15. Oktober 2026
Von den absurden Meldungen des Inlands ragt die über die kommende Wahl bzw. Nichtwahl des MP in S.-A. heraus. Dort beschließt gestern die CDU-Fraktion, um Abweichler an der Stimmabgabe pro AfD-Mann zu hindern, vor dem Wahlgang geschlossen den Plenarsaal zu verlassen. Jetzt sieht die Situation so aus: Von den 83 Abgeordneten sind 42 Ja-Stimmen für die MP-Wahl nötig. Die AfD hat 39, das BSW 5, will sich aber enthalten. Tun das diese Abgeordneten, wird Ulrich Ulrichsen, oder wie immer er heißen mag, nicht gewählt. Er will nur einen Wahlgang mitmachen. Das wird er im Zweifel korrigieren müssen, sonst bleibt Sven Multi-Schulze im Amt. Im zweiten Wahlgang werden sich kaum Änderungen ergeben. Im dritten Wahlgang, an dem auch die CDU wieder teilnehmen will, ist die einfache Mehrheit der Stimmen erforderlich. Steht das BSW zu seinem Wort, weder den CDU-Mann noch den AfD-Mann zu wählen, sind von den 81 Stimmen 5 abzuziehen, es stehen also für die Mehrheit 76 Stimmen zur Verteilung an. Davon erneut 39 Stimmen der AfD, bleiben also für wen auch immer 76-39 = 37, die geschlossen einen anderen wählen müssten, was aber nicht reicht. Einzige Möglichkeit der Nichtwahl des AfD-Mannes: Der Rest entscheidet sich geschlossen für den Vorschlag des BSW, einen außenstehenden Fachmann zum MP zu wählen. Das wird auf jeden Fall lustig, denn der müsste ein anerkannter Regenbogenmann sein. Man soll also nie nie sagen.
Gestern war zum zweiten Mal eine Sitzung des neuen Landtags in S.-A., in der es um eine Debatte zur Friedenspolitik und die Beendigung der Ukraine-Hilfe auf Antrag von AfD und BSW ging. Der ÖR berichtete nur unzusammenhängend und fand die schon länger zurückliegende Anhörung im Thüringer Landtag zu einem AfD-Verbot und den einschlägigen Auftritt des TV-Clows Hape Kerkeling wichtiger. Gewissdoch, so isset. Das kann alles weg.
Gestern fanden – fast möchte man resignierend sagen: die üblichen – Raketenangriffe auf die Ziele der Energie-Infrastruktur in der Ukraine statt. Kiew ohne Strom, Charkow ohne Heizung. Neu hingegen: Die Angriffe kamen ohne die übliche Vorwarnung praktisch aus dem Nichts. Bedeutet entweder, dass der Russe neue kaum zu ortende Waffen einsetzte, oder dass der Ami nicht warnen wollte, um den kleinen Mann aus Kiew in die Knie zu zwingen. Wie auch immer, es bedeutet, dass das große Abkommen-Geklingel aus dem Weißen Haus vom Wochenbeginn nichts als heiße Luft war. Aber das ist nun wirklich nicht neu.
14. Oktober 2026
Eine vorsichtige Zusammenschau der Ereignisse auf der arabischen Halbinsel öffnet den Blick auf einen dritten aktuellen Stellvertreterkrieg, der – wie sollte es auch anders sei – mit den beiden anderen (Ukraine und Iran) eng zusammenhängt. Die Bataille Jemens (bzw. Huthi = Ansar Allah) vs. Saudi Arabien ist ohne das Sponsering von zwei Weltmächten, so wie jetzt zu sehen, nicht denkbar. Auf der saudischen Seite sind es die USA, auf der jemenitischen ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit China. Beide Hintergrundmächte treibt die Begierde auf das arabische Öl voran. Es sieht im Moment so aus, als habe die chinesisch-jemenitische Seite die Nase vorn.
Arabien (2): Die Auguren sehen bereits den Sturz des Hauses Saud, vor allem dessen Alleinherrschers Mohammed bin Salman, voraus. Dessen Schreckensregime, gestützt auf eine skrupellose amerikanische Finanzelite, rückt stückchenweise ins Bewusstsein vor. – Die Gegenseite, die Huthis also, erstaunen die Welt durch ihr kompromissloses Kämpfertum. Falls sie sich durchsetzen, was im Moment so aussieht, steht bei gleichzeitigem Agieren Persiens eine Neuordnung des Nahen Ostens auf der Agenda der Weltgeschichte.
Arabien (3): Man kann leicht verstehen, dass das jetzige heikle Geschehen der amerikanischen Kolonialmacht und der Möchtegern-Vormacht Israel nicht recht sein kann, denn wenn die Amerikaner zum Abzug gezwungen werden sollten, ist das Ende Israels in Reichweite. Diese Perspektive ist in Israel bekannt. Daher rührt der dortige Wille, den Krieg auszuweiten und fortzusetzen. Bleibt zu fragen, ob es den dortigen Kräften gelingt, die zögerlichen Amerikaner erneut auf Linie zu bringen.
Arabien (4): Betreibt man eine Nabelschau, so kann den Deutschen ein Untergang des Hauses Saud nur recht sein, denn von dort aus ist der aggressivste Arm zur Islamisierung unseres Landes wirksam. Mir ist nur zu klar, dass unserer politischen Führung dieser Wink des Schicksals völlig fremd ist.
13. Oktober 2026
Es wird der Rücktritt der Bärbel Bas als Vorsitzende der SPD und als Ministerin wie ein Ereignis gefeiert. Daran ist bestenfalls zutreffend, dass beides tatsächlich geschehen ist. Sonst hat es nichts zu bedeuten. Gleichzeitig fand eine CDU-Klausur statt. Die hat auch nichts zu bedeuten. Die Koalition der Versager trottet weiter. Ihr bleibt keine andere Wahl.
Fragliches Stattfinden (2): Es dröhnt weiterhin aus dem Weißen Haus, was alles zwischen dem Don und dem bösen Putin vereinbart wurde, auch wenn Kreml-Sprecher Peskow nichts davon weiß, was nicht stimmen muss. Hinterhältig sagt er: Wenn’s was mitzuteilen gibt, dann wird er das sagen. Eines hingegen ist klar, die germanischen Kriegsbefürworter wissen vor lauter Empörung darüber, dass hier ein Deal Diesel gegen Abschaltung der Ukraine von den US-Geheimdienstdaten stattgefunden haben könnte, nicht, was sie sagen sollen. Eines jedenfalls ist klar: Der keine Mann aus Kiew sagt, er war nicht gefragt worden. Ob das nun wiederum stimmt, weiß ich nicht, doch gesagt hat er es mit Sicherheit. Klar scheint mit auch: Die russischen Angriffe gehen weiter. Angriffsziele sind derzeit die Dnjepr-Brücken.
Fragliches Stattfinden (3): Auf der arabischen Halbinsel fliegen weiterhin die Fetzen, verursacht durch Drohnen und Raketen der sog. Huthi-Rebellen. Der Don denkt über ein Eingreifen, wie er sagt, nach. Im Golf von Hormus, dem angeblich frei befahrbaren, wird im Tagestakt jeweils ein Tanker in Brand geschossen. Von amerikanischen Gegenangriffen hört man derzeit nichts, sondern nur davon, dass die diversen Israeli dies im Tagestakt lautstark anmahnen.
Fragliches Stattfinden (4): BMW will keine Verträge mit AfD-Staats-Funktionären. Das ist ein genialer Schritt, denn er dient dazu, die eigenen Nobelkarossen vor Anschlägen durch den Linkspöbel zu schützen. – Nebenbei bemerkt: Nicht jeder BMW-Fahrer – ich befürchte, unter diesen befindet sich auch der eine oder andere AfD-Wähler – befürwortet diese Firmenpolitik. Auch aus anderen Gründen nicht: Ich beispielsweise musste auf den Austausch des für feuergefährlich deklarierten Anlassers sage und schreibe zweieinhalb Jahre warten. Vielleicht musste der zunächst auf Anti-AfD-Tauglichkeit geprüft werden.
Realität: In Plauen fahren immer noch Straßenbahnen. Wenn man sich bemüht auch solche aus Gotha, von denen ich nicht dachte, dass es sie noch gibt. Das Fahren war ein längst vergessenes Geruckel und Geqietsche. Sehr unterhaltsam, wiewohl die Unterhaltung der Fahrgäste kaum möglich war.


12. Oktober 2026
Das Wochenende hatte es in sich: Reales und Propagandistisches. Was war was? Keiner weiß es so genau. Am ehesten real waren die Attacken der Huthis gegen Saudi-Arabien. Mit den Angriffen auf die Flughäfen von Riad bricht die ohnedies kaum noch glaubwürdige Legende von der saudischen Luftabwehr zusammen. Zahlreiche Tote und Verletzte sowie die Sperrungen im Luftverkehr lassen sich kaum verheimlichen. Als Fata Morgana hat sich die im Februar/März aufgestellte Behauptung von den stärksten Streitkräften am Golf in heiße Luft aufgelöst. Die Jahrzehnte andauernden und lediglich mit amerikanischer und israelischer Hilfe unterdrückten Stammes- und Religions-Konflikte lassen die Waagschale zugunsten der sog. Rebellen sinken. Doch wie das alles ausgehen wird, weiß bestenfalls Allah allein.

Fata Morgana (2): Was unter diesen Gesichtspunkten die deutsche Wirtschaftsministerin in Riad zu suchen hat, während gleichzeitig am saudischen Öl-Hauptstandort die Anlagen in Flammen aufgehen, weiß nicht einmal der Pressesprecher der Bundesregierung in nachvollziehbare Worte zu fassen. Klar ist lediglich, dass sie in Riad festsitzt. Niemand wird sie in D vermissen.
Fata Morgana (3): Für da Highlight am Propagandahimmel sorgte erneut der Don mit der Behauptung, er persönlich habe einen Deal mit dem russischen Herrscher geschlossen. Sein Inhalt: die Kriegsparteien hören damit auf, die Energie-Infrastruktur zu bekämpfen, und der Russe werde zudem eine Riesenmenge Diesel an das große und gute Amerika senden, damit dort die Preise nicht weiter davonlaufen.. Eine konkrete Bestätigung aus dem Kreml steht wie gewohnt noch aus. Dagegen spricht die Zerstörung des Heizkraftwerks von Charkow in der Nacht von Samstag auf Sonntag und die Aussage des keinen Mannes aus Kiew, dass er den Deal nur aus der Presse kenne, gepaart mit der Drohung, weiterzumachen wie gehabt. Die Reaktion aus dem Weißen Haus ließ nicht auf sich warten: Es werde Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekomme. – Wir sind skeptisch, ob das weitere Geschehen den Behauptungen des Don entspricht. Klar ist nur: Er und Putin scheinen mehrere Stunden am Telefon gesprochen zu haben. Wer der Anrufer war, kann kaum zweifelhaft sein: der Mann, dessen Felle bei den Zwischenwahlen in vier Wochen davonschwimmen.
Fata Morgana (4): Ach ja, und D betreffend: Die beiden Großmeister D & P hätten vereinbart, dass US-Investoren die Nord Stream-Leitungen reparieren und sodann in Betrieb nehmen würden. Wir erinnern uns: Die Pipelines wurden zerstört, um unsere Abhängigkeit vom bösen Russen zu beseitigen, also als ein Akt der Befreiung (Danke Amerika). Zukünftig also werden US-Multis bestimmen, wieviel Abhängigkeit in ihrem Interesse ist. Was für ein Fortschritt.
9. Oktober 2026
Mal ernsthaft, soll ich wirklich erwähnen, dass sich in Berlin die Linksfaschisten auf ein Regierungsbündnis verständigt haben. Mainstream eiert herum, wie man es denn jetzt mit dem guten alten Antisemitismus halten soll, der bislang dem Feind von rechts vorbehalten war. Da war klar: Wer was an dem Staat Israel zu mäkeln hat, ist Antisemit und dann folgt das ganze Blablabla von der Verfassungsschutz-Relevanz (ich liebe diese Wortneuschöpfung). Jetzt haben wir die hübsche Lage, dass beträchtliche Kräfte der politischen Zukunft Berlins tatsächlich beides sind: militante Kritiker Israels und pauschale Judenfeinde, also die klassische Antisemiten (=Judenfeinde). – Mainstream, der weitgehend von transatlantischem Wohlwollen abhängig ist, muss jetzt die Grätsche machen.
Derweil in D.C.: Ich bin außer Stande, die öffentlich palaverten Kursänderungen des Don auch nur einigermaßen à jour zu halten. Heute Nacht hat er den Angriff auf den Iran auf die Zeit nach den Wahlen verschoben, nachdem er ihn vorgestern Nacht noch für möglich hielt, wodurch er eine neuerliche Explosion der Öl-Preise verursachte. Ich wette darauf, dass er im Wettenmarkt engagiert ist.
Der Don (2): Hat in dieser Woche die KI (im Amerikanischen: AI) in SI (Super Intelligence) umbenannt und zwei reiche Hokuspokus-Helden (Elon das Wunderkind und einen zweiten, den ich bislang nicht kannte, namens Palmer Luckey) mit der Planung des Krieges der Zukunft betraut. Das Traumprojekt heißt Meridian, und ist das intellektuelle Unterfutter der soeben gegründeten US-Teilstreitkraft Autonomous Warfare Command, das einem US-General vier Sterne bescheren wird. So will der Don erklärter Maßen die Weltdominanz zurückgewinnen. Heißt zu gut Deutsch, dass er sie zur Zeit verloren hat.
Der Don (3): Mit der Zurückgewinnungs-Strategie befindet sich der US-Präsident in Übereinstimmung mit den Artikeln im jüngsten Heft der Foreign Affairs, das Anfang der Woche bei mir eingetrudelt ist. Ich bezweifle allerdings, dass Trump die dort vertretenen Strategien gelesen haben könnte. Vielleicht tat es einer seiner Ohrbläser.
Der Don (4): Behauptet heute Nacht erneut, dem Durchfluss von Öl durch die Straße von Hormus stehe derzeit dank der wundervollen Jungs der Navy nichts im Wege. Ich weiß, ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass heute Nacht wieder Tanker, die den Durchbruch auf der südlichen Route versuchten, durch weit hör- und sichtbare Explosionen zu Schaden kamen. Man fragt sich, welche Hasardeure dort noch fahren. Die Antwort ist einfach: Die Kapitäne der Sperrbrecher erhalten ein Honorar vom über 100.000 $ und einen Bonus bei Gelingen. Dafür, so sagte man früher, muss eine alte Frau lange stricken.
8. Oktober 2026
Erzeugug von Penetranz: Das Lügen muss nicht perfekt sein, aber permanent erfolgen.
Erzeugung von Hysterie: a) Erzähle in Dauerschleifen die Geschichte der nahen Pestilenz. Stelle heraus, dass es im fernen Irkutsk das erste Pestopfer in einem Labor gegeben habe. b) Erzähle die Geschichte vom nahen Atomtod und füge hinzu, um aktuelle Contra-Panik zu vermeiden, dass es den Russen und den Perser treffen werde, notfalls auch noch den kleinen Dicken aus Nord-Korea. c) Erzähle die Geschichte der Machtergreifung 1933 und sage, dass sie Vorläufer in Thüringen hatte. Sage, das nahe Magdeburg ist überall, und es gelte nun, den Anfängen zu wehren.
7. Oktober 2026
Soll ich das wirklich notieren? Ex-BND-Präsident Hanning gestern wg. langjähriger geheimdienstlicher Agententätigkeit durch die Bundesanwaltschaft festgenommen. Schöne Schlagzeile. Fraglich ist lediglich, ob es einen einschlägigen Inhalt gibt. Jetzt brüsten sich die Leute landauf und landab, die ihn irgendwie kennen. Als ob das irgend etwas in der Sache beitragen könnte. Ich sage es gleich, ich bin zu faul, um Dienstkalender aus zwei Jahrzehnten zu durchforsten und überlasse das Meinung-haben den Experten.
Präsident (2): Der für den Landtag von S.-A. wurde gestern gewählt, auch einer von drei möglichen Vizepräsidenten. In beiden Fällen handelt es sich um Abgeordnete der AfD. Wenn man in beiden Fällen die Zahlen der geheimen Abstimmung mit den vorherigen offiziellen Erklärungen der Parteiführer vergleicht, kommt heraus, dass ein beträchtlicher Teil von CDU-Abgeordneten für diese Ergebnisse mitverantwortlich ist. Jetzt folgen die üblichen Betroffenheits- und Empörungs-Rituale von Unsererdemokratie, die uns seit Jahr und Tag damit beglückt hat, dass Mehrheit nun mal Mehrheit sei.
6. Oktober 2026
Nehme mir die Zeit zu einer intensiven Recherche über die Ereignisse im Jemen-Krieg. Das Ergebnis ist frustrierend, denn die Meldungen aus den verschiedenen Ecken passen vorne und hinten nicht zusammen. Klar ist nur: Es besteht keine Einigkeit darüber, was und wo die Staatsgrenzen des Jemen sein sollen. Die britische Kolonialmacht konnte soviel Grenzen, wie sie wollte, in den Wüstensand zeichnen, die miteinander in Unfrieden lebenden Beduinenstämme scheint das wenig gejuckt zu haben. Ein letzte solche Grenzziehung erfolgte 1934. Sie sprach die vom Jemen beanspruchten Nordprovinzen dem Königreich der Saudis zu. Derzeit geht es unter anderem genau um diese Provinzen.

Arabien (2): Den exakten Stand der militärischen Operationen und der diplomatischen Begleitumstände weiß niemand zuverlässig zu beschreiben. Klar erscheint mir nur, dass die Ausbreitung des Herrschaftsgebietes der Huthis im Gange ist und saudi-arabische Luftangriffe gegen das Huthi-Gebiet stattfinden. Ob die Huthis im Gegenzug nach wie vor mit Erfolg gegen die saudische Öl-Infrastruktur vorgehen, ist umstritten. Die Bemühungen der Saudis, Verbündete in ihrem Krieg gegen den Jemen zu finden, haben auf kleinster Flamme Unterstützung aus Griechenland und GB eingebracht – angeblich Tankflugzeuge, deren Nutzen mit nicht recht einleuchten will.
Arabien (3): Der behauptete Flugzeug-Entführungsfall der Boeing auf dem Wege von Dubai nach Israel macht weiterhin Schlagzeilen. Dank Benjamin N. wissen wir nun, dass ein an Bord befindlicher Israeli, von Beruf Klempner, durch sein beherztes Eingreifen der Sache zu einem guten Ende verhalf. Vielleicht sollten sich andere Gesellschaften hieran ein Beispiel nehmen, und weltweit Klempner zu Freiflügen einladen. Lästerzungen bemerken, dass die ins Netz gestellten Video-Schnipsel belegen, dass nach den wüsten Flugbewegungen die Wassergläser auf den Klapptischen völlig unbeeindruckt ihre Position beibehalten hatten. Vermutlich ein Fall von Schwerem Wasser, das die Atommacht Israel seinen Bürgern auf Reisen mitgibt. Gut zu wissen ist auch, dass der Entführer nicht sein Taschenmesser nutzte, um auf den Piloten einzustechen, sondern die im Cockpit befindliche Not-Axt. Schließlich noch dies: Heute Nacht schlagzeilte es, dass das Ziel der Entführung ein Kamikaze-Angriff auf eine der US-Basen am Rande der Wüste war. Jetzt ist der Bibi wieder dran, der verkündet hatte, wenn sich das herausstelle, werde der Hintermann, nämlich der Iran (wer sonst?), angegriffen werden. Nun denn, wir warten.

Arabien (4): Die Werft in Kiel (früher Howaldtswerke-Deutsche Werft, jetzt TMS) hat vergangene Woche ihr siebtes oder achtes U-Boot an Israel ausgeliefert. Diese Existenz-Recht-Bewahrer dienen dazu, Atom-Sprengköpfe für den Bedarfsfall auf hoher See zu stationieren.
Ostfront: Der Kanzler-Kurztrip nach Kiew vorgestern löste daselbst ein ukrainisch-deutsches Wirtschaftsforum (das Kind muss halt einen Namen haben) aus. Am Rande dessen verkündete der kleine Mann, dass sein Land die Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur verschärfen werde. Da wird sich der Don im fernen D.C. aber freuen, denn vor Tagen erst hatte er den Amerikanern erzählt, dass die explodierenden Dieselpreise an genau diesen Angriffen liegen würden.
Ostfront (2):Hierzu passt die Eröffnung einer amerikanischen Waffenschmiede in Leipzig, wo ab 2027 1.000 Raketen pro Jahr, später dann 5.000, gefertigt werden sollen. DPA weiß hierzu, dass es sich um die US-Firma Covenant mit Sitz in Texas und einer Dependance in Israel handele, deren Gewerbefleiß sich auf die Herstellung von Marschflugkörpern mit dem Kosenamen Anthem (Lobgesang/Hymne) richte, die in Leipzig zusammengebaut und beim Bedarfsträger aufmunitioniert () werden sollen – 2.000 kg Sprengstoff pro Rakete. Für seine zukünftig größte Waffenschmiede habe Firmenchef Michael Kaufman bereits eine 10.000 qm-Halle im Leipziger Norden erworben. Nur mal am Rande gefragt: Hat er eine Betriebsgenehmigung nach dem Kriegswaffen-Kontrollgesetz, und wer erteilte ihm diese?
Ostfront (3): Wenn man den Meldungen trauen darf, sprachen gestern die drei Dienst-Chefs des Bundes beim Parlamentarischen Kontrollgremium vor. Vermutlich eher eine Routine, aber jetzt Schlagzeilen-geeignet, denn sie berichtete auftragsgemäß, dass die Hauptgefahrenquelle für D in Russland liege. Diesem hybriden Putin und vor allem seinem Militärdienst GRU ist nun mal alles zuzutrauen. Selbst so eine Fake-Geschichte wie die Drohne von Leipzig. Ich stelle mir meine ehemaligen Kollegen vor, wie sie mit dem Drohnometer die Gerüchtewelt durchsuchen. Merke: Wer suchet, der findet.
5. Oktober 2026
Mir hat noch nie jemand erklären können, warum es eine gute Idee gewesen sein soll, Griechenland vor Jahrzehnten in die EWG aufzunehmen. Dann kam die herbeigelogene Aufnahme in den Euro, dann die Möglichkeit, mit Hilfe des Target II-Saldos in D für lau einzukaufen, dann das, was die Führerin die Euro-Rettung zu bezeichnen beliebte, und jetzt kommt die Forderung des griechischen Staatspräsidenten auf Zahlung von Weltkrieg-II-Reparationen. Es handelt sich um die Kleinigkeit von 600 Milliarden Euronen.
Griechenland (2): In den alternativ-alternativen Medien (z.B. substack & Genossen) macht die Behauptung die Runde, dass die Bewohner des Gelobten Landes, respektive ihre Finanziers in den USA, zur Landnahme durch Grundstückskäufe in Griechenland und auf Zypern angesetzt haben. Falls das stimmt, schafft man sich dortzulande ein handfestes Rettungsboot für den Fall der Fälle. – Merke: Landnahme durch Kauf ist ein probates Mittel, das z.B. zu Beginn des 20. Jahrhunderts in das heutige Palästina-Problem einmündete. Gleiches ist seit den 1990er Jahren durch den Aufkauf riesiger landwirtschaftlicher Nutzflächen in der Ukraine durch sog. US-Investoren zu beobachten, was die Entstehung und die Fortdauer des Ukraine-Konflikts anbelangt.
4. Oktober 2026
Irgendwie kann ich den Fritz ja verstehen, denn er nutzt den gestrigen Feiertag, um mit Gefolge nach Kiew zu reisen, ab der polnischen Grenze im Sonderzug. Alles ganz ohne lästige Bürger, die ihn fragen könnten, ob er noch alle Tassen im Schrank hat, denn angeblich bringt er 1,3 Milliarden € im Geschenkpapier mit. Die gibt’s für Drohnenabwehr-Drohnen und für die notwendigen Reparaturen an Kraftwerken. Bei der Ankunft sagt er heute um sechs auf dem Bahnsteig: „Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns.“
Fritz auf Reisen (2): Um dem Satz Geltung zu verschaffen, dass Krieg ein Geschäft ist, hat sich der Kanzler von 10 Rüstungsunternehmern begleiten lassen. Ich lese die Namen der Bosse von Helsing, Quantum und, nicht zu vergessen, Siemens Energy. Eine nette Dekoration ist die Wirtschaftsministerin, deren Namen ich mir nicht merken kann. Ist auch nicht so wichtig in dieser echten Männerrunde, wo es um einen formidablen Krieg geht.
Fritz auf Reisen (3): Kurz vor seiner Ankunft hat der Russe mit Erfolg die Nordbrücke von Kiew angegriffen. Der entsprechende Angriff auf die Südbrücke ist erst ein paar Tage her. Über die Wirkung dieses Angriffs, der den Trägerseilen der Hängebrücke galt, gehen die Angaben auseinander.
3. Oktober 2026
Passend zum Feiertag wird eine gravierende Wahlfälschung in Berlin Spandau aufgedeckt. Dank eines sog. Versehens wurden die Zahlen des Wahlergebnisses aus einem Wahllokal zu Lasten der AfD drastisch falsch, und das Gesamtergebnis verändernd, weitergemeldet. Einfacher geht die Manipulation nicht. Ich behaupte das seit Jahr und Tag und kassierte dafür die üblichen Verschwörungs-Idiotien. Bin mal gespannt, wie das unseredemokratisch verfasste Berlin gegen die Beamtin vorgehen wird, der man diese faschistoide Korrektur verdankt. – Ein Staatsanwalt, der diese Amtsbezeichnung verdient, würde auf die Idee kommen, sich die Zahlen insgesamt vorlegen zu lassen. Ich weiß schon, das ist Quatsch.
Quatsch (2): Lara mit den Schlafaugen, dem Trump seine Schwiegertochter (regionaler Genitiv), die jetzt aus dem Propaganda-Apparat der Reps zu deren wichtigster Propaganda-Schmiede Fox-News übergewechselt ist, lässt dort den US-Energieminister versichern, dass es kein Problem mit dem Öl-Fluss durch die Straße von Hormus gibt: heute mehr als vor dem Krieg. Wie zur Bestätigung dessen wird heute Nacht daselbst ein Tanker von einer See-Drohne getroffen.

2. Oktober 2026
Wir befinden uns in der Phase schreierischer Propaganda-Erzählungen, die beiden (oder sollte man sagen: drei?) Kriege betreffend. a) Russland ist der Hauptfeind und wird alsbald einknicken, b) die Straße von Hormus ist in US-amerikanischer Hand, c) die Saudis haben die Huthis im Griff. Legt man mit aller Vorsicht den Maßstab belegbarer Fakten an, sieht die Welt etwas anders aus.
a) Im Ukraine-Konflikt fügt Russland der übrig gebliebenen Ukraine wüste personelle, wirtschaftliche und militärische Schäden zu. Jetzt hat es zu Wochenbeginn erstmals (und mit Erfolg) die Dnjepr-Brücken in Kiew angegriffen. Das Land ist praktisch zahlungsunfähig, das Export-/Import-Geschäft weitgehend lahmgelegt. Die nach wie vor stattfindende deutsche Hilfe sprengt nicht mehr zu stopfenden Löcher in den Bundeshaushalt. – Der Kanzler behauptete gestern, die Misere liege an der von Russland gelenkten AfD. Er hat natürlich recht, denn diese Partei bestimmt bekanntlich seit Jahr und Tag die Geschicke dieses Landes.
b) Im Iran-Krieg kündigt der Don erneut und wiederholt die Vernichtung Persiens nach den Zwischenwahlen an. Hiermit kontrastiert die fortgesetzte Behauptung, die Straße von Hormus seit für Tanker wieder ungehindert passierbar. Die Öl-Märkte sehen das trotz massiver einschlägiger Propaganda offenbar anders. Merke: Öl fließt nicht, wenn man das sagt, sondern wenn es fließt. Seltsam widerspricht das Business-as-usual-Geschrei der giftigen Forderung aus dem Weißen Haus an die EU, die Öl-Reserven in den Markt zu pumpen, um die Preise zu halten.
c) Das Saudische Öl fließt wieder. In den Export. Satelliten-Bilder lassen Zweifel aufkommen, dass es mit der Haupt-Ost-West-Pipeline wieder fluppt. Unabsehbare Kolonnen von Tank-LKWs wirbeln mächtige Staubwolken auf den Wüstenpisten auf. Auffällig auch der Aufbau von Umgehungs-Röhren um die zerstörten Pumpstationen. Die waren zuvor da, um den nötigen Transportdruck zu erzeugen. Jetzt sind sie nicht mehr in Betrieb. Allah allein wird den Druck nicht erzeugen. – Nach wie vor weigern sich andere Staaten, den Saudis gegen die Huthis zu Hilfe zu kommen. Nur in Tel Aviv scharren die üblichen Verdächtigen mit ihren Hufen. Stattdessen feiern die Irakis gestern ein Volksfest wg. des Abzugs der letzten US-Boys aus ihrem Lande. Sie waren jetzt 23 Jahre dort, um Demokratie und Menschenrechte zu bringen und im Gegenzug Öl-Lizenzen einzukassieren. Merke: Freiheit hat ihren Preis.
1. Oktober 2026
Gestern ruft mich W. vom Niederrhein an. Er sagt, es sei so verdächtig still im Lande. Stimmt. Alles, was an der Macht ist, ist bestrebt, eine Vertagung in die Wege zu leiten, um das Überlaufen des Fasses zu verhindern.
Tausendundeine Nacht: Eine Passagiermaschine aus dem Golf nach Israel unterwegs wird zur Notlandung in Arabien gezwungen, nachdem der Copilot den Piloten niedergestochen hatte, um dann selbst von tapferen Israelis überwältigt zu werden. Ich weiß, ich bin ein Spielverderber, denn ich frage: a) Wie kamen die Helden ins verschlossene Cockpit, und b) wer flog das Flugzeug nach dem Ausfall der Piloten und notlandete damit am Boden? Sicherlich nicht der Autopilot.
30. September 2026
Auf der nächtlichen Autobahnfahrt höre ich einen sog. Podcast, also ein Interview, dieses hier zwischen zwei Frauen, die mir bislang nichts sagten. Die eine war vor Jahren Redakteurin bei RT Deutsch und betreibt heute einen eigenen Kanal, die Interviewerin heißt Ammann, eine geschätzt 40jährige, studierte Juristin und danach Medien-Mainstream-Shootingstar, zuletzt Stellvertretende Chefredakteuse bi der Illustrierten Der Spiegel. Das Interview artet in ein Verhör aus, in welchem die Interviewte bekennen soll, dass sie immer noch Russland-Aktivistin sei, die das Verbrecherische des Putin-Regimes beschönige.
Verhör (2): Ich wundere mich, wie die Interviewte sich so fertigmachen lassen kann. Erst als ich – neugierig geworden – eine weitere Sendung anhöre, diesmal mit der ehemaligen RT Deutsch-Redakteuse als Interviewerin und dem bekannten Psychotherapeuten Maatz als Gegenüber wird mir klar, was da zuvor abgelaufen war. Die Dame ist ein bisserl naiv. Sie glaubt – und Maatz stimmt ihr im Prinzip zu – man könne sich mit jedermann auf ein Niveau einpendeln, was bei krassen Auffasungsunterschieden dennoch ein Gespäch in jedem Fall möglich mache und nennt hierfür Beispiele aus dem eigenen Erleben. Ich füge hinzu: Wer dies ernsthaft glaubt, ist rettungslos unterlegen, wenn er auf einen Gegner trifft, der in Wirklichkeit ein Feind ist, dem es auf die Vernichtung des Kontrahenten ankommt. Mir geht durch den Kopf, wie der Blutrichter Roland Freisler in den von ihm geleiteten Verhören mit den Männern des 20. Juli umging. Nichts für ungut, ich weiß auch nicht, warum mir das im Zusammenhang mit dem Auftritt der Frau Ammann durch den Kopf geht, denn schließlich ist diese eine lupenreine Befürworterin von Unsererdemokratie.
Hierzu passt,was ich heute Morgen in der Zellerzeitung fand:

Von der Ostfront lässt sich nachtragen, dass der Russe jetzt seit dem vergangenen Wochende die Einrichtungen der ukrainischen Datenverarbeitung gezielt und mit Schwerpunkt in Kiew unter Beschuss genommen hat. Die Erdkämpfe um drei Kressel im Frontbogfen gehen weiter, ebenso eine ukrainische Gegenoffensive im Raum Liman, zu der es bislang nur einseitige Erfolgsmeldungen gibt. Böse Zungen lästern über A.H.s Ardennenoffensive Ende Dezember 1944.
In Nahost wird die Lage heikel. Der Beschuss durch persische Raketen gegen Schiffe aller Art hält an. Die Verletzung zahlreicher US-Soldaten deutet darauf hin, dass auch Kriegsschiffe erfolgreich ins Visier gerieten. – Nebenbei: Heute läuft die vom Iran gesetzte Frist ab, den von den USA verhängten Blockadering mit Gewalt zu brechen, falls die Amerikaner nicht freiwillig verschwinden. Danach jedenfalls sieht es nicht aus.
Nahost (2): Die erfolgreiche saudische Raketen-Abwehr gegen die Geschosse aus dem Jemen hält an. Wie das zu der Meldung passt, dass in Riad die Schulen geschlossen wurden, leuchtet mir nicht ohne weiteres ein.
28. September 2026
Vom Wochenende bleibt im Netz des Aufzuhebenden hängen, dass mich Ekel überkommt, wenn ich an die UNO-Vollversammlung zurückdenke. Es hat zwar nicht viel zu bedeuten, aber immerhin will ich den Versuch des deutschen Außenzwerges erwähnen, sich in die grässlichen Clownerien in New York einzureihen. Er erbat und erhielt ein strikt abgeschirmtes Gespräch mit dem russischen Pendant Lawrow. Das war so abgeschirmt, dass die Russen hierüber hernach unter Beifügung der Bilder einer Überwachungskamera Auskunft gaben.
New York (2): Ich fasse das Gesehene wie folgt zusammen: Johann W. betritt den russischen Besprechungsraum, die Gegenseite sitzt bereits am Tisch. Auf diesem finden die Deutschen eine englisch-sprachige Broschüre über die westlichen Propagandalügen des angeblich russischen Massenmordes im ukrainischen Butscha (Ende März 2022, man erinnert sich). Nun der Gesprächstext: Lawrow: Sie haben um das Gespräch gebeten, was wünschen Sie? – Johann W. nimmt einen Zettel vor, den er abliest. Weist auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg hin, der beendet werden müsse. Verlangt einen Waffenstillstand und die Beendigung der hybriden Kriegfühung à la Leipzig. – Lawrow spricht ohne Zettel und ohne die Deutschen anzusehen: Russland werde seine Kriegsziele militärisch zu Ende bringen. Danach werde man die Einzelheiten gesprächsweise festlegen. – Das war’s dann, man verabschiedet sich
New York (3): Bin ich hier der Geisterfahrer, wenn ich zwischen Fremdschämen und wildem Ärger über diese deutschen Stümper schwanke?
Einige Nachbemerkungen zu den Wahlen im September: Unter Einschluss der Kommunalwahlen in Niedersachsen lässt sich sagen, dass die CDU auf dem unumkehrbaren Weg ist, zur regionalen katholischen Partikular-Größe zu schrumpfen. Sie ist dadurch nicht ihres bundespolitischen Einflusses beraubt, sondern nur noch als Fall-zu-Fall Mehrheitsbeschaffer von Bedeutung. In Nordwestdeutschland findet die Auseinandersetzung um das letzte Wort zwischen den Grünen und der SPD statt, wobei die Grünen derzeit deutlich vorne liegen (siehe Hannover und Osnabrück). Das Verdrängen der SPD findet Hand in Hand mit dem Aufstieg der Linken statt. Wollen die SPD-Funktionäre und ihr Pressekonzern weiter Einfluss ausüben, bleibt ihnen nur der Weg der Vereinigung mit den Linken. Der Parteitag, von den Sowjets 1946 angeordnet, grüßt von Ferne. – Die Wohlmeinenden trösten sich wie eh und je mit dem Hinweis, es werde schon nicht so schlimm kommen. In der Tat, das ist schlimm.
26. September 2026
Wollte soeben Bekannten beim Kauf von Theaterkarten in Schilda behilflich sein. Als ich beim selbstlosen Tun im Online-Portal auf den Begriff „Kund:in“ stoße, stelle ich meine Bemühungen ein. Mit Idioten mache freiwillig ich keine Geschäfte.
Theater (2) wird in der jetzt vergangenen Woche im Plenarsaal der UNO aufgeführt – hasserfüllt, wie schon lange nicht mehr. Der persische Präsident zeigt Bilder des ermordeten Staatsführers und der durch US-Bomben zerfetzten Kinder einer Mädchenschule. Er wird sodann von Trump als Abschaum bezeichnet, der sich einem Abkommen beugen müsse oder in kürzester Frist vernichtet werde. Der Führer Israels sorgt dafür, dass sich der Saal vor seinem Auftritt von selbst leert, so dass er unwidersprochen (allerdings auch unbeklatscht) verkünden kann, die Behauptungen des israelischen Völkermords in Palästina seien die größte Lüge des Jahrhunderts, denn in Wirklichkeit gebe es keine Palästinenser, diese seien ein Phantasieprodukt. Das klingt stringent, wiewohl nicht sehr wirklichkeitsnah.
Nahostkrieg: Die Behauptungen des Don, die Vernichtug des Iran betreffend, gewinnen an Farbe, wenn man zwei unbestätigte Meldungen damit vergleicht: a) Die Massierung von Tankflugzeugen in Nahost und b) das Treffen von Centkom-Kommandeur Cooper mit den militärischen Größen der Golfstaaten einschließlich Saudi Arabiens und, man höre und staune, Israels. Der kommende Angriff auf den Iran sei abgestimmt worden. Wie ein netter Betthupferl klingt der Treffort: Ein Ski-Hotel in Deutschland. Ob auch die üblichen, die US-Moral steigernden Zenzis einberufen wurden, steht nicht in der Meldung.
Nahostkrieg (2): Unvereinbar miteinander sind die Mitteilungen über weitere Raketenangriffe der Huthis auf die saudi-arabische Öl-Infrastruktur und – im Gegenzug – deren totale Abwehr.
Ostfront: Es sickern Meldungen über die angebliche erfolgreiche Ersetzung des Starlink-Systems (von Wunderkind Elon), von dem der Russe bekanntlich abgeschnitten wurde, durch ein Eigengewächs namens Rasswet (Morgenröte), in die Welt der Nachrichten durch. Parallel hierzu wird berichtet, dass sich die russische Luftwaffe völlig ungehindert am Himmel über Odessa tummelt. Das wäre, wenn es denn stimmt, neu.
Heimatfront: Die 4 Wahlen des September 2026 hinterlassen einen Nachgeschmack, der nach genauerem Hinsehen verlangt. Vielleicht am morgigen Sonntag.
24. September 2026
Theaterdonner in New York: Der Don hielt vor der UNO-Vollversammlung eine Rede, die offensichtlich an seine Wähler, nicht jedoch für die Ohren der Staatsführer bestimmt war. Er log so atemberaubend und gab so verrückt den großen Zampano, dass ich mich frage, ob es ihm egal ist, dass sein öffentliches Kaspern den Nicht-Westen noch enger zusammenrücken lassen wird. Aus seinem Unflat rücke ich dies Detail nach vorne: Er werde gleich nach dem Wahltag mit dem Iran einen Deal machen. Sollte sich der weigern , werde er ihn vernichten. Er habe genug Mittel bei der Hand. Alles, was über Munitions-Knappheit zu lesen ist, sei das Gerede von Verrätern.
Theaterdonner (2) und Wirklichkeit: Die Ausfälle des Don kontrastieren merkwürdig mit seinem Verhalten gegenüber Saudi Arabien. Dessen flehentliche Hilferufe wurden am Wochenende erneut zurückgewiesen. Die Amerikaner wollen die Jemeniten nicht erneut bombardieren. Hierfür gibt es aus meiner Sicht – neben der vermuteten Aussichtslosigkeit – nur einen einzigen selbstsüchtigen Grund: Man möchte die entgültige Sperrung des Südausgangs des Roten Meeres vermeiden. Die Sperrung der Straße von Hormus ist bereits schlimm genug. In den letzten Tagen wurden mehrere Frachter, die dort ohne Genehmigung Persiens durch wollten, unmissverständlich angehalten. Heute Nacht starb dabei ein indischer Seemann.
Theaterdonner (3) und Wirklichkeit: Der kleine Mann aus Kiew versucht es jetzt in New York mit Erpressung seiner Unterstützer. Wenn er keine Flugabwehraffen erhalte, werde er weiter – entgegen der Ansagen des Don – die russische Öl-Infrastruktur bombardieren. Die dortige Antwort kam, vor allem wie vorausgesehen nach den Drohnenangriffen auf das Moskauer Wahlgeschehen vom Wochenende, prompt und schrecklich: Ein massiver Luftschlag in der Nacht von Montag auf Dienstag, schaltete in über der Hälfte des Landes buchstäblich das Licht aus.
Theaterdonner (4) und traurige Wirklichkeit: Die ehemalige Pressesprecherin von Selenskyj, Julia Mendel, hielt am 16. September 2026 vor dem EU-Parlament in Straßburg einen Vortrag über die katastrophale Lage ihres Landes. Neben wirtschaftlichen, territorialen und militärischen Aspekten hob die (?einst) glühende Nationalistin die aussichtslose demographische Lage des Landes hervor. Ausgangsbevölkerung 1991 52 Millionen, heute ca. 20-25 Millionen, davon die Hälfte über 65 Jahre alt. Auf 4 Todesfälle kommt eine Geburt. Die monatlichen Personalverluste betragen ca. 25-30.000 Mann an Gefallenen und Schwerverwundeten. – Ich füge hinzu: Wer im Moment vom Wiederaufbau des Landes redet, spricht nicht von der Ukraine, denn die wird es in Kürze in der uns bekannten Form nicht mehr geben.

Theaterdonner (5): Für heute ist in New York der Auftritt von Benjamin N. vor der UNO angekündigt. Er will laut eigener Ansage große und erstaunliche Dinge verkünden.