Der nachfolgede Beitrag von Wolfgang Prabel stammt von Prabels Blog vom 2. Juli 2026. Er enthält einen interssanten Rundblick mit länderspezifischen Informationen, die man sonst in dieser gebündelten Form nirgendwo zu lesen bekommt.
Autor: Helmut Roewer (Seite 2 von 5)
Für den Beitrag von Egon W. Kreutzer, den ich hier mit seiner Erlaubnis weiterverbreite, wünsche ich dasselbe Lesevergnügen, wie ich es empfungen habe, denn merke, schon die alten Lateiner (in diesem Fall Juvenal) wussten es: difficile est satiram non scribere (es ist schwer, keine Satire zu schreiben).

21. Juni 2026
Das understanding war nur kurz, denn gestern hat der Iran die Straße von Hormus wieder dicht gemacht. Der Grund: die Israelis holzen weiter im Südlibanon – genau wie sie das angekündigt hatten. Jetzt allerdings berufen sie sich darauf, von der bösen Hisbollah angegriffen worden zu sein. Nur mal am Rande bemerkt: Israel pocht auf seinem guten Recht, den Südlibanon besetzt zu halten. Empörender Weise gibt es dort lebende Palästinenser, die sich dagegen zur Wehr setzen. Alle wissen das, nur Israel, die USA und Deutschland nicht.
Gutes Recht (2): Leise, leise mehren sich die Stimmen in Deutschland, die die systematische Vernichtung der Palästinenser nicht bejubeln mögen. Man muss es ja nicht gleich so deutlich machen wie der Bundesparteitag der Linken, der gestern beschloss, dass es sich beim israelischen Vorgehen im Gaza-Streifen um Völkermord handele. Der Chor der Begleitpresse begnügt sich mit der Feststellung, das sei Antisemitismus, was sicher Quatsch ist. Doch will ich nicht ausschließen, dass echte Antisemiten die Aussagen der Linken behaglich goutieren werden.
20. Juni 2026
Dass es so schnell gehen würde mit dem von mir gestern dunkel gemutmaßten polnisch-ukrainischen Konflikt, das hatte ich nicht geahnt. Wie dem auch sei, während ich noch grübelte, entzog der neue polnische Präsident seinem Gegenüber in Kiew den höchsten polnischen Orden wg. dessen Nähe zu den traditionellen Waffen-SS-Heerscharen. Zeitgleich forderte Selenskyj eine Sondereinfädelspur in die EU. Blick nach Berlin: Fritz der Kanzler sitzt mal wieder zwischen den Stühlen.
SS (2): Die Abkürzung steht für Schutzstaffel (des Führers). So wars anfangs gedacht, in kürzester Zeit kam 1933 ff. mehr und anderes dazu. Ich zähle das jetzt nicht alles auf, um nicht Gefahr zu laufen, irgend eine Scheußlichkeit nicht erwähnt zu haben und damit dem Verharmlosingsverdikt zu unterfallen. Merkwürdig ist allerdings die Bewunderung durch das Ausland (speziell Nordamerika), die noch heute einem markanten Teil der SS gezollt wird: der Waffen-SS.
Auch nicht schlecht: Nachdem selbst der Don mitgekriegt hat, dass ihm die Reps wg. seines Nahost-Deals davonrudern, hat er heute Nacht erklärt, dass das Regime in Teheran am Ende sei. Na gut, das ist eine Schlagzeile, an die sich schon morgen keiner mehr erinnern wird. Zwischenzeitlich versuche ich, die Meldungen Vize-Vance-fliegt-in-die Schweiz und Vize-Vance-fliegt-nicht-in-die-Schweiz in meinem bescheidenen Kopf zu koordinieren.
19. Juli 2026
Die deutschen Pressejubilanten des US-israelischen Interventionskrieges gegen Persien bemerken erschrocken, dass ihre Favoriten den Krieg überhaupt nicht gewonnen haben, wie sie seit Wochen behaupteten. Jetzt sind sie beim Zusammenzählen der Erbsen ärgerlich, dass nicht einmal der status quo ante erreicht wurde. Die Grundprobleme der Amerikaner werden auf Fußspitzen umgangen: Verbrauch der nationalen Ölreserve bis auf einen schäbigen Rest und die Unfähigkeit, den Kriegshelden in Tel Aviv unter Kontrolle zu halten. Dass bei dem weiterhin die Dollars sprudeln, bewirken die Spielhöllen von Las Vegas. Verrückter Zusammenhang, aber trotzdem wahr
Presse (2): Selbst bei Tichy und bei Apollo News bemerkt man, dass da was schief gelaufen ist. Ich betrachte mit Genuss die einschlägigen Reporter-Namen und vergleiche sie mit meinen Notaten im Geheimdienstlexikon. Schräges Tun ist offenbar vererblich.
Presse (3): Ein Fernsehgesicht des ZDF namens von Ungern-Sternberg hat, wie ich mit Vergnügen lese, an Elon dem Wunderkind Maß genommen und ihm Mitverantwortung für die Gewaltausbrüche auf den britischen Inseln unterstellt. Doch, oh Schreck, der wehrt sich. Hier gilt die Regel: Prüfe, bevor du in den Ring steigst, dein Gewicht. Auch in diesem Fall kennt mein Geheimdienstlexikon potente Namensträger der Presse-Baronesse, zum Beispiel den baltendeutschen Kavalleristen in russischen Diensten, der im Verlauf der russischen Revolution zu einer Art kurzfristigem Herrscher (Khan) in der Mongolei aufstieg, bevor ihn die Roten ergriffen und hinrichteten.

Presse (4): Die Bilder vom polnischen Amerikaner Sikorski, der zur Zeit beim Nachbarn der Außenminister ist, und seinem deutschen Pendant, Johann das Nordmännlein, dienen der Illustration eines soeben abgeschlossenen deutsch-polnischen Verteidigungsbündnisses. Bei Zeller lese ich hierzu heute Morgen den zynischen Kommentar: Polen gibt Autos an Deutschland zurück. – Mir geht das britisch-polnische Verteidigungsbündnis vom Frühjahr 1939 durch den Kopf, das auf geradem Weg in den Zweiten Weltkrieg führte. Das Bündnis von gestern ist indessen glänzend geeignet, in den notwendig kommenden, bislang lediglich aufgeschobenen polnisch-ukrainischen Konflikt hineinzuführen. Nun, Außenpolitik ist tückisch. Ob der kleine Mann vom Werderschen Markt das auch schon mitgekriegt hat? Kann mir das beim besten Willen nicht vostellen.
18. Juni 2026
An den beiden letzten Tagen trafen sich die G 7 an der französischen Seite des Genfer Sees. Wie ich es auch drehe und wende, auf den von der Presse übermittelten Fotos sind stets mehr als 7 Personen zu sehen. Ich versuche, die Nasen zuzuordnen und komme auf USA, CAN, D, F, GB, I und JAP sowie einige, die ich nicht genau zuordnen kann. Wenn man denkt, dass dies die Versammlung der sieben mächtigsten Industrienationen sein soll, stellt sich mir die Frage: Wo sind RUS, CH und IND? Mir schwant, dass hier ein Modell aus der guten alten Zeit konserviert werden soll, oder anders ausgedrückt: die gegenwärtige dynamische Moderne ist nicht mit am Tisch, stattdessen ein Mummenschanz der absterbenden Volkswirtschaften.
Mummenschanz (2): Die Vereinbarungen zwischen Iran und USA, die beabsichtigte Beendigung des Kriege betreffend, wird heute Nacht von den USA veröffentlicht. In der Westpresse lese ich, wie wir es den Mullahs gegeben haben. Soso. Der dort genannte Wiederaufbaufonds, zu dem sich die Amerikaner verpflichtet haben, riecht eher nach Reparationszahlungen als nach dem Sieg der democracy. Noch ein paar Streiflichter: Die Durchfahrt von Hormus wird zur Sache von Iran und Oman erklärt. Der Pakt soll auch den Libanon umfassen. Die amerikanische See-Blockade Persiens wird aufgegeben, auch alle Sanktionen. Der Atom-Streit wird in die Gremien verschoben.
Mummenschanz (3): Das alles soll für die Unterzeichner (also US und Persien) „und für deren Verbündete“ gelten. Das kann nichts werden. Spätestens beim nächsten Bombenregen im Südlibanon, kommt es zum Schwure. Israel weiß das, und seine Regierung will es auch so.
Mummenschanz (4): Der Don erklärt vor lauter Wonne, dass er, weil das Öl jetzt wieder fließt, ab sofort wieder Raum hat, um neuerliche Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Der beim Gipfel anwesende kleine Mann aus Kiew wird das sicher gerne gehört haben. Dass der zu G 7 gehört, war mir bis gestern nicht geläufig. Man muss die Sache vielleicht neu definieren: Es war ein Treffen der größten Schuldenmacher. Da passt die Ukraine ohne weiteres ins Bild.
16. Juni 2026
Beim Schreiben meines jüngsten Opus habe ich mich Jahr und Tag mit den Problem der Abgrenzung von Weltmacht, Realpolitik und Größenwahn herumgeschlagen. Heute Morgen fällt mir wie aus dem Nichts eine Definition für Weltmacht ein: Es ist die Fähigkeit, weltweit ungestraft Kriegsverbrechen begehen zu können. Die USA fallen ohne weiteres unter diese Definition. Die Frage wäre: auch Israel? Ich weiß schon, jetzt werden die üblichen Befürworter empört die Hände heben. – Jungs, beruhigt euch, ich probiere lediglich aus, ob meine Definition tragfähig ist. Ist sie nicht, denn die USA begehen keine Kriegsverbrechen, sondern sorgen mit Nachdruck dafür, dass die Menschenrechte beachtet werden, und Israel verteidigt lediglich mit geeigneten Bandagen sein Existenzrecht.
US-Israel (2): Ich verkneife es mir, auf den Bombast anlässlich des Achtzigsten im Weißen Haus einzugehen. Die Schlagzeilen überdecken etwas mühsam, dass der angeblich ausgehandelte Deal mit dem Iran, der am 19. unterzeichnet werden soll, von einer der Kriegsparteien, der in Tel Aviv, in Bausch und Bogen abgelehnt wird.
US-Israel (3): Die einschlägigen Erklärungen aus Tel Aviv lassen keinen Zweifel zu. Israel wird sich aus den neuerlich besetzten Gebiete in Gaza/Palästina, Syrien und dem Libanon nicht zurückziehen. Das Töten dort wird weitergehen. Offen ist lediglich, wann der Iran die nächste Raketensalve auf Israel abfeuert.
US-Israel (4): Mittlerweile sickern Satelliten-Bilder ins Internet durch, die Schäden aus dem Beschuss von Israel und den Golfstaaten in der vergangenen Woche zu dokumentieren scheinen. Ich bin skeptisch, ob das, was wir zu sehen meinen, mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Zu strikt ist die Nachrichtenzensur, als dass sich eine Inlandsquelle an die Sonne wagen würde. Hier zeigt sich ein spaßiger Effekt jeglicher Zensur: Die Leute fangen an, sich ihr eigenes Bild von der Wirklichkeit zu malen. Ich stelle bei mir selbst ähnliche Tendenzen fest.

US-Israel (5): Mittlerweile werden auch die treuesten Unterstützer Israels in den Medien bei uns zulande unsicher, und sie schweigen in der Mehrzahl beklommen. Vielleicht gibt ihnen ihr Leib- und Magen-Blatt New York Times mit seiner speziellen Eigentümerschaft zu denken, wo vor Tagen ausführlich dargelegt wurde, dass für die föderal organisierte US-Spionageabwehr die größte Bedrohung der amerikanischen Entscheidungsstrukturen aus… – na? falsch geraten – Israel herrührt. Das kann natürlich ein Schuss ins Blaue sein, um die Reihen wieder fest zu schließen. Auch muss die Zeitung auf die Leserschaft Rücksicht nehmen, die im Moment mit besorgniserregenden wirtschaftlichen Verlusten infolge des Krieges zu kämpfen hat. Aber ebenso ist es möglich, dass die grundsätzlich Trump-feindliche Zeitung hier das Spiel Trump-ist-eine-Marionette spielt. Da muss man auch ein Wort zum Spieler sagen. Ein amüsantes Dilemma.
15. Juni 2026
Das wäre, wenn es stimmt, zu schön, um wahr zu sein: Nach Posaunentönen aus dem Weißen Haus von heute Nacht soll es so sein, dass die Hauptkontrahenten USA und Iran den Krieg mit sofortiger Wirkung ad acta legen, damit, wie Trump es ausdrückt, ab sofort das Öl wieder fließen kann. Am kommenden Donnerstag, 19.6.2026, soll der Vertrag zwischen beiden Staaten formell unterzeichnet werden.
Kriegsende (2): Ich will nicht unnütz nörgeln, denn das Ende des Tötens ist die einzig vernünftige Lösung. Bleibt nur die Hoffnung, dass es auch wirklich geschieht. Die Zweifel rühren daher, dass Israel den Samstag noch nutzte, um mit dem Töten im Süd-Libanon und Beirut fortzufahren. Immerhin entfuhr es Trump, dass er dies für kontraproduktiv halte. Da Persien, wie man vom Vermittler aus Pakistan hört, darauf besteht, dass auch der Libanon in den Waffenstillstand einbezogen ist, und sich die USA angeblich darauf eingelassen haben, sieht man in aller Deutlichkeit die Sollbruchstelle dieses neuerlichen Abkommens.
Kriegsende (3): Wir erinnern uns an den April, als dieselbe Konstellation vorlag, und die Amerikaner, als die Israelis einfach weiter bombten, sich so vernehmen ließen, vom Libanon sei nie die Rede gewesen. Das war eine faustdicke Lüge, wie die Vermittler aus Pakistan offenlegten. Danach ging das Gemetzel bis zu diesem Wochenende weiter, wenn auch auf abgesenktem Niveau. Und vor allem: die Straße von Hormus blieb unter persischer Kontrolle geschlossen. Die heutige Öffnung kann also, wenn es in Tel Aviv die Falken wieder jucken sollte, morgen erneut rückgängig gemacht werden.
Kriegsende (4): Es mag ja verrückt klingen, aber der Schlüssel zum Frieden in Nahost liegt in Tel Aviv. Es bleibt eine never-ending Story, da sich an der Grundkonstellation des Konflikts nichts geändert hat, in dem beide Seiten auf einer 100 Prozent-Lösung bestehen.
Und zum Schluss noch was Unernstes: Am Samstag fand in München – einst die Hauptstadt der Bewegung – eine Demo mit bemerkbar vielen Leuten unter dem Motto Merz muss weg statt. Ich dachte, dergleichen sei ein Privileg jener Landsleute, bei denen Unseredemokratie immer noch nicht angekommen ist.
14. Juni 2026
Die Direktorin für die Koordination der Geheimdienstarbeit der USA (Director of National Intelligence – DNI), die zum Monatsende ausscheidet, hat mit dem Bericht 10/26 vorgestern ihre Abschiedsvorstellung gegeben. Was Tulsi Gabbard da vorgelegt hat, ist ein Paukenschlag: „Bislang wurden dem amerikanischen Volk Beweise für die Existenz und Finanzierung dieser [Bio-] Labore bewusst vorenthalten. Die Informationen über die Existenz, die Geschichte, die Standorte und die Finanzierung dieser von den USA finanzierten Biolabore wurden von mächtigen Personen absichtlich verschleiert, indem sie fälschlicherweise behaupteten, diese existierten nicht, und alle, die etwas anderes sagten, beschuldigten, ausländische Agenten und Verräter Amerikas zu sein. Viele dieser von der US-Regierung finanzierten Biolabore betreiben derzeit oder haben in der Vergangenheit Forschung mit gefährlichen und hochansteckenden Krankheitserregern betrieben, in einigen Fällen einschließlich gefährlicher „Gain-of-Function“-Forschung, und das bei äußerst geringer Transparenz und Kontrolle.“ Auf die Täterschaft von Antony Fauci & Konsorten wird ausdrücklich hingewiesen, auch darauf dass ein Teil dieser kriminell betriebenen Labore nach wie vor in der Ukraine liegt.
Der Kolonialherr (2): Gestern trudelte dessen Mai/Juni-Heft der Foreign Affairs bei mir ein. Ich fasse mal grob zusammen, was beim ersten Überfliegen hängen geblieben ist: a) Krieg in Nahost bereits nach ein paar Tagen militärisch gewonnen, nur leider ist das Hormus-Straßen-Problem noch nicht ganz gelöst. Muss es aber in naher Zukunft. b) Israel auf bestem Wege, den Nahen Osten neu zu gestalten. c) Der Diktatur in Nord-Korea muss mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. – Wirklich kurios, und kurios genug: fast alle Autoren waren mal in der Obama-Regierungszeit dort auf außenpolitisch bedeutsamen Funktionen. Mein Eindruck: die sehen zuviel fern.
Der Kolonialherr (3) heute Nacht: Wenn die Perser am heutigen Sonntag nicht unterschreiben, wird weiter gebombt. Man tut gut daran, sich von diesem Nervenkrieg, der im Weißen Haus erzeugt wird, nicht überwältigen zu lassen. Betrachte mit Muße die mitgelieferten Pressebilder. Neben dem Don die beiden üblichen Verdächtigen als Staffage: der Kriegsminister und der Außen-Italo-Hispano. Beide glotzen mit leeren Augen geradeaus. Nirgendwo zu sehen: der Vize Vance.
Ostfront: Ursel von der EU bietet der Ukraine und Moldawien Sonderkonditionen für den Beitritt an. Was genau das bedeuten soll, wird nicht berichtet. Nur dass beim kleinen Mann aus Kiew wieder das Geld alle ist. Jetzt fordert er weitere 20 Milliarden an, um Russland zerstören zu können. Hatte er nicht gerade erst 90 Milliarden erhalten? Wo zum Teufel ist das ganze Geld hin? Niemanden scheint das zu interessieren, und wie passt das mit der Meldung zusammen, dass die EZB die Zinsen erhöhen will?
Ostfront (2): Der neue Mann aus Ungarn widerspricht Fritz dem Kanzler auf offener Bühne in Berlin über die Notwendigkeit der Kriegführung gegen Russland. Ja, der tut Dinge, vor denen Kritiker bereits vor dessen Wahl gewarnt haben: Er verschärft den Kurs von Orbán.
13. Juni 2026
Das sind irritierende Meldungen aus Islamabad zu Stand und Fortgang der amerikanisch-persischen Gespräche über ein Ende des Krieges in Nahost. Nehmen wir mal an, dass es stimmt, was der pakistanische Moderator sagt, nämlich dass sich die Experten beider Seiten sehr nahe gekommen sind, so belehrt jedoch ein Blick auf die jeweiligen Führer, dass dies nichts bedeuten muss. Trump fährt weiter Zickzack, Teheran hüllt sich in Schweigen, und aus Tel Aviv ist das Übliche zu hören. Hieraus destilliere ich die Kernaussage von Kriegsminister Israel Katz: Man behalte sich vor, was immer dort vereinbart werde, den Iran anzugreifen, wenn dort am Atomprogramm weitergearbeitet werde, und man habe keineswegs die Absicht, aus den neuerlich besetzten Gebieten im Gazastreifen, in Syrien und im Libanon wieder abzuziehen.
Große Worte (2): Sieht das alles nach Friedenswillen aus? Die Frage stellen, heißt sie verneinen. Da sitzen welche auf turmhohen Rössern. Wir Deutsche füttern sie artig aufgrund von zwei Basisannahmen: Holocaust und Existenzrecht Israels. Das letztere beruht auf einer gewaltsamen Landnahme in den späten 1940er Jahren, deren Einzelheiten man am besten ausblendet, wobei uns in Deutschland seit Jahrzehnten der drohende Hinweis auf den Holocaust das Maul verbietet. Nun stellen wir erstaunt fest, dass das Nahost-Gewaltproblem außerhalb unserer Grenzen ganz anders gesehen wird.
Große Worte (3): Diesmal von Fritz dem Kanzler. Er hat verfügt, dass heutige Reformen viel schwieriger seien, als ein Land nach dem Krieg wieder aufzubauen. Falls er damit Deutschland meint, dessen Namen in seiner Erklärung nicht extra vorkommt – jedenfalls nicht, soweit ich in der Presse darüber lesen konnte –, darf angemerkt werden, dass er darüber aus eigenem Erleben nichts wissen kann. Das, was in unserm Land den Boom auslöste, war vor seiner Zeit, und ob seine Vorfahren im Hochsauerland hierzu Entscheidendes beisteuerten, müsste wohl noch extra beleuchtet werden. Ich bekenne freimütig, dass mir hierüber nichts bekannt ist. Bekannt ist mir hingegen, wie meine Eltern schuften mussten, um nach ihrer Vertreibung und Flucht wieder auf die Beine zu kommen. Dass sie Freude an diesem Tun empfunden haben könnten, kann nur ein Idiot behaupten.
12. Juni 2026
Heute Nacht war wieder mal so ein Moment, an dem ich dachte, der Nahostkrieg laufe jetzt endgültig aus dem Ruder, nachdem der Don gestern Abend angekündigt hatte, es folge jetzt das schwerste Bombardement des Iran seit Kriegsbeginn. Um zwei Uhr (MEZ) blies er das ab und sprach von verheißungsvollen Verhandlungen fürs Wochenende.
Nahost (2): Wie oft will der US-Präsident diese Nummer noch durchziehen? Fakt ist – wie man hier im ehemaligen Osten sagte –, dass seine Zeit abgelaufen ist. Jedenfalls was einen Sieg des großen und guten Amerika anbelangt. Der Einbruch der Welt-Öl-Produktion wird die schwerste Wirtschaftskrise seit 1929 auslösen. Jeder, der noch alle Tassen im Schrank hat, weiß es: dieser Krieg muss beendet werden. Sofort.
Nahost (3): Man könnte lachen, weil es an Absurdität kaum zu überbieten ist: Der Schlagabtausch in dieser Woche wurde angeblich durch den Abschuss eines Apache-Kampfhubschraubers in der Straße von Hormus ausgelöst. Die Rettung der Besatzung durch eine unbemannte Wasserdrohne dominierte die West-Presse. Unerörtert blieb meistens, was der Hubschrauber dort zu suchen hatte.
Nahost (4): Der persische Außenminister fasste die Ereignisse rund um den Hubschrauber-Abschuss in wenigen Worten zusammen: Fremde Streitkräfte in der Nähe unseres Landes unterliegen einem andauernden Risiko. Die beste Lösung, dieses Risiko zu verringern, ist, dass sie verschwinden.

Nahost (5): Jetzt folgten zwei voneinander unabhängige Handlungsstränge: a) Das US-Bombardement der persischen Küstenbefestigungen mit unbekanntem Ergebnis, auf das im Stundentakt persische Raketen- und Drohnen-Angriffe auf US-Stützpunkte im Golf und Jordanien folgten, auch diese mit umstrittenen Ergebnissen. b) Im Nachrichtenschatten davon neuerliche israelische Luftangriffe im Südlibanon, die, wie mehrfach angekündigt, eine massive persische und jemenitische Raketensalve Richtung Israel auslösten. Über die Ergebnisse dieses Luftschlages wird striktes Schweigen gebreitet. Arabische Kanäle mutmaßen, dass die beiden wichtigsten Basen der israelischen Luftwaffe getroffen worden seien.
Nahost (6): Trotz Ankündigung aus Tel Aviv unterblieb ein israelischer Luftschlag gegen den Iran. Die Auguren murmeln, dass dies an einer Intervention des Don liege. Wir wissen zumindest aus seinem Mund, dass er auf wenig schmeichelhafte Art am Telefon mit dem Führer Israels sprach. Die amerikanische Reporterin, die den Präsidenten mit wiederholten Fragen belästigte, warum er sich von Netanyahu am Nasenring durch die Arena schleifen lasse, beglückte er mit der Antwort, dass ihm niemand was zu sagen habe, auch Netanyahu nicht, und dieser froh sein müsse, dass er, der Don, ihn vor dem Gefängnis (jail) bewahrt habe. Na sowas, das hatten bislang nur Verschwörungs-Spezialisten vertreten.
11. Juni 2026
Nein, ich werde nicht plötzlich zum Lokalpatrioten. Fürs Örtliche interessiere ich mich erst, wenn ich die Bemühungen der Obrigkeit, den Verkehr zu behindern, ausbaden muss und verzweifelten Touristen dabei zusehe, wie sie von ihren Handys verlangen, durch die ganz sinnlos angeordneten Umleitungen geschleust zu werden. Bei soviel mit einem schiefen Grinsen ertragenen Ortsinteresse entgeht es mir leicht, dass wir an der Spitze des Zwergstaates über einen Denker von Format verfügen, den die boshaften Mit-Ignoranten als Doktor mett. zu bezeichnen belieben. Dabei sagt der Sachen, bei denen man ins Grübeln gerät, zumindest berichten überörtliche Postillen wie Apollo News darüber: „Buchenwald liegt nicht zufällig bei Weimar. Diese Nähe verweist auf eine Spannung, die sich nicht auflösen lässt. Hier die Stadt der Kultur, des Humanismus, der deutschen Klassik, dort ein Ort der Barbarei, der systematischen Entmenschlichung. Diese Konstellation ist kein Widerspruch. Sie ist eine Warnung, denn sie zeigt, dass Bildung und Kunst, ja sogar moralische Selbstvergewisserung, nicht immun machen gegen das Böse.“
Doktor (2): „Auf dem Ettersberg wie an all den anderen Orten, überall wurde die Menschlichkeit nicht nur verletzt, sondern methodisch, bürokratisch, industriell verleugnet. Es waren keine Orte, an denen man zufällig die Augen verschloss. Das Wegsehen war die einfachste Form der Verleugnung der Menschlichkeit. Und diese Unmenschlichkeit ist es, die uns bis heute fassungslos macht.“
Doktor (3): „Ich trete nicht nur in das Amt eines Vorgängers, sondern in das Vermächtnis eines Anspruchs.“ … „Doch was ihn prägte, waren nicht nur die Trümmer der Städte. Es waren die Trümmer der Ordnung: ein Vaterland ohne Verlässlichkeit, ein politisches System ohne den Wert der Menschlichkeit.“ … „Wo Politik sich überhöht, verliert sie ihre Menschlichkeit. Wo sie Vollkommenheit behauptet, zerstört sie die Freiheit. Für Bernhard Vogel hieß Verantwortung: die Grenze des Machbaren zu achten – und darin das Eigentliche zu erkennen.“
Doktor (4): Es gibt Leute, die behaupten, der Doktor Voigt habe seine Kuriosa von der KI formulieren lassen. Kann ich mir nicht so recht vorstellen. Selbst wenn, so würde das zeigen, dass er das, was er ausspricht, intellektuell nicht überblickt. Man stelle sich vor, das Wort Intellekt hieße Interlekt (= zwischen dem Gelesenen), dann gebe das mit Blick auf den Thüringer Denker und sein Gerede einen heiteren Sinn.
10. Juni 2026
Nein, so geht es jedenfalls nicht. Während gestern Früh der Don mit dem üblichen Bombast ankündigt, dass in Nahost ein Big Deal unmittelbar vor dem Abschluss steht, muss er Stunden später ansagen, dass das große und gute Amerika nicht dulden könne, wenn fast zeitgleich ein Apache-Hubschrauber in der Straße von Hormus vom Himmel geholt werde. Was der da zu suchen hatte, sagt er nicht extra, aber ich weiß es: Er sollte die völkerrechtswidrige Sperrung des persisch-omanischen Seeweges beenden helfen. Dabei kam er zu Schaden. Innerhalb von Stunden übten die US-Streitkräfte Rache und bombardierten eine Insel und einen persischen Hafen in den Straits, was den persischen Außenminister noch heute Nacht veranlasste, hierfür eine Rache anzukündigen. Man sieht, das schaukelt sich jetzt wieder hoch.
Hochschaukeln (2): Da wagten sich doch gestern Bürger dieses Landes mit der gewagten Parole Merz muss weg auf die Straßen mitten in Berlin. Befürworter und Vertuscher streiten noch, wieviele Hanseln das gewesen seien. Die Zahlen schwanken zwischen einem Menschenhäuflein und einer fünfstelligen Massen-Zusammenkunft. Aus Erfahrung gewitzigt, zieht der Kopf mit Hilfe seiner verblassenden Erinnerungen Parallelen zu den Ereignissen von 1989, als das Volk damit begann, die Straße zu erobern. Es waren Arroganz und Trotz, die sich da begegneten. Leute, wie ich einer war, sagten: Das wird nichts werden. Ich irrte mich. Und wie.
Hochschaukeln (3) Man wird mir nachsehen, wenn ich mich vergnüge, was ich stattdessen über Nacht bei Zeller las. Auch das weckt Erinnerungen, gegen die ich mich nicht wehren kann.

Vormittags um elf: Das ging schneller, als von mir erwartet. Der Iran übt Vergeltung für das, was Washington Selbstverteidigung der US-Streitkräfte in der Umgebung der Straße von Hormus nennt. Wie angekündigt trifft es US-Unterstützerstaaten. Die persischen Ziele liegen in Bahrain, Kuwait und Jordanien. Das letztgenannte nach meinem Eindruck zum ersten Mal.
9. Juni 2026
Ob man einen Schriftsteller schätzt, ist häufig einem Zufall geschuldet, nämlich ob einen ein Text, den man – was nicht sein muss – bewusst mit seinem Namen verbindet, denn normalerweise ist es so, dass mich die Information interessiert, womöglich sogar fesselt. Die verbreitete Information ist das, was im Gedächtnis haften bleibt, nicht jedoch der Autorenname, falls ich den überhaupt zur Kenntnis nahm. Nun ja, nur eben manchmal, da ist das anders. So ein glückliches Zusammentreffen geschah nach der geradezu atemlosen Lektüre des Romans Niemandszeit, den ich geschenkt bekam. Die Lektüre fand an jenen Tagen statt, als ich in Kamenz mit der Leiterin des dortigen Lessing-Museums ein wundersam abschweifendes Gespräch über das skandalöse Abräumen von Jörg Bernig als dem gerade frisch gekürten Kulturamtsleiter von Radebeul (an der Elbe gelegen) führte. So wurden bei mir der Name des Romanautors und der Roman selbst in meinem Aufmerksamkeits-Kosmos zusammengeführt.
Bernig (2): Ob man einen Autor schätzt, ist nicht nur vom gerade geschilderten Zufall abhängig, sondern auch davon, ob der Text, der hierfür verantwortlich ist, diesen Toller-Text-Effekt ausgelöst hat. Danach will man dann mehr von dem Autor lesen.
Bernig (3): Vor Wochenfrist frage ich die Buchhändlerin in Loschwitz, ob sie noch was von Bernig hat, was ich noch nicht gelesen habe. Hat sie. Es ist die Erzählung Die ersten Tage, deren 352. handnummeriertes Exemplar (von 500) den Besitzer wechselt. Heute, sehr früh, im noch diffusen Licht eines verhangenen Juni-Morgens habe ich das Buch gelesen. Als ich schließlich nach 50 Seiten hochblicke, hat sich die Sonne durchgekämpft. Ich brauche ein Weilchen, um wieder in der Wirklichkeit anzukommen, mache das Leselicht aus und gehe in die Küche, um den ersten Tee des Tages zu kochen. – Jetzt beim Niederschreiben dieser Notiz, unterbreche ich mich mehrfach, da mir das Gelesene durch den Kopf geht. Es ist die Sicht auf die Dinge, und wie sie sich mit der vorherrschenden Beleuchtung verändern.
8. Juni 2026
Letzte Nacht hat der Iran Raketen auf Israel abgeschossen, die auch angekommen sind. Von dort hören wir die üblichen Reaktionen: Alle anfliegenden Raketen wurden abgeschossen. Gleich anschließend wurden israelische Raketen auf Teheran abgeschossen, die ebenfalls angekommen sind. Über die angerichteten Schäden ist noch nichts bekannt.
Wieder einmal versuche ich, einen Schritt zurück zu machen. Bereits letzte Woche kündigte der Iran an, sich für die israelische Bombardierung von Beirut zu rächen. Dieser Bombardierung war die israelische Ankündigung vorausgegangen, der Krieg gegen den Libanon werde weitergeführt, solange es die Hamas gebe, die bekanntlich von Persien unterstützt werde. Die Lage dort ist völlig verfahren. Immer gibt es irgendwen, der sich berechtigt glaubt, auf irgendwas reagieren zu müssen.
Noch einen Schritt zurück: Bis gestern war ich der Meinung, die USA könnten, was ihr Mündel in Tel Aviv anbelangt, den Teufelskreis durchbrechen, aber es aus mancherlei Gründen nicht zu wollen. Seit heute Nacht bin ich mir nicht mehr so sicher, nachdem das Weiße Haus sich mit seiner Forderung an Netanyahu nicht durchsetzen konnte, neuerliche Gewalt zu unterlassen. Die dortige Führung zeigt, dass sie sich sicher ist, das Votum von Trump gefahrlos ignorieren zu können. Der Kreis der amerikanischen Entscheider wächst, die das nicht hinzunehmen bereit sind. In diesem Sinne verstehe ich das mehrheitliche Votum aus dem Repräsentantenhaus in der vergangenen Woche, den Präsidenten zum Rückzug aus dem Iran-Krieg zu zwingen. – Egal, was die Trump-hörigen Medien dazu verbreiten, Trumps Kriegsführung ist spätestens jetzt nach amerikanischem Recht illegal.
Geschichtsunterricht: Bis gestern nahm ich an, dass bald nach dem Zweiten Weltkrieg die Neugründung CDU das größte der möglichen Sammelbecken für ehemalige NSDAP-Mitglieder in Westdeutschland gewesen ist (In der SBZ waren es NDPD und SED). Nun weiß ich durch Fritz den Kanzler, dass es die AfD ist, die der NSDAP unmittelbar nachfolgte. Das ist eine originelle Idee, und ich nehme an, dass sie von einem Prädikats-Juristen aus dem BMI stammt, der mal in die alten Gesetze kuckte. Da hat der wackere Mann festgestellt, dass man in Berlin für das Verbot von NSDAP-Nachfolgeorganisationen das Bundesverfassungsgericht nicht benötigt.
7. Juni 2026
Nach einwöchiger Abstinenz vom Bedudelt-werden durch den Nachrichtenmüll fege ich am Sonntagmorgen ein paar Staubflocken zusammen. Das Häuflein ist kaum beeindruckend zu nennen: a) Geschrei aus Kiew über Russlands angebliche Niederlage, b) gutbesuchtes Wirtschaftsforum in St. Petersburg, auf dem Putin moderate Töne anschlägt, während eine Drohne kurz zuvor daselbst in einen Öl-Terminal einschlägt, so dass eine schwarze Wolke am Sommer-Himmel unübersehbar aufsteigt, c) iranische Drohnen, die den Flughafen von Kuweit ruinieren, d) israelische Luftangriffe auf den Süd-Libanon, e) Mitteilung iranischer hoher Offizieller via Pakistan, man werde auf eigenem Territorium die Bombe zünden, f) Pressegeschwätz über den angeblichen Verfall der CDU, g) wüste Justiz-Attacken gegen Kritiker von Fritz dem Kanzler. – Zu jedem dieser Themen lässt sich ein Roman schreiben, aber man muss nicht, und ich schon gar nicht.
Schreiben (2): In derselben Woche lösche ich in einem Gewaltakt 200 von 500 Manuskript-Druckseiten von Mein Abendland in der Erkenntnis, dass das, was ich zum Ausdruck bringen will, zwischen zwei verkaufbare Buchdeckel passen sollte. Am vergangenen Sonntag begann ich diesen Ritt ins Dickicht der eigenen Gedankenwelt, gestern schloss ich ihn ab. Zurück bleibt ein Gefühl von Erschöpfung.
30. Mai 2026
Es ist ermüdend, den Nachrichten über den Nahostkrieg, die aus dem Weißen Haus quellen, noch Beachtung zu schenken, solange es keine Pendants aus Teheran gibt. Also haken wir missmutig ab, dass das Gerede über den unmittelbar bevorstehenden Deal nur das ist, was es ist: Gerede.
Gerede (2): Gestern kaufte ich aus Neugierde in einer Kaufhalle in Mechelroda (an der A 4), die ich wg. der dortigen erstaunlichen Metzgerei angesteuert hatte, erstmals eine papierene Ostdeutsche Allgemeine. Ein erstes Überfliegen im Freien weckt Neugierde. Ein doppelseitiger Artikel über das Marine-Kommando in Rostock referiert ausgiebig den offiziellen Standpunkt, dass es sich hierbei um eine deutsche, wiewohl multinationale Einrichtung und keineswegs eine solche der Nato handele. Es wird der wissenschaftliche Dienst des Bundestages zum Zeugen aufgerufen, dass ein Verstoß gegen den Zwei-plus-Vier-Vertrag nicht vorliege, der Nato-Einrichtungen in der Ex-DDR verbietet. Ich will nur am Rande bemerken, dass die Russen dies anders sehen. Ich frage mich, warum zum Henker begibt man sich in diese unhaltbare Position. Sie ist unnütz, wo nicht schädlich oder sogar gefährlich.
Gerede (3): Nach Drohneneinschlag in Rumänien zeigt der Wertewesten mit dem Finger auf den bitterbösen Putin, der allerdings dementiert. Fritz der Kanzler nutzt die Gelegenheit, um dem Russen zu drohen. Fragt sich wozu und womit. In der wenig erbaulichnen Beurteilung des Kanzlers ist neben Pinochio das Kürzel FRTZ sehr beliebt, letztes mit Zusätzen, die ich mir aus Gründen des guten Geschmacks schenke. Lackaffe jedenfalls, sagt das Amtsgreicht Heilbronn, darf man ihn nur gegen 100 € nennen. Ich wäre auf die Idee nicht gekommen, dies zu tun, weder das eine noch das andere.
Schilda, wie es leibt und lebt, allerdings kenne ich die Vorgeschichte nicht:

29. Mai 2026
Die Lage in Nahost bleibt verworren. Aus den USA kommen gestern Nacht binnen weniger Stunden Behauptungen, die nicht zusammenpassen: a) erfolgreiche Abwehr iranischer Drohnen in Kuweit, b) unmittelbar bevorstehende Verlängerung des Waffenstillstands um 60 Tage, c) Aufrechterhaltung der Iran-Blockade, d) Weltweit neue Sanktionen gegen persischen Ölverkauf, einschließlich der Sanktionierung der neuen persischen Zollbehörde für die Straße von Homus.
Nahost (2): Nur in Israels Libanon-Krieg bleibt alles beim Alten. Gestern wieder Luftangriffe mit zahlreichen Toten und Verletzten. Siegesmeldugen über weitere getötete Hamas-Führer.
Es ist schon fast rührend, wie Mainstream versucht, eine Kanzler-Krise herbeizureden. Nur Fritz weiß von nichts und kündigt bei einem Heimspiel in Arnsberg neue wunderbare Reformen an. Niemand glaubt das.
Das OVG des Saarlandes verfügt, dass in Saarbrücken, wo man die AfD praktischerweise von der Wahl ausgeschlossen hatte, erneut gewählt werden muss. Nicht, dass sowas Rückschrittliches Schule macht.
28. Mai 2026
Ich bin offenbar nicht der Einzige, der den Stillstand bemerkt. Einige sprechen vom vorweggenommenen Sommerloch. Es arbeiten sich die Gazetten am Nichts ab: Viren, auf die niemand anspringen will, aus dem Off auftauchende Hitzerekorde, Veröffentlichung von UFO-Akten aus dem Pentagon, viertrangige Parteiquerelen, die zu Ereignissen aufgebauscht werden. Angeblich sollen die Heroen hinter der Hand über den Sturz von Fritz dem Kanzler lamenieren.Da glaube ich kein Wort von.
Nichts (2): Auch an den Kriegsfronten ist es verdächtig still. Die zu erwartende Reaktion des Iran auf die Bombardierung der seiner Südküste vor zwei, drei Tagen lässt auf sich warten, ebenso die praktische Reaktion der Russen auf die gezielte Tötung von Schülern in der Provinz Lugansk durch ukrainische Drohnen. Nehme an, dass man dort die Drohnen-Trümmer genau untersucht, um festzustellen, wer sie hergestellt hat.
Nichts (3): Der Don kann seit zwei Tagen kein Unheil anstiften, weil er sich im Armeekrankenhaus zum periodischen Gesundheits-Check befindet. Hätte ich was zu sagen, würde ich ihm eine Krankschreibung raten, so dass er wieder Zeit fürs Golfspielen hat. Ich weiß schon, das wäre zu schön, um wahr zu sein.
26. Mai 2026
Zum Schutz ihrer Streitkräfte haben die US-Boys gestern Raketen- und Bombenangriffe gegen die persische Marine und die erkannten Raketen-Abschussrampen in Südpersien durchgeführt. Man muss das mit Genuss lesen, denn es entspricht haargenau der Erklärung von Centcom von heute Nacht. – Ich übersetze mal ins Klardeutsche: Wir brechen die Waffenruhe, wann immer es uns passt.
Lügen (2): Zeitgleich hat der Don mitgeteilt, dass ein Abkommen mit dem Iran – man sei übrigens auf gutem Wege – nur infrage komme, wenn auch Staaten wie Pakistan, Saudi Arabien und die Türkei eingeschlossen seien. Von Israel sprach er in diesem Zusammenhang nicht. Diesmal äußerten sich persische Offizielle der zweite Reihe ziemlich prompt: Es gäbe Punkte, bei denen man sich einig sei, aber im Wesentlichen sei das nicht der Fall. Ich tippe mal auf den Abzug der Amerikaner aus der Region. In DC tut man so, als sei das nicht gesagt worden.
Lügen (3): Die Tichy-Front zeigt heute Morgen Verständnis für den Hegemon, den sie selbstredend nicht so nennt. Getreu, bis in den Tod. Jungs, das hatten wir schon mal. Mit nicht so ganz gutem Ausgang.
Lügen (4): Es gibt eine breite Fronde von Leuten, die Fritz den Kanzler für einen Lügner halten. Doch bei seiner Russland-Aggressivität spalten sich die Reihen. Vielleicht liegt das daran, dass er hier nicht lügt, wenn er darauf hinwirkt, Deutschland in aller Kürze in den Krieg mit Russland zu führen. Wo zum Henker kommen bloß all diese Kriegsfreunde plötzlich her? Vielleicht wäre eine ehrliche Antwort diese hier: Meine Generation war die letzte, die mit den Kriegsfolgen hautnah konfrontiert wurde: Zerbombte Stadtviertel und überall Kriegskrüppel gehörten zum Alltag der Kinder, so wie ich eines war. Bereits für die Generation danach, die jetzt an der Macht ist, fällt dieses Erleben weg. Sie verbindet Krieg nicht untrennbar mit den Kriegsfolgen.
25. Mai 2026
In der Nacht auf gestern fand wie angekündigt eine russische Reaktion auf die ukrainischen Dohnenangriffe der Vorwoche statt, deren letzter ein Studentenheim in der Provinz Lugansk zerstörte, wobei etliche Bewohner den Tod fanden. Erwartungsgemäß griffen die Russen nun Kiew an. Es muss sich um einen Luftangriff mit Hunderten von Raketen und Drohnen gehandelt haben. Über deren Wirkung sind nach wie vor keine verlässlichen Angaben zu erhalten.
Luftangriff (2): Der Westpresse entnehme ich, dass das ARD-Studio in Kiew zerstört und das der Deutschen Welle beschädigt wurde. Damit hat die deutsche Presse wenigstens ein Thema, was zu stundenlangen Experten-Einschätzungen geeignet ist. Verletzt wurde niemand, denn deutsche Reporter pflegen nachts zu schlafen.
Luftangriff (3): Fritz der Kanzler spricht von einer (hier beliebiges Adjektiv einsetzen) Eskalation. Wenn ich mich nicht täusche, ist das doch das, was er erreichen wollte. Oder irre ich mich? Falls er in den Wochen zuvor der Meinung gewesen sein sollte, man könne die Angriffe nach Russland hinein mit Hilfe deutscher Waffen gefahrlos steigern, ohne eine russische Antwort zu erhalten, dann hat er sich wohl geirrt. Der erneute Einsatz von Oreschnik-Hyperschall-Raketen – es ist der bisher dritte insgesamt – ist vermutlich eine allerletzte Warnung an die europäischen Hauptstädte.
In Nahost gehen Blockade und Gegenblockade weiter. Die US-Kommadobehörde Centcom berichtet über die Zahl bisher gekaperter Schiffe mit vedächtiger Fracht. Die Angaben schwanken allerdings, offenbar je nach Tagesform des Don. Vor drei, vier Tagen waren es exakt 17 Schiffe, gestern sind es genau 100. Die Perser melden derweil, wieviele Schiffe mit ihrer Genehmigung die Straße von Hormus passieren. Sie sprechen von über 200 pro Tag. – Da harmoniert irgendwo irgenwas nicht.
Nahost (2) und anderswo: Auf die Meldungen aus dem Weißen Haus über den Stand der Verhandlungen mit Persien gebe ich seit Wochen nichts mehr. Sie lassen keinen Plan erkennen, was vermutlich daran liegt, dass es keinen gibt. Derweil rüsten die US-Boys verbal gegen Havanna auf, was bekanntlich nicht in Nahost liegt.
24. Mai 2026
Niemand hatte mich gezwungen, am gestrigen Pfingstsamstag das Auto zu benutzen und nach Süden aus Schilda rauszufahren. War die pure Freundlichkeit, zu der ich mich hatte breitschlagen lassen. Ich zahlte mit einem PKW-Stau an der Autobahnauffahrt, wo hiesige Sonntagsfahrer versuchten, mit einer abgeschalteten Ampel zurecht zu kommen. Merke: Hier gilt nicht Vernunft, sondern das Erzwingen vermeintlicher Vorfahrtsregeln. Es ist doch merkwürdig, dass unter der Woche, noch zudem mit regem LKW-Aufkommen, derartiges Chaos nicht entsteht.
Stau (2): Mir geht durch den Kopf, dass dies dieselben Deutschen sind, die den Abend vor der Glotze verbringen, um von Experten darüber belehrt zu werden, was jetzt mit dem Kadaver eines Buckelwals vor Dänemarks Küsten geschieht (Endgame), der wochenlang als Wal Timmy die Deutschen im Fernsehsessel zu Tränen rührte. Wildhüter sprechen von Ablenkfütterung.
Stau (3): Auf der A 4 zwischen Schilda und Dresden verbringe ich Stunden. In der Zeit höre ich gewohnheitswidrig einen sog. Potcast, den mir meine Mitfahrerin dank Smartphone in die Stille des Innenraums überträgt. Es unterhalten sich ein Interviewer namens Ben Bernd, von dem ich zuvor nie gehört habe, und der AfD-Vormann Björn Höcke. Das ganze dauert 4 Stunden.
Stau (4): Nach einem längeren Einstieg über Herkunft, Werdegang und Wechsel in die Politk, geht es ums Eingemachte. Was, wenn der Politiker H. an die Macht kommt? Der Interviewte ringt sichtlich um Worte. Das ist insofern sympathisch, weil man Zeit hat, die Gedanken nachzuvollziehen, anstatt mit aalglatten Floskeln abgefüttert zu werden. So kommt heraus: Er will die Massenzuwanderung sofort stoppen und die Illegalen im Rahmen des geltenden Rechts wieder loswerden.
Stau (5): Bemerkenswert ist, welches Geschichtsverständnis diesem Handlungsdrang zugrunde liegt. Ich erkenne Gedanken wieder, wie auch ich sie vor Jahen schon in Unterwegs zur Weltherrschaft formuliert habe. Nun fehlt mir die Eitelkeit, mich für den Inspirator zu halten. Aber irgendwie erleichtert bin ich schon, wenn ich auf Leute treffe, die in ähnlichen Bahnen denken, wenn es um die aufgepfropfte deutsche Schuld geht. Die Erklärung hierfür ist fast zu simpel: Höcke stammt aus einer Vertriebenenfamilie. Da erkennt man dann auch manches andere wieder.
Stau (6): Mainsteam ist empört. Es geht wie so oft: Ohne dieses Geifern hätte ich im Leben nichts von diesem Gespräch gehört. Millionen anderer geht es ebenso.
23. Mai 2026
Mit dem Antisemitismusvorwurf ist unsere Gaga-Gesellschaft schnell bei der Hand. Er gilt als die letzte Allzweckwaffe, um Andersdenkende mundtot zu machen. Mir ist klar, dass es Leute gibt, die eine solche Feststellung, wie sie soeben von mir getroffen wurde, als Antisemitismus brandmarken werden.
Antisemitismus (2): Ich frage mich, ob es den einschlägigen Vorwurf auslösen wird, wenn ich hier mitteile, dass ich zur Zeit den Talmud lese und zwar nur so, ohne mich zum Inhalt des Gelesenen zu äußern. Ich weiß auch nicht, ob es bereits Empörung auslöst, wenn ich hier mitteile, dass ich mir die deutsche Übersetzung des Buches vor zwei Wochen gekauft habe. Ein Stapel davon lag zu meiner Verblüffung in der Intelligenzabteilung des Kaufhauses Globus bei Jena. Ich sah geradezu reflexhaft ins Impressum des Buches. Es handelt sich um ein Bertelsmann-Imprint. Soso. Ist das ein Gütesiegel von Mainstream?
Antisemitismus (3): Der Don gab gestern ein Interview, in welchem er zu Besten gab, dass 99 % der Leute Israels für ihn seien. Bei solchen Zustimmungswerten könne er ohne weiteres Ministerpräsident von Israel werden. Man stutzt, wenn man solch einen Blödsinn hört und denkt für den Moment: Wenn er’s doch täte. Ich gebe zu, dass mich diese Gedanken anflogen.
In Helsingborg tagen die Nato-Außenminister, um den Krieg auf den beiden Schauplätzen zu koordinieren. Marco aus DC äußerte vor laufender Kamera die Meinung, er habe keinen Plan, um die Straße von Hormus zu öffnen. Was er hinter verschlossenen Türen sagte, wurde naturgemäß nicht mitgeteilt. Ich denke mal, die anderen Kriegshelden werden ihn gefragt haben, ob es stimmt, dass die Golfstaaten, allen voran Saudi Arabien, den Don gedrängt haben, lieber heute als morgen Frieden mit Persien zu machen, nachdem mehrere leitende Funktionäre und vorgestern auch der neue Ajatollah angedroht haben, im Falle der Wiederaufnahme des Krieges durch die USA die anderen Staaten am Golf in das Stadium der Kameltreiber zurückzuversetzen. Das ist ernst zu nehmen, und es ist den davon Betroffenen offensichtlich unangenehm.

21. Mai 2026
Wie weit wollen es die Kriegstreiber innerhalb der EU noch treiben? Die Abstürze von ukrainischen Drohnen über den baltischen Staaten geben Anlass zum Nachdenken. Die russische Seite hat auf mehreren Ebenen massiv gedroht, man werde die in diesen Staaten vorhandenen Standorte der aktiven Ukraine-Unterstützung, die man genau lokalisiert habe, ausschalten und zwar ganz unabhängig davor, ob es sich hier um das Territorium von Nato-Mitgliedern handele.
Balten (2): Das Leugnen der aktiven Kriegsteilnahme ließ keine 12 Studen auf sich warten. Bleibt die Frage, was denn die ukrainischen Drohnen in diese Staaten gelenkt haben mag und wo sie herkamen. Ich gehe davon aus, dass die Russen jetzt ernst machen und einen Probeschuss abgeben. Falls es stimmt, was deren Auslandsdienst SWR hierzu mitgeteilt hat, nämlich dass man die Standorte der in den baltischen Staaten befindlichen ukrainischen Drohnen-Truppen genau kenne, wird der erste Schuss genau dorthin gehen.
Balten (3): Ich gehe zudem davon aus, dass es dann auf die USA ankommt, ob der Bündnisfall ausgerufen wird. Angesichts des permanenten Irreseins im Weißen Haus, lässt sich nicht vorhersagen, ob die Amerikaner sich – so wie angekündigt – aus Europa zurückziehen, also nichts machen, oder ob Trump die Gelegenheit zu einem neuen großen Publicity-Ablenkungsschlag nutzen wird.
20. Mai 2026
Heute finden die chinesisch-russischen Konsultationen auf der Ebene der beiden Führer statt. Schon der gestrige Auftakt mit einer Militärparade beider Streitkräfte hätte kaum üppiger ausfallen können, um den Unterschied zum Staatsbesuch von Trump in Peking vor 10 Tagen zu dokumentieren. Die Westpresse höhnt, dass Putin als Bittsteller gekommen sei, um von den Chinesen über jenes Ereignis instruiert zu werden. – Jungs, das ist Wunschdenken. Hier versuchen Zweie die Machtlinien der Welt neu zu ordnen. Die Militärparade signalisiert: Wie sind mächtig genug, dies zu tun.
Neuordnung (2): Einer der Schwerpunkte – so stelle ich mir vor – wird der Nahe Osten sein. China wird Pakistan sowie Saudi Arabien und Russland die Türkei in die Waagschale werfen. Beide werden erörtern, wie weit sie noch zulassen werden, dass USA-Israel via Persien den Welthandel ruinieren. Sie werden miteinander abstimmen, wer und wie man die schlechten Nachrichten den Amerikanern überbringt.
Neuordnung (3): Laut amerikanischer Presse hat gestern ein US-Kampffluzeug im estnischen Luftraum eine ukrainische Drohne abgeschossen. Kann mir mal wer erklären, warum die da rumflog? Die Presse behauptet, sie kam aus Russland. Müsste es nicht etwas genauer heißen: sie sollte nach Russland? Falls aber nun doch aus Russland, dann spricht einges dafür, dass die Russen sie ablenkten. Das sollte zu denken geben, falls das eine neue Fährigkeit der Drohnenabwehr dokumentiert.
Neuordnung (4): Vor drei, vier Tagen wurde – die Meldungen hierzu sind uneinheitlich – ein Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Drohnen angegriffen. Welche Schäden angerichtet wurden, ist unklar. Die Medien sprechen von einem persischen Angriff. Das kann kaum sein, wenn denn die Perser ihren Kurs der gezielten Reaktionen beibehalten. Ich tippe daher auf einen Angriff unter falscher Flagge. Auf der wirklichen Flagge dürfte sich ein sechszackiger Stern befinden, denn Israels Offizielle lassen keinen Zweifel aufkommen, dass sie den Nahostkrieg wieder anheizen wollen.
19. Mai 2026
Wir leben in einer Welt, von der wir verunsichert werden. Das ist nichts Neues oder gar Originelles, sondern das war schon immer so, seit unsere Art sich durch Selbstbenennung den Zusatz Sapiens gab. Seltsamer Weise besitzen wir die Fähigkeit, den Grund für die Verunsicherung zu entdecken und auf Abhilfe zu sinnen. Ob das, was wir uns dabei ausdenken, hilfreich war, werden wir nie erfahren. Dafür stehen die Chancen ziemlich gut, dass unsere Nachfahren darüber lachen werden. Uns bleibt nur der Trost, dass wir ihr Lachen nicht hören müssen, mit dem sie zum Ausdruck bringen, dass sie genauso verunsichert sind wie wir.

18. Mai 2026
Es wird Zeit, dass die Deutschen wieder zur Besinnung kommen. Vielleicht sind ja die beiden aktuellen Kriege hilfreich, dass das passiert. Es ist hier nicht das Partei-Ergreifen gemeint, sondern das Unausweichliche der Kriegsfolgen, an erster Stelle das Versiegen der Energiequellen, die ein Ende der Illusionen erzwingen werden.
Illusionen (2): Wo kommt bloß der Glaube her, dass wir weitermachen können wie bisher? Wo, dass wir von freundlichen Nachbarn umgeben sind? Wo, dass wir die ganze Welt zur Party einladen können?
Illusionen (3): Da lob ich mir den Don. Kaum ist der aus Peking zurück, droht er dem Iran, dass dessen Zeit jetzt abläuft. Zeitgleich trifft der Flugzeugträger Gerald Ford an der amerikanischen Ostküste ein. War der laut Westpresse nicht vor Tagen erst in Nahost gesichtet worden, um dort die Perser zu zügeln? Nehme daher an, dass Träger und Flugzeuge die Rollen getauscht haben und die Letztgenannten mit dem Stahlkoloss nach Hause gejettet sind.
16. Mai 2026
Robert Kagan, Streitross und Vordenker der Neocons(ervativen), hat sich mit einer ruppigen Kritik am Kriegsgeschehen in Nahost in No. 5/2026 von The Atlantic zu Wort gemeldet. Das ist das Sprachrohr der US-Welt- und Rüstungsherren. Kagan konstatiert eine vernichtende Niederlage der USA in Nahost mit weltpolitischer Bedeutung. Das ist Kritik aus einer Ecke, die für Trump mehr als nur unbequem ist, denn hier meldet sich der Antreiber der amerikanischen Einmaligkeit (Exzeptionalität) sowie des Schulterschlusses mit Israel und bezichtigt den eitlen US-Präsidenten der Unfähigkeit. – Das ist den amerikanischen Kriegsgewinnlern offenbar ein Schluck zuviel aus der Pulle der Kritik, denn gestern Abend gegen 22 Uhr ist der Artikel plötzlich aus dem Netz verschwunden („We’re having trouble displaying the page you’re looking for“). https://www.theatlantic.com/international/2026/05/iran-war-trump-losing/687094/.
Kagan (2): Man erinnert sich, dieser fett gewordene Mann ist seit Jahrzehnten (im Verbund mit seiner für die praktische Umsetzung zuständigen Ehefrau Victoria Nuland) der führende intellektuelle Kriegstreiber der westlichen Hemisphäre. Der heutige Ukraine-Krieg stammte in Planung und Ausführung aus dieser Ecke.
Nahostkrieg (2): Im Bundesstaat California, an der Pazifik-Küste gelegen, wurde in dieser Woche der letzte vom persischen Golf vor dem Ausbruch des Krieges (28. Februar) abgefahrene Öl-Tanker gelöscht. Diese Meldung bedeutet zweierlei: Sie zeigt, wie lange es dauert, bis das sog. Öl-Lager auf See leer läuft, und sie beleuchtet einen bislang hierzulande wenig besprochenen Umstand, nämlich den, dass der wirtschaftlich potenteste Staat der USA, der bevorzugt Öl vom Golf verwendete, jetzt ein massives Versorgungsproblem hat, das durch wokes Geschwätz, was dort daheim ist, nicht gelöst werden kann, denn es gibt keine inneramerikanischen Öl-Pipelines, die das Manko beseitigen könnten, weil der Sonnenscheinstaat es sich leisten konnte, hocherhobenen Hauptes auf derartige Reserve-Stränge, die als Umweltzerstörung gebrandmarkt wurden, zu verzichten.
Schnell noch was von vor der Hoftür: Im sächsischen Landtag bliesen die Grünen die Backen auf und verlangten von der dortigen Minderheitsregierung das Mittun an einem Sondergesetz für den Schutz kleiner Metzgereien. Schwarz-Rot lehnte ab, doch beim Auszählen stellte man überrascht fest, dass das Gesetz mit Mehrheit verabschiedet worden ist. AfD und BSW machten das möglich. Jetzt entschuldigen die Grünen öffentlich ihren Vorstoß. Merke: Bedenke, worum du bittest, …
BSW (2): Das Vorstehende wird eine der letzten Meldungen gewesen sein, die wir vom polit-praktischen Tun des BSW lesen. Nach der Demontage der schönen Frau durch die eigenen Genossen in Thüringen und Brandenburg hat die Partei den unwiderruflichen Weg in die Bedeutungslosigkeit angetreten. Ihre definitiv letzte Chance, das Steuer auf den Weg ins Nichts herumzuwerfen, hätte sie nach wie vor in Thüringen, wo sie durch gemeinsames Tun mit der AfD dank gemeinsamer parlamentarischer Mehrheit locker einen sensationellen Coup nach dem andern landen könnte, aber, aber: sie wird durch ideologische Scheuklappen an der praktischen Vernunft gehindert.
15. Mai 2026
Trump und sein Hofstaat haben China heute wieder in Richtung USA verlassen. Was genau der Sinn dieser zweitägigen Visite war, bleibt ein Geheimnis für Experten und Hof-Astrologen. Die bereits schon einmal für April terminierte Reise wurde wg. der dunklen Wolken über dem Iran abgesagt. Dass sich die Lage für den Sieger der Geschichte seitdem verbessert hätte, kann ich nicht erkennen.
China-Trip (2): Der Appell von US-Außenminister Rubio, die Chinesen möchten sich ihrer Verantwortung für den Iran besinnen, klingt in meinen Ohren ziemlich schrill. Es geht den Chinesen schlicht um die eigene weltpolitische Position und nicht um die Wirtschaft-Kalamitäten der USA.
12. Mai 2026
Die fliegenden Möbelwagen der US Air Force bevölkern den Himmel über der Pfalz. Man kann ihnen von unten aus nicht ansehen, ob sie Kampfes-Allerlei zur Judäischen Heilsfront oder zur Heilsfront von Judäa fliegen – oder Richtung Kiew.
Judäische Heilsfront (2): Die Lage spitzt sich wieder zu. Der Don hat lernen müssen, dass sein sog. Friedensvorschlag von den Persern brüsk zurückgewiesen wurde: über Uran und verwandte Probleme wird nicht gesprochen, sagen sie.
Judäische Heilsfront (3): Jetzt lässt der verärgerte Trump verbreiten, dass die Perser kurz vor dem Zusammenbruch stehen, weil ihre Öltanks überlaufen. Dass dieselben in den Vereinigten Arabischen Emiraten in einer ähnlichne Lage sind, wird sicherheitshalber nicht erwähnt. Dortzulande ist man mittlerweile so klamm, dass man in den USA um Sonderkonditionen nachgesucht hat, um Dollars heranschaffen zu können. Nun ja, das Leben im absouten Luxus ist teuer, zumal wenn es an Einnahmen fehlt.
Judäische Heilsfront (4): Hilfe naht nicht von obern, sondern angeblich aus Europa. Ein deutsches Minensuchboot, ein britischer Zerstörer und ein französischer Flugzeugträger sollen die Straße von Hormus freikämpfen (oder so ähnlich). Versucht es erst gar nicht, verlautet es aus Teheran an die Adresse von London und Paris. Falls dort ein außenpolitisches Ablenkungsmaöver wg. der desaströsen Lage im Innern auf der Agenda steht, wurde womöglich nicht berücksichtigt, dass in beiden Hauptstädten mit einem gewaltigen und gewalttätigen moslemischen Mob gerechnet werden muss.
Judäische Heilsfront (5): Lese bei Danisch einen überraschend nüchternen Text, der sich damit beschäftigt, dass der amerikanisch-israelische Angriff eher unbeabsichtigt bedeutende Sparten des Globalismus schwer beschädigt hat. Das Ergebnis mag zutreffend geschildert sein, der Zusatz „unbeabsichtigt“ wäre wohl zu debattieren, ohne den bekannten Theorien (z.B. der von der jüdischen Weltverschwörung) nachzueifern.
Ostfront: Die US-gesteuerten Medien feiern gerade den Zusammenbruch Russlands, dessen Präsidenten derzeit das Wasser bis zum Halse stehe. Ich halte das für plumpe Propaganda. Sollten deren Verbreiter selbst daran glauben, verkennen sie gründlich die russische Seele (die es angeblich nicht gibt).
Ostfront (2): Ursula von Brüssel und ihre zickige Außen-Estin haben den Putin-Vorschlag, Schröder zwischen Europa und Russland moderieren zu lassen, brüsk abgewiesen. Die Damen sind auf Krawall gebürstet und wollen Krieg. Allerdings erst 2029. Bis dahin soll es eine gewaltige und unbezwingbare Armee geben. Soso.
Ostfront (3): In den letzten Tagen haben die Polen 49 Milliarden aus Brüssel abgegriffen, um die polnische Armee zur größten Europas zu machen. Das hatten wir 1939 schon einmal. Politiker aus Estland und Lettland widersprechen vorsichtig. Man kann das mit Blick auf eben jenes Jahr 1939 ohne Mühe verstehen.
11. Mai 2026
Überraschend war vorgestern Abend Putins Vorschlag, Gerhard Schröder als Moderator für Friedensverhandlungen zu benennen. Weniger überraschend war das Katzenkonzert drittrangiger deutscher Polit-Darsteller, das gerstern darob erklang.
Ostfront (2) & der Don: Wenn es den Amerikanern ernst damit ist, den Ukraine-Krieg quitt zu kriegen, müssten sie nun etwas sagen. Vielleicht einen Co-Moderator benennen. Allerdings kann man bei deren außenpolitischem Hopserlauf nichts Verlässliches prognostizieren. Es gibt Leute, die behaupten, dass dies die Stärke von Trump sei. Vielleicht ist der jetzt auch zu sehr abgelenkt, weil er mit dem üblichen Trara die Stellungnahme Irans zur amerikanischen Unterwerfungs-Adresse als völlig inakzeptabel bezeichnen musste. Jetzt setzt er auf China und seinen Besuch dort bei Xi. Der wird ihm in Sachen Iran kaum weiterhelfen.
Ostfront (3): Die Experten für den Sieg über Russland diskutieren das Erscheinen einer neuen Wunderwaffe, einer weitreichenden Laser-Kanone, die den russsischen Drohnen den Garaus machen soll. Davon glaube ich kein Wort, denn wäre das Ding im Einsatz, hätten wir die Siegesmeldungen bereits aufgetischt bekommen.

Nachts lese ich den Roman Oben in der Villa von Somerset Maugham. Es ist eine kurze frivole Liebesgeschichte über das Personal des untergehenden Empire im Jahre 1938. Tatort ist die Toskana, ich sehe die Figuren vor mir. Was will man mehr.
10. Mai 2026
Man muss auch loben können, sonst läuft man in der Dunkelheit des Alltags im Kreise. Also dieses hier, das ich heute Nacht der Webseite von Danisch entnommen habe:
Guten Abend Herr دانيش (so auf persisch). Ich traus mich kaum zu sagen….
Englisch ist benennend. – Deutsch ist beschreibend.
Bei Sprachwissenschaftlern (besonders Dolmetschern, Übersetzern) ist das allgemeiner Konsens.
Englisch ist prägnanter. – Deutsch ist genauer.
Simultanübersetzungen entsprechend herausfordernd. Es ergibt sich daher, dass (grob) Englisch eine gälisch-keltische Mischsprache ist, die sich vom Germanischen massiv unterscheidet, Persisch hingegen dem Deutschen sehr ähnlich ist. Alle gehören zu den indo-germanischen Sprachen. Mir hat das Wissen um Benennung und Beschreibung im Umgang mit diversen Sprachen geholfen.
Lob (2): Die Carmen, so wie gestern Abend in Leipzig, habe ich so noch nie gesehen. Die Hervorhebung des Optischen ist durchaus kein Verschreiber eines Sprachamputierten. Das Bühnenbild und die ständige Bewegung des Chores waren spektakulär. Letzter auch akkustisch. Ebenso der Tenor. Er war durchaus nicht der schöne Soldat, wirklich nicht, aber die Stimme – und die in einem deutschen Opernhaus. – Lächerlich am Rande: Die Titelheldin ist eine Zigeunerin, auch als Selbstbenennung im Text. Dass das Obernhaus auf Anführungszeichen nicht verzichten konnte, zeugt von den Begrenzungen der Intendantur. Schön hätte ich es gefunden, sie hätte ich-bin-eine-sogenannte-Zigeunerin gesungen. Hat sie aber nicht.
Leipzig (3): Zwischen Gewandhaus und Opernhaus liegt macherlei Grünzeug auf dem Platz. Es soll von der Amokfaht der letzte Woche künden.Das Auto als Waffe der Verzweiflung macht Schule. Mir fällt dazu nichts ein.
Leipzig (4): Nur wenige Fotos von der Vorwoche habe ich noch nicht gelöscht.

Leipzig (5): Die niedliche Vietnamesin verwickelt mich – völlig überraschend – beim Bezahlen am Tresen in ein Gespräch. Sie weidet sich an meinem Erstaunen. Ja, Abitur in Deutschland, dann Berufsausbildung mit Abschluss. Nein, diese Art der Zuwanderung hat nicht in die Sozialsyteme stattgefunden. Insofern hat die Frau Bas recht, wiewohl der Unterschied zwischen beiden Frauen. Na ja.
9. Mai 2026
Lügen haben dicke Beine: Es gibt in D keine Einwanderung in die Sozialsysteme. Diese Sentenz verdanken wir der Bundesmitvorsitzerin der SPD.

Lügen (2): Der sich bemerkbar machende Einbruch bei den Steuereinnahmen liegt am Iran, der bekanntlich die USA angegriffen hat. Bis gestern lag alles Ungemach an dem Putin sein Angriffskrieg.
Lügen (3): Der Wolf gehört zu Deutschland (wie der Islam).
Lügen (4): Wir können die Wehrpflichtigen nicht einberufen, weil wir keine Kasernen haben.
Leider wahr: Es gibt kaum noch Geburten von deutschen Kindern. Diese traurige Wahrheit verdanken wir der Selbstauflösung des deutschen Volkes. Auch ist das ein sich selbst verstärkender Prozess.
8. Mai 2026
Du hast angefangen – Nein du. Gestern wurden drei US-Lenkwaffen-Zerstörer, die nach amerikanischen Angaben die Straße von Hormus durchfahren wollten, von persischen Drohen und Raketen angegriffen, die von der Navy – gottlob – abgewehrt werden konnten. Doch was wollten die Seehelden dort? Das Völkerrecht durchsetzen, das ist klar, doch in Wirklichkeit? Die amerikanischen Medien schwanken beim Feinschliff etwas. Die einen schreiben: sie wollten einen leeren persischen Dampfer am Weiterfahren hindern, die anderen meinen, sie wollten von See her die persischen Küstenabschussrampen für Drohnen und Raketen zerstören. Schwer zu entscheiden.
Du hast angefangen – Nein, du (2): Vielleicht hilft ja dieses hier bei der Wahrheitsfindung: Vorgestern beschoss ein US-Kampfflugzeug vom Typ Hornet einen iranischen Tanker und beschädigte dessen Ruderanlage, was ihn an der Weiterfahrt hinderte. Das – wie wir aus unseren Medien ganz sicher wissen – verbrecherische Mullah-Regime kündigte daraufhin an, man werde gegen die blockierenden US-Kriegsschiffe vorgehen.
Du hast angefangen – Nein du (3): Gehen wir noch einen Schritt zurück. Gegen die von Persien seit Kriegsbeginn verhängte – selbstredend völkerrechtswidrige – Sperrung der Straße von Hormus hat die US-Regierung die Seeblockade Persiens verhängt, die derzeit von drei Flugzeigträgergruppen und knapp 20 für den Kaperkrieg geeignete Schiffen exekutiert wird. Dies soll zum wirtschaftlichen Zusammenbruch Persiens führen, dem dann der politische folgen müsse, so dass die Straße von Hormus wieder passierbar sei, woraufhin die US-Verbündeten in der Golfregion wieder ihr Öl in alle Welt exportieren können. Sonst droht denen der wirtschaftliche Zusammenbruch, was für die US-Finanzmärkte unplanbare Auswirkungen haben könne. Also: alles ganz einfach.
Du hast angefangen – Nein, du (4): Der Krieg begann am 28. Februar 2026 mit einem massiven Luftangriff, der von israelischen und US-amerikanischen Streitkräften koordiniert ausgeführt wurde. Nach gemeinsamen Angaben der Angreifer war dies ein Präventiv-Schlag im Rahmen des Völkerrechts. Doch im Detail gehen die Angaben auseinander. Die Israelis fühlten sich zum Angriff berechtigt, da die Perser dicht vor der Vollendung ihrer Atombombe standen, die sie gegen Israel einsetzen würden. Das US-Außemninisterium schrieb auf seiner Webseite: Man habe angreifen müssen, weil man wusste, dass Israel angreifen werde und als sicher annahm, dass die zu erwartende unfreundliche Antwort des Iran auch die US-Stationierung-Streitkräfte in Nahost treffen werde. Jaja, ganz richtig gelesen.
Du hast angefangen – Nein du (5): Aus der New York Times wissen wir, dass der Kriegsplan ganz andere Entscheidungs-Elemente enthielt. Einer Sitzung im Situation Room im Weißen Haus, an der auch Netanyahu teilnahm, sei der Chef des israelischen Dienstes Mossad zugeschaltet worden, der den Versammelten erklärte, dass sich am 28. Februar 2026 in der Residenz des persischen Führers alles versammeln würde, was im Lande geistlich und weltlich Rang und Namen habe, so dass sich die seltene Gelegenheit eines Enthauptungs-Schlages ergebe. Dieser werde jegliche Abwehrkräfte lähmen und überdies einen Volksaufstand auslösen, so dass der Krieg praktisch am ersten Tag gewonnen sei. – Nehmen wir mal für einen Moment an, dass es sich so zugetragen hat, dann ahnen wir, wer angefangen hat.
7. Mai 2026
Die Sicht des Fußgängers: Eine gefährliche Macke in der Frontscheibe (nach Parken vor einem Frankfurter Hotel) zwingt mich zu einem Werkstattbesuch, dieser wiederum zu 2 Fußmärschen à 40 Minuten. Sehe Dinge, die mir sonst nicht aufgefallen wären: a) Eine gut erhaltene Ausgabe des Romans Der Fall Mauritius von Jacob Wassenmann, die ich mitnehme. b) Den Weimarhallen-Park, dessen Existenz man nicht erahnt, weil er von einer hohen Mauer umgeben ist. c) Eine mitteljunge Frau, die mir auf dem sonst menschenleeren Weg entgegenkommt und dabei ihre Brüste im Schritttempo geradezu gefährlich auf und ab wogen lässt, so dass ich unwillkürlich dem Schauspiel zusehe. Mich straft ein vernichtender Blick.
6. Mai 2026
Ja, was denn nun? Mute mir gestern Abend eine direkt aus DC übertragene Pressekonferenz der Sieger von Hormus zu (der Kriegsminister und sein oberster General, beide sichtlich ergraut). Jeder zweite Satz mit „the President and I“. Aber was ist der Inhalt von wir-setzen-durch/wir-führen-keinen-Krieg dort? Und dann heute Nacht, Trump stoppt the-magic-liberation der im Golf festliegenden Schiffe. Man verhandele schließlich. Sagt er.

Hormus (2): Lese mehrere ernüchternde Analysen von Ex-Profis aus dem US-Nachrichtenapparat. Die Blockade der Blockade, sagen sie übereinstimmend, sei ein Flop. Bislang 9 iranische Schiffe gekapet, Hunderte seien durchgekommen. Man besitze lediglich 17 geeignete Kaperschiffe vor Ort, und das Meer ist groß.
In Eriwan (Jerewan) treffen sich die Häupter der europäischen Staaten einer nicht genau definierten Staatengemeinschaft (ohne Russland und Weißrussland) und besprechen angeblich den Beitritt von Canada zur EU. Kurioser geht es kaum.
EU (2): In Rumänien wird gestern die EU-freundliche Regierung mit großer Mehrheit des Parlaments gestürzt. Sieht so aus, als würden dort nationale Interessen, die vor allem auf der Feindschaft zur Ukraine fußen, mit den Plänen von Brüssel nicht übereinstimmen.
5. Mai 2026
Die Waffenruhe im Persischen Golf ist passé. Unklar ist lediglich, was genau gestern im Laufe des Tages und heute Nacht passiert ist. Glaubt man den US-gesteuerten Medien hat eine (1 !) persische Drohne die Öl-Fördereinrichtungen der Vereinten Emirate getroffen und 2 US-Zerstörer haben mit 2 US-geflaggten Handelsschiffen die Sperren in der Straße von Hormus durchbrochen.
Waffenruhe (2): Jetzt warten wir auf den israelisch-amerikanischen Gegenschlag wg. der persischen Drohne. Bemerkenswert genug: Die persische Seite schweigt.
Waffenruhe (3): Gilt nicht für Israel und die umliegenden Kriegsgebiete, die heute Nacht um das Grenzgebiet von Jordanien zu Syrien erweitert wurden. Konfuse Meldungen über das Eingreifen der jordanischen Luftwaffe nach Süd-Syrien hinüber.
Waffenruhe (4) hat der Kreml für den 8. und 9. Mai ausgerufen, denn da muss der 45er Sieg auf den Roten Platz gefeiert werden. Der kleine Mann aus Kiew hat sich dem Ruheversprechen heute Nacht angeschlossen. Interessant wird sein, wer sich am Samstag in Moskau sehen lässt (und wer nicht). Vergleiche zum Vorjahr werden Schlüsse über die Verschiebungen der Weltmacht-Verhältnisse im Angesicht des Golf-Kriegs zulassen.
Am 28. Februar 2026 begann der von der US-israelischen Allianz losgetretene Dritte Golfkrieg. Er dauert jetzt seit 90 Tagen an, und wir haben uns, so scheint’s, daran gewöhnt. Die Aussichten auf einen Frieden, der diesen Namen verdient, sind erbärmlich, denn die Gründe für die Fortsetzung überwiegen, weil die Beteiligten…
… keinen Frieden wollen (Israel),
… keinen Ausweg wissen (USA),
… sich rächen wollen (Persien),
… keinen entscheidenden Einfluss haben (Golfstaaten einschließlich Saudi Arabien),
… ein Ablenkungsmanöver für die eigene Misere benötigen (D, F, GB),
… ihr eigenes Machtspiel spielen (China, Pakistan).
So jedenfalls sieht meine Beurteilung am 90. Tag des Krieges aus. Wie ich hierzu komme und wie oft ich mich in den letzten Wochen geirrt habe, kann der Leser, wenn er Lust und Zeit hat, meinen unveränderten Tag-für-Tag Sudelbuch-Aufzeichnungen entnehmen.
Teil 1 – 28. Februar bis 31. März 2028:
Teil 2 – 1. bis 30. April 2028
Teil 3 – 1. bis 29. Mai 2026
Im Folgenden werde ich drei Aufsätze zur Diskussion stellen, die ich den letzten Tagen erhalten habe. Hierbei handelt es sich um Beiträge der Autoren Walter Post, Egon W. Kreuter und Michael Wolski.
Der Beitrag des Hambuger Historikers Dr. Walter Post betrifft das Stadium des potentiellen Atomwaffen-Staates Iran. Dieses Thema ist einer der Hauptstreitpunkte, die zum US-irraelischen Angriff auf den Iran am 28. Februar 2026 geführt haben. Es war sogar der offiziell bekanntgegebene Kriegsgrund.
Der Aufsatz von Egon W. Kreutzer ist eine Momentaufnahme der Ostfront nach den ukrainischen Drohnenangriffen auf das Innere Russlands vom Wochenende des 15.-17. Mai 2026 und die nun zuvermutende russische Reaktion. Dieser Aufsatz sei allen Kriegsbegeisterten anempfohlen.
Der Aufsatz von Michael Wolski weicht von den üblichen Interprätationen der heutigen Kriegslage um Meilen ab, indem er Anleihen bei einer Publukation vom seinerzeit sehr bekannten Soziologen Helmut Schelsky macht, die er mit Aussagen des Ex-BfV-Chefs Hans-Georg Maaßen kombiniert, wonach das jetzige Geschehen in den 1980er Plänen des KGB seinen Ursprung hat. Ich sage deutlich, dass ich skeptisch bin, ob das eins zu eins für bare Münze zu nehmen ist, finde den Ansatz aber originell und diskussionswürdig.
4. Mai 2026
Mainstream beglückt seine Konsumenten mit Krach-Gerüchten aus der Bundesregierung. Sogar Fritz der Kanzler soll mitgekriegt haben, dass etwas nicht stimmt. Er zieht hieraus die Folgerung, dass noch nie einer (? seit Bismarck) so sehr angegriffen worden sei. Er meint sogar in einem hellen Moment, er habe von seiner Partei kein Mandat erhalten, diese aufzulösen. Wiewohl, na ja, dessen bedarf er vermutlich gar nicht mehr, und ein Zurück gibt es im realen Leben so gut wie nie.
Jenseitig (2): Derweil redet der Außenzwerg über geplantes deutsches Kriegsgehabe im Nahen Osten. Nun ja, Diplomatie ist nicht jedermanns Sache. Ob dem Mann auch nur vage klar ist, wie kompliziert dort die Konfliktlinien verlaufen? Hat ihm mal einer die regionale Landkarte vorgezeigt und auf den sich anbahnenden dreiseitigen Wirtschaftskrieg zwischen Oman, den Vereinigten Emiraten und Saudi Arabien hingewiesen? Nur mal so. Vielleicht sollte man am Werderschen Markt mal einen Blick in die Zellerzeitung werfen:

Jenseitig (3): Derweil lese ich eine Meldung, wonach eine mir unbekannte Vermögensmasse aus Israel ein Angebot zum Aufkauf des VW-Konzerns abgegeben haben soll. Und zwar: Streiche Autos, setze Raketenabwehr-Raketen. Ich kann und will das nicht glauben.
3. Mai 2026
Bei Freunden werde ich bei Bratwurst und Brätel über die wahren Stand des Iran-Kriegs aufgeklärt. Sehr lehrreich, denn es ist eine ganz andere Sicht der Dinge.
Iran (2): Lese nachts ein Interview von Glen Diesen mit dem schweizerischen Ex-Obristen Jacques Baud. Der sagt, das sei eine Sache von Israel und behauptet zudem, dass dieser Staat wg. seiner gewollten Fehlkonstruktion keinen Frieden finden könne, da seine Staatsidee die Zerstörung sei. Denke darüber nach und gebe zu, dass ich Schwierigkeiten habe, mir so etwas vorzustellen.
Iran (3): Derweil kündigt der Don einen Truppenabzug aus Deutschland an. 5.000 Männeken. Vorerst. Das ist nicht ernst gemeint. Bestenfalls eine Ansage an unsere Atlantiker, dass sie sich mehr Mühe geben sollen beim öffentlichen Zu-Kreuze-Kriechen.
2. Mai 2026
In der Intelligenzabteilung des Globus in Isserstedt bei Jena. Ich konnte in beiden Fällen widerstehen. Warum ich hinterher an der Kasse über 200 € zahlen musste, ist mir rätselhaft (Bußgeld wg. frechen Lachens?).


1. Mai 2026
Mit diesem Tag beginnt der Sommer. In Wirklichkeit. Zugleich der Aufgalopp in der Rennbahn in Leipzig. Diese Wirklichkeit schwankt zwischen amüsant und skurril. Wer will das schon entscheiden:


30. April 2026
Wir ham’s ja: Die Bundesregierung verschenkt das Kraftwerk von Lubmin/Meck-Pomm an die Ukraine. Vielleicht erinnert sich noch wer: Das war technisch notwendig, um das vor Ort via Nord Stream ankommende Gas zum Weitertransport zu erwärmen. Es, das Kraftwerk, gehörte bis vor kurzem dem Gazprom-Konzern, dessen in D gelegenen Betriebsteile unter dem genialen Ökonomen (Robert der Denker) enteignet wurden – einfach so und ohne die vom Grundgesetz vorgeschriebenen Entschädigungen. Grundgesetz? Papperlapapp, wir woll’n doch nicht spitzfindig werden.
Als Amerikaner hat man es wirklich schwer. Gestern warnt das US-Außenministerium vor dem Aufenthalt in der Türkei und in Aserbaidschan. Wäre es mittlerweile nicht sinnvoller, eine Positiv-Liste herauszugeben, also Staaten zu benennen, in denen US-Boys noch gefahrlos für democracy und Menschenrechte eintreten können. Fürchte allerdings, dass diese Liste ziemlich kurz wäre. Früher wäre mir als erstes Grönland durch den Kopf gegangen, aber das ist seit gut einem Jahr auch ein riskanter Ort geworden.
Die Seestreitmacht, die das Imperium in Persiens Nähe, wenn auch mit einem Sicherheitsabstand von mindestens 300 km, hat auffahren lassen, ist beeindruckend. Ebenso beeindruckend ist es, was das offizielle Persien hierzu zu sagen weiß.


29. April 2026
Beim Älterwerden schrumpft man, wenigstens der Länge nach, das steht fest. Schuld sind die Bandscheiben, die in sich zusammensacken. Die Folge ist klar: Alles, was sich im Bauchraum befindet, sucht einen Ausweg aus dem sich längen-verengenden Raum. Die biologische Lösung heißt: vorne, unterhalb der Rippen, dorthin weicht das ganze innere Gerödel aus. Manche Männer versuchen das durch Hantelheben und andere lustige Bewegungsübungen zu vermeiden. Vergebens.
Bauch (2): Derselbe als Ausdrucksform des Wohlergehens gilt in unsern Breiten als un-sexy. In anderen Zeiten und anderen Gegenden war und ist das anders: fett = reich.
Bauch (3): Schon mehrfach fiel mir auf, dass unser oberster Soldat trotz maßgeschneidertem Unifomrock seinen Bauch nicht verbergen kann. Dachte, als ich ihn zum ersten Mal sah, er wäre irgendwie verwachsen oder mit seiner Jacke stimme etwas nicht. War wohl ein Irrtum. Seinem Vorgänger vor rund hundert Jahren sagten böse Zungen nach, er trage ein Korsett. Man sieht also, das Problem ist schon älter.
Bauch (4): Zu meiner Überraschung fand ich in einer Kiste im Keller meinen ersten und einzigen maßgefertigten Uniformrock, den ich mir als Zwanzigjähriger machen ließ, wieder. Er hat Mottenlöcher und paßt nicht mehr. Meine Schultern sind zu breit. Ihn vorne zuzuknöpfen, habe ich gar nicht erst versucht.
Netzfund:

Netzfund (2): In Tichys Einblick von heute lese ich mit Verblüffung dieses hier: „Trump antwortete auf Äußerungen von Merz am Vortag, die besser nicht gefallen wären. Bei einem Auftritt vor Schülern griff der Kanzler Trump an: „Eine ganze Nation“ werde „gedemütigt durch die iranische Staatsführung, vor allem durch diese sogenannten Revolutionsgarden“. Die Amerikaner hätten „offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie“, sagte Merz – und dann noch: Trump sei „ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen“. Dem iranischen Regime hingegen attestierte der Kanzler, es sei „offensichtlich stärker als gedacht“ und könne „sehr geschickt verhandeln – oder eben sehr geschickt nicht verhandeln“. Das war mehr als Kritik an Washington, das war Parteinahme für die Terrorregierung des Iran.“ – Muss man nicht kommentieren. Das steht für sich.
28. April 2026
Der gestern als versenkter Tanker gemeldete Seefahrer war in Wirklichkeit ein Containerschiff.
Persiens Außenminister spricht gestern in Sankt Petersburg bei Putin und Lawrow vor. Nehme an, sie sprachen übers Schiffeversenken. Derweil teilt Trumps Presse-Blondine mit, der Iran habe dem Don neue Vorschläge übermittelt. Klingt das glaubwürdig? Eher nicht.
Finde beim Aufräumen ein lange vermisstes Buch: The Balfour Declaration. The Origins of the Arab-Israeli Conflict von Jonathan Schneer. 433 Seiten dichte Informationen über Weltpolitik des Empires mitten im Ersten Weltkrieg, in dem Britanniens Außenminister der Zionisten-Bewegung Land in Palästina schenkte, das nicht ihm, sondern den Osmanen gehörte. Ein Blatt Papier, das die Grundlage bildet, wenn man heute vom Existenzrecht Israels redet. – Kaufte das Buch vor genau 9 Jahren in Exeter und – erstaunlich genug – las es sogleich von vorn bis hinten, worauf ich nicht hätte schwören mögen. Doch meine Bleistiftnotate weisen es aus.
27. April 2026
US-U-Boot versenkt Tanker auf dem Weg vom Iran nach China. Was nun?
Ostfront: Lange nichts Konkretes gehört. Angeblich bittet der kleine Mann aus Kiew den Herrscher von Ankara, ein Gespräch mit Putin zu vermitteln. Das klingt nicht nach Sieg, oder will er auf diese Weise seine seit 2 Jahren aufgeschobene Wiederwahl als Friedemsbringer flankieren?
Ostfront (2): Die Russen haben derweil angeblich ihre Angriffstätigkeit überraschend an die Nordgrenze der Ukraine in Richtung Charkow, Tschernigow, Sumy verlegt.
26. April 2026
Hier eine Kostprobe für das, was der US-Kriegsminister im Pentagon-Gottesdienst seinen untergebenen Mitgläubigen zu Gehör bringen lässt: „Ich verfolgte meine Feinde und holte sie ein und kehrte nicht um, bis sie vernichtet waren. Ich durchbohrte sie, sodass sie nicht mehr aufstehen konnten. Sie fielen unter meine Füße. Denn du hast mich mit Kraft für den Kampf ausgerüstet. Du hast diejenigen, die sich gegen mich erhoben, unter mir versinken lassen. Du hast meine Feinde dazu gebracht, mir den Rücken zuzukehren, und diejenigen, die mich hassten, habe ich vernichtet. Sie schrien um Hilfe, aber es gab niemanden, der sie rettete. Sie schrien zum Herrn, aber er antwortete ihnen nicht. Ich habe sie fein wie Staub vor dem Wind zermalmt. Ich habe sie hinausgeworfen wie den Schlamm auf den Straßen.“
Pentagon (2): Nun, der Bibelfeste wird sogleich sagen: Ja-doch-ja, das sagte König David, jedermann kann es in Psalm 18, 27-41 nachlesen, wobei es sich, wie eben jener jedermann weiß, um Gottes Wort handelt. Hieran wundert weniger, dass dergleichen ein evangelikaler, stark tätowierter US-Spitzen-Funktionär in einem amerikanischen Kriegsgottesdienst der Gegenwart propagiert als vielmehr der Umstand, dass sog. deutsche Christen sich in Reaktion hierauf ganz im Ernst mit der Frage beschäftigen, ob die Lehre des Juniors nicht eine ganz andere sei und zu diesem Zwecke die von diesem angeblich stammenden Weisheiten der Nächstenliebe zitieren. Als ob es darauf ankäme.
Pentagon (3): „Gott mit uns“ stand auf den Koppelschlössern der deutschen Soldaten. Die Millionen, die erfahren durften, dass das nicht zutraf, sind bis zum heutigen Tage nicht seriös gezählt worden, stattdessen ist eine deutsche Führungskaste bemüht, sie zu Verbrechern zu stempeln und ihre Namen im Geschichtsgedächtnis der Nation zu löschen. Doch merke: Wer die Vorfahren auslöscht, hat kein Recht auf Zukunft. Oder anders ausgedrückt: Wer die Eltern schmäht, den werden die Kinder verleugnen. So erklärt sich, um die Ecke gedacht, der heutzutage weitverbreitete Wunsch nach Kinderlosigkeit.
Pentagon (4): Stephen Whitting, der Chef des US Space Command, also des Truppenteils für den Weltraum-Krieg, ist so alarmiert, dass er an die Öffentlichkeit gegangen ist. Er moniert das als taktlos empfundene Vorgehen des Russen, der sich nicht scheut, den für Frieden und Menschenrechte durchs All rasenden US-Militär-Satelliten, deutlich kleinere russische Flugobjekte als unerwünschte Begleiter zu attachieren. Die fliegen, ohne zu fragen, in einem Abstand von 100 km hinterher und lassen sich auch, soweit man bislang weiß, nicht einfach abschütteln. Das ist schon unangenehm genug, doch der eigentliche Clou ist dieser hier: Diese Fluggeräte können schießen. Ganz konventionell. Das sieht nach einer dieser typisch russischen Lösungen aus. Simpel und wirksam. Eine Bestätigung aus Moskau steht noch aus.
Ablenk-Fütterung: Heute Nacht fielen im Hilton Hotel in D.C. Schüsse und zwar zu einer Zeit, als geplant war, die White House Korrespondeten auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers abzufüttern. Da wurde dann nichts draus, zumal das Ehepaar Trump, wie es in den Eilmeldungen heißt, evakuiert wurde. Man sieht also, der Don bestimmt weiterhin die Schlagzeilen.
25. April 2026
Da gibt es in Israel einen Kriegsminister, der heißt Israel Katz. Das ist an sich noch keine Meldung, doch immerhin dieses hier: Seine Armee ist jetzt wieder parat für Angriff und Abwehr, und sie werde dem persischen Staat schreckliche Verluste zufügen, damit er in der Steinzeit versinkt (Es kommt mir so vor, als sei das ein Plagiat, wobei der Urheber Donald T. heißt). Wie auch immer, jedenfalls teilt Katz ansonsten mit, man stehe Gewehr bei Fuß und warte nur noch auf grünes Licht aus Washington. Nun, da kann er womöglich lange warten, denn der Don hat gerade erst eine dreiwöchige Verlängerung des Waffenstillstands im Libanon verkündet. Bleibt die Frage, ob die Kriegspateien das auch schon wissen. https://www.theepochtimes.com/world/israel-says-its-ready-to-hit-irans-core-infrastructure-awaits-us-green-light-6016583?utm_source=rtnewsnoe&src_src=rtnewsnoe&utm_campaign=rtbreaking-2026-04-24-2&src_cmp=rtbreaking-2026-04-24-2&utm_medium=email&utm_content=access0&est=dKde%2BPUvhw%2BHq5mUQa8N8ItRj6GJhX%2FabsEtjLuaHL%2BkG5meEP%2FzZvv1toRmsgSlpmt33sd8czX%2F4Q%3D%3D
Nahost (2): Derweil teilt Bibi aus Tel Aviv mit, dass er am Prostata-Krebs operiert worden sei. Natürlich – seinem hohen Amt gemäß – erfolgreich. Irgendwo taucht in meiner Erinnerung auf, dass er seit Kriegsbeginn nicht öffentlich gesehen wurde. Die Bilder, die wir seinerzeit von ihm sahen, waren also Fake?
Nahost (3): Es ist nicht feststellbar, was nun Stand der Dinge ist: Blockade der Straße von Hormus vs. Conter-Blockade der persischen Küste und der Weltmeere. Bei Letzterem muss irgendwo der Wurm drinstecken (fragliches Bild bei der Seekrieg-Führung – vielleicht Watt-Wurm), denn gestern wurde der US-Marine-Sekretär in die Wüste geschickt. Es ist ein Untergebener des US-Kriegsministers. Ich denke, man wird sich weder den Namen des einen noch des anderen merken müssen, denn auch den Kriegsminister werden wir alsbald als Sündenbock abtreten sehen.
Nahost (4): Finde im Internet dieses Bild hier zur israelischen Wasserversorgung durch Meerwasserentsalzung. Es sagt mehr als tausend Worte zur Fragilität der Existenz des hebräischen Staates, denn alle diese Anlagen liegen im direkten Wirkungsbereich persischer Waffen, und sie sind vermutlich kaum zu schützen.

Ostfront: Kyrill Budanow, ein Enddreißiger, der als Chef durch die Heldentaten des ukrainischen Militärgeheimstes GUR Schlagzeilen lieferte, wurde bereits im Januar 2026 zum Leiter des Präsidentenamtes ernannt, als Selenskyj gezwungen wurde, auf seinen korrupten Stabschef zu verzichten. Gebe zu, dass ich vor drei Monaten die Personalie der Nachfolge nicht registriert hatte. Jetzt gab Budanow einer einheimischen Internetplattform in Nikolajew ein Interview, in welchem er expressis verbis erklärte, dass sein Land ohne die ständig angelieferte westlich Kriegstechnik gar nicht mehr kriegs-handlungsfähig sei. Ich traue Budanow zu, dass er in der Absicht redete, den Russen den Beweis zu liefern, dass die Staaten Europas, insbesondere auch GB, F und D Kriegsparteien seien. Jetzt hofft er, wiewohl bislang vergeblich, dass Putin diese angreifen werde.
24. April 2026
Die Rückreise nach Mitteldeutschland führt über FRA oder BER. Das Gros der Mitpassagiere unterscheidet sich auffällig. Im einen Falle finden an Bord slawishe sitzreihen-überspringende Generalversammlungen statt, im anderen Fall dominieren lautstarke Welterklärer im hessischen Tonfall. Ich bin unsicher, was ich bei der Lektüre als störender empfinde. – Gewiss, das ist Jammern auf hohem Niveau.
Lektüre (2): In diesem Fall ist es Harari, der Neu-Guru aus Jerusalem, der mir die Kurze Geschichte der Menschheit nahe zu bringen sucht. Meine deutsche Übersetzung ist die in der 18. Auflage. Es müssen also schon etliche andere vor mir gekauft haben. Kernpunkt des ersten Teils im Buch ist das, was der Autor die kognitive Revolution nennt, mit deren Hilfe sich der Homo sapiens an die Spitze der Fauna gesetzt habe. Der Begriff bedeute, so Harari, die Fähigkeit der Mythenbildung, die die Voraussetzung dafür sei, dass mehr als 150 gattungsgleiche Lebewesen unter einen Hut gebracht werden konnten. Kein anderes Lebewesen könne das. Ich zweifele, gebe allerdings zu, dass ich noch niemals die Bewohner eines Ameis-Haufens gezählt habe. Muss ich demnächst wohl mal nachholen.
22. April 2026
Der Don spricht: Vorgestern war es ihm wichtig zu erklären, dass er keineswegs auf Bibis Rat oder gar Weisung gegen den Iran losgeschlagen hat. Zwar gehört er mit Sicherheit nicht zu meinen Lesern, aber es muss ihn unsäglich geärgert haben, dass auch viele andere mit dieser Ansicht auf dem Meinungsmarkt waren und immer noch sind. Ob es so war oder nicht, ist für ihn weniger wichtig als der Umstand, dass es für sein Ego unerträglich ist, nicht selbst für den Urheber seiner Taten gehalten zu werden. Merke: Noch gewinnt er diesen Krieg, wie er meint. Sollte er ihn für viele in Amerika erkennbar verlieren, werden wir aus seinem Mund hören, wer der Schuldige ist.
Der Don spricht (2): Vor zwei Tagen sagte er, eine Verlängerung des Waffenstillstands mit dem Iran käme nicht in Frage, wenn sich die Perser weiterhin halsstarrig zeigten, in Islamabad zu erscheinen. Am Mittwoch sei Sense. Seit heute Nacht wissen wir, dass das Ende des Waffenstillstands verschoben werde, weil das Regime in Teheran bereits wg. der US-Blockade wackele. – Muss man nicht kommentieren.
Der Don spricht (3): Das Regime in Cuba wird zur Unterwerfung aufgefordert. Vermutlich ein besiegbarer Gegner.
Ostfront: Das russische Verteidugungsministerium hat ein Liste der in der Ost-Ukraine in diesem Jahr bereits eingenommenen Ortschaften herausgegeben und erklärt, dass damit die Besetzung („Befreiung“) der Provinz Lugansk abgeschlossen sei. Es ist ausgeschlossen, diese Ergebnisse zu kontrollieren. Selenskyj und Co sagen das Gegenteil, wiewohl ich aus Erfahrung zurückhaltend gegenüber dem Siegesgeschrei aus Kiew bin.
Ostfront (2): Irgendwie hakt es immer noch beim großen 90 Milliarden-Kredit aus Brüssel. Keiner sagt mit klaren Worten, woran das liegt.
Ostfront (3): Die Russen haben angekündigt, die Durchfuhr von Kasachen-Öl ab Juni zu stoppen. Das wird die Raffinerie in Schwedt treffen, wo es derzeit an Stelle von Russen-Öl ankommt.
21. April 2026
Plötzlich und über Nacht ist der Nahost-Konflikt aus den Schlagzeilen verschwunden, wo doch für heute großes Getöse über einen Verhandlungs-Marathon in Islamabad auf dem Programm der Propagandisten stand. Es verhandelt aber, wie ich vermuten muss, niemand daselbst, außer der amerikanischen Delegation, und die bestenfalls mit sich selbst. In irgend einer Nebenschlagziele entdecke ich, dass ein persischer Außenamts-Funktionär geäußert habe, da gebe es nichts zu verhandeln, solange die US-Boys vertragsbrüchig seien. Soso. Diese hatten erst gestern mit Stolz erklärt, einen iranischen Dampfer irgendwo auf den Weltmeeren gekapert zu haben.
Über Nacht (2): Fritz der Kanzler und Zivil-Gneisenau hat verärgert reagiert, als die Russen übers Wochenende die Zielkoordinaten der deutschen Ukraine-Drohnen-Hersteller ins Netz gestellt hatten. Mit soviel Offenheit hatte man in Berlin offenbar nicht gerechnet. Jetzt hat der Fritz den russischen Botschafter einbestellt. Der wird ihm sicher nachvollziehbar erklären, wie das gemeint war, und wie man in Moskau die deutsche Kriegsbeteiligung bewertet. Ob der Fritz das versteht, bleibt sein Geheimnis. Noch schützt ihn und unser Land der Umstand, dass die Russen zu klug sind, einen direkten Angriff auf einen der Nato-Staaten vom Zaun zu brechen. Das wird sich in dem Maße ändern, wie die Russen den Zustand der zerbrechenden Nato einschätzen.
20. April 2026
Allgemeine Lehre: Besonders blödsinnige Presseartikel lassen die Überschrift mit einem Fragezeichen enden. Nur eines ist in diesen Fällen sicher: Der Autor wagt es nicht, zu einer klaren Aussage vorzudringen.
Fragezeichen (2): Niemand traut sich die Frage zu beantworten, wozu es im Moment eigentlich Friedens- oder Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und Persien geben soll, wenn einer der beiden Verhandler sich sowieso nicht an Verabredungen halten will.
Fragezeichen (3): Es ist in der Tat rätselhaft, warum die Perser noch einmal mit den Siegern der Geschichte sprechen. Ich halte es für denkbar, dass mächtige Öl-Abnehmer in Pakistan und China die persische Regierung hierzu gedrängt haben. Die Erkundungstour des pakistanischen Armeechefs – er ist einer der Mediatoren in Islamabad – in die Golfstaaten in der jetzt vergangenen Woche spricht Bände. Er wird Erkundigungen eingezogen haben, wie sich die Öl- und Gasexporteure zum persischen Mautzwang für die Nutzung der Straße von Hormus positionieren. Dass die amerikanische Raketenabwehr gegen persische Angriffe einen adäquaten Schutz bietet, wird nach den Erfahrungen der letzten Wochen dortzulande niemand mehr für feststehend halten.
Fragezeichen (4): Der Pakistaner wird zudem abgefragt haben, wie die Golfer zur persischen Forderung stehen, dass die Amerikaner ihre Stützpunkte am Golf auflösen müssen, um Frieden zu bekommen. Das wird keineswegs Knall auf Fall gehen. Man wird also sorgfältig zwischen den Zeilen lesen müssen.
Fragezeichen (5): Jeder Beobachter, der bei klarem Verstand ist, hat sich gefragt, wie und warum die Führung in Tel Aviv im Januar in der Lage war, das große und gute Amerika in die Falle des persischen Krieges zu locken. Hierauf gibt es eine so simple Antwort, dass ich mich scheue, sie für richtig zu halten: In D.C. ist eine Riege am Ruder, die – wie sagt man das höflich? – zionistisch denkt und handelt.
Fragezeichen (6): Zur Erläuterung des Vorstehenden liest man: Trumps enger Politgefährte seit spätestens 2016 sei Jared Kushner, angeblich ein im modern-orthodoxen Ritus praktizierender Jude (ob das stimmt, und was das letztlich genau bedeutet, weiß ich nicht), sicher dagegen ist: er ist der Schwiegersohn des Don und seit den Nuller Jahren ein enger Freund von Bibi N. Dieser wiederum wurde ?deswegen sodann ein Gast des Don bei dessen Traumhochzeit mit Frau Nr. 3, Melania, in den 2010er Jahren. Wird die Welt so simpel regiert?
Fragezeichen (7): Kushner ist reich, sehr reich sogar. Das steht fest. Es sei wohl sein Vater gewesen, der das Kushner-Immobilien-Imperium ans Laufen brachte. Dieser wiederum stammt ab von einem jüdischen Flüchtling bzw. Auswanderer aus der stets umstrittenen Grenzregion zwischen Ostpolen und Bjelorus. Dort setzte der sich nach dem Zweiten Weltkrieg ab, nachdem er in den Pripjet-Sümpfen die deutsche Besatzung überstanden habe, um sich hernach den vorrückenden Sowjets ?anzuschließen. Soweit so gut. Wie aber schafft es solch ein in die USA einwandernder Habenichts in Nullkommanichts in New York zum Immobilienkönig aufzusteigen? Weiß das wer, oder stimmt das am Ende alles gar nicht?
19. April 2026
Vorgestern erst lobte die Weltwoche den genialen Feldherrn Donald T. für seine Seeblockade Persiens und verglich ihn mit dem sagenhaften chinesischen Strategen Sun Tsi. Gestern erhielt Trump die Antwort auf sein Tun: Die Perser haben nach nur 24 Stunden die Straße von Hormus wieder dichtgemacht. So, nun ist er wieder dran. Aber vielleicht hat er auch gar keine Zeit zur Zeit, da er sich eine verbale Schlacht mit dem amerikanischen Papst liefert.
Strategie (2): Bei Tichy lese ich zu meiner Überraschung, wie sehr der US-israelische Überfall auf Persien von den arabischen Staaten als Akt der Befreiung vom iranischen Terror-Regime begrüßt werde. Das ist eine steile These, und ich suche begierig nach Belegen. Doch Fehlanzeige, es folgt lediglich die mehrfache Wiederholung der These.
Strategie (3): Heute soll nun also die Waffenstillstands-Verhandlung in Islamabad wieder aufgenommen werden. Ob den US-Boys jetzt klar ist, dass die persische Seite nicht nur zur Entgegennahme der ultimativen US-Forderungen anreist? Ich zweifele, ob der Don den Ernst der Lage für seine eigene freihändige Herrschaft begriffen hat, zumal er erst gestern zwei Dinge behauptet hatte, die weit von der Wirklichkeit entfernt sind: a) Der Iran werde nie wieder die Straße von Hormus sperren, und b) das in Persien angereicherte Uran werde im gegenseitigen Einvernehmen derzeit in die USA ausgeflogen. Beides ist offensichtlicher Stuss, um Schlagzeilen zu erzeugen.
Strategie (4): Derweil will Fritz der moderne Clausewitz deutsche Kriegsschiffe in die Straße von Hormus entsenden. Der Marine-Inspekteur fragt öffentlich nach, welche Schiffe er denn meine, da alle verfügbaren schon irgendwo herumschippern würden. Doch Fritz weiß es auch ohne Namensnennung, dass diese (die Schiffe) sehr wohl in der Lage seien, daselbst Minen zu räumen. Hat ihm einer gesagt, dass die Straße für militärischen Schiffsverkehr komplett gesperrt wurde? Okay, muss er nicht wissen, wenn es ohnehin nur um die Erzeugung von Schlagzeilen ging.
Strategie (5): Derweil versammeln sich die sog. Europäer in Paris, um über das Schicksal des Welthandels, sprich der diversen Seeblockaden, zu beraten. Auf einem Pressefoto entdecke ich vor einem Fahnenmeer die neuen Großen Vier aus D, F, GB und I. Natürlich ohne die Perser und die Amerikaner. Was also werden sie beschließen? Im Zweifel nichts, was irgendwelche Wirkung haben könnte.
18. April 2026
Der Iran öffnet ab sofort die Straße von Hormus. Er wird sie wieder schließen, wenn Israel im Libanon den gestern mühsam ertrotzten Waffenstillstand bricht. Das kann nicht sehr lange dauern.
Hormus (2): Der Don teilt mit, dass er seinerseits die Blockade nicht aufheben wird, bis Teheran seine Forderungen erfüllt hat. Er nennt dies, einen Deal machen, im Klartext: sich seinem Diktat unterwerfen. Das wird nicht passieren.
Hormus (3): Wie angesichts dieser Lage die schweitzerische Weltwoche den Don zum chinesischen Strategen Sun Tsi ernennen kann, finde ich zum Lachen. Die realen Chinesen in Peking sicher auch. – Nebenbei: Ich bezweifle, dass der Don, der sich neuerdings für den Messias hält, weiß, wer Sun Tsi ist.
Hormus (4): Weltweit sinken die Ölpreise. Woran mag das bloß liegen? Am Deal des Don sicher nicht, und an der Aufrechterhaltung seiner Blockade ganz sicher auch nicht.
17. April 2026
Der Völkermord im Libanon soll ab heute für 10 Tage unterbrochen werden. Sagt wenigstens der Don. Doch der hat schon vieles gesagt, was morgen nicht mehr wahr war. Der Kongress hat in beiden Häusern, wenn auch nur knapp, abgelehnt, ihm den Kriegsstecker zu ziehen. Trump brauche mehr Zeit, sind die Ablehner zu vernehmen. Die wollen es wirklich darauf ankommen lassen, dass ihnen selbst bei den Zwischenwahlen im Herbst der Stecker gezogen wird.
Völkermord (2): Der US-Finanzminister Bessent hat vorgestern bekannt gegeben, dass und wie er den Krieg gegen den ungehorsamen Iran weiterführen wird, nämlich durch Sanktionen – die laut Bessent genauso wirksam sind wie das Bombardement – gegen alle Staaten dieser Erde, die es immer noch wagen, mit dem Regime in Teheran Handel zu treiben. Okay, wer nicht hören will muss fühlen, die US-Tankstellen geben Auskunft.
Völkermord (3): Dan Cane, der oberste US-Soldat springt dem Finanzminister zur Seite: Die Navy wird jetzt weltweit Schiffe aufbringen, die aus Persien kommen, dort hinwollen oder deren Waren an Bord haben. Für Geschichtsfans: Der Unabhängigkeitskrieg, der vor 250 Jahren in den Staat USA einmündete, beruhte vor allem auf Kaperkrieg auf den Weltmeeren gegen das britische Empire. Die jetzige Piraterie hat also Tradition.
Völkermord (4): Bei Tichy wird ernsthaft erörtert, dass die USA den Ölmarkt neu geordnet hätten, wenn auch auf höherem Niveau. Ja, so kann man das Morden auch nennen. Aber nicht vergessen: Man muss Sieger sein, sonst kann man solche Erzählungen nicht durchsetzen. Nehme mal an, dass sich vor allem die Staaten am Golf ihre eigenen Gedanken manchen.
16. April 2026
Unverhofft kommt oft. Etliche amerikanische Trinkwasser-Versorger haben den Fluor-Anteil von den empfohlenen und üblichen 0,7 mg/l auf 0,4 gesenkt. Keineswegs freiwillig, sondern sie stecken in einer handfesten Versorgungssackgasse. Ihrem israelischer Hauptlieferanten ist der Stoff, wie man so sagt, ausgegangen. Hieran erstaunt, dass sich das amerikanische Gesundheitssystem auf den Zwergstaat Israel stützt, weniger indessen dass diesem das Wasser bis zum Hals zu stehen scheint. Aber die US-Medien wissen Rat: das liegt an dem Ayatollah-Regime. Soso.
Fluor (2): Wenn das so weitergeht, werden wir auf das übliche, für uns oft anlasslos erscheinende amerikanische Blendax-Lachen verzichten müssen.
Fluor (3): Was man dem Don ins Zahnputzwasser gekippt haben mag, bleibt rätselhaft, denn die Gerüchte verdichten sich, dass er die kuriosen Messias Trump-Posts tatsächlich selbst ins Netz gestellt hat. Ich kann es immer noch nicht glauben.
Fritz der Clausewitz der Gegenwart und der kleine Mann aus Kiew haben gestern eine strategische Partnerschaft beschlossen. Heißt zu deutsch: Ihr kämpft und wir zahlen die Zeche und – vielleicht etwas überraschend – wir werden eure Deserteure nicht zurückschicken.
Strategische Partnerschaft (2): Ist in Bezug auf die Ukraine keineswegs neu und originell. a) Die von 1918 mit dem Hetmann Skoropazkij an der Spitze dauerte ein knappes Jahr, dann musste der Quasi-Ukrainer in Verbände eingewickelt in einem deutschen Lazarettzug fliehen. b) Die von 1941 (Ende Juni) dauerte ein paar Tage, dann sperrte man den neuen Unabhängigkeits-Helden Stepan Bandera auf Geheiß des Führers in ein deutsches KZ (als Ehrenhäftling). c) Deswegen war er im Sommer 1944 noch am Leben, als die nächste Partnerschaft beim deutschen Rückzug akut wurde. Sie dauerte ein paar Monate, bis man Bandera erneut nach Westen verfrachtete, wo er nach dem Krieg – nunmehr auf amerikanisches Geheiß und unter Falschnamen – ein aufrührerisches Leben in München führte und die Ukrainer zur Revolte aufrief.
Strategische Partnerschaft (3): Das russische Verteidigungsministerium hat eine Liste von europäischen Firmen veröffentlicht, darunter selbstredend auch deutsche, die für die Ukraine Drohnenteile oder sogar ganz Drohnen bauen. Dmitrij Medwedjew, Putins Mann fürs Grobe, hat die Weltöffentlichkeit wissen lassen, dass diese Firmen, wenn deren Drohnen in Russland einschlagen, legitime Kriegsziele Russlands werden.
15. April 2026
Die pakistanischen Mediatoren decken die dreiste Lüge der USA auf: Selbstredend war bei den Waffenstillstandsgesprächen zwischen den Kriegsparteien der Libanon inkorporiert. Erst als man nicht weiterkam, weil die Amerikaner Forderungen auf den Tisch brachten, die von den Persern zurückgewiesen wurden, war vom Libanon plötzlich keine Rede mehr. Vance sprach von einem Missverständnis. Genauer hätte er formulieren mussen: Bibi in Tel Aviv will weiterbomben. Noch lassen die Perser ihn gewähren. Sie konzentrieren sich auf die Blockade.
Lügen (2): Ob dem Vize klar ist, dass er sich durch sein Tun ins Traumhaus von Trump einschließt? Sollte es zu einer Gesamtabrechnung für diesen Krieg kommen, wird er kaum noch als Retter daneben stehen können. Ich dachte, er wäre geschickter.
Lügen (3): Im Netz kursieren Bilder, die man kaum glauben kann. Das eine betrifft 50 US-Kommando-Soldaten, die mit Portrait, Namen und Dienstgrad, der Öffentlichkeit als persische Kriegsgefangene präsentiert werden. Kann sein, dass das zutrifft, eine Bestätigung aus dem Pentagon steht noch aus. Das andere Bild ist noch weniger wahrscheinlich, denn es zeigt Trump auf seinem Account als Gemälde in der Rolle des Messias. Ich will nicht glauben, dass das von ihm selbst stammt. Falls doch, ist er reif für die Klappsmühle.



14. April 2026
Man konnte die Uhr danach stellen, dass die Führung in Teheran auf die amerikanische Ankündigung, nun selbst auch die Straße von Hormus zu sperren, drastisch reagieren würde. Sie kündigte eine Sperrung aller Häfen am Golf an. Ob hinter der Drohung eine realistische Möglichkeit steckt, kann man schlecht sagen, jedenfalls dreht sich die Schraube der Drosselung der gewohnten Weltwirtschaft, die vom Öltransport unmittelbar abhängig ist, eine Drehung weiter Richtig Kollaps.
Frankreich und England haben in unerwartet deutlicher Form geltend gemacht, sich an den US-Maßnahmen nicht zu beteiligen. Sie haben zur Hormus-Straße-Öffnungs-Konferenz eingeladen. Ob Letzteres realistisch ist oder nur heiße Luft, muss sich zeigen, wenn es um die Beteiligung von Persien geht. Will man von den Persern nichts wissen, kann man sich die Reisekosten nach Wo-auch-immer sparen. – Und Fritz der Kanzler? Will der auch was? Ja, er will auf anderthalb Groschen der Benzin-Steuer verzichten. Aber nur für zwei Monate. Nein, das muss man nicht kommentieren.
Nur Israel steht noch an der Seite des Bocksprünge vollführenden Trump. Es erneuert seinen Aufruf zum Kampf. Was wohl sonst? Immerhin sollte man in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sich zu Wort gemeldet hat. Er merkte sinngemäß an, dass, wenn Israel zur Atombombe greife, es in kürzester Frist kein Israel mehr geben werde. Das ist eine so drastische Drohung, wie wir sie in den Jahrzehnten des Konflikts um den Staat der Juden in Palästina noch nicht zu hören bekommen haben, denn sie bedeutet in Klardeutsch, Israel durch einen Atomschlag auszulöschen. Ich habe meine Zweifel, ob der Inhalt der Meldung bei den deutschen und sonstigen Meinungshelden überhaupt angekommen ist.
13. April 2026
Gestern ist dem größten Feldherrn der Gegenwart ein erleuchteter Gedanke gekommen. Er wird mit der US-Marine nun seinerseits die Straße von Hormus sperren, genauer gesagt: die gesperrte Straße von Hormus. Das heißt, die Navy wird die Tanker, die von den Persern durchgewunken wurden, nun ihrerseits festhalten. So kann man die Ölpreise weiter hochtreiben. Sollte das nicht bis vorgestern verhindert werden?
Hormus (2): Die Doppelblockade trifft nicht nur die Perser, sondern vor allem deren Öl-Abnehmer, in erster Linie China, Indien und Indonesien und, fast vergessen, Australien. Die Europäer lassen wir mal als Sonderposten beiseite. Nochmal also China: Ist es vorstellbar, dass die Chinesen diesen Angriff auf ihre Wirtschaft unwidersprochen hinnehmen? Eher nicht. Es spricht alles dafür, dass wir in Kürze deren Kriegsschiffe als Begleitschutz gegen Piraterie im Persischen Golf zu sehen kriegen. Ob die US Navy auf diese schießen wird, scheint mir nicht ausgemacht.
Anderswo: In Ungarn ist gestern Amtsinhaber Orbán abgewählt worden. Ein normaler Vorgang nach 16 Jahren an der Macht. Man war seiner überdrüssig. Was daraus folgt, steht in den Sternen, selbst wenn in Brüssel und Kiew die Korken geknallt haben sollten.
Anderswo (2): Es trafen sich gestern die Koalitionsspitzen in krisenhafter Sondereile. Um was zu tun? Gar nichts.
Anderswo (3): Am afrikanischen Äquator ist es eher kühl, um die 20 Grad. Sehr angenehm, ebenso die ungewohnten Socken. Weniger schön ist, dass der Dieselpreis am Wochenende um 20 Cent nach oben sprang. Danke Donald.
12. April 2026
Sonntagsgedanken: Der Begriff christliches Abendland ist eine hohle Floskel. Erst wenn man das Christliche weglässt, erkennt man mit einige Mühe den Umriss unserer Kultur, denn das Christentum hat in unserer Gegend keinerlei Prägekraft mehr. Es ist an der Aufklärung zerschellt, und die traurigen Reste üben sich in Selbstdemotage, indem sie sich in der Illusion wiegen, eine Koalition mit dem Islam eingehen zu können.
Sonntagsgedanken (2): Das Christentum war ein Ableger der jüdischen Wüstenreligion. Es versuchte von Anfang an den Spagat zwischen dem alttestamentarischen Rachegott, der Spaß daran hatte, die ganze Menschheit absaufen zu lassen, und seinem revoltierenden Erlösungs-Sohn.
Christentum (3): Leute, die mal das eine und im nächsten Moment das Gegenteil für wahr halten, nennt man für gewöhnlich schizophren. Hierbei handelt es sich, mit kaltem Verstand betrachtet, um eine Geisteskrankheit.
Christentum (4): Eine fast zweitausend Jahre andauernde blutige Geschichte christlicher Gewalttaten nähert sich ihrem Ende. Wir sind Zeuge, wie das Regime in Washington, das in schier unerträglicher Weise die christlichen Werte auf seine Propaganda-Fahnen geschrieben hat, soeben dabei ist, seinen Untergang zu inszenieren. Mit Staunen betrachten wir, wie ein an Grausamkeit kaum zu überbietender Enthauptungsschlag gegen eine fremde Kultur (die persische) dazu geführt hat, dass sich aus dem Pulverdampf eine dortige Führungsschicht herausschält, die es bitter ernst meint, und vor der man sich nur fürchten kann, weil sie den Tod offenbar nicht fürchtet.
Christentum (5): Die von der Trump-Regierung erbettelte Waffenruhe, ist nach zehnstündigen Verhandlungen in Islamabad obsolet geworden, nachdem die Amerikaner unter Vance das Scheitern der Gespräche erklärt haben. Hormus, Urananreicherung und Libanon heißen die drei US-Stolpersteine. Währenddessen erklärt Trump zwischen Washingston und Miami herumjettend, dass er den Krieg gewonnen habe. Ist er noch bei Sinnen? Zumal sein Mündel in Tel Aviv vollmundig erklärt, unter seiner Führung werde der Krieg weitergeführt. Aha, er führt den Krieg. Das Töten geht also weiter.
11. April 2026
Jetzt beginnt im Nahen Osten der Nervenkrieg. Die Frage lautet, ob es dem US-Vize gelingt, die Sache zu einem Ende zu bringen, ohne dass sein Boss zusammen mit seinem Gespielen aus Tel Aviv zum nächsten Schlag ausholt. Mittlerweile pfeifen es in den USA die Spatzen von den Dächern, dass Trump die Sache vergeigt hat. Er hat noch fast drei Amtsjahre vor sich. Viel Zeit, um weitere Schäden anzurichten.
Die US-hörigen Hanseln im deutschen Mainstream schweigen betroffen, oder sie rufen wie bei der Springer-Journaille Einerseits-andererseits, weil sie auf die Zeit nach Trump hoffen. Hoffen sie tatsächlich auf die Rückkehr der Neo Cons? Die werden kaum helfen können, denn das Porzellan in Nahost ist zerschlagen.
Von der Ostfront hört man derweil nichts Neues, genauer gesagt: man hört gar nichts mehr. Ein breiter Streifen rechts und links der sog. Kontaktlinie (frühere Strategen nannten das die Hauptkampflinie – HKL) ist zur Todeszone erstarrt, in der mit Drohnen auf alles, was sich bewegt, Jagd mit tödlichem Ausgang gemacht wird. Nichts geht mehr. Wer hätte das noch vor Kurzem für möglich gehalten, dass die belächelten Spielzeuge zur kriegs-bestimmenden Waffe werden würden? Es sieht so aus, als habe hierbei keine der beiden Kriegführenden die Nase eindeutig vorne, obwohl in der Propaganda anderes behauptet wird. Ich gebe mir keine Mühe, die Namen und die Eigenschaften der Drohnen beider Seiten auswendig zu lernen.
In Deutschland pfeift derweil Fritz der Kanzler seine CDU-Wirtschaftsministerin zurück, weil diese sich aufgerafft hat, die sog. Reformvorschläge der SPD als schädlich für Deutschland zu kennzeichnen. Welche Folgerungen werden zu ziehen sein? Keine.
10. April 2026
So kann es nichts werden. Der Don erklärt die Weltlage erneut etwas anders, als man es nach der Vereinbarung von Islamabad vermuten durfte. Jetzt bemängelt er, dass die Straße von Hormus immer noch nicht frei befahrbar sei, und vom Maut, den die Perser nunmehr erheben, will er nichts gewusst haben. Deswegen, so lässt er wissen, werde die US-Armada im Nahen Osten bleiben, um im Bedarfsfall dem angeschlagenen Gegner den Rest zu geben. Nur zur Erinnerung: Die Vereinbarung von Dienstagnacht sah anders aus. Vor unsern Augen läuft ein riskantes Spiel ab. Keiner will den ersten Zug machen.
Kriegerisches (2): Zum Verhandlungsführer des Imperiums hat Trump seinen Vize ernannt. Die bisher vorlauten Herren Kushner und Wittkoff scheinen in der Versenkung verschwunden. Sie taugen für den Schwarzen Peter des jetzt möglichen Scheiterns nicht, auch sind sie genügend beschädigt, weil ihnen und ihren Meldungen der Kriegseintritt Amerikas angelastet wird. Vielleicht ist Vance klug genug, sich bei seinem Auftritt in Pakistan richtiger Diplomaten zu bedienen, deren Horizont über die Interessen von Tel Aviv hinausreicht, weil sie wissen, dass die Welt in Nahost komplizierter ist und den Amerikaner in jener Region niemand, der bei Verstand ist, noch über den Weg traut. Ich weiß nicht, ob es dortzulande überhaupt jemanden gibt, dessen Vorstellungskraft so weit reicht.
Kriegerisches (3): Selbstredend hält sich Tel Aviv nicht an das Vereinbarte und hat in den letzten zwei Tagen durch Raketenangriffe auf Beirut auf sich und seine Sonderrolle aufmerksam gemacht. So ganz wohl scheint es dessen Kriegsherren hierbei nicht zu sein, denn sie haben die Welt wissen lassen, dass sie sich ab sofort an Libanon-Gespächen in Pakistan zu beteiligen gedenken. Sowas kommt nicht aus Friedenswillen zustande, sondern da gibt es einen Hintergrund, über den man lediglich spekulieren kann. Zwei Gründe scheinen mir denkbar: a) Die Verluste des letzten Monats sind viel höher, als bislang zugegeben. b) Die Fronde der zionistischen Unterstützer in den USA bröckelt, weil Israels Krieg Mittel verschlingt, die so nicht eingeplant waren.
9. April 2026
Gestern trat der Don vor die Weltpresse, um einen Deal mit dem Iran und zugleich einen großen Sieg zu verkünden. Bei näherem Hinsehen handelt es sich um eine 14tägige Waffenruhe, beruhend auf einem in Pakistan ausgehandelten 10 Punkte-Plan. Sieht man noch etwas näher hin, kommen einem diese 10 Punkte irgendwie bekannt vor. Und richtig, es handelt es sich um die von den Persern vor etlichen Tagen bereits bekanntgemachten Bedingungen, um den Krieg zu beenden.
10 Punkte (2): Hierzu zählen so illustre Dinge wie der Abzug der US-Kampftruppen aus dem Nahen Osten, die Öffnung der Straße von Hormuz unter persischer Kontrolle des dortigen Schiffsverkehrs, die Fortführung des persischen Atomprogramms einschließlich der Anreicherung von Uran, die Einbeziehung des Libanons in den Waffenstillstand.
10 Punkte (3): Die Israelis haben unverzüglich erklärt, dass sie sich hieran nicht halten werden.
10 Punkte (4): Bei dieser offensichtlichen Nichtübereinstimmung der verbündeten Angreifer in diesem Krieg (USA & Israel) ist es kein Wunder, dass heute bereits der Streit um die Reichweite der Vereinbarung begonnen hat. Vize Vance wird als erster der Amerikaner dahingehend zitiert, dass der Libanon selbstredend nicht in den Waffenstillstand inkorporiert worden sei.
10 Punkte (5): Es ist kaum anzunehmen, dass die Perser dies hinnehmen werden. Folglich besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie mit dem Beschuss von Israel im Zweifel fortfahren werden. Bei diesen Voraussetzungen ist es kaum wahrscheinlich, dass der Waffenstillstand das Ende seiner Vereinbarung (14 Tage) erreicht. Es ist offensichtlich, dass Israel den Krieg verlängern will.
10 Punkte (6): Nun kommt es darauf an, ob die USA dies zulassen. Das ist angesichts der völlig aus dem Ruder rationaler Entscheidungen entsprungenen US-Führung auch nicht vage vorhersehbar. Es sieht hingegen so aus, als habe die Masse der US-Amerikaner mittlerweile (falls nicht von Anbeginn an) deutliche Vorbehalte gegen diesen Krieg, der ihnen als einziges sichtbares Ergebnis massive Bezinpreiserhöhungen beschert hat.
10 Punkte (7): Letztlich muss die Frage beantwortet werden, ob es der zionistischen Lobby in den USA noch einmal gelingt, den US-Präsidenten auf Israel-Kurs zu zwingen. Es erscheint vorstellbar, dass er sich in eine Alles-oder-nichts–Position verrennt. Die nächsten Tage werden es zeigen.
7. April 2026
Die angeblich allerletzte Frist des Don zum Beidrehen lief für die Führung des Irans heute Nacht ab. Der offenbar noch lebende Parlamentspräsident ist in vermutlichen Aussagen zu sehen. In dieses Videos sagt er: Nein. Nein, zu dem offenbar letzten Schrei einer 45tägigen sofortigen Waffenruhe, die ihm via Pakistan übermittelt worden war. Kann man nachvollziehen, wenn man seine Perspektive einnimmt. Die lautet: a) Mit diesem Gegner sind ernstzunehmende Vereinbarungen unmöglich, wie die Vergangenheit lehrt. b) Wozu dem Gegner eine Verschnaufpause zur erneuten Aufmunitionierung gewähren?
6. April 2026
Vor unsern Augen läuft der Netflix-Thriller Rettet den Air Man ab. In ihm wird gezeigt, wie das große und gute Amerika seine fliegenden Helden aus der westpersischen Wüste evakuiert, die dort dummerweise vom Himmel gefallen sind. Heute Nacht meldete der Don den Erfolg. Die Medienwelt applaudiert dem Feldherrn auf breiter Front.
Helden (2): Bleibt die Frage unerörtert, was die US-Boys in der Gegend zu suchen hatten. Nun, ich nehme an, dass sie nicht zufällig dort waren, wo geschossen wird, sondern Teil einer geplanten Operation gegen den Iran. Es sollen sich nämlich Erdkämpfe im Großraum Isfahan abgespielt haben, von dem bekannt ist, dass er a) in Persien liegt, und sich b) dort Elemente der iranishen Atom-Industrie befinden.
Helden (3): Ich stelle mir vor, das ein massives Kommando-Unternehmen dort stattfand oder doch zumindest stattfinden sollte. Die gemeldeten Flugzeugverluste sprechen dafür: Es ist nicht nur die abgeschossene F 15, sondern eine üppige Reihe von Flugzeugverlusten gemeldet worden: 2 weitere Kampfflugzeuge, 2 Großraum-Transportflugzeuge, 2 Kampfhubschrauber und mancherlei mehr, was von Air Force Liebhabern bewertet werden mag. Und die waren zur Rettung von 2 F 15-Männeken in Persien unterwegs? Das kann man bestenfalls den Fernsehzuschauern erklären. Mir hingegen nicht.
Helden (4): So erklärt sich, dass der Don neben seiner nächtlichen Jubelmeldung erneut schreckliche Drohungen gegen den Iran vom Stapel gelassen hat. Morgen will er das Land in Schutt und Asche legen. Habe ich falsch in Erinnerung, dass er vor drei Wochen das persische Volk von seiner fatalen Führung befreine wollte? Zwischenstufe zur Befreiung soll offenbar die Vernichtung sein. Ist er bei Sinnen? Ich zweifele.
Helden (5): Deutsche Journalisten aus dem Tichy-Stall wollen soeben in Erfahrung gebracht haben, dass in dieser Woche ein Waffenstillstand ausgerufen werden wird, den die Pakistaner vermittelt haben. Der vermutliche Verfasser dieser Redaktions-Meldung (Goergen) räumt auf ironische Zwischenrufe aus der Leserschaft, er kopiere offenbar eins zu eins israelische Propaganda, ein, auf irgendwelche Quellen müsse man sich schließlich stützen. Falls tatsächlich der Wind von Tel Aviv her weht, bestätigt das meine Vermutung, dass sich die Widerstandskraft der israelischen Angreifer dem Ende zuneigt, weil ihnen die Antiraketen-Raketen ausgehen und auch sonst nicht alles zum Besten steht. Das Ganze wäre dann lediglich eine Kopie der Ereigneisse des Vorjahrs. Fraglich ist allein, wie sich die extrem radikalisierte Führung in Teheran jetzt verhält.
4. April 2026
Die Perser holten gestern ein US-Kampfflugzeug, das sich in ihren Luftraum vorgewagt hatte, vom Himmel. Damit wäre auch das geklärt, wie es um die amerikanische Luftherrschaft in Nahost bestellt ist, während nur in der Lufthoheit über den US-Propaganda-Stammtischen das Gegenteil stattfindet. Derzeit läuft eine Jagd nach dem zweiten Piloten, nachdem einer der beiden in einer vermutlich gemeinsamen israelisch-amerikanischen Aktion aus dem Südiran gerettet werden konnte. Noch hat den zweiten keine der beiden Kriegsparteien entdecken können. Wir wüssten sonst davon.
Krieg in Persien (2): Derzeit findet die Zusammenziehung einer angeblich gewaltigen US-Bodenstreitmacht in Nahost statt, bestehend aus Marines und der 82. Luftlande-Division. Wen oder was wollen die US-Boys damit angreifen? Ein Blick auf die Landkarte des riesigen, von Wüsten durchzogenen Landes weckt berechtigte Zweifel am Sinn dieser Mission.
Krieg in Persien (3): Für übermogen (Ostermontag) hat der Don dem Iran die Hölle versprochen. Mit was denn? Mit 2 Infanteriedivisionen und einer Luftwaffe, die sich nicht in den iranischen Luftraum hineintraut?
Krieg in Persien (4): Deutsche Alternativ-Medien sind nach wie vor beschäftigt, die Berechtigung dieses Angriffskriegs nachzuweisen. Sie machen gelehrte Bemerkungen über das Völkerrecht als solches, beachten indessen die Grundregel nicht: Recht hat im Völkerrecht nur der, der den Krieg gewinnt.
3. April 2026
Am Karfreitag vor 110 Jahren begann in Dublin der Aufstandsversuch der Iren gegen die englische Herrschaft auf der grünen Insel. Er wurde in den Ostertagen blutig niedergeschlagen. Das war nur hinter dem Zensur-Vorhang des laufenden Weltkrieges möglich. Kaum war dieser beendet, flammte der Aufstand wieder auf, und er war in einer Phase, in der das Volk auf den britischen Inseln das Gemetzel gründlich satt hatte, nicht mehr unter Kontolle zu bringen.
Gemetzel (2): Die Generalstaatsanwältin-Justizministerin der USA, Pam Bondi, wurde letzte Nacht ihres Postens enthoben. Der Blondine mit dem harten Zug um den Mund wird vom Establishment vorgeworfen, mit der Veröffentlichung der Epstein-Akten den Blick in den Abgrund der Gepflogenheiten der sog. Eliten zu weit geöffnet zu haben. Jetzt sucht man einen lukrativen Posten für sie – außerhalb der Justizverwaltung. Sollte sie hierbei plötzlich und unerwartet sterben, dann hat sie im jetzt vergangenen Jahr ihrer Dienstzeit in DC zu viel Ungeschwärztes zu Gesicht bekommen.
2. April 2026
Der Feldherr spricht heute Nacht zur Nation und zur Welt: Die Kriegsziel wurden fast vollständig realisiert. Es folgen jetzt nie dagewesene vernichtende Militärschläge gegen die uneinsichtige iranische Führung. – Wie passt das zusammen? Gar nicht. Der Don hat jedes Maß verloren und will nur noch aus diesem Desaster als Sieger vor sein Volk treten. Morgen wird er wieder etwas anderes mit starker Stimme verkünden.

Feldherren (2): Gestern traf das jüngste Heft der Foreign Affairs in meinem Briefkasten ein. Jetzt liegt es oberflächlich überflogen auf meinem Schreibtisch und erzwingt Gedanken über den Hegemon und seinen Strategiewandel. Der sieht – in meinen Worten – so aus: Die USA müssen sich, wenn sie der Hegemon bleiben wollen, auf eine neue Gefahr konzentrieren, um diese abzuwehren. Die Gefahr heißt Deutschland. Jaja, ganz richtig gelesen. Diese neuen Phantasien bedürfen einer genaueren Bewertung, denn sie bedeuten Sprengstoff für unserr Land.

1. April 2026
Nein, kein Scherz, der Don hielt gestern wieder eine seiner Märchenstunden im Oval Office ab: Im Iran ist in 2 Wochen Pumpe. Spätestens. Dann ist dort alles, was schießen kann, zerstört. Straße von Hormus? Kein Problem. Das ist Sache der Franzosen. Wenn die den Weg brauchen, sollen sie sich halt darum kümmern.
Persische Märchen (2): Die Weltwirtschafts-Analyse von Egon W. Kreutzer, die in der vorvergangenen Nacht bei mir eintrudelte, beschreibt die Lage des März etwas anders. Zwar wird die Zerstörung der Gas- und Öl-Produktion im Nahen Osten durch die israelisch-amerikanische Allianz in erster Linie Europa und Asien schwer beschädigen, doch die US-Wirtschaft wird den Folgen dieses Desasters, wenn auch mit leichter Verzögerung, kaum entgehen können. Dort wird es zuvörderst die amerikanische Export-Wirtschaft treffen, weil deren Märkte nicht mehr da sein werden.
Persische Märchen (3): Sog. Konservative hierzulande feiern den Angriff gegen Persien als große Tat der Menschheitsbefreiung. Israel ist gerettet, so sagen sie. Zugleich nutzen sie die Gelegenheit zu wilden Attacken gegen den Vorsitzenden der AfD. Der könne nichts, vestehe nichts und seine Partei sei nicht mehr wählbar. Frage mich, a) ob diese Maulhelden je AfD gewählt haben, und b) ob sie bemerken, dass sie mutterseelenallein auf dem Marktplatz stehen?
30. März 2026
Die Ereignisse im Nahostkrieg geben zu denken. Bei allen Lügen hin und her wird klar, dass die persische Fähigkeit, den Angreifern substanzielle Verluste beizubringen nicht abgenommen hat. Ganz im Gegenteil, die Attacke auf den US-Militärstützpunkt Prinz Sultan in Saudi Arabien, bei der punktgenau US-Aufklärungsflugzeuge (einschließlich der nach dort beorderten AWACS) zerstört wurden, lässt erkennen, dass die Perser nicht nur präzise, sondern auch aus deren Sicht gut überlegt schießen, denn dieser Schlag ist ein weiteres Puzzle-Teil, die US-Streitkräfte blind zu machen.
Schlag (2): Es ist zu bezweifeln, dass diese Ausschaltung von Luftaufklärung durch die US-Satelliten-Beobachtung kompensiert werden kann. Dieser Angriff reiht sich in eine nun erkennbare persische Verteidigungs-Strategie ein, die nach erfolgreicher Zerstörung der ortsfesten US-Radarstationen und dem Abschießen von US-Tankflugzeugen den Offensivkräften der US Air Force die logistische und operatve Basis entzieht.
Schlag (3): Das hier besprochene iranische Vorgehen erfolgt nicht von selbst, sondern ist offenbar sorgfältig geplant worden. Ob es auf die Dauer funktioniert, muss sich erst noch erweisen. Auf jeden Fall bedeuten die jetzigen Ereignisse einen schweren Schlag gegen den Mythos der amerikanischen Unbesiegbarkeit.
Schlag (4): Der Entzug des Mythos wirkt sichtlich in die arabische Region hinein. Die lautstarke Ankündigung aus Saudi Arabien von letzter Woche, sich mit seiner beträchtlich großen Armee am Krieg gegen den Iran zu beteiligen, wurde am Wochenende liquidiert. Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt. Soso.
Schlag (5): Trump kündigt gestern an, die Straße von Hormus nach ihm selbst umzubenennen. Wie wäre es mit Don’s Drive oder so? Die erneut ausgestoßene Drohung, die Erdöl-Verlade-Insel Charg (Kharg) amphibisch zu besetzen, veranlasst mich, einen Blick auf die Karte zu werfen. Die Inseln liegt, vom Persischen Golf aus betrachtet, hinter der Straße von Hormus. Die Invasionsflotte muss da also durch. Viel Vergnügen.
Schlag (6): Seit dem Wochenende beteiligen sich die Houtis nunmehr offiziell am Krieg an der Seite des Iran.
Schlag (7): Der seit Beginn des Krieges parallel stattfindende Angriff der Israelis gegen den Libanon scheint alles andere als ein Osterspaziergang zu werden. Laut Jerusalem Post warnt der Generalstabschef – Eyal Zamir heißt der Mann –, dass ihm die Leute ausgehen. Dafür gibt es eigentlich nur zwei unterschiedliche Gründe: a) unerwartete Verluste, b) überdehnte Fronten. Ich tippe auf beides.

Schlag (8): (Angeblich) iranische Hacker sind in den E-Mail Account von FBI-Chef Kash Patel eingedrungen und machen diesen öffentlich lächerlich.
27. März 2026
Seit Tag und Nacht ist es bitterkalt im Ländchen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Perser völkerrechtswidrig die Straße von Hormus sperren. Und das, nachdem der Don ihnen für das jetzt kommende Wochenende das Öffnen der Höllentore angekündigt hatte.
Hormus (2): Heute Nacht wurde die Hölle auf den 6. April verschoben, denn die Mullahs hätten, sagt der Don, guten Willen gezeigt und 10 Großtanker durchgewunken. Frage mich allerdings, wie das mit den Aussagen aus Teheran (oder wo auch immer) zusammenpasst, dass man Tanker von nicht-feindlichen Nationen durchlasse.
Hormus (3): Ich tippe mal auf China, zumal sich amerikanische Börsianer heute Früh beunruhigt geben, dass ab sofort die einschlägigen persischen Öl-Ausfuhren in chinesichen Yen abgerechnet werden, weil die völkerrechtswidrigen Perser keine Dollars mehr annehmen. Liege ich falsch mit meiner Vermutung, dass diese Maßnahme den US-Boys mehr schadet als ein Drohnenangriff auf die Scheichtümer am Golf?
Hormus (4): Apropos Ausstieg aus dem Dollar, das Thema hatten wir schon mehrfach. Den Diktator Libyens Ghadafi kostete die Ankündigung vor Jahr und Tag den Kopf, als eine anglo-amerikanische Allianz des Land zerbombte. Im Unterschied zu damals laufen in Persien die Dinge in umgekehrter Reihenfolge ab: Erst Land zerbombt und Führer getötet, dann aus dem Dollar ausgestiegen.
Hormus (5): Weltweit versuchen die Öl-abhängigen Länder der Preisexplosion an den Zapfsäulen durch Steuersenkungen gegenzusteuern. Nur Fritz der Kanzler beschreitet den deutschen Sonderweg. Der heißt: Mehrwert-Steuer rauf. Das wird sicher helfen, das Land weiter zu ruinieren.
Hormus (6): Derweil findet in D eine Ablenkfütterung für die Mainstream-Idioten statt. Man plärrt auf allen Kanälen, dass Frauen virtuell und, oh Gott, sexuell-virtuell missbraucht würden. Mit größtem Widerwillen betrachte ich die dazu präsentierten Bilder. Augenblicke später: Wie komme ich bloß auf solch diskriminierende Gedanken, dass es sich hier um Frauen handeln könnte, denen das katholische Gurkenfechten keine Befriedigung mehr verschafft.

26. März 2026
Stellvertreter im Stellvertreterkrieg: Während Trump öffentlich verkündet, dass der Iran dringend einen Deal zum Ausstieg aus dem Krieg wünsche und hierfür einen 15-Punkte-Plan vorgelegt hat, melden sich nicht näher bestimmbare persische Stimmen über die arabischen Kanäle zu Wort, dass dies keineswegs der Fall sei. Derweil hat Trump eine hochrangoge Delegation unter der Leitung des Vizepräsidenten in Richtung Pakistan in Marsch gesetzt.
Stellvertreter (2): Das unerwartete Wiederauftauchen von Vize Vance in der ersten Reihe der Aufmarksamkeit, lässt den Verdacht dahinwelken, er habe sich in den letzten drei Wochen absichtlich rausgehalten. Selbst wenn, jetzt schiebt ihm der Don die Verantwortung für ein mögliches Scheitern zu.
Stellvertreter (3): Währenddessen meldet das in Deutschland beheimatete US Central Command, das die Kriegführung in Nahost lenkt, dass man jetzt das zehntausendste Ziel in Persien getroffen habe. Das mag sein. Nur was kaum sein kann, ist die Behauptung, dass ganz oben auf der Agenda die erfolgreiche Zerstörung der iranischen Raketenabschussrampen stand, denn über Nacht schlugen erneut eine nicht genannte Zahl von Raketen in Israel ein. Dass diese Ereignisse überhaupt den Weg in die Schlagzeilen finden, deutet darauf hin, dass wir uns nunmehr eilig in die von mir bereits im vorrigen Jahr beobachtete Phase des israelischen Wehgeschreis bewegen.
Stellvertreter (4): Nachdem Orbán gestern angekündigt hat, ab sofort die Ukrainer Schritt für Schritt von der bislang durch Ungarn sichergestellten Gasversorgung abzuklemmen, bis diese die Zerstörung der russisch-ungarischen Pipeline Drushba (südlicher Zweig) rückgängig gemacht haben, greifen ukrainische Drohnen über Nacht eine russische Raffinerie im Oblast Sankt Petersburg an, die dort nach westliche Pressemeldungen bedeutende Verheerungen angerichtet haben. Falls das stimmt, handelt es sich um einen weiteren gewaltsamen Schlag des US-Imperiums, nach dem Gasmarkt nun auch den Ölmarkt unter Kontrolle der US-Konzerne zu bringen.
Stellvertreter (5): Falls meine soeben genannte Annahme stimmt, lässt sich über den Ausgang dieses Versuchs wenig sagen. Sicher ist nur, dass in Europa und vor allem auch im sog. globalen Süden schwere wirtschaftliche Schäden angerichtet werden. Erneut stellt sich die Frage: Wem nützt das? Der US-Wirtschaft? Ich zweifele.
25. März 2026
Der Tag fängt lustig an, als ich damit beginne, die in meiner Abwesenheit aufgelaufene Papier-Post durchzusehen. In einem der Kataloge meines Berliner Lieblings-Verramschers finde ich das Bild Mönch am Meer von Caspar David Friedrich. Der Mann war ein Schelm, ich habe Tränen gelacht. Der Zustand verschlimmert sich, als ich Was-gibt’s-da-eigentlich-zu-lachen? gefragt werde.

Cui-bono? (wem nützt das?), fragt mich mit gutem Grund J., dem ich gestern den Aufsatz von Walter Post über den Iran-Krieg übermittelt hatte. Er gibt auch gleich die Antwort: Einigen Reichen und Superreichen. Soll ich mich dadurch trösten, dass unter der Masse der Leute, dem dieser Krieg massive Verluste bringt, auch etliche Reiche und Superreiche sein werden? Ich zweifele, denn der Unterschied liegt auf der Hand: Der Milliardär, der ein paar Millionen verzockt hat, bleibt hernach immer noch Milliardär, der Normalverdiener hingegen, der Strom und Sprit nicht mehr bezahlen kann, rutscht in die Armut.
Sehe ein Interview (wenigstens die ersten 14, 15 Minuten) mit dem jungen Mann Artur Abramovych an, der dem Club Juden in der AfD vorsteht. Der gebürtige Ukrainer sagt, die Stimmung in Israel sei gut und man sei eher erleichtert, dass es jetzt endlich zu dieser kriegerischen Auseinandersetzung komme, denn man befinde sich seit Jahrzehnten im Krieg.
Abramovych (2): Folgt man diesem Mann, so ist damit der Kriegsgrund geklärt, aber was ist das Ziel des Krieges? Die Vernichtung des Iran mit seinen rund 100 Millionen Einwohnern? Oder glaubt man ernsthaft, dass, sebst wenn man eine Kapitulation erzwingen kann, der Friede in Nahost einschließlich des Existensrechts Israels gesichert sei.
Das Existenzrecht Israels beruht auf einer Schenkungserklärung 1917 des damaligen britischen Außenminister Lord Balfour, ein Land betreffend (Palästina), was ihm nicht, sondern zum Osmanischen Reich gehörte. Nach der Niederlage der Türkei wurde das betreffende Land britischer Kolonialbesitz, das nach dem alten erfolgreichen Prinzip des Teile und Herrsche geführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die britische Herrscher-Herrlichkeit zu Ende. Fortan wollte das Mündel Vormund sein. So hängen die Dinge zusammen. Wer diese noch nicht sehr weit zurückliegende Landumverteilung nicht als Anspruchs-begründend ausreichend sein lassen will, der muss schon das Alte Testament bemühen. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass das Reich der Perser älter ist.
24. März 2026
Die Achterbahnfahrt geht weiter. Gestern verkündete der Don, dass sein Ultimatum an den Iran, in 2-Tages-Frist die Straße von Hormuz zu öffenen, aufgeschoben sei, weil er mit einem hochrangigen Iraner übers Kriegsende im Gespräch sei. Davon glaube ich kein Wort, betrachte aber mit Muße das Gesicht des Präsidenten während seiner Ausführungen dort neben dem Großflugzeug. Der Mann wirkt plötzlich steinalt und verbraucht. Nun, in seinem Fall gilt: Krieg ist offenbar doch kein Jungbrunnen.

Die Macht der Bilder (2): Die israelische Propaganda entlässt derweil Kurzfilme über Drohnenangriffe in stark belebten städtischen Verkehrsadern mit bombastischen Texten, dass auf diese Weise die oppositionellen Kräfte des Iran gestärkt würden. Abgesehen von der Frage, ob die Bilder überhaupt die behaupteten Ereignisse zeigen, lässt sich sagen, dass solche Angriffe das behauptete Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit verfehlen werden, da sie eher einen Solidarisierrungseffekt auslösen werden.

Missmutig und lediglich, um der selbstauferlegten Chronisten-Pflicht nachzukommen, bleibt ein Kurzhinweis auf die Landtagswahlen in der Pfalz hier einzurücken. Indes: Ich lese nur nichtssagende Schlagzeilen und finde die tatsächlichen Wahl-Ergebnisse nicht, aus denen ich mir dann ein Bild machen könnte. Ich merke, dass ich zu faul bin, um danach zu suchen.
22. März 2026
Das hier sieht nicht nach einem großen Erfolg der Weltmacht und ihres getreuen Nahost-Vasallen aus. Die Stadt Dimona beherbergt das Zentrum des israelischen Atomstaates, dessen Bombe wir bislang nur vom Hörensagen kennen. Wenn dort die Perser ohne erkennbare Gegenwehr hineinzuschießen vermögen, kann das für die Israeli und deren bislang nicht vorhersehbare Reaktionen nur alternativ bedeuten: a) Atombombeneinsatz jetzt, solange das noch geht, oder b) dies zu unterlassen, weil jeder einschlägige Versuch, ja schon jede einschlägige Dohung, zu nicht kalkulierbaren Verheerungen am Abschussort führen kann. Ich bin im Zweifel, ob es an Ort und Stelle genügend einflussreiche nüchterne Strategen gibt, dies zu verhindern. Auf ein amerikanisches No angesichts der derzeitigen intellektuellen Bocksprünge zwischen Florida und DC würde ich micht lieber nicht verlassen wollen.

Auch nicht gerade freundlich: Die britische Zeitschift The Economist machte mich am Wochenende in Madrid mit diesem Titel auf sich aufmerksam. Die Verhohnepiepelung der israelischen-amerikanischen Operations-Namens Epic Fury in Blind Fury (Blinde Wut) spricht für sich, ein vortreffliches Beispiel für den beißenden englischen Wortwitz.

The Economist (2): Die Autoren des Blattes weisen schonungslos darauf hin, was in diesem Krieg trotz flächendeckender Propaganda bislang alles schief gelaufen ist, vor allem was für katastrophale wirtschaftliche Folgen ins Haus stehen. Ja, da kennt die City of London keinen Spass.
20. März 2026
Wir sind mitten drin in der Medienschlacht über den Irankrieg. Wieder ist es so, dass jedermann glaubt, Partei ergreifen zu müssen. Kaum einer stellt die für mich naheliegende Frage: Was ist eigentlich im deutschen Interesse? Die Erklärung für diese Abstinenz ist ziemlich simpel. In einem Land, in dem man sich angewöhnt hat, das nationale Eigeninteresse als Nazikram anzuschwärzen, hält jedermann, der sich einschlägige Gedanken macht, beklommen das Maul.
Im deutschen Interesse (2): Das vorschnelle Parteiergreifen, zumal wenn es moraltriefend daherkommt, ist nicht im nationalen Interesse. Wer die Angreifer devot lobt, handelt bestenfalls in deren Interesse. Wer die Angreifer verdammt, handelt in niemandes Interesse, nicht einmal in dem des schauerlichen Regimes in Teheran.
Im deutschen Interesse (3): Das Einsortieren des Krieges in ein Pro oder Con verkürzt die Sicht auf die wahren Probleme des Landes. Sie sind durch Kräfte herbeigeführt worden, denen es daran gelegen ist, ihre Verursacher-Stellung zu vertuschen. Diese Kräfte befinden sich innerhalb und außerhalb des Landes. Sie spiegeln sich in den Konfliktparteien des jetzigen Krieges wider. Auf der einen Seite eine absolut egomanisch handelnde Geldelite, die ihren Hauptsitz in den USA hat, auf der anderen Seite religiöse Eliten, die einer boshaften Unterdrückungsreligion zur Weltherrschaft verhelfen wollen. Beide Seiten, die eindeutig nicht im Interesse Deutschlands liegen, werden hierzulande ignoriert, weil die beiden feindlichen Parteien eine unermessliche Zahl von Kollaborateuren auf ihre Seite gebracht haben. Den von ihnen verursachten Riss durch die deutsche Gesellschaft beobachte ich mit steigender Neugierde.
Im deutschen Interesse (4): Wer die Frage aufwirft, warum eigentlich hierzulande bislang Gewalttaten ausgeblieben sind, verkürzt die Wirklichkeit. Erstens gab es bereits hinreichend viele Gewalttaten, wie die Anschläge auf die Energieversorung in der Ostsee (Nord Stream) und Berlin sowie die tägliche Messerroutine in ganz Deutschland, zum andern schätze ich es so ein, dass die staatlichen Gewaltakteure derzeit Deutschland als Ruheraum nutzen. Das mag sich je nach Lageentwicklung von einem Tag auf den andern ändern.
Kriegsgebiete : Der Krieg in der Ukraine ist in der öffentlichen Wahrnehmung so weit Routine geworden, dass er keines Wortes mehr wert zu sein scheint. Nach meiner Vermutung findet hinter diesem Vorhang des Desinteresses die Konsolidierung der russischen Macht statt.
Kriegsgebiete (2): In Nahost hingegen hat Israel durch den erfolgreichen Luftangriff auf die Gasfelder in Südwesten Persiens zu einer möglicherweise entscheidenden Eskalation der Gewalt beigetragen. Das zugrundeliegende Kalkül könnte aufgehen: Europa und China sollen die Folgen dieses Krieges unmissverständlich zu spüren bekommen. Ob die Rechnung aufgehen wird, die bislang abseits stehenden Länder Europas und Asiens zu eigenen Kriegsgenossen zu machen, halte ich nicht für ausgemacht. Selbst die Staaten am Golf zögern.
19. März 2026
Dass es ein Fehler war, von Berlin aus dem Land der Klima-Idioten zu entfliehen, war mir klar, als ich den Nahost-Zustand des Flughafens notgedrungen durchwandernd zur Kenntnis nahm. Aber dass meine Fehlplanung mir die Rückkehr abschneiden würde, weil gestern der Flugbetrieb dank des starken Arms der Gewerkschaft verhindert wurde, konnte ich beim besten Willen nicht ahnen. Dieser Scherz kosteten mich mehrere hundert Euronen, und ich freue mich bereits jetzt darauf, wenn die allfälligen Klugsch… mich darüber belehren werden, wie ich dergleichen hätte vermeiden können.

Proletarisches (2): So habe ich mehr Zeit als gewöhnlich, per Notebook Leserbriefe zu studieren. Sie sind Ausdruck einer Schicht von Leuten, die nach eigener Überzeugung genau weiß, wie der Hase läuft. Bei Tichy dominieren die Das-müssen-erst-wir-mal-abwarten–Leser, während es bei ApolloNews die Faust-auf-den-Tisch-Schläger sind.
Die Realität verschwimmt vor unsern Augen, wenn seit Kriegsbeginn der Kriegsherr Netanyahu weg ist vom Fenster. Wenigstens optisch. Jetzt ist er wieder da, und dieselben Leute, die sein Fehlen bemerkten, behaupten nun, dass das, was wir zu sehen kriegen, die pure Fiktion ist. Wie wäre es mit einer neuen Serie bei Netflix (nach einer wahren Geschichte) mit dem Titel Ein Feldherr verschwindet. Ich weiß schon, das erinnert ein wenig an Alfred Hitchkock Eine Dame verschwindet, aber niemand wird behaupten wollen, dass der Benjamin aus Tel Aviv eine Dame sei. Ein Herr übrigens auch nicht.
18. März 202
Es knirscht im Regierungsgebälk in DC. Der Direktor der zentralen US-Behörde für Terrorismusabwehr Joe Kent hat gestern seine Entlassung verlangt. Der Krieg gegen den Iran, so der Spitzenfunktionär, erfolge nicht, weil dieser die USA bedroht habe, sondern weil Israel und dessen stützende Kräfte in den USA den US-Präsidenten zum militärischen Angriff genötigt hätten. Das ist nun eine öffentliche Stimme aus dem Chorus der amerikanischen Dienste, über die man kaum hinwegsehen kann. Mainstream diesseits und jenseits des Atlantiks versucht, ihn als antisemitischen Verschwörungs-Deppen abzuqualifizieren.
Es knirscht (2): Als nächste muss sich heute Nacht die Direktorin für die Dienste (DNI) vor den Parlamentsausschüssen rechtfertigen. Das ist die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der Dems (!), Tulsi Gabbard, die vor ihrer Nominierung durch Trump laut und unüberhörbar gesagt hatte, der Iran und dessen geistliches Oberhaupt stellten für die USA kein ernstzunehmendes militärisches Risiko dar. Nur zu deutlich ist (auch mir) ihr taffes Auftreten bei der Bestätigung durch den Senat vor gut einem Jahr in Erinnerung geblieben.
Es knirscht (3): Jetzt beginnt in DC das Schwarze-Peter-Spiel. Die wie immer unzuverlässigen amerikanischen Auguren deuten mit dem Finger auf den Trump’schen Sondergesandten Steve Witkoff, der vor drei Wochen dem Präsidenten bei seiner Rückkehr aus Nahost den Floh mit der fertigen iranischen Atombombe ins Ohr gesetzt habe. Soll man das wirklich glauben?
17. März 202
Es ist müßig, über die Kommunalwahlen in Hessen und Bayern ein Wort zu verlieren. Die Kräfte der Selbstzerstörung genießen in den administrativen Hochburgen eine hohe Zustimmung – ebenso wie vor Kurzem erst im ehemaligen Industrieland BaWü.
Netzfund:

Schreibt ein Leser gestern bei ApolloNews zum gerade stattgehabten Gedenktag gegen Islam-Feindlichkeit in Berlin: „Man sollte solche Tage gut nützen. An diesem Tag sollten überall öffentliche Lesungen aus dem Koran stattfinden, über religiös motivierte Pädophilie (Sure 65:4), Polygamie (Sure 4:3), Gewalt gegen Frauen (Suren 2:223, 2:229, 4:11, 4:34, 24:4, etc., etc.), über Antisemitismus (Suren 2:65, 2:75, 2:87, 2:94, 2:120, 2:135, 4:46, 4:50, 4:155, 4:160, 4:161, 5:41, 5:51, 5:82, 9:30, 62:6, 7:166) sowie über das Verbrennen (Sure 4:56), Auspeitschen, Amputieren und Kreuzigen (Suren 24:2 und 5:33), Enthaupten (Suren 8:12 und 47:4) und überhaupt über das Töten von Ungläubigen (Sure 9:5).Damit auch jeder weiß, warum es Islamfeindlichkeit überhaupt gibt.“
Quer (2): Bernd Zeller lässt uns in der nach ihm benannten Zeitung wissen: „Mysteriöses Phänomen: Immer mehr Ticketkontrollen enden im Krankenhaus.“
Erst ein Blick auf die Regionalkarte offenbart das Augenfällige zur Frage, warum die Chinesen auf Trumps Sirenen-Gesänge, sich am Aufbrechen der Blockade der Straße von Hormus zu beteiligen, schweigend und mit einem hintergründigen Lächeln reagieren. Sie haben seit dem Beginn der 2020er Jahre für diesen Fall eine Umgehungslösung geplant und in die Tat umgesetzt: den Hafen von Jask, an der Südküste des Golfs von Oman gelegen. Dessen nagelneuer Terminal ist mit einer 1000 km langen Pipeline ins Landesinnere zu den Ölförderstätten verbunden.

Der Blick auf die Landkarte (2) macht zudem überdeutlich, wie dicht die Ölstaaten am Golf zum Iran liegen und damit im Bereich seiner Waffenwirkung, und wie sehr diese Staaten, die ihre Existenz allein dem Ölbohren verdanken, von den Schutzversprechungen der Amerikaner abhängig waren und sind, die derzeit nicht eingehalten werden.
Das Lügen geht weiter (am Nachmittag): Auf einer Festveranstaltung im Kennedy-Center behauptet der Don, es habe über Nacht das umfangreichste und effektivste Bombardement des Iran stattgefunden. Er spricht von der persischen Insel Charg (Kharg), auf der sich der größte Ölterminal des Landes befindet. Der Angriff habe sich allein gegen militärische Ziele dort gerichtet. Ein Blick auf die Insel von oben legt nahe, dass das angesichts der minimalen Größe des Zielgebiets kaum sein kann. Was also wurde getroffen und falls überhaupt zu welchem Zweck?

Lügen (2): Auf dem Flugzeugträger Gerald Ford brach ein Feuer aus, das 30 Stunden lang nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ein defekter Wäschetrockner sei die Ursache gewesen. Warum nicht gar ein Joystick für Soldatinnen? Zu gut ist in Erinnerung, dass diese monströse Kriegsmaschine (der Flugzeugträger) vor Tagen erst aus dem Wirkungs-Bereich persischer Waffen reterierte. Also doch ein Treffer? Das mögen die Götter wissen und das Pentagon.
16. März 2026
Lob der Hässlichkeit: Für das, wie er aussah, konnte er nichts, aber für seine Worte schon: Habermao, Habermas, Habermat, Habermamus, Habermatis, Habermant… so finde ich ihn in einem Leserbrief der Zellerzeitung lateinisch durchdekliniert. Da hat doch tatsächlich einer einen Zipfel klassischer Bildung dreist raushängen lassen.
Hässlich (2): Ich hörte von ihm erstmals während des Studiums. Es schwärmte eine Komilitonin, wusste aber auch nicht so recht, warum. Genaueres erfuhr ich auch später nicht, denn das, was er schrieb, leuchtete mir nicht ein. Ich fand es unlesbar, aufgeblasen und in selbstgemachten Floskeln stelzend. Später erklärte mir ein weiblicher Fan, der Meister spreche erst durch seine Interpreten zu uns. Aha, das kannte ich bereits von dem zwergenhaften Denker aus Königsberg (womit ich diesen keineswegs auf die Stufe des Frankfurters runterschubsen will). – Jetzt ist er also tot und zum Beleg dessen, was ich mir gemerkt hatte, sah ich am Wochenende in die FAZ. Und siehe, ich lag richtig, es war ein Hochamt der Interpreten. Die Lektüre sparte ich mir.
Hässlich (3): Schon mehrfach habe ich mich gefragt, was eigentlich diesen Benjamin N. als Führer auszeichnet. Charisma ist es jedenfalls nicht, Charme auch nicht, Klugheit wohl kaum. Damit wären wir dann bei Eigenschaften angekommen, die man eher als weniger günstig ansieht. – Nachdem er, wie er sich selbst rühmt, den jetzigen Krieg ausgelöst hat, war er auffällig von der Bildflächte verschwunden. Gestern Abend tauchte er via X-Schnipsel auf und dementierte seinen Tod. Für einen Kaffee würde er sterben, gab sich das X-Bild witzig. Er wird wohl einen Vorkoster haben.
Hässlich (4): Mag sein, dass ich mich aus Ärger über den Nahost-Krieg irre, aber es kommt mir so vor, als habe der Don seine gewohnte äußerliche Überlegenheit eingebüßt. Seine Gesichtszüge hatte er zwar noch nie so richtig unter Kontrolle, doch jetzt den gewohnten Siegertypen zu geben, will ihm nicht gelingen. Er wirkt gehetzt und wirr. Die Auguren wissen es: Er ist bald weg vom Fenster. Das glaube ich zwar nicht, aber der Umstand, dass er nicht mehr allein am Ruder des Raumschiffs Erde steht, macht ihm sichtlich zu schaffen. Er weiß bei aller irrationalen Sprunghaftigkeit, dass Wahlen in den USA innenpolitisch, in der Wirtschaft, entschieden werden. Dort stehen die Preise an den Zapfsäulen im Wege. Die kann auch der Dümmste lesen.
Hässlich (5): Johann, der deutsche Außenzwerg, will sich nicht an den Patrouillen des Don durch die Straße von Hormus beteiligen. Nun gut, andere, die alle Tassen im Schrank haben, wollen das auch nicht, weil sie sich um ihre Kriegsschiffe Sorgen machen, die dann im scharfen Schuss gegen persich-russisch-chinesische Drohnen antreten müssten. Da lassen sie dem allmächtigen Kriegsherrn lieber den Vortritt. Doch die Deutschen haben eine andere Ausrede: Die Grünen Winde wehen, wenn sie denn überhaupt wehen, nicht durch die Straße von Hormus.
15. März 2026
Man hätte es ahnen sollen: Die iranischen Kampf-Drohnen, die dem Wertewesten in seinem jetzigen berechtigten Krieg gegen das Mullah-Regime so heftig zu schaffen machen, und die man seit Jahren nun schon unter dem Namen Geran2 im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des Wladimir P. in der Ukraine bei der Arbeit hat sehen können, stammen in Wirklichkeit aus Deutschland. Sie wurden in den 1980er Jahren bei der Firma Dornier in Friedrichshafen am Bodensee entwickelt und sind dann schließlich in den USA, dem Iran und Russland als Muster für die moderne Kriegführung kopiert worden.
Dornier (2): Die Firma, die eine lange Tradition für fliegende Kriegswaffen besaß, machte dann mit dem Ende des Kalten Krieges wg. plötzlich eingetretener weltweiter Friedfertigkeit Pleite. Die Reste wurden vom deutsch-französischen Luftfahrtkonzern Airbus geschluckt, der mit bedeutenden Teilen ebenfalls in Friedrichshafen residiert. Von Dornier ist daselbst nur ein kleines gleichnamiges Museum übrig geblieben.
Dornier (3): Mir scheint, als habe die deutsche Schuldkult-Fronde von diesem empörenden Umstand der deutschen Vaterschaft noch nicht in gehöriger Form Kenntnis genommen. Ich könnte mir, sobald sich das ändert, vorstellen, dass Fritz der Kanzler seinen Außenzwerg nach Jerusalem entsendet, um dort Abbitte und Wiedergutmachung zu leisten. Sind es doch diese Drohnen, die dem dortigen Staat derzeit so enorme Schwierigkeiten bereiten.
14. März 2026
Bei der Betrachtung von Fotos und Videoschnipseln, die den persischen Außenminister Araghchi (Arachtschi) zeigen, gehen mir einige Gedanken durch den Kopf, die ich zur Debatte stellen möchte. Er wirkt auf mich wie ein erfolgreicher und gebildeter persischer Geschäftsmann, dem man nicht ansieht, dass er einem mittelalterlichen religiösen Gewaltregime an prominenter Stelle dient. Seine Gesichtszüge sind sympathisch, sein Auftreten zivilisiert, seine Kleidung maßgeschneidert. Er wirkt, ohne sich das anmerken zu lassen, wenn er gemeinsam mit Presse- oder Administrations-Vertretern der USA zu sehen ist, diesen haushoch überlegen.

Zwiegesichtigkeit (2): Ich hoffe, mich hierbei nicht zu verheben, wenn ich anmerke, dass wir hier einen Prototyp aus der persischen Führungsschicht vor uns haben: Jemanden, der die westliche Denke beherrscht, ohne sie jedoch zu teilen. Wir finden exakt diese Gesichter auch bei anderen Figuren in Politik, Militär und Naturwissenschaften. In diesem Phänomen müssen wir wohl den Ursprung für die erstaunliche Bewaffnung des Iran unter den seit Jahrzehnten schwierigsten wirtschaftlichen Bedingungen suchen. Die jetzt zu Tage tretende Kampfkraft hingegen – von Trump & Co sträflich unterschätzt – entspringt, wie ich annehme, diesen ganz anderen Typen, die bärtig und finster an der Spitze der Revolutionsgarden stehen. Die einen von den anderen zu trennen, ist durch den Angriff vom 28. Februar gründlich misslungen.
Zwiegesichtigkeit (3): Es ist für die im westlichen Denken verwobenen Zeitgenossen – also Sie, den Leser, und mich, den Schreiber dieser Zeilen – schwierig bis unmöglich, sich in das Denken und vor allem das Handeln dieser oben genannten orientalen Typen hineinzufinden. Sie sind nicht wie wir und wollen es auch gar nicht sein, selbst wenn sie unsere Sprachen perfekt beherrschen. Auf der Gegenseite, also bei uns, wird die angemessene Reaktion nicht nur durch das real existente amtliche Personal, sondern vor allem auch durch die Mär von den Menschenrechten behindert, deren wichtigstes religiöses Element deren weltweite vom Menschen unabhängige Geltung („universale unveräußerliche Menschenrechte“) ist. So kann es leicht passieren, dass wir mit Machthabern konfrontiert werden, die uns überlegen sind, weil sie unser Menschenrechts-Gerede als Macke auffassen und dementsprechend handeln.
13. März 2026
Dass alles mit jeden zusammenhänge, ist eine Behauptung, aus der sich dann Beliebiges ableiten lässt. Ich habe soeben eine solche Gedankenkette gelesen, die – in meinen Worten – so arrangiert war: Trump versucht 1983 in South Carolina eine 13jährige aus dem Sortiment von Epstein sexuell zu missbrauchen. Diese wehrt sich, indem sie ihm in den Penis beißt. Ob und wann der Vorgang den Ermittlungsbehörden zu Kenntnis kommt, ist unklar. Jedenfalls untersucht das FBI dann 2019 den Fall durch Vernehmung des möglichen Opfers. Es entstehen 53 Blatt Polizeiunterlagen, die aber den Anfang dieses Jahres veröffentlichten Epstein-Files nicht beigefügt sind.
Schein und Wirklichkeit (2): Ob der zugrunde liegende Tatvorwurf stimmt, ist völlig offen. Das vermutete Opfer verweigert heutzutage jede Aussage. Ebenso die Anwältin. Wir sind also wieder in jener Grauzone angelangt, die wir aus dem Jahr 2016 kennen, als diverse Damen unterschiedlicher Oberweite behaupteten, von Trump vergewaltigt worden zu sein. Die Sachen gingen aus wie das Hornberger Schießen, da Trumps Anwälte gut dotierte Schweigevereinbarungen schlossen. Ob auch in diesem Fall ist unbekannt.
Schein und Wirklichkeit (3): Der jetzige Fall erhält seine Brisanz durch den Umstand, dass eine bedeutende parlamentarische Minderheit versucht, Trump mit allen sich bietenden Mitteln um sein Amt zu bringen. Das ist nicht unbedingt neu. Neu ist hingegen, dass das aufgefallene Fehlen der FBI-Akten nunmehr mit dem Iran-Krieg in Zusammenhang gebracht wird.
Schein und Wirklichkeit (4): Selbst Leute, die nicht Trump-feindlich eingestellt sind, fragen sich, ob der Präsident in den israelisch-amerikanischen Krieg hineingezwungen worden sein könnte. Je weniger dieser Krieg – entgegen allem Anfangsgerede – in einen schnellen Erfolg eingemündet ist, desto lauter werden diese Fragen gestellt, obwohl Erfolg und Fremdsteuerung eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Auch in Amerika wird mit dem Finger auf einen erpresserischen Netanyahu gedeutet, wobei leichter Hand hinzugefügt wird, Epstein sei halt ein Einflussagent zur Beschaffung von Kompromaten bei einflussreichen Zielpersonen gewesen. Klingt einfach, eigentlich zu einfach. Trump 1983 als Zielperson? Da war der Mann ein Bauunternehmer und angehender semi-bekannter Fernsehstar. Das mit der Politik kam 33 Jahre später.
12. März 2026
Jetzt verhängen wir (wer immer das sei) Sanktionen gegen den Iran. Nur nebenbei gefragt: Was genau werfen wir dem Iran vor? Dass er von der israelischen-amerikanischen Allianz militärisch angegriffen wurde? Und was genau erwarten wir von den Sanktionen? Nun, höhere Spritpreise, damit die Leute endlich aufhören, mit ihren Autos herumzukutschen.
Spritpreise (2): Finde in der Zellerzeitung von heute Nacht das Wesentliche leicht verständlich dargestellt:

11. März 2026
Mit etwas Verspätung finde ich die Angaben von US CentCom über die Zerstörung von US-Radarstationen in Nahost. Falls es stimmt, was darüber zu lesen ist, sind Schäden entstanden, die mittelfristig nicht ersetzt werden können, und die von den USA aufgerüstete Raketenabwehr der gesamten Region nahezu blind macht.

Eine weitere unbestätigte Meldung geht davon aus, dass persische Raketen und Drohnen wichtige Daten-Zentren in Nahost zerstört haben, zum Beispiel das von Amazon.
10. März 2026
Es ist der Krieg des Thomas Morus, so wie der ihn in der Utopia beschrieben hat. Der moralisch überlegene Staat ist befugt, Kriege zur Arrondierung seiner Interessen zu führen. Morus empfiehlt, den gegnerischen Staatsführer töten zu lassen.

Krieg (2): Die Phase 1 des Morus-Krieges haben wir erlebt, jetzt kommt das Vorgehen gegen die aus Sicht des moralisch überlegenen Angreifers minderwertige Bevölkerung. Der Anfang ist durch die Zerstörung von persische Trinkwasser-Anlagen gemacht. Wohlgemerkt durch US-Truppen. Der persische Außenminister hat auf dieses bislang einzigartige Kriegsverbrechen hingewiesen und angemerkt, dass man einen Rubikon überschritten habe. Persische Angriffe auf Meerwasser-Entsalzungsanlagen am Golf folgten auf den Fuß.
Die Medien versuchen den Leuten seit gestern einzureden, dass das knappe Wahlergebnis in BaWü „spannend“ sei. Nein, ist es nicht, sondern es ist völlig gleichgültig, ob grün oder schwarz den dortigen MP stellt, denn das ist genau so spannend, als wenn man beim Frühstück erst die obere und dann die untere Hälfte des Brötchens isst – oder anders rum.
9. März 2026
Im Iran-Krieg hat Israel die Ölraffinerien bei Teheran angegriffen und dadurch angezündet. Einige wenige Kurzvideos zeugen von einer beispiellosen Umweltkatastrophe. Im Gegenzug trifft es unbekannte Ziele in Tel Aviv und in Arabien sowie den Flugzeugträger Abraham Lincoln, der weit vom persischen Kriegsschauplatz zurückgezogen wird, um weiteren Dohnentreffern zu entgehen.
Persien (2): Es wurde ein neuer Ayatollah ernannt. Es ist der Sohn des Ermordeten. Der Vorgang zeigt zweierlei: a) Die Führung in Teheran wurde entgegen der Ansage aus Tel Aviv nicht ausgeschaltet. b) Sie ist – entgegen den Behauptungen des Don, es werde keinen persischen Führer ohne seine Zustimmung geben – nicht gewillt, sich von Ungläubigen reinreden zu lassen.

Ohne Belang ist der Wahlausgang in BaWü. Mit der Industrie-Vernichtungspolitik kann ungehindert weitergemacht werden. Der Wähler will das so.
Der nachfolgend widergegebene Artikel über den neuen persischen Führer und die Lage im Lande ist eine Momentaufnahme aus der Feder des Hamburger Historikers Dr. Walter Post, die ich mit seiner Genehmigung zur Kenntnis bringe, weil sie von dem um Meilen abweicht, was man sonst an Aufgeregtheiten hierzulande zu lesen und zu hören kriegt. Es ist seine Auffassung, ich finde sie lesenswert.
Die folgende nüchterne und zutiefst ernüchternde Analyse der Weltlage mit Schwerpunkt zum Iran-Konflikt nebst Ausblick auf die vermutlichen weltwirtschaftlichen Folgen hat der Blogger Egon W. Kreutzer am 30. März 2026 verfasst. Ich rücke den Aufsatz hier auf meinem Blog mit seiner Erlaubnis ein:
Oder: Es hat sich seit vier Jahren nichts verändert

Das Morgenlicht durchdringt diffus die Jalousette
Ich denke vor mich hin, es wär doch schön
wenn ich nur einmal nichts zu denken hätte
Ich würd sogleich zu Fuß nach Compostella gehn.
Dort würd ich lila Rosenkränze kaufen
und dicke Nonnen schubsen – ab und wann
und mit den Maulbeerbäumen um die Wette laufen
weil ich nicht denken, aber schrecklich rennen kann.
Ich mach die Augen wieder auf, es hat sich nichts verändert
Noch immer ist es ziemlich grau
Kein Frühling hat den Erlenbaum bebändert
Jetzt lieg ich reglos da und gucke nicht sehr schlau.
Begleitender Chorus der tanzenden Trucker:
Reich mir Ricarda den Rautenkranz
Trage Tusnelda das Tamburin
Bleib wo du bist, vor allem aber bleib ganz
Lass mich mit den Gänsen nach Süden ziehn.
©HR20220217
Nachbemerkung vom 26.März 2026: Das kommt davon, es tritt gnadenlos zutage, wenn man den Arbeitsrechner aufräumt, um Platz zu schaffen.
8. März 2026
Gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist es, dass die Väter des Grundgesetzes eine Staats- und Gesellschaftsform im besiegten Deutschland (West-Variante) zu schaffen trachteten, die eine Kopie der anglo-amerikanischen Siegermächte und zugleich moralisch einwandfrei werden sollte. Also musste eine Demokratie her, die eine gewisse Ähnlichkeit zu den neuen Vorbildern hatte, und sie musste, darauf legten die Herren in ihren gut geheizten Gouverneursvillen den allergrößten Wert, unabschaffbar sein. Nun wussten die klügeren unter den Vätern, wie der SPD-Mann Carlo Schmid, um den unauflösbaren Widerspruch zwischen Demokratie und der Anordnung ihrer Unabschaffbarkeit, und um das zu kaschieren, nannten sie das Konstrukt wehrhafte Demokratie. Darunter leiden wir noch heute, denn diese wehrhafte Demokratie als Institution hat sich verselbständigt. Sie schützt den Bürger vor seinem eigenen politischen Willen. Das ist so kurios, dass man es zunächst gar nicht glauben mag.
Demokratie (2): Nun mag sich der Leser wundern, wie ich plötzlich auf sowas komme. Der Anstoß kam von außen, als ich nämlich heute Früh las, das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) wolle künftig auf den „Phänomenbereich Delegitimierung des Staates und seiner Organe“ verzichten. Hinter dem schrecklichen Beamten-Kauderwelsch verbirgt sich das Vorgehen gegen Bürger, die seit gut fünf Jahren mit der einen oder anderen politischen Grundentscheidung der die Macht innehabenden Organe nicht einverstanden sind und dies auch zum Ausdruck bringen, zum Beispiel bei der Einwanderung Illegaler, der Zerstörung der Energie-Infrastruktur, der Corona-Narretei, des Klima-Wahns und der Kriegslust gegen Russland und andere. Das sagt eigentlich schon alles: Mit der Einhaltung der Grundgesetz-Normen hat das alles nichts zu tun.
Demokratie (3): Nun mag einer denken, dass nunmehr — nach der Abschaffung des sog. Phänomen-Bereichs — die Bürger, die schlicht anderer Meinung sind, in Ruhe gelassen werden, doch der unterliegt einem Irrtum. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Die einschlägig tätigen Beamten werden lediglich die Ettiketten auf ihren Schubladen austauschen. Das ist bei den heutigen elektronischen Verhältnissen schnell getan.
7. März 2026
Nach einer Woche Krieg in Nahost lässt sich sagen, dass die israelisch-amerikanische Absicht, eine Art Blitzkrieg zu führen, gescheitert ist. Dieser sollte aus einem mit großem militärischen Aufwand durchgeführten Enthauptungsschlag bestehen, von dem man annahm, er werde die iranischen Abwehrmöglichkeiten zusammenbrechen lassen. Das ist, soweit ich mir ein Urteil erlauben kann, nicht der Fall. Vor allem scheinen die Kriegsplaner angenommen zu haben, dass das persische Volk nach Beseitigung einer verhassten Führung die angreifende Allianz als Befreier begrüßen werde. An diesem Gedanken hat man sich vermutlich durch lautstarke Aussagen von Exil-Persern, wie der des Schah-Sohns, berauscht.
Persien-Krieg (2): Meine vorstehend erörterte Vermutung erhält Nahrung durch das Verhalten des US-Präsidenten. Während er vor drei, vier Tagen noch davon spracht, es werde Zeit, die Auseinandersetzung durch Verhandlungen zu beenden, ist er gestern Abend umgeschwenkt: Nunmehr kämen Gespräche erst nach einer bedingungslosen Kapitulation in Frage. Das ist eine besonders törichte, kriegsverlängernde Aussage, wie wir aus der eigenen Geschichte des Zweiten Weltkriegs wissen, weil sie geeignet ist, die davon betroffene feindliche Bevölkerung zum Kampf zusammenzuschweißen..
Persien-Krieg (3): Westliche Beobachter versuchen, eine Empörungs-Allianz mit den angegriffenen Golf-Staaten zustande zu bringen. Die hierfür als Argument ins Feld geführten Schäden durch persisches Beschuss lassen sich derzeit nicht annähernd beurteilen. Ich vermute, dass vor allem die durch den Beschuss ausgelöste export-wirtschaftliche Isolierung des Golfs in Kürze ernsthafte Schäden am gewohnten Wohlleben in den vom Export-Stopp betroffenen Staaten herbeiführen wird. Noch ist unklar, auf welche Seite sie sich in naher Zukunft schlagen werden. Sich hierbei auf die Unterschiede von Schiiten und Sunniten zu berufen, finde ich kühn, denn die beiden in diesem Krieg auftretenden Aggressoren sind nichts von beiden, sondern in den Worten der betroffenen Region: Ungläubige.
Persien-Krieg (4): Militärisch von Gewicht ist allein Saudi-Arabien. Über die Kampf-Moral von dessen Armee ist nichts Verlässliches bekannt. Deren Führung wird vor allem Eigeninteressen vertreten. Wie diese aussehen, wenn der amerikanische Raketen-Schutzschild schwer beschädigt sein sollte, ist völlig offen.
Persien-Krieg (5): Leser A. weist mich darauf hin, dass in den russischen Nachrichtensendungen über diese Ereignisse von der Epstein-Koalition gesprochen werde. Man sieht, an der Freude des Russen, zynische Witze zu machen und zu verstehen, hat sich nichts geändert.
Etwas näher dran: Der kleine Mann aus Kiew hat dem ungarischen MP Orbán unverhohlen angedroht, ihn durch ein Kommando ermorden zu lassen, wenn der jetzt nicht hinsichtlich seiner Nichtfreigabe von EU-Krediten an die Ukraine umschwenkt. Orbán revanchiert sich und lässt einen Gold-Bargeld-Transport (mit Werten von ca. 100 Mio €), der sein Land durchqueren will, kurzerhand hochgehen. Der wilde Osten ist zurück. Vielleicht war er auch nie weg. Wer will das wissen?
6. März 2026
Wir erleben im Moment life den nächsten kolossalen strategischen Fehler der amerikanischen Weltbeherrscher mit ihrer angeblich unschlagbaren Militärmaschinerie. Innerhalb weniger Tage wird klar, dass der Angriff auf den Iran Nebeneffekte ausgelöst hat, an die, da wette ich, im Pentagon (nebst angeschlossenen Eierköpfen) niemand gedacht hat. Es sollte offenbar ein Enthauptungs-Handstreich à la Venezuela werden, aber hier trat die Wirklichkeit in den Weg. Sie lautet: die Perser wehren sich mit handfesten Mitteln und haben tatsächlich die Öl- und Gasproduktion der US-Satrappen am Golf angegriffen, einschließlich der Sperrung der Straße von Hormuz. Im Wertewesten sind daraufhin die Preise für Öl und Gas in die Höhe geschossen. Man kann es an den Tankstellen in D unschwer ablesen. Der Diesel beispielsweise ist gegenüber dem Vorjahrespreis um 60 Cent nach oben geschossen. Es wird nur einige Tage dauern, dann kommt diese gegenleistungslose Verteuerung in der Gesamtwirtschaft an. Kein Mensch weiß, wie das ausgehen wird.
Irankrieg (2): Ich betrachte mit Staunen, wie die deutschen Meinungsbildner das aggressive Handeln der israelisch-amerikanischen Allianz loben. Sie tun das unter stillschweigenden bzw. lauthals verkündeten Prämissen, die angeblich keine Diskussion gestatten: a) das auf dem alten Testament beruhende Existenzrecht Israels, b) der erklärten Absicht der Mullah-Clique, den Staat Israel zu vernichten. Selbst wenn ich beides einmal als zutreffend unterstelle, bleibt die Frage unbeantwortet, ob die jetzigen Kriegshandlungen geeignet sind, den Premissen a&b gerecht zu werden. Ich vermute, man irrt sich, denn die rassischen und religiösen Differenzen, welche die Feindseligkeiten dominieren, werden durch das Töten der iranischen Führung nicht beseitigt werden, wie sich auch in allen anderen Ländern des Nahen Ostens zeigt. Sicher erscheint mir indessen, dass der jetzige Krieg wesentlich zum Anti-Amerikanismus beitragen wird, vom Anti-Israelismus (bzw. Antisemitismus) ganz zu schweigen.
Iran-Krieg (3): Sieht man einmal von den amerikanischen Waffenhändlern ab, schält sich derzeit aus dem Pulverdampf ein Sieger heraus, an den in DC vermutlich niemand gedacht hat: Der böse Wlad im Kreml, der über die Rohstoffe verfügt, die dank amerikanischem Weltmachtwahn derzeit rare Waren sind. Jedoch…
Iran-Krieg (4): Im Schatten des ausufernden Krieges in Nahost gibt es heute Nacht einen bemerkenswerten Zwischenfall im Mittelmeer zwischen Libyen und Malta, wo ein russischer Flüssiggas-Tanker – vom Nordmeer kommend auf dem Weg zum Suez-Kanal – Feuer fängt und im Meer versinkt. Die russische Regierung erklärt, es handele sich um einen an der libyschen Küste gestarteten Angriff mit einer ukrainischen Seedrohne
5. März 2026
Im Nachklapp zu Fritzens Reise zum Kolonialherrn bleibt im Netz der Erkenntnis hängen, dass dieser sich zur Ostfront äußerte. Es dürfe nicht sein, so begann er, was stets darauf hindeutet, dass es für dieses Dürfen und Sollen keine unumstößlichen Maßstäbe gibt, also nochmal: es dürfe nicht sein, dass der böse Wlad noch mehr kriegen darf, als er ohnehin schon besetzt hat im fernen Land am Dnjepr. Heißt zu deutsch: Das, was er jetzt besetzt hat, das lassen wir ihm. Das ist ziemlich neu in der deutschen Kriegsrhetorik. Bislang wollten wir die Grenzen von 2014 (inklusive Krim) wiederherstellen. Schon vergessen?
Persienfront: Jetzt will der Don die Kurden gegen Teheran hochmachen, was man aus DC sogleich bestreitet. Kann mir nicht vorstellen, dass der Sultan aus Ankara das unwidersprochen hinnimmt. Im Persischen Golf geht derweil das Schiffeversenken munter weiter. Und schließlich: die aus Nahost verbreiteten Bilder über Raketeneinschläge sehen nicht so aus, als wäre dort nichts passiert. Nur was, das bleibt der Kriegszensur überlassen.
Heimatfront: Nicht ohne Vergnügen lese ich, dass der nächste Bundespräsident am kommenden 30. Januar gewählt werden soll. Ob das Wachbataillon nach vollzogenem Akt in guter 30. Januar-Tradition zum Fackelzug durch das Brandenburger Tor antritt, wurde nicht mitgeteilt.
Nochmal Fritz in Washington: Falls die US-Plattform Bloomberg zutreffend berichtet, war der Kanzler beim Don, um von diesem die Aufhebung des Boykotts von Rosneft (Deutschland) zugesagt zu bekommen. In Klardeutsch: das Russenöl darf jetzt wieder Richtung Schwedt fließen. Wie es dahin kommen soll, ist mir noch nicht ganz klar. Ich habe in Erinnerung, dass 2023 die französischen Eigentümer den Ölhahn der Drushba-Pipeline (nördlicher Zweig) dichtgemacht haben. Bleibt die weitere Frage: bettelte Merz um die Wiederzulassung, oder musste er von Trump hierzu gedrängt werden, weil, wie die Bloomberg-Amerikaner fürchten, die deutsche Wirtschaft zu kollabieren droht?


4. März 2026
E.S., Tochter eines Danziger Schiffbauers, der zur Zeit ihrer Geburt am Aufbau des kaiserlichen Kriegshafens an der Nordsee, in Wilhelmshaven also, beschäftigt war, wo sie zur Welt kam, hat heute ihren 125 Geburtstag. Das wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn sie nicht meine Großmutter gewesen wäre.
Persönliches (2): Der frühe Blick aus dem Fenster fällt auf einen dicht verhangenen atlantischen Himmel, welcher der Sonne das Bestrahlen der äquatorialen Eingeborenen verwehrt. Das juckt diese ebensowenig wie der Umstand, dass ihr Kolonialherr Sanchez im fernen Madrid soeben das Kriegsbeil gegen die Weltmacht USA ausgegraben hat: Keine spanischen Flughäfen für die US-Kriegsmaschinerie im taufrischen Iran-Krieg, so hatte er vorgestern verfügt. Der Don lässt nicht lange auf sich warten und verhängt gegen Spanien einen Handelsboykott. Der wirkt nicht heute und nicht morgen, aber vielleicht schon übermorgen, wenn hiesige fleißige Bauern mit sonnengegerbten Gesichtern ihr Öl und ihre vorzüglichen Weine auf den Markt bringen wollen, oder die durch grünen Wahn schwer geschädigte spanische Wirtschaft doch abseits aller Klima-Rezepte Öl und Gas aus Übersee benötigt.
Persönliches (3): Kann mir mal wer erklären, warum Fritz der Kanzler gestern nach DC jettete. Was gab’s da zu besprechen, oder wurde er zur Befehlsausgebe einbestellt? Mit leisem Unbehagen erinnere ich mich an die Befehlsausgabe vor vier Jahren, als Scholz zu Biden reiste und erklärt bekam, dass Nord Stream weg müsse, was bekanntlich kurz drauf passierte. Einfach so.
3. März 2026
Dem Mutigen gehört die Welt: Das US State Department forderte gestern alle US-Amerikaner auf, den Nahen Osten umgehend mit jeglichem erreichbaren Transportmittel zu verlassen (Americans in Bahrain, Egypt, Iran, Iraq, Israel, the West Bank, the Gaza Strip, Jordan, Kuwait, Lebanon, Oman, Qatar, Saudi Arabia, Syria, the United Arab Emirates (UAE), and Yemen should depart now through any available commercial transportation). Ob sich hierdurch auch die zahlreichen Bewohner Israels mit doppelter Staatsbürgerschaft angesprochen fühlen sollen, bleibt dem Geschmack des Betrachters überlassen. Vor einem Jahr jedenfalls war es so.
Flucht (2): Man darf kaum annehmen, dass alle betroffenen Amerikaner dies dankbar zur Kenntnis nehmen, selbst wenn sie aus der Propaganda wissen, dass der sog. Präventiv-Krieg dem Schutz Amerikas dient.
Flucht (3): Die Tanker, die nach der Sperrung der Straße von Hormuz nunmehr festsitzen, werden sich kaum im Luftwege absetzen können. Nicht nur, weil die Flughäfen der Region gesperrt sind. Um den Verursachern dieses Desaster auf die Spur zu kommen, genügt es vermutlich, in absehbarer Zeit zu kontrollieren, wer genau auf welche Ölpreisentwicklung gewettet hat. Denn merke: Krieg ist ein tolles Geschäft (für alle, die in einem sicheren Geld-Hafen residieren).
Flucht (4): Wir werden es erleben, wann am Golf das Trinkwasser knapp wird, und wie die verwöhnten Wüstensöhne und ihre bislang willkommen geheißenen ausländischen Gäste das finden werden. Es wird sich rumsprechen, dass Dubai ein pointof risk ist.
2. März 2025
Die Siegesfanfaren werden erwartungsgemäß gedämpfter. Der Don kündigt heute Nacht an, dass er noch fünf, sechs Wochen benötigt. Benötigt wozu? Derweil stürzen in Arabien US-Kampfflugzeuge ab. Auch das gibt Rätsel auf, da ich mir nicht vorstellen kann, dass sie in der Luft mit Kamelen zusammenstießen.
Siegesfanfaren (2): Während in Tel Aviv Gebäude einstürzen, kündigt Netanyahu an, weitere 1000 Ziele im Iran zu treffen. Hat er noch so viele Mittelstreckenraketen? Denn mit Flugzeugen traut er sich offensichtlich nicht in den persischen Luftraum. Zeitgleich greift Israels Luftwaffe Ziele im Libanon an. So mag Groß-Israel (nicht meine Wortschöpfung) in einschlägigen militärischen Lagekarten bereits aussehen. Ich bezweifle, dass die davon betroffenen Araber das auch so sehen.
Siegesfanfaren (3): Corona-Gewinner aus meinem Bekannten- (nicht: Freundes-) Kreis haben ihre zusammengerafften Impf-Vermögen nach Dubai geschafft. Zwei von denen sitzen dort jetzt fest. Ich konnte mir trotz des Ernstes der Lage ein Grinsen nicht verkneifen.
Siegesfanfaren (4): Der Raketenangriff auf einen britischen Stützpunkt auf Zypern sieht weniger nach einer persischen Attacke als nach einer britischen Aktion aus. Ich traue dem strauchelnden Regime in London alles zu, wenn es darum geht, von der eigenen, weitgehend selbstgemachten Misere abzulenken und die Bevölkerung zum Krieg aufzuhetzen.
Siegesfanfaren (5), mit Dämpfer: Bei Wolfgang Prabel (https://www.prabelsblog.de/2026/03/details-ueber-die-iranische-konfliktkulisse/) finde ich heute Morgen Basis-Daten zur religiösen Zugehörigkeit in Persien. Trotz der Spaltung in Sunniten und Schiiten, für die ich zur Unterscheidung keine Eselsbrücke besitze, bleibt die Erkenntnis, dass das Land fast zu hundert Prozent von Mohammedanern bewohnt wird. Dass es bei diesen Leuten gut ankommt, wenn man deren religiöses Oberhaupt mit Triumpf-Geschrei ermordet, halte ich nicht für ausgemacht.
1. März 2026
Erneut ist das Eldorado der Lügen eröffnet. Habe zur Sicherheit in meinen älteren Tagebuchaufzeichnungen nachgeblättert. Danach begann der von Israel losgetretene letzte Krieg gegen den Iran am Freitag, dem 13. Juni 2025, und dauerte genau 12 Tage. An deren Ende stand Israel durch massiven iranischen Raketenbeschuss am Rande einer katastrophalen Niederlage. Ich brauchte vor einem Jahr tagelang, um aus den Lügenmeldungen ein einigermaßen zutreffendes Bild rekonstruieren zu können.
Persien (2): Deswegen bin ich vorsichtig, wie die Lage am Tag 2 des neuerlichen Krieges aussehen mag. Sicher erscheint mir nur, dass der Iran tatsächlich das Feuer auf israelische Ziele eröffnet hat. Ob er daneben auch, wie die West-Medien behaupten, gestern bereits die Golfstaaten angriff, erscheint mir eher eine Zweckmeldung zu sein, hinter der in Wirklichkeit Angriffe auf dortige US-Militärstützpunkte stecken mögen.
Persien (3): Ob es wirklich so ist, wie Israels Führer Netanyahu triumphierend feststellt, dass man das iranische Oberhaupt Ali Khamenei getötet habe, mag sein wie es will, es zeigt, dass man vor keinem Tabu zurückschreckt, einen Staatsführer gezielt zu töten. Die Annahme, dass die Perser diesen Mord dankbar begrüßen werden, in reine Hybris. Mich würde es nicht wundern, wenn man sich in Teheran mehr als nur Gedanken macht, an Trump oder Netanyahu Rache zu üben.
Wie lächerlich wirken angesichts dieser Ereignisse, die Aufgeregtheiten in D., die rund um die Wahl in BaWü abgesondert werden. Wen interessiert das eigentlich, ob dort nach einer grün-schwarzen Koalition die nächste schwarz-grün werden wird, oder es doch grün-schwarz bleibt. Klar ist nur, es sind immer noch nicht genügend viele Arbeitsplätze vernichtet worden, um die Leute zur Vernunft zu bringen. Da ist noch Platz nach oben bzw. unten — je nach Standpunkt.
28. Februar 2026
Man wird sich das Datum merken müssen: Heute Nacht führten israelische Streitkräfte einen sog. Präventivschlag gegen den Iran. Im Klartext: Sie bombardierten fünf Städte einschließlich der Hauptstadt Teheran. Dies geschah mit ausdrücklicher US-Unterstützung. Ohne Prophetie wird man annehmen dürfen, dass dieser Angriff nicht ohne Antwort bleiben wird. Sie wird in erster Linie Israel treffen. Das einschlägige Geschrei wird dann wieder ertönen, so wie vor Jahresfrist.
Nahost (2): Interessant fand ich heute Morgen, die ersten Reaktionen der Leserschaft von Apollo News. Es überwiegen die Stimmen, die ihre Freude über den Angriff zum Ausdruck bringen. Damit nicht genug: Meinungen, die zur Mäßigung aufrufen, werden der Befürwortung des Mullah-Regimes in Teheran bezichtigt. Man kann jetzt die Uhr danach stellen, wann die harten Antisemiten, die sich durch das Geschehen in ihren Ansichten bestätigt fühlen, dies öffentlich zum Ausdruck bringen. Es wird der islamische Pöbel auf unsern Straßen sein, der in Kürze das Wort ergreift und Taten folgen lässt.
27. Februar 2026
Die Meldungen von der Ostfront waren jetzt wochenlang dürftig. Nun berichtet der Wertewesten von zwei sensationell aufgemachten Siegen der Ukrainer. Zum einen handelt es sich um eine sog. Offensive, welche den Russen eine schwere Niederlage beigebracht habe. Zum andern geht es um das Abschalten Russlands von Star Link. Zu beiden gefeierten Siegen bleiben Fragezeichen.
Ostfront (2): Der Vorstoß ukrainischer Kräfte scheint mir zutreffend. Bleibt die Frage, mit welchen Verlusten er erkauft wurde. Bleibt die zweite Frage, warum das zentimeterweise Vorrücken der Russen an fast allen anderen Stellen der Front stattfinden konnte. Das Ganze erinnert fatal an die gepriesene ukrainische Sommeroffensive 2023 und an den Vorstoß Richtung Kursk im August 2024. Beide Angriffsaktionen fügten dem Angreifer schlimme Verluste zu und zudem Geländegewinne, die kaum über den Tag hinaus reichten.
Ostfront (3): Das Ausschalten Russland aus dem Star-Link-System kann nur auf einer Weisung des Eigentümers beruhen. Das ist bekanntlich Elon Musk. Ihm müsste klar sein, dass Russland sich befugt sieht, auf derartige Aktionen gegen den Veranlasser mit kriegerischen Mitteln vorzugehen. Wir werden also noch davon hören. Oder auch nicht, falls es nämlich stimmt, was der russische stellvertretende Verteidigungsminister vorgestern dazu sagte: Das Abschalten bedeute für die russische Kriegführung keine Beeinträchtigung.
Ostfront (4): Der innereuropäische Konflikt um den Ukraine-Krieg spitzt sich zu. Will man wirklich die Ungarn zu feindlichen Ausländern promovieren? Dass Orbán Truppen zusammenziehen lässt, zeigt, dass Feuer unterm Dach ist. Allerdings befindet er sich zudem mitten in einer Wahlschlacht mit unsicherem Ausgang.
Entgegen meinem festen Vorsatz, mich nicht um die Affäre Epstein zu kümmern, bin ich angesichts der Flut der Meldungen doch ins Grübeln gekommen. Es ist weniger die unappetitliche Kinder-Bordell-Geschichte, die mich beschäftigt, denn die ist, so schlimm sie auch sein mag, für die Galerie. Der eigentliche Skandal ist der hinter den Kulissen. Es schälen sich Konturen heraus, die das Unglaubliche der Tätigkeit dieses Mann nunmehr erahnen lassen. Das Einfalltor in das ganze Epstein-Desaster ergibt sich aus seinen Mitgliedschaften, zum Beispiel WEF, Bilderberg, Council on Foreign Relations, Trilaterale Kommission. Habe ich wen vergessen? Die Mitgliedschaften dieses Nobody bedeuteten, ihn muss jemand dort hineingeholt haben. Ich tippe in aller Bescheidenheit auf David Rockefeller oder einen seiner Spannemänner. Für sie war der Mann nützlich, weil er sich nützlich machte. Vielleicht weil er zudem deren perverse Ambitionen beförderte. Einer musste es schließlich tun, wie es immer so schön heißt.

Epstein (2): Es mag sein, dass er daneben seine eigene Suppe kochte – dann nämlich, als er erkannt hatte, was für trübe Nummern die Reichen und Mächtigen doch in der geilen Wirklichkeit waren. Dann waren seine Frischfleisch-Lieferungen das, was man beim Geheimdienst ein Kompromat nennt – eine Erkenntnis also, mit der man den anderen auf Gedeih und Verderb an der Leine führen kann.
Epstein (3): Unterstellt man einen Moment lang das Vorherstehende als zutreffend, wird auf einen Schlag deutlich, warum die Betroffenen jetzt alles in ihrer Macht tun, vom wahren Geschehen abzulenken. Wundern tut dann auch nicht mehr, warum der Mann in den Nuller Jahren sich aus seinem Tun freikaufen konnte, und als die Wogen dann hoch und immer höher schwappten, dass er 2019 sterben musste. Das mussten vor ihm auch andere aus wahrhaft weniger gravierenden Gründen schon.
Epstein (4), vorerst vorletzte Bemerkung: Die Leute, die man jetzt zu Rücktritten aller Art zwingt, sind lediglich weitere Watschenmänner, wenn man als richtig unterstellt, dass dies ein Club von größenwahnsinnigen Möchtegern-Weltbeherrschern ist. Je hochrangiger die jetzt geschassten, desto fester werden die wahren Hanseln zusammenrücken. Es sei denn, einer von denen hat das Erbe des Epstein-Wissens an sich bringen können.
Epstein (5): PS. Was macht eigentlich Billy G.? Zumindest seine Zuwendungsempfänger in den Qualitätsmedien schweigen eisern.

Epstein (6): Spätestens in fünf, sechs Wochen hat sich die Meute ausgetobt, und die Herren können wieder zu ihrem Tagesgeschäft nebst attachierten Lustbarkeiten übergehen.
26. Februar 2026
Ich habe nichts gegen Polen, doch als Flug-Mitreisende finde ich sie lästig, da sie sich, sobald die Anschnallzeichen erloschen sind, in maschinen-übergreifende Gesprächsgruppen zusammenfinden. Was das Thema ihres den Fluglärm übertönenden Gedankenaustausches ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Auffällig erscheint es mir, dass derselbe durch hastiges Hin- und Herrennen erst möglich zu sein scheint, unterstützt von lautstarkem Öffnen und Schließen der Gepäckfächer.
Flugreise (2): Gegen bessere Einsicht habe ich mich überreden lassen, eine in Berlin startende Maschine von RyanAir zu nutzen. Von der üblichen Inneneinrichtung der Passagierflugzeuge ist nichts mehr da. Mich wundert, dass man seinen Stuhl nicht mitbringen muss.
25. Februar 2026
Auf einmal ist es doch nicht strafbar, den Fritz als Pinocchio zu bezeichnen. Die Staatsanwaltschaft von Heilbronn stellt das Ermittlungsverfahren ein. Da hat jemand einen Wink gegeben, dass man in der heißen Phase des Wahlkampfs in BaWü diese Debatte partout nicht gebrauchen kann. Damit ist die Sache vom Tisch? Nein, durchaus nicht. An dem rechtswidrigen Eindringen bei dem angeblichen Bösewicht war eine Vielzahl von Amts-Personen beteiligt, darunter auch ein deutscher Richter, der den Durchsuchungs-Beschluss unterschrieben hat. Einfach so! Sie alle haben sich nach meiner festen Rechtsüberzeugung strafbar gemacht (Hausfriedensbruch, Verfolgung Unschuldiger, Rechtsbeugung, Amtsanmaßung). Und sie müssen für ihr Tun bestraft werden.
24, Februar 2026
Um Persien herum zieht der Don eine gewaltige Streitmacht zusammen. Ernst zu nehmende Leute rätseln, warum er das tut und kommen dabei zu Erklärungen, die hierzulande nicht zu wiederholen sind. So halte ich mich an ein Interview, dass der konservative Star-Journalist Tucker Carlson mit dem US-Botschafter in Jerusalem führte. Der meinte sinngemäß, es komme darauf an, die israelische Vormacht in Nahost sicherzustellen. Dass Carlson als Feindperson in Jerusalem festgenommen wurde, lässt vermuten, dass man dortzulande solche Botschaften — zumindest, wenn sie laut ausgesprochen werden — nicht gerne hört.
Don (2): Die Gras-wachs-Hörer mutmaßen, dass dem Präsidenten die Zeit für seine außenpolitischen Eskapaden davonlaufe, weil im Herbst ein Dem-dominierter Kongress drohe. Wenn es so kommt, muss sich niemand wundern, denn Trump hatte seinen Wahlsieg mit innenpolitischen Themen errungen. Ob er seine Versprechungen auch nur ansatzweise einlösen kann, ist in der Draufsicht nur schwer zu bewerten, da man von den weltweiten Bocksprüngen immerzu abgelenkt wird.
Wie mickrig sieht die Welt dagegen hierzulande aus. Ein Kanzler, den man bei Strafe nicht mit Pinocchio vergleichen darf, und ein Gebührensender, der ungestraft fälschen und lügen darf. Da mir die Täterinnen beim ZDF infolge meiner strikten Gaff-Abstinenz allesamt nichts sagen, muss ich mich auf Meldungen aus dem Off verlassen. Es sei dortselbst ein Relotius-Effekt eingetreten.
23. Februar 2026
Der Krieg: Dass der in der Ukraine jetzt länger dauere als der Zweite Weltkrieg, verdanken wir, wenn die Medien zuverlässig berichtet haben sollten, einer Einschätzung von Fritz dem Kanzler. Na gut, 1939-45 muss er nicht wissen.
Krieg (2): Was den Beginn des Einmarsches in der Ukraine anlangt, gehen die Meinungen auseinander. Während die einen den 22. Februar 2022 annehmen, sprechen die anderen vom 24. Februar. Kann mich in diesem mir ärgerlichen Fall nicht auf meine eigenen Aufzeichnungen stützen, weil ich exakt in jener Woche einen Aufmerksamkeits-Totalausfall infolge einer Vireninfektion mit anschließender bakterieller Lungenentzündung hatte. Die Einzelheiten dessen habe ich dann, so gut es eben ging, in den ersten Märztagen notiert. Ich habe, das allerdings war mir ziemlich schnell klar, ein historisches Ereignis in meinem Bett fiebernd verdämmert.
Gestern rief ich bei Computer-Fachleuten ein großes Hallo hervor, als festgestellt wurde, dass mein Arbeitsrechner, mit dem ich nicht in der Lage bin, genau diese Sudelbuch-Aufzeichnung herzustellen, acht Jahre alt ist. Sie staunten den Rechner und mich an, als wären sie auf jemanden gestoßen, der mit Hammer und Meißel Keilschrift produziert. Fazit des Palavers: Ein neuer Rechner muss her. Mir graut davor, mich erneut in irgendwelchen Neuerungs-Schnickschnack hineinfinden zu müssen. Es steht massive Zeitverschwendung ins Haus. Das ist es, was mich am meisten zurückschrecken lässt.
Alt (2): Acht Jahre sind also alt — jedenfalls im Leben eines Computers. Besser lässt sich die Wegwerfgesellschaft kaum beschreiben. Andererseits ist es nicht ohne Witz, dass die Masse der Bücher in meiner Bibliothek älter als acht Jahre ist. Zuzugeben ist allerdings, dass etliche von ihnen nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit sind, aber verstehen tue ich die meisten von ihnen dennoch. Auch finde ich in ihnen Dinge und Meinungen, von denen die Computer-Welt nicht einmal zu träumen wagt.
21. Februar 2026
Fritz forever: Tosend war der Applaus, langanhaltend, überwätigend und, wie man wohl hoffte, Medraula (die Menschen draußen im Lande) ansteckend, denn Fritz der Kanzler hatte die Formel des Neuen Tausendjährigen Reiches verkündet: Wir und die Sozen auf ewig, da können die Ränder stänkern, wie sie wollen.
Fritz (2): Und sonst so? Und nichts. Das heißt: nicht ganz, sondern weiter wie gehabt.
Fritz (3): Was soll denn der Wähler zu alledem sagen? Der wer? Ich bitte Sie.
Fritz (4): Aus den Leserbriefen der Zellerzeitung von heute Nacht: „Dieses absonderliche Geschwurbel von Merz würde keine KI hinkriegen“. — Weiß nicht genau, was es letztlich bedeutet, wenn ich mich pflichtschuldigst distanziere.
20. Februar 2026
Wenn ein Mann eine Frau erstmals mit großem Aufwand bekocht, so wolle er, sagt man, dieseselbe bezirzen. Wenn diese dann allerdings bei Tisch über Ernährungsgrundätze doziert, kann man man ohne Umschweige folgern, dass das Vorhaben misslungen sei. Es ist nämlich der Mann, der unverzüglich Abstand nimmt. Er denkt heimlich: Sollte ich ihr näher rücken, wird sie wohl über Brust- und Darmkrebs reden.
Wenn heute im Schwäbischen der Parteitag der Christunion ausbricht, soll nach der Ansage des Vorsitzers jeglich Unionsfreund sich des Alkohols enthalten. Da Verbote ein Spiegelbild unerwünschter Sitten sind, kann sich jeder einen Reim darauf machen, was in diesen Kreisen sonst üblich ist. Diese simple Weisheit kam mir zu Bewusstsein, als ich vor Jahrzehnten eine Seminararbeit über das Bergrecht im Herzogtum Jülich, Berg und Ravensburg schrieb, wo streng bestraft wurde, wenn Bergleute ihrer Notdurft im Altarraum der Kirche freien Lauf ließen. Nun ist von den heutigen Partei-Christen ein solches Fehlverhaten nicht zu erwarten, doch irgendwas muss hinter dem Alk-Verbot stecken. Vielleicht soll ihnen verwehrt werden, dass sie sich die Führerin i.R. schön trinken. Das wäre eine harmlose Variante. Schlimmer wäre es wohl, wenn verdeckt werden soll, dass die Partei-Bonzen Nichtskönner sind, die nicht einmal beherrschen, sich mit Anstand zu betrinken.
19. Februar 2026
Die Luxembourg Times gehörte bislang nicht zu den Objekten meiner Nachrichtensucht. War sicher ein Fehler, denn so entging es mir, dass der Großherzogsnachfolger seit vergangenem Jahr der Großherzog ist. Auch dass der Mann verheiratet ist, und dass Mette-Marit, die angeheiratete Skandalnudel aus dem norwegischen Königshaus das ehestiftende Begängnis in einer Mail an den Sex-Skandalisten Epstein boring (also langweilig) fand (https://www.luxtimes.lu/luxembourg/epstein-files-norwegian-princess-calls-luxembourg-royal-wedding-boring/128067617.html).
Luxemburg (2): Ein wenig weitergeblättert, in dieser Luxemburgischen Nachrichtenquelle und schon muss ich lesen, dass Epstein beim in Luxemburg praktizierenden Zweig der Rothschilds, pardon: de Rothschilds, den Finanzberater gab, als es darum ging, ein prominentes weibliches Mitglied dieses Clans, zugleich Vorstand einer Bank, bei der Verdeckung illegaler Groß-Geschäfte zu unterstützen. Nutze allerdings nichts, es kam die Luxemburger Finanzpolizei und durchsuchte alle möglichen Liegenschaften.
Luxemburg (3): Nur gut, dass unsere Hass-Aufsicht die Luxembourg Times nicht liest, sonst hätte man sicher ein Fass aufgemacht und die ohnehin an der Grenze herumlungernde Bundespolizei zum Eingreifen veranlasst, weil Hoheit nebst Frau an deren Hochzeitstag das jubelnde Volk mit dem xxx-Gruß – Sie wissen schon, mit welchem – bedacht haben. Beweisfoto aus der LT anbei:

Derweil in D: Das ZDF wurde dabei ertappt, in wüster Form am Wochenende Bildmaterial zu den Nachrichten gefälscht zu haben. Versehen oder Absicht? Die Frage kann kaum ernst gemeint sein.
Fernsehen in D (2): Doktor Voigt wird dabei erwischt, Fernsehratstantiemen beim MDR kassiert zu haben, obwohl er an den Sitzungen gar nicht teilnahm. Vielleicht war er ja in Gedanken dabei. So jedenfalls deute ich die Einlassungen der Staatskanzlei in Erfurt. Es geht, so Nius, um schlappe 18.000 Euronen.
Und schließlich übern Teich: Vice Vance nimmt gestern auf FoxNews Stellung zu Europa und der Reise von Rubio: Nein, da sei keine Rivalität zum Außenminister, der sich im übrigen vorbildlich geäußert habe, Er wiederholt: Europa ruiniere sich selbst, woran den Trumpisten nicht gelegen sei. Nein, mit meinen Mutmaßungen von gestern hat das nichts zu tun. Vance gehört nicht zu meinen Lesern (soweit ich weiß).
Übern Teich (2): Derweil beginnen Gouverneure der Dems eine eigenständige Außenpolitik, um Trump zu konterkarieren: Der gegelte Mann aus California reist zu Fritz dem Kanzler, und andere treten der WHO bei, aus der die Union gerade ausgetreten war. Mal sehen, wie ernst das gemeint ist, wenn’s ans Zahlen geht.
18. Februar 2026
Nachdenken über die US-Botschaft am Wohenende in München: Außenminister Rubio gab dort den Wir-sind-doch-eine-große-Familie–Verkünder. Man solle sich drauf besinnen und einen neuen Anfang wagen, der dem Tun seit 500 Jahren ähnele, die Welt dank eigener Überlegenheit zu beherrschen. Das ist — wenn man alles Geschnörkel der Marke Ich-bin-einer von-euch — beseite lässt, eine knallharte Unterwerfungs-Ansage.
Rubio (2): Man muss diesen Auftritt im Zusammenhang mit seiner anschließenden Reise nach Ungarn und in die Slowakei sehen. Dort sitzen die beiden Regierungen mit den besten Beziehungen nach Russland. Und nur dort. Die Botschaft ist deutlich: Uns stört das nicht, macht weiter. Unausgesprochen: das, was die EU sprengen wird, ist uns recht. — Dem dient auch das Ignorieren der Polen, die in ihrem eitlen Stolz gekränkt worden sind, Amerikas beste Freunde zu sein.
Rubio (3): Seine Entsendung war nach der Kampfansage von Vize Vance im Vorjahr in München eine Geste des Don an seine beiden Nachfolge-Konkurrenten: Zeigt selbst, wer der Bessere ist. Ich kann nicht behaupten, dass mir der Auftritt von Rubio besser gefallen hätte. Doch auf mich kommt es nicht an.
17. Februar 2026
Massenentlassungen sind das Rezept, was den Industriegiganten in D als alleiniges Heilmittel einfällt. Jetzt sind es erneut VW und BASF, die damit nicht mehr hinter dem Berg halten. Für die Betroffenen ist das bitter. Treffen tut es vor allem die Arbeitnehmer 45+, die Jüngeren gehen von selbst. Sie haben, wenn sie nicht örtlich gebunden sind, keine Mühe, etwas Adäquates zu finden. Wie sich dieser Kahlschlag auf das Wahlverhalten auswirkt, ist völlig unklar.
Massenentlassungen (2): Fritz & Co reagieren mit Appellen an ein patriotisches Wirtschaften. Das ist eine weitere Lüge, wenn zugleich die Bedingungen des Standorts durch weiteren Klimablödsinn verschärft werden. Die Giganten hätten die Macht, Nein zu sagen, aber sie fliehen lieber ins Ausland. Dir BASF soll angeblich die Verwaltung nach Kuala Lumpur verlegen. Das liegt nicht eben nebenan. Falls es stimmt, hat man dortzulande (in Malaysia) jedenfalls keinen Ärger mehr mit dem Arbeitsrecht. Und es zeigt noch ein Zweites: Verwaltungs-Angestellte, die effizient ihren Dienst verrichten, findet man fast überall. Bei denen, die tatsächlich die Produkte herstellen, sieht es wohl anders aus.
Massenentlassungen (3): Der Chef des Autokonzerns Stellantis spricht es offen aus: Die E-Spielzeuge waren ein Irrweg, wir werden zum Verbrenner zurückkehren. Jetzt müsste das entscheidende Und-deshalb folgen, nämlich: Wir zwingen die EU auf Linie, oder wir räumen sie ab. Ich traue den Franzosen das zu — und den Italienern auch.
16. Februar 2026
Morgendlicher Blick aus dem Fenster offenbart: es ist alles wieder weiß. Nein, der Winter ist immer noch da, und die Gasreserven schmelzen dahin. Die Medien betreiben die übliche Ablenkfütterung. Sie melden, was alles Großartiges auf der gestern zu Ende gegangenen Münchener Sicherheitskonferenz gewesen ist, nein falsch, wer dort gewesen ist. Und was geschah? Nichts.Der kleine Mann aus Kiew erhielt einen Orden für Widerstand.
Winter (2): Es war gestern schon bitterkalt. Ich schmecke das Wort auf der Zunge ab. Ich vermute, niemand kann mir erklären, wo das hekommt, dieses bitterkalt. Das Volk, das deutsch spricht, wird es erfunden haben. Es zeigt, was das Volk von Kälte hält. Das treffend auszudrücken, wurden gelehrte Männer nicht benötigt. Die Volkssprache bahnt sich, ohne lange zu überlegen, ihren Weg. Ein wundersamer und wunderbarer Vorgang.
Heute Nacht das ferige Manuskript des neuen Buches an den Verlag abgesandt. Ich tippe auf Absenden und habe hinterher Mühe, vom Schreibtisch aufzustehen. Ich habe das Gefühl plötzlich bleischwer zu sein, dabei sollte ich das Gegenteil sein: federleicht.
15. Februar 2025
In der jetzt vergangenen Woche hat Trump die gesamte, auf präsidentiellen Erlassen beruhende sog. Klima-Gesetzgebung durch einen Federstrich aufgehoben. Er sprach hierzu in der für ihn gewohnt bescheidenen Art von der größten Deregulierung seit dem Bestehen der USA. Selbstredend hat er durch diesen Kahlschlag das Gezeter aller ausgelöst, die in den vergangenen Jahren durch den Klimaschwindel gut verdient haben.
Klima (2): Bei uns zulande versucht Mainstream, die amerikanische Revolution im Denken und Wirtschaften, so gut es geht, zu verschweigen. Ich nehme an, dass Jahre vergehen werden, bis auch hier aggressive Fragen an die Politik gestellt werden. Bis das geschieht, so hofft die Kaste, werde es in den USA die nächste Wende hin zum Gewohnten geben.
Klima (3) der Panikmache: Der Präsident des BND, Martin Jäger, war mir bislang nicht aufgefallen. Jetzt lese ich bei einem CDU-Freak namens Klaus Kelle, der hierbei ein gutes Gefühl hat (https://denken-erwuenscht.com/der-bnd-ist-russlands-spielchen-leid/), dass der Ex-Diplomat sich auf der heurigen Münchener Sicherheitskonferenz geäußert habe, Deutschland müsse angesichts von hybriden Angriffen des bösen Wlad auf Deutschland (allein 321 Sabotagefälle im Jahre 2025) „operationeller“ werden. Der BND in Deutschland in der Sabotageabwehr? Da muss mir was entgangen sein. Auch das Wort „operationell“, was sich offenbar in „operationeller“ steigern lässt, ist mir ganz und gar neu. Auch frage ich mich, wo die Zahl 321 her ist. D.h., nein, das frage ich mich nicht: da hat einer 3-2-1 auf die Tastatur getippt. Passt. Merkt sowieso kein Mensch.
14. Februar 2026
Dass die heutigen totalitären Mainstreamer und Antifa-Halunken in gerader Linie von den Nationalsozialisten geistig abstammen, ist als Feststellung kaum noch originell zu nennen. Und doch freut es mich, wenn ab und an unmissverständliche Belege ans Licht kommen, wie der unten folgende, der über das Schlagwort von Hass und Hetze Auskunft gibt. Ich wurde über Umwege durch die Webseite philosophia perennis von David Berger aufmerksam und habe mich der Mühe unterzogen, die genannte Quelle zu befragen. Es handelt sich um die Tageszeitung Der Gemeinnützige – Neue Hohenlimburger Zeitung | Hohenlimburger Stadtanzeiger – vom 28.12.1939, S. 3.

Hass und Hetze (2): Wer über den Ukraine-Konflikt anhand belegbarer Fakten spricht, wird in der EU wg. Meinungsverbrechen, vulgo: Hass und Hetze, verfolgt. So der Schweizer Obrist a.D. Jacques Baud, dem man, da er in Brüssel wohnt, ein Bewegungsverbot und eine Totalenteignung verpasst hat. Wer ist eigentlich „man“, und wer genau exekutiert das? Ich will es wissen, personengenau. Ich nehme an, an den „Maßnahmen“ sind mindestens dreihundert Personen irgendwelcher Apparate persönlich beteiligt. Zum Beispiel Außenminister Johann Wadephul. Gut finde ich die einschlägigen Angaben aus dem deutschen AA: Die Sache sei so, weil sie so sei.
13. Februar 2026
Versuche frühmorgens einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über die Funktionsweise der russischen Hyperschallwaffe Oereschnik (Haselnussstrauch) zu verstehen. Klar scheint nur, dass weit vor dem Ziel ein Zwischenglied (im Amerikanischen: der Bus) die Transportrakete verlässt und vermutlich autonom weiterfliegt. Der Bus enthält bis zu 6 Gefechtsköpfe, die wiederum vom Bus abgesprengt werden und allein ins Ziel fliegen. Nach wie vor rätselt der Wertewesten, ob sowohl Bus wie auch Gefechtsköpfe im Zielanflug beeinflussbar sind, oder ob sie den einmal von der Rakete mitgegebenen Weg weiterverfolgen müssen. Die Experten streiten, was wohl für eine potentielle Abwehrmaßnahme die günstigere Variante wäre. Das ist nicht frei von Komik, da die Oreschnik-Waffe durch die konkurrenzlose Geschwindigkeit für jegliche Abwehrvorbereitungen unzugänglich erscheint. Bislang haben wir zwei sog. Versuchseinsätze ohne Sprengstoffe in den Gefechtsköpfen erlebt, die allein aufgrund ihrer Einschlagsenergie schreckliche Schäden verursacht haben – einen im vergangenen Herbst in der Waffenschmiede von Dnjepropetowsk und einen gegen einen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe von Lemberg.

12. Februar 2026
Teile und herrsche: Man hält sich seine Nachfolger vom Hals, indem man mehrere benennt und miteinander konkurrieren lässt. Dieses Schauspiel können wir derzeit in den USA betrachten, wo der Don die Herren Vance und Rubio um seine Gunst ringen lässt. Rubio, der Außenminister, ist derzeit pressemäßig vorne. Ich vermute indessen, dass Vance sich bei den derzeitigen außenpolitischen Kapriolen des Don absichtlich raushält, denn er vermutet mit gutem Grund, dass diese in die Hose gehen könnten.
Sündenbock (2): Die Mainstream-Medien übertreffen sich gegenseitig mit Hinweisen, dass der böse Putin das ganze Epstein-Ungemach eingerührt hat. Hierfür gibt es wie gewohnt keinen Beleg, und die Fakten, soweit man sie bislang kennt, sprechen fürs Gegenteil, wonach sich nämlich der jetzt tote Tausendsassa mit dem aufsteigenden Stern Selenskyj gemein zu machen suchte. Letzteres, nebst der plötzlichen Liebe zur Ukraine, wäre nicht unplausibel, wenn man unterstellt, dass Epstein ein Agent der Rothschilds war. Zumindest hat er dies in einigen wenigen Email-Botschaften selbst so ins Spiel gebracht. — Jetzt kann man in Ruhe abwarten, was die zahlreichen Pros und Cons in Sachen Judentum aus diesem Rothschild-Brei destillieren werden.
11. Februar 2026
Man denkt immer, dass den Klima-Lügnern nichts Neues mehr einfällt. Falsch gedacht. Jetzt haben sie erfunden, dass der Winter, den wir derzeit erleben und den unser indischer Guru als der Vergangenheit angehörig ausgerechnet hatte, nun doch eintrat, weil wir unsere CO2-Sparziele erfüllt hatten. Deswegen, so vernahm ich, staunend, dass mir der Mund offenstehen blieb, wurde die Erderwärmung gestoppt, und der Winter kam zurück. Das leuchtet sogar mir ein.
10. Februar 2026
Nein, ich muss zu der Epstein-Sache keine Meinung haben. Es genügt, dass der Mann angeblich Dutzende Konten bei der Deutshen Bank unterhielt. Ich frage mich, wie man das rein praktish macht?
Epstein (2): Wenn man den Namen auf Jiddisch ausspricht (Eppschtein), dann ist man, so lerne ich, ein Antisemit. Nun sieht allerdings niemand, der den Namen auf dieser Webseite liest, ob ich ihn politisch korrekt Eps-tiehn ausspreche. Das ist ein Problem, denn ich möchte auf keinen Fall unkorrekt sein. Und auf keinen Fall darf ich mich amüsieren.
Epstein (3): Toll ist es, was die KI zu leisten vermag. Sie produziert Bilder und Meldungen, die einen vorsichtigen Beurteiler wie mich veranlassen, alles für möglichen Schwindel zu halten. Es könnte zumindest sein oder auch nicht. Dieses Problem ist viel grundlegender, als es im Moment erscheinen mag. Wir steuern auf Zeiten zu, wo niemand mehr den eigenen Augen traut. Das ist ein gruseliger Gedanke.
9. Februar 2026
Lob der Charakterlosigkeit: Vor noch nicht zu langer Zeit war sich Mainstream der Brandmauer gewiss. Doch vor genau einem Jahr bedurfte es eines Anrufs (ich vermute in Gütersloh), um den Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz in die Wüste zu schicken. Der nahm an Ort und Stelle tränenreich Abschied von der Gemeinde der Kriegsfreunde und wurde ruckzuck durch seinen Vorgänger ersetzt. Der lud nun in der vergangenen Woche 3 Abgeordnete der AfD zum Treffen ein. Mainstream hält den Atem an. Gut, das Einknicken war zu erwarten. Das einzige, was ich mich frage, ist, ob es noch eines weiteren Anrufs aus DC bedurfte, oder ob es die deutsche Waffenlobby selbst war, die gegenüber dem Kolonialherrn good will zeigen wollte.
In dem Buch The Rockefeller File von Gary Allen aus dem Jahre 1976 über den Rockefeller-Clan wird geschildert, wie aus Sicht des Autors der Zusammenhang zwischen der Gründung der Rockefeller-Stiftungen und der gleichzeitigen Einführung der Einkommensteuer war. Es war der Wille, sich um die Steuer zu drücken. Wie heute,
In Washington DC wechselt das Personal der Washington Post im allergrößten Stil. Eigentümer Bezos ist der Meinung, dass der Rückgang des renommierten Blatts auf dem Umstand beruhe, dass dieses Dinge produziere, die normale Leute nicht wissen wollen. Fazit: die Führung und 300 von 800 Journalisten flogen raus, darunter auch die Nahost- und die Ukraine-Korrespondenten.
7. Februar 2026
Na sowas, Da hat doch der Verband der Mittelstandsunternehmer an Fritz den Kanzler einen Brief geschrieben, denn die Mittelständler, so der Vorsitzer, sind von Fritz und seiner Politik enttäuscht, wo sie sich davon doch so viel versprochen hatten. Das ist typisch Verbandsgeschnösel, bloß keine klare Aussage. Die hätte lauten müssen: Wir, die Hauptarbeitsbeschaffer, verlangen: Tritt sofort zurück.
Verband (2): Da lob ich mir den Nabu. Klare Kante und in Berlin das Streusalzverbot gerichtlich duchgesetzt. Jetzt laufen die Mitglieder weg. Wer hätte das gedacht.
6. Februar 2026
Ein Hauch von Wahn: Daniel G., ein Ministerpräsident, dessen Namen man sich nicht merken muss, hat gestern einen Rechtsstreit gegen Nius gewonnen. Er habe, so sieht es das Verwaltungsgericht, die Pressefitzen nicht als Landesherr, sondern als Privatmann verleumdet – und das, nachdem er selbst gesagt hatte, er sitze als MP hier. Bleibt die Frage: Wer ist hier schizo? Und auch dies: Taugt sowas für ein Spitzenamt im Staate?
Wahn (2) und zwar im fortgeschrittenen Stadium: Der kleine Mann aus Kiew teilt gestern mit, er werde jetzt 50.000 Russen im Monat töten.
Wahn (3) wird man deutschen Medien unterstellen dürfen, die den Schwerverbrecher Simeon Ravi Trux, der soeben in Budapest zu 8 Jahren Haft verurteilt wurde, liebevoll Maja T. nennen, nachdem er sich selbst umdefiniert hat. Dass der Antifa-Pöbel auf den Straßen herumtanzt und Freiheit für Maja fordert, gehört nun schon zum Ritual der Republik. Habe nichts davon gehört, dass die Staatsanwaltschaft wg. der Befürwortung von Verbrechen eingeschritten wäre. Der einschlägige Tatbestand für die Strafverfolger heißt Strafvereitelung im Amt.
Wahn (4): Typisch Frau: Maja T. im Februar 2026 in Budapest.

5. Februar 2026
Narretei: Das Streusalzverbot in Berlin bleibt. Die gegenteilige Allgemeinverfügung des Senats ist nicht rechtens. Geklagt hatten irgendwelche grünen Taugenichtse — und recht gekriegt. Schon erstaunlich, wie schnell das Verwaltungsgericht die Zeit fand, Recht und Ordnung wiederherzustellen.
Narretei (2): Hinter der Brandmauer alles im Lot, denn der hiesige Wissenschaftsbetrüger darf an der Staatsspitze bleiben. Jetzt, wo man das Ergebnis kennt, wirkt der Versuch, ihn per Misstrauensvotum zum Teufel zu jagen, unüberlegt. Es gab nur einen Abweichler bei Unsererdemokratie.
4. Februar 2026
Zappenduster: Die Meldungen von der Ostfront sind widersprüchlich. Es ist nicht zu unterscheiden, ob jetzt tatsächlich in Kiew und anderen Städten kein Strom mehr da ist, oder ob das gesamte Stromnetz der Ukraine zusammengebrochen ist, oder ob es sich um die nun leider schon allzu gewohnten Panikmeldungen handelt. Die von Putin konzedierte Angriffspause scheint jedenfalls zumindest formal abgelaufen zu sein.
Ostfront (2): Nach wie vor herrscht im Kriegsgebiet strenger Frost. Trotzdem scheinen die Angriffe an der Nordfront über die russische Grenze hinweg, grobe Richtung Charkow, wieder aufgenommen worden zu sein. Das passt mit den erneut in der Westpresse verbreiteten Meldungen über die Schwäche der russischen Truppen nicht zusammen.
Ostfront (3): Auffällig ist zudem, dass das russische kontinuierliche Vordringen an etlichen Stellen des Frontbogens dazu führt, dass das Zurückhängen nach Osten in der Mitte allmählich revidiert zu werden scheint. Der Bogen wird zu einer Geraden, was zur Verkürzung der Frontlinie führt.
Ostfront (4): Was Nato-General Rutte angesichts dieser Lage in Kiew gestern wollte, ist unklar. Für ihn scheint noch Sprit da zu sein, denn irgendwie muss er die Reise bewältigt haben. Dass die Ukrainer praktisch keine Abwehrwaffen gegen die Luftangriffe mehr bei der Hand haben, das wissen wir schon — selbst die New York Times weiß es –, deswegen interessiert es, was er wohl versprochen haben mag.
3. Februar 2026
Es ist schrill, was die Weinkönigin des Bundestages da zusammen angezogen hat. 4 mal rot. Es gibt Leute, die behaupten, die Blondine laufe sich auf diese Weise zum natürlichen Nachfolger von Fritz dem Kanzler warm. Besser aussehen als dieser tut sie allemal – von der Führerin i.R. ganz zu schweigen.

Schrill (2) ist das, was das Land SH (meerumschlungen) dem Publikum bietet: Guenther, Wadephul, Prien, der Habeck, Stegner. Leute machen Witze, dass man die Gegend den Dänen als Kompensation für Grönland anbieten solle. Ach ja, und nicht zu vergessen ein ADAC-Präsident, der durch seine Klima-Blödheiten 60.000 Mitglieder innerhalb weniger Tage den Verein verlassen lässt. Da ist noch Platz nach oben.
31. Januar 2026
Bei Tisch: Einen Abend lang sind wir mit dem englischen Schriftsteller J.R.R. Tolkien beschäftigt. Die Anwesenden scheidet scharf, den Herrn der Ringe gelesen zu haben oder eben auch nicht. Doch es gibt niemanden, der nicht alles mögliche darüber weiß und zu bekritteln hat. Ich rufe ein allgemeines Hallo hervor, als ich aus einem sehr hoch gelegenen Regal das Silmarillion und die Nachrichten aus Mittelerde rauszerre. Als ich mich dazu äußern soll, fällt mir lediglich ein, dass ich beide Bücher, die ich 1980 erwarb, alsbald beiseite legte, da sie mir als eher technokratische Nachgeburten zur liebenswerten Welt der Hobbits und zum Kolossal-Gemälde der Ringe vorkamen. Das ist die Minute, wo die Händy-Besitzer nicht mehr an sich halten können, und wenige Minuten der Ruhe treten ein. Ich weiß schon, jeder wird gleich irgend etwas wissen. Ich nutze den Moment und entfalte Tolkiens selbstgezeichneten Kartenwerke auf dem Esstisch.
Im wirklichen Leben versucht der Don von seiner Schieflage in Nahost, Persien und Venezuela abzulenken, denn die Meldungen über das amerikanische Protzgehabe werden vorsichtiger. Da muss eine neue Schlagzeile her. Es ist die vom gestrigen Telefonat mit Putin, der einer Feuerpause zugestimmt habe. Bei näherer Suche nach der russischen Bestätigung stellt sich heraus, dass sich die russische Zustimmung vermutlich allein auf die Fortführung der Luftangriffe auf die Elektro- und Wärmeversorgungs-Infrastruktur bezieht. Hier kann der Russe nach meiner Einschätzung ein paar Tage scheinbare Großmut walten lassen, denn das Ziel, der städtischen Bevölkerung schwere Schäden zuzufügen, ist vermutlich bei eisigen Wintertemperaturen seit Mitte Januar erreicht.
30. Januar 2026
Dr. Voigt, ach, ich werde seinen Doktor vermissen. Mein Vorschlag an die Staatskanzlei, das Thüringer Vogtland (siehe Hinweistafel an der A 4) in Doktorvogtland umzubenennen, geht nun ins Leere.
28. Januar 2026
Derselbe Herr, die nächste Dame: Nach Kündigung der Mitgliedschaft bei WHO & Co vor einigen Tagen ist der Don gestern aus dem Pariser Klima-Abkommen von 2014 ausgestiegen. Man darf annehmen, dass weitere Länder folgen werden, wenn sie nicht ohnedies, obschon Vertragspartner, die ganze CO2-Religion als unbeachtlich abtun. Naturgesetze lassen sich nicht einmal durch das Völkerrecht brechen.

Naturgesetze (2): Das Gequatsche vom CO2-basierten Meeresanstieg hat erneut ein paar schwere Dellen bekommen. a) Der Eispanzer von Grönland ist im vergangenen Jahr beträchtlich gewachsen. b) Britische Forscher haben Ergebnisse veröffentlicht, dass im 5. Jahrhundert n.Chr. innerhalb weniger Jahre der Meeresspiegel der Nordsee um mehrere Meter anstieg. In Niedersachsen und in der Themsemündung war dauerhaft landunter. Das führte, so folgern sie, zum Wegzug der Römer aus dem unter Wasser stehenden Handelszentrum von London sowie dessen anschließender jahrhundertelanger Nichtexistenz und zum gewaltsamen Eindringen von Angeln und Sachsen aus der norddeutschen Tiefebene und aus Dänemark. Hoffentlich entschuldigt sich unsere Regierung bald mal für diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.
Naturgesetze (3): Wenn man stromlose Wärmepumpen dauerhaft Minusgraden aussetzt, werden sie zerstört. Das dürfen zur Zeit die zeitgeisterprobten Berliner Renovierer erfahren, die vom Stromanschlag betroffen waren. Bürgermeister Wegner empfiehlt: Tennis hält warm, vor allem in beheizten Hallen.
27. Januar 2026
An Kaisersgeburtstag, so sagten die Berliner früher, beginne der Winter. Jetzt kam er ein paar Tage eher und demonstriert damit die demokratische Tugend der Unpünktlichkeit. Die Obrigkeit reagierte mit der ihr eigenen Entschlossenheit und verhängte ein stadtweites Fahrverbot. Das spart auf jeden Fall den früher obligaten Winterdienst. Vermute, dass sich der Bürgermeister ins Home-Tennis abgemeldet hat.
Winter (2): Im Norden der USA eskaliert bei eisigen Temperaturen die Lage zwischen den Bundestruppen des ICE und den örtlichen Autoritäten, die mit Gewalt die Abschiebung von Illegalen verhindern wollen. Gutmensch ist im Zweifel gewalttätig. Der Kern der Auseinandersetzungen liegt im Bundesstaat Illinois.
Winter (3): Nach erneuten Raketen- und Drohnenangriffen auf die Elektro-Infrastruktur der Ukraine scheint in Kiew und anderen großen Städten jetzt tatsächlich das Licht aus zu sein. Die armen Schweine, die dort immer noch hausen, können einem nur noch leid tun. Das Fatale der jetzigen Treffer scheint sich auf die von den drei noch verbliebenen Atomkraftwerken wegführenden Umspannwerke konzentriert zu haben. Diese stünden jetzt, so lese ich, unbeschädigt, aber ohne die gewohnte und notwendige Stromabnahmemöglichkeit da.
24. Januar 2026
Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist sinnlos. So das Ergebnis nächtlichen Nachdenkens unter Berücksichtigung des Unwillens, das warme Bett in Richtung kaltem Schreibtisch zu verlassen. Das bedeutet keineswegs nichts, sondern schafft Freiraum, über die Schönheit des Daseins zu sinnieren. Ich weiß schon, dass gefällt dem deutschen geborenen Miesepeter nicht. Er braucht eine möglichst komplizierte Erklärung für seine schlechte Laune (Nietzsche, Habermas [Ogottogott, die beiden im einem Atemzug]). Mein Einwurf: Versuchen Sie’s mal mit einer erotischen Frau. Gern auch bei Schlaflosigkeit.
Über Nacht (2): Die USA sind aus der WHO ausgetreten. Doch die Verlassene will es nicht akzeptieren. Das nenne ich mal realen Stoff für ein Netflix-Drama, das das Leben schrieb („nach einer wahren Geschichte“). Fünf Staffeln à 42 Folgen unter der Beratung von Michelle und Barack Obama (Ich hoffe deren millionenschwerer Beratervertrag läuft noch).
Über Nacht (3): Endlich muss sich der Deutsche Wetterdienst mal mit dem konkreten Wetter befassen, denn das macht Kapriolen um den Gefrierpunkt. Und das führt zu Glatteis. Herrlich ist die Ratlosigkeit, was genau morgen sein wird. Neinnein, ich mache keine Witze mehr über die Klimakatastrophe. Jedenfalls heute nicht.
23. Januar 2026
Mit Erleichterung ist zu notieren, dass die große Donald-Show von Davos zu Ende gegangen ist. Alle, die die Welt, jedenfalls nach ihren eigenen Ansprüchen, zu lenken vorgeben, sind nach Hause geflogen, um dort wieder wichtig zu sein. Sie mussten diesmal das bittere Gefühl mitnehmen, dass ihnen da jemand die Show gestohlen hat. Eines immerhin ist passiert: Der Orange Man, um dessen Thron sich alles drängte, hat mit der heuchlerischen Vokabel der regelbasierten Ordnung aufgeräumt. Seine jetzige Floskel lautet: Wir machen das, weil wir es können. Insofern änderst sich zwar nichts, aber es wird wenigstens offen gesagt.
Show-time (2): Ich stochere Im Lumpensack der Meldungen herum, um wenigstens ein bisschen Erheiterndes zu entdecken. Dochdoch, das gab es. Annalena die Gestylte und Robert der Denker sprachen – das ist bereits per se witzig genug –, wenn auch getrennt und vor eher überschaubarem Auditorium. Leider finde ich keine dazupassenden Tondokumente. Das, was ich entdecke, ist buchstäblich nichts über nichts.
Show time (3): Angesichts der Posaunen des Don nimmt sich das Klarinetten-Gewinsel aus Kiel erbärmlich aus. Dort versucht ein Ministerpräsident, dessen Namen man sich nicht merken muss, seine Verbal-Attacken gegen die alternativen Medien, in Sonderheit Nius, so zu verunklaren, bis er selbst nicht mehr weiß, was er gesagt haben könnte. Mainstream assistiert ihm hierbei auf breiter Front und macht aus dem Angreifer ein beklagenswertes Opfer.
Beklagenswert (2): In D fallen reihenweise die Elektrobusse aus. Nach Heidelberg trifft es jetzt auch Berlin. Die Spielzeugindustrie zeigt sich den Wonnen des Winters nicht gewachsen. Dabei ist es nach meinem Empfinden nicht einmal sonderlich kalt. Ein Trost bleibt für die Grünen, die diesen Schwachsinn angeschoben haben: Ihre Wähler fahren weder mit dem Bus, noch gehen sie einer geregelten Arbeit nach. Es trifft sie also nicht.
22. Januar 2025
Alle Moorleichen, die ich ausgestellt vorfand, waren blonde Frauen. Die Germanien-zentrierten Altertumswissenschaftler wissen, dass die Damen wg. Ehebruchs daselbst ersäuft wurden. Wenn es seinerzeit bereits die Soziologie gegeben hätte, wüssten wir heute, wie hoch die Dunkelziffer der Blondinen war, die, obschon ehebrüchig, nicht ins Moor mussten. Ließen sich dieselben lediglich nicht erwischen oder hatten sie im Bedarfsfall andere Tricks bei der Hand? Letzteres könnte vor allem für die Nichtblondinen gelten.
Blondinen (2): Bleibt die Frage, ob sich in 2-3000 Jahren noch wer für die Blondinen der EU interessieren wird. Nun gibt es meines Wissen in Davos, wohin sie jetzt angereist waren, kein Moor, dass gnädig zur Verfügung gestanden hätte. So müssen die heutigen Straftäterinnen sich mit der Abscheu ihrer Zeitgenossen begnügen. Diese, vor allem die Nichtangereisten, wünschen sich die Ladies auf den Mond, begleitet von der Häme, die der Don in Davos über die European Leaders zu verspritzen weiß. Doch hält er sich für seine Verhältnisse geradezu zurück, denn er leidet am Morbus groenlandii, und überlässt seinem Schildknappen Lutnick, seines Zeichens der US-Handelsminister, den Guss aus dem Wassereimer, gefüllt mit den Lügen des Klima- und Energiewahns. Der Hauptprofiteur des Schwindels, Al Gore, ruft Buh, und die mit einem Wunderwerk von Konservierungsstoffen versehene Christine Lagarde verlässt empört das Festgelage noch vor dem Dessert.
Und sonst? An der Ostfront, westlich der Hauptkampflinie, gehen jetzt ganz real die Lichter aus und das bei minus 15 Grad. Die Absicht des Russen ist klar: Die Zerstörung der Strom-Infrastruktur soll die Widerstandskraft der Bevölkerung brechen. Ich zweifele. Der Krieg wird erst dann zu Ende sein, wenn die Einwohner von Kiew die jetzige Regierung gestürzt haben werden und es den west-ukrainischen Nationalisten nicht gelingt, dieselbe mit ihrem militanten Personal zu ersetzen.
Ostfront (2): Nach den Angaben von Bürgermeister Klitschko haben seit seinem Evakuierungsaufruf am 9. Januar 2026 600.000 Männer und Frauen die Stadt Kiew bis zum 19. Januar 2026 verlassen. Fragt sich: wohin? — Ich tippe auf diesen Klitschko, wenn einer gesucht werden sollte, der dort das Ruder der geschundenen Rest-Ukraine übernimmt. Es dürfte an ihm selbst liegen, ob er um die Führung kämpft oder den Rückzug in seine Hamburger Villa vorzieht.
Ostfront (3): Die russische Armee nähert sich Schritt für Schritt der letzten bedeutenden Industriegroßstadt links des Dnjepr, Saporoshje (Saporoschschija). Ein zudem von Norden über die russische Grenze Richtung Tschernigow vorgetragener Angriff eröffnet eine neue Front. Sie bedroht sowohl Kiew wie auch Charkow.
Ostfront (4): Selbst bei Fritz dem Kanzler ist die Erkenntnis eingetrudelt, dass man über Waffenstillstandsfolgen schwätzen kann, soviel wie man will – selbstredend ohne Ergebnis, wenn man die Russen nicht einbezieht. Ach, wer hat ihm denn das gesteckt?
19. Januar 2026
Noch nie habe ich erlebt, dass das gesamte Opernpublikum lachend und kollektiv geschwätzsüchtig in die Pause ging. Doch gestern in Leipzig war es so. Verdis Falstaff machte es möglich. Es war ein vortrefflicher Spaß mit einer glänzend besetzten Titelrolle (Lucio Gallo).
Verdi (2): Den weltbekannten Maestro hatte eine Schaffenskrise heimgesucht, als er erleben musste, wie das germanische Gebrüll des sächsischen Giftzwergs die Bühnen der Welt zu erobern begann. Nun denn im Spätwerk des Falstaff ist der göttlich-musikalische Verdi nur noch wie ein fernes Wetterleuchten. Die Experten wissen natürlich, dass Verdi zu dem komödiantischen Shakespeare-Stoff erst mühsam hatte überredet werden müssen. Mir kam indessen der Verdacht, dass er sich über die neue, nichtmelodiöse Erfolgsform eines Wagner lustig machen wollte. Aber was weiß ich, ich bin schließlich kein Opernexperte.
16. Januar 2026
Meine Hauptinformationsquelle ist im Moment die Zellerzeitung mit ihren Leserbriefen. Hier ist der eindeutige Schwerpunkt die Affäre um Grönland. Nimmermehr hätte ich sonst erfahren, dass der berüchtigte Wikinger, Erik der Rote, nicht nur der Entdecker dieses Landstrichs gewesen ist, sondern die Benennung auch von ihm stammt, wobei er die Lüge in die damals bekannte Welt setzte, das unbewohnte Land sei grün, um dadurch Siedler anzulocken, vor allem aber auch Siedlerinnen. Ich stelle mir vor, dass diese der taffen Mette ähnlich sahen, die heutzutage de Dänen vorsteht.
Grönland (2): Neu war mir auch dieses hier: Grönland-Soldaten nehmen ihre Oldtimer-Sammlungen mit. Dadurch wird Grönland noch interessanter, sagte Donald Trump zu Bernd Zeller bei der Eröffnung der ZZ-Lokalredaktion in Nuuk.
Grönland (3): Bundeswehrkritiker bemerken, dass es der Armee an Schlittenhunden und Hundefutter mangelt. Vielleicht könnten unsere militanten Tierschützer ja umgeschult werden, dass sie ihrerseits die freilaufenden Wölfe für den Auslandseinsatz umschulen.
15. Januar 2026
Eine Zensur findet statt. Das gegenteilige Postulat in Artikel 5 des Grundgesetzes zeigt, dass dieser kein Rechtssatz mehr ist, sondern eine nostalgische Floskel, die zum Gespött unserer sogenannten Eliten verkommen ist. Wir verdanken dem Australier Andrew Lowenthal, dass er Mann und Maus und Methoden in einem 72-seitigen Report offengelegt hat: liber-net: Das Zensurnetzwerk: Regulierung und Repression im heutigen Deutschland. Version 1.3: 19. November 2025 (https://liber-net.org/de-report/).
Netzwerk (2): Der Schwerpunkt der Steuerung und Finanzierung liegt beim Bund. Sein Tun ist eindeutig verfassungswidrig, denn ihm fehlt die einschlägige grundgesetzliche Exekutivkompetenz, die die notwendige Voraussetzung von exekutivem (eingreifendem) Behördenhandeln des Bundes ist. Ich weiß, der Gedanke klingt kompliziert, er wird sogleich verständlich, wenn man weiß, dass das Grundgesetz das Behördenhandeln den Ländern im Rahmen der Gewaltenteilung zugewiesen hat. Das Handeln des Bundes – man glaubt es kaum – ist der Ausnahmefall, der einer ausdrücklichen Erlaubnis in der Verfassung bedarf.
11. Januar 2026
Meine Webseite ist vom Netz verschwunden. Der Provider heißt Strato, und der will damit nichts zu tun haben. Das, was er als Service deklariert, sind Leute, die sich bestenfalls auf der Firmenwebseite auskennen. 3 Anrufe brachten 3 unterschiedliche, nicht miteinander harmonierende Ergebnisse. Keines von diesen war brauchbar.
9. Januar 2026
Und es geht weiter, als ob der Don jetzt komplett entfesselt wäre. Gestern veröffentlicht das Weiße Haus den Videomitschnitt einer Quasisitzung, in welcher US-Beamte vor ihrem Präsidenten die Ermittlungsergebnisse des Antifa-Verbots-Komplexes vorstellen (https://x.com/dockyyyyyyyyy/status/2009269665969689054). In Kurzform: das hier sind die Sponsoren des Aufstands-Geschehens gegen den US-Staat: George Soros und die Open Society Foundations, das Arabella Advisors Network, die Tides Foundation, Neville Roy Singham und sein globales Netzwerk, der Schweizer Staatsbürger Hansjörg Wyss sowie Reid Hoffman. Indessen: die größte Summe stammte direkt oder auf Umwegen aus der amerikanischen Staatskasse, von den regierenden Demokraten hierfür zweckentfremdet.
Antifa (2): Ich übersetze mal für die deutschen Verhältnisse: Die gewaltsame Auflösung der Staatlichkeit erfolgt durch reiche Private, die sich der Unseredemokratie-Parteien bedienen, welche gehorsam Riesenbeträge aus der Staatskasse zuschießen. Was ist das Ziel für derartig absurdes Tun? Die Abschaffung jeglicher geordneten Staatlichkeit zugunsten einer selbsternannten weltweit herrschenden Elite. Das ist so simpel, dass der gesunde Verstand sich hiergegen auflehnt. Er sagt: das kann nicht sein.
Sagen wir’s mal so: Wenn sich Leute wie Idioten verhalten, kommt leicht mal der Verdacht auf, dass sie ebensolche sind.
Von dieser Erkenntnis ist es zum Handeln der drei Freunde (F, GB und D) nicht sehr weit, die vorgestern beschließen, pünktlich zum Waffenstillstand in der Ukraine daselbst mit allem militärischen Klimbim einzumarschieren. Madame Sacharowa aus dem Kreml lässt nicht lange auf sich warten und erklärt prompt, dass sie daselbst zu legitimen Zielen der russischen Armee würden. Wenn es eines zu folgern gilt, dann doch dieses hier: die drei von der Tankstelle wollen, dass der Krieg weitergeht, denn ihnen muss klar sein, dass ihr Plan dem Russen jeglichen Waffenstillstand, sollte er ihn überhaupt erwägen, unannehmbar macht. Wenn ich mich eins frage, so ist es: Wo war denn der Pole bei all diesem wüsten Kriegspalaver? Immerhin hat er die größte Armee unter den Kriegswilligen.
8. Januar 2026
Während die Scheinwelt der Medien noch die reale oder gefakte Entführung von Maduro aus Venezuela debattiert, treten die USA gestern aus dem folgend von mir abgeschriebenen Wust von internationalen Organisationen und deren Scheinverträgen aus. Von den meisten habe ich mein Lebtag lang nie gehört:
Liste Teil 1: Abschnitt 2. Organisationen, aus denen die Vereinigten Staaten austreten.
(a) Nicht-UN-Organisationen:
(i) 24/7 CO2-freie Energieversorgung;
(ii) Colombo Plan Council;
(iii) Kommission für Umweltkooperation;
(iv) Bildung kann nicht warten;
(v) Europäisches Kompetenzzentrum für die Bekämpfung
Hybride Bedrohungen;
(vi) Forum der europäischen nationalen Straßenforschungslaboratorien;
(vii) Freedom Online Coalition;
(viii) Globaler Fonds für gesellschaftliches Engagement und Resilienz;
(ix) Globales Forum zur Terrorismusbekämpfung;
(x) Globales Forum für Cyberexpertise;
(xi) Globales Forum für Migration und Entwicklung;
(xii) Interamerikanisches Institut für globale Veränderungsforschung;
(xiii) Zwischenstaatliches Forum für Bergbau, Mineralien, Metalle und nachhaltige Entwicklung;
(xiv) Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen;
(xv) Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen;
(xvi) Internationales Zentrum für die Erforschung der Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut;
(xvii) Internationaler Baumwollberatungsausschuss;
(xviii) Internationale Organisation für Entwicklungsrecht;
(xix) Internationales Energieforum;
(xx) Internationaler Verband der Kunsträte und Kulturagenturen;
(xxi) Internationales Institut für Demokratie und Wahlhilfe;
(xxii) Internationales Institut für Justiz und Rechtsstaatlichkeit;
(xxiii) Internationale Studiengruppe für Blei und Zink;
(xxiv) Internationale Agentur für Erneuerbare Energien;
(xxv) Internationale Solarenergie-Allianz;
(xxvi) Internationale Organisation für Tropenholz;
(xxvii) Internationale Union für Naturschutz;
(xxviii) Panamerikanisches Institut für Geographie und Geschichte;
(xxix) Partnerschaft für atlantische Zusammenarbeit;
(xxx) Regionales Kooperationsabkommen zur Bekämpfung von Piraterie und ewaffneten Überfällen auf Schiffe in Asien;
(xxxi) Regionaler Kooperationsrat;
(xxxii) Netzwerk für erneuerbare Energiepolitik im 21. Jahrhundert;
(xxxiii) Wissenschafts- und Technologiezentrum in der Ukraine;
(xxxiv) Sekretariat des Pazifischen Regionalen Umweltprogramms; und
(xxxv) Venedig-Kommission des Europarats.
b) Organisationen der Vereinten Nationen (UN):
(i) Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten;
(ii) Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) – Wirtschaftskommission für Afrika;
(iii) ECOSOC – Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik;
(iv) ECOSOC – Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik;
(v) ECOSOC – Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien;
(vi) Völkerrechtskommission;
(vii) Internationaler Residualmechanismus für die Ad-hoc-Strafgerichtshöfe;
(viii) Internationales Handelszentrum;
(ix) Büro des Sonderberaters für Afrika;
(x) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Kinder in bewaffneten Konflikten;
(xi) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für sexuelle Gewalt in Konflikten;
(xii) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Gewalt gegen Kinder;
(xiii) Friedenskonsolidierungskommission;
(xiv) Friedensbildungsfonds;
(xv) Ständiges Forum für Menschen afrikanischer Abstammung;
(xvi) UN-Allianz der Zivilisationen;
(xvii) Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zur Verringerung der Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung in Entwicklungsländern;
(xviii) UN-Konferenz für Handel und Entwicklung;
(xix) UN-Demokratiefonds;
(xx) UN-Energie;
(xxi) UN-Organisation für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau;
(xxii) Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen;
(xxiii) UN-Programm für menschliche Siedlungen;
(xxiv) UN-Institut für Ausbildung und Forschung;
(xxv) UN Ozeane;
(xxvi) Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen;
(xxvii) UN-Register konventioneller Waffen;
(xxviii) Koordinierungsrat der Leiter der Exekutivorgane des UN-Systems;
(xxix) UN-Systemstabsakademie;
(xxx) UN Water;
(xxxi) Universität der Vereinten Nationen.
Austritt (2): Was das alles bewirken wird, das weiß kein Mensch, ich also auch nicht. Klar ist nur, dass jetzt ein Rattenschwanz von Dollar-Profitteuren arbeitslos werden wird. Empfinde ich Häme? Igitt, ich fürchte: ja.
Berlin ist keine Reise wert: Da hat man doch tatsächlich nach 5 Tagen die Stromversorgung von Zehlendorf wieder angeschaltet. Mainstream feiert, dass dies einen Tag eher als angekündigt geschah. Viele Betroffene machen dagegen ihrem Ärger Luft. Besonders gut hat mir der Kommentar über den Bürgermeister gefallen, nachdem dieser sich nicht habe kümmern können, weil er im Home-Tennis gewesen sei.
Berlin (2): Die Mutmaßungen über den Verursacher des Verbrechens sind nur köstlich zu nennen. Besonders gut gefallen mir die Hinweise auf die AfD und den Russen. Gewiss doch, die haben auch Nordstream auf dem Gewissen. Bleibt das Gedankenspiel: Waren es erneut die Bewahrer von democracy & human rights? Und wenn über den Umweg der Förderung ihrer grün-linksextremen Helfershelfer? Spätestens, wenn dem Sachbearbeiter beim Generalbundesanwalt diese Erkenntnis dämmert, wird er den Vorgang auf Widervorlage 2031 legen, um dann die Ermittlungen wg. Verjährung einzustellen. Wollen wir wetten?
7. Januar 2026
Den Wiedereintritt ins elektronische Leben im neuen Jahr verzögert zu haben, erklärt sich am ehesten so, dass mir dasselbe plötzlich recht gut gefiel. Wie gut ich mit der Absenz vom Bildschirm getan habe, fiel mit heute Nacht auf, als ich, um halbdrei wach geworden und auf einen Schlag hellwach, ohne längeres Nachdenken den Weg zum Rechner einschlug. Diese Form der mangelnden Disziplin brachte dann in Sekundenschnelle Dinge hervor, von den ich jetzt im Zweifel bin, ob mir etwas entgangen ist. Darauf gibt es nur hypothetische Antworten, da ich meinem Kopf keinen wirksamen Abschaltbefehl erteilen kann.
Nichts Neues unter der Sonne (2): Jetzt also weiß ich, dass verbrecherische und gemeingefährliche Irre in Berlin die Stromversorgung nachhaltig stillgelegt haben, der Don in Venezuela den Staatschef (Maduro) durch eine massive Militäraktion mit etlichen Toten hat kidnappen lassen und in Nordeuropa unter Einschluss Norddeutschlands der Winter ausgebrochen ist.
Nichts Neues unter der Sonne (3): Man kann nun unterm Strich nicht sagen, dass ich etwas versäumt hätte, denn abgesehen von dem Umstand, dass ich an diesen Dingen ohnedies nichts hätte ändern können, finde ich nichts von dem, was die diversen Medien mit ihrem Gezeter füllt, sonderlich überraschend. Dass in Berlin völlig unfähige, dafür aber ideologisch Verblödete an der Macht sind, ist sattsam bekannt, dass der Don zur Gewalttätigkeit neigt, weiß man aus dem jetzt abgelaufenen ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit mit genügender Sicherheit, und dass der Winter nicht menschengemacht, sondern eine Frage des Klimas ist, muss nicht weiter diskutiert werden, zumal, wie ich soeben mit Vergnügen las, die Hitze immer noch da ist, nur eben anderswo.
Nichts Neues unter der Sonne (4) ergibt sich auch aus der Frage, wie lange denn nun der Weihnachtsbaum noch in meinem Wohnzimmer ausharren wird. Zurück von einer mehrtägigen Reise nach Prag finde ich ihn immer noch ohne jede Nadelei vor, und da ich vom Katholizismus nicht dirigiert werde, brauche ich auch keine die Drei-Königs-Regel zu beachten, wonach gestern mit Singen und mit Beten die Weihnachtszeit ins Endstadium geraten wäre. Man sieht schon: da muss eine europäische Regel her und zwar eine, die an der Spitze unwiderlegbar festlegt, was überhaupt ein Weihnachtsbaum sein soll und, dass ihn mit realen Kerzen zu beleuchten, verboten ist.