Autor: Helmut Roewer (Seite 3 von 3)

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch VI

28. März 2022

Herr Scholz aus dem Kanzleramt spricht: Kein Embargo gegen Russland, wozu habe man sonst die Sanktionen. Ich übersetzte das mal: Was wir brauchen, das kaufen wir. Was die Russen brauchen, sollen sie nicht kaufen dürfen.

Herr Scholz aus dem Kanzleramt verspricht: Keine Steuererhöhungen zur Finanzierung der Krise. Wusste bis gestern gar nicht, dass man Krisen finanzieren muss. Trotzdem übersetze ich mal: Wir werden wie üblich Geld drucken.Herr Scholz aus dem Kanzleramt kündigt an: Russenkohle, Russenöl und Russengas werden in Kürze kein Problem mehr sein. Stimmt, für Russland sicher nicht. Den zusätzlichen Hinweis von Herrn Scholz, dass man jetzt die seit Langem vorbereiteten Pläne umsetze, halte ich – man vergebe mir diese Offenheit – für eine Lüge. Es sei denn, er meint, den deutschen Industriestandort abzuwracken. Das begann spätestens, wenn auch zunächst nur halbherzig, unter der Regierung von Schröder und Josef Fischer.

Neben mir, der Mann mit dem Bier, sagt: Steht schlimm um Deutschland, wenn der russische Präsident besser deutsch spricht als die Außenministerin. Ich mustere den Mann heimlich von der Seite. Sieht unauffällig aus.

Beim Bier (2): Sagt die Frau gegenüber: Wurde auch Zeit, dass da mal ‘ne Frau dran kommt. Ich: Ist da jetzt ’ne Frau dran? Nun bin ich es, der von der Seite gemustert wird.Beim Bier (3): Am Laternenpfahl ein Aufkleber: Klima schützen | Kondom benützen.Kleider machen Leute: Klimaminister Habeck trägt sein weißes Hemd hochgeschlossen unter der schwarzen Anzugjacke, ganz so wie ein iranischer Staatsfunktionär. Dort bedeutet diese spezielle Kleidermode nach fundamentalistischer Auffassung die zur Schau getragene Distanz gegenüber der westliche Dekadenz. Und hierzulande?

27. März 2022

Auf der A 9 bei dunstigem Sonnenschein nach Norden. Die Haselsträucher teilen unmissverständlich mit, dass der Frühling da ist. Die Windmühlen entlang der Strecke stehen still – vermutlich Frühjahrsmüdigkeit.

A 9 (2): Die Zahl der Raser ist überschaubar. Irre ich mich, oder halten viel mehr PKW-Fahrer als noch vor Kurzem nunmehr freiwillig Geschwindigkeitsbegrenzungen ein? Das wäre dann Spritsparen mit gutem Gewissen.A 9 (3): Ich biege nachts auf dem südlichen Heimweg bei Leipzig in Richtung Westen ab, um am Chemiedreieck vorbeizukommen. Es liegt immer noch da wie ein riesiges beleuchtetes Ufo. Der Anblick ist faszinierend. Das Wort Industrie-Landschaft geht mir durch den Kopf. Sie zeugt vom sturen deutschen Wiederaufbauwillen.

26. März 2022

Leser B. weist mich dankenswerter Weise darauf hin, dass ich die gestrige Meldung zu Jänschwalde missverständlich verkürzt habe. Richtig ist: Es ist die wasserrechtliche Genehmigung für den dortigen Braunkohle-Tagebaubetrieb, die von der sog. Deutschen Umwelthilfe angegriffen wurde. Das Ergebnis allerdings ist das gleiche. Ohne Abbau keine Kohle und ohne Kohle kein Strom. Wie belehren uns unsere grünen Vordenker stets: Nachhaltigkeit geht vor, vor allem vor Logik. Und die heißt: Kraftwerk aus, Licht aus. Zumal wir vom bösen Putin nix mehr nehmen. Der soll seine Kohle nach China verkaufen oder Indien oder sich sonstwo hinstecken.

Die Versorger machen sich angeblich Sorgen, wo der Strom demnächst herkommen soll. Wie, jetzt erst? Na, aus der Steckdose natürlich. Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass die grandiose grüne Diskussion über die Nutzung der Elektrospielzeuge als Stromspeicher versandet zu sein scheint. Da hätt ich noch was zur Ergänzung: Alle Händi-Benutzer hängen ihr Dings ans Ladegerät. Und fürs Klima hätte ich auch noch einen: Tagsüber die Kühlschrank-Türen offen lassen.In Washington DC findet vor dem US-Senat die Anhörung einer Kandidatin für das Oberste Gericht statt. Frau Jackson weigert sich zu sagen, was eine Frau ist. Die Antwort „ich“ ist ihr offenbar nicht eingefallen. Wie ein Kerl sieht sie jedenfalls nicht aus, aber kann ja noch werden.

Ziellos vor dem prall gefüllten Regal mit den Büchern, die von Freunden und Bekannten verfasst wurden, gestanden. Siedend heiß wird mir klar, dass die meisten der Verfasser bereits verstorben sind. So Wolf Kalz, in dessen Aphorismen-Sammlung Das entfesselte Gute ich mich festlese.

Der französische Energiekonzern Total kündigt an, die russische Öl-Pipeline, an deren deutschen Spundloch er sitzt, zum Jahresende dicht zu machen. Das dürfte das Aus für das Chemiedreieck von Leuna bedeuten. Hier wird eine Krise mit der Brechstange herbeigeführt.

Leuna (2): Der Anhaltinische Ministerpräsident, ein Herr Haseloff, sieht – falls die Postillen das richtig wiedergeben – hierdurch die Versorgung der Bevölkerung nicht gefährdet. Produktion und Arbeitsplätze spielen im Lande Wünschdirwas offensichtlich keine Rolle. Soviel Stuss hätte auch Erich Honecker von sich geben können.

Leuna (3): Jetzt haben wir es den Russen aber gegeben. Kriegen ihr Öl nicht mehr los bei uns.

Leuna (4): Am besten gefällt mir der Vorschlag, dass, wenn wir wirklich Öl brauchen sollten, wir dieses statt durch die Pipeline durch Tanker, die in Danzig gelöscht werden sollen, beziehen mögen. Dass zu einem Wirtschaftsstandort auch dessen Wirtschaftlichkeit gehört, entzieht sich den Vertretern der Plapperökonomie.Suchbild: Beim Betrachten der Bilder des Nato-Gipfels am 24. März 2022 in Brüssel stelle ich mir die Frage, ob Deutschland nicht bis neulich Mitglied in diesem Staatenclub war.

25. März 2022

Black Rock-Chef Larry Fink sagt das Ende der Globalisierung voraus. Das nenne ich mal eine Wende um 180 Grad, denn ich hatte den Großspekulanten ganz anders im Ohr, als er vor kurzer Zeit, mit wokem Regenbogenschal umwickelt, in Davos über die Welt als solche sprach. Die neuen Tönen klingen wie das Pfeifen im Walde, was einer anstimmt, wenn er seiner reichen Kundschaft – Anleger genannt – erklären muss, gigantische Verluste eingefahren zu haben. Ob das für Black Rock zutrifft, weiß ich nicht, aber was ich über die Wetten auf Gas und Öl, auf den fallenden Rubel und den Preisverfall auf dem Nickelmarkt gelesen habe, weckt den Verdacht, dass da irgendwer irre Summen in die Tonne getreten haben muss.

Das Kohlekraftwerk Jänschwalde soll dichtmachen. Die sog. Deutsche Umwelthilfe hat geklagt und recht bekommen. Man sieht also: der Rechtsstaat funktioniert. Was er anrichtet, bleibt unerörtert. Die Leute werden erst zur Vernunft kommen, wenn das Licht ausgeht. Und selbst dafür verbürge ich mich nicht.Bis gestern hatten wir Corona, jetzt haben wir Putin. Und es dröhnen die Experten. Ob es die selben sind, weiß ich nicht. Jedenfalls ist der Ton derselbe.

24. März 2022

Putins Ansage vom Vortag, dass feindselige Staaten ihre Rechnungen in Russland fortan in Rubel bezahlen müssten, ist ein Schuss gegen den Dollar, dessen Auswirkungen noch nicht absehbar sind.

Dollar (2): Staatenlenker, die nach der Jahrhundertwende den Ausstieg aus dem Dollar versuchten, haben dieses Tun mit ihrem Leben bezahlt.

Dollar (3): Die FED versucht, durch Zinsanhebungen den Dollar attraktiv zu erhalten. Angeblich sei das notwendig, um der Inflation gegenzusteuern. Man wird sehen, ob sich die Währungsspekulanten davon beeindrucken lassen. Seit heute Nacht sieht es so aus, als hätten sie die Attraktivität des Rubels entdeckt.Dollar (4): Wenn, was sich andeutet, Staaten wie Saudi-Arabien den Währungsschwenk mitmachen, ist das ein Schritt, der in Washington-New York die Alarmglocken rasseln lässt. Neben Israel ist Saudia-Arabien der unangefochten wichtigste Stützpfeiler der USA in Nahost. Was braut sich hier zusammen? Man muss nur mal mit etwas Abstand auf den Atlas schauen, dann sieht man ein völlig neues Gebilde, einem Riegel gleich: Moskau-Ostukraine-Türkei-Syrien-Arabien. Im unteren Drittel ein leicht zu kontrollierendes Schlupfloch: der Suezkanal.

Der Ukraine-Konflikt gibt täglich neue Rätsel auf. Während die Hauptstadt Kiew der Einschließung durch die russische Armee entgegensieht, kommen die staatlichen Anrainer aus ihren Löchern und stellen territoriale Forderungen für Gebiete, an deren Eroberung sie nicht beteiligt waren. So blicken polnische Nationalisten gen Lemberg und ukrainische gen Ungarn.

Ukraine (2): Die reichlich vorhandenen Flüchtlinge werden gewiss zur politischen Manövriermasse. Die Masse davon in Polen, was nur bedeuten kann, das sie für eine Gegenbewegung genutzt werden sollen.

Ukraine (3): Wer bei uns anlandet, will – so höre ich – arbeiten und mehr oder weniger bald zurück. Das ist für Gutmensch eine neue Erfahrung. Witzig ist, dass in diesen Fällen plötzlich das Wort Flüchtling wieder gebraucht wird, während der Flüchtende auf Vorderasien und Nordafrika beschränkt ist. Westdeutsche Fortschrittler plädieren dafür, dass (nicht-schwarze) Ukraine-Flüchtlinge in Ostdeutschland untergebracht werden sollen.

Ukraine (4): Ob die hier Anlandenden wirklich wieder zurück wollen, wird sich dereinst noch weisen. Sie werden in jedem Fall für Mainstream zum Ärgernis werden. Wer’s nicht glaubt, betrachte den Einwanderungsschub aus der Ukraine und Umgebung, den uns Josef Fischer und seine Gang zur Jahrhundertwende durch Visamanipulationen bescherte. Das war letztlich eine Fehlkalkulation der Manipulateure. Empfehle einen Rundgang durch Hellersdorf und Marzahn und die Analyse der dortigen AfD-Wähler.Ukraine (5): Während das Volk gebannt den Kriegsspielen der Medien folgt, setzt auf der Hinterbühne das Establishment die Zwangsimpfung durch. Warte täglich auf die Meldung, dass Omi Kron eine Mutation des bösen Wlad sei.

23. März 2022In einem der Nachbardörfer mit ca. 20 Einwohnern, in dem eine Familie ein Sommer-Ferienlager für Schulkinder unterhält, wurden 60 Männer untergebracht. Sie besitzen durchschnittlich zwei Staatsangehörigkeiten. Eine syrische und eine ukrainische. Sie sehen eindeutig nicht so aus, als sei auch nur eine davon zutreffend.

Ergebnis eines ungewohnten Mittagsschlafs: Das Wort „nieder“ ist ein besonders tückisches Exemplar der deutschen Sprache. Es entzieht sich – was der Deutsch-philiströse Philologen-Verband auf seiner jüngsten Online-Jahrestagung in der Abschlussresolution herausgearbeitet hat – einer eindeutigen Zuordnung in Gut oder Böse. Man verbinde das bemängelte Wort nur mit …kunft oder …lage, …schlag oder …tracht, dann wird klar, dass der Wind aus wechselnden Richtungen weht. Das kann angesichts der klimatischen Fünf-nach-zwölf-Verhältnisse und der Lage in Kiew nicht mehr geduldet werden.

22. März 2022

Litauen verlangt in Brüssel schärfere Boykott-Maßnahmen gegen Russland. Hätten wir eine Regierung, die das deutsche Interesse hörbar verträte, so käme diese wohl auf den Gedanken, weiteren Boykott-Ansinnen nur unter der Bedingung zuzustimmen, dass Deutschland hierbei nicht Schaden litte und den hiergegen mit Stimmgewalt aufbegehrenden EU-lern anzubieten, in der Höhe des von ihnen anzurichtenden Schadens auf die deutschen Ausgleichszahlungen zu verzichten.

Boykott (2): Fast immer zeigt sich, dass das, was mit Hurra-Geschrei verkündet wurde, eine vorher nicht bedachte Rückseite hat. Seit dem Wochenende ist es der Nickel-Markt. Russland ist der fast einzige Großexporteur, und ohne Nickel keine Elektrospielzeuge mehr. Schon tönt es weltauf weltab, Nickel sei nicht gemeint gewesen. Was nun aber, wenn der bitterböse Wladimir jetzt die Nickelausfuhr stoppt? Dann ist er erst recht böse.Boykott (3): Nicht ohne Schadenfreude lese ich, dass die Finanzganoven für dieses Frühjahr auf fallende Nickelpreise gewettet haben. Gestern schloss die einschlägige Londoner Börse, um die Ärmsten vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Boykott (4): Bin neugierig, wo der Herr Tesla, der jetzt die Eletrospielzeug-Großfabrik in Brandenburg ans Laufen bringen will, den Nickel für seine Batterien herholt. Aus dem märkischen Sand sicher nicht.

21. März 2022

Die Russen setzten am Wochenende eine ihrer neuen Hyperschallraketen in der Ukraine ein. Sie zerstört dort einen ehemaligen sowjetischen Atomwaffenbunker, der weiterhin als ukrainisches Waffendepot genutzt wurde. Für diesen Einsatz gibt es nur einen nachvollziehbaren Grund. In der Ganovenwelt nennt man das: dem Gegner die Waffen zeigen. Die Gegner sind in diesem Fall nicht die Ukrainer.

Hyperschall (2): Es ertönt der Chor der Experten. Ich erinnere mich, vor etlichen Monaten einen russischen Film gesehen zu haben, als das Ding in Putins Gegenwart abgefeuert wurde. Er selbst gab hernach Erklärungen ab, was die Waffe für Russlands Kriegsdoktrin bedeute. Der Chor der Experten erhob auch damals seine Stimme und sprach von Bluff.Beschallung: Längst verrentete Musikanten untermalen in Berlin (wo wohl sonst?) unser aller Bemühen, den nicht mehr vorhandenen Frieden zu erhalten. Wir spenden Lebensmittel für die Ukraine, nur kein Speiseöl, denn das ist grade aus, weil es aus Russland und der Ukraine nicht geliefert werden kann. Leider muss man sagen, dass der Lieferausfall nicht vollständig dadurch kompensiert werden kann, wenn jeder der Demonstranten eine Sonnenblume in seinem Wohnzimmerfenster zieht. Selbst der verkümmerte Wallnussbaum in Nachbars Garten wird nicht reichen.

Wie nennt man das bloß, wenn man in Friedenstönen schwelgt und gleichzeitig an Kriegsparteien Waffen liefert? Richtig, das ist moral-verbrämte Heuchelei. Von einem Aufruf Heucheln für den Friedenhabe ich allerdings noch nicht gehört.

Heuchelei (2): „Gerade wir als Deutsche“ tönt es aus Mainstream. Bis gestern gab es diese Kategorie gar nicht. Wer’s dennoch sagte, war ein Nazi. Jetzt lässt sich folgern: Soviel Nazismus wie heute war nie, nicht einmal im Dritten Reich.

Heuchelei (3): In den Gazetten windige Berichte, ab welcher Entfernung ein Tanken im Ausland lohne. Auf den Gedanken, dass es nur auf den Vergleich des Literpreises ankomme, können nur radfahrende Journalisten kommen. Denn: Wer eine fünfstündige Autofahrt auf sich nimmt, nur um zu tanken, hat sonst nichts zu tun oder ist nicht gescheit. Oder beides.Heuchelei (4): Spreche mit einem Mann aus Altenburg: Ich fahre einmal die Woche nach Karlsbad zum Tanken. Vor dem Rückweg decke ich mich dort ein. – Ich: Womit? – Er: Mit Karlsbader Oblaten.

Präsidentendarsteller Biden kündigt seinen Besuch bei den säbelrasselnden Polen an. Man kann sich des dummen Gefühls nicht erwehren, dass er dort etwas in Bewegung setzt, was ein nüchterner Mann vermeiden würde. Die atlantische Annalena kündigt derweil weitere Waffenlieferungen in die Ukraine an. Da die Bundeswehr allen Schrott bereits los zu sein scheint, spricht sie von Waffen aus Europa.Staatsbesuch (2): Die Vielschichtigkeit des Ukrainekonflikts ist kein Grund ihn ausgerechnet diesen Leuten zu überlassen.

18. März 2022

Vor unsern Augen spielt sich der Krieg des Thomas Morus („Utopia“) ab: Du bis dank deiner moralischen Überlegenheit berechtigt, Kriege zu führen. Doch kämpfe nicht selbst. Lass Minderwertige diese Arbeit erledigen.

Utopia (2): Was nun, wenn wir in diesem amerikanischen Kriegskonzept zu den Minderwertigen gehören?Der Vorsitzende des Gesprächskreises der Nachrichtendienste schreibt einen Brief. Darin ist – neben dem heute bei den Diensten offenbar unvermeidlichen Soziologengestammel – Erstaunliches zu lesen: „Der Schock des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die Bedrohungswahrnehmung weltweit, besonders aber in Europa und Deutschland, grundlegend gewandelt. Krieg im Herzen Europas ist wieder eine Realität geworden.“ Ich übersetze das mal: (1) Wir sind durch den russischen Einmarsch komplett überrascht worden. (2) Die Kriege auf dem Balkan in den 1990er Jahren haben offenbar nicht in Europa stattgefunden. Der Rest ist eher banal. Der Zustand unserer Dienste und der Bundeswehr sind erbärmlich. Kein Wort darüber, dass und womit und wann man hiervor gewarnt habe.

17. März 2022

Ich nehme eine Auszeit vom täglichen Wahn, um mein Auto neu zu programmieren. Ich lege zwar keinen Wert darauf, dass es mit mir spricht, aber fahren sollte es schon. Schöne alte Welt: Schlüssel ins Zündschloss und losfahren. Das kann sich heute niemand mehr vorstellen.Auto (2): Der Tankterror geht ungeschmälert weiter. Mainstream weiß auch warum: Der böse Putin ist schuld. Selbst dies hier wird als sog. Bericht behauptet: Die Menschen sind mit dem exorbitanten Spritpreis einverstanden – in Deutschland. Tankt deswegen, wer kann, in Polen?

16. März 2022Ich denke erst, ich habe mich verhört: „Dies ist nicht die Zeit für Dilettanten. Wir sind keine Anfänger, wir sind stark, wir sind einig und deshalb gewinnen wir auch das Referendum, um den Geschlechterwahn an unseren Grenzen zu stoppen. Der Vater ist ein Mann, die Mutter eine Frau, und unsere Kinder werden in Ruhe gelassen.“ Sagte gestern der ungarische Ministerpräsident Victor Orbán, der am 7. April wiedergewählt werden will, vor Hundertausenden auf offener Straße in Budapest.

Anstatt eines Kommentars zu meinem vorgestrigen, 4 Seiten umfassenden Artikel zum Hintergrund des Ukraine-Konflikts erhalte ich von einem Bürgerkomitee eine Mail mit Dutzenden von Links ohne jeden Begleittext. Die Auflistung füllt zweieinhalb Bildschirmseiten. Das erinnert sehr stark an Füllen eines informationellen Schweinetrogs. Kein ernst zu nehmender Mensch kann annehmen, dass ich mich für den Rest der Woche durch Internet-Adressen mit unbekanntem Inhalt klicke.Das Übersenden von nackten Links ist eine Unsitte, die man nur durch das sofortige Löschen der einschlägigen Mails beantworten kann, denn die Leute, die so vorgehen, sind zu blöd, um einen eigenen Gedanken zu formulieren.
Die Schauspieler – genauer gesagt: einige von ihnen, die sich nicht haben verblöden lassen – haben schon wieder zugeschlagen:

15. März 2022

Das Weiße Haus droht China mit Konsequenzen, falls es Russland unterstützt. Das klingt geheimnisvoll, aber sicher nicht sehr beeindruckend für Herrn Xi. Für den geht es, hört man, um Kohle und Öl, die es in Russland recht günstig einkaufen kann. Ganz ohne Dollar.Weißes Haus (2): Gleichzeitig werden die führenden Influencer von TikTok empfangen, um sie für den Ukraine-Krieg zu briefen. TikTok? Chinesisch, soweit ich weiß – meine Übersetzung: balla-balla. Sicher werden wir bald die allgemeinverbindliche Russland-böse-Grimasse kennenlernen.

14. März 2022

Weg und Steg: Der Zeitgeist gleicht einer Dampfwalze. Wer sich in den Weg stellt, wird plattgemacht.

Weg und Steg (2): Ab und an ist ein Umweg der rechte Weg, weil die Weglosigkeit ins Ausweglose führen kann.

Weg und Steg (3): Wer Autobahnbrücken dem Verfall preisgibt, sollte über das Ökosystem Sauerland nicht räsonieren. 

Weg und Steg (4): Die nächtliche Beschäftigung mit Wortspielen schützt vor trüben Gedanken – zumindest zeitweilig.

Ein hübscher Trick: Man erhöht nicht die Steuern, sondern den Spritpreis (aktuell 2,399 € für den Liter Diesel, das ist eine Steigerung von 0,30 € innerhalb von 6 Tagen).

Ein Finanzminister, der davon schwärmt, mehr Steuern eingenommen zu haben, sollte einen winzigen Moment darüber nachdenken, wem er es abgenommen hat.

Denken (2): Wenn man eines nicht erwarten sollte, dann ist es, dass die Verkünder unserer öffentlichen Wahrheiten vor dem Ich-aber-sage-dir nachgedacht haben. Es liegt ihnen nicht.Die Zahl der eingeschriebenen Protestanten in Deutschland sinkt unter 20.000.000. Das sind vielleicht immer noch 6 Nullen zu viel, denn dass die Zahl der Ratlosen abgenommen hat, kann ich mir nur schwer vorstellen.

13. März 2022

Schlechter Witz oder viel Feind viel Ehr: Annalena ruft die Serben zur Ordnung. Die Tschetniks sollen mit den Russen brechen. Habe selbst nix verstanden, womit sie gedroht haben will, denn sie trug eine schwarze Windel vor dem Mund.Tschetniks (2): Die Helme auf dem Bild stammen übrigens aus einer etwas früheren deutschen Lieferung.

12. März 2022

Seit einigen Jahren erhalte ich in dichter Folge Kataloge für Damenmode von etlichen Versandfirmen. Zunächst war ich verblüfft, denn ich benötige das dort Feilgebotene nicht. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass deutschen Frauen Klamotten schön finden sollen, die von Anziehpuppen präsentiert werden, die sonst für die Mitleidsindustrie ihre Magerkeit und Farbe ins Bild rücken.Mode (2): Heute kam ein dicker Katalog der Firma Deerberg. Alle Bilder zeigen die nette Frau von nebenan. Dass sowas in dieser schweren Zeit erlaubt ist.

Dummheit des Tages: „Diejenigen, die Putins Kriegsmaschinerie am Laufen halten, sollen nicht länger ihrem pompösen Lebensstil frönen können, während Bomben auf unschuldige Menschen in der Ukraine fallen,“ so die blonde Ursula von der EU-Kommission wg. des beschlossenen Exportverbots von Luxusgütern nach Russland. Woran mag die Allmächtige gedacht haben? Goldene Nasenringe für diverse Oligarchen?

Das russische Außenministerium kündigt die Veröffentlichung einer Liste mit sog. Gegensanktionen an. Da werden deutsche Firmen noch staunen, die im überholenden Gehorsam ihrer Werkstore geschlossen haben. Könnte sein, dass sie in wenigen Tagen ohne Beteiligung der dann ehemaligen Eigentümer wieder geöffnet werden.Eine Tupolew-Drohne fliegt nach Zagreb, wo sie abstürzt und 20 Autos ruiniert. Eine Stunde Rundflug über Nato-Gebiet, keiner merkt was, keiner tut was. Über Nacht wird aus Wahrheits-Gründen der Wikipedia Eintrag gelöscht. Da stand bis dahin, dass solche Fluggeräte nicht mehr von den Russen, dafür aber von den Ukrainern benutzt werden.

11. März 2022

Es ist schwer zu entscheiden, was mehr Unbehagen auslöst: Ein Mitbringsel mitzubringen, oder ein solches entgegennehmen zu müssen.

Mitbringsel (2): Nicht ohne Komik ist es, wenn einem Gastgeber ein Kochbuch ausgehändigt wird. Zumal, wenn der Gast zum Essen erscheint.

Mitbringsel (3): Du hast gut reden, nimm den Leuten einfach eins deiner Bücher mit. Nee, dann schon lieber ein Kochbuch oder eines über Whiskyfässer.Schwachsinn des Tages: The United States is absolutely prepared to do what we can (Die USA sind vollkommen vorbereitet, um zu tun, was wir können), US-Vizepräsidentin Harris. Passt immer, bedeutet nichts.

Natürlich lügt der russische Außenminister Lawrow, wenn er behauptet, die russische Armee habe US-amerikanische Biowaffenlabors in der Ukraine unter ihre Kontrolle gebracht. So jedenfalls die deutschen Wahrheitsmedien unter Berufung auf anonyme Faktenschecker. Lügen (2): Das harmoniert nicht so ganz mit den Aussagen der stellvertretenden Ministerin im State Department, The Honorable Victoria Nuland, die vor dem US-Senat dieses hier zum Ausdruck brachte: Die angeblichen Biowaffenlabors seien keine solchen, sondern humanitäre Einrichtungen, wo zum Schutz der Menschheit vor Biowaffen geforscht werde. Sie stammten aus dem Biowaffenarsenal der ehemaligen Roten Armee und seien 2004 übernommen worden, um sie abzubauen. Jetzt sei es darauf angekommen, sie vor der Übernahme durch die russische Armee zu schützen. Klingt total logisch.

10. März 2022

Sie heißt Tamara Lich und wird vielleicht einmal als diejenige in die Geschichte der sogenannten Menschenrechte eingehen, die für den arbeitenden kleinen Mann im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße ging, denn sie organisierte im Januar den LKW-Fahrer-Protest in Canada. Ihre Rolle wäre unbemerkt geblieben, wenn die Regierung Trudeau sie nicht als Rädelsführerin aufgrund der aus dem Nichts gezauberten Normen eines Staatsnotstandes am 17. Februar 2022 eingesperrt hätte. Seit gestern ist sie unter strengen Auflagen (Kontakt- und Äußerungsverbote) auf freiem Fuß.

Staatsnotstand (2): Das Handeln des Knaben Trudeau war konsequent, denn der Protest der Arbeiter gegen sein Regierungshandeln, mit dem er Impfpflicht und digitale Identität zu erzwingen hofft, weitete sich zum generellen Verneinen seiner Regierungsmacht aus. Er zog die Notbremse, indem er die Konten der Regierungsgegner sperren ließ. Die canadischen Banken exekutierten die Anordnung devot. Die Rechte ihrer Kunden sind ihnen völlig schnuppe.

Staatsnotstand (3): Manch einer sieht im canadischen Manöver die Generalprobe zum Great Reset: Dir wird nichts mehr gehören, und du wirst glücklich sein. Witzig genug: Trudeau ist ein Young Global Leader aus dem Stall von Schwab & Genossen. Doch merke: Wenn du das erwähnst, bist du ein Verschwörungs-Schwurbler.

9. März 2022Gestern in Schilda entdeckt: Die deutsche Antwort auf die G5-Technik.

Erster ukrainischer Flüchtling in Schilda in meinem Wahrnehmungsfeld aufgetaucht: Junge Frau mit Kind. Wurde vom Ehemann, dem man die Ausreise nach Polen verweigerte, bis an die dortige Grenze begleitet. Kostenlose Weiterfahrt mit der Bahn durch Polen an einen deutschen Bestimmungsort eigener Wahl. Dreijähriges bedingungsfreies Aufenthaltsrecht. Ankerpunkt war ein seit Jahrzehnten hier lebender ukrainischer Musiker – ein echtes Opfer der Katastrophe von Tschernobyl.

Tanken: 2,09 € der Liter Diesel. Am exakt demselben Ort vor genau einem Jahr, zwei Monaten und 9 Tagen kostete er 0,999 €. Die Verdoppelung des Spritpreises gilt auch für Dienstwagen, aber die werden bekanntlich nicht von ihren Nutzern befüllt.

Auf dem Parkplatz vor dem Teegut stehen unter 50 PKW drei Elektrospielzeuge. Gegenüber auf dem Parkplatz von Aldi keines. Fahre aus Neugierde zum nahegelegenen Lidl. Auch dort sind die Verbrenner unter sich. Die 500 Meter bis zum Netto spare ich mir.

Fazit des Finanzministers (Herr Lindner von der Lindnerpartei): Wir werden alle ärmer werden. Deswegen will er 200.000.000.000,00 € ins Klima investieren, sagt er.Investieren (2): Im Zusammenhang mit dem Klimapopanz ist die Vokabel ein Synonym für: aus dem Fenster schmeißen. Dass es sich hierbei um Geld handelt, dass er den rund 30 Millionen Steuern zahlenden Bürgern entzieht, irritiert den Mann offensichtlich nicht.

Erkenne deine Vorurteile: Wenn ich das Gesicht von Klaus Schwab abgebildet finde, kann ich mich eines spontanen Widerwillens nicht erwehren. Diese Attitüde des Möchtegernweltmannes im 2000-Dollar-Zwirn, herausgewachsen aus dem konspirativen Dunst eines besudelten Schreibtischtäters namens Henry Kissinger, der ohne das absichtsvolle Sponsoring der selbsternannten Weltenlenker Nelson und David Rockefeller ein verdienter Niemand geblieben wäre.

Vorurteile (2): Vor Jahren beschlich mich schierer Unglauben, als die Russen die Telefonate zwischen dem State Department in Washington DC und der US-Botschaft in Kiew in die Öffentlichkeit schoben. Der pöbelnde agitatorische Ton erinnerte an die Fäkalsprache eines Richard Nixon, aufgezeichnet im Oval Office. Doch diesmal war der aggressive Agitator eine Frau, Victoria Nuland. Sie gilt als die Architektin des Umsturzes in Kiew im Frühjahr 2014. In den Trump-Jahren war sie stillgelegt. Jetzt ist sie wieder da. Gestern gab die stellvertretende Außenministerin im Capitol triumphierend zu Protokoll: Northstream 2 ist tot, nur noch ein Stück Blech im Wasser, was dort verrotten wird.Vorurteile (3): 2800 Milliardäre können sich nicht irren:

8. März 2022

Die Hetzmeute tobt: Die Letzten Tage des Wladimir P., tönt es landauf landab. Wir, d.h. in diesem Fall: ich nicht, liefern ausrangierte Waffen aus den Beständen der NVA. Damit sollen Russen, in einem Krieg, an dem wir uns nicht beteiligen, totgeschossen werden.

Wir (2): Sind uns sicher, dass die Russen, die mit unsern schrottreifen Waffen totgeschossen werden, sich das klaglos gefallen lassen. Ein pensionierter deutscher General namens Domröse erklärt mit Herablassung des globalen Strategen hierzu, dass die Russen auf dem Niveau von 1918 Krieg führen. Will sagen, der böse Wlad versteht nix von moderner Kriegführung, Massenvernichtungswaffen, tabula rasa und so. Vermutlich hat der vorlaute Herr seinerzeit in Kriegsgeschichte gepennt, als Verlauf und Ergebnis des Russischen Bürgerkriegs auf der Offiziersschule besprochen wurden. Vielleicht hat er auch nur zu lange bei der Einzigen Weltmacht gedient und dort das nüchterne Denken verlernt.Wir (3): Wissen nix Genaueres, denn eins ist sicher: Man kann noch nicht sagen, wo das hinführen wird. Derweil schießen Spekulationen ins Kraut, die bereits morgen vergessen sein werden. Beim Durchforsten des Gestrüpps verdient diese Schlagzeile hier die Krone der Dummheit: „Pekings Schulterschluss mit Russland isoliert China“ (Epoch Times, dt. Ausg., vom 7.3.2022). Darauf musste erst ma kommen.

22. Februar 2022Während die Nato noch im Sandkasten spielt, erkennt Putin die beiden östlichen Oblaste der Ukraine als selbständige Staaten an. Ich tippe mal, dass als nächstes die Volksabstimmung stattfindet, woraufhin die Selbstgerechten von Annexion sprechen werden. Die missglückte Krim-Strategie lässt grüßen.

19. Februar 2022

Da ist eine Studie von drei sehr prominenten französischen Wissenschaftlern soeben ruchbar geworden, die einen brisanten Inhalt hat, nämlich die vermutete Auslösung einer Variante der Kreutzfeldt-Jacob-Krankheit durch den Pfizer-Impfstoff Comirnaty. Der Erreger und der Impfstoff hätten einen identischen genetischen Baustein (Prion), sagen die Forscher. Anlass der Untersuchung war das auffällige Auftreten von Rinderwahnsinn bei Patienten unmittelbar nach der Impfung. Ein bekannter Genetiker aus Deutschland hatte mir die Studie kommentarlos übermittelt. Ich musste zweimal nachfragen, ob das, was ich nach Lektüre laienhaft erahnte, inhaltlich zutraf. Es war so (siehe oben).

Was Bill Gates auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu suchen hat, wissen nur er und der Veranstalter allein. Was er, der Jahr und Tag Unsummen in die Impfstoffindustrie investiert hat, dort gesagt hat, verdient allerdings festgehalten zu werden. Die Omikron-Variante habe mehr zur Beendigung von Covid-19 getan als alle Impfstoffe, die nicht besonders wirksam gewesen seien.Ich habe versucht herauszufinden, was das Wort soziokulturell bedeutet. Das Ergebnis der Bemühungen ist befriedigend: Es ist ein modernes Füllwort, und es bedeutet nichts.

Der US-Präsident(endarsteller) klingt beim täglichen Aufsagen des russischen Angriffs auf die Ukraine wie eine defekte Schallplatte, die man zum Plaisir des Publikums einfach weiterlaufen lässt. Diese Art der Beschallung trägt nicht dazu bei, den Sachstand ausloten zu können.

In Canada lässt Premier Trudeau die Demonstranten mit sofortiger Wirkung enteignen. Die Presse spricht hingegen verniedlichend vom Einfrieren der Konten. In Wirklichkeit macht er die protestierenden Arbeiter zu Bettlern. Jetzt bleibt diesen nur noch das Aufgeben oder die Gewalt.Gewalt (2): In der kommenden Woche werden wir in Canada aller Voraussicht nach die Ergebnisse sehen. Schwer arbeitende Männer und Frauen zu Bettlern degradiert, lösten dereinst die Bauernkriege aus.

18. Februar 20223.105 Kinder (0-17 Jahre alt) starben in Deutschland in den 2 Jahren, seit wir Corona haben. Davon 21 an oder mit Corona. Davon 10, wo außer Corona keine andere Ursache festgestellt wurde. Das jedenfalls sagen die Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, soeben veröffentlicht, aus. Anders ausgedrückt, sterben in Deutschland etwas mehr als 4 Kinder pro Tag und davon alle 2 Monate eines an Corona. Letztere Zahl beschreibt die amtlich ausgerufene Corona-Seuche unter Kindern. Es ist keine medizinische, sondern eine Frage des gesunden Menschenverstandes, ob man eine solche Sterblichkeit eine Seuche nennt. Die hiergegen ergriffenen „Maßnahmen“ entbehren der Begründung und – das erlaube ich mir, als Jurist anzumerken – jeglicher Rechtmäßigkeit.

17. Februar 2022

„…und sie werden nicht mehr frei…“ weissagte der großdeutsche Führer seinen Volksgenossen der HJ-Generation. Ob der Verbrecher recht hatte, ist eine Frage des Standpunktes und der individuellen Verhältnisse nach 1945. Jetzt hat der Herr Karl den Kindern jener HJ-Generation, also den Alten von heute, angedroht, dass sie nicht mehr frei sein werden. Da irrt der Herr Karl, das ist sicher, denn die neuen Weltbeglücker werden alles daran setzen, den ihnen nutzlos erscheinenden Alten das Leben zu entziehen. Sollte er wirklich einmal alt werden, der heute schon greise Herr Karl, wird er um Gnade winseln und behaupten, dass er das, was hier steht, niemals gesagt und, wenn doch, anders gemeint habe.

Apropos: Die Alten werden zwangsgeimpft. Die Frage, wer hier der Nazi ist, stellt sich nicht.

Sächsisches: KdF-Autoaufkleber Kraft durch Feinstaub.Westfälisches: Am Wochenende trifft sich Bertelsmanns Atlantikerclub („die Münchner Sicherheitskonferenz“) zu Speis und Trank, um den Ukraine-Krieg zu retten. Doch merke: Es sind nicht die Menschen, die den Krieg wollen – die ganz gewiss nicht.

16. Februar 2022

Die Konrad-Adenauer-Stiftung lädt mich heute zu einem Expertengespräch zum Disigning Data Trust mit Prof. Dr. Louise Specht-Riemenschneider ein. Was mag sie von mir wollen?

Meine Behauptung von gestern, dass im Kreml über das Auftreten von Annalena nicht mal gelacht worden sei, muss ich nach Ansehen des Videos der einschlägigen Pressekonferenz korrigieren. Voila:




Love und Liebe – obschon landauf landab als Übersetzung angepriesen – bedeutet unmöglich dasselbe. Während man sich im Anglo-Amerikanischen vor lauter I-love-yous kaum retten kann, ist der Deutsche mit dem L-Wort weit sparsamer oder – wenn man so will – intimer, und da er grundsätzlich zu Übertreibungen neigt, hat er den Liebesschwur hinzugedichtet. Dazu gehört dann Mondschein und Oboengedudel vom Amordarsteller hinter der mild wehenden Gardine.

Verrenkungen zu machen, die Lockerungen genannt werden, bietet ein Schauspiel eigener Art. Unsere politische Kaste übt sich derzeit in dieser Disziplin. Die einzigen, die wahrhaft Standing beweisen, sind die Grünen. Sie beharren auf dem, Maßnahmen genannten, Freiheitsentzug, weil sie kompromisslos auf Diktatur setzen – zum Allerbesten des Bürgers, der nicht weiß, was für ihn und die ganze Menschheit gut ist.

Verrenkungen (2): Das Rückzugsgefecht findet deswegen statt, weil die derzeit verunsicherte Obrigkeit darauf setzt, dass die aufbegehrenden Bürger das Spazierengehen bleiben lassen, wenn sie niemand mehr daran hindert. Ob die Rechnung aufgeht, bleibt zweifelhaft, solange der polit-mediale Komplex auf der Spritze besteht.Spritze (2): Die Liste der Impftoten wird immer länger. Niemand, der bei Verstand ist, kann das länger ignorieren. Es wäre natürlich interessant, wenn der Amtsinhaber wg. Morbus Lauterbach (hängende Unterlippe, irre Augen, abstruses Reden) aus dem Amt scheiden müsste. In diesem Fall bekäme das Wort Impfdurchbruch eine ganz neue Bedeutung.

„Wird Moskau in der Ukraine eskalieren?“ fragt die Bundeszentrale für politische Bildung soeben bei mir nach und kündigt eine Politikstunde mit dem Politologen Umland an. Was sprechen diese pädagogischen Politruks nur für ein verknautschtes Deutsch? Jemand eskaliert, nee, etwas eskaliert, aber was ist es?

Ukraine (2): So ganz nebenbei. Heute sollte der russische Einmarsch stattfinden. Die weltweite Meldung war schließlich von nicht genannten US-Diensten mitgeteilt und von Fakten-Checkern geprüft. Der Demenzkranke im Weißen Haus hat die Sache heute noch mal bekräftigt, oder sah ich bloß eine Konserve, die mit dem heutigen Datum versehen war?Erleichterung beim deutschen Mainstream: Trudeau jun. hat gegen seine unbotmäßigen Landsleute das Kriegsrecht verhängt („der tut was“). In der rauen Wirklichkeit ist es bis zum Schusswaffeneinsatz nur noch ein Inch. Wieso das angedrohte rabiate Vorgehen nötig sein könnte, wo doch die deutschen Wahrheitsmedien seit Tagen melden, es handele sich nur um wenige Dutzend anlasslos aufmüpfige Lastwagenfahrer und deren Gefährte, wird sicherheitshalber nicht erörtert.

15. Februar 2022

Die Wonne ist ein Kind des Augenblicks, der Ekel braucht mitunter Jahre. Ist er erst da, sind gute Worte in den Wind gesprochen.

Dem Weibe ziemt die Rundung, dem Manne mehr das Eckige. Ist’s umgekehrt, sind wir befremdet.

Der Ärger macht die schönste Speise bitter. 

Man kann nicht ungestraft des Nachts die Droge Shakespeare zu sich nehmen und morgens ungeschwollen denken wollen.

Seit einer Woche wissen wir aus den US-Verlautbarungsquellen, dass morgen der russische Angriff auf die Ukraine beginnt. Sollte es morgen tatsächlich Grenzschießerei geben, dürfen wir vertrauensvoll nach Washington blicken.Russland, sagt der Kreml, hat heute seine Manöver im Grenzgebiet beendet. Wird nicht lange dauern, bis wir gesagt bekommen, dass wir das aufgrund unserer festen Haltung erreicht haben. Meine Haltung zu unserer Haltung ist die, dass unsere weibliche Laienriege in Russland nichts bewirkt hat, nicht einmal Gelächter.

14. Februar 2022In den Gazetten finde ich seit Tagen diskutiert, ob die Nazis Sozen waren. Das ist natürlich für alle, die sich heute noch vorne mit irgendwas wie soz nennen, starker Tobak. Seltener findet man Forschungen, ob A.H. etwa ein Grüner war. Wäre wohl näher liegend bei all seinen Spleens, die man als solche nur bezeichnet, wenn man verniedlichen will. Nun aber finde ich – heute Nacht zugesandt – in meinem virtuellen Postkasten ein Bild von des Führers Hand. Da es keinen Titel hat, habe ich mir einen ausgedacht: Die germanische Arche Fliegender Holländer bei Alpenglühen. Man beachte, wie der Größtefeldherrallerzeiten die Gletscherschmelze vorhergesehen hat. Ebenfalls grün: Im wirklichen Leben der Volksgenossen sorgte er 1937 für die Regulierung des Strommarkts.

12. Februar 2022

Die Lage in Canada bleibt unübersichtlich. Meldungen widersprechen sich wie üblich, wenn die Macht von Mainstream massiv in Frage gestellt wird. Klar ist nur, dass sich jetzt auch die US-Regierung zu Wort gemeldet hat, die von PM Trudeau verlangt, den Protest zu beenden.

Ähnliches wie in Canada braut sich jetzt in Neuseeland zusammen. Die Bilder zeigen nur einen Unterschied klar: Dort ist Sommer.

In Deutschland bleibt die Macht der Obrigkeit unangefochten. Variationen zeigen sich lediglich im Vokabular, sich aus dem selbst angerichteten Corona-Desaster herauszuschleichen. Der Begriff der Lockerungen feiert Triumphe. Nur die Bundesregierung und die Lügenpresse sind weiterhin auf Linie. Das ist verständlich, befinden sie sich doch im Schlepptau amerikanischer One World-Imperialisten. Die soeben erfolgte Ernennung einer US-Amerikanerin aus diesem Stall zur deutschen Staatssekretärin lässt keinen Zweifel aufkommen.

Die ukrainische Karte zu ziehen, ist nichts weiter als ein Spielzug der Todesfurcht-Propaganda, um die Seuchengefahr durch die Kriegsgefahr zu ersetzen. Merke: Durchregieren ohne Todesfurcht ist kaum möglich.Ukraine (2): Wenn man sich erinnert, dass die Familie Biden bis vor Kurzem noch in die Kabalen des korrupten Landes insofern involviert war, dass sie sich die Taschen füllen ließ, macht die Vorstellung keine Mühe, dass auch heutzutage ein familiäres Interesse die politischen Entscheidungen im Weißen Haus beeinflusst.
Unfreiwillige Komik, dessen bin ich überzeugt, ist nicht zu übertreffen. Das Publikum der US-amerikanischen Darstellerin Heather McDonald konnte sich vor Lachen nicht einkriegen, als diese, nachdem sie umständlich alle ihre Impfungen und die allerjüngste Buhsterung auf der Bühne aufgezählt hatte, umkippte und liegenblieb. Es dauerte eine Weile, bis den Leuten schwante, dass der Abschluss der Darbietung nicht auf ihrem Fahrplan stand. Sowas kann man sich nicht ausdenken, den bei der Veranstaltung erlittenen Schädelbruch hätte ich ihr nicht gewünscht – trotz alledem.

11. Februar 2022

Eine Frau, die sich von mir gemustert wähnt, macht eine die Betrachtung hindernde Geste und wendet sich weg. Ich vermute, sie versucht instinktiv, diejenigen Partien, die sie an sich selbst für wenig gelungen erachtet, dem Blick des Mannes zu entziehen.

Ansehen (2): Kaum habe ich mit einem gewissen Entdeckerstolz diese grundlegende Erkenntnis notiert, läuft eine südeuropäische Schwester der soeben betrachteten Schönen durch mein Blickfeld. Sie bemerkt mein Interesse und macht eine Körperdrehung, die mein Bemühen honoriert.

Ansehen (3): Mein frühkindliches Interesse, mich über Frauen zu informieren, ist durch die Bibel in eine falsche Richtung gelenkt worden: Adam erkannte sein Weib, und sie ward schwanger. Daran wurde ich jüngst bei einer Aufführung von Shakespeares Maß für Maß erinnert, wo die Wendung des Erkennens einer Frau in der Übersetzung von Schlegel mehrfach gebraucht wird.

Ansehen (4): Was mir als Kind Zweifel bescherte, war vor allem, warum Adam seine Eva denn nicht erkennen sollte, wo sie doch die einzige Frau weit und breit war. Gottlob behielt ich diese Zweifel für mich, zumal ich an Sonntagen bereits mehrfach durch dumme Fragen aufgefallen war.Eine Rückfrage zu einem Gesprächsgegenstand, den man nicht verstanden hat, führt nur selten zu einer erhellenden Antwort. Zuweilen macht der Sprecher vielmehr den Eindruck, dass er selbst nicht verstanden hat, worüber er redet. Zu den Sternstunden der Konversation gehört es, wenn beide Seiten, dies im stillen Einvernehmen bemerkend, in ein befreiendes Gelächter ausbrechen.

10. Februar 2020

Das Gespräch mit dem philosophisch geschulten Kopf verläuft unerfreulich. Erste Phase (leicht vorgebeugt): Wissendes Lächeln. Zweite Phase (knappes Hineinreden in die Entwicklung eines Gedankens): Das Argument ist aus dem Idealismus oder einem anderen Ismus längst bekannt. Dritte Phase (auf Rückfrage nach dem Ismus): Lies einfach mal Hegel in seinen späten Werken. Ergebnis: Du wendest dich abrupt einem anderen Gesprächspartner zu und giltst fortan als ungehobelt.

Annalena macht Wintersport. Die Alternativen mokieren sich, dass sie nach nicht einmal zwei Monaten im Amt Urlaub nimmt. Ich hingegen kann das, falls es stimmt, nur loben, denn in der Zeit kann sie kaum viel Unheil anrichten. Allein mir fehlt der Glaube, bis ich sie Spezialslalomskipiste habe aussprechen hören.

Annalena (2): Setzte angeblich in der Ukraine einen Helm auf und zog die Schutzweste über anstatt unter. Die einzigen Scharfschützen auf der Schneefläche weit und breit waren die Profis des foto shooting. Sie wurde immer wieder getroffen. Der Weste sei Dank.Annalena (3): Jetzt holt sie die Vorsteherin von Grünfried (Greenpeace) ins AA. Als Staatssekretär und Beamte auf Lebenszeit. Doch die muss erst mal Deutsche werden. Diese ärgerliche Verzögerung verdankt die treue Kampagnenschwester den amerikanischen Landsleuten, denn die änderten als Besatzungsmacht 1945 das deutsche Beamtenrecht, in dem es bis dahin hieß, dass der Betreffende mit der Ernennung zum Lebenszeitbeamten Deutscher werde. Davon hatte 1932 der spätere Führer Gebrauch gemacht, den die Regierung von Braunschweig zum Regierungsrat ernannte. Die waren noch bescheiden, die damaligen Nazis.

Rassismus to go: Wer behauptet, dass diese chinesische Goldmedaillengewinnerin gar nicht wie eine Chinesin aussieht, und zu allem Überfluss hinzufügt, schließlich sei sie in den USA geboren, der ist wahrlich ein Rassist oder so, denn er blendet aus, dass es im Lande der jetzt Empörten selbst Usus ist, alles, was brauchbar erscheint, einzugemeinden.

Rassismus (2): Immerhin hat die veröffentlichte Empörung dazu beigetragen, dass ich mitgekriegt habe, irgendwo in China finden aktuell olympische Winterspiele statt.Chinesin (2): Wenn das Bild auch Zweifel weckt, dass es sich hier um eine waschechte Chinesin handelt, so stellt es auf den ersten Blick klar: Es handelt sich nicht um einen umfrisierten Mann.

9. Februar 2022

Lange bevor das Propagandageschrei von Multikulti Allgemeingut wurde, wusste ich, dass das, was angeblich schö-hön war, nicht stimmte. Meine unerbittliche Lehrmeisterin war die Gemeinschaftsküche im Studentenheim. Anfangs dachte ich, es sähe nur in meiner so aus, doch Ausweichversuche zeigten nur zu bald die Vergeblichkeit meiner Bestrebungen und die Allgemeingültigkeit des Verdachts.Pendel: Im 19. Jahrhundert wanderten ungezählte Polen als Bergleute ins Ruhrgebiet ein, jetzt sind die Zechen zu, und wir beziehen den Großteil der benötigten Kohle aus Russland. Unsere heutige Obrigkeit befindet, dass wir derer nicht mehr bedürftig seien, dafür aber weiterer Zuwanderung, die hier… Ja, wozu eigentlich?

Obrigkeit (2) Kein Wort mehr über diese, nachdem ich Bernd Zellers berechtigte Mahnung von heute gelesen habe (Senioren-Akruetzel):

In Washington D.C. wird Bidens Vorschlag für die Besetzung des Vize-Chefs der FED präsentiert. Erwartungsgemäß eine Frau, wenn auch eine weiße. Sicherheitshalber wird hinzugefügt, dass ihr Schwerpunkt der Kampf gegen den Klimawandel sei. Mein Vorschlag hierfür wäre: einfach mit dem Verbrennen der Dollarmilliarden aufhören.

Briefe, unterzeichnet von ungezählten Medizinern aus Ostthüringen, trudeln bei mir ein, ohne dass ich der Adressat bin. Sie haben den sträflichen Unsinn der Impfpflicht im Allgemeinen und des medizinischen Personals im Besonderen zum Gegenstand. Erstaunlich muten der moderate Ton und die auf Fakten gestützten Argumente an. Noch erstaunlicher ist die Vielzahl der Klarnamen der Unterstützer dieses Protestes. Angesichts der angedrohten Repressalien eine unmissverständliche Form, Gesicht zu zeigen, wie es sonst immer so großmäulig dort heißt, wo es nichts zu verlieren gibt.

Proteste (2): Karsten Schneider, der für mich zuständige Bundesbeauftragte für Ostzonesien, will Runde Tische einrichten. Ein sehr guter Vorschlag, denn auch bei der Vorgängervariante 1989 hatte die Obrigkeit geglaubt, dass die Leute auf diese Art und Weise Dampf ablassen würden, ohne dass das Regime ernsthaft Schaden nehme.Der Postbote bringt das Rezensionsexemplar eines ziegelsteindicken Buches (Robert Kennedy: Das wahre Gesicht des Dr. Fauci). Lese sogleich die ersten 30 Seiten mit der Einleitung, die alles das auffächert, was man in den letzten 24 Monaten zu Corona als sogenannte Verschwörungs-Theorie aufgetischt bekommen hat. Von den Aktionen der Pharma-Industrie über falsche Zahlen, abstruse Medizin-Experimente bis zur mutwilligen Manipulation der Öffentlichkeit mit einem bösen Geist im Hintergrund namens Anthony Fauci, dem amerikanischen Wieler-Drosten-Lauterbach. Wenn das alles im Buch belegt ist, muss man wohl einige bisherige Annahmen korrigieren – oder auch nicht.

8. Februar 2022

In Ottawa spitzt sich die Konfrontation zu. Die Polizei beschlagnahmt die Spritvorräte der Protestler. Man setzt darauf, dass sie aufgeben, um nicht zu erfrieren. Jetzt riecht es deutlich nach Gewalt (während ich diese Zeilen schreibe, ist es in Ottawa noch der Abend des 7.2.).

Mr. Zuckerberg hat etwas an Gewicht verloren – börslich betrachtet. Lese, dass sich am letzten Donnerstag durch Sturz der Aktie um 25 Prozent 254 Milliarden US-Dollar in Luft aufgelöst haben. Börsenspezialisten analysieren noch. Nehme an, dass diese nicht zu den Lesern von Prabels Blog gehören, denn da stand bereits vor Wochen zu lesen, dass die Betriebsaufnahme des Medienkonzerns von Trump den Genossen von Facebook & Co schwer zu schaffen machen wird.

Zuckerberg (2): Niemand zwang den bis dato Monopolisten, im Januar 2021 seine größte Zugnummer, Donald Trump, von seiner Plattform zu werfen, Impfgegner zu eliminieren, Krieg gegen Normalbürger zu führen und Rassismus gegen Weiße zu schüren.Zuckerberg (3): Während die woke Welt sich Sorgen macht, was es bei der Familie Z. jetzt zum Abendbrot gibt, hat der Chef ein neues Schlachtfeld eröffnet. Seit gestern will er gegen die Datenschutzgesetzgebung der Europäischen Union vorgehen. Mir war nicht bekannt, dass er die bislang der Beachtung für wert befunden hätte, auch war ich bei den Treffs zwischen ihm und Mrs. Mörkl nicht dabei.

7. Februar 2022

Vorgestern erst machte mich ein ehemaliger Kollege aus dem Bundesinnenministerium auf seine neue Chefin aufmerksam, weil die für eine verfassungswidrige Vereinigung tätig ist oder war. Heute ist sie aus dem Netz verschwunden. So wird Vergangenes korrigiert.

BMI (2): Was soll man davon halten, wenn sich jemand, der deutlich nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde, als Verfolgter des Naziregimes bezeichnet? Das Klinische Wörterbuch von Pschyrembel weiß folgende Antwort: Verfolgungswahn = häufigste Form von Wahn, mit der Überzeugung verfolgt zu werden. Wahnidee, inhaltliche Denkstörung, im Sinne der eigenen Überzeugung einer Lebenswirklichkeit, die im Gegensatz zur allgemein akzeptierten Realität steht und aufgrund subjektiver Gewissheit unkorrigierbar ist.
BMI (3) Nicht zu vergessen, wie Bernd Zeller in der heutigen Zellerzeitung der Sache auf den Grund gegangen ist (endlich mal eine positive Nachricht):

BMI (4): Damit es nicht heißt, ich hätte Freude an unvorteilhaften Bildern, hier ein Schnappschuss, auf dem sich die Blondine selbst schön findet (habe allerdings keine Informationen darüber, was die von ihr Gehätschelten dazu sagen):


Über den Atlantik (hat ein paar Tage gedauert):

Pünktlich zum Abklingen der Corona-Hysterie wird in Holland eine neue höchst ansteckende Variante des Aids-Virus HIV entdeckt. Also: Maßnahmen müssen bleiben. Werden ergänzt durch Präservativpflicht für Säuglinge. Außerdem wird der nächste Pfizer-Buhster fällig. Von dem ist bekannt, dass er bereits gegen Omi Kron nicht half, deswegen ist er gegen die HIV-Variante das Mittel der Wahl. Also rein damit.

6. Februar 2022

Eine Schwalbe, sagt der Volksmund, macht noch keinen Frühling. Dennoch will ich nicht verschweigen, dass ich zwei von ihnen sah, die den untergegangenen Rechtsstaat letzte Woche überflogen haben.

Schwalbe (2): In Osnabrück hob das Verwaltungsgericht die Entscheidung des RKI, den Genesenen-Status auf 3 Monate zu verkürzen, wegen rechtsgrundlagenloser Willkür auf. Zudem besitze diese Bundesoberbehörde keine Rechtssetzungsbefugnis. Das war bis vor zwei Jahren, verfassungsrechtlich betrachtet, eine platte Selbstverständlichkeit, jetzt ist es eine Sensation.Schwalbe (3): In Deutsch-Südwest sprach das Amtsgericht die Angeklagte nach fünfstündiger Verhandlung vom Vorwurf frei, ohne Grund keine Maske getragen zu haben. Der eigentlich Skandal bleibt das Verfahren selbst: (a) Hausdurchsuchung beim verordnenden Arzt: Was suchte man, und wie lautete eigentlich der Strafvorwurf? Offenbar interessiert das heutzutage niemanden mehr. (b) Mehrfache Durchsuchung der Prozessbeteiligten und Abriegelung des Gerichtsgebäudes durch die Polizei: Wer oder was drohte denn da? Die Pornographie der nackten Wahrheit? (c) Bestellung eines medizinischen Sachverständigen, dem als Pathologen die Materie offensichtlich unbekannt war: Der verordnende Arzt war auf Wunsch der Verteidigung  und zum Ärger von Gericht und Staatsanwaltschaft angereist und musste wohl oder übel als anwesender Zeuge vernommen werden. Dieser legte nicht nur dar, was medizinisch zu bemerken war, sondern zudem im Detail warum das für 800 € eingeholte Gutachten ein Fake war, worauf der während der Vernehmung anwesende Gutachter sich hernach darauf beschränkte, das Schriftliche stotternd mündlich zu wiederholen, so dass der genervte Staatsanwalt selbst den Freispruch beantragte.

5. Februar 2022

Ottawa: Das sieht nicht danach aus, als würden dort Leute gegen die LKW-Sperren protestieren.

Ottawa (2): Ein Abschleppunternehmer weigert sich, der Obrigkeit zu Hilfe zu eilen. Sein Argument: Er könne nicht, weil seine Fahrer ungeimpft seien. Ein anderer lässt seine Fahrzeuge anrücken, die nach dem Passieren der Polizeisperre stehen bleiben und von ihren Fahrern verlassen werden.

Ottawa (3): Die Kontroverse spitzt sich auf die Frage zu, wer wen braucht. Die Regierung kann ohne eine funktionierende Versorgung durch LKW nichts machen. Umgekehrt gilt dieser Satz nicht.

Ottawa (4): Das Ungleichverhältnis bei der Abhängigkeit sagt noch nichts darüber aus, wie die Sache ausgeht. Wenn die Kontroverse in die Gewaltphase eintritt, siegen im Zweifel die stärkeren Waffen. Die Armee-Führung hat vorsorglich mitgeteilt, dass sie keine einschlägige Planung verfolge. Das mag ein erster Fingerzeig sein.Ottawa (5): Protestierer und zahlreiche Sympathisanten haben sich der nationalen Symbolik bemächtigt. Dem hat die woke canadische Regierung nichts entgegenzusetzen. Regenbogenfahnen habe ich nicht entdeckt. Antifa-Symbolik auch nicht. Hier dürfte nackte Angst der Ratgeber der Abstinenz sein.

4. Februar 2022

Wenn eine Blondine leicht fortgeschrittenen Alters an die Willigen appelliert, gar von einer Koalition der Aufnahmebereiten öffentlich träumt, wie jetzt die Frau, die dem Bundesinnenministerium vorgesetzt wurde, so könnte dies leicht von einem bestimmten Klientel missverstanden werden.

Blondine (2): Falls dieselbe mit einer Organisation namens VVN kooperierte, sollte sie zumindest gesagt bekommen, dass das eine Vereinigung ist, die ein Amtsvorgänger von ihr dereinst als verfassungsfeindlich verboten hat.Deutschland im Jahr 3 von Corona: Ein Freund (65) aus dem Bundesgrenzschutz seligen Angedenkens stirbt vier Tage nach dem Buhster. Der Notarzt erscheint und stellt nach flüchtigem Blick auf den am Boden liegenden Verstorbenen eine unklare Todesursache fest, dann kommt auf seinen Anruf hin die Polizei, die den Leichnam beschlagnahmt.

Die Briefe Schopenhauers an den Verleger Brockhaus sind ein vortrefflicher Beleg für Größenwahn. „Mein Werk ist ein neues philosophisches System: aber neu im ganzen Sinne des Wortes: nicht neue Darstellung des schon Vorhandenen: sondern eine im höchsten Grade zusammenhängende Gedankenreihe, die noch nie in irgend eines Menschen Kopf gekommen. Das Buch wird… meiner festen Überzeugung nach eines von denen sein, welches nachher die Quelle und der Anlass von hundert anderen werden.“

Schopenhauer (2): „Nur wer ächte eigene Gedanken hat, hat ächten Stil.“ Ächt. Immerhin: Neben sich selbst lässt er noch Kant gelten. Vergleicht man beide, fällt – milde formuliert – als erstes die Schrulligkeit auf. Doch während bei Kant die Verstiegenheit dominiert, sticht bei Schopenhauer die abgrundtiefe Freudlosigkeit ins Auge.

Schopenhauer (3): Was blieb vom Manne, der postulierte, dass der Mensch geboren werde, um zu sterben? Die Welt als Wille und Vorstellung. Es ist nicht das Buch, das kaum einer las, geschweige denn je verstand, sondern der Titel als Schlagwort, was ihn überlebt hat. Immerhin.

Schopenhauer (4): Die gleichnamige Straße in Schilda ist nicht nach dem Philosophen, sondern nach dessen Mutter Johanna, einer seinerzeit bekannten und materiell erfolgreichen Roman-Autorin benannt. Ihr Erfolg ermöglichte dem Sohn den Müßiggang.

Russia today in Deutschland zu verbieten, ist eine Maßnahme von Leuten, die Widerspruch zu ignorieren gewohnt sind. Nun bemerken sie zu ihrem Ärger, dass ihr Handeln mit der Schließung der Deutschen Welle in Moskau erste massive Folgen hat. Da sie zum Lernen in ihrem Leben nie gekommen sind, pöbeln sie wie gewohnt weiter, was neuerliche Folgen, die sie nicht beherrschen können, nach sich ziehen wird.Ignoranten (2): Nachdem die Gesinnungsgenossinnen ihre Steilvorlage nach Moskau auf den Weg gebracht haben, stelle ich mir vor, wie jetzt die buntgrelle Roth und die pummelige Annalena darüber grübeln, den bösen Russen den Gashahn abzudrehen.

3. Februar 2022

Auch Kalauer haben ein Recht auf Hejmat. Oder: die neue Rechte auf dem Vormarsch: Sie verhielt sich solid arisch. Dieser Bayer ist zum Exempl arisch. Der englische Stachel ist barb arisch. Des Führers speiste veget arisch. Er fand das Grünzeugs als kul in arisch.

Realsatire: Dieser Herr teilte soeben mit, dass das polnische Verfassungsgericht nicht den eigenen Maßstäben entspreche und deshalb abzulehnen sei.

Verfassungsgericht (2): Man erinnert sich. Während in Polen geurteilt wurde, dass die eigene Verfassung dem Macht-hoch-die-Tür der EU vorgehe, hatte der abgebildete leptosome Herr für Recht befunden, dass der Indiojunge aus Peru (vermutlich der aus dem Lied von Katja Epstein) so leben soll wie du, weswegen der deutsche Bundestag das Weltklima endlich ändern müsse.Verfassungsgericht (3): Der fett gewordene Blech-Adler im Hintergrund hängt tatsächlich an der Wand des Sitzungssaals. Symbolischer geht‘s kaum.
Wenn George Soros der Welt (auch der gleichnamigen Zeitung von vorgestern) mitteilt, was der chinesische Führer Xi für ein mieser Kerl sei, weil er die offenen Gesellschaften bedrohe, so denkt man unwillkürlich an die gleichnamige Stiftung des selben Herrn (Open Society Foundations) und fragt sich, ob’s mit dem Geschäftsmodell der Menschenrechte Schwierigkeiten in China gab. Wurde Geld in den Sand gesetzt? Oder handelt es sich lediglich um wohlfeiles Konkurrenten-Blabla, weil Finanzkönig Black Rock sich mit dem Chinesen Arm in Arm im Schwab-Davos gezeigt hat – wenn auch nur digital.

2. Februar 2022

Es ist das Privileg der anonymen Maulhelden, genau zu wissen, was einer, der seinen Mut zusammennimmt und mit offenem Visier vor die Masse tritt, hätte sagen müssen. Der Adressat solcher Pöbeleien tut gut daran zu schweigen, denn jede Rechtfertigung ins Leere hinein gleicht bestenfalls dem Schattenboxen mit einem Gegner der Zwergenklasse.

Nachdem ihr Finanzier Bill Gates die Pandemie ausklingen lassen will, hat nun auch sein Mündel, die Johns Hopkins University zu Boston, die Kehrtwende vollzogen. Man erinnert sich an jene gesundheitspolitische Mega-Kaderschmiede, die im Oktober 2019 im Vorgriff auf die reale Seuche den Event 201 stattfinden ließ, wo den Weltenlenkern nahegelegt wurde, die Leute wegzusperren, um nunmehr per Metastudie den scheinbaren Beleg zu erbringen, dass solche Maßnahmen keine der erwünschten Wirkungen zeitigen, dafür aber im breiten Ausmaß Schäden anderer Art erzeugen würden.Wirkungen (2): Selbst die Bundesregierung denkt nun angeblich darüber nach, die Wirksamkeit der Maßnahmen durch Experten begutachten zu lassen. Da kann man nur sagen: Lassen Sie sich Zeit, denn sowas will sorgsam erwogen sein. Auch wäre zu empfehlen, sich der beiden Maoisten zu bedienen, die bereits im März 2020 bei der Formulierung der Panik-Strategie zur Implementierung des Lockdowns dem Bundesinnenministerium so hilfreich zugearbeitet haben.

1. Februar 2022

Merkwürdiger Szenenwechsel: Nach dem Pfusch-Wahl in den USA, die das skandalöse Abräumen von Trump bewirkt hatte, stellte ich an mir selbst ein Verblassen des Interesses an den Kabalen der atlantischen Vormacht fest. Jetzt sind die vermeintlichen Mehrheitler, also die Partei, die sich ohne Grund die Demokraten nennt, im Senat trotz der äußerst knappen Mehrheit, die sie dort pro forma haben, bei dem Versuch gescheitert, die Kompetenz, den Präsidenten zu wählen, auf die Bundesebene zu verlagern. Was dort wie bei uns mit dem populistischen Hinweis begleitet wird, dass die Wähler, wenn man sie summiert, oft einen anderes Ergebnis erzeugen würden als das tatsächliche Wahlmänner-Wahlergebnis. Die amerikanische Verfassung jedoch sieht das anders: Der US-Präsident ist kein Repräsentant des Volkes, sondern der Mitgliedsstaaten der Union. Diese bestimmen, wer Präsident wird. Dabei bleibt es also – vorerst.

Darauf musste erst ma kommen: „Um sicherzustellen, dass das Versammlungsverbot eingehalten wird,wird die Anwendung unmittellbaren Zwangs, also die Einwirkung auf Personen durch einfache körperliche Gewalt, Hilfsmittel der körperlichen Gewalt oder Waffengebrauch angedroht“ bedeutet nicht die Androhung von Schusswaffengebrauch, so die Stadtregierung von Ostfildern/Maoland Baden-Württemberg gestern in einer empörten Stellungnahme. Es handele sich lediglich um eine Klarstellung der Rechtslage. Und die sei nun mal so, wie sie sei. Okayokay, jetzt begreife ich und entschuldige mich für meine Behauptung, die Stadt Ostfildern habe Schusswaffengebrauch gegen unliebsame Spaziergänger angedroht. Wie komme ich nur auf sowas?

Klarstellung der Rechtslage (2): Im Jahre des Heils 1991 erbte ich im BMI kraft Parteibeschlusses der damals regierenden CDU einen baden-württembergischen Juristen, der von seiner Landesregierung abgeschoben wurde, nachdem es ihm gelungen war, das Recht, so wie er es sah, auf den größten Nudelhersteller des Landes dahingehend anzuwenden, dass er dessen Produkte mit Hilfe einer Warnmeldung für gesundheitsschädlich deklarierte. Merke: Nicht jeder Rechtssatz ist unmittelbar anzuwenden. Zuweilen lohnt es, den Satz zuvor und den danach auch zur Kenntnis genommen zu haben.

Klarstellung der Rechtslage (3): Mein Versuch, den Nudeljuristen wieder loszuwerden, scheiterte kläglich. Ich hatte nicht erkannt, dass der grundgesetzlich verbriefte Rechtssatz der Eignung und Leistung bei öffentlichen Ämtern in der Rechtswirklichkeit keine Geltung mehr hatte, und derjenige, der sich auf ihn berief, als Störenfried wahrgenommen wurde.

Schwab-Zögling Justin Trudeau, in Ottawa abgetaucht, pos. getestet, er fühle sich, sagt er, gut (I feel fine) [Snapshot aus seiner Videobotschaft vom 31.1.2022].

Ottawa (2): Noch stehen die LKW in großer Zahl herum. Sie dort wegzuschaffen, dürfte auf Schwierigkeiten stoßen. In Schilda hingegen standen gestern Abend keine LKW, sondern nur 14 Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei auf dem Platz der Demokratie im absoluten Halteverbot, was zweifellos dem Klimaschutz dient, denn diese Fahrzeuge verfügen über eine leistungsfähige Standheizung.

In China beginnt das Jahr des Tigers: 

In Kamenz/Sachsen spricht der Oberbürgermeister Roland Dantz aus der Tür des Rathauses, zu den Montagsdemonstranten: „Bleiben Sie dran, die Sachen erledigen sich nicht von selbst.“https://www.youtube.com/watch?v=uKB3dOsPUuk

Dantz (2): Schreibe ihm: Lieber Roland Dantz, starker Auftritt. Bleiben Sie dran, die Sachen wollen erledigt werden.

31. Januar 2022

Die Lage in Canada ist undurchsichtig mit Ausnahme des Umstands, dass es dort bitterkalt ist. Das Land wird seit Jahrzehnten von Jetset-Linken beherrscht, Trudeau, Vater und Sohn. Der Sohn, Ministerpräsident in Ottawa, musste jetzt, wie es ganz niedlich heißt, evakuiert werden. Wegen ein paar Dutzend LKW-Fahrern, wie es in deutschen, der Wahrheit verpflichteten Medien heißt, muss er sich an einem geheimgehaltenen Ort verstecken? Soso, musste er das.

Canada (2): Die Kurzfilme von dort zeigen, dass dort eine Art Volksfest bei unter 20 Grad stattfindet. Sieht so die Revolution in einem menschenleeren Land aus? Friedlich-freundliches Canada, ick kenne dir nich wieda.

Österreich: Der dortige Verfassungsgerichtshof hat einen Fragenkatalog unter knapper Fristsetzung an die Bundesregierung gesandt, der in großer Detailierung dazu auffordert, die Tatsachen zu benennen, aus denen sich Geeignetheit und Erforderlichkeit der Impfpflicht ergibt. Doch was, wenn das, wie vorherzusehen ist, nicht gelingt? Werden Pfizer und Co angesichts des für sicher geglaubten totalen Teilsieges so etwas zulassen?Deutschland: Hat einen neuen Ostbeauftragten. Es ist Carsten Schneider, der zum üppigen Abgeordneten-Salair mit einem zusätzlichen Staatssekretärsgehalt nebst Dienstwagenflotte und Lufttaxi belehnt wurde. Ich sehe den damals jungen Mann im Erfurter Gasthaus Zumnorde 1998 noch neben mir sitzen, als er, soeben völlig überraschend, in den Bundestag gewählt worden war, und höre ihn erklären, dass das bestenfalls für vier Jahre sei, denn er müsse erst mal an seine Berufsausbildung (Banklehre) denken. Ich war der einzige am Tisch, der lachen musste.

30. Januar 2022

Na endlich: Ein Staatsrechtslehrer an der Universität Leipzig wurde in der vergangenen Woche vom Dienst suspendiert, weil er Studenten über die Geltung der Grundrechte unterrichtete und dies anhand der Unvereinbarkeit der Maßnahmen mit den einzelnen Grundrechten und den allgemeinen Prinzipien des Rechtsstaats (Normenhierarchie, Geeignetheit und Erforderlichkeit) erläuterte. Früher erzählte man sich den Juristenwitz, dass ein Federstrich des Gesetzgebers ganze Bibliotheken zu Makulatur mache, heute sind es Verfügungen des obrigkeitlichen Maßnahmenstaats.Na endlich (2): Die Stadt Ostfildern/Baden-Württemberg droht Spaziergängern mit Hilfe einer Allgemeinverfügung den Schusswaffengebracht an. Klarer lässt sich ein Staatsstreich gegen den Rechtsstaat kaum formulieren. Jetzt fehlt nur noch der Vollzug.

29. Januar 2022

Der Grünenvorsitzer und Wirtschaftsminister warnt vor dramatischem Fachkräftemangel. Da kann man nur sagen, der Mann weiß wovon der redet. Schließlich hat er die Liste der Spitzen-Fachkräfte kürzlich mitbestimmt.

Fachkräfte (2): Wenn Können schon an der Spitze nichts gilt, darf der Rest auch nicht qualifiziert sein.

Fachkräfte (3): Der Vorsteher des Krankenhauses von Schilda – das ist der Ort, wo die Zahl der geimpften Corona-Patienten nicht genannt werden darf – erklärt, dass er den Betrieb im März einstellen müsse, weil rund ein Drittel seines Personals nicht geimpft sei und auch nicht vorhabe, diesem Missstand abzuhelfen.

Fachkräfte (4): In demselben Krankenhaus verweigerten gestern die Eingangswachen einem von weit angereisten und sogleich getesteten Manne den Zutritt zum Zimmer seiner sterbenden Mutter, weil bereits seine Schwester dort, wie man formulierte, aufhältig sei. Man kann ohne weiteres unterstellen, dass das Eingangspersonal nicht ohne Anweisung der Klinikleitung gehandelt hat. Wenn man’s recht bedenkt, wäre die Schließung der Einrichtung tatsächlich eine Lösung, die erwägenswert wäre.

Bei Ulrich Schödlbauer gelesen, dass das Gewöhnen an die Maske zu gegebener Zeit zu derartiger Gewöhnung führen müsse, dass das nackte Gesicht per se als hässlich wahrgenommen werde.Nacktsein (2): Wer wie ich aus dem letzten Jahrhundert stammt, in welchem die Nacktheit, zumal die öffentliche, immer skurrilere Züge annahm, fragt sich, wann eigentlich der Zeitpunkt der Trendwende war und warum ich ihn verpasst habe.

28. Januar 2022„Standardisierung der Denk- und Handlungsweise nimmt nationale oder geradezu kontinentale Ausmaße an“, schrieb Antonio Gramsci Anfang der 1930er Jahre in eines seiner Gefängnishefte. Was hätte der stillgelegte italienische Sozialist wohl gesagt, wenn ihm mitgeteilt worden wäre, dass 90 Jahre später in Glasbetonhinterzimmern der Europäischen Union der Krümmungsradius von Salatgurke und Banane normiert werden würde.

25. Januar 2022

Während man gestern wieder spazierenging, zeigten sich erste Risse im staatlichen Gebälk. Es ist in Erinnerung, dass in Bautzen die Obrigkeit vor Kurzem noch Knüppel zeigte, um ein Exempel in dem nicht mehr zu kontrollierenden sächsischen Missmut zu exekutieren. Davon war gestern nichts mehr übrig. Vielmehr ließ das Gesundheitsamt – immerhin eine staatliche und keine Kommunalbehörde – die versammelten Bürger wissen, dass man die gesetzlich verfügten Verbotsverfügungen gegenüber nichtgeimpftem Pflegepersonal nicht aussprechen werde, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung nicht zu gefährden. Das ist offene Rebellion gegen die Weisheit das Gesetzgebers.Bautzen (2): Die Stimmung auf der Straße war maskenlos gelassen, der Bürger zeigt selbstbewusst Gesicht, das Riesenaufgebot der Polizei reine Dekoration. Die einzigen Windelträger waren Bereitschaftspolizisten, aber auch von denen nicht alle.

Bautzen (3): Nicht jeder Polizist findet es einleuchtend, dass man ihm kürzlich die Einmal-Impfung mit Johnson & Johnson empfahl, die jetzt nichts mehr bedeuten soll. Merke: Bedenke, wenn du lügst, dass du ständig nachjustieren musst, bis nichts mehr zusammenpasst und sich Leute gegen dich wenden, deren Stütze du bedürftig bist.

24. Januar 2022Wie nennt man das bloß, wenn ein Schuster nicht bei seinem Leisten bleibt? Fremdgehen? Das scheint irgendwie auf spezielleres Tun zugeschnitten. Nach dieser Vorrede: Soeben ist die Biographie des Dichters Joachim Werneburg erschienen, von mir mitverfasst. Sie möge gelesen werden.

Freitest müsste eigentlich das Substantiv zu freigetestet sein, doch das führt in die Irre, denn freigetestet ist ein Bürger – egal, ob er für den Corona-Test bezahlt hat oder nicht – wenn er nach Einreise aus dem Ausland in Quarantäne gesteckt wurde, obwohl er gesund ist und nachweisen kann, dass er sich nach siebentägigem Hiersein immer noch nicht infiziert hat. Hielt den Begriff freigetestet erst für einen dieser unfreiwilligen Behördenscherze auf lokaler Ebene, doch nun sehe ich, dass er auch im Beschlussvorschlag des Bundeskanzlers für seine heutige Online-Sitzung mit den Ministerpräsidenten vorkommt – Sprachnot als Ausdrucksform unausgegorener Gedanken.

23. Januar 2022Habe mich dabei erwischt: Dachte erst, nee, das ignorierst du, dann fand ich es so bemerkenswert blöd, dass ich die Idiotie als solche fixieren möchte. Diese ist der Umstand, dass sich die alternativen Medien landauf landab ereifern: a) Merz ist CDU-Vorsitzer geworden, b) lädt Merkel zum Essen ein und c) die sagt ab. Jungs, habt ihr sonst nix zu berichten? Wie gesagt, die Meldungen sind die Idiotie, denn alle drei Tatsachen bedeuten absolut nichts und haben auch keine Bedeutung – weder einzeln noch kumulativ.

Falls es stimmt, dass das Abgebildete zum Inhalt des Imstoffs Corminaty von Pfizer gehört, wird die nächste Verschwörungstheorie (Einbau von Chips in den menschlichen Organismus) Realität.

Chips (2): Es handele sich, so der Wissenschaftler der Uni Sevilla um ein sich selbst organisierendes Graphen, zu dessen gewollten Eigenschaften die Verstärkung elektromagnetischer Wellen gehöre.Chips (3): Falls das stimmt, was der Spanier unter dem Mikroskop beobachtet und isoliert haben will, ergeben sich Erklärungen für die jetzige Seuchenbekämpfungs-Praxis, die mit den bisherigen konventionellen Annahmen nichts mehr zu tun haben.

22. Januar 2022

Die amerikanische Firma Edelman Trust als einen der üblichen Werbeheinis zu bezeichnen, greift zu kurz – jedenfalls, wenn wenn der Maßstab die schiere Größe und die noble Mandantschaft ist. Jetzt hat Edelman seinen periodischen Bericht über die rasch sinkende Glaubwürdigkeit von Medien und Politik, besser gesagt: von deren Heroen, herausgebracht. Besonders schlecht schneiden die Demokratien ab. An dem Bericht interessiert weniger, ob die Zahlen stimmen als der Grund für diese Aussagen.

Edelman (2): Falls es stimmt, dass Edelman einer der Postillione am Global-Karren des Klaus Schwab ist, fallen mir Erklärungen für die Berichterstattung und deren Verbreitung ein: a) Nationale Institutionen sind überlebt, eine Weltregierung muss her. b) An die eigene Adresse: Eure Botschaften sind noch nicht raffiniert genug, das Publikum durchschaut euch.Edelman (3): Geht mir durch den Kopf, dass die Firma im Oktober 2019 am Event 201 teilnahm, jener Übung, in der die selbsternannten Weltlenker das Handling einer Pandemie simulierten. In Erinnerung blieb mir das Postulat, dass abweichende Meinungen in der Bevölkerung durch Informationskaskaden vertrauenswürdiger Medien zu unterdrücken seien. Wenn das nicht helfe, müssten die Abweichler technisch abgeschaltet werden.

Die Stadt Dresden verbietet Versammlungen des maßnahmekritischen Klientels. Das ist weniger erstaunlich als die Wortschöpfung selbst: maßnahmekritisches Klientel. Das ist das neue Synonym für Bürger, die den Verstand noch nicht gebuhstert bekommen haben.Maßnahmekritisches Klientel (2): Man sage nicht, Beamte seien nicht originell. Ich erinnere nur an Postwertzeichen (vulgo: Briefmarke), Fahrtausweis (vulgo: Fahrkarte), CO2-Abgabe (vulgo: Luftsteuer), Demokratieabgabe (vulgo: Zwangsgebühr). Von den neuen Seuchenvokabeln will ich gar nicht erst anfangen.

20. Januar 2022

Staatsfeind: Bin ich ein solcher, weil ich das nun Folgende (gefunden bei Egon W. Kreutzer) als mutwilligen Angriff auf den Bürger geißele?

Verordnung zur Änderung der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und der Coronavirus-Einreiseverordnung

(SchAusnahmVuaÄndV k.a.Abk.)

V. v. 14.01.2022 BAnz AT 14.01.2022 V1; Geltung ab 15.01.2022

Eingangsformel

Die Bundesregierung verordnet auf Grund 

des § 28c des Infektionsschutzgesetzes, der zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3b des Gesetzes vom 22. November 2021 (BGBl. I S. 4906) geändert worden ist, unter Berücksichtigung des Beschlusses des Bundestages vom 13. Januar 2022 

und 

des § 36 Absatz 8 Satz 1 bis 4, Absatz 10 Satz 1 Nummer 1, 1a, 2 Buchstabe a, b, c, d, g und i, Nummer 3 und Absatz 12 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes, dessen Absatz 8 Satz 1 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) neu gefasst, dessen Absatz 8 Satz 2 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) geändert, dessen Absatz 8 Satz 3 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe cc des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) eingefügt, dessen Absatz 8 Satz 4 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe dd des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) geändert, dessen Absatz 10 Satz 1 zuletzt durch Artikel 12 Nummer 1 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa des Gesetzes vom 10. September 2021 (BGBl. I S. 4147) geändert und dessen Absatz 12 Satz 2 durch Artikel 9 des Gesetzes vom 16. Juli 2021 (BGBl. I S. 2947) neu gefasst worden ist:

Nur mal so zum Mitdenken: Niemand weiß, was das bedeutet, was dort geschrieben steht. Ich ahne indessen, dass es sich hier um geltendes Recht handeln soll, was mich selbst und alle meine Leser (und nicht nur die) zum Handeln oder Unterlassen verpflichtet – schließlich haben wir Corona. Ich weiß zudem, dass diejenigen, die sowas verbocken, Ministerialräte der Preisklasse B3 sind, denen es völlig gleichgültig ist, ob das jemand lesen kann.

Idioten sitzen nicht nur in Behörden. Um zu schildern, was ich unternommen habe, um den völlig unmotiviert in mein Auto hineinbrüllenden Verkehrsfunk dauerhaft zu unterdrücken, reicht der Platz dieser Webseite nicht aus.Idioten (2): Am besten haben mir die Hinweise gefallen, ich möge das unterlassen, um nicht plötzlich auf ein Stauende aufzufahren. Tja.

19. Januar 2022Neues aus Deutsch-Südwest: Wie veröffentlicht. so gelöscht. Facebook sei dank.

Im Internet kursiert #Ich bin ein Staatsfeind. Da kann man mal sehen, wozu der Verfassungsschutz in der Lage ist. Früher sahen Extremisten in ihm den Feind, jetzt sind es die Bürger. Fragt sich, ob ich auch ein Staatsfeind bin, weil ich über die folgende Zusendung gelacht habe?

Staatsfeind (2): Der Wunsch, den Rechtsstaat zu bewahren, führt also zur Kategorie Staatsfeind. Ich kann es immer noch nicht glauben. Früher hieß es mal: Dein Glaube hat dir geholfen. Doch das ist ein anderes Thema.

Staatsfeind (3): Oder wie wäre es mit Bernd Zeller (Senioren-Akruetzel Nr. XXVI vom Januar 2022):

Skrupellos: Die Vorstandsmitglieder der Grünen haben sich für 2020 Corona-Boni gewährt. Das bedeutet, ihre Handlungen nutzten die Krise zum Vorteil der eigenen Partei aus. Sowas, denkt man, könne sich keiner ausdenken, doch es stimmt, die sich selbst Begünstigenden hatten es sich ausgedacht. Doch was waren diese Vorteile? Das Vorantreiben der Auslöschung des gewerblichen Mittelstandes? Das Einwerben von Großspenden bei den anderen Profiteuren der Krise?

18. Januar 2022

Ein gewisser Guterres, portugiesischer Ex-MP, Sozialist und UNO-General, hat das Schwab’sche-Weltrettungs-Forum WEF zu einer neckischen Erklärung genutzt. Die USA, so der weltumspannende Herr, sei verpflichtet das angebliche Entwicklungsland China dabei zu unterstützen, dass dieses von seinen Vorhaben Abstand nehme, soviel Kohlekraftwerke zu bauen, wie die Welt bislang noch nicht gesehen hat. Der Grund: Trump war aus dem Pariser Klima-Schwindel ausgestiegen. Sein Amtsnachfolger hat das als eine seiner ersten Amtshandlungen rückgängig machen lassen. Da kann man nur sagen: Sowas kommt von sowas.
Анналена im Kreml. Da werden die Russen aber zittern, wenn sie Sergej Lawrow erklärt, wie man in Deutschland die Streitkräfte von den Ungeimpften säubert. Merke: Auch der Größtefeldherrallerzeiten war Impf-Fan.

17. Januar 2022

Die Kleinprozentigen aus dem Internet gefischt. Die Vokabel bezeichnet die Regierungs-Koalitionäre.

Bill Gates macht die Wende: Vor ziemlich genau zwei Jahren wollte er 8 Milliarden Menschen impfen lassen. Wozu hatte er sonst in die einschlägigen Geschäfte investiert. Jetzt ist ihm aufgefallen, dass die Stöffchen gegen Omi Kron nix helfen. Was also tun? Die Sache in eine sog. endemische Lage ausklingen lassen.Gates (2): Ich nehme an, dass die Investition in den Impf-Fake sich ausgezahlt hat. Bleibt die Frage, in was wohl die immensen Gewinne zum Wohle der Menschheit investiert worden sind? Auf jeden Fall droht von solchem Wohl neues Unheil.

16. Januar 2022Vor achtzig Jahren hatte die Regierungspresse auch bereits gute Ideen, wie der Bürger seinen Speiseplan zu gestalten habe.

15. Januar 2022

Im US-Bundesstaat Virginia haben die Bürger die Pandemie-Bekämpfung selbst in die Hand genommen, indem sie überraschend einen Republikner zum Gouverneur wählten. Der hob soeben die Impfpflicht für das Staatspersonal und die Maskenpflicht an Schulen auf.

Die Wirkung von Alkohol und Propaganda ist ähnlich. Die Leute fangen an zu lallen und sehen Dinge, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

14. Januar 2022

Ein mehrtägiger Sandsturm ist eine eindrucksvolle Sache. Er lässt im Freien freiwillig zur Maske greifen und sie in geschlossenen Räumen wieder abnehmen. Dort reinigt man dann Mund und Nase. Diese Erfahrung lehrt, dass die Maske vor dem staubfeinen Sand nur grob schützt. Und vor Viren?

Sandsturm (2): Was, so frage ist mich, tun die Afrikaner eigentlich gegen Feinstaub? Sie stimmen in der UNO dafür, dass wir nicht mehr Autofahren dürfen, damit, wenn in D der letzte Diesel verboten ist, die im Januar seit Menschengedenken stattfindenden Sandstürme aufhören.Sandsturm (3): Man muss an die auf Kosten des deutschen Steuerzahlers aufgestellten Windräder sehr dicht herangehen, um die Rotoren erahnen zu können. Dann sieht man, dass sie stillstehen.

Sandsturm (4): Auch ohne Sand in der Luft bleibt das Fliegen eine heikle Angelegenheit.

11. Januar 2022

Die Haut zum Markte tragen: Dieser Spruch kann nur aus Gegenden stammen, wo die Sonne scheint und junge Damen am Caféhausstuhl vorbeiflanieren. Ich blicke mich um und sehe niemanden Zeitung lesen. Zuweilen müssen die Geschicke der Welt warten.Markt (2): Die Lingua Franca ist ein amüsiertes Kauderwelsch, nur die Engländer sprechen Englisch. Sie können nicht nachvollziehen, was es da zu lachen gibt.

10. Januar 2022Familie Kron hat Nachwuchs bekommen. Nach Omi Kron macht jetzt auch D. Kron Schlagzeilen. Das D. steht nicht für Doktor oder so, sondern für Delta.

8. Januar 2022

In den 12 Jahren ihrer Herrschaft haben die echten Nazis nichts Bemerkenswertes hingekriegt, außer Deutschland fundamental zu zerstören und den Ruf der Deutschen weltweit zu ruinieren. Nimmt man diesen Gedanken für einen Moment ernst, drängen sich Parallelen zum Hier und Jetzt auf. Es ist seit fast zwei Jahrzenten eine politische Clique an der Macht, die offen postuliert, Deutschland abschaffen zu wollen und der übrigen Welt vorschreiben zu dürfen, was gut für sie sein soll.

Nazis (2): Wenn diese Neuen Nazis ihre Gegner mit Inbrunst als Nazis bezeichnen, ist das einer der Scherze, die sich die Weltgeschichte zuweilen leistet.Nazis (3): Wenn polnische Spitzenpolitiker, abgesehen von ihrer permanenten Deutschfeindlichkeit, offen äußern, sie hätten keine Lust, unter ein Viertes Reich gezwungen zu werden, kann man das nachvollziehen. Wenn sie gleichzeitig mit Russland Streit suchen, leuchtet das weniger ein, erinnert aber an Situationen aus den 1920er und 1930er Jahren.

6. Januar 2021Der tägliche Rassismus macht offensichtlich Spaß:

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch V

5. Januar 2022

Devin Nunes erklärt seinen Rücktritt als Abgeordneter des US-Kongresses. Er wird geschäftsführender Vorsitzender des im Vorjahr gegründeten Trump-Medienkonzerns. Die Trump Media & Technology Group war die Antwort des soeben mittels einer gigantischen Wahlfälschung aus dem Amt gehebelten US-Präsidenten auf seine Totalsperrung bei den Netzwerk-Giganten.Nunes (2): Der Abgeordnete war ein unnachgiebiger Aufklärer des versuchten Behörden-Staatsstreich gegen Trump (Spygate) in den Jahren 2015-20. Wer ihn deswegen als einen billigen Trump-Vasallen verspottet, verkennt, was für eine Schlagkraft die neue Aktivität des Ex-Präsidenten entwickeln wird. Mit Trumps Verbannung könnten sich Twitter & Co selbst einen finalen Kinnhaken versetzt haben.

3. Januar 2022

„Junger Mann, FP-zwei-Maske“, der Ton erinnert stark an den Spieß während meiner Grundausbildung, der mich jede Woche mit den Worten „Nur eins – Friseur“ am Verlassen der Kaserne hinderte. Weil ich keine solche Maske habe, um das Testcenter von Schilda zu betreten, das in diesem Fall vom Roten Kreuz zu dessen eigenem Vorteil betrieben wird, will mir der Möchtegern-Hilfsscheriff eine Maske für eins-fünfzig verkaufen, damit er mir nach dem kurzen Aufsetzen und Wiederabnehmend der Maske in der Nase bohren kann. Ich nehme mir die Zeit und frage ihn, ob’s ihm gut geht, und fahre ins nahegelegene Bienenmuseum weiter, wo eine kugelrunde Person das Gewünschte ohne weiter Formalien erledigt.Maskiert und von oben gesehen:

2. Januar 2022

Neues aus Kalau: Wenn er sich dem Böllerverbot entzieht, steht unerwartet ein Böllverbot im Verordnungsblatt.

Kalau (2): Wenn Fremde sich unter die Spaziergänger mischen, sollte die Obrigkeit die Kontrollen verschärfen, denn es könnte sich um nicht angemeldete Fremdgänger handeln.

Kalau (3): Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht zu erlassen.

Kalau (4): Höchste Zeit, das Rechtsfahrgebot aufzuheben, damit unsere grünen Lenker wieder ohne schlechtes Gewissen Auto fahren können.Fazit: Der Jahreswechsel hat nichts bewirkt, unablässig fallen mir Kalauer ein – obwohl ich in Schilda wohne.

31. Dezember 2021Wollte das Jahr eigentlich grußlos ausklingen lassen. Dann kamen mir – Ladies first – Gretalena und Sten Drobach von Egon Kreuzer in die Quere. Sei‘s drum:

30. Dezember 2021

Während zu Wochenbeginn der Grünen-Vorsteher Habeck von Enttäuschungen redete, welche die Leute angesichts seiner genialen Klimapolitik noch erfassen würde, kann man heute sagen, dass diese in Bad Belzig bereits angekommen ist, wo die Stadtwerke als Grundversorger soeben pleite gemacht haben. Sie können den Strom, den sie liefern sollen, nicht mehr bezahlen, weil der Geschäftsführer, dessen Namen ich hier nicht nenne, um nicht wg. Rassismus-Leninismus vor den Kadi gezerrt zu werden, die Zahlungen der Kunden für Spekulationen an der Strombörse verwendet hatte. Jetzt ist das Geld weg und der Strom wg. Unbezahlbarkeit auch. Selbst, wenn es gelingt, Tausende von Stromkunden bei benachbarten Grundversorgern unterzubringen, wird dies nur zu exorbitanten Tarifen geschehen, ja, geschehen können, denn diese müssen jetzt zu chaotischen Bedingungen einkaufen. Die Rechnung zahlt, wie stets, der kleine Mann.

Grundversorger (2): Das Modell der Grundversorger als Auffangbecken funktioniert nur so lange, wie diese durch Kundenbeiträge liquide bleiben. Kommt ein Ansturm nicht-eingeplanter Kunden aus Pleiteversorgern, gehen sie selbst pleite, und es entsteht notwendig ein Dominoeffekt.

Grundversorger (3): Wenn einer der Giganten der Energieversorgung, wie die RWE, der Obrigkeit anzeigt, dass er die Gefahr am Horizont sieht, ab Jahresbeginn Gas nicht mehr vertragsgemäß liefern zu können, stehen die Zeichen auf Sturm, selbst wenn sich, so wie heute, kein letztes Blättchen an den Bäumen regt.Die neue Logik: Der Vorsteher der Arbeitsverwaltung, dessen Namen ich mir nicht merken werde, hat öffentlich begründet, dass wir mehr Zuwanderung brauchen. Sein Argument: Es wandern jährlich 800.000 gut ausgebildete Arbeitskräfte aus Deutschland ab. Das erinnert mich an den Wirt in einem russischen Märchen (war es Gogol?), der das lecke Wodkafass dadurch reparierte, dass er ständig Wasser nachfüllte.

Abwegiges: Der geschlechtsneutrale Schneemann ist keineswegs der Schneemensch. Ebensowenig wie ein Weihnachtsmann in die Weihnachtsfrau mutieren sollte, denn das könnte zu herben Enttäuschungen führen.

Abwegiges (2): Der Bunsenbrenner gehört – lautmalerisch gesehen – nicht auf Schulbänke, sondern bestenfalls in die Hinterzimmer von Anmachkneipen (falls es die überhaupt noch gibt), deren Wirt sich womöglich – lautmalerisch betrachtet – Rezzo Schlauch nennt.

Abwegiges (3), wie das Vorstehende, bildet sich beim Einschlafbemühen, wenn man mit Freunden zuvor über den Begriff Buhster geblödelt hat. Der Buhster ist, habe ich bei der Gelegenheit erfahren, eine Vielzweckwaffe. Man muss ihn sich nach einem guten Schluck Weißwein auf der Zunge zergehen lassen. Wer dabei nicht lachen muss, dem ist nicht zu helfen.Abwegiges (4): Wenn nun in den USA ein Mann namens L(ia) Thomas beim Frauenschwimmen allen Mitbewerberinnen davonschwimmt, weil er zuvor mitgeteilt hat, dass er jetzt eine Frau sei, so könnte man sagen, dass sich in Sachen Genderismus die Katze in den Schwanz gebissen hat, was bislang, man vergebe mir die Offenheit, den Frauen versagt war.
Hilfe! Polizei! Oder: Lob des Föderalismus: In Sachsen teilte der dortige Polizeipräsident seiner politischen Führung mit, dass er angesichts von über hundert gleichzeitigen, nicht angemeldeten Protestversammlungen machtlos sei. Es reichte, vermutlich um Flagge zu zeigen, nur zu einem harschen Durchgreifen in Bautzen (SPD-Oberbürgermeister). In München ging die Polizei gewaltsam gegen 3000-5000 Spaziergänger vor und unterband heute das öffentliche Gebet. In Koblenz hielt die Polizei sog. Gegendemonstranten (sprich: gewalttätige Antifa-Faschisten) in Schach und verabschiedete sich von den 1.500 Spaziergängern mit diesen Worten:

„Wir, die Polizei, bedanken uns für den kooperativen und friedlichen Ihrerseits gezeigten Protest und die Teilnahme an diesem Spaziergang. Wir wünschen Ihnen einen schönen Weg nach Hause.“

Polizei (2): Bleibt die Frage, welche der drei Spielarten dereinst einmal als der Anfang vom Ende bezeichnet werden wird.

29. Dezember 2021

Der Spritpreis nimmt Anlauf, den durch den Luftsteueranstieg programmierten Preissprung vom 1. Januar vorwegzunehmen. Vor genau einem Jahr habe ich noch unglaubliche 0,99 € für den Liter Diesel bezahlt. Nehme an, dass der Preis sich in wenigen Tagen verdoppelt haben wird. Merke: Die Menschen wollen das so. Falls nicht, würden sie in ihrer Wut die Einrichtungen der Verkehrsrepression kurz und klein schlagen – so wie in Frankreich zu beobachten war. Das wird bei uns nicht passieren. Falls doch, würde der Spritpreis wie durch ein Wunder fallen, habe ich gelesen. Davon glaube ich kein Wort.Noch zwei Tage geregelte Stromerzeugung. Blick aus dem Fenster: Es regnet, ist windstill und selbstredend bedeckt. Vor überschaubarer Zeit hielt ich es für schlimm, sich bei sog. Gesellschaften mit den Leuten übers Wetter zu unterhalten. Mittlerweise hat’s Unterhaltungswert.

Der Wirtschaftsminister will erst wieder über Kernkraft reden, wenn ein Politiker das Endlager in seinem Wahlkreis haben will. Das ist doppelt bemerkenswert: (a) Was bundesweit zu entscheiden ist, hängt nicht vom Wählerwillen, sondern der Auffassung eines einzelnen Lokalpolitikers ab. (b) Diesen Maßstab auf die Windmühlen angewendet, dürften ähnliche Schwierigkeiten entstehen, mal abgesehen davon, dass ich den Bürger gern mal sehe würde, der die flappenden Türme auf seinem Nachbargrundstück haben will. Doch letztere sollen nach dem Willen des Parteivolks, dem dieser Mann vorsteht, in Kürze zur Absicherung des Windwahns rechtlos gestellt werden.Habeck (2): Er erwartet, wie er es nennt, Enttäuschungen, die bei der Umsetzung der sogenannten Klimaziele entstehen. Das ist eine neckische Umschreibung für Heizung aus und Stromzuteilung.

28. Dezember 2021Nachdem über Weihnachten die Autos hinter dem Haus buchstäblich zugefroren waren und ein Gast in seiner Ungeduld einen Türgriff abriss, anstatt die wohltuende Wirkung des Alkohols abzuwarten, stehen die Verursacher allen Übels jetzt wieder da, als sei nichts gewesen. Nur der Türgriff ist nach wie vor weg.

Zwischen den Jahren nannten die Leute früher die Tage zwischen Weihnachten und dem Neuen Jahr. In der Tat haben diese Tage etwas Unbestimmtes, sie erzeugen Stillstand, Müdigkeit, Erleichterung und die Hoffnung auf einen Neustart, der freilich in Wirklichkeit nie stattfindet. Im Moment der Niederschrift geht mir durch den Kopf: Hoffentlich musst du dir nichts vornehmen. Schon wieder ein neues Buch schreiben? Wo ich das letzte noch nicht mal ausgelesen habe.

26. Dezember 2021

Frühmorgens minus 11, windstill und trüber Himmel – ideal zum Stromerzeugen. Vergangene Nacht war er mal kurz weg, der Strom, sagt meine Fritzbox. Dankbar nehme ich zur Kenntnis, dass die Heizung funktioniert.

Währenddessen verlautbaren die Regierer, die offenbar niemanden zum Weihnachten-Feiern haben, dass sie der Familie den Garaus machen wollen. Man sei sich einig, lese ich.Weg mit der Familie (2): So wie vieles, was Hand und Fuß nicht hat, weil es in Ideologie gründet, wird es schleichend vonstatten gehen. So lange, bis sich niemand mehr erinnert. Den Anfang werden Formular-Änderungen und Sprechverbote machen.

„Nicht alles, was ihr sagt, teile ich. Aber in vielen Punkten habt ihr Recht: Die rote Linie ist überschritten, demokratische Verhältnisse sehe ich nicht mehr,“ sagte der spazierengehende Marcel Schneider, gewählter Bürgermeister aus Teuchern/Sachsen-Anhalt. Der regionale Mainstream-Mob brüllt darob wie am Spieß: Dienstenthebung, Absetzung, Eingreifen und so. Denn besonders verwerflich: Schneider hat sein Unverständnis darüber geäußert, dass dieselbe Leopoldina, die noch vor Kurzem dem massiven Abbau der Krankenhäuser das Wort redete, jetzt vor der Überlastung des Gesundheitswesens warnend den wissenschaftlichen Finger hebt (heute entdeckt bei Holger Douglas).
Rote Linie (2): Der Aufruf zum Überschreiten der roten Linie stammt, kaum dass man sich noch erinnert, vom vor Monatsfrist frischgewählten Kanzler, der sich selber auf diese Weise ermächtigte, freihändig zu regieren, und von dem Herrn Karl, der the Master’s Voice sogleich echote. Doch es bleibt das Paradox: Was diese Zwei unter Missachtung der Verfassung (= rote Linie des Verwaltungshandelns) anordnen, soll die neue rote Linie sein, die niemand überschreiten darf – Verfassungsänderung im Exekutiv-Wege, das Erbe der Angela M.

24. Dezember 2021

Dieses grinsende Bübchen besitzt nichts, nicht einmal eine eigene Zahnbürste, deswegen freut es sich so.

Muss das sein? schreibt ein ehemaliger Freund. Antwort: Nein, muss nicht, aber noch geht es. Noch besser würde mir gefallen, wenn es nicht mehr sein müsste. Nebenbei bemerkt, ich bin nicht der behauptete Geisterfahrer, wie man unschwer lesen kann (Quelle: Akzent Möbel Unger, Grevenbroich):

23. Dezember 2021

Nachtgedanken: Allmählich tun sich Wissensgebiete auf, die man bis dato bestenfalls dem Namen nach kannte, doch man kann die Neuerwerbungen nicht mehr in Handlungen umsetzen. Leicht hinkende Folgerung: In jungen Jahren konnte man nur handeln, weil man wenig wusste.

Frühmorgens unter der heißen Dusche bei klirrendem Frost: Das Alltägliche verdient, festgehalten zu werden, weil es schon morgen wie ein Märchen aus alter Zeit klingen wird.

Der Imperativ der Totalitären: Wir müssen, wir müssen, wir müssen. – Nein, müssen wir überhaupt nicht. Das einzige, was wir müssen, ist, euch zum schweigen bringen.

Omi Kron ist in aller Munde. Man muss kein Prophet sein, um sagen zu können, dass sich übermorgen niemand mehr an sie erinnern wird.

Nachdem sich die Impfversprechungen von Pfizer scheibchenweise als blanker Schwindel erwiesen haben, bringt dieselbe Firma jetzt die Pille-danach auf den Markt. Pillen von Konkurrenten sollen zudem als Prophylaxe wirken, aber die werden nicht zugelassen, weil man sich dann die ganze kuriose Impferei sparen könnte.Die Kinder mit einem Mittel zu impfen, dessen Langzeitfolgen man nicht kennt, ja, gar nicht kennen kann, ist ein Verbrechen.

22. Dezember 2021Lambrecht droht Putin in Litauen. Hier stimmt die Botschaft mit der Wirklichkeit überein: Es ist zum totlachen. Frei nach dem Figaro: Will dieser Wlad einen Tanz mit mit wagen, soll er’s nur sagen, ich spiele ihm auf.

Surprising: Im Verfahren Stossel vs. Facebook versucht der Journalist John Stossel den Datengiganten zu veranlassen, einen sog. Faktenschecker-Schwanz an einem seiner Beiträge zu unterlassen. Stossel hatte behauptet, dass politisches Missmanagement in California mehr zu den verheerenden Waldbränden beigetragen habe als der Klimawandel. Facebook hatte dies als Falschinformation gebrandmarkt. Im Prozess beantragte Facebook nunmehr, die Klage abzuweisen, denn der Falschheitsbanner sei keine Tatsachenbehauptung, die dem Wahrheitsbeweis zugänglich sei, sondern nur eine Meinungskundgabe des Konzerns, und daher hinzunehmen.Lesefrucht: Graf Honoré Mirabeau, der einzige Mann der französischen Revolution, den ich für erwähnenswert halte, sagte dieses hier: Ich verlange die Wiederherstellung der Ordnung, aber nicht die Wiederherstellung der alten Ordnung.
Lesefrucht (2): Den Ausspruch von Mirabeau den Leitartiklern der halbgaren alternativen Medien ins Stammbuch, die sich aufplustern, warum wir unsere Werte verteidigen müssen. Nein, meine Herren, das ich nicht die Frage, sondern wie. Sonst ist es nur folgenloses Geschwätz, das bestenfalls spießbürgerlicher Wohlfühlerregung dient.

21. Dezember 2021

Am frühen Morgen: Gestern bei Freunden reihum unangemeldet Weihnachtsgrüße abgeladen. Lange nicht mehr soviel selbstgebackenes Süßes probiert. Den ebenfalls Selbstgebrannten, obwohl durchaus angezeigt, abgelehnt, da mit dem Auto unterwegs (hat Vor- und Nachteile). Abends um sechs durch die Innenstadt von Schilda geschlendert, nein: eher geschritten. Saukalt und menschenleer. Jetzt fehlt nur noch, dass das Straßenlicht abgeschaltet wird.Am frühen Morgen (2): Hellwach und am Schreibtisch, nachdem ich gestern Abend wie tot ins Bett gesunken bin. Zu müde, um die Flut der Eindrücke zu registrieren. Nur in einem Fall war alles anders: Da lief der Fernseher.
Das verdient festgehalten zu werden: „Seit ca. Mitte des Jahres lässt sich ein interessantes Phänomen beobachten. Die Dauer der täglichen Sonneneinstrahlung nimmt seit Monaten auf der Nordhalbkugel ständig ab. Über das Phänomen herrscht Einigkeit. 97 – 99 % der Klimaforscher sind sich einig: die Tage auf der Nordhalbkugel werden seit Juli 2021 immer kürzer, und es sieht ganz so aus, als ob wir auf ewige Dunkelheit hinauslaufen, wenn die Regierung nicht endlich etwas unternimmt.Die vom „Potsdamer Institut für politische Instrumentalisierung und Klimakatastrophie“ (PIPI-Kaka) gemessenen Daten zeigen, dass seit Beginn der Messungen am 1. Juli 2021 die Tageslänge (Hellzeiten pro 24 Std.) monatlich im Durchschnitt um 1 Std. 48 Min. abnimmt, die Dunkelheit somit um die gleiche Länge zunimmt. – Die Ursachen werden in der Fachwelt allerdings derzeit noch kontrovers diskutiert. Während das PIPI-Kaka von einem CO2 inzidierten Kipppunkt spricht, vermuten Fachleute der renommierten wissenschaftlichen Gesellschaft Leopoldina einen Zusammenhang mit dem Magnetfeld der Erde, das vor einer Inversion stehen könnte. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes der Klimaleugner-Szene zuzurechnen sind, verbreitet derzeit die krude Theorie, wonach dieses Phänomen mit einer angeblich nachgewiesenen Inklination der Erdachse zu erklären wäre, lediglich temporär sei und sich alle 6 Monate umkehren würde. Auch in den vergangenen Jahren hätte man solches schon beobachtet. Am 21. Dezember 2021 würde sich der Trend wieder umkehren und die gemessene Solareinstrahlungsdauer pro Tag würde auf der Nordhalbkugel wieder zunehmen. So oder so ähnlich lauten derartige Verschwörungstheorien, die schon in der Vergangenheit immer wieder aufgetaucht waren.“ (Quelle: Alternativer Klimarat).

20. Dezember 2021

Annalena: Yes, we can proud on her be, schreibt ein Leser der Zellerzeitung heute Nacht.

Nachts (2): Der lästige Anonymus von vorgestern merkt an, dass ich immer noch nichts unternommen hätte und übersendet mir ein zweites Bild der Frau, von der er mich zu recht bezichtigt, sie zu ignorieren, zumal ich sie nicht kenne. Um das mindeste zu sagen: Wie eine Genderprofessorin sieht sie jedenfalls nicht aus. Ist das nun der Beginn eine wunderbaren Freundschaft? Ich will’s nicht hoffen.

J.K. Rowling: Die Harry Potter-Dichterin wendet sich erneut öffentlich gegen den Genderschwachsinn, indem sie auf der Existenz von Mann und Frau besteht. Der Anlass: ein bestimmter, auf der Tat ertappter Mann soll nach Mainstream-Lesart deswegen kein Vergewaltiger sein, weil er behauptet, er sei eine Frau. Ihr Statement trägt Rowling den Hass der Kulturschickeria ein.

J.K. Rowling (2): Im jüngsten Phantastische Tierwelten-Film, den sie geschaffen hat, wird ihr Name nur im Abspann für Sekunden erwähnt. Eine-Person-auslöschen heißt diese totalitäre Methode. Die Täter sitzen bei Warner Brothers. Meine Prognose: Das Unperson-Konzept wird in diesem Fall nicht aufgehen. Die Frau ist aus Granit.J.K. Rowling (3): Die drei lächerlichen Filmsternchen, die einst als Kinder die Potter-Hauptrollen spielen durften, wenden sich öffentlich von ihrer Schöpferin ab. Sie ahnen nicht, dass sie sich selbst aus dem Rennen nehmen, auf dessen Zielband das Wort Ruhm steht. Der Niedergang von Hollywood ist wie der des Mutterlandes California mit Händen zu greifen.

Dementi: Wir, so lese ich gerade, drohen Putin mit Maßnahmen. Ich möchte mal klarstellen: Ich bin nicht Putin – das ist sowieso klar –, ich bin in diesem Falle auch nicht wir ­– ich bin ja nicht irre –, ich drohe auch nicht – schon gar nicht Putin –, und bei dem Wort Maßnahmen fallen mir nur dumme Witze ein.

19. Dezember 2021

Wenn – dann: Wenn die RWE vorsorglich mitteilt im jetzt kommenden Winter ihren Gas-Lieferverpflichtungen nicht nachkommen zu können, dann wird es Zeit die heute immer noch laufenden konventionellen Kraftwerke abzuschalten.

Wenn – dann (2): Wenn in Hamburg gestern mehr als 10.000 Männer und Frauen gegen das protestieren, was sie als Corona- und Impf-Wahnsinn bezeichnen, dann wäre es an der Zeit sie wg. Störung der Friedhofsruhe zu konzentrieren, vielleicht irgendwo in der Lüneburger Heide. Schöner Nebeneffekt: Es würde Wohnraum frei.Wenn – dann (3): Wenn derzeit der Kohleverbrauch drastisch steigt, wird es Zeit wg. CO2 und Klima und so ein Gute-Winde-Gesetz zu erlassen.

18. Dezember 2021Vorgestern: „Und deswegen hat der Freistaat Sachsen mit der heutigen Allgemeinverfügung, …, Regelung getroffen, dass Ansammlungen von Menschen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden“
Artikel 104 Absatz 1 Satz 1 Grundgesetz [Freiheitsentziehung]: „Die Freiheit der Person kann nur aufgrund eines förmlichen Gesetzes … beschränkt werden.“ – Eine Allgemeinverfügung ist kein förmliches Gesetz. Fazit: Diese Landesregierung ist nicht an Recht und Gesetz gebunden.
Auf Sicht fahren: Schreibt mir ein Anonymus (? eine Anonyma) in gereizter Manier – ich vermute, weil morgen Vollmond ist –, warum ich diese Frau ständig übersehe. Mögliche Antworten: (1) weil ich sie noch nie gesehen habe, (2) weil sie blond ist… nee, das verwerfe ich gleich wieder. Blick auf die Straße vor meinem Arbeitszimmer: Dort ist sie jedenfalls nicht. Zur Rückseite des Hauses geeilt: Dort ist sie auch nicht. Eigentlich schade.

Vollmond (2): Schreibt mit das Finanzamt Jena, dass, wenn ich nicht unverzüglich Angaben mache, mir 25.000 € Zwangsgeld drohen. Werde zurückschreiben müssen, dass es Bewertungsprobleme gibt, weil mir nach einem Vortrag statt eines Honorars 24 frische Eier aus der Produktion des Veranstalters überreicht wurden, die ich sogleich für das folgende Frühstück zur Verfügung stellte, wobei ich bei dieser Gelegenheit eines aß.

17. Dezember 2021

US-Präsident J.B. ist in der vergangenen Woche mit seinem Vorhaben, alle Arbeitnehmer bis zum 4. Januar 2022 unter Androhung des Arbeitsplatzverlustes zwangsimpfen zu lassen, im US-Senat gescheitert. Das ist bemerkenswert, zumal seine sog. Demokraten dort eine hauchdünne Mehrheit besitzen. Ist man boshaft, könnte man am Abstimmungsverhalten den Grad der finanziellen Abhängigkeit der Politiker ablesen. Doch was nützt alles Sponsoring, wenn die konkrete Furcht besteht, nicht wiedergewählt zu werden.

Bemerkenswert (2): Keine solchen Skrupel hat die Leitung des Alphabet Konzerns, also die Holding von Google. Sie setzt die Vorgaben von Big Pharma ohne Wenn und Aber um. Man wird sehen, wie gehorsam die Zehntausenden von Google-Abhängigen sind.

Bemerkenswert (3): Zu gerne wüßt ich mal den Impfstatus der Impf-Forderer.

Neues aus Schilda: Zwei Frauenärztinnen haben mir – ohne davon zu wissen – Auskunft erteilt. Die eine impft auf Teufel komm raus, die andere nicht. Letztere hält den Nachfragerinnen Vortrag darüber, dass vor allem junge Frauen ihres Patientenstammes schwere Nachwirkungen erlitten haben, die sich in Unregelmäßigkeiten oder dem völligen Ausbleiten der Periode zeigen. Es seien etliche davon betroffen.Junge Frauen (2): Falls das stimmt, wird eine weitere sog. Verschwörungstheorie bös erschüttert, nämlich die vom absichtsvollen Unfruchtbarmachen ganzer Bevölkerungsgruppen. Das für bare Münze zu nehmen, sperrt sich mein Verstand nach wie vor hartnäckig.

16. Dezember 2021

Annalena weist mit großem Tamtam zwei russische Diplomaten wg. behaupteter Beteiligung an einem Dissidentenmord aus. Dass sie nicht weiß, was sie tut, kann ich nur mutmaßen, denn ich weiß es nicht, stelle mir aber die Frage, wer sie hierzu veranlasst haben könnte. Man muss sich fragen: Was zerdeppert sie als nächstes? Merke: Trampolinspringen im Porzellanladen ist riskant, selbst wenn es sich nur um ein Minitramp handelt.

Annalena und die Russen (2): Das ist ihr zweiter Coup gegen die Russen innerhalb ihrer ersten Woche im Amt. Der erste war das faktische Verbot der Eröffnung von Northstream II („derzeit nicht genehmigungsfähig“). Großartige Tat. Sie ließ die Gaspreise erneut explodieren. Merke: Wir sind ein reiches Land.Annalena und die Russen (3): Dass Putin Deutschland destabilisieren will, ist eine wohlfeiles Lied, das seit Monaten von Mainstream angestimmt wird. Derzeit muss der böse Mann im Kreml gar nichts tun, denn die Destabilisierung wird von der neuen Außenkommissarin selbst vorangetrieben, so bei der Aufnahme von weiteren 25.000 Afghanen. Das ist weder im deutschen noch im russischen Interesse. Letzteres wäre wohl eher, Deutschland zu stabilisieren. Doch soviel denken darf nicht erwartet werden, wenn eine vom Völkerrecht her kommt.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): Einst dem deutschen Arbeiter verpflichtet, der in einer Millionenmitgliedschaft die Beiträge aufbrachte. Die Arbeiter fielen weg, die Schamgrenze auch (gefunden bei Klonovsky):

Das RKI meldet Übersterblichkeit im November. Aber nicht wg. Corona? Ja, warum nicht, dann starben die Leute einfach so.– Falls das stimmt, besteht der begründete Verdacht, dass die Sterbenden gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung Einwendungen erhoben haben, denn sonst müssten sie nach regierungsamtlicher Lesart noch leben. – Wo steckt bloß der Fehler?

Übersterblichkeit (2): Auf keinen Fall darf behauptet werden, dass diese fatale Sterberei an den Impfungen und der Schließung von Krankenhäusern liegt, denn das würde heimlich den Verdacht auf die Corona-Maßnahmen richten. Daran kann es jedoch nicht liegen. Deswegen liegt es auch nicht daran.

15. Dezember 2021

Sie bleibt mein Spitzenreiter des unfreiwilligen Humors, die Bundeszentrale für politische Bildung (hier in ihrem Dezemberrundbrief): „Worauf fußt die These vom Elitendilemma im Osten, nachlesbar auf Seite 130 im Koalitionsvertrag vom 7. Dezember 2021? Den Hintergrund beleuchten … sowie mit einem Erfahrungsbericht aus ihrer eigenen Familie die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Frauke Hildebrandt aus Potsdam.“ Nebenbei bemerkt: Man sage jetzt nicht: Die Sätze sind keine Sätze, ich verstehe sie nicht. Muss man nicht, aber genießen Sie es, lieber Leser. Es sind Ihre Steuergroschen. Und – falls Sie keine Erziehungswissenschaftlerin in der Wohnung haben sollten – müssen Sie das bisschen Kindererziehung selbst in die Hand nehmen. Und nicht vergessen: Ihr Tun könnte dem Elitendilemma im Osten Vorschub leisten.Erziehungswissenschaftlerin (2): Stelle mir den Zeugungsakt, bevor sie tätig wird, nicht gerade einfach vor.

Neues aus Schilda: Ehrenamtlicher Judo-Trainer ersucht die Stadtobrigkeit, ein Programm für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Wird auf den Antragsweg verwiesen. Sodann erhält er den Antrag unbearbeitet zurück, weil er das Wort Trainingslager enthält. – Sowas kann man sich nicht ausdenken.

Neues aus Schilda (2): Kinderärztin schließt nach Erhalt einschlägiger Formulare ihre Praxis, weil sie ihre kleinen Patienten nicht impfen will.

Neues aus Schilda (3): Ungeimpfte Pflegekräfte werden krank und geben den Beruf auf. Und dann?

Neues aus Schilda (4): 11jähriger erkrankt an Corona. Gesundheitsamt will nichts unternehmen, solange kein Nachweis durch PCR-Test vorgelegt worden ist. Der hängt seit Tagen im Behördengang. Die Mutter ist gottlob gesund und (neg.). Ihr Ergebnis liegt innerhalb von Stunden vor.Neues aus Schilda (5): Es wird erzählt, dass sich vorgestern 5.000 Pflegekräfte aus dem Zwergstaat bei Telegram zusammengerottet haben. Jetzt dämmert es mir, warum die Obrigkeit am Telegram-Rad dreht.

14. Dezember 2021Die Jubelpresse überschlägt sich vor Zustimmung und vermeldet aus den sog. Regierungskreisen, dass erwogen wird, Kritik an den Corona-Maßnahmen unter Strafe zu stellen. Kein Problem. Schließlich muss man auch mal loben können. Vielleicht so: Ich heiße HR und auch alles gut.

Jubel (2): Pfizer-Chef Boula hat mitgeteilt, dass jetzt die vierte Spritze dran sei. Ich dachte, wir wär‘n grad bei der dritten. Dass mir keiner auf die Idee kommt, das zu bemängeln. Auch sind Vergleiche mit dem Trinken zu unterlassen, etwa das vierte Glas zu bestellen, wenn das dritte noch gar nicht auf dem Tisch steht.Jubel (3): Dass Christenmenschen in dieser fröhlichen Zeit zu jubeln pflegen, hat eine langandauernde Tradition. Wenn nun aber ein römischer Bischof (Müller, ein Deutscher!) sich dahingehend äußert, dass diese Impfsache weniger eine Angelegenheit der Menschheit, sondern die einiger weniger Reicher sei, so hat er die violette Linie überschritten.
Jubel (4): Zu loben ist auch das Einschreiten der örtlichen Ordnungskräfte, die in der Nähe des Weihnachtsmarktes von Stralsund einen nicht zertifizierten Weihnachtsmann festnahmen, der an unüberprüfte Fußgänger Süßigkeiten verteilte, wo doch jedermann weiß, dass hinter so mancher Klinkerecke die Parodontose lauert, die nur darauf wartet, Viren in die Esswerkzeuge einzuschleppen. Merke: Viele Deutsche sind Weihnachtsmänner, aber sie haben in schwerer Zeit nicht das Recht, dies auch zum Ausdruck zu bringen.

13. Dezember 2021

Sie denken nicht und sie plappern doch. Hüstel. Weiß auch nicht, warum ich da jetzt drauf komme.

Doch (2): Unsere Vorfahren müssen wesentlich strenger gerochen haben als wir. Hat sie jedoch nicht an der Fortpflanzung gehindert – ganz im Gegenteil. Frage mich, ob es da einen Zusammenhang zwischen Bevölkerungsrückgang und dem Wohlgeruch der Bettgenossin gibt. Mich schaudert, wenn ich mich in andere Weltgegenden und Zeiten hineindenke.

Zeller und seine Leserschaft machen nachts Witze über die neue Kanzlerlimousine. Zum Beispiel den hier: Zwei Polizisten sehen, wie das neue Kanzlerauto vorbeifährt. Sagt der eine: Hinten sitzt niemand drin. Sagt der andere: Das ist der Kanzler. – Hätte fast geschrieben: Das kann man sich nicht ausdenken. Doch man kann.Kann man sich nicht ausdenken: Der ungeimpfte, viel gescholtene Fußballer Kimmich ist an Corona erkrankt und nach mildem Verlauf wieder genesen. Jetzt solle er sich, hetzt Mainstream, wg. Vorbildwirkung und so endlich impfen lassen. Der Trainer, dessen Namen ich vorher nie hörte, verteidigt seinen Schützling: Dessen Meinung sei seine Privatangelegenheit. Übrigens, dieser Mann ist zweimal geimpft und danach erkrankt. Sagt er in aller Öffentlichkeit. Offenbar ein Fall von learning by doing.

12. Dezember 2021

Nachts ist es knackekalt. Die Freunde haben ihren Kachelofen angeheizt. Eine Leipzigerin gibt im einschlägigen Jargon bei Kartoffelsuppe und Bauzener Räucherwurst ununterbrochen politische Witze zum besten. Allein, wie sie das Wort Karl ausspricht, weckt brüllendes Gelächter. Ich komme kaum zum Essen. Später werden wir wieder wie von selbst ernst. Das liegt nicht nur daran, dass ich Dresdner Stollen noch nie mochte, sondern was wir an konkreten Daten über den Zustand des sächsischen Mittelstands zu hören kriegen.Kartoffelsuppe (2): Trotz angebrannter Zungen sind sich alle einig. So nicht weiter. Aber wie?

11. Dezember 2021

Seiffen im Erzgebirge: Google Maps teilt mit, dass die Innenstadt gesperrt sei. In Wirklichkeit ist dies nicht der Fall. Die Läden sind weitgehend leer. Kleine Warteschlagen vor der Tür entstehen, weil nur Einzelne den Geschäftsraum betreten dürfen. Vorsichtige Rückfrage (nach dem Einkauf !) zum Geschäftsverlauf in einem der kleinen Läden. Die Inhaberin ist so aufgebracht wg. der Obrigkeit und ihren Maßnahmen, dass sie uns noch auf die Straße folgt und andere Weihnachtseinkäufer wie vom Donner gerührt stehen bleiben.

Seiffen (2): Falls einer fragen sollte, was denn nun eigentlich deutsch sei. Na das hier, was man, in Kolonnen geordnet, zum Kauf ausgestellt sieht. Wichtelmännchen, Bergmanns-, Engel- und Hasenorchester und Krippen in allen Farben und Preislagen. Zunächst sieht alles gleich aus, doch wenn man genauer hinsieht, kann man die Handschrift der Schnitzer erkennen. Ich bilde mir ein, zahlreiche Fälle von Selbstironie zu erspähen. Ich räume ein langgehegtes Vorurteil beiseite.Seiffen (3): Die Fahrt durchs dunkle Erzgebirge ist eine Tortur. Bezaubernd hingegen die aus der Schneelandschaft auftauchenden Dörfer, von denen man nichts erkennt außer den leuchtenden Schwippbögen in allen Fenstern – das sind, lasse ich mich belehren, die einstigen Wegmarken der mit der Kiepe herumziehenden Händler gewesen. Der elektrische Strom verwandelt die nächtliche Einsamkeit in eine nicht mehr für möglich gehaltene Märchenwelt.

10. Dezember 2021

Die Freundin aus Coburg/Freistaat Bayern teilt mit: Drei aus ihrem Bekanntenkreis, dreimal geimpft, alle drei gestorben. Da kann man wie Karl L. nur sagen: Es wird so lange geboostert, bis die Pandemie vorbei ist.

Pandemie vorbei (2): Annalena Bb. hat jetzt öffentlich Russland gedroht. Das nenne ich konsequent. Womit sie amerikanisches Wohlverhalten erzwingen will, weiß ich nicht. Vermutlich soll Deutschland kein Gas mehr abnehmen. Den folgenden kalten Winter werden, wenn Russland drauf eingeht, nur Leute überleben, denen auch das Virus nichts ausmacht.Annalena (2): Hätte da einen Vorschlag, für das nächste zusammenzufälschende Buch: Die Welt als mangelnde Vorstellung.

9. Dezember 2021

Wer über Corona keine Witze machen kann, hat den Ernst der Lage nicht verstanden.Witze (2): Völlig abgedroschen sind hingegen Bemerkungen darüber, dass heutzutage die Wirklichkeit jede Satire in den Schatten stellt. Ist geschenkt, ist alt, kannten schon die Lateiner. Das weite Feld des Witzes beginnt dort, wo die Wirklichkeit so zusammengerafft wird, dass Gleichgesinnte sich vor Vergnügen biegen. Kurzes Räuspern. Ich weiß schon, nichts ist fader als die Erklärung von Witzen. Nein, falsch, es gibt eine Steigerung. Das ist die Erklärung der Struktur von Witzen. Conclusio: Machen Sie mal unter solchen Prämissen Witze über Corona. Das ist ächt schwer. Ist Stress, wenn man‘s drauf anlegt. Falls nicht, geht’s wie von selbst.

Kann man sich nicht ausdenken: „Der Klima-Wandel ist schlecht für unsere Umwelt. Das ist auch für uns Menschen schlecht. Das viele Wasser fließt ins Meer. So steigt das Wasser im Meer immer höher. Dort wo früher die Küste war, ist heute schon das Meer. Dann verlieren viele Menschen ihr Haus.“ (Webseite von Annalena Bb. Natürlich will ich damit nicht gesagt haben, dass der Text von ihr ist. Könne auch irgendwo abgeschrieben sein. Aber wo?).Fortsetzung in einfacher Sprache (von mir): Weil viele Menschen ihr Haus verlieren, müssen sie in Wohnungen umziehen. Weil ihnen das zu teuer ist, müssen sie in bereits bewohnte Wohnungen umziehen. Weil da jetzt viele Menschen wohnen, entsteht ein Miteinander. Jetzt muss nicht mehr geheizt werden, weil die Menschen sich gegenseitig wärmen können. Das ist gut für die Umwelt. Jetzt muss die Erde nicht mehr verbrennen. Es fließt auch nicht mehr so viel Wasser ins Meer.

Es wäre ein Irrtum anzunehmen, dass leichte Sprache auf leichte Mädchen beschränkt ist. Denkt man hinzu, dass diese durchaus nicht alle beschränkt sind, ergibt sich ein probates Abiturproblem in Mengenlehre: Diskutiere die Schnittmenge unter Berücksichtigung des Dualismus der Unterbelichtung (Wellenreiten vs. Teilchenessen).

Fast jeder hat eine Meinung zum Thema Schule. Lehrer pflegen zu behaupten, dass sie das nerve. Doch in Wirklichkeit sind sie geschmeichelt, dass sich jedermann mit diesem Randthema befasst, bei dem sie mit gutem Grund mitreden können.

Lehrer (2): Wenn sie über Themen mitreden, die nicht ihr Ressort sind, tun sie das gewöhnlich unter Hinweis darauf, dass in Ihrer Elternschaft, bevorzugt dort bei einem Akademiker, das besprochene Problem auch schon aufgetreten sei.

Einfachheit & Klarheit: Diese Forderung formulierte der Franzose Luc de Vauvenargue vor rund 280 Jahren. Stellt man sich vor, dass diese beiden als Torwächter vor der Bibliothek des Wissens stünden, würden die Bestände erstaunlich übersichtlich dastehen.Einfachheit & Klarheit (2): Sowas fordert sich leichter als getan. Ich brauche nur meine eigene Bibliothek zu durchforsten, um das zu bemerken. Solange ich nicht bereit bin, die Konsequenzen zu ziehen, bleibt die ganze Sache wie gewohnt unübersichtlich.

8. Dezember 2021

Lüdenscheid: Der Verkehr der Sauerlandlinie wälzt sich jetzt durch die Stadt. Der Grund: die Autobahnbrücke stürzt ein. Es ist nicht die einzige. Wie sang und sagte die Generation der Claudia R. jahrein jahraus? Hau weg den Scheiß. – Ums im Stummeldeutsch zu sagen: Geht doch.

Man wird es kaum einen Wechsel nennen können. Die Führerin hat an den Stellvertreter übergeben. So bleibt, was gestern schon falsch war, auch heute noch richtig. In einfacher Sprache: A.M. an O.S.: Übernehmen Sie.

Weitermachen (2): „In der Demokratie hilft nur Überzeugung und das Wort,“ sagte der Bereitschaftspolizist dem Sitzblockierer, wobei er den Schlagstock hob. Nein, Quatsch, das sagte Olaf S. an seinem ersten Tag im Amt zum deutschen Volk, die Notwendigkeit der Zwangsimpfung begründend.

Weitermachen (3) und mehr: Wir werden so lange boostern und impfen, bis die Pandemie vorbei ist. Sagte Bill Gates, nee, Karl Lauterbach an seinem ersten Tag als Gesundheitsminister der Republik. Ich ergänze: Wenn die Pandemie vorbei ist, wird er weitermachen, das Gesundheitssystem runterzufahren. Krankenhausschließungen und so, wie schon 2018/19 gefordert. Gesundheit ist uns allen teuer, es ist ein teures Wirtschaftsgut. Oder anders: Gesundheit muss sich lohnen – für die Investoren.

7. Dezember 2021

In Hamburg die Bestätigung des Eindrucks vom Vortage. Nur die Masken in der Straße sind nicht obligatorisch. Dafür große Plakate, dass die Universität nur noch für Geimpfte da ist. Daher der Name, abgeleitet von universitas.

Hamburg (2): Die Mammutbuchhandlung ist die von Thalia, vermutlich das Stammhaus. Auch hier keine Eingangskontrolle. Dafür gibt es keine andere Begründung als die, dass Bertelsmann, Thalia & Co genügend Macht über die Politik besitzen, um das durchzusetzen. Ob sie das unter dem Hinweis darauf taten, dass die Besucher dieser Läden immun sein, kann ich nicht sagen. Vor allem nicht, wogegen immun.

Buchhandlung (2): Grauenhaft, Angela-Stapel, daneben Obama im Dutzend, Trump-Beschimpfung deutlich reduziert. Dahinter wieder Angela, Angela, auch gern als Bildband. Wer kauft sowas? Bleibe eine Weile stehen. Niemand greift zu. Was also schenken sich die 400.000 CDU-Mitglieder zum Fest? Die Raute in Aspik?

In Münster und Hamburg sind im Vergleich zu früher die Innenstädte fast menschenleer. Ein Unterschied jedoch fiel mir auf. Jeder Zweite in der ehemaligen Einkaufsmeile von Mönckeberg & Co trug ein schwarzgraues Wams mit der Aufschrift Security. So haben unsere türkischen Mitbrüder endlich eine sinnstiftende Aufgabe gefunden. Sie schützen die Bürger vor den Bürgern.

Blick auf die vorbeihastenden Männer und Frauen und die leeren Läden. Das wird nicht wieder.

6. Dezember 2021

Das Parkhaus in der Innenstadt von Münster ist eng und ziemlich voll. Nur eins ist großzügig: die Ausstattung mit Frauenparkplätzen. Wenn etwas frauendiskriminierend ist, denn doch wohl dieses: Man traut denen nicht zu, dass sie einparken können. Dass die dort abgestellten Autos Panzerkreuzer der Marken Porsche, BMW und Mercedes sind, empfinde ich wie die lächerliche Bestätigung eines dummen Witzes: Grünfrau fährt SUV.

Münster (2): Striktes Maskengebot in der Innenstadt. Fast alles Impfläden. Die Leute strecken beim normalen Vorwärtsgehen ihr Handy vor wie eine Prozessionskerze. Unkontrolliert einkaufen kann man nur im Buchladen, im Teeladen und bei Villeroy und Boch.Münster (3): Die öffentliche Toilette in der Einkaufpassage kann man unkontrolliert betreten. Die Brötchen im benachbarten Superbioladen erinnern – ist vermutlich nur eine dumme Einbildung – an feuchte Pampers. Eine Französin sagt zu mir: Typisch deutsch, schmeckt nicht, ist aber gesund.

5. Dezember 2021

In Berlin tagt ein Kongress von Pathologen, die sich mit Leichenöffnungen wg. des Verdachts von Impffolgen beschäftigt haben. Sie sprechen am Rande davon, dass die Behörden ihnen die Arbeit erschweren.

Pathologen (2): Diese finstre Welt wird durch Vorträge von Kollegen flankiert. Diese Krebsspezialisten weisen auf Tumore hin, bei denen sie seit Kurzem ein Ansteigen der Wachstumsgeschwindigkeit beobachtet haben, wofür sie noch keinen Grund wissen – außer dem Verdacht, dass es sich hier um Erscheinungen handelt, die bei Geimpften auftreten.

Pathologen (3): Der einschlägige Berufsverband distanziert sich umgehend vom Vorgetragenen. Darüber wundert sich bestenfalls, wer sich Illusionen über den Sinn von Lobbyisten hingibt. Bloß nichts sagen, was vom Lob des Impfheils abweicht.Warum soll man ausgerechnet einem Arzt mehr vertrauen als einem Autohändler, einem Pizzaboten, dem Lokal-Redakteur oder der nigerianischen Altenpflegerin. Vertrauen oder Misstrauen beruhen auf einem seltsamen Mechanismus, nämlich der Beurteilung von Einzelkontakten, die man dann für Ganze nimmt.

4. Dezember 2021

Über Nacht hat es geschneit. Es ist noch dunkel, aber das Weiß vor dem Fenster ist unübersehbar. Früher hätte ich ein paar Witze über die Erderwärmung und diesen Mojif Irgendwie (kann mir den Namen partout nicht merken) aus Potsdam gemacht, der mir – wenn auch nicht wortwörtlich – garantiert hatte, keine Winterreifen mehr zu benötigen. Jetzt bin ich zurückhaltender geworden und mache mir Gedanken über den Zusammenhang zwischen dem Klimahokuspokus und dem politischen Willen, dem Volk den Saft abzudrehen.

Über Nacht (2) hat Klonovsky einen Twitter-Beitrag in seinen Blog eingestellt, von dem ich nicht möchte, dass er verloren geht.

Über Nacht (3): Vor Tagen erst hatte ich mir erneut Gedanken über den Pfizer-Chef Bourla gemacht. Ich ergänze zu seiner Person: Atlantic Council und Befreiung vom Abstandsgebot. Beide Dinge hängen womöglich zusammen.Über Nacht (4): Wüsste wirklich zu gerne, ob das Glamour-Paar sich vor dem Abschlecken hat testen lassen. Falls nein: Haben die denn wirklich keine Sorge, sich zu infizieren? Falls nein: Vertrauen die auf die neue Wunderdroge von Pfizer. Das erinnert ein bisschen an die Geschichte von Aids.

Über Nacht (5): Die Provinz-Mainsteamer wissen, dass die Regierung des Zwergstaats nachts beisammensaß, um die neuerliche Entrechtung ihrer Bürger zu beschließen. Ob diese Beschlüsse in Rechtssätze eingehen, wird nicht mitgeteilt, denn die Leute halten sich ja ohnedies an das, was beim MDR verkündet wird. So wird mitgeteilt, dass der Einzelhandel ab nächster Woche plattgemacht wird. Weihnachtsgeschenke? Müssen ja nicht sein und verletzen die Gefühle der Willkommensbürger.Einzelhandel (2): Die Zerstörung des Einzelhandels psychologisch zu erklären, liegt mir nicht. Mir geht lediglich durch den Kopf, dass der Ministerpräsident aus demselben kommt. Dass damit ein entscheidender Schlag gegen die Infrastruktur und die deutsche Lebensart geführt wird, muss er nicht wissen – es sei denn, er beabsichtigt das, was ich aus mancherlei Gründen bezweifle.

3. Dezember 2021

Sowas kommt von sowas: Kaum beschließen die Merkel-Getreuen erneut den Panik-Modus, verhängen die Amerikaner eine dringende Einreisewarnung nach Deutschland. Kann einem eigentlich egal sein, denn andersrum kommt man ohnedies nicht rein – jedenfalls nicht ohne amtlich beglaubigten Grund.

Der Gottseibeiuns Wladimir bemerkt öffentlich, dass seine superschnell fliegenden Raketen im März 2022 in Russland stationiert werden. Sie würden zum Beispiel jeden Punkt in den USA innerhalb von fünf Minuten erreichen.

USA (2): In ihrer bisherigen zweihundertfünfzig-jährigen Geschichte haben die Amerikaner es vermieden, gegen gleichstarke Gegner heiße Kriege vom Zaun zu brechen. Man wird sich also wie gehabt auf die gängigen Methoden der verdeckten Kriegführung besinnen.

Österreich wechselt seine Kanzler offenbar im Dreivierteltakt. Immer nur eine Drehung, und schon kommt der nächste dran: Der nächste Herr dieselbe Dame. Zur Zeit des Wiener Kongresses sprach man von Unterrockpolitik. Das waren noch Zeiten.

Österreich (2): Der einzige Kanzler, den Deutschland von dort hatte, brachte es immerhin auf zwölf Jahre. Er soll, Küss die Hand, gegenüber der Damenwelt äußerst charmant gewesen sein.

Führe mit Robert Stein bei NuovisoTV ein Gespräch über die Corona-Diktatur. Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis das gelöscht werden wird. https://www.youtube.com/watch?v=3r49m7mROvE

2. Dezember 2021

Merkel hält Hof: Per Video-Schaltung applaudieren die Landesfürsten ihrem neuerlichen Anschlag auf den deutschen Bürger. Lockdown und Ausstoß der Ungeimpften aus der Volksgemeinschaft, pardon, auf Neudeutsch: Solidaritätsgemeinschaft. Stillstand des Landes auf dem Weg ins Nichts. Weisung ans Bundesparlament, nun endlich die Pflichtimpfung zu installieren.

Merkel hält Hof (2): Großer Zapfenstreich. Inclusive Nationalhymne. The wind has changed, siehe oben Solidaritätsgemeinschaft.

Unterstützung durch die Volksmassen: Der hiesige Ministerpräsident bringt es auf den Punkt: Impfen macht frei. Schwaches Räuspern im Blätterwald. Gemach, kann man da nur sagen. Der arme Mann hat Buchenwald mit Auschwitz verwechselt. Kann schon mal passieren. Gemeint war: Suum cuique, in situations-angepasster Übersetzung: Jedem seine Impfe.Unterstützung durch die Volksmassen (2): Der Chef der Ständigen Impfkommission stört den Burgfrieden. Hätte er kleine Kinder, würde er die nicht impfen lassen. Sagt er. Die Kinder seinen nicht gefährdet durch das Virus, auch gebe es keine verlässlichen Daten über die Fernwirkung der Impfstoffe.

1. Dezember 2021

Der Ton der Unbelehrbaren schwankt zwischen Gereiztheit und Resignation. Nicht zu vergessen ungewollte Komik: Frau auf dem Parkplatz von Lidl rügt den Inhalt meines Einkaufswagens: „Denken Sie beim nächsten Mal an Vitamine.“

In der Stadtverwaltung von Schilda ist am Vortag Papiereausgabenachmittag. Das an Amtlichem interessierte Publikum steht dicht gedrängt. Ich mitten unter den Interessierten.

Papiere (2): Der neue Pass ist ungewohnt schlabbrig. Eine Art Paperback für Fernreisende.

Die Metapher „ich huste dir eins“ könnte heutzutage auch ganz anders verstanden werden.Die drei öffentlich relevanten HAs auseinanderzuhalten, macht Berichterstattung und Publikum Mühe. Das ist nicht weiter tragisch, denn sie reden in der Tendenz das selbe. Mein Vorschlag zur Abwendung des Namensdurcheinanders, den Vorsitz über die Grünen, den Verfassungsschutz und das Verfassungsgericht zusammenzufassen und zwei von ihnen einzusparen.

30. November 2021Gestern Morgen bei Zeller gefunden. Das erspart mühseliges Nachdenken. So mag der Monat zu Ende gehen.

Kaum habe ich den Zeller-Olaf geklaut und mühsam in meine Chronik eingeschmuggelt, setzt der Verstand wieder ein und behelligt mich mit den Erlebnissen des Vortages:

Solange jeder Zweite sagt, es muss etwas geschehen, wird nichts passieren. Das ist ein Gebot der Logik.

Interessant sind die Leute, die nichts dazu sagen, denn unter diesen befinden sich die Tatmenschen. Doch die Annahme, die viel beschworene schweigende Mehrheit seien die Tatmenschen, ist eine lächerliche Fehlvorstellung. Die Gesuchten sind lediglich in der Menge versteckt. Es sind rare Einzelne.Tatmenschen ausfindig zu machen, ist der Beruf der Obrigkeit, denn vor diesen muss sie sich fürchten. Der Grund ist simpel: Tatmenschen geben der Menge zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt ein ungeplantes Signal, dann ist sie nicht mehr zu halten.

Das Bundesverfassungsgericht räumt die Beschwerden gegen die sogenannte Bundesnotbremse vom Tisch. Der Staat habe das Recht und die Pflicht, das Leben seiner Bürger zu schützen. Deswegen müsse der Bürger den Entzug seiner Grundrechte hinnehmen. Über die ehrwürdigen Verfassungsgrundsätze der Geeignetheit und Erforderlichkeit geht das Gericht großzügig hinweg. Frei nach dem Motto der Kasseler Putzfrau: Ist das noch Rechtsstaat oder kann das weg?

Beschluss (2): Rein zufällig wird die Entscheidung am selben Tag verkündet, als die von der Führerin geschaffene Kanzler-Ministerpräsidenten-Runde die Impfpflicht anschiebt.

Beschluss (3): Wir sind zu dicht dran, um festzustellen, ob das ein historischer Moment ist. Spätere Geschichtsdeuter werden vielleicht sagen, dass dies der Tag war, als die Gegner der Maßnahmen zum Entschluss kamen, das Widerstandsrecht nach Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz für sich in Anspruch zu nehmen. Je nachdem, wie die Sache dann ausgeht, werden dieselben Geschichtsdeuter womöglich erzählen, dass die Regierung sich wg. der unbelehrbaren Einzelnen endlich entschloss, den eher unbedeutende Widerstand mit Gewalt zu brechen.Beschluss (4): Lese bei einem Satiriker, die Richter würden zusätzlich zur roten Kostümierung jetzt auch eine grüne Bahnvorsteherkelle erhalten, um die Sachen besser durchwinken zu können.

29. November 2021

Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln. (vormals Artikel 8 Absatz 1 Grundgesetz). Seit dem Wochenende in Schilda durch ordnungsbehördliche Allgemeinverfügung aufgehoben – auch in Wohnungen (vormals Artikel 13 Absatz 1 Grundgesetz). Merke. Ortsrecht bricht Verfassungsrecht.

Verfügung (2): Ebenfalls im Arsenal die nächtliche Ausgangssperre. Irgendwo schreibt einer dazu, das sei Kriegsrecht. Nein, das ist Seuchenbekämpfung, denn, wie jedermann ARD-ZDF-Konsument weiß, sind Corona-Viren nachtaktiv und springen bei Dunkelheit von den Ungeimpften die Geimpften an. Wehret den Weiterungen!

Ein sog. Jugendfunktionär der CDU (deutlich über 30) verlangt nach dem Hausarrest für Ungeimpfte. Na, dann ist ja die Zusammenfassung in Lagern nicht mehr fern. Hier in Schilda haben wir Platz auf dem Ettersberg, wo Gauleiter Fritz Sauckel in Großer Zeit das KL Buchenwald errichten und betreiben ließ, welches nach Mai 1945 von den Russen als Sonderlager weiter genutzt wurde.Konzentrationslager (2): Die ersten wurden im Zweiten Burenkrieg von den britischen Kolonialtruppen eingerichtet. Die Nazis (die echten) machten das nach, nur das Wort KZ hatten sie nicht gern, daher KL. Jetzt haben vor einigen Tagen die Australier nachgezogen.

28. November 2021

Die entscheidenden Eigenschaften der digitalen Weltenlenker sind Intelligenz, Schaffenskraft und Brutalität. Sie konnten sich die technischen Möglichkeiten vorstellen, besaßen den Biss, ihre Ideen in die Tat umzusetzen, und die Ellenbogen, Imperien aus dem Selbstgeschaffenen zu formen.

Weltenlenker (2): Es ist eine kindische Annahme, sie könnten sich mit dem Erreichten zufrieden geben.Weltenlenker (3): Das einzige, was sie zu Fall bringen kann und auch wird, sind Ihresgleichen, denn keiner von denen kann es ertragen, nicht der erste zu sein.

27. November 2021

Belanglos: Man sehnt den Tag herbei, wo Mainstream die Worte der Führerin als das behandelt, was sie sind.

Belanglos (2): Keiner will das Gesundheitsressort – bis auf den lauten Karl.

Belanglos (3): Die Freundin der Kollegin war ein paar Tage krank und blieb im Bett. Jetzt ließ sie einen Antigentest durchführen. Und siehe da, sie hatte Corona, ohne es zu ahnen. Gilt sie jetzt als genesen? Oh nein, ihr fehlt das ärztliche Zertifikat, dass sie die Antigene durch die Krankheit erwarb. Jemanden, der ohne Behandlung genas als genesen zu bezeichnen, wäre nach der amtlichen Impfagenda nicht zu verantworten.Belanglos (4): In Südafrika ist eine neue Variante aufgetaucht. Sie stellt alles andere selbstredend in den Schatten. Auch die Impfung? Das nun wieder nicht, vielmehr erfolgt die Ansteckung der Geimpften deswegen, weil die Variante ansteckender ist als die Vorgänger.

26. November 2021Wenn mir eines Tages nichts mehr einfällt, ist dies belanglos, weil es niemand bemerkt – ich übrigens auch nicht.

25. November 2021

Visionen: Mit Mehr-Demokratie-wagen überschrieb Willy Brandt seine erste Regierungserklärung. Die neuen Spitzen-Regierer haben gestern das Wort Demokratie durch Fortschritt ersetzt. Man beachte. Doch wagen wollen auch sie.

Visionen (2): Brandts Nachfolger im Amte, Schmidt, empfahl seinen Genossen, die von den Visionen nicht lassen mochten, den Gang zum Arzt.

Visionen (3): Man kann – und das gilt grundsätzlich – das von jeglicher Vernunft befreite Geschwätz nur ertragen, wenn man sich mit etwas anderem beschäftigt – jedenfalls wenn man es ablehnt, sich in die von den Neo-Fortschrittlern nunmehr freizugebenden Rauschmittel zu flüchten.

Wisconsin: Der Mörder mit dem Geländewagen ist wohlauf. Seine Kaution wurde auf 3 Millionen Dollar festgesetzt. Da wird doch wohl was zu machen sein.Wisconsin (2): Den freigesprochenen Kyle Rittenhouse, an dem sich Mainstream aufgeilt, hat Donald Trump nach Florida in sein dortiges Domizil eingeladen. Er bleibt dabei: Die Schlagzeilen beherrscht immer noch er selbst.
Erkenntnis: WHO-Chef Tedros gibt sich besorgt, dass die Menschenzu sehr auf die Impfung vertraut hätten. Wie kommt der denn plötzlich auf sowas? Muss jetzt die Corona-Pille von Pfizer in den Markt? Das Bild weist aus, dass selbst Masken die Besorgnis nicht maskieren können – und das ist gut so.

Maske (2) & Sachsen: Das da, sage ich und zeige auf das Brot. – Sie: Das Angebot der Woche? – Ich: Das ist ja so billig, ist das virenfrei? – Sie: Junger Mann… (nicht gerade freundlich, soweit maskiert erkennbar). – Ich zupfe meinen Lappen runter, dann müssen wir beide lachen. Ich vergesse, das Wechselgeld mitzunehmen. Das Brot heißt übrigens Urtyp – ein wunderbares deutsches Brot.

24. November 2021

Wenn Bundesgesundheitsminister Spahn im Ernst meint, dass im nächsten Frühjahr alle geimpft, genesen oder tot sind, dann herrscht offenbar Handlungsbedarf. Früher wären Klardenkende sich einig gewesen: Eine Aufforderung zum Töten ist strafbar.

Manchmal sind Zahlen doch ganz hilfreich. Weil das Inzidenzgeschwätz zu nichts gut ist, außer vielleicht für das Mainstreampanik-Orchester, werden Ersatzzahlen für den Ernst der Lage aus den Fallzahlen der Intensivbetten in Krankenhäusern generiert. Fallende feie Plätze werden als Hinweise auf die Eskalation der Krise genommen. Vergleicht man die Zahlen von 2020 und 2021 reibt man sich die Augen. Die Zahl der einschlägig behandelten Corona-Patienten hat deutlich abgenommen, die Zahl der freien Plätze auch. Dieses Wunder erklärt sich aus dem massiven Abbau von einschlägigen Behandlungsplätzen.Panik (2): In keiner der augenrollenden Panikmeldungen kommt vor, dass Deutschland eine ungenutze Reserve von über 10.000 Intensiv-Betten besitzt. Kann mal jemand erklären, an welcher Stelle der Kollaps steckt?

22. November 2021

Die NS-Besoffenen vom ZDF machen allabendliche Anleihen bei ihrem Führer, um sich und ihrem Restpublikum Gänsehaut zu verschaffen. Rege an, dass sie ab und an in dessen Tischgespräche kucken, so 12.2.1942, nachts: „Die Russen werden nicht alt, 50 bis 60 Jahre. Warum sollen wir sie impfen? Man muss wirklich unsern Ärzten und Juristen Gewalt antun: Nicht impfen.“

Das isst du? fragt die mir bis dato Unbekannte bei Tisch ihren Mann. Das ist der Beweis dafür, dass diese Ehe erst jüngeren Datums ist.Der Mann, der in Wisconsin vorgestern mit dem Ford-Geländewagen in einen Weihnachtsumzug raste und dabei fünf Menschen tötete und 20 weitere schwer verletzte, wollte angeblich gegen den Freispruch von Kyle Rittenhouse protestieren. Dessen zu bemängelnder Rassismus bestand darin, dass er zwei weiße stadtbekannte Kriminelle in Notwehr erschoss. Der nunmehrige Schwerverbrecher mit dem Auto ist schwarz, seine Opfer in der Mehrzahl weiß. Kann es sein, dass in den Gegenden der USA bald nur noch das Faustrecht herrscht, von den Mainstreammedien eifrig angeheizt?

22. November 2021

In Zeiten der Pestilenz sind 40 Personen einzuladen, um 20 Gäste um den Esstisch zu versammeln, die andere Hälfte ist nicht mehr bei Verstand.

In Zeiten der Pestilenz (2): Das Gespräch bei Tisch ist ungewohnt ernst. Es entsteht der Eindruck, als seien die Abwesenden anwesend. Der Spott hält sich sehr in Grenzen.

In Zeiten der Pestilenz (3): Während früher üblich war, dass die Gäste nach drei, vier Stunden wieder gingen, darf man jetzt mit der doppelten Verweildauer rechnen – offenbar ist das ein notwendiger Ausgleich für die Ferngebliebenen.

Du kannst es dir leisten, dich zu äußern, sagt einer bei Tisch. Nein, antworte ich, ich will es mir leisten.Gute Ideen sind nicht unbegrenzt zu haben, sondern pro Mensch kontingentiert. Hat einer seinen Vorrat aufgebraucht, ist er alt. Bei Leuten, die vor guten Ideen übersprudeln, tritt diese Phase eher ein, als bei jenen, die sich die Mühe machen, ihre guten Ideen in die Tat umzusetzen.

Dummheiten: Dieses ist eines der wenigen Wörter, dessen Gebrauch im Plural mir einleuchtet. Das liegt daran, dass es sich nur um einen Scheinplural handelt. Dummheit im Singular ist personenbezogen. Das Wort geht mir sogleich durch den Kopf, wenn mich ein Foto von Annalena Bb. angrinst. Von Dummheiten hingegen spricht man, wenn man etwas bezeichnen will, was schlecht zusammenpasst, unüberlegt konstruiert ist oder ein altersangemessenes kindisches Verhalten darstellt.

Dummheiten (2): Wenn ich die Autotür öffne, ertönt ein Gong.

Dummheiten (3): Wenn ich die Autotür öffne, erscheint ein Schriftzug auf dem Display: „Guten Tag Udo“.

Die Aufforderung, etwas schön zu finden, mündet nur selten in eine ehrliche Antwort ein.

Schön (2): So gut wie nie hört man die Aufforderung, etwas unschön zu finden.Schön (3): Das Wort wird mit zwei Präfixen benutzt: a) Na schön, was bedeutet, das der Sprecher die Debatte ans Ende bringen will, ohne den Quatschredner in den Boden zu stampfen. b) ist doch schön, wird von kenntnislosen Labertaschen benutzt, um die unreflektierte Zustimmung zu modernen Absurditäten zum Ausdruck zu bringen, Beispiel „Dass wir die armen Menschen aus Weißrussland bei uns aufnehmen, ist doch schö-hön.“ Merke: Im Fall b das Wort schön unbedingt zweisilbig aussprechen, damit die Infantilität besser zum Ausdruck kommt: „schö-hön“.

Schön (4): Madrid im November.

21. November 202119jähriger kurz nach der Impfung auf der Klassenfahrt verstorben. Das Obduktionsergebnis soll bereits in zwei bis drei Monaten vorliegen. Eile mit Weile, liebe Berliner Staatsanwaltschaft. Wir wollen die Menschen doch nicht beunruhigen.

Tod (2): Kyle Rittenhouse heißt der zur Tatzeit 17jährige, der soeben in den USA vom Mordvorwurf freigesprochen wurde. Er handelte im Vorjahr in Notwehr, als der gewalttätige Mob ihn vor dem Geschäft seines Freundes, das er beschützen sollte, mit Schusswaffen angriff. Zwei der Angreifer sind tot, einer für den Rest seines Lebens gezeichnet.Tod (3): Der Medienmob randaliert – auch in Deutschland – gegen das Urteil. Das ist Rassismus pur. Nein, nicht was die Medienlügner über den Täter, die Opfer und das Urteil verbreiten, denn der Schütze und die Toten sind weiß. Weißer hätte es auch Ariel nicht hingekriegt.

Früher gingen mir Rezensionen leicht von der Hand. Da kannte ich noch nicht so viele Autoren.

Autoren (2): Wenn die Sprache ein Spielzeug ist, so wie bei mir, dann wären die Autoren also Spieler. Das werden viele Leser nicht lustig finden. Vielleicht versöhnt sie indessen: Das Spiel betrifft die Sprache, nicht die Ernsthaftigkeit des transportierten Gedankens. Er ist es, der durch das Spiel geschmeidig, also eingängig werden soll.

Autoren (3): Schreibt mir ein Anonymus aufgrund einer Rezension, dass das Lesen von Büchern zwecklos sei. Richtig. Das Aufheben seiner Nachricht übrigens auch.Autoren (4): Fragt ein Besucher, ob er eins meiner Bücher kaufen kann, aber bitte mit Preisnachlass. Ich ziehe 1,43 € ab und sage, das sei mein Autorenanteil, auf den ich für ihn verzichte. Darauf verzichtet er auf den Kauf.

Schilda an der Ilm – Aus dem Sudelbuch IV

20. November 2021

Hunde werfen sich devot auf den Rücken, um sich von Frauchen am Bauch kraulen zu lassen.

18. November 2021

Der Anrufer aus Niedersachsen macht sich Sorgen um mich, sagt er, weil, wie er weiß, die Inzidenzien in Thüringen durch die Decke gehen. – Ja, sage ich, überall Leichensäcke auf den Straßen. – Pause. – Ob ich von P. gehört hätte, fragt er. Nein, sage ich wahrheitsgemäß, weil ich den nicht kenne. – Der hat Glück gehabt, sagt er, nach der ersten Impfung lag er mehrere Wochen danieder. Jetzt ist er gottlob wieder einigermaßen beisammen, so dass er sich die zweite und die dritte Spitze abholen kann. – Sowas kann man sich nicht ausdenken.

Kann man sich nicht ausdenken (2): Betritt eine Frau die Physiotherapie-Praxis. Sind hier alle geimpft? fragt sie mit Marktlautstärke durch die FFP2-Maske. Keiner der Anwesenden reagiert. Auftritt der Praxisinhaberin. Wir sind alle gesund, sagt sie. Die andere: Damit werde sie sich nicht zufrieden geben und Meldung machen. Und weg ist sie. Unter den bis dahin vor sich hin Schweigenden entsteht ein Wir-sind-unter-uns-Gespräch. Jaja, der Osten wirft lange Schatten.

Konsequent: Wenn Gesundheitspersonal die Impfung verweigert, wie man hört, wird es angeblich entlassen. So kann man das Gesundheitswesen gesundschrumpfen. Wenn Krankenhäuser und Praxen geschlossen werden, überschreitet der verbleibende Rest im Nu die Kapazitätsgrenzen. Jetzt ist Zeit für Maßnahmen. Da braucht man keine Inzidenzien mehr.

Konsequent (2): Schreibt mir einer, natürlich aus Sachsen: Die Geschützten müssen vor den Ungeschützten geschützt werden, indem man die Ungeschützten dazu zwingt, sich mit dem Schutz zu schützen, der die Geschützten nicht geschützt hat.Konsequent (3): Der Bahnsteiglautsprecher in Schilda teilt den Wartenden mit, dass der ICE nach Berlin nicht kommt, weil er wegen einer Baustelle eine andere Strecke befährt. „Wir bitten um ihr Verständnis.“ Die wegen des Abflugtermins blitzschnell organisierte Autofahrt nach Erfurt, um dort einen anderen Zug zu erreichen, in dem selbstverständlich die Fahrkarte nicht akzeptiert wird, geht à Konto des Verständnisinhabers. Die Bahn vertraut darauf, dass der Bürger nicht wegen 90 Euro vor Gericht zieht.


17. November 2021

Hofhaltung: Als Anna Amalia die jahrelange Regentschaft am Weimarischen Hof zugunsten ihres dicklichen Sohns beendete, wurde sie nebst Hofstaat in ein Nebenschloss versetzt. Das war insofern von Bedeutung, als sich hier der Musenhof installierte, der dank erlauchter Geister ein bisschen Weltruhm erlangte (Goethe und so).

Hofhaltung (2): Die Führerin nebst Hofstaat wird in den kommenden Tagen, so sagt man, in ein von der Verfassung nicht vorgesehenes Parallelamt umziehen. Dort kann sie nach Herzenslust weiter Schaden stiften. Doch noch ist sie im Amt.Hofhaltung (3): Die künftigen Machthaber machen ein groß Gewese aus ihren künftigen Absichten. Das Publikum glotzt gebannt auf das Platzen der Wundertüte namens Koalitionsverhandlungen. Ich sag es mal hier, in einfacher Sprache, was sie aushecken: Singen in der Klimakirche, In-mein-Reich-komme-Psalmodieren sowie Stay-put (= Michel bleib zu Hause).

Hofhaltung (4): Der Admiral Wilhelm Canaris war im Zweiten Weltkrieg Chef des Wehrmachts-Geheimdienstes, der Abwehr. Über seine zwielichtige Rolle ist viel spekuliert worden. Als ich vor Jahren ein Charakterbild über ihn zu zeichnen suchte, fiel mir auf, dass nicht nur er selbst körperlich sehr klein war, sondern dass er nur kleine Männer in seiner Umgebung duldete. Eine Ausnahme machte lediglich der Anschluss-Österreicher Erwin Lahousen („der Lange“). Er stand dem Sabotageapparat (Abwehr II) vor, der nicht eben durch humanitäre Akte aufgefallen ist. Nach dem Krieg wurde Lahousen ein gehätschelter Kronzeuge der Anklage in den Nürnberger Prozessen, was mich schon immer gewundert hatte. Heute nicht mehr, denn er war, wie sich aus Akten im französischen Militärarchiv jetzt ergibt, jahrelang Agent und Geliebter einer französischen Militäragentin. Als Agent war er sehr fleißig, was er als Geliebter taugte, weiß ich nicht.Hofhaltung (5): Hätten die Canaris’schen Lehren Allgemeingültigkeit, käme man bei den sich anbahnenden Koalitionären zu amüsanten Ergebnissen.

16. November 2021

Gesang der Spiegel-Mietlinge über den Alsterwassern (nach Auffinden einer Asbach-Uralt-Reklame in einem verschrotteten Hamburger S-Bahn-Wagen):
Wenn einem soviel Gutes wird beschert
das ist schon einen Pieks von Bill & Melinda wert.

Gates-Spritze (2): Der Spiegel muss im Sinne seines Meisters geliefert haben. Sonst wäre die neuerliche Dosis (Booster) nicht so prompt erfolgt. Man wüsste gern mal, was das war, das derartiges Entzücken hervorrief. Vielleicht genügte aber auch schon das Weglassen.

Gates-Spritze (3): Kritiker der Kritiker wenden ein, dass 2,9 Mio. Dollar, gestreckt auf 41 Monate, in einem Unternehmen wie dem Spiegel nicht die Welt sei. Das ist nur knapp daneben, denn die Dröhnung ging an die Online-Adresse. Gerade mal schäbige 71.000 im Monat, verteilt auf von mir geschätzt 30 Redakteure, macht ein Gehaltsplus von nicht einmal 2.400 €. Da ist für eine Neiddebatte wirklich kein Raum.

Gates-Spritze (4): Wie von selbst schweifen die Gedanken zum Ethik-Rat der Bundesregierung. Wer ließ dessen Mitglied, Wolfram Henn, auf den Gedanken kommen, auf die Ungeimpften „aus allen Rohren schießen“ zu lassen. Ausreiseverbote und Einsperrung, um die Überzeugung zu wecken, dass die Spritze unumgänglich notwendig sei, und begleitend Bilder von auf Intensivstationen Sterbenden veröffentlichen. Sagt dieser sog. Medizin-Ethiker und Human-Genetiker. Die Ähnlichkeit mit dem Experten aus der Zellerzeitung vom Vortage ist purer Zufall. Oder so.
 

15. November 2021

Oho, da ist schon wieder eine Korrektur fällig. In der Corona-Diktaturhatte ich mir erlaubt, die unterdrückten Zahlen der italienischen Gesundheitsverwaltung denen der öffentlichen deutschen Berichterstattung im Februar/März 2020 entgegenzustellen, was mir wütende Angriffe des Mainstream-Mobs einbrachte. Jetzt korrigieren sich die Italiener erneut und offiziell: Aus den bislang gemeldeten 130.468 Corona-Toten wurden über Nacht 3.783. Das ist der 35. Teil. Wer zählt sowas? Und warum?

Die Lügner legen sich in die nächste Kurve. Die angeblich rasant angestiegene Zahl der Corona-Toten in Bayern besteht nach amtlicher Auskunft vorwiegend aus über 80jährigen, viele davon im Frühjahr geimpft. Jetzt lasse der Impfschutz nach. Warum, zum Henker, haben genau diese Personen ohne Impfschutz den letzten Winter ohne Schaden überlebt – die Corona-Saison, in der es keine Übersterblichkeit gab? Mir fällt als Erklärung nur ein, dass die Impfung zur Schwächung des Immun-Systems bei den Alten geführt hat. Ist nur so eine Vermutung, ich bin ja kein Arzt.Einen Vorteil hat die Corona-Hysterie: Ich gelte hiesigenorts nicht mehr als arroganter Wessi, weil ich nicht an jeder Ecke jedem Eingeborenen die Hand schüttle. Auch die verlogenen Umarmungen mit unangenehmen Leuten fallen flach. Vorgestern bedauerte eine flüchtige Bekannte diese Zeremonieänderung. Auf die Frage warum? äußerte sie, ich röche gut. Gütiger Himmel, was tritt dort zutage?

14. November 2021

Es ist völlig sinnlos, den sich erneut überschlagenden Corona-Meldungen auch nur vage auf den Grund gehen zu wollen. Gehe nachts auf die Straße, um mich zu überzeugen, ob Vollmond ist. Ist es aber nicht, aber fast, trotz des Nebels kann ich das erkennen. Lese von noch nie dagewesenen Todeszahlen, steige an der Ilm-Brücke aus dem Auto (Diesel). Nicht eine einzige Leiche treibt flussabwärts.

Diesel (2): Achte neuerdings strikt darauf, dass die Start-Stop-Automatik deaktiviert ist. Eine leere Batterie vor Kurzem in der Thüringer Bergeinsamkeit hat mich belehrt.

Diesel (3): Der Schnickschnack in den neuen Autos ernennt den Fahrer zum Idioten. Wenn einer den Ölmessstab nicht bedienen kann, ist er ein Depp. Wenn einer ein Auto ohne Ölmessstab kauft, ist er erst recht einer. So einer bin ich auch, und das ärgert mich.Diesel (4): Mein Auto zeigt an, dass die automatische Notrufnummer nicht funktioniert. Das ist mir vollkommen gleichgültig. Idiotisch ist hingegen, dass ich den Hinweis nicht unterdrücken kann, so dass ich den Kilometerstand nicht abzulesen vermag. Das Finanzamt wird kein Verständnis dafür haben.

13. November 2021

Gestern Abend beim Standard-Griechen. Außen Schild: Hier gilt 3G, innen alles leer. Die Ungeimpften wollen sich nicht vor dem Essen für 25 € testen lassen. Und die Geimpften haben plötzlich Schiss, weil sie fürchten, dass sie sich anstecken können.

Nebenan ist ein Altenheim. In dem stirbt gerade die Mutter eines Freundes – mutterseelenallein, wie man so sagt. Der Grund: irgendwo in dem Heim war einer der Alten als positiv getestet worden. Jetzt stehen alle unter strikter Quarantäne. Nebenbei: Alle sind geimpft, bis auf die Sterbende.Ein durch nichts an Idiotie zu übertreffender Vorschlag stammt von – den Namen muss sich niemand merken – einem Spitzenfunktionär der deutschen Industrie: Risikozuschlag zur Krankenversicherung bei Ungeimpften. Recht so, denn die Kosten dank der bislang sorgsam nicht bilanzierten Kosten der Impfschäden werden rapide steigen. Hierzu zählen vor allem die Behandlungskosten der erkrankten Geimpften, die sich dank der propagandistischen Anstiftung sorglos ansteckten.

12. November 2021Wenn in D überproportional viele Willkommensbürger, bevorzugt solche aus der Türkei, als Covid 19-Kranke in den Gesundheitseinrichtungen aufschlagen, regt das zur Ursachenforschung an – wiewohl nur bei Leuten, die es in Kauf nehmen, als fremdenfeindlich verschrien zu werden. Nun denn: In den USA (wo sonst?) wurde der Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Covid 19-Schädigung erforscht und hergestellt. Zu deutsch: Wer zu fett ist, lebt mit dem Virus gefährlich und zwar in entscheidendem Umfang. Wenn man nun bei der WHO herumstöbert, stößt man auf eine seltsame Weltkarte, in der ist farblich dargestellt, wo und in welchem Maße die Leute zu dick sind. Die Spitzenreiter sind nach den Amerikanern und Arabern die Türken. Noch Fragen?

Morgens dichter Nebel und Windstille. Früher hätte ich bestenfalls gesagt: Novemberwetter. Jetzt weiß ich, dass mein Diesel daran schuld ist, wenn die zukunftsorientierten E-Mobilisten nix tanken können. Also muss ein Dieselverbot her.

Der Impf-Spahn will die Kostenpflicht fürs Testen wieder aufheben. Man erinnert sich kaum, ist ja auch erst einen Monat her, dass das Gegenteil beschlossen worden war.

Testen (2): So sollten die Ungeimpften gezwungen werden, sich endlich impfen zu lassen, damit sie aufhören, die Geimpften anzustecken.

Testen (3): Jetzt sind die infizierten Geimpften das Problem, denn diese lassen sich nicht testen. Brauchten das auch nicht, weil ihnen keiner mehr was konnte. Hatte ihnen die Obrigkeit gesagt. War wohl nix.

BaWü: Schreibt ein Südwestler auf Conservo, er kenne nur Geimpfte. Bei mir ist dies etwas anders: Ich erkenne Geimpfte sogleich, ansonsten kenne ich Ungeimpfte zuhauf.

BaWü (2): Tja, in einem Land, wo man an die Kraft des Windes glaubt – auch wenn er nicht weht. Denn es gilt: der grüne Geist weht überall bzw. wo er will. Auffällig ist, dass Christen ähnliches reden. Doch bei denen fällt es unter Religionsfreiheit.

BaWü (3): Der Blogger Michael Klonovsky müht sich ellenlang an einer Biographie über den Schwarzwälder Martin Heidegger ab. Er merkt neben vielem Bewunderndem an, der Guru selbst habe sein Hauptwerk Sein und Zeit in späteren Lebensjahren als eine „Verunglückung“ (schwurbel, schwurbel) bezeichnet. Da kann ich mich – nach einem Kontrollblick in die Regalecke, wo die Kuriosa stehen – nur anschließen.Heidegger (2): Ich weiß schon, was einige meiner Freunde jetzt über mich sagen werden: Der hatte noch nie von nichts ne Ahnung. Stimmt. Gleich neben dem badischen Gnom steht – aus alphabetischen Gründen – der Ulysses von James Joyce, von dem mir noch niemand erklären konnte, warum das Weltliteratur sei.

Was für ein verrückter Tag, dieser Freitag, der Zwölfte. Der Blogger Egon Kreutzer schreibt über den Ethikrat, deren Vorsitzende sich über den Fußballer Kimmich, den Ungeimpften, erregt. Lerne, dass es für diesen kuriosen Rat ein einschlägiges Gesetz aus dem Jahre 2007 gibt. Da hatten wir bereits – ohne es zu ahnen – die Führerin.

Ethik (2): Neugieriger Blick in den Großen Brockhaus. Ich hätte es mir denken sollen. Die Philosophen haben ein groß Gewese um die Ethik gemacht. Doch was haben ihre Streitschriften gebracht? Nichts. Jedenfalls nichts Brauchbares.

Ethik (3): Das Wort stammt aus dem Griechischen, von wo aus es mit Sitte oder Brauch übersetzt worden ist. Also ethisch ist, was Sitte oder Brauch ist. Damit sind wir wieder bei Anmerkung (2).Ethik (4): Glaube ich unsern Neutönern, gibt es Sitte oder Brauch in unserer bunten, einen Welt nicht mehr, sondern alles müsse jeden Tag neu ausgehandelt werden. Damit gelangen wir zum Paradoxon, dass das Nichtvorhandensein von Sitte oder Brauch heute Sitte oder Brauch ist. Oder so.

11. November 2021

Erinnerung an ferne Bonner Ministerialtage, wo zu diesem Datum die Eingeborenen wg. lokaler Trinkgewohnheiten dem Dienst fernzubleiben pflegten. Was sie an diesem Tag trieben, war der lebendige Beweis dafür, dass Volksbräuche komplizierter Organisations-Strukturen nicht bedürftig sind. Im Gegenteil, diese stehen dem Fremdgehen mit Fremden entgegen.Narretei (2): Ein aus dem Südwesten der Republik stammender höherer Vorgesetzter nahm sich eines Jahres vor, ein Exempel zu statuieren. Der mit der Sache beauftragte disziplinarische Untersuchungsführer stieß auf einen weiteren rheinischen Volksbrauch: Denk nicht an gestern.

Narretei (3): König Markus von Bayern erklärt sein Land ab heute zum Katastrophengebiet, um richtig durchregieren zu können. Die Grundrechte sind abgeschafft.Narretei (4): Erwische mich dabei, wie ich fast automatisch die Rechtmäßigkeit der Maßnahme überdenke, als ob es darauf noch ankäme.
Narretei (5): Mainstream berichtet über Kinder und Schwangere, die im Niemandsland zwischen Bjelarus und Polen festsitzen. Voila, da sind sie:

10. November 2021Gleich mehrere Presseanfragen, ich solle „mal was zum NSU machen“. Da ist nichts zu machen. Zumal ich gar nicht weiß, was es da im Moment medial zu feiern gibt. Schließe mich insofern dem BKA an, dass, soweit ich weiß, ebenfalls nichts mehr gemacht hat, nachdem die offizielle Story mit dem High Noon Schießen von Eisenach beendet worden war. Der anschließend zelebrierte Rechtsstaat hielt den Mord an den beiden jetzt rechtskräftig festgestellten Türkenmördern auch für irrelevant.
Ja, was denn nun? Die künftigen Koalitionäre haben in die Hände gespuckt, um die Gängelung des Volkes qua Impfgesetz zu verlängern. Im Vergleich zu den bisherigen offiziellen Verlautbarungen über den wahnsinnigen Erfolg der Impfkampagnen ist allerdings die Begründung für den Gesetzentwurf (BT-Drs. 20/15) nicht ohne Komik: „Dies ist auch notwendig, da die Impfquote immer noch nicht ausreichend und die Zahl der ungeimpften Personen hoch ist.“

9. November 2021

Finde im Briefkasten einen Otto-Katalog vor, obwohl ich solchen Papiermüll nicht haben will. Auf dem Weg zur Papiertonne erinnere ich mich, vor wenigen Tagen über eine Auseinandersetzung zwischen Otto und einem Kunden gelesen zu haben. Dieser will sich nicht duzen lassen und nimmt Anstoß an der afrikanischen Aufmachung des Katalogs, worauf ihm die Firma mitteilt, wenn ihm das nicht passe, solle er seine Sachen woanders kaufen.

Otto (2): Der Katalogverfasser teilt mit, dass Otto CO2-frei liefere. Vermute daher, dass der Paketdienst mit Kernreaktor-Autos fährt.Otto (3): Der Subkatalog mit den Heimwerker-Utensilien ist komplett Afrika-frei. Ist das jetzt der berühmt-berüchtigte strukturelle Rassismus?

„Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück,“ lästerte die Generation meines Vaters spätestens ab 1944. Nicht jedem, dem Endsieg des Führers verpflichteten NS-Funktionär war solcher Galgenhumor willkommen. Auf Wehrkraftzersetzung stand die Todesstrafe.

Zurück (2): Heutige Vorwärtsschreier („Lasset euch impfen, denn der Corona-Tod ist nahe“) suchen nach einer rettenden Nebelbank, damit sie zurückrudern können.Zurück (3): „Der Impfstoff wird ja auch wieder schlechter werden nach der Zeit. Na gut, dann kann man sagen, da muss man wieder nachimpfen, aber eigentlich ist es nicht das Ziel für alle Zeiten immer impfen zu müssen. Ich glaube, dass die Mehrheit der Infektionsbiologen und Mediziner im Moment sagt, wir müssen eigentlich die endemische Situation als eine Erkältungssituation sehen.“ So der Weißkittel der Nation und der Führerin Christan PCR Drosten, zitiert nach Stephan Paetows Spaeth-Nachrichten von heute.
Noch ein bisschen zurück: Am 2. März 2020 nannte Drosten die Infektion mit Sars-CoV 2 eine milde Erkältung. Danach kam beliebig anderes. Wäre der Titel nicht bereits an Lauterbach vergeben, könnte man ihn zum Wellenreiter des Jahres ausrufen. Jetzt ist er wieder zu den Anfängen zurück.

8. November 2021

Mainstream quäkt durcheinander. Die Story vom Impfheil hat hässliche Flecken bekommen. Um die offensichtliche Wirkungslosigkeit der Stöffchen zu kaschieren, ist die Fama geboren worden, es handele sich lediglich um ein Abflauen der Wirksamkeit, das durch Wiederholungen gebremst werden kann. Mal sehen, wie lange diese Story den öffentlichen Raum beherrscht. In einfacher Sprache: Wenn der Benzintank leer ist, muss man nachtanken.

Nachtanken (2): Kommt den Klima-Wahnsinnigen natürlich nicht über die Lippen, weil das Tanken insgesamt verboten werden soll. Jetzt drohen die Spitzengrünen, mit dem hauseigenen Mob Druck auf die anderen zu machen, und, wenn das nicht hilft, das Koalitionsgerangel platzen zu lassen. Da kann man nur sagen: Nur zu.

Quadratur des Kreises: Viele Geimpfte, deutlich weniger Getestete, stark angestiegene Zahl der Positiv-Tests. Rast eine Seuche durchs Land, und keiner merkt es?Quadratur (2): Bislang knapp 100.000 Corona-Leichen in D, deutlich weniger Verstorbene im Jahr 2020 als sonst. Woran mögen die Massen in den Vorjahren verstorben sein? Pandemien verschlafen?

7. November 2021Im Moment fangen die US-Geheimdienste (ca. 17-18 Stück) an nachzurechnen, wieviele Bedienstete ihnen in Kürze fehlen werden, wenn die Ungeimpften starrsinnig bleiben und ausscheiden müssen. Kleinere Dienste sollten kein Nachteil sein, wenn diese sich auf ihre eigentlichen Aufgaben beschränken.

6. November 2021

Ich halte die Meldung über die Verhaftung des Pfizer-Chefs Albert Bourla für aus der Luft gegriffen. Das bisschen Zulassungsfälschung für den Impfstoff seiner Firma kann es doch wirklich nicht sein. Ich hatte mir vor Wochen (am 25. August 2021) über das Gesicht, das ich zum ersten Mal sah, meine Gedanken gemacht.

In den USA hat Präsidenten-Darsteller J.B. eine Order unterschrieben, die rund 90 Millionen lohnabhängige Amerikaner zur Impfung bis zum 4. Januar 2021 zwingen soll, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Order (2): Wer sich den Impfzwang ausgedacht hat, kann kaum zweifelhaft sein. Nur wüsste ich gern einmal die Namen dieser Personen, denn nach fast einem Jahr Biden-Präsidentschaft weiß immer noch keiner, wer eigentlich das Land regiert. J.B. ist es jedenfalls nicht. Vielleicht seine Frau? Das wäre in den USA nicht der erste einschlägige Fall, denn Woodrow Wilson (1913-21) machte es in seinen letzten Jahren im Weißen Haus vor.Order (3): Die ersten massiven Proteste kommen von den LKW-Fahrern, von denen nach Schätzungen 30 % ungeimpft sind. Schmeißt man diese raus, steht das gewohnte Leben in den USA still. Lockdown auf wirksamere Art.

5. November 2021

Keine guten Nachrichten für Geimpfte. Wenn es stimmt, was die wissenschaftlich verantwortliche Testerin zu Protokoll einer britischen Medizinfachschrift gegeben hat, haben die Pfizerianer mit ihrem Impfstoff ein Problem, die Zulassung betreffend, denn diese wurde mit unvollständigen Daten erwirkt. Früher hätte man gesagt, die Daten waren getürkt. Angesichts der Empfindlichkeiten des Emirs von Ankara darf man diese Vokabel nur noch hinter vorgehaltener Maske verwenden, aber das Problem bleibt, wenn es bei den Testreihen zahlreiche Impfzwischenfälle gab, deren Bekanntwerden niemals zur Zulassung des Stöffchens hätten führen dürfen, selbst wenn es nur eine vorläufige war.

Pfizer (2): In Deutschland gibt es dieses Problem gottlob nicht, denn der Bundespräsident hat durch Ordensverleihungen an die Geschäftsführer des Co-Produzenten BionTech amtlich festgestellt, dass der Stoff die Welt rettet. Oder so.Pfizer (3): Jetzt sind die Kinder dran. Da sie durch das Virus nicht gefährdet sind, kann man jetzt in Ruhe testen, wie gefährlich die Impfung für sie ist.

Pfizer (4): Kaum hatte ich die vorige Zeile geschrieben, da lese ich: In Cuxhaven stirbt eine 12jährige unmittelbar nach der Impfung. Nachdem das Verschweigen misslingt, suchen die Behörden jetzt nach einer Vorerkrankung. So spielt man das Schwarze-Peter-Spiel.Pfizer (5): Es soll sich um den Fall Nr. 6 nach dem Beginn der Kinderimpfung handeln. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt, aber eines schon: Man sage nicht, die Kinder seien es selbst schuld.

4. November 2021

Das Bundespresseamt verbreitet unverdrossen Bilder der Führerin. Selbst geschickt gewählte Perspektiven können nicht verbergen, dass die Dame in beklemmender Weise aufgedunsen ist. Ich mache mir Sorgen und kann nicht verhindern, dass ich mich der Zeiten entsinne, in denen ich polizeilich mit Dingen zu tun hatte, die solche Veränderungen provozieren.Sorgen (2): In solchen Zuständen tun die Betroffenen Dinge, die man kaum erwartet. So erkläre ich mir das Verschenken von 800 Millionen Steuer-Euro an Nicaragua, damit dort der Gebrauch der Kohle beendet wird.

Überraschung an der Ostküste: In den seit Menschengedenken als sicher in den Händen der sog. Demokraten gehandelten US-Bundesstaaten Virginia und New Jersey gehen in dieser Woche die Gouverneursposten an die Republikaner. Ich kann mir dieses Ergebnis nur so erklären, dass (a) die Leute vom Tun der Demokraten restlos bedient sind und (b) die einschlägig bekannten Wahlfälscher die Lage in den angeblich sicheren Hochburgen falsch eingeschätzt hatten.Überraschung (2): Die selbsternannten globalen Machthaber erlebten bei der Wahl von Trump 2016 eine empfindliche Niederlage, die auf falscher Lagebeurteilung und Sorglosigkeit beruhte. Sie schworen sich, dass dies nicht noch einmal passieren dürfte. Bei der Abwahl von Trump haben sie gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Jetzt haben sie schon wieder gepatzt. Das ist kein Grund zur Entwarnung – ganz im Gegenteil.

3. November 2021

Zensur muss sein: Was von den Technik-Giganten seit jeher bestritten wurde, sieht intern und aus der Nähe beispielweise so aus. Schön ist auch, dass die Zensoren plötzlich Namen und Gesichter bekommen. Wer hätte schon mal was von Valerie Streit gehört oder gelesen und all den andern Wahrheitsfindern. Es ist eine Riesensammlung, die – wie ich annehme – nur ein winziges Fenster in den Google- Apparat öffnet. Vorsorgliche Antwort an Neugierige: Das muss erst mal verifiziert und dann ausgewertet werden.
Impfen muss sein: Während die angeblichen Wahlsieger palavern, kündigt die Führerin den Totallockdown für Ungeimpfte an (Selbst Word weigert sich immer noch das Wort ungeimpft klaglos zu akzeptieren).

2. November 2021

Es ist seit vielen Jahren beschrieben worden, wie die Schrift verschwindet und Symbolen Platz macht. Dringt man in die reichlich publizierten Erklärungen ein, stößt man auf einen bemerkenswerten Tatbestand. Die Veränderung der Welt wird als eine Art Selbstläufer geschildert: Es passiert etwas, man hat sich angewöhnt, eine Veränderung greift Platz. So oder ähnlich. Der Unbedarfte wähnt, dass es sich hier um einen rätselhaften Impuls aus dem All handelt, der eines Tages über uns gekommen ist, doch in Wirklichkeit handelt es sich um Menschenwerk, und wo Menschenwerk stattfindet, sind ganz konkrete Menschen die Verursacher.

Aus dem All (2): Nenne die Verursacher von Veränderungen, so avancierst du zum Verschwörungs-Idioten. Das ist das eigentlich Erstaunliche. Die Verursachen wünschen nicht, namhaft gemacht zu werden. Wer sein Tun verborgen wissen will, hat zumeist etwas zu verbergen. Und sei es, für etwas verantwortlich zu sein.

Aus dem All (3): Die Führerin feiert mit dringlichem Aufruf zur Großen Transformation ihren Auftritt in Glasgow vor der Klimakirche: Kehret um, denn das Ende ist nah, ruft die Pfarrerstochter. Wohlweislich verschwiegen: China und Russland nehmen am Hinketanz nicht teil.

Sorbisches: In Bautzen versuchen die Grünen mit Hilfe von sorbischen Heimathistorikern den Nachweis zu erbringen, dass Bismarck ein gefährlicher Rassist gewesen sei (Polen, Elsässer, Sorben, Hereros und so). Ziel der Groteske: Es soll ein Denkmal des Reichsgründers verhindert werden.Sorbisches (2): Nun ist mit Bismarcks Namen lediglich der Hering verknüpft, der in der Spree mit Sicherheit nicht heimisch gewesen ist. Doch wurde zu diesem seit jeher gern eine Gurke aus dem Spreewald verspeist. Na also.

1. November 2021

Der heutige Tag ist eine Art Erster-Mai für die Heiligen ohne festen Wohnsitz, im angeblich protestantischen Thüringen indes kein gesetzlicher Feiertag. Deswegen kann man beim Aldi im Vorgriff auf das Weihnachtsfest Baumschmuck kaufen. Der Schoko-Kringel mit den bunten Streuseln und dem Loch in der Mitte weckt Erinnerungen an die Kinderzeit und die Praktiken, den Kringel zu entfernen, ohne dass der Weihnachtsbaum bedenklich nadelte.

November (2): Pünktlich setzt einschlägiges Wetter ein. Es ist grau und kalt. Die letzten Blätter segeln gelb vom Birnbaum. Gestern noch saß ich bei strahlendem Sonnenschein in der Leipziger Innenstadt vor einem italienischen Café. Maskenlos und dicht umgeben von den Russen und Arabern aus der engeren Umgebung.November (3): Fragte meine Tischgenossin, wieso man die Leute nicht reden hören müsse, um die Nationalität festzustellen. Na, das sieht man doch, sagte sie. Aha. Als ich hinzufügte, dass die stämmige Einsachtzig-Blondine, die bediente, zu anderen Zeiten in einer anhaltinischen LPG hätte Schwerarbeit leisten müssen, wurde meine Bemerkung als Wessi-Schwachsinn abgetan. Ebenso mein Hinweis, dass aus der sicher mal eine prächtige Chirurgin werden würde.

31. Oktober 2021

Das Buch wird nicht nur als Informationsspender, sondern auch als Möglichkeit der Unterhaltung ersetzt. An seine Stelle sind Filme und Computerspiele getreten. Allem verbalen Klamauk zum Trotz sind solche Spiele nichts anderes als das gute alte Haut-den-Lukas auf Jahrmärkten seligen Angedenkens, nur eben auf elektronisch und statt mit Armeskraft mit der Fingerspitze zu bedienen. Eine nette Unterhaltung für Minderbemittelte. Ich weiß schon, jetzt werden einige Leser beleidigt sein und auf ihre hochkomplexen interaktiven Spiele verweisen. Sie seien ihnen gegönnt.

30. Oktober 2021Der Monat klingt mit der Sommerzeit aus (oder umgekehrt). Jedenfalls wird es ab morgen abends wieder früher dunkel, so dass auf dem Aldi-Parkplatz mit unbeleuchteten Corona-Viren gerechnet werden muss.

29. Oktober 2021Das Metaversum ist eine Welt, normalen Sterblichen, die keine Science Fiction Narren sind, unzugänglich, weil sie ihnen unbekannt ist. Das wird sich nun ändern, denn der König der digitalen Scheinwirklichkeit, Mark Zuckerberg, hat sie gestern zur Wirklichkeit erklärt – mit dem bescheidenen Zusatz, dass man sie mit Hilfe seines Unternehmens durcheilen kann. Seinen gläubig lauschenden Fans und den weniger gläubigen Finanziers erläuterte er auf diese Weise, den im Ruf schwer angeschlagenen Konzern Facebook in Meta umzubenennen. Man wird sich daran gewöhnen, auch wenn sich das Rechtschreibprogramm von Word noch dagegen wehrt.

28. Oktober 2021

Mein Teelieferant aus Potsdam schickt mir das diesjährige Teepaket zu. Die Preise fürs sog. Fairgehandelte haben deutlich angezogen. Ob das mit Lohnerhöhungen für die Pflücker in Indien zusammenhängt, vermag ich nicht zu beurteilen. Auch nicht, was überhaupt von der sogleich beglichenen Rechnung dort ankommt. Bislang hatte ich mich der Mühe, das zu hinterfragen, nicht unterzogen, denn der gelieferte Tee harmonierte mit dem hiesigen kalkhaltigen Trinkwasser.

Tee aus Potsdam (2): Nun erhalte ich mit dem Teepaket unaufgefordert eine aufwendige Broschüre, die mich auf den lebensrettenden Nutzen der Spendenmelkmaschine Frydays for Future hinweist. Dies mit meiner Teerechnung mitzubezahlen, halte ich für wenig überzeugend, auch wenn mich die Nöte eines dortigen Fräuleins Mayer (Foto) zu Tränen rühren. Diese konnte nicht an einer weiblichen Großdemo von sieben Personen teilnehmen, weil sie nichts Lilafarbenes anzuziehen hatte. Dem Titelfoto entnehme ich, dass diesem Mangel inzwischen durch ein schickes lila-gestreiftes Sakko abgeholfen wurde.

Tee aus Potsdam (3): Im Originalton meines Potsdamer Teelieferanten: „Die Pflückerinnen und Arbeiter werden ausgebeutet, die Arbeitsbedingungen in Indiens Teegärten erinnern an koloniale Zeiten. Dabei zeigt die Teekampagne, dass es auch anders geht. Jetzt müsste man es ihr nur noch nachmachen.“ Mein Vorschlag: Schicken Sie Fräulein Mayer zum Teepflücken nach Indien. Ich garantiere, dass sie dort kein lila Sakko benötigt.

Neues vom Rechtsstaat: Der Bundesfinanzhof entzieht einem eingetragenen Verein die Gemeinnützigkeit, weil er in groben Worten das Maskentragen und die, die es anordnen, für blödsinnig erklärt.

Vom Rechtsstaat (2): Der BND entzieht einem seiner Fachhochschullehrer die Möglichkeit, seinen Dienst auszuüben, weil das Bundesamt für Verfassungsschutz dessen jüngstes Buch „Kulturkampf um das deutsche Volk. Der Verfassungsschutz und die nationale Identität der Deutschen“ für einen manifesten Angriff auf die Verfassungsordnung hält.Vom Rechtsstaat (3): Früher wurden BND-Leute, die man für untragbar hielt, in die Oberpostdirektion Nürnberg abgeschoben, doch die gibt es schon lange nicht mehr.


27. Oktober 2021

Lese irgendwo als Randmeldung, dass in Frankfurt am vergangenen Wochenende Buchmesse war. Jetzt mit einem Viertel der früher üblichen Besucher. Mainstream war also weitgehend unter sich (siehe Bild Frankfurts OB nebst Dazwischen-Rednerin). Das ist gut so, dann werden die Rituale nicht durch unbefugt Denkende (vulgo: Leser) gestört.

Der einstige Gesundheitsminister und ehemalige Sparkassen-Angestellte Jens S. hat den sich breitmachenden neuen Machtinhabern einen Brief geschrieben. Der Bundestag müsse lediglich die Notwendigkeit der epidemischen Lage aus dem Impfgesetz streichen, dann seien die Zwangsmaßnahmen der Normalzustand. Das ist der nächste Schritt im Staatsstreich auf Raten, wie ich ihn im Buch Corona-Diktatur beschrieben habe. Entzug der Bürgerrechte auf Dauer. Meine Güte, was bin ich für diesen Hinweis angepöbelt worden.

26. Oktober 2021

Ob einer gut Fußballspielen kann, ist weniger wichtig. Wichtig ist allein, ob er geimpft ist. So verstehe ich die öffentliche Hysterie über den Profisportler Joshua Kimmich. Erstaunt hat mich, dass der gesunde junge Mann klar und besonnen redet. Allein das spricht für ihn. Mainstream schreit durcheinander. Jaja, er könnte den Ball anstecken, denselben in die Gegner donnern und dort die 2G-Deppen beschädigen. Man weiß ja, dass Lederbälle die reinsten Virenschleudern sind.Bei den deutschen Mietspekulanten geht die Angst um. Deren größter Profiteur (mit Sitz in Luxemburg) wurde in einem obskuren Ranking herabgestuft. Was tun, wenn die jährlichen zehnprozentigen Preissteigerungen für Immobilien sich plötzlich in Luft auflösen? Dann werden Häuser ganz zwanglos zu Luftschlössern.

25. Oktober 2021

Internetfund: Rate jedem von Hamsterkäufen ab. Habe 3 gekauft. Jetzt sind es 27, die mir die letzten Vorräte wegfressen.Unter den Brücken pennen war gestern. Heute legt man sich oberndrauf, jedenfalls in Tübingen, wo die speziellen Radfahrerbrücken elektrisch beheizt werden. Merke: Wenn‘s dem Esel zu wohl wird, geht er auf die Brücke. Wiewohl: Der Strom für diese Brückenheizung kommt von denjenigen, die sich das Heizen nicht mehr leisten können. Um es kurz im Stummeldeutsch zu sagen: So geht Energiewende.

21. Oktober 2021

Nachts Tanken in Bad Hersfeld (westliches Fortschrittsgebiet): Warte geduldig auf das Abklingen der erregten Debatte zwischen Kundschaft und Personal. Die lingua franca autobahnicae ist das Polnische. Der Spritpreis hingegen ist der deutsche: 1,609 € für den Liter Diesel. Das ist eine Preiserhöhung von etwas über 60 % gegenüber dem vorletzten Tag des Vorjahres (0,999 €). Das zu errechnen, bedarf ich keines Taschenrechners. Da kann man nur sagen: Danke Angela.

Polnisches (2): Die Szenerie gibt mir Zeit, meine Gedanken spazieren gehen zu lassen. Die schweren Reiter, die vor Jahrhunderten die Herrschaft des Deutschen Ritterordens in Preußen in der Schlacht von Tannenberg beendeten, waren in ihrer Primitivität den längst erstarrten religiösen Riten der einstigen Jerusalem-Fahrer haushoch überlegen. Die heutigen polnischen Westreiter sitzen auf dem Achtunddreißigtonner.

„Düsseldorfer Schauspielhaus – Das Symposium verhandelt aktuelle gesellschaftliche Polarisierungen aus interdisziplinärer Perspektive und fördert den Austausch zwischen kulturellen und politischen Bildungsinitiativen“ (über Nacht die Bundeszentrale für politische Bildung an mich). Übersetzt in einfache Sprache: Wir sind unter uns und labern vor uns hin.

Die Koalitionsgespräche in einfacher Sprache: Niemand hat vor, keine Steuern zu erhöhen.

Steuern (2): Die Armensteuer, so wie die Merkel’sche Luftsteuer, trifft die Armen. Die Reichensteuer trifft ebenfalls die Armen, weil die Reichen stets Wege finden, sich ihrer zu entziehen, so dass es nicht, wie geplant, etwas an die Armen zu verteilen gibt.

Der einst mächtige Herr im Springer-Konzern, Mathias Döpfner, hat offenbar gemerkt, dass er selbst die Zielscheibe des Angriffs auf den Bild-Chef, dessen Namen ich bereits wieder vergessen habe, gewesen ist. Ausgerechnet BuzzFeed hatte Springer gerade gekauft. Das sind die Leute, die in den USA mit allen Mitteln, denen sie den Namen Journalismus gaben, versucht haben, Donald Trump während seiner Präsidentschaft zu Fall zu bringen. Die Döpfner-Neuerwerbung erinnert an den Kauf einer Selbstschussanlage, die man im eigenen Haus aufstellt.

Döpfner (2): In die USA zu den Neu-Eigentümern von Springer einbestellt wie ein Lakai, fiel ihm nichts anderes ein, als eine verquaste Video-Botschaft an die 16.500 Springer-Mitarbeiter herauszugeben, über die man nur den Kopf schütteln kann (nachlesbar beim Journalisten Markus Langemann und zwar hier: https://clubderklarenworte.de/doepfneransprache/.Döpfner (3): Viel wird von diesem einst Mächtigen nicht mehr zu hören sein, auch Bild und Welt werden von der zarten Regierungskritik alsbald abrücken und ihrem publizistischen Ende entgegenpöbeln. Ihr Zeitungssterben wird im Mainstream keine Lücke hinterlassen.

20. Oktober 2021

Mainstream palavert über den Rauswurf eines Mannes namens Reichelt als Chefredakteur von Bild. Der Blattschuss wurde von der New York Times abgegeben. Das lässt vermuten, dass die neuen US-amerikanischen Anteilseigner von Springer höher zielen. Es geht um die Konzernleitung, die sich abfällig über das Merkel-Regime geäußert hat. Ein unverzeihlicher Vauxpas für die linken Snobs der Ostküste.Beim Abendessen gestern sagte einer, den ich bis zu dem Zeitpunkt unauffällig fand, zu mir, Merkel sei eine hochgebildete Frau. Falls das stimmt, kann sie es jedenfalls gut verbergen.

19. Oktober 2021

Habe ich auf dem Blog von Egon W. Kreutzer geklaut. Ist aber nicht von ihm, sondern dankenswerter Weise aus dem fortlaufenden Gedankenmüll der Annalena Bb. transkribiert. Von ihm kommt auch die Zeichensetzung als sozusagen notwendige grüne Mülltrennung:„In diesem besonderen Moment,  äh, wo drei Parteien zusammenkommen,  auch aus unterschiedlichen Richtungen zusammenkommen. Die Grundlage dafür, dass wir hier heute einen Vorschlag für unsere Parteien machen können mit Blick auf ein gemeinsames Sonderungspapier, vor allem war, dass es ein vertrauensvolles Gespräch gibt, wo man auch offen über Unterschiedlichkeiten sprechen kann, um dann gemeinsame Wege und Brücken zu finden. Und das ist uns gelungen gestern Nacht noch, bis in den frühen Morgen, in intensiven Gesprächen, äh, gelungen, einen Vorschlag für eine Reform- und Fortschrittskoalition auf den Weg zu bringen, um das nächste Jahrzehnt wirklich als Jahrzehnt der Erneuerung zu nutzen.“

18. Oktober 2021

Framing ist ein neues Modewort. Es bezeichnet eine propagandistische Vorgehensweise, bei dem die mitgeteilten Informationen so gekürzt werden, das Otto Normale aus dem Gesamttext die falschen Folgerungen ziehen muss. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach.

Framing (2): Die Bundeszentrale für politische Bildung, mein Quell monatlichen Frohsinns, teilt mir heute mit: „Am 26. September 2021 wurde der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Mit 25,7 Prozent errang die SPD deutlich mehr Stimmen als die CDU, die 18,6 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinte.“ Das ist natürlich Quatsch, denn die Aussage lässt beiseite, dass die CDU, im Gegensatz zur SPD, in Bayern nicht zur Wahl angetreten ist. Man muss also in Wirklichkeit für den Vergleich die CSU-Stimmen aus Bayern hinzurechnen. Dann allerdings kommt heraus, dass der zu glorifizierende Wahlsieg der SPD ein hauchdünner war. [Offenbar bin ich nicht der Einzige, dem das Framing auffiel, bis zum 19.10. wurde der Satz korrigiert, durch 24,1 % der CDU/CSU. Jetzt allerdings ist der erkennbar falsch, denn es handelt sich nicht mehr um „deutlich mehr Stimmen“].Framing (3): Der Tod des 84jähringen Ex-Generals und republikanischen Politikers, der 2002 den Irak-Krieg herbeilog, Colin Powell, soll auf einer Erkrankung mit Covid-19 beruhen. Die erschütterten Nachfahren haben mittgeteilt, dass Powell zweimal geimpft war. Es fehlt jeglicher Hinweis, ob es sich hier etwa um einen Impftoten handelt. Merke: Ein sog. Impfdurchbruch ist leichter zu verkaufen als die tödliche Folge einer Impfung, denn das würde bedeuten, ohne den ganzen Zirkus würde der Mann noch leben.

16. Oktober 2021

Nie kann das Wort die Tat ersetzen, wohl aber vorbereiten und so der Tatbereitschaft Inhalt geben (Edgar Julius Jung).Jung (2): Anmerkung für die Weniger-Belesenen. Der Mann war kein Nazi, sondern wurde von diesen 1934 umgebracht, als er auf die Herrschaft des Unrechts öffentlich aufmerksam machte.

15. Oktober 2021Im Rahmen des Vorabendprogramms Deutschland sucht Kanzler ist Olaf S. nach Washington zum Befehlsempfang gereist. Die Amtsinhaberin nimmt derweil Ehrungen um die Verdienste für das chinesische Volk entgegen.

Oben: Nordische Kombination = Küsten-Barbie im roten Lotterbett.

Unten: Wenn das Volk von seinem Recht auf einen Volksentscheid Gebrauch macht, ist das ein Angriff auf die Demokratie, sagte nicht die Vorsitzende der DDR-Volkskammer, sondern die Präsidentin des Bayerischen Landtags, eine maskierte Frau Aigner.

Das Gejammer in den alternativen Medien über die FDP ist schwer zu verstehen. Die Partei der Besserverdienenden hat vor der Wahl deutlich genug gesagt, dass sie der Klimasekte und der Vernichtung der Bürgerrechte nicht im Wege stehen wird.Gejammer (2): Quatsch ist auch die Meinung, dass die Wirklichkeit die Politkaste von ihren hohen Rössern herunterholen werde. Vielmehr ist das Gegenteil richtig: Man wird die Wirklichkeit über den Rand des Notwendigen hinaus verschärfen. Wer fallende Temperaturen für Erderwärmung hält, dem ist mit Argumenten nicht zu helfen. Vielleicht würden Ohrfeigen nützen, aber die gelten als unüblich. Ja, mehr noch, sie sind in einem liberalen Rechtsstaat mit gutem Grund verboten. Bleibt die Frage, ob wir in einem solchen noch leben.

14. Oktober 2021

Dass die Mainstream-Journaille sich seit Tagen an der Christunion abrackert, wirkt wie Voyeurismus bei einem tödlichen Verkehrsunfall. Das Gaffen und Betratschen ist ohne Erkenntnisgewinn. Stattdessen ist Schadenfreude beim linksgrünen Pöbel angesagt. Der Spießbürger ahnt nicht mal vage, was nun kommt.Linksgrüner Pöbel (2): Dessen Exponenten schwelgen in der Verknappung der Energie und der drastischen Verteuerung. Nicht jeder wird das Frieren in einem kommenden kalten Winter und den Umstand lustig fingen, dass er sich den Weg zur Arbeit nicht mehr leisten kann. Doch merke: Die Menschen wollen das so.

13. November 2021Was Frauen mit Netzen verbinden, beschränkte sich vor Jahren auf das, was man beim Einkaufen in der Hand oder beim Schaulaufen an den Beinen tragen konnte. Jetzt ist das Internet hinzugekommen. Was unsere weiblichen Polit-Darsteller dort absondern, muss man nicht zur Kenntnis nehmen. Doch wenn eine von ihnen die Schwarzen umbringen, Hitler cool finden, zum Ficken nach Kroatien fahren und alle Weißen aus Afrika vertreiben will, darf man fragen, wer uns, die Bürger, dort zu repräsentieren behauptet. Es handelt sich um Sahra-Lee Heinrichs, die Sprecherin der Grünen Jugend. https://archive.is/offset=50/https://twitter.com/xsarahleee/status/* Gegen sonstige Gepflogenheiten füge ich hinzu, dass dies die Elaborate dieser grünen Irren sind, von den ich mich mit Abscheu distanziere – dass die Grünen, für deren Jugend sie spricht, das auch täten, habe ich noch nicht gehört oder gelesen.

11. Oktober 2021

Mensch & Tier: War einst die Wölfin das Wappentier der Ewigen Stadt, so dominieren dort jetzt die Wildschweine – also die echten, ganz ohne Smartphone. Sie wühlen in Abfallhalden, die von ihren zweibeinigen Verwandten hinterlassen wurden.

Mensch & Tier (2): Wenn man in Deutschland Wildschweine sehen will, sollte man es nicht im Wald versuchen (dort sind die scheu), sondern in Berlin-Dahlem. Traf dort vor geraumer Zeit einen Forstmann, der den Tieren das Hausieren ausreden wollte. Er wurde gebissen, bevor er von der Schusswaffe Gebrauch machte.Mensch & Tier (3): Vor drei Wochen in Leipzig: Morgens früh auf dem Weg zum Auto, traf ich – vor der Fahrertür dreist herumlümmelnd – gottlob kein Wildschwein, sondern einen schlecht gelaunten Waschbären. Er entfernte dann sich freiwillig.

10. Oktober 2021

Der indische Bundesstaat Uttar Pradesh – von dem ich zuvor nie hörte – hat 200 Millionen Einwohner. Er ist heutzutage, nachdem dies im Vorjahr anders war, praktisch Corona-frei und das bei einer Impfquote von 11 %. Dieses Wunder erklärt sich so, dass flächendeckend das Medikament Ivermectin als Prophylaxe an die Bevölkerung ausgegeben wurde.

Ivermectin (2): Das Medikament ist ein seit Jahrzehnten bekanntes Heilmittel, das bei Mensch und Tier gegen Parasitenbefall verwendet wird. Seine Erfinder wurden mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Ivermectin (3): Zu Anwendung gegen Corona kam das Mittel, nachdem es die mit der Seuchenbekämpfung befassten Ärzte im Frühjahr 2020 im Selbstversuch angewendet hatten. Keiner von ihnen steckte sich an den Patienten an. Im Sommer wurde dann ein Großversuch an 20.000 Probanden mit gleichem Erfolg durchgeführt. Darauf entschloss sich die dortige Regierung es an die gesamten Bevölkerung durch medizinische Teams als Vorsorge- und Behandlungsmittel ausgeben zu lassen.

Ivermectin (4): Das Behandlungs-Kitt besteht aus dem genannten Medikament und zudem aus Paracetamol, Zink und einigen Hygieneartikeln. Die Kosten dieser Maßnahme betrugen 2,60 Dollar pro Einwohner.Ivermectin (5): Das eigentlich Erstaunliche ist nicht der Seuchenbekämpfungserfolg in Indien, sondern der Umstand, dass er in fast der gesamten westlichen Welt ignoriert wurde und wird. Es reicht nicht aus, dieses Kuriosum mit den Machtspielen der Pharma-Giganten zu erklären, sondern es kommt ein anderes Element hinzu: Es gehört zur westlichen Denktradition, auf die Lebensweise der verschiedenen asiatischen Kulturen mit Hochmut zu blicken. Mit andern Worten: Was von da kommt, kann nichts sein. Wir werden umlernen müssen.

9. Oktober 2021

Die Aluminiumindustrie schreibt einen Brandbrief. Im November sind die Magnesium-Vorräte am Ende. Der Monopolist China liefert nichts mehr. So geht De-Industrialisierung bei lästigen Konkurrenten. In diesem Krieg fällt kein einziger Schuss.

Magnesium (2): Die Alu-Bosse rufen nach dem Staat. Da schau her. Muss lachen, weil ich mir vorstelle, wie der größte Heiko aller Zeiten mit den Chinesen auf Augenhöhe über die Menschenrechte redet, während ihm die Gastgeber ein Tütchen Magnesium in sein stilles Wasser schütten, derweil die Bigband der Volksbefreiungsarmee zur Begrüßung das alte Gewerkschaftslied – leicht modernisiert – intoniert: „Alle Räder stehen still, wenn der gelbe Mann es will“.Magnesium (3): Zwischenruf am sonnenbeschienenen Frühstückstisch bei wohltuendem atlantischem Nordwest „In den Krankenhäusern wird ein Massensterben einsetzen“ – ganz ohne die fünfte Lauterbach-Welle.

8. Oktober 2021

Das polnische Verfassungsgericht stellt fest, dass einige EU-Regeln gegen die polnische Verfassung verstoßen. Da schau her, die Polen.

Die derzeitigen Auseinandersetzungen mit und um Facebook & Co haben in den USA neben den Gerichten auch den Kongress erreicht. Eine ehemalige Spitzenkraft des Unternehmens sagte aus, dass das Unternehmen vorsätzlich Erregungskampagnen unter Kindern lostrete, um sie besser lenkbar zu machen. Eigentümer Zuckerberg setzte dem entgegen, dass dies nicht so sei, was sich schon daraus ergebe, weil er selbst Kinder habe.

Zuckerberg (2): Niemand bestreitet dem Mann, dass er seine Kinder erzieht. Warum ihn das befugt, dieses Erziehungsrecht gegenüber Millionen anderer Kinder auszuüben, erschließt sich hieraus nicht. Seine Legitimation ist vielmehr der Größenwahn.

Zuckerberg (3): Kinder als Waffe. Der Finger auf der Tastatur und der am Abzug, beide sind ferngelenkt.

Zuckerberg (4): Wer bezahlt eigentlich die ätzende Kampagne zugunsten der Kindergrundrechte, die derzeit durchs Land schwappt? Bleibt auch die Frage, wer den Vorteil hat, wenn die Kinder demnächst unbeeinflusst von den Eltern das Recht haben, sich den Regeln von Instagram unterwerfen zu dürfen.

Im Flugzeug Masken zu tragen, ist doppelte Idiotie. Nicht nur schützt die Maske sowieso nicht vor Vireninfektionen, sondern es sind nur Leute an Bord, die kurz zuvor als Corona-frei getestet worden sind. Doch der Firlefanz der Maske hat auch Vorteile. Das kabinenlaute Geschwätz der Mitreisenden ist unterbunden.Im Flugzeug (2): Das vorsätzlich im Handgepäck verstaute Buch von Iwan Iljin erweist sich als übler Flop. Zwar ist es dick und ungelesen, doch das wird es auch bleiben, denn es ist für einen Verstandesmenschen unlesbar trotz seines vielversprechenden Titels Der gewaltsame Widerstand gegen das Böse. Es ist ursprünglich 1935 in Berlin erschienen und betrifft einen Dogmenstreit zwischen russischer exilierter Orthodoxie und den mehr oder minder skurrilen Lesensregeln des Grafen Leo Tolstoi. Geschwätz auf der ganzen Linie. Schattenboxen in raunenden Nebelschwaden. Was hätte man zum Thema alles sagen können. Wer publiziert sowas in der Jetztzeit und nennt es großspurig eine notwendige Wiederentdeckung?

7. Oktober 2021

Während man in Wien das Kanzleramt durchsucht, ist man im Berliner Pendant dabei, alles, was nicht niet- und nagelfest ist, zu vernichten – sagt meine Erfahrung.

Wien (2): Korruption war noch nie ein Grund, einen Spitzenpolitiker abzuräumen. Was also hat das österreichische Wunderkind getan, dass man die schützende Hand von ihm zog? Verstieß er gegen die New World Order, als er sich weigerte, am Tanz um den goldenen Afghanen teilzunehmen?Wien-Berlin: Wir sind Zuschauer eines Wettlaufs in die Bedeutungslosigkeit zwischen Christunion und ÖVP.


6. Oktober 2021

Vor fünf Jahren in etwa sorgten die Panama-Papers für Schlagzeilen, jetzt haben wir es mit den Pandora-Papers zu tun. Papers, das ist eine sanfte Untertreibung, denn es handelt sich in Wirklichkeit über einen Riesenbestand an elektronischen Dateien, die Finanzbewegungen zu und in sog. Steuerparadiesen (tax havens) zum Gegenstand haben.

Tax haven (2): Im Unterschied zum Vorgänger, bei dem ein, höchstens zwei legale Geldwaschanlagen und ihre Nutznießer bloßgestellt wurden, handelt es sich nunmehr um mindestens 16 solcher ehrenwerten Firmen. Fachleute mutmaßen – im Ton der Entrüstung –, dass solch ein koordiniertes Vorgehen nur durch einen sehr robusten Enthüller möglich sei. Wie stets tippt man auf „die Geheimdienste“. Und wo die agieren, da ist Väterchen Putin an der Gerüchtebörse hoch im Kurs.

Tax haven (3): Nur mal so, wenn man es für möglich hält, dass dort ein Staat seine Finger im Spiel hatte, um die Enthüllungskarte zu ziehen, dann fällt mir angesichts der augenblicklichen Wirtschaftskriegführung, die in der westlichen Welt ausgerufen wurde, als erstes Peking ein, das mit dem elektronischen Finger geschnippt hat. Unter Ganoven nennt man den Vorgang, dem Gegner die Waffen zeigen.Tax haven (4): Nicht ohne Komik ist der Umstand, dass einige der noblen Enthüller, die jetzt die Backen aufblasen, auf der Payroll des Weltwohltäters George S. stehen. Das gibt manch einem Nachrichten-Spekulanten Anlass zur Mutmaßung, dass der ganze Vorgang ein Showdown unter richtigen Spekulanten sei.

5. Oktober 2021

Früher sprach man von asozialen Elementen, heute hat man die sozialen Medien.

Früher (2): Früher war alles besser – bis auf das beste Deutschland, das es je gab.

Früher (3): Früher stand man früher auf, heute eine Stunde eher wg. der Sommerzeit.Früher (4): Früher sagte man: Wenn das der Führer wüsste. Heute sagt man: Wer soll es denn sonst machen.

4. Oktober 2021

Der böse Corona-Geist der USA, Dr. Antoni Fauci, teilt dem Land mit, dass es noch zu früh sei, darüber zu befinden, ob die Amerikaner sich zum Weihnachtsfest treffen dürften.

Fauci (2): Was befugt diesen Mann zu seinem absurden Tun? Nichts – außer der Tatsache, dass man ihn ungestraft agieren lässt.

Fauci (3): Die Mitarbeiter der US-Bundesbehörden müssen sich impfen lassen. Frist: Dezember 2021. Präsidenten-Darsteller J.B. hat soeben die einschlägige Order unterzeichnet. Verweigerern droht die Entlassung. Wie sich das z.B. auf die Streitkräfte und die Bundesjustiz auswirkt, wird man sehen.Fauci (4): Wenn das Virus ein Wahlrecht hätte, wäre es mit Sicherheit verwirrt, denn während es in den republikanisch regierten Staaten zunehmend ignoriert wird, übertreffen die sog. Demokraten einander in den Bekämpfungsmethoden.

25. September 2021Gehn se weiter, hier gibts nix zu wählen.

24. September 2021

Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf, Erich Honecker. Neinnein, ganz im Gegenteil:

Diesen Merksatz unserer großen Vordenkerin sollte man im Chor aufsagen und zum Schluss mit dem Fuß aufstampfen. So.

23. September 2021

Man setzt sich die Wundermütze auf, dass die nationale Gasreserve fast leer ist. Sie ist leer, weil sie im Sommer nicht aufgefüllt wurde.

Wundermütze (2): Es ist noch nicht allzu lange her, da füllte jeder, der gescheit war, seinen Öltank im Sommer auf, wenn der Stoff billig war. Diese Erkenntnis ist den heutigen Staatenlenkern offenbar fremd. Sie schwätzen stattdessen von der Erderwärmung.Wundermütze (3): Michel wird erst stutzig werden, wenn im Winter die Gasheizungen ausfallen sollten. Mal sehen, wie er reagiert, wenn man ihm sagt, das sei gut fürs Klima.

„Enjoy Your Summer“ steht auf den frisch erworbenen Klorollen. Das bedeutet, es ist mehr da, als gekauft worden ist. Fazit: Die Leute arbeiten immer noch ihre Hamsterkäufe von vor 18 Monaten ab. Sie müssen gewaltig gewesen sein.

Sie bleibt ein Hort des Frohsinns, die Bundeszentrale für politische Bildung. Sie schreibt mir heute: „Aufgrund interner Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kann es zu deutlich verlängerten Lieferzeiten kommen.“ Kann man verstehen, wenn wegen der Masken, die Lesebrillen andauernd beschlagen.
Irreführung (2): Die BpB schreibt auch dieses hier: „Vor allem die weltweiten Klimaproteste der Fridays-for-Future-Bewegung zeigen, dass die jüngere Generation sich inzwischen lautstark dafür einsetzt, bei Entscheidungen, die sie und ihre Zukunft betreffen, gehört und einbezogen zu werden. Die Corona-Pandemie hat indes einmal mehr vor Augen geführt, dass Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen oftmals übergangen werden. Nicht zuletzt deshalb erhalten Diskussionen um eine Verankerung von Kinder- und Jugendrechten im Grundgesetz oder um eine Absenkung des Wahlalters bei Bundestagswahlen auf 16 Jahre immer wieder neue Aktualität.“ Drei Sätze hintereinander, die keinen Bezug zueinander haben. Das nenne ich politische Bildung.

Schilda an der Ilm – Aus dem Sudelbuch III 

22. September 2021

Deutschland schnappatmet über den Mord in der Tankstelle (strafbar nach § 211 StGB). Ich versuche, mir das Geschehen vorzustellen: Will einer fürs Tanken bezahlen. Wird von einem Bürschlein hinter der Plexiglasscheibe angepöbelt, er solle gefälligst die Maske aufsetzen, sonst hole er die Polizei. Der Kunde verlässt die Tankstelle. Das Bürschlein ist sich sicher, dass nix passieren kann, denn der Tankvorgang nebst Nummernschild wurde videografiert. Doch der Kunde kommt wieder. Erneut sieht sich das Bürschlein zum Pöbeln berechtigt, nicht ahnend, dass dies das letzte Mal sein wird. So ungefähr wird es sich abgespielt haben.

Mord in der Tankstelle (2): Gutmensch weiß es. Der Täter muss ein Querdenker sein, aber zumindest ein AfD-Sympathisant. Deswegen müssen alle Demokraten zusammenstehen und das Waffenrecht verschärfen. Wie in Kriegszeiten: Wer Waffen hatte, wurde hingerichtet.Mord an der Tankstelle (3): Die Belehrung durch einen der kleinen Kriecher war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Das Medien-Palaver über die Mordtat verdeckt, was ihr Anlass war – das Lebenmüssen in einer absurden Welt.

21. September 2021

In der Konditorei Steineke am Markt in Halberstadt wird man angeschnauzt, wenn man unaufgefordert den Verkaufsraum betritt („draußen warten!“). Ich ging wieder raus, wartete aber nicht, so dass mir weitere Belege dieses freundlichen Familienbetriebs erspart blieben.

Halberstadt (2): Der verheerende amerikanische Luftangriff erfolgte am 8. April 1945. Einen militärischen Grund für diese Verwüstung gab es nicht, einen politischen dagegen schon: Es sollten, solange es ungestraft möglich war, soviel wie möglich Kultur zerstört und Deutsche getötet werden. Heutige Reiseführer eiern herum, wenn sie den trostlosen Zustand der Innenstadt erklären sollen.Halberstadt (3): Wie die Stadt einmal ausgesehen haben könnte, kann man im benachbarten Quedlinburg studieren. In einem dortigen Café werde ich freundlich bedient.

20. September 2021Zappen Sie weiter, hier gibt’s nichts zu sehen.

19. September 2021

Vorwintertag in Schilda. Ich begegne einigen wenigen Passanten, die keine Hiesigen sind. Man erkennt es an den unentschlossenen Bewegungen und an den unters Kinn geklemmten Gesichtsmasken. Das ist die neue Ich-habe-verstanden-Geste.Der Krach in der sonntäglich toten Schillerstraße stammt nicht aus der Großbaustelle, sondern wird von einer greisen Band erzeugt, die den Untergang der DDR vermutlich nicht mitbekommen hat.

18. September 2021Beim Aldi in Schilda gibt’s den alljährlichen Oktoberfestblödsinn. Von mir sehnlich erwartet, sog. Bierstengl. Dieses Jahr in den Varianten „Laugen Brezelino“ und „Bio-Bierstegel. Wiesn Schmankerl“. Kaufe beide, zunächst in Versuchsgebinden (beide außen Pappe, innen zelophanverschweißt). Nach dem praktischen Test steht für mich fest: Die mit dem albernen italieniserten Namen passen, wenn man sie in ungesalzene Butter in Raumtemperatur stippt zu jeglichem Blaumacher, die politisch korrekte Variante knirscht nicht mal, wenn man draufbeißt und ist sicher ein treffliches Zubrot zu alk-freiem Ökobier. Ich stelle mir vor, dass der grün-ambitionierte Innenstadttrachtentrinker hierzu zertifizierte Krachlederne aus Biobaumwolle (mit Ablaufdatum) trägt.Insa-Chef Hermann Binkert aus Erfurt sagt im Auftrag der Sächsischen Zeitung voraus, dass die AfD in Sachsen die Spitzenkraft sein wird. Könnte sein, ist aber nicht so sensationell, wie es manchem scheinen mag. Mich interessiert mehr, wie dieses wahrscheinliche Ergebnis möglichst weit nach unten gefälscht werden wird. Das wird Binkert, den ich mit gutem Grund nicht frage, auch nicht so genau wissen. Ich schon.

16. September 2021

Der Oberbürgermeister von Schilda, Kleine heißt der Mann, lässt mir via Bildschirm nahelegen, das Fliegen zu unterlassen, um unser Klima in Schilda zu retten. Wusste gar nicht, dass man von hier abfliegen kann, wenn man dem täglichen Irrsinn entfliehen will.

Schilda (2): Das Städtchen an der Ilm ist das Freiburg des Ostens.

Male mir aus, einen Maskenball zu veranstalten. Bin sicher, dass alle verbliebenen Freunde sich nach meinem Wohlbefinden erkundigen würden. 18 Monate Corona-Wahn haben das Umfeld neu strukturiert.

Der Impftod scheint ein neues Modewort zu werden. Das Wort war mir schon länger geläufig, auch wenn Word es nicht akzeptiert (vermutlich, weil Bill G. davon nichts wissen will). Impfdurchbruch hingegen ist neu. Es ist die politisch korrekte Umschreibung dafür, dass die Impfung vor einer Ansteckung nicht schützt.
Wenn einer unter konvulsivischem Äußerungszwang leidet, müssen alle anderen, die ebenso heißen wie er (siehe Suchmaschine), darunter leiden, denn ihre Freunde fragen: Sag mal, hast du se noch alle?

15. September 2021

Kompletter Nonsens: Nach einer G2-Party (nur nachweislich Geimpfte und Genesene) werden in Münster unter den Ex-Teilnehmern 75 Infektionen gemessen (erkrankt ist übrigens niemand). Das bedeutet: Hier wird erneut zum großen Lockdown geblasen, denn jetzt steht für die Zeugen Corona fest, dass die Seuche durch Impfungen nicht aufzuhalten ist. Deswegen lautet das Motto: Weiterimpfen.

Kompletter Nonsens lässt sich steigern: Der Impf-Spahn verkündet, dass die Geimpften und die Ungeimpften vor den Ungeimpften geschützt werden müssen. Dabei würde es völlig ausreichen, die Bürger vor diesem Mann zu schützen.Neues aus der Wahlbeeinflussung: Nach dem Abklingen der Bärbock-Besoffenheit setzten die Mainstreamer auf die Gleichrangigkeit der drei Kandidaten. Damit bringen sie zum Ausdruck, dass es nicht nur egal ist, was man wählt, sondern dass man genauso gut zu Hause bleiben kann. Dieser Eindruck ist erwünscht, denn das sind Bürger, denen man Restverstand zutraut (vulgo: Nazis).

14. September 2021

Über die Kandidat von Ulrich Schödlbauer habe ich Tränen gelacht. Für die ein oder zwei Leser, die im Ruhrgebiet nicht zu Hause sind, hier als Sprechübung: Kan-di-dat?

Kan-di-dat (2): Die Antwort heißt Nein. Denn sie ist blöd. Besonders gefährlich ist: Alle wissen es, nur sie selbst nicht.Kan-di-dat (3): Nein, ich bin nicht frauenfeindlich. Ich liebe Frauen, bin aber gewiss, dass dieses Bekenntnis heutzutage Anlass ist, um als frauenfeindlich beschimpft zu werden. Zum Trost: Leute, die sich so äußern, sind nicht die Frauen, die ich liebe. Was an der Grundaussage nichts ändert.

13. September 2021„Dann ist ja auch schrecklich, dass wir in einem Land leben, in dem nicht nur Bildungswillige leben, sondern auch hinreichende Zahlen von Bekloppten.“ Sagte der Namensgeber der ehemaligen Stasiakten-Behörde just in Rostock. Doch wen meinte er? Und in welche seiner Kategorien gehören die Gender-Professorinnen und ihre Groupies? Und erst Annalena pp.? Und die ganzen weiteren Studienabbrecher in Politik und Medien? Fragen über Fragen.

Bildungsbeflissene & Bekloppte (2): Beim Einparken sehe ich aus dem Augenwinkel, wie zwei ältere Knaben das AfD-Plakat von der Laterne vor meinem Wohnhaus herunterholen wollen. Bevor ich mich an den vergeblichen Bemühungen des hoffnungsfrohen Nachwuchses, eine praktische Aufgabe mit Hilfe eines Stubenbesens zu lösen, mit Genuss weiden kann, kommt ein Mann mit Hund über die Straße und sagt mit ausreichender Lautstärke: Wenn ich nachher hier vorbei komme, und das Schild hängt nicht mehr da, kriegt ihr ne Anzeige wg. Sachbeschädigung. Und geht weiter. Spätabends hängt der AfD-Kandidat immer noch oben.

Bildungsbeflissene & Bekloppte (3): Es ist in den Rubriken viel vom stattgehabten Kandidaten-Dreier die Rede, den man im Fernsehen präsentiert hat. Für die Bildungsbeflissenen ist keiner von den Dreien wählbar. Bleiben, wenn der allseits beliebte Ex-Präsident recht hat, nur noch die Bekloppten als potenzielle Wähler übrig.Bildungsbeflissene & Bekloppte (4): Die Kommentare in den Medien weisen aus, dass die Mehrzahl derer, die da kommentieren, keinen der drei für wählbar halten. Stattdessen fallen die Namen von zwei Frauen, die zu recht als chancenlos eingeschätzt werden, Kanzler der Republik zu werden. Wenn also von den drei Gesetzten und den beiden für geeignet Gehaltenen keiner es wird, muss das Bewährte bleiben.

12. September 2021

An Sonntagvormittagen fühlen sich Leute, die sich keineswegs zum engeren Freundeskreis zählen dürfen, zu Anrufen veranlasst. Sie wähnen den Angerufenen unbeschäftigt und versorgen ihn mit Nachrichten, auf die er nicht gewartet hat.

Vom hiesigen Schilda an der Ilm erfuhr ich auf diese Weise, dass in einem der Kindergärten vor Tagen Corona ausgebrochen sei, worauf die fürsorgliche Gesundheitsverwaltung über das Personal, die Kinder, deren Eltern und Geschwister die Quarantäne verhängt habe.

Maßnahmen (2): Bei näherem Hinsehen reduzierte sich der mitgeteilte Seuchenausbruch auf einen etwas schlichteren Sachverhalt. Eine der Kindergärtnerinnen, zweimal geimpft und am Morgen wie gewohnt negativ getestet, fühlte sich mittags nicht wohl und ging deswegen nach Hause. Vorsorglich testete sie sich erneut, diesmal mit positivem Ergebnis, was sie der Kindergartenleiterin mitteilte, die es an die Obrigkeit weitergab, welche, siehe oben, Maßnahmen traf.

Maßnahmen (3): Besser einer zu viel als einer zu wenig, ist eine Denkhaltung, die in totalitären Systemen eine Selbstverständlichkeit ist.Maßnahmen (4): Das breite Publikum – von den Massenmedien an den Rand der Debilität geführt – hat sich daran gewöhnt, die Maßnahmen für richtig zu halten („besser ist es“). Erst wenn der Einzelne selbst der Betroffene ist, stellt er die einzig richtige Frage: Hat man mir die ganze Zeit etwas vorgelogen? Wenn er damit fertig ist, fragt er: Warum?

11. September 2021

Wenn sich zwei Bankräuber wg. der Beute öffentlich in die Haare kriegen, hat das fürs geprellte Publikum den Effekt, den man mit Häme am besten umschreibt. Das hat natürlich nichts damit zu tun, wenn plötzlich ein gewisser Soros und Black Rock sich zum Gaudi des nicht-investierenden Publikums öffentlich beharken. Parallelen kommen schon deswegen nicht in Frage, weil es sich im letztgenannten Fall nicht um Täter, sondern um Wohltäter handelt.

Häme (2): Dem Menschenfreund Soros missfallen die Chinaaktivitäten von Black Rock außerordentlich. Amerikas nationale Interessen gerieten hierdurch in Gefahr. Man liest und stutzt. War der Ex-Ungar nicht bis vor kurzem ein erbitterter Feind des Leuchtturms der nationalen Interessen Donald Trump? Wenn die Fortführung der Anti-Chinapolitik unter dessen Amtsnachfolger diese Kehrtwende verursacht hat, darf man dann vermuten, dass Soros im Weißen Haus bessere Karten hat als Black Rock? Keiner weiß es. Vielleicht hat Soros auch nur größere Anteile in der amerikanischen Kriegsindustrie, zu deren Vorteil im Moment der größte Militärhaushalt beschlossen wurde, den die USA je hatten.Häme (3): Noch immer bewegt Pimmel-Grote aus Hamburg die alternativen Netze. Das ist nicht weiter überraschend. Mir fiel lediglich auf, dass dies ein reines Männerthema zu sein scheint. Frauen fassen sowas nicht an. Um es einmal so zu sagen. Das Thema.

10. September 2021

Die R&V-Versicherung ließ abfragen, wovor sich die Deutschen am meisten fürchten. Die Spitzenängste drehen sich um Steuererhöhungen, Lebenshaltungskosten und Zuwanderung. Da kann man nur sagen: Alles Nazis.

Nazis (2): Vor wenigen Tagen bekam ich den Roman von Juli ZehÜber Menschen geschenkt. Die Protagonistin flieht im Jahr eins von Corona wegen einer Beziehungskrise aus der Wohnung in Berlin Kreuzberg in ein verwahrlostes Haus in der Prignitz. Ihr Nachbar dort ist ein Nazi-Brutalo, der auf 300 Seiten erstaunlich menschliche Züge entwickelt. Zum Glück kommt er zum Schluss um. Nicht auszudenken, wenn das nicht passiert wäre.

Nazis (3): Die Redewendung „man wird doch wohl noch sagen dürfen“ stammt angeblich von Leuten, die sich dem Sprechdiktat nicht beugen mochten. Jetzt ist sie leicht verändert von Mainstream übernommen worden: Seht mal, man darf in Deutschland so gar einen Roman schreiben, wie es Mme. Zeh gerade tat („ein großer Roman“) und bei Bertelsmann veröffentlichen.

Wer einen Innenminister als Pimmel bezeichnet, muss damit rechnen, dass umgehend seine Wohnung durchsucht wird. Das ist unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtmäßig, doch das ist gar nicht mehr der Maßstab. Es geht um Einschüchterung.

Pimmel (2): Selbstredend weiß ich, was das Wort bedeutet, doch ich muss mich einen Moment besinnen, wann und wo ich es zuletzt hörte. Es muss in meiner frühen Kindheit gewesen sein und hatte mit mangelnder Größe zu tun. Es war ein Synonym für lächerlich klein und – weil es damals noch zwei klar unterscheidbare Geschlechter gab – auf Mädchen nicht anwendbar.Pimmel (3): Der Mann, den man aktuell nicht so bezeichnen darf, ist der Hamburger Innensenator A. Grote. In etlichen Kommentaren der sog. sozialen Medien firmiert er bereits als A. Pimmel Grote. Der Mann hat offenbar nicht das Format (in jeglicher Hinsicht), um unwiderlegbar den Beleidigern durch ein Seht-her das Maul zu stopfen.

Zu den Vorteilen des Zentralismus (europäische Lösung) gehört es, dass überall dasselbe gilt. So die Abstandsregel. Zuweilen bereitet die Umsetzung etwas Mühe, so zum Beispiel im Duschraum des Schwimmbades. Die Duschen neu zu installieren, ist offenbar im Jahr zwei von Corona nirgends gelungen, und das mechanische Abstellen jeder zweiten Dusche wurde von den Schwimmbad-Erbauern kursichtiger Weise auch nicht vorgesehen. Also behilft man sich mit infektionsgerechter (abwaschbarer) Beschilderung. Da man die Schilder mühelos abnehmen und umdekorieren kann, gelingt es, eine Duschecke für alle zu installieren. Erstaunlich ist, dass das nach getaner Tat offensichtlich niemand absonderlich findet.

9. September 2021

Der Zweck der Veröffentlichung von Umfragen über Wahlabsichten dient den veranstaltenden Instituten (als Einnahmequelle) und den Medien (als Palavergegenstand). Beide sind überzeugt, auf diese Art Einfluss ausüben zu können.

Wahlmanipulation (2): Ein seriöser Beobachter würde rückfragen: Wie kommen Sie beim Zugrunde-legen Ihrer eigenen Zahlen auf die Idee, dass beispielsweise die CDU zwischen Ende Juli und Anfang September rund ein Drittel ihrer Wähler verloren hat. Erdrutsche im Meinungsklima – in diesem Fall bei mehren Millionen Deutschen – pflegen einen konkreten Auslöser zu haben. Habe ich etwas nicht mitbekommen?

Wahlmanipulation (3): Wenn man annimmt, dass die neuen Zahlen eine Art Handlungsfaden für Wahlfälscher sein sollen, wäre das mit Sicherheit eine Verschwörungstheorie.Wahlmanipulation (4): Die Entscheidung der Wahl findet weniger an der Urne, sondern auf den Meldewegen statt. Gibt es hier einen Grundkonsens, ist jedes gewünschte Ergebnis machbar. Auch das ist eine Verschwörungstheorie.

Vielleicht waren unsere germanischen Vorfahren nicht ganz so tumb, wie man sie gemeinhin darstellt. Ihren Mythen kannten ein Ende, die Götterdämmerung.

Götterdämmerung (2): Wenn man sich vorstellt, dass die Multimilliardäre die Götter der Gegenwart sind, und jeder nun mit ansehen darf, wie sie den Endkampf unter sich ausfechten, drängen sich Parallelen auf.Götterdämmerung (3): Dass Bill Gates offenbar auf der Abschussliste der Titanen steht, fiel mir im Frühjahr auf. Jetzt fand ich einen weiteren Hinweis von Elon Musk, der, ins Olympische gewendet, als Hallodri unter den Göttern an der Spitze des Verfolgerfelds steht. Selbst wenn der Tweet ein Fake sein sollte, beschreibt er die Position der Kontrahenten ziemlich zutreffend.

8. September 2021

Was schreiben Sie gerade?, ist die Frage, die ich in den letzten Tagen am meisten gehört habe. Das ist nicht ohne Witz, wenn man soeben ein 300-Seiten-Buch herausgebracht hat. Die Antwort Nichtswäre blöd. Man ist schließlich ein Autor und will sein Publikum bei Laune halten. Also sage ich, ich recherchiere gerade. Das klingt emsig, und weil ich kein Thema angebe, klingt es auch noch ziemlich geheimnisvoll.

Bei Stephan Paetow lese ich, dass rund 4 Mio. die abendliche Tageschau gesehen haben sollen. Das liegt etwas über Bildzeitungs-Niveau. Rechnet man bei Bild die Schlagzeilen hinzu, die beim Einkauf den Wagenschieber vom Regal aus anschreien, liegt Bild deutlich vorn.

Bild (2): Einigen wenigen Mitarbeitern empfahl ich seinerzeit die Bildzeitung zur Morgenlektüre. Dann störten sie wenigstens bis zur Mittagspause den Dienstbetrieb nicht.

Bild (3): Wenn ich ein gebrauchtes Buch von Privat via Internet bestelle und es beim Auspacken in eine Zeitung eingewickelt finde, versuche ich mir vorzustellen, warum das Buch in den Verkauf kam. Ist die Zeitung eine Bildzeitung, bin ich in der Regel ratlos.

Bild (4): Da es im überbordenden Maße sog. Medienstudiengänge zu geben scheint, habe ich Verständnis dafür, dass die Beteiligten nicht für Zeitungen schreiben, sondern über Zeitungen. Deswegen verwunderte es mich kaum, als ich wissenschaftlich begründet fand, warum das Busenmädchen auf Seite eins der Bild verschwinden musste.

Als das Wort Kulturschaffende vor einiger Zeit auftauchte, hielt ich das zunächst für eine witzige Persiflage einschlägigen DDR-Vokabulars, war es aber gar nicht, sondern eine Wiederkehr. In der Ehemaligen nannte man Leute so, die per Wort oder mit handwerklichem Geschick die lichte Zukunft illustrieren konnten. Heute ist das wieder so. Doch gibt es auch ein Mehr. Das kommt daher, dass der ehemalige Westkünstler sich befleißigte, ununterbrochen die bösen Geister der Vergangenheit zu beschwören. Der gegenwärtige Kulturschaffende hat neben der lichten Zukunft nun auch die bösen Geister übernommen, letztere aber aus der Vergangenheit befreit, so dass sie den konsumierenden Zeitgenossen ununterbrochen ängstigen können.

In Sachsen werben die CDU-Direktkandidaten an den Laternen, ohne das Kürzel CDU zu erwähnen.

Im Buch Corona-Diktatur schrieb ich vor kurzem im Zusammenhang mit Merkels Handstreich auf das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten über den regionalen CDU-Vorsitzer, dass man sich dessen Namen nicht merken müsse. Jetzt hängt er unter Namensnennung im Weimarer Land an den Bäumen und will in den Bundestag. Merke: Hat einer sich für seine Partei als blamabel unfähig erwiesen, versucht man, ihn in den Bundestag zu entsorgen.Vor meiner Haustür fand ich an der Laterne in Greifhöhe den Linken-Spitzenmann (die sog. Fleurop-Suse), deutlich überragt und außer Reichweite vom AfD-Kandidaten.

7. September 2021

Die Stadt Portland an der US-Westküste, wo der Straßenmob und die sog. Demokraten eine Symbiose bilden, verhängt einen Handelsboykott gegen Waren aus Texas. Der Grund: Das dortige Abtreibungsverbot verstößt nach Auffassung der in Portland Herrschenden gegen die Menschenrechte.

Texas (2): Die gleichnamige Stadt lockt mit einem gigantischen Steuergeschenk die Firma Samsung zum Bau einer Chipfabrik herbei. In D werden derweil die Steuermilliarden für Elektrospielzeuge der Firma Tesla in den märkischen Sand gesetzt.

6. September 2021Es tritt eine aus der FDP-Fraktion in Thüringen aus. Da waren’s nur noch vier und keine Fraktion mehr. Sagt deren Vorsitzer, dass das nichts mache. Zumindest spart der Steuerzahler, denn die doppelten Diäten, die das Parlament seinen Fraktionsvorsitzenden zuschiebt, sind für den Mann Geschichte. Das Mitleid ist begrenzt, denn mit etwas Rückgrat könnte er noch heute der Ministerpräsident des Landes sein – unabsetzbar bis zum Ende der Legislaturperiode.

5. September 2021

Leere: Die Bild bringt am Sonntag eine weiße Seite mit dem Hinweis, das sei der Platz für ein Interview mit Annalena Bb. gewesen. Besser lässt sich deren Kompetenz kaum darstellen.

Bild (2): Da ich nie Leser dieser Zeitung gewesen bin, kann sie mich demzufolge auch nicht zurückgewinnen. Ich ahne allerdings, dass die neuen amerikanischen Eigentümer von Springer Kohle sehen wollen. Daher das auffällige Abstandnehmen von Mainstream.

Ein Krankenbesuch wird überraschend verlängert. Das Auto gibt keinen Mucks mehr von sich. Ich tippe auf die Batterie, doch nicht einmal die Heckklappe lässt sich öffnen, um als Notnagel das Fremdstartkabel rauszuholen. Kein erbaulicher Zustand am späten Abend in der Thüringer Mittelgebirgseinsamkeit. Nach kurzer Beratung der Gastgeber erscheint einer aus dem Nachbardorf mit Batterie und Kabel. Während wir noch kramen, erzählt er von seinen Protestaktionen in der letzten Woche. Dann grinsen wir uns an, das war’s.

Batterie (2): Jahrzehnte der Autopraxis haben mich gelehrt, dass diese notwendige Kraftquelle ein Schwachpunkt ist. Doch ein modernes Auto, dass sich bei Batterieausfall weder öffnen, geschweige denn anschleppen lässt, das ist eine unnütze Addition von Störquellen. Gefährlich sind sie zudem.

4. September 2021

Dresden: Wenn einer über 250 km anreist, nur um mich sprechen zu hören, muss er wohl ein hartnäckiger Fan sein oder ein Dienstreisender.

Beim Hotelfrühstück klärt mich ein vorbeigehender Gast („Sie kenne ich doch“) über Hegel und die AfD auf. Ich stehe nicht auf, um ihm zuzuhören, denn das Ei, das ich gerade löffle, ist recht flüssig. Die Distanz bewirkt, dass die Ansprache in Saallautstärke stattfindet. Die zur Schau gestellte Reserviertheit der Mitesser an den anderen Tischen erscheint mir nachvollziehbar.In Pulsnitz in der Lausitz entdecke ich in einer großen Gärtnerei, in der ich mit landesüblichem nackten Gesicht eine große Papier-Tüte voller frischer grüner Bohnen kaufe, ein Schild, das sodann diskret den Besitzer wechselt.

3. September 2021

Die Lutherstadt Wittenberg verdankt ihren etwas angeberischen Namenszusatz der verblichenen DDR. Man besann sich auf das beste, nämlich sozialistische Deutschland, das es je gab. Der Luther-Name hat überlebt. Im Lutherjahr gab’s dann ordentlich Knete aus der Bundeskasse. Die Stadt ist heutzutage ein Schmuckstück. Doch deutlich ist die Diskrepanz zwischen Andenkenläden und der vornehmen Zurückhaltung der Kirchenoberen gegenüber ihrem Reformator. Ihnen ist dieser kluge und derbe Mann peinlich (Nazi-Verdacht).

Luther (2): Der Künstler und Geschäftsmann Lucas Cranach wohnte und arbeitete in einem stattlichen Gebäudekomplex am Markt (heute sehenswert restauriert und als kommodes Hotel ohne Fernseher genutzt und nutzbar). Cranachs Werk hat unsere bildliche Vorstellung der Reformationszeit geprägt. Wenn ich die Augen schließe und an Luther & Co denke, habe ich Cranach-Bilder vor Augen.

Luther (3): Für meine Kitschsammlung erstehe ich in einem weltlichen Laden einen 10 cm hohen Porzellan-Luther: Kutte mit starker zentraler Vorwölbung, Bibel unter dem Arm, Barett mit Ohrenklappe, selbstbewusste Züge mit einem Schuss Dreistigkeit.

Nochmal Wittenberg: Ein erstaunliches Publikum wartet daselbst auf mich. Es ist 20 Jahre jünger als üblich. Fast alle kennen einander. Als ich später an einem der Tische sitze, höre ich mehr als genug von den Ausschreitungen der Obrigkeit im Namen von Corona gegen die Untertanen, die man früher einmal als die Bürger bezeichnete.

2. September 2021

Auf den Personen-Plakaten der Grünen herrscht hellgrüner Nebel vor.Plakate (2): Die Personen-Plakate der SPD weisen in Aufbau und Farbgebung verblüffende Ähnlichkeit mit einschlägigen Exponaten aus der frühen Sowjetunion auf (links; rechts die moderne Zeller-Variante).

1. September 2021

Der Tag ist nach wie vor ein Solist im Jahr. Der Kriegsbeginn 1939 veranlasst den gemeinen Gutmenschen zu Zerknirschungsritualen. Ich empfinde eher grimmen Ärger über den unfähigen Kanzler, der weder die Einkreisung Deutschlands, noch die Stärke der feindlichen Kriegskoalition richtig einzuschätzen wusste und das Land durch seinen Größenwahn ins Verderben stürzte.

Einkreisung (2): Man stelle sich auf den Brocken, drehe sich um 360 Grad und stelle sich die Frage, mit welchem der Anrainer es die Kanzlerin nicht versemmelt hat.Einkreisung (3): Selbst die Luxemburger riskieren eine große Lippe, von den Polen ganz zu schweigen.

31. August 2021

An das Nachbartischchen des Lieblingscafés in Rom setzt sich ein Mann, der eine bauchige Papiertüte neben sich abstellt. Er entnimmt der Tüte einen kleinen Stapel Bücher, offensichtlich neue Bücher, deren Umschläge er genüsslich streichelt. Dann wägt er die Bücher in der Hand ab, wählt eines aus und liest sich fest. Die winzige Tasse bleibt unberührt. – Befriedigt stelle ich fest, dass es auch anderswo Leute gibt, die das Erlebnis des neuen Buches kennen. Unbedingte Requisiten sind eine gut bestückte Buchhandlung und ein Café in der Nähe. Ich kannte mal so einen Ort in Berlin-Dahlem. Dafür machte ich auch unbequeme Umwege. – Als der Hermes-Bote mit einem Bücherkarton kommt, den er in den Hausflur wirft, fällt mir plötzlich das Römische Café ein. Verrückt, aber wahr.

Und nun zum Wetter: Der August endet, wie er begonnen hat, dicht bewölkt und kalt. So eine Art Hochsommerwetter am Rande eines deutschen Mittelgebirges. Nachts am Schreibtisch dicke Socken angezogen.

Beim nächtlichen Lesen einige Zahlen bemerkt: Die Grippe-Saison 2020/21 betraf 854 Infizierte. Es wird nicht einmal ein vager Versuch unternommen, das de-facto-Verschwinden der Grippe zu erklären.

Zahlen (2): Es sind seit März 2020 rund 92.200 Leute an oder mitCorona in D gestorben. Diese Zählweise „an oder mit“ des amtlichen Gesundheitswalters Lothar W. ist so blödsinnig, dass einen das Fremdschämen überkommt.

Zahlen (3): Nun haben deutsche Mediziner und Statistiker die hierzu vorgelegten Quellen nachvollzogen und kommen zu dem Ergebnis, dass die eigentlich interessante Zahl, also an Corona verstorben, bestenfalls 20 % ausmache. Dann sind wir bei 18.440 Corona-Toten.

Zahlen (4): Die US-Gesundheitsbehörde hat offenbar dieselbe Arbeit nunmehr erledigt. Sie sagt, das rund 5 % der gemeldeten Toten an Corona gestorben seien. Auf D übertragen, bedeutet das 4.610 Corona-Tote.Zahlen (5): Die Grippesaison 2017/18 galt als schwer. In ihr wurden rund 25.000 Grippetote gezählt. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Die Kaste ohne Maske: Das ist klar, man ist unter sich. Es ist eine Lage nationaler und so weiter, und von Tragweite ist sie auch. Kann mir das gestelzte Gefasel nicht mehr merken.Ohne Maske (2): Bei der Dame in Violett sehe ich nicht mal einen Slip. Kann man verstehen, denn Covid-19 überträgt man mehr oben und nicht unten.

30. August 2021

Schubert-Nachklang vom Vortag: Nachts Kontrollblick in die Luther-Bibel. Du sollst Vater und Mutter ehren. Die 80jährige Schubert hatte ihr Leben lang angenommen, da stünde: Du sollst Vater und Mutter lieben, bis eine junge Pastorin sie korrigierte. Offenbar fiel ihr danach ein Stein vom Herzen.

Schubert (2): Ihr jüngstes Buch, das sind wieder diese kurzen Geschichten. In einigen die Mutter im Mittelpunkt einer dramatischen Mutter-Tochter-Beziehung. Doch das wäre, wenn es nur das wäre, nicht viel. Es sind die Beobachtungs- und die Erzählkunst, die sprachlos machen.

Bibel (2): Aber auch das: Im Luther-Text im Anschluss an die 10 Gebote einfach weitergelesen. Sozusagen die Nebenbestimmungen des Rechts. Davon hörte ich während meiner Schulzeit nie.

Bibel (3): Arbeits- und Sachenrecht, archaisch: Gibt der Herr dem Knecht ein Weib und lässt er den Knecht im siebten Jahre frei, fällt das Weib an den Herrn zurück. Gefällt es dem nicht, gibt er’s an seinen Sohn weiter. Stelle mir vor, dass das den einen oder anderen Vater-Sohn-Konflikt auslöste, denn, wenn diesem das Weib auch nicht gefiel, hatte er womöglich einen Ladenhüter am Bein.Bibel (4): Abschweifung der Gedanken in jene Gegenden, in denen man das Alte Testament noch heutzutage für geltendes Recht hält, selbst wenn die Überzeugten sich Christenmenschen nennen. Wenn man das weiß, reduziert sich das Verwundern. Nebenbei bemerkt: Die Unterschiede zum Koran sind bestenfalls geschmacklicher Art.

29. August 2021

Vor drei Tagen auf Zuruf ein Buch von Helga Schubert gekauft (Globus-Intelligenz-Abteilung). Zum Glück war kein Aufpapper als Spiegel-Bestseller drauf. Hätte es sonst nicht getan. Heute den Tag über gelesen. Ich bin fasziniert von der Erzählkunst.

Schubert (2): Andere, weit ältere Bücher in der Bibliothek entdeckt. Offensichtlich nicht von mir erworben. Eines mit einer Widmung aus den 1970er Jahren. Gelesen und die Portraits der Autorin in den verschiedenen Bänden aus den Jahrzehnten betrachtet. Das wache Gesicht.Schubert (3): So ist ein ganzer Sonntag ins Land gegangen. Mit Lesen und Gesprächen. Abends zum Ausgleich Film mit Peter Sellers.

28. August 2021

Das sind ja wieder tolle Nachrichten aus den USA: Die Arzneimittel-Zulassungsbehörde genehmigt den Stoff von Pfizer (Corminatiy). Gleichzeitig wird mitgeteilt, dass das selbe Gebräu, das von der europäischen Behörde vorläufig zugelassen wurde, weiter verbraucht werden darf. Das ist nicht ohne Reiz, denn nur der (endgültig) zugelassene Stoff unterliegt der dortigen Produkthaftung, der andere tut es nicht. Der Unterschied wird so begründet: Niemand muss sich mit einem Versuchsprodukt impfen lassen.

Versuchskaninchen (2): Ob der Impfling (schönes Wort) mit dem einen oder dem anderen Stoff geimpft wird, kann er theoretisch erkennen, wenn er sich die Pulle zeigen lässt. Wäre ich der Impfstoff-Hersteller, würde ich entdecken, dass ich noch unbegrenzt viele Etiketten für den Versuchsimpfstoff von Biontec/Pfizer besitze, die nur darauf warten, aufgeklebt zu werden.

Versuchskaninchen (3): Die Zwangsimpfung mit Versuchsmedikamenten ist in den USA und anderswo verboten. Die Gleichstellung des Versuchsimpfstoffes mit der Endzulassung hebelt dieses Verbot de facto aus.

Versuchskaninchen (4): Man kann die Uhr danach stellen, dass sich unsere Gesundheits-Experten darauf berufen werden, der Stoff habe in den USA die End-Zulassung. Lauterbach übernehmen Sie.Versuchskaninchen (5): Passend wäre jetzt eine weitere Impfkampagne der Bundesregierung unter dem Motto „Das Sterben der anderen“.

In Ramstein sind mittlerweile Zehntausende von Afghanen, von der US Air Force entsorgt.

Mit der Waffe in der Hand: Das sieht man in D nicht oft, dass ein deutscher General mit dem schussbereiten Sturmgewehr zu den Reportern im Inland spricht. So gestern Brigadegeneral Jens Arlt, der die übers Knie gebrochene Afghanistan-Aktion der Bundeswehr kommandierte, von der er zurück ist.

Bewaffnet (2): Wo bleibt da die Gutmensch-Presse mit ihren Friedlichkeits-Empörungsritualen? Denn der Mann sieht nicht so aus, als wäre er gerade auf einer Ich-bringe-die-niedlichen-Mädchen-zur-Schule-Mission gewesen. Der hat noch andere Bilder vor Augen. Er trägt das Gewehr so, dass er sofort damit schießen kann.Bewaffnet (3): Der Auftritt von Arlt ist ein demonstrativer Akt eigener Art (seine ordnungsgemäße Waffe sei eine Pistole, so sagte mir gerade ein Con-General). Für mich stellt der Auftritt klar, wer hier der Waffenträger der Nation ist. Eine Begrüßung durch diejenigen, die den sinnwidrigen Einsatz befohlen haben, ist offensichtlich entbehrlich. Dennoch ist die Dame mit dem verwirrenden Namen erschienen. Vermutlich war sie mit dem Flammkuchenbacken fertig.

26. August 2021

Während die Grünenspießer sich am deutschen Liedgut laben, teilt der Chef von Pfizer, Albert Bourla, mit, er halte es für wahrscheinlich, dass es eine Virus-Variante geben werde, die den Infektions-Schutz, den sein Impfstoff biete, aushebeln werde. Wie sagt das treffliche Sprichwort? Der kluge Mann baut vor.

Ansagen zum Impfstoff (2): Mit Muße betrachte ich das Gesicht dieses Coronagewinners.

Ansagen (3): Der Bundestag trifft sich, um die Verlängerung des Notstandes zu beschließen. Wurde höchste Zeit, schließlich sind deutschlandweit 800 Leute ernsthaft an Corona erkrankt – für die Zahl übernehme ich keine Garantie. Es gilt der Grundsatz: Zahlen sind Schall und Rauch.

Gleichzeitig erfahren wir aus dem Munde der Gesalbten, dass wir alles richtig gemacht haben. Deswegen müssen wir jetzt ein bisschen zusammenrücken, damit die, die mit uns zusammen alles richtig gemacht haben, ein Plätzchen an Rhein, Main und Spree finden.

Alles richtig (2): Die diversen Zentralräte schweigen vor lauter Zustimmung. Ist eigentlich irgendwie angenehm, dieses Schweigen.Alles richtig (3): Bernd Zeller schickt mir seinen Kommentar:

25. August 2021

Die Grünen haben eine perfekte Selbstdarstellung ins Netz gestellt. Öde Spießer grillen vor ihrem Einfamilienhaus auf dem politisch korrekten Gasgrill politisch korrekte Ekel-Bratlinge.Öko-Spießer (2): Die singen auch noch zu allem Überfluss: „Ein schöner Land in dieser Zeit | Es regt sich Aufbruch weit und breit.“ Man soll ja nicht ständig meckern, aber ich hätte passend gefunden: „Heute roden wir den Westerwald | Und machen dort die Vögel kalt.“

24. August 2021

Universitäre Reinigungskräfte ringen um die Krone des Wahnsinns. Im Moment liegt das Vereinigte Königreich vorn, wo soeben ausgerechnet an der Universität zu Canterbury der Dichter Geoffrey Chaucer (ca. 1340-1400) aus den Kanon englischer Literatur entfernt wird. Seine Canterbury Tales sind nicht die Urstücke englischer Sprache und Dichtkunst, sondern der Beleg dafür, dass der Mann ein Vergewaltiger, Rassist und Antisemit gewesen sei.

Cancel (2): Germanisten aufgepasst. Das dürfen wir nicht auf uns sitzen lassen. Vom Nibelungenlied kennt man leider den Autor nicht. Er wäre es allemal wert, bei Worms im Rhein versenkt zu werden. Aber was ist mit Walter von der Vogelweide, was mit Wolfram von Eschenbach?Cancel (3): Im Nibelungenlied kommt, soweit ich weiß, kein einziger – na, Sie wissen schon – vor, dafür, wenn ich dem Regietheater glauben darf, jede Menge Nazis. Diese zu entsorgen, wäre die Sache wert.

23. August 2021

Die Ortskräfte der nationalen Zerstörung haben ein neues Kuscheltier entdeckt, den Afghanen. Deswegen demonstrierte die Seebrücke gestern für dieselbe nach in dem Hindukusch.

Für normale Menschen lautet die Lehre aus dem Hindukusch-Desaster: Wir hatten dort nichts verloren. Es ist nur eine winzige Denkleistung notwendig, um zu folgern: Die Leutchen von dort haben bei uns nichts verloren.Exklusiv fürs fortschrittliche Kinderzimmer: der Hindukuschel.
Eine totsichere Methode, den Protest gegen das Regierungshandeln zu beenden, wäre die Besteuerung des Einsichtsvermögens.

22. August 2021

Nun gilt es unter Politik-Experten als ausgemacht, dass seit der Unabhängigkeitserklärung alles Wesentliche aus den USA stammt. So der Grundsatz, der als Basis die Grundlage aller Fundamente bildet. Einfacher ausgedrückt: für Geld kann man alles haben. Das gilt auch für die sog. Cancel Culture, also das Totmachen von Gegenstimmen. Bei Cancel Rent lässt heutzutage derjenige arbeiten, der sich nicht gern die Finger schmutzig macht. Eine amerikanische Erfindung? Nein. Ich denke mal, die Urheberrechte liegen bei Reinhard Mey. Die etwas Älteren unter den schon länger hier Lebenden werden sich an dessen Ballade vom sozialen Aufstieg des Fleischermeisters Fred Kasulzke erinnern.

Der Experte ist einer, der zu Wort kommt, wo nachvollziehbare Erklärungen nicht möglich sind. Sind sie indessen möglich, bedarf es mehrerer Experten, damit die Wahrheit nicht so ungeschminkt ans Tageslicht kommt.

Mein Lieblingsexperte ist der Terrorismus-Experte. Er erklärt nach der Bluttat, warum die so kommen musste. Die richtige Frage an ihn wäre: Warum haben Sie das vorher nicht gesagt?

Im Moment befindet sich der Taliban-Experte auf der Überholspur. Wenn in seinen Ausführungen von Islamistinnen die Rede ist, so reizt das, ihm zuzurufen: Kuck denen mal unter den Kittel. Wenn du anschließend den Kopf noch heben kannst, dann weißt du Bescheid.Man erinnert sich: Vor einiger Zeit wurde unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt. Das wurde jetzt abgeblasen, um das verräterische Wort Freiheit aus der Debatte zu verbannen. Ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Wie sagen doch die Labermäuler seit Jahren? „Wir müssen die Menschen abholen.“ Wie wahr, wie wahr.

21. August 2021

Dass es sich bei Corona nicht um Volksgesundheit, sondern um eine Religion geht, wird einem bewusst, wenn man sich das Verbreitungsgebiet ansieht. Dieses ist identisch mit den Regionen des ehemaligen Christentums. Ebenso wie dieses soll es universell gelten, also eine weltweite Herrschaft beanspruchen. Tut es aber nicht. Auch die Accessoires wurden übernommen: Es gibt eine allgegenwärtige Priesterkaste, gewaltige Geldmengen werden bewegt (diesmal allerdings nicht gen Rom), Bußen auferlegt und ein ewiges Leben versprochen. Lediglich die Zahl der Kamele hat sich dort, wo sie, biologisch gesehen, nichts zu suchen haben, drastisch vermehrt. Aber die Funktion ist dieselbe geblieben: Früher führte man sie zur Krippe, jetzt auch. Und schließlich: Ungehemmt arbeitet die Inquisition. Was noch fehlt, ist ein Fall von Wiederauferstehung.

Schnell noch etwas Weltliches: Morgens um halbsechs ist es am Schreibtisch so kühl, dass ich einen Pullover überziehe. Seit Tagen ist es in Mitteldeutschland herbstlich, nach dem Kalender Hochsommer. Dass es sich hierbei um die Folgen der Erderwärmung handelt, ist das Dogma einer anderen Religion.

Religiöses (3): „die Militäroperation ‚Enduring Freedom‘ in Afghanistan ist vorbei. Die Taliban haben wieder das Sagen. Und was ist jetzt mit den Menschenrechten?“ fragt mich am frühen Morgen Sibylle von der Evangelischen Akademie. Die richtige Antwort, aber nicht für Sibylle, wäre: Nichts, denn soeben erst wurde im Praxistest nachgewiesen, dass die universell geltenden Menschenrechte ein Hirngespinst sind, das außerhalb des Kern-Glaubensgebiets von Europa und Nordamerika lediglich als koloniale Einflusswaffe verwendet worden ist, um nachzuweisen, dass es keinen Kolonialismus mehr gibt. Der Nachweis ist soeben – wieder einmal – misslungen.Religiöses (4): Von Zeit zu Zeit seh‘ ich den Alten gern. Das ist fürwahr eine teuflische Schmeichelei. Andererseits: Wer würde das nicht gern mal gesagt bekommen.

20. August 2021Das neue Zauberwort an der Impffront heißt Booster (sprich: Buhster). Damit wird den zweimal Geimpften klar gemacht, dass das, was man ihnen bislang verpasst hat, nicht so unbedingt schützt, jedenfalls nicht gegen das Virus Sars-CoV-2 in seinen verschiedenen Varianten. Jetzt kriegen die Impflinge ab September eine Zusatzdröhnung, die es ultimativ bringen soll – den Booster. Das klingt ein bisschen nach Porsche Turbo. Witzig auch, dass im Amerikanischen eine der Bedeutungen des Wortes Booster Preistreiberei ist.

19. August 2021

Deutsche Fallschirmjäger und Kommandosoldaten sollen Menschrechtsaktivisten aus Afghanistan rausholen. Zwiefaches Verwundern: (1) Dachte bis gestern, alle deutschen Kampftruppen seinen wg. Naziverdachts aufgelöst worden. (2) Hatte noch vorgestern im Ohr, dass die deutschen NGO’ler mit den Taliban auf Augenhöhe verhandeln wollten. Jetzt haben sie offenbar Schiss.

Deutsche Soldaten mit Kampfauftrag? Wehe, wenn da ein Schuss fällt. Auffällig auch, dass von Soldatinnen nicht die Rede war. Schwangeren-gerechte Sturmgewehre schießen vermutlich nicht geradeaus genug.

Die Oberbefehlshaberin backt derweil Flammkuchen. Das kann man nur loben, denn in dieser Zeit kann sie nichts versemmeln. Die Führerin macht derweil einen auf Mutter der Kompanie. Das wird die Soldaten vom AfD-Wählen kaum abhalten.Über 100.000 US-Amerikaner sind nach Auskunft des Weißen Hauses noch in Afghanistan. Soviel Menschenrechte waren nie. Oder was wollten die dort?

18. August 2021

Monatelang wurde der Staat Israel gelobt, weil er die Impfung der Bevölkerung konsequent durchzog. Biontec/Pfizer lieferten den Stoff der Wahl. Jetzt bestimmen die hohen Infektionszahlen dortzulande die Schlagzeilen. Der große Menschenversuch zeigt also die ersten schlichten Ergebnisse. Diese lauten: Die Impfung schützt vor Ansteckung nicht. Sie bewirkt nicht einmal, dass die Infektionszahlen niedriger bleiben als anderswo – ganz im Gegenteil.

Menschenversuch (2): Eine Massenimpfung mit einem nicht erprobten Stoff ähnelt deswegen nicht dem Russisch Roulette, weil bei diesem bestenfalls Einzelpersonen tot umfallen, die es wegen offensichtlicher Todessehnsucht kaum besser verdienen.

Menschenversuch (3): Der Wissenschaftler am MIT, der aktuell die verheerenden Ergebnisse des israelischen Impf-Haurucks untersucht hat und jetzt einschließlich der alarmierenden Impffolgeschäden öffentlich macht, heißt Refzet Levi. Das ist deswegen nicht ganz unwichtig, da man ihm den Antisemitismus als Motiv kaum wird unterstellen können.Menschenversuch (4): Warum ausgerechnet Israel? Die Antwort, mein Freund, kennt nicht einmal der Wind.

F-Wort: Die Gazetten berichten im Ton der Empörung, dass in Sachsen rätselhafte Schriften gesichtet worden seien. Da hätten Unbekannte das Wort Freiheit mit Hilfe einer Schablone auf die Straßen und Plakatwände gepinselt. Gottlob ermittelt der Staatsschutz.

F-Wort (2): Die Sache ist nicht ganz neu. In den 1950er Jahren gab es die F-Kampagne in West-Berlin, als Unbekannte drei F und das Wort Freiheit in den Abteilen der S-Bahnwagen anbrachten, die notgedrungen durch den Westteil der Stadt fahren mussten. Das frisch installierte MfS ermittelte.

F-Wort (3): Wer hätte das gedacht? Der Ruf nach Freiheit stempelt den Rufer zum Verfassungsfeind. So kehrt das frühe 19. Jahrhundert zurück. Die einschlägigen Staatsfeinde hießen nur ein bisschen anders, man nannte sie Demagogen (Turnvater Jahn und Konsorten, preußischer Ermittlungsrichter war ein gewisser E.T.A. Hoffmann).

F-Wort (4): Statt des F könnte man auch das Doppel-G wählen, denn das ist die gängige Abkürzung für das Grundgesetz.

17. August 2021

Gezeitenwechsel: Früher hatte ich Sorge, mir könnten die Themen ausgehen, heute denke ich, es könnte die Zeit nicht reichen.

Ein langer Tag ist einer, an dem ich abends feststelle, nichts geschafft zu haben. An guten Tagen verfliegt die Zeit im Nu.

Der Unterschied zwischen Gegner und Feind ist Jahrzehnte lang in Abrede gestellt worden. Selbst Feinden wurde der Status des Gegners zugebilligt, ganz so als könne man mit ihnen etwas Vernünftiges aushandeln. Wo Stich- und Schusswaffen regieren, sind die Verhältnisse wieder klargestellt.Feindbild (2): Wenn ich jemanden als Feind bezeichne, zuckt Gutmensch entrüstet zusammen und beeilt sich nach Überwindung der Schrecksekunde, Hilfstruppen anzufordern, die mich fertigmachen sollen.

16. August 2021

Das vor Tagen mit Markus Gärtner geführte Interview zur Corona-Diktatur ist online. Mal sehen, wie lange es dort bleibt. https://www.youtube.com/watch?v=nV3iKgYDU04&t=10s.Angeblich sind wir – wer immer das sein mag – überrascht worden von der Schnelligkeit der Machtübernahme der sog. Taliban. Lese hierzu die tollsten Ansichten, nur ein Thema wird kaum behandelt: Dass es nämlich einen Nationalstaat Afghanistan nur in den Hirnen von West-Weltlern gibt, der seine fiktive Existenz dem Zusammenprall der Kolonialmächte Großbritannien und Russland in jener Ecke der Welt vor rund 150 Jahren verdankt. Die Realität der fünf, sechs Bergvölker, die einander spinnefeind sind, wurde seither souverän ignoriert. Sie werden nach dem Abzug fremder Besatzer erneut für Blutbäder der Sorte Auge-um-Auge Zahn-um-Zahnsorgen. Das ist sicher. Sicher ist auch, dass Gutmensch weiterhin Steuermillionen dort verschwenden wird, um sein Irresein zu bemänteln.

15. August 2021

Politisch korrekter Sonntag: Vormittags vegetarischer Waldspaziergang (= kein Tier gesehen). Schuhe total durchweicht. Das ist die Strafe dafür, dass ich immer noch spanische Sommerschuhe aus Leder trage. Nachmittags zum fair gehandelten Kaffee Milch aus Bayern mit der Aufschrift „klimaneutral“. Na also, geht doch. Abends zum Gin (wieder aus Spanien, obwohl bekannte englische Marke) Tonic von Schweppes (sprich: Sssschweppss). Die Flasche versichert, dass der Inhalt vegan sei. Das Postulat erzeugt Trunkenheit mit gutem Gewissen.

Korrektes Trinken (2): Ich könnte auch einen fröhlich Weißwein aus Portugal trinken. Aber, wenn ich an all die mitverarbeiteten Rebläuse denke…

Korrektes Trinken (3): Das wichtigste – vor allem im Kollektiv – ist die Leichenbittermine, denn Frohsinn kann angesichts der Welt-Uhrzeit (fünf nach zwölf) nicht mehr geduldet werden.Korrektes Trinken (4): Nur noch nach Impfung und mit Maske. Letztere dämpft das Lallen.

14. August 2021

Habe eine Petition unterschrieben. Kein gutes Gefühl dabei. Nicht wg. des Inhalts, sondern weil ich mich als Bürger nicht freiwillig selbst zum Bittsteller degradieren mag. Ich weiß zudem, dass die Petition völlig zwecklos ist. Die Reaktionen meiner Leser waren ungewohnt bitter. Die Zersetzung der Denkenden schreitet munter voran.Zersetzung (2): Vernehmer: Sie wollen also das demokratische System abschaffen! – Beschuldigter: (schweigt). – Vernehmer: Nun gut, Sie haben am 13. August eine Petition unterschrieben, in der Sie die Demokratie in Abrede stellen. – Beschuldigter: Den Corona-Wahnsinn. – Vernehmer: Na also, warum nicht gleich so.

Unpolitisches: Wer den Hopfen nicht von der Gerste unterscheiden kann, sollte sich beim Bierbrauen Zurückhaltung auferlegen.

Unpolitisches (2): Wenn ein Narr den Narren predigt, wird Narretei zum Evangelium.

Unpolitisches (3): Man kann Beliebiges darauf wetten, dass deutsche Professoren im Falle von 1 und 2 das Gegenteil beweisen können.

Unpolitisches (4): Folgt-der-Wissenschaft ist die Beschwörungsformel, die vor dem Veitstanz der Klima- und Corona-Besoffenen lauthals aufgesagt wird.Unpolitisches (5): Bei der Suche nach meinen diversen Impfausweisen – es geht nicht um Corona – finde ich stattdessen in meiner Sammlung von Fahndungskuriositäten einen Internationalen Führerschein. Der Vordruck lautet: Angaben über den Führer. Da kann man nur sagen: Hilfe, da wurde den Anfängen nicht gewehrt. Zum Glück gibt es heutzutage nicht einmal mehr Reiseführer. Wikipedia-Fälscher, übernehmen sie.

13. August 2021

Während andere selbstbeweihräuchernd des Mauerbaus gedenken (frage mich im übrigen, was es da zu gedenken gibt ­­– über die Toten lasse ich mit mir reden –), entdecke ich, das es in D einen Ort 76831 Impflingen gibt. Äächt.

Mauerbau (2): Das Problem Berlin wäre lösbar, natürlich nur rein theoretisch. Früher sprach man von der Insellage (West)-Berlins und es gab das Kabarett Die Insulaner. Jetzt gibt es einen Regierenden Müller.In D nichts Neues.

Nichts Neues, sondern nur ein Nachtrag. Frage: Wie geht’s den Impflingen? Wer sind diese, die Schlange-stehenden oder die Abgefertigten? Fragen über Fragen.

US-Boss Sleepy Joe hat festgestellt, dass es in seinen USA 350 Mio. Geimpfte gibt. Das sieht nach sozialistischer Planübererfüllung aus, denn das Land hat bestenfalls 330 Mio. Einwohner (Zahl ist nicht genau bekannt).

Wenn einer sich um 20 Mio. Einwohner verschätzt, in einem 330 Mio.-Land, das er zu führen vorgibt, nennt man das Demenz oder statistisches Rauschen?Offenbar durch Bidens Aktivitäten angestachelt, wollen Robert Kochs Nachfolger eine Meinungsumfrage abhalten, wie viele Geimpfte es in D gibt. Ich dachte, die würden gezählt. Offenbar ein Irrtum. Bleibt die Frage: Wenn ich als Befragter nun der Meinung bin, dass ich geimpft wurde, obwohl das gar nicht stimmt, bin ich dann geimpft oder nicht?

12. August 2021

Na, also: Youtube sperrt den Arzt und US-Senator Rand Paul wg. seiner Ansichten zur Covid-19-Politik. Welcher Zensor lässt sich schon gern als kleiner Tyrann bezeichnen.

Im US-Staat Oregon (Pazifikküste) wird fürderhin für das Studium nicht mehr der Nachweis benötigt, dass der künftige Student lesen, schreiben und rechnen kann. Das ist dieselbe Weltgegend, wo vor anderthalb Jahren der gewalttätige Pöbel in der Stadt Portland die Macht übernahm – eine Hochburg der sog. Demokraten.

In D nichts Neues.

In Dresden vor einigen Tagen Ein spanisches Testament von Arthur Koestler gekauft. Nach Lektüre im einschlägigen Regal einsortiert, dabei festgestellt, dass dort bereits ein Exemplar stand, das ich im März 1994 las. Damals war ich noch penibel genug, solche Daten im Buch zu vermerken. Erstaunlich bei der jetzigen Lektüre, dass sie keine Erinnerung weckte. Weiß demzufolge nicht, ob ich vor Jahren schon den Verdacht hatte, dass er unmöglich diesen Text während der Haft verfasst haben könnte. Machte mir einen Spaß daraus, die beiden von den Verlagen verfassten Lebensläufe zu vergleichen:

Hübsch auch: Im älteren Text (Fischer-Verlag) begeht Koestler wie in Wirklichkeit Selbstmord. Heutzutage wird das nicht für erwähnenswert gehalten.

11. August 2021

Wir müssen ihre Auflagen nicht akzeptieren, ihre Lockdowns und die ganze schädliche Politik der ganzen kleinen Tyrannen und Bürokraten. Wir können einfach sagen: Nein! Nicht schon wieder (der Arzt und US-Senator Rand Paul).Eine Frau wird in Deutschland wegen Körperverletzung angeklagt, weil sie trotz Positiv-Test ein Krankenhaus betreten hat, um einen Angehörigen zu besuchen. Wer wurde verletzt? Niemand.

10. August 2021

Kanzlermathematik: „Nachdem im Frühjahr die Infektionszahlen gesunken sind und sich im Sommer auf niedrigem Niveau befunden haben, steigen sie seit einigen Wochen wieder an.“ Hier nun die Übersetzung ins Klardeutsche für alle, die sich im Jahreszeitenkalender noch vage auskennen: Nachdem der Sommer vor einigen Wochen begonnen hat, ist er gleichzeitig beendet worden. Aus diesem Grunde war es möglich, dass niedriges Infektions-Niveau und Anstieg gleichzeitig stattfinden konnten.

Kanzlermathematik (2): Wer schwachsinnige Grundbehauptungen akzeptiert, sollte sich über blödsinnige Schlussfolgerungen nicht wundern.Kanzlermathematik (3): Wer mir das Erdenken von Absurditäten unterstellt, hat die Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt von heute Nacht nicht gelesen, mit welcher die heutige Bundländer-Video-Schaltkonferenz eröffnet wird, deren Ziel es ist, die verfassungswidrige Notstandsgesetzgebung über den 15. September hinaus zu verlängern.

9. August 2021

Über den Daumen: 15 Millionen deutscher Bürger schaffen durch ihre Arbeit das Einkommen, aus dem die Fütterungskosten der übrigen 68 Millionen Einwohner entnommen werden. Zieht man von den Alimentierten die Zahl von 15 Millionen ab, die aus Altergründen noch nicht wählen dürfen, so zeigt sich das Missverhältnis innerhalb der Wählerschaft bei allgemeinen und gleichen Wahl in aller Schönheit, nämlich 15 : 53, oder: 1 : 3,5. Mit andern Worten: Die Arbeitenden haben nichts zu bestimmen, und die Alimentierten haben keinen Anlass, dies zu ändern.

Daumen (2): Durch Absenken den Wahlalters lässt sich das Missverhältnis zuungunsten der Arbeitenden mit einem Federstrich auf 1 : 4 verändern.Daumen (3): Da die Arbeitenden durch ihr Wahlverhalten nichts ändern können, braucht die Politik auf sie keine Rücksicht zu nehmen. Von Bedeutung sind vielmehr nur zwei voreinander unterscheidbare Regelungsbereiche: (a) der Brot-und-Spiele-Komplex für die Masse und (b) der Perpetuum-mobile-Komplex für die Selbstbediener. Alle derzeitigen politischen Maßnahmen lassen sich diesen beiden Komplexen mühelos zuordnen.

8. August 2021

Mehr Demokratie wagen: Der Werbeslogan von Willy Brandt hat sich dem halbgebildeten Michel so tief eingeprägt, dass er glaubt, man könne diesen Merksatz auch auf Mensch und Tier übertragen. Das führt zu Fehlvorstellungen über das Abrichten von Hund und Pferd. Da Gutmensch in aller Regel nicht zu Pferd sein Ziel erreicht, sieht er sich berechtigt, moralisch hoch zu Ross, eine Olympiareiterin zu verdammen, die ihr Pferd, wenn auch vergeblich, über das Hindernis zu zwingen versucht.

Hoch zu Ross (2): Den Namen einer Medaillenhoffnung hätte ich mir mit Sicherheit nicht gemerkt – ich hätte ihn nicht einmal zur Kenntnis genommen –, jetzt kenne ich ihn: Annika Schleu. Sie ist blond, weiß und eine Fünfkämpferin im Weltformat. Und ihr wurde ein erprobt ungeeignetes Pferd untergewuchtet. Kein deutscher vollgefressener Sportfunktionär hat protestiert. Mainstream plustert sich stattdessen auf, dass sie das Pferd auf Kurs zwingen wollte, und behauptet, die junge Frau könne nicht richtig reiten.

Hoch zu Ross (3): Das Vorgehen, das sich Gutmensch gegenüber Andersdenkenden, großspurig Folgen erheischend, leistet, ähnelt verblüffend dem, was ihm am Verhalten von anderen so grässlich missfällt. Es ist Erregung im Schutze der Meute.

Fake macht Spaß:  Eine bisher unerprobte Quelle meldet, dass die Linke, um ein Zeichen zu setzen, ihren früheren Vorsitzenden in Wilhelm Pieks hat umbenennen lassen. Das Bild zeigt ihn (noch als Wilhelm Pieck) im Januar 1919 in Berlin, wo er auf offener Straße ein Hoch auf Rätedeutschland ausbringt. Nicht im Bild: Kurz zuvor stand er auf dem Flur des Berliner Hotels, in dem die Gardekavallerie-Schützendivision ihr Hauptquartier aufgeschlagen hatte. Es war der Moment, als die Genossen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht aus ihren Verstecken herausgeholt worden waren und als Gefangene dort eingeliefert wurden, um nach kurzer Identifizierung ihrer Ermordung entgegenzugehen. Lange Zeit habe ich mich gefragt, wer sie wohl verpfiffen und sodann identifiziert haben mochte.
Fake (2): Aus derselben Quelle stammt, dass Buhrow, Kleber & Co von der Rundfunkgebühr befreit wurden.

Kalenderblatt der Dienste II

Das Kalenderblatt der Dienste ist ein Kind des Lexikons der Geheimdienste im 20. Jahrhundert, das ich – zusammen mit Stefan Schäfer und Matthias Uhl – im Jahre 2003 herausbrachte. Es entwickelte sich in den Folgejahren weiter zu einem Umfang, der es ausschließt, veröffentlicht zu werden. Jetzt, nach Jahren, mache ich mir einen Spaß daraus, den Leser in eine Art Chronologie ab und an hineinsehen zu lassen. Leider ist dieses Verfahren aufwendiger, als ich es mir vorgestellt hatte, denn immer wieder gerate ich in Zweifel, ob das, was das steht, auch stimmt, so dass neue Recherchen nötig werden.

16. September 2021 – 120. Geburtstag der sowjetischen Agentin Jeanne Großvogel-Pesant; 60. Todestag des sowjetischen Geheimdienst-Funktionärs Wolf Stern; 125. Geburtstag des Theologen und Mehrfachagenten Eduard Winter; 110. Geburtstag des sowjetischen Fallschirmagenten Franz Berger

Jeanne Großvogel-Pesant (16.9.1901 Bevere-Audenarde/Belgien-6.7.1944 Berlin, hingerichtet), ?Französin, sowjetische Agentin. Ehefrau und Helferin des Agenten Leo Großvogel. Sie leitet die Ostender Filiale der Tarnfirma Le Roi du Caoutchouc, wird bei der Fahndung nach der Roten Kapelle am 25.11.1942 festgenommen und am 6.7.1944 durch Enthaupten in Berlin-Charlottenburg hingerichtet.

Wolf Stern (urspr.: Jonas Leib Stern) (15.12.1897 Woloka/Bukowina/Österreich-Ungarn-16.9.1961), sowjetischer Geheimdienst-Funktionär, deutscher Offizier. Bruder von Manfred Stern. Im Ersten Weltkrieg als Fähnrich in der k.u.k. Armee; danach in der rumänischen Armee; aus dieser in den 1920er Jahren in die Sowjetunion desertiert. Tätigkeit für die GRU; Auslandseinsätze in Wien (Ende der 20er Jahre) und Paris (Anfang der 30er Jahre) und Spanien. Anfang 1939 erneut in der Sowjetunion. 1941-50 in der Kriegsgefangenenarbeit des NKWD; dabei 1944/45 für die kommunistische Umerziehung des Feldmarschalls Friedrich Paulus eingesetzt. Anfang der 1950er Jahre verhaftet, unter Hausarrest gestellt. Mitte der 1950er Jahre Ausreise in die DDR, dort Offizier der NVA, zuletzt Oberst und Leiter des Instituts für Militärgeschichte.

Eduard Winter, Prof. Dr. theol. (16.9.1896 Grottau/Nordböhmen-3.3.1982 Ost-Berlin), Theologe, Wissenschaftler, Mehrfachagent. 1915-19 Studium der katholischen Theologie und der Geschichte in Innsbruck. 1919 Priesterweihe, sodann bis 1945 an der Deutschen Universität Prag, dort Promotion und Habilitation, 1929-41 Professor für Kirchengeschichte, 1941 als Mitglied der SS von den priesterlichen Amtspflichten entbunden, Professor für Geistesgeschichte; zugleich mindestens 1945 als Mitarbeiter des SD in Prag eingesetzt. Sodann 1945-47 Forschungs- und Lehrtätigkeit in Wien; zugleich und in der Folgezeit für einen sowjetischen Geheimdienst tätig. 1947 Professor für osteuropäische Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle, dort 1948-51 Rektor. 1951-66 Ordinarius am Institut für Geschichte der Völker der UdSSR der Ost-Berliner Humboldt-Universität; zugleich Mitarbeiter der HVA des MfS.

Franz Berger (16.9.1911 Lichtenegg b. Wels/Österreich-?1942/43, vermisst), österreichischer Hilfsarbeiter, sowjetischer Agent (Decknamen: Reuter, Emil). Mitglied der SDAP, Teilnahme am Februaraufstand 1934. 13.2.1934 in der Oststeiermark verhaftet. Sommer 1934 Flucht über die Tschechoslowakei in die Sowjetunion. Instrukteur für Alpinistik, Eintritt in die KPÖ. Im Spanischen Bürgerkrieg Bataillonskommandeur (österreichisches Bataillon 12. Februar 1934) bei den Interbrigaden, ab Sommer 1938 Stabschef der XI. Inter-Brigade. 1939 nach Paris geflohen, von dort in die Sowjetunion zurückgereist. Im Frühjahr 1941 aufder Sonderfahndungsliste SU als: B192, RSHA IVA1, IVA2, Stapo Halle/Saale. Agent o. Mitarbeiter der ?GRU. 18./19.5.1942 als Leiter einer Gruppe von Fallschirmagenten (vermutlich der GRU) über den Generalgouvernement abgesprungen. Ums Leben gekommen.

11. September 2021 – 120. Geburtstag des kommunistischen Geheimdienst-Funktionärs Jonny Dettmer; 80. Jahrestag des von Stalin angeordneten Massenmords an ca. 160 politischen Gefangenen aus dem Gefängnis von Orjol bei der Annäherung der deutschen Wehrmacht, unter den Getöteten etliche Männer und Frauen mit Geheimdienst-Karrieren, so Fritz Eichenwald, Joseph Erdmann, Franz Faustmann, Warwara Jakowlewa, Christian Rakowski, Georgij Sibold und Julius Trossin

Jonny Dettmer (auch unrichtig: Johnny) (11.9.1901 Hamburg-19.5.1934 ebd., hingerichtet), kommunistischer Geheimdienstfunktionär. In den 1920er/30er Jahren im M-Apparat in Hamburg, bereits 1923 beim dortigen Aufstandsversuch als Waffenschmuggler tätig; Anfang der 1930er Jahre Leiter der Roten Marine im M-Apparat; in dieser Funktion führend bei der Ermordung von NS-Mitgliedern tätig. 1933 festgenommen und 1934 im Roten-Marine-Prozess zum Tode verurteilt. Mit dem Beil hingerichtet.

Fritz Eichenwald (russ. Namenszusatz: Moritzowitsch, Эйхенвальд Фриц Морицович) (29.5.1901 Illva/Böhmen-11.9.1941 Orjol, hingerichtet), kommunistischer Geheimdienst-Funktionär (Deckname o. Klarname: Joseph Schmitz). 1921-28 Chemiestudium in Berlin. 1924 Mitglied der KPD und Funktionär in Recklinghausen. Mitarbeiter im BB-Apparat. März 1933 Emigration in die Schweiz, dort Physikstudium. Nach kurzer Verhaftung im Juli 1934 wg. kommunistischer Umtriebe aus der Schweiz ausgewiesen. Über Österreich Anfang 1936 in Prag. Von dort vermutlich 1936 nach Moskau einbestellt, dort als Ingenieur tätig. Am 27.4.1937 verhaftet und am 2.8.1937 wg. Teilnahme an einer Terrororganisation zu 10 (+ 5) Jahren Haft verurteilt. Wird im Frühjahr 1941 vom RSHA in der Sonderfahndungsliste SU ausgeschrieben als: E35, RSHA IVE5, Stapo Recklinghausen. Bei Annäherung der deutschen Wehrmacht am 11.9.1941 zusammen mit 160 anderen politischen Gefangenen im Gefängnis von Orjol vom NKWD erschossen. 26.7.1990 in der Sowjetunion posthum rehabilitiert.

Joseph Erdmann (russ. Namenszusatz: Nikolaijewitsch, Эрдман Иосиф Николаевич) (4.12.1900 Labischin/Posen-11.9.1941 Orjol, hingerichtet), Schlosser, kommunistischer Geheimdienst-Funktionär. Schlosser in Bromberg, Essen, dann 1922 in Berlin. 1918 Mitglied der USPD, 1920 der KPD, 1926 in der Bezirksverordnetenversammlung von Neukölln, Mai 1927 wg. Kritik ausgeschlossen, Mai 1928 wieder aufgenommen. 1929-33 Stadtverordneter in Berlin; zugleich im AM-Apparat. Februar 1933 festgenommen und in KZ-Haft. Freigelassen und abgetaucht, 1935 Emigration in die Tschechoslowakei. 1936 in die Sowjetunion, dort Anfang November [o.30.10.]1936 im Moskauer Emigrantenhotel Baltschuk verhaftet. Ohne klare Spur verschwunden. 23.7.1937 zu 8 Jahren Lagerhaft verurteilt. 1954 wird Erdmann ehemaliger Frau mitgeteilt, dass er 1936 wg. Spionage für Deutschland zu 10 Jahren Lager verurteilt worden sei. Wird im Frühjahr 1941 vom RSHA in der Sonderfahndungsliste SU ausgeschrieben als: E82, Gorki, RSHA IVA1. Bei Herannahem der deutschen Wehrmacht am 11.9.1941 im Gefängnis von Orjol zusammen mit weiteren 160 politischen Häftlingen vom NKWD erschossen. 6.7.1990 posthum in der Sowjetunion rehabilitiert.

Franz Faustmann (russ. Namenszusatz: Simonowitsch, Фаустман Франц Симонович) (25.2.1909 Spital o. Sital am Semmering-11.9.1941 Orjol, hingerichtet), Bergmann, mutmaßlicher kommunistischer Agent, angeblicher deutscher Agent. 1931 Eintritt in die KPÖ. Ende 1932 in die Sowjetunion ausgewandert. Juni 1937 festgenommen, 25.10.1938 wg. Spionage zu 20 Jahren Arbeitslager verurteilt. Wird im Frühjahr 1941 vom RSHA in der Sonderfahndungsliste SU ausgeschrieben als: F23, Prokpjest, anzuwerben als V-Mann, RSHA IVA2. Bei Annäherung der deutschen Wehrmacht am 11.9.1941 zusammen mit 160 anderen politischen Gefangenen im Gefängnis von Orjol vom NKWD erschossen. Posthum rehabilitiert am 26.7.1990.

Warwara Nikolajewna Jakowlewa (Яковлева Варвара Николаевна) (1.1. o. 19.12.1884 Moskau-11.9.1941 Orjol, hingerichtet), sowjetische Politikerin, Geheimdienst-Funktionärin. Die Tochter eines wohlhabenden Moskauer Juweliers schlägt frühzeitig die Kariere einer sozialistischen Revolutionärin ein. 1904 Mitglied der SDAPR. In den Folgejahren viermal in Verbannung, aus der sie entkommt, schließlich im Ausland mit Stationen in Paris, Berlin und Warschau. Zur Februarrevolution 1917 zurück in Russland, nimmt an der ZK-Sitzung der SDAPR(B) im Oktober 1917 teil, während der der Aufstand beschlossen wird. Neben anderen Funktionen 1917/18 Mitglied des Kollegiums der Tscheka, nach der Ermordung von Tscheka-Chef Moissej Urizkij am 30.8.1918 De-facto-Vorsitzende der Tscheka des Nordgebietes. Sie übt in dieser Funktion eine Schreckensherrschaft aus, die schließlich im Januar 1919 zu ihrer Ablösung und zum Rückruf nach Moskau führt. Danach in anderen Staats- und hohen Parteifunktionen, vor allem 1930-37 als Kommissarin für Finanzen der Russischen SSR in Moskau tätig, bis zur Verhaftung am 12.9.1937. In den letzten beiden Jahren bis hierhin betätigt sie sich zudem als Denunziantin gegenüber ehemaligen Genossen im Verfolg der Großen Säuberung. Am 24.5.1938 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Bei Herannahen der deutschen Wehrmacht wird Jakolewna zusammen mit 160 anderen politischen Häftlingen am 11.9.1941 im Gefängnis von Orjol nach einer am 8.9.1941 ergangenen Weisung von Lawrentij Berija erschossen. 1958 posthum in der Sowjetunion rehabilitiert.

Christian (Christo) Rakowski (russ. Namenszusatz: Georgijewitsch, urspr. Krystju Statsev, Раковский Христиан Георгиевич) (1.8.1873 Kotel/Dobrudscha-11.9.1941 Orjol, hingerichtet), sozialdemokratischer später bolschewistischer Funktionär. Vor dem Ersten Weltkrieg sozialdemokratischer Funktionär in Bulgarien und Rumänien. Während des Ersten Weltkriegs zugleich besoldeter Agent des deutschen Auswärtigen Amtes; hierbei enge Zusammenarbeit mit Alexander Helphand. Ab 1917 Mitglied der Bolschewiki. Sodann hoher Funktionär im sowjetischen Partei- und Staatsapparat (im Bild zusammen mit Leo Trotzki, ca. 1918). 1927 erster Parteiausschluss. Im dritten Moskauer Schauprozess 1938 als angeblicher britischer Agent zu 20 Jahren Haft verurteilt. Bei Herannahmen der deutschen Wehrmacht am 11.9.1941 zusammen mit 160 anderen politischen Gefangenen im Gefängnis von Orjol vom NKWD erschossen.

Georgij Wladimirowitsch Sibold (?o. Georg Siebold, Зибольд Георгий Владимирович) (1897-11.9.1941 Orjol, hingerichtet), Deutscher, sowjetischer Geheimdienstfunktionär, zuletzt Intendant zweiten Ranges. 1916 Absolvent der Kriegsschule Pawlowsk. Reserveoffizier. 1924-26 bei der GRU. 1926-28 Beamter im sowjetischen Generalkonsulat in Täbris/Persien, Sekretär im Konsulat Urmia/Persien und im Konsulat Kars/Türkei. 1928-30 Agent mit dem Spitznamen Persansnefti. 1930-36 Gehilfe des Leiters der Sprachenausbildung bei der GRU. 1936-38 stellvertretender Leiter der Registratur der GRU. Im März 1938 aus der Roten Armee entfernt. Bei Herannahmen der deutschen Wehrmacht zusammen mit 160 anderen Häftlingen im Gefängnis von Orjol vom NKWD erschossen.

JuliusTrossin (o. Trosin, Julius Franz, Троссин Юлиус)(15.1.1896 Stettin-11.9.1941 bei Orjol, hingerichtet), Seemann, deutscher Mehrfachagent. Mitglied der KPD, Kurier für die GRU zwischen Hamburg und den USA sowie zwischen dem Baltikum und Frankreich. Am 6.7.1933 von der Gestapo verhaftet, der er zahlreiche Verbindungen aufdeckt. Seine Aussagen führen u.a. zum Zusammenbruch des sowjetischen Netzes in Estland. Trossin wird sodann von der Gestapo als deren Doppelagent in die Sowjetunion geschickt. Dort enttarnt und am 4.8.1933 verhaftet, am 4.11.1933 wg. Spionage zu 10 Jahren Arbeitslager verurteilt. Am 8.9.1941 zum Tode verurteilt, am 11.9.1941 bei der Räumung seines Gefängnisses zusammen mit 157 anderen Inhaftierten vom NKWD erschossen. Wird im Frühjahr 1941 vom RSHA auf der Sonderfahndungsliste SU ausgeschrieben als: T117, Lubjanka-Gefängnis, Moskau, RSHA IVA1, IVA2. In der Sowjetunion posthum rehabilitiert in zwei Verfahren, 1989 und 26.7.1990.

10. September 2021 – 110. Geburtstag des kommunistischen Geheimdienst-Mitarbeiters Otto Falke; 125. Geburtstag des sowjetischen Geheimdienst-Funktionärs Jakob Locker, alias Franz Miller

Otto Falke (10.9.1911-), Elektromonteur, kommunistischer Geheimdienst-Mitarbeiter. In den 1930er Jahren im E-Ressort (SPD) des AM-Apparats der KPD in Wuppertal, zur Tarnung auch in der SA. 2.7.1936 festgenommen, 6.3.1937 zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt.


Jakob Locker (russ. Namenszusatz Germanowitsch; Локкер Яков Германович (10.9.1896 Kronstadt/Siebenbürgen/Österreich-Ungarn-8.5.1939 Butowo b. Moskau, hingerichtet), sowjetischer Geheimdienst-Funktionär, zuletzt Bataillon-Kommissar (17.2.1936) (Decknamen: Friedrich Konrad, Фридрих Конрад, Franz Miller, МиллерФранц). 1912-18 Mitglied der Sozialdemokratischen Union der jüdischen Jugend Paolej Zion, 1912-18 von anarchosyndikalistischen Gruppen, 1918-25 der KPÖ und 1925-27 der KPD, seit 1927 der KPdSU. Im Ersten Weltkrieg Soldat der k.u.k. Armee, gegen Kriegsende desertiert. Seit 1921 bei der Roten Armee unter dem Decknamen ?

Franz Johannowitsch (o.Iwanowitsch) Miller (МиллерФранцИоганнович, Иванович), geb. 1896 in Danzig, zunächst als Illegaler der GRU in Lemberg Aufbau eines illegales kommunistisches Netzwerks (zusammen mit Ignatz Reiss-Porezkij). Sodann als Agent in Österreich, Deutschland, Polen, Rumänien und China. Ende der 1920er Jahre in Wien, bzw. Wiener Neustadt. Dort mit ca. 60 Agenten aufgeflogen. Flieht nach Berlin. Dort unter den Namen Franz Birk bzw. Jacob Locker Beziehung zur Abwehr IIIF (Richard Protze, der ihn zutreffend als Stabshauptmann und Agenten in China unter Borodin beschreibt). Wickelt über diesen mit Genehmigung der Reichswehrführung den Ankauf von U-Bootkonstruktionsunterlagen in Den Haag (deutsche Tarnfirma unter Korvettenkapitän Blum) ab. Beliefert die Abwehr mit Informationen über die polnische Armee; setzt hierfür zwei ungarische Offiziere (Juden) als Unteragenten ein (?Decknamen: Ungern, einer davon Fritz). Kurz vor Hitlers Machtergreifung aus Berlin abgezogen. Sodann weiterhin Kontakte zur Abwehr in der Schweiz o. über die Schweiz (noch 1937).Von dort 1937 nach Moskau zurückbeordert, aus der Roten Armee entlassen. Vor der Festnahme wohnhaft in Moskau, Hotel Nowo-Moskowskaja als Bataillons-Kommissar der GRU. Verhaftet im Februar 1939 wg. Spionage; vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der Sowjetunion am 14.3.1939 zum Tode verurteilt, am 8.5.1939 erschossen. Posthum rehabilitiert am 4.8.1956.

7. September 2021 – 135. Geburtstag des kommunistischen Geheimdienst-Mitarbeiters Hermann UngarHerman

Hermann Ungar (?recte: Unger, Унгер Герман) (7.9.1886 Kassel-6.11.1937 Butowo b. Moskau, hingerichtet), kommunistischer Geheimdienst-Funktionär. 1914 als Techniker nach Königsberg, 1915 als Techniker und Ingenieur in Berlin, 1918 Mitglied der SPD, 1919 der USPD, 1923 der KPD. 1929 als Oberingenieur bei der sowjetischen Handelsvertretung angestellt, in Wirklichkeit beim AM-Apparat beschäftigt. Als Anfang 1934 mehrere deutsche Mitarbeiter der sowjetischen Handelsvertretung von der Gestapo verhaftet werden, entkommt Ungar in die Sowjetunion. Dort bei der Eisenbahn beschäftigt, im Juli o. am 10.8.1937 vom NKWD verhaftet, am 16.11.1937 wg. Spionage für Deutschland und Mitgliedschaft in einer rechtstrotzkistischen terroristischen Organisation vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der Sowjetunion zum Tode verurteilt, am selben Tag erschossen. Wird im Frühjahr 1941 vom RSHA auf der Sonderfahndungsliste SU ausgeschrieben als: U14, Moskau, als V-Mann anzuwerben, RSHA IVA1, IVA2. In der Sowjetunion am 23.3.1998 posthum rehabilitiert. Die Ehefrau, Elfriede Ungar (14.8.1892-27.9.1967), wird am 2.12.1937 in der Sowjetunion festgenommen und im Juni 1938 nach Deutschland ausgewiesen; ihr Mann wird ihr gegenüber im Nachhinein zum 31.12.1937 für tot erklärt.

3. September 2021 – 90. Geburtstag des Militär-Geheimdienstlers Günter Oldenburg; 160. Geburtstag des kommunistischen Geheimdienst-Mitarbeiters Heinrich Arenz; 40. Todestag des sowjetischen Militär-Geheimdienstlers Alexej Asmolow

Günter Oldenburg (3.9.1931 Stettin-18.6.2010), NVA-Offizier, zuletzt Generalmajor (7.10.1974). 1949 Eintritt in die Deutsche Volkspolizei, später Wechsel zur NVA. 1982-87 Militärattaché in der Sowjetunion. 1987 kommandiert zum Chef der Aufklärung im Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR, 1989 stellvertretender Chef Aufklärung und Chef der 2. Verwaltung Bereich Aufklärung; bis 30.4.1990: Entlassung in den Ruhestand.

Heinrich Arenz (3.9.1861 Köln-4.9.1943 Bonn, Selbstmord), Straßenbahnschaffner, kommunistischer Geheimdienst-Funktionär. In den 1930er Jahren Mitglied im AM-Apparat der KPD. Im März 1933 in den Kölner Stadtrat gewählt, kann jedoch das Mandat wg. des Verbots der Betätigung der KPD nicht antreten. Flieht ?1934 nach Frankreich. Dort bei Kriegsbeginn interniert. Wird 1940 durch das RSHA irrtümlich zur Fahndung in Großbritannien ausgeschrieben. 1943 in Frankreich festgenommen und nach Deutschland überstellt, Selbstmord in der Haft.

Alexej Nikitowitsch Asmolow (Асмолов Алексей Никнтович) (30.3.1906 Alexaschkino-3.9.1981 Moskau), sowjetischer Geheimdienstfunktionär (Deckname: Leonid), zuletzt Generalmajor (19.4.1945). Ab 1928 Angehöriger der Roten Armee, 1932 Mitglied der KPR(B). 1939 Abschluss an der Frunse-Militärakademie. 1942 Abteilungsleiter für die Partisanenbewegung beim Kriegsrat der Nordwestfront. Leitet 1941-43 Partisaneneinsätze im Raum Leningrad. Im August 1944 als Oberst Leiter eines Kommandounternehmens, das mit 1000 Fallschirmspringern im Raum Banska Bystrica durchgeführt wird, um in der Slowakei einen Aufstand gegen die deutsche Besatzung auszulösen; das Unternehmen scheitert. Asmolow wird hierbei von den Sowjets als stellvertretender Stabschef der slowakischen Verbände eingesetzt. 1952 Abschluss an der Akademie des Generalstabes, jedoch weiterhin für das MGB und später den KGB tätig. 1956 nach der Geheimrede Chruschtschows in den Ruhestand.

2. September 2021 – 120. Geburtstag de slowakischen Politikers und ungarischen Agenten Franz Karmazin

Franz Karmazin (2.9.1901-25.6.1970), Politiker, Agent. Vor dem Zweiten Weltkrieg führender Funktionär der Karpathendeutschen Partei; während des Krieges Staatssekretär in der Slowakei; deswegen in der Tschechoslowakei 1947 in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Lebt nach dem Krieg unter dem Aliasnamen Franz Dibak in Westdeutschland; führender Funktionär der sudetendeutschen Landsmannschaft und des Witiko-Bundes; zugleich Agent des ungarischen Geheimdienstes.

31. August 2021 – 80. Todestag der russischen Dichterin und mutmaßlichen sowjetischen Agentin Marina Zwetajewa

Marina Iwanowna Zwetajewa (26.9./8.10.1892 Moskau-31.8.1941 Jelabuga/Tatarische SSR), russische Dichterin, Schriftstellerin, mutmaßliche sowjetische Agentin. 1908 Studium der Literaturgeschichte an der Sorbonne, Paris. Lebt während des Ersten Weltkriegs auf der Krim, während des Bürgerkriegs in Moskau, wo eine ihrer beiden Töchter verhungert. Flieht 1922 nach Deutschland, in Berlin 15.5.-Ende Juli 1922, wohnt dort vorübergehend beim GPU-Agenten Ilja Ehrenburg. Sodann zusammen mit ihrem Mann, Sergej Efron, in Prag. Von dort 1925 nach Paris, nur geringe Beachtung als Dichterin. Wie ihr Ehemann Sergej Efraon wird auch sie vermutlich Agent der OGPU; erhält nach dessen Flucht nach Moskau sein Gehalt in Paris ausbezahlt. 1939 Rückkehr nach Moskau. Dort 1941 nach Jelabuga ausgewiesen, begeht sodann Selbstmord. Ihre Werke werden ab Mitte der 1950er Jahre von ihrer Tochter Adriana herausgegeben. Gilt heute als eine der bedeutendsten russischen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts.

30. August 2021 – 140. Geburtstag des deutsch-finnischen Agenten Walter von Gerich

Walter Harald von Gerich (30.8.1881 Helsingfors/Finnland/Russisches Reich-1.9.1939 Helsinki/Finnland, Unfalltod), deutscher Agent (Deckname: Friedrich Walter von Rautenfels). 1905/06 Leutnant in einem finnischen Gardeverband der russischen Armee. 1907-16 Direktor des Wyborger Gefängnisses. September/Oktober 1916 illegal über Schweden nach Deutschland ausgereist. Nunmehr (?und zuvor) Agent des Marinenachrichtendienstes N, von diesem als diplomatischer Kurier getarnt, reist u.a. mit Sprengstoff im falsch deklarierten Diplomatengepäck zwischen Berlin Schweden und Norwegen. Dort nach Beobachtung durch die norwegische Polizei in Flagranti festgenommen und Ende Juni 1917 abgeschoben. Der Fall um diesen zugleich aufgeflogenen deutschen Sprengstoffverteilungsring löst die Rautenfels-Affäre aus. Von Deutschland aus Anfang 1918 zum Finnland-Unternehmen, dort Offizier bei den Weißen. Danach als Geschäftsmann in Finnland tätig.

28. August 2021 – 60. Jahrestag der Entführung des Journalisten Hans Joachim Helwig-Wilson nach Ost-Berlin; 65. Todestag des Sowjetagenten Rudolf Herrnstadt; 110. Geburtstag des sowjetischen Geheimdienstfunktionärs Iwan Agajanz

Hans Joachim Helwig-Wilson (12.3.1931 Berlin-14.9.2009), Bildjournalist, vorgeblicher Agent. In den 1950er Jahren als Bildreporter für das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen tätig. Am 28.8.1961 unter einem Vorwand in die Redaktion der Zeitung Neues Deutschland nach Ost-Berlin gelockt, dort festgenommen und am 22.2.1962 wg. angeblicher Spionage und schwerer Hetze zu 13 Jahren Haft verurteilt, von denen er vier Jahre in der DDR verbüßen muss. H-W. war ohne sein Wissen wegen seiner Kontakte zu dem DDR-Überläufer Heinz Lippmann durch den Doppelagenten Michael Gromnica dem MfS gegenüber als BfV-Quelle Linse bezeichnet worden. 1965 Abschiebung in die Bundesrepublik. 1967-93 in der Presseabteilung des Berliner Senats.

Rudolf Herrnstadt (Гернштадт Рудольф)(18.3.1903-28.8.1966 Halle/Saale), Journalist, sowjetischer Agent (Deckname: Arbin o. Albin, Албин), kommunistischer Spitzenfunktionär. In den 1920er Jahren im AM-Apparat der KPD, Redakteur beim Berliner Tageblatt, 1928 als dessen Korrespondent nach Prag, seit 1929 Agent der GRU, 1932 deren Resident in Warschau. 1933 Rückruf nach Moskau, im selben Jahr nach Prag entsandt, sodann wieder in Warschau, dort zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der Sowjetagentin Ilse Stöbe (Alta), der er im August 1939 die Leitung des Rings übergibt, u.a. den von ihm als sowjetische Spitzenquelle geworbenen und geführten Diplomaten Rudolf von Scheliha. 1939-45 als Emigrant in der Sowjetunion, Mitarbeiter der Komintern; hierbei 1942/43 Instrukteur für sowjetische Fallschirmagenten, sodann Mitbegründer des NKFD. 1945 Rückkehr nach Deutschland, Spitzenfunktionen in der SED, u.a. Chefredakteur des Neuen Deutschland, bis Juli 1953: Verlust aller Ämter, 1954 wegen fraktioneller Tätigkeit aus der SED ausgeschlossen. (im Bild links, zusammen mit dem Mit-Agenten Rudolf Kegel, 1946).

Iwan Iwanowitsch Agajanz (АгаянцИванИванович) (28.8.1911 Jelisabetpol-12.5.1968 Moskau), sowjetischer Geheimdienstfunktionär, zuletzt Generalmajor. Armenier. Seit 1930 Mitarbeiter der OGPU. 1936 zur Auslandsaufklärung versetzt (INO). Ein Jahr später unter der Tarnung eines Mitarbeiters der sowjetischen Handelsvertretung in Paris als Agent der INO tätig. Schleust 1938 die spanischen KP-Funktionäre Josè Diaz und Dolores Ibárruri nach Moskau. Ab 1941 Resident des NKGB im Iran (Deckname: Iwan Iwanowitsch Angarow). Nach Kriegsende erneute Tätigkeit in Paris, dort NKGB-Resident. 1947 Rückkehr nach Moskau, dort in der Zentrale der Auslandsaufklärung in verschiedenen Dienststellungen eingesetzt; zunächst Chef der für Europa zuständigen Verwaltung, dann seit 1959 Chef der neuen Abteilung D(esinformation); löst in dieser Funktion durch die Belieferung der Zeitschrift Der Spiegel mit KGB(?)-Material den Sturz von Verteidigungsminister Franz Josef Strauß aus (® Spiegel-Affäre). 1967 Ernennung zum stellvertretenden Chef der 1. Hauptverwaltung des KGB.

27. August 2021 – 120. Geburtstag des französischen Sowjetagenten Pierre Villon

Pierre Villon (urspr.: Roger Samuel Ginsburger; auch falsch: Roger Walter Ginsburg) (27.8.1901 Sulz/Oberelsaß [heute: Soultz/Dep. Haut-Rhin]-6.11.1980 Vallauris/Dep. Alpes-Maritimes), Architekt, kommunistischer Politiker, sowjetischer Agent (Decknamen: Antoine; Cantais; Philippe; Walter). Ende der 1920er Jahre als Architekt in Paris tätig; gleichzeitig unter dem Decknamen Walter Anlaufpunkt für Komintern-Agenten. Bereits gleich nach Beginn des Zweiten Weltkriegs in den Untergrund abgetaucht; Annahme des Namens Pierre Villon, den G. später beibehält. 8.10.1940 festgenommen; 17.1.1942 aus der Haft entflohen, Mitgründer des Front National, ab 1942 im Conseil National de la Resistance. Nach dem Krieg bekannter kommunistischer Politiker, 1946-76 (mit einer Unterbrechung 1962-67) Mitglied der Nationalversammlung und führender Funktionär der KPF.

25. August 2021 – 115. Geburtstag des kommunistischen Geheimdienstlers Josef Bender; 115. Geburtstag des Abwehrmitarbeiters, CDU-Politikers und angeblichen Gestapo-Agenten Eugen Gerstenmaier

Josef Theo Bender (25.8.1906 [Wuppertal]-Elberfeld-?), Arbeiter, kommunistischer Geheimdienst-Funktionär. Ab ca. 1931 Leiter des AM-Apparats der KPD in Wuppertal. Wird 1940 vom RSHA irrtümlich in Großbritannien vermutet und zur Fahndung dort ausgeschrieben. Im deutschen Machtbereich festgenommen und am 4.3.1942 zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Eugen Gerstenmaier, Dr. Dr. (25.8.1906-13.3.1986), Theologe, Politiker, angeblicher Agent. Im Zweiten Weltkrieg am aktiven Widerstand gegen Hitler beteiligt. Beschäftigt beim Auswärtigen Amt, sodann beim Amt Ausland/Abwehr; nutzt diese Dienststellung für Reisen in die Schweiz. Am Tag des Attentats vom 20.7.1944 verhaftet und am 11.1.1945 zu einer siebenjährigen Zuchthausstrafe verurteilt (Bild: G. vor dem Volksgerichtshof); im April 1945 befreit. Nach dem Krieg prominenter Politiker der CDU, u.a. seit 1949 MdB und seit 1954 Präsident des Deutschen Bundestages. In den 1960er Jahren Opfer einer lang andauernden Verleumdungskampagne mit der Behauptung, Gerstenmaier sei SD-Agent (Registriernummer P 38/546) gewesen und habe den Auftrag gehabt, in die Verschwörer des Kreisauer Kreises einzudringen, die er sodann der Gestapo denunziert habe. Maßgeblicher Miturheber und Bearbeiter der Aktion ist der MfS-Agent Hans-Joachim Seidowsky. Die Kampagne, die in Westdeutschland willig aufgegriffen wird, ist ein Auftragswerk des SED-Politikers Albert Norden an die Abteilung X (Desinformation) der HVA. Da die ursprüngliche Kampagne keine rechte Wirkung zeigt, wird Ende der 1960er Jahre das Gerücht nachgelegt, Gerstenmaier habe zu Unrecht Wiedergutmachungsleistungen erhalten; diese Angelegenheit wird im Januar 1969 von der Zeitschrift Stern „enthüllt“; Gerstenmaier tritt daraufhin von seinem Posten als Bundestagspräsident zurück. Die kurz darauf von Albert Norden veröffentliche Broschüre Vom SD-Agenten… geht in ihrer politischen Wirkung ins Leere; ein durch Desinformation dauerhaft beschädigter Politiker bleibt zurück. Ein Ermittlungsverfahren wg. des Verdachts des Betruges wird 1974 eingestellt.

21. August 2021 – 80. Todestag des kommunistischen Geheimdienstlers Johann Dombrowski; 100. Geburtstag des CDU-Politikers und MfS-Agenten Wolfgang Heyl

Johann Dombrowski (13.4.1903 Stolp-21.8.1941 Berlin, hingerichtet), kommunistischer Geheimdienst-Funktionär. 1923 Mitglied der KPD. 1925 führend am Aufbau des Rotfrontkämpfer Bundes beteiligt, Mitarbeiter im AM-Apparat. April-November 1933 KZ-Haft. Dezember 1933 Flucht nach Amsterdam, Rückkehr nach Hamborn. 1937 Leiter des M-Apparats Ruhr, organisiert in dieser Funktion Industrie- und Wehrmachtsspionage. Im März 1939 verhaftet, im März 1941 zum Tode verurteilt, hingerichtet.

Wolfgang Heyl (21.8.1921 Borna-14.5.2014), DDR-Funktionär, Agent. 1939 Mitglied der NSDAP. 1941-45 Wehrdienst, zuletzt Oberleutnant. 1945 kurzfristige sowjetische und US-amerikanische Kriegsgefangenschaft. 1945-47 Zimmermann. 1949 Mitglied der CDU (Ost), darin zahlreiche Funktionen, u.a 1958-66 stellvertretender Generalsekretär, sodann bis 1989 stellvertretender Vorsitzender. Auch zahlreiche Staatsfunktionen, u.a. 1958-90 Mitglied der Volkskammer; zugleich (nach Gerken) zumindest in den 1950er/60er Jahren Agent des MfS (Deckname: Herold).

20. August 2021 – 50. Todestag des Luftwaffenoffiziers und Nachrichtendienstlers Jens Peter Petersen: 40. Todestag des sowjetischen Agenten Sándor Radó

Jens Peter Petersen (12.10.1893 Bredebro/Tondern-20.8.1971 Stuttgart) Luftwaffenoffizier, zuletzt Generalmajor (1.1.1944). Im Ersten Weltkrieg Kriegsfreiwilliger, zuletzt als Leutnant d.R. Luftbeobachter. 1934 Eintritt in die Luftwaffe. 1938-30.9.1942 (o. 30.4.1940-27.12.1942) als Oberst Luftattaché in Stockholm (zeitgleich Leiter der KO Schweden o. Resident des SD-Ausland). Danach andere Verwendungen bzw. Führerreserve. 2.5.1945-10.3.1947 Kriegsgefangenschaft.


Sándor Radó (auch: Alexander Rado, Alexander Radolfi) (5.11.1899 Újpest (Budapest)-20.8.1981 Budapest), ungarischer Kartograph und Geograph, sowjetischer Agent (Deckname: Albert, ab 1941 Funkdeckname: Dora). 1917 Einberufung zur k.u.k. Armee; zugleich Beginn des Jurastudiums in Budapest. Dezember 1918 Mitglied er KP Ungarns. 1918/9 Teilnahme an der ungarischen Räterevolution, sodann im Juli Flucht nach Österreich. Beginn des Geographiestudiums in Wien und 1920 Gründung der sowjetischen Nachrichtenagentur Rosta-Wien, die Informationen in die Sowjetunion liefert, und später in Intel umbenannt wird. 1922 Übersiedlung nach Deutschland; Fortsetzung des Studiums in Jena; Mitglied im M-Apparat der KPD. Im Oktoberaufstand 1923 operativer Leiter der Proletarischen Hundertschaften in Sachsen. 13.10.1923 Festnahme; 1924 Flucht in die Sowjetunion. Mitte der 1920er Jahre Korrespondent der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS in Berlin, Mitarbeiter der Komintern. 1933 Wechsel nach Paris. 1935 Wechsel zur GRU. Ab März 1936 Resident der GRU in der Schweiz. Gründet im August 1936 zur Tarnung die Presseagentur Atlas Permanent S.A. in Genf. Unterhält ein Agentennetz in der Schweiz. Leitet im Zweiten Weltkrieg, nach dem Abzug von Ursula Kuczynski, die sowjetischen Spionageringe in der Schweiz. Radó taucht im Oktober 1943 nach der weitgehenden Enttarnung seiner Organisation unter; er wird am 18.5.1944 verhaftet, jedoch bereits nach 111 Tagen wieder auf freien Fuß gesetzt; flieht sodann nach Frankreich. Eine Anklage vor dem Militärtribunal wegen Spionage im Frühjahr 1945 endet nach Intervention des schweizerischen Nachrichtendienstes mit dem Freispruch von Radó, der kurz darauf nach Moskau zurückgerufen wird; dort verhaftet und zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt (1947 in Abwesenheit in der Schweiz wegen Spionage verurteilt), aus der er 1955 freigelassen wird. Sodann Übersiedlung nach Ungarn, wo er bis 1966 Geografie und Kartografie lehrt.

19. August 2021 – 140. Geburtstag des holländischen Mehrfachagenten Alois Snep

Alois (Aloisius) Petrus Laurenzius Snep (19.8.1881 Westervoord-März 1961 St. Albans/England), Niederländer, Polsterer, Dekorateur, Mehrfach-Agent (deutscher Deckname: GV88; sonst: Sloot; Slooter; Sleeper). Vor Beginn des Ersten Weltkriegs als britischer Agent gegen Deutschland, von Amsterdam aus operierend, im ?Juli 1914 in Duisburg festgenommen. 1914 in Deutschland wg. Spionage zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt, die zum Teil in Essen verbüßt werden. Ende 1918 auf freien Fuß gesetzt. Erneut gegen Deutschland operierend, später an den französischen Dienst übergeben, als Briefe schreibender Werber tätig. 1935 erneut in Hannover und im Ruhrgebiet in Erscheinung getreten. Von Abwehr III F gegen Zahlung von 25.000 Mark überworben; verrät die französischen Hintermänner, u.a. den Leiter der Marinespionage in Dünkirchen, Henri Trautmann, und den angeblichen Konsulatsbeamten Fontes in Amsterdam; in den kommenden Jahren gegen ein monatliches Fixum für Richard Protze als Doppelagent tätig. Führt 1938-40 für Protze die Verbindung zu dem MI6-Mitarbeiter aus dessen holländischer Residentur, Folkert Arie van Koutrik (unter dessen Abwehr-Decknamen Walbach). Beim Einmarsch der Deutschen in Holland 1940 flieht Snep in die Schweiz.

17. August 2021 – 115. bzw. 110. Geburtstag der SD-Funktionäre und Kriegsverbrecher Eduard Strauch und Martin Sandberger

Eduard Strauch (17.8.1906 Essen-15.9.1955 Uccle/Belgien), SD-Funktionär, zuletzt SS-Obersturmbannführer (20.4.1939). 1931 Mitglied der SA, Dezember 1931 Übertritt in die SS. Ab 1.7.1934 hauptamtlich beim SD. September bis Dezember 1939 SD-Einsatz in Polen. Ab 1.3.1941 Leiter des SD-Leitabschnitts Königsberg. 4.11.1941 Leiter des Einsatzkommandos 2, 3.12.1941 Leiter des Sonderkommandos 1b zugleich BdS Weißruthenien (Minsk); bis 24.6.1943; sodann Verbindungsmann des SD beim Chef der Bandenkämpfe (von dem Bach-Zelewski), 5.4.1944 Beauftragter des RSHA-Chefs Ernst Kaltenbrunner beim Militärbefehlshaber Belgien und Nordfrankreich, 31.5.1944 KdS Wallonien (Lüttich); bis 11.10.1944. 21.10.1944 Einberufung zur Waffen-SS, Ic-Generalstabslehrgang. Verwendung nach dem 16.12.1944 unklar. Nach dem Krieg im Einsatzgruppenprozess zum Tode verurteilt, sodann nach Belgien ausgeliefert, dort erneut zum Tode verurteilt und in einem Krankenhaus in Uccle verstorben.

Martin Carl Sandberger, Dr. jur. (17.8.1911 [Berlin]-Charlottenburg-30.3.2010 Stuttgart), SD-Funktionär, zuletzt SS-Standartenführer (30.1.1945). Seit Mai 1935 für den SD tätig, ab Januar 1936 hauptamtlich. 1939/40 als Sturmbannführer Leiter der Einwandererzentrale beim Chef der Sipo und des SD; zugleich stellvertretender Gruppenleiter I B (Erziehung, Ausbildung, Schulung) im RSHA. Juni-Dezember 1941 Chef der Einsatzgruppe 1 a; 3.10.1941-Herbst 1943 zum Teil gleichzeitig auch Kommandeur der Sipo und des SD (KdS) in Estland. Sodann Rückkehr zum Amt I des RSHA. 1.12.1943 Leiter der Gruppe VI A (Organisation) des Amtes VI (SD-Ausland); bis Kriegsende. Nach dem Krieg im Nürnberger Einsatzgruppenprozess am 10.4.1948 zum Tode verurteilt, 1951 Umwandlung in lebenslange Haft, 1958 entlassen.

15. August 2021 – 80. Todestag des deutschen Agenten Josef Jakobs; 110. Geburtstag des MfS-Funktionärs Hans Fruck

Josef Jakobs (auch: Jacobs) (30.6.1898 Luxemburg-15.8.1941 London, hingerichtet), Deutscher, Agent. August-Dezember 1914 Soldat im 4. Garderegiment zu Fuß, Oktober 1916-November 1918 Leutnant im selben Regiment. 1935-37 in Haft in der Schweiz. Sodann Schiebergeschäfte mit gefälschten Pässen für ausreisewillige Juden. Festgenommen und in KZ-Haft. 1940 von der Abwehr angeworben. 31.1./1.2.1941 als Agent über Ramsay/Huttindonshire/Großbritannien mit dem Fallschirm abgesetzt; hierbei ein Bein gebrochen. Festgenommen, im August 1941 zum Tode verurteilt; Jacobs macht im Gerichtsverfahren vergeblich geltend, als Freund Englands gekommen zu sein. Er wird im Tower erschossen.

HansFruck (15.8.1911-15.12.1990), Werkzeugdreher, kommunistischer Funktionär, MfS-Offizier, zuletzt Generalmajor (1953). Im Dritten Reich als Werkzeugdreher Leiter einer illegalen kommunistischen Gruppe, 1943 festgenommen und wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. 1945 Einstellung bei der Polizei. 1950 Wechsel zum MfS, Leiter der Verwaltung von Groß-Berlin. 1956 stellvertretender Leiter der HVA; bis 1977: Entlassung.

13. August 2021 – 115 Geburtstag des sowjetischen Agenten Karl Helfrich

Karl Helfrich, Dr. (13.8.1906 Lampertheim-31.5.1960 Bonn), 1941/42 Mitarbeiter im Auswärtigen Amt; zugleich Lebensgefährte und Mitagent (Deckname: Хир [=?Hier]) der GRU-Agentin Ilse Stöbe (Alta). 12.9.1942 festgenommen (Bild: Erkennungsdienstliche Fotos der Gestapo, 1942). Überlebt das Kriegsende. November 1945 Chefredakteur der Berliner Abendzeitung Kurier. 1948 Teilnehmer eines sowjetisch gesteuerten Kongresses der Intellektuellen zur Verteidigung des Friedens in Breslau.

11. August 2021 – 140. Geburtstag des Abwehroffiziers Günther Schwantes

Günther Schwantes (15.10.1881 Kolberg-11.8.1942 Gläsen/Kr. Lobschütz), Offizier, zuletzt Generalleutnant. 1899 Eintritt in die Armee. 18.5.1901 Leutnant. 1.10.1908 für drei Jahre an die Kriegsakademie kommandiert. 22.3.1912 zum Großen Generalstab kommandiert. Während des Ersten Weltkriegs im Truppengeneralstab, ausgezeichnet mit dem EK II und I sowie dem Hausorden von Hohenzollern. 1.10.1919 der Heeresfriedenskommission zugeteilt. Von dort im Februar 1921 in die Reichswehr versetzt. Nach Truppendienst September 1925 Versetzung ins Reichswehrministerium, Abteilung T3, 1926 Referent in der Abwehrgruppe der Reichswehr. 1927 als Major stellvertretender Leiter der Abwehrabteilung. 1.4.1928-31.1.1930 als Oberstleutnant Leiter der Abteilung. Sodann andere Verwendungen, zuletzt: 1938-41 Divisionskommandeur.

9. August 2021 – 140. Geburtstag des ungarischen Schriftstellers Bela Vago

Bela Vago (ung. Vágó Béla; russ. Namenszusatz: Alexandrowitsch, ВагоБельаАльексвндрович) (9.8.1881 Keczkemet/Ungarn-10.3.1939 Butowo b. Moskau, hingerichtet), jüdisch-ungarischer Schriftsteller, mutmaßlicher kommunistischer Agent, angeblicher deutscher Agent. Hochschulausbildung abgebrochen. Seit 1905 Mitglied der Sozialdemokratie in Ungarn, dort ab 1906 Sekretär. Während des Ersten Weltkriegs pazifistischer Redner. 1919 führende Rolle in der kurzzeitigen ungarischen Räterepublik als Innenkommissar und Militärkommandant. Nach der Niederschlagung des Putsches Flucht ins Ausland (Bild links). Mitglied der KPD. Heirat mit der deutschen Kommunistin Erna Schaefter. Emigration in die Sowjetunion, dort Hg. der Zeitung Hammer und Sichel sowie Leiter der ungarischen Sektion im Verlag für ausländische Arbeiter in Moskau. Verhaftet am 28.2.1938 wg. Spionage und Teilnahme an einer konterrevolutionären Terrororganisation (Bild rechts); vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der Sowjetunion am 10.3.1939 zum Tode verurteilt und am selben Tag erschossen. Wird im Frühjahr 1941 vom RSHA auf der Sonderfahndungsliste SU ausgeschrieben als: V2, RSHA IVA2, Stapo Berlin. In der Sowjetunion am 25.2.1956 posthum rehabilitiert.

8. August 2021 – 60. Todestag des sowjetischen Einflussagenten Wilhelm Kropp; 120. Geburtstag des kommunistischen Geheimdienst-Funktionärs Franz Riegg

Wilhelm (Willi) Kropp (3.11.1899 Grünberg/Hessen-8.8.1961 Weimar), kommunistischer Funktionär, sowjetischer Einflussagent (Deckname: Willi Keller). 1919/20 Mitglied der KPD im Ruhrgebiet. Juni 1923 von der französischen Geheimpolizei verhaftet. Nach einem Jahr Haft Übersiedlung nach Dietz/Lahn. Verschiedene Funktionen als KPD-Funktionär und Redakteur. Am 4.5.1933 in Berlin verhaftet. Nach Entlassung aus dem KZ Sonnenburg Emigration über Saarbrücken und Paris in die Sowjetunion; dort im März 1935 eingetroffen. Mitarbeit im Sekretariat des EKKI. Oktober 1941-Februar 1942 Kursant an der Komintern-Schule in Kuschnarenkowo. Februar 1942-Februar 1943 Oberkommissar in einem sowjetischen Gefangenenlager. 1943-45 Beeinflussungsarbeit gegenüber deutschen Kriegsgefangenen an der Zentralschule 27 und im Objekt 12 unter dem Decknamen Willy Keller. 28.5.1945 Rückkehr nach Schwerin als Mitglied der Gruppe Sobottka. Sodann Parteifunktionär, u.a.: Leiter der Parteihochschule der SED.

Franz Riegg (8.8.1901 München-4.5.1945 Lübecker Bucht), kommunistischer Geheimdienst-Funktionär. 1921 Eintritt in die KPD, 1923 aktiv an deren Aufstandsvorbereitungen beteiligt, sodann aus Bayern geflüchtet. Lebt ab 1924 unter dem Falschnamen Max Dänicke im Ruhrgebiet, Tätigkeit in der KPD-Presse. Ende 1927-Frühjahr 1929 Agentenausbildung an der M-Schule der Komintern in Moskau. Sodann Funktionär im AM-Apparat, zugleich Redakteur bei der KPD in Berlin. Ende 1933 verhaftet und bis Mai 1945 durchgehend in Zuchthaus- und KZ-Haft. Bei Untergang des Passagierschiffs Cap Arcona in der Lübecker Bucht Anfang Mai 1945 ums Leben gekommen.

7. August 2021 – 50. Todestag des Offiziers Enno von Rintelen; 110. Geburtstag des SD-Funktionärs und Kriegsverbrechers Martin Sandberger

Enno von Rintelen (6.11.1891 Stettin-7.8.1971 Heidelberg), Offizier, zuletzt General der Infanterie (1.7.1942). 18.9.1910 Eintritt in die preußische Armee als Fahnenjunker. Im Ersten Weltkrieg Truppenoffizier, Beförderung zum Oberleutnant (18.9.1915) und Hauptmann (18.10.1918), ausgezeichnet mit dem EK II und I. Nach 1918 Übernahme in die Reichswehr, Eingesetzt bevozugt in Stäben, ab 1.10.1921 Abwehroffizier im Gruppenkommando 1 in Berlin. Frühjahr 1924/Anfang 1925 im Stab des Gruppenkommandos 2 in Kassel. 1.10.1936-31.8.1943 Militärattaché in Rom (November 1937-April 1939 zusätzlich in Albanien) und ab 1.6.1940 zugleich Bevollmächtigter General bei der italienischen Wehrmacht, bis 1.9.1943. September 1943 Versetzung in die Führerreserve, Ende 1944 a.D.

Martin Carl Sandberger, Dr. jur. (17.8.1911 [Berlin]-Charlottenburg-30.3.2010 Stuttgart), SD-Funktionär, zuletzt SS-Standartenführer (30.1.1945). Seit Mai 1935 für den SD tätig, ab Januar 1936 hauptamtlich. 1939/40 als Sturmbannführer Leiter der Einwandererzentrale beim Chef der Sipo und des SD; zugleich stellvertretender Gruppenleiter I B (Erziehung, Ausbildung, Schulung) im RSHA. Juni-Dezember 1941 Chef der Einsatzgruppe 1 a bei der Heeresgruppe Nord; 3.10.1941-Herbst 1943 zum Teil gleichzeitig auch Kommandeur der Sipo und des SD (KdS) in Estland. Sodann Rückkehr zum Amt I des RSHA. 1.12.1943 Leiter der Gruppe VI A (Organisation) des Amtes VI (SD-Ausland); bis Kriegsende. Nach dem Krieg im Nürnberger Einsatzgruppenprozess am 10.4.1948 zum Tode verurteilt, 1951 Umwandlung in lebenslange Haft, 1958 entlassen.

6. August 2021 – 120. Geburtstag des britischen Nachrichtendienst-Offiziers Angus Campbell; 80. Todestag der Agenten Theodor Drücke und Robert Petter

Angus Campbell (6.8.1901 London-), britischer Nachrichtendienst-Offizier. ?1939 Beamter des britischen Passport-Office Berlin. Vom RSHA zuletzt in Oslo lokalisiert, sodann in England vermutet und wg. Spionageaktivitäten zur Fahndung in Großbritannien ausgeschrieben (RSHA IV E 4).

Karl Theodor Drücke (auch falsch: Drucke, Druecke, Theodore) (1906 Grevenstein-6.8.1941 London, hingerichtet), deutscher Abwehr-Agent (Deckname: Francois de Deeker). Vermutlich bereits in den 1930er Jahren (?oder früher) in der deutschen Frankreich-Spionage tätig (?V-Mann-Führer: Hilmar Dierks). 12.5.1936 in Frankreich wg. Spionage zu 3 Jahren Haft verurteilt. Ab?1938 wieder auf freiem Fuß. Reist über Belgien und Holland nach Deutschland zurück. Am 30.9.1940 im Mory Firth (GB) zusammen mit Vera Chalburg und Robert Petter von einem Flugboot zur Spionage abgesetzt. Am selben Tag von britischen Sicherheitskräften festgenommen, wird er am 6.8.1941 gehängt.

Robert Petter (14.12.1915 Zürich-6.8.1941 London, hingerichtet), deutscher Abwehr-Agent (Decknamen: Keller; Werner Heinrich Wälti o. Waelti, auch: Walti; möglichweise sind Klarname und Deckname auch umgekehrt: Wälti/Petter). Vor dem Zweiten Weltkrieg angeblich Fahrer des französischen Konsuls in Hamburg. 1939 in Antwerpen, um sich dort als Funkagent der Abwehrstelle X, Hamburg,zu etablieren. Als angeblicher Schweizer Staatsbürger am 30.9.1940 im Mory Firth (GB) von einem Flugboot zur Spionage abgesetzt. Am selben Tag von britischen Sicherheitskräften in Edinburgh festgenommen; Petter wird sogleich aufgrund seines gefälschten, mit „ä“ geschriebenen britischen Passes enttarnt; er wird am 6.8.1941 gehängt.

4. August 2021 – 130. Geburtstag des SD-Funktionärs und Kriegsverbrechers Max Thomas

Max Thomas, Dr.med. (4.8.1891-November o. 3.12.1945, Selbstmord), Arzt, SD-Funktionär, zuletzt SS-Gruppenführer (9.11.1942) und Generalleutnant der Polizei. Teilnehmer am Ersten Weltkrieg, ausgezeichnet mit dem EK I. Seit 1933 Mitglied der NSDAP und der SS. Oktober Inspekteur der Sipo und des SD (IdS) Wiesbaden. Juni 1940-Oktober 1941 Beauftragter des Chefs der Sipo und des SD in Frankreich. Oktober 1941-29.4.1943 Kommandeur der Einsatzgruppe C in der Sowjetunion. 1944 im SS-Personalhauptamt.

3. August 2021 – 155. Geburtstag des kommunistischen Geheimdienst-Funktionärs Friedrich Senger

Friedrich Senger (3.8.1866 Bochold-3.8.1936 Wuppertal, ?Selbstmord), Kraftfahrer, kommunistischer Geheimdienst-Funktionär. Ursprünglich Mitglied SPD, nach 1933 zum AM-Apparat der illegalen KPD, 30.7.1936 festgenommen, in der Haftzelle erhängt.

2. August 2021 – 135. Geburtstag des kommunistischen Spitzenfunktionärs Paul Bertz

Paul Bertz (2.8.1886 Mühlhausen/Thüringen-18./19.4.1950 Gera, Selbstmord), Werkzeugschlosser, kommunistischer Spitzenfunktionär, mutmaßlicher Agent (Deckname: Johann). 1910 Eintritt in die SPD, im Ersten Weltkrieg im Spartacus-Bund, ab Ende 1918/Anfang 1919 Mitglied der KPD, deren Abgeordneter 1922-25 in Sachsen und 1924-30 im Reichstag. Als sog. Linksabweichler verfemt. Nach Der NS-Machtübernahme Flucht Ende 1933 in die Niederlande, von dort 1934 nach Frankreich, Wiederaufnahme in die illegalen Parteistrukturen unter dem Decknamen Johann; in einzelnen Veröffentlichungen als Leiter der Abwehr bezeichnet. Vorn Frankreich aus Schleusungstätigkeit nach Deutschland, auch Leiter des KPD-Grenzstützpunktes Zürich. Ab August 1939 erneut in Widerspruch zur Parteilinie wg. des Hitler-Stalin-Pakts, den er verurteilt. Nach Kriegsbeginn im September 1939 als deutscher Emigrant in Frankreich interniert. Nach der Freilassung in die Schweiz ausgewichen, dort Führungsfigur in der illegalen KPD. Im Frühjahr 1941 zu Unrecht vom RSHA auf der Sonderfahndungsliste SU als: B227, RSHA IVA2-2909/36g zur Festnahme in der Sowjetunion ausgeschrieben, während sich Bertz in Wirklichkeit unerkannt in der Schweiz aufhält. Nach dem Krieg Rückkehr nach Deutschland, in die Sowjetische Besatzungszone, dort erneut als Abweichler verfemt und alsbald in Verdacht geraten, ein sog. Noel Field-Agent zu sein. Begeht, als er sich vor der Zentralen Parteikommission der SED in Ost-Berlin rechtfertigen soll, Selbstmord.

31. Juli 2021 – 50. Todestag des britischen Geheimdienstoffiziers Desmond Morton

Desmond Morton (13.11.1891 Hyde Park Gate/England-31.7.1971), britischer Offizier, Geheimdienstmitarbeiter. Schulausbildung in Eton. 1909 an der Royal Military Academy in Woolwich. Artillerieleutnant. Ab Sommer 1914 beim Britischen Expeditionskorps in Frankreich. Nach Verwundung und Genesung ab 23.7.1917 dem Feldmarschall Sir Douglas Haig als Adjutant zugeteilt; zugleich enge Verbindung zum britischen Munitionsminister Winston Churchill. 1919 zum Foreign Office abgeordnet, in Wirklichkeit zu MI 6, dort Leiter der Sektion V (Bolschewismusabwehr). 1930-39 Leiter des Industrial Intelligence Center (IIC) ; in dieser Zeit Weitergabe von Geheimdienstinformationen über die deutsche Wiederbewaffnung an Winston Churchill, der ohne Regierungsamt ist. Danach Mitarbeit beim Aufbau des Ministeriums für wirtschaftliche Kriegführung (MEW), in diesem dann 1. Assistent des Ministers. 1940-45 Persönlicher Sekretär von Winston Churchill. 1946 Delegierter bei der Interalliierten Agentur für Reparationen. 1950 Wechsel vom Schatz-Amt zum Ministerium für zivile Luftfahrt. 1953 in Ruhestand.

29. Juli 2021 – 120. Geburtstag des mutmaßlichen Agenten Davis Bengen

Davis Bengen (29.7.1901 London-? [?ders. -Februar 1978 West Hempstead/Nassau County/New York]), mutmaßlicher Agent. Wird 1940 vom RSHA in London vermutet und auf der Sonderfahndungsliste GB wg. vorangegangener Spionageaktivitäten zur Fahndung in Großbritannien ausgeschrieben (RSHA IV E 3, Stapoleitstelle München).

28. Juli 2021 – 125. Geburtstag des estnischen Geheimdienstoffiziers Richard Maasing; 110. Geburtstag des Kriminalbeamten Heinz Pannwitz; 80. Todestag des sowjetischen Geheimdienstfunktionärs Samuil Perewosnikow; 130. Geburtstag des finnischen Einflussagenten Waino Ilmari Pesonen

Richard Maasing (28.7.1896 Vorbuse/Estland-10.4.1976 Stockholm), estnischer Offizier. Im Ersten Weltkrieg russischer Offizier. 1918 bei der deutschen Frühjahroffensive an der Ostfront in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten. Ende 1935-38 (o. 1.4.1934-1.9.1939) als Oberst Leiter des estnischen Geheimdienstes (Abteilung II des Generalstabs). In dieser Funktion und danach enge Zusammenarbeit mit dem Amt Ausland/Abwehr gegen die Sowjetunion. Verlässt am 9.10.1939 Tallinn mit dem Schiff und reist über Stralsund nach Stockholm. 1938?-40 estnischer Militärattaché in Stockholm; verbleibt dort auch nach der Besetzung durch die Sowjetunion; enge Zusammenarbeit mit dem japanischen Heeresattaché Ondera Makato bei des Spionageaktivitäten gegen Deutschland und die Sowjetunion. (?Anschließend/zwischenzeitlich Übersiedlung nach Deutschland).

Heinz Pannwitz (recte: Heinz Paulsen) (28.7.1911 Berlin-1975), Kriminalbeamter, SS-Offizier. Zunächst Studium der Theologie; nach der Aufgabe 1937 Eintritt bei der Kripo, 1939 Kripokommissar in Berlin. 1940 Versetzung zur Gestapo, dort Kriminalrat, Leiter des Referats IIg (Attentate, illegaler Waffenbesitz, Sabotage) bei der Gestapo in Prag; dabei 1942 bei der Mordsache Heydrich als Leiter der Soko eingesetzt, sodann Strafversetzung zur finnisch-russischen Front. März 1943 als Kriminalrat im RSHA Chef der Sonderkommission Rote Kapelle in Paris. Begibt sich zusammen mit Anatolij Gurjewitsch im Mai 1945 in Bludenz/Österreich in französische Gefangenschaft, wird nach Paris überstellt und sodann in die Sowjetunion verbracht, 1945-55 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft; dort umfangreiche Vernehmungen, u.a. durch den Smersch-Chef Viktor Abakumow. Zu 25 Jahren Haft verurteilt. Lebt nach der Freilassung in Ludwigsburg. Sein früherer Vorgesetzter Eugen Steimle behauptet später, Pannwitz sei sowjetischer Agent gewesen.

Samuil Markowitsch Perewosnikow (ПеревозниковСамуилМаркович) (12.1.1904-28.7.1941 Moskau, hingerichtet), sowjetischer Geheimdienstfunktionär (Deckname: Semjon Markowitsch Petrow, Семён Маркович Перов), Nationalität lt. Haftakte: Jude. 1922 Übersiedlung nach Deutschland, dort in Berlin Ausbildung zum Bankkaufmann. 1924 Eintritt in die KPD, gleichzeitig Sekretär der Vereinigung der sowjetischen Studenten in Deutschland. 1926 Rückkehr in die Sowjetunion, dort zur Roten Armee einberufen. Ab 1933 Mitarbeiter der INO, 1934-39 illegaler Resident in Shanghai. 1939 Rückruf nach Moskau, dort Anfang September verhaftet. Am 7.7.1941 wegen angeblicher Spionage zum Tode verurteilt und wenig später erschossen. 1967 posthum rehabilitiert.Waino Ilmari Pesonen (28.7.1991 Helsingfors-?), Finne, deutscher Agent (Decknamen: Björkman; Erik Salin o. Sahlin). Reist 1915 illegal nach Deutschland aus und wird im (finnisch-deutschen) Jäger-Bataillon militärisch ausgebildet. Seit Herbst 1915 erneut in Finnland, um dort weitere Jäger anzuwerben. Betätigt sich ab März 1917 beim Sprenstoffverteilungsring von N in Oslo (Rautenfels-Affäre).

27. Juli 2021 – 105. Todestag des britischen Piraten Charles Fryatt

Charles Algernon Fryatt, (auch: Edward) (2.12.1872 Southampton/England-27.7.1916 Brügge/Belgien, hingerichtet), britischer Seeoffizier, Saboteur. Rammt mit seinem als U-Boot-Falle (Q-Ship) benutzen Handelsschiff im März 1915 ein deutsches U-Boot. Wyatt lässt die im Wasser treibenden deutschen Soldaten von Bord aus erschießen. Wird 1916 mit seinem Dampfer Brussels von deutschen Seestreitkräften in der Nordsee vor Holland aufgebracht; bei der Durchsuchung des Schiffes werden zahlreiche Berichte des britischen Spionagerings von Richard Tinsley aus Holland aufgefunden, die zum Auffliegen etlicher Agenten in Belgien führen. Wird im Juli 1916 im besetzten Belgien als Saboteur erschossen. Der Fall Fryatt wird von den Kriegführenden beider Seiten für propagandistische Zwecke ausgeschlachtet. Die englische Seite behauptet noch heute, das U-Boot sei gar nicht gesunken.

25. Juli 2021 – 80. Todestag des Komintern-Agenten Willi Gall

Willi Gall (3.10.1908 Falkenstein/Vogtland-25.7.1941 Berlin-Plötzensee, hingerichtet), kommunistischer Funktionär, Komintern-Agent. Lehre als Dreher. 1929 Eintritt in die KPD. Funktionär in der Unterbezirksgruppe Zittau. 1933 Flucht in die Tschechoslowakei, bei der sog. Grenzarbeit mehrfach Einreise nach Deutschland. 1938/39 in Dänemark. Von dort imAugust 1939 illegale Einreise nach Berlin. Versucht dort, Verbindungen wiederaufzubauen. Hierbei im Dezember 1939 festgenommen. Zum Tode verurteilt und hingerichtet.

23. Juli 2021 – 110. Geburtstag des sowjetischen Geheimdienstfunktionärs Norman Borodin

Norman Michailowitsch Borodin (БородинНорманМихаилович; urspr. Grusenberg, Грузенберг) (23.7.1911 Chikago/USA-8.1974), sowjetischer Geheimdienstfunktionär (Deckname: Granit), zuletzt Oberst. Sohn des Revolutionärs Michail Borodin. 1923 zusammen mit der Mutter Übersiedlung aus den USA in die Sowjetunion. Seit März 1930 Mitarbeiter der ® INO in der ® OGPU. 1931-33 Agent der INO in Berlin. 1934 Rückkehr mach Moskau, Studium an der Militärchemischen Akademie der Roten Armee. 1937 Ernennung zum Stellvertreter des illegalen Residenten Itschak A. Achmerow in den USA. Als Student getarnt, wirbt er mehrere Quellen in der Lateinamerikaabteilung des State Departments an. 1938 Rückkehr in die Sowjetunion, während des Krieges NKWD-Mitarbeiter in Moskau (nach anderer, aber unwahrscheinlicher Darstellung während des Krieges als Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes getarnt in Berlin). 1949 verhaftet und nach Karaganda deportiert. 1955 in das KGB aufgenommen, dort Leiter der Abteilung für die Arbeit mit ausländischen Korrespondenten. 1961-67 Chef der aktiven Reserve der PGU des KGB, gleichzeitig Chefredakteur bei Nowostij; publiziert dort unter den Pseudonymen: N. Bardin, N. Barojan, N. Borisow, N. Tariblow. – Borodin dient dem sowjetischen Autor Julian Semerow als literarisches Vorbild für dessen (erfundenen) Helden Maxim Issajew, alias SS-Standartenführer Otto von Stierlitz in der Spionageschnulze Siebzehn Augenblicke im Frühling, die in der Spionageliteratur als Selbstläufer für viel Verwirrung gesorgt hat.

Sudelbuch II 1.1.-9.6.2021

Am 10. Juni 2021 verschwand das Sudelbuch II bis einschließlich 9. Juni 2021 aus meiner Homepage auf Nimmerwiedersehen. Leser B.S. wollte das nicht einsehen und hat mir eine Rekonstruktion ab dem 1. Januar 2021 übermittelt. Da ist sie:

1. Januar 2021

Noch verschreibe ich mich bei der neuen Jahreszahl, nachdem ich so oft 2020 getippt habe. Beim Betrachten der Neuerwerbungen von A. Paul Weber, fällt die Graphik Vater & Sohn auf den Fußboden. Aus der versuche ich einen Neujahrspruch zu destillieren. Anders, als womöglich vom Künstler beabsichtigt, fällt mir ein: Man kann sich dem rasenden Zug nicht in den Weg stellen, aber eine Weiche sollte man schon in seine Hand bringen.

3. Januar 2021

Über Nacht hat es geschneit. So schnell wirkt die CO2-Abgabe. Nach nur zwei Tagen. Wer hätte das gedacht.

Schnee von gestern: Früher wurde er geräumt. Das war mal, jetzt bleibt er in Weimar, wo er ist, jedenfalls auf den Fahrbahnen. Merke: Die Menschen wollen das so.

Nachts am Schloss vorbeigefahren, um Besucher nach Hause zu bringen. Niemanden gesehen, nicht mal die sonst dort parkenden Autos.

4. Januar 2021

Die Demokratie stirbt an der Gleichgültigkeit ihrer Bürger.

Die montagmorgendlichen Verkehrsgeräusche sind kaum zu hören. Wg. Schnee und Corona.

Hochnebel und völlige Windstille. Frei nach Matthias Claudius: Der Wald steht weiß und schweiget. 

7. Januar 2021

Die Wahlfälscher in den USA haben heute Nacht einen historischen Sieg über das von ihnen beherrschte Volk errungen.

Wahlfälscher (2): Das politische Personal spricht vollmundig von einem Sieg der Demokratie und ahnt nicht, wie dicht es an der Schwelle der Selbstabschaffung steht.

Wahlfälscher (3): Wir werden die Folgen hierzulande zu spüren bekommen, denn Nachahmung ist naheliegend.

15. Januar 2021

Letztes Frühjahr zwei Langzeit-Wetten gegen Leute eingegangen, die was von Politik verstehen. Wette 1: In Thüringen wird im April 2021 nicht neu gewählt – Wette gewonnen. Wette 2: Die Führerin bleibt uns über den September 2021 erhalten – die Chance steigen jeden Tag, an dem wir diese Zahlen haben.

Wette (3): An diesem Wochenende wird angeblich ein neuer CDU-Vorsitzer gewählt. Die Aufregung über den Ausgang der Sache ist in der politischen Klasse beträchtlich. Aber nur dort. Wetten?

20. Januar 2021

Neues aus der Wagenburg: „Zum Beginn des Jahres 2021 ist die Corona-Pandemie von großer Hoffnung geprägt.“ (Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt vom Vortage).

Wagenburg (2): Das Stümperdeutsch der Kanzlerin ist offenbar ansteckend. Siehe oben.

Wagenburg (3): In Washington DC. sollen 25.000 Nationalgardisten die Krönungsfeier von Sleepy Joe beschützen. Soviel Furcht vor dem Bürger war nie.

Wagenburg (4): Die Gardisten sollen nach dem Willen Bidens unbewaffnet auftreten. Sonst sei der Eindruck im Ausland schlecht. Doch ich denke: Soviel Furcht vor den eigenen Wachen war nie.

22. Januar 2021

Purer Zufall: Genau eine Stunde nach dem Amtswechsel im Weißen Haus ändert die WHO ihre Testmethode für Covid-19. Ergebnis: Rund 90 Prozent der bisher als positiv Getesteten haben mit der Seuche nichts zu tun – nicht krank, nicht ansteckend. Ischt over, wie man in EU-Kreisen sagen würde.

Zufall (2): China hat entscheidenden Einfluss auf die WHO. Ob China auch entscheidenden Einfluss auf den neuen US-Präsidenten hat, gilt als umstritten. Für das Erste gibt es Zahlen, für das Zweite gibt es bald nur noch ein Erinnern bei Verschwörungsphantasten.

Kein Zufall: Der eine rackert sich ab und verliert die Wahl, der andere gewinnt sie im Schlaf.

23. Januar 2021

Apropos Wissenschaft: Es fragte der Journalist Boris Reitschuster in der Bundespressekonferenz in dieser Woche die Göttliche: „Auch in der Unionsfraktion wurde Ihnen gestern vorgeworfen, dass Sie sich einseitig beraten ließen, in der Expertenrunde waren zwei Vertreter von Null-Covid, es war kein einziger expliziter Kritiker dabei, es gibt die Studie von Ioannidis, wissenschaftlich belegt. Der sagt, Lockdown schadet, hilft nicht, es gibt keine wissenschaftlich belegte …, die die Bundesregierung nennen konnte. Warum tauschen Sie sich nicht mit den expliziten Kritikern offensiver aus, warum wird diese Ioannidis-Studie nicht berücksichtigt, als Wissenschaftlerin müssen Sie doch immer beide Seiten hören, und woher kommt der Glaube, wie das Ihre Sprecherin ausdrückte, wenn ja auch viele Wissenschaftler andere Meinungen haben.“

Sie antwortete: „Jeder Wissenschaftler arbeitet nach bestem Wissen und Gewissen. Aber die Grundentscheidung heißt, wie will ich darauf setzen, doch natürlich durch den Impfstoff etwas weniger ausgeprägt, darauf setzen immer sich so viel wie möglich Leute anstecken zu lassen, um dann doch irgendwo zu einer besseren Durchseuchung vielleicht der Jüngeren, schrecklich, anderes Wort, also besseren Infektionsimmunität sag ich mal, jüngerer Altersgruppen zu kommen. Oder will ich das nicht. Und diese politische Entscheidung, die habe ich getroffen. Dann kann ich trotzdem die wissenschaftlichen Studien lesen, aber uns nimmt ja keiner die Entscheidungen ab. Und diese politische Entscheidung habe ich getroffen, weil ich weiß, Prof. Kulmer hat mir gesagt, aus der Charité, vor kurzer Zeit war das Durchschnittsalter der dort liegenden Menschen 63. Und da, wie Sie wissen, dass die Todesrate natürlich bei den Älteren viel, viel höher ist, oder der viel schwerere Verlauf. Wissen Sie, wenn 63 der Durchschnitt ist, wie viel jüngere auch davon betroffen sind.“

Da kann man nur sagen: Danke.

24. Januar 2021

Галерея:

Der Wärmetod erreicht, wie vom Club of Rome vorhergesagt, die Ilm und erfreut den letzten freilaufenden Wandersmann.

27. Januar 2021

Der Zeitgeist lebt, der Bundeszentrale für politische Bildung sei Dank: „Das bpb:seminar digital Postkolonialer Blick und koloniale Kontinuitäten bietet eine einführende Auseinandersetzung mit postkolonialer Theorie. Vorkenntnisse werden nicht benötigt. Durchgeführt wird das Angebot von Referent*innen der Initiative Bonn postkolonial.“

Depinnensterne (2): Na, Gott sei Dank. Oder sollte man formulieren: Voodoo sei Dank. Wahrscheinlich weiß die durchführende Initiative postkolonial das genauer, denn sie sagt: „Wir möchten eine Balance finden zwischen expliziten Räumen für nicht-weiße Perspektiven und auch der Ort sein, an dem trotz unterschiedlicher Diskriminierungserfahrungen gemeinsam an postkolonialen Strukturen gearbeitet wird.“ Genau: Postkolonialer Blicke sind postkoloniale Erfahrungen plus postkoloniale Theorie. Oder ist es andersrum? Na, egal. Hauptsache: keine Vorkenntnisse.

Kaisers Geburtstag: Der wurde vor 100 Jahren nur noch von den Unverbesserlichen gefeiert. Davon ist nichts mehr geblieben, nicht mal Kaisers Kaffee.

17. Februar 2021

Im Herzogin-Elisabeth-Krankenhaus in Braunschweig traten nach der Corona-Impfung von 88 geimpften Mitarbeitern sodann 37 wegen Impf-Reaktionen nicht zur Arbeit an. Die Klinik unterbrach die weitere Impfung, um den Betrieb nicht zu gefährden.

Impf-Reaktionen (2): Der Leiter des niedersächsische Krisenstabes bemerkte hierzu, die erwartbaren Nebenwirkungen seien letztlich ein positives Zeichen. Man sehe, dass der Impfstoff wirke. – Bleibt die Frage: Ist das Satire, oder wird der Mann für seinen zynischen Schwachsinn aus der Porto-Kasse eines Pharma-Konzerns bezahlt?

18. Februar 2021

Wenn–dann: Wenn ein Impfstoff zugelassen ist, ist er wirksam und sicher. So BMG Spahn gestern in Sachen AstraZeneca. Der Mann wiederholt sich.

Wenn–dann (2): Wenn 740.000 Impf-Dosen AstraZeneca angeliefert wurden, von denen nur 90.000 gebraucht („verimpft“) wurden, dann zeigt das, die hohe Zustimmung von Jedermann mit dem volkstümlichen Minister und seiner Kompetenz.

Wenn–dann (3): Wenn bei 88 Impfungen im Braunschweiger Krankenhaus 33 mal Komplikationen auftraten, dann spricht alles dafür, dass in 55 Fällen keine auftraten. Hochgerechnet auf die verimpften 90.000 Dosen, sind rund 55.385 Fälle komplikationslos verlaufen, oder anders gesagt: 34.615 nicht.

Wenn–dann (4): Wenn man im Gesundheitsamt Weimar anruft, um sich einen Impf-Termin geben zu lassen, dann geht niemand ans Telefon.

12. März 2021

„Eine interdependente Welt ist eine Welt der tiefen systemischen Vernetzung, in der sich alle Risiken durch ein Netz komplexer Wechselwirkungen gegenseitig beeinflussen.“ (Klaus Schwab: Der große Umbruch).

Ich übersetze mal: „Wenn die Dinge zusammenhängen, wirken sie aufeinander ein – mit jedem und allem, überall.“ Da kann man nur sagen: Danke Klaus.

2. April 2021

Impfkarnickel: Wenn ich dem amtlichen Schreiben des Weimarer Oberbürgermeisters trauen darf, soll ich mich dringlich impfen lassen.

Impfkarnickel (2): Wenn ich den konfusen Mitteilungen der Führerin trauen darf, ist AstraZeneka-Impfstoff ein sicheres Mittel, weil er zugelassen ist. Warum dennoch damit die unter 60-jährigen nicht mehr geimpft werden sollen, kann ich mir nur so erklären, dass er wohl doch nicht so sicher ist.

Impfkarnickel (3): Warum ich mich trotzdem jetzt damit impfen lassen soll, kann nur bedeuten, dass es bei mir nicht mehr darauf ankommt, ob ich über die Klinge gehe. Der Feldversuch findet an den Alten statt. Zwar schützt Alter von Torheit nicht. Dennoch verzichte ich dankend.

Impfkarnickel (4) Wo bleibt hier eigentlich der Artenschutz?

3. April 2021

Hans-Georg Maaßen (CDU), der Ex-Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, kandidiert, so lese ich, in Thüringen für den Bundestag. Warum auch nicht. Wenn man bedenkt, dass er vor gut einem Jahr gefragt wurde, ob er sich als Ministerpräsidentenkandidat im selben Kleinstaat zur Verfügung stelle, was er zurückwies, obwohl er es dann ziemlich sicher heute wäre, stellt sich die Frage: Warum nicht jener Durchmarsch, dafür nun diese Kandidatur? Nicht ganz fernliegend wäre wohl die Antwort: Ihm fehlt(e) es am Willen zur Macht.

5. April 2021

Zensur: Dass es diese in D nicht gibt, wissen wir aus den einschlägigen Festworten unseres politischen Leitungspersonals. Es verschweigt in diesem Zusammenhang gern die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese wird nicht durch den Schutz des Bürgers vor Eingriffen, sondern durch Pharisäertum bestimmt. Dieselben, die davon schwatzen, dass hierzulande jeder alles sagen dürfe, haben die Kompetenz, genau das zu unterbinden, auf mächtige Private übertragen.

Zensur (2): Der Berliner Hauptstadtjournalist Boris Reitschuster führt ein Interview mit dem ehemaligen Fußballprofi Thomas Berthold. Der berichtet von seinem Auftritt auf einer der Corona-Demonstrationen. Das Video wird umgehend auf Google-Youtube gelöscht.

Zensur (3): Was ist es, dass Otto Normale nicht mitkriegen soll? Hier redet ein beim Volk als Ex-Fußballweltmeister bekannterer Mann als alle Regierungs-Hanseln zusammengenommen, und er redet gegen die Coronamaßnahmen. Er sagt: Von zehn Leuten, die ich auf der Straße anspreche, denken zehn so wie ich. Sagt auch, dass Leute hier Geschäfte machen, die er nicht durchblicke. Kurzum, er redet schrecklich leicht nachvollziehbar, und er redet in freundlichem Ton. Das muss weg. Denn so wie der sieht wahrlich kein rechter Verschwörungsdepp aus. Der taugt nix als Feindbild. Daher muss das insgesamt weg, denn es könnte Schule machen. Gefunden auf: https://sciencefiles.org/2021/04/04/diktatur-ist-ein-meister-aus-deutschland-youtube-zensiert-boris-reitschuster/.

6. April 2021

Über Nacht hat es erneut geschneit. Früher hätte man von Aprilwetter gesprochen und sich entsprechend warm angezogen. Heutzutage spricht das Führerin-Gefolge von Erderwärmung und Einskommafünfgrad-Ziel und stellt eine ins Schwachsinnige reichende Verbindung zu Corona auf. Es sei der Lockdown der die Erderwärmung gottlob gestoppt habe. Einem normalen Menschen geht Anderes durch den Kopf: der Kälteeinbruch wird die diesjährige Erkältungssaison verlängern.

8. April 2021

Beim morgendlichen Suchen gedacht: Dem Einfüßigen fehlt keine Socke. Erfreut über den Einfall, doch bärenschlechtes Gewissen. Gedanken sofort verbannt. Nicht erfolgreich, denn am Schreibtisch fiel er mir wieder ein.

11. April 2021

Nach dem Tod des britischen Prinzgemahls ruft die WHO eine weltweite Empathie aus.

18. April 2021

Bei Hadmut Danisch entdeckt: Systematisch gesehen war Martin Luther [dank Johannes Gutenberg] der erste deutsche Blogger.

24. April 2021

Der am Vortage erworbene sau-teure Gemüseschäler einer französischen Küchengröße widersetzt sich seiner Anwendung am hiesigen Spargel. Greife entnervt zum angejahrten Vorgänger. Stelle später fest, dass die Klinge des Neuen mit einer hauchfeinen Folie bündig verschweißt ist, wohl um den Käufer vor unbeabsichtigter Verletzung zu schützen. Die Folie lässt sich nach mehreren Fehlversuchen nur mit Hilfe eines spitzen, sehr scharfen Messers entfernen. Dass ich mir hierbei nicht in die Hand schneide und den Schäler nicht beschädige, wundert mich hinterher noch.

Schauspieler plädieren ironisch für den totalen Lockdown. Jetzt ist Mainstream empört. Die Geldgeber fordern Berufsverbote. Recht so. Ich möchte nicht, dass meine Zwangsgebühren an Leute ausgereicht werden, die meine Gefolgschaftstreue unterminieren.

Schauspieler (2): Der Unterwerfungsvorgang wird interessant sein. Selbstkritik und Trotz. Die Selbstkritik wird nur der allerersten Garnitur helfen, weil nur diese ein oder zwei Stars für Propaganda nützlich sind. Der Rest geht – schon aus Gründen der Abschreckung – über den Jordan, egal ob er sich von sich selbst distanziert oder nicht.

28. April 2021

Rechtsstaat: Ein Weimarer Amtsrichter hebt einen Lockdown-Bußgeldbescheid wg. offensichtlicher Rechtswidrigkeit auf. Die Obrigkeit legt Rechtsmittel ein.

Rechtsstaat (2): Ein Weimarer Amtsrichter ermittelt ex officio gegen die Stadt wg. Verstoßes gegen das Kindeswohl, weil die Schüler vom Unterricht ausgesperrt werden. Er ordnet das Stattfinden des maskenfreien Präsenzunterrichts an. Die Entscheidung ist lesenswert. Die Obrigkeit legt Rechtsmittel ein.

Rechtsstaat (3): Amtsräume und Privaträume des Amtsrichters werden von der Staatsanwaltschaft wg. des Vorwurfs der Rechtsbeugung durchsucht.

3. Mai 2021

Der Verlag Knaur stand einmal für Kompaktes, verständlich für jedermann. Jetzt wird er als Lumpensammler tätig: Die Großen Reden der A.M.

Großes Gerede (2): Die DDR war zuweilen von amüsanter Ehrlichkeit heimgesucht. Sie verwendete den Ausdruck Autorenkollektiv.

Großes Gerede (3): Bis zum 2. August müssen wir noch warten. Warum bloß? Eine Sinologin, so liest man, müsse die Sentenzen erst sichten.

4. Mai 2021

#allesdichtmachen feiert seine Rückkehr auf YouTube nach anwaltlicher Abmahnung. Ich kann das Siegesgeheul verstehen, aber den Sieg nicht erkennen. Mainsteam ist vielmehr bemüht, die Sache aus den Schlagzeilen zu bringen. So marginalisiert man den kleine Schauspieler-Aufruhr zum Nichtereignis, das bestenfalls belächelt wird. Die Quittung erfolgt, wenn keiner mehr darüber redet.

Eine Svenja Schulze trägt den Kuller für One World-Deppen aus dem UNO-Shop am Revers ihrer roten Jacke während einer Presskonferenz, die sie in ihrer Rolle als Umweltministerin der Republik gibt. Das ist verständlich, denn sie rettet gerade das Weltklima. Man wird kaum sagen können, dass dies ein Alleingang sei, denn die Rechnung zahlen wir, die deutschen Steuerbürger.

5. Mai 2021

Doch noch mal #allesdichtmachen. Da trifft es jetzt einen (mir bis dato Unbekannten), der nach meinem Geschmack den schärfsten aller Sprüche losgelassen hatte: „Mein Name ist Volker Bruch, ich bin Schauspieler. Und ich habe Angst. Aber ich merke, wie meine Angst nachlässt. Das macht mir Angst“. Die Wut von MS ist verständlich, denn das ist keine Satire mehr, sondern pure Subversion.

10. Mai 2021

Querdenker, so lese ich, delegitimieren den Staat. Diesen Stuss kann sich nur einer der seit geraumer Zeit beim Verfassungsschutz ganz nutzlos angestellten Politologen ausgedacht haben. Hätten diese Sprachholperer recht, würden diese neuerdings nachrichtendienstlich Beobachteten prinzipiell die Berechtigung der staatlichen Organisationsform in Abrede stellen. Tun sie aber erkennbar nicht, sondern sie halten bemerkbare Teile des heutigen Regierungshandelns für illegal, wofür vieles spricht, wenn man sich der Mühe unterzieht, im Grundgesetz zu blättern.

Legitimation (2): Wie hatten es unsere Vorväter doch einfach. Die Legitimation der Herrschaft folgte aus Gottes Gnadentum: Der Herrscher hatte seine Berechtigung zum Herrschen auf direktem Wege von Gott. Mancher jener Amtsinhaber verwechselte sich daher mit Gott. Es sieht so aus, als wären wir auf ähnlichem Wege. Die moderne Vokabel heißt Alternativlosigkeit.

Legitimation (3): Bis gestern galt als Berechtigung zur staatlichen Herrschaft in den demokratischen Staaten westlichen Zuschnitts der Wille des Volkes. Wenigstens in der Theorie. Klingt unglaublich – ich weiß.

19. Mai 2021

In den USA und auch in Deutschland müssen die Auto-Hersteller ihre Produktion drosseln, weil sie die benötigten Chips nicht beschaffen können. So simpel geht Wirtschaftskrieg, wenn ein Land die Globalisierung als Waffe benutzt.

20. Mai 2021

Nachdem die Big Tech-Matadore den gemeinsamen Hauptfeind Donald T. erledigt haben, ist es um ihre Einheit geschehen. Jetzt streiten sie, wer der Größte und der Schönste ist. Billy Boy jedenfalls ist es nicht. Der ist gerade für die Medien-Meute freigegeben worden, damit sie ihn fertiggemacht. Unklar ist noch, ob es die üblichen und beliebig austauschbaren Apparatschiks sind, die das Microsoft-Imperium übernommen haben. Wenn ja, wer lenkt sie?

21. Mai 2021

Ein Gesicht gibt Auskunft: Vor knapp 20 Jahren notierte ich, weil ich sonst nichts zu erkennen vermochte, zur Kandidatin: Verschlagen.

Ein Gesicht gibt Auskunft (2): Diese Schwierigkeiten bestehen heuer nicht. Die Antwort heißt dummdreist.

22. Mai 2021

Sowas kann man beim besten Willen nicht erfinden: „In manchen Dingen sind wir einfach sehr anders, und dann gibt’s natürlich Themen, ja … vom Hause her … kommt er [Annalena zeigt auf Habeck] … Hühner, Schweine, äh, weiß nich, was haste … Kühe melken … ich komm eher aus dem Völkerrecht, ja … da, e-eg … da, eg … komm‘ wir aus ganz anderen Welten im Zweifel, und, äh … das passt gut! Ich glaube halt, es is gut, dass wir ’n Ding … es wär doch blöd, wenn wir genau beide sagen, ich bin aber Völkerrechtsexperte, oder ich bin aber Landwirtschafts, äh, experte, ja, dann würden wir uns dauernd streiten, wer dieses Themenfeld, äh, besetzen darf.“ [https://www.youtube.com/watch?v=nOMW8Kn4OLw].

YouTube (2): Manchmal ist dieser Kanal sehens- und hörenswert. Aber man muss es speichern, sonst ist es plötzlich nicht mehr da.

23. Mai 2020

Die grünen Politbüromitglieder müssen, so lese ich, ihr Weihnachtsgeld nachmelden. Hätten das halt übersehen. Wenn einer hohe fünfstellige Einnahmen übersieht, müssen die sonstigen gewöhnlichen Einkünfte wirklich beträchtlich sein. Wenn einer als Grüner überhaupt Weihnachtsgeld bezieht, muss er zuvor, wie ich annehme, ein Weihnachtsgedicht aufgesagt haben: Von drauß‘ vom Völkerrecht komm ich her.

Mainstream überkugelt sich, dass Obama die Meldung von Militärs bestätige, wonach die US-Boys Ufos gesichtet hätten. Das ist Framing pur, denn in allen Meldungen wird darauf hingewiesen, dass dies der ehemalige US-Präsident sei. Zutreffend, aber weniger spektakulär wäre der erläuternde Zusatz, dass O. und seine Michelle einen lukrativen Beratervertrag bei Netflix haben. Sie sollen dafür sorgen, dass die Serien realistischer werden. Na dann.

26. Mai 2021

Der Kampf der New Tech-Giganten um die Meinungshoheit nimmt Fahrt auf. Amazon kauft für über 8 Mrd. Dollar den Filmriesen MGM. Das begleitende Ökonomengeschwafel seines leitenden Vizepräsidenten kann das nicht verdecken: „Der wahre finanzielle Wert hinter diesem Deal ist der Schatz an geistigem Eigentum in dem umfangreichen Katalog, den wir gemeinsam mit dem talentierten Team von MGM neu definieren und entwickeln möchten. Es ist sehr aufregend und bietet so viele Möglichkeiten für qualitativ hochwertiges Storytelling“ (https://www.epochtimes.de/wirtschaft/unternehmen/amazon-kauft-beruehmtes-hollywood-studio-mgm-fuer-845-milliarden-dollar-2-a3521843.html).

Meinungshoheit (2): Storytelling ist das neue Zauberwort, was, vom Zuckerguss befreit, Beeinflussung bedeutet.

27. Mai 2021

Es ist zweieinhalb Jahrzehnte her, dass ich den Thriller-Autor Giesbert Haefs in Erfurt lesen hörte. Dieses hier aus seiner Feder (1998) hatte ich nicht mehr im Ohr: „Der gemeine Gutmensch deutscher Fertigung, homo politicorrectus, verbindet abstoßende Langeweile mit ätzender Lästigkeit; er vertritt immer alle Positionen, die zur Zeit von der Abteilung Weltverbesserei belegt werden, und zwar vertritt er sie missionarisch. Ein Phänomen, nebenbei – missionarisches Zeitgeistsurfen. Wenn man es so nennen mag. Er ist zum Beispiel gewalttätiger Pazifist, die Umgebung durch Geschwätz verschmutzender Umweltschützer, doktrinär antiautoritär, so was. Richtet pausenlos zur ernstgemeinten Beglückung der Welt neue Inquisitionen ein. Mit einem Wort: widerlich“.

30. Mai 2021

Der für mich zuständige Beauftragte der Bundesregierung heißt Wanderwitz – wirklich, der heißt so. Wieso die Leute im Osten eines besonderen Beauftragten bedürftig sind, hat mir noch niemand erklären können. Ich weiß über diesen Wanderwitz – er heißt wirklich so – nichts, nur dass er meine Nachbarn als nicht in der Demokratie angekommen bezichtigt. Ich kann aus eigenem nunmehr 30jährigem Erleben sagen: Der Mann hat sie nicht mehr alle.

Wanderwitz (2): Möchte nicht wissen, was es für ein Theater gäbe, wenn die Bundesregierung plötzlich einen Westbeauftragten einrichten würde, der den Leuten sagte, sie sollen endlich von den Marx’schen Lehren Abstand nehmen. Sie wären erwiesener Weise unbrauchbar – selbst wenn sie grün gestrichen sind.

1. Juni 2021

Wahn und Wirklichkeit: Im Staatsnahblatt FAZ verkündete die Führerin am 24. Februar 2021 ihre Impfziele: 9,5 Mio pro Woche. Bei Anwendung der Grundrechenarten wäre Deutschlands Bewohner Ende Mai 2021 „durchgeimpft“ gewesen. Die Zahlen von Robert Koch & Co sehen etwas anders aus. Stand gestern sind es – falls die offiziellen Zahlen stimmen, was man nie weiß – 17,6 Prozent (Erst- plus Zweitimpfung).

Wahn und Wirklichkeit (2): Das Gedrängel an den Impfstellen ist überschaubar, seit letzter Woche geht der Andrang merklich zurück. Keine Angst mehr vor Corona? Da hat die Propaganda versagt. Lauterbach übernehmen Sie!

2. Juni 2021

Der Chef von Microsoft hat eine Warnung an die Politik herausgegeben, die Möglichkeiten der Künstliche Intelligenz (KI) seien auf dem besten Wege, den totalen Polizeistaat zu verwirklichen, der sich von seinen Installateuren unabhängig mache. Weiß dieser Mann im Ernst nicht, was seine Firma seit vielen Jahren tut? Oder handelt es sich hier um das Feurio-Rufen eines geschlagenen Konkurrenten, der erkannt hat, dass Apple, Google und Amazon ihm davongelaufen sind?

Speicherwahn (2): Vielleicht hat der Microsoft-Lenker sich auch erstmals ernsthaft mit den Aktivitäten der eigenen Firma befasst, die seit etlichen Jahren die gigantischen Speichermöglichkeiten der DNA erforscht hat (Projekt Microvenus, wie lieb) und nun zur praktischen Anwendung bringen will.

Speicherwahn (3): Vielleicht hat der besorgte Mann auch erstmals zu Hause einen neuen PC installieren wollen und bemerkt, was Windows10 unbeeinflussbar mit seinen Daten veranstaltet. Zu kontrollieren ist das eine, aber selbst kontrolliert zu werden, ist nicht jedermanns Sache.

5. Juni 2021

Neues Wort gelernt: Völkerrechtlerinleugner.

Leugner (2): Ja, dazu bekenne ich mich, obwohl Mr. Gates sich dagegen sträubt (rote Schlangenlinie).

Leugner (3): Bitte keine Rückfragen. Das Wort ist nicht von mir. Bin auch kein Völkerrechtler, und vom Völkerrecht komme ich schon gar nicht her. Habe nur, ach, Juristerei studiert, wie mein verstorbener Kollege aus Weimar, J.W.G., einst dichtete.

Facebook sperrt Trump für 2 Jahre. Und dann? Wiederzulassung, nachdem der einen Zuckerberg-Diversity-Nachweis erbracht hat? Oder so.

Zuckerberg (2): So manifestiert sich Größenwahn. L‘état c‘est moi.

6. Juni 2021 

Annalenas Welt: „Das geht gar nicht: Kohlestrom verstopft die Netze, Atomstrom darf obendrein in Netzengpassgebiete übertragen werden… https://t.co/we0zKiCuj3“ (Empörungsgebrabbel über die angebliche Strompolitik des BMWi).

Annalenas Welt (2): Das Leistungssportlerin hüpfte auf Minitrampolins und im Bauernhaus, in dem die Wiege stand, da trieb seit Generationen niemand mehr Landwirtschaft.

Annalenas Welt (3): Was mag in dem Kopf vorgehen? Blättere im Pschyrembel. Die Antworten dort sind unerfreulich.

9. Juni 2021  Von der Werbe-Firma Spreadshirt kann ich nur abraten. Dort kann man zwar gewerblich T-Shirts bedrucken lassen, nicht jedoch, wenn es der Firma plötzlich einfällt, dass ein Kunde oder seine Wünsche ihr irgendwann nicht mehr gefallen. Dann wird er ohne Federlesens gelöscht und seine Aufträge verschwinden im Nichts. So erging es vor wenigen Tagen dem Blogger Egon W. Kreutzer. Sein Vergehen war der Spruch: „Getestet? Nein | Genesen? Nein | Geimpft? Nein| Gesund? Ja“

Schilda an der Ilm – Aus dem Sudelbuch

31. August 2020 

Führerworte: Das Virus ist eine demokratische Zumutung.

Führerworte (2): Habe drei Tage gebraucht, um zu glauben, dass sie das tatsächlich gesagt hat. Hat sie.

30. August 2020 

Das dank Klimawandel nicht endende Sommerloch beschert mir Stoff zum Nachdenken. Krokodil in der Unstrut gesichtet. Sagen zwei Zeugen, sagt die Polizei. Das Polizeiaufgebot ist ca. 100 zu 1. Doch wo ist das Krokodil? Wäre nicht die Bereitschaftspolizei aus Fünfneuland zum Wochenendausflug nach Berlin gereist, stünde der Staat dem Krokodil überzeugender gegenüber.

Sommerloch (2): Wer das Krokodil für einen gelungenen Scherz hält, ist ein Krokodil-Leugner. Nebenbei bemerkt: Es bedarf, dank der jüngst aufgetretenen verheerenden Wasserknappheit der Svenja Schulze – und die muss es wissen – nur ein wenig der Geduld, dann sitzt das Unstrut-Krokodil auf dem Trockenen und muss von Tierschützern aus der Luft versorgt werden.

Sommerloch (3): Nasenbären in Berlin gesichtet. Das Polizeiaufgebot ist mit ca. 3.000 zu 150.000 oder, wenn man so will, mit 1 zu 50 doch etwas schwächlich, um alle Corona-Leugner dingfest zu machen. Erst wenn man von den auf der Ost-West-Achse pilgernden Volksmassen die Zahl der Antifa-Chaoten und der Reichsbürger-Volldeppen extrahiert, kommen wir wieder zur gewohnten staatlichen Übermacht, ausgewiesen durch 300 Festnahmen.

Sommerloch (4): Das, was sich da vor meinen ungläubigen Augen ungehorsam, aber in guter Ordnung tummelt, ist also das von den sog. Eliten angeblich gefürchtete Volk? Doch sich die nicht festgenommenen sonnenbeschienenen 149.700 Corona-Leugner an einem nebligen Herbstabend auf dem Leipziger Ring vorzustellen, will nicht nur mir nicht gelingen.Sommerloch (5): Die Klima-Jugend hat in Hamburg das Dürresommer-Camp in der vergangenen Woche wg. Regens abgebrochen. Merke: Wo Erkältungen drohen, muss der Klima-Tod warten.

20. August 2020 

Wg. Corona: Die Ministerpräsidentin von Neuseeland kündigt an, die Wahlen zu verschieben. Der Vorschlag – er wird Schule machen – hat ein historisches Vorbild: Die Einführung des Austro-Faschismus Ende der 1920er Jahre in der Alpenrepublik. Nein, nein, nicht der Anschluss, der kam erst 10 Jahre später.

Wg. Corona (2): Der Genosse Lauterbach kündigt an, Karneval ausfallen zu lassen. Das ist konsequent in Zeiten, wo ohnehin jeder eine Maske tragen muss.

Wg. Corona (3): Schon wieder ein Toter. Er starb in Sachsen-Anhalt im Alter von 91 Jahren.

Wg. Corona (4): Wenn Tatsachen und Ansichten nicht zusammenpassen, spricht man von Wahn. Die Tatsachen lauten: Immer mehr Leute werden getestet, und immer weniger sind ernsthaft krank (die Zahl der intensiv Pflegebedürftigen liegt in ganz Deutschland bei 230 Personen). Für diese werden 12.000 komplexe Behandlungsplätze freigehalten. Deutschland im Corona-Wahn.Wg. Corona (5): Ein ziemlich großer Asiate („Du Helmut?“), der in eine Art durchsichtigen Weltraumfahreranzug verpackt ist, stochert durch das geöffnete Seitenfenster meines Autos mit einem überlangen Pfeifenreiniger in meinem Rachen und beiden Nasenlöchern (in dieser Reihenfolge), danach bin ich, das jedenfalls entnehme ich der im Übrigen unverständlichen Nachricht, Cov-19 neg. Das ist natürlich pos., weil es mich weiterer Überwachung enthebt.

Da haben Leute in den USA ein Problem mit einer Blondine namens Millie Weaver. Nicht, weil ihr Blondsein etwas übertrieben scheint, sondern weil sie einen Film veröffentlicht hat: Shadowgate. Er wird sofort aus den üblichen Netzwerken gelöscht. Ich sehe ihn auf der Plattform banned.video an. Über zweieinhalb Millionen Neugierige waren innerhalb von Stunden schneller als ich.

Shadowgate (2): Der Film handelt von der selbsternannten Nebenregierung der USA. Seine Quellen sind im Wesentlichen zwei Aussteiger aus dem sog. Militärisch-industriellen Komplex.

Shadowgate (3): Die Autorin wurde festgenommen. Ihr wird Einbruch und Behinderung der Justiz vorgeworfen. Das klingt angesichts des Filminhalts nicht gerade überzeugend.

Shadowgate (4): Der Inhalt des Films ist mit meinen Ermittlungen in Sachen Spygate, jene Operation des Establishments, Donald Trump zu Fall zu bringen, in Teilen kompatibel.Spygate (2): Die öffentliche justizielle Aufarbeitung des Putsches gegen Trump hat diese Woche begonnen. Gestern bekannte sich als erster einer der FBI-Juristen, Kevin Clinesmith, für schuldig, Ermittlungsakten verfälscht zu haben. In meinem Buch hatte ich ihn nur als möglichen Mittäter bezeichnet. Das wäre nunmehr zu korrigieren.

19. Juli 2020

Endlich mal wieder Nachrichten, die diese Bezeichnung verdienen: Der Großohr-Pfeifhase aus dem Himalaya hielt bis dato mit einer belegten Sichtung auf 5182 Metern den Säugetierhöhenrekord. Er musste jetzt der Blattohrmaus weichen, die auf dem Gipfel des Vulkans Llullaillaco im Norden von Chile in 6739 Meter Höhe entdeckt wurde. Das ist ein Sprung von über 1557 Metern in einer Welt, wo Rekorde seit Jahren in Nanometern gemessen werden.

Nachrichten (2): Es ist nicht mitgeteilt, ob die Blattohrmaus ihrem Entdecker zurief: I can breathe.

18. Juli 2020

Es gibt viel guten Willen. Aber es gibt auch viele Positionen. Und so werde ich mich mit dafür einsetzen. Aber es kann auch sein, dass es heute zu keinem Ergebnis kommt. – So die Führerin in Brüssel.

19. Juni 2020 Dazugelernt: Gestern polemisierte ich noch gegen die taz, weil sie empfahl, die Polizisten auf die Müllkippe zu kippen und zwar genau im Wortsinne, heute sagt mir der Deutschlandfunk, dass ich mich für meine Entgleisung zu entschuldigen habe. War alles nur Satire. Okay, ich entschuldige mich, dass ich keinen der Kollegen der Polizei angestiftet habe, mit den Redakteuren der taz einen Ausflug auf die nächste Müllkippe zu unternehmen. So zum Spaß.

18. Juni 2020 

Es genüge nicht, verlautbart der von allen geschätzte Bundespräsident, keine Rassist zu sein, sondern: Wir alle müssen Antirassisten werden. Bravo, aber nicht weitgehend genug. Mein Vorschlag: Es genügt nicht, kein Faschist zu sein, wir alle müssen Antifaschisten werden. 

Problem: Wenn wir dann, so wie der von allen geschätzte Bundespräsident es verordnet hat, alle Antirassisten geworden sind, gegen wen wenden wir uns dann eigentlich? Merke: Kluge Religionsstifter wissen: ohne Teufel geht es nicht.

Präsidiales: In Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung von 1919 gab es das Notverordnungsrecht des Reichspräsidenten. Ich müsste nicht Jurist sein, um nicht begründen zu können, dass diese Vorschrift auch unter der Herrschaft des Grundgesetzes fortgilt. So gesehen, erlangen die Worte des allseits geschätzten Bundespräsidenten die notwendige Rechtskraft.Wenn alle Polizisten als strukturelle Rassisten, so wie die Tageszeitung taz es fordert, auf der Müllkippe zu entsorgen sind, bliebe zu klären, wer denn das exekutiert. Ich nehme an: die Antifa.

17. Juni 2020 

Ich bin doch nicht blöd! – Warum fällt mir jetzt nur dieser saublöde Werbespruch ein? Ach so, ja: Corona-App: Ich bin doch nicht blöd.

Corona-App (2): Kenne niemanden, der das Ding installiert. Fazit: Ich habe die falschen Freunde.

Corona-App (3): Wenden Sie, wenn möglich, um.

14. Juni 2020 

Trinken mit andern nennt man zechen, tut man’s allein, ist es Suff.Greift einer zum zweiten und dritten Glas, ruft er bestenfalls Stirnrunzeln hervor, lehnt er das erste ab, muss er sich rechtfertigen.

13. Juni 2020 

Über die regionale gastronomische Spezialität der Mecklenburger Seenplatte habe ich vor Ort schon öfter dumme Witze gemacht. Jetzt weiß ich endlich, wer sie servieren sollte. Es ist die blonde Nadine Julitz. Sie sorgte mit der Kürze ihres Rocks im Schweriner Landtag für Aufmerksamkeit und hielt, was sie den Blicken aufdrängte, hernach für Sexismus. Beim Servieren in einem der Uferlokale in Waren an der Müritz hätte sie stattdessen nach Feierabend beim Zählen des Trinkgelds ihre empörungsfreie Freude gehabt. Fazit: Beruf verfehlt, für den Vornamen kann sie nichts.

Minirock (2): Einen zu kurzen Rock kann man kaum praktisch nennen, es sei denn man reduziert seine Funktion auf die eines Blickfangs. Und selbst dabei löst er, maßgeblich bestimmt durch seinen Inhalt, längst nicht immer die beabsichtigte Wirkung aus.Minirock (3): Wenn es die Absicht der Trägerin ist, bestätigt zu bekommen, dass Männer Schweine sind, hätte es genügt, auf den Rock zu verzichten.

29. Mai 2020

Trump unterzeichnet eine Executive Order, um gegen die Meinungsmonopolisten vorzugehen, welche die Meinungsfreiheit nach Gutdünken beschneiden, nachdem Twitter zum ersten Mal in dieser Woche einen Beitrag von ihm zensuriert hat. Trump (2): Ja, er zaudert nicht lange, der US-Präsident. Facebooks Zuckerberg sagt, seine Firma träfe das nicht, weil sie nicht zensuriere (hüstel, siehe Facebook vom Vortage), Twitters Dorsey besteht auf seinem guten Recht als private company. Das wird sich weisen im Land der Rechtswege.

28. Mai 2020 

Neues Wort aus der Neuen Welt: He Epsteined himself, für: er hing sich auf. Wie macht man bloß den richtigen Anglizismus daraus? Er epsteinte sich? Oder so: er epsteinigte sich? Hm.

Tichy gewinnt Gerichtsverfahren gegen Facebook, weil man ihm einen Schwanz von Correctiv angehängt hatte, der ihn der Falschmeldung bezichtigte („Behauptungen teils falsch“). Die Pressemeldung des Gerichts lese ich nicht bei TE, sondern tagsüber bei Epoch Times und spätabends bei Paetow.

26. Mai 2020

Wer sagte: „Was im Supermarkt versagt, funktioniert auch sonst nicht!“ Na? Es war der lebende Berufs-Philosoph Markus Gabriel, der die Leser der Neuen Züricher Zeitung ins Bild setzte, was über Corona zu tiefdenken sei. Merke: Nicht jeder Sinn ist tief, er kann auch schwach sein.

Schwachsinn (2): Den Gebrüdern Albrecht hätte ich den Satz ähnlich gewerbetextet, allerdings das Wort „was“ durch „wer“ ersetzt.

24. Mai 2020 

Habe mein Lebtag am 23. Mai nicht ans Grundgesetz gedacht, es sei denn, ich hatte gerade beruflich mit Grundgesetzfragen zu tun, dann aber nicht wg. des 23. Mai.

Grundgesetz (2): 71 Jahre Provisorium sind nun mal kein Anlass für stolzes Erinnern, sondern eher für skeptisches Betrachten.

Ein Staatsvolk, dem das Erinnern beschnitten wurde, hat nur einen hässlichen Historien-Torso zur Verfügung. Den zu feiern, gleicht einer Travestie.

Zustimmlinge, die 1945 elegant die Wende machten, sprachen an Stelle von Vaterland salbungsvoll von Verfassungspatriotismus. Der war ein tot geborenes Kind. Der etwas später geborene Verfassungsfeind erfreut sich hingegen bester Gesundheit.Der Angepasste hat keine Schwierigkeit mit Änderungen – nie.

20. Mai 2020 Finde im Netz allerlei frivole Hinweise, was am Vatertag an Corona-Regeln zu beachten sei. Als dieser Tag noch Christi Himmelfahrt hieß, hätten die Kirchen sicher auch ein Wort mitgeredet. Doch leeren Bänken ist schlecht predigen.

19. Mai 2020 

Corona-Abwehr: Tansanias Staatschef John Magufuli weiß, wovon er redet: „Es ist offensichtlich, dass Gott auf unsere Gebete gehört hat.“ Tja, Bill, wat sagste nu?

Verschwörung: Dunkle Kräfte wollen auf den Straßen ahnungslose Demonstranten verleiten, sich von der weltweiten liberalen Ordnung abzuwenden und damit von der Demokratie, so ein Handelsblatt-Interviewpartner.

Verschwörung (2): The Liberal World Order war mir bislang im Grundgesetz nicht aufgefallen. Sicher ein Fehler.Nur wenn man den Amtsnachfolger selbst ausgesucht hat, sollte man sein Tun beobachten.

17. Mai 2020 

Die Führerin lobt 75 Jahre Pressefreiheit in Deutschland. Die freie Presse lobt hierfür die Führerin. Nach dem Treuegelöbnis wird die Kollekte diskret zu den Limousinen getragen.

Pressefreiheit (2): Was mag der Startpunkt der wunderbaren 75 Freiheits-Jahre gewesen sein? Die Befehle der alliierten Militärbefehlshaber, die 1945 jegliche Pressetätigkeit strikt verboten?Der Zenit einer Karriere ist überschritten, wenn jede Äußerung eines jeglichen Potentaten ein Missverstanden-werden enthält.

15. Mai 2020 

Tabula rasa: In einer Nacht- und Nebelaktion werden die Kühltürme des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg weggesprengt und somit die am 31. Dezember 2019 vorgenommene Abschaltung unumkehrbar gemacht.

Unumkehrbar (2): Es war das Vermögen der deutschen Stromkunden, das hier in die Luft gejagt wurde, denn die Laufzeit des Reaktors war bis zum Jahre 2032 ausgelegt.

Unumkehrbar (3): So wie in Philippsburg handelt sonst nur ein erkennbar Irrer, der das Porzellan der Familie zerschlägt, nachdem er auf Pappteller umgestiegen ist, um Wasser zu sparen, weil er nun nach dem Essen nicht mehr abwaschen muss.

Unumkehrbar (4): Die Maßnahme der grün-schwarzen Landesherren erinnert fatal an das Tun der Realsozialisten in der nunmehr verflossenen DDR, die Gebäude dem Erdboden gleichmachen ließen, die dem eigenen Weltbild im wahrsten Sinne des Wortes monumental entgegenstanden. Nach Jahrzehnten zur Besinnung gekommen, bemühen sich Heutige um den Wiederaufbau. Es wird sich weisen, ob auch im Falle von Philippsburg Jahrzehnte vergehen müssen, bis den ernüchterten Leuten auffällt, dass sie des Stroms aus Reaktoren bedürftig sind.

Aufbau und Zerstörung: Ideologien erkennt man daran, dass sie den Aufbau einer lichten Zukunft verheißen und zu diesem Zweck handfeste Werte, die anderen gehören, in die Luft sprengen.Aufbau und Zerstörung (2): Eine Ideologie hält sich so lange an der Macht, bis auch der letzte Tölpel begriffen hat, dass es nicht mehr lohnt, weitere Zerstörungen hinzunehmen.

14. Mai 2020 

Der US-Botschafter in Berlin Richard Grenell macht im Moment in Washington seinem Ruf, der Mann fürs Grobe zu sein, alle Ehre. Er hat als vorübergehend Beauftragter Direktor für die Geheimdienste (Acting DNI) eine Liste von Spitzenpolitikern veröffentlicht, die 2016/17 während der letzten Atemzüge der Obama-Regierung Mitgliedern des Trump-Teams durch fragwürdige Anfragen bei der Abhörbehörde NSA nachspionieren ließen. Auf der Liste auch der jetzige Hoffnungsträger der Demokraten Joe Biden, damals Vizepräsident der USA.

Abstieg: Kaum hat VW das Wiederanfahren des Autobauens verkündet, werden diese Woche die Schichten in Wolfsburg wieder reduziert. Man wird die Autos nicht los.Absatzkrise: VW-Leute verlangen nach dem Staat. Die Steuermilliarden, die ihnen vorschweben, ließen sich durch einen Federstrich des Gesetzgebers vermeiden – Aufhebung der sog. Klima-Ziele. Ist das einzig Realistische realistisch? Ich fürchte: Nein.

13. Mai 2020 

Etikettenschwindel und Retusche: Der CDU-Wirtschaftsrat ist nicht Teil der CDU. Sondern? Ein peinlicher Arbeitgeberclub, der sich unerlaubt mit dem Namen der CDU schmückt? Das soll ich glauben, nachdem ein Mitglied dieser fragwürdigen, von der CDU nicht zur Kenntnis zu nehmenden Gesellen in Gera am Wochenende öffentlich sagte: „[Kemmerich] war für einen Tag unser Ministerpräsident, bevor ihn ein Anruf einer machtgierigen Frau aus Südafrika gestürzt hat.“

CDU (2): Jetzt sind alle Wohlmeinenden empört. Fragt sich worüber. Dass sie anrief oder dass er es gesagt hat?CDU (3): Dass die Wohlmeinenden in ihrer Empörung von Entgleisung sprechen, zeichnet ein zutreffendes Bild. Der Redner hat die Trasse des Sagbaren verlassen. Der Entgleiste muss nun weggeräumt werden.

11. Mai 2020 

Frühmorgens bei Bernd Zeller kennengelernt: Wer annimmt, dass der Bundespräsident gar nicht existiere, sondern nur von einem Darsteller in Szene gesetzt werde, ist ein Steinmeier-Leugner. Recht so. Doch wenn das so ist, ist also derjenige, der die Existenz des Steinmeier-Darstellers in Abrede stellt, ein Steinmeier-Leugner-Leugner? Wo steckt bloß der Fehler?

Josef Kraus ist ein zuverlässiger Geograph unserer verflachenden Bildungslandschaft. Der gelernte Psychologe und Gymnasialdirektor spürt den Strömen des Schwachsinns bis hinauf zu ihren Quellen nach. Dass er heute den Stuss thematisiert und zitiert, den der deutsche Bundesaußenminister (der wg. Auschwitz) zur 1933er Bücherverbrennung in grässlichem Deutsch abgesondert hat, finde ich eher gewöhnungsbedürftig, wiewohl mich die Frage von Kraus, ob der Auschwitz-Mann auch auf die ihm zugeordneten Goethe-Institute einwirkt, zum Aufruf einschlägiger Homepages veranlasst hat. Da purzeln sie denn durch die Gegend: Schulabgehende und vieles andere, was zu wiederholen mir der gute Geschmack verbietet.Goethe (2): Eine Russin erklärte mir gestern auf dem menschenleeren sonnenbeschienenen Theaterplatz, dass sie die Männer (Schiller & Goethe) kenne. Führte sie daraufhin zum Goethehaus am Frauenplan. Da waren Fenster und Türen verrammelt.

Die Hypothek hat sich in unsere Bildsprache eingeschlichen, um eine Last aus der Vergangenheit zu umschreiben. Dabei läge es bei den schuldbeladenen Deutschen nahe, von Grundschuld zu sprechen. Das wäre passend und lächerlich zugleich.

Rechtsstaat a.D.: Nachdem das Bundesverfassungsgericht – vermutlich über sich selbst erschrocken – die Bundesregierung massiver Verfassungsverletzung geziehen hat, weil sie gegen den ebenso massiv vertragswidrigen Griff der EZB in das Portemonnaie des deutschen Steuerzahlers nicht eingeschritten ist, hat die Pressestelle des Europäischen Gerichtshof mitgeteilt, das deutsche Urteil sei unbeachtlich.

Rechtsstaat (2): Nur kurz war zu lesen, dass die Kommissionspräsidentin (= die Vorsitzende des Rats der Kommissare, also eine Art Lenin zum Europäischen Haus-Gebrauch für Ewig-Heutige) gegen Deutschland wg. des Urteils ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten werde. Das wurde wieder gelöscht, denn es wurde entbehrlich, nachdem die Pressestelle des EuGH das deutsche Urteil für unbeachtlich erklärt hat.

Nachbar Kemmerich, der regionale FDP-Vormann, sprach mundschutzlos auf offener Straße bei einer Kundgebung von Gewerbetreibenden in Gera (Ostthüringen). Jetzt musste er bedauernd von seinem Auftritt zurücktreten, denn unter den Zuhörern waren auch die Falschen.

Mundschutz (2): Wenn die Falschen, die sich perfide unter die Richtigen mischen, Pleite gehen, trifft es die Richtigen.

Mundschutz (3): Wenn er bleibt, bleibt auch der Islam. Das Gegenteil dürfte kaum zutreffen.

Thomas Mann schrieb um 1910 die Novelle Der Tod in Venedig – zunächst nur als Privatdruck in kleiner Auflage publiziert. Man kann die anfänglich geübte Zurückhaltung angesichts dieser Hommage an die Päderastie verstehen. Thomas, Thomas, wir durchschauen dich. Bleibt die Frage, wie der Meister der bürgerlichen Langeweile seinen schwülen Weltschmerz heute in Worte gefasst hätte. Mein Vorschlag, nachdem die trauertragenden Gondeln verbraucht sind: Wenn die Gondolieri den Mundschutz abstreifen.

Das Wort zunehmend ist eine ebenso beliebte wie schrille und sinnfreie Vokabel. In der jetzigen Krise zeigt sich eine Korrektur – zumindest beim zunehmenden Wirtschaftswachstum, ja sogar beim Mantra des Wirtschaftswachstums ohne den Nonsens-Zusatz zunehmend.

Bei Kindern kann man beobachten, dass das Wachstum nicht zunehmend, sondern abnehmend ist. Erst in den späteren Lebensjahren nimmt es hie und da wieder zu, dann allerdings mehr im Mittelbau.Der Zentralrat der Nagetiere beschloss soeben, die Tätigkeit der Wühlmäuse zu beobachten. Der Beschluss wurde auf Vorschlag der Feldmäuse gefasst, die vorbrachten, die Tätigkeit der Wühlmäuse untergrabe die naturkonforme Grundordnung der Gesamtnager.

10. Mai 2020 

Der Volksmund umschreibt die politische Passivität der Masse in unserm Land mit den Begriffen Mitläufer oder Zuschauer. Ich weiß nicht genau, was abfälliger ist, denn die einen halten in Bewegung, was ohne ihr Tun ein Nichts wäre, während die anderen teilnahmslos dastehen, um die Arena nicht betreten zu müssen.

Nie wurde deutlicher als in der derzeitigen Krise, dass unser Volk sich spaltet: Hier die Leistungserbringer, die auf die sichere Pleite zulaufen, dort die Leistungsbezieher, denen der Stillstand als Freizeit erscheint.

Spaltung (2): Dass die Leistungserbringer sich zu den Leistungsbeziehern rettungslos in der Minderzahl befinden (in etwa 1 : 16), zeigt sich an der Mehrheitsmeinung, die den Stillstand richtig findet. Anders ausgedrückt: Arbeiten ist unpopulär.

Gott ist entweder riesengroß oder überhaupt keine Größe. Das Erfreuliche an dieser Alternative ist die Abwesenheit von Mittelmaß. Um diese Lücke zu füllen, sind die Theologen berufen. Doch sie sind nicht Gott, selbst wenn sie dessen Größe zu wissen vorgeben.

Gottes Größe (2): Bleibt die Erkenntnis, dass diese nur für diejenigen Menschen eine Größe ist, für die Gott eine Größe ist. Die andern nehmen einschlägige Behelligungen mit dem Thema für gewöhnlich mehr oder minder gutmütig hin.Die Wahl zwischen dem Einen oder dem Andern nennt man Alternative. Das ist ziemlich alternativlos. Der Gebrauch von Alternative im Plural bezeichnet so gut wie nie eine Alternative, sondern mehr als zwei Möglichkeiten.

9. April 2020 

Oh Gott, wie mutig. Die CDU-Fraktion will die Kanzlerin beim verschärften Klima-Wahn, dem sie am Montag freien Lauf ließ, nur folgen, wenn die Lasten auf die anderen EU-Mitglieder verteilt werden. Besagt ein Positionspapier, das von der Presse besungen wird. Und wenn die andern nein sagen? Dann gehen wir eben mit guten Beispiel voran, denn einer muss hier schließlich den Anfang machen.

Als ich 2003/4 das Verhalten der herrschenden Schicht 1916 in St. Petersburg etwas irritiert untersuchte in einem Land, dem das Wasser bis zum Hals stand, und mir kein besseres Bild als der Tanz auf dem Vulkan einfiel, konnte ich nicht ahnen, dass ich Zeitzeuge von Nachahmern im eigenen Land werden könnte.

St. Petersburg (2): Die Selbstauflösung der Herrschenden wurde durch die Ermordung des Wunderheilers Rasputin von einem schwulen Bürschlein des Hochadels eingeläutet, danach überschlugen sich die Ereignisse.St. Petersburg (3): Man hielt die Massen auf der Straße im Februar 1917 für eine der üblichen Hungerrevolten, doch es ging um den Sturz des Zaren. Was danach kam, waren sechs Monate Chaos und dann 70 Jahre Diktatur des Proletariats.

8. Mai 2020 

Die US-Justiz lässt die Anklage gegen Trumps ersten Kurzzeit-Sicherheitsberater, den US-General Michael Flynn, fallen. Damit ist für Mainstream klar: Alle Mitwirkenden an diesem überfälligen Schritt sind russische Agenten.

Flynn (2): Die Beteiligten an der mutwilligen Anklage im Flynn-Verfahren sehen jetzt massiver Bestrafung entgegen. Sie haben nicht damit gerechnet, dass einer von ihnen über einzelne Schritte – einschließlich deren Motivation – in amtlichen Notaten Buch geführt hat.Flynn (3): Am meisten verwunderlich ist, dass diese unfreiwillig entlastenden Aktenvermerke noch da sind. Sie kamen vor zwei Wochen ans Licht. Ihr Autor, der Chef der US-Spionageabwehr E.W. „Bill“ Priestap, so hatte ich mir nach dessen Auftauchen in den Senatsverhören schon vor Jahr und Tag notiert, gehöre in die Kategorie der Raushalter und Absicherer.

7. Mai 2020 

Frage an Radio Eriwan: Soll ich mir ein Elektroauto für den Weg zur Arbeit kaufen? Antwort: Im Prinzip ja – wenn Sie sich gleichzeitig ein zweites für den Weg nach Hause zulegen.

Eriwan (2): Stimmt es, dass die Führerin zurücktreten will? Antwort: Im Prinzip ja – gemeinsam mit Putin.

Eriwan (3): Nachfrage: Werde ich den Rücktritt noch erleben? Antwort: Im Prinzip nein – doch das Amtsende kann auch durch seine Erledigung eintreten. Demokratie im Sturzflug: Besser als durch die Genossin, die man im Bundestag gerade zur Wehrbeauftragten kürte, kann man die Streitkräfte nicht verhöhnen. Die Botschaft lautet: Um eure Sache zu vertreten, braucht man keinerlei Qualifikation, denn eure Belange sind uns völlig schnuppe.

Wehrbeauftragter (2): Warum lässt man eigentlich nicht die Soldaten auswählen, wer ihre Belange gegenüber Parlament und Regierung vertreten soll? Angst vor unangenehmer Wahrheit?Wehrbeauftragter (3): Hätte man die Soldaten auswählen lassen, wäre es der Gegenkandidat geworden. So bleibt den Soldaten nichts anderes übrig, als bei nächster Gelegenheit die Partei mit militärischer Kompetenz zu wählen.

5. Mai 2020 

Auf dem Pappschild einer Demonstrantin lese ich: „Wir wollen unsere Grundrechte zurück“. Das ist der naive Ruf nach dem Obrigkeitsstaat, der etwas gewähren soll. Nein, junge Dame, so funktioniert der Ruf nach Freiheit nicht.

Grundrechte (2): Sie werden nicht gewährt, sondern ausgeübt.

Gran Consiglio del Fascismo hieß das Gremium, welches den Duce im Juli 1943 absetzte, um stehenden Fußes die Fronten zu wechseln. Danach herrschte Mussolini noch fast zwei Jahre in dem ihm vom Führer geschenkten Norditalien an der Spitze einer Marionettenregierung, bis ihn kommunistische Partisanen auf der Flucht in die Schweiz ermordeten.

2. Mai 2020 

Ich verstehe das nicht, kann auch bedeuten, es ist unverständlich. Du verstehst das nicht, bedeutet zumeist, ich weiß es auch nicht.

Was bedeutet das, ist häufig der Beginn einer klugen Frage. Das meint, ist so gut wie immer der Anfang einer saublöden Antwort.

Schwierigkeiten mit dem Geschlecht: Das Wort Hype ist dabei, sich als Ersatzwort für Medienrummel einzubürgern. Aber noch nicht so sehr, dass man sich dessen grammatischen Geschlechts im Deutschen sicher wäre. Ich neige intuitiv zu die Hype (vermutlich weil ich das Wort mit Hysterie assoziiere), werde aber durch ein Lektorat belehrt, das mir der in den Text hineinverbessert.

Hype (2): Kein Wunder, dass Mainstream auf dem Neuwort besteht, denn es strömt irgendwie etwas Großartiges aus, während es im Amerikanischen abfällig gebraucht wird, eben wie Presserummel.

Ein Fernsehteam des ZDF wurde gestern in Berlin bei den üblichen, dort zum Folklore des links-faschistischen Pöbels gehörigen Erster-Mai-Straßenschlachten gewaltsam behelligt. Die Reaktionen sind gemischt – wie stets, wenn Sympathisanten aufeinander einschlagen.ZDF (2): Mundtotmachen hält die deutsche Bildersprache im Vorrat, um zu sagen, dass man jemanden zum Schweigen bringt. Der Angriff, der dies bewirkt, muss nicht körperlicher Art sein, aber er wirkt auf Leute, die ständig mit dieser Möglichkeit spielen, besonders wirkungsvoll. Der in Berlin angegriffene ZDF’ler soll ein sog. Comedian gewesen sein. Ich übersetze mal: einer, den man beim Geheimdienst Provokateur-Agent nennt, da er Leute zu Äußerungen anstiften soll, die später als Beweis vorgezeigt werden.

1. Mai 2020

Vom Vortage: Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl von Neuerkrankungen wurde bisher als gleitendes 3-Tage-Mittel dargestellt, um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Ab heute verwendet das RKI ein 4-Tage-Mittel, das den Verlauf noch etwas glättet und gleichzeitig die Berechnung des Punktschätzers für den R-Wert erleichtert: für einen bestimmten Tag ergibt sich der R-Wert jetzt als einfacher Quotient der geschätzten Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neuerkrankungen 4 Tage davor. Dadurch hat sich die Form der dargestellten Kurve leicht verändert.

Vom Vortage (2): Diese Information der Bundesregierung bedeutet nichts. Im Wortsinne: nichts. Man erkennt es daran, dass das Auge nach wenigen Wörtern abschweift und der zugehörige Kopf anfängt, an etwas anderes zu denken.

Vom Vortage (3): Es bestätigt sich, dass man niemals einem Experten überlassen sollte, einen allgemeinverständlichen Satz zu formulieren. Und vielen Nicht-Experten auch nicht.Vom Vortage (4): Mein lange schon verstorbener Vorgesetzter Dr. Gerhard Heuer gab mir den Rat: „Wenn Sie nach einer Zahl gefragt werden, legen Sie die Stirn einen Moment in Falten, und dann nennen Sie eine. Was immer auch kommen mag, bleiben Sie bei dieser Zahl.“ Der heutigen Bundesregierung scheint diese Weisheit unbekannt.

27. April 2020 

Wo zum Henker nagt denn das böse Virus tatsächlich, wenn an ihm doppelt so viele Männer wie Frauen sterben? Vor allem, was ist mit diesen – na, Sie wissen schon? Sind die immun?

Virus (2): Ich verlange von diesen flächendeckend schweigenden Gleichstellungsbeauftragten, dass sie wg. der katastrophalen Männersterblichkeit endlich initiativ werden. Oder wozu sind sie da?

Dass der Mensch so schrecklich kompliziert sei, wissen wir daher, dass es Menschen sind, die uns mitteilen, was der Mensch sei. Könnte uns ein Regenwurm seine Auffassung über den Menschen übermitteln, sähe die Sache bedeutend übersichtlicher aus.

Regenwurm (2): Der Zentralrat der Regenwürmer in Deutschland beschließt, der Führerin ein Doktorat h.c. in Klimafragen (Dr. rer. climax) zu verleihen. Der von ihr vorangetriebene Handel mit CO2-Zertifikaten werde nachweislich dazu führen, dass es in Deutschland wieder regne.

Merkwürdig erscheint mir, dass die vermummten Kassiererinnen bei Kaufland dazu neigen, ihre Kunden anzuschreien. Noch merkwürdiger finde ich, dass sie bei real freundlich sind.

Warum im Baumarkt Obi Tomatenpflanzen verkauft werden, mögen die Götter wissen. Meine Frage, ob die Fleischtomaten auch von Veganern gegessen werden dürfen, bleibt unbeantwortet.

Bei Roller lerne ich den Unterschied zwischen bis zu und über 800 qm Verkaufsfläche kennen. Rotweißes Trassenband sorgt für die nötige Erkenntnis. So lernt man Grenzen im eigenen Land kennen. Verwunderlich: alle halten sich dran.Max. 800 qm (2): Wie hieß es dereinst? Volk ohne Raum.

26. April 2020 

„Es wird schwieriger, je länger es dauert.“ Sagte wer? Kassandra zu ihrer Zeit oder W. Schäuble gestern erst?Schäuble (2): Mein Ex-Minister war mir seinerzeit durch humorige Einlagen nicht aufgefallen. Er muss wohl dazugelernt haben.

25. April 2020 

Die Führerin sagt: „Wir merken jetzt schon in diesen Tagen, dass es in vielen Gebieten Deutschlands nicht ausreichend regnet.“ Da kann man nur hoffen, dass sie von ihrer letzten Afrikareise einen Regenmacher mitgebracht hat.

Pluralis majestatis: Das „wir“ im Gerede der Gesalbten gibt ihren Äußerungen etwas Allumfassendes.

Führerin-Worte (2): Dass wir des Regens entbehren, weckt die schlimmsten Befürchtungen. Es ist der Anlauf zu neuem Klimaschwachsinn und sonst gar nichts.
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/eu-ratspraesidentschaft-merkel-will-sich-auch-um-klima-kuemmern-a3223509.html.

24. April 2020 

Erklärte einem Ausländer auf seinen Wunsch hin den Unterschied von märchenhaft und traumhaft. Sagte als Vorrede, die deutsche Sprache stecke voller boshafter Rätsel. Also sprach ich: Sich von der guten Fee im Schlafe fesseln zu lassen, bedeutet Traumhaft, während der Lockdown von Dornröschen Märchenhaft war. Wir redeten anschließend über was anderes.

Novelle zur Straßenverkehrsordnung tritt in vier Tagen in Kraft. Im Klartext: massive Erhöhung der Abzocke und Behinderung des Autoverkehrs. Straßenverkehrsordnung (2): Es unterblieb die Aufhebung des Rechtsfahrgebots.
Straßenverkehrsordnung (3): Der zuständige Minister heißt Scheuer. Ächt.

23. Aperol 2020

Sprachnot und Wortwitz: Nach dem wortklitternden Verlangen der Beendigung von Öffnungsdiskussionsorgien (A. Merkel) der Hinweis auf die seit Jahren unterbliebenen Öffnungsorgiendiskussionen (B. Zeller).

Von dem Willkommensbürger lernen, heißt Orgien lernen.Vom Auge des Sturms las ich oft, doch vom Auge der Orgie hörte ich nie. In dem Zusammenhang eher von Voyeuren.

22. April 2020 

Harmonie in Absurdistan: Während die Deutschen ihre Getreideproduktion durch die neue Düngemittelverordnung vorsätzlich einschränken, beschließen im selben Monat April die Weizen-Exportnationen Rumänien, Russland und die Ukraine einen sofortigen Ausfuhrstopp, um die eigene Bevölkerung zu schützen.

Wer andauernd zitiert, hat nicht genug gelesen, um eigenständige Gedanken zu entwickeln.

Zitat (2): Wenn ein Schriftsteller für jede Gelegenheit ein Zitat im Köcher hat, könnte sein Maßstab die Beliebigkeit sein.

Toleranz und Beliebigkeit sind nur zu oft Geschwister im Geiste, Dummheit und fester Standpunkt mitunter auch.Das Softwarehaus SAP bzw. sein Eigentümer haben ein halbes Jahr gebraucht, um die Untauglichkeit einer gemischten Doppelspitze zu erkennen. Behilflich war die augenblickliche Wirtschaftskrise.

Doppelspitze (2): Im Gegensatz zu den zahlreichen gemischten Veranstaltungen des Zeitgeist-Komplexes, hat die Firma die angezeigt erscheinende Konsequenz gezogen und die Quotenfrau nach Hause geschickt, da es jetzt auf schnelle und zutreffende Entscheidungen ankomme.Doppelspitze (3): Man stelle sich vor, SPD und AfD würden die SAP-Regeln anwenden. Tun sie aber nicht, versprochen.

20. April 2020 

Umlaufender Trump-Witz: Wenn er übers Wasser ginge, würden die Medien sagen, er sei zu blöd zum Schwimmen.

Wasserläufer (2): Täte es die Führerin, würde Mainstream sagen: Wer soll es denn sonst machen?

Das Versanden der Corona-Panik ist ein Muss, damit wieder Platz für Scheinthemen wird. Am Klima-, Diesel- und Gendertropf hängen schließlich die semi-debilen Claqueure des Mainstream.

Einfache Rechnung: Wenn in Deutschland nur 5,9 Millionen Bürger durch ihre Arbeit den Wohlstand schaffen, arbeitet jeder von ihnen für 14 andere mit, die das nicht tun. Was mag in diesem Zusammenhang das Wort Lastenausgleich bedeuten, von dem die Politkaste fabuliert?Entnehme der Applauspresse, dass die Führerin Diskussionsorgien missbilligt. Recht so. Erstens, noch immer gilt: Es gilt der Führerbefehl. Zweitens, wie schon Stabsunteroffizier Rieske, mein Ausbilder in der Grundausbildung sagte: Da gibt es keine Diskussion drunter.

Um der lästigen Notwendigkeit von Differenzierung auszuweichen, sollten sich die Korrekten darauf verständigen, alle mit Irgendwie-ismus oder Sonstwie-phob etikettierten Zeitgenossen schlicht als Phob (Substantiv) oder phob (Adverb) zu bezeichnen. Das wäre dann die Schmähung schlechthin. Das Wort ist so kurz, dass es sich auch ein Idiot merken kann. Es ist davon auszugehen, dass der Begriff sich alsbald zu fop (phon.: foop) abschleift. 

Martin Luther – aktuell: „Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, dass er die Weisen zu Schanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, dass er zu Schanden mache, was stark ist (1. Korinther 1.27).“ 2000 Jahre alt, und alles ist gesagt, worüber man sich heutzutage die Wundermütze aufsetzt.

Die Stummelsprache schreitet munter fort. Nach der mir schon länger bekannten Umkleide und der Tanke lernte ich am Wochenende die Schalte kennen. Gemeint war das technische Zusammenschalten von Teilnehmern zu einer Videokonferenz.Schalte (2): Sie gebiert ein hübsches Wortungetüm, denn statt Schaltprobe spricht man neudeutsch von Probeschalte.

19. April 2020 

Zeitgemäße Marktlücke für heimliche links-güne Porschefans: Tiefergelegtes Hochbeet.

Gestern: Mann an der Kasse des Baumarktes (= legale Kontaktperson) redet abfällig über Allas. Brauche einen Moment, bis bei mir der Groschen fällt.

Baumarkt (2): Bin der Einzige in der Kassenschlange, der erkennbar nicht wg. der Verschönerung von Haus und Garten hier ist.

Das who der WHO scheint mir das Gebot der Stunde. Erste Zwischenantwort: Sozialisten wissen nun mal, was das Beste für die Menschen (= neudeutsch für: die Menschheit) ist.

Was man früher als Kakophonie bezeichnete ist heute identisch mit der Coronaphonie.Im Vorgriff auf den 20.4.: Wer A sagt, muss auch Dolf sagen.

18. April 2020 

Die Ostküstenpresse weiß, dass Joe Biden in der Wählergunst vor Donald Trump liegt. Aber nur knapp. Das zeigt: Man hat dazugelernt. Vor vier Jahren lag Hillary Clinton haushoch vorn, doch Trump gewann. Die Erklärung: Viele Demokraten waren einfach zu Hause geblieben, da die Sache sowieso entschieden erschien. Das soll nicht noch mal passieren.

Mit allen Mitteln – USA-Update Juni 2020

Der Kampf zur Abwahl von Trump tritt in die entscheidende Phase ein und überschreitet die Schwelle der Gewalt

Zur Zeit wird die Nachrichtenlage von den chaotischen Vorgängen in den USA dominiert. Es sieht so aus, als wäre der Bürgerkrieg zwischen schwarz und weiß ausgebrochen. Zumindest wird dies landauf landab behauptet. Ich habe Zweifel, ob dies auch nur annähernd so ist. Wenn überhaupt handelt es sich hier um einen Kampf von links außen gegen das Bürgertum.

Ich schicke voraus: Es ist nahezu ausgeschlossen, sich ein einigermaßen zutreffendes, seriöses Urteil zu bilden, weil die Grundvoraussetzungen hierfür fehlen: Fakten, Fakten und nochmals Fakten. Sie sind aus den USA selbst in der üblichen Form durch Augenschein nicht zu beschaffen, da man nicht einreisen kann.

Neben den Krawallen und ihren möglichen Ursachen werde ich in diesem Update Nachträge zum Wahlkampf in den USA liefern, zum Eingreifen der Kanzlerin in diesen und zum Rundschlag der social media gegen Trump, um dessen Abwahl zu erzwingen.

Who is who – über wen sprechen wir hier eigentlich und warum?

Am 25. Mai 2020 kam in Minneapolis ein Schwarzer im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz ums Leben. Minneapolis ist eine Stadt in dem im Norden der USA gelegenen Bundesstaat Minnesota – in seiner Selbstbeschreibung ein Land der zehntausend Seen, also eine Art Mecklenburg-Vorpommern im Großformat. Bis hierhin scheint alles klar zu sein, doch das war es dann auch schon. Ich besitze keinerlei belastbare Information über: (1) Wer genau ist dieser Tote? (2) Was genau löste den Zusammenstoß mit der Polizei aus? (3) Was genau löste den Tod des Mannes aus?

(1) Der Name des Toten ist George Floyd. Ich nehme an, das stimmt. Sein Vorstrafenregister ist ellenlang. Falls diese Angaben stimmen, ist er ein polizeibekannter Gewohnheitskrimineller gewesen. Hinzu tritt eine offenbar bis zu seinem Tode andauernde Karriere als Drogenkonsument. Ob die Angaben aus dem Umfeld des Toten zutreffen, Floyd habe sich aus dem kriminellen Milieu gelöst und sei nur noch auf dem Trip gewesen, um ein besseres Leben zu beginnen, vermag ich nicht einzuschätzen. Immerhin ist es so, dass ich mit Spontanangaben aus dem Umfeld von Verbrechensopfern, ebenso wie aus dem Umfeld von Verbrechern, oft auf eine falsche Fährte gelockt worden bin.

(2) Es ist wahrscheinlich, dass der Tod von Floyd mit einem polizeilichen Zugriff im unmittelbaren Zusammenhang steht. Mir sind wenigstens drei kurze Video-Sequenzen bekannt, aus denen sich eine Szene rekonstruieren lässt, die einen Zusammenstoß von Floyd mit der örtlichen Polizei nahelegen. Aus diesen, aus unterschiedlicher Perspektive aufgenommenen Kurzfilmen ergibt sich nicht, wie es dazu kam, dass einer der Polizisten auf dem später tot am Boden Liegenden kniete. Es sind jeweils nur wenige Sekunden zu sehen.

Falls die Videos tatsächlich den fraglichen Vorfall abbilden, scheint es mir so zu sein, dass das Geschehen sich in unmittelbarer Nähe zu einem Polizeiwagen abspielte. In einem der Streifen wird der Eindruck erweckt, als sei Floyd bereits vorher im Polizeiwagen gewesen, bevor er dann auf der Straße direkt neben dem Wagen lag. Das könnte auf einen Ausbruchsversuch aus dem Polizeiwagen nach einer Festnahme hindeuten. Ich kann es unmöglich so oder so behaupten. Ich zähle auf den Videos mindestens vier Polizisten, die in diesem Geschehen unmittelbar beteiligt gewesen zu sein scheinen. Vier namentlich genannte Polizisten wurden offenbar wegen des Vorfalls aus dem Polizeidienst entfernt.

Es wird behauptet, dass der Polizeieinsatz gegen Floyd durch den Anruf eines Ladenbesitzers ausgelöst wurde, der von Floyd eine gefälschte Zwanzigdollarnote erhalten habe. Diese Aussage wird bestritten, bzw. durch die Angabe ergänzt, im Nachhinein habe sich die Dollarnote als echt erwiesen. Vor dem Laden haben später massive Proteste stattgefunden.

(3) Der Tod von Floyd steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz. Jedenfalls zeitlich gesehen. Die Frage ist, ob er durch unsachgemäßes oder unrechtmäßiges polizeiliches Tun verursacht wurde. Oder anders ausgedrückt: Starb Floyd der Polizei unter den Händen? Bevor sich jetzt die Leser ereifern, sei anmerkt, dass dass zwei spezielle Faktoren zu berücksichtigen sind, die dringend der Aufklärung bedürfen. War der Tote durch Drogenkonsum bereits so weit hinüber, dass er Stress, welchen auch immer, nicht ertrug und daran starb? Dafür scheint die soeben veröffentlichten Obduktion zu sprechen, welche einerseits den Eintritt des Todes durch Strangulierung oder Sauerstoffmangel ausschließt, andererseits die Anreicherung von Rauschmittel im Körper bestätigt.

Das mag man bezweifeln. Dass die Angehörigen des Toten mit diesem Ergebnis nichts anfangen können, bedarf kaum des Kommentars. Eine zweite Obduktion soll ihnen recht gegeben haben. Ankläger des polizeilichen Vorgehens machen zudem geltend, dass der später tote Floyd die Polizisten darauf hingewiesen habe, er bekomme keine Luft mehr, was diese nicht davon abgehalten habe, ihn zu Boden zu zwingen und dort festzuhalten. Das mag so sein, ich weiß es nicht, weil die mir bekannt gewordenen Bilder nicht zu solch einer Feststellung zwingen. 

Anlass oder Gelegenheit – löste der Tod von Floyd die landesweite Randale aus, oder war er lediglich eine willkommene Gelegenheit?

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob der Tod des George Floyd eine landesweite Spontanerhebung auslöste, oder ob das Ereignis eine willkommene Nachricht war, das ohnehin schon lange Geplante beginnen zu lassen. Deswegen ist zu fragen: (4) Wann und wo begannen die gewaltsamen Ausschreitungen? (5) Wer löste sie aus, und wer nahm daran teil? (6) Und wer ist eigentlich diese Antifa, von der jetzt überall die Rede ist?(4) Es lässt sich derzeit nicht zuverlässig rekonstruieren, wann und wo die Randale in den USA begann und was bzw. wer sie auslöste. Die im Übermaß im Internet und bei den Mainstream-Medien verbreiteten Stellungnahmen und vor allem die Videos lassen keinen sicheren Schluss zu, wann und wo die brennenden Kaufhallen und randalierenden, vorwiegend maskierten Menschen aufgenommen worden sind.

Um es klar zu sagen: Die Gewaltvideos, die zur Zeit kursieren, können irgendwann und irgendwo gedreht worden sein. Klar ist allerdings, dass in den letzten Tagen in mindestens zehn Staaten der USA sowie in einzelnen Städten der Ausnahmezustand ausgerufen wurde und strikte Ausgangssperren verhängt wurden. Das deutet auf wüste Gewaltaktionen kreuz und quer in den USA hin.

(5) Eins jedoch lässt sich aus dem veröffentlichten Video-Material sicher folgern: Es stützt die pauschale Behauptung nicht, dass es sich hier um einen Aufstand der Schwarzen handelt. Schwarze gibt es zwar auch in solchen Filmsequenzen, doch nur auf einzelnen sind nur Schwarze zu sehen. Aber die Masse ist nicht so eindeutig, oder aber es ist evident, dass es sich hundertprozentig um Weiße handelt. Soweit diese randalieren, ist die Mehrzahl davon maskiert und schwarz gekleidet. Ist das so, befinden wir uns auf einer ganz anderen Baustelle. Dann nämlich geht es nicht mehr um einen in der Luft liegenden Aufstand einer wie auch immer fabulierten unterdrückten schwarzen Minderheit, die sich, angeblich verständlich genug, Luft verschafft, sondern wir haben die Bilder einer ganz anderen Angreifertruppe vor uns, die unter dem selbstgewählten Namen Antifa agiert und zudem zusätzlich Leute anstiftet, die ohnehin nichts zu verlieren haben.
(6) Man glaubt ja als Deutscher, sich verhört zu haben, wenn in den USA von Antifa die Rede ist. Es handelt sich indessen um exakt dasselbe, was man aus heimischen Gefilden bis zum Überdruss gewohnt ist: Aggressive Outlaws jugendlichen bis mittleren Alters, die mit sozialistischen ideologischen Versatzstücken der etablierten Gesellschaft den Kampf angesagt haben. Die etablierte Gesellschaft, das ist aus der Sicht der amerikanischen Antifa die Herrschaft des weißen Mannes, welcher der Faschist schlechthin ist. Diesen im Wortsinne zu beseitigen, ist das Ziel des sogenannten antifaschistischen Befreiungskampfes.

Dass dieser Kampf zu Straftaten aller Art berechtigt, ist notwendiges ideologisches Beiwerk. Straftaten der Antifa richten sich gegen beliebige Andersdenkende. Sie sind bevorzugt so ausgerichtet, diese zum Schweigen zu bringen, indem unerwünschte Meinungsäußerungen durch Gewalt oder deren Androhung verhindert werden. Hauptkampfplatz der Antifa war der Campus von College und Universität, neuerdings auch die Veranstaltungen und Meinungskundgaben unerwünschter politischer Kandidaten, bevorzugt aus dem Lager der Republikaner. Jetzt wurde die nächste Stufe gezündet: das Hineintragen der Gewalt in die Fläche des Landes.
Die Tätigkeit der Antifa in einer Breite, wie sie jetzt in den USA feststellbar ist, erscheint nur möglich, weil sie sich auf ein noch breiteres Unterstützerfeld aus etablierten und wohlhabenden Kreisen stützen kann. Es sind letztlich dieselben üblichen Verdächtigen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die traditionellen Strukturen des Staates USA zu zerstören, um eine One World-Gesellschaft oder den Sozialismus oder beides in einem an deren Stelle treten zu lassen, in der alle gleich sind, jedoch unter der Herrschaft sogenannter Eliten. Mit besonderem Hass werden hierbei nicht nur die sehr unterschiedlichen regionalenTraditionen der USA angegriffen, sondern als geradezu Ausbund des Bösen die Traditionalisten der ehemals konföderierten Staaten (Südstaaten im Bürgerkrieg 1861-65).

Die gegenwärtigen Gewaltausbrüche, die vermutlich auf Kosten der Antifa gehen, haben den US-Präsidenten auf den Plan gerufen, der angekündigt hat, mit den Mitteln der Terrorbekämpfung vorgehen zu wollen. Das hat ihm die nun schon bekannten Hassbotschaften in den Mainstream-Medien eingetragen. Prominente Demokraten ringen mit sich, wie sie das Verständnis für die Proteste richtig rüberbringen sollen, da ihnen ihre Stellungnahmen als Sympathiekundgebungen mit der Gewalt ausgelegt werden.
Den Vogel haben allerdings deutsche Politiker landauf landab abgeschossen, indem sie Solidaritätserklärungen mit der Antifa verlautbaren. An der Spitze der Bewegung befinden sich die derzeitige SPD-Vorsitzende, deren Namen ich mir nicht merken kann, und die robuste Renate Künast von den Grünen, die kürzlich so etwas wie ein sicheres staatliches Einkommen für die Antifa gefordert hat. Das riecht nach den braunen Bürgerkriegs-Bataillonen der SA – schwarz angemalt.

Randale und Wahlkampf – einiges über die Methoden, die Wiederwahl von Donald Trump zu sichern oder zu verhindern

Nachdem sich der für sicher geglaubte, von den Eliten der USA befürwortete und beförderte Wahlsieg der Hillary Clinton im November 2016 in Luft auflöste, konzentrierten sich dieselben Kräfte in den USA, den gegen ihren Willen Gewählten um sein Amt zu bringen. Ich habe versucht, beide Phasen bis einschließlich Februar 2020 im Buch Spygate zu beschreiben.

Ab März 2020 entwickelten die Ereignisse rund um die Corona-Epidemie eine eigene Dynamik, die den USA einen gigantischen Wirtschaftseinbruch bescherten. Damit kam das Kernstück der Politik des 45. Präsidenten, nämlich die wirtschaftliche Gesundung der USA, an einen Wendepunkt. Wäre ich der Verschwörungstheoretiker, zu dem mich die Fachkräfte von Wikipedia & Co ernannt haben, wäre es für mich ein Leichtes, ab sofort die Auslösung der Corona-Krise durch die Trump-Gegner, wie Bill Gates & Genossen, zu behaupten. Sicher ein verlockender Weg, aber einer ohne soliden Untergrund.Richtig ist lediglich, dass Trump gezwungen wurde, seinen Kurs zu korrigieren. Während es ursprünglich sein Rezept war, lediglich die Rahmenbedingungen des Wirtschaftens in den USA so zu verändern, dass die landeseigenen Kräfte wieder Lust zum Handeln verspürten, ist er jetzt auf direkte Staatshilfen für die eigne Wirtschaft umgeschwenkt. Hierbei wird er von der US-Zentralbank FED mit Hilfe der Notenpresse nahezu unwidersprochen unterstützt, denn diese weiß auch kein besseres Rezept zur Selbst- und Banken-Rettung. Ob das gutgehen kann, wird von den Auguren unterschiedlich bewertet. Man kennt das.

Die Wirtschaftsdaten werden es sein, welche den kommenden Präsidentenwahlkampf entscheiden. Das sagen fast alle. Ich tippe aber eher auf ein benachbartes Spielfeld. Es wird darauf ankommen, ob die breite Masse Trump zutraut, dass er die Karre wieder aus dem Deck holt. Mit anderen Worten: ob Trump den Amerikanern glaubwürdig versichern kann, dass es zu den amerikanischen Tugenden gehöre, sich selbst am Zopf aus dem Sumpf zu ziehen. So jedenfalls lese ich die derzeitigen Aussagen von Trump.

Einiges spricht für den Erfolg dieser Vertrauens-Spende-Mission, denn seinen Gegnern, egal bei welcher Partei sie eingeschrieben sind, vor allem natürlich bei den Demokraten, gebricht es an einer Führungsperson, die Hoffnung verströmen kann, welche noch hoffnungsvoller stimmt, als die Appelle des amtierenden Präsidenten. Insbesondere ist es nicht Joe Biden, der so etwas könnte. Trotz der massiven Unterstützung durch die Mainstream-Medien, wirkt er eher, wie gar nicht auf der Bühne angekommen. Für ihn äußerst lästige Ermittlungen des Senats und der Justiz trüben die Gewinnaussichten, wenn denn je welche vorhanden waren, erheblich.

Bei dieser Gefechtslage erscheint es nicht abwegig, dass nunmehr ganz andere Kräfte sich entschieden haben, in den Wahlkampf gegen Trump einzugreifen. Die landesweit seit der letzten Woche ausgebrochene Gewalt deutet in diese Richtung. Erste ziemlich konkrete Vorwürfe an die Adresse führender Demokraten, mit Geld und Logistik die sehr wahrscheinlich von der Antifa durchgeführte Randale erst möglich gemacht zu haben, geistern durch das politische Washington und die zugehörigen Internetforen. Auch hier rate ich eher zur Zurückhaltung, aber ich erinnere mich deutlich an meine eigene Abwehrreaktion, als ich im Januar 2017 wenige Tage vor der Inthronisierung von Trump erstmals von dem Putschverhalten der Demokraten-Führung im Verein mit den Spitzen der Bundesbehörden hörte. Die Wirklichkeit, welche in den folgenden Monaten und Jahren offenbar wurde, sprengte alles Vorstellbare. Das Bekanntgewordene offenbarte eine handfeste Verschwörung, die alles andere als eine Theorie war.

Und zum Schluss Berlin und Silicon Valley – wie die deutsche Kanzlerin und Twitter mit Trump Schlitten fuhren

Zum Abschluss dieses Updates, das zugegebener Maßen vieles mangels greifbarer Fakten in der Schwebe halten muss, schnell noch etwas, was feststeht. Das ist das Tun der deutschen Kanzlerin. Sie ist sich in ihrem Bemühen treu geblieben, gegen Trump aufzutreten und so das ohnehin schon getrübte deutsch-amerikanische Verhältnis weiter zu zerrütten. Was sie tat, ist Folgendes:

Für den Herbst dieses Jahres war das nächste G 7-Treffen angesagt, eine Gipfelveranstaltung der führenden Industrienationen dieser Welt. Ausrichter würden turnusgemäß die USA sein. Dem hat die deutsche Kanzlerin durch eine Absage im Vorfeld einen Riegel vorgeschoben. Man denkt, man hätte sich verhört. Was will sie eigentlich? Nicht mehr zum Club gehören? Nein, so deutlich wird das nicht gesagt. Auf jeden Fall will sie mit diesem Mann nicht zusammen sein – einer, von dem ihr die Hofschranzen des publizistischen Führer-Begleitkommandos geweissagt haben werden, dass er demnächst ohnedies nicht mehr im Amt sei.

Wie reagierte Trump auf die deutsche Brüskierung? Er sagte das geplante Treffen rundweg ab und kündigte an, dass er über eine Nachfolgeveranstaltung mit zehn oder elf Beteiligten nachdenke, zu dem er zu gegebener Zeit einladen werde. Sind unter den zehn oder elf auch die Deutschen? Davon war bislang nicht die Rede. Merkels Initiative? So etwas nennt man einen Schuss aufs eigene Tor.Bleibt die Frage: Woher haben die deutschen Auguren ihre Gewissheit über den Wahlausgang in den USA? Nun, die kommerziellen Inhaber der Wahrheit haben es so verfügt. Sie sitzen im Silicon Valley im Sonnenstaat California an der Pazifikküste und sind die Privateigentümer der großen Datenkraken, die sich – weil nach eigenen Worten left leaning – darin einig sind, dass dieser Trump nicht zu ihnen passe. Um diesem Missfallen praktische Auswirkung zu verleihen, sind sie unterschiedliche Wege gegangen. Nunmehr kann man es live verfolgen, was bei diesem Vorhaben passiert.

In den USA führt der Präsident einen offenen Schlagabtausch mit den Mainstream-Medien, denen keine Lüge zu absurd ist, um sie nicht an den Mann zu bringen. Trump hat dies in den vergangenen vier Jahren austariert, indem er sich als Opfer von finsteren Gewalten stilisieren konnte. Entscheidenden Einfluss hierbei hatte, dass es ihm gelang, die Medien als Vermittler zwischen sich selbst und dem Wahlvolk überflüssig zu machen, indem er sie umging. Sein Mittel der Wahl hieß Twitter, sein Account dort @realDonaldTrump. Was der Präsident mitzuteilen hatte, konnte, wer lesen kann und wollte, dort lesen. 60 Millionen US-Amerikaner wollten es Tag für Tag.

Nunmehr hat Twitter dem unablässig twitternden Präsidenten einen Riegel vorgeschoben. Es begann vor wenigen Tagen mit dem Anheften eines Banners an eine Nachricht, die den Präsidenten der Falschmeldung zieh, als dieser seine Vorbehalte gegen die Briefwahl artikulierte. Das war der erste Streich – jedenfalls für Trump, denn ungezählte andere Twitterbenutzer hatten schon vorher das zweifelhafte Vergnügen in der einen oder anderen Weise zensuriert worden zu sein. Trump müsste nicht Trump sein, wenn er die Zensurmaßnahme gegen ihn nicht sofort ätzend kommentiert hätte. Deshalb holte die Twitter-Firma des Jack Dorsey zum zweiten Streich aus. Sie sperrte eine Nachricht Trumps vorübergehend ganz. Der Anlass war die Androhung Trumps, Bundestruppen einzusetzen, wenn der Gouverneur eines Bundesstaates ihn hierum ersuchen sollte. Das löschte Twitter, weil – halten Sie sich fest – Trump mit diesem Aufruf Gewaltverherrlichung betreibe.

Ein neuer Kriegsschauplatz eröffnet sich vor den Augen des erstaunten Beobachters. Trump hat Konsequenzen der Exekutive angekündigt, die Nachrichtengiganten in die Stiefel zu stellen, und der Bundesjustizminister hat dies zustimmend kommentiert. Das ist erstaunlich genug, denn dieser, William Barr heißt er, ist mir in den letzten Monaten dadurch aufgefallen, dass er den oft voreiligen Trump immer dann, wenn es ihn notwendig erschien, korrigierte – auch öffentlich. Man darf gespannt sein, wohin diese Reise gehen wird.Facebook-Eigner Mark Zuckerberg hat schon mal vorsorglich erklärt, dass solche kommentierenden Korrekturen auf seiner Plattform nicht vorkämen. Nun gut, der Mann muss nicht wissen, dass seine Firma soeben in Deutschland eine krachende juristische Niederlage einfuhr, weil sich die Blog-Zeitung Tichys Einblick einen solchen fragwürdigen Wahrheits-Banner durch die noch viel fragwürdigere Plattform Correctiv auf Facebook nicht hatte bieten lassen.

Eine Lanze für Frau von Stein

Liebte Goethe – und wenn ja wen?

Als der junge Goethe im Jahre 1775 nach Weimar kam, erschien er als Gast, eingeladen durch den soeben inthronisierten achtzehnjährigen Herzog Karl August. So fangen die Geschichten meistens an. Doch es gibt eine Vorgeschichte, ohne die dieses Geschehen nicht schlüssig erklärt werden kann.
    Das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach war ein souveräner Staat mit einem absolutistisch regierenden Herzog an seiner Spitze. Das Herzogtum gehörte zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Dieses Reich war in jenen Jahren nur noch ein Gespenst seiner selbst, das ein Federstrich Napoleons 1806 begrub.
    Im Herzogtum Weimar wurde, 19 Jahre vor Goethes Anreise, am 16. März 1756 eine Sechzehnjährige mit dem regierenden Herzog vermählt. Sie hieß Anna Amalia und stammte aus dem Herzogsgeschlecht in Braunschweig. Sie brachte in den folgenden beiden Jahren zwei Söhne zur Welt. Doch bereits bei der Geburt des zweiten war sie Witwe.

Man tut nicht gut daran, sich Anna Amalia als allein erziehende Mutter im heutige Sinne vorzustellen, denn das parallele Kinder erziehen und Geld verdienen müssen kannte Anna Amalia nicht. Geld war da und genügend Personal für die Kindererziehung auch. Erziehung eigenhändig zu betreiben, war in dieser Zeit in jenen Kreisen ohnedies nicht üblich.
    Das Problem der Anna Amalia war ein anderes. Für sie galt es, zwei Dinge zu organisieren, die eng miteinander verwoben waren. Zum einen war der Rechtstitel ihres Sohnes als eines Herzogs von Sachsen-Weimar über die Runden der Minderjährigkeit zu retten, zum zweiten galt es, eine drohende über den Sohn von fremder Hand auszuübende Vormundschaft zu verhindern. Das tat sie, indem sie die Vormundsrolle selbst ausübte. Diese Kombination der Dinge, die den angenehmen Effekt hatte, selber dem Herzogtum als Alleinherrscherin vorzustehen, war nur zu haben und über mehr als anderthalb Jahrzehnte in einem feindseligen machtpolitischen Umfeld zu behaupten, wenn man über besondere Qualitäten verfügte. Zumindest über klaren Blick, starken Machtwillen und eine gute Hand bei der Personalauswahl.
    An dieser Stelle ein kurzer Blick auf die Personalauswahl. Zum einen war da eine Charlotte von Schardt, später verheiratete von Stein. Sie wurde die Hofdame der Herzogin. Hofdame, das darf man sich in diesem Fall nicht als ein nutzloses, wenn auch lebendiges Möbelstück denken, sondern Hofdame der regierenden Herzogin war ein persönlicher Mitarbeiter im unmittelbaren engsten Herrschaftsapparat. Die andere Position, die es zu besetzen galt, war die des Prinzenerziehers. Das wiederum war eine Sache, die nichts von einem Lehrer Lempel aus Max und Moritz an sich hatte, sondern ein Prinzenerzieher war der Mann, der aus dem herzoglichen Knaben den späteren Herrscher formen sollte, ein verantwortungsvoller Job und keine ganz leichte Aufgabe. Im Falle des späteren Herzogs Karl August hieß dieser Prinzenerzieher Graf Görtz.
    Mit dem Herannahen der Volljährigkeit des Herzogs wurde die Situation für die Regentin kritisch. Es kann der Herrscherin nicht verborgen geblieben sein, dass dies die Stunde der Hofschranzen war. Diese pflegen, wenn sie sonst schon nichts Gescheites tun, mir feinem Gespür zu ertasten, dass der Wind sich dreht. Ein Lächeln hie, ein Tuscheln da, die Geste nach hier ein wenig flacher, der Bückling nach dort einen Zoll tiefer. Der Wechsel würde kommen. Den galt es unbeschadet zu überstehen. Bis hierher war alles wie heute.
    Und doch fällt es schwer, sich in die persönliche Situation bei Hofe hineinzudenken. Positionen, die über Sein und Nichtsein entschieden, waren Gnadenakte, oft der Tageslaune des Herrschers geschuldet. Wie gesagt, beim Herrschaftswechsel waren die Dinge für den Hofstaat besonders prekär, denn es stand zu befürchten, dass der Neue Tabula rasa machen würde. Im Falle des Wechsels von Anna Amalia auf Karl August kam erschwerend hinzu, dass dieser Wechsel nicht durch Tod und Erbfall eintrat, sondern durch Übergabe der Herrschaft unter Lebenden. Die Abtretende blieb also existent, wenn auch ohne die formale Position der Macht. War der Neue nicht gewillt, eine Art Nebenregierung der Mutter zu dulden, so hatten alle Männer und Frauen der Mutterpartei fürderhin schlechte Karten.
    Dem Prinzenerzieher Görtz war dieses Dilemma mit Sicherheit bekannt. Seine Position beim Herrschaftswechsel war besonders gefährdet, da er gleichzeitig auch eine persönliche Positionsänderung vornehmen musste, die nicht nur formaler Art war: Der Erzieher eines Prinzen konnte er nicht bleiben, denn den gab es nicht mehr, und der eines Herrschers konnte er nicht sein, denn diese Position gab es per se nicht. Der Erzieher musste also in die Haut eines Beraters schlüpfen. Dieser Rollentausch war psychologisch heikel, weil er die Verkehrung der Fronten vom Befehlenden hin zum Gehorchenden bedeutete. Das war nicht nur für Görtz ein Problem, sondern der andere, also Karl August, musste ertragen, dass Görtz, der ihm Jahre vorstand, jetzt weiterhin in seiner unmittelbaren Umgebung verbleiben wollte.
    Die Ereignisse lehren, dass Görtz diese Wende meisterhaft schaffte – zumindest zunächst. Er begab sich mit dem ehemaligen Zögling auf Kavalierstour. Für Görtz galt hierbei: In dieser Zeit musste er die Wende vom Erzieher zum gern geduldeten Begleiter schaffen, er muss sie geschafft haben. Was er hierbei im Einzelnen unternahm, ist unbekannt, klar ist nur, dass er ein lohnendes Ziel verfolgte, denn die zukünftige Stellung eines ersten Beraters bei einem nicht sonderlich gescheiten jugendlichen Herzog war ein Amt, gleichbedeutend mit dem eines tatsächlich Regierenden.
    Für Görtz bedeutete das Beachten der ihm bekannten Spielregeln, dass er aus dem Fahrwasser seiner bisher allein maßgebenden Herrscherin, das war Anna Amalia, entkommen musste und auch den leisesten Hauch ihres Parfums aus seiner Perücke zu verbannen hatte. Es spielte dieses Spiel der Herrschaftssicherung perfekt, indem er die Trennung der bisherigen Regentin vom Hofe und ihre Abschiebung auf den Alterssitz organisierte. Das wäre vielleicht glatt gegangen, wenn dem cleveren Grafen nicht ein Fehler unterlaufen wäre, von dem er unmöglich wissen konnte, dass es einer war, als er ihn beging.
    Jetzt, und erst hier, kommt Goethe in der Geschichte vor. Als der gerade volljährige, aber noch nicht inthronisierte Karl August mit Görtz seine Kavalierstour unternahm, streiften die beiden, auf dem Wege nach Frankreich, auch die Reichsstadt Frankfurt. Hier organisierte Görtz, dem es zu tun war, seinen ehemaligen Zögling auf das angenehmste zu unterhalten, einen Besuch beim Jungstar des Theaterlebens, dem dort ansässigen Johann Wolfgang Goethe.
    Den Starrummel um Goethe recht zu verstehen, muss man sich vor Augen führen, welchen Stellenwert das Theater im damaligen gesellschaftlichen Leben einnahm. Das ist mit den heutigen Zuständen kaum zu vergleichen, weil das sog. gesellschaftliche Leben auf eine kleine Gruppe von Herrschenden und Reichen fokussiert war und die Vergnügungen eher ortsgebunden stattzufinden hatten. Neben der Jagd, ausschweifenden Sauf- und Fressereien war es vor allem das Theater, das für Kurzweil sorgte. Wer auf dieser Woge zu schwimmen verstand, befand sich in der Sonne des Lebens. Der junge Goethe, der auf Kosten seiner wohlhabenden Eltern leben durfte, gehörte dazu. Sein Götz von Berlichingen hatte Furore gemacht.
    Aus dem Kennenlernen in Frankfurt wurde eine Einladung nach Weimar, als der nunmehrige Herzog in Thüringen zurück und in sein Amt eingeführt war. Aus der Einladung wurde ein längeres Dableiben und aus dem Dableiben eine Freundschaft, schließlich eine Lebensstellung. Schon die Freundschaft zwischen Goethe und dem Herzog kann nicht im Sinne des Staatenlenkers Görtz gelegen haben. Denn nunmehr trat etwas ein, was alle sorgsam organisierten Pläne zunichte machte, denn Görtz verlor seine Stellung.
    Der Prozess ging keineswegs so schnell, wie sich das hier schreibt, und den Beteiligten wurden die Folgen ihres Tuns erst allmählich klar. Der Tourist und Spaßmacher Goethe bewegte sich zunächst in einem höfischen Leben, das die bürgerliche Vaterstadt nicht zu bieten hatte. Dort hatten Pfeffersäcke das Sagen, hier in Weimar war es überfeinerte Etikette nebst einem zum Herzog erhobenen vierschrötigen Jüngling, der die Späße des Frankfurters anziehender fand, als das streng distanzierte Wohlwollen des gewesenen Erziehers. Etwas besonderes war auch dem Zugereisten angenehm. Die schier exstatische Bewunderung, wenn nicht Vergötterung, die ihm aus den Gemächern der abgetretenen Herzogin zuteil wurde. Es waren zwei Frauen, die hier ihr Garn spannen, Anna Amalia und die Hofdame Charlotte von Stein. Beide hatten eigenwillige Motive, den jungen Goethe bei der Stange zu halten.


    Zunächst ein Blick auf das rein Weibliche. Die Aussagen darüber, wie denn nun die Damen aussahen, sind spärlich und zu allem Überfluss durch Parteinahme so unterschiedlich, dass eine auch nur vage objektive Beurteilung scheitern muss. Von Charlotte von Stein ist ein Scherenschnitt bekannt, der sie im Profil zeigt. Auch der ärgste Widersacher wird an diesem Profil wenig auszusetzen finden. Es ist zumindest denkbar, dass es zu einer schönen Frau gehörte. Bei den Abbildungen der Anna Amalia kann man zwei Dinge mit Sicherheit sagen. Erstens würde es kein Auftragsmaler gewagt haben, die Dame ungünstig abzumalen, zum zweiten ist das, was wir heute betrachten können, nicht dazu angetan, sie im heutigen Sinne als schön zu bezeichnen. Mag sein, dass man vor zweihundertundfünfzig Jahren anders über diesen Umstand dachte, aber sehr wahrscheinlich ist das nicht.
    Nun zu den sog. inneren Werten, über die man gerne spricht, wenn’s mit der blendenden Schönheit nicht ganz so leuchtend bestellt ist. Auch hier ist es so, dass die Urteile der Zeitgenossen schwankend sind. Einige wenige haben die Mme. Stein als ein bisschen blöd dargestellt. Sowas soll auch heutzutage, vor allem unter Kollegen üblich sein. Bei der Herzogin war man zurückhaltender, denn sie konnte einem sehr schaden, wenn die Kritik ruchbar wurde. Von ihren sonstigen Vorzügen wissen wir wenig. War sie klug? War sie charmant? War sie gar zärtlich, mannstoll, frivol, originell, schlagfertig, zurückhaltend, nachtragend, freigiebig? Alles unbekannte Größen. Musisch wird sie wohl gewesen sein.
    Was also zog den nachmaligen Dichterfürsten durch diese Frauen an, mit denen er so viele Abende in den ersten zehn Jahren seiner Weimarer Existenz verbrachte. Wir lesen zu diesem Zweck die Unzahl seiner Liebesbriefe und kommen zu dem Ergebnis: Es ist nicht herauszufinden.
    Die Schriftstücke, die man als die Briefe an Frau von Stein bezeichnet, was neuerdings heftig bestritten wird, lassen eines mit Sicherheit sagen. Sie sind in der Diktion so unterschiedlich, dass man Zweifel anmelden mag, sie seien an ein und dieselbe Person gerichtet. Ton, Anredformen und Mitteilungsrichtung ändern sich ständig. Bei einer ganzen Zahl von Briefen ist fraglich, ob man sie überhaupt im Wortsinne als Briefe bezeichnen sollte. Etliche sind Notizzettel, andere eher Tagebuchblätter von Reisen. Aus diesem Mangel an Stringenz ist der Schluss gezogen worden, die meisten Briefe seien nicht an Charlotte von Stein gerichtet, sondern an die gewesene Herzogin Anna Amalia. Sie, und nicht Frau von Stein, sei mithin Goethes Geliebte gewesen.
    Das sind kühne Gedanken, denn eines ist vorweg zu sagen. Niemand sah die Paarung Johann Wolfgang und Charlotte, geschweige denn Johann Wolfgang und Anna Amalia in Flagranti. Nichts dergleichen ist bekannt, man kann die wenig wohlmeinenden Briefe von Zeitgenossen solang auswringen, wie man will, außer Gerüchten tritt nichts zu Tage.
    Doch sehen wir weiter. Wie sieht es nun mit den sog. Liebesbriefen aus? Aus welchem Spundloch traten sie zutage, um den angemessen erschauernden Apologeten der Weimarer Klassik die Liebesgeschichte vom Dichterfürsten mit der Charlotte von Stein aufzutischen? Hier ist die Antwort: Aus dem Nachlass jener Charlotte von Stein. Wie man angesichts dieser Tatsache behaupten kann, die Briefe seien nicht an sie, sondern an ihre Chefin Anna Amalia gerichtet gewesen, ist rätselhaft. Das schon deswegen, weil dann die schöne Konstruktion, Charlotte sei quasi nur der Briefkasten gewesen, um die Briefe an die wahre Empfängerin durchzureichen, auf wackligen Beinen steht. Die wirkliche Adressatin, Anna Amalia, müsste dann die Briefe nach Lektüre an ihre Hofdame wieder herausgegeben haben. Um somit was zu erreichen? Den Mummenschanz zu verlängern? Dann müssten die Damen wahrhaft genial konspirativ gehandelt haben, nach dem Motto: Ich gebe die Briefe nach dorthin zurück, wo der vermeintliche Empfänger ist, damit spätere Forschung dereinst irre geleitet wird. Die Frage bleibt: Handelt eine liebende Frau so, selbst wenn sie Fürstin ist? Wohl kaum.
    Goethe war ein Schlawiner. In der Tat. Schrieb Briefe („hier meine Liebe, noch ein Biefgen“) durchsetzt mit fremdsprachigen Floskeln, auch in Italienisch und in Latein. Diese Sprachen, so lesen wir, verstand nicht Charlotte, sondern nur ihre Herrin, die Frau Herzogin. Wozu also diese Sprachbrocken? Sie konnten sich nur an Anna Amalia richten. So wird gesagt. Doch auch an dieser Brücke muss das Schild „Betreten auf eigene Gefahr“ aufgestellt werden. Warum schrieb Goethe italienisch? Weil er es gut konnte? Nein, er schrieb es, weil er in Italien war, dem Land seiner Sehnsüchte, wo es warm war, ein Land, das ihn bezauberte, wie viel Deutsche vor und nach ihm. Er schrieb italienisch, weil er, in aller Bescheidenheit sei es angemerkt, ein Angeber war. Seht her, ich kann es. Und nun: Charlotte konnte das nicht lesen? Wenn sie, was man bislang annahm, ein volles Jahrzehnt die heimliche Geliebte dieses Mannes war, wird sie Wege gefunden haben, das, was der ferne Gott aufschrieb, ins Deutsche übertragen zu lassen. Vielleicht sogar von der Herzogin. Da werden die beiden Vertrauten beisammen gesessen, sich über die Auslassungen amüsiert haben, war sonst ja nicht viel los in Weimar.
    Damit sind wir an einer wichtigen Ecke dieses Beziehungsgeflechts angelangt. Wie war das mit den beiden Frauen, was trieben sie mit dem zunächst auf Besuch in Weimar weilenden jungen Goethe? Wir stellen uns vor, sie werden sich verhalten haben, wie es ihrem Alter, ihrem Geschlecht und den Sitten der Zeit angemessen war. Das bedeutet, sie haben auf Teufel komm raus geflirtet mit dem jungen Mann, der sich so wohltuend vom grobschlächtigen Hofstaat unterschied. Ein Blick hier, eine Berührung da, und dann vor allem, um ihm den Kopf zu verdrehen, ein Briefchen hier, ein Zettelchen dort, überbracht von einem Diener nach Einbruch der Dämmerung. Das brachte ein wenig Spannung in die triste Provinzexistenz an der Ilm. Die Damen hatten Erfolg mit ihrem Tun, der Jungstar verlor den Kopf, verlor ihn so stark, dass er die Abreise immer wieder hinauszögerte.
    Hier ist zu fragen: Warum handelte das Duo Anna und Charlotte so? Die Antwort ist ernüchternd. Die soeben aus der Machtstellung entfernte Anna Amalia unterlag den geläufigen Mechanismen eines Machtverlusts. Hier tut sich dem Betroffenen der schier unglaubliche Zwiespalt zwischen Gewohntem und der Realität auf. Es ist wie eine im Leerlauf auf höchsten Touren laufende Maschine. Dieses Laufen ohne Last geht nie lange gut. Dann folgt das Zerbrechen.
    Anna Amalia war klug genug, um zu erkennen, in welcher Situation sie sich befand. Selbstredend trugen ihr Höflinge zu, was die Görtz-Partei, die sich stromlinienförmig im Schlepptau ihres drallen Sohnes eingeschleimt hatte, mit ihr, der gewesenen Herrschaft vorhatte – nämlich die Sechsunddreißigjährige vom Hofe zu verbannen. Nun zog die Mutter ihre Strippen, sie tat es auf die ihr gemäße Weise. Schnell erkannte sie, dass der dichtende Taugenichts, der da zusammen mit ihrem Sohn die umherspringenden Bauernmädel beschlief, eine ganz andere Saite besaß, die man nur zum Klingen bringen musste. Dem Flausenmacher, der auch ein Flausenhaber war, musste höfische Liebe in derart manifester Form vorgegaukelt werden, dass er blieb. Ihm musste also suggeriert werden, dass er sonst etwas verlor, und dieses Etwas war ein unstillbares Verlangen, eine unerfüllbare Sehnsucht, eine höfische Liebe eben.
    Aus Sicht der Anna Amalia war dies reine Berechnung. Sie stellte sich vor, und lag damit genau richtig, dass der anwesende Goethe ein Garant dafür war, dass sie den Platz bei Hofe halten konnte. Hier war das körperliche Anwesendsein gemeint, alles andere würde sich wie von selbst ergeben. Auch damit lag sie goldrichtig.
    Nebenbei galt es, den Sohn zu bearbeiten. Der war nur äußerlich ein schwerer Brocken. Er musste gesagt bekommen, dass sein neuer Lieblingsgespiele nur dann zu halten sei, wenn neben dem Kumpanentum ein prächtiges Staatsamt zum Bleiben nötigen würde. So ward es verhandelt und beschlossen. Goethe wurde Minister, und er blieb. Ihn hielten zwei starke Argumente. Das eine war ein festes Gehalt, wichtig genug für einen, der als junger Literatenstar bereits erfahren hatte, dass man in Deutschland von den Tantiemen aus Geschriebenem nicht leben kann; das andere waren zarte Bande, über deren reale Existenz nunmehr zu reden sein wird.
    Wen also liebte Goethe? Und: Wurde diese Liebe erwidert, oder platt gefragt: Wurde er zurückgeliebt? Mit dem Dichter zu beginnen: Er liebte stark, nämlich sich selbst. Wenigstens hierüber sind wir ausreichend unterrichtet. Wer nach diesen Dingen forscht, trifft auf ein gigantisches Oeuvre, das uns Goethe über sich selbst hinterlassen hat. In diesem hat der Meister dem Publikum kund getan hat, was für ein toller Hecht er war. Das ganze Gerede vom Musenhof der Anna Amalia war ihm vor allem eines: Es war der Hochsitz, auf dem sich der angehende Dichterfürst der aufhorchenden Öffentlichkeit glanzvoll präsentieren konnte, ein Zustand, der bis heute andauert. Goethe wurde zum Multi-Star. Dass dies geschehen konnte, verdankte er vor allem einem, nämlich sich selbst. Wenn je einer ein Meister der Selbstinszenierung war, dann er. Doch Goethe war klug genug, um zu wissen, dass zum höfischen Hochsitz eben jener Hof gehörte. Also machte er den Damen den Hof. Es waren deren zwei, die der Dichter zu versorgen hatte: eine Adlige und eine Fürstin, beide standen im gesellschaftlichen Rang weit über ihm, die eine deutlich und die andere unerreichbar. Liebte er sie, eine von beiden, oder gar alle beide? Wir befinden uns in der peinlichen Situation zugeben zu müssen, dass wir es nicht wissen. Wir stellen uns allerdings vor, dass er Charlotte sehr konkret zum Anbeißen fand und die Fürstin eher zum Anschmachten. Ein Mann seines Zuschnitts mochte das durchaus verbinden: Während er mit der einen schlief, dachte er an die andere.
    Schnell sei an dieser Stelle eingeräumt, dass wir uns in einiger Verlegenheit befinden, das zuvor Gesagte mit Nachdruck zu behaupten, denn wir kennen aus erster Hand nur die eine Hälfte des Corpus delicti, nämlich die „Zettelgen“ und „Briefgen“ aus des Dichters Hand, aufbewahrt im Nachlass der Charlotte von Stein. Sie kann, so wird gesagt, die Bettgenossin des jungen Goethe nicht gewesen sein, verheiratet und Mutter von sieben Kindern zudem. Sowas gehe nicht zusammen. Wieso eigentlich nicht, so ist zu fragen. Dass Frauen praktisch ständig schwanger waren, ist der Normalfall jener uns heute so fern scheinenden Zeit, und dass die Schwangeren auch gern anderweitig verkehrten, wie es so schön heißt, kannten bereits die klassischen Römerinnen als viel belachtes gesellschaftliches Phänomen. Wieso also nicht nacheifern in einer Zeit der allgemeinen Klassik-Besoffenheit.
    Wir können, das sei wiederholt, dergleichen nur vermuten. Es fehlt das wesentliche Beweisstück von einigem Rang, nämlich die Briefe, die es in der Gegenrichtung gegeben haben muss. Es waren dies Schriftstücke von der Hand der Charlotte von Stein oder von Anna Amalia oder gar von beiden. Wir stellen uns vor, dass sich aus diesen Briefen neben der Masse der Belanglosigkeiten auch interessante Details ergeben haben mögen. Denken wir nur an Hinweise auf Schwangerschaften. Doch auch hier sind alle, die sich mühen, auf reine Spekulation angewiesen.
    Eines, am Rande bemerkt, ist nahezu sicher: Goethe war nicht impotent. Er wird es auch in der Zeit seines ersten Weimarer Jahrzehnts nicht gewesen sein. Ob er sich in dieser Zeit allein an den Landmädchen abarbeitete, wie er es in seinen Briefen zu schildern durchaus nicht unterließ, mag dahinstehen. Dass er es in den Briefen an die Geliebte überhaupt erwähnte, wirft ein seltsames Licht auf seine Beziehungen zu den Damen bei Hofe. War man derartig intim, dass er die Adressatin quasi in sein Bauernbett mitnahm? Oder wollte er sie schlicht eifersüchtig machen. Schau mal, ich kann auch ohne dich.
    Es bleibt, wie schon gesagt, müßige Spekulation, solange wir die Antworten nicht kennen. Diese Briefe wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit vernichtet. Im Haus am Frauenplan walteten nach Goethes Tod für Jahrzehnte die beiden männlichen Enkel. Sie hockten auf dem großväterlichen Hort und mögen den, bevor sie alles dem Staate Sachsen-Weimar vermachten, bebrütet und bereinigt haben. Die Vernichtung inkriminierender Briefe lag nahe. Hierüber belehrt ein Blick in die Sitten der Zeit. Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Die Ära bürgerlicher Prüderie strebt ihrem Höhepunkt entgegen. Wir stellen uns die beiden unbeweibten Enkel vor, wie sie mit glühenden Wangen Liebesbriefe verschlangen, an den vergötterten wie gefürchteten Großvater gerichtet, der längst in den Olymp der Unsterblichen aufgestiegen war. Sie mussten befürchten, dass hier Menschliches allzu Menschliches zu Tage trat, was dem Bilde des Olympiers abträglich sein musste. Sie lasen die Korrespondenz zweier Frauen, die an Deutlichkeit vielleicht nichts zu wünschen übrig ließ, und konnten nur hoffen, dass die Gegenstücke von der Hand des Großvaters längst im Orcus verschwunden waren. Das war ein Irrtum, wie sich später zeigen sollte, doch da war es bereits zu spät. Was den Goethefreund und seinen Fledderer brennend interessieren musste, existierte nicht mehr.
    Nun kommt das Ende. Das Ende der Liebesgeschichte. Goethe floh nach einem Jahrzehnt in Weimar gen Italien. Er hatte allen Grund dazu. Er fürchtete die Offenbarung eines Geheimnisses, doch es war nicht, wie zu lesen ist, die Aufdeckung der Liaison zwischen ihm und der Fürstin Anna Amalia, denn dieses Geheimnis gab es nicht. Diese Liaison war jahrelang Gegenstand aller Plappermäuler. Die in Weimar gebliebene Gräfin Görtz schrieb ihrem in den Preußendienst gewechselten Hofmann spitzmäulig darüber, und es kann nicht angenommen werden, dass dieser die schlüpfrige Geschichte für sich behielt. Nein, die Wirklichkeit im Kopfe Goethes sah etwas trister aus. Ein Jahrzehnt lang hatte er in höfischer Liebe geschwelgt, hatte angenommen, das, was ihm an glühenden Episteln eingefallen war, werde erwidert, und nun war er ans Ende der Fahnenstange gekommen. Ihm wurde klar, wahrscheinlich sagte es ihm einer, was seine Rolle in diesem Spiel gewesen war: die eines Hahnreis, den die Damen Anna Amalia und Charlotte heimlich belachten.
    Die Kränkung seiner Selbstliebe muss unbeschreiblich gewesen sein. Unerträglich war ihm mit Sicherheit, dass auch Karl August, der Herzog und sein Dienstherr, in die Details eingeweiht war. Vielleicht war er es, der den entsetzt schweigenden Goethe bei einer Sauferei ins Bild setzte. Der Genasführte floh, er brauchte lange, um sich wieder zu beruhigen. Was er als Dichter hierüber zu Papier brachte, war ein schlecht gemachtes Theaterstück mit einer stümperhaften Handlung. Torquato Tasso. Ein Dichter liebt vergeblich eine Fürstin. Er zerbricht dran und geht zugrunde. Nun, Goethe war von robusterer Natur, er kehrte an den Futtertrog nach Weimar zurück.

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