Kategorie: Sudelbuch (Seite 3 von 3)

Schilda an der Ilm – Aus dem Sudelbuch IV

20. November 2021

Hunde werfen sich devot auf den Rücken, um sich von Frauchen am Bauch kraulen zu lassen.

18. November 2021

Der Anrufer aus Niedersachsen macht sich Sorgen um mich, sagt er, weil, wie er weiß, die Inzidenzien in Thüringen durch die Decke gehen. – Ja, sage ich, überall Leichensäcke auf den Straßen. – Pause. – Ob ich von P. gehört hätte, fragt er. Nein, sage ich wahrheitsgemäß, weil ich den nicht kenne. – Der hat Glück gehabt, sagt er, nach der ersten Impfung lag er mehrere Wochen danieder. Jetzt ist er gottlob wieder einigermaßen beisammen, so dass er sich die zweite und die dritte Spitze abholen kann. – Sowas kann man sich nicht ausdenken.

Kann man sich nicht ausdenken (2): Betritt eine Frau die Physiotherapie-Praxis. Sind hier alle geimpft? fragt sie mit Marktlautstärke durch die FFP2-Maske. Keiner der Anwesenden reagiert. Auftritt der Praxisinhaberin. Wir sind alle gesund, sagt sie. Die andere: Damit werde sie sich nicht zufrieden geben und Meldung machen. Und weg ist sie. Unter den bis dahin vor sich hin Schweigenden entsteht ein Wir-sind-unter-uns-Gespräch. Jaja, der Osten wirft lange Schatten.

Konsequent: Wenn Gesundheitspersonal die Impfung verweigert, wie man hört, wird es angeblich entlassen. So kann man das Gesundheitswesen gesundschrumpfen. Wenn Krankenhäuser und Praxen geschlossen werden, überschreitet der verbleibende Rest im Nu die Kapazitätsgrenzen. Jetzt ist Zeit für Maßnahmen. Da braucht man keine Inzidenzien mehr.

Konsequent (2): Schreibt mir einer, natürlich aus Sachsen: Die Geschützten müssen vor den Ungeschützten geschützt werden, indem man die Ungeschützten dazu zwingt, sich mit dem Schutz zu schützen, der die Geschützten nicht geschützt hat.Konsequent (3): Der Bahnsteiglautsprecher in Schilda teilt den Wartenden mit, dass der ICE nach Berlin nicht kommt, weil er wegen einer Baustelle eine andere Strecke befährt. „Wir bitten um ihr Verständnis.“ Die wegen des Abflugtermins blitzschnell organisierte Autofahrt nach Erfurt, um dort einen anderen Zug zu erreichen, in dem selbstverständlich die Fahrkarte nicht akzeptiert wird, geht à Konto des Verständnisinhabers. Die Bahn vertraut darauf, dass der Bürger nicht wegen 90 Euro vor Gericht zieht.


17. November 2021

Hofhaltung: Als Anna Amalia die jahrelange Regentschaft am Weimarischen Hof zugunsten ihres dicklichen Sohns beendete, wurde sie nebst Hofstaat in ein Nebenschloss versetzt. Das war insofern von Bedeutung, als sich hier der Musenhof installierte, der dank erlauchter Geister ein bisschen Weltruhm erlangte (Goethe und so).

Hofhaltung (2): Die Führerin nebst Hofstaat wird in den kommenden Tagen, so sagt man, in ein von der Verfassung nicht vorgesehenes Parallelamt umziehen. Dort kann sie nach Herzenslust weiter Schaden stiften. Doch noch ist sie im Amt.Hofhaltung (3): Die künftigen Machthaber machen ein groß Gewese aus ihren künftigen Absichten. Das Publikum glotzt gebannt auf das Platzen der Wundertüte namens Koalitionsverhandlungen. Ich sag es mal hier, in einfacher Sprache, was sie aushecken: Singen in der Klimakirche, In-mein-Reich-komme-Psalmodieren sowie Stay-put (= Michel bleib zu Hause).

Hofhaltung (4): Der Admiral Wilhelm Canaris war im Zweiten Weltkrieg Chef des Wehrmachts-Geheimdienstes, der Abwehr. Über seine zwielichtige Rolle ist viel spekuliert worden. Als ich vor Jahren ein Charakterbild über ihn zu zeichnen suchte, fiel mir auf, dass nicht nur er selbst körperlich sehr klein war, sondern dass er nur kleine Männer in seiner Umgebung duldete. Eine Ausnahme machte lediglich der Anschluss-Österreicher Erwin Lahousen („der Lange“). Er stand dem Sabotageapparat (Abwehr II) vor, der nicht eben durch humanitäre Akte aufgefallen ist. Nach dem Krieg wurde Lahousen ein gehätschelter Kronzeuge der Anklage in den Nürnberger Prozessen, was mich schon immer gewundert hatte. Heute nicht mehr, denn er war, wie sich aus Akten im französischen Militärarchiv jetzt ergibt, jahrelang Agent und Geliebter einer französischen Militäragentin. Als Agent war er sehr fleißig, was er als Geliebter taugte, weiß ich nicht.Hofhaltung (5): Hätten die Canaris’schen Lehren Allgemeingültigkeit, käme man bei den sich anbahnenden Koalitionären zu amüsanten Ergebnissen.

16. November 2021

Gesang der Spiegel-Mietlinge über den Alsterwassern (nach Auffinden einer Asbach-Uralt-Reklame in einem verschrotteten Hamburger S-Bahn-Wagen):
Wenn einem soviel Gutes wird beschert
das ist schon einen Pieks von Bill & Melinda wert.

Gates-Spritze (2): Der Spiegel muss im Sinne seines Meisters geliefert haben. Sonst wäre die neuerliche Dosis (Booster) nicht so prompt erfolgt. Man wüsste gern mal, was das war, das derartiges Entzücken hervorrief. Vielleicht genügte aber auch schon das Weglassen.

Gates-Spritze (3): Kritiker der Kritiker wenden ein, dass 2,9 Mio. Dollar, gestreckt auf 41 Monate, in einem Unternehmen wie dem Spiegel nicht die Welt sei. Das ist nur knapp daneben, denn die Dröhnung ging an die Online-Adresse. Gerade mal schäbige 71.000 im Monat, verteilt auf von mir geschätzt 30 Redakteure, macht ein Gehaltsplus von nicht einmal 2.400 €. Da ist für eine Neiddebatte wirklich kein Raum.

Gates-Spritze (4): Wie von selbst schweifen die Gedanken zum Ethik-Rat der Bundesregierung. Wer ließ dessen Mitglied, Wolfram Henn, auf den Gedanken kommen, auf die Ungeimpften „aus allen Rohren schießen“ zu lassen. Ausreiseverbote und Einsperrung, um die Überzeugung zu wecken, dass die Spritze unumgänglich notwendig sei, und begleitend Bilder von auf Intensivstationen Sterbenden veröffentlichen. Sagt dieser sog. Medizin-Ethiker und Human-Genetiker. Die Ähnlichkeit mit dem Experten aus der Zellerzeitung vom Vortage ist purer Zufall. Oder so.
 

15. November 2021

Oho, da ist schon wieder eine Korrektur fällig. In der Corona-Diktaturhatte ich mir erlaubt, die unterdrückten Zahlen der italienischen Gesundheitsverwaltung denen der öffentlichen deutschen Berichterstattung im Februar/März 2020 entgegenzustellen, was mir wütende Angriffe des Mainstream-Mobs einbrachte. Jetzt korrigieren sich die Italiener erneut und offiziell: Aus den bislang gemeldeten 130.468 Corona-Toten wurden über Nacht 3.783. Das ist der 35. Teil. Wer zählt sowas? Und warum?

Die Lügner legen sich in die nächste Kurve. Die angeblich rasant angestiegene Zahl der Corona-Toten in Bayern besteht nach amtlicher Auskunft vorwiegend aus über 80jährigen, viele davon im Frühjahr geimpft. Jetzt lasse der Impfschutz nach. Warum, zum Henker, haben genau diese Personen ohne Impfschutz den letzten Winter ohne Schaden überlebt – die Corona-Saison, in der es keine Übersterblichkeit gab? Mir fällt als Erklärung nur ein, dass die Impfung zur Schwächung des Immun-Systems bei den Alten geführt hat. Ist nur so eine Vermutung, ich bin ja kein Arzt.Einen Vorteil hat die Corona-Hysterie: Ich gelte hiesigenorts nicht mehr als arroganter Wessi, weil ich nicht an jeder Ecke jedem Eingeborenen die Hand schüttle. Auch die verlogenen Umarmungen mit unangenehmen Leuten fallen flach. Vorgestern bedauerte eine flüchtige Bekannte diese Zeremonieänderung. Auf die Frage warum? äußerte sie, ich röche gut. Gütiger Himmel, was tritt dort zutage?

14. November 2021

Es ist völlig sinnlos, den sich erneut überschlagenden Corona-Meldungen auch nur vage auf den Grund gehen zu wollen. Gehe nachts auf die Straße, um mich zu überzeugen, ob Vollmond ist. Ist es aber nicht, aber fast, trotz des Nebels kann ich das erkennen. Lese von noch nie dagewesenen Todeszahlen, steige an der Ilm-Brücke aus dem Auto (Diesel). Nicht eine einzige Leiche treibt flussabwärts.

Diesel (2): Achte neuerdings strikt darauf, dass die Start-Stop-Automatik deaktiviert ist. Eine leere Batterie vor Kurzem in der Thüringer Bergeinsamkeit hat mich belehrt.

Diesel (3): Der Schnickschnack in den neuen Autos ernennt den Fahrer zum Idioten. Wenn einer den Ölmessstab nicht bedienen kann, ist er ein Depp. Wenn einer ein Auto ohne Ölmessstab kauft, ist er erst recht einer. So einer bin ich auch, und das ärgert mich.Diesel (4): Mein Auto zeigt an, dass die automatische Notrufnummer nicht funktioniert. Das ist mir vollkommen gleichgültig. Idiotisch ist hingegen, dass ich den Hinweis nicht unterdrücken kann, so dass ich den Kilometerstand nicht abzulesen vermag. Das Finanzamt wird kein Verständnis dafür haben.

13. November 2021

Gestern Abend beim Standard-Griechen. Außen Schild: Hier gilt 3G, innen alles leer. Die Ungeimpften wollen sich nicht vor dem Essen für 25 € testen lassen. Und die Geimpften haben plötzlich Schiss, weil sie fürchten, dass sie sich anstecken können.

Nebenan ist ein Altenheim. In dem stirbt gerade die Mutter eines Freundes – mutterseelenallein, wie man so sagt. Der Grund: irgendwo in dem Heim war einer der Alten als positiv getestet worden. Jetzt stehen alle unter strikter Quarantäne. Nebenbei: Alle sind geimpft, bis auf die Sterbende.Ein durch nichts an Idiotie zu übertreffender Vorschlag stammt von – den Namen muss sich niemand merken – einem Spitzenfunktionär der deutschen Industrie: Risikozuschlag zur Krankenversicherung bei Ungeimpften. Recht so, denn die Kosten dank der bislang sorgsam nicht bilanzierten Kosten der Impfschäden werden rapide steigen. Hierzu zählen vor allem die Behandlungskosten der erkrankten Geimpften, die sich dank der propagandistischen Anstiftung sorglos ansteckten.

12. November 2021Wenn in D überproportional viele Willkommensbürger, bevorzugt solche aus der Türkei, als Covid 19-Kranke in den Gesundheitseinrichtungen aufschlagen, regt das zur Ursachenforschung an – wiewohl nur bei Leuten, die es in Kauf nehmen, als fremdenfeindlich verschrien zu werden. Nun denn: In den USA (wo sonst?) wurde der Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Covid 19-Schädigung erforscht und hergestellt. Zu deutsch: Wer zu fett ist, lebt mit dem Virus gefährlich und zwar in entscheidendem Umfang. Wenn man nun bei der WHO herumstöbert, stößt man auf eine seltsame Weltkarte, in der ist farblich dargestellt, wo und in welchem Maße die Leute zu dick sind. Die Spitzenreiter sind nach den Amerikanern und Arabern die Türken. Noch Fragen?

Morgens dichter Nebel und Windstille. Früher hätte ich bestenfalls gesagt: Novemberwetter. Jetzt weiß ich, dass mein Diesel daran schuld ist, wenn die zukunftsorientierten E-Mobilisten nix tanken können. Also muss ein Dieselverbot her.

Der Impf-Spahn will die Kostenpflicht fürs Testen wieder aufheben. Man erinnert sich kaum, ist ja auch erst einen Monat her, dass das Gegenteil beschlossen worden war.

Testen (2): So sollten die Ungeimpften gezwungen werden, sich endlich impfen zu lassen, damit sie aufhören, die Geimpften anzustecken.

Testen (3): Jetzt sind die infizierten Geimpften das Problem, denn diese lassen sich nicht testen. Brauchten das auch nicht, weil ihnen keiner mehr was konnte. Hatte ihnen die Obrigkeit gesagt. War wohl nix.

BaWü: Schreibt ein Südwestler auf Conservo, er kenne nur Geimpfte. Bei mir ist dies etwas anders: Ich erkenne Geimpfte sogleich, ansonsten kenne ich Ungeimpfte zuhauf.

BaWü (2): Tja, in einem Land, wo man an die Kraft des Windes glaubt – auch wenn er nicht weht. Denn es gilt: der grüne Geist weht überall bzw. wo er will. Auffällig ist, dass Christen ähnliches reden. Doch bei denen fällt es unter Religionsfreiheit.

BaWü (3): Der Blogger Michael Klonovsky müht sich ellenlang an einer Biographie über den Schwarzwälder Martin Heidegger ab. Er merkt neben vielem Bewunderndem an, der Guru selbst habe sein Hauptwerk Sein und Zeit in späteren Lebensjahren als eine „Verunglückung“ (schwurbel, schwurbel) bezeichnet. Da kann ich mich – nach einem Kontrollblick in die Regalecke, wo die Kuriosa stehen – nur anschließen.Heidegger (2): Ich weiß schon, was einige meiner Freunde jetzt über mich sagen werden: Der hatte noch nie von nichts ne Ahnung. Stimmt. Gleich neben dem badischen Gnom steht – aus alphabetischen Gründen – der Ulysses von James Joyce, von dem mir noch niemand erklären konnte, warum das Weltliteratur sei.

Was für ein verrückter Tag, dieser Freitag, der Zwölfte. Der Blogger Egon Kreutzer schreibt über den Ethikrat, deren Vorsitzende sich über den Fußballer Kimmich, den Ungeimpften, erregt. Lerne, dass es für diesen kuriosen Rat ein einschlägiges Gesetz aus dem Jahre 2007 gibt. Da hatten wir bereits – ohne es zu ahnen – die Führerin.

Ethik (2): Neugieriger Blick in den Großen Brockhaus. Ich hätte es mir denken sollen. Die Philosophen haben ein groß Gewese um die Ethik gemacht. Doch was haben ihre Streitschriften gebracht? Nichts. Jedenfalls nichts Brauchbares.

Ethik (3): Das Wort stammt aus dem Griechischen, von wo aus es mit Sitte oder Brauch übersetzt worden ist. Also ethisch ist, was Sitte oder Brauch ist. Damit sind wir wieder bei Anmerkung (2).Ethik (4): Glaube ich unsern Neutönern, gibt es Sitte oder Brauch in unserer bunten, einen Welt nicht mehr, sondern alles müsse jeden Tag neu ausgehandelt werden. Damit gelangen wir zum Paradoxon, dass das Nichtvorhandensein von Sitte oder Brauch heute Sitte oder Brauch ist. Oder so.

11. November 2021

Erinnerung an ferne Bonner Ministerialtage, wo zu diesem Datum die Eingeborenen wg. lokaler Trinkgewohnheiten dem Dienst fernzubleiben pflegten. Was sie an diesem Tag trieben, war der lebendige Beweis dafür, dass Volksbräuche komplizierter Organisations-Strukturen nicht bedürftig sind. Im Gegenteil, diese stehen dem Fremdgehen mit Fremden entgegen.Narretei (2): Ein aus dem Südwesten der Republik stammender höherer Vorgesetzter nahm sich eines Jahres vor, ein Exempel zu statuieren. Der mit der Sache beauftragte disziplinarische Untersuchungsführer stieß auf einen weiteren rheinischen Volksbrauch: Denk nicht an gestern.

Narretei (3): König Markus von Bayern erklärt sein Land ab heute zum Katastrophengebiet, um richtig durchregieren zu können. Die Grundrechte sind abgeschafft.Narretei (4): Erwische mich dabei, wie ich fast automatisch die Rechtmäßigkeit der Maßnahme überdenke, als ob es darauf noch ankäme.
Narretei (5): Mainstream berichtet über Kinder und Schwangere, die im Niemandsland zwischen Bjelarus und Polen festsitzen. Voila, da sind sie:

10. November 2021Gleich mehrere Presseanfragen, ich solle „mal was zum NSU machen“. Da ist nichts zu machen. Zumal ich gar nicht weiß, was es da im Moment medial zu feiern gibt. Schließe mich insofern dem BKA an, dass, soweit ich weiß, ebenfalls nichts mehr gemacht hat, nachdem die offizielle Story mit dem High Noon Schießen von Eisenach beendet worden war. Der anschließend zelebrierte Rechtsstaat hielt den Mord an den beiden jetzt rechtskräftig festgestellten Türkenmördern auch für irrelevant.
Ja, was denn nun? Die künftigen Koalitionäre haben in die Hände gespuckt, um die Gängelung des Volkes qua Impfgesetz zu verlängern. Im Vergleich zu den bisherigen offiziellen Verlautbarungen über den wahnsinnigen Erfolg der Impfkampagnen ist allerdings die Begründung für den Gesetzentwurf (BT-Drs. 20/15) nicht ohne Komik: „Dies ist auch notwendig, da die Impfquote immer noch nicht ausreichend und die Zahl der ungeimpften Personen hoch ist.“

9. November 2021

Finde im Briefkasten einen Otto-Katalog vor, obwohl ich solchen Papiermüll nicht haben will. Auf dem Weg zur Papiertonne erinnere ich mich, vor wenigen Tagen über eine Auseinandersetzung zwischen Otto und einem Kunden gelesen zu haben. Dieser will sich nicht duzen lassen und nimmt Anstoß an der afrikanischen Aufmachung des Katalogs, worauf ihm die Firma mitteilt, wenn ihm das nicht passe, solle er seine Sachen woanders kaufen.

Otto (2): Der Katalogverfasser teilt mit, dass Otto CO2-frei liefere. Vermute daher, dass der Paketdienst mit Kernreaktor-Autos fährt.Otto (3): Der Subkatalog mit den Heimwerker-Utensilien ist komplett Afrika-frei. Ist das jetzt der berühmt-berüchtigte strukturelle Rassismus?

„Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück,“ lästerte die Generation meines Vaters spätestens ab 1944. Nicht jedem, dem Endsieg des Führers verpflichteten NS-Funktionär war solcher Galgenhumor willkommen. Auf Wehrkraftzersetzung stand die Todesstrafe.

Zurück (2): Heutige Vorwärtsschreier („Lasset euch impfen, denn der Corona-Tod ist nahe“) suchen nach einer rettenden Nebelbank, damit sie zurückrudern können.Zurück (3): „Der Impfstoff wird ja auch wieder schlechter werden nach der Zeit. Na gut, dann kann man sagen, da muss man wieder nachimpfen, aber eigentlich ist es nicht das Ziel für alle Zeiten immer impfen zu müssen. Ich glaube, dass die Mehrheit der Infektionsbiologen und Mediziner im Moment sagt, wir müssen eigentlich die endemische Situation als eine Erkältungssituation sehen.“ So der Weißkittel der Nation und der Führerin Christan PCR Drosten, zitiert nach Stephan Paetows Spaeth-Nachrichten von heute.
Noch ein bisschen zurück: Am 2. März 2020 nannte Drosten die Infektion mit Sars-CoV 2 eine milde Erkältung. Danach kam beliebig anderes. Wäre der Titel nicht bereits an Lauterbach vergeben, könnte man ihn zum Wellenreiter des Jahres ausrufen. Jetzt ist er wieder zu den Anfängen zurück.

8. November 2021

Mainstream quäkt durcheinander. Die Story vom Impfheil hat hässliche Flecken bekommen. Um die offensichtliche Wirkungslosigkeit der Stöffchen zu kaschieren, ist die Fama geboren worden, es handele sich lediglich um ein Abflauen der Wirksamkeit, das durch Wiederholungen gebremst werden kann. Mal sehen, wie lange diese Story den öffentlichen Raum beherrscht. In einfacher Sprache: Wenn der Benzintank leer ist, muss man nachtanken.

Nachtanken (2): Kommt den Klima-Wahnsinnigen natürlich nicht über die Lippen, weil das Tanken insgesamt verboten werden soll. Jetzt drohen die Spitzengrünen, mit dem hauseigenen Mob Druck auf die anderen zu machen, und, wenn das nicht hilft, das Koalitionsgerangel platzen zu lassen. Da kann man nur sagen: Nur zu.

Quadratur des Kreises: Viele Geimpfte, deutlich weniger Getestete, stark angestiegene Zahl der Positiv-Tests. Rast eine Seuche durchs Land, und keiner merkt es?Quadratur (2): Bislang knapp 100.000 Corona-Leichen in D, deutlich weniger Verstorbene im Jahr 2020 als sonst. Woran mögen die Massen in den Vorjahren verstorben sein? Pandemien verschlafen?

7. November 2021Im Moment fangen die US-Geheimdienste (ca. 17-18 Stück) an nachzurechnen, wieviele Bedienstete ihnen in Kürze fehlen werden, wenn die Ungeimpften starrsinnig bleiben und ausscheiden müssen. Kleinere Dienste sollten kein Nachteil sein, wenn diese sich auf ihre eigentlichen Aufgaben beschränken.

6. November 2021

Ich halte die Meldung über die Verhaftung des Pfizer-Chefs Albert Bourla für aus der Luft gegriffen. Das bisschen Zulassungsfälschung für den Impfstoff seiner Firma kann es doch wirklich nicht sein. Ich hatte mir vor Wochen (am 25. August 2021) über das Gesicht, das ich zum ersten Mal sah, meine Gedanken gemacht.

In den USA hat Präsidenten-Darsteller J.B. eine Order unterschrieben, die rund 90 Millionen lohnabhängige Amerikaner zur Impfung bis zum 4. Januar 2021 zwingen soll, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Order (2): Wer sich den Impfzwang ausgedacht hat, kann kaum zweifelhaft sein. Nur wüsste ich gern einmal die Namen dieser Personen, denn nach fast einem Jahr Biden-Präsidentschaft weiß immer noch keiner, wer eigentlich das Land regiert. J.B. ist es jedenfalls nicht. Vielleicht seine Frau? Das wäre in den USA nicht der erste einschlägige Fall, denn Woodrow Wilson (1913-21) machte es in seinen letzten Jahren im Weißen Haus vor.Order (3): Die ersten massiven Proteste kommen von den LKW-Fahrern, von denen nach Schätzungen 30 % ungeimpft sind. Schmeißt man diese raus, steht das gewohnte Leben in den USA still. Lockdown auf wirksamere Art.

5. November 2021

Keine guten Nachrichten für Geimpfte. Wenn es stimmt, was die wissenschaftlich verantwortliche Testerin zu Protokoll einer britischen Medizinfachschrift gegeben hat, haben die Pfizerianer mit ihrem Impfstoff ein Problem, die Zulassung betreffend, denn diese wurde mit unvollständigen Daten erwirkt. Früher hätte man gesagt, die Daten waren getürkt. Angesichts der Empfindlichkeiten des Emirs von Ankara darf man diese Vokabel nur noch hinter vorgehaltener Maske verwenden, aber das Problem bleibt, wenn es bei den Testreihen zahlreiche Impfzwischenfälle gab, deren Bekanntwerden niemals zur Zulassung des Stöffchens hätten führen dürfen, selbst wenn es nur eine vorläufige war.

Pfizer (2): In Deutschland gibt es dieses Problem gottlob nicht, denn der Bundespräsident hat durch Ordensverleihungen an die Geschäftsführer des Co-Produzenten BionTech amtlich festgestellt, dass der Stoff die Welt rettet. Oder so.Pfizer (3): Jetzt sind die Kinder dran. Da sie durch das Virus nicht gefährdet sind, kann man jetzt in Ruhe testen, wie gefährlich die Impfung für sie ist.

Pfizer (4): Kaum hatte ich die vorige Zeile geschrieben, da lese ich: In Cuxhaven stirbt eine 12jährige unmittelbar nach der Impfung. Nachdem das Verschweigen misslingt, suchen die Behörden jetzt nach einer Vorerkrankung. So spielt man das Schwarze-Peter-Spiel.Pfizer (5): Es soll sich um den Fall Nr. 6 nach dem Beginn der Kinderimpfung handeln. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt, aber eines schon: Man sage nicht, die Kinder seien es selbst schuld.

4. November 2021

Das Bundespresseamt verbreitet unverdrossen Bilder der Führerin. Selbst geschickt gewählte Perspektiven können nicht verbergen, dass die Dame in beklemmender Weise aufgedunsen ist. Ich mache mir Sorgen und kann nicht verhindern, dass ich mich der Zeiten entsinne, in denen ich polizeilich mit Dingen zu tun hatte, die solche Veränderungen provozieren.Sorgen (2): In solchen Zuständen tun die Betroffenen Dinge, die man kaum erwartet. So erkläre ich mir das Verschenken von 800 Millionen Steuer-Euro an Nicaragua, damit dort der Gebrauch der Kohle beendet wird.

Überraschung an der Ostküste: In den seit Menschengedenken als sicher in den Händen der sog. Demokraten gehandelten US-Bundesstaaten Virginia und New Jersey gehen in dieser Woche die Gouverneursposten an die Republikaner. Ich kann mir dieses Ergebnis nur so erklären, dass (a) die Leute vom Tun der Demokraten restlos bedient sind und (b) die einschlägig bekannten Wahlfälscher die Lage in den angeblich sicheren Hochburgen falsch eingeschätzt hatten.Überraschung (2): Die selbsternannten globalen Machthaber erlebten bei der Wahl von Trump 2016 eine empfindliche Niederlage, die auf falscher Lagebeurteilung und Sorglosigkeit beruhte. Sie schworen sich, dass dies nicht noch einmal passieren dürfte. Bei der Abwahl von Trump haben sie gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Jetzt haben sie schon wieder gepatzt. Das ist kein Grund zur Entwarnung – ganz im Gegenteil.

3. November 2021

Zensur muss sein: Was von den Technik-Giganten seit jeher bestritten wurde, sieht intern und aus der Nähe beispielweise so aus. Schön ist auch, dass die Zensoren plötzlich Namen und Gesichter bekommen. Wer hätte schon mal was von Valerie Streit gehört oder gelesen und all den andern Wahrheitsfindern. Es ist eine Riesensammlung, die – wie ich annehme – nur ein winziges Fenster in den Google- Apparat öffnet. Vorsorgliche Antwort an Neugierige: Das muss erst mal verifiziert und dann ausgewertet werden.
Impfen muss sein: Während die angeblichen Wahlsieger palavern, kündigt die Führerin den Totallockdown für Ungeimpfte an (Selbst Word weigert sich immer noch das Wort ungeimpft klaglos zu akzeptieren).

2. November 2021

Es ist seit vielen Jahren beschrieben worden, wie die Schrift verschwindet und Symbolen Platz macht. Dringt man in die reichlich publizierten Erklärungen ein, stößt man auf einen bemerkenswerten Tatbestand. Die Veränderung der Welt wird als eine Art Selbstläufer geschildert: Es passiert etwas, man hat sich angewöhnt, eine Veränderung greift Platz. So oder ähnlich. Der Unbedarfte wähnt, dass es sich hier um einen rätselhaften Impuls aus dem All handelt, der eines Tages über uns gekommen ist, doch in Wirklichkeit handelt es sich um Menschenwerk, und wo Menschenwerk stattfindet, sind ganz konkrete Menschen die Verursacher.

Aus dem All (2): Nenne die Verursacher von Veränderungen, so avancierst du zum Verschwörungs-Idioten. Das ist das eigentlich Erstaunliche. Die Verursachen wünschen nicht, namhaft gemacht zu werden. Wer sein Tun verborgen wissen will, hat zumeist etwas zu verbergen. Und sei es, für etwas verantwortlich zu sein.

Aus dem All (3): Die Führerin feiert mit dringlichem Aufruf zur Großen Transformation ihren Auftritt in Glasgow vor der Klimakirche: Kehret um, denn das Ende ist nah, ruft die Pfarrerstochter. Wohlweislich verschwiegen: China und Russland nehmen am Hinketanz nicht teil.

Sorbisches: In Bautzen versuchen die Grünen mit Hilfe von sorbischen Heimathistorikern den Nachweis zu erbringen, dass Bismarck ein gefährlicher Rassist gewesen sei (Polen, Elsässer, Sorben, Hereros und so). Ziel der Groteske: Es soll ein Denkmal des Reichsgründers verhindert werden.Sorbisches (2): Nun ist mit Bismarcks Namen lediglich der Hering verknüpft, der in der Spree mit Sicherheit nicht heimisch gewesen ist. Doch wurde zu diesem seit jeher gern eine Gurke aus dem Spreewald verspeist. Na also.

1. November 2021

Der heutige Tag ist eine Art Erster-Mai für die Heiligen ohne festen Wohnsitz, im angeblich protestantischen Thüringen indes kein gesetzlicher Feiertag. Deswegen kann man beim Aldi im Vorgriff auf das Weihnachtsfest Baumschmuck kaufen. Der Schoko-Kringel mit den bunten Streuseln und dem Loch in der Mitte weckt Erinnerungen an die Kinderzeit und die Praktiken, den Kringel zu entfernen, ohne dass der Weihnachtsbaum bedenklich nadelte.

November (2): Pünktlich setzt einschlägiges Wetter ein. Es ist grau und kalt. Die letzten Blätter segeln gelb vom Birnbaum. Gestern noch saß ich bei strahlendem Sonnenschein in der Leipziger Innenstadt vor einem italienischen Café. Maskenlos und dicht umgeben von den Russen und Arabern aus der engeren Umgebung.November (3): Fragte meine Tischgenossin, wieso man die Leute nicht reden hören müsse, um die Nationalität festzustellen. Na, das sieht man doch, sagte sie. Aha. Als ich hinzufügte, dass die stämmige Einsachtzig-Blondine, die bediente, zu anderen Zeiten in einer anhaltinischen LPG hätte Schwerarbeit leisten müssen, wurde meine Bemerkung als Wessi-Schwachsinn abgetan. Ebenso mein Hinweis, dass aus der sicher mal eine prächtige Chirurgin werden würde.

31. Oktober 2021

Das Buch wird nicht nur als Informationsspender, sondern auch als Möglichkeit der Unterhaltung ersetzt. An seine Stelle sind Filme und Computerspiele getreten. Allem verbalen Klamauk zum Trotz sind solche Spiele nichts anderes als das gute alte Haut-den-Lukas auf Jahrmärkten seligen Angedenkens, nur eben auf elektronisch und statt mit Armeskraft mit der Fingerspitze zu bedienen. Eine nette Unterhaltung für Minderbemittelte. Ich weiß schon, jetzt werden einige Leser beleidigt sein und auf ihre hochkomplexen interaktiven Spiele verweisen. Sie seien ihnen gegönnt.

30. Oktober 2021Der Monat klingt mit der Sommerzeit aus (oder umgekehrt). Jedenfalls wird es ab morgen abends wieder früher dunkel, so dass auf dem Aldi-Parkplatz mit unbeleuchteten Corona-Viren gerechnet werden muss.

29. Oktober 2021Das Metaversum ist eine Welt, normalen Sterblichen, die keine Science Fiction Narren sind, unzugänglich, weil sie ihnen unbekannt ist. Das wird sich nun ändern, denn der König der digitalen Scheinwirklichkeit, Mark Zuckerberg, hat sie gestern zur Wirklichkeit erklärt – mit dem bescheidenen Zusatz, dass man sie mit Hilfe seines Unternehmens durcheilen kann. Seinen gläubig lauschenden Fans und den weniger gläubigen Finanziers erläuterte er auf diese Weise, den im Ruf schwer angeschlagenen Konzern Facebook in Meta umzubenennen. Man wird sich daran gewöhnen, auch wenn sich das Rechtschreibprogramm von Word noch dagegen wehrt.

28. Oktober 2021

Mein Teelieferant aus Potsdam schickt mir das diesjährige Teepaket zu. Die Preise fürs sog. Fairgehandelte haben deutlich angezogen. Ob das mit Lohnerhöhungen für die Pflücker in Indien zusammenhängt, vermag ich nicht zu beurteilen. Auch nicht, was überhaupt von der sogleich beglichenen Rechnung dort ankommt. Bislang hatte ich mich der Mühe, das zu hinterfragen, nicht unterzogen, denn der gelieferte Tee harmonierte mit dem hiesigen kalkhaltigen Trinkwasser.

Tee aus Potsdam (2): Nun erhalte ich mit dem Teepaket unaufgefordert eine aufwendige Broschüre, die mich auf den lebensrettenden Nutzen der Spendenmelkmaschine Frydays for Future hinweist. Dies mit meiner Teerechnung mitzubezahlen, halte ich für wenig überzeugend, auch wenn mich die Nöte eines dortigen Fräuleins Mayer (Foto) zu Tränen rühren. Diese konnte nicht an einer weiblichen Großdemo von sieben Personen teilnehmen, weil sie nichts Lilafarbenes anzuziehen hatte. Dem Titelfoto entnehme ich, dass diesem Mangel inzwischen durch ein schickes lila-gestreiftes Sakko abgeholfen wurde.

Tee aus Potsdam (3): Im Originalton meines Potsdamer Teelieferanten: „Die Pflückerinnen und Arbeiter werden ausgebeutet, die Arbeitsbedingungen in Indiens Teegärten erinnern an koloniale Zeiten. Dabei zeigt die Teekampagne, dass es auch anders geht. Jetzt müsste man es ihr nur noch nachmachen.“ Mein Vorschlag: Schicken Sie Fräulein Mayer zum Teepflücken nach Indien. Ich garantiere, dass sie dort kein lila Sakko benötigt.

Neues vom Rechtsstaat: Der Bundesfinanzhof entzieht einem eingetragenen Verein die Gemeinnützigkeit, weil er in groben Worten das Maskentragen und die, die es anordnen, für blödsinnig erklärt.

Vom Rechtsstaat (2): Der BND entzieht einem seiner Fachhochschullehrer die Möglichkeit, seinen Dienst auszuüben, weil das Bundesamt für Verfassungsschutz dessen jüngstes Buch „Kulturkampf um das deutsche Volk. Der Verfassungsschutz und die nationale Identität der Deutschen“ für einen manifesten Angriff auf die Verfassungsordnung hält.Vom Rechtsstaat (3): Früher wurden BND-Leute, die man für untragbar hielt, in die Oberpostdirektion Nürnberg abgeschoben, doch die gibt es schon lange nicht mehr.


27. Oktober 2021

Lese irgendwo als Randmeldung, dass in Frankfurt am vergangenen Wochenende Buchmesse war. Jetzt mit einem Viertel der früher üblichen Besucher. Mainstream war also weitgehend unter sich (siehe Bild Frankfurts OB nebst Dazwischen-Rednerin). Das ist gut so, dann werden die Rituale nicht durch unbefugt Denkende (vulgo: Leser) gestört.

Der einstige Gesundheitsminister und ehemalige Sparkassen-Angestellte Jens S. hat den sich breitmachenden neuen Machtinhabern einen Brief geschrieben. Der Bundestag müsse lediglich die Notwendigkeit der epidemischen Lage aus dem Impfgesetz streichen, dann seien die Zwangsmaßnahmen der Normalzustand. Das ist der nächste Schritt im Staatsstreich auf Raten, wie ich ihn im Buch Corona-Diktatur beschrieben habe. Entzug der Bürgerrechte auf Dauer. Meine Güte, was bin ich für diesen Hinweis angepöbelt worden.

26. Oktober 2021

Ob einer gut Fußballspielen kann, ist weniger wichtig. Wichtig ist allein, ob er geimpft ist. So verstehe ich die öffentliche Hysterie über den Profisportler Joshua Kimmich. Erstaunt hat mich, dass der gesunde junge Mann klar und besonnen redet. Allein das spricht für ihn. Mainstream schreit durcheinander. Jaja, er könnte den Ball anstecken, denselben in die Gegner donnern und dort die 2G-Deppen beschädigen. Man weiß ja, dass Lederbälle die reinsten Virenschleudern sind.Bei den deutschen Mietspekulanten geht die Angst um. Deren größter Profiteur (mit Sitz in Luxemburg) wurde in einem obskuren Ranking herabgestuft. Was tun, wenn die jährlichen zehnprozentigen Preissteigerungen für Immobilien sich plötzlich in Luft auflösen? Dann werden Häuser ganz zwanglos zu Luftschlössern.

25. Oktober 2021

Internetfund: Rate jedem von Hamsterkäufen ab. Habe 3 gekauft. Jetzt sind es 27, die mir die letzten Vorräte wegfressen.Unter den Brücken pennen war gestern. Heute legt man sich oberndrauf, jedenfalls in Tübingen, wo die speziellen Radfahrerbrücken elektrisch beheizt werden. Merke: Wenn‘s dem Esel zu wohl wird, geht er auf die Brücke. Wiewohl: Der Strom für diese Brückenheizung kommt von denjenigen, die sich das Heizen nicht mehr leisten können. Um es kurz im Stummeldeutsch zu sagen: So geht Energiewende.

21. Oktober 2021

Nachts Tanken in Bad Hersfeld (westliches Fortschrittsgebiet): Warte geduldig auf das Abklingen der erregten Debatte zwischen Kundschaft und Personal. Die lingua franca autobahnicae ist das Polnische. Der Spritpreis hingegen ist der deutsche: 1,609 € für den Liter Diesel. Das ist eine Preiserhöhung von etwas über 60 % gegenüber dem vorletzten Tag des Vorjahres (0,999 €). Das zu errechnen, bedarf ich keines Taschenrechners. Da kann man nur sagen: Danke Angela.

Polnisches (2): Die Szenerie gibt mir Zeit, meine Gedanken spazieren gehen zu lassen. Die schweren Reiter, die vor Jahrhunderten die Herrschaft des Deutschen Ritterordens in Preußen in der Schlacht von Tannenberg beendeten, waren in ihrer Primitivität den längst erstarrten religiösen Riten der einstigen Jerusalem-Fahrer haushoch überlegen. Die heutigen polnischen Westreiter sitzen auf dem Achtunddreißigtonner.

„Düsseldorfer Schauspielhaus – Das Symposium verhandelt aktuelle gesellschaftliche Polarisierungen aus interdisziplinärer Perspektive und fördert den Austausch zwischen kulturellen und politischen Bildungsinitiativen“ (über Nacht die Bundeszentrale für politische Bildung an mich). Übersetzt in einfache Sprache: Wir sind unter uns und labern vor uns hin.

Die Koalitionsgespräche in einfacher Sprache: Niemand hat vor, keine Steuern zu erhöhen.

Steuern (2): Die Armensteuer, so wie die Merkel’sche Luftsteuer, trifft die Armen. Die Reichensteuer trifft ebenfalls die Armen, weil die Reichen stets Wege finden, sich ihrer zu entziehen, so dass es nicht, wie geplant, etwas an die Armen zu verteilen gibt.

Der einst mächtige Herr im Springer-Konzern, Mathias Döpfner, hat offenbar gemerkt, dass er selbst die Zielscheibe des Angriffs auf den Bild-Chef, dessen Namen ich bereits wieder vergessen habe, gewesen ist. Ausgerechnet BuzzFeed hatte Springer gerade gekauft. Das sind die Leute, die in den USA mit allen Mitteln, denen sie den Namen Journalismus gaben, versucht haben, Donald Trump während seiner Präsidentschaft zu Fall zu bringen. Die Döpfner-Neuerwerbung erinnert an den Kauf einer Selbstschussanlage, die man im eigenen Haus aufstellt.

Döpfner (2): In die USA zu den Neu-Eigentümern von Springer einbestellt wie ein Lakai, fiel ihm nichts anderes ein, als eine verquaste Video-Botschaft an die 16.500 Springer-Mitarbeiter herauszugeben, über die man nur den Kopf schütteln kann (nachlesbar beim Journalisten Markus Langemann und zwar hier: https://clubderklarenworte.de/doepfneransprache/.Döpfner (3): Viel wird von diesem einst Mächtigen nicht mehr zu hören sein, auch Bild und Welt werden von der zarten Regierungskritik alsbald abrücken und ihrem publizistischen Ende entgegenpöbeln. Ihr Zeitungssterben wird im Mainstream keine Lücke hinterlassen.

20. Oktober 2021

Mainstream palavert über den Rauswurf eines Mannes namens Reichelt als Chefredakteur von Bild. Der Blattschuss wurde von der New York Times abgegeben. Das lässt vermuten, dass die neuen US-amerikanischen Anteilseigner von Springer höher zielen. Es geht um die Konzernleitung, die sich abfällig über das Merkel-Regime geäußert hat. Ein unverzeihlicher Vauxpas für die linken Snobs der Ostküste.Beim Abendessen gestern sagte einer, den ich bis zu dem Zeitpunkt unauffällig fand, zu mir, Merkel sei eine hochgebildete Frau. Falls das stimmt, kann sie es jedenfalls gut verbergen.

19. Oktober 2021

Habe ich auf dem Blog von Egon W. Kreutzer geklaut. Ist aber nicht von ihm, sondern dankenswerter Weise aus dem fortlaufenden Gedankenmüll der Annalena Bb. transkribiert. Von ihm kommt auch die Zeichensetzung als sozusagen notwendige grüne Mülltrennung:„In diesem besonderen Moment,  äh, wo drei Parteien zusammenkommen,  auch aus unterschiedlichen Richtungen zusammenkommen. Die Grundlage dafür, dass wir hier heute einen Vorschlag für unsere Parteien machen können mit Blick auf ein gemeinsames Sonderungspapier, vor allem war, dass es ein vertrauensvolles Gespräch gibt, wo man auch offen über Unterschiedlichkeiten sprechen kann, um dann gemeinsame Wege und Brücken zu finden. Und das ist uns gelungen gestern Nacht noch, bis in den frühen Morgen, in intensiven Gesprächen, äh, gelungen, einen Vorschlag für eine Reform- und Fortschrittskoalition auf den Weg zu bringen, um das nächste Jahrzehnt wirklich als Jahrzehnt der Erneuerung zu nutzen.“

18. Oktober 2021

Framing ist ein neues Modewort. Es bezeichnet eine propagandistische Vorgehensweise, bei dem die mitgeteilten Informationen so gekürzt werden, das Otto Normale aus dem Gesamttext die falschen Folgerungen ziehen muss. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach.

Framing (2): Die Bundeszentrale für politische Bildung, mein Quell monatlichen Frohsinns, teilt mir heute mit: „Am 26. September 2021 wurde der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Mit 25,7 Prozent errang die SPD deutlich mehr Stimmen als die CDU, die 18,6 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinte.“ Das ist natürlich Quatsch, denn die Aussage lässt beiseite, dass die CDU, im Gegensatz zur SPD, in Bayern nicht zur Wahl angetreten ist. Man muss also in Wirklichkeit für den Vergleich die CSU-Stimmen aus Bayern hinzurechnen. Dann allerdings kommt heraus, dass der zu glorifizierende Wahlsieg der SPD ein hauchdünner war. [Offenbar bin ich nicht der Einzige, dem das Framing auffiel, bis zum 19.10. wurde der Satz korrigiert, durch 24,1 % der CDU/CSU. Jetzt allerdings ist der erkennbar falsch, denn es handelt sich nicht mehr um „deutlich mehr Stimmen“].Framing (3): Der Tod des 84jähringen Ex-Generals und republikanischen Politikers, der 2002 den Irak-Krieg herbeilog, Colin Powell, soll auf einer Erkrankung mit Covid-19 beruhen. Die erschütterten Nachfahren haben mittgeteilt, dass Powell zweimal geimpft war. Es fehlt jeglicher Hinweis, ob es sich hier etwa um einen Impftoten handelt. Merke: Ein sog. Impfdurchbruch ist leichter zu verkaufen als die tödliche Folge einer Impfung, denn das würde bedeuten, ohne den ganzen Zirkus würde der Mann noch leben.

16. Oktober 2021

Nie kann das Wort die Tat ersetzen, wohl aber vorbereiten und so der Tatbereitschaft Inhalt geben (Edgar Julius Jung).Jung (2): Anmerkung für die Weniger-Belesenen. Der Mann war kein Nazi, sondern wurde von diesen 1934 umgebracht, als er auf die Herrschaft des Unrechts öffentlich aufmerksam machte.

15. Oktober 2021Im Rahmen des Vorabendprogramms Deutschland sucht Kanzler ist Olaf S. nach Washington zum Befehlsempfang gereist. Die Amtsinhaberin nimmt derweil Ehrungen um die Verdienste für das chinesische Volk entgegen.

Oben: Nordische Kombination = Küsten-Barbie im roten Lotterbett.

Unten: Wenn das Volk von seinem Recht auf einen Volksentscheid Gebrauch macht, ist das ein Angriff auf die Demokratie, sagte nicht die Vorsitzende der DDR-Volkskammer, sondern die Präsidentin des Bayerischen Landtags, eine maskierte Frau Aigner.

Das Gejammer in den alternativen Medien über die FDP ist schwer zu verstehen. Die Partei der Besserverdienenden hat vor der Wahl deutlich genug gesagt, dass sie der Klimasekte und der Vernichtung der Bürgerrechte nicht im Wege stehen wird.Gejammer (2): Quatsch ist auch die Meinung, dass die Wirklichkeit die Politkaste von ihren hohen Rössern herunterholen werde. Vielmehr ist das Gegenteil richtig: Man wird die Wirklichkeit über den Rand des Notwendigen hinaus verschärfen. Wer fallende Temperaturen für Erderwärmung hält, dem ist mit Argumenten nicht zu helfen. Vielleicht würden Ohrfeigen nützen, aber die gelten als unüblich. Ja, mehr noch, sie sind in einem liberalen Rechtsstaat mit gutem Grund verboten. Bleibt die Frage, ob wir in einem solchen noch leben.

14. Oktober 2021

Dass die Mainstream-Journaille sich seit Tagen an der Christunion abrackert, wirkt wie Voyeurismus bei einem tödlichen Verkehrsunfall. Das Gaffen und Betratschen ist ohne Erkenntnisgewinn. Stattdessen ist Schadenfreude beim linksgrünen Pöbel angesagt. Der Spießbürger ahnt nicht mal vage, was nun kommt.Linksgrüner Pöbel (2): Dessen Exponenten schwelgen in der Verknappung der Energie und der drastischen Verteuerung. Nicht jeder wird das Frieren in einem kommenden kalten Winter und den Umstand lustig fingen, dass er sich den Weg zur Arbeit nicht mehr leisten kann. Doch merke: Die Menschen wollen das so.

13. November 2021Was Frauen mit Netzen verbinden, beschränkte sich vor Jahren auf das, was man beim Einkaufen in der Hand oder beim Schaulaufen an den Beinen tragen konnte. Jetzt ist das Internet hinzugekommen. Was unsere weiblichen Polit-Darsteller dort absondern, muss man nicht zur Kenntnis nehmen. Doch wenn eine von ihnen die Schwarzen umbringen, Hitler cool finden, zum Ficken nach Kroatien fahren und alle Weißen aus Afrika vertreiben will, darf man fragen, wer uns, die Bürger, dort zu repräsentieren behauptet. Es handelt sich um Sahra-Lee Heinrichs, die Sprecherin der Grünen Jugend. https://archive.is/offset=50/https://twitter.com/xsarahleee/status/* Gegen sonstige Gepflogenheiten füge ich hinzu, dass dies die Elaborate dieser grünen Irren sind, von den ich mich mit Abscheu distanziere – dass die Grünen, für deren Jugend sie spricht, das auch täten, habe ich noch nicht gehört oder gelesen.

11. Oktober 2021

Mensch & Tier: War einst die Wölfin das Wappentier der Ewigen Stadt, so dominieren dort jetzt die Wildschweine – also die echten, ganz ohne Smartphone. Sie wühlen in Abfallhalden, die von ihren zweibeinigen Verwandten hinterlassen wurden.

Mensch & Tier (2): Wenn man in Deutschland Wildschweine sehen will, sollte man es nicht im Wald versuchen (dort sind die scheu), sondern in Berlin-Dahlem. Traf dort vor geraumer Zeit einen Forstmann, der den Tieren das Hausieren ausreden wollte. Er wurde gebissen, bevor er von der Schusswaffe Gebrauch machte.Mensch & Tier (3): Vor drei Wochen in Leipzig: Morgens früh auf dem Weg zum Auto, traf ich – vor der Fahrertür dreist herumlümmelnd – gottlob kein Wildschwein, sondern einen schlecht gelaunten Waschbären. Er entfernte dann sich freiwillig.

10. Oktober 2021

Der indische Bundesstaat Uttar Pradesh – von dem ich zuvor nie hörte – hat 200 Millionen Einwohner. Er ist heutzutage, nachdem dies im Vorjahr anders war, praktisch Corona-frei und das bei einer Impfquote von 11 %. Dieses Wunder erklärt sich so, dass flächendeckend das Medikament Ivermectin als Prophylaxe an die Bevölkerung ausgegeben wurde.

Ivermectin (2): Das Medikament ist ein seit Jahrzehnten bekanntes Heilmittel, das bei Mensch und Tier gegen Parasitenbefall verwendet wird. Seine Erfinder wurden mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Ivermectin (3): Zu Anwendung gegen Corona kam das Mittel, nachdem es die mit der Seuchenbekämpfung befassten Ärzte im Frühjahr 2020 im Selbstversuch angewendet hatten. Keiner von ihnen steckte sich an den Patienten an. Im Sommer wurde dann ein Großversuch an 20.000 Probanden mit gleichem Erfolg durchgeführt. Darauf entschloss sich die dortige Regierung es an die gesamten Bevölkerung durch medizinische Teams als Vorsorge- und Behandlungsmittel ausgeben zu lassen.

Ivermectin (4): Das Behandlungs-Kitt besteht aus dem genannten Medikament und zudem aus Paracetamol, Zink und einigen Hygieneartikeln. Die Kosten dieser Maßnahme betrugen 2,60 Dollar pro Einwohner.Ivermectin (5): Das eigentlich Erstaunliche ist nicht der Seuchenbekämpfungserfolg in Indien, sondern der Umstand, dass er in fast der gesamten westlichen Welt ignoriert wurde und wird. Es reicht nicht aus, dieses Kuriosum mit den Machtspielen der Pharma-Giganten zu erklären, sondern es kommt ein anderes Element hinzu: Es gehört zur westlichen Denktradition, auf die Lebensweise der verschiedenen asiatischen Kulturen mit Hochmut zu blicken. Mit andern Worten: Was von da kommt, kann nichts sein. Wir werden umlernen müssen.

9. Oktober 2021

Die Aluminiumindustrie schreibt einen Brandbrief. Im November sind die Magnesium-Vorräte am Ende. Der Monopolist China liefert nichts mehr. So geht De-Industrialisierung bei lästigen Konkurrenten. In diesem Krieg fällt kein einziger Schuss.

Magnesium (2): Die Alu-Bosse rufen nach dem Staat. Da schau her. Muss lachen, weil ich mir vorstelle, wie der größte Heiko aller Zeiten mit den Chinesen auf Augenhöhe über die Menschenrechte redet, während ihm die Gastgeber ein Tütchen Magnesium in sein stilles Wasser schütten, derweil die Bigband der Volksbefreiungsarmee zur Begrüßung das alte Gewerkschaftslied – leicht modernisiert – intoniert: „Alle Räder stehen still, wenn der gelbe Mann es will“.Magnesium (3): Zwischenruf am sonnenbeschienenen Frühstückstisch bei wohltuendem atlantischem Nordwest „In den Krankenhäusern wird ein Massensterben einsetzen“ – ganz ohne die fünfte Lauterbach-Welle.

8. Oktober 2021

Das polnische Verfassungsgericht stellt fest, dass einige EU-Regeln gegen die polnische Verfassung verstoßen. Da schau her, die Polen.

Die derzeitigen Auseinandersetzungen mit und um Facebook & Co haben in den USA neben den Gerichten auch den Kongress erreicht. Eine ehemalige Spitzenkraft des Unternehmens sagte aus, dass das Unternehmen vorsätzlich Erregungskampagnen unter Kindern lostrete, um sie besser lenkbar zu machen. Eigentümer Zuckerberg setzte dem entgegen, dass dies nicht so sei, was sich schon daraus ergebe, weil er selbst Kinder habe.

Zuckerberg (2): Niemand bestreitet dem Mann, dass er seine Kinder erzieht. Warum ihn das befugt, dieses Erziehungsrecht gegenüber Millionen anderer Kinder auszuüben, erschließt sich hieraus nicht. Seine Legitimation ist vielmehr der Größenwahn.

Zuckerberg (3): Kinder als Waffe. Der Finger auf der Tastatur und der am Abzug, beide sind ferngelenkt.

Zuckerberg (4): Wer bezahlt eigentlich die ätzende Kampagne zugunsten der Kindergrundrechte, die derzeit durchs Land schwappt? Bleibt auch die Frage, wer den Vorteil hat, wenn die Kinder demnächst unbeeinflusst von den Eltern das Recht haben, sich den Regeln von Instagram unterwerfen zu dürfen.

Im Flugzeug Masken zu tragen, ist doppelte Idiotie. Nicht nur schützt die Maske sowieso nicht vor Vireninfektionen, sondern es sind nur Leute an Bord, die kurz zuvor als Corona-frei getestet worden sind. Doch der Firlefanz der Maske hat auch Vorteile. Das kabinenlaute Geschwätz der Mitreisenden ist unterbunden.Im Flugzeug (2): Das vorsätzlich im Handgepäck verstaute Buch von Iwan Iljin erweist sich als übler Flop. Zwar ist es dick und ungelesen, doch das wird es auch bleiben, denn es ist für einen Verstandesmenschen unlesbar trotz seines vielversprechenden Titels Der gewaltsame Widerstand gegen das Böse. Es ist ursprünglich 1935 in Berlin erschienen und betrifft einen Dogmenstreit zwischen russischer exilierter Orthodoxie und den mehr oder minder skurrilen Lesensregeln des Grafen Leo Tolstoi. Geschwätz auf der ganzen Linie. Schattenboxen in raunenden Nebelschwaden. Was hätte man zum Thema alles sagen können. Wer publiziert sowas in der Jetztzeit und nennt es großspurig eine notwendige Wiederentdeckung?

7. Oktober 2021

Während man in Wien das Kanzleramt durchsucht, ist man im Berliner Pendant dabei, alles, was nicht niet- und nagelfest ist, zu vernichten – sagt meine Erfahrung.

Wien (2): Korruption war noch nie ein Grund, einen Spitzenpolitiker abzuräumen. Was also hat das österreichische Wunderkind getan, dass man die schützende Hand von ihm zog? Verstieß er gegen die New World Order, als er sich weigerte, am Tanz um den goldenen Afghanen teilzunehmen?Wien-Berlin: Wir sind Zuschauer eines Wettlaufs in die Bedeutungslosigkeit zwischen Christunion und ÖVP.


6. Oktober 2021

Vor fünf Jahren in etwa sorgten die Panama-Papers für Schlagzeilen, jetzt haben wir es mit den Pandora-Papers zu tun. Papers, das ist eine sanfte Untertreibung, denn es handelt sich in Wirklichkeit über einen Riesenbestand an elektronischen Dateien, die Finanzbewegungen zu und in sog. Steuerparadiesen (tax havens) zum Gegenstand haben.

Tax haven (2): Im Unterschied zum Vorgänger, bei dem ein, höchstens zwei legale Geldwaschanlagen und ihre Nutznießer bloßgestellt wurden, handelt es sich nunmehr um mindestens 16 solcher ehrenwerten Firmen. Fachleute mutmaßen – im Ton der Entrüstung –, dass solch ein koordiniertes Vorgehen nur durch einen sehr robusten Enthüller möglich sei. Wie stets tippt man auf „die Geheimdienste“. Und wo die agieren, da ist Väterchen Putin an der Gerüchtebörse hoch im Kurs.

Tax haven (3): Nur mal so, wenn man es für möglich hält, dass dort ein Staat seine Finger im Spiel hatte, um die Enthüllungskarte zu ziehen, dann fällt mir angesichts der augenblicklichen Wirtschaftskriegführung, die in der westlichen Welt ausgerufen wurde, als erstes Peking ein, das mit dem elektronischen Finger geschnippt hat. Unter Ganoven nennt man den Vorgang, dem Gegner die Waffen zeigen.Tax haven (4): Nicht ohne Komik ist der Umstand, dass einige der noblen Enthüller, die jetzt die Backen aufblasen, auf der Payroll des Weltwohltäters George S. stehen. Das gibt manch einem Nachrichten-Spekulanten Anlass zur Mutmaßung, dass der ganze Vorgang ein Showdown unter richtigen Spekulanten sei.

5. Oktober 2021

Früher sprach man von asozialen Elementen, heute hat man die sozialen Medien.

Früher (2): Früher war alles besser – bis auf das beste Deutschland, das es je gab.

Früher (3): Früher stand man früher auf, heute eine Stunde eher wg. der Sommerzeit.Früher (4): Früher sagte man: Wenn das der Führer wüsste. Heute sagt man: Wer soll es denn sonst machen.

4. Oktober 2021

Der böse Corona-Geist der USA, Dr. Antoni Fauci, teilt dem Land mit, dass es noch zu früh sei, darüber zu befinden, ob die Amerikaner sich zum Weihnachtsfest treffen dürften.

Fauci (2): Was befugt diesen Mann zu seinem absurden Tun? Nichts – außer der Tatsache, dass man ihn ungestraft agieren lässt.

Fauci (3): Die Mitarbeiter der US-Bundesbehörden müssen sich impfen lassen. Frist: Dezember 2021. Präsidenten-Darsteller J.B. hat soeben die einschlägige Order unterzeichnet. Verweigerern droht die Entlassung. Wie sich das z.B. auf die Streitkräfte und die Bundesjustiz auswirkt, wird man sehen.Fauci (4): Wenn das Virus ein Wahlrecht hätte, wäre es mit Sicherheit verwirrt, denn während es in den republikanisch regierten Staaten zunehmend ignoriert wird, übertreffen die sog. Demokraten einander in den Bekämpfungsmethoden.

25. September 2021Gehn se weiter, hier gibts nix zu wählen.

24. September 2021

Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf, Erich Honecker. Neinnein, ganz im Gegenteil:

Diesen Merksatz unserer großen Vordenkerin sollte man im Chor aufsagen und zum Schluss mit dem Fuß aufstampfen. So.

23. September 2021

Man setzt sich die Wundermütze auf, dass die nationale Gasreserve fast leer ist. Sie ist leer, weil sie im Sommer nicht aufgefüllt wurde.

Wundermütze (2): Es ist noch nicht allzu lange her, da füllte jeder, der gescheit war, seinen Öltank im Sommer auf, wenn der Stoff billig war. Diese Erkenntnis ist den heutigen Staatenlenkern offenbar fremd. Sie schwätzen stattdessen von der Erderwärmung.Wundermütze (3): Michel wird erst stutzig werden, wenn im Winter die Gasheizungen ausfallen sollten. Mal sehen, wie er reagiert, wenn man ihm sagt, das sei gut fürs Klima.

„Enjoy Your Summer“ steht auf den frisch erworbenen Klorollen. Das bedeutet, es ist mehr da, als gekauft worden ist. Fazit: Die Leute arbeiten immer noch ihre Hamsterkäufe von vor 18 Monaten ab. Sie müssen gewaltig gewesen sein.

Sie bleibt ein Hort des Frohsinns, die Bundeszentrale für politische Bildung. Sie schreibt mir heute: „Aufgrund interner Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kann es zu deutlich verlängerten Lieferzeiten kommen.“ Kann man verstehen, wenn wegen der Masken, die Lesebrillen andauernd beschlagen.
Irreführung (2): Die BpB schreibt auch dieses hier: „Vor allem die weltweiten Klimaproteste der Fridays-for-Future-Bewegung zeigen, dass die jüngere Generation sich inzwischen lautstark dafür einsetzt, bei Entscheidungen, die sie und ihre Zukunft betreffen, gehört und einbezogen zu werden. Die Corona-Pandemie hat indes einmal mehr vor Augen geführt, dass Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen oftmals übergangen werden. Nicht zuletzt deshalb erhalten Diskussionen um eine Verankerung von Kinder- und Jugendrechten im Grundgesetz oder um eine Absenkung des Wahlalters bei Bundestagswahlen auf 16 Jahre immer wieder neue Aktualität.“ Drei Sätze hintereinander, die keinen Bezug zueinander haben. Das nenne ich politische Bildung.

Schilda an der Ilm – Aus dem Sudelbuch III 

22. September 2021

Deutschland schnappatmet über den Mord in der Tankstelle (strafbar nach § 211 StGB). Ich versuche, mir das Geschehen vorzustellen: Will einer fürs Tanken bezahlen. Wird von einem Bürschlein hinter der Plexiglasscheibe angepöbelt, er solle gefälligst die Maske aufsetzen, sonst hole er die Polizei. Der Kunde verlässt die Tankstelle. Das Bürschlein ist sich sicher, dass nix passieren kann, denn der Tankvorgang nebst Nummernschild wurde videografiert. Doch der Kunde kommt wieder. Erneut sieht sich das Bürschlein zum Pöbeln berechtigt, nicht ahnend, dass dies das letzte Mal sein wird. So ungefähr wird es sich abgespielt haben.

Mord in der Tankstelle (2): Gutmensch weiß es. Der Täter muss ein Querdenker sein, aber zumindest ein AfD-Sympathisant. Deswegen müssen alle Demokraten zusammenstehen und das Waffenrecht verschärfen. Wie in Kriegszeiten: Wer Waffen hatte, wurde hingerichtet.Mord an der Tankstelle (3): Die Belehrung durch einen der kleinen Kriecher war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Das Medien-Palaver über die Mordtat verdeckt, was ihr Anlass war – das Lebenmüssen in einer absurden Welt.

21. September 2021

In der Konditorei Steineke am Markt in Halberstadt wird man angeschnauzt, wenn man unaufgefordert den Verkaufsraum betritt („draußen warten!“). Ich ging wieder raus, wartete aber nicht, so dass mir weitere Belege dieses freundlichen Familienbetriebs erspart blieben.

Halberstadt (2): Der verheerende amerikanische Luftangriff erfolgte am 8. April 1945. Einen militärischen Grund für diese Verwüstung gab es nicht, einen politischen dagegen schon: Es sollten, solange es ungestraft möglich war, soviel wie möglich Kultur zerstört und Deutsche getötet werden. Heutige Reiseführer eiern herum, wenn sie den trostlosen Zustand der Innenstadt erklären sollen.Halberstadt (3): Wie die Stadt einmal ausgesehen haben könnte, kann man im benachbarten Quedlinburg studieren. In einem dortigen Café werde ich freundlich bedient.

20. September 2021Zappen Sie weiter, hier gibt’s nichts zu sehen.

19. September 2021

Vorwintertag in Schilda. Ich begegne einigen wenigen Passanten, die keine Hiesigen sind. Man erkennt es an den unentschlossenen Bewegungen und an den unters Kinn geklemmten Gesichtsmasken. Das ist die neue Ich-habe-verstanden-Geste.Der Krach in der sonntäglich toten Schillerstraße stammt nicht aus der Großbaustelle, sondern wird von einer greisen Band erzeugt, die den Untergang der DDR vermutlich nicht mitbekommen hat.

18. September 2021Beim Aldi in Schilda gibt’s den alljährlichen Oktoberfestblödsinn. Von mir sehnlich erwartet, sog. Bierstengl. Dieses Jahr in den Varianten „Laugen Brezelino“ und „Bio-Bierstegel. Wiesn Schmankerl“. Kaufe beide, zunächst in Versuchsgebinden (beide außen Pappe, innen zelophanverschweißt). Nach dem praktischen Test steht für mich fest: Die mit dem albernen italieniserten Namen passen, wenn man sie in ungesalzene Butter in Raumtemperatur stippt zu jeglichem Blaumacher, die politisch korrekte Variante knirscht nicht mal, wenn man draufbeißt und ist sicher ein treffliches Zubrot zu alk-freiem Ökobier. Ich stelle mir vor, dass der grün-ambitionierte Innenstadttrachtentrinker hierzu zertifizierte Krachlederne aus Biobaumwolle (mit Ablaufdatum) trägt.Insa-Chef Hermann Binkert aus Erfurt sagt im Auftrag der Sächsischen Zeitung voraus, dass die AfD in Sachsen die Spitzenkraft sein wird. Könnte sein, ist aber nicht so sensationell, wie es manchem scheinen mag. Mich interessiert mehr, wie dieses wahrscheinliche Ergebnis möglichst weit nach unten gefälscht werden wird. Das wird Binkert, den ich mit gutem Grund nicht frage, auch nicht so genau wissen. Ich schon.

16. September 2021

Der Oberbürgermeister von Schilda, Kleine heißt der Mann, lässt mir via Bildschirm nahelegen, das Fliegen zu unterlassen, um unser Klima in Schilda zu retten. Wusste gar nicht, dass man von hier abfliegen kann, wenn man dem täglichen Irrsinn entfliehen will.

Schilda (2): Das Städtchen an der Ilm ist das Freiburg des Ostens.

Male mir aus, einen Maskenball zu veranstalten. Bin sicher, dass alle verbliebenen Freunde sich nach meinem Wohlbefinden erkundigen würden. 18 Monate Corona-Wahn haben das Umfeld neu strukturiert.

Der Impftod scheint ein neues Modewort zu werden. Das Wort war mir schon länger geläufig, auch wenn Word es nicht akzeptiert (vermutlich, weil Bill G. davon nichts wissen will). Impfdurchbruch hingegen ist neu. Es ist die politisch korrekte Umschreibung dafür, dass die Impfung vor einer Ansteckung nicht schützt.
Wenn einer unter konvulsivischem Äußerungszwang leidet, müssen alle anderen, die ebenso heißen wie er (siehe Suchmaschine), darunter leiden, denn ihre Freunde fragen: Sag mal, hast du se noch alle?

15. September 2021

Kompletter Nonsens: Nach einer G2-Party (nur nachweislich Geimpfte und Genesene) werden in Münster unter den Ex-Teilnehmern 75 Infektionen gemessen (erkrankt ist übrigens niemand). Das bedeutet: Hier wird erneut zum großen Lockdown geblasen, denn jetzt steht für die Zeugen Corona fest, dass die Seuche durch Impfungen nicht aufzuhalten ist. Deswegen lautet das Motto: Weiterimpfen.

Kompletter Nonsens lässt sich steigern: Der Impf-Spahn verkündet, dass die Geimpften und die Ungeimpften vor den Ungeimpften geschützt werden müssen. Dabei würde es völlig ausreichen, die Bürger vor diesem Mann zu schützen.Neues aus der Wahlbeeinflussung: Nach dem Abklingen der Bärbock-Besoffenheit setzten die Mainstreamer auf die Gleichrangigkeit der drei Kandidaten. Damit bringen sie zum Ausdruck, dass es nicht nur egal ist, was man wählt, sondern dass man genauso gut zu Hause bleiben kann. Dieser Eindruck ist erwünscht, denn das sind Bürger, denen man Restverstand zutraut (vulgo: Nazis).

14. September 2021

Über die Kandidat von Ulrich Schödlbauer habe ich Tränen gelacht. Für die ein oder zwei Leser, die im Ruhrgebiet nicht zu Hause sind, hier als Sprechübung: Kan-di-dat?

Kan-di-dat (2): Die Antwort heißt Nein. Denn sie ist blöd. Besonders gefährlich ist: Alle wissen es, nur sie selbst nicht.Kan-di-dat (3): Nein, ich bin nicht frauenfeindlich. Ich liebe Frauen, bin aber gewiss, dass dieses Bekenntnis heutzutage Anlass ist, um als frauenfeindlich beschimpft zu werden. Zum Trost: Leute, die sich so äußern, sind nicht die Frauen, die ich liebe. Was an der Grundaussage nichts ändert.

13. September 2021„Dann ist ja auch schrecklich, dass wir in einem Land leben, in dem nicht nur Bildungswillige leben, sondern auch hinreichende Zahlen von Bekloppten.“ Sagte der Namensgeber der ehemaligen Stasiakten-Behörde just in Rostock. Doch wen meinte er? Und in welche seiner Kategorien gehören die Gender-Professorinnen und ihre Groupies? Und erst Annalena pp.? Und die ganzen weiteren Studienabbrecher in Politik und Medien? Fragen über Fragen.

Bildungsbeflissene & Bekloppte (2): Beim Einparken sehe ich aus dem Augenwinkel, wie zwei ältere Knaben das AfD-Plakat von der Laterne vor meinem Wohnhaus herunterholen wollen. Bevor ich mich an den vergeblichen Bemühungen des hoffnungsfrohen Nachwuchses, eine praktische Aufgabe mit Hilfe eines Stubenbesens zu lösen, mit Genuss weiden kann, kommt ein Mann mit Hund über die Straße und sagt mit ausreichender Lautstärke: Wenn ich nachher hier vorbei komme, und das Schild hängt nicht mehr da, kriegt ihr ne Anzeige wg. Sachbeschädigung. Und geht weiter. Spätabends hängt der AfD-Kandidat immer noch oben.

Bildungsbeflissene & Bekloppte (3): Es ist in den Rubriken viel vom stattgehabten Kandidaten-Dreier die Rede, den man im Fernsehen präsentiert hat. Für die Bildungsbeflissenen ist keiner von den Dreien wählbar. Bleiben, wenn der allseits beliebte Ex-Präsident recht hat, nur noch die Bekloppten als potenzielle Wähler übrig.Bildungsbeflissene & Bekloppte (4): Die Kommentare in den Medien weisen aus, dass die Mehrzahl derer, die da kommentieren, keinen der drei für wählbar halten. Stattdessen fallen die Namen von zwei Frauen, die zu recht als chancenlos eingeschätzt werden, Kanzler der Republik zu werden. Wenn also von den drei Gesetzten und den beiden für geeignet Gehaltenen keiner es wird, muss das Bewährte bleiben.

12. September 2021

An Sonntagvormittagen fühlen sich Leute, die sich keineswegs zum engeren Freundeskreis zählen dürfen, zu Anrufen veranlasst. Sie wähnen den Angerufenen unbeschäftigt und versorgen ihn mit Nachrichten, auf die er nicht gewartet hat.

Vom hiesigen Schilda an der Ilm erfuhr ich auf diese Weise, dass in einem der Kindergärten vor Tagen Corona ausgebrochen sei, worauf die fürsorgliche Gesundheitsverwaltung über das Personal, die Kinder, deren Eltern und Geschwister die Quarantäne verhängt habe.

Maßnahmen (2): Bei näherem Hinsehen reduzierte sich der mitgeteilte Seuchenausbruch auf einen etwas schlichteren Sachverhalt. Eine der Kindergärtnerinnen, zweimal geimpft und am Morgen wie gewohnt negativ getestet, fühlte sich mittags nicht wohl und ging deswegen nach Hause. Vorsorglich testete sie sich erneut, diesmal mit positivem Ergebnis, was sie der Kindergartenleiterin mitteilte, die es an die Obrigkeit weitergab, welche, siehe oben, Maßnahmen traf.

Maßnahmen (3): Besser einer zu viel als einer zu wenig, ist eine Denkhaltung, die in totalitären Systemen eine Selbstverständlichkeit ist.Maßnahmen (4): Das breite Publikum – von den Massenmedien an den Rand der Debilität geführt – hat sich daran gewöhnt, die Maßnahmen für richtig zu halten („besser ist es“). Erst wenn der Einzelne selbst der Betroffene ist, stellt er die einzig richtige Frage: Hat man mir die ganze Zeit etwas vorgelogen? Wenn er damit fertig ist, fragt er: Warum?

11. September 2021

Wenn sich zwei Bankräuber wg. der Beute öffentlich in die Haare kriegen, hat das fürs geprellte Publikum den Effekt, den man mit Häme am besten umschreibt. Das hat natürlich nichts damit zu tun, wenn plötzlich ein gewisser Soros und Black Rock sich zum Gaudi des nicht-investierenden Publikums öffentlich beharken. Parallelen kommen schon deswegen nicht in Frage, weil es sich im letztgenannten Fall nicht um Täter, sondern um Wohltäter handelt.

Häme (2): Dem Menschenfreund Soros missfallen die Chinaaktivitäten von Black Rock außerordentlich. Amerikas nationale Interessen gerieten hierdurch in Gefahr. Man liest und stutzt. War der Ex-Ungar nicht bis vor kurzem ein erbitterter Feind des Leuchtturms der nationalen Interessen Donald Trump? Wenn die Fortführung der Anti-Chinapolitik unter dessen Amtsnachfolger diese Kehrtwende verursacht hat, darf man dann vermuten, dass Soros im Weißen Haus bessere Karten hat als Black Rock? Keiner weiß es. Vielleicht hat Soros auch nur größere Anteile in der amerikanischen Kriegsindustrie, zu deren Vorteil im Moment der größte Militärhaushalt beschlossen wurde, den die USA je hatten.Häme (3): Noch immer bewegt Pimmel-Grote aus Hamburg die alternativen Netze. Das ist nicht weiter überraschend. Mir fiel lediglich auf, dass dies ein reines Männerthema zu sein scheint. Frauen fassen sowas nicht an. Um es einmal so zu sagen. Das Thema.

10. September 2021

Die R&V-Versicherung ließ abfragen, wovor sich die Deutschen am meisten fürchten. Die Spitzenängste drehen sich um Steuererhöhungen, Lebenshaltungskosten und Zuwanderung. Da kann man nur sagen: Alles Nazis.

Nazis (2): Vor wenigen Tagen bekam ich den Roman von Juli ZehÜber Menschen geschenkt. Die Protagonistin flieht im Jahr eins von Corona wegen einer Beziehungskrise aus der Wohnung in Berlin Kreuzberg in ein verwahrlostes Haus in der Prignitz. Ihr Nachbar dort ist ein Nazi-Brutalo, der auf 300 Seiten erstaunlich menschliche Züge entwickelt. Zum Glück kommt er zum Schluss um. Nicht auszudenken, wenn das nicht passiert wäre.

Nazis (3): Die Redewendung „man wird doch wohl noch sagen dürfen“ stammt angeblich von Leuten, die sich dem Sprechdiktat nicht beugen mochten. Jetzt ist sie leicht verändert von Mainstream übernommen worden: Seht mal, man darf in Deutschland so gar einen Roman schreiben, wie es Mme. Zeh gerade tat („ein großer Roman“) und bei Bertelsmann veröffentlichen.

Wer einen Innenminister als Pimmel bezeichnet, muss damit rechnen, dass umgehend seine Wohnung durchsucht wird. Das ist unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtmäßig, doch das ist gar nicht mehr der Maßstab. Es geht um Einschüchterung.

Pimmel (2): Selbstredend weiß ich, was das Wort bedeutet, doch ich muss mich einen Moment besinnen, wann und wo ich es zuletzt hörte. Es muss in meiner frühen Kindheit gewesen sein und hatte mit mangelnder Größe zu tun. Es war ein Synonym für lächerlich klein und – weil es damals noch zwei klar unterscheidbare Geschlechter gab – auf Mädchen nicht anwendbar.Pimmel (3): Der Mann, den man aktuell nicht so bezeichnen darf, ist der Hamburger Innensenator A. Grote. In etlichen Kommentaren der sog. sozialen Medien firmiert er bereits als A. Pimmel Grote. Der Mann hat offenbar nicht das Format (in jeglicher Hinsicht), um unwiderlegbar den Beleidigern durch ein Seht-her das Maul zu stopfen.

Zu den Vorteilen des Zentralismus (europäische Lösung) gehört es, dass überall dasselbe gilt. So die Abstandsregel. Zuweilen bereitet die Umsetzung etwas Mühe, so zum Beispiel im Duschraum des Schwimmbades. Die Duschen neu zu installieren, ist offenbar im Jahr zwei von Corona nirgends gelungen, und das mechanische Abstellen jeder zweiten Dusche wurde von den Schwimmbad-Erbauern kursichtiger Weise auch nicht vorgesehen. Also behilft man sich mit infektionsgerechter (abwaschbarer) Beschilderung. Da man die Schilder mühelos abnehmen und umdekorieren kann, gelingt es, eine Duschecke für alle zu installieren. Erstaunlich ist, dass das nach getaner Tat offensichtlich niemand absonderlich findet.

9. September 2021

Der Zweck der Veröffentlichung von Umfragen über Wahlabsichten dient den veranstaltenden Instituten (als Einnahmequelle) und den Medien (als Palavergegenstand). Beide sind überzeugt, auf diese Art Einfluss ausüben zu können.

Wahlmanipulation (2): Ein seriöser Beobachter würde rückfragen: Wie kommen Sie beim Zugrunde-legen Ihrer eigenen Zahlen auf die Idee, dass beispielsweise die CDU zwischen Ende Juli und Anfang September rund ein Drittel ihrer Wähler verloren hat. Erdrutsche im Meinungsklima – in diesem Fall bei mehren Millionen Deutschen – pflegen einen konkreten Auslöser zu haben. Habe ich etwas nicht mitbekommen?

Wahlmanipulation (3): Wenn man annimmt, dass die neuen Zahlen eine Art Handlungsfaden für Wahlfälscher sein sollen, wäre das mit Sicherheit eine Verschwörungstheorie.Wahlmanipulation (4): Die Entscheidung der Wahl findet weniger an der Urne, sondern auf den Meldewegen statt. Gibt es hier einen Grundkonsens, ist jedes gewünschte Ergebnis machbar. Auch das ist eine Verschwörungstheorie.

Vielleicht waren unsere germanischen Vorfahren nicht ganz so tumb, wie man sie gemeinhin darstellt. Ihren Mythen kannten ein Ende, die Götterdämmerung.

Götterdämmerung (2): Wenn man sich vorstellt, dass die Multimilliardäre die Götter der Gegenwart sind, und jeder nun mit ansehen darf, wie sie den Endkampf unter sich ausfechten, drängen sich Parallelen auf.Götterdämmerung (3): Dass Bill Gates offenbar auf der Abschussliste der Titanen steht, fiel mir im Frühjahr auf. Jetzt fand ich einen weiteren Hinweis von Elon Musk, der, ins Olympische gewendet, als Hallodri unter den Göttern an der Spitze des Verfolgerfelds steht. Selbst wenn der Tweet ein Fake sein sollte, beschreibt er die Position der Kontrahenten ziemlich zutreffend.

8. September 2021

Was schreiben Sie gerade?, ist die Frage, die ich in den letzten Tagen am meisten gehört habe. Das ist nicht ohne Witz, wenn man soeben ein 300-Seiten-Buch herausgebracht hat. Die Antwort Nichtswäre blöd. Man ist schließlich ein Autor und will sein Publikum bei Laune halten. Also sage ich, ich recherchiere gerade. Das klingt emsig, und weil ich kein Thema angebe, klingt es auch noch ziemlich geheimnisvoll.

Bei Stephan Paetow lese ich, dass rund 4 Mio. die abendliche Tageschau gesehen haben sollen. Das liegt etwas über Bildzeitungs-Niveau. Rechnet man bei Bild die Schlagzeilen hinzu, die beim Einkauf den Wagenschieber vom Regal aus anschreien, liegt Bild deutlich vorn.

Bild (2): Einigen wenigen Mitarbeitern empfahl ich seinerzeit die Bildzeitung zur Morgenlektüre. Dann störten sie wenigstens bis zur Mittagspause den Dienstbetrieb nicht.

Bild (3): Wenn ich ein gebrauchtes Buch von Privat via Internet bestelle und es beim Auspacken in eine Zeitung eingewickelt finde, versuche ich mir vorzustellen, warum das Buch in den Verkauf kam. Ist die Zeitung eine Bildzeitung, bin ich in der Regel ratlos.

Bild (4): Da es im überbordenden Maße sog. Medienstudiengänge zu geben scheint, habe ich Verständnis dafür, dass die Beteiligten nicht für Zeitungen schreiben, sondern über Zeitungen. Deswegen verwunderte es mich kaum, als ich wissenschaftlich begründet fand, warum das Busenmädchen auf Seite eins der Bild verschwinden musste.

Als das Wort Kulturschaffende vor einiger Zeit auftauchte, hielt ich das zunächst für eine witzige Persiflage einschlägigen DDR-Vokabulars, war es aber gar nicht, sondern eine Wiederkehr. In der Ehemaligen nannte man Leute so, die per Wort oder mit handwerklichem Geschick die lichte Zukunft illustrieren konnten. Heute ist das wieder so. Doch gibt es auch ein Mehr. Das kommt daher, dass der ehemalige Westkünstler sich befleißigte, ununterbrochen die bösen Geister der Vergangenheit zu beschwören. Der gegenwärtige Kulturschaffende hat neben der lichten Zukunft nun auch die bösen Geister übernommen, letztere aber aus der Vergangenheit befreit, so dass sie den konsumierenden Zeitgenossen ununterbrochen ängstigen können.

In Sachsen werben die CDU-Direktkandidaten an den Laternen, ohne das Kürzel CDU zu erwähnen.

Im Buch Corona-Diktatur schrieb ich vor kurzem im Zusammenhang mit Merkels Handstreich auf das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten über den regionalen CDU-Vorsitzer, dass man sich dessen Namen nicht merken müsse. Jetzt hängt er unter Namensnennung im Weimarer Land an den Bäumen und will in den Bundestag. Merke: Hat einer sich für seine Partei als blamabel unfähig erwiesen, versucht man, ihn in den Bundestag zu entsorgen.Vor meiner Haustür fand ich an der Laterne in Greifhöhe den Linken-Spitzenmann (die sog. Fleurop-Suse), deutlich überragt und außer Reichweite vom AfD-Kandidaten.

7. September 2021

Die Stadt Portland an der US-Westküste, wo der Straßenmob und die sog. Demokraten eine Symbiose bilden, verhängt einen Handelsboykott gegen Waren aus Texas. Der Grund: Das dortige Abtreibungsverbot verstößt nach Auffassung der in Portland Herrschenden gegen die Menschenrechte.

Texas (2): Die gleichnamige Stadt lockt mit einem gigantischen Steuergeschenk die Firma Samsung zum Bau einer Chipfabrik herbei. In D werden derweil die Steuermilliarden für Elektrospielzeuge der Firma Tesla in den märkischen Sand gesetzt.

6. September 2021Es tritt eine aus der FDP-Fraktion in Thüringen aus. Da waren’s nur noch vier und keine Fraktion mehr. Sagt deren Vorsitzer, dass das nichts mache. Zumindest spart der Steuerzahler, denn die doppelten Diäten, die das Parlament seinen Fraktionsvorsitzenden zuschiebt, sind für den Mann Geschichte. Das Mitleid ist begrenzt, denn mit etwas Rückgrat könnte er noch heute der Ministerpräsident des Landes sein – unabsetzbar bis zum Ende der Legislaturperiode.

5. September 2021

Leere: Die Bild bringt am Sonntag eine weiße Seite mit dem Hinweis, das sei der Platz für ein Interview mit Annalena Bb. gewesen. Besser lässt sich deren Kompetenz kaum darstellen.

Bild (2): Da ich nie Leser dieser Zeitung gewesen bin, kann sie mich demzufolge auch nicht zurückgewinnen. Ich ahne allerdings, dass die neuen amerikanischen Eigentümer von Springer Kohle sehen wollen. Daher das auffällige Abstandnehmen von Mainstream.

Ein Krankenbesuch wird überraschend verlängert. Das Auto gibt keinen Mucks mehr von sich. Ich tippe auf die Batterie, doch nicht einmal die Heckklappe lässt sich öffnen, um als Notnagel das Fremdstartkabel rauszuholen. Kein erbaulicher Zustand am späten Abend in der Thüringer Mittelgebirgseinsamkeit. Nach kurzer Beratung der Gastgeber erscheint einer aus dem Nachbardorf mit Batterie und Kabel. Während wir noch kramen, erzählt er von seinen Protestaktionen in der letzten Woche. Dann grinsen wir uns an, das war’s.

Batterie (2): Jahrzehnte der Autopraxis haben mich gelehrt, dass diese notwendige Kraftquelle ein Schwachpunkt ist. Doch ein modernes Auto, dass sich bei Batterieausfall weder öffnen, geschweige denn anschleppen lässt, das ist eine unnütze Addition von Störquellen. Gefährlich sind sie zudem.

4. September 2021

Dresden: Wenn einer über 250 km anreist, nur um mich sprechen zu hören, muss er wohl ein hartnäckiger Fan sein oder ein Dienstreisender.

Beim Hotelfrühstück klärt mich ein vorbeigehender Gast („Sie kenne ich doch“) über Hegel und die AfD auf. Ich stehe nicht auf, um ihm zuzuhören, denn das Ei, das ich gerade löffle, ist recht flüssig. Die Distanz bewirkt, dass die Ansprache in Saallautstärke stattfindet. Die zur Schau gestellte Reserviertheit der Mitesser an den anderen Tischen erscheint mir nachvollziehbar.In Pulsnitz in der Lausitz entdecke ich in einer großen Gärtnerei, in der ich mit landesüblichem nackten Gesicht eine große Papier-Tüte voller frischer grüner Bohnen kaufe, ein Schild, das sodann diskret den Besitzer wechselt.

3. September 2021

Die Lutherstadt Wittenberg verdankt ihren etwas angeberischen Namenszusatz der verblichenen DDR. Man besann sich auf das beste, nämlich sozialistische Deutschland, das es je gab. Der Luther-Name hat überlebt. Im Lutherjahr gab’s dann ordentlich Knete aus der Bundeskasse. Die Stadt ist heutzutage ein Schmuckstück. Doch deutlich ist die Diskrepanz zwischen Andenkenläden und der vornehmen Zurückhaltung der Kirchenoberen gegenüber ihrem Reformator. Ihnen ist dieser kluge und derbe Mann peinlich (Nazi-Verdacht).

Luther (2): Der Künstler und Geschäftsmann Lucas Cranach wohnte und arbeitete in einem stattlichen Gebäudekomplex am Markt (heute sehenswert restauriert und als kommodes Hotel ohne Fernseher genutzt und nutzbar). Cranachs Werk hat unsere bildliche Vorstellung der Reformationszeit geprägt. Wenn ich die Augen schließe und an Luther & Co denke, habe ich Cranach-Bilder vor Augen.

Luther (3): Für meine Kitschsammlung erstehe ich in einem weltlichen Laden einen 10 cm hohen Porzellan-Luther: Kutte mit starker zentraler Vorwölbung, Bibel unter dem Arm, Barett mit Ohrenklappe, selbstbewusste Züge mit einem Schuss Dreistigkeit.

Nochmal Wittenberg: Ein erstaunliches Publikum wartet daselbst auf mich. Es ist 20 Jahre jünger als üblich. Fast alle kennen einander. Als ich später an einem der Tische sitze, höre ich mehr als genug von den Ausschreitungen der Obrigkeit im Namen von Corona gegen die Untertanen, die man früher einmal als die Bürger bezeichnete.

2. September 2021

Auf den Personen-Plakaten der Grünen herrscht hellgrüner Nebel vor.Plakate (2): Die Personen-Plakate der SPD weisen in Aufbau und Farbgebung verblüffende Ähnlichkeit mit einschlägigen Exponaten aus der frühen Sowjetunion auf (links; rechts die moderne Zeller-Variante).

1. September 2021

Der Tag ist nach wie vor ein Solist im Jahr. Der Kriegsbeginn 1939 veranlasst den gemeinen Gutmenschen zu Zerknirschungsritualen. Ich empfinde eher grimmen Ärger über den unfähigen Kanzler, der weder die Einkreisung Deutschlands, noch die Stärke der feindlichen Kriegskoalition richtig einzuschätzen wusste und das Land durch seinen Größenwahn ins Verderben stürzte.

Einkreisung (2): Man stelle sich auf den Brocken, drehe sich um 360 Grad und stelle sich die Frage, mit welchem der Anrainer es die Kanzlerin nicht versemmelt hat.Einkreisung (3): Selbst die Luxemburger riskieren eine große Lippe, von den Polen ganz zu schweigen.

31. August 2021

An das Nachbartischchen des Lieblingscafés in Rom setzt sich ein Mann, der eine bauchige Papiertüte neben sich abstellt. Er entnimmt der Tüte einen kleinen Stapel Bücher, offensichtlich neue Bücher, deren Umschläge er genüsslich streichelt. Dann wägt er die Bücher in der Hand ab, wählt eines aus und liest sich fest. Die winzige Tasse bleibt unberührt. – Befriedigt stelle ich fest, dass es auch anderswo Leute gibt, die das Erlebnis des neuen Buches kennen. Unbedingte Requisiten sind eine gut bestückte Buchhandlung und ein Café in der Nähe. Ich kannte mal so einen Ort in Berlin-Dahlem. Dafür machte ich auch unbequeme Umwege. – Als der Hermes-Bote mit einem Bücherkarton kommt, den er in den Hausflur wirft, fällt mir plötzlich das Römische Café ein. Verrückt, aber wahr.

Und nun zum Wetter: Der August endet, wie er begonnen hat, dicht bewölkt und kalt. So eine Art Hochsommerwetter am Rande eines deutschen Mittelgebirges. Nachts am Schreibtisch dicke Socken angezogen.

Beim nächtlichen Lesen einige Zahlen bemerkt: Die Grippe-Saison 2020/21 betraf 854 Infizierte. Es wird nicht einmal ein vager Versuch unternommen, das de-facto-Verschwinden der Grippe zu erklären.

Zahlen (2): Es sind seit März 2020 rund 92.200 Leute an oder mitCorona in D gestorben. Diese Zählweise „an oder mit“ des amtlichen Gesundheitswalters Lothar W. ist so blödsinnig, dass einen das Fremdschämen überkommt.

Zahlen (3): Nun haben deutsche Mediziner und Statistiker die hierzu vorgelegten Quellen nachvollzogen und kommen zu dem Ergebnis, dass die eigentlich interessante Zahl, also an Corona verstorben, bestenfalls 20 % ausmache. Dann sind wir bei 18.440 Corona-Toten.

Zahlen (4): Die US-Gesundheitsbehörde hat offenbar dieselbe Arbeit nunmehr erledigt. Sie sagt, das rund 5 % der gemeldeten Toten an Corona gestorben seien. Auf D übertragen, bedeutet das 4.610 Corona-Tote.Zahlen (5): Die Grippesaison 2017/18 galt als schwer. In ihr wurden rund 25.000 Grippetote gezählt. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Die Kaste ohne Maske: Das ist klar, man ist unter sich. Es ist eine Lage nationaler und so weiter, und von Tragweite ist sie auch. Kann mir das gestelzte Gefasel nicht mehr merken.Ohne Maske (2): Bei der Dame in Violett sehe ich nicht mal einen Slip. Kann man verstehen, denn Covid-19 überträgt man mehr oben und nicht unten.

30. August 2021

Schubert-Nachklang vom Vortag: Nachts Kontrollblick in die Luther-Bibel. Du sollst Vater und Mutter ehren. Die 80jährige Schubert hatte ihr Leben lang angenommen, da stünde: Du sollst Vater und Mutter lieben, bis eine junge Pastorin sie korrigierte. Offenbar fiel ihr danach ein Stein vom Herzen.

Schubert (2): Ihr jüngstes Buch, das sind wieder diese kurzen Geschichten. In einigen die Mutter im Mittelpunkt einer dramatischen Mutter-Tochter-Beziehung. Doch das wäre, wenn es nur das wäre, nicht viel. Es sind die Beobachtungs- und die Erzählkunst, die sprachlos machen.

Bibel (2): Aber auch das: Im Luther-Text im Anschluss an die 10 Gebote einfach weitergelesen. Sozusagen die Nebenbestimmungen des Rechts. Davon hörte ich während meiner Schulzeit nie.

Bibel (3): Arbeits- und Sachenrecht, archaisch: Gibt der Herr dem Knecht ein Weib und lässt er den Knecht im siebten Jahre frei, fällt das Weib an den Herrn zurück. Gefällt es dem nicht, gibt er’s an seinen Sohn weiter. Stelle mir vor, dass das den einen oder anderen Vater-Sohn-Konflikt auslöste, denn, wenn diesem das Weib auch nicht gefiel, hatte er womöglich einen Ladenhüter am Bein.Bibel (4): Abschweifung der Gedanken in jene Gegenden, in denen man das Alte Testament noch heutzutage für geltendes Recht hält, selbst wenn die Überzeugten sich Christenmenschen nennen. Wenn man das weiß, reduziert sich das Verwundern. Nebenbei bemerkt: Die Unterschiede zum Koran sind bestenfalls geschmacklicher Art.

29. August 2021

Vor drei Tagen auf Zuruf ein Buch von Helga Schubert gekauft (Globus-Intelligenz-Abteilung). Zum Glück war kein Aufpapper als Spiegel-Bestseller drauf. Hätte es sonst nicht getan. Heute den Tag über gelesen. Ich bin fasziniert von der Erzählkunst.

Schubert (2): Andere, weit ältere Bücher in der Bibliothek entdeckt. Offensichtlich nicht von mir erworben. Eines mit einer Widmung aus den 1970er Jahren. Gelesen und die Portraits der Autorin in den verschiedenen Bänden aus den Jahrzehnten betrachtet. Das wache Gesicht.Schubert (3): So ist ein ganzer Sonntag ins Land gegangen. Mit Lesen und Gesprächen. Abends zum Ausgleich Film mit Peter Sellers.

28. August 2021

Das sind ja wieder tolle Nachrichten aus den USA: Die Arzneimittel-Zulassungsbehörde genehmigt den Stoff von Pfizer (Corminatiy). Gleichzeitig wird mitgeteilt, dass das selbe Gebräu, das von der europäischen Behörde vorläufig zugelassen wurde, weiter verbraucht werden darf. Das ist nicht ohne Reiz, denn nur der (endgültig) zugelassene Stoff unterliegt der dortigen Produkthaftung, der andere tut es nicht. Der Unterschied wird so begründet: Niemand muss sich mit einem Versuchsprodukt impfen lassen.

Versuchskaninchen (2): Ob der Impfling (schönes Wort) mit dem einen oder dem anderen Stoff geimpft wird, kann er theoretisch erkennen, wenn er sich die Pulle zeigen lässt. Wäre ich der Impfstoff-Hersteller, würde ich entdecken, dass ich noch unbegrenzt viele Etiketten für den Versuchsimpfstoff von Biontec/Pfizer besitze, die nur darauf warten, aufgeklebt zu werden.

Versuchskaninchen (3): Die Zwangsimpfung mit Versuchsmedikamenten ist in den USA und anderswo verboten. Die Gleichstellung des Versuchsimpfstoffes mit der Endzulassung hebelt dieses Verbot de facto aus.

Versuchskaninchen (4): Man kann die Uhr danach stellen, dass sich unsere Gesundheits-Experten darauf berufen werden, der Stoff habe in den USA die End-Zulassung. Lauterbach übernehmen Sie.Versuchskaninchen (5): Passend wäre jetzt eine weitere Impfkampagne der Bundesregierung unter dem Motto „Das Sterben der anderen“.

In Ramstein sind mittlerweile Zehntausende von Afghanen, von der US Air Force entsorgt.

Mit der Waffe in der Hand: Das sieht man in D nicht oft, dass ein deutscher General mit dem schussbereiten Sturmgewehr zu den Reportern im Inland spricht. So gestern Brigadegeneral Jens Arlt, der die übers Knie gebrochene Afghanistan-Aktion der Bundeswehr kommandierte, von der er zurück ist.

Bewaffnet (2): Wo bleibt da die Gutmensch-Presse mit ihren Friedlichkeits-Empörungsritualen? Denn der Mann sieht nicht so aus, als wäre er gerade auf einer Ich-bringe-die-niedlichen-Mädchen-zur-Schule-Mission gewesen. Der hat noch andere Bilder vor Augen. Er trägt das Gewehr so, dass er sofort damit schießen kann.Bewaffnet (3): Der Auftritt von Arlt ist ein demonstrativer Akt eigener Art (seine ordnungsgemäße Waffe sei eine Pistole, so sagte mir gerade ein Con-General). Für mich stellt der Auftritt klar, wer hier der Waffenträger der Nation ist. Eine Begrüßung durch diejenigen, die den sinnwidrigen Einsatz befohlen haben, ist offensichtlich entbehrlich. Dennoch ist die Dame mit dem verwirrenden Namen erschienen. Vermutlich war sie mit dem Flammkuchenbacken fertig.

26. August 2021

Während die Grünenspießer sich am deutschen Liedgut laben, teilt der Chef von Pfizer, Albert Bourla, mit, er halte es für wahrscheinlich, dass es eine Virus-Variante geben werde, die den Infektions-Schutz, den sein Impfstoff biete, aushebeln werde. Wie sagt das treffliche Sprichwort? Der kluge Mann baut vor.

Ansagen zum Impfstoff (2): Mit Muße betrachte ich das Gesicht dieses Coronagewinners.

Ansagen (3): Der Bundestag trifft sich, um die Verlängerung des Notstandes zu beschließen. Wurde höchste Zeit, schließlich sind deutschlandweit 800 Leute ernsthaft an Corona erkrankt – für die Zahl übernehme ich keine Garantie. Es gilt der Grundsatz: Zahlen sind Schall und Rauch.

Gleichzeitig erfahren wir aus dem Munde der Gesalbten, dass wir alles richtig gemacht haben. Deswegen müssen wir jetzt ein bisschen zusammenrücken, damit die, die mit uns zusammen alles richtig gemacht haben, ein Plätzchen an Rhein, Main und Spree finden.

Alles richtig (2): Die diversen Zentralräte schweigen vor lauter Zustimmung. Ist eigentlich irgendwie angenehm, dieses Schweigen.Alles richtig (3): Bernd Zeller schickt mir seinen Kommentar:

25. August 2021

Die Grünen haben eine perfekte Selbstdarstellung ins Netz gestellt. Öde Spießer grillen vor ihrem Einfamilienhaus auf dem politisch korrekten Gasgrill politisch korrekte Ekel-Bratlinge.Öko-Spießer (2): Die singen auch noch zu allem Überfluss: „Ein schöner Land in dieser Zeit | Es regt sich Aufbruch weit und breit.“ Man soll ja nicht ständig meckern, aber ich hätte passend gefunden: „Heute roden wir den Westerwald | Und machen dort die Vögel kalt.“

24. August 2021

Universitäre Reinigungskräfte ringen um die Krone des Wahnsinns. Im Moment liegt das Vereinigte Königreich vorn, wo soeben ausgerechnet an der Universität zu Canterbury der Dichter Geoffrey Chaucer (ca. 1340-1400) aus den Kanon englischer Literatur entfernt wird. Seine Canterbury Tales sind nicht die Urstücke englischer Sprache und Dichtkunst, sondern der Beleg dafür, dass der Mann ein Vergewaltiger, Rassist und Antisemit gewesen sei.

Cancel (2): Germanisten aufgepasst. Das dürfen wir nicht auf uns sitzen lassen. Vom Nibelungenlied kennt man leider den Autor nicht. Er wäre es allemal wert, bei Worms im Rhein versenkt zu werden. Aber was ist mit Walter von der Vogelweide, was mit Wolfram von Eschenbach?Cancel (3): Im Nibelungenlied kommt, soweit ich weiß, kein einziger – na, Sie wissen schon – vor, dafür, wenn ich dem Regietheater glauben darf, jede Menge Nazis. Diese zu entsorgen, wäre die Sache wert.

23. August 2021

Die Ortskräfte der nationalen Zerstörung haben ein neues Kuscheltier entdeckt, den Afghanen. Deswegen demonstrierte die Seebrücke gestern für dieselbe nach in dem Hindukusch.

Für normale Menschen lautet die Lehre aus dem Hindukusch-Desaster: Wir hatten dort nichts verloren. Es ist nur eine winzige Denkleistung notwendig, um zu folgern: Die Leutchen von dort haben bei uns nichts verloren.Exklusiv fürs fortschrittliche Kinderzimmer: der Hindukuschel.
Eine totsichere Methode, den Protest gegen das Regierungshandeln zu beenden, wäre die Besteuerung des Einsichtsvermögens.

22. August 2021

Nun gilt es unter Politik-Experten als ausgemacht, dass seit der Unabhängigkeitserklärung alles Wesentliche aus den USA stammt. So der Grundsatz, der als Basis die Grundlage aller Fundamente bildet. Einfacher ausgedrückt: für Geld kann man alles haben. Das gilt auch für die sog. Cancel Culture, also das Totmachen von Gegenstimmen. Bei Cancel Rent lässt heutzutage derjenige arbeiten, der sich nicht gern die Finger schmutzig macht. Eine amerikanische Erfindung? Nein. Ich denke mal, die Urheberrechte liegen bei Reinhard Mey. Die etwas Älteren unter den schon länger hier Lebenden werden sich an dessen Ballade vom sozialen Aufstieg des Fleischermeisters Fred Kasulzke erinnern.

Der Experte ist einer, der zu Wort kommt, wo nachvollziehbare Erklärungen nicht möglich sind. Sind sie indessen möglich, bedarf es mehrerer Experten, damit die Wahrheit nicht so ungeschminkt ans Tageslicht kommt.

Mein Lieblingsexperte ist der Terrorismus-Experte. Er erklärt nach der Bluttat, warum die so kommen musste. Die richtige Frage an ihn wäre: Warum haben Sie das vorher nicht gesagt?

Im Moment befindet sich der Taliban-Experte auf der Überholspur. Wenn in seinen Ausführungen von Islamistinnen die Rede ist, so reizt das, ihm zuzurufen: Kuck denen mal unter den Kittel. Wenn du anschließend den Kopf noch heben kannst, dann weißt du Bescheid.Man erinnert sich: Vor einiger Zeit wurde unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt. Das wurde jetzt abgeblasen, um das verräterische Wort Freiheit aus der Debatte zu verbannen. Ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Wie sagen doch die Labermäuler seit Jahren? „Wir müssen die Menschen abholen.“ Wie wahr, wie wahr.

21. August 2021

Dass es sich bei Corona nicht um Volksgesundheit, sondern um eine Religion geht, wird einem bewusst, wenn man sich das Verbreitungsgebiet ansieht. Dieses ist identisch mit den Regionen des ehemaligen Christentums. Ebenso wie dieses soll es universell gelten, also eine weltweite Herrschaft beanspruchen. Tut es aber nicht. Auch die Accessoires wurden übernommen: Es gibt eine allgegenwärtige Priesterkaste, gewaltige Geldmengen werden bewegt (diesmal allerdings nicht gen Rom), Bußen auferlegt und ein ewiges Leben versprochen. Lediglich die Zahl der Kamele hat sich dort, wo sie, biologisch gesehen, nichts zu suchen haben, drastisch vermehrt. Aber die Funktion ist dieselbe geblieben: Früher führte man sie zur Krippe, jetzt auch. Und schließlich: Ungehemmt arbeitet die Inquisition. Was noch fehlt, ist ein Fall von Wiederauferstehung.

Schnell noch etwas Weltliches: Morgens um halbsechs ist es am Schreibtisch so kühl, dass ich einen Pullover überziehe. Seit Tagen ist es in Mitteldeutschland herbstlich, nach dem Kalender Hochsommer. Dass es sich hierbei um die Folgen der Erderwärmung handelt, ist das Dogma einer anderen Religion.

Religiöses (3): „die Militäroperation ‚Enduring Freedom‘ in Afghanistan ist vorbei. Die Taliban haben wieder das Sagen. Und was ist jetzt mit den Menschenrechten?“ fragt mich am frühen Morgen Sibylle von der Evangelischen Akademie. Die richtige Antwort, aber nicht für Sibylle, wäre: Nichts, denn soeben erst wurde im Praxistest nachgewiesen, dass die universell geltenden Menschenrechte ein Hirngespinst sind, das außerhalb des Kern-Glaubensgebiets von Europa und Nordamerika lediglich als koloniale Einflusswaffe verwendet worden ist, um nachzuweisen, dass es keinen Kolonialismus mehr gibt. Der Nachweis ist soeben – wieder einmal – misslungen.Religiöses (4): Von Zeit zu Zeit seh‘ ich den Alten gern. Das ist fürwahr eine teuflische Schmeichelei. Andererseits: Wer würde das nicht gern mal gesagt bekommen.

20. August 2021Das neue Zauberwort an der Impffront heißt Booster (sprich: Buhster). Damit wird den zweimal Geimpften klar gemacht, dass das, was man ihnen bislang verpasst hat, nicht so unbedingt schützt, jedenfalls nicht gegen das Virus Sars-CoV-2 in seinen verschiedenen Varianten. Jetzt kriegen die Impflinge ab September eine Zusatzdröhnung, die es ultimativ bringen soll – den Booster. Das klingt ein bisschen nach Porsche Turbo. Witzig auch, dass im Amerikanischen eine der Bedeutungen des Wortes Booster Preistreiberei ist.

19. August 2021

Deutsche Fallschirmjäger und Kommandosoldaten sollen Menschrechtsaktivisten aus Afghanistan rausholen. Zwiefaches Verwundern: (1) Dachte bis gestern, alle deutschen Kampftruppen seinen wg. Naziverdachts aufgelöst worden. (2) Hatte noch vorgestern im Ohr, dass die deutschen NGO’ler mit den Taliban auf Augenhöhe verhandeln wollten. Jetzt haben sie offenbar Schiss.

Deutsche Soldaten mit Kampfauftrag? Wehe, wenn da ein Schuss fällt. Auffällig auch, dass von Soldatinnen nicht die Rede war. Schwangeren-gerechte Sturmgewehre schießen vermutlich nicht geradeaus genug.

Die Oberbefehlshaberin backt derweil Flammkuchen. Das kann man nur loben, denn in dieser Zeit kann sie nichts versemmeln. Die Führerin macht derweil einen auf Mutter der Kompanie. Das wird die Soldaten vom AfD-Wählen kaum abhalten.Über 100.000 US-Amerikaner sind nach Auskunft des Weißen Hauses noch in Afghanistan. Soviel Menschenrechte waren nie. Oder was wollten die dort?

18. August 2021

Monatelang wurde der Staat Israel gelobt, weil er die Impfung der Bevölkerung konsequent durchzog. Biontec/Pfizer lieferten den Stoff der Wahl. Jetzt bestimmen die hohen Infektionszahlen dortzulande die Schlagzeilen. Der große Menschenversuch zeigt also die ersten schlichten Ergebnisse. Diese lauten: Die Impfung schützt vor Ansteckung nicht. Sie bewirkt nicht einmal, dass die Infektionszahlen niedriger bleiben als anderswo – ganz im Gegenteil.

Menschenversuch (2): Eine Massenimpfung mit einem nicht erprobten Stoff ähnelt deswegen nicht dem Russisch Roulette, weil bei diesem bestenfalls Einzelpersonen tot umfallen, die es wegen offensichtlicher Todessehnsucht kaum besser verdienen.

Menschenversuch (3): Der Wissenschaftler am MIT, der aktuell die verheerenden Ergebnisse des israelischen Impf-Haurucks untersucht hat und jetzt einschließlich der alarmierenden Impffolgeschäden öffentlich macht, heißt Refzet Levi. Das ist deswegen nicht ganz unwichtig, da man ihm den Antisemitismus als Motiv kaum wird unterstellen können.Menschenversuch (4): Warum ausgerechnet Israel? Die Antwort, mein Freund, kennt nicht einmal der Wind.

F-Wort: Die Gazetten berichten im Ton der Empörung, dass in Sachsen rätselhafte Schriften gesichtet worden seien. Da hätten Unbekannte das Wort Freiheit mit Hilfe einer Schablone auf die Straßen und Plakatwände gepinselt. Gottlob ermittelt der Staatsschutz.

F-Wort (2): Die Sache ist nicht ganz neu. In den 1950er Jahren gab es die F-Kampagne in West-Berlin, als Unbekannte drei F und das Wort Freiheit in den Abteilen der S-Bahnwagen anbrachten, die notgedrungen durch den Westteil der Stadt fahren mussten. Das frisch installierte MfS ermittelte.

F-Wort (3): Wer hätte das gedacht? Der Ruf nach Freiheit stempelt den Rufer zum Verfassungsfeind. So kehrt das frühe 19. Jahrhundert zurück. Die einschlägigen Staatsfeinde hießen nur ein bisschen anders, man nannte sie Demagogen (Turnvater Jahn und Konsorten, preußischer Ermittlungsrichter war ein gewisser E.T.A. Hoffmann).

F-Wort (4): Statt des F könnte man auch das Doppel-G wählen, denn das ist die gängige Abkürzung für das Grundgesetz.

17. August 2021

Gezeitenwechsel: Früher hatte ich Sorge, mir könnten die Themen ausgehen, heute denke ich, es könnte die Zeit nicht reichen.

Ein langer Tag ist einer, an dem ich abends feststelle, nichts geschafft zu haben. An guten Tagen verfliegt die Zeit im Nu.

Der Unterschied zwischen Gegner und Feind ist Jahrzehnte lang in Abrede gestellt worden. Selbst Feinden wurde der Status des Gegners zugebilligt, ganz so als könne man mit ihnen etwas Vernünftiges aushandeln. Wo Stich- und Schusswaffen regieren, sind die Verhältnisse wieder klargestellt.Feindbild (2): Wenn ich jemanden als Feind bezeichne, zuckt Gutmensch entrüstet zusammen und beeilt sich nach Überwindung der Schrecksekunde, Hilfstruppen anzufordern, die mich fertigmachen sollen.

16. August 2021

Das vor Tagen mit Markus Gärtner geführte Interview zur Corona-Diktatur ist online. Mal sehen, wie lange es dort bleibt. https://www.youtube.com/watch?v=nV3iKgYDU04&t=10s.Angeblich sind wir – wer immer das sein mag – überrascht worden von der Schnelligkeit der Machtübernahme der sog. Taliban. Lese hierzu die tollsten Ansichten, nur ein Thema wird kaum behandelt: Dass es nämlich einen Nationalstaat Afghanistan nur in den Hirnen von West-Weltlern gibt, der seine fiktive Existenz dem Zusammenprall der Kolonialmächte Großbritannien und Russland in jener Ecke der Welt vor rund 150 Jahren verdankt. Die Realität der fünf, sechs Bergvölker, die einander spinnefeind sind, wurde seither souverän ignoriert. Sie werden nach dem Abzug fremder Besatzer erneut für Blutbäder der Sorte Auge-um-Auge Zahn-um-Zahnsorgen. Das ist sicher. Sicher ist auch, dass Gutmensch weiterhin Steuermillionen dort verschwenden wird, um sein Irresein zu bemänteln.

15. August 2021

Politisch korrekter Sonntag: Vormittags vegetarischer Waldspaziergang (= kein Tier gesehen). Schuhe total durchweicht. Das ist die Strafe dafür, dass ich immer noch spanische Sommerschuhe aus Leder trage. Nachmittags zum fair gehandelten Kaffee Milch aus Bayern mit der Aufschrift „klimaneutral“. Na also, geht doch. Abends zum Gin (wieder aus Spanien, obwohl bekannte englische Marke) Tonic von Schweppes (sprich: Sssschweppss). Die Flasche versichert, dass der Inhalt vegan sei. Das Postulat erzeugt Trunkenheit mit gutem Gewissen.

Korrektes Trinken (2): Ich könnte auch einen fröhlich Weißwein aus Portugal trinken. Aber, wenn ich an all die mitverarbeiteten Rebläuse denke…

Korrektes Trinken (3): Das wichtigste – vor allem im Kollektiv – ist die Leichenbittermine, denn Frohsinn kann angesichts der Welt-Uhrzeit (fünf nach zwölf) nicht mehr geduldet werden.Korrektes Trinken (4): Nur noch nach Impfung und mit Maske. Letztere dämpft das Lallen.

14. August 2021

Habe eine Petition unterschrieben. Kein gutes Gefühl dabei. Nicht wg. des Inhalts, sondern weil ich mich als Bürger nicht freiwillig selbst zum Bittsteller degradieren mag. Ich weiß zudem, dass die Petition völlig zwecklos ist. Die Reaktionen meiner Leser waren ungewohnt bitter. Die Zersetzung der Denkenden schreitet munter voran.Zersetzung (2): Vernehmer: Sie wollen also das demokratische System abschaffen! – Beschuldigter: (schweigt). – Vernehmer: Nun gut, Sie haben am 13. August eine Petition unterschrieben, in der Sie die Demokratie in Abrede stellen. – Beschuldigter: Den Corona-Wahnsinn. – Vernehmer: Na also, warum nicht gleich so.

Unpolitisches: Wer den Hopfen nicht von der Gerste unterscheiden kann, sollte sich beim Bierbrauen Zurückhaltung auferlegen.

Unpolitisches (2): Wenn ein Narr den Narren predigt, wird Narretei zum Evangelium.

Unpolitisches (3): Man kann Beliebiges darauf wetten, dass deutsche Professoren im Falle von 1 und 2 das Gegenteil beweisen können.

Unpolitisches (4): Folgt-der-Wissenschaft ist die Beschwörungsformel, die vor dem Veitstanz der Klima- und Corona-Besoffenen lauthals aufgesagt wird.Unpolitisches (5): Bei der Suche nach meinen diversen Impfausweisen – es geht nicht um Corona – finde ich stattdessen in meiner Sammlung von Fahndungskuriositäten einen Internationalen Führerschein. Der Vordruck lautet: Angaben über den Führer. Da kann man nur sagen: Hilfe, da wurde den Anfängen nicht gewehrt. Zum Glück gibt es heutzutage nicht einmal mehr Reiseführer. Wikipedia-Fälscher, übernehmen sie.

13. August 2021

Während andere selbstbeweihräuchernd des Mauerbaus gedenken (frage mich im übrigen, was es da zu gedenken gibt ­­– über die Toten lasse ich mit mir reden –), entdecke ich, das es in D einen Ort 76831 Impflingen gibt. Äächt.

Mauerbau (2): Das Problem Berlin wäre lösbar, natürlich nur rein theoretisch. Früher sprach man von der Insellage (West)-Berlins und es gab das Kabarett Die Insulaner. Jetzt gibt es einen Regierenden Müller.In D nichts Neues.

Nichts Neues, sondern nur ein Nachtrag. Frage: Wie geht’s den Impflingen? Wer sind diese, die Schlange-stehenden oder die Abgefertigten? Fragen über Fragen.

US-Boss Sleepy Joe hat festgestellt, dass es in seinen USA 350 Mio. Geimpfte gibt. Das sieht nach sozialistischer Planübererfüllung aus, denn das Land hat bestenfalls 330 Mio. Einwohner (Zahl ist nicht genau bekannt).

Wenn einer sich um 20 Mio. Einwohner verschätzt, in einem 330 Mio.-Land, das er zu führen vorgibt, nennt man das Demenz oder statistisches Rauschen?Offenbar durch Bidens Aktivitäten angestachelt, wollen Robert Kochs Nachfolger eine Meinungsumfrage abhalten, wie viele Geimpfte es in D gibt. Ich dachte, die würden gezählt. Offenbar ein Irrtum. Bleibt die Frage: Wenn ich als Befragter nun der Meinung bin, dass ich geimpft wurde, obwohl das gar nicht stimmt, bin ich dann geimpft oder nicht?

12. August 2021

Na, also: Youtube sperrt den Arzt und US-Senator Rand Paul wg. seiner Ansichten zur Covid-19-Politik. Welcher Zensor lässt sich schon gern als kleiner Tyrann bezeichnen.

Im US-Staat Oregon (Pazifikküste) wird fürderhin für das Studium nicht mehr der Nachweis benötigt, dass der künftige Student lesen, schreiben und rechnen kann. Das ist dieselbe Weltgegend, wo vor anderthalb Jahren der gewalttätige Pöbel in der Stadt Portland die Macht übernahm – eine Hochburg der sog. Demokraten.

In D nichts Neues.

In Dresden vor einigen Tagen Ein spanisches Testament von Arthur Koestler gekauft. Nach Lektüre im einschlägigen Regal einsortiert, dabei festgestellt, dass dort bereits ein Exemplar stand, das ich im März 1994 las. Damals war ich noch penibel genug, solche Daten im Buch zu vermerken. Erstaunlich bei der jetzigen Lektüre, dass sie keine Erinnerung weckte. Weiß demzufolge nicht, ob ich vor Jahren schon den Verdacht hatte, dass er unmöglich diesen Text während der Haft verfasst haben könnte. Machte mir einen Spaß daraus, die beiden von den Verlagen verfassten Lebensläufe zu vergleichen:

Hübsch auch: Im älteren Text (Fischer-Verlag) begeht Koestler wie in Wirklichkeit Selbstmord. Heutzutage wird das nicht für erwähnenswert gehalten.

11. August 2021

Wir müssen ihre Auflagen nicht akzeptieren, ihre Lockdowns und die ganze schädliche Politik der ganzen kleinen Tyrannen und Bürokraten. Wir können einfach sagen: Nein! Nicht schon wieder (der Arzt und US-Senator Rand Paul).Eine Frau wird in Deutschland wegen Körperverletzung angeklagt, weil sie trotz Positiv-Test ein Krankenhaus betreten hat, um einen Angehörigen zu besuchen. Wer wurde verletzt? Niemand.

10. August 2021

Kanzlermathematik: „Nachdem im Frühjahr die Infektionszahlen gesunken sind und sich im Sommer auf niedrigem Niveau befunden haben, steigen sie seit einigen Wochen wieder an.“ Hier nun die Übersetzung ins Klardeutsche für alle, die sich im Jahreszeitenkalender noch vage auskennen: Nachdem der Sommer vor einigen Wochen begonnen hat, ist er gleichzeitig beendet worden. Aus diesem Grunde war es möglich, dass niedriges Infektions-Niveau und Anstieg gleichzeitig stattfinden konnten.

Kanzlermathematik (2): Wer schwachsinnige Grundbehauptungen akzeptiert, sollte sich über blödsinnige Schlussfolgerungen nicht wundern.Kanzlermathematik (3): Wer mir das Erdenken von Absurditäten unterstellt, hat die Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt von heute Nacht nicht gelesen, mit welcher die heutige Bundländer-Video-Schaltkonferenz eröffnet wird, deren Ziel es ist, die verfassungswidrige Notstandsgesetzgebung über den 15. September hinaus zu verlängern.

9. August 2021

Über den Daumen: 15 Millionen deutscher Bürger schaffen durch ihre Arbeit das Einkommen, aus dem die Fütterungskosten der übrigen 68 Millionen Einwohner entnommen werden. Zieht man von den Alimentierten die Zahl von 15 Millionen ab, die aus Altergründen noch nicht wählen dürfen, so zeigt sich das Missverhältnis innerhalb der Wählerschaft bei allgemeinen und gleichen Wahl in aller Schönheit, nämlich 15 : 53, oder: 1 : 3,5. Mit andern Worten: Die Arbeitenden haben nichts zu bestimmen, und die Alimentierten haben keinen Anlass, dies zu ändern.

Daumen (2): Durch Absenken den Wahlalters lässt sich das Missverhältnis zuungunsten der Arbeitenden mit einem Federstrich auf 1 : 4 verändern.Daumen (3): Da die Arbeitenden durch ihr Wahlverhalten nichts ändern können, braucht die Politik auf sie keine Rücksicht zu nehmen. Von Bedeutung sind vielmehr nur zwei voreinander unterscheidbare Regelungsbereiche: (a) der Brot-und-Spiele-Komplex für die Masse und (b) der Perpetuum-mobile-Komplex für die Selbstbediener. Alle derzeitigen politischen Maßnahmen lassen sich diesen beiden Komplexen mühelos zuordnen.

8. August 2021

Mehr Demokratie wagen: Der Werbeslogan von Willy Brandt hat sich dem halbgebildeten Michel so tief eingeprägt, dass er glaubt, man könne diesen Merksatz auch auf Mensch und Tier übertragen. Das führt zu Fehlvorstellungen über das Abrichten von Hund und Pferd. Da Gutmensch in aller Regel nicht zu Pferd sein Ziel erreicht, sieht er sich berechtigt, moralisch hoch zu Ross, eine Olympiareiterin zu verdammen, die ihr Pferd, wenn auch vergeblich, über das Hindernis zu zwingen versucht.

Hoch zu Ross (2): Den Namen einer Medaillenhoffnung hätte ich mir mit Sicherheit nicht gemerkt – ich hätte ihn nicht einmal zur Kenntnis genommen –, jetzt kenne ich ihn: Annika Schleu. Sie ist blond, weiß und eine Fünfkämpferin im Weltformat. Und ihr wurde ein erprobt ungeeignetes Pferd untergewuchtet. Kein deutscher vollgefressener Sportfunktionär hat protestiert. Mainstream plustert sich stattdessen auf, dass sie das Pferd auf Kurs zwingen wollte, und behauptet, die junge Frau könne nicht richtig reiten.

Hoch zu Ross (3): Das Vorgehen, das sich Gutmensch gegenüber Andersdenkenden, großspurig Folgen erheischend, leistet, ähnelt verblüffend dem, was ihm am Verhalten von anderen so grässlich missfällt. Es ist Erregung im Schutze der Meute.

Fake macht Spaß:  Eine bisher unerprobte Quelle meldet, dass die Linke, um ein Zeichen zu setzen, ihren früheren Vorsitzenden in Wilhelm Pieks hat umbenennen lassen. Das Bild zeigt ihn (noch als Wilhelm Pieck) im Januar 1919 in Berlin, wo er auf offener Straße ein Hoch auf Rätedeutschland ausbringt. Nicht im Bild: Kurz zuvor stand er auf dem Flur des Berliner Hotels, in dem die Gardekavallerie-Schützendivision ihr Hauptquartier aufgeschlagen hatte. Es war der Moment, als die Genossen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht aus ihren Verstecken herausgeholt worden waren und als Gefangene dort eingeliefert wurden, um nach kurzer Identifizierung ihrer Ermordung entgegenzugehen. Lange Zeit habe ich mich gefragt, wer sie wohl verpfiffen und sodann identifiziert haben mochte.
Fake (2): Aus derselben Quelle stammt, dass Buhrow, Kleber & Co von der Rundfunkgebühr befreit wurden.

Sudelbuch II 1.1.-9.6.2021

Am 10. Juni 2021 verschwand das Sudelbuch II bis einschließlich 9. Juni 2021 aus meiner Homepage auf Nimmerwiedersehen. Leser B.S. wollte das nicht einsehen und hat mir eine Rekonstruktion ab dem 1. Januar 2021 übermittelt. Da ist sie:

1. Januar 2021

Noch verschreibe ich mich bei der neuen Jahreszahl, nachdem ich so oft 2020 getippt habe. Beim Betrachten der Neuerwerbungen von A. Paul Weber, fällt die Graphik Vater & Sohn auf den Fußboden. Aus der versuche ich einen Neujahrspruch zu destillieren. Anders, als womöglich vom Künstler beabsichtigt, fällt mir ein: Man kann sich dem rasenden Zug nicht in den Weg stellen, aber eine Weiche sollte man schon in seine Hand bringen.

3. Januar 2021

Über Nacht hat es geschneit. So schnell wirkt die CO2-Abgabe. Nach nur zwei Tagen. Wer hätte das gedacht.

Schnee von gestern: Früher wurde er geräumt. Das war mal, jetzt bleibt er in Weimar, wo er ist, jedenfalls auf den Fahrbahnen. Merke: Die Menschen wollen das so.

Nachts am Schloss vorbeigefahren, um Besucher nach Hause zu bringen. Niemanden gesehen, nicht mal die sonst dort parkenden Autos.

4. Januar 2021

Die Demokratie stirbt an der Gleichgültigkeit ihrer Bürger.

Die montagmorgendlichen Verkehrsgeräusche sind kaum zu hören. Wg. Schnee und Corona.

Hochnebel und völlige Windstille. Frei nach Matthias Claudius: Der Wald steht weiß und schweiget. 

7. Januar 2021

Die Wahlfälscher in den USA haben heute Nacht einen historischen Sieg über das von ihnen beherrschte Volk errungen.

Wahlfälscher (2): Das politische Personal spricht vollmundig von einem Sieg der Demokratie und ahnt nicht, wie dicht es an der Schwelle der Selbstabschaffung steht.

Wahlfälscher (3): Wir werden die Folgen hierzulande zu spüren bekommen, denn Nachahmung ist naheliegend.

15. Januar 2021

Letztes Frühjahr zwei Langzeit-Wetten gegen Leute eingegangen, die was von Politik verstehen. Wette 1: In Thüringen wird im April 2021 nicht neu gewählt – Wette gewonnen. Wette 2: Die Führerin bleibt uns über den September 2021 erhalten – die Chance steigen jeden Tag, an dem wir diese Zahlen haben.

Wette (3): An diesem Wochenende wird angeblich ein neuer CDU-Vorsitzer gewählt. Die Aufregung über den Ausgang der Sache ist in der politischen Klasse beträchtlich. Aber nur dort. Wetten?

20. Januar 2021

Neues aus der Wagenburg: „Zum Beginn des Jahres 2021 ist die Corona-Pandemie von großer Hoffnung geprägt.“ (Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt vom Vortage).

Wagenburg (2): Das Stümperdeutsch der Kanzlerin ist offenbar ansteckend. Siehe oben.

Wagenburg (3): In Washington DC. sollen 25.000 Nationalgardisten die Krönungsfeier von Sleepy Joe beschützen. Soviel Furcht vor dem Bürger war nie.

Wagenburg (4): Die Gardisten sollen nach dem Willen Bidens unbewaffnet auftreten. Sonst sei der Eindruck im Ausland schlecht. Doch ich denke: Soviel Furcht vor den eigenen Wachen war nie.

22. Januar 2021

Purer Zufall: Genau eine Stunde nach dem Amtswechsel im Weißen Haus ändert die WHO ihre Testmethode für Covid-19. Ergebnis: Rund 90 Prozent der bisher als positiv Getesteten haben mit der Seuche nichts zu tun – nicht krank, nicht ansteckend. Ischt over, wie man in EU-Kreisen sagen würde.

Zufall (2): China hat entscheidenden Einfluss auf die WHO. Ob China auch entscheidenden Einfluss auf den neuen US-Präsidenten hat, gilt als umstritten. Für das Erste gibt es Zahlen, für das Zweite gibt es bald nur noch ein Erinnern bei Verschwörungsphantasten.

Kein Zufall: Der eine rackert sich ab und verliert die Wahl, der andere gewinnt sie im Schlaf.

23. Januar 2021

Apropos Wissenschaft: Es fragte der Journalist Boris Reitschuster in der Bundespressekonferenz in dieser Woche die Göttliche: „Auch in der Unionsfraktion wurde Ihnen gestern vorgeworfen, dass Sie sich einseitig beraten ließen, in der Expertenrunde waren zwei Vertreter von Null-Covid, es war kein einziger expliziter Kritiker dabei, es gibt die Studie von Ioannidis, wissenschaftlich belegt. Der sagt, Lockdown schadet, hilft nicht, es gibt keine wissenschaftlich belegte …, die die Bundesregierung nennen konnte. Warum tauschen Sie sich nicht mit den expliziten Kritikern offensiver aus, warum wird diese Ioannidis-Studie nicht berücksichtigt, als Wissenschaftlerin müssen Sie doch immer beide Seiten hören, und woher kommt der Glaube, wie das Ihre Sprecherin ausdrückte, wenn ja auch viele Wissenschaftler andere Meinungen haben.“

Sie antwortete: „Jeder Wissenschaftler arbeitet nach bestem Wissen und Gewissen. Aber die Grundentscheidung heißt, wie will ich darauf setzen, doch natürlich durch den Impfstoff etwas weniger ausgeprägt, darauf setzen immer sich so viel wie möglich Leute anstecken zu lassen, um dann doch irgendwo zu einer besseren Durchseuchung vielleicht der Jüngeren, schrecklich, anderes Wort, also besseren Infektionsimmunität sag ich mal, jüngerer Altersgruppen zu kommen. Oder will ich das nicht. Und diese politische Entscheidung, die habe ich getroffen. Dann kann ich trotzdem die wissenschaftlichen Studien lesen, aber uns nimmt ja keiner die Entscheidungen ab. Und diese politische Entscheidung habe ich getroffen, weil ich weiß, Prof. Kulmer hat mir gesagt, aus der Charité, vor kurzer Zeit war das Durchschnittsalter der dort liegenden Menschen 63. Und da, wie Sie wissen, dass die Todesrate natürlich bei den Älteren viel, viel höher ist, oder der viel schwerere Verlauf. Wissen Sie, wenn 63 der Durchschnitt ist, wie viel jüngere auch davon betroffen sind.“

Da kann man nur sagen: Danke.

24. Januar 2021

Галерея:

Der Wärmetod erreicht, wie vom Club of Rome vorhergesagt, die Ilm und erfreut den letzten freilaufenden Wandersmann.

27. Januar 2021

Der Zeitgeist lebt, der Bundeszentrale für politische Bildung sei Dank: „Das bpb:seminar digital Postkolonialer Blick und koloniale Kontinuitäten bietet eine einführende Auseinandersetzung mit postkolonialer Theorie. Vorkenntnisse werden nicht benötigt. Durchgeführt wird das Angebot von Referent*innen der Initiative Bonn postkolonial.“

Depinnensterne (2): Na, Gott sei Dank. Oder sollte man formulieren: Voodoo sei Dank. Wahrscheinlich weiß die durchführende Initiative postkolonial das genauer, denn sie sagt: „Wir möchten eine Balance finden zwischen expliziten Räumen für nicht-weiße Perspektiven und auch der Ort sein, an dem trotz unterschiedlicher Diskriminierungserfahrungen gemeinsam an postkolonialen Strukturen gearbeitet wird.“ Genau: Postkolonialer Blicke sind postkoloniale Erfahrungen plus postkoloniale Theorie. Oder ist es andersrum? Na, egal. Hauptsache: keine Vorkenntnisse.

Kaisers Geburtstag: Der wurde vor 100 Jahren nur noch von den Unverbesserlichen gefeiert. Davon ist nichts mehr geblieben, nicht mal Kaisers Kaffee.

17. Februar 2021

Im Herzogin-Elisabeth-Krankenhaus in Braunschweig traten nach der Corona-Impfung von 88 geimpften Mitarbeitern sodann 37 wegen Impf-Reaktionen nicht zur Arbeit an. Die Klinik unterbrach die weitere Impfung, um den Betrieb nicht zu gefährden.

Impf-Reaktionen (2): Der Leiter des niedersächsische Krisenstabes bemerkte hierzu, die erwartbaren Nebenwirkungen seien letztlich ein positives Zeichen. Man sehe, dass der Impfstoff wirke. – Bleibt die Frage: Ist das Satire, oder wird der Mann für seinen zynischen Schwachsinn aus der Porto-Kasse eines Pharma-Konzerns bezahlt?

18. Februar 2021

Wenn–dann: Wenn ein Impfstoff zugelassen ist, ist er wirksam und sicher. So BMG Spahn gestern in Sachen AstraZeneca. Der Mann wiederholt sich.

Wenn–dann (2): Wenn 740.000 Impf-Dosen AstraZeneca angeliefert wurden, von denen nur 90.000 gebraucht („verimpft“) wurden, dann zeigt das, die hohe Zustimmung von Jedermann mit dem volkstümlichen Minister und seiner Kompetenz.

Wenn–dann (3): Wenn bei 88 Impfungen im Braunschweiger Krankenhaus 33 mal Komplikationen auftraten, dann spricht alles dafür, dass in 55 Fällen keine auftraten. Hochgerechnet auf die verimpften 90.000 Dosen, sind rund 55.385 Fälle komplikationslos verlaufen, oder anders gesagt: 34.615 nicht.

Wenn–dann (4): Wenn man im Gesundheitsamt Weimar anruft, um sich einen Impf-Termin geben zu lassen, dann geht niemand ans Telefon.

12. März 2021

„Eine interdependente Welt ist eine Welt der tiefen systemischen Vernetzung, in der sich alle Risiken durch ein Netz komplexer Wechselwirkungen gegenseitig beeinflussen.“ (Klaus Schwab: Der große Umbruch).

Ich übersetze mal: „Wenn die Dinge zusammenhängen, wirken sie aufeinander ein – mit jedem und allem, überall.“ Da kann man nur sagen: Danke Klaus.

2. April 2021

Impfkarnickel: Wenn ich dem amtlichen Schreiben des Weimarer Oberbürgermeisters trauen darf, soll ich mich dringlich impfen lassen.

Impfkarnickel (2): Wenn ich den konfusen Mitteilungen der Führerin trauen darf, ist AstraZeneka-Impfstoff ein sicheres Mittel, weil er zugelassen ist. Warum dennoch damit die unter 60-jährigen nicht mehr geimpft werden sollen, kann ich mir nur so erklären, dass er wohl doch nicht so sicher ist.

Impfkarnickel (3): Warum ich mich trotzdem jetzt damit impfen lassen soll, kann nur bedeuten, dass es bei mir nicht mehr darauf ankommt, ob ich über die Klinge gehe. Der Feldversuch findet an den Alten statt. Zwar schützt Alter von Torheit nicht. Dennoch verzichte ich dankend.

Impfkarnickel (4) Wo bleibt hier eigentlich der Artenschutz?

3. April 2021

Hans-Georg Maaßen (CDU), der Ex-Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, kandidiert, so lese ich, in Thüringen für den Bundestag. Warum auch nicht. Wenn man bedenkt, dass er vor gut einem Jahr gefragt wurde, ob er sich als Ministerpräsidentenkandidat im selben Kleinstaat zur Verfügung stelle, was er zurückwies, obwohl er es dann ziemlich sicher heute wäre, stellt sich die Frage: Warum nicht jener Durchmarsch, dafür nun diese Kandidatur? Nicht ganz fernliegend wäre wohl die Antwort: Ihm fehlt(e) es am Willen zur Macht.

5. April 2021

Zensur: Dass es diese in D nicht gibt, wissen wir aus den einschlägigen Festworten unseres politischen Leitungspersonals. Es verschweigt in diesem Zusammenhang gern die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese wird nicht durch den Schutz des Bürgers vor Eingriffen, sondern durch Pharisäertum bestimmt. Dieselben, die davon schwatzen, dass hierzulande jeder alles sagen dürfe, haben die Kompetenz, genau das zu unterbinden, auf mächtige Private übertragen.

Zensur (2): Der Berliner Hauptstadtjournalist Boris Reitschuster führt ein Interview mit dem ehemaligen Fußballprofi Thomas Berthold. Der berichtet von seinem Auftritt auf einer der Corona-Demonstrationen. Das Video wird umgehend auf Google-Youtube gelöscht.

Zensur (3): Was ist es, dass Otto Normale nicht mitkriegen soll? Hier redet ein beim Volk als Ex-Fußballweltmeister bekannterer Mann als alle Regierungs-Hanseln zusammengenommen, und er redet gegen die Coronamaßnahmen. Er sagt: Von zehn Leuten, die ich auf der Straße anspreche, denken zehn so wie ich. Sagt auch, dass Leute hier Geschäfte machen, die er nicht durchblicke. Kurzum, er redet schrecklich leicht nachvollziehbar, und er redet in freundlichem Ton. Das muss weg. Denn so wie der sieht wahrlich kein rechter Verschwörungsdepp aus. Der taugt nix als Feindbild. Daher muss das insgesamt weg, denn es könnte Schule machen. Gefunden auf: https://sciencefiles.org/2021/04/04/diktatur-ist-ein-meister-aus-deutschland-youtube-zensiert-boris-reitschuster/.

6. April 2021

Über Nacht hat es erneut geschneit. Früher hätte man von Aprilwetter gesprochen und sich entsprechend warm angezogen. Heutzutage spricht das Führerin-Gefolge von Erderwärmung und Einskommafünfgrad-Ziel und stellt eine ins Schwachsinnige reichende Verbindung zu Corona auf. Es sei der Lockdown der die Erderwärmung gottlob gestoppt habe. Einem normalen Menschen geht Anderes durch den Kopf: der Kälteeinbruch wird die diesjährige Erkältungssaison verlängern.

8. April 2021

Beim morgendlichen Suchen gedacht: Dem Einfüßigen fehlt keine Socke. Erfreut über den Einfall, doch bärenschlechtes Gewissen. Gedanken sofort verbannt. Nicht erfolgreich, denn am Schreibtisch fiel er mir wieder ein.

11. April 2021

Nach dem Tod des britischen Prinzgemahls ruft die WHO eine weltweite Empathie aus.

18. April 2021

Bei Hadmut Danisch entdeckt: Systematisch gesehen war Martin Luther [dank Johannes Gutenberg] der erste deutsche Blogger.

24. April 2021

Der am Vortage erworbene sau-teure Gemüseschäler einer französischen Küchengröße widersetzt sich seiner Anwendung am hiesigen Spargel. Greife entnervt zum angejahrten Vorgänger. Stelle später fest, dass die Klinge des Neuen mit einer hauchfeinen Folie bündig verschweißt ist, wohl um den Käufer vor unbeabsichtigter Verletzung zu schützen. Die Folie lässt sich nach mehreren Fehlversuchen nur mit Hilfe eines spitzen, sehr scharfen Messers entfernen. Dass ich mir hierbei nicht in die Hand schneide und den Schäler nicht beschädige, wundert mich hinterher noch.

Schauspieler plädieren ironisch für den totalen Lockdown. Jetzt ist Mainstream empört. Die Geldgeber fordern Berufsverbote. Recht so. Ich möchte nicht, dass meine Zwangsgebühren an Leute ausgereicht werden, die meine Gefolgschaftstreue unterminieren.

Schauspieler (2): Der Unterwerfungsvorgang wird interessant sein. Selbstkritik und Trotz. Die Selbstkritik wird nur der allerersten Garnitur helfen, weil nur diese ein oder zwei Stars für Propaganda nützlich sind. Der Rest geht – schon aus Gründen der Abschreckung – über den Jordan, egal ob er sich von sich selbst distanziert oder nicht.

28. April 2021

Rechtsstaat: Ein Weimarer Amtsrichter hebt einen Lockdown-Bußgeldbescheid wg. offensichtlicher Rechtswidrigkeit auf. Die Obrigkeit legt Rechtsmittel ein.

Rechtsstaat (2): Ein Weimarer Amtsrichter ermittelt ex officio gegen die Stadt wg. Verstoßes gegen das Kindeswohl, weil die Schüler vom Unterricht ausgesperrt werden. Er ordnet das Stattfinden des maskenfreien Präsenzunterrichts an. Die Entscheidung ist lesenswert. Die Obrigkeit legt Rechtsmittel ein.

Rechtsstaat (3): Amtsräume und Privaträume des Amtsrichters werden von der Staatsanwaltschaft wg. des Vorwurfs der Rechtsbeugung durchsucht.

3. Mai 2021

Der Verlag Knaur stand einmal für Kompaktes, verständlich für jedermann. Jetzt wird er als Lumpensammler tätig: Die Großen Reden der A.M.

Großes Gerede (2): Die DDR war zuweilen von amüsanter Ehrlichkeit heimgesucht. Sie verwendete den Ausdruck Autorenkollektiv.

Großes Gerede (3): Bis zum 2. August müssen wir noch warten. Warum bloß? Eine Sinologin, so liest man, müsse die Sentenzen erst sichten.

4. Mai 2021

#allesdichtmachen feiert seine Rückkehr auf YouTube nach anwaltlicher Abmahnung. Ich kann das Siegesgeheul verstehen, aber den Sieg nicht erkennen. Mainsteam ist vielmehr bemüht, die Sache aus den Schlagzeilen zu bringen. So marginalisiert man den kleine Schauspieler-Aufruhr zum Nichtereignis, das bestenfalls belächelt wird. Die Quittung erfolgt, wenn keiner mehr darüber redet.

Eine Svenja Schulze trägt den Kuller für One World-Deppen aus dem UNO-Shop am Revers ihrer roten Jacke während einer Presskonferenz, die sie in ihrer Rolle als Umweltministerin der Republik gibt. Das ist verständlich, denn sie rettet gerade das Weltklima. Man wird kaum sagen können, dass dies ein Alleingang sei, denn die Rechnung zahlen wir, die deutschen Steuerbürger.

5. Mai 2021

Doch noch mal #allesdichtmachen. Da trifft es jetzt einen (mir bis dato Unbekannten), der nach meinem Geschmack den schärfsten aller Sprüche losgelassen hatte: „Mein Name ist Volker Bruch, ich bin Schauspieler. Und ich habe Angst. Aber ich merke, wie meine Angst nachlässt. Das macht mir Angst“. Die Wut von MS ist verständlich, denn das ist keine Satire mehr, sondern pure Subversion.

10. Mai 2021

Querdenker, so lese ich, delegitimieren den Staat. Diesen Stuss kann sich nur einer der seit geraumer Zeit beim Verfassungsschutz ganz nutzlos angestellten Politologen ausgedacht haben. Hätten diese Sprachholperer recht, würden diese neuerdings nachrichtendienstlich Beobachteten prinzipiell die Berechtigung der staatlichen Organisationsform in Abrede stellen. Tun sie aber erkennbar nicht, sondern sie halten bemerkbare Teile des heutigen Regierungshandelns für illegal, wofür vieles spricht, wenn man sich der Mühe unterzieht, im Grundgesetz zu blättern.

Legitimation (2): Wie hatten es unsere Vorväter doch einfach. Die Legitimation der Herrschaft folgte aus Gottes Gnadentum: Der Herrscher hatte seine Berechtigung zum Herrschen auf direktem Wege von Gott. Mancher jener Amtsinhaber verwechselte sich daher mit Gott. Es sieht so aus, als wären wir auf ähnlichem Wege. Die moderne Vokabel heißt Alternativlosigkeit.

Legitimation (3): Bis gestern galt als Berechtigung zur staatlichen Herrschaft in den demokratischen Staaten westlichen Zuschnitts der Wille des Volkes. Wenigstens in der Theorie. Klingt unglaublich – ich weiß.

19. Mai 2021

In den USA und auch in Deutschland müssen die Auto-Hersteller ihre Produktion drosseln, weil sie die benötigten Chips nicht beschaffen können. So simpel geht Wirtschaftskrieg, wenn ein Land die Globalisierung als Waffe benutzt.

20. Mai 2021

Nachdem die Big Tech-Matadore den gemeinsamen Hauptfeind Donald T. erledigt haben, ist es um ihre Einheit geschehen. Jetzt streiten sie, wer der Größte und der Schönste ist. Billy Boy jedenfalls ist es nicht. Der ist gerade für die Medien-Meute freigegeben worden, damit sie ihn fertiggemacht. Unklar ist noch, ob es die üblichen und beliebig austauschbaren Apparatschiks sind, die das Microsoft-Imperium übernommen haben. Wenn ja, wer lenkt sie?

21. Mai 2021

Ein Gesicht gibt Auskunft: Vor knapp 20 Jahren notierte ich, weil ich sonst nichts zu erkennen vermochte, zur Kandidatin: Verschlagen.

Ein Gesicht gibt Auskunft (2): Diese Schwierigkeiten bestehen heuer nicht. Die Antwort heißt dummdreist.

22. Mai 2021

Sowas kann man beim besten Willen nicht erfinden: „In manchen Dingen sind wir einfach sehr anders, und dann gibt’s natürlich Themen, ja … vom Hause her … kommt er [Annalena zeigt auf Habeck] … Hühner, Schweine, äh, weiß nich, was haste … Kühe melken … ich komm eher aus dem Völkerrecht, ja … da, e-eg … da, eg … komm‘ wir aus ganz anderen Welten im Zweifel, und, äh … das passt gut! Ich glaube halt, es is gut, dass wir ’n Ding … es wär doch blöd, wenn wir genau beide sagen, ich bin aber Völkerrechtsexperte, oder ich bin aber Landwirtschafts, äh, experte, ja, dann würden wir uns dauernd streiten, wer dieses Themenfeld, äh, besetzen darf.“ [https://www.youtube.com/watch?v=nOMW8Kn4OLw].

YouTube (2): Manchmal ist dieser Kanal sehens- und hörenswert. Aber man muss es speichern, sonst ist es plötzlich nicht mehr da.

23. Mai 2020

Die grünen Politbüromitglieder müssen, so lese ich, ihr Weihnachtsgeld nachmelden. Hätten das halt übersehen. Wenn einer hohe fünfstellige Einnahmen übersieht, müssen die sonstigen gewöhnlichen Einkünfte wirklich beträchtlich sein. Wenn einer als Grüner überhaupt Weihnachtsgeld bezieht, muss er zuvor, wie ich annehme, ein Weihnachtsgedicht aufgesagt haben: Von drauß‘ vom Völkerrecht komm ich her.

Mainstream überkugelt sich, dass Obama die Meldung von Militärs bestätige, wonach die US-Boys Ufos gesichtet hätten. Das ist Framing pur, denn in allen Meldungen wird darauf hingewiesen, dass dies der ehemalige US-Präsident sei. Zutreffend, aber weniger spektakulär wäre der erläuternde Zusatz, dass O. und seine Michelle einen lukrativen Beratervertrag bei Netflix haben. Sie sollen dafür sorgen, dass die Serien realistischer werden. Na dann.

26. Mai 2021

Der Kampf der New Tech-Giganten um die Meinungshoheit nimmt Fahrt auf. Amazon kauft für über 8 Mrd. Dollar den Filmriesen MGM. Das begleitende Ökonomengeschwafel seines leitenden Vizepräsidenten kann das nicht verdecken: „Der wahre finanzielle Wert hinter diesem Deal ist der Schatz an geistigem Eigentum in dem umfangreichen Katalog, den wir gemeinsam mit dem talentierten Team von MGM neu definieren und entwickeln möchten. Es ist sehr aufregend und bietet so viele Möglichkeiten für qualitativ hochwertiges Storytelling“ (https://www.epochtimes.de/wirtschaft/unternehmen/amazon-kauft-beruehmtes-hollywood-studio-mgm-fuer-845-milliarden-dollar-2-a3521843.html).

Meinungshoheit (2): Storytelling ist das neue Zauberwort, was, vom Zuckerguss befreit, Beeinflussung bedeutet.

27. Mai 2021

Es ist zweieinhalb Jahrzehnte her, dass ich den Thriller-Autor Giesbert Haefs in Erfurt lesen hörte. Dieses hier aus seiner Feder (1998) hatte ich nicht mehr im Ohr: „Der gemeine Gutmensch deutscher Fertigung, homo politicorrectus, verbindet abstoßende Langeweile mit ätzender Lästigkeit; er vertritt immer alle Positionen, die zur Zeit von der Abteilung Weltverbesserei belegt werden, und zwar vertritt er sie missionarisch. Ein Phänomen, nebenbei – missionarisches Zeitgeistsurfen. Wenn man es so nennen mag. Er ist zum Beispiel gewalttätiger Pazifist, die Umgebung durch Geschwätz verschmutzender Umweltschützer, doktrinär antiautoritär, so was. Richtet pausenlos zur ernstgemeinten Beglückung der Welt neue Inquisitionen ein. Mit einem Wort: widerlich“.

30. Mai 2021

Der für mich zuständige Beauftragte der Bundesregierung heißt Wanderwitz – wirklich, der heißt so. Wieso die Leute im Osten eines besonderen Beauftragten bedürftig sind, hat mir noch niemand erklären können. Ich weiß über diesen Wanderwitz – er heißt wirklich so – nichts, nur dass er meine Nachbarn als nicht in der Demokratie angekommen bezichtigt. Ich kann aus eigenem nunmehr 30jährigem Erleben sagen: Der Mann hat sie nicht mehr alle.

Wanderwitz (2): Möchte nicht wissen, was es für ein Theater gäbe, wenn die Bundesregierung plötzlich einen Westbeauftragten einrichten würde, der den Leuten sagte, sie sollen endlich von den Marx’schen Lehren Abstand nehmen. Sie wären erwiesener Weise unbrauchbar – selbst wenn sie grün gestrichen sind.

1. Juni 2021

Wahn und Wirklichkeit: Im Staatsnahblatt FAZ verkündete die Führerin am 24. Februar 2021 ihre Impfziele: 9,5 Mio pro Woche. Bei Anwendung der Grundrechenarten wäre Deutschlands Bewohner Ende Mai 2021 „durchgeimpft“ gewesen. Die Zahlen von Robert Koch & Co sehen etwas anders aus. Stand gestern sind es – falls die offiziellen Zahlen stimmen, was man nie weiß – 17,6 Prozent (Erst- plus Zweitimpfung).

Wahn und Wirklichkeit (2): Das Gedrängel an den Impfstellen ist überschaubar, seit letzter Woche geht der Andrang merklich zurück. Keine Angst mehr vor Corona? Da hat die Propaganda versagt. Lauterbach übernehmen Sie!

2. Juni 2021

Der Chef von Microsoft hat eine Warnung an die Politik herausgegeben, die Möglichkeiten der Künstliche Intelligenz (KI) seien auf dem besten Wege, den totalen Polizeistaat zu verwirklichen, der sich von seinen Installateuren unabhängig mache. Weiß dieser Mann im Ernst nicht, was seine Firma seit vielen Jahren tut? Oder handelt es sich hier um das Feurio-Rufen eines geschlagenen Konkurrenten, der erkannt hat, dass Apple, Google und Amazon ihm davongelaufen sind?

Speicherwahn (2): Vielleicht hat der Microsoft-Lenker sich auch erstmals ernsthaft mit den Aktivitäten der eigenen Firma befasst, die seit etlichen Jahren die gigantischen Speichermöglichkeiten der DNA erforscht hat (Projekt Microvenus, wie lieb) und nun zur praktischen Anwendung bringen will.

Speicherwahn (3): Vielleicht hat der besorgte Mann auch erstmals zu Hause einen neuen PC installieren wollen und bemerkt, was Windows10 unbeeinflussbar mit seinen Daten veranstaltet. Zu kontrollieren ist das eine, aber selbst kontrolliert zu werden, ist nicht jedermanns Sache.

5. Juni 2021

Neues Wort gelernt: Völkerrechtlerinleugner.

Leugner (2): Ja, dazu bekenne ich mich, obwohl Mr. Gates sich dagegen sträubt (rote Schlangenlinie).

Leugner (3): Bitte keine Rückfragen. Das Wort ist nicht von mir. Bin auch kein Völkerrechtler, und vom Völkerrecht komme ich schon gar nicht her. Habe nur, ach, Juristerei studiert, wie mein verstorbener Kollege aus Weimar, J.W.G., einst dichtete.

Facebook sperrt Trump für 2 Jahre. Und dann? Wiederzulassung, nachdem der einen Zuckerberg-Diversity-Nachweis erbracht hat? Oder so.

Zuckerberg (2): So manifestiert sich Größenwahn. L‘état c‘est moi.

6. Juni 2021 

Annalenas Welt: „Das geht gar nicht: Kohlestrom verstopft die Netze, Atomstrom darf obendrein in Netzengpassgebiete übertragen werden… https://t.co/we0zKiCuj3“ (Empörungsgebrabbel über die angebliche Strompolitik des BMWi).

Annalenas Welt (2): Das Leistungssportlerin hüpfte auf Minitrampolins und im Bauernhaus, in dem die Wiege stand, da trieb seit Generationen niemand mehr Landwirtschaft.

Annalenas Welt (3): Was mag in dem Kopf vorgehen? Blättere im Pschyrembel. Die Antworten dort sind unerfreulich.

9. Juni 2021  Von der Werbe-Firma Spreadshirt kann ich nur abraten. Dort kann man zwar gewerblich T-Shirts bedrucken lassen, nicht jedoch, wenn es der Firma plötzlich einfällt, dass ein Kunde oder seine Wünsche ihr irgendwann nicht mehr gefallen. Dann wird er ohne Federlesens gelöscht und seine Aufträge verschwinden im Nichts. So erging es vor wenigen Tagen dem Blogger Egon W. Kreutzer. Sein Vergehen war der Spruch: „Getestet? Nein | Genesen? Nein | Geimpft? Nein| Gesund? Ja“

Schilda an der Ilm – Aus dem Sudelbuch

31. August 2020 

Führerworte: Das Virus ist eine demokratische Zumutung.

Führerworte (2): Habe drei Tage gebraucht, um zu glauben, dass sie das tatsächlich gesagt hat. Hat sie.

30. August 2020 

Das dank Klimawandel nicht endende Sommerloch beschert mir Stoff zum Nachdenken. Krokodil in der Unstrut gesichtet. Sagen zwei Zeugen, sagt die Polizei. Das Polizeiaufgebot ist ca. 100 zu 1. Doch wo ist das Krokodil? Wäre nicht die Bereitschaftspolizei aus Fünfneuland zum Wochenendausflug nach Berlin gereist, stünde der Staat dem Krokodil überzeugender gegenüber.

Sommerloch (2): Wer das Krokodil für einen gelungenen Scherz hält, ist ein Krokodil-Leugner. Nebenbei bemerkt: Es bedarf, dank der jüngst aufgetretenen verheerenden Wasserknappheit der Svenja Schulze – und die muss es wissen – nur ein wenig der Geduld, dann sitzt das Unstrut-Krokodil auf dem Trockenen und muss von Tierschützern aus der Luft versorgt werden.

Sommerloch (3): Nasenbären in Berlin gesichtet. Das Polizeiaufgebot ist mit ca. 3.000 zu 150.000 oder, wenn man so will, mit 1 zu 50 doch etwas schwächlich, um alle Corona-Leugner dingfest zu machen. Erst wenn man von den auf der Ost-West-Achse pilgernden Volksmassen die Zahl der Antifa-Chaoten und der Reichsbürger-Volldeppen extrahiert, kommen wir wieder zur gewohnten staatlichen Übermacht, ausgewiesen durch 300 Festnahmen.

Sommerloch (4): Das, was sich da vor meinen ungläubigen Augen ungehorsam, aber in guter Ordnung tummelt, ist also das von den sog. Eliten angeblich gefürchtete Volk? Doch sich die nicht festgenommenen sonnenbeschienenen 149.700 Corona-Leugner an einem nebligen Herbstabend auf dem Leipziger Ring vorzustellen, will nicht nur mir nicht gelingen.Sommerloch (5): Die Klima-Jugend hat in Hamburg das Dürresommer-Camp in der vergangenen Woche wg. Regens abgebrochen. Merke: Wo Erkältungen drohen, muss der Klima-Tod warten.

20. August 2020 

Wg. Corona: Die Ministerpräsidentin von Neuseeland kündigt an, die Wahlen zu verschieben. Der Vorschlag – er wird Schule machen – hat ein historisches Vorbild: Die Einführung des Austro-Faschismus Ende der 1920er Jahre in der Alpenrepublik. Nein, nein, nicht der Anschluss, der kam erst 10 Jahre später.

Wg. Corona (2): Der Genosse Lauterbach kündigt an, Karneval ausfallen zu lassen. Das ist konsequent in Zeiten, wo ohnehin jeder eine Maske tragen muss.

Wg. Corona (3): Schon wieder ein Toter. Er starb in Sachsen-Anhalt im Alter von 91 Jahren.

Wg. Corona (4): Wenn Tatsachen und Ansichten nicht zusammenpassen, spricht man von Wahn. Die Tatsachen lauten: Immer mehr Leute werden getestet, und immer weniger sind ernsthaft krank (die Zahl der intensiv Pflegebedürftigen liegt in ganz Deutschland bei 230 Personen). Für diese werden 12.000 komplexe Behandlungsplätze freigehalten. Deutschland im Corona-Wahn.Wg. Corona (5): Ein ziemlich großer Asiate („Du Helmut?“), der in eine Art durchsichtigen Weltraumfahreranzug verpackt ist, stochert durch das geöffnete Seitenfenster meines Autos mit einem überlangen Pfeifenreiniger in meinem Rachen und beiden Nasenlöchern (in dieser Reihenfolge), danach bin ich, das jedenfalls entnehme ich der im Übrigen unverständlichen Nachricht, Cov-19 neg. Das ist natürlich pos., weil es mich weiterer Überwachung enthebt.

Da haben Leute in den USA ein Problem mit einer Blondine namens Millie Weaver. Nicht, weil ihr Blondsein etwas übertrieben scheint, sondern weil sie einen Film veröffentlicht hat: Shadowgate. Er wird sofort aus den üblichen Netzwerken gelöscht. Ich sehe ihn auf der Plattform banned.video an. Über zweieinhalb Millionen Neugierige waren innerhalb von Stunden schneller als ich.

Shadowgate (2): Der Film handelt von der selbsternannten Nebenregierung der USA. Seine Quellen sind im Wesentlichen zwei Aussteiger aus dem sog. Militärisch-industriellen Komplex.

Shadowgate (3): Die Autorin wurde festgenommen. Ihr wird Einbruch und Behinderung der Justiz vorgeworfen. Das klingt angesichts des Filminhalts nicht gerade überzeugend.

Shadowgate (4): Der Inhalt des Films ist mit meinen Ermittlungen in Sachen Spygate, jene Operation des Establishments, Donald Trump zu Fall zu bringen, in Teilen kompatibel.Spygate (2): Die öffentliche justizielle Aufarbeitung des Putsches gegen Trump hat diese Woche begonnen. Gestern bekannte sich als erster einer der FBI-Juristen, Kevin Clinesmith, für schuldig, Ermittlungsakten verfälscht zu haben. In meinem Buch hatte ich ihn nur als möglichen Mittäter bezeichnet. Das wäre nunmehr zu korrigieren.

19. Juli 2020

Endlich mal wieder Nachrichten, die diese Bezeichnung verdienen: Der Großohr-Pfeifhase aus dem Himalaya hielt bis dato mit einer belegten Sichtung auf 5182 Metern den Säugetierhöhenrekord. Er musste jetzt der Blattohrmaus weichen, die auf dem Gipfel des Vulkans Llullaillaco im Norden von Chile in 6739 Meter Höhe entdeckt wurde. Das ist ein Sprung von über 1557 Metern in einer Welt, wo Rekorde seit Jahren in Nanometern gemessen werden.

Nachrichten (2): Es ist nicht mitgeteilt, ob die Blattohrmaus ihrem Entdecker zurief: I can breathe.

18. Juli 2020

Es gibt viel guten Willen. Aber es gibt auch viele Positionen. Und so werde ich mich mit dafür einsetzen. Aber es kann auch sein, dass es heute zu keinem Ergebnis kommt. – So die Führerin in Brüssel.

19. Juni 2020 Dazugelernt: Gestern polemisierte ich noch gegen die taz, weil sie empfahl, die Polizisten auf die Müllkippe zu kippen und zwar genau im Wortsinne, heute sagt mir der Deutschlandfunk, dass ich mich für meine Entgleisung zu entschuldigen habe. War alles nur Satire. Okay, ich entschuldige mich, dass ich keinen der Kollegen der Polizei angestiftet habe, mit den Redakteuren der taz einen Ausflug auf die nächste Müllkippe zu unternehmen. So zum Spaß.

18. Juni 2020 

Es genüge nicht, verlautbart der von allen geschätzte Bundespräsident, keine Rassist zu sein, sondern: Wir alle müssen Antirassisten werden. Bravo, aber nicht weitgehend genug. Mein Vorschlag: Es genügt nicht, kein Faschist zu sein, wir alle müssen Antifaschisten werden. 

Problem: Wenn wir dann, so wie der von allen geschätzte Bundespräsident es verordnet hat, alle Antirassisten geworden sind, gegen wen wenden wir uns dann eigentlich? Merke: Kluge Religionsstifter wissen: ohne Teufel geht es nicht.

Präsidiales: In Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung von 1919 gab es das Notverordnungsrecht des Reichspräsidenten. Ich müsste nicht Jurist sein, um nicht begründen zu können, dass diese Vorschrift auch unter der Herrschaft des Grundgesetzes fortgilt. So gesehen, erlangen die Worte des allseits geschätzten Bundespräsidenten die notwendige Rechtskraft.Wenn alle Polizisten als strukturelle Rassisten, so wie die Tageszeitung taz es fordert, auf der Müllkippe zu entsorgen sind, bliebe zu klären, wer denn das exekutiert. Ich nehme an: die Antifa.

17. Juni 2020 

Ich bin doch nicht blöd! – Warum fällt mir jetzt nur dieser saublöde Werbespruch ein? Ach so, ja: Corona-App: Ich bin doch nicht blöd.

Corona-App (2): Kenne niemanden, der das Ding installiert. Fazit: Ich habe die falschen Freunde.

Corona-App (3): Wenden Sie, wenn möglich, um.

14. Juni 2020 

Trinken mit andern nennt man zechen, tut man’s allein, ist es Suff.Greift einer zum zweiten und dritten Glas, ruft er bestenfalls Stirnrunzeln hervor, lehnt er das erste ab, muss er sich rechtfertigen.

13. Juni 2020 

Über die regionale gastronomische Spezialität der Mecklenburger Seenplatte habe ich vor Ort schon öfter dumme Witze gemacht. Jetzt weiß ich endlich, wer sie servieren sollte. Es ist die blonde Nadine Julitz. Sie sorgte mit der Kürze ihres Rocks im Schweriner Landtag für Aufmerksamkeit und hielt, was sie den Blicken aufdrängte, hernach für Sexismus. Beim Servieren in einem der Uferlokale in Waren an der Müritz hätte sie stattdessen nach Feierabend beim Zählen des Trinkgelds ihre empörungsfreie Freude gehabt. Fazit: Beruf verfehlt, für den Vornamen kann sie nichts.

Minirock (2): Einen zu kurzen Rock kann man kaum praktisch nennen, es sei denn man reduziert seine Funktion auf die eines Blickfangs. Und selbst dabei löst er, maßgeblich bestimmt durch seinen Inhalt, längst nicht immer die beabsichtigte Wirkung aus.Minirock (3): Wenn es die Absicht der Trägerin ist, bestätigt zu bekommen, dass Männer Schweine sind, hätte es genügt, auf den Rock zu verzichten.

29. Mai 2020

Trump unterzeichnet eine Executive Order, um gegen die Meinungsmonopolisten vorzugehen, welche die Meinungsfreiheit nach Gutdünken beschneiden, nachdem Twitter zum ersten Mal in dieser Woche einen Beitrag von ihm zensuriert hat. Trump (2): Ja, er zaudert nicht lange, der US-Präsident. Facebooks Zuckerberg sagt, seine Firma träfe das nicht, weil sie nicht zensuriere (hüstel, siehe Facebook vom Vortage), Twitters Dorsey besteht auf seinem guten Recht als private company. Das wird sich weisen im Land der Rechtswege.

28. Mai 2020 

Neues Wort aus der Neuen Welt: He Epsteined himself, für: er hing sich auf. Wie macht man bloß den richtigen Anglizismus daraus? Er epsteinte sich? Oder so: er epsteinigte sich? Hm.

Tichy gewinnt Gerichtsverfahren gegen Facebook, weil man ihm einen Schwanz von Correctiv angehängt hatte, der ihn der Falschmeldung bezichtigte („Behauptungen teils falsch“). Die Pressemeldung des Gerichts lese ich nicht bei TE, sondern tagsüber bei Epoch Times und spätabends bei Paetow.

26. Mai 2020

Wer sagte: „Was im Supermarkt versagt, funktioniert auch sonst nicht!“ Na? Es war der lebende Berufs-Philosoph Markus Gabriel, der die Leser der Neuen Züricher Zeitung ins Bild setzte, was über Corona zu tiefdenken sei. Merke: Nicht jeder Sinn ist tief, er kann auch schwach sein.

Schwachsinn (2): Den Gebrüdern Albrecht hätte ich den Satz ähnlich gewerbetextet, allerdings das Wort „was“ durch „wer“ ersetzt.

24. Mai 2020 

Habe mein Lebtag am 23. Mai nicht ans Grundgesetz gedacht, es sei denn, ich hatte gerade beruflich mit Grundgesetzfragen zu tun, dann aber nicht wg. des 23. Mai.

Grundgesetz (2): 71 Jahre Provisorium sind nun mal kein Anlass für stolzes Erinnern, sondern eher für skeptisches Betrachten.

Ein Staatsvolk, dem das Erinnern beschnitten wurde, hat nur einen hässlichen Historien-Torso zur Verfügung. Den zu feiern, gleicht einer Travestie.

Zustimmlinge, die 1945 elegant die Wende machten, sprachen an Stelle von Vaterland salbungsvoll von Verfassungspatriotismus. Der war ein tot geborenes Kind. Der etwas später geborene Verfassungsfeind erfreut sich hingegen bester Gesundheit.Der Angepasste hat keine Schwierigkeit mit Änderungen – nie.

20. Mai 2020 Finde im Netz allerlei frivole Hinweise, was am Vatertag an Corona-Regeln zu beachten sei. Als dieser Tag noch Christi Himmelfahrt hieß, hätten die Kirchen sicher auch ein Wort mitgeredet. Doch leeren Bänken ist schlecht predigen.

19. Mai 2020 

Corona-Abwehr: Tansanias Staatschef John Magufuli weiß, wovon er redet: „Es ist offensichtlich, dass Gott auf unsere Gebete gehört hat.“ Tja, Bill, wat sagste nu?

Verschwörung: Dunkle Kräfte wollen auf den Straßen ahnungslose Demonstranten verleiten, sich von der weltweiten liberalen Ordnung abzuwenden und damit von der Demokratie, so ein Handelsblatt-Interviewpartner.

Verschwörung (2): The Liberal World Order war mir bislang im Grundgesetz nicht aufgefallen. Sicher ein Fehler.Nur wenn man den Amtsnachfolger selbst ausgesucht hat, sollte man sein Tun beobachten.

17. Mai 2020 

Die Führerin lobt 75 Jahre Pressefreiheit in Deutschland. Die freie Presse lobt hierfür die Führerin. Nach dem Treuegelöbnis wird die Kollekte diskret zu den Limousinen getragen.

Pressefreiheit (2): Was mag der Startpunkt der wunderbaren 75 Freiheits-Jahre gewesen sein? Die Befehle der alliierten Militärbefehlshaber, die 1945 jegliche Pressetätigkeit strikt verboten?Der Zenit einer Karriere ist überschritten, wenn jede Äußerung eines jeglichen Potentaten ein Missverstanden-werden enthält.

15. Mai 2020 

Tabula rasa: In einer Nacht- und Nebelaktion werden die Kühltürme des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg weggesprengt und somit die am 31. Dezember 2019 vorgenommene Abschaltung unumkehrbar gemacht.

Unumkehrbar (2): Es war das Vermögen der deutschen Stromkunden, das hier in die Luft gejagt wurde, denn die Laufzeit des Reaktors war bis zum Jahre 2032 ausgelegt.

Unumkehrbar (3): So wie in Philippsburg handelt sonst nur ein erkennbar Irrer, der das Porzellan der Familie zerschlägt, nachdem er auf Pappteller umgestiegen ist, um Wasser zu sparen, weil er nun nach dem Essen nicht mehr abwaschen muss.

Unumkehrbar (4): Die Maßnahme der grün-schwarzen Landesherren erinnert fatal an das Tun der Realsozialisten in der nunmehr verflossenen DDR, die Gebäude dem Erdboden gleichmachen ließen, die dem eigenen Weltbild im wahrsten Sinne des Wortes monumental entgegenstanden. Nach Jahrzehnten zur Besinnung gekommen, bemühen sich Heutige um den Wiederaufbau. Es wird sich weisen, ob auch im Falle von Philippsburg Jahrzehnte vergehen müssen, bis den ernüchterten Leuten auffällt, dass sie des Stroms aus Reaktoren bedürftig sind.

Aufbau und Zerstörung: Ideologien erkennt man daran, dass sie den Aufbau einer lichten Zukunft verheißen und zu diesem Zweck handfeste Werte, die anderen gehören, in die Luft sprengen.Aufbau und Zerstörung (2): Eine Ideologie hält sich so lange an der Macht, bis auch der letzte Tölpel begriffen hat, dass es nicht mehr lohnt, weitere Zerstörungen hinzunehmen.

14. Mai 2020 

Der US-Botschafter in Berlin Richard Grenell macht im Moment in Washington seinem Ruf, der Mann fürs Grobe zu sein, alle Ehre. Er hat als vorübergehend Beauftragter Direktor für die Geheimdienste (Acting DNI) eine Liste von Spitzenpolitikern veröffentlicht, die 2016/17 während der letzten Atemzüge der Obama-Regierung Mitgliedern des Trump-Teams durch fragwürdige Anfragen bei der Abhörbehörde NSA nachspionieren ließen. Auf der Liste auch der jetzige Hoffnungsträger der Demokraten Joe Biden, damals Vizepräsident der USA.

Abstieg: Kaum hat VW das Wiederanfahren des Autobauens verkündet, werden diese Woche die Schichten in Wolfsburg wieder reduziert. Man wird die Autos nicht los.Absatzkrise: VW-Leute verlangen nach dem Staat. Die Steuermilliarden, die ihnen vorschweben, ließen sich durch einen Federstrich des Gesetzgebers vermeiden – Aufhebung der sog. Klima-Ziele. Ist das einzig Realistische realistisch? Ich fürchte: Nein.

13. Mai 2020 

Etikettenschwindel und Retusche: Der CDU-Wirtschaftsrat ist nicht Teil der CDU. Sondern? Ein peinlicher Arbeitgeberclub, der sich unerlaubt mit dem Namen der CDU schmückt? Das soll ich glauben, nachdem ein Mitglied dieser fragwürdigen, von der CDU nicht zur Kenntnis zu nehmenden Gesellen in Gera am Wochenende öffentlich sagte: „[Kemmerich] war für einen Tag unser Ministerpräsident, bevor ihn ein Anruf einer machtgierigen Frau aus Südafrika gestürzt hat.“

CDU (2): Jetzt sind alle Wohlmeinenden empört. Fragt sich worüber. Dass sie anrief oder dass er es gesagt hat?CDU (3): Dass die Wohlmeinenden in ihrer Empörung von Entgleisung sprechen, zeichnet ein zutreffendes Bild. Der Redner hat die Trasse des Sagbaren verlassen. Der Entgleiste muss nun weggeräumt werden.

11. Mai 2020 

Frühmorgens bei Bernd Zeller kennengelernt: Wer annimmt, dass der Bundespräsident gar nicht existiere, sondern nur von einem Darsteller in Szene gesetzt werde, ist ein Steinmeier-Leugner. Recht so. Doch wenn das so ist, ist also derjenige, der die Existenz des Steinmeier-Darstellers in Abrede stellt, ein Steinmeier-Leugner-Leugner? Wo steckt bloß der Fehler?

Josef Kraus ist ein zuverlässiger Geograph unserer verflachenden Bildungslandschaft. Der gelernte Psychologe und Gymnasialdirektor spürt den Strömen des Schwachsinns bis hinauf zu ihren Quellen nach. Dass er heute den Stuss thematisiert und zitiert, den der deutsche Bundesaußenminister (der wg. Auschwitz) zur 1933er Bücherverbrennung in grässlichem Deutsch abgesondert hat, finde ich eher gewöhnungsbedürftig, wiewohl mich die Frage von Kraus, ob der Auschwitz-Mann auch auf die ihm zugeordneten Goethe-Institute einwirkt, zum Aufruf einschlägiger Homepages veranlasst hat. Da purzeln sie denn durch die Gegend: Schulabgehende und vieles andere, was zu wiederholen mir der gute Geschmack verbietet.Goethe (2): Eine Russin erklärte mir gestern auf dem menschenleeren sonnenbeschienenen Theaterplatz, dass sie die Männer (Schiller & Goethe) kenne. Führte sie daraufhin zum Goethehaus am Frauenplan. Da waren Fenster und Türen verrammelt.

Die Hypothek hat sich in unsere Bildsprache eingeschlichen, um eine Last aus der Vergangenheit zu umschreiben. Dabei läge es bei den schuldbeladenen Deutschen nahe, von Grundschuld zu sprechen. Das wäre passend und lächerlich zugleich.

Rechtsstaat a.D.: Nachdem das Bundesverfassungsgericht – vermutlich über sich selbst erschrocken – die Bundesregierung massiver Verfassungsverletzung geziehen hat, weil sie gegen den ebenso massiv vertragswidrigen Griff der EZB in das Portemonnaie des deutschen Steuerzahlers nicht eingeschritten ist, hat die Pressestelle des Europäischen Gerichtshof mitgeteilt, das deutsche Urteil sei unbeachtlich.

Rechtsstaat (2): Nur kurz war zu lesen, dass die Kommissionspräsidentin (= die Vorsitzende des Rats der Kommissare, also eine Art Lenin zum Europäischen Haus-Gebrauch für Ewig-Heutige) gegen Deutschland wg. des Urteils ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten werde. Das wurde wieder gelöscht, denn es wurde entbehrlich, nachdem die Pressestelle des EuGH das deutsche Urteil für unbeachtlich erklärt hat.

Nachbar Kemmerich, der regionale FDP-Vormann, sprach mundschutzlos auf offener Straße bei einer Kundgebung von Gewerbetreibenden in Gera (Ostthüringen). Jetzt musste er bedauernd von seinem Auftritt zurücktreten, denn unter den Zuhörern waren auch die Falschen.

Mundschutz (2): Wenn die Falschen, die sich perfide unter die Richtigen mischen, Pleite gehen, trifft es die Richtigen.

Mundschutz (3): Wenn er bleibt, bleibt auch der Islam. Das Gegenteil dürfte kaum zutreffen.

Thomas Mann schrieb um 1910 die Novelle Der Tod in Venedig – zunächst nur als Privatdruck in kleiner Auflage publiziert. Man kann die anfänglich geübte Zurückhaltung angesichts dieser Hommage an die Päderastie verstehen. Thomas, Thomas, wir durchschauen dich. Bleibt die Frage, wie der Meister der bürgerlichen Langeweile seinen schwülen Weltschmerz heute in Worte gefasst hätte. Mein Vorschlag, nachdem die trauertragenden Gondeln verbraucht sind: Wenn die Gondolieri den Mundschutz abstreifen.

Das Wort zunehmend ist eine ebenso beliebte wie schrille und sinnfreie Vokabel. In der jetzigen Krise zeigt sich eine Korrektur – zumindest beim zunehmenden Wirtschaftswachstum, ja sogar beim Mantra des Wirtschaftswachstums ohne den Nonsens-Zusatz zunehmend.

Bei Kindern kann man beobachten, dass das Wachstum nicht zunehmend, sondern abnehmend ist. Erst in den späteren Lebensjahren nimmt es hie und da wieder zu, dann allerdings mehr im Mittelbau.Der Zentralrat der Nagetiere beschloss soeben, die Tätigkeit der Wühlmäuse zu beobachten. Der Beschluss wurde auf Vorschlag der Feldmäuse gefasst, die vorbrachten, die Tätigkeit der Wühlmäuse untergrabe die naturkonforme Grundordnung der Gesamtnager.

10. Mai 2020 

Der Volksmund umschreibt die politische Passivität der Masse in unserm Land mit den Begriffen Mitläufer oder Zuschauer. Ich weiß nicht genau, was abfälliger ist, denn die einen halten in Bewegung, was ohne ihr Tun ein Nichts wäre, während die anderen teilnahmslos dastehen, um die Arena nicht betreten zu müssen.

Nie wurde deutlicher als in der derzeitigen Krise, dass unser Volk sich spaltet: Hier die Leistungserbringer, die auf die sichere Pleite zulaufen, dort die Leistungsbezieher, denen der Stillstand als Freizeit erscheint.

Spaltung (2): Dass die Leistungserbringer sich zu den Leistungsbeziehern rettungslos in der Minderzahl befinden (in etwa 1 : 16), zeigt sich an der Mehrheitsmeinung, die den Stillstand richtig findet. Anders ausgedrückt: Arbeiten ist unpopulär.

Gott ist entweder riesengroß oder überhaupt keine Größe. Das Erfreuliche an dieser Alternative ist die Abwesenheit von Mittelmaß. Um diese Lücke zu füllen, sind die Theologen berufen. Doch sie sind nicht Gott, selbst wenn sie dessen Größe zu wissen vorgeben.

Gottes Größe (2): Bleibt die Erkenntnis, dass diese nur für diejenigen Menschen eine Größe ist, für die Gott eine Größe ist. Die andern nehmen einschlägige Behelligungen mit dem Thema für gewöhnlich mehr oder minder gutmütig hin.Die Wahl zwischen dem Einen oder dem Andern nennt man Alternative. Das ist ziemlich alternativlos. Der Gebrauch von Alternative im Plural bezeichnet so gut wie nie eine Alternative, sondern mehr als zwei Möglichkeiten.

9. April 2020 

Oh Gott, wie mutig. Die CDU-Fraktion will die Kanzlerin beim verschärften Klima-Wahn, dem sie am Montag freien Lauf ließ, nur folgen, wenn die Lasten auf die anderen EU-Mitglieder verteilt werden. Besagt ein Positionspapier, das von der Presse besungen wird. Und wenn die andern nein sagen? Dann gehen wir eben mit guten Beispiel voran, denn einer muss hier schließlich den Anfang machen.

Als ich 2003/4 das Verhalten der herrschenden Schicht 1916 in St. Petersburg etwas irritiert untersuchte in einem Land, dem das Wasser bis zum Hals stand, und mir kein besseres Bild als der Tanz auf dem Vulkan einfiel, konnte ich nicht ahnen, dass ich Zeitzeuge von Nachahmern im eigenen Land werden könnte.

St. Petersburg (2): Die Selbstauflösung der Herrschenden wurde durch die Ermordung des Wunderheilers Rasputin von einem schwulen Bürschlein des Hochadels eingeläutet, danach überschlugen sich die Ereignisse.St. Petersburg (3): Man hielt die Massen auf der Straße im Februar 1917 für eine der üblichen Hungerrevolten, doch es ging um den Sturz des Zaren. Was danach kam, waren sechs Monate Chaos und dann 70 Jahre Diktatur des Proletariats.

8. Mai 2020 

Die US-Justiz lässt die Anklage gegen Trumps ersten Kurzzeit-Sicherheitsberater, den US-General Michael Flynn, fallen. Damit ist für Mainstream klar: Alle Mitwirkenden an diesem überfälligen Schritt sind russische Agenten.

Flynn (2): Die Beteiligten an der mutwilligen Anklage im Flynn-Verfahren sehen jetzt massiver Bestrafung entgegen. Sie haben nicht damit gerechnet, dass einer von ihnen über einzelne Schritte – einschließlich deren Motivation – in amtlichen Notaten Buch geführt hat.Flynn (3): Am meisten verwunderlich ist, dass diese unfreiwillig entlastenden Aktenvermerke noch da sind. Sie kamen vor zwei Wochen ans Licht. Ihr Autor, der Chef der US-Spionageabwehr E.W. „Bill“ Priestap, so hatte ich mir nach dessen Auftauchen in den Senatsverhören schon vor Jahr und Tag notiert, gehöre in die Kategorie der Raushalter und Absicherer.

7. Mai 2020 

Frage an Radio Eriwan: Soll ich mir ein Elektroauto für den Weg zur Arbeit kaufen? Antwort: Im Prinzip ja – wenn Sie sich gleichzeitig ein zweites für den Weg nach Hause zulegen.

Eriwan (2): Stimmt es, dass die Führerin zurücktreten will? Antwort: Im Prinzip ja – gemeinsam mit Putin.

Eriwan (3): Nachfrage: Werde ich den Rücktritt noch erleben? Antwort: Im Prinzip nein – doch das Amtsende kann auch durch seine Erledigung eintreten. Demokratie im Sturzflug: Besser als durch die Genossin, die man im Bundestag gerade zur Wehrbeauftragten kürte, kann man die Streitkräfte nicht verhöhnen. Die Botschaft lautet: Um eure Sache zu vertreten, braucht man keinerlei Qualifikation, denn eure Belange sind uns völlig schnuppe.

Wehrbeauftragter (2): Warum lässt man eigentlich nicht die Soldaten auswählen, wer ihre Belange gegenüber Parlament und Regierung vertreten soll? Angst vor unangenehmer Wahrheit?Wehrbeauftragter (3): Hätte man die Soldaten auswählen lassen, wäre es der Gegenkandidat geworden. So bleibt den Soldaten nichts anderes übrig, als bei nächster Gelegenheit die Partei mit militärischer Kompetenz zu wählen.

5. Mai 2020 

Auf dem Pappschild einer Demonstrantin lese ich: „Wir wollen unsere Grundrechte zurück“. Das ist der naive Ruf nach dem Obrigkeitsstaat, der etwas gewähren soll. Nein, junge Dame, so funktioniert der Ruf nach Freiheit nicht.

Grundrechte (2): Sie werden nicht gewährt, sondern ausgeübt.

Gran Consiglio del Fascismo hieß das Gremium, welches den Duce im Juli 1943 absetzte, um stehenden Fußes die Fronten zu wechseln. Danach herrschte Mussolini noch fast zwei Jahre in dem ihm vom Führer geschenkten Norditalien an der Spitze einer Marionettenregierung, bis ihn kommunistische Partisanen auf der Flucht in die Schweiz ermordeten.

2. Mai 2020 

Ich verstehe das nicht, kann auch bedeuten, es ist unverständlich. Du verstehst das nicht, bedeutet zumeist, ich weiß es auch nicht.

Was bedeutet das, ist häufig der Beginn einer klugen Frage. Das meint, ist so gut wie immer der Anfang einer saublöden Antwort.

Schwierigkeiten mit dem Geschlecht: Das Wort Hype ist dabei, sich als Ersatzwort für Medienrummel einzubürgern. Aber noch nicht so sehr, dass man sich dessen grammatischen Geschlechts im Deutschen sicher wäre. Ich neige intuitiv zu die Hype (vermutlich weil ich das Wort mit Hysterie assoziiere), werde aber durch ein Lektorat belehrt, das mir der in den Text hineinverbessert.

Hype (2): Kein Wunder, dass Mainstream auf dem Neuwort besteht, denn es strömt irgendwie etwas Großartiges aus, während es im Amerikanischen abfällig gebraucht wird, eben wie Presserummel.

Ein Fernsehteam des ZDF wurde gestern in Berlin bei den üblichen, dort zum Folklore des links-faschistischen Pöbels gehörigen Erster-Mai-Straßenschlachten gewaltsam behelligt. Die Reaktionen sind gemischt – wie stets, wenn Sympathisanten aufeinander einschlagen.ZDF (2): Mundtotmachen hält die deutsche Bildersprache im Vorrat, um zu sagen, dass man jemanden zum Schweigen bringt. Der Angriff, der dies bewirkt, muss nicht körperlicher Art sein, aber er wirkt auf Leute, die ständig mit dieser Möglichkeit spielen, besonders wirkungsvoll. Der in Berlin angegriffene ZDF’ler soll ein sog. Comedian gewesen sein. Ich übersetze mal: einer, den man beim Geheimdienst Provokateur-Agent nennt, da er Leute zu Äußerungen anstiften soll, die später als Beweis vorgezeigt werden.

1. Mai 2020

Vom Vortage: Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl von Neuerkrankungen wurde bisher als gleitendes 3-Tage-Mittel dargestellt, um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Ab heute verwendet das RKI ein 4-Tage-Mittel, das den Verlauf noch etwas glättet und gleichzeitig die Berechnung des Punktschätzers für den R-Wert erleichtert: für einen bestimmten Tag ergibt sich der R-Wert jetzt als einfacher Quotient der geschätzten Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neuerkrankungen 4 Tage davor. Dadurch hat sich die Form der dargestellten Kurve leicht verändert.

Vom Vortage (2): Diese Information der Bundesregierung bedeutet nichts. Im Wortsinne: nichts. Man erkennt es daran, dass das Auge nach wenigen Wörtern abschweift und der zugehörige Kopf anfängt, an etwas anderes zu denken.

Vom Vortage (3): Es bestätigt sich, dass man niemals einem Experten überlassen sollte, einen allgemeinverständlichen Satz zu formulieren. Und vielen Nicht-Experten auch nicht.Vom Vortage (4): Mein lange schon verstorbener Vorgesetzter Dr. Gerhard Heuer gab mir den Rat: „Wenn Sie nach einer Zahl gefragt werden, legen Sie die Stirn einen Moment in Falten, und dann nennen Sie eine. Was immer auch kommen mag, bleiben Sie bei dieser Zahl.“ Der heutigen Bundesregierung scheint diese Weisheit unbekannt.

27. April 2020 

Wo zum Henker nagt denn das böse Virus tatsächlich, wenn an ihm doppelt so viele Männer wie Frauen sterben? Vor allem, was ist mit diesen – na, Sie wissen schon? Sind die immun?

Virus (2): Ich verlange von diesen flächendeckend schweigenden Gleichstellungsbeauftragten, dass sie wg. der katastrophalen Männersterblichkeit endlich initiativ werden. Oder wozu sind sie da?

Dass der Mensch so schrecklich kompliziert sei, wissen wir daher, dass es Menschen sind, die uns mitteilen, was der Mensch sei. Könnte uns ein Regenwurm seine Auffassung über den Menschen übermitteln, sähe die Sache bedeutend übersichtlicher aus.

Regenwurm (2): Der Zentralrat der Regenwürmer in Deutschland beschließt, der Führerin ein Doktorat h.c. in Klimafragen (Dr. rer. climax) zu verleihen. Der von ihr vorangetriebene Handel mit CO2-Zertifikaten werde nachweislich dazu führen, dass es in Deutschland wieder regne.

Merkwürdig erscheint mir, dass die vermummten Kassiererinnen bei Kaufland dazu neigen, ihre Kunden anzuschreien. Noch merkwürdiger finde ich, dass sie bei real freundlich sind.

Warum im Baumarkt Obi Tomatenpflanzen verkauft werden, mögen die Götter wissen. Meine Frage, ob die Fleischtomaten auch von Veganern gegessen werden dürfen, bleibt unbeantwortet.

Bei Roller lerne ich den Unterschied zwischen bis zu und über 800 qm Verkaufsfläche kennen. Rotweißes Trassenband sorgt für die nötige Erkenntnis. So lernt man Grenzen im eigenen Land kennen. Verwunderlich: alle halten sich dran.Max. 800 qm (2): Wie hieß es dereinst? Volk ohne Raum.

26. April 2020 

„Es wird schwieriger, je länger es dauert.“ Sagte wer? Kassandra zu ihrer Zeit oder W. Schäuble gestern erst?Schäuble (2): Mein Ex-Minister war mir seinerzeit durch humorige Einlagen nicht aufgefallen. Er muss wohl dazugelernt haben.

25. April 2020 

Die Führerin sagt: „Wir merken jetzt schon in diesen Tagen, dass es in vielen Gebieten Deutschlands nicht ausreichend regnet.“ Da kann man nur hoffen, dass sie von ihrer letzten Afrikareise einen Regenmacher mitgebracht hat.

Pluralis majestatis: Das „wir“ im Gerede der Gesalbten gibt ihren Äußerungen etwas Allumfassendes.

Führerin-Worte (2): Dass wir des Regens entbehren, weckt die schlimmsten Befürchtungen. Es ist der Anlauf zu neuem Klimaschwachsinn und sonst gar nichts.
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/eu-ratspraesidentschaft-merkel-will-sich-auch-um-klima-kuemmern-a3223509.html.

24. April 2020 

Erklärte einem Ausländer auf seinen Wunsch hin den Unterschied von märchenhaft und traumhaft. Sagte als Vorrede, die deutsche Sprache stecke voller boshafter Rätsel. Also sprach ich: Sich von der guten Fee im Schlafe fesseln zu lassen, bedeutet Traumhaft, während der Lockdown von Dornröschen Märchenhaft war. Wir redeten anschließend über was anderes.

Novelle zur Straßenverkehrsordnung tritt in vier Tagen in Kraft. Im Klartext: massive Erhöhung der Abzocke und Behinderung des Autoverkehrs. Straßenverkehrsordnung (2): Es unterblieb die Aufhebung des Rechtsfahrgebots.
Straßenverkehrsordnung (3): Der zuständige Minister heißt Scheuer. Ächt.

23. Aperol 2020

Sprachnot und Wortwitz: Nach dem wortklitternden Verlangen der Beendigung von Öffnungsdiskussionsorgien (A. Merkel) der Hinweis auf die seit Jahren unterbliebenen Öffnungsorgiendiskussionen (B. Zeller).

Von dem Willkommensbürger lernen, heißt Orgien lernen.Vom Auge des Sturms las ich oft, doch vom Auge der Orgie hörte ich nie. In dem Zusammenhang eher von Voyeuren.

22. April 2020 

Harmonie in Absurdistan: Während die Deutschen ihre Getreideproduktion durch die neue Düngemittelverordnung vorsätzlich einschränken, beschließen im selben Monat April die Weizen-Exportnationen Rumänien, Russland und die Ukraine einen sofortigen Ausfuhrstopp, um die eigene Bevölkerung zu schützen.

Wer andauernd zitiert, hat nicht genug gelesen, um eigenständige Gedanken zu entwickeln.

Zitat (2): Wenn ein Schriftsteller für jede Gelegenheit ein Zitat im Köcher hat, könnte sein Maßstab die Beliebigkeit sein.

Toleranz und Beliebigkeit sind nur zu oft Geschwister im Geiste, Dummheit und fester Standpunkt mitunter auch.Das Softwarehaus SAP bzw. sein Eigentümer haben ein halbes Jahr gebraucht, um die Untauglichkeit einer gemischten Doppelspitze zu erkennen. Behilflich war die augenblickliche Wirtschaftskrise.

Doppelspitze (2): Im Gegensatz zu den zahlreichen gemischten Veranstaltungen des Zeitgeist-Komplexes, hat die Firma die angezeigt erscheinende Konsequenz gezogen und die Quotenfrau nach Hause geschickt, da es jetzt auf schnelle und zutreffende Entscheidungen ankomme.Doppelspitze (3): Man stelle sich vor, SPD und AfD würden die SAP-Regeln anwenden. Tun sie aber nicht, versprochen.

20. April 2020 

Umlaufender Trump-Witz: Wenn er übers Wasser ginge, würden die Medien sagen, er sei zu blöd zum Schwimmen.

Wasserläufer (2): Täte es die Führerin, würde Mainstream sagen: Wer soll es denn sonst machen?

Das Versanden der Corona-Panik ist ein Muss, damit wieder Platz für Scheinthemen wird. Am Klima-, Diesel- und Gendertropf hängen schließlich die semi-debilen Claqueure des Mainstream.

Einfache Rechnung: Wenn in Deutschland nur 5,9 Millionen Bürger durch ihre Arbeit den Wohlstand schaffen, arbeitet jeder von ihnen für 14 andere mit, die das nicht tun. Was mag in diesem Zusammenhang das Wort Lastenausgleich bedeuten, von dem die Politkaste fabuliert?Entnehme der Applauspresse, dass die Führerin Diskussionsorgien missbilligt. Recht so. Erstens, noch immer gilt: Es gilt der Führerbefehl. Zweitens, wie schon Stabsunteroffizier Rieske, mein Ausbilder in der Grundausbildung sagte: Da gibt es keine Diskussion drunter.

Um der lästigen Notwendigkeit von Differenzierung auszuweichen, sollten sich die Korrekten darauf verständigen, alle mit Irgendwie-ismus oder Sonstwie-phob etikettierten Zeitgenossen schlicht als Phob (Substantiv) oder phob (Adverb) zu bezeichnen. Das wäre dann die Schmähung schlechthin. Das Wort ist so kurz, dass es sich auch ein Idiot merken kann. Es ist davon auszugehen, dass der Begriff sich alsbald zu fop (phon.: foop) abschleift. 

Martin Luther – aktuell: „Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, dass er die Weisen zu Schanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, dass er zu Schanden mache, was stark ist (1. Korinther 1.27).“ 2000 Jahre alt, und alles ist gesagt, worüber man sich heutzutage die Wundermütze aufsetzt.

Die Stummelsprache schreitet munter fort. Nach der mir schon länger bekannten Umkleide und der Tanke lernte ich am Wochenende die Schalte kennen. Gemeint war das technische Zusammenschalten von Teilnehmern zu einer Videokonferenz.Schalte (2): Sie gebiert ein hübsches Wortungetüm, denn statt Schaltprobe spricht man neudeutsch von Probeschalte.

19. April 2020 

Zeitgemäße Marktlücke für heimliche links-güne Porschefans: Tiefergelegtes Hochbeet.

Gestern: Mann an der Kasse des Baumarktes (= legale Kontaktperson) redet abfällig über Allas. Brauche einen Moment, bis bei mir der Groschen fällt.

Baumarkt (2): Bin der Einzige in der Kassenschlange, der erkennbar nicht wg. der Verschönerung von Haus und Garten hier ist.

Das who der WHO scheint mir das Gebot der Stunde. Erste Zwischenantwort: Sozialisten wissen nun mal, was das Beste für die Menschen (= neudeutsch für: die Menschheit) ist.

Was man früher als Kakophonie bezeichnete ist heute identisch mit der Coronaphonie.Im Vorgriff auf den 20.4.: Wer A sagt, muss auch Dolf sagen.

18. April 2020 

Die Ostküstenpresse weiß, dass Joe Biden in der Wählergunst vor Donald Trump liegt. Aber nur knapp. Das zeigt: Man hat dazugelernt. Vor vier Jahren lag Hillary Clinton haushoch vorn, doch Trump gewann. Die Erklärung: Viele Demokraten waren einfach zu Hause geblieben, da die Sache sowieso entschieden erschien. Das soll nicht noch mal passieren.

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