5. September 2026

Hier im Ländchen fliegt das BSW (Bündnis für sozialistische Winkelemente) mit großem Radau auseinander, termingerecht um zu beweisen, dass es in S.-A. bei der dortigen Wahl am Wochenende nicht gebraucht wird. Damit ist das Lied der schönen Frau gesungen. Alles, was sie jetzt noch anzumerken weiß, mag politisch bedeutsam sein, aber es ist praktisch irrelevant. Ob sie das auch schon weiß?

Irrelevant (2): Fürs jetzige Wochenende sind die Herren Witkoff und Kushner in Kiew und Moskau angesagt. Angeblich überbringen sie wichtige Vorschläge vom Don. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man in Moskau brennend darauf wartet. Die Bilder aus Kiew sprechen für sich. Schießereien zwischen den beiden Geheimdiensten SBU und GUR lassen den Schluss zu, dass Machtkämpfe auf Leben und Tod im Gange sind. Videoschnipsel zeigen, dass sich die Antagonisten auf offener Straße gegenseitig umlegen.

Irrelevant (3): Meldungen von Mainstream, dass der Russe die Strom-Sabotagen in D verantwortet, harmonieren nicht so recht mit den aufgetauchten Tatbekennungen. Jetzt sucht man einen Mann aus Gevelsberg, was, wenn ich mich an die Heimatkunde in der Volksschule erinnere, nicht hinter dem Ural, sondern an der Grenze von Wuppertal liegt. – Es bleibt bei meiner Ursprungsvermutung: Hier sind gewalttätige Klima-Irre am Werke, die in eine Zwangsjacke gehören.


4. September 2026

Wg. Ceuta: Während vor Ort die Lage außer Kontrolle gerät, finden im Mutterland Spanien Massenproteste gegen die Regierung des Sozialisten Pedro Sanchez statt. Die fordern Rücktritt und Neuwahlen. Bei allem Erstaunen: Ich denke, er wird den Teufel tun.

Außer Kontrolle: Im Sachsen-Anhaltinischen Dessau hat eine demente 95jährige per Brief gewählt. Jetzt spricht man vom Einzelfall. Das stimmt, die anderen kennt man (noch) nicht.


3. September 2026

Der kleine Mann aus Kiew kündigt an, den russischen Flugverkehr zu unterbinden. Das ist zweierlei: Eine wüste Drohung und eine Bankrotterklärung bezüglich der berühmten, im Westen ausgiebig gefeierten Drohnenoffensive in die Tiefe Russlands hinein.

Ostfront (2): Auguren merken an, hiervor die Russen zu warnen und zum Einlenken zu bewegen, sei der Sinn des Kurzbesuchs von CIA-Radcliff in Moskau gewesen. Andere sagen, er wollte den Russen mitteilen, dass deren Personalverluste in DC sehr wohl bekannt seien. Beide Varianten leuchten mir nicht ein. Wahrscheinlicher ist das Abholen von getöteten Kumpels, deren Reste zur Mitnahme bereit standen (Ich habe vor Tagen von den einschlägigen Speznaz Kommando-Unternehmen im Raum Odessa berichtet). Das würde die Anreise der Amerikaner in diesem fliegenden Möbelwagen erklären.

Ostfront (3): Für aufschlussreicher halte ich Meldungen über die Inbetriebnahme von russischen Weltraumwaffen (Wolna Kupol Garant), die in der Lage sein sollen, das den Ukraine-Krieg wesentlich beeinflussende Starlink-System stillzulegen. Stimmt dies, wird wohl Elon das Wunderkind bald seine Bilanzen korrigieren müssen.

Ostfront (4): Die Presse posaunt, dass zwei Russen, die Täter von Leipzig seien. Soso. Wird Zeit, dass das Russische Brot in den Läden verboten wird. Stattdessen werden mehrere weitere Anschläge auf die deutsche Strom-Infrastruktur gemeldet. Alles Russen? Ich würde mal bei der Gruppe Vulkan in Berlin oder bei den einschlägigen Untertauchern in Kiew nachfragen.

Nahost: Es ist ausgeschlossen, aus dem derzeitigen Meldungssalat verlässliche Schlüsse über Krieg und Frieden zu ziehen. Klar ist nur, dass zwischen den drei Kriegsparteien nicht direkt verhandelt wird. Beide Seiten melden Verluste durch Raketenbeschuss. Ich frage mich, ob ich ernsthaft festhalten soll, dass der Don gestern vorschlug, die Straße von Hormus nach ihm umzubenennen. Ich plädiere für Don’s Drive.

Heimatfront: Dass bei den anstehenden Wahlen die Russland-Sache zur nationalen Frage hochgeschaukelt wird, soll die Leute vom Wählen der AfD – das sind die, die den Russen ins Land lassen wollen – abhalten. Es hört sich wie Auf-zum-letzten-Gefecht an. Ob’s was hilft oder das Gegenteil bewirkt, das weiß kein Mensch. Immerhin lockt es Spötter auf den Plan…

… auch solche, die im Moment durch Meckpomm touren (Dank an A.):


2. September 2026

Der gestrige Anschlag auf das Kraftwerk von Jänschwalde in Brandenburg führte zu überschaubaren Schäden. Es sieht so aus, als seien Feuerwerkskörper verwendet worden. Schon wieder der Russe? Wohl kaum. Hier sind Leute am Werke, die den Absturz des Landes auch ganz ohne denselben bewerkstelligen wollen. Also gilt für die Polizei, wie schon mehrfach in Berlin und anderswo eingeübt: Go slow.

Anschlag (2): Nun ist es also seit gestern Abend offiziell. Die Drohne von Leipzig soll vom Russen stammen. Der benutze für seine Aktionen bekanntlich stets zweitrangiges Personal („Low-Level-Agenten“). Na toll, das war mir seinerzeit, als wir den Kalten Kieg noch hatten, gar nicht aufgefallen. Aber es kommt noch besser: Zum Schutz vor weiterem russischen Tun wird deren Konsulat in Bonn geschlossen und das Haus der Kultur in der Berliner Friedrichstraße.

Anschlag (3): So ist das Gehampel um die Leipziger Drohne ein solcher Anschlag auf den gesunden Menschenverstand. Es ist in diesem Zusammenhang völlig überflüssig, das Geschehen mit dem deutschen Außenzwerg zu illustrieren. Mainstream jedoch gönnt uns dieses Vergnügen.

Über Intelligenz zu sprechen, ist das Böse an sich, denn es ist stets ein Kratzen an den Unterschieden, die es nach der Gleichheits-Lehre nicht geben darf. Bei Sience Files finde ich gestern einen Aufsatz, der sich mit den manifesten Unterschieden der diversen Ausländergruppen, die in Deutschland siedeln, befasst. Das Ergebnis ist bezeichnend. Die Perser sind mit Abstand die Intelligentesten und übertrumpfen lässig den deutschen Michel. Auch die Russen, Leute, die Russen. Nicht hingegen die viel gepriesenen Ukrainer. Wie es zum Unterschied zwischen den beiden Letztgenannten kommt, das wüsste ich gern mal. Werde den Intelligenz-Forscher Volkmar Weiss fragen müssen. – Die Chinesen und die Südkoreaner als die Intelligensten sind lediglich zu Vergleichszwecken in die Tabelle aufgenommen worden.

Pentagon: Während das US-Kriegsministerium mitteilt, dass nunmehr erneut in Nahost zurückgeschossen werde, kommen aus dem Bauch der Behörde seltsame Gerüchte. Diese handeln von offenem Widerspruch gegen den Kriegsminister und seinen Präsidenten. Falls das nur vage stimmt, was man da zu hören kriegt, dann riecht das nach Rebelliion. Angeblich weigert sich die Spitzen-Generalität, die Kriege wg. mangelhaftem Ausrüstungs- und miesem Personalstand weiterzubetreiben.

Pentagon (2): Nun denn, zu Luftschlägen gegen angebliche Raketenstellungen des Iran reichte es gestern am späten Abend immer noch. Zumindest nach der westlichen Nachrichtenlage. Der Film, den US CentCom veröffentlicht hat, kann dieses oder jenes bedeuten. Ich weiß es nicht. Man darf auf die persische Antwort gespannt sein. Eine amerikanische Basis in Jordanien scheint vorgestern Nacht schwer getroffen worden zu sein. Alle Raketen abgefangen? Die Luftbilder lassen Zweifel aufkommen.


1. September 2026

Im Wahlprogramm der AfD in Anhalt lese ich die Forderung nach einer Amnestie für die Corona-Verurteilten. Das zeigt in die richtige Richtung, doch man vergebe mir die Nörgelei: Amnestie wird benutzt, um die zu recht Gemaßregelten aus der Verfolgung zu befreien, weil deren Notwendigkeit sich erledigt hat. Hier jedoch geht es darum, das Justiz-Unrecht der Merkel-Diktatur aufzuheben. Es geht bei Lichte betrachtet um Wiedergutmachung. Ich weiß schon, jetzt werden Hunderte von Juristen, die sich mit der Exekutierung von offensichtlichem Unrecht besudelt haben, die Backen aufblasen und empört „Wo bleibt denn da der Rechtsstaat ?“ in die Manege rufen.

Wahlen (2): Fritz der Kanzler wird gestern in Kühlungsborn mit Marjes und Pfiffen empfangen und muss das Mengenbad abbrechen. Fazit: Er kann es nicht. Nicht mal das, nachdem er sich vorgestern ruppig an einer unzufriedenen Kinderärztin abgearbeitet hatte. Auf seine Beliebtheitswerte gebe ich nicht viel. Mir genügt es hinzuhören. Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten 20 Jahren über jemanden soviel Witze und Schmähworte gehört zu haben.

Wahlen (3): Mainstream versucht tagtäglich, den Leuten das AfD-Wählen auszureden, weil es ohnedies keinen Zweck habe. Kein Mensch kann sagen, in welche Richtung diese Art der Propaganda wirken wird.

Partnerwahl: Zum G-20 der Finanzminister ist diesmal vom Gastgeber USA auch der Russe wieder geladen. Hatte der US-Finanzjongleur Bessent nicht in der vergangenen Woche den Nichtunterstützerstaaten den Dollar-Tod angekündigt? Ich nehme an, seine Leute haben heimlich nachgerechnet, was das für die USA bedeutet.


31. August 2026

Der Herr der Welt in einer neuen Selbstdarstellung. Zweifelt noch wer an seinem Verstand? Besser: zweifelt noch wer nicht?

Der Herr der Welt (2): Heute Nacht greifen US-Luftstreitkräfte eine der Inseln in der Straße von Hormus an. Dass der Mann im Weißen Haus nicht bei Verstand ist, sagte ich bereits. Die hiesige Attacke erwähne ich lediglich, weil sie beweist, dass die Straße von Hormus entgegen den Worten des Don nicht frei befahrbar ist und – wichtiger noch – in sofern folgenschwer ist, weil der Iran zurückschlagen wird. Dann werden wieder alle hierzulande aufjaulen.

Der Herr der Welt (3): Der Mega-Deal, den der Don mit Venezuela verkündet hat, betrifft ein Phantom. Alle namhaften US-Öl-Giganten haben erst mal abgewunken. Auch ist das Venezuela-Öl keineswegs geeignet, um die Diesel- und Kerosin-Lücke zu schließen. US-Medien, die noch nicht der Voll-Verblödung anheim gefallen sind, schütteln nur mit dem Kopf.

Ostfront: Man muss kein Freund des russischen Kriegstuns sein um festzustellen, dass die Rache für die 40-Tage-Offensive Kiews ins russische Hinterland hinein schrecklich ist, und sie ist aller Wahrscheinlichkeit wirksam in dem Sinne, dass die ukrainischen Nachschubbasen irreparabel geschädigt werden. Die gestrige Zerstörung eines großen Munitionsdepots bei Kiew gibt hierzu Auskunft. Es sollen sich dort die soeben angelieferten Patriot-Raketen zur Raketenabwehr befunden haben. Ich weiß nicht, ob das stimmt, andere Quellen sprechen von den dort gelagerten oder montierten Flamingo-Offensiv-Raketen.

Ostfront (2): Das russische Verteidigungsministerium kündigte gestern offen an, man werde nunmehr die Energie-Infrastruktur der Ukraine zerstören. Ich besitze nach den Tag-für-Tag-Angriffen der letzten 2 Wochen genügend viel Phantasie, um mir vorzustellen, dass diese Ankündigung wahr gemacht wird. Zum ersten Mal in diesem Krieg erwähnt die russische Seite, es sei das Ziel, die Bevölkerung von der jetzigen Führung zu trennen. Es handelt sich bei dieser Ansage um eine 1 zu 1-Kopie der ukrainischen Propaganda der 40-Tage-Offensive dieses Sommers.

Ostfront (3): Ob sich die Moral in Kiew auflöst, ist umstritten. Etliche ukrainische Quellen behaupten dies. Es sollen 90 Prozent der Warenhäuser in Kiew zerstört worden sein. Die einschlägigen Luftangriffe wurden mit Geran-Drohnen durchgeführt. Fachleute streiten darüber, ob diese strahlgetriebenen Stahlflugkörper noch Drohnen oder bereits Marschflugkörper seien. Ich halte derartige Debatten für einen Streit um Kaisers Bart. Entscheidend ist: Sie sind offenbar in Massen vorhanden, und sie werden zielgerichtet eingesetzt, ohne auf wirksame Abwehr zu stoßen. Nicht einmal die ukrainische Propaganda behauptet das Gegenteil.

Ostfront (4): Der zentrale Mann im ukrainischen Kriegsapparat, Kirill Bulatow, bestätigt vor laufender Kamera, dass es derzeit ausgeschlossen sei, mit Russland Waffenstillstands-Vereinbarungen zu treffen. Er sagt, er habe es selbst ganz vergeblich versucht. Die Antwort sei: derzeit nicht. Ich folgere: Der Russe bringt die Kampagne jetzt mit Gewalt zu Ende.


30. August 2026

Jetzt wird es ernst: Fritz der Kanzler will Russland für den Drohnenfund von Leipzig öffentlich verantwortlich machen und – wie Bild schwurbelt – „nationale Maßnahmen“ vorbereiten. Ich übersetze mal ins Klardeutsche: Deutschland soll an der Seite der Ukraine in den Krieg gegen Russland ziehen. Falls das zutrifft, stellt sich nicht nur die Frage, ob der Mann noch bei Trost ist, sondern viel schärfer noch, wie man ihn an solchem Tun hindern kann.

Kriegsgeschrei (2): Selbst bei der Amerika-Amerika-Fraktion von Tichy setzt so etwas wie Besinnung ein. Eine Flut von Briefen lässt keinen Zweifel, was die Leserschaft zu dieser Causa denkt. Jetzt tritt dort das Problem des deutschen Michel offen zutage: Dem Denken muss jetzt Handeln folgen. Noch tröstet man sich mit dem Hinweis, dass der Ankündigungskanzler in den anderthalb Jahren seiner Herrschaft bislang stets zurückgerudert ist. Aber ausgerechnet in diesem Fall möchte ich mich darauf nicht verlassen.

Kriegsgeschrei (3): Während dies in Berlin stattfindet, greift die Ukraine gestern türkische Handelsschiffe mit Drohnen im Schwarzen Meer an. Ankara bestellt umgehend den ukrainischen Botschafter ein. Meine Phantasie reicht weit genug, dass man dem Mann unmissverständlich mit Gewaltanwendung droht, zum Beispiel mit der türkischen Nato-Mitgliedschaft. Zu wünschen wäre es in diesem Fall wenigstens.

Kriegsgeschrei (4): Die Straße von Hormus ist offen, so der Don. Die Araber von al Jaseera sehen das anders. Deren Skizze – falls die mitgeteilten Fakten stimmen – sagt mehr als eine ausführliche Geschichte des gegenwärtigen Krieges.


29. August 2026

Nach drei Tagen Abstandnehmen schälen sich die Konturen schärfer heraus. Die Öl-Nachschublage muss in den USA wirklich prekär sein, sonst gäbe es diese Behauptungen aus dem Weißen Haus nicht, man verhandle jetzt mit Venezuela um deren Exporte. Bisher waren wir das Motto gewohnt: Was wir nicht kriegen, nehmen wir uns im Zweifel mit Gewalt. Irgendwas muss da im Moment klemmen. Ich habe noch nicht herausgefunden, was das ist.

Prekär (2): Das Dekret der flächendeckenden Bestrafung von Abweichlern der totalen Iran-Sanktionspolitik löst sich ins Nichts auf. Die USA stehen allein da. Das bitterböse Canada setzt noch eins drauf und bremst den üblichen Öl-Export in die USA, nachdem der Don mit dem Zoll-Hammer gefuchtelt hat. Jetzt greift er zur Gegen-Attacke. In concreto: er nennt den See von Ontario in Lake America um. Toll, ich bin beeindruckt.

Prekär (3): Das Rätselraten um die tatsächliche Lage in der Straße von Hormus dauert an. Während der Don hartnäckig behauptet, die Straße sei offen, wird selbst unter der allerwohlwollensten Zählweise nur ein verschwindender Anteil der vor dem Krieg üblichen Öl-Durchfuhr erreicht. Dieses kommt, von den Iranern durchgelassen, bevorzugt aus dem Irak und reist sodann nach China weiter.

Prekär (4): Andy aus London hat in Kiew Lieferung und Vorort-Montage der Storm Shadow-Mittelstrecken-Raketen in öffentlicher Rede zugesagt. Reaktion aus Moskau: Wir werden uns nicht scheuen, die Hersteller, egal, wo sie sich befinden, anzugreifen und auszulöschen. Man sollte das ernst nehmen.

Prekär (5): Die üblichen Verdächtigen, die jetzt mit der Beistandsverpflichtung nach Art. 5 des Nato-Vertrages wedeln, sollten wenigstens zur Kenntnis genommen haben, dass das Bündnis (einschließlich der USA) seine Raketenabwehr-Raketen bis auf einen verschwindenden Rest (man spricht von 5 % des Vorkriegsbestandes) in den beiden aktuellen Kriegen verschossen, bzw. durch die Ukraine zum Verschießen weitergegeben haben.

Prekär (6): Am Aus der Raketenabwehr kann es angesichts des derzeitigen Kriegsgeschehens in der Ukraine keinen gescheiten Zweifel geben. Das Land ist schutzlos dem täglichen Dauerbeschuss ausgesetzt. Eine vorsichtige Prognose: Bis zum Jahesende ist Schluss und zwar zu russischen Bedingungen.

Prekär (7): Was unter diesen Bedingungen der CIA-Direktor in Moskau gewollt hat, bleibt rätselhaft. Zwar ist sich Mainstream einig, dass er den Russen gedroht hat. Derartige Meldungen sind angesichts der Kriegslage und der Schwäche der US-Streitkräfte nicht einmal als Satire geeignet. Nur Fritz der Kanzler und sein Außenzwerg scheinen dergleichen ernstzunehmen, aber die fallen schließlich auch unter die Rubrik Realsatire.

Irritierend: Mario Voigt bleibt Neuer König in Norwegen (so jedenfalls die Kurzmeldungen der Epoch Times-Deutschlandausgabe von gestern).


26. August 2026

Die Weltmacht spricht: Seit gestern durch den heimlich mit einem Riesentransporter der US Air Force nach Moskau eingereisten CIA-Boss. Ich weiß nicht, was er da will, Kreml-Peskow weiß es auch nicht. Sagt er.

Die Weltmacht spricht (2): Scott Bessent, der offizielle US-Finanzjongleur ist offenbar in die Liga der Zurückruderer eingetreten. Der großmäulig am Wochenende angekündigte D-Day (sprich: Diedähj) sei nur ein Warnschuss für alle Teheran-Unterstützer gewesen. Vielleicht hat ihm einer gesagt, dass der Dollar-Entzug für Russland kein Problem sei, nachdem man das Land bereits im Jahre 2002 (!) damit überzogen hat (Erinnert sich hier im Wertewesten noch wer daran?). Für China indessen nur ein halbes Problem, doch wenn die Chinesen tabula rasa machen, für die USA ein ganzes.

Die Weltmacht spricht (3): Die Straße von Hormus minenfrei, sagt der Don. Kaum hat er den Satz raus, brennt vor Ort ein Tanker ab, der ohne Genehmigung des Iran dort segelte.

Ostfront: Der Russe nimmt unbeirrt Dorf um Dort auf dem Weg zur Besetzung des Donbass in den noch unter ukrainischer Kontrolle verbliebenen Resten im westlichen Teil des Oblasts Donjezk. Von Norden her dringen russische Einheiten in die Bezirke von Sumy und Charkow vor.

Ostfront (2): Nach ukrainischer offizieller Lesart ist der Staat restlos pleite. Ich kann schlecht beurteilen, ob das der nächste propagandistische Gag ist, um die Europäer zu noch größeren Geldgeschenken zu veranlassen. Jedenfalls rächt sich die immens teure Drohnenoffensive der letzten Wochen in die Tiefe Russlands hinein, die im Westen als der großeSieg verkauft wurde. Über die Wirksamkeit der hierbei angerichteten Schäden besteht viel Streit. Klar ist nur, Russland ist ganz offensichtlich nicht zusammengebrochen, sondern hat sich auf erschreckende Weise mit Luftangriffen gerächt. Eine irgendwie wirksame Luftabwehr besteht augenscheinlich nicht mehr.

Ostfront (3): Die russischen Angriffe gegen zivile Ziele und die Blockade der Schwarzmeerhäfen haben vermutlich die ukrainische Wirtschaft und Gesellschaft schwer geschädigt. Diese deutliche Abweichung vom ursprünglichen russischen Vorgehen wird es den späteren Siegern auf viele Jahre hinaus unmöglich machen, mit den in der Ukraine lebenden Völkerschaften zu einem dann wieder friedlichen Auskommen zu gelangen. Das russische Vorgehen ist jetzt eindeutig auf einen militärischen Sieg gerichtet. Das heißt u.a.: Einverleibung des Gebiets von Kleinrussland, einschließlich der Häfen von Odessa und Nikolajew, und das Installieren einer für Moskau akzeptablen Regierung in der Rest-Ukraine sowie – vermutlich – Abtretung von deren Westprovinzen an Polen.


25. August 2026

Verdient festgehalten zu werden: Heute ist der Tag 1 des vom US-Finanzminister in der Nacht ausgerufenen totalen Handelskrieges gegen den Iran und alle, die sich der US-Ansage nicht beugen. Weiß der Mann, wovon er redet? Z.B. von China, Russland, Pakistan, die sich garantiert nicht an amerikanische Sanktionen halten werden, und vermutlich viele andere, die sich noch nicht geäußert haben. Was wollen die US-Boys tun, um die Boykotts durchzusetzen? Die Seeblockade der persischen Küste ist nichts Neues. Ob sie funktioniert, gilt als umstritten. Der Warenstrom über die persisch-pakistanische Grenze ist dadurch ebensowenig zu stoppen, wie der Richtung Russland über das Kaspische Meer und der Richtung China über die mittlerweile fertige mittelasiatische Eisenbahn. Was für den Export aus Persien gilt, gilt erst recht für Unterstützungshandlungen nach Persien hinein.

Handelskrieg (2): Das erklärte Ziel ist die Kapitulation Persiens, ins Klardeutsch übersetzt: die Öffnung der Straße von Hormus. Wäre sie, wie vom Don in den vergangenen Tagen behauptet, offen, wäre der Kriegszweck erreicht, bevor die Blockade überhaupt noch begonnen hat. Nun ist es aber höchstwahrscheinlich so, dass Wort und Wirklichkeit nicht zusammenpassen. Wenigstens behaupten das diejenigen, die die Schiffs-Tracking-Daten auswerten.

Handelskrieg (3): Lustig ist, was ich auf Tichys Einblick zu dieser Causa lese. Fritz Goergen lässt seine Leser wissen, der Don habe den Flaschenhals von Hormus erweitert. Auf dessen südliche Route (an der Omanischen Seite) würden die Schiffe im Hunderterpack vorbeisegeln. Das riecht nach kritikloser Übernahme von amerikanischer Desinformation.

Handelskrieg (4): Die Golfanrainer-Staaten geraten durch die Doppelblockade zunehmend in eine Schieflage in Richtung Wirtschaftskollaps. Der Iran hat ihnen angedroht, wenn sie sich an den jüngsten US-Maßnahmen beteiligen, wird man ihnen die Öl-, Gas- und Frischwasser-Infrastruktur zerstören. Ich nehme an, wir werden in der jetzt kommenden Woche die ersten handfesten Hinweise erhalten, dass dies ernst gemeint ist. Die Dortigen wissen bereits, dass die US-Schutzmacht vor Ort nicht mehr da ist.

Handelskrieg (5): In den letzten Tagen entwickelt sich ein Verteidigugsbündnis von Saudi Arabien, Pakistan und der Türkei. Zunächst scheint es als eine Art Interessenverbund angelegt zu sein – ohne direkte Eingreifverpflichtungen. Die Sache ist eindeutig Anti-Amerikanisch und Anti-Israelisch. Zur Überraschung der übrigen Welt hat sich gestern Bangladesch dem angeschlossen. Damit wird das Anti um Indien erweitert, das genau zwischen Pakistan und Bangladesch liegt. Das, was dort Fahrt aufnimmt, ist nationalistisch-islamisch in seiner Grundtendenz. Ob das wirklich ernst zu nehmen ist, wird sich zeigen, wenn die ersten gemeinsamen Schritte sichtbar werden.


24. August 2026

Kannste dir nich ausdenken: Fritz der Kanzler schiebt den Waldbrand im Hürtgenwald auf das Klima. Die Kripo ist anderer Ansicht und richtet ein Meldeportal für Zeugen der Bandstiftung ein.

Kannste dir nich ausdenken (2):

Kannste dir nich ausdenken (3):


22. August 2026

Verwirrendes ist von den Kriegsschauplätzen zu melden. Die Behauptung des Don, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus unter amerikanischer Anleitung nahe der Küste von Oman wieder ungehindert stattfinde, begegnet insofern Bedenken, als dort zugleich ein Schiff durch persische Raketen in Brand geschossen wurde und, ebenfalls zeitgleich, der US-Finanzminister Bessent ultimative, nie dagewesene Sanktionen zum Beginn der kommenden Woche ankündigte, die den Iran in die Knie zwingen würden. Was mag das sein und warum, wo doch alles nach Amerikas Wunsch läuft? Aus Teheran verlautet wie gewohnt, dass man auf die US-Vasallen in nie dagewesener Weise draufklotzen werde.

Krieg (2): Das Töten im Libanon und im Gazastreifen geht weiter. Immerhin hat sich der US-Botschafter in Jerusalem, an dessen zionistischer Grundhaltung es bislang keinen Zweifel gab, dazu aufgerafft, die Israeli möchten doch derzeit das Töten von Palästensers auf der Westbank durch sogenannte Siedler unterbinden. Die einschlägigen Bilder machen sich in den USA derzeit nicht besonders gut. Dort ist der Wahlkampf der Zwischenwahlen mit Macht entbrannt.

Krieg (3): Die Experten streiten darüber, wann genau die Ukraine zusammenbrechen wird. Der Streit ist nichts Neues, alle bisherigen Prognosen waren falsch. Letzte Nacht fanden wieder ruppige Luftangriffe mit Schwerpunkt auf die ukrainische Hauptstadt statt. Das hatte sich der kleine Mann aus Kiew vermutlich nicht träumen lassen, dass seine 40-Tage-Drohnenoffensive gegen das russische Hinterland solche Folgen auslösen würde. Man munkelt, dass die Meinungsverschiedenheiten hierüber der Grund für die Ablösung des angeblich überaus beliebten jungen Verteidigungsministers Fjodorow (Fedorov) gewesen seien. Das ist kaum zu glauben. Für wahrscheinlicher halte ich macht-interne Eifersüchteleien.

Krieg (4): Selbst Spezialisten kommen kaum noch nach, was genau sich wo am Frontbogen bewegt. Fest steht nur, dass dort jeden Tag gekämpft und gestorben wird. (Die Lagekarte von Nima Alkhorshid erscheint mir realistisch). Für kriegsentscheidend halte ich die russische Seeblockade von Odessa, von der anzunehmen ist, dass sie tatsächlich stattfindet. Daneben lese ich erstmals Nachrichten über russische Kommandoaktionen im ukrainischen Kernland, die der gezielten Vernichtung von Lokomotiven dienen. Die Loks sind aus russischer Sicht sicher ein lohnenderes Ziel als das Schienennetz, das, wie die Erfahrung der letzten Kriegsjahre lehrt, in überschaubarer Zeit geflickt werden kann. Für die Breitspurlokomotiven gibt es auf dem europäischen Markt keinen Ersatz.