermutlich mit Schweigen.
11. November 2024 Realsatire: Die Wahlen zum US-Repräsentantenhaus sind heute Morgen, 5:35 MEZ, noch nicht fertig und aussagekräftig ausgezählt. Realsatire (2): Für vorzeitige Neuwahlen fehlt das Papier. Sagt die Bundeswahlleiterin. Letztmalig trat Papiermangel im Corona-Wahn auf, betraf allerdings das Klopapier. Realsatire (3), aber nicht zum Lachen: CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt grünen Klima-Wahn zum konservativen Projekt. Vier weitere Jahre Deutschland-Verschrottung sind damit gesichert. Na, dann wählt mal schön.
10. November 2024Über Nacht ist das neuste Rentnerische Akrützel von Bernd Zeller in meinem elektronischen Briefkasten aufgetaucht. Nun bin ich zwar nicht aus Jena, aber die Stadt ist nicht gerade weit weg von Schilda und alt genug bin ich allemal. Ich füge den Link bei und empfehle ihn allen, die im gekonnten Spott noch ein Ventil erblicken. https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruezel%2064.pdf.
Jena und Schilda (2): Zwischen beiden wurde Deutschlands derzeit meistgesuchter Linksterrorist gefasst, der Chef der Leipziger Hammerbande, der 31jährige Johann Guntermann. Das LKA aus Sachsen brauchte 4 Jahre, um ihn zu finden. Seine Ex, die verurteilte Lina Engel, wandelt derweil auf freiem Fuße, weil ihr Urteil nicht rechtskräftig ist. Mehr Rechtsstaat geht nicht. Jena und Schilda (3): Zwischen beiden liegen Umpferstedt und Isserstedt, das eine beherbergt einen Globus-Supermarkt, das andere eine Deponie. Preisfrage: Wo versteckt es sich besser? Jena und Schilda (4) und vermutlich nicht nur da: Morgens dichter Nebel bei völliger Windstille. Robert weiß die Antwort: Noch mehr Windmühlen. Bravo Robert, der Mann kann Kanzler werden. Wer wohl sonst? Der Merz jedenfalls will es nicht, denn sonst liefe das Abwahlverfahren – genannt: konstruktives Misstrauensvotum – schon.
9. November 2024 Sie: Du schreibst wohl gar nichts mehr? – Ich: Du liest wohl nicht mal das, was ich dir schreibe. Schreiben (2): Es ist eine merkwürdige Sache. Bis gestern konnten wir von unserm Lieblings-Autor nicht genug vor die Nase kriegen. Heute sehen wir uns nicht mal mehr die Titel an. Es ist wie… Nein, diesen Vergleich ziehe ich jetzt nicht, sie könnte ihn lesen. Schreiben (3): Vor Jahren schon hatte ich mir fest vorgenommen, nichts über das Schreiben zu schreiben. Und schon habe ich dagegen verstoßen.
8. November 2024 Wenn der Morgennebel aufsteigt, öffnet sich der Blick auf erstaunliche Landschaften. Am eindrucksvollsten fand ich hinsichtlich der US-Wahlen, die Landkarte mit den Ergebnissen der Countys. Fast alles ist Rep-rot. Einige Grenzdistrikte zu Mexiko sind blau. Wer mag hier Kamela gewählt haben, die Illegalen?
Morgennebel (2): Ein anders Schaubild zeigt die unterschiedlichen Voraussetzungen zur Stimmabgabe in den einzelnen Staaten. Und – Überraschung – nur in Staaten, die keinerlei Legitimationspapiere verlangen, konnte Kamela gewinnen. Morgennebel (3): Und schließlich die Auszählung im District of Columbia, in dem die Bundeshauptstadt Washington liegt. Sie bedarf keines Kommentars, um den von Trump seit Jahren schon angeprangerten Sumpf (swamp) zu illustrieren.
Morgennebel (4): Während die US-Medien noch mit ihrer Niederlage kämpfen, machen sich die Exponenten von Springer auf den Weg nach Trumpomania, die Neuerwerbung der bislang zuverlässig linken politico, wo das Nachbeben in Deutschland thematisiert wird, ebenso wie die Welt, in der sich Springer-Chef Döpfner höchstselbst seinen beschädigten transatlantischen Gedanken hingibt. Morgennebel (5): Scheibchenweise tritt ans Licht, dass Auslöser des Koalitionsbruchs in D die Weigerung Lindners war, einen weiteren 12-Millarden-Schluck aus der leeren Pulle zu nehmen, nur um die Ukraine zu stützen. Nicht nur er sagt es, sondern auch Scholz, Baerbock und der Robert bestätigen das. Fragt sich der Beobachter, was oder wer zwang Scholz, diese irrsinnige Ukraine-Sache während des US-Interregnums weiterzufahren? Da muss jemand starke Argumente verdeckt in der Hand halten. Morgennebel (6): Der Ersatzmann für Lindner wird’s als neuer Finanzminister richten, denk ich mal. Er ist der Scholz’sche langjährige Hintermann Jörg Kukies, er stammt aus dem Finanzbeschaffungshaus Goldman & Sachs. Das sagt eigentlich alles – nein, nur fast alles, sonst wär es ja eine Verschwörungstheorie, jedenfalls bis die Wahrheit als Allgemeingut zugelassen wird. Morgennebel (7): Der sog. Oppositionsführer will die Vertrauensfrage von Scholz jetzt sofort und nicht erst am 15. Januar. Aber nicht wirklich, sonst würde er schon morgen ein konstruktives Misstrauensvotum einbringen und mit den Stimmen seiner Partei, der AfD und der FDP zum neuen Kanzler gewählt werden. Doch das will er offenbar nicht. Vielleicht, weil die Stimmen seiner Partei ihm nicht sicher sind. Und dann war da auch noch – frei nach Friedrich Schiller – die Brandmauer: Festgemauert in der Erden.
7. November 2024 Für die Mainstreampresse kommt der gestern Abend von Scholz verkündete Rauswurf von Lindner aus dem Bundeskabinett wie gerufen. Jetzt haben die Welterklärer und ihre gekauften Experten einen neuen saftigen Knochen, an dem sie genüsslich nagen können, um so von ihrem verheerenden Versagen bei den US-Wahlen abzulenken. Scholz (2) behauptet, der Lindner habe fortwährend sein Vertrauen gebrochen. Jetzt müsse er mit Merz reden, um die Wirtschaft und die Verteidigung zu retten. Ich übersetze das mal: Geld, das nicht da ist, zum Fenster raus, um Großkonzerne vor der unmittelbaren Pleite zu bewahren, und weiteres Geld zum nächsten Fenster raus, um den Ukraine-Krieg zu verlängern. Scholz (3)/Merz: Ja, jetzt kann der Fritze aus dem Sauerland den Staatsmann geben. Nehme an, dass er sich mit seinem früheren Boss Larry Fink erst abstimmen muss. Der wird im Moment wenig Zeit haben, da er sich daheim erst auf die neuen Verhältnisse einstimmen muss. Dabei kann es leicht sein, dass sein Ukraine-Investment von der vergangenen Woche (gemeinsam mit J.P. Morgan in Luxemburg) umgesteuert werden muss. Ich tippe mal in Richtung Palästina, aber was weiß ich, und was wäre da schon außer Wüstensand groß zu holen? Scholz (4) und die Grünen: Auch Robert der Denker hat eine Meinung entwickelt: Geradezu „tragisch“ findet er das jetzige Ende der Ampel, wo nun Europa zusammenstehen müsse. Um das zu verstehen, muss man annehmen, dass er seinen Klimawahn und das von ihm angerichtete Wirtschaftsdesaster für schlechterdings europäisch hält. Vermutlich hat er damit recht. Dergleichen kommt unter der nächsten Trump-Regierung in schwere See. Auch da liegt er richtig.
6. November 2024 Um 11 Uhr MEZ verharrt die Zahl der Trump-Wahlmänner seit Stunden auf 267. 270 wären zum Sieg notwendig, der trotzalledem um 8 Uhr morgens durch Trump selbst im HQ in Florida vor seinen jubelnden Anhängern ausgerufen worden ist. Man sieht manch bekanntes Gesicht und die Schwiegertochter in schwarzer durchsichtiger Lochstickerei. Einen weißen BH würde ich an ihrer Stelle nicht unterziehen, doch was soll’s, ich trage ja ohnedies keinen. Trump (2): Deutschlands wochenlange Kamela-Wahlpropheten üben sich im Aufzählen der Nachteile, die dieser angeblich unerwartete Wahlsieg für sie selbst und den Rest der Welt bereit hält. In Litauen sind Brandpäckchen bei der Postverteilung aufgetaucht. In anderen Ländern, die von der Post (DHL) bedient werden, angeblich auch. Der Chef vom britischen Inlandsdienst MI5 weist auf die russische GRU hin. Wenn das kein Grund zum Misstrauen ist, dann weiß ich es auch nicht. Bandstiftung (2): In Ahrensfelde brennt eine Regionalbahn ab. Von der GRU war bislang nicht die Rede, von der Nähe zur Tesla-Fabrik in Grünheide hingegen schon.
5. November 2024 Betrachte die Aufzeichnung über die Pressekonferenz, die gestern der Herr Scholz mit dem neuen Nato-General Rutte gab, der seinen Antrittsbesuch in Berlin absolvierte. Man kennt sich, schließlich ist der Holländer ein zu Hause abgewählter langjähriger Ministerpräsident. Die Floskeln „dear Olaf“ und „lieber Mark“ wirken allerdings etwas gesucht angesichts der behandelten Themen. Der liebe Mark spricht davon, dass die Ukraine mit Sicherheit Mitglied der Nato werden werde und dankt für die Sicherung der Ostflanke des Bündnisses durch eine deutsche Brigade in Litauen, von der wir seit Jahresbeginn wissen, dass sie aus einem Vorauskommando im unteren zweistelligen Bereich besteht, und der liebe Olaf betont , wie sehr es ihm darauf ankomme, die demokratische Kräfte in der völkerrechtswidrig angegriffenen Ukraine bis zum Sieg kampffähig zu erhalten. Beide loben gemeinsam, den jüngsten G7-Beschluss, die Ukraine mit einem neuerlichen 50 Milliarden-Kredit zu versorgen, damit Waffen eingekauft werden können. Einigkeit auch über das Ukraine-Kommando der Nato in Wiesbaden. Nato-Ukraine-Kommando? Das wird nicht näher erläutert, und es fragt auch keiner nach.
Lebenslügen (2) und lebenslanges Lernen: Jahrelang wurde die Öffentlichkeit von Politikern mit diesem Spruch behelligt. Langsam dämmert mir: Wer nichts gelernt hat, kann auch nicht dazulernen. Das allerdings kann er lebenslang.
4. November 2024 Die Kündigung der Epoch Times (deutsche Ausgabe) rückt näher: gestern diffamierte sie die AfD, für die skandalöse Sprengung der Eröffnungssitzung des Thüringer Landtags vor vier Wochen die Verantwortung zu tragen, heute loben sie die Erfolge des BfV-Chefs Haldenwang bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus, sprich der AfD. Das zweite ist eine Meinung, über die man trefflich streiten kann, aber das erste eine Tatsachenbehauptung, und die ist gelogen. Kündigung (2): Das vorzeitige Ende der Ampel ist nunmehr mehr als wahrscheinlich, nachdem Herr Lindner von der Lindnerpartei sein Schuldzuweisungs-Papier veröffentlicht hat. Auch die Grünen können durch die baldige Beendigung der Ampel nur profitieren, sprich: sie hoffen, durch möglichst schnelle Neuwahlen im Bund den sicher bis kommenden Herbst drohenden weiteren Niedergang vorzeitig unterbrechen zu können. Klingt kompliziert, ist aber für Wahlstrategen ganz einfach.
3. November 2024 Wege zur Vollverblödung: „19 Prozent weniger Plastik“ finde ich als Aufdruck auf einer Käsepackung der Firma Bergader. Wege zur Vollverblödung (2): Das von der EU-Kommission angeschobene Rückwärtsfahrverbot. Kannste dir nich ausdenken.Ächt.
1. November 2024 Der Monat beginnt nach Wochen der Abwesenheit mit den Vorfinden eines digitalen und analogen Postberges. Gleich morgens und noch halbverschlafen von der nächtlichen Reise beginnt die Tätigkeit, die von Medizinern als Triage bezeichnet wird: a) kann sofort weg, b) muss gelesen werden, aber kann warten, c) muss sofort behandelt werden. Beäuge hernach missmutig den b-Stapel, soweit er in gedruckter Form vorliegt, und bin ziemlich sicher, dass ein Teil davon nach kurzer Ablagerung zur a-Kategorie abwandern wird. Beim b-Digitalen hilft mir der elektronische Postkasten: die Dinge verschwinden nach kurzer Zeit nach irgendwo unten und damit aus dem Blick
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31. Oktober 2024Jetzt meldet sich der nächste aus dem Chorus der industriellen Schwafelbrüder zu Wort, der Lenker von Bosch, ein Mann namens Stefan Hartung. Man müsse die bisherigen Umsatz- und Rendite-Ziele anpassen, heißt zu deutsch, alles nach unten korrigieren, was man öffentlich versprochen hatte. Auch beim Stellenabbau von 7.000 werde es kaum bleiben. Er redet so, als sei der Rauswurf von Mitarbeitern in Deutschland ganz normal. Ist er vermutlich auch. Auch seine Forderung, die Regierung müsse nunmehr umgehend unterstützend eingreifen. Nebenbei: Empfehle, mal die gleichnamige Stiftung zu betrachten, um vermutlich erstaunt festzustellen, für welchen Plunder man dort Geld zum Fenster rauswirft, dann macht man sich, wenn man vom woken Wahn nicht heimgesucht ist, Gedanken darüber, wie der Kampf gegen das Auto und die Tätigkeit als bedeutender Autozulieferer zusammenpassen. Eigentlich wollte ich zum amerikanischen Wahlgetöse nichts mehr sagen, aber das hier kann ich mir nicht verkneifen: Angela Harris vom franziskanischen Papst scheinheilig gesprochen (aus den Leserbriefen der Zellerzeitung).
30. Oktober 2024Es ist, als würde die westliche Welt den Atem anhalten. Alles glotzt auf die US-Präsidentenkür, die man ironischerweise eine Wahl nennt. Man rätselt, warum der Eigentümer der Washington Post keine Wahlempfehlung, sprich für die Dame Kamela, in seinem Blatt publizieren lassen will. Immerhin handelt es sich bei der WP um die Stimme des extra-woken Sumpfes. Dem Vernehmen nach sollen gleich nach dieser auffälligen Nicht-Unterstützung 200.000 Online-Abos gekündigt worden sein. Das wäre, wenn das nur annähernd stimmt, eine digitale Massenpanik von Leuten, die was zu verlieren haben. Sumpf (2): Da ereifert sich ein Dr. med. namens Pürner bei Tichy in einer mich erstaunenden Art und Weise. Dass der Mann für das BSW ins sog. Europarlament entsandt wurde, war mir neu, ich verband den Namen mit Corona-Protesten, die vage mir nachklingen. Jetzt schreibt er weinerlich, dass in Thüringen eine Koalition der Corona-Täter von den klaren Ansagen seiner Partei nichts mehr wissen will. Was hatte der denn gedacht, als er Mitglied einer leninistisch geführten Kaderpartei wurde? Einer der Leserbriefschreiber merkt an, dass er Tichy erst an dem Tag wieder glaubwürdig finde, wenn der auch einem AfD-Mann ein solches Forum bieten würde. Nun ja, man kann es nicht allen recht machen.
29. Oktober 2024 Alle Welt – zumindest die in Deutschland – empört sich über die Zerstörung von VW, denn Werkschließungen und Massenentlassungen sind nicht mehr unter der Decke zu halten. Dass hier nicht nur das absurd unfähige Management seit Jahr und Tag Hand angelegt hatte, sondern es sich um einen jubelnden Gleichschritt von Unternehmensleitung, Gewerkschaften, Politik und deren Begleitpresse gehandelt hat, das wird weniger thematisiert. Es steht ein grellbunter Elefant im Raum, gespeist aus den Elementen Klimawahn, Energieirrwitz und Elektrospielzeug-Indolenz. Jetzt rufen alle Kehret-um, doch die drei Fütterungsquellen des Elefanten sollen unangetastet bleiben. Erst wenn die 120.000 VW-Arbeiter sich entschließen, die Verursacher zwischen Brüssel und Wolfsburg sowie Gütersloh und Berlin mit wirksamen, das heißt: drastischen Mitteln aus ihren Pfründen zu treiben, wird sich die Lage ändern. Viele ahnen es, aber niemand sagt es. Nicht einmal hinter vorgehaltener Hand. Der grellbunte Elefant (2): Wie von mir vor drei Wochen vermutet, wird die Forderung der schönen Frau, eine Kriegsausstiegs-Politik zur Voraussetzung von Länderkoalitionen zu machen, von ihren taffen Statthalterinnen nicht mitgetragen. Sie haben sich deswegen die Friedensformel ausgedacht – frei nach Heinrich Böll selig: „Der Weihnachtsengel säuselte Friede, Friede“. Die Formel sagt alles und bedeutet nichts. Deutschlands künftiger Kanzler darf zufrieden sein. Sahra Drachentöter wurde hinterrücks gekillt.
28. Oktober 2024 Da hat doch die Fraktion – Sie wissen schon welche – hier im Ländchen den Vorsitzenden und den Beisitzer des Verfassungsgerichts wg. Rechtsbeugung angezeigt, weil die Richterbank im Verfahren der CDU-Fraktion gegen den Alterspräsidenten des Landtages offensichtlich unzulässig besetzt war. Die Anzeigeerstatter wiesen mit gutem Grund darauf hin, dass erst im vergangenen Sommer hiesigen Ortes eine Richterin wg. Rechtsbeugung verurteilt wurde, weil sie, obschon mit einer der Prozessparteien aufs engste verbandelt, keinen Anlass gesehen hatte, sich aus dem Verfahren wg. ihrer, wie der Jurist sagt, Befangenheit zurückzuziehen. – Wie das Verfahren ausgehen wird? Gar nicht. Dafür wird die Staatsanwaltschaft von Erfurt sorgen. Erfurt (2) & Dresden: Die Ostfront wirft lange Schatten auf die euphorisch angekündigten Koalitionen von Mainstream mit dem Sarah-Baby. Dieses zeigt sich so querulatorisch, dass so gar die zur Miniatur geschrumpfte SPD mit den verbliebenen Ärmchen rudert und ein Scheitern der Verhandlungen öffentlich erwägt. Man ist empört, dass die in die Jahre gekommenen Jungkommunisten in Sachen Corona-Ausschüsse mit den Brandmauerhintersassen gemeinsame Sache machen. Zugegeben: Die schöne Frau steckt in einer Zwickmühle: Wenn sie jetzt nicht klare Kante in Sachen Corona und Ukraine-Konflikt zeigt, kann sie die kommende Bundestagswahl in der Pfeife rauchen. Ostfront (2): Die Nachrichten von vor Ort sind wieder mal äußerst dürftig. Ein Vergleich der genannten Ortsnamen, die mit Kämpfen verbunden werden, lässt den Schluss zu, dass die Millionenstadt Saporoshje (Hauptstadt des gleichnamigen, von Russland beanspruchten Oblasts) jetzt Ziel einer Einschnürung geworden ist, wie wir sie in etlichen Fällen in den letzten zwei Jahren gesehen haben. Nach wie vor scheint sich der russische Vormarsch Richtung Dnjepr Meter um Meter dem Fluss zu nähern. Von einem Stillstand der Operationen wg. der eingesetzten Schlammperiode kann bislang keine Rede sein. Ostfront (3): Bemerkenswert erscheint die Bildung eines Milliarden-schweren Ukraine-Konsortiums von Black Rock und J.P. Morgan mit Sitz in Luxemburg, dessen Zweck kaum zweifelhaft sein kann: Beutemachen in den noch nicht vom Russen besetzten Landesteilen. Das ist Risiko-Investment auf höchstem Niveau.
27. Oktober 2024Man kann es mit Genuss beobachten, wie Spötter die Neuwörter von Mainstream zweckentfremden, anstatt sie gehorsam im Dienste ihrer Fronherrn nachzuplappern. Jüngstes Beispiel ist „unsere Demokratie“, was derzeit ein unentbehrliches Modewort ist, um die AfD und deren Geistesverwandten aus dem demokratischen Prozess auszugrenzen. Die Schriftform bietet eine willkommene Möglichkeit, diese Wortschöpfung ad absurdum zu führen. Schreibe Unseredemokratie, und jeder nur halbwegs Informierte wird seine Freude daran haben. Unseredemokratie (2): Von Bücherverbrennung redet heute kein Mensch mehr, wir sind längst ins Zeitalter der Löschung des Unerwünschten eingetreten. Indessen: Es ist der Zeitpunkt nicht mehr allzu fern, dass Bücher wg. ihrer vergessen geglaubten Inhalte eine begehrte Rarität geworden sein werden. Unsere Regulatoren ahnen dies. Deswegen haben sie den Kampf gegen das Buch aufgenommen. Sie dekretieren, dass das Buchpapier nicht mehr aus schützenswerten Baumbeständen stammen darf und legen den Herstellern die Nachweispflicht auf. Das ist – man mag es für eine gebetsmühlenartige Wiederholung halten – eine Verdrehung des freiheitlichen Rechtsstaats in sein Gegenteil. Es wacht nicht die Obrigkeit über dem Wohlverhalten des mitunter frevelnden Bürgers, sondern dieser muss als Bittsteller das Wohlwollen seines Vormunds vorab erbetteln.
26. Oktober 2024 Wie sich die Bilder gleichen. Im ausgehenden Mittelalter bis in die Neuzeit des 18. Jahrhunderts hinein bemühten sich die Denker um die gebetsmühlenhafte Betonung, dass an der Herrschaft Gottes nicht gezweifelt werden könne. Genauer hätten sie formulieren müssen, dass hieran nicht gezweifelt werden dürfe, doch wussten sie nur zu genau, dass diese Klarstellung bereits der unwiderlegbare Beweis der Ketzerei sei. Auch wussten sie, dass ihnen in diesem Falle der physische Tod drohte. Die Rituale sind geblieben, auch wenn der Gegenstand der Anbetung sich geändert hat. Gott musste der Demokratie weichen. Demokratie (2): Das Wort als solches bedeutet heutzutage nichts annähernd allgemeinverbindliches. Man muss also oft einen weiten Umweg machen, um feststellen zu können, wovon die Leute eigentlich reden. Fazit: Der Zyniker beteiligt sich mit großer Geste, ohne sich auch nur vage festlegen zu müssen. Anders ausgedrückt: Er schwimmt mit.
25. Oktober 2024 Merkwürdige Wiederholung: Pünktlich zum Sonnenaufgang verschwinden die nächtlichen Gedanken. Vor allem die schwärzesten. Ich halte die Nase in den Wind, der nach Salz schmeckt. Im Hintergrund randaliert der Ozean, der die Maßstäbe der eigenen Existenz korrigiert. Derartig auf dem Fußboden zurück, knurrt mein Magen. Ich freue mich auf den neuen Tag, stelle fest, dass nichts von Belang zu notieren ist und schreibe das auf. Wirksam gegen Geldwäsche: Banknoten auf Seidenpapier und Münzen aus gepresstem Brausepulver. Zusätzlich für Euros: Die Scheine lassen sich nicht aus dem Portemonnaie entfernen. Wirksam zur Reduzierung der Passagierflüge: Weglassen der Bestuhlung und demokratische Bestimmung der Flugziele. Auch sinnvoll: Verlosung von Flug- und Pilotenlizenzen.
24. Oktober 2024 Ablenkungsmanöver: Es wäre falsch anzunehmen, dass Blödsinn nicht mehr gesteigert werden könne, nur weil der gesunde Menschenverstand sich dagegen wehrt. Der Robert kann’s jedenfalls mühelos, nachdem selbst seine Begleitpresse mitgekriegt hat, dass Firmenpleiten wie ein Lauffeuer durchs Land rasen. Jetzt will er jedem Inverstor 10 Prozent aus der Steuerkasse schenken – jedenfalls das Geld („ist doch nur Geld“), das dort nicht drin ist. Ermächtigung im Haushaltsgesetz? Schnickschnack, es geht auch ohne. Furcht vor dem Staatsanwalt wg. Haushaltsuntreue? Wir wollen doch nicht albern werden. Ablenkungsmanöver (2): Während in Russland die potentesten Wirtschaftslokomotiven außerhalb des Fahrplans des vormaligen Dollar-Imperiums zum BRICS-Treffen angereist sind und dort Vereinbarungen treffen, die den Wertewesten nicht freuen können, verkünden dessen Führer, wie empört sie sind, dass Nordkorea sich am Krieg in der Ukraine auf Seiten des bösen Putin beteilige. Nicht nur wissen wir nicht, ob das überhaupt stimmt, noch warum der Kleine Dicke das, falls er es wirklich tut, nicht darf. Gehorsam bestellt das AA den Geschäftsträger des Tunichtguts ein. Was mag man dem sagen? Das hätte ich gern mal gehört. Einfach so. Vielleicht das hier: Our outer ministress will that not because she comes from the peoples law.
23. Oktober 2024 Auch in Österreich wird es jetzt als Sieg der Demokratie gefeiert, wenn die Wahlverlierer sich zu Regierungskoalitionen zusammentun. Man gewöhnt sich daran: Das ist auch der strategische Sinn dieses Vorgehens: Es sollen die Leute auf lange Sicht vom Wählen abgehalten werden, weil sie bemerken, dass ihre Stimmabgabe mit dem Ziel, einen Wechsel herbeizuführen, sinnlos ist. Sieg (2): So gesehen ist es widersinnig, noch zwischen Konservativen und anderen zu unterscheiden. Was früher die Konservativen waren, sind heute die Sesshaften, und die sind wahrlich nicht nur die Ex-Konservativen, sondern auch die Etikett-Fortschrittler. Sie wollen alles bewahrt wissen, vor allem ihre Pfründen. Da ist jeder Wechsel bedrohlich. Sieg (3) über Russland: Weil die jetzigen Regierenden in D einen solchen auf ihrem Schirm haben, halten sie es für vertretbar, durch die Einrichtung eines Nato-Kommando-Zentrums in Rostock klar gegen die völkerrechtlich verbindliche Regelung des Zwei-plus-vier-Vertrages von 1990 zu verstoßen, der Nato-Verbände und Einrichtungen auf dem Gebiet der Ex-DDR expressis verbis ausschließt. Versucht man, diese abenteuerlich anmutende Aktion von außen zu betrachten, so gibt es nur einen der seinerzeitigen Vertragspartner, den das freut, nämlich die USA, die den nächsten Schritt unternommen haben, um Deutschlands Schieflage zu verschlimmern. Sieg (4): Die Einbestellung des deutschen Botschafters ins Moskauer Außenministerium folgte gestern prompt. Man kann nur hoffen, dass der für seine große Schnauze bekannte deutsche Vertreter dieselbe in Zaum hält, aber sicher bin ich mir nicht. Man arbeitet mit aller Konsequenz daran, das bislang immer noch zum Ausdruck kommende Wohlwollen der Russen gegenüber Deutschland zu torpedieren. Die so Handelnden sind keine Vertreter deutscher Interessen, sondern sie agieren und agitieren wie fremdgesteuerte Hasardeure.
22. Oktober 2024 Wochenlang habe ich mich gefragt, woher der Herr Müller von der Bundeszensur-und-Gas-Anstalt mir so bekannt vorkommt. Beim Betrachten des Umschlags von Zellers Sprache des Grünen Reiches hat es plötzlich klick gemacht. Bleibt die Frage, ob er vor Jahren bereits Modell saß, oder ob er nur einen schwer zu ertragenden Typus verkörpert.
Illusionen (2): Der angebliche Abstimmungssieg der EU-Befürworter in Moldawien regt niemanden hierzulande ernsthaft auf. Selbst wenn die gemeldeten fifty-fifty Ergebnisse stimmen sollten, wofür es keinen gescheiten Anhaltspunkt gibt, bleibt das Resultat, dass hier mit der Brechstange das nächste Krisengebiet installiert werden soll. Danach stehen dann die angrenzenden Oblaste der westlichen Ukraine auf dem Programm der Erweiterer-Mafia. Bei Odessa wird es Streit mit Russland geben – garantiert.
21. Oktober 2024 Kaum hat die schöne Frau die deutsche Parteienlandschaft revolutioniert, wird sie mit ihrer Realität konfrontiert. Solange es nichts kostete, konnte sie in den Mainstreammedien fordern, mit Russland in Frieden zu leben. Jetzt, wo sie bei den Koalitionsgesprächen hier im Ländchen darauf beharrt, wird sie für den politmedialen Komplex zum Ärgernis. Ihre Formel, Doktor Supermario müsse sich von den Merz’schen Kriegsfanfaren distanzieren, wird dazu führen, dass ihre Statthalterin in Erfurt sich von ihr distanziert und die Medien ihr den Ton abdrehen. Nicht abrupt, aber deutlich. Vom BSW wird nur die Abkürzung bleiben, ohne dass sich jemand erinnert, was die Buchstaben bedeuten. Friedensfrauen (2): Anne Applebaum, die US-Amerikanerin, wird mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels behängt. Ich mute mir die Details nicht zu, mit genügt, dass sie die Deutschen zum Waffenliefern in die Ukraine auffordert. Hübsch auch, ein Foto von ihr zusammen mit ihrem erfreuten Ehemann zu betrachten. Der heißt Sikorski und ist der polnische Außenminister, der Ende September 2022 das große und gute Amerika dazu öffentlich beglückwünschte, Nord Stream 1 und 2 zerstört zu haben. Mehr muss man dazu nicht wissen.
19. Oktober 2024Zum Schreien komisch: Joe erhält gestern in Berlin die Sonderstufe zum Großkreuz des Verdienstordens der BRep. Leserkommentar im Internet: …weil er Deutschland vom russischen Gas befreit hat. Zum Schreien komisch (2): Die Presse berichtet, Doktor Supermario habe im Zusammenhang mit dem Schmieden einer schwarz-kommunistischen Regierung im hiesigen Ländchen vom Wählerauftrag gesprochen. Die einschlägige marxistische Dialektik jedenfalls benutzt er bereits. Zum Schreien komisch (3): Die Spanisch-Lektion bei Pons belehrt mich über das Vokabular zum Klimawandel. Ich kann mir nichts Dringlicheres vorstellen, wenn ich mit den Anforderungen des täglichen Lebens kämpfe, zum Beispiel dieser hier: Carmen de la Madura Sanchez beugt sich beim Hervorholen des Baren tief unten aus dem Tresen zwischen uns so weit vor, dass ich den nahezu freigelegten Oberbau jenseits der vorher denselben bedeckenden Bluse mit Freude betrachten kann. Als sie wieder hochkommt, fixiert sie meine Augen, ob ich ihr auch die notwendige Bewunderung zuteil werden lasse. Ich tu’s. So habe ich mich ganz natürlich und zudem landestypisch verhalten, denn ihrer Schönheit Tribut zu zollen, löst bei der hispanischen Evatochter ein Lächeln aus. Mehr ist nicht, schon weil mein Spanisch keine erlaubte elegante Wendung kennt, und mein Radebrechen über den Klimawandel sicher missverstanden werden würde.
18. Oktober 2024 Was jeder wissen konnte, wenn er nur wollte, kommt Stück um Stück ans Licht. So habe ich bereits Ende September 2022 vertreten, dass es für die Zerstörung der Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 nur einen Täter geben könne: das US-amerikanische Militär-Establishment. Jetzt wird öffentlich, was ich vor vier Wochen auf Bornholm zu hören kriegte: Der Hafenmeister von Christiansø, John Anker Nielsen, spricht aus, was er aus eigenem Erleben weiß, dass nämlich das US-amerikanische Sabotageschiff USS Kearsarge kurz vor den Explosionen vor Ort war, wo es seine Navigationseinrichtungen abschaltete, und dass zudem US-amerikanische Seestreitkräfte den Dänen mit Gewaltandrohung vom Tatort verscheuchten. Nord Stream (2): Die USS Kearsarge ist eine schwimmende Sabotagefestung, bestückt mit Flugzeugen und unbemannten U-Booten. Empfehle den US-deutschen Märchenerzählern von der ukrainischen Segelyacht, welche angeblich den Angriff fuhr, mal einen Blick auf diesen Koloss aus Stahl zu werfen, damit sie eine Ahnung von der Kriegs-Realität des US-Angriffs auf das deutsch-russische Energie-Projekt bekommen. Nord Stream (3): Stattdessen treffen sich Täter und Gemaßregelter, so als wäre nichts geschehen, vorgestern in Washington DC und übermorgen in Berlin. Besser lässt sich das Verhältnis von oben und unten nicht inszenieren. Bei Biden weiß man nicht, ob er noch weiß, welche Macht er repräsentiert, bei Scholz sind ebenfalls böse Zweifel nicht eben abwegig. Da lob ich mir den kleinen Mann aus Kiew, er ist zwar diesmal nicht in Berlin dabei, droht aber von Brüssel aus mit der Fertigstellung der Atombombe, um…? Ja, um sie einzusetzen. Was wohl sonst? Bei ihm sind an seiner Zurechnungsfähigkeit keine Zweifel mehr angebracht. – A.H. ließ im März 1945 eine erste schmutzige Bombe auf dem Übungsplatz im thüringischen Ohrdruff testen. Man war fast soweit. In dem Fall hatten die Deutschen Glück, dass die Rote Armee Berlin besetzte, bevor die USA das Manhattan-Projekt (sprich die ersten fertigen Atombomben) in Deutschland anwenden konnten. Sie hätten das, wie man aus den Äußerungen von Oppenheimer weiß, gerne getan.
17. Oktober 2024 Selenskyj hat gestern in der Zentralrada in Kiew den lange beschworenen Siegesplan zum Teil öffentlich gemacht. Um nicht missverstanden zu werden: Dieses ist ein Sieges- und keineswegs ein Friedensplan. Er soll mit einer zweiten Friedenskonferenz westlicher Partner durchgesetzt werden. Von den Russen ist nicht weiter die Rede. Halten wir das mal im Hinterkopf, bevor wir betrachten, was angestrebt wird: (1) Der Krieg wird 2025 (siegreich) zu Ende gehen. (2) Der Waffen- und Finanznachschub aus dem Westen wird gesichert. (3) Im Gegenzug werden Rohstoffvorkommen und Industrieanlagen in einem geheim gehaltenen Unterplan verwertet. (4) Der für wahrscheinlich gehaltene Abzug der US-Amerikaner aus Europa wird dadurch kompensiert, dass ukrainische Truppen in deren Positionen einrücken (jaja, ganz richtig gelesen). Siegesplan (2): Es fällt nicht leicht, die Vorschläge ernst zu nehmen. Sie klingen so, als würde hier ein strahlender militärischer Sieger Brosamen an die Alliierten verteilen, indem er ihnen Bodenschätze und militärische Hilfe anbietet. Die Ukrainer als Schutztruppen im westlichen Europa? Das klingt wie ein schlechter Scherz, zumal es eine ernst zu nehmende ukrainische Armee derzeit nicht mehr gibt. Wovon also redet dieser Mann? Ist er irre, oder sucht er verzweifelt nach einer Möglichkeit, die europäischen Nato-Staaten in den Krieg mit Russland hineinzuziehen? Ich vermute, es ist dieses, und das ist nicht gerade neu. Siegesplan (3): Dass Trump & Co dergleichen mit einigem Behagen betrachten werden, das kann ich mir vorstellen, aber was sagt Russland? So zu tun, als sei es bereits von der Platte geputzt, das ist Weltfremdheit bis zum absoluten Irresein. So einen Planer kann man nur auf Abstand halten und abwarten, bis Russland den Schlussstrich zieht. Wo dieser verlaufen wird, ist derzeit weniger klar, als noch vor zwei Jahren. Es läuft Tag für Tag mehr in Richtung Dnjepr-Linie. Und was mit Odessa wird, das weiß derzeit kein Mensch, wenn er nur fünf Minuten lang mit Abstand auf die Lagekarte sieht.
16. Oktober 2024 Wir sind ein reiches Land: Deutschland gibt den größten Batzen zur Weiterführung von Bill Gates Weltstaat WHO. Es sind die Kräfte der Selbstzerstörung, die ohne Scham so handeln. Ohne Scham (2): Es sind, so ist der Staatsschutz zur Auffassung gekommen, diejenigen Bundestags-Abgeordneten gesondert schützenswert, die sich zum Gruppenantrag zusammengefunden haben, ein AfD-Verbot in die Wege zu leiten. Blogger, die eine Liste dieser halb-anonymen Helden veröffentlichen, bekommen Polizeibesuch. Hierfür hat man vor einigen Jahren das Phantom der Gefährderansprache ersonnen. Die Rechtsgrundlage dieses Eingriffs in die Bürgerrechte: keine. Merke: Dein Abgeordneter, das unbekannte Wesen, er übt Macht aus im eigenen Namen, und der ist schützenswert. An der Spitze der Unseredemokratie-Schützer ein gewisser Wanderwitz von der CDU. Sein Direktmandat hatte er an den AfD-Konkurrenten verloren. Ach so. Auch seinen Parteifreund, den Obristen Kiesewetter, will ich hier gerne nennen. Das ist der Mann, der unter Waffen gen Russland reiten will. Da ist die AfD im Wege. Nicht nur da.Aber es gibt auch gute Nachrichten: „Neue EU-Richtlinie: Startrampe muss an der Rakete bleiben“, und „Claudia Roth möchte nicht auf die Rolle der komischen Alten festgelegt werden“. Beides aus der Zellerzeitung von heute Nacht.
15. Oktober 2024 Fremde Federn: Nun hat Plagiatsjäger Weber auch die stets froh lachende Kamela beim Wickel. Hat, so sagte er, nur angeblich ein Buch geschrieben, aber in Wirklichkeit bei Martin Luther King und anderen geklaut. Zweifle, ob ihr Attacken dieser Art am Zeuge flicken können. Amerika ist weit. Hübscher Nebeneffekt: Das geistige Piratentum unserer Politheroen wird allmählich zum allgemein geduldeten Zubehör. Die Leute sagen: Na und? Nächste Stufe: Die Akademien der sog. Parteien-Stiftungen werden den Doktor cop. verleihen. Super-Mario hier im Ländchen kann aufatmen. Gewöhnung (2): Da haben gestern die Fürsten der Geheimen im Bundestag Rede und Antwort gestanden. Es wurde das Übliche beschworen, was Unseredemokratie bedroht: Der böse Putin, der verderbliche Tino und seine tückische Co-Pilotin Alice, naja, auch ein bisschen – in missverstandenen Einzelfällen – Allah. Unübersehbar: Das Gesicht des Mannes aus Köln wächst bedrohlich zu. Was macht er falsch, wenn er sonst alles richtig macht? Schon Caesar soll gesagt haben: Lasst dicke Männer um mich sein. Aber wo wäre Caesar? Gewöhnung (3): Dass die WHO Jahrestreffen veranstaltet, ist nicht neu. Was sie dort bereden und beschließen, muss man nicht wissen. Es genügt, das gestrige Abschlussfoto dieser Gruseltruppe zu betrachten. Der einzige, der grinst, ist der Gastgeber, der heißt Scholz. Alle anderen sind zum Fürchten: Tedros, der Chef, und Billy, der unheimliche Chef, vor allen Dingen. Verkniffene Gesichter – bedrohlich. Diese Typen sind eine echte Gefahr für „die Menschen“. Gewöhnung (4): Israelische Panzer beschießen UNO-Friedenstruppen wg. Hisbollah-Nähe im Südlibanon. Reaktion? Keine.
14. Oktober 2024 Der Land-gegen-Frieden-Deal, auf den sich der Wertewesten bezüglich des Ukraine-Kriegs jetzt offenbar verständigen will, hat einen Haken: Die Russen sehen keinen Anlass, sich darauf einzulassen, denn was der Westen territorial anbieten will, haben sie ohnedies, und da das Angebot nur vorläufig sein soll, ist es kaum ernst zu nehmen. Ostfront (2): Derweil bietet Selenskyj bei seiner gegenwärtigen Europa-Tournee sein Land als Standort für westliche Waffenschmieden an. Diese hören solche Schalmeien-Klänge gerne, denn irgendwo im rechtsfreien Raum zu produzieren, ist er Traum eines jeden Revolverdrehers. Vor Monaten schon hörte ich die Bereitschafts-Fanfaren aus der Firma Rheinmetall. Den neuen Kampfpanzer Panther wolle man daselbst in riesigen Stückzahlen produzieren. Meine Vermutung: Ohne Stahl und vor allem ohne Energie wird’s kaum funktionieren. Der kommende Winter wird die Weichen stellen. Ostfront (3): Die ukrainische Militärführung hält strikt an der verfehlten Verteidigungsstrategie des Kampfes bis zum letzten Mann fest. Eine sog. Festungsstadt nach der anderen geht so unter schrecklichen Verlusten verloren. Jetzt wenden die Russen dieselbe Einschnürungstaktik auch bei den in den russischen Oblast Kursk eingedrungenen Ukrainern an. Man kann anhand der gemeldeten Ortsnamen nachvollziehen, wie sie den Sack zuschnüren. Ostfront (4) Den Internet-Filmschnipseln entnehme ich Hinweise auf Meutereien in der ukrainischen Armee. Sie sind meist verborgen in Nachrichten, dass bestimmte Truppenteile oder sogar ganze Verbände nicht zur Ablösung an der Front erscheinen. Hierfür gibt es nur zwei alternative Erklärungen: Zerstörte Transportwege oder aber Meuterei. Auch ist der Verdacht naheliegend, dass Verbände nur noch auf dem Papier bestehen. Das ähnelt der 1945er Situation der deutschen Wehrmacht: Der Führer verschob Divisionen auf der Lagekarte, von denen es nur noch die Nummer gab. Naher Osten: Der Drohnen- und Raketenbeschuss Israels aus Richtung Norden geht weiter. Ein Teil der abgefeuerten Geschosse erreicht offenbar ihr Ziel. Die angekündigte Ausrottung der Hisbollah hat ganz offensichtlich (noch) nicht zum Erfolg geführt. Die Lage bei den Konfliktparteien, besonders dem Iran, bleibt unklar. Naher Osten (2)/Ostfront: Die bedrohliche Konzentration von US-Streitkräften zeigt, wo die USA zur Zeit ihren kriegerischen Schwerpunkt sehen. Jedenfalls ist es nicht mehr die Ukraine. Wer das Nachfolgekommando an der Ostfront kräftemäßig übernehmen wird, ist unklar: Scholz will und kann es nicht, und Starmer kann es nicht, obwohl er jeden Tag kriegerische Reden führt. Fazit: Linke an der Macht haben mit Frieden schaffen nichts am Hut
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13. Oktober 2024 Nach den Berliner Richtern sind jetzt auch die aus Bayern in der Spur. Der des Antifaschismus. Eine Spiegel-Journalistin als Faschistin zu bezeichnen, ist strafbar (Berlin), die Grünen als faschistisch, das ist strafbar (Bayern), einen Höcke als Faschisten (sonstwo), das ist erlaubte Meinungsäußerung. Man merkt den Zweck, und man ist verstimmt. Faschist (2): Es ist vergebene Liebesmüh, an Definitionen zu basteln, was denn den Faschismus, den echten, real existierenden ausgemacht hatte, und wie diejenigen, die man zu beschimpfen trachtet, dem ähneln. Umberto Eco, der Literatenstar, tat es, eine Handvoll Historiker taten es auch, nur schwerer verständlich und fürs Publikum ungeeignet. Dieses Elitedenken, Neusprache-schöpfende, Massen-lenkende, grundlegend Intolerante. Es ist, wie gesagt, vergeblich, denn die beleidigende Bezeichnung als faschistisch ist gegenüber den Angehörigen der sog. Eliten nicht erlaubt, bei denen, die nicht dazugehören hingegen geboten. So einfach liegen die Dinge in Unsererdemokratie. Nicht dass mir jetzt ein Ewiggestriger mit dem Grundgesetz angelatscht kommt – Faschist ! Faschist (3): Auf keinen Fall ein solcher ist der polnische Donald, nur weil er den Rundfunk und die Gerichtsorgane gesäubert hat und jetzt das Asylrecht für Polen aufheben will, wie er sagt: partiell und vorübergehend. – Gebt mit vier Jahre Zeit, nein Quatsch, das war ein anderer.
12. Oktober 2024 Gesichert rechtswidrig: Da darf, so will es das Landgericht Berlin, der Bundestagsabgeordnete Brandtner eine Journalistin der Illustrierten Der Spiegelnicht als Faschistin bezeichnen. Wurde hierüber Beweis erhoben, ob sie’s sei? Nein, nicht nötig, denn die Bezeichnung sei beleidigend, weil der Begriff herabwürdigend wäre. Jetzt soll auch noch der Staatsanwalt ran. Der Bundestag hat’s gestern beschlossen. Gesichert rechtswidrig (2): Da ich den Spiegel nicht lese, kann ich nicht sagen, ob die beleidigte Dame sich Brandtners Verdikt hart erarbeitet hat, etwa indem sie ihn und seinesgleichen als Faschisten oder Nazi oder Rechtsextremisten bezeichnet hat. Wie gesagt, ich weiß es nicht. Kann mir aber nicht vorstellen, dass dies nicht von der Meinungsfreiheit oder Pressefreiheit oder sonst einer Freiheit gedeckt wäre. Gesichert utopisch: Da trafen sich gestern die kleinen Männer aus Kiew und Berlin, um den Siegesplan des kleinen Herrn Wlod in Sack und Tüten zu bringen. Der Herr Scholz tat Waffen und Munition hinein. Nun siegt mal schön, könnte er dem Besucher ins Ohr gesagt haben, der seinerseits öffentlich machte, dass der Krieg im kommenden Jahr zu Ende sei. So sein Plan. Vermutlich hat er da was verwechselt, denn das Ende bezieht sich bestenfalls auf die Amtszeit des Gesprächspartners, zumal die eigene bereits im Mai abgelaufen ist. Ich warte nur noch auf den unausweichlichen Umsturz am Dnjepr.
11. Oktober 2024 In den USA verwüsteten in den letzten Tagen zwei Hurrikane weite Küstenstriche im Südosten und brachten Sturmschäden und Überflutungen bis weit ins Land hinein. Die Zahl der Toten ist nach wie vor unklar. Der Innenminister erklärt bedauernd, dass die Katastrophenbehörde FEMA kein Geld mehr habe, um wirksam zu helfen. Im amerikanischen Internet machen wütende Kommentare die Runde, dass deren riesiges Budget in den letzten Jahren für die Emigrantenversorgung verbraten worden sei. Ich nehme an, dass der Volkszorn sich auf Joe und Kamela konzentriert, was wahrlich kein Plus bei den anstehenden Wahlen sein kann. Mainstream dortzulande übt sich wie gewohnt in Ablenkungsmanövern. Zeigt Kamela unter den Reichen und Schönen. Ob hierdurch der gesunde Menschenverstand überwunden werden kann, muss sich erst noch zeigen. Der Kandidatin fehlen offenbar zwei in den Staaten besonders geschätzte Eigenschaften: Mitleid und Hilfsbereitschaft.
10. Oktober 2024 Samantha Powers, die Chefin von USAID – das ist die für Systemstürze zuständige Behörde am Zügel des State Departments –, ist in Kiew eingetrudelt. Sie will, so sagt sie, daselbst investieren. Soso. Dass im jetzt kommenden Winter ein Energiedesaster auf dem Fahrplan des Mündels steht, das hat sich auch bis Washington DC rumgesprochen. Wenn’s dort dunkel und kalt wird, kriegt man nicht einmal mehr die Siegesmeldungen an den Mann. Siegesmeldungen (2): Der Herr Müller – für sein Aussehen wie ein Hallodri kann er nichts – ist der Chef der Bundesnetzagentur, ein Multifunktionsjob der grünen Diktatur, wie man jetzt erkennen kann. Zum Jahresbeginn 2022 nahm ich ihn zum ersten Mal zur Kenntnis, als er verkündete, Nord Stream 2 sei nicht genehmigungsfähig. Das war eine grobe Täuschung des Publikums, denn seine Worte sollten verkleistern, dass man die Genehmigung nicht erteilen wollte. Aus ideologischen Gründen und als Unterwerfungserklärung gegenüber DC. Jetzt nutzt er seine Befugnis zur technisch-wirtschaftlichen Regulierung des Internets für die Errichtung einer zentralen Zensurbehörde. Aber das Zensurverbot nach Artikel 5 des Grundgesetzes? Wir wollen doch jetzt nicht albern werden. Geht doch, also machen wir das. Einfache Regel und ziemlich wirksam. Die Wohlmeinenden lamentieren von der Gefahr für den Rechtsstaat, so als ob den noch gäbe.
9. Oktober 2024Er kommt nicht, vielleicht sogar nie mehr. Joe, der Führer der Freien Welt, jedenfalls nicht ins amerikanisierte Ramstein in drei Tagen. Da muss jetzt der große Häuptling aus dem Pentagon den Deutschen zurufen: „Hannemann, geh du voran. Du musst Blackrock und Konsorten in deren ukrainischer Kolonie zum Durchbruch verhelfen.“ Doch durchbrechen tut zur Zeit nur einer: der böse Russe. Die Bilder aus dem Kriegsgebiet sind grauenhaft, denn die Russen setzen schreckliche Waffen ein. Die Ukrainer, jedenfalls die Männer, die man dazu gemacht hat, stimmen derzeit mit den Füßen ab. Auch und gerade diejenigen von ihnen, die eine Uniform tragen oder tragen sollten. Darüber lese ich bei Mainstream nichts oder nur zusammengestümperte Fake-News sog. Experten. Fake News (2): Wenn die Epoch Times (deutsche Ausgabe) heute verbreitet, dass die AfD das sog. Abschiebelied – von dessen Existenz ich bis zu diesem Augenblick nichts ahnte – nicht mehr singen oder sonst verbreiten dürfe, so handelt es sich um klassisches Framing, das die Zeitung gegenüber der AfD seit Monaten betreibt. Die Überschrift suggeriert ein Strafverfahren, es handelt sich aber um eine zivilrechtliche Selbstverpflichtung auf Unterlassung. Dem kann bestenfalls ein behauptete zivilrechtliches Unterlassungsverlangen eines Dritten zugrunde liegen. Ich tippe auf eine angebliche oder tatsächliche Urheberrechtsverletzung. Mag sein, zu recht. Vor einer der nach Eigenangaben der Wahrheit verpflichteten Zeitung hätte ich erwartet, dass dies klargestellt wird, doch dann fehlt der Schlagzeile die behauptete Brisanz, denn wo wäre die bei: Existenter Schlager ohne Erlaubnis von AfD-Jugend umgetextet. Stattdessen übernimmt man ungeprüft, wie ich annehmen muss, den dpa-Text. Dafür habe ich die Zeitung nicht abonniert.
8. Oktober 2024 Stress mit Ansage: Weißrusslands Herrscher Lukaschenko hat die nächste Karte im Poker um die Ukraine aufgedeckt. Falls Polen dem vielfach geäußerten Gedanken näher treten sollte, sich bei einer auf Sicht zu erwartenden Zerstückelung der Ukraine deren Westteil einzuverleiben, werde sein Land, also Bjeloruss, an der Seite der Ukraine in den Krieg ziehen. Da kommen die vor hundert Jahren offen gebliebenen Streitfragen auf den Tisch. Sinnlos und teuer: Präsidentendasteller Joe kommt mit großem Tross nach D. Weiß er selbst davon, und was will er hier? In den Ruhestand (2): Kevin tritt als General zurück, wenn auch nur als Generalsekretär der SPD. Wird er dem Land fehlen? Weiß keiner, denn keiner weiß, wofür er da war. In den Ruhestand (3): Die Experten murmeln, dass die Einschläge bei dem Herrn Scholz näher kommen. Vielleicht knipst ihn der anreisende und gleichzeitig abwesende Joe ab. Die Mittel dazu hätte er, wie er gegenüber dem zaudernden Kanzler stets betont hat.
5. Oktober 2024 Nachsinnen: Die Friedens-Demo vorgestern im Tiergarten zu Berlin brachte angeblich 40.000 Männer und Frauen auf die Beine. Selbst wenn es nur die Hälfte gewesen sein sollte, war es ein seltsames Mixtum aus kommunistischen Machtpolitikern und ehemaligen Grundsatz-Pazifisten. Ohne Sahra, das Zugpferd, wären es vielleicht 400 gewesen. Man stelle sich vor, auch die AfD hätte aufgerufen, dann wäre wenigstens der linke Gewalttäter-Mob auf der Straße gewesen. Doch es blieb friedlich und die AfD fern. Nachsinnen (2): Die Vize-Debatte in den USA zu Wochenbeginn scheint ein voller Erfolg von Vance gewesen zu sein. Jetzt redet sich Mainstream damit raus, dass die Wähler ohnedies bereits zuvor hinsichtlich ihrer Entscheidung entschlossen gewesen wären. Auch nicht schlecht. Nachsinnen (3): Der triumphale Erfolg der US-israelischen Raketenabwehr vom Wochenbeginn war offensichtlich eine Ente. Mindestens ein Luftwaffenstützpunkt wurde schwer beschädigt und ein zweiter mit unbekanntem Ergebnis getroffen. Bleibt die Frage: War’s das, oder kommt da noch was? Anders ausgedrückt: Konnten die Iraner es nicht besser respektive schlimmer, oder wollten sie es nicht? Nachsinnen (4): Die Nachkriegs-Nahost-Strategie der USA geht vor unseren Augen in die Binsen. Obwohl die ganze Region vom Mittelmeer bis zum Persischen Golf von der US-Navy dicht umstellt ist, trifft sich der saudische Außenminister mit den Führern des Iran, um die alten Differenzen zu beenden. Bleibt den US-Boys nach dem Abgang von Saudi-Arabien nur noch Israel. Nachsinnen (5): Die pompösen Schlagzeilen über den Einmarsch der israelischen Armee in den Südlibanon verdecken die geographische Realität. Es handelt sich um einen winzigen Geländeabschnitt. Auch hier stellt sich die Frage: Können die nicht, oder wollen sie nicht? Nachsinnen (6): Das Nahost-Problem ist schon deswegen nicht auf die Region zu beschränken, weil die Länder des Wertewestens ein bedeutendes islamisches Gewaltpotential in ihren Grenzen beherbergen, das leicht gegen die Wirte zu mobilisieren ist. Nachsinnen (7): Von den wieder und wieder erscheinenden hageldichten Lageanalysen aus der vergangenen Woche ist nur die von Egon W. Kreutzer „Schauen Sie nicht länger weg“ so, dass ich sie verbissen lese: https://egon-w-kreutzer.de/schauen-sie-nicht-laenger-weg. Die Leute, die diesen wirtschaftlichen Selbstmord unseres Volkes weiterbetreiben, müssen dringlich entfernt werden.
4. Oktober 2024 Ostfront: Die Russen nehmen das seit Wochen belagerte Ugledar ein. Ostfront (2): Die Ukrainer beschießen das Kernkraftwerk von Kursk. Nehme an, dass sie im Auftrag aus DC handeln, weil die dortigen Kriegsherren wissen wollen, was eigentlich passiert, wenn sowas passiert. Ostfront (3)/Westfront: Der tatsächlich existente Chef von Blackrock, Larry Fink, reist aus den Staaten nach Europa, um – wie die Gazetten schreiben – mit Macron und Habeck über Hochrüstung zu plaudern. Kann man verstehen, denn dem armen Larry drohen in der Ukraine existenzielle Verluste. Wie sagt man doch gleich auf neu-idiotisch? Da braucht es Waffen.
3. Oktober 2024 Soso, da hat doch kürzlich Robert Wünsch-dir-was Habeck im Wahlkampf in Dunkeldeutschland Sahras Baby als, vom bösen Putin zur Welt gebracht und genährt, bezeichnet. Die Spätgebärende wehrte sich gerichtlich und bekam jetzt recht. War wohl grad kein grüner Richter bei der Hand. Der böse Putin (2): Jetzt ist auch die AfD erwacht, die vom grünen Hexenmeister ähnlich diffamiert wurde. Dass die Blauen vor Gericht obsiegen werden, vermag ich nicht zu glauben. Schließlich handelt es sich in diesem Fall um den Kampfgegenrechts. Der böse Putin (3): Nun etwas ernstes, denn er hat angekündigt, dass die zum Jahresende auslaufenden Gaslieferverträge via Ukraine nach Europa Ende des Jahres nicht nur auslaufen, sondern auch nicht verlängert werden. Na, dann heizt mal schön. Der böse Putin (4) sollte im Sommer 2024 durch den überraschenden ukrainischen Einmarsch in den russischen Oblast Kursk gestürzt werden. Diese Zielsetzung und deren Planung kennen wir, nachdem Unbekannte die einschlägigen Übungs-Unterlagen rausgelassen haben. Das ganze fand im Februar 2024 im Atlantic Coucil statt. Die eingeladenen US-Experten – u.a. zwei Ex-Botschafter aus Russland und der Ukraine – sagten voraus, dass genau das passieren werde. Soviel zu der angeblichen Überraschung der US-Boys, als die Sache dann tatsächlich losgetreten wurde. Nun gut, sie werden von der Größe der Schlappe, die man kassierte, überrascht worden sein .
2. Oktober 2024 Nur für die Chronik: Gestern begann nach tagelangem Raketen- und Drohnenbeschuss hinüber und herüber an der Grenze zwischen Israel und Libanon der Einmarsch israelischer Truppen in den Südlibanon. Chronik (2): In der Nacht gab es angeblich einen massiven Raketenangriff aus dem Iran auf Israel, der nach israelischen und US-amerikanischen Angaben abgewehrt wurde. In der Presse wurde das übliche Bild von Leuchtspuren an einem nächtlichen Himmel gezeigt. Ob die Meldungen zutreffen, lässt sich derzeit nicht sagen. Chronik (3): In der Nacht fand das lange angekündigte Fernsehduell der Vize-Kandidaten Vance und Walz statt. Was es brachte, ist erst nach ruhiger Auswertung bestenfalls zu erahnen. Das braucht Zeit. Chronik (4): Die Volksfront im Zwergstaat soll nach den gestrigen Worten des sog. Doktors Voigt aus CDU, dem Wagenknecht-Baby und, weil so beim besten Willen keine Mehrheit rauskommt, aus der nur noch rudimentär vorhandenen SPD bestehen. Na, denn, Genossen, hinein in die Morgenröte. Mutmaßliches Fälscher-Kartell: Die Universität Chemnitz hat jetzt erst mal 5 Jahre Zeit, den Entzug des Doktorgrades beim Gen. Voigt prüfend zu verzögern, dessen Doktor-Vater der Emeritus Eckard Jesse ist, dessen Aufgabe es gewesen wäre, die Arbeit verantwortlich zu prüfen, bevor er sein Okay zur Doktor-Würde gab. Auch die Trallala-Hochschule zu Berlin, die angeblich das Professoren-Schmuckelement an den Mann, den ich im Vorlesungsverzeichnis nicht finden kann, verteilte. Doch merke: Auch die längste Bank ist irgendwo einmal zu Ende. Dann sitzen die Problem-Aussitzer mit dem nackten Hintern in der Zugluft.
1. Oktober 2024In der Mainstream-Presse der USA tauchen Zweifel auf, ob die schrankenlose Unterstützung des Ukraine-Kriegs ungemütlich wird. Die New York Times beruft sich auf US-Geheimdienstkreise, die analysiert haben wollen, dass das Verschießen von US-Raketen nach Russland hinein, prompt zu asymmetrischen russischen Reaktionen führen werde, so zu Anschlägen der GRU auf US-Einrichtungen zumindest in Europa, womöglich aber auch in den USA selbst. Zweifel (2) bleiben, wer in den Washington das Sagen hat. Kommentatoren sprechen von einem Dissens zwischen State Department und Pentagon. Denke mal, das ist Wunschdenken. Rumgesprochen hat sich allerdings, dass die Waffenarsenale bedenklich geleert wurden. Kann man füllen, aber nicht sofort. Auf der Überholspur: Annalena Bb. hat ausgerechnet, dass Kiew ziemlich dicht vor der Haustür liegt, gerade mal sieben Autostunden von ihrem Wohnort Potsdam entfernt. Macht 1400 km durch 7 Stunden = 200 km/h im Schnitt. Aber erst nach Einführung vom grünen Tempo 100 auf den Autobahnen. Mathematisches (2): Wg, der sinkenden Wählerzahlen soll das Kontingent der polizeilichen Personenschützer erhöht werden. Unklar erscheint mir indessen, ob diese den Schwund ausgleichen werden. Nicht, dass plötzlich einer von denen AfD wählt.
30. September 2024
Weiter wie gehabt, trotz sensationeller Verluste des herrschenden Mainstream-Kartells: Das Gesicht der fragwürdigen Eilentscheidung aus Schilda: CDU, SPD, CDU-Vorschlag, CDU-Vorschlag, CDU, Linke, Grüne, Linke. Dabei links außen der an Entscheidung mitwirkende CDU-Vater des begünstigten Sohnes. Und der haushohe blaue Wahlsieger? Nicht vertreten.
Weiter wie gehabt, trotz sensationeller Verluste des Mainstream-Kartells (2): Das Gesicht der Wahl-Matadore aus Österreich (immerhin tadellos gekleidet): Vizekanzler grün, SPÖ-rot, Kanzler schwarz, Wahlsieger blau, Neos. Wenn schwarzgrün seit gestern nicht mehr reicht, nimmt man einfach rot aus der Wiener Hochburg dazu.
29. September 2024
Ich empfinde es als Privileg, Berlin nicht betreten zu müssen, wenn ich vom gleichnamigen Flughafen, Heim und Herd verlassend, via Hermsdorfer Kreuz und Berliner Stadtring A 10 von Südwesten her aus dem Lande reise.
Privileg (2): Ich habe nicht nachgerechnet, wie viele Jahre vergangen sind, seit ich das letzte Mal den Landtag zu Erfurt betreten habe. Wozu auch? Mir genügt Schilda. Da muss ich nur die Ilm überqueren, um zum Verfassungsgericht zu gelangen, einem Muster an juristischer Urteilskraft, das zudem vorgestern in der Lage war – so könnte man als Jurist formulieren –, die Regel über die Befangenheit von Amtsträgern außer Kraft zu setzen: Vater Richter, Sohn unmittelbarer Teil der begünstigten Prozesspartei. Diese Entscheidung setzt mancherlei Maßstäbe und wird Schule machen – nicht nur wegen der aus meiner Sicht unzulässig besetzten Richterbank, sondern weil sie schon wg. ihres Umfanges dem Verdacht ausgesetzt ist, dass sie formuliert war, bevor das Verfahren überhaupt anstand.
Privileg (3): Jeder Dritte im Ländchen wählt augenscheinlich AfD. Das wurde kürzlich in größerer Runde an meinem Esstisch belacht. Nur einer blickte versonnen ins Glas, das war der anwesende CDU-Wähler.
28. September 2024
Während der kleine Wlod durch die USA tourt, haben ukrainische Drohnen drei russische Munitionsdepots angegriffen und getroffen. Ich will nicht behaupten, dass dies sein letztes Aufgebot zur Illustrierung seines illusionären Siegesplans gewesen ist, aber es riecht danach, denn an dem Frontbogen im Donbass geht die russische Armee mittlerweile an beliebigen Stellen gleichzeitig zum Angriff vor.
Ostfront (2): Da ist nicht mehr viel, was sich den Russen ernsthaft entgegenstellt. Die Russen benutzen stets dasselbe Schema: rechts und links an den Dörfern und befestigten Städten vorbei und abwarten, bis die durch Artillerie und Gleitbomben dezimierten Verteidiger aufgeben. Eine geordnete Schwerpunktbildung ist derzeit nicht zu erkennen. Die Übermacht der Angreifer muss erdrückend sein.
Ostfront (3) beim Hegemon: Der kleine Wlod trifft auch den Orange Man. Schwer, den Inhalt des Gesprächs zu begreifen, denn beide reden zumeist gleichzeitig. Doch diese Worte hier entnehme ich aus dem aufgezeichneten Wortschwall: a) Trump: Ich habe ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Präsident Putin, b) Selenskyj: Ich hoffe, dass zwischen uns ein besseres Verhältnis bestehen wird, c) Trump: Um Tango zu tanzen, braucht man zwei.
27. September 2024
Da hat es der hiesige Zwergstaat gestern in die Schlagzeilen geschafft. An der Spitze der Beschimpfungs-Offensive die ungezogene AfD, die darauf beharrte, dass Landesverfassung und Geschäftsordnung bei der Konstituierung des frisch gewählten Landtags eingehalten werden. Dagegen tumultierte der sog. „Doktor“ Voigt, selbsternannter Wahlgewinner aus der CDU. Die anderen demokratischen Kräfte aus der gesichert linksextremen Ecke pöbelten mit. Willkommen in „unserer Demokratie“.
Unsere Demokratie (2): Witz am Rande: Jetzt soll es das Verfassungsgericht, das zu 100 Pro aus unserer Demokratie besetzt ist, richten. Das Ergebnis kann kaum zweifelhaft sein. Die Richter werden ein Urteil zur Selbstabschaffung unterschreiben.
Übern Teich: In New York City ließ eine Grand Jury gestern die Anklage gegen den „demokratischen“ Bürgermeister wg. Betrug, Bestechung und Bestechlichkeit zu. Der muss es ja wirklich doll getrieben haben, sonst wäre ein strikt demokratisch besetztes Gremium kaum zu solch einem Entschluss gekommen.
Übern Teich (2): Der kleine Wlod hat Joe gestern im Weißen Haus von seinem Sieg erzählt. Doch genau weiß man es nicht, schließlich kommt es auf den Empfängerhorizont an, und den kennt keiner, bis auf Jill.
26. September 2024
Von der eigenen Intelligenz überzeugt zu sein, ist mitunter keine gute Voraussetzung, um einen klugen Gedanken zu fassen.
Zeitverschwendung ist ein spontanes Ärgerwort, das manch einer verwendet, ohne sich über die Referenzgrößen Gedanken zu machen. Erst wenn ins Bewusstsein vordringt, dass es sich hier um die eigene begrenzte Lebenszeit handelt, wird man unruhig.
Zeitverschwendung (2): Das Mega-Palaver über den Rücktritt des grünen Vorstands anzuhören, ist eine solche. Schade eigentlich nur um jene Ricarda, von denen mir einer vor wenigen Tagen in Dresden sagte, sie sei das grüne Gewölbe. Nun ja, ich habe laut gelacht. Ihr ahnungsloses Dauergequatsche wird mir fehlen, gut, zugegeben, ihr Anblick erst recht. Die Ankündigung der grünlichen Jugend-Führer, die Partei verlassen zu wollen, gibt Anlass zur Hoffnung – wenigstens zwei, drei Tage lang.
25. September 2024
Fünf Tage ohne Computer. Das ist wie Urlaub auf einer einsamen Insel im Kreise von freundlichen Insulanern. Mehr Erholung geht nicht.
Ohne Computer (2): Das Tagebuch im Handgepäck führt ein Eigenleben. Es grinst mich an und ruft: Hier bin ich. Die Gewissheit, dass es für niemanden bestimmt ist, öffnet erstaunliche Perspektiven.
Ohne Computer (3): Doch die Rückkehr an den Schreibtisch ist ernüchternd. Einerseits ist, bei Lichte betrachtet, nichts geschehen, andererseits ist die Flut der eingetrudelten Nachrichten erschreckend.
Ohne Computer (4): Den Leserbriefen der Zellerzeitung entnehme ich heute Nacht das hier: „Wir haben die FDP digitalisiert. Da spielt es sich eben zwischen Null und Eins ab.“
Ohne Computer (5): Erst dachte ich, es wäre ebenfalls Satire: Selenskyj legt in New York seinen Siegesplan dar.
20. September 2024
Dem Russen Pawlow verdanken wir den nach ihm benannten Hund, der bekanntlich losspeichelte, wenn des Professors Glöckchen erklang, weil er daran gewöhnt war, dass dies vor dem Fressen geschah. Und siehe da: Der Speichel lief ihm ins Maul, auch wenn das erwartete Fressen ausblieb. Von da wanderte das arme Tier ins deutsche Sprichwort.
Pawlow (2): Daran fühlte ich mich heute früh erinnert, als ich drei Zeitungsbeiträge las: a) Thurnes auf Tichys Einblick zur meck-pommerischen Ministerpräsidentin Schwesig, b) Bemerkungen zur Brandenburg-Wahl bei Epoch Times (deutsche Ausgabe) und c) Don Alphonso zur oberbayerischen Kleinstadt-Idylle. Die Speichel auslösende Stichwörter heißen AfD und dem Putin sein Angriffskrieg. Hierfür haben sog. Medienwissenschaftler den gut-deutschen Begriff des Framing (sprich: fräjhming) erdacht. Er bedeutet: Befrachte die eigentliche Meldung mit Propaganda-Müll.
Pawlow (3): Man mag über die Blondine aus dem hohen Norden denken was man will, aber wenn man ihre verfehlte Energiepolitik erklären will, muss man nur – wie ich vor einigen Tagen – durch die verschandelte Uckermark fahren. Mit dem Putin hat das nur insofern zu tun, als man deutscherseits dessen Öl und Gas drastisch abbestellt hat. Für Tichys Einblick spricht eindeutig, dass die Leser den Autor auf die Dümmlichkeit seiner Bezugnahmen (Diktator Putin und völkerrechtswidriger Überfall) aufmerksam machen.
Pawlow (4): Die Epoch Times (deutsche Ausgabe) kommt kaum einmal hin, ohne an den Begriff AfD, wenn er denn wirklich unumgänglich erscheint, den Relativsatz „die von der xy-Verfassungsschutzbehörde als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird“ einzufügen. Auch hier gilt: Die Leser empfinden zunehmend Überdruss über diesen Schnickschnack, und der Redaktion wäre anzuraten, sich einmal über die Struktur ihrer Leserschaft Gedanken zu machen.
Pawlow (5): Was die Zeitung Die Welt sonst so schreibt, kriege ich nur ab und zu mit und denke mir mein Teil. Regelmäßig indessen versorgt mich einer mit den Bemerkungen des Kolumnisten Don Alphonso. Er beschreibt in freimütig ironischer Weise den Niedergang unserer Mainstream-gesteuerten Gesellschaft, der er die oberbayerische Realität, in der er selbst lebt, gegenüber stellt. Manchmal denke ich, jetzt reicht es wirklich, aber dann besinne ich mich eines besseren. Der Mann ist wie ein Widerhaken im woken Springerkonzern, von dem durch anstehende Spaltung bald nur noch das deutsche Medienhaus übrig sein wird, während der diverse Rest nach Amerika abwandert. Dieser Widerhaken hat das Format, zum Rettungsring für Döpfner, Springer und Co zu werden, denn vermutlich trifft er die Hoffnungen der letzten verbliebenen bürgerlichen Leserschaft oberhalb des Bildungs-Präkariats. Auch diese Leute bedürfen des Glöckchens, damit ihnen die Spuke nicht ausgeht.
19. September 2024
Mein Lieblingsdesinformations-Format, der Newsletter der Bundeszentrale für politische Bildung, verbreitet heute mal zur Abwechslung Amerika-Hass. Die Brandstifter heißt das Werk, und es wird vom Herausgeber wie folgt beschrieben: „Annika Brockschmidt analysiert die Entwicklung der Republikanischen Partei der Vereinigten Staaten und zeichnet so das Bild eines stetigen Radikalisierungsprozesses.“ Woher weiß die Annika das? Ja, das ist die Frage, die sich nicht stellt, wenn man auf der Propaganda-Strecke tätig ist. Ob die Behörde BzB mit diesem Buch für den pädagogischen Haus-und Schulgebrauch deutsche Interessen beschädigt, interessiert von den Verantwortlichen offensichtlich niemanden.
Amerika (2): Willy Wimmer und ich reden bei Nuoviso-TV eine gute Stunde lang über die USA, obwohl das Thema der Sendung mein neues Buch Deutschland und der Ukraine-Konflikt ist. Nein besser: Wir reden darüber, weil die USA der Auslöser und das Problem bei diesem Konflikt sind. – Nebenbei bemerkt: Es ist eine Freude, mit diesem Mann zu diskutieren. Es ist mein erstes Zusammentreffen mit ihm nach 35 Jahren bei der denkwürdigen letzten Wintex/Cimex-Nato-Übung im Regierungsbunker in Ahrweiler. Nach dem Vorstellig-werden von Wimmer beendete Kohl die deutsche Beteiligung, als es darum ging, deutsche Städte als Angriffsobjekte für US-Atomwaffen durchzuspielen. Ob ich das alles seinerzeit im Detail richtig mitgekriegt habe, darf bezweifelt werden. Mein Dienst-Tagebuch bemerkt lediglich: „ÜbEnde – BMVg Min üb“ [der „Minister-üb“, das war Wimmer, wie ich gestern bestätigt bekam]. Vielleicht war es auch die uns Übungsteilnehmern auferlegte strikte Geheimhaltung, die mich zu dieser kryptischen Notiz veranlasste.
Kriegs-Realität: In einer zweiten Anschlags-Serie explodierten gestern im Libanon zeitgleich Handfunkgeräte. Erneut starben zahlreiche Nutzer, die von der Presse der Hisbollah zugerechnet werden, und deren zufällige Umfeldpersonen, Hunderte wurden verletzt. Hier handelt es sich offensichtlich um sorgsam vorbereiteten, staatlich organisierten Terror.
18. September 2024
Merkwürdig genug: Beim kürzlich misslungenen Attentat auf Trump unternahm die Wachmannschaft nichts gegen den bewaffneten Mann auf dem Dach, von dem sie Stunden, bevor er auf den Ex-Präsidenten schoss, Kenntnis hatte. Beim jetzt erfolgten zweiten Versuch handelte es sich um einen nicht geplanten Ausflug Trumps auf den Golfplatz, von dem niemand informiert war – bis auf die Wachmannschaft und den mutmaßlichen Täter. Fragen? Ich hätte da welche, die jede Einzeltäter-Theorie zunichte machen würden, denn hier handeln offenbar Leute nach dem Motto: Koste es, was es wolle.
Fragen (2): Wer bestückte die Pager von Leuten, die dem Hisbollah-Umfeld zugerechnet werden, mit Sprengstoff, der gestern im Libanon überall gleichzeitig explodierte und Tote sowie Hunderte von Verletzten auf dem Schlachtfeld zurückließ? Passt das mit der Aussage von Netanjahu zusammen, man müsse den Krieg in den Libanon tragen, um die Nordgrenze Israels zu schützen?
Fragen (3): Wer oder was legitimiert die Bertelsmann-Stiftung und ihre Mittäter, ohne Scham einen detaillierten Plan zur Abschaffung der Meinungsfreiheit vorzulegen? Ich nehme an, es handelt sich um eine Mischung aus überbordendem Reichtum und offen ausgebrochenem Größenwahn.
17. September 2024
Die Granden der CDU haben sich dem Vernehmen nach (Bild sprach zuerst mit dem Hinterzimmer) auf die Kanzlerkandidatur von Fritze Merz geeinigt. Recht so, so hat es der Deutsche gern, denn das bedeutet im Falle seines für sicher prognostizierten Wahlsieges im kommenden Jahr ein fesches Weiter-so: Klimablödsinn nebst notwendig folgendem Abwracken von Industrie und Landwirtschaft, Krieg mit Russland und ein devotes Bei-Fuß gegenüber dem Kolonialherrn aus Washington.
Weiter so (2): Soll es mit der regierenden Ampel nicht geben. Sie befindet sich in der Gründungsphase eines Bürgerrats „Forum gegen Fakes“. Zur Mutterschaft dieses Embryos bekennen sich: die Bertelsmann Stiftung, die Michael Otto Foundation, die Stiftung Mercator und zur Austragung des Früchtchens die Bundesministerin des Innern. Ziel der diversen Leihmütter ist es, die Veröffentlichung von Informationen zu verhindern und zwar bereits bevor diese öffentlich ruchbar werden können. Technische Zensur nennt man diesen Vorgang. Sie ist dem Staat nach Art. 5 Grundgesetz verboten. Also schiebt man das Verbotene auf willige Private ab, damit das Allfällige geschehen möge. Das kennen wir bereits aus dem Netzdurchsetzungs-Gesetz vergangener Jahre. Jetzt bekommt das Ganze ein demokratisch Mäntelein umgehängt, die Bürgerräte, vulgo: Zensur-Sowjets. Die Totalitären kennen kein Halten, sie haben noch ein ganzes Jahr, um das durchzusetzen. – Sie tun’s. Ich verlasse mich drauf.
16. September 2024
Manchmal möchte man nicht recht behalten haben. Als vor Jahresfrist deutlich wurde, dass Trump in einem neuerlichen Anlauf das Präsidentenamt anstreben würde, machte ich mir spontan Gedanken darüber, dass man den nur quitt kriege, wenn ihn einer umlegt. Die Schüsse kürzlich überlebte er mit schierem Glück. Gestern geschah es schon wieder, und erneut war ein Sturmgewehr die Tatwaffe. – Aller guten Dinge sind drei, sagt das Sprichwort. Es möge nicht zutreffen. Diesmal.
Recht behalten (2): Die dänische Buchhandlung vorgestern noch einmal aufgesucht. Diesmal ist der Führer ausverkauft. Ich hatte vor Tagen schon keinen Bedarf, dafür ist der Königskalender jetzt eingetroffen: Wie einst 13 amüsante Amateuraufnahmen. Sie werden erneut mein Badezimmer verschönen, nachdem in den beiden letzten Jahren, vermutlich wegen Gevatter Tod, eine Pause eingetreten war.
Recht behalten (3) habe ich nicht, als ich vor Jahr und Tag leichtfertig annahm, die Uckermark sei das letzten Stückchen Land in D, das fernab der hektischen Zivilisation sein idyllisches Leben friste. Die Windmafia hat nun die Natur besiegt. Dicht bei dicht. Es ist grauenhaft.
14. September 2024
Vorgestern pressekonferenzte US-Außenminister Blinken und sein britischer Kollege (ein neues Gesicht mit Hintergrund) zusammen mit dem kleinen Wlod in Kiew. Zu den üblichen Treueschwüren gab es einen neuen Unterton: Man werde alles – wie schon vom ersten Tag des Krieges an – tun, damit die Ukraine den Krieg gewinne. Ich nehme mal an, dass soll die Ankündigung sein, dass anglo-amerikanische Fernwaffen von der Ukraine aus in Kürze gen Moskau fliegen werden. Putin reagierte noch am selben Tag: Da diese Raketen nicht ohne fremdes britisches und amerikanisches Personal und aktive US-Lenkungs-Unterstützung aus dem Weltraum fliegen könnten, werde Russland den Einsatz als Angriff durch diese Ländern betrachten und entsprechend darauf reagieren.
Nebengeräusche: Die im Frühjahr geschasste Vertreterin von Blinken, Victoria Nuland, kommentierte in der Presse, US-Interessen hätten nicht zugelassen, den im März 2022 zwischen Russland und der Ukraine bereits ratifizierten Waffenstillstand zu akzeptieren, und ihn deswegen rückgängig gemacht. So also sah die US-Unterstützung der Ukraine vom ersten Tag des Krieges in Wirklichkeit aus.
Nebengeräusche (2): Wehrminister Pistorius – von Mainstream zum beliebtesten Politiker der SPD (falls nicht mehr und überhaupt) ausgerufen – setzt noch eins drauf: Die Raketenangriffe auf Russland seien vom Völkerrecht gedeckt. Wenn er damit den Einsatz deutscher Taurus-Marschflugkörper meint, sei er erinnert, dass die deutschen Generale Keitel und Jodl den Angriff der Wehrmacht auf Polen vor 85 Jahren für völkerrechtlich gerechtfertigt hielten. 1946 wurden sie in Nürnberg von den Siegern deswegen als Kriegsverbrecher aufgehängt.
Nebengeräusche (3): Der bayerische Verfassungsschutz ernennt kritische Berichterstatter zum Ukraine-Krieg zu Einflussagenten Russlands. Jetzt ist man in München beleidigt, weil die verbal Gemaßregelten die Substanz zu diesem Unflat gerichtlich verlangen. Man sei missverstanden worden. Soso.
Nebengeräusche (4) zum Brückeneinsturz: Ich lese in den überbordenden Häme-Kommentaren den Namen des sächsischen MP zu Crashmer verballhornt. Gestehe, gegrinst zu haben.
13. September 2024
Flaggenwechsel: Da setzt doch dieser Joe Biden gestern (US-Zeit) bei einem parteiübergreifenden Traurigkeitsheucheln wg. Nein-ielewwen (9/11) die Trump-Maga-Mütze von einem ehemaligen Feuerwehrmann auf. Dieser ist, als der Präsident ihn um die Mütze bittet, geistesgegenwärtig genug um zu fragen, ob er die Mütze signieren solle. Ganz Amerika lacht, die Dems allerdings etwas säuerlich. Hernach erklären sie bierernst, es sei Biden darum gegangen, ein überparteiliches (bi-partisan) Zeichen zu setzen. Wir zweifeln.
Flaggenwechsel (2): Derweil im Bundestag gibt der Herr Scholz die spröde Braut, die im Traum nicht daran denke, ihren glücklichen Dreier zu Gunsten des Herrn Merz, der ihr einen Antrag gemacht habe, aufzugeben. Das Hohe Haus johlt, wiewohl der zurückgewiesene Bräutigam mit entgleisten Zügen. Mir fehlt der Frohsinn, denn in Wirklichkeit spielt die Posse vor der Kulisse der Zuwanderungslawine, welche die Möchtegern-Komödianten eines nicht zu fernen Tages verschütten wird. Und nicht nur sie.
Flaggenwechsel (3): Dem Vernehmen nach haben sich die schöne Frau Sahra und der sog. Doktor Voigt in Berlin getroffen, um die Bedingungen der Schwarz-rot-rot-rot-rot-roten Koalition im Zwergstaat zu besprechen. Natürlich liegt die Reichshauptstadt nicht an der Ilm und auch nicht an der Gera, auf deren Auen merkwürdiger Weise die Zwergen-Metropole Erfurt liegt, doch lassen wir das mal beiseite. Mein Tipp lautet: Rot-rot-rot, und der Doktor soll das dulden. Im Gegenzug kriegt er einen unabnehmbaren Ehren-Doktor der Rosa-Luxemburg-Hochschule Bernau. Am 2./3. Oktober werden wir das spätestens wissen, es sei denn, die Vereinigten Demokratischen Kräfte beschließen erneut einen Verfassungsputsch.
12. September 2024
Kann man kurz machen: Brücke in Dresden eingestürzt. Stadtratsmehrheit verweigerte im Vorjahr die Zustandsprüfung, weil der Antrag von den Falschen kam, nämlich Susanne Dagen von den Freien Wählern. Jetzt dient die Eingestürzte der Verkehrsberuhigung (zumindest in der Elbe), einem erklärten Ziel aus Wokistan.
Kurz (2): Kandidaten-Sprech-Duell im großen und guten Amerika brachte nichts, jedenfalls nicht für mich, da die Ergebnisse vorher feststanden, zumindest bei der Journaille, und die interessiert mich nicht.
Kurz (3): Die ersten ukrainischen Kampfdrohnen erreichten den Stadtbezirk von Moskau – eine Tote.
Kurz (4): Der Krieg in der Ukraine müsse gegen die Russen gewonnen werden, so der republikanische Senator Lindsey Graham von den Reps, denn das Land sei die Goldmine der USA.
Kurz (5): Kriegstreiber Oberst Kiesewetter aus der CDU schließt sich an. Es gehe um unsere Lithium-Vorkommen daselbst, sonst ist es nix mit den woken Elektro-Spielzeugen, mit denen wir die Welt retten. Wenigstens theoretisch.
11. September 2024
Im Buchladen: Da blickt doch tatsächlich der noch halbjugendliche Führer aus dem bekannten Foto von 1924 aus dem Regal. Das Titelbild des querstehenden Buchstapels von Mein Kampf. Ich eile hinzu, denn das kuriose Buch auf Dänisch stelle ich mit erheiternd vor. Doch ach, es ist auf Deutsch, ein plumper Neu-Nachdruck. Dessen Text wird auch auf holzfreiem Papier nicht lesbarer. Dass allerdings das Buch – oder besser: die Bücher – überhaupt hier stehen, zeigt eine gewisse ironische Distanz der hiesigen Leute zu ihrem großen Nachbarn, bei dem sie offenbar eine spezielle Leselust zu befriedigen trachten.
Die fernen Nazis (2): Auf einem Flohmarkt entdecke ich eine winzige schwarze Zinnfigur: Ein SS-Mann zu Pferde mit gleich zwei roten Hakenkreuz-Armbinden. Die Händlerin erkennt mein Interesse und gibt mir noch drei Infanteristen aus dem finnischen Winterkrieg, einen Dänen von 1864, einen Landsknecht und drei Indianer dazu. Auf dem Kaffeehaus-Tisch wird meine wahrlich diverse Beute bestaunt. Als ich den Preis verrate (100 Kronen), erwecke ich den Neid der Besitzlosen.
Die fernen Nazis (3) sind Schuld, dass der Migrationsgipfel geplatzt ist, bevor er noch begann. Das war zu erwarten, wiewohl die Geschwindigkeit mich schon erstaunt hat, mit der man feststellt, dass man sich nicht einigen könne, weil jeder angebliche deutsche Alleingang echt Nazi sei. Die Clique ist sich wenigstens darin einig, ist es schon seit den 1980er Jahren, als man sich angewöhnte alle Schwierigkeiten der Massenzuwanderung mit der Forderung nach einer europäischen Lösung vom Tisch zu fegen. Jetzt hat man sie, die europäische Lösung: Deutschland muss in die Knie gezwungen werden. Die echten Nazis hatten eine Vokabel hierfür: Überfremdung.
Die fernen Nazis (4) verhindern ein klares Wort, wenn sich die Wohlmeinenden in der Stuttgarter Liederhalle treffen, wie am Wochenende geschehen, und sich gegenseitig versichern, wie unentbehrlich sie sind. Das ist nicht weiter schlimm, ganz im Gegenteil, doch auch in diesem Fall steht ein Elefant im Raum. Diesmal ist er blau. Seine Programmatik ist nahezu Konsens bei den erlauchten Geistern, nur seinen Namen vermeidet man peinlich. Ja, peinlich.
10. September 2024
Die Rache des Giftzwergs: Vor Jahr und Tag warfen die Ungarn die Europa-Dependance des Weltwohltäters Schwarz György nebst seiner Privat-Universität aus ihrer Hauptstadt raus, weil er unter seinem amerikanischen Namen George Soros unzulässig Einfluss auf die Innenpolitik nehme. Es war kaum anzunehmen, dass der Rauswurf keine Folgen haben würde. Diese traten jetzt ein, als der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (Kurz: EuGH) soeben den Staat Ungarn zu einer Geldbuße von schlappen 200 Millionen Euro und weiteren Millionenstrafen pro Tag verurteilte, da die aufmüpfigen Ungarn die Vorgaben der Kommission über die Aufnahme von Ungelernten aus aller Welt missachtet habe und hieran festhalte. Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Dem Vernehmen nach waren oder sind noch mehr als die Hälfte der Richter von den Zuwendungen des Milliardärs abhängig oder mit dessen Finanzhebeln in ihrer Positionen gehievt worden.
EU-Europa (2): Wenn die Ungarn hartleibig bleiben, wozu schon allein die Höhe der Strafe Anlass geben könnte, wird der nächste Schritt sein, sie aus dem Staatenbund EU herauszuwerfen. Manche wollen das ohnehin wg. der ablehnenden Haltung der Ungarn in Sachen Russland-Feindlichkeit.
EU-Europa (3) und die Weltmacht: Was werden die Bestimmer in DC dazu sagen? Ich vermute: Regime Change, denn die vortreffliche Samantha Powers mit ihrem US AID – das ist die Einfluss-Organisation des State Departments, die den bedürftigen Ländern die democracy bringt – ist bereits in Budapest vor Ort.
EU-Europa (4): In Paris hat der kleine Mann im Elysee den ehemaligen EU-Verhandler Barnier, dessen Aufgabe es gewesen wäre, die Briten bei der Stange zu halten, zum Ministerpräsidenten ernannt. Wie der bei der Dreiteilung der Macht im französischen Parlament agieren können soll, ist rätselhaft, aber es läuft beim westlichen Nachbarn wie bei uns. Es geht um politische Spielchen. Wie das Land weiter zerfällt, erscheint demgegenüber ohne Bedeutung.
8. September 2024
Da hat er mich genasführt, Mr. Lloyd Austin, der mächtige Mann aus dem Pentagon. Er kam gestern erst nach Ramstein, um Herzbruder Wlod mit 250 Millionen US-Dollar zu beschenken, die dieser in der US-Waffenindustrie verjubeln darf. Da wirken die Geschenke von Boris P. von vorgestern geradezu kniepig. Doch ach, auch das große und gute Amerika hat sich Zügel angelegt, wenn man die Viertelmilliarde mit den 61 Milliarden vergleicht, die DC im April erst locker machte. Doch wo ist das viele Geld in der Kürze der Zeit hin? In die US-Waffenindustrie geflossen, das ist klar. Und die Einkäufe? Auf den Schlachtfeldern des Donbass und vor Kursk versickert – und, natürlich, auf dem Schwarzen Markt.
7. September 2024
Exportweltmeister? 28 Afghanen in einer Woche, und die kommen auch noch zurück.
Exportweltmeister (2): 12 Panzerhaubitzen 2000 und etliche zu entmottende Leos 1, beides aus Altbeständen, gehen an den Dnjepr, falls sie nicht unterwegs verdunsten. Gestern in Ramstein beschlossen, wohin Wehrminister P. den kleinen Wolodomir eingeladen hatte. Ich dachte, das läge in den USA, doch der große schwarze Häuptling war diesmal nicht dabei. Vielleicht kränkelt der. Jedenfalls sah er vor Tagen, als er den polnischen Wehrführer in DC empfing, nicht eben gesund aus. Jaja, das Alter.
Ostfront und Westunterstützer vor Ort: Da traf in der jetzt vergangenen Woche ein Raketen-Doppelschlag die ukrainische Kadetten-Akademie in Poltawa im vollen Betrieb. Die dortzulande verhängte Nachrichtensperre bekam Löcher, als die schwedische Firma Saab den Verlust ihres technischen Personals beklagte, das vor Ort die Instruktion an einem aus Schweden gespendeten Fernaufklärungs-Fliegers übernommen hatte. Tage zuvor war ein Hotel zusammengeschossen worden, das als Versammlungsort von Militärgeheimdienstlern mit fremden Legionären diente.
Nachrichtensperre (2): Die von den Westunterstützern seit Kriegsbeginn strikt verfolgte Nachrichtensperre über eigene Verluste hat durch die Schweden ein Loch bekommen. Deren Außenminister trat zurück. Die Nato verlangt ihre Opfer vom Neuling Schweden.
Ostfront (2): Die Lage der Sturmtruppen im russischen Oblast Kursk lässt sich zuverlässig nicht beschreiben. Es sieht so aus, als machten russische Drohnen- und Luftverbände Jagd auf jedes einzelne Fahrzeug und jeden Soldaten, soweit er sich noch nicht ergeben hat, wenn er denn überhaupt Gelegenheit gehabt hat, dies zu tun. Chef Selenskyj redet derweil öffentlich vom Faustpfand, das er in Händen halte. Ich zweifle, ob der Mann noch die Wirklichkeit vor Augen hat. Ebenso bleibt anzuzweifeln, was ukrainische Kriegsgefangene vor laufender Kamera sagen: Sie hätten von ihrem Oberbefehlshaber (Syrsky) persönlich den Auftrag erhalten, das Kernkraftwerk Kursk so in die Luft zu jagen, dass man dies den Russen selbst in die Schuhe schieben könne. Das klingt irrwitzig.
Ostfront (3): Die Lage im Donbass ist für die Ukrainer verzweifelt zu nennen. Im Frontbogen rücken die Russen weiterhin an etlichen Stellen gen Westen vor. Sie benutzen die Taktik kleinster, überraschend auftretender Infanterieeinheiten, zum Teil auf Motorrädern. Ortschaften werden umgangen und von den Versorgungssträngen abgeschnitten. Russische Offiziere kommen vor der Kamera mit der Behauptung zu Wort, dass ihre Einheiten keine Verluste mehr erleiden würden. Das Schicksal der Mittelstadt Pokrowsk scheint besiegelt.
Ostfront (4): Es ist kaum zu entscheiden, ob die ukrainischen Verbände fliehen oder sich zurückziehen, um gezieltem russischen Beschuss zu entgehen. Widersprüchliches wird auch zur Zahl der Deserteure gemeldet. Falls es stimmt, dass sich auf dem Weg ins Einsatzgebiet bis zu 30 % der Soldaten verflüchtigen, gerät das Ende der Kampfhandlungen in greifbare Nähe.
6. September 2024
So geht Demokratie: Im Zwergstaat hat man sich dem Vernehmen nach geeinigt. Den Posten des Parlamentspräsidenten erhält im Wege einer Vorschusszahlung die SPD. Kleiner ging’s nicht im Land der Gartenzwerge, denn die Grünen sind bekanntlich nicht mehr am Start.
Demokratie (2): Die Leutchen haben Sarah gewählt und Katja bekommen. Die soll jetzt Ministerpräsident werden. Bodo hat gerechnet und siehe: Der 3er-Linksblock hat die Mehrheit (33 Sitze) gegen 32 AfDler. Das reicht dann im dritten Wahlgang, wo es auf die einfache Mehrheit ankommt. Und die Christunion des etwas vorschnell selbernannten Wahlsiegers Doktor Voigt? Super-Mario und seine weiteren 22 Brandmauer-Schützen gehen während des Wahlgangs aufs Klo. Sodann waschen sie ihre Hände auf Kosten des Wahlbürgers in Unschuld. Realistisch? Noch zweifle ich, denn es ist eine Rechnung der arg glatten Zahlen, ohne den menschlichen Faktor.
Demokratie (3): In den USA hat man sich auf einen Fernseh-Schaukampf Trump vs. Kamela am 10. September geeinigt. Nur die demokratische Justiz ist dagegen, sie will in einem neuerlichen Anlauf Trump in den Knast stecken – soundsovielter Aufguss eines der absurden Verfahren.
Mehr Demokratie (4) wagen: Das jüngste Buch von Bernd Zeller heißt – in Anspielung auf einen in den Markt gedrückten Autobiographie-Titel – „Frechheit“. Daraus entnehme ich das hier. Ich habe Tränen gelacht und bin hernach zum Geldautomaten gerannt.
5. September 2024 Paradox: Die Überzeugung von der Unvergleichlichkeit der Geliebten folgt einem Vergleich mit hundert anderen Frauen – zuweilen genügen auch wenige. Paradox (2): Die Mühelosigkeit, in welcher der Machterwerb mitunter gelingt, weckt Staunen in einer angeblich komplexen Welt. Doch das eigentlich Erstaunliche ist, wie schwer es ist, das Eroberte zu bewahren. Das deutsche Sprichwort „Wie gewonnen, so zerronnen“ bringt es auf den Punkt. Das Ganze ist also auch schon anderen aufgefallen. Der Sultan von Ankara hat seinen Wunsch auf Mitgliedschaft in der anti-amerikanischen BRICS-Formation zum Ausdruck gebracht. Macht er das wahr, wird das Schwarze Meer für die Russen zum Mare nostrum. Türkei (2): Gleichzeitig entführen türkische Nationalisten auf einer belebten Geschäftsstraße mitten in der westtürkischen Hafenstadt Izmir (vormals Smyrna) zwei US-Marine-Soldaten unter dem Schlachtruf „Ami go home“. Was nun? Wie man die eigenen Noch-Verbündeten militärisch attackiert, haben die US-Boys vor Kurzem erst in Sachen Nord Stream öffentlich vorgeführt. Öl- und Gaspipeline-Ziele in der Türkei gibt es die Masse. Vermutlich werden noch Ukrainer gesucht, denen man die Sache hernach in die Schuhe schieben kann. Ostfront: Selenskyj wechselt das halbe Kabinett aus. Meine Vermutung im vergangenen Jahr, dass er dasselbe politisch nicht überleben werde, war falsch. Er wird in dem Moment stolpern, wenn keiner damit rechnet. Vielleicht übermorgen schon.Ostfront (2): Derzeit agiert an der Vorderseite der ukrainischen politischen Bühne der neue Verteidigungsminister, ein Mann mit den Ausmaßen eines Mittelschwergewichts-Boxers. Man müsste ihn mal neben dem Bürgermeister von Kiew stehen sehen. Doch derzeit muss ich mich mit Gruppenfotos begnügen, auf denen eher schmächtige Leute zu betrachten sind, wie Soros jun., der Kiew heimgesucht hat, und Sicherheitsberater Sullivan, als der Ukrainer nach DC gejettet war, um Luftziele in der Tiefe Russlands anzupreisen.
4. September 2024 Nachtgedanken zur Verschiebung des Parteienkartells: Die Treibhaus-Orchidee mit Namen BSW führt zwei ideologische Wurzeln zu einem Spross zusammen, eine anti-kapitalistische und eine betont nationalistische. Früher nannte man das Nationalsozialismus, und die Partei, die ihn erfolgreich betrieb, war die NSDAP. Das darf man natürlich nicht erwähnen, weil…und so weiter. Hätten unsere politischen Kleinhirne nicht so ein eingeschränktes Geschichtswissen, dann wüssten sie dies. Nachtgedanken (2): Auch das Original hatte ein einschlägiges Parteiprogramm, die 20 Punkte, von dem später behauptet wurde, niemand hätte es je gelesen. Nachtgedanken (3): Auch das Original schöpfte seine Anziehungskraft aus seinem Führer – allein aus diesem. Nachtgedanken (4): Auch das Original erreichte niemals eine gesicherte Wählermehrheit, sondern bediente sich williger Hilfstruppen aus dem bürgerlich-konservativen Lager. Hugenberg, von Papen, Schacht, von Weizsäcker e tutti quanti, die, als es zum Schwure kam, den Schwanz einzogen. Später logen sie, sie seien „im Widerstand“ gewesen, wo sie das Schlimmste verhindert hätten.
Nachtgedanken (5): Selbstredend ist das BSW nicht die NSDAP. Wer das Gegenteil behauptet, der hat sie nicht mehr alle.
3. September 2024 Wahlen im Osten: Gehen Sie weiter, hier gibt’s nichts zu sehen.Wahlen (2) durch die Berliner Brille: Wir sind sehr zufrieden mit uns. Also, weiter wie gehabt. Wahlen (3) durch die Brille der Konrad-Adenauer-Stiftung: Die Ampel und die Linken verschwinden, die Union stagniert. So kann man es auch ausdrücken. Wahlen (4) und die Sache mit der Sperrminorität in SN: Noch am Wahlabend wieder rückgängig gemacht durch Rechenfehler und Wechsel des Auszählungsverfahrens. a) von falscher Basis ausgegangen, richtig wäre 119 statt 120 gewesen, weil ein Unabhängiger direkt gewählt wurde (der OB von Grimma bei Leipzig). b) wenn ein falsches Auszählungsverfahren seit Jahren und auch am Wahlabend zunächst angewendet wurde, stellt sich die Frage nach der Qualifikation oder der Absicht der amtlichen Statistiker, die hierfür zuständig waren und immer noch sind.
2. September 2024 Lustige Leute am Wahlabend zu Gast. Gutes Essen und Trinken machen die leere Fernsehwelt erträglich, die man, an die Wand geworfen, dazu fast drei Stunden konsumiert. Danach wird alles wieder normal. Wahlabend (2): Die Ergebnisse beider Länder sind erstaunlich ähnlich. SPD und Grüne an oder unter der 5-Prozent-Marke, FDP deutlich darunter, ebenso Werteunion und Freie Wähler. Linke im Sturzflug, Sahra wie Kai aus der Kiste, sogleich über 10 %, AfD deutlich 30 plus. Leichte Unterschiede bei der Union, in SN als 30 plus, in TH als 20 plus durchs Ziel, deren Jubel als Wahlsieger glauben die Helden wohl selber nicht. Wahlabend (3): Ein Unbeeinflusster würde beim Blick auf die wahrscheinliche Sitzverteilung sagen: Die Wähler wollen mit übergroßer Deutlichkeit eine konservativ-bürgerliche Regierung. Kriegen sie aber nicht, weil die Christunion das Rennen mit harten Linksextremisten machen will, man sehe sich nur die beiden erstmals aufgetauchten Spitzenfrauen aus der Wagenknecht-Retorte an. Die haben mit der schönen Frau in Aussagen und Auftreten nichts gemein, nichts außer dem Parteinamen. So gesehen ist das Wahlergebnis ein großer Sieg von Mainstream aus der Reklametrommel. Man hat Grün gegen Hardcore-Kommunisten ausgewechselt, um am Ruder zu bleiben. Wahlabend (4): Man kann es auch so zusammenfassen, wie Bernd Zeller es heute Nacht in Schlagzeiten der Zellerzeitung tat: a) Christian Lindner dankt für das Vertrauen, dass es ohne die FDP irgendwie anders würde. b) Problem: Wahlergebnis repräsentiert nicht die Mehrheit der Demonstranten.
1. September 2024 Gestern beim Aldi: Es gibt jede Menge Weihnachtsgebäck – Spekulatius, Dominosteine, Lebkuchen und so. Christbaumständer und Punsch sah ich nicht im Angebot. Ich entschied mich für einige Flaschen hellroten Sommerweins. Gestern (2) war ich nicht bei Edeka. Da gehe ich erst wieder hin, wenn die Lebensmittelkette fürs mittel-gehobene Bürgertum ihre irre-redenden anti-blauen Polit-Funktionäre abgeräumt und sich entschuldigt hat. In den Leserbriefen der Zellerzeitung finde ich das hier zum Thema Edeka vor: „Offenbar haben sich Politiker mit nebulösen Geschichtskenntnissen im Edeka-Vorstand eingenistet. Wussten sie wirklich nichts von den NS-Verstrickungen Edekas auch bei SA und SS und dem Erstarken durch die Vertreibung der jüdischen Einzelhändler nach 1933?“ Tja, die Scheiben des Glashauses sind mitunter braun getönt. Man sieht es auch ohne blaue Brille.
31. August 2024 Gestern traf die neue Ausgabe der Zeitschrift Tumult ein. 128 Seiten Aussichtslosigkeit. Das ist schwere Kost des Nachts. Und sonst: Der Monat verabschiedet sich mit Kuriosa. Zum ersten Mal seit Wochen sehe ich von meinem Schreibtisch aus nicht die Sonne aufgehen. Es ist kühl und bedeckt. Meine nackten Füße signalisieren Unbehagen. Von den am 4. August 2024 an die Ukraine übergebenen sechs fliegenden Wunderwaffen F 16 wurde diese Woche mindestens eine zerstört. Die Experten streiten noch wobei – im Hangar getroffen, im Lufteinsatz abgeschossen, womöglich durch friendly fire. Jedenfalls ist auch der Pilot tot. Das dürfte der schlimmere Verlust sein, denn F 16 gibt’s rundum genug, doch die sie fliegen können sind rar. Die sich überschlagenen Meldungen enthalten eine ungewollt grimme Komik: Man muss den Wundervogel vor dem Eingesetzt-werden schützen. Die prompte Ablösung des Luftwaffen-Oberbefehlshabers ist bestenfalls Kosmetik. Ostfront (2): Derweil versucht Selenskyj gestern in DC, die Genehmigung für die Bombardierung von Fernzielen in Russland zu erwirken. Das Ergebnis dieses Bittganges kennt keiner so genau. Vielleicht weiß Bidens Frau Jill Näheres. Im eigenen Saft: Die Professionellen sagen für morgen in TH und SN eine sichere Sache für die christlichen Kandidaten voraus. „Die Menschen“ hätten das „jetzt“ begriffen. Soso. – Da lob ich mir die Feststellungen von Bernd Zeller von gestern:
30. August 2024 Das kommt davon: Kaum hatte ich gestern die Nachrichtenarmut von den Kriegsschauplätzen festgestellt, haben mich Leser eines Besseren belehrt. Bis in die späte Nacht hinein den Wust der Details miteinander und mit der Ukraine-Karte verglichen. Versucht, zwischen politischen Statements und harten Tatsachen zu unterscheiden. Ostfront (2): Während Selenskyj durch Angriffe in die Tiefe des russischen Raums den Kreml zu einem siegreichen Verhandlungsfrieden zwingen will, kommt aus Moskau ein pauschales Njet. In Washington DC empfängt der Pentagon-Chef derweil sein polnischen Pendant zu dem, was man vertrauensvolle Gespräche nennt. Ich deute das so, dass das große und gute Amerika auszuloten versucht, wie weit man den nunmehr engsten Verbündeten veranlassen kann loszuschlagen, ohne sich dabei ernstlich selbst zu beschädigen. Jede Woche eine neue rote Linie. Mit der Nato-Doktrin hat das nichts zu tun. Ostfront (3): Kurs-Offensive gegen Donbass-Offensive lassen sich nicht miteinander aufwiegen. Im Norden lassen die Russen die eingedrungen Ukrainer sich zu Tode siegen, und in der Mitte rücken sie unerbittlich auf die 60.000-Seelen-Stadt Pokrowsk vor. Auf dem Weg dorthin hat sich ihren mit kleinsten Infanterie-Einheiten vorrückenden Truppen praktisch nichts mehr entgegengestellt. Ostfront (4): Die Zerstörung der ukrainischen Strom- und Wasser-Infrastruktur hat diese Woche einen neuen Höhepunkt erreicht. Nur in der westlichen Westukraine brannte noch dauerhaft das Licht. Frage mich, was aus dem Energie-Krieg zwischen der Ukraine mit Ungarn-Slowakei geworden ist. Ostfront (5): In der elektronischen Kriegführung im Oblast Kursk wendeten die Ukrainer zum ersten Mal wirksame dauerstörende Signale an, von denen ausschließlich die russischen Drohnen betroffen wurden. Die russische Seite reagierte mit erstmals auf dem Schlachtfeld erscheinenden Drohnen, die durch einen sich abspulenden kilometerlangen dünnen Draht gesteuert werden. Die Bilder, die vermutlich von dieser Waffe stammen, sind gestochen scharf. Wieder begegnen wir einer typisch russischen Lösung, dem unerwarteten Ausweichen aus einem vermeintlich unabänderlichen Eskalationsschema meine-Elektronik-gegen-deine-Elektronik.
29. August 2024 Nein, das hat er nicht so gemeint, der Herr Merz, mit den Illegalen im Lande, nein, wirklich nicht. Ampel gerettet, da sind wir aber froh. Nicht so gemeint (2): Da haben doch tatsächlich die Kinderwahlrechts-Enthusiasten in Sachsen eine aufwendige Abstimmung bei den Unter-Achtzehnjährigen durchgeführt. Die beliebteste Partei, die sie wählen würden, wenn sie denn dürften, ist die …, na ja, Sie wissen schon. Schwarzes Loch: Von den beiden Kriegsschauplätzen hört man so gut wie nichts mehr. Sicher ist nur, dass die beiden in den West-Medien vielfach zum Sieger ausgerufenen Parteien es nicht werden werden. Man muss nur die Fluchtbewegungen aus den angeblichen Siegerstaaten betrachten. Doch über eventuell aufschlussreiche Details erfährt man nichts.
28. August 2024 Da trifft sich gestern der Herr Merz mit dem Kanzler, um, wie er mitteilt, das Einwandererproblem zu lösen. Ach, gibt es da eines? Er spricht gar von vergangenen Fehlern, der Herr Merz. Wieso vergangen? Kann ich nicht erkennen. Will er Merkel rückgängig machen? Das wär doch mal was. Neinnein, das nun wieder nicht, er will auf den letzten Metern der CDU Aufwind verschaffen, in dem er sie ohnehin schon wähnt, bei leichter Flaute nach der letzten Messerei in SG. Problem beseitigen (2): Der von Merz besuchte Herr Scholz will erst mal in die Verfassung sehen, bevor er antwortet. Da kann ich helfen. Wenn er sich mit Merz einigt, kann er ohne Gefahr für sich selbst, Grüne und FDP aus der Regierung werfen. Seine Kanzlerschaft wird hierdurch nicht berührt. Meint das Grundgesetz. Problem beseitigen (3) Kann man auch so machen, wie ich es vor Tagen schon hier in Schilda auf einem Großflächen-Plakat vorgeschlagen fand
. Nebenbei: Das einzige aktuelle Plakat, über das ich gelacht habe.
27. August 2024In dem 1980er/90er Jahren etablierte sich bei der halbgaren Politschickeria das Blabla-Wort Wutundtrauer. Es wurde angewendet, wenn irgendwo im weiten Ozean ein Walfischbaby beim Singen gestört wurde, im südafrikanischen Soweto ein Negerkind in der Mülltonne nach Essen suchte oder ein Eisbär im Nordmeer auf seiner schmelzenden Scholle in die ewigen Fischgründe segelte Dann hörte man sie, die Grüne Antje Vollmer, im Deutschlandfunk, das etablierte schlechte Gewissen, welche mit zittriger Stimme das erlösende Wort aussprach. Ist Geschichte. Wutundtrauer (2): Nein heute sagt das so niemand mehr. Heute setzt sich der Pulk der Dienstwagennutzer in Bewegung, sich über die Lage vor Ort ins Bild setzen zu lassen. Wofür? Für nichts. Schauerliche Schmierenkomödie. Wutundtrauer (3): Nein, nichts davon empfinde ich bei den Mordnachrichten aus Solingen und ihrer Instrumentalisierung durch die politmediale Kaste. Nur Ärger, Ärger über mich selbst, dass ich zwei, drei Tage lang von Resignation heimgesucht werde. Danach bin ich wieder ich und will nicht versäumen, meinen zwei oder drei Lesern das Bild des Mörders zu zeigen. Made in Germany, made by Vielfalt.
25. August 2024 Solingen im Bergischen Land ist seit Jahrhunderten die deutsche Messerstadt. Jetzt klingt die Bezeichnung wie ein kaum zu überbietender Zynismus.
24. August 2024 Während der Nominierungsparteitag der Dems in Chicago ohne die Abhaltung der vorgeschriebenen Vorwahlen (Primaries) Kamela H. und ihren Copiloten Walz als Präsidenten-Kandidaten nominiert, überrascht der unabhängige Präsidentschaftsbewerber Robert Kennedy die Nation durch einen Teilausstieg aus dem Rennen. Dieser beschränkt sich auf die sog. Swing-Staaten, in denen er den Wählern empfiehlt, Trump zu wählen. Wahlkampf (2): Noch nie habe ich mich durch Plakate und Flugschriften derartig belästigt gefühlt wie derzeit im Zwergstaat. Einen Anlauf, den haarsträubenden Blödsinn zu dokumentieren, habe ich wg. des anhaltend warmen Wetters auf Eis gelegt.
22. August 2024Wahlfälschung und Wählerbeeinflussung liegen dicht beisammen. Besonders beliebt in diesem Jahr die zu diesem Zwecke rechtswidrig in Anspruch genommenen Steuergelder, also die Zweckentfremdung von Geld des Wahlbürgers. Es handelt sich nicht um Groschen, nein, ganz gewiss nicht. Beispiel 1: Die Stiftung Gedenkstätte Buchenwald, eine Einrichtung des Freistaats Thüringen versendet Anti-AfD-Briefe an ältere Thüringer Bürger, dem Vernahmen nach über 300.000 Stück. Für mich ein klarer Fall von Amtsanmaßung zur Ausübung eines allgemein-politischen Mandats, von der Haushaltsuntreue ganz zu schweigen. Der Stiftungsdirektor, ein in ein öffentliches Amtsverhältnis berufener Mann, heißt Jens-Christian Wagner. Sein mitunterzeichnender Kompagnon ist Rikola Gunnar Lüttgenau. – Wann schreitet hier die Staatsanwaltschaft ein? Antwort: Falls die AfD in TH in Regierungsverantwortung kommt: sofort. Beispiel 2: Die aus öffentlichen Töpfen gesponserte Kampagnenfirma Campact unterstützt mit sechsstelligen Beträgen in Sachsen grüne Wahlkreiskandidaten, um die 5-Prozent-Sperre zu durchbrechen. Ich nehme an, Geld des Steuerbürgers und Wählers, um dessen Willenskundgebung zu verfälschen. Beispiel 3: Die sattsam bekannte und aus öffentlichen Haushalten gesponserte Medienbeeinflussungsfirma Correctiv führt einen Spezialfeldzug gegen den Thüringer Spitzenmann der AfD, um nun auch den letzten Unentschlossenen von dessen Unwählbarkeit zu überzeugen. Welche Behörde gab das Geld? Ich frage für einen Freund.
Und auch noch dies: Der Mob von Jena und Umgebung verhindert gestern den Wahlkampfauftritt des AfD-Vormanns in Jena-Lobeda – seit Jahr und Tag ein sog. sozialer Brennpunkt. Die Randalierer sind nicht die dortigen Bewohner, jede Wette. – Die Ortspotentaten zeigen sich zufrieden mit dem Ergebnis und nennen es einen Sieg von unserer Demokratie.
21. August 2024 Das sieht nicht gut aus, was der kleine Wlod im russischen Oblast Kursk hat anrühren lassen. Kaum war der ukrainische Einbruch ins russische Territorium gelungen, waren sich die westlichen Experten sicher, dass die Ukrainer nun ein vortreffliches Faustpfand für die künftigen Friedensverhandlungen in eingesackt hätten. Doch die Russen wissen zu den angeblichen Geheimgesprächen nur einen einsilbigen Kommentar: Njet. Ostfront (2): Währenddessen rollt die russische Dampfwalze wie gewohnt weiter nach Westen. Soeben wurde der Evakuierungs-Ukas für die ukrainische Stadt Pokrowsk und ihr Umland herausgegeben. Er ist in einem unerwarteten, eher bittenden Ton verfasst. Die in diesem Zusammenhang gemeldeten Zahlen lassen Zweifel aufkommen, ob nicht die Masse der dort verbliebenen Bevölkerung lieber das Eintreffen der russischen Armee erwarten will – dies ist lediglich eine Vermutung von mir. Ostfront (3): Die im Gefolge des ukrainischen Angriffs auf Kursk gemeldeten Erfolge zur Zerstörung der russischen Stromversorgung erweisen sich als fraglich, die russischen Gegenstücke hingegen nicht. Die äußerst dürftige ukrainischen Stromversorgung beruht derzeit auf den unbeschädigt gebliebenen, weil von den Russen nicht bombardierten Kernkraftwerken im Lande. Allein dieser Umstand befördert die westpropagandistische Behauptung, die Russen würden die in ihrer Hand befindlichen Kernkraftwerke von Saporoshje und Kursk beschießen ins Reich der durchsichtigen Legenden. Ostfront (4): Die Bundesregierung scheint ernst machen zu wollen mit der Reduzierung, wo nicht sogar Einstellung der Ukrainehilfen. Die zur Begründung genannte prekäre Haushaltslage des Bundes trifft in den USA auf Unverständnis. Die woken Kritikaster vergessen zu erwähnen, dass man dortzulande aus ebendiesen Gründen mit gutem Beispiel vorangegangen ist. Dort war man sich nach Schwankungen in diesem Frühjahr plötzlich sicher, dass der Ukraine-Krieg kein guten Wahlkampfthema sei, zumal der böse Trump nicht müde wird zu behaupten, er werde den dortigen Krieg in wenigen Tagen zu einem Ende bringen.
20. August 2024 Schuster bleib bei deinem Leisten: Rob Reiner, der legendäre Regisseur des noch legendäreren Erfolgsfilms Harry & Sally hat soeben behauptet, jedermann versammle sich hinter Kamela & Tim. Auf der Leinwand wäre das ein Flop. Garantiert. Made in Hollywood eben. Flickschusterei (2): Der Kriegsmaulheld Oberst Kiesewetter wird gestern so zitiert. „Selbst wenn die Ukrainer Nordsteam zerstört haben sollten, war das in unserm Interesse.“ Klarer ist die Auffassung des Kolonialherrn nicht zu formulieren. Da kann man nur sagen: Leute, wählt CDU.
19. August 2024 Da werden sich die Knackis aber freuen: letzte Woche legte nächtlicher Stromausfall die gesamte elektronisch & zentral betriebene Justiz in Nordrhein-Westfalen lahm. Völlig unerwartet hatte in dieser seit dem Aussterben des Mammuts ausgebrochenen heißesten Dunkelheit die Sonne nicht geschienen. Ein Justizsprecher betonte, dass die Faxgeräte vom Totalabsturz nicht betroffen seien. Puh, da sind wir aber erleichtert, denn, wie jedermann weiß, sind Faxgeräte heute der Standard in jedem Emigranten-Haushalt. Meins – hüstel, das Faxgerät ist hier gemeint – beispielsweise funktioniert seit über 25 Jahren nicht mehr. Eigentlich hat es, wenn ich es recht bedenke, auf dem Apple-Rechner nie funktioniert. Stommangel-Meldungen (2) sind nichts anderes als Schwurbler-Stories. Wenn 80 % der Unternehmen in D das Gegenteil erleben, so treffen wenigstens deren Wirtschaftsbosse die einzig richtige Schadensbewertung: Es liegt am Erstarken der AfD: Jede Stimme für die Blauen ist eine Stunde ohne Strom. Strommangel-Meldungen (3): Zum Wochenende hat der grüne Mob die Kühltürme des mutwillig abgestellten Kernkraftwerks Rheinfelden in die Luft gesprengt. Nachträglich wurde gerüchteweise bekannt, dass die Landesregierung einen F 16-gestützten Angriff in Ramstein bestellt hatte. Das US-Kommando für Zentraleuropa hatte jedoch darauf hingewiesen, dass wg. der Kursk-Sache im Moment keine Maschinen frei und derzeit auf dem Marschflugkörper-Markt Engpässe aufgetreten seien. Strommangel-Meldungen (4): Zum Glück hat Bernd Zeller das Wesentliche in der letzten Nacht klargestellt:
18. August 2024Der Chor der deutschen Experten singt brav die Story von Selenskyjs Pipeline-Angriff, und das teil-verblödete Publikum gibt sich erstaunt und wirft sich mit Strategie-Spielen ins Brüstlein. Lachen muss ich, dass einer der durchaus Ungläubigen spöttisch von Three-men-in-a-boat spricht, frei nach dem gleichnamigen englischen Roman von Jérome K. Jeróme von der vorletzten Jahrhundertwende. Eile zum Regal mit dem Fiktiven, ja, das Buch ist noch da. Experten (2): Da taucht sogar der Ex-BMI-Kollege und spätere BND-Chef August Hennig aus dem Ruhestand auf, um mitzuteilen, dass neben den betrunkenen Ukrainern auch Polen beteiligt gewesen seien und erzeugt hiermit schwerste Rülpser in Warschau. Der dortige Donald droht uns Deutschen unverhohlen. Na also, geht doch. Was sein jetziger Außenminister einen Tag nach dem Anschlag öffentlich äußerte (Glückwunsch an die USA) lässt er sicherheitshalber beiseite. Experten (3): Es geht munter zu am Geiseltalsee, einem ehemaligen Braunkohlenbaggerloch am Rande von Braunsbedra, dessen Real-sein, obschin angeblich größtes Gewässer von Sachsen-Anhalt, ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal wahrnehme. Ebenso die Experten zu diversen Themen, deren Existenz mit bis gestern unbekannt war. Das sommerlich froh gestimmte, zu Hunderten angereiste Publikum wird totenstill als mich einer der Zuhörer zum Ukraine-Krieg befragt. – Tja, so kann’s gehen, schreibt einer ein Buch und schon ist er selber ein Experte oder so.
16. August 2024 Das hier sendet die Bundeswehr ans Volk. Der Sprecher ist Generalmajor Dr. Freuding aus dem Verteidigungsministerium („der Panzergeneral“):
Ostfront (2): Das Wall Street Journal bringt – gestützt auf eigene Recherchen, gestützt auf US-Geheimdienstkreise, versteht sich – den hundertsten Aufguss von der ukrainischen Yacht nebst fünf Taucherhanseln, die Nordstream 1 und 2 angegriffen und zerstört haben. Das wird durch Wiederholung nicht richtiger. Doch was will man jetzt damit sagen? Der böse Selenskyj war’s? – Was auch immer, jedenfalls habe ich mir im März vergangenen Jahres notiert, dass die Geschichte erstmals gespielt wurde, und zwar durch die New York Times, 3 Tage nachdem Scholz nach DC einbestellt worden war. Da Vogel friss oder stirb. Ostfront (3): Erheitert hat mich, dass ein Experte auf Tichys Einblick den Murks bierernst wiederholt hat. Die Leserbriefe hierzu sind einfach nur köstlich.
15. August 2024 Es ist der pure Zufall, dass ich mich gestern mittags an Zeichnungen von Bernd Wagner delektiere, die ich in einem schon älteren Heft von Tumult abgedruckt fand. Vor allem die „Drei Affen“ haben es mir angetan. Gegen Abend dann die Meldung, dass die Pharma-Gangster der WHO einen Weltalarm wg. Affenpocken ausgelöst haben. Woran erinnert mich das Bild aus der Pressekonferenz bloß? Nicht dran rühren.
Gesichert rechtswidrig (2): Der Generalbundesanwalt erlässt einen Haftbefehl gegen den angeblichen Pipeline-Sprenger von Nordstream 1 und 2, einen ebenso unbekannten wie untergetauchten Ukrainer. Das ist so unsagbar blöd, dass mir nicht mal mehr spöttische Bemerkungen einfallen. Gesichert rechtswidrig (3): Das Bundesverwaltungsgericht teilt per Pressemitteilung mit, dass es den sofortigen Vollzug des Compact-Verbotes durch das Bundesinnenministerium bis zur Entscheidung in der Hauptsache aufgehoben habe. Das ging ja erstaunlich schnell. Dass Nanzy F. und ihr Hofstaat sich hieran nicht halten werden, halte ich für selbstverständlich. Sie werden behaupten, dass sie das beschlagnahmte Gut einbehalten müssten, um es erst mal auszuwerten. Auf die eine oder andere Amtsstraftat kommt es wahrlich nicht mehr an. Gesichert rechtswidrig (4) sind die Kommentare aus der politischen Klasse. Man hätte, so lautet es landauf landab, das Verbot besser begründen müssen. Dass ein Verfassungsverstoß rechtswidrig ist, egal wie gut man ihn begründet, erschließt sich unsern Elite-Denkern nicht. Wie auch. Gesichert rechtswidrig (5): Warte darauf, dass wegen der Affensache der erste vors Tor tritt, um die Wahlen in drei Wochen abzusagen. Das kann man nur befürworten, denn – auf Neudeutsch – „es darf nicht sein“, dass die Menschen ins Wahllokal gehen und als Affen (siehe Bild von Bernd Wagner) wieder rauskommen.
14. August 2024 Da haben doch gestern dieser Trump und jener Musk eine Stunde lang über Twitter-X telefoniert, und jeder, der wollte, konnte zuhören, obwohl der Zensor der EU gesagt hatte, das würde böse Folgen haben. Angeblich waren eine knappe Milliarde Männer und Frauen ungehorsam – ein kaum zu glaubende Zahl. Ich habe mich auf das Querlesen der Abschrift beschränkt. Deren Inhalt reißt niemanden vom Hocker. Das Gegenteil wäre ein Wunder gewesen. So bleibt nur – wichtig genug – der Eindruck, dass das Wunderkind Elon den Mainstream-Köchen den Einheitsbrei versalzen hat. Was haben sie nicht alles versucht, um die Sendung technisch zu blockieren. Es hat nicht geklappt. Mainstream (2): Was wollen sie dem Ereignis entgegensetzen, um die Niederlage zu kaschieren? Ich empfehle ein Telefonat von Zuckerberg mit Kamela. Das wäre sicher ein Lacher, den ich mir nicht entgehen lassen würde. Mainstream (3): Der böse Putin will die Grenzen des sowjetischen Einflussbereichs wiederherstellen. Habe ich allzudeutlich seit über einem Jahr als Begründung im Ohr, warum wir es ihm jetzt militärisch zeigen müssten. Doch ach, die Bundesregierung weiß davon nichts, sagt das AA. Ist die mich verwirrende Antwort mit dem Kolonialherrn abgestimmt?
13. August 2024 Das Spiel mit dem Feuer: Seit Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 halten russische Sicherheitskräfte das von der russischen Rosatom betriebene Kernkraftwerk Saporoshje besetzt, gelegen im gleichnamigen Oblast der Ukraine, der nunmehr von Russland beansprucht wird. Seit dieser Zeit wird das Kraftwerk, das seit geraumer Zeit heruntergefahren ist, beschossen. Beide Seiten bezichtigen einander hierfür der Täterschaft. Vor drei Tagen haben zwei Drohnen eine der Kühlanlagen getroffen und schwer beschädigt, so dass ein Brand ausgebrochen ist. Die Lage des Kraftwerks wird zunehmend heikel. Von beiden Seiten, die wie üblich auf einander zeigen, kommt nach meiner Beurteilung nur das Regime in Kiew in Betracht, das den Krieg der verbrannten Erde, so wie von mir bereits vor Jahresfrist angenommen, zu inszenieren sucht.
Nachbetrachtung zum Besuch im Dom zu Güstrow. Mehrere Leser äußern ihr Unbehagen über die Gastlichkeit des Mecklenburgers. Nun, die Preise dort können als astronomisch notiert werden. Das Fischbrötchen wurden für 5,95 bis 9,98 € angeboten. Derartiges sah ich vor 20 Jahren schon auf Sylt, da allerdings ging es um Nordseekrabben, abgezählt in winziger Stückzahl. Güstrow (2): Beim Auswerten der Bilder auf dem Handy fällt mir erneut das Geschmacklose der Kombination des Schwebenden (mit dem Gesicht der Käthe Kollwitz) mit den Renaissance-Gitter auf. Wie kann man nur? Müsste man Barlach fragen, angeblich war das seine Idee.
Güstrow (3): Die Stiftungsurkunde des Domes enthält (in geglättetem Hochdeutsch) diese Worte hier: „Deshalb habe ich, Heinrich, den Ausspruch des Jüngsten Gerichts mit großer Furcht erwartend, …, zu Ehren des furchtbaren Gottes, der mit gleicher Gewalt den Odem des Fürsten wie des Bettlers hinwegnimmt, eine Kollegialkirche gestiftet.“ Das geschah am 3. Juni 1226, zwei Tage vor des Fürsten Tod. Ich habe mich immer schon gewundert, wie genau in jenen Tagen die Leute wussten, wann das Ende unwiderruflich da war. Sie waren uns voraus – wenigstens insoweit. Und sie waren, wenn der Gevatter auftauchte, sehr nah bei ihrem Gott („mit großer Furcht“). Güstrow (4): Bemerkenswert bleibt, welche immensen Kunstschätze hier im Dom die Bilderstürmerei der Nachreformation überdauert haben. Erst die Nazis (die echten) waren gründlicher, sie holten den Schwebenden 1941 zum Zwecke der Einschmelzung von 250 kg in der Wehrwirtschaft ab. Der jetzige ist ein Nachguss vom Nachguss. Güstrow (5): Die omnipotenten Kirchenführer wollen uns glauben machen, dass Engel geschlechtslos seien, obwohl die Namen eher dagegen sprechen, Michael und so. Die Erbauer der Kanzel im Dom wussten das besser. Die 4 Engel, die sie tragen, zeigen unmissverständlich weibliche Formen.
12. August 2024 Dank der Zellerzeitung von heute Nacht weiß ich das hier: Meteorologischer Wetterdienst warnt: Wärmste Sternschnuppen seit Beginn der Aufzeichnungen. Lügen (2): Weniger witzig, nein: überhaupt nicht witzig ist, was die sog. Experten in den Medien über den Unterschichten-Aufstand in England verbreiten. Sie loben die Schnell-Justiz und verlieren über den Anlass des Aufruhrs kein Wort. Dass das Fass ganz schlicht übergelaufen war, als ein in England von Zuwanderern geborener Neger aus etlichen kleinen Mädchen mit seiner Machete Hackfleisch machte, verschweigt man vornehm. Lügen (3): Mainstream hat sich darauf besonnen, einen plötzlichen Absturz der Blauen zu messen und einen sicheren Sieg der Volksfront vorherzusagen. Wozu sonst hätten wir die Sonntagsfrage? Lügen (4): Der eine sagt sicherheitshalber nichts, um in drei Wochen gewählt zu werden, der andere liest das AfD-Programm vor, um wiedergewählt zu werden.
11. August 2024Ist denn eigentlich dieses Pariser Verwirrtentreffen, bei dem ein Algerier das Frauenboxen gewann, immer noch nicht zu Ende? Die Leute in der Kneipe kucken vorgestern Abend plötzlich alle in die selbe Richtung. Der Bildschirm zeigt ein junges Mädchen mit einem Dutt oben auf dem Kopf, das man deutlich die Worte der Nationalhymne singen sieht. Lasse mir von einer Informierten erzählen, dass diese für D startende Russin eine Art Bodenakrobatik, deren Namen ich noch nie gehört hatte, gewann. Hoffentlich hat man das Mädel vor dem Start nicht gezwungen, sich zu dem Putin sein Angriffskrieg zu äußern. Angriffskrieg (2): Die Einzelmeldungen von der Ostfront aus mehreren Tagen nachzusortieren versucht. Eine starke ukrainische Militärkolonne ist tatsächlich etliche Kilometer tief in den Oblast Kursk vorgedrungen. Experten weisen auf angebliche Parallelen zur Panzerschlacht von Kursk im Sommer 1943 hin und berichten, was die Ukrainer besser machen als seinerzeit die bösen Deutschen. Kann dem nicht ganz folgen, zu viele Einzelbildstreifen – falls es keine Fake-Videos sind – zeigen, wie russische, von Drohnen gelenkte Geschosse ukrainische Panzer wie auf dem Schießplatz vernichten, einen nach dem anderen, grauenhaft. Einzige Parallele: Auch diesmal sind es Panzer aus deutscher Produktion, Schützenpanzer Marder in einem laubgrünen Anstrich. Angriffskrieg (3): Von den Westmedien, die sich in einem hysterischen Siegestaumel befinden, beiseite gelassen: Die russische Dampfwalze rollt im Donbass unbeirrt weiter gen Westen. Jetzt hat sie die Kleinstadt mit dem witzigen Namen Nju Jork überrollt. Die Reste der desorientierten ehemaligen Verteidiger fliehen Richtung Dnjepr. Angriffskrieg (4): Derweil warnt Nanzy F. die Deutschen vor dräuendem Terror. Ist das Selbsterkenntnis? Kann ich mir nicht vorstellen. Vor den Maßnahmen, die ihr im Kopf herumspuken mögen, sollte sich jeder ordentliche Deutsche fürchten. Was mir bei dieser Gelegenheit alles einfällt, werde ich für mich behalten. Angriffskrieg (5): Während ich mich noch derart sinnlosen Gedanken hingebe, verkünden die Götter der democracy auf ihrer Online-Plattform von Foreign AffairsMöglichkeit und Folgen einer Ermordung von Wladimir P. Ich weiß nur zu gut, dass diese Weltenbeherrscher meines Rates nicht bedürftig sind, dennoch sage ich ungefragt: Überlegt euch das noch mal, sonst habt ihr den Krieg, ehe ihr euch‘s verseht, über die beiden Ozeane hinweg im eigenen Lande.
10. August 2024Der Schwebende von Ernst Barlach im Güstower Dom hängt immer noch da, wo ich ihn vor rund 30 Jahren über dem seltsamen filigranen schmiedeeisernen einsfünfzig hohen Rundlauf vorfand. Der Stilbruch bei diesem zweigeteilten Gefallenendenkmal hat mich schon damals gestört. So kommt weder das eine noch das andere angemessen zum Ausdruck. Bevor ich näher herantrete, geht der Blick unwillkürlich nach oben. Ich misstraue intuitiv der Haltbarkeit der Aufhängung dieser tonnenschweren Bronze unter dem Kirchendach. Sicher zu unrecht, aber interessant finde ich schon, was mein Auge mir als ersten Eindruck auftischt. Auch das nicht zum ersten Mal. Zwiegespalten (2): Ist das berühmte Luther-Melanchton-Portrait von Cranach, das nahezu unbeachtet ziemlich hochoben im linken Seitenschiff hängt. Die Reformatoren schauen etwas abwesend auf das Angebot ausgemusterter Bücher, die dort auf den Zugriff des Wanderers warten. Ich nehme einen Helmut Schmidt von 1983 mit. Reden des nunmehrigen Ex vom Vorjahr, die beim Erscheinen niemand mehr beachtete. Jetzt auch nicht mehr, das macht sie mir interessant. Zwiespältig (3): Beim Eingangskrimskrams kaufe ich für 3 € einen winzigen Messingengel („Der Segnende“). Die Schatzhüterin macht mich darauf aufmerksam, dass dies nicht der Schwebende sei. Ich muss so lachen, dass wir, als sie entschuldigend abzuwiegeln versucht, wie aus dem Nichts in ein Gespräch über Russland geraten. Sie sagt: Man höre darüber nur Lügen. Ich stimme zu und wundere mich, zumal unter dem Cranach-Portrait eine Sammelbüchse „für die Unterstützung der Ukraine“ aufgestellt ist. Tja, die Norddeutschen, wenn sie denn mal den Mund aufmachen…
9. August 2024 Da hat Anfang der Woche eine starke Kolonne des regulären ukrainischen Militärs die Grenze nach Russland im Bezirk Kursk durchbrochen. Betrachte drei Tage lang die Siegesmeldungen in den Mainstreammedien, die mich an der Kasse von Lidl und Aldi anschreien. Heißa, jetzt geht es dem bösen Wlad an den Kragen. Die russischen und die ukrainischen Quellen, die ich zu verstehen suche, sehen das etwas zurückhaltender. Es geht dort bevorzugt um einen abgeschossenen russischen Kampfhubschrauber. Das kann aber nicht alles sein. Ostfront (2): Die Kolonne von Kursk ist etwa 9 km weit vorgedrungen, wenn ich die Ortsnamen, die von beiden Seiten genannt werden, richtig deute. Ihr Ziel könnte das Kernkraftwerk von Kursk gewesen sein. Oder doch zumindest, sich auf Artillerieschussweite zu nähern. Und dann? Das große Blow-up mit dem Ziel, einen Atomkrieg auszulösen, oder einen Frieden zu erzwingen? Das ist irrwitzig, aber vorstellbar. Ostfront (3) Im Mittelabschnitt des Donbass keine Änderung. Der Russe geht Schritt um Schritt vor. Die ukrainischen Verteidiger scheinen der Verzweiflung nahe, denn gegen das seit Wochen praktizierte nadelstich-artige Angreifen scheint es kein probates Mittel zu geben. Es ist die Rückkehr des Ludendorff’schen Gedankens: Die Infanterie ist die Königin des Schlachtfeldes. Ostront (4): Mal ehrlich, niemand hatte es dem Russen zugetraut, dass er das Scharnhorst’sche Modell der Auftragstaktik so kompromisslos anwenden würde: Gib dem Führer bis auf die unterste Ebene hinab einen klares Ziel und lasse ihn machen. Er wird schon einen Weg finden. So kommt es, dass Gruppen bis zu 10 Soldaten selbständig operieren und sich in den Gegner verbeißen. Sie bilden für die US-gestützte super-technische Abwehr kein bekämpfbares Ziel. So fügen sie den Ukrainern haarsträubende Verluste zu. Merke: So etwas geht nur mit kampferprobten, siegessicheren Soldaten. Die gibt es offenbar in bemerkenswert großer Zahl. Nostalgisches Intermezzo: In Mecklenburg scheint die Zeit stehengeblieben. In Plau am See bewegt sich alles gemächlich. Es liegt kein Unrat auf den Straßen und es stinkt nicht. In der Bücherstube verrät die Westbesucherin mit ihren beiden hochbegabten Buben der Buchhändlerin, was sie alles gekauft haben würde, dann geht sie wieder, ohne etwas zu erwerben. So wie früher. – Nur der nahebei errichtete Windpark stört stark, auch wenn die Rotoren weitgehend still stehen. Wie früher (2): Wildgansgruppen ziehen im Viererpack vor meiner Nase zu einem mir unbekannten Versammlungsort vor der großen Reise. Finken sammeln sich im benachbarten Gebüsch am Seeufer und machen mit ihrem Nachwuchs abenteuerlich anmutende Übungsflüge. Ob die Jungen ahnen, dass sie die Väter in wenigen Tagen hier zurücklassen werden? Ich weiß schon, solche Gedanken kann sich nur ein Mensch machen, der sich damit beschäftigt, nichts zu tun.
7. August 2024 Wer die Mecklenburger Seenplatte für ein regionales Fischgericht hält, glaubt auch, wenn er sich der Realität annähert, es sei Spargelsaison.
5. August 2024 Vorsicht Verschwörungs-Gerede oder so: Der Physiker D. aus Gera weist mich gerade darauf hin, dass der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages eine sehr spezielle Fremdbestimmten-Liste im Angebot hat (Az. WD 1- 3000 – 14/21, also schon seit 3 Jahren). Hier findet man nicht nur Flachpfeifen, sondern auch prominente Teilnehmer aus den Young Leader Programmen der US-amerikanischen Einflussnahme-Organisation Atlantik Brücke und vom Schwab-Zirkus WEF, voilà:
Musse ächt nix bei denken, wie man in Castrop-Rauxel sagen würde. Ährlich. Alles Kumpel ausse Pinte anne Halde. Alles Verschwörungsgerede oder so (2): In Deutschland kann man alles sagen – so die Führerin dereinst –, aber nicht jeder. So wurde gestern in BaWü dem Österreicher Martin Sellner eine Buchlesung auf frischer Tat verboten. Er erhielt eine Ausweisung aus der entsprechenden staatlichen Gemeinde: Neulingen ist Nazi-frei. Die Polizei sorgte für die Abschiebung. Hallo Jungs, dies ist Freiheitsberaubung im Amt und happig strafbar. Die letzten Fälle dieser Art – man sieht also, das Ding hat Tradition – fand vor 80 Jahren bei den Nazi, den richtigen, statt. Dachte bis gestern, deren Fortführung seit verboten und mit Strafe bedroht. BaWü? Ja, richtig, das Land der grün-schwarzen Faschisten. Sage nochmal einer, die würden nicht abschieben. Tun sie.
4. August 2024 Ist gelogen: Dass der Bund, so das BMI vorgestern, nie Auskunft zu Fragen der Zusammenarbeit von Bund und Ländern in Sachen des Verfassungsschutzes gebe. Vor rund 40 Jahren formulierte ich als zuständiger Referent die einschlägigen Antworten einer öffentlichen Debatte rund um die Novelle des Bundesverfassungsschutz-Gesetzes. Antwort an den Leser F., woher ich denn wisse, dass das Abknipsen einzelner Länder aus dem Verfassungsschutz-Verbund verfassungswidrig sei. Aus dem Grundgesetz: Dort (Art. 73 Nr. 10 b) ist es die Ermächtigung des Bundes, diese Regelung zu treffen, die zugleich die Definition dessen enthält, was Verfassungsschutz ist: „Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz über… die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder… zum Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, des Bestandes und der Sicherheit des Bundes oder eines Landes (Verfassungsschutz)“. Geburtsurkunde: Die Vorschrift über den Verfassungsschutz wurde im April 1949 in den Grundgesetz-Entwurf kommentarlos im allerletzten Moment vor der Verabschiedung aufgenommen. Sie beruht auf einem Befehl der westalliierten Militärgouverneure (sog. Frankfurter Polizei-Brief). In den ohnehin raren Materialien zur Entstehung des Grundgesetzes (Jahrbuch für öffentliches Recht, Neue Folge, Bd. 1) sucht man den Vorgang vergebens. In den Ur-Akten des BMI im damaligen Zwischenlager Sankt Augustin fand ich ihn.
Auch gelogen: Die peinlichen Ausflüchte des Auswärtigen Amtes und seiner Vorzeige-Gestylten zum gezielten Import von Illegalen nach Deutschland. Hier sitzen Rechtsbrecher bis zum Abwinken. Wer so handelt, will Deutschland abwracken. Was wird den Betroffenen für das Begehen ihrer Straftaten passieren? Mein Vorschlag: nichts.
3. August 2024 Die halbe Wahrheit ist auch eine Lüge, nur dreister: Wenn durch das Kanzleramt behauptet wird, es gäbe von den Video-Konferenzen, mit denen Merkel zusammen mit den Ministerpräsidenten monatelang komplett verfassungswidrig das Land regierte, keine Wortprotokolle, so mag es sein, dass diese, wie es so schön auf beamtisch heißt, nicht verschriftlicht worden sind. Aber dass die einschlägigen elektronischen Aufzeichnungen des ganzen Theaters an den 17 beteiligten Stellen plötzlich weg sein sollen, das glaubt kein Mensch, der bei Verstand ist.
Gesichert verfassungswidrig: Die von der SPD-nah-Presse (RND) lancierte Mitteilung aus sog. Sicherheitskreisen über einen angebliche Plan, im Falle einer Regierungsbeteiligung der AfD, die Verfassungsschutzbehörde des betreffenden Landes aus dem Informationsverbund auszugrenzen, verstößt eindeutig gegen das grundgesetzlich angeordnete Gebot der Zusammenarbeit dieser Behörden. Entspricht die Pressemeldung der Wahrheit, sind die betreffenden Bediensteten wg. offenem Aufrufs zum Verfassungsbruch unverzüglich aus ihren Ämtern zu entfernen. Gesichert sinnlos: Da schreibt ein Herr Wissmann, von dem ich lerne, dass es der Verkehrsminister sei, an die EU-Kommission, man möge von dem Plan abstandnehmen, noch im diesem Jahr die Messmethodik für Dieselfahrzeuge so zu ändern, dass mit der sofortigen und nicht mehr zu revidierenden Stilllegung praktisch aller Diesel-PKW gerechnet werden muss. Man kann nur den Kopf über soviel Kriechertum schütteln. Die angemessene Reaktion wäre ein kurzes Schreiben bei gleichzeitiger Information der Öffentlichkeit: Deutschland denkt im Traum nicht daran, diesen augenscheinlich aus kranken Hirnen stammenden Unfug umzusetzen. Aber das ist wohl zu viel verlangt bei einem FDP-Politruk. Nur nebenbei bemerkt: Bei solchem Vorgehen, würden die Wähler den Liberalen wie von selbst wieder zulaufen.
2. August 2024 Das Scheitern der Emanzipation in kürzester Kurzform: Frauenboxen.
1. August 2024 Die aus unserer schmalen deutschen Sicht bestehenden zwei Hauptkrisenherde befinden sich in Nahost und Ostsüdost. Letztgenannter droht aus dem Blick zu geraten, denn die Nachrichten von dort sind für die hiesigen Kriegstreiber so grottenschlecht, dass selbst das Experten-Geblubber nicht mehr darüber hinwegtäuschen kann, dass die Russen dort die Bestimmer sind. In Nahost hingegen erscheint es mir fraglich, ob da einer das Sagen hat. Klar ist lediglich, dass die aus Zeiten des Alten Testaments stammende morgenländische Grundauffassung des Auge um Auge, die auf beiden Seiten hochgeschätzt wird, keine nicht-kriegerische Lösung bringen kann. Ostfront (2): Das, was von der ukrainischen Armee noch da ist, wird von weit überlegenen russischen Verbänden an beliebigen Stellen des Frontbogens zerrieben. Die russischen Führung bestimmt, wann und wo das geschieht. Seit Monaten nun schon in der Mitte des Frontbogens, dem eigentlichen Donbass. Daneben gibt es diese massiven Nadelstiche im Norden bei Charkow und in der Region von Cherson und Saporoshje am unteren Dnjepr. Ostfront (3): Von dem Waffenstillstand in absehbarer Zeit redet im Moment nur eine Seite, die amerikanisch-ukrainische. Und was sagt der Russe? Njet. Putin hat seine Bedingungen öffentlich genannt: Abtrennung der russisch-sprachigen Gebiete und das Aus der Nato im Rest des Landes. Ostfront (4): Die Lage im Innern der Ukraine gibt Rätsel auf. Wer kämpft hier eigentlich noch gegen den Russen – und zwar gegen die russische Armee? Auf den Filmchen, welche die Außenwelt erreichen, sieht man alte Männer, jüngere Frauen und sehr junge Männer, noch bartlos. Die meist unbestätigten Meldungen über Attentate und Feuerüberfälle an beliebigen Stellen des Landes widersprechen dem Märchen vom wehrhaften Ukrainertum. Ostfront (5) Der nicht mehr zu verschweigende Zusammenbruch von Strom- und Wasserversorgung in den größeren Städten wird jeglichem Verteidigungswillen den Rest geben, möglicherweise auch dem Duldenwollen der Macht aus Kiew. Es spricht manches dafür, dass russisch-dominierte Städte wie Charkow und Odessa den Abfall von der Ukraine selbst vorantreiben werden, sobald dort die Knute von ukrainischen Nationalmilizen ihre Kraft verliert. Nahost (2) Die Israelis setzen weiterhin auf das bewährte System von gezielten Morden aus der Ferne, neuerdings im Libanon und in Teheran. Merkwürdig klingt die sofortige Einlassung des US-Außenministers, man habe davon zuvor nichts gewusst. Das ist die Politik des Pontius Pilatus: Ich wasche meine Hände in Unschuld. Das glaubt kein Mensch, selbst wenn’s diesmal stimmen sollte. Nahost (3): Dass die Perser jetzt in Wutgeschrei ausbrechen und Rache geloben, wundert nicht. Von Interesse ist hingegen, was der Sultan in Ankara sagt und tut. Dass die Gebiete, über die man da streitet, bis 1918 zum Osmanischen Reich gehörten, das stimmt, aber dass sie sodann an die britisch-französischen Kriegsgewinner übergingen, das stimmt auch. Ebenso stimmt, dass die willkürliche Grenzziehung der Sieger dortzulande zur Fortsetzung der Kämpfe bis zum heutigen Tage geführt hat. Bei einem Eingreifen der Türkei würde der Traum der Nato von der westlichen Wertegemeinschaft mit einem Schlag zerplatzen. Nahost (4) Wir haben Millionen von muslimischen Türken im Lande. Was die dann tun, das weiß nicht mal die sympathische Nanzy F. – die am wenigsten. Ich kann mich in diese Frau partout nicht hineindenken. Ein Blondinenwitz – Word hält dieses Wort für falsch – ist sie jedenfalls nicht. Ächt nicht.
Der Dienstagmittag war regenverhangen in Erfurt, und da ich zu früh dran war, trat ich in das mildtätige Geschäft von Oxfam ein, mich unter den Augen wohlkonservierter älterer Damen die nächsten zehn, zwanzig Minuten herumzudrücken und vor dem einsetzenden Dauerregen zu schützen. Ein wunderbarer, ein ordentlicher Laden, die Bücher reichlich und wohlsortiert. Die überwiegende Zahl davon autobiographischen Inhalts. Und davon die meisten von Schauspielerinnen.
Wie gesagt, ich musste Zeit totschlagen, also hatte ich welche, um die erste These meiner geplanten Biographie der Autobiographien zu formulieren, und die geht so: Autobiographien erfreuen sich deshalb eines besonderen Zuspruchs der Leserinnenschaft, weil sie der Spiegel des eigenen, so nicht gelebten Lebens sind. Nicht meine Lektüre, so dachte ich, wohl wissend, dass ich erst vor zwei Wochen das schlechte Wetter zu Weihnachten nutzte, um parallel drei autobiographische Texte zu lesen. Hier sind sie:
Eins
Der Buchtitel lautet Knife, so wie im amerikanischen Original, ansonsten handelt es sich um eine Übersetzung ins Deutsche. Ich nehme an, dass den Bertelsmännern das Wort Messer inopportun erschien, hat doch das Messer im Deutschen keinen guten Klang mehr, wo man zwar lauthals über Messerverbotszonen debattiert, es aber ablehnt, die Illegalen, die das Problem erst schufen, achtkantig aus dem Lande zu werfen.
Das Buch Knife stammt von dem Schriftsteller Salman Rushdie, einem ehemaligen Inder, der via Großbritannien jetzt in den USA lebt. Es beschreibt den vor zwei Jahren auf ihn verübten Anschlag eines Mohammedaners, der sich offenbar berechtigt sah, das vor Jahrzehnten durch den finsteren persischen Revolutionsführer Khomeini gegen Rushdie verhängte Todesurteil zu vollstrecken. Man erinnert sich: Rushdie hatte den in den westlichen Feuilletons breit diskutierten Roman Die satanischen Verse veröffentlicht, der in der islamischen Welt für viel böses Blut sorgte, weil, wie ich las, darin über den arabischen Religionsstifter Unerfreuliches zu lesen sein soll. Der Leser bemerkt es sogleich: Ich habe das Skandal-Buch ebensowenig gelesen, wie all die anderen, die sich darüber ereiferten.
Das Attentat auf Rushdie war überaus brutal. Die Messerstiche brachten ihn dicht an die Schwelle des Todes, die er wie durch ein Wunder nicht überschritt. Besonders schauerlich wirkt noch heute auf mich, dass ihm ein Auge ausgestochen wurde. Im ersten Kapitel des Buches erlebt der Leser den Angriff auf den Autor in einer lesenswerten Reportage aus seiner Sicht, im wahrsten Sinne des Wortes, bis zu dem Zeitpunkt, wo ihm die Sinne schwanden.
Doch jetzt kommt das Ja-aber. Der Leser wird im Weiteren in die Welt des Salman Rushdie eingeführt. Es ist eine Welt der moralischen Überlegenheit, der New Yorker Schickeria, wo man bei Ausstellungen, bei Lesungen und bei angesagtem Essen angesagte Leute trifft, die sich über jene erheben, die nicht so weltoffen sind wie sie selbst. Dass ausgerechnet aus diesen Kreisen auch Leute zitiert werden, die im Nachhinein Verständnis für den misslungenen Meuchelmord äußerten, lese ich mit Abscheu. Ich lese mit Unverständnis, dass es Leute gibt, die sich an der Ironie weiden, dass die Untat an einem Orte geschah, wo die Guten sich eigens versammelt hatten, um die Alternativlosigkeit ihrer Werte zu betonen, und im selben Atemzug lese ich Kritik am Versagen des Sicherheitsdienstes. Eine Welt also, wo das wechselseitige friedliche und weltumspannende Umarmen nur unter bewaffnetem Personenschutz möglich ist.
Schließlich noch die Liebe. Darüber ist kaum zu diskutieren, wenn ein über Siebzigjähriger sich in eine deutlich jüngere Frau verliebt, die diese Liebe erwidert. Schöne Geschichte, das. Beide Familien sind strikt dagegen. Kommt vor. Beide Familien sind überaus erfolgreich, auch die Familie der Frau, deren Mitglieder tauchen am Rande auf. Einer davon, ein Bruder der jungen Frau, der erste schwarze Bürgermeister von Weiß-ich-wo in den USA. Ach, das ist es? Gerne füge ich hinzu, es ist mir wurscht, wer hier mit wem, aber Unmut kommt auf, wenn wir auf diese Weise erfahren, wie wichtig dem Autor die Gewalttäter-Bewegung mit Namen Black-lives-matter ist. Das ist unverhohlen Lob der politischen Gewalt. Aber nur, wenn’s grade passt.
Und als schließlich die Ausfälle gegen den eigenen Vater (angeblich ein Säufer), der dem Autor das Leben eines Dandys an Englands Elite-Universitäten ermöglichte, zum Thema des Buches gemacht werden, da habe ich es zugeklappt. Soviel Korrektheit muss sein.
Zwei
Das Buch von Bernd Wagner Die Sintflut in Sachsen ist laut Untertitel, den der Verlag für richtig hielt, ein Roman. Es ist jedoch, falls nicht alles, was da zu lesen ist, gelogen sein sollte, in Wirklichkeit eine Autobiographie mit einigen leicht nachvollziehbaren Verfremdungen.
Das Buch bringt die Geschichte eines Jungen aus Wurzen (in Sachsen), Ende der 1940er Jahre dort geboren und aufgewachsen. Falls, wovon ich ausgehe, nicht alles erfunden ist, dann ist es ein teils witziger, teils todtrauriger Schelmenroman über einen, der unter denkbar schlechten Bedingungen auf die Lebensbahn entsandt wird. Wir lesen im Wechsel die Reportage über diesen Weg und immer wieder eingestreut Betrachtungen aus dem Hier und Jetzt, die uns zweierlei zeigen: Was ist aus den im Lebensroman des Jungen vorkommenden Akteuren geworden, und dies hier: Was musste er selbst tun, um das zu werden, was er jetzt ist. Diese Reflexionen sind oft notwendig, denn die Welt, in der der Autor aufwuchs, ist keine, die einem Heutigen noch geläufig wäre.
Nun ist es ja in gängigen Autobiographien üblich, dass der Leser mit Kinder- und Schulgeschichten behelligt wird, die man in dem Satz zusammenfassen könnte: Bevor ich ins Leben startete, ging ich bis zum soundso vielten Lebensjahr zur Schule in Sonstwo. Hier ist das anders. Wagners Buch ist auch und streckenweise nur die Geschichte seiner Eltern. Der Vater ist ein selbständiger Schmied am Rande der Stadt, die Mutter eine ehemalige Dienstbotin vom Dorf. Also eine Aufsteigergeschichte? Nicht ganz. Haus und Grundstück sind von Vorgänger-Generationen erarbeitet und ererbt. Man war wer, in einem eigentümlichen Stolz, dem der Selbständigkeit, der sich auf einzelne der Nachkommen übertrug, wie man lesen kann, denn auch die Verwandten des Autors, Onkel, Tanten, Geschwister bevölkern detailliert beschrieben die Szenerie.
Über dem Ganzen wölbt sich die schöne neue, soeben in Schwung kommende Welt des Sozialismus à la DDR, in der Leute wie die Eltern der Klassenfeind waren. Wir erleben den Niedergang des mit viel Fleiß erwirtschafteten bescheidenen Wohlstands, das Wegbrechen der Kundschaft, das Verschwinden der einst auf jedem der Höfe vorhandenen Pferde. Das Aussterben der Höfe selbst, zudem der selbständigen Handwerker und Händler und mit diesen der Verfall einer offenbar einst reichen Kneipen-Kultur, wo man sich traf, bramarbasierte und Karten spielte. Traditionen verschwinden und mit ihnen eine wohlgeordnete und ausdifferenzierte Gesellschaft, an deren Stelle der genormte neue Mensch treten sollte. Einige fügten sich nur widerwillig, andere liefen mit fliegenden Fahnen über.
Und schließlich, ich kann es mir nicht verkneifen, der Autor als Liebhaber. Das sind mehr als nur Andeutungen, wenn es darum geht, das weibliche Geschlecht ins Zentrum des eigenen Lebens zu rücken. Ich habe nicht vor, hier die Details preiszugeben. Die sollte sich der Leser schon selbst erarbeiten. Doch soviel sei verraten: Da ist mir ab und an ein verstehendes Aha oder So-so entschlüpft. Die Zahl der Möglichkeiten ist offenbar begrenzt. Was nicht bedeutet, dass man Anderleute Leiden der Menschwerdung nicht vergnügt liest. Ganz im Gegenteil. Ich tat’s.
Das Buch endet, lange nach dem Tod des Vaters, schließlich auch mit dem Ableben der Mutter, deren spätes Siechtum den Sohn wieder in die völlig veränderte Nachwende-Vaterstadt zurückführt. Als die kleine Trauergesellschaft nach der Beerdigung beisammensitzt, bricht der Deich des Flusses Mulde. So geht das Buch in einem Furioso zu Ende. Ich empfehle es allen, die in ein längst vergangen geglaubtes Leben ohne jedes Nostalgie-Gejammer eintauchen wollen. Diejenigen, die so gelebt haben, sind noch unter uns. Der Autor ist einer davon.
Drei
Dieses dritte Buch ist ein nobel ediertes Bändchen des holländischen Schriftstellers Cees Nooteboom mit dem Titel Venedig – fluide Stadt. Nun besteht ja weiß Gott kein Mangel an Schriften über die Lagunenstadt, und jeder Venedig-Reisende wird sein Lieblingsbuch über die Stadt und ihre Geschichten zu loben wissen.
Das vorliegende Buch, auf einen simplen Nenner gebracht, möchte ich den Bericht eines Flaneurs nennen. Der Autor beschreibt, was er unternahm und sah, als er es sich zur Gewohnheit machte, bei einem längeren Aufenthalt, also in einer Mietwohnung wohnend, Venedig abseits der Touristen-Ströme zu seiner eigenen Sache zu machen. Das klingt wie die Quadratur des Kreises: der Tourist als Nicht-Tourist. Damit hat er bei mir eine Saite zum Klingen gebracht, denn der selbe Wunsch stellte sich bei mir in den Nuller Jahren dieses Jahrhunderts ein, als ich ein festes Quartier bezogen hatte, das es mir freistellte, mich zu Hause zu fühlen, nicht jeden Tag etwas zu unternehmen, dafür aber für den täglichen Bedarf einzukaufen.
Zurück zum besprochenen Buch, es ist ein autobiografischer Text, über dessen Sorte und Leserschaft ich mich am Eingang dieses Aufsatzes lustig machte. Nun gilt: Ich habe ihn gelesen, um mich in ihm zu spiegeln. Er ist so, als wäre er eigens für mich geschrieben worden. Dem Buch sind einige schwarz-weiß Aufnahmen der Photographin Simone Sassen beigegeben. Ich nehme mir vor, beim nächsten Mal auf den Wegen Nootebooms und seiner Gefährtin zu wandeln – beim hoffentlich nächsten Mal.