Es ist ermüdend, den Nachrichten über den Nahostkrieg, die aus dem Weißen Haus quellen, noch Beachtung zu schenken, solange es keine Pendants aus Teheran gibt. Also haken wir missmutig ab, dass das Gerede über den unmittelbar bevorstehenden Deal nur das ist, was es ist: Gerede.
Gerede (2): Gestern kaufte ich aus Neugierde in einer Kaufhalle in Mechelroda (an der A 4), die ich wg. der dortigen erstaunlichen Metzgerei angesteuert hatte, erstmals eine papierene Ostdeutsche Allgemeine. Ein erstes Überfliegen im Freien weckt Neugierde. Ein doppelseitiger Artikel über das Marine-Kommando in Rostock referiert ausgiebig den offiziellen Standpunkt, dass es sich hierbei um eine deutsche, wiewohl multinationale Einrichtung und keineswegs eine solche der Nato handele. Es wird der wissenschaftliche Dienst des Bundestages zum Zeugen aufgerufen, dass ein Verstoß gegen den Zwei-plus-Vier-Vertrag nicht vorliege, der Nato-Einrichtungen in der Ex-DDR verbietet. Ich will nur am Rande bemerken, dass die Russen dies anders sehen. Ich frage mich, warum zum Henker begibt man sich in diese unhaltbare Position. Sie ist unnütz, wo nicht schädlich oder sogar gefährlich.
Gerede (3): Nach Drohneneinschlag in Rumänien zeigt der Wertewesten mit dem Finger auf den bitterbösen Putin, der allerdings dementiert. Fritz der Kanzler nutzt die Gelegenheit, um dem Russen zu drohen. Fragt sich wozu und womit. In der wenig erbaulichnen Beurteilung des Kanzlers ist neben Pinochio das Kürzel FRTZ sehr beliebt, letztes mit Zusätzen, die ich mir aus Gründen des guten Geschmacks schenke. Lackaffe jedenfalls, sagt das Amtsgreicht Heilbronn, darf man ihn nur gegen 100 € nennen. Ich wäre auf die Idee nicht gekommen, dies zu tun, weder das eine noch das andere.
Schilda, wie es leibt und lebt, allerdings kenne ich die Vorgeschichte nicht:
29. Mai 2026
Die Lage in Nahost bleibt verworren. Aus den USA kommen gestern Nacht binnen weniger Stunden Behauptungen, die nicht zusammenpassen: a) erfolgreiche Abwehr iranischer Drohnen in Kuweit, b) unmittelbar bevorstehende Verlängerung des Waffenstillstands um 60 Tage, c) Aufrechterhaltung der Iran-Blockade, d) Weltweit neue Sanktionen gegen persischen Ölverkauf, einschließlich der Sanktionierung der neuen persischen Zollbehörde für die Straße von Homus.
Nahost (2): Nur in Israels Libanon-Krieg bleibt alles beim Alten. Gestern wieder Luftangriffe mit zahlreichen Toten und Verletzten. Siegesmeldugen über weitere getötete Hamas-Führer.
Es ist schon fast rührend, wie Mainstream versucht, eine Kanzler-Krise herbeizureden. Nur Fritz weiß von nichts und kündigt bei einem Heimspiel in Arnsberg neue wunderbare Reformen an. Niemand glaubt das.
Das OVG des Saarlandes verfügt, dass in Saarbrücken, wo man die AfD praktischerweise von der Wahl ausgeschlossen hatte, erneut gewählt werden muss. Nicht, dass sowas Rückschrittliches Schule macht.
28. Mai 2026
Ich bin offenbar nicht der Einzige, der den Stillstand bemerkt. Einige sprechen vom vorweggenommenen Sommerloch. Es arbeiten sich die Gazetten am Nichts ab: Viren, auf die niemand anspringen will, aus dem Off auftauchende Hitzerekorde, Veröffentlichung von UFO-Akten aus dem Pentagon, viertrangige Parteiquerelen, die zu Ereignissen aufgebauscht werden. Angeblich sollen die Heroen hinter der Hand über den Sturz von Fritz dem Kanzler lamenieren.Da glaube ich kein Wort von.
Nichts (2): Auch an den Kriegsfronten ist es verdächtig still. Die zu erwartende Reaktion des Iran auf die Bombardierung der seiner Südküste vor zwei, drei Tagen lässt auf sich warten, ebenso die praktische Reaktion der Russen auf die gezielte Tötung von Schülern in der Provinz Lugansk durch ukrainische Drohnen. Nehme an, dass man dort die Drohnen-Trümmer genau untersucht, um festzustellen, wer sie hergestellt hat.
Nichts (3): Der Don kann seit zwei Tagen kein Unheil anstiften, weil er sich im Armeekrankenhaus zum periodischen Gesundheits-Check befindet. Hätte ich was zu sagen, würde ich ihm eine Krankschreibung raten, so dass er wieder Zeit fürs Golfspielen hat. Ich weiß schon, das wäre zu schön, um wahr zu sein.
26. Mai 2026
Zum Schutz ihrer Streitkräfte haben die US-Boys gestern Raketen- und Bombenangriffe gegen die persische Marine und die erkannten Raketen-Abschussrampen in Südpersien durchgeführt. Man muss das mit Genuss lesen, denn es entspricht haargenau der Erklärung von Centcom von heute Nacht. – Ich übersetze mal ins Klardeutsche: Wir brechen die Waffenruhe, wann immer es uns passt.
Lügen (2): Zeitgleich hat der Don mitgeteilt, dass ein Abkommen mit dem Iran – man sei übrigens auf gutem Wege – nur infrage komme, wenn auch Staaten wie Pakistan, Saudi Arabien und die Türkei eingeschlossen seien. Von Israel sprach er in diesem Zusammenhang nicht. Diesmal äußerten sich persische Offizielle der zweite Reihe ziemlich prompt: Es gäbe Punkte, bei denen man sich einig sei, aber im Wesentlichen sei das nicht der Fall. Ich tippe mal auf den Abzug der Amerikaner aus der Region. In DC tut man so, als sei das nicht gesagt worden.
Lügen (3): Die Tichy-Front zeigt heute Morgen Verständnis für den Hegemon, den sie selbstredend nicht so nennt. Getreu, bis in den Tod. Jungs, das hatten wir schon mal. Mit nicht so ganz gutem Ausgang.
Lügen (4): Es gibt eine breite Fronde von Leuten, die Fritz den Kanzler für einen Lügner halten. Doch bei seiner Russland-Aggressivität spalten sich die Reihen. Vielleicht liegt das daran, dass er hier nicht lügt, wenn er darauf hinwirkt, Deutschland in aller Kürze in den Krieg mit Russland zu führen. Wo zum Henker kommen bloß all diese Kriegsfreunde plötzlich her? Vielleicht wäre eine ehrliche Antwort diese hier: Meine Generation war die letzte, die mit den Kriegsfolgen hautnah konfrontiert wurde: Zerbombte Stadtviertel und überall Kriegskrüppel gehörten zum Alltag der Kinder, so wie ich eines war. Bereits für die Generation danach, die jetzt an der Macht ist, fällt dieses Erleben weg. Sie verbindet Krieg nicht untrennbar mit den Kriegsfolgen.
25. Mai 2026
In der Nacht auf gestern fand wie angekündigt eine russische Reaktion auf die ukrainischen Dohnenangriffe der Vorwoche statt, deren letzter ein Studentenheim in der Provinz Lugansk zerstörte, wobei etliche Bewohner den Tod fanden. Erwartungsgemäß griffen die Russen nun Kiew an. Es muss sich um einen Luftangriff mit Hunderten von Raketen und Drohnen gehandelt haben. Über deren Wirkung sind nach wie vor keine verlässlichen Angaben zu erhalten.
Luftangriff (2): Der Westpresse entnehme ich, dass das ARD-Studio in Kiew zerstört und das der Deutschen Welle beschädigt wurde. Damit hat die deutsche Presse wenigstens ein Thema, was zu stundenlangen Experten-Einschätzungen geeignet ist. Verletzt wurde niemand, denn deutsche Reporter pflegen nachts zu schlafen.
Luftangriff (3): Fritz der Kanzler spricht von einer (hier beliebiges Adjektiv einsetzen) Eskalation. Wenn ich mich nicht täusche, ist das doch das, was er erreichen wollte. Oder irre ich mich? Falls er in den Wochen zuvor der Meinung gewesen sein sollte, man könne die Angriffe nach Russland hinein mit Hilfe deutscher Waffen gefahrlos steigern, ohne eine russische Antwort zu erhalten, dann hat er sich wohl geirrt. Der erneute Einsatz von Oreschnik-Hyperschall-Raketen – es ist der bisher dritte insgesamt – ist vermutlich eine allerletzte Warnung an die europäischen Hauptstädte.
In Nahost gehen Blockade und Gegenblockade weiter. Die US-Kommadobehörde Centcom berichtet über die Zahl bisher gekaperter Schiffe mit vedächtiger Fracht. Die Angaben schwanken allerdings, offenbar je nach Tagesform des Don. Vor drei, vier Tagen waren es exakt 17 Schiffe, gestern sind es genau 100. Die Perser melden derweil, wieviele Schiffe mit ihrer Genehmigung die Straße von Hormus passieren. Sie sprechen von über 200 pro Tag. – Da harmoniert irgendwo irgenwas nicht.
Nahost (2) und anderswo: Auf die Meldungen aus dem Weißen Haus über den Stand der Verhandlungen mit Persien gebe ich seit Wochen nichts mehr. Sie lassen keinen Plan erkennen, was vermutlich daran liegt, dass es keinen gibt. Derweil rüsten die US-Boys verbal gegen Havanna auf, was bekanntlich nicht in Nahost liegt.
24. Mai 2026
Niemand hatte mich gezwungen, am gestrigen Pfingstsamstag das Auto zu benutzen und nach Süden aus Schilda rauszufahren. War die pure Freundlichkeit, zu der ich mich hatte breitschlagen lassen. Ich zahlte mit einem PKW-Stau an der Autobahnauffahrt, wo hiesige Sonntagsfahrer versuchten, mit einer abgeschalteten Ampel zurecht zu kommen. Merke: Hier gilt nicht Vernunft, sondern das Erzwingen vermeintlicher Vorfahrtsregeln. Es ist doch merkwürdig, dass unter der Woche, noch zudem mit regem LKW-Aufkommen, derartiges Chaos nicht entsteht.
Stau (2): Mir geht durch den Kopf, dass dies dieselben Deutschen sind, die den Abend vor der Glotze verbringen, um von Experten darüber belehrt zu werden, was jetzt mit dem Kadaver eines Buckelwals vor Dänemarks Küsten geschieht (Endgame), der wochenlang als Wal Timmy die Deutschen im Fernsehsessel zu Tränen rührte. Wildhüter sprechen von Ablenkfütterung.
Stau (3): Auf der A 4 zwischen Schilda und Dresden verbringe ich Stunden. In der Zeit höre ich gewohnheitswidrig einen sog. Potcast, den mir meine Mitfahrerin dank Smartphone in die Stille des Innenraums überträgt. Es unterhalten sich ein Interviewer namens Ben Bernd, von dem ich zuvor nie gehört habe, und der AfD-Vormann Björn Höcke. Das ganze dauert 4 Stunden.
Stau (4): Nach einem längeren Einstieg über Herkunft, Werdegang und Wechsel in die Politk, geht es ums Eingemachte. Was, wenn der Politiker H. an die Macht kommt? Der Interviewte ringt sichtlich um Worte. Das ist insofern sympathisch, weil man Zeit hat, die Gedanken nachzuvollziehen, anstatt mit aalglatten Floskeln abgefüttert zu werden. So kommt heraus: Er will die Massenzuwanderung sofort stoppen und die Illegalen im Rahmen des geltenden Rechts wieder loswerden.
Stau (5): Bemerkenswert ist, welches Geschichtsverständnis diesem Handlungsdrang zugrunde liegt. Ich erkenne Gedanken wieder, wie auch ich sie vor Jahen schon in Unterwegs zur Weltherrschaft formuliert habe. Nun fehlt mir die Eitelkeit, mich für den Inspirator zu halten. Aber irgendwie erleichtert bin ich schon, wenn ich auf Leute treffe, die in ähnlichen Bahnen denken, wenn es um die aufgepfropfte deutsche Schuld geht. Die Erklärung hierfür ist fast zu simpel: Höcke stammt aus einer Vertriebenenfamilie. Da erkennt man dann auch manches andere wieder.
Stau (6): Mainsteam ist empört. Es geht wie so oft: Ohne dieses Geifern hätte ich im Leben nichts von diesem Gespräch gehört. Millionen anderer geht es ebenso.
23. Mai 2026
Mit dem Antisemitismusvorwurf ist unsere Gaga-Gesellschaft schnell bei der Hand. Er gilt als die letzte Allzweckwaffe, um Andersdenkende mundtot zu machen. Mir ist klar, dass es Leute gibt, die eine solche Feststellung, wie sie soeben von mir getroffen wurde, als Antisemitismus brandmarken werden.
Antisemitismus (2): Ich frage mich, ob es den einschlägigen Vorwurf auslösen wird, wenn ich hier mitteile, dass ich zur Zeit den Talmud lese und zwar nur so, ohne mich zum Inhalt des Gelesenen zu äußern. Ich weiß auch nicht, ob es bereits Empörung auslöst, wenn ich hier mitteile, dass ich mir die deutsche Übersetzung des Buches vor zwei Wochen gekauft habe. Ein Stapel davon lag zu meiner Verblüffung in der Intelligenzabteilung des Kaufhauses Globus bei Jena. Ich sah geradezu reflexhaft ins Impressum des Buches. Es handelt sich um ein Bertelsmann-Imprint. Soso. Ist das ein Gütesiegel von Mainstream?
Antisemitismus (3): Der Don gab gestern ein Interview, in welchem er zu Besten gab, dass 99 % der Leute Israels für ihn seien. Bei solchen Zustimmungswerten könne er ohne weiteres Ministerpräsident von Israel werden. Man stutzt, wenn man solch einen Blödsinn hört und denkt für den Moment: Wenn er’s doch täte. Ich gebe zu, dass mich diese Gedanken anflogen.
In Helsingborg tagen die Nato-Außenminister, um den Krieg auf den beiden Schauplätzen zu koordinieren. Marco aus DC äußerte vor laufender Kamera die Meinung, er habe keinen Plan, um die Straße von Hormus zu öffnen. Was er hinter verschlossenen Türen sagte, wurde naturgemäß nicht mitgeteilt. Ich denke mal, die anderen Kriegshelden werden ihn gefragt haben, ob es stimmt, dass die Golfstaaten, allen voran Saudi Arabien, den Don gedrängt haben, lieber heute als morgen Frieden mit Persien zu machen, nachdem mehrere leitende Funktionäre und vorgestern auch der neue Ajatollah angedroht haben, im Falle der Wiederaufnahme des Krieges durch die USA die anderen Staaten am Golf in das Stadium der Kameltreiber zurückzuversetzen. Das ist ernst zu nehmen, und es ist den davon Betroffenen offensichtlich unangenehm.
21. Mai 2026
Wie weit wollen es die Kriegstreiber innerhalb der EU noch treiben? Die Abstürze von ukrainischen Drohnen über den baltischen Staaten geben Anlass zum Nachdenken. Die russische Seite hat auf mehreren Ebenen massiv gedroht, man werde die in diesen Staaten vorhandenen Standorte der aktiven Ukraine-Unterstützung, die man genau lokalisiert habe, ausschalten und zwar ganz unabhängig davor, ob es sich hier um das Territorium von Nato-Mitgliedern handele.
Balten (2): Das Leugnen der aktiven Kriegsteilnahme ließ keine 12 Studen auf sich warten. Bleibt die Frage, was denn die ukrainischen Drohnen in diese Staaten gelenkt haben mag und wo sie herkamen. Ich gehe davon aus, dass die Russen jetzt ernst machen und einen Probeschuss abgeben. Falls es stimmt, was deren Auslandsdienst SWR hierzu mitgeteilt hat, nämlich dass man die Standorte der in den baltischen Staaten befindlichen ukrainischen Drohnen-Truppen genau kenne, wird der erste Schuss genau dorthin gehen.
Balten (3): Ich gehe zudem davon aus, dass es dann auf die USA ankommt, ob der Bündnisfall ausgerufen wird. Angesichts des permanenten Irreseins im Weißen Haus, lässt sich nicht vorhersagen, ob die Amerikaner sich – so wie angekündigt – aus Europa zurückziehen, also nichts machen, oder ob Trump die Gelegenheit zu einem neuen großen Publicity-Ablenkungsschlag nutzen wird.
20. Mai 2026
Heute finden die chinesisch-russischen Konsultationen auf der Ebene der beiden Führer statt. Schon der gestrige Auftakt mit einer Militärparade beider Streitkräfte hätte kaum üppiger ausfallen können, um den Unterschied zum Staatsbesuch von Trump in Peking vor 10 Tagen zu dokumentieren. Die Westpresse höhnt, dass Putin als Bittsteller gekommen sei, um von den Chinesen über jenes Ereignis instruiert zu werden. – Jungs, das ist Wunschdenken. Hier versuchen Zweie die Machtlinien der Welt neu zu ordnen. Die Militärparade signalisiert: Wie sind mächtig genug, dies zu tun.
Neuordnung (2): Einer der Schwerpunkte – so stelle ich mir vor – wird der Nahe Osten sein. China wird Pakistan sowie Saudi Arabien und Russland die Türkei in die Waagschale werfen. Beide werden erörtern, wie weit sie noch zulassen werden, dass USA-Israel via Persien den Welthandel ruinieren. Sie werden miteinander abstimmen, wer und wie man die schlechten Nachrichten den Amerikanern überbringt.
Neuordnung (3): Laut amerikanischer Presse hat gestern ein US-Kampffluzeug im estnischen Luftraum eine ukrainische Drohne abgeschossen. Kann mir mal wer erklären, warum die da rumflog? Die Presse behauptet, sie kam aus Russland. Müsste es nicht etwas genauer heißen: sie sollte nach Russland? Falls aber nun doch aus Russland, dann spricht einges dafür, dass die Russen sie ablenkten. Das sollte zu denken geben, falls das eine neue Fährigkeit der Drohnenabwehr dokumentiert.
Neuordnung (4): Vor drei, vier Tagen wurde – die Meldungen hierzu sind uneinheitlich – ein Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Drohnen angegriffen. Welche Schäden angerichtet wurden, ist unklar. Die Medien sprechen von einem persischen Angriff. Das kann kaum sein, wenn denn die Perser ihren Kurs der gezielten Reaktionen beibehalten. Ich tippe daher auf einen Angriff unter falscher Flagge. Auf der wirklichen Flagge dürfte sich ein sechszackiger Stern befinden, denn Israels Offizielle lassen keinen Zweifel aufkommen, dass sie den Nahostkrieg wieder anheizen wollen.
19. Mai 2026
Wir leben in einer Welt, von der wir verunsichert werden. Das ist nichts Neues oder gar Originelles, sondern das war schon immer so, seit unsere Art sich durch Selbstbenennung den Zusatz Sapiens gab. Seltsamer Weise besitzen wir die Fähigkeit, den Grund für die Verunsicherung zu entdecken und auf Abhilfe zu sinnen. Ob das, was wir uns dabei ausdenken, hilfreich war, werden wir nie erfahren. Dafür stehen die Chancen ziemlich gut, dass unsere Nachfahren darüber lachen werden. Uns bleibt nur der Trost, dass wir ihr Lachen nicht hören müssen, mit dem sie zum Ausdruck bringen, dass sie genauso verunsichert sind wie wir.
18. Mai 2026
Es wird Zeit, dass die Deutschen wieder zur Besinnung kommen. Vielleicht sind ja die beiden aktuellen Kriege hilfreich, dass das passiert. Es ist hier nicht das Partei-Ergreifen gemeint, sondern das Unausweichliche der Kriegsfolgen, an erster Stelle das Versiegen der Energiequellen, die ein Ende der Illusionen erzwingen werden.
Illusionen (2): Wo kommt bloß der Glaube her, dass wir weitermachen können wie bisher? Wo, dass wir von freundlichen Nachbarn umgeben sind? Wo, dass wir die ganze Welt zur Party einladen können?
Illusionen (3): Da lob ich mir den Don. Kaum ist der aus Peking zurück, droht er dem Iran, dass dessen Zeit jetzt abläuft. Zeitgleich trifft der Flugzeugträger Gerald Ford an der amerikanischen Ostküste ein. War der laut Westpresse nicht vor Tagen erst in Nahost gesichtet worden, um dort die Perser zu zügeln? Nehme daher an, dass Träger und Flugzeuge die Rollen getauscht haben und die Letztgenannten mit dem Stahlkoloss nach Hause gejettet sind.
16. Mai 2026
Robert Kagan, Streitross und Vordenker der Neocons(ervativen), hat sich mit einer ruppigen Kritik am Kriegsgeschehen in Nahost in No. 5/2026 von The Atlantic zu Wort gemeldet. Das ist das Sprachrohr der US-Welt- und Rüstungsherren. Kagan konstatiert eine vernichtende Niederlage der USA in Nahost mit weltpolitischer Bedeutung. Das ist Kritik aus einer Ecke, die für Trump mehr als nur unbequem ist, denn hier meldet sich der Antreiber der amerikanischen Einmaligkeit (Exzeptionalität) sowie des Schulterschlusses mit Israel und bezichtigt den eitlen US-Präsidenten der Unfähigkeit. – Das ist den amerikanischen Kriegsgewinnlern offenbar ein Schluck zuviel aus der Pulle der Kritik, denn gestern Abend gegen 22 Uhr ist der Artikel plötzlich aus dem Netz verschwunden („We’re having trouble displaying the page you’re looking for“). https://www.theatlantic.com/international/2026/05/iran-war-trump-losing/687094/.
Kagan (2): Man erinnert sich, dieser fett gewordene Mann ist seit Jahrzehnten (im Verbund mit seiner für die praktische Umsetzung zuständigen Ehefrau Victoria Nuland) der führende intellektuelle Kriegstreiber der westlichen Hemisphäre. Der heutige Ukraine-Krieg stammte in Planung und Ausführung aus dieser Ecke.
Nahostkrieg (2): Im Bundesstaat California, an der Pazifik-Küste gelegen, wurde in dieser Woche der letzte vom persischen Golf vor dem Ausbruch des Krieges (28. Februar) abgefahrene Öl-Tanker gelöscht. Diese Meldung bedeutet zweierlei: Sie zeigt, wie lange es dauert, bis das sog. Öl-Lager auf See leer läuft, und sie beleuchtet einen bislang hierzulande wenig besprochenen Umstand, nämlich den, dass der wirtschaftlich potenteste Staat der USA, der bevorzugt Öl vom Golf verwendete, jetzt ein massives Versorgungsproblem hat, das durch wokes Geschwätz, was dort daheim ist, nicht gelöst werden kann, denn es gibt keine inneramerikanischen Öl-Pipelines, die das Manko beseitigen könnten, weil der Sonnenscheinstaat es sich leisten konnte, hocherhobenen Hauptes auf derartige Reserve-Stränge, die als Umweltzerstörung gebrandmarkt wurden, zu verzichten.
Schnell noch was von vor der Hoftür: Im sächsischen Landtag bliesen die Grünen die Backen auf und verlangten von der dortigen Minderheitsregierung das Mittun an einem Sondergesetz für den Schutz kleiner Metzgereien. Schwarz-Rot lehnte ab, doch beim Auszählen stellte man überrascht fest, dass das Gesetz mit Mehrheit verabschiedet worden ist. AfD und BSW machten das möglich. Jetzt entschuldigen die Grünen öffentlich ihren Vorstoß. Merke: Bedenke, worum du bittest, …
BSW (2): Das Vorstehende wird eine der letzten Meldungen gewesen sein, die wir vom polit-praktischen Tun des BSW lesen. Nach der Demontage der schönen Frau durch die eigenen Genossen in Thüringen und Brandenburg hat die Partei den unwiderruflichen Weg in die Bedeutungslosigkeit angetreten. Ihre definitiv letzte Chance, das Steuer auf den Weg ins Nichts herumzuwerfen, hätte sie nach wie vor in Thüringen, wo sie durch gemeinsames Tun mit der AfD dank gemeinsamer parlamentarischer Mehrheit locker einen sensationellen Coup nach dem andern landen könnte, aber, aber: sie wird durch ideologische Scheuklappen an der praktischen Vernunft gehindert.
15. Mai 2026
Trump und sein Hofstaat haben China heute wieder in Richtung USA verlassen. Was genau der Sinn dieser zweitägigen Visite war, bleibt ein Geheimnis für Experten und Hof-Astrologen. Die bereits schon einmal für April terminierte Reise wurde wg. der dunklen Wolken über dem Iran abgesagt. Dass sich die Lage für den Sieger der Geschichte seitdem verbessert hätte, kann ich nicht erkennen.
China-Trip (2): Der Appell von US-Außenminister Rubio, die Chinesen möchten sich ihrer Verantwortung für den Iran besinnen, klingt in meinen Ohren ziemlich schrill. Es geht den Chinesen schlicht um die eigene weltpolitische Position und nicht um die Wirtschaft-Kalamitäten der USA.
12. Mai 2026
Die fliegenden Möbelwagen der US Air Force bevölkern den Himmel über der Pfalz. Man kann ihnen von unten aus nicht ansehen, ob sie Kampfes-Allerlei zur Judäischen Heilsfront oder zur Heilsfront von Judäa fliegen – oder Richtung Kiew.
Judäische Heilsfront (2): Die Lage spitzt sich wieder zu. Der Don hat lernen müssen, dass sein sog. Friedensvorschlag von den Persern brüsk zurückgewiesen wurde: über Uran und verwandte Probleme wird nicht gesprochen, sagen sie.
Judäische Heilsfront (3): Jetzt lässt der verärgerte Trump verbreiten, dass die Perser kurz vor dem Zusammenbruch stehen, weil ihre Öltanks überlaufen. Dass dieselben in den Vereinigten Arabischen Emiraten in einer ähnlichne Lage sind, wird sicherheitshalber nicht erwähnt. Dortzulande ist man mittlerweile so klamm, dass man in den USA um Sonderkonditionen nachgesucht hat, um Dollars heranschaffen zu können. Nun ja, das Leben im absouten Luxus ist teuer, zumal wenn es an Einnahmen fehlt.
Judäische Heilsfront (4): Hilfe naht nicht von obern, sondern angeblich aus Europa. Ein deutsches Minensuchboot, ein britischer Zerstörer und ein französischer Flugzeugträger sollen die Straße von Hormus freikämpfen (oder so ähnlich). Versucht es erst gar nicht, verlautet es aus Teheran an die Adresse von London und Paris. Falls dort ein außenpolitisches Ablenkungsmaöver wg. der desaströsen Lage im Innern auf der Agenda steht, wurde womöglich nicht berücksichtigt, dass in beiden Hauptstädten mit einem gewaltigen und gewalttätigen moslemischen Mob gerechnet werden muss.
Judäische Heilsfront (5): Lese bei Danisch einen überraschend nüchternen Text, der sich damit beschäftigt, dass der amerikanisch-israelische Angriff eher unbeabsichtigt bedeutende Sparten des Globalismus schwer beschädigt hat. Das Ergebnis mag zutreffend geschildert sein, der Zusatz „unbeabsichtigt“ wäre wohl zu debattieren, ohne den bekannten Theorien (z.B. der von der jüdischen Weltverschwörung) nachzueifern.
Ostfront: Die US-gesteuerten Medien feiern gerade den Zusammenbruch Russlands, dessen Präsidenten derzeit das Wasser bis zum Halse stehe. Ich halte das für plumpe Propaganda. Sollten deren Verbreiter selbst daran glauben, verkennen sie gründlich die russische Seele (die es angeblich nicht gibt).
Ostfront (2): Ursula von Brüssel und ihre zickige Außen-Estin haben den Putin-Vorschlag, Schröder zwischen Europa und Russland moderieren zu lassen, brüsk abgewiesen. Die Damen sind auf Krawall gebürstet und wollen Krieg. Allerdings erst 2029. Bis dahin soll es eine gewaltige und unbezwingbare Armee geben. Soso.
Ostfront (3): In den letzten Tagen haben die Polen 49 Milliarden aus Brüssel abgegriffen, um die polnische Armee zur größten Europas zu machen. Das hatten wir 1939 schon einmal. Politiker aus Estland und Lettland widersprechen vorsichtig. Man kann das mit Blick auf eben jenes Jahr 1939 ohne Mühe verstehen.
11. Mai 2026
Überraschend war vorgestern Abend Putins Vorschlag, Gerhard Schröder als Moderator für Friedensverhandlungen zu benennen. Weniger überraschend war das Katzenkonzert drittrangiger deutscher Polit-Darsteller, das gerstern darob erklang.
Ostfront (2) & der Don: Wenn es den Amerikanern ernst damit ist, den Ukraine-Krieg quitt zu kriegen, müssten sie nun etwas sagen. Vielleicht einen Co-Moderator benennen. Allerdings kann man bei deren außenpolitischem Hopserlauf nichts Verlässliches prognostizieren. Es gibt Leute, die behaupten, dass dies die Stärke von Trump sei. Vielleicht ist der jetzt auch zu sehr abgelenkt, weil er mit dem üblichen Trara die Stellungnahme Irans zur amerikanischen Unterwerfungs-Adresse als völlig inakzeptabel bezeichnen musste. Jetzt setzt er auf China und seinen Besuch dort bei Xi. Der wird ihm in Sachen Iran kaum weiterhelfen.
Ostfront (3): Die Experten für den Sieg über Russland diskutieren das Erscheinen einer neuen Wunderwaffe, einer weitreichenden Laser-Kanone, die den russsischen Drohnen den Garaus machen soll. Davon glaube ich kein Wort, denn wäre das Ding im Einsatz, hätten wir die Siegesmeldungen bereits aufgetischt bekommen.
Nachts lese ich den Roman Oben in der Villa von Somerset Maugham. Es ist eine kurze frivole Liebesgeschichte über das Personal des untergehenden Empire im Jahre 1938. Tatort ist die Toskana, ich sehe die Figuren vor mir. Was will man mehr.
10. Mai 2026
Man muss auch loben können, sonst läuft man in der Dunkelheit des Alltags im Kreise. Also dieses hier, das ich heute Nacht der Webseite von Danisch entnommen habe:
Guten Abend Herr دانيش (so auf persisch). Ich traus mich kaum zu sagen…. Englisch ist benennend. – Deutsch ist beschreibend. Bei Sprachwissenschaftlern (besonders Dolmetschern, Übersetzern) ist das allgemeiner Konsens. Englisch ist prägnanter. – Deutsch ist genauer. Simultanübersetzungen entsprechend herausfordernd. Es ergibt sich daher, dass (grob) Englisch eine gälisch-keltische Mischsprache ist, die sich vom Germanischen massiv unterscheidet, Persisch hingegen dem Deutschen sehr ähnlich ist. Alle gehören zu den indo-germanischen Sprachen. Mir hat das Wissen um Benennung und Beschreibung im Umgang mit diversen Sprachen geholfen.
Lob (2): Die Carmen, so wie gestern Abend in Leipzig, habe ich so noch nie gesehen. Die Hervorhebung des Optischen ist durchaus kein Verschreiber eines Sprachamputierten. Das Bühnenbild und die ständige Bewegung des Chores waren spektakulär. Letzter auch akkustisch. Ebenso der Tenor. Er war durchaus nicht der schöne Soldat, wirklich nicht, aber die Stimme – und die in einem deutschen Opernhaus. – Lächerlich am Rande: Die Titelheldin ist eine Zigeunerin, auch als Selbstbenennung im Text. Dass das Obernhaus auf Anführungszeichen nicht verzichten konnte, zeugt von den Begrenzungen der Intendantur. Schön hätte ich es gefunden, sie hätte ich-bin-eine-sogenannte-Zigeunerin gesungen. Hat sie aber nicht.
Leipzig (3): Zwischen Gewandhaus und Opernhaus liegt macherlei Grünzeug auf dem Platz. Es soll von der Amokfaht der letzte Woche künden.Das Auto als Waffe der Verzweiflung macht Schule. Mir fällt dazu nichts ein.
Leipzig (4): Nur wenige Fotos von der Vorwoche habe ich noch nicht gelöscht.
Leipzig (5): Die niedliche Vietnamesin verwickelt mich – völlig überraschend – beim Bezahlen am Tresen in ein Gespräch. Sie weidet sich an meinem Erstaunen. Ja, Abitur in Deutschland, dann Berufsausbildung mit Abschluss. Nein, diese Art der Zuwanderung hat nicht in die Sozialsyteme stattgefunden. Insofern hat die Frau Bas recht, wiewohl der Unterschied zwischen beiden Frauen. Na ja.
9. Mai 2026
Lügen haben dicke Beine: Es gibt in D keine Einwanderung in die Sozialsysteme. Diese Sentenz verdanken wir der Bundesmitvorsitzerin der SPD.
Raubkopie eines Beitrags aus der Zellerzeitung von Bernd Zeller (Habe um Absolution ersucht und Wiedergutmachung in Bewegung gesetzt).
Lügen (2): Der sich bemerkbar machende Einbruch bei den Steuereinnahmen liegt am Iran, der bekanntlich die USA angegriffen hat. Bis gestern lag alles Ungemach an dem Putin sein Angriffskrieg.
Lügen (3): Der Wolf gehört zu Deutschland (wie der Islam).
Lügen (4): Wir können die Wehrpflichtigen nicht einberufen, weil wir keine Kasernen haben.
Leider wahr: Es gibt kaum noch Geburten von deutschen Kindern. Diese traurige Wahrheit verdanken wir der Selbstauflösung des deutschen Volkes. Auch ist das ein sich selbst verstärkender Prozess.
8. Mai 2026
Du hast angefangen – Nein du. Gestern wurden drei US-Lenkwaffen-Zerstörer, die nach amerikanischen Angaben die Straße von Hormus durchfahren wollten, von persischen Drohen und Raketen angegriffen, die von der Navy – gottlob – abgewehrt werden konnten. Doch was wollten die Seehelden dort? Das Völkerrecht durchsetzen, das ist klar, doch in Wirklichkeit? Die amerikanischen Medien schwanken beim Feinschliff etwas. Die einen schreiben: sie wollten einen leeren persischen Dampfer am Weiterfahren hindern, die anderen meinen, sie wollten von See her die persischen Küstenabschussrampen für Drohnen und Raketen zerstören. Schwer zu entscheiden.
Du hast angefangen – Nein, du (2): Vielleicht hilft ja dieses hier bei der Wahrheitsfindung: Vorgestern beschoss ein US-Kampfflugzeug vom Typ Hornet einen iranischen Tanker und beschädigte dessen Ruderanlage, was ihn an der Weiterfahrt hinderte. Das – wie wir aus unseren Medien ganz sicher wissen – verbrecherische Mullah-Regime kündigte daraufhin an, man werde gegen die blockierenden US-Kriegsschiffe vorgehen.
Du hast angefangen – Nein du (3): Gehen wir noch einen Schritt zurück. Gegen die von Persien seit Kriegsbeginn verhängte – selbstredend völkerrechtswidrige – Sperrung der Straße von Hormus hat die US-Regierung die Seeblockade Persiens verhängt, die derzeit von drei Flugzeigträgergruppen und knapp 20 für den Kaperkrieg geeignete Schiffen exekutiert wird. Dies soll zum wirtschaftlichen Zusammenbruch Persiens führen, dem dann der politische folgen müsse, so dass die Straße von Hormus wieder passierbar sei, woraufhin die US-Verbündeten in der Golfregion wieder ihr Öl in alle Welt exportieren können. Sonst droht denen der wirtschaftliche Zusammenbruch, was für die US-Finanzmärkte unplanbare Auswirkungen haben könne. Also: alles ganz einfach.
Du hast angefangen – Nein, du (4): Der Krieg begann am 28. Februar 2026 mit einem massiven Luftangriff, der von israelischen und US-amerikanischen Streitkräften koordiniert ausgeführt wurde. Nach gemeinsamen Angaben der Angreifer war dies ein Präventiv-Schlag im Rahmen des Völkerrechts. Doch im Detail gehen die Angaben auseinander. Die Israelis fühlten sich zum Angriff berechtigt, da die Perser dicht vor der Vollendung ihrer Atombombe standen, die sie gegen Israel einsetzen würden. Das US-Außemninisterium schrieb auf seiner Webseite: Man habe angreifen müssen, weil man wusste, dass Israel angreifen werde und als sicher annahm, dass die zu erwartende unfreundliche Antwort des Iran auch die US-Stationierung-Streitkräfte in Nahost treffen werde. Jaja, ganz richtig gelesen.
Du hast angefangen – Nein du (5): Aus der New York Times wissen wir, dass der Kriegsplan ganz andere Entscheidungs-Elemente enthielt. Einer Sitzung im Situation Room im Weißen Haus, an der auch Netanyahu teilnahm, sei der Chef des israelischen Dienstes Mossad zugeschaltet worden, der den Versammelten erklärte, dass sich am 28. Februar 2026 in der Residenz des persischen Führers alles versammeln würde, was im Lande geistlich und weltlich Rang und Namen habe, so dass sich die seltene Gelegenheit eines Enthauptungs-Schlages ergebe. Dieser werde jegliche Abwehrkräfte lähmen und überdies einen Volksaufstand auslösen, so dass der Krieg praktisch am ersten Tag gewonnen sei. – Nehmen wir mal für einen Moment an, dass es sich so zugetragen hat, dann ahnen wir, wer angefangen hat.
7. Mai 2026
Die Sicht des Fußgängers: Eine gefährliche Macke in der Frontscheibe (nach Parken vor einem Frankfurter Hotel) zwingt mich zu einem Werkstattbesuch, dieser wiederum zu 2 Fußmärschen à 40 Minuten. Sehe Dinge, die mir sonst nicht aufgefallen wären: a) Eine gut erhaltene Ausgabe des Romans Der Fall Mauritius von Jacob Wassenmann, die ich mitnehme. b) Den Weimarhallen-Park, dessen Existenz man nicht erahnt, weil er von einer hohen Mauer umgeben ist. c) Eine mitteljunge Frau, die mir auf dem sonst menschenleeren Weg entgegenkommt und dabei ihre Brüste im Schritttempo geradezu gefährlich auf und ab wogen lässt, so dass ich unwillkürlich dem Schauspiel zusehe. Mich straft ein vernichtender Blick.
6. Mai 2026
Ja, was denn nun? Mute mir gestern Abend eine direkt aus DC übertragene Pressekonferenz der Sieger von Hormus zu (der Kriegsminister und sein oberster General, beide sichtlich ergraut). Jeder zweite Satz mit „the President and I“. Aber was ist der Inhalt von wir-setzen-durch/wir-führen-keinen-Krieg dort? Und dann heute Nacht, Trump stoppt the-magic-liberation der im Golf festliegenden Schiffe. Man verhandele schließlich. Sagt er.
Hormus (2): Lese mehrere ernüchternde Analysen von Ex-Profis aus dem US-Nachrichtenapparat. Die Blockade der Blockade, sagen sie übereinstimmend, sei ein Flop. Bislang 9 iranische Schiffe gekapet, Hunderte seien durchgekommen. Man besitze lediglich 17 geeignete Kaperschiffe vor Ort, und das Meer ist groß.
In Eriwan (Jerewan) treffen sich die Häupter der europäischen Staaten einer nicht genau definierten Staatengemeinschaft (ohne Russland und Weißrussland) und besprechen angeblich den Beitritt von Canada zur EU. Kurioser geht es kaum.
EU (2): In Rumänien wird gestern die EU-freundliche Regierung mit großer Mehrheit des Parlaments gestürzt. Sieht so aus, als würden dort nationale Interessen, die vor allem auf der Feindschaft zur Ukraine fußen, mit den Plänen von Brüssel nicht übereinstimmen.
5. Mai 2026
Die Waffenruhe im Persischen Golf ist passé. Unklar ist lediglich, was genau gestern im Laufe des Tages und heute Nacht passiert ist. Glaubt man den US-gesteuerten Medien hat eine (1 !) persische Drohne die Öl-Fördereinrichtungen der Vereinten Emirate getroffen und 2 US-Zerstörer haben mit 2 US-geflaggten Handelsschiffen die Sperren in der Straße von Hormus durchbrochen.
Waffenruhe (2): Jetzt warten wir auf den israelisch-amerikanischen Gegenschlag wg. der persischen Drohne. Bemerkenswert genug: Die persische Seite schweigt.
Waffenruhe (3): Gilt nicht für Israel und die umliegenden Kriegsgebiete, die heute Nacht um das Grenzgebiet von Jordanien zu Syrien erweitert wurden. Konfuse Meldungen über das Eingreifen der jordanischen Luftwaffe nach Süd-Syrien hinüber.
Waffenruhe (4) hat der Kreml für den 8. und 9. Mai ausgerufen, denn da muss der 45er Sieg auf den Roten Platz gefeiert werden. Der kleine Mann aus Kiew hat sich dem Ruheversprechen heute Nacht angeschlossen. Interessant wird sein, wer sich am Samstag in Moskau sehen lässt (und wer nicht). Vergleiche zum Vorjahr werden Schlüsse über die Verschiebungen der Weltmacht-Verhältnisse im Angesicht des Golf-Kriegs zulassen.
Am 28. Februar 2026 begann der von der US-israelischen Allianz losgetretene Dritte Golfkrieg. Er dauert jetzt seit 90 Tagen an, und wir haben uns, so scheint’s, daran gewöhnt. Die Aussichten auf einen Frieden, der diesen Namen verdient, sind erbärmlich, denn die Gründe für die Fortsetzung überwiegen, weil die Beteiligten…
… keinen Frieden wollen (Israel),
… keinen Ausweg wissen (USA),
… sich rächen wollen (Persien),
… keinen entscheidenden Einfluss haben (Golfstaaten einschließlich Saudi Arabien),
… ein Ablenkungsmanöver für die eigene Misere benötigen (D, F, GB),
… ihr eigenes Machtspiel spielen (China, Pakistan).
So jedenfalls sieht meine Beurteilung am 90. Tag des Krieges aus. Wie ich hierzu komme und wie oft ich mich in den letzten Wochen geirrt habe, kann der Leser, wenn er Lust und Zeit hat, meinen unveränderten Tag-für-Tag Sudelbuch-Aufzeichnungen entnehmen.
Im Folgenden werde ich drei Aufsätze zur Diskussion stellen, die ich den letzten Tagen erhalten habe. Hierbei handelt es sich um Beiträge der Autoren Walter Post, Egon W. Kreuter und Michael Wolski.
Der Beitrag des Hambuger Historikers Dr. Walter Post betrifft das Stadium des potentiellen Atomwaffen-Staates Iran. Dieses Thema ist einer der Hauptstreitpunkte, die zum US-irraelischen Angriff auf den Iran am 28. Februar 2026 geführt haben. Es war sogar der offiziell bekanntgegebene Kriegsgrund.
Der Aufsatz von Egon W. Kreutzer ist eine Momentaufnahme der Ostfront nach den ukrainischen Drohnenangriffen auf das Innere Russlands vom Wochenende des 15.-17. Mai 2026 und die nun zuvermutende russische Reaktion. Dieser Aufsatz sei allen Kriegsbegeisterten anempfohlen.
Der Aufsatz von Michael Wolski weicht von den üblichen Interprätationen der heutigen Kriegslage um Meilen ab, indem er Anleihen bei einer Publukation vom seinerzeit sehr bekannten Soziologen Helmut Schelsky macht, die er mit Aussagen des Ex-BfV-Chefs Hans-Georg Maaßen kombiniert, wonach das jetzige Geschehen in den 1980er Plänen des KGB seinen Ursprung hat. Ich sage deutlich, dass ich skeptisch bin, ob das eins zu eins für bare Münze zu nehmen ist, finde den Ansatz aber originell und diskussionswürdig.
Mainstream beglückt seine Konsumenten mit Krach-Gerüchten aus der Bundesregierung. Sogar Fritz der Kanzler soll mitgekriegt haben, dass etwas nicht stimmt. Er zieht hieraus die Folgerung, dass noch nie einer (? seit Bismarck) so sehr angegriffen worden sei. Er meint sogar in einem hellen Moment, er habe von seiner Partei kein Mandat erhalten, diese aufzulösen. Wiewohl, na ja, dessen bedarf er vermutlich gar nicht mehr, und ein Zurück gibt es im realen Leben so gut wie nie.
Jenseitig (2): Derweil redet der Außenzwerg über geplantes deutsches Kriegsgehabe im Nahen Osten. Nun ja, Diplomatie ist nicht jedermanns Sache. Ob dem Mann auch nur vage klar ist, wie kompliziert dort die Konfliktlinien verlaufen? Hat ihm mal einer die regionale Landkarte vorgezeigt und auf den sich anbahnenden dreiseitigen Wirtschaftskrieg zwischen Oman, den Vereinigten Emiraten und Saudi Arabien hingewiesen? Nur mal so. Vielleicht sollte man am Werderschen Markt mal einen Blick in die Zellerzeitung werfen:
Jenseitig (3): Derweil lese ich eine Meldung, wonach eine mir unbekannte Vermögensmasse aus Israel ein Angebot zum Aufkauf des VW-Konzerns abgegeben haben soll. Und zwar: Streiche Autos, setze Raketenabwehr-Raketen. Ich kann und will das nicht glauben.
3. Mai 2026
Bei Freunden werde ich bei Bratwurst und Brätel über die wahren Stand des Iran-Kriegs aufgeklärt. Sehr lehrreich, denn es ist eine ganz andere Sicht der Dinge.
Iran (2): Lese nachts ein Interview von Glen Diesen mit dem schweizerischen Ex-Obristen Jacques Baud. Der sagt, das sei eine Sache von Israel und behauptet zudem, dass dieser Staat wg. seiner gewollten Fehlkonstruktion keinen Frieden finden könne, da seine Staatsidee die Zerstörung sei. Denke darüber nach und gebe zu, dass ich Schwierigkeiten habe, mir so etwas vorzustellen.
Iran (3): Derweil kündigt der Don einen Truppenabzug aus Deutschland an. 5.000 Männeken. Vorerst. Das ist nicht ernst gemeint. Bestenfalls eine Ansage an unsere Atlantiker, dass sie sich mehr Mühe geben sollen beim öffentlichen Zu-Kreuze-Kriechen.
2. Mai 2026
In der Intelligenzabteilung des Globus in Isserstedt bei Jena. Ich konnte in beiden Fällen widerstehen. Warum ich hinterher an der Kasse über 200 € zahlen musste, ist mir rätselhaft (Bußgeld wg. frechen Lachens?).
1. Mai 2026
Mit diesem Tag beginnt der Sommer. In Wirklichkeit. Zugleich der Aufgalopp in der Rennbahn in Leipzig. Diese Wirklichkeit schwankt zwischen amüsant und skurril. Wer will das schin entscheiden:
30. April 2026
Wir ham’s ja: Die Bundesregierung verschenkt das Kraftwerk von Lubmin/Meck-Pomm an die Ukraine. Vielleicht erinnert sich noch wer: Das war technisch notwendig, um das vor Ort via Nord Stream ankommende Gas zum Weitertransport zu erwärmen. Es, das Kraftwerk, gehörte bis vor kurzem dem Gazprom-Konzern, dessen in D gelegenen Betriebsteile unter dem genialen Ökonomen (Robert der Denker) enteignet wurden – einfach so und ohne die vom Grundgesetz vorgeschriebenen Entschädigungen. Grundgesetz? Papperlapapp, wir woll’n doch nicht spitzfindig werden.
Als Amerikaner hat man es wirklich schwer. Gestern warnt das US-Außenministerium vor dem Aufenthalt in der Türkei und in Aserbaidschan. Wäre es mittlerweile nicht sinnvoller, eine Positiv-Liste herauszugeben, also Staaten zu benennen, in denen US-Boys noch gefahrlos für democracy und Menschenrechte eintreten können. Fürchte allerdings, dass diese Liste ziemlich kurz wäre. Früher wäre mir als erstes Grönland durch den Kopf gegangen, aber das ist seit gut einem Jahr auch ein riskanter Ort geworden.
Die Seestreitmacht, die das Imperium in Persiens Nähe, wenn auch mit einem Sicherheitsabstand von mindestens 300 km, hat auffahren lassen, ist beeindruckend. Ebenso beeindruckend ist es, was das offizielle Persien hierzu zu sagen weiß.
29. April 2026
Beim Älterwerden schrumpft man, wenigstens der Länge nach, das steht fest. Schuld sind die Bandscheiben, die in sich zusammensacken. Die Folge ist klar: Alles, was sich im Bauchraum befindet, sucht einen Ausweg aus dem sich längen-verengenden Raum. Die biologische Lösung heißt: vorne, unterhalb der Rippen, dorthin weicht das ganze innere Gerödel aus. Manche Männer versuchen das durch Hantelheben und andere lustige Bewegungsübungen zu vermeiden. Vergebens.
Bauch (2): Derselbe als Ausdrucksform des Wohlergehens gilt in unsern Breiten als un-sexy. In anderen Zeiten und anderen Gegenden war und ist das anders: fett = reich.
Bauch (3): Schon mehrfach fiel mir auf, dass unser oberster Soldat trotz maßgeschneidertem Unifomrock seinen Bauch nicht verbergen kann. Dachte, als ich ihn zum ersten Mal sah, er wäre irgendwie verwachsen oder mit seiner Jacke stimme etwas nicht. War wohl ein Irrtum. Seinem Vorgänger vor rund hundert Jahren sagten böse Zungen nach, er trage ein Korsett. Man sieht also, das Problem ist schon älter.
Bauch (4): Zu meiner Überraschung fand ich in einer Kiste im Keller meinen ersten und einzigen maßgefertigten Uniformrock, den ich mir als Zwanzigjähriger machen ließ, wieder. Er hat Mottenlöcher und paßt nicht mehr. Meine Schultern sind zu breit. Ihn vorne zuzuknöpfen, habe ich gar nicht erst versucht.
Netzfund:
Netzfund (2): In Tichys Einblick von heute lese ich mit Verblüffung dieses hier: „Trump antwortete auf Äußerungen von Merz am Vortag, die besser nicht gefallen wären. Bei einem Auftritt vor Schülern griff der Kanzler Trump an: „Eine ganze Nation“ werde „gedemütigt durch die iranische Staatsführung, vor allem durch diese sogenannten Revolutionsgarden“. Die Amerikaner hätten „offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie“, sagte Merz – und dann noch: Trump sei „ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen“. Dem iranischen Regime hingegen attestierte der Kanzler, es sei „offensichtlich stärker als gedacht“ und könne „sehr geschickt verhandeln – oder eben sehr geschickt nicht verhandeln“. Das war mehr als Kritik an Washington, das war Parteinahme für die Terrorregierung des Iran.“ – Muss man nicht kommentieren. Das steht für sich.
28. April 2026
Der gestern als versenkter Tanker gemeldete Seefahrer war in Wirklichkeit ein Containerschiff.
Persiens Außenminister spricht gestern in Sankt Petersburg bei Putin und Lawrow vor. Nehme an, sie sprachen übers Schiffeversenken. Derweil teilt Trumps Presse-Blondine mit, der Iran habe dem Don neue Vorschläge übermittelt. Klingt das glaubwürdig? Eher nicht.
Finde beim Aufräumen ein lange vermisstes Buch: The Balfour Declaration. The Origins of the Arab-Israeli Conflict von Jonathan Schneer. 433 Seiten dichte Informationen über Weltpolitik des Empires mitten im Ersten Weltkrieg, in dem Britanniens Außenminister der Zionisten-Bewegung Land in Palästina schenkte, das nicht ihm, sondern den Osmanen gehörte. Ein Blatt Papier, das die Grundlage bildet, wenn man heute vom Existenzrecht Israels redet. – Kaufte das Buch vor genau 9 Jahren in Exeter und – erstaunlich genug – las es sogleich von vorn bis hinten, worauf ich nicht hätte schwören mögen. Doch meine Bleistiftnotate weisen es aus.
27. April 2026
US-U-Boot versenkt Tanker auf dem Weg vom Iran nach China. Was nun?
Ostfront: Lange nichts Konkretes gehört. Angeblich bittet der kleine Mann aus Kiew den Herrscher von Ankara, ein Gespräch mit Putin zu vermitteln. Das klingt nicht nach Sieg, oder will er auf diese Weise seine seit 2 Jahren aufgeschobene Wiederwahl als Friedemsbringer flankieren?
Ostfront (2): Die Russen haben derweil angeblich ihre Angriffstätigkeit überraschend an die Nordgrenze der Ukraine in Richtung Charkow, Tschernigow, Sumy verlegt.
26. April 2026
Hier eine Kostprobe für das, was der US-Kriegsminister im Pentagon-Gottesdienst seinen untergebenen Mitgläubigen zu Gehör bringen lässt: „Ich verfolgte meine Feinde und holte sie ein und kehrte nicht um, bis sie vernichtet waren. Ich durchbohrte sie, sodass sie nicht mehr aufstehen konnten. Sie fielen unter meine Füße. Denn du hast mich mit Kraft für den Kampf ausgerüstet. Du hast diejenigen, die sich gegen mich erhoben, unter mir versinken lassen. Du hast meine Feinde dazu gebracht, mir den Rücken zuzukehren, und diejenigen, die mich hassten, habe ich vernichtet. Sie schrien um Hilfe, aber es gab niemanden, der sie rettete. Sie schrien zum Herrn, aber er antwortete ihnen nicht. Ich habe sie fein wie Staub vor dem Wind zermalmt. Ich habe sie hinausgeworfen wie den Schlamm auf den Straßen.“
Pentagon (2): Nun, der Bibelfeste wird sogleich sagen: Ja-doch-ja, das sagte König David, jedermann kann es in Psalm 18, 27-41 nachlesen, wobei es sich, wie eben jener jedermann weiß, um Gottes Wort handelt. Hieran wundert weniger, dass dergleichen ein evangelikaler, stark tätowierter US-Spitzen-Funktionär in einem amerikanischen Kriegsgottesdienst der Gegenwart propagiert als vielmehr der Umstand, dass sog. deutsche Christen sich in Reaktion hierauf ganz im Ernst mit der Frage beschäftigen, ob die Lehre des Juniors nicht eine ganz andere sei und zu diesem Zwecke die von diesem angeblich stammenden Weisheiten der Nächstenliebe zitieren. Als ob es darauf ankäme.
Pentagon (3): „Gott mit uns“ stand auf den Koppelschlössern der deutschen Soldaten. Die Millionen, die erfahren durften, dass das nicht zutraf, sind bis zum heutigen Tage nicht seriös gezählt worden, stattdessen ist eine deutsche Führungskaste bemüht, sie zu Verbrechern zu stempeln und ihre Namen im Geschichtsgedächtnis der Nation zu löschen. Doch merke: Wer die Vorfahren auslöscht, hat kein Recht auf Zukunft. Oder anders ausgedrückt: Wer die Eltern schmäht, den werden die Kinder verleugnen. So erklärt sich, um die Ecke gedacht, der heutzutage weitverbreitete Wunsch nach Kinderlosigkeit.
Pentagon (4): Stephen Whitting, der Chef des US Space Command, also des Truppenteils für den Weltraum-Krieg, ist so alarmiert, dass er an die Öffentlichkeit gegangen ist. Er moniert das als taktlos empfundene Vorgehen des Russen, der sich nicht scheut, den für Frieden und Menschenrechte durchs All rasenden US-Militär-Satelliten, deutlich kleinere russische Flugobjekte als unerwünschte Begleiter zu attachieren. Die fliegen, ohne zu fragen, in einem Abstand von 100 km hinterher und lassen sich auch, soweit man bislang weiß, nicht einfach abschütteln. Das ist schon unangenehm genug, doch der eigentliche Clou ist dieser hier: Diese Fluggeräte können schießen. Ganz konventionell. Das sieht nach einer dieser typisch russischen Lösungen aus. Simpel und wirksam. Eine Bestätigung aus Moskau steht noch aus.
Ablenk-Fütterung: Heute Nacht fielen im Hilton Hotel in D.C. Schüsse und zwar zu einer Zeit, als geplant war, die White House Korrespondeten auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers abzufüttern. Da wurde dann nichts draus, zumal das Ehepaar Trump, wie es in den Eilmeldungen heißt, evakuiert wurde. Man sieht also, der Don bestimmt weiterhin die Schlagzeilen.
Nahost (2): Derweil teilt Bibi aus Tel Aviv mit, dass er am Prostata-Krebs operiert worden sei. Natürlich – seinem hohen Amt gemäß – erfolgreich. Irgendwo taucht in meiner Erinnerung auf, dass er seit Kriegsbeginn nicht öffentlich gesehen wurde. Die Bilder, die wir seinerzeit von ihm sahen, waren also Fake?
Nahost (3): Es ist nicht feststellbar, was nun Stand der Dinge ist: Blockade der Straße von Hormus vs. Conter-Blockade der persischen Küste und der Weltmeere. Bei Letzterem muss irgendwo der Wurm drinstecken (fragliches Bild bei der Seekrieg-Führung – vielleicht Watt-Wurm), denn gestern wurde der US-Marine-Sekretär in die Wüste geschickt. Es ist ein Untergebener des US-Kriegsministers. Ich denke, man wird sich weder den Namen des einen noch des anderen merken müssen, denn auch den Kriegsminister werden wir alsbald als Sündenbock abtreten sehen.
Nahost (4): Finde im Internet dieses Bild hier zur israelischen Wasserversorgung durch Meerwasserentsalzung. Es sagt mehr als tausend Worte zur Fragilität der Existenz des hebräischen Staates, denn alle diese Anlagen liegen im direkten Wirkungsbereich persischer Waffen, und sie sind vermutlich kaum zu schützen.
Ostfront: Kyrill Budanow, ein Enddreißiger, der als Chef durch die Heldentaten des ukrainischen Militärgeheimstes GUR Schlagzeilen lieferte, wurde bereits im Januar 2026 zum Leiter des Präsidentenamtes ernannt, als Selenskyj gezwungen wurde, auf seinen korrupten Stabschef zu verzichten. Gebe zu, dass ich vor drei Monaten die Personalie der Nachfolge nicht registriert hatte. Jetzt gab Budanow einer einheimischen Internetplattform in Nikolajew ein Interview, in welchem er expressis verbis erklärte, dass sein Land ohne die ständig angelieferte westlich Kriegstechnik gar nicht mehr kriegs-handlungsfähig sei. Ich traue Budanow zu, dass er in der Absicht redete, den Russen den Beweis zu liefern, dass die Staaten Europas, insbesondere auch GB, F und D Kriegsparteien seien. Jetzt hofft er, wiewohl bislang vergeblich, dass Putin diese angreifen werde.
24. April 2026
Die Rückreise nach Mitteldeutschland führt über FRA oder BER. Das Gros der Mitpassagiere unterscheidet sich auffällig. Im einen Falle finden an Bord slawishe sitzreihen-überspringende Generalversammlungen statt, im anderen Fall dominieren lautstarke Welterklärer im hessischen Tonfall. Ich bin unsicher, was ich bei der Lektüre als störender empfinde. – Gewiss, das ist Jammern auf hohem Niveau.
Lektüre (2): In diesem Fall ist es Harari, der Neu-Guru aus Jerusalem, der mir die Kurze Geschichte der Menschheit nahe zu bringen sucht. Meine deutsche Übersetzung ist die in der 18. Auflage. Es müssen also schon etliche andere vor mir gekauft haben. Kernpunkt des ersten Teils im Buch ist das, was der Autor die kognitive Revolution nennt, mit deren Hilfe sich der Homo sapiens an die Spitze der Fauna gesetzt habe. Der Begriff bedeute, so Harari, die Fähigkeit der Mythenbildung, die die Voraussetzung dafür sei, dass mehr als 150 gattungsgleiche Lebewesen unter einen Hut gebracht werden konnten. Kein anderes Lebewesen könne das. Ich zweifele, gebe allerdings zu, dass ich noch niemals die Bewohner eines Ameis-Haufens gezählt habe. Muss ich demnächst wohl mal nachholen.
22. April 2026
Der Don spricht: Vorgestern war es ihm wichtig zu erklären, dass er keineswegs auf Bibis Rat oder gar Weisung gegen den Iran losgeschlagen hat. Zwar gehört er mit Sicherheit nicht zu meinen Lesern, aber es muss ihn unsäglich geärgert haben, dass auch viele andere mit dieser Ansicht auf dem Meinungsmarkt waren und immer noch sind. Ob es so war oder nicht, ist für ihn weniger wichtig als der Umstand, dass es für sein Ego unerträglich ist, nicht selbst für den Urheber seiner Taten gehalten zu werden. Merke: Noch gewinnt er diesen Krieg, wie er meint. Sollte er ihn für viele in Amerika erkennbar verlieren, werden wir aus seinem Mund hören, wer der Schuldige ist.
Der Don spricht (2): Vor zwei Tagen sagte er, eine Verlängerung des Waffenstillstands mit dem Iran käme nicht in Frage, wenn sich die Perser weiterhin halsstarrig zeigten, in Islamabad zu erscheinen. Am Mittwoch sei Sense. Seit heute Nacht wissen wir, dass das Ende des Waffenstillstands verschoben werde, weil das Regime in Teheran bereits wg. der US-Blockade wackele. – Muss man nicht kommentieren.
Der Don spricht (3): Das Regime in Cuba wird zur Unterwerfung aufgefordert. Vermutlich ein besiegbarer Gegner.
Ostfront: Das russische Verteidugungsministerium hat ein Liste der in der Ost-Ukraine in diesem Jahr bereits eingenommenen Ortschaften herausgegeben und erklärt, dass damit die Besetzung („Befreiung“) der Provinz Lugansk abgeschlossen sei. Es ist ausgeschlossen, diese Ergebnisse zu kontrollieren. Selenskyj und Co sagen das Gegenteil, wiewohl ich aus Erfahrung zurückhaltend gegenüber dem Siegesgeschrei aus Kiew bin.
Ostfront (2): Irgendwie hakt es immer noch beim großen 90 Milliarden-Kredit aus Brüssel. Keiner sagt mit klaren Worten, woran das liegt.
Ostfront (3): Die Russen haben angekündigt, die Durchfuhr von Kasachen-Öl ab Juni zu stoppen. Das wird die Raffinerie in Schwedt treffen, wo es derzeit an Stelle von Russen-Öl ankommt.
21. April 2026
Plötzlich und über Nacht ist der Nahost-Konflikt aus den Schlagzeilen verschwunden, wo doch für heute großes Getöse über einen Verhandlungs-Marathon in Islamabad auf dem Programm der Propagandisten stand. Es verhandelt aber, wie ich vermuten muss, niemand daselbst, außer der amerikanischen Delegation, und die bestenfalls mit sich selbst. In irgend einer Nebenschlagziele entdecke ich, dass ein persischer Außenamts-Funktionär geäußert habe, da gebe es nichts zu verhandeln, solange die US-Boys vertragsbrüchig seien. Soso. Diese hatten erst gestern mit Stolz erklärt, einen iranischen Dampfer irgendwo auf den Weltmeeren gekapert zu haben.
Über Nacht (2): Fritz der Kanzler und Zivil-Gneisenau hat verärgert reagiert, als die Russen übers Wochenende die Zielkoordinaten der deutschen Ukraine-Drohnen-Hersteller ins Netz gestellt hatten. Mit soviel Offenheit hatte man in Berlin offenbar nicht gerechnet. Jetzt hat der Fritz den russischen Botschafter einbestellt. Der wird ihm sicher nachvollziehbar erklären, wie das gemeint war, und wie man in Moskau die deutsche Kriegsbeteiligung bewertet. Ob der Fritz das versteht, bleibt sein Geheimnis. Noch schützt ihn und unser Land der Umstand, dass die Russen zu klug sind, einen direkten Angriff auf einen der Nato-Staaten vom Zaun zu brechen. Das wird sich in dem Maße ändern, wie die Russen den Zustand der zerbrechenden Nato einschätzen.
20. April 2026
Allgemeine Lehre: Besonders blödsinnige Presseartikel lassen die Überschrift mit einem Fragezeichen enden. Nur eines ist in diesen Fällen sicher: Der Autor wagt es nicht, zu einer klaren Aussage vorzudringen.
Fragezeichen (2): Niemand traut sich die Frage zu beantworten, wozu es im Moment eigentlich Friedens- oder Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und Persien geben soll, wenn einer der beiden Verhandler sich sowieso nicht an Verabredungen halten will.
Fragezeichen (3): Es ist in der Tat rätselhaft, warum die Perser noch einmal mit den Siegern der Geschichte sprechen. Ich halte es für denkbar, dass mächtige Öl-Abnehmer in Pakistan und China die persische Regierung hierzu gedrängt haben. Die Erkundungstour des pakistanischen Armeechefs – er ist einer der Mediatoren in Islamabad – in die Golfstaaten in der jetzt vergangenen Woche spricht Bände. Er wird Erkundigungen eingezogen haben, wie sich die Öl- und Gasexporteure zum persischen Mautzwang für die Nutzung der Straße von Hormus positionieren. Dass die amerikanische Raketenabwehr gegen persische Angriffe einen adäquaten Schutz bietet, wird nach den Erfahrungen der letzten Wochen dortzulande niemand mehr für feststehend halten.
Fragezeichen (4): Der Pakistaner wird zudem abgefragt haben, wie die Golfer zur persischen Forderung stehen, dass die Amerikaner ihre Stützpunkte am Golf auflösen müssen, um Frieden zu bekommen. Das wird keineswegs Knall auf Fall gehen. Man wird also sorgfältig zwischen den Zeilen lesen müssen.
Fragezeichen (5): Jeder Beobachter, der bei klarem Verstand ist, hat sich gefragt, wie und warum die Führung in Tel Aviv im Januar in der Lage war, das große und gute Amerika in die Falle des persischen Krieges zu locken. Hierauf gibt es eine so simple Antwort, dass ich mich scheue, sie für richtig zu halten: In D.C. ist eine Riege am Ruder, die – wie sagt man das höflich? – zionistisch denkt und handelt.
Fragezeichen (6): Zur Erläuterung des Vorstehenden liest man: Trumps enger Politgefährte seit spätestens 2016 sei Jared Kushner, angeblich ein im modern-orthodoxen Ritus praktizierender Jude (ob das stimmt, und was das letztlich genau bedeutet, weiß ich nicht), sicher dagegen ist: er ist der Schwiegersohn des Don und seit den Nuller Jahren ein enger Freund von Bibi N. Dieser wiederum wurde ?deswegen sodann ein Gast des Don bei dessen Traumhochzeit mit Frau Nr. 3, Melania, in den 2010er Jahren. Wird die Welt so simpel regiert?
Fragezeichen (7): Kushner ist reich, sehr reich sogar. Das steht fest. Es sei wohl sein Vater gewesen, der das Kushner-Immobilien-Imperium ans Laufen brachte. Dieser wiederum stammt ab von einem jüdischen Flüchtling bzw. Auswanderer aus der stets umstrittenen Grenzregion zwischen Ostpolen und Bjelorus. Dort setzte der sich nach dem Zweiten Weltkrieg ab, nachdem er in den Pripjet-Sümpfen die deutsche Besatzung überstanden habe, um sich hernach den vorrückenden Sowjets ?anzuschließen. Soweit so gut. Wie aber schafft es solch ein in die USA einwandernder Habenichts in Nullkommanichts in New York zum Immobilienkönig aufzusteigen? Weiß das wer, oder stimmt das am Ende alles gar nicht?
19. April 2026
Vorgestern erst lobte die Weltwoche den genialen Feldherrn Donald T. für seine Seeblockade Persiens und verglich ihn mit dem sagenhaften chinesischen Strategen Sun Tsi. Gestern erhielt Trump die Antwort auf sein Tun: Die Perser haben nach nur 24 Stunden die Straße von Hormus wieder dichtgemacht. So, nun ist er wieder dran. Aber vielleicht hat er auch gar keine Zeit zur Zeit, da er sich eine verbale Schlacht mit dem amerikanischen Papst liefert.
Strategie (2): Bei Tichy lese ich zu meiner Überraschung, wie sehr der US-israelische Überfall auf Persien von den arabischen Staaten als Akt der Befreiung vom iranischen Terror-Regime begrüßt werde. Das ist eine steile These, und ich suche begierig nach Belegen. Doch Fehlanzeige, es folgt lediglich die mehrfache Wiederholung der These.
Strategie (3): Heute soll nun also die Waffenstillstands-Verhandlung in Islamabad wieder aufgenommen werden. Ob den US-Boys jetzt klar ist, dass die persische Seite nicht nur zur Entgegennahme der ultimativen US-Forderungen anreist? Ich zweifele, ob der Don den Ernst der Lage für seine eigene freihändige Herrschaft begriffen hat, zumal er erst gestern zwei Dinge behauptet hatte, die weit von der Wirklichkeit entfernt sind: a) Der Iran werde nie wieder die Straße von Hormus sperren, und b) das in Persien angereicherte Uran werde im gegenseitigen Einvernehmen derzeit in die USA ausgeflogen. Beides ist offensichtlicher Stuss, um Schlagzeilen zu erzeugen.
Strategie (4): Derweil will Fritz der moderne Clausewitz deutsche Kriegsschiffe in die Straße von Hormus entsenden. Der Marine-Inspekteur fragt öffentlich nach, welche Schiffe er denn meine, da alle verfügbaren schon irgendwo herumschippern würden. Doch Fritz weiß es auch ohne Namensnennung, dass diese (die Schiffe) sehr wohl in der Lage seien, daselbst Minen zu räumen. Hat ihm einer gesagt, dass die Straße für militärischen Schiffsverkehr komplett gesperrt wurde? Okay, muss er nicht wissen, wenn es ohnehin nur um die Erzeugung von Schlagzeilen ging.
Strategie (5): Derweil versammeln sich die sog. Europäer in Paris, um über das Schicksal des Welthandels, sprich der diversen Seeblockaden, zu beraten. Auf einem Pressefoto entdecke ich vor einem Fahnenmeer die neuen Großen Vier aus D, F, GB und I. Natürlich ohne die Perser und die Amerikaner. Was also werden sie beschließen? Im Zweifel nichts, was irgendwelche Wirkung haben könnte.
18. April 2026
Der Iran öffnet ab sofort die Straße von Hormus. Er wird sie wieder schließen, wenn Israel im Libanon den gestern mühsam ertrotzten Waffenstillstand bricht. Das kann nicht sehr lange dauern.
Hormus (2): Der Don teilt mit, dass er seinerseits die Blockade nicht aufheben wird, bis Teheran seine Forderungen erfüllt hat. Er nennt dies, einen Deal machen, im Klartext: sich seinem Diktat unterwerfen. Das wird nicht passieren.
Hormus (3): Wie angesichts dieser Lage die schweitzerische Weltwoche den Don zum chinesischen Strategen Sun Tsi ernennen kann, finde ich zum Lachen. Die realen Chinesen in Peking sicher auch. – Nebenbei: Ich bezweifle, dass der Don, der sich neuerdings für den Messias hält, weiß, wer Sun Tsi ist.
Hormus (4): Weltweit sinken die Ölpreise. Woran mag das bloß liegen? Am Deal des Don sicher nicht, und an der Aufrechterhaltung seiner Blockade ganz sicher auch nicht.
17. April 2026
Der Völkermord im Libanon soll ab heute für 10 Tage unterbrochen werden. Sagt wenigstens der Don. Doch der hat schon vieles gesagt, was morgen nicht mehr wahr war. Der Kongress hat in beiden Häusern, wenn auch nur knapp, abgelehnt, ihm den Kriegsstecker zu ziehen. Trump brauche mehr Zeit, sind die Ablehner zu vernehmen. Die wollen es wirklich darauf ankommen lassen, dass ihnen selbst bei den Zwischenwahlen im Herbst der Stecker gezogen wird.
Völkermord (2): Der US-Finanzminister Bessent hat vorgestern bekannt gegeben, dass und wie er den Krieg gegen den ungehorsamen Iran weiterführen wird, nämlich durch Sanktionen – die laut Bessent genauso wirksam sind wie das Bombardement – gegen alle Staaten dieser Erde, die es immer noch wagen, mit dem Regime in Teheran Handel zu treiben. Okay, wer nicht hören will muss fühlen, die US-Tankstellen geben Auskunft.
Völkermord (3): Dan Cane, der oberste US-Soldat springt dem Finanzminister zur Seite: Die Navy wird jetzt weltweit Schiffe aufbringen, die aus Persien kommen, dort hinwollen oder deren Waren an Bord haben. Für Geschichtsfans: Der Unabhängigkeitskrieg, der vor 250 Jahren in den Staat USA einmündete, beruhte vor allem auf Kaperkrieg auf den Weltmeeren gegen das britische Empire. Die jetzige Piraterie hat also Tradition.
Völkermord (4): Bei Tichy wird ernsthaft erörtert, dass die USA den Ölmarkt neu geordnet hätten, wenn auch auf höherem Niveau. Ja, so kann man das Morden auch nennen. Aber nicht vergessen: Man muss Sieger sein, sonst kann man solche Erzählungen nicht durchsetzen. Nehme mal an, dass sich vor allem die Staaten am Golf ihre eigenen Gedanken manchen.
16. April 2026
Unverhofft kommt oft. Etliche amerikanische Trinkwasser-Versorger haben den Fluor-Anteil von den empfohlenen und üblichen 0,7 mg/l auf 0,4 gesenkt. Keineswegs freiwillig, sondern sie stecken in einer handfesten Versorgungssackgasse. Ihrem israelischer Hauptlieferanten ist der Stoff, wie man so sagt, ausgegangen. Hieran erstaunt, dass sich das amerikanische Gesundheitssystem auf den Zwergstaat Israel stützt, weniger indessen dass diesem das Wasser bis zum Hals zu stehen scheint. Aber die US-Medien wissen Rat: das liegt an dem Ayatollah-Regime. Soso.
Fluor (2): Wenn das so weitergeht, werden wir auf das übliche, für uns oft anlasslos erscheinende amerikanische Blendax-Lachen verzichten müssen.
Fluor (3): Was man dem Don ins Zahnputzwasser gekippt haben mag, bleibt rätselhaft, denn die Gerüchte verdichten sich, dass er die kuriosen Messias Trump-Posts tatsächlich selbst ins Netz gestellt hat. Ich kann es immer noch nicht glauben.
Fritz der Clausewitz der Gegenwart und der kleine Mann aus Kiew haben gestern eine strategische Partnerschaft beschlossen. Heißt zu deutsch: Ihr kämpft und wir zahlen die Zeche und – vielleicht etwas überraschend – wir werden eure Deserteure nicht zurückschicken.
Strategische Partnerschaft (2): Ist in Bezug auf die Ukraine keineswegs neu und originell. a) Die von 1918 mit dem Hetmann Skoropazkij an der Spitze dauerte ein knappes Jahr, dann musste der Quasi-Ukrainer in Verbände eingewickelt in einem deutschen Lazarettzug fliehen. b) Die von 1941 (Ende Juni) dauerte ein paar Tage, dann sperrte man den neuen Unabhängigkeits-Helden Stepan Bandera auf Geheiß des Führers in ein deutsches KZ (als Ehrenhäftling). c) Deswegen war er im Sommer 1944 noch am Leben, als die nächste Partnerschaft beim deutschen Rückzug akut wurde. Sie dauerte ein paar Monate, bis man Bandera erneut nach Westen verfrachtete, wo er nach dem Krieg – nunmehr auf amerikanisches Geheiß und unter Falschnamen – ein aufrührerisches Leben in München führte und die Ukrainer zur Revolte aufrief.
Strategische Partnerschaft (3): Das russische Verteidigungsministerium hat eine Liste von europäischen Firmen veröffentlicht, darunter selbstredend auch deutsche, die für die Ukraine Drohnenteile oder sogar ganz Drohnen bauen. Dmitrij Medwedjew, Putins Mann fürs Grobe, hat die Weltöffentlichkeit wissen lassen, dass diese Firmen, wenn deren Drohnen in Russland einschlagen, legitime Kriegsziele Russlands werden.
15. April 2026
Die pakistanischen Mediatoren decken die dreiste Lüge der USA auf: Selbstredend war bei den Waffenstillstandsgesprächen zwischen den Kriegsparteien der Libanon inkorporiert. Erst als man nicht weiterkam, weil die Amerikaner Forderungen auf den Tisch brachten, die von den Persern zurückgewiesen wurden, war vom Libanon plötzlich keine Rede mehr. Vance sprach von einem Missverständnis. Genauer hätte er formulieren mussen: Bibi in Tel Aviv will weiterbomben. Noch lassen die Perser ihn gewähren. Sie konzentrieren sich auf die Blockade.
Lügen (2): Ob dem Vize klar ist, dass er sich durch sein Tun ins Traumhaus von Trump einschließt? Sollte es zu einer Gesamtabrechnung für diesen Krieg kommen, wird er kaum noch als Retter daneben stehen können. Ich dachte, er wäre geschickter.
Lügen (3): Im Netz kursieren Bilder, die man kaum glauben kann. Das eine betrifft 50 US-Kommando-Soldaten, die mit Portrait, Namen und Dienstgrad, der Öffentlichkeit als persische Kriegsgefangene präsentiert werden. Kann sein, dass das zutrifft, eine Bestätigung aus dem Pentagon steht noch aus. Das andere Bild ist noch weniger wahrscheinlich, denn es zeigt Trump auf seinem Account als Gemälde in der Rolle des Messias. Ich will nicht glauben, dass das von ihm selbst stammt. Falls doch, ist er reif für die Klappsmühle.
14. April 2026
Man konnte die Uhr danach stellen, dass die Führung in Teheran auf die amerikanische Ankündigung, nun selbst auch die Straße von Hormus zu sperren, drastisch reagieren würde. Sie kündigte eine Sperrung aller Häfen am Golf an. Ob hinter der Drohung eine realistische Möglichkeit steckt, kann man schlecht sagen, jedenfalls dreht sich die Schraube der Drosselung der gewohnten Weltwirtschaft, die vom Öltransport unmittelbar abhängig ist, eine Drehung weiter Richtig Kollaps.
Frankreich und England haben in unerwartet deutlicher Form geltend gemacht, sich an den US-Maßnahmen nicht zu beteiligen. Sie haben zur Hormus-Straße-Öffnungs-Konferenz eingeladen. Ob Letzteres realistisch ist oder nur heiße Luft, muss sich zeigen, wenn es um die Beteiligung von Persien geht. Will man von den Persern nichts wissen, kann man sich die Reisekosten nach Wo-auch-immer sparen. – Und Fritz der Kanzler? Will der auch was? Ja, er will auf anderthalb Groschen der Benzin-Steuer verzichten. Aber nur für zwei Monate. Nein, das muss man nicht kommentieren.
Nur Israel steht noch an der Seite des Bocksprünge vollführenden Trump. Es erneuert seinen Aufruf zum Kampf. Was wohl sonst? Immerhin sollte man in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sich zu Wort gemeldet hat. Er merkte sinngemäß an, dass, wenn Israel zur Atombombe greife, es in kürzester Frist kein Israel mehr geben werde. Das ist eine so drastische Drohung, wie wir sie in den Jahrzehnten des Konflikts um den Staat der Juden in Palästina noch nicht zu hören bekommen haben, denn sie bedeutet in Klardeutsch, Israel durch einen Atomschlag auszulöschen. Ich habe meine Zweifel, ob der Inhalt der Meldung bei den deutschen und sonstigen Meinungshelden überhaupt angekommen ist.
13. April 2026
Gestern ist dem größten Feldherrn der Gegenwart ein erleuchteter Gedanke gekommen. Er wird mit der US-Marine nun seinerseits die Straße von Hormus sperren, genauer gesagt: die gesperrte Straße von Hormus. Das heißt, die Navy wird die Tanker, die von den Persern durchgewunken wurden, nun ihrerseits festhalten. So kann man die Ölpreise weiter hochtreiben. Sollte das nicht bis vorgestern verhindert werden?
Hormus (2): Die Doppelblockade trifft nicht nur die Perser, sondern vor allem deren Öl-Abnehmer, in erster Linie China, Indien und Indonesien und, fast vergessen, Australien. Die Europäer lassen wir mal als Sonderposten beiseite. Nochmal also China: Ist es vorstellbar, dass die Chinesen diesen Angriff auf ihre Wirtschaft unwidersprochen hinnehmen? Eher nicht. Es spricht alles dafür, dass wir in Kürze deren Kriegsschiffe als Begleitschutz gegen Piraterie im Persischen Golf zu sehen kriegen. Ob die US Navy auf diese schießen wird, scheint mir nicht ausgemacht.
Anderswo: In Ungarn ist gestern Amtsinhaber Orbán abgewählt worden. Ein normaler Vorgang nach 16 Jahren an der Macht. Man war seiner überdrüssig. Was daraus folgt, steht in den Sternen, selbst wenn in Brüssel und Kiew die Korken geknallt haben sollten.
Anderswo (2): Es trafen sich gestern die Koalitionsspitzen in krisenhafter Sondereile. Um was zu tun? Gar nichts.
Anderswo (3): Am afrikanischen Äquator ist es eher kühl, um die 20 Grad. Sehr angenehm, ebenso die ungewohnten Socken. Weniger schön ist, dass der Dieselpreis am Wochenende um 20 Cent nach oben sprang. Danke Donald.
12. April 2026
Sonntagsgedanken: Der Begriff christliches Abendland ist eine hohle Floskel. Erst wenn man das Christliche weglässt, erkennt man mit einige Mühe den Umriss unserer Kultur, denn das Christentum hat in unserer Gegend keinerlei Prägekraft mehr. Es ist an der Aufklärung zerschellt, und die traurigen Reste üben sich in Selbstdemotage, indem sie sich in der Illusion wiegen, eine Koalition mit dem Islam eingehen zu können.
Sonntagsgedanken (2): Das Christentum war ein Ableger der jüdischen Wüstenreligion. Es versuchte von Anfang an den Spagat zwischen dem alttestamentarischen Rachegott, der Spaß daran hatte, die ganze Menschheit absaufen zu lassen, und seinem revoltierenden Erlösungs-Sohn.
Christentum (3): Leute, die mal das eine und im nächsten Moment das Gegenteil für wahr halten, nennt man für gewöhnlich schizophren. Hierbei handelt es sich, mit kaltem Verstand betrachtet, um eine Geisteskrankheit.
Christentum (4): Eine fast zweitausend Jahre andauernde blutige Geschichte christlicher Gewalttaten nähert sich ihrem Ende. Wir sind Zeuge, wie das Regime in Washington, das in schier unerträglicher Weise die christlichen Werte auf seine Propaganda-Fahnen geschrieben hat, soeben dabei ist, seinen Untergang zu inszenieren. Mit Staunen betrachten wir, wie ein an Grausamkeit kaum zu überbietender Enthauptungsschlag gegen eine fremde Kultur (die persische) dazu geführt hat, dass sich aus dem Pulverdampf eine dortige Führungsschicht herausschält, die es bitter ernst meint, und vor der man sich nur fürchten kann, weil sie den Tod offenbar nicht fürchtet.
Christentum (5): Die von der Trump-Regierung erbettelte Waffenruhe, ist nach zehnstündigen Verhandlungen in Islamabad obsolet geworden, nachdem die Amerikaner unter Vance das Scheitern der Gespräche erklärt haben. Hormus, Urananreicherung und Libanon heißen die drei US-Stolpersteine. Währenddessen erklärt Trump zwischen Washingston und Miami herumjettend, dass er den Krieg gewonnen habe. Ist er noch bei Sinnen? Zumal sein Mündel in Tel Aviv vollmundig erklärt, unter seiner Führung werde der Krieg weitergeführt. Aha, er führt den Krieg. Das Töten geht also weiter.
11. April 2026
Jetzt beginnt im Nahen Osten der Nervenkrieg. Die Frage lautet, ob es dem US-Vize gelingt, die Sache zu einem Ende zu bringen, ohne dass sein Boss zusammen mit seinem Gespielen aus Tel Aviv zum nächsten Schlag ausholt. Mittlerweile pfeifen es in den USA die Spatzen von den Dächern, dass Trump die Sache vergeigt hat. Er hat noch fast drei Amtsjahre vor sich. Viel Zeit, um weitere Schäden anzurichten.
Die US-hörigen Hanseln im deutschen Mainstream schweigen betroffen, oder sie rufen wie bei der Springer-Journaille Einerseits-andererseits, weil sie auf die Zeit nach Trump hoffen. Hoffen sie tatsächlich auf die Rückkehr der Neo Cons? Die werden kaum helfen können, denn das Porzellan in Nahost ist zerschlagen.
Von der Ostfront hört man derweil nichts Neues, genauer gesagt: man hört gar nichts mehr. Ein breiter Streifen rechts und links der sog. Kontaktlinie (frühere Strategen nannten das die Hauptkampflinie – HKL) ist zur Todeszone erstarrt, in der mit Drohnen auf alles, was sich bewegt, Jagd mit tödlichem Ausgang gemacht wird. Nichts geht mehr. Wer hätte das noch vor Kurzem für möglich gehalten, dass die belächelten Spielzeuge zur kriegs-bestimmenden Waffe werden würden? Es sieht so aus, als habe hierbei keine der beiden Kriegführenden die Nase eindeutig vorne, obwohl in der Propaganda anderes behauptet wird. Ich gebe mir keine Mühe, die Namen und die Eigenschaften der Drohnen beider Seiten auswendig zu lernen.
In Deutschland pfeift derweil Fritz der Kanzler seine CDU-Wirtschaftsministerin zurück, weil diese sich aufgerafft hat, die sog. Reformvorschläge der SPD als schädlich für Deutschland zu kennzeichnen. Welche Folgerungen werden zu ziehen sein? Keine.
10. April 2026
So kann es nichts werden. Der Don erklärt die Weltlage erneut etwas anders, als man es nach der Vereinbarung von Islamabad vermuten durfte. Jetzt bemängelt er, dass die Straße von Hormus immer noch nicht frei befahrbar sei, und vom Maut, den die Perser nunmehr erheben, will er nichts gewusst haben. Deswegen, so lässt er wissen, werde die US-Armada im Nahen Osten bleiben, um im Bedarfsfall dem angeschlagenen Gegner den Rest zu geben. Nur zur Erinnerung: Die Vereinbarung von Dienstagnacht sah anders aus. Vor unsern Augen läuft ein riskantes Spiel ab. Keiner will den ersten Zug machen.
Kriegerisches (2): Zum Verhandlungsführer des Imperiums hat Trump seinen Vize ernannt. Die bisher vorlauten Herren Kushner und Wittkoff scheinen in der Versenkung verschwunden. Sie taugen für den Schwarzen Peter des jetzt möglichen Scheiterns nicht, auch sind sie genügend beschädigt, weil ihnen und ihren Meldungen der Kriegseintritt Amerikas angelastet wird. Vielleicht ist Vance klug genug, sich bei seinem Auftritt in Pakistan richtiger Diplomaten zu bedienen, deren Horizont über die Interessen von Tel Aviv hinausreicht, weil sie wissen, dass die Welt in Nahost komplizierter ist und den Amerikaner in jener Region niemand, der bei Verstand ist, noch über den Weg traut. Ich weiß nicht, ob es dortzulande überhaupt jemanden gibt, dessen Vorstellungskraft so weit reicht.
Kriegerisches (3): Selbstredend hält sich Tel Aviv nicht an das Vereinbarte und hat in den letzten zwei Tagen durch Raketenangriffe auf Beirut auf sich und seine Sonderrolle aufmerksam gemacht. So ganz wohl scheint es dessen Kriegsherren hierbei nicht zu sein, denn sie haben die Welt wissen lassen, dass sie sich ab sofort an Libanon-Gespächen in Pakistan zu beteiligen gedenken. Sowas kommt nicht aus Friedenswillen zustande, sondern da gibt es einen Hintergrund, über den man lediglich spekulieren kann. Zwei Gründe scheinen mir denkbar: a) Die Verluste des letzten Monats sind viel höher, als bislang zugegeben. b) Die Fronde der zionistischen Unterstützer in den USA bröckelt, weil Israels Krieg Mittel verschlingt, die so nicht eingeplant waren.
9. April 2026
Gestern trat der Don vor die Weltpresse, um einen Deal mit dem Iran und zugleich einen großen Sieg zu verkünden. Bei näherem Hinsehen handelt es sich um eine 14tägige Waffenruhe, beruhend auf einem in Pakistan ausgehandelten 10 Punkte-Plan. Sieht man noch etwas näher hin, kommen einem diese 10 Punkte irgendwie bekannt vor. Und richtig, es handelt es sich um die von den Persern vor etlichen Tagen bereits bekanntgemachten Bedingungen, um den Krieg zu beenden.
10 Punkte (2): Hierzu zählen so illustre Dinge wie der Abzug der US-Kampftruppen aus dem Nahen Osten, die Öffnung der Straße von Hormuz unter persischer Kontrolle des dortigen Schiffsverkehrs, die Fortführung des persischen Atomprogramms einschließlich der Anreicherung von Uran, die Einbeziehung des Libanons in den Waffenstillstand.
10 Punkte (3): Die Israelis haben unverzüglich erklärt, dass sie sich hieran nicht halten werden.
10 Punkte (4): Bei dieser offensichtlichen Nichtübereinstimmung der verbündeten Angreifer in diesem Krieg (USA & Israel) ist es kein Wunder, dass heute bereits der Streit um die Reichweite der Vereinbarung begonnen hat. Vize Vance wird als erster der Amerikaner dahingehend zitiert, dass der Libanon selbstredend nicht in den Waffenstillstand inkorporiert worden sei.
10 Punkte (5): Es ist kaum anzunehmen, dass die Perser dies hinnehmen werden. Folglich besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie mit dem Beschuss von Israel im Zweifel fortfahren werden. Bei diesen Voraussetzungen ist es kaum wahrscheinlich, dass der Waffenstillstand das Ende seiner Vereinbarung (14 Tage) erreicht. Es ist offensichtlich, dass Israel den Krieg verlängern will.
10 Punkte (6): Nun kommt es darauf an, ob die USA dies zulassen. Das ist angesichts der völlig aus dem Ruder rationaler Entscheidungen entsprungenen US-Führung auch nicht vage vorhersehbar. Es sieht hingegen so aus, als habe die Masse der US-Amerikaner mittlerweile (falls nicht von Anbeginn an) deutliche Vorbehalte gegen diesen Krieg, der ihnen als einziges sichtbares Ergebnis massive Bezinpreiserhöhungen beschert hat.
10 Punkte (7): Letztlich muss die Frage beantwortet werden, ob es der zionistischen Lobby in den USA noch einmal gelingt, den US-Präsidenten auf Israel-Kurs zu zwingen. Es erscheint vorstellbar, dass er sich in eine Alles-oder-nichts–Position verrennt. Die nächsten Tage werden es zeigen.
7. April 2026
Die angeblich allerletzte Frist des Don zum Beidrehen lief für die Führung des Irans heute Nacht ab. Der offenbar noch lebende Parlamentspräsident ist in vermutlichen Aussagen zu sehen. In dieses Videos sagt er: Nein. Nein, zu dem offenbar letzten Schrei einer 45tägigen sofortigen Waffenruhe, die ihm via Pakistan übermittelt worden war. Kann man nachvollziehen, wenn man seine Perspektive einnimmt. Die lautet: a) Mit diesem Gegner sind ernstzunehmende Vereinbarungen unmöglich, wie die Vergangenheit lehrt. b) Wozu dem Gegner eine Verschnaufpause zur erneuten Aufmunitionierung gewähren?
6. April 2026
Vor unsern Augen läuft der Netflix-Thriller Rettet den Air Man ab. In ihm wird gezeigt, wie das große und gute Amerika seine fliegenden Helden aus der westpersischen Wüste evakuiert, die dort dummerweise vom Himmel gefallen sind. Heute Nacht meldete der Don den Erfolg. Die Medienwelt applaudiert dem Feldherrn auf breiter Front.
Helden (2): Bleibt die Frage unerörtert, was die US-Boys in der Gegend zu suchen hatten. Nun, ich nehme an, dass sie nicht zufällig dort waren, wo geschossen wird, sondern Teil einer geplanten Operation gegen den Iran. Es sollen sich nämlich Erdkämpfe im Großraum Isfahan abgespielt haben, von dem bekannt ist, dass er a) in Persien liegt, und sich b) dort Elemente der iranishen Atom-Industrie befinden.
Helden (3): Ich stelle mir vor, das ein massives Kommando-Unternehmen dort stattfand oder doch zumindest stattfinden sollte. Die gemeldeten Flugzeugverluste sprechen dafür: Es ist nicht nur die abgeschossene F 15, sondern eine üppige Reihe von Flugzeugverlusten gemeldet worden: 2 weitere Kampfflugzeuge, 2 Großraum-Transportflugzeuge, 2 Kampfhubschrauber und mancherlei mehr, was von Air Force Liebhabern bewertet werden mag. Und die waren zur Rettung von 2 F 15-Männeken in Persien unterwegs? Das kann man bestenfalls den Fernsehzuschauern erklären. Mir hingegen nicht.
Helden (4): So erklärt sich, dass der Don neben seiner nächtlichen Jubelmeldung erneut schreckliche Drohungen gegen den Iran vom Stapel gelassen hat. Morgen will er das Land in Schutt und Asche legen. Habe ich falsch in Erinnerung, dass er vor drei Wochen das persische Volk von seiner fatalen Führung befreine wollte? Zwischenstufe zur Befreiung soll offenbar die Vernichtung sein. Ist er bei Sinnen? Ich zweifele.
Helden (5): Deutsche Journalisten aus dem Tichy-Stall wollen soeben in Erfahrung gebracht haben, dass in dieser Woche ein Waffenstillstand ausgerufen werden wird, den die Pakistaner vermittelt haben. Der vermutliche Verfasser dieser Redaktions-Meldung (Goergen) räumt auf ironische Zwischenrufe aus der Leserschaft, er kopiere offenbar eins zu eins israelische Propaganda, ein, auf irgendwelche Quellen müsse man sich schließlich stützen. Falls tatsächlich der Wind von Tel Aviv her weht, bestätigt das meine Vermutung, dass sich die Widerstandskraft der israelischen Angreifer dem Ende zuneigt, weil ihnen die Antiraketen-Raketen ausgehen und auch sonst nicht alles zum Besten steht. Das Ganze wäre dann lediglich eine Kopie der Ereigneisse des Vorjahrs. Fraglich ist allein, wie sich die extrem radikalisierte Führung in Teheran jetzt verhält.
4. April 2026
Die Perser holten gestern ein US-Kampfflugzeug, das sich in ihren Luftraum vorgewagt hatte, vom Himmel. Damit wäre auch das geklärt, wie es um die amerikanische Luftherrschaft in Nahost bestellt ist, während nur in der Lufthoheit über den US-Propaganda-Stammtischen das Gegenteil stattfindet. Derzeit läuft eine Jagd nach dem zweiten Piloten, nachdem einer der beiden in einer vermutlich gemeinsamen israelisch-amerikanischen Aktion aus dem Südiran gerettet werden konnte. Noch hat den zweiten keine der beiden Kriegsparteien entdecken können. Wir wüssten sonst davon.
Krieg in Persien (2): Derzeit findet die Zusammenziehung einer angeblich gewaltigen US-Bodenstreitmacht in Nahost statt, bestehend aus Marines und der 82. Luftlande-Division. Wen oder was wollen die US-Boys damit angreifen? Ein Blick auf die Landkarte des riesigen, von Wüsten durchzogenen Landes weckt berechtigte Zweifel am Sinn dieser Mission.
Krieg in Persien (3): Für übermogen (Ostermontag) hat der Don dem Iran die Hölle versprochen. Mit was denn? Mit 2 Infanteriedivisionen und einer Luftwaffe, die sich nicht in den iranischen Luftraum hineintraut?
Krieg in Persien (4): Deutsche Alternativ-Medien sind nach wie vor beschäftigt, die Berechtigung dieses Angriffskriegs nachzuweisen. Sie machen gelehrte Bemerkungen über das Völkerrecht als solches, beachten indessen die Grundregel nicht: Recht hat im Völkerrecht nur der, der den Krieg gewinnt.
3. April 2026
Am Karfreitag vor 110 Jahren begann in Dublin der Aufstandsversuch der Iren gegen die englische Herrschaft auf der grünen Insel. Er wurde in den Ostertagen blutig niedergeschlagen. Das war nur hinter dem Zensur-Vorhang des laufenden Weltkrieges möglich. Kaum war dieser beendet, flammte der Aufstand wieder auf, und er war in einer Phase, in der das Volk auf den britischen Inseln das Gemetzel gründlich satt hatte, nicht mehr unter Kontolle zu bringen.
Gemetzel (2): Die Generalstaatsanwältin-Justizministerin der USA, Pam Bondi, wurde letzte Nacht ihres Postens enthoben. Der Blondine mit dem harten Zug um den Mund wird vom Establishment vorgeworfen, mit der Veröffentlichung der Epstein-Akten den Blick in den Abgrund der Gepflogenheiten der sog. Eliten zu weit geöffnet zu haben. Jetzt sucht man einen lukrativen Posten für sie – außerhalb der Justizverwaltung. Sollte sie hierbei plötzlich und unerwartet sterben, dann hat sie im jetzt vergangenen Jahr ihrer Dienstzeit in DC zu viel Ungeschwärztes zu Gesicht bekommen.
2. April 2026
Der Feldherr spricht heute Nacht zur Nation und zur Welt: Die Kriegsziel wurden fast vollständig realisiert. Es folgen jetzt nie dagewesene vernichtende Militärschläge gegen die uneinsichtige iranische Führung. – Wie passt das zusammen? Gar nicht. Der Don hat jedes Maß verloren und will nur noch aus diesem Desaster als Sieger vor sein Volk treten. Morgen wird er wieder etwas anderes mit starker Stimme verkünden.
Feldherren (2): Gestern traf das jüngste Heft der Foreign Affairs in meinem Briefkasten ein. Jetzt liegt es oberflächlich überflogen auf meinem Schreibtisch und erzwingt Gedanken über den Hegemon und seinen Strategiewandel. Der sieht – in meinen Worten – so aus: Die USA müssen sich, wenn sie der Hegemon bleiben wollen, auf eine neue Gefahr konzentrieren, um diese abzuwehren. Die Gefahr heißt Deutschland. Jaja, ganz richtig gelesen. Diese neuen Phantasien bedürfen einer genaueren Bewertung, denn sie bedeuten Sprengstoff für unserr Land.
1. April 2026
Nein, kein Scherz, der Don hielt gestern wieder eine seiner Märchenstunden im Oval Office ab: Im Iran ist in 2 Wochen Pumpe. Spätestens. Dann ist dort alles, was schießen kann, zerstört. Straße von Hormus? Kein Problem. Das ist Sache der Franzosen. Wenn die den Weg brauchen, sollen sie sich halt darum kümmern.
Persische Märchen (2): Die Weltwirtschafts-Analyse von Egon W. Kreutzer, die in der vorvergangenen Nacht bei mir eintrudelte, beschreibt die Lage des März etwas anders. Zwar wird die Zerstörung der Gas- und Öl-Produktion im Nahen Osten durch die israelisch-amerikanische Allianz in erster Linie Europa und Asien schwer beschädigen, doch die US-Wirtschaft wird den Folgen dieses Desasters, wenn auch mit leichter Verzögerung, kaum entgehen können. Dort wird es zuvörderst die amerikanische Export-Wirtschaft treffen, weil deren Märkte nicht mehr da sein werden.
Persische Märchen (3): Sog. Konservative hierzulande feiern den Angriff gegen Persien als große Tat der Menschheitsbefreiung. Israel ist gerettet, so sagen sie. Zugleich nutzen sie die Gelegenheit zu wilden Attacken gegen den Vorsitzenden der AfD. Der könne nichts, vestehe nichts und seine Partei sei nicht mehr wählbar. Frage mich, a) ob diese Maulhelden je AfD gewählt haben, und b) ob sie bemerken, dass sie mutterseelenallein auf dem Marktplatz stehen?
30. März 2026
Die Ereignisse im Nahostkrieg geben zu denken. Bei allen Lügen hin und her wird klar, dass die persische Fähigkeit, den Angreifern substanzielle Verluste beizubringen nicht abgenommen hat. Ganz im Gegenteil, die Attacke auf den US-Militärstützpunkt Prinz Sultan in Saudi Arabien, bei der punktgenau US-Aufklärungsflugzeuge (einschließlich der nach dort beorderten AWACS) zerstört wurden, lässt erkennen, dass die Perser nicht nur präzise, sondern auch aus deren Sicht gut überlegt schießen, denn dieser Schlag ist ein weiteres Puzzle-Teil, die US-Streitkräfte blind zu machen.
Schlag (2): Es ist zu bezweifeln, dass diese Ausschaltung von Luftaufklärung durch die US-Satelliten-Beobachtung kompensiert werden kann. Dieser Angriff reiht sich in eine nun erkennbare persische Verteidigungs-Strategie ein, die nach erfolgreicher Zerstörung der ortsfesten US-Radarstationen und dem Abschießen von US-Tankflugzeugen den Offensivkräften der US Air Force die logistische und operatve Basis entzieht.
Schlag (3): Das hier besprochene iranische Vorgehen erfolgt nicht von selbst, sondern ist offenbar sorgfältig geplant worden. Ob es auf die Dauer funktioniert, muss sich erst noch erweisen. Auf jeden Fall bedeuten die jetzigen Ereignisse einen schweren Schlag gegen den Mythos der amerikanischen Unbesiegbarkeit.
Schlag (4): Der Entzug des Mythos wirkt sichtlich in die arabische Region hinein. Die lautstarke Ankündigung aus Saudi Arabien von letzter Woche, sich mit seiner beträchtlich großen Armee am Krieg gegen den Iran zu beteiligen, wurde am Wochenende liquidiert. Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt. Soso.
Schlag (5): Trump kündigt gestern an, die Straße von Hormus nach ihm selbst umzubenennen. Wie wäre es mit Don’s Drive oder so? Die erneut ausgestoßene Drohung, die Erdöl-Verlade-Insel Charg (Kharg) amphibisch zu besetzen, veranlasst mich, einen Blick auf die Karte zu werfen. Die Inseln liegt, vom Persischen Golf aus betrachtet, hinter der Straße von Hormus. Die Invasionsflotte muss da also durch. Viel Vergnügen.
Schlag (6): Seit dem Wochenende beteiligen sich die Houtis nunmehr offiziell am Krieg an der Seite des Iran.
Schlag (7): Der seit Beginn des Krieges parallel stattfindende Angriff der Israelis gegen den Libanon scheint alles andere als ein Osterspaziergang zu werden. Laut Jerusalem Post warnt der Generalstabschef – Eyal Zamir heißt der Mann –, dass ihm die Leute ausgehen. Dafür gibt es eigentlich nur zwei unterschiedliche Gründe: a) unerwartete Verluste, b) überdehnte Fronten. Ich tippe auf beides.
Schlag (8): (Angeblich) iranische Hacker sind in den E-Mail Account von FBI-Chef Kash Patel eingedrungen und machen diesen öffentlich lächerlich.
27. März 2026
Seit Tag und Nacht ist es bitterkalt im Ländchen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Perser völkerrechtswidrig die Straße von Hormus sperren. Und das, nachdem der Don ihnen für das jetzt kommende Wochenende das Öffnen der Höllentore angekündigt hatte.
Hormus (2): Heute Nacht wurde die Hölle auf den 6. April verschoben, denn die Mullahs hätten, sagt der Don, guten Willen gezeigt und 10 Großtanker durchgewunken. Frage mich allerdings, wie das mit den Aussagen aus Teheran (oder wo auch immer) zusammenpasst, dass man Tanker von nicht-feindlichen Nationen durchlasse.
Hormus (3): Ich tippe mal auf China, zumal sich amerikanische Börsianer heute Früh beunruhigt geben, dass ab sofort die einschlägigen persischen Öl-Ausfuhren in chinesichen Yen abgerechnet werden, weil die völkerrechtswidrigen Perser keine Dollars mehr annehmen. Liege ich falsch mit meiner Vermutung, dass diese Maßnahme den US-Boys mehr schadet als ein Drohnenangriff auf die Scheichtümer am Golf?
Hormus (4): Apropos Ausstieg aus dem Dollar, das Thema hatten wir schon mehrfach. Den Diktator Libyens Ghadafi kostete die Ankündigung vor Jahr und Tag den Kopf, als eine anglo-amerikanische Allianz des Land zerbombte. Im Unterschied zu damals laufen in Persien die Dinge in umgekehrter Reihenfolge ab: Erst Land zerbombt und Führer getötet, dann aus dem Dollar ausgestiegen.
Hormus (5): Weltweit versuchen die Öl-abhängigen Länder der Preisexplosion an den Zapfsäulen durch Steuersenkungen gegenzusteuern. Nur Fritz der Kanzler beschreitet den deutschen Sonderweg. Der heißt: Mehrwert-Steuer rauf. Das wird sicher helfen, das Land weiter zu ruinieren.
Hormus (6): Derweil findet in D eine Ablenkfütterung für die Mainstream-Idioten statt. Man plärrt auf allen Kanälen, dass Frauen virtuell und, oh Gott, sexuell-virtuell missbraucht würden. Mit größtem Widerwillen betrachte ich die dazu präsentierten Bilder. Augenblicke später: Wie komme ich bloß auf solch diskriminierende Gedanken, dass es sich hier um Frauen handeln könnte, denen das katholische Gurkenfechten keine Befriedigung mehr verschafft.
26. März 2026
Stellvertreter im Stellvertreterkrieg: Während Trump öffentlich verkündet, dass der Iran dringend einen Deal zum Ausstieg aus dem Krieg wünsche und hierfür einen 15-Punkte-Plan vorgelegt hat, melden sich nicht näher bestimmbare persische Stimmen über die arabischen Kanäle zu Wort, dass dies keineswegs der Fall sei. Derweil hat Trump eine hochrangoge Delegation unter der Leitung des Vizepräsidenten in Richtung Pakistan in Marsch gesetzt.
Stellvertreter (2): Das unerwartete Wiederauftauchen von Vize Vance in der ersten Reihe der Aufmarksamkeit, lässt den Verdacht dahinwelken, er habe sich in den letzten drei Wochen absichtlich rausgehalten. Selbst wenn, jetzt schiebt ihm der Don die Verantwortung für ein mögliches Scheitern zu.
Stellvertreter (3): Währenddessen meldet das in Deutschland beheimatete US Central Command, das die Kriegführung in Nahost lenkt, dass man jetzt das zehntausendste Ziel in Persien getroffen habe. Das mag sein. Nur was kaum sein kann, ist die Behauptung, dass ganz oben auf der Agenda die erfolgreiche Zerstörung der iranischen Raketenabschussrampen stand, denn über Nacht schlugen erneut eine nicht genannte Zahl von Raketen in Israel ein. Dass diese Ereignisse überhaupt den Weg in die Schlagzeilen finden, deutet darauf hin, dass wir uns nunmehr eilig in die von mir bereits im vorrigen Jahr beobachtete Phase des israelischen Wehgeschreis bewegen.
Stellvertreter (4): Nachdem Orbán gestern angekündigt hat, ab sofort die Ukrainer Schritt für Schritt von der bislang durch Ungarn sichergestellten Gasversorgung abzuklemmen, bis diese die Zerstörung der russisch-ungarischen Pipeline Drushba (südlicher Zweig) rückgängig gemacht haben, greifen ukrainische Drohnen über Nacht eine russische Raffinerie im Oblast Sankt Petersburg an, die dort nach westliche Pressemeldungen bedeutende Verheerungen angerichtet haben. Falls das stimmt, handelt es sich um einen weiteren gewaltsamen Schlag des US-Imperiums, nach dem Gasmarkt nun auch den Ölmarkt unter Kontrolle der US-Konzerne zu bringen.
Stellvertreter (5): Falls meine soeben genannte Annahme stimmt, lässt sich über den Ausgang dieses Versuchs wenig sagen. Sicher ist nur, dass in Europa und vor allem auch im sog. globalen Süden schwere wirtschaftliche Schäden angerichtet werden. Erneut stellt sich die Frage: Wem nützt das? Der US-Wirtschaft? Ich zweifele.
25. März 2026
Der Tag fängt lustig an, als ich damit beginne, die in meiner Abwesenheit aufgelaufene Papier-Post durchzusehen. In einem der Kataloge meines Berliner Lieblings-Verramschers finde ich das Bild Mönch am Meer von Caspar David Friedrich. Der Mann war ein Schelm, ich habe Tränen gelacht. Der Zustand verschlimmert sich, als ich Was-gibt’s-da-eigentlich-zu-lachen? gefragt werde.
Cui-bono? (wem nützt das?), fragt mich mit gutem Grund J., dem ich gestern den Aufsatz von Walter Post über den Iran-Krieg übermittelt hatte. Er gibt auch gleich die Antwort: Einigen Reichen und Superreichen. Soll ich mich dadurch trösten, dass unter der Masse der Leute, dem dieser Krieg massive Verluste bringt, auch etliche Reiche und Superreiche sein werden? Ich zweifele, denn der Unterschied liegt auf der Hand: Der Milliardär, der ein paar Millionen verzockt hat, bleibt hernach immer noch Milliardär, der Normalverdiener hingegen, der Strom und Sprit nicht mehr bezahlen kann, rutscht in die Armut.
Sehe ein Interview (wenigstens die ersten 14, 15 Minuten) mit dem jungen Mann Artur Abramovych an, der dem Club Juden in der AfD vorsteht. Der gebürtige Ukrainer sagt, die Stimmung in Israel sei gut und man sei eher erleichtert, dass es jetzt endlich zu dieser kriegerischen Auseinandersetzung komme, denn man befinde sich seit Jahrzehnten im Krieg.
Abramovych (2): Folgt man diesem Mann, so ist damit der Kriegsgrund geklärt, aber was ist das Ziel des Krieges? Die Vernichtung des Iran mit seinen rund 100 Millionen Einwohnern? Oder glaubt man ernsthaft, dass, sebst wenn man eine Kapitulation erzwingen kann, der Friede in Nahost einschließlich des Existensrechts Israels gesichert sei.
Das Existenzrecht Israels beruht auf einer Schenkungserklärung 1917 des damaligen britischen Außenminister Lord Balfour, ein Land betreffend (Palästina), was ihm nicht, sondern zum Osmanischen Reich gehörte. Nach der Niederlage der Türkei wurde das betreffende Land britischer Kolonialbesitz, das nach dem alten erfolgreichen Prinzip des Teile und Herrsche geführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die britische Herrscher-Herrlichkeit zu Ende. Fortan wollte das Mündel Vormund sein. So hängen die Dinge zusammen. Wer diese noch nicht sehr weit zurückliegende Landumverteilung nicht als Anspruchs-begründend ausreichend sein lassen will, der muss schon das Alte Testament bemühen. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass das Reich der Perser älter ist.
24. März 2026
Die Achterbahnfahrt geht weiter. Gestern verkündete der Don, dass sein Ultimatum an den Iran, in 2-Tages-Frist die Straße von Hormuz zu öffenen, aufgeschoben sei, weil er mit einem hochrangigen Iraner übers Kriegsende im Gespräch sei. Davon glaube ich kein Wort, betrachte aber mit Muße das Gesicht des Präsidenten während seiner Ausführungen dort neben dem Großflugzeug. Der Mann wirkt plötzlich steinalt und verbraucht. Nun, in seinem Fall gilt: Krieg ist offenbar doch kein Jungbrunnen.
Die Macht der Bilder (2): Die israelische Propaganda entlässt derweil Kurzfilme über Drohnenangriffe in stark belebten städtischen Verkehrsadern mit bombastischen Texten, dass auf diese Weise die oppositionellen Kräfte des Iran gestärkt würden. Abgesehen von der Frage, ob die Bilder überhaupt die behaupteten Ereignisse zeigen, lässt sich sagen, dass solche Angriffe das behauptete Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit verfehlen werden, da sie eher einen Solidarisierrungseffekt auslösen werden.
Missmutig und lediglich, um der selbstauferlegten Chronisten-Pflicht nachzukommen, bleibt ein Kurzhinweis auf die Landtagswahlen in der Pfalz hier einzurücken. Indes: Ich lese nur nichtssagende Schlagzeilen und finde die tatsächlichen Wahl-Ergebnisse nicht, aus denen ich mir dann ein Bild machen könnte. Ich merke, dass ich zu faul bin, um danach zu suchen.
22. März 2026
Das hier sieht nicht nach einem großen Erfolg der Weltmacht und ihres getreuen Nahost-Vasallen aus. Die Stadt Dimona beherbergt das Zentrum des israelischen Atomstaates, dessen Bombe wir bislang nur vom Hörensagen kennen. Wenn dort die Perser ohne erkennbare Gegenwehr hineinzuschießen vermögen, kann das für die Israeli und deren bislang nicht vorhersehbare Reaktionen nur alternativ bedeuten: a) Atombombeneinsatz jetzt, solange das noch geht, oder b) dies zu unterlassen, weil jeder einschlägige Versuch, ja schon jede einschlägige Dohung, zu nicht kalkulierbaren Verheerungen am Abschussort führen kann. Ich bin im Zweifel, ob es an Ort und Stelle genügend einflussreiche nüchterne Strategen gibt, dies zu verhindern. Auf ein amerikanisches No angesichts der derzeitigen intellektuellen Bocksprünge zwischen Florida und DC würde ich micht lieber nicht verlassen wollen.
Auch nicht gerade freundlich: Die britische Zeitschift The Economist machte mich am Wochenende in Madrid mit diesem Titel auf sich aufmerksam. Die Verhohnepiepelung der israelischen-amerikanischen Operations-Namens Epic Fury in Blind Fury (Blinde Wut) spricht für sich, ein vortreffliches Beispiel für den beißenden englischen Wortwitz.
The Economist (2): Die Autoren des Blattes weisen schonungslos darauf hin, was in diesem Krieg trotz flächendeckender Propaganda bislang alles schief gelaufen ist, vor allem was für katastrophale wirtschaftliche Folgen ins Haus stehen. Ja, da kennt die City of London keinen Spass.
20. März 2026
Wir sind mitten drin in der Medienschlacht über den Irankrieg. Wieder ist es so, dass jedermann glaubt, Partei ergreifen zu müssen. Kaum einer stellt die für mich naheliegende Frage: Was ist eigentlich im deutschen Interesse? Die Erklärung für diese Abstinenz ist ziemlich simpel. In einem Land, in dem man sich angewöhnt hat, das nationale Eigeninteresse als Nazikram anzuschwärzen, hält jedermann, der sich einschlägige Gedanken macht, beklommen das Maul.
Im deutschen Interesse (2): Das vorschnelle Parteiergreifen, zumal wenn es moraltriefend daherkommt, ist nicht im nationalen Interesse. Wer die Angreifer devot lobt, handelt bestenfalls in deren Interesse. Wer die Angreifer verdammt, handelt in niemandes Interesse, nicht einmal in dem des schauerlichen Regimes in Teheran.
Im deutschen Interesse (3): Das Einsortieren des Krieges in ein Pro oder Con verkürzt die Sicht auf die wahren Probleme des Landes. Sie sind durch Kräfte herbeigeführt worden, denen es daran gelegen ist, ihre Verursacher-Stellung zu vertuschen. Diese Kräfte befinden sich innerhalb und außerhalb des Landes. Sie spiegeln sich in den Konfliktparteien des jetzigen Krieges wider. Auf der einen Seite eine absolut egomanisch handelnde Geldelite, die ihren Hauptsitz in den USA hat, auf der anderen Seite religiöse Eliten, die einer boshaften Unterdrückungsreligion zur Weltherrschaft verhelfen wollen. Beide Seiten, die eindeutig nicht im Interesse Deutschlands liegen, werden hierzulande ignoriert, weil die beiden feindlichen Parteien eine unermessliche Zahl von Kollaborateuren auf ihre Seite gebracht haben. Den von ihnen verursachten Riss durch die deutsche Gesellschaft beobachte ich mit steigender Neugierde.
Im deutschen Interesse (4): Wer die Frage aufwirft, warum eigentlich hierzulande bislang Gewalttaten ausgeblieben sind, verkürzt die Wirklichkeit. Erstens gab es bereits hinreichend viele Gewalttaten, wie die Anschläge auf die Energieversorung in der Ostsee (Nord Stream) und Berlin sowie die tägliche Messerroutine in ganz Deutschland, zum andern schätze ich es so ein, dass die staatlichen Gewaltakteure derzeit Deutschland als Ruheraum nutzen. Das mag sich je nach Lageentwicklung von einem Tag auf den andern ändern.
Kriegsgebiete : Der Krieg in der Ukraine ist in der öffentlichen Wahrnehmung so weit Routine geworden, dass er keines Wortes mehr wert zu sein scheint. Nach meiner Vermutung findet hinter diesem Vorhang des Desinteresses die Konsolidierung der russischen Macht statt.
Kriegsgebiete (2): In Nahost hingegen hat Israel durch den erfolgreichen Luftangriff auf die Gasfelder in Südwesten Persiens zu einer möglicherweise entscheidenden Eskalation der Gewalt beigetragen. Das zugrundeliegende Kalkül könnte aufgehen: Europa und China sollen die Folgen dieses Krieges unmissverständlich zu spüren bekommen. Ob die Rechnung aufgehen wird, die bislang abseits stehenden Länder Europas und Asiens zu eigenen Kriegsgenossen zu machen, halte ich nicht für ausgemacht. Selbst die Staaten am Golf zögern.
19. März 2026
Dass es ein Fehler war, von Berlin aus dem Land der Klima-Idioten zu entfliehen, war mir klar, als ich den Nahost-Zustand des Flughafens notgedrungen durchwandernd zur Kenntnis nahm. Aber dass meine Fehlplanung mir die Rückkehr abschneiden würde, weil gestern der Flugbetrieb dank des starken Arms der Gewerkschaft verhindert wurde, konnte ich beim besten Willen nicht ahnen. Dieser Scherz kosteten mich mehrere hundert Euronen, und ich freue mich bereits jetzt darauf, wenn die allfälligen Klugsch… mich darüber belehren werden, wie ich dergleichen hätte vermeiden können.
BER Terminal 2, Foto: HR, Nov. 2025
Proletarisches (2): So habe ich mehr Zeit als gewöhnlich, per Notebook Leserbriefe zu studieren. Sie sind Ausdruck einer Schicht von Leuten, die nach eigener Überzeugung genau weiß, wie der Hase läuft. Bei Tichy dominieren die Das-müssen-erst-wir-mal-abwarten–Leser, während es bei ApolloNews die Faust-auf-den-Tisch-Schläger sind.
Die Realität verschwimmt vor unsern Augen, wenn seit Kriegsbeginn der Kriegsherr Netanyahu weg ist vom Fenster. Wenigstens optisch. Jetzt ist er wieder da, und dieselben Leute, die sein Fehlen bemerkten, behaupten nun, dass das, was wir zu sehen kriegen, die pure Fiktion ist. Wie wäre es mit einer neuen Serie bei Netflix (nach einer wahren Geschichte) mit dem Titel Ein Feldherr verschwindet. Ich weiß schon, das erinnert ein wenig an Alfred Hitchkock Eine Dame verschwindet, aber niemand wird behaupten wollen, dass der Benjamin aus Tel Aviv eine Dame sei. Ein Herr übrigens auch nicht.
18. März 202
Es knirscht im Regierungsgebälk in DC. Der Direktor der zentralen US-Behörde für Terrorismusabwehr Joe Kent hat gestern seine Entlassung verlangt. Der Krieg gegen den Iran, so der Spitzenfunktionär, erfolge nicht, weil dieser die USA bedroht habe, sondern weil Israel und dessen stützende Kräfte in den USA den US-Präsidenten zum militärischen Angriff genötigt hätten. Das ist nun eine öffentliche Stimme aus dem Chorus der amerikanischen Dienste, über die man kaum hinwegsehen kann. Mainstream diesseits und jenseits des Atlantiks versucht, ihn als antisemitischen Verschwörungs-Deppen abzuqualifizieren.
Es knirscht (2): Als nächste muss sich heute Nacht die Direktorin für die Dienste (DNI) vor den Parlamentsausschüssen rechtfertigen. Das ist die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der Dems (!), Tulsi Gabbard, die vor ihrer Nominierung durch Trump laut und unüberhörbar gesagt hatte, der Iran und dessen geistliches Oberhaupt stellten für die USA kein ernstzunehmendes militärisches Risiko dar. Nur zu deutlich ist (auch mir) ihr taffes Auftreten bei der Bestätigung durch den Senat vor gut einem Jahr in Erinnerung geblieben.
Es knirscht (3): Jetzt beginnt in DC das Schwarze-Peter-Spiel. Die wie immer unzuverlässigen amerikanischen Auguren deuten mit dem Finger auf den Trump’schen Sondergesandten Steve Witkoff, der vor drei Wochen dem Präsidenten bei seiner Rückkehr aus Nahost den Floh mit der fertigen iranischen Atombombe ins Ohr gesetzt habe. Soll man das wirklich glauben?
17. März 202
Es ist müßig, über die Kommunalwahlen in Hessen und Bayern ein Wort zu verlieren. Die Kräfte der Selbstzerstörung genießen in den administrativen Hochburgen eine hohe Zustimmung – ebenso wie vor Kurzem erst im ehemaligen Industrieland BaWü.
Netzfund:
Schreibt ein Leser gestern bei ApolloNews zum gerade stattgehabten Gedenktag gegen Islam-Feindlichkeit in Berlin: „Man sollte solche Tage gut nützen. An diesem Tag sollten überall öffentliche Lesungen aus dem Koran stattfinden, über religiös motivierte Pädophilie (Sure 65:4), Polygamie (Sure 4:3), Gewalt gegen Frauen (Suren 2:223, 2:229, 4:11, 4:34, 24:4, etc., etc.), über Antisemitismus (Suren 2:65, 2:75, 2:87, 2:94, 2:120, 2:135, 4:46, 4:50, 4:155, 4:160, 4:161, 5:41, 5:51, 5:82, 9:30, 62:6, 7:166) sowie über das Verbrennen (Sure 4:56), Auspeitschen, Amputieren und Kreuzigen (Suren 24:2 und 5:33), Enthaupten (Suren 8:12 und 47:4) und überhaupt über das Töten von Ungläubigen (Sure 9:5).Damit auch jeder weiß, warum es Islamfeindlichkeit überhaupt gibt.“
Quer (2): Bernd Zeller lässt uns in der nach ihm benannten Zeitung wissen: „Mysteriöses Phänomen: Immer mehr Ticketkontrollen enden im Krankenhaus.“
Erst ein Blick auf die Regionalkarte offenbart das Augenfällige zur Frage, warum die Chinesen auf Trumps Sirenen-Gesänge, sich am Aufbrechen der Blockade der Straße von Hormus zu beteiligen, schweigend und mit einem hintergründigen Lächeln reagieren. Sie haben seit dem Beginn der 2020er Jahre für diesen Fall eine Umgehungslösung geplant und in die Tat umgesetzt: den Hafen von Jask, an der Südküste des Golfs von Oman gelegen. Dessen nagelneuer Terminal ist mit einer 1000 km langen Pipeline ins Landesinnere zu den Ölförderstätten verbunden.
Der Blick auf die Landkarte (2) macht zudem überdeutlich, wie dicht die Ölstaaten am Golf zum Iran liegen und damit im Bereich seiner Waffenwirkung, und wie sehr diese Staaten, die ihre Existenz allein dem Ölbohren verdanken, von den Schutzversprechungen der Amerikaner abhängig waren und sind, die derzeit nicht eingehalten werden.
Das Lügen geht weiter (am Nachmittag): Auf einer Festveranstaltung im Kennedy-Center behauptet der Don, es habe über Nacht das umfangreichste und effektivste Bombardement des Iran stattgefunden. Er spricht von der persischen Insel Charg (Kharg), auf der sich der größte Ölterminal des Landes befindet. Der Angriff habe sich allein gegen militärische Ziele dort gerichtet. Ein Blick auf die Insel von oben legt nahe, dass das angesichts der minimalen Größe des Zielgebiets kaum sein kann. Was also wurde getroffen und falls überhaupt zu welchem Zweck?
Lügen (2): Auf dem Flugzeugträger Gerald Ford brach ein Feuer aus, das 30 Stunden lang nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ein defekter Wäschetrockner sei die Ursache gewesen. Warum nicht gar ein Joystick für Soldatinnen? Zu gut ist in Erinnerung, dass diese monströse Kriegsmaschine (der Flugzeugträger) vor Tagen erst aus dem Wirkungs-Bereich persischer Waffen reterierte. Also doch ein Treffer? Das mögen die Götter wissen und das Pentagon.
16. März 2026
Lob der Hässlichkeit: Für das, wie er aussah, konnte er nichts, aber für seine Worte schon: Habermao, Habermas, Habermat, Habermamus, Habermatis, Habermant… so finde ich ihn in einem Leserbrief der Zellerzeitung lateinisch durchdekliniert. Da hat doch tatsächlich einer einen Zipfel klassischer Bildung dreist raushängen lassen.
Hässlich (2): Ich hörte von ihm erstmals während des Studiums. Es schwärmte eine Komilitonin, wusste aber auch nicht so recht, warum. Genaueres erfuhr ich auch später nicht, denn das, was er schrieb, leuchtete mir nicht ein. Ich fand es unlesbar, aufgeblasen und in selbstgemachten Floskeln stelzend. Später erklärte mir ein weiblicher Fan, der Meister spreche erst durch seine Interpreten zu uns. Aha, das kannte ich bereits von dem zwergenhaften Denker aus Königsberg (womit ich diesen keineswegs auf die Stufe des Frankfurters runterschubsen will). – Jetzt ist er also tot und zum Beleg dessen, was ich mir gemerkt hatte, sah ich am Wochenende in die FAZ. Und siehe, ich lag richtig, es war ein Hochamt der Interpreten. Die Lektüre sparte ich mir.
Hässlich (3): Schon mehrfach habe ich mich gefragt, was eigentlich diesen Benjamin N. als Führer auszeichnet. Charisma ist es jedenfalls nicht, Charme auch nicht, Klugheit wohl kaum. Damit wären wir dann bei Eigenschaften angekommen, die man eher als weniger günstig ansieht. – Nachdem er, wie er sich selbst rühmt, den jetzigen Krieg ausgelöst hat, war er auffällig von der Bildflächte verschwunden. Gestern Abend tauchte er via X-Schnipsel auf und dementierte seinen Tod. Für einen Kaffee würde er sterben, gab sich das X-Bild witzig. Er wird wohl einen Vorkoster haben.
Hässlich (4): Mag sein, dass ich mich aus Ärger über den Nahost-Krieg irre, aber es kommt mir so vor, als habe der Don seine gewohnte äußerliche Überlegenheit eingebüßt. Seine Gesichtszüge hatte er zwar noch nie so richtig unter Kontrolle, doch jetzt den gewohnten Siegertypen zu geben, will ihm nicht gelingen. Er wirkt gehetzt und wirr. Die Auguren wissen es: Er ist bald weg vom Fenster. Das glaube ich zwar nicht, aber der Umstand, dass er nicht mehr allein am Ruder des Raumschiffs Erde steht, macht ihm sichtlich zu schaffen. Er weiß bei aller irrationalen Sprunghaftigkeit, dass Wahlen in den USA innenpolitisch, in der Wirtschaft, entschieden werden. Dort stehen die Preise an den Zapfsäulen im Wege. Die kann auch der Dümmste lesen.
Hässlich (5): Johann, der deutsche Außenzwerg, will sich nicht an den Patrouillen des Don durch die Straße von Hormus beteiligen. Nun gut, andere, die alle Tassen im Schrank haben, wollen das auch nicht, weil sie sich um ihre Kriegsschiffe Sorgen machen, die dann im scharfen Schuss gegen persich-russisch-chinesische Drohnen antreten müssten. Da lassen sie dem allmächtigen Kriegsherrn lieber den Vortritt. Doch die Deutschen haben eine andere Ausrede: Die Grünen Winde wehen, wenn sie denn überhaupt wehen, nicht durch die Straße von Hormus.
15. März 2026
Man hätte es ahnen sollen: Die iranischen Kampf-Drohnen, die dem Wertewesten in seinem jetzigen berechtigten Krieg gegen das Mullah-Regime so heftig zu schaffen machen, und die man seit Jahren nun schon unter dem Namen Geran2 im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des Wladimir P. in der Ukraine bei der Arbeit hat sehen können, stammen in Wirklichkeit aus Deutschland. Sie wurden in den 1980er Jahren bei der Firma Dornier in Friedrichshafen am Bodensee entwickelt und sind dann schließlich in den USA, dem Iran und Russland als Muster für die moderne Kriegführung kopiert worden.
Dornier (2): Die Firma, die eine lange Tradition für fliegende Kriegswaffen besaß, machte dann mit dem Ende des Kalten Krieges wg. plötzlich eingetretener weltweiter Friedfertigkeit Pleite. Die Reste wurden vom deutsch-französischen Luftfahrtkonzern Airbus geschluckt, der mit bedeutenden Teilen ebenfalls in Friedrichshafen residiert. Von Dornier ist daselbst nur ein kleines gleichnamiges Museum übrig geblieben.
Dornier (3): Mir scheint, als habe die deutsche Schuldkult-Fronde von diesem empörenden Umstand der deutschen Vaterschaft noch nicht in gehöriger Form Kenntnis genommen. Ich könnte mir, sobald sich das ändert, vorstellen, dass Fritz der Kanzler seinen Außenzwerg nach Jerusalem entsendet, um dort Abbitte und Wiedergutmachung zu leisten. Sind es doch diese Drohnen, die dem dortigen Staat derzeit so enorme Schwierigkeiten bereiten.
14. März 2026
Bei der Betrachtung von Fotos und Videoschnipseln, die den persischen Außenminister Araghchi (Arachtschi) zeigen, gehen mir einige Gedanken durch den Kopf, die ich zur Debatte stellen möchte. Er wirkt auf mich wie ein erfolgreicher und gebildeter persischer Geschäftsmann, dem man nicht ansieht, dass er einem mittelalterlichen religiösen Gewaltregime an prominenter Stelle dient. Seine Gesichtszüge sind sympathisch, sein Auftreten zivilisiert, seine Kleidung maßgeschneidert. Er wirkt, ohne sich das anmerken zu lassen, wenn er gemeinsam mit Presse- oder Administrations-Vertretern der USA zu sehen ist, diesen haushoch überlegen.
Zwiegesichtigkeit (2): Ich hoffe, mich hierbei nicht zu verheben, wenn ich anmerke, dass wir hier einen Prototyp aus der persischen Führungsschicht vor uns haben: Jemanden, der die westliche Denke beherrscht, ohne sie jedoch zu teilen. Wir finden exakt diese Gesichter auch bei anderen Figuren in Politik, Militär und Naturwissenschaften. In diesem Phänomen müssen wir wohl den Ursprung für die erstaunliche Bewaffnung des Iran unter den seit Jahrzehnten schwierigsten wirtschaftlichen Bedingungen suchen. Die jetzt zu Tage tretende Kampfkraft hingegen – von Trump & Co sträflich unterschätzt – entspringt, wie ich annehme, diesen ganz anderen Typen, die bärtig und finster an der Spitze der Revolutionsgarden stehen. Die einen von den anderen zu trennen, ist durch den Angriff vom 28. Februar gründlich misslungen.
Zwiegesichtigkeit (3): Es ist für die im westlichen Denken verwobenen Zeitgenossen – also Sie, den Leser, und mich, den Schreiber dieser Zeilen – schwierig bis unmöglich, sich in das Denken und vor allem das Handeln dieser oben genannten orientalen Typen hineinzufinden. Sie sind nicht wie wir und wollen es auch gar nicht sein, selbst wenn sie unsere Sprachen perfekt beherrschen. Auf der Gegenseite, also bei uns, wird die angemessene Reaktion nicht nur durch das real existente amtliche Personal, sondern vor allem auch durch die Mär von den Menschenrechten behindert, deren wichtigstes religiöses Element deren weltweite vom Menschen unabhängige Geltung („universale unveräußerliche Menschenrechte“) ist. So kann es leicht passieren, dass wir mit Machthabern konfrontiert werden, die uns überlegen sind, weil sie unser Menschenrechts-Gerede als Macke auffassen und dementsprechend handeln.
13. März 2026
Dass alles mit jeden zusammenhänge, ist eine Behauptung, aus der sich dann Beliebiges ableiten lässt. Ich habe soeben eine solche Gedankenkette gelesen, die – in meinen Worten – so arrangiert war: Trump versucht 1983 in South Carolina eine 13jährige aus dem Sortiment von Epstein sexuell zu missbrauchen. Diese wehrt sich, indem sie ihm in den Penis beißt. Ob und wann der Vorgang den Ermittlungsbehörden zu Kenntnis kommt, ist unklar. Jedenfalls untersucht das FBI dann 2019 den Fall durch Vernehmung des möglichen Opfers. Es entstehen 53 Blatt Polizeiunterlagen, die aber den Anfang dieses Jahres veröffentlichten Epstein-Files nicht beigefügt sind.
Schein und Wirklichkeit (2): Ob der zugrunde liegende Tatvorwurf stimmt, ist völlig offen. Das vermutete Opfer verweigert heutzutage jede Aussage. Ebenso die Anwältin. Wir sind also wieder in jener Grauzone angelangt, die wir aus dem Jahr 2016 kennen, als diverse Damen unterschiedlicher Oberweite behaupteten, von Trump vergewaltigt worden zu sein. Die Sachen gingen aus wie das Hornberger Schießen, da Trumps Anwälte gut dotierte Schweigevereinbarungen schlossen. Ob auch in diesem Fall ist unbekannt.
Schein und Wirklichkeit (3): Der jetzige Fall erhält seine Brisanz durch den Umstand, dass eine bedeutende parlamentarische Minderheit versucht, Trump mit allen sich bietenden Mitteln um sein Amt zu bringen. Das ist nicht unbedingt neu. Neu ist hingegen, dass das aufgefallene Fehlen der FBI-Akten nunmehr mit dem Iran-Krieg in Zusammenhang gebracht wird.
Schein und Wirklichkeit (4): Selbst Leute, die nicht Trump-feindlich eingestellt sind, fragen sich, ob der Präsident in den israelisch-amerikanischen Krieg hineingezwungen worden sein könnte. Je weniger dieser Krieg – entgegen allem Anfangsgerede – in einen schnellen Erfolg eingemündet ist, desto lauter werden diese Fragen gestellt, obwohl Erfolg und Fremdsteuerung eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Auch in Amerika wird mit dem Finger auf einen erpresserischen Netanyahu gedeutet, wobei leichter Hand hinzugefügt wird, Epstein sei halt ein Einflussagent zur Beschaffung von Kompromaten bei einflussreichen Zielpersonen gewesen. Klingt einfach, eigentlich zu einfach. Trump 1983 als Zielperson? Da war der Mann ein Bauunternehmer und angehender semi-bekannter Fernsehstar. Das mit der Politik kam 33 Jahre später.
12. März 2026
Jetzt verhängen wir (wer immer das sei) Sanktionen gegen den Iran. Nur nebenbei gefragt: Was genau werfen wir dem Iran vor? Dass er von der israelischen-amerikanischen Allianz militärisch angegriffen wurde? Und was genau erwarten wir von den Sanktionen? Nun, höhere Spritpreise, damit die Leute endlich aufhören, mit ihren Autos herumzukutschen.
Spritpreise (2): Finde in der Zellerzeitung von heute Nacht das Wesentliche leicht verständlich dargestellt:
11. März 2026
Mit etwas Verspätung finde ich die Angaben von US CentCom über die Zerstörung von US-Radarstationen in Nahost. Falls es stimmt, was darüber zu lesen ist, sind Schäden entstanden, die mittelfristig nicht ersetzt werden können, und die von den USA aufgerüstete Raketenabwehr der gesamten Region nahezu blind macht.
Eine weitere unbestätigte Meldung geht davon aus, dass persische Raketen und Drohnen wichtige Daten-Zentren in Nahost zerstört haben, zum Beispiel das von Amazon.
10. März 2026
Es ist der Krieg des Thomas Morus, so wie der ihn in der Utopia beschrieben hat. Der moralisch überlegene Staat ist befugt, Kriege zur Arrondierung seiner Interessen zu führen. Morus empfiehlt, den gegnerischen Staatsführer töten zu lassen.
Krieg (2): Die Phase 1 des Morus-Krieges haben wir erlebt, jetzt kommt das Vorgehen gegen die aus Sicht des moralisch überlegenen Angreifers minderwertige Bevölkerung. Der Anfang ist durch die Zerstörung von persische Trinkwasser-Anlagen gemacht. Wohlgemerkt durch US-Truppen. Der persische Außenminister hat auf dieses bislang einzigartige Kriegsverbrechen hingewiesen und angemerkt, dass man einen Rubikon überschritten habe. Persische Angriffe auf Meerwasser-Entsalzungsanlagen am Golf folgten auf den Fuß.
Die Medien versuchen den Leuten seit gestern einzureden, dass das knappe Wahlergebnis in BaWü „spannend“ sei. Nein, ist es nicht, sondern es ist völlig gleichgültig, ob grün oder schwarz den dortigen MP stellt, denn das ist genau so spannend, als wenn man beim Frühstück erst die obere und dann die untere Hälfte des Brötchens isst – oder anders rum.
9. März 2026
Im Iran-Krieg hat Israel die Ölraffinerien bei Teheran angegriffen und dadurch angezündet. Einige wenige Kurzvideos zeugen von einer beispiellosen Umweltkatastrophe. Im Gegenzug trifft es unbekannte Ziele in Tel Aviv und in Arabien sowie den Flugzeugträger Abraham Lincoln, der weit vom persischen Kriegsschauplatz zurückgezogen wird, um weiteren Dohnentreffern zu entgehen.
Persien (2): Es wurde ein neuer Ayatollah ernannt. Es ist der Sohn des Ermordeten. Der Vorgang zeigt zweierlei: a) Die Führung in Teheran wurde entgegen der Ansage aus Tel Aviv nicht ausgeschaltet. b) Sie ist – entgegen den Behauptungen des Don, es werde keinen persischen Führer ohne seine Zustimmung geben – nicht gewillt, sich von Ungläubigen reinreden zu lassen.
Ohne Belang ist der Wahlausgang in BaWü. Mit der Industrie-Vernichtungspolitik kann ungehindert weitergemacht werden. Der Wähler will das so.
Der nachfolgend widergegebene Artikel über den neuen persischen Führer und die Lage im Lande ist eine Momentaufnahme aus der Feder des Hamburger Historikers Dr. Walter Post, die ich mit seiner Genehmigung zur Kenntnis bringe, weil sie von dem um Meilen abweicht, was man sonst an Aufgeregtheiten hierzulande zu lesen und zu hören kriegt. Es ist seine Auffassung, ich finde sie lesenswert.
Die folgende nüchterne und zutiefst ernüchternde Analyse der Weltlage mit Schwerpunkt zum Iran-Konflikt nebst Ausblick auf die vermutlichen weltwirtschaftlichen Folgen hat der Blogger Egon W. Kreutzer am 30. März 2026 verfasst. Ich rücke den Aufsatz hier auf meinem Blog mit seiner Erlaubnis ein:
Oder: Es hat sich seit vier Jahren nichts verändert
Das Morgenlicht durchdringt diffus die Jalousette Ich denke vor mich hin, es wär doch schön wenn ich nur einmal nichts zu denken hätte Ich würd sogleich zu Fuß nach Compostella gehn.
Dort würd ich lila Rosenkränze kaufen und dicke Nonnen schubsen – ab und wann und mit den Maulbeerbäumen um die Wette laufen weil ich nicht denken, aber schrecklich rennen kann.
Ich mach die Augen wieder auf, es hat sich nichts verändert Noch immer ist es ziemlich grau Kein Frühling hat den Erlenbaum bebändert Jetzt lieg ich reglos da und gucke nicht sehr schlau.
Begleitender Chorus der tanzenden Trucker:
Reich mir Ricarda den Rautenkranz Trage Tusnelda das Tamburin Bleib wo du bist, vor allem aber bleib ganz Lass mich mit den Gänsen nach Süden ziehn.
Gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist es, dass die Väter des Grundgesetzes eine Staats- und Gesellschaftsform im besiegten Deutschland (West-Variante) zu schaffen trachteten, die eine Kopie der anglo-amerikanischen Siegermächte und zugleich moralisch einwandfrei werden sollte. Also musste eine Demokratie her, die eine gewisse Ähnlichkeit zu den neuen Vorbildern hatte, und sie musste, darauf legten die Herren in ihren gut geheizten Gouverneursvillen den allergrößten Wert, unabschaffbar sein. Nun wussten die klügeren unter den Vätern, wie der SPD-Mann Carlo Schmid, um den unauflösbaren Widerspruch zwischen Demokratie und der Anordnung ihrer Unabschaffbarkeit, und um das zu kaschieren, nannten sie das Konstrukt wehrhafte Demokratie. Darunter leiden wir noch heute, denn diese wehrhafte Demokratie als Institution hat sich verselbständigt. Sie schützt den Bürger vor seinem eigenen politischen Willen. Das ist so kurios, dass man es zunächst gar nicht glauben mag.
Demokratie (2): Nun mag sich der Leser wundern, wie ich plötzlich auf sowas komme. Der Anstoß kam von außen, als ich nämlich heute Früh las, das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) wolle künftig auf den „Phänomenbereich Delegitimierung des Staates und seiner Organe“ verzichten. Hinter dem schrecklichen Beamten-Kauderwelsch verbirgt sich das Vorgehen gegen Bürger, die seit gut fünf Jahren mit der einen oder anderen politischen Grundentscheidung der die Macht innehabenden Organe nicht einverstanden sind und dies auch zum Ausdruck bringen, zum Beispiel bei der Einwanderung Illegaler, der Zerstörung der Energie-Infrastruktur, der Corona-Narretei, des Klima-Wahns und der Kriegslust gegen Russland und andere. Das sagt eigentlich schon alles: Mit der Einhaltung der Grundgesetz-Normen hat das alles nichts zu tun.
Demokratie (3): Nun mag einer denken, dass nunmehr — nach der Abschaffung des sog. Phänomen-Bereichs — die Bürger, die schlicht anderer Meinung sind, in Ruhe gelassen werden, doch der unterliegt einem Irrtum. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Die einschlägig tätigen Beamten werden lediglich die Ettiketten auf ihren Schubladen austauschen. Das ist bei den heutigen elektronischen Verhältnissen schnell getan.
7. März 2026
Nach einer Woche Krieg in Nahost lässt sich sagen, dass die israelisch-amerikanische Absicht, eine Art Blitzkrieg zu führen, gescheitert ist. Dieser sollte aus einem mit großem militärischen Aufwand durchgeführten Enthauptungsschlag bestehen, von dem man annahm, er werde die iranischen Abwehrmöglichkeiten zusammenbrechen lassen. Das ist, soweit ich mir ein Urteil erlauben kann, nicht der Fall. Vor allem scheinen die Kriegsplaner angenommen zu haben, dass das persische Volk nach Beseitigung einer verhassten Führung die angreifende Allianz als Befreier begrüßen werde. An diesem Gedanken hat man sich vermutlich durch lautstarke Aussagen von Exil-Persern, wie der des Schah-Sohns, berauscht.
Persien-Krieg (2): Meine vorstehend erörterte Vermutung erhält Nahrung durch das Verhalten des US-Präsidenten. Während er vor drei, vier Tagen noch davon spracht, es werde Zeit, die Auseinandersetzung durch Verhandlungen zu beenden, ist er gestern Abend umgeschwenkt: Nunmehr kämen Gespräche erst nach einer bedingungslosen Kapitulation in Frage. Das ist eine besonders törichte, kriegsverlängernde Aussage, wie wir aus der eigenen Geschichte des Zweiten Weltkriegs wissen, weil sie geeignet ist, die davon betroffene feindliche Bevölkerung zum Kampf zusammenzuschweißen..
Persien-Krieg (3): Westliche Beobachter versuchen, eine Empörungs-Allianz mit den angegriffenen Golf-Staaten zustande zu bringen. Die hierfür als Argument ins Feld geführten Schäden durch persisches Beschuss lassen sich derzeit nicht annähernd beurteilen. Ich vermute, dass vor allem die durch den Beschuss ausgelöste export-wirtschaftliche Isolierung des Golfs in Kürze ernsthafte Schäden am gewohnten Wohlleben in den vom Export-Stopp betroffenen Staaten herbeiführen wird. Noch ist unklar, auf welche Seite sie sich in naher Zukunft schlagen werden. Sich hierbei auf die Unterschiede von Schiiten und Sunniten zu berufen, finde ich kühn, denn die beiden in diesem Krieg auftretenden Aggressoren sind nichts von beiden, sondern in den Worten der betroffenen Region: Ungläubige.
Persien-Krieg (4): Militärisch von Gewicht ist allein Saudi-Arabien. Über die Kampf-Moral von dessen Armee ist nichts Verlässliches bekannt. Deren Führung wird vor allem Eigeninteressen vertreten. Wie diese aussehen, wenn der amerikanische Raketen-Schutzschild schwer beschädigt sein sollte, ist völlig offen.
Persien-Krieg (5): Leser A. weist mich darauf hin, dass in den russischen Nachrichtensendungen über diese Ereignisse von der Epstein-Koalition gesprochen werde. Man sieht, an der Freude des Russen, zynische Witze zu machen und zu verstehen, hat sich nichts geändert.
Etwas näher dran: Der kleine Mann aus Kiew hat dem ungarischen MP Orbán unverhohlen angedroht, ihn durch ein Kommando ermorden zu lassen, wenn der jetzt nicht hinsichtlich seiner Nichtfreigabe von EU-Krediten an die Ukraine umschwenkt. Orbán revanchiert sich und lässt einen Gold-Bargeld-Transport (mit Werten von ca. 100 Mio €), der sein Land durchqueren will, kurzerhand hochgehen. Der wilde Osten ist zurück. Vielleicht war er auch nie weg. Wer will das wissen?
6. März 2026
Wir erleben im Moment life den nächsten kolossalen strategischen Fehler der amerikanischen Weltbeherrscher mit ihrer angeblich unschlagbaren Militärmaschinerie. Innerhalb weniger Tage wird klar, dass der Angriff auf den Iran Nebeneffekte ausgelöst hat, an die, da wette ich, im Pentagon (nebst angeschlossenen Eierköpfen) niemand gedacht hat. Es sollte offenbar ein Enthauptungs-Handstreich à la Venezuela werden, aber hier trat die Wirklichkeit in den Weg. Sie lautet: die Perser wehren sich mit handfesten Mitteln und haben tatsächlich die Öl- und Gasproduktion der US-Satrappen am Golf angegriffen, einschließlich der Sperrung der Straße von Hormuz. Im Wertewesten sind daraufhin die Preise für Öl und Gas in die Höhe geschossen. Man kann es an den Tankstellen in D unschwer ablesen. Der Diesel beispielsweise ist gegenüber dem Vorjahrespreis um 60 Cent nach oben geschossen. Es wird nur einige Tage dauern, dann kommt diese gegenleistungslose Verteuerung in der Gesamtwirtschaft an. Kein Mensch weiß, wie das ausgehen wird.
Irankrieg (2): Ich betrachte mit Staunen, wie die deutschen Meinungsbildner das aggressive Handeln der israelisch-amerikanischen Allianz loben. Sie tun das unter stillschweigenden bzw. lauthals verkündeten Prämissen, die angeblich keine Diskussion gestatten: a) das auf dem alten Testament beruhende Existenzrecht Israels, b) der erklärten Absicht der Mullah-Clique, den Staat Israel zu vernichten. Selbst wenn ich beides einmal als zutreffend unterstelle, bleibt die Frage unbeantwortet, ob die jetzigen Kriegshandlungen geeignet sind, den Premissen a&b gerecht zu werden. Ich vermute, man irrt sich, denn die rassischen und religiösen Differenzen, welche die Feindseligkeiten dominieren, werden durch das Töten der iranischen Führung nicht beseitigt werden, wie sich auch in allen anderen Ländern des Nahen Ostens zeigt. Sicher erscheint mir indessen, dass der jetzige Krieg wesentlich zum Anti-Amerikanismus beitragen wird, vom Anti-Israelismus (bzw. Antisemitismus) ganz zu schweigen.
Iran-Krieg (3): Sieht man einmal von den amerikanischen Waffenhändlern ab, schält sich derzeit aus dem Pulverdampf ein Sieger heraus, an den in DC vermutlich niemand gedacht hat: Der böse Wlad im Kreml, der über die Rohstoffe verfügt, die dank amerikanischem Weltmachtwahn derzeit rare Waren sind. Jedoch…
Iran-Krieg (4): Im Schatten des ausufernden Krieges in Nahost gibt es heute Nacht einen bemerkenswerten Zwischenfall im Mittelmeer zwischen Libyen und Malta, wo ein russischer Flüssiggas-Tanker – vom Nordmeer kommend auf dem Weg zum Suez-Kanal – Feuer fängt und im Meer versinkt. Die russische Regierung erklärt, es handele sich um einen an der libyschen Küste gestarteten Angriff mit einer ukrainischen Seedrohne
5. März 2026
Im Nachklapp zu Fritzens Reise zum Kolonialherrn bleibt im Netz der Erkenntnis hängen, dass dieser sich zur Ostfront äußerte. Es dürfe nicht sein, so begann er, was stets darauf hindeutet, dass es für dieses Dürfen und Sollen keine unumstößlichen Maßstäbe gibt, also nochmal: es dürfe nicht sein, dass der böse Wlad noch mehr kriegen darf, als er ohnehin schon besetzt hat im fernen Land am Dnjepr. Heißt zu deutsch: Das, was er jetzt besetzt hat, das lassen wir ihm. Das ist ziemlich neu in der deutschen Kriegsrhetorik. Bislang wollten wir die Grenzen von 2014 (inklusive Krim) wiederherstellen. Schon vergessen?
Persienfront: Jetzt will der Don die Kurden gegen Teheran hochmachen, was man aus DC sogleich bestreitet. Kann mir nicht vorstellen, dass der Sultan aus Ankara das unwidersprochen hinnimmt. Im Persischen Golf geht derweil das Schiffeversenken munter weiter. Und schließlich: die aus Nahost verbreiteten Bilder über Raketeneinschläge sehen nicht so aus, als wäre dort nichts passiert. Nur was, das bleibt der Kriegszensur überlassen.
Heimatfront: Nicht ohne Vergnügen lese ich, dass der nächste Bundespräsident am kommenden 30. Januar gewählt werden soll. Ob das Wachbataillon nach vollzogenem Akt in guter 30. Januar-Tradition zum Fackelzug durch das Brandenburger Tor antritt, wurde nicht mitgeteilt.
Nochmal Fritz in Washington: Falls die US-Plattform Bloomberg zutreffend berichtet, war der Kanzler beim Don, um von diesem die Aufhebung des Boykotts von Rosneft (Deutschland) zugesagt zu bekommen. In Klardeutsch: das Russenöl darf jetzt wieder Richtung Schwedt fließen. Wie es dahin kommen soll, ist mir noch nicht ganz klar. Ich habe in Erinnerung, dass 2023 die französischen Eigentümer den Ölhahn der Drushba-Pipeline (nördlicher Zweig) dichtgemacht haben. Bleibt die weitere Frage: bettelte Merz um die Wiederzulassung, oder musste er von Trump hierzu gedrängt werden, weil, wie die Bloomberg-Amerikaner fürchten, die deutsche Wirtschaft zu kollabieren droht?
Schwerdt an der Oder an einem Januarmorgen. Ein Schlot qualmt noch (Aufnahme: HR).
4. März 2026
E.S., Tochter eines Danziger Schiffbauers, der zur Zeit ihrer Geburt am Aufbau des kaiserlichen Kriegshafens an der Nordsee, in Wilhelmshaven also, beschäftigt war, wo sie zur Welt kam, hat heute ihren 125 Geburtstag. Das wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn sie nicht meine Großmutter gewesen wäre.
Persönliches (2): Der frühe Blick aus dem Fenster fällt auf einen dicht verhangenen atlantischen Himmel, welcher der Sonne das Bestrahlen der äquatorialen Eingeborenen verwehrt. Das juckt diese ebensowenig wie der Umstand, dass ihr Kolonialherr Sanchez im fernen Madrid soeben das Kriegsbeil gegen die Weltmacht USA ausgegraben hat: Keine spanischen Flughäfen für die US-Kriegsmaschinerie im taufrischen Iran-Krieg, so hatte er vorgestern verfügt. Der Don lässt nicht lange auf sich warten und verhängt gegen Spanien einen Handelsboykott. Der wirkt nicht heute und nicht morgen, aber vielleicht schon übermorgen, wenn hiesige fleißige Bauern mit sonnengegerbten Gesichtern ihr Öl und ihre vorzüglichen Weine auf den Markt bringen wollen, oder die durch grünen Wahn schwer geschädigte spanische Wirtschaft doch abseits aller Klima-Rezepte Öl und Gas aus Übersee benötigt.
Persönliches (3): Kann mir mal wer erklären, warum Fritz der Kanzler gestern nach DC jettete. Was gab’s da zu besprechen, oder wurde er zur Befehlsausgebe einbestellt? Mit leisem Unbehagen erinnere ich mich an die Befehlsausgabe vor vier Jahren, als Scholz zu Biden reiste und erklärt bekam, dass Nord Stream weg müsse, was bekanntlich kurz drauf passierte. Einfach so.
3. März 2026
Dem Mutigen gehört die Welt: Das US State Department forderte gestern alle US-Amerikaner auf, den Nahen Osten umgehend mit jeglichem erreichbaren Transportmittel zu verlassen (Americans in Bahrain, Egypt, Iran, Iraq, Israel, the West Bank, the Gaza Strip, Jordan, Kuwait, Lebanon, Oman, Qatar, Saudi Arabia, Syria, the United Arab Emirates (UAE), and Yemen should depart now through any available commercial transportation). Ob sich hierdurch auch die zahlreichen Bewohner Israels mit doppelter Staatsbürgerschaft angesprochen fühlen sollen, bleibt dem Geschmack des Betrachters überlassen. Vor einem Jahr jedenfalls war es so.
Flucht (2): Man darf kaum annehmen, dass alle betroffenen Amerikaner dies dankbar zur Kenntnis nehmen, selbst wenn sie aus der Propaganda wissen, dass der sog. Präventiv-Krieg dem Schutz Amerikas dient.
Flucht (3): Die Tanker, die nach der Sperrung der Straße von Hormuz nunmehr festsitzen, werden sich kaum im Luftwege absetzen können. Nicht nur, weil die Flughäfen der Region gesperrt sind. Um den Verursachern dieses Desaster auf die Spur zu kommen, genügt es vermutlich, in absehbarer Zeit zu kontrollieren, wer genau auf welche Ölpreisentwicklung gewettet hat. Denn merke: Krieg ist ein tolles Geschäft (für alle, die in einem sicheren Geld-Hafen residieren).
Flucht (4): Wir werden es erleben, wann am Golf das Trinkwasser knapp wird, und wie die verwöhnten Wüstensöhne und ihre bislang willkommen geheißenen ausländischen Gäste das finden werden. Es wird sich rumsprechen, dass Dubai ein pointof risk ist.
2. März 2025
Die Siegesfanfaren werden erwartungsgemäß gedämpfter. Der Don kündigt heute Nacht an, dass er noch fünf, sechs Wochen benötigt. Benötigt wozu? Derweil stürzen in Arabien US-Kampfflugzeuge ab. Auch das gibt Rätsel auf, da ich mir nicht vorstellen kann, dass sie in der Luft mit Kamelen zusammenstießen.
Siegesfanfaren (2): Während in Tel Aviv Gebäude einstürzen, kündigt Netanyahu an, weitere 1000 Ziele im Iran zu treffen. Hat er noch so viele Mittelstreckenraketen? Denn mit Flugzeugen traut er sich offensichtlich nicht in den persischen Luftraum. Zeitgleich greift Israels Luftwaffe Ziele im Libanon an. So mag Groß-Israel (nicht meine Wortschöpfung) in einschlägigen militärischen Lagekarten bereits aussehen. Ich bezweifle, dass die davon betroffenen Araber das auch so sehen.
Siegesfanfaren (3): Corona-Gewinner aus meinem Bekannten- (nicht: Freundes-) Kreis haben ihre zusammengerafften Impf-Vermögen nach Dubai geschafft. Zwei von denen sitzen dort jetzt fest. Ich konnte mir trotz des Ernstes der Lage ein Grinsen nicht verkneifen.
Siegesfanfaren (4): Der Raketenangriff auf einen britischen Stützpunkt auf Zypern sieht weniger nach einer persischen Attacke als nach einer britischen Aktion aus. Ich traue dem strauchelnden Regime in London alles zu, wenn es darum geht, von der eigenen, weitgehend selbstgemachten Misere abzulenken und die Bevölkerung zum Krieg aufzuhetzen.
Siegesfanfaren (5), mit Dämpfer: Bei Wolfgang Prabel (https://www.prabelsblog.de/2026/03/details-ueber-die-iranische-konfliktkulisse/) finde ich heute Morgen Basis-Daten zur religiösen Zugehörigkeit in Persien. Trotz der Spaltung in Sunniten und Schiiten, für die ich zur Unterscheidung keine Eselsbrücke besitze, bleibt die Erkenntnis, dass das Land fast zu hundert Prozent von Mohammedanern bewohnt wird. Dass es bei diesen Leuten gut ankommt, wenn man deren religiöses Oberhaupt mit Triumpf-Geschrei ermordet, halte ich nicht für ausgemacht.
1. März 2026
Erneut ist das Eldorado der Lügen eröffnet. Habe zur Sicherheit in meinen älteren Tagebuchaufzeichnungen nachgeblättert. Danach begann der von Israel losgetretene letzte Krieg gegen den Iran am Freitag, dem 13. Juni 2025, und dauerte genau 12 Tage. An deren Ende stand Israel durch massiven iranischen Raketenbeschuss am Rande einer katastrophalen Niederlage. Ich brauchte vor einem Jahr tagelang, um aus den Lügenmeldungen ein einigermaßen zutreffendes Bild rekonstruieren zu können.
Persien (2): Deswegen bin ich vorsichtig, wie die Lage am Tag 2 des neuerlichen Krieges aussehen mag. Sicher erscheint mir nur, dass der Iran tatsächlich das Feuer auf israelische Ziele eröffnet hat. Ob er daneben auch, wie die West-Medien behaupten, gestern bereits die Golfstaaten angriff, erscheint mir eher eine Zweckmeldung zu sein, hinter der in Wirklichkeit Angriffe auf dortige US-Militärstützpunkte stecken mögen.
Persien (3): Ob es wirklich so ist, wie Israels Führer Netanyahu triumphierend feststellt, dass man das iranische Oberhaupt Ali Khamenei getötet habe, mag sein wie es will, es zeigt, dass man vor keinem Tabu zurückschreckt, einen Staatsführer gezielt zu töten. Die Annahme, dass die Perser diesen Mord dankbar begrüßen werden, in reine Hybris. Mich würde es nicht wundern, wenn man sich in Teheran mehr als nur Gedanken macht, an Trump oder Netanyahu Rache zu üben.
Wie lächerlich wirken angesichts dieser Ereignisse, die Aufgeregtheiten in D., die rund um die Wahl in BaWü abgesondert werden. Wen interessiert das eigentlich, ob dort nach einer grün-schwarzen Koalition die nächste schwarz-grün werden wird, oder es doch grün-schwarz bleibt. Klar ist nur, es sind immer noch nicht genügend viele Arbeitsplätze vernichtet worden, um die Leute zur Vernunft zu bringen. Da ist noch Platz nach oben bzw. unten — je nach Standpunkt.
28. Februar 2026
Man wird sich das Datum merken müssen: Heute Nacht führten israelische Streitkräfte einen sog. Präventivschlag gegen den Iran. Im Klartext: Sie bombardierten fünf Städte einschließlich der Hauptstadt Teheran. Dies geschah mit ausdrücklicher US-Unterstützung. Ohne Prophetie wird man annehmen dürfen, dass dieser Angriff nicht ohne Antwort bleiben wird. Sie wird in erster Linie Israel treffen. Das einschlägige Geschrei wird dann wieder ertönen, so wie vor Jahresfrist.
Nahost (2): Interessant fand ich heute Morgen, die ersten Reaktionen der Leserschaft von Apollo News. Es überwiegen die Stimmen, die ihre Freude über den Angriff zum Ausdruck bringen. Damit nicht genug: Meinungen, die zur Mäßigung aufrufen, werden der Befürwortung des Mullah-Regimes in Teheran bezichtigt. Man kann jetzt die Uhr danach stellen, wann die harten Antisemiten, die sich durch das Geschehen in ihren Ansichten bestätigt fühlen, dies öffentlich zum Ausdruck bringen. Es wird der islamische Pöbel auf unsern Straßen sein, der in Kürze das Wort ergreift und Taten folgen lässt.
27. Februar 2026
Die Meldungen von der Ostfront waren jetzt wochenlang dürftig. Nun berichtet der Wertewesten von zwei sensationell aufgemachten Siegen der Ukrainer. Zum einen handelt es sich um eine sog. Offensive, welche den Russen eine schwere Niederlage beigebracht habe. Zum andern geht es um das Abschalten Russlands von Star Link. Zu beiden gefeierten Siegen bleiben Fragezeichen.
Ostfront (2): Der Vorstoß ukrainischer Kräfte scheint mir zutreffend. Bleibt die Frage, mit welchen Verlusten er erkauft wurde. Bleibt die zweite Frage, warum das zentimeterweise Vorrücken der Russen an fast allen anderen Stellen der Front stattfinden konnte. Das Ganze erinnert fatal an die gepriesene ukrainische Sommeroffensive 2023 und an den Vorstoß Richtung Kursk im August 2024. Beide Angriffsaktionen fügten dem Angreifer schlimme Verluste zu und zudem Geländegewinne, die kaum über den Tag hinaus reichten.
Ostfront (3): Das Ausschalten Russland aus dem Star-Link-System kann nur auf einer Weisung des Eigentümers beruhen. Das ist bekanntlich Elon Musk. Ihm müsste klar sein, dass Russland sich befugt sieht, auf derartige Aktionen gegen den Veranlasser mit kriegerischen Mitteln vorzugehen. Wir werden also noch davon hören. Oder auch nicht, falls es nämlich stimmt, was der russische stellvertretende Verteidigungsminister vorgestern dazu sagte: Das Abschalten bedeute für die russische Kriegführung keine Beeinträchtigung.
Ostfront (4): Der innereuropäische Konflikt um den Ukraine-Krieg spitzt sich zu. Will man wirklich die Ungarn zu feindlichen Ausländern promovieren? Dass Orbán Truppen zusammenziehen lässt, zeigt, dass Feuer unterm Dach ist. Allerdings befindet er sich zudem mitten in einer Wahlschlacht mit unsicherem Ausgang.
Entgegen meinem festen Vorsatz, mich nicht um die Affäre Epstein zu kümmern, bin ich angesichts der Flut der Meldungen doch ins Grübeln gekommen. Es ist weniger die unappetitliche Kinder-Bordell-Geschichte, die mich beschäftigt, denn die ist, so schlimm sie auch sein mag, für die Galerie. Der eigentliche Skandal ist der hinter den Kulissen. Es schälen sich Konturen heraus, die das Unglaubliche der Tätigkeit dieses Mann nunmehr erahnen lassen. Das Einfalltor in das ganze Epstein-Desaster ergibt sich aus seinen Mitgliedschaften, zum Beispiel WEF, Bilderberg, Council on Foreign Relations, Trilaterale Kommission. Habe ich wen vergessen? Die Mitgliedschaften dieses Nobody bedeuteten, ihn muss jemand dort hineingeholt haben. Ich tippe in aller Bescheidenheit auf David Rockefeller oder einen seiner Spannemänner. Für sie war der Mann nützlich, weil er sich nützlich machte. Vielleicht weil er zudem deren perverse Ambitionen beförderte. Einer musste es schließlich tun, wie es immer so schön heißt.
Epstein (2): Es mag sein, dass er daneben seine eigene Suppe kochte – dann nämlich, als er erkannt hatte, was für trübe Nummern die Reichen und Mächtigen doch in der geilen Wirklichkeit waren. Dann waren seine Frischfleisch-Lieferungen das, was man beim Geheimdienst ein Kompromat nennt – eine Erkenntnis also, mit der man den anderen auf Gedeih und Verderb an der Leine führen kann.
Epstein (3): Unterstellt man einen Moment lang das Vorherstehende als zutreffend, wird auf einen Schlag deutlich, warum die Betroffenen jetzt alles in ihrer Macht tun, vom wahren Geschehen abzulenken. Wundern tut dann auch nicht mehr, warum der Mann in den Nuller Jahren sich aus seinem Tun freikaufen konnte, und als die Wogen dann hoch und immer höher schwappten, dass er 2019 sterben musste. Das mussten vor ihm auch andere aus wahrhaft weniger gravierenden Gründen schon.
Epstein (4), vorerst vorletzte Bemerkung: Die Leute, die man jetzt zu Rücktritten aller Art zwingt, sind lediglich weitere Watschenmänner, wenn man als richtig unterstellt, dass dies ein Club von größenwahnsinnigen Möchtegern-Weltbeherrschern ist. Je hochrangiger die jetzt geschassten, desto fester werden die wahren Hanseln zusammenrücken. Es sei denn, einer von denen hat das Erbe des Epstein-Wissens an sich bringen können.
Epstein (5): PS. Was macht eigentlich Billy G.? Zumindest seine Zuwendungsempfänger in den Qualitätsmedien schweigen eisern.
Epstein (6): Spätestens in fünf, sechs Wochen hat sich die Meute ausgetobt, und die Herren können wieder zu ihrem Tagesgeschäft nebst attachierten Lustbarkeiten übergehen.
26. Februar 2026
Ich habe nichts gegen Polen, doch als Flug-Mitreisende finde ich sie lästig, da sie sich, sobald die Anschnallzeichen erloschen sind, in maschinen-übergreifende Gesprächsgruppen zusammenfinden. Was das Thema ihres den Fluglärm übertönenden Gedankenaustausches ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Auffällig erscheint es mir, dass derselbe durch hastiges Hin- und Herrennen erst möglich zu sein scheint, unterstützt von lautstarkem Öffnen und Schließen der Gepäckfächer.
Flugreise (2): Gegen bessere Einsicht habe ich mich überreden lassen, eine in Berlin startende Maschine von RyanAir zu nutzen. Von der üblichen Inneneinrichtung der Passagierflugzeuge ist nichts mehr da. Mich wundert, dass man seinen Stuhl nicht mitbringen muss.
25. Februar 2026
Auf einmal ist es doch nicht strafbar, den Fritz als Pinocchio zu bezeichnen. Die Staatsanwaltschaft von Heilbronn stellt das Ermittlungsverfahren ein. Da hat jemand einen Wink gegeben, dass man in der heißen Phase des Wahlkampfs in BaWü diese Debatte partout nicht gebrauchen kann. Damit ist die Sache vom Tisch? Nein, durchaus nicht. An dem rechtswidrigen Eindringen bei dem angeblichen Bösewicht war eine Vielzahl von Amts-Personen beteiligt, darunter auch ein deutscher Richter, der den Durchsuchungs-Beschluss unterschrieben hat. Einfach so! Sie alle haben sich nach meiner festen Rechtsüberzeugung strafbar gemacht (Hausfriedensbruch, Verfolgung Unschuldiger, Rechtsbeugung, Amtsanmaßung). Und sie müssen für ihr Tun bestraft werden.
24, Februar 2026
Um Persien herum zieht der Don eine gewaltige Streitmacht zusammen. Ernst zu nehmende Leute rätseln, warum er das tut und kommen dabei zu Erklärungen, die hierzulande nicht zu wiederholen sind. So halte ich mich an ein Interview, dass der konservative Star-Journalist Tucker Carlson mit dem US-Botschafter in Jerusalem führte. Der meinte sinngemäß, es komme darauf an, die israelische Vormacht in Nahost sicherzustellen. Dass Carlson als Feindperson in Jerusalem festgenommen wurde, lässt vermuten, dass man dortzulande solche Botschaften — zumindest, wenn sie laut ausgesprochen werden — nicht gerne hört.
Don (2): Die Gras-wachs-Hörer mutmaßen, dass dem Präsidenten die Zeit für seine außenpolitischen Eskapaden davonlaufe, weil im Herbst ein Dem-dominierter Kongress drohe. Wenn es so kommt, muss sich niemand wundern, denn Trump hatte seinen Wahlsieg mit innenpolitischen Themen errungen. Ob er seine Versprechungen auch nur ansatzweise einlösen kann, ist in der Draufsicht nur schwer zu bewerten, da man von den weltweiten Bocksprüngen immerzu abgelenkt wird.
Wie mickrig sieht die Welt dagegen hierzulande aus. Ein Kanzler, den man bei Strafe nicht mit Pinocchio vergleichen darf, und ein Gebührensender, der ungestraft fälschen und lügen darf. Da mir die Täterinnen beim ZDF infolge meiner strikten Gaff-Abstinenz allesamt nichts sagen, muss ich mich auf Meldungen aus dem Off verlassen. Es sei dortselbst ein Relotius-Effekt eingetreten.
23. Februar 2026
Der Krieg: Dass der in der Ukraine jetzt länger dauere als der Zweite Weltkrieg, verdanken wir, wenn die Medien zuverlässig berichtet haben sollten, einer Einschätzung von Fritz dem Kanzler. Na gut, 1939-45 muss er nicht wissen.
Krieg (2): Was den Beginn des Einmarsches in der Ukraine anlangt, gehen die Meinungen auseinander. Während die einen den 22. Februar 2022 annehmen, sprechen die anderen vom 24. Februar. Kann mich in diesem mir ärgerlichen Fall nicht auf meine eigenen Aufzeichnungen stützen, weil ich exakt in jener Woche einen Aufmerksamkeits-Totalausfall infolge einer Vireninfektion mit anschließender bakterieller Lungenentzündung hatte. Die Einzelheiten dessen habe ich dann, so gut es eben ging, in den ersten Märztagen notiert. Ich habe, das allerdings war mir ziemlich schnell klar, ein historisches Ereignis in meinem Bett fiebernd verdämmert.
Gestern rief ich bei Computer-Fachleuten ein großes Hallo hervor, als festgestellt wurde, dass mein Arbeitsrechner, mit dem ich nicht in der Lage bin, genau diese Sudelbuch-Aufzeichnung herzustellen, acht Jahre alt ist. Sie staunten den Rechner und mich an, als wären sie auf jemanden gestoßen, der mit Hammer und Meißel Keilschrift produziert. Fazit des Palavers: Ein neuer Rechner muss her. Mir graut davor, mich erneut in irgendwelchen Neuerungs-Schnickschnack hineinfinden zu müssen. Es steht massive Zeitverschwendung ins Haus. Das ist es, was mich am meisten zurückschrecken lässt.
Alt (2): Acht Jahre sind also alt — jedenfalls im Leben eines Computers. Besser lässt sich die Wegwerfgesellschaft kaum beschreiben. Andererseits ist es nicht ohne Witz, dass die Masse der Bücher in meiner Bibliothek älter als acht Jahre ist. Zuzugeben ist allerdings, dass etliche von ihnen nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit sind, aber verstehen tue ich die meisten von ihnen dennoch. Auch finde ich in ihnen Dinge und Meinungen, von denen die Computer-Welt nicht einmal zu träumen wagt.
21. Februar 2026
Fritz forever: Tosend war der Applaus, langanhaltend, überwätigend und, wie man wohl hoffte, Medraula (die Menschen draußen im Lande) ansteckend, denn Fritz der Kanzler hatte die Formel des Neuen Tausendjährigen Reiches verkündet: Wir und die Sozen auf ewig, da können die Ränder stänkern, wie sie wollen.
Fritz (2): Und sonst so? Und nichts. Das heißt: nicht ganz, sondern weiter wie gehabt.
Fritz (3): Was soll denn der Wähler zu alledem sagen? Der wer? Ich bitte Sie.
Fritz (4): Aus den Leserbriefen der Zellerzeitung von heute Nacht: „Dieses absonderliche Geschwurbel von Merz würde keine KI hinkriegen“. — Weiß nicht genau, was es letztlich bedeutet, wenn ich mich pflichtschuldigst distanziere.
20. Februar 2026
Wenn ein Mann eine Frau erstmals mit großem Aufwand bekocht, so wolle er, sagt man, dieseselbe bezirzen. Wenn diese dann allerdings bei Tisch über Ernährungsgrundätze doziert, kann man man ohne Umschweige folgern, dass das Vorhaben misslungen sei. Es ist nämlich der Mann, der unverzüglich Abstand nimmt. Er denkt heimlich: Sollte ich ihr näher rücken, wird sie wohl über Brust- und Darmkrebs reden.
Wenn heute im Schwäbischen der Parteitag der Christunion ausbricht, soll nach der Ansage des Vorsitzers jeglich Unionsfreund sich des Alkohols enthalten. Da Verbote ein Spiegelbild unerwünschter Sitten sind, kann sich jeder einen Reim darauf machen, was in diesen Kreisen sonst üblich ist. Diese simple Weisheit kam mir zu Bewusstsein, als ich vor Jahrzehnten eine Seminararbeit über das Bergrecht im Herzogtum Jülich, Berg und Ravensburg schrieb, wo streng bestraft wurde, wenn Bergleute ihrer Notdurft im Altarraum der Kirche freien Lauf ließen. Nun ist von den heutigen Partei-Christen ein solches Fehlverhaten nicht zu erwarten, doch irgendwas muss hinter dem Alk-Verbot stecken. Vielleicht soll ihnen verwehrt werden, dass sie sich die Führerin i.R. schön trinken. Das wäre eine harmlose Variante. Schlimmer wäre es wohl, wenn verdeckt werden soll, dass die Partei-Bonzen Nichtskönner sind, die nicht einmal beherrschen, sich mit Anstand zu betrinken.
19. Februar 2026
Die Luxembourg Times gehörte bislang nicht zu den Objekten meiner Nachrichtensucht. War sicher ein Fehler, denn so entging es mir, dass der Großherzogsnachfolger seit vergangenem Jahr der Großherzog ist. Auch dass der Mann verheiratet ist, und dass Mette-Marit, die angeheiratete Skandalnudel aus dem norwegischen Königshaus das ehestiftende Begängnis in einer Mail an den Sex-Skandalisten Epstein boring (also langweilig) fand (https://www.luxtimes.lu/luxembourg/epstein-files-norwegian-princess-calls-luxembourg-royal-wedding-boring/128067617.html).
Luxemburg (2): Ein wenig weitergeblättert, in dieser Luxemburgischen Nachrichtenquelle und schon muss ich lesen, dass Epstein beim in Luxemburg praktizierenden Zweig der Rothschilds, pardon: de Rothschilds, den Finanzberater gab, als es darum ging, ein prominentes weibliches Mitglied dieses Clans, zugleich Vorstand einer Bank, bei der Verdeckung illegaler Groß-Geschäfte zu unterstützen. Nutze allerdings nichts, es kam die Luxemburger Finanzpolizei und durchsuchte alle möglichen Liegenschaften.
Luxemburg (3): Nur gut, dass unsere Hass-Aufsicht die Luxembourg Times nicht liest, sonst hätte man sicher ein Fass aufgemacht und die ohnehin an der Grenze herumlungernde Bundespolizei zum Eingreifen veranlasst, weil Hoheit nebst Frau an deren Hochzeitstag das jubelnde Volk mit dem xxx-Gruß – Sie wissen schon, mit welchem – bedacht haben. Beweisfoto aus der LT anbei:
Derweil in D: Das ZDF wurde dabei ertappt, in wüster Form am Wochenende Bildmaterial zu den Nachrichten gefälscht zu haben. Versehen oder Absicht? Die Frage kann kaum ernst gemeint sein.
Fernsehen in D (2): Doktor Voigt wird dabei erwischt, Fernsehratstantiemen beim MDR kassiert zu haben, obwohl er an den Sitzungen gar nicht teilnahm. Vielleicht war er ja in Gedanken dabei. So jedenfalls deute ich die Einlassungen der Staatskanzlei in Erfurt. Es geht, so Nius, um schlappe 18.000 Euronen.
Und schließlich übern Teich: Vice Vance nimmt gestern auf FoxNews Stellung zu Europa und der Reise von Rubio: Nein, da sei keine Rivalität zum Außenminister, der sich im übrigen vorbildlich geäußert habe, Er wiederholt: Europa ruiniere sich selbst, woran den Trumpisten nicht gelegen sei. Nein, mit meinen Mutmaßungen von gestern hat das nichts zu tun. Vance gehört nicht zu meinen Lesern (soweit ich weiß).
Übern Teich (2): Derweil beginnen Gouverneure der Dems eine eigenständige Außenpolitik, um Trump zu konterkarieren: Der gegelte Mann aus California reist zu Fritz dem Kanzler, und andere treten der WHO bei, aus der die Union gerade ausgetreten war. Mal sehen, wie ernst das gemeint ist, wenn’s ans Zahlen geht.
18. Februar 2026
Nachdenken über die US-Botschaft am Wohenende in München: Außenminister Rubio gab dort den Wir-sind-doch-eine-große-Familie–Verkünder. Man solle sich drauf besinnen und einen neuen Anfang wagen, der dem Tun seit 500 Jahren ähnele, die Welt dank eigener Überlegenheit zu beherrschen. Das ist — wenn man alles Geschnörkel der Marke Ich-bin-einer von-euch — beseite lässt, eine knallharte Unterwerfungs-Ansage.
Rubio (2): Man muss diesen Auftritt im Zusammenhang mit seiner anschließenden Reise nach Ungarn und in die Slowakei sehen. Dort sitzen die beiden Regierungen mit den besten Beziehungen nach Russland. Und nur dort. Die Botschaft ist deutlich: Uns stört das nicht, macht weiter. Unausgesprochen: das, was die EU sprengen wird, ist uns recht. — Dem dient auch das Ignorieren der Polen, die in ihrem eitlen Stolz gekränkt worden sind, Amerikas beste Freunde zu sein.
Rubio (3): Seine Entsendung war nach der Kampfansage von Vize Vance im Vorjahr in München eine Geste des Don an seine beiden Nachfolge-Konkurrenten: Zeigt selbst, wer der Bessere ist. Ich kann nicht behaupten, dass mir der Auftritt von Rubio besser gefallen hätte. Doch auf mich kommt es nicht an.
17. Februar 2026
Massenentlassungen sind das Rezept, was den Industriegiganten in D als alleiniges Heilmittel einfällt. Jetzt sind es erneut VW und BASF, die damit nicht mehr hinter dem Berg halten. Für die Betroffenen ist das bitter. Treffen tut es vor allem die Arbeitnehmer 45+, die Jüngeren gehen von selbst. Sie haben, wenn sie nicht örtlich gebunden sind, keine Mühe, etwas Adäquates zu finden. Wie sich dieser Kahlschlag auf das Wahlverhalten auswirkt, ist völlig unklar.
Massenentlassungen (2): Fritz & Co reagieren mit Appellen an ein patriotisches Wirtschaften. Das ist eine weitere Lüge, wenn zugleich die Bedingungen des Standorts durch weiteren Klimablödsinn verschärft werden. Die Giganten hätten die Macht, Nein zu sagen, aber sie fliehen lieber ins Ausland. Dir BASF soll angeblich die Verwaltung nach Kuala Lumpur verlegen. Das liegt nicht eben nebenan. Falls es stimmt, hat man dortzulande (in Malaysia) jedenfalls keinen Ärger mehr mit dem Arbeitsrecht. Und es zeigt noch ein Zweites: Verwaltungs-Angestellte, die effizient ihren Dienst verrichten, findet man fast überall. Bei denen, die tatsächlich die Produkte herstellen, sieht es wohl anders aus.
Massenentlassungen (3): Der Chef des Autokonzerns Stellantis spricht es offen aus: Die E-Spielzeuge waren ein Irrweg, wir werden zum Verbrenner zurückkehren. Jetzt müsste das entscheidende Und-deshalb folgen, nämlich: Wir zwingen die EU auf Linie, oder wir räumen sie ab. Ich traue den Franzosen das zu — und den Italienern auch.
16. Februar 2026
Morgendlicher Blick aus dem Fenster offenbart: es ist alles wieder weiß. Nein, der Winter ist immer noch da, und die Gasreserven schmelzen dahin. Die Medien betreiben die übliche Ablenkfütterung. Sie melden, was alles Großartiges auf der gestern zu Ende gegangenen Münchener Sicherheitskonferenz gewesen ist, nein falsch, wer dort gewesen ist. Und was geschah? Nichts.Der kleine Mann aus Kiew erhielt einen Orden für Widerstand.
Winter (2): Es war gestern schon bitterkalt. Ich schmecke das Wort auf der Zunge ab. Ich vermute, niemand kann mir erklären, wo das hekommt, dieses bitterkalt. Das Volk, das deutsch spricht, wird es erfunden haben. Es zeigt, was das Volk von Kälte hält. Das treffend auszudrücken, wurden gelehrte Männer nicht benötigt. Die Volkssprache bahnt sich, ohne lange zu überlegen, ihren Weg. Ein wundersamer und wunderbarer Vorgang.
Heute Nacht das ferige Manuskript des neuen Buches an den Verlag abgesandt. Ich tippe auf Absenden und habe hinterher Mühe, vom Schreibtisch aufzustehen. Ich habe das Gefühl plötzlich bleischwer zu sein, dabei sollte ich das Gegenteil sein: federleicht.
15. Februar 2025
In der jetzt vergangenen Woche hat Trump die gesamte, auf präsidentiellen Erlassen beruhende sog. Klima-Gesetzgebung durch einen Federstrich aufgehoben. Er sprach hierzu in der für ihn gewohnt bescheidenen Art von der größten Deregulierung seit dem Bestehen der USA. Selbstredend hat er durch diesen Kahlschlag das Gezeter aller ausgelöst, die in den vergangenen Jahren durch den Klimaschwindel gut verdient haben.
Klima (2): Bei uns zulande versucht Mainstream, die amerikanische Revolution im Denken und Wirtschaften, so gut es geht, zu verschweigen. Ich nehme an, dass Jahre vergehen werden, bis auch hier aggressive Fragen an die Politik gestellt werden. Bis das geschieht, so hofft die Kaste, werde es in den USA die nächste Wende hin zum Gewohnten geben.
Klima (3) der Panikmache: Der Präsident des BND, Martin Jäger, war mir bislang nicht aufgefallen. Jetzt lese ich bei einem CDU-Freak namens Klaus Kelle, der hierbei ein gutes Gefühl hat (https://denken-erwuenscht.com/der-bnd-ist-russlands-spielchen-leid/), dass der Ex-Diplomat sich auf der heurigen Münchener Sicherheitskonferenz geäußert habe, Deutschland müsse angesichts von hybriden Angriffen des bösen Wlad auf Deutschland (allein 321 Sabotagefälle im Jahre 2025) „operationeller“ werden. Der BND in Deutschland in der Sabotageabwehr? Da muss mir was entgangen sein. Auch das Wort „operationell“, was sich offenbar in „operationeller“ steigern lässt, ist mir ganz und gar neu. Auch frage ich mich, wo die Zahl 321 her ist. D.h., nein, das frage ich mich nicht: da hat einer 3-2-1 auf die Tastatur getippt. Passt. Merkt sowieso kein Mensch.
14. Februar 2026
Dass die heutigen totalitären Mainstreamer und Antifa-Halunken in gerader Linie von den Nationalsozialisten geistig abstammen, ist als Feststellung kaum noch originell zu nennen. Und doch freut es mich, wenn ab und an unmissverständliche Belege ans Licht kommen, wie der unten folgende, der über das Schlagwort von Hass und Hetze Auskunft gibt. Ich wurde über Umwege durch die Webseite philosophia perennis von David Berger aufmerksam und habe mich der Mühe unterzogen, die genannte Quelle zu befragen. Es handelt sich um die Tageszeitung Der Gemeinnützige – Neue Hohenlimburger Zeitung | Hohenlimburger Stadtanzeiger – vom 28.12.1939, S. 3.
Hass und Hetze (2): Wer über den Ukraine-Konflikt anhand belegbarer Fakten spricht, wird in der EU wg. Meinungsverbrechen, vulgo: Hass und Hetze, verfolgt. So der Schweizer Obrist a.D. Jacques Baud, dem man, da er in Brüssel wohnt, ein Bewegungsverbot und eine Totalenteignung verpasst hat. Wer ist eigentlich „man“, und wer genau exekutiert das? Ich will es wissen, personengenau. Ich nehme an, an den „Maßnahmen“ sind mindestens dreihundert Personen irgendwelcher Apparate persönlich beteiligt. Zum Beispiel Außenminister Johann Wadephul. Gut finde ich die einschlägigen Angaben aus dem deutschen AA: Die Sache sei so, weil sie so sei.
13. Februar 2026
Versuche frühmorgens einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über die Funktionsweise der russischen Hyperschallwaffe Oereschnik (Haselnussstrauch) zu verstehen. Klar scheint nur, dass weit vor dem Ziel ein Zwischenglied (im Amerikanischen: der Bus) die Transportrakete verlässt und vermutlich autonom weiterfliegt. Der Bus enthält bis zu 6 Gefechtsköpfe, die wiederum vom Bus abgesprengt werden und allein ins Ziel fliegen. Nach wie vor rätselt der Wertewesten, ob sowohl Bus wie auch Gefechtsköpfe im Zielanflug beeinflussbar sind, oder ob sie den einmal von der Rakete mitgegebenen Weg weiterverfolgen müssen. Die Experten streiten, was wohl für eine potentielle Abwehrmaßnahme die günstigere Variante wäre. Das ist nicht frei von Komik, da die Oreschnik-Waffe durch die konkurrenzlose Geschwindigkeit für jegliche Abwehrvorbereitungen unzugänglich erscheint. Bislang haben wir zwei sog. Versuchseinsätze ohne Sprengstoffe in den Gefechtsköpfen erlebt, die allein aufgrund ihrer Einschlagsenergie schreckliche Schäden verursacht haben – einen im vergangenen Herbst in der Waffenschmiede von Dnjepropetowsk und einen gegen einen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe von Lemberg.
12. Februar 2026
Teile und herrsche: Man hält sich seine Nachfolger vom Hals, indem man mehrere benennt und miteinander konkurrieren lässt. Dieses Schauspiel können wir derzeit in den USA betrachten, wo der Don die Herren Vance und Rubio um seine Gunst ringen lässt. Rubio, der Außenminister, ist derzeit pressemäßig vorne. Ich vermute indessen, dass Vance sich bei den derzeitigen außenpolitischen Kapriolen des Don absichtlich raushält, denn er vermutet mit gutem Grund, dass diese in die Hose gehen könnten.
Sündenbock (2): Die Mainstream-Medien übertreffen sich gegenseitig mit Hinweisen, dass der böse Putin das ganze Epstein-Ungemach eingerührt hat. Hierfür gibt es wie gewohnt keinen Beleg, und die Fakten, soweit man sie bislang kennt, sprechen fürs Gegenteil, wonach sich nämlich der jetzt tote Tausendsassa mit dem aufsteigenden Stern Selenskyj gemein zu machen suchte. Letzteres, nebst der plötzlichen Liebe zur Ukraine, wäre nicht unplausibel, wenn man unterstellt, dass Epstein ein Agent der Rothschilds war. Zumindest hat er dies in einigen wenigen Email-Botschaften selbst so ins Spiel gebracht. — Jetzt kann man in Ruhe abwarten, was die zahlreichen Pros und Cons in Sachen Judentum aus diesem Rothschild-Brei destillieren werden.
11. Februar 2026
Man denkt immer, dass den Klima-Lügnern nichts Neues mehr einfällt. Falsch gedacht. Jetzt haben sie erfunden, dass der Winter, den wir derzeit erleben und den unser indischer Guru als der Vergangenheit angehörig ausgerechnet hatte, nun doch eintrat, weil wir unsere CO2-Sparziele erfüllt hatten. Deswegen, so vernahm ich, staunend, dass mir der Mund offenstehen blieb, wurde die Erderwärmung gestoppt, und der Winter kam zurück. Das leuchtet sogar mir ein.
10. Februar 2026
Nein, ich muss zu der Epstein-Sache keine Meinung haben. Es genügt, dass der Mann angeblich Dutzende Konten bei der Deutshen Bank unterhielt. Ich frage mich, wie man das rein praktish macht?
Epstein (2): Wenn man den Namen auf Jiddisch ausspricht (Eppschtein), dann ist man, so lerne ich, ein Antisemit. Nun sieht allerdings niemand, der den Namen auf dieser Webseite liest, ob ich ihn politisch korrekt Eps-tiehn ausspreche. Das ist ein Problem, denn ich möchte auf keinen Fall unkorrekt sein. Und auf keinen Fall darf ich mich amüsieren.
Epstein (3): Toll ist es, was die KI zu leisten vermag. Sie produziert Bilder und Meldungen, die einen vorsichtigen Beurteiler wie mich veranlassen, alles für möglichen Schwindel zu halten. Es könnte zumindest sein oder auch nicht. Dieses Problem ist viel grundlegender, als es im Moment erscheinen mag. Wir steuern auf Zeiten zu, wo niemand mehr den eigenen Augen traut. Das ist ein gruseliger Gedanke.
9. Februar 2026
Lob der Charakterlosigkeit: Vor noch nicht zu langer Zeit war sich Mainstream der Brandmauer gewiss. Doch vor genau einem Jahr bedurfte es eines Anrufs (ich vermute in Gütersloh), um den Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz in die Wüste zu schicken. Der nahm an Ort und Stelle tränenreich Abschied von der Gemeinde der Kriegsfreunde und wurde ruckzuck durch seinen Vorgänger ersetzt. Der lud nun in der vergangenen Woche 3 Abgeordnete der AfD zum Treffen ein. Mainstream hält den Atem an. Gut, das Einknicken war zu erwarten. Das einzige, was ich mich frage, ist, ob es noch eines weiteren Anrufs aus DC bedurfte, oder ob es die deutsche Waffenlobby selbst war, die gegenüber dem Kolonialherrn good will zeigen wollte.
In dem Buch The Rockefeller File von Gary Allen aus dem Jahre 1976 über den Rockefeller-Clan wird geschildert, wie aus Sicht des Autors der Zusammenhang zwischen der Gründung der Rockefeller-Stiftungen und der gleichzeitigen Einführung der Einkommensteuer war. Es war der Wille, sich um die Steuer zu drücken. Wie heute,
In Washington DC wechselt das Personal der Washington Post im allergrößten Stil. Eigentümer Bezos ist der Meinung, dass der Rückgang des renommierten Blatts auf dem Umstand beruhe, dass dieses Dinge produziere, die normale Leute nicht wissen wollen. Fazit: die Führung und 300 von 800 Journalisten flogen raus, darunter auch die Nahost- und die Ukraine-Korrespondenten.
7. Februar 2026
Na sowas, Da hat doch der Verband der Mittelstandsunternehmer an Fritz den Kanzler einen Brief geschrieben, denn die Mittelständler, so der Vorsitzer, sind von Fritz und seiner Politik enttäuscht, wo sie sich davon doch so viel versprochen hatten. Das ist typisch Verbandsgeschnösel, bloß keine klare Aussage. Die hätte lauten müssen: Wir, die Hauptarbeitsbeschaffer, verlangen: Tritt sofort zurück.
Verband (2): Da lob ich mir den Nabu. Klare Kante und in Berlin das Streusalzverbot gerichtlich duchgesetzt. Jetzt laufen die Mitglieder weg. Wer hätte das gedacht.
6. Februar 2026
Ein Hauch von Wahn: Daniel G., ein Ministerpräsident, dessen Namen man sich nicht merken muss, hat gestern einen Rechtsstreit gegen Nius gewonnen. Er habe, so sieht es das Verwaltungsgericht, die Pressefitzen nicht als Landesherr, sondern als Privatmann verleumdet – und das, nachdem er selbst gesagt hatte, er sitze als MP hier. Bleibt die Frage: Wer ist hier schizo? Und auch dies: Taugt sowas für ein Spitzenamt im Staate?
Wahn (2) und zwar im fortgeschrittenen Stadium: Der kleine Mann aus Kiew teilt gestern mit, er werde jetzt 50.000 Russen im Monat töten.
Wahn (3) wird man deutschen Medien unterstellen dürfen, die den Schwerverbrecher Simeon Ravi Trux, der soeben in Budapest zu 8 Jahren Haft verurteilt wurde, liebevoll Maja T. nennen, nachdem er sich selbst umdefiniert hat. Dass der Antifa-Pöbel auf den Straßen herumtanzt und Freiheit für Maja fordert, gehört nun schon zum Ritual der Republik. Habe nichts davon gehört, dass die Staatsanwaltschaft wg. der Befürwortung von Verbrechen eingeschritten wäre. Der einschlägige Tatbestand für die Strafverfolger heißt Strafvereitelung im Amt.
Wahn (4): Typisch Frau: Maja T. im Februar 2026 in Budapest.
5. Februar 2026
Narretei: Das Streusalzverbot in Berlin bleibt. Die gegenteilige Allgemeinverfügung des Senats ist nicht rechtens. Geklagt hatten irgendwelche grünen Taugenichtse — und recht gekriegt. Schon erstaunlich, wie schnell das Verwaltungsgericht die Zeit fand, Recht und Ordnung wiederherzustellen.
Narretei (2): Hinter der Brandmauer alles im Lot, denn der hiesige Wissenschaftsbetrüger darf an der Staatsspitze bleiben. Jetzt, wo man das Ergebnis kennt, wirkt der Versuch, ihn per Misstrauensvotum zum Teufel zu jagen, unüberlegt. Es gab nur einen Abweichler bei Unsererdemokratie.
4. Februar 2026
Zappenduster: Die Meldungen von der Ostfront sind widersprüchlich. Es ist nicht zu unterscheiden, ob jetzt tatsächlich in Kiew und anderen Städten kein Strom mehr da ist, oder ob das gesamte Stromnetz der Ukraine zusammengebrochen ist, oder ob es sich um die nun leider schon allzu gewohnten Panikmeldungen handelt. Die von Putin konzedierte Angriffspause scheint jedenfalls zumindest formal abgelaufen zu sein.
Ostfront (2): Nach wie vor herrscht im Kriegsgebiet strenger Frost. Trotzdem scheinen die Angriffe an der Nordfront über die russische Grenze hinweg, grobe Richtung Charkow, wieder aufgenommen worden zu sein. Das passt mit den erneut in der Westpresse verbreiteten Meldungen über die Schwäche der russischen Truppen nicht zusammen.
Ostfront (3): Auffällig ist zudem, dass das russische kontinuierliche Vordringen an etlichen Stellen des Frontbogens dazu führt, dass das Zurückhängen nach Osten in der Mitte allmählich revidiert zu werden scheint. Der Bogen wird zu einer Geraden, was zur Verkürzung der Frontlinie führt.
Ostfront (4): Was Nato-General Rutte angesichts dieser Lage in Kiew gestern wollte, ist unklar. Für ihn scheint noch Sprit da zu sein, denn irgendwie muss er die Reise bewältigt haben. Dass die Ukrainer praktisch keine Abwehrwaffen gegen die Luftangriffe mehr bei der Hand haben, das wissen wir schon — selbst die New York Times weiß es –, deswegen interessiert es, was er wohl versprochen haben mag.
3. Februar 2026
Es ist schrill, was die Weinkönigin des Bundestages da zusammen angezogen hat. 4 mal rot. Es gibt Leute, die behaupten, die Blondine laufe sich auf diese Weise zum natürlichen Nachfolger von Fritz dem Kanzler warm. Besser aussehen als dieser tut sie allemal – von der Führerin i.R. ganz zu schweigen.
Schrill (2) ist das, was das Land SH (meerumschlungen) dem Publikum bietet: Guenther, Wadephul, Prien, der Habeck, Stegner. Leute machen Witze, dass man die Gegend den Dänen als Kompensation für Grönland anbieten solle. Ach ja, und nicht zu vergessen ein ADAC-Präsident, der durch seine Klima-Blödheiten 60.000 Mitglieder innerhalb weniger Tage den Verein verlassen lässt. Da ist noch Platz nach oben.
31. Januar 2026
Bei Tisch: Einen Abend lang sind wir mit dem englischen Schriftsteller J.R.R. Tolkien beschäftigt. Die Anwesenden scheidet scharf, den Herrn der Ringe gelesen zu haben oder eben auch nicht. Doch es gibt niemanden, der nicht alles mögliche darüber weiß und zu bekritteln hat. Ich rufe ein allgemeines Hallo hervor, als ich aus einem sehr hoch gelegenen Regal das Silmarillion und die Nachrichten aus Mittelerde rauszerre. Als ich mich dazu äußern soll, fällt mir lediglich ein, dass ich beide Bücher, die ich 1980 erwarb, alsbald beiseite legte, da sie mir als eher technokratische Nachgeburten zur liebenswerten Welt der Hobbits und zum Kolossal-Gemälde der Ringe vorkamen. Das ist die Minute, wo die Händy-Besitzer nicht mehr an sich halten können, und wenige Minuten der Ruhe treten ein. Ich weiß schon, jeder wird gleich irgend etwas wissen. Ich nutze den Moment und entfalte Tolkiens selbstgezeichneten Kartenwerke auf dem Esstisch.
Im wirklichen Leben versucht der Don von seiner Schieflage in Nahost, Persien und Venezuela abzulenken, denn die Meldungen über das amerikanische Protzgehabe werden vorsichtiger. Da muss eine neue Schlagzeile her. Es ist die vom gestrigen Telefonat mit Putin, der einer Feuerpause zugestimmt habe. Bei näherer Suche nach der russischen Bestätigung stellt sich heraus, dass sich die russische Zustimmung vermutlich allein auf die Fortführung der Luftangriffe auf die Elektro- und Wärmeversorgungs-Infrastruktur bezieht. Hier kann der Russe nach meiner Einschätzung ein paar Tage scheinbare Großmut walten lassen, denn das Ziel, der städtischen Bevölkerung schwere Schäden zuzufügen, ist vermutlich bei eisigen Wintertemperaturen seit Mitte Januar erreicht.
30. Januar 2026
Dr. Voigt, ach, ich werde seinen Doktor vermissen. Mein Vorschlag an die Staatskanzlei, das Thüringer Vogtland (siehe Hinweistafel an der A 4) in Doktorvogtland umzubenennen, geht nun ins Leere.
28. Januar 2026
Derselbe Herr, die nächste Dame: Nach Kündigung der Mitgliedschaft bei WHO & Co vor einigen Tagen ist der Don gestern aus dem Pariser Klima-Abkommen von 2014 ausgestiegen. Man darf annehmen, dass weitere Länder folgen werden, wenn sie nicht ohnedies, obschon Vertragspartner, die ganze CO2-Religion als unbeachtlich abtun. Naturgesetze lassen sich nicht einmal durch das Völkerrecht brechen.
Naturgesetze (2): Das Gequatsche vom CO2-basierten Meeresanstieg hat erneut ein paar schwere Dellen bekommen. a) Der Eispanzer von Grönland ist im vergangenen Jahr beträchtlich gewachsen. b) Britische Forscher haben Ergebnisse veröffentlicht, dass im 5. Jahrhundert n.Chr. innerhalb weniger Jahre der Meeresspiegel der Nordsee um mehrere Meter anstieg. In Niedersachsen und in der Themsemündung war dauerhaft landunter. Das führte, so folgern sie, zum Wegzug der Römer aus dem unter Wasser stehenden Handelszentrum von London sowie dessen anschließender jahrhundertelanger Nichtexistenz und zum gewaltsamen Eindringen von Angeln und Sachsen aus der norddeutschen Tiefebene und aus Dänemark. Hoffentlich entschuldigt sich unsere Regierung bald mal für diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.
Naturgesetze (3): Wenn man stromlose Wärmepumpen dauerhaft Minusgraden aussetzt, werden sie zerstört. Das dürfen zur Zeit die zeitgeisterprobten Berliner Renovierer erfahren, die vom Stromanschlag betroffen waren. Bürgermeister Wegner empfiehlt: Tennis hält warm, vor allem in beheizten Hallen.
27. Januar 2026
An Kaisersgeburtstag, so sagten die Berliner früher, beginne der Winter. Jetzt kam er ein paar Tage eher und demonstriert damit die demokratische Tugend der Unpünktlichkeit. Die Obrigkeit reagierte mit der ihr eigenen Entschlossenheit und verhängte ein stadtweites Fahrverbot. Das spart auf jeden Fall den früher obligaten Winterdienst. Vermute, dass sich der Bürgermeister ins Home-Tennis abgemeldet hat.
Winter (2): Im Norden der USA eskaliert bei eisigen Temperaturen die Lage zwischen den Bundestruppen des ICE und den örtlichen Autoritäten, die mit Gewalt die Abschiebung von Illegalen verhindern wollen. Gutmensch ist im Zweifel gewalttätig. Der Kern der Auseinandersetzungen liegt im Bundesstaat Illinois.
Winter (3): Nach erneuten Raketen- und Drohnenangriffen auf die Elektro-Infrastruktur der Ukraine scheint in Kiew und anderen großen Städten jetzt tatsächlich das Licht aus zu sein. Die armen Schweine, die dort immer noch hausen, können einem nur noch leid tun. Das Fatale der jetzigen Treffer scheint sich auf die von den drei noch verbliebenen Atomkraftwerken wegführenden Umspannwerke konzentriert zu haben. Diese stünden jetzt, so lese ich, unbeschädigt, aber ohne die gewohnte und notwendige Stromabnahmemöglichkeit da.
24. Januar 2026
Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist sinnlos. So das Ergebnis nächtlichen Nachdenkens unter Berücksichtigung des Unwillens, das warme Bett in Richtung kaltem Schreibtisch zu verlassen. Das bedeutet keineswegs nichts, sondern schafft Freiraum, über die Schönheit des Daseins zu sinnieren. Ich weiß schon, dass gefällt dem deutschen geborenen Miesepeter nicht. Er braucht eine möglichst komplizierte Erklärung für seine schlechte Laune (Nietzsche, Habermas [Ogottogott, die beiden im einem Atemzug]). Mein Einwurf: Versuchen Sie’s mal mit einer erotischen Frau. Gern auch bei Schlaflosigkeit.
Über Nacht (2): Die USA sind aus der WHO ausgetreten. Doch die Verlassene will es nicht akzeptieren. Das nenne ich mal realen Stoff für ein Netflix-Drama, das das Leben schrieb („nach einer wahren Geschichte“). Fünf Staffeln à 42 Folgen unter der Beratung von Michelle und Barack Obama (Ich hoffe deren millionenschwerer Beratervertrag läuft noch).
Über Nacht (3): Endlich muss sich der Deutsche Wetterdienst mal mit dem konkreten Wetter befassen, denn das macht Kapriolen um den Gefrierpunkt. Und das führt zu Glatteis. Herrlich ist die Ratlosigkeit, was genau morgen sein wird. Neinnein, ich mache keine Witze mehr über die Klimakatastrophe. Jedenfalls heute nicht.
23. Januar 2026
Mit Erleichterung ist zu notieren, dass die große Donald-Show von Davos zu Ende gegangen ist. Alle, die die Welt, jedenfalls nach ihren eigenen Ansprüchen, zu lenken vorgeben, sind nach Hause geflogen, um dort wieder wichtig zu sein. Sie mussten diesmal das bittere Gefühl mitnehmen, dass ihnen da jemand die Show gestohlen hat. Eines immerhin ist passiert: Der Orange Man, um dessen Thron sich alles drängte, hat mit der heuchlerischen Vokabel der regelbasierten Ordnung aufgeräumt. Seine jetzige Floskel lautet: Wir machen das, weil wir es können. Insofern änderst sich zwar nichts, aber es wird wenigstens offen gesagt.
Show-time (2): Ich stochere Im Lumpensack der Meldungen herum, um wenigstens ein bisschen Erheiterndes zu entdecken. Dochdoch, das gab es. Annalena die Gestylte und Robert der Denker sprachen – das ist bereits per se witzig genug –, wenn auch getrennt und vor eher überschaubarem Auditorium. Leider finde ich keine dazupassenden Tondokumente. Das, was ich entdecke, ist buchstäblich nichts über nichts.
Show time (3): Angesichts der Posaunen des Don nimmt sich das Klarinetten-Gewinsel aus Kiel erbärmlich aus. Dort versucht ein Ministerpräsident, dessen Namen man sich nicht merken muss, seine Verbal-Attacken gegen die alternativen Medien, in Sonderheit Nius, so zu verunklaren, bis er selbst nicht mehr weiß, was er gesagt haben könnte. Mainstream assistiert ihm hierbei auf breiter Front und macht aus dem Angreifer ein beklagenswertes Opfer.
Beklagenswert (2): In D fallen reihenweise die Elektrobusse aus. Nach Heidelberg trifft es jetzt auch Berlin. Die Spielzeugindustrie zeigt sich den Wonnen des Winters nicht gewachsen. Dabei ist es nach meinem Empfinden nicht einmal sonderlich kalt. Ein Trost bleibt für die Grünen, die diesen Schwachsinn angeschoben haben: Ihre Wähler fahren weder mit dem Bus, noch gehen sie einer geregelten Arbeit nach. Es trifft sie also nicht.
22. Januar 2025
Alle Moorleichen, die ich ausgestellt vorfand, waren blonde Frauen. Die Germanien-zentrierten Altertumswissenschaftler wissen, dass die Damen wg. Ehebruchs daselbst ersäuft wurden. Wenn es seinerzeit bereits die Soziologie gegeben hätte, wüssten wir heute, wie hoch die Dunkelziffer der Blondinen war, die, obschon ehebrüchig, nicht ins Moor mussten. Ließen sich dieselben lediglich nicht erwischen oder hatten sie im Bedarfsfall andere Tricks bei der Hand? Letzteres könnte vor allem für die Nichtblondinen gelten.
Blondinen (2): Bleibt die Frage, ob sich in 2-3000 Jahren noch wer für die Blondinen der EU interessieren wird. Nun gibt es meines Wissen in Davos, wohin sie jetzt angereist waren, kein Moor, dass gnädig zur Verfügung gestanden hätte. So müssen die heutigen Straftäterinnen sich mit der Abscheu ihrer Zeitgenossen begnügen. Diese, vor allem die Nichtangereisten, wünschen sich die Ladies auf den Mond, begleitet von der Häme, die der Don in Davos über die European Leaders zu verspritzen weiß. Doch hält er sich für seine Verhältnisse geradezu zurück, denn er leidet am Morbus groenlandii, und überlässt seinem Schildknappen Lutnick, seines Zeichens der US-Handelsminister, den Guss aus dem Wassereimer, gefüllt mit den Lügen des Klima- und Energiewahns. Der Hauptprofiteur des Schwindels, Al Gore, ruft Buh, und die mit einem Wunderwerk von Konservierungsstoffen versehene Christine Lagarde verlässt empört das Festgelage noch vor dem Dessert.
Und sonst? An der Ostfront, westlich der Hauptkampflinie, gehen jetzt ganz real die Lichter aus und das bei minus 15 Grad. Die Absicht des Russen ist klar: Die Zerstörung der Strom-Infrastruktur soll die Widerstandskraft der Bevölkerung brechen. Ich zweifele. Der Krieg wird erst dann zu Ende sein, wenn die Einwohner von Kiew die jetzige Regierung gestürzt haben werden und es den west-ukrainischen Nationalisten nicht gelingt, dieselbe mit ihrem militanten Personal zu ersetzen.
Ostfront (2): Nach den Angaben von Bürgermeister Klitschko haben seit seinem Evakuierungsaufruf am 9. Januar 2026 600.000 Männer und Frauen die Stadt Kiew bis zum 19. Januar 2026 verlassen. Fragt sich: wohin? — Ich tippe auf diesen Klitschko, wenn einer gesucht werden sollte, der dort das Ruder der geschundenen Rest-Ukraine übernimmt. Es dürfte an ihm selbst liegen, ob er um die Führung kämpft oder den Rückzug in seine Hamburger Villa vorzieht.
Ostfront (3): Die russische Armee nähert sich Schritt für Schritt der letzten bedeutenden Industriegroßstadt links des Dnjepr, Saporoshje (Saporoschschija). Ein zudem von Norden über die russische Grenze Richtung Tschernigow vorgetragener Angriff eröffnet eine neue Front. Sie bedroht sowohl Kiew wie auch Charkow.
Ostfront (4): Selbst bei Fritz dem Kanzler ist die Erkenntnis eingetrudelt, dass man über Waffenstillstandsfolgen schwätzen kann, soviel wie man will – selbstredend ohne Ergebnis, wenn man die Russen nicht einbezieht. Ach, wer hat ihm denn das gesteckt?
19. Januar 2026
Noch nie habe ich erlebt, dass das gesamte Opernpublikum lachend und kollektiv geschwätzsüchtig in die Pause ging. Doch gestern in Leipzig war es so. Verdis Falstaff machte es möglich. Es war ein vortrefflicher Spaß mit einer glänzend besetzten Titelrolle (Lucio Gallo).
Verdi (2): Den weltbekannten Maestro hatte eine Schaffenskrise heimgesucht, als er erleben musste, wie das germanische Gebrüll des sächsischen Giftzwergs die Bühnen der Welt zu erobern begann. Nun denn im Spätwerk des Falstaff ist der göttlich-musikalische Verdi nur noch wie ein fernes Wetterleuchten. Die Experten wissen natürlich, dass Verdi zu dem komödiantischen Shakespeare-Stoff erst mühsam hatte überredet werden müssen. Mir kam indessen der Verdacht, dass er sich über die neue, nichtmelodiöse Erfolgsform eines Wagner lustig machen wollte. Aber was weiß ich, ich bin schließlich kein Opernexperte.
16. Januar 2026
Meine Hauptinformationsquelle ist im Moment die Zellerzeitung mit ihren Leserbriefen. Hier ist der eindeutige Schwerpunkt die Affäre um Grönland. Nimmermehr hätte ich sonst erfahren, dass der berüchtigte Wikinger, Erik der Rote, nicht nur der Entdecker dieses Landstrichs gewesen ist, sondern die Benennung auch von ihm stammt, wobei er die Lüge in die damals bekannte Welt setzte, das unbewohnte Land sei grün, um dadurch Siedler anzulocken, vor allem aber auch Siedlerinnen. Ich stelle mir vor, dass diese der taffen Mette ähnlich sahen, die heutzutage de Dänen vorsteht.
Grönland (2): Neu war mir auch dieses hier: Grönland-Soldaten nehmen ihre Oldtimer-Sammlungen mit. Dadurch wird Grönland noch interessanter, sagte Donald Trump zu Bernd Zeller bei der Eröffnung der ZZ-Lokalredaktion in Nuuk.
Grönland (3): Bundeswehrkritiker bemerken, dass es der Armee an Schlittenhunden und Hundefutter mangelt. Vielleicht könnten unsere militanten Tierschützer ja umgeschult werden, dass sie ihrerseits die freilaufenden Wölfe für den Auslandseinsatz umschulen.
15. Januar 2026
Eine Zensur findet statt. Das gegenteilige Postulat in Artikel 5 des Grundgesetzes zeigt, dass dieser kein Rechtssatz mehr ist, sondern eine nostalgische Floskel, die zum Gespött unserer sogenannten Eliten verkommen ist. Wir verdanken dem Australier Andrew Lowenthal, dass er Mann und Maus und Methoden in einem 72-seitigen Report offengelegt hat: liber-net: Das Zensurnetzwerk: Regulierung und Repression im heutigen Deutschland. Version 1.3: 19. November 2025 (https://liber-net.org/de-report/).
Netzwerk (2): Der Schwerpunkt der Steuerung und Finanzierung liegt beim Bund. Sein Tun ist eindeutig verfassungswidrig, denn ihm fehlt die einschlägige grundgesetzliche Exekutivkompetenz, die die notwendige Voraussetzung von exekutivem (eingreifendem) Behördenhandeln des Bundes ist. Ich weiß, der Gedanke klingt kompliziert, er wird sogleich verständlich, wenn man weiß, dass das Grundgesetz das Behördenhandeln den Ländern im Rahmen der Gewaltenteilung zugewiesen hat. Das Handeln des Bundes – man glaubt es kaum – ist der Ausnahmefall, der einer ausdrücklichen Erlaubnis in der Verfassung bedarf.
11. Januar 2026
Meine Webseite ist vom Netz verschwunden. Der Provider heißt Strato, und der will damit nichts zu tun haben. Das, was er als Service deklariert, sind Leute, die sich bestenfalls auf der Firmenwebseite auskennen. 3 Anrufe brachten 3 unterschiedliche, nicht miteinander harmonierende Ergebnisse. Keines von diesen war brauchbar.
9. Januar 2026
Und es geht weiter, als ob der Don jetzt komplett entfesselt wäre. Gestern veröffentlicht das Weiße Haus den Videomitschnitt einer Quasisitzung, in welcher US-Beamte vor ihrem Präsidenten die Ermittlungsergebnisse des Antifa-Verbots-Komplexes vorstellen (https://x.com/dockyyyyyyyyy/status/2009269665969689054). In Kurzform: das hier sind die Sponsoren des Aufstands-Geschehens gegen den US-Staat: George Soros und die Open Society Foundations, das Arabella Advisors Network, die Tides Foundation, Neville Roy Singham und sein globales Netzwerk, der Schweizer Staatsbürger Hansjörg Wyss sowie Reid Hoffman. Indessen: die größte Summe stammte direkt oder auf Umwegen aus der amerikanischen Staatskasse, von den regierenden Demokraten hierfür zweckentfremdet.
Antifa (2): Ich übersetze mal für die deutschen Verhältnisse: Die gewaltsame Auflösung der Staatlichkeit erfolgt durch reiche Private, die sich der Unseredemokratie-Parteien bedienen, welche gehorsam Riesenbeträge aus der Staatskasse zuschießen. Was ist das Ziel für derartig absurdes Tun? Die Abschaffung jeglicher geordneten Staatlichkeit zugunsten einer selbsternannten weltweit herrschenden Elite. Das ist so simpel, dass der gesunde Verstand sich hiergegen auflehnt. Er sagt: das kann nicht sein.
Sagen wir’s mal so: Wenn sich Leute wie Idioten verhalten, kommt leicht mal der Verdacht auf, dass sie ebensolche sind.
Von dieser Erkenntnis ist es zum Handeln der drei Freunde (F, GB und D) nicht sehr weit, die vorgestern beschließen, pünktlich zum Waffenstillstand in der Ukraine daselbst mit allem militärischen Klimbim einzumarschieren. Madame Sacharowa aus dem Kreml lässt nicht lange auf sich warten und erklärt prompt, dass sie daselbst zu legitimen Zielen der russischen Armee würden. Wenn es eines zu folgern gilt, dann doch dieses hier: die drei von der Tankstelle wollen, dass der Krieg weitergeht, denn ihnen muss klar sein, dass ihr Plan dem Russen jeglichen Waffenstillstand, sollte er ihn überhaupt erwägen, unannehmbar macht. Wenn ich mich eins frage, so ist es: Wo war denn der Pole bei all diesem wüsten Kriegspalaver? Immerhin hat er die größte Armee unter den Kriegswilligen.
8. Januar 2026
Während die Scheinwelt der Medien noch die reale oder gefakte Entführung von Maduro aus Venezuela debattiert, treten die USA gestern aus dem folgend von mir abgeschriebenen Wust von internationalen Organisationen und deren Scheinverträgen aus. Von den meisten habe ich mein Lebtag lang nie gehört:
Liste Teil 1: Abschnitt 2. Organisationen, aus denen die Vereinigten Staaten austreten. (a) Nicht-UN-Organisationen: (i) 24/7 CO2-freie Energieversorgung; (ii) Colombo Plan Council; (iii) Kommission für Umweltkooperation; (iv) Bildung kann nicht warten; (v) Europäisches Kompetenzzentrum für die Bekämpfung Hybride Bedrohungen; (vi) Forum der europäischen nationalen Straßenforschungslaboratorien; (vii) Freedom Online Coalition; (viii) Globaler Fonds für gesellschaftliches Engagement und Resilienz; (ix) Globales Forum zur Terrorismusbekämpfung; (x) Globales Forum für Cyberexpertise; (xi) Globales Forum für Migration und Entwicklung; (xii) Interamerikanisches Institut für globale Veränderungsforschung; (xiii) Zwischenstaatliches Forum für Bergbau, Mineralien, Metalle und nachhaltige Entwicklung; (xiv) Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen; (xv) Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen; (xvi) Internationales Zentrum für die Erforschung der Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut; (xvii) Internationaler Baumwollberatungsausschuss; (xviii) Internationale Organisation für Entwicklungsrecht; (xix) Internationales Energieforum; (xx) Internationaler Verband der Kunsträte und Kulturagenturen; (xxi) Internationales Institut für Demokratie und Wahlhilfe; (xxii) Internationales Institut für Justiz und Rechtsstaatlichkeit; (xxiii) Internationale Studiengruppe für Blei und Zink; (xxiv) Internationale Agentur für Erneuerbare Energien; (xxv) Internationale Solarenergie-Allianz; (xxvi) Internationale Organisation für Tropenholz; (xxvii) Internationale Union für Naturschutz; (xxviii) Panamerikanisches Institut für Geographie und Geschichte; (xxix) Partnerschaft für atlantische Zusammenarbeit; (xxx) Regionales Kooperationsabkommen zur Bekämpfung von Piraterie und ewaffneten Überfällen auf Schiffe in Asien; (xxxi) Regionaler Kooperationsrat; (xxxii) Netzwerk für erneuerbare Energiepolitik im 21. Jahrhundert; (xxxiii) Wissenschafts- und Technologiezentrum in der Ukraine; (xxxiv) Sekretariat des Pazifischen Regionalen Umweltprogramms; und (xxxv) Venedig-Kommission des Europarats.
b) Organisationen der Vereinten Nationen (UN): (i) Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten; (ii) Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) – Wirtschaftskommission für Afrika; (iii) ECOSOC – Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik; (iv) ECOSOC – Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik; (v) ECOSOC – Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien; (vi) Völkerrechtskommission; (vii) Internationaler Residualmechanismus für die Ad-hoc-Strafgerichtshöfe; (viii) Internationales Handelszentrum; (ix) Büro des Sonderberaters für Afrika; (x) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Kinder in bewaffneten Konflikten; (xi) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für sexuelle Gewalt in Konflikten; (xii) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Gewalt gegen Kinder; (xiii) Friedenskonsolidierungskommission; (xiv) Friedensbildungsfonds; (xv) Ständiges Forum für Menschen afrikanischer Abstammung; (xvi) UN-Allianz der Zivilisationen; (xvii) Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zur Verringerung der Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung in Entwicklungsländern; (xviii) UN-Konferenz für Handel und Entwicklung; (xix) UN-Demokratiefonds; (xx) UN-Energie; (xxi) UN-Organisation für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau; (xxii) Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen; (xxiii) UN-Programm für menschliche Siedlungen; (xxiv) UN-Institut für Ausbildung und Forschung; (xxv) UN Ozeane; (xxvi) Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen; (xxvii) UN-Register konventioneller Waffen; (xxviii) Koordinierungsrat der Leiter der Exekutivorgane des UN-Systems; (xxix) UN-Systemstabsakademie; (xxx) UN Water; (xxxi) Universität der Vereinten Nationen.
Austritt (2): Was das alles bewirken wird, das weiß kein Mensch, ich also auch nicht. Klar ist nur, dass jetzt ein Rattenschwanz von Dollar-Profitteuren arbeitslos werden wird. Empfinde ich Häme? Igitt, ich fürchte: ja.
Berlin ist keine Reise wert: Da hat man doch tatsächlich nach 5 Tagen die Stromversorgung von Zehlendorf wieder angeschaltet. Mainstream feiert, dass dies einen Tag eher als angekündigt geschah. Viele Betroffene machen dagegen ihrem Ärger Luft. Besonders gut hat mir der Kommentar über den Bürgermeister gefallen, nachdem dieser sich nicht habe kümmern können, weil er im Home-Tennis gewesen sei.
Berlin (2): Die Mutmaßungen über den Verursacher des Verbrechens sind nur köstlich zu nennen. Besonders gut gefallen mir die Hinweise auf die AfD und den Russen. Gewiss doch, die haben auch Nordstream auf dem Gewissen. Bleibt das Gedankenspiel: Waren es erneut die Bewahrer von democracy & human rights? Und wenn über den Umweg der Förderung ihrer grün-linksextremen Helfershelfer? Spätestens, wenn dem Sachbearbeiter beim Generalbundesanwalt diese Erkenntnis dämmert, wird er den Vorgang auf Widervorlage 2031 legen, um dann die Ermittlungen wg. Verjährung einzustellen. Wollen wir wetten?
7. Januar 2026
Den Wiedereintritt ins elektronische Leben im neuen Jahr verzögert zu haben, erklärt sich am ehesten so, dass mir dasselbe plötzlich recht gut gefiel. Wie gut ich mit der Absenz vom Bildschirm getan habe, fiel mit heute Nacht auf, als ich, um halbdrei wach geworden und auf einen Schlag hellwach, ohne längeres Nachdenken den Weg zum Rechner einschlug. Diese Form der mangelnden Disziplin brachte dann in Sekundenschnelle Dinge hervor, von den ich jetzt im Zweifel bin, ob mir etwas entgangen ist. Darauf gibt es nur hypothetische Antworten, da ich meinem Kopf keinen wirksamen Abschaltbefehl erteilen kann.
Nichts Neues unter der Sonne (2): Jetzt also weiß ich, dass verbrecherische und gemeingefährliche Irre in Berlin die Stromversorgung nachhaltig stillgelegt haben, der Don in Venezuela den Staatschef (Maduro) durch eine massive Militäraktion mit etlichen Toten hat kidnappen lassen und in Nordeuropa unter Einschluss Norddeutschlands der Winter ausgebrochen ist.
Nichts Neues unter der Sonne (3): Man kann nun unterm Strich nicht sagen, dass ich etwas versäumt hätte, denn abgesehen von dem Umstand, dass ich an diesen Dingen ohnedies nichts hätte ändern können, finde ich nichts von dem, was die diversen Medien mit ihrem Gezeter füllt, sonderlich überraschend. Dass in Berlin völlig unfähige, dafür aber ideologisch Verblödete an der Macht sind, ist sattsam bekannt, dass der Don zur Gewalttätigkeit neigt, weiß man aus dem jetzt abgelaufenen ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit mit genügender Sicherheit, und dass der Winter nicht menschengemacht, sondern eine Frage des Klimas ist, muss nicht weiter diskutiert werden, zumal, wie ich soeben mit Vergnügen las, die Hitze immer noch da ist, nur eben anderswo.
Nichts Neues unter der Sonne (4) ergibt sich auch aus der Frage, wie lange denn nun der Weihnachtsbaum noch in meinem Wohnzimmer ausharren wird. Zurück von einer mehrtägigen Reise nach Prag finde ich ihn immer noch ohne jede Nadelei vor, und da ich vom Katholizismus nicht dirigiert werde, brauche ich auch keine die Drei-Königs-Regel zu beachten, wonach gestern mit Singen und mit Beten die Weihnachtszeit ins Endstadium geraten wäre. Man sieht schon: da muss eine europäische Regel her und zwar eine, die an der Spitze unwiderlegbar festlegt, was überhaupt ein Weihnachtsbaum sein soll und, dass ihn mit realen Kerzen zu beleuchten, verboten ist.
Von der Ostfront gibt es dank der Jahresend-Postulate der diversen Führer von nah und fern eine Reihe von zusammenfassenden Bewertungen, aus denen man mit einiger Mühe kriegsentscheidende Tatsachen destillieren kann. So die Konzentration der russischen Luftangriffe auf die Eisenbahnen in der östlichen, jetzt noch nicht russisch besetzten Ukraine. Ich hatte mich bereits vor Jahr und Tag darüber gewundert, dass hier kein Schwerpunkt gesetzt worden war. Jetzt hat sich das geändert (für Besserwisser: mit mir hat das nichts zu tun).
Ostfront (2): Russland behauptet, dass gut die Hälfte der Verluste, die man dem Gegner zufügt, auf Drohnenangriffen beruhen. Die andere Seite geht sogar von 60-70 Prozent russischer Verluste aus, die man der eigenen Drohnenwaffe zuschreibt. Was diese Prozentzahlen in tatsächlichen Zahlen bedeuten, wäre wissenswert, um den Stand des Krieges einigermaßen realistisch einschätzen zu können.
Derweil in der Karibik: Die Angriffe der USA gegen Venezuela steigern sich in ein reales Kriegsszenario. Die Hiesigen halten erschrocken den Mund. Sie sagen stattdessen Zaubersprüche auf, wie sie es in den kommenden zwei Jahren dem Russen zeigen werden.
Vom realen Klima: Seit zwei Tagen ist es ziemlich kalt, Von der mangelhaften Füllung der Gasspeichen in D hört man sicherheitshalber nichts mehr. Stelle mir vor, dass die Irren in den Führungsetagen sich in zwei Fraktionen spalten: Die eine reibt sich die Hände, dass das herbeigebetete Ende der Gasheizung so nahe ist, die andere (mit vagem Kontakt zur Realität) wird von Furcht erfasst, wenn das Gas plötzlich tatsächlich alle ist und arbeitet bereits an Lügenfloskeln, die man dem Volk auftischen will. Der-böse-Putin-war’s ist diesmal schwer zu verkaufen.
Reales (2): Ich bekam eine Reihe schwerwiegender Bücher geschenkt, in die ich alle zur gleichen Zeit hineingelesen habe. Damit werden meine Leser noch zu behelligen sein, wenn ich etwas mehr durchblicke.
25. Dezember 2025
Es gibt Meldungen, die sind wie ein Weihnachtsgeschenk. Dank der jüngsten US-Einreisesperrliste erfahre ich, dass es in Berlin (wo sonst?) eine gemeinnützige Zensur-Institution gibt, die von den Damen von Hodenberg und Ballon betrieben wird (neinnein, die Namen sind nicht auf meinem Mist gewachsen). Die Ärmsten dürfen jetzt nicht mehr in die Staaten einreisen. Ebensowenig der ehemalige EU-Kommissar Thierry Betron, den die Amis für das EU-Zensurgesetz verantwortlich machen. Man sieht: Manchmal geht es doch voran.
24. Dezember 2025
Der Ausruf Gütiger Gott ist keineswegs der Beleg für die Existenz eines gläubigen Christenmenschen. Allerdings habe ich einen Moslem noch nie soetwas ausrufen hören. Ihm kommt stattdessen Alláh gedankenlos über die Lippen.
Gütiger Gott (2): Aus aller Welt wird mir Weihnachtliches auf meinen Bildschirm transferiert. Vor allem auch aus Ländern, die unter strikter Herrschaft von Hardcore-Islamisten stehen. Das ist wie ein hämisches Dennoch der untergehenden Germanenrasse. Ihr Erbe: Sie hinterlässt weltweit geschmückte Tannenbäume im Dezember.
Gütiger Gott (3): Mein eigener Weihnachtsbaum, gestern erworben und ins Haus geschleppt, riecht nicht, dafür wirft er die ersten Nadeln ab. Kein gutes Zeichen. Hoffentlich ist die Aufstellung im Wasserbad noch etwas nütze.
23. Dezember 2025
In Moskau wurde gestern ein Generalleutnant des russischen Generalstabs namens Fanil Sawarow mit Hilfe einer Autobombe, die unter seinem Fahrzeug hochging, getötet. Das ist der dritte General, dem dieses Schicksal in Jahresfrist widerfährt. Die Presseerwägungen, inwieweit dies die laufenden US-russischen Gespräche in Florida tangiert, halte ich für deplatziert, denn die Antwort heißt: gar nicht. Erstaunlich bleibt bestenfalls, dass die russische Seite bislang nicht zu ähnlichen Attacken ausgeholt hat, wie sie die vom Wertewesten gesponserte Ukraine offenbar für zielführend hält.
Auto (2): In Gießen fährt ein Willkommensbürger aus Aserbaidschan eine Gruppe von Wartenden an einer Haltestelle um. Die einschlägigen Presseerzeugnisse sind wieder einmal ein Wunderwerk an Schwurbel-Technik.
Auto (3): In Schilda können Merkelpoller rund um den Weihnachtsmarkt besichtigt werden. Doch nach meinem gestrigen Eindruck gehen die aktuellen Gefahren von Autofahrerinnen der Gefahrenklasse 40-70 auf dem Lidl-Parkplatz aus. Hinterher schelte ich mich selbst, dort hin gefahren zu sein, denn bei Aldi waren die Hühnereier ausverkauft. Auch war der ganze Parkplatz zugeparkt von Leuten, die mit hochgetürmten Einkaufswagen das Vorwärtskommen unmöglich machten. Ich stelle mich schließlich etwas abseits daneben, um festzustellen, was das Hauptbegehr dieser Zeitgenossen sei. Es ist Papier in den Varianten Klopapier und Küchenrollen. Was zum Henker passiert bei diesen Leuten über Weihnachten? Ich komme zu keiner brauchbaren Lösung. – Einen Weihnachtsbaum habe ich übrigens immer noch nicht. Der steht traditionsgemäß für heute auf dem Aktionsplan, ebenso die gestern geschlachtete Gans, die bisher ihr friedliches Leben auf den Ilm-Wiesen bei Zottelstedt fristete.
22. Dezember 2025
Nur langsam destilliert sich die Realität aus dem Geschwätz des letzten EU-Gipfels. Sie lautet in Deutschland, dass die Zerrissenheit innerhalb der kleinen denkenden Schicht unüberbrückbar wird. Die einen sagen, dass dem Putin jetzt endlich die Grenzen gezeigt werden (müssen), die anderen reden von der Selbstzerstörung eines Landes durch eine Clique, die man seit Jahr und Tag nicht quitt kriegt. Klar erscheint mir lediglich, dass die Clique nichts zu fürchten hat. Der im Lande herrschende Totalitarismus hat sich als Selbstverständlichkeit in die Hirne aller, egal welcher Meinung, hineingefressen. Dort wirkt er wie eine unüberwindbare Fessel.
Totalitarismus (2): Jeder, der auf sich hält, weiß sich bei diesem Thema auf Hannah Arendt zu berufen. Ich hielt mich stets zurück, wenn die Person genannt wurde, fand sie staubtrocken, so, als wenn das Leben an ihr vorübergeeilt wäre. War es aber gar nicht, soweit man weiß. Ich nehme an, dass sie jetzt zu den bedauernswerten Geschöpfen gehört, die von einem zum andern weitergereicht werden, ohne dass einer auch nur eine einzige Zeile von ihr gelesen hat.
Totalitarismus (3): Eine Entdeckung ist für mich George Orwell, dessen Werke ich vor Jahresfrist geschenkt bekam. Dort fand ich jetzt auf der Suche nach Lesbarem einen Band mit Essays vor, geschrieben zwischen 1943 und 1949. Die zum Ausdruck gebrachte kalte Wut des selbsterklärten britischen Linken über das Appeasement seiner Intellektuellen-Kaste gegenüber dem sowjetischen Gewaltregime und Orwells Folgerungen über die unterwürfige Verfasstheit von Intellektuellen finde ich beeindruckend. Es ist so, als wären die Texte erst gestern geschrieben worden.
Totalitarismus (4). Ein Internet-Fund, den ich beim Schreiben des Kapitels über den Herrschafts-Größenwahns von sog. Weltreligionen entdeckt habe… Schön zu wissen, dass man nicht allein ist.
20. Dezember 2025
Da hatten die Deutschen aber Glück, dass Fritz der Kanzler sich mit seinem großmäuligen Vorschlag in der EU-Hauptversammlung nicht durchsetzen konnte, das beim belgischen Vermögensverwalter EuroClear gebunkerte Russenvermögen zugunsten der klammen Ukraine zu enteignen. Sein protziges die-Deutschen-haften-wenn’s-Dicke-kommt wurde, jedenfalls von den hauptsächlich betroffenen Belgiern, nicht akzeptiert. Stelle mir vor, dass diese vom römisch-rechtlichen Grundsatz irritiert waren, dass ein Gläubiger sich bei mehreren Schuldnern aussuchen kann, wen er in Anspruch nehmen will, und einseitige Bürgschaftsversprechen hieran nichts zu ändern vermögen.
EU-Häuptlinge (2): Stattdessen vereinbarte man eine weitere Finanzspritze für den kleinen Mann aus Kiew, der an Ort und Stelle mitgeteilt hatte, man sei nunmehr zahlungsunfähig. Also hinein mit weiteren 90 Milliarden € in dieses Fass ohne Boden. Ungarn, Tschechien und die Slowakei wurden auf eigenes Verlangen vom Mittun suspendiert, um nach außen hin Einheitlichkeit vorzuspiegeln. Die Rückzahlung des Geldes soll nach dem Sieg aus russischen Reparationszahlungen entnommen werden, also nie.
Derweil an der Ostfront: Der russische Vormarsch dauert an. Nach Angaben von Putin, die er auf einer Pressekonferenz vorgestern machte, hat er sich beschleunigt. Zudem finde er am gesamten Frontbogen statt. Der Dnjepr mit den letzten Großstädten östlich des Flusses, Dnjepropetrowsk und Saporoshje, ist erkennbar das derzeitige Ziel der Eroberungen. Wird es erreicht, sind alle bedeutenden Industriezentren der Ukraine in russischer Hand.
18. Dezember 2025
Der Biologe Ernst Haeckel machte vor gut 130 Jahren gegen den Irrglauben des Glaubens mobil. Es gebe nur eine einzige einheitliche Welt, die Doppeldenke von Vernunft und Glauben sei irreal. Es versteht sich wie von selbst, dass das organisierte Christentum hiergegen Sturm lief. Wie der Streitstand heute ist, vermag ich nicht zu sagen, doch gewundert habe ich mich, wenn man heutzutage in Tichys Einblick lesen kann (https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/gottes-existenz-eine-sache-der-vernunft/), dass einem Mann namens Sebastian Ostritsch unter Berufung auf Thomas von Aquin ein aktueller Gottesbeweis gelungen sei. Ich bin beeindruckt, wenn ich innerhalb der Beweisführung lese, dass das Mittelalter keineswegs dunkel gewesen sei, denn es habe Wasserkraft, Dreifelderwirtschaft und die gotischen Dome hervorgebracht. Ich füge hinzu: und eine genial zu nennende Hygiene, die für den periodischen Ausbruch der Pest sorgte. So wurde die Überbevölkerung, die uns heute so drückend erscheint, im Ansatz vermieden.
Irreales (2): Die Deutsche Industrie- und Handels-Kammer (DIHT) empfiehlt der politischen Kaste der Republik und der EU gegen die von den USA angedrohten Handelsboykotts, bei denen es sich um Retourkutschen wg. des EU-Vorgehens gegen Musk & Co (Twitter-X und andere) handeln soll, entschieden vorzugehen. Ist den deutschen Funktionären eigentlich bekannt, was die von den Amis als Repressionskandidaten namentlich genannten Firmen Siemens und DHL dazu meinen? Oder VW, das soeben seine Vorzeige-Werk in Dresden schließt? Jungs, hier bahnt sich ein ziemlich ernster transatlantischer Wirtschaftskrieg an. Wisst ihr das, oder ist es euch schlicht egal?
Irreales (3): Fritz der Kanzler will jetzt mit Gewalt die in Belgien gebunkerten russischen Milliarden an Land ziehen. Das ist eine Politik der verbrannten Erde. Damit hat Deutschland reiche Erfahrungen unter seinem einzigartigen, nur der Vorsehung verpflichteten Führer und Reichskanzler sammeln können. Die Ergebnisse waren für die Sieger zufriedenstellend, für Deutschland dagegen eher nicht.
17. Dezember 2025
Manchmal entstehen beim Tagebuch-Schreiben Aufzeichnungs-Pausen. Sie bewirken, dass im Erinnern ganze Tage ausgelöscht werden. Sie verschwinden im Nichts. Das gilt auch, wenn auch nur im begrenzten Maße, für meine Sudelbuch-Notate. Ich könnte, wenn ich wollte, zu rekonstruieren versuchen, was ich zu notieren unterließ. Dabei fällt mir auf, dass nichts von Belang passiert ist, was ich nicht schon beschnarcht hätte: Die x-te Variante sog. Friedensgespräche, diesmal in Berlin und wie üblich ohne die Russen, während dieselben weiter vorrücken, diesmal ist es die Stadt Sewersk, die von ihnen eingenommen worden ist, was wie gewohnt ein paar Tage lang bestritten wird. Wieder sind es müde Schlagzeilen über die Enquete-Kommission, die von dem Mehrheitskomplex eingerichtet wurde, um mit salbungsvollen Worten einem Corona-Untersuchungsausschuss ausweichen zu können und so den Zwang der Zeugen zur Wahrheit zu vermeiden. Wieder will es niemand so genau wissen und lässt ungeschoren einen Spahn dort reden, dass es nie die Absicht war, durch Impfung einen Infektionsschutz herbeizuführen, weil das Impfmittel unerprobt war und an der Bevölkerung erst dessen Wirksamkeit ausprobiert werden sollte, was allerdings den gewünschten Effekt nicht hatte. Das ist so dreist gelogen, dass man nicht mal mehr ein Verwundern zustande bringt.
11. Dezember 2025
Manchmal lacht man, ohne den Grund zu kennen. Einfach so. Die andern am Tisch machen bedenkliche Gesichter. Nicht ohne Grund. Schließlich lacht man nicht ohne Grund. Jetzt muss man schnell etwas sagen, um aus der Nummer wieder raus zu kommen. Ich sage: Ich las vorhin in der FAZ, dass Fritz der Kanzler nach Washington reist, um den Präsidenten zu beraten. Jetzt wiehern auch die anderen.
10. Dezember 2025
Die EU hat gestern den Weltuntergang um ein Jahrzehnt auf 2040 verschoben. Das ist aber schade. Ich hatte voll auf die Führerin vertraut. Sie hatte in Davos 2020/21 zugesichert, dass er 2030 stattfindet. Es ist wie bei den Zeugen Jehovas, die immer wieder die schönsten Hoffnungen geweckt haben, wiewohl vergeblich.
Jehova (2): Derweil bemühen sich in Brüssel Katholiken, die sich konservativ nennen, sich selbst wiederzuerwecken, indem sie den heiligen Augustinus hochleben lassen. Lautstark wie stets die anwesenden Polen, die, nebenbei bemerkt, gestern die polnische KP verboten haben.
Jehova (3): Auch Fritz der Kanzler hat offenbar einen allerhöchsten Wink erhalten, der ihn berechtigt hat, in Brüssel dem dortigen MP und dem Vermögensverwalter EuroClear zuzusichern, Deutschland übernehme die Bürgschaft für etwaige Schäden, wenn man die dort gebunkerten russischen Vermögen in die Ukraine schleust, der offenbar niemand mehr etwas pumpen will. 270 Milliarden oder so? Für D ein Problem, aber nicht für den Fritz.
Jehova (4): Der kleine Mann aus Kiew brauchte keinen Wink von oben, um jetzt mitzuteilen, er hätte nichts gegen Wahlen. Nein, in diesem Fall kam der Rat aus dem Weißen Haus. Das wiederum hat einen Draht nach ganz oben (God’s own people). Dort hat man offenbar begriffen, dass die Russen die Bedingung gestellt haben, nur mit einem hierzu legitimierten Führer Verträge zu schließen. Selenskyjs Amtszeit endete, was man leicht vergisst, im Mai 2024. Man sieht also, es geht auch ohne Wahlen. Aber manchmal auch nicht.
7. Dezember 2025
Da bahnt sich ein Konflikt der neuen Art an: auf der einen Seite Trump & Co, auf der anderen der Apparat der EU. Dieser hat gegen den Trump-Freund/Feind und immer noch engen Verbündeten Elon Musk ein Strafgeld von schlappen 120 Millionen Euro verhängt, weil er sich nicht mit seiner Firma Twitter-X den Zensurregelungen der EU beugen will. Jetzt schlägt das Universum zurück. Musk will die Beteiligten an diesem Streich gegen ihn und ihre Machenschaften öffentlich an den Pranger stellen. Vorgeschichte: Musk lehnte es ab, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die es der EU erlaubt, ihr linksextremistisches Zensorengesindel (Faktenchecker) in seine Firma zu lassen. Im Gegenzug wollte die Kommission großzügig auf ihre geltend gemachten Inhaltsbedenken verzichten. Telegram und Facebook hatten sich bereits auf diesen Kuhhandel eingelassen. Bei X bissen die Kontrollfreaks jetzt auf Granit.
Konflikt (2): Die Totalitären aus Brüssel haben sich gründlich verkalkuliert. Sie dachten, sie könnten straflos einen Unterwerfungsprozess gegen einen reichen Privatmann inszenieren, doch jetzt steigt die US-Regierung mit in den Ring. Sie ließ verlautbaren, das Vorgehen gegen Musk sei eine unzulässige Handelsbeschränkung gegen eine US-Firma. Man werde deswegen den Verursacher sanktionieren. Da darf man gespannt sein, wie das aussehen wird.
Konflikt (3): Das Vorgehen der US-Regierung gegen die EU-Mafia passt haargenau in die vorgestern verkündete neue US-Doktrin zur Neuordnung der Welt (aus US-Sicht). Danach sollen die EU-Gremien bekämpft werden, weil sie die US-Dominanz in der sog. westlichen Hemisphäre stören.
Konflikt (4): Der in Brüssel ansässige Vermögensverwalter EuroClear weigert sich rundheraus, die eingefrorenen gigantischen Russen-Vermögen zur Enteignung freizugeben. Er hat gestern öffentliche Unterstützung durch den belgischen Ministerpräsidenten bekommt. Die Maßnahme sei rechtswidrig, und er werde sie nicht durchführen lassen. Er fügt zur Begründung zwei Dinge hinzu: a) Die von den Kriegsfreunden der EU vorgesehene Verwendung der Gelder für den Staatshaushalt der Ukraine sei widersinnig, denn diese habe den Krieg gegen Russland bereits jetzt und zwar endgültig verloren. b) Putin habe Belgien und ihm persönlich Konsequenzen angedroht, die bis über seinen Tod hinausreichen würden. – Muss man eigens erwähnen, dass Fritz der Kanzler zu den glühenden Befürwortern der Russen-Enteignungen gehört?
6. Dezember 2025
Da schrieb der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew angesichts der laufenden Gespräche mit den USA gestern auf Twitter-X „Dear Merz, Sie sind nicht mal im Spiel. Sie haben sich durch Kriegstreiberei, die Torpedierung des Friedens, unrealistische Vorschläge, den Selbstmord der westlichen Zivilisation, Migration und dickköpfige Dummheit selbst disqualifiziert.“ Vorangegangen war eine Behauptung in der Illustrierten Der Spiegel, wonach Merz am Telefon zu Selenskyj gesagt habe: „Die spielen Spielchen – sowohl mit euch als auch mit uns.“
Deutschland von außen betrachtet (2): „Dieser wirtschaftliche Niedergang [Europas] wird jedoch von der realen und noch gravierenderen Aussicht auf das Verschwinden der Zivilisation überschattet. Zu den größeren Problemen, mit denen Europa konfrontiert ist, gehören die Aktivitäten der Europäischen Union und anderer transnationaler Gremien, die die politische Freiheit und Souveränität untergraben, eine Migrationspolitik, die den Kontinent verändert und Konflikte schafft, die Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition, sinkende Geburtenraten sowie der Verlust der nationalen Identität und des Selbstbewusstseins.“, so wörtlich die soeben veröffentlichte strategische Leitlinie für die Sicherheitspolitik der USA.
Deutschland von außen betrachtet (3): Ich hatte mir fest vorgenommen, es nicht zu tun. Jetzt sieht man (siehe oben), was daraus geworden ist.
5. Dezember 2025
Die Leute tun so, als sei die Unwirtschaftlichkeit der deutschen Wirtschaft etwas, was man wie eine höhere Weisheit hinnehmen müsse, doch sie ist im Gegensatz zum Klima menschengemacht. Sie ist das Werk von Menschen, die ich für notorisch irre halte. Sie haben als Kernstück ihres Zerstörungswahns die EU-Klimaschutzverordnung 2021 (ESV ’21) erfunden und in Kraft gesetzt.
ESV’21 (2): Das geschah im Schatten der Corona-Hysterie, als der Bürger mit Masken, Lockdown und Impfzwang drangsaliert wurde. Die Person, die es tat, hieß Angela M. In ihren Beiträgen für die selbsternannten Welten-Beherrscher in Davos hat sie hierüber 2020 und 2021 in dem für sie eigentümlichen Schwurbel-Deutsch wie ein antike Kassandra Auskunft gegeben. Die Finanz-Mafia applaudierte.
ESG’21 (3): Die Quintessenz zeigt sich nunmehr drastisch. Die deutsche Industrie wird zu sog. Ausgleichszahnungen genötigt oder Blödsinn zu produzieren wie die Elektrospielzeuge, die niemand haben will, oder aus dem Land zu fliehen. Alles das geschieht vor jedermanns Augen und mit dem Hurra des Unseredemokratie-Komplexes. Wer so naiv war, ein klares Wort des Unternehmertums zu erwarten, sieht sich allmählich enttäuscht, denn ein solches Unternehmertum gibt es in Deutschland nicht mehr. Woher auch?
ESV’21 (4): Die Leute, die jetzt vor sich hin jammern, haben nicht den Willen, die Dinge zu ändern und zum Guten zu wenden. Erst wenn die Proleten sich zusammenrotten, denen man nolens volens die Basis entzieht, wird das geschehen. Dann allerdings in einer Drastik, die nicht mehr lenkbar sein wird.
ESV’21 (5): Die Klima-Irren von Potsdam mit den bezeichnenden Kürzel Pik ziehen derweil irgendwelchen Blödsinn zurück, den sie in der Vergangenheit auf Steuerzahlerkosten produziert haben und auf deren Kunststückchen die Hysterie beruht. Tschuldigung Jungs, war nicht so gemeint, da gab es ein paar Rechenfehler. Konnte ja schließlich keiner ahnen, dass irgendwer unser Gebetbuch nachrechnen würde.
4. Dezember 2025
Im Ukraine-Konflikt lässt sich im Moment eine verbale Eskalierung beobachten. Selenskyj plus EU-Europa plus GB hie, Russland da. Putins Ton wird unüberhörbar ruppiger. Was der kleine Mann aus Paris in diesem Zusammenhang in China erreichen will, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Die Chinesen schweigen bislang dazu. Auch die Kontrahenten US und RUS üben sich in Zurückhaltung, obschon oder weil der Besuch des Duos Witkoff-Kushner vorgestern im Kreml offensichtlich nichts Vorweisbares in Sachen Kriegsende erbracht hat.
Ostfront (2): Die Ortsnamen, die von beiden Seiten genannt werden, lassen nur die Deutung zu, dass sich der russische Vormarsch trotz des Winterwetters in mehreren Abschnitten des Frontbogens nach Westen hin beschleunigt. Die russischen Angriffskolossen nähern sich den Großstädten Dnjepropetrowsk und Saporoshje.
Ostfront (3): Die ukrainische Seite leugnet hartnäckig den Verlust der wochenlang eingeschlossenen Industriestadt Pokrowsk. Mag sein, dass sich dort immer noch versprengte Trupps in den Kellern der Ruinenstadt befinden. Die russische Propaganda spricht von der Säuberung des Donbas.
Ostfront (4): Der Hinweis von Putin, man werde die aus dem Raum Odessa gegen russische Handelsschiffe im Schwarzen Meer geflogenen Drohnenangriffe wirksam unterbinden, lässt nur den Schluss zu, man werde sich jetzt des letzten der Ukraine verbliebenen Hochseehäfen mit militärischen Mitteln annehmen. Das bedeutet Zerstörung oder Einnahme oder Unterbrechung der Landbrücke nördlich der Stadt. Ich tippe auf Letzteres. Die Offensiv-Bemühungen zur Überschreitung des Dnjepr in oder bei Cherson deuten in diese Richtung.
Heimatfront: Der Fritz wird nunmehr sein Rentenpaket, das er mit den verbliebenen Stimmen der Koalition nicht durch den Bundestag bringen kann, mit Hilfe der SED durchsetzen. Wie lange seine eigene Partei diesen Kotau vor den Linken noch mitmacht, steht in den Sternen. Da diese Partei-Apparatschiks komplett umfrageverliebt sind, werden sie in den nahen Wochen Erschröckliches zu lesen kriegen. Die Welt als die letzte noch real existierende Unions-Bastion soll bereits gestern über tausend unmissverständliche Leserbriefe erhalten haben.
3. Dezember 2025
Lese des Nachts Texte des Österreichers Ernst Topitsch (1919-2003) über das Göttliche. Sie sind im Sammelband Gottwerdung und Revolution versammelt. Der hochgelehrte Ausflug in ferne, längst verflogene Kulturen mit ihren Spitzfindigkeiten und Riten, um dem Fluch des Menschen zu entkommen, der Sinn- und Ziellosigkeit seiner Existenz zu entkommen, weckt eher Ärger als ein tieferes Interesse. Bleibt zum Schluss die Frage: Und was wollte der Autor uns jetzt eigentlich sagen?
Religiöses (2): Das Buch wurde mir am 31.12.1974 geschenkt. Wenig später nahm sich der Schenker das Leben. Wohl deswegen blieb das Buch ungelesen liegen. Eine Suche nach leichtgewichtiger Reiselektüre erlöste es aus der Nicht-Beachtung.
Religiöses (3): Die Bräuche in vom Katholizismus berührten Ländern des Südens wecken beim Wanderer Heiterkeit. Die Beschränkungen des Reisegepäcks zwingen mich gottlob, sperrige Einkäufe über Wundermildes zu unterlassen. Allerdings nehme ich nicht ohne Grimm zur Kenntnis, dass man einem der drei Könige, die seinerzeit nach Bethlehem eilten, die schwarze Gesichtsfarbe gestohlen hat. Am Made in China kann das kaum liegen. Die Jungs dort erfüllen die Bestellungen so, wie sie formuliert worden sind.
Religiöses (4) und eher Weltliches: Es hat sich bei Neusprech eingebürgert, von den Ländern des globalen Südens zu sprechen. Das ist die Hybris der einstigen, sich christlich nennenden Kolonialherren, die genau wissen, dass One World mit der Wirklichkeit nicht harmoniert.
1. Dezember 2025
In Gießen randalierte am Wochenende der vom Bundesfamilienministerium gesponserte linke Faschisten-Mob gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation, deren Namen ich mir nicht merken kann. Die alternativen Medien tun so, als sei etwas besonderes geschehen. Ich kann hingegen nicht mehr zählen, wie oft ich solche Bilder in den letzten 5 Jahrzehnten gesehen habe. Was wurde gegen derartigen Spuk unternommen? Nichts.
Nichts neues unter der Sonne (2): Wenn man bedenkt, dass von Bismarck im großen Ganzen lediglich der Hering übrigblieb, nimmt es nicht wunder, dass Merkel nur den Poller hinterließ, und das auch nur zur Weihnachtszeit. Na, immerhin, manch eine kleine Leuchte wäre froh, wenn von ihr überhaupt etwas bliebe.
Nichts neues unter der Sonne (3): Marco Rubio, verstärkt um Trumps Schwiegersohn Kushner, verhandelt am Wochenende immer noch mit irgendwem über den Ukraine-Krieg. Putin sagt, jedenfalls nicht mit ihm. Das hatten wir schon, und man muss Experte sein, um das zu ignorieren.
Nichts neues unter der Sonne (4): Sie ist in den nördlichen Frontabschnitten nicht mehr zu sehen, dort schneit es, doch das Vorrücken geht im gewohnten Schneckentempo weiter. Das werde so bleiben, sagt Putin, bis alle Ziele erreicht sind. Eile ist nicht erkennbar.
29. November 2025
Ich habe schon häufig in fremden Betten geschlafen, ohne hieran im Geringsten Anstand zu nehmen. Doch der Gedanke, dass andere Leute in meinem Bett schlafen könnten, befremdet mich. Geschieht dies dennoch, so führt das unter Umständen zu erstaunlichen Erkenntnissen wie dieser hier: Links und rechts vom Bett steht ein Wecker. Beide ticken in unterschiedlicher Frequenz, jedoch so leise, dass ich es nicht mehr hören kann. Der jugendliche Schläfer entfernte nun einen der Störenfriede. Verständlich, doch hoffentlich stellt er ihn nach Abreise wieder hin.
Befremdlich (2): Tiere und Menschen sind in ihrer zeitlichen Begrenztheit gleich, der Unterschied folgt aus dem Wissen des Menschen darum. Ein Theologe stellte mir gegenüber kürzlich diese Binsenweisheit in Abrede. Er glaube nicht, nein, er wisse, dass dies mit der Endlichkeit anders sei (und dann kamen die üblichen Glaubenssätze). Ich frage mich nun, ob der nämliche Theologe dem Tier gleicht, dass von der Begrenzung auch nichts weiß. – Ein Philosoph weiß hierauf mit Sicherheit die passende Antwort und auch, wer vor ihm diesen Gedanken bereits geäußert hat.
Befremdlich (3): Ich frage mich, warum Philosophen – jedenfalls nach meinem Eindruck – keinen Gedanken äußern können, ohne eine ihrer Autoritäten zu bemühen. Ich denke dann immer, es kann doch nicht so schwer sein, selbst einmal einen eigenen Gedanken zu fassen. Ist aber augenscheinlich nicht der Fall.
Befremdlich (4): Was man über den Korruptions-Sumpf der Ukraine hört, hat das Zeug dazu, unbeachtet zu bleiben. Nichts passt zusammen. Die Nennung einzelner Spitzenfunktionäre (im Moment die Haupttischgenossen von Selenskyj, wie der vortreffliche Präsidialbüro-Vorsteher Jermak) als Hauptverdächtige des Geldeinsackens lenkt den Blick auf ein System, das seit 30 Jahren alles, was durch seine Hände geht, beiseite schafft. Das ist bekannt und hat bislang niemanden gestört. Die Geldmengen sind inzwischen so groß, dass die Zahl der beteiligten Täter unüberschaubar wird. Wir reden sozusagen über den Normalfall.
Befremdlich (5): Das Pentagon will plötzlich bemerkt haben, dass 40 Milliarden US-Dollars via Estland versickert sind. Das geht nicht einfach so mit Tasche auf, Geld rein, Tasche zu. Jetzt wird hinter der Hand die Frage aufgeworfen, ob das mit der dubiosen Personalie Kallas zu tun hat, die bis 2024 dortzulande die Ministerpräsidentin war, bevor sie ins Amt der EU-Hauptkriegshetzerin wechselte.
Befremdlich (6): Der Bundestag beschließt gestern, weitere Milliarden in das Fass ohne Boden zu stopfen. Sowas tut man nicht ohne Eigeninteresse, sagt die Erfahrung. Diese lehrt, dass manches Ding gedreht wird, um das vorangegangene zu vertuschen. Wenigstens das.
Befremdlich (7): Der Verband der Familienunternehmen verliert potente Mitglieder an die Antifa. Da bin ich aber froh, dass Vorwerk-Staubsauger nur noch korrekten Dreck beseitigen werden und Rossmann den Nazis die Duftwässerchen vorenthält. Die Prolet-Konkurrenz von dm distanziert sich sicherheitshalber von diesem Tun. Sie hat offenbar die unbeirrt AfD-wählende Kundschaft im Blick.
24. November 2025
Der Zweck des regierungsoffiziellen Propagandageschwätzes ist es, eine Atmosphäre der Unausweichlichkeit zu erzeugen. So soll die Bevölkerung auf einen angeblich nicht zu umgehenden Krieg gegen Russland eingestellt werden. Wehrminister Pistorius beteiligt sich hieran, wenn er – falls das die Presse dies nicht wie gewohnt erfunden hat – öffentlich raunt, dass dies unser letzter friedlicher Sommer gewesen sein könnte. Plumper kann man kaum auf das Jahr 1939 anspielen. Indessen, es war in jenem Jahr der allumfassend verdammte deutsche Reichskanzler A.H., der nach allgemein gültiger Lesart den Zweiten Weltkrieg auslöste. Nimmt man den jetzt zum Exempel? Ich traue meinen Augen kaum. Blättert man zudem in den Schulbüchern, die heute zum Geschichtsunterricht zugelassen sind, wo er denn überhaupt noch stattfindet, so liest man, dass die deutsche Aufrüstung der Mitt-dreißiger Jahre auf geradem Wege und absichtlich in den Krieg hineinführte.
Deutschlands Lage (2): Trumps jugendlicher Held, Marco Rubio, immerhin Außenminister des Kolonialherrn, hält unser Land wg. seiner Einwanderungspolitik für ein Sicherheitsrisiko des US-Imperiums. Nun Fritz, jetzt sag mal was Gescheites. Doch der hat gerade keine Zeit, muss seinen Busenfreund Weimer verteidigen, an dessen Tun er nichts Unrechtes erkennen kann. Ist alles links- oder rechtsextremes Lügen-Gerede. Wie tief muss die Grube noch werden, die es sich hier gerade selbst gräbt?
Deutschlands Lage (3): An der Saar macht der letzte Autohersteller (Ford) dicht. Made in Germany wird nicht mehr gebraucht. Und was machen die Gewerkschaftsbonzen? Sie rufen nach dem Staat. Und was machen die damit weitgehend identischen Staatsbonzen? Sie kämpfen gegen Klima und AfD.
23. November 2025
Das Geschrei um den angeblichen Friedensplan ebbt nicht ab. Auch die zwei, drei Leser meiner gestrigen Anmerkungen haben sich zu Wort gemeldet. Was Oberst von H. hierzu beisteuerte, will ich den anderen nicht vorenthalten: „All das, was dieser (angebliche) Nonsense-Plan enthält, hätte man Ende des Jahres 2021 gänzlich ohne Krieg eintüten können. Was den koksenden 11-Finger-Pianisten aus der Bankowa-Ulitza anbelangt: Tragikomisch wird’s immer dann, wenn Marionetten „vergessen“, an wessen Fäden sie hängen und vom wem sie bespielt werden. In Mafia-Kreisen pflegt diese Art von Vergesslichkeit letal auszugehen.“
Kriegsende (2): Vor Kurzem, Anfang Oktober, am Schluss eines meiner Nicht-mein-Krieg-Vorträge, habe ich etwas spontan, wie ich einräume, gesagt, dass der Krieg in diesem Jahr noch und zwar mit dem Zusammenbruch der Ukraine zu Ende gehen werde. Jetzt stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob das zutreffen könnte. Es sieht fast so aus, denn die schwer beschädigte Wärme- und Energie-Versorgung wird den Krieg entscheiden. Das Jahr hat noch 5 Wochen.
22. November 2025
Seit zwei Tagen wird mit Donnergetöse der angebliche Trump-Putin-Plan diskutiert, den Ukraine-Krieg zu beenden. Hierzu gibt es nichts weiter zu sagen, als dass es sich um ein Windei der US-amerikanischen psychologischen Kriegführung handelt, um den unhaltbar gewordenen Selenskyj loszuwerden. Doch das klappt kurzfristig nicht, er hat seine mutmaßlichen Veruntreuungs-Hauptakteure verschoben. Bleibt die Frage: wie groß ist ein Geldkoffer, in den 100 Millionen US Dollars passen? Und dann noch dies: Was sagt eigentlich der Mann aus Moskau dazu? Hierzu jedenfalls nichts, dafür zeigt er sich in der russischen Felduniform im Frontgebiet. Vor Tagen erst bei einer Raketen-Präsentation sah ich ihn in diesem Kleide. Das sieht nicht eben nach Friedensengelei aus.
19. November 2025
Ich kann das Staatswohl nicht erkennen, von dem die Bundesregierung offiziell behauptet, dass es verletzt würde, wenn sie wahrheitsgemäß die Frage beantwortet.
18. November 2025
Ich bin sprachlos, so sagt man angesichts äußerster Überraschung. Die Floskel gewinnt dank der Erziehungsbemühungen unsrer Polit-Aufseher eine neue Qualität. Der Entzug von Wörtern soll im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos machen – und zwar so, dass ich etwas Gewohntes nicht mehr zum Ausdruck bringen kann.
Sprachlos (2): Mir geht durch den Kopf, was ich kürzlich bei dem Österreicher Ernst Topitsch las: Der Mensch unterscheide sich im Gegensatz zu vielem biologisch Gleichkonstruierten vom Tier dadurch, dass seine Interaktionen, einschließlich der gefühlsmäßigen, durch sein Sprachvermögen bestimmt würden. Meine Folgerung: Greife ich in diese seit Generationen geprägte Sprache ein, verändere ich das Zusammenleben. Das ist wohl auch der Sinn der Einübung korrekten Sprechens. Ich kann das Offensichtliche nicht mehr benennen. Fingerübung: Ich sage völlig zusammenhanglos Neger und stürze dadurch Vera Naiva in eine tiefe Gefühlskrise. Das ist amüsant und beklemmend zugleich.
Sprachlos (3) war ich beim gestrigen Versuch, einen Briefmarken-Vorrat zu kaufen. Die zu einem Euro gab es im sog. Post-Shop nicht, und die zu 1,10 wollte ich nicht. Ich erhielt den Rat, woanders mein Glück zu versuchen. Ich tat’s. Den Versuch vom Schreibtisch aus, gab ich nach zwei Minuten auf, da die Post mich nötigen wollte, vor dem Kauf Absender und Anschrift anzugeben. Einfach irre.
17. November 2025
Ungarn wird zum Schauplatz des nächsten Stellvertreterkrieges. Die Kontrahenten im Hintergrund sind die Trump‘sche USA und die woke EU-Kamarilla. Sie haben sich die kommende Parlamentswahl in Ungarn auserkoren, wo es um die herbeigetrommelte Abwahl von Viktor Orbán geht. Dieser wird ausdrücklich von Trump gestützt, der zugesagt hat, das Russen-Öl für Ungarn werde keiner US-Sanktionierung unterliegen. Die Gegner aus Brüssel haben die Zahlungen an Ungarn zurückgehalten, für die wiederum Trump bürgen will. Der kleine Mann aus Kiew verspricht im Gegenzug, zum dritten Mal die russische Öl-Pipeline Drushba Richtung Osteuropa zu unterbrechen und das als Rache für das ungarishe Veto gegen den EU-Beitritt der Ukraine. Alles klar?
16. November 2025
Geld verschwunden in der Ukraine? Macht nix, die Gruppe der Fünf/Group of Five (GoF) hilft gern. Hinter dem griffigen Kürzel verbergen sich außer Deutschland die Staaten Polen, Frankreich, Italien und Großbritannien. D gibt 11,5 Milliarden €. Boris P. weiß auch warum: Die Ukraine befindet sich gerade auf der Siegerstraße, Russland wackelt. Falls er das wirklich glaubt, sollte er wg. irrer Lagebeurteilung schleunigst abgelöst werden, falls nicht ebenso, dann nämlich wg. Belügens der Öffentlichkeit.
GoF (2): Beim vorgestrigen öffentlichen Pressegeschwätz in Berlin steht die hässliche Blonde aus Estland als Hohe Vertreterin der EU inmitten der Kriegswilligen. Was hat die denn da zu suchen? Ab und an sollte man daran erinnern, dass deren Zwergstaat zur Hälfte von Russen bewohnt wird. Um davon abzulenken, hetzt sie gegen China als den angeblichen Wegbereiter für dem Putin sein Angriffskrieg.
Heimatfront: Fritz auf dem Deutschlandtag der Jungen Union. Und ich dachte, der sei grade 70 geworden, der Fritz. Viel Presse-Klamauk über angeblich schlechte Stimmung dort. Wenn man sonst nicht in die Schlagzeilen kommt, dann wenigstens mit schlechter Stimmung. Fast jeder hierzulande hat Verständnis für schlechte Stimmung. Fazit: die JU als Stimmungsbarometer, doch mit schlechter Stimmung kriegt man die grottenschlechte Politik nicht korrigiert. Denn merke, diese ist kein unausweichliches Naturereignis, sondern im Gegensatz zum Wetter-Klima menschengemacht.
15. November 2025
Das Innere des Kühlschranks ist eine Art Jedermann-Raum, ähnlich der mittelalterlichen Almende. Hier finden die Positionskämpfe statt, die man in jeglichem soziologischen Fremdenführer ganz vergeblich sucht. In meinem Kühlschrank beispielsweise befinden sich Gemäße von nicht zuordenbarem Inhalt, die mich erst dann zu näherem Hinsehen verlassen, wenn ich mit meinen Aldi-Lidl-Einkäufen partout keinen Platz finde.
Langsam spricht es sich herum: Der Kessel von Pokrowsk-Mirnograd wurde von den russischen Truppen geschlossen, das Stadtgebiet der als uneinnehmbar gepriesenen Festung ist unter russischer Kontrolle, im benachbarten Mirnograd vegetieren 2 ukrainische Brigaden ihrem Untergang entgegen.
Ostfront (2) Und westlich davon? Nichts mehr zum Festhalten weit und breit, freie Steppe bis zum Dnjepr. Was sagen eigentlich die dortigen deutsch-amerikanischen Großgrundbesitzer (vielleicht, wie man so hört, Monsanto-Bayer aus dem rheinisch-bergischen Leverkusen) zu dieser geschäfts-bedrohlichen Lage? Spenden sie wenigstens Rüstungsdollars? Näher würde liegen, zum bösen Wlad einen Sonderkanal geschaffen zu haben.
Ostfront (3): Währenddessen wird eher widerstrebend aufgedeckt, welche Geldmassen im Selenskyj-Apparat versickert sind. Wenigstens hundert Millionen einfach futsch. Da haben irgendwelche korrupten Bonzen die deutschen Panzer-Strategie verinnerlicht: Nicht kleckern, sondern klotzen. Davon kann ein ukrainischer Prolet nur träumen – und ein deutscher auch.
14. November 2025
Zwei Tage müssen vergehen, bevor mir nachts die Erinnerung an die Beerdigung des Freundes in Gera den Schlaf raubt. Es war wie schon öfters in letzter Zeit der Augenblick, wenn die sterblichen Überreste dem Boden übergeben werden, an dem das Empfinden der Endgültigkeit alle anderen Gedanken verdrängt. Als ich nach fast halbstündigen Anstehen endlich an die Grube trete, hebe ich unwillkürlich meine Hand zu einem letzten Gruß: Salute ! Bernd.
Morgens nehme ich zur Kenntnis, dass die sog. Wehrpflicht fortan, jedenfalls ab dem nächsten Jahr, durch die Musterung der jungen Männer eingeführt werden soll. Nur nebenbei: Musterung ist nicht Einberufung.
Der Klima-Blödsinn, genannt COP30, geht in Brasilien zu Ende. Im Veranstaltungsort Belém wurden für die Bequemlichkeit der Spesenritter etliche Hektar Regenwald gerodet. Diese Art Klima-Schutz hat etwas von der viel beschworenen Nachhaltigkeit. Der ganzen Sache geht die Luft aus, man muss nur auf die Staatenlenker sehen, die nicht da waren: USA, Russland, China. Noch Fragen? Nur Fritz der Kanzler hat, wie nun schon gewohnt, nix mitgekriegt und verteilte Geschenke. Besser kann man das Drittrangige von Deutschlands Rolle in der Welt kaum dokumentieren.
13. November 2025
In Hessen gibt es seit Jahren diese fatale Meldestelle für anonyme Denunzianten. Sie brüstet sich damit, seit 2020 28.000 Fälle von Hetze an Polizei, Staatsanwaltschaften und Verfassungsschutz weitergegeben zu haben. Heißt zu deutsch: 28.000 mal hat eine staatliche Behörde gegen das Grundrecht der freien Meinungsäußerung verstoßen und dies ganz ohne die verfassungsrechtlich unumgängliche Befugnis.
Meldestelle (2): Die regierende CDU will die Stelle selbstredend beibehalten, erwägt aber, sie auf hessisches Tun zu beschränken. Ich lerne daraus, man sah sich bislang befugt, global tätig zu werden. Hessen vorn.
11. November 2025
Widersprüchliches zur Buchmesse landet ungefragt bei mir. So hätte ich Leute übersehen. Kann sein, jedenfalls nicht mutwillig. Auch wird die Konzeption des Ganzen benörgelt. Daran beteilige ich mich nicht. Indessen: a) Über den Massenansturm können die Veranstalter kurz vor Beginn anhand der Kartenverkäufe keinen Zweifel gehabt haben. Über die Notwendigkeit, Besucher ohne Karten wieder wegzuschicken, werden sie sich mit Sicherheit geärgert haben. b) Es war anstrengend dort, man durfte keine Getränke mit hineinnehmen, das war blöd, denn man konnte zu zumutbaren Bedingungen nix kriegen, auch fehlte Gelegenheit, sich zusammenzuhocken und über andere Leute gepflegt herzuziehen. Nur Puritaner werden das begrüßen. c) Wer wen angeblich von der Messe wegbiss, darüber hörte ich es raunen. Die Namen, die in diesem Zusammenhang genannt wurden, wiederhole ich hier nicht. Den Triumph gönne ich den Feinden der Freiheit nicht.
10. November 2025
Das Erleben vom Wochenende war vom Besuch der Buchmesse in Halle an der Saale dominiert. Am Samstag war ins Messegebäude schwer hineinzukommen, weil es von der Polizei gegen Randalierer abgeschirmt wurde. Innen war das Gedränge so dicht, dass man sich bis zum späten Mittag nur mit Hilfe der Ellenbogen vorwärtsbewegen konnte. Beim eigenen Vortrag über Nicht mein Krieg im größten Vortragsraum verflog meine dreiviertel Stunde vor ungezählten Zuhörer, deren eine Hälfte sich nicht durch einem Platz am Fußboden hatte abschrecken lassen, wie im Fluge. Wie ein Idyll der Ruhe wirkte die spätnachmittägliche Lesung von Gedichten von und mit Jörg Bernig. Abends war Volksfest mit dem Star der ganzen Veranstaltung, das war zweifellos Gerald Groß.
Buchmesse (2): Zum Glück gab es den Sonntag. Ich besuche jeden der Ausstelle-Stände, wechsele mit Leuten, von denen ich bislang nichts ahnte, kurze bis lange Worte, winke Bekannten zu, kaufe Bücher und bekomme noch mehr geschenkt. Da kommt Lesearbeit auf mich zu. Nur ein junger Volkssturmmann hält mich davon ab, an die Schätze seines Verlages auf eine für mich bequeme Lesenähe heranzutreten.
Buchmesse (3): Die Länge der Warteschlangen an den beiden Buffets hat sich gegenüber dem Vortage verkürzt. Ich nutze die gut fünfzehnminütige Anstehzeit, um mit einer charmanten Dresdnerin angeredet zu plaudern. Mit leisem Bedauern nehmen wir voneinander Abschied, denn wir sind mit unserer jeweiligen schmalen Beute anderweit verabredet.
Buchmesse (4): Bei der nächtlichen Heimfahrt unterrichtet mich ein mir bislang nicht bekanntes ARD-Radio über die Ausführungen unseres allseits geachteten Staatsoberhaupts vom selben Tage – aber mit Sicherheit nicht während der Buchmesse – über den besorgniserregend gestiegenen Antisemitismus, gegen den sich die Demokratie wehren müsse. Soso. Immerhin weht ein schwacher Applaus zu mir ins Auto (In der Halle in Halle war es ganz anders zur Sache gegangen. Nebenbei: Von dieser soeben zu Ende gegangenen Massenveranstaltung an der Saale weiß die ARD nichts, auch von anderen Ereignissen, die ich sehr spät zu Hause zur Kenntnis nehmen muss.
Ostfront: An diesem Wochenende (Freitag auf Samstag) haben bislang schwerste russische Luftangriffe auf die Energie- und speziell die Wärmeversorgung der ukrainischen Großstädte stattgefunden. Angeblich wurden (nach ukrainischen Angaben) Schäden angerichtet, die in den Wintermonaten nicht mehr behebbar sind. Mein Eindruck: Jetzt soll offensichtlich die Bevölkerung zur Kapitulation gezwungen werden.
Ostfront (2): Derweil geht das unaufhaltsame Vorrücken der Russen und das Einkreisen von ukrainischen Verteidigern weiter. Der Kessel von Pokrowsk und Mirnograd wurde dem Vernehmen nach an der Nordwestecke geschlossen. Den Verteidigern bleibt jetzt nur noch Tod oder Kapitulation.
9. November 2025
Als der Mensch mit dem Denken begann, bezeichnete er das Unbegreifliche als Gott. Mit fortschreitenden Erkenntnissen schrumpfte dessen Figur und wandelte sich vom Handfesten in ein schwer zu fassendes Nichts. Es war die Aufgabe der Priester, das Nichts mit schwammigen Begriffen Kontur zu verleihen. Hieran hat sich bis heute nichts geändert.
8. November 2024
Schreibt mir einer, ich hätte, bevor ich das Buch Nicht mein Krieg verfasste, besser Vom ewigen Frieden von Emmanuel Kant gelesen. Ich hole das, bevor ich auf die Buchmesse nach Halle fahre nach. Voilà: „Von der Garantie des ewigen Friedens: Das, was diese Gewähr (Garantie) leistet, ist nichts Geringeres, als die große Künstlerin, Natur (natura daedala rerum), aus deren mechanischem Laufe sichtbarlich Zweckmäßigkeit hervorleuchtet, durch die Zwietracht der Menschen Eintracht selbst wider ihren Willen emporkommen zu lassen, und darum, gleich als Nöthigung einer ihren Wirkungsgesetzen nach uns unbekannten Ursache, Schicksal, bey Erwägung aber ihrer Zweckmäßigkeit im Laufe der Welt, als tiefliegende Weisheit einer höheren, auf den objectiven Endzweck des menschlichen Geschlechts gerichteten, und diesen Weltlauf prädeterminirenden Ursache Vorsehung ([Fn.:] Im Mechanism der Natur, wozu der Mensch (als Sinnenwesen) mit gehört) zeigt sich eine ihrer Existenz schon zum Grunde liegende Form, die wir uns nicht anders begreiflich machen können, als indem wir ihr den Zweck eines sie vorher bestimmenden Welturhebers unterlegen, dessen Vorherbestimmung wir die (göttliche) Vorsehung überhaupt, und, sofern sie in den Anfang der Welt gelegt wird, die gründende (prouidentia conditrix; semel iussit, semper parent, Augustin.), im Laufe der Natur aber diesen nach allgemeinen Gesetzen der Zweckmäßigkeit zu erhalten, die waltende Vorsehung (prouidentia gubernatrix), ferner zu besonderen, aber von dem Menschen nicht vorherzusehenden, sondern nur aus dem Erfolg vermutheten Zwecken, die leitende (prouidentia directrix), endlich sogar in Ansehung einzelner Begebenheiten, als göttlicher Zwecke, nicht mehr Vorsehung, sondern Fügung (directio extraordinaria) nennen, welche aber (da sie in der That auf Wunder hinweiset, obgleich die Begebenheiten nicht so genannt werden) als solche erkennen zu wollen, thörigte Vermessenheit des Menschen ist; weil aus einer einzelnen Begebenheit auf ein besonderes Princip der wirkenden Ursache (daß diese Begebenheit Zweck, und nicht bloß naturmechanische Nebenfolge aus einem anderen uns ganz unbekannten Zwecke sey) zu schließen ungereimt und voll Eigendünkel ist, so fromm und demüthig auch die Sprache hierüber lauten mag.“ – Wie sagte bereits vor mir der große Denker Walter Ulbricht: Ist das jetzt allen Genossen klar?
7. November 2025
Ich war schon besorgt, dass die bedauerliche Minderheit von New York über die dortige Bürgermeisterwahl nicht ihre tiefste Besorgnis in die allgemeine Feierlaune hineingerufen hat. Doch hat sie. Ist nun über Nacht mit Verzögerung bei mir eingetroffen. Merkwürdig erscheint mir, dass die von der dortigen bedauerlichen Minderheit gestützte Partei der Demokraten den jetzigen muselmanischen Wahlsieger stützte. Dass dieser sein Regierungs-Team ausschließlich mit Frauen ausstaffiert, erinnert mich an…, ach lassen wir das.
Übern Teich (2): Nancy Pelosi will ihr demokratisches Spitzenamt nicht mehr ausüben. Bedauerlich. Ihr sorgsam zusammengerafftes Jungbrunnen-Gesicht wird mir fehlen.
Übern Teich (3): Der Don macht öffentlich Witze über Xi und seine gesichtslose Männerriege. Das ist weder klug, noch lässt es amerikanische Überlegenheit erkennen, stattdessen eher Furcht vor dem unbegreiflichen Koloss in Mittelerde mit seinem Monopol für seltene Erden.
An Heim und Herd: Soll ich wirklich erwähnen, dass Fritz dem Kanzler aufgefallen ist, dass der hiesige Stahlstandort über die Wupper ist? Na sowas, wie konnte das nur passieren? Dass das an dem Putin sein Angriffskrieg liegt, hat er meines Wissens nicht gesagt. Kann aber noch kommen, jetzt wo die EU-Irren den Industrie-Ex für 2040 beschlossen haben. The green medow of Europe (als ich die Rechtschreibung kontrollieren will, sagt mir mein Rechner, dass es das tatsächlich gibt. O tempora o mores [Cicero]). Dem Merz seine Sache (2): Alles redet in wenig schmeichelhafter Weise von Johann W., dem Außenminister. Mir gefällt der Mann, er reizt mich zum Lachen.
6. November 2025
Beim Blick aus dem Apfelhof auf die morgendliche Nebelbank über dem Bodensee, fällt mir das hier ein, was ich als kleiner Junge auswendig lernen musste, ohne es recht zu verstehen, jedenfalls die erste und die letzte Strophe: Bei einem Wirte wundermild | da war ich jüngst zu Gaste Ein goldner Apfel war sein Schild | an einem langen Aste… Ich fragte was ich schuldig sei | da schüttelt er den Wipfel Gesegnet sei er alle Zeit | von der Wurzel bis zum Gipfel.
Den Rest muss ich später suchen, um ihn nachzulesen.
Uhland (2): Die Schwabenstreiche des Meisters gefielen mir seinerzeit besser: Zur Rechten sah man wie zur Linken | ‘nen halben Türken hinuntersinken. Ich will nicht hoffen, dass das heute noch ein Schüler aufsagen muss. Nein, sicher nicht, eher schon den Koran auf Schwäbisch (? Allah-le oder so-le).
5. November 2025
Spätes Gespräch mit S. über den Zenit des Abendlandes, den er an der Ausprägung des Individuums festmacht. Ich zweifle, ob ich es als einen Erfolg des Menschen ansehen soll, wenn dieser über die Masse triumphiert. Auch bleibt offen, wann genau das gewesen sein soll. Heutzutage ist davon nicht (mehr) viel zu spüren. Jeder abgesagte Weihnachtsmarkt zeugt vom Gegenteil. Wir haben die Unterwerfungsgesellschaft installiert und feiern dies auch noch.
Triumph der Masse (2): In New York City wird heute Nacht ein muselmanischer, selbsterklärter demokratischer Sozialist zum Bürgermeister der 8-Millionen-Stadt gewählt. Das Londoner Vorbild lässt grüßen.
Masse (3): Mir geht durch den Kopf, was der Sozialist Gustav Landauer vor rund hundert Jahren zum Problem bemerkt hat: „Alle Welt sucht nach dem Sozialismus, der sich verwirklichen lässt, ohne die Freiheit anzutasten…“ Abgesehen davon, dass dies eine Wortspielerei ist, die keinem praktischen Test standhält, ist es typisch deutsch, Probleme aufzuwerfen, ohne sie auch nur einen Millimeter einer Lösung näherzubringen. Hätte man die Philosophie mit der Erfindung des Automobils betraut, wären wir heute noch mit der Frage befasst, ob es dereinst möglich sein werde, ein Fortbewegungsmittel auf vier Räder zu stellen. Auch das ideale Rad würde noch auf die tiefgründige Beschreibung seiner moralischen Eigenschaften warten.
4. November 2025
Gesichert rechtsextrem: Da stimmen am vergangenen Freitag im sächsischen Landtag die Abgeordneten von CDU, SPD und Freien Wählern gemeinsam mit der AfD gegen den Initiativ-Antrag der Linken-Grünen, mit dem AfD-Verbot endlich zu beginnen. Was der Fritz nicht schafft, die Chaoten von Links und Grün bringen es fertig, den Schulterschluss mit den Blauen. – Mainstream schweigt eisern.
Mainstream (2): Ich lasse mich überreden, nachts im Auto den Deutschlandfunk zu hören. So erfahre ich, dass ein britischer Staatsbürger in einem englischen Zug eine Panik ausgelöst habe. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Blutbad mit mindestens einem Dutzend von Messeropfern, etliche davon lebensgefährlich verletzt. Ich füge hinzu: Es war ein Schwarzer, wie ich tags drauf aus den Leser-Kommentaren in verschiedenen Medien folgern muss. Sicheres Anzeichen: Die Kommentarspalten der britischen Medien sind geschlossen. Und, um die Opfer zu verhöhnen, verkündet die britische Obrigkeit, es habe sich nicht um einen Terror-Akt gehandelt. Sondern?
Mainstream (3): Der Ruf des Muezzins in Zukunft hören zu dürfen, ist des deutschen Bürgers selbstverständliche Pflicht, wie das Verwaltungsgericht Leipzig gestern für rechtens befand, nachdem rassistische Nachbarn gewagt hatten, gegen die Baugenehmigung der Stadt für eine Moschee vorzugehen. Hic Mecca hic canta.
3. November 2025
Das Ergebnis der Bemühungen, sich im Internet Gehör zu verschaffen, nennt man Reichweite. Diese verhält sich umgekehrt proportional zum Inhalt des Abgesonderten.
Reichweite (2): Unsere Vorfahren mussten, um dieselbe zu erzielen, die Druckerpresse zwischenschalten. Sie revolutionierte den Wissensstand des gemeinen Mannes. Allerdings musste der lesen können. Diese Voraussetzung ist aktuell weggefallen. Es genügt, den An-Aus-Knopf zu finden. Der Fortschritt arbeitet daran, dass auch dies entbehrlich wird.
30. Oktober 2025
Windkraft dient allen: Havixbeck im Münserland, 28. Oktober 2025. In der Kategorie der Einzelfälle, über die von der Lügenpresse nicht berichtet wird, gibt es offensichtlich eine Unterart, mit der ich mich bislang nicht beschäftigt habe. Das Bild stammt übrigens von der örtlichen freiwilligen Feuerwehr.
Der Westen (2): Die gestrige Parlamentswahl in den Niederlanden hat das Weiter-so in diffusen Vierparteien-Koalitionen bestätigt. Rechtsaußen Wilders musste Verluste hinnehmen und wird in der künftigen Regierung aller Voraussicht nach nicht mehr vertreten sein. Mit seinem Alles oder Nichts hatte er die letzte Koalition platzen lassen, doch seine Rechnung, gestärkt aus der Schlacht hervorzugehen, hat sich nicht ausgezahlt.
29. Oktober 2025
Die Kesselschlacht von Pokrowsk-Mirnograd schleppt sich fort. Das Kartenbild zeigt, dass sich die Russen (entgegen meiner Annahme) in Pokrowsk, das sie mittlerweile zur westliche Hälfte besetzt haben, auf einen verlustreichen Straßenkampf eingelassen haben. Die immer noch ausharrenden Ukrainer werden durch Drohnen aus der Luft versorgt. Jetzt ist es die Frage, wie lange ihre Kampfmoral halten wird. Fast sieht es so aus, als machten hier die Russen der Schlacht absichtlich kein gewaltsames Ende, um dort weiterhin das Gros der ukrainischen Dohnentruppen zu binden. Eine bessere Erklärung fällt mir im Moment nicht ein. Die westliche Erklärung, die Russen befänden sich wegen der jüngsten Sanktionen vor dem Aus, halte ich für groben Unsinn.
Naher Osten: Über Nacht gibt Netanjahu die Weisung, die Angriffe auf Gaza fortzusetzen. Dass dort immer noch Leute leben, ist kaum vorstellbar, Dennoch ist es so. Die westlich Welt schweigt wie gewohnt.
Musk schon wieder: Gestern ließ er Grokipedia, die Konkurrenz zu Wikipedia, an den Start gehen. Genug Geld hat er ja. Jetzt wird es darauf ankommen, ob es ihm gelingt, die Leute zum Frontenwechsel zu veranlassen, so dass langfristig nur noch linke Spinner Wikipedia nutzen. Das wird ein holpriger Weg werden.
Linke Wahrheiten (2): Angesichts des nächsten Aufmarsches der Klima-Apostel in Brasilien ab dem 10. November hat sich deren Hauptsponsor zu Wort gemeldet. Bill Gates bemerkt zum Entsetzen seiner Kostgänger, dass die Menschheit selbst bei steigenden Temperaturen weiterleben werde. Viel ernster seien die Herausforderungen durch Armut und Krankheiten. Ich ergänze: Recht so, da lässt sich, wie die letzten paar Jahre gezeigt haben, deutlich mehr Geld verdienen. – Auf meinem Schreibtisch liegt ein Buch und grinst mich an: Wie wir die Klima Katastrophe verhindern von Bill Gates.
28. Oktober 2028
Nord Stream-Lüge: Dieser Mann soll nach Auffassung des GBA die Pipeline in die Luft gesprengt haben. Es ist ein Ukrainer namens Wladimir Shurawlew (siehe Foto), und der läuft seit vergangener Woche in PL als freier Mann herum. Sein Kumpel, der in Italien aufgegriffen wurde, soll nun doch nach D ausgeliefert werden. Freue mich jetzt schon auf den juristischen Affentanz, den man aufführen wird, um die Bevölkerung von dessen Aussagen abzuschirmen.
Affentanz (2): In Berlin trifft sich der linksextreme Mob vor dem Kanzleramt, um Fritz den Kanzler in die Knie zu zwingen. Hieran interessiert bestenfalls, dass mehrere Tausend meist junger weißer Frauen mobilisiert werden konnten, um die Stadtbild-Metapher als Rassismus zu brandmarken. Erstaunlich ist die allmähliche Zurückhaltung von Mainstream. Ahnt man dort, dass das Abräumen von Buka Merz die eigene Machtbasis zertrümmern könnte? Vielleicht denke ich das auch nur, dass es in den öffentlich-rechtlichen Extremistenbuden strategische Denker gibt.
Affentanz (3): Der um den Raubkopierer namens Weimer, der im Nebenamt ein Kultur-Staatsminister ist, beruhigt sich wieder. Is nix gewesen. Die linksextreme Blase hat erkannt, wie nützlich ihnen dieser Wendehals ist. Da können die Herren Tichy und Wallasch schreiben, was sie wollen. Es verplätschert im Off.
Ostfront: Putin, diesmal im militärischen Kampfanzug, gibt der Welt den erfolgreichen Test einer reaktorgetriebenen Fernlenkwaffe bekannt. Sie flog angeblich plangemäß 14.000 km über dem Kontinent hin und her. Diese Drohung ist nicht misszuverstehen: Wir können jeden Ort in Amerika punktgenau und ohne Abwehrmöglichkeiten tödlich treffen.
Ostfront (2): Zugleich wird die Einkesselung von etwa 20.000 Mann ukrainischer Kampftruppen an zwei Stellen des Frontbogens bekanntgemacht. Über die Zahlen mag man trefflich streiten, doch am Horizont steigt das Gespenst der Zertrümmerung der deutschen Wehrmacht in derselben Gegend auf, etwas mehr als 8 Jahrzehnte zuvor. Der Unterschied zu damals: es wird heutzutage nach Westen hin keinen Rückzugraum geben. Dort liegt Polen.
27. Oktober 2025
Die Gazetten melden ziemlich einheitlich das Einknicken der Autoindustrie, die einen froh, die anderen weniger. Bei Porsche bricht der Gewinn binnen Jahresfist weg, doch die Manager schwurbeln immer noch von Umstellungsschwierigkeiten. Sie haben sich bis zur Pleite verzockt, da sich nicht nur woke geschwätzt haben, sondern auch ebenso zu produzieren. Sie werden für ihr Versagen jetzt mit Riesensummen abgefunden, während die Malocher entlassen werden. Doch auf der Straße tut sich nichts, weil sie von ihren Gewerkschaftsbossen verraten wurden. Die wollen nicht die Arbeitsplätze, sondern das Klima retten. In Wirklichkeit wollen sie nur ihren A… retten.
Porsche (2): Ich kann mir beim besten Willen keinen 911-Fahrer vorstellen, der hinter sich das Geräusch eines hysterischen Trockenrasierers hören möchte, wenn er das Gaspedal mit der Fußspitze berührt. Fazit: Frage mich, ob die Bosse überhaupt wissen, was die Firma seit Jahrzehnten produziert?
24. Oktober 2025
Nachdem der Don diese Woche verschärfte Sanktionen gegen russische Ölimporte verhängt hat, wissen die Experten (zum Beispiel die von Heise: „Sanktionswelle trifft russische Ölindustrie ins Mark“), dass der böse Putin jetzt in die Knie gehen wird, weil er sein Öl nach Indien und China nicht mehr los wird. Kann mir das mal wer erklären? Irgendwie ist mir in Erinnerung geblieben, dass der erste einschlägige Streich im Februar 2022, nur wenige Tage nach dem Beginn von dem Putin sein Angriffskrieg erfolgte. Gleich drauf gaben sich die Verhandler aus Indien und China in Moskau die Klinke in Hand. Und jetzt?
US-Politik (2): Kaum ist die neue Sanktion in der Welt, greifen bislang anonyme Drohnenverbände die mit russischem Öl betriebenen Raffinerien in Ungarn (Százhalombatta) und Rumänien (Ploesti) an und richten dort Verheerungen an. Wie schon im Fall von Nord Stream ist es der polnisch-amerikanische Spitzenmann und Außenminister in Warschau Sikorski, der seine tiefe Befriedigung über die Zerstörungen bei den angeblich Verbündeten in die Welt posaunt. Das klingt so, als sei Biden noch an der Macht. Indessen: die Ungarn finden deutliche Worte über den polnischen Nachbarn. Erneut zeigt sich, wie komplex der Ukraine-Konflikt ist.
US-Politik (3): Vize Vance bezeichnet das soeben von der Knesset verabschiedete Gesetz, mit dem Israel sich ermächtigt, die West-Bank zu besetzen, als einen Affront (insult). Es vergeht keine Stunde, da erklärt der Don, der Einmarsch in das Westjordanland werde das Ende der US-Unterstützung von Israel bedeuten. Kennt jemand jemanden, der das glaubt? Ostfront: War es bislang so, dass nach Beginn der Schlammperiode die Kämpfe irgendwie zum Stillstand kamen, so gilt dies dieses Jahr, jedenfalls bislang, nicht.
Russische Truppen sind in die in den letzten Wochen nahezu eingekreisten Städte Pokrowsk, Nowopawlowka, Konstantinowka und Mirnograd eingedrungen. Bei Cherson wurden Teile des Dnjepr überquert (dort hatten sich die Russen im Herbst 2022 zurückgezogen).
Ostfront (2): Die Vielzahl der Angriffshandlungen lässt den Schluss zu, dass die Überlegenheit der Bodentruppen beträchtlich sein muss. Ob es sich schon um den Zusammenbruch der ukrainischen Streitkräfte handelt, wie in den letzten Monaten mehrfach und zu unrecht behauptet, erscheint hingegen fraglich. Jedenfalls zeigt der ukrainische Abzug aus Pokrowsk und Mirnograd, dass die Taktik Halten-bis-zum-letzten-Mann aufgegeben wurde.
23. Oktober 2024
Die Fünfte Kolonne: Der hiesige Innenminister Georg „der Fairermacher“ Maier hat sie entdeckt. Es ist die AfD, die im Auftrag des Russen das Land ausspioniert. Die tückischen Höcke-Buben benutzen hierzu ihr parlamentarisches Fragerecht, um dem Feind zu offenbaren, über welche Brücken er mit seinen Panzern noch fahren kann, wenn er dereinst angreift, und wo er das besser bleiben lässt.
Die Fünfte Kolonne (2): Der erste Schritt von Georg beim Kampf mit dem Drachen wäre, die kritischen Fragen nicht mehr zu beantworten. Doch das ist nicht ohne, denn dann weiß der Russe, was man selbst für heikel hält. Der zweite Schritt ist, alle AfDler abzuhören, denn das ist bei Spionage die gängige Methode. Deren Umsetzung wird zu einer wunderbaren Stellenvermehrung führen. Fraglich ist allein, ob es genügend viele Antifanten gibt, die mit der Technik fertig werden.
20. Oktober 2024
Der vielgefeierte Waffenstillstand in Nahost hielt nicht einmal eine Woche. Am Sonntag griffen die Israeli erneut Gaza an, nachdem, wie sie verlautbarten, die andere Seite die Waffenruhe gebrochen habe. Böswillige Kommentatoren heben hervor, dass die Gewalt pünktlich nach Abschluss des Geiselaustausches wieder ausbrach.
Gewalt (2): Zu Beginn der römische Kaiserzeit lebte die Masse der Juden nicht in Palästina, sondern als sog. Diasporajuden im Imperium verstreut, wo so zahlenstarke Gemeinden bildeten. Diese zählten allein in Rom über 50.000 Personen. Sie wurden dort im Jahre 49/50 unter Kaiser Claudius ausgewiesen, weil die Obrigkeit ihnen religiös bedingte Krawalle vorwarf.
19. Oktober 2025
Klarer kann man den Deutschenhass kaum zum Ausdruck bringen: Der von der Generalbundesanwaltschaft zur Auslieferung nach Deutschland als Nord Stream-Attentäter verlangte Ukrainer Wolodymyr Shurawljow wird vorgestern von den polnischen Behörden auf freien Fuß gesetzt. Man weist unverfroren auf mangelhafte Rechtsstandards in Deutschland hin. Die Maßnahme ist im Zusammenhang mit den Äußerungen polnischer höchster Offizieller zu betrachten, die ihr Unverständnis zum Ausdruck gebracht haben, dass Deutschland die Zerstörung der Gaspipelines strafrechtlich verfolge, da diese zur Abwehr Russlands notwendig gewesen sei.
Nord Stream (2): Es bleibt, wie man es dreht oder wendet, ein Schwabenstreich der Bundesregierung. Die von der CIA-Residentur in Kiew eingetütete Proxy-Operation (geheimdienstliches Ablenkungsmanöver) zur Verdeckung der wahren Täterschaft des Pipeline-Anschlags durch die USA wird von deutschen Strafverfolgern durch ihre Scheintätigkeit geadelt. Jetzt haben die Amis via Polen die Notbremse gezogen. – Aus Italien wird ähnliches gemeldet. Besser kann man sich international kaum zum Narren machen.
Derweil in DC: Der kleine Mann aus Kiew muss gestern beim Don zum Mittagessen im Weißen Haus antanzen. Die angebliche Versöhnungsgeste nach dem Rauswurf vor Monaten wird ihm angesichts des soeben vorangegangenen Gesprächs zwischen Trump und Putin kaum geschmeckt haben. Jedenfalls hat er hernach keine Siegesfanfaren ertönen lassen.
DC (2): Die deutschen Zahlmeister saßen jedenfalls nicht mit am Tisch. Die versuchen immer noch eine Art verspätetes Winterhilfswerk auf die Beine zu stellen, während der deutsche Kulturminister, ein Merz-Spezi namens Weimer, die Amis und zugleich die linke deutsche Mainstreampresse gegen sich aufbringt. Tolle Leistung auf der Frankfurter Buchmesse, die ich sonst gewiss nicht zur Kenntnis genommen hätte. Er griff die US-Tech-Giganten als Zechpreller und Produktpiraten frontal an. Was man als begrüßenswert bezeichnen könnte, sollte indes nur einer wagen, der selbst über solche Zweifel erhaben ist. Wie aus heiterem Himmel indes kommt heraus, dass Weimer mit seiner Medienfirma jahrelang Raubkopien veröffentlicht hat. Er wimmelt ab und sagt, seine Frau sei das gewesen. Na sowas. Wo bleiben da die Gleichstellungsbeauftragten in nah und fern?
18. Oktober 2025
Sprachschwierigkeiten: Der Broterwerb ist keineswegs der Gang zum Bäcker, es sei denn, man ist selber einer.
Sprachschwierigeiten (2): Denen zwischen Trump und Putin sollte dem Vernehmen nach vorgestern in einem zweistündigen Telefonat abgeholfen werden. Dass man sich in der Raketenfrage auch nur einen Schritt näher kam, schließe ich aus. Wichtiger erscheint mir, dass man sich auf einen nächsten gemeinsamen Konferenzort einigte. Er heißt Budapest. Heißt zu deutsch: Orbán ist für beide ein ehrlicher Makler. Der Rest von Europa = Fehlanzeige.
Sprachschwierigkeiten (3) herrschen bezüglich der Entwicklung in Nahost. Alle haben – je nach Standpunkt – gesiegt. Das hält nur an, bis die nächsten Schüsse fallen. Danach kommt da capo al fine
17. Oktober 2025
Ich hätte es mir denken sollen. Als ich gestern ein paar vage Bemerkungen über die neutestamentlichen Paulusbriefe machte, hat das ein paar Leser zu wohlwollend belehrenden Bemerkungen angeregt. Darüber lässt sich reden. Erheitert allerdings hat mich der Hinweis, ich sei ein Suchender. Das ist nur semi-richtig. Ich versuche lediglich, Machtstrukturen zu verstehen und sodann nachvollziehbar zu beschreiben. Hierzu gehört auch – aus meiner Sicht naheliegend – der gegenwärtig rasante Verfall des Christentums und seine Ersetzung durch die Anhänger des Propheten.
Christentum (2): Meine Bemerkung von gestern bezog sich auf die radikale Veränderung der Glaubensinhalte dessen, was man später die christlichen Urgemeinden nannte. Sie gaben die unmittelbar zu erwartende Endzeit auf, denn das Behauptete passierte erkennbar nicht, und sie machten den Schwenk zu einem demnächst und in der Ferne liegenden Jüngsten Gericht. Dieser Schwenk war die Voraussetzung für die Fortexistenz ihrer Gemeinschaften, die sich zu Beginn des zweiten Jahrhunderts zu institutionalisieren begannen. Das ist kein Beweis, aber immerhin eine Erklärung.
Christentum (3): Ich dürfte bei Weitem nicht der Einzige sein, dem die Ähnlichkeit des Klimawahns mit der frühchristlichen Untergangsgewissheit (Eschatologie) auffällt. Bei den Klimatikern ist wie bei den Urchristen erste Unsicherheit zu bemerken. In Davos 2020 und 2021 war man sich – einschließlich der Führerin – klar darüber, dass 2030 der Hammer fallen werde. Die Propheten des Bundesverfassungsgerichts sprachen und urteilten, es sei 2031. Die heutigen Reisenden in Sachen Klima vertreten 2035, manche auch schon 2040. Man merkt den Zweck, und man ist verstimmt. Eins jedoch erscheint mir sicher: Der Spannungsbogen wird sich auf Dauer nicht halten lassen. Bin gespannt, durch was die Klimakirche den Erdendtermin ersetzt.
16. Oktober 2025
Nein, es ist keine Gedankenübertragung, dass ich gestern meinen Spott über Meloni ins Sudelbuch notierte (bewundernder Spott übrigens). Die Dame zieht jetzt bleierne Handschuhe an: Burka-Verbot, Verstümmelungs-Bestrafung und dergleichen. Es möge gelingen. Meine Zustimmung qualifiziert mich (nach Neusprech) als sexistischen Rassisten. Sei’s drum. Die Rasanz der kleinen Blondine folgt ihrem ständigen Unterschätztwerden. Mainstream glaubt einfach nicht, dass sie das Unglaubliche tut. Das ist ihre Waffe.
Unglaublich (2): 18 (in Worten achtzehn) CDUler wollen Fritz dem Kanzler in die Haushaltsparade fahren. In den Medien Riesenfass über das anstehende Ende von Merz und seiner beiden fetten SPD-Ministranten. Glaube ich kein Wort von.
Unglaublich (3): Krach, dessen Anlass ich nicht mitkriege, zwischen einem Paar bei der Verabschiedung unten an der Haustür. Höre später, dass er sie als Saisonware bezeichnet habe.
Unglaublich (4): Zwischen dem ersten und den zweiten Brief an die Thessalonicher stellte Paulus sein gesamtes Missionsprogramm auf den Kopf. Streiche: der Messias kommt sofort. Setze stattdessen: Der Messias war schon da und kommt demnächst wieder. Das war ein Umsturz. Na gut, vorausgesetzt, dass es diesen Paulus überhaupt gab. Wie auch immer: das Ergebnis war das, was wir heute immer noch das Christentum nennen.
15. Oktober 2025
Passiert ist nix. Habe zwei Tage woanders hingekuckt. Dabei Zeit für Reflexionen gewonnen, zum Beispiel über Italien, das ganz aus meinem Blick geraten war.
Italien (2): Die dortigen Frauen haben es nicht leicht, sich neben ihren gockelnden Männern zur Geltung zu bringen. Sieht man sie im Vorübergehend bewundernd an, dann lächeln sie dem Fremden in die Augen. Das möchte ich mal bei einer deutschen Frau erleben.
Italien (3): Io sono Giorgia schreibt la picola bionda. Ja, hübsch ist sie allemal, doch das Geschriebene zu lesen fällt mir schwer, selbst wo es die deutsche Übersetzung ist. Dass sie die Vorsitzende der Fratelli ist, hat mich schon vor Jahren amüsiert.
13. Oktober 2024
Mit Vollgas in den Abgrund: Eine knappe Mehrheit von Hamburger Bürgern will den Klima-Wahn gesetzlich verschärfen. Geld spielt keine Rolle. Vor allem die Vermieter sollen die anstehenden Wohnraumsanierungen schultern, ohne die Kosten weitergeben zu können. Dass dies Folgen für die Gebäude hat, ist klar – nur nicht die erhofften.
Abgrund (2): Die taz als Papierzeitung hört diese Woche auf. Angeblich gab es noch 26.000 Käufer. Vor vielen Jahren gehörte ich noch zu den Lesern. Die Kollegen schüttelten ihre im Dienst ergrauten Köpfe. Die jetzige Meldung über das Ende erfahre ich nicht aus der ausbleibenden Zeitung, sondern als Randnotiz in anderen Pressemeldungen.
Abgrund (3): Trotzig taumelnd bewegt sich der kleine Mann aus Paris. Nachdem seiner Regierung das Misstrauen ausgesprochen wurde, ersetzt er die abgelöste durch dieselbe. Das finde ich originell. Derweil versinkt das gespaltene Land im Chaos. Viele rufen nach dem starken Mann.
Abgrund (4): In der vergangenen Woche haben die bislang schlimmsten russischen Luftschläge gegen die Ukraine stattgefunden. Sie richteten sich mit Schwerpunkt gegen die Strom- und Gasversorgung sowie gegen die Eisenbahnen. Letztere wurden gezielt durch Drohnen gegen rollendes Material außer Gefecht gesetzt. Wenn das so weitergeht, bleibt die ukrainische Kriegswirtschaft einschließlich des Nachschubs aus dem Westen stehen.
11. Oktober 2025
Wundersames Amerika: Gestern verabschiedete der US-Kongress ohne Federlesens den Kriegsetat von annähernd Tausendmilliarden Dollar für 2026. Man wundert sich einen Moment und denkt: Streiten die sich im Moment nicht wie die Kesselflicker über den Haushalt, so dass Trump & Co derzeit kein Geld haben, um die Bundesbehörden zu bezahlen? Dann fällt mir zum Glück einen Untersuchung von Lewis Lapham ein, die ich vor Jahren las. In der war aufgelistet worden, was im großen und guten Amerika der Erwerb eines Parlamentsmandats kostet. Da fiel der Groschen: Die US-Waffenindustrie kennt keinen Spaß, wenn man ihr die Mittel nicht rechtzeitig zuweist. Das wissen alle Politiker dortzulande.
Trump (2) macht derzeit die tollsten verbalen Purzelbäume, um der aktuellen chinesischen Herausforderung zu begegnen. Wochenlang hatte er den Himmelssöhnen wg. derer unverhohlenen Unterstützung Russlands mit Mamut-Zöllen gedroht, jetzt haben die Xis eine Retourkutsche in Bewegung gesetzt: den Ausfuhrstopp für Seltene Erden, deren weltweit größter Exporteur sie sind. Prompt hat der US-Präsident heute Nacht die Zollguillotine niedersausen lassen. Ich habe wenig Zweifel, dass sie vor allem die USA selbst treffen wird.
Heimatfront: In Herdecke hat die Bürgermeisterin-Stecherei wundersame Züge angenommen. Dass die Behörden mit aller Kraft abzuwiegeln versuchen, wundert kaum, doch dass man 13 Stichwunden als kleineres Alltagsproblem darzustellen beliebt, also eine kleine Auseinandersetzung zwischen der Adoptiv-Mutter und ihren niedlichen Kids (die mutmaßliche Täter-Tochter ist 17) zeigt in die richtige Richtung: Die Dinge müssten jeden Tag neu ausgehandelt werden, sagt der linksgrüne Mainstream seit Jahr und Tag. Peinlich sucht man die Herkunft der Adoptiv-Messerstecher dem Publikum vorzuenthalten und schwingt sich zu der Behauptung auf, es handele sich bestenfalls um ein Ereignis von lokaler Bedeutung. Das ist ausnahmsweise richtig: Jeder Mordversuch spielt sich am Tatort ab. Und das hier ist kein solcher, sagt die Staatsanwaltschaft in Hagen: Nur 13 Messerstiche, ich bitte Sie.
10. Oktober 2025
Wenn man in einem Selbstportrait die kürzestmögliche Form einer zum Moment erstarrten Autobiographie sieht, kommt man um die Meister der italienischen Renaissance nicht drumrum. Was allerdings einer ihrer Größten, der Florentiner Sandro Botticelli (der mit der Venus), sich geleistet hat, gibt Rätsel auf. Er ist eine Randfigur im Gemälde über die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige, blickt aus dem Bild heraus und über die Betrachter knapp hinweg. Sollte ich diesem Bild einen prägnanten Titel geben, so würde ich es Die Verachtung nennen.
9. Oktober 2025
Das kurze Wortgefecht am Frühstückstisch quer durch den Raum, ob der Reformator nun in Eisleben geboren oder gestorben ist, endet so: sowohl als auch. Sowas ist selten, es passt irgend wie zu dem Weitgereisten, der vierundsechzigjährig einem Herzanfall erlag, als er, um einen Streit zu schlichten, in seine Geburtsstadt gereist war. Jetzt steht der große Sprachschöpfer vor Rathaus, Kirche und Sparkasse herum. Na, immerhin. Nebenbei: Vor lauter verregneter Tristesse habe ich die Kamera schief gehalten, ich verkneife mir die Bild-Korrektur.
Korrektur (2): Fritz der Kanzler will das Verbrennerverbot aufweichen. Wird er nicht tun, das ist sicher. Wenn er nur wollte – na gut, er kann nicht –, würde er vor die Presse treten und sagen: Das Verbrennerverbot ist ab heute für D Geschichte. Und dann wäre es das. Die SPD, die sich ihm dann in den Weg stellt, möchte ich mal sehen.
8. Oktober 2025
Nachrichten vom Wochenende über ein Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPC) in Kopenhagen klingen nach und verlangen nach einer gescheiten Einordnung, denn die Presse will wissen, dass dort taffe Kriegsentschlüsse gefallen seien, zum Beispiel über den Drohnenwall.
Krieg (2): EPC? Nie gehört, doch es gibt diesen Club tatsächlich. Im Oktober 2022 gegründet, gehören ihm so ziemlich alle Staaten mit Territorien in Europa, also einschließlich der Türkei und Großbritannien, an. Selbstredend nicht der Bösewicht Russland. Das Gründungsdatum weist darauf hin, dass die politische Kaste erkannt hatte, wie die wunderbare Illusion des russischen Wirtschaftskollaps‘ sich in Luft auflöste. Die Beute stand nicht zum Zugriff bereit. Jetzt steht der Strategiewechsel auf dem Plan – ein hübscher kleiner Bündniskrieg, um den Aggressor in die Schranken zu weisen.
Krieg (3): Der polnische Tusk wie gewohnt an der Spitze der Kriegshelden. Er weist darauf hin, dass wir bereits mitten drin stecken in diesem Krieg. Er wird aus der zweiten Reihe von der flotten Mette aus DK, der EU-Außensekretärin aus Estland und einigen Geheimdienstbossen aus merry old England verbal unterstützt. Aber sind das Beschlüsse der EPC? Das kann man getrost vergessen. Ungarn und die Slowakei expressis verbis dagegen und die Tschechei nach den soeben stattgehabten Parlamentswahlen wohl auch. Da hat der Geschäftsmann Babis nach einer Pause erneut gesiegt. Er ist ein dezidierter Antipode des tschechischen Kriegspräsidenten Pavel.
Heimatfront: In Herdecke ist die frisch gekürte Bürgermeisterin niedergestochen worden. Die woken Behörden in NW hüllen sich in Schweigen und die politische Klasse in Betroffenheitsritualen: Wie konnte das nur geschehen? Ja, wie nur, ihr Heuchler.
4. Oktober 2025
Ein Kurzbesuch in Eisleben, pardon: Lutherstadt Eisleben, ist bei Regen und 9 Grad Mittagstemperatur keine Freude. Alles ist sonntäglich oder sowieso geschlossen. Menschen waren nicht zu sehen. Das gesamte Mansfelder Land macht einen denkbar tristen Eindruck. Vom einstigen Glanz des Mittelalters blieb nichts nach.
Kurzbesuch (2): Vermutlich waren meine Erwartungen durch den Besuch der Stiftskirche von Gernrode am Vortage zu hoch gestimmt. Romanik pur, über tausend Jahre alt, am Ende des 19. Jahrhunderts liebevoll restauriert.
3. Oktober 2025
Wernigerode: Setzen sich drei Fremde zu mir auf die Hotelterrasse. Empört sich der Wirt, den ich, weil mich der aufkommende Ärger stört, bitte ein wenig Großzügigkeit walten zu lassen. Er: Jetzt fehlt nur noch, dass ich auch die Drohnen hinnehmen soll. Welche Drohnen? frage ich leicht begriffsstutzig zurück. Er glotzt mich fassungslos an, bis ich begreife und so loslachen muss, dass er empört verschwindet. Ziel erreicht.
Wernigerode (2): Ich lasse mich in einer Tischrunde, in der ich ein paar Bemerkungen zum Bauernkrieg vor 500 Jahren machen sollte, leichtfertig darauf ein, stattdessen spontan den Ablauf der Ereignisse, die zum 3. Oktober 1990 führten, aus meinem damaligen dienstlichen Erleben zu schildern. Das war zwar nicht grundsätzlich schlecht, weckte aber doch hernach in mir den Verdacht, dass ich besser darauf verzichtet hätte, unvorbereitet ein solches Thema anzugehen, zu dem fast jeder etwas beitragen kann. Aber keiner dasselbe.
2. Oktober 2025
Wenn der Tag im Kalender angezeigt wird, kann ich mir ein nostalgisches Grinsen kaum verkneifen, denn genau zu diesem Datum musste ich weiland meinen Wehrdienst antreten, weil der Erste des Monats ein Sonntag war. Ich ahnte damals nicht, was dieser Tag des Herrn mir dereinst für Schwierigkeiten bringen würde. Ein mir namentlich nie bekannt gewordener Sachbearbeiter der Bundesverwaltung stellt nämlich fest, das mir ein ganzes Jahr für die durchaus pekuniär relevanten Dienstjahren fehle, weil ich am 1. Oktober kein rechtlich relevantes Leben geführt hätte. Seine Folgerung: 2. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres sind kein ganzes Jahr, also ist dieses in Gänze zu streichen. Ich selbst habe davon erst erfahren, als ein anderer für Personalien zuständiger Sachbearbeiter sich Gedanken darüber machte, ob der damalige Beamte R. den Versuch unternommen habe, sich wegen des fehlenden Tages Leistungen zu erschleichen, die ihm durchaus nicht zustanden.
30. September 2025
Die Parlamentswahlen in Modawien sind wie erwartet als ein Sieg des Wertewestens ausgegangen, die andere Seite spricht von plumper Wahlfälschung. Es bleibt demnach dabei, dass der Staat am Südwest-Rande des Ukraine-Konflikts vermutlicher Ausgangspunkt für eine Nato-Erweiterung nach Osten und einen Zusammenstoß mit russischen Truppen, die sich nach wie vor in Transnistrien befinden, werden wird.
Ostfront (2): Aus den zahlreichen Einzelmeldungen über die Gefechte ragt der russische Luftangriff auf den ukrainische Luftwaffenstützpunkt Sarokostjantyniw heraus. Dort richteten angeblich zwei Kinshal-Raketen Verheerungen bislang unbekannten Ausmaßes an, wonach dem Vernehmen nach eine große Zahl von Unterstützungspersonal aus den Nato-Staaten zu den Opfern zählen soll und 5 von den amerikanischen Wundervögeln F 16, von deren Einsatz ich allerdings bislang noch nirgends etwas Gescheites gelesen habe, am Boden zerstört wurden.
Unpolitischer Monatsschluss: Ich besuche die Schulenburg-Villa im thüringischen Gera, ein staunenswertes Wohn-Bauwerk des belgischen Stararchitekten van der Velde aus dem Jahre 1913/14. So also bauten Deutschlands Reiche, die zudem Geschmack besaßen, eine Minute vor dem Ende des Höhenfluges unseres Bismarck-Reichs. Erst recht staunenswert ist die Initiative des Arzt-Ehepaar, welches die in der DDR heruntergewirtschaftete Ruine in den 1990er Jahren kaufte und in den heutigen, den Ur-Zustand versetzen ließ. Neudeutsch ausgedrückt: so geht Kultur. Hut ab.
29. September 2025
Aktueller Bericht aus der westliches Westukraine: Boomende Städte mit erheblich wachsender Bevölkerung. Vom Krieg ist weit und breit nichts zu spüren. Unübersehbar auch: polnische Großinvestoren. Da nehmen welche das Kriegsergebnis vorweg.
Ostfront (2): Lawrow beschimpft in ungewohnter Weise den Kanzler als Nazi. Hierzulande ist man routinemäßig empört. Vergessen ist, dass Fritz der Kanzler den bösen Putin vor Wochenfrist erst als den größten Kriegsverbrecher bezeichnete. Auf die Kräfte des Verstandes darf man auf unserer Seite schon lange nicht mehr setzen.
27. September 2025
Die Zukunft ist blau. Sagt mir mein Arbeitsrechner, der mich gestern drängt, gefälligst die Zeichen der Zeit zu erkennen und aufzurüsten. Ich bleibe blind, mache aber zur Sicherheit ein paar Sicherungskopien auf externen Medien. Es wäre doch zu ärgerlich, wenn so wichtige Dinge (mir jedenfalls) wie mein jüngster Buchtext, welcher nach 3 Jahren Schwerarbeit der Vollendung entgegenhastet, dem Fortschrittswahn der Apple-Leute zum Opfer fiele.
Blau (2) ist nebenbei bemerkt die Farbe der Dems, die alles andere als im Moment in den USA an der Macht sind. Indessen: dass die Apple-Matadore Freunde des Don seien, wird selbst dessen größter A-Lecker nicht behaupten können. Daher also das symbolische Blau. Sie spielen, so denke ich, auf Zeit. Blau (3) ist offenbar die Welle der unzensierten Literatur, die am 8./9. November 2025 auf Halle an der Saale zurollt. Mit der Verlegerin und Organisatorin einen, nämlich meinen, Auftritt vereinbart (Samstag, 15 Uhr). Gewiss, ich bin nur eine kleine Leuchte, aber besser Licht an, als im Dunkel zu schmollen.
26. September 2025
Dochdoch, er ist witzig in seiner Boshaftigkeit, der Don. Das Bild vom Wall of Fame (Wand des Ruhms), das gestern vom Weißen Haus freigegeben wurde, ist dieses hier und zeigt von rechts mach links: Der Don, offizielles Foto der ersten Amtszeit, der Unterschriftenautomat von Joe Biden bei der Arbeit, und der Don mit seinem offiziellen Foto der zweiten Amtszeit, das im Vorjahr anlässlich seiner erkennungsdienstlichen Behandlung entstand.Auch ein schlechter Witz: Der böse Wlad greift fortgesetzt die zivilen Flughäfen Skandinaviens mit Drohnen an, sagt die Nato-Propaganda. Sie würden von der russischen Schattenflotte gestartet.
Ostfront (2): Unbestätigt blieb hingegen, dass in der Truppenverpflegung der Panzerbrigade Litauen Königsberger Klopse aufgetaucht sein sollen. Eine Ermittlungsgruppe des MAD musste ihre Dienstreise allerdings in Köln-Wahn abbrechen, da das einzige Flugzeug der Flugbereitschaft gerade nicht einsatzbereit war.
25. September 2025
Manchmal liest man Dinge, dass man sich an den Kopf greift. Jetzt bei der Lektüre eines Artikels von Hadmut Danisch über die körperlichen Kapriolen beim Altwerden, speziell seinem Haarwachstum und noch spezieller dem in den Ohren. Scheint bei ihm ein ärgerliches Problem zu sein, denn das fragliche Haar berührt ständig sein Trommelfell und macht dort einen Höllenlärm. Danach kommt er – ich bitte um Nachsicht, denn es muss an dieser Stelle sein – auf die Entfernung von Ohrenschmalz zu sprechen. Der deutsche Ausdruck – meine Interpretation – entspricht genau seiner Konsistenz, doch, oh Wunder, in Japan ist alles anders: Da ist der ärgerliche Stoff hart und krümelig. Das ist genetisch bedingt. Alle Menschen sind gleich? War wohl nix. Jedenfalls nicht bei der Reinhaltung der Ohren.
Einfach nur wundern: Der ermordete Charlie Kirk ist auf dem besten Weg zum christlichen Heiligen. Die Kugel, die ihn traf, blieb in ihm stecken. So rettete er als letztes menschliches Tun am Turning Point seines Erdenlebens die hinter ihm Stehenden. Sagen seine Lobpreiser, denn das Geschoss hätte, wenn Gott nicht den Daumen dazwischen gehalten hätte, hinten aus seinem Körper wieder austreten müssen. Ungläubig, wie ich bin, denke ich, dass das weniger eine Frage für Theologen als für Ballistiker ist.
Dumm gelaufen: In New York wurde gestern der frühere Spionageabwehrleiter des dortigen FBI-Büros zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er war dabei aufgefallen, wie er seine dienstlichen Möglichkeiten nutzte, dem russische Oligarchen Oleg Deripaska bei der Umgehung der US-Sanktionen gegen russische Bürger die notwendigen Wege zu ebnen. Während des Gerichtsverfahrens zeigte es sich, dass er auch an den Aktionen des FBI gegen den wahlkämpfenden Trump im Jahre 2016 beteiligt war. Da kommt noch was nach, jede Wette.
New York (2): Noch mal überflogen, was der Don in der UNO alles vom Stapel gelassen hat: Klimalüge, Deutschland-Wahn, feindlicher Globalisten-Club und so. Es war ein seltsamer Rundschlag. Der Grund ist am Anfang zu vernehmen. Da bemerkt er, dass ihm jemand den Teleprompter abgeschaltet hat. Bevor er dann frei Schnauze loslegt, sagt er, das werde Folgen haben. Er meint doch nicht etwa Annalena? Wir wollen nicht gleich das Schlimmste hoffen.
24. September 2025
Was soll man sich denken, wenn der Don bei der UNO-Vollversammlung große Reden schwingt und sich explizit mit Deutschland beschäftigt? Grüne Agenda gescheitert und zum Glück revidiert, sagt er. Woher hat er denn bloß das Letztere? Von der linken Politico, die Springer gehört und die Merz-Trommel rührt?
Trump (2): Kaum hat er das durch, trifft er auf den kleinen Mann aus Kiew und verkündet lautstark, dass der mit Hilfe von EU und Nato den Krieg gegen Russland vollständig gewinnen kann. Putin stehe vor einem wirtschaftlichen Desaster. Wo hat er das nun wieder her? Vielleicht von The Atlantic, wo soeben der Chef-Neocon Robert Kagan dem totalen europäischen Krieg gegen Russland das Wort geredet hat. Es ist schon erstaunlich (oder auch nicht), wie offen die US-Waffenlobby für die Ausweitung des Konflikts wirbt.
Ostfront (2): Wunschgemäß eskaliert die Lage mit Drohnenalarm und Flughafen-Stilllegungen in Kopenhagen und Oslo und viel Luftraum-Trara über Estland und der Ostsee. Überall steigen Kampfflugzeuge auf, um Flagge zu zeigen. Oder was machen die konkret?
Ostront (3): Im Berliner Flughafen fällt auch ohne Drohnen wieder mal die Abfertigung aus. Angeblich handelt es sich um einen russischen Hackerangriff.
Hackerangriff (2): Nach einer Meldung von Swiss propaganda watch liegen der Plattform umfangreiche illegal beschaffte Datenbestände über weltweite Antifa-Netzwerke vor, die den Blick in einen Abgrund politischer Kumpanei mit den anarchistischen Gewalttätern öffnen. Da kann man nur sagen: Na, dann lasst mal sehen.
23. September 2025
Dass polnischen Soldaten Wehrmachtshelme tragen, war mir zuletzt beim Betrachten von Bildern des Warschauer Aufstands ‘44 aufgefallen. Nehme allerdings an, dass die jetzigen Helme Nachbauten sind. Haben die Polen hierfür Lizenzgebühren bezahlt oder stattdessen neue Forderungen gegen uns erhoben?
Befremdend (2): Die Bilder, die von der großen Charlie Kirk-Trauer-Show über den Atlantik auf meinen Schreibtisch gelangen, wecken zwiespältige Gefühle. Dort gedenken Amerikas heutige Machthaber eines ermordeten christlichen Einzelkämpfers. Das sind dieselben Leute, die am Massenmord an Leuten, die Amerika hassen, nichts auszusetzen finden. Es sind die simplen Botschaften, die der Ermordete gepredigt hat, mit denen er sich den Hass der Maulhelden-Toleranten zuzog. Die Menschenmassen, die Kirks Ermordung im Protest auf die Straßen brachte, sollte zu denken geben. Die Woken wissen das auch. Daher rührt ihre wütende Reaktion.
Befremdend (3) wäre es gewesen, wenn die Bürger von Ludwigshafen, der sterbenden BASF-Stadt, über das Ausmerzen des AfD-Kandidaten fürs Amt des Oberbürgermeisters ohne Protest hinweggegangen wären. Sind sie aber nicht, denn es gingen nur 29 % der Bürger zur Wahl. Davon machte zudem ein Zehntel der Wähler den Wahlzettel ungültig. Hieraus entsteht die unübersehbare Rechnung, dass Unseredemokratie von einem Viertel der Bürger akzeptiert wird. Was wird jetzt passieren? Nichts. Bis die Masse der Übergangenen sich entschließt, unübersehbare Konsequenzen zu ziehen. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wann das sein wird.
22. September 2025
Die Weltbank hat ihre Experten von der Leine gelassen. Sie geben Alarm, dass das Bevölkerungswachstum einen Negativ-Trend ausweise. Will sagen: wir werden weniger. Na und? Das ist für Leute, die im Garten des ewigen Wachstums leben, ein Schock. Bis gestern war der Wachstums-Kollaps der Menschheit eine unumstößlich Größe. Die Experten müssen umsteuern. Jetzt werden sie sich auf den Fetisch der angeblich ausgleichenden Massenmigration stürzen und keine nachvollziehbares Wort über die Gründe der Unterschiede in der Reproduktion verlieren, höchstens über Armut als Grundübel, weil die einen Anlass zur Umverteilung bieten kann, was der Experten Hauptgeschäft ist. Vor allem wird man strickt kein Wort über jene beiden Elefanten im Raum verlieren, die Rasse und Religion heißen.
21. September 2025
Gewohnheitswidrig ein Interview-Video angesehen und zwar das von Markus Fiedler mit dem Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera auf Apolut, nachdem ich durch einen Hinweis bei Science Files darauf aufmerksam wurde. Das Duo macht einen Ausflug in die biologische Welt der Arten und Rassen der Menschheit.
Menschheit (2): Bislang suggerierte mir mein Schulwissen, das seinerzeit durch einen Ausflug ins Neandertal gekrönt werden sollte (es war aber nichts zu sehen), dass der Neandertaler bis auf die Knochenreste spurlos verschwunden sei. Falsch, sagt nun Kutschera: die auf den europäischen Kontinent drängenden Afrikaner hätten sich mit den Neandertalerfrauen erfolgreich gepaart, so dass bei der Rasse der Kaukasier (und nur bei dieser) Neandertaler-Erbgut nachzuweisen sei. Jetzt wundert mich bei manchen hiesigen Zeitgenossen nichts mehr.
Menschheit (3) bedeutet für die beiden Biologen eine unumgehbaren Ausflug in die Welt der Menschen-Rassen, deren Zahl sie mit fünf angeben. Diese unterscheiden sich unverwechselbar in äußeren und eindeutigen Erbgut-Merkmalen. Was sie sagen, wäre eine nützliche Hilfe für das Argumentieren mit den modernen Rassen-Leugnern, wenn diese denn Zeit fänden, einmal für Minuten ihr aggressives Dauer-Geschwätz zu unterbrechen.
Menschheit (4): Die Rassen-Leugner versuchen, die notwendigen gesellschaftlichen Debatten in ein Rassen-Tabu abzudrängen, indem sie behaupten, bereits der Gebrauch des Begriffs der Rasse sei eine besonders perfide Form von Rassismus. Dieses Quasi-Argument gehört in die eigene Welt der beschränkten Geister, die man rief und nun nicht mehr los wird.
Menschheit (5): Durch den modernen Rassismus-Quatsch wird verdrängt, dass der Fünfer-Kanon der biologischen Rassen mit dem Rassen-Begriff in der gesellschaftlichen Debatte nicht übereinstimmt. Denn hier gibt es mehr als fünf Rassen, man denke nur an die britische Rasse der vorletzten Jahrhundertwende, der alsbald die arische folgte und viele andere, die der Mühe der Aufzählung nicht lohnen. Menschheit (6): Ein seltsamer Zwitter ist die Rassen-Zuordnung in den offiziellen Statistiken der USA, wo eine hispanische Rasse Usus ist, die gemessen an den klassischen fünf biologischen Rassen (Kaukasier, Afrikaner, Asiaten, Insulaner, Indianer) offensichtlich eine Mischrasse ist.
20. September 2025
Das tägliche Geschrei ist das eine, der Himmel über dem Atlantik das andere.
19. September 2025
Das hier schreibt mir W.: Angenommen, unter dem Druck der Finanzlage würde eine neue Regierung entscheiden, dass diejenigen, die die Migranten hergeholt haben, auch nach diesem Modell für sie verantwortlich sind: Man orientiert sich dabei an der Parteimitgliedschaft von 2024: SPD – 358.000; CDU – 364.000; Linke – 80.000; Grüne – 130.000; gesamt: 932.000. Hinzu kommen parteilose höhere Beamte und Medienvertreter, sodass etwa 1 Million Haushalte zur Aufnahme zur Verfügung stehen würden. Da vermutlich 25% der Betroffenen in Eigenheimen leben oder über vermietete Eigentumswohnungen verfügen, könnten so etwa 1,5 Millionen Migranten untergebracht werden. Bei den darauffolgenden Bundestagswahlen würde die AfD 80% der Stimmen bekommen und die Remigration könnte beginnen.
18. September 2025
Sogenannter Schlagabtausch im Bundestag: Fritz der Kanzler kündigt Herbst der Reformen an. Heißt zu deutsch: wird nix passieren. So gut kennen wir ihn bereits.
Fritz (2): Bezeichnet den russischen Präsidenten als den vielleicht größten Kriegsverbrecher der Gegenwart (oder überhaupt?). Fritz, Fritz, so geht das nicht, denk mal an A.H., den macht uns bekanntlich keiner nach. Und Putin? Der reagiert betont gelassen, stellt lediglich öffentlich klar, wer 2014 mit dem Schießen angefangen hat.
Sicherheitsrisiko: Ist nicht nur Fritz der Kanzler dank seiner Äußerungen, sondern auch Michael Stürzenberger, der vor Kurzem noch fast von einem Willkommensbürger erstochen worden wäre. Jetzt will er als Mitarbeiter eines Abgeordneten tätig werden, wird aber von der Verwaltung nicht in den Bundestag gelassen. Es bestünden nämlich Sicherheitsbedenken. Heißt wohl zu deutsch: er ist ein wandelndes Mahnmal für die Merkel-Verbrechen, oder fürchtet jemand im Ernst, er werde auf die im Reichstag versammelten Willkommensschwestern einstechen.
Darf‘s noch ein bisschen mehr sein? Polens neuer Präsident fordert beim Berlinbesuch 16 Billionen Entschädigung für den Zweiten Weltkrieg. 16.000.000.000.000 (hoffentlich habe ich mich nicht verzählt). Nun ja, der polnische Vormarsch nach Odessa (bekannte polnische Stadt am Schwarzen Meer) wird teuer. Das steht schon jetzt fest. Moskau jedenfalls ist näher – je nachdem, von wo aus man kuckt. Das jedenfalls findet die flotte Jette aus DK, die Fernwaffen geordert hat. Das ist insofern konsequent, weil die Schlosswache in Kopenhagen nicht ausreichen wird, um sich mit dem Russen anzulegen. Auch das steht fest.
15. September 2025
Im Westen was Neues: Der Chefhetzer des ZDF wird aus Amerika ausgewiesen (Visum widerrufen). Das lob ich mir. Die Woken haben einen neuen Märtyrer. Gestern waren sie noch sicher, die Amis würden sich das nicht trauen, und zack ist es passiert. Die Anregung kam von Richard Grenell, dem Hardliner der Reps dort.
Westen (2): Nichts Neues hingegen von der Wahlfront in NRW. Alles beim alten bei Unsererdemokratie: Grüne paar Punkte runter, Blaue paar rauf. Der wahre Sieger ist die Linke, das neue Sammelbecken des muslimischen Prekariats. Das verfestigt sich: Sie säen nicht, und sie ernten doch. Wird Zeit dass sie mal wieder den Namen wechseln (die Freitags). Vielleicht auch die Farbe: von Marx-rot zum Propheten-grün.
14. September 2025
Der Don mit seiner jüngsten Nummer: Er will die groß angekündigten Sanktionen gegen Russland erst wirksam werden lassen, wenn alle Nato-Staaten auf russisches Öl verzichten. Also nie.Derweil an der Ostfront: Das Vorrücken in den Oblasten Charkow und Dnjepropetrowsk geht sichtbar voran. Westliche Agenturen merken indigniert an, dass dies gar leine Gebiete sind, auf die Russland offiziell die Hand gelegt habe. Nun, im Krieg läuft’s oft anders als geplant, wie schon Clausewitz zu schreiben wusste.
Ostfront (2): Die Bundesregierung plant, die Ukrainehilfe um einen gewaltigen Batzen zu kürzen, wie sie soeben den Abgeordneten mitgeteilt hat. Ich denke, Fritz der Kanzler hatte die Ost-Hilfe zum obersten Staatsziel erklärt. Na gut, man kann sich drauf verlassen, dass bei ihm stets das Gegenteil des Angekündigten passiert. Man muss nur ein paar Tage abwarten.
Heimatfront: Die Hetze gegen den ermordeten Charlie Kirk nimmt ungeahnte Formen an. Unklar ist noch, wie diese auf Michel wirken wird. Bemerkenswert immerhin: die hassverzerrten Gesichter der Guten.
Heimatfront (2): In NRW wird heute kommunalgewählt. Mein Tipp: Es wird sich nichts ändern, denn die Volksfront wird die Mehrheit behalten. Nebenbei: Wäre schön, wenn ich mich irrte (neudeutsch: irren täte).
13. September 2025
Der vermutliche Attentäter von Utah wird öffentlich präsentiert. Die Verwandtschaft hatte die Video-Überwachungsbilder identifiziert. Es waren zu viele, als dass das nicht zu erwarten gewesen wäre. Dass der Täter seine Munition mit linken Schmähschriften und Symbolen versah, wirft einen merkwürdiges Licht auf seinen Geisteszustand. – Oder ist das alles nur gelogen?
Gelogen (2): Der angebliche Drohnenangriff der Russen nach Polen hinein in den vergangenen Tagen zerbröselt in ein unentwirrbares Knäuel von Unwahrem. Am besten hat mir der Treffer eines polnischen Wohnhauses gefallen, dass vor Monaten vom Sturm abgedeckt wurde. Was vermutlich dem Putin sein Wind.
12. September 2025
Im Netz kursieren angebliche französische militärische Planungsunterlagen über die Besetzung der Restukraine nach dem Waffenstillstand, in denen u.a. die Hauptfundorte der Bodenschätze und die zugehörige Dislozierung der Besatzungstruppen (bevorzugt aus Frankreich und Polen) mitgeteilt wird. Diese Angaben sind so offensichtlich schräg, dass das ganze Manöver stark nach Fake riecht. Sollte die (selbstredend hochgeheime) Sache hingegen echt sein, kann man nur sagen: idiotisch, denn hier soll etwas annektiert werden, auf das der Don vor Monaten im Verein mit dem kleinen Mann aus Kiew schon die Hand gelegt hat.
In Brasilien wurde der vormalige Präsident Bolsanaro gestern wegen eines angeblich versuchten Staatsstreichs zu 27 Jahren Haft verurteilt. Jetzt kann der gefährliche Mann (Fallschirmjäger-Offizier !) dem Regime nicht mehr gefährlich werden.
Verurteilt (2) und zwar rechtskräftig Ist seit gestern Björn Höcke mit dem Segen des Bundesgerichtshofs, der nichts auszusetzen fand, dass dieser wg. des Ausspruchs „Alles für Deutschland“ zum Nazi-Kriminellen gemacht wurde. Auch wurden die Büros des Abgeordneten Krah mit dem Segen des Bundestags durchsucht, um diesem die Straftat der Bestechlichkeit nachzuweisen.
Verurteilt (3): Die Einrichtungen von Demokratie leben und anderer ungenierter Unterstützer der linksextremen Deutschland-Abwrack-Politik wurden nicht durchsucht, um gar nicht erst den Verdacht für die Beteiligung am vorvorgestrigen Stromnetz-Verbrechen in die Nähe einer Bestätigung kommen zu lassen. Nicht, dass ich mir dieses Zusammenhangs sicher wäre, doch ein Eingreifen wäre konsequent im Rahmen der seit Jahr und Tag übliche Verdachts-Fall-Durchsuchungen, die zwar rechtswidrig, aber als überaus beliebt bei der politischen Justiz eingerissen sind. Doch ernsthaft: sowas wird nicht passieren, nachdem die Täter nunmehr glaubhaft ausgeschlossen haben, dass die Tat von den braunen Kolonnen, die bekanntlich überall lauern, begangen worden sein könnte.
Ich muss mir immer wieder das möglichst simple Kartenbild der Ostfront vor Augen führen, um das strategische Wollen der am Kriege Beteiligten klarer zu sehen. a) Das nördliche Ostpreußen steckt wie ein Pfahl im Fleische des Nato-Gebietes, b) Weißrussland wie eine nach Westen gerichtete Faust, c) der russische Vormarsch im Süden der Ukraine ist dicht davor, den Sack von Odessa zuzumachen.
Ostfront (2): Die unbemannten Flugobjekte, die man letzte Nacht (vom 9. auf den 10.9.) über Polen abschoss, kamen nicht vom Himmel, sie flogen da bloß, aber woher? Die Weißrussen sagen: Nicht von uns. Die Polen sprechen von einem unprovozierten Angriff auf ihre Ostgrenze. Jaja, die Polen.
Krieg im eigenen Lande: Jetzt sind die Links-Chaoten sauer, dass man ihre Rolle beim Anschlag auf die Berliner Stromversorgung nicht ordentlich gewürdigt hat. Also bezichtigten sie sich selbst auf indymedia. Erinnert sich eigentlich wer daran, dass diese Gewaltplattform vor Jahr und Tag vom BMI verboten wurde? Durchsetzung des Verbots: Fehlanzeige. Ach ja richtig, die Staatsschutzkräfte sind bereits mit dem Kampf gegen rechts völlig überlastet.
Übern Teich: In Utah wird der dortzulande prominente 31jährige Trump-Unterstützer Charlie Kirk heute Nacht (MEZ) bei einer Veranstaltung in der dortigen Universität erschossen.
Nachtrag über die Polendrohnen: Erst waren es einzelne, jetzt ist nach den nächtlichen Experten bereits eine ganze Drohnenflotte, die in den Luftraum eindrang. Apollo News weiß zudem, dass das der Russe war, der die polnische Luftverteidigung testen wollte. Das wäre, wenn’s denn stimmt, gelungen, denn einer der Eindringlinge gelangte bis nach Danzig. Die Leserkommentare zu dieser beinharten Kalten Kriegs-Rhetorik ergehen sich in ungeschminkter Häme gegenüber der Redaktion.
Apollo (2): Es ist wirklich bemerkenswert, wie bei diesem Medium die sonstige Anti-Mainstream-Attitude der jungen Mannschaft und der Russenhass nicht zusammenpassen. Frage mich, wie die ihr Budget bestücken, denn die ausgesendeten Katzenfutter-Reklamen dürften kaum hinreichen. Wird wohl irgendwo ein fetter Kater im Hintergrund existieren, der die Mäuse rüberreicht.
10. September 2025
Trump wendet sich offenbar vom Ukraine-Krieg ab. Von den Supersanktionen gegen die Handelspartner Russlands ist jedenfalls trotz Verstreichens der von ihm gesetzten Fristen keine Rede mehr. Stattdessen befasst er sich mit Gewaltanwendung in US-amerikanischen Städten, nach Washington DC ist es jetzt Chicago, wo er die Nationalgarde einsetzt, während er Staaten Mittelamerikas mit Militäreinsätzen droht und hierfür Luftstreitkräfte verlegen lässt. Im einen Fall geht es mit Schwerpunkt um die Deportation von Illegalen, im anderen um das Stoppen der Drogenzufuhr.
Ostfront: Derweil zerstören ukrainische Drohnen nun zum dritten Mal die Gaspipeline Drushba Richtung Ungarn, und russische Raketen zerstören Regierungsgebäude in Kiew. Letzteres hat bestenfalls symbolische Bedeutung, während die ukrainischen Angriffe Sprengkraft für die EU haben, aber niemanden in Brüssel scheint das zu jucken.
Gewalt im Nahen Osten: Der Einmarsch der Israelis in Gaza-Stadt wurde gestern mit der Zerstörung von Wohnhochhäusern fortgesetzt. In Katar wurde von ihnen ein Hamas-Führer angegriffen und getötet.
Krieg im eigenen Land: Wie heikel die Stromversorgung ist, haben gestern Unbekannte vorgeführt, die zwei Hochspannungsmasten angezündet haben. Der ganze Südwesten Berlins war anschließend ohne Strom. Ich wette, dass die Behörden des Bundes und von Brandenburg derartig mit dem Kampf gegen rechts ausgelastet sind, dass für die Täter dieses Verbrechens keine Kapazitäten frei sind. Dabei braucht man nicht viel Phantasie, um deren Milieu zu lokalisieren. Aber man fürchtet sich, wie ich annehme, davor, auf die Wirkungen der eigenen Geldspritzen aus dem Bundes-Familienministerium zu stoßen. Das bremst den Eifer bzw. stachelt ihn an – je nach Sichtweise.
9. September 2025
Ich sehe schon, was meine zwei oder drei Leser interessiert und zu Widerworten inspiriert. Es ist seit gestern dieser Richard Coudenhove-Kalergi. Hier das Originalzitat aus seinem Hauptwerk Praktischer Idealismus. Adel, Technik, Pazifismus von 1925, das noch heute die Gemüter bewegen: „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen.Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der alt ägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen“ (S. 22 f.) Das steht da wirklich, ich habe den Text aus dem Buch herauskopiert.
Coudenhove (2): Sein Bekanntwerden und der fortdauernde Einfluss seiner politischen Ideen war keinem Wink des Himmels geschuldet, sondern… Ja, das ist die Frage, ebenso wie der Umstand, dass eine Kanzlerin, deren Namen mir im Moment nicht einfallen will, den nach ihm benannten Preis entgegennahm.
Andere Baustelle: In Frankreich ist gestern die Regierung geplatzt. Na und? Jetzt ist Platz für Spekulationen der Experten. Und Fritz der Kanzler meint, das sei für D ohne Bedeutung. Genau. Was scheren uns diese Franzmänner?
8. September 2025
Zuweilen gerät man wider Willen auf Abwege. Vorgestern ist es ein Banner im Netz, auf welchem Richard Coudenhove-Kalergi mit dem plakativen – in mannigfachen Varianten kursierenden – Zitat abgebildet ist, dass die Zukunft der Menschheit eine negroide (hellbraune) Mischrasse sei, die von Juden beherrscht werden werde. Gegen sonstige Gepflogenheiten ist eine Quelle angegeben: das Buch Praktischer Idealismus von 1925. Ich lese das Original, um das merkwürde Zitat zu finden. Das Ergebnis: Fehlanzeige.
Coudenhove (2): Ich nutze den aufgestauten Ärger über die Zeitverschwendung, um mich der weiteren Behauptung zuzuwenden, Coudenhove sei selbst Jude gewesen. Ich gehe einen Umweg und beschaffe mir das Buch, auf das Richard C. selbst hinweist, nämlich Das Wesen des Antisemitismus, Berlin 1901, von Heinrich Graf Coudenhove. Der Autor dieses 600-Seiten-Wälzers ist Richard C.s Vater. Der schreibt ein fast amüsant zu nennendes Vorwort, in dem er darauf hinweist, dass jeder der kritisch über den Antisemitismus schreibe, selbst des Jude-Seins bezichtigt werde. Er streitet das ab, indem er darauf hinweist, dass seine weit zurückreichende Adelsfamilie seit Menschengedenken gut katholisch sei und er selbst mit Hingabe auch. Er setzt noch eins drauf, indem er anmerkt, wenn er denn nur einen Juden unter seinen Ahnen gefunden hätte, hier würde es gerne bekennen.
Coudenhove (3): Der Sohn Richard ein Jude? Wohl kaum. Der Vater nicht und die nach jüdischem Ritus wichtigere Mutter auch nicht. Sie war eine Japanerin, die der Vater aus seiner diplomatischen Mission aus Nippon nach Hause mitbrachte. Diese ist augenscheinlich, wie man so sagt, die Mutter von Richard, man sieht es ihm an.
Coudenhove (4): Es gäbe allen Anlass, sich mit dem schrägen deutsch-böhmischen Adelsspross zu befassen, aber nicht so
6. September 2025
Die auf der A 4 Richtung Dresden nach Osten fahrenden Bundeswehr-Kolonnen erregen allein schon dadurch Aufmerksamkeit, weil sie zu gemächlicher Vorbeifahrt zwingen, da das Tempo von polnischen Lastwagen bestimmt wird, für die das Verbot, die dritte Spur zu nutzen, offenbar nicht gilt. Nun will, wie ich mich erinnere, der Marsch mit gepanzerten Kolonnen geübt werden, doch bleibt mir unerklärlich, warum erkennbar nichts unternommen wurde, die Fahrzeuge vor der gegenwärtigen Hauptbedrohung zu schützen, nämlich der durch feindliche Drohnen.
Ostfront (2): Im Stadtteil Dresden-Loschwitz gibt es eine bekannte Brücke, das Blaue Wunder (grau gestrichen), über die ich bei spätsommerlichem Sonnenschein hinwegflaniere, wenn auch als einziger Fußgänger weit und breit. Auf beiden Seiten gibt es je eine Buchhandlung, das Buchhaus Loschwitz und eine Filiale von Thalia. In beiden gibt es Literatur zum Krieg, die unterschiedlich nicht sein könnte. Einmal, was vor Ort los sein mag, und wie wir uns das raushalten sollten, auf der anderen Siegesphantasien und Bestrafungs-Erbauung.
Ostfront (3): Der Gipfel in China schwingt in den Gazetten nach. Wir, die Westkoaltion, beschließen, so lese ich, in die Ukraine einzumarschieren, aber erst nach dem Waffenstillstand. Putin kontert in seltener Klarheit: Waffenstillstand ja, aber erst nach dem Erreichen der Ziele dieses Krieges. Das hört sich nicht nach hier und heute an.
Ostfront (4): Die seit Monaten umkämpfte Stadt Pokrowsk, im Oblast Charkow gelegen, scheint nun nach etlichen Fehlmeldungen tatsächlich vor dem Fall zu stehen (eine russische Flagge auf dem Hauptplatz, der auch als Friedhof genutzt wurde). Die Videos beider Seiten übermitteln frühherbstliche Bilder, in denen zu meiner Überraschung kaum Zerstörungen im Stadtzentrum zu sehen sind.
Ostfront (5): Die Experten übertreffen sich in Berichten, dass sich der russische Vormarsch verlangsamt habe. Heißt zu deutsch: er findet seit Monaten statt, wenngleich mit der für westliche Schlagzeilen-Konsumenten fast unerträglichen Langsamkeit. Auf jeden Fall entspricht die Frontlinie nicht den politischen Grenzen der vier von Russland beanspruchten Oblaste. In Cherson und Saporoschschje fehlen noch bedeutende Teil, Donjezk ist bis auf wenige Quadrratkilometer in russischer Hand. An anderen Stellen des Frontbogens haben sich die russischen Truppen bis weit in die Oblaste Charkow und Dnjepropetrowsk hineingefressen.
Ostfront (6): Auf einem Video aus dem russischen Generalstabs-Lageraum sieht man neben den führenden Militärs Situationskarten, in denen die Oblaste Odessa und Nikolajew anders eingefärbt sind. Das kann psychologischer Kriegführung geschuldet sein, aber auch ernsthafter Kriegsziel-Beschreibung, nämlich der beabsichtigten und dann endgültigen Trennung der Ukraine vom Schwarzen Meer. Das wäre aus russischer Sicht ein strategisches Ziel (und ein Alptraum für den Wertewesten).
4. September 2025
Die Bilder vom Gipfeltreffen in China beeindrucken durch die schiere Masse der dort versammelten Staatenlenker. Dass Xi bei der Gelegenheit seinen gewohnten Anzug gegen den Mao-Look ausgetauscht hat, mag Symbolkraft haben. Aber welche?
China (2): Im Mittelpunkt der Bilder aus dem Reich der Mitte das Trio aus Peking, Moskau und Pjöngjang. Aber es ist auch Substanzielles zu vernehmen: Der Bau der größten, sprich leistungsstärksten Erdgas-Pipeline der Welt zwischen Russland und China.
Russengas (2): Die Experten murmeln (und geben sich befriedigt), dass dies das endgültige Aus für russisches Erdgas nach Europa sei. Leute, Deutschland ist gemeint, dessen Gaskavernen am Ende dieses Sommers leer sind. Hat schon jemand mitgekriegt, dass wir einen Regierungswechsel hatten und der Chef dieser obskuren Bundesnetz-Agentur, die für die Bevorratung hätte sorgen sollen, immer noch dieser fabelhaft grüne Herr Müller ist?
Neues vom Don: Der verlangte gestern von den Impf-Giganten den Nachweis der Wirksamkeit der Corona-Spritzen. Pfizer Chef Bourla reagierte prompt. Er schlug heute Nacht den US-Präsidenten für den Nobel-Preis vor. Wie nennt man sowas? Ein Ablenkungsmanöver für den mit gutem Grund als eitel und Sprunghaft eingeschätzten Trump. Nebenbei bemerkt: genügend Kleingeld hat der Medizinmann, um sein Verlangen bei den Komitees in Oslo oder Stockholm durchzusetzen.
1. September 2025
Nach dem Sinn einer Tradition zu fragen, führt meist nicht weiter. Das gilt jedenfalls für die dänischen Königskalender in meinem Badezimmer. Sie bedeuten nichts weiter, als mich seit Jahren daran zu erinnern, dass man mit ungekonnten Amateur-Schnappschüssen das Publikum gegen Entgelt erfreuen kann. Ich kann mich immer noch nicht daran gewöhnen, dass man dortselbst nach der taffen Margarethe jetzt einen König hat, der frühzeitig ergraute. Ich frage mich warum. Den aktuellen Kalender habe ich soeben umgeblättert und mit Bedauern festgestellt, dass der daneben hängenden Paul Flora-Kalender nicht zu aktualisieren war. Mein Wiener Lieferant ist verschwunden, womöglich verstorben.
31. August 2025
Die Politheroen sind aus dem wohlverdienten Urlaub zurück, den wir ihnen gern verlängert hätten, damit sie nicht weiteren Schaden anrichten. Doch nun sind sie halt mal da und machen Ankündigungen, die wir uns nicht merken müssen. Mit leiser Verspätung meldet Reuters, das Vorletzte aus Davos. Na, da sind wir aber erleichtert. Gratulieren Rock-Star Fink für die Übernahme des Kommandos. Das Bild, von Reuters ausgewählt, ist vortrefflich. Es wirkt so sympathisch.
30. August 2025
Russische Quellen betonen die eigenen Erfolge der seit Mitte Juli anhaltenden Sommeroffensive. Es geht hierbei um Vorstöße an drei, vier Stellen des Frontbogens, die in erster Linie der Arrondierung des noch ukrainisch besetzten schmalen Teils des Oblasts Donjezk betreffen. Beide Seiten melden, dass die Lage der ukrainischen Truppen dramatisch sei, weil es keine Reserven mehr gebe. Der eigentlich zu erwartende Zusammenbruch des Frontbogens hat jedoch offenbar nicht stattgefunden.
Ostfront (2): Im russischen Luftkrieg hat ein Zielwechsel stattgefunden. Schwerpunkt ist nicht mehr die Stromversorgung, sondern die Waffenindustrie. Bilder vom frühen Morgen des 28. August zeigen, dass trotz der gewaltigen Detonationen, zu deren Wirkung man nichts sagen kann, die Straßenbeleuchtung in der gesamten Stadt nicht beeinträchtigt ist.
Ostfront (3): Die großen politischen Entwürfe der Kommentatoren verstummen allmählich. Vom Treffen Putin-Selenskyj redet niemand mehr.
Ostfront (4): Die Berliner Heroen haben im Kabinett ein neues Wehrgesetz verabschiedet, das eine gewaltige Aufstockung der Streitkräfte bringen soll. Wenn die angepeilten Freiwilligen, wie erwartet, nicht zu haben sein werden, soll’s die Wehrpflicht richten. Mit denen will man dann nach einem Waffenstillstand in die Ukraine einsickern. Na, dann sickert mal schön.
Ostfront (5): Und da war da noch der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, von dem ich schon vor Jahren schrieb, der gehöre schleunigst nach Hause geschickt. Jetzt weint er, wenn auch in nicht ganz fehlerfreien Metaphern, Deutschlands letztem Polit-Denker eine öffentliche Träne nach. Kann man verstehen. Dass man den, Robert den Denker, los ist, kann ich noch gar nicht glauben.
29. August 2025
Im US-Kongress wird eine Untersuchung gegen Wikipedia eingeleitet. die Datenkrake wird bezichtigt, ihre Meinungsmacht zur unerwünschten Beeinflussung von US-Bürgern zu missbrauchen. Der Verdacht der Gesetzeshüter richtet sich gegen russische und chinesische Einflussnahme. Die organisationseigene Mafia ist also nicht im Visier.
Meinungsmafia (2): Musk verklagt Amazon und OpenAI wg. Verstoßes gegen US-Monopol-Gesetze. Und die US-Regierung erwägt Sanktionen gegen die EU wg. deren Internet-Strangulierungsvorschriften.
Meinungsmafia (3): So hat jeder was zu tun. Welche Ergebnisse zum Schutz der Bürger dürfen wir erwarten? Keine.
Übern Teich (4): Trump macht weitere 825 Millionen für die ukrainischen Waffenkäufe locker.
Übern Teich (5): Kennedy jun. beginnt mit dem großen personellen Aufräumen in der US-Gesundheitsverwaltung. Die Namen kann und will ich mir nicht merken. Hier geht’s ums Prinzip.
Übern Teich (6): Bei der Gelegenheit wird die Notfallzulassung der sog. Covid 19-Impfstoffe widerrufen. Zu wünschen wäre, dass es den verantwortlichen Pandemie-Tätern jetzt persönlich an den Kragen geht. Ob’s tatsächlich passiert, steht in den Sternen. Da wird noch mancher muntre Dollar fließen, um das zu verhindern.
28. August 2025
Als ich es schließlich nicht mehr suche, fällt es mir vor die Füße, das Memoiren-Buch The Room where it happened von John Bolton, Trumps erstem Nationalen Sicherheitsberater. Blättere nunmehr eher lustlos und entdecke dieses hier: I don’t want any fucking thing to do with Ukraine, sagte Trump, schreibt Bolton (S. 462), als man am 23. Mai 2019 besprach, wer zum Krönungs-Zeremoniell von Selenskyj nach Kiew reisen sollte. – Ich sagte es bereits vor Tagen schon: Der Don ist nachtragend, in diesem Fall allerdings leicht nachvollziehbar, hatte doch die Kiewer Polit-Mafia 2016, mitten im Wahlkampf, versucht, Trump die Sache mit seiner angeblichen Steuerung durch den Kreml anzuhängen.
Bolton (2): Nach einem Vermerk im Buch kaufte ich diesen 570-Seiten Wälzer im Sommer 2020 auf Jersey aus einer Wühlkiste. Da war mir offenbar der Lesestoff ausgegangen, doch nach dem Lesezeichen im Buch gab ich auf S. 361 auf. – Ach ja, das war ein wunderbarer Sommer auf der souveränen Kanalinsel. Sie ist ein Paradies, genauer: ein Steuerparadies. Zuwanderungs-Voraussetzung: 600.000 Pfund Jahreseinkommen mindestens, so las ich, mein Interesse erlahmte sogleich.
27. August 2025
Polens neuer Präsident sperrt die Sozialhilfe für die im Lande befindlichen Ukrainer. Ob das so stimmt, wie die Gazetten – empört zumeist – verkünden, vermag ich nicht zu sagen. Nur wenn das stimmt, dürfte die Folge nicht lange auf sich warten lassen: Eine weitere Million wird sich in Richtung Westen in Bewegung setzen, um an der deutsch-polnischen Grenze durchgewinkt zu werden.
Polen (2): Das Land bereitet sich, so wie von mir schon lange gemutmaßt, auf die Eroberung der West-Ukraine vor. Da kann man eine Fünfte Kolonne in den eigenen Reihen nicht gebrauchen.
Übern Teich: Hat eigentlich irgendwer noch vage den Überblick wer wen mit welchem Erfolg vor Gericht gezerrt hat? Ich jedenfalls nicht.
26. August 2025
Jetzt setzt der kleine Mann aus Kiew noch eins drauf. Nachdem er die Zufuhr von Russen-Öl nach Ungarn und der Slowakei (südlicher Zweig der Drushba) gewaltsam gestoppt hat, teilt er der Welt mit, das sei geschehen, um das Nein der Ungarn zum EU-Beitritt der Ukraine zu torpedieren. Ich wette mal, dass die Anstifter hierfür in Brüssel zu finden sind.
Ostfront (2): Der Umstand, dass man nichts Substanzielles von dort erfährt, weckt in mir den Verdacht, dass heftige Kämpfe mit ungewissem Ausgang im Gange sind. Derweil rechnen sich die Experten gegenseitig die abenteuerlichsten wechselseitigen Verlustzahlen vor, jeweils eine bis zwei Millionen Tote auf jeder der Seiten.
Heimatfront: Still ruht der See. Im Netz finde ich eine Karikatur, die mehr sagt, als tausend Worte.
25. August 2025
Man gratulierte gestern zum ukrainischen Unabhängigkeitstag, dem 34. seit dem Zerfall der Sowjetunion, so der Don und der norwegische Ministerpräsident. Damit schaffte der es in die Weltpresse.
Ostfront (2): Zeitgleich wurde das Atomkraftwerk von Kursk mit Drohnen beschossen. Bislang fehlt der übliche Hinweis in den Wahrheitsmedien, dass das der Russe selber war. Ein neues Senioren Akrützel von Bernd Zeller über Nacht in meinem elektronischen Briefkasten eingetroffen. Hier eine der beeindruckenden Schlagzeilen.
24. August 2025
Nachtgedanken: Ein Problem beim Schreiben türmt sich wie eine graue Nebelwand auf. Man tastet sich vorwärts und bemerkt überrascht, dass schon einzelne andere vor einem selbst dawaren. Man hört ihnen zu und siehe da, es wird ein Weg sichtbar. Jetzt muss man beherzt losgehen, denn sonst besteht die Gefahr, auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln, die überall hinführen mögen, nur nicht als Ziel.
Nachtgedanken (2): Das Vorstehende war der vorgestrigen Suche nach dem Bolton-Buch geschuldet. Ich fand es nicht, stattdessen vieles, was ich längst vergessen hatte, darunter die Memoiren von George Kennan, den amerikanischen Spitzendiplomaten. Man nennt ihn nicht zu unrecht den Architekten der Nachkriegszeit. Ich las mich zwei Stunden fest, bis ich bemerkte, dass er mich völlig vom Weg abführte.
Nachtgedanken (3): Immerhin bestätigte mich meine Lektüre in dem Vorurteil, dass die US-Außenpolitik dem Gang eines Betrunkenen ähnelt, weil sie in den Spitzenpositionen einschließlich der Botschafterposten von reichen Narren betrieben wird, die von Präsident zu Präsident zu wechseln pflegen. Der jetzige hat schon wieder ein 14-Tages-Ultimatum in die Welt gesetzt, den Krieg zu beenden. Es richtet sich an Russland und die Ukraine zugleich. Mir ist nicht ganz klar, mit was er den beiden drohen will. Dem einen mit Eingreifen, dem anderen mit dem Gegenteil? Das wird nichts werden.
23. August 2025
The Room Where It Happened (der Raum, wo es passierte) hieß das Memoiren-Buch, mit dem sich der geschasste US-Sicherheitsberater John Bolton an dem damaligen Noch-Präsidenten Trump rächte. Ich schenkte mir den Erwerb, weil ich mir zu recht vorstellte, es werde bald auf dem Ramsch landen. Gestern schien es mir wieder aktuell zu sein, als das FBI das Haus von Bolton wg. des Vorwurfs publizistischen Geheimnisverrats durchsuchte. Was immer da dran sein mag, eins ist sicher: Der Don ist nachtragend, denn Bolton hatte vor Kurzem noch erklärt, Trump sei mental amtsunfähig.
US-Kabale (2): Ich kann das Bolton-Werk in meinen Amerika-Stapeln nicht finden. Stattdessen entdecke ich das vermutlich ungelesene Buch von Timm Weiner Macht und Wahn. Der amerikanische Starreporter konnte sich nicht so richtig entscheiden, wie er die Handlungen der verschiedenen US-Regierungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs einordnen sollte. Klar für ihn war lediglich, dass Russland bis heute der Hauptfeind gewesen und auch noch ist. Als das Buch 2021 erschien, war kurz drauf über Nacht der Ukrainekrieg Wirklichkeit geworden. Da landete das Werk, das auch sogleich ins Deutsche übertragen worden war, auf dem Ramsch. Ganz zu unrecht, wie ich finde. Besser kann man Amerikas Einmischung in der Ukraine kaum begründen. Für Leute wie Weiner ist Putin expressis Verbis die Wiedergeburt des Massenmörders Stalin. Man muss diesen Standpunkt durchaus nicht teilen, aber er hilft beim Verstehen.
21. August 2025
Man sagt, die Mecklenburger bräuchten für gewöhnlich etwas länger. So kommt es, dass die Firma Milram den Neger als Markenzeichen entdeckt hat, jetzt wo im fernen und guten Amerika die Gegenbewegung Fahrt aufnimmt. Noch hat mich keiner der Diversen aus dem Regal angegrinst, was daran liegen mag, dass ich nach dem Müritzer nicht Ausschau zu halten pflege. Frage mich nun aber, wie der alte totenbleiche Mann (links auf der Packung) mit der halbdunklen jungen Frau zum dargestellten Nachwuchs kommt. Mendels Gesetze durch Käsegenusses widerlegt?
Auch Käse: Was das die Gazetten über die Äußerungen unserer Polit-Heroen scheiben. Putin müsse jetzt liefern. Das ist Wunschdenken von Leuten auf der Verliererstraße.
Auch Käse (2): Habe gestern gegen alle guten Vorsätze verstoßen und bei der Bundesmärchenzentrale 3 Russlandbücher bestellt (25 €). Sie werden diese Woche noch bei mir eintrudeln, und ich bin gespannt, wie lange mich meine Disziplin zum Lesen zwingen wird. Wenn man den Gegner wirksam bekämpfen will, sollte man sich in seinen Absichten gut auskennen. Ich sehe im Moment fünf, sechs Leute vor mir, wie sie die Augen verdrehen.
20. August 2025
So geht Unseredemokratie: Der OB-Kandidat der AfD in Ludwigshafen wird per Mehrheitsbeschluss der örtlichen Potentaten gar nicht erst zur Wahl zugelassen. Das verstößt offensichtlich gegen Artikel 21 GG, doch anderer Ansicht ist die dortige Gerichtsbarkeit. Sie verweist den Mann auf die Möglichkeit, nach der Wahl seine Bedenken geltend zu machen.
Die Lage an der Ostfront bleibt kompliziert. Nachdem ukrainische Drohnen letzte Woche die russische Öllieferung per Pipeline nach Ungarn (südlicher Zweig der Drushba) unterbrochen haben, teilt der Außenminister aus Budapest mit, dies sei ein Kriegshandlung gegen sein Land, das sich mit niemandem im Krieg befinde, auch mit Russland nicht. Wenn er jetzt den Artikel 5 de Nato-Vertrages ausriefe, würden die anderen vermutlich staunen oder den Ungarn raten, sich ein anderes Bündnis zu suchen. Da fehlt nicht mehr viel.
19. August 2025
Schweigen zum gestrigen Thing im Weißen Haus war im Vorfeld angemessen, denn es hat sich dort im Grunde nichts von Belang bewegt. Lediglich die bisherige Bedingung Erst-Waffenstillstand-dann-Friedensgespräche ist vom westlichen Tisch verschwunden, als wäre davon nie die Rede gewesen. Dafür wurde im Gegenzug von Putin, der unsichtbar zwar, aber wie ein stummer Gast dabei war, nichts eingekauft. Die Gebietsverluste wurden vernebelnd Gebietstausch genannt, so als wenn von der bisherigen Grundforderung, Herstellung der Grenzen von 2014, nie die Rede gewesen wäre. Die für den Bestand der Dann-Ukraine abzugebenden Sicherheitsgarantien blieben vage – Nato-ähnlich bedeutet keine Mitgliedschaft. Fazit: Der Krieg geht weiter, bis Putin ihn beendet.
Der große Thing (2): Neu war immerhin die Zusammensetzung: Neben dem Don saßen die kleine Römerin und Fritz der Kanzler, auf der anderen Seite die Herren aus F und GB. Ihnen gegenüber Nato-Rutte, der kleine Mann aus Kiew und die Ursula aus Brüssel und einer den ich nicht zuordnen konnte. Las hernach, es sei der finnische Präsident Stubb gewesen. Trump müsste nicht Trump sein, wenn er hernach nicht dessen Golf-Spiel gelobt hätte. Der große Thing (3): Frage mich beim erneuten betrachten der Bilder: Wo waren die lautesten Kriegsschreier aus Warschau? Wollten sie nicht dabei gewesen sein, oder lud sie niemand ein? Man wird die dortigen Reaktionen abwarten müssen, um klarer zu sehen.
Noch immer bebt das Alaska-Treffen in den Gazetten nach. Man denkt, jetzt müsste eigentlich alles gesagt sein auf einer Skala von Nullnummer bis weltbewegend. Entscheidend wird sein, ob Trump heute die Kriegsfreunde in die ihm genehmen Friedensgaloschen zwingt. Fritz der Kriegskanzler mag anderes träumen. Er und die deutschen Medien werden keinen Einfluss auf das Geschehen haben.
Derweil an der Ostfront: Auf die Polen ist Verlass. Kaum ist der neue Präsident im Amt, dessen Namen ich mir erst noch einprägen muss, schon legt er los und verlangt von den Ukrainern eine Entschuldigung für die Polen-Massaker in Wolhynien im Jahre 1943. Nur nebenbei: Das geschah während der deutschen Besatzungszeit. Da ist doch auf der Suche nach den Schuldigen noch was drin. Die Ukraine-Führung befindet sich derzeit nicht in dem Zustand, um von den Polen eine Entschuldigung für die in den 1930er Jahren vorausgegangenen Ukrainer-Massaker zu fordern. Auch wenn der große Orlog mir Russland einschlafen sollte, Frieden wird es in dieser Welt-Gegend nicht geben. Da sind einfach noch zu viele Rechnungen offen.
16. August 2025
Was von Alaska bleibt, sind Bilder, zum Beispiel das hier (na, dann interpretiert mal schön, ihr Experten):
Alaska (2): Jetzt müssen Selenskyj und Fritz der Kanzler zur Befehlsausgabe nach DC. Noch sonnen sie sich in ihrem Beachtet-werden. Das wird sich geben. Jede Wette.
15. August 2025
Um drei Uhr morgens (MEZ) ist klar, dass das Meeting von Anchorage kein von Trump erhofftes Ergebnis hatte. Sein Fazit: Wir haben vereinbart, zu einer Vereinbarung zu kommen. Ja gerne, antwortete Putin und lud den US-Präsidenten nach Moskau ein. Das kam selbst für den ausgebufften Amerikaner etwas überraschend. Er will nun Selensky und die Nato-Partner informieren. Die werden – ich wette – Mühe haben, nicht zu triumphieren.
Eine Nummer kleiner: Der deutsche Panzer-Getriebe-Bauer Renk aus Augsburg ist von Fritzens Israel-Waffen-Embargo betroffen und erwägt öffentlich, die Produktion in die USA zu verlegen. Wusste nicht, dass die Israelis ohne den deutschen Maschinenbau gar nicht nach Gaza einreiten konnten. Jetzt weiß ich das.
Noch eine Nummer kleiner: Brandenburgs VS gutachtet wie erwartet, dass die dortigen Blauen gesichert rechtsextrem seien. Die Begründung hierfür muss man sich merken: Sie sagen nicht, dass sie den Staat des Grundgesetzes beseitigen wollen, denken es aber heimlich und benutzen Tarnwörter wie deutsch und Deutschland. Das ist ein weiterer Mosaikstein im Bankrott des Rechtsstaats, denn wäre es, wie man behauptet und der Geheimdienst ein solcher, könnte er genau das mit Mann und Maus und Wagen belegen. Kann er aber nicht und räumt das auch noch ein. Man staunt, man lacht, man ärgert sich.
15. August 2025
Bei den ukrainischen Berichten vom Schlachtfeld um Pokrowsk ist mir der Chef der Asow-Nationalgarde, Bogdan Krotjewitsch (БогданКротевич), der mit seinen Leuten dort jetzt eingesetzt wird, aufgefallen. Wenn ich mich nicht verhört habe, sagte er, man halte dort die Stellungen nur noch mit Hilfe von Drohnen, da den Verteidigern die Leute ausgegangen seien. Ich mag mich irren, aber das Gesicht des bärtigen Mannes erinnert mich stark an jene ukrainischen Nationalisten, die von der Wehrmacht und der SS 1944 in der West-Ukraine ausgebildet und bewaffnet wurden. Sie machten den Sowjets dann bis in die 1950er Jahre zu schaffen. Ich kann bei Krotjewitsch keine Uniform-Effekten erkennen, aber das SS-schwarz, in dem sich auch Selenskyj sein einigen Wochen zeigt, scheint aus dieser Ecke zu kommen. Auf einem älteren Bild (ebenfalls während eines Interviews) sieht man ihn noch im Flecktarn mit den Abzeichen eines Generalmajors.
14. August 2025
Die letzten drei Tage hatten es in sich. Der russische Vormarsch hat sich deutlich beschleunigt, die Experten streiten, ob es sich im Raum Pokrowsk weiter nur um ein Vorschieben der Flanken zur Einkesselung der Stadt handelt oder um einen echten Durchbruch. Letzteres würde bedeuten, dass dahinter nichts mehr kommt, sondern leeres Vormarschland. Ich zweifle.
Ostfront (2): Es ist kein Zufall, dass die (von den Ukrainern bestätigte) russische Erfolgsmeldung jetzt kommt, denn sie zwingt die US-Amerikaner zur Eile, den Russen Gebietszugeständnisse zu machen, sonst geht es ihnen wie im Märchen von Hase und Igel: Ick bün all do.
Ostfront (3): Fast rührend ist zu betrachten, wie Fritz der Kanzler versucht, mit den westlichen Leadern das Lied Wir-sind-auch-noch-da anzustimmen – angesichts der Haltung von Wlad und dem Don, dass sie das Schicksal der Ukraine unter sich ausmachen wollen (und vermutlich auch werden).
Ostfront (4): Der Don hat das gut orchestriert, die beiden Streithähne aus dem Kaukasus an seinen Tisch gebracht zu haben, um den Dauerkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan – wie schreibt man das bloß? – zu beenden. Es geht bei Lichte betrachtet, um ein 30 km langes Stück Straße zwischen dem am Kaspischen Meer gelegenen Land und der kaukasischen Enklave Bergkarabach entlang der Südgrenze von Armenien. Jedes Mal muss ich erneut auf die Karte kucken, um zu repetieren, was wo liegt. Dass allerdings ausgerechnet jetzt die USA diese Straße auf 99 Jahre gepachtet haben wollen, lässt vermuten, dass die Amerikaner, so spektakulär das jetzt aussehen mag, sich dort im wilden Kurdistan – wie Karl May die Gegend nannte – eher einen Haufen Ärger eingehandelt haben, denn die Nachbarn Iran, Russland, Georgien und die Türkei werden das nicht lustig finden. Erstaunlich bleibt, wie lange das chaotische Ende des Ersten Weltkriegs und die Implosion der Sowjetunion dortzulande nachwirken.
11. August 2025
Wie die drei von der Tankstelle sind sie am Samstag aufgetreten, die Herren Starmer, Macron und Merz. Sie sangen das Lied von ewiger Kiew-Treue und vom bösen Wlad, dem man nichts durchgehen lassen werde. Frage mich, warum die Polen so still waren. Denke mal, dass sie auf Beute hoffen, wenn es den Amis und den Russen tatsächlich gelingen sollte, den Krieg vom Tisch zu bringen. In der West-Ukraine winkt Lemberg, angeblich eine uralte polnische Metropole.
Krieg (2): In Israel verkündet dessen Kriegsherr die Absicht, in dieser Woche in Gaza-Stadt einzumarschieren. Im eigenen Land macht sich derweil die Bevölkerung in Zehntausender-Schüben auf die Socken. Zielländer sind Zypern, Griechenland und Deutschland.
9. August 2025
Der Don hat letzte Nacht die Katze aus dem Sack gelassen: Treff mit Putin am kommenden Freitag in Alaska. Aus dem Kreml ertönt Zustimmung, wenn auch der Treffort variiert.
Trump (2): Die beste Analyse über das hektische Tun des US-Präsidenten finde ich heute Morgen in einem Aufsatz von Egon W. Kreutzer: PaD 30/2025, Trump – Mit Zolltyrannei zur Weltherrschaft. Hier wird leicht nachvollziehbar geschildert, was das Wüten von Trump bewirken wird, nämlich das weitere Zusammenrücken von Russland und China mit dem globalen Süden. Dort mit Indien an der Spitze, das bereits öffentlich erklärt hat, es ließe sich von niemandem hereinreden (also auch von Trump nicht), wo es seine Rohstoffe beziehe. Kreutzer analysiert zudem, dass die wirtschaftliche Wiederherstellung der von innerem Zerfall heimgesuchten USA sich nicht über Nacht übers Knie brechen lasse, und die Europäer dabei sind, sich mit den Abgrund reißen zu lassen. Sehenden Auges? Das verneint er, denn den gegenwärtigen Politruks ermangele es solcher Augen, die sehen können. Alles besser beschrieben, als ich es hier anreißen kann. Ich empfehle die Lektüre. https://egon-w-kreutzer.de/trump-mit-zolltyrannei-zur-weltherrschaft.
8. August 2025
Nun wollen sich den Gerüchten zufolge Trump und Putin in der kommenden Woche treffen. Nur die Experten wissen derzeit, was die beiden abzusprechen haben. Ich gehöre nicht dazu.
Ostfront (2): Am Frontbogen gibt es derzeit 3 Schwerpunkte: die Einschließung von Pokrowsk, die von Kupjansk und die Luft-Angriffe auf strategisch wichtige Punkte wie die Ostrowskij-Brücke in Cherson. Letztere mögen darauf hindeuten, dass der Russe den Dnjepr erneut überschreiten wird, um die Stadt zu nehmen, die er Ende 2022 freiwillig wieder geräumt hatte, um sich auf das linke Dnjepr-Ufer zurückzuziehen.
7. August 2025
Gestern traf der US-Sondergesandte Steve Witkoff mit Putin in Moskau zusammen. Immerhin dauerte ihr Gespräch 3 Stunden. Sie werden einander demzufolge etwas zu sagen gehabt haben. Ob’s hilft? Wer will das wissen.
Ohne eine Anfrage aus der AfD-Bundestagsfraktion hätten wir wohl kaum erfahren, dass die Bill & Melinda Gates-Stiftung seit Anfang 2020 Riesenspenden aus dem Steuersäckel erhalten hat. Über 630 Millionen sollen es gewesen sein. Ganz dreist ging es um so humanitäre Zwecke wie das Impfen, das Klima und um Kriegsunterstützung gegen Russland.
Gates (2): Der Pragmatiker B.G. mag sich sagen, dass die Deutschen nicht ganz dicht sind. Ob er allerdings weiß, wer der Namensspender war, als er den Walter-Rathenau-Preis entgegennahm, bezweifle ich ebenso wie die nähere Kenntnis des Geehrten durch die Laudatoren. Finde allerdings nichts über das Ereignis in der aktuellen Selbstdarstellung der Stiftung. Merkwürdig.
6. August 2025
Unerfreulich ist es, abends um neun auf dem Fernbahnsteig 8 des Frankfurter Flughafens zu stehen und mitgeteilt zu bekommen, dass der in einer Minute erwartete ICE Richtung Erfurt heute nicht fährt. Ungläubig höre ich am Telefon, dass der nächste Zug um viertel nach zwölf fahre, allerdings mit Umsteigen in Frankfurt Süd, Umsteigezeit von wenigen Minuten. Da ich es darauf, zumal um diese Tages- bzw. Nachtzeit, nicht ankommen lassen will, fahre ich nach etwas konfuser Auskunft beim Reise-Center, das gerade das Licht löscht, dass es nach Frankfurt Süd auch einen Bus gibt, der soeben im Begriff stehe, loszufahren. Den nehme ich nicht ohne Grund, wie ich auf dem Bahnsteig um halbeins morgens dann selbst sehe, als ich in den IC einsteige und den, aus dem ich vom Flughafen kommend, hätte umsteigen sollen, bei Abfahrt meines Zuges ankommen sehe.
Nachts in Frankfurt (2): Nutze die Wartezeit zu einem Rundgang und stoße auf eine originelle Groß-Kneipe namens Depot (das ehemalige Straßenbahndepot), wo es allerdings um zehn nicht mehr zu essen gibt. Der halbe Liter kostet fünf funfzig. Ich hatte mit mehr gerechnet. Um elf schließt das Etablissement. Auf diese Weise versäume ich wie die schrecklichen Männer-Erlebnisse der beiden Spätblondinen, vorgetragen in Stadion-Lautstärke, juristisch zu Ende gingen.
Nachts in Frankfurt (3): Ich wandle auf dem Bahnsteig bis zur Abfahrt meines Zuges unter Orientalen umher. Für die akustische Untermalung der Szenerie sorgt eine dieselgetriebene Gleisschleifmaschine, deren Besatzung zu recht Gehörschutz trägt.
4. August 2025
Es saß auf seines Daches Zinnen: Kirill Budanow, oberster Militärgeheimdienstler der Ukraine und mittlerweile zum Generalleutnant avanciert gab soeben ein (durch RT verlinktes) Interview, das mit seinem Präsidenten kaum abgestimmt sein kann, denn er räumte nicht nur das Irrevisible der russischen Eroberungen ziemlich unverblümt ein, sondern sprach auch über die ständige Verschlechterung der Lage infolge der russischen Sommeroffensive. Bin gespannt, wie lange er noch im Amt bzw. am Leben ist. Es ist aber genauso gut denkbar, dass Selenskij nicht mehr die Macht besitzt, ihn aus dem Weg zu räumen. Da ist Platz für beliebige Spekulationen.
Ostfront (2): Die überall am Frontbogen stattfindenden Kämpfe zeigen derzeit zwei Schwerpunkte: die Einkesselung von Pokrowsk und Vorstöße Richtung Saporoshje. Jedenfalls ist nicht erkennbar, dass die russische Führung sich durch die neuerlichen Trump-Ultimaten hat beeindrucken lassen.
3. August 2025
In den Staaten spitzt sich der Streit zwischen dem Präsidenten und der FED zu. Diese hat gegen den ausdrücklichen Wunsch von Trump den Zinssatz nicht gesenkt, um nicht das weitere Schuldenmachen anzuheizen, während er auf Teufel kommt raus einen Boom der Binnenwirtschaft auslösen will, der sich augenscheinlich nicht durch die Zollpolitik übers Knie brechen lässt. Nun ist eine der Gouverneurinnen der FED überraschend zurückgetreten, so dass Trump durch sein Vorschlagsrecht erneut einen Anlauf nehmen wird.
US (2): Derweil versuchen die Falken in DC, das Land in einen Krieg mit Russland zu verwickeln. Sie wähnen sich nach wie vor fernab vom Schuss. Dieses Konzept, jenseits des Kontinents Kriege zu führen, hat zu oft funktioniert, als dass es in Vergessenheit geraten sein könnte. Trump manövriert durch seine aus der Luft gegriffenen und immer kürzeren Ultimaten an die russische Adresse in gefährliche Nähe eines Kriegsbeginns. Wie er aus diesem selbstgeschaffenen Dilemma wieder raus will, ist mir nicht klar (und ihm vermutlich auch nicht).
2. August 2025
In den Niederlanden hat ein Wolf ein Kind gebissen und in den Wald gezerrt. Die Presse spricht von einem Problemwolf. So funktioniert Framing. Nicht der Wolf als solcher ist das Problem, sondern nur dieser hier.
Problemwolf (2): Der Mann aus Washington lässt seine Atom-U-Boote in bedrohliche Positionen einrücken, um Putin zum Waffenstillstand zu zwingen. Der trifft sich derweil mit seinem Kumpel aus Minsk am Ladoga-See nordöstlich von Sankt Petersburg, um in klösterlicher Stille zu meditieren.
Problemwolf (3): An dieser Stelle wollte ich was über den deutschen Außenminister schreiben. Ich lasse das.
1. August 2025
Die Meldung über den gestrigen Freispruch von Michael Ballweg ist unzutreffend. Der Kopf der Querdenker wurde vielmehr wg. der Hinterziehung von ca. 15 € Umsatzsteuern zu 4.000 € Geldstrafe verurteilt. Ich sehe diese Richter deutlich vor mir, wie sie hin und her beraten haben, was sie ihm anhängen können, damit kein klarer Freispruch herauskommt. Das ist der Rechtsstaat in seiner ganzen Schönheit.
Rechtsstaat (2): Im Laufe des Verfahrens kam heraus, dass nicht Ballweg dem Staat Steuern schuldet, sondern umgekehrt, dieser dem Beschuldigten die Rückzahlung von 200.000 € zu Unrecht vorenthalten hatte. Dass dies eine Straftat ist, erwähne ich nur am Rande. Ebenso, dass die Täter keinerlei Verfolgung fürchten müssen. Im Zweifel lässt man die Sache liegen, bis sie verjährt ist.
31. Juli 2025
Bleibt von gestern nachzutragen. Der fürs CO 2 in den Staaten zuständige Mann heißt Lee Zeldin. Er teilt mit, dass die Entmystifizierung des Moleküls dem US-Haushalt Einsparungen von 50 Milliarden beschere. Stellt sich die Frage: Bezogen auf welchen Zeitraum?
Nachrichten aus einer anderen Welt: Heute morgen nolens volens die FAZ überflogen. Das lese ich: Musks Imperium wankt. Deutsche steigen jetzt vermehrt auf E-Autos um. Prominente fordern Stopp der Waffenlieferungen für Israel. Und dann auch noch das: So schlecht wie mit 40 ging es mir noch nie. Das schreibt Stefanie de Velasco, von der ich zuvor noch nie las. Nach dem Blick aufs Titelfoto sagte ich (rein virtuell): Demoiselle, ich kann Sie verstehen.
30. Juli 2025
Die US-Regierung entgiftet das CO 2-Molekül. Es darf jetzt wieder völlig unbekämpft den Himmel über den USA bewohnen. Der Luft ist das egal, den Leuten, die jetzt um Lohn und Brot kommen, weil sie den ganzen Tag gegen das CO 2 gekämpft haben, wohl eher nicht. Auch nicht all den Firmen und den Bürgern, die dafür teure Dollars hinblättern mussten.
Kohlendioxyd (2): Man darf gespannt sein, was die deutschen Klima-Narren jetzt unternehmen werden, um dennoch die Welt zu retten. Vielleicht ein Einreiseverbot für amerikanisches CO 2.
28. Juli 2025
Als der Nudelhersteller Schminke gute Kriegsgewinne gemacht hatte, ließ er vor rund hundert Jahren durch den später berühmt werdenden Architekten Hans Scharoun in Löbau neben seinen Werken eine Villa errichten. Diese kann man heutzutage besichtigen. Ich tat’s. Was sonst noch war in Löbau, verbargen die heftigen Regengüsse, die nun mal zum heißesten Juli gehören, seit Noah seiner Frau befahl, den Kopf aus der Arche zu stecken um nachzusehen, ob’s immer noch regnete. Sie, Isobel, tat, wie ihr geheißen und verkündete der hoffnungsvollen Familie, dass man auf Grund gelaufen sei. Es war der Berg Ararat, wie man später herausfand. Dieses Gefühl wollte sich auch bei mir nicht nur wg. der vorherrschenden Nässe einstellen, denn das Vorbild der Villa stammte offensichtlich aus dem Schiffbau, der wie jedermann weiß, in der Lausitz seit August dem Starken heimisch ist.
26. Juli 2025
Das nenn ich mal eine Überraschung. Der mir bislang unbekannt T. schrieb, er werde mir die gestern erwähnte Ustinov-Biographie als Beitrag für mein Sudelbuch zusenden. Noch mal in der Fortschreibung meines Geheimdienst-Lexikons gestöbert, dort ist der Mann mit dem britischen Decknamen U 35 mehrfach erwähnt. Ich hielt den Decknamen stets für eine ironische Anspielung auf das erfolgreichste deutsche U-Boot im Ersten Weltkrieg.
Zweierlei Maß: Wenn irgend einer unsrer Gesalbten im BaWü Landtag ein Hakenkreuz auf einen Stimmzettel kritzelt, ruft alles: Skandal. Wenn im selben Bundesland wg. Klima-Wahns zur selben Zeit Zehntausende von Arbeitsstellen in der Autoindustrie gestrichen werden, juckt das keine Sau.
25. Juli 2025
Das Britische Nationalarchiv (TNA) bot mir gestern eine ganze Reihe Bücher zu erstaunlich niedrigen Ausverkaufspreisen an. Eine Bestellung scheiterte, weil unter den ca. 50 möglichen Auslieferländern Germany nicht vorhanden war und sich auch nicht einfügen ließ. Da ich nun mal keinen Wohnsitz auf den Kaiman Inseln habe (sicher ein Fehler), gab ich auf. So muss ich denn auf die Lektüre der Biographie über den britischen Bettspion Klop Ustinov verzichten.
Auch nicht auf der Liste: Kiew, wo seit Tagen gegen die Regierung des demokratischen Selenskyj Volk auf der Straße ist. Einfach so. Es erinnert fatal an den sog. Majdan im Frühjahr 2014, als man auf US-Geheiß den gewählten Präsidenten abräumte. Es gibt allerdings einen Unterschied zu heute: Der kleine Mann ist schon lange nicht mehr gewählt. Die Wahlperiode endete vor 14 Monaten.
Auch nicht auf der Liste (2): Teheran, wo man gestern nach über einem Monat die Zerstörung seiner Atomanlagen durch die Friedenskräfte aus Washington DC. einräumte. Nicht, dass einer auf die Idee komme, das sei ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg gewesen, denn das Bombardement diente einzig der Wiederherstellung der regelbasierten Neuen Weltordnung (NWO).
24. Juli 2025
Sapere aude: Wenn das Diktum von Kant, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, in Augenblicken des Zweifels ins Bewusstsein vordringt, wird einem meistens etwas mulmig zumute. Das wiederum wirkt wie ein Dämpfer auf den Verstand. Ich frage mich, wenn das Phänomen in mein Denken vordringt, was wohl der Auslöser dessen sei. Der Selbsterhaltungstrieb?
Auch merkwürdig: Sobald die Leute bemerken, dass der Boden irgendwo mit Wasser bedeckt ist, und sei es eine sommerliche Pfütze, fangen sie an sich auszuziehen.
Wie gewohnt merkwürdig (aus den Überschriften der Zellerzeitung von heute Nacht übernommen): a) Merkel spricht sich gegen CDU-Verbot aus, b) Verbrennerverbot für Firmenwagen gilt nur für die Firmen, die dann noch da sind.
23. Juli 2025
Das ging schnell. Kaum haben wir gestern gehört, dass namenlose Hacker bei Microsoft ein Desaster angerichtet haben, legt die Firma heute Nacht nach: Es waren zwei Chinesen. Soso.
Drei Chinesen mit dem Kontrabass (2): Gleichzeitig teilt Google mit, dass man in den beiden letzten Quartalen Tausende von Youtube-Kanäle gelöscht habe. Begründing: Sie betrieben Propaganda zugunsten des chinesischen Führers Xi. Diese Löschungen beruhten auf einer engen Zusammenarbeit von Google, Microsoft und dem US-Verteidigungsministerium (DoD). Diese bestehe seit 2019. Ich gebe zu, dass ich gestaunt habe.
Drei Chinesen mit dem Kontrabass (3): Blättere in alten Aufzeichnungen und sehe, dass die China-Zentrierung offenbar begann, als in der US-Propaganda der böse Russe noch für alles Ungemach im Tech-Bereich die Verantwortung trug. Wenn es jedoch kein Entweder-oder geben sollte, schmeckt das nach Tripolarität. Sie entwickelte sich in den 2010er Jahren allmählich und ist heute unübersehbar.
Drei Chinesen mit dem Kontrabass (4): Wenn gestern mit dem üblichen Theater-Donner die Japaner im Oval Office empfangen wurden, zeigt es, dass der Don den pazifischen Vorposten nicht preisgeben will. Wie die Japaner ihre Rolle in Wirklichkeit sehen, das weiß ich nicht. Ebenso rätselhaft scheint mir das Agieren der Staaten im südöstlichen Asien.
22. Juli 2025
Unbekannte haben das Microsoft-System SharePoint gehackt. Das wird von 200 Tausend Firmen genutzt, um Dinge wie das Intranet und die Steuerung ihrer Webseiten zu betreiben. Das trifft mich nicht, sagt sich leichter, als sich diese Aussage kontrollieren lässt. Es seien, vermutet die Hersteller- und Betreiber-Firma lediglich Millionen von Nutzerdaten. Tröstlich immerhin: Die Geschädigten sollen sich mal auf der Microsoft-Webseite wg. Sicherheitsupdates kundig machen und bald danach handeln. Sagt die US-EDV-Sicherheitsbehörde CISA, von der ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal höre (CISA’s 24/7 Operations Center at Report@cisa.gov or (888) 282-0870).
21. Juli 2025
Der Krieg an der Ostfront zeigt sein unfassbar grausames Gesicht, wenn man die Propaganda-Videos beider Seiten nebeneinanderhält. Drohnenjagd auf einzelne Soldaten. Immer wieder derselbe Vorgang: Zielerfassung und Vernichtung in dem Moment, wo die Zielkamera der angreifenden Drohne keine Bilder mehr übermitteln kann.
Ostfront (2): Links und rechts vom Industriezentrum Pokrowks sind die russischen Angreifer so weit vorgedrungen, dass die Verteidiger in Kürze keine Chance mehr haben werden. Auch insofern: Immer wieder derselbe Vorgang. Nach meinen Aufzeichnungen hat der russische Vorstoß an dieser Stelle schon einmal stattgefunden. Es muss also wirksame Gegenangriffe gegeben haben. Die von mir benutzte Google-Karte übersetzt, soweit sie kann, russische Ortsnamen ins Amerikanische. Das ist nicht ohne Witz, erschwert aber die Orientierung.
Ostfront (3): Putin sagt angeblich ja zu direkten Friedensgesprächen, aber dann kommt das Aber, und das kennen wir schon, ebenso wie das Nein der anderen Seite auf seine Bedingungen. Es ist ein blutiges Schachspiel, nur eben mit schrecklichen Konsequenzen für die daran Beteiligten. Ich kann kein Ende erkennen. Hier wird wechselweiser Hass für die kommenden Generationen fest verankert.
20. Juli 2025
Der Russe war’s: So lautete die probate Erklärung, als Trump unerwartet die 2016er Wahl gewann. Das war ein Fake, und er war in der Obama-Regierung kreiert worden, obschon FBI und NSA hiervon nichts wussten. Seit gestern können wir das in den Akten des Directors of National Intelligence nachlesen, die seither unter Verschluss gehalten worden waren. Wer’s früher wissen wollte, warf einen Blick in Spy Gate, das ich 2020 veröffentlichte (Achtung, Eigenlob).
Der Russe (2) wird’s wohl schon wieder gewesen sein, als Trump erneut (2024) gewann. Doch auch hier ist es so, dass weniger Moskaus Agenten als die gestern veröffentlichten Zahlen der 2024er Spenden von Big Pharma zu denken geben sollten. Nach dem Wunsch der edlen, nur um das Wohl der Menschheit besorgten Geldgeber sollte Kamela Harris (erinnert sich noch wer an die?) das Rennen machen. Sagen wenigstens die Zahlen.
19. Juli 2025
Dass dem Putin sein Angriffskrieg in den letzten drei Jahren für allerlei Ungemach bei uns herhalten musste, daran habe ich mich gewöhnt. Aber dass er jetzt auch das Richter-Nichtwahl-Desaster verantwortet, das eine perverse Juristin betroffen hat, dazu bedurfte ich erst des Hinweises der Grünen. Die einschlägigen Erkenntnisse des Herrn von Notz erinnern mich stark an einen Witz aus meinen Kindertagen: Als klein Fritzchen in der Klosterschule gefragt wird, was das ist, was da an der Wand hängt, Ticktack macht und ab und zu Kuckuck ruft, sagt er: Wie ick den Laden hier so kenne wird det wohl wieda det liebe Herr Jesulein sein.
Bekloppt (2): Junge Männer laufen auch bei großer Hitze mit Woll-Strickmützen rum, die stark an die Kaffeewärmer meiner Oma erinnern. Eine junge Frau, die ich frage, wie sie das findet, weiß nicht, wovon ich rede. Aha.
17. Juli 2025
Das Morden und Totschlagen im Nahen Osten geht in die nächste Phase. Die in Syrien an der Macht befindlichen sog. gemäßigten Rebellen greifen die Drusen im Lande an, die nun in Richtung Israel fliehen, wo sie niemand haben will. Die israelische Luftwaffe greift stattdessen heute Nacht Damaskus an, wobei angeblich das dortige militärische Hauptquartier zerstört wurde.
Nahost (2): Den Israelis gehen die Soldaten aus, weswegen die Ultras jetzt zum Militärdienst gezwungen werden sollen, was diese natürlich nicht lustig finden, sondern aus der Kriegsregierung austreten. Immerhin scheint die Zahl der Soldaten noch auszureichen, um einen neuerlichen Vorstoß in den Gaza-Streifen zu unternehmen – ein Völkermord, dem die Welt gelassen zusieht.
16. Juli 2025
Weist mich einer darauf hin, dass ich nicht den Besuch von Nato-Rutte beim Don in DC erwähnt habe. Stimmt. D.h, genau genommen nun nicht. Ich hielt’s vorgestern nicht für wichtig. Auch nicht, dass er von einem 50-Tage-Ultimatum an Putin redete. Putin offenbar auch nicht, denn er ließ Sprecher Peskow sagen, man werde die Ansagen aus dem Weißen Haus prüfen.
Auch weggelassen (2): Beinkleider, die unten recht deutlich auf die Schuhe stoßen, nennt kein Mensch Niedrigwasser-Hosen. Ich kam auf den Gedanken, als ich mit einem Elektro-Bötchen auf Leipzigs niemals fertig gewordenen Wasserstraßen – von Scherzbolden des realen Lebens als Klein Venedig bezeichnet – an dem Herrenausstatter Mey & Edlich vorbeifuhr. Die beiden Damen mir gegenüber, die Händchen hielten, fanden die Sache nicht beachtenswert. Ich konnte das Desinteresse nicht weiter aufklären, weil sie von einem Koreaner neben mir auf Englisch in Leipziger Zunge dauerbequatscht wurden.
13. Juli 2025
Die gerade auf Eis gelegte Fast-Verfassungsrichterin als komische Figur zu bezeichnen, wäre dem Ernst der Angelegenheit kaum angemessen, doch komisch bleibt, was Plagiats-Jäger Weber in einem Interview vor zwei, drei Tagen zur Textidenttät von Habil-Schrift (er) und Diss. (sie) als die vier in Frage kommenden Möglichkeiten erörterte: Sie hat abgeschrieben (Plagiat), er hat abgeschrieben (Plagiat durch ihn), sie haben zusammen geschrieben (unzulässige, nicht deklarierte Mehrpersonenarbeiten) und schließlich: er hat ihre Diss. verfasst.
Komische Figur (2): Die Herren Trump, Hegseth und Rubio machen gerade in separaten Auftritten den Gockel. Waffen für Kiew und weltweiten Öl-Boykott gegen Russland durch Riesenzölle für Abweichler. Haben die drei Musketiere noch nicht mitgekriegt, dass die USA in zahlreichen Ländern beim zwischenstaatlichen Handel kaum noch gebraucht werden? Nun, wenn sie am Montag, so wie angekündigt, auf die Pauke hauen, werden sie den seit Bidens Ukraine-Krieg eingesetzten Prozess der Selbstbeschädigung beschleunigen. Da bin ich mir ausnahmsweise sicher.
12. Juli 2025
Eine Frau, die das Töten von Kindern im Mutterleib bis zum Augenblick der Geburt für rechtes hält, ist pervers. Noch perverser sind Polit-Funktionäre, die diese Frau für das höchste Richteramt vorschlagen. Doch am allerperversesten sind Politiker, die diesen Vorschlag mir nichts dir nichts durch den Bundestag winken wollen.
Pervers (2): Zur letztgenannten Kategorie zähle ich deswegen Fritz den Kanzler und die Maske Spahn. Sie sind die obersten Repräsentanten der Christunion. Dass sie gestern durch 60 ihrer Abgeordneten ausgebremst wurden, die den Mut hatten, ein Nein anzukündigen, hat mich gefreut, wie schon lange etwas nicht mehr.
Pervers (3): Das Duo hat auf seinen Posten nichts verloren. Die beiden müssen dort weg. So schnell wie möglich. Man möchte am liebsten die gestrige Kampf-Ansage für einen guten Anfang halten. Doch das wäre wohl zu schön, um wahr zu sein. Immerhin: da hat einer den ersten Stein geworfen.
11. Juli 2025
Die Untersuchung von Drohnenresten nach dem russischen Luftangriff gegen Odessa in der vergangenen Woche habe nach gestrigen Angaben der ukrainischen Sicherheitsbehörden ergeben, dass die Trümmer Teile mit Made in China enthalten hätten. Präsident Selenskyj verhängte daraufhin nicht näher spezifizierte Sanktionen gegen China. – Ich staune.
Staunen (2): Die amerikanische Presse berichtet mit großem Aufwand, dass China nicht reagiert habe, obschon ihr Konsulat in Odessa – nach meinen Aufzeichnungen zum zweiten Mal – getroffen wurde. Die flotte Mette will ebenfalls zu EU-Sanktionen gegen China greifen, und vom Don wird gemeldet, er verliere die Geduld mit Putin. Nur aus Russland selbst hört man nix, nur dass die Rekrutierung junger Männer nach wie vor planmäßig laufe.
Staunen (3): Ein chinesischer Offizieller aus der dritten Reihe ließ sich zitieren, sein Land könne nicht dulden, dass Russland den Krieg verliere. Das ist eine Ansage, die in dieser Klarheit bislang nicht zu vernehmen war. Sie wurde durch den chinesischen Außenminister bestätigt.
10. Juli 2025
In Kiew und nicht nur dort macht ein Ukas die Runde, wonach die ukrainische Regierung sich auf eine Verlegung in den Westen des Landes vorbereitet. Offizielle Stellen dementieren sogleich und sprechen von einer Fälschung. Ob echt oder nicht, auf jeden Fall wurde ein empfindlicher Nerv im dahinschwindenden Kriegswillen getroffen. Früher hätte ich sofort auf das segensreiche Tun des KGB-Direktorats D (= desinformazija) getippt.
Lügen (2): Alle Beteiligten am jüngsten Nahost-Krieg siegen, jedenfalls verbal. Aus dem Dunst, den sie erzeugen, schälen sich erste Konturen einer US-Langzeit-Strategie heraus, den Nahen Osten wieder unter Kontrolle zu bringen. Dann wäre Israel nichts weiter als ein US-Flugzeugträger, dessen Versenkung im letzten Moment zu verhindern war. Wieder einmal zeigt sich, dass das kriegerische Ordnen der Welt durch Gewaltaktionen nicht so läuft, wie es sich die Planer in den Denkschulen der Neocons vorgestellt haben. Statt wie erhofft den Regime-Wechsel auszulösen, haben sie vermutlich eine Solidarisierung der Betroffenen erzeugt.
Lügen (3): Selbst größte Trump-Fans müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Dealer im Weißen Haus im Zweifel zur Waffe greift. Jetzt hat er den Waffenstopp für die Ukraine schon zum zweiten Mal widerrufen. Der Grund: der russische Vormarsch nimmt nicht nur besorgniserregende Formen an, sondern es gehen die Leute aus, die sie bedienen sollen und vor allem auch wollen. Stimmt diese Annahme, dann sind diese Lieferungen abgesehen vom psychologischen Effekt für die Katz.
9. Juli 2025
Zurück zur Normalität heißt das jüngste Buch von Norbert Bolz, was soeben bei Tichy beworben wird. Besser lässt sich die Ideenlosigkeit der Wohlmeinenden, die sich selbst konservativ nennen, nicht zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, ich tue dem Autor unrecht.
Auch kurios: Gestern hat Elon das Wunderkind in den Staaten eine neue Partei gegründet, die Amerika Partei. Sie soll das festgefahrene Zweiparteien-System überwinden. Jetzt sind sich alle einig: So geht’s nicht, Mr. Musk.
8. Juli 2025
Auf Abwegen: „Politikwechsel bedeutet für Carsten Linnemann, dass die Menschen wieder lernen, den Politikerinnen und Politikern zu vertrauen.“ Das verlautbarte die CDU gestern über ihren General, also er über sich selbst. Nur kurz, damit es nicht missverstanden wird: Es sind nicht die Politiker, die etwas lernen müssen, sondern es ist das Volk. Man ist zunächst sprachlos, dann sagt der Verstand: Hybris.
CDU (2): Wenn heute zwei dezidierte Verfassungsfeindinnen – so jedenfalls meine Rechts-Überzeugung – zu Verfassungsrichtern gewählt werden, liegt das nicht an der SPD, von der sie nominiert wurden, sondern an der CDU, die sie mitwählt. Der Grund: Das AfD-Verbot rückt somit in greifbare Nähe.
7. Juli 2025
Nach Mühlhausen ist für den Bauernkriegsbewegten Bad Frankenhausen ein Muss. Nur vage erinnere ich mich eines ersten Besuchs im Panorama-Museum hoch über der Stadt, im Volksmund das Elefantenklo geheißen. Im ganzen Hause herrscht ein striktes Fotografier-Verbot, das einzuhalten mich die äußeren Umstände nahezu durchgängig nötigen, denn zwischen eins und zwei am Sonntagmittag bin ich so ziemlich der einzige streng beäugte Pilger dort, während die Busreisegruppen noch schwitzend beim Thüringer Kloß verharren.
Frankenhausen (2): Im Zwischendeck ist eine Sonderausstellung zum Bauernkrieg. Eine Vielzahl von Tafeln zu Zeitgenossen, Ereignissen und Urkunden ist minimalistisch beschriftet. Es besteht ein erheiternder Gegensatz zur gestrigen Präsentation in Mühlhausen, wo karge Objekte mit Suaden wetteiferten. Offenbar ein anderer Kurator. Ich beachte leichten Herzens das Fotografier-Verbot, weil ich mir sage, dann kaufst du halt den Katalog. Gibt aber keinen.
Frankenhausen (3): Oben in der runden Ausstellungshalle lasse ich mit Muße das Kolossal-Gemälde von Tübke auf mich wirken. In der Mitte auf einem tischgroßen Platz sitzend umrunde ich rutschend dreimal die Bilderflut. Es ist dunkel und totenstill im Raum. Die wenigen mit mir Anwesenden flüstern ab und zu – bestenfalls. Das ist für die Konzentration angenehm, wiewohl ich mir vorstelle, dass ein Riesenradau für das Schlachtengemälde eher angemessen wäre.
Frankenhausen (4): Am Hang unterhalb des Museumsbaus befindet sich das vormalige Schlachtfeld vom Mai 1523. Trockenrasen und krüpplige Nadelbäume. Hier also wurden der Überlieferung nach die Aufständischen zu Tausenden abgeschlachtet. Archäologen legen angesichts der Zahlen die Stirn in Sorgenfalten. Immerhin: Eine Feldschlacht im herkömmlichen Sinne kann es nicht gewesen sein, denn die vereinigten Fürsten verloren angeblich ganze sechs Mann. Als ich das Gelände auf mich wirken lasse, ziehen, wie von einer geschickten Regie gesteuert, dunkle Wolken auf, und es fängt an zu regnen.
Frankenhausen (5): Bei einem kurzen Abstecher ins Regional-Museum, wo ich der einzige Fremde bin, versuchen die amtlichen Kräfte mich von der Qualität des dargebotenen, auf Flaschen gezogenen Schnapses zu überzeugen. Frage zur Sicherheit, ob sie den heute schon getrunken haben. Wir verabschieden uns gutgelaunt voneinander. Die Fahrt aus der Stadt heraus nach Süden bietet einen überraschend schönen Blick ins weite, tiefer gelegene Tal der Unstrut.
6. Juli 2025
Wenn eine Frau zum Ausdruck bringt, sie werde ein misslungenes Kompliment bis in alle Ewigkeit übel nehmen, so begeht sie einen Fehler. Spätestens nach ihrem Ableben müsste ihr das siedend heiß auffallen, denn ihr Tod macht nicht nur ihrem Leben, sondern auch all ihrem Übelnehmen ein Ende. Nur: dann ist die Sache zu spät. Und irreparabel. Da lob ich mir die Zeitgenossin im thüringischen Mühlhausen, die auf der steilen, engen Treppe in der dortigen Marienkirche etwas schwer an mir vorbei zu komplementieren war, wobei sie schnippisch anmerkte, ob ich die Rente schon durch hätte. Gewiss man hätte mein höfliches, etwas komplexes Beiseitetreten auch kommentarlos hinnehmen können oder erfreut wie ihre Geschlechtsgenossin, der ich Minuten später die schwer gängige Rathaustür offenhielt, obwohl ich sie laut Hinweis der Obrigkeit hinter mir hätte schließen sollen.
Mühlhausen (2): Gewiss, es ist meiner eigenen Schlampigkeit geschuldet, dass ich ohne Stadtplan ankomme. Die chaotisch angelegte, winklige, nahezu ausgestorbene Altstadt beschert mir einen ausgiebigen Rundgang durch seltsam anmutende Ecken, als ich die Ausstellungskirchen suche. Später ist es das Auto, das ich nur mit Mühe wiederfinden kann.
Mühlhausen (3): Die dortige Landesausstellung zum Bauernkrieg ist auf drei Gebäude verteilt, drei Kirchen, davon ist die Marienkirche, auch ohne die Ausstellung (zum Bauernkrieg) sehenswert. Sie wird durch die ebenfalls dortige sehenswerte Ausstellung ihrer Baugeschichte wunderbar ergänzt.
Mühlhausen (4): Bei den amtlichen Bauernkriegern bemerke ich überall den museumspädagogischen Zeigefinger. Text bis zum Abwinken, künstliche Wandelgänge, wenig Exponate, schlechte Beleuchtung. Aufmerksam betrachte ich zwei aufgeschlagene Seiten eines Kriegstagebuchs. Dieser angebliche Landsknecht konnte schreiben? Zeichnen jedenfalls konnte er. Man sieht, worauf es ihm ankam. Mein akrobatischer Versuch, das Exponat zu fotografieren wird von zwei Aufsichtsinhabern misstrauisch beäugt. Während meines Tun gebe ich mich der Hoffnung hin, das Wesentliche aus dem hochauflösenden Bild herauschneiden zu können. Das trifft am Abend zu. Aber auch die Gesamtaufnahme ist ein guter Jux, weil sie dokumentiert, wie ich mich als Akrobat aufgeführt habe.
5. Juli 2025
Als enttäuschend bezeichnete Trump sein gestriges über einstündiges Telefonat mit Putin. Die Zeitdauer sagt nichts über den Inhalt, zumal man in Rechnung stellen muss, dass Trump sich gerne reden hört, und ich mir Putin so vorstelle, als lasse er ihn. Ich nehme an, dass er sehr wohl zu schätzen weiß, dass Trump hernach nicht ausfallend wurde. Sein Fazit wird sein, der Konflikt ist für Trump – wie man so sagt – durch.
Ostfront (2): Beiden Seiten wird klar gewesen sein, dass Russland vor Tagen im Donbass die letzten namhaften Lithium-Abbaustätten besetzt und den Oblast Lugansk nunmehr vollständig unter seine Kontrolle gebracht hat. Das eine ist eine Schlappe für das ukrainisch-amerikanische Mineralien-Abkommen, das kürzlich von Trump erzwungen wurde, ohne hierfür die von Selenskyj eingeforderten Sicherheitsgarantien abzugeben, das andere ein wichtiger innerrussischer Propaganda-Erfolg.
Ostfront (3): Zugleich fand ein massiver russischer Luftangriff auf Kiew und andere Großstädte statt, der nach ukrainischen Angaben weitgehen abgewehrt werden konnte. Die stets gegenwärtigen Experten rechnen nach, wie lange die Abwehrmunition noch reichen wird, nachdem die USA jetzt offenbar ernst damit machen, nach den auslaufenden Lieferungen der Biden-Regierung den militärischen Nachschub zu beenden.
Ostfront (4): Fritz der Kanzler will den erwarteten Mangel kompensieren, indem er mit deutschem Steuergeld, Patriot-Batterien in den USA ankauft und nach Osten durchschiebt. Das wäre dann wohl das, was Trump einen Deal nennt.
Ostfront (5), jedoch nicht ganz so weit entfernt: Die Sommerloch-Presse macht ein Fass auf, dass sich die Erfurter Fraktionsvorsitzer der AfD und des BWS zu einem Gespräch getroffen haben, das selbstredend konstruktiv war. Jetzt kommt jeder zu Wort, ich auch. Zwar könnten beide rein zahlenmäßig innerhalb von Stunden die Herrschaft des CDU-Doktors beenden, doch ist die Rechnung ohne die Obfrau an der Spitze der BSWler im hiesigen Ländchen gemacht.
4. Juli 2025
Zu meinem Erstaunen stelle ich fest, dass ich nach dem Rasieren um 300 Gramm zugenommen habe. Nicht, dass es meine Gewohnheit wäre, diese ans Wissenschaftliche grenzenden Wiegevorgänge vorzunehmen. Nein, es geschah vielmehr aus Zerstreuung. Immerhin dient mir der Vorfall zum Nachdenken. Ich weiß zwar, dass das so nicht sein kann, meine aber, ich sollte der Sache nicht weiter nachgehen und schiebe das Wunder aufs Klima.
Führe gestern Abend ein kurze Korrespondenz mit Egon W. Kreutzer zur Frage, ob und wann man jemanden ein A…sch…ch nennen sollte. Die Anregung kam von ihm, einem bekennenden Nutzer des A-Wortes, wie ich seinem einschlägigen Aufsatz entnahm. Ich vertrat hingegen die Meinung, das A-Wort setze vor seiner (sicher oft berechtigten) Nutzung eine gewisse menschliche Nähe voraus. Mein Prüfmaßstab, so geht es mir gerade durch den Kopf, ist: „Du A…sch…ch“ ist möglich, während „Sie A…sch…ch“ mir nie über die Lippen käme. Immerhin gestehe ich ihm zu, dass das Sch-Wort ein A-Wort voraussetzt.
A-Worte (2) im Plural wären, wenn meine obige Regel nicht Geltung beanspruchen würde, jene Zeitgenossen, die soeben die neuesten Regulierungen der WHO auf den Weg gebracht haben, nach denen Deutschland auf souveräne Entscheidungen in Sachen Pandemien, Klima-Wahn und Krieg verzichten will, indem es sich zukünftig und zwar ab Mitte Juli den Weisungen der Genfer Pharma- und Polit-Gangster, die ich dort sicher völlig zu unrecht ausgemacht zu haben glaube, unterwirft. Ich wüsste gern mal personengenau, wer in D dafür die Verantwortung trägt.
A-Worte (3): Ich merke zu meinem Missvergnügen, dass ich gar nicht mehr die Frage nach den einschlägigen Geldflüssen stelle. Früher hätte ich das mit Nachdruck getan, auch wenn ich dabei oft gescheitert bin.
2. Juli 2025
Die flotte Mette hat den Vorsitz im Rat der EU übernommen. Wir wollen ihr – auch wenn sie nichts gegen den Moloch des Apparats bewirken wird – immerhin hoch anrechnen, dass sie die eine oder andere Wahrheit ausspricht. Das kann sie locker tun, da DK kein Almosenempfänger Brüsseler Gaben ist, sondern deren Mitfinanzier. Manchmal wünschte man sich, in D würde sich der eine oder andere auch hierauf besinnen. Doch da kann man lange warten, da sich D in der lang andauernden Knechtschaft passabel eingerichtet hat.
Deutscher Wahn (2): Derweil erklärt der hiesige Außenminister bei seinem gestrigen Besuch in Kiew, der Eintritt des Landes in die Nato sei sicher. Hatte der Donald nicht vor einigen Tagen denselben ausgeschlossen? Ich folgere, dass das woke Team rund um Fritz den Kanzler, die Entwicklung in den USA für eine alsbald wieder verschwindende hält, so dass man sich berechtigt sieht, über den Atlantik hinweg zu pöbeln. Wenn das nur kein Irrtum ist.
Deutscher Wahn (3): Rund um uns herum fühlt man sich beim deutschen Protzgehabe in Kiew an den deutschen Führer erinnert, der vor acht Jahrzehnten die Eroberung der Kornkammer Europas zu seiner Sache gemacht hatte. Die jetzigen deutschen Panzer müssen nicht mal losgeschickt, sondern nur geliefert werden.
1. Juli 2025
Die Einteilung des Lebens in Zahlen ist üblich, aber nur selten sinnvoll. Meist dient sie Bürokraten zu Reglementierungen. Nichtsdestotrotz machen die Leute Mords was her, wenn sie irgend ein Datum zu feiern haben, dem sie das Beiwort „rund“ hinzufügen. Ich denke, das tun sie nur, damit sie was zum Schwätzen haben. Gibt es gerade keinen Runden, so schwätzen sie über das Wetter. Übrigens: soeben beginnt ein weiterer wunderbarer Sommertag in Folge. Mit dem Monatswechsel hat dies nichts zu tun.
30. Juni 2025
Fast übersehen: Die SPD zelebrierte in aller Stille am Wochenende ihre Bundesparteitag. Groß angekündigte Fehleranalyse? Keine Spur: Der Vorstand wurde minimal korrigiert, aber wen juckt das schon noch groß? Schade eigentlich, dass man diese Saskia wegschob. Da kommt der Öffentlichkeit ein Stück gelebter Realsatire abhanden. Und in der Sache? AfD- und Nord Stream-Verbot. Soviel Aufbruch war nie.
Auch ziemlich still (2): Die Israeli rechnen, kaum noch hinter vorgehaltener Hand, die massiven Schäden vor, die sie durch die iranischen Raketenangriffe, die angeblich nicht durchdrangen, erlitten haben.
Still (3): Einer der entsandten B 2-Superbomber schaffte es mit Ach und Krach nur bis Hawaii, bevor er abdrehen musste, anstatt seine Wunderbomben auf den Iran zu werfen.
Still (4): Der Iran ist aus der Internationalen Energie-Kommission, dessen Vorsitzenden man Spionage zugunsten der USA vorwirft, ausgestiegen.
Still (5) war ich eigentlich nie, vor drei Tagen auch nicht bei apolut: https://apolut.net/im-gespraech-helmut-roewer-2/.
29. Juni 2025
9 Millionen Kriegs-Tote sind angeblich die Bilanz des 30jährigen Schlachtfestes 1618-48 in der Mitte Europas. Das hat einem Drittel der einst dort Lebenden entsprochen. Woher ich das weiß? Historiker behaupten es. Erst gestern las ich die Zahl in Lützen in einem robusten Gemäuer, das sich Schloss nennt.
Tot (2): In der Schlacht daselbst fiel 1632 der schwedische König Gustav der Zweite Adolf, dem der Brustharnisch nicht half, als ihn die Kugel traf (oder was immer ihn getroffen haben mag). Gelernt hatte ich mal, dass dies eine Auseinandersetzung infolge der Reformation gewesen sei, heute denke ich, Großmachtpolitik wäre die bessere Erklärung. Es waren einige wenige, die diese betrieben. Macht, Ruhmsucht und Habgier waren die Motive, alles andere, wie der beherrschte Pöbel, war diesen Typen schnurzegal. Nach dem Ex des einen Haupt-Protagonisten ging das Schlachten noch ganze 16 Jahre weiter.
Tot (3): Die Schlacht von 1632 ist in einem sehenswerten Diorama mit tausenden von Zinnsoldaten dargestellt (und für Zinnsoldaten-Fans: es gibt im Schloss noch eine zweite solche Vitrine, mit der Schlacht von Großgörschen, ganz in der Nähe, dort wurden die Befreiungskriege 1813 eröffnet). Die Erklärungen zu beiden Großereignissen sind wohltuend nüchtern und distanziert.
Tot (4): Die neueste Covid 19-Variante heißt Nimbus, wie der Besen von Harry Potter, die übernächste dann vielleicht Feuerblitz. Deren einstige Fans sind jetzt in dem Alter, wo sie der Welt ihre Phantasien aufzwingen können.
28. Juni 2025
Nichts: Kann mir mal einer erklären, was soziokulturell eigentlich bedeutet? Na? Okay, niemand. Ist halt so ein Füllsel-Wort, wie gell oder gelle oder Gute-Nacht-Marie.
Nichts (2): Heimliche Sympathisanten sind Unterstützer, die gar nicht da sind – vor allem dann nicht, wenn man ihrer bedürftig ist.
Nichts (3): Das Wort Pelerine (sprich: Pellerine) geht mir durch den Kopf, weil mir die Medien unentwegt Bilder einer Frau aufdrängen, die dieser Tage in Venedig mit dem Pomp der Neureichen bei Amazon einheiratet. Wie eine Amazone jedenfalls sieht sie nach meiner Vorstellung nicht aus, sondern eher wie eine Meerjungfrau, der man die Schwanzflosse abgeschnitten hat, nur deutlich älter.
Nichts (4) hat die Lektion des Donald an die Adresse in Jerusalem vom Anfang der Woche bewirkt. Gestern jedenfalls bombardierten sie den Libanon.
Nichts (5) Neues von der Ostfront: Fritz der Kanzler versuchte gestern vergeblich, weitere EU-Sanktionen gegen Russland auf den Weg zu bringen, während das Vorrücken vor Ort unaufhaltsam weitergeht. Ich beschließe, mir die einzelnen Ortsnamen nicht mehr zu merken. Das Land östlich des Dnjepr ist einfach zu groß.
27. Juni 2025
Es ist ein untrügliches Zeichen, dass es nichts zu berichten gibt, wenn die Journaille beginnt, darüber zu berichten, was andere Medien so berichten. Man nimmt auf einem Lese-Karussell Platz. Mir würde es auch so gehen, hätte ich nicht das Ventil, mir Gedanken wie diesen hier zu machen. Die Mediziner sprechen dann mit dem ihnen eigenen Hochmut von Graphorrhoe als einer Sonderform der Logorrhoe (beide Begriffe sind dem Rechtsschreibprogramm unbekannt. Man kann das gut nachvollziehen).
Ereignisarm (2): Ich komme dazu, die in den letzten Tagen eingetroffenen Hefte der Sezession, von Tumult und der Foreign Affairs zu lesen. Bei Gott nicht alles, davor bewahrt mich ein durch jahrelange Routine ausgeprägter Filter. Das erste Sieb geht so: Wenn ich nach den ersten drei, vier Sätzen nicht weiß, worum es gehen soll, unterbleibt die weitere Lektüre. Nun ist es schwer zu sagen, ob mir hierdurch etwas Grundlegendes entgangen ist. Ein sicherer Hinweis wäre, wenn ein Ereignis stattfände, dass in dem von mir ignorierten Text seinen Ursprung hat. Doch wie es der Zufall so will, ist mir sowas bislang noch nie aufgefallen.
Ereignisarm (3): In der Foreign Affairs beschreiben prominente Amerikaner, was Russland tun muss, um aus dem Krieg wieder raus zu kommen. Was Amerika tun muss, beschreiben sie nicht.
Ereignisarm (4): In der Sezession wird über den Bauenkrieg 1624/25 geschrieben. Das lese ich mit Muße. Fast alles.
Ereignisarm (5) Um noch einmal auf den Ausgangsgedanken von oben zurückzukommen: Ich verhalte mich letztlich genauso, wie die Journaille, die ich eingangs kritisierte. Das ist nicht ohne Witz.
26. Juni 2025
Soviel Sieg war nie: Israel, Iran, Qatar, Trump (besonders der, wenn man Nato-Rutte glauben darf), sie alle haben gesiegt. Nur einer nicht, die Wahrheit.
Und tausend Stimmen rufen Sieg (2): Eine Stimme davon hab ich heut Morgen auf der US-Ausgabe der Epoch Times eingefangen. Sie mag symptomatisch sein:
Sieg (3) In New York City siegt bei den Dems für den Posten des Bürgermeisters der Linksaußenbewerber mit dem indischen Namen. Sein Wahlkampfthema. Das Leben in NYC ist unbezahlbar. Da muss er sich mal bei seinen an der Macht in Berlin befindlichen Kollegen (CDU-SPD) erkundigen. Die beschlossen dieser Tage Enteignungen als Heilmittel zum selben Thema.
Sieg (4): Umfragen in D wollen wissen, dass die unerwarteten Wahlerfolge der Linken zur letzten Bundestag den Muselmanen hierzulande zu verdanken seien. Die Grünen allerdings als die Hauptsponsoren der Turbo-Einbürgerungen wurden von niemandem aus diesem Milieu gewählt. Wie kommt es nur, dass ich bei allem Grundärger grinsen muss.
Sieg (5): Die in Polen regierenden Tusk-Sozialisten wollen den Wahlsieg des Rechten bei den Präsidentenwahlen annullieren lassen. Nach der in den beiden letzten Jahren durchgeführten Reinigung der Gerichte kein aussichtsloser Gedanke.
25. Juni 2025
Donald T. Superstar lässt sich gestern beim Nato-Gipfel in NL bei Königs feiern. Mit ins Bild gerutscht sind die EU-Ursel und der kleine Mann aus Kiew, und der Nato-Rutte versteigt sich zur Behauptung, dass der Angriff gegen den Iran nicht völkerrechtswidrig gewesen sei. Sondern was?
Superstar (2): Irgendwie sickert durch, dass er gegenüber dem Herrscher zu Jerusalem so massiv geworden sei, dass dessen Flugzeuge wieder umkehren mussten, als sie zum Gegenschlag zum Gegenschlag zum Gegenschlag zum Gegenschlag ausholen wollten. Die sog. Berichterstattung zu dem Ereignis, das man jetzt großspurig den 12-Tage-Krieg zu benennen beginnt, ist von beiden Seiten so verlogen, dass man sich mit Wertungen besser zurückhält.
In Leipzig hat sich gestern das Bundesverwaltungsgericht bequemt, das offensichtlich rechtswidrige Verbot der Zeitschrift Compact zu kassieren. Der Vorsitzende des Senats konnte sich nicht verkneifen, auf die angebliche verfassungswidrige Agitation des Martin Sellner hinzuweisen, die aber für ein Verbot nicht ausgereicht habe, weil sie für die Zeitung nicht prägend gewesen sei.
Verfassungswidrig (2): Ich habe einen Moment gestutzt: Wovon redet der Mann? Meint er Sellners Vorschläge zur Remigration? Ein Bürger, zumal ein ausländischer, muss bei seinen Äußerungen die Verfassung einhalten? Das ist Stoff des ersten und zweiten Semesters im Jurastudium. Nochmal und ohne Ironie: Die Forderung, Illegale außer Landes zu schaffen, um so das geltende Recht wieder ins Lot zu bringen, ist keine verfassungsfeindliche Agitation, sondern eine pure Selbstverständlichkeit, wenn man es mit dem Rechtsstaat ernst meint.
24. Juni 2025
Wem soll man noch glauben? Während gestern ein iranischer Raketenangriff auf den US-Stützpunkt im Golfstaat Qatar angeblich stattfand, der ebenso angeblich niemandem weh tat, ist sich US-Präsident Trump heute Nacht sicher, dass es innerhalb von 12 Stunden einen endgültigen Waffenstillstand zwischen dem Iran und Israel geben wird. Falls sich das als zutreffend erweisen wird, kann es nur bedeuten, dass die USA einen großen Bluff vorgeführt haben, um einen Propagandaausstieg aus dem Krieg zu generieren, da Israel keine weiteren Verluste mehr ertragen kann. Eine solche Gedankenkette klingt zu verrückt, um wahr zu sein.
Bluff (2): Falls Trump mit seiner Kriegsende-Ansage wieder einmal das Maul zu voll genommen haben sollte – was sich unabweisbar heute zeigen müsste –, ist sein Renommee als Dealmaker endgültig im Eimer.
23. Juni 2025
Dieses Bild stellte gestern Abend das Duo Verteidigungsminister Pete Hegseth und Stabschef Dan Cane vor, um den Luftangriff auf den Iran zu erläutern. Ob es der Wirklichkeit entspricht, muss man bestenfalls glauben, da es Bestätigendes aus anderen Quellen nicht gibt. Während die Herren noch vor der versammelten Presse im Pentagon dozieren, geht mir durch den Kopf, wie die westliche Welt wohl auf eine persische Drohnenattacke reagieren würde, mit deren Hilfe die beiden soeben ins Jenseits befördert wurden. Nicht, dass ich mir das wüsche, nein, ganz im Gegenteil, sondern nur um mir vorzustellen, wie es derzeit in den Köpfen der nichtwestlichen Welt angesichts der Tötung des iranischen Führungspersonals aussehen mag.
22. Juni 2025
Nun hat er es doch getan: Vermutlich zwischen 1 und 2 Uhr (MEZ) attackierten Tarnkappenbomber B 2 die unterirdischen iranischen Uran-Anlagen von Fordow mit bunkerbrechenden Bomben (GBU-57A/B). Die Aggression hatte sich angedeutet, nachdem vorgestern die B 2 aus Missouri in Richtung Nahost in Begleitung von Tankflugzeugen abgegangen waren und zudem Trump die US-Geheimdienst-Koordinatorin Tulsi Gabbart öffentlich mit dem Hinweis gedemütigt hatte, sie habe von der Atom-Rüstung des Iran keine Ahnung.
Attacke (2): In einer Ansprache an die Nation lobte sich Trump heute Nacht, dass die Anlagen von Fordow vollständig eliminiert seien (das Wort „ausradiert“ benutzte er nicht). Ob das stimmt, wird sich noch zeigen müssen.
Attacke (3): Die vier Musketiere im Bild. Einer redet wie üblich und drei sehen zu.
Attacke (4): Punktgenau brach der Führer Israels in Jubel aus und verstieg sich zur Behauptung, Trump habe eine geschichtliche Mission erfüllt. Bei solchem Gerede wundert es kaum, dass seine Presse-Sprechpuppen verlautbaren, als nächstes werde es Qatar und sodann als Endziel die Türkei treffen.
Attacke (5): Ich denke, es wird nützlich sein zu beobachten, wo die nächsten ballistischen Raketen aus dem Iran auftreffen. Dann wird sich schnell zeigen, dass es beim einmaligen Militärschlag von Trump nicht bleiben wird, weil die nächsten Klagelaute über den Atlantik schallen werden.
21. Juni 2025
Neuerliche Wende: Jetzt will sich Trump 2 Wochen Zeit nehmen, was er in Sachen Persien tun könnte. Das bedeutet: die Drohung bleibt im Raum, aber er will nicht. Jetzt wird’s doppelt riskant: a) für Bibi, weil dem die Luft ausgehen könnte, b) für Trump selbst, weil ein plötzliches und von wem auch immer ausgelöstes Großereignis seinem Zögern in die Schuhe geschoben werden wird.
Lesen bildet: Habe das Wort Bundesfamiliennachzugsministerium gelernt.
20. Juni 2025
Die Ermordung der Ajatollahs wird jetzt im Wertewesten ganz offen als gottesfürchtige Werk angepriesen. Mir geht durch den Kopf, dass der letzte Religionskrieg hierzulande 30 Jahre lang andauerte (1618-48). Hernach wusste keiner von denen, die ihn begonnen hatten, wenn sie denn überhaupt noch lebten, warum eigentlich dieser alles verheerende Dreißigjährige Krieg geführt worden war. In meinen Alpträumen sehe ich dies auch jetzt und hier. Sicher ist, dass dereinst kein Mensch mehr über die als Kriegsgrund ausgerufenen Atombomben-Anlagen des Iran reden wird, von denen mir schwant, dass es sich um ein propagandistisches Hirngespinst handelt.
Ajatollahs (2): Um nicht mutwillig missverstanden zu werden. Ich finden diese Leute zum K…n. Doch sie beherrschen nicht mein Land, jedenfalls noch nicht. Was im Übrigen nur denkbar wäre, wenn diejenigen, die unsere Grenzen vorsätzlich geöffnet haben, die Unterwerfung des deutschen Volkes ad ultimo vorantreiben. Merz und seine Berufskatholiken wirken derzeit auf mich, als wollten sie die Agenda der notorischen Rechtsbrecherin A.M. weiter vorantreiben.
Ajatollahs (3): Der Iran hat heute Nacht mindestens 30 ballistische Raketen auf Israel abgeschossen. Jetzt wird es offensichtlich: Die Angreifer hatten sich vor ihrem Angriff, der vor einer Woche begann, komplett verrechnet. Nun bekommen sie die Antwort in täglichen Dosen verabreicht, was zur Folge hat, dass ihnen die Munition der Raketenabwehr (Iron Dome) ausgeht.
Ajatollahs (4): Jetzt ist das Geschrei der Angreifer groß. Die Führer Israels sprechen, wenn die Gazetten richtig wiedergebe, von völkerrechtswidrig und von Kriegsverbrechen, nachdem gestern ein Krankenhaus zerbombt wurde und ein an Leukämie erkranktes Kind dort starb.
Ajatollahs (5): Nachdem diese aufgrund des Beschusses und der Drohungen von Trump nicht einknickten, gerät dieser nun in eine heikle Lage nämlich in die Zwickmühle der eigenen großzügigen Versprechungen, einerseits keine Kriege mehr zu beginnen, um die USA im Innern in Ordnung zu bringen, und andererseits seinem Freund Bibi N. helfen müssen. Es haben sich zwei Parteien innerhalb der Reps gebildet, die an Deutlichkeit nicht sparen: Die Konservativen um den prominenten Journalisten Tucker Carlson, der mühelos ein Millionenpublikum erreicht, und die Waffenlobbyisten um die Senatoren Ted Cruz und Lindsey Graham.
Ajatollahs (6): Der deutsche Medienmob hat zum Glück ein eigenes Thema. Man arbeitet sich am Chef der AfD ab, weil dieser sich gegen den aktuellen Nahostkrieg ausgesprochen hatte, denn der bringe keinerlei Lösung der dortigen Probleme und diene nicht den deutschen Interessen. Wie sagen die Wohlmeinenden auf neudeutsch? Das geht gar nicht.
19. Juni 2025
Da laufen zwei zu großer Form auf: Fritz der Kanzler und Roland Tichy. Fritz sagt, als der Don mit Blick auf den am Konferenztisch in Canada erscheinenden Selenskyj bemerkt: Wo-ist-denn-der-Putin?, mit Kriegsverbrechern setze er sich nicht an einen Tisch. Trump reist vorzeitig ab. Beidseits keine Großtat.
Fritz (2) sagt – ein Heldeninterview bei Mainstream nutzend –, durch die Bombardierung des Iran mache Israels Luftwaffe die Drecksarbeit für uns. Es geht hierbei, um es klar zu formulieren, um die Ermordung der politischen und militärischen Führer eines anderen Landes. Ist dem Fritz bewusst, wozu er hier aufruft und wie dünn das Eis ist, auf dem er selbst tanzt?
Fritz (3): Schützenhilfe erhält er von Roland T., dem Chef von TE. Der lobt den Fritz über den grünen Klee und schlägt einen Riesenbogen, dass sich die Bombardierung per Fernwirkung gegen die 68er-Linken in unserm eigenen Lande richte. Ihre Lügen bis hin zu Klima und allem anderen Trallala würden so unrettbar beschädigt. Man liest es und staunt. In den über 200 Leserbriefen tummeln sich kreuz und quer die Wohlmeinenden und blasen ihre Backen auf. Nichts Neues im Osten: Der Russe rückt weiter vor, jetzt geht es um die Großstädte Sumy und Saporoschje. Wenn man klug ist, lässt man den Häuserkampf dort. Doch ich lese mit Misstrauen die Ankündigung des Kleinen Dicken aus Nordkorea, weitere Kampftruppen ins Feld zu führen.
17. Juni 2025
Warum amerikanische Präsidenten im Zivilkleide militärisch grüßen, war mir immer schon rätselhaft – irgendwie ein Verstoß gegen die Kleiderordnung. Deutsche Potentaten beschränkten sich seit den 1970er Jahren ab und an darauf, sich in einen Bw-Parka zu hüllen, um militärische Nähe zu zelebrieren. Meinen trug ich während der Studentenjahre, bis er in Fetzen fiel. Militärisches (2) kommt offenbar wieder gut an. Paraden diesseits und jenseits des Atlantik. Die Trumps von hinten boten einen tollen Anblick.
Trump (2): Den G 7-Gipfel in Canada hat er gestern Abend platzen lassen – vermutlich, weil es dort nichts Gescheites zu besprechen gab. Mit wem auch hätte es sollen? Selenskyj, der da war? Die weltwirtschaftlich interessanten Größen waren nicht am Start, das ist halt die wertewestliche Hybris.
Trump (3): Seine Aussagen zum Konflikt klingen irgendwie verquollen. Rückkehr an den Verhandlungstisch. Ja sicher, aber warum sollten die Perser das tun, wenn deren Feind in Jerusalem soeben die Tötung seines religiösen Oberhaupts angekündigt hat?‘
Trump (4): Nicht mit ihm, sondern mit Putin besprach sich, wenn die Gazetten nicht lügen, der türkische Großpascha. Offiziell boten sie Vermittlung an. Was sie sonst so besprachen, bleibt der Phantasie überlassen. Derweil geht das Töten und Sterben weiter.
16. Juni 2025
Es ist schwer zu sagen, was sich im Moment in Nahost tut. Beide Seiten minimieren in ihrem offiziellen Gerede, so gut es geht, ihre Verluste. Den israelischen Führer verstehe ich so, dass er weitermachen will, bis ein Regime Change in Persien erreicht ist. Und dann? Dann wird die übrige Welt, falls das gelingen sollte, feststellen, dass ein vom religiösen Wahn befreites Regime, für Israel erst recht zum tödlichen Problem wird. Woher ich das weiß? Weil sich am Grundkonflikt nichts geändert hat, der auf Landnahme beruht und auf vermeintlichen Rechtstiteln aus unvordenklich fernen Zeiten.
15. Juni 2025 Telefonat von Trump und Putin im Nahostkonflikt. Ob die Klartext miteinander reden? Nahost (2): Netanjahu behauptet derweil, mit Unterstützung von Trump zu handeln. Das klingt nicht nach Deeskalation. Dass China die Unterstützung des Iran zusagt, auch nicht. Mir würde etwas fehlen, wenn jetzt nicht GB Flugzeuge nach Nahost entsandt hätte.
Nahost (3): Jetzt schlagen Raketen in Israel ein. Was hatten die denn so gedacht?
14. Juni 2025
Noch von gestern, Bomben (5) auf Teheran. Oder auf Neudeutsch: dem Zeller sein Kommentar:
Bomben (6) auf Teheran: So wie ich es gestern Nacht gemutmaßt hatte, waren tagsüber in D die Kommentare. Ich sage nur dies: Wissen die deutschen Wort-Heroen, die strikt nach jeweiliger Gesinnung für die eine oder die andere Seite Partei ergreifen, eigentlich, in welchem sicherheitspolitischen Vakuum sich unser eigenes Land befindet? Ich denke nein, denn sie wissen ja sonst auch wenig bis nichts.
Bomben (7) auf Teheran: In den Medien des Wertewestens ist von einem Enthauptungsschlag die Rede, weil man führende Militärs und Wissenschaftler des Landes getötet hat. Das Verb „ermorden“ findet in diesem Zusammenhang keine Verwendung. Ich betrachte mit Interesse die Gesichter der Ermordeten. Sie wirken auf mich erstaunlich intelligent und zivilisiert. Jetzt kann ich darauf warten, dass man mir eine frivole Sympathie mit dem Mullah-Regime unterstellt. Dass ich dieses unbegreiflich, ja schauerlich finde, wird man mir als Schutzbehauptung auslegen, jetzt wo militante Aggressivität Plicht ist.
Bomben (8) auf Teheran: Ich wage die Behauptung, dass der Schlüssel für den Großen Krieg in Ankara liegt. Wird dortzulande der Krieg zwischen Jerusalem und Teheran als vortreffliche Gelegenheit angesehen, die sog. fortschrittlichen Rebellen in Syrien von der Leine zu lassen, dürften in Israel die Lichter ausgehen. Ich habe keinen Schimmer, ob diese Annahme realistisch ist. Schließlich bin ich nicht der türkische Großpascha.
Bomben (9) auf Teheran: Die Stellungnahmen aus dem offiziellen Amerika sind denkwürdig gespalten. Während Top-Politiker der an der Macht in den Gesetzgebungsorganen befindlichen Republikaner sich offen auf die Seite Jerusalems stellen („we pray for Israel“), versuchen der Außenminister und sein Chef das Land in ein Nichtbeteiligten-Gewässer zu steuern.
Bomben (9) auf Tel Aviv: In den heutigen frühen Morgenstunden gab es Raketeneinschläge in der City, nachdem zunächst mitgeteilt worden war, dass mit Hilfe der israelischen Luftabwehr genau dies verhindert worden sei. Die US-Regierung gibt bekannt, dass sie bei der Raketenabwehr Iron Dome Beihilfe geleitet habe. Soviel zur Nichtbeteiligung der Trump-Regierung.
Bomben (10) auf Kiew und anderswo: Ich brüste mich keineswegs damit, dass ich vorausgesagte, Russlands Führung werde jetzt die ruppigsten Raketen- und Drohnenangriffe auf Städte in der Ukraine durchführen lassen. Das schien ihr notwendig zur eigenen Gesichtswahrung, nach den ukrainischen Drohnenattacken vom vergangenen Wochenende tief nach Innerrussland hinein. Jedoch: Jede Bombe, die beispielsweise in Charkow einschlägt, wird nach dem einstigen und von mir dringend herbeigewünschten Ende des Waffeneinsatzes eine tatsächliche Befriedung des Landes und der darin inkorporierten Großstadt in eine unermesslich fernere Ferne rücken. Ich denke mal, die russische Führung weiß um dieses Dilemma. Die Göttin des Krieges ist eine Hure.
13. Juni 2025
Israel hat heute Nacht (MEZ) eine noch unbekannte Vielzahl von Zielen im Iran bombardiert. Seine Offiziellen verbreiteten die Nachricht, dass sich dieser Angriff gegen das iranische Atomwaffen-Programm richte und so lange fortgesetzt werde, wie diese existentielle Gefahr für Israel bestehe.
Bombern (2) auf Teheran: US-Stellungnahmen betonen, dass die Amerikaner mit diesen Bombardements nichts zu tun hätten. Vorsorglich werde allerdings alles entbehrliche Personal aus den Botschaften im Nahen Osten abgezogen.
Bomben (3) auf Teheran: Stelle mir vor, dass in D im Laufe des Tages das Geplärre über die Rolle Israels wieder einen traurigen Höhepunkt erreichen wird. Dabei besteht in erster Linie die reale Gefahr, dass wir an der Schwelle eines Weltkrieges stehen, für dessen Auslösung es in der übrigen Welt kaum Zweifel geben wird – vor allem in Staaten nicht, in denen das Existenzrecht Israels keinen Wert an sich darstellt.
Bomben (4) auf Moskau: Verteidigungsminister Pistorius erklärte gestern in Kiew, dass die Ukrainehilfe weitergehe, aber es werde keine Taurusse geben. Weiß Fritz der Kanzler das auch schon? Mir war aufgefallen, dass er in den vergangenen Tagen bei diesem Thema von Verschlusssache raunte. Jetzt ist es offenbar keine mehr. Bleibt die Frage, was zu diesem erstaunlichen Sinneswandel geführt haben mag. Ich tippe auf handfeste Tipps aus Washington, deren Grundlage wiederum handfeste Tipps aus Moskau waren.
11. Juni 2025
Der Chef des Bundesnachrichtendienstes Bruno Kahl wird so zitiert: a) Das ganze russische Volk stehe hinter der Kriegspolitik von Wladimir Putin: „Wir haben den Eindruck, dass das gesamte russische Volk bereit ist, Putin zu folgen, dass dieser Krieg notwendig ist, dass die böse Nato der Aggressor ist.“ Das liege b) daran, dass die russischen Medien nur diese Meinung verbreiten würden. Soso. Bleibt die Frage, was eigentlich die von uns mit viel Steuergeld gepamperten Einflussnahme-Einrichtungen (Radio Liberty und Genossen) so treiben, wenn Kahls unter b) mitgeteilte Folgerung stimmen sollte.
Der böse Putin (2): Da mag das Bundesamt für Verfassungsschutz nicht zurückstehen. Unter dem Titel Gefährdung durch russische Spionage, Sabotage und Desinformation. Momentaufnahme und Einordnung teilt das Amt dem erschrockenen Leser mit, dass die Dienste aus dem Osten bei uns ihr frivoles Handwerk treiben und zwar „verstärkt“. Besonders gravierend sei die Einflussnahme auf Wahlen. Doch Vorsicht, als Robert der Denker die schönen Frau vom BSW das russische Sponsoring öffentlich unterstellte, ließ diese ihm das verleumdende Gerede auf dem Rechtswege untersagen. Merke: die Berufung auf die eigenen Dienste, zumal das BfV, ist nichts, auf was sich Gutmensch verlassen sollte.
Der böse Putin (3): Das BfV-Werk enthält zur Illustration des feindlichen Tuns eine Toolbox Russland. Darinnen sind den Autoren seltsame Aussagen gelungen. Da, wo man die Ziele der Angreifer beschreibt, spricht das Amt von Schutzzielen in Deutschland. Das war mir neu. Aber es ist auch Lustiges vermerkt. So nennt man das üble Tun der Hacker Hackivisten.
Ach ja, der Osten: In Leipzig begann gestern die mündliche Verhandlung in Sachen Compact-Verbot vor dem Bundesverwaltungsgericht. Gewundert habe ich mich über den Mann im Zuschauerraum mit der FDP2-Maske (der Nahbeobachter des BfV?).
Der Osten (2): Die Mitteldeutsche Zeitung macht gegen die in Halle für den 8./9. November 2025 geplante Buchmesse mobil. Ihr sind Sätze eingefallen, die man aufheben sollte „Halles Stadtgesellschaft, von Vereinen und Verbänden über Kirchen und Gewerkschaften bis zur Politik, ist geübt darin, Rechtsextremisten in die Schranken zu weisen. … Ein Treffen von Verlagen und anderen Akteuren des rechten Spektrums in der Stadt eines antisemitischen und rechtsextremen Attentats – das ist instinktlos und provokant zugleich“. Wer sind denn zum Teufels Namen diese Rechtsextremisten? Vermutlich du und ich. Man muss den Namen des Schreiberlings nicht kennen. Es genügt, sein Gesicht zu betrachte. Voilà:
Im Osten (3): Ist das echt? fragt der Mann am Lagerfeuer (Achtung Meldestelle: Lagerfeuer ist gesicherter Rechtsextremismus, Hetze und alle diese gesicherten Sachen, die mir im Moment nicht einfallen wollen), indem er auf das winzige grün-silberne Einzelkämpferabzeichen aus Metall an meinem Revers deutet. Ich: Nein, das echte ist aus Stoff. Er: Und das haben Sie? Ich: Zweifel? Er (sucht nach Worten): Sie sehen nicht so aus. – Das ist ein guter Auftakt, wir sprechen über die Streitkräfte. Die in der Nähe stehenden Frauen nehmen Abstand.
9. Juni 2025
Beim vorgestrigen Besuch des Globus in Isserstedt bei Jena finde ich in der Intelligenzabteilung 4 Autobiographien vor, die von Papst Franziskus, Gott hab ihn selig, die von Barack Obama und zwei auf dem Ramsch. Davon erwerbe ich eine für 4,99 €: Samuel Meffire: Ich, ein Sachse. Mein deutsch-deutsches Leben. Es geht um einen in der DDR geborenen Mischling. Nebenbei, dass Dresden-Prohlis, Prohlis heißt, habe ich schon immer witzig gefunden.
Autobio (2): Ich lese heute Morgen in das Buch hinein, gerate rasch ins Blättern und lege es dann auf den Stapel „vergiss es“. Die drei anderen hatten es erst gar nicht bis in die Nähe des Einkaufswagens geschafft: Ein toter Papst, zumal einer unseres Jahrhunderts, liegt weit außerhalb meiner Interessen, der Ex-Präsident der USA ist auch nicht gerade mein Fall, jedenfalls nicht bevor diese Memoiren auf dem Ramsch landen, und das dritte Buch schließlich stammte von einer Leutnantin zur See mit orientalischem Äußeren. Ich las, an den Ramschtisch gelehnt, im Schnelldurchgang und entschied mich, dass eine Suada über Neonazismus in der Bundeswehr nichts ist, was ich im Moment nicht entbehren könnte (doppelte Verneinung = komplizierter Gedanke).
Autobio (3): Bei soviel unkorrektem Tun amüsiert mich die Vorstellung, dass eine von Steuergroschen lebende Hochbegabte mit Hilfe ihrer rassistischen Vorurteile bemerken könnte, dass ich hier mehrere mehr oder weniger Farbige aus meinen momentanen Betrachtungen von fremden Selbstdarstellungen ausgeschlossen hätte – ein klarer Verstoß gegen die universell geltenden Menschenrechte oder so. Da gibt’s nur eins: Meldestelle.
Autobio (4): Bei der Wendung „da gibt’s nur eins“ klingelt es mir soeben im Ohr. Auftritt des Kompanie-Feldwebels meiner Muschkoten-Zeit. Der wortmächtige Mann nutzte diese Wendung unter Hinzufügung eines einzigen Hauptwortes. In meinem Fall war es regelmäßig „Friseur“. Wenn er einen schlechten Tag hatte, verkürzte er den Befehl auf den Text „Nur eins, Friseur“.
8. Juni 2025
Die Mafia lebt. Kaum ist es den Deutschen gelungen, mit einer zittrigen Wahlentscheidung die größten Querschläger aus den Ämtern hieven zu lassen, tummeln dies sich dank der verdeckten Einflussnahme des berühmten Herrn Irgendwer weiterhin im deutschen Namen auf der Weltbühne. Baerbock, Habeck und Lauerbach sind hierbei nur die Spitzen der Eisbergs, der über den Atlantik segelt – streng klimaneutral, versteht sich.
Mafia (2): Die für die Flutung des Landes zuständigen kriminellen Organisationen unterlaufen vor aller Augen die Reste des bereits verkrüppelten Rechtssystems. Dass dergleichen, wie sich nun zeigt, von Sumpfgewächsen in Brüssel gesteuert wird, wundert eigentlich niemanden. Man nimmt die Geldflüsse schulterzuckend zur Kenntnis.
Mafia (3): Die EU ein Friedensprojekt aus den 1950er Jahren? Heute wohl kaum, wenn denn je.
Aber auch dieses: Trinke bei Freunden auf der Terrasse bei deutlich zu warmen 14 Grad deren selbstgebrauten heißen Pfefferminztee. Das Gespräch hüpft hin und her. Um dem über den Krieg den Garaus zu machen, behaupte ich frech, die Ukraine werde noch in diesem Jahr kapitulieren. Doch das Gewünschte tritt nicht ein, alle reden gleichzeitig, bis ich mir wieder Gehör verschaffe: Wenn ich nicht recht habe, gebe ich einen aus, wenn aber doch, dann erst recht. Das findet Zustimmung.
Pfefferminztee (2): Danach reden wir über Leute von nah und fern und lachen viel. Es bleibt einstweilen dabei: der Krieg ist woanders.
7. Juni 2025
Ein Blick auf die zahlreichen sich fortbewegenden Gefechtshandlungen in der Ukraine weckt den Verdacht, dass der gesamte Frontbogen in ein kaum noch aufzuhaltendes Rutschen gerät, was durch Angriffshandlungen, die über die nördliche Grenze zu Russland erfolgen, ergänzt wird.
Ostfront (2): Die Töne aus Moskau, was einen möglichen Einsatz der Taurusse Richtung Russland anlangt, werden vielstimmig ruppiger. Fritz der Kanzler eiert. Das wäre dann also, wenn er die Lieferung stoppt, sein letztes bislang noch nicht gebrochenes Wahlversprechen, was er nun ungeschehen machen will. In diesem einen Fall wäre es ihm nicht übel zu nehmen.
Ostfront (3): Die Lage auf der Ostsee eskaliert, nachdem sich Estland per Gesetz selbst ermächtigt hat, gegen die russische Schattenflotte gewaltsam vorzugehen. Jetzt sind die Leute entsetzt, dass der Russe angekündigt hat, seine Tanker mit Kriegsschiffen zu eskortieren. Man kann die Uhr danach stellen, wann dort der erste scharfe Schuss fällt.
6. Juni 2025
Fritzens Auftritt im Oval Office gestern war eine mehrgliedrige Peinlichkeit. Während Trump davon sprach, der Sinn des Besuchstermins sei es, zum einen mit den Deutschen gute Geschäfte zu verabreden und zum anderen mit deren Unterstützung, den Krieg in der Ukraine zu beenden, redete Merz davon, dass Deutschland mit ganzer Kraft an der Seite der Ukraine stehe, bis der russische Herrscher eingelenkt habe.
Peinlich (2): Merz lenkte in einem Zwischenruf die Aufmerksamkeit auf das morgige (sprich: heutige) Datum (6. Juni 1944 = D-Day = die Landung der Anglo-Amerikaner in der Normandie), um dem stutzenden Trump , als dieser brummelte „na ja, für Sie keine Freude“, devot zu erläutern, wie wichtig für ihn die Befreiung vom Nazitum durch die US-Amerikaner sei, die dieser Tag für ihn symbolisiere.
Peinlich (3): Ansonsten saß der Deutsche die geschlagenen 45 Minuten wie eine Staffage vor dem Kamin, da sich die versammelte Presse nur für inneramerikanische Themen, wie das jüngste Steuer- und Wirtschaftspaket und Trumps Streit hierüber mit Elon dem Wunderkind interessierte. Trump fand den nunmehr ehemaligen engen Freund enttäuschend (disappointing).
Peinlich (4) sind deutsche Mainstream-Kommentare über den Auftritt, wonach Merz dem Meister die Meinung gegeigt habe. Gelegenheit war durchaus, doch wann mag das passiert sein? Mir fiel lediglich auf, dass Trump über Fritzens kurze Bemerkung zur Ukraine-Unterstützung unkommentiert hinwegging, während Vize Vance in seinem Sessel für Sekunden die entspannte Haltung aufgab und sich nach vorne beugte und Außenminister Rubio unruhig hin und her rutschte. Doch es blieb friedlich dank der Ignorierung des Deutschen durch den Chef.In dessen Kopf hatten die Deals Vorrang.
4. Juni 2025
Was den Schweizer Bürger demnächst zur Entscheidung vorgelegt wird. Bei uns undenkbar. Undenkbar?
Undenkbar (2): Eine unzuständige Kammer des Berliner Verwaltungsgerichts lässt drei abgewiesene Somalier einreisen. Undenkbar? Nicht in Berlin. Dass der Vorsitzende ein grüner Aktivist ist, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.
Undenkbar (3): Die Koalitionäre des niederländischen Wahlsiegers haben diesen wochenlang in Sachen Massen-Migration auflaufen lassen. Und jetzt? Hat Wilders halt die Koalition platzen lassen. Nun müssen die Wähler wieder ran.
Undenkbar (4): Bislang jedenfalls, die Kertschbrücke wegzusprengen. Eine Tonne Sprengstoff beim Unterwasserangriff des ukrainischen Dienstes unterbrach gestern den Verkehr für 4 Stunden.
3. Juni 2025
Eine zweite ukrainisch-russische Verhandlungsrunde in Istanbul dauerte diesmal nur eine einzige Stunde. Sie brachte den beabsichtigten Austausch von Gefallenen. Sonst nichts. Die Türken drückten es diplomatisch aus: Es sei nichts Negatives dabei herausgekommen. Nur der kleine Mann aus Kiew schwelgte in Angeboten, die der böse Wlad ignoriert habe. Fest steht, die Russen bleiben beim Njet zu anhaltenden Waffenstillstandszusagen. Es hat sich also nichts geändert.
Ostfront (2): Es hat am Wochenende weit nach Sibirien hineinreichende Drohnenangriffe auf Militärstützpunkte gegeben. Tausende Kilometer von der Front entfernt, können die Drohnen nur durch Sabotagetrupps entsandt worden sein, die im tief im Feindesland operierten. Das war der erst spektakuläre Erfolg ukrainischer Kriegsbemühungen seit der letztlich misslungenen Offensive Richtung Kursk im August des Vorjahrs. Ich nehme an, dass wir alsbald von einer drastischen Antwort hören werden.
Ostfront (3): Die Stichwahl zum neuen polnischen Präsidenten am Wochenende brachte gestern nach offenbar mühseliger Auszählung des knappen Ergebnisses, den Sieg des nationalpolnischen Kandidaten, der als Tusk-Gegner angetreten war. Das Ergebnis stieß bei Mainstream auf offene Ablehnung, da man auf den Tusk-Mann als sicheren Sieger gesetzt hatte. – Trump gratulierte. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Für Deutschland wird die Einkreisung enger.
2. Juni 2025
Ein Ausflug in den Bregenzer Wald lehrt den Fahrer notwendige Schlangenlinien zu fahren. Die Mühe der Anreise nach dem dortigen Schwarzenberg lohnt, denn Ziel ist das Angelika Kauffmann-Museum, das zu finden dem Fremden nicht eben leicht gemacht wird. Beherzt hole ich auf hochdeutsch Auskunft bei einer jungen, soeben aufs Rad steigenden Eingeborenen. Muscht du bis zum Kirchturm gehe, dann kukscht, dass du links davon die Feuerwehr findscht. Dann bischt fascht do. Es stimmt.
Angelika (2): Das Museum birgt zweierlei: zunächst einmal das Leben im 18./19. Jahrhundert in dieser Fernab-Region in niedrigsten Stuben und das schreckliche Dasein der Schwabenkinder, die als überzählige Esser fernab zur Arbeit nach Norden geschickt wurden. Ein Pflichtbesuch für alle Schneeflocken unserer Tage würde vielleicht dem einen oder anderen nützlich sein, um den eigenen Paradieszustand zu erahnen. Ob’s hülfe? Wer will das wissen.
Angelika (3): Die derzeitige Ausstellung zur namensgebenden Malerin ist A.K. und die Mode bezeichnet. Sie zeigt die von der Star-Künstlerin kreierte Marotte, ihre reichen Auftraggeber in den Kleidern vergangener Epochen darzustellen. Mit Staunen betrachte ich den Faltenwurf. Fast ist man versucht, die Gesichter der Portraitierten nicht zu beachten.
Angelika (4): Sie war zudem eine Meisterin des Selbstportraits. Ich kann mich gar nicht sattsehen an diesen Momentaufnahmen aus dem Leben dieser schönen und geradezu revolutionär erfolgreichen und selbständigen Frau. Dass sie in England in ihrer ersten Ehe auf einen Heiratsschwindler hereinfiel, registriere ich für meinen So-spielt-das-Leben–Fundus.
Angelika (5): Der Besuch in der Ortskirche bietet das Erwartete und auch Überraschendes. Erwartet waren nach Lektüre des Reiseführers die Kirchenausmalung durch Vater und Tochter Kauffmann, nicht hingegen der Kult um die Selige Ilga, deren Knochenreste hinter Glas angebetet werden können. Man kennt ihren Todestag, weiß aber nicht, ob sie tatsächlich gelebt hat. Das nenne ich zur recht ein Wunder. Eine Ilga-Biographie, die zu erwerben ich mir nicht verkneifen kann, klärt mich über weitere Details der Angebeteten auf. Ihr bemerkenswertes Tun war der Transport von Wasser in ihrer Schürze. Als sie auf dem Weg von der Dorfquelle zu ihrer Einsiedelei davon einiges unterwegs vergoss, entsprang an der Stelle eine Heilung bringende neue Quelle. Das fanden die Leute natürlich wunderbar und tun es heute noch. Als sie starb, fingen im Ort die Kirchenglocken von selbst zu läuten an. Die Kirche, so schreibt etwas spröde der Ortschronist, Mesner und Biograph habe seinerzeit noch gar nicht existiert. Ich lese auch dies mit Staunen bei einem Erdbeerkuchen im Freien, nachdem ich mich vom Küster über die Beerdigungsbräuche habe instruieren lassen. Die Toten werden wg. des Platzmangels auf dem Kirchhof eingeäschert, was mich in dieser strikt katholischen Gegend etwas überrascht, aber wieder mal vom Pragmatismus der Mutter Kirche überzeugt.
1. Juni 2025
Eine Vitrine im Wohnraum stehen zu haben, so lerne ich gestern Abend aus vertrautem Munde, ist Ausdruck des Hangs zum Kitsch. Dieser wird nur noch durch deren Inhalt gesteigert. Meine stand nur wenige Tage an genanntem Ort, dann verschwand sie – worüber ich jetzt natürlich erleichtert bin – wieder. Mit ihr wurde meine Leuchtturm- und Diktatorensammlung dem längst nicht immer wohlwollenden Auge des Besuchers wieder entzogen. Ich muss also niemandem mehr erklären, woher ich Stalin, Churchill, den Führer und den Duce habe, und warum der Italiener und der Brite viel größer sind als alle anderen.
Churchill (2): Zu meinem Missbehagen ist der liebevoll gepflegte Rote Pfeil der Schweizerischen Bundesbahnen nach Churchill benannt, mit dem ich gestern die das grüne Voralpenland der Ostschweiz durchkreuzte, über welche die gelehrten Eingeborenen Debatten führen, ob es eigentlich geographisch die Nordschweiz sei. Verkneife mir Bemerkungen, dass ich diese Zugbenennung ähnlich geschmackvoll finde, als würden wir heutzutage die A 9 als Straße des Führers bezeichnen. Wir könnten uns dabei auch, wenn wir etwas lockerer wären, auf unsere Freunde aus Italien berufen, in deren Hauptstadt ich auf der Ponte Duce wandelte.
Churchill (3): So lausche ich einem ernsten Vortrag – zum Glück ist er kurz – eines halbjungen Historikers, der darüber aufklärt, warum diese Zugtaufe wg. des im Jahre 1946 erfolgten Besuch Churchills in der Schweiz geschah. Er, der Historiker, verstieg sich zur Bemerkung über die außerordentliche Beliebtheit des Mannes, der den wackeren Schweizern ein Vorbild an Durchhaltewillen gewesen sei. Seinen entscheidenden Anteil am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erwähnte der Vortragende nicht, natürlich nicht. Auch nicht, dass der beliebte Mann just soeben von seinen Briten mit Pauken und Trompeten abgewählt worden war, weil sie von ihm Schnauze gestrichen voll hatten, wie man so sagt.
Churchill (4): Die Aufzeichnung der Sonntagsrunde des Radiosenders Kontrafunk, zu der eigentlich eingeladen worden war, ging als unverständliches Gemurmel vorüber, weil die Technik, die man aufgeboten hatte, nicht auf die Zuglautsprecher übertragbar war. Das Publikum nahm’s erstaunlich gelassen und unterhielt sich stattdessen prächtig bei gutem Essen und professionellem Service an den engen Vierertischen. Ich auch.
Churchill (5): Ich lernte eine neue Art des Wiedererkennens kennen. Nicht das Aussehen sorgt dafür, sondern der Name nebst zugehöriger Stimme. Nun gut, man bewegte sich hier unter einem notorischen Radiopublikum. Lustige Erfahrung.
31. Mai 2025
Während Mme. Weidel bei den europäischen Konservativen in Budapest gefeiert wird, reise ich durch das südwestliche Deutschland, um dort zuzuhören und zu reden. Alles wirkt beschaulich-behaglich. Der Gesprächston ist gesittet, wie ich ihn schon länger nicht mehr vernommen habe. Ich habe Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass die Leute hier etwas anderes als die CDU wählen könnten, denn sie halten diese für konservativ.
Konservativ (2): Das bestätigt mein sein Jahr und Tag gepflegtes Vorurteil, dass konservativ als politische Programmaussage nichts bedeutet. Es ist eine Wohlfühl-Leerfloskel ohne greifbaren Inhalt. Vor allem fehlt die Stoßrichtung, welche von der politischen Linken gepachtet zu sein scheint.
Konservativ (3): Wenn die jetzige, an der Macht befindliche Gesellschaftsschicht alles in ihrer Macht stehende tut, um an derselben zu bleiben, so nenne ich das konservativ (= nichts bewegt sich, was man früher nicht ohne Grund den Beamten nachsagte).
Konservativ (4): Bevor die sog. sich selbst so nennenden Konservativen ihre Angst nicht überwinden, irgendwer könnte Anstoß nehmen, werden sie bleiben, was sie sind: bedeutungslos. Insofern wirkt Weidels in Budapest erfolgte Ansage, dass die Euro-Globalisten abgeräumt werden müssen, anders, als die meisten Leute sich das Reden eines Konservativen vorstellen. Lachhaft ist, was die Leserbriefe auf diversen Blogs hierzu dozieren. Führend wie stets: Tichys Einblick. Hier liest man im Originalton, warum sich in D nichts ändern kann.
Konservativ (5): Mich erheitert die Vorstellung, wie diese Parterre-Akrobaten reden und schreiben werden, wenn sie unter eine robuste Führung geraten. Dann werden die meisten schon immer dieser oder jeder Meinung gewesen sein. Jetzt hingegen erschöpfen sie sich in hitzigen Debatten, ob A.H. ein Linker gewesen sei.
28. Mai 2025
Über Nacht ist das jüngste Senioren Arkrützel von Bernd Zeller in meinen elektronischen Briefkasten eingeworfen worden. Daraus raubkopiere ich das hier:
Leugner (2): Der amerikanischen Presse entnehme ich, dass Fritz der Kanzler sich am Montag via Interview dahingehend festgelegt hat, dass die Ukraine von ihm die Genehmigung erhalten habe, „westliche Waffen“ bis tief nach Russland hinein gegen militärische Ziel zu verwenden. – Falls die Aussage das bedeutet, was jedermann darunter verstehen muss, werden uns die Russen bald mitteilen, wann und wo das geschehen ist. Diese Mitteilung dürfte rabiater ausfallen, als deutsche Claqueure sich das vorzustellen belieben. – Gemeint sein kann nur der Taurus, den er bereits im Wahlkampf in aller Öffentlichkeit versprochen hatte. Doch darüber will er jetzt öffentlich nichts sagen.
Leugner (3): Bei der Gelegenheit nahm ich aufgrund einer unerbetenen Zusendung seit Jahren mal wieder zur Kenntnis, was der Chef der Jungen Freiheit Dieter Stein zum deutschen Aufrüstungsverhalten so meint. Nämlich dieses hier: „Natürlich ist entscheidend, dass nicht Hasardeure im Amt sind und Deutschland verantwortungslos in kriegerische Konflikte führen. Und darüber kann man sich hin und wieder natürlich streiten. Aber ich sehe das momentan nicht der Fall.“ – Da ich mir vor eben jenen Jahren fest vorgenommen hatte, zur JF nichts mehr zu sagen, belasse ich es bei dem Zitat.
26. Mai 2025
Alles, was man von der Ostfront angeliefert bekommt, verdient das Fragezeichen des Unbestätigten. Das liegt nicht zum wenigsten daran, dass sich viele im Brustton der Überzeugung äußern, die auf den tatsächlichen Fortgang keinen Einfluss haben. Mir erscheint es trotz größter Skepsis so, dass die Russen jetzt in einer Art und Weise Ernst machen, die keinen Zweifel mehr zulässt, dass sie allein die Initiative innehaben. Ich folgere, dass es nur der Mann im Kreml sein wird, der über das Kriegsende bestimmt.
Ostfront (2): Von den Staatslenkern hören wir in den Ansagen von Putin eine ungewohnte Härte, aus den USA (Trump und Vance) Töne der Drohung, vor allem in Richtung Europa, und vom Quarteto fantástico (Macron, Starmer, Tusk und Fritz der Kanzler) Ansagen aus Absurdistan, denn sie wollen den bösen Putin zum Waffenstillstand zwingen, um eigene Truppen ins Land schicken.
Ostfront (3): Der russische Vormarsch am gesamten Frontbogen hat sich seit Mitte Mai deutlich beschleunigt. Es sind jetzt mehrere Kilometer am Tag im Schnitt.
Ostfront (4): Am jetzt vergangenen Wochenende hat es den größten Raketen- und Drohnenangriff gegen Ziele in der Ukraine gegeben. Über die Auswirkungen lässt sich wie üblich nichts Verlässlichen feststellen.
Ostfront (5): Nachdem sich Fritz der Kanzler laut Bild in der vergangenen Woche telefonische Ohrfeigen von Trump eingehandelt hat, droht Merz jetzt, nachdem sich US-Investoren für die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream starkmachen, mit dem endgültigen Aus für die Röhren. Fragt sich der Laie: Lebt der Mann hinter dem Mond, oder welche spezielle Sorte von US-Interessen vertritt er hier in diesem Fall? Und was, um Himmels Willen, denkt sich sein bisheriger Spannmann Kretschmer aus Dresden, der plötzlich über eine Wiederinbetriebnahme mit dem Russen reden will? Peilt er bereits das Morgen nach Merz an? Auch fiel mir auf, dass Sachsen bislang nicht an der Ostsee liegt.
Ostfront (6): Der Angriff aus dem Orient auf das eigene Land hat mit dem Russen bislang nichts zu tun. Das Desaster haben wir dank der Führerin und ihrer Nachfolger selbst eingefädelt. Die Zahl der Messertoten steigt.
25. Mai 2025
Wasche mit der Hand eine weiße Schale mit hellblauem Meeresgetier-Dekor ab, auf der ich den Gästen geräucherte Forelle angeboten hatte. Hierbei geht mir durch den Kopf, dass ich sie bei einem Wiener Porzellan-Händler entdeckt hatte. Der wollte sie mir nur mit sichtlichem Widerwillen verkaufen, da sie zu einem umfangreichen 94-teiligen Ensemble in ebenjener Aufmachung gehörte, dass er zum Abverkauf ausgezeichnet hatte. Ich sah sein Zögern und bot ihm an, die Schale zurückzunehmen, damit er das Service in toto verkaufen könne. Da traf mich dieser tausendjährige habsburgische Blick, eine Mischung aus Mitleid und Herablassung, wie man ihn nur in Wien antreffen kann.
Des Morgens (2): Lese in wenig schmeichelhafter Absicht die ersten 30, 40 Seiten aus dem Bildnis des Florian Gray, in einer schmucken Gesamtausgabe von Oscar Wilde, die zu kürzlich zum Geschenk erhielt. Eine derartige dichte Sammlung von Zynismen findet man nur selten: Natürlich-sein ist bloß Pose, und die irritierendste, die ich kenne. | Meine Frau bringt ihre Rendezvous nie durcheinander, ich immer. | Ja, sie ist in allem ein Pfau, bis auf die Schönheit. | Ganz vergessen, was er so tut – fürchte, er tut gar nichts – ach doch, spielt Klavier. | Ich habe volles Verständnis für die Wut des englischen Volkes auf das, was man dort die Laster der Oberschicht nennt. Die breite Masse meint, dass Trunksucht, Dummheit und Unmoral eigentlich ihre Domäne ist, und jeder, der sich zum Esel macht, in ihrem Revier wildert. | Soviel davon. Auf mich hinterlässt die Lektüre einen merkwürdigen Eindruck. Mein Interesse an der Handlung tritt völlig hinter dem Vergnügen an den Reiz-Sentenzen zurück, doch mein Interesse am Mehr weicht allzubald dem Genug und Zuviel.
21. Mai 2025
Trump ist mit Erfolg beschäftigt. Er hatte das Symbol für den Golden Dome, das Raketenabwehrsystem für den nordamerikanischen Subkontinent auszuwählen. Sicher ein befriedigenderer Moment als das zweistündige Telefonat mit dem bösen Wlad.
Erfolgreich (2) ist der Inhaber einer Werkstatt am Stadtrand von Gera, der gelbe VW-Transporter (Diesel) der Deutschen Post für den Weiterverkauf aufmöbelt. Auf seinem Hof stehen ungezählte Ersatzteilspender derselben Herkunft. Ich frage ihn, wo plötzlich die vielen Autos herkommen. Er: Die Post rüstet auf E um. Ich: Ich denke, die haben ihren Eigenversuch gerade wg. Unbrauchbarkeit aufgegeben. Er: Stimmt, aber die rüsten jetzt auf Mercedes um. Ich: Und Sie? Rüsten Sie auch auf E um? Er: Wozu? Ich gehe in 10 Jahren in Rente.
Erfolgreich (3): Als ich sein Kontor betrete, liegt da die ungeöffnete Bild auf dem Schreibtisch. Mir geht durch den Kopf, dass C. mich vor einigen Tagen fragte, ob ich ihr einen von deren Lesern zeigen könne. Ich hatte verneint, jetzt kenne ich einen.
18. Mai 2025
Vom Kriege: Die bilateralen Verhandlungen Ukr-Rus wurden Freitag nach anderthalb Stunden mit einem Gefangenenaustausch-Deal beendet (1000 zu 1000). Und sonst? Und nichts. Das West-Konzept – erst Waffenstillstand, dann verhandeln – ist nicht aufgegangen. Es überhaupt zu versuchen, erwies sich nach Minuten als weltfremd, denn die Russen unter Wladimir Mendinskij sagten schlicht Njet – erst anerkennen des Gebietsverlusts, dann weiterverhandeln.
Vom Kriege (2): Zum Abschied des Treffens, dessen Konferenzsprache russisch war, sagten die Russen: Beim nächsten Mal wird es nicht mehr um vier, sondern um acht (?neun) Provinzen gehen. Die in der US-Presse veröffentlichten Kartenskizzen zeigen an, worauf es angeblich hinauslaufen soll: Die zusätzliche Inkorporierung der Oblaste (von Nordost nach Südwest) Charkow (und ?Sumy), Dnjepropetrowsk, Nikolajew und Odessa.
Vom Kriege (3): An drei neuen Stellen des Frontbogens hat der Russe großräumige Kesselschlachten in Vorbereitung.
Vom Kriege (4): Derweil sich übt der Freistaat Bayern (oder ist das der Bund?) in der Kriegführung gegen die deutsche Bevölkerung. Ausreiseverbot von 8 Identitären. Selbstredend abgenickt von der weiß-blauen Justiz.
17. Mai 2025
In Potsdam tritt die Innenministerin zurück, weil sie den Verfassungsschutzchef (CDU) feuerte, weil der, wie es so schön heißt, die AfD im Alleingang hochstufte. Versteht das einer? Bei dem ganzen Gequatsche der letzten Tage über das, was der Politmediale Komplex „die Einstufung“ nennt, fiel mir auf, dass niemand die Frage diskutiert, ob der Verfassungsschutz das überhaut darf. Anders gefragt: Wo ist die einschlägige gesetzliche Befugnis? Hier die Antwort: Nirgends.
Entlassung (2): Dieser Leserbrief fiel mit heute Morgen bei Tichy auf: „Und wieder sind es Zeitungen aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrink, die sich als Kampagnenreiter beteiligen. Ich habe seit den Ereignissen der vergangenen Woche mein Abonnement des Spektrum der Wissenschaften gekündigt.“Nur selten ist es eine längere Geschichte wert, hier festgehalten zu werden, diese aus den Leserbriefen der Zellerzeitung ist eine solche Ausnahme: Oetker teilt mir zu seinem Produkt „Lieblingsfruchtaufstrich“ mit: „Mit dem Fruchtaufstrich können abwechslungsreiche Genussmomente für das Frühstück mit der persönlichen Lieblingsfrucht zubereitet werden.“ – Wieso muss ich das von Oetker lesen, wieso sagt mir meine Freundin nicht mal so etwas wunderbares? Wieso erlebe ich an unserem Frühstückstisch nie abwechslungsreiche Genussmomente, geschweige denn mit meinen persönlichen Lieblingsfrüchten? Was mache ich falsch, abgesehen davon, dass ich keine Fruchtaufstriche mag, besonders nicht morgens. Abwechslungsreiche Genussmomente müssten aber doch auch mit Leberwurstbrötchen möglich sein, aber davon kann ich hier nur träumen.
16. Mai 2025
In der Türkei war gestern von Verhandlungen keine Spur. Die diversen Exponenten trafen sich mit ihresgleichen an unterschiedlichen Orten. So der deutsche Außenminister mit dem ukrainischen. Hinterher bemerkte das AA offiziell, der russische Stuhl sei leer geblieben. Das dazu gepostete Bild zeigt vier Mann auf vier Stühlen. Bleibt die Frage: Spukt der Geist der Annalena weiterhin am Werderschen Markt?
Verhandlungen (2): Nach wie vor ist unklar: wer und wer mit wem, nur die russische Delegation steht fest. Sie wird von Mendinskij geleitet, das ist derselbe wie vor drei Jahren. Dass er mit Vollmacht von Putin handelt, halte ich für sicher.
Verhandlungen (3): Heute soll wirklich verhandelt werden und zwar trilateral. Ich kann es gar nicht glauben.
Derweil: Der russische Vormarsch geht weiter, Meter um Meter. Es sieht so aus, als wollten sie den Dnjepr an der Mündung überschreiten. Blick auf die Karte: dann heißt das Ziel Odessa. Kann aber auch ein Ablenkungsmanöver sein. Woher will ich das wissen?
15. Mai 2025
Es sieht so aus, als solle heute Bewegung in den Ukraine-Konflikt kommen. Die Hauptkriegsparteien wollen sich in der Türkei treffen. Ob sich Trump dazugesellen wird, der sich ohnedies in Nahost befindet, ist noch offen. Bleibt die Erinnerung daran, dass die Ukraine dies alles – nur zu wesentlich besseren Bedingungen – auch schon im März/April 2022 hätte haben können. Selenskyj widerrief seinerzeit die bereits ratifizierten Absprachen, nachdem der britische Premier Boris Johnson in Kiew interveniert hatte, was er jedoch später bestritt. Selenskyj berief sich sodann für sein Njet auf das Butscha-Massaker von Anfang April 2022, das man den Russen anlastete, was aber in Wirklichkeit eine Mordserie ukrainischer Legionäre in Zusammenarbeit mit britischen Nachrichtenfabrikanten war. Nur nebenbei: Die Mörder stehen derzeit in der Tschechei vor Gericht, die beteiligten Briten blieben bis heute ungeschoren.
Ostfront (2): Der Generalbundesanwalt hat 3 Ukrainer festnehmen lassen, denen vorgeworfen wird, prorussische Sabotage von Deutschland aus in der Ukraine geplant zu haben. Wundert sich wer darüber? Ich nicht.
Ostfront (3): Die neue Bundesregierung will ihre Waffen-Lieferungen an die Ukraine nur noch heimlich vornehmen. Das hat einen Hauch von Kindergarten: Ich halte mir die Augen zu. Vielleicht sollte man klarer formulieren: ein Fall von Heuchelei.
14. Mai 2025
Deutschland bleibt Einwanderungsland, sagt Fritz der Kanzler. Noch Fragen?
12. Mai 2025
Da trafen sich am Wochenende in Kiew die Herren Starmer (GB), Macron (F), Tusk (PL) und Fritze der Kanzler mit dem angeblichen Waffenbruder Wolodymyr. Die Bilder, die hierzu das Internet aus wenig vertrauenswürdigen Quellen liefert, signalisieren, dass die Herren Spaß miteinander hatten. Ist klar, denn beim Thema Krieg gibt’s immer was zu lachen. Die Bilder ließen den Verdacht aufkommen, D, F und GB hätten miteinander gekokst. Das mag man – vor allem bei Fritze – bezweifeln, dem ich bestenfalls als Ersatz für den Doornkaat einen Polski Wodka zutraue. Aber warum Selenskyj seine Hose beim Gespräch verkehrt rum anhatte, lässt sich kaum rational begründen. Es wäre überdies kaum so sehr aufgefallen, wenn der Hosenschlitz nicht offen gestanden hätte. Polen/Frankreich (2): Was die Herren Tusk und Macron tags zuvor als strategische Achse zwischen ihren Ländern vereinbart haben, hätte ich – inclusive der Motive – gern etwas genauer gewusst, zumal unser Land genau dazwischen liegt. Ob Fritze gestern nachgehakt hat? Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.
11. Mai 2025 Wortspielerei auf der Einschlafschwelle: Mit dem Wort Tracht ist es eine merkwürdige Sache. Ohne Zusätze, dann allerdings meist im Plural gebraucht, denkt man sogleich an Tirolerhüte, Sepplhosen und pralle Damen, den Oberbau mühsam in ein viereckiges Schaufenster gepresst. In Verbindung mit Prügel sieht die Sache ganz anders aus, bleibt aber volkstümlich, jenseits der Brandmauer korrekten Tuns. Tracht (2): Als zusammengesetztes Hauptwort mit Ein begegnet sie uns schließlich bei einem deutsch-türkischen Fußballverein im Hessischen, während, mit Zwie oder Nieder kombiniert, Wörter entstehen, die leider dem Sprachgebrauch entronnen sind. Das verwundert in unserm grünen Zeitalter vor allem bei Zwie, die bekanntlich gesät wird. Die vorgestrige Siegesparade als Aufzeichnung teilweise (nein, nicht die vollen 14 Stunden) angesehen. Dem alten Soldaten fiel auf, dass der Russe seinen Paradeschritt geändert hat. Das putzige Nachvornwerfen der Beine ist einem flotten Schritt gewichen. Zahlreich sind die Marschformationen aus fremden Staaten. Derer Chefs grüßen von der Ehrentribüne. Sieg (2): Der Chef schreitet die angetretenen Führer der Marschkolonnen hernach ab. Entgegennahme der Meldung, Handschlag, nächster. Nur bei zweien, die ich als Luftladeleute bzw. Marineinfanterie identifiziere, beide mit dem Stern Held Russlands links oben an der Brust, verharrt er einen Moment länger und braucht beide Hände. Sieg (3): Neben Historischem, wobei mich die verkleideten NKWD-Truppen etwas wundern, ist die jüngste Militärtechnik auf dem Platz. Darunter die Kolosse der Oreschnik-Selbstfahrlafetten. Sieg (4): Es fällt die Vielzahl der Staatshäupter (etwa 30, falls ich mich nicht verzählt habe) bei der Ehrung des unbekannten Soldaten auf, darunter einer aus der EU/Nato, der Chef aus der Slowakei Fico. Sieg (5): Später wird Fico noch einmal im Tête à tête mit dem Kremlchef im Gespräch in einem der zaristischen Prunkräume gezeigt. Putin lächelt bei seinem Statement. Ich weiß warum. Im übrigen: Die Ähnlichkeit der beiden Flaggen ist verblüffend. Oder soll man sie als bezeichnend bezeichnen?
9. Mai 2025 Der polnische Donald empfing unsern Fritze nicht so freundlich wie der kleine Mann in Paris. Er wies auf die Gültigkeit des Schengen-Vertrags hin, der den freien Reiseverkehr im Binnengebiet garantiere. Tja, wer mit den Polen spricht, muss gewärtig sein, dass sie immer ein gerade passendes Papier aus der Tasche ziehen. Kürzlich erst, nachdem ich den etwas verstaubten Gustav Freytag als Lektüre entdeckt hatte, bemerkte ich, dass auch dieser Mann nicht nur Ärger mit den Polen, sondern auch mit den innerdeutschen Grenzen hatte, so dass er sich, um Preußens Staatsanwälten zu entgehen, im Großherzogtum Sachsen-Gotha-Eisenach einbürgern ließ, als Vorlesekraft von Durchlaucht mit dem pompösen Titel Hofrat. In England und anderswo beging man gestern den VE Day. Ich finde, es wird Zeit, dass wir den Sedans-Tag aus der Klamottenkiste der deutschen Geschichte holen. England (2): Es muss immer noch ungezählte Jane Austen-Fans geben. Ich kenne allerdings nur einen einzigen, mich.
8. Mai 2025Kaum gekürt, reist Fritze nach Paris, um sich dort mit dem kleinen Mann abzuküssen. Die Begleitpresse verlautbarte, dass zwischen beide kein Blatt gepasst habe. So mögen beide in ihrer Kuscheligkeit vergessen machen, dass hinter der Bretagne der Atlantik liegt und dahinter das Land des Kolonialherrn. Von dort kommen aus dem Mund von Vize Vance erneut bedrohliche Bemerkungen. Zwar säße man kulturell in ziemlich demselben Boot, doch die Europäer, meinte er gestern im Willard Hotel in Washington auf einer Good Will Veranstaltung der Bertelsmänner (Münchener Sicherheitskonferenz), müssten endlich für ihre Sicherheit selbst aufkommen. Amerika habe andere, vor allem innenpolitische Interessen. Im übrigen sei man bestrebt, den Ukraine-Krieg zu beenden. (Weil der die amerikanischen Interessen beschädige, das fügte er nicht hinzu).
Dieselbe Kultur oder so (2): Beim Rewe in Apolda entdecke ich zweierlei Fleischwaren. Auf den Verpackungen steht entweder Formfleisch oder Naturfleisch. Letzteres stammt aus Oberweißbach, das mir vor Jahren wg. einer putzigen Bergbahn auffiel – und natürlich wg. seiner freundlichen Rinder im Freien.
7. Mai 2025 Fremde Federn: Fritz Merz, die zweite Wahl (Stephan Paetow). Fremde Federn (2): Endlich keine Unklarheiten mehr: Black Rock ist Kanzler (Leserbrief in der Zellerzeitung). Und daselbst: Wer Gulaschsuppe nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in den Verkehr bringt, wird mit Kartoffelsalat nicht unter drei Portionen bestraft. – Ich finde, das musste hier festgehalten werden, denn ich habe bereits morgens um sechs darüber gelacht.
6. Mai 2025Fragt einer nach, ob ich mit meinen öffentlichen Äußerungen ebenso wie die Blogger Vera Lengsfeld und Hadmut Danisch von den Amateur-Juristen im Bundesamt für Verfassungsschutz als Beleg für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD bemüht werde (pardon: die gesicherte Verfassungsfeindlichkeit)? Muss leider antworten, dass mir die Zeit und die Lust fehlen, mich mit dem angeblich geheimen, jedoch ganz offenen Blödsinn zu befassen. Stelle mir aber vor, dass gelungen sein wird, tolles Werbematerial für die Blauen zusammenzuschreiben. Nur zu Jungs, macht es jetzt auch offiziell öffentlich, nicht nur heimlich über eine linksgestrickte Plattform.
Gesichert rechtsextrem (2): Bei nochmaligem Durchdenken dieses wüsten Angriffs auf die freiheitliche Grundordnung geht mir durch den Kopf, dass hier das Drehbuch verfasst wurde, was nach den Zensurgesetzen in Kürze verboten werden wird. Denn merke: Wenn ein AfD-Mann ein Verfassungsfeind ist, weil er ein freies Medium zitiert, so ist es erst recht der originäre Verursacher. Da wird noch manch einer sein gesichert blaues Wunder erleben.
5. Mai 2025 Im fernen Washington DC entlässt der Don seinen kriegsbegeisterten Sicherheitsberater Waltz, weil der eine Art TikTok-Chat-Gruppe mit anderen Spitzenfunktionären und deren Familienmitgliedern sowie Presseleuten, die dann alles ausplauderten, errichtet hatte. Diese Idee offenbart einen Grad an Infantilität, die erstaunen lässt. Auch der Chef kommt nicht gut weg, weil er solche Amateure an Bord holte. DC (2): Waltz wird als UN-Botschafter nach New York abgeschoben. Trump mag sich an den Sicherheitsberater aus seiner ersten Amtszeit, Bolton , erinnert haben, den er Knall auf Fall entließ, weil er andauernd, auch öffentlich, zum Krieg gegen den Iran, aufforderte. Bolton rächte sich seinerzeit prompt, indem er ein Memoiren-Buch herausbrachte: The Room Where it Happened. Es landete bald nach der Wahl von November 2020 auf dem Ramsch und dann bei mir. DC (3): Marco Rubio twittert vor sich hin, dass die Überwachung der Opposition in D – gemeint ist die AfD – Tyrannei in Verkleidung sei. Deutschland möge sich besinnen. Das Annalena-Amt (AA) twittert zurück: so sei das eben in einer Demokratie. Soso. Nehme an, dass die Drohung nicht begriffen wurde. Beim in Kürze stattfindenden Nato-Gipfel wird man den deutschen Möchtegern-Helden in nicht missdeutbarer Form mitteilen, dass beim Taurus-Angriff auf Russland und der zu erwartenden russischen Antwort mit der Beistands-Garantie des Art. 5 Nato-Vertrag aus amerikanischer Warte nicht gerechnet werden kann. Merke: eine Diktatur verletzt die gemeinsamen (amerikanischen) Werte, die die Grundlage des Vertrages waren. Oder in der heute angemessenen einfachen Sprache der Annalenen: Ene-mene-muh und raus bist du.
3. Mai 2025 Das weibliche Trio antifascistico hat gestern öffentlich gemacht, dass die Blaue Partei rundherum gesichert rechtsextrem sei. Warum das so sei, hält man geheim. So ist es recht, denn der Bürger soll nicht damit belästigt werden, was die gesichert verfassungsfeindlich handelnden Funktionäre über ihn, den Souverän, und seine Wahlentscheidungen denken. Gesichert (2): Die charmante Nanzy F. hat uns also kurz vor ihrem Abtritt ein Abschiedsgeschenk hinterlassen, und die beiden aus meiner Sicht gesichert verfassungswidrig handelnden Vizepräsidentinnen haben es auf ihrem Wettlauf zur Amtsspitze bis in die amerikanischen Nachrichten geschafft. Gesichert (3): Das Duo an der Parteispitze erklärt, dass man den Rechtsweg beschreiten werde. Das wird ein kurzer Weg werden. Er endet in Karlsruhe, Nachdem man dort erst kürzlich auf den Primat der Volkssouveränität (Art. 20 Abs. 1 GG) keinen Gedanken verschwendet hat, wird man das Widerstandsrecht (Art. 20 Abs. 4 GG) gar nicht erst in Erwägung ziehen. Und das mit gutem Grund, der sich nicht aus dem Grundgesetz, sondern aus dem deutschen Volkscharakter ergibt.
1. Mai 2025 „SPD-Basis sagt zu 84,9 Prozent Ja zur Neuauflage von Schwarz-Rot“ melden die Gazetten. Wo steckt bloß der Fehler, wenn sich nicht mal 50 Prozent der Mitglieder beteiligt haben? Diejenigen, die sich der Befragung entzogen haben, müssen heute zur Strafe demonstrieren oder so. SPD-Genossen (2): Nanzy F. hasst nicht die Meinungsfreiheit, hat die Justiz in Bamberg festgestellt. Wer das anders sieht – und sei es im Scherz –, muss in den Knast, denn merke: Das Witzereißen gehört nicht zur Meinungsfreiheit, es sei denn, man nennt die AfD-Vorsitzerin eine Nazi-Schlampe, denn das ist wirklich ein Witz, wenn auch ein schlechter.
30. April 2025 Nachtrag zum montäglichen Stromausfall: Keiner will’s gewesen sein. Vielleicht erfahren wir ja schon morgen, dass die ganze Chose überhaupt nicht stattgefunden hat, sondern nur ein Gerücht der üblichen Verdächtigen ist. Stutzig gemacht hat mich allerdings die Meldung in Spanien, dass man dortzulande unter der milden Herrschaft der EU seit Jahren aus Gründen dessen, was man Naturschutz nennt, die Stauseen abgebaut (Neusprech: renaturiert) habe. Wer so handelt, begeht dreifache Sabotage an der eigenen Bevölkerung: Wasser, Strom, Hochwasserschutz zugunsten der vierfach geringelten Sierra-Nevada-Blindschleiche. Nachtrag (2): Finde im Internet ein russisches Drohnen-Video, in dem die Drohnenschutz-Netze über den Versorgungsstraßen der Ukraine – ich schrieb erst kürzlich darüber im Ukraine-Update https://www.helmut-roewer.de/we_demo_2/news/1042.php – zu sehen sind.
29. April 2025 Der Ukraine-Konflikt wird zu einer blutigen Schachpartie zwischen Trump und Putin. Vorgestern beim Papstbegräbnis gibt der US-Präsident dem kleinen Mann aus Kiew im Petersdom in aller Öffentlichkeit eine Privataudienz, an dessen Ende er erklärt, die Gebietsabtretungen an Russland seien nunmehr in Stein gemeißelt. Den kleinen Mann aus Paris, der sich in das tête-à-tête hineindrängen wollte, schickte er in eben dieser Öffentlichkeit mit einer demütigenden Geste weg. Als aus Moskau, wie gewohnt, keine sofortige Zustimmung kam, wurde er (in gemäßigter Form) ausfallend.
Schach (2): Am gestrigen Montag hat der Mann aus Moskau den nächsten Zug getan: Er verkündete ab dem 8. Mai eine dreitägige Feuerpause. Da kann er seine große Parade zum Sieg im Großen Vaterländischen Krieg abhalten. Sicher werden wir wieder jede Menge Soldaten mit dem goldenen Stern Held Russlands aus dem jetzigen Krieg vorgeführt bekommen. Hält Selenskyj die Feuerpause nicht ein, wird der Donald umgehend Post aus Moskau erhalten. Blackout: Der totale Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel und in Teilen Frankreichs ist eine unmittelbare Folge von zuviel Sonne in den Netzen. Jetzt beeilen sich die Mainstreamer, immer neue Lügen zu erfinden, wie es dazu kommen konnte, Die Wahrheit ist für die Energiewender eine Nummer zu schrecklich. – Deutschland ist zur selben Zeit nur mit Mühe an dem Totalausfall vorbeigeschrammt. Aus den nächtlichen Leserbriefen der Zellerzeitung (so fängt der Morgen bei völliger Windstille wenigstens mit einem Grinsen an): a) Hoffentlich erfahre ich nie, wer Kanzler wird. b) Früher war nur der Bossanova schuld, heute ist’s der böse Putin, und wenn’s ganz dick kommt der Trump. c) Südafrika will im Rahmen der Entwicklungshilfe Stromausfallexperten schicken. d) China will Batterien schicken. e) Es war die russische Putzfrau, die ihr doof phone laden wollte und den Stecker aus der Windmühle zog.
28. April 2025Planungsfehler bestätigt: Am Wochenende erlitt die schöne Frau als Parteichefin hier im Ländchen eine bittere Niederlage, als sich ihre Konkurrentin Katja W. als Obfrau deutlich durchsetzte. Es war ein Sieg der Volksfront und das Ende des BSW. Mainstream wird nun dafür sorgen, dass das naheliegende Nachzählen der Bundestagswahl-Stimmen in möglichst weite Ferne verschoben wird oder, besser noch: gar nicht stattfindet. Wozu schließlich haben wir das Verfassungsgericht? Verfassungsgericht (2): Hier in Schilda urteilte das hiesige zum Wochenende, dass es nicht in die Besetzung des Kontrollgremiums für den Verfassungsschutz eingreifen könne, weil das die Abgeordnetenrechte verletze. Diese hatten nämlich mit Mehrheit beschlossen, dass entgegen dem ausdrücklichen Gesetzeswortlaut, die Oppositionspartei AfD im Ausschuss nicht vertreten sein dürfe. Die originell geführte Behörde wird jetzt so kontrolliert: 1 x CDU, 2 x BSW, 1 x Linke. Besser kann man gar nicht klarstellen, wo und wofür die Christunion steht. – Ein bunter Strauß von Rechts- und Verfassungsbrüchen. Langsam kehrt Normalität ein.
26. April 2025 Während Trump verärgert seine Friedensappelle fortsetzt, unternehmen die russischen Streitkräfte gestern einen schweren Luftangriff auf Kiew. Dessen Bürgermeister Vitali Klitschko meldet sich zu Wort, dass die Zurückweisung der von Trump geforderten Sezession der Ostukraine ein Fehler sei, Selenskyj habe zumindest auf eine zeitliche Abtretung eingehen müssen. – Da versucht einer sich abzusetzen. Ostfront (2): Ebenfalls gestern wird der stellvertretende Chef der Operationsabteilung der russischen Armee, Generalleutnant Jaroslaw Moskalik, bei einem Autoanschlag getötet. Palastrevolte: WEF-Schwab, der böse Geist von Davos, wurde von den eigenen Leuten abgeschossen. Jetzt hängen sie ihm auch noch zur Sicherheit ein Verfahren wg. Veruntreuung von Organisationsgeldern an. Nein, Mitleid habe ich keines, doch wird man sehen, wie‘s der Nachfolger treibt, Nestlé übernehmen Sie. Tja, so ein Milliardär hat’s schwer.
24. April 2025 Selenskyj sagt, er werde die Abspaltung der Krim an Russland niemals anerkennen. Könnte sein, dass er diesmal die Wahrheit sagt. – Trump sagt dazu, der Mann würde zündeln. So kann man es auch sagen, um den unmittelbar bevorstehenden Ausstieg zu begründen. Der Don hat begriffen, dass er sich mit Russland einigen muss, um die aktuell drohenden Verluste zu minimieren. Allerdings muss bei ihm bedacht werden, dass nicht feststeht, wie lange seine Einsichten anhalten.
23. April 2025 Statt eigener Gedanken 2 Werke frisch aus dem Fundbüro. Ersteres wie so oft leider anonym. Bei Nummer zwo ist der Verfasser bekannt: Bernd Zeller (Abdruckgenehmigung wurde erbeten).
Doch noch ein eigener Gedanke (um 8 Uhr morgens): 95 Prozent aller Texte, die ich lese, sind Aufreger darüber, was andere Leute so von sich gegeben haben. – Bleibt die Frage, ob das hier, was ich eben abgesondert habe, zu den 95 Prozent gehört?
22. April 20253 Tage Auferstehungsgeblubber in den Medien. Stattdessen in der Realität: Papst tot. Kirchen sicher auch bald tot, jedenfalls in D. Die einschlägige Kritik von Julia Klöckner (CDU-Bundestags-Vorsitzerin) an denselben stößt auf das Wutgeheut der professionellen Heuchler. Jetzt kann sie ihre Tage zählen, denn dieselben sind gezählt.
21. April 2025 Die gestrige russische Waffenruhe hat nach Angaben von Selenskyj (auf X) nicht mal bis 17 Uhr gehalten. Das ist derselbe Mann, der von Anfang an dagegen war, weil sie seiner 30 Tage-Forderung nicht entsprach. Ostern (2): Die Marschierer verschwanden, als die Knete aus dem Osten ausblieb. Jetzt, 35 Jahre danach, sind sie wieder da, um dagegen zu protestieren.
20. April 2025 Einige Medien orakeln, dass Putin für das heutige Osterfest eine Waffenruhe angeordnet habe. Der Tag wird zeigen, ob es dazu kommt. Den Deutschen hingegen hat er angedroht, ihnen den Krieg zu erklären, wenn sie veranlassen, dass Russland mit Taurus-Marschflugkörpern beschossen wird. Die Kriegsriege der CDU ist größenwahnsinnig genug, dies zu ignorieren. Ostfront (2): Derweil schreiten die Kriegsbeendigungsverhandlungen zwischen den Sondergesandten der USA (Steve Witkoff) und Russlands (Kirill Dmitrjew) fort, während die Schieflage zwischen Kiew und Washington ebenfalls zunimmt, wie der US-Außenminister betont, derweil Selenskyj den in Kiew geborenen Dmitrjew als Verräter bezeichnet.
19. April 2025 Die Direktorin der US-Sicherheitsbehörden (DNI), Tulsi Gabbard, hat heute Nacht den geheimen Plan der Biden-Regierung zur Bekämpfung der steigenden Gefahr des heimischen Terrorismus – Strategic Implementation Plan (SIP) – offengelegt. Seine Notwendigkeit wurde von den Verfassern mit den Tumulten um und im Kongressgebäude am 6. Januar 2021 begründet und enthielt ein Vier-Säulen-Konzept zur Abwehr ausländischer und anderer nicht-nationaler Desinformation (als Beispiel wird die russische Präsenz im Internet genannt), der engen Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden und Technik-Giganten, um die Bevölkerung vor fremder Einflussnahme und Desinformation zu schützen (als Beispiel wird die Unterminierung der Bekämpfung der Covid-Seuche genannt), und die Überwachung der Bevölkerung durch Zugriffe auf deren Finanz-Transaktionen. Wenn man die Aktionen der Biden-Regierung einmal Revue passieren lässt, etwa bei der Eliminierung des wieder-antretenden Donald Trump, wird deutlich, wie weit es die Clique rund um die Democrats mit der Anwendung des Orwell-Sprechs bereits getrieben hatte. Übern Teich (2): Die kleine Blonde aus Bella Italia hatte vorgestern einen spektakulären Auftritt im Oval Office. Als es um solche Nebensächlichkeiten wie Europa, Zölle, Krieg und Rolle der USA ging, überschüttete sie die Presse und den neben ihr sitzenden Trump aus der hohlen Hand mit einer Suada in Italienisch, dass das ganze Auditorium verblüfft schwieg und hernach applaudierte. Trump war Profi genug, um die Sache wieder zu verlangsamen, indem er vor weiteren Fragen und Antworten verlangte, dass die Sache ihm erst einmal in Ruhe übersetzt werde. Meloni nutze die Gelegenheit, um die Dolmetscherin hie und da, ganz wie es ihr gefiel, zu korrigieren. Tags drauf (gestern) empfing sie Vize Vance in Rom. Interessant ist, dass sich die Führung der EU nach Rom verschiebt – jedenfalls was die Achse nach Washington betrifft, und da geht es im Moment ums Eingemachte.
17. April 2025 In den US-Medien, allen voran im Wall Street Journal, gewinnen einige Erkenntnisse über den Ukraine-Krieg an Raum, über die ich vor Monaten berichtet habe: Überraschende Angriffe von russischen Kleinst-Gruppen auf Motocross-Maschinen bzw. E-Bikes. Diese locken die Verteidiger aus ihren verborgenen Stellungen, auf die prompt Drohnen-Angriffe erfolgen und anschließend vorrückende kleine Panzereinheiten mit aufgesessener Infanterie. Auch in diesem Falle verblüfft die auf den Kampfvideos zu beobachtende Leere des Gefechtsfeldes. Ostfront (2): Die amerikanische Behauptung, die russische Armee habe sich sichtlich demokratisiert, ist purer Unsinn. In Wirklichkeit hat die Auftragstaktik von Scharnhorst selig Einzug gehalten, wonach zur Erreichung eines Zieles die Kommandogewalt so weit wie möglich nach unten delegiert wird. Das setzt für den Erfolg bei der jetzigen russischen Kleinstgruppentaktik gut geschulte, robuste Unterführer und Soldaten mit einer hohen Kampfmoral voraus. Die gibt es offensichtlich. Ostfront (3): Nach wie vor straff auf Krieg gestimmt, ist das jüngst Heft von Foreign Affairs, wo eine ukrainische Journalistin die Kriegserfolge aufzählen darf, u.a. das stete Wirtschaftswachstum des Landes, das weit über dem des Wertewestens liegt. Man staunt, wenn man’s liest.
16. April 2025 Mit einem Bekloppten zu diskutieren, ist ähnlich sinnvoll, wie mit seinem Wäscheschrank die Nationalhymne einzuüben. Doch halt, man tut dem Wäscheschrank unrecht, er hat niemals die Oberstimme singen wollen. Warum mir das beim Aufwachen durch den Kopf ging, weiß ich auch nicht, denn eingeschlafen war ich bei den ermüdenden Meldungen über das Gezänk des noch nicht einmal in Dienst getretenen Bundeskabinetts. Bundekabinett (2): Manche arbeiten sich daran ab, dass der Berufsjugendliche, der den General der Union gibt, seit gestern nicht in die Regierung will, obwohl er, wie die Fachleute zu berichten wissen, gesetzt sei (was immer das sei). Ich nehme an, er will nicht in Kürze zu den Merz-Gefallenen gehören.
15. April 2025 36 Tote nach einem russischen Raketenangriff auf Sumy. Jetzt muss auch dem letzten Illusionisten auffallen, dass die Russen sich keinen Waffenstillstand diktieren lassen. Ostfront (2): Fritze M. kennt ein Gegenmittel: Taurusse auf Russland – sofort. Weiß er wovon er spricht? Auch Pistorius, der beliebteste Politiker zwischen hier und Neufundland, kennt ein Mittel: Wehrpflicht sofort und zwar mit Freiwilligen. Er befindet sich bereits im Wiederholungsmodus der Begriffsverwirrung, was die Sache nicht besser macht. Ostfront (3): Via Amerika erreichen uns ukrainische Bewertungen über die Kriegstauglichkeit deutscher Waffen. Die Panzerhaubitze 2000 zu groß, zu geringe Schussfolge, baldiger Rohrverschleiß, Leo 2A6 zu kompliziert, mit Bordmitteln nicht instand zu halten; Leo 1A5 zu geringe Panzerung, nur als Fernartillerie zu benutzen; bei beiden Raketenwerfern Munition zu teuer, Bedienung zu kompliziert, MAN-Fahrgestelle veraltet und im Frontbereich nicht mehr reparierbar. Nur der Marder kommt besser weg, merke: der wurde in die Truppe eingeführt, als ich vor über 50 Jahren noch ein Soldat war. Wie auch immer: Stiftung Warentest im US-Auftrag? Ostfront (4): Von den Erdkämpfen nichts Neues, die Russen schieben sich Meter um Meter in Richtung Dnjepr vor. Eine prägnante Offensivabsicht ist nicht zu erkennen.
10. April 2025 Da haben sich die Koalitionäre gestern, wie man liest, auf ihr Regierungsprogramm geeinigt. Was da drinsteht? Es ist gleichgültig, denn es geht in Wirklichkeit um die Besetzung von Posten mit Leuten, die eine Karikatur auf das vom Grundgesetz postulierte Gebot von Eignung und Leistung sind. Koalition (2): Die größten Dummheiten zum Ereignis stammen aus den Postillen des sog. alternativen Lagers, wo das Ergebnis so zusammengefasst wird, als habe sich die CDU von den Sozen über den Tisch ziehen lassen. Das ist entweder Ausdruck von Naivität oder eine grobe Lüge, denn es ist genau das vereinbart worden, was auch die Politiker der CDU wollten. Es ist, um es klar zu sagen, die Handschrift der CDU. Dass einige Grundorganisationen der Christunion das nicht mitgekriegt hatten und jetzt motzen, ist eher witzig als tragisch zu nennen.
6. April 2025Eine Woche lang delektieren sich die Gazetten jeglicher Couleur am Niedergang der CDU, sprechen gar vom Zerreißen. Beruhigt euch wieder, Jungs, nichts dergleichen wird in absehbarer Zeit passieren, solange Posten und Pöstchen zu vergeben sind. Fritze wird Kanzler, verlasst euch drauf. Er bleibt es so lange, wie es die Oligarchen für zweckmäßig halten.
4. April 2025Nazisprech: Das Original (1941-45) nannte das Töten von Juden Sonderbehandlung, auch in der Verbform sonderbehandeln. Die Täter wussten genau, dass sie Verbrechen begingen, deswegen suchten sie ihr Tun bei der sprachlichen Erwähnung zu verschleiern und die Taten selbst östlich der Reichsgrenzen zu begehen. Eine schöne Parallele finden wir beim Töten von Russen auf russischem Staatsgebiet vor. Die Zieleinstellung von US-Raketen, wie der Himars, welche an die Ukrainer übergeben wurden, können diese nicht verwenden, ohne dass US-Offiziere die Zielprogrammierung vor dem Abschuss vornehmen. Diese Tätigkeit, der eine Beurteilung aufgrund von Zieldaten durch die US-Fern- und Satelliten-Aufklärung vorausgeht, nennt man nicht Zieleinstellung, sondern Definition der zone of interest (Interessenzone). Diese Verschleierung geschieht ausdrücklich, um US-Personal die Möglichkeit zu geben, auf die Frage, ob sie an der Tötung von Russen auf russischem Territorium beteiligt seien, nein sagen zu können, also angeblich nicht lügen zu müssen. Zone of interest (2): Dass wesentliche Teile dieser illegalen Kriegshandlungen auf deutschem Boden, nämlich in Wiesbaden, begangen werden, gilt es der Vollständigkeit halber zu erwähnen. Die Bundesregierung weiß das und behauptet, dieses Tun stünde im Einklang mit der deutschen Rechtsordnung, wie sie sich in diesem Fall aus dem Grundgesetz, dem Nato-Truppenstatut und anderen Rechtsvorschriften ergebe. Sie verzichtet, was kaum verwundert, konkret zu werden und belehrt stattdessen deutsche Journalisten, die nachfragen, darüber, dass sie gefälligst zu erwähnen hätten, dass die Aggression von Russland ausgegangen sei. So in dieser Woche der Regierungssprecher Hebestreit gegenüber einem Redakteur der Nachdenkseiten. Zone of Interest (3): Der seit Jahrzehnten vielbeschworene Atomschirm, den die USA über Deutschland halten, bedeutet im Klartext, dass unser Land im Zweifel das Zielgebiet für den einschlägigen, ultimativen Einsatz von Atomwaffen ist. Das deutsche Sprichwort vom Regen und der Traufe ist eine unzulässige Verniedlichung der drohenden Gefahr.
3. April 2025 Am 22. März starb, wie ich jetzt hörte, der Gründer und Betreiber von Querdenken-TV, Michael Friedrich Vogt. 2015/16 machten wir zusammen zwei, drei Interviews über den deutschen Staat und seine Geschichte, die breite Beachtung fanden und ungezählte Reaktionen auslösten. Dieser für beide Seiten hoffnungsfrohe Beginn wurde durch einen schweren Schlaganfall von V. abrupt beendet. Ein Wiederanknüpfen an das Vergangene war später trotz eines Anlaufs nicht möglich. Erschien mir Vogt bei unserer ersten Begegnung – man sehe mir den Vergleich nach – irgendwie janusköpfig zwischen einem rationalen und einem schwärmerischem Verstand, so war nach meinem Eindruck nach der Wiedergewinnung des Sprachvermögens die helle Seite seines Denkens für mich nicht mehr erreichbar. Auch gestorben: Einer der skurrilsten Leute, die mir über den Weg liefen, war der Wirt im sog. Bahnhofshotel von Seeheim im südlichen Südwest-Afrika. Wir unterhielten uns in einem seltsamen Gemisch aus englisch und holländisch nebst russischen Fachvokabeln über seine Zeit beim sowjetischen Militärgeheimdienst GRU – das KGB schloss er aus –, wo er als Oberstleutnant Instruktor der kommunistischen Befreiungsbewegung Swapo war. Seine Abfindung hatte ausgereicht, um in späteren Jahren, als das ehemalige Mündel an der Macht war, die einstige kaiserlich-deutsche Immobilie an diesem verlassenen Ort zu erwerben, in dem heutzutage nachts chinesische diesel-bespannte Erzgüterzüge auf dem Weg nach Lüderitz am Atlantik vorüberlärmen. Während unserer Gespräche saß sein Papagei auf seiner rechten Hand. Ab und an wechselte er auf meine Hand herüber und lauschte aufmerksam, was wir uns zu sagen hatten.
2. April 2025 Wenn am Wochenende die New York Times mit großem Klamauk die Verstrickung der USA in das Kriegsgeschehen in der Ukraine beschrieb, so war das für niemanden, der sich nicht aus der NYT informieren lässt, eine Überraschung. Es war die US-Regierung unter Joe Biden, die diesen Krieg erst möglich machte und dann lenkte. Die einzige Frage, die bleibt, ist diese hier: Warum so detailliert und warum jetzt? Denn um mit den dreisten Enthüllungen über die US-Kriegsmaschine dem Regime Trumps zu schaden, muss man dreimal um die Ecke denken. Etwa so: Er kann unsere berechtigten Interessen dortzulande und auch sonst in aller Welt nicht schützen. Nichts Gescheites (2) Trump der Springteufel kündigte derweil seine dritte Amtszeit an. Was mag sein Vertreter davon denken, der derzeit eine Bad-Will-Tour durch Grönland absolviert? Die flotte Jette in Kopenhagen spricht derweil so, dass man denkt, sie habe den Schlieffen-Plan für den Zweifrontenkrieg verinnerlicht. – Jette, Jette, der Plan ging schief. Er bescherte dem Deutschen Reich eine krachende Niederlage. Auch nichts Gescheites (3): Der gestrige 1. April ging vorüber, ohne dass ich mich hereingelegt fühlte. Kann nur bedeuten: Es geschah nichts, oder ich bemerkte nichts. Aber doch immerhin dies hier: Gemeinsam hatten Bismarck, Höcke und Dagen Geburtstag. Wird höchste Zeit, den Tag aus dem Kalender zu streichen. Für den Ersatz durch „erster Merz“ scheint es mir allerdings noch zu früh.
1. April 2025 Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer Rechtsstaat.
31. März 2025 Trump stößt wüste Drohungen aus, weil Putin nicht bei Fuß gehen will. Wen will er mit den angekündigten Öl-Embargos treffen? Die Russen kaum, die Europäer mit Sicherheit. Im Internet lese ich sinnlose Debatten über die Namensgebung für die neue Regierungs-Koalition. Ein Lesefehler beschert mir die Lösung: Rotschwanz. Internet (2): Eine nicht namentlich genannte Politikerin wird so zitiert: You can say you to me. Bei allem Mist, den ich bereits am frühen Morgen konsumiere, stimmt mich diese Meldung fröhlich. Sodann schalte ich ab und blinzele in die aufgehende Sonne.
30. März 2025 Das hier schrieb ich vor fünf Jahren. Stimmt leider immer noch. 10 Gründe, warum Konservative nichts bewirken Erstens: Konservative berufen sich auf die Macht der Empirie, um zu verdecken, dass sie keinen Plan haben.Zweitens: Konservative verschwenden die meiste Zeit damit, darüber zu räsonieren, dass es früher einmal besser war.Drittens: Konservative verabscheuen Ohrfeigen.Viertens: Konservative suchen mit Lupe und Pinzette das Haar in der Suppe von anderen Konservativen. Fünftens: Konservative fürchten sich vor der Veränderung. Sechstens: Konservative behindern brauchbare Ideen durch kluge Analysen. Siebtens: Konservative ziehen den edlen Wein einem scharfen Schnaps vor. Achtens: Konservative stellen sich die Zukunft wie die Vergangenheit vor. Neuntens: Konservative pflegen den betulichen Ton, wo andere ruppig werden. Zehntens: Konservative scheuen die Barrikade. Und zuletzt und entscheidend: Vor Konservativen fürchtet sich niemand.
29. März 2025 Die EU hat einen EU-Kommissar, dessen Namen ich bis gestern nie gehört hatte. Jetzt meldet sich dieser Dan Jørgensen zu Wort: Kein Molekül russischen Gases mehr für Europa. In Klardeutsch umformuliert: Ich setzte meinen gesamten Einfluss darein, die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream zu verhindern. Wer hat diesen dänischen Clown befugt, über die weitere Ruinierung des deutschen Standorts zu befinden? Unsre Regierung, wer sonst. Konfusion (2): Der gestrige Tag hatte es offenbar in sich. Selenskyj erklärte, dass der soeben bei ihm angelangte Entwurf eines Rohstoffabkommens mit den USA nicht den bisherigen Verhandlungsstand abbilde und die Aufgabe der Souveränität des Landes bedeute. Ohne den Text gelesen zu haben, könnte man in diesem Fall vermuten, dass er ausnahmsweise mal die Wahrheit sagt. Konfusion (3): Nunmehr haben die Russen sich zu Wort gemeldet, was sie für den Ausgangspunkt von Friedensgesprächen halten: Eine ukrainische Regierung unter UNO-Mandat. Auch davon war bislang nirgends die Rede. Konfusion (4): Der dritte Europäische Gipfel – sprich der Versuch von Macron und Stamer, die Führung an sich zu reißen – ging ergebnislos zu Ende. Interventionstruppen wurden abgelehnt. Stattdessen wollen GB und F jetzt Truppen ins Land senden, aber nicht in die Frontregionen. Das kann nur bedeuten, sie wollen ihren Anteil am Kuchen sichern. Diese Maßnahme richtet sich dann gegen die US-Boys und die Restukraine.
28. März 2025 Das Feuilleton der sog. Leitmedien (FAZ und taz) gibt sich erschüttert: Es wird eine Buchmesse mit dem Motto Seitenwechsel abseits der eingeübten Rituale in Frankfurt und Leipzig geben. Das Datum ist der 8./9. November 2025 und der Ort des Geschehens die Messe in Halle an der Saale. Die Meldungen hierüber werden mit der Lüge garniert: Nachdem die rechten Verlage an den heiligen Messeorten nicht reüssieren konnten, versuchen sie auszuweichen. Zutreffend wäre zu formulieren gewesen: Einige Verlage wurden von den genannten Orten dank linksextremer Gewalttaten unter dem wohlwollendem Applaus von Mainstreamhetzern ausgegrenzt. Messe (2): Sofort ertönt der Ruf, man müsse den Eigentümer der Messe unter Druck setzen. Ergötzlich auch: Die Rechten würden sich dem Dialog verweigern. Deswegen muss man sie verbieten? Ich bin schon lange der Meinung, dass es mit dem logischen Denken des Mainstream-Pöbels nicht weit her ist. Messe (3): Anders, als es die geifernden Kommentare glauben machen wollen, sind laut Messeplan (https://www.messe-seitenwechsel.de/messeprofil) bislang nur zwei Verlage (Buchhaus Loschwitz und Gerhard Hess) am Start. Dass es sich hierbei um „die rechten Verlage“ handele, ist ein Phantasieprodukt. Man nimmt es mit Staunen und mit Abscheu zur Kenntnis.
Messe (4): Die eigentümliche Gefahr, die heutzutage vom Buch als Medium ausgeht, ist kaum zu unterschätzen. Am schlimmsten erscheint es den Totalitären, dass man es im Gegensatz zu alledem, was die bunte Wiese des Digitalen zu bieten hat, nicht mit Hilfe der Löschtaste wirksam bekämpfen kann.
27. März 2025 Die US-Boys und die Russen einigen sich auf einen schrägen Deal: Freier Handelsweg durchs Schwarze Meer gegen Aufhebung von Sanktionen gegen Russland, deren Durchsetzung den USA selbst, so wie ein Bumerang, schädlich waren, wie zum Beispiel der Boykott von russischem Kunstdünger. Ostfront (2): Der Krieg wird also weitergehen, so lange es die Russen für nützlich halten, bzw. die Europäer die Ukraine an der Kapitulation hindern. In Berlin, Brüssel, London und Paris sitzen Hasardeure am Ruder, die ihre eigenen Völker bekämpfen, denn an der Ostfront gibt es nichts zu gewinnen, und gegen Amerika hat man soeben eine gewaltige Schlappe eingesteckt. Amerika (2): Dass die Spitzen der US-Kriegsmaschinerie (Pentagon, Dienste und FBI) ihre gemeinsamen Planungen über die Palaver-Box Signal Chat abgewickelt haben, die auch von Trump-feindlichen Medien wie der Zeitschrift Atlantic mitgelesen werden kann, hat mich doch etwas überrascht. Hier werken Amateure. Amerika (3): Trump kündigt das Inkraftsetzen von 25-Prozent Auto-Zöllen an. Die treffen dann Deutsche, Chinesen, Südkoreaner und Japaner, ganz nach US-Belieben. Hier kann man betrachten, was America First in der Praxis bedeutet. Die Chinesen werden sich wirksam wehren. Und die Deutschen? Mit nichts, denn sie haben nichts in der Hand.
25. März 2025 Sicherheitsberater Waltz in Saudi Arabien, um sich erst mit Ukrainern, dann mit den Russen zu treffen. Ergebnisse werden nicht mitgeteilt. Wie auch? Zeitgleich melden amerikanische Medien, Waltz sei in Grönland eingetroffen. Kann er auch auf dem Wasser gehen? Würde mich nicht wundern. Wassergänger (2): Tichy räumt den CSU-Exgrößen Friedrich und Scheuer breiten Raum für Gemecker ein. Der eine schilt die Brandmauer, der andere die Russlandsanktionen, beide im üblichen Hü-Hot-Modus. Kann mir mal einer verraten, warum ich mich von diesen Typen bequatschen lassen soll? Die einzige Frage, die interessiert, ist die: Hast du beim Staatsstreich in den letzten zwei Wochen das Maul auf-, oder hast du mitgemacht? Na? Na also.
24. März 2025In Washington wird weiter geholzt. Während etliche Gerichte versuchen, die Maßnahmen des neuen Herren im Weißen Haus zu sabotieren, erlässt dieser eine Präsidial-Verordnung nach der anderen, um die staatlichen Strukturen des Deep State aufzulösen. Jetzt hat es diese hier getroffen: (i) the Federal Mediation and Conciliation Service;(ii) the United States Agency for Global Media;(iii) the Woodrow Wilson International Center for Scholars in the Smithsonian Institution;(iv) the Institute of Museum and Library Services;(v) the United States Interagency Council on Homelessness;(vi) the Community Development Financial Institutions Fund; and(vii) the Minority Business Development Agency. Etliche von denen nehme ich zum ersten Mal zur Kenntnis. Sie haben bis auf die Agency for Global Media in erster Linie innerstaatliche Bedeutung. Die Medienagentur steuerte hingegen u.a. Radio Free Europe, Radio Liberty, Radio Free Asia und Voice of America mit einem Jahresbudget vom ca. einer Milliarde Dollar. Die US AGM ist nach der US AID die zweite große Einflussorganisation die flachgelegt wird. In Berlin täuschen sog. Verhandlungsgruppen Staatsaktivitäten vor. In Wirklichkeit geht es um Beute-Schacher. Derweil munkelt das Internet, dass die Sozen den Fritze gegen die Wand laufen lassen und ihn, wenn’s zum Schwure kommt, bei der Kanzlerkür durchfallen lassen. Mag sein, doch besonders wahrscheinlich ist dies nicht. Aber immerhin: Ich halte die CDU für zu rückratlos, um eine eigene Mehrheit zu organisieren. Ihr fehlt eindeutig das Führungspersonal.
23. März 2025 Gutleber: Der oder die, das ist Frage. Klar ist nur, dass beide häufig nicht zusammenpassen. Blöd sein und blöd handeln ist nicht dasselbe. Vor allem gilt: das eine kann unter Umständen revidiert werden, das andere nicht. Alter Theologen-Kalauer: „Nietzsche: Gott ist tot – Gott: Nein, Nietzsche ist tot.“ Revidiert: „Nietzsche: Gott ist tot. – Gott: Nein, Nietzsche ist tot. – Nietzsche: Denkste.“ Doktrinär: Die deutsche offizielle Kriegsdoktrin sagt, dass der Russe demnächst vor dem Brandenburger Tor steht. Aber nicht vor 2029. Deswegen müssen wir jetzt den Dnjepr verteidigen, damit er den Termin einhält.
22. März 2025Trumps eigenwilliger Friedensplan für den Ukrainekonflikt mit einer vorgezogenen 30-tägigen Waffenruhe ist gescheitert. Selenskyj konnte er durch Erpressung auf Linie zwingen, Putin hingegen nicht. Der bedankte sich öffentlich beim US-Präsidenten und fügte kalt hinzu, was die bekannten russischen Bedingungen für einen Waffenstillstand sind: Endgültigkeit, Entwaffnung, Nato-Ferne, Territorialabtretungen. Erstmalig in voller Uniform besuchte er die Truppen der Kursk-Gruppe, die soeben dabei ist, das dortige, seit August 2024 andauernde Drama mit der Vernichtung der Invasionstruppen zu beenden. Mehr Symbolik geht kaum: Ich, Putin, stelle mit militärischer Gewalt die Lage im eigenen Lande wieder her. Friedensplan (2): Auch die Kriegs-Trommler Starmer (GB) und Macron (F) können ihren Vorstoß, während der Waffenruhe Bodentruppen zur Friedenssicherung in die Ukraine zu entsenden, komplett vergessen. Putin müsste ein Esel sein, um diese Falle nicht erkannt zu haben, denn wenn die Waffenruhe abläuft, wären diese Nato-Truppen plötzlich die schuldlos Angegriffenen. Auch aus DC kam keine Sympathiebekundung: Der zum Rapport vorgeladene Nato-General Rutte wurde wie ein Schuljunge abgefertigt und mit den Trump-Forderungen gegen Grönland und Canada konfrontiert. Er schwieg beklommen grinsend. Friedensplan (3): Was den US-Präsidenten umtreibt, bleibt rätselhaft. Wenn er jetzt gegen Russland erneut die Öl-Sanktionskeule hervorzieht, pokert er mit einer Reihe von Mitspielern, Öl-Produzenten und Öl-Verbrauchern. Von den letzteren trifft er vor allem die Europäer, die ohne eigene Karten mit am Spieltisch sitzen müssen.
19. März 2025 Das gestrige Datum wird als der Tag in deutschen Geschichtskalendern zu verzeichnen sein, als ein von der CDU organisierter Verfassungsputsch den Klimawahn als Staatsreligion einführte. Ein Blick in die nicht nur deutsche Geschichte lehrt, dass solche Verirrungen nur gewaltsam zu korrigieren sind, und es auch werden. Gewalt (2): Ebenfalls gestern fand ein Telefonat zwischen Trump und Putin statt. Aus dem mit viel Tamtam herbeiorakelten Monsterereignis bleibt ein winziger Fisch im Netz der Realität hängen: Die Herren einigten sich dem Vernehmen nach auf eine begrenzte Feuerpause gegen Ziele der Energie-Infrastruktur. Gewalt (3): Die im Nahen Osten geht ungeachtet irgendwelcher Vereinbarungen weiter.
17. März 2025 Die Putschisten haben den gestrigen Sonntag genutzt, um eine weitere Änderung ins Grundgesetz zu zwingen: die Klimaneutralität bis 2045. Das ist der nächste und vermutlich endgültige Schritt in die Diktatur – vergleichbar mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933. Dieses war eine organisatorische Bruchkannte zur demokratischen Republik, das heutige eine ideologische, aus der es mit demokratischen Mitteln kein Zurück mehr geben wird. Putschisten (2): Es verdient festgehalten zu werden, dass dies das Werk der CDU ist. Man zeige also nicht mit dem Finger auf die Grünen, die ohnehin jenseits von gut und böse sind. Nein Leute, es ist die CDU, welche die Axt an unser Land gelegt hat. Ohne wenn und aber: die CDU.
16. März 2025Die Gigantomanie unsrer Staatsputschisten ist so schwindelerregend, dass sich nach dem Unglauben über das Geschehen nur allmählich Nüchternheit einstellen kann – zunächst mit der Frage: Wer war das? Die Antwort lautet: Bislang nicht namhaft gemachte Finanzoligarchen. Giganten (2): Dass die Vier von den deutschen Pressekonferenzen es nicht waren, leuchtet ein, nachdem man deren Gesichter studiert hat. Sie gehören zu den Politikern Klingbeil, Merz und Söder und jener roten Kommissarin, bei der ich die bolschewistische Lederjacke vermisse. Sie allesamt sind bestenfalls Figuren. Giganten (3): Manch einer tippt auf Black Rock, und dann fällt der Name Larry Fink. Bis vor Kurzem sah man ihn noch in zart-lilafarbener Davos-Klamotte den Ton angeben. R.S. fragt mich von ferne, ob er ein Deutschen-Hasser sei. Was weiß ich. Zumindest macht er den Eindruck, als halte er sich deutsche Hofhunde.
15. März 2025 Der dreisteste Verfassungsputsch in der Geschichte der Republik nahm gestern seinen Fortgang. Fritze der Vormann handelte mit dem Grünenquartett einen Revolutionierungszuschuss (für Klima, Transformation und so) von sage und schreibe 100 Milliarden € aus, damit diese dem Abwracken des Grundgesetzes zustimmen. Das ist ein stolzer Preis für Leute, die den Fritzen noch vorgestern laut randalierend einen Faschisten nannten, den man ins KZ stecken müsse. Das wird sich auf seinem weiteren Weg verschärfen. Den von Deutschland auch. Jetzt sind wir bereits bei über einer Billiarde Euronen, die aus dem Nichts generiert werden sollen. Das Nichts wird durch das Vermögen der Bürger ersetzt werden. Verfassungsputsch (2): Das Bundesverfassungsgericht winkte das Aushebeln des Grundgesetzes gestern im Eilverfahren durch. Das Recht der klagenden Abgeordneten, die geltend gemacht hatten, ein so umfangreiches Gesetzespaket könne man in Tagesfrist weder lesen, geschweige denn begreifen, wurde mit dem Hinweis darauf untergepflügt, es sei der nicht klagenden Mehrheit nicht zumutbar, dass sie in ihren Abgeordnetenrechten – wegen der ablaufenden Legislatur womöglich für immer – beschnitten würden. Zu deutsch: Mehrheit geht vor Verfassungskonformität, wenn das zweckmäßig ist. Das ist der Maßnahme-Staat in seiner schönsten Ausprägung. Als nächstes wird das AfD-Verbot kommen. Verfassungsputsch (3): Denselben abzuwenden, weigerte sich gestern die neugewählte Fraktion der Linken, die sich dem Ansinnen der AfD lauthals verweigerte, sofort eine Sitzung des neugewählten Bundestages nach Art. 39 GG einzuberufen, um dem Tun des abgewählten Parlamentes Einhalt zu gebieten. Solch ein Zusammenwirken komme aus Gründen des Antifaschismus nicht in Frage. Merke: Alles, was diese Leute noch vorgestern zum Gesetzespaket öffentlich sagten, ist Makulatur, wenn es um Taten geht. Verfassungsputsch (4): Mal sehen, was den Ländern noch so alles einfällt, denn auch sie müssen dem Paket im Bundesrat zustimmen. Tun sie das nicht ohne Wenn und Aber in der kommenden Woche, dann ist die Sache unrettbar durch – jedenfalls wenn man die Regelungen des Grundgesetzes anwendet, wofür ich mich allerdings nicht mehr verbürgen mag.
14. März 2025 Klonovsky hat soeben wortreich vertreten, dass Friedrich Nietzsche nicht dahindämmernd an der Syphilis starb, sondern an einem Gehirntumor. Das alles ist eingebettet in Girlanden von Genie und Wahnsinn. Letzteren im Falle N. in Abrede zu stellen, wäre abwegig, doch wie ist es mit dem Genie? Mich freut bereits bei der Niederschrift des letzten Satzes, dass ich von den feinschmeckenden Kennern des Banausentum bezichtigt werden werde. Ich hätte mich vor dem Lästern besser mit dem Oeuvre vertraut machen sollen. Das ist sicher richtig, denn ich habe dessen Werke lediglich gelesen – vier Bände dick, die Verwundern und Missmut auslösten. Kenner (2) haben nun wochenlang öffentlich vertreten, dass die Machtübernahme in Syrien den bösen Assad abgelöst und die Regierung der gemäßigten Rebellen ans Ruder gebracht habe. Jetzt lernen wir, wie erwartbar, dass diese zum Massen-Mord und Plündern übergegangen sind, während die Amerikaner weniger Gemäßigte durch Drohnen-Attacken töten und die Israelis Luftschläge gegen Damaskus durchführen, so wie gestern geschehen. Kenner (3) trauen dem Fritze nur eines zu, Versprechen zu brechen, bevor sie den Hauch der Wirksamkeit entfalten konnten. Nur ein einziges Wahlversprechen hat er bislang gehalten: nicht mit der AfD. Ich bin angesichts seiner possierlichen Rede im gestrigen Bundestag schwer beeindruckt und frage mich, ob er noch immer die Geschäfte von Black Rock führt. Das würde ins Bild passen: Schulden bis zum Abwinken, Bürgervermögen enteignen und ein flotter Krieg in der Ukraine.
13. März 2025 Der gestrige ukrainische Drohnenangriff auf Moskau kann kaum eine gute Idee genannt werden, wenn die Russen nach den amerikanischen Vorstellungen zu einem Waffenstillstand genötigt werden sollen. Währenddessen werden die letzten ukrainischen Einheiten im Sack von Kursk zusammengeschossen. Von einem Faustpfand für Verhandlungen spricht niemand mehr. Die Frage ist eher, an welcher Stelle des 1000 km langen Frontbogens die Russen als nächstes massiv angreifen werden. Ostfront (2) BND-Chef Bruno Kahl wird in der Presse so zitiert, dass man den Kampf in der Ukraine weitere 5 Jahre in die Länge ziehen müsse, um die Russen auszubluten, damit deren Westambitionen sich in Luft auflösen würden. Kann mir kaum vorstellen, dass er das gesagt hat. Falls doch, erspare ich mir jeglichen Kommentar, der doch nur darauf herausliefe, ob diesem Mann klar sei, für welches Land er eigentlich sprechen sollte. Zweifel sind angebracht, zumal soeben der Jahresbericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages veröffentlicht wurde: Kein Nachwuchs, alte Leute, nicht eine einzige Planvorgabe erfüllt. Streitkräfte nur noch dem Namen nach.
12. März 2025 Vor unser aller Augen findet der nächste Verfassungsbruch statt. Der für morgen anberaumten Sondersitzung des alten Bundestages fehlt es offensichtlich an einem diese auslösenden Antrag (= mindestens ein Drittel der Abgeordneten des Bundestages). Stattdessen hatten sich eine Handvoll Parteibonzen hierauf verständigt. Das ist so offensichtlich verfassungswidrig, dass jetzt nur noch das angerufene BVerfG die Verfassung umschreiben kann. Mein Vorschlag: eine quasi-historische Auslegung des Textes: Wenn die Verfassungsväter die Bedeutung der Fraktionen damals richtig erkannt hätten, so hätten sie gewiss anders formuliert. Verfassungsbruch (2): Dass der abgewählte Bundestag nicht legitimiert ist, die Bundesverfassung zu ändern, bedarf kaum des Kommentars, wenn man auch nur den Hauch der Bedeutung der Volkssouveränität im Kopfe bewahrt hat. Wenn das Beabsichtigte mit dem jetzt gewählten Parlament rechnerisch nicht möglich ist, dann ist es nicht möglich. Ostfront: Trump und der kleine Mann aus Kiew haben sich, wie man liest, jetzt auf einen Waffenstillstand geeinigt. Wusste gar nicht, dass die beiden einen Krieg gegeneinander führen. Der Ball, so völkstümelt der neue US-Außenminister Rubio liege jetzt in Putins Feld. Da liegt er gut, denn der will keinen Waffenstillstand, hinter dem er lediglich eine Feuerpause vermutet. Er hat in Minsk einschlägige Erfahrungen mit dem Wertewesten gemacht. Über den Zustand der ukrainischen Armee macht sich niemand, der einen Restverstand besitzt, noch irgendwelche Illusionen. Ostfront (2): Nach der amerikanisch-ukrainischen Einigung (über was auch immer) nehmen die USA die Waffen- und Geheimdiensthilfe wieder auf. Glaubt Trump ernsthaft, er könne Putin auf Linie zwingen? Und wenn ja, mit welchen Mitteln?
Ostfront (3): Der rumänische Staat wird von bezahlten EU- und NGO-Satrappen auf anti-russisch getrimmt, indem man den Wahlsieger Georgiescu endgültig ins Aus manövriert. Man gibt sich nicht einmal mehr die Mühe, eine einigermaßen tragfähige Begründung vorzutragen. Eine rumänische Annäherung an Russland soll es nicht geben, und damit basta.
9. März 2025 Putin knickt ein, melden deutsche Gazetten unter Berufung auf den US-Nachrichtensender Bloomberg. Sieht man näher hin, handelt es sich um die Meldung über die Vereinbarung eines zweiten amerikanisch-russischen Treffens in Riad. Da ich nichts im Sinne der Überschrift aus Moskauer Quellen finden kann, wird es wohl Wunschdenken sein. Auf amerikanisch (2): Den dortigen Standpunkt zum Ukraine-Konflikt seit 2013 (einschließlich des möglichen Standorts von Trump) findet man ziemlich korrekt zusammengefasst in der deutschen Übersetzung der amerikanischen Version von Epoch Times, https://www.epochtimes.de/politik/ausland/wie-sich-der-krieg-in-der-ukraine-entwickelte-und-wie-er-enden-koennte-a5057631.html. Hier ist alles beiseite gelassen, was die US-Optik durch die russische Sicht der Dinge stören könnte, bei gleichzeitiger Überbetonung ukrainischer militärischer Erfolge. Bis auf den US-Präsidenten selbst fällt es den Amerikanern offenbar schwer, die falschen Siegesmeldungen der Vergangenheit zu vergessen. Auf amerikanisch (3): J.D. Vance hat den Deutschen angedroht, 34.000 Mann US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, wenn man die Defizite der Meinungsfreiheit nicht korrigiere. Mainstream schweigt hierzu verbissen. Besser-nicht-erwähnen herrscht auch bei den sog. Alternativen vor, die bis gestern noch das Lied der treuesten Verbündeten sangen und jede Kritik an den USA als Vaterlandsverrat geißelten. Aus Los Angeles wird gemeldet, dass Milliarden an Obdachlosen-Geldern im Nichts verschwunden sind. Nun, christliche Nächstenliebe hat halt ihren Preis – vor allem wenn sie auf Heuchelei basiert.
8. März 2025 Während aus dem Weißen Haus nur noch ungeordnetes Stimmengewirr zur politischen Lösung des Ukraine-Konflikts erklingt, haben die Russen erneut zugeschlagen. a) In den letzten Nächten wurde die Elektrizitäts-Infrastruktur kreuz und quer im Land massiv aus der Luft angegriffen. b) Der Sack von Kursk wurde am unteren Ende zugemacht. Die Invasionstruppen sind nunmehr, soweit ich das Kartenbild deuten kann, eingekesselt. Ihnen wurde ein Ultimatum zur Kapitulation übermittelt, das heute ablaufen soll. Danach würden sie zusammengeschossen. Ostfront (2): Die beiden Sofort-Gipfel der nicht-amerikanischen Unterstützerstaaten gingen ohne feststellbares Ergebnis zu Ende. Die angekündigte Flugverbotszone für die West-Ukraine ist ein Phantasieprodukt. Nicht nur fehlen die geeigneten Waffen, um sie durchzusetzen, noch werden sich russische Drohnen, Raketen und Gleitbomben hierdurch beeindrucken lassen. Ostfront (3): Die westlichen Experten diskutieren den Ausgang der von ihnen erwarteten Präsidentenwahlen in Kiew. Ich halte einen militärischen Staatsstreich oder einen Zerfall in Bürgerkriegs-Parteien für wahrscheinlicher, aber was weiß ich schon. Ostfront (4): Merkwürdig muten die britischen Bemühungen an, die Führung des Ukraine-Kriegs gegen Russland zu übernehmen. Bleibt die Frage, wen sie an die Front schicken wollen. Die Polen und die Balten mit Sicherheit. Aber ob die auch wollen, wenn sie bemerken, dass sonst keiner will, das ist die Frage.
7. März 2025
Ein Abgrund von Landesverrat, so schreibt es Klaus Kelle, einer der Unionstreuen auf seinem Bloc (https://denken-erwuenscht.com/ein-abgrund-an-landesverrat-wie-deutsche-politiker-den-bau-von-nord-stream-2-durchboxten/?print=pdf). Der alte Jagdhund spitzt die Ohren, doch dann dies hier: Da meint dieser Mann nicht etwa, was CDU-Bonzen im Moment gemeinsam mit den Sozen treiben, um die deutschen Bürger in die Armut zu treiben, nein, er spricht vom Bau der Gaspipeline Nord Stream 2, die bekanntlich nie in Betrieb ging, nachdem Joe im Weißen Haus dem Herrn Scholz das vor 3 Jahren verbot. Kelle entnimmt das landesverräterische Tun (der Schröder war’s) einem Buch, das soeben erschienen ist, und in dem alles beschrieben sei. Falls ich das nicht vergesse, werde ich es bei Gelegenheit lesen.
Abgrund (2): Immerhin jetzt schon öffentlich: über 50 Leserkommentare – nach meiner Einschätzung alles treue CDU-Wähler –, die einfach nur köstlich genannt werden dürfen. Sie geben mit bitteren Worten zum Ausdruck, dass sie sich von Merz verraten fühlen, anstatt sich mit Kelle über das Nord Stream-Thema zu erregen.
Abgrund (3): Napoleon Macro-parte will über Europa einen Atom-Schirm aufspannen, um dem bösen Putin zu drohen. Die einzigen, die er damit bedroht, sind die Anwohner zwischen Rhein und Njemen.
Abgrund (4): Derweil berichten französische Zeitungen von einem Mega-Deal, der so verrückt klingt, dass ich ihn nicht glauben mag: Der kleine Mann aus Kiew habe mit seiner Offshore-Firma für schlappe 1,2 Milliarden € eine französische Investment-Bank, deren Namen mit Milleis Banque angegeben wird, aufgekauft. Das nötige Kleingeld hierfür stamme aus den Portefeuille von Rothschild & Co. Kann man das wirklich glauben? Lieber nicht.
Abgrund (5): Der Bosch-Konzern, orakelt man bei Tichy, taumle auf eine Entlassungswelle zu. Falls das stimmt, vermag ich mich nicht zu wundern. Man muss nur nachsehen, was die gleichnamige Stiftung in den letzten Jahren getrieben hat, dann macht man sich keine Illusionen. Allerdings teile ich die jetzt durchs Internet schwappende Häme nicht, denn auch übers Wahlverhalten habe ich keinerlei Illusionen.
6. März 2025
Was für eine Entdeckung. Das Kriegslied von Matthias Claudius: ’s ist Krieg! ’s ist Krieg! Oh Gottes Engel wehre | und rede du darein | ’s ist Krieg – und ich begehre | nicht Schuld daran zu sein. Claudius (2): Ich kann den Text nicht lesen, ohne zugleich das Lied Der Mond ist aufgegangen im Ohr zu haben. Vor rund fünf Jahren hörte ich das unter sommerlichem Nacht-Himmel im Erzgebirge gesungen. Danach nie wieder.
5. März 2025
Bei Tisch erwähne ich eher nebenbei, dass der Ex-MP des Zwergstaats, Bernhard V., grade gestorben sei. Das löst ein von mir nicht erwartetes Hallo aus und ironische Rückfragen, was ich denn dazu sage. Nichts, sage ich. Ob ich mich denn nicht daran erinnere, dass er seinerzeit die Weisung gegeben habe, dass etwas gegen mich „gefunden“ werden müsse. Doch, sage ich. Und? werde ich weiter gefragt. Und nichts, sage ich. Der Donald hat jegliche Lieferung an die Ukraine gestoppt, so wird berichtet. Ob’s wirklich so ist, weiß keiner so genau. Immerhin hat die Ankündigung bewirkt, dass der kleine Mann aus Kiew sofort eingeknickt ist. Er will das Ausbeutungsabkommen unterschreiben und auch verhandeln – über einen Waffenstillstand. Aber mit wem? Die Russen sagen Njet. In Mannheim rast einer mit einem Ford Fiesta in die Rosenmontagsveranstaltung. Zwei Tote und eine unbekannte Zahl von Schwerverletzten. Der Täter ein Deutscher. Den Namen verschweigt man. So kommen Gerüchte auf. Interessant erscheint mir: Die Behörden können jetzt verlautbaren, was sie wollen. Ein breiter Teil der Bevölkerung glaubt ihnen kein Wort mehr, selbst wenn sie nicht lügen. In Berlin beschließen vier Personen, die hierzu nicht befugt (legitimiert) sind, dass Deutschland sich um eine weitere Billion verschulden soll. Sie sagen, das ganze nicht vorhandene Geld sei unabweisbar notwendig sei, durch Kriegführung gegen Russland den Frieden herbeizuführen. Sie geben sich nicht einmal Mühe, das zu begründen. Sie rufen vielmehr offen zum Verfassungsbruch auf, den sie nur begehen können, weil sie sich einig sind, den neu gewählten Bundestag nicht unverzüglich zusammentreten lassen.
3. März 2025 Die Selenskyj-Schlappe vom Freitag schwappt nach. Der Kriegstreiber von London lud zum Gipfel, Macron schlug wie gewohnt das große Rad und General Rutte sprach von weiteren Ankündigungen, deren er ganz sicher sei. Habe die am Hufeisentisch Sitzenden gezählt. 18. Wer also war nicht da, zum Beispiel nicht eingeladen wie die Balten, und wo waren die Polen, die Balkanesen, die Ungarn? Gipfel (2): Starmer und Macron sprachen mit der üblichen Gestik von der Notwendigkeit eines einmonatigen Waffenstillstands. Und? Und nichts, denn von den Russen ist bekannt, dass sie darauf nicht eingehen werden. Blondschopf Meloni befand hingegen, dass die Europäer gut daran täten, das Verhältnis zu den USA zu reparieren. Das klingt in meinen Ohren ganz anders. Erwähnen will ich zumindest auch, dass der seit Monaten zurücktretende Trudeau aus Kanada die Notwendigkeit betonte, sich von den USA zu emanzipieren. Kann man verstehen angesichts von Trumps Kanada-Ambitionen. – Was muss Putin nun befürchten? Nichts. Gipfel (3): Habe nichts von der Entsendung von Truppen gehört. Noch-Scholz blieb vage.
2. März 2025
Das Töten geht weiter. Das Zentralkommando der US-Streitkräfte in Europa (CENTCOM) meldet den Abschuss eines Mannes im Nordwesten von Syrien, den es als Terroristen bezeichnet. Es ist der zweite Fall innerhalb von Tagen. Das mitgelieferte Kurzvideo (?von einer Drohne) über den Anschlag zeigt einen flott fahrenden Pickup, der offenbar von einem Explosivkörper getroffen wird und hernach (scheinbar unbeschädigt) am Straßenrand ausrollt. Das Video ist zu Beweiszwecken nicht zu gebrauchen. Das Töten geht weiter (2): Nach dem Chaos-Auftritt in DC flog Selenskyj gestern ungesäumt nach London weiter, wo die üblichen gemeinsamen Fotos händchenhaltend mit Starmer vor Downing Street 10 gemacht wurden. Heute ging’s zum Treff mit Macron und dem Briten. Das Töten geht weiter (3): Annalena Bb. sagte: „Eine neue Zeit der Ruchlosigkeit hat begonnen.“ Übt sie schon für einen künftigen Werbespot bei Rossmann? Annalena, ach, Annalena, wie wird sie mir dereinst fehlen. Das Töten geht weiter (4): Mainstream weiß, dass der Trump-Auftritt von vorgestern zur beschleunigten Kreation eines riesigen dreistelligen Milliarden-Sondervermögens für die Ukraine-Kriegführung führen wird und zwar mit Blick darauf, dass es im jetzt gewählten Bundestag keine entsprechende Zweidrittelmehrheit mehr gibt. Deswegen, so die Schreibtisch-Helden, muss das abgewählte Schwarz-rot-grün ran. Das nenne ich einen kreativen Umgang mit der Verfassung. Aber wen schert denn heute noch ein eklatanter Verfassungsbruch? Weniger wird berichtet, dass ein bemerkbarer Anteil der US AID-Gelder in der Ukraine für Nutten ausgegeben wurde.
1. März 2025
Nach dem gestrigen Zusammenstoß zwischen Trump/Vance und Selenskyj bleiben Bilder im Kopf zurück: ein zunehmend ärgerlich werdender US-Präsident, als dessen Plan, einen lukrativen Deal zu machen, platzt, ein Vize von geradezu erschreckender Ruhe und Eindringlichkeit und der bislang als Weltstar Gehätschelte, dem alle Züge entgleisen, als ihm die US-Boys ins Gesicht sagen, er habe keine Karten auf der Hand, um hier mit ihnen zu spielen. Er rutscht auf dem Stuhl hin und her, rafft sich mit Mühe zusammen und beharrt auf Sicherheitsgarantien, um anzuhören zu müssen, er könne (erst) wiederkommen, wenn er zum Frieden bereit sei. Alles Feierliche wurde abgesagt und der Gast gebeten, das Weiße Haus zu verlassen (he was asked to leave the White House).
Zusammenstoß (2): Der erste von außerhalb, der sich meldet, ist der Franzose Macron, der fest an der Seite der Ukraine steht (sagt er), dann kommen die Iren (deren einschlägige Rolle ist mir neu), dann die Polen (sie kommen immer, und meist zur Unzeit) und schließlich Annalena Bb. Was sie sagt, ist das übliche Bb., es handelt von dem Putin sein Angriffskrieg. Dessen Frontmann Medwedjew meldet sich kurz mit einem Ausdruck des Behagens, während der Chef selbst schweigt. Zusammenstoß (3): Dass die grüne FAZ das Ganze besser formulieren kann als ihre Berliner feministischen Hätschelkinder bedarf des Kommentars nicht, aber dass sie am Main einen neuen Feind erkannt haben, notieren wir hier: Es ist J.D. Vance, dem man attestiert, er habe sich erneut (!) als Brandstifter bewährt. Soso. Was wird man erst schreiben, wenn die ach so nötigte pekuniäre Unterstützung von Wo-auch-immer ausbleibt. Oder ist das bereits der Fall? Zusammenstoß (4): Die US-Öffentlichkeit ist wie gewohnt gespalten, die Parlamentarier auch. Gewundert habe ich mich über den Falken-Senator Lindsey Graham (Reps), Spitzen-Kriegsmatator in Sachen Ukraine und gewiss kein Trumpist, der dem Präsidenten die volle Unterstützung zusichert. Rechnet er sich aus, dass der Nicht-Frieden für ihn und seine Klientel auch lukrativ sei? Rein äußerlich spricht er von der Wahrung der US-Interessen, die gelungen sei. Man zweifelt.
Zusammenstoß (5): Was nun? Der Krieg geht weiter, bis Putin ihn beendet. Er wird ihn zu seinen Bedingungen beenden, wenn die ukrainische Führung ihn hierum bittet. Es wird nicht Selenskyj sein, der diese Bitte ausspricht.
28. Februar 2024 Während die Mainstreammeldungen sich noch am amerikanisch-ukrainischen Spitzentreffen delektieren, geht heute dasselbe im Weißen Haus mit einem offenen Eklat in der Pressekonferenz zu Ende. Der kleine Mann aus Kiew glaubt im Ernst, er könne dem Donald die Bedingungen diktieren. Er irrt sich. Treffen (2): Nebelhaft bleibt, was Trump gestern und vorgestern mit dem Franzosen Macron und dem Briten Starmer beredet haben mag. Zumindest wussten alle 3 die Form zu wahren. Treffen (3): Während alles dies passiert bzw. nicht passiert, sitzen die Russen mit den Amis in Istanbul beisammen, wo sie die Köpfe zusammenstecken, um das zu tun, was sie die Normalisierung der Beziehungen nennen. Die EU-Europäer und die Ukrainer haben immer noch nicht geschnallt, dass sie hierbei nicht gebraucht werden, sondern nur noch Objekte sind. Die Deutschen regen sich stattdessen darüber auf, dass Vize Vance spottet, sie hätten noch nicht mitgekriegt, dass ein neuer Sheriff in der Stadt ist.
27. Februar 2024 Die innenpolitischen Aufgeregtheiten verbauen den Blick auf das, was die Welt revolutionieren könnte. Es ist nämlich völlig gleichgültig, ob Fritze der Kandidat oder Robert der Denker sich in die Schlagzeilen drängen, denn beide sind out: der eine, bevor er das erstrebte Amt erreicht hat, und der andere sitzt jetzt nur noch im Bundestag, damit weiterhin die Kasse stimmt – oder warum, kann mit das mal einer erklären, tut er das nach seinem politischen Rücktritt? Derweil in der Welt: Die Schlagzeilen über die Einigung von Trump und Putin können noch so oft kommentiert werden bis zum Sankt Nimmerleinstag, denn nachdem gestern der Kreml erklärt hat, dass es bezüglich der Ukraine eine solche Einigung nicht gebe, gibt es nur einen Kommentar hierzu: Es gibt keine. Keine Einigung (2): Dass es eine solche nicht gibt, ist leicht erklärbar, nachdem DC verkündet hat, man hätte sich mit Selenskyj bezüglich der Abtretung der Bodenschätze geeinigt. Mit Schiller zu sprechen: Es fehlt im Bunde der Dritte. Beim Stand des Krieges sieht man in Moskau keinen Anlass, auf das zu verzichten, was den Russen bei der zu erwartenden Kapitulation ohnehin zufallen wird. Ostfront (3): Im Frontbogen liegt Schnee, aber nicht sehr viel, die einschlägigen Videos weisen es aus. Ungeachtet dessen geht der Vormarsch der russischen Streitkräfte Meter um Meter weiter. Soeben wurde die Eroberung der als beherrschend auf einer Anhöhe gelegene Ortschaft Awdejewka gemeldet. Von einer großen Offensive ist allerdings weit und breit nichts zu sehen. Ostfront (4): Ein massiver ukrainischer Drohnenangriff auf die über südrussisches Gebiet verlaufende kasachische Öl-Pipeline Richtung Kleinasien erregt die Spekulanten. Diese Leitung soll in der Vergangenheit eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Versorgung von Israel gespielt haben. Jetzt machen Mutmaßungen die Runde, der ukrainische Dienst habe auf diese Weise dem Israel-Freund Trump die brutale Erpressung wegen der eigenen Bodenschätze heimzahlen wollen. Ich bezweifele, dass diese Meldung rund ist. Ich tippe eher auf geheimdienstlichen Unverstand. Ostfront (5): Um festzustellen, wie der Stand der Dinge garantiert nicht ist, empfehle ich den Beitrag Darauf kommt es jetzt wirklich anvon Sebastian Thormann bei Apollo News. Hier sind alle Falschmeldungen und Vorurteile der letzten drei Jahre versammelt. Lesenswert sind auch die Leserkommentare. Sie sind ein Konvolut der Gehässigkeit. Der Autorenname kommt mit bekannt vor. Ich tippe auf Tichy, muss aber nicht stimmen. In meinem Hinterkopf taucht ein Namensgleicher auf, der im Zweiten Weltkrieg Roosevelt-Propaganda im französischen und amerikanischen Exil machte. Kann unmöglich derselbe sein. Verwandtschaft? Ostfront (6): Auf ebendieser Linie liegt die blaugelbe Hauptreklame der CDU am Tage nach der Wahl: Wir unterstützen die Ukraine bis zum Siege. Eine klare Kriegsansage, die völlig aus der Zeit gefallen wirkt. Es ist so, als seien die Globalisten in den USA noch an der Macht. Habe ich was verpasst, oder ist es so, dass die Atlantiker sich in der Gewissheit eingeigelt haben, dass es nach Trump wieder andersrum kommt? Wenn Fritze der Kandidat und sein Hofstaat ernsthaft glauben, allein gegen Russland Krieg führen zu können, dann gehören nicht ins Kanzleramt, sondern in die Klapse. Ostfront (7): Vor Monaten notierte ich: Wer Merz wählt, wählt den Krieg. Ich hatte die Hoffnung, mich zu irren.
24. Februar 2024 Sie wollen es so: Diemenschen. Es wird sich also nichts ändern, jedenfalls werden die drei großen K bleiben: Krieg, Kalifat, Klima. Bin dem gestrigen Wahlabendgeschwätz entgangen, indem ich Tagebuchblätter von Theodor Fontane las. Abwesend (2): Auch die Wahlergebnis-Kommentare von heute, die großartig als Analysen verkauft werden, habe ich mir erspart. Es zählt nur, dass 208 Christunionisten und 120 Sozis in den Bundestag einrücken und die Kanzlermehrheit 316 Stimmen beträgt. Erwähnenswert bleibt bestenfalls, dass es für des Fitzens Traumkompanie schwarz-grün nicht reicht und die Grünen insgesamt für nix gebraucht werden. Abwesend (3) waren die Auslandsdeutschen, die man – dieser Verdacht ist nicht nur bei mir aufgetaucht – von der Teilnahme an der Wahl ausgesperrt hatte, um im Bedarfsfalle einen Annullierungs-Grund bei der Hand zu haben, weil man die Möglichkeit eines übermäßigen Abschneidens der Blauen befürchtet hatte. Das ist nun nicht eingetreten. Ob allerdings BSW und FDP, die knapp unter der 5 %-Hürde blieben, sich hierauf mit Erfolg berufen können, bleibt zu bezweifeln, denn über den jetzigen gravierenden Wahlfehler müsste der neue Bundestag befinden, und der wird sich hüten. Das letzt-instanzlich zuständige Bundesverfassungsgericht wird sodann, nehme ich mal an, in absehbarer Zeit keinen freien Termin finden, um über eine solche Petitesse, wie das korrekt zusammengesetzte Parlament eine ist, zu entscheiden.