1. November 2026

Morgens gibt es in D keine zuverlässigen Informationen über die Randale-Nacht. Nur in Frankfurt scheint der Plünder-Mob völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein. Hessen vorn.

In Polen gerät die Lage außer Kontrolle. Zwei unversöhnliche Lager stehen sich gegenüber. Die nationalistische Rechte um den gewählten Staatspräsidenten und die EU-globalistische Regierung nebst Parlamentsmehrheit um den Ministerpräsidenten. Dieser versuchte vorgestern, das Verfassungsgericht in seinem Sinne umzubesetzten, zumal dieses nun mehrfacht betont hat, Verfassungsrecht habe Vorrang vor EU-Recht – ein einfacher Streit mit weitreichenden folgen, zumal der EuGH diese Rechtsauffassung ausdrücklich als unvereinbar mit Gemeinschaftsrecht bezeichnet hat. Die Umbesetzung des Verfassungsgerichts gilt als Voraussetzung dafür, die nationalistische Rechte mit Blick auf die für 2027 anstehenden Parlamentswahlen endgültig zu entmachten. Polens Präsident, dem man eine Karriere als Amateurboxer nachsagt, schaffte sich nachts handgreiflich Zutritt zum Verfassungsgericht.


30. Oktober 2026

Europa! Europa! Es ist schon bemerkenswert, dass die Chefin der EZB vorzeitig ihren Posten verlässt, der ihr ein maximales Gehalt und zudem strafrechtliche Immunität garantierte. Das, was sie selbst sagte, interpretiere ich ein wenig um. Dann kommt heraus: Sie will mit dem für möglich gehaltenen Desaster des € nichts zu tun haben. Vieleicht ahnt sie auch, dass angesichts des Totalangriffs auf den französischen Staat, die Immunität, die ist zusteht, das Papier nicht wert sein wird, auf dem das steht. Die jetzigen Angreifer werden genügend viele Laternen für diejenigen finden, die man zu den Hauptübeltätern ausrufen wird.

Europa! (2): Da rufen doch einfach – und ohne bei der EU nachzufragen – die politischen Chefs aus Finnland und Norwegen bei Putin an. Vermutlich wollen sie aus erster Quelle hören, wie ernst es der Mann im Kreml meint. Im Hinterkopf mag mitspielen, wie sie sich vorsorglich heraushalten können, wenn die großen Fünf (D, GB, F, PL, I) sich unrettbar mit Russland in einen Krieg verstrickt haben. Man kann das verstehen, denn beide sind unmittelbare Anrainer an das Reich des Bösen.

Berlin! Berlin! Die angehende Regiererin in der Vielvölker-Metropole schickt versehentlich ihre Interview-Notizen, in denen sie ihre Angst vor den hiesigen Hamas-Aktivisten zum Ausdruck bringt, an die Illustrierte Der Spiegel. So kommt die Sache ans Licht des Tages. Halb so schlimm, sagen alle, die für alles Verständnis haben. Warum nicht mal eine Regierungschefin, die durch orientalische Gewalttäter erpressbar ist? Erpressbarkeit, das wäre ja in D nichts grundsätzlich Neues.

Berlin ! (2): Derweil verkündet die dortige Polizei-Barbara, dass hinsichtlich der angekündigten Wochenend-Randale nichts zu befürchten sei. Weiß sie das wirklich? Dann würde ich mir hinsichtlich ihrer Verbindungen ins Klientel Gedanken machen. Nun, wir werden es ja morgen und übermorgen erleben.

Berlin! (3) und anderswo: Auffällig ist, dass die sog. Sprecher der Wochenend-Aufmärsche offensichtlich kalte Füße kriegen und ihre leitende Mitwirkung widerrufen. Ja, Schadensersatzansprüche können existenzvernichtend sein. Nur die weiblichen Berufsjugendlichen von Grünen und Linken scheint das alles nicht anzufechten.


29. Oktober 2026

Die Ergebnisse der Wahl in Tel Aviv und Umgebung treffen nur tröpfchenweise ein. Klar ist nur, dass die derzeitigen Koalitionäre ihr Wahlziel des Weiter-so bei einer Sitzverteilung von 53:39:28=120 klar vefehlt haben. Die Mandatszahl 28 gehört zu den nicht-jüdischen Wahlberechtigten. Wahlverlierer (oder je nach Sicht: Wahlsieger) Netanyahu erklärte heute Nacht, das Ergebnis beruhe auf Wahlfälschung von Seiten der Araber. Das ist so erstaunlich, dass ich es wenigstens festgehalten haben will.

Israel (2): Interessanter erscheint mir die Zahl der Wahlberechtigten. Das waren nach offziellen Angaben 7,2 Millionen Bürger. Unter denen befinden sich bei Annahme, dass es sich bei den Wählern der arabischen Parteien nicht um Juden, sondern Palästinenser handelt, rund 5,5 Millionen Juden. Da ein nicht genannter Anteil von diesen nicht in Israel wohnt, ergibt sich ein vager Rückschluss auf die Zahlen jüdischer Erwachsener in Israel. Ich denke mal, mit ca. 5 Millionen liegt man nicht ganz falsch. Wozu diese Zahlenspiele? Angesichts von zig-Millionen Arabern in Nahost, sollten einen die Zahlen auf mittlere Frist nachdenklich stimmen.

Schier unglaubliches Gruppenfoto aus Teheran am 26. Oktober 2026: Treffen des türkischen Geheimdienst(MIT)-Chefs Ibrahim Kalin, des saudischen Verteidigungsministers Prinz Khalid bin Salman (der Bruder von Mohammed bin Salman), des pakistanischen Generalsstabschefs Feldmarschall Asim Munir und des Sicherheitschefs der persischen Revolutionsgarden Mohsen Rezaei.

Israel (3): Die vorgenannten Zahlen vorausgeschickt, liegt es nahe, dass die Führungsschicht im Heiligen Land weiter Kriege führen muss, da eine friedliche Koexistenz ihr Überrannt-werden immer wahrscheinlicher macht. Noch mehr muss die israelische Elite fürchten, dass die Amerikaner aus Nahost vertrieben werden könnten. Ein solcher Wink mit dem Zaunpfahl mag das Zusammentreffen der Spitzenpolitiker aus vier Ländern in Teheran in dieser Woche sein. Diese stammten neben den Gastgebern aus den Staaten des Mekka-Abkommens vom Sommer dieses Jahres, also Pakistan, der Türkei und Saudi Arabien. Nicht mit am Tisch: die Amerikaner, von den Israelis ganz zu schweigen. Säße ich in Tel Aviv, würde ich mir Sorgen machen.

Israel (4): Am Vormittag ändert sich die Sitzverteilung wie von Zauberhand. Der oppositionelle Herr Eisenkot kommt nunmehr auf 49 Mandate. Die Zahl der arabischen Abgeordneten schmilzt dementsprechend zusammen. Beim Vorwurf des Wahlbetruges durch diese bleibt es.

Meldung vom Dnjepr: Der Russe hat vorgestern Nacht die Südbrücke in Kiew erneut angegriffen, diesmal mit einer ballistischen Rakete, die punktgenau traf und ein riesiges Loch in die Fahrbahn sprengte. Die Brücke wurde (nun wohl endgültig) für den Verkehr gesperrt.


28. Oktober 2026

Hinsichtlich des Wahlergebnisses in Israel gibt es bislang nur Schätzungen. Die gehen allerdings davon aus, dass das sog. Kopf-an-Kopf-Rennen für keine der miteinander verfeindeten Seiten eine parlamentarische Mehrheit brachte. Aus dem Wahlkampfgerede weiß man lediglich, dass keiner von beiden mit den palestinensischen Abgeordneten reden will. Nach den derzeit veröffentlichten Zahlen steht es parlamentarisch 50:50:20. Das kann sich noch sehr ändern. Darauf dürfen wir uns verlassen. Die Kriegshetzer bei Mainstream schweigen beklommen.

Endlich mal eine Schlagzeile: Carsten Schneider aus Erfurt, derzeit Bundesumweltminister, gelingt diese mit seiner Pöbelei gegen Audi: man reite mit dem Amerika-Engagement ein totes Pferd. Recht so, wenngleich nicht ganz klar ist, was und wen er meint: die dank des von ihm mitvertretenen Klimawahns auf dem Zahnfleisch gehende Firma oder deren Ausweichen nach Amerika. – Das ist zweierlei, Carsten, wenn auch das eine mit dem anderen zusammenhängt.

Carsten (2): Gleich nach seiner Wahl in den Bundestag saß der SPD-Jungmann im Erfurter Zum Norde beim Mittagessen neben mir. Ich frug ihn, als sich die Sttimmung lockerte, wie er sich sein weiteres Leben vorstelle. Er: Erst mal nur diese Legislatur im Hohen Haus, dann Ausbildung beenden. Ob er das Letzere realisieren konnte, weiß ich nicht, das Zuerstgenannte jedenfalls gelang nicht. Mit Jahrzente andauerndem Erfolg, wie man sieht.

Ein Buch ist erst da, wenn man es in Händen hält. Erst recht ein eigenes. So geschehen gestern Nachmittag mit Mein Abendland. Eine Nachbarin hielt mir den Karton mit den Worten entgegen: Ihre Bücher sind da. Merkwürdig, kann sie durch Pappe sehen?


27. Oktober 2026

Die linksextremen Gewalttäter in D sammeln sich fürs kommende Randale-Wochenend‘ unter dem Gaga-Motto „Generation Z regelt“. Der Walfahrtsort Berlin wurde angeblich heute abgesagt. Man will die Installierung der dortigen Gesinnungsgenossen als Stadtregierung nicht stören.

Gaga (2): Bei der Wahl im Gelobten Land können die hierfür zugelassenen Bewohner heute zwischen mehr-Krieg und noch-mehr-Krieg entscheiden. Diejenigen, die weder für das eine noch für das andere sind, haben vermutlich bereits ihre Koffer gepackt.

Gaga (3): Hierzulande versucht Mainstream ziemlich fruchtlos für die Frage zu interessieren, wer denn im Januar der neue Bundespräsident werden soll. Wen juckt das schon groß, wen Unseredemokratie mit diesem wirkungsarmen Amt versorgt. Wüde das Amt – bei gleichen Befugnissen – vom Volk per Wahl bestimmt, sähe die Sache ganz anders aus – sowohl das Interesse wie auch die Wirkung. Von ähnlichem Interesse ist, wer der neue SPD-Vorsitzer wird. Man gähnt und sagt erneut: Wen juckt’s.

Gaga (4): In Serbien hat die Studenten-Liste die Wahl gewonnen. Sucht man Studenten auf ihr, so wird man nicht fündig. Mich wundert, dass Mainstream aus dem Wahlsieger nicht die Studierenden-Liste geschneidert hat. Da ist Korrektur-Bedarf für die Korrekten.

Gaga (5): Erneut haben sich die Kriegsminister der Großen Fünf (GB, F, D, I, PL) getroffen, um den Krieg gegen Russland zu koordinieren. Wenigstens aus GB hören wir ein Ergebnis: England soll sich darauf vorbereiten, in genau 1.000 Tagen gegen den bösen Putin in den Krieg zu ziehen. 1.000 Tage? Also Ende 2029. Was wird da sein? In F Mord und Todschlag, in GB keine Labour-Regierung mehr, in I irgendwas, in PL alles beim Alten und in D irgendwas, was heute noch keiner wahrhaben will. – Ende der Vorhersage.


26. Oktober 2026

Die Auguren in den diversen Schwarzmalerwerkstätten haben für heute einen neuen Großkampftag in Nahost angesagt, damit Benjamin N. im allerletzten Moment die morgigen Wahlen absagen kann. Doch bislang (am frühen Morgen) großkämpft es noch nicht wieder, sieht man von einer gestern losgetretenen Offensive im Libanon und der gewaltsamen Vertreibung von Tausenden Palästinensern aus dem Westjordanland ab, das zudem von Militär abgeriegelt wurde. Auch in Arabien geht der Kampf zwischen Huthis und Saudis nur auf dem gewohnten Level weiter: Ein paar Raketen pro Tag.

Die Gewalt in Frankeich und Südeuropa hat am Wochenende erneut das Geschehen bestimmt. Es spricht sich allmählich rum, dass hier um ein Zusammengehen von linkem und muselmanischem Pöbel stattfindet. Es geht um Plündern und Brandschatzen.

Für D ist dergleichen fürs kommende Wochenende angesagt. Die Medien halten sich zurück, um dann bei Gelegenheit ihre wohlwollende Überraschung zum Ausdruck bringen zu können. Die Bundesfamilienministerin – sonst im Verdacht, eine Sponsorin des linken Gesockses zu sein –  befasst sich derweil mit ihrer Empörung über das Annähern von USA und Russland in Sachen Kriegsbeendigung in der Ukraine. Und das klingt, wenn denn die Meldungen stimmen, so: „Für ein paar Liter Diesel… Was für ein moralischer Bankrott.“

Der Zentralrat der Zentralräte warnt derweil in vertraulicher Mitteilung seine Gesinnungsbrüder vor dem kommenden Wochenende. Vertraulich deswegen, weil es sich ganz offensichtlich nicht um den Kampf gegen rechts handelt.

Die Sprit-Knappheit erreicht das Rheinland und die Schweiz, und Audi haut über den Atlantik nach Georgia ab. Der Fritz macht derweil einen Wochentrip nach Südostasien. Wird er da für irgendwas gebraucht?


25. Oktober 2026

Auf das Kopieren von Gepflogenheiten des Jugendkults Verzicht zu üben, fällt mir leicht, zumal wenn ich mir ansehe, wie junge Männer ihre Hosen anhaben: auf Halbmast und hinten herausragendem Gummiband ihrer Marken-Unterhosen.

Weit schwerer fällt es mir, die neudeutschen Sprachholpereien klaglos zu ertragen. Beispiel gefällig? „Wieviele Sanktionen braucht es, bis Russland einlenkt?“ Heute früh auf Tichys Einblick zu lesen. Das steht unter der Ober-Überschrift Krieg in Europa. Abgesehen vom Inhaltlichen, was ich für die bei Tichy schon bis zum Überdruss gepflegte Parteinahme für die Kriegshetzer halte, frage ich mich bei genauerem Nachsinnen: Wer zum Teufel ist „es“? Das EU-Kommission? Nee. Das Marionettenregime? Nun, das schon eher. Im übrigen: Überall braucht es was im deutschen Blätterwald. Doch in Wirklichkeit braucht es nichts– abgesehen vom Kleinkind, das täglich mehrfach frische Windeln braucht.


24. Oktober 2026

Durch einen Zufall Die Holocaust-Industrie von Norman Finkelstein in einem Bücherschrank entdeckt. Das Buch stand ohne erkennbaren Sachzusammenhang hinter offenbar wahllos aus der Hand gelegten Texten der Jahrtausendwende. Die jetzige schnelle Lektüre war ein da capo nach exakt einem viertel Jahrhundert. Plötzlich erinnere ich mich daran, dass dem Buch in Deutschland weniger Beachtung wg. seines aufsehenerregenden Inhalts zuteil wurde als den im vollen Moralschwulst auftretenden Kritikern, die vor dem Wiedererstarken des Antisemitismus warnten. Das war und ist ein probates Mittel um jede Debatte im Keim zu ersticken.

Finkelstein (2) ironisiert das Thema Erstarken-des-Antisemitismus, indem er anmerkt, dass es diese Stimmen selbst seien, die erst zur Entstehung dessen beitrügen, wovor sie angeblich warnen. Die einschlägige Propaganda sei hingegen ausschließlich selbstsüchtig, denn es gehe um die Erpressung von Geld von Leuten mit schlechtem Gewissen.

Finkelstein (3): Nicht das Buch ist skandalös, sondern der in ihm detailliert geschilderte Mechanismus einer Geldbeschaffungsmaschinerie, die ihren Sitz in den USA hat. Die letzte der im Buch geschilderten Aktionen betraf die deutsche Industrie, die Ende der 1990er Jahre in einen Milliarden-Deal (ohne Gegenleistung) gepresst wurde, um angeblich den letzten unentschädigten Zwangsarbeitsopfern der NS-Zeit in deren allerletzten Lebensjahren eine Vergütung zukommen zu lassen, was dann, als das Geld erst mal transferiert war, zugunsten anderer Ausgaben weitgehend unterblieb. Zur Erpressung gesellte sich also die Unterschlagung.

Finkelstein (4): Heute noch von Bedeutung sind die Ausführungen F.s zur Frage, wann und warum die organisierten jüdischen Amerikaner anfingen, sich auf die Seite Israels zu schlagen, was bei der Staatsgründung 1948 durchaus nicht der Fall gewesen war. Der Schwenk erfolgte – so Finkelstein – nach dem Nahost-Krieg von 1968, als die Israelis sich durch militärische Erfolge als Vorposten der USA in Nahost stilisieren konnten und die amerikanisch Politik dies zu akzeptieren begann. Bezeichnend mag sein, dass erst zu diesem Zeitpunkt das Existenzrecht Israels als eigenständiger Programmpunkt in der politischen Agenda Amerikas und Europas auftauchte.

Finkelstein (5) und die Folgen heute: Man wird annehmen dürfen, dass im Westen außerhalb der ruling class in den USA und der politischen Klasse in Deutschland das Unantastbare des Existenzrechts Israels verblasst, wenn es nicht überhaupt bestritten oder sogar aktiv bekämpft wird. Die Wischiwaschi-Erklärungen in Berlin nach dem Auftrumpfen der Linken, die sich zum Zentrum der Muselmanen in Deutschland gemausert haben, und dem Einschwenken von SPD und Grünen in deren anti-israelisches, wenn nicht gar antisemitisches Fahrwasser, lassen kaum Zweifel aufkommen, wohin die Reise geht.

Finkelstein (6) und die Folgen heute: Wir befinden uns mitten in der Landnahme. Es ist die dritte, seit der Kaufmann aus Mekka seine Erleuchtungen hatte.

Aber es gibt auch froh stimmende Nachrichten. Diese hier entnahm ich heute Nacht der Zellerzeitung:


23. Oktober 2026

Die Debatte über das Drosseln der Satelliten-Verbindungen zulasten der ukrainischen Kriegführung wabert weiterhin durch die Nachrichtenkanäle. Die einen sagen: der Musk war’s. Er selber sagt: Ich war’s nicht, denn für Starshield sei allein das US-Kriegsministerium und letztlich der Don verantwortlich. Der wiederum sagt: Es sei alles paletti, und der kleine Mann aus Kiew ist zu hören, dass dies nicht stimme. Ja, was nun? Von Michael Klein (sciencefiles) stammt folgende These: Da sich im Westen die Erkenntnis auf leisen Sohlen durchsetze, dass der Krieg um die Ukraine verloren sei, suche man nach einem Sündenbock. Dazu eigne sich Elon das Wunderkind als der bestgehasste Mann aller Linken ganz vortrefflich. Es entstehe eine Dolchstoßlegende zwei null.

Kriegshelden (2): Nachdem die Empörung über den angeblichen Nazi-Inhalt von gehackten AfD-Mails nicht so recht in Fahrt kommen will, befasst sich der eine oder andere mit den Tätern des E-Mail-Diebstahls. Und siehe da, das Intelligenzblatt der woken Grün-Wähler, Die Zeit, mutmaßt, Täter seien Ukrainer, die die Russlandfreunde der Blauen zur Strecke bringen wollten. Jetzt sollen sie ins Ausland entkommen oder sowieso schon da sein, nämlich in den USA. Erinnert sich noch wer an den Nord Stream-Anschlag? Oder an dieselben Leute, die 2016 dem Wahlkämpfer Trump eine Russland-Connection anhängten? – Ich weiß schon, jetzt wird der eine oder andere murmeln: Und wir bezahlen das alles?

Ausnahmsweise mal was Juristisches: Es gab, als ich noch im BMI Dienst schob, eine Arbeitseinheit, die bei allen, wirklich allen Gesetzesvorhaben darauf achtete, dass in den Schlussvorschriften u.a. die Inkrafttretens-Klausel stimmig war. Diese Funktion scheint es, siehe aktuelles Rauchersteuer-Gesetz, nicht mehr zu geben. Das Ergebnis deutet auf eines unabweisbar hin: Dilettantismus.


22. Oktober 2026

Darauf muss man erst mal kommen: „Wir leisten der Ukraine keine Unterstützung, um diesen Krieg in die Länge zu ziehen, aber eine Kapitulation – oder gar eine bedingungslose Kapitulation der Ukraine – kommt nicht infrage. Denn das wäre eine Kapitulation von uns allen.“ Und weiter: Die Hilfe für Kiew diene dazu, den russischen Angriffskrieg möglichst schnell zu beenden – und zwar im zutiefst eigenen Sicherheitsinteresse Deutschlands. Sagt Fritz der Kanzler. Ich rücke hier sicherheitshalber die Fundstelle ein, damit keiner mutmaßt, ich hätte das erfunden (www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/keine-kapitulation-der-ukraine/). Die Frage, ob der da weg muss, stellt sich schon lange nicht mehr und nicht nur mir.

Blackrock (2): Derweil verhandeln Dunkelmänner in Florida, was sie Wiederaufbau-Fonds für die Ukraine nennen. Das Geld, das dort verdient werden soll, kommt aus dem deutschen Steuerzahlertopf. Ein tolles Geschäftsmodell. Weiß Fritz das schon?


21. Oktober 2026

„…und niemand kann mich hindern“ ist Ausdruck robusten Selbstbewusstseins, oder aber hin und wieder, wie einschlägige Beispiele lehren, nichts weiter als mangelndes Vorstellungsvermögen.

Selbstbewusstsein (2): Leicht beschädigt in Saudi Arabien, wo soeben der Inverstsorengipfel abgesagt wurde. Wer trifft sich schon gern in Luftschutzbunkern, selbst wenn sie klimatisiert und mit Perserteppichen ausgeschmückt sind.

Selbstbewusstsein (3): Da lob ich mir doch den Fritz, der den Investoren der Welt soeben erklärt hat, dass es sich lohnt, in D Geld locker zu machen. Zum Dank erschien die gute Fee und gab ihm einen Wunsch frei. „Ich möchte sein wie Friedrich der Große.“ Zackbumm, erfüllt. Anschließend betrachteten seine Presse-Fans, wie der Fritz in Ziehharmonika-Hosen herumstand und den Krieg mit Russland zu beenden suchte.


20. Oktober 2026

Wenn „Jugend muss durch Jugend geführt werden“ aktuell zu einer Anklageerhebung im antifaschistischen Gießen führt, stellt sich der Kopf fast automatisch auf Satire ein. Doch es handelt sich um Realität. Ich vermeide es, an dieser Stelle zu erwähnen, das der inkriminierte Spruch nicht aus der HJ, sondern aus der Jugendbewegung stammt, und verschwiege, wie viele Reise-Führer in meinem Regal über die Reiseliteratur stehen, die sich nicht scheuen, den verpönten Führer in ihrem Titel zu erwähnen, doch gesagt haben will ich es wenigstens, wenn auch mit Abscheu, liebe Antifa-Genossen, wohl bedenkend, dass die Nazis (die echten) auch den Volks-Genossen und den Partei-Genossen (PG) stets im Munde führten.

Nazi-Riecherei (2): Bleibt die Frage, was hier in den Köpfen vorgeht? Ich nehme an, dass nach dem Aussterben der letzten Übeltäter ein Kulissenwandel notwendig geworden ist. Jetzt geht man in Ermangelung von sog. Menschenmaterial gegen die Täter-Sprache vor. Das ist das Deutsche, denn merke: diese Leute sprachen deutsch.


19. Oktober 2026

In Frankreich gibt es eine Allianz aus islamischem und linkem Pöbel, welcher die Innenstädte verwüstet. Die Randale hat auch nach Norditalien übergegriffen. – Deutschlands Führungskräfte diskutieren derweil das, was sie Klima-Fragen nennen.

Wochenende (2): Es fand der größte bisherige Drohnenangriff auf St. Petersburg statt. Die Aussagen über die angerichteten Schäden und die abgeschossenen Drohnen differieren wie üblich. Wenig diskutiert wird das Offensichtliche: Die Drohnenschwärme kamen aus dem polnischen und estnisch-lettisch-litauischen Luftraum. Dortige Medien und auch Offizielle kommentieren es mit Behagen.

Der Ex-CIA-Offizier und jetzige Kriegsanalytiker Larry Johnson berichtet über seinen Auftritt im UNO-Sicherheitsrat in New York, wohin er als Sachverständiger von den Russen eingeladen worden war. Sein Thema waren die Ziviltoten des Ukraine-Konflikts. Es stellte anhand von Opfer-Zahlen in Abrede, dass der Russe es auf das Töten von Zivilpersonen absehe, wobei er nicht ausließ, dass die ukrainische Seite mit dem Töten von Russen auf ihrem Territorium in den 2010er Jahren begann. Die anwesenden Europäer (DK, F, LT, GR) hätten daraufhin wüst gepöbelt, der Vertreter der USA, der sich früher feindselig verhalten habe, war plötzlich völlig zurückhaltend.


18. Oktober 2026

Was soll ich sagen, ohne bei den ein oder zwei Lesern meines Sudelbuchs anzuecken? Soll ich wirklich notieren, was mich morgens amüsiert? Und das bei der Weltlage. Okay, versuchen wir’s mal mit dem, was ich heute Morgen in den Leserbriefen der Zellerzeitung vorfand: „Völlig überraschend ist der Russe nicht in Deutschland eingefallen. Der Vorfall ereignete sich gestern an der Grenze zu Polen und löste eine Panik aus. Die einfallslosen Grenzbeamten ergriffen die Flucht; sie mussten später psychologisch betreut werden. Auch in Berlin ist der Schock über das Ereignis deutlich zu spüren. Friedrich Merz nannte das Ausbleiben der russischen Invasion „völkerrechtswidrig“ und kündigte eine weitere Verschärfung der Sanktionen an. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beklagte die notorische Unzuverlässigkeit der Russen, die in diesem Fall sogar den Kampf gegen rechts sabotiert habe.“

Ostfront (2): In der Realität hat in der vergangenen Woche der Russe seine massiven Luftangriffe gegen die Energie- und Wirtschafts-Infrastruktur fortgesetzt. Lokale Schwerpunkte waren die Oblaste Kiew und Charkow. Auffällig ist die jetzt selbst von der ukrainischen Seite lautstark beklagte Hilflosigkeit. Die Beobachter rätseln, ob diese durch das mutwillige Abschalten der amerikanisch betriebenen Starlink-Zugänge verstärkt wurde. Feindobjekte, die sich schneller als mit 120 km/h bewegen, werden nicht mehr fortlaufend erfasst. Auf diese Weise wird auch das Operieren der ukrainischen Offensiv-Drohnen zum ungelenkten Lotterie-Spiel. Die Frage ist, ob dies nachhaltig geschieht, dann ist der Krieg in überschaubarer Frist zu Ende, oder ob es lediglich ein Probeschuss ist, um den kleinen Mann aus Kiew zum Einlenken zu zwingen, was das Beenden des Beschusses der russischen Öl-Infrastruktur anbelangt, so wie der Don es (bislang vergeblich) verlangt hatte.

Ostfront (3): Der nach dem Motto Not-kennt-kein-Gebot abgeschlossene Diesel-Deal zwischen den USA und dem Erzbösewicht Putin, bei gleichzeitiger Aufhebung der jüngsten, jedoch noch nicht in Kraft getretenen Russland-Sanktionen, ist ein Schlag ins Gesicht der Kriegshetzer sowohl in den USA selbst als auch in EU-Europa. Das ganze Manöver ist auf die Hektik der bevorstehenden Zwischen-Wahlen in den USA ausgerichtet, die – das dämmert jetzt auch den hartnäckigsten Trump-Fans – an den Zapfsäulen entschieden werden. Bis jetzt wurde der Wählerverlust durch bombastische Erklärungen bekämpft. Doch vielen, allzu vielen schwant wohl allmählich, dass dieser optimistische Propaganda-Radau eine allzu kurze Halbwertzeit hat. Denn…

Naher Osten: Die Angriffe der Huthis (Ansar Allah) gegen Saudi Arabien und den von ihm beherrschten Süden des Jemen gehen ungeschmälert weiter. In der vergangenen Woche lagen die Schwerpunkte der Raketen- und Drohnen-Angriffe erneut bei der saudische Öl-Infrastruktur und dem Flughafen von Aden (südliche Küste des Jemen), jetzt das Zentrum der angeblichen Regierungstruppen. Die politische Lage der Saudis wird heikel. Beim amerikanischen Militäranalysten Larry C. Johnson (SONAR 21) finde ich die hier raubkopierte Lagekarte zur saudischen Öl- und Erdgas-Industrie:

Naher Osten (2): An der Iran-Front begnügten sich beide Seiten in der vergangenen Woche mit Kraftprotz-Meierei. Lediglich das Schiffeversenken in der Straße von Homus ging im Tagestakt weiter. Wer da sonst noch so fährt, wird das kaum im Lichte er Öffentlichkeit tun, aber er tut dies offensichtlich mit Genehmigung der Perser – und das nach Ablieferung eines prallen Geldköfferchens.