Autor: Helmut Roewer (Seite 1 von 3)

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XVIII

2. März 2025

Die Siegesfanfaren werden erwartungsgemäß gedämpfter. Der Don kündigt heute Nacht an, dass er noch fünf, sechs Wochen benötigt. Benötigt wozu? Derweil stürzen in Arabien US-Kampfflugzeuge ab. Auch das gibt Rätsel auf, da ich mir nicht vorstellen kann, dass sie in der Luft mit Kamelen zusammenstießen.

Siegesfanfaren (2): Während in Tel Aviv Gebäude einstürzen, kündigt Netanyahu an, weitere 1000 Ziele im Iran zu treffen. Hat er noch so viele Mittelstreckenraketen? Denn mit Flugzeugen traut er sich offensichtlich nicht in den persischen Luftraum. Zeitgleich greift Israels Luftwaffe Ziele im Libanon an. So mag Groß-Israel (nicht meine Wortschöpfung) in einschlägigen militärischen Lagekarten bereits aussehen. Ich bezweifle, dass die davon betroffenen Araber das auch so sehen.

Siegesfanfaren (3): Corona-Gewinner aus meinem Bekannten- (nicht: Freundes-) Kreis haben ihre zusammengerafften Impf-Vermögen nach Dubai geschafft. Zwei von denen sitzen dort jetzt fest. Ich konnte mir trotz des Ernstes der Lage ein Grinsen nicht verkneifen.

Siegesverfahren (4): Der Raketenangriff auf einen britischen Stützpunkt auf Zypern sieht weniger nach einer persischen Attacke als nach einer britischen Aktion aus. Ich traue dem strauchelnden Regime in London alles zu, wenn es darum geht, von der eigenen, weitgehend selbstgemachten Misere abzulenken und die Bevölkerung zum Krieg aufzuhetzen.

Siegesfanfaren (5), mit Dämpfer: Bei Wolfgang Prabel (https://www.prabelsblog.de/2026/03/details-ueber-die-iranische-konfliktkulisse/) finde ich heute Morgen Basis-Daten zur religiöden Zugehörigkeit in Persien. Trotz der Spaltung in Sunniten und Schiiten, für die ich zur Unterscheidung keine Eselsbrücke besitze, bleibt die Erkenntnis, dass das Land fast zu hundert Prozent von Mohammedanern bewohnt wird. Dass es bei diesen Leuten gut ankommt, wenn man deren religiöses Oberhaupt mit Triumpf-Geschrei ermordet, halte ich nicht für ausgemacht.

1. März 2026

Erneut ist das Eldorado der Lügen eröffnet. Habe zur Sicherheit in meinen älteren Tagebuchaufzeichnungen nachgeblättert. Danach begann der von Israel losgetretene letzte Krieg gegen den Iran am Freitag, dem 13. Juni 2025, und dauerte genau 12 Tage. An deren Ende stand Israel durch massiven iranischen Raketenbeschuss am Rande einer katastrophalen Niederlage. Ich brauchte vor einem Jahr tagelang, um aus den Lügenmeldungen ein einigermaßen zutreffendes Bild rekonstruieren zu können.

Persien (2): Deswegen bin ich vorsichtig, wie die Lage am Tag 2 des neuerlichen Krieges aussehen mag. Sicher erscheint mir nur, dass der Iran tatsächlich das Feuer auf israelische Ziele eröffnet hat. Ob er daneben auch, wie die West-Medien behaupten, gestern bereits die Golfstaaten angriff, erscheint mir eher eine Zweckmeldung zu sein, hinter der in Wirklichkeit Angriffe auf dortige US-Militärstützpunkte stecken mögen.

Persien (3): Ob es wirklich so ist, wie Israels Führer Netanyahu triumphierend feststellt, dass man das iranische Oberhaupt Ali Khamenei getötet habe, mag sein wie es will, es zeigt, dass man vor keinem Tabu zurückschreckt, einen Staatsführer gezielt zu töten. Die Annahme, dass die Perser diesen Mord dankbar begrüßen werden, in reine Hybris. Mich würde es nicht wundern, wenn man sich in Teheran mehr als nur Gedanken macht, an Trump oder Netanyahu Rache zu üben.

Wie lächerlich wirken angesichts dieser Ereignisse, die Aufgeregtheiten in D., die rund um die Wahl in BaWü abgesondert werden. Wen interessiert das eigentlich, ob dort nach einer grün-schwarzen Koalition die nächste schwarz-grün werden wird, oder es doch grün-schwarz bleibt. Klar ist nur, es sind immer noch nicht genügend viele Arbeitsplätze vernichtet worden, um die Leute zur Vernunft zu bringen. Da ist noch Platz nach oben bzw. unten — je nach Standpunkt.

28. Februar 2026

Man wird sich das Datum merken müssen: Heute Nacht führten israelische Streitkräfte einen sog. Präventivschlag gegen den Iran. Im Klartext: Sie bombardierten fünf Städte einschließlich der Hauptstadt Teheran. Dies geschah mit ausdrücklicher US-Unterstützung. Ohne Prophetie wird man annehmen dürfen, dass dieser Angriff nicht ohne Antwort bleiben wird. Sie wird in erster Linie Israel treffen. Das einschlägige Geschrei wird dann wieder ertönen, so wie vor Jahresfrist.

Nahost (2): Interessant fand ich heute Morgen, die ersten Reaktionen der Leserschaft von Apollo News. Es überwiegen die Stimmen, die ihre Freude über den Angriff zum Ausdruck bringen. Damit nicht genug: Meinungen, die zur Mäßigung aufrufen, werden der Befürwortung des Mullah-Regimes in Teheran bezichtigt. Man kann jetzt die Uhr danach stellen, wann die harten Antisemiten, die sich durch das Geschehen in ihren Ansichten bestätigt fühlen, dies öffentlich zum Ausdruck bringen. Es wird der islamische Pöbel auf unsern Straßen sein, der in Kürze das Wort ergreift und Taten folgen lässt.

27. Februar 2026

Die Meldungen von der Ostfront waren jetzt wochenlang dürftig. Nun berichtet der Wertewesten von zwei sensationell aufgemachten Siegen der Ukrainer. Zum einen handelt es sich um eine sog. Offensive, welche den Russen eine schwere Niederlage beigebracht habe. Zum andern geht es um das Abschalten Russlands von Star Link. Zu beiden gefeierten Siegen bleiben Fragezeichen.

Ostfront (2): Der Vorstoß ukrainischer Kräfte scheint mir zutreffend. Bleibt die Frage, mit welchen Verlusten er erkauft wurde. Bleibt die zweite Frage, warum das zentimeterweise Vorrücken der Russen an fast allen anderen Stellen der Front stattfinden konnte. Das Ganze erinnert fatal an die gepriesene ukrainische Sommeroffensive 2023 und an den Vorstoß Richtung Kursk im August 2024. Beide Angriffsaktionen fügten dem Angreifer schlimme Verluste zu und zudem Geländegewinne, die kaum über den Tag hinaus reichten.

Ostfront (3): Das Ausschalten Russland aus dem Star-Link-System kann nur auf einer Weisung des Eigentümers beruhen. Das ist bekanntlich Elon Musk. Ihm müsste klar sein, dass Russland sich befugt sieht, auf derartige Aktionen gegen den Veranlasser mit kriegerischen Mitteln vorzugehen. Wir werden also noch davon hören. Oder auch nicht, falls es nämlich stimmt, was der russische stellvertretende Verteidigungsminister vorgestern dazu sagte: Das Abschalten bedeute für die russische Kriegführung keine Beeinträchtigung.

Ostfront (4): Der innereuropäische Konflikt um den Ukraine-Krieg spitzt sich zu. Will man wirklich die Ungarn zu feindlichen Ausländern promovieren? Dass Orbán Truppen zusammenziehen lässt, zeigt, dass Feuer unterm Dach ist. Allerdings befindet er sich zudem mitten in einer Wahlschlacht mit unsicherem Ausgang.

Entgegen meinem festen Vorsatz, mich nicht um die Affäre Epstein zu kümmern, bin ich angesichts der Flut der Meldungen doch ins Grübeln gekommen. Es ist weniger die unappetitliche Kinder-Bordell-Geschichte, die mich beschäftigt, denn die ist, so schlimm sie auch sein mag, für die Galerie. Der eigentliche Skandal ist der hinter den Kulissen. Es schälen sich Konturen heraus, die das Unglaubliche der Tätigkeit dieses Mann nunmehr erahnen lassen. Das Einfalltor in das ganze Epstein-Desaster ergibt sich aus seinen Mitgliedschaften, zum Beispiel WEF, Bilderberg, Council on Foreign Relations, Trilaterale Kommission. Habe ich wen vergessen? Die Mitgliedschaften dieses Nobody bedeuteten, ihn muss jemand dort hineingeholt haben. Ich tippe in aller Bescheidenheit auf David Rockefeller oder einen seiner Spannemänner. Für sie war der Mann nützlich, weil er sich nützlich machte. Vielleicht weil er zudem deren perverse Ambitionen beförderte. Einer musste es schließlich tun, wie es immer so schön heißt.

Epstein (2): Es mag sein, dass er daneben seine eigene Suppe kochte – dann nämlich, als er erkannt hatte, was für trübe Nummern die Reichen und Mächtigen doch in der geilen Wirklichkeit waren. Dann waren seine Frischfleisch-Lieferungen das, was man beim Geheimdienst ein Kompromat nennt – eine Erkenntnis also, mit der man den anderen auf Gedeih und Verderb an der Leine führen kann.

Epstein (3): Unterstellt man einen Moment lang das Vorherstehende als zutreffend, wird auf einen Schlag deutlich, warum die Betroffenen jetzt alles in ihrer Macht tun, vom wahren Geschehen abzulenken. Wundern tut dann auch nicht mehr, warum der Mann in den Nuller Jahren sich aus seinem Tun freikaufen konnte, und als die Wogen dann hoch und immer höher schwappten, dass er 2019 sterben musste. Das mussten vor ihm auch andere aus wahrhaft weniger gravierenden Gründen schon.

Epstein (4), vorerst vorletzte Bemerkung: Die Leute, die man jetzt zu Rücktritten aller Art zwingt, sind lediglich weitere Watschenmänner, wenn man als richtig unterstellt, dass dies ein Club von größenwahnsinnigen Möchtegern-Weltbeherrschern ist. Je hochrangiger die jetzt geschassten, desto fester werden die wahren Hanseln zusammenrücken. Es sei denn, einer von denen hat das Erbe des Epstein-Wissens an sich bringen können.

Epstein (5): PS. Was macht eigentlich Billy G.? Zumindest seine Zuwendungsempfänger in den Qualitätsmedien schweigen eisern.

Epstein (6): Spätestens in fünf, sechs Wochen hat sich die Meute ausgetobt, und die Herren können wieder zu ihrem Tagesgeschäft nebst attachierten Lustbarkeiten übergehen.

26. Februar 2026

Ich habe nichts gegen Polen, doch als Flug-Mitreisende finde ich sie lästig, da sie sich, sobald die Anschnallzeichen erloschen sind, in maschinen-übergreifende Gesprächsgruppen zusammenfinden. Was das Thema ihres den Fluglärm übertönenden Gedankenaustausches ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Auffällig erscheint es mir, dass derselbe durch hastiges Hin- und Herrennen erst möglich zu sein scheint, unterstützt von lautstarkem Öffnen und Schließen der Gepäckfächer.

Flugreise (2): Gegen bessere Einsicht habe ich mich überreden lassen, eine in Berlin startende Maschine von RyanAir zu nutzen. Von der üblichen Inneneinrichtung der Passagierflugzeuge ist nichts mehr da. Mich wundert, dass man seinen Stuhl nicht mitbringen muss.

25. Februar 2026

Auf einmal ist es doch nicht strafbar, den Fritz als Pinocchio zu bezeichnen. Die Staatsanwaltschaft von Heilbronn stellt das Ermittlungsverfahren ein. Da hat jemand einen Wink gegeben, dass man in der heißen Phase des Wahlkampfs in BaWü diese Debatte partout nicht gebrauchen kann. Damit ist die Sache vom Tisch? Nein, durchaus nicht. An dem rechtswidrigen Eindringen bei dem angeblichen Bösewicht war eine Vielzahl von Amts-Personen beteiligt, darunter auch ein deutscher Richter, der den Durchsuchungs-Beschluss unterschrieben hat. Einfach so! Sie alle haben sich nach meiner festen Rechtsüberzeugung strafbar gemacht (Hausfriedensbruch, Verfolgung Unschuldiger, Rechtsbeugung, Amtsanmaßung). Und sie müssen für ihr Tun bestraft werden.

24, Februar 2026

Um Persien herum zieht der Don eine gewaltige Streitmacht zusammen. Ernst zu nehmende Leute rätseln, warum er das tut und kommen dabei zu Erklärungen, die hierzulande nicht zu wiederholen sind. So halte ich mich an ein Interview, dass der konservative Star-Journalist Tucker Carlson mit dem US-Botschafter in Jerusalem führte. Der meinte sinngemäß, es komme darauf an, die israelische Vormacht in Nahost sicherzustellen. Dass Carlson als Feindperson in Jerusalem festgenommen wurde, lässt vermuten, dass man dortzulande solche Botschaften — zumindest, wenn sie laut ausgesprochen werden — nicht gerne hört.

Don (2): Die Gras-wachs-Hörer mutmaßen, dass dem Präsidenten die Zeit für seine außenpolitischen Eskapaden davonlaufe, weil im Herbst ein Dem-dominierter Kongress drohe. Wenn es so kommt, muss sich niemand wundern, denn Trump hatte seinen Wahlsieg mit innenpolitischen Themen errungen. Ob er seine Versprechungen auch nur ansatzweise einlösen kann, ist in der Draufsicht nur schwer zu bewerten, da man von den weltweiten Bocksprüngen immerzu abgelenkt wird.

Wie mickrig sieht die Welt dagegen hierzulande aus. Ein Kanzler, den man bei Strafe nicht mit Pinocchio vergleichen darf, und ein Gebührensender, der ungestraft fälschen und lügen darf. Da mir die Täterinnen beim ZDF infolge meiner strikten Gaff-Abstinenz allesamt nichts sagen, muss ich mich auf Meldungen aus dem Off verlassen. Es sei dortselbst ein Relotius-Effekt eingetreten.

23. Februar 2026

Der Krieg: Dass der in der Ukraine jetzt länger dauere als der Zweite Weltkrieg, verdanken wir, wenn die Medien zuverlässig berichtet haben sollten, einer Einschätzung von Fritz dem Kanzler. Na gut, 1939-45 muss er nicht wissen.

Krieg (2): Was den Beginn des Einmarsches in der Ukraine anlangt, gehen die Meinungen auseinander. Während die einen den 22. Februar 2022 annehmen, sprechen die anderen vom 24. Februar. Kann mich in diesem mir ärgerlichen Fall nicht auf meine eigenen Aufzeichnungen stützen, weil ich exakt in jener Woche einen Aufmerksamkeits-Totalausfall infolge einer Vireninfektion mit anschließender bakterieller Lungenentzündung hatte. Die Einzelheiten dessen habe ich dann, so gut es eben ging, in den ersten Märztagen notiert. Ich habe, das allerdings war mir ziemlich schnell klar, ein historisches Ereignis in meinem Bett fiebernd verdämmert.

Gestern rief ich bei Computer-Fachleuten ein großes Hallo hervor, als festgestellt wurde, dass mein Arbeitsrechner, mit dem ich nicht in der Lage bin, genau diese Sudelbuch-Aufzeichnung herzustellen, acht Jahre alt ist. Sie staunten den Rechner und mich an, als wären sie auf jemanden gestoßen, der mit Hammer und Meißel Keilschrift produziert. Fazit des Palavers: Ein neuer Rechner muss her. Mir graut davor, mich erneut in irgendwelchen Neuerungs-Schnickschnack hineinfinden zu müssen. Es steht massive Zeitverschwendung ins Haus. Das ist es, was mich am meisten zurückschrecken lässt.

Alt (2): Acht Jahre sind also alt — jedenfalls im Leben eines Computers. Besser lässt sich die Wegwerfgesellschaft kaum beschreiben. Andererseits ist es nicht ohne Witz, dass die Masse der Bücher in meiner Bibliothek älter als acht Jahre ist. Zuzugeben ist allerdings, dass etliche von ihnen nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit sind, aber verstehen tue ich die meisten von ihnen dennoch. Auch finde ich in ihnen Dinge und Meinungen, von denen die Computer-Welt nicht einmal zu träumen wagt.

21. Februar 2026

Fritz forever: Tosend war der Applaus, langanhaltend, überwätigend und, wie man wohl hoffte, Medraula (die Menschen draußen im Lande) ansteckend, denn Fritz der Kanzler hatte die Formel des Neuen Tausendjährigen Reiches verkündet: Wir und die Sozen auf ewig, da können die Ränder stänkern, wie sie wollen.

Fritz (2): Und sonst so? Und nichts. Das heißt: nicht ganz, sondern weiter wie gehabt.

Fritz (3): Was soll denn der Wähler zu alledem sagen? Der wer? Ich bitte Sie.

Fritz (4): Aus den Leserbriefen der Zellerzeitung von heute Nacht: „Dieses absonderliche Geschwurbel von Merz würde keine KI hinkriegen“. — Weiß nicht genau, was es letztlich bedeutet, wenn ich mich pflichtschuldigst distanziere.

20. Februar 2026

Wenn ein Mann eine Frau erstmals mit großem Aufwand bekocht, so wolle er, sagt man, dieseselbe bezirzen. Wenn diese dann allerdings bei Tisch über Ernährungsgrundätze doziert, kann man man ohne Umschweige folgern, dass das Vorhaben misslungen sei. Es ist nämlich der Mann, der unverzüglich Abstand nimmt. Er denkt heimlich: Sollte ich ihr näher rücken, wird sie wohl über Brust- und Darmkrebs reden.

Wenn heute im Schwäbischen der Parteitag der Christunion ausbricht, soll nach der Ansage des Vorsitzers jeglich Unionsfreund sich des Alkohols enthalten. Da Verbote ein Spiegelbild unerwünschter Sitten sind, kann sich jeder einen Reim darauf machen, was in diesen Kreisen sonst üblich ist. Diese simple Weisheit kam mir zu Bewusstsein, als ich vor Jahrzehnten eine Seminararbeit über das Bergrecht im Herzogtum Jülich, Berg und Ravensburg schrieb, wo streng bestraft wurde, wenn Bergleute ihrer Notdurft im Altarraum der Kirche freien Lauf ließen. Nun ist von den heutigen Partei-Christen ein solches Fehlverhaten nicht zu erwarten, doch irgendwas muss hinter dem Alk-Verbot stecken. Vielleicht soll ihnen verwehrt werden, dass sie sich die Führerin i.R. schön trinken. Das wäre eine harmlose Variante. Schlimmer wäre es wohl, wenn verdeckt werden soll, dass die Partei-Bonzen Nichtskönner sind, die nicht einmal beherrschen, sich mit Anstand zu betrinken.

19. Februar 2026

Die Luxembourg Times gehörte bislang nicht zu den Objekten meiner Nachrichtensucht. War sicher ein Fehler, denn so entging es mir, dass der Großherzogsnachfolger seit vergangenem Jahr der Großherzog ist. Auch dass der Mann verheiratet ist, und dass Mette-Marit, die angeheiratete Skandalnudel aus dem norwegischen Königshaus das ehestiftende Begängnis in einer Mail an den Sex-Skandalisten Epstein boring (also langweilig) fand (https://www.luxtimes.lu/luxembourg/epstein-files-norwegian-princess-calls-luxembourg-royal-wedding-boring/128067617.html).

Luxemburg (2): Ein wenig weitergeblättert, in dieser Luxemburgischen Nachrichtenquelle und schon muss ich lesen, dass Epstein beim in Luxemburg praktizierenden Zweig der Rothschilds, pardon: de Rothschilds, den Finanzberater gab, als es darum ging, ein prominentes weibliches Mitglied dieses Clans, zugleich Vorstand einer Bank, bei der Verdeckung illegaler Groß-Geschäfte zu unterstützen. Nutze allerdings nichts, es kam die Luxemburger Finanzpolizei und durchsuchte alle möglichen Liegenschaften.

Luxemburg (3): Nur gut, dass unsere Hass-Aufsicht die Luxembourg Times nicht liest, sonst hätte man sicher ein Fass aufgemacht und die ohnehin an der Grenze herumlungernde Bundespolizei zum Eingreifen veranlasst, weil Hoheit nebst Frau an deren Hochzeitstag das jubelnde Volk mit dem xxx-Gruß – Sie wissen schon, mit welchem – bedacht haben. Beweisfoto aus der LT anbei:

Derweil in D: Das ZDF wurde dabei ertappt, in wüster Form am Wochenende Bildmaterial zu den Nachrichten gefälscht zu haben. Versehen oder Absicht? Die Frage kann kaum ernst gemeint sein.

Fernsehen in D (2): Doktor Voigt wird dabei erwischt, Fernsehratstantiemen beim MDR kassiert zu haben, obwohl er an den Sitzungen gar nicht teilnahm. Vielleicht war er ja in Gedanken dabei. So jedenfalls deute ich die Einlassungen der Staatskanzlei in Erfurt. Es geht, so Nius, um schlappe 18.000 Euronen.

Und schließlich übern Teich: Vice Vance nimmt gestern auf FoxNews Stellung zu Europa und der Reise von Rubio: Nein, da sei keine Rivalität zum Außenminister, der sich im übrigen vorbildlich geäußert habe, Er wiederholt: Europa ruiniere sich selbst, woran den Trumpisten nicht gelegen sei. Nein, mit meinen Mutmaßungen von gestern hat das nichts zu tun. Vance gehört nicht zu meinen Lesern (soweit ich weiß).

Übern Teich (2): Derweil beginnen Gouverneure der Dems eine eigenständige Außenpolitik, um Trump zu konterkarieren: Der gegelte Mann aus California reist zu Fritz dem Kanzler, und andere treten der WHO bei, aus der die Union gerade ausgetreten war. Mal sehen, wie ernst das gemeint ist, wenn’s ans zahlen geht.

18. Februar 2026

Nachdenken über die US-Botschaft am Wohenende in München: Außenminister Rubio gab dort den Wir-sind-doch-eine-große-Familie–Verkünder. Man solle sich drauf besinnen und einen neuen Anfang wagen, der dem Tun seit 500 Jahren ähnele, die Welt dank eigener Überlegenheit zu beherrschen. Das ist — wenn man alles Geschnörkel der Marke Ich-bin-einer von-euch — beseite lässt, eine knallharte Unterwerfungs-Ansage.

Rubio (2): Man muss diesen Auftritt im Zusammenhang mit seiner anschließenden Reise nach Ungarn und in die Slowakei sehen. Dort sitzen die beiden Regierungen mit den besten Beziehungen nach Russland. Und nur dort. Die Botschaft ist deutlich: Uns stört das nicht, macht weiter. Unausgesprochen: das, was die EU sprengen wird, ist uns recht. — Dem dient auch das Ignorieren der Polen, die in ihrem eitlen Stolz gekränkt worden sind, Amerikas beste Freunde zu sein.

Rubio (3): Seine Entsendung war nach der Kampfansage von Vize Vance im Vorjahr in München eine Geste des Don an seine beiden Nachfolge-Konkurrenten: Zeigt selbst, wer der Bessere ist. Ich kann nicht behaupten, dass mir der Auftritt von Rubio besser gefallen hätte. Doch auf mich kommt es nicht an.

17. Februar 2026

Massenentlassungen sind das Rezept, was den Industriegiganten in D als alleiniges Heilmittel einfällt. Jetzt sind es erneut VW und BASF, die damit nicht mehr hinter dem Berg halten. Für die Betroffenen ist das bitter. Treffen tut es vor allem die Arbeitnehmer 45+, die Jüngeren gehen von selbst. Sie haben, wenn sie nicht örtlich gebunden sind, keioe Mühe, etwas Adäquates zu finden. Wie sich dieser Kahlschlag auf das Wahlverhalten auswirkt, ist völlig unklar.

Massenentlassungen (2): Fritz & Co reagieren mit Appellen an ein patriotisches Wirtschaften. Das ist eine weitere Lüge, wenn zugleich die Bedingungen des Standorts durch weiteren Klimablödsinn verschärft werden. Die Giganten hätten die Macht, Nein zu sagen, aber sie fliehen lieber ins Ausland. Dir BASF soll angeblich die Verwaltung nach Kuala Lumpur verlegen. Das liegt nicht eben nebenan. Falls es stimmt, hat man dortzulande (in Malaysia) jedenfalls keinen Ärger mehr mit dem Arbeitsrecht. Und es zeigt noch ein Zweites: Verwaltungs-Angestellte, die effizient ihren Dienst verrichten, findet man fast überall. Bei denen, die tatsächlich die Produkte herstellen, sieht es wohl anders aus.

Massenentlassungen (3): Der Chef des Autokonzerns Stellantis spricht es offen aus: Die E-Spielzeuge waren ein Irrweg, wir werden zum Verbrenner zurückkehren. Jetzt müsste das entscheidende Und-deshalb folgen, nämlich: Wir zwingen die EU auf Linie, oder wir räumen sie ab. Ich traue den Franzosen das zu — und den Italienern auch.

16. Februar 2026

Morgendlicher Blick aus dem Fenster offenbart: es ist alles wieder weiß. Nein, der Winter ist immer noch da, und die Gasreserven schmelzen dahin. Die Medien betreiben die übliche Ablenkfütterung. Sie melden, was alles Großartiges auf der gestern zu Ende gegangenen Münchener Sicherheitskonferenz gewesen ist, nein falsch, wer dort gewesen ist. Und was geschah? Nichts.Der kleine Mann aus Kiew erhielt einen Orden für Widerstand.

Winter (2): Es war gestern schon bitterkalt. Ich schmecke das Wort auf der Zunge ab. Ich vermute, niemand kann mir erklären, wo das hekommt, dieses bitterkalt. Das Volk, das deutsch spricht, wird es erfunden haben. Es zeigt, was das Volk von Kälte hält. Das treffend auszudrücken, wurden gelehrte Männer nicht benötigt. Die Volkssprache bahnt sich, ohne lange zu überlegen, ihren Weg. Ein wundersamer und wunderbarer Vorgang.

Heute Nacht das ferige Manuskript des neuen Buches an den Verlag abgesandt. Ich tippe auf Absenden und habe hinterher Mühe vom Schreibtisch aufzustehen. Ich habe das Gefühl plötzlich bleischwer zu sein, dabei sollte ich das Gegenteil sein: federleicht.

15. Februar 2025

In der jetzt vergangenen Woche hat Trump die gesamte, auf präsidentiellen Erlassen beruhende sog. Klima-Gesetzgebung durch einen Federstrich aufgehoben. Er sprach hierzu in der für ihn gewohnt bescheidenen Art von der größten Deregulierung seit dem Bestehen der USA. Selbstredend hat er durch diesen Kahlschlag das Gezeter aller ausgelöst, die in den vergangenen Jahren durch den Klimaschwindel gut verdient haben.

Klima (2): Bei uns zulande versucht Mainstream, die amerikanische Revolution im Denken und Wirtschaften, so gut es geht, zu verschweigen. Ich nehme an, dass Jahre vergehen werden, bis auch hier aggressive Fragen an die Politik gestellt werden. Bis das geschieht, so hofft die Kaste, werde es in den USA die nächste Wende hin zum Gewohnten geben.

Klima (3) der Panikmache: Der Präsident des BND, Martin Jäger, war mir bislang nicht aufgefallen. Jetzt lese ich bei einem CDU-Freak namens Klaus Kelle, der hierbei ein gutes Gefühl hat (https://denken-erwuenscht.com/der-bnd-ist-russlands-spielchen-leid/), dass der Ex-Diplomat sich auf der heurigen Münchener Sicherheitskonferenz geäußert habe, Deutschland müsse angesichts von hybriden Angriffen des bösen Wlad  auf Deutschland (allein 321 Sabotagefälle im Jahre 2025) „operationeller“ werden. Der BND in Deutschland in der Sabotageabwehr? Da muss mir was entgangen sein. Auch das Wort „operationell“, was sich offenbar in „operationeller“ steigern lässt, ist mir ganz und gar neu. Auch frage ich mich, wo die Zahl 321 her ist. D.h., nein, das frage ich mich nicht: da hat einer 3-2-1 auf die Tastatur getippt. Passt. Merkt sowieso kein Mensch.

14. Februar 2026

Dass die heutigen totalitären Mainstreamer und Antifa-Halunken in gerader Linie von den Nationalsozialisten geistig abstammen, ist als Feststellung kaum noch originell zu nennen. Und doch freut es mich, wenn ab und an unmissverständliche Belege ans Licht kommen, wie der unten folgende, der über das Schlagwort von Hass und Hetze Auskunft gibt. Ich wurde über Umwege durch die Webseite philosophia perennis von David Berger aufmerksam und habe mich der Mühe unterzogen, die genannte Quelle zu befragen. Es handelt sich um die Tageszeitung Der Gemeinnützige – Neue Hohenlimburger Zeitung | Hohenlimburger Stadtanzeiger – vom 28.12.1939, S. 3.

Hass und Hetze (2): Wer über den Ukraine-Konflikt anhand belegbarer Fakten spricht, wird in der EU wg. Meinungsverbrechen, vulgo: Hass und Hetze, verfolgt. So der Schweizer Obrist a.D. Jacques Baud, dem man, da er in Brüssel wohnt, ein Bewegungsverbot und eine Totalenteignung verpasst hat. Wer ist eigentlich „man“, und wer genau exekutiert das? Ich will es wissen, personengenau. Ich nehme an, an den „Maßnahmen“ sind mindestens dreihundert Personen irgendwelcher Apparate persönlich beteiligt. Zum Beispiel Außenminister Johann Wadephul. Gut finde ich die einschlägigen Angaben aus dem deutschen AA: Die Sache sei so, weil sie so sei.

13. Februar 2026

Versuche frühmorgens einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über die Funktionsweise der russischen Hyperschallwaffe Oereschnik (Haselnussstrauch) zu verstehen. Klar scheint nur, dass weit vor dem Ziel ein Zwischenglied (im Amerikanischen: der Bus) die Transportrakete verlässt und vermutlicch autonom weiterfliegt. Der Bus enthält bis zu 6 Gefechtsköpfe, die wiederum vom Bus abgesprengt werden und allein ins Ziel fliegen. Nach wie vor rätselt der Wertewesten, ob sowohl Bus wie auch Gefechtsköpfe im Zielanflug beeinflussbar sind, oder ob sie den einmal von der Rakete mitgegebenen Weg weiterverfolgen müssen. Die Experten streiten, was wohl für eine potentielle Abwehrmaßnahme die günstigere Variante wäre. Das ist nicht frei von Komik, da die Oreschnik-Waffe durch die konkurrenzlose Geschwindigkeit für jegliche Abwehrvorbereitungen unzugänglich erscheint. Bislang haben wir zwei sog. Versuchseinsätze ohne Sprengstoffe in den Gefechtsköpfen erlebt, die allein aufgrund ihrer Einschlagsenergie schreckliche Schäden verursacht haben – einen im vergangenen Herbst in der Waffenschmiede von Dnjepropetowsk und einen gegen einen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe von Lemberg.

12. Februar 2026

Teile und herrsche: Man hält sich seine Nachfolger vom Hals, indem man mehrere benennt und miteinander konkurrieren lässt. Dieses Schauspiel können wir derzeit in den USA betrachten, wo der Don die Herren Vance und Rubio um seine Gunst ringen lässt. Rubio, der Außenminister, ist derzeit pressemäßig vorne. Ich vermute indessen, dass Vance sich bei den derzeitigen außenpolitischen Kapriolen des Don absichtlich raushält, denn er vermutet mit gutem Grund, dass diese in die Hose gehen könnten.

Sündenbock (2): Die Mainstream-Medien übertreffen sich gegenseitig mit Hinweisen, dass der böse Putin das ganze Epstein-Ungemach eingerührt hat. Hierfür gibt es wie gewohnt keinen Beleg, und die Fakten, soweit man sie bislang kennt, sprechen fürs Gegenteil, wonach sich nämlich der jetzt tote Tausendsassa mit dem aufsteigenden Stern Selenskyj gemein zu machen suchte. Letzteres, nebst der plötzlichen Liebe zur Ukraine, wäre nicht unplausibel, wenn man unterstellt, dass Epstein ein Agent der Rothschilds war. Zumindest hat er dies in einigen wenigen Email-Botschaften selbst so ins Spiel gebracht. — Jetzt kann man in Ruhe abwarten, was die zahlreichen Pros und Cons in Sachen Judentum aus diesem Rothschild-Brei destillieren werden.

11. Februar 2026

Man denkt immer, dass den Klima-Lügnern nichts Neues mehr einfällt. Falsch gedacht. Jetzt haben sie erfunden, dass der Winter, den wir derzeit erleben und den unser indischer Guru als der Vergangenheit angehörig ausgerechnet hatte, nun doch eintrat, weil wir unsere CO2-Sparziele erfüllt hatten. Deswegen, so vernahm ich, staunend, dass mir der Mund offenstehen blieb, wurde die Erderwärmung gestoppt, und der Winter kam zurück. Das leuchtet sogar mir ein.

10. Februar 2026

Nein, ich muss zu der Epstein-Sache keine Meinung haben. Es genügt, dass der Mann angeblich Dutzende Konten bei der Deutshen Bank unterhielt. Ich frage mich, wie man das rein praktish macht?

Epstein (2): Wenn man den Namen auf Jiddisch ausspricht (Eppschtein), dann ist man, so lerne ich, ein Antisemit. Nun sieht allerddings niemand, der den Namen auf dieser Webseite liest, ob ich ihn politisch korrekt Eps-tiehn ausspreche. Das ist ein Problem, denn ich möchte auf keinen Fall unkorrekt sein. Und auf keinen Fall darf ich mich amüsieren.

Epstein (3): Toll ist es, was die KI zu leisten vermag. Sie produziert Bilder und Meldungen, die einen vorsichtigen Beurteiler wie mich veranlassen, alles für möglichen Schwindel zu halten. Es könnte zumindest sein oder auch nicht. Dieses Problem ist viel grundlegender, als es im Moment erscheinen mag. Wir steuern auf Zeiten zu, wo niemand mehr den eigenen Augen traut. Das ist ein gruseliger Gedanke.

9. Februar 2026

Lob der Charakterlosigkeit: Vor noch nicht zu langer Zeit war sich Mainstream der Brandmauer gewiss. Doch vor genau einem Jahr bedurfte es eines Anrufs (ich vermute in Gütersloh), um den Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz in die Wüste zu schicken. Der nahm an Ort und Stelle tränenreich Abschied von der Gemeinde der Kriegsfreunde und wurde ruckzuck durch seinen Vorgänger ersetzt. Der lud nun in der vergangenen Woche 3 Abgeordnete der AfD zum Treffen ein. Mainstream hält den Atem an. Gut, das Einknicken war zu erwarten. Das einzige, was ich mich frage, ist, ob es noch eines weiteren Anrufs aus DC bedurfte, oder ob es die deutsche Waffenlobby selbst war, die gegenüber dem Kolonialherrn good will zeigen wollte.

In dem Buch The Rockefeller File von Gary Allen aus dem Jahre 1976 über den Rockefeller-Clan wird geschildert, wie aus Sicht des Autors der Zusammenhang zwischen der Gründung der Rockefeller-Stiftungen und der gleichzeitigen Einführung der Einkommensteuer war. Es war der Wille, sich um die Steuer zu drücken. Wie heute,

In Washington DC wechselt das Personal der Washington Post im allergrößten Stil. Eigentümer Bezos ist der Meinung, dass der Rückgang des renommierten Blatts auf dem Umstand beruhe, dass dieses Dinge produziere, die normale Leute nicht wissen wollen. Fazit: die Führung und 300 von 800 Journalisten flogen raus, darunter auch die Nahost- und die Ukraine-Korrespondenten.

7. Februar 2026

Na sowas, Da hat doch der Verband der Mittelstandsunternehmer an Fritz den Kanzler einen Brief geschrieben, denn die Mittelständler, so der Vorsitzer, sind von Fritz und seiner Politik enttäuscht, wo sie sich davon doch so viel verprochen hatten. Das ist typisch Verbandsgeschnösel, bloß keine klare Aussage. Die hätte lauten müssen: Wir, die Hauptarbeitsbeschaffer, verlangen: Tritt sofort zurück.

Verband (2): Da lob ich mir den Nabu. Klare Kante und in Berlin das Streusalzverbot gerichtlich duchgesetzt. Jetzt laufen die Mitglieder weg. Wer hätte das gedacht.

6. Februar 2026

Ein Hauch von Wahn: Daniel G., ein Ministerpräsident, dessen Namen man sich nicht merken muss, hat gestern einen Rechtsstreit gegen Nius gewonnen. Er habe, so sieht es das Verwaltungsgericht, die Pressefitzen nicht als Landesherr, sondern als Privatmann verleumdet – und das, nachdem er selbst gesagt hatte, er sitze als MP hier. Bleibt die Frage: Wer ist hier schizo? Und auch dies: Taugt sowas für ein Spitzenamt im Staate?

Wahn (2) und zwar im fortgeschrittenen Stadium: Der kleine Mann aus Kiew teilt gestern mit, er werde jetzt 50.000 Russen im Monat töten.

Wahn (3) wird man deutschen Medien unterstellen dürfen, die den Schwerverbrecher Simeon Ravi Trux, der soeben in Budapest zu 8 Jahren Haft verurteilt wurde, liebevoll Maja T. nennen, nachdem er sich selbst umdefiniert hat. Dass der Antifa-Pöbel auf den Straßen herumtanzt und Freiheit für Maja fordert, gehört nun schon zum Ritual der Republik. Habe nichts davon gehört, dass die Staatsanwaltschaft wg. der Befürwortung von Verbrechen eingeschritten wäre. Der einschlägige Tatbestand für die Strafverfolger heißt Strafvereitelung im Amt.

Wahn (4): Typisch Frau: Maja T. im Februar 2026 in Budapest.

5. Februar 2026

Narretei: Das Streusalzverbot in Berlin bleibt. Die gegenteilige Allgemeinverfügung des Senats ist nicht rechtens. Geklagt hatten irgendwelche grünen Taugenichtse — und recht gekriegt. Schon erstaunlich, wie schnell das Verwaltungsgericht die Zeit fand, Recht und Ordnung wiederherzustellen.

Narretei (2): Hinter der Brandmauer alles im Lot, denn der hiesige Wissenschaftsbetrüger darf an der Staatsspitze bleiben. Jetzt, wo man das Ergebnis kennt, wirkt der Versuch, ihn per Misstrauensvotum zum Teufel zu jagen, unüberlegt. Es gab nur einen Abweichler bei Unsererdemokratie.

4. Februar 2026

Zappenduster: Die Meldungen von der Ostfront sind widersprüchlich. Es ist nicht zu unterscheiden, ob jetzt tatsächlich in Kiew und anderen Städten kein Strom mehr da ist, oder ob das gesamte Stromnetz der Ukraine zusammen gebrochen ist, oder ob es sich um die nun leider schon allzu gewohnten Panikmeldungen handelt. Die von Putin konzedierte Angriffspause scheint jedenfalls zumindest formal abgelaufen zu sein.

Ostfront (2): Nach wie vor herrscht im Kriegsgebiet strenger Frost. Trotzdem scheinen die Angriffe an der Nordfront über die russische Grenze hinweg, grobe Richtung Charkow, wieder aufgenommen worden zu sein. Das passt mit den erneut in der Westpresse verbreiteten Meldungen über die Schwäche der russischen Truppen nicht zusammen.

Ostfront (3): Auffällig ist zudem, dass das russische kontinuierliche Vordringen an etlichen Stellen des Frontbogens dazu führt, dass das Zurückhängen nach Osten in der Mitte allmählich revidiert zu werden scheint. Der Bogen wird zu einer Geraden, was zur Verkürzung der Frontlinie führt.

Ostfront (4): Was Nato-General Rutte angesichts dieser Lage in Kiew gestern wollte, ist unklar. Für ihn scheint noch Sprit da zu sein, denn irgendwie muss er die Reise bewältigt haben. Dass die Ukrainer praktisch keine Abwehrwaffen gegen die Luftangriffe mehr bei der Hand haben, das wissen wir schon — selbst die New York Times weiß es –, deswegen interessiert es, was er wohl versprochen haben mag.

3. Februar 2026

Es ist schrill, was die Weinkönigin des Bundestages da zusammen angezogen hat. 4 mal rot. Es gibt Leute, die behaupten, die Blondine laufe sich auf diese Weise zum natürlichen Nachfolger von Fritz dem Kanzler warm. Besser aussehen als dieser tut sie allemal – von der Führerin i.R. ganz zu schweigen.


Schrill (2) ist das, was das Land SH (meerumschlungen) dem Publikum bietet: Guenther, Wadephul, Prien, der Habeck, Stegner. Leute machen Witze, dass man die Gegend den Dänen als Kompensation für Grönland anbieten solle. Ach ja, und nicht zu vergessen ein ADAC-Präsident, der durch seine Klima-Blödheiten 60.000 Mitglieder innerhalb weniger Tage den Verein verlassen lässt. Da ist noch Platz nach oben.

31. Januar 2026

Bei Tisch: Einen Abend lang sind wir mit dem englischen Schriftsteller J.R.R. Tolkien beschäftigt. Die Anwesenden scheidet scharf, den Herrn der Ringe gelesen zu haben oder eben auch nicht. Doch es gibt niemanden, der nicht alles mögliche darüber weiß und zu bekritteln hat. Ich rufe ein allgemeines Hallo hervor, als ich aus einem sehr hoch gelegenen Regal das Silmarillion und die Nachrichten aus Mittelerde rauszerre. Als ich mich dazu äußern soll, fällt mir lediglich ein, dass ich beide Bücher, die ich 1980 erwarb, alsbald beiseite legte, da sie mit als eher technokratische Nachgeburten zur liebenswerten Welt der Hobbits und zum Kolossal-Gemälde der Ringe vorkamen. Das ist die Minute, wo die Händy-Besitzer nicht mehr an sich halten können, und wenige Minuten der Ruhe treten ein. Ich weiß schon, jeder wird gleich irgend etwas wissen. Ich nutze den Moment und entfalte Tolkiens selbstgezeichneten Kartenwerke auf dem Esstisch.

Im wirklichen Leben versucht der Don von seiner Schieflage in Nahost, Persien und Venezuela abzulenken, denn die Meldungen über das amerikanische Protzgehabe werden vorsichtiger. Da muss eine neue Schlagzeile her. Es ist die vom gestrigen Telefonat mit Putin, der einer Feuerpause zugestimmt habe. Bei näherer Suche nach der russischen Bestätigung stellt sich heraus, dass sich die russische Zustimmung vermutlich allein auf die Fortführung der Luftangriffe auf die Elektro- und Wärmeversorgungs-Infrastruktur bezieht. Hier kann der Russe nach meiner Einschätzung ein paar Tage scheinbare Großmut walten lassen, denn das Ziel, der städtischen Bevölkerung schwere Schäden zuzufügen, ist vermutlich bei eisigen Wintertemperaturen seit Mitte Januar erreicht.

30. Januar 2026

Dr. Voigt, ach, ich werde seinen Doktor vermissen. Mein Vorschlag an die Staatskanzlei, das Thüringer Vogtland (siehe Hinweistafel an der A 4) in Doktorvogtland umzubenennen, geht nun ins Leere.

28. Januar 2026

Derselbe Herr, die nächste Dame: Nach Kündigung der Mitgliedschaft bei WHO & Co vor einigen Tagen ist der Don gestern aus dem Pariser Klima-Abkommen von 2014 ausgestiegen. Man darf annehmen, dass weitere Länder folgen werden, wenn sie nicht ohnedies, obschon Vertragspartner, die ganze CO2-Religion als unbeachtlich abtun. Naturgesetze lassen sich nicht einmal durch das Völkerrecht brechen.

Naturgesetze (2): Das Gequatsche vom CO2-basierten Meeresanstieg hat erneut ein paar schwere Dellen bekommen. a) Der Eispanzer von Grönland ist im vergangenen Jahr beträchtlich gewachsen. b) Britische Forscher haben Ergebnisse veröffentlicht, dass im 5. Jahrhundert n.Chr. innerhalb weniger Jahre der Meeresspiegel der Nordsee um mehrere Meter anstieg. In Niedersachsen und in der Themsemündung war dauerhaft landunter. Das führte, so folgern sie, zum Wegzug der Römer aus dem unter Wasser stehenden Handelszentrum von London sowie dessen anschließender jahrhundertelanger Nichtexistenz und zum gewaltsamen Eindringen von Angeln und Sachsen aus der norddeutschen Tiefebene und aus Dänemark. Hoffentlich entschuldigt sich unsere Regierung bald mal für diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.

Naturgesetze (3): Wenn man stromlose Wärmepumpen dauerhaft Minusgraden aussetzt, werden sie zerstört. Das dürfen zur Zeit die zeitgeisterprobten Berliner Renovierer erfahren, die vom Stromanschlag betroffen waren. Bürgermeister Wegner empfiehlt: Tennis hält warm, vor allem in beheizten Hallen.

27. Januar 2026

An Kaisersgeburtstag, so sagten die Berliner früher, beginne der Winter. Jetzt kam er ein paar Tage eher  und demonstriert damit die demokratische Tugend der Unpünktlichkeit. Die Obrigkeit reagierte mit der ihr eigenen Entschlossenheit und verhängte ein stadtweites Fahrverbot. Das spart auf jeden Fall den früher obligaten Winterdienst. Vermute, dass sich der Bürgermeister ins Home-Tennis abgemeldet hat.

Winter (2): Im Norden der USA eskaliert bei eisigen Temperaturen die Lage zwischen den Bundestruppen des ICE und den örtlichen Autoritäten, die mit Gewalt die Abschiebung von Illegalen verhindern wollen. Gutmensch ist im Zweifel gewalttätig. Der Kern der Auseinandersetzungen liegt im Bundesstaat Illinois.

Winter (3): Nach erneuten Raketen- und Drohnenangriffen auf die Elektro-Infrastruktur der Ukraine scheint in Kiew und anderen großen Städten jetzt tatsächlich das Licht aus zu sein. Die armen Schweine, die dort immer noch hausen, können einem nur noch leid tun. Das Fatale der jetzigen Treffer scheint sich auf die von den drei noch verbliebenen Atomkraftwerken wegführenden Umspannwerke konzentriert zu haben. Diese stünden jetzt, so lese ich, unbeschädigt, aber ohne die gewohnte und notwendige Stromabnahmemöglichkeit da.

24. Januar 2026

Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist sinnlos. So das Ergebnis nächtlichen Nachdenkens unter Berücksichtigung des Unwillens, das warme Bett in Richtung kaltem Schreibtisch zu verlassen. Das bedeutet keineswegs nichts, sondern schafft Freiraum, über die Schönheit des Daseins zu sinnieren. Ich weiß schon, dass gefällt dem deutschen geborenen Miesepeter nicht. Er braucht eine möglichst komplizierte Erklärung für seine schlechte Laune (Nietzsche, Habermas [Ogottogott, die beiden im einem Atemzug]). Mein Einwurf: Versuchen Sie’s mal mit einer erotischen Frau. Gern auch bei Schlaflosigkeit.

Über Nacht (2): Die USA sind aus der WHO ausgetreten. Doch die Verlassene will es nicht akzeptieren. Das nenne ich mal realen Stoff für ein Netflix-Drama, das das Leben schrieb („nach einer wahren Geschichte“). Fünf Staffeln à 42 Folgen unter der Beratung von Michelle und Barack Obama (Ich hoffe deren millionenschwerer Beratervertrag läuft noch).

Über Nacht (3): Endlich muss sich der Deutsche Wetterdienst mal mit dem konkreten Wetter befassen, denn das macht Kapriolen um den Gefrierpunkt. Und das führt zu Glatteis. Herrlich ist die Ratlosigkeit, was genau morgen sein wird. Neinnein, ich mache keine Witze mehr über die Klimakatastrophe. Jedenfalls heute nicht.

23. Januar 2026

Mit Erleichterung ist zu notieren, dass die große Donald-Show von Davos zu Ende gegangen ist. Alle, die die Welt, jedenfalls nach ihren eigenen Ansprüchen, zu lenken vorgeben, sind nach Hause geflogen, um dort wieder wichtig zu sein. Sie mussten diesmal das bittere Gefühl mitnehmen, dass ihnen da jemand die Show gestohlen hat. Eines immerhin ist passiert: Der Orange Man, um dessen Thron sich alles drängte, hat mit der heuchlerischen Vokabel der regelbasierten Ordnung aufgeräumt. Seine jetzige Floskel lautet: Wir machen das, weil wir es können. Insofern änderst sich zwar nichts, aber es wird wenigstens offen gesagt.

Show-time (2): Ich stochere Im Lumpensack der Meldungen herum, um wenigstens ein bisschen Erheiterndes zu entdecken. Dochdoch, das gab es. Annalena die Gestylte und Robert der Denker sprachen – das ist bereits per se witzig genug –, wenn auch getrennt und vor eher überschaubarem Auditorium. Leider finde ich keine dazupassenden Tondokumente. Das, was ich entdecke, ist buchstäblich nichts über nichts.

Show time (3): Angesichts der Posaunen des Don nimmt sich das Klarinetten-Gewinsel aus Kiel erbärmlich aus. Dort versucht ein Ministerpräsident, dessen Namen man sich nicht merken muss, seine Verbal-Attacken gegen die alternativen Medien, in Sonderheit Nius, so zu verunklaren, bis er selbst nicht mehr weiß, was er gesagt haben könnte. Mainstream assistiert ihm hierbei auf breiter Front und macht aus dem Angreifer ein beklagenswertes Opfer.

Beklagenswert (2): In D fallen reihenweise die Elektrobusse aus. Nach Heidelberg trifft es jetzt auch Berlin. Die Spielzeugindustrie zeigt sich den Wonnen des Winters nicht gewachsen. Dabei ist es nach meinem Empfinden nicht einmal sonderlich kalt. Ein Trost bleibt für die Grünen, die diesen Schwachsinn angeschoben haben: Ihre Wähler fahren weder mit de Bus, noch gehen sie einer geregelten Arbeit nach. Es trifft sie also nicht.

22. Januar 2025

Alle Moorleichen, die ich ausgestellt vorfand, waren blonde Frauen. Die Germanien-zentrierten Altertumswissenschaftler wissen, dass die Damen wg. Ehebruchs daselbst ersäuft wurden. Wenn es seinerzeit bereits die Soziologie gegeben hätte, wüssten wir heute, wie hoch die Dunkelziffer der Blondinen war, die, obschon ehebrüchig, nicht ins Moor mussten. Ließen sich dieselben lediglich nicht erwischen oder hatten sie im Bedarfsfall andere Tricks bei der Hand? Letzteres könnte vor allem für die Nichtblondinen gelten.

Blondinen (2): Bleibt die Frage, ob sich in 2-3000 Jahren noch wer für die Blondinen der EU interessieren wird. Nun gibt es meines Wissen in Davos, wohin sie jetzt angereist waren, kein Moor, dass gnädig zur Verfügung gestanden hätte. So müssen die heutigen Straftäterinnen sich mit der Abscheu ihrer Zeitgenossen begnügen. Diese, vor allem die Nichtangereisten, wünschen sich die Ladies auf den Mond, begleitet von der Häme, die der Don in Davos über die European Leaders zu verspritzen weiß. Doch hält er sich für seine Verhältnisse geradezu zurück, denn er leidet am Morbus groenlandii, und überlässt seinem Schildknappen Lutnick, seines Zeichens der US-Handelsminister, den Guss aus dem Wassereimer, gefüllt mit den Lügen des Klima- und Energiewahns. Der Hauptprofiteur des Schwindels, Al Gore, ruft Buh, und die mit einem Wunderwerk von Konservierungsstoffen versehene Christine Lagarde verlässt empört das Festgelage noch vor dem Dessert.

Und sonst? An der Ostfront, westlich der Hauptkampflinie, gehen jetzt ganz real die Lichter aus und das bei minus 15 Grad. Die Absicht des Russen ist klar: Die Zerstörung der Strom-Infrastruktur soll die Widerstandskraft der Bevölkerung brechen. Ich zweifele. Der Krieg wird erst dann zu Ende sein, wenn die Einwohner von Kiew die jetzige Regierung gestürzt haben werden und es den west-ukrainischen Nationalisten nicht gelingt, dieselbe mit ihrem militanten Personal zu ersetzen.

Ostfront (2): Nach den Angaben von Bürgermeister Klitschko haben seit seinem Evakuierungsaufruf am 9. Januar 2026 600.000 Männer und Frauen die Stadt Kiew bis zum 19. Januar 2026 verlassen. Fragt sich: wohin? Ich tippe auf diesen Klitschko, wenn einer gesucht werden sollte, der dort das Ruder der geschundenen Rest-Ukraine übernimmt. Es dürfte an ihm selbst liegen, ob er um die Führung kämpft oder den Rückzug in seine Hamburger Villa vorzieht.

Ostfront (3): Die russische Armee nähert sich Schritt für Schritt der letzten bedeutenden Industriegroßstadt links des Dnjepr, Saporoshje (Saporoschschija). Ein zudem von Norden über die russische Grenze Richtung Tschernigow vorgetragener Angriff eröffnet eine neue Front. Sie bedroht sowohl Kiew wie auch Charkow.

Ostfront (4): Selbst bei Fritz dem Kanzler ist die Erkenntnis eingetrudelt, dass man über Waffenstillstandsfolgen schwätzen kann, soviel wie man will – selbstredend ohne Ergebnis, wenn man die Russen nicht einbezieht. Ach, wer hat ihm denn das gesteckt?

19. Januar 2026

Noch nie habe ich erlebt, dass das gesamte Opernpublikum lachend und kollektiv geschwätzsüchtig in die Pause ging. Doch gestern in Leipzig war es so. Verdis Falstaff machte es möglich. Es war ein vortrefflicher Spaß mit einer glänzend besetzten Titelrolle (Lucio Gallo).

Verdi (2): Den weltbekannten Maestro hatte eine Schaffenskrise heimgesucht, als er erleben musste, wie das germanische Gebrüll des sächsischen Giftzwergs die Bühnen der Welt zu erobern begann. Nun denn im Spätwerk des Falstaff ist der göttlich-musikalische Verdi nur noch wie ein fernes Wetterleuchten. Die Experten wissen natürlich, dass Verdi zu dem komödiantischen Shakespeare-Stoff erst mühsam hatte überredet werden müssen. Mir kam indessen der Verdacht, dass er sich über die neue, nichtmelodiöse Erfolgsform eines Wagners lustig machen wollte. Aber was weiß ich, ich bin schließlich kein Opernexperte.

16. Januar 2026

Meine Hauptinformationsquelle ist im Moment die Zellerzeitung mit ihren Leserbriefen. Hier ist der eindeutige Schwerpunkt die Affäre um Grönland. Nimmermehr hätte ich sonst erfahren, dass der berüchtigte Wikinger, Erik der Rote, nicht nur der Entdecker dieses Landstrichs gewesen ist, sondern die Benennung auch von ihm stammt, wobei er die Lüge in die damals bekannte Welt setzte, das unbewohnte Land sei grün, um dadurch Siedler anzulocken, vor allem aber auch Siedlerinnen. Ich stelle mir vor, dass diese der taffen Mette ähnlich sahen, die heutzutage de Dänen vorsteht.

Grönland (2): Neu war mir auch dieses hier: Grönland-Soldaten nehmen ihre Oldtimer-Sammlungen mit. Dadurch wird Grönland noch interessanter, sagte Donald Trump zu Bernd Zeller bei der Eröffnung der ZZ-Lokalredaktion in Nuuk.

Grönland (3): Bundeswehrkritiker bemerken, dass es der Armee an Schlittenhunden und Hundefutter mangelt. Vielleicht könnten unsere militanten Tierschützer ja umgeschult werden, dass sie ihrerseits die freilaufenden Wölfe für den Auslandseinsatz umschulen.

15. Januar 2026

Eine Zensur findet statt. Das gegenteilige Postulat in Artikel 5 des Grundgesetzes zeigt, dass dieses kein Rechtssatz mehr ist, sondern eine nostalgische Floskel, die zum Gespött unserer sogenannten Eliten verkommen ist. Wir verdanken dem Australier Andrew Lowenthal, dass er Mann und Maus und Methoden in einem 72-seitigen Report offengelegt hat: liber-net: Das Zensurnetzwerk: Regulierung und Repression im heutigen Deutschland. Version 1.3: 19. November 2025 (https://liber-net.org/de-report/).

Netzwerk (2): Der Schwerpunkt der Steuerung und Finanzierung liegt beim Bund. Sein Tun ist eindeutig verfassungswidrig, denn ihm fehlt die einschlägige grundgesetzliche Exekutivkompetenz, die die notwendige Voraussetzung von exekutivem (eingreifendem) Behördenhandeln des Bundes ist. Ich weiß, der Gedanke klingt kompliziert, er wird sogleich verständlich, wenn man weiß, dass das Grundgesetz das Behördenhandeln den Ländern im Rahmen der Gewaltenteilung den Ländern zugewiesen hat. Das Handeln des Bundes – man glaubt es kaum – ist der Ausnahmefall, der einer ausdrücklichen Erlaubnis in der Verfassung bedarf.

11. Januar 2026

Meine Webseite ist vom Netz verschwunden. Der Provider heißt Strato, und der will damit nichts zu tun haben. Das, was er als Service deklariert, sind Leute, die sich bestenfalls auf der Firmenwebseite auskennen. 3 Anrufe brachten 3 unterschiedliche, nicht miteinander harmonierende Ergebnisse. Keines von diesen war brauchbar.

9. Januar 2026

Und es geht weiter, als ob der Don jetzt komplett entfesselt wäre. Gestern veröffentlicht das Weiße Haus den Videomitschnitt einer Quasisitzung, in welcher US-Beamte vor ihrem Präsidenten die Ermittlungsergebnisse des Antifa-Verbots-Komplexes vorstellen (https://x.com/dockyyyyyyyyy/status/2009269665969689054). In Kurzform: das hier sind die Sponsoren des Aufstands-Geschehens gegen den US-Staat: George Soros und die Open Society Foundations, das Arabella Advisors Network, die Tides Foundation, Neville Roy Singham und sein globales Netzwerk, der Schweizer Staatsbürger Hansjörg Wyss sowie Reid Hoffman. Indessen: die größte Summe stammte direkt oder auf Umwegen aus der amerikanischen Staatskasse, von den regierenden Demokraten hierfür zweckentfremdet.

Antifa (2): Ich übersetze mal für die deutschen Verhältnisse: Die gewaltsame Auflösung der Staatlichkeit erfolgt durch reiche Private, die sich der Unseredemokratie-Parteien bedienen, welche gehorsam Riesenbeträge aus der Staatskasse zuschießen. Was ist das Ziel für derartig absurdes Tun? Die Abschaffung jeglicher geordneten Staatlichkeit zugunsten einer selbsternannten weltweit herrschenden Elite. Das ist so simpel, dass der gesunde Verstand sich hiergegen auflehnt. Er sagt: das kann nicht sein.

Sagen wir’s mal so: Wenn sich Leute wie Idioten verhalten, kommt leicht mal der Verdacht auf, dass sie ebensolche sind.

Von dieser Erkenntnis ist es zum Handeln der drei Freunde (F, GB und D) nicht sehr weit, die vorgestern beschließen, pünktlich zum Waffenstillstand in der Ukraine daselbst mit allem militärischen Klimbim einzumarschieren. Madame Sacharowa aus dem Kreml lässt nicht lange auf sich warten und erklärt prompt, dass sie daselbst zu legitimen Zielen der russischen Armee würden. Wenn es eines zu folgern gilt, dann doch dieses hier: die drei von der Tankstelle wollen, dass der Krieg weitergeht, denn ihnen muss klar sein, dass ihr Plan dem Russen jeglichen Waffenstillstand, sollte er ihn überhaupt erwägen, unannehmbar macht. Wenn ich mich eins frage, so ist es: Wo war denn der Pole bei all diesem wüsten Kriegspalaver? Immerhin hat er die größte Armee unter den Kriegswilligen.

8. Januar 2026

Während die Scheinwelt der Medien noch die reale oder gefakte Entführung von Maduro aus Venezuela debattiert, treten die USA gestern aus dem folgend von mir abgeschriebenen Wust von internationalen Organisationen und deren Scheinverträgen aus. Von den meisten habe ich mein Lebtag lang nie gehört: Liste Teil 1: Abschnitt 2. Organisationen, aus denen die Vereinigten Staaten austreten.

(a) Nicht-UN-Organisationen:
(i) 24/7 CO2-freie Energieversorgung;
(ii) Colombo Plan Council;
(iii) Kommission für Umweltkooperation;
(iv) Bildung kann nicht warten;
(v) Europäisches Kompetenzzentrum für die Bekämpfung
Hybride Bedrohungen;
(vi) Forum der europäischen nationalen Straßenforschungslaboratorien;
(vii) Freedom Online Coalition;
(viii) Globaler Fonds für gesellschaftliches Engagement und Resilienz;
(ix) Globales Forum zur Terrorismusbekämpfung;
(x) Globales Forum für Cyberexpertise;
(xi) Globales Forum für Migration und Entwicklung;
(xii) Interamerikanisches Institut für globale Veränderungsforschung;
(xiii) Zwischenstaatliches Forum für Bergbau, Mineralien, Metalle und nachhaltige Entwicklung;
(xiv) Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen;
(xv) Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen;
(xvi) Internationales Zentrum für die Erforschung der Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut;
(xvii) Internationaler Baumwollberatungsausschuss;
(xviii) Internationale Organisation für Entwicklungsrecht;
(xix) Internationales Energieforum;
(xx) Internationaler Verband der Kunsträte und Kulturagenturen;
(xxi) Internationales Institut für Demokratie und Wahlhilfe;
(xxii) Internationales Institut für Justiz und Rechtsstaatlichkeit;
(xxiii) Internationale Studiengruppe für Blei und Zink;
(xxiv) Internationale Agentur für Erneuerbare Energien;
(xxv) Internationale Solarenergie-Allianz;
(xxvi) Internationale Organisation für Tropenholz;
(xxvii) Internationale Union für Naturschutz;
(xxviii) Panamerikanisches Institut für Geographie und Geschichte;
(xxix) Partnerschaft für atlantische Zusammenarbeit;
(xxx) Regionales Kooperationsabkommen zur Bekämpfung von Piraterie und ewaffneten Überfällen auf Schiffe in Asien;
(xxxi) Regionaler Kooperationsrat;
(xxxii) Netzwerk für erneuerbare Energiepolitik im 21. Jahrhundert;
(xxxiii) Wissenschafts- und Technologiezentrum in der Ukraine;
(xxxiv) Sekretariat des Pazifischen Regionalen Umweltprogramms; und
(xxxv) Venedig-Kommission des Europarats.

b) Organisationen der Vereinten Nationen (UN):
(i) Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten;
(ii) Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) – Wirtschaftskommission für Afrika;
(iii) ECOSOC – Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik;
(iv) ECOSOC – Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik;
(v) ECOSOC – Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien;
(vi) Völkerrechtskommission;
(vii) Internationaler Residualmechanismus für die Ad-hoc-Strafgerichtshöfe;
(viii) Internationales Handelszentrum;
(ix) Büro des Sonderberaters für Afrika;
(x) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Kinder in bewaffneten Konflikten;
(xi) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für sexuelle Gewalt in Konflikten;
(xii) Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Gewalt gegen Kinder;
(xiii) Friedenskonsolidierungskommission;
(xiv) Friedensbildungsfonds;
(xv) Ständiges Forum für Menschen afrikanischer Abstammung;
(xvi) UN-Allianz der Zivilisationen;
(xvii) Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zur Verringerung der Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung in Entwicklungsländern;
(xviii) UN-Konferenz für Handel und Entwicklung;
(xix) UN-Demokratiefonds;
(xx) UN-Energie;
(xxi) UN-Organisation für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau;
(xxii) Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen;
(xxiii) UN-Programm für menschliche Siedlungen;
(xxiv) UN-Institut für Ausbildung und Forschung;
(xxv) UN Ozeane;
(xxvi) Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen;
(xxvii) UN-Register konventioneller Waffen;
(xxviii) Koordinierungsrat der Leiter der Exekutivorgane des UN-Systems;
(xxix) UN-Systemstabsakademie;
(xxx) UN Water;
(xxxi) Universität der Vereinten Nationen.

Austritt (2): Was das alles bewirken wird, das weiß kein Mensch, ich also auch nicht. Klar ist nur, dass jetzt ein Rattenschwanz von Dollar-Profitteuren arbeitslos werden wird. Empfinde ich Häme? Igitt, ich fürchte: ja.

Berlin ist keine Reise wert: Da hat man doch tatsächlich nach 5 Tagen die Stromversorgung von Zehlendorf wieder angeschaltet. Mainstream feiert, dass dies einen Tag eher als angekündigt geschah. Viele Betroffene machen dagegen ihrem Ärger Luft. Besonders gut hat mir der Kommentar über den Bürgermeister gefallen, nachdem dieser sich nicht habe kümmern können, weil er im Home-Tennis gewesen sei.

Berlin (2): Die Mutmaßungen über den Verursacher des Verbrechens sind nur köstlich zu nennen. Besonders gut gefallen mir die Hinweise auf die AfD und den Russen. Gewiss doch, die haben auch Nordstream auf dem Gewissen. Bleibt das Gedankenspiel: Waren es erneut die Bewahrer von democracy & human rights? Und wenn über den Umweg der Förderung ihrer grün-linksextremen Helfershelfer? Spätestens, wenn dem Sachbearbeiter beim Generalbundesanwalt diese Erkenntnis dämmert, wird er den Vorgang auf Widervorlage 2031 legen, um dann die Ermittlungen wg. Verjährung einzustellen. Wollen wir wetten?

7. Januar 2026

Den Wiedereintritt ins elektronische Leben im neuen Jahr verzögert zu haben, erklärt sich am ehesten so, dass mir dasselbe plötzlich recht gut gefiel. Wie gut ich mit der Absenz vom Bildschirm getan habe, fiel mit heute Nacht auf, als ich, um halbdrei wach geworden und auf einen Schlag hellwach, ohne längeres Nachdenken den Weg zum Rechner einschlug. Diese Form der mangelnden Disziplin brachte dann in Sekundenschnelle Dinge hervor, von den ich jetzt im Zweifel bin, ob mir etwas entgangen ist. Darauf gibt es nur hypothetische Antworten, da ich meinem Kopf keinen wirksamen Abschaltbefehl erteilen kann.

Nichts Neues unter der Sonne (2): Jetzt also weiß ich, dass verbrecherische und gemeingefährliche Irre in Berlin die Stromversorgung nachhaltig stillgelegt haben, der Don in Venezuela den Staatschef (Maduro) durch eine massive Militäraktion mit etlichen Toten hat kidnappen lassen und in Nordeuropa unter Einschluss Norddeutschlands der Winter ausgebrochen ist.

Nichts Neues unter der Sonne (3): Man kann nun unterm Strich nicht sagen, dass ich etwas versäumt hätte, denn abgesehen von dem Umstand, dass ich an diesen Dingen ohnedies nichts hätte ändern können, finde ich nichts von dem, was die diversen Medien mit ihrem Gezeter füllt, sonderlich überraschend. Dass in Berlin völlig unfähige, dafür aber ideologisch Verblödete an der Macht sind, ist sattsam bekannt, dass der Don zur Gewalttätigkeit neigt, weiß man aus dem jetzt abgelaufenen ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit mit genügender Sicherheit, und dass der Winter nicht menschengemacht, sondern eine Frage des Klimas ist, muss nicht weiter diskutiert werden, zumal, wie ich soeben mit Vergnügen las, die Hitze immer noch da ist, nur eben anderswo.

Nichts Neues unter der Sonne (4) ergibt sich auch aus der Frage, wie lange denn nun der Weihnachtsbaum noch in meinem Wohnzimmer ausharren wird. Zurück von einer mehrtägigen Reise nach Prag finde ich ihn immer noch ohne jede Nadelei vor, und da ich vom Katholizismus nicht dirigiert werde, brauche ich auch keine die Drei-Königs-Regel zu beachten, wonach gestern mit Singen und mit Beten die Weihnachtszeit ins Endstadium geraten wäre. Man sieht schon: da muss eine europäische Regel her und zwar eine, die an der Spitze unwiderlegbar festlegt, was überhaupt ein Weihnachtsbaum sein soll und, dass ihn mit realen Kerzen zu beleuchten, verboten ist.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XVII

27. Dezember 2025

Von der Ostfront gibt es dank der Jahresend-Postulate der diversen Führer von nah und fern eine Reihe von zusammenfassenden Bewertungen, aus denen man mit einiger Mühe kriegsentscheidende Tatsachen destillieren kann. So die Konzentration der russischen Luftangriffe auf die Eisenbahnen in der östlichen, jetzt noch nicht russisch besetzten Ukraine. Ich hatte mich bereits vor Jahr und Tag darüber gewundert, dass hier kein Schwerpunkt gesetzt worden war. Jetzt hat sich das geändert (für Besserwisser: mit mir hat das nichts zu tun). 

Ostfront (2): Russland behauptet, dass gut die Hälfte der Verluste, die man dem Gegner zufügt, auf Drohnenangriffen beruhen. Die andere Seite geht sogar von 60-70 Prozent russischer Verluste aus, die man der eigenen Drohnenwaffe zuschreibt. Was diese Prozentzahlen in tatsächlichen Zahlen bedeuten, wäre wissenswert, um den Stand des Krieges einigermaßen realistisch einschätzen zu können.

Derweil in der Karibik: Die Angriffe der USA gegen Venezuela steigern sich in ein reales Kriegsszenario. Die Hiesigen halten erschrocken den Mund. Sie sagen stattdessen Zaubersprüche auf, wie sie es in den kommenden zwei Jahren dem Russen zeigen werden.

Vom realen Klima: Seit zwei Tagen ist es ziemlich kalt, Von der mangelhaften Füllung der Gasspeichen in D hört man sicherheitshalber nichts mehr. Stelle mir vor, dass die Irren in den Führungsetagen sich in zwei Fraktionen spalten: Die eine reibt sich die Hände, dass das herbeigebetete Ende der Gasheizung so nahe ist, die andere (mit vagem Kontakt zur Realität) wird von Furcht erfasst, wenn das Gas plötzlich tatsächlich alle ist und arbeitet bereits an Lügenfloskeln, die man dem Volk auftischen will. Der-böse-Putin-war’s ist diesmal schwer zu verkaufen.

Reales (2): Ich bekam eine Reihe schwerwiegender Bücher geschenkt, in die ich alle zur gleichen Zeit hineingelesen habe. Damit werden meine Leser noch zu behelligen sein, wenn ich etwas mehr durchblicke.

25. Dezember 2025

Es gibt Meldungen, die sind wie ein Weihnachtsgeschenk. Dank der jüngsten US-Einreisesperrliste erfahre ich, dass es in Berlin (wo sonst?) eine gemeinnützige Zensur-Institution gibt, die von den Damen von Hodenberg und Ballon betrieben wird (neinnein, die Namen sind nicht auf meinem Mist gewachsen). Die Ärmsten dürfen jetzt nicht mehr in die Staaten einreisen. Ebensowenig der ehemalige EU-Kommissar Thierry Betron, den die Amis für das EU-Zensurgesetz verantwortlich machen. Man sieht: Manchmal geht es doch voran.

24. Dezember 2025

Der Ausruf Gütiger Gott ist keineswegs der Beleg für die Existenz eines gläubigen Christenmenschen. Allerdings habe ich einen Moslem noch nie soetwas ausrufen hören. Ihm kommt stattdessen Alláh gedankenlos über die Lippen.

Gütiger Gott (2): Aus aller Welt wird mir Weihnachtliches auf meinen Bildschirm transferiert. Vor allem auch aus Ländern, die unter strikter Herrschaft von Hardcore-Islamisten stehen. Das ist wie ein hämisches Dennoch der untergehenden Germanenrasse. Ihr Erbe: Sie hinterlässt weltweit geschmückte Tannenbäume im Dezember.

Gütiger Gott (3): Mein eigener Weihnachtsbaum, gestern erworben und ins Haus geschleppt, riecht nicht, dafür wirft er die ersten Nadeln ab. Kein gutes Zeichen. Hoffentlich ist die Aufstellung im Wasserbad noch etwas nütze.

23. Dezember 2025

In Moskau wurde gestern ein Generalleutnant des russischen Generalstabs namens Fanil Sawarow mit Hilfe einer Autobombe, die unter seinem Fahrzeug hochging, getötet. Das ist der dritte General, dem dieses Schicksal in Jahresfrist widerfährt. Die Presseerwägungen, inwieweit dies die laufenden US-russischen Gespräche in Florida tangiert, halte ich für deplatziert, denn die Antwort heißt: gar nicht. Erstaunlich bleibt bestenfalls, dass die russische Seite bislang nicht zu ähnlichen Attacken ausgeholt hat, wie sie die vom Wertewesten gesponserte Ukraine offenbar für zielführend hält.

Auto (2): In Gießen fährt ein Willkommensbürger aus Aserbaidschan eine Gruppe von Wartenden an einer Haltestelle um. Die einschlägigen Presseerzeugnisse sind wieder einmal ein Wunderwerk an Schwurbel-Technik.

Auto (3): In Schilda können Merkelpoller rund um den Weihnachtsmarkt besichtigt werden. Doch nach meinem gestrigen Eindruck gehen die aktuellen Gefahren von Autofahrerinnen der Gefahrenklasse 40-70 auf dem Lidl-Parkplatz aus. Hinterher schelte ich mich selbst, dort hin gefahren zu sein, denn bei Aldi waren die Hühnereier ausverkauft. Auch war der ganze Parkplatz zugeparkt von Leuten, die mit hochgetürmten Einkaufswagen das Vorwärtskommen unmöglich machten. Ich stelle mich schließlich etwas abseits daneben, um festzustellen, was das Hauptbegehr dieser Zeitgenossen sei. Es ist Papier in den Varianten Klopapier und Küchenrollen. Was zum Henker passiert bei diesen Leuten über Weihnachten? Ich komme zu keiner brauchbaren Lösung. – Einen Weihnachtsbaum habe ich übrigens immer noch nicht. Der steht traditionsgemäß für heute auf dem Aktionsplan, ebenso die gestern geschlachtete Gans, die bisher ihr friedliches Leben auf den Ilm-Wiesen bei Zottelstedt fristete.

22. Dezember 2025

Nur langsam destilliert sich die Realität aus dem Geschwätz des letzten EU-Gipfels. Sie lautet in Deutschland, dass die Zerrissenheit innerhalb der kleinen denkenden Schicht unüberbrückbar wird. Die einen sagen, dass dem Putin jetzt endlich die Grenzen gezeigt werden (müssen), die anderen reden von der Selbstzerstörung eines Landes durch eine Clique, die man seit Jahr und Tag nicht quitt kriegt. Klar erscheint mir lediglich, dass die Clique nichts zu fürchten hat. Der im Lande herrschende Totalitarismus hat sich als Selbstverständlichkeit in die Hirne aller, egal welcher Meinung, hineingefressen. Dort wirkt er wie eine unüberwindbare Fessel.

Totalitarismus (2): Jeder, der auf sich hält, weiß sich bei diesem Thema auf Hannah Arendt zu berufen. Ich hielt mich stets zurück, wenn die Person genannt wurde, fand sie staubtrocken, so, als wenn das Leben an ihr vorübergeeilt wäre. War es aber gar nicht, soweit man weiß. Ich nehme an, dass sie jetzt zu den bedauernswerten Geschöpfen gehört, die von einem zum andern weitergereicht werden, ohne dass einer auch nur eine einzige Zeile von ihr gelesen hat.

Totalitarismus (3): Eine Entdeckung ist für mich George Orwell, dessen Werke ich vor Jahresfrist geschenkt bekam. Dort fand ich jetzt auf der Suche nach Lesbarem einen Band mit Essays vor, geschrieben zwischen 1943 und 1949. Die zum Ausdruck gebrachte kalte Wut des selbsterklärten britischen Linken über das Appeasement seiner Intellektuellen-Kaste gegenüber dem sowjetischen Gewaltregime und Orwells Folgerungen über die unterwürfige Verfasstheit von Intellektuellen finde ich beeindruckend. Es ist so, als wären die Texte erst gestern geschrieben worden.

Totalitarismus (4). Ein Internet-Fund, den ich beim Schreiben des Kapitels über den Herrschafts-Größenwahns von sog. Weltreligionen entdeckt habe… Schön zu wissen, dass man nicht allein ist.

20. Dezember 2025

Da hatten die Deutschen aber Glück, dass Fritz der Kanzler sich mit seinem großmäuligen Vorschlag in der EU-Hauptversammlung nicht durchsetzen konnte, das beim belgischen Vermögensverwalter EuroClear gebunkerte Russenvermögen zugunsten der klammen Ukraine zu enteignen. Sein protziges die-Deutschen-haften-wenn’s-Dicke-kommt wurde, jedenfalls von den hauptsächlich betroffenen Belgiern, nicht akzeptiert. Stelle mir vor, dass diese vom römisch-rechtlichen Grundsatz irritiert waren, dass ein Gläubiger sich bei mehreren Schuldnern aussuchen kann, wen er in Anspruch nehmen will, und einseitige Bürgschaftsversprechen hieran nichts zu ändern vermögen.

EU-Häuptlinge (2): Stattdessen vereinbarte man eine weitere Finanzspritze für den kleinen Mann aus Kiew, der an Ort und Stelle mitgeteilt hatte, man sei nunmehr zahlungsunfähig. Also hinein mit weiteren 90 Milliarden € in dieses Fass ohne Boden. Ungarn, Tschechien und die Slowakei wurden auf eigenes Verlangen vom Mittun suspendiert, um nach außen hin Einheitlichkeit vorzuspiegeln. Die Rückzahlung des Geldes soll nach dem Sieg aus russischen Reparationszahlungen entnommen werden, also nie.

Derweil an der Ostfront: Der russische Vormarsch dauert an. Nach Angaben von Putin, die er auf einer Pressekonferenz vorgestern machte, hat er sich beschleunigt. Zudem finde er am gesamten Frontbogen statt. Der Dnjepr mit den letzten Großstädten östlich des Flusses, Dnjepropetrowsk und Saporoshje, ist erkennbar das derzeitige Ziel der Eroberungen. Wird es erreicht, sind alle bedeutenden Industriezentren der Ukraine in russischer Hand.

18. Dezember 2025

Der Biologe Ernst Haeckel machte vor gut 130 Jahren gegen den Irrglauben des Glaubens mobil. Es gebe nur eine einzige einheitliche Welt, die Doppeldenke von Vernunft und Glauben sei irreal. Es versteht sich wie von selbst, dass das organisierte Christentum hiergegen Sturm lief. Wie der Streitstand heute ist, vermag ich nicht zu sagen, doch gewundert habe ich mich, wenn man heutzutage in Tichys Einblick lesen kann (https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/gottes-existenz-eine-sache-der-vernunft/), dass einem Mann namens Sebastian Ostritsch unter Berufung auf Thomas von Aquin ein aktueller Gottesbeweis gelungen sei. Ich bin beeindruckt, wenn ich innerhalb der Beweisführung lese, dass das Mittelalter keineswegs dunkel gewesen sei, denn es habe Wasserkraft, Dreifelderwirtschaft und die gotischen Dome hervorgebracht. Ich füge hinzu: und eine genial zu nennende Hygiene, die für den periodischen Ausbruch der Pest sorgte. So wurde die Überbevölkerung, die uns heute so drückend erscheint, im Ansatz vermieden.

Irreales (2): Die Deutsche Industrie- und Handels-Kammer (DIHT) empfiehlt der politischen Kaste der Republik und der EU gegen die von den USA angedrohten Handelsboykotts, bei denen es sich um Retourkutschen wg. des EU-Vorgehens gegen Musk & Co (Twitter-X und andere) handeln soll, entschieden vorzugehen. Ist den deutschen Funktionären eigentlich bekannt, was die von den Amis als Repressionskandidaten namentlich genannten Firmen Siemens und DHL dazu meinen? Oder VW, das soeben seine Vorzeige-Werk in Dresden schließt? Jungs, hier bahnt sich ein ziemlich ernster transatlantischer Wirtschaftskrieg an. Wisst ihr das, oder ist es euch schlicht egal?

Irreales (3): Fritz der Kanzler will jetzt mit Gewalt die in Belgien gebunkerten russischen Milliarden an Land ziehen. Das ist eine Politik der verbrannten Erde. Damit hat Deutschland reiche Erfahrungen unter seinem einzigartigen, nur der Vorsehung verpflichteten Führer und Reichskanzler sammeln können. Die Ergebnisse waren für die Sieger zufriedenstellend, für Deutschland dagegen eher nicht.

17. Dezember 2025

Manchmal entstehen beim Tagebuch-Schreiben Aufzeichnungs-Pausen. Sie bewirken, dass im Erinnern ganze Tage ausgelöscht werden. Sie verschwinden im Nichts. Das gilt auch, wenn auch nur im begrenzten Maße, für meine Sudelbuch-Notate. Ich könnte, wenn ich wollte, zu rekonstruieren versuchen, was ich zu notieren unterließ. Dabei fällt mir auf, dass nichts von Belang passiert ist, was ich nicht schon beschnarcht hätte: Die x-te Variante sog. Friedensgespräche, diesmal in Berlin und wie üblich ohne die Russen, während dieselben weiter vorrücken, diesmal ist es die Stadt Sewersk, die von ihnen eingenommen worden ist, was wie gewohnt ein paar Tage lang bestritten wird. Wieder sind es müde Schlagzeilen über die Enquete-Kommission, die von dem Mehrheitskomplex eingerichtet wurde, um mit salbungsvollen Worten einem Corona-Untersuchungsausschuss ausweichen zu können und so den Zwang der Zeugen zur Wahrheit zu vermeiden. Wieder will es niemand so genau wissen und lässt ungeschoren einen Spahn dort reden, dass es nie die Absicht war, durch Impfung einen Infektionsschutz herbeizuführen, weil das Impfmittel unerprobt war und an der Bevölkerung erst dessen Wirksamkeit ausprobiert werden sollte, was allerdings den gewünschten Effekt nicht hatte. Das ist so dreist gelogen, dass man nicht mal mehr ein Verwundern zustande bringt.

11. Dezember 2025

Manchmal lacht man, ohne den Grund zu kennen. Einfach so. Die andern am Tisch machen bedenkliche Gesichter. Nicht ohne Grund. Schließlich lacht man nicht ohne Grund. Jetzt muss man schnell etwas sagen, um aus der Nummer wieder raus zu kommen. Ich sage: Ich las vorhin in der FAZ, dass Fritz der Kanzler nach Washington reist, um den Präsidenten zu beraten. Jetzt wiehern auch die anderen.

10. Dezember 2025

Die EU hat gestern den Weltuntergang um ein Jahrzehnt auf 2040 verschoben. Das ist aber schade. Ich hatte voll auf die Führerin vertraut. Sie hatte in Davos 2020/21 zugesichert, dass er 2030 stattfindet. Es ist wie bei den Zeugen Jehovas, die immer wieder die schönsten Hoffnungen geweckt haben, wiewohl vergeblich.

Jehova (2): Derweil bemühen sich in Brüssel Katholiken, die sich konservativ nennen, sich selbst wiederzuerwecken, indem sie den heiligen Augustinus hochleben lassen. Lautstark wie stets die anwesenden Polen, die, nebenbei bemerkt, gestern die polnische KP verboten haben.

Jehova (3): Auch Fritz der Kanzler hat offenbar einen allerhöchsten Wink erhalten, der ihn berechtigt hat, in Brüssel dem dortigen MP und dem Vermögensverwalter EuroClear zuzusichern, Deutschland übernehme die Bürgschaft für etwaige Schäden, wenn man die dort gebunkerten russischen Vermögen in die Ukraine schleust, der offenbar niemand mehr etwas pumpen will. 270 Milliarden oder so? Für D ein Problem, aber nicht für den Fritz.

Jehova (4): Der kleine Mann aus Kiew brauchte keinen Wink von oben, um jetzt mitzuteilen, er hätte nichts gegen Wahlen. Nein, in diesem Fall kam der Rat aus dem Weißen Haus. Das wiederum hat einen Draht nach ganz oben (God’s own people). Dort hat man offenbar begriffen, dass die Russen die Bedingung gestellt haben, nur mit einem hierzu legitimierten Führer Verträge zu schließen. Selenskyjs Amtszeit endete, was man leicht vergisst, im Mai 2024. Man sieht also, es geht auch ohne Wahlen. Aber manchmal auch nicht.

7. Dezember 2025

Da bahnt sich ein Konflikt der neuen Art an: auf der einen Seite Trump & Co, auf der anderen der Apparat der EU. Dieser hat gegen den Trump-Freund/Feind und immer noch engen Verbündeten Elon Musk ein Strafgeld von schlappen 120 Millionen Euro verhängt, weil er sich nicht mit seiner Firma Twitter-X den Zensurregelungen der EU beugen will. Jetzt schlägt das Universum zurück. Musk will die Beteiligten an diesem Streich gegen ihn und ihre Machenschaften öffentlich an den Pranger stellen. Vorgeschichte: Musk lehnte es ab, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die es der EU erlaubt, ihr linksextremistisches Zensorengesindel (Faktenchecker) in seine Firma zu lassen. Im Gegenzug wollte die Kommission großzügig auf ihre geltend gemachten Inhaltsbedenken verzichten. Telegram und Facebook hatten sich bereits auf diesen Kuhhandel eingelassen. Bei X bissen die Kontrollfreaks jetzt auf Granit.

Konflikt (2): Die Totalitären aus Brüssel haben sich gründlich verkalkuliert. Sie dachten, sie könnten straflos einen Unterwerfungsprozess gegen einen reichen Privatmann inszenieren, doch jetzt steigt die US-Regierung mit in den Ring. Sie ließ verlautbaren, das Vorgehen gegen Musk sei eine unzulässige Handelsbeschränkung gegen eine US-Firma. Man werde deswegen den Verursacher sanktionieren. Da darf man gespannt sein, wie das aussehen wird.

Konflikt (3): Das Vorgehen der US-Regierung gegen die EU-Mafia passt haargenau in die vorgestern verkündete neue US-Doktrin zur Neuordnung der Welt (aus US-Sicht). Danach sollen die EU-Gremien bekämpft werden, weil sie die US-Dominanz in der sog. westlichen Hemisphäre stören.

Konflikt (4): Der in Brüssel ansässige Vermögensverwalter EuroClear weigert sich rundheraus, die eingefrorenen gigantischen Russen-Vermögen zur Enteignung freizugeben. Er hat gestern öffentliche Unterstützung durch den belgischen Ministerpräsidenten bekommt. Die Maßnahme sei rechtswidrig, und er werde sie nicht durchführen lassen. Er fügt zur Begründung zwei Dinge hinzu: a) Die von den Kriegsfreunden der EU vorgesehene Verwendung der Gelder für den Staatshaushalt der Ukraine sei  widersinnig, denn diese habe den Krieg gegen Russland bereits jetzt und zwar endgültig verloren. b) Putin habe Belgien und ihm persönlich Konsequenzen angedroht, die bis über seinen Tod hinausreichen würden. – Muss man eigens erwähnen, dass Fritz der Kanzler zu den glühenden Befürwortern der Russen-Enteignungen gehört?

6. Dezember 2025

Da schrieb der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew angesichts der laufenden Gespräche mit den USA gestern auf Twitter-X „Dear Merz, Sie sind nicht mal im Spiel. Sie haben sich durch Kriegstreiberei, die Torpedierung des Friedens, unrealistische Vorschläge, den Selbstmord der westlichen Zivilisation, Migration und dickköpfige Dummheit selbst disqualifiziert.“ Vorangegangen war eine Behauptung in der Illustrierten Der Spiegel, wonach Merz am Telefon zu Selenskyj gesagt habe: „Die spielen Spielchen – sowohl mit euch als auch mit uns.“

Deutschland von außen betrachtet (2): „Dieser wirtschaftliche Niedergang [Europas] wird jedoch von der realen und noch gravierenderen Aussicht auf das Verschwinden der Zivilisation überschattet. Zu den größeren Problemen, mit denen Europa konfrontiert ist, gehören die Aktivitäten der Europäischen Union und anderer transnationaler Gremien, die die politische Freiheit und Souveränität untergraben, eine Migrationspolitik, die den Kontinent verändert und Konflikte schafft, die Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition, sinkende Geburtenraten sowie der Verlust der nationalen Identität und des Selbstbewusstseins.“, so wörtlich die soeben veröffentlichte strategische Leitlinie für die Sicherheitspolitik der USA.

Deutschland von außen betrachtet (3): Ich hatte mir fest vorgenommen, es nicht zu tun. Jetzt sieht man (siehe oben), was daraus geworden ist.

5. Dezember 2025

Die Leute tun so, als sei die Unwirtschaftlichkeit der deutschen Wirtschaft etwas, was man wie eine höhere Weisheit hinnehmen müsse, doch sie ist im Gegensatz zum Klima menschengemacht. Sie ist das Werk von Menschen, die ich für notorisch irre halte. Sie haben als Kernstück ihres Zerstörungswahns die EU-Klimaschutzverordnung 2021 (ESV ’21) erfunden und in Kraft gesetzt.

ESV’21 (2): Das geschah im Schatten der Corona-Hysterie, als der Bürger mit Masken, Lockdown und Impfzwang drangsaliert wurde. Die Person, die es tat, hieß Angela M. In ihren Beiträgen für die selbsternannten Welten-Beherrscher in Davos hat sie hierüber 2020 und 2021 in dem für sie eigentümlichen Schwurbel-Deutsch wie ein antike Kassandra Auskunft gegeben. Die Finanz-Mafia applaudierte.

ESG’21 (3): Die Quintessenz zeigt sich nunmehr drastisch. Die deutsche Industrie wird zu sog. Ausgleichszahnungen genötigt oder Blödsinn zu produzieren wie die Elektrospielzeuge, die niemand haben will, oder aus dem Land zu fliehen. Alles das geschieht vor jedermanns Augen und mit dem Hurra des Unseredemokratie-Komplexes. Wer so naiv war, ein klares Wort des Unternehmertums zu erwarten, sieht sich allmählich enttäuscht, denn ein solches Unternehmertum gibt es in Deutschland nicht mehr. Woher auch?

ESV’21 (4): Die Leute, die jetzt vor sich hin jammern, haben nicht den Willen, die Dinge zu ändern und zum Guten zu wenden. Erst wenn die Proleten sich zusammenrotten, denen man nolens volens die Basis entzieht, wird das geschehen. Dann allerdings in einer Drastik, die nicht mehr lenkbar sein wird.

ESV’21 (5): Die Klima-Irren von Potsdam mit den bezeichnenden Kürzel Pik ziehen derweil irgendwelchen Blödsinn zurück, den sie in der Vergangenheit auf Steuerzahlerkosten produziert haben und auf deren Kunststückchen die Hysterie beruht. Tschuldigung Jungs, war nicht so gemeint, da gab es ein paar Rechenfehler. Konnte ja schließlich keiner ahnen, dass irgendwer unser Gebetbuch nachrechnen würde.

4. Dezember 2025

Im Ukraine-Konflikt lässt sich im Moment eine verbale Eskalierung beobachten. Selenskyj plus EU-Europa plus GB hie, Russland da. Putins Ton wird unüberhörbar ruppiger. Was der kleine Mann aus Paris in diesem Zusammenhang in China erreichen will, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Die Chinesen schweigen bislang dazu. Auch die Kontrahenten US und RUS üben sich in Zurückhaltung, obschon oder weil der Besuch des Duos Witkoff-Kushner vorgestern im Kreml offensichtlich nichts Vorweisbares in Sachen Kriegsende erbracht hat.

Ostfront (2): Die Ortsnamen, die von beiden Seiten genannt werden, lassen nur die Deutung zu, dass sich der russische Vormarsch trotz des Winterwetters in mehreren Abschnitten des Frontbogens nach Westen hin beschleunigt. Die russischen Angriffskolossen nähern sich den Großstädten Dnjepropetrowsk und Saporoshje.

Ostfront (3): Die ukrainische Seite leugnet hartnäckig den Verlust der wochenlang eingeschlossenen Industriestadt Pokrowsk. Mag sein, dass sich dort immer noch versprengte Trupps in den Kellern der Ruinenstadt befinden. Die russische Propaganda spricht von der Säuberung des Donbas.

Ostfront (4): Der Hinweis von Putin, man werde die aus dem Raum Odessa gegen russische Handelsschiffe im Schwarzen Meer geflogenen Drohnenangriffe wirksam unterbinden, lässt nur den Schluss zu, man werde sich jetzt des letzten der Ukraine verbliebenen Hochseehäfen mit militärischen Mitteln annehmen. Das bedeutet Zerstörung oder Einnahme oder Unterbrechung der Landbrücke nördlich der Stadt. Ich tippe auf Letzteres. Die Offensiv-Bemühungen zur Überschreitung des Dnjepr in oder bei Cherson deuten in diese Richtung.

Heimatfront: Der Fritz wird nunmehr sein Rentenpaket, das er mit den verbliebenen Stimmen der Koalition nicht durch den Bundestag bringen kann, mit Hilfe der SED durchsetzen. Wie lange seine eigene Partei diesen Kotau vor den Linken noch mitmacht, steht in den Sternen. Da diese Partei-Apparatschiks komplett umfrageverliebt sind, werden sie in den nahen Wochen Erschröckliches zu lesen kriegen. Die Welt als die letzte noch real existierende Unions-Bastion soll bereits gestern über tausend unmissverständliche Leserbriefe erhalten haben.

3. Dezember 2025

Lese des Nachts Texte des Österreichers Ernst Topitsch (1919-2003) über das Göttliche. Sie sind im Sammelband Gottwerdung und Revolution versammelt. Der hochgelehrte Ausflug in ferne, längst verflogene Kulturen mit ihren Spitzfindigkeiten und Riten, um dem Fluch des Menschen zu entkommen, der Sinn- und Ziellosigkeit seiner Existenz zu entkommen, weckt eher Ärger als ein tieferes Interesse. Bleibt zum Schluss die Frage: Und was wollte der Autor uns jetzt eigentlich sagen?

Religiöses (2): Das Buch wurde mir am 31.12.1974 geschenkt. Wenig später nahm sich der Schenker das Leben. Wohl deswegen blieb das Buch ungelesen liegen. Eine Suche nach leichtgewichtiger Reiselektüre erlöste es aus der Nicht-Beachtung.

Religiöses (3): Die Bräuche in vom Katholizismus berührten Ländern des Südens wecken beim Wanderer Heiterkeit. Die Beschränkungen des Reisegepäcks zwingen mich gottlob, sperrige Einkäufe über Wundermildes zu unterlassen. Allerdings nehme ich nicht ohne Grimm zur Kenntnis, dass man einem der drei Könige, die seinerzeit nach Bethlehem eilten, die schwarze Gesichtsfarbe gestohlen hat. Am Made in China kann das kaum liegen. Die Jungs dort erfüllen die Bestellungen so, wie sie formuliert worden sind.

Religiöses (4) und eher Weltliches: Es hat sich bei Neusprech eingebürgert, von den Ländern des globalen Südens zu sprechen. Das ist die Hybris der einstigen, sich christlich nennenden Kolonialherren, die genau wissen, dass One World mit der Wirklichkeit nicht harmoniert.

1. Dezember 2025

In Gießen randalierte am Wochenende der vom Bundesfamilienministerium gesponserte linke Faschisten-Mob gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation, deren Namen ich mir nicht merken kann. Die alternativen Medien tun so, als sei etwas besonderes geschehen. Ich kann hingegen nicht mehr zählen, wie oft ich solche Bilder in den letzten 5 Jahrzehnten gesehen habe. Was wurde gegen derartigen Spuk unternommen? Nichts.

Nichts neues unter der Sonne (2): Wenn man bedenkt, dass von Bismarck im großen Ganzen lediglich der Hering übrigblieb, nimmt es nicht wunder, dass Merkel nur den Poller hinterließ, und das auch nur zur Weihnachtszeit. Na, immerhin, manch eine kleine Leuchte wäre froh, wenn von ihr überhaupt etwas bliebe.

Nichts neues unter der Sonne (3): Marco Rubio, verstärkt um Trumps Schwiegersohn Kushner, verhandelt am Wochenende immer noch mit irgendwem über den Ukraine-Krieg. Putin sagt, jedenfalls nicht mit ihm. Das hatten wir schon, und man muss Experte sein, um das zu ignorieren.

Nichts neues unter der Sonne (4): Sie ist in den nördlichen Frontabschnitten nicht mehr zu sehen, dort schneit es, doch das Vorrücken geht im gewohnten Schneckentempo weiter. Das werde so bleiben, sagt Putin, bis alle Ziele erreicht sind. Eile ist nicht erkennbar.

29. November 2025

Ich habe schon häufig in fremden Betten geschlafen, ohne hieran im Geringsten Anstand zu nehmen. Doch der Gedanke, dass andere Leute in meinem Bett schlafen könnten, befremdet mich. Geschieht dies dennoch, so führt das unter Umständen zu erstaunlichen Erkenntnissen wie dieser hier: Links und rechts vom Bett steht ein Wecker. Beide ticken in unterschiedlicher Frequenz, jedoch so leise, dass ich es nicht mehr hören kann. Der jugendliche Schläfer entfernte nun einen der Störenfriede. Verständlich, doch hoffentlich stellt er ihn nach Abreise wieder hin.

Befremdlich (2): Tiere und Menschen sind in ihrer zeitlichen Begrenztheit gleich, der Unterschied folgt aus dem Wissen des Menschen darum. Ein Theologe stellte mir gegenüber kürzlich diese Binsenweisheit in Abrede. Er glaube nicht, nein, er wisse, dass dies mit der Endlichkeit anders sei (und dann kamen die üblichen Glaubenssätze). Ich frage mich nun, ob der nämliche Theologe dem Tier gleicht, dass von der Begrenzung auch nichts weiß. – Ein Philosoph weiß hierauf mit Sicherheit die passende Antwort und auch, wer vor ihm diesen Gedanken bereits geäußert hat.

Befremdlich (3): Ich frage mich, warum Philosophen – jedenfalls nach meinem Eindruck – keinen Gedanken äußern können, ohne eine ihrer Autoritäten zu bemühen. Ich denke dann immer, es kann doch nicht so schwer sein, selbst einmal einen eigenen Gedanken zu fassen. Ist aber augenscheinlich nicht der Fall.

Befremdlich (4): Was man über den Korruptions-Sumpf der Ukraine hört, hat das Zeug dazu, unbeachtet zu bleiben. Nichts passt zusammen. Die Nennung einzelner Spitzenfunktionäre (im Moment die Haupttischgenossen von Selenskyj, wie der vortreffliche Präsidialbüro-Vorsteher Jermak) als Hauptverdächtige des Geldeinsackens lenkt den Blick auf ein System, das seit 30 Jahren alles, was durch seine Hände geht, beiseite schafft. Das ist bekannt und hat bislang niemanden gestört. Die Geldmengen sind inzwischen so groß, dass die Zahl der beteiligten Täter unüberschaubar wird. Wir reden sozusagen über den Normalfall.

Befremdlich (5): Das Pentagon will plötzlich bemerkt haben, dass 40 Milliarden US-Dollars via Estland versickert sind. Das geht nicht einfach so mit Tasche auf, Geld rein, Tasche zu. Jetzt wird hinter der Hand die Frage aufgeworfen, ob das mit der dubiosen Personalie Kallas zu tun hat, die bis 2024 dortzulande die Ministerpräsidentin war, bevor sie ins Amt der EU-Hauptkriegshetzerin wechselte.

Befremdlich (6): Der Bundestag beschließt gestern, weitere Milliarden in das Fass ohne Boden zu stopfen. Sowas tut man nicht ohne Eigeninteresse, sagt die Erfahrung. Diese lehrt, dass manches Ding gedreht wird, um das vorangegangene zu vertuschen. Wenigstens das.

Befremdlich (7): Der Verband der Familienunternehmen verliert potente Mitglieder an die Antifa. Da bin ich aber froh, dass Vorwerk-Staubsauger nur noch korrekten Dreck beseitigen werden und Rossmann den Nazis die Duftwässerchen vorenthält. Die Prolet-Konkurrenz von dm distanziert sich sicherheitshalber von diesem Tun. Sie hat offenbar die unbeirrt AfD-wählende Kundschaft im Blick.

24. November 2025

Der Zweck des regierungsoffiziellen Propagandageschwätzes ist es, eine Atmosphäre der Unausweichlichkeit zu erzeugen. So soll die Bevölkerung auf einen angeblich nicht zu umgehenden Krieg gegen Russland eingestellt werden. Wehrminister Pistorius beteiligt sich hieran, wenn er – falls das die Presse dies nicht wie gewohnt erfunden hat – öffentlich raunt, dass dies unser letzter friedlicher Sommer gewesen sein könnte. Plumper kann man kaum auf das Jahr 1939 anspielen. Indessen, es war in jenem Jahr der allumfassend verdammte deutsche Reichskanzler A.H., der nach allgemein gültiger Lesart den Zweiten Weltkrieg auslöste. Nimmt man den jetzt zum Exempel? Ich traue meinen Augen kaum. Blättert man zudem in den Schulbüchern, die heute zum Geschichtsunterricht zugelassen sind, wo er denn überhaupt noch stattfindet, so liest man, dass die deutsche Aufrüstung der Mitt-dreißiger Jahre auf geradem Wege und absichtlich in den Krieg hineinführte.

 Deutschlands Lage (2): Trumps jugendlicher Held, Marco Rubio, immerhin Außenminister des Kolonialherrn, hält unser Land wg. seiner Einwanderungspolitik für ein Sicherheitsrisiko des US-Imperiums. Nun Fritz, jetzt sag mal was Gescheites. Doch der hat gerade keine Zeit, muss seinen Busenfreund Weimer verteidigen, an dessen Tun er nichts Unrechtes erkennen kann. Ist alles links- oder rechtsextremes Lügen-Gerede. Wie tief muss die Grube noch werden, die es sich hier gerade selbst gräbt?

Deutschlands Lage (3): An der Saar macht der letzte Autohersteller (Ford) dicht. Made in Germany wird nicht mehr gebraucht. Und was machen die Gewerkschaftsbonzen? Sie rufen nach dem Staat. Und was machen die damit weitgehend identischen Staatsbonzen? Sie kämpfen gegen Klima und AfD.

23. November 2025

Das Geschrei um den angeblichen Friedensplan ebbt nicht ab. Auch die zwei, drei Leser meiner gestrigen Anmerkungen haben sich zu Wort gemeldet. Was Oberst von H. hierzu beisteuerte, will ich den anderen nicht vorenthalten: „All das, was dieser (angebliche) Nonsense-Plan enthält, hätte man Ende des Jahres 2021 gänzlich ohne Krieg eintüten können. Was den koksenden 11-Finger-Pianisten aus der Bankowa-Ulitza anbelangt: Tragikomisch wird’s immer dann, wenn Marionetten „vergessen“, an wessen Fäden sie hängen und vom wem sie bespielt werden. In Mafia-Kreisen pflegt diese Art von Vergesslichkeit letal auszugehen.“

Kriegsende (2): Vor Kurzem, Anfang Oktober, am Schluss eines meiner Nicht-mein-Krieg-Vorträge, habe ich etwas spontan, wie ich einräume, gesagt, dass der Krieg in diesem Jahr noch und zwar mit dem Zusammenbruch der Ukraine zu Ende gehen werde. Jetzt stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob das zutreffen könnte. Es sieht fast so aus, denn die schwer beschädigte Wärme- und Energie-Versorgung wird den Krieg entscheiden. Das Jahr hat noch 5 Wochen.

22. November 2025

Seit zwei Tagen wird mit Donnergetöse der angebliche Trump-Putin-Plan diskutiert, den Ukraine-Krieg zu beenden. Hierzu gibt es nichts weiter zu sagen, als dass es sich um ein Windei der US-amerikanischen psychologischen Kriegführung handelt, um den unhaltbar gewordenen Selenskyj loszuwerden. Doch das klappt kurzfristig nicht, er hat seine mutmaßlichen Veruntreuungs-Hauptakteure verschoben. Bleibt die Frage: wie groß ist ein Geldkoffer, in den 100 Millionen US Dollars passen? Und dann noch dies: Was sagt eigentlich der Mann aus Moskau dazu? Hierzu jedenfalls nichts, dafür zeigt er sich in der russischen Felduniform im Frontgebiet. Vor Tagen erst bei einer Raketen-Präsentation sah ich ihn in diesem Kleide. Das sieht nicht eben nach Friedensengelei aus.

19. November 2025

Ich kann das Staatswohl nicht erkennen, von dem die Bundesregierung offiziell behauptet, dass es verletzt würde, wenn sie wahrheitsgemäß die Frage beantwortet.

18. November 2025

Ich bin sprachlos, so sagt man angesichts äußerster Überraschung. Die Floskel gewinnt dank der Erziehungsbemühungen unsrer Polit-Aufseher eine neue Qualität. Der Entzug von Wörtern soll im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos machen – und zwar so, dass ich etwas Gewohntes nicht mehr zum Ausdruck bringen kann.

Sprachlos (2): Mir geht durch den Kopf, was ich kürzlich bei dem Österreicher Ernst Topitsch las: Der Mensch unterscheide sich im Gegensatz zu vielem biologisch Gleichkonstruierten vom Tier dadurch, dass seine Interaktionen, einschließlich der gefühlsmäßigen, durch sein Sprachvermögen bestimmt würden. Meine Folgerung: Greife ich in diese seit Generationen geprägte Sprache ein, verändere ich das Zusammenleben. Das ist wohl auch der Sinn der Einübung korrekten Sprechens. Ich kann das Offensichtliche nicht mehr benennen. Fingerübung: Ich sage völlig zusammenhanglos Neger und stürze dadurch Vera Naiva in eine tiefe Gefühlskrise. Das ist amüsant und beklemmend zugleich.

Sprachlos (3) war ich beim gestrigen Versuch, einen Briefmarken-Vorrat zu kaufen. Die zu einem Euro gab es im sog. Post-Shop nicht, und die zu 1,10 wollte ich nicht. Ich erhielt den Rat, woanders mein Glück zu versuchen. Ich tat’s. Den Versuch vom Schreibtisch aus, gab ich nach zwei Minuten auf, da die Post mich nötigen wollte, vor dem Kauf Absender und Anschrift anzugeben. Einfach irre.

17. November 2025

Ungarn wird zum Schauplatz des nächsten Stellvertreterkrieges. Die Kontrahenten im Hintergrund sind die Trump‘sche USA und die woke EU-Kamarilla. Sie haben sich die kommende Parlamentswahl in Ungarn auserkoren, wo es um die herbeigetrommelte Abwahl von Viktor Orbán geht. Dieser wird ausdrücklich von Trump gestützt, der zugesagt hat, das Russen-Öl für Ungarn werde keiner US-Sanktionierung unterliegen. Die Gegner aus Brüssel haben die Zahlungen an Ungarn zurückgehalten, für die wiederum Trump bürgen will. Der kleine Mann aus Kiew verspricht im Gegenzug, zum dritten Mal die russische Öl-Pipeline Drushba Richtung Osteuropa zu unterbrechen und das als Rache für das ungarishe Veto gegen den EU-Beitritt der Ukraine. Alles klar?

16. November 2025

Geld verschwunden in der Ukraine? Macht nix, die Gruppe der Fünf/Group of Five (GoF) hilft gern. Hinter dem griffigen Kürzel verbergen sich außer Deutschland die Staaten Polen, Frankreich, Italien und Großbritannien. D gibt 11,5 Milliarden €. Boris P. weiß auch warum: Die Ukraine befindet sich gerade auf der Siegerstraße, Russland wackelt. Falls er das wirklich glaubt, sollte er wg. irrer Lagebeurteilung schleunigst abgelöst werden, falls nicht ebenso, dann nämlich wg. Belügens der Öffentlichkeit.

GoF (2): Beim vorgestrigen öffentlichen Pressegeschwätz in Berlin steht die hässliche Blonde aus Estland als Hohe Vertreterin der EU inmitten der Kriegswilligen. Was hat die denn da zu suchen? Ab und an sollte man daran erinnern, dass deren Zwergstaat zur Hälfte von Russen bewohnt wird. Um davon abzulenken, hetzt sie gegen China als den angeblichen Wegbereiter für dem Putin sein Angriffskrieg.

Heimatfront: Fritz auf dem Deutschlandtag der Jungen Union. Und ich dachte, der sei grade 70 geworden, der Fritz. Viel Presse-Klamauk über angeblich schlechte Stimmung dort. Wenn man sonst nicht in die Schlagzeilen kommt, dann wenigstens mit schlechter Stimmung. Fast jeder hierzulande hat Verständnis für schlechte Stimmung. Fazit: die JU als Stimmungsbarometer, doch mit schlechter Stimmung kriegt man die grottenschlechte Politik nicht korrigiert. Denn merke, diese ist kein unausweichliches Naturereignis, sondern im Gegensatz zum Wetter-Klima menschengemacht.

15. November 2025

Das Innere des Kühlschranks ist eine Art Jedermann-Raum, ähnlich der mittelalterlichen Almende. Hier finden die Positionskämpfe statt, die man in jeglichem soziologischen Fremdenführer ganz vergeblich sucht. In meinem Kühlschrank beispielsweise befinden sich Gemäße von nicht zuordenbarem Inhalt, die mich erst dann zu näherem Hinsehen verlassen, wenn ich mit meinen Aldi-Lidl-Einkäufen partout keinen Platz finde.

Langsam spricht es sich herum: Der Kessel von Pokrowsk-Mirnograd wurde von den russischen Truppen geschlossen, das Stadtgebiet der als uneinnehmbar gepriesenen Festung ist unter russischer Kontrolle, im benachbarten Mirnograd vegetieren 2 ukrainische Brigaden ihrem Untergang entgegen.

Ostfront (2) Und westlich davon? Nichts mehr zum Festhalten weit und breit, freie Steppe bis zum Dnjepr. Was sagen eigentlich die dortigen deutsch-amerikanischen Großgrundbesitzer (vielleicht, wie man so hört, Monsanto-Bayer aus dem rheinisch-bergischen Leverkusen) zu dieser geschäfts-bedrohlichen Lage? Spenden sie wenigstens Rüstungsdollars? Näher würde liegen, zum bösen Wlad einen Sonderkanal geschaffen zu haben.

Ostfront (3): Währenddessen wird eher widerstrebend aufgedeckt, welche Geldmassen im Selenskyj-Apparat versickert sind. Wenigstens hundert Millionen einfach futsch. Da haben irgendwelche korrupten Bonzen die deutschen Panzer-Strategie verinnerlicht: Nicht kleckern, sondern klotzen. Davon kann ein ukrainischer Prolet nur träumen – und ein deutscher auch.

14. November 2025

Zwei Tage müssen vergehen, bevor mir nachts die Erinnerung an die Beerdigung des Freundes in Gera den Schlaf raubt. Es war wie schon öfters in letzter Zeit der Augenblick, wenn die sterblichen Überreste dem Boden übergeben werden, an dem das Empfinden der Endgültigkeit alle anderen Gedanken verdrängt. Als ich nach fast halbstündigen Anstehen endlich an die Grube trete, hebe ich unwillkürlich meine Hand zu einem letzten Gruß: Salute ! Bernd.

Morgens nehme ich zur Kenntnis, dass die sog. Wehrpflicht fortan, jedenfalls ab dem nächsten Jahr, durch die Musterung der jungen Männer eingeführt werden soll. Nur nebenbei: Musterung ist nicht Einberufung.

Der Klima-Blödsinn, genannt COP30, geht in Brasilien zu Ende. Im Veranstaltungsort Belém wurden für die Bequemlichkeit der Spesenritter etliche Hektar Regenwald gerodet. Diese Art Klima-Schutz hat etwas von der viel beschworenen Nachhaltigkeit. Der ganzen Sache geht die Luft aus, man muss nur auf die Staatenlenker sehen, die nicht da waren: USA, Russland, China. Noch Fragen? Nur Fritz der Kanzler hat, wie nun schon gewohnt, nix mitgekriegt und verteilte Geschenke. Besser kann man das Drittrangige von Deutschlands Rolle in der Welt kaum dokumentieren.

13. November 2025

In Hessen gibt es seit Jahren diese fatale Meldestelle für anonyme Denunzianten. Sie brüstet sich damit, seit 2020 28.000 Fälle von Hetze an Polizei, Staatsanwaltschaften und Verfassungsschutz weitergegeben zu haben. Heißt zu deutsch: 28.000 mal hat eine staatliche Behörde gegen das Grundrecht der freien Meinungsäußerung verstoßen und dies ganz ohne die verfassungsrechtlich unumgängliche Befugnis.

Meldestelle (2): Die regierende CDU will die Stelle selbstredend beibehalten, erwägt aber, sie auf hessisches Tun zu beschränken. Ich lerne daraus, man sah sich bislang befugt, global tätig zu werden. Hessen vorn.

11. November 2025

Widersprüchliches zur Buchmesse landet ungefragt bei mir. So hätte ich Leute übersehen. Kann sein, jedenfalls nicht mutwillig. Auch wird die Konzeption des Ganzen benörgelt. Daran beteilige ich mich nicht. Indessen:
a) Über den Massenansturm können die Veranstalter kurz vor Beginn anhand der Kartenverkäufe keinen Zweifel gehabt haben. Über die Notwendigkeit, Besucher ohne Karten wieder wegzuschicken, werden sie sich mit Sicherheit geärgert haben.
b) Es war anstrengend dort, man durfte keine Getränke mit hineinnehmen, das war blöd, denn man konnte zu zumutbaren Bedingungen nix kriegen, auch fehlte Gelegenheit, sich zusammenzuhocken und über andere Leute gepflegt herzuziehen. Nur Puritaner werden das begrüßen.
c) Wer wen angeblich von der Messe wegbiss, darüber hörte ich es raunen. Die Namen, die in diesem Zusammenhang genannt wurden, wiederhole ich hier nicht. Den Triumph gönne ich den Feinden der Freiheit nicht.

10. November 2025

Das Erleben vom Wochenende war vom Besuch der Buchmesse in Halle an der Saale dominiert. Am Samstag war ins Messegebäude schwer hineinzukommen, weil es von der Polizei gegen Randalierer abgeschirmt wurde. Innen war das Gedränge so dicht, dass man sich bis zum späten Mittag nur mit Hilfe der Ellenbogen vorwärtsbewegen konnte. Beim eigenen Vortrag über Nicht mein Krieg im größten Vortragsraum verflog meine dreiviertel Stunde vor ungezählten Zuhörer, deren eine Hälfte sich nicht durch einem Platz am Fußboden hatte abschrecken lassen, wie im Fluge. Wie ein Idyll der Ruhe wirkte die spätnachmittägliche Lesung von Gedichten von und mit Jörg Bernig. Abends war Volksfest mit dem Star der ganzen Veranstaltung, das war zweifellos Gerald Groß.

Buchmesse (2): Zum Glück gab es den Sonntag. Ich besuche jeden der Ausstelle-Stände, wechsele mit Leuten, von denen ich bislang nichts ahnte, kurze bis lange Worte, winke Bekannten zu, kaufe Bücher und bekomme noch mehr geschenkt. Da kommt Lesearbeit auf mich zu. Nur ein junger Volkssturmmann hält mich davon ab, an die Schätze seines Verlages auf eine für mich bequeme Lesenähe heranzutreten.

Buchmesse (3): Die Länge der Warteschlangen an den beiden Buffets hat sich gegenüber dem Vortage verkürzt. Ich nutze die gut fünfzehnminütige Anstehzeit, um mit einer charmanten Dresdnerin angeredet zu plaudern. Mit leisem Bedauern nehmen wir voneinander Abschied, denn wir sind mit unserer jeweiligen schmalen Beute anderweit verabredet.

Buchmesse (4): Bei der nächtlichen Heimfahrt unterrichtet mich ein mir bislang nicht bekanntes ARD-Radio über die Ausführungen unseres allseits geachteten Staatsoberhaupts vom selben Tage – aber mit Sicherheit nicht während der Buchmesse – über den besorgniserregend gestiegenen Antisemitismus, gegen den sich die Demokratie wehren müsse. Soso. Immerhin weht ein schwacher Applaus zu mir ins Auto (In der Halle in Halle war es ganz anders zur Sache gegangen. Nebenbei: Von dieser soeben zu Ende gegangenen Massenveranstaltung an der Saale weiß die ARD nichts, auch von anderen Ereignissen, die ich sehr spät zu Hause zur Kenntnis nehmen muss.

Ostfront: An diesem Wochenende (Freitag auf Samstag) haben bislang schwerste russische Luftangriffe auf die Energie- und speziell die Wärmeversorgung der ukrainischen Großstädte stattgefunden. Angeblich wurden (nach ukrainischen Angaben) Schäden angerichtet, die in den Wintermonaten nicht mehr behebbar sind. Mein Eindruck: Jetzt soll offensichtlich die Bevölkerung zur Kapitulation gezwungen werden.

Ostfront (2): Derweil geht das unaufhaltsame Vorrücken der Russen und das Einkreisen von ukrainischen Verteidigern weiter. Der Kessel von Pokrowsk und Mirnograd wurde dem Vernehmen nach an der Nordwestecke geschlossen. Den Verteidigern bleibt jetzt nur noch Tod oder Kapitulation.

9. November 2025

Als der Mensch mit dem Denken begann, bezeichnete er das Unbegreifliche als Gott. Mit fortschreitenden Erkenntnissen schrumpfte dessen Figur und wandelte sich vom Handfesten in ein schwer zu fassendes Nichts. Es war die Aufgabe der Priester, das Nichts mit schwammigen Begriffen Kontur zu verleihen. Hieran hat sich bis heute nichts geändert.

8. November 2024

Schreibt mir einer, ich hätte, bevor ich das Buch Nicht mein Krieg verfasste, besser Vom ewigen Frieden von Emmanuel Kant gelesen. Ich hole das, bevor ich auf die Buchmesse nach Halle fahre nach. Voilà: „Von der Garantie des ewigen Friedens: Das, was diese Gewähr (Garantie) leistet, ist nichts Geringeres, als die große Künstlerin, Natur (natura daedala rerum), aus deren mechanischem Laufe sichtbarlich Zweckmäßigkeit hervorleuchtet, durch die Zwietracht der Menschen Eintracht selbst wider ihren Willen emporkommen zu lassen, und darum, gleich als Nöthigung einer ihren Wirkungsgesetzen nach uns unbekannten Ursache, Schicksal, bey Erwägung aber ihrer Zweckmäßigkeit im Laufe der Welt, als tiefliegende Weisheit einer höheren, auf den objectiven Endzweck des menschlichen Geschlechts gerichteten, und diesen Weltlauf prädeterminirenden Ursache Vorsehung ([Fn.:] Im Mechanism der Natur, wozu der Mensch (als Sinnenwesen) mit gehört) zeigt sich eine ihrer Existenz schon zum Grunde liegende Form, die wir uns nicht anders begreiflich machen können, als indem wir ihr den Zweck eines sie vorher bestimmenden Welturhebers unterlegen, dessen Vorherbestimmung wir die (göttliche) Vorsehung überhaupt, und, sofern sie in den Anfang der Welt gelegt wird, die gründende (prouidentia conditrix; semel iussit, semper parent, Augustin.), im Laufe der Natur aber diesen nach allgemeinen Gesetzen der Zweckmäßigkeit zu erhalten, die waltende Vorsehung (prouidentia gubernatrix), ferner zu besonderen, aber von dem Menschen nicht vorherzusehenden, sondern nur aus dem Erfolg vermutheten Zwecken, die leitende (prouidentia directrix), endlich sogar in Ansehung einzelner Begebenheiten, als göttlicher Zwecke, nicht mehr Vorsehung, sondern Fügung (directio extraordinaria) nennen, welche aber (da sie in der That auf Wunder hinweiset, obgleich die Begebenheiten nicht so genannt werden) als solche erkennen zu wollen, thörigte Vermessenheit des Menschen ist; weil aus einer einzelnen Begebenheit auf ein besonderes Princip der wirkenden Ursache (daß diese Begebenheit Zweck, und nicht bloß naturmechanische Nebenfolge aus einem anderen uns ganz unbekannten Zwecke sey) zu schließen ungereimt und voll Eigendünkel ist, so fromm und demüthig auch die Sprache hierüber lauten mag.“ – Wie sagte bereits vor mir der große Denker Walter Ulbricht: Ist das jetzt allen Genossen klar?

7. November 2025

Ich war schon besorgt, dass die bedauerliche Minderheit von New York über die dortige Bürgermeisterwahl nicht ihre tiefste Besorgnis in die allgemeine Feierlaune hineingerufen hat. Doch hat sie. Ist nun über Nacht mit Verzögerung bei mir eingetroffen. Merkwürdig erscheint mir, dass die von der dortigen bedauerlichen Minderheit gestützte Partei der Demokraten den jetzigen muselmanischen Wahlsieger stützte. Dass dieser sein Regierungs-Team ausschließlich mit Frauen ausstaffiert, erinnert mich an…, ach lassen wir das.

Übern Teich (2): Nancy Pelosi will ihr demokratisches Spitzenamt nicht mehr ausüben. Bedauerlich. Ihr sorgsam zusammengerafftes Jungbrunnen-Gesicht wird mir fehlen.

Übern Teich (3): Der Don macht öffentlich Witze über Xi und seine gesichtslose Männerriege. Das ist weder klug, noch lässt es amerikanische Überlegenheit erkennen, stattdessen eher Furcht vor dem unbegreiflichen Koloss in Mittelerde mit seinem Monopol für seltene Erden.

An Heim und Herd: Soll ich wirklich erwähnen, dass Fritz dem Kanzler aufgefallen ist, dass der hiesige Stahlstandort über die Wupper ist? Na sowas, wie konnte das nur passieren? Dass das an dem Putin sein Angriffskrieg liegt, hat er meines Wissens nicht gesagt. Kann aber noch kommen, jetzt wo die EU-Irren den Industrie-Ex für 2040 beschlossen haben. The green medow of Europe (als ich die Rechtschreibung kontrollieren will, sagt mir mein Rechner, dass es das tatsächlich gibt. O tempora o mores [Cicero]). Dem Merz seine Sache (2): Alles redet in wenig schmeichelhafter Weise von Johann W., dem Außenminister. Mir gefällt der Mann, er reizt mich zum Lachen.

6. November 2025

Beim Blick aus dem Apfelhof auf die morgendliche Nebelbank über dem Bodensee, fällt mir das hier ein, was ich als kleiner Junge auswendig lernen musste, ohne es recht zu verstehen, jedenfalls die erste und die letzte Strophe:
Bei einem Wirte wundermild | da war ich jüngst zu Gaste
Ein goldner Apfel war sein Schild | an einem langen Aste…
Ich fragte was ich schuldig sei | da schüttelt er den Wipfel
Gesegnet sei er alle Zeit | von der Wurzel bis zum Gipfel.

Den Rest muss ich später suchen, um ihn nachzulesen.

Uhland (2): Die Schwabenstreiche des Meisters gefielen mir seinerzeit besser:
Zur Rechten sah man wie zur Linken | ‘nen halben Türken hinuntersinken.
Ich will nicht hoffen, dass das heute noch ein Schüler aufsagen muss. Nein, sicher nicht, eher schon den Koran auf Schwäbisch (? Allah-le oder so-le).

5. November 2025

Spätes Gespräch mit S. über den Zenit des Abendlandes, den er an der Ausprägung des Individuums festmacht. Ich zweifle, ob ich es als einen Erfolg des Menschen ansehen soll, wenn dieser über die Masse triumphiert. Auch bleibt offen, wann genau das gewesen sein soll. Heutzutage ist davon nicht (mehr) viel zu spüren. Jeder abgesagte Weihnachtsmarkt zeugt vom Gegenteil. Wir haben die Unterwerfungsgesellschaft installiert und feiern dies auch noch.

Triumph der Masse (2): In New York City wird heute Nacht ein muselmanischer, selbsterklärter demokratischer Sozialist zum Bürgermeister der 8-Millionen-Stadt gewählt. Das Londoner Vorbild lässt grüßen.

Masse (3): Mir geht durch den Kopf, was der Sozialist Gustav Landauer vor rund hundert Jahren zum Problem bemerkt hat: „Alle Welt sucht nach dem Sozialismus, der sich verwirklichen lässt, ohne die Freiheit anzutasten…“ Abgesehen davon, dass dies eine Wortspielerei ist, die keinem praktischen Test standhält, ist es typisch deutsch, Probleme aufzuwerfen, ohne sie auch nur einen Millimeter einer Lösung näherzubringen. Hätte man die Philosophie mit der Erfindung des Automobils betraut, wären wir heute noch mit der Frage befasst, ob es dereinst möglich sein werde, ein Fortbewegungsmittel auf vier Räder zu stellen. Auch das ideale Rad würde noch auf die tiefgründige Beschreibung seiner moralischen Eigenschaften warten.

4. November 2025

Gesichert rechtsextrem: Da stimmen am vergangenen Freitag im sächsischen Landtag die Abgeordneten von CDU, SPD und Freien Wählern gemeinsam mit der AfD gegen den Initiativ-Antrag der Linken-Grünen, mit dem AfD-Verbot endlich zu beginnen. Was der Fritz nicht schafft, die Chaoten von Links und Grün bringen es fertig, den Schulterschluss mit den Blauen. – Mainstream schweigt eisern.

Mainstream (2): Ich lasse mich überreden, nachts im Auto den Deutschlandfunk zu hören. So erfahre ich, dass ein britischer Staatsbürger in einem englischen Zug eine Panik ausgelöst habe. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Blutbad mit mindestens einem Dutzend von Messeropfern, etliche davon lebensgefährlich verletzt. Ich füge hinzu: Es war ein Schwarzer, wie ich tags drauf aus den Leser-Kommentaren in verschiedenen Medien folgern muss. Sicheres Anzeichen: Die Kommentarspalten der britischen Medien sind geschlossen. Und, um die Opfer zu verhöhnen, verkündet die britische Obrigkeit, es habe sich nicht um einen Terror-Akt gehandelt. Sondern?

Mainstream (3): Der Ruf des Muezzins in Zukunft hören zu dürfen, ist des deutschen Bürgers selbstverständliche Pflicht, wie das Verwaltungsgericht Leipzig gestern für rechtens befand, nachdem rassistische Nachbarn gewagt hatten, gegen die Baugenehmigung der Stadt für eine Moschee vorzugehen. Hic Mecca hic canta.

3. November 2025

Das Ergebnis der Bemühungen, sich im Internet Gehör zu verschaffen, nennt man Reichweite. Diese verhält sich umgekehrt proportional zum Inhalt des Abgesonderten.

Reichweite (2): Unsere Vorfahren mussten, um dieselbe zu erzielen, die Druckerpresse zwischenschalten. Sie revolutionierte den Wissensstand des gemeinen Mannes. Allerdings musste der lesen können. Diese Voraussetzung ist aktuell weggefallen. Es genügt, den An-Aus-Knopf zu finden. Der Fortschritt arbeitet daran, dass auch dies entbehrlich wird.

30. Oktober 2025

Windkraft dient allen: Havixbeck im Münserland, 28. Oktober 2025. In der Kategorie der Einzelfälle, über die von der Lügenpresse nicht berichtet wird, gibt es offensichtlich eine Unterart, mit der ich mich bislang nicht beschäftigt habe. Das Bild stammt übrigens von der örtlichen freiwilligen Feuerwehr.

Der Westen (2): Die gestrige Parlamentswahl in den Niederlanden hat das Weiter-so in diffusen Vierparteien-Koalitionen bestätigt. Rechtsaußen Wilders musste Verluste hinnehmen und wird in der künftigen Regierung aller Voraussicht nach nicht mehr vertreten sein. Mit seinem Alles oder Nichts hatte er die letzte Koalition platzen lassen, doch seine Rechnung, gestärkt aus der Schlacht hervorzugehen, hat sich nicht ausgezahlt.

29. Oktober 2025

Die Kesselschlacht von Pokrowsk-Mirnograd schleppt sich fort. Das Kartenbild zeigt, dass sich die Russen (entgegen meiner Annahme) in Pokrowsk, das sie mittlerweile zur westliche Hälfte besetzt haben, auf einen verlustreichen Straßenkampf eingelassen haben. Die immer noch ausharrenden Ukrainer werden durch Drohnen aus der Luft versorgt. Jetzt ist es die Frage, wie lange ihre Kampfmoral halten wird. Fast sieht es so aus, als machten hier die Russen der Schlacht absichtlich kein gewaltsames Ende, um dort weiterhin das Gros der ukrainischen Dohnentruppen zu binden. Eine bessere Erklärung fällt mir im Moment nicht ein. Die westliche Erklärung, die Russen befänden sich wegen der jüngsten Sanktionen vor dem Aus, halte ich für groben Unsinn.

Naher Osten: Über Nacht gibt Netanjahu die Weisung, die Angriffe auf Gaza fortzusetzen. Dass dort immer noch Leute leben, ist kaum vorstellbar, Dennoch ist es so. Die westlich Welt schweigt wie gewohnt.

Musk schon wieder: Gestern ließ er Grokipedia, die Konkurrenz zu Wikipedia, an den Start gehen. Genug Geld hat er ja. Jetzt wird es darauf ankommen, ob es ihm gelingt, die Leute zum Frontenwechsel zu veranlassen, so dass langfristig nur noch linke Spinner Wikipedia nutzen. Das wird ein holpriger Weg werden.

Linke Wahrheiten (2): Angesichts des nächsten Aufmarsches der Klima-Apostel in Brasilien ab dem 10. November hat sich deren Hauptsponsor zu Wort gemeldet. Bill Gates bemerkt zum Entsetzen seiner Kostgänger, dass die Menschheit selbst bei steigenden Temperaturen weiterleben werde. Viel ernster seien die Herausforderungen durch Armut und Krankheiten. Ich ergänze: Recht so, da lässt sich, wie die letzten paar Jahre gezeigt haben, deutlich mehr Geld verdienen. – Auf meinem Schreibtisch liegt ein Buch und grinst mich an: Wie wir die Klima Katastrophe verhindern von Bill Gates.

28. Oktober 2028

Nord Stream-Lüge: Dieser Mann soll nach Auffassung des GBA die Pipeline in die Luft gesprengt haben. Es ist ein Ukrainer namens Wladimir Shurawlew (siehe Foto), und der läuft seit vergangener Woche in PL als freier Mann herum. Sein Kumpel, der in Italien aufgegriffen wurde, soll nun doch nach D ausgeliefert werden. Freue mich jetzt schon auf den juristischen Affentanz, den man aufführen wird, um die Bevölkerung von dessen Aussagen abzuschirmen.

Affentanz (2): In Berlin trifft sich der linksextreme Mob vor dem Kanzleramt, um Fritz den Kanzler in die Knie zu zwingen. Hieran interessiert bestenfalls, dass mehrere Tausend meist junger weißer Frauen mobilisiert werden konnten, um die Stadtbild-Metapher als Rassismus zu brandmarken. Erstaunlich ist die allmähliche Zurückhaltung von Mainstream. Ahnt man dort, dass das Abräumen von Buka Merz die eigene Machtbasis zertrümmern könnte? Vielleicht denke ich das auch nur, dass es in den öffentlich-rechtlichen Extremistenbuden strategische Denker gibt.

Affentanz (3): Der um den Raubkopierer namens Weimer, der im Nebenamt ein Kultur-Staatsminister ist, beruhigt sich wieder. Is nix gewesen. Die linksextreme Blase hat erkannt, wie nützlich ihnen dieser Wendehals ist. Da können die Herren Tichy und Wallasch schreiben, was sie wollen. Es verplätschert im Off.

Ostfront: Putin, diesmal im militärischen Kampfanzug, gibt der Welt den erfolgreichen Test einer reaktorgetriebenen Fernlenkwaffe bekannt. Sie flog angeblich plangemäß 14.000 km über dem Kontinent hin und her. Diese Drohung ist nicht misszuverstehen: Wir können jeden Ort in Amerika punktgenau und ohne Abwehrmöglichkeiten tödlich treffen.

Ostfront (2): Zugleich wird die Einkesselung von etwa 20.000 Mann ukrainischer Kampftruppen an zwei Stellen des Frontbogens bekanntgemacht. Über die Zahlen mag man trefflich streiten, doch am Horizont steigt das Gespenst der Zertrümmerung der deutschen Wehrmacht in derselben Gegend auf, etwas mehr als 8 Jahrzehnte zuvor. Der Unterschied zu damals: es wird heutzutage nach Westen hin keinen Rückzugraum geben. Dort liegt Polen.

27. Oktober 2025

Die Gazetten melden ziemlich einheitlich das Einknicken der Autoindustrie, die einen froh, die anderen weniger. Bei Porsche bricht der Gewinn binnen Jahresfist weg, doch die Manager schwurbeln immer noch von Umstellungsschwierigkeiten. Sie haben sich bis zur Pleite verzockt, da sich nicht nur woke geschwätzt haben, sondern auch ebenso zu produzieren. Sie werden für ihr Versagen jetzt mit Riesensummen abgefunden, während die Malocher entlassen werden. Doch auf der Straße tut sich nichts, weil sie von ihren Gewerkschaftsbossen verraten wurden. Die wollen nicht die Arbeitsplätze, sondern das Klima retten. In Wirklichkeit wollen sie nur ihren A… retten.

Porsche (2): Ich kann mir beim besten Willen keinen 911-Fahrer vorstellen, der hinter sich das Geräusch eines hysterischen Trockenrasierers hören möchte, wenn er das Gaspedal mit der Fußspitze berührt. Fazit: Frage mich, ob die Bosse überhaupt wissen, was die Firma seit Jahrzehnten produziert?

24. Oktober 2025

Nachdem der Don diese Woche verschärfte Sanktionen gegen russische Ölimporte verhängt hat, wissen die Experten (zum Beispiel die von Heise: „Sanktionswelle trifft russische Ölindustrie ins Mark“), dass der böse Putin jetzt in die Knie gehen wird, weil er sein Öl nach Indien und China nicht mehr los wird. Kann mir das mal wer erklären? Irgendwie ist mir in Erinnerung geblieben, dass der erste einschlägige Streich im Februar 2022, nur wenige Tage nach dem Beginn von dem Putin sein Angriffskrieg erfolgte. Gleich drauf gaben sich die Verhandler aus Indien und China in Moskau die Klinke in Hand. Und jetzt?

US-Politik (2): Kaum ist die neue Sanktion in der Welt, greifen bislang anonyme Drohnenverbände die mit russischem Öl betriebenen Raffinerien in Ungarn (Százhalombatta) und Rumänien (Ploesti) an und richten dort Verheerungen an. Wie schon im Fall von Nord Stream ist es der polnisch-amerikanische Spitzenmann und Außenminister in Warschau Sikorski, der seine tiefe Befriedigung über die Zerstörungen bei den angeblich Verbündeten in die Welt posaunt. Das klingt so, als sei Biden noch an der Macht. Indessen: die Ungarn finden deutliche Worte über den polnischen Nachbarn. Erneut zeigt sich, wie komplex der Ukraine-Konflikt ist.

US-Politik (3): Vize Vance bezeichnet das soeben von der Knesset verabschiedete Gesetz, mit dem Israel sich ermächtigt, die West-Bank zu besetzen, als einen Affront (insult). Es vergeht keine Stunde, da erklärt der Don, der Einmarsch in das Westjordanland werde das Ende der US-Unterstützung von Israel bedeuten. Kennt jemand jemanden, der das glaubt? Ostfront: War es bislang so, dass nach Beginn der Schlammperiode die Kämpfe irgendwie zum Stillstand kamen, so gilt dies dieses Jahr, jedenfalls bislang, nicht.

Russische Truppen sind in die in den letzten Wochen nahezu eingekreisten Städte Pokrowsk, Nowopawlowka, Konstantinowka und Mirnograd eingedrungen. Bei Cherson wurden Teile des Dnjepr überquert (dort hatten sich die Russen im Herbst 2022 zurückgezogen).

Ostfront (2): Die Vielzahl der Angriffshandlungen lässt den Schluss zu, dass die Überlegenheit der Bodentruppen beträchtlich sein muss. Ob es sich schon um den Zusammenbruch der ukrainischen Streitkräfte handelt, wie in den letzten Monaten mehrfach und zu unrecht behauptet, erscheint hingegen fraglich. Jedenfalls zeigt der ukrainische Abzug aus Pokrowsk und Mirnograd, dass die Taktik Halten-bis-zum-letzten-Mann aufgegeben wurde.

23. Oktober 2024

Die Fünfte Kolonne: Der hiesige Innenminister Georg „der Fairermacher“ Maier hat sie entdeckt. Es ist die AfD, die im Auftrag des Russen das Land ausspioniert. Die tückischen Höcke-Buben benutzen hierzu ihr parlamentarisches Fragerecht, um dem Feind zu offenbaren, über welche Brücken er mit seinen Panzern noch fahren kann, wenn er dereinst angreift, und wo er das besser bleiben lässt.

Die Fünfte Kolonne (2): Der erste Schritt von Georg beim Kampf mit dem Drachen wäre, die kritischen Fragen nicht mehr zu beantworten. Doch das ist nicht ohne, denn dann weiß der Russe, was man selbst für heikel hält. Der zweite Schritt ist, alle AfDler abzuhören, denn das ist bei Spionage die gängige Methode. Deren Umsetzung wird zu einer wunderbaren Stellenvermehrung führen. Fraglich ist allein, ob es genügend viele Antifanten gibt, die mit der Technik fertig werden.

20. Oktober 2024

Der vielgefeierte Waffenstillstand in Nahost hielt nicht einmal eine Woche. Am Sonntag griffen die Israeli erneut Gaza an, nachdem, wie sie verlautbarten, die andere Seite die Waffenruhe gebrochen habe. Böswillige Kommentatoren heben hervor, dass die Gewalt pünktlich nach Abschluss des Geiselaustausches wieder ausbrach.

Gewalt (2): Zu Beginn der römische Kaiserzeit lebte die Masse der Juden nicht in Palästina, sondern als sog. Diasporajuden im Imperium verstreut, wo so zahlenstarke Gemeinden bildeten. Diese zählten allein in Rom über 50.000 Personen. Sie wurden dort im Jahre 49/50 unter Kaiser Claudius ausgewiesen, weil die Obrigkeit ihnen religiös bedingte Krawalle vorwarf.

19. Oktober 2025

Klarer kann man den Deutschenhass kaum zum Ausdruck bringen: Der von der Generalbundesanwaltschaft zur Auslieferung nach Deutschland als Nord Stream-Attentäter verlangte Ukrainer Wolodymyr Shurawljow wird vorgestern von den polnischen Behörden auf freien Fuß gesetzt. Man weist unverfroren auf mangelhafte Rechtsstandards in Deutschland hin. Die Maßnahme ist im Zusammenhang mit den Äußerungen polnischer höchster Offizieller zu betrachten, die ihr Unverständnis zum Ausdruck gebracht haben, dass Deutschland die Zerstörung der Gaspipelines strafrechtlich verfolge, da diese zur Abwehr Russlands notwendig gewesen sei.

Nord Stream (2): Es bleibt, wie man es dreht oder wendet, ein Schwabenstreich der Bundesregierung. Die von der CIA-Residentur in Kiew eingetütete Proxy-Operation (geheimdienstliches Ablenkungsmanöver) zur Verdeckung der wahren Täterschaft des Pipeline-Anschlags durch die USA wird von deutschen Strafverfolgern durch ihre Scheintätigkeit geadelt. Jetzt haben die Amis via Polen die Notbremse gezogen. – Aus Italien wird ähnliches gemeldet. Besser kann man sich international kaum zum Narren machen.

Derweil in DC: Der kleine Mann aus Kiew muss gestern beim Don zum Mittagessen im Weißen Haus antanzen. Die angebliche Versöhnungsgeste nach dem Rauswurf vor Monaten wird ihm angesichts des soeben vorangegangenen Gesprächs zwischen Trump und Putin kaum geschmeckt haben. Jedenfalls hat er hernach keine Siegesfanfaren ertönen lassen.

DC (2): Die deutschen Zahlmeister saßen jedenfalls nicht mit am Tisch. Die versuchen immer noch eine Art verspätetes Winterhilfswerk auf die Beine zu stellen, während der deutsche Kulturminister, ein Merz-Spezi namens Weimer, die Amis und zugleich die linke deutsche Mainstreampresse gegen sich aufbringt. Tolle Leistung auf der Frankfurter Buchmesse, die ich sonst gewiss nicht zur Kenntnis genommen hätte. Er griff die US-Tech-Giganten als Zechpreller und Produktpiraten frontal an. Was man als begrüßenswert bezeichnen könnte, sollte indes nur einer wagen, der selbst über solche Zweifel erhaben ist. Wie aus heiterem Himmel indes kommt heraus, dass Weimer mit seiner Medienfirma jahrelang Raubkopien veröffentlicht hat. Er wimmelt ab und sagt, seine Frau sei das gewesen. Na sowas. Wo bleiben da die Gleichstellungsbeauftragten in nah und fern?

18. Oktober 2025

Sprachschwierigkeiten: Der Broterwerb ist keineswegs der Gang zum Bäcker, es sei denn, man ist selber einer.

Sprachschwierigeiten (2): Denen zwischen Trump und Putin sollte dem Vernehmen nach vorgestern in einem zweistündigen Telefonat abgeholfen werden. Dass man sich in der Raketenfrage auch nur einen Schritt näher kam, schließe ich aus. Wichtiger erscheint mir, dass man sich auf einen nächsten gemeinsamen Konferenzort einigte. Er heißt Budapest. Heißt zu deutsch: Orbán ist für beide ein ehrlicher Makler. Der Rest von Europa = Fehlanzeige.

Sprachschwierigkeiten (3) herrschen bezüglich der Entwicklung in Nahost. Alle haben – je nach Standpunkt – gesiegt. Das hält nur an, bis die nächsten Schüsse fallen. Danach kommt da capo al fine

17. Oktober 2025

Ich hätte es mir denken sollen. Als ich gestern ein paar vage Bemerkungen über die neutestamentlichen Paulusbriefe machte, hat das ein paar Leser zu wohlwollend belehrenden Bemerkungen angeregt. Darüber lässt sich reden. Erheitert allerdings hat mich der Hinweis, ich sei ein Suchender. Das ist nur semi-richtig. Ich versuche lediglich, Machtstrukturen zu verstehen und sodann nachvollziehbar zu beschreiben. Hierzu gehört auch – aus meiner Sicht naheliegend – der gegenwärtig rasante Verfall des Christentums und seine Ersetzung durch die Anhänger des Propheten.

Christentum (2): Meine Bemerkung von gestern bezog sich auf die radikale Veränderung der Glaubensinhalte dessen, was man später die christlichen Urgemeinden nannte. Sie gaben die unmittelbar zu erwartende Endzeit auf, denn das Behauptete passierte erkennbar nicht, und sie machten den Schwenk zu einem demnächst und in der Ferne liegenden Jüngsten Gericht. Dieser Schwenk war die Voraussetzung für die Fortexistenz ihrer Gemeinschaften, die sich zu Beginn des zweiten Jahrhunderts zu institutionalisieren begannen. Das ist kein Beweis, aber immerhin eine Erklärung.

Christentum (3): Ich dürfte bei Weitem nicht der Einzige sein, dem die Ähnlichkeit des Klimawahns mit der frühchristlichen Untergangsgewissheit (Eschatologie) auffällt. Bei den Klimatikern ist wie bei den Urchristen erste Unsicherheit zu bemerken. In Davos 2020 und 2021 war man sich – einschließlich der Führerin – klar darüber, dass 2030 der Hammer fallen werde. Die Propheten des Bundesverfassungsgerichts sprachen und urteilten, es sei 2031. Die heutigen Reisenden in Sachen Klima vertreten 2035, manche auch schon 2040. Man merkt den Zweck, und man ist verstimmt. Eins jedoch erscheint mir sicher: Der Spannungsbogen wird sich auf Dauer nicht halten lassen. Bin gespannt, durch was die Klimakirche den Erdendtermin ersetzt.

16. Oktober 2025

Nein, es ist keine Gedankenübertragung, dass ich gestern meinen Spott über Meloni ins Sudelbuch notierte (bewundernder Spott übrigens). Die Dame zieht jetzt bleierne Handschuhe an: Burka-Verbot, Verstümmelungs-Bestrafung und dergleichen. Es möge gelingen. Meine Zustimmung qualifiziert mich (nach Neusprech) als sexistischen Rassisten. Sei’s drum. Die Rasanz der kleinen Blondine folgt ihrem ständigen Unterschätztwerden. Mainstream glaubt einfach nicht, dass sie das Unglaubliche tut. Das ist ihre Waffe.

Unglaublich (2): 18 (in Worten achtzehn) CDUler wollen Fritz dem Kanzler in die Haushaltsparade fahren. In den Medien Riesenfass über das anstehende Ende von Merz und seiner beiden fetten SPD-Ministranten. Glaube ich kein Wort von.

Unglaublich (3): Krach, dessen Anlass ich nicht mitkriege, zwischen einem Paar bei der Verabschiedung unten an der Haustür. Höre später, dass er sie als Saisonware bezeichnet habe.

Unglaublich (4): Zwischen dem ersten und den zweiten Brief an die Thessalonicher stellte Paulus sein gesamtes Missionsprogramm auf den Kopf. Streiche: der Messias kommt sofort. Setze stattdessen: Der Messias war schon da und kommt demnächst wieder. Das war ein Umsturz. Na gut, vorausgesetzt, dass es diesen Paulus überhaupt gab. Wie auch immer: das Ergebnis war das, was wir heute immer noch das Christentum nennen.

15. Oktober 2025

Passiert ist nix. Habe zwei Tage woanders hingekuckt. Dabei Zeit für Reflexionen gewonnen, zum Beispiel über Italien, das ganz aus meinem Blick geraten war.

Italien (2): Die dortigen Frauen haben es nicht leicht, sich neben ihren gockelnden Männern zur Geltung zu bringen. Sieht man sie im Vorübergehend bewundernd an, dann lächeln sie dem Fremden in die Augen. Das möchte ich mal bei einer deutschen Frau erleben.

Italien (3): Io sono Giorgia schreibt la picola bionda. Ja, hübsch ist sie allemal, doch das Geschriebene zu lesen fällt mir schwer, selbst wo es die deutsche Übersetzung ist. Dass sie die Vorsitzende der Fratelli ist, hat mich schon vor Jahren amüsiert.

13. Oktober 2024

Mit Vollgas in den Abgrund: Eine knappe Mehrheit von Hamburger Bürgern will den Klima-Wahn gesetzlich verschärfen. Geld spielt keine Rolle. Vor allem die Vermieter sollen die anstehenden Wohnraumsanierungen schultern, ohne die Kosten weitergeben zu können. Dass dies Folgen für die Gebäude hat, ist klar – nur nicht die erhofften.

Abgrund (2): Die taz als Papierzeitung hört diese Woche auf. Angeblich gab es noch 26.000 Käufer. Vor vielen Jahren gehörte ich noch zu den Lesern. Die Kollegen schüttelten ihre im Dienst ergrauten Köpfe. Die jetzige Meldung über das Ende erfahre ich nicht aus der ausbleibenden Zeitung, sondern als Randnotiz in anderen Pressemeldungen.

Abgrund (3): Trotzig taumelnd bewegt sich der kleine Mann aus Paris. Nachdem seiner Regierung das Misstrauen ausgesprochen wurde, ersetzt er die abgelöste durch dieselbe. Das finde ich originell. Derweil versinkt das gespaltene Land im Chaos. Viele rufen nach dem starken Mann.

Abgrund (4): In der vergangenen Woche haben die bislang schlimmsten russischen Luftschläge gegen die Ukraine stattgefunden. Sie richteten sich mit Schwerpunkt gegen die Strom- und Gasversorgung sowie gegen die Eisenbahnen. Letztere wurden gezielt durch Drohnen gegen rollendes Material außer Gefecht gesetzt. Wenn das so weitergeht, bleibt die ukrainische Kriegswirtschaft einschließlich des Nachschubs aus dem Westen stehen.

11. Oktober 2025

Wundersames Amerika: Gestern verabschiedete der US-Kongress ohne Federlesens den Kriegsetat von annähernd Tausendmilliarden Dollar für 2026. Man wundert sich einen Moment und denkt: Streiten die sich im Moment nicht wie die Kesselflicker über den Haushalt, so dass Trump & Co derzeit kein Geld haben, um die Bundesbehörden zu bezahlen? Dann fällt mir zum Glück einen Untersuchung von Lewis Lapham ein, die ich vor Jahren las. In der war aufgelistet worden, was im großen und guten Amerika der Erwerb eines Parlamentsmandats kostet. Da fiel der Groschen: Die US-Waffenindustrie kennt keinen Spaß, wenn man ihr die Mittel nicht rechtzeitig zuweist. Das wissen alle Politiker dortzulande.

Trump (2) macht derzeit die tollsten verbalen Purzelbäume, um der aktuellen chinesischen Herausforderung zu begegnen. Wochenlang hatte er den Himmelssöhnen wg. derer unverhohlenen Unterstützung Russlands mit Mamut-Zöllen gedroht, jetzt haben die Xis eine Retourkutsche in Bewegung gesetzt: den Ausfuhrstopp für Seltene Erden, deren weltweit größter Exporteur sie sind. Prompt hat der US-Präsident heute Nacht die Zollguillotine niedersausen lassen. Ich habe wenig Zweifel, dass sie vor allem die USA selbst treffen wird.

Heimatfront: In Herdecke hat die Bürgermeisterin-Stecherei wundersame Züge angenommen. Dass die Behörden mit aller Kraft abzuwiegeln versuchen, wundert kaum, doch dass man 13 Stichwunden als kleineres Alltagsproblem darzustellen beliebt, also eine kleine Auseinandersetzung zwischen der Adoptiv-Mutter und ihren niedlichen Kids (die mutmaßliche Täter-Tochter ist 17) zeigt in die richtige Richtung: Die Dinge müssten jeden Tag neu ausgehandelt werden, sagt der linksgrüne Mainstream seit Jahr und Tag. Peinlich sucht man die Herkunft der Adoptiv-Messerstecher dem Publikum vorzuenthalten und schwingt sich zu der Behauptung auf, es handele sich bestenfalls um ein Ereignis von lokaler Bedeutung. Das ist ausnahmsweise richtig: Jeder Mordversuch spielt sich am Tatort ab. Und das hier ist kein solcher, sagt die Staatsanwaltschaft in Hagen: Nur 13 Messerstiche, ich bitte Sie.

10. Oktober 2025

Wenn man in einem Selbstportrait die kürzestmögliche Form einer zum Moment erstarrten Autobiographie sieht, kommt man um die Meister der italienischen Renaissance nicht drumrum. Was allerdings einer ihrer Größten, der Florentiner Sandro Botticelli (der mit der Venus), sich geleistet hat, gibt Rätsel auf. Er ist eine Randfigur im Gemälde über die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige, blickt aus dem Bild heraus und über die Betrachter knapp hinweg. Sollte ich diesem Bild einen prägnanten Titel geben, so würde ich es Die Verachtung nennen.

9. Oktober 2025

Das kurze Wortgefecht am Frühstückstisch quer durch den Raum, ob der Reformator nun in Eisleben geboren oder gestorben ist, endet so: sowohl als auch. Sowas ist selten, es passt irgend wie zu dem Weitgereisten, der vierundsechzigjährig einem Herzanfall erlag, als er, um einen Streit zu schlichten, in seine Geburtsstadt gereist war. Jetzt steht der große Sprachschöpfer vor Rathaus, Kirche und Sparkasse herum. Na, immerhin. Nebenbei: Vor lauter verregneter Tristesse habe ich die Kamera schief gehalten, ich verkneife mir die Bild-Korrektur.

Korrektur (2): Fritz der Kanzler will das Verbrennerverbot aufweichen. Wird er nicht tun, das ist sicher. Wenn er nur wollte – na gut, er kann nicht –, würde er vor die Presse treten und sagen: Das Verbrennerverbot ist ab heute für D Geschichte. Und dann wäre es das. Die SPD, die sich ihm dann in den Weg stellt, möchte ich mal sehen.

8. Oktober 2025

Nachrichten vom Wochenende über ein Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPC) in Kopenhagen klingen nach und verlangen nach einer gescheiten Einordnung, denn die Presse will wissen, dass dort taffe Kriegsentschlüsse gefallen seien, zum Beispiel über den Drohnenwall.

Krieg (2): EPC? Nie gehört, doch es gibt diesen Club tatsächlich. Im Oktober 2022 gegründet, gehören ihm so ziemlich alle Staaten mit Territorien in Europa, also einschließlich der Türkei und Großbritannien, an. Selbstredend nicht der Bösewicht Russland. Das Gründungsdatum weist darauf hin, dass die politische Kaste erkannt hatte, wie die wunderbare Illusion des russischen Wirtschaftskollaps‘ sich in Luft auflöste. Die Beute stand nicht zum Zugriff bereit. Jetzt steht der Strategiewechsel auf dem Plan – ein hübscher kleiner Bündniskrieg, um den Aggressor in die Schranken zu weisen.

Krieg (3): Der polnische Tusk wie gewohnt an der Spitze der Kriegshelden. Er weist darauf hin, dass wir bereits mitten drin stecken in diesem Krieg. Er wird aus der zweiten Reihe von der flotten Mette aus DK, der EU-Außensekretärin aus Estland und einigen Geheimdienstbossen aus merry old England verbal unterstützt. Aber sind das Beschlüsse der EPC? Das kann man getrost vergessen. Ungarn und die Slowakei expressis verbis dagegen und die Tschechei nach den soeben stattgehabten Parlamentswahlen wohl auch. Da hat der Geschäftsmann Babis nach einer Pause erneut gesiegt. Er ist ein dezidierter Antipode des tschechischen Kriegspräsidenten Pavel.

Heimatfront: In Herdecke ist die frisch gekürte Bürgermeisterin niedergestochen worden. Die woken Behörden in NW hüllen sich in Schweigen und die politische Klasse in Betroffenheitsritualen: Wie konnte das nur geschehen? Ja, wie nur, ihr Heuchler.

4. Oktober 2025

Ein Kurzbesuch in Eisleben, pardon: Lutherstadt Eisleben, ist bei Regen und 9 Grad Mittagstemperatur keine Freude. Alles ist sonntäglich oder sowieso geschlossen. Menschen waren nicht zu sehen. Das gesamte Mansfelder Land macht einen denkbar tristen Eindruck. Vom einstigen Glanz des Mittelalters blieb nichts nach.

Kurzbesuch (2): Vermutlich waren meine Erwartungen durch den Besuch der Stiftskirche von Gernrode am Vortage zu hoch gestimmt. Romanik pur, über tausend Jahre alt, am Ende des 19. Jahrhunderts liebevoll restauriert.

3. Oktober 2025

Wernigerode: Setzen sich drei Fremde zu mir auf die Hotelterrasse. Empört sich der Wirt, den ich, weil mich der aufkommende Ärger stört, bitte ein wenig Großzügigkeit walten zu lassen. Er: Jetzt fehlt nur noch, dass ich auch die Drohnen hinnehmen soll. Welche Drohnen? frage ich leicht begriffsstutzig zurück. Er glotzt mich fassungslos an, bis ich begreife und so loslachen muss, dass er empört verschwindet. Ziel erreicht.

Wernigerode (2): Ich lasse mich in einer Tischrunde, in der ich ein paar Bemerkungen zum Bauernkrieg vor 500 Jahren machen sollte, leichtfertig darauf ein, stattdessen spontan den Ablauf der Ereignisse, die zum 3. Oktober 1990 führten, aus meinem damaligen dienstlichen Erleben zu schildern. Das war zwar nicht grundsätzlich schlecht, weckte aber doch hernach in mir den Verdacht, dass ich besser darauf verzichtet hätte, unvorbereitet ein solches Thema anzugehen, zu dem fast jeder etwas beitragen kann. Aber keiner dasselbe.

2. Oktober 2025

Wenn der Tag im Kalender angezeigt wird, kann ich mir ein nostalgisches Grinsen kaum verkneifen, denn genau zu diesem Datum musste ich weiland meinen Wehrdienst antreten, weil der Erste des Monats ein Sonntag war. Ich ahnte damals nicht, was dieser Tag des Herrn mir dereinst für Schwierigkeiten bringen würde. Ein mir namentlich nie bekannt gewordener Sachbearbeiter der Bundesverwaltung stellt nämlich fest, das mir ein ganzes Jahr für die durchaus pekuniär relevanten Dienstjahren fehle, weil ich am 1. Oktober kein rechtlich relevantes Leben geführt hätte. Seine Folgerung: 2. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres sind kein ganzes Jahr, also ist dieses in Gänze zu streichen. Ich selbst habe davon erst erfahren, als ein anderer für Personalien zuständiger Sachbearbeiter sich Gedanken darüber machte, ob der damalige Beamte R. den Versuch unternommen habe, sich wegen des fehlenden Tages Leistungen zu erschleichen, die ihm durchaus nicht zustanden.

30. September 2025

Die Parlamentswahlen in Modawien sind wie erwartet als ein Sieg des Wertewestens ausgegangen, die andere Seite spricht von plumper Wahlfälschung. Es bleibt demnach dabei, dass der Staat am Südwest-Rande des Ukraine-Konflikts vermutlicher Ausgangspunkt für eine Nato-Erweiterung nach Osten und einen Zusammenstoß mit russischen Truppen, die sich nach wie vor in Transnistrien befinden, werden wird.

Ostfront (2): Aus den zahlreichen Einzelmeldungen über die Gefechte ragt der russische Luftangriff auf den ukrainische Luftwaffenstützpunkt Sarokostjantyniw heraus. Dort richteten angeblich zwei Kinshal-Raketen Verheerungen bislang unbekannten Ausmaßes an, wonach dem Vernehmen nach eine große Zahl von Unterstützungspersonal aus den Nato-Staaten zu den Opfern zählen soll und 5 von den amerikanischen Wundervögeln F 16, von deren Einsatz ich allerdings bislang noch nirgends etwas Gescheites gelesen habe, am Boden zerstört wurden.

Unpolitischer Monatsschluss: Ich besuche die Schulenburg-Villa im thüringischen Gera, ein staunenswertes Wohn-Bauwerk des belgischen Stararchitekten van der Velde aus dem Jahre 1913/14. So also bauten Deutschlands Reiche, die zudem Geschmack besaßen, eine Minute vor dem Ende des Höhenfluges unseres Bismarck-Reichs. Erst recht staunenswert ist die Initiative des Arzt-Ehepaar, welches die in der DDR heruntergewirtschaftete Ruine in den 1990er Jahren kaufte und in den heutigen, den Ur-Zustand versetzen ließ. Neudeutsch ausgedrückt: so geht Kultur. Hut ab.

29. September 2025

Aktueller Bericht aus der westliches Westukraine: Boomende Städte mit erheblich wachsender Bevölkerung. Vom Krieg ist weit und breit nichts zu spüren. Unübersehbar auch: polnische Großinvestoren. Da nehmen welche das Kriegsergebnis vorweg.

Ostfront (2): Lawrow beschimpft in ungewohnter Weise den Kanzler als Nazi. Hierzulande ist man routinemäßig empört. Vergessen ist, dass Fritz der Kanzler den bösen Putin vor Wochenfrist erst als den größten Kriegsverbrecher bezeichnete. Auf die Kräfte des Verstandes darf man auf unserer Seite schon lange nicht mehr setzen.

27. September 2025

Die Zukunft ist blau. Sagt mir mein Arbeitsrechner, der mich gestern drängt, gefälligst die Zeichen der Zeit zu erkennen und aufzurüsten. Ich bleibe blind, mache aber zur Sicherheit ein paar Sicherungskopien auf externen Medien. Es wäre doch zu ärgerlich, wenn so wichtige Dinge (mir jedenfalls) wie mein jüngster Buchtext, welcher nach 3 Jahren Schwerarbeit der Vollendung entgegenhastet, dem Fortschrittswahn der Apple-Leute zum Opfer fiele.

Blau (2) ist nebenbei bemerkt die Farbe der Dems, die alles andere als im Moment in den USA an der Macht sind. Indessen: dass die Apple-Matadore Freunde des Don seien, wird selbst dessen größter A-Lecker nicht behaupten können. Daher also das symbolische Blau. Sie spielen, so denke ich, auf Zeit. Blau (3) ist offenbar die Welle der unzensierten Literatur, die am 8./9. November 2025 auf Halle an der Saale zurollt. Mit der Verlegerin und Organisatorin einen, nämlich meinen, Auftritt vereinbart (Samstag, 15 Uhr). Gewiss, ich bin nur eine kleine Leuchte, aber besser Licht an, als im Dunkel zu schmollen.

26. September 2025

Dochdoch, er ist witzig in seiner Boshaftigkeit, der Don. Das Bild vom Wall of Fame (Wand des Ruhms), das gestern vom Weißen Haus freigegeben wurde, ist dieses hier und zeigt von rechts mach links: Der Don, offizielles Foto der ersten Amtszeit, der Unterschriftenautomat von Joe Biden bei der Arbeit, und der Don mit seinem offiziellen Foto der zweiten Amtszeit, das im Vorjahr anlässlich seiner erkennungsdienstlichen Behandlung entstand.Auch ein schlechter Witz: Der böse Wlad greift fortgesetzt die zivilen Flughäfen Skandinaviens mit Drohnen an, sagt die Nato-Propaganda. Sie würden von der russischen Schattenflotte gestartet.

Ostfront (2): Unbestätigt blieb hingegen, dass in der Truppenverpflegung der Panzerbrigade Litauen Königsberger Klopse aufgetaucht sein sollen. Eine Ermittlungsgruppe des MAD musste ihre Dienstreise allerdings in Köln-Wahn abbrechen, da das einzige Flugzeug der Flugbereitschaft gerade nicht einsatzbereit war.

25. September 2025

Manchmal liest man Dinge, dass man sich an den Kopf greift. Jetzt bei der Lektüre eines Artikels von Hadmut Danisch über die körperlichen Kapriolen beim Altwerden, speziell seinem Haarwachstum und noch spezieller dem in den Ohren. Scheint bei ihm ein ärgerliches Problem zu sein, denn das fragliche Haar berührt ständig sein Trommelfell und macht dort einen Höllenlärm. Danach kommt er – ich bitte um Nachsicht, denn es muss an dieser Stelle sein – auf die Entfernung von Ohrenschmalz zu sprechen. Der deutsche Ausdruck – meine Interpretation – entspricht genau seiner Konsistenz, doch, oh Wunder, in Japan ist alles anders: Da ist der ärgerliche Stoff hart und krümelig. Das ist genetisch bedingt. Alle Menschen sind gleich? War wohl nix. Jedenfalls nicht bei der Reinhaltung der Ohren.

Einfach nur wundern: Der ermordete Charlie Kirk ist auf dem besten Weg zum christlichen Heiligen. Die Kugel, die ihn traf, blieb in ihm stecken. So rettete er als letztes menschliches Tun am Turning Point seines Erdenlebens die hinter ihm Stehenden. Sagen seine Lobpreiser, denn das Geschoss hätte, wenn Gott nicht den Daumen dazwischen gehalten hätte, hinten aus seinem Körper wieder austreten müssen. Ungläubig, wie ich bin, denke ich, dass das weniger eine Frage für Theologen als für Ballistiker ist.

Dumm gelaufen: In New York wurde gestern der frühere Spionageabwehrleiter des dortigen FBI-Büros zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er war dabei aufgefallen, wie er seine dienstlichen Möglichkeiten nutzte, dem russische Oligarchen Oleg Deripaska bei der Umgehung der US-Sanktionen gegen russische Bürger die notwendigen Wege zu ebnen. Während des Gerichtsverfahrens zeigte es sich, dass er auch an den Aktionen des FBI gegen den wahlkämpfenden Trump im Jahre 2016 beteiligt war. Da kommt noch was nach, jede Wette.

New York (2): Noch mal überflogen, was der Don in der UNO alles vom Stapel gelassen hat: Klimalüge, Deutschland-Wahn, feindlicher Globalisten-Club und so. Es war ein seltsamer Rundschlag. Der Grund ist am Anfang zu vernehmen. Da bemerkt er, dass ihm jemand den Teleprompter abgeschaltet hat. Bevor er dann frei Schnauze loslegt, sagt er, das werde Folgen haben. Er meint doch nicht etwa Annalena? Wir wollen nicht gleich das Schlimmste hoffen.

24. September 2025

Was soll man sich denken, wenn der Don bei der UNO-Vollversammlung große Reden schwingt und sich explizit mit Deutschland beschäftigt? Grüne Agenda gescheitert und zum Glück revidiert, sagt er. Woher hat er denn bloß das Letztere? Von der linken Politico, die Springer gehört und die Merz-Trommel rührt?

Trump (2): Kaum hat er das durch, trifft er auf den kleinen Mann aus Kiew und verkündet lautstark, dass der mit Hilfe von EU und Nato den Krieg gegen Russland vollständig gewinnen kann. Putin stehe vor einem wirtschaftlichen Desaster. Wo hat er das nun wieder her? Vielleicht von The Atlantic, wo soeben der Chef-Neocon Robert Kagan dem totalen europäischen Krieg gegen Russland das Wort geredet hat. Es ist schon erstaunlich (oder auch nicht), wie offen die US-Waffenlobby für die Ausweitung des Konflikts wirbt.

Ostfront (2): Wunschgemäß eskaliert die Lage mit Drohnenalarm und Flughafen-Stilllegungen in Kopenhagen und Oslo und viel Luftraum-Trara über Estland und der Ostsee. Überall steigen Kampfflugzeuge auf, um Flagge zu zeigen. Oder was machen die konkret?

Ostront (3): Im Berliner Flughafen fällt auch ohne Drohnen wieder mal die Abfertigung aus. Angeblich handelt es sich um einen russischen Hackerangriff.

Hackerangriff (2): Nach einer Meldung von Swiss propaganda watch liegen der Plattform umfangreiche illegal beschaffte Datenbestände über weltweite Antifa-Netzwerke vor, die den Blick in einen Abgrund politischer Kumpanei mit den anarchistischen Gewalttätern öffnen. Da kann man nur sagen: Na, dann lasst mal sehen.

23. September 2025

Dass polnischen Soldaten Wehrmachtshelme tragen, war mir zuletzt beim Betrachten von Bildern des Warschauer Aufstands ‘44 aufgefallen. Nehme allerdings an, dass die jetzigen Helme Nachbauten sind. Haben die Polen hierfür Lizenzgebühren bezahlt oder stattdessen neue Forderungen gegen uns erhoben?

Befremdend (2): Die Bilder, die von der großen Charlie Kirk-Trauer-Show über den Atlantik auf meinen Schreibtisch gelangen, wecken zwiespältige Gefühle. Dort gedenken Amerikas heutige Machthaber eines ermordeten christlichen Einzelkämpfers. Das sind dieselben Leute, die am Massenmord an Leuten, die Amerika hassen, nichts auszusetzen finden. Es sind die simplen Botschaften, die der Ermordete gepredigt hat, mit denen er sich den Hass der Maulhelden-Toleranten zuzog. Die Menschenmassen, die Kirks Ermordung im Protest auf die Straßen brachte, sollte zu denken geben. Die Woken wissen das auch. Daher rührt ihre wütende Reaktion.

Befremdend (3) wäre es gewesen, wenn die Bürger von Ludwigshafen, der sterbenden BASF-Stadt, über das Ausmerzen des AfD-Kandidaten fürs Amt des Oberbürgermeisters ohne Protest hinweggegangen wären. Sind sie aber nicht, denn es gingen nur 29 % der Bürger zur Wahl. Davon machte zudem ein Zehntel der Wähler den Wahlzettel ungültig. Hieraus entsteht die unübersehbare Rechnung, dass Unseredemokratie von einem Viertel der Bürger akzeptiert wird. Was wird jetzt passieren? Nichts. Bis die Masse der Übergangenen sich entschließt, unübersehbare Konsequenzen zu ziehen. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wann das sein wird.

22. September 2025

Die Weltbank hat ihre Experten von der Leine gelassen. Sie geben Alarm, dass das Bevölkerungswachstum einen Negativ-Trend ausweise. Will sagen: wir werden weniger. Na und? Das ist für Leute, die im Garten des ewigen Wachstums leben, ein Schock. Bis gestern war der Wachstums-Kollaps der Menschheit eine unumstößlich Größe. Die Experten müssen umsteuern. Jetzt werden sie sich auf den Fetisch der angeblich ausgleichenden Massenmigration stürzen und keine nachvollziehbares Wort über die Gründe der Unterschiede in der Reproduktion verlieren, höchstens über Armut als Grundübel, weil die einen Anlass zur Umverteilung bieten kann, was der Experten Hauptgeschäft ist. Vor allem wird man strickt kein Wort über jene beiden Elefanten im Raum verlieren, die Rasse und Religion heißen.

21. September 2025

Gewohnheitswidrig ein Interview-Video angesehen und zwar das von Markus Fiedler mit dem Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera auf Apolut, nachdem ich durch einen Hinweis bei Science Files darauf aufmerksam wurde. Das Duo macht einen Ausflug in die biologische Welt der Arten und Rassen der Menschheit.

Menschheit (2): Bislang suggerierte mir mein Schulwissen, das seinerzeit durch einen Ausflug ins Neandertal gekrönt werden sollte (es war aber nichts zu sehen), dass der Neandertaler bis auf die Knochenreste spurlos verschwunden sei. Falsch, sagt nun Kutschera: die auf den europäischen Kontinent drängenden Afrikaner hätten sich mit den Neandertalerfrauen erfolgreich gepaart, so dass bei der Rasse der Kaukasier (und nur bei dieser) Neandertaler-Erbgut nachzuweisen sei. Jetzt wundert mich bei manchen hiesigen Zeitgenossen nichts mehr.

Menschheit (3) bedeutet für die beiden Biologen eine unumgehbaren Ausflug in die Welt der Menschen-Rassen, deren Zahl sie mit fünf angeben. Diese unterscheiden sich unverwechselbar in äußeren und eindeutigen Erbgut-Merkmalen. Was sie sagen, wäre eine nützliche Hilfe für das Argumentieren mit den modernen Rassen-Leugnern, wenn diese denn Zeit fänden, einmal für Minuten ihr aggressives Dauer-Geschwätz zu unterbrechen.

Menschheit (4): Die Rassen-Leugner versuchen, die notwendigen gesellschaftlichen Debatten in ein Rassen-Tabu abzudrängen, indem sie behaupten, bereits der Gebrauch des Begriffs der Rasse sei eine besonders perfide Form von Rassismus. Dieses Quasi-Argument gehört in die eigene Welt der beschränkten Geister, die man rief und nun nicht mehr los wird.

Menschheit (5): Durch den modernen Rassismus-Quatsch wird verdrängt, dass der Fünfer-Kanon der biologischen Rassen mit dem Rassen-Begriff in der gesellschaftlichen Debatte nicht übereinstimmt. Denn hier gibt es mehr als fünf Rassen, man denke nur an die britische Rasse der vorletzten Jahrhundertwende, der alsbald die arische folgte und viele andere, die der Mühe der Aufzählung nicht lohnen. Menschheit (6): Ein seltsamer Zwitter ist die Rassen-Zuordnung in den offiziellen Statistiken der USA, wo eine hispanische Rasse Usus ist, die gemessen an den klassischen fünf biologischen Rassen (Kaukasier, Afrikaner, Asiaten, Insulaner, Indianer) offensichtlich eine Mischrasse ist.

20. September 2025

Das tägliche Geschrei ist das eine, der Himmel über dem Atlantik das andere.

19. September 2025

Das hier schreibt mir W.: Angenommen, unter dem Druck der Finanzlage würde eine neue Regierung entscheiden, dass diejenigen, die die Migranten hergeholt haben, auch nach diesem Modell für sie verantwortlich sind: Man orientiert sich dabei an der Parteimitgliedschaft von 2024: SPD – 358.000; CDU – 364.000; Linke – 80.000; Grüne – 130.000; gesamt: 932.000. Hinzu kommen parteilose höhere Beamte und Medienvertreter, sodass etwa 1 Million Haushalte  zur Aufnahme zur Verfügung stehen würden. Da  vermutlich 25% der Betroffenen in Eigenheimen leben oder über vermietete Eigentumswohnungen verfügen, könnten so etwa 1,5 Millionen Migranten untergebracht werden. Bei den darauffolgenden Bundestagswahlen würde die AfD 80% der Stimmen bekommen und die Remigration könnte beginnen.

18. September 2025

Sogenannter Schlagabtausch im Bundestag: Fritz der Kanzler kündigt Herbst der Reformen an. Heißt zu deutsch: wird nix passieren. So gut kennen wir ihn bereits.

Fritz (2): Bezeichnet den russischen Präsidenten als den vielleicht größten Kriegsverbrecher der Gegenwart (oder überhaupt?). Fritz, Fritz, so geht das nicht, denk mal an A.H., den macht uns bekanntlich keiner nach. Und Putin? Der reagiert betont gelassen, stellt lediglich öffentlich klar, wer 2014 mit dem Schießen angefangen hat.

Sicherheitsrisiko: Ist nicht nur Fritz der Kanzler dank seiner Äußerungen, sondern auch Michael Stürzenberger, der vor Kurzem noch fast von einem Willkommensbürger erstochen worden wäre. Jetzt will er als Mitarbeiter eines Abgeordneten tätig werden, wird aber von der Verwaltung nicht in den Bundestag gelassen. Es bestünden nämlich Sicherheitsbedenken. Heißt wohl zu deutsch: er ist ein wandelndes Mahnmal für die Merkel-Verbrechen, oder fürchtet jemand im Ernst, er werde auf die im Reichstag versammelten Willkommensschwestern einstechen.

Darf‘s noch ein bisschen mehr sein? Polens neuer Präsident fordert beim Berlinbesuch 16 Billionen Entschädigung für den Zweiten Weltkrieg. 16.000.000.000.000 (hoffentlich habe ich mich nicht verzählt). Nun ja, der polnische Vormarsch nach Odessa (bekannte polnische Stadt am Schwarzen Meer) wird teuer. Das steht schon jetzt fest. Moskau jedenfalls ist näher – je nachdem, von wo aus man kuckt. Das jedenfalls findet die flotte Jette aus DK, die Fernwaffen geordert hat. Das ist insofern konsequent, weil die Schlosswache in Kopenhagen nicht ausreichen wird, um sich mit dem Russen anzulegen. Auch das steht fest.

15. September 2025

Im Westen was Neues: Der Chefhetzer des ZDF wird aus Amerika ausgewiesen (Visum widerrufen). Das lob ich mir. Die Woken haben einen neuen Märtyrer. Gestern waren sie noch sicher, die Amis würden sich das nicht trauen, und zack ist es passiert. Die Anregung kam von Richard Grenell, dem Hardliner der Reps dort.

Westen (2): Nichts Neues hingegen von der Wahlfront in NRW. Alles beim alten bei Unsererdemokratie: Grüne paar Punkte runter, Blaue paar rauf. Der wahre Sieger ist die Linke, das neue Sammelbecken des muslimischen Prekariats. Das verfestigt sich: Sie säen nicht, und sie ernten doch. Wird Zeit dass sie mal wieder den Namen wechseln (die Freitags). Vielleicht auch die Farbe: von Marx-rot zum Propheten-grün.

14. September 2025

Der Don mit seiner jüngsten Nummer: Er will die groß angekündigten Sanktionen gegen Russland erst wirksam werden lassen, wenn alle Nato-Staaten auf russisches Öl verzichten. Also nie.Derweil an der Ostfront: Das Vorrücken in den Oblasten Charkow und Dnjepropetrowsk geht sichtbar voran. Westliche Agenturen merken indigniert an, dass dies gar leine Gebiete sind, auf die Russland offiziell die Hand gelegt habe. Nun, im Krieg läuft’s oft anders als geplant, wie schon Clausewitz zu schreiben wusste.

Ostfront (2): Die Bundesregierung plant, die Ukrainehilfe um einen gewaltigen Batzen zu kürzen, wie sie soeben den Abgeordneten mitgeteilt hat. Ich denke, Fritz der Kanzler hatte die Ost-Hilfe zum obersten Staatsziel erklärt. Na gut, man kann sich drauf verlassen, dass bei ihm stets das Gegenteil des Angekündigten passiert. Man muss nur ein paar Tage abwarten.

Heimatfront: Die Hetze gegen den ermordeten Charlie Kirk nimmt ungeahnte Formen an. Unklar ist noch, wie diese auf Michel wirken wird. Bemerkenswert immerhin: die hassverzerrten Gesichter der Guten.

Heimatfront (2): In NRW wird heute kommunalgewählt. Mein Tipp: Es wird sich nichts ändern, denn die Volksfront wird die Mehrheit behalten. Nebenbei: Wäre schön, wenn ich mich irrte (neudeutsch: irren täte).

13. September 2025

Der vermutliche Attentäter von Utah wird öffentlich präsentiert. Die Verwandtschaft hatte die Video-Überwachungsbilder identifiziert. Es waren zu viele, als dass das nicht zu erwarten gewesen wäre. Dass der Täter seine Munition mit linken Schmähschriften und Symbolen versah, wirft einen merkwürdiges Licht auf seinen Geisteszustand. – Oder ist das alles nur gelogen?

Gelogen (2): Der angebliche Drohnenangriff der Russen nach Polen hinein in den vergangenen Tagen zerbröselt in ein unentwirrbares Knäuel von Unwahrem. Am besten hat mir der Treffer eines polnischen Wohnhauses gefallen, dass vor Monaten vom Sturm abgedeckt wurde. Was vermutlich dem Putin sein Wind.

12. September 2025

Im Netz kursieren angebliche französische militärische Planungsunterlagen über die Besetzung der Restukraine nach dem Waffenstillstand, in denen u.a. die Hauptfundorte der Bodenschätze und die zugehörige Dislozierung der Besatzungstruppen (bevorzugt aus Frankreich und Polen) mitgeteilt wird. Diese Angaben sind so offensichtlich schräg, dass das ganze Manöver stark nach Fake riecht. Sollte die (selbstredend hochgeheime) Sache hingegen echt sein, kann man nur sagen: idiotisch, denn hier soll etwas annektiert werden, auf das der Don vor Monaten im Verein mit dem kleinen Mann aus Kiew schon die Hand gelegt hat.

In Brasilien wurde der vormalige Präsident Bolsanaro gestern wegen eines angeblich versuchten Staatsstreichs zu 27 Jahren Haft verurteilt. Jetzt kann der gefährliche Mann (Fallschirmjäger-Offizier !) dem Regime nicht mehr gefährlich werden.

Verurteilt (2) und zwar rechtskräftig Ist seit gestern Björn Höcke mit dem Segen des Bundesgerichtshofs, der nichts auszusetzen fand, dass dieser wg. des Ausspruchs „Alles für Deutschland“ zum Nazi-Kriminellen gemacht wurde. Auch wurden die Büros des Abgeordneten Krah mit dem Segen des Bundestags durchsucht, um diesem die Straftat der Bestechlichkeit nachzuweisen.

Verurteilt (3): Die Einrichtungen von Demokratie leben und anderer ungenierter Unterstützer der linksextremen Deutschland-Abwrack-Politik wurden nicht durchsucht, um gar nicht erst den Verdacht für die Beteiligung am vorvorgestrigen Stromnetz-Verbrechen in die Nähe einer Bestätigung kommen zu lassen. Nicht, dass ich mir dieses Zusammenhangs sicher wäre, doch ein Eingreifen wäre konsequent im Rahmen der seit Jahr und Tag übliche Verdachts-Fall-Durchsuchungen, die zwar rechtswidrig, aber als überaus beliebt bei der politischen Justiz eingerissen sind. Doch ernsthaft: sowas wird nicht passieren, nachdem die Täter nunmehr glaubhaft ausgeschlossen haben, dass die Tat von den braunen Kolonnen, die bekanntlich überall lauern, begangen worden sein könnte.

Ich muss mir immer wieder das möglichst simple Kartenbild der Ostfront vor Augen führen, um das strategische Wollen der am Kriege Beteiligten klarer zu sehen. a) Das nördliche Ostpreußen steckt wie ein Pfahl im Fleische des Nato-Gebietes, b) Weißrussland wie eine nach Westen gerichtete Faust, c) der russische Vormarsch im Süden der Ukraine ist dicht davor, den Sack von Odessa zuzumachen.

Ostfront (2): Die unbemannten Flugobjekte, die man letzte Nacht (vom 9. auf den 10.9.) über Polen abschoss, kamen nicht vom Himmel, sie flogen da bloß, aber woher? Die Weißrussen sagen: Nicht von uns. Die Polen sprechen von einem unprovozierten Angriff auf ihre Ostgrenze. Jaja, die Polen.

Krieg im eigenen Lande: Jetzt sind die Links-Chaoten sauer, dass man ihre Rolle beim Anschlag auf die Berliner Stromversorgung nicht ordentlich gewürdigt hat. Also bezichtigten sie sich selbst auf indymedia. Erinnert sich eigentlich wer daran, dass diese Gewaltplattform vor Jahr und Tag vom BMI verboten wurde? Durchsetzung des Verbots: Fehlanzeige. Ach ja richtig, die Staatsschutzkräfte sind bereits mit dem Kampf gegen rechts völlig überlastet.

Übern Teich: In Utah wird der dortzulande prominente 31jährige Trump-Unterstützer Charlie Kirk heute Nacht (MEZ) bei einer Veranstaltung in der dortigen Universität erschossen.

Nachtrag über die Polendrohnen: Erst waren es einzelne, jetzt ist nach den nächtlichen Experten bereits eine ganze Drohnenflotte, die in den Luftraum eindrang. Apollo News weiß zudem, dass das der Russe war, der die polnische Luftverteidigung testen wollte. Das wäre, wenn’s denn stimmt, gelungen, denn einer der Eindringlinge gelangte bis nach Danzig. Die Leserkommentare zu dieser beinharten Kalten Kriegs-Rhetorik ergehen sich in ungeschminkter Häme gegenüber der Redaktion.

Apollo (2): Es ist wirklich bemerkenswert, wie bei diesem Medium die sonstige Anti-Mainstream-Attitude der jungen Mannschaft und der Russenhass nicht zusammenpassen. Frage mich, wie die ihr Budget bestücken, denn die ausgesendeten Katzenfutter-Reklamen dürften kaum hinreichen. Wird wohl irgendwo ein fetter Kater im Hintergrund existieren, der die Mäuse rüberreicht.

10. September 2025

Trump wendet sich offenbar vom Ukraine-Krieg ab. Von den Supersanktionen gegen die Handelspartner Russlands ist jedenfalls trotz Verstreichens der von ihm gesetzten Fristen keine Rede mehr. Stattdessen befasst er sich mit Gewaltanwendung in US-amerikanischen Städten, nach Washington DC ist es jetzt Chicago, wo er die Nationalgarde einsetzt, während er Staaten Mittelamerikas mit Militäreinsätzen droht und hierfür Luftstreitkräfte verlegen lässt. Im einen Fall geht es mit Schwerpunkt um die Deportation von Illegalen, im anderen um das Stoppen der Drogenzufuhr.

Ostfront: Derweil zerstören ukrainische Drohnen nun zum dritten Mal die Gaspipeline Drushba Richtung Ungarn, und russische Raketen zerstören Regierungsgebäude in Kiew. Letzteres hat bestenfalls symbolische Bedeutung, während die ukrainischen Angriffe Sprengkraft für die EU haben, aber niemanden in Brüssel scheint das zu jucken.

Gewalt im Nahen Osten: Der Einmarsch der Israelis in Gaza-Stadt wurde gestern mit der Zerstörung von Wohnhochhäusern fortgesetzt. In Katar wurde von ihnen ein Hamas-Führer angegriffen und getötet.

Krieg im eigenen Land: Wie heikel die Stromversorgung ist, haben gestern Unbekannte vorgeführt, die zwei Hochspannungsmasten angezündet haben. Der ganze Südwesten Berlins war anschließend ohne Strom. Ich wette, dass die Behörden des Bundes und von Brandenburg derartig mit dem Kampf gegen rechts ausgelastet sind, dass für die Täter dieses Verbrechens keine Kapazitäten frei sind. Dabei braucht man nicht viel Phantasie, um deren Milieu zu lokalisieren. Aber man fürchtet sich, wie ich annehme, davor, auf die Wirkungen der eigenen Geldspritzen aus dem Bundes-Familienministerium zu stoßen. Das bremst den Eifer bzw. stachelt ihn an – je nach Sichtweise.

9. September 2025

Ich sehe schon, was meine zwei oder drei Leser interessiert und zu Widerworten inspiriert. Es ist seit gestern dieser Richard Coudenhove-Kalergi. Hier das  Originalzitat aus seinem Hauptwerk Praktischer Idealismus. Adel, Technik, Pazifismus von 1925, das noch heute die Gemüter bewegen: „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der alt ägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen“ (S. 22 f.) Das steht da wirklich, ich habe den Text aus dem Buch herauskopiert.

Coudenhove (2): Sein Bekanntwerden und der fortdauernde Einfluss seiner politischen Ideen war keinem Wink des Himmels geschuldet, sondern… Ja, das ist die Frage, ebenso wie der Umstand, dass eine Kanzlerin, deren Namen mir im Moment nicht einfallen will, den nach ihm benannten Preis entgegennahm.

Andere Baustelle: In Frankreich ist gestern die Regierung geplatzt. Na und? Jetzt ist Platz für Spekulationen der Experten. Und Fritz der Kanzler meint, das sei für D ohne Bedeutung. Genau. Was scheren uns diese Franzmänner?

8. September 2025

Zuweilen gerät man wider Willen auf Abwege. Vorgestern ist es ein Banner im Netz, auf welchem Richard Coudenhove-Kalergi mit dem plakativen – in mannigfachen Varianten kursierenden – Zitat abgebildet ist, dass die Zukunft der Menschheit eine negroide (hellbraune) Mischrasse sei, die von Juden beherrscht werden werde. Gegen sonstige Gepflogenheiten ist eine Quelle angegeben: das Buch Praktischer Idealismus von 1925. Ich lese das Original, um das merkwürde Zitat zu finden. Das Ergebnis: Fehlanzeige.

Coudenhove (2): Ich nutze den aufgestauten Ärger über die Zeitverschwendung, um mich der weiteren Behauptung zuzuwenden, Coudenhove sei selbst Jude gewesen. Ich gehe einen Umweg und beschaffe mir das Buch, auf das Richard C. selbst hinweist, nämlich Das Wesen des Antisemitismus, Berlin 1901, von Heinrich Graf Coudenhove. Der Autor dieses 600-Seiten-Wälzers ist Richard C.s Vater. Der schreibt ein fast amüsant zu nennendes Vorwort, in dem er darauf hinweist, dass jeder der kritisch über den Antisemitismus schreibe, selbst des Jude-Seins bezichtigt werde. Er streitet das ab, indem er darauf hinweist, dass seine weit zurückreichende Adelsfamilie seit Menschengedenken gut katholisch sei und er selbst mit Hingabe auch. Er setzt noch eins drauf, indem er anmerkt, wenn er denn nur einen Juden unter seinen Ahnen gefunden hätte, hier würde es gerne bekennen.

Coudenhove (3): Der Sohn Richard ein Jude? Wohl kaum. Der Vater nicht und die nach jüdischem Ritus wichtigere Mutter auch nicht. Sie war eine Japanerin, die der Vater aus seiner diplomatischen Mission aus Nippon nach Hause mitbrachte. Diese ist augenscheinlich, wie man so sagt, die Mutter von Richard, man sieht es ihm an.

Coudenhove (4): Es gäbe allen Anlass, sich mit dem schrägen deutsch-böhmischen Adelsspross zu befassen, aber nicht so

6. September 2025

Die auf der A 4 Richtung Dresden nach Osten fahrenden Bundeswehr-Kolonnen erregen allein schon dadurch Aufmerksamkeit, weil sie zu gemächlicher Vorbeifahrt zwingen, da das Tempo von polnischen Lastwagen bestimmt wird, für die das Verbot, die dritte Spur zu nutzen, offenbar nicht gilt. Nun will, wie ich mich erinnere, der Marsch mit gepanzerten Kolonnen geübt werden, doch bleibt mir unerklärlich, warum erkennbar nichts unternommen wurde, die Fahrzeuge vor der gegenwärtigen Hauptbedrohung zu schützen, nämlich der durch feindliche Drohnen.

Ostfront (2): Im Stadtteil Dresden-Loschwitz gibt es eine bekannte Brücke, das Blaue Wunder (grau gestrichen), über die ich bei spätsommerlichem Sonnenschein hinwegflaniere, wenn auch als einziger Fußgänger weit und breit. Auf beiden Seiten gibt es je eine Buchhandlung, das Buchhaus Loschwitz und eine Filiale von Thalia. In beiden gibt es Literatur zum Krieg, die unterschiedlich nicht sein könnte. Einmal, was vor Ort los sein mag, und wie wir uns das raushalten sollten, auf der anderen Siegesphantasien und Bestrafungs-Erbauung.

Ostfront (3): Der Gipfel in China schwingt in den Gazetten nach. Wir, die Westkoaltion, beschließen, so lese ich, in die Ukraine einzumarschieren, aber erst nach dem Waffenstillstand. Putin kontert in seltener Klarheit: Waffenstillstand ja, aber erst nach dem Erreichen der Ziele dieses Krieges. Das hört sich nicht nach hier und heute an.

Ostfront (4): Die seit Monaten umkämpfte Stadt Pokrowsk, im Oblast Charkow gelegen, scheint nun nach etlichen Fehlmeldungen tatsächlich vor dem Fall zu stehen (eine russische Flagge auf dem Hauptplatz, der auch als Friedhof genutzt wurde). Die Videos beider Seiten übermitteln frühherbstliche Bilder, in denen zu meiner Überraschung kaum Zerstörungen im Stadtzentrum zu sehen sind.

Ostfront (5): Die Experten übertreffen sich in Berichten, dass sich der russische Vormarsch verlangsamt habe. Heißt zu deutsch: er findet seit Monaten statt, wenngleich mit der für westliche Schlagzeilen-Konsumenten fast unerträglichen Langsamkeit. Auf jeden Fall entspricht die Frontlinie nicht den politischen Grenzen der vier von Russland beanspruchten Oblaste. In Cherson und Saporoschschje fehlen noch bedeutende Teil, Donjezk ist bis auf wenige Quadrratkilometer in russischer Hand. An anderen Stellen des Frontbogens haben sich die russischen Truppen bis weit in die Oblaste Charkow und Dnjepropetrowsk hineingefressen.

Ostfront (6): Auf einem Video aus dem russischen Generalstabs-Lageraum sieht man neben den führenden Militärs Situationskarten, in denen die Oblaste Odessa und Nikolajew anders eingefärbt sind. Das kann psychologischer Kriegführung geschuldet sein, aber auch ernsthafter Kriegsziel-Beschreibung, nämlich der beabsichtigten und dann endgültigen Trennung der Ukraine vom Schwarzen Meer. Das wäre aus russischer Sicht ein strategisches Ziel (und ein Alptraum für den Wertewesten).

4. September 2025

Die Bilder vom Gipfeltreffen in China beeindrucken durch die schiere Masse der dort versammelten Staatenlenker. Dass Xi bei der Gelegenheit seinen gewohnten Anzug gegen den Mao-Look ausgetauscht hat, mag Symbolkraft haben. Aber welche?

China (2): Im Mittelpunkt der Bilder aus dem Reich der Mitte das Trio aus Peking, Moskau und Pjöngjang. Aber es ist auch Substanzielles zu vernehmen: Der Bau der größten, sprich leistungsstärksten Erdgas-Pipeline der Welt zwischen Russland und China.

Russengas (2): Die Experten murmeln (und geben sich befriedigt), dass dies das endgültige Aus für russisches Erdgas nach Europa sei. Leute, Deutschland ist gemeint, dessen Gaskavernen am Ende dieses Sommers leer sind. Hat schon jemand mitgekriegt, dass wir einen Regierungswechsel hatten und der Chef dieser obskuren Bundesnetz-Agentur, die für die Bevorratung hätte sorgen sollen, immer noch dieser fabelhaft grüne Herr Müller ist?

Neues vom Don: Der verlangte gestern von den Impf-Giganten den Nachweis der Wirksamkeit der Corona-Spritzen. Pfizer Chef Bourla reagierte prompt. Er schlug heute Nacht den US-Präsidenten für den Nobel-Preis vor. Wie nennt man sowas? Ein Ablenkungsmanöver für den mit gutem Grund als eitel und Sprunghaft eingeschätzten Trump. Nebenbei bemerkt: genügend Kleingeld hat der Medizinmann, um sein Verlangen bei den Komitees in Oslo oder Stockholm durchzusetzen.

1. September 2025

Nach dem Sinn einer Tradition zu fragen, führt meist nicht weiter. Das gilt jedenfalls für die dänischen Königskalender in meinem Badezimmer. Sie bedeuten nichts weiter, als mich seit Jahren daran zu erinnern, dass man mit ungekonnten Amateur-Schnappschüssen das Publikum gegen Entgelt erfreuen kann. Ich kann mich immer noch nicht daran gewöhnen, dass man dortselbst nach der taffen Margarethe jetzt einen König hat, der frühzeitig ergraute. Ich frage mich warum. Den aktuellen Kalender habe ich soeben umgeblättert und mit Bedauern festgestellt, dass der daneben hängenden Paul Flora-Kalender nicht zu aktualisieren war. Mein Wiener Lieferant ist verschwunden, womöglich verstorben.

31. August 2025

Die Politheroen sind aus dem wohlverdienten Urlaub zurück, den wir ihnen gern verlängert hätten, damit sie nicht weiteren Schaden anrichten. Doch nun sind sie halt mal da und machen Ankündigungen, die wir uns nicht merken müssen. Mit leiser Verspätung meldet Reuters, das Vorletzte aus Davos. Na, da sind wir aber erleichtert. Gratulieren Rock-Star Fink für die Übernahme des Kommandos. Das Bild, von Reuters ausgewählt, ist vortrefflich. Es wirkt so sympathisch.

30. August 2025

Russische Quellen betonen die eigenen Erfolge der seit Mitte Juli anhaltenden Sommeroffensive. Es geht hierbei um Vorstöße an drei, vier Stellen des Frontbogens, die in erster Linie der Arrondierung des noch ukrainisch besetzten schmalen Teils des Oblasts Donjezk betreffen. Beide Seiten melden, dass die Lage der ukrainischen Truppen dramatisch sei, weil es keine Reserven mehr gebe. Der eigentlich zu erwartende Zusammenbruch des Frontbogens hat jedoch offenbar nicht stattgefunden.

Ostfront (2): Im russischen Luftkrieg hat ein Zielwechsel stattgefunden. Schwerpunkt ist nicht mehr die Stromversorgung, sondern die Waffenindustrie. Bilder vom frühen Morgen des 28. August zeigen, dass trotz der gewaltigen Detonationen, zu deren Wirkung man nichts sagen kann, die Straßenbeleuchtung in der gesamten Stadt nicht beeinträchtigt ist.

Ostfront (3): Die großen politischen Entwürfe der Kommentatoren verstummen allmählich. Vom Treffen Putin-Selenskyj redet niemand mehr.

Ostfront (4): Die Berliner Heroen haben im Kabinett ein neues Wehrgesetz verabschiedet, das eine gewaltige Aufstockung der Streitkräfte bringen soll. Wenn die angepeilten Freiwilligen, wie erwartet, nicht zu haben sein werden, soll’s die Wehrpflicht richten. Mit denen will man dann nach einem Waffenstillstand in die Ukraine einsickern. Na, dann sickert mal schön.

Ostfront (5): Und da war da noch der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, von dem ich schon vor Jahren schrieb, der gehöre schleunigst nach Hause geschickt. Jetzt weint er, wenn auch in nicht ganz fehlerfreien Metaphern, Deutschlands letztem Polit-Denker eine öffentliche Träne nach. Kann man verstehen. Dass man den, Robert den Denker, los ist, kann ich noch gar nicht glauben.

29. August 2025

Im US-Kongress wird eine Untersuchung gegen Wikipedia eingeleitet. die Datenkrake wird bezichtigt, ihre Meinungsmacht zur unerwünschten Beeinflussung von US-Bürgern zu missbrauchen. Der Verdacht der Gesetzeshüter richtet sich gegen russische und chinesische Einflussnahme. Die organisationseigene Mafia ist also nicht im Visier.

Meinungsmafia (2): Musk verklagt Amazon und OpenAI wg. Verstoßes gegen US-Monopol-Gesetze. Und die US-Regierung erwägt Sanktionen gegen die EU wg. deren Internet-Strangulierungsvorschriften.

Meinungsmafia (3): So hat jeder was zu tun. Welche Ergebnisse zum Schutz der Bürger dürfen wir erwarten? Keine.

Übern Teich (4): Trump macht weitere 825 Millionen für die ukrainischen Waffenkäufe locker.

Übern Teich (5): Kennedy jun. beginnt mit dem großen personellen Aufräumen in der US-Gesundheitsverwaltung. Die Namen kann und will ich mir nicht merken. Hier geht’s ums Prinzip.

Übern Teich (6): Bei der Gelegenheit wird die Notfallzulassung der sog. Covid 19-Impfstoffe widerrufen. Zu wünschen wäre, dass es den verantwortlichen Pandemie-Tätern jetzt persönlich an den Kragen geht. Ob’s tatsächlich passiert, steht in den Sternen. Da wird noch mancher muntre Dollar fließen, um das zu verhindern.

28. August 2025

Als ich es schließlich nicht mehr suche, fällt es mir vor die Füße, das Memoiren-Buch The Room where it happened von John Bolton, Trumps erstem Nationalen Sicherheitsberater. Blättere nunmehr eher lustlos und entdecke dieses hier: I don’t want any fucking thing to do with Ukraine, sagte Trump, schreibt Bolton (S. 462), als man am 23. Mai 2019 besprach, wer zum Krönungs-Zeremoniell von Selenskyj nach Kiew reisen sollte. – Ich sagte es bereits vor Tagen schon: Der Don ist nachtragend, in diesem Fall allerdings leicht nachvollziehbar, hatte doch die Kiewer Polit-Mafia 2016, mitten im Wahlkampf, versucht, Trump die Sache mit seiner angeblichen Steuerung durch den Kreml anzuhängen.

Bolton (2): Nach einem Vermerk im Buch kaufte ich diesen 570-Seiten Wälzer im Sommer 2020 auf Jersey aus einer Wühlkiste. Da war mir offenbar der Lesestoff ausgegangen, doch nach dem Lesezeichen im Buch gab ich auf S. 361 auf. – Ach ja, das war ein wunderbarer Sommer auf der souveränen Kanalinsel. Sie ist ein Paradies, genauer: ein Steuerparadies. Zuwanderungs-Voraussetzung: 600.000 Pfund Jahreseinkommen mindestens, so las ich, mein Interesse erlahmte sogleich.

27. August 2025

Polens neuer Präsident sperrt die Sozialhilfe für die im Lande befindlichen Ukrainer. Ob das so stimmt, wie die Gazetten – empört zumeist – verkünden, vermag ich nicht zu sagen. Nur wenn das stimmt, dürfte die Folge nicht lange auf sich warten lassen: Eine weitere Million wird sich in Richtung Westen in Bewegung setzen, um an der deutsch-polnischen Grenze durchgewinkt zu werden.

Polen (2): Das Land bereitet sich, so wie von mir schon lange gemutmaßt, auf die Eroberung der West-Ukraine vor. Da kann man eine Fünfte Kolonne in den eigenen Reihen nicht gebrauchen.

Übern Teich: Hat eigentlich irgendwer noch vage den Überblick wer wen mit welchem Erfolg vor Gericht gezerrt hat? Ich jedenfalls nicht.

26. August 2025

Jetzt setzt der kleine Mann aus Kiew noch eins drauf. Nachdem er die Zufuhr von Russen-Öl nach Ungarn und der Slowakei (südlicher Zweig der Drushba) gewaltsam gestoppt hat, teilt er der Welt mit, das sei geschehen, um das Nein der Ungarn zum EU-Beitritt der Ukraine zu torpedieren. Ich wette mal, dass die Anstifter hierfür in Brüssel zu finden sind.

Ostfront (2): Der Umstand, dass man nichts Substanzielles von dort erfährt, weckt in mir den Verdacht, dass heftige Kämpfe mit ungewissem Ausgang im Gange sind. Derweil rechnen sich die Experten gegenseitig die abenteuerlichsten wechselseitigen Verlustzahlen vor, jeweils eine bis zwei Millionen Tote auf jeder der Seiten.

Heimatfront: Still ruht der See. Im Netz finde ich eine Karikatur, die mehr sagt, als tausend Worte.

25. August 2025

Man gratulierte gestern zum ukrainischen Unabhängigkeitstag, dem 34. seit dem Zerfall der Sowjetunion, so der Don und der norwegische Ministerpräsident. Damit schaffte der es in die Weltpresse.

Ostfront (2): Zeitgleich wurde das Atomkraftwerk von Kursk mit Drohnen beschossen. Bislang fehlt der übliche Hinweis in den Wahrheitsmedien, dass das der Russe selber war. Ein neues Senioren Akrützel von Bernd Zeller über Nacht in meinem elektronischen Briefkasten eingetroffen. Hier eine der beeindruckenden Schlagzeilen.

24. August 2025

Nachtgedanken: Ein Problem beim Schreiben türmt sich wie eine graue Nebelwand auf. Man tastet sich vorwärts und bemerkt überrascht, dass schon einzelne andere vor einem selbst dawaren. Man hört ihnen zu und siehe da, es wird ein Weg sichtbar. Jetzt muss man beherzt losgehen, denn sonst besteht die Gefahr, auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln, die überall hinführen mögen, nur nicht als Ziel.

Nachtgedanken (2): Das Vorstehende war der vorgestrigen Suche nach dem Bolton-Buch geschuldet. Ich fand es nicht, stattdessen vieles, was ich längst vergessen hatte, darunter die Memoiren von George Kennan, den amerikanischen Spitzendiplomaten. Man nennt ihn nicht zu unrecht den Architekten der Nachkriegszeit. Ich las mich zwei Stunden fest, bis ich bemerkte, dass er mich völlig vom Weg abführte.

Nachtgedanken (3): Immerhin bestätigte mich meine Lektüre in dem Vorurteil, dass die US-Außenpolitik dem Gang eines Betrunkenen ähnelt, weil sie in den Spitzenpositionen einschließlich der Botschafterposten von reichen Narren betrieben wird, die von Präsident zu Präsident zu wechseln pflegen. Der jetzige hat schon wieder ein 14-Tages-Ultimatum in die Welt gesetzt, den Krieg zu beenden. Es richtet sich an Russland und die Ukraine zugleich. Mir ist nicht ganz klar, mit was er den beiden drohen will. Dem einen mit Eingreifen, dem anderen mit dem Gegenteil? Das wird nichts werden.

23. August 2025

The Room Where It Happened (der Raum, wo es passierte) hieß das Memoiren-Buch, mit dem sich der geschasste US-Sicherheitsberater John Bolton an dem damaligen Noch-Präsidenten Trump rächte. Ich schenkte mir den Erwerb, weil ich mir zu recht vorstellte, es werde bald auf dem Ramsch landen. Gestern schien es mir wieder aktuell zu sein, als das FBI das Haus von Bolton wg. des Vorwurfs publizistischen Geheimnisverrats durchsuchte. Was immer da dran sein mag, eins ist sicher: Der Don ist nachtragend, denn Bolton hatte vor Kurzem noch erklärt, Trump sei mental amtsunfähig.

US-Kabale (2): Ich kann das Bolton-Werk in meinen Amerika-Stapeln nicht finden. Stattdessen entdecke ich das vermutlich ungelesene Buch von Timm Weiner Macht und Wahn. Der amerikanische Starreporter konnte sich nicht so richtig entscheiden, wie er die Handlungen der verschiedenen US-Regierungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs einordnen sollte. Klar für ihn war lediglich, dass Russland bis heute der Hauptfeind gewesen und auch noch ist. Als das Buch 2021 erschien, war kurz drauf über Nacht der Ukrainekrieg Wirklichkeit geworden. Da landete das Werk, das auch sogleich ins Deutsche übertragen worden war, auf dem Ramsch. Ganz zu unrecht, wie ich finde. Besser kann man Amerikas Einmischung in der Ukraine kaum begründen. Für Leute wie Weiner ist Putin expressis Verbis die Wiedergeburt des Massenmörders Stalin. Man muss diesen Standpunkt durchaus nicht teilen, aber er hilft beim Verstehen.

21. August 2025

Man sagt, die Mecklenburger bräuchten für gewöhnlich etwas länger. So kommt es, dass die Firma Milram den Neger als Markenzeichen entdeckt hat, jetzt wo im fernen und guten Amerika die Gegenbewegung Fahrt aufnimmt. Noch hat mich keiner der Diversen aus dem Regal angegrinst, was daran liegen mag, dass ich nach dem Müritzer nicht Ausschau zu halten pflege. Frage mich nun aber, wie der alte totenbleiche Mann (links auf der Packung) mit der halbdunklen jungen Frau zum dargestellten Nachwuchs kommt. Mendels Gesetze durch Käsegenusses widerlegt?

Auch Käse: Was das die Gazetten über die Äußerungen unserer Polit-Heroen scheiben. Putin müsse jetzt liefern. Das ist Wunschdenken von Leuten auf der Verliererstraße.

Auch Käse (2): Habe gestern gegen alle guten Vorsätze verstoßen und bei der Bundesmärchenzentrale 3 Russlandbücher bestellt (25 €). Sie werden diese Woche noch bei mir eintrudeln, und ich bin gespannt, wie lange mich meine Disziplin zum Lesen zwingen wird. Wenn man den Gegner wirksam bekämpfen will, sollte man sich in seinen Absichten gut auskennen. Ich sehe im Moment fünf, sechs Leute vor mir, wie sie die Augen verdrehen.

20. August 2025

So geht Unseredemokratie: Der OB-Kandidat der AfD in Ludwigshafen wird per Mehrheitsbeschluss der örtlichen Potentaten gar nicht erst zur Wahl zugelassen. Das verstößt offensichtlich gegen Artikel 21 GG, doch anderer Ansicht ist die dortige Gerichtsbarkeit. Sie verweist den Mann auf die Möglichkeit, nach der Wahl seine Bedenken geltend zu machen.

Die Lage an der Ostfront bleibt kompliziert. Nachdem ukrainische Drohnen letzte Woche die russische Öllieferung per Pipeline nach Ungarn (südlicher Zweig der Drushba) unterbrochen haben, teilt der Außenminister aus Budapest mit, dies sei ein Kriegshandlung gegen sein Land, das sich mit niemandem im Krieg befinde, auch mit Russland nicht. Wenn er jetzt den Artikel 5 de Nato-Vertrages ausriefe, würden die anderen vermutlich staunen oder den Ungarn raten, sich ein anderes Bündnis zu suchen. Da fehlt nicht mehr viel.

19. August 2025

Schweigen zum gestrigen Thing im Weißen Haus war im Vorfeld angemessen, denn es hat sich dort im Grunde nichts von Belang bewegt. Lediglich die bisherige Bedingung Erst-Waffenstillstand-dann-Friedensgespräche ist vom westlichen Tisch verschwunden, als wäre davon nie die Rede gewesen. Dafür wurde im Gegenzug von Putin, der unsichtbar zwar, aber wie ein stummer Gast dabei war, nichts eingekauft. Die Gebietsverluste wurden vernebelnd Gebietstausch genannt, so als wenn von der bisherigen Grundforderung, Herstellung der Grenzen von 2014, nie die Rede gewesen wäre. Die für den Bestand der Dann-Ukraine abzugebenden Sicherheitsgarantien blieben vage – Nato-ähnlich bedeutet keine Mitgliedschaft. Fazit: Der Krieg geht weiter, bis Putin ihn beendet.

Der große Thing (2): Neu war immerhin die Zusammensetzung: Neben dem Don saßen die kleine Römerin und Fritz der Kanzler, auf der anderen Seite die Herren aus F und GB. Ihnen gegenüber Nato-Rutte, der kleine Mann aus Kiew und die Ursula aus Brüssel und einer den ich nicht zuordnen konnte. Las hernach, es sei der finnische Präsident Stubb gewesen. Trump müsste nicht Trump sein, wenn er hernach nicht dessen Golf-Spiel gelobt hätte. Der große Thing (3): Frage mich beim erneuten betrachten der Bilder: Wo waren die lautesten Kriegsschreier aus Warschau? Wollten sie nicht dabei gewesen sein, oder lud sie niemand ein? Man wird die dortigen Reaktionen abwarten müssen, um klarer zu sehen.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XVI

18. August 2025

Noch immer bebt das Alaska-Treffen in den Gazetten nach. Man denkt, jetzt müsste eigentlich alles gesagt sein auf einer Skala von Nullnummer bis weltbewegend. Entscheidend wird sein, ob Trump heute die Kriegsfreunde in die ihm genehmen Friedensgaloschen zwingt. Fritz der Kriegskanzler mag anderes träumen. Er und die deutschen Medien werden keinen Einfluss auf das Geschehen haben.

Derweil an der Ostfront: Auf die Polen ist Verlass. Kaum ist der neue Präsident im Amt, dessen Namen ich mir erst noch einprägen muss, schon legt er los und verlangt von den Ukrainern eine Entschuldigung für die Polen-Massaker in Wolhynien im Jahre 1943. Nur nebenbei: Das geschah während der deutschen Besatzungszeit. Da ist doch auf der Suche nach den Schuldigen noch was drin. Die Ukraine-Führung befindet sich derzeit nicht in dem Zustand, um von den Polen eine Entschuldigung für die in den 1930er Jahren vorausgegangenen Ukrainer-Massaker zu fordern. Auch wenn der große Orlog mir Russland einschlafen sollte, Frieden wird es in dieser Welt-Gegend nicht geben. Da sind einfach noch zu viele Rechnungen offen.

16. August 2025

Was von Alaska bleibt, sind Bilder, zum Beispiel das hier (na, dann interpretiert mal schön, ihr Experten):

Alaska (2): Jetzt müssen Selenskyj und Fritz der Kanzler zur Befehlsausgabe nach DC. Noch sonnen sie sich in ihrem Beachtet-werden. Das wird sich geben. Jede Wette.

15. August 2025

Um drei Uhr morgens (MEZ) ist klar, dass das Meeting von Anchorage kein von Trump erhofftes Ergebnis hatte. Sein Fazit: Wir haben vereinbart, zu einer Vereinbarung zu kommen. Ja gerne, antwortete Putin und lud den US-Präsidenten nach Moskau ein. Das kam selbst für den ausgebufften Amerikaner etwas überraschend. Er will nun Selensky und die Nato-Partner informieren. Die werden – ich wette – Mühe haben, nicht zu triumphieren.

Eine Nummer kleiner: Der deutsche Panzer-Getriebe-Bauer Renk aus Augsburg ist von Fritzens Israel-Waffen-Embargo betroffen und erwägt öffentlich, die Produktion in die USA zu verlegen. Wusste nicht, dass die Israelis ohne den deutschen Maschinenbau gar nicht nach Gaza einreiten konnten. Jetzt weiß ich das.

Noch eine Nummer kleiner: Brandenburgs VS gutachtet wie erwartet, dass die dortigen Blauen gesichert rechtsextrem seien. Die Begründung hierfür muss man sich merken: Sie sagen nicht, dass sie den Staat des Grundgesetzes beseitigen wollen, denken es aber heimlich und benutzen Tarnwörter wie deutsch und Deutschland. Das ist ein weiterer Mosaikstein im Bankrott des Rechtsstaats, denn wäre es, wie man behauptet und der Geheimdienst ein solcher, könnte er genau das mit Mann und Maus und Wagen belegen. Kann er aber nicht und räumt das auch noch ein. Man staunt, man lacht, man ärgert sich.

15. August 2025

Bei den ukrainischen Berichten vom Schlachtfeld um Pokrowsk ist mir der Chef der Asow-Nationalgarde, Bogdan Krotjewitsch (БогданКротевич), der mit seinen Leuten dort jetzt eingesetzt wird, aufgefallen. Wenn ich mich nicht verhört habe, sagte er, man halte dort die Stellungen nur noch mit Hilfe von Drohnen, da den Verteidigern die Leute ausgegangen seien. Ich mag mich irren, aber das Gesicht des bärtigen Mannes erinnert mich stark an jene ukrainischen Nationalisten, die von der Wehrmacht und der SS 1944 in der West-Ukraine ausgebildet und bewaffnet wurden. Sie machten den Sowjets dann bis in die 1950er Jahre zu schaffen. Ich kann bei Krotjewitsch keine Uniform-Effekten erkennen, aber das SS-schwarz, in dem sich auch Selenskyj sein einigen Wochen zeigt, scheint aus dieser Ecke zu kommen. Auf einem älteren Bild (ebenfalls während eines Interviews) sieht man ihn noch im Flecktarn mit den Abzeichen eines Generalmajors.
 

14. August 2025

Die letzten drei Tage hatten es in sich. Der russische Vormarsch hat sich deutlich beschleunigt, die Experten streiten, ob es sich im Raum Pokrowsk weiter nur um ein Vorschieben der Flanken zur Einkesselung der Stadt handelt oder um einen echten Durchbruch. Letzteres würde bedeuten, dass dahinter nichts mehr kommt, sondern leeres Vormarschland. Ich zweifle.

Ostfront (2): Es ist kein Zufall, dass die (von den Ukrainern bestätigte) russische Erfolgsmeldung jetzt kommt, denn sie zwingt die US-Amerikaner zur Eile, den Russen Gebietszugeständnisse zu machen, sonst geht es ihnen wie im Märchen von Hase und Igel: Ick bün all do.

Ostfront (3): Fast rührend ist zu betrachten, wie Fritz der Kanzler versucht, mit den westlichen Leadern das Lied Wir-sind-auch-noch-da anzustimmen – angesichts der Haltung von Wlad und dem Don, dass sie das Schicksal der Ukraine unter sich ausmachen wollen (und vermutlich auch werden).

Ostfront (4): Der Don hat das gut orchestriert, die beiden Streithähne aus dem Kaukasus an seinen Tisch gebracht zu haben, um den Dauerkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan – wie schreibt man das bloß? – zu beenden. Es geht bei Lichte betrachtet, um ein 30 km langes Stück Straße zwischen dem am Kaspischen Meer gelegenen Land und der kaukasischen Enklave Bergkarabach entlang der Südgrenze von Armenien. Jedes Mal muss ich erneut auf die Karte kucken, um zu repetieren, was wo liegt. Dass allerdings ausgerechnet jetzt die USA diese Straße auf 99 Jahre gepachtet haben wollen, lässt vermuten, dass die Amerikaner, so spektakulär das jetzt aussehen mag, sich dort im wilden Kurdistan – wie Karl May die Gegend nannte – eher einen Haufen Ärger eingehandelt haben, denn die Nachbarn Iran, Russland, Georgien und die Türkei werden das nicht lustig finden. Erstaunlich bleibt, wie lange das chaotische Ende des Ersten Weltkriegs und die Implosion der Sowjetunion dortzulande nachwirken.

11. August 2025

Wie die drei von der Tankstelle sind sie am Samstag aufgetreten, die Herren Starmer, Macron und Merz. Sie sangen das Lied von ewiger Kiew-Treue und vom bösen Wlad, dem man nichts durchgehen lassen werde. Frage mich, warum die Polen so still waren. Denke mal, dass sie auf Beute hoffen, wenn es den Amis und den Russen tatsächlich gelingen sollte, den Krieg vom Tisch zu bringen. In der West-Ukraine winkt Lemberg, angeblich eine uralte polnische Metropole.

Krieg (2): In Israel verkündet dessen Kriegsherr die Absicht, in dieser Woche in Gaza-Stadt einzumarschieren. Im eigenen Land macht sich derweil die Bevölkerung in Zehntausender-Schüben auf die Socken. Zielländer sind Zypern, Griechenland und Deutschland.

9. August 2025

Der Don hat letzte Nacht die Katze aus dem Sack gelassen: Treff mit Putin am kommenden Freitag in Alaska. Aus dem Kreml ertönt Zustimmung, wenn auch der Treffort variiert.

Trump (2): Die beste Analyse über das hektische Tun des US-Präsidenten finde ich heute Morgen in einem Aufsatz von Egon W. Kreutzer: PaD 30/2025, Trump – Mit Zolltyrannei zur Weltherrschaft. Hier wird leicht nachvollziehbar geschildert, was das Wüten von Trump bewirken wird, nämlich das weitere Zusammenrücken von Russland und China mit dem globalen Süden. Dort mit Indien an der Spitze, das bereits öffentlich erklärt hat, es ließe sich von niemandem hereinreden (also auch von Trump nicht), wo es seine Rohstoffe beziehe. Kreutzer analysiert zudem, dass die wirtschaftliche Wiederherstellung der von innerem Zerfall heimgesuchten USA sich nicht über Nacht übers Knie brechen lasse, und die Europäer dabei sind, sich mit den Abgrund reißen zu lassen. Sehenden Auges? Das verneint er, denn den gegenwärtigen Politruks ermangele es solcher Augen, die sehen können. Alles besser beschrieben, als ich es hier anreißen kann. Ich empfehle die Lektüre. https://egon-w-kreutzer.de/trump-mit-zolltyrannei-zur-weltherrschaft.

8. August 2025

Nun wollen sich den Gerüchten zufolge Trump und Putin in der kommenden Woche treffen. Nur die Experten wissen derzeit, was die beiden abzusprechen haben. Ich gehöre nicht dazu.

Ostfront (2): Am Frontbogen gibt es derzeit 3 Schwerpunkte: die Einschließung von Pokrowsk, die von Kupjansk und die Luft-Angriffe auf strategisch wichtige Punkte wie die Ostrowskij-Brücke in Cherson. Letztere mögen darauf hindeuten, dass der Russe den Dnjepr erneut überschreiten wird, um die Stadt zu nehmen, die er Ende 2022 freiwillig wieder geräumt hatte, um sich auf das linke Dnjepr-Ufer zurückzuziehen.


7. August 2025

Gestern traf der US-Sondergesandte Steve Witkoff mit Putin in Moskau zusammen. Immerhin dauerte ihr Gespräch 3 Stunden. Sie werden einander demzufolge etwas zu sagen gehabt haben. Ob’s hilft? Wer will das wissen.

Ohne eine Anfrage aus der AfD-Bundestagsfraktion hätten wir wohl kaum erfahren, dass die Bill & Melinda Gates-Stiftung seit Anfang 2020 Riesenspenden aus dem Steuersäckel erhalten hat. Über 630 Millionen sollen es gewesen sein. Ganz dreist ging es um so humanitäre Zwecke wie das Impfen, das Klima und um Kriegsunterstützung gegen Russland.

Gates (2): Der Pragmatiker B.G. mag sich sagen, dass die Deutschen nicht ganz dicht sind. Ob er allerdings weiß, wer der Namensspender war, als er den Walter-Rathenau-Preis entgegennahm, bezweifle ich ebenso wie die nähere Kenntnis des Geehrten durch die Laudatoren. Finde allerdings nichts über das Ereignis in der aktuellen Selbstdarstellung der Stiftung. Merkwürdig.

6. August 2025

Unerfreulich ist es, abends um neun auf dem Fernbahnsteig 8 des Frankfurter Flughafens zu stehen und mitgeteilt zu bekommen, dass der in einer Minute erwartete ICE Richtung Erfurt heute nicht fährt. Ungläubig höre ich am Telefon, dass der nächste Zug um viertel nach zwölf fahre, allerdings mit Umsteigen in Frankfurt Süd, Umsteigezeit von wenigen Minuten. Da ich es darauf, zumal um diese Tages- bzw. Nachtzeit, nicht ankommen lassen will, fahre ich nach etwas konfuser Auskunft beim Reise-Center, das gerade das Licht löscht, dass es nach Frankfurt Süd auch einen Bus gibt, der soeben im Begriff stehe, loszufahren. Den nehme ich nicht ohne Grund, wie ich auf dem Bahnsteig um halbeins morgens dann selbst sehe, als ich in den IC einsteige und den, aus dem ich vom Flughafen kommend, hätte umsteigen sollen, bei Abfahrt meines Zuges ankommen sehe.

Nachts in Frankfurt (2): Nutze die Wartezeit zu einem Rundgang und stoße auf eine originelle Groß-Kneipe namens Depot (das ehemalige Straßenbahndepot), wo es allerdings um zehn nicht mehr zu essen gibt. Der halbe Liter kostet fünf funfzig. Ich hatte mit mehr gerechnet. Um elf schließt das Etablissement. Auf diese Weise versäume ich wie die schrecklichen Männer-Erlebnisse der beiden Spätblondinen, vorgetragen in Stadion-Lautstärke, juristisch zu Ende gingen.

Nachts in Frankfurt (3): Ich wandle auf dem Bahnsteig bis zur Abfahrt meines Zuges unter Orientalen umher. Für die akustische Untermalung der Szenerie sorgt eine dieselgetriebene Gleisschleifmaschine, deren Besatzung zu recht Gehörschutz trägt.

4. August 2025

Es saß auf seines Daches Zinnen: Kirill Budanow, oberster Militärgeheimdienstler der Ukraine und mittlerweile zum Generalleutnant avanciert gab soeben ein (durch RT verlinktes) Interview, das mit seinem Präsidenten kaum abgestimmt sein kann, denn er räumte nicht nur das Irrevisible der russischen Eroberungen ziemlich unverblümt ein, sondern sprach auch über die ständige Verschlechterung der Lage infolge der russischen Sommeroffensive. Bin gespannt, wie lange er noch im Amt bzw. am Leben ist. Es ist aber genauso gut denkbar, dass Selenskij nicht mehr die Macht besitzt, ihn aus dem Weg zu räumen. Da ist Platz für beliebige Spekulationen.

Ostfront (2): Die überall am Frontbogen stattfindenden Kämpfe zeigen derzeit zwei Schwerpunkte: die Einkesselung von Pokrowsk und Vorstöße Richtung Saporoshje. Jedenfalls ist nicht erkennbar, dass die russische Führung sich durch die neuerlichen Trump-Ultimaten hat beeindrucken lassen.

3. August 2025

In den Staaten spitzt sich der Streit zwischen dem Präsidenten und der FED zu. Diese hat gegen den ausdrücklichen Wunsch von Trump den Zinssatz nicht gesenkt, um nicht das weitere Schuldenmachen anzuheizen, während er auf Teufel kommt raus einen Boom der Binnenwirtschaft auslösen will, der sich augenscheinlich nicht durch die Zollpolitik übers Knie brechen lässt. Nun ist eine der Gouverneurinnen der FED überraschend zurückgetreten, so dass Trump durch sein Vorschlagsrecht erneut einen Anlauf nehmen wird.

US (2): Derweil versuchen die Falken in DC, das Land in einen Krieg mit Russland zu verwickeln. Sie wähnen sich nach wie vor fernab vom Schuss. Dieses Konzept, jenseits des Kontinents Kriege zu führen, hat zu oft funktioniert, als dass es in Vergessenheit geraten sein könnte. Trump manövriert durch seine aus der Luft gegriffenen und immer kürzeren Ultimaten an die russische Adresse in gefährliche Nähe eines Kriegsbeginns. Wie er aus diesem selbstgeschaffenen Dilemma wieder raus will, ist mir nicht klar (und ihm vermutlich auch nicht).

2. August 2025

In den Niederlanden hat ein Wolf ein Kind gebissen und in den Wald gezerrt. Die Presse spricht von einem Problemwolf. So funktioniert Framing. Nicht der Wolf als solcher ist das Problem, sondern nur dieser hier.

Problemwolf (2): Der Mann aus Washington lässt seine Atom-U-Boote in bedrohliche Positionen einrücken, um Putin zum Waffenstillstand zu zwingen. Der trifft sich derweil mit seinem Kumpel aus Minsk am Ladoga-See nordöstlich von Sankt Petersburg, um in klösterlicher Stille zu meditieren.

Problemwolf (3): An dieser Stelle wollte ich was über den deutschen Außenminister schreiben. Ich lasse das.

1. August 2025

Die Meldung über den gestrigen Freispruch von Michael Ballweg ist unzutreffend. Der Kopf der Querdenker wurde vielmehr wg. der Hinterziehung von ca. 15 € Umsatzsteuern zu 4.000 € Geldstrafe verurteilt. Ich sehe diese Richter deutlich vor mir, wie sie hin und her beraten haben, was sie ihm anhängen können, damit kein klarer Freispruch herauskommt. Das ist der Rechtsstaat in seiner ganzen Schönheit.

Rechtsstaat (2): Im Laufe des Verfahrens kam heraus, dass nicht Ballweg dem Staat Steuern schuldet, sondern umgekehrt, dieser dem Beschuldigten die Rückzahlung von 200.000 € zu Unrecht vorenthalten hatte. Dass dies eine Straftat ist, erwähne ich nur am Rande. Ebenso, dass die Täter keinerlei Verfolgung fürchten müssen. Im Zweifel lässt man die Sache liegen, bis sie verjährt ist.

31. Juli 2025

Bleibt von gestern nachzutragen. Der fürs CO 2 in den Staaten zuständige Mann heißt Lee Zeldin. Er teilt mit, dass die Entmystifizierung des Moleküls dem US-Haushalt Einsparungen von 50 Milliarden beschere. Stellt sich die Frage: Bezogen auf welchen Zeitraum?

Nachrichten aus einer anderen Welt: Heute morgen nolens volens die FAZ überflogen. Das lese ich: Musks Imperium wankt. Deutsche steigen jetzt vermehrt auf E-Autos um. Prominente fordern Stopp der Waffenlieferungen für Israel. Und dann auch noch das: So schlecht wie mit 40 ging es mir noch nie. Das schreibt Stefanie de Velasco, von der ich zuvor noch nie las. Nach dem Blick aufs Titelfoto sagte ich (rein virtuell): Demoiselle, ich kann Sie verstehen.

30. Juli 2025

Die US-Regierung entgiftet das CO 2-Molekül. Es darf jetzt wieder völlig unbekämpft den Himmel über den USA bewohnen. Der Luft ist das egal, den Leuten, die jetzt um Lohn und Brot kommen, weil sie den ganzen Tag gegen das CO 2 gekämpft haben, wohl eher nicht. Auch nicht all den Firmen und den Bürgern, die dafür teure Dollars hinblättern mussten.

Kohlendioxyd (2): Man darf gespannt sein, was die deutschen Klima-Narren jetzt unternehmen werden, um dennoch die Welt zu retten. Vielleicht ein Einreiseverbot für amerikanisches CO 2.

28. Juli 2025

Als der Nudelhersteller Schminke gute Kriegsgewinne gemacht hatte, ließ er vor rund hundert Jahren durch den später berühmt werdenden Architekten Hans Scharoun in Löbau neben seinen Werken eine Villa errichten. Diese kann man heutzutage besichtigen. Ich tat’s. Was sonst noch war in Löbau, verbargen die heftigen Regengüsse, die nun mal zum heißesten Juli gehören, seit Noah seiner Frau befahl, den Kopf aus der Arche zu stecken um nachzusehen, ob’s immer noch regnete. Sie, Isobel, tat, wie ihr geheißen und verkündete der hoffnungsvollen Familie, dass man auf Grund gelaufen sei. Es war der Berg Ararat, wie man später herausfand. Dieses Gefühl wollte sich auch bei mir nicht nur wg. der vorherrschenden Nässe einstellen, denn das Vorbild der Villa stammte offensichtlich aus dem Schiffbau, der wie jedermann weiß, in der Lausitz seit August dem Starken heimisch ist.

26. Juli 2025

Das nenn ich mal eine Überraschung. Der mir bislang unbekannt T. schrieb, er werde mir die gestern erwähnte Ustinov-Biographie als Beitrag für mein Sudelbuch zusenden. Noch mal in der Fortschreibung meines Geheimdienst-Lexikons gestöbert, dort ist der Mann mit dem britischen Decknamen U 35 mehrfach erwähnt. Ich hielt den Decknamen stets für eine ironische Anspielung auf das erfolgreichste deutsche U-Boot im Ersten Weltkrieg.

Zweierlei Maß: Wenn irgend einer unsrer Gesalbten im BaWü Landtag ein Hakenkreuz auf einen Stimmzettel kritzelt, ruft alles: Skandal. Wenn im selben Bundesland wg. Klima-Wahns zur selben Zeit Zehntausende von Arbeitsstellen in der Autoindustrie gestrichen werden, juckt das keine Sau.

25. Juli 2025

Das Britische Nationalarchiv (TNA) bot mir gestern eine ganze Reihe Bücher zu erstaunlich niedrigen Ausverkaufspreisen an. Eine Bestellung scheiterte, weil unter den ca. 50 möglichen Auslieferländern Germany nicht vorhanden war und sich auch nicht einfügen ließ. Da ich nun mal keinen Wohnsitz auf den Kaiman Inseln habe (sicher ein Fehler), gab ich auf. So muss ich denn auf die Lektüre der Biographie über den britischen Bettspion Klop Ustinov verzichten.

Auch nicht auf der Liste: Kiew, wo seit Tagen gegen die Regierung des demokratischen Selenskyj Volk auf der Straße ist. Einfach so. Es erinnert fatal an den sog. Majdan im Frühjahr 2014, als man auf US-Geheiß den gewählten Präsidenten abräumte. Es gibt allerdings einen Unterschied zu heute: Der kleine Mann ist schon lange nicht mehr gewählt. Die Wahlperiode endete vor 14 Monaten.

Auch nicht auf der Liste (2): Teheran, wo man gestern nach über einem Monat die Zerstörung seiner Atomanlagen durch die Friedenskräfte aus Washington DC. einräumte. Nicht, dass einer auf die Idee komme, das sei ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg gewesen, denn das Bombardement diente einzig der Wiederherstellung der regelbasierten Neuen Weltordnung (NWO).

24. Juli 2025

Sapere aude: Wenn das Diktum von Kant, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, in Augenblicken des Zweifels ins Bewusstsein vordringt, wird einem meistens etwas mulmig zumute. Das wiederum wirkt wie ein Dämpfer auf den Verstand. Ich frage mich, wenn das Phänomen in mein Denken vordringt, was wohl der Auslöser dessen sei. Der Selbsterhaltungstrieb?

Auch merkwürdig: Sobald die Leute bemerken, dass der Boden irgendwo mit Wasser bedeckt ist, und sei es eine sommerliche Pfütze, fangen sie an sich auszuziehen.

Wie gewohnt merkwürdig (aus den Überschriften der Zellerzeitung von heute Nacht übernommen): a) Merkel spricht sich gegen CDU-Verbot aus, b) Verbrennerverbot für Firmenwagen gilt nur für die Firmen, die dann noch da sind.

23. Juli 2025

Das ging schnell. Kaum haben wir gestern gehört, dass namenlose Hacker bei Microsoft ein Desaster angerichtet haben, legt die Firma heute Nacht nach: Es waren zwei Chinesen. Soso.

Drei Chinesen mit dem Kontrabass (2): Gleichzeitig teilt Google mit, dass man in den beiden letzten Quartalen Tausende von Youtube-Kanäle gelöscht habe. Begründing: Sie betrieben Propaganda zugunsten des chinesischen Führers Xi. Diese Löschungen beruhten auf einer engen Zusammenarbeit von Google, Microsoft und dem US-Verteidigungsministerium (DoD). Diese bestehe seit 2019. Ich gebe zu, dass ich gestaunt habe.

Drei Chinesen mit dem Kontrabass (3): Blättere in alten Aufzeichnungen und sehe, dass die China-Zentrierung offenbar begann, als in der US-Propaganda der böse Russe noch für alles Ungemach im Tech-Bereich die Verantwortung trug. Wenn es jedoch kein Entweder-oder geben sollte, schmeckt das nach Tripolarität. Sie entwickelte sich in den 2010er Jahren allmählich und ist heute unübersehbar.

Drei Chinesen mit dem Kontrabass (4): Wenn gestern mit dem üblichen Theater-Donner die Japaner im Oval Office empfangen wurden, zeigt es, dass der Don den pazifischen Vorposten nicht preisgeben will. Wie die Japaner ihre Rolle in Wirklichkeit sehen, das weiß ich nicht. Ebenso rätselhaft scheint mir das Agieren der Staaten im südöstlichen Asien.

22. Juli 2025

Unbekannte haben das Microsoft-System SharePoint gehackt. Das wird von 200 Tausend Firmen genutzt, um Dinge wie das Intranet und die Steuerung ihrer Webseiten zu betreiben. Das trifft mich nicht, sagt sich leichter, als sich diese Aussage kontrollieren lässt. Es seien, vermutet die Hersteller- und Betreiber-Firma lediglich Millionen von Nutzerdaten. Tröstlich immerhin: Die Geschädigten sollen sich mal auf der Microsoft-Webseite wg. Sicherheitsupdates kundig machen und bald danach handeln. Sagt die US-EDV-Sicherheitsbehörde CISA, von der ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal höre (CISA’s 24/7 Operations Center at Report@cisa.gov or (888) 282-0870).

21. Juli 2025

Der Krieg an der Ostfront zeigt sein unfassbar grausames Gesicht, wenn man die Propaganda-Videos beider Seiten nebeneinanderhält. Drohnenjagd auf einzelne Soldaten. Immer wieder derselbe Vorgang: Zielerfassung und Vernichtung in dem Moment, wo die Zielkamera der angreifenden Drohne keine Bilder mehr übermitteln kann.

Ostfront (2): Links und rechts vom Industriezentrum Pokrowks sind die russischen Angreifer so weit vorgedrungen, dass die Verteidiger in Kürze keine Chance mehr haben werden. Auch insofern: Immer wieder derselbe Vorgang. Nach meinen Aufzeichnungen hat der russische Vorstoß an dieser Stelle schon einmal stattgefunden. Es muss also wirksame Gegenangriffe gegeben haben. Die von mir benutzte Google-Karte übersetzt, soweit sie kann, russische Ortsnamen ins Amerikanische. Das ist nicht ohne Witz, erschwert aber die Orientierung.

Ostfront (3): Putin sagt angeblich ja zu direkten Friedensgesprächen, aber dann kommt das Aber, und das kennen wir schon, ebenso wie das Nein der anderen Seite auf seine Bedingungen. Es ist ein blutiges Schachspiel, nur eben mit schrecklichen Konsequenzen für die daran Beteiligten. Ich kann kein Ende erkennen. Hier wird wechselweiser Hass für die kommenden Generationen fest verankert.

20. Juli 2025

Der Russe war’s: So lautete die probate Erklärung, als Trump unerwartet die 2016er Wahl gewann. Das war ein Fake, und er war in der Obama-Regierung kreiert worden, obschon FBI und NSA hiervon nichts wussten. Seit gestern können wir das in den Akten des Directors of National Intelligence nachlesen, die seither unter Verschluss gehalten worden waren. Wer’s früher wissen wollte, warf einen Blick in Spy Gate, das ich 2020 veröffentlichte (Achtung, Eigenlob).

Der Russe (2) wird’s wohl schon wieder gewesen sein, als Trump erneut (2024) gewann. Doch auch hier ist es so, dass weniger Moskaus Agenten als die gestern veröffentlichten Zahlen der 2024er Spenden von Big Pharma zu denken geben sollten. Nach dem Wunsch der edlen, nur um das Wohl der Menschheit besorgten Geldgeber sollte Kamela Harris (erinnert sich noch wer an die?) das Rennen machen. Sagen wenigstens die Zahlen.

19. Juli 2025

Dass dem Putin sein Angriffskrieg in den letzten drei Jahren für allerlei Ungemach bei uns herhalten musste, daran habe ich mich gewöhnt. Aber dass er jetzt auch das Richter-Nichtwahl-Desaster verantwortet, das eine perverse Juristin betroffen hat, dazu bedurfte ich erst des Hinweises der Grünen. Die einschlägigen Erkenntnisse des Herrn von Notz erinnern mich stark an einen Witz aus meinen Kindertagen: Als klein Fritzchen in der Klosterschule gefragt wird, was das ist, was da an der Wand hängt, Ticktack macht und ab und zu Kuckuck ruft, sagt er: Wie ick den Laden hier so kenne wird det wohl wieda det liebe Herr Jesulein sein.

Bekloppt (2): Junge Männer laufen auch bei großer Hitze mit Woll-Strickmützen rum, die stark an die Kaffeewärmer meiner Oma erinnern. Eine junge Frau, die ich frage, wie sie das findet, weiß nicht, wovon ich rede. Aha.

17. Juli 2025

Das Morden und Totschlagen im Nahen Osten geht in die nächste Phase. Die in Syrien an der Macht befindlichen sog. gemäßigten Rebellen greifen die Drusen im Lande an, die nun in Richtung Israel fliehen, wo sie niemand haben will. Die israelische Luftwaffe greift stattdessen heute Nacht Damaskus an, wobei angeblich das dortige militärische Hauptquartier zerstört wurde.

Nahost (2): Den Israelis gehen die Soldaten aus, weswegen die Ultras jetzt zum Militärdienst gezwungen werden sollen, was diese natürlich nicht lustig finden, sondern aus der Kriegsregierung austreten. Immerhin scheint die Zahl der Soldaten noch auszureichen, um einen neuerlichen Vorstoß in den Gaza-Streifen zu unternehmen – ein Völkermord, dem die Welt gelassen zusieht.

16. Juli 2025

Weist mich einer darauf hin, dass ich nicht den Besuch von Nato-Rutte beim Don in DC erwähnt habe. Stimmt. D.h, genau genommen nun nicht. Ich hielt’s vorgestern nicht für wichtig. Auch nicht, dass er von einem 50-Tage-Ultimatum an Putin redete. Putin offenbar auch nicht, denn er ließ Sprecher Peskow sagen, man werde die Ansagen aus dem Weißen Haus prüfen.

Auch weggelassen (2): Beinkleider, die unten recht deutlich auf die Schuhe stoßen, nennt kein Mensch Niedrigwasser-Hosen. Ich kam auf den Gedanken, als ich mit einem Elektro-Bötchen auf Leipzigs niemals fertig gewordenen Wasserstraßen – von Scherzbolden des realen Lebens als Klein Venedig bezeichnet – an dem Herrenausstatter Mey & Edlich vorbeifuhr. Die beiden Damen mir gegenüber, die Händchen hielten, fanden die Sache nicht beachtenswert. Ich konnte das Desinteresse nicht weiter aufklären, weil sie von einem Koreaner neben mir auf Englisch in Leipziger Zunge dauerbequatscht wurden.

13. Juli 2025

Die gerade auf Eis gelegte Fast-Verfassungsrichterin als komische Figur zu bezeichnen, wäre dem Ernst der Angelegenheit kaum angemessen, doch komisch bleibt, was Plagiats-Jäger Weber in einem Interview vor zwei, drei Tagen zur Textidenttät von Habil-Schrift (er) und Diss. (sie) als die vier in Frage kommenden Möglichkeiten erörterte: Sie hat abgeschrieben (Plagiat), er hat abgeschrieben (Plagiat durch ihn), sie haben zusammen geschrieben (unzulässige, nicht deklarierte Mehrpersonenarbeiten) und schließlich: er hat ihre Diss. verfasst.

Komische Figur (2): Die Herren Trump, Hegseth und Rubio machen gerade in separaten Auftritten den Gockel. Waffen für Kiew und weltweiten Öl-Boykott gegen Russland durch Riesenzölle für Abweichler. Haben die drei Musketiere noch nicht mitgekriegt, dass die USA in zahlreichen Ländern beim zwischenstaatlichen Handel kaum noch gebraucht werden? Nun, wenn sie am Montag, so wie angekündigt, auf die Pauke hauen, werden sie den seit Bidens Ukraine-Krieg eingesetzten Prozess der Selbstbeschädigung beschleunigen. Da bin ich mir ausnahmsweise sicher.

12. Juli 2025

Eine Frau, die das Töten von Kindern im Mutterleib bis zum Augenblick der Geburt für rechtes hält, ist pervers. Noch perverser sind Polit-Funktionäre, die diese Frau für das höchste Richteramt vorschlagen. Doch am allerperversesten sind Politiker, die diesen Vorschlag mir nichts dir nichts durch den Bundestag winken wollen.

Pervers (2): Zur letztgenannten Kategorie zähle ich deswegen Fritz den Kanzler und die Maske Spahn. Sie sind die obersten Repräsentanten der Christunion. Dass sie gestern durch 60 ihrer Abgeordneten ausgebremst wurden, die den Mut hatten, ein Nein anzukündigen, hat mich gefreut, wie schon lange etwas nicht mehr.

Pervers (3): Das Duo hat auf seinen Posten nichts verloren. Die beiden müssen dort weg. So schnell wie möglich. Man möchte am liebsten die gestrige Kampf-Ansage für einen guten Anfang halten. Doch das wäre wohl zu schön, um wahr zu sein. Immerhin: da hat einer den ersten Stein geworfen.

11. Juli 2025

Die Untersuchung von Drohnenresten nach dem russischen Luftangriff gegen Odessa in der vergangenen Woche habe nach gestrigen Angaben der ukrainischen Sicherheitsbehörden ergeben, dass die Trümmer Teile mit Made in China enthalten hätten. Präsident Selenskyj verhängte daraufhin nicht näher spezifizierte Sanktionen gegen China. – Ich staune.

Staunen (2): Die amerikanische Presse berichtet mit großem Aufwand, dass China nicht reagiert habe, obschon ihr Konsulat in Odessa – nach meinen Aufzeichnungen zum zweiten Mal – getroffen wurde. Die flotte Mette will ebenfalls zu EU-Sanktionen gegen China greifen, und vom Don wird gemeldet, er verliere die Geduld mit Putin. Nur aus Russland selbst hört man nix, nur dass die Rekrutierung junger Männer nach wie vor planmäßig laufe.

Staunen (3): Ein chinesischer Offizieller aus der dritten Reihe ließ sich zitieren, sein Land könne nicht dulden, dass Russland den Krieg verliere. Das ist eine Ansage, die in dieser Klarheit bislang nicht zu vernehmen war. Sie wurde durch den chinesischen Außenminister bestätigt.

10. Juli 2025

In Kiew und nicht nur dort macht ein Ukas die Runde, wonach die ukrainische Regierung sich auf eine Verlegung in den Westen des Landes vorbereitet. Offizielle Stellen dementieren sogleich und sprechen von einer Fälschung. Ob echt oder nicht, auf jeden Fall wurde ein empfindlicher Nerv im dahinschwindenden Kriegswillen getroffen. Früher hätte ich sofort auf das segensreiche Tun des KGB-Direktorats D (= desinformazija) getippt.

Lügen (2): Alle Beteiligten am jüngsten Nahost-Krieg siegen, jedenfalls verbal. Aus dem Dunst, den sie erzeugen, schälen sich erste Konturen einer US-Langzeit-Strategie heraus, den Nahen Osten wieder unter Kontrolle zu bringen. Dann wäre Israel nichts weiter als ein US-Flugzeugträger, dessen Versenkung im letzten Moment zu verhindern war. Wieder einmal zeigt sich, dass das kriegerische Ordnen der Welt durch Gewaltaktionen nicht so läuft, wie es sich die Planer in den Denkschulen der Neocons vorgestellt haben. Statt wie erhofft den Regime-Wechsel auszulösen, haben sie vermutlich eine Solidarisierung der Betroffenen erzeugt.

Lügen (3): Selbst größte Trump-Fans müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Dealer im Weißen Haus im Zweifel zur Waffe greift. Jetzt hat er den Waffenstopp für die Ukraine schon zum zweiten Mal widerrufen. Der Grund: der russische Vormarsch nimmt nicht nur besorgniserregende Formen an, sondern es gehen die Leute aus, die sie bedienen sollen und vor allem auch wollen. Stimmt diese Annahme, dann sind diese Lieferungen abgesehen vom psychologischen Effekt für die Katz.

9. Juli 2025

Zurück zur Normalität heißt das jüngste Buch von Norbert Bolz, was soeben bei Tichy beworben wird. Besser lässt sich die Ideenlosigkeit der Wohlmeinenden, die sich selbst konservativ nennen, nicht zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, ich tue dem Autor unrecht.

Auch kurios: Gestern hat Elon das Wunderkind in den Staaten eine neue Partei gegründet, die Amerika Partei. Sie soll das festgefahrene Zweiparteien-System überwinden. Jetzt sind sich alle einig: So geht’s nicht, Mr. Musk.

8. Juli 2025

Auf Abwegen: „Politikwechsel bedeutet für Carsten Linnemann, dass die Menschen wieder lernen, den Politikerinnen und Politikern zu vertrauen.“ Das verlautbarte die CDU gestern über ihren General, also er über sich selbst. Nur kurz, damit es nicht missverstanden wird: Es sind nicht die Politiker, die etwas lernen müssen, sondern es ist das Volk. Man ist zunächst sprachlos, dann sagt der Verstand: Hybris.

CDU (2): Wenn heute zwei dezidierte Verfassungsfeindinnen – so jedenfalls meine Rechts-Überzeugung – zu Verfassungsrichtern gewählt werden, liegt das nicht an der SPD, von der sie nominiert wurden, sondern an der CDU, die sie mitwählt. Der Grund: Das AfD-Verbot rückt somit in greifbare Nähe.

7. Juli 2025

Nach Mühlhausen ist für den Bauernkriegsbewegten Bad Frankenhausen ein Muss. Nur vage erinnere ich mich eines ersten Besuchs im Panorama-Museum hoch über der Stadt, im Volksmund das Elefantenklo geheißen. Im ganzen Hause herrscht ein striktes Fotografier-Verbot, das einzuhalten mich die äußeren Umstände nahezu durchgängig nötigen, denn zwischen eins und zwei am Sonntagmittag bin ich so ziemlich der einzige streng beäugte Pilger dort, während die Busreisegruppen noch schwitzend beim Thüringer Kloß verharren.

Frankenhausen (2): Im Zwischendeck ist eine Sonderausstellung zum Bauernkrieg. Eine Vielzahl von Tafeln zu Zeitgenossen, Ereignissen und Urkunden ist minimalistisch beschriftet. Es besteht ein erheiternder Gegensatz zur gestrigen Präsentation in Mühlhausen, wo karge Objekte mit Suaden wetteiferten. Offenbar ein anderer Kurator. Ich beachte leichten Herzens das Fotografier-Verbot, weil ich mir sage, dann kaufst du halt den Katalog. Gibt aber keinen.

Frankenhausen (3): Oben in der runden Ausstellungshalle lasse ich mit Muße das Kolossal-Gemälde von Tübke auf mich wirken. In der Mitte auf einem tischgroßen Platz sitzend umrunde ich rutschend dreimal die Bilderflut. Es ist dunkel und totenstill im Raum. Die wenigen mit mir Anwesenden flüstern ab und zu – bestenfalls. Das ist für die Konzentration angenehm, wiewohl ich mir vorstelle, dass ein Riesenradau für das Schlachtengemälde eher angemessen wäre.

Frankenhausen (4): Am Hang unterhalb des Museumsbaus befindet sich das vormalige Schlachtfeld vom Mai 1523. Trockenrasen und krüpplige Nadelbäume. Hier also wurden der Überlieferung nach die Aufständischen zu Tausenden abgeschlachtet. Archäologen legen angesichts der Zahlen die Stirn in Sorgenfalten. Immerhin: Eine Feldschlacht im herkömmlichen Sinne kann es nicht gewesen sein, denn die vereinigten Fürsten verloren angeblich ganze sechs Mann. Als ich das Gelände auf mich wirken lasse, ziehen, wie von einer geschickten Regie gesteuert, dunkle Wolken auf, und es fängt an zu regnen.

Frankenhausen (5): Bei einem kurzen Abstecher ins Regional-Museum, wo ich der einzige Fremde bin, versuchen die amtlichen Kräfte mich von der Qualität des dargebotenen, auf Flaschen gezogenen Schnapses zu überzeugen. Frage zur Sicherheit, ob sie den heute schon getrunken haben. Wir verabschieden uns gutgelaunt voneinander. Die Fahrt aus der Stadt heraus nach Süden bietet einen überraschend schönen Blick ins weite, tiefer gelegene Tal der Unstrut.

6. Juli 2025

Wenn eine Frau zum Ausdruck bringt, sie werde ein misslungenes Kompliment bis in alle Ewigkeit übel nehmen, so begeht sie einen Fehler. Spätestens nach ihrem Ableben müsste ihr das siedend heiß auffallen, denn ihr Tod macht nicht nur ihrem Leben, sondern auch all ihrem Übelnehmen ein Ende. Nur: dann ist die Sache zu spät. Und irreparabel. Da lob ich mir die Zeitgenossin im thüringischen Mühlhausen, die auf der steilen, engen Treppe in der dortigen Marienkirche etwas schwer an mir vorbei zu komplementieren war, wobei sie schnippisch anmerkte, ob ich die Rente schon durch hätte. Gewiss man hätte mein höfliches, etwas komplexes Beiseitetreten auch kommentarlos hinnehmen können oder erfreut wie ihre Geschlechtsgenossin, der ich Minuten später die schwer gängige Rathaustür offenhielt, obwohl ich sie laut Hinweis der Obrigkeit hinter mir hätte schließen sollen.

Mühlhausen (2): Gewiss, es ist meiner eigenen Schlampigkeit geschuldet, dass ich ohne Stadtplan ankomme. Die chaotisch angelegte, winklige, nahezu ausgestorbene Altstadt beschert mir einen ausgiebigen Rundgang durch seltsam anmutende Ecken, als ich die Ausstellungskirchen suche. Später ist es das Auto, das ich nur mit Mühe wiederfinden kann.

Mühlhausen (3): Die dortige Landesausstellung zum Bauernkrieg ist auf drei Gebäude verteilt, drei Kirchen, davon ist die Marienkirche, auch ohne die Ausstellung (zum Bauernkrieg) sehenswert. Sie wird durch die ebenfalls dortige sehenswerte Ausstellung ihrer Baugeschichte wunderbar ergänzt.

Mühlhausen (4): Bei den amtlichen Bauernkriegern bemerke ich überall den museumspädagogischen Zeigefinger. Text bis zum Abwinken, künstliche Wandelgänge, wenig Exponate, schlechte Beleuchtung. Aufmerksam betrachte ich zwei aufgeschlagene Seiten eines Kriegstagebuchs. Dieser angebliche Landsknecht konnte schreiben? Zeichnen jedenfalls konnte er. Man sieht, worauf es ihm ankam. Mein akrobatischer Versuch, das Exponat zu fotografieren wird von zwei Aufsichtsinhabern misstrauisch beäugt. Während meines Tun gebe ich mich der Hoffnung hin, das Wesentliche aus dem hochauflösenden Bild herauschneiden zu können. Das trifft am Abend zu. Aber auch die Gesamtaufnahme ist ein guter Jux, weil sie dokumentiert, wie ich mich als Akrobat aufgeführt habe.

5. Juli 2025

Als enttäuschend bezeichnete Trump sein gestriges über einstündiges Telefonat mit Putin. Die Zeitdauer sagt nichts über den Inhalt, zumal man in Rechnung stellen muss, dass Trump sich gerne reden hört, und ich mir Putin so vorstelle, als lasse er ihn. Ich nehme an, dass er sehr wohl zu schätzen weiß, dass Trump hernach nicht ausfallend wurde. Sein Fazit wird sein, der Konflikt ist für Trump – wie man so sagt – durch.

Ostfront (2): Beiden Seiten wird klar gewesen sein, dass Russland vor Tagen im Donbass die letzten namhaften Lithium-Abbaustätten besetzt und den Oblast Lugansk nunmehr vollständig unter seine Kontrolle gebracht hat. Das eine ist eine Schlappe für das ukrainisch-amerikanische Mineralien-Abkommen, das kürzlich von Trump erzwungen wurde, ohne hierfür die von Selenskyj eingeforderten Sicherheitsgarantien abzugeben, das andere ein wichtiger innerrussischer Propaganda-Erfolg.

Ostfront (3): Zugleich fand ein massiver russischer Luftangriff auf Kiew und andere Großstädte statt, der nach ukrainischen Angaben weitgehen abgewehrt werden konnte. Die stets gegenwärtigen Experten rechnen nach, wie lange die Abwehrmunition noch reichen wird, nachdem die USA jetzt offenbar ernst damit machen, nach den auslaufenden Lieferungen der Biden-Regierung den militärischen Nachschub zu beenden.

Ostfront (4): Fritz der Kanzler will den erwarteten Mangel kompensieren, indem er mit deutschem Steuergeld, Patriot-Batterien in den USA ankauft und nach Osten durchschiebt. Das wäre dann wohl das, was Trump einen Deal nennt.

Ostfront (5), jedoch nicht ganz so weit entfernt: Die Sommerloch-Presse macht ein Fass auf, dass sich die Erfurter Fraktionsvorsitzer der AfD und des BWS zu einem Gespräch getroffen haben, das selbstredend konstruktiv war. Jetzt kommt jeder zu Wort, ich auch. Zwar könnten beide rein zahlenmäßig innerhalb von Stunden die Herrschaft des CDU-Doktors beenden, doch ist die Rechnung ohne die Obfrau an der Spitze der BSWler im hiesigen Ländchen gemacht.

4. Juli 2025

Zu meinem Erstaunen stelle ich fest, dass ich nach dem Rasieren um 300 Gramm zugenommen habe. Nicht, dass es meine Gewohnheit wäre, diese ans Wissenschaftliche grenzenden Wiegevorgänge vorzunehmen. Nein, es geschah vielmehr aus Zerstreuung. Immerhin dient mir der Vorfall zum Nachdenken. Ich weiß zwar, dass das so nicht sein kann, meine aber, ich sollte der Sache nicht weiter nachgehen und schiebe das Wunder aufs Klima.

Führe gestern Abend ein kurze Korrespondenz mit Egon W. Kreutzer zur Frage, ob und wann man jemanden ein A…sch…ch nennen sollte. Die Anregung kam von ihm, einem bekennenden Nutzer des A-Wortes, wie ich seinem einschlägigen Aufsatz entnahm. Ich vertrat hingegen die Meinung, das A-Wort setze vor seiner (sicher oft berechtigten) Nutzung eine gewisse menschliche Nähe voraus. Mein Prüfmaßstab, so geht es mir gerade durch den Kopf, ist: „Du A…sch…ch“ ist möglich, während „Sie A…sch…ch“ mir nie über die Lippen käme. Immerhin gestehe ich ihm zu, dass das Sch-Wort ein A-Wort voraussetzt.

A-Worte (2) im Plural wären, wenn meine obige Regel nicht Geltung beanspruchen würde, jene Zeitgenossen, die soeben die neuesten Regulierungen der WHO auf den Weg gebracht haben, nach denen Deutschland auf souveräne Entscheidungen in Sachen Pandemien, Klima-Wahn und Krieg verzichten will, indem es sich zukünftig und zwar ab Mitte Juli den Weisungen der Genfer Pharma- und Polit-Gangster, die ich dort sicher völlig zu unrecht ausgemacht zu haben glaube, unterwirft. Ich wüsste gern mal personengenau, wer in D dafür die Verantwortung trägt. 

A-Worte (3): Ich merke zu meinem Missvergnügen, dass ich gar nicht mehr die Frage nach den einschlägigen Geldflüssen stelle. Früher hätte ich das mit Nachdruck getan, auch wenn ich dabei oft gescheitert bin.

2. Juli 2025

Die flotte Mette hat den Vorsitz im Rat der EU übernommen. Wir wollen ihr – auch wenn sie nichts gegen den Moloch des Apparats bewirken wird – immerhin hoch anrechnen, dass sie die eine oder andere Wahrheit ausspricht. Das kann sie locker tun, da DK kein Almosenempfänger Brüsseler Gaben ist, sondern deren Mitfinanzier. Manchmal wünschte man sich, in D würde sich der eine oder andere auch hierauf besinnen. Doch da kann man lange warten, da sich D in der lang andauernden Knechtschaft passabel eingerichtet hat.

Deutscher Wahn (2): Derweil erklärt der hiesige Außenminister bei seinem gestrigen Besuch in Kiew, der Eintritt des Landes in die Nato sei sicher. Hatte der Donald nicht vor einigen Tagen denselben ausgeschlossen? Ich folgere, dass das woke Team rund um Fritz den Kanzler, die Entwicklung in den USA für eine alsbald wieder verschwindende hält, so dass man sich berechtigt sieht, über den Atlantik hinweg zu pöbeln. Wenn das nur kein Irrtum ist.

Deutscher Wahn (3): Rund um uns herum fühlt man sich beim deutschen Protzgehabe in Kiew an den deutschen Führer erinnert, der vor acht Jahrzehnten die Eroberung der Kornkammer Europas zu seiner Sache gemacht hatte. Die jetzigen deutschen Panzer müssen nicht mal losgeschickt, sondern nur geliefert werden.

1. Juli 2025

Die Einteilung des Lebens in Zahlen ist üblich, aber nur selten sinnvoll. Meist dient sie Bürokraten zu Reglementierungen. Nichtsdestotrotz machen die Leute Mords was her, wenn sie irgend ein Datum zu feiern haben, dem sie das Beiwort „rund“ hinzufügen. Ich denke, das tun sie nur, damit sie was zum Schwätzen haben. Gibt es gerade keinen Runden, so schwätzen sie über das Wetter. Übrigens: soeben beginnt ein weiterer wunderbarer Sommertag in Folge. Mit dem Monatswechsel hat dies nichts zu tun.

30. Juni 2025

Fast übersehen: Die SPD zelebrierte in aller Stille am Wochenende ihre Bundesparteitag. Groß angekündigte Fehleranalyse? Keine Spur: Der Vorstand wurde minimal korrigiert, aber wen juckt das schon noch groß? Schade eigentlich, dass man diese Saskia wegschob. Da kommt der Öffentlichkeit ein Stück gelebter Realsatire abhanden. Und in der Sache? AfD- und Nord Stream-Verbot. Soviel Aufbruch war nie.

Auch ziemlich still (2): Die Israeli rechnen, kaum noch hinter vorgehaltener Hand, die massiven Schäden vor, die sie durch die iranischen Raketenangriffe, die angeblich nicht durchdrangen, erlitten haben.

Still (3): Einer der entsandten B 2-Superbomber schaffte es mit Ach und Krach nur bis Hawaii, bevor er abdrehen musste, anstatt seine Wunderbomben auf den Iran zu werfen.

Still (4): Der Iran ist aus der Internationalen Energie-Kommission, dessen Vorsitzenden man Spionage zugunsten der USA vorwirft, ausgestiegen.

Still (5) war ich eigentlich nie, vor drei Tagen auch nicht bei apolut: https://apolut.net/im-gespraech-helmut-roewer-2/.

29. Juni 2025

9 Millionen Kriegs-Tote sind angeblich die Bilanz des 30jährigen Schlachtfestes 1618-48 in der Mitte Europas. Das hat einem Drittel der einst dort Lebenden entsprochen. Woher ich das weiß? Historiker behaupten es. Erst gestern las ich die Zahl in Lützen in einem robusten Gemäuer, das sich Schloss nennt.

Tot (2): In der Schlacht daselbst fiel 1632 der schwedische König Gustav der Zweite Adolf, dem der Brustharnisch nicht half, als ihn die Kugel traf (oder was immer ihn getroffen haben mag). Gelernt hatte ich mal, dass dies eine Auseinandersetzung infolge der Reformation gewesen sei, heute denke ich, Großmachtpolitik wäre die bessere Erklärung. Es waren einige wenige, die diese betrieben. Macht, Ruhmsucht und Habgier waren die Motive, alles andere, wie der beherrschte Pöbel, war diesen Typen schnurzegal. Nach dem Ex des einen Haupt-Protagonisten ging das Schlachten noch ganze 16 Jahre weiter. 

Tot (3): Die Schlacht von 1632 ist in einem sehenswerten Diorama mit tausenden von Zinnsoldaten dargestellt (und für Zinnsoldaten-Fans: es gibt im Schloss noch eine zweite solche Vitrine, mit der Schlacht von Großgörschen, ganz in der Nähe, dort wurden die Befreiungskriege 1813 eröffnet). Die Erklärungen zu beiden Großereignissen sind wohltuend nüchtern und distanziert.

Tot (4): Die neueste Covid 19-Variante heißt Nimbus, wie der Besen von Harry Potter, die übernächste dann vielleicht Feuerblitz. Deren einstige Fans sind jetzt in dem Alter, wo sie der Welt ihre Phantasien aufzwingen können.

28. Juni 2025

Nichts: Kann mir mal einer erklären, was soziokulturell eigentlich bedeutet? Na? Okay, niemand. Ist halt so ein Füllsel-Wort, wie gell oder gelle oder Gute-Nacht-Marie

Nichts (2): Heimliche Sympathisanten sind Unterstützer, die gar nicht da sind – vor allem dann nicht, wenn man ihrer bedürftig ist.

Nichts (3): Das Wort Pelerine (sprich: Pellerine) geht mir durch den Kopf, weil mir die Medien unentwegt Bilder einer Frau aufdrängen, die dieser Tage in Venedig mit dem Pomp der Neureichen bei Amazon einheiratet. Wie eine Amazone jedenfalls sieht sie nach meiner Vorstellung nicht aus, sondern eher wie eine Meerjungfrau, der man die Schwanzflosse abgeschnitten hat, nur deutlich älter.

Nichts (4) hat die Lektion des Donald an die Adresse in Jerusalem vom Anfang der Woche bewirkt. Gestern jedenfalls bombardierten sie den Libanon.

Nichts (5) Neues von der Ostfront: Fritz der Kanzler versuchte gestern vergeblich, weitere EU-Sanktionen gegen Russland auf den Weg zu bringen, während das Vorrücken vor Ort unaufhaltsam weitergeht. Ich beschließe, mir die einzelnen Ortsnamen nicht mehr zu merken. Das Land östlich des Dnjepr ist einfach zu groß.

27. Juni 2025

Es ist ein untrügliches Zeichen, dass es nichts zu berichten gibt, wenn die Journaille beginnt, darüber zu berichten, was andere Medien so berichten. Man nimmt auf einem Lese-Karussell Platz. Mir würde es auch so gehen, hätte ich nicht das Ventil, mir Gedanken wie diesen hier zu machen. Die Mediziner sprechen dann mit dem ihnen eigenen Hochmut von Graphorrhoe als einer Sonderform der Logorrhoe (beide Begriffe sind dem Rechtsschreibprogramm unbekannt. Man kann das gut nachvollziehen).

Ereignisarm (2): Ich komme dazu, die in den letzten Tagen eingetroffenen Hefte der Sezession, von Tumult und der Foreign Affairs zu lesen. Bei Gott nicht alles, davor bewahrt mich ein durch jahrelange Routine ausgeprägter Filter. Das erste Sieb geht so: Wenn ich nach den ersten drei, vier Sätzen nicht weiß, worum es gehen soll, unterbleibt die weitere Lektüre. Nun ist es schwer zu sagen, ob mir hierdurch etwas Grundlegendes entgangen ist. Ein sicherer Hinweis wäre, wenn ein Ereignis stattfände, dass in dem von mir ignorierten Text seinen Ursprung hat. Doch wie es der Zufall so will, ist mir sowas bislang noch nie aufgefallen.

Ereignisarm (3): In der Foreign Affairs beschreiben prominente Amerikaner, was Russland tun muss, um aus dem Krieg wieder raus zu kommen. Was Amerika tun muss, beschreiben sie nicht.

Ereignisarm (4): In der Sezession wird über den Bauenkrieg 1624/25 geschrieben. Das lese ich mit Muße. Fast alles.

Ereignisarm (5) Um noch einmal auf den Ausgangsgedanken von oben zurückzukommen: Ich verhalte mich letztlich genauso, wie die Journaille, die ich eingangs kritisierte. Das ist nicht ohne Witz.

26. Juni 2025

Soviel Sieg war nie: Israel, Iran, Qatar, Trump (besonders der, wenn man Nato-Rutte glauben darf), sie alle haben gesiegt. Nur einer nicht, die Wahrheit.

Und tausend Stimmen rufen Sieg (2): Eine Stimme davon hab ich heut Morgen auf der US-Ausgabe der Epoch Times eingefangen. Sie mag symptomatisch sein:

Sieg (3) In New York City siegt bei den Dems für den Posten des Bürgermeisters der Linksaußenbewerber mit dem indischen Namen. Sein Wahlkampfthema. Das Leben in NYC ist unbezahlbar. Da muss er sich mal bei seinen an der Macht in Berlin befindlichen Kollegen (CDU-SPD) erkundigen. Die beschlossen dieser Tage Enteignungen als Heilmittel zum selben Thema.

Sieg (4): Umfragen in D wollen wissen, dass die unerwarteten Wahlerfolge der Linken zur letzten Bundestag den Muselmanen hierzulande zu verdanken seien. Die Grünen allerdings als die Hauptsponsoren der Turbo-Einbürgerungen wurden von niemandem aus diesem Milieu gewählt. Wie kommt es nur, dass ich bei allem Grundärger grinsen muss.

Sieg (5): Die in Polen regierenden Tusk-Sozialisten wollen den Wahlsieg des Rechten bei den Präsidentenwahlen annullieren lassen. Nach der in den beiden letzten Jahren durchgeführten Reinigung der Gerichte kein aussichtsloser Gedanke.

25. Juni 2025

Donald T. Superstar lässt sich gestern beim Nato-Gipfel in NL bei Königs feiern. Mit ins Bild gerutscht sind die EU-Ursel und der kleine Mann aus Kiew, und der Nato-Rutte versteigt sich zur Behauptung, dass der Angriff gegen den Iran nicht völkerrechtswidrig gewesen sei. Sondern was?

Superstar (2): Irgendwie sickert durch, dass er gegenüber dem Herrscher zu Jerusalem so massiv geworden sei, dass dessen Flugzeuge wieder umkehren mussten, als sie zum Gegenschlag zum Gegenschlag zum Gegenschlag zum Gegenschlag ausholen wollten. Die sog. Berichterstattung zu dem Ereignis, das man jetzt großspurig den 12-Tage-Krieg zu benennen beginnt, ist von beiden Seiten so verlogen, dass man sich mit Wertungen besser zurückhält.

In Leipzig hat sich gestern das Bundesverwaltungsgericht bequemt, das offensichtlich rechtswidrige Verbot der Zeitschrift Compact zu kassieren. Der Vorsitzende des Senats konnte sich nicht verkneifen, auf die angebliche verfassungswidrige Agitation des Martin Sellner hinzuweisen, die aber für ein Verbot nicht ausgereicht habe, weil sie für die Zeitung nicht prägend gewesen sei. 

Verfassungswidrig (2): Ich habe einen Moment gestutzt: Wovon redet der Mann? Meint er Sellners Vorschläge zur Remigration? Ein Bürger, zumal ein ausländischer, muss bei seinen Äußerungen die Verfassung einhalten? Das ist Stoff des ersten und zweiten Semesters im Jurastudium. Nochmal und ohne Ironie: Die Forderung, Illegale außer Landes zu schaffen, um so das geltende Recht wieder ins Lot zu bringen, ist keine verfassungsfeindliche Agitation, sondern eine pure Selbstverständlichkeit, wenn man es mit dem Rechtsstaat ernst meint.

24. Juni 2025

Wem soll man noch glauben? Während gestern ein iranischer Raketenangriff auf den US-Stützpunkt im Golfstaat Qatar angeblich stattfand, der ebenso angeblich niemandem weh tat, ist sich US-Präsident Trump heute Nacht sicher, dass es innerhalb von 12 Stunden einen endgültigen Waffenstillstand zwischen dem Iran und Israel geben wird. Falls sich das als zutreffend erweisen wird, kann es nur bedeuten, dass die USA einen großen Bluff vorgeführt haben, um einen Propagandaausstieg aus dem Krieg zu generieren, da Israel keine weiteren Verluste mehr ertragen kann. Eine solche Gedankenkette klingt zu verrückt, um wahr zu sein.

Bluff (2): Falls Trump mit seiner Kriegsende-Ansage wieder einmal das Maul zu voll genommen haben sollte – was sich unabweisbar heute zeigen müsste –, ist sein Renommee als Dealmaker endgültig im Eimer.

23. Juni 2025

Dieses Bild stellte gestern Abend das Duo Verteidigungsminister Pete Hegseth und Stabschef Dan Cane vor, um den Luftangriff auf den Iran zu erläutern. Ob es der Wirklichkeit entspricht, muss man bestenfalls glauben, da es Bestätigendes aus anderen Quellen nicht gibt. Während die Herren noch vor der versammelten Presse im Pentagon dozieren, geht mir durch den Kopf, wie die westliche Welt wohl auf eine persische Drohnenattacke reagieren würde, mit deren Hilfe die beiden soeben ins Jenseits befördert wurden. Nicht, dass ich mir das wüsche, nein, ganz im Gegenteil, sondern nur um mir vorzustellen, wie es derzeit in den Köpfen der nichtwestlichen Welt angesichts der Tötung des iranischen Führungspersonals aussehen mag.

22. Juni 2025

Nun hat er es doch getan: Vermutlich zwischen 1 und 2 Uhr (MEZ) attackierten Tarnkappenbomber B 2 die unterirdischen iranischen Uran-Anlagen von Fordow mit bunkerbrechenden Bomben (GBU-57A/B). Die Aggression hatte sich angedeutet, nachdem vorgestern die B 2 aus Missouri in Richtung Nahost in Begleitung von Tankflugzeugen abgegangen waren und zudem Trump die US-Geheimdienst-Koordinatorin Tulsi Gabbart öffentlich mit dem Hinweis gedemütigt hatte, sie habe von der Atom-Rüstung des Iran keine Ahnung.

Attacke (2): In einer Ansprache an die Nation lobte sich Trump heute Nacht, dass die Anlagen von Fordow vollständig eliminiert seien (das Wort „ausradiert“ benutzte er nicht). Ob das stimmt, wird sich noch zeigen müssen.

Attacke (3): Die vier Musketiere im Bild. Einer redet wie üblich und drei sehen zu.

Attacke (4): Punktgenau brach der Führer Israels in Jubel aus und verstieg sich zur Behauptung, Trump habe eine geschichtliche Mission erfüllt. Bei solchem Gerede wundert es kaum, dass seine Presse-Sprechpuppen verlautbaren, als nächstes werde es Qatar und sodann als Endziel die Türkei treffen.

Attacke (5): Ich denke, es wird nützlich sein zu beobachten, wo die nächsten ballistischen Raketen aus dem Iran auftreffen. Dann wird sich schnell zeigen, dass es beim einmaligen Militärschlag von Trump nicht bleiben wird, weil die nächsten Klagelaute über den Atlantik schallen werden.

21. Juni 2025
Neuerliche Wende: Jetzt will sich Trump 2 Wochen Zeit nehmen, was er in Sachen Persien tun könnte. Das bedeutet: die Drohung bleibt im Raum, aber er will nicht. Jetzt wird’s doppelt riskant: a) für Bibi, weil dem die Luft ausgehen könnte, b) für Trump selbst, weil ein plötzliches und von wem auch immer ausgelöstes Großereignis seinem Zögern in die Schuhe geschoben werden wird.
Lesen bildet: Habe das Wort Bundesfamiliennachzugsministerium gelernt.

20. Juni 2025
Die Ermordung der Ajatollahs wird jetzt im Wertewesten ganz offen als gottesfürchtige Werk angepriesen. Mir geht durch den Kopf, dass der letzte Religionskrieg hierzulande 30 Jahre lang andauerte (1618-48). Hernach wusste keiner von denen, die ihn begonnen hatten, wenn sie denn überhaupt noch lebten, warum eigentlich dieser alles verheerende Dreißigjährige Krieg geführt worden war. In meinen Alpträumen sehe ich dies auch jetzt und hier. Sicher ist, dass dereinst kein Mensch mehr über die als Kriegsgrund ausgerufenen Atombomben-Anlagen des Iran reden wird, von denen mir schwant, dass es sich um ein propagandistisches Hirngespinst handelt.
Ajatollahs (2): Um nicht mutwillig missverstanden zu werden. Ich finden diese Leute zum K…n. Doch sie beherrschen nicht mein Land, jedenfalls noch nicht. Was im Übrigen nur denkbar wäre, wenn diejenigen, die unsere Grenzen vorsätzlich geöffnet haben, die Unterwerfung des deutschen Volkes ad ultimo vorantreiben. Merz und seine Berufskatholiken wirken derzeit auf mich, als wollten sie die Agenda der notorischen Rechtsbrecherin A.M. weiter vorantreiben.
Ajatollahs (3): Der Iran hat heute Nacht mindestens 30 ballistische Raketen auf Israel abgeschossen. Jetzt wird es offensichtlich: Die Angreifer hatten sich vor ihrem Angriff, der vor einer Woche begann, komplett verrechnet. Nun bekommen sie die Antwort in täglichen Dosen verabreicht, was zur Folge hat, dass ihnen die Munition der Raketenabwehr (Iron Dome) ausgeht.
Ajatollahs (4): Jetzt ist das Geschrei der Angreifer groß. Die Führer Israels sprechen, wenn die Gazetten richtig wiedergebe, von völkerrechtswidrig und von Kriegsverbrechen, nachdem gestern ein Krankenhaus zerbombt wurde und ein an Leukämie erkranktes Kind dort starb.
Ajatollahs (5): Nachdem diese aufgrund des Beschusses und der Drohungen von Trump nicht einknickten, gerät dieser nun in eine heikle Lage nämlich in die Zwickmühle der eigenen großzügigen Versprechungen, einerseits keine Kriege mehr zu beginnen, um die USA im Innern in Ordnung zu bringen, und andererseits seinem Freund Bibi N. helfen müssen. Es haben sich zwei Parteien innerhalb der Reps gebildet, die an Deutlichkeit nicht sparen: Die Konservativen um den prominenten Journalisten Tucker Carlson, der mühelos ein Millionenpublikum erreicht, und die Waffenlobbyisten um die Senatoren Ted Cruz und Lindsey Graham.
Ajatollahs (6): Der deutsche Medienmob hat zum Glück ein eigenes Thema. Man arbeitet sich am Chef der AfD ab, weil dieser sich gegen den aktuellen Nahostkrieg ausgesprochen hatte, denn der bringe keinerlei Lösung der dortigen Probleme und diene nicht den deutschen Interessen. Wie sagen die Wohlmeinenden auf neudeutsch? Das geht gar nicht.

19. Juni 2025
Da laufen zwei zu großer Form auf: Fritz der Kanzler und Roland Tichy. Fritz sagt, als der Don mit Blick auf den am Konferenztisch in Canada erscheinenden Selenskyj bemerkt: Wo-ist-denn-der-Putin?, mit Kriegsverbrechern setze er sich nicht an einen Tisch. Trump reist vorzeitig ab. Beidseits keine Großtat.
Fritz (2) sagt – ein Heldeninterview bei Mainstream nutzend –, durch die Bombardierung des Iran mache Israels Luftwaffe die Drecksarbeit für uns. Es geht hierbei, um es klar zu formulieren, um die Ermordung der politischen und militärischen Führer eines anderen Landes. Ist dem Fritz bewusst, wozu er hier aufruft und wie dünn das Eis ist, auf dem er selbst tanzt?
Fritz (3): Schützenhilfe erhält er von Roland T., dem Chef von TE. Der lobt den Fritz über den grünen Klee und schlägt einen Riesenbogen, dass sich die Bombardierung per Fernwirkung gegen die 68er-Linken in unserm eigenen Lande richte. Ihre Lügen bis hin zu Klima und allem anderen Trallala würden so unrettbar beschädigt. Man liest es und staunt. In den über 200 Leserbriefen tummeln sich kreuz und quer die Wohlmeinenden und blasen ihre Backen auf.
Nichts Neues im Osten: Der Russe rückt weiter vor, jetzt geht es um die Großstädte Sumy und Saporoschje. Wenn man klug ist, lässt man den Häuserkampf dort. Doch ich lese mit Misstrauen die Ankündigung des Kleinen Dicken aus Nordkorea, weitere Kampftruppen ins Feld zu führen.

17. Juni 2025
Warum amerikanische Präsidenten im Zivilkleide militärisch grüßen, war mir immer schon rätselhaft – irgendwie ein Verstoß gegen die Kleiderordnung. Deutsche Potentaten beschränkten sich seit den 1970er Jahren ab und an darauf, sich in einen Bw-Parka zu hüllen, um militärische Nähe zu zelebrieren. Meinen trug ich während der Studentenjahre, bis er in Fetzen fiel.
Militärisches (2) kommt offenbar wieder gut an. Paraden diesseits und jenseits des Atlantik. Die Trumps von hinten boten einen tollen Anblick. 

Trump (2): Den G 7-Gipfel in Canada hat er gestern Abend platzen lassen – vermutlich, weil es dort nichts Gescheites zu besprechen gab. Mit wem auch hätte es sollen? Selenskyj, der da war? Die weltwirtschaftlich interessanten Größen waren nicht am Start, das ist halt die wertewestliche Hybris.
Trump (3): Seine Aussagen zum Konflikt klingen irgendwie verquollen. Rückkehr an den Verhandlungstisch. Ja sicher, aber warum sollten die Perser das tun, wenn deren Feind in Jerusalem soeben die Tötung seines religiösen Oberhaupts angekündigt hat?
Trump (4): Nicht mit ihm, sondern mit Putin besprach sich, wenn die Gazetten nicht lügen, der türkische Großpascha. Offiziell boten sie Vermittlung an. Was sie sonst so besprachen, bleibt der Phantasie überlassen. Derweil geht das Töten und Sterben weiter.

16. Juni 2025
Es ist schwer zu sagen, was sich im Moment in Nahost tut. Beide Seiten minimieren in ihrem offiziellen Gerede, so gut es geht, ihre Verluste. Den israelischen Führer verstehe ich so, dass er weitermachen will, bis ein Regime Change in Persien erreicht ist. Und dann? Dann wird die übrige Welt, falls das gelingen sollte, feststellen, dass ein vom religiösen Wahn befreites Regime, für Israel erst recht zum tödlichen Problem wird. Woher ich das weiß? Weil sich am Grundkonflikt nichts geändert hat, der auf Landnahme beruht und auf vermeintlichen Rechtstiteln aus unvordenklich fernen Zeiten.

15. Juni 2025
Telefonat von Trump und Putin im Nahostkonflikt. Ob die Klartext miteinander reden?
Nahost (2): Netanjahu behauptet derweil, mit Unterstützung von Trump zu handeln. Das klingt nicht nach Deeskalation. Dass China die Unterstützung des Iran zusagt, auch nicht. Mir würde etwas fehlen, wenn jetzt nicht GB Flugzeuge nach Nahost entsandt hätte.

Nahost (3): Jetzt schlagen Raketen in Israel ein. Was hatten die denn so gedacht?

14. Juni 2025
Noch von gestern, Bomben (5) auf Teheran. Oder auf Neudeutsch: dem Zeller sein Kommentar:

Bomben (6) auf Teheran: So wie ich es gestern Nacht gemutmaßt hatte, waren tagsüber in D die Kommentare. Ich sage nur dies: Wissen die deutschen Wort-Heroen, die strikt nach jeweiliger Gesinnung für die eine oder die andere Seite Partei ergreifen, eigentlich, in welchem sicherheitspolitischen Vakuum sich unser eigenes Land befindet? Ich denke nein, denn sie wissen ja sonst auch wenig bis nichts.
Bomben (7) auf Teheran: In den Medien des Wertewestens ist von einem Enthauptungsschlag die Rede, weil man führende Militärs und Wissenschaftler des Landes getötet hat. Das Verb „ermorden“ findet in diesem Zusammenhang keine Verwendung. Ich betrachte mit Interesse die Gesichter der Ermordeten. Sie wirken auf mich erstaunlich intelligent und zivilisiert. Jetzt kann ich darauf warten, dass man mir eine frivole Sympathie mit dem Mullah-Regime unterstellt. Dass ich dieses unbegreiflich, ja schauerlich finde, wird man mir als Schutzbehauptung auslegen, jetzt wo militante Aggressivität Plicht ist. 
Bomben (8) auf Teheran: Ich wage die Behauptung, dass der Schlüssel für den Großen Krieg in Ankara liegt. Wird dortzulande der Krieg zwischen Jerusalem und Teheran als vortreffliche Gelegenheit angesehen, die sog. fortschrittlichen Rebellen in Syrien von der Leine zu lassen, dürften in Israel die Lichter ausgehen. Ich habe keinen Schimmer, ob diese Annahme realistisch ist. Schließlich bin ich nicht der türkische Großpascha. 
Bomben (9) auf Teheran: Die Stellungnahmen aus dem offiziellen Amerika sind denkwürdig gespalten. Während Top-Politiker der an der Macht in den Gesetzgebungsorganen befindlichen Republikaner sich offen auf die Seite Jerusalems stellen („we pray for Israel“), versuchen der Außenminister und sein Chef das Land in ein Nichtbeteiligten-Gewässer zu steuern.
Bomben (9) auf Tel Aviv: In den heutigen frühen Morgenstunden gab es Raketeneinschläge in der City, nachdem zunächst mitgeteilt worden war, dass mit Hilfe der israelischen Luftabwehr genau dies verhindert worden sei. Die US-Regierung gibt bekannt, dass sie bei der Raketenabwehr Iron Dome Beihilfe geleitet habe. Soviel zur Nichtbeteiligung der Trump-Regierung. 

Bomben (11) auf Kiew und anderswo: Ich brüste mich keineswegs damit, dass ich vorausgesagte, Russlands Führung werde jetzt die ruppigsten Raketen- und Drohnenangriffe auf Städte in der Ukraine durchführen lassen. Das schien ihr notwendig zur eigenen Gesichtswahrung, nach den ukrainischen Drohnenattacken vom vergangenen Wochenende tief nach Innerrussland hinein. Jedoch: Jede Bombe, die beispielsweise in Charkow einschlägt, wird nach dem einstigen und von mir dringend herbeigewünschten Ende des Waffeneinsatzes eine tatsächliche Befriedung des Landes und der darin inkorporierten Großstadt in eine unermesslich fernere Ferne rücken. Ich denke mal, die russische Führung weiß um dieses Dilemma. Die Göttin des Krieges ist eine Hure.

13. Juni 2025
Israel hat heute Nacht (MEZ) eine noch unbekannte Vielzahl von Zielen im Iran bombardiert. Seine Offiziellen verbreiteten die Nachricht, dass sich dieser Angriff gegen das iranische Atomwaffen-Programm richte und so lange fortgesetzt werde, wie diese existentielle Gefahr für Israel bestehe.
Bombern (2) auf Teheran: US-Stellungnahmen betonen, dass die Amerikaner mit diesen Bombardements nichts zu tun hätten. Vorsorglich werde allerdings alles entbehrliche Personal aus den Botschaften im Nahen Osten abgezogen.
Bomben (3) auf Teheran: Stelle mir vor, dass in D im Laufe des Tages das Geplärre über die Rolle Israels wieder einen traurigen Höhepunkt erreichen wird. Dabei besteht in erster Linie die reale Gefahr, dass wir an der Schwelle eines Weltkrieges stehen, für dessen Auslösung es in der übrigen Welt kaum Zweifel geben wird – vor allem in Staaten nicht, in denen das Existenzrecht Israels keinen Wert an sich darstellt.
Bomben (4) auf Moskau: Verteidigungsminister Pistorius erklärte gestern in Kiew, dass die Ukrainehilfe weitergehe, aber es werde keine Taurusse geben. Weiß Fritz der Kanzler das auch schon? Mir war aufgefallen, dass er in den vergangenen Tagen bei diesem Thema von Verschlusssache raunte. Jetzt ist es offenbar keine mehr. Bleibt die Frage, was zu diesem erstaunlichen Sinneswandel geführt haben mag. Ich tippe auf handfeste Tipps aus Washington, deren Grundlage wiederum handfeste Tipps aus Moskau waren.

11. Juni 2025
Der Chef des Bundesnachrichtendienstes Bruno Kahl wird so zitiert: a) Das ganze russische Volk stehe hinter der Kriegspolitik von Wladimir Putin: „Wir haben den Eindruck, dass das gesamte russische Volk bereit ist, Putin zu folgen, dass dieser Krieg notwendig ist, dass die böse Nato der Aggressor ist.“ Das liege b) daran, dass die russischen Medien nur diese Meinung verbreiten würden. Soso. Bleibt die Frage, was eigentlich die von uns mit viel Steuergeld gepamperten Einflussnahme-Einrichtungen (Radio Liberty und Genossen) so treiben, wenn Kahls unter b) mitgeteilte Folgerung stimmen sollte.
Der böse Putin (2): Da mag das Bundesamt für Verfassungsschutz nicht zurückstehen. Unter dem Titel Gefährdung durch russische Spionage, Sabotage und Desinformation. Momentaufnahme und Einordnung teilt das Amt dem erschrockenen Leser mit, dass die Dienste aus dem Osten bei uns ihr frivoles Handwerk treiben und zwar „verstärkt“. Besonders gravierend sei die Einflussnahme auf Wahlen. Doch Vorsicht, als Robert der Denker die schönen Frau vom BSW das russische Sponsoring öffentlich unterstellte, ließ diese ihm das verleumdende Gerede auf dem Rechtswege untersagen. Merke: die Berufung auf die eigenen Dienste, zumal das BfV, ist nichts, auf was sich Gutmensch verlassen sollte.
Der böse Putin (3): Das BfV-Werk enthält zur Illustration des feindlichen Tuns eine Toolbox Russland. Darinnen sind den Autoren seltsame Aussagen gelungen. Da, wo man die Ziele der Angreifer beschreibt, spricht das Amt von Schutzzielen in Deutschland. Das war mir neu. Aber es ist auch Lustiges vermerkt. So nennt man das üble Tun der Hacker Hackivisten.
Ach ja, der Osten: In Leipzig begann gestern die mündliche Verhandlung in Sachen Compact-Verbot vor dem Bundesverwaltungsgericht. Gewundert habe ich mich über den Mann im Zuschauerraum mit der FDP2-Maske (der Nahbeobachter des BfV?).
Der Osten (2): Die Mitteldeutsche Zeitung macht gegen die in Halle für den 8./9. November 2025 geplante Buchmesse mobil. Ihr sind Sätze eingefallen, die man aufheben sollte „Halles Stadtgesellschaft, von Vereinen und Verbänden über Kirchen und Gewerkschaften bis zur Politik, ist geübt darin, Rechtsextremisten in die Schranken zu weisen. … Ein Treffen von Verlagen und anderen Akteuren des rechten Spektrums in der Stadt eines antisemitischen und rechtsextremen Attentats – das ist instinktlos und provokant zugleich“. Wer sind denn zum Teufels Namen diese Rechtsextremisten? Vermutlich du und ich. Man muss den Namen des Schreiberlings nicht kennen. Es genügt, sein Gesicht zu betrachte. Voilà:

Im Osten (3): Ist das echt? fragt der Mann am Lagerfeuer (Achtung Meldestelle: Lagerfeuer ist gesicherter Rechtsextremismus, Hetze und alle diese gesicherten Sachen, die mir im Moment nicht einfallen wollen), indem er auf das winzige grün-silberne Einzelkämpferabzeichen aus Metall an meinem Revers deutet. Ich: Nein, das echte ist aus Stoff. Er: Und das haben Sie? Ich: Zweifel? Er (sucht nach Worten): Sie sehen nicht so aus. – Das ist ein guter Auftakt, wir sprechen über die Streitkräfte. Die in der Nähe stehenden Frauen nehmen Abstand. 

9. Juni 2025Beim vorgestrigen Besuch des Globus in Isserstedt bei Jena finde ich in der Intelligenzabteilung 4 Autobiographien vor, die von Papst Franziskus, Gott hab ihn selig, die von Barack Obama und zwei auf dem Ramsch. Davon erwerbe ich eine für 4,99 €: Samuel Meffire: Ich, ein Sachse. Mein deutsch-deutsches Leben. Es geht um einen in der DDR geborenen Mischling. Nebenbei, dass Dresden-Prohlis, Prohlis heißt, habe ich schon immer witzig gefunden.
Autobio (2): Ich lese heute Morgen in das Buch hinein, gerate rasch ins Blättern und lege es dann auf den Stapel „vergiss es“. Die drei anderen hatten es erst gar nicht bis in die Nähe des Einkaufswagens geschafft: Ein toter Papst, zumal einer unseres Jahrhunderts, liegt weit außerhalb meiner Interessen, der Ex-Präsident der USA ist auch nicht gerade mein Fall, jedenfalls nicht bevor diese Memoiren auf dem Ramsch landen, und das dritte Buch schließlich stammte von einer Leutnantin zur See mit orientalischem Äußeren. Ich las, an den Ramschtisch gelehnt, im Schnelldurchgang und entschied mich, dass eine Suada über Neonazismus in der Bundeswehr nichts ist, was ich im Moment nicht entbehren könnte (doppelte Verneinung = komplizierter Gedanke).
Autobio (3): Bei soviel unkorrektem Tun amüsiert mich die Vorstellung, dass eine von Steuergroschen lebende Hochbegabte mit Hilfe ihrer rassistischen Vorurteile bemerken könnte, dass ich hier mehrere mehr oder weniger Farbige aus meinen momentanen Betrachtungen von fremden Selbstdarstellungen ausgeschlossen hätte – ein klarer Verstoß gegen die universell geltenden Menschenrechte oder so. Da gibt’s nur eins: Meldestelle.
Autobio (4): Bei der Wendung „da gibt’s nur eins“ klingelt es mir soeben im Ohr. Auftritt des Kompanie-Feldwebels meiner Muschkoten-Zeit. Der wortmächtige Mann nutzte diese Wendung unter Hinzufügung eines einzigen Hauptwortes. In meinem Fall war es regelmäßig „Friseur“. Wenn er einen schlechten Tag hatte, verkürzte er den Befehl auf den Text „Nur eins, Friseur“.

8. Juni 2025
Die Mafia lebt. Kaum ist es den Deutschen gelungen, mit einer zittrigen Wahlentscheidung die größten Querschläger aus den Ämtern hieven zu lassen, tummeln dies sich dank der verdeckten Einflussnahme des berühmten Herrn Irgendwer weiterhin im deutschen Namen auf der Weltbühne. Baerbock, Habeck und Lauerbach sind hierbei nur die Spitzen der Eisbergs, der über den Atlantik segelt – streng klimaneutral, versteht sich.
Mafia (2): Die für die Flutung des Landes zuständigen kriminellen Organisationen unterlaufen vor aller Augen die Reste des bereits verkrüppelten Rechtssystems. Dass dergleichen, wie sich nun zeigt, von Sumpfgewächsen in Brüssel gesteuert wird, wundert eigentlich niemanden. Man nimmt die Geldflüsse schulterzuckend zur Kenntnis.
Mafia (3): Die EU ein Friedensprojekt aus den 1950er Jahren? Heute wohl kaum, wenn denn je.
Aber auch dieses: Trinke bei Freunden auf der Terrasse bei deutlich zu warmen 14 Grad deren selbstgebrauten heißen Pfefferminztee. Das Gespräch hüpft hin und her. Um dem über den Krieg den Garaus zu machen, behaupte ich frech, die Ukraine werde noch in diesem Jahr kapitulieren. Doch das Gewünschte tritt nicht ein, alle reden gleichzeitig, bis ich mir wieder Gehör verschaffe: Wenn ich nicht recht habe, gebe ich einen aus, wenn aber doch, dann erst recht. Das findet Zustimmung. 
Pfefferminztee (2): Danach reden wir über Leute von nah und fern und lachen viel. Es bleibt einstweilen dabei: der Krieg ist woanders.

7. Juni 2025
Ein Blick auf die zahlreichen sich fortbewegenden Gefechtshandlungen in der Ukraine weckt den Verdacht, dass der gesamte Frontbogen in ein kaum noch aufzuhaltendes Rutschen gerät, was durch Angriffshandlungen, die über die nördliche Grenze zu Russland erfolgen, ergänzt wird.
Ostfront (2): Die Töne aus Moskau, was einen möglichen Einsatz der Taurusse Richtung Russland anlangt, werden vielstimmig ruppiger. Fritz der Kanzler eiert. Das wäre dann also, wenn er die Lieferung stoppt, sein letztes bislang noch nicht gebrochenes Wahlversprechen, was er nun ungeschehen machen will. In diesem einen Fall wäre es ihm nicht übel zu nehmen.
Ostfront (3): Die Lage auf der Ostsee eskaliert, nachdem sich Estland per Gesetz selbst ermächtigt hat, gegen die russische Schattenflotte gewaltsam vorzugehen. Jetzt sind die Leute entsetzt, dass der Russe angekündigt hat, seine Tanker mit Kriegsschiffen zu eskortieren. Man kann die Uhr danach stellen, wann dort der erste scharfe Schuss fällt.

6. Juni 2025
Fritzens Auftritt im Oval Office gestern war eine mehrgliedrige Peinlichkeit. Während Trump davon sprach, der Sinn des Besuchstermins sei es, zum einen mit den Deutschen gute Geschäfte zu verabreden und zum anderen mit deren Unterstützung, den Krieg in der Ukraine zu beenden, redete Merz davon, dass Deutschland mit ganzer Kraft an der Seite der Ukraine stehe, bis der russische Herrscher eingelenkt habe.
Peinlich (2): Merz lenkte in einem Zwischenruf die Aufmerksamkeit auf das morgige (sprich: heutige) Datum (6. Juni 1944 = D-Day = die Landung der Anglo-Amerikaner in der Normandie), um dem stutzenden Trump , als dieser brummelte „na ja, für Sie keine Freude“, devot zu erläutern, wie wichtig für ihn die Befreiung vom Nazitum durch die US-Amerikaner sei, die dieser Tag für ihn symbolisiere.
Peinlich (3): Ansonsten saß der Deutsche die geschlagenen 45 Minuten wie eine Staffage vor dem Kamin, da sich die versammelte Presse nur für inneramerikanische Themen, wie das jüngste Steuer- und Wirtschaftspaket und Trumps Streit hierüber mit Elon dem Wunderkind interessierte. Trump fand den nunmehr ehemaligen engen Freund enttäuschend (disappointing).
Peinlich (4) sind deutsche Mainstream-Kommentare über den Auftritt, wonach Merz dem Meister die Meinung gegeigt habe. Gelegenheit war durchaus, doch wann mag das passiert sein? Mir fiel lediglich auf, dass Trump über Fritzens kurze Bemerkung zur Ukraine-Unterstützung unkommentiert hinwegging, während Vize Vance in seinem Sessel für Sekunden die entspannte Haltung aufgab und sich nach vorne beugte und Außenminister Rubio unruhig hin und her rutschte. Doch es blieb friedlich dank der Ignorierung des Deutschen durch den Chef.In dessen Kopf hatten die Deals Vorrang.

4. Juni 2025
Was den Schweizer Bürger demnächst zur Entscheidung vorgelegt wird. Bei uns undenkbar. Undenkbar?

Undenkbar (2): Eine unzuständige Kammer des Berliner Verwaltungsgerichts lässt drei abgewiesene Somalier einreisen. Undenkbar? Nicht in Berlin. Dass der Vorsitzende ein grüner Aktivist ist, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.
Undenkbar (3): Die Koalitionäre des niederländischen Wahlsiegers haben diesen wochenlang in Sachen Massen-Migration auflaufen lassen. Und jetzt? Hat Wilders halt die Koalition platzen lassen. Nun müssen die Wähler wieder ran.
Undenkbar (4): Bislang jedenfalls, die Kertschbrücke wegzusprengen. Eine Tonne Sprengstoff beim Unterwasserangriff des ukrainischen Dienstes unterbrach gestern den Verkehr für 4 Stunden.

3. Juni 2025
Eine zweite ukrainisch-russische Verhandlungsrunde in Istanbul dauerte diesmal nur eine einzige Stunde. Sie brachte den beabsichtigten Austausch von Gefallenen. Sonst nichts. Die Türken drückten es diplomatisch aus: Es sei nichts Negatives dabei herausgekommen. Nur der kleine Mann aus Kiew schwelgte in Angeboten, die der böse Wlad ignoriert habe. Fest steht, die Russen bleiben beim Njet zu anhaltenden Waffenstillstandszusagen. Es hat sich also nichts geändert.
Ostfront (2): Es hat am Wochenende weit nach Sibirien hineinreichende Drohnenangriffe auf Militärstützpunkte gegeben. Tausende Kilometer von der Front entfernt, können die Drohnen nur durch Sabotagetrupps entsandt worden sein, die im tief im Feindesland operierten. Das war der erst spektakuläre Erfolg ukrainischer Kriegsbemühungen seit der letztlich misslungenen Offensive Richtung Kursk im August des Vorjahrs. Ich nehme an, dass wir alsbald von einer drastischen Antwort hören werden.
Ostfront (3): Die Stichwahl zum neuen polnischen Präsidenten am Wochenende brachte gestern nach offenbar mühseliger Auszählung des knappen Ergebnisses, den Sieg des nationalpolnischen Kandidaten, der als Tusk-Gegner angetreten war. Das Ergebnis stieß bei Mainstream auf offene Ablehnung, da man auf den Tusk-Mann als sicheren Sieger gesetzt hatte. – Trump gratulierte. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Für Deutschland wird die Einkreisung enger.

2. Juni 2025Ein Ausflug in den Bregenzer Wald lehrt den Fahrer notwendige Schlangenlinien zu fahren. Die Mühe der Anreise nach dem dortigen Schwarzenberg lohnt, denn Ziel ist das Angelika Kauffmann-Museum, das zu finden dem Fremden nicht eben leicht gemacht wird. Beherzt hole ich auf hochdeutsch Auskunft bei einer jungen, soeben aufs Rad steigenden Eingeborenen. Muscht du bis zum Kirchturm gehe, dann kukscht, dass du links davon die Feuerwehr findscht. Dann bischt fascht do. Es stimmt.
Angelika (2): Das Museum birgt zweierlei: zunächst einmal das Leben im 18./19. Jahrhundert in dieser Fernab-Region in niedrigsten Stuben und das schreckliche Dasein der Schwabenkinder, die als überzählige Esser fernab zur Arbeit nach Norden geschickt wurden. Ein Pflichtbesuch für alle Schneeflocken unserer Tage würde vielleicht dem einen oder anderen nützlich sein, um den eigenen Paradieszustand zu erahnen. Ob’s hülfe? Wer will das wissen.
Angelika (3): Die derzeitige Ausstellung zur namensgebenden Malerin ist A.K. und die Mode bezeichnet. Sie zeigt die von der Star-Künstlerin kreierte Marotte, ihre reichen Auftraggeber in den Kleidern vergangener Epochen darzustellen. Mit Staunen betrachte ich den Faltenwurf. Fast ist man versucht, die Gesichter der Portraitierten nicht zu beachten.
Angelika (4): Sie war zudem eine Meisterin des Selbstportraits. Ich kann mich gar nicht sattsehen an diesen Momentaufnahmen aus dem Leben dieser schönen und geradezu revolutionär erfolgreichen und selbständigen Frau. Dass sie in England in ihrer ersten Ehe auf einen Heiratsschwindler hereinfiel, registriere ich für meinen So-spielt-das-Leben–Fundus.
Angelika (5): Der Besuch in der Ortskirche bietet das Erwartete und auch Überraschendes. Erwartet waren nach Lektüre des Reiseführers die Kirchenausmalung durch Vater und Tochter Kauffmann, nicht hingegen der Kult um die Selige Ilga, deren Knochenreste hinter Glas angebetet werden können. Man kennt ihren Todestag, weiß aber nicht, ob sie tatsächlich gelebt hat. Das nenne ich zur recht ein Wunder. Eine Ilga-Biographie, die zu erwerben ich mir nicht verkneifen kann, klärt mich über weitere Details der Angebeteten auf. Ihr bemerkenswertes Tun war der Transport von Wasser in ihrer Schürze. Als sie auf dem Weg von der Dorfquelle zu ihrer Einsiedelei davon einiges unterwegs vergoss, entsprang an der Stelle eine Heilung bringende neue Quelle. Das fanden die Leute natürlich wunderbar und tun es heute noch. Als sie starb, fingen im Ort die Kirchenglocken von selbst zu läuten an. Die Kirche, so schreibt etwas spröde der Ortschronist, Mesner und Biograph habe seinerzeit noch gar nicht existiert. Ich lese auch dies mit Staunen bei einem Erdbeerkuchen im Freien, nachdem ich mich vom Küster über die Beerdigungsbräuche habe instruieren lassen. Die Toten werden wg. des Platzmangels auf dem Kirchhof eingeäschert, was mich in dieser strikt katholischen Gegend etwas überrascht, aber wieder mal vom Pragmatismus der Mutter Kirche überzeugt.

1. Juni 2025Eine Vitrine im Wohnraum stehen zu haben, so lerne ich gestern Abend aus vertrautem Munde, ist Ausdruck des Hangs zum Kitsch. Dieser wird nur noch durch deren Inhalt gesteigert. Meine stand nur wenige Tage an genanntem Ort, dann verschwand sie – worüber ich jetzt natürlich erleichtert bin – wieder. Mit ihr wurde meine Leuchtturm- und Diktatorensammlung dem längst nicht immer wohlwollenden Auge des Besuchers wieder entzogen. Ich muss also niemandem mehr erklären, woher ich Stalin, Churchill, den Führer und den Duce habe, und warum der Italiener und der Brite viel größer sind als alle anderen.
Churchill (2): Zu meinem Missbehagen ist der liebevoll gepflegte Rote Pfeil der Schweizerischen Bundesbahnen nach Churchill benannt, mit dem ich gestern die das grüne Voralpenland der Ostschweiz durchkreuzte, über welche die gelehrten Eingeborenen Debatten führen, ob es eigentlich geographisch die Nordschweiz sei. Verkneife mir Bemerkungen, dass ich diese Zugbenennung ähnlich geschmackvoll finde, als würden wir heutzutage die A 9 als Straße des Führers bezeichnen. Wir könnten uns dabei auch, wenn wir etwas lockerer wären, auf unsere Freunde aus Italien berufen, in deren Hauptstadt ich auf der Ponte Duce wandelte.
Churchill (3): So lausche ich einem ernsten Vortrag – zum Glück ist er kurz – eines halbjungen Historikers, der darüber aufklärt, warum diese Zugtaufe wg. des im Jahre 1946 erfolgten Besuch Churchills in der Schweiz geschah. Er, der Historiker, verstieg sich zur Bemerkung über die außerordentliche Beliebtheit des Mannes, der den wackeren Schweizern ein Vorbild an Durchhaltewillen gewesen sei. Seinen entscheidenden Anteil am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erwähnte der Vortragende nicht, natürlich nicht. Auch nicht, dass der beliebte Mann just soeben von seinen Briten mit Pauken und Trompeten abgewählt worden war, weil sie von ihm Schnauze gestrichen voll hatten, wie man so sagt.
Churchill (4): Die Aufzeichnung der Sonntagsrunde des Radiosenders Kontrafunk, zu der eigentlich eingeladen worden war, ging als unverständliches Gemurmel vorüber, weil die Technik, die man aufgeboten hatte, nicht auf die Zuglautsprecher übertragbar war. Das Publikum nahm’s erstaunlich gelassen und unterhielt sich stattdessen prächtig bei gutem Essen und professionellem Service an den engen Vierertischen. Ich auch.
Churchill (5): Ich lernte eine neue Art des Wiedererkennens kennen. Nicht das Aussehen sorgt dafür, sondern der Name nebst zugehöriger Stimme. Nun gut, man bewegte sich hier unter einem notorischen Radiopublikum. Lustige Erfahrung.

31. Mai 2025Während Mme. Weidel bei den europäischen Konservativen in Budapest gefeiert wird, reise ich durch das südwestliche Deutschland, um dort zuzuhören und zu reden. Alles wirkt beschaulich-behaglich. Der Gesprächston ist gesittet, wie ich ihn schon länger nicht mehr vernommen habe. Ich habe Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass die Leute hier etwas anderes als die CDU wählen könnten, denn sie halten diese für konservativ.
Konservativ (2): Das bestätigt mein sein Jahr und Tag gepflegtes Vorurteil, dass konservativ als politische Programmaussage nichts bedeutet. Es ist eine Wohlfühl-Leerfloskel ohne greifbaren Inhalt. Vor allem fehlt die Stoßrichtung, welche von der politischen Linken gepachtet zu sein scheint.
Konservativ (3): Wenn die jetzige, an der Macht befindliche Gesellschaftsschicht alles in ihrer Macht stehende tut, um an derselben zu bleiben, so nenne ich das konservativ (= nichts bewegt sich, was man früher nicht ohne Grund den Beamten nachsagte).
Konservativ (4): Bevor die sog. sich selbst so nennenden Konservativen ihre Angst nicht überwinden, irgendwer könnte Anstoß nehmen, werden sie bleiben, was sie sind: bedeutungslos. Insofern wirkt Weidels in Budapest erfolgte Ansage, dass die Euro-Globalisten abgeräumt werden müssen, anders, als die meisten Leute sich das Reden eines Konservativen vorstellen. Lachhaft ist, was die Leserbriefe auf diversen Blogs hierzu dozieren. Führend wie stets: Tichys Einblick. Hier liest man im Originalton, warum sich in D nichts ändern kann.
Konservativ (5): Mich erheitert die Vorstellung, wie diese Parterre-Akrobaten reden und schreiben werden, wenn sie unter eine robuste Führung geraten. Dann werden die meisten schon immer dieser oder jeder Meinung gewesen sein. Jetzt hingegen erschöpfen sie sich in hitzigen Debatten, ob A.H. ein Linker gewesen sei.

28. Mai 2025
Über Nacht ist das jüngste Senioren Arkrützel von Bernd Zeller in meinen elektronischen Briefkasten eingeworfen worden. Daraus raubkopiere ich das hier:

Leugner (2): Der amerikanischen Presse entnehme ich, dass Fritz der Kanzler sich am Montag via Interview dahingehend festgelegt hat, dass die Ukraine von ihm die Genehmigung erhalten habe, „westliche Waffen“ bis tief nach Russland hinein gegen militärische Ziel zu verwenden. – Falls die Aussage das bedeutet, was jedermann darunter verstehen muss, werden uns die Russen bald mitteilen, wann und wo das geschehen ist. Diese Mitteilung dürfte rabiater ausfallen, als deutsche Claqueure sich das vorzustellen belieben. – Gemeint sein kann nur der Taurus, den er bereits im Wahlkampf in aller Öffentlichkeit versprochen hatte. Doch darüber will er jetzt öffentlich nichts sagen.

Leugner (3): Bei der Gelegenheit nahm ich aufgrund einer unerbetenen Zusendung seit Jahren mal wieder zur Kenntnis, was der Chef der Jungen Freiheit Dieter Stein zum deutschen Aufrüstungsverhalten so meint. Nämlich dieses hier: „Natürlich ist entscheidend, dass nicht Hasardeure im Amt sind und Deutschland verantwortungslos in kriegerische Konflikte führen. Und darüber kann man sich hin und wieder natürlich streiten. Aber ich sehe das momentan nicht der Fall.“ – Da ich mir vor eben jenen Jahren fest vorgenommen hatte, zur JF nichts mehr zu sagen, belasse ich es bei dem Zitat.

26. Mai 2025
Alles, was man von der Ostfront angeliefert bekommt, verdient das Fragezeichen des Unbestätigten. Das liegt nicht zum wenigsten daran, dass sich viele im Brustton der Überzeugung äußern, die auf den tatsächlichen Fortgang keinen Einfluss haben. Mir erscheint es trotz größter Skepsis so, dass die Russen jetzt in einer Art und Weise Ernst machen, die keinen Zweifel mehr zulässt, dass sie allein die Initiative innehaben. Ich folgere, dass es nur der Mann im Kreml sein wird, der über das Kriegsende bestimmt.
Ostfront (2): Von den Staatslenkern hören wir in den Ansagen von Putin eine ungewohnte Härte, aus den USA (Trump und Vance) Töne der Drohung, vor allem in Richtung Europa, und vom Quarteto fantástico (Macron, Starmer, Tusk und Fritz der Kanzler) Ansagen aus Absurdistan, denn sie wollen den bösen Putin zum Waffenstillstand zwingen, um eigene Truppen ins Land schicken.
Ostfront (3): Der russische Vormarsch am gesamten Frontbogen hat sich seit Mitte Mai deutlich beschleunigt. Es sind jetzt mehrere Kilometer am Tag im Schnitt.
Ostfront (4): Am jetzt vergangenen Wochenende hat es den größten Raketen- und Drohnenangriff gegen Ziele in der Ukraine gegeben. Über die Auswirkungen lässt sich wie üblich nichts Verlässlichen feststellen.
Ostfront (5): Nachdem sich Fritz der Kanzler laut Bild in der vergangenen Woche telefonische Ohrfeigen von Trump eingehandelt hat, droht Merz jetzt, nachdem sich US-Investoren für die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream starkmachen, mit dem endgültigen Aus für die Röhren. Fragt sich der Laie: Lebt der Mann hinter dem Mond, oder welche spezielle Sorte von US-Interessen vertritt er hier in diesem Fall? Und was, um Himmels Willen, denkt sich sein bisheriger Spannmann Kretschmer aus Dresden, der plötzlich über eine Wiederinbetriebnahme mit dem Russen reden will? Peilt er bereits das Morgen nach Merz an? Auch fiel mir auf, dass Sachsen bislang nicht an der Ostsee liegt. 

Ostfront (6): Der Angriff aus dem Orient auf das eigene Land hat mit dem Russen bislang nichts zu tun. Das Desaster haben wir dank der Führerin und ihrer Nachfolger selbst eingefädelt. Die Zahl der Messertoten steigt.

25. Mai 2025
Wasche mit der Hand eine weiße Schale mit hellblauem Meeresgetier-Dekor ab, auf der ich den Gästen geräucherte Forelle angeboten hatte. Hierbei geht mir durch den Kopf, dass ich sie bei einem Wiener Porzellan-Händler entdeckt hatte. Der wollte sie mir nur mit sichtlichem Widerwillen verkaufen, da sie zu einem umfangreichen 94-teiligen Ensemble in ebenjener Aufmachung gehörte, dass er zum Abverkauf ausgezeichnet hatte. Ich sah sein Zögern und bot ihm an, die Schale zurückzunehmen, damit er das Service in toto verkaufen könne. Da traf mich dieser tausendjährige habsburgische Blick, eine Mischung aus Mitleid und Herablassung, wie man ihn nur in Wien antreffen kann.
Des Morgens (2): Lese in wenig schmeichelhafter Absicht die ersten 30, 40 Seiten aus dem Bildnis des Florian Gray, in einer schmucken Gesamtausgabe von Oscar Wilde, die zu kürzlich zum Geschenk erhielt. Eine derartige dichte Sammlung von Zynismen findet man nur selten: Natürlich-sein ist bloß Pose, und die irritierendste, die ich kenne. | Meine Frau bringt ihre Rendezvous nie durcheinander, ich immer. | Ja, sie ist in allem ein Pfau, bis auf die Schönheit. | Ganz vergessen, was er so tut – fürchte, er tut gar nichts – ach doch, spielt Klavier. | Ich habe volles Verständnis für die Wut des englischen Volkes auf das, was man dort die Laster der Oberschicht nennt. Die breite Masse meint, dass Trunksucht, Dummheit und Unmoral eigentlich ihre Domäne ist, und jeder, der sich zum Esel macht, in ihrem Revier wildert. | Soviel davon. Auf mich hinterlässt die Lektüre einen merkwürdigen Eindruck. Mein Interesse an der Handlung tritt völlig hinter dem Vergnügen an den Reiz-Sentenzen zurück, doch mein Interesse am Mehr weicht allzubald dem Genug und Zuviel.

21. Mai 2025
Trump ist mit Erfolg beschäftigt. Er hatte das Symbol für den Golden Dome, das Raketenabwehrsystem für den nordamerikanischen Subkontinent auszuwählen. Sicher ein befriedigenderer Moment als das zweistündige Telefonat mit dem bösen Wlad.
Erfolgreich (2) ist der Inhaber einer Werkstatt am Stadtrand von Gera, der gelbe VW-Transporter (Diesel) der Deutschen Post für den Weiterverkauf aufmöbelt. Auf seinem Hof stehen ungezählte Ersatzteilspender derselben Herkunft. Ich frage ihn, wo plötzlich die vielen Autos herkommen. Er: Die Post rüstet auf E um. Ich: Ich denke, die haben ihren Eigenversuch gerade wg. Unbrauchbarkeit aufgegeben. Er: Stimmt, aber die rüsten jetzt auf Mercedes um. Ich: Und Sie? Rüsten Sie auch auf E um? Er: Wozu? Ich gehe in 10 Jahren in Rente.
Erfolgreich (3): Als ich sein Kontor betrete, liegt da die ungeöffnete Bild auf dem Schreibtisch. Mir geht durch den Kopf, dass C. mich vor einigen Tagen fragte, ob ich ihr einen von deren Lesern zeigen könne. Ich hatte verneint, jetzt kenne ich einen.

18. Mai 2025Vom Kriege: Die bilateralen Verhandlungen Ukr-Rus wurden Freitag nach anderthalb Stunden mit einem Gefangenenaustausch-Deal beendet (1000 zu 1000). Und sonst? Und nichts. Das West-Konzept – erst Waffenstillstand, dann verhandeln – ist nicht aufgegangen. Es überhaupt zu versuchen, erwies sich nach Minuten als weltfremd, denn die Russen unter Wladimir Mendinskij sagten schlicht Njet – erst anerkennen des Gebietsverlusts, dann weiterverhandeln.
Vom Kriege (2): Zum Abschied des Treffens, dessen Konferenzsprache russisch war, sagten die Russen: Beim nächsten Mal wird es nicht mehr um vier, sondern um acht (?neun) Provinzen gehen. Die in der US-Presse veröffentlichten Kartenskizzen zeigen an, worauf es angeblich hinauslaufen soll: Die zusätzliche Inkorporierung der Oblaste (von Nordost nach Südwest) Charkow (und ?Sumy), Dnjepropetrowsk, Nikolajew und Odessa.

Vom Kriege (3): An drei neuen Stellen des Frontbogens hat der Russe großräumige Kesselschlachten in Vorbereitung.
Vom Kriege (4): Derweil sich übt der Freistaat Bayern (oder ist das der Bund?) in der Kriegführung gegen die deutsche Bevölkerung. Ausreiseverbot von 8 Identitären. Selbstredend abgenickt von der weiß-blauen Justiz.

17. Mai 2025In Potsdam tritt die Innenministerin zurück, weil sie den Verfassungsschutzchef (CDU) feuerte, weil der, wie es so schön heißt, die AfD im Alleingang hochstufte. Versteht das einer? Bei dem ganzen Gequatsche der letzten Tage über das, was der Politmediale Komplex „die Einstufung“ nennt, fiel mir auf, dass niemand die Frage diskutiert, ob der Verfassungsschutz das überhaut darf. Anders gefragt: Wo ist die einschlägige gesetzliche Befugnis? Hier die Antwort: Nirgends.
Entlassung (2): Dieser Leserbrief fiel mit heute Morgen bei Tichy auf: „Und wieder sind es Zeitungen aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrink, die sich als Kampagnenreiter beteiligen. Ich habe seit den Ereignissen der vergangenen Woche mein Abonnement des Spektrum der Wissenschaften gekündigt.“

Nur selten ist es eine längere Geschichte wert, hier festgehalten zu werden, diese aus den Leserbriefen der Zellerzeitung ist eine solche Ausnahme: Oetker teilt mir zu seinem Produkt „Lieblingsfruchtaufstrich“ mit: „Mit dem Fruchtaufstrich können abwechslungsreiche Genussmomente für das Frühstück mit der persönlichen Lieblingsfrucht zubereitet werden.“ – Wieso muss ich das von Oetker lesen, wieso sagt mir meine Freundin nicht mal so etwas wunderbares? Wieso erlebe ich an unserem Frühstückstisch nie abwechslungsreiche Genussmomente, geschweige denn mit meinen persönlichen Lieblingsfrüchten? Was mache ich falsch, abgesehen davon, dass ich keine Fruchtaufstriche mag, besonders nicht morgens. Abwechslungsreiche Genussmomente müssten aber doch auch mit Leberwurstbrötchen möglich sein, aber davon kann ich hier nur träumen.

16. Mai 2025
In der Türkei war gestern von Verhandlungen keine Spur. Die diversen Exponenten trafen sich mit ihresgleichen an unterschiedlichen Orten. So der deutsche Außenminister mit dem ukrainischen. Hinterher bemerkte das AA offiziell, der russische Stuhl sei leer geblieben. Das dazu gepostete Bild zeigt vier Mann auf vier Stühlen. Bleibt die Frage: Spukt der Geist der Annalena weiterhin am Werderschen Markt?
Verhandlungen (2): Nach wie vor ist unklar: wer und wer mit wem, nur die russische Delegation steht fest. Sie wird von Mendinskij geleitet, das ist derselbe wie vor drei Jahren. Dass er mit Vollmacht von Putin handelt, halte ich für sicher.
Verhandlungen (3): Heute soll wirklich verhandelt werden und zwar trilateral. Ich kann es gar nicht glauben.
Derweil: Der russische Vormarsch geht weiter, Meter um Meter. Es sieht so aus, als wollten sie den Dnjepr an der Mündung überschreiten. Blick auf die Karte: dann heißt das Ziel Odessa. Kann aber auch ein Ablenkungsmanöver sein. Woher will ich das wissen?

15. Mai 2025
Es sieht so aus, als solle heute Bewegung in den Ukraine-Konflikt kommen. Die Hauptkriegsparteien wollen sich in der Türkei treffen. Ob sich Trump dazugesellen wird, der sich ohnedies in Nahost befindet, ist noch offen. Bleibt die Erinnerung daran, dass die Ukraine dies alles – nur zu wesentlich besseren Bedingungen – auch schon im März/April 2022 hätte haben können. Selenskyj widerrief seinerzeit die bereits ratifizierten Absprachen, nachdem der britische Premier Boris Johnson in Kiew interveniert hatte, was er jedoch später bestritt. Selenskyj berief sich sodann für sein Njet auf das Butscha-Massaker von Anfang April 2022, das man den Russen anlastete, was aber in Wirklichkeit eine Mordserie ukrainischer Legionäre in Zusammenarbeit mit britischen Nachrichtenfabrikanten war. Nur nebenbei: Die Mörder stehen derzeit in der Tschechei vor Gericht, die beteiligten Briten blieben bis heute ungeschoren.
Ostfront (2): Der Generalbundesanwalt hat 3 Ukrainer festnehmen lassen, denen vorgeworfen wird, prorussische Sabotage von Deutschland aus in der Ukraine geplant zu haben. Wundert sich wer darüber? Ich nicht.
Ostfront (3): Die neue Bundesregierung will ihre Waffen-Lieferungen an die Ukraine nur noch heimlich vornehmen. Das hat einen Hauch von Kindergarten: Ich halte mir die Augen zu. Vielleicht sollte man klarer formulieren: ein Fall von Heuchelei.

14. Mai 2025
Deutschland bleibt Einwanderungsland, sagt Fritz der Kanzler. Noch Fragen?

12. Mai 2025
Da trafen sich am Wochenende in Kiew die Herren Starmer (GB), Macron (F), Tusk (PL) und Fritze der Kanzler mit dem angeblichen Waffenbruder Wolodymyr. Die Bilder, die hierzu das Internet aus wenig vertrauenswürdigen Quellen liefert, signalisieren, dass die Herren Spaß miteinander hatten. Ist klar, denn beim Thema Krieg gibt’s immer was zu lachen. Die Bilder ließen den Verdacht aufkommen, D, F und GB hätten miteinander gekokst. Das mag man – vor allem bei Fritze – bezweifeln, dem ich bestenfalls als Ersatz für den Doornkaat einen Polski Wodka zutraue. Aber warum Selenskyj seine Hose beim Gespräch verkehrt rum anhatte, lässt sich kaum rational begründen. Es wäre überdies kaum so sehr aufgefallen, wenn der Hosenschlitz nicht offen gestanden hätte.
Polen/Frankreich (2): Was die Herren Tusk und Macron tags zuvor als strategische Achse zwischen ihren Ländern vereinbart haben, hätte ich – inclusive der Motive – gern etwas genauer gewusst, zumal unser Land genau dazwischen liegt. Ob Fritze gestern nachgehakt hat? Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.

11. Mai 2025
Wortspielerei auf der Einschlafschwelle: Mit dem Wort Tracht ist es eine merkwürdige Sache. Ohne Zusätze, dann allerdings meist im Plural gebraucht, denkt man sogleich an Tirolerhüte, Sepplhosen und pralle Damen, den Oberbau mühsam in ein viereckiges Schaufenster gepresst. In Verbindung mit Prügel sieht die Sache ganz anders aus, bleibt aber volkstümlich, jenseits der Brandmauer korrekten Tuns. 
Tracht (2): Als zusammengesetztes Hauptwort mit Ein begegnet sie uns schließlich bei einem deutsch-türkischen Fußballverein im Hessischen, während, mit Zwie oder Nieder kombiniert, Wörter entstehen, die leider dem Sprachgebrauch entronnen sind. Das verwundert in unserm grünen Zeitalter vor allem bei Zwie, die bekanntlich gesät wird.
Die vorgestrige Siegesparade als Aufzeichnung teilweise (nein, nicht die vollen 14 Stunden) angesehen. Dem alten Soldaten fiel auf, dass der Russe seinen Paradeschritt geändert hat. Das putzige Nachvornwerfen der Beine ist einem flotten Schritt gewichen. Zahlreich sind die Marschformationen aus fremden Staaten. Derer Chefs grüßen von der Ehrentribüne.
Sieg (2): Der Chef schreitet die angetretenen Führer der Marschkolonnen hernach ab. Entgegennahme der Meldung, Handschlag, nächster. Nur bei zweien, die ich als Luftladeleute bzw. Marineinfanterie identifiziere, beide mit dem Stern Held Russlands links oben an der Brust, verharrt er einen Moment länger und braucht beide Hände.
Sieg (3): Neben Historischem, wobei mich die verkleideten NKWD-Truppen etwas wundern, ist die jüngste Militärtechnik auf dem Platz. Darunter die Kolosse der Oreschnik-Selbstfahrlafetten.
Sieg (4): Es fällt die Vielzahl der Staatshäupter (etwa 30, falls ich mich nicht verzählt habe) bei der Ehrung des unbekannten Soldaten auf, darunter einer aus der EU/Nato, der Chef aus der Slowakei Fico.
Sieg (5): Später wird Fico noch einmal im Tête à tête mit dem Kremlchef im Gespräch in einem der zaristischen Prunkräume gezeigt. Putin lächelt bei seinem Statement. Ich weiß warum. Im übrigen: Die Ähnlichkeit der beiden Flaggen ist verblüffend. Oder soll man sie als bezeichnend bezeichnen?

9. Mai 2025
Der polnische Donald empfing unsern Fritze nicht so freundlich wie der kleine Mann in Paris. Er wies auf die Gültigkeit des Schengen-Vertrags hin, der den freien Reiseverkehr im Binnengebiet garantiere. Tja, wer mit den Polen spricht, muss gewärtig sein, dass sie immer ein gerade passendes Papier aus der Tasche ziehen.
Kürzlich erst, nachdem ich den etwas verstaubten Gustav Freytag als Lektüre entdeckt hatte, bemerkte ich, dass auch dieser Mann nicht nur Ärger mit den Polen, sondern auch mit den innerdeutschen Grenzen hatte, so dass er sich, um Preußens Staatsanwälten zu entgehen, im Großherzogtum Sachsen-Gotha-Eisenach einbürgern ließ, als Vorlesekraft von Durchlaucht mit dem pompösen Titel Hofrat.
In England und anderswo beging man gestern den VE Day. Ich finde, es wird Zeit, dass wir den Sedans-Tag aus der Klamottenkiste der deutschen Geschichte holen.
England (2): Es muss immer noch ungezählte Jane Austen-Fans geben. Ich kenne allerdings nur einen einzigen, mich.

8. Mai 2025Kaum gekürt, reist Fritze nach Paris, um sich dort mit dem kleinen Mann abzuküssen. Die Begleitpresse verlautbarte, dass zwischen beide kein Blatt gepasst habe. So mögen beide in ihrer Kuscheligkeit vergessen machen, dass hinter der Bretagne der Atlantik liegt und dahinter das Land des Kolonialherrn. Von dort kommen aus dem Mund von Vize Vance erneut bedrohliche Bemerkungen. Zwar säße man kulturell in ziemlich demselben Boot, doch die Europäer, meinte er gestern im Willard Hotel in Washington auf einer Good Will Veranstaltung der Bertelsmänner (Münchener Sicherheitskonferenz), müssten endlich für ihre Sicherheit selbst aufkommen. Amerika habe andere, vor allem innenpolitische Interessen. Im übrigen sei man bestrebt, den Ukraine-Krieg zu beenden. (Weil der die amerikanischen Interessen beschädige, das fügte er nicht hinzu).

Dieselbe Kultur oder so (2): Beim Rewe in Apolda entdecke ich zweierlei Fleischwaren. Auf den Verpackungen steht entweder Formfleisch oder Naturfleisch. Letzteres stammt aus Oberweißbach, das mir vor Jahren wg. einer putzigen Bergbahn auffiel – und natürlich wg. seiner freundlichen Rinder im Freien.

7. Mai 2025
Fremde Federn: Fritz Merz, die zweite Wahl (Stephan Paetow).
Fremde Federn (2): Endlich keine Unklarheiten mehr: Black Rock ist Kanzler (Leserbrief in der Zellerzeitung).
Und daselbst: Wer Gulaschsuppe nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in den Verkehr bringt, wird mit Kartoffelsalat nicht unter drei Portionen bestraft. – Ich finde, das musste hier festgehalten werden, denn ich habe bereits morgens um sechs darüber gelacht.

6. Mai 2025Fragt einer nach, ob ich mit meinen öffentlichen Äußerungen ebenso wie die Blogger Vera Lengsfeld und Hadmut Danisch von den Amateur-Juristen im Bundesamt für Verfassungsschutz als Beleg für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD bemüht werde (pardon: die gesicherte Verfassungsfeindlichkeit)? Muss leider antworten, dass mir die Zeit und die Lust fehlen, mich mit dem angeblich geheimen, jedoch ganz offenen Blödsinn zu befassen. Stelle mir aber vor, dass gelungen sein wird, tolles Werbematerial für die Blauen zusammenzuschreiben. Nur zu Jungs, macht es jetzt auch offiziell öffentlich, nicht nur heimlich über eine linksgestrickte Plattform.

Gesichert rechtsextrem (2): Bei nochmaligem Durchdenken dieses wüsten Angriffs auf die freiheitliche Grundordnung geht mir durch den Kopf, dass hier das Drehbuch verfasst wurde, was nach den Zensurgesetzen in Kürze verboten werden wird. Denn merke: Wenn ein AfD-Mann ein Verfassungsfeind ist, weil er ein freies Medium zitiert, so ist es erst recht der originäre Verursacher. Da wird noch manch einer sein gesichert blaues Wunder erleben.

5. Mai 2025
Im fernen Washington DC entlässt der Don seinen kriegsbegeisterten Sicherheitsberater Waltz, weil der eine Art TikTok-Chat-Gruppe mit anderen Spitzenfunktionären und deren Familienmitgliedern sowie Presseleuten, die dann alles ausplauderten, errichtet hatte. Diese Idee offenbart einen Grad an Infantilität, die erstaunen lässt. Auch der Chef kommt nicht gut weg, weil er solche Amateure an Bord holte.
DC (2): Waltz wird als UN-Botschafter nach New York abgeschoben. Trump mag sich an den Sicherheitsberater aus seiner ersten Amtszeit, Bolton , erinnert haben, den er Knall auf Fall entließ, weil er andauernd, auch öffentlich, zum Krieg gegen den Iran, aufforderte. Bolton rächte sich seinerzeit prompt, indem er ein Memoiren-Buch herausbrachte: The Room Where it Happened. Es landete bald nach der Wahl von November 2020 auf dem Ramsch und dann bei mir.
DC (3): Marco Rubio twittert vor sich hin, dass die Überwachung der Opposition in D – gemeint ist die AfD – Tyrannei in Verkleidung sei. Deutschland möge sich besinnen. Das Annalena-Amt (AA) twittert zurück: so sei das eben in einer Demokratie. Soso. Nehme an, dass die Drohung nicht begriffen wurde. Beim in Kürze stattfindenden Nato-Gipfel wird man den deutschen Möchtegern-Helden in nicht missdeutbarer Form mitteilen, dass beim Taurus-Angriff auf Russland und der zu erwartenden russischen Antwort mit der Beistands-Garantie des Art. 5 Nato-Vertrag aus amerikanischer Warte nicht gerechnet werden kann. Merke: eine Diktatur verletzt die gemeinsamen (amerikanischen) Werte, die die Grundlage des Vertrages waren. Oder in der heute angemessenen einfachen Sprache der Annalenen: Ene-mene-muh und raus bist du.

3. Mai 2025
Das weibliche Trio antifascistico hat gestern öffentlich gemacht, dass die Blaue Partei rundherum gesichert rechtsextrem sei. Warum das so sei, hält man geheim. So ist es recht, denn der Bürger soll nicht damit belästigt werden, was die gesichert verfassungsfeindlich handelnden Funktionäre über ihn, den Souverän, und seine Wahlentscheidungen denken.
Gesichert (2): Die charmante Nanzy F. hat uns also kurz vor ihrem Abtritt ein Abschiedsgeschenk hinterlassen, und die beiden aus meiner Sicht gesichert verfassungswidrig handelnden Vizepräsidentinnen haben es auf ihrem Wettlauf zur Amtsspitze bis in die amerikanischen Nachrichten geschafft.
Gesichert (3): Das Duo an der Parteispitze erklärt, dass man den Rechtsweg beschreiten werde. Das wird ein kurzer Weg werden. Er endet in Karlsruhe, Nachdem man dort erst kürzlich auf den Primat der Volkssouveränität (Art. 20 Abs. 1 GG) keinen Gedanken verschwendet hat, wird man das Widerstandsrecht (Art. 20 Abs. 4 GG) gar nicht erst in Erwägung ziehen. Und das mit gutem Grund, der sich nicht aus dem Grundgesetz, sondern aus dem deutschen Volkscharakter ergibt.

1. Mai 2025
„SPD-Basis sagt zu 84,9 Prozent Ja zur Neuauflage von Schwarz-Rot“ melden die Gazetten. Wo steckt bloß der Fehler, wenn sich nicht mal 50 Prozent der Mitglieder beteiligt haben? Diejenigen, die sich der Befragung entzogen haben, müssen heute zur Strafe demonstrieren oder so.
SPD-Genossen (2): Nanzy F. hasst nicht die Meinungsfreiheit, hat die Justiz in Bamberg festgestellt. Wer das anders sieht – und sei es im Scherz –, muss in den Knast, denn merke: Das Witzereißen gehört nicht zur Meinungsfreiheit, es sei denn, man nennt die AfD-Vorsitzerin eine Nazi-Schlampe, denn das ist wirklich ein Witz, wenn auch ein schlechter.

30. April 2025
Nachtrag zum montäglichen Stromausfall: Keiner will’s gewesen sein. Vielleicht erfahren wir ja schon morgen, dass die ganze Chose überhaupt nicht stattgefunden hat, sondern nur ein Gerücht der üblichen Verdächtigen ist. Stutzig gemacht hat mich allerdings die Meldung in Spanien, dass man dortzulande unter der milden Herrschaft der EU seit Jahren aus Gründen dessen, was man Naturschutz nennt, die Stauseen abgebaut (Neusprech: renaturiert) habe. Wer so handelt, begeht dreifache Sabotage an der eigenen Bevölkerung: Wasser, Strom, Hochwasserschutz zugunsten der vierfach geringelten Sierra-Nevada-Blindschleiche.
Nachtrag (2): Finde im Internet ein russisches Drohnen-Video, in dem die Drohnenschutz-Netze über den Versorgungsstraßen der Ukraine – ich schrieb erst kürzlich darüber im Ukraine-Update https://www.helmut-roewer.de/we_demo_2/news/1042.php – zu sehen sind.

29. April 2025
Der Ukraine-Konflikt wird zu einer blutigen Schachpartie zwischen Trump und Putin. Vorgestern beim Papstbegräbnis gibt der US-Präsident dem kleinen Mann aus Kiew im Petersdom in aller Öffentlichkeit eine Privataudienz, an dessen Ende er erklärt, die Gebietsabtretungen an Russland seien nunmehr in Stein gemeißelt. Den kleinen Mann aus Paris, der sich in das tête-à-tête hineindrängen wollte, schickte er in eben dieser Öffentlichkeit mit einer demütigenden Geste weg. Als aus Moskau, wie gewohnt, keine sofortige Zustimmung kam, wurde er (in gemäßigter Form) ausfallend.

Schach (2): Am gestrigen Montag hat der Mann aus Moskau den nächsten Zug getan: Er verkündete ab dem 8. Mai eine dreitägige Feuerpause. Da kann er seine große Parade zum Sieg im Großen Vaterländischen Krieg abhalten. Sicher werden wir wieder jede Menge Soldaten mit dem goldenen Stern Held Russlands aus dem jetzigen Krieg vorgeführt bekommen. Hält Selenskyj die Feuerpause nicht ein, wird der Donald umgehend Post aus Moskau erhalten.
Blackout: Der totale Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel und in Teilen Frankreichs ist eine unmittelbare Folge von zuviel Sonne in den Netzen. Jetzt beeilen sich die Mainstreamer, immer neue Lügen zu erfinden, wie es dazu kommen konnte, Die Wahrheit ist für die Energiewender eine Nummer zu schrecklich. – Deutschland ist zur selben Zeit nur mit Mühe an dem Totalausfall vorbeigeschrammt.
Aus den nächtlichen Leserbriefen der Zellerzeitung (so fängt der Morgen bei völliger Windstille wenigstens mit einem Grinsen an): a) Hoffentlich erfahre ich nie, wer Kanzler wird. b) Früher war nur der Bossanova schuld, heute ist’s der böse Putin, und wenn’s ganz dick kommt der Trump. c) Südafrika will im Rahmen der Entwicklungshilfe Stromausfallexperten schicken. d) China will Batterien schicken. e) Es war die russische Putzfrau, die ihr doof phone laden wollte und den Stecker aus der Windmühle zog.

28. April 2025Planungsfehler bestätigt: Am Wochenende erlitt die schöne Frau als Parteichefin hier im Ländchen eine bittere Niederlage, als sich ihre Konkurrentin Katja W. als Obfrau deutlich durchsetzte. Es war ein Sieg der Volksfront und das Ende des BSW. Mainstream wird nun dafür sorgen, dass das naheliegende Nachzählen der Bundestagswahl-Stimmen in möglichst weite Ferne verschoben wird oder, besser noch: gar nicht stattfindet. Wozu schließlich haben wir das Verfassungsgericht?
Verfassungsgericht (2): Hier in Schilda urteilte das hiesige zum Wochenende, dass es nicht in die Besetzung des Kontrollgremiums für den Verfassungsschutz eingreifen könne, weil das die Abgeordnetenrechte verletze. Diese hatten nämlich mit Mehrheit beschlossen, dass entgegen dem ausdrücklichen Gesetzeswortlaut, die Oppositionspartei AfD im Ausschuss nicht vertreten sein dürfe. Die originell geführte Behörde wird jetzt so kontrolliert: 1 x CDU, 2 x BSW, 1 x Linke. Besser kann man gar nicht klarstellen, wo und wofür die Christunion steht. – Ein bunter Strauß von Rechts- und Verfassungsbrüchen. Langsam kehrt Normalität ein.

26. April 2025
Während Trump verärgert seine Friedensappelle fortsetzt, unternehmen die russischen Streitkräfte gestern einen schweren Luftangriff auf Kiew. Dessen Bürgermeister Vitali Klitschko meldet sich zu Wort, dass die Zurückweisung der von Trump geforderten Sezession der Ostukraine ein Fehler sei, Selenskyj habe zumindest auf eine zeitliche Abtretung eingehen müssen. – Da versucht einer sich abzusetzen.
Ostfront (2): Ebenfalls gestern wird der stellvertretende Chef der Operationsabteilung der russischen Armee, Generalleutnant Jaroslaw Moskalik, bei einem Autoanschlag getötet.
Palastrevolte: WEF-Schwab, der böse Geist von Davos, wurde von den eigenen Leuten abgeschossen. Jetzt hängen sie ihm auch noch zur Sicherheit ein Verfahren wg. Veruntreuung von Organisationsgeldern an. Nein, Mitleid habe ich keines, doch wird man sehen, wie‘s der Nachfolger treibt, Nestlé übernehmen Sie. Tja, so ein Milliardär hat’s schwer.

24. April 2025
Selenskyj sagt, er werde die Abspaltung der Krim an Russland niemals anerkennen. Könnte sein, dass er diesmal die Wahrheit sagt. – Trump sagt dazu, der Mann würde zündeln. So kann man es auch sagen, um den unmittelbar bevorstehenden Ausstieg zu begründen. Der Don hat begriffen, dass er sich mit Russland einigen muss, um die aktuell drohenden Verluste zu minimieren. Allerdings muss bei ihm bedacht werden, dass nicht feststeht, wie lange seine Einsichten anhalten.

23. April 2025
Statt eigener Gedanken 2 Werke frisch aus dem Fundbüro. Ersteres wie so oft leider anonym. Bei Nummer zwo ist der Verfasser bekannt: Bernd Zeller (Abdruckgenehmigung wurde erbeten).

Doch noch ein eigener Gedanke (um 8 Uhr morgens): 95 Prozent aller Texte, die ich lese, sind Aufreger darüber, was andere Leute so von sich gegeben haben. – Bleibt die Frage, ob das hier, was ich eben abgesondert habe, zu den 95 Prozent gehört?

22. April 20253 Tage Auferstehungsgeblubber in den Medien. Stattdessen in der Realität: Papst tot. Kirchen sicher auch bald tot, jedenfalls in D. Die einschlägige Kritik von Julia Klöckner (CDU-Bundestags-Vorsitzerin) an denselben stößt auf das Wutgeheut der professionellen Heuchler. Jetzt kann sie ihre Tage zählen, denn dieselben sind gezählt.

21. April 2025
Die gestrige russische Waffenruhe hat nach Angaben von Selenskyj (auf X) nicht mal bis 17 Uhr gehalten. Das ist derselbe Mann, der von Anfang an dagegen war, weil sie seiner 30 Tage-Forderung nicht entsprach.
Ostern (2): Die Marschierer verschwanden, als die Knete aus dem Osten ausblieb. Jetzt, 35 Jahre danach, sind sie wieder da, um dagegen zu protestieren.

20. April 2025
Einige Medien orakeln, dass Putin für das heutige Osterfest eine Waffenruhe angeordnet habe. Der Tag wird zeigen, ob es dazu kommt. Den Deutschen hingegen hat er angedroht, ihnen den Krieg zu erklären, wenn sie veranlassen, dass Russland mit Taurus-Marschflugkörpern beschossen wird. Die Kriegsriege der CDU ist größenwahnsinnig genug, dies zu ignorieren.
Ostfront (2): Derweil schreiten die Kriegsbeendigungsverhandlungen zwischen den Sondergesandten der USA (Steve Witkoff) und Russlands (Kirill Dmitrjew) fort, während die Schieflage zwischen Kiew und Washington ebenfalls zunimmt, wie der US-Außenminister betont, derweil Selenskyj den in Kiew geborenen Dmitrjew als Verräter bezeichnet.

19. April 2025
Die Direktorin der US-Sicherheitsbehörden (DNI), Tulsi Gabbard, hat heute Nacht den geheimen Plan der Biden-Regierung zur Bekämpfung der steigenden Gefahr des heimischen Terrorismus – Strategic Implementation Plan (SIP) – offengelegt. Seine Notwendigkeit wurde von den Verfassern mit den Tumulten um und im Kongressgebäude am 6. Januar 2021 begründet und enthielt ein Vier-Säulen-Konzept zur Abwehr ausländischer und anderer nicht-nationaler Desinformation (als Beispiel wird die russische Präsenz im Internet genannt), der engen Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden und Technik-Giganten, um die Bevölkerung vor fremder Einflussnahme und Desinformation zu schützen (als Beispiel wird die Unterminierung der Bekämpfung der Covid-Seuche genannt), und die Überwachung der Bevölkerung durch Zugriffe auf deren Finanz-Transaktionen. Wenn man die Aktionen der Biden-Regierung einmal Revue passieren lässt, etwa bei der Eliminierung des wieder-antretenden Donald Trump, wird deutlich, wie weit es die Clique rund um die Democrats mit der Anwendung des Orwell-Sprechs bereits getrieben hatte.
Übern Teich (2): Die kleine Blonde aus Bella Italia hatte vorgestern einen spektakulären Auftritt im Oval Office. Als es um solche Nebensächlichkeiten wie Europa, Zölle, Krieg und Rolle der USA ging, überschüttete sie die Presse und den neben ihr sitzenden Trump aus der hohlen Hand mit einer Suada in Italienisch, dass das ganze Auditorium verblüfft schwieg und hernach applaudierte. Trump war Profi genug, um die Sache wieder zu verlangsamen, indem er vor weiteren Fragen und Antworten verlangte, dass die Sache ihm erst einmal in Ruhe übersetzt werde. Meloni nutze die Gelegenheit, um die Dolmetscherin hie und da, ganz wie es ihr gefiel, zu korrigieren. Tags drauf (gestern) empfing sie Vize Vance in Rom. Interessant ist, dass sich die Führung der EU nach Rom verschiebt – jedenfalls was die Achse nach Washington betrifft, und da geht es im Moment ums Eingemachte.

17. April 2025
In den US-Medien, allen voran im Wall Street Journal, gewinnen einige Erkenntnisse über den Ukraine-Krieg an Raum, über die ich vor Monaten berichtet habe: Überraschende Angriffe von russischen Kleinst-Gruppen auf Motocross-Maschinen bzw. E-Bikes. Diese locken die Verteidiger aus ihren verborgenen Stellungen, auf die prompt Drohnen-Angriffe erfolgen und anschließend vorrückende kleine Panzereinheiten mit aufgesessener Infanterie. Auch in diesem Falle verblüfft die auf den Kampfvideos zu beobachtende Leere des Gefechtsfeldes.
Ostfront (2): Die amerikanische Behauptung, die russische Armee habe sich sichtlich demokratisiert, ist purer Unsinn. In Wirklichkeit hat die Auftragstaktik von Scharnhorst selig Einzug gehalten, wonach zur Erreichung eines Zieles die Kommandogewalt so weit wie möglich nach unten delegiert wird. Das setzt für den Erfolg bei der jetzigen russischen Kleinstgruppentaktik gut geschulte, robuste Unterführer und Soldaten mit einer hohen Kampfmoral voraus. Die gibt es offensichtlich.
Ostfront (3): Nach wie vor straff auf Krieg gestimmt, ist das jüngst Heft von Foreign Affairs, wo eine ukrainische Journalistin die Kriegserfolge aufzählen darf, u.a. das stete Wirtschaftswachstum des Landes, das weit über dem des Wertewestens liegt. Man staunt, wenn man’s liest.

16. April 2025
Mit einem Bekloppten zu diskutieren, ist ähnlich sinnvoll, wie mit seinem Wäscheschrank die Nationalhymne einzuüben. Doch halt, man tut dem Wäscheschrank unrecht, er hat niemals die Oberstimme singen wollen. Warum mir das beim Aufwachen durch den Kopf ging, weiß ich auch nicht, denn eingeschlafen war ich bei den ermüdenden Meldungen über das Gezänk des noch nicht einmal in Dienst getretenen Bundeskabinetts.
Bundekabinett (2): Manche arbeiten sich daran ab, dass der Berufsjugendliche, der den General der Union gibt, seit gestern nicht in die Regierung will, obwohl er, wie die Fachleute zu berichten wissen, gesetzt sei (was immer das sei). Ich nehme an, er will nicht in Kürze zu den Merz-Gefallenen gehören.

15. April 2025
36 Tote nach einem russischen Raketenangriff auf Sumy. Jetzt muss auch dem letzten Illusionisten auffallen, dass die Russen sich keinen Waffenstillstand diktieren lassen.
Ostfront (2): Fritze M. kennt ein Gegenmittel: Taurusse auf Russland – sofort. Weiß er wovon er spricht? Auch Pistorius, der beliebteste Politiker zwischen hier und Neufundland, kennt ein Mittel: Wehrpflicht sofort und zwar mit Freiwilligen. Er befindet sich bereits im Wiederholungsmodus der Begriffsverwirrung, was die Sache nicht besser macht.
Ostfront (3): Via Amerika erreichen uns ukrainische Bewertungen über die Kriegstauglichkeit deutscher Waffen. Die Panzerhaubitze 2000 zu groß, zu geringe Schussfolge, baldiger Rohrverschleiß, Leo 2A6 zu kompliziert, mit Bordmitteln nicht instand zu halten; Leo 1A5 zu geringe Panzerung, nur als Fernartillerie zu benutzen; bei beiden Raketenwerfern Munition zu teuer, Bedienung zu kompliziert, MAN-Fahrgestelle veraltet und im Frontbereich nicht mehr reparierbar. Nur der Marder kommt besser weg, merke: der wurde in die Truppe eingeführt, als ich vor über 50 Jahren noch ein Soldat war. Wie auch immer: Stiftung Warentest im US-Auftrag?
Ostfront (4): Von den Erdkämpfen nichts Neues, die Russen schieben sich Meter um Meter in Richtung Dnjepr vor. Eine prägnante Offensivabsicht ist nicht zu erkennen.

10. April 2025
Da haben sich die Koalitionäre gestern, wie man liest, auf ihr Regierungsprogramm geeinigt. Was da drinsteht? Es ist gleichgültig, denn es geht in Wirklichkeit um die Besetzung von Posten mit Leuten, die eine Karikatur auf das vom Grundgesetz postulierte Gebot von Eignung und Leistung sind.
Koalition (2): Die größten Dummheiten zum Ereignis stammen aus den Postillen des sog. alternativen Lagers, wo das Ergebnis so zusammengefasst wird, als habe sich die CDU von den Sozen über den Tisch ziehen lassen. Das ist entweder Ausdruck von Naivität oder eine grobe Lüge, denn es ist genau das vereinbart worden, was auch die Politiker der CDU wollten. Es ist, um es klar zu sagen, die Handschrift der CDU. Dass einige Grundorganisationen der Christunion das nicht mitgekriegt hatten und jetzt motzen, ist eher witzig als tragisch zu nennen.

6. April 2025Eine Woche lang delektieren sich die Gazetten jeglicher Couleur am Niedergang der CDU, sprechen gar vom Zerreißen. Beruhigt euch wieder, Jungs, nichts dergleichen wird in absehbarer Zeit passieren, solange Posten und Pöstchen zu vergeben sind. Fritze wird Kanzler, verlasst euch drauf. Er bleibt es so lange, wie es die Oligarchen für zweckmäßig halten.

4. April 2025Nazisprech: Das Original (1941-45) nannte das Töten von Juden Sonderbehandlung, auch in der Verbform sonderbehandeln. Die Täter wussten genau, dass sie Verbrechen begingen, deswegen suchten sie ihr Tun bei der sprachlichen Erwähnung zu verschleiern und die Taten selbst östlich der Reichsgrenzen zu begehen. Eine schöne Parallele finden wir beim Töten von Russen auf russischem Staatsgebiet vor. Die Zieleinstellung von US-Raketen, wie der Himars, welche an die Ukrainer übergeben wurden, können diese nicht verwenden, ohne dass US-Offiziere die Zielprogrammierung vor dem Abschuss vornehmen. Diese Tätigkeit, der eine Beurteilung aufgrund von Zieldaten durch die US-Fern- und Satelliten-Aufklärung vorausgeht, nennt man nicht Zieleinstellung, sondern Definition der zone of interest (Interessenzone). Diese Verschleierung geschieht ausdrücklich, um US-Personal die Möglichkeit zu geben, auf die Frage, ob sie an der Tötung von Russen auf russischem Territorium beteiligt seien, nein sagen zu können, also angeblich nicht lügen zu müssen.
Zone of interest (2): Dass wesentliche Teile dieser illegalen Kriegshandlungen auf deutschem Boden, nämlich in Wiesbaden, begangen werden, gilt es der Vollständigkeit halber zu erwähnen. Die Bundesregierung weiß das und behauptet, dieses Tun stünde im Einklang mit der deutschen Rechtsordnung, wie sie sich in diesem Fall aus dem Grundgesetz, dem Nato-Truppenstatut und anderen Rechtsvorschriften ergebe. Sie verzichtet, was kaum verwundert, konkret zu werden und belehrt stattdessen deutsche Journalisten, die nachfragen, darüber, dass sie gefälligst zu erwähnen hätten, dass die Aggression von Russland ausgegangen sei. So in dieser Woche der Regierungssprecher Hebestreit gegenüber einem Redakteur der Nachdenkseiten.
Zone of Interest (3): Der seit Jahrzehnten vielbeschworene Atomschirm, den die USA über Deutschland halten, bedeutet im Klartext, dass unser Land im Zweifel das Zielgebiet für den einschlägigen, ultimativen Einsatz von Atomwaffen ist. Das deutsche Sprichwort vom Regen und der Traufe ist eine unzulässige Verniedlichung der drohenden Gefahr.

3. April 2025
Am 22. März starb, wie ich jetzt hörte, der Gründer und Betreiber von Querdenken-TV, Michael Friedrich Vogt. 2015/16 machten wir zusammen zwei, drei Interviews über den deutschen Staat und seine Geschichte, die breite Beachtung fanden und ungezählte Reaktionen auslösten. Dieser für beide Seiten hoffnungsfrohe Beginn wurde durch einen schweren Schlaganfall von V. abrupt beendet. Ein Wiederanknüpfen an das Vergangene war später trotz eines Anlaufs nicht möglich. Erschien mir Vogt bei unserer ersten Begegnung – man sehe mir den Vergleich nach – irgendwie janusköpfig zwischen einem rationalen und einem schwärmerischem Verstand, so war nach meinem Eindruck nach der Wiedergewinnung des Sprachvermögens die helle Seite seines Denkens für mich nicht mehr erreichbar.
Auch gestorben: Einer der skurrilsten Leute, die mir über den Weg liefen, war der Wirt im sog. Bahnhofshotel von Seeheim im südlichen Südwest-Afrika. Wir unterhielten uns in einem seltsamen Gemisch aus englisch und holländisch nebst russischen Fachvokabeln über seine Zeit beim sowjetischen Militärgeheimdienst GRU – das KGB schloss er aus –, wo er als Oberstleutnant Instruktor der kommunistischen Befreiungsbewegung Swapo war. Seine Abfindung hatte ausgereicht, um in späteren Jahren, als das ehemalige Mündel an der Macht war, die einstige kaiserlich-deutsche Immobilie an diesem verlassenen Ort zu erwerben, in dem heutzutage nachts chinesische diesel-bespannte Erzgüterzüge auf dem Weg nach Lüderitz am Atlantik vorüberlärmen. Während unserer Gespräche saß sein Papagei auf seiner rechten Hand. Ab und an wechselte er auf meine Hand herüber und lauschte aufmerksam, was wir uns zu sagen hatten.

2. April 2025
Wenn am Wochenende die New York Times mit großem Klamauk die Verstrickung der USA in das Kriegsgeschehen in der Ukraine beschrieb, so war das für niemanden, der sich nicht aus der NYT informieren lässt, eine Überraschung. Es war die US-Regierung unter Joe Biden, die diesen Krieg erst möglich machte und dann lenkte. Die einzige Frage, die bleibt, ist diese hier: Warum so detailliert und warum jetzt? Denn um mit den dreisten Enthüllungen über die US-Kriegsmaschine dem Regime Trumps zu schaden, muss man dreimal um die Ecke denken. Etwa so: Er kann unsere berechtigten Interessen dortzulande und auch sonst in aller Welt nicht schützen.
Nichts Gescheites (2) Trump der Springteufel kündigte derweil seine dritte Amtszeit an. Was mag sein Vertr­eter davon denken, der derzeit eine Bad-Will-Tour durch Grönland absolviert? Die flotte Jette in Kopenhagen spricht derweil so, dass man denkt, sie habe den Schlieffen-Plan für den Zweifrontenkrieg verinnerlicht. – Jette, Jette, der Plan ging schief. Er bescherte dem Deutschen Reich eine krachende Niederlage.
Auch nichts Gescheites (3): Der gestrige 1. April ging vorüber, ohne dass ich mich hereingelegt fühlte. Kann nur bedeuten: Es geschah nichts, oder ich bemerkte nichts. Aber doch immerhin dies hier: Gemeinsam hatten Bismarck, Höcke und Dagen Geburtstag. Wird höchste Zeit, den Tag aus dem Kalender zu streichen. Für den Ersatz durch „erster Merz“ scheint es mir allerdings noch zu früh.

1. April 2025
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer Rechtsstaat.

31. März 2025
Trump stößt wüste Drohungen aus, weil Putin nicht bei Fuß gehen will. Wen will er mit den angekündigten Öl-Embargos treffen? Die Russen kaum, die Europäer mit Sicherheit.
Im Internet lese ich sinnlose Debatten über die Namensgebung für die neue Regierungs-Koalition. Ein Lesefehler beschert mir die Lösung: Rotschwanz.
Internet (2): Eine nicht namentlich genannte Politikerin wird so zitiert: You can say you to me. Bei allem Mist, den ich bereits am frühen Morgen konsumiere, stimmt mich diese Meldung fröhlich. Sodann schalte ich ab und blinzele in die aufgehende Sonne.

30. März 2025
Das hier schrieb ich vor fünf Jahren. Stimmt leider immer noch. 10 Gründe, warum Konservative nichts bewirken
Erstens: Konservative berufen sich auf die Macht der Empirie, um zu verdecken, dass sie keinen Plan haben.Zweitens: Konservative verschwenden die meiste Zeit damit, darüber zu räsonieren, dass es früher einmal besser war.Drittens: Konservative verabscheuen Ohrfeigen.Viertens: Konservative suchen mit Lupe und Pinzette das Haar in der Suppe von anderen Konservativen. Fünftens: Konservative fürchten sich vor der Veränderung.
Sechstens: Konservative behindern brauchbare Ideen durch kluge Analysen. Siebtens: Konservative ziehen den edlen Wein einem scharfen Schnaps vor. Achtens: Konservative stellen sich die Zukunft wie die Vergangenheit vor. Neuntens: Konservative pflegen den betulichen Ton, wo andere ruppig werden. Zehntens: Konservative scheuen die Barrikade. 
Und zuletzt und entscheidend: Vor Konservativen fürchtet sich niemand.

29. März 2025
Die EU hat einen EU-Kommissar, dessen Namen ich bis gestern nie gehört hatte. Jetzt meldet sich dieser Dan Jørgensen zu Wort: Kein Molekül russischen Gases mehr für Europa. In Klardeutsch umformuliert: Ich setzte meinen gesamten Einfluss darein, die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream zu verhindern. Wer hat diesen dänischen Clown befugt, über die weitere Ruinierung des deutschen Standorts zu befinden? Unsre Regierung, wer sonst.
Konfusion (2): Der gestrige Tag hatte es offenbar in sich. Selenskyj erklärte, dass der soeben bei ihm angelangte Entwurf eines Rohstoffabkommens mit den USA nicht den bisherigen Verhandlungsstand abbilde und die Aufgabe der Souveränität des Landes bedeute. Ohne den Text gelesen zu haben, könnte man in diesem Fall vermuten, dass er ausnahmsweise mal die Wahrheit sagt.
Konfusion (3): Nunmehr haben die Russen sich zu Wort gemeldet, was sie für den Ausgangspunkt von Friedensgesprächen halten: Eine ukrainische Regierung unter UNO-Mandat. Auch davon war bislang nirgends die Rede.
Konfusion (4): Der dritte Europäische Gipfel – sprich der Versuch von Macron und Stamer, die Führung an sich zu reißen – ging ergebnislos zu Ende. Interventionstruppen wurden abgelehnt. Stattdessen wollen GB und F jetzt Truppen ins Land senden, aber nicht in die Frontregionen. Das kann nur bedeuten, sie wollen ihren Anteil am Kuchen sichern. Diese Maßnahme richtet sich dann gegen die US-Boys und die Restukraine.

28. März 2025
Das Feuilleton der sog. Leitmedien (FAZ und taz) gibt sich erschüttert: Es wird eine Buchmesse mit dem Motto Seitenwechsel abseits der eingeübten Rituale in Frankfurt und Leipzig geben. Das Datum ist der 8./9. November 2025 und der Ort des Geschehens die Messe in Halle an der Saale. Die Meldungen hierüber werden mit der Lüge garniert: Nachdem die rechten Verlage an den heiligen Messeorten nicht reüssieren konnten, versuchen sie auszuweichen. Zutreffend wäre zu formulieren gewesen: Einige Verlage wurden von den genannten Orten dank linksextremer Gewalttaten unter dem wohlwollendem Applaus von Mainstreamhetzern ausgegrenzt. 
Messe (2): Sofort ertönt der Ruf, man müsse den Eigentümer der Messe unter Druck setzen. Ergötzlich auch: Die Rechten würden sich dem Dialog verweigern. Deswegen muss man sie verbieten? Ich bin schon lange der Meinung, dass es mit dem logischen Denken des Mainstream-Pöbels nicht weit her ist.
Messe (3): Anders, als es die geifernden Kommentare glauben machen wollen, sind laut Messeplan (https://www.messe-seitenwechsel.de/messeprofil) bislang nur zwei Verlage (Buchhaus Loschwitz und Gerhard Hess) am Start. Dass es sich hierbei um „die rechten Verlage“ handele, ist ein Phantasieprodukt. Man nimmt es mit Staunen und mit Abscheu zur Kenntnis.

Messe (4): Die eigentümliche Gefahr, die heutzutage vom Buch als Medium ausgeht, ist kaum zu unterschätzen. Am schlimmsten erscheint es den Totalitären, dass man es im Gegensatz zu alledem, was die bunte Wiese des Digitalen zu bieten hat, nicht mit Hilfe der Löschtaste wirksam bekämpfen kann.

27. März 2025
Die US-Boys und die Russen einigen sich auf einen schrägen Deal: Freier Handelsweg durchs Schwarze Meer gegen Aufhebung von Sanktionen gegen Russland, deren Durchsetzung den USA selbst, so wie ein Bumerang, schädlich waren, wie zum Beispiel der Boykott von russischem Kunstdünger.
Ostfront (2): Der Krieg wird also weitergehen, so lange es die Russen für nützlich halten, bzw. die Europäer die Ukraine an der Kapitulation hindern. In Berlin, Brüssel, London und Paris sitzen Hasardeure am Ruder, die ihre eigenen Völker bekämpfen, denn an der Ostfront gibt es nichts zu gewinnen, und gegen Amerika hat man soeben eine gewaltige Schlappe eingesteckt.
Amerika (2): Dass die Spitzen der US-Kriegsmaschinerie (Pentagon, Dienste und FBI) ihre gemeinsamen Planungen über die Palaver-Box Signal Chat abgewickelt haben, die auch von Trump-feindlichen Medien wie der Zeitschrift Atlantic mitgelesen werden kann, hat mich doch etwas überrascht. Hier werken Amateure.
Amerika (3): Trump kündigt das Inkraftsetzen von 25-Prozent Auto-Zöllen an. Die treffen dann Deutsche, Chinesen, Südkoreaner und Japaner, ganz nach US-Belieben. Hier kann man betrachten, was America First in der Praxis bedeutet. Die Chinesen werden sich wirksam wehren. Und die Deutschen? Mit nichts, denn sie haben nichts in der Hand.

25. März 2025
Sicherheitsberater Waltz in Saudi Arabien, um sich erst mit Ukrainern, dann mit den Russen zu treffen. Ergebnisse werden nicht mitgeteilt. Wie auch? Zeitgleich melden amerikanische Medien, Waltz sei in Grönland eingetroffen. Kann er auch auf dem Wasser gehen? Würde mich nicht wundern.
Wassergänger (2): Tichy räumt den CSU-Exgrößen Friedrich und Scheuer breiten Raum für Gemecker ein. Der eine schilt die Brandmauer, der andere die Russlandsanktionen, beide im üblichen Hü-Hot-Modus. Kann mir mal einer verraten, warum ich mich von diesen Typen bequatschen lassen soll? Die einzige Frage, die interessiert, ist die: Hast du beim Staatsstreich in den letzten zwei Wochen das Maul auf-, oder hast du mitgemacht? Na? Na also.

24. März 2025In Washington wird weiter geholzt. Während etliche Gerichte versuchen, die Maßnahmen des neuen Herren im Weißen Haus zu sabotieren, erlässt dieser eine Präsidial-Verordnung nach der anderen, um die staatlichen Strukturen des Deep State aufzulösen. Jetzt hat es diese hier getroffen: (i) the Federal Mediation and Conciliation Service;(ii) the United States Agency for Global Media;(iii) the Woodrow Wilson International Center for Scholars in the Smithsonian Institution;(iv) the Institute of Museum and Library Services;(v) the United States Interagency Council on Homelessness;(vi) the Community Development Financial Institutions Fund; and(vii) the Minority Business Development Agency.
Etliche von denen nehme ich zum ersten Mal zur Kenntnis. Sie haben bis auf die Agency for Global Media in erster Linie innerstaatliche Bedeutung. Die Medienagentur steuerte hingegen u.a. Radio Free Europe, Radio Liberty, Radio Free Asia und Voice of America mit einem Jahresbudget vom ca. einer Milliarde Dollar. Die US AGM ist nach der US AID die zweite große Einflussorganisation die flachgelegt wird.
In Berlin täuschen sog. Verhandlungsgruppen Staatsaktivitäten vor. In Wirklichkeit geht es um Beute-Schacher. Derweil munkelt das Internet, dass die Sozen den Fritze gegen die Wand laufen lassen und ihn, wenn’s zum Schwure kommt, bei der Kanzlerkür durchfallen lassen. Mag sein, doch besonders wahrscheinlich ist dies nicht. Aber immerhin: Ich halte die CDU für zu rückratlos, um eine eigene Mehrheit zu organisieren. Ihr fehlt eindeutig das Führungspersonal.

23. März 2025
Gutleber: Der oder die, das ist Frage. Klar ist nur, dass beide häufig nicht zusammenpassen.
Blöd sein und blöd handeln ist nicht dasselbe. Vor allem gilt: das eine kann unter Umständen revidiert werden, das andere nicht.
Alter Theologen-Kalauer: „Nietzsche: Gott ist tot – Gott: Nein, Nietzsche ist tot.“ Revidiert: „Nietzsche: Gott ist tot. – Gott: Nein, Nietzsche ist tot. – Nietzsche: Denkste.“
Doktrinär: Die deutsche offizielle Kriegsdoktrin sagt, dass der Russe demnächst vor dem Brandenburger Tor steht. Aber nicht vor 2029. Deswegen müssen wir jetzt den Dnjepr verteidigen, damit er den Termin einhält.

22. März 2025Trumps eigenwilliger Friedensplan für den Ukrainekonflikt mit einer vorgezogenen 30-tägigen Waffenruhe ist gescheitert. Selenskyj konnte er durch Erpressung auf Linie zwingen, Putin hingegen nicht. Der bedankte sich öffentlich beim US-Präsidenten und fügte kalt hinzu, was die bekannten russischen Bedingungen für einen Waffenstillstand sind: Endgültigkeit, Entwaffnung, Nato-Ferne, Territorialabtretungen. Erstmalig in voller Uniform besuchte er die Truppen der Kursk-Gruppe, die soeben dabei ist, das dortige, seit August 2024 andauernde Drama mit der Vernichtung der Invasionstruppen zu beenden. Mehr Symbolik geht kaum: Ich, Putin, stelle mit militärischer Gewalt die Lage im eigenen Lande wieder her.
Friedensplan (2): Auch die Kriegs-Trommler Starmer (GB) und Macron (F) können ihren Vorstoß, während der Waffenruhe Bodentruppen zur Friedenssicherung in die Ukraine zu entsenden, komplett vergessen. Putin müsste ein Esel sein, um diese Falle nicht erkannt zu haben, denn wenn die Waffenruhe abläuft, wären diese Nato-Truppen plötzlich die schuldlos Angegriffenen. Auch aus DC kam keine Sympathiebekundung: Der zum Rapport vorgeladene Nato-General Rutte wurde wie ein Schuljunge abgefertigt und mit den Trump-Forderungen gegen Grönland und Canada konfrontiert. Er schwieg beklommen grinsend.
Friedensplan (3): Was den US-Präsidenten umtreibt, bleibt rätselhaft. Wenn er jetzt gegen Russland erneut die Öl-Sanktionskeule hervorzieht, pokert er mit einer Reihe von Mitspielern, Öl-Produzenten und Öl-Verbrauchern. Von den letzteren trifft er vor allem die Europäer, die ohne eigene Karten mit am Spieltisch sitzen müssen.

19. März 2025
Das gestrige Datum wird als der Tag in deutschen Geschichtskalendern zu verzeichnen sein, als ein von der CDU organisierter Verfassungsputsch den Klimawahn als Staatsreligion einführte. Ein Blick in die nicht nur deutsche Geschichte lehrt, dass solche Verirrungen nur gewaltsam zu korrigieren sind, und es auch werden.
Gewalt (2): Ebenfalls gestern fand ein Telefonat zwischen Trump und Putin statt. Aus dem mit viel Tamtam herbeiorakelten Monsterereignis bleibt ein winziger Fisch im Netz der Realität hängen: Die Herren einigten sich dem Vernehmen nach auf eine begrenzte Feuerpause gegen Ziele der Energie-Infrastruktur.
Gewalt (3): Die im Nahen Osten geht ungeachtet irgendwelcher Vereinbarungen weiter.

17. März 2025
Die Putschisten haben den gestrigen Sonntag genutzt, um eine weitere Änderung ins Grundgesetz zu zwingen: die Klimaneutralität bis 2045. Das ist der nächste und vermutlich endgültige Schritt in die Diktatur – vergleichbar mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933. Dieses war eine organisatorische Bruchkannte zur demokratischen Republik, das heutige eine ideologische, aus der es mit demokratischen Mitteln kein Zurück mehr geben wird.
Putschisten (2): Es verdient festgehalten zu werden, dass dies das Werk der CDU ist. Man zeige also nicht mit dem Finger auf die Grünen, die ohnehin jenseits von gut und böse sind. Nein Leute, es ist die CDU, welche die Axt an unser Land gelegt hat. Ohne wenn und aber: die CDU.

16. März 2025Die Gigantomanie unsrer Staatsputschisten ist so schwindelerregend, dass sich nach dem Unglauben über das Geschehen nur allmählich Nüchternheit einstellen kann – zunächst mit der Frage: Wer war das? Die Antwort lautet: Bislang nicht namhaft gemachte Finanzoligarchen.
Giganten (2): Dass die Vier von den deutschen Pressekonferenzen es nicht waren, leuchtet ein, nachdem man deren Gesichter studiert hat. Sie gehören zu den Politikern Klingbeil, Merz und Söder und jener roten Kommissarin, bei der ich die bolschewistische Lederjacke vermisse. Sie allesamt sind bestenfalls Figuren.
Giganten (3): Manch einer tippt auf Black Rock, und dann fällt der Name Larry Fink. Bis vor Kurzem sah man ihn noch in zart-lilafarbener Davos-Klamotte den Ton angeben. R.S. fragt mich von ferne, ob er ein Deutschen-Hasser sei. Was weiß ich. Zumindest macht er den Eindruck, als halte er sich deutsche Hofhunde.

15. März 2025
Der dreisteste Verfassungsputsch in der Geschichte der Republik nahm gestern seinen Fortgang. Fritze der Vormann handelte mit dem Grünenquartett einen Revolutionierungszuschuss (für Klima, Transformation und so) von sage und schreibe 100 Milliarden € aus, damit diese dem Abwracken des Grundgesetzes zustimmen. Das ist ein stolzer Preis für Leute, die den Fritzen noch vorgestern laut randalierend einen Faschisten nannten, den man ins KZ stecken müsse. Das wird sich auf seinem weiteren Weg verschärfen. Den von Deutschland auch. Jetzt sind wir bereits bei über einer Billiarde Euronen, die aus dem Nichts generiert werden sollen. Das Nichts wird durch das Vermögen der Bürger ersetzt werden.
Verfassungsputsch (2): Das Bundesverfassungsgericht winkte das Aushebeln des Grundgesetzes gestern im Eilverfahren durch. Das Recht der klagenden Abgeordneten, die geltend gemacht hatten, ein so umfangreiches Gesetzespaket könne man in Tagesfrist weder lesen, geschweige denn begreifen, wurde mit dem Hinweis darauf untergepflügt, es sei der nicht klagenden Mehrheit nicht zumutbar, dass sie in ihren Abgeordnetenrechten – wegen der ablaufenden Legislatur womöglich für immer – beschnitten würden. Zu deutsch: Mehrheit geht vor Verfassungskonformität, wenn das zweckmäßig ist. Das ist der Maßnahme-Staat in seiner schönsten Ausprägung. Als nächstes wird das AfD-Verbot kommen.
Verfassungsputsch (3): Denselben abzuwenden, weigerte sich gestern die neugewählte Fraktion der Linken, die sich dem Ansinnen der AfD lauthals verweigerte, sofort eine Sitzung des neugewählten Bundestages nach Art. 39 GG einzuberufen, um dem Tun des abgewählten Parlamentes Einhalt zu gebieten. Solch ein Zusammenwirken komme aus Gründen des Antifaschismus nicht in Frage. Merke: Alles, was diese Leute noch vorgestern zum Gesetzespaket öffentlich sagten, ist Makulatur, wenn es um Taten geht.
Verfassungsputsch (4): Mal sehen, was den Ländern noch so alles einfällt, denn auch sie müssen dem Paket im Bundesrat zustimmen. Tun sie das nicht ohne Wenn und Aber in der kommenden Woche, dann ist die Sache unrettbar durch – jedenfalls wenn man die Regelungen des Grundgesetzes anwendet, wofür ich mich allerdings nicht mehr verbürgen mag.

14. März 2025
Klonovsky hat soeben wortreich vertreten, dass Friedrich Nietzsche nicht dahindämmernd an der Syphilis starb, sondern an einem Gehirntumor. Das alles ist eingebettet in Girlanden von Genie und Wahnsinn. Letzteren im Falle N. in Abrede zu stellen, wäre abwegig, doch wie ist es mit dem Genie? Mich freut bereits bei der Niederschrift des letzten Satzes, dass ich von den feinschmeckenden Kennern des Banausentum bezichtigt werden werde. Ich hätte mich vor dem Lästern besser mit dem Oeuvre vertraut machen sollen. Das ist sicher richtig, denn ich habe dessen Werke lediglich gelesen – vier Bände dick, die Verwundern und Missmut auslösten.
Kenner (2) haben nun wochenlang öffentlich vertreten, dass die Machtübernahme in Syrien den bösen Assad abgelöst und die Regierung der gemäßigten Rebellen ans Ruder gebracht habe. Jetzt lernen wir, wie erwartbar, dass diese zum Massen-Mord und Plündern übergegangen sind, während die Amerikaner weniger Gemäßigte durch Drohnen-Attacken töten und die Israelis Luftschläge gegen Damaskus durchführen, so wie gestern geschehen.
Kenner (3) trauen dem Fritze nur eines zu, Versprechen zu brechen, bevor sie den Hauch der Wirksamkeit entfalten konnten. Nur ein einziges Wahlversprechen hat er bislang gehalten: nicht mit der AfD. Ich bin angesichts seiner possierlichen Rede im gestrigen Bundestag schwer beeindruckt und frage mich, ob er noch immer die Geschäfte von Black Rock führt. Das würde ins Bild passen: Schulden bis zum Abwinken, Bürgervermögen enteignen und ein flotter Krieg in der Ukraine.

13. März 2025
Der gestrige ukrainische Drohnenangriff auf Moskau kann kaum eine gute Idee genannt werden, wenn die Russen nach den amerikanischen Vorstellungen zu einem Waffenstillstand genötigt werden sollen. Währenddessen werden die letzten ukrainischen Einheiten im Sack von Kursk zusammengeschossen. Von einem Faustpfand für Verhandlungen spricht niemand mehr. Die Frage ist eher, an welcher Stelle des 1000 km langen Frontbogens die Russen als nächstes massiv angreifen werden.
Ostfront (2) BND-Chef Bruno Kahl wird in der Presse so zitiert, dass man den Kampf in der Ukraine weitere 5 Jahre in die Länge ziehen müsse, um die Russen auszubluten, damit deren Westambitionen sich in Luft auflösen würden. Kann mir kaum vorstellen, dass er das gesagt hat. Falls doch, erspare ich mir jeglichen Kommentar, der doch nur darauf herausliefe, ob diesem Mann klar sei, für welches Land er eigentlich sprechen sollte. Zweifel sind angebracht, zumal soeben der Jahresbericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages veröffentlicht wurde: Kein Nachwuchs, alte Leute, nicht eine einzige Planvorgabe erfüllt. Streitkräfte nur noch dem Namen nach.

12. März 2025
Vor unser aller Augen findet der nächste Verfassungsbruch statt. Der für morgen anberaumten Sondersitzung des alten Bundestages fehlt es offensichtlich an einem diese auslösenden Antrag (= mindestens ein Drittel der Abgeordneten des Bundestages). Stattdessen hatten sich eine Handvoll Parteibonzen hierauf verständigt. Das ist so offensichtlich verfassungswidrig, dass jetzt nur noch das angerufene BVerfG die Verfassung umschreiben kann. Mein Vorschlag: eine quasi-historische Auslegung des Textes: Wenn die Verfassungsväter die Bedeutung der Fraktionen damals richtig erkannt hätten, so hätten sie gewiss anders formuliert.
Verfassungsbruch (2): Dass der abgewählte Bundestag nicht legitimiert ist, die Bundesverfassung zu ändern, bedarf kaum des Kommentars, wenn man auch nur den Hauch der Bedeutung der Volkssouveränität im Kopfe bewahrt hat. Wenn das Beabsichtigte mit dem jetzt gewählten Parlament rechnerisch nicht möglich ist, dann ist es nicht möglich.
Ostfront: Trump und der kleine Mann aus Kiew haben sich, wie man liest, jetzt auf einen Waffenstillstand geeinigt. Wusste gar nicht, dass die beiden einen Krieg gegeneinander führen. Der Ball, so völkstümelt der neue US-Außenminister Rubio liege jetzt in Putins Feld. Da liegt er gut, denn der will keinen Waffenstillstand, hinter dem er lediglich eine Feuerpause vermutet. Er hat in Minsk einschlägige Erfahrungen mit dem Wertewesten gemacht. Über den Zustand der ukrainischen Armee macht sich niemand, der einen Restverstand besitzt, noch irgendwelche Illusionen.
Ostfront (2): Nach der amerikanisch-ukrainischen Einigung (über was auch immer) nehmen die USA die Waffen- und Geheimdiensthilfe wieder auf. Glaubt Trump ernsthaft, er könne Putin auf Linie zwingen? Und wenn ja, mit welchen Mitteln?

Ostfront (3): Der rumänische Staat wird von bezahlten EU- und NGO-Satrappen auf anti-russisch getrimmt, indem man den Wahlsieger Georgiescu endgültig ins Aus manövriert. Man gibt sich nicht einmal mehr die Mühe, eine einigermaßen tragfähige Begründung vorzutragen. Eine rumänische Annäherung an Russland soll es nicht geben, und damit basta.

9. März 2025
Putin knickt ein, melden deutsche Gazetten unter Berufung auf den US-Nachrichtensender Bloomberg. Sieht man näher hin, handelt es sich um die Meldung über die Vereinbarung eines zweiten amerikanisch-russischen Treffens in Riad. Da ich nichts im Sinne der Überschrift aus Moskauer Quellen finden kann, wird es wohl Wunschdenken sein.
Auf amerikanisch (2): Den dortigen Standpunkt zum Ukraine-Konflikt seit 2013 (einschließlich des möglichen Standorts von Trump) findet man ziemlich korrekt zusammengefasst in der deutschen Übersetzung der amerikanischen Version von Epoch Times, https://www.epochtimes.de/politik/ausland/wie-sich-der-krieg-in-der-ukraine-entwickelte-und-wie-er-enden-koennte-a5057631.html. Hier ist alles beiseite gelassen, was die US-Optik durch die russische Sicht der Dinge stören könnte, bei gleichzeitiger Überbetonung ukrainischer militärischer Erfolge. Bis auf den US-Präsidenten selbst fällt es den Amerikanern offenbar schwer, die falschen Siegesmeldungen der Vergangenheit zu vergessen.
Auf amerikanisch (3): J.D. Vance hat den Deutschen angedroht, 34.000 Mann US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, wenn man die Defizite der Meinungsfreiheit nicht korrigiere. Mainstream schweigt hierzu verbissen. Besser-nicht-erwähnen herrscht auch bei den sog. Alternativen vor, die bis gestern noch das Lied der treuesten Verbündeten sangen und jede Kritik an den USA als Vaterlandsverrat geißelten.
Aus Los Angeles wird gemeldet, dass Milliarden an Obdachlosen-Geldern im Nichts verschwunden sind. Nun, christliche Nächstenliebe hat halt ihren Preis – vor allem wenn sie auf Heuchelei basiert.

8. März 2025
Während aus dem Weißen Haus nur noch ungeordnetes Stimmengewirr zur politischen Lösung des Ukraine-Konflikts erklingt, haben die Russen erneut zugeschlagen. a) In den letzten Nächten wurde die Elektrizitäts-Infrastruktur kreuz und quer im Land massiv aus der Luft angegriffen. b) Der Sack von Kursk wurde am unteren Ende zugemacht. Die Invasionstruppen sind nunmehr, soweit ich das Kartenbild deuten kann, eingekesselt. Ihnen wurde ein Ultimatum zur Kapitulation übermittelt, das heute ablaufen soll. Danach würden sie zusammengeschossen.
Ostfront (2): Die beiden Sofort-Gipfel der nicht-amerikanischen Unterstützerstaaten gingen ohne feststellbares Ergebnis zu Ende. Die angekündigte Flugverbotszone für die West-Ukraine ist ein Phantasieprodukt. Nicht nur fehlen die geeigneten Waffen, um sie durchzusetzen, noch werden sich russische Drohnen, Raketen und Gleitbomben hierdurch beeindrucken lassen.
Ostfront (3): Die westlichen Experten diskutieren den Ausgang der von ihnen erwarteten Präsidentenwahlen in Kiew. Ich halte einen militärischen Staatsstreich oder einen Zerfall in Bürgerkriegs-Parteien für wahrscheinlicher, aber was weiß ich schon.
Ostfront (4): Merkwürdig muten die britischen Bemühungen an, die Führung des Ukraine-Kriegs gegen Russland zu übernehmen. Bleibt die Frage, wen sie an die Front schicken wollen. Die Polen und die Balten mit Sicherheit. Aber ob die auch wollen, wenn sie bemerken, dass sonst keiner will, das ist die Frage.

7. März 2025

Ein Abgrund von Landesverrat, so schreibt es Klaus Kelle, einer der Unionstreuen auf seinem Bloc (https://denken-erwuenscht.com/ein-abgrund-an-landesverrat-wie-deutsche-politiker-den-bau-von-nord-stream-2-durchboxten/?print=pdf). Der alte Jagdhund spitzt die Ohren, doch dann dies hier: Da meint dieser Mann nicht etwa, was CDU-Bonzen im Moment gemeinsam mit den Sozen treiben, um die deutschen Bürger in die Armut zu treiben, nein, er spricht vom Bau der Gaspipeline Nord Stream 2, die bekanntlich nie in Betrieb ging, nachdem Joe im Weißen Haus dem Herrn Scholz das vor 3 Jahren verbot. Kelle entnimmt das landesverräterische Tun (der Schröder war’s) einem Buch, das soeben erschienen ist, und in dem alles beschrieben sei. Falls ich das nicht vergesse, werde ich es bei Gelegenheit lesen.

Abgrund (2): Immerhin jetzt schon öffentlich: über 50 Leserkommentare – nach meiner Einschätzung alles treue CDU-Wähler –, die einfach nur köstlich genannt werden dürfen. Sie geben mit bitteren Worten zum Ausdruck, dass sie sich von Merz verraten fühlen, anstatt sich mit Kelle über das Nord Stream-Thema zu erregen.

Abgrund (3): Napoleon Macro-parte will über Europa einen Atom-Schirm aufspannen, um dem bösen Putin zu drohen. Die einzigen, die er damit bedroht, sind die Anwohner zwischen Rhein und Njemen.

Abgrund (4): Derweil berichten französische Zeitungen von einem Mega-Deal, der so verrückt klingt, dass ich ihn nicht glauben mag: Der kleine Mann aus Kiew habe mit seiner Offshore-Firma für schlappe 1,2 Milliarden € eine französische Investment-Bank, deren Namen mit Milleis Banque angegeben wird, aufgekauft. Das nötige Kleingeld hierfür stamme aus den Portefeuille von Rothschild & Co. Kann man das wirklich glauben? Lieber nicht.

Abgrund (5): Der Bosch-Konzern, orakelt man bei Tichy, taumle auf eine Entlassungswelle zu. Falls das stimmt, vermag ich mich nicht zu wundern. Man muss nur nachsehen, was die gleichnamige Stiftung in den letzten Jahren getrieben hat, dann macht man sich keine Illusionen. Allerdings teile ich die jetzt durchs Internet schwappende Häme nicht, denn auch übers Wahlverhalten habe ich keinerlei Illusionen.

6. März 2025

Was für eine Entdeckung. Das Kriegslied von Matthias Claudius: ’s ist Krieg! ’s ist Krieg! Oh Gottes Engel wehre | und rede du darein | ’s ist Krieg – und ich begehre | nicht Schuld daran zu sein.
Claudius (2): Ich kann den Text nicht lesen, ohne zugleich das Lied Der Mond ist aufgegangen im Ohr zu haben. Vor rund fünf Jahren hörte ich das unter sommerlichem Nacht-Himmel im Erzgebirge gesungen. Danach nie wieder.

5. März 2025

Bei Tisch erwähne ich eher nebenbei, dass der Ex-MP des Zwergstaats, Bernhard V., grade gestorben sei. Das löst ein von mir nicht erwartetes Hallo aus und ironische Rückfragen, was ich denn dazu sage. Nichts, sage ich. Ob ich mich denn nicht daran erinnere, dass er seinerzeit die Weisung gegeben habe, dass etwas gegen mich „gefunden“ werden müsse. Doch, sage ich. Und? werde ich weiter gefragt. Und nichts, sage ich.
Der Donald hat jegliche Lieferung an die Ukraine gestoppt, so wird berichtet. Ob’s wirklich so ist, weiß keiner so genau. Immerhin hat die Ankündigung bewirkt, dass der kleine Mann aus Kiew sofort eingeknickt ist. Er will das Ausbeutungsabkommen unterschreiben und auch verhandeln – über einen Waffenstillstand. Aber mit wem? Die Russen sagen Njet.
In Mannheim rast einer mit einem Ford Fiesta in die Rosenmontagsveranstaltung. Zwei Tote und eine unbekannte Zahl von Schwerverletzten. Der Täter ein Deutscher. Den Namen verschweigt man. So kommen Gerüchte auf. Interessant erscheint mir: Die Behörden können jetzt verlautbaren, was sie wollen. Ein breiter Teil der Bevölkerung glaubt ihnen kein Wort mehr, selbst wenn sie nicht lügen.
In Berlin beschließen vier Personen, die hierzu nicht befugt (legitimiert) sind, dass Deutschland sich um eine weitere Billion verschulden soll. Sie sagen, das ganze nicht vorhandene Geld sei unabweisbar notwendig sei, durch Kriegführung gegen Russland den Frieden herbeizuführen. Sie geben sich nicht einmal Mühe, das zu begründen. Sie rufen vielmehr offen zum Verfassungsbruch auf, den sie nur begehen können, weil sie sich einig sind, den neu gewählten Bundestag nicht unverzüglich zusammentreten lassen.

3. März 2025
Die Selenskyj-Schlappe vom Freitag schwappt nach. Der Kriegstreiber von London lud zum Gipfel, Macron schlug wie gewohnt das große Rad und General Rutte sprach von weiteren Ankündigungen, deren er ganz sicher sei. Habe die am Hufeisentisch Sitzenden gezählt. 18. Wer also war nicht da, zum Beispiel nicht eingeladen wie die Balten, und wo waren die Polen, die Balkanesen, die Ungarn?
Gipfel (2): Starmer und Macron sprachen mit der üblichen Gestik von der Notwendigkeit eines einmonatigen Waffenstillstands. Und? Und nichts, denn von den Russen ist bekannt, dass sie darauf nicht eingehen werden. Blondschopf Meloni befand hingegen, dass die Europäer gut daran täten, das Verhältnis zu den USA zu reparieren. Das klingt in meinen Ohren ganz anders. Erwähnen will ich zumindest auch, dass der seit Monaten zurücktretende Trudeau aus Kanada die Notwendigkeit betonte, sich von den USA zu emanzipieren. Kann man verstehen angesichts von Trumps Kanada-Ambitionen. – Was muss Putin nun befürchten? Nichts.
Gipfel (3): Habe nichts von der Entsendung von Truppen gehört. Noch-Scholz blieb vage.

2. März 2025

Das Töten geht weiter. Das Zentralkommando der US-Streitkräfte in Europa (CENTCOM) meldet den Abschuss eines Mannes im Nordwesten von Syrien, den es als Terroristen bezeichnet. Es ist der zweite Fall innerhalb von Tagen. Das mitgelieferte Kurzvideo (?von einer Drohne) über den Anschlag zeigt einen flott fahrenden Pickup, der offenbar von einem Explosivkörper getroffen wird und hernach (scheinbar unbeschädigt) am Straßenrand ausrollt. Das Video ist zu Beweiszwecken nicht zu gebrauchen.
Das Töten geht weiter (2): Nach dem Chaos-Auftritt in DC flog Selenskyj gestern ungesäumt nach London weiter, wo die üblichen gemeinsamen Fotos händchenhaltend mit Starmer vor Downing Street 10 gemacht wurden. Heute ging’s zum Treff mit Macron und dem Briten.
Das Töten geht weiter (3): Annalena Bb. sagte: „Eine neue Zeit der Ruchlosigkeit hat begonnen.“ Übt sie schon für einen künftigen Werbespot bei Rossmann? Annalena, ach, Annalena, wie wird sie mir dereinst fehlen. 
Das Töten geht weiter (4): Mainstream weiß, dass der Trump-Auftritt von vorgestern zur beschleunigten Kreation eines riesigen dreistelligen Milliarden-Sondervermögens für die Ukraine-Kriegführung führen wird und zwar mit Blick darauf, dass es im jetzt gewählten Bundestag keine entsprechende Zweidrittelmehrheit mehr gibt. Deswegen, so die Schreibtisch-Helden, muss das abgewählte Schwarz-rot-grün ran. Das nenne ich einen kreativen Umgang mit der Verfassung. Aber wen schert denn heute noch ein eklatanter Verfassungsbruch? Weniger wird berichtet, dass ein bemerkbarer Anteil der US AID-Gelder in der Ukraine für Nutten ausgegeben wurde.

1. März 2025

Nach dem gestrigen Zusammenstoß zwischen Trump/Vance und Selenskyj bleiben Bilder im Kopf zurück: ein zunehmend ärgerlich werdender US-Präsident, als dessen Plan, einen lukrativen Deal zu machen, platzt, ein Vize von geradezu erschreckender Ruhe und Eindringlichkeit und der bislang als Weltstar Gehätschelte, dem alle Züge entgleisen, als ihm die US-Boys ins Gesicht sagen, er habe keine Karten auf der Hand, um hier mit ihnen zu spielen. Er rutscht auf dem Stuhl hin und her, rafft sich mit Mühe zusammen und beharrt auf Sicherheitsgarantien, um anzuhören zu müssen, er könne (erst) wiederkommen, wenn er zum Frieden bereit sei. Alles Feierliche wurde abgesagt und der Gast gebeten, das Weiße Haus zu verlassen (he was asked to leave the White House).

Zusammenstoß (2): Der erste von außerhalb, der sich meldet, ist der Franzose Macron, der fest an der Seite der Ukraine steht (sagt er), dann kommen die Iren (deren einschlägige Rolle ist mir neu), dann die Polen (sie kommen immer, und meist zur Unzeit) und schließlich Annalena Bb. Was sie sagt, ist das übliche Bb., es handelt von dem Putin sein Angriffskrieg. Dessen Frontmann Medwedjew meldet sich kurz mit einem Ausdruck des Behagens, während der Chef selbst schweigt.
Zusammenstoß (3): Dass die grüne FAZ das Ganze besser formulieren kann als ihre Berliner feministischen Hätschelkinder bedarf des Kommentars nicht, aber dass sie am Main einen neuen Feind erkannt haben, notieren wir hier: Es ist J.D. Vance, dem man attestiert, er habe sich erneut (!) als Brandstifter bewährt. Soso. Was wird man erst schreiben, wenn die ach so nötigte pekuniäre Unterstützung von Wo-auch-immer ausbleibt. Oder ist das bereits der Fall?
Zusammenstoß (4): Die US-Öffentlichkeit ist wie gewohnt gespalten, die Parlamentarier auch. Gewundert habe ich mich über den Falken-Senator Lindsey Graham (Reps), Spitzen-Kriegsmatator in Sachen Ukraine und gewiss kein Trumpist, der dem Präsidenten die volle Unterstützung zusichert. Rechnet er sich aus, dass der Nicht-Frieden für ihn und seine Klientel auch lukrativ sei? Rein äußerlich spricht er von der Wahrung der US-Interessen, die gelungen sei. Man zweifelt.

Zusammenstoß (5): Was nun? Der Krieg geht weiter, bis Putin ihn beendet. Er wird ihn zu seinen Bedingungen beenden, wenn die ukrainische Führung ihn hierum bittet. Es wird nicht Selenskyj sein, der diese Bitte ausspricht.

28. Februar 2024
Während die Mainstreammeldungen sich noch am amerikanisch-ukrainischen Spitzentreffen delektieren, geht heute dasselbe im Weißen Haus mit einem offenen Eklat in der Pressekonferenz zu Ende. Der kleine Mann aus Kiew glaubt im Ernst, er könne dem Donald die Bedingungen diktieren. Er irrt sich.
Treffen (2): Nebelhaft bleibt, was Trump gestern und vorgestern mit dem Franzosen Macron und dem Briten Starmer beredet haben mag. Zumindest wussten alle 3 die Form zu wahren.
Treffen (3): Während alles dies passiert bzw. nicht passiert, sitzen die Russen mit den Amis in Istanbul beisammen, wo sie die Köpfe zusammenstecken, um das zu tun, was sie die Normalisierung der Beziehungen nennen. Die EU-Europäer und die Ukrainer haben immer noch nicht geschnallt, dass sie hierbei nicht gebraucht werden, sondern nur noch Objekte sind. Die Deutschen regen sich stattdessen darüber auf, dass Vize Vance spottet, sie hätten noch nicht mitgekriegt, dass ein neuer Sheriff in der Stadt ist.

27. Februar 2024
Die innenpolitischen Aufgeregtheiten verbauen den Blick auf das, was die Welt revolutionieren könnte. Es ist nämlich völlig gleichgültig, ob Fritze der Kandidat oder Robert der Denker sich in die Schlagzeilen drängen, denn beide sind out: der eine, bevor er das erstrebte Amt erreicht hat, und der andere sitzt jetzt nur noch im Bundestag, damit weiterhin die Kasse stimmt – oder warum, kann mit das mal einer erklären, tut er das nach seinem politischen Rücktritt?
Derweil in der Welt: Die Schlagzeilen über die Einigung von Trump und Putin können noch so oft kommentiert werden bis zum Sankt Nimmerleinstag, denn nachdem gestern der Kreml erklärt hat, dass es bezüglich der Ukraine eine solche Einigung nicht gebe, gibt es nur einen Kommentar hierzu: Es gibt keine.
Keine Einigung (2): Dass es eine solche nicht gibt, ist leicht erklärbar, nachdem DC verkündet hat, man hätte sich mit Selenskyj bezüglich der Abtretung der Bodenschätze geeinigt. Mit Schiller zu sprechen: Es fehlt im Bunde der Dritte. Beim Stand des Krieges sieht man in Moskau keinen Anlass, auf das zu verzichten, was den Russen bei der zu erwartenden Kapitulation ohnehin zufallen wird.
Ostfront (3): Im Frontbogen liegt Schnee, aber nicht sehr viel, die einschlägigen Videos weisen es aus. Ungeachtet dessen geht der Vormarsch der russischen Streitkräfte Meter um Meter weiter. Soeben wurde die Eroberung der als beherrschend auf einer Anhöhe gelegene Ortschaft Awdejewka gemeldet. Von einer großen Offensive ist allerdings weit und breit nichts zu sehen.
Ostfront (4): Ein massiver ukrainischer Drohnenangriff auf die über südrussisches Gebiet verlaufende kasachische Öl-Pipeline Richtung Kleinasien erregt die Spekulanten. Diese Leitung soll in der Vergangenheit eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Versorgung von Israel gespielt haben. Jetzt machen Mutmaßungen die Runde, der ukrainische Dienst habe auf diese Weise dem Israel-Freund Trump die brutale Erpressung wegen der eigenen Bodenschätze heimzahlen wollen. Ich bezweifele, dass diese Meldung rund ist. Ich tippe eher auf geheimdienstlichen Unverstand.
Ostfront (5): Um festzustellen, wie der Stand der Dinge garantiert nicht ist, empfehle ich den Beitrag Darauf kommt es jetzt wirklich anvon Sebastian Thormann bei Apollo News. Hier sind alle Falschmeldungen und Vorurteile der letzten drei Jahre versammelt. Lesenswert sind auch die Leserkommentare. Sie sind ein Konvolut der Gehässigkeit. Der Autorenname kommt mit bekannt vor. Ich tippe auf Tichy, muss aber nicht stimmen. In meinem Hinterkopf taucht ein Namensgleicher auf, der im Zweiten Weltkrieg Roosevelt-Propaganda im französischen und amerikanischen Exil machte. Kann unmöglich derselbe sein. Verwandtschaft?
Ostfront (6): Auf ebendieser Linie liegt die blaugelbe Hauptreklame der CDU am Tage nach der Wahl: Wir unterstützen die Ukraine bis zum Siege. Eine klare Kriegsansage, die völlig aus der Zeit gefallen wirkt. Es ist so, als seien die Globalisten in den USA noch an der Macht. Habe ich was verpasst, oder ist es so, dass die Atlantiker sich in der Gewissheit eingeigelt haben, dass es nach Trump wieder andersrum kommt? Wenn Fritze der Kandidat und sein Hofstaat ernsthaft glauben, allein gegen Russland Krieg führen zu können, dann gehören nicht ins Kanzleramt, sondern in die Klapse.
Ostfront (7): Vor Monaten notierte ich: Wer Merz wählt, wählt den Krieg. Ich hatte die Hoffnung, mich zu irren.

24. Februar 2024
Sie wollen es so: Diemenschen. Es wird sich also nichts ändern, jedenfalls werden die drei großen K bleiben: Krieg, Kalifat, Klima. Bin dem gestrigen Wahlabendgeschwätz entgangen, indem ich Tagebuchblätter von Theodor Fontane las.
Abwesend (2): Auch die Wahlergebnis-Kommentare von heute, die großartig als Analysen verkauft werden, habe ich mir erspart. Es zählt nur, dass 208 Christunionisten und 120 Sozis in den Bundestag einrücken und die Kanzlermehrheit 316 Stimmen beträgt. Erwähnenswert bleibt bestenfalls, dass es für des Fitzens Traumkompanie schwarz-grün nicht reicht und die Grünen insgesamt für nix gebraucht werden.
Abwesend (3) waren die Auslandsdeutschen, die man – dieser Verdacht ist nicht nur bei mir aufgetaucht – von der Teilnahme an der Wahl ausgesperrt hatte, um im Bedarfsfalle einen Annullierungs-Grund bei der Hand zu haben, weil man die Möglichkeit eines übermäßigen Abschneidens der Blauen befürchtet hatte. Das ist nun nicht eingetreten. Ob allerdings BSW und FDP, die knapp unter der 5 %-Hürde blieben, sich hierauf mit Erfolg berufen können, bleibt zu bezweifeln, denn über den jetzigen gravierenden Wahlfehler müsste der neue Bundestag befinden, und der wird sich hüten. Das letzt-instanzlich zuständige Bundesverfassungsgericht wird sodann, nehme ich mal an, in absehbarer Zeit keinen freien Termin finden, um über eine solche Petitesse, wie das korrekt zusammengesetzte Parlament eine ist, zu entscheiden.

Ukraine-Konflikt – Update April 2025

Dieser Beitrag schildert die Fortentwicklung des Ukraine-Konflikts. Er schließt an mein Buch Nicht mein Krieg. Deutschland und der Ukraine-Konflikt und dessen Update vom November 2024 an. Dort findet der Leser alle wissenswerten Grundlagen zu Vorgeschichte, Ausbruch und Verlauf des Konflikts sowie zu den gegensätzlichen Interessen der Konfliktparteien.

     Die folgenden Ausführungen sind dreigeteilt: Sie beschreiben die Fortentwicklung der politischen Lage, die Fortentwicklung der militärischen Lage, einschließlich der Veränderung des Geschehens auf dem Gefechtsfeld, und die prekäre Sonderrolle Deutschlands.

     Vorab kann gesagt werden, dass meine bisherige Einschätzung des Konflikts weiterhin von den Darstellungen der Meinungsführer in Deutschland und im westlichen Ausland ebenso abweicht wie von der gängigen russischen Propaganda. Ich verfolge weiterhin die Methode, die Meldungen beider Seiten auf Übereinstimmungen zu untersuchen, um die raren Fakten vom Spreu der Meinungen zu trennen. Diese Methode hat bislang zu einer, nicht nur aus meiner Sicht, ziemlich zutreffenden Lagebeschreibung geführt. In den US-Mainstream-Medien tauchten im Februar 2025 erstmals die einschlägigen Kartenbilder auf:


Das große Gerede – die politische Entwicklung des Ukraine-Konflikts

Eine tiefe Zäsur im bisherigen politischen Meinungsstreit zwischen den unmittelbar Beteiligten und den zahlreichen Zuschauern und Nutznießern erfolgte durch die Wahl des neuen US-Präsidenten im November 2024. Dieser hatte im Wahlkampf angekündigt, er werde den Krieg an einem einzigen Tag beenden. Trump ist jetzt nahezu 100 Tage im Amt, und man kann mit Sicherheit feststellen, dass dies – obschon er es versucht hat – nicht gelungen ist. Hierfür gibt es zahlreiche Gründe. Der wichtigste darunter ist, dass er nunmehr offenbar erstmalig gezwungen wurde, der russischen Seite zuzuhören, gegen die er augenscheinlich kein wirksames Erpressungsmittel in Händen hält. Im Gegenteil, er steht unter Zeitdruck, denn die russische Seite ist dicht davor, diesen Krieg mit militärischen Mitteln zu entscheiden.

     Die Forderungen der russischen Seite sind seit Ende 2023/Anfang 2024 vielfach und nicht voneinander abweichend formuliert worden. Sie lauten: a) Anerkennung der vier Provinzen Lugansk, Donjezk, Saporoshje und Cherson sowie – selbstredend – der Krim als Teil des russischen Staatsverbands. So, wie das im Oktober 2022 nach einer Volksabstimmung im vorangegangenen September von der Duma beschlossen wurde. b) Entnazifizierung der Rest-Ukraine. Hinter diesem russischen Propagandabegriff verbirgt sich die Entmilitarisierung und Einsetzung einer russland-freundlichen Regierung. c) Verzicht auf jegliche Nato-Mitgliedschaft. Diese Forderungen sind aus russischer Sicht nicht nur Bedingungen für einen Friedensvertrag, sondern bereits die Voraussetzung für einen Waffenstillstand.

     Die US-Seite sieht diese russischen Forderungen als eine kaum zu akzeptierende Zumutung an. Der Grund hierfür erscheint – aus meiner Sicht vordergründig – der Wunsch des US-Präsidenten, merkbare Erfolge als Friedensstifter vorweisen zu können. In Wirklichkeit jedoch befindet sich Trump in einem US-internen Interessenkonflikt. Etliche seiner Unterstützer und seiner Gegner haben bei einem russischen militärischen Sieg, der zu einer vermutlich bedingungslosen Kapitulation der Ukraine führen würde, unabsehbar große Vermögen zu verlieren. Selbst politisch bedeutsame kriegsbegeisterte Figuren, wie der republikanische Senator Lindsey Graham, haben wissen lassen, dass sie Trumps Friedensinitiativen begrüßen, weil sie sich ausgerechnet haben, dass US-Interessen in der Ukraine, vor allem in der Ost-Ukraine, nur dann realisiert werden können, wenn Trump diese gegenüber Russland durchzusetzen weiß. Jedem dieser Geschäftsleute – soweit sie nicht vom Großmachtwahn geblendet sind – muss klar sein, dass es hier nur noch um die Alternative Weniges oder Nichts geht.

     Nüchternen Rechner werden wissen, dass Russland am längeren Hebel sitzt, weil die vielfachen seit 2002 (!) bis heute verhängten Wirtschaftssanktionen nicht den gewünschten Eindruck auf das Russische Reich gemacht, sondern zur Solidarisierung der US-feindlichen Staaten dieser Erde geführt haben. Dieser Solidarisierungs-Effekt wurde bereits im März 2022, also unmittelbar nach dem russischen Angriff deutlich. Er hält bis heute an.

     Für Trump und seine Kriegsbeendigungsstrategie kommt es also darauf an, nicht nur das Schießen dortzulande ans Ende zu bringen, sondern vor allem die US-Interessen auf beiden Seiten der mit Sicherheit entstehenden neuen Staatsgrenzen zu sichern. Gelingt ihm das nicht, gehen die US-Interessen zumindest östlich der neuen Grenzen komplett den Bach runter. Es liegt allein an den Russen, ob sie sich Vorteile davon versprechen, mit den USA neu zu starten oder auch nicht.

     Die US-Verhandlungsposition gegenüber der heutigen Herrschaft der Ukraine ist heikel, weil deren Herrschaftsstruktur von den USA selbst installiert worden ist. Die US-Wirtschaftsinteressen hier durchzusetzen, stößt auf Forderungen der Selenskyj-Regierung nach militärischer Sicherung der Gebietshoheit, die sich an den Grenzen von vor 2013/14 orientiert. Der bemerkenswerte Auftritt von Trump-Vance mit Selenskyj im Weißen Haus am 28. Februar 2025, wo es zum offenen Konflikt hierüber kam, sollte allen Illusionisten zu denken geben.


     Die Gebiets- und Herrschaftsrestitution der Ukraine ist aus jetziger Sicht der USA unrealistisch und auch unerwünscht, weil Deals mit Russland hinsichtlich der Bodenschätze des jetzt unter russischer Herrschaft befindlichen Donbass offensichtlich lukrativer sind. Selenskyj pokert weiterhin mit den von den USA verlangten wirtschaftlichen Abtretungen, die nach amerikanischer Forderung als Sicherheit für die bereits verausgabte finanzielle und sachliche Unterstützung herhalten sollen. Es wird von der ukrainischen Führung nicht ohne Grund eingewandt, dass es sich hier um den wirtschaftlichen Ausverkauf des Landes handele.

     Die Selenskyj-Regierung fühlt sich durch Zusicherungen aus Großbritannien (Starmer) und Frankreich (Macron) in ihrem Widerstand bestärkt, weil diese Länder – und ebenso die Führung der EU (v.d. Leyen) – für den Ausfall der amerikanischen Hilfen einspringen wollen. Die ukrainische Führung hat auf diese Zusagen aufgesattelt, indem sie die Entsendung von Nato-Truppen ins Kampfgebiet verlangt hat. Macron und Stamer haben im Februar/März 2025 einschlägige, wenn auch vage Zusagen (für die Zeit nach einem Waffenstillstand) verlauten lassen. An der jüngsten Ukraine-Dreierkonferenz in London, die für den 24. April 2025 vorgesehen war, weigerten sich überraschend die Briten teilzunehmen.

     Nach dem Stand von Ende April 2025 haben die USA, diesmal durch den Mund des Vizepräsidenten Vance, versucht, die Ukraine und Russland zu einem Waffenstillstand aufzufordern, wobei deutlich zu erkennen gegeben worden ist, dass keine Seite auf maximalen Territorialforderungen bestehen könne. Selenskyj hat diesen Vorstoß unverzüglich abgelehnt, während Kreml-Sprecher Peskow mitgeteilt hat, Russland betrachte diesen Vorstoß nicht als Ultimatum, wiewohl Vance kurz zuvor öffentlich ausführte, dass die USA sich aus dem Ganzen zurückzögen, wenn beide Seiten auf ihren Forderungen beharren würden.

     Sollte die US-Regierung die Drohung mit dem Rückzug aus dem Ukraine-Konflikt ernst machen, sind die Tage der jetzigen ukrainischen Regierung gezählt, denn die EU-Staaten und Großbritannien können den Ausfall der US-Hilfen nicht kompensieren. Erschwerend kommt hinzu, dass die EU-Staaten keine einheitliche Linie zur Ukraine-Hilfe zustande bringen. Außer aus Frankreich und Deutschland sowie Polen und der Tschechei sind substanzielle Beiträge nicht zu erwarten.

Gefallene, Verwundete, Flüchtlinge – die militärische Fortentwicklung des Krieges

Die militärische Lage in der Ukraine hat sich seit November 2024 insofern verändert, als die nach Russland vorgedrungenen ukrainischen Truppen-Kontingente im Oblast Kursk (August 2024) und Bjelgorod (Februar 2025) alle restlos von russischem Territorium unter erheblichen ukrainischen Verlusten vertrieben worden sind. Der ukrainische Vorstoß zur Gewinnung von Faustpfändern ist damit (wohl endgültig) gescheitert.

Das gesamte letzte halbe Jahr haben die Russen – ganz unbeeindruckt von den ukrainischen Vorstößen auf ihr Territorium – ihren langsamen Vormarsch gen Westen bzw. Nordwesten an dem gesamten über 1000 km langen Frontbogen fortgesetzt. Die Vorwärtsbewegungen geschahen ohne erkennbaren inneren Zusammenhang einer große Offensive, eher in Form von Nadelstichen mit geradezu provozierender Langsamkeit. Die Angriffsbewegungen erfolgten stets in derselben Manier, soweit es das Gelände zuließ, nämlich rechts und links an den befestigten Plätzen vorbeistoßend und diese dann von den Versorgungswegen abschneidend. Die Verteidiger wurden sodann dank überlegener russischer Artillerie zusammengeschossen, soweit es ihnen nicht gelang – meist ohne ihr Kriegsgerät – zu entkommen.

     Es wurde auf russischer Seite die Bewegung größerer Truppenverbände vermieden. Die Angriffe selbst erfolgten in einer ersten Welle durch überraschend auftauchende motorisierte Kleinstgruppen (auf Krädern und E-Bikes), durch die die Verteidiger gezwungen wurden, sich in ihren Stellungen zu zeigen, welche dann prompt mit Drohnen und Artillerie angegriffen wurden. Darauf folgten als zweite Welle kleinste Panzereinheiten mit beigegebener Infanterie.

     Die erfolgreiche Operation mit kleinsten Einheiten ist nur möglich gewesen, weil die Russen ihre Befehlsstruktur grundlegend geändert haben. Sie sind von der seit Jahrhunderten eingeübten Befehlstaktik zum preußischen System der Auftragstaktikübergegangen. Diese bedeutet inhaltlich, dass die Zielerreichung so weit wie möglich nach unten delegiert wird. Innerhalb der groben Zielvorgabe entscheidet der Kommandeur vor Ort selbst, wie er ans Ziel gelangt. Diese Änderung bedeutet eine Revolution im russischen militärischen Denken. Sie verlangt flexible Führer und motivierte Unterführer. Die Kleinstgruppentaktik verlangt zudem einen rabiaten Siegeswillen bei jedem einzelnen Soldaten. Die bisher bekannt gewordenen Beispiele lassen die Folgerung zu, dass diese Änderungen in der Truppe Fuß gefasst haben.

     Der Drohnenkrieg im Erdkampf steuerte im Herbst 2024 zunächst auf einen ausgeglichenen Höhepunkt hin. Alsbald ist jedoch erneut ein Übergewicht der russischen Seite spürbar geworden, wobei die russischen, durch Glasfaserkabel gesteuerten Kampf- und Aufklärungsdrohnen das Gefechtsfeld beherrschten, da diese nicht durch elektronische Drohnenabwehr beeinflusst werden können. Überraschend war, dass der Drohnenkrieg zum Massenphänomen geworden ist. Die 2023/24 im Westen weit verbreitete Auffassung, die russische Seite sei nicht in der Lage, ihren Drohnenbedarf auf dem Gefechtsfeld zu ergänzen, hat sich als Irrtum bzw. als Zwecklüge erwiesen.

     Beide Seiten haben versucht, sich mit mechanischen Schutzvorrichtungen gegen die Wirkung von Kampfdrohnen zu schützen. Auf der ukrainischen Seite sind die Versorgungsstraßen mit Netzen überspannt. Auf russischer Seite ist auffällig, dass Kampffahrzeuge Aufbauten mit herabhängenden Metallschnüren erhalten haben, die nach russischen Angaben mehrere Drohnen-Treffer verkraften können. Falls diese russischen Angaben und die ukrainischen über die Vernichtung von Panzerfahrzeugen durch Drohnen (ein Treffer = ein Abschuss) stimmen, und man sie dann miteinander vergleicht, kommt heraus, dass die russischen Panzerverluste weit geringer sind, als bislang vermutet.


     Der Drohnenkrieg hat das Gefechtsfeld revolutioniert. Das enge Miteinander von Aufklärungs-. und Kampfdrohnen macht, wo diese in Massen auftreten, nahezu jede Bewegung auf dem Gefechtsfeld unmöglich, es sei denn, eine der Seiten ist gewillt, hohe Verluste in Kauf zu nehmen. Unmittelbare Folge dieser Gefährdung von Bodentruppen ist der russische Taktikwechsel hin zu Kleinst-Kampfgruppen. Der folgende Screenshot aus einem ukrainischen Drohnen-Video zeigt eine solche, mit hoher Geschwindigkeit angreifenderussische Kleinst-Gruppe (3 Kräder).


     Zum Thema Verluste lässt sich zudem aus heutiger Sicht ergänzen, dass die ukrainischen Menschenverluste (Gefallene, schwer Verwundete, Deserteure) um ein Vielfaches höher liegen als die der Russen. Es besteht der begründete Verdacht, dass im Gegensatz zu den Russen die Ukrainer nicht mehr in der Lage sind, diese Verluste auszugleichen. Die in der Öffentlichkeit diskutierten Verlust-Annahmen beruhen vor allem auf Zahlen beider Konfliktparteien, die aus dem Gefangenen- und Gefallenenaustausch hochgerechnet werden. Diese Methode ist vage, sonst würde es nicht zu Abweichungen von 4 zu 1 bis 10 zu 1 zu Lasten der ukrainischen Seite kommen.

     Nach wie vor gibt es keine belastbaren Angaben über die Zivilverluste durch die Erdkampfführung und durch die Luftkriegsführung. Den immer wieder durchgeführten Luftschlägen gegen militärische Versorgungseinrichtungen im russischen Hinterland durch ukrainische Drohnen stehen massive russische Luftschläge durch Drohnen, Raketen und Gleitbomben gegenüber. Diese richteten sich bislang gegen Versorgungseinrichtungen bis weit ins ukrainische Hinterland hinein und gegen Liegenschaften auf dem Land und in Städten, in denen die russische Seite den Aufenthalt fremder (Nato)-Soldaten vermutete. Aus dem Umstand, dass russische Flugzeuge bei ihren Angriffs-Aktionen immer dichter an die Frontlinie heranrücken, ist mit gutem Grund die Vermutung geknüpft worden, dass die ukrainische Luftabwehr durch vorangegangene Angriffe schwer beschädigt worden ist.

Prinzessin auf der Panzermine – die mutwillige deutsche Sonderrolle

Die Haltung der Bundesregierung blieb vor und nach der Bundestagswahl (Februar 2025) zwiespältig: Während die Grünen, vertreten durch die Noch-Minister Habeck und Baerbock als lautstarke Unterstützer agitierten, verhielt sich die SPD eher zurückhaltend, auf jeden Fall uneindeutig.

    Der CDU-Vorsitzende Merz ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er die Ukraine massiv unterstützen werde. Zu diesen Unterstützungshandlungen soll auch die Lieferung von deutschen Taurus-Marschflugkörpern gehören. Innerhalb der CDU gibt es eine lautstarke Gruppe, welche die Taurus-Lieferungen ebenfalls befürwortet. Zu dieser gehört der seit Jahren als Kriegstreiber auffällig gewordene Abgeordnete Kiesewetter und der CDU-Außenpolitiker Wadephul, der in der Union als der zukünftige Außenminister gehandelt wird.

Es steht zu erwarten, dass der politische Zwiespalt innerhalb der alten Bundesregierung auf die neue übertragen und von dieser fortgeschleppt werden wird. Ebenso wie in der CDU gibt es auch in der SPD Freunde des Eingreifens in den Ukraine-Konflikt und der Lieferung der Taurus-Waffe. Allerdings gibt es auch nach wie vor Gegner wie Boris Pistorius, den alten und vermutlich neuen Bundesverteidigungsminister, der sich wiederholt zur Priorität der Aufrüstung Deutschlands geäußert hat.


     In der öffentlichen Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt hat ein merkbarer Schwenk stattgefunden. Während bisher der Chor der Kriegsunterstützer sich damit begnügte, „wir“ müssten das ukrainische Volk bei seinem Freiheitskampf gegen „den Putin seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“ beistehen, also die Freiheit am Dnjepr verteidigen, liegt jetzt der Ton darauf, dass „wir“ verhindern müssten, dass der Russe im Jahre 2029 am Brandenburger Tor stehe. Aus diesem Grund sei die Bundeswehr hochzurüsten und die Zeit, bis das geschehen sei, durch Taurus-Lieferungen und deren Einsatz zu überbrücken.

     Es bedarf keiner komplizierten Erörterungen, um die Unschlüssigkeit des nunmehr verfolgten Politikansatzes und der ihm folgenden Propaganda bloßzulegen. Es ist die Blauäugigkeit, über die man zunächst verblüfft ist, bevor sich der Ärger durchsetzt. Taurus zu liefern, das bedeutet, unmittelbare Kriegspartei zu werden. Hierbei kommt es nicht auf die eigene abweichende Ansicht, sondern alleine darauf an, wie derjenige, der das Ziel des Taurus-Beschusses werden wird, diesen Angriff beurteilt.

Es kommt, um es mit leicht variierenden Worten zu sagen, nicht darauf an, was Rechtsgelehrte in ihren Studierstuben in Berlin-Mitte formulieren, ob solche Lieferungen an eine Kriegspartei „noch“ vom Völkerrecht gedeckt seien, denn der Angegriffene wird sich einen feuchten Kehricht um solche gelehrten Sentenzen kümmern, sondern er wird gegen den Veranlasser zurückschlagen. Dies gilt umso mehr, als Waffenexperten ganz offen einräumen, dass der Taurus, zwar formell in die ukrainische Armee geliefert werden mag, jedoch von dort ohne das Eingreifen seines deutschen Personals keinen Meter weit Richtung Moskau fliegen wird, weil die Beschenkten ihn nicht sachkundig bedienen können.

     Der Herrscher im Kreml hat neuerdings (im März) klargestellt, dass er den Beschuss mit Taurus als deutsche Kriegshandlung gegen Russland auffassen und mit Krieg beantworten werde. Bislang hatte man diese Töne seit etwa zwei Jahren nur durch seinen Vertreter Medwedjew vernommen. Es gehört zu den Rätseln deutscher Politiklenker, so zu tun, als habe Putin nichts gesagt. Wenn überhaupt, wird in den deutschen Medien flankierend verbreitet, er bluffe nur. Das kann man glauben, oder es bleiben lassen. Ich neige dazu, ihn ernst zu nehmen.

     Die mögliche und wahrscheinliche russische Reaktion bedeutet aus meiner Sicht nicht zwingend, dass ein kaum noch zu beherrschender Weltkrieg ausgelöst werden wird. Nein, es würde genügen, um Deutschland zu domestizieren, ein weltweit bemerktes Symbol zu zerstören. Wie wäre es mit einer Kinshal-Rakete, die das Taurus-Werk in Schrobenhausen mit Mach 10 pulverisiert? Bevor der Leser jetzt aufschreit und mich des Landes- oder eines sonstigen Verrats bezichtigt: Genau das ist es, was russische Militär-Experten derzeit diskutieren. Unrealistisch wg. der Beistandspflicht aus Art. 5 Nato-Vertrag? Einen Moment bitte, man zeige mir den Verbündeten, der jetzt wg. ein paar deutschen Taurus in den Krieg ziehen wird. Die USA sind es seit dem Amtsantritt von Trump mit Sicherheit nicht.

     Und zum Schluss: Vollends diffus ist die – auch von führenden deutschen Offizieren vertretene – Auffassung, die russische Armee sei im Felde schlagbar, weswegen man die Bundeswehr bis 2029 hochrüsten müsse. Weswegen der angeblich unberechenbare Führer im Kreml diesen Zeitpunkt abwarten sollte, bleibt das Geheimnis dieser uniformierten Propheten. In der Politik heißt es derzeit in Sachen Bundeswehr „Gebt mir vier Jahre Zeit“. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Die Parole ging seinerzeit für Deutschland nicht gut aus.

©Helmut Roewer, April 2025

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XV

22. Februar 2025

Das Ausmaß dessen, was Biden und Konsorten dem US-Staatshaushalt entnahmen, sprengt jede Vorstellung. So war nach dem Stand von vorgestern die Hälfte der Ausgaben von US Treasury ohne Zahlungsnachweise. Auch waren 4,3 Millionen Kreditkarten unterwegs, deren derzeit noch nicht namhaft gemachten Inhaber aufs Staatskonto zugreifen konnten. Einfach so. Oder zu welchem Zweck?
Der Tiefe Staat (2): Mit einer knappen halben Milliarde pro Jahr wurden Tausende von Journalisten aus den Geldkoffern von US AID geschmiert. Bis jetzt sind es lediglich die Länderquoten, die bekannt gemacht wurden. Spitzenreiter war die Ukraine, gleich gefolgt von Deutschland. Letzteres bekanntlich ein Entwicklungsland. Wundert sich noch wer über die hiesigen Mainstream-Medien?
Der Tiefe Staat (3): Keiner wundere sich über das Bemühen des von der Bühne abtretenden Joe, sich und seine Kumpels von der Strafverfolgung für die Zukunft freizustellen. Etliche Staaten haben bereits erklärt, dass die Bundesamnestie für ihre Justiz keine Bedeutung habe. Da werden wir noch Leute am Pranger stehen sehen. Doch meine Vermutung ist: Je weiter die Welle schwappt, desto eher werden die Leute akzeptieren, dass die Aufregung eines nicht zu fernen Tages nachlässt.
Der Tiefe Staat (4): Trump hat den obersten General (Joint Chief of Staffs) rausgeschmissen. Er war als erster schwuler Farbiger auf diesem Posten gefeiert worden und hatte groß angekündigt, für sich und seines gleichen in den Stäben sorgen zu wollen. Trumps kategorische Weisung an den Verteidigungsminister: Es komme allein auf die Kampfkraft der Streitkräfte an.
Der Tiefe Staat (5) und seine Feinde: J.D. hat mit ausdrücklichem Bezug auf die CBS-Berichterstattung deutschen staatlichen Vorgehens gegen die Meinungsfreiheit öffentlich gemacht, dass, wer so vorgehe, nicht mit Amerika befreundet sein könne. – Hallo, ihr Atlantiker, jetzt müsst ihr euch was einfallen lassen.
Der Tiefe Staat (6): Ich nehme an, dass die Enthüllungen über die Finanzierung deutscher Politiker und deren Parteien bald folgen werden. Damit schließe ich diesen Eintrag für heute ab und gehe gleich in morgendlicher Frische zum Wählen.

21. Februar 2025
Ganz-der-Vater, ganz-die-Mutter sind Sentenzen, die zu hören sind, wenn das Gespräch bei Tisch vom Politischen zum allgemeinen Tratsch übergewechselt ist. Die einschlägigen Wendungen stammen bevorzugt aus weiblichem Munde und bieten Spekulationsstoff ganz abseits des Umstandes, dass die so Bezichtigten es so gut wie nie mögen würden.
Bei Tisch (2): Wenig hilfreich ist es auch, wenn einer seine recht spezielle, sonst von niemandem geteilte Belesenheit statt einer Aussage abschießen muss. Erwähnen will ich wenigstens, dass mir kürzlich im einschlägigen Fall einfiel, den Erasmus aus Rotterdam einzuwerfen, dessen Lob der Dummheit ich als unlesbar bezeichnete.
Bei Tisch (3) in seinem Kitsch-Domizil in Florida stellte der Donald vorgestern klar, dass er dort nicht nur Golf spielt und sonnen-bräunt, sondern auch reale Politik macht. Die Ukraine bezeichnete er via Tweet als unverzüglich zu beendendes Verlustgeschäft. Die USA hätten sich unter seiner Ägide niemals in diesen Krieg von einem mittelmäßig erfolgreichen Komödianten hineinlocken lassen, der jetzt nicht einmal ein Mandat seiner Bevölkerung besitze, und daselbst 200 Milliarden US-Dollar mehr als die Europäer ausgegeben, wobei es für mehr als die Hälfte des Dollarflusses nicht einmal den Hauch eines Nachweises gebe, wo das ganze Geld geblieben sei.
Übern Teich (2): Das ist er nun, der alltägliche Donald, ruppig und unmissverständlich. Sein Vize setzte noch eins drauf: Die Leute sollten sich keinen Illusionen hingeben, dass das noch zu ändern sei. Wenn der Don sich einmal entschieden habe, dann bleibe er dabei.
Übern Teich (3): In DC regt sich Widerstand bei den republikanischen Abgeordneten und Senatoren. Sie wollen dem Präsidenten mit dem Hebel des Staatshaushalts in die Parade fahren. Stets mit am Mikrophon oder sichtbar in seiner Nähe der Senator Lindsey Graham, den mein Kopf seit vielen Jahren als Strippen-Zieher der Ukrainesache gespeichert hat. Er wehrt sich offenbar, als der Konkursverwalter einer gigantischen Fehlspekulation in die US-Analen einzugehen.
Übern Teich (4) und anderswo: Die amerikanischen Aufgeregtheiten nach dem amerikanisch-russischen Riad-Treffen und die Reaktionen des US-Präsidenten kommentiert Putin im russischen Fernsehen so: Es werde Zeit brauchen, bis ein für beide Seiten befriedigendes Ergebnis erzielt sei. Er hat offensichtlich nicht den populistischen Druck des Sofort-Erfolges.
Übern Teich (4): Tucker Carlson interviewt den Ungarn Orbán und fragt ihn, ob er eine russische Marionette sei. Anschließend lässt er ihm Zeit, seinen Standpunkt darzulegen. Für viele Amerikaner sicher Neuland, aber nachvollziehbar, denn er erzählt von der Notwendigkeit, die eigenen Interessen zu definieren.
Übern Teich (5) und anderswo: Prompt und wenig überraschend reagierte nach der Trump-Attacke und der gleich anschließenden Forderung von Selenskyj, eine Europa-Armee zu gründen, der polnische Außenminister Sikorski, der dergleichen kategorisch ausschloss. Auf welcher Schulter dieser amerikanisch-polnische National-Sozialist eigentlich trägt, ist mir bis heute unklar. Unauslöschlich in Erinnerung ist mir allerdings seine Gratulation an die US-Regierung einen Tag nach dem Anschlag auf die Nord Stream Gas-Pipelines. Ich habe mir gemerkt, dass dies unser Nachbar ist. Der Schauder verstärkte sich, als seine Frau letztes Jahr mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels bedacht wurde.
Übern Teich (6): Da wurden in der vorvergangenen Woche drei Staatsanwälte, Svenja Meininghaus, Matthäus Fink und Frank-Michael Laue, für die CBS-Sendung 60 Minutes zu ihrem Vorgehen gegen deutsche Bürger wg. deren angeblicher Hass-Kriminalität interviewt. Sie erzählten genüsslich von Durchsuchungen und Beschlagnahmen von Computern und Handys. Das sei meist Bestrafung genug. Sie ahnten nicht, was sie auslösten, als sie diesem prononciert linken Sender ihre Offenbarungen machten. Die Sache wurde in den social media zum Renner, und sie zeigte den hässlichen Deutschen in seiner ganzen boshaften Banalität. Pech gehabt. Jetzt sind sie über Nacht berühmt. Mir geht durch den Kopf, dass es bis kurz nach der Wende in Ludwigsburg die Zentralstelle zur Erfassung von Justizunrecht gab. Sie wurde, scheint mir, ganz zu unrecht aufgelöst.

18. Februar 2025
Fritze, der Kandidat, betont mit Nachdruck, dass er’s mit den Blauen nicht treiben werde. Ein klares Bekenntnis zum Weiter-so. Jetzt regt sich Widerspruch selbst bei den treuesten christ-uniönlichen Unterstützern, sprich Bild und NIUS. Man sieht also, dass die Wendehalswelle, die zum Jahreswechsel jenseits des Atlantiks losbrach, unsere woken Auen erreicht hat. Das bedeutet: Er wird Kanzler des rot-grünen Lagers, bis man ihm in DC den Stecker zieht. Zeitpunkt und konkreter Anlass ist mir noch unklar. Ich denke, einer von Trumps Leutnants (wie wäre es mit Richie Grenell?) wird sehr persönlich werden.
Das woke Lager (2): Während man mit der Binnenempörung über diesen J.D. (sprich: Djädie) Vance noch ausgelastet ist und das Duo Scholz-Annalena der Ukraine-Führung deutsche Multi-Milliarden verspricht und weitere Waffen zusendet und hierfür ganz ungeschminkt das Aus der Schuldenbremse ankündigt, treffen sich der US- und der russische Außenminister in Riad. Das liegt zwar nicht in unmittelbarer örtlicher Nähe des Ukraine-Konflikts, aber in der direkten Nachbarschaft eines anderen. Für Lawrow wird es ein Hochseilakt, denn der amerikanische Wunsch, die Palästinenser auszurotten, kann kaum im Interesse der russischen Mittelmeerpolitik liegen. Am Ende wird das Abwägen der Vorteile und das Prinzip von Hemd und Rock den Ausschlag geben.

16. Februar 2025
Die letzten drei, vier Tage hatten es in sich. Der Reigen wurde durch einen afghanischen Schwer-Verbrecher eröffnet, der mit seinem Mini in München in eine Gewerkschaftsdemo hineinraste. Von den mindestens 20 Verletzten starben spätestens gestern eine jüngere Frau (37) und ihr zwei Jahre altes Kind. Zur Verhöhnung der Opfer sprachen die Mainstreammedien von einem mutmaßlichen Anschlag. Selbst der zynischste Kritiker konnte sich nicht ausdenken, was dann geschah. Abends demonstrierten die Links-Faschisten an der Feldherrnhalle gegen rechts. Fackeln hatten sie, so weit ich erkennen konnte, nicht dabei.
Hauptstadt der Bewegung (2): US-Vizepräsident Vance sprach vorgestern auf der Wehrkundetagung. Was er zu sagen hatte, waren Ohrfeigen für die europäischen Kriegshetzer, denen er vorhielt, Furcht vor der eigenen Bevölkerung zu haben und ihre Länder durch Zensur und Massen-Migration aus dem Gleichgewicht zu bringen. Unverhohlen warb er, ohne deren Namen zu nennen, für die AfD. Nur Steinmeier und Pistorius wagten in Gegenwart des Gastes aufzumucken, der Rest hüllte sich in eisiges Schweigen.
Hauptstadt der Bewegung (3): Für den Kanzler hatte der Mann aus DC keine Zeit. Fritze, den Kandidaten, sprach er kurz. Ob dieser den öffentlichen Weckruf vernommen hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht entging ihm im vorgezogenen Siegestaumel, dass der Trump-Leutnant durchaus Zeit hatte, sich mit der blauen Alice zu treffen, die man selbstredend zum politisch korrekten Kongress nicht eingeladen hatte. Nun, sie wird die Gelegenheit zum Kennenlernen genutzt haben.
Hauptstadt der Bewegung (4) und die des Imperiums: Die Vance-Aussagen mit der soeben eingetrudelten Foreign Affairs verglichen. Während das vorletzte Heft noch die Welt im Krieg beschrieb, sehen die selbsternannten Weltherrscher des Council on Foreign Relations jetzt The Strange Triumph of a Broken America (den befremdenden Triumph des gebrochenen Amerika). Immerhin raffen sie sich dazu auf, Putin an einen Ort zu versetzen, von dem es keine Widerkehr gibt. Die US-Mainstreampresse assistiert, indem sie plötzlich Kartenbilder publiziert, die einen Grenzverlauf der Ukraine im Vergleich von vorher-nachher zeigen. Das ist neu. Ob es auch realistisch ist, steht in den roten Sternen. Die russische Propaganda hält dagegen, indem sie Karten der Restukraine publiziert, in welchen bezirksgenau dargestellt wird, welche Bodenschätze wo mit Schwerpunkt abgebaut werden

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13. Februar 2025Der Imperator lässt mitteilen: Der neue US-Verteidigungsminister bestellte gestern die Ukraine-Unterstützungsgruppe der Nato nach Brüssel ein, um sie mit den Beschlüssen seines Präsidenten bekannt zu machen. Diese würden ein Telefonat des Chefs mit Putin berücksichtigen. Man kann herauslesen, was nach Ansicht von Trump unter anderem besprochen sein könnte, nämlich dieses hier: Die USA ziehen sich aus der Ukraine-Sache umgehend zurück, weil sie ihre Schwerpunkte anders definieren. China und Nahost gehen vor. Die Grenzen der Ukraine von Anfang 2014 sei kein realistisches Szenario mehr, alles andere sei Sache der Europäer. – Ich folgere, die beiden Telefonierer müssen eine Tour d’Horizon unternommen und hierbei über eine Abgrenzung der Interessensphären gesprochen haben, hierbei fiel die Ukraine unter den amerikanischen Tisch. Was ihnen dafür konzediert wurde – und ob überhaupt etwas – ist schwer zu sagen.
Unterstützungsgruppe (2): Die wenigen Bilder, die vom Ereignis zu sehen waren, machten den Eindruck einer Versammlung von begossenen Pudeln.
Unterstützungsgruppe (3): Derweil telefonierten zwei bekannte russische Satiriker mit dem CDU-Kleinscharfmacher Wadephul, dem sie vorspiegelten, der ukrainische Präsidenten-Adlatus Jermak zu sein. Der Deutsche wedelte verheißungsvoll mit den Taurussen, die es unter Fritzes Herrschaft geben werde, und setzte mit der Bemerkung (sinngemäß) noch eins drauf, dass die Russen der Erzfeind seien. Natürlich kann man sich über soviel Dummheit ereifern, aber realistischer Weise muss man einkalkulieren, dass hier eine ganze Generation von überlebenden Alt-Kaltkriegern in ihrer Verkalkung beharrt und dieser Zustand offenbar vererblich ist

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12. Februar 2025
Das ukrainische Verteidigungsministerium verkündet den Aufbau einer 20 km tiefen Drohnenzone entlang der gesamten 1000 km langen Frontlinie, die jeden russischen Vormarsch stoppen soll. Ich halte den Ansatz nicht für realistisch: a) Es müssten riesige Mengen von Drohnen existieren, da allein die Russen bestimmen, wann und wo sie angreifen. b) Der Masseneinsatz von Drohnen gegen russische Einzelkämpfer verspricht wenig Aussicht auf Erfolg. c) Der erfolgreiche Einsatz setzt weitgehende Luftherrschaft voraus, wovon nicht ausgegangen werden kann. Deswegen halte ich die Initiative für Propaganda, die vor allem zur Stützung der Kampfmoral der eigenen Verbände dienen soll, und stellt vermutlich den Versuch dar, die um sich greifende Massenfahnenflucht abzubremsen.
Ostfront (2) Der russische Propagandakanal Rybar hat hierzu ein erläuterndes Kartenbild veröffentlicht, das auch insofern interessant ist, da es den aktuellen Verlauf der Frontlinie zeigt. Noch immer sind nicht alle Teile der beanspruchten Oblaste in russischer Hand, vor allem die Großstädte Saporoshje und Cherson nicht.

Ostfront (3): Nach mehreren Raketen und Drohnen-Angriffen auf russische Anlagen der Erdölindustrie in der vergangenen Woche, hat es am vergangenen Wochenende – ausdrücklich als Antwort deklarierte – massive Raketen- und Drohnen-Schläge gegen die ukrainische Stromversorgung in Kiew und anderen Großstädten gegeben. Es soll zu bedeutenden Stromausfällen gekommen sein. Die westliche Berichterstattung beschränkte sich darauf, getroffene Wohnhäuser in etlichen Städten zu zeigen.
Ostfront (4): Selenskyj brachte den Verkauf von Seltenen Erden als Pfand für weitere Geld- und Waffenlieferungen der Nato-Staaten ins Spiel. Die Reaktionen aus der neunen US-Administration sind uneindeutig. Ob tatsächlich ein substanzielles direktes Gespräch zwischen Trump und Putin stattgefunden hat, ist nach wie vor umstritten.
Ostfront (5): Es ist unübersehbar, dass es in den USA heftige Auseinandersetzungen über das Ukraine-Engagement gibt. Die Abzugs-Befürworter, wie namentlich Tucker Carlson, thematisieren die großen Mengen an Geld- und Unterstützungslieferungen, die im Schwarzen Markt verschwunden sind.

11. Februar 2025
Es ist der Fluch der bösen Tat, dass ich vor Wochen öffentlich machte, an einer Biographie der Autobiographien zu arbeiten. Während ich es sonst eher dankbar begrüßt habe, wenn mich Leser mit Material versorgten, an das ich sonst im Traume nicht herangekommen wäre, schwappt nunmehr eine Informationswelle über mir zusammen, die mich am ruhigen Durchdringen des Problems hindert. Was zum Beispiel soll ich mit dem Hinweis beginnen, dass Microsoft-Held Bill Gates soeben seine Kindheitserinnerungen auf den Buchmarkt gebracht hat, von denen ein Aufpapper auf dem Front-Cover zu künden weiß, dass es sich hier um einen Bestseller der Hamburger Illustrierten handele.
Mit und ohne Spiegel-Aufkleber (2): Nun ist es nicht nur so, dass ich grundsätzlich keine Bücher mit diesem roten Aufkleber erwerbe, weil ich den innewohnenden Hinweis für plumpe Lüge einschätze, sondern im speziellen Fall halte ich den Werbekleber für ein notwendiges Dankeschön an den Millionen sponsernden Gates mit seiner Menschheitsbeglückungs-Stiftung.
Ohne Spiegel-Aufkleber (3): „Vorteil für den Noch-Kanzler: Scholz hat schon bewiesen, dass er es nicht kann. Merz muss das erst noch“ (heute Nacht in den Leserbriefen der Zellerzeitung). 
Ohne Spiegel-Aufkleber (4) blieb die sog. Doktorarbeit von Robert dem Denker. Jetzt wird öffentlich gemacht, was der Plagiats-Jäger Weber hierzu mitzuteilen weiß – in meinen Worten: wissenschaftlich verbrämtes Geschwulstel. War mir, da bin ich gern Chronist, bereits am 24. Dezember 2023 aufgefallen, als ich das einschlägige Vorwort zu lesen versucht hatte. Das hier war in meinem elektronischen Einkaufsnetz hängengeblieben;„Wenn das, was Kant als Allgemeine Anschauungsformen a priori definierte, medial gebunden und mit konkretem Gehalt gefüllt wird, sind die Ergebnisse der Interpretation von den verschiedenen Strukturqualitäten der zu unterscheidenden Gattungen abhängig.“Alles klar? Na also.
Ohne Spiegel-Aufkleber (5), aber dessen Meldung belegend (Internetfund):

10. Februar 2025Nächtliches Nachsinnen über eine surreale Geschichte. Mehr als die Überschrift ist dabei nicht herausgekommen: Bitte nehmen Sie Ihren Bikini aus meinem Eisbecher. (Ich weiß schon, nicht kommentieren, einfach weiterlesen).
Surreal (2): Die Balten-Staaten verabschieden sich mit großem Pomp vom billigen Russen-Strom. Dochdoch, sie feiern das ganz real.
Surreal (3): Die polnische Staatsanwaltschaft erhebt angeblich Anklage gegen den MP Donald Tusk wg. versuchten Staatsstreichs. Ach, die Säuberung des Rundfunks und der Gerichte im vergangenen Jahr war nur ein Versuch? Zugleich verkündet Europas Lieblingsregierung in Warschau, sie werde den Teufel tun, die EU-Migrantenverteilung zu akzeptieren.
Surreal (4): Der US-Senat will den Gesundheitsminister Kennedy nur unter der Auflage akzeptieren, dass dieser keine Befugnisse hat.
Surreal (5): Da streiten zwei im Zwangsfernsehen, so lese ich heute früh, um die Würde der Bürde. Zwei Niemande im Lande Nirgendwo. Man kann zwischen beiden wählen, aber es bedeutet nichts.

Surreal (6): Während in Europa die Sonne untergeht, ist es in Amerika hellichter Tag.

9. Februar 2025
Während sich der linke Pöbel und Lenins nützliche Idioten auf Deutschlands Straßen tummeln, machen sich amerikanische Blogger über uns lustig. Manchmal denke ich, die Hiesigen müssten das doch mitkriegen, tun sie aber nicht. Stattdessen lädt der Merkel-Ex-Adlatus Heusgen die AfD und die Wagenknechte von der Münchner Sicherheitskonferenz aus, weil sie den Dialog stören. Das ist Orwell-Sprech. Ob er das weiß?

Die Medien überschlagen sich mit Meldungen über angebliche Friedensgespräche zwischen Trump und Putin. Weiß Putin auch schon davon?
Medien (2): In dichter Folge kommen die Geldausgaben von US AID ans Tageslicht. So gingen neben der offiziellen US-Hilfe ungezählte Dollar-Milliarden Jahr für Jahr in die Ukraine, um die Siegeslügen zu finanzieren. Falls es stimmt, dass aus diesem Säckel 90 % der Medienausgaben daselbst bestritten worden sind, dürfte es bald leiser werden an dieser wichtigen Psycho-Front.
Medien (3): Kein Mensch weiß, wie sich dies auf die ohnehin schon dürftige Moral der Bevölkerung auswirken wird. So gesehen dürfte der ukrainische Geheimdienst-Boss (GUR), Kirill Budanow, vor einigen Tagen prophetische Worte gesprochen haben. Er sagte im geheim tagenden Verteidigungsausschuss der Rada, dass es, wenn jetzt nicht massiv Unterstützungsgelder flössen, spätestens im Sommer ein unangenehmes Ereignis eintreten werde. Als das rauskam, ruderte er zurück und sprach von einem Scherz. – Mit Wilhelm Busch zu sprechen: Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

7. Februar 2025
Sören?

…echt.

6. Februar 2025
Ebbe im Karton: Argentinien tritt aus der WHO aus. Da werden in Genf bald ein paar Luxuswohnungen frei.
Ebbe (2): Die Abwahl von Bolsonaro in Brasilien wurde von US AID ermöglicht, wie man jetzt nachlesen kann. Kann man abwarten, wie es nun ohne finanzielles Polster aus DC mit Lula, dem adlig-sozialistischen Vorgänger und Nachfolger im Amt weitergeht.
Ebbe (3) auch in der Kriegskasse von Politico, das US-Linksstream-Magazin gehört zum Springer-Imperium. Nehme mal an, dass Gates nicht alle Lücken wird schließen können, die sich bei deutschen Propagandisten jetzt auftun.
Ebbe (4): Als Rettungsanker wirft man in den USA jetzt Desinformation aus und erkennt plötzlich, wie sich die Angriffe auf die Seekabel-Verbindungen in der Ostsee und der Straße von Taiwan ähneln (der Xi war’s). Bei der Ostseekarte fiel mir auf, dass Nord Stream erst gar nicht erwähnt wird. Ist schließlich kein Kabel, sondern aus Stahl und Beton und wäre – ganz sicher – mit einem Schleppanker nicht wegzureißen gewesen.

Ebbe (5): Immerhin reicht das Budget bei der Illustrierten Der Spiegel noch aus, um Putin zu bezichtigen, Autoattentate mit Bauschaum in D veranlasst zu haben, um die Taten den Grünen anzulasten. Heiliger Robert rette uns (oder ist hier Sancta Simplicia zuständig?).

5. Februar 2025Jena, am Kneipentisch: Es spricht einer grinsend von der Katarina Witt der politischen Ökonomie. Es dauert einen Moment, bis bei mir der Groschen fällt (Hilfestellung für Auswärtige: die Kati = schönstes Gesicht des Sozialismus).
Kneipentisch (2): Was ich an haarsträubenden Fällen über das Wüten der hiesigen Justiz zu hören kriege, spottet jeder Beschreibung. Diese schrecklichen Juristen exekutieren kaltschnäuzig das offensichtliche Unrecht der Corona-Diktatur. Sie taugen für jegliches System. 

Kneipentisch (3): Neue Gesichter, neue Ideen. Ich danke derjenigen, die mich dazubrachte. Sie wird schon wissen, wer gemeint ist.

Der neue Mann in DC agiert wie ein altrömischer Imperator. Derzeit genügt ihm die Drohgebärde, um die Welt ringsum auf Linie – seine Linie – zu bringen. Kolumbien, das sich seiner Rückabschiebung von Zuwanderern widersetzen wollte, wurde exemplarisch unter Druck gesetzt und knickte sofort ein. Wer oder was folgt als nächstes?
Imperium (2): Es ist das Wunderbare an historischen Vergleichen, dass sie nie auf den Prüfstand ihrer Richtigkeit müssen. Deswegen sind sie ein beliebtes Spiel unter Intellektuellen, die niemals auch nur den Hauch einer Chance haben, an den Hebeln der Macht zu spielen.
Imperium (3): Caesars letzte Worte waren dem Vernehmen nach: Auch du, mein Sohn Brutus. – Ich hätte da bereits eine Idee.
Imperium (4),  als unaufschiebbare Eilmeldung um 10 Uhr morgens MEZ: Trump will den Gazastreifen übernehmen. Damit hat er den Limes überschritten.

4. Februar 2025
Das Plattmachen von US AID gestaltet sich in der Praxis nicht so einfach wie angekündigt, denn das Aus bedeutet für Tausende, wo nicht Zehntausende von Nutznießern ein jähes Ende ihrer eigennützigen Bemühungen unter dem heuchlerischen Banner von Menschenrechten und democracy. Das Geflecht an Geldwäschern ist so verschlungen, dass es wahrscheinlich ist, immer mehr Beteiligte in Behörden, privaten Interessengruppen und Großvermögen ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren, von denen eines sicher ist: Sie werden sich wehren. Elon, das Wunderkind, das den Sumpf trockenlegen soll, lebt nunmehr gefählich.

Falsche Flagge (2): Die herrschende Klasse der USA hat seit Jahrzehnten diese Verquickung von Staats- und Privatvermögen zum Zwecke der Herrschaftssicherung eingeübt. Das erste, mir bekannt gewordene Manöver war der Marshall-Plan, der vor rund 75 Jahren das Licht der Welt erblickte. Das tollste an ihm ist, dass die zugrunde liegende Struktur noch heute existiert.

3. Februar 2025
Vor Wochen befasste ich mit dem Problem unterschiedlicher Socken beim morgendlichen Ankleiden. Meine Bemerkungen, dass und warum ich das hinnehme, haben mir viel Zuspruch eingebracht. Ich bin also nicht allein. Gestern Morgen nun stellte ich fest, dass es drei Socken waren, die zusammengekrempelt vorgaben, ein Paar zu sein. Ich entschied mich für zwei davon, um dann beim Anziehen der Straßenschuhe festzustellen, dass einer dunkelblau, der andere grau ist. Der Dritte im Bunde war auch grau, aber deutlich heller. Man sieht, die Probleme werden vielfältiger.
Mich mit der Sockenfrage zu befassen, erscheint mir befriedigender als mit dem Gewäsch der politischen Klasse, das sich um die Springprozession des Kandidaten M. rankt. Sein Angriffsgeschrei ist vor drei Tagen im konzentrierten Beschuss von Ewiggestrigen im Bundestagsplenum übertönt worden. Die Blase debattiert nun, ob das dem Fritze schadet oder nicht. Vorgestern Abend bügelt er seinen Mutanfall wieder aus, indem er erklärt: Jede Stimme für die AfD sei am Tag nach der Wahl eine verlorene Stimme. Bleibt selbst für Mainstream das zwiespältige Resultat: Er kann es nicht.
Propheten im eigenen Lande: Einen strahlenden Sieg von schwarz-rot-grün vermag niemand mehr sicher vorherzusagen, weil doch eigentlich bei des Merzens Pleite jetzt für grün und rot die Zahlen explodieren müssten. Tun sie aber nicht. Noch drei Wochen Prognosetheater.
Am Wochenende ließ Donald der Friedensstifter Ziele in Somalia aus der Luft angreifen.

31. Januar 2025Gestern Abend die Senatsanhörung der von Trump vorgesehenen Direktorin für Nationale Geheimdienst-Informationen (DNI) Tulsi Gabbard am Bildschirm verfolgt. Strikter Widerspruch bei etlichen Senatoren, die es der Seitenwechslerin von den Demokraten ins Trump-Lager nicht verzeihen können, dass die von ihnen Examinierte sich nicht entschließen kann, den Verursacher des größten Geheimdienst-Skandals der USA, Edward Snowdon, einen Verräter (traitor) zu nennen, oder ihren Ausspruch am Abend des russischen Einmarsches in die Ukraine (Februar 2022) zu widerrufen, dass es hierfür auch im Westen zu suchende Gründe gäbe.
DNI (2): Die Dienstobliegenheit des Chefs der zugehörigen, 2001 eingerichteten Dienststelle (ONI) ist es, dem US-Präsidenten täglich ein Lagebild aus Geheimdienst-Informationen (intelligence) vorzutragen – eine Übung, über die man in D lächelt, wo es üblich ist, dass die Leiter der Dienste die politischen Führer selten oder nie sehen.
DNI (3): Die von Trump Ausgesuchte (pick) wirkt zurückgenommen und taff. Etliche Jahre im Dienst von Armee und Nationalgarde sowie eine Reihe von Wahlperioden als Kongressabgeordnete für Hawaii lassen vermuten, dass sie der Geheimdienstarbeit distanziert gegenübersteht. Eine heikle Position zwischen einem – höflich formuliert – schwierigen Chef und einem Klientel, das das Mauern zu seinen Lieblings-Gepflogenheiten zählt.
DNI (4): Bemerkenswert ist der Disput zwischen einigen Senatoren und Gabbard, der man zu unterstellen sucht, sie sei in Fragen des Nahen Ostens politisch unzuverlässig. Sie kontert, kein Verständnis dafür zu haben, dass CIA & Co immer wieder islamische Extremisten aufgerüstet hätten, um hernach festzustellen, dass sie den USA schwer schaden würden. Sie nennt explizit die jetzt in Syrien an der Macht befindlichen Steinzeit-Islamisten.
DNI (5): Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sie Tabu-Brüche nicht scheut. Sie redet, wie eine Abgeordnete mit freiem Mandat. Aber wie lange noch?

30. Januar 2025Nix weiter passiert, gestern im Bundestag. Eine denkbar knappe Mehrheit aus CDU, AfD, FDP und einzelnen fraktionslosen Abgeordneten, stimmt der Asyl-Wende-Resolution der Firma Merz zu. Aus CDU und FDP etliche auch nicht, die von SPD und Grünen sowieso nicht. Zur Sache sprachen nur die von AfD und FDP, alle anderen fanden nur die Kraft zum Pöbeln. Das war nicht erstaunlich, sondern eher verwunderlich, dass Alice für ihre Verhältnisse ruhig und beherrscht sprach, bei Lindners sachlichem Beitrag hingegen besteht der Verdacht, dass dies sein Abgesang gewesen sein könnte, denn nach drei Jahren Ampel haben sich seine Wähler in alle Winde zerstreut.
Ampel-Gehampel (2): Natürlich fragt sich selbst der Politikfromme: Wenn die Mehrheit diese hier ist, warum regiert der Fritze nicht bereits seit Dezember? Die Antwort lautet wohl: Schiss gehabt.
Übern Teich: Der Donald holzt in DC, dass die Fetzen fliegen. 2 Millionen Bundesangestellten ein Angebot zum Ausstieg gemacht. Die Besten werden‘s als Erste nutzen, das wäre normal.
Übern Teich (2): Bei US AID – das ist die Einrichtung die den Leuten auswärts die democracy bringt – alle führenden Kräfte in den bezahlten Kündigungsurlaub geschickt und die Haushaltsmittel gesperrt. Hier wird die Weltmacht neu justiert.

29. Januar 2025
Weltmacht mit Hindernissen: Die angeblich künstliche Intelligenz eines chinesischen Software-Unternehmens lässt den angeblich uneinholbaren Vorsprung der US-Cracks über Nacht dahinschmelzen. Und damit verbunden der Verlust in Milliarden an Dollarvermögen, deren Höhe und Grund sich meiner Vorstellungskraft entzieht. Das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern in digitaler Form.
Künstliche Intelligenz (2): Im Bundestag will heute der angeblich nächste Kanzler verhindern, dass die Falschen seinem für richtig gehaltenen Antrag zur Ausländerschwemme zustimmen. Wat nu? Auf jeden Fall wird man eine Debatte führen, die mit dem Thema nichts zu tun hat. Alles andere wäre echt Nazi.
Künstliche Intelligenz (3) bestimmt angeblich zunehmend das Schlachtfeld an der Ostfront. Mir kommt es so vor, als sei es in erster Linie die Kampfmoral der Soldaten.

27. Januar 2025
Gelinde gesagt sind die Signale aus DC verwirrend. Ich denke mal, dass nach der Krönungsshow jetzt die Mühen der Ebene beginnen. Innen: Widerstand der Auszumusternden von der Verwaltungsfront – es sind Tausende. Außen: Drohen mit neuen Wirtschaftssanktionen. Das ist besonders gegenüber Russland eher lächerlich. Nur nebenbei bemerkt: Die außereuropäische Welt merkt das und merkt es sich. Garantiert.
Verwirrt oder verwirrend (2): Bei Trucker Carlson sagte Trump im November 2024 dieses hier: Ich habe Nord Stream 2 zerstört (wörtlich: „I killed Nord Stream 2“). Da er bei dem Terror-Verbrechen selbst nicht im Amt war (September 2022), kann es nur bedeuten, dass es in seiner Amtszeit vorbereitet wurde, und er es nach wie vor gutheißt [dokumentiert bei der Hindustan Times, https://www.youtube.com/watch?v=ATX7g9W5ZZw | 3.32.09-11].
Verwirrt oder verwirrend (3): Fritze, der nächste Kanzler, will seinen Asylrundschlag am kommenden Mittwoch im Bundestag nun mit der Floskel verbinden, dass die AfD an allem schuld sei. Er nennt das: den Regierungsparteien entgegenkommen. Na endlich, wurde auch Zeit.

26. Januar 2025
Gestern schreit mich die Bildzeitung, das Amtsblatt für die Wiederinstallierung der Christunion, in der Kaufhalle an, dass Fritze M. jetzt sofort das Asylrecht verschärfen will – mit welcher Mehrheit auch immer. Das bedeutet im Klartext mit AfD und FDP, mit wem auch sonst?
Klartext (2): Fritzes Vorstoß ist nichts anderes als der letzte Versuch, eine selbstrettende Rettungsleine gegen den grassierenden Stimmschwund auszuwerfen. Sie dient in Wirklichkeit nur dazu, das Wahlvolk zu veralbern, denn es bedarf keiner Änderung des geltenden Rechts, um den illegalen Zustrom zu stoppen, sondern der Wiederaufnahme des Gesetzesvollzugs des geltenden Rechts. Und genau das werden die Inhaber der Posten und Pöstchen der Bundesregierung nicht tun. Sie werden am eigenen strafbaren Handeln, das 2015 von Merkel eingeführt wurde, festhalten.
Klartext (3): Auf den Straßen versammelte sich derweil der linke Mob der Ewiggestrigen, um für die Fortsetzung der regierungsamtlichen Straftaten zu demonstrieren. Zehntausende wurden unter dem Motto „gegen den Rechtsruck“ mobilisiert.
Klartext (4): Elon, das Wunderkind, wurde in die Wahlkampfshow der AfD per Bildschirm eingeblendet. Er rief dazu auf, den Schuldkomplex abzulegen und stolz auf das eigene Land zu sein. Tja, wenn der das sagt.
Klartext (5): Dem Gerede über den neuerlichen Vorstoß, per Bundestagsbeschluss ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht einzuleiten, wird in der öffentlichen Debatte entgegengesetzt, dass die Zeit in den kommenden 4 Wochen nicht ausreiche, um die Partei zu verbieten. Als ob es darauf ankäme. In Wirklichkeit hätte, wenn jetzt noch der Beschluss gelingt, das Gericht alle Zeit der Welt, ein Verbot auszusprechen – ganz unabhängig davon, wie die Wahl ausgegangen sein wird

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24. Januar 2025
Kaum gestern aufgeschrieben, muss ich es heute korrigieren: Stronzo ist nicht der italienische Stinkefinger, sondern die korrespondierende Körperöffnung, möglichst vulgär. Stellt sich dem Ostfrontbeobachter die Frage: Wie sag ich’s auf Russisch? Hier die Antwort der gebildeten Leserschaft: Dortzulande hat man es lieber sexuell und verwendet den Daumen zwischen Zeige- und Mittelfinger. Der dazu passenden Ausdruck ist фига (Figa)  oder дуля (Dulja).
Korrektur (2): Die Experten haben alle Hände voll zu tun. Sie bramarbasieren, was der Donald von seinen Ankündigungen alles nicht wahr gemacht hat, obwohl er schon drei Tage im Amt ist. Ich denke, da wird es noch die eine oder andere Überraschung geben, was – zugegeben – eine Plattheit ist.
Korrektur (3): Am wildesten schießen die Gerüchte ins Kraut, ob und wie Trump den Umgang mit dem ukrainischen Mündel ändert. Am meisten wird erörtert, ob er das überhaupt kann. Man wird es frühestens in einigen Tagen erahnen können. Auf jeden Fall werden da die Fetzen fliegen, denn es geht um riesige Vermögen, die auf der Kippe stehen.
Korrektur (4): Keinen Anlass zu einer solchen sieht die beste Außenministerin , die wir je hatten, nachdem der deutsche Botschafter, ein grüner Parteigenosse, den ins Amt kommenden US-Präsidenten in einem Bericht wüst anpöbelte. Anstatt den Mann umgehend zurückzubeordern, sieht sie die Notwendigkeit, dem Bericht zuzustimmen und eine Untersuchung im AA einzuleiten, wo denn die undichte Stelle sei, aus der das Wunderwerk an die Öffentlichkeit gelangte. Viel Spaß dabei. Am Ende wird es dann wieder der böse Putin gewesen sein (= Patentlösung der letzten drei Jahre).

23. Januar 2025
Dazugelernt: Das italienische Wort für Stinkefinger heißt stronzo (was ich vertrauensvoll den Leserbriefen der nächtlichen Spaet-Nachrichten entnehme).
Dazugelernt (2): Nach dem gestrigen afghanischen Messergemetzel im Aschaffenburg mit mindestens 2 Toten will Mainstream jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen: die AfD verbieten. Dazugelernt (3): In Davos Starauftritt des kleines Mannes aus Kiew. Jetzt will er nicht mehr den Iwan hinter die Wolga zurückschlagen, sondern Fußtruppen, damit er nicht untergeht. Die anwesenden Oligarchen und ihre mitlaufenden Politakteure tauschen zwar Brüderküsse mit dem Habenichts, schielen aber heimlich nach DC.
Dazugelernt (4) und beinahe übersehen: Larry von Blackrock hat sich, wie er soeben in Davos mitteilte, mit Leuten unterhalten. Dabei ist rausgekommen, dass Einwanderungsgesellschaften den Fortschritt behindern. Die schrumpfenden Gesellschaften seien eindeutig im Vorteil. Damit kippt er ein schlecht funktionierendes Investitions- und bisheriges Weltbeherrschungs-Modell auf dem Müll. 

22. Januar 2025
Die große Show vom vorgestrigen Montag klingt nach. Jetzt ist Zeit, die Eckdaten festzuhalten. Für Trump hat Minuten nach seiner Vereidigung der Kampf gegen seine innenpolitischen Feinde begonnen. Aus den zahlreichen Präsidentenerlassen, die er an Ort und Stelle im Kongressgebäude unter den Augen des Publikums unterzeichnete, ragen die über die beschleunigte Bereinigung des Regierungskörpers, die Ausrufung des Notstandes an der Südgrenze, der Stopp der E-Auto-Bezuschussung und des weiteren Windmühlen-Ausbaus sowie die Kündigung des Klimaschutz-Abkommens und der sofortige Austritt aus der WHO heraus. Nun gut, die regierungsamtliche Feststellung, dass es nur Männer rund Frauen gibt, wollen wir nicht vergessen.
Feinde (2): Während Biden die letzten Momente seiner Amtszeit am Montagmorgen nutzte, um eine noch nicht genau bekannte Vielzahl von Personen vor zukünftiger Strafverfolgung zu schützen, erging Stunden später Trumps Gnadenerlass für die bereits Verurteilten des sog. Sturms auf den Kongress vor vier Jahren. Der Jurist in mir fragt nach, ob das überhaupt möglich ist, das Gnadenrecht auf zukünftiges Behördenhandeln auszudehnen. Ich denke, ich werde nicht der einzige sein, der diese Frage nach der Aushebelung der Rechtsstaatssystematik aufwirft.
Feinde (3): Der gestrige Tag war in den USA bereits durch Klagen der durch die Präsidentenerlasse betroffenen Personen und Organisationen geprägt.
Feinde (4): Außerhalb des Imperiums traf man sich in Davos und versicherte sich gegenseitig, dass gar nichts passiert sei. Welche tumbe Regie den Beginn des Treffens ausgerechnet auf den Krönungstag in DC gelegt hat, möchte man schon mal wissen, denn die US-Show warf einen derartigen Schlagschatten, dass das Alpendorf nicht zum Glühen gebracht werden konnte. Das Donnern der Lear-Jets in Zürich ging im Radau amerikanischer Militärmusik unter, die über den Atlantik schwappte.

20. Januar 2025
Der große Klamauk in DC wird heute nach innen verlegt, weil es draußen zu kalt ist. So sagt man. Wir sind nicht gezwungen, es zu glauben.
Klamauk (2): Mit den Prognosen könnte man Bücher füllen. Aus diesen schälen sich zwei gegensätzliche Grundtöne heraus: a) Er wird mit dem Tiefen Staat aufräumen. b) Er wurde mit dessen Zustimmung und Unterstützung ins Amt befördert. Beide Varianten sind nur schwer miteinander kombinierbar.
Klamauk (3): Wenn allerdings eines an dem gesamten Komplex wundert, dann doch dies: Die einstigen rabiatesten Gegner sind Mann um Mann in überholendem Gehorsam zu Kreuze gekrochen und haben eine Mio. Dollar oder mehr für eine Eintrittskarte geblecht.
Klamauk (4): Nur in D haben die Plapperer nicht die Kurve gekriegt. Lediglich der König von Bayern hat sich – nicht unerwartet – in seiner neuen Gummihose gezeigt

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18. Januar 2025
Die Meldungen über den Waffenstillstand im Israel-Gaza-Krieg sind so widersprüchlich, dass sie bestenfalls weiteren Spekulationen Tür und Tor öffnen. Warum sich die Hardliner in Jerusalem, wie sie verlautbaren, erpresst fühlen, kann ich nachvollziehen, denn sie hatten auf eine Endlösung gezielt. Jetzt giften sie gegen Trump, obwohl der noch gar nicht am Ruder ist. Zur Krönungsmesse nach DC scheinen sie jedenfalls nicht eingeladen worden zu sein.
DC (2): Dort wird Germany durch den deutschen Botschafter und Tino, den selbständigen Malermeister aus Ostsachsen, vertreten. Man staunt Bauklötze und fragt: Wer war das? Elon, das Wunderkind? Dass Copilotin Alice wg. Wahlkampf-Terminen absagte, kann man nur als strategischen Fehler bei der Schwerpunktsetzung bezeichnen. Was ist das Mikro in Kleinkleckersdorf gegen die Weltbühne?

17. Januar 2025
Auf Prabels Bloc (https://www.prabelsblog.de/2025/01/kalifornien-koennte-so-schoen-sein-ohne-demokraten/) lese ich als Nachgeschmack zu dem Bränden in Kalifornien das hier „…wie man einen Hausstandort auswählt. Zu den Risiken zählen Hochwasser, Brandgefahr, gefährliche und lästige Tiere, intellektuelle Nachbarn, Verkehrslärm, Alleinlagen, militärische Anlagen und Rüstungs-Betriebe“.
Fremde Gedanken (2), diesmal aus den Leserbriefen der Zellerzeitung: Um meine Aufmerksamkeit wetteifern „Meldestellenwerktätiger“ und „Grüne planen Alternativveranstaltung zu Trumps Amtseinführung +++ Krönungsmesse von Robert Habeck zum Klima-Messias am Potsdam Institut für Klimawitzeforschung +++ Klimagottesdienst wird geleitet von Katrin Dingens-Dingens“. Das müsste reichen für den Tag, der eine ereignislose Woche abschließt. Warum stört mich das bloß nicht? Andere mögen mehr erlebt haben.

16. Januar 2025
Als ich bei Stefan Zweig lese, dass er zur vorletzten Jahrhundertwende in Berlin eine wirre Truppe kennengelernt hatte, die sich dreist Die Kommenden nannte, hat es bei mir klick gemacht, denn das ist vielleicht der Begriff, nach dem ich schon lange gesucht habe.
Wirr (2): Die Siegesmeldungen in der Mainstream-Journaille über den Waffenstillstand im Gaza haben mir morgens nur ein Grinsen abgenötigt. Und richtig: Wenige Stunden später widerrief der Kriegsherr aus Jerusalem und sprach von Erpressung. Nebenbei: Der muss sich ja sicher sein, dass der Donald es in seinem Sinne richten wird. Nun, wir werden sehen.

14. Januar 2025
Komm zur Vernunft, ist ein Apell, dessen Widersinn den meisten Zeitgenossen, an den er ergeht, auf die Stirn geschrieben steht.
Unvernunft (2): Da versammeln sich fünf Wehrministern vorgestern in Warschau, um die Fortsetzung des Krieges in der Ukraine zu bereden, die von England, Frankreich, Italien, Deutschland und Polen. Alle fünf haben Interessen, Eigeninteressen zumal, die nicht miteinander harmonieren: Bodenschätze, Waffenhandel, Landraub, Führer-Attitüden, Ablenkungs-Manöver. Man suche sich etwas aus.

13. Januar 2025
Am Wochenende haben die Parteien Heerschau gehalten. Wen interessiert eigentlich außerhalb der unmittelbar Aufmarschierten, was das geredet und gemeint wird? Mich jedenfalls nicht.
Schall und Rauch (2): Die flotte Jette aus Dänemark trifft sich mit dem Chef von Grönland. Den einen könnte ich mir auf einem Kajak beim Robbenfang vorstellen, die andere als unübersehbare Frontfrau in einem Käserei. Vielleicht überlegen sie zusammen, ob die Schlosswache von Christiansborg hinreicht, um dem Trump Paroli zu bieten, denn sonst ist nichts mehr da, weil man alles, was schießen konnte, in die Ukraine verscherbelt hat. – Auch zum Schießen: Der kleine Mann aus Kiew hat bereits seine Hilfe angeboten.

12. Januar 2025
Verbrannte Erde: Der Blick auf die von Feuersbrünsten zerstörten Siedlungen von San Francisco geben einen Eindruck von dem, was linke Politik zu zerstören vermag, ganz ohne dass ein äußerer Feind Hand anlegen muss. Es ist nicht damit zu rechnen, dass hieraus die notwendigen Konsequenzen gezogen werden.

11. Januar 2025
Wer soll das bezahlen: J.P. Morgan, die Bank ohne die nichts geht, steigt aus der Klima-Religion aus.
Ausstieg (2): Master Zuckerbook verabschiedet sich von seinen Zensur-Brigaden. Falls auch in D, wird demnächst Correctiv seine Bilanzen korrigieren müssen.
Ausstieg (3): Canadas Noch- oder Ex-Premier widerspricht den Trump-Plänen, das nordamerikanische Riesenreich einzugemeinden. Ehe das passiere, werde es in der Hölle Schneebälle geben. Dass er dies auf Twitter lautmalt, bringt dessen Eigentümer auf den Plan. Mädchen, so schreibt er, du bist kein Premier mehr, und wer interessiert sich eigentlich für das, was du meinst?
Ausstieg (4): Robert Kagan, der böse Geist der US-Kriegstreiber-Gilde vertraut The Atlantic an, dass, wenn man sich jetzt nicht zu großzügigster Hilfe entschließe, die Ukraine in 12 bis 18 Monaten weg sein werde und zwar insgesamt. Das Bild, das dem Artikel beigegeben ist, zeigt einen Mann, der so fett geworden ist, dass ich mir ernsthaft Sorgen mache. Nebenbei dies: Wo steckt eigentlich seine ebenso erschreckend verfettete Frau (Victoria Nuland), von der ich seit ihrem Ausschied aus dem State Departement im vergangenen Frühjahr nichts mehr gehört habe? Ist sie jetzt daheim und hat die Küchenschürze um?
Derweil an der Ostfront: Russische Truppen haben über Nacht Europas größten Lithium-Abbau westlich von Donjezk eingenommen. An wen mag das alles verpfändet gewesen sein (man sollte vielleicht Robert Kagan mal anfragen). Die schönen Pfandbriefe sind jetzt Makulatur und die vielen Dollar perdu.

Über Nacht (2) die A.M.-Biographie von Vera Lengsfeld gelesen. Da steht jetzt eine gründliche Besprechung ins Haus. Das scheint mir dringlich, obwohl ich mir geschworen hatte, die schreckliche Person (nicht die Lengsfeld) nie wieder zu erwähnen. Las anschließend zur Entspannung den kurzen Text von Arno Schmidt über seinen Atheismus. Was für ein Gegensatz.

10. Januar 2025
Trump entfaltet vorgestern vor den Ohren der entgeisterten Weltöffentlichkeit sein außenpolitisches Programm. Canada soll in die Union und Panama an die Kandare, Grönland will er kaufen, die Europäer sollen für ihre Verteidigungsfähigkeit selber sorgen. Habe ich was vergessen? Ach ja, den Ukraine-Konflikt will er nun doch nicht in 24 Stunden lösen, das wird Zeit brauchen.
Trump (2): Derweil will heute ein New Yorker Richter in die US-Geschichte eingehen und den Gewählten in den Knast stecken. Das wird Ärger geben. Das auf jeden Fall. Der Supreme Court hat heute Nacht eine Intervention zugunsten des Delinquenten abgelehnt.

8. Januar 2025
Treffe mich mit einigen, die auch nichts wissen, dies aber nicht wissen, womit ich deutlich mehr weiß als sie.
Ebenso zeitgemäß: Die Erfurter Staatskanzlei verbirgt sich hinter einer Plane. Klarer kann man den Slogan Gesicht-zeigen kaum zum Ausdruck bringen.
Auch von vorgestern: Die beiden Spiegel-Titel, der echte und der gefälschte. Halte sie hier fest, da ich mich nicht entscheiden kann, welchen ich bizarrer finden soll.

7. Januar 2025Inzwischen ist der Krieg der Mainstream-Maulhelden entbrannt. Ihr übliches Spiel alle gegen einen konzentriert sich auf Elon das Wunderkind. Sein provokatives Eintreten für Weidel und die AfD hat eine Qualität erreicht, dass die Verschweige-Taktik nicht mehr funktioniert. Also randaliert man.
Mainstream (2): Daneben wirkt der Vergöttlichungsversuch der Hamburger Nachrichten-Fabrikanten für Robert den Denker wie eine fade Klamotte. Komplett aus der Zeit gefallen. Die Gegenseite reagiert mit Hohn und publiziert eine Spiegel-Fälschung mit Joseph Goebbels auf dem Titelblatt.
Mainstream (3): In Wien wird nach dem Scheitern des Koalitions-Marathons nebst Kanzler-Rücktritt der Regierungs-Auftrag an den FPÖ-Kickl gegeben.
Bildlicher Nachtrag zum Wochenende in Damaskus bei den gemäßigten Rebellen. Is was? Nebenbei: Das Verschwinden von Annalena sorgt dafür, dass der Blick sich auf den neuen Chef konzentriert. Auch der ungewohnte Anzug kann nichts abmildern.

6. Januar 2025
Was man selbst so glaubt, nennt man ohne zu zögern Glauben, bei anderen fügt man ohne Scheu das Präfix Irr- oder Aber- hinzu. Beide schmücken auch gern das Wort Witz in seiner ursprünglichen Bedeutung.
Warum ich mit diesen Gedanken aufwache, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht weil die Katholiken heute der drei Könige aus dem Morgenland gedenken, deren Namen ich mir nie komplett merken kann. Spekulatius ist jedenfalls falsch. Da bin ich sicher.
Ostfront: Das Ende des Gastransfers durch die Ukraine wurde durch die Regierung in Kiew veranlasst. Die Folgen werden sichtbar. Als erstes trifft es Transnistrien, wo zum Wochenende die Lichter ausgegangen sind. Es soll die Unterwerfung der Russischsprachler unter Moldawien erzwungen werden. Zunächst blieb aber auch erst einmal dort der Strom weg, und es stellt sich die Frage, ob Rumänien Ersatz schaffen kann. Bleibt die zusätzliche Frage, ob die beiden anderen Hauptbetroffenen der Kiewer Gassperre jetzt ernst machen und die Ukraine von den Stromlieferungen, vor allem aus der Slowakei, abklemmen.

5. Januar 2025Orden: Die einen kriegen sie umgehängt, die anderen das K…n. So bei Joes gestrigem Zeremoniell der letzten Freiheitsmedaillen, die er kraft Präsidentenamtes vergeben kann. Neben Film- und Sport-Stars betrifft es Hillary und Gjörgy, letzterer besser bekannt unter seinem US-Pseudonym George Soros. Offenbar ist er nicht mehr gut genug zu Fuß, so dass der Sohnemann den Orden abholen muss. Die Szene ist sehenswert, denn Soros jun. tätschelt zum Schluss dem greisen, ins Leere blickenden Biden für eins, zwei Sekunden den Unterarm, bevor er sich wieder auf seinen Platz begibt.
Orden (2): Mir geht die parallele Szene aus den letzten Amtstagen von Obama durch den Kopf. Ihm zur Seite damals der wie stets grinsende Bill Gates und seine mit gutem Grund ernstere Belinda. Nun ja, gute Taten bedürfen der Belohnung und sei es auf den letzten Drücker.
Günthersdorf, jenseits der Leipziger Westgrenzen, beherbergt seit Jahr und Tag, von der A 9 aus unübersehbar ein Einkaufszentrum mit den Möbelhäusern Ikea und Höffner. Da ballen sich am gestrigen Samstagnachmittag Menschenmassen, als gelte es Stadt und Land neu einzurichten. Der Unterschied: Bei Ikea drängt man unfroh vorwärts, bei Höffner ist Platz zum Flanieren.
Günthersdorf (2): Als eine freundliche Weibsperson mich fragt, womit sie mir helfen könne, entsteht ein Geplänkel über die zahlreichen zu Dekorationszwecken aufgestellten Bücher. Sie geht zu meiner Erheiterung darauf ein und drückt mir eines davon in die Hand, was sie mir empfehlen könne. Es ist eine Autobiographie der Schauspielerin Liv Ullmann. Ich tausche sie später gegen eine der Journalistin Carola Stern aus.

4. Januar 2025
Er habe sich, schreiben die US-Medien, in Deutschland oder der Ukraine oder sonstwo, wo er zuvor als Kommando-Soldat stationiert war, radikalisiert, Jabbar, der Mann, der in New Orleans am Neujahrstag Amok fuhr.

Amerika (2): Der New Yorker Richter Juan Mechan will am 10. Januar 2025 das Urteil gegen Trump im Verfahren wg. der angeblichen Bilanzfälschung verkünden. Und dann? Lässt er ihn einsperren, so wie schon mehrfach von ihm angekündigt? Ihm bleiben 10 Tage Zeit, um das durchzusetzen.
Amerika (3): Die Präsidentin von Honduras kündigt die Schließung der US-Stützpunkte in ihrem Lande an. Als Retourkutsche für die beabsichtigten Deportationen à la Trump.

3. Januar 2025
Willy Wimmer bezeichnet Elon, das Wunderkind, als den Wilhelm Tell der Gegenwart. Was dem einen die Armbrust, ist dem andern sein Twitter. Gut, an modernen Geßler-Hüten fallen mir Beispiele bis zum Abwinken ein.
Historie (2): Die Holländer haben eine sehr spezielle Art des Humors. Soeben haben sie über Vierhunderttausend Namen von Leuten ins Internet gestellt, die von amtlichen Tugendwächtern als NS-Kollaborateure bezeichnet werden. Dass das ziemlich viele sind oder, wie andere meinen, nur so viele, mögen sie unter sich ausmachen. Ich will kein Besserwisser sein, aber gewundert habe ich mich schon über Leute, die sich die langen Jahre der Nachkriegszeit einen Mann als sog. Prinzgemahl leisteten, zu dessen nicht nur mir auffallenden Mitgliedschaften die in der SS gehörte. Zu seiner Entschuldigung ist zu bemerken, dass er später die Bilderberger aus der Taufe hob, deren segensreiche Tätigkeit noch immer andauert.

2. Januar 2025
Überschlage alle Meldungen, die keine sind, sondern nur Gewäsch über das, was in diesem Jahr angeblich passieren wird, danach bleibt im Einkaufs-Netz kaum ein Rest. Na gut, eine Amokfahrt mit einem Ford-Pickup in New Orleans hinein ins flanierende Neujahrspublikum mit zahlreichen Toten und Verletzten. Der Täter wird an Ort und Stelle erschossen. Sein Name Shamsud-din Jabbar. Ein US-Amerikaner kraft Geburt, was sonst?
Zukunft (2): Sie: Ich werde niemand sagen, was ich wähle. Ich: Gut, dann weiß ich, was du wählst. Sie: Ich weiß es ja selbst noch nicht, denn wir müssen die AfD verhindern. Ich: Dann musst du CDU wählen. Sie: Spinnst du? Ich: Ja. – Weiter gab es nichts zu besprechen. Ich schwöre: Alkohol war nicht im Spiel.

31. Dezember 2024
Das Jahr verabschiedet sich durch die Ankündigung aus Washington, der Ukraine weitere 5,9 Milliarden Dollar für die Kriegführung zu spenden. Aus welchem Etat die herstammen, wird nicht erwähnt, was insofern für den Neugierigen von Interesse wäre, als die Regierungsfunktionen auch in diesem Jahr wg. Ebbe in der Kasse nur mit drastischen Einsparungen aufrecht erhalten werden konnten.
Schattenmänner (2): Bis in die US-Mainstreampresse hinein finden jetzt Erörterungen darüber statt, wer in Person in den letzten Jahren eigentlich im Weißen Haus das Sagen hatte. Dabei fallen wie selbstverständlich Namen, die ich vorher nie gehört hatte.
Schattenmänner (3): In D haben wir solche Probleme zum Glück nicht. Unser Wahlsystem garantiert, dass wir auch im kommenden Jahr die allseits bekannten Döp-Döp-Döp haben werden, denn zwar wird die schrille Frau – Sie wissen schon wer – ein sensationelles Ergebnis erzielen, doch 50 % werden es nicht werden. Nein, wirklich nicht.

30. Dezember 2024
Mag sein, dass ich über die Weihnachtstage nachlässig war. Habe mehrere Bücher gelesen und mir nasse Klamotten beim Pilgern an der Ostsee eingefangen. Den aufkommenden Kratzehals habe ich mit polnischem Wodka (dem mit dem Büffelgras) beschwichtigt. Auch hat die Zubereitung von Agathe, die ich auf die Reise mitgenommen hatte, welche, als sie kürzlich noch lebte, auf den Ilmwiesen von Zottelstedt ihr possierliches Gänse-Leben fristete, das zielgenau in meinen Bräter einmündete, mich davon abgehalten hat, mich elektronisch verblöden zu lassen. Nun, zu Haus zurück, nehme ich missvergnügt zur Kenntnis, dass doch einiges passiert ist, was zu unterschlagen zwar meinem Seelenfrieden dienlich wäre, aber der innere Wachhund nicht zulassen mag.
Nachträglich (2): Nun also: Flugzeugabstürze, Kabelzerschneiden und Schiffeversenken an der Peripherie des russischen Großreichs. Ich nehme mal an, dass die Helden in Washington ihre letzten Tage im Amt noch an der großen Kriegsuhr drehen wollen. Ihre Aufmerksamkeit konzentriert sich auf das Mittelmeer, den Kaukasus und die Ostsee.
Nachträglich (3): Elon, das Wunderkind, hat sich in den deutschen Wahlkampf eingemischt. Nun, wen juckt das? Eigentlich niemanden, doch nunmehr und ruckzuck alle, denn er hat sage und schreibe für die AfD Partei ergriffen. Nur sie könne das deutsche Desaster aufhalten. Alles brüllt durcheinander, er habe von Deutschland keine Ahnung. Mir geht durch den Kopf, dass diese Töne nicht zu hören waren, als er vor Kurzem erst ein Tesla-Werk am südlichen Berliner Autobahnring aus dem märkischen Sand stampfte. Ein Mann mit 12.000 Angestellten auf deutschem Boden und von Deutschland keine Ahnung? Da muss ich wohl was verpasst haben. – Kann mir ein Grinsen nicht verkneifen, als ich nachts an dem hellerleuchteten Werk vorbeifahre.

26. Dezember 2024
Der Mann im Weißen Haus kündigt eine neue Großlieferung von Waffen in die Ukraine an. Jetzt muss er sich beeilen. Seine Uhr läuft in nicht mal vier Wochen ab.
Derweil schießen sich seine Helden über dem Roten Meer gegenseitig ab.

25. Dezember 2024Schwerer Luftangriff auf die Elektrizitäts-Infrastruktur in der Ukraine als Antwort auf einen Raketenangriff mit US-Raketen nach Russland hinein. Noch immer ist es Biden und seinen Marionetten nicht gelungen, den Konflikt in einen Weltkrieg ausarten zu lassen. 

Und ein Internetfund:

24. Dezember 2024Taleb al-Abdulmohsen ist sein Name. Mehr muss man dazu nicht wissen.
Seit gestern im Netz: Eine Stunde querbeet durch den Zustand des Staates und den Krieg in der Ukraine mit Markus Fiedler (Neues aus Wikihausen) bei Apolut: https://apolut.net/im-gespraech-helmut-roewer/.

21. Dezember 2024Gerade wollte ich noch notieren, dass gestern der Bunderrat die Verfassungsänderung abgenickt hat, um Mainstream davor zu schützen, dass der Wählerwille sich auch auf die Zusammensetzung des Bundesverfassungsgerichts auswirkt, als sich unsere Willkommensbürger am Abend dahingehend unübersehbar artikulieren, dass ihnen unser Rechtssystem am A… vorbeigeht. Als ich diesen Eintrag formuliere, ist die Zahl der Toten nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg noch nicht gezählt. Ebenso wenig die Betroffenheits-Heucheleien aus der Mainstreamblase. Dazu fällt mir nur eines ein: Danke Angela.
Blase (2): Bevor der Irre von Magdeburg in die Menschenmenge raste, waren die Wohlgesinnten noch damit ausgelastet, eine Internet-Pöbelei von Elon Musk zu verarbeiten, wonach in Deutschland jetzt nur noch eines helfe: die AfD (man liest das und staunt). Jetzt fehlt nur noch, dass die Blase Verständnis für das Verbrechen aufbringt, indem sie bei Musk die Verursachung festmacht. Nebenbei: Der Wutpegel steigt. Wann kommt er zur Explosion? 

19. Dezember 2024
Ich bin ratlos. Der Fall Kirillow nimmt Fahrt auf. Die Außenamtssprecherin Sacharowa erinnert daran, dass der jetzt Ermordete im März 2022, also kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine, der Öffentlichkeit die frisch gewonnenen Erkenntnisse über die Verstrickung der Familie Biden in die ukrainischen B-Waffen-Labore mitgeteilt habe. Der Anschlag also ein Akt der Rache oder eine Vorsichtsmaßnahme des jetzt aus dem Amte scheidenden Familienclans? Das klingt nicht sonderlich schlüssig, denn Kirillow war das, was man einen institutionellen Zeugen nennt. An seine Stelle wird künftig ein anderer treten.
Kirillow (2): Zu denken gibt allerdings die Geschichte des russisch-stämmigen FBI-Spions, dem die Belastung des Biden-Clans maßgeblich zu verdanken ist. Er war in der Versenkung verschwunden, nachdem sein ehemaliger Brötchengeber ein Strafverfahren gegen ihn lostrat, das durch die Staatsanwaltschaft mit einem Deal abgeschlossen wurde, in welchem der gefährliche Mann alle Beschuldigungen widerrief. Gestern widerrief er den Widerruf. Man staunt.

18. Dezember 2024
Der Kommandeur der russischen ABC-Abwehrtruppen, Generalleutnant Igor Kirillow, wurde gestern bei einen Bombenanschlag in Moskau getötet. Anders als bislang bei solchen Ereignissen hielten ukrainische Offizielle es diesmal für angezeigt, darauf hinzuweisen, dass Kirillow tags zuvor von der Generalstaatsanwaltschaft in Kiew wg. seiner massenhaften Kriegsverbrechen angeklagt worden sei. 
Propaganda (2): Die Befriedigung über die Tat fand entsprechenden Niederschlag in der Presse, so im Korrespondentenbericht der Bildzeitung, wo deren Kiewer Statthalter Julian R. darauf hinwies, dass die Vollstreckung des Todesurteils keine 24 Stunden gedauert habe. Das ist zwar inhaltlich unzutreffend, aber für die Propaganda allemal gut. Nebenbei: Wenn sie könnten, würden die Mannen der ukrainischen SBU den bösen Putin umlegen und am besten auch den noch viel böseren Donald, der nun zum Ausdruck gebracht hat, dass das Verhandeln über die Ukraine keine Sacher sei, zu der er diese zuzuziehen beabsichtige.
Propaganda (3): Als Nachgeschmack des Misstrauensvotums gegen Herrn Scholz vorgestern bleibt in der Erinnerung hängen, dass die Mehrzahl der Redner sich kaum mit dem eigentlichen Anlass, nämlich dem Platzen der Kanzlermehrheit und den dazugehörigen Gründen beschäftigte, sondern mit höchstem Stimmaufwand mit dem gemeinsamen Kampf gegen die AfD. Das ist insofern ehrlich, da den jeweils übrigen Parteien untereinander von ihresgleichen keine Gefahr droht. Sie werden auf Biegen und Brechen dort fortfahren, wo die Ampel-Koalitionäre gescheitert waren.
Propaganda (4): Die Plattform Correktiv gerät durch Gerichtsentscheidungen zunehmend ins Rutschen, weil sie die Verursacherin teurer Prozesskosten ist, die bald nur noch der öffentliche Rundfunk zu stemmen bereit ist, und die Linken-Frontfrau Rackete darf – gerichtlich patentiert – als Schlepperin bezeichnet werden. Wieso ihr das einen Prozess wert war, ist mir schleierhaft. Sie hätte doch mit größerem Effekt sagen können: Wenn du mich Schlepper nennst, dann ist es nur dein faschistoider Versuch, meine humanitären Menschenrechtsaktivitäten in Verruf zu bringen. Hat sie aber nicht. Ist, wie man so sagt, der ihre Sache.

16. Dezember 2024
Betrachte mit Muße eine von der BBC veröffentlichte Bevölkerungspyramide der Ukraine. Sie muss im dortigen Kommentar zur Erklärung dafür herhalten, dass der kleine Mann in Kiew sich weigerte, die unter 25jährigen einzuziehen. Sieht man nämlich genauer hin, muss man sagen: Eigentlich gibt es diese gar nicht als wahrnehmbare Größe. Kurz rückgerechnet: Das ist die Generation seit der sog. Befreiung des Landes Geborenen. Besonders misstrauisch bin ich deswegen, weil der Statistiker uns nicht wissen lässt, auf welches Gebiet sich seine Zahlen beziehen. Sicher Unbeabsichtigter Nebeneffekt: der deutliche Frauenüberhang. Wo also sind die Männer geblieben? Gefallen, geflohen, desertiert?
Ostfront (2): Die Einschließung der Großstadt von Pokrowsk geht im bekannten Maße voran. Und angeblich überschreiten die Russen erneut den Unterlauf des Dnjepr bei Cherson. Man erinnert sich: Diesen Brückenkopf hatten sie im Herbst 2022 freiwillig geräumt.
Ostfront (3): Nicht ganz grundlos werde ich bei Kontrafunk gefragt, für wen ich eigentlich das Buch über den Ukraine-Konflikt geschrieben haben. Etwas zu spontan sage ich: Für alle, die sich ohne Schaum vor dem Maul orientieren wollen. Merke: Hinterher fallen einem stets bessere Antworten ein.
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-16-dezember-2024#id-article

15. Dezember 2024
Fast hätte ich es übersehen: Der Angriff auf die russische Kaukasusflanke in Georgien ist gescheitert. Dort wurde ein Fußballspieler ins Präsidenten-Amt gewählt, der den EU-amerikanischen Avancen abhold ist. Mainstream ist sich sicher: die Wahl güldet nich, weil der Mann nicht vom Volk direkt gewählt wurde. Genau. Da mögen sich die Hinterwäldler mal ein Beispiel an Deutschland nehmen.
Derweil schwebt US-Außenminister Blinken gestern in Bagdad ein. Böse Zungen behaupten, der vormalige Waffenlobbyist treffe Vorabsprachen für den nicht zu fernen Tag danach. Geld stinkt nicht, bei Öl bin ich mir allerdings nicht so sicher

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14. Dezember 2024
Man kriecht zu Kreuze: Der Time Magazine ernennt den Donald gestern zur „Person des Jahres“. Da haben welche Angst, dass die Show fürderhin ohne sie stattfindet. Die Herren Bezos und Zuckerbook schließen sich an und spenden jeder eine Mio. für die große Krönungsshow im Januar.
Showtime (2): Der Donald lädt Xi und Putin zum Event. Angeblich haben sie bereits ihr Kommen zugesagt.
Derweil an der Ostfront: Der Russe fliegt einen schweren Raketen-, Gleitbomben- und Drohnenangriff auf die ukrainische Elektro-Infrastruktur. Über die Auswirkungen schweigen wie gewohnt beide Seiten.
Ostfront (2): Der Ungar Orban setzt seine Pendeldiplomatie fort, worauf der Donald sodann erklärt öffentlich, dass die Freigabe von US-Raketen für Angriffe in der Tiefe Russlands ein schwerer Fehler sei. Putin erklärt nach dem Besuch von Orban öffentlich, dass er mit den Vorschlägen von Donald, die wir bisher nicht kennen, einverstanden sei. Das klingt so unglaublich, dass man es erst mal sacken lassen muss. Kann mir allerdings nicht vorstellen, dass nicht auch der Nahe Osten in diesem Paket steckt.
Ostfront (3): Falls das alles stimmt, wüsste ich einen Kandidaten für den Friedens-Nobelpreis, aber darüber entscheiden gottlob andere.
Der Blick aus dem Fenster belehrt darüber, dass es bei happiger Kälte weiter dunkelflautet. Die Skandinavier werden über die stark steigenden Strompreise unruhig, denn die sind nicht nur ein gutes Geschäft, sondern treffen auch die eigene Bevölkerung. Man benennt Deutschlands wahnwitzige Politik als die Ursache. So macht man sich Freunde europaweit.

13. Dezember 2024
Im Ländchen: Mitunter ist es wohltuend, nichts zu sagen zu haben. Also halte ich mich daran, kümmere mich um die Weihnachtsgans, die sich noch im Pulk ihrer Genossen auf den Ilm-Wiesen ihres possierlichen Daseins erfreut, und prüfe den Lachs, der mich aus der Truhe von Lidl angrinst und nicht ahnt, dass er in Kürze als von mir produzierter Räucherlachs den Frühstücks-Gästen vorgesetzt werden und ihnen erstaunte Ausrufe entlocken wird.
Abstinenz (2): Zudem frage ich mich nicht nur selbst, warum denn die Weihnachtsdekorationen immer geschmackloser werden? Als ich die Frage so zu beantworten suche, dass das an der Dominanz der Chinesen auf den Weltmärkten liege, hält einer der Zecher dies für eins meiner Döneken, was wiederum die Eingeborenen fehldeuten, die den Ausdruck bislang nie hörten und ihn für die Beschreibung eines Berlinerischen, besonders klein geratenen Döners halten.
Abstinenz (3): Nicht alle halten sich an mein Gebot, wie ich beim nächtlichen Routineblick auf die Zellerzeitung feststellen muss.

12. Dezember 2024Es überrascht eigentlich niemanden, dass deutsches Wortgut ins Jiddische eingegangen ist. Aber dass ausgerechnet das Naziwort Lebensraum dazugehört, damit hatte ich nicht gerechnet.

Lebensraum (2): Gesagt getan, nun sind israelische Panzer Richtung Damaskus vorgestoßen, wo, wie man hört, diejenigen, die Mainstream als gemäßigte Rebellen zu bezeichnen beliebt, die Macht übernommen und erklärt haben, dass sie ihren Vormarsch, der sie bislang quer durch Syrien von Nord nach Süd geführt hat, erst stoppen werden, wenn sie Jerusalem erreicht haben werden.
Derweil lernen wir in Sachen Demokratie, dass Wahlen ohne weiteres aufgehoben werden können, wenn jemand behauptet, der böse Putin habe sie beeinflusst, so dass ein EU-ungenehmer Mann das Rennen machen konnte. So soeben in Rumänien geschehen.
Parlamentarisches (2): Er hat es nun doch entgegen aller Unkenrufe getan, der Herr Scholz, er unterschrieb gestern die Vertrauensfrage, über die kommende Woche abgestimmt werden muss. Begreifen tue ich ihn nicht, aber das muss ich auch nicht. Frage mich aber, ob der Fritze schon auf dem Rückweg aus Kiew ist in seinem Sonderzug nach Pankow. Gebraucht wird er jedenfalls nicht, denn auch so kriegt der Herr Scholz die Kanzlermehrheit nicht gebacken.
Parlamentarisches (3): In Dresden bekommt Brandmaurer Kretschmann einen Gegenkandidaten bei der MP-Wahl in der kommenden Woche. Hörte das bereits am vergangenen verregneten Wochenende in DD, jetzt ist es offiziell, der Einzelkämpfer aus Grimma tritt gegen ihn an.
Parlamentarisches (4): In EF will heute der Doktor seinen Sprung in die Minderheit wagen. Sahras Baby und Bodo wollen ihm dabei helfen.

10. Dezember 2024In den 1980er Jahren, so witzelte die Bonner Beamten-Mafia, gelang es nur einem Mann – sie nannten ihn Genschman – zugleich an mehreren Orten der Welt zu sein. Er sei, so hieß es, in der Lage, sich bei Start und Landung auf dem Flughafen Köln-Bonn zuzuwinken. Jetzt ist dieses Phänomen erneut in Erscheinung getreten: Während der kleine Mann aus Kiew in Paris mit dem kommenden US-Präsidenten für die Kameras posiert, empfängt er in seiner Hauptstadt unsern künftigen Kanzler, um die Fortführung des Krieges mit deutschen Waffen und deutschem Geld zu beschließen.
Paris (2): Über den Inhalt des Gesprächs Macron-Selenskyj-Trump wissen wir nichts. Deswegen erklären es uns jetzt die Experten, die es auch nicht wissen. Besonders ausführlich kann es kaum gewesen sein, denn es dauerte kaum 15 Minuten. Das reicht jedenfalls hin, stelle ich mir vor, dass Trump nach Anhörung der mit großer gallischer Geste vorgetragenen Begrüßungsformeln gesagt haben könnte: Jetzt nicht und nicht hier.
Kiew (2): Hier wissen wir, was beredet wurde aus dem Mund eines der Beteiligten: a) Der Zug war auf die Minute pünktlich (es war ein Sonderzug), b) Selbstredend wird es Taurusse geben, aber erst, wenn die EU und die USA zustimmen, c) Das mit dem Putin-Ultimatum unter seiner Kanzlerschaft, das habe er nie gesagt. Man sollte das Grundgesetz ändern. Kanzler kann nur werden, wer partielle Amnesie nachweisen kann. Das würde auch die Kontinuität beim Wechsel Scholz-Merz sicherstellen.
Kiew (3): Nein, der Raketen-Fritze hat es nicht drauf. Fährt mit der Bahn – was sagt eigentlich Udo Lindenberg dazu? –, anstatt auf einem Taurus einzureiten. Da hätte der Ruski vielleicht geglotzt.

Damaskus: Dem Vernehmen nach haben amerikanische B 52-Bomber in der vergangenen Nacht irgendwen irgendwo in Syrien angegriffen. Die Lage dort wird immer bizarrer. Nur eines ist klar: Es geht ums Öl.

9. Dezember 2024
Ein computerloses Wochenende bewirkt nicht, dass nichts geschieht. Im Gegenteil: Damaskus fällt unter die Herrschaft der Gotteskrieger, der Donald besucht die Kirche Notre Dame, die vor Jahr und Tag von Gotteskriegern verwüstet wurde, und Gotteskrieger von einer anderen Feldpostnummer überschreiten via Golanhöhen die Grenze nach Syrien. Und schließlich: Die A 4, von Dresden kommend Richtung Westen, ist nur mäßig belebt, es überwiegen Fahrzeuge mit ukrainischem Nummernschild.

7. Dezember 2024Im unerwarteten Nikolauspaket das jüngste Buch von Salman Rushdie: Knife. Nein, es ist die deutsche Übersetzung desselben, das Wort „Messer“ vermied Bertelsmann auf dem Buchumschlag. Der Text behandelt das gruslige Messerattentat eines Mohammedaners (neudeutsch: eines Islamisten) auf den Autor, den der persische Revolutionsführer vor Jahrzehnten wg. seines Romans Die satanischen Verse öffentlich zum Tode verurteilte. Alle Gläubigen wurden auffordert, die Strafe zu vollstrecken. Das neue autobiografische Buch ruft nach wenigen Seiten schon eine Mischung aus Betretenheit und steigendem Ärger hervor. Ich nehme mir vor, es gründlich zu besprechen. Hoffentlich tue ich es auch, bevor die Welt sich weiterdreht.
Ärger (2): Annalenas Kapriolen auf der internationalen Ebene haben bei mir stets eine Mischung aus Frohsinn und Fremdschämen hervorgerufen (diesmal OSZE-Versammlung auf Malta). Nun stellt sich heraus, dass sich dpa in einem gewundenen Text wie folgt reinzuwaschen sucht: Ja, die Meldung 1,3 Milliarden Europäer stammen von ihr, weil sie der Wahrheit entspräche. Die anschließende korrigierte Meldung, es handele sich bei den 1,3 Milliarden um die Angehörigen der KSZE-Staaten stammen auch von der Agentur, die sich einem Wunsch des AA angeschlossen habe. Die korrigierte Meldung sei dann Gegenstand der Berichterstattung von ARD und ZDF gewesen. Und schließlich – ich vermute aufgrund einer als bedrohlich empfundenen Nachfrage –: Nein, man halte an der korrigierten Fassung nicht fest, weil sie der Wirklichkeit nicht entspreche. Aha, doch der gewünschte Effekt wurde erzielt: Das Publikum wurde öffentlich mit Absicht fehlinformiert, und ich sehe nicht, dass jemand die Notwendigkeit empfindet, die Täuschung aufzuklären. Das ist der eigentliche Skandal hinter dem wirren Agieren der Dame, denn dass sie für die KSZE sprechen könne, zu der u.a. Russland gehört, das glaubt sie hoffentlich selber nicht.

6. Dezember 2024
Von den beunruhigenden Meldungen erscheinen mir die aus Syrien die schlimmsten. Es sieht so aus, als würden die von der Türkei bewaffneten Steinzeit-Islamisten ungehindert vorrücken. Die russische Plattform Rybar bringt eine instruktive Kartenskizze über Aleppo und Hama. Gestern meldete sich auch der israelische Premier zu Wort, um seine Absicht kundzutun, dass er sich offensiv einmischen will. Bin gespannt, wie das weitergeht, wenn die beiden Großraumpolitiker aus Ankara und Jerusalem zusammenstoßen.

Differenzen (2): In Paris ist vorgestern die Regierung gestürzt worden. Rechts und links hatten sich zu diesem Schritt zusammengetan. Gewonnen ist hierdurch nichts, nur eine im Amt verweilende geschäftsführende Regierung und ein Präsident, der jetzt bestenfalls per Notverordnung weitermachen kann. Das erinnert an den Weimarer Staat Ende der 1920er/Anfang der 1930er Jahre. Danach kam die legal installierte Diktatur. Ob das der französische Rettungsanker wäre, weiß niemand.
Differenzen (3): Von Annalena wird vermeldet, dass sie für 1,3 Milliarde Europäer spreche. Wen mag sie meinen? Ich rechne mal Russland und die Ukraine hinzu, komme aber immer noch nicht hin.

4. Dezember 2024
Mal ehrlich, wer hätte vorgestern auf den nächsten Krisenherd getippt? Ausgerechnet Südkorea, das Musterland westlicher Werte. Gestern in einem Atemzug Kriegsrecht ausgerufen und Kriegsrecht parlamentarisch aufgehoben. Heute durch Generalstreik ersetzt. Das alles geht gewöhnlich nicht von heute auf morgen, zeigt aber: unsere Info-Heroen haben mal wieder auf ganzer Linie versagt. Jetzt werfen sie sich in die Erklär-Bär-Brust. Noch hat es keiner gesagt, doch das eigentlich Neue scheint mir, dass das Standart-Feindbild Nordkorea als Sündenbock für alles und Kleister nach innen nicht funktioniert zu haben scheinen.
Kriegsrecht (2) brauchen wir in Deutschland nicht, solange Nanzy und Robert der Denker was zu sagen haben und deren öffentlich-rechtliche Führerbegleitkommandos weiter für die Verfolgung Andersdenkender sorgen.
Kriegsrecht (3) wendet die AfD-Führung angeblich gegenüber ihrer Jugendorganisation an. Kann mir mal einer erklären, welche Wähler-Massen man hierdurch gewinnen will? Ich meine rein theoretisch, denn das würde mich – falls die Meldung denn überhaupt zutrifft – schon interessieren, zumal den Ordnungskräften möglicherweise entgangen ist, dass die AfD hier im Osten zur Jugendpartei aufgestiegen ist.

3. Dezember 2024
Morgens beim Anziehen mit einem schon oft bemerkten Phänomen konfrontiert: Die Socken passen nicht zusammen. Wenn ich Hochwasserhosen-Träger wäre, stünde jetzt eine Suchoperation auf meinem persönlichen Fahrplan. Bin ich aber nicht, deswegen sende ich meinen Socken einen erheiterten Gruß und steige in das Tuttifrutti und ins Tagesgeschäft ein.
Socken (2): Dieselben, wenn sie denn nicht mal mehr als Schuhputzlappen taugen, in den Müll zu werfen, werden uns die Brüsseler Irren ab Januar verbieten. Wenn ich’s dennoch tue, wird bei Müllkontrolle vor Ort nicht nur ein Bußgeld fällig, sondern aus Erziehungsgründen die Tonne nicht gelehrt. Die Bürger könnten hier ruckzuck Abhilfe schaffen: Jeder hängt einen alten Socken an die Tonne, und dann warten wir mal vier Wochen ab. Schätze allerdings, dass meine Landsleute selbst dafür zu doof sind.

2. Dezember 2024
Die syrische Großstadt Aleppo wurde am Wochenende durch muslimische Milizen eingenommen. Alle Experten zeigen sich überrascht und wissen jetzt plötzlich, was da passiert ist und warum. Bei einer militärischen Operation von diesem Ausmaß frage ich mich: Wer war das? Es kommen zwei als Anstifter und Organisatoren in Betracht: Ankara und Washington.
Wochenende (2): In den USA mühen sich die noch an der Macht befindlichen die Dinge in ihrem Sinne unumkehrbar zu machen. Die ukrainischen Mit-Korrupten mit A-Waffen zu bestücken – man spricht vernebelnd von Rückgabe –, haben sie allerdings Manschetten.
Wochenende (3): Stattdessen nutzt Joe die verbleibenden Möglichkeiten, seinen Sohn Hunter ganz und gar zu begnadigen. Wage zu bezweifeln, ob das auch gegenüber Straftaten gilt, die noch gar nicht angeklagt waren. Nun, wir werden es sehen.Wochenende (4): Den Roman Soll und Haben von Gustav Freytag gelesen. Das nenne ich mal, aus der Zeit gefallen. In die heutige Begriffswelt moralischer Überlegenheit übertragen: Knapp 800 Seiten Gemisch aus Deutschtümelei und flottem Antisemitismus. Hatte die ramponierte Ausgabe des einstigen Bestsellers entdeckt, als ich nach Auszumusterndem fahndete. Da war mir der schäbige, mit Folie bepappte Buchrücken aufgefallen. Amüsant genug: Der Buch gehörte dereinst einer Kirchengemeinde im Bergischen Land.

1. Dezember 2024
Das Caspar David Friedrich-Jahr geht zu Ende. Ich notiere leicht irritiert, dass es mir nicht gelang, in eine der großen Ausstellungen einzudringen. Was zum Kuckuck läuft da falsch? Mein Planungsvermögen, zu unbequemen Zeiten zu fernabliegenden Städten zu reisen, oder deren Bürokratie, die dem Zweck dient, die Leute vom Eintritt fernzuhalten? Ich weiß es nicht, von beidem vermutlich ein Quantum. Das alles erinnert mich fatal an meine ersten Erfahrungen mit deutschen Bibliotheken und Archiven. Sie sahen sich berufen, die geradezu euphorisch Suchenden von ihren Schätzen fernzuhalten. Zuletzt ging es mir allhie in Schilda so, wo man mir dreist mitteilte, die Akten der diversen SS-Funktionäre gäbe es nicht, über die kurz zuvor der Leiter der Einrichtung (Post heißt der Mann) ein zweibändiges Biographien-Werk publiziert hatte.
Unkultur (2): Nachdem ich mich habe breitschlagen lassen, öffentlich Glühwein an zahlungskräftige Bürger zum Wohle von Habenichtsen auszuschenken, kommt mir der Verdacht, dass es zweckmäßiger, wenn auch nicht so kurzweilig, gewesen wäre, den Brenn-Stoff an die Bedürftigen ohne den lächerlichen Umweg zu verabreichen.

30. November 2024
Angeregt durch Leserpost (Dank an Oberst H.) will ich frühmorgens nach Nordhausen starten, um zu selbst nachzusehen, ob sich was im ehemaligen Raketengebiet tut, doch ach, das Auto ist komplett zugefroren und die Eisbekämpfungsmittel liegen aus Gründen der Erderwärmung wohlverwahrt in demselben. Ab morgen wird alles wieder anders sein.

29. November 2024
Aus dem Nebel der Halbwahrheiten schält sich heraus, was es mit dem russischen Raketenangriff auf Dnjepropetrowsk letzte Woche auf sich hatte. Er wurde tatsächlich eine neue Waffe, die Oreschnik, eingesetzt. Ihre Sprengköpfe trafen wunschgemäß die ausgedehnten Waffenschmieden der Stadt, deren Produktionsstätten sich mehrere Etagen tief im Erdreich befinden. Über die Wirkweise wird nach wie vor spekuliert. Es werden Vergleiche zu Meteoriten-Einschlägen gezogen. Ohne über die möglichen Sprengköpfe zu reden, ist es auf jeden Fall die Auftreffgeschwindigkeit und die hierbei entstehende Hitze von angeblich 5.000 Grad Celsius, die alles zu Staub werden lässt, was sich in ihrem Wirkungsbereich befindet. Es ist die Vernichtung pur. Die Russen haben unterhalb der Atomschwelle ein schreckliches Kapitel aufgeschlagen.
Ostfront/Westfront (2): Das EU-Parlament zetert derweil, die Bundesregierung möge endlich die Taurusse zum Einsatz freigeben. Nur mal nebenbei: Eine einzige Oreschnik würde deren Produktion in Schrobenhausen innerhalb weniger Minuten ein für allemal beenden, denn von dem seit 1943/44 erpobten V2-Umzug in die bewährten Stollen von Nordhausen habe ich noch nichts gehört.

28. November 2024
Frühmorgens um vier bei völliger Dunkelheit wird ein Tier mit Eisenfüßen in meinem Bett entdeckt. Das umgehend alarmierte Jagdkommando erlegt einen entlaufenen Kleiderbügel. Die Ruhe ist wiederhergestellt, doch die Nachtruhe dahin. Die Gedankenmühle nimmt Fahrt auf.
Unseredemokratie: Die Medien überschlagen sich, um Robert dem Denker den Königshermelin umzuhängen. Seine Werte schnellen in unerreichbare Höhen. Soviel Umfrage war nie. Auch die öffentlich ausgehaltenen Vestalinnen räkeln sich im Schwall seiner verbalen Liebkosungen wie auf einem Lotterbett mit dem Seufzer: Robert rette, wenn schon nicht uns, so doch wenigstens mich.
Unseredemokratie (2): Was für ein Gegensatz doch die Krönung des Herrn Scholz bei den Genossen ist. Da stehen sie etwas zittrig vor dem bizarren Willy im SPD-Hauptquartier, aber niemand sieht hin. Ein Auftritt im Affenhaus des Berliner Zoos hätte mehr Furore gemacht, aber die Gewerkschaft der Affen war vermutlich dagegen.
Unseredemokratie (3): In Potsdam präsentieren sich zwei, die mich stark an ein Dick-und-Doof-Revival gemahnen. Sie verkünden, dass es eine SPD-BSW-Regierung geben soll. In Erfurt sind es bereits die Drei von der Tankstelle CDU, SPD und BSW, die vors Loch treten. Und schließlich in Dresden wieder nur zwei, die Zeugen Coronas von CDU und SPD, während das BSW schmollt. Dem Wählerwillen ist so Genüge getan, die AfD bleibt draußen vor der Tür. Nebenbei bemerkt: Jetzt beginnt in allen drei Ländern die Zitterpartie, ob eine Abgeordneten-Minderheit wirklich einen Minderheiten-MP ins Amt hievt.
Unseredemokratie (4): Gewerkschaftsbonzen reißen landauf landab das Maul auf und rufen nach dem Staat, damit der rette, was sie selbst angerichtet haben. Derzeitiger Schwerpunkt: Thyssenkrupp. Erinnert sich noch wer, wie dort großmäulig der Grünestahl angekündigt wurde.
Unseredemokratie (5): Derweil erklärt Robert der Denker auf irgendeinem Industrie-Tag, auf den ihn die devoten Bonzen-Funktionäre einluden, wie zugleich die Inflation und die Preise gesenkt werden. Ich bin so baff, dass ich mich an der Tastatur festhalte. Dabei stürzt mein Arbeitsrechner ab.

25. November 2024
Ein russisches Propagandabild über die neue Horrorwaffe Oreschnik zeigt bespielhaft wie nah ein möglicher Abschussort in Russland und das mögliche Ziel Großbritannien zusammenliegen. Bei einer Geschwindigkeit von 10 Mach braucht sie 20 Minuten. Abwehrmöglichkeiten: keine.

Propagandabild (2): Das aus Erfurt spricht für sich, es bedarf keiner Worte.

Propagandabild (3): Der Journalist Markus Langemann schickt heute Nacht einen Rundbrief, in dem der auf sein Interview mit der Abgeordneten Sevim Dagdelen aufmerksam macht, die jetzt im BSW im Bundestag für die Außenpolitik spricht. Hatte diese Frau, wie man so sagt, nie auf dem Schirm. Wozu auch? Seit 20 Jahren im Parlament für die Linke. Jetzt weist sie zu recht auf das Kernproblem des drohenden Atomkriegs hin und auch auf dessen Befeuerung durch die USA, die sich fern vom Schusse wähnen. Mir geht durch den Kopf, wie weit es diese morgenländisch anmutenden Frauen in unserm Staat geschafft haben – und das sollen sie ruhig, wenn das hier das Ergebnis ist – und warum das BSW in Thüringen im Moment das Gegenteil dieser Ansage durch ihre Bettgenossenschaft mit der CDU tut. Also: Alles Pöstchenbluff oder was?

22. November 2024
Die gestrige Meldung über die Verurteilung des Weimarer Familienrichters Dettmar bedarf der Ergänzung. Ich halte diesen Fall für den bisherigen Höhepunkt der Rechtsverdrehung in Sachen Corona, denn der Bundesgerichtshof nobilitiert die Rechtsbrüche am freien Bürger in unverfrorener Weise, ganz so, als gäbe es das seit Jahrzehnten als unumstößlich geltenden Verhältnismäßigkeits-Prinzip nicht. Dessen beton-harte erste Prüfungsstufe muss in jedem Fall staatlichen Handels gegen den Bürger wie folgt überschritten werden: Ist die Maßnahme überhaupt geeignet, das erstrebte Ziel zu erreichen. Die Corona-Maßnahmen waren es nicht. Da hilft keine Ausrede, man habe es seinerzeit nicht besser gewusst. Wer das Ungeeignete heute noch mit den Zwangsmitteln des Rechtssystems durchzusetzen sucht, begeht nach meiner festen Rechtsüberzeugung eine Rechtsbeugung. Mag sein, dass die heutigen Exikuteure anderer Meinung sind, ich gebe hier öffentlich zu Protokoll, was rechtens war und ist und was nicht. – Nebenbei: die Vorsitzende des Strafsenats heißt Eva Menges, und so sah sie vorgestern aus:

Ergänzung (2): Die Russen feuerten vorgestern Nacht eine flammneue Interkontinentalrakete im scharfen Schuss ab. Ihre Vielfachsprengköpfe trafen unabwendbar und wunschgemäß Industrieanlagen in Dnjepropetrowsk. Das Pentagon wurde vorab informiert. Abgesehen von den sicher schrecklichen Schäden, die hier angerichtet wurden, war der eigentliche Adressat dieses gigantischen Scheibenschießens der Wertewesten: Jungs, wir können das, und diese Waffe reicht auch bei euch überall hin. Man muss sie nicht einmal mit atomaren Gefechtsköpfen bestücken, aber auch das geht bei Bedarf. Die Kriegstreiber in Russland (auch die gibt es) und anderswo höhnen derweil: Er traut sich nicht. Ich gebe zu bedenken: Es versucht noch immer, den Ball flach zu halten.

21. November 2024
Da sind zwei Datenkabel durch die Ostsee zerstört bzw. beschädigt worden, das zwischen Deutschland und Finnland und das zwischen Litauen und Schweden. Preisfrage: Wer war das? Warum nur erinnere ich mich im Moment an die Warnung der CIA, die vor drei Wochen in der New York Times zu lesen stand, wonach der Dienst wisse, dass im Falle US-amerikanischer Raketen, die in Russland einschlügen, der russische Militärgeheimdienst GRU mit asymmetrischen Sabotagehandlungen auf militärisch bedeutsame Einrichtungen kontern werde? Da fragt sich der kundige Laie angesichts der Ereignisse: Wussten sie das, mutmaßten sie nur, oder machten sie es selbst? Von ferne grüßt Nord Stream.
Der Weimarer Amtsrichter Christan Dettmar wurde gestern durch den BGH wg. seiner Corona-Kindeswohlentscheidung rechtskräftig wg. Rechtsbeugung und damit zur Entfernung aus dem Dienst verurteilt. Rechtsbeugung stimmt, doch durch wen, fragt der verfassungsrechtlich geschulte Corona-Diktatur-Betrachter.
Morgenröte: Die Koalition hier im Ländchen steht, verkünden die Verhandler, der CDU-Doktor, der SPD-Fairermacher und die Was-geht-mich-die-Sahra-an–Frontfrau aus Eisenach. Dem Fritze kann das nur recht sein, denn die Chancen der schönen Frau bei der kommenden Bundestagswahl sinken ins Fünfprozent-Grab.
Morgenröte (2): Jetzt fehlt dem Doktor nur noch die Ministerpräsidentenwahl für sein Minderheitenkabinett. Oder anders: Wer kauft wen für den dritten Wahlgang, in dem die einfache Mehrheit reicht. Und wichtiger noch: Wie heißt der Gegenkandidat?

20. November 2024
Gestern fand die Probe aufs Exempel statt: 6 US-amerikanische Mittelstrecken-Raketen (ATACMS) wurden aus der Ukraine nach Russland hineingeschossen. Welchen Schaden sie anrichtete, ist zwischen den Kriegsparteien umstritten. Die Ukraine erklärte, mindestens eine habe wie geplant ein russisches Munitionsdepot zerstört, die Russen dagegen, es seinen alle 6 abgeschossen worden, und nur von einer hätten die herabfallenden Trümmer erhebliche Sach-Schäden verursacht. Das zur Vorderseite des Geschehens, denn fraglich ist allein, ob es nun eine massive russische Antwort geben wird. Die Kriegstreiber aus dem State Departement haben schonmal ihre Botschaft in Kiew räumen lassen.
Raketen (2): Kaum ist das Raketenthema bei Mainstream richtig eingedrungen, kläffen mehrere FDP-Abgeordnete los – sie tun’s natürlich nicht in Wirklichkeit, sondern es kommt nur in meinem Ohr so an –, dass der Bundeskanzler per Bundestagsbeschluss zur Freigabe der Taurusse gezwungen werden soll. Eine Mehrheit sei da, steuert Meister Lindner bei. Möglicherweise ist ihm unbekannt, dass Regierungshandeln nicht durch Parlamentsbeschlüsse ersetzt werden kann. Ich weiß schon, das ist eine sinnlose Bemerkung eines Verfassungsrechtlers, die in Unsererdemokratie nichts verloren hat. Er auch nicht.
Raketen (3): Nun ist die Raketenfrage also zur K-Frage geworden. Wider Willen drängt sie die SPD um den Herrn Scholz, und selbst sein Rivale Pistorius weiß es öffentlich. dass die Taurusse nicht in die Ukraine gehören, während Merz & Co – wer von denen genau, weiß ich nicht – erkannt haben wollen, dass man jetzt hinter Amerika nicht zurückstehen dürfe. Haben diese Leute im Blick, dass der Amtswechsel in Washington in genau zwei Monaten stattfindet? Wollen sie dann immer noch einen auf Anti-Trump machen? Wirklich?
Raketen (4): Mit der Taurus-Frage hat sich die selbstzufriedene CDU in eine selbsterzeugte Schieflage gebracht. Anti-Taurus-Scholz bekommt plötzlich Oberwasser, wenn denn die Wahl zwischen Krieg und Frieden zum Haupt-Wahlkampfthema werden sollte. Doch mit wem will er das durchsetzen, falls es ernst gemeint ist. Dann wäre nur die AfD und das Sahra-Baby bei der Hand. Aber nur für diese Frage und sonst nicht. Wie auch immer sich Scholz entscheidet, es wird sich nicht zum Wohle Deutschlands entwickeln. Nur auf eines kann er sich verlassen: Die CDU ist zu feige, ein konstruktives Misstrauensvotum loszutreten. Feiglinge, die zugleich zum Kriege hetzen – eine feine Kombination.

19. November 2024Die Experten haben sich der Eskalation an der Ostfront angenommen, während das politische Personal links der Brandmauer sich aufs Jubeln beschränkt – der Herr Scholz derzeit noch ausgenommen, der telefoniert ohne Zustimmung der Atlantkbrücke.
Ostfront (2): Experten haben ausgerechnet, wohin der kleine Wolodimir jetzt schießen lassen kann, doch die von ihnen publizierten Bilder sind bewusst wolkig. Nur einer weicht vom Nebelhaften ab. Das ist die russische Plattform @Rybar. Sie zeigt klar und unmissverständlich, nach wohin die US- und britischen Raketen jetzt fliegen können und wie lange es vom Abschuss bis zum Ziel dauert. Die deutschen Taurusse sind auch gleich miteingezeichnet.

Ostfront (3): Die Rybar-Skizze zeigt, dass das seit geraumer Zeit angepeilte Kernkraftwerk von Kursk jetzt im Bereich des Möglichen liegt. Und damit auch im Bereich die Wahrscheinlichen. Seine Zerstörung wird sensationelle Folgen haben, aber nicht die Friedenswilligkeit des Russen. Ganz im Gegenteil.
Ostfront (4): Vorgestern Nacht gab es einen Vorgeschmack: Die Russen flogen einen Großangriff mit Hunderten von Raketen und auch mit Flugzeugen gegen die ukrainische Elektrizitätsinfrastruktur. Die beiden verbliebenen Kernkraftwerke der Ukraine sollen dem Vernehmen nach nicht mehr am Netz sein und der Stromimport aus Osteuropa unterbrochen. Ich kann nicht sagen, ob das stimmt, aber angeblich ging in Odessa das Licht aus.
Ostfront (6): Im Sack von Kursk wurde zumindest ein Teil der ukrainischen Angreifer eingeschlossen und zur Kapitulation aufgefordert. Je fataler diese Niederlage wird, desto mehr steigt die Gefahr eines Raketenangriffs auf Kursk.
Ostfront (7): Aus dem Frontbogen nichts Neues: Der russische langsame Vormarsch wird fortgesetzt.
Ostfront (8): Mainstream ist jetzt auf Kriegskurs. Das ist eine willkommene Ablenkung vom Innern. Dort gilt es den Robert abzuschirmen, denn die Schwachkopf-Debatte ufert in reine Häme aus. Entnehme drei Beispiele aus der Zellerzeitung, zwei Leserbriefe und einmal den Meister selbst: „Man darf einen Schwachkopf nicht als Habeck bezeichnen“ und „Zugunsten der Bahnhofsalkoholiker möchte ich sagen, dass nicht jeder von ihnen ein Schwachkopf ist“ sowie das hier:

18. November 2024
Als die Meldung heute Nacht in mein Bewusstsein vordringt, da halte ich sie für eine Ente. Ich wünschte jetzt, es wäre so, doch die Wahrheit ist die, dass Joe Biden der Ukraine den Einsatz US-amerikanischer Fernwaffen für den Beschuss im Innern Russlands freigegeben hat. Hierfür gibt es nur eine einzige Begründung: Der Krieg mit Russland soll für seinen Nachfolger unumkehrbar gemacht werden.
Biden (2): Ich sehe ihn deutlich vor mir, wie er vor drei, vier Tagen seinen Amtsnachfolger im Weißen Haus empfing, da grinste er so entspannt und mit ungewohnt klaren Augen in die Kamera, dass alle Welt sich wunderte und vom altersmilden Joe sprach, der sich in ehrenwerter Manier in sein Schicksal gefügt habe. Es war ein kollektiver Irrtum, wie sich jetzt zeigt. Er hatte noch einen Trumpf wohlversteckt im Ärmel.
Biden (3): Die deutsche Presse schweigt, und Mainstream feiert stattdessen den Parteitag der Grünen, wo es wie gewohnt um Diemenschen geht, denen man einen Mann als Kanzler präsentieren will, der nicht Schwachkopf genannt werden will und nach dem Willen der bayerischen Justiz nicht darf. Selbstredend werde er die Taurusse an die Ukraine geben und freigeben. Nun ja, Bidens Arm reicht immer noch weit.
Grüne Nebengedanken: Als die Schildbürger im neuen Rathaus die Fenster vergessen hatten, wollten sie der Lichtlosigkeit abhelfen, indem sie mit Schubkarren das Sonnenlicht ins Haus schaffen ließen. So ging die Geschichte damals aus. Heute wäre der Schluss ein anderer: Als sie merkten, dass es im Rathaus immer noch nicht hell wurde, schafften sie mehr Schubkarren an. Aber: Damals nicht, denn da gab es noch keine Grünen.
Grüne (2): Es muss der Satz von gestern „Wer Merz wählt, der wählt den Krieg“ erweitert werden: „Wer Metz oder den Robert wählt, der wählt den Krieg“.

17. November 2024
Anleihen beim Teddy Thälmann zu machen, lag mir bislang fern, aber einmal ist immer das erste Mal. Nun also: „Wer Merz wählt, der wählt den Krieg“.
Merz (2): Ich bewundere – nein, ich wundere mich nicht –, also nochmal: ich bewundere, wie die Heutzutage-Medien versuchen, dessen politischen Amoklauf des 24-Stunden-Kriegs-Ultimatums an Putin aus der jetzt vergangenen Woche zu verschweigen. Also wiederhole ich es hier gern: Wer Merz wählt, der wählt den Krieg. Bitte weitersagen.
Merz (3): Ihn als Dummkopf zu bezeichnen, wäre verfehlt, schließlich ist der Begriff bereits vom Robert mit Beschlag belegt. Wie soll man ihn also bezeichnen, den Merz? Der Hasardeur, das würde passen, ist aber zu schwierig fürs gemeine Volk. Raketen-Merz klingt zu positiv. Möchtegern-Merz kommt gut über die Zunge. Da ist noch Platz.
Einige Bemerkungen über bergauf und bergab. Ob’s das eine oder das andere war, kriegt man oft erst später mit. Den Wendpunkt nennt man dann Zenit. Der des Robert H. ist überschritten, das sieht man, wenn man kurz draufkuckt. Dem schlägt jetzt allenthalben blanke Häme entgegen.
Zenit (2): Bei dem Herrn Scholz waren sich die Auguren zu vorschnell sicher. Jetzt hat er die Notbremse gezogen und den Putin angerufen. Er hat das Undenkbare getan. Wenn das keine Wende wenigstens im Kriegsgeschwafel ist, dann weiß ich es auch nicht. Doch merke: Es war stets die Sozen-Partei gewesen, die ihre Kanzler gestürzt hat. Brandt, Schmidt, Schröder. Das hat Tradition.

16. November 2024
Über anderthalb Tage Briefe beantwortet, da blieb für Besserwisserisches im Sudelbuch kein Raum. Das hat sich gerächt, denn jetzt hechele ich den Ereignissen hinterher. An der Spitze steht die Schwachkopf-Affäre.
Schwachkopf (2): Was bisher geschah. Ein Rentner aus dem Fränkischen wiederholte im Internet eine verfälschte Schwarzkopf-Reklame. Aus dem Haarwaschmittel Schwarzkopf Professional wurde Schwachkopf Professional, und der berühmte Scherenschnittkopf der Firma wurde der des Robert H. Ebender erstattete Anzeige wg. Beleidigung. Die Staatsanwaltschaft erwirkte beim Amtsgericht einen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss, und die Polizei marschierte los.
Schwachkopf (3): Dieses Tun brachte erst zustande, was der Rentner ohne dasselbe niemals fertiggebracht hätte. Er selbst und seine furiose Bespöttelung rasen nun verzehntausendfältigt durchs Internet. Das nennt man Streisand-Effekt.
Schwachkopf (4): Noch war es Zeit, die Reisleine zu ziehen und die Sache mit einem Lachen zu beenden. Aber nein, nunmehr behauptete der Hofstaat, die Anzeige stamme gar nicht vom Schwachkopf-Bezichtigten. Das wiederum brachte die bärbeißige Justiz in Rage, und die sagte: Doch. Da das Ganze, bei Lichte betrachtet, eine wüste Form der Rechtsbeugung (jedenfalls nach meiner Rechtsüberzeugung) war, kartete man dortzulande auf echt bajuwarisch nach, und behauptete, der Rentner sei ohnedies bereits wg. seines Antisemitismus auffällig geworden, was im übrigen die jetzige Aktion ausgelöst habe. Doppelt falsch und gelogen: Der Gerichtsbeschluss bezieht sich ausdrücklich nur auf den Schwachkopf, und was den angeblichen Antisemitismus anlangt, muss man wissen: Der Delinquent hatte im Frühjahr Hetze und Boykottaufrufe gegen den Müller-Milch-Inhaber, nachdem der sich mit Frau Weidel getroffen hatte, mit den Boykottausrufen der SA gegen Juden verglichen.
Schwachkopf (5): Den Robert für einen solchen zu halten, liegt, nachdem er sich nun Jahr und Tag öffentlich ausgewirkt hat, nicht außerhalb der Lebenserfahrung. Bleibt die Frage, ob man ihn deswegen auch öffentlich so bezeichnen sollte. Hierzu ist mir eingefallen, dass es üblich ist, Leute, die auffällig geworden sind, durch eine Augenbinde zu anonymisieren. Gesagt, getan:

Schwachkopf (6): Interessant bleibt, dass jedermann in meinem Umfeld grinst, wenn das Wort Schwachkopf fällt. Und gestern Abend bei Tisch sagte einer, ohne dass der Name fiel, „und der will jetzt Kanzler werden“.
Schwachkopf (7): Bleibt die weitere Frage, ob das jetzt ein Alleinstellungsmerkmal für den Robert wird, denn mir fallen durchaus auch andere aus dem Politik- und Medien-Betrieb ein, die sich darum zu drängen scheinen. Nein, ich mache jetzt keine Witze über den Abgeordneten Wanderwitz, der soeben seinen AfD-Verbotsantrag als Antrag zur Beratung in den Bundestag einbrachte. Auch nicht über den Abgeordneten Merz, der dem Putin ein 24-Stunden-Ultimatum stellen will, bevor die Taurusse über ihn kommen. Kann ein Mensch, der bei Verstand ist, sowas rauslassen? Ich meine: Nein. Ach, und auch der will Kanzler werden.

14. November 2024
Um mich abzulenken, lese ich, was die US-amerikanischen Medien an Wahnvorstellungen über die nächste Trump-Regierung verbreiten. Aufhänger, um es mal so zu sagen, sind die bekannt werdenden Personalien. Diese sehen oft ganz anders aus, als die seit einer Woche herbeiorakelten. Die meisten Gesichter habe ich nie gesehen. Dieses hier schon: Kristi Noem, die Gouverneurin von Süd-Dakota. Sie wird neue US-Innenministerin (Home Land Secretary). Eine Farmerin und Rancherin, die sich in die Politik wagte und dort erfolgreich war. Die sog. Corona-Pandemie überstand der von ihr regierte Staat, indem sie diese souverän ignorierte. – Na Jungs, manchmal gibt es Frauen, die ihren Mann 10 x besser stehen. Da kuckt ihr, wa? Danach leichte Irritation, denn nur die Hände zeigen an, wie alt sie wirklich ist.

Irritation (2): Der gestrige sog. Schlagabtausch zwischen Scholz und Merzens Fritze, war in Wirklichkeit kein solcher. Beide Männer kann ich mir beim besten Willen nicht mit erhobenen Fäusten in Boxershorts vorstellen. Sie bewarfen sich mit Watte-Bäuschchen und schmissen Stinkbomben auf die Kleinen: Scholz Richtung Lindner, und Fritze gegen den Erzfeind auf der Rechten. Niemals mit denen da, so schwor er. Er versprach dem Bundekanzler auf Abruf, mit ihm zusammen die Geschäftsordnung des Bundestages so zu verbiegen, dass nichts mehr auf die Tagesordnung des Hohen Hauses käme, was der AfD die vage Möglichkeit gäbe, mit ihren Stimmen eine Mehrheit zu erzeugen. Das ist der Verfassungsbruch in kleinster denkbarer Münze.
Irritation (3): Während ich noch mit einer gewissen Verwunderung die coole Gouverneurin betrachte, stöckelt auf dem anderen Bildschirm im züchtigen weißen Hosendress die Frau aus dem Völkerrecht zum Podium und spricht, zwischenrufend befragt, wo denn der Robert sei, dass dieser durch eine Flugzeugpanne in Baku aufgehalten werde. Ich gestehe, ich habe gelacht.

13. November 2024Der Fritze aus Brilon: Er will den Russen im März ein Ultimatum stellen, mit dem Beschuss der Zivilbevölkerung auszuhören, sonst kommen binnen 24 Stunden die Taurus-Marschflugkörper über sie. Ja, das hat er gestern gegenüber dem Sterngeäußert. – Kommt mir so vor, als hätte ich meinen Schlusssatz im gestrigen Ukraine-Update in seltsam zutreffender Voraussicht geschrieben („Die sog. Experten streiten zur Zeit, wie sich der Wahlsieg von Trump auf den Ukraine-Krieg auswirken werde. Ich halte all diese gelehrten Prognosen für Kaffeesatzleserei. Wir werden abwarten müssen. Nur eine Sache erscheint mir realistisch: Die Atlantiker bei uns müssen sich schleunigst neu ausrichten, sonst stehen sie plötzlich ohne Hintermann mit beiden Beinen in einem Krieg gegen Russland, den Deutschland nicht gewinnen kann.“ https://www.helmut-roewer.de/we_demo_2/news/1005.php). Hat er garantiert nicht gelesen, der Fritze. Hätte er aber besser.
Fritze (2): Die Antwort aus Moskau (Medwedjew) ließ nicht auf sich warten: Wer den Krieg mit Russland unbedingt will, der soll ihn bekommen. – Freue mich jetzt schon darauf, wie die CDU-Barden in den alternativen Medien das aufnehmen werden. Vermutlich mit Schweigen.

11. November 2024
Realsatire: Die Wahlen zum US-Repräsentantenhaus sind heute Morgen, 5:35 MEZ, noch nicht fertig und aussagekräftig ausgezählt.
Realsatire (2): Für vorzeitige Neuwahlen fehlt das Papier. Sagt die Bundeswahlleiterin. Letztmalig trat Papiermangel im Corona-Wahn auf, betraf allerdings das Klopapier.
Realsatire (3), aber nicht zum Lachen: CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt grünen Klima-Wahn zum konservativen Projekt. Vier weitere Jahre Deutschland-Verschrottung sind damit gesichert. Na, dann wählt mal schön.

10. November 2024Über Nacht ist das neuste Rentnerische Akrützel von Bernd Zeller in meinem elektronischen Briefkasten aufgetaucht. Nun bin ich zwar nicht aus Jena, aber die Stadt ist nicht gerade weit weg von Schilda und alt genug bin ich allemal. Ich füge den Link bei und empfehle ihn allen, die im gekonnten Spott noch ein Ventil erblicken. https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruezel%2064.pdf.

Jena und Schilda (2): Zwischen beiden wurde Deutschlands derzeit meistgesuchter Linksterrorist gefasst, der Chef der Leipziger Hammerbande, der 31jährige Johann Guntermann. Das LKA aus Sachsen brauchte 4 Jahre, um ihn zu finden. Seine Ex, die verurteilte Lina Engel, wandelt derweil auf freiem Fuße, weil ihr Urteil nicht rechtskräftig ist. Mehr Rechtsstaat geht nicht.
Jena und Schilda (3): Zwischen beiden liegen Umpferstedt und Isserstedt, das eine beherbergt einen Globus-Supermarkt, das andere eine Deponie. Preisfrage: Wo versteckt es sich besser?
Jena und Schilda (4) und vermutlich nicht nur da: Morgens dichter Nebel bei völliger Windstille. Robert weiß die Antwort: Noch mehr Windmühlen. Bravo Robert, der Mann kann Kanzler werden. Wer wohl sonst? Der Merz jedenfalls will es nicht, denn sonst liefe das Abwahlverfahren – genannt: konstruktives Misstrauensvotum – schon.

9. November 2024
Sie: Du schreibst wohl gar nichts mehr? – Ich: Du liest wohl nicht mal das, was ich dir schreibe.
Schreiben (2): Es ist eine merkwürdige Sache. Bis gestern konnten wir von unserm Lieblings-Autor nicht genug vor die Nase kriegen. Heute sehen wir uns nicht mal mehr die Titel an. Es ist wie… Nein, diesen Vergleich ziehe ich jetzt nicht, sie könnte ihn lesen.
Schreiben (3): Vor Jahren schon hatte ich mir fest vorgenommen, nichts über das Schreiben zu schreiben. Und schon habe ich dagegen verstoßen.

8. November 2024
Wenn der Morgennebel aufsteigt, öffnet sich der Blick auf erstaunliche Landschaften. Am eindrucksvollsten fand ich hinsichtlich der US-Wahlen, die Landkarte mit den Ergebnissen der Countys. Fast alles ist Rep-rot. Einige Grenzdistrikte zu Mexiko sind blau. Wer mag hier Kamela gewählt haben, die Illegalen?

Morgennebel (2): Ein anders Schaubild zeigt die unterschiedlichen Voraussetzungen zur Stimmabgabe in den einzelnen Staaten. Und – Überraschung – nur in Staaten, die keinerlei Legitimationspapiere verlangen, konnte Kamela gewinnen.
Morgennebel (3): Und schließlich die Auszählung im District of Columbia, in dem die Bundeshauptstadt Washington liegt. Sie bedarf keines Kommentars, um den von Trump seit Jahren schon angeprangerten Sumpf (swamp) zu illustrieren.

Morgennebel (4): Während die US-Medien noch mit ihrer Niederlage kämpfen, machen sich die Exponenten von Springer auf den Weg nach Trumpomania, die Neuerwerbung der bislang zuverlässig linken politico, wo das Nachbeben in Deutschland thematisiert wird, ebenso wie die Welt, in der sich Springer-Chef Döpfner höchstselbst seinen beschädigten transatlantischen Gedanken hingibt.
Morgennebel (5): Scheibchenweise tritt ans Licht, dass Auslöser des Koalitionsbruchs in D die Weigerung Lindners war, einen weiteren 12-Millarden-Schluck aus der leeren Pulle zu nehmen, nur um die Ukraine zu stützen. Nicht nur er sagt es, sondern auch Scholz, Baerbock und der Robert bestätigen das. Fragt sich der Beobachter, was oder wer zwang Scholz, diese irrsinnige Ukraine-Sache während des US-Interregnums weiterzufahren? Da muss jemand starke Argumente verdeckt in der Hand halten.
Morgennebel (6): Der Ersatzmann für Lindner wird’s als neuer Finanzminister richten, denk ich mal. Er ist der Scholz’sche langjährige Hintermann Jörg Kukies, er stammt aus dem Finanzbeschaffungshaus Goldman & Sachs. Das sagt eigentlich alles – nein, nur fast alles, sonst wär es ja eine Verschwörungstheorie, jedenfalls bis die Wahrheit als Allgemeingut zugelassen wird.
Morgennebel (7): Der sog. Oppositionsführer will die Vertrauensfrage von Scholz jetzt sofort und nicht erst am 15. Januar. Aber nicht wirklich, sonst würde er schon morgen ein konstruktives Misstrauensvotum einbringen und mit den Stimmen seiner Partei, der AfD und der FDP zum neuen Kanzler gewählt werden. Doch das will er offenbar nicht. Vielleicht, weil die Stimmen seiner Partei ihm nicht sicher sind. Und dann war da auch noch – frei nach Friedrich Schiller – die Brandmauer: Festgemauert in der Erden.

7. November 2024
Für die Mainstreampresse kommt der gestern Abend von Scholz verkündete Rauswurf von Lindner aus dem Bundeskabinett wie gerufen. Jetzt haben die Welterklärer und ihre gekauften Experten einen neuen saftigen Knochen, an dem sie genüsslich nagen können, um so von ihrem verheerenden Versagen bei den US-Wahlen abzulenken.
Scholz (2) behauptet, der Lindner habe fortwährend sein Vertrauen gebrochen. Jetzt müsse er mit Merz reden, um die Wirtschaft und die Verteidigung zu retten. Ich übersetze das mal: Geld, das nicht da ist, zum Fenster raus, um Großkonzerne vor der unmittelbaren Pleite zu bewahren, und weiteres Geld zum nächsten Fenster raus, um den Ukraine-Krieg zu verlängern. 
Scholz (3)/Merz: Ja, jetzt kann der Fritze aus dem Sauerland den Staatsmann geben. Nehme an, dass er sich mit seinem früheren Boss Larry Fink erst abstimmen muss. Der wird im Moment wenig Zeit haben, da er sich daheim erst auf die neuen Verhältnisse einstimmen muss. Dabei kann es leicht sein, dass sein Ukraine-Investment von der vergangenen Woche (gemeinsam mit J.P. Morgan in Luxemburg) umgesteuert werden muss. Ich tippe mal in Richtung Palästina, aber was weiß ich, und was wäre da schon außer Wüstensand groß zu holen?
Scholz (4) und die Grünen: Auch Robert der Denker hat eine Meinung entwickelt: Geradezu „tragisch“ findet er das jetzige Ende der Ampel, wo nun Europa zusammenstehen müsse. Um das zu verstehen, muss man annehmen, dass er seinen Klimawahn und das von ihm angerichtete Wirtschaftsdesaster für schlechterdings europäisch hält. Vermutlich hat er damit recht. Dergleichen kommt unter der nächsten Trump-Regierung in schwere See. Auch da liegt er richtig.

6. November 2024
Um 11 Uhr MEZ verharrt die Zahl der Trump-Wahlmänner seit Stunden auf 267. 270 wären zum Sieg notwendig, der trotzalledem um 8 Uhr morgens durch Trump selbst im HQ in Florida vor seinen jubelnden Anhängern ausgerufen worden ist. Man sieht manch bekanntes Gesicht und die Schwiegertochter in schwarzer durchsichtiger Lochstickerei. Einen weißen BH würde ich an ihrer Stelle nicht unterziehen, doch was soll’s, ich trage ja ohnedies keinen.
Trump (2): Deutschlands wochenlange Kamela-Wahlpropheten üben sich im Aufzählen der Nachteile, die dieser angeblich unerwartete Wahlsieg für sie selbst und den Rest der Welt bereit hält.
In Litauen sind Brandpäckchen bei der Postverteilung aufgetaucht. In anderen Ländern, die von der Post (DHL) bedient werden, angeblich auch. Der Chef vom britischen Inlandsdienst MI5 weist auf die russische GRU hin. Wenn das kein Grund zum Misstrauen ist, dann weiß ich es auch nicht.
Bandstiftung (2): In Ahrensfelde brennt eine Regionalbahn ab. Von der GRU war bislang nicht die Rede, von der Nähe zur Tesla-Fabrik in Grünheide hingegen schon.

5. November 2024
Betrachte die Aufzeichnung über die Pressekonferenz, die gestern der Herr Scholz mit dem neuen Nato-General Rutte gab, der seinen Antrittsbesuch in Berlin absolvierte. Man kennt sich, schließlich ist der Holländer ein zu Hause abgewählter langjähriger Ministerpräsident. Die Floskeln „dear Olaf“ und „lieber Mark“ wirken allerdings etwas gesucht angesichts der behandelten Themen. Der liebe Mark spricht davon, dass die Ukraine mit Sicherheit Mitglied der Nato werden werde und dankt für die Sicherung der Ostflanke des Bündnisses durch eine deutsche Brigade in Litauen, von der wir seit Jahresbeginn wissen, dass sie aus einem Vorauskommando im unteren zweistelligen Bereich besteht, und der liebe Olaf betont , wie sehr es ihm darauf ankomme, die demokratische Kräfte in der völkerrechtswidrig angegriffenen Ukraine bis zum Sieg kampffähig zu erhalten. Beide loben gemeinsam, den jüngsten G7-Beschluss, die Ukraine mit einem neuerlichen 50 Milliarden-Kredit zu versorgen, damit Waffen eingekauft werden können. Einigkeit auch über das Ukraine-Kommando der Nato in Wiesbaden. Nato-Ukraine-Kommando? Das wird nicht näher erläutert, und es fragt auch keiner nach.

Lebenslügen (2) und lebenslanges Lernen: Jahrelang wurde die Öffentlichkeit von Politikern mit diesem Spruch behelligt. Langsam dämmert mir: Wer nichts gelernt hat, kann auch nicht dazulernen. Das allerdings kann er lebenslang.

4. November 2024
Die Kündigung der Epoch Times (deutsche Ausgabe) rückt näher: gestern diffamierte sie die AfD, für die skandalöse Sprengung der Eröffnungssitzung des Thüringer Landtags vor vier Wochen die Verantwortung zu tragen, heute loben sie die Erfolge des BfV-Chefs Haldenwang bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus, sprich der AfD. Das zweite ist eine Meinung, über die man trefflich streiten kann, aber das erste eine Tatsachenbehauptung, und die ist gelogen.
Kündigung (2): Das vorzeitige Ende der Ampel ist nunmehr mehr als wahrscheinlich, nachdem Herr Lindner von der Lindnerpartei sein Schuldzuweisungs-Papier veröffentlicht hat. Auch die Grünen können durch die baldige Beendigung der Ampel nur profitieren, sprich: sie hoffen, durch möglichst schnelle Neuwahlen im Bund den sicher bis kommenden Herbst drohenden weiteren Niedergang vorzeitig unterbrechen zu können. Klingt kompliziert, ist aber für Wahlstrategen ganz einfach.

3. November 2024
Wege zur Vollverblödung: „19 Prozent weniger Plastik“ finde ich als Aufdruck auf einer Käsepackung der Firma Bergader.
Wege zur Vollverblödung (2): Das von der EU-Kommission angeschobene Rückwärtsfahrverbot. Kannste dir nich ausdenken.Ächt.

1. November 2024
Der Monat beginnt nach Wochen der Abwesenheit mit den Vorfinden eines digitalen und analogen Postberges. Gleich morgens und noch halbverschlafen von der nächtlichen Reise beginnt die Tätigkeit, die von Medizinern als Triage bezeichnet wird: a) kann sofort weg, b) muss gelesen werden, aber kann warten, c) muss sofort behandelt werden. Beäuge hernach missmutig den b-Stapel, soweit er in gedruckter Form vorliegt, und bin ziemlich sicher, dass ein Teil davon nach kurzer Ablagerung zur a-Kategorie abwandern wird. Beim b-Digitalen hilft mir der elektronische Postkasten: die Dinge verschwinden nach kurzer Zeit nach irgendwo unten und damit aus dem Blick

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31. Oktober 2024Jetzt meldet sich der nächste aus dem Chorus der industriellen Schwafelbrüder zu Wort, der Lenker von Bosch, ein Mann namens Stefan Hartung. Man müsse die bisherigen Umsatz- und Rendite-Ziele anpassen, heißt zu deutsch, alles nach unten korrigieren, was man öffentlich versprochen hatte. Auch beim Stellenabbau von 7.000 werde es kaum bleiben. Er redet so, als sei der Rauswurf von Mitarbeitern in Deutschland ganz normal. Ist er vermutlich auch. Auch seine Forderung, die Regierung müsse nunmehr umgehend unterstützend eingreifen. Nebenbei: Empfehle, mal die gleichnamige Stiftung zu betrachten, um vermutlich erstaunt festzustellen, für welchen Plunder man dort Geld zum Fenster rauswirft, dann macht man sich, wenn man vom woken Wahn nicht heimgesucht ist, Gedanken darüber, wie der Kampf gegen das Auto und die Tätigkeit als bedeutender Autozulieferer zusammenpassen.
Eigentlich wollte ich zum amerikanischen Wahlgetöse nichts mehr sagen, aber das hier kann ich mir nicht verkneifen: Angela Harris vom franziskanischen Papst scheinheilig gesprochen (aus den Leserbriefen der Zellerzeitung).

30. Oktober 2024Es ist, als würde die westliche Welt den Atem anhalten. Alles glotzt auf die US-Präsidentenkür, die man ironischerweise eine Wahl nennt. Man rätselt, warum der Eigentümer der Washington Post keine Wahlempfehlung, sprich für die Dame Kamela, in seinem Blatt publizieren lassen will. Immerhin handelt es sich bei der WP um die Stimme des extra-woken Sumpfes. Dem Vernehmen nach sollen gleich nach dieser auffälligen Nicht-Unterstützung 200.000 Online-Abos gekündigt worden sein. Das wäre, wenn das nur annähernd stimmt, eine digitale Massenpanik von Leuten, die was zu verlieren haben.
Sumpf (2): Da ereifert sich ein Dr. med. namens Pürner bei Tichy in einer mich erstaunenden Art und Weise. Dass der Mann für das BSW ins sog. Europarlament entsandt wurde, war mir neu, ich verband den Namen mit Corona-Protesten, die vage mir nachklingen. Jetzt schreibt er weinerlich, dass in Thüringen eine Koalition der Corona-Täter von den klaren Ansagen seiner Partei nichts mehr wissen will. Was hatte der denn gedacht, als er Mitglied einer leninistisch geführten Kaderpartei wurde? Einer der Leserbriefschreiber merkt an, dass er Tichy erst an dem Tag wieder glaubwürdig finde, wenn der auch einem AfD-Mann ein solches Forum bieten würde. Nun ja, man kann es nicht allen recht machen.

29. Oktober 2024
Alle Welt – zumindest die in Deutschland – empört sich über die Zerstörung von VW, denn Werkschließungen und Massenentlassungen sind nicht mehr unter der Decke zu halten. Dass hier nicht nur das absurd unfähige Management seit Jahr und Tag Hand angelegt hatte, sondern es sich um einen jubelnden Gleichschritt von Unternehmensleitung, Gewerkschaften, Politik und deren Begleitpresse gehandelt hat, das wird weniger thematisiert. Es steht ein grellbunter Elefant im Raum, gespeist aus den Elementen Klimawahn, Energieirrwitz und Elektrospielzeug-Indolenz. Jetzt rufen alle Kehret-um, doch die drei Fütterungsquellen des Elefanten sollen unangetastet bleiben. Erst wenn die 120.000 VW-Arbeiter sich entschließen, die Verursacher zwischen Brüssel und Wolfsburg sowie Gütersloh und Berlin mit wirksamen, das heißt: drastischen Mitteln aus ihren Pfründen zu treiben, wird sich die Lage ändern. Viele ahnen es, aber niemand sagt es. Nicht einmal hinter vorgehaltener Hand.
Der grellbunte Elefant (2): Wie von mir vor drei Wochen vermutet, wird die Forderung der schönen Frau, eine Kriegsausstiegs-Politik zur Voraussetzung von Länderkoalitionen zu machen, von ihren taffen Statthalterinnen nicht mitgetragen. Sie haben sich deswegen die Friedensformel ausgedacht – frei nach Heinrich Böll selig: „Der Weihnachtsengel säuselte Friede, Friede“. Die Formel sagt alles und bedeutet nichts. Deutschlands künftiger Kanzler darf zufrieden sein. Sahra Drachentöter wurde hinterrücks gekillt.

28. Oktober 2024
Da hat doch die Fraktion – Sie wissen schon welche – hier im Ländchen den Vorsitzenden und den Beisitzer des Verfassungsgerichts wg. Rechtsbeugung angezeigt, weil die Richterbank im Verfahren der CDU-Fraktion gegen den Alterspräsidenten des Landtages offensichtlich unzulässig besetzt war. Die Anzeigeerstatter wiesen mit gutem Grund darauf hin, dass erst im vergangenen Sommer hiesigen Ortes eine Richterin wg. Rechtsbeugung verurteilt wurde, weil sie, obschon mit einer der Prozessparteien aufs engste verbandelt, keinen Anlass gesehen hatte, sich aus dem Verfahren wg. ihrer, wie der Jurist sagt, Befangenheit zurückzuziehen. – Wie das Verfahren ausgehen wird? Gar nicht. Dafür wird die Staatsanwaltschaft von Erfurt sorgen.
Erfurt (2) & Dresden: Die Ostfront wirft lange Schatten auf die euphorisch angekündigten Koalitionen von Mainstream mit dem Sarah-Baby. Dieses zeigt sich so querulatorisch, dass so gar die zur Miniatur geschrumpfte SPD mit den verbliebenen Ärmchen rudert und ein Scheitern der Verhandlungen öffentlich erwägt. Man ist empört, dass die in die Jahre gekommenen Jungkommunisten in Sachen Corona-Ausschüsse mit den Brandmauerhintersassen gemeinsame Sache machen. Zugegeben: Die schöne Frau steckt in einer Zwickmühle: Wenn sie jetzt nicht klare Kante in Sachen Corona und Ukraine-Konflikt zeigt, kann sie die kommende Bundestagswahl in der Pfeife rauchen.
Ostfront (2): Die Nachrichten von vor Ort sind wieder mal äußerst dürftig. Ein Vergleich der genannten Ortsnamen, die mit Kämpfen verbunden werden, lässt den Schluss zu, dass die Millionenstadt Saporoshje (Hauptstadt des gleichnamigen, von Russland beanspruchten Oblasts) jetzt Ziel einer Einschnürung geworden ist, wie wir sie in etlichen Fällen in den letzten zwei Jahren gesehen haben. Nach wie vor scheint sich der russische Vormarsch Richtung Dnjepr Meter um Meter dem Fluss zu nähern. Von einem Stillstand der Operationen wg. der eingesetzten Schlammperiode kann bislang keine Rede sein.
Ostfront (3): Bemerkenswert erscheint die Bildung eines Milliarden-schweren Ukraine-Konsortiums von Black Rock und J.P. Morgan mit Sitz in Luxemburg, dessen Zweck kaum zweifelhaft sein kann: Beutemachen in den noch nicht vom Russen besetzten Landesteilen. Das ist Risiko-Investment auf höchstem Niveau.

27. Oktober 2024Man kann es mit Genuss beobachten, wie Spötter die Neuwörter von Mainstream zweckentfremden, anstatt sie gehorsam im Dienste ihrer Fronherrn nachzuplappern. Jüngstes Beispiel ist „unsere Demokratie“, was derzeit ein unentbehrliches Modewort ist, um die AfD und deren Geistesverwandten aus dem demokratischen Prozess auszugrenzen. Die Schriftform bietet eine willkommene Möglichkeit, diese Wortschöpfung ad absurdum zu führen. Schreibe Unseredemokratie, und jeder nur halbwegs Informierte wird seine Freude daran haben.
Unseredemokratie (2): Von Bücherverbrennung redet heute kein Mensch mehr, wir sind längst ins Zeitalter der Löschung des Unerwünschten eingetreten. Indessen: Es ist der Zeitpunkt nicht mehr allzu fern, dass Bücher wg. ihrer vergessen geglaubten Inhalte eine begehrte Rarität geworden sein werden. Unsere Regulatoren ahnen dies. Deswegen haben sie den Kampf gegen das Buch aufgenommen. Sie dekretieren, dass das Buchpapier nicht mehr aus schützenswerten Baumbeständen stammen darf und legen den Herstellern die Nachweispflicht auf. Das ist – man mag es für eine gebetsmühlenartige Wiederholung halten – eine Verdrehung des freiheitlichen Rechtsstaats in sein Gegenteil. Es wacht nicht die Obrigkeit über dem Wohlverhalten des mitunter frevelnden Bürgers, sondern dieser muss als Bittsteller das Wohlwollen seines Vormunds vorab erbetteln.

26. Oktober 2024
Wie sich die Bilder gleichen. Im ausgehenden Mittelalter bis in die Neuzeit des 18. Jahrhunderts hinein bemühten sich die Denker um die gebetsmühlenhafte Betonung, dass an der Herrschaft Gottes nicht gezweifelt werden könne. Genauer hätten sie formulieren müssen, dass hieran nicht gezweifelt werden dürfe, doch wussten sie nur zu genau, dass diese Klarstellung bereits der unwiderlegbare Beweis der Ketzerei sei. Auch wussten sie, dass ihnen in diesem Falle der physische Tod drohte. Die Rituale sind geblieben, auch wenn der Gegenstand der Anbetung sich geändert hat. Gott musste der Demokratie weichen.
Demokratie (2): Das Wort als solches bedeutet heutzutage nichts annähernd allgemeinverbindliches. Man muss also oft einen weiten Umweg machen, um feststellen zu können, wovon die Leute eigentlich reden. Fazit: Der Zyniker beteiligt sich mit großer Geste, ohne sich auch nur vage festlegen zu müssen. Anders ausgedrückt: Er schwimmt mit.

25. Oktober 2024
Merkwürdige Wiederholung: Pünktlich zum Sonnenaufgang verschwinden die nächtlichen Gedanken. Vor allem die schwärzesten. Ich halte die Nase in den Wind, der nach Salz schmeckt. Im Hintergrund randaliert der Ozean, der die Maßstäbe der eigenen Existenz korrigiert. Derartig auf dem Fußboden zurück, knurrt mein Magen. Ich freue mich auf den neuen Tag, stelle fest, dass nichts von Belang zu notieren ist und schreibe das auf.
Wirksam gegen Geldwäsche: Banknoten auf Seidenpapier und Münzen aus gepresstem Brausepulver. Zusätzlich für Euros: Die Scheine lassen sich nicht aus dem Portemonnaie entfernen.
Wirksam zur Reduzierung der Passagierflüge: Weglassen der Bestuhlung und demokratische Bestimmung der Flugziele. Auch sinnvoll: Verlosung von Flug- und Pilotenlizenzen.

24. Oktober 2024
Ablenkungsmanöver: Es wäre falsch anzunehmen, dass Blödsinn nicht mehr gesteigert werden könne, nur weil der gesunde Menschenverstand sich dagegen wehrt. Der Robert kann’s jedenfalls mühelos, nachdem selbst seine Begleitpresse mitgekriegt hat, dass Firmenpleiten wie ein Lauffeuer durchs Land rasen. Jetzt will er jedem Inverstor 10 Prozent aus der Steuerkasse schenken – jedenfalls das Geld („ist doch nur Geld“), das dort nicht drin ist. Ermächtigung im Haushaltsgesetz? Schnickschnack, es geht auch ohne. Furcht vor dem Staatsanwalt wg. Haushaltsuntreue? Wir wollen doch nicht albern werden.
Ablenkungsmanöver (2): Während in Russland die potentesten Wirtschaftslokomotiven außerhalb des Fahrplans des vormaligen Dollar-Imperiums zum BRICS-Treffen angereist sind und dort Vereinbarungen treffen, die den Wertewesten nicht freuen können, verkünden dessen Führer, wie empört sie sind, dass Nordkorea sich am Krieg in der Ukraine auf Seiten des bösen Putin beteilige. Nicht nur wissen wir nicht, ob das überhaupt stimmt, noch warum der Kleine Dicke das, falls er es wirklich tut, nicht darf. Gehorsam bestellt das AA den Geschäftsträger des Tunichtguts ein. Was mag man dem sagen? Das hätte ich gern mal gehört. Einfach so. Vielleicht das hier: Our outer ministress will that not because she comes from the peoples law.

23. Oktober 2024
Auch in Österreich wird es jetzt als Sieg der Demokratie gefeiert, wenn die Wahlverlierer sich zu Regierungskoalitionen zusammentun. Man gewöhnt sich daran: Das ist auch der strategische Sinn dieses Vorgehens: Es sollen die Leute auf lange Sicht vom Wählen abgehalten werden, weil sie bemerken, dass ihre Stimmabgabe mit dem Ziel, einen Wechsel herbeizuführen, sinnlos ist.
Sieg (2): So gesehen ist es widersinnig, noch zwischen Konservativen und anderen zu unterscheiden. Was früher die Konservativen waren, sind heute die Sesshaften, und die sind wahrlich nicht nur die Ex-Konservativen, sondern auch die Etikett-Fortschrittler. Sie wollen alles bewahrt wissen, vor allem ihre Pfründen. Da ist jeder Wechsel bedrohlich.
Sieg (3) über Russland: Weil die jetzigen Regierenden in D einen solchen auf ihrem Schirm haben, halten sie es für vertretbar, durch die Einrichtung eines Nato-Kommando-Zentrums in Rostock klar gegen die völkerrechtlich verbindliche Regelung des Zwei-plus-vier-Vertrages von 1990 zu verstoßen, der Nato-Verbände und Einrichtungen auf dem Gebiet der Ex-DDR expressis verbis ausschließt. Versucht man, diese abenteuerlich anmutende Aktion von außen zu betrachten, so gibt es nur einen der seinerzeitigen Vertragspartner, den das freut, nämlich die USA, die den nächsten Schritt unternommen haben, um Deutschlands Schieflage zu verschlimmern.
Sieg (4): Die Einbestellung des deutschen Botschafters ins Moskauer Außenministerium folgte gestern prompt. Man kann nur hoffen, dass der für seine große Schnauze bekannte deutsche Vertreter dieselbe in Zaum hält, aber sicher bin ich mir nicht. Man arbeitet mit aller Konsequenz daran, das bislang immer noch zum Ausdruck kommende Wohlwollen der Russen gegenüber Deutschland zu torpedieren. Die so Handelnden sind keine Vertreter deutscher Interessen, sondern sie agieren und agitieren wie fremdgesteuerte Hasardeure.

22. Oktober 2024
Wochenlang habe ich mich gefragt, woher der Herr Müller von der Bundeszensur-und-Gas-Anstalt mir so bekannt vorkommt. Beim Betrachten des Umschlags von Zellers Sprache des Grünen Reiches hat es plötzlich klick gemacht. Bleibt die Frage, ob er vor Jahren bereits Modell saß, oder ob er nur einen schwer zu ertragenden Typus verkörpert.

Illusionen (2): Der angebliche Abstimmungssieg der EU-Befürworter in Moldawien regt niemanden hierzulande ernsthaft auf. Selbst wenn die gemeldeten fifty-fifty Ergebnisse stimmen sollten, wofür es keinen gescheiten Anhaltspunkt gibt, bleibt das Resultat, dass hier mit der Brechstange das nächste Krisengebiet installiert werden soll. Danach stehen dann die angrenzenden Oblaste der westlichen Ukraine auf dem Programm der Erweiterer-Mafia. Bei Odessa wird es Streit mit Russland geben – garantiert.

21. Oktober 2024
Kaum hat die schöne Frau die deutsche Parteienlandschaft revolutioniert, wird sie mit ihrer Realität konfrontiert. Solange es nichts kostete, konnte sie in den Mainstreammedien fordern, mit Russland in Frieden zu leben. Jetzt, wo sie bei den Koalitionsgesprächen hier im Ländchen darauf beharrt, wird sie für den politmedialen Komplex zum Ärgernis. Ihre Formel, Doktor Supermario müsse sich von den Merz’schen Kriegsfanfaren distanzieren, wird dazu führen, dass ihre Statthalterin in Erfurt sich von ihr distanziert und die Medien ihr den Ton abdrehen. Nicht abrupt, aber deutlich. Vom BSW wird nur die Abkürzung bleiben, ohne dass sich jemand erinnert, was die Buchstaben bedeuten.
Friedensfrauen (2): Anne Applebaum, die US-Amerikanerin, wird mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels behängt. Ich mute mir die Details nicht zu, mit genügt, dass sie die Deutschen zum Waffenliefern in die Ukraine auffordert. Hübsch auch, ein Foto von ihr zusammen mit ihrem erfreuten Ehemann zu betrachten. Der heißt Sikorski und ist der polnische Außenminister, der Ende September 2022 das große und gute Amerika dazu öffentlich beglückwünschte, Nord Stream 1 und 2 zerstört zu haben. Mehr muss man dazu nicht wissen.

19. Oktober 2024Zum Schreien komisch: Joe erhält gestern in Berlin die Sonderstufe zum Großkreuz des Verdienstordens der BRep. Leserkommentar im Internet: …weil er Deutschland vom russischen Gas befreit hat.
Zum Schreien komisch (2): Die Presse berichtet, Doktor Supermario habe im Zusammenhang mit dem Schmieden einer schwarz-kommunistischen Regierung im hiesigen Ländchen vom Wählerauftrag gesprochen. Die einschlägige marxistische Dialektik jedenfalls benutzt er bereits.
Zum Schreien komisch (3): Die Spanisch-Lektion bei Pons belehrt mich über das Vokabular zum Klimawandel. Ich kann mir nichts Dringlicheres vorstellen, wenn ich mit den Anforderungen des täglichen Lebens kämpfe, zum Beispiel dieser hier: Carmen de la Madura Sanchez beugt sich beim Hervorholen des Baren tief unten aus dem Tresen zwischen uns so weit vor, dass ich den nahezu freigelegten Oberbau jenseits der vorher denselben bedeckenden Bluse mit Freude betrachten kann. Als sie wieder hochkommt, fixiert sie meine Augen, ob ich ihr auch die notwendige Bewunderung zuteil werden lasse. Ich tu’s. So habe ich mich ganz natürlich und zudem landestypisch verhalten, denn ihrer Schönheit Tribut zu zollen, löst bei der hispanischen Evatochter ein Lächeln aus. Mehr ist nicht, schon weil mein Spanisch keine erlaubte elegante Wendung kennt, und mein Radebrechen über den Klimawandel sicher missverstanden werden würde.

18. Oktober 2024
Was jeder wissen konnte, wenn er nur wollte, kommt Stück um Stück ans Licht. So habe ich bereits Ende September 2022 vertreten, dass es für die Zerstörung der Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 nur einen Täter geben könne: das US-amerikanische Militär-Establishment. Jetzt wird öffentlich, was ich vor vier Wochen auf Bornholm zu hören kriegte: Der Hafenmeister von Christiansø, John Anker Nielsen, spricht aus, was er aus eigenem Erleben weiß, dass nämlich das US-amerikanische Sabotageschiff USS Kearsarge kurz vor den Explosionen vor Ort war, wo es seine Navigationseinrichtungen abschaltete, und dass zudem US-amerikanische Seestreitkräfte den Dänen mit Gewaltandrohung vom Tatort verscheuchten.
Nord Stream (2): Die USS Kearsarge ist eine schwimmende Sabotagefestung, bestückt mit Flugzeugen und unbemannten U-Booten. Empfehle den US-deutschen Märchenerzählern von der ukrainischen Segelyacht, welche angeblich den Angriff fuhr, mal einen Blick auf diesen Koloss aus Stahl zu werfen, damit sie eine Ahnung von der Kriegs-Realität des US-Angriffs auf das deutsch-russische Energie-Projekt bekommen.
Nord Stream (3): Stattdessen treffen sich Täter und Gemaßregelter, so als wäre nichts geschehen, vorgestern in Washington DC und übermorgen in Berlin. Besser lässt sich das Verhältnis von oben und unten nicht inszenieren. Bei Biden weiß man nicht, ob er noch weiß, welche Macht er repräsentiert, bei Scholz sind ebenfalls böse Zweifel nicht eben abwegig. Da lob ich mir den kleinen Mann aus Kiew, er ist zwar diesmal nicht in Berlin dabei, droht aber von Brüssel aus mit der Fertigstellung der Atombombe, um…? Ja, um sie einzusetzen. Was wohl sonst? Bei ihm sind an seiner Zurechnungsfähigkeit keine Zweifel mehr angebracht. – A.H. ließ im März 1945 eine erste schmutzige Bombe auf dem Übungsplatz im thüringischen Ohrdruff testen. Man war fast soweit. In dem Fall hatten die Deutschen Glück, dass die Rote Armee Berlin besetzte, bevor die USA das Manhattan-Projekt (sprich die ersten fertigen Atombomben) in Deutschland anwenden konnten. Sie hätten das, wie man aus den Äußerungen von Oppenheimer weiß, gerne getan.

17. Oktober 2024
Selenskyj hat gestern in der Zentralrada in Kiew den lange beschworenen Siegesplan zum Teil öffentlich gemacht. Um nicht missverstanden zu werden: Dieses ist ein Sieges- und keineswegs ein Friedensplan. Er soll mit einer zweiten Friedenskonferenz westlicher Partner durchgesetzt werden. Von den Russen ist nicht weiter die Rede. Halten wir das mal im Hinterkopf, bevor wir betrachten, was angestrebt wird: (1) Der Krieg wird 2025 (siegreich) zu Ende gehen. (2) Der Waffen- und Finanznachschub aus dem Westen wird gesichert. (3) Im Gegenzug werden Rohstoffvorkommen und Industrieanlagen in einem geheim gehaltenen Unterplan verwertet. (4) Der für wahrscheinlich gehaltene Abzug der US-Amerikaner aus Europa wird dadurch kompensiert, dass ukrainische Truppen in deren Positionen einrücken (jaja, ganz richtig gelesen).
Siegesplan (2): Es fällt nicht leicht, die Vorschläge ernst zu nehmen. Sie klingen so, als würde hier ein strahlender militärischer Sieger Brosamen an die Alliierten verteilen, indem er ihnen Bodenschätze und militärische Hilfe anbietet. Die Ukrainer als Schutztruppen im westlichen Europa? Das klingt wie ein schlechter Scherz, zumal es eine ernst zu nehmende ukrainische Armee derzeit nicht mehr gibt. Wovon also redet dieser Mann? Ist er irre, oder sucht er verzweifelt nach einer Möglichkeit, die europäischen Nato-Staaten in den Krieg mit Russland hineinzuziehen? Ich vermute, es ist dieses, und das ist nicht gerade neu.
Siegesplan (3): Dass Trump & Co dergleichen mit einigem Behagen betrachten werden, das kann ich mir vorstellen, aber was sagt Russland? So zu tun, als sei es bereits von der Platte geputzt, das ist Weltfremdheit bis zum absoluten Irresein. So einen Planer kann man nur auf Abstand halten und abwarten, bis Russland den Schlussstrich zieht. Wo dieser verlaufen wird, ist derzeit weniger klar, als noch vor zwei Jahren. Es läuft Tag für Tag mehr in Richtung Dnjepr-Linie. Und was mit Odessa wird, das weiß derzeit kein Mensch, wenn er nur fünf Minuten lang mit Abstand auf die Lagekarte sieht.

16. Oktober 2024
Wir sind ein reiches Land: Deutschland gibt den größten Batzen zur Weiterführung von Bill Gates Weltstaat WHO. Es sind die Kräfte der Selbstzerstörung, die ohne Scham so handeln.
Ohne Scham (2): Es sind, so ist der Staatsschutz zur Auffassung gekommen, diejenigen Bundestags-Abgeordneten gesondert schützenswert, die sich zum Gruppenantrag zusammengefunden haben, ein AfD-Verbot in die Wege zu leiten. Blogger, die eine Liste dieser halb-anonymen Helden veröffentlichen, bekommen Polizeibesuch. Hierfür hat man vor einigen Jahren das Phantom der Gefährderansprache ersonnen. Die Rechtsgrundlage dieses Eingriffs in die Bürgerrechte: keine. Merke: Dein Abgeordneter, das unbekannte Wesen, er übt Macht aus im eigenen Namen, und der ist schützenswert. An der Spitze der Unseredemokratie-Schützer ein gewisser Wanderwitz von der CDU. Sein Direktmandat hatte er an den AfD-Konkurrenten verloren. Ach so. Auch seinen Parteifreund, den Obristen Kiesewetter, will ich hier gerne nennen. Das ist der Mann, der unter Waffen gen Russland reiten will. Da ist die AfD im Wege. Nicht nur da.Aber es gibt auch gute Nachrichten: „Neue EU-Richtlinie: Startrampe muss an der Rakete bleiben“, und „Claudia Roth möchte nicht auf die Rolle der komischen Alten festgelegt werden“. Beides aus der Zellerzeitung von heute Nacht.

15. Oktober 2024
Fremde Federn: Nun hat Plagiatsjäger Weber auch die stets froh lachende Kamela beim Wickel. Hat, so sagte er, nur angeblich ein Buch geschrieben, aber in Wirklichkeit bei Martin Luther King und anderen geklaut. Zweifle, ob ihr Attacken dieser Art am Zeuge flicken können. Amerika ist weit. Hübscher Nebeneffekt: Das geistige Piratentum unserer Politheroen wird allmählich zum allgemein geduldeten Zubehör. Die Leute sagen: Na und? Nächste Stufe: Die Akademien der sog. Parteien-Stiftungen werden den Doktor cop. verleihen. Super-Mario hier im Ländchen kann aufatmen.
Gewöhnung (2): Da haben gestern die Fürsten der Geheimen im Bundestag Rede und Antwort gestanden. Es wurde das Übliche beschworen, was Unseredemokratie bedroht: Der böse Putin, der verderbliche Tino und seine tückische Co-Pilotin Alice, naja, auch ein bisschen – in missverstandenen Einzelfällen – Allah. Unübersehbar: Das Gesicht des Mannes aus Köln wächst bedrohlich zu. Was macht er falsch, wenn er sonst alles richtig macht? Schon Caesar soll gesagt haben: Lasst dicke Männer um mich sein. Aber wo wäre Caesar?
Gewöhnung (3): Dass die WHO Jahrestreffen veranstaltet, ist nicht neu. Was sie dort bereden und beschließen, muss man nicht wissen. Es genügt, das gestrige Abschlussfoto dieser Gruseltruppe zu betrachten. Der einzige, der grinst, ist der Gastgeber, der heißt Scholz. Alle anderen sind zum Fürchten: Tedros, der Chef, und Billy, der unheimliche Chef, vor allen Dingen. Verkniffene Gesichter – bedrohlich. Diese Typen sind eine echte Gefahr für „die Menschen“.
Gewöhnung (4): Israelische Panzer beschießen UNO-Friedenstruppen wg. Hisbollah-Nähe im Südlibanon. Reaktion? Keine.

14. Oktober 2024
Der Land-gegen-Frieden-Deal, auf den sich der Wertewesten bezüglich des Ukraine-Kriegs jetzt offenbar verständigen will, hat einen Haken: Die Russen sehen keinen Anlass, sich darauf einzulassen, denn was der Westen territorial anbieten will, haben sie ohnedies, und da das Angebot nur vorläufig sein soll, ist es kaum ernst zu nehmen.
Ostfront (2): Derweil bietet Selenskyj bei seiner gegenwärtigen Europa-Tournee sein Land als Standort für westliche Waffenschmieden an. Diese hören solche Schalmeien-Klänge gerne, denn irgendwo im rechtsfreien Raum zu produzieren, ist er Traum eines jeden Revolverdrehers. Vor Monaten schon hörte ich die Bereitschafts-Fanfaren aus der Firma Rheinmetall. Den neuen Kampfpanzer Panther wolle man daselbst in riesigen Stückzahlen produzieren. Meine Vermutung: Ohne Stahl und vor allem ohne Energie wird’s kaum funktionieren. Der kommende Winter wird die Weichen stellen.
Ostfront (3): Die ukrainische Militärführung hält strikt an der verfehlten Verteidigungsstrategie des Kampfes bis zum letzten Mann fest. Eine sog. Festungsstadt nach der anderen geht so unter schrecklichen Verlusten verloren. Jetzt wenden die Russen dieselbe Einschnürungstaktik auch bei den in den russischen Oblast Kursk eingedrungenen Ukrainern an. Man kann anhand der gemeldeten Ortsnamen nachvollziehen, wie sie den Sack zuschnüren.
Ostfront (4) Den Internet-Filmschnipseln entnehme ich Hinweise auf Meutereien in der ukrainischen Armee. Sie sind meist verborgen in Nachrichten, dass bestimmte Truppenteile oder sogar ganze Verbände nicht zur Ablösung an der Front erscheinen. Hierfür gibt es nur zwei alternative Erklärungen: Zerstörte Transportwege oder aber Meuterei. Auch ist der Verdacht naheliegend, dass Verbände nur noch auf dem Papier bestehen. Das ähnelt der 1945er Situation der deutschen Wehrmacht: Der Führer verschob Divisionen auf der Lagekarte, von denen es nur noch die Nummer gab.
Naher Osten: Der Drohnen- und Raketenbeschuss Israels aus Richtung Norden geht weiter. Ein Teil der abgefeuerten Geschosse erreicht offenbar ihr Ziel. Die angekündigte Ausrottung der Hisbollah hat ganz offensichtlich (noch) nicht zum Erfolg geführt. Die Lage bei den Konfliktparteien, besonders dem Iran, bleibt unklar.
Naher Osten (2)/Ostfront: Die bedrohliche Konzentration von US-Streitkräften zeigt, wo die USA zur Zeit ihren kriegerischen Schwerpunkt sehen. Jedenfalls ist es nicht mehr die Ukraine. Wer das Nachfolgekommando an der Ostfront kräftemäßig übernehmen wird, ist unklar: Scholz will und kann es nicht, und Starmer kann es nicht, obwohl er jeden Tag kriegerische Reden führt. Fazit: Linke an der Macht haben mit Frieden schaffen nichts am Hut

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13. Oktober 2024
Nach den Berliner Richtern sind jetzt auch die aus Bayern in der Spur. Der des Antifaschismus. Eine Spiegel-Journalistin als Faschistin zu bezeichnen, ist strafbar (Berlin), die Grünen als faschistisch, das ist strafbar (Bayern), einen Höcke als Faschisten (sonstwo), das ist erlaubte Meinungsäußerung. Man merkt den Zweck, und man ist verstimmt.
Faschist (2): Es ist vergebene Liebesmüh, an Definitionen zu basteln, was denn den Faschismus, den echten, real existierenden ausgemacht hatte, und wie diejenigen, die man zu beschimpfen trachtet, dem ähneln. Umberto Eco, der Literatenstar, tat es, eine Handvoll Historiker taten es auch, nur schwerer verständlich und fürs Publikum ungeeignet. Dieses Elitedenken, Neusprache-schöpfende, Massen-lenkende, grundlegend Intolerante. Es ist, wie gesagt, vergeblich, denn die beleidigende Bezeichnung als faschistisch ist gegenüber den Angehörigen der sog. Eliten nicht erlaubt, bei denen, die nicht dazugehören hingegen geboten. So einfach liegen die Dinge in Unsererdemokratie. Nicht dass mir jetzt ein Ewiggestriger mit dem Grundgesetz angelatscht kommt – Faschist !
Faschist (3): Auf keinen Fall ein solcher ist der polnische Donald, nur weil er den Rundfunk und die Gerichtsorgane gesäubert hat und jetzt das Asylrecht für Polen aufheben will, wie er sagt: partiell und vorübergehend. – Gebt mit vier Jahre Zeit, nein Quatsch, das war ein anderer.

12. Oktober 2024
Gesichert rechtswidrig: Da darf, so will es das Landgericht Berlin, der Bundestagsabgeordnete Brandtner eine Journalistin der Illustrierten Der Spiegelnicht als Faschistin bezeichnen. Wurde hierüber Beweis erhoben, ob sie’s sei? Nein, nicht nötig, denn die Bezeichnung sei beleidigend, weil der Begriff herabwürdigend wäre. Jetzt soll auch noch der Staatsanwalt ran. Der Bundestag hat’s gestern beschlossen.
Gesichert rechtswidrig (2): Da ich den Spiegel nicht lese, kann ich nicht sagen, ob die beleidigte Dame sich Brandtners Verdikt hart erarbeitet hat, etwa indem sie ihn und seinesgleichen als Faschisten oder Nazi oder Rechtsextremisten bezeichnet hat. Wie gesagt, ich weiß es nicht. Kann mir aber nicht vorstellen, dass dies nicht von der Meinungsfreiheit oder Pressefreiheit oder sonst einer Freiheit gedeckt wäre.
Gesichert utopisch: Da trafen sich gestern die kleinen Männer aus Kiew und Berlin, um den Siegesplan des kleinen Herrn Wlod in Sack und Tüten zu bringen. Der Herr Scholz tat Waffen und Munition hinein. Nun siegt mal schön, könnte er dem Besucher ins Ohr gesagt haben, der seinerseits öffentlich machte, dass der Krieg im kommenden Jahr zu Ende sei. So sein Plan. Vermutlich hat er da was verwechselt, denn das Ende bezieht sich bestenfalls auf die Amtszeit des Gesprächspartners, zumal die eigene bereits im Mai abgelaufen ist. Ich warte nur noch auf den unausweichlichen Umsturz am Dnjepr.

11. Oktober 2024
In den USA verwüsteten in den letzten Tagen zwei Hurrikane weite Küstenstriche im Südosten und brachten Sturmschäden und Überflutungen bis weit ins Land hinein. Die Zahl der Toten ist nach wie vor unklar. Der Innenminister erklärt bedauernd, dass die Katastrophenbehörde FEMA kein Geld mehr habe, um wirksam zu helfen. Im amerikanischen Internet machen wütende Kommentare die Runde, dass deren riesiges Budget in den letzten Jahren für die Emigrantenversorgung verbraten worden sei. Ich nehme an, dass der Volkszorn sich auf Joe und Kamela konzentriert, was wahrlich kein Plus bei den anstehenden Wahlen sein kann. Mainstream dortzulande übt sich wie gewohnt in Ablenkungsmanövern. Zeigt Kamela unter den Reichen und Schönen. Ob hierdurch der gesunde Menschenverstand überwunden werden kann, muss sich erst noch zeigen. Der Kandidatin fehlen offenbar zwei in den Staaten besonders geschätzte Eigenschaften: Mitleid und Hilfsbereitschaft.

10. Oktober 2024
Samantha Powers, die Chefin von USAID – das ist die für Systemstürze zuständige Behörde am Zügel des State Departments –, ist in Kiew eingetrudelt. Sie will, so sagt sie, daselbst investieren. Soso. Dass im jetzt kommenden Winter ein Energiedesaster auf dem Fahrplan des Mündels steht, das hat sich auch bis Washington DC rumgesprochen. Wenn’s dort dunkel und kalt wird, kriegt man nicht einmal mehr die Siegesmeldungen an den Mann.
Siegesmeldungen (2): Der Herr Müller – für sein Aussehen wie ein Hallodri kann er nichts – ist der Chef der Bundesnetzagentur, ein Multifunktionsjob der grünen Diktatur, wie man jetzt erkennen kann. Zum Jahresbeginn 2022 nahm ich ihn zum ersten Mal zur Kenntnis, als er verkündete, Nord Stream 2 sei nicht genehmigungsfähig. Das war eine grobe Täuschung des Publikums, denn seine Worte sollten verkleistern, dass man die Genehmigung nicht erteilen wollte. Aus ideologischen Gründen und als Unterwerfungserklärung gegenüber DC. Jetzt nutzt er seine Befugnis zur technisch-wirtschaftlichen Regulierung des Internets für die Errichtung einer zentralen Zensurbehörde. Aber das Zensurverbot nach Artikel 5 des Grundgesetzes? Wir wollen doch jetzt nicht albern werden. Geht doch, also machen wir das. Einfache Regel und ziemlich wirksam. Die Wohlmeinenden lamentieren von der Gefahr für den Rechtsstaat, so als ob den noch gäbe.

9. Oktober 2024Er kommt nicht, vielleicht sogar nie mehr. Joe, der Führer der Freien Welt, jedenfalls nicht ins amerikanisierte Ramstein in drei Tagen. Da muss jetzt der große Häuptling aus dem Pentagon den Deutschen zurufen: „Hannemann, geh du voran. Du musst Blackrock und Konsorten in deren ukrainischer Kolonie zum Durchbruch verhelfen.“ Doch durchbrechen tut zur Zeit nur einer: der böse Russe. Die Bilder aus dem Kriegsgebiet sind grauenhaft, denn die Russen setzen schreckliche Waffen ein. Die Ukrainer, jedenfalls die Männer, die man dazu gemacht hat, stimmen derzeit mit den Füßen ab. Auch und gerade diejenigen von ihnen, die eine Uniform tragen oder tragen sollten. Darüber lese ich bei Mainstream nichts oder nur zusammengestümperte Fake-News sog. Experten.
Fake News (2): Wenn die Epoch Times (deutsche Ausgabe) heute verbreitet, dass die AfD das sog. Abschiebelied – von dessen Existenz ich bis zu diesem Augenblick nichts ahnte – nicht mehr singen oder sonst verbreiten dürfe, so handelt es sich um klassisches Framing, das die Zeitung gegenüber der AfD seit Monaten betreibt. Die Überschrift suggeriert ein Strafverfahren, es handelt sich aber um eine zivilrechtliche Selbstverpflichtung auf Unterlassung. Dem kann bestenfalls ein behauptete zivilrechtliches Unterlassungsverlangen eines Dritten zugrunde liegen. Ich tippe auf eine angebliche oder tatsächliche Urheberrechtsverletzung. Mag sein, zu recht. Vor einer der nach Eigenangaben der Wahrheit verpflichteten Zeitung hätte ich erwartet, dass dies klargestellt wird, doch dann fehlt der Schlagzeile die behauptete Brisanz, denn wo wäre die bei: Existenter Schlager ohne Erlaubnis von AfD-Jugend umgetextet. Stattdessen übernimmt man ungeprüft, wie ich annehmen muss, den dpa-Text. Dafür habe ich die Zeitung nicht abonniert.

8. Oktober 2024
Stress mit Ansage: Weißrusslands Herrscher Lukaschenko hat die nächste Karte im Poker um die Ukraine aufgedeckt. Falls Polen dem vielfach geäußerten Gedanken näher treten sollte, sich bei einer auf Sicht zu erwartenden Zerstückelung der Ukraine deren Westteil einzuverleiben, werde sein Land, also Bjeloruss, an der Seite der Ukraine in den Krieg ziehen. Da kommen die vor hundert Jahren offen gebliebenen Streitfragen auf den Tisch.
Sinnlos und teuer: Präsidentendasteller Joe kommt mit großem Tross nach D. Weiß er selbst davon, und was will er hier?
In den Ruhestand (2): Kevin tritt als General zurück, wenn auch nur als Generalsekretär der SPD. Wird er dem Land fehlen? Weiß keiner, denn keiner weiß, wofür er da war. 
In den Ruhestand (3): Die Experten murmeln, dass die Einschläge bei dem Herrn Scholz näher kommen. Vielleicht knipst ihn der anreisende und gleichzeitig abwesende Joe ab. Die Mittel dazu hätte er, wie er gegenüber dem zaudernden Kanzler stets betont hat.

5. Oktober 2024
Nachsinnen: Die Friedens-Demo vorgestern im Tiergarten zu Berlin brachte angeblich 40.000 Männer und Frauen auf die Beine. Selbst wenn es nur die Hälfte gewesen sein sollte, war es ein seltsames Mixtum aus kommunistischen Machtpolitikern und ehemaligen Grundsatz-Pazifisten. Ohne Sahra, das Zugpferd, wären es vielleicht 400 gewesen. Man stelle sich vor, auch die AfD hätte aufgerufen, dann wäre wenigstens der linke Gewalttäter-Mob auf der Straße gewesen. Doch es blieb friedlich und die AfD fern.
Nachsinnen (2): Die Vize-Debatte in den USA zu Wochenbeginn scheint ein voller Erfolg von Vance gewesen zu sein. Jetzt redet sich Mainstream damit raus, dass die Wähler ohnedies bereits zuvor hinsichtlich ihrer Entscheidung entschlossen gewesen wären. Auch nicht schlecht.
Nachsinnen (3): Der triumphale Erfolg der US-israelischen Raketenabwehr vom Wochenbeginn war offensichtlich eine Ente. Mindestens ein Luftwaffenstützpunkt wurde schwer beschädigt und ein zweiter mit unbekanntem Ergebnis getroffen. Bleibt die Frage: War’s das, oder kommt da noch was? Anders ausgedrückt: Konnten die Iraner es nicht besser respektive schlimmer, oder wollten sie es nicht?
Nachsinnen (4): Die Nachkriegs-Nahost-Strategie der USA geht vor unseren Augen in die Binsen. Obwohl die ganze Region vom Mittelmeer bis zum Persischen Golf von der US-Navy dicht umstellt ist, trifft sich der saudische Außenminister mit den Führern des Iran, um die alten Differenzen zu beenden. Bleibt den US-Boys nach dem Abgang von Saudi-Arabien nur noch Israel.
Nachsinnen (5): Die pompösen Schlagzeilen über den Einmarsch der israelischen Armee in den Südlibanon verdecken die geographische Realität. Es handelt sich um einen winzigen Geländeabschnitt. Auch hier stellt sich die Frage: Können die nicht, oder wollen sie nicht?
Nachsinnen (6): Das Nahost-Problem ist schon deswegen nicht auf die Region zu beschränken, weil die Länder des Wertewestens ein bedeutendes islamisches Gewaltpotential in ihren Grenzen beherbergen, das leicht gegen die Wirte zu mobilisieren ist.
Nachsinnen (7): Von den wieder und wieder erscheinenden hageldichten Lageanalysen aus der vergangenen Woche ist nur die von Egon W. Kreutzer „Schauen Sie nicht länger weg“ so, dass ich sie verbissen lese: https://egon-w-kreutzer.de/schauen-sie-nicht-laenger-weg. Die Leute, die diesen wirtschaftlichen Selbstmord unseres Volkes weiterbetreiben, müssen dringlich entfernt werden.

4. Oktober 2024
Ostfront: Die Russen nehmen das seit Wochen belagerte Ugledar ein. 
Ostfront (2): Die Ukrainer beschießen das Kernkraftwerk von Kursk. Nehme an, dass sie im Auftrag aus DC handeln, weil die dortigen Kriegsherren wissen wollen, was eigentlich passiert, wenn sowas passiert.
Ostfront (3)/Westfront: Der tatsächlich existente Chef von Blackrock, Larry Fink, reist aus den Staaten nach Europa, um – wie die Gazetten schreiben – mit Macron und Habeck über Hochrüstung zu plaudern. Kann man verstehen, denn dem armen Larry drohen in der Ukraine existenzielle Verluste. Wie sagt man doch gleich auf neu-idiotisch? Da braucht es Waffen.

3. Oktober 2024
Soso, da hat doch kürzlich Robert Wünsch-dir-was Habeck im Wahlkampf in Dunkeldeutschland Sahras Baby als, vom bösen Putin zur Welt gebracht und genährt, bezeichnet. Die Spätgebärende wehrte sich gerichtlich und bekam jetzt recht. War wohl grad kein grüner Richter bei der Hand.
Der böse Putin (2): Jetzt ist auch die AfD erwacht, die vom grünen Hexenmeister ähnlich diffamiert wurde. Dass die Blauen vor Gericht obsiegen werden, vermag ich nicht zu glauben. Schließlich handelt es sich in diesem Fall um den Kampfgegenrechts.
Der böse Putin (3): Nun etwas ernstes, denn er hat angekündigt, dass die zum Jahresende auslaufenden Gaslieferverträge via Ukraine nach Europa Ende des Jahres nicht nur auslaufen, sondern auch nicht verlängert werden. Na, dann heizt mal schön.
Der böse Putin (4) sollte im Sommer 2024 durch den überraschenden ukrainischen Einmarsch in den russischen Oblast Kursk gestürzt werden. Diese Zielsetzung und deren Planung kennen wir, nachdem Unbekannte die einschlägigen Übungs-Unterlagen rausgelassen haben. Das ganze fand im Februar 2024 im Atlantic Coucil statt. Die eingeladenen US-Experten – u.a. zwei Ex-Botschafter aus Russland und der Ukraine – sagten voraus, dass genau das passieren werde. Soviel zu der angeblichen Überraschung der US-Boys, als die Sache dann tatsächlich losgetreten wurde. Nun gut, sie werden von der Größe der Schlappe, die man kassierte, überrascht worden sein .

2. Oktober 2024
Nur für die Chronik: Gestern begann nach tagelangem Raketen- und Drohnenbeschuss hinüber und herüber an der Grenze zwischen Israel und Libanon der Einmarsch israelischer Truppen in den Südlibanon.
Chronik (2): In der Nacht gab es angeblich einen massiven Raketenangriff aus dem Iran auf Israel, der nach israelischen und US-amerikanischen Angaben abgewehrt wurde. In der Presse wurde das übliche Bild von Leuchtspuren an einem nächtlichen Himmel gezeigt. Ob die Meldungen zutreffen, lässt sich derzeit nicht sagen.
Chronik (3): In der Nacht fand das lange angekündigte Fernsehduell der Vize-Kandidaten Vance und Walz statt. Was es brachte, ist erst nach ruhiger Auswertung bestenfalls zu erahnen. Das braucht Zeit.
Chronik (4): Die Volksfront im Zwergstaat soll nach den gestrigen Worten des sog. Doktors Voigt aus CDU, dem Wagenknecht-Baby und, weil so beim besten Willen keine Mehrheit rauskommt, aus der nur noch rudimentär vorhandenen SPD bestehen. Na, denn, Genossen, hinein in die Morgenröte.
Mutmaßliches Fälscher-Kartell: Die Universität Chemnitz hat jetzt erst mal 5 Jahre Zeit, den Entzug des Doktorgrades beim Gen. Voigt prüfend zu verzögern, dessen Doktor-Vater der Emeritus Eckard Jesse ist, dessen Aufgabe es gewesen wäre, die Arbeit verantwortlich zu prüfen, bevor er sein Okay zur Doktor-Würde gab. Auch die Trallala-Hochschule zu Berlin, die angeblich das Professoren-Schmuckelement an den Mann, den ich im Vorlesungsverzeichnis nicht finden kann, verteilte. Doch merke: Auch die längste Bank ist irgendwo einmal zu Ende. Dann sitzen die Problem-Aussitzer mit dem nackten Hintern in der Zugluft.

1. Oktober 2024In der Mainstream-Presse der USA tauchen Zweifel auf, ob die schrankenlose Unterstützung des Ukraine-Kriegs ungemütlich wird. Die New York Times beruft sich auf US-Geheimdienstkreise, die analysiert haben wollen, dass das Verschießen von US-Raketen nach Russland hinein, prompt zu asymmetrischen russischen Reaktionen führen werde, so zu Anschlägen der GRU auf US-Einrichtungen zumindest in Europa, womöglich aber auch in den USA selbst.
Zweifel (2) bleiben, wer in den Washington das Sagen hat. Kommentatoren sprechen von einem Dissens zwischen State Department und Pentagon. Denke mal, das ist Wunschdenken. Rumgesprochen hat sich allerdings, dass die Waffenarsenale  bedenklich geleert wurden. Kann man füllen, aber nicht sofort.
Auf der Überholspur: Annalena Bb. hat ausgerechnet, dass Kiew ziemlich dicht vor der Haustür liegt, gerade mal sieben Autostunden von ihrem Wohnort Potsdam entfernt. Macht 1400 km durch 7 Stunden = 200 km/h im Schnitt. Aber erst nach Einführung vom grünen Tempo 100 auf den Autobahnen.
Mathematisches (2): Wg, der sinkenden Wählerzahlen soll das Kontingent der polizeilichen Personenschützer erhöht werden. Unklar erscheint mir indessen, ob diese den Schwund ausgleichen werden. Nicht, dass plötzlich einer von denen AfD wählt.

30. September 2024


Weiter wie gehabt, trotz sensationeller Verluste des herrschenden Mainstream-Kartells: Das Gesicht der fragwürdigen Eilentscheidung aus Schilda: CDU, SPD, CDU-Vorschlag, CDU-Vorschlag, CDU, Linke, Grüne, Linke. Dabei links außen der an Entscheidung mitwirkende CDU-Vater des begünstigten Sohnes. Und der haushohe blaue Wahlsieger? Nicht vertreten.


Weiter wie gehabt, trotz sensationeller Verluste des Mainstream-Kartells (2): Das Gesicht der Wahl-Matadore aus Österreich (immerhin tadellos gekleidet): Vizekanzler grün, SPÖ-rot, Kanzler schwarz, Wahlsieger blau, Neos. Wenn schwarzgrün seit gestern nicht mehr reicht, nimmt man einfach rot aus der Wiener Hochburg dazu.

29. September 2024

Ich empfinde es als Privileg, Berlin nicht betreten zu müssen, wenn ich vom gleichnamigen Flughafen, Heim und Herd verlassend, via Hermsdorfer Kreuz und Berliner Stadtring A 10 von Südwesten her aus dem Lande reise.

Privileg (2): Ich habe nicht nachgerechnet, wie viele Jahre vergangen sind, seit ich das letzte Mal den Landtag zu Erfurt betreten habe. Wozu auch? Mir genügt Schilda. Da muss ich nur die Ilm überqueren, um zum Verfassungsgericht zu gelangen, einem Muster an juristischer Urteilskraft, das zudem vorgestern in der Lage war – so könnte man als Jurist formulieren –, die Regel über die Befangenheit von Amtsträgern außer Kraft zu setzen: Vater Richter, Sohn unmittelbarer Teil der begünstigten Prozesspartei. Diese Entscheidung setzt mancherlei Maßstäbe und wird Schule machen – nicht nur wegen der aus meiner Sicht unzulässig besetzten Richterbank, sondern weil sie schon wg. ihres Umfanges dem Verdacht ausgesetzt ist, dass sie formuliert war, bevor das Verfahren überhaupt anstand.

Privileg (3): Jeder Dritte im Ländchen wählt augenscheinlich AfD. Das wurde kürzlich in größerer Runde an meinem Esstisch belacht. Nur einer blickte versonnen ins Glas, das war der anwesende CDU-Wähler.

28. September 2024

Während der kleine Wlod durch die USA tourt, haben ukrainische Drohnen drei russische Munitionsdepots angegriffen und getroffen. Ich will nicht behaupten, dass dies sein letztes Aufgebot zur Illustrierung seines illusionären Siegesplans gewesen ist, aber es riecht danach, denn an dem Frontbogen im Donbass geht die russische Armee mittlerweile an beliebigen Stellen gleichzeitig zum Angriff vor.

Ostfront (2): Da ist nicht mehr viel, was sich den Russen ernsthaft entgegenstellt. Die Russen benutzen stets dasselbe Schema: rechts und links an den Dörfern und befestigten Städten vorbei und abwarten, bis die durch Artillerie und Gleitbomben dezimierten Verteidiger aufgeben. Eine geordnete Schwerpunktbildung ist derzeit nicht zu erkennen. Die Übermacht der Angreifer muss erdrückend sein.

Ostfront (3) beim Hegemon: Der kleine Wlod trifft auch den Orange Man. Schwer, den Inhalt des Gesprächs zu begreifen, denn beide reden zumeist gleichzeitig. Doch diese Worte hier entnehme ich aus dem aufgezeichneten Wortschwall: a) Trump: Ich habe ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Präsident Putin, b) Selenskyj: Ich hoffe, dass zwischen uns ein besseres Verhältnis bestehen wird, c) Trump: Um Tango zu tanzen, braucht man zwei.

27. September 2024

Da hat es der hiesige Zwergstaat gestern in die Schlagzeilen geschafft. An der Spitze der Beschimpfungs-Offensive die ungezogene AfD, die darauf beharrte, dass Landesverfassung und Geschäftsordnung bei der Konstituierung des frisch gewählten Landtags eingehalten werden. Dagegen tumultierte der sog. „Doktor“ Voigt, selbsternannter Wahlgewinner aus der CDU. Die anderen demokratischen Kräfte aus der gesichert linksextremen Ecke pöbelten mit. Willkommen in „unserer Demokratie“.

Unsere Demokratie (2): Witz am Rande: Jetzt soll es das Verfassungsgericht, das zu 100 Pro aus unserer Demokratie besetzt ist, richten. Das Ergebnis kann kaum zweifelhaft sein. Die Richter werden ein Urteil zur Selbstabschaffung unterschreiben.

Übern Teich: In New York City ließ eine Grand Jury gestern die Anklage gegen den „demokratischen“ Bürgermeister wg. Betrug, Bestechung und Bestechlichkeit zu. Der muss es ja wirklich doll getrieben haben, sonst wäre ein strikt demokratisch besetztes Gremium kaum zu solch einem Entschluss gekommen.

Übern Teich (2): Der kleine Wlod hat Joe gestern im Weißen Haus von seinem Sieg erzählt. Doch genau weiß man es nicht, schließlich kommt es auf den Empfängerhorizont an, und den kennt keiner, bis auf Jill.

26. September 2024

Von der eigenen Intelligenz überzeugt zu sein, ist mitunter keine gute Voraussetzung, um einen klugen Gedanken zu fassen.

Zeitverschwendung ist ein spontanes Ärgerwort, das manch einer verwendet, ohne sich über die Referenzgrößen Gedanken zu machen. Erst wenn ins Bewusstsein vordringt, dass es sich hier um die eigene begrenzte Lebenszeit handelt, wird man unruhig.

Zeitverschwendung (2): Das Mega-Palaver über den Rücktritt des grünen Vorstands anzuhören, ist eine solche. Schade eigentlich nur um jene Ricarda, von denen mir einer vor wenigen Tagen in Dresden sagte, sie sei das grüne Gewölbe. Nun ja, ich habe laut gelacht. Ihr ahnungsloses Dauergequatsche wird mir fehlen, gut, zugegeben, ihr Anblick erst recht. Die Ankündigung der grünlichen Jugend-Führer, die Partei verlassen zu wollen, gibt Anlass zur Hoffnung – wenigstens zwei, drei Tage lang.

25. September 2024

Fünf Tage ohne Computer. Das ist wie Urlaub auf einer einsamen Insel im Kreise von freundlichen Insulanern. Mehr Erholung geht nicht.

Ohne Computer (2): Das Tagebuch im Handgepäck führt ein Eigenleben. Es grinst mich an und ruft: Hier bin ich. Die Gewissheit, dass es für niemanden bestimmt ist, öffnet erstaunliche Perspektiven.

Ohne Computer (3): Doch die Rückkehr an den Schreibtisch ist ernüchternd. Einerseits ist, bei Lichte betrachtet, nichts geschehen, andererseits ist die Flut der eingetrudelten Nachrichten erschreckend.

Ohne Computer (4): Den Leserbriefen der Zellerzeitung entnehme ich heute Nacht das hier: „Wir haben die FDP digitalisiert. Da spielt es sich eben zwischen Null und Eins ab.“

Ohne Computer (5): Erst dachte ich, es wäre ebenfalls Satire: Selenskyj legt in New York seinen Siegesplan dar.

20. September 2024

Dem Russen Pawlow verdanken wir den nach ihm benannten Hund, der bekanntlich losspeichelte, wenn des Professors Glöckchen erklang, weil er daran gewöhnt war, dass dies vor dem Fressen geschah. Und siehe da: Der Speichel lief ihm ins Maul, auch wenn das erwartete Fressen ausblieb. Von da wanderte das arme Tier ins deutsche Sprichwort.

Pawlow (2): Daran fühlte ich mich heute früh erinnert, als ich drei Zeitungsbeiträge las: a) Thurnes auf Tichys Einblick zur meck-pommerischen Ministerpräsidentin Schwesig, b) Bemerkungen zur Brandenburg-Wahl bei Epoch Times (deutsche Ausgabe) und c) Don Alphonso zur oberbayerischen Kleinstadt-Idylle. Die Speichel auslösende Stichwörter heißen AfD und dem Putin sein Angriffskrieg. Hierfür haben sog. Medienwissenschaftler den gut-deutschen Begriff des Framing (sprich: fräjhming) erdacht. Er bedeutet: Befrachte die eigentliche Meldung mit Propaganda-Müll.

Pawlow (3): Man mag über die Blondine aus dem hohen Norden denken was man will, aber wenn man ihre verfehlte Energiepolitik erklären will, muss man nur – wie ich vor einigen Tagen – durch die verschandelte Uckermark fahren. Mit dem Putin hat das nur insofern zu tun, als man deutscherseits dessen Öl und Gas drastisch abbestellt hat. Für Tichys Einblick spricht eindeutig, dass die Leser den Autor auf die Dümmlichkeit seiner Bezugnahmen (Diktator Putin und völkerrechtswidriger Überfall) aufmerksam machen.

Pawlow (4): Die Epoch Times (deutsche Ausgabe) kommt kaum einmal hin, ohne an den Begriff AfD, wenn er denn wirklich unumgänglich erscheint, den Relativsatz „die von der xy-Verfassungsschutzbehörde als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird“ einzufügen. Auch hier gilt: Die Leser empfinden zunehmend Überdruss über diesen Schnickschnack, und der Redaktion wäre anzuraten, sich einmal über die Struktur ihrer Leserschaft Gedanken zu machen.

Pawlow (5): Was die Zeitung Die Welt sonst so schreibt, kriege ich nur ab und zu mit und denke mir mein Teil. Regelmäßig indessen versorgt mich einer mit den Bemerkungen des Kolumnisten Don Alphonso. Er beschreibt in freimütig ironischer Weise den Niedergang unserer Mainstream-gesteuerten Gesellschaft, der er die oberbayerische Realität, in der er selbst lebt, gegenüber stellt. Manchmal denke ich, jetzt reicht es wirklich, aber dann besinne ich mich eines besseren. Der Mann ist wie ein Widerhaken im woken Springerkonzern, von dem durch anstehende Spaltung bald nur noch das deutsche Medienhaus übrig sein wird, während der diverse Rest nach Amerika abwandert. Dieser Widerhaken hat das Format, zum Rettungsring für Döpfner, Springer und Co zu werden, denn vermutlich trifft er die Hoffnungen der letzten verbliebenen bürgerlichen Leserschaft oberhalb des Bildungs-Präkariats. Auch diese Leute bedürfen des Glöckchens, damit ihnen die Spuke nicht ausgeht. 

19. September 2024

Mein Lieblingsdesinformations-Format, der Newsletter der Bundeszentrale für politische Bildung, verbreitet heute mal zur Abwechslung Amerika-Hass. Die Brandstifter heißt das Werk, und es wird vom Herausgeber wie folgt beschrieben: „Annika Brockschmidt analysiert die Entwicklung der Republikanischen Partei der Vereinigten Staaten und zeichnet so das Bild eines stetigen Radikalisierungsprozesses.“ Woher weiß die Annika das? Ja, das ist die Frage, die sich nicht stellt, wenn man auf der Propaganda-Strecke tätig ist. Ob die Behörde BzB mit diesem Buch für den pädagogischen Haus-und Schulgebrauch deutsche Interessen beschädigt, interessiert von den Verantwortlichen offensichtlich niemanden.

Amerika (2): Willy Wimmer und ich reden bei Nuoviso-TV eine gute Stunde lang über die USA, obwohl das Thema der Sendung mein neues Buch Deutschland und der Ukraine-Konflikt ist. Nein besser: Wir reden darüber, weil die USA der Auslöser und das Problem bei diesem Konflikt sind. – Nebenbei bemerkt: Es ist eine Freude, mit diesem Mann zu diskutieren. Es ist mein erstes Zusammentreffen mit ihm nach 35 Jahren bei der denkwürdigen letzten Wintex/Cimex-Nato-Übung im Regierungsbunker in Ahrweiler. Nach dem Vorstellig-werden von Wimmer beendete Kohl die deutsche Beteiligung, als es darum ging, deutsche Städte als Angriffsobjekte für US-Atomwaffen durchzuspielen. Ob ich das alles seinerzeit im Detail richtig mitgekriegt habe, darf bezweifelt werden. Mein Dienst-Tagebuch bemerkt lediglich: „ÜbEnde – BMVg Min üb“ [der „Minister-üb“, das war Wimmer, wie ich gestern bestätigt bekam]. Vielleicht war es auch die uns Übungsteilnehmern auferlegte strikte Geheimhaltung, die mich zu dieser kryptischen Notiz veranlasste.

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Kriegs-Realität: In einer zweiten Anschlags-Serie explodierten gestern im Libanon zeitgleich Handfunkgeräte. Erneut starben zahlreiche Nutzer, die von der Presse der Hisbollah zugerechnet werden, und deren zufällige Umfeldpersonen, Hunderte wurden verletzt. Hier handelt es sich offensichtlich um sorgsam vorbereiteten, staatlich organisierten Terror.

18. September 2024

Merkwürdig genug: Beim kürzlich misslungenen Attentat auf Trump unternahm die Wachmannschaft nichts gegen den bewaffneten Mann auf dem Dach, von dem sie Stunden, bevor er auf den Ex-Präsidenten schoss, Kenntnis hatte. Beim jetzt erfolgten zweiten Versuch handelte es sich um einen nicht geplanten Ausflug Trumps auf den Golfplatz, von dem niemand informiert war – bis auf die Wachmannschaft und den mutmaßlichen Täter. Fragen? Ich hätte da welche, die jede Einzeltäter-Theorie zunichte machen würden, denn hier handeln offenbar Leute nach dem Motto: Koste es, was es wolle.

Fragen (2): Wer bestückte die Pager von Leuten, die dem Hisbollah-Umfeld zugerechnet werden, mit Sprengstoff, der gestern im Libanon überall gleichzeitig explodierte und Tote sowie Hunderte von Verletzten auf dem Schlachtfeld zurückließ? Passt das mit der Aussage von Netanjahu zusammen, man müsse den Krieg in den Libanon tragen, um die Nordgrenze Israels zu schützen?

Fragen (3): Wer oder was legitimiert die Bertelsmann-Stiftung und ihre Mittäter, ohne Scham einen detaillierten Plan zur Abschaffung der Meinungsfreiheit vorzulegen? Ich nehme an, es handelt sich um eine Mischung aus überbordendem Reichtum und offen ausgebrochenem Größenwahn.

17. September 2024

Die Granden der CDU haben sich dem Vernehmen nach (Bild sprach zuerst mit dem Hinterzimmer) auf die Kanzlerkandidatur von Fritze Merz geeinigt. Recht so, so hat es der Deutsche gern, denn das bedeutet im Falle seines für sicher prognostizierten Wahlsieges im kommenden Jahr ein fesches Weiter-so: Klimablödsinn nebst notwendig folgendem Abwracken von Industrie und Landwirtschaft, Krieg mit Russland und ein devotes Bei-Fuß gegenüber dem Kolonialherrn aus Washington.

Weiter so (2): Soll es mit der regierenden Ampel nicht geben. Sie befindet sich in der Gründungsphase eines Bürgerrats „Forum gegen Fakes“. Zur Mutterschaft dieses Embryos bekennen sich: die Bertelsmann Stiftung, die Michael Otto Foundation, die Stiftung Mercator und zur Austragung des Früchtchens die Bundesministerin des Innern. Ziel der diversen Leihmütter ist es, die Veröffentlichung von Informationen zu verhindern und zwar bereits bevor diese öffentlich ruchbar werden können. Technische Zensur nennt man diesen Vorgang. Sie ist dem Staat nach Art. 5 Grundgesetz verboten. Also schiebt man das Verbotene auf willige Private ab, damit das Allfällige geschehen möge. Das kennen wir bereits aus dem Netzdurchsetzungs-Gesetz vergangener Jahre. Jetzt bekommt das Ganze ein demokratisch Mäntelein umgehängt, die Bürgerräte, vulgo: Zensur-Sowjets. Die Totalitären kennen kein Halten, sie haben noch ein ganzes Jahr, um das durchzusetzen. – Sie tun’s. Ich verlasse mich drauf.

16. September 2024

Manchmal möchte man nicht recht behalten haben. Als vor Jahresfrist deutlich wurde, dass Trump in einem neuerlichen Anlauf das Präsidentenamt anstreben würde, machte ich mir spontan Gedanken darüber, dass man den nur quitt kriege, wenn ihn einer umlegt. Die Schüsse kürzlich überlebte er mit schierem Glück. Gestern geschah es schon wieder, und erneut war ein Sturmgewehr die Tatwaffe. – Aller guten Dinge sind drei, sagt das Sprichwort. Es möge nicht zutreffen. Diesmal.

Recht behalten (2): Die dänische Buchhandlung vorgestern noch einmal aufgesucht. Diesmal ist der Führer ausverkauft. Ich hatte vor Tagen schon keinen Bedarf, dafür ist der Königskalender jetzt eingetroffen: Wie einst 13 amüsante Amateuraufnahmen. Sie werden erneut mein Badezimmer verschönen, nachdem in den beiden letzten Jahren, vermutlich wegen Gevatter Tod, eine Pause eingetreten war.

Recht behalten (3) habe ich nicht, als ich vor Jahr und Tag leichtfertig annahm, die Uckermark sei das letzten Stückchen Land in D, das fernab der hektischen Zivilisation sein idyllisches Leben friste. Die Windmafia hat nun die Natur besiegt. Dicht bei dicht. Es ist grauenhaft.

14. September 2024

Vorgestern pressekonferenzte US-Außenminister Blinken und sein britischer Kollege (ein neues Gesicht mit Hintergrund) zusammen mit dem kleinen Wlod in Kiew. Zu den üblichen Treueschwüren gab es einen neuen Unterton: Man werde alles – wie schon vom ersten Tag des Krieges an – tun, damit die Ukraine den Krieg gewinne. Ich nehme mal an, dass soll die Ankündigung sein, dass anglo-amerikanische Fernwaffen von der Ukraine aus in Kürze gen Moskau fliegen werden. Putin reagierte noch am selben Tag: Da diese Raketen nicht ohne fremdes britisches und amerikanisches Personal und aktive US-Lenkungs-Unterstützung aus dem Weltraum fliegen könnten, werde Russland den Einsatz als Angriff durch diese Ländern betrachten und entsprechend darauf reagieren.

Nebengeräusche: Die im Frühjahr geschasste Vertreterin von Blinken, Victoria Nuland, kommentierte in der Presse, US-Interessen hätten nicht zugelassen, den im März 2022 zwischen Russland und der Ukraine bereits ratifizierten Waffenstillstand zu akzeptieren, und ihn deswegen rückgängig gemacht. So also sah die US-Unterstützung der Ukraine vom ersten Tag des Krieges in Wirklichkeit aus.

Nebengeräusche (2): Wehrminister Pistorius – von Mainstream zum beliebtesten Politiker der SPD (falls nicht mehr und überhaupt) ausgerufen – setzt noch eins drauf: Die Raketenangriffe auf Russland seien vom Völkerrecht gedeckt. Wenn er damit den Einsatz deutscher Taurus-Marschflugkörper meint, sei er erinnert, dass die deutschen Generale Keitel und Jodl den Angriff der Wehrmacht auf Polen vor 85 Jahren für völkerrechtlich gerechtfertigt hielten. 1946 wurden sie in Nürnberg von den Siegern deswegen als Kriegsverbrecher aufgehängt.

Nebengeräusche (3): Der bayerische Verfassungsschutz ernennt kritische Berichterstatter zum Ukraine-Krieg zu Einflussagenten Russlands. Jetzt ist man in München beleidigt, weil die verbal Gemaßregelten die Substanz zu diesem Unflat gerichtlich verlangen. Man sei missverstanden worden. Soso.

Nebengeräusche (4) zum Brückeneinsturz: Ich lese in den überbordenden Häme-Kommentaren den Namen des sächsischen MP zu Crashmer verballhornt. Gestehe, gegrinst zu haben.

13. September 2024

Flaggenwechsel: Da setzt doch dieser Joe Biden gestern (US-Zeit) bei einem parteiübergreifenden Traurigkeitsheucheln wg. Nein-ielewwen (9/11) die Trump-Maga-Mütze von einem ehemaligen Feuerwehrmann auf. Dieser ist, als der Präsident ihn um die Mütze bittet, geistesgegenwärtig genug um zu fragen, ob er die Mütze signieren solle. Ganz Amerika lacht, die Dems allerdings etwas säuerlich. Hernach erklären sie bierernst, es sei Biden darum gegangen, ein überparteiliches (bi-partisan) Zeichen zu setzen. Wir zweifeln.

Flaggenwechsel (2): Derweil im Bundestag gibt der Herr Scholz die spröde Braut, die im Traum nicht daran denke, ihren glücklichen Dreier zu Gunsten des Herrn Merz, der ihr einen Antrag gemacht habe, aufzugeben. Das Hohe Haus johlt, wiewohl der zurückgewiesene Bräutigam mit entgleisten Zügen. Mir fehlt der Frohsinn, denn in Wirklichkeit spielt die Posse vor der Kulisse der Zuwanderungslawine, welche die Möchtegern-Komödianten eines nicht zu fernen Tages verschütten wird. Und nicht nur sie.

Flaggenwechsel (3): Dem Vernehmen nach haben sich die schöne Frau Sahra und der sog. Doktor Voigt in Berlin getroffen, um die Bedingungen der Schwarz-rot-rot-rot-rot-roten Koalition im Zwergstaat zu besprechen. Natürlich liegt die Reichshauptstadt nicht an der Ilm und auch nicht an der Gera, auf deren Auen merkwürdiger Weise die Zwergen-Metropole Erfurt liegt, doch lassen wir das mal beiseite. Mein Tipp lautet: Rot-rot-rot, und der Doktor soll das dulden. Im Gegenzug kriegt er einen unabnehmbaren Ehren-Doktor der Rosa-Luxemburg-Hochschule Bernau. Am 2./3. Oktober werden wir das spätestens wissen, es sei denn, die Vereinigten Demokratischen Kräfte beschließen erneut einen Verfassungsputsch.

12. September 2024

Kann man kurz machen: Brücke in Dresden eingestürzt. Stadtratsmehrheit verweigerte im Vorjahr die Zustandsprüfung, weil der Antrag von den Falschen kam, nämlich Susanne Dagen von den Freien Wählern. Jetzt dient die Eingestürzte der Verkehrsberuhigung (zumindest in der Elbe), einem erklärten Ziel aus Wokistan.

Kurz (2): Kandidaten-Sprech-Duell im großen und guten Amerika brachte nichts, jedenfalls nicht für mich, da die Ergebnisse vorher feststanden, zumindest bei der Journaille, und die interessiert mich nicht.

Kurz (3): Die ersten ukrainischen Kampfdrohnen erreichten den Stadtbezirk von Moskau – eine Tote.

Kurz (4): Der Krieg in der Ukraine müsse gegen die Russen gewonnen werden, so der republikanische Senator Lindsey Graham von den Reps, denn das Land sei die Goldmine der USA.

Kurz (5): Kriegstreiber Oberst Kiesewetter aus der CDU schließt sich an. Es gehe um unsere Lithium-Vorkommen daselbst, sonst ist es nix mit den woken Elektro-Spielzeugen, mit denen wir die Welt retten. Wenigstens theoretisch.

11. September 2024

Im Buchladen: Da blickt doch tatsächlich der noch halbjugendliche Führer aus dem bekannten Foto von 1924 aus dem Regal. Das Titelbild des querstehenden Buchstapels von Mein Kampf. Ich eile hinzu, denn das kuriose Buch auf Dänisch stelle ich mit erheiternd vor. Doch ach, es ist auf Deutsch, ein plumper Neu-Nachdruck. Dessen Text wird auch auf holzfreiem Papier nicht lesbarer. Dass allerdings das Buch – oder besser: die Bücher – überhaupt hier stehen, zeigt eine gewisse ironische Distanz der hiesigen Leute zu ihrem großen Nachbarn, bei dem sie offenbar eine spezielle Leselust zu befriedigen trachten.

Die fernen Nazis (2): Auf einem Flohmarkt entdecke ich eine winzige schwarze Zinnfigur: Ein SS-Mann zu Pferde mit gleich zwei roten Hakenkreuz-Armbinden. Die Händlerin erkennt mein Interesse und gibt mir noch drei Infanteristen aus dem finnischen Winterkrieg, einen Dänen von 1864, einen Landsknecht und drei Indianer dazu. Auf dem Kaffeehaus-Tisch wird meine wahrlich diverse Beute bestaunt. Als ich den Preis verrate (100 Kronen), erwecke ich den Neid der Besitzlosen.

Die fernen Nazis (3) sind Schuld, dass der Migrationsgipfel geplatzt ist, bevor er noch begann. Das war zu erwarten, wiewohl die Geschwindigkeit mich schon erstaunt hat, mit der man feststellt, dass man sich nicht einigen könne, weil jeder angebliche deutsche Alleingang echt Nazi sei. Die Clique ist sich wenigstens darin einig, ist es schon seit den 1980er Jahren, als man sich angewöhnte alle Schwierigkeiten der Massenzuwanderung mit der Forderung nach einer europäischen Lösung vom Tisch zu fegen. Jetzt hat man sie, die europäische Lösung: Deutschland muss in die Knie gezwungen werden. Die echten Nazis hatten eine Vokabel hierfür: Überfremdung.

Die fernen Nazis (4) verhindern ein klares Wort, wenn sich die Wohlmeinenden in der Stuttgarter Liederhalle treffen, wie am Wochenende geschehen, und sich gegenseitig versichern, wie unentbehrlich sie sind. Das ist nicht weiter schlimm, ganz im Gegenteil, doch auch in diesem Fall steht ein Elefant im Raum. Diesmal ist er blau. Seine Programmatik ist nahezu Konsens bei den erlauchten Geistern, nur seinen Namen vermeidet man peinlich. Ja, peinlich.

10. September 2024

Die Rache des Giftzwergs: Vor Jahr und Tag warfen die Ungarn die Europa-Dependance des Weltwohltäters Schwarz György nebst seiner Privat-Universität aus ihrer Hauptstadt raus, weil er unter seinem amerikanischen Namen George Soros unzulässig Einfluss auf die Innenpolitik nehme. Es war kaum anzunehmen, dass der Rauswurf keine Folgen haben würde. Diese traten jetzt ein, als der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (Kurz: EuGH) soeben den Staat Ungarn zu einer Geldbuße von schlappen 200 Millionen Euro und weiteren Millionenstrafen pro Tag verurteilte, da die aufmüpfigen Ungarn die Vorgaben der Kommission über die Aufnahme von Ungelernten aus aller Welt missachtet habe und hieran festhalte. Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Dem Vernehmen nach waren oder sind noch mehr als die Hälfte der Richter von den Zuwendungen des Milliardärs abhängig oder mit dessen Finanzhebeln in ihrer Positionen gehievt worden.

EU-Europa (2): Wenn die Ungarn hartleibig bleiben, wozu schon allein die Höhe der Strafe Anlass geben könnte, wird der nächste Schritt sein, sie aus dem Staatenbund EU herauszuwerfen. Manche wollen das ohnehin wg. der ablehnenden Haltung der Ungarn in Sachen Russland-Feindlichkeit.

EU-Europa (3) und die Weltmacht: Was werden die Bestimmer in DC dazu sagen? Ich vermute: Regime Change, denn die vortreffliche Samantha Powers mit ihrem US AID – das ist die Einfluss-Organisation des State Departments, die den bedürftigen Ländern die democracy bringt – ist bereits in Budapest vor Ort.

EU-Europa (4): In Paris hat der kleine Mann im Elysee den ehemaligen EU-Verhandler Barnier, dessen Aufgabe es gewesen wäre, die Briten bei der Stange zu halten, zum Ministerpräsidenten ernannt. Wie der bei der Dreiteilung der Macht im französischen Parlament agieren können soll, ist rätselhaft, aber es läuft beim westlichen Nachbarn wie bei uns. Es geht um politische Spielchen. Wie das Land weiter zerfällt, erscheint demgegenüber ohne Bedeutung.

8. September 2024

Da hat er mich genasführt, Mr. Lloyd Austin, der mächtige Mann aus dem Pentagon. Er kam gestern erst nach Ramstein, um Herzbruder Wlod mit 250 Millionen US-Dollar zu beschenken, die dieser in der US-Waffenindustrie verjubeln darf. Da wirken die Geschenke von Boris P. von vorgestern geradezu kniepig. Doch ach, auch das große und gute Amerika hat sich Zügel angelegt, wenn man die Viertelmilliarde mit den 61 Milliarden vergleicht, die DC im April erst locker machte. Doch wo ist das viele Geld in der Kürze der Zeit hin? In die US-Waffenindustrie geflossen, das ist klar. Und die Einkäufe? Auf den Schlachtfeldern des Donbass und vor Kursk versickert – und, natürlich, auf dem Schwarzen Markt.

7. September 2024

Exportweltmeister? 28 Afghanen in einer Woche, und die kommen auch noch zurück.

Exportweltmeister (2): 12 Panzerhaubitzen 2000 und etliche zu entmottende Leos 1, beides aus Altbeständen, gehen an den Dnjepr, falls sie nicht unterwegs verdunsten. Gestern in Ramstein beschlossen, wohin Wehrminister P. den kleinen Wolodomir eingeladen hatte. Ich dachte, das läge in den USA, doch der große schwarze Häuptling war diesmal nicht dabei. Vielleicht kränkelt der. Jedenfalls sah er vor Tagen, als er den polnischen Wehrführer in DC empfing, nicht eben gesund aus. Jaja, das Alter.

Ostfront und Westunterstützer vor Ort: Da traf in der jetzt vergangenen Woche ein Raketen-Doppelschlag die ukrainische Kadetten-Akademie in Poltawa im vollen Betrieb. Die dortzulande verhängte Nachrichtensperre bekam Löcher, als die schwedische Firma Saab den Verlust ihres technischen Personals beklagte, das vor Ort die Instruktion an einem aus Schweden gespendeten Fernaufklärungs-Fliegers übernommen hatte. Tage zuvor war ein Hotel zusammengeschossen worden, das als Versammlungsort von Militärgeheimdienstlern mit fremden Legionären diente.

Nachrichtensperre (2): Die von den Westunterstützern seit Kriegsbeginn strikt verfolgte Nachrichtensperre über eigene Verluste hat durch die Schweden ein Loch bekommen. Deren Außenminister trat zurück. Die Nato verlangt ihre Opfer vom Neuling Schweden.

Ostfront (2): Die Lage der Sturmtruppen im russischen Oblast Kursk lässt sich zuverlässig nicht beschreiben. Es sieht so aus, als machten russische Drohnen- und Luftverbände Jagd auf jedes einzelne Fahrzeug und jeden Soldaten, soweit er sich noch nicht ergeben hat, wenn er denn überhaupt Gelegenheit gehabt hat, dies zu tun. Chef Selenskyj redet derweil öffentlich vom Faustpfand, das er in Händen halte. Ich zweifle, ob der Mann noch die Wirklichkeit vor Augen hat. Ebenso bleibt anzuzweifeln, was ukrainische Kriegsgefangene vor laufender Kamera sagen: Sie hätten von ihrem Oberbefehlshaber (Syrsky) persönlich den Auftrag erhalten, das Kernkraftwerk Kursk so in die Luft zu jagen, dass man dies den Russen selbst in die Schuhe schieben könne. Das klingt irrwitzig.

Ostfront (3): Die Lage im Donbass ist für die Ukrainer verzweifelt zu nennen. Im Frontbogen rücken die Russen weiterhin an etlichen Stellen gen Westen vor. Sie benutzen die Taktik kleinster, überraschend auftretender Infanterieeinheiten, zum Teil auf Motorrädern. Ortschaften werden umgangen und von den Versorgungssträngen abgeschnitten. Russische Offiziere kommen vor der Kamera mit der Behauptung zu Wort, dass ihre Einheiten keine Verluste mehr erleiden würden. Das Schicksal der Mittelstadt Pokrowsk scheint besiegelt.

Ostfront (4): Es ist kaum zu entscheiden, ob die ukrainischen Verbände fliehen oder sich zurückziehen, um gezieltem russischen Beschuss zu entgehen. Widersprüchliches wird auch zur Zahl der Deserteure gemeldet. Falls es stimmt, dass sich auf dem Weg ins Einsatzgebiet bis zu 30 % der Soldaten verflüchtigen, gerät das Ende der Kampfhandlungen in greifbare Nähe.

6. September 2024

So geht Demokratie: Im Zwergstaat hat man sich dem Vernehmen nach geeinigt. Den Posten des Parlamentspräsidenten erhält im Wege einer Vorschusszahlung die SPD. Kleiner ging’s nicht im Land der Gartenzwerge, denn die Grünen sind bekanntlich nicht mehr am Start.

Demokratie (2): Die Leutchen haben Sarah gewählt und Katja bekommen. Die soll jetzt Ministerpräsident werden. Bodo hat gerechnet und siehe: Der 3er-Linksblock hat die Mehrheit (33 Sitze) gegen 32 AfDler. Das reicht dann im dritten Wahlgang, wo es auf die einfache Mehrheit ankommt. Und die Christunion des etwas vorschnell selbernannten Wahlsiegers Doktor Voigt? Super-Mario und seine weiteren 22 Brandmauer-Schützen gehen während des Wahlgangs aufs Klo. Sodann waschen sie ihre Hände auf Kosten des Wahlbürgers in Unschuld. Realistisch? Noch zweifle ich, denn es ist eine Rechnung der arg glatten Zahlen, ohne den menschlichen Faktor.

Demokratie (3): In den USA hat man sich auf einen Fernseh-Schaukampf Trump vs. Kamela am 10. September geeinigt. Nur die demokratische Justiz ist dagegen, sie will in einem neuerlichen Anlauf Trump in den Knast stecken – soundsovielter Aufguss eines der absurden Verfahren.

Mehr Demokratie (4) wagen: Das jüngste Buch von Bernd Zeller heißt – in Anspielung auf einen in den Markt gedrückten Autobiographie-Titel – „Frechheit“. Daraus entnehme ich das hier. Ich habe Tränen gelacht und bin hernach zum Geldautomaten gerannt.

5. September 2024
Paradox: Die Überzeugung von der Unvergleichlichkeit der Geliebten folgt einem Vergleich mit hundert anderen Frauen – zuweilen genügen auch wenige.
Paradox (2): Die Mühelosigkeit, in welcher der Machterwerb mitunter gelingt, weckt Staunen in einer angeblich komplexen Welt. Doch das eigentlich Erstaunliche ist, wie schwer es ist, das Eroberte zu bewahren. Das deutsche Sprichwort „Wie gewonnen, so zerronnen“ bringt es auf den Punkt. Das Ganze ist also auch schon anderen aufgefallen.
Der Sultan von Ankara hat seinen Wunsch auf Mitgliedschaft in der anti-amerikanischen BRICS-Formation zum Ausdruck gebracht. Macht er das wahr, wird das Schwarze Meer für die Russen zum Mare nostrum.
Türkei (2): Gleichzeitig entführen türkische Nationalisten auf einer belebten Geschäftsstraße mitten in der westtürkischen Hafenstadt Izmir (vormals Smyrna) zwei US-Marine-Soldaten unter dem Schlachtruf „Ami go home“. Was nun? Wie man die eigenen Noch-Verbündeten militärisch attackiert, haben die US-Boys vor Kurzem erst in Sachen Nord Stream öffentlich vorgeführt. Öl- und Gaspipeline-Ziele in der Türkei gibt es die Masse. Vermutlich werden noch Ukrainer gesucht, denen man die Sache hernach in die Schuhe schieben kann.
Ostfront: Selenskyj wechselt das halbe Kabinett aus. Meine Vermutung im vergangenen Jahr, dass er dasselbe politisch nicht überleben werde, war falsch. Er wird in dem Moment stolpern, wenn keiner damit rechnet. Vielleicht übermorgen schon.Ostfront (2): Derzeit agiert an der Vorderseite der ukrainischen politischen Bühne der neue Verteidigungsminister, ein Mann mit den Ausmaßen eines Mittelschwergewichts-Boxers. Man müsste ihn mal neben dem Bürgermeister von Kiew stehen sehen. Doch derzeit muss ich mich mit Gruppenfotos begnügen, auf denen eher schmächtige Leute zu betrachten sind, wie Soros jun., der Kiew heimgesucht hat, und Sicherheitsberater Sullivan, als der Ukrainer nach DC gejettet war, um Luftziele in der Tiefe Russlands anzupreisen.

4. September 2024
Nachtgedanken zur Verschiebung des Parteienkartells: Die Treibhaus-Orchidee mit Namen BSW führt zwei ideologische Wurzeln zu einem Spross zusammen, eine anti-kapitalistische und eine betont nationalistische. Früher nannte man das Nationalsozialismus, und die Partei, die ihn erfolgreich betrieb, war die NSDAP. Das darf man natürlich nicht erwähnen, weil…und so weiter. Hätten unsere politischen Kleinhirne nicht so ein eingeschränktes Geschichtswissen, dann wüssten sie dies.
Nachtgedanken (2): Auch das Original hatte ein einschlägiges Parteiprogramm, die 20 Punkte, von dem später behauptet wurde, niemand hätte es je gelesen.
Nachtgedanken (3): Auch das Original schöpfte seine Anziehungskraft aus seinem Führer – allein aus diesem.
Nachtgedanken (4): Auch das Original erreichte niemals eine gesicherte Wählermehrheit, sondern bediente sich williger Hilfstruppen aus dem bürgerlich-konservativen Lager. Hugenberg, von Papen, Schacht, von Weizsäcker e tutti quanti, die, als es zum Schwure kam, den Schwanz einzogen. Später logen sie, sie seien „im Widerstand“ gewesen, wo sie das Schlimmste verhindert hätten.

Nachtgedanken (5): Selbstredend ist das BSW nicht die NSDAP. Wer das Gegenteil behauptet, der hat sie nicht mehr alle.

3. September 2024
Wahlen im Osten: Gehen Sie weiter, hier gibt’s nichts zu sehen.Wahlen (2) durch die Berliner Brille: Wir sind sehr zufrieden mit uns. Also, weiter wie gehabt.
Wahlen (3) durch die Brille der Konrad-Adenauer-Stiftung: Die Ampel und die Linken verschwinden, die Union stagniert. So kann man es auch ausdrücken. 
Wahlen (4) und die Sache mit der Sperrminorität in SN: Noch am Wahlabend wieder rückgängig gemacht durch Rechenfehler und Wechsel des Auszählungsverfahrens. a) von falscher Basis ausgegangen, richtig wäre 119 statt 120 gewesen, weil ein Unabhängiger direkt gewählt wurde (der OB von Grimma bei Leipzig). b) wenn ein falsches Auszählungsverfahren seit Jahren und auch am Wahlabend zunächst angewendet wurde, stellt sich die Frage nach der Qualifikation oder der Absicht der amtlichen Statistiker, die hierfür zuständig waren und immer noch sind.

2. September 2024
Lustige Leute am Wahlabend zu Gast. Gutes Essen und Trinken machen die leere Fernsehwelt erträglich, die man, an die Wand geworfen, dazu fast drei Stunden konsumiert. Danach wird alles wieder normal.
Wahlabend (2): Die Ergebnisse beider Länder sind erstaunlich ähnlich. SPD und Grüne an oder unter der 5-Prozent-Marke, FDP deutlich darunter, ebenso Werteunion und Freie Wähler. Linke im Sturzflug, Sahra wie Kai aus der Kiste, sogleich über 10 %, AfD deutlich 30 plus. Leichte Unterschiede bei der Union, in SN als 30 plus, in TH als 20 plus durchs Ziel, deren Jubel als Wahlsieger glauben die Helden wohl selber nicht.
Wahlabend (3): Ein Unbeeinflusster würde beim Blick auf die wahrscheinliche Sitzverteilung sagen: Die Wähler wollen mit übergroßer Deutlichkeit eine konservativ-bürgerliche Regierung. Kriegen sie aber nicht, weil die Christunion das Rennen mit harten Linksextremisten machen will, man sehe sich nur die beiden erstmals aufgetauchten Spitzenfrauen aus der Wagenknecht-Retorte an. Die haben mit der schönen Frau in Aussagen und Auftreten nichts gemein, nichts außer dem Parteinamen. So gesehen ist das Wahlergebnis ein großer Sieg von Mainstream aus der Reklametrommel. Man hat Grün gegen Hardcore-Kommunisten ausgewechselt, um am Ruder zu bleiben.
Wahlabend (4): Man kann es auch so zusammenfassen, wie Bernd Zeller es heute Nacht in Schlagzeiten der Zellerzeitung tat: a) Christian Lindner dankt für das Vertrauen, dass es ohne die FDP irgendwie anders würde. b) Problem: Wahlergebnis repräsentiert nicht die Mehrheit der Demonstranten.

1. September 2024
Gestern beim Aldi: Es gibt jede Menge Weihnachtsgebäck – Spekulatius, Dominosteine, Lebkuchen und so. Christbaumständer und Punsch sah ich nicht im Angebot. Ich entschied mich für einige Flaschen hellroten Sommerweins.
Gestern (2) war ich nicht bei Edeka. Da gehe ich erst wieder hin, wenn die Lebensmittelkette fürs mittel-gehobene Bürgertum ihre irre-redenden anti-blauen Polit-Funktionäre abgeräumt und sich entschuldigt hat. In den Leserbriefen der Zellerzeitung finde ich das hier zum Thema Edeka vor: „Offenbar haben sich Politiker mit nebulösen Geschichtskenntnissen im Edeka-Vorstand eingenistet. Wussten sie wirklich nichts von den NS-Verstrickungen Edekas auch bei SA und SS und dem Erstarken durch die Vertreibung der jüdischen Einzelhändler nach 1933?“ Tja, die Scheiben des Glashauses sind mitunter braun getönt. Man sieht es auch ohne blaue Brille.

31. August 2024
Gestern traf die neue Ausgabe der Zeitschrift Tumult ein. 128 Seiten Aussichtslosigkeit. Das ist schwere Kost des Nachts.
Und sonst: Der Monat verabschiedet sich mit Kuriosa. Zum ersten Mal seit Wochen sehe ich von meinem Schreibtisch aus nicht die Sonne aufgehen. Es ist kühl und bedeckt. Meine nackten Füße signalisieren Unbehagen.
Von den am 4. August 2024 an die Ukraine übergebenen sechs fliegenden Wunderwaffen F 16 wurde diese Woche mindestens eine zerstört. Die Experten streiten noch wobei – im Hangar getroffen, im Lufteinsatz abgeschossen, womöglich durch friendly fire. Jedenfalls ist auch der Pilot tot. Das dürfte der schlimmere Verlust sein, denn F 16 gibt’s rundum genug, doch die sie fliegen können sind rar. Die sich überschlagenen Meldungen enthalten eine ungewollt grimme Komik: Man muss den Wundervogel vor dem Eingesetzt-werden schützen. Die prompte Ablösung des Luftwaffen-Oberbefehlshabers ist bestenfalls Kosmetik.
Ostfront (2): Derweil versucht Selenskyj gestern in DC, die Genehmigung für die Bombardierung von Fernzielen in Russland zu erwirken. Das Ergebnis dieses Bittganges kennt keiner so genau. Vielleicht weiß Bidens Frau Jill Näheres.
Im eigenen Saft: Die Professionellen sagen für morgen in TH und SN eine sichere Sache für die christlichen Kandidaten voraus. „Die Menschen“ hätten das „jetzt“ begriffen. Soso. – Da lob ich mir die Feststellungen von Bernd Zeller von gestern:

30. August 2024
Das kommt davon: Kaum hatte ich gestern die Nachrichtenarmut von den Kriegsschauplätzen festgestellt, haben mich Leser eines Besseren belehrt. Bis in die späte Nacht hinein den Wust der Details miteinander und mit der Ukraine-Karte verglichen. Versucht, zwischen politischen Statements und harten Tatsachen zu unterscheiden.
Ostfront (2): Während Selenskyj durch Angriffe in die Tiefe des russischen Raums den Kreml zu einem siegreichen Verhandlungsfrieden zwingen will, kommt aus Moskau ein pauschales Njet. In Washington DC empfängt der Pentagon-Chef derweil sein polnischen Pendant zu dem, was man vertrauensvolle Gespräche nennt. Ich deute das so, dass das große und gute Amerika auszuloten versucht, wie weit man den nunmehr engsten Verbündeten veranlassen kann loszuschlagen, ohne sich dabei ernstlich selbst zu beschädigen. Jede Woche eine neue rote Linie. Mit der Nato-Doktrin hat das nichts zu tun.
Ostfront (3): Kurs-Offensive gegen Donbass-Offensive lassen sich nicht miteinander aufwiegen. Im Norden lassen die Russen die eingedrungen Ukrainer sich zu Tode siegen, und in der Mitte rücken sie unerbittlich auf die 60.000-Seelen-Stadt Pokrowsk vor. Auf dem Weg dorthin hat sich ihren mit kleinsten Infanterie-Einheiten vorrückenden Truppen praktisch nichts mehr entgegengestellt.
Ostfront (4): Die Zerstörung der ukrainischen Strom- und Wasser-Infrastruktur hat diese Woche einen neuen Höhepunkt erreicht. Nur in der westlichen Westukraine brannte noch dauerhaft das Licht. Frage mich, was aus dem Energie-Krieg zwischen der Ukraine mit Ungarn-Slowakei geworden ist.
Ostfront (5): In der elektronischen Kriegführung im Oblast Kursk wendeten die Ukrainer zum ersten Mal wirksame dauerstörende Signale an, von denen ausschließlich die russischen Drohnen betroffen wurden. Die russische Seite reagierte mit erstmals auf dem Schlachtfeld erscheinenden Drohnen, die durch einen sich abspulenden kilometerlangen dünnen Draht gesteuert werden. Die Bilder, die vermutlich von dieser Waffe stammen, sind gestochen scharf. Wieder begegnen wir einer typisch russischen Lösung, dem unerwarteten Ausweichen aus einem vermeintlich unabänderlichen Eskalationsschema meine-Elektronik-gegen-deine-Elektronik.

29. August 2024
Nein, das hat er nicht so gemeint, der Herr Merz, mit den Illegalen im Lande, nein, wirklich nicht. Ampel gerettet, da sind wir aber froh.
Nicht so gemeint (2): Da haben doch tatsächlich die Kinderwahlrechts-Enthusiasten in Sachsen eine aufwendige Abstimmung bei den Unter-Achtzehnjährigen durchgeführt. Die beliebteste Partei, die sie wählen würden, wenn sie denn dürften, ist die …, na ja, Sie wissen schon.
Schwarzes Loch: Von den beiden Kriegsschauplätzen hört man so gut wie nichts mehr. Sicher ist nur, dass die beiden in den West-Medien vielfach zum Sieger ausgerufenen Parteien es nicht werden werden. Man muss nur die Fluchtbewegungen aus den angeblichen Siegerstaaten betrachten. Doch über eventuell aufschlussreiche Details erfährt man nichts.

28. August 2024
Da trifft sich gestern der Herr Merz mit dem Kanzler, um, wie er mitteilt, das Einwandererproblem zu lösen. Ach, gibt es da eines? Er spricht gar von vergangenen Fehlern, der Herr Merz. Wieso vergangen? Kann ich nicht erkennen. Will er Merkel rückgängig machen? Das wär doch mal was. Neinnein, das nun wieder nicht, er will auf den letzten Metern der CDU Aufwind verschaffen, in dem er sie ohnehin schon wähnt, bei leichter Flaute nach der letzten Messerei in SG.
Problem beseitigen (2): Der von Merz besuchte Herr Scholz will erst mal in die Verfassung sehen, bevor er antwortet. Da kann ich helfen. Wenn er sich mit Merz einigt, kann er ohne Gefahr für sich selbst, Grüne und FDP aus der Regierung werfen. Seine Kanzlerschaft wird hierdurch nicht berührt. Meint das Grundgesetz.
Problem beseitigen (3) Kann man auch so machen, wie ich es vor Tagen schon hier in Schilda auf einem Großflächen-Plakat vorgeschlagen fand

. Nebenbei: Das einzige aktuelle Plakat, über das ich gelacht habe.

27. August 2024In dem 1980er/90er Jahren etablierte sich bei der halbgaren Politschickeria das Blabla-Wort Wutundtrauer. Es wurde angewendet, wenn irgendwo im weiten Ozean ein Walfischbaby beim Singen gestört wurde, im südafrikanischen Soweto ein Negerkind in der Mülltonne nach Essen suchte oder ein Eisbär im Nordmeer auf seiner schmelzenden Scholle in die ewigen Fischgründe segelte Dann hörte man sie, die Grüne Antje Vollmer, im Deutschlandfunk, das etablierte schlechte Gewissen, welche mit zittriger Stimme das erlösende Wort aussprach. Ist Geschichte.
Wutundtrauer (2): Nein heute sagt das so niemand mehr. Heute setzt sich der Pulk der Dienstwagennutzer in Bewegung, sich über die Lage vor Ort ins Bild setzen zu lassen. Wofür? Für nichts. Schauerliche Schmierenkomödie.
Wutundtrauer (3): Nein, nichts davon empfinde ich bei den Mordnachrichten aus Solingen und ihrer Instrumentalisierung durch die politmediale Kaste. Nur Ärger, Ärger über mich selbst, dass ich zwei, drei Tage lang von Resignation heimgesucht werde. Danach bin ich wieder ich und will nicht versäumen, meinen zwei oder drei Lesern das Bild des Mörders zu zeigen. Made in Germany, made by Vielfalt.

25. August 2024
Solingen im Bergischen Land ist seit Jahrhunderten die deutsche Messerstadt. Jetzt klingt die Bezeichnung wie ein kaum zu überbietender Zynismus.

24. August 2024
Während der Nominierungsparteitag der Dems in Chicago ohne die Abhaltung der vorgeschriebenen Vorwahlen (Primaries) Kamela H. und ihren Copiloten Walz als Präsidenten-Kandidaten nominiert, überrascht der unabhängige Präsidentschaftsbewerber Robert Kennedy die Nation durch einen Teilausstieg aus dem Rennen. Dieser beschränkt sich auf die sog. Swing-Staaten, in denen er den Wählern empfiehlt, Trump zu wählen.
Wahlkampf (2): Noch nie habe ich mich durch Plakate und Flugschriften derartig belästigt gefühlt wie derzeit im Zwergstaat. Einen Anlauf, den haarsträubenden Blödsinn zu dokumentieren, habe ich wg. des anhaltend warmen Wetters auf Eis gelegt.

22. August 2024Wahlfälschung und Wählerbeeinflussung liegen dicht beisammen. Besonders beliebt in diesem Jahr die zu diesem Zwecke rechtswidrig in Anspruch genommenen Steuergelder, also die Zweckentfremdung von Geld des Wahlbürgers. Es handelt sich nicht um Groschen, nein, ganz gewiss nicht.
Beispiel 1: Die Stiftung Gedenkstätte Buchenwald, eine Einrichtung des Freistaats Thüringen versendet Anti-AfD-Briefe an ältere Thüringer Bürger, dem Vernahmen nach über 300.000 Stück. Für mich ein klarer Fall von Amtsanmaßung zur Ausübung eines allgemein-politischen Mandats, von der Haushaltsuntreue ganz zu schweigen. Der Stiftungsdirektor, ein in ein öffentliches Amtsverhältnis berufener Mann, heißt Jens-Christian Wagner. Sein mitunterzeichnender Kompagnon ist Rikola Gunnar Lüttgenau. – Wann schreitet hier die Staatsanwaltschaft ein? Antwort: Falls die AfD in TH in Regierungsverantwortung kommt: sofort.
Beispiel 2: Die aus öffentlichen Töpfen gesponserte Kampagnenfirma Campact unterstützt mit sechsstelligen Beträgen in Sachsen grüne Wahlkreiskandidaten, um die 5-Prozent-Sperre zu durchbrechen. Ich nehme an, Geld des Steuerbürgers und Wählers, um dessen Willenskundgebung zu verfälschen.
Beispiel 3: Die sattsam bekannte und aus öffentlichen Haushalten gesponserte Medienbeeinflussungsfirma Correctiv führt einen Spezialfeldzug gegen den Thüringer Spitzenmann der AfD, um nun auch den letzten Unentschlossenen von dessen Unwählbarkeit zu überzeugen. Welche Behörde gab das Geld? Ich frage für einen Freund.

Und auch noch dies: Der Mob von Jena und Umgebung verhindert gestern den Wahlkampfauftritt des AfD-Vormanns in Jena-Lobeda – seit Jahr und Tag ein sog. sozialer Brennpunkt. Die Randalierer sind nicht die dortigen Bewohner, jede Wette. – Die Ortspotentaten zeigen sich zufrieden mit dem Ergebnis und nennen es einen Sieg von unserer Demokratie.

21. August 2024
Das sieht nicht gut aus, was der kleine Wlod im russischen Oblast Kursk hat anrühren lassen. Kaum war der ukrainische Einbruch ins russische Territorium gelungen, waren sich die westlichen Experten sicher, dass die Ukrainer nun ein vortreffliches Faustpfand für die künftigen Friedensverhandlungen in eingesackt hätten. Doch die Russen wissen zu den angeblichen Geheimgesprächen nur einen einsilbigen Kommentar: Njet.
Ostfront (2): Währenddessen rollt die russische Dampfwalze wie gewohnt weiter nach Westen. Soeben wurde der Evakuierungs-Ukas für die ukrainische Stadt Pokrowsk und ihr Umland herausgegeben. Er ist in einem unerwarteten, eher bittenden Ton verfasst. Die in diesem Zusammenhang gemeldeten Zahlen lassen Zweifel aufkommen, ob nicht die Masse der dort verbliebenen Bevölkerung lieber das Eintreffen der russischen Armee erwarten will – dies ist lediglich eine Vermutung von mir.
Ostfront (3): Die im Gefolge des ukrainischen Angriffs auf Kursk gemeldeten Erfolge zur Zerstörung der russischen Stromversorgung erweisen sich als fraglich, die russischen Gegenstücke hingegen nicht. Die äußerst dürftige ukrainischen Stromversorgung beruht derzeit auf den unbeschädigt gebliebenen, weil von den Russen nicht bombardierten Kernkraftwerken im Lande. Allein dieser Umstand befördert die westpropagandistische Behauptung, die Russen würden die in ihrer Hand befindlichen Kernkraftwerke von Saporoshje und Kursk beschießen ins Reich der durchsichtigen Legenden.
Ostfront (4): Die Bundesregierung scheint ernst machen zu wollen mit der Reduzierung, wo nicht sogar Einstellung der Ukrainehilfen. Die zur Begründung genannte prekäre Haushaltslage des Bundes trifft in den USA auf Unverständnis. Die woken Kritikaster vergessen zu erwähnen, dass man dortzulande aus ebendiesen Gründen mit gutem Beispiel vorangegangen ist. Dort war man sich nach Schwankungen in diesem Frühjahr plötzlich sicher, dass der Ukraine-Krieg kein guten Wahlkampfthema sei, zumal der böse Trump nicht müde wird zu behaupten, er werde den dortigen Krieg in wenigen Tagen zu einem Ende bringen.

20. August 2024
Schuster bleib bei deinem Leisten: Rob Reiner, der legendäre Regisseur des noch legendäreren Erfolgsfilms Harry & Sally hat soeben behauptet, jedermann versammle sich hinter Kamela & Tim. Auf der Leinwand wäre das ein Flop. Garantiert. Made in Hollywood eben.
Flickschusterei (2): Der Kriegsmaulheld Oberst Kiesewetter wird gestern so zitiert. „Selbst wenn die Ukrainer Nordsteam zerstört haben sollten, war das in unserm Interesse.“ Klarer ist die Auffassung des Kolonialherrn nicht zu formulieren. Da kann man nur sagen: Leute, wählt CDU.

19. August 2024
Da werden sich die Knackis aber freuen: letzte Woche legte nächtlicher Stromausfall die gesamte elektronisch & zentral betriebene Justiz in Nordrhein-Westfalen lahm. Völlig unerwartet hatte in dieser seit dem Aussterben des Mammuts ausgebrochenen heißesten Dunkelheit die Sonne nicht geschienen. Ein Justizsprecher betonte, dass die Faxgeräte vom Totalabsturz nicht betroffen seien. Puh, da sind wir aber erleichtert, denn, wie jedermann weiß, sind Faxgeräte heute der Standard in jedem Emigranten-Haushalt. Meins – hüstel, das Faxgerät ist hier gemeint – beispielsweise funktioniert seit über 25 Jahren nicht mehr. Eigentlich hat es, wenn ich es recht bedenke, auf dem Apple-Rechner nie funktioniert.
Stommangel-Meldungen (2) sind nichts anderes als Schwurbler-Stories. Wenn 80 % der Unternehmen in D das Gegenteil erleben, so treffen wenigstens deren Wirtschaftsbosse die einzig richtige Schadensbewertung: Es liegt am Erstarken der AfD: Jede Stimme für die Blauen ist eine Stunde ohne Strom.
Strommangel-Meldungen (3): Zum Wochenende hat der grüne Mob die Kühltürme des mutwillig abgestellten Kernkraftwerks Rheinfelden in die Luft gesprengt. Nachträglich wurde gerüchteweise bekannt, dass die Landesregierung einen F 16-gestützten Angriff in Ramstein bestellt hatte. Das US-Kommando für Zentraleuropa hatte jedoch darauf hingewiesen, dass wg. der Kursk-Sache im Moment keine Maschinen frei und derzeit auf dem Marschflugkörper-Markt Engpässe aufgetreten seien.
Strommangel-Meldungen (4): Zum Glück hat Bernd Zeller das Wesentliche in der letzten Nacht klargestellt:

18. August 2024Der Chor der deutschen Experten singt brav die Story von Selenskyjs Pipeline-Angriff, und das teil-verblödete Publikum gibt sich erstaunt und wirft sich mit Strategie-Spielen ins Brüstlein. Lachen muss ich, dass einer der durchaus Ungläubigen spöttisch von Three-men-in-a-boat spricht, frei nach dem gleichnamigen englischen Roman von Jérome K. Jeróme von der vorletzten Jahrhundertwende. Eile zum Regal mit dem Fiktiven, ja, das Buch ist noch da.
Experten (2): Da taucht sogar der Ex-BMI-Kollege und spätere BND-Chef August Hennig aus dem Ruhestand auf, um mitzuteilen, dass neben den betrunkenen Ukrainern auch Polen beteiligt gewesen seien und erzeugt hiermit schwerste Rülpser in Warschau. Der dortige Donald droht uns Deutschen unverhohlen. Na also, geht doch. Was sein jetziger Außenminister einen Tag nach dem Anschlag öffentlich äußerte (Glückwunsch an die USA) lässt er sicherheitshalber beiseite.
Experten (3): Es geht munter zu am Geiseltalsee, einem ehemaligen Braunkohlenbaggerloch am Rande von Braunsbedra, dessen Real-sein, obschin angeblich größtes Gewässer von Sachsen-Anhalt, ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal wahrnehme. Ebenso die Experten zu diversen Themen, deren Existenz mit bis gestern unbekannt war. Das sommerlich froh gestimmte, zu Hunderten angereiste Publikum wird totenstill als mich einer der Zuhörer zum Ukraine-Krieg befragt. – Tja, so kann’s gehen, schreibt einer ein Buch und schon ist er selber ein Experte oder so.

16. August 2024
Das hier sendet die Bundeswehr ans Volk. Der Sprecher ist Generalmajor Dr. Freuding aus dem Verteidigungsministerium („der Panzergeneral“):

Ostfront (2): Das Wall Street Journal bringt – gestützt auf eigene Recherchen, gestützt auf US-Geheimdienstkreise, versteht sich – den hundertsten Aufguss von der ukrainischen Yacht nebst fünf Taucherhanseln, die Nordstream 1 und 2 angegriffen und zerstört haben. Das wird durch Wiederholung nicht richtiger. Doch was will man jetzt damit sagen? Der böse Selenskyj war’s? – Was auch immer, jedenfalls habe ich mir im März vergangenen Jahres notiert, dass die Geschichte erstmals gespielt wurde, und zwar durch die New York Times, 3 Tage nachdem Scholz nach DC einbestellt worden war. Da Vogel friss oder stirb.
Ostfront (3): Erheitert hat mich, dass ein Experte auf Tichys Einblick den Murks bierernst wiederholt hat. Die Leserbriefe hierzu sind einfach nur köstlich.

15. August 2024
Es ist der pure Zufall, dass ich mich gestern mittags an Zeichnungen von Bernd Wagner delektiere, die ich in einem schon älteren Heft von Tumult abgedruckt fand. Vor allem die „Drei Affen“ haben es mir angetan. Gegen Abend dann die Meldung, dass die Pharma-Gangster der WHO einen Weltalarm wg. Affenpocken ausgelöst haben. Woran erinnert mich das Bild aus der Pressekonferenz bloß? Nicht dran rühren.

Gesichert rechtswidrig (2): Der Generalbundesanwalt erlässt einen Haftbefehl gegen den angeblichen Pipeline-Sprenger von Nordstream 1 und 2, einen ebenso unbekannten wie untergetauchten Ukrainer. Das ist so unsagbar blöd, dass mir nicht mal mehr spöttische Bemerkungen einfallen.
Gesichert rechtswidrig (3): Das Bundesverwaltungsgericht teilt per Pressemitteilung mit, dass es den sofortigen Vollzug des Compact-Verbotes durch das Bundesinnenministerium bis zur Entscheidung in der Hauptsache aufgehoben habe. Das ging ja erstaunlich schnell. Dass Nanzy F. und ihr Hofstaat sich hieran nicht halten werden, halte ich für selbstverständlich. Sie werden behaupten, dass sie das beschlagnahmte Gut einbehalten müssten, um es erst mal auszuwerten. Auf die eine oder andere Amtsstraftat kommt es wahrlich nicht mehr an.
Gesichert rechtswidrig (4) sind die Kommentare aus der politischen Klasse. Man hätte, so lautet es landauf landab, das Verbot besser begründen müssen. Dass ein Verfassungsverstoß rechtswidrig ist, egal wie gut man ihn begründet, erschließt sich unsern Elite-Denkern nicht. Wie auch.
Gesichert rechtswidrig (5): Warte darauf, dass wegen der Affensache der erste vors Tor tritt, um die Wahlen in drei Wochen abzusagen. Das kann man nur befürworten, denn – auf Neudeutsch – „es darf nicht sein“, dass die Menschen ins Wahllokal gehen und als Affen (siehe Bild von Bernd Wagner) wieder rauskommen.

14. August 2024
Da haben doch gestern dieser Trump und jener Musk eine Stunde lang über Twitter-X telefoniert, und jeder, der wollte, konnte zuhören, obwohl der Zensor der EU gesagt hatte, das würde böse Folgen haben. Angeblich waren eine knappe Milliarde Männer und Frauen ungehorsam – ein kaum zu glaubende Zahl. Ich habe mich auf das Querlesen der Abschrift beschränkt. Deren Inhalt reißt niemanden vom Hocker. Das Gegenteil wäre ein Wunder gewesen. So bleibt nur – wichtig genug – der Eindruck, dass das Wunderkind Elon den Mainstream-Köchen den Einheitsbrei versalzen hat. Was haben sie nicht alles versucht, um die Sendung technisch zu blockieren. Es hat nicht geklappt.
Mainstream (2): Was wollen sie dem Ereignis entgegensetzen, um die Niederlage zu kaschieren? Ich empfehle ein Telefonat von Zuckerberg mit Kamela. Das wäre sicher ein Lacher, den ich mir nicht entgehen lassen würde.
Mainstream (3): Der böse Putin will die Grenzen des sowjetischen Einflussbereichs wiederherstellen. Habe ich allzudeutlich seit über einem Jahr als Begründung im Ohr, warum wir es ihm jetzt militärisch zeigen müssten. Doch ach, die Bundesregierung weiß davon nichts, sagt das AA. Ist die mich verwirrende Antwort mit dem Kolonialherrn abgestimmt?

13. August 2024
Das Spiel mit dem Feuer: Seit Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 halten russische Sicherheitskräfte das von der russischen Rosatom betriebene Kernkraftwerk Saporoshje besetzt, gelegen im gleichnamigen Oblast der Ukraine, der nunmehr von Russland beansprucht wird. Seit dieser Zeit wird das Kraftwerk, das seit geraumer Zeit heruntergefahren ist, beschossen. Beide Seiten bezichtigen einander hierfür der Täterschaft. Vor drei Tagen haben zwei Drohnen eine der Kühlanlagen getroffen und schwer beschädigt, so dass ein Brand ausgebrochen ist. Die Lage des Kraftwerks wird zunehmend heikel. Von beiden Seiten, die wie üblich auf einander zeigen, kommt nach meiner Beurteilung nur das Regime in Kiew in Betracht, das den Krieg der verbrannten Erde, so wie von mir bereits vor Jahresfrist angenommen, zu inszenieren sucht.

Nachbetrachtung zum Besuch im Dom zu Güstrow. Mehrere Leser äußern ihr Unbehagen über die Gastlichkeit des Mecklenburgers. Nun, die Preise dort können als astronomisch notiert werden. Das Fischbrötchen wurden für 5,95 bis 9,98 € angeboten. Derartiges sah ich vor 20 Jahren schon auf Sylt, da allerdings ging es um Nordseekrabben, abgezählt in winziger Stückzahl.
Güstrow (2): Beim Auswerten der Bilder auf dem Handy fällt mir erneut das Geschmacklose der Kombination des Schwebenden (mit dem Gesicht der Käthe Kollwitz) mit den Renaissance-Gitter auf. Wie kann man nur? Müsste man Barlach fragen, angeblich war das seine Idee.

Güstrow (3): Die Stiftungsurkunde des Domes enthält (in geglättetem Hochdeutsch) diese Worte hier: „Deshalb habe ich, Heinrich, den Ausspruch des Jüngsten Gerichts mit großer Furcht erwartend, …, zu Ehren des furchtbaren Gottes, der mit gleicher Gewalt den Odem des Fürsten wie des Bettlers hinwegnimmt, eine Kollegialkirche gestiftet.“ Das geschah am 3. Juni 1226, zwei Tage vor des Fürsten Tod. Ich habe mich immer schon gewundert, wie genau in jenen Tagen die Leute wussten, wann das Ende unwiderruflich da war. Sie waren uns voraus – wenigstens insoweit. Und sie waren, wenn der Gevatter auftauchte, sehr nah bei ihrem Gott („mit großer Furcht“).
Güstrow (4): Bemerkenswert bleibt, welche immensen Kunstschätze hier im Dom die Bilderstürmerei der Nachreformation überdauert haben. Erst die Nazis (die echten) waren gründlicher, sie holten den Schwebenden 1941 zum Zwecke der Einschmelzung von 250 kg in der Wehrwirtschaft ab. Der jetzige ist ein Nachguss vom Nachguss.
Güstrow (5): Die omnipotenten Kirchenführer wollen uns glauben machen, dass Engel geschlechtslos seien, obwohl die Namen eher dagegen sprechen, Michael und so. Die Erbauer der Kanzel im Dom wussten das besser. Die 4 Engel, die sie tragen, zeigen unmissverständlich weibliche Formen.

12. August 2024
Dank der Zellerzeitung von heute Nacht weiß ich das hier: Meteorologischer Wetterdienst warnt: Wärmste Sternschnuppen seit Beginn der Aufzeichnungen.
Lügen (2): Weniger witzig, nein: überhaupt nicht witzig ist, was die sog. Experten in den Medien über den Unterschichten-Aufstand in England verbreiten. Sie loben die Schnell-Justiz und verlieren über den Anlass des Aufruhrs kein Wort. Dass das Fass ganz schlicht übergelaufen war, als ein in England von Zuwanderern geborener Neger aus etlichen kleinen Mädchen mit seiner Machete Hackfleisch machte, verschweigt man vornehm.
Lügen (3): Mainstream hat sich darauf besonnen, einen plötzlichen Absturz der Blauen zu messen und einen sicheren Sieg der Volksfront vorherzusagen. Wozu sonst hätten wir die Sonntagsfrage?
Lügen (4): Der eine sagt sicherheitshalber nichts, um in drei Wochen gewählt zu werden, der andere liest das AfD-Programm vor, um wiedergewählt zu werden.

11. August 2024Ist denn eigentlich dieses Pariser Verwirrtentreffen, bei dem ein Algerier das Frauenboxen gewann, immer noch nicht zu Ende? Die Leute in der Kneipe kucken vorgestern Abend plötzlich alle in die selbe Richtung. Der Bildschirm zeigt ein junges Mädchen mit einem Dutt oben auf dem Kopf, das man deutlich die Worte der Nationalhymne singen sieht. Lasse mir von einer Informierten erzählen, dass diese für D startende Russin eine Art Bodenakrobatik, deren Namen ich noch nie gehört hatte, gewann. Hoffentlich hat man das Mädel vor dem Start nicht gezwungen, sich zu dem Putin sein Angriffskrieg zu äußern.
Angriffskrieg (2): Die Einzelmeldungen von der Ostfront aus mehreren Tagen nachzusortieren versucht. Eine starke ukrainische Militärkolonne ist tatsächlich etliche Kilometer tief in den Oblast Kursk vorgedrungen. Experten weisen auf angebliche Parallelen zur Panzerschlacht von Kursk im Sommer 1943 hin und berichten, was die Ukrainer besser machen als seinerzeit die bösen Deutschen. Kann dem nicht ganz folgen, zu viele Einzelbildstreifen – falls es keine Fake-Videos sind – zeigen, wie russische, von Drohnen gelenkte Geschosse ukrainische Panzer wie auf dem Schießplatz vernichten, einen nach dem anderen, grauenhaft. Einzige Parallele: Auch diesmal sind es Panzer aus deutscher Produktion, Schützenpanzer Marder in einem laubgrünen Anstrich.
Angriffskrieg (3): Von den Westmedien, die sich in einem hysterischen Siegestaumel befinden, beiseite gelassen: Die russische Dampfwalze rollt im Donbass unbeirrt weiter gen Westen. Jetzt hat sie die Kleinstadt mit dem witzigen Namen Nju Jork überrollt. Die Reste der desorientierten ehemaligen Verteidiger fliehen Richtung Dnjepr.
Angriffskrieg (4): Derweil warnt Nanzy F. die Deutschen vor dräuendem Terror. Ist das Selbsterkenntnis? Kann ich mir nicht vorstellen. Vor den Maßnahmen, die ihr im Kopf herumspuken mögen, sollte sich jeder ordentliche Deutsche fürchten. Was mir bei dieser Gelegenheit alles einfällt, werde ich für mich behalten.
Angriffskrieg (5): Während ich mich noch derart sinnlosen Gedanken hingebe, verkünden die Götter der democracy auf ihrer Online-Plattform von Foreign AffairsMöglichkeit und Folgen einer Ermordung von Wladimir P. Ich weiß nur zu gut, dass diese Weltenbeherrscher meines Rates nicht bedürftig sind, dennoch sage ich ungefragt: Überlegt euch das noch mal, sonst habt ihr den Krieg, ehe ihr euch‘s verseht, über die beiden Ozeane hinweg im eigenen Lande.

10. August 2024Der Schwebende von Ernst Barlach im Güstower Dom hängt immer noch da, wo ich ihn vor rund 30 Jahren über dem seltsamen filigranen schmiedeeisernen einsfünfzig hohen Rundlauf vorfand. Der Stilbruch bei diesem zweigeteilten Gefallenendenkmal hat mich schon damals gestört. So kommt weder das eine noch das andere angemessen zum Ausdruck. Bevor ich näher herantrete, geht der Blick unwillkürlich nach oben. Ich misstraue intuitiv der Haltbarkeit der Aufhängung dieser tonnenschweren Bronze unter dem Kirchendach. Sicher zu unrecht, aber interessant finde ich schon, was mein Auge mir als ersten Eindruck auftischt. Auch das nicht zum ersten Mal.
Zwiegespalten (2): Ist das berühmte Luther-Melanchton-Portrait von Cranach, das nahezu unbeachtet ziemlich hochoben im linken Seitenschiff hängt. Die Reformatoren schauen etwas abwesend auf das Angebot ausgemusterter Bücher, die dort auf den Zugriff des Wanderers warten. Ich nehme einen Helmut Schmidt von 1983 mit. Reden des nunmehrigen Ex vom Vorjahr, die beim Erscheinen niemand mehr beachtete. Jetzt auch nicht mehr, das macht sie mir interessant.
Zwiespältig (3): Beim Eingangskrimskrams kaufe ich für 3 € einen winzigen Messingengel („Der Segnende“). Die Schatzhüterin macht mich darauf aufmerksam, dass dies nicht der Schwebende sei. Ich muss so lachen, dass wir, als sie entschuldigend abzuwiegeln versucht, wie aus dem Nichts in ein Gespräch über Russland geraten. Sie sagt: Man höre darüber nur Lügen. Ich stimme zu und wundere mich, zumal unter dem Cranach-Portrait eine Sammelbüchse „für die Unterstützung der Ukraine“ aufgestellt ist. Tja, die Norddeutschen, wenn sie denn mal den Mund aufmachen…

9. August 2024
Da hat Anfang der Woche eine starke Kolonne des regulären ukrainischen Militärs die Grenze nach Russland im Bezirk Kursk durchbrochen. Betrachte drei Tage lang die Siegesmeldungen in den Mainstreammedien, die mich an der Kasse von Lidl und Aldi anschreien. Heißa, jetzt geht es dem bösen Wlad an den Kragen. Die russischen und die ukrainischen Quellen, die ich zu verstehen suche, sehen das etwas zurückhaltender. Es geht dort bevorzugt um einen abgeschossenen russischen Kampfhubschrauber. Das kann aber nicht alles sein.
Ostfront (2): Die Kolonne von Kursk ist etwa 9 km weit vorgedrungen, wenn ich die Ortsnamen, die von beiden Seiten genannt werden, richtig deute. Ihr Ziel könnte das Kernkraftwerk von Kursk gewesen sein. Oder doch zumindest, sich auf Artillerieschussweite zu nähern. Und dann? Das große Blow-up mit dem Ziel, einen Atomkrieg auszulösen, oder einen Frieden zu erzwingen? Das ist irrwitzig, aber vorstellbar.
Ostfront (3) Im Mittelabschnitt des Donbass keine Änderung. Der Russe geht Schritt um Schritt vor. Die ukrainischen Verteidiger scheinen der Verzweiflung nahe, denn gegen das seit Wochen praktizierte nadelstich-artige Angreifen scheint es kein probates Mittel zu geben. Es ist die Rückkehr des Ludendorff’schen Gedankens: Die Infanterie ist die Königin des Schlachtfeldes. 
Ostront (4): Mal ehrlich, niemand hatte es dem Russen zugetraut, dass er das Scharnhorst’sche Modell der Auftragstaktik so kompromisslos anwenden würde: Gib dem Führer bis auf die unterste Ebene hinab einen klares Ziel und lasse ihn machen. Er wird schon einen Weg finden. So kommt es, dass Gruppen bis zu 10 Soldaten selbständig operieren und sich in den Gegner verbeißen. Sie bilden für die US-gestützte super-technische Abwehr kein bekämpfbares Ziel. So fügen sie den Ukrainern haarsträubende Verluste zu. Merke: So etwas geht nur mit kampferprobten, siegessicheren Soldaten. Die gibt es offenbar in bemerkenswert großer Zahl.
Nostalgisches Intermezzo: In Mecklenburg scheint die Zeit stehengeblieben. In Plau am See bewegt sich alles gemächlich. Es liegt kein Unrat auf den Straßen und es stinkt nicht. In der Bücherstube verrät die Westbesucherin mit ihren beiden hochbegabten Buben der Buchhändlerin, was sie alles gekauft haben würde, dann geht sie wieder, ohne etwas zu erwerben. So wie früher. – Nur der nahebei errichtete Windpark stört stark, auch wenn die Rotoren weitgehend still stehen.
Wie früher (2): Wildgansgruppen ziehen im Viererpack vor meiner Nase zu einem mir unbekannten Versammlungsort vor der großen Reise. Finken sammeln sich im benachbarten Gebüsch am Seeufer und machen mit ihrem Nachwuchs abenteuerlich anmutende Übungsflüge. Ob die Jungen ahnen, dass sie die Väter in wenigen Tagen hier zurücklassen werden? Ich weiß schon, solche Gedanken kann sich nur ein Mensch machen, der sich damit beschäftigt, nichts zu tun.

7. August 2024
Wer die Mecklenburger Seenplatte für ein regionales Fischgericht hält, glaubt auch, wenn er sich der Realität annähert, es sei Spargelsaison.

5. August 2024
Vorsicht Verschwörungs-Gerede oder so: Der Physiker D. aus Gera weist mich gerade darauf hin, dass der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages eine sehr spezielle Fremdbestimmten-Liste im Angebot hat (Az. WD 1- 3000 – 14/21, also schon seit 3 Jahren). Hier findet man nicht nur Flachpfeifen, sondern auch prominente Teilnehmer aus den Young Leader Programmen der US-amerikanischen Einflussnahme-Organisation Atlantik Brücke und vom Schwab-Zirkus WEF, voilà:

Musse ächt nix bei denken, wie man in Castrop-Rauxel sagen würde. Ährlich. Alles Kumpel ausse Pinte anne Halde.
Alles Verschwörungsgerede oder so (2): In Deutschland kann man alles sagen – so die Führerin dereinst –, aber nicht jeder. So wurde gestern in BaWü dem Österreicher Martin Sellner eine Buchlesung auf frischer Tat verboten. Er erhielt eine Ausweisung aus der entsprechenden staatlichen Gemeinde: Neulingen ist Nazi-frei. Die Polizei sorgte für die Abschiebung. Hallo Jungs, dies ist Freiheitsberaubung im Amt und happig strafbar. Die letzten Fälle dieser Art – man sieht also, das Ding hat Tradition – fand vor 80 Jahren bei den Nazi, den richtigen, statt. Dachte bis gestern, deren Fortführung seit verboten und mit Strafe bedroht. BaWü? Ja, richtig, das Land der grün-schwarzen Faschisten. Sage nochmal einer, die würden nicht abschieben. Tun sie.

4. August 2024
Ist gelogen: Dass der Bund, so das BMI vorgestern, nie Auskunft zu Fragen der Zusammenarbeit von Bund und Ländern in Sachen des Verfassungsschutzes gebe. Vor rund 40 Jahren formulierte ich als zuständiger Referent die einschlägigen Antworten einer öffentlichen Debatte rund um die Novelle des Bundesverfassungsschutz-Gesetzes.
Antwort an den Leser F., woher ich denn wisse, dass das Abknipsen einzelner Länder aus dem Verfassungsschutz-Verbund verfassungswidrig sei. Aus dem Grundgesetz: Dort (Art. 73 Nr. 10 b) ist es die Ermächtigung des Bundes, diese Regelung zu treffen, die zugleich die Definition dessen enthält, was Verfassungsschutz ist: „Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz über… die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder… zum Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, des Bestandes und der Sicherheit des Bundes oder eines Landes (Verfassungsschutz)“. 
Geburtsurkunde: Die Vorschrift über den Verfassungsschutz wurde im April 1949 in den Grundgesetz-Entwurf kommentarlos im allerletzten Moment vor der Verabschiedung aufgenommen. Sie beruht auf einem Befehl der westalliierten Militärgouverneure (sog. Frankfurter Polizei-Brief). In den ohnehin raren Materialien zur Entstehung des Grundgesetzes (Jahrbuch für öffentliches Recht, Neue Folge, Bd. 1) sucht man den Vorgang vergebens. In den Ur-Akten des BMI im damaligen Zwischenlager Sankt Augustin fand ich ihn.

Auch gelogen: Die peinlichen Ausflüchte des Auswärtigen Amtes und seiner Vorzeige-Gestylten zum gezielten Import von Illegalen nach Deutschland. Hier sitzen Rechtsbrecher bis zum Abwinken. Wer so handelt, will Deutschland abwracken. Was wird den Betroffenen für das Begehen ihrer Straftaten passieren? Mein Vorschlag: nichts.

3. August 2024
Die halbe Wahrheit ist auch eine Lüge, nur dreister: Wenn durch das Kanzleramt behauptet wird, es gäbe von den Video-Konferenzen, mit denen Merkel zusammen mit den Ministerpräsidenten monatelang komplett verfassungswidrig das Land regierte, keine Wortprotokolle, so mag es sein, dass diese, wie es so schön auf beamtisch heißt, nicht verschriftlicht worden sind. Aber dass die einschlägigen elektronischen Aufzeichnungen des ganzen Theaters an den 17 beteiligten Stellen plötzlich weg sein sollen, das glaubt kein Mensch, der bei Verstand ist. 

Gesichert verfassungswidrig: Die von der SPD-nah-Presse (RND) lancierte Mitteilung aus sog. Sicherheitskreisen über einen angebliche Plan, im Falle einer Regierungsbeteiligung der AfD, die Verfassungsschutzbehörde des betreffenden Landes aus dem Informationsverbund auszugrenzen, verstößt eindeutig gegen das grundgesetzlich angeordnete Gebot der Zusammenarbeit dieser Behörden. Entspricht die Pressemeldung der Wahrheit, sind die betreffenden Bediensteten wg. offenem Aufrufs zum Verfassungsbruch unverzüglich aus ihren Ämtern zu entfernen.
Gesichert sinnlos: Da schreibt ein Herr Wissmann, von dem ich lerne, dass es der Verkehrsminister sei, an die EU-Kommission, man möge von dem Plan abstandnehmen, noch im diesem Jahr die Messmethodik für Dieselfahrzeuge so zu ändern, dass mit der sofortigen und nicht mehr zu revidierenden Stilllegung praktisch aller Diesel-PKW gerechnet werden muss. Man kann nur den Kopf über soviel Kriechertum schütteln. Die angemessene Reaktion wäre ein kurzes Schreiben bei gleichzeitiger Information der Öffentlichkeit: Deutschland denkt im Traum nicht daran, diesen augenscheinlich aus kranken Hirnen stammenden Unfug umzusetzen. Aber das ist wohl zu viel verlangt bei einem FDP-Politruk. Nur nebenbei bemerkt: Bei solchem Vorgehen, würden die Wähler den Liberalen wie von selbst wieder zulaufen.

2. August 2024
Das Scheitern der Emanzipation in kürzester Kurzform: Frauenboxen.

1. August 2024
Die aus unserer schmalen deutschen Sicht bestehenden zwei Hauptkrisenherde befinden sich in Nahost und Ostsüdost. Letztgenannter droht aus dem Blick zu geraten, denn die Nachrichten von dort sind für die hiesigen Kriegstreiber so grottenschlecht, dass selbst das Experten-Geblubber nicht mehr darüber hinwegtäuschen kann, dass die Russen dort die Bestimmer sind. In Nahost hingegen erscheint es mir fraglich, ob da einer das Sagen hat. Klar ist lediglich, dass die aus Zeiten des Alten Testaments stammende morgenländische Grundauffassung des Auge um Auge, die auf beiden Seiten hochgeschätzt wird, keine nicht-kriegerische Lösung bringen kann.
Ostfront (2): Das, was von der ukrainischen Armee noch da ist, wird von weit überlegenen russischen Verbänden an beliebigen Stellen des Frontbogens zerrieben. Die russischen Führung bestimmt, wann und wo das geschieht. Seit Monaten nun schon in der Mitte des Frontbogens, dem eigentlichen Donbass. Daneben gibt es diese massiven Nadelstiche im Norden bei Charkow und in der Region von Cherson und Saporoshje am unteren Dnjepr.
Ostfront (3): Von dem Waffenstillstand in absehbarer Zeit redet im Moment nur eine Seite, die amerikanisch-ukrainische. Und was sagt der Russe? Njet. Putin hat seine Bedingungen öffentlich genannt: Abtrennung der russisch-sprachigen Gebiete und das Aus der Nato im Rest des Landes.
Ostfront (4): Die Lage im Innern der Ukraine gibt Rätsel auf. Wer kämpft hier eigentlich noch gegen den Russen – und zwar gegen die russische Armee? Auf den Filmchen, welche die Außenwelt erreichen, sieht man alte Männer, jüngere Frauen und sehr junge Männer, noch bartlos. Die meist unbestätigten Meldungen über Attentate und Feuerüberfälle an beliebigen Stellen des Landes widersprechen dem Märchen vom wehrhaften Ukrainertum.
Ostfront (5) Der nicht mehr zu verschweigende Zusammenbruch von Strom- und Wasserversorgung in den größeren Städten wird jeglichem Verteidigungswillen den Rest geben, möglicherweise auch dem Duldenwollen der Macht aus Kiew. Es spricht manches dafür, dass russisch-dominierte Städte wie Charkow und Odessa den Abfall von der Ukraine selbst vorantreiben werden, sobald dort die Knute von ukrainischen Nationalmilizen ihre Kraft verliert.
Nahost (2) Die Israelis setzen weiterhin auf das bewährte System von gezielten Morden aus der Ferne, neuerdings im Libanon und in Teheran. Merkwürdig klingt die sofortige Einlassung des US-Außenministers, man habe davon zuvor nichts gewusst. Das ist die Politik des Pontius Pilatus: Ich wasche meine Hände in Unschuld. Das glaubt kein Mensch, selbst wenn’s diesmal stimmen sollte.
Nahost (3): Dass die Perser jetzt in Wutgeschrei ausbrechen und Rache geloben, wundert nicht. Von Interesse ist hingegen, was der Sultan in Ankara sagt und tut. Dass die Gebiete, über die man da streitet, bis 1918 zum Osmanischen Reich gehörten, das stimmt, aber dass sie sodann an die britisch-französischen Kriegsgewinner übergingen, das stimmt auch. Ebenso stimmt, dass die willkürliche Grenzziehung der Sieger dortzulande zur Fortsetzung der Kämpfe bis zum heutigen Tage geführt hat. Bei einem Eingreifen der Türkei würde der Traum der Nato von der westlichen Wertegemeinschaft mit einem Schlag zerplatzen.
Nahost (4) Wir haben Millionen von muslimischen Türken im Lande. Was die dann tun, das weiß nicht mal die sympathische Nanzy F. – die am wenigsten. Ich kann mich in diese Frau partout nicht hineindenken. Ein Blondinenwitz – Word hält dieses Wort für falsch – ist sie jedenfalls nicht. Ächt nicht.

Über die Eitelkeit und andere nützliche Motive, eine Autobiographie zu lesen

Der Dienstagmittag war regenverhangen in Erfurt, und da ich zu früh dran war, trat ich in das mildtätige Geschäft von Oxfam ein, mich unter den Augen wohlkonservierter älterer Damen die nächsten zehn, zwanzig Minuten herumzudrücken und vor dem einsetzenden Dauerregen zu schützen. Ein wunderbarer, ein ordentlicher Laden, die Bücher reichlich und wohlsortiert. Die überwiegende Zahl davon autobiographischen Inhalts. Und davon die meisten von Schauspielerinnen.

     Wie gesagt, ich musste Zeit totschlagen, also hatte ich welche, um die erste These meiner geplanten Biographie der Autobiographien zu formulieren, und die geht so: Autobiographien erfreuen sich deshalb eines besonderen Zuspruchs der Leserinnenschaft, weil sie der Spiegel des eigenen, so nicht gelebten Lebens sind. Nicht meine Lektüre, so dachte ich, wohl wissend, dass ich erst vor zwei Wochen das schlechte Wetter zu Weihnachten nutzte, um parallel drei autobiographische Texte zu lesen. Hier sind sie:

   

Eins

Der Buchtitel lautet Knife, so wie im amerikanischen Original, ansonsten handelt es sich um eine Übersetzung ins Deutsche. Ich nehme an, dass den Bertelsmännern das Wort Messer inopportun erschien, hat doch das Messer im Deutschen keinen guten Klang mehr, wo man zwar lauthals über Messerverbotszonen debattiert, es aber ablehnt, die Illegalen, die das Problem erst schufen, achtkantig aus dem Lande zu werfen.

     Das Buch Knife stammt von dem Schriftsteller Salman Rushdie, einem ehemaligen Inder, der via Großbritannien jetzt in den USA lebt. Es beschreibt den vor zwei Jahren auf ihn verübten Anschlag eines Mohammedaners, der sich offenbar berechtigt sah, das vor Jahrzehnten durch den finsteren persischen Revolutionsführer Khomeini gegen Rushdie verhängte Todesurteil zu vollstrecken. Man erinnert sich: Rushdie hatte den in den westlichen Feuilletons breit diskutierten Roman Die satanischen Verse veröffentlicht, der in der islamischen Welt für viel böses Blut sorgte, weil, wie ich las, darin über den arabischen Religionsstifter Unerfreuliches zu lesen sein soll. Der Leser bemerkt es sogleich: Ich habe das Skandal-Buch ebensowenig gelesen, wie all die anderen, die sich darüber ereiferten.

     Das Attentat auf Rushdie war überaus brutal. Die Messerstiche brachten ihn dicht an die Schwelle des Todes, die er wie durch ein Wunder nicht überschritt. Besonders schauerlich wirkt noch heute auf mich, dass ihm ein Auge ausgestochen wurde. Im ersten Kapitel des Buches erlebt der Leser den Angriff auf den Autor in einer lesenswerten Reportage aus seiner Sicht, im wahrsten Sinne des Wortes, bis zu dem Zeitpunkt, wo ihm die Sinne schwanden.

     Doch jetzt kommt das Ja-aber. Der Leser wird im Weiteren in die Welt des Salman Rushdie eingeführt. Es ist eine Welt der moralischen Überlegenheit, der New Yorker Schickeria, wo man bei Ausstellungen, bei Lesungen und bei angesagtem Essen angesagte Leute trifft, die sich über jene erheben, die nicht so weltoffen sind wie sie selbst. Dass ausgerechnet aus diesen Kreisen auch Leute zitiert werden, die im Nachhinein Verständnis für den misslungenen Meuchelmord äußerten, lese ich mit Abscheu. Ich lese mit Unverständnis, dass es Leute gibt, die sich an der Ironie weiden, dass die Untat an einem Orte geschah, wo die Guten sich eigens versammelt hatten, um die Alternativlosigkeit ihrer Werte zu betonen, und im selben Atemzug lese ich Kritik am Versagen des Sicherheitsdienstes. Eine Welt also, wo das wechselseitige friedliche und weltumspannende Umarmen nur unter bewaffnetem Personenschutz möglich ist. 

     Schließlich noch die Liebe. Darüber ist kaum zu diskutieren, wenn ein über Siebzigjähriger sich in eine deutlich jüngere Frau verliebt, die diese Liebe erwidert. Schöne Geschichte, das. Beide Familien sind strikt dagegen. Kommt vor. Beide Familien sind überaus erfolgreich, auch die Familie der Frau, deren Mitglieder tauchen am Rande auf. Einer davon, ein Bruder der jungen Frau, der erste schwarze Bürgermeister von Weiß-ich-wo in den USA. Ach, das ist es? Gerne füge ich hinzu, es ist mir wurscht, wer hier mit wem, aber Unmut kommt auf, wenn wir auf diese Weise erfahren, wie wichtig dem Autor die Gewalttäter-Bewegung mit Namen Black-lives-matter ist. Das ist unverhohlen Lob der politischen Gewalt. Aber nur, wenn’s grade passt.

     Und als schließlich die Ausfälle gegen den eigenen Vater (angeblich ein Säufer), der dem Autor das Leben eines Dandys an Englands Elite-Universitäten ermöglichte, zum Thema des Buches gemacht werden, da habe ich es zugeklappt. Soviel Korrektheit muss sein.

Zwei

Das Buch von Bernd Wagner Die Sintflut in Sachsen ist laut Untertitel, den der Verlag für richtig hielt, ein Roman. Es ist jedoch, falls nicht alles, was da zu lesen ist, gelogen sein sollte, in Wirklichkeit eine Autobiographie mit einigen leicht nachvollziehbaren Verfremdungen.

     Das Buch bringt die Geschichte eines Jungen aus Wurzen (in Sachsen), Ende der 1940er Jahre dort geboren und aufgewachsen. Falls, wovon ich ausgehe, nicht alles erfunden ist, dann ist es ein teils witziger, teils todtrauriger Schelmenroman über einen, der unter denkbar schlechten Bedingungen auf die Lebensbahn entsandt wird. Wir lesen im Wechsel die Reportage über diesen Weg und immer wieder eingestreut Betrachtungen aus dem Hier und Jetzt, die uns zweierlei zeigen: Was ist aus den im Lebensroman des Jungen vorkommenden Akteuren geworden, und dies hier: Was musste er selbst tun, um das zu werden, was er jetzt ist. Diese Reflexionen sind oft notwendig, denn die Welt, in der der Autor aufwuchs, ist keine, die einem Heutigen noch geläufig wäre.

     Nun ist es ja in gängigen Autobiographien üblich, dass der Leser mit Kinder- und Schulgeschichten behelligt wird, die man in dem Satz zusammenfassen könnte: Bevor ich ins Leben startete, ging ich bis zum soundso vielten Lebensjahr zur Schule in Sonstwo. Hier ist das anders. Wagners Buch ist auch und streckenweise nur die Geschichte seiner Eltern. Der Vater ist ein selbständiger Schmied am Rande der Stadt, die Mutter eine ehemalige Dienstbotin vom Dorf. Also eine Aufsteigergeschichte? Nicht ganz. Haus und Grundstück sind von Vorgänger-Generationen erarbeitet und ererbt. Man war wer, in einem eigentümlichen Stolz, dem der Selbständigkeit, der sich auf einzelne der Nachkommen übertrug, wie man lesen kann, denn auch die Verwandten des Autors, Onkel, Tanten, Geschwister bevölkern detailliert beschrieben die Szenerie.

     Über dem Ganzen wölbt sich die schöne neue, soeben in Schwung kommende Welt des Sozialismus à la DDR, in der Leute wie die Eltern der Klassenfeind waren. Wir erleben den Niedergang des mit viel Fleiß erwirtschafteten bescheidenen Wohlstands, das Wegbrechen der Kundschaft, das Verschwinden der einst auf jedem der Höfe vorhandenen Pferde. Das Aussterben der Höfe selbst, zudem der selbständigen Handwerker und Händler und mit diesen der Verfall einer offenbar einst reichen Kneipen-Kultur, wo man sich traf, bramarbasierte und Karten spielte. Traditionen verschwinden und mit ihnen eine wohlgeordnete und ausdifferenzierte Gesellschaft, an deren Stelle der genormte neue Mensch treten sollte. Einige fügten sich nur widerwillig, andere liefen mit fliegenden Fahnen über.

     Und schließlich, ich kann es mir nicht verkneifen, der Autor als Liebhaber. Das sind mehr als nur Andeutungen, wenn es darum geht, das weibliche Geschlecht ins Zentrum des eigenen Lebens zu rücken. Ich habe nicht vor, hier die Details preiszugeben. Die sollte sich der Leser schon selbst erarbeiten. Doch soviel sei verraten: Da ist mir ab und an ein verstehendes Aha oder So-so entschlüpft. Die Zahl der Möglichkeiten ist offenbar begrenzt. Was nicht bedeutet, dass man Anderleute Leiden der Menschwerdung nicht vergnügt liest. Ganz im Gegenteil. Ich tat’s.

     Das Buch endet, lange nach dem Tod des Vaters, schließlich auch mit dem Ableben der Mutter, deren spätes Siechtum den Sohn wieder in die völlig veränderte Nachwende-Vaterstadt zurückführt. Als die kleine Trauergesellschaft nach der Beerdigung beisammensitzt, bricht der Deich des Flusses Mulde. So geht das Buch in einem Furioso zu Ende. Ich empfehle es allen, die in ein längst vergangen geglaubtes Leben ohne jedes Nostalgie-Gejammer eintauchen wollen. Diejenigen, die so gelebt haben, sind noch unter uns. Der Autor ist einer davon.

Drei

Dieses dritte Buch ist ein nobel ediertes Bändchen des holländischen Schriftstellers Cees Nooteboom mit dem Titel Venedig – fluide Stadt. Nun besteht ja weiß Gott kein Mangel an Schriften über die Lagunenstadt, und jeder Venedig-Reisende wird sein Lieblingsbuch über die Stadt und ihre Geschichten zu loben wissen.

     Das vorliegende Buch, auf einen simplen Nenner gebracht, möchte ich den Bericht eines Flaneurs nennen. Der Autor beschreibt, was er unternahm und sah, als er es sich zur Gewohnheit machte, bei einem längeren Aufenthalt, also in einer Mietwohnung wohnend, Venedig abseits der Touristen-Ströme zu seiner eigenen Sache zu machen. Das klingt wie die Quadratur des Kreises: der Tourist als Nicht-Tourist. Damit hat er bei mir eine Saite zum Klingen gebracht, denn der selbe Wunsch stellte sich bei mir in den Nuller Jahren dieses Jahrhunderts ein, als ich ein festes Quartier bezogen hatte, das es mir freistellte, mich zu Hause zu fühlen, nicht jeden Tag etwas zu unternehmen, dafür aber für den täglichen Bedarf einzukaufen.

     Zurück zum besprochenen Buch, es ist ein autobiografischer Text, über dessen Sorte und Leserschaft ich mich am Eingang dieses Aufsatzes lustig machte. Nun gilt: Ich habe ihn gelesen, um mich in ihm zu spiegeln. Er ist so, als wäre er eigens für mich geschrieben worden. Dem Buch sind einige schwarz-weiß Aufnahmen der Photographin Simone Sassen beigegeben. Ich nehme mir vor, beim nächsten Mal auf den Wegen Nootebooms und seiner Gefährtin zu wandeln – beim hoffentlich nächsten Mal.

Deutschland und der Ukraine-Konfikt – ein kurzes Update im November 2024

In diesem Aufsatz behandele ich im Anschluss an mein Buch Nicht mein Krieg. Deutschland und der Ukraine-Konflikt diejenigen Ereignisse seit dem Sommer 2024, die man aus meiner Sicht zur weiteren realistischen Lageeinschätzung wissen sollte. Vorab kann gesagt werden, dass sich an den bereits im Buch geschilderten Grundzügen über Herkunft und Verlauf des Konflikts wenig geändert hat.

Erster Teil: Politische Entwicklung

Im Folgenden werden die verschiedenen Kriegsbeteiligten jeweils gesondert behandelt, also im Wesentlichen die USA, Deutschland, die Ukraine und Russland.

(1) Die USA im Ukraine-Krieg

In der Zeit vom Sommer bis zum 5. November 2024 (Wahltag in den USA) dümpelte die US-amerikanische Unterstützungspolitik für die Ukraine vor sich hin. Die Nato gab auf ihrem Gipfeltreffen in Washington im Juli 2024 ein ellenlanges Papier heraus. In ihm ist viel von Solidarität die Rede, aber nichts vom Eingreifen in den Konflikt mit eigenen Truppen. Der nicht ohne Komik auftretende US-Präsident – er sprach Selenskyj als „Mr. Putin“ an – ließ erkennen, dass es zukünftig die Rolle der Europäer sei, die Finanzierung des Ukraine-Kriegs zu übernehmen. Auf einen konkreten Fahrplan zur Aufnahme der Ukraine in das Bündnis einigten sich die Teilnehmer nicht, nachdem einige Mitglieder unter der Meinungsführerschaft von Ungarn angedeutet hatten, sie würden einer Aufnahme der Ukraine ohnehin ihr Veto entgegensetzen.

      Das selbe Halbherzige der US-Regierung zeigte sich bei der von ihr anberaumten Ukraine-Stützungskonferenz in Ramstein Anfang Oktober 2024. Der dort angekündigte US-Präsident erschien nicht. Ihn vertrat US-Verteidigungsminister Lloyd Austin. Die US-Unterstützungszusagen blieben vage. Stattdessen übernahmen absprachegemäß gegenüber dem angereisten ukrainischen Präsidenten die Deutschen unter Verteidigungsminister Pistorius die Zusagen für Waffen und Munition.

      Keine Änderung des prinzipiellen Rückzugs aus der Ukraine brachte schließlich auch der Besuch von US-Präsident Biden in Berlin, der – für das Publikum überraschend – zu einem Vierergipfel ausgebaut wurde, an dem neben dem Bundeskanzler auch der französische Staatspräsident Macron und der britische Premier Starmer teilnahmen. Ob tatsächlich konkrete Absprachen bezüglich der Ukraine getroffen wurden, blieb hinter dem üblichen Schwall diplomatischer Floskeln verborgen. Es ist indessen anzunehmen, dass das Quartett sich darauf verständigte, keine der nationalen Fernwaffen für den Beschuss tief nach Russland hinein freizugeben. Eine Koordinierung erschien schon deswegen angezeigt, weil Großbritannien solche Angriffe offen befürwortete und Frankreich sogar vom Einsatz eigener Truppen nicht abgeneigt schien.

      Die Abneigung der US-Regierung gegen den Fernbeschuss in die russische Tiefe hinein wurde durch einen Umweg über die New York Times am Vortag der Konferenz zum Ausdruck gebracht, wonach US-Geheimdienste die Warnung ausgesprochen hätten, Russland werde auf solche Angriffe seinerseits mit asymmetrischen Schlägen auf die für den Beschuss verantwortlichen Staaten reagieren. Die Berichterstattung wies auf die Kapazitäten und den Willen des russischen Militärgeheimdienstes GRU hin, der bereit und in der Lage sei, Anschläge auf US-Einrichtungen in Europa und auch solche in den USA selbst durchzuführen.

      Ob den US-Diensten derartige Erkenntnisse tatsächlich vorliegen, mag dahinstehen. Zumindest ist unbestreitbar, dass sowohl Präsident Putin als auch Außenminister Lawrow im Sommer und Herbst 2024 unmissverständlich klarstellten, bei entsprechenden Angriffen nach Russland hinein, die mit der Unterstützung von Nato-Staaten stattfinden und nach Auffassung der Russen nur mit dieser Unterstützung stattfinden können, diese Staaten mit geeigneten Mittel ebenfalls angegriffen werden würden. Diese Warnung scheint bei der US-Regierung und auch bei der Bundesregierung angekommen zu sein und ernst genommen zu werden.

      Schließlich kam nach den ewigen und ermüdenden, für sicher erklärten Wahlprognosen dann tatsächlich der Tag der US-Wahlen (4. November 2024). Deren Details und das groteske Falschliegen von Mainstreammedien und der deutschen politischen Klasse muss hier, weil nicht zum Thema gehörig, nicht erörtert werden.

      Zum Thema gehören indessen Trumps Wahlversprechen, den Ukraine-Krieg binnen Tagen zu einem Ende zu bringen. Etwas nebulös hatte er ab und an hinzugefügt, das könne er bereits vor seinem offiziellen Amtsantritt erledigen. Buchen wir das unter Wahlkampfgetöse, so bleibt unterm Strich die Ankündigung eines möglichen Kriegsendes. Diese Botschaft beinhaltet zunächst einmal die Kernaussage, dass es diesen jetzt andauernden Krieg ohne das aktive Mittun der USA gar nicht geben würde. Das ist Realismus pur.

      Sollte Trump nach seinem Amtsantritt tatsächlich Schritte zur Beendigung des Ukraine-Konflikts unternehmen, dürfte sein Tun inneramerikanisch auf erheblichen Widerstand stoßen. Es dürften beispielsweise die Kriegsgewinnler von Black Rock und J.P. Morgen, die zum Monatswechsel Oktober auf November 2024 in Luxemburg ein milliardenschweres Ukraine-Konsortium gründeten, sich nicht freiwillig die Butter vom Brot nehmen lassen. Zwar feierte die Börse in New York den Trump-Sieg mit Rekord-Gewinnen, aber wenn irgendwo Substanzverlust droht, werden die Hyänen bissig. Wie sagte doch der einflussreiche Senator der Reps Lindsey Graham vor kurzem erst in seltsamer Ehrlichkeit? Die Ukraine ist die Goldader der USA. Diese Leute werden darauf bestehen, dass Trump ihnen ihre Gewinne sichert.

(2) Deutschland im Ukraine-Krieg

Der politische Rückzug der USA aus dem Ukraine-Krieg ist zulasten Deutschlands erfolgt. Die Lastenverschiebung wurde von US-Präsident Biden seit dem Nato-Gipfel in Washington mehrfach öffentlich bekanntgegeben. Die deutsche Regierung hat sich dem nicht widersetzt, sondern kontinuierlich zu erkennen gegeben, dass sie diese Rolle übernehmen will, zuletzt anlässlich des Antrittsbesuchs des neuen Nato-Generalsekretärs in Berlin. Der neue Mann ist der Niederländer Mark Rutte (sprich: Rütte), ein bei ihm zu Hause abgewählter ehemaliger Ministerpräsident. Er ist seit Jahr und Tag ein strikter Befürworter der aktiven Einmischung in den Ukraine-Konflikt. In Berlin hat er klargestellt, dass es sein als erreichbar bezeichnetes Fernziel sei, den Staat der Ukraine als Mitglied in die Nato zu holen. Das ist nicht ohne Ironie, da seine Amtsnachfolger in Holland dies vermutlich anders sehen.

      In Deutschland lässt sich der Wille der Bundesregierung, die Führung im Ukraine-Unterstützerlager zu übernehmen, an zwei politischen Aktivitäten ablesen. a) Zum einen geht es um die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die 2011 entgegen der Verfassung abgeschafft wurde, weswegen man diesen Akt beschönigend als Aussetzung bezeichnet hat. b) Zum andern ist die drastische Anhebung der Ukraine-Hilfe Gegenstand der Haushaltsbemühungen.

      Zu a) Der Gesetzentwurf zur Wiederinstallierung der Wehrpflicht wurde bereits in den Bundestag eingebracht. Er beinhaltet einen eigenartigen Zwitter, denn in Wirklichkeit will man die Wehrpflicht gar nicht wieder einführen, sondern setzt weiterhin auf Freiwillige. Die einzige bemerkbare Änderung soll die Wiedereinführung der Erfassung von wehrpflichtigen jungen Männern sein, über deren Vorhandensein man in der deutschen politischen Führung nach der sog. Aussetzung der Wehrpflicht und der damit einhergehenden Abschaffung der Wehrersatzämter jegliche Übersicht verloren hat. Das Schicksal dieser Novelle ist seit dem Zerplatzen der Ampelkoalition am 6. November 2024 höchst ungewiss.

      Zu b) In der Öffentlichkeit wurde zunächst kaum bemerkt, dass die international verkündete deutsche Ukraine-Hilfe das finanzielle Loch – das ohnedies wg. des wirtschaftlichen Niedergangs Deutschlands, auch wg. des das Klima-Märchens und des fortgesetztes Sponsorings von illegalen Zuwanderern unübersehbar geworden ist – nunmehr vollends unbeherrschbar machen würde. Am Streit über diesen Aspekt ist – zumindest wird dies durch die Kontrahenten verkündet – die Ampel-Koalition gescheitert, weil, nachdem der Finanzminister Lindner öffentlich auf die Schieflage hingewiesen hatte, der Bundeskanzler ihn entließ.

      Der Bruch der Ampelkoalition hat auch ganz andere mögliche Auswirkungen auf die deutsche Rolle im Ukraine-Konflikt. Zunächst wird der CDU die Rolle zufallen, ob sie den von der Bundesregierung selbst erzeugten unabsehbaren Finanzbedarf in Sachen Ukraine im Bundestag anstelle der jetzt oppositionellen FDP einfach durchwinkt. Möglich wäre es, denn die Union gehört zu den bedenkenlosen Exekutoren US-amerikanischer Weltmachtpolitik – ein Verhalten, das sie hinter dem Schlagwort der Bündnistreue verbirgt. An dieser Stelle muss ich dem Leser einen scheinbaren gedanklichen Umweg durch die deutsch-russischen Beziehungen zumuten. Ich werde dies in Form von Exkursen zu den drei politischen Parteien tun, die im Augenblick eine zu beachtende Rolle spielen, nämlich, wie schon angedeutet, die CDU, aber auch die AfD und schließlich das BSW.

      aa) Exkurs zur CDU. Die CDU ist ein Kind des Kalten Krieges. Die Bündnistreue zu den USA musste in Westdeutschland angesichts der Verheerungen, die durch die sowjetischen Herrscher im Osten Deutschlands angerichtet wurden, nicht gesondert erzwungen werden. Sie ergaben sich mehr oder weniger automatisch kraft des täglichen Anschauungsmaterials. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks waren es die USA, welche die scheinbare Chance sahen, zur Einzigen Weltmacht aufzusteigen und dies als Änderung ihrer Weltpolitik durchzusetzen versuchten.    

      Die CDU machte diesen Schwenk gehorsam mit. Auch dieser Gehorsam musste nicht groß erzwungen werden, da sich die CDU mit der Teillegende beruhigte, die USA hätten die deutsche Einheit erst ermöglicht. Dass die Wirklichkeit zumindest auch eine andere war, wurde alsbald verdrängt.

      Der allgemein sichtbare, aber nur wenig beachtete Kulminationspunkt in der Selbstunterwerfung der CDU unter das US-amerikanische Weltherrschaftssystem war die Reise der frischgebackenen CDU-Vorsitzenden Merkel zu Beginn des Irak-Kriegs, gleich nachdem der damalige Bundeskanzler Schröder der Kriegsmacht die Gefolgschaftstreue versagt hatte. Beides führte in Deutschland auf geradem Weg zum Machtwechsel. Merkel erschien den US-amerikanischen Weltenlenkern tragbar, da sie ihre Unterwerfung öffentlich zur Schau gestellt hatte. Ihre Herrschaft, die eine Orgie der deutschen Selbstzerstörung war, wurde bei der letzten Bundestagswahl selbst den propagandistisch breitgequatschten Deutschen zuviel, die der dann antretenden schrägen Ampel-Koalition mit der sich selbst auflösenden SPD an der Spitze zur Herrschaft verhalfen. Diese ist jetzt zu Ende, nachdem der nächste US-Trabant zur Machtübernahme bereit steht.

      So sieht die politische Situation in Deutschland bezüglich des Ukraine-Konflikts aus. Es steht zu erwarten, dass sich gleich nach der zu erwartenden Bundestagswahl eine rechnerisch irgendwie zusammengeschusterte Koalition unter der Führung der CDU bildet, die den amerikanischen Vorgaben, die spätestens dann erkennbar sein werden, bedenkenlos folgen wird.

      bb) Exkurs zur AfD: Die AfD ist auf der politischen Bundesbühne derzeit die einzige ernstzunehmende politische Kraft, die konsequent dem Ukraine-Kriegsbeteiligungskurs Deutschlands widerspricht. Die Chance, das sie ihre Auffassung in praktische Politik umsetzen kann, tendiert gegen Null. Auch bei den kommenden Wahlen wird sich hieran kaum etwas ändern. Das Allparteien-Kartell, gestützt von der Exekutivmacht und dem privat-öffentlichen Propaganda-Apparat werden es zu verhindern suchen.Hierbei zeigen die 30-Prozent-Wahlerfolge der AfD in Sachsen und in Thüringen, dass diese für das Establishment ohne weiteres verkraftbar sind. Die Parteien des Kartells können sich hierbei auf eine Rechtsprechung stützen, die einen der angeblich unantastbaren Grundpfeiler der freiheitlichen demokratischen Grundordnung bereits abgebrochen hat, nämlich den der Ausübung der gesetzlich garantierten Opposition.

      Zu den Besonderheiten des propagandistischen Kampfes gegen die AfD gehört die gezielte Falschbehauptung, die CDU sei eine konservativ-bürgerliche Kraft, so dass nach wie vor zahlreiche Wähler, die hoffen, dem linken Weltrettungswahn gegensteuern zu können, CDU wählen. Auch die Behauptungen in den sog. alternativen Medien, in Sachsen und Thüringen hätten die Wähler mit Zweidrittelmehrheit für ein konservativ-bürgerliches Lager gestimmt, sind inhaltlich falsch. Vielmehr ist es so, dass ebendiese alternativen Medien daran beteiligt waren, die Wähler im Sinne des CDU-Machterhalts bzw. Erwerbs zu täuschen. Die Betroffenen werden das nicht gerne hören, aber bevor dieselben sich nicht vom oben schon erörterten Wahn der US-Bündnistreue lösen, wird sich nichts ändern.

      cc) Das BSW. Es liegen nach den Wahlen im September 2024in Brandenburg, Sachsen und Thüringen nunmehr erste praktische Erfahrungen mit dem BSW vor. In allen 3 Bundesländern wird das BSW nach der Marginalisierung von FDP, Grünen und Linken zur Mehrheitsbeschaffung benötigt, wenn man die AfD weiterhin politisch außenvorhalten will. Hierbei zeigt es sich, dass die zentrale Wahlaussage des BSW, nämlich kriegerische Handlungen mit Blick auf Russland zu unterlassen und nach einem friedlichen Ausgleich zu suchen, gleich nach dem Wahlausgang auf der Ebene der Länder unter die Räder gekommen ist. Es muss sich erst noch zeigen, ob es der Bundesspitze des BSW gelingt, die Landesverbände an die Kandare zu nehmen. Gelingt das nicht, kann das BSW seine Chancen auf Bundesebene begraben. Es ist daher damit zu rechnen, dass vor allem CDU und BSW durch tolldreiste Friedensfloskeln versuchen werden, die offensichtlichen Gegensätze in Richtung Russland zu verkleistern.

      Eine Friedens-Demo am 3. Oktober 2024 im Tiergarten zu Berlin brachte angeblich 40.000 Männer und Frauen auf die Beine. Selbst wenn es nur die Hälfte gewesen sein sollte, war es ein seltsames Mixtum aus kommunistischen Machtpolitikern des BSW und ehemaligen Grundsatz-Pazifisten. Ohne Sahra W., das Zugpferd, wären es vielleicht 400 gewesen. Man stelle sich vor, auch die AfD hätte aufgerufen, dann wäre wenigstens der linke Gewalttäter-Mob auf der Straße gewesen. Doch es blieb friedlich und die AfD fern.

(3) Die politische Lage bei der Kriegspartei Ukraine

Der Führer der Ukraine ist seit Mai 2024 nicht mehr als gewählter Präsident im Amt, denn seine Amtszeit ist abgelaufen. Wohlmeinende retten sich und ihn mit dem Scheinargument, dass auch die Abgeordneten des Parlaments, der Zentralrada in Kiew, sich wg. der Kriegszeiten nicht erneut dem Wähler stellen müssten. Nur hat das eine mit dem anderen nichts zu tun, denn der Präsident der Ukraine wird vom Volk direkt und nicht von der Rada gewählt.

      In der Zeit seit dem Nato-Gipfel in Washinton war Selenskyj an etlichen Treffen der Nato, der EU und anderer europäischer Gremien persönlich beteiligt. Lediglich zum Treffen von US-Präsident Biden mit Scholz, Starmer und Macron in Berlin war er nicht zugelassen. Er hielt sich zu dieser Zeit im nahegelegenen Holland auf, um für seinen Siegesplan zu werben, den er bereits wenige Tage zuvor dem Bundeskanzler unter vier Augen erläutert hatte.

      Die offizielle Vorstellung des Siegesplans erfolgte dann wenige Tage später, am 16. Oktober 2024, vor der Rada in Kiew. Um nicht missverstanden zu werden: Dieses ist expressis verbis ein Sieges- und keineswegs ein Friedensplan. Er soll mit einer zweiten sog. Friedenskonferenz westlicher Partner durchgesetzt werden. Von den Russen ist nicht weiter die Rede. Halten wir das im Hinterkopf, bevor wir betrachten, was angestrebt wird: a) Der Krieg wird 2025 (siegreich) zu Ende gehen. b) Der Waffen- und Finanznachschub aus dem Westen wird gesichert. c) Im Gegenzug werden Rohstoffvorkommen und Industrieanlagen in einem geheim gehaltenen Unterplan verwertet, auf gut deutsch: verpfändet oder verhökert. d) Der für wahrscheinlich gehaltene Abzug der US-Amerikaner aus Europa wird dadurch kompensiert, dass ukrainische Truppen in deren Positionen einrücken (jaja, ganz richtig gelesen).

      Es fällt nicht leicht, die Vorschläge Selenskyjs ernst zu nehmen. Sie klingen so, als würde hier ein strahlender militärischer Sieger Brosamen an die Alliierten verteilen, indem er ihnen Bodenschätze und militärische Hilfe anbietet. Die Ukrainer als Schutztruppen im westlichen Europa? Das klingt wie ein schlechter Scherz, zumal es eine ernst zu nehmende ukrainische Armee derzeit nicht mehr gibt. Wovon also redet dieser Mann? Er versucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, die europäischen Nato-Staaten in den Krieg mit Russland auf Teufel komm raus hineinzuziehen, und das ist nicht gerade neu. Bei Lichte betrachtet haben die Ukrainer nichts anzubieten. Die militärische Lage, auf die ich sogleich zu sprechen kommen werde, lässt das nicht zu.

(4) Die politische Lage der Kriegspartei Russland

Die politische Führung in Russland ist – entgegen immer wieder aufkommender Gerüchte in den westlichen Medien – unangefochten und stabil. Allen westlichen Verhandlungsaufwallungen zum Trotz vertritt eine Phalanx russischer Spitzenfunktionäre, dass es angesichts der Kriegslage nichts zu verhandeln gäbe. Ihre Kriegsziele stünden fest und würden derzeit erreicht: Inkorporierung der vier ex-ukrainischen Oblaste von Donjezk, Lugansk, Cherson und Saporoshje, die Entmilitarisierung, Entnazifizierung und Nato-Freiheit der Rest-Ukraine.

      Im Westen scheeläugig betrachtet, treiben die BRICS-Staaten, im Herbst im russischen Kasan versammelt, ihre wirtschaftlichen und finanzpolitischen Vereinbarungen voran. Die Zahl der Staaten die diesmal als Beobachter oder Anwärter anwesend waren, ist Ausweis dafür, wie weit inzwischen die Attraktivität dieses System der Entdollarisierung fortgeschritten ist. Wichtig für den neu auflebenden Ost-West-Konflikt: Das Aufnahmegesuch der Türkei wurde nicht angenommen, das finanzpolitisch bedeutsame Saudi-Arabien beschränkte sich auf eine Beobachterrolle. Wichtig für den Ukraine-Konflikt: Der Krieg wurde als eine russische Angelegenheit bezeichnet.

Zweiter Teil: Die Militärische Lage und die Manöver der Geheimdienste

(1) Die Lage im Frontbogen

Es haben sich, wenn man sich erst einmal an das stete langsame Vorrücken der russischen Armee in Richtung Dnjepr gewöhnt hat, keine neuen Besonderheiten ergeben. Die Taktik des Vorgehens bleibt stets dieselbe: Befestigte Plätze werden seitlich umgangen. Dies ist deswegen möglich, weil die ukrainische Armee nicht mehr genügend viele Truppen für den Aufbau einer durchgehenden Frontlinie à la Erster Weltkrieg besitzt. Die Feuerüberlegenheit der russischen Armee ist erdrückend, so dass die in den festen Plätzen konzentrierten ukrainischen Verbände und Einheiten von drei Seiten aus zusammengeschossen werden können. Entsprechend hoch sind die Verluste, die – übereinstimmend nach russischen und ukrainischen Angaben – nicht mehr durch Ersatz ausgeglichen werden können.

      Die russischen Angriffsbewegungen konzentrieren sich auf das vollständige Besetzen der vier für Russland reklamierten Oblaste. Andere großangelegte Offensivabsichten sind nach wie vor nicht zu erkennen.

(2) Die Lage im Sack von Kursk

Am Sonntag, dem 4. August 2024, brach, für die russische Seite offenbar überraschend, eine starke ukrainische Militärkolonne über die russische Grenze hinweg in Richtung Kursk durch. In den darauf folgenden Tagen wurde die Einbruchstelle auf mehrere Kilometer Breite und Tiefe ausgedehnt. Kursk, die Hauptstadt des betreffenden, gleichnamigen Oblasts wurde nicht annähernd erreicht – auch nicht auf Artillerieschussweite –, obwohl die verbreiteten Siegesmeldungen zunächst anders klangen. Bereits Mitte August 2024 wurden die Einbruchsstellen abgeriegelt. Die Kämpfe dort dauern bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Anfang November 2024) an.

      Über den Sinn der ukrainischen Kursk-Kampagne ist alsbald mit Erbitterung gestritten worden, vor allem auf der ukrainischen Seite und bei ihren westlichen Verbündeten, nachdem die erste Euphorie eines scheinbaren großen Sieges abgeklungen war. Der ukrainische Präsident sprach von einem Faustfand, das man in Händen halte, um die Russen im Falle von Friedensverhandlungen im Wege des Tausches zum Rückzug aus den besetzten Gebieten veranlassen zu können.

      Dieses Argument klang in dem Maße ab, wie es den Russen gelang, die eingedrungenen Verbände einzuschnüren und wie auf dem Manöverschießplatz Fahrzeug um Fahrzeug, Mann um Mann zu vernichten. Bilder, die aus diesem Kampfabschnitt an die Öffentlichkeit drangen, ließen keinen Zweifel aufkommen, mit welcher brutalen Konsequenz die Russen vorgingen. Kritiker aus den Reihen des höheren ukrainischen Offizierskorps monierten bald öffentlich, dass die Führung hier die letzten funktionstüchtigen Reserven verheizt habe, die nun an der Haupt-Verteidigungsfront im Donbass an allen Ecken und Enden fehlen würden.

      Dieser Kritik schlossen sich auch bald die westlichen Unterstützer, vor allem aus Großbritannien und den USA, an. Es wurde hinzugefügt, man sei von der ukrainischen Offensive vollkommen überrascht worden. Diese Stellungnahmen begegnen Glaubwürdigkeits-Bedenken. Diese verstärkten sich bis zur Überzeugung vom Gegenteil, nachdem am 2. Oktober 2024 Berichte von der Vorplanung der Kursk-Kampagne in die westliche Öffentlichkeit drangen. Hiernach wäre es so gewesen, dass im Februar 2024 im Atlantic Council die Idee des Einbruchs nach Russland entwickelt worden sei, weil die beteiligten Experten, einschließlich von zwei Ex-US-Botschaftern aus Moskau und Kiew, der Überzeugung Ausdruck verliehen hätten, ein plötzlicher Überfall in Richtung Kursk unter Einschluss eines Angriffs auf das dortige Atomkraftwerk werde die Herrschaft Putins zum Einsturz bringen.   Vorausgesetzt, dass diese Meldungen stimmen, lässt sich sagen, dass Prognosen dieser Art auf Wunschdenken beruhten, denn nach meiner Einschätzung bewirkte das Eindringen auf russisches Territorium beim russischen Volk das genaue Gegenteil des Gewünschten, nämlich eine engere Anlehnung an die Kriegführung des russischen Präsidenten. Ich halte zwar nicht viel von Spekulationen über die russische Seele, aber wenn sie überhaupt je sichtbar wird, dann in Fällen wo das russische Vaterland in Gefahr zu geraten droht. Ein Blick auf die Jahre 1941 ff. sollte Neugierigen zu denken geben.

(3) Der Kampf in der Tiefe des Raumes

Nach wie vor richten sich Luftangriffe beider Kriegsparteien (Raketen, Drohnen und zusätzlich auf russischer Seite Gleitbomben) gegen Einrichtungen der Energieversorgung und der Flug- und Raketenabwehr. Über die Ergebnisse lässt sich kaum etwas Verlässliches sagen. Unbestätigtem Vernehmen nach soll es in den Großstädten Charkow und Kiew zu Rationierung von Strom und Wasser gekommen sein.

       Nach ukrainischen offiziellen Angaben gegenüber der EU und den Nato-Staaten sei die Versorgung der gesamten restlichen Ukraine mit Elektrizität äußerst prekär. Hinzu kommt, dass Russland angekündigt hat, die immer noch bestehenden Lieferverträge für Erdgas über das Territorium der Ukraine, die zum Jahrsende vertragsgemäß ausläuft, nicht zu verlängern.

      Das seit Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 von russische Sicherheitskräften besetzte Kernkraftwerk Saporoshje, das von der russischen Rosatom betrieben wurde, ist seit geraumer Zeit heruntergefahren, weil es in unregelmäßigen Abständen beschossen wird. Beide Seiten bezichtigen einander hierfür der Täterschaft. Am 10. August 2024 haben zwei Drohnen eine der Kühlanlagen getroffen und schwer beschädigt, so dass ein Brand ausgebrochen ist. Die Lage des Kraftwerks wird zunehmend heikel. Von beiden Seiten, die wie üblich auf einander zeigen, kommt nach meiner Beurteilung nur das Regime in Kiew in Betracht.

      Ähnliches lässt sich für das russische Kernkraftwerk von Kursk feststellen. Einige Kommentatoren behaupten, die Zerstörung des Kraftwerks sei das eigentliche Ziel der ukrainischen Offensive Richtung Kursk gewesen, um durch Erzeugung einer Großkatastrophe die russische Seite friedenswillig zu machen. Die im russischen Fernsehen vorgeführten ukrainischen Kriegsgefangenen, die berichten, einen entsprechenden Sabotageauftrag erhalten zu haben, erwecken Zweifel.

Zweifel wecken auch die Meldungen im Oktober 2024 über angebliche Geheimgespräche zwischen beiden Seiten, die mit dem Ziel geführt würden, die Anlagen der Energieversorgung wechselseitig zu schonen. Die russische Seite widersprach unverzüglich, etwas später auch der ukrainische Verteidigungsminister.

(4) Geheimdienstaktionen

Der Angriff auf die deutsch-russische Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee im September 2022 wurde von mir und einigen anderen unverzüglich als US-amerikanische Sabotageaktion eingeschätzt. Dem hat im Laufe das Jahres 2023 Mainstream mit einer märchenhaften Geschichte von einem aus dem Ruder gelaufenen ukrainischen Sabotagekommando, das die Tat von Bord einer Segelyacht namens Andromeda ausgeführt habe, widersprochen. Diese Annahme ist fachlich so blödsinnig, dass es nicht lohnt, darauf einzugehen.

      In diesen Zusammenhang passt die Verlautbarung des CDU-Bundestagsabgeordneten Oberst a.D. Kiesewetter, der so zitiert wurde, dass – selbst wenn die Sabotagetat eine solche der Ukraine gewesen sein sollte – dies im Interesse Deutschlands geschehen sei. Der Mann ist zuvor bereits mehrfach mit der Forderung in Erscheinung getreten, die aus Deutschland zu liefernden Taurus-Marschflugkörper für den Einsatz im Inneren Russlands freizugeben. Mir liegt ein Schreiben deutscher Generalstäbler vor, die den Ex-Kameraden auffordern, auf den Boden der Realität zurückzukehren. Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

      Zurück zu Nord Stream: Mitte Oktober 2024 ist die US-amerikanische Täterschaft durch ein weiteres Detail bestätigt worden. Der bislang zum Schweigen veranlasste Hafenmeister von Christiansø – vor Bornholm gelegen –, John Anker Nielsen, sprach nunmehr öffentlich aus, was er aus eigenem Erleben weiß, dass nämlich das US-amerikanische Sabotageschiff USS Kearsarge kurz vor den Explosionen vor Ort war, wo es seine Navigationseinrichtungen abschaltete, und dass zudem US-amerikanische Seestreitkräfte den Dänen mit Gewaltandrohung vom späteren Tatort verscheuchten. Die Kearsarge ist eine schwimmende Sabotagefestung, bestückt mit Flugzeugen und unbemannten U-Booten. Sie hatte vor dem Einsatz am 17. September 2022 in Gdynia (Gdingen) in Polen festgemacht. Empfehle den US-deutschen Märchenerzählern von der ukrainischen Segelyacht, welche angeblich den Angriff fuhr, mal einen Blick auf diesen Koloss aus Stahl zu werfen, damit sie eine Ahnung von der Kriegs-Realität des US-Angriffs auf das deutsch-russische Energie-Projekt bekommen.

Schluss: Die AussichtenDie sog. Experten streiten zur Zeit, wie sich der Wahlsieg von Trump auf den Ukraine-Krieg auswirken werde. Ich halte all diese gelehrten Prognosen für Kaffeesatzleserei. Wir werden abwarten müssen. Nur eine Sache erscheint mir realistisch: Die Atlantiker bei uns müssen sich schleunigst neu ausrichten, sonst stehen sie plötzlich ohne Hintermann mit beiden Beinen in einem Krieg gegen Russland, den Deutschland nicht gewinnen kann.
©Helmut Roewer, November 2024

Sumenson

Ein Zwinkern der Weltgeschichte, oder: ohne Moos nix los – Eugenia Sumenson und des Kaisers Millionen

Stellen Sie sich vor, es hätte diese Frau nicht gegeben, die Oktoberrevolution 1917 hätte nicht stattgefunden.  Stimmt nicht? Na ja, aber lesen Sie selbst.

Eins

Menschenjagd

Dieses ist die Geschichte einer Menschenjagd. Doch keine Angst, alle Beteiligten sind längst tot, und der Jäger bin ich, der Autor. Die Jagd gilt Eugenia Sumenson. Sie war in den Jahren 1916/17 die finanzielle Drehscheibe für die an die Macht strebenden Bolschewiki in Russland. Den Grund für meinen Jagdeifer vermag ich ohne Mühe zu nennen: Diese Frau war in einem komplexen System der Heimlichkeit tätig, um das Gold des Kaisers, wie man damals sagte, in die Münze der Revolution umzurubeln. Oder, weniger poetisch: Sie betrieb die einschlägige Geldwaschanlage, auf die ich gleich zu sprechen kommen werde.

       Bei meinen ersten Recherchen zu dem Komplex der deutschen Finanzierung der Oktoberrevolution 1917 stieß ich vor rund 20 Jahren auf die üblichen Schwierigkeiten. Eine nicht gerade üppige Faktenlage wurde seit den 1950er Jahren von einem Forscher zum anderen weitergereicht. Neues und Tiefbohrungen blieben aus. Man kann das verstehen, denn ausgesprochen erschwerend war der Umstand, dass die Täter beider beteiligten Seiten kein Interesse daran hatten, das eigene fragwürdige Tun bei diesen Weltereignissen klarzustellen:

       Die deutschen Verursacher mauerten nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, da niemand in der Installierung des Sowjetregimes eine Ruhmestat erkennen mochte. Über das Schweigen der sowjetischen Seite muss man nicht lange räsonieren. Wer gibt schon gerne zu, dass er auf fremde Kosten unterwegs war, und ohne diesen Sponsor nichts gelaufen wäre.

Zwei

Die deutschen Hintermänner

Die Frage Wer-war-das? stellt sich jedem, der nicht daran glaubt, dass Geschichte sich nach den Marx’schen Determinanten abspielt, sondern für unumstößlich hält, dass es ganz normale Menschen sind, die das verursacht haben, was wir in der Rückschau einen historischen Augenblick nennen.

       Ich konzentrierte mich seinerzeit auf die deutschen Verursacher des russischen Desasters, denn als ein solches sehe ich noch heute die einschlägigen revolutionären Ereignisse in Russland an. Es waren zu meiner Verblüffung nicht irgend welche Geheimdienst-Finsterlinge, sondern ein knappes Dutzend hochrangiger kaiserlich deutscher Beamter aus dem Auswärtigen Amt und drei Gesandtschaften, nämlich denen aus Bern, Stockholm und Kopenhagen. Was sie erdachten, war der Systemsturz in Russland, um diesen Staat aus der Phalanx der Feindstaaten des Ersten Weltkriegs herauszubrechen – und zwar durch Anzetteln einer Revolution zugunsten einer zum Frieden bereiten sozialistischen Regierung.

       Diese für die stockkonservativen Würdenträger einer Monarchie, wie den Diplomaten Ulrich Graf Brockdorff Rantzau, nicht gerade auf der Hand liegenden Gedanken waren der Erkenntnis geschuldet, dass bereits im September 1914, nach nur fünf Wochen der Kriegführung, der für wunderbar gehaltene deutsche Schlieffen-Plan für eine Zweifronten-Kriegführung gescheitert war: Die Franzosen waren nicht in einem Blitzfeldzug niedergeworfen worden, und die russische Armee war überraschend rasch über die deutsche Ostgrenze vorgerückt. Der Krieg war demnach mit militärischen Mitteln nicht mehr zu gewinnen.

       Genau diese Erkenntnis zwang zu Überlegungen, die Feinde auf andere Weise unschädlich zu machen. Im Falle Russlands sollte das durch Revolutionierung im Innern und durch Aufwiegelung von dessen Randstaaten gegen die Zentralmacht geschehen. Ab Dezember 1914 konzentrierten sich die einschlägigen Bemühungen auf den Bolschewiki-Führer Wladimir Uljanow (Lenin), der in der Schweiz im Exil saß. Er war der einzige russische Revolutionär von Gewicht, der den sofortigen Kriegsausstieg propagierte.

       Alsbald war den Beteiligten klar, dass es auf Heimlichkeit und finanzielle Unterstützung ankam. Diese Erkenntnis bestimmte das praktische Tun. Eine Handvoll von dubiosen Leuten wurde als Handlanger unter Vertrag genommen.

Drei

Die russischen Hinterleute

Es ist eine eher theoretische Erwägung, welche der in einem mehrgliedrigen Revolutionierungs-Geschehen Beteiligten nun deutsche Agenten waren, und welche nicht. Hierüber ist viel gestritten worden. Für die russische Führung im Sommer des Jahres 1917 war es noch sonnenklar, dass Lenin & Co, die am deutschen Geldtropf hingen, feindliche, also deutsche Agenten seien.

       Die Prokuratur (= Staatsanwaltschaft) in Petrograd eröffnete im Zusammenwirken mit der militärischen Spionageabwehr im Juli 1917 ein Strafverfahren wegen Hochverrats (Zusammenarbeit mit dem Feinde) gegen diejenigen Bolschewiki, die nach ihrer Ansicht am deutschen finanziellen Gängelband liefen, allen voran Wladimir Uljanow, genannt Lenin, der sich dank deutscher Fahrkarte seit April 1917 wieder in der russischen Hauptstadt aufhielt, und Eugenia Sumenson, welche die Schatulle mit dem deutschen Geld unter ihrer Kontrolle hatte. Lenin gelang es unterzutauchen, Sumenson kam in Untersuchungshaft.

       Aus den Haftunterlagen sind wir insofern über das Geschehen unterrichtet, als es die Staatsanwaltschaft aus propagandistischen Gründen für richtig hielt, die Ermittlungsergebnisse noch vor Anklageerhebung zur Presse durchzustechen. Auf der Suche nach den einschlägigen Tageszeitungen wird man mit etwas Glück noch heute fündig, denn – ich sagte es bereits – die Bolschewiki, kaum an der Macht, hatten nichts dringlicheres zu tun, als möglichst alle Spuren des deutschen Geldes zu verwischen. Das gilt selbstredend und in erster Linie für die Akten. Die eine oder andere Zeitung hat die Geschichtsbereinigung überdauert. So die Zeitung Lebendiges Wort (Живое слово) vom 5. (18.) Juni 1017. Dort lautete die knallige Überschrift eines Artikels, der vermeintlich von einem ehemaligen zaristischen Häftling, in Wirklichkeit jedoch vom russischen Justizministerium geschrieben worden war: „Lenin, Ganezkij und Co sind Spione!“

       Wir behalten diesen Artikel und einen weiteren vom 9. (22.) Juli 1917 „Die Anklage des Verrats gegen Lenin, Sinowjew und andere“ im Auge, denn sie werden uns dazu dienen, wichtige Details aus dem Leben der Heldin der vor dem Leser liegenden Geschichte zu erfahren, von Eugenia Sumenson.

Vier

Die Geldwasch-Anlage      

Das Problem der deutschen Reichsleitung und der von ihr gesponserten bolschewistischen Revolutionäre war der Geld-Transfer. Es mussten Goldmark nicht nur nach Russland geschafft, sondern zugleich in Rubel gewechselt werden. Nach Anlaufschwierigkeiten wurden zwei Tarnfirmen installiert, mit deren Hilfe das Allfällige organisiert wurde.

       Auf deutscher Seite handelte es sich um die in Kopenhagen, später in Stockholm angesiedelte Handels- og Exportkompagniet. Sie stand unter der Leitung des ehemaligen russisch-deutschen Sozialisten und Abenteurers Alexander Helphand, Deckname: Parvus. Auf der russischen Seite wurde in Petrograd (= St. Petersburg/Leningrad) die ursprünglich in Warschau ansässige Handelsgesellschaft Fabian Klingsland S/A tätig. Diese zwei Firmen führten dann tatsächlich den zwischen Deutschland und Russland beiderseits strikt verbotenen Handel mit raren Waren durch: Aus Deutschland kamen bevorzugt Medikamente, aus Russland Gummi. Beide Firmen nutzten zur Geschäftsabwicklung Konten bei der Nya-Bank in Stockholm.

       Die Firma Fabian Klingsland unterhielt in Petrograd auch ein Apothekenlager. Medizin-Produkte waren in Russland tatsächlich rar, und wohlhabende Russen waren gewillt, nahezu beliebige Preise zu zahlen. Die Gewinnspanne bei Klingsland war entsprechend hoch, sodass beträchtliche Überschüsse erwirtschaftet wurden und für die Zwecke der Bolschewiki zur Verfügung standen. Diese Gewinne hatten den Charme, dass man ihnen nicht ansah, dass ihr Ursprung das deutsche Sponsoring war.

       Wie sich später herausstellen sollte, war diese Art der Tarnung vortrefflich gelungen, denn sie war geeignet, die Herkunft der Gelder unaufklärbar zu verschleiern. Ein hieb- und stichfester Nachweis, dass es sich hier um zweckgebundene Revolutionierungs-Subventionen handelte, scheint jedenfalls im Sommer 1917, in der kurzen Phase der Ermittlungen, nicht gelungen zu sein. Noch heute beruft sich in Russland und in Deutschland alles, was links und edel ist, auf dieses Defizit. Als ob es darauf ankäme.

       Geht man hingegen den Dingen von der anderen Seite nach, also von der Geldquelle, oder noch genauer: der deutschen Staatskasse, so kommen Zahlungen in Höhe von etlichen Millionen Goldmark ans Licht. Die Akten des Auswärtigen Amtes lassen wenig Spielraum. Sie wurden durch Aussagen des sozialistischen Abgeordneten Eduard Bernstein ergänzt, der den strikt geheim gehaltenen Fundus bald nach Kriegsende 1918/19 kontrollierte, zu einer Zeit also, als noch nicht die spätere Bereinigungen durch die westalliierten Sieger des Zweiten Weltkriegs für eine Ausdünnung des Akten-Bestandes gesorgt hatte.

Fünf

Die Geld-Wäscherin

Nun sind wir nach diesen scheinbaren Umwegen bei der Hauptperson angekommen. Eugenia Sumenson wurde etwa 1880 im Russischen Reich geboren, höchstwahrscheinlich in Warschau. Damit sind wir bereits am Ende der harten Fakten angelangt. Schon die Namensschreibung dieser Frau ist unsicher. Manche schreiben die russische Namensversion Jewgenija Mawrikijewna Sumenson (Евгения Маврикиевна Суменсон), den Nachnamen zuweilen auch mit dem runden S, also Зуменсон, und schließlich auch Samuelson (Самуелсон). Dieser letztere, ein jüdisch klingender Name ist vermutlich der Geburtsname, während Sumenson der finnisch oder schwedisch klingende Ehename ist, was mit ihrer Eigenangabe nach der Festnahme insofern zusammenpasst, als sie angab, sie sei eine Witwe, zudem lutherischen Glaubens, was sie ursprünglich kaum gewesen sein dürfte. Aus ihrer Vernehmung durch die Staatsanwälte in Petrograd stammen die am wenigsten ungenauen Angaben über ihr Leben:

Jewgenija Mawrikijewna Sumenson, eine bürgerliche Frau in Warschau, 37 Jahre alt, eine lutherische Frau, eine Witwe, ich habe keine Kinder, ich habe keine Immobilien, ich war nicht vor Gericht, absolvierte das Warschauer Frauengymnasium, lebte dauerhaft in Warschau und ungefähr einen Monat vor der Eroberung Warschaus zog ich nach Petrograd.

Zugegeben, der Stil ist gewöhnungsbedürftig. Der Text deutet darauf hin, dass hier von eiliger Hand einiges zu Veröffentlichungszwecken zusammengeschustert worden ist.

Es geht im Weiteren um die Firma Fabian Klingsland, deren Angestellte die Sumenson war. Lange habe ich angenommen, es sei eine Scheinfirma gewesen. Doch das ist falsch. Es gab diese Firma tatsächlich und ihr Inhaber war kein Phantom, sondern ein wohlhabender jüdischer Kaufmann in Warschau, dessen Grab heute noch existiert. Ich bin durch puren Zufall auf die Einzelheiten gestoßen, nämlich bei einem Besuch des Impressionisten-Museums von Rouen. Das liegt in Nordfrankreich. Ich gebe zu, dass ich meinen Augen nicht traute, als ich in einem Katalog den Namen Fabian Klingsland fand und auch noch ein Foto dazu, das den Mann mit zweien seiner Töchter zeigt, aufgenommen vor dem Ersten Weltkrieg. Der Grund für die Abbildung war nicht dieser Mann, sondern eine der Töchter, die sich als Malerin Meta Muter nannte.

       Kurzum, so konnte ich mich, wie man so sagt, weiterhangeln und stieß dabei auf folgende bezeichnende Einzelheiten:  Klingsland war ein Warschauer Händler, der ein Vermögen mit dem Import von Babynahrung der schweizerischen Firma Nestlé gemacht hatte. Eine seiner Töchter, gewiss eine gute Partie, heiratete in eine andere wohlhabende jüdische Familie in Warschau ein, die Fürstenbergs. Heinrich Fürstenberg, der Schwiegersohn von Klingsland, wurde, auch nichts Sensationelles, Teilhaber des Alten.

       Jetzt muss der Leser ein bisschen Luft holen, um den Faden nicht zu verlieren: Heinrich Fürstenberg hatte einen Bruder namens Jakob, der selbstredend auch Fürstenberg hieß, jedoch irgendwann nach der Jahrhundertwende vermied Jakob, der Revoluzzer, seinen richtigen Namen. Er nannte sich fortan Jakub Ganezkij. Oder, je nach geforderter ortsüblicher Schreibweise: Ganetzki, Ganetsky, Hanecki oder was es sonst noch für Varianten geben mag. Wir bevorzugen hier die russische, also Jakub Ganezkij (Яакуб Ганецкнй).

       Ganezkij hatte frühzeitig einen engen politischen Kumpel. Das war Wladimir Uljanow, ein politischer Außenseiter und Spross aus dem russischen Dienstadel, der sich als quasi-anonymer Autor seit etwa 1901 N. Lenin nannte. Ganezkij wurde einer seiner engsten Vertrauten. Die Verbindung hielt bis zu dessen Machtergreifung und darüber hinaus. Immer wenn es etwas zu deichseln gab, womit der Meister sich nicht kompromittieren mochte, dann musste Ganezkij ran. Das galt besonders für die Zeit der Geldsorgen, als Lenin ab Kriegsbeginn bis zum April 1917 relativ verbindungslos und nahezu bedeutungslos im schweizerischen Exil saß oder, wenn man so will: festsaß.

       Jetzt kam Ganezkijs große Stunde. Er kannte den bei Kriegsbeginn aus der Türkei nach Deutschland zurückgekehrten Alexander Helphand. Der Leser erinnert sich: Das ist der, der dem Auswärtigen Amt versprochen hatte, die Revolutionierung Russlands mit deutschem Geld voranzutreiben. Er hatte deswegen Tarnfirmen in Kopenhagen und Stockholm gegründet. Jetzt fehlte nur noch das korrespondierende Spundloch nach Russland hinein.

       Wer genau wem die zündende Idee eingeblasen hat, ist nicht überliefert. Einer von beiden, Helphand oder Ganezkij, muss es gewesen sein. Sie erörterten, wie es wohl gehen müsste, das Geld zu transferieren (und dabei selbst nicht zu kurz zu kommen). Ganezkijs Bruder, Heinrich Fürstenberg, war, wie wir schon sahen, Teilhaber einer real existierenden, eingespielten Importfirma. Der hatte der Ausbruch des Ersten Weltkriegs einen Strich durch ihren lukrativen Rechnungen gemacht, denn die Grenzen zwischen dem Zarenreich und den Mittelmächten Deutschland und Österreich-Ungarn waren für Normalsterbliche unpassierbar geworden. Mit dem Import aus der Schweiz war also Schluss. Man müsste, so sinnierten beide, die Firma in die russische Hauptstadt verlegen, denn in Warschau würden in absehbarer Zeit die Deutschen einmarschieren.

       Aber das Firmenschild in Warschau abschrauben und in St. Petersburg-Petrograd wieder anbringen, das würde nicht ohne weiteres gehen. Da würde die Polizei ein Wort mitreden und kein gutes, denn in der russischen Hauptstadt bestand seit Jahren ein kompromissloses Zuzugsverbot für Juden. Nicht nur meinte die Obrigkeit, dass es bereits übergenug viele Juden dort gäbe, auch war sie überzeugt, dass aus diesem Personenkreis das Gros der zur Gewalt neigenden Revolutionäre hervorgegangen sei. Inwieweit dieses Vorurteil auf bestimmten Erfahrungen beruhte, lasse ich hier mal dahingestellt.

       Wie dem auch sei: Ganezkij wusste Rat. In der Firma Klingsland in Warschau arbeitete seit Jahren eine junge Witwe, eine Cousine übrigens. Sie war dort als Fremdsprachen-Korrespondentin angestellt, hatte keine Kinder und war bestens geeignet, Knall auf Fall nach Petrograd umzuziehen. Für sie galt das lästige Zuzugsvorbot nicht, denn sie war – wie ich annehme: seit ihrer Heirat mit Sumenson – eine Protestantin. Ob sie bei solcher Gelegenheit getauft wurde, weiß ich nicht, möglich wäre es.

Sechs

Der Plan wird Wirklichkeit

Die heimlichen Verbündeten ließen keine Zeit unnütz vergehen. Einen Monat vor dem deutschen Einmarsch in Warschau, man schrieb den 5. August 1915, zog Eugenia Sumenson von Warschau nach Petrograd. Sie residierte fortan in einer Datscha in Pawlowsk, eine knappe Eisenbahnstunde von der City von Petrograd entfernt, wo sie zusätzlich eine 4-Zimmer-Wohnung anmietete. Damit war der erste wichtige Schritt getan. Weitere folgten. So das Treffen aller Beteiligten in Kopenhagen 1916. Am Tisch saßen die für den Deal notwendigen Personen, und nur diese: die beiden Fürstenbergs, einer, Heinrich, war der Firmenmiteigentümer von Fabian Klingsland, der andere (Jakub Ganezkij-Fürstenberg) der Emissär Lenins. Mit von der Partie auch der Agent der deutschen Reichsleitung Alexander Helphand sowie die künftige Operateurin der Gelddrehscheibe in Petrograd, Eugenia Sumenson, und schließlich Lenins Geld-Entgegennehmer und -Weiterverteiler in Petrograd, der polnische, in der russischen Hauptstadt zugelassene Rechtsanwalt, Mieczyslaw Koslowski. Es gab also fünf Personen, die Bescheid wusste, genau fünf und nur diese.

       Wie gut diese Geldbeschaffungsmaschine funktionierte, lässt sich am Umstand ablesen, dass eine Druckerei gekauft und fortan bolschewistisches Propagandamaterial in Russland, vor allem in seiner tonangebender Hauptstadt in Hülle und Fülle gedruckt und verteilt werden konnte. Über die Wichtigkeit und den Einfluss der zersetzenden bolschewistischen Propaganda sollte man wenig Zweifel haben.

       Auch die siegreichen Bolschewiki wussten das, und sie wurden nicht müde, in ihren Heldensagen die Geschichte der Prawda (Правда) zu erzählen. Ein bisschen schlechtes Gewissen hatten sie hierbei schon, denn sie sahen sich veranlasst, über die Herkunft der Druck- und Verteilungskosten ungefragt Auskunft zu geben. Es seien Parteispenden der werktätigen Massen gewesen. Sie vertrauten bei diesem Märchen darauf, dass sich niemand daran erinnern würde, dass es diese Arbeitermassen hinter den Bolschewiki nicht gab, denn diese waren kraft eigener Überzeugung keine Massenpartei à la deutscher Sozialdemokratie, sondern eine elitäre Gruppe von Berufsrevolutionären. Das waren sie wirklich. Alles andere ist Unsinn.

Sieben

Aus der Traum

Im Juli 1917 kippte die Geldwaschanlage auf. Stellt sich die Frage, warum und warum nicht früher. Ich kann hierzu nur Vermutungen äußern, die sich auf einige dürftige Quellen von Überlebenden stützen.

       Die Auslandsabteilung der russischen Geheimpolizei (Ochrana – Охрана) hatte keine Illusionen, was die Gefährlichkeit des im schweizerischen Exil lebenden Lenin betrifft. Sie überwachte ihn, so gut sie vermochte, mit Spitzeln, die über sein woher und wohin regelmäßig berichteten. Doch nach der Februar-Revolution von 1917 war die Messe gelesen. Denn wenn es jemanden gab, der aufgrund dieses Ereignisses um sein Leben fürchten musste, so waren es die Mitarbeiter der russischen Sicherheitsbehörden. Sie flogen Knall auf Fall raus, viele von ihren wurden kurzerhand ermordet und ihre Akten in Petrograd unter dem Applaus des Straßenpublikums in einen Scheiterhaufen verwandelt.

       Ich kann also nicht mit Bestimmtheit sagen, ob man von der Existenz des Geldverschiebebahnhofs bereits 1916 etwas mitgekriegt hatte. In den Überresten des Fahndungsbuchs der Spionageabwehr für das Jahr 1916 habe ich die Verantwortlichen jedenfalls nicht entdecken können. Ich bedaure das auch deswegen, weil ich zu gerne ein Foto der Sumenson in Händen gehalten hätte.

       Der Anstoß, auf die Geldwäscher schließlich aufmerksam zu werden, kam von außen und durch ein äußeres Ereignis. Es handelt sich um Lenins Rückkehr nach Russland, die im April 1917 von der deutschen Reichsleitung organisiert und in die Tat umgesetzt wurde. Dem französischen Auslandsdienst und der Spionageabwehr der russischen Armee schwante bei diesem Ereignis nichts Gutes.

       Die französischen Abhör-Spezialisten, die auch in Petrograd eine heimliche Dependance errichtet hatten, bekamen bei der Gelegenheit einen seltsamen telegraphischen Nachrichten-Verkehr zu fassen, den sie an die (noch) verbündeten Russen durchreichten. Hierbei ging es etwas kryptisch um Anforderungen und Bestätigungen für irgendetwas, auf jeden Fall um einen Informations-Austausch zwischen Ganezkij in Stockholm und Sumenson in Petrograd.

       Die verbliebenen Abwehrleute unter dem russischen Obristen Boris Nikitin hatten bald keinen Zweifel mehr, hier floss Geld, das sodann weitergereicht wurde. Als Spinne im Netz orteten sie zurecht Eugenia Sumenson. Ebenfalls zutreffend stellten sie fest, dass diese in einer Datscha in Pawlowsk hauste oder in der Wohnung des polnischen Rechtsanwalts Koslowski anzutreffen war. Zunächst dachte man sich nur sein Teil und grinste, dann aber sickerte allmähliche der Verdacht in die Hirne der Ermittler, dass dies keine erotische Beziehung sei (oder nicht nur), sondern dass hier revolutionäre Profis mit Geld jonglierten, das dazu diente, Bares an die Genossen weiterverteilen zu können. Allein auf Koslowskis Konto bei der Sibirischen Bank befanden sich zum Zeitpunkt seiner Festnahme über 2.000.000 Rubel.

       Nun wäre immer noch nicht eingeschritten worden, denn die Militärs hatten im revolutionären Russland keine Befugnis dies zu tun und die neu gebildeten Volksmilizen hatten keine Lust dazu. Das änderte sich schlagartig am 3. (15.) Juli 1917 als Lenin seine bewaffneten Kader gegen die Vorläufige Regierung losschlagen ließ. Der Putsch-Versuch scheiterte kläglich. Er bewirkte indessen, dass die Doppelherrschaft aus Vorläufiger Regierung und Arbeiter- und Soldatenräten plötzlich darin einig war, jetzt unnachgiebig gegen die Putschisten vorzugehen.

       Lenin entfloh ohne Bart, dafür mit Perücke und Landarbeiter-Kluft im letzten Moment in die Wälder Finnlands. Die Sumenson hingegen kam zusammen mit einem guten Dutzend Bolschewiken in U-Haft. Dort verblieben sie bis September. Da fand ein weiterer überraschender Putschversuch statt, nämlich der des Generals Kornilow gegen die von der Duma eingerichtete Vorläufige Regierung. Deren Macht zerbröselte zusehends. Als sie gegen den putschenden General Hilfe suchte, fand sie solche bei den zuvor wütend bekämpften Bolschewiki. Eine Hand wäscht die andere: die bis vor Tagen noch mit der Hinrichtung bedrohten Hochverräter kamen Knall auf Fall auf freien Fuß. Von dem für Oktober terminierten Prozess sprach niemand mehr. Oder doch fast niemand.

       Mir ist schleierhaft, wie es die nur noch mühsam strampelnde Vorläufige Regierung angesichts des im Lande und in der Hauptstadt herrschenden Chaos fertigbrachte, eine Dokumenten-Sammlung ihrer Herrschaft edieren und herauszubringen zu lassen. Sie kam, soweit man weiß, bis Band 21, dann blieb ihr nach Lenins November-Putsch (= Oktoberrevolution) nur noch die Flucht. Ich erwähne diese Edition, weil in ihrem 18. Band, von dem ich bislang lediglich Rudimente entdecken konnte, das Vernehmungsprotokoll der Sumenson enthalten sein muss, in dem diese als einzige der Angeklagten eine Aussage zur Sache machte. Sie räumte hierin den Geldtransfer ein. Im Oktober 1917 kam sie dann als letzte der angeklagten Hochverräter gegen Kaution auf freien Fuß.

       Was war nun fürderhin mit den deutschen Zuwendungen? Das im Juli 1917 vorgefundene Geld wurde beschlagnahmt, doch es gelang nicht, den weiteren Geldfluss an die Bolschewiki zu stoppen. Vielmehr hatte Lenins neuer Statthalter in Stockholm, Karl Radek, alsbald andere Kanäle installiert. Das Geld erhielt er jetzt aus der dortigen deutschen Gesandtschaft (von einem gewissen Svenson, Klarname: Hans Steinwachs) und leitete es nach Umtausch in Rubel mit Kurieren über die russische Grenze. Die erneut heimlich und in großer Stückzahl gedruckte Prawda (sie hieß in dieser Zeit: Rabotschij i Soldat – Рабочий и Солдат) erschien wieder wie gehabt, und Anfang November 1917 gelang der nunmehr besser vorbereitete zweite Putsch des Wladimir Lenin. In Sowjet-Russland begann die Neue Zeit.

Acht

Der Dank des Vaterlandes der Werktätigen

Bleibt noch zu klären, was mit den Geldwäschern geschah. Alexander Helphand zog es vor, nicht erneut ein Leben in Russland auszuprobieren. Er ist in Berlin eines natürlichen Todes gestorben. Der polnische Rechtsanwalt Koslowski blieb in Sowjetrussland, machte sich verdient, indem er den Vorschriften-Apparat der neuen Geheimpolizei, der Tscheka, entwarf. Auch er starb bald eines natürlichen Todes. Nicht so Lenins Vertrauter, Jakub Ganezkij. Es half ihm nichts, dass er vor einem Parteigericht die Bekanntschaft mit der Sumenson leugnete und sie abwertend als einen dicken Ofen bezeichnete. Er musste in der Sowjethierarchie bis 1937 eine Stufe nach der anderen nach unten klettern, dann wurden er, seine Frau und sein Sohn auf Stalins Geheiß vom NKWD verhaftet und erschossen, die Tochter kam mit langjähriger Lagerhaft davon.

       Und die Sumenson? Sie verschwand von der Bildfläche, so als hätte es sie nie gegeben. Auf einer russischen Frauenrechts-Seite fand ich sie vor Jahr und Tag abgebildet, aber ich habe starke Zweifel, dass das verschwommene Bild authentisch ist.

       Mehrfach las ich die Behauptung, dass Sumenson die Große Säuberung 1936-39 nicht lebend überstanden habe. Andere wollen wissen, sie sei in die USA ausgewandert und habe in einer jüdischen Gemeinde in New York ihr Leben beschlossen. Ob’s stimmt. Wer weiß.

©Helmut Roewer, August 2023

Hinweis auf ausgewählte Quellen:

Wladimir Burzew: Borba za svobobnuju Rossiju. Moi vospominanija  1882-1924 [Der Kampf um ein freies Russland. Meine Erinnerungen aus den Jahren 1882-1924]. Berlin 1924.

Michael Futrell: Northern Underground. Episodes of Russian Revolutionary Transport and Communications through Scandinavia and Finland 1873-1917. London 1963.

Ганецкий Я. [Jakow Ganezkij]: Воспоминания о Ленине [Woslominanija o Leninje – Erinnerungen an Lenin]. Moskwa 1933.

W.K. von Korostowetz: Lenin im Hause der Väter, Berlin 1928, S. 271-284.

Космач Вениамин Аркадьевич/П. М. Машерова. Журнал Псковский военно-исторический вестник № 2/2016 [Kosmatsch Weniamin Arkadjewitsch/P. M. Masherov: Zeitschrift Pskow Militärhistorisches Bulletin Nr. 2/2016]; https://zapadrus.su/rusmir/istf/1657-bolsheviki-i-germaniya-v-gody-pervoj-mirovoj-vojny.html.

Gustav Mayer: Erinnerungen. Vom Journalisten zum Historiker der deutschen Arbeiterbewegung. Mit Erläuterungen und Ergänzungen, einem Nachwort und einem Personenregister von Gottfried Niedhart. Nachdruck der Ausgabe Zürich/München 1949. Hildesheim/Zürich/New York 1993.

B[oris] V[ladimirovich] Nikitine [i.e. Boris Wladimirowitsch Nikitin]: The fatal Years. Fresh Relevations on a Chapter of Underground History. With a Preface by Alfred Knox. London 1938. Nachdruck: Westport/Connecticut 1977.

Fritz Platten: Lenins Reise durch Deutschland im plombierten Wagen. Frankfurt 1985.

Stefan T. Possony: Lenin, Gütersloh, 1965, S. 282-298.

Kurt Riezler: Tagebücher, Aufsätze, Dokumente. Eingeleitet und herausgegeben von Karl Dietrich Erdmann. Göttingen 1972.

Winfried B. Scharlau/Zbynèk A. Zeman: Freibeuter der Revolution. Parvus-Helphand. Eine politische Biografie. Köln 1964.

Виктор Штанько: Философский взгляд на …  Том 5 (продолжение) [Wiktor Schtanko: Ein philosophischer Blick auf… Band 5 (Fortsetzung); https://leninism.su/lie/5153-filosofskij-vzglyad-na-tom-5.html.

FSuenson1 edor Stepun: Das Antlitz Russlands und das Gesicht der Revolution. Aus meinem Leben 1884-1922. München 1961.

A.T. Wassiljew: Ochrana. Aus den Papieren des letzten russischen Polizeidirektors. Zürich/Leipzig/Wien 1930.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XIV

31. Juli 2024

Retourkutsche: Nachdem die Ukraine vergangene Woche die Zufuhr russischen Öls über die Pipeline Drushba II nach Ungarn und in die Slowakei gesperrt hatte, fließt in Gegenrichtung ab kommender Woche kein slowakischer Diesel mehr in die Ukraine.

Retourkutsche (2): Nachdem am Wochenende Orbán die Polen als Eckpfeiler einer europafeindlichen Achse Washington-London-Warschau bezeichnet hatte, wird er von den Exponenten der polnischen Regierung öffentlich aufgefordert, die EU und die Nato zu verlassen. Da kann man nur über die Oder rufen: Bedenke, was du dir wünscht, es könnte gewährt werden.

30. Juli 2024

Diktator Maduro hat am Wochenende seinen Wahlsieg per Dekret verordnet. Jetzt sieht er sich berechtigt, weitere 6 Jahre das einst prosperierende Venezuela in Grund und Boden zu ruinieren. Das wundert wenig, doch interessieren würde mich, wer genau in den USA dies Mirakel begleitend ermöglicht hat. Hatte das muster-sozialistische Land lange schon aus meinem Kopf verdrängt. Jetzt bin ich neugierig.

Wochenende (2): Den Mitschnitt des Wahlkampf-Auftritts (Ralley) von Trump in St. Cloud/Minnesota betrachtet (anderthalb Stunden von vier). Die Begeisterung von Abertausenden lässt sich nicht spielen. Unmöglich. Die Aussagen des Matadors sind und bleiben simpel: Arbeit, Wohlstand, Sicherheit, Frieden. Die Rezepte: Grenzen dicht, einschließlich Handelsbarrieren, Massen-Deportation der Illegalen, die nur Geld kosten und Arbeitsplätze wegnehmen, sofortige Beendigung aller Kriege, Sicherung des Landes durch bedrohlich starke Streitkräfte.

Wochenende (3): Die Verhöhnung des Christentums als staats-offiziellen Olympia-Auftakt in Paris finde ich konsequent. Emmanuels Hofstaat spiegelt sich im Gigantischen in einer schwulen Blasphemie. Ludwig XVI. grüßt kopflos aus seinem Grabe. Unterm Strich: Die Grande Nation ist nichts als eine lächerliche Worthülse – ähnlich blödsinnig, als würde man hierzulande von Großdeutschland sprechen.

29. Juli 2024

Aus der Zellerzeitung von heute Nacht: „Bundesregierung im ZDF-Sommerinterview: ,Wir werden die Probleme vermehren, damit sie kleiner erscheinen‘.“ Vor mich hin gegrinst. So, jetzt zu den wirklich schlechten Nachrichten.

Schlecht (2): Die Demokraten in Kiew haben die russische Öl-Pipeline Drushba II, die auch über ukrainisches Territorium führt und Ungarn und die Slowakei mit Russenöl versorgt, in der vergangenen Woche abgeklemmt. Kann mir nicht vorstellen, dass dies ohne Genehmigung der Demokraten aus Brüssel geschah. Auch halte ich für möglich, dass dort die Anstifter zu finden sind. Bleibt die Frage, ob diese beiden vom Wirtschaftskrieg betroffenen Länder (Ungarn und die Slowakei) zum Gegenschlag ausholen und die Westukraine von der Stromversorgung, die mit Masse von ihnen sichergestellt wird, abklemmen.

Schlecht (3): Sind die Nachrichten über das Kiewer Mündel und seine Finanzen (Das Folgende ist ein Extrakt aus Mária Szentmagyari: Woher kommt das Geld, um den Ukraine-Krieg weiter zu finanzieren? [Epoch Times, dt. Ausg., vom 27.7.2023]). Das Land ist ein Fass ohne Boden. Staatliche Hauptgläubiger sind die USA und Deutschland (74 bzw. 34 Mrd. $). Immerhin: Beträchtliche Teile der Almosen fließen zurück in die jeweils heimischen Waffenschmieden. Doch daneben gibt es auch richtige Geldgeber, zu Beispiel diese hier: Microsoft, Amazon, Epic Games, Ikea, H & M, Bayer, Google, BP, Johnson & Johnson, TikTok. Und natürlich die Vermögenspekulanten wie Black Rock und Confratres. – Tja, manches davon leuchtet mir auf Anhieb ein. Aber eben nur manches. Klar ist lediglich, dass es keine Chance für den Frieden gibt, denn die Hyänen des Schlachtfeldes haben die ab 2024 anstehenden Rückzahlungen um fünf Jahre verschoben. Also: kein Frieden, es sei denn, Russland erzwingt ihn.

28. Juli 2024

Am 19. Juli wurde in Lemberg Irina Farion (*29.4.1964) durch einen Kopfschuss ermordet. Ihr Russenhass hatte diese Ultra-Nationalistin und Maidan-Mitputschistin von 2014 nunmehr so weit getrieben, dass sie zur Tötung von Russisch-Sprachlern aufrief. Dass sie selbst Todfeinde hatte, wundert also nicht. Schwer zu sagen, ob dieser Mord, über das Symbolische hinaus, Folgen für den Ukraine-Staat und den Krieg mit Russland haben wird.

Ostfront (2): In einem Wahl-Video rufen seit vorgestern die Blauen hier im Zwergstaat zum Frieden mit Russland auf und behaupten dreist, es gebe nur zwei Geschlechter. Wo bleiben denn da die verfassungsschutz-relevanten Menschenrechte und das mitten in dem Putin sein Angriffskrieg?

27. Juli 2024

Als – lang ist’s her – die deutschen Trümmerfrauen damit anfingen, ihre Kopftücher abzulegen, mit denen sie ihre ungewaschenen Haare verborgen hatten, verschluckten die herumlümmelnden GIs vor geilem Erstaunen ihre Kaugummis und sprachen vom Frauleinwunder.

Fräuleinwunder (2): Die heutigen Heldinnen beeindrucken weniger durch ihre bewusst zur Schau gestellten Weiblichkeit, sondern durch Dummheit und quäkende Stimmen, mit denen sie auf ihre Geistesgaben öffentlich hinweisen. Beispiel? Ja gerne: Da hat ein gewisser J.D. Vance vor kurzem erst von Angesicht zu Angesicht eines der deutschen Vorzeige-Fräuleins in erlauchtem Kreise in München völlig respektlos angegangen und der Dummheit geziehen, die grüne Ricarda L., von der ich mich hüten werde, sie als dick zu beschreiben. Frage mich allerdings, ob es zulässig wäre, sie im Spaß als Biotonne zu bezeichnen. Ich entscheide mich dagegen, obwohl mir ein Leser angeraten hatte, es zu tun, weil die Biotonne vor meinem Haus braun ist.

Fräuleinwunder (3): Nehme mal an, dass die als Injurien empfundenen Auslassungen von J.D. Vance das Fass beim Ullstein-Verlag zum Überlaufen gebracht haben, so dass dieser das Bestseller-Buch des Amis aus dem Programm nahm, als diese Autobiographie  „Hillbilly“-Dings drohte, auch in D zum Verkaufserfolg zu explodieren. Indessen: Das Rausnehmen ist, bei Lichte betrachtet, eine Lüge, denn das Buch wird jetzt in einem Klein-Label derselben Verlagsgruppe weitererscheinen. Wie nennt man das? Vera…g des Publikums.

Fräuleinwunder (4): Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich Vance die Feindseligkeit, die ihm jetzt aus D entgegenschlägt, nicht merken sollte, bloß weil er eines Tages Präsident der USA geworden sein wird. Kann mir allerdings gut vorstellen, dass die deutschen Fräuleins sich das nicht vorstellen können, was ihnen da droht – und unserm Land.

26. Juli 2024

Das Lahmlegen von Millionen von Microsoft-gesteuerten Computeranlagen weltweit vor einigen Tagen sei, so merken Medien in der gewohnt beschwichtigenden Teil-Berichterstattung an, einem Update-Versehen eines Unternehmens namens Crowdstrike geschuldet. Die Firma installiert bei Großkunden Sicherheits-Software, die vor fremden unerlaubten Eingriffen schützen soll. Es entbehrt nicht der Komik, dass ein K.o.-Schlag, den sich der Wachposten selbst verpasst, das Schutzobjekt zum Einsturz bringt. Es zeigt sich zudem, welche Macht sich solche Software-Schützer unkontrolliert anmaßen, ohne dass dem Beschützten ein Schutz hiergegen zur Verfügung steht.

Crowdstrike (2): Erst habe ich den Namen überlesen, dann kam mir der vage Verdacht: die kennst du doch. Richtigerweise muss ich einräumen, dass es mein Arbeitsrechner ist, der sich gestern präziser erinnerte. Es war 2016, mitten im seinerzeitigen US-Präsidenten-Wahlgeschehen, dass die Partei der Demokraten Schwierigkeiten mit ihren Datenbeständen hatte, als aus deren Innenleben offenbar wurde, welcher Praktiken man sich dort bediente, um Unliebsame beiseite zu räumen. Zwei Dinge fielen mir auf: Es war die Firma Crowdstrike, die den Demokraten-Daten-Hort angeblich schützte, und sie war es auch, die eine Lawine lostrat, nämlich die Behauptung, dass es die Russen mit einem hochgeheimen Programm seien, mit dem sie einen gewaltigen Daten-Hack begangen hätten, woraus dann der angebliche Daten-Verbrecher Assange seine Wikileaks-Plattform bestückte. – War gelogen: der Verräter war ein Innentäter.

Crowdstrike (3): Seinerzeit interessierte mich beim Schreiben von Spy Gate, wo denn diese Firma plötzlich herkam, bevor sie in die erste Reihe rückte. Geld und Einfluss stammten von wohlbekannten Namen aus der Nobelgarde der neureichen Datenmonopolisten. Ein Schelm, der dabei Schlechtes denkt.

25. Juli 2024

Wie Kai aus der Kiste: Sitzt Joe – Schnitt – 11 Minuten – Schnitt – im Oval Office und versichert sich, der Nation und der Welt, dass er nicht aus gesundheitlichen Gründen auf die Kandidatur verzichtet hat. Nein, ihm geht’s gut, er ist fit for the job. Das Vorher und das Nachher des Auftritts bleibt gnädig dem Auge des Betrachters entzogen.

Kiste (2): Wird nicht mehr ausgepackt, um die halbleeren Regale im Globus in Isserstedt bei Jena zu füllen. Urlaubszeit oder Endspiel? Der 10 km westlich entfernte real kurz vor Schilda sah auch erst so aus, jetzt ist der dicht.

Kiste (3): Dort in der Intelligenzabteilung in Isserstedt kaufe ich eine sehr schöne Ausgabe der Selbstbetrachtungen des römischen Kaisers Mark Aurel vom Wühltisch, eingebettet zwischen dem Marxschen Kapital und den üblichen Leib-Seele-Anleitungen.

Kiste (4): Nach wie vor gibt es dort auch, ganz im Gegensatz zu den Kaufhallen zu Schilda, die allfälligen diversen Militaria-Hochglanz-Zeitungen. Beim Blättern in den konkurrierenden Blättern fällt mir ins Auge, dass sie ganz auf Russland fokussiert sind und zwar: Russengreuel in Ostpreußen (WK I) und deutsche Panzersiege vor Moskau (WK II). Soso. Bezweifle allerdings, dass sich dadurch die Zahl der Freiwilligen fürs republikanische Heer wird steigern lassen.

24. Juli 2024

In D gibt es seit gestern Morgen die ungeschwärzten RKI-Protokolle nebst weiterem erläuternden Aktenbestand der Behörde RKI. Ein Interner hat die Sachen an eine freie Journalistin durchgereicht. Wir werden Zeuge von zwei interessanten Informations-Kaskaden:

a) alles, was man sich an wüsten Rechtsverstößen der Bundesregierung und ihrem vorsätzlichem Belügen der Bevölkerung vorstellen konnte, findet eine eindrucksvolle Bestätigung, 

b) Mainstream schließt die Reihen, um das Ungeheuerliche vor dem Publikum weiter zu verbergen.

Alles gelogen (2): Joe ist in der Versenkung verschwunden. Angeblich ist er außer Gefecht gesetzt. Sein Verzichtsschreiben von Sonntag wird in seiner Echtheit angezweifelt. Das alles riecht nicht nach einem sauberen Abgang. Man schwankt zwischen Schmierenkomödie und Schurkenstück. Warten wir mal ab, ob Jill noch mal auftaucht. Nebenbei: Plötzlich entdeckt Mainstream, dass der Donald doch recht alt sei, jedenfalls zu alt fürs Präsidentenamt.

Alles gelogen (3): Die Szenerie in den Staaten ähnelt immer mehr, so wie Niall Ferguson im Juni weise anmerkte, den Gepflogenheiten der greisen Oligarchen der untergehenden Sowjetunion: Biden ist einfach weg, verschwunden, nicht mehr da. Alle starren sich gegenseitig an und eröffnen ihre Kriege, um der formal zuständigen Kamela die Macht vorzuenthalten. Die berichtet derweil in Delaware in der ihr eigenen Art von einem angeblichen, aktuellen Telefonat mit dem Commander. Ihr Auftritt vor der Presse ist so bizarr, dass ich ihn erst gar nicht glauben kann und rasch einen Screenshot mache.

23. Juli 2024

Man zuckt, wenn man’s liest. Jetzt also befleißigt sich Mainstream, seine Expertenstimmen zu mobilisieren, die dem unwissenden Volk eine Kamela Harris als Top of the pops schmackhaft machen sollen. Das entbehrt nicht der Komik, denn es sind dieselben Lohnabhängigen, die vor Minuten noch vom turnschuh-fitten Joe salbadert haben. Wenn er’s auch nicht ist, so hat er doch seiner Partei, die ihn soeben zur Aufgabe der Kandidatur zwang, ein Kuckucksei ins Nest gelegt – einen ihm persönlich gewidmeten Spendentopf, eine Kandidatin, die niemand leiden kann, und einen Kandidaten-Wechsel, der alles andere als vorschriften-konform ist. Ich freue mich bereits auf die einschlägigen Auseinandersetzungen im prozessfreudigen Amerika.

Joe (2): Am besten aber gefällt mir dies: Er bleibt bis zum bitteren Ende in seinem Präsidentenamt, um seine angebliche Nachfolgerin von demselben fernzuhalten. Tja, Jungs, da ist etwas gründlich schief gelaufen.

Joe (3): Immerhin ist es terminnah gelungen, gleich nach dem Trump-Festival der vergangenen Woche den bösen Donald aus den Schlagzeilen zu verbannen. Das allein zählt für den wirklichkeits-entrückten Medienmob.

Joe (4): Besonders gut gefällt mir dieses Bild hier, das ich vor einigen Tagen aus dem Internet-Müll herausgefischt habe:

22. Juli 2024

Die Lüge vom russischen Buschta-Greuel klappt in sich zusammen. Man erinnere sich: Ende März/Anfang April 2022 richteten angeblich russische Truppen auf dem Rückzug von den nördlichen Vorstädten Kiews daselbst ein Massaker unter der Zivilbevölkerung an. War gelogen, wie jeder, der wollte, erahnen konnte. Jetzt steht der Haupttäter, ein Tscheche in ukrainischen Legionärsdiensten, ein Mann namens Siman, in Prag vor Gericht. Er war es und sehr wahrscheinlich nicht er alleine – eine Bande von Mördern und Plünderern.

Kiew (2): Es meldet sich der dortige Bürgermeister Klitschko zu Wort. Vermutlich ist er vom Immobilienkauf an der Alster wieder am Dnjepr zurück. Ihm ist plötzlich eingefallen, dass weiteres sinnloses Töten nur zu vermeiden sei, wenn man den Krieg sofort beendet und den Russen die von ihnen eroberten Territorien überlässt. Mein Eindruck: Da läuft sich einer als neuer Führer warm.

Kiew (3): Die US-Combo versucht indessen noch einmal eine allerletzte Offensive aus dem Mündel herauszupressen. Die US-Kriegsherren behaupten via Mainstream-Medien, dem Russen gehe die Munition aus. Jungs, das hatten wir schon, legt eine andere Platte auf. Das Ding ist durch. Jeden Tag rückt die russische Armee weiter nach Westen vor. Provozierend langsam, aber dank einer erdrückenden Überlegenheit unaufhaltsam.

Übern Teich: Joe steigt Sonntagmittag (Ortszeit) aus dem Rennen aus, Präsident hingegen bleibt er. Da ist er topfit. Man darf gespannt sein, wen die Hintermänner jetzt als neuen Heiland kreieren. Ich tippte auf Obama mit Michele als Maskottchen. Doch jetzt kommt erst mal Kamela – sichtlich gealtert.

Übern Teich (2): Was ist bloß auf dem Bild zu sehen? Zahnpasta-Reklame? Nein. Na? Na klar, Shakespeares Romeo und Julia, derzeit in Chicago unter freiem Himmel. Sie (Julia und nicht Michele) musste eigens die heimische Blümchen-Tischdecke opfern, um ihren Busen zum Stelldichein zu schmücken. Auch ist sie kitzlig in der Leistengegend. Romeo weiß das. Doch Vorsicht, me-too lauert im Gebüsch.

Übern Teich (3): Habe zwei Tage gezögert, ob ich es notieren soll. Da diskutieren doch tatsächlich seltsame Heilige im großen und guten Amerika, ob der Obama schwul sei. Wen interessiert das denn eigentlich? Nun diejenigen, die mit solchem Palaver zu betonen oder zu verdecken suchen, dass der nach wie vor der wahre Steuermann in DC sei, und deswegen behaupten, Bidens Amtszeit sein in Wirklichkeit Obamas dritte und nun käme die vierte unter dem Cover von Michele. Besonders kurios in diesem Mediengeschrei die rechten Ultras: Obama sei ein moskowitisch gelenktes kommunistisches U-Boot gewesen oder sogar heute noch, während Mainstream nach wie vor Trump für ein solches hält. Man sieht: Alle Wege führen nach Moskau.

20. Juli 2024

Die soeben mit einer satten Mehrheit auf weitere fünf Jahre im Amt als Kommissionspräsidentin bestätigte blonde Ursel gehöre nicht an diese Stelle, sondern ins Gefängnis, sagte soeben die polnische EU-Abgeordnete Ewa Zajączkowska-Hernik (sprich: Sajonskowska [dank an Prabels Blog]). Tja, der Green Deal kann mit all seinem Klima-Trallala weitergehen, inclusive Verbrennerverbot, Industrieabwracken und Zuwanderungs-Eldorado nebst, man höre!, zugehörigem Häuserbau. Letzteres zumindest angekündigt mit einer Geldlawine (= Geld des deutschen Steuerbürgers). Und nicht zu vergessen: Krieg gegen den Russen. So geht schwarz-grün, EU-weit, und damit basta. Und, ausnahmsweise mal blau: das ist die Blaupause für D.

Ewa (2): Die flotte Polin sitzt in einer Fraktion mit der AfD. Hüstel. Also wenn das jetzt kein Grund ist, um die Blauen zu verbieten, dann weiß ich es auch nicht. Dass es auf unser Grundgesetz nicht mehr ankommt, wissen wir nun ja spätestens seit dem gesichert verfassungswidrigen Compact-Verbot vor wenigen Tagen.

Ewa (3): Ihre Rede ist so kurz, dass sie nicht ausführt, welche Straftatbestände sie meint, als sie die blonde Ursel in den Knast wünscht. Was mir in dem Zusammenhang durch den Kopf geht, würde nicht nur sie alleine betreffen, sondern auch die Frage, wie diese Mehrheit wohl organisiert worden ist. Nun will ich den Stimmenkauf nicht behaupten – wir leben ja nicht mehr in den Zeiten mittelalterlicher Handsalbungen –, aber gewundert habe ich mich schon.

Ewa (4): Das sind mal interessante Zeiten. Die schöne Polin meint Richtung Ursula, die polnischen Soldaten stünden für deren Kriegsabenteuer nicht zur Verfügung. Ihr Landsmann Donald in Warschau sieht das allerdings ganz anders. Er würde lieber heute als morgen losschlagen. Gegen wen? Egal, Hauptsache gen Osten. Was meint eigentlich der allentscheidende Mann in DC dazu? Weiß man nicht, der überlegt gerade, sagt man, ob er krank oder gesund ist. Wetten werden noch entgegen genommen.

Nachträgliche Gedanken: Früher beging man den Zwanzigsten Juli mit feierlichen Worten. Jetzt lässt man das. Ist schließlich 80 Jahre her. Und überhaupt die Attentate, mal sind sie gut, mal nicht. So wie heutzutage – vor einer Woche. Das EU-Parlament hat sich jedenfalls geweigert, das Letztgenannte zu verurteilen. Da kommen eisige Zeiten über den Atlantik zu uns rüber.

19. Juli 2024

Lerne einen neuen Ausdruck aus dem Nachrichtenmüll: Compactwurde weggefaesert. Das erinnert lautmalerisch an ein anderes Neuwort: weggeflext.

Nanzy (2): An anderer Stelle wird erwähnt, dass die Namensspenderin von wegfaesern vor ihrer Polit-Karriere – wusste gar nicht, dass er ein solches Vorher gab – eine angestellte Anwältin in einer der ganz großen global agierenden US-Anwaltsfirmen gewesen sei. Da komme mir keiner mehr mit dem quatschigen Hinweis, alle Espedisten seinen sowjetgesteuert. Es sei denn, einer behaupte, dass es diese reinrassigen Globalen auch seien. Dass allerdings wäre – siehe Compact-Verbot – verschwörungs-theoretisch, mithin antisemitisch, womit sich – falls das nicht homophob ist – die Katze in den Schwanz beißt.

Transatlantisches (2): Der neue Star auf der US-Bühne, J.D. Vance – Eselsbrücke: das J.D. ist wie D.J., nur anders rum – versetzt unsere Politkaste in Atemlosigkeit. Der Verbindungsmann (the link) der Bundesregierung zum Hegemon, der im wirklichen Leben Link heißt, gibt Ratschläge nach drüben, die ebenso lächerlich sind wie in diesem Kontext sein Name. Man müsse den Amis sagen, was die Ukraine für sie für einen Wert habe. Denke mal, das wissen Blackrock, J.P. Morgan, Monsanto & friends weit besser als der sog. Liberale. Doch den Vance wird das nicht jucken. Wie sagte er doch neulich erst zur gertenschlanken Grünen, dieser unübersehbaren Ricarda L., sie solle gefälligst aufhören mit ihrer wahnhaften Energiepolitik, die Deutschland de-industrialisiere. Mithin, sie wisse nicht, was sie da rede, wenn sie vom Ukraine-Krieg spreche. Wat nu?

Transatlantisches (3): Bei den Dems bricht nackte Panik aus. NBC zeigt in einem Exklusiv-Interview den angeblichen Präsidenten, der dem Fernsehvolk erklären soll, was er damit sagen wollte, den Donald in die Mitte der Schieß-Zielscheibe (bullseye) zu rücken. Dass er das nicht kann, wundert nicht – dass man das hilflose greise Stammeln gnadenlos in voller Länge zeigt, schon.

Transatlantisches (4): Jetzt zieht man die Notbremse: Biden sei an Corona erkrankt. Das ist nun die nächste Lüge. Sie wird auf verschlungenem Wege in der Rücktritt führen. An den einschlägigen weiteren Lügen wird noch gearbeitet.

18. Juli 2024

Parteitage anzusehen, ist eine intellektuelle Zumutung. Das gilt auch für den Parteikonvent der US-Reps, der seit Tag und Stunden zelebriert wird. Nutze die Zeit, die ich benötige, um mich nach einer üblen zahnärztlichen Traktierung zu normalisieren, und erheitere mich an Schlichtem in Ton und Bild. Konzentriere mich auf zwei Gesichter, die von Trump und dem neuen Vice Vance. Auffällig ist mir, dass Trumps Gesicht sich verändert hat. Da ist ein Hauch von Nachdenklichkeit und In-sich-gekehrt-sein eingekehrt. Was Wunder, dem hat am Samstag erst der Gevatter die Hand auf die Schulter gelegt. Vance hingegen fröhlich, fast teddybärenhaft zu nennen. Doch was er sagt, hat einiges Gewicht: Der Ukrainekrieg muss liquidiert werden, er lenkt den Hegemon vom Hauptfeind China und der Unterstützung des Mündels in Nahost ab. In dieser Simplizität hörte man das schon lange nicht mehr.

Zahnärztinnen (2): An den Stimmen höre ich, dass die Vermummten zwei Frauen sind, die sich da mit ihren Körperausbuchtungen auf mich stützen. Sobald sie die Macht über mich erlangt haben, dass ich nichts mehr sagen kann, reden sie miteinander, als wäre ich nicht mehr da, sondern sie selbst beim Kaffeeklatsch. Nicht, dass ich mich irgendwie ignoriert fühle, denn schließlich: Was gehen mich ihre Einkaufserlebnisse und erst recht gar die schlechten Erfahrungen mit Männern an? Es ist vielmehr der Verdacht, dass sie bei ihrem Handwerk den Kopf nicht benötigen. Hoffentlich irre ich mich.

17. Juli 2024

Gestern hat das BMI die Zeitschrift Compact-Magazin verboten und alles Zubehör beschlagnahmen lassen. Das ist Neuland im Kampf gegen rechts. Es ist die wüste und willkürliche verfassungs- und rechtswidrige Beschädigung von Presse- und Meinungsfreiheit. Klarer kann man kaum zum Ausdruck bringen, dass die Herrschaften mit dem Staat des Grundgesetzes nichts am Hut haben. Egal, ob das Verbot vor Gericht Bestand hat oder nicht, seine Exekutierung ist bereits die volle Miete, ein Schlag, von dem sich Herausgeber und Verlag nicht mehr erholen werden. Die gesichert linksextreme Ministerin hat hierüber öffentlich ihr Behagen zum Ausdruck gebracht. – Die sog. Alternativen, einschließlich der sich so nennenden politischen Parteien, die jetzt nicht ein Fass aufmachen, sollten wissen, dass sie die nächsten sein werden, die der polizeiliche Knüppel treffen wird.

Verbotsorgie (2): Gestern Mittag sehe ich mir, weil neugierig, das Interview von Hans-Jörg Müller mit der russischen Außenamtssprecherin Marija Sacharowa an. Eine Stunde später ist es gesperrt. Sehr richtig, vor solchen Nachrichten muss der Michel geschützt werden, wenn er gegen den Iwan den Stahlhelm aufsetzen soll. Er könnte sonst zur Unzeit zur Besinnung kommen.

16. Juli 2024

Keine Überraschung: Jetzt ist es also parteiamtlich, Der Donald ist der Präsidentschaftsbewerber der Reps. So what. Sankt Bürokratius ist Genüge getan. Überraschend hingegen, seine Auswahl (pick) eines Vice. Seine Name ist Vance, von dem wir nicht einmal den Vornamen kennen, sondern nur das Kürzel J.D. Der ist noch keine 40, ein gutes Alter. Dagegen wirkt die Copilotin von Biden wie eine alte Schreckschraube (Achtung: Rassismus).

Keine Überraschung (2) : Die Koalition streitet über die Höhe des Dings-Euro-Tickets. Als hätten wir in D keine wirklichen Probleme. Das ist das reine Ablenkungsmanöver.

Keine Überraschung (3)? O doch, für mich schon. Nicht der Text, denn das ist dieser hier: „Sprechen wir die Wahrheiten aus – einfach so: Ihre Klimapolitik ist wirkungslos und zerstört Wirtschaft und Wohlstand, ihre Flaschendeckel-Gesetzgebung macht die EU so lächerlich wie Flaschendeckel unbrauchbar, auch E-Autos sind schmutziger als die verbotenen Verbrenner, die Arbeitslosigkeit steigt, es gibt nur zwei Geschlechter, es geht einen Cem Özdemir nichts an, was auf den Teller kommt, ihre Zuwanderungspolitik zerstört dieses Land und schadet den kleinen Bürgern, die auf preiswerte Wohnungen, öffentliche Schulen und Sicherheit in den Straßen angewiesen sind“, doch der Autor hat mich überrascht, Roland Tichy. Nebenbei: Ich hätte den Artikel gar nicht gelesen, wenn Egon W. Kreutzer mich nicht darauf mit Nachdruck hingewiesen hätte (https://egon-w-kreutzer.de/die-visionaere-gesellschaft), denn der Artikel, dem die Worte entnommen sind, ist ziemlich lang und handelt am Anfang von den missglückten Gestalten aus dem Politikbetrieb, die mir am Dings vorbeigehen. Man erkennt auf Anhieb nicht, dass der Text am Ende eine Kriegserklärung der Tichy-Plattform enthält, nämlich die eingangs zitierten Worte (https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/sommer-der-zuspitzung-der-sprechverbote-und-der-notluegen/). Jetzt allerdings müssen den Worten Taten folgen – und seien es klarste hageldichte Widerworte.

15. Juli 2024

Tja, was soll man sagen? Nun ist also passiert, was ich seit Jahr und Tag vermutet habe. Es ist unter seinen Feinden Allgemeingut, dass man ihn nur wegkriegt, wenn ihn einer umlegt. Der greise Biden brachte genau dies vor Tagen erst zum Ausdruck („It‘s time to put Trump in a bullsey“ – es ist Zeit, Trump ins Zentrum einer Zielscheibe zu rücken). Das ist kaum fehlzudeuten. Es richtet sich an jedermann nach seinem Vermögen. Das also ist die eigentliche Gefahr, in der Trump schwebt. Er kämpft nicht nur gegen die üblichen Verdächtigen, sondern gegen eine anonyme aufgehetzte Masse, aus der nur einer hervortreten muss, der sich im günstigen Moment zum Vollstrecker berufen fühlt. Das gegenwärtige Attentat deutet genau in diese Richtung, der Attentäter ist extrem jung, wohnte relativ nahe und wird die Örtlichkeit genau gekannt haben.

Attentat (2): Nebenbei bemerkt: Wenn gestern Abend das FBI mitteilt, der Mörder habe keine Hintermänner gehabt, lächelt man milde. Woher weiß man das so prompt? Aus den Akten? Und ein zweites Stutzen: Man identifizierte den Täter sogleich anhand seiner DNA. Hatte man seine Probe bereits gespeichert? Nur mal so? Oder ist das nur quasi-wissenschaftliches Geplapper, während ihn in Wirklichkeit einer der Ortssheriffs erkannte?

Attentat (3): Biden will, sagte er heute Nacht, den soeben beginnenden Parteitag der Republikaner mit allen Mitteln schützen lassen. Was meint er damit? Es graust einen, wenn man’s hört.

Attentat (4): Die öffentlich-rechtlichen Desinformanten justieren am Sonntagabend in der Pause des Europameisterschafts-Endspiel die Meldung neu: Trump nur leicht am Ohr verletzt. Also, Leute, kein Grund zur Aufregung. Dass er nur um ein, zwei Zentimeter am Tod vorbeigeschrammt ist, lässt man weg. Es könnte den Falschen in die Karten spielen.

14. Juli 2024

In Pennsylvania schießt bei einem Wahlkampfauftritt unter freiem Himmel ein Attentäter mit mindestens 6-8 Schüssen vom Dach einer Fabrikhalle auf Donald Trump. Er trifft ihn am rechten Ohr, mindestens zwei Zuschauer sterben im Kugelhagel. Ziemlich prompt wird der Mörder erschossen. Obwohl jeder, der nur will, sehen kann, was dort passiert ist, fummeln die Mainstreammedien eine Lüge aus Halbwahrem zusammen: Trump habe während eines Wahlkampfevents von seiner Eskorte von der Bühne geführt werden müssen. Vom Attentat kein Wort.

13. Juli 2024

Das große und gute Amerika schützt uns, lese ich. Man – wer immer das sein mag – habe einen Anschlag auf den Rheinmetall-Chef vereitelt. Und zwar einen durch die bösen Russen. Soso. Die Meldung ist so hanebüchen, dass man bequem Zeit hat, die Frage zu stellen: Qui bono (wem nutzt das)? Ich habe da mal einen Vorschlag: Dem großen und guten Amerika. Ich muss nur zuhören, was die deutschen Routine-Plapperer zum Besten geben. Deren Kriegshetzer drehen frei im Raum und übertreffen einander an Drohungen Richtung Moskau. – Nur mal so und zum Ordnen der Gedanken: Was ist eigentlich passiert, ich meine außer der Behauptung, die CNN aufgestellt hat? Weiß das einer?

Amerika (2): Derweil reiste dieser Orbán mit seinem Staatsflieger von DC nach Florida, um dem Donald guten Tag zu sagen. Der bemerkte zu dem Friedensreisenden, er werde den Ukraine-Krieg gleich nach seinem Amtsantritt liquidieren. Man kennt das schon. Wieder zeterte die transatlantische Meute [durch einen Vertipper stand hier zunächst Beute – auch nicht schlecht] los: Das darf der nicht. Jeder meint den auf seiner Seite.

Amerika (3): Tonänderung im Präsidentenwahlkampf. Die Dems geben sich mit Unterstützung von Umfragen, die sie finanziert haben, sicher, dass sie gewinnen, wenn es ihnen gelingt, Chef Biden aus dem Rennen zu werfen. Seltsame Schlachtordnung. Ich dachte, Trump sei der Gegner. Doch Biden denkt im Traum nicht dran zu weichen. Nur er könne seinen Job zu Ende bringen, sagt er, womit er zweifellos recht hat.

12. Juli 2024

Vor knapp vier Jahren konnte sie noch Kanzler, wie Blöd, stets gut im Bilde, es zu radebrechen wusste. Jemand muss es ihr nunmehr nahegelegt haben, dass sie das nicht kann. Naheliegend also, dass ihr das vorgestern Nacht in Amerika auffiel. Da wird bestimmt, wer’s kann und wer nicht. – Stelle mir vor, dass eine Befehls-Kette in Gang kam: Jennifer wurde via Schwab zu Gates einbestellt, der sagte es ihr, und sie sagte es an Annalena weiter. Jetzt muss Robert der Denker ran.

In Amerika (2): Da darf bei den plötzlichen Erkenntnissen der Herr Scholz nicht fehlen. Flugs kündigte er vor Ort an, dass der Hegemon jetzt wieder weitreichende, gegen Russland gerichtete Raketen in D stationieren werde. Die Frage, ob man hierzulande dem zustimmen müsste, stellt sich erst gar nicht – er tat es bereits.


Nachtrag vom Vormittag: Der topfitte Joe spricht den neben ihm stehenden Wolodymyr als Mr. Putin an. Jetzt haben es sogar die alternden Hollywood-Stars wie Clooney und Douglas erkannt, dass mit dem Manne etwas nicht stimmt. Boshafte Kommentatoren im Internet beschäftigen sich indessen mit der Frage, ob die beiden in einen Showkampf eingetreten sind, wer von ihren die Rolle des Biden in der Netflix-Serie Jill und ich übernehmen darf. Amerika wartet gespannt auf die Entscheidung. – Wie üblich schlägt der Kommentar von Bernd Zeller von heute Nacht einen etwas anderen Weg ein:


11. Juli 2024

Der Raketeneinschlag in ein Kinderkrankenhaus in Kiew vor einigen Tagen bebt medial nach. Beide Seiten zeigen mit dem Finger aufeinander. Eine russische Iskander oder eine ukrainische Boden-Luft-Rakete, das ist die Frage. Der Zufall ist ein böser Bube. Falls es jedoch Absicht war, stellt sich diese Frage nicht. Dann ging es um einen Propaganda-Effekt, und dafür kommt nur eine der beiden Seiten in Frage.

Propaganda (2): In Washington DC übertrifft man sich derzeit gegenseitig in Absichtserklärungen und Rüstungszahlen. Ob die mal einer mit der Wirklichkeit verglichen hat? Mir schrillt noch im Ohr, dass vor Jahresfrist gemeldet wurde, dem Russen gingen Raketen und Artilleriemunition aus. Sieht nicht danach aus. Und vor Zweijahresfrist hieß es: Er müsste Kühlschränke demontieren, weil man dortzulande dank des westlichen Wirtschaftskrieges keine Chips mehr hätte. War Blödsinn, man vergisst ihn lieber.

Propaganda (3): Das polnisch-amerikanische Ehegesponst Sikorski – er ist der Außenminister – erklärt den Ungarn Orbán, welcher bezichtigt wird, alles an den Russen zu verraten, zum Sicherheitsrisiko der Nato. Man tut gut daran, diese amerikanischen Polen als ein Sicherheitsrisiko für den Weltfrieden im Auge zu behalten. Die Baltenstaaten stimmen in den Chorus ein. Die sowjetische Vergangenheit wird in Form von extremem Nationalismus noch lange fortklingen – versprochen.

Propaganda (4): Mainstream findet meldenswert, dass Joe sich auf dem Nato-Gipfel gut gehalten habe. Das ist nicht ohne Witz, wie der Bericht aus einer einschlägigen Anstalt. Aussagekräftiges ist hingegen nicht zu entdecken. Nach dem Schock des TV-Duells tritt allmählich wieder die Alles-im-grünen-Bereich-Routine ein.

10. Juli 2024

Über Nacht im Postfach das neue Senioren Akrützel von Bernd Zeller. Darin, S. 12: Wahlen sind der Schwachpunkt der Demokratie.

Schwachpunkt (2): Wer leichtfertig glaubte, unter dem alt-neuen Donald würden Polens politische Akteure etwas ziviler werden, der irrte gründlich, denn gestern schloss der ein wechselseitiges Sicherheitsabkommen mit seinem Herzbruder Selenskyj. Was sie einander mit 9000 Worten versprachen, mag dereinst Historiker zur Doktor-Promotion anregen. Heute interessiert eigentlich nur das imperialistische Getöne aus Warschau: Dein Land ist mein Land, und mein Land ist auch mein Land. Oder wie der bekannte polnische Dichter Hoffman aus dem slawischen Fallersleben dereinst reimte: Von der Oder bis zum Dnjepr | von dem Schwarzmeer bis zum Belt | Polen, Polen über alles | über alles in der Welt.

Schwachpunkt (3): Was hatten sich doch die Guten über die heimlichen Abreisen des Viktor Orbán nach Kiew, Moskau und Peking erregt. Kaum ist er zurück, werden seine für die Führer der EU zusammengefassten Eindrücke in die Öffentlichkeit lanciert. Nach dem Motto: Lasst uns die Friedensfühler torpedieren.

Schwachpunkt (4): Derweil feiert die Spitzenbesetzung in DC den 75. Jahrestag der Nato-Gründung. Wäre es nicht allzu wahr, könnte man das Fest unter dem Motto Im-Bett-mit-dem-Leader begehen.

9. Juli 2024

Sprachidiotismen sind kein Privileg unserer Tage. Man denke nur an Filmemacher und Liedermacher vergangener Zeiten.

Reisediplomatie: Jetzt ist unsern Plappermarionetten wirklich der Schreck in die Glieder gefahren, denn gestern reiste dieser Orbán, wieder ohne zu fragen, ins Reich der Mitte, wo er sogleich vom Führer der Chinesen zum Meinungsaustausch empfangen wurde. Der Ungar äußerte sich hernach über den Zweck der Mission. Es gehe ihm darum klarzustellen, dass ohne das mächtige China der Friede in der Welt und speziell der in der Ukraine nicht herzustellen sei. Dem haben die Kriegstreiber in Berlin und anderswo nichts entgegenzusetzen als: wir wollen ihn aber, den Krieg.

Kriegstreiber (2): Sie greifen zu Rettungsringen, die nicht einmal sich selbst zu tragen vermögen. Neuerdings verbreiten sie via Kiesewetter und andere bedeutende Sandkastenstrategen, dass der Anschlag auf Nord Stream bereits 2014 in der Ukraine geplant worden sei und zwar, halten Sie sich fest, als russische Fals flag operation – in der Hauptrolle der böse Wlad in der Verkleidung einer Kiewer Marktfrau.

Voreilig: War meine gestrige Behauptung, es bliebe in F alles beim Alten. So ganz nicht. Wir werden erst mal erleben, wie die drei entstandenen Machtblöcke sich gegenseitig am Regieren hindern. Doch das ist dortzulande auch nichts eigentlich Neues. Insofern lag ich richtig. Jetzt liegen die folgenden Themen auf dem Tisch der Kompromisse-Finder: Rentenreform stoppen, Atomkraft abschaffen, Zuwanderung forcieren, Klimalüge retten. Armes Frankreich.

8. Juli 2024

Die wirkliche Lage an der Ostfront lässt sich mit westlichen Siegesmeldungen über die Abschüsse russischer Raketen kaum noch verkleistern. In Wirklichkeit rücken die russischen Truppen meterweise in den Oblasten von Saporoshje und Cherson vor. Nie zuvor gehörte Dorf- und Straßennamen tauchen auf und verschwinden wieder im Nachrichtenmüll. Nach meinem Eindruck haben die Russen in beiden Bezirken den Dnjepr überschritten, ohne jedoch in die gleichnamigen Hauptstädte einzudringen. Es sieht nicht so aus, als würden sie sich hier in den verlustreichen Häuserkampf einlassen. Sie begnügen sich damit, den Gegner Stück für Stück im Gelände zu zerschlagen. Dort muss die Feuerüberlegenheit der russischen Truppen erdrückend sein.

Ostfront (2): Unklar ist nach wie vor im Norden der Stand der Dinge bei der Industrie-Großstadt Charkow. Trotz erheblicher Bevölkerungsverdünnung vor gut einem Monat durch Aussiedlung, respektive Flucht von Einwohnern nach ?Westen, ist die Stromversorgung für den Rest der dort Ausharrenden nahezu zum Erliegen gekommen.

Ostfront (3): Wieweit der russische Krieg gegen die Stromversorgung der Ukraine letztlich zu deren Zusammenbruch führen wird, ist noch nicht zu beantworten, aber es sieht danach aus. Vor zwei Jahren machte ich mir die ersten Gedanken, die in diese Richtung zeigten, konzentrierte mich aber zu sehr auf die Stromversorgung der Eisenbahnen als damals naheliegendes Angriffsziel, was aber erkennbar nicht erreicht wurde.

Ostfront (4) – politisch: Selenskyj ist zu Durchhalteparolen übergegangen, und seine nationalistischen (west-ukrainischen) Unterstützer-Milizen setzen auf Sieg auf der ganzen Linie – zumindest verbal. Putin hat nach dem Orbán-Besuch klargestellt, dass die Bedingungen für das Kriegsende feststehen, und er sich nicht zum zweiten Mal auf einen Waffenstillstand à la Minsk-Abkommen einlassen wird, was seinerzeit dem Gegner Zeit zum Aufrüsten verschafft habe.

Bei unserm westlichen Nachbarn siegte gestern das Establishment. So wie am 1. Juli von mir angenommen. Ein Rechthaben, über das man sich nicht freut. So mag denn der frivole Untergang dort in den gewohnten Bahnen weitergehen.

7. Juli 2024

Ein Traum: Wir reden bei Tisch angesichts des sich selbst zerlegenden Hegemons über den American Dream. Jaja, der amerikanische Alptraum, sagt einer witzelnd. Wär ein hübscher Buchtitel. Fehlt nur noch, dass jetzt einer mit müsste-man-mal-schreiben daherkommt. Sagt aber keiner, denn die Tischrunde ist pure Phantasie. Früh um fünf aus dem Fenster in den anbrechenden grauen Morgen gekuckt. Dabei an das Gespräch mit S. gedacht: Bei uns werde sich erst etwas ändern, wenn eine Vorgabe aus Amerika es erzwingt. Doch die ist meilenweit nicht in Sicht.

Esstisch (2): Der reale ebensolche steht am vorvergangenen Abend in der Leipziger Grassistraße. Hier wird von puppenstuben-niedlichen Vietnamesinnen aufgewartet, die sich eines putzigen Sächsischs befleißigen. Der grüne Tee sorgt dafür, dass wir nüchtern bleiben, um über die Lesung von Michael Klonovsky nebst Klavierbegleitung von Jelena Gurjewitsch – so jedenfalls würde mein Vater den Namen aus dem Kyrillischen transkribiert haben – herziehen zu können. Der Auftritt war bemerkenswert genug. Er las drei Texte, sie spielte drei Komponisten, Chopin, Liszt und – etwas fragwürdig, nein: eher passend zum Gewölbekeller mit dem klapprigen Pianoforte – Verdi, vermutlich zum Mitsingen, was indessen unterblieb.

Eßtisch (3): Publikum und Autor befremdelten einander. Ob’s bei ihm zum Stil gehört, das weiß ich nicht, die neben und hinter mir Sitzenden waren offensichtlich mit anderen Erwartungen gekommen, denn zum Vortrag kam nicht das gewohnt Politisch-schnoddrige, sondern Texte über das abendländische Trinken und ein Auszug von einer der Kurzgeschichten aus dem Band Die schöne Apothekerin.

Eßtisch (4): Der Mann liest vorzüglich. Als ich gestern, durch die Lesung angeregt, die Geschichte im frisch erworbenen Buch nachlas, klang seine Stimme in mir nach. Seine Heldinnen, auch anderen Ortes, sind solche, die des Mannes Blutdruck steigen lassen. Ich mag nicht unterstellen, dass er irgendwo diese etwas platte Metapher nutzte, ich erwähne sie hier nur, um ein Nietzsche-Zitat loszuwerden: Gehst du zum Weibe, vergiss das Blutdruckgerät nicht.

Eßtisch (5): Beim Spotten konnte auch die unerwartete Begegnung mit einem Manne nicht beiseite bleiben, den ich das letzte Mal mit Bewusstsein drei Jahrzehnte zuvor in Erfurt traf. Da waren wir beide etwas jünger. Fürwahr. Sowas geht nie ohne Peinlichkeiten ab. Er frug, ob ich jetzt Beamtenpension bezöge, und zeigte Erstaunen, als ich das bejahte. Das kommt davon, wenn man als Pressemensch in erdichteten Schlagzeilen lebt, so dass die Wirklichkeit unbeachtet an einem vorübergeht. Ich bot ihm im Gegenzug an, sein jüngstes Buch zu besprechen. Er schien nicht abgeneigt.

6. Juli 2024

Da reiste doch gestern ganz überraschend Viktor Orbán in die Höhle des Bösen. Kaum ward es ruchbar, plapperten die Leader der freien Welt durcheinander. Sie betonten, nicht gefragt worden zu sein. Na, so was. Nur der Leader der Leader äußerte sich nicht. War ihm wahrscheinlich auf die Schnelle nicht beizubiegen, wer dieser Ungar sei und wo das Land liegt, dass er beherrscht.

Orbán (2): Was er da in Moskau besprochen hat, ist bestenfalls der Spekulation zugänglich. Auch Putin blieb vage. Klar war nur, dass das Signal in Moskau angekommen ist und dort gerne gehört wurde. Nein, das Europa, was die blonde Ursel zu vertreten meint, ist nicht so einheitlich, wie die Dame das gerne öffentlich macht, falls sie nicht gerade heimlich mit Big Pharma Geheimabsprachen trifft.

Orbán (3): Da wollte es die sprachmächtige Annalena dem Unbotmäßigen aber zeigen. Doch falsch geplappert: Die Ungarn sagten ihre für den kommenden Montag geplante Reise nach Budapest einfach ab. Ahnt in D irgendwer, dass man uns international nicht mehr braucht – schon gar nicht, wenn das gestylte Bildungs-Prekariat sich ansagt, um Porzellan zu zerschlagen.

Atlantisches: Die innenpolitischen Auseinandersetzungen in den USA über die Rüstigkeit des Oberbefehlshabers der Freien Welt nehmen groteske Formen an. Einer nach dem anderen entblößen sich die Oligarchen im Pro und Con. Sie berufen sich auf ihre Biden-Spenden. Merke: Geld regiert die Welt.

Atlantisches (2): Dieselben Risse wie bei den Oligarchen zweigen sich in der dortigen Mainstream-Presse. Kein Wunder, denn diese gehört jenen. Den Vogel schließt The Economist ab: Er zeigt einen Rollator mit ein großen Präsidenten-Wappen an der Vorderseite.

Atlantisches (3): In GB erringt die Linke einen Traum-Wahlerfolg und ein Nobody mit Bürokratengesicht und deutsch klingendem Namen zieht in Downing Street No. 10 ein. Er will jetzt das Klima retten. Genau das richtige Rezept bei einer strauchelnden Volkswirtschaft nebst hoher Inflation.

5. Juli 2024

Wagenburg: Da haben sich die Spitzen-Dems im Weißen Haus um ihren Hoffnungsträger versammelt mit Männin und Mäusin. Die Gouverneure, angereist von nah und fern, Gretchen Dings vom Norden und Kevin aus dem Sonnenscheinstaat. Alle schworen sie Gefolgschaftstreue – allem Mediengerumpel zum Trotz. Nur die Obamas schwiegen still.

Stillschweigen (2) oder da hört der Spaß auf: Da hat sich doch die auf woke getrimmte Polizei in Essen tatsächlich getraut, ein Fahndungsfoto ins Internet zu stellen, nachdem der Abgebildete am vergangenen Wochenende einen ihrer Kollegen zusammengetreten und dabei schwer verletzt hatte. Neinnein, Nanzy hat sich noch nicht geäußert und mitgeteilt, dass dieser friedfertige Demonstrant eine schwere Jugend mit einem Nazi-Vater hatte. Kommt vielleicht noch. Nebenbei bemerkt: Landesvater und Stadtoberhaupt hatten zu dieser sog. Gegendemo aufgerufen, obwohl jedermann, der bei Verstand ist, wusste, dass die Sache gewalttätig verlaufen werde.

4. Juli 2024

Man stutzt und staunt: Der kleine Wlod will seit gestern den Krieg bis Ende des Jahres liquidieren, weil der den Wiederaufbau des Landes störe. Von der Rückeroberung der Krim, die noch vor Wochenfrist zu seinem Standard-Programm gehörte, ist plötzlich keine Rede mehr. Wer gab ihm diese bahnbrechenden Gedanken ein? Ich tippe auf Viktor Orbán, den Chef aus Ungarn, der erstmals nach Kriegsbeginn in die ukrainische Hauptstadt reiste. Er brachte als erster westlicher Politiker keine Geschenke mit, sondern unangenehme Wahrheiten. Er wird geraten haben, Putin beim Wort zu nehmen, denn der hatte Mitte Juni öffentlich gemacht: Der Krieg ist an dem Tag zu Ende, wenn die vier angeschlossenen Provinzen Lugansk, Donjezk, Saporoshje und Cherson als zu Russland gehörend anerkannt sind, und wenn sichergestellt ist, dass die restliche Ukraine Nato-frei bleibt.

Orbán (2): Erstaunlich ist, dass der Ungar am ersten Tag seines Zusatzamtes eines Vorsitzenden des EU-Rats diese Reise unternahm und damit ungesäumt umsetzte, was er zum Programm seiner Amtszeit gemacht hatte, nämlich den Frieden im Ukraine-Konflikt zu befördern. Ich denke mal, den Kriegsschreiern diesseits und jenseits des Atlantik hat es erstmal die Sprache verschlagen. Doch hinter den Kulissen werden die üblichen Verdächtigen alsbald daran arbeiten, den Störenfried (sprich: Kriegs-Störenfried) um die Ecke zu bringen.

1. Juli 2024

Quo vadis? Der Parteitag der AfD am Wochenende lässt kaum einen Gedanken aufkommen. Parteiführer bleibt Tino Normale. Die Partei hat sich, denke ich, auch im Übrigen vorgenommen, nicht mehr aufzufallen. Ihre Hauptwerbung bleibt folglich der randalierende Mainstream-Mob. Wenn das die Parteistrategie der AfD sein sollte, wird der Entschluss begreiflich, in Essen zu tagen. Sonst nicht.

Quo vadis? (2): Die Parlamentswahl gestern in Frankreich, brachte einen erheblichen Zuwachs der Rechten. Doch mit 36 % der Stimmen dürfte das Potential der blonden Marine ausgeschöpft sein. Der zweite Wahlgang wird dann durch Wahlabsprachen der Verlierer dafür sorgen, dass diese an der Macht blieben. Das Gegenteil wäre ein Wunder, von dem wir im Übrigen nichts Gutes zu erwarten hätten.

Quo vadis? (3): Beim Hegemon setzt sich das Räuspern und Luftholen und Räuspern fort. Joe jedenfalls hat schon erklärt, dass er im Traum nicht daran denke, auf die weitere Kandidatur zu verzichten. Auch seine Frau Jill hält ihn für fit. Jetzt lebt er bis zum Parteitag der Dems doppelt gefährlich. Der Secret Sevice, der für sein Überleben verantwortlich ist, wird das auch wissen.

30. Juni 2024

Kaum hat man mal ein Thema angerissen, purzeln die Informationen ins Postfach. So geht’s mir mit den obersten 100, die von dem einen Prozent der Leute in den USA die Dinge in Händen halten. Man muss nur – ein wenig mühsam – nach deren Selbstauskünften Ausschau halten. Wie wäre es mit Warren Buffett, einem Menschen, der vor zwei Tagen dem Wall Street Journal mitgeteilt hat, wie er es mit seinem Vermögen von ca. 130 Milliarden $ zu halten gedenke, sollte er, der 93jährige, wider Erwarten einmal nicht mehr unter uns sein. Er spendet alles an die Armen und Bedürftigen. Zu den Letztgenannten zählte er mindestens seit 2006 die Bill und Melinda Gates Foundation, deren segensreiches Tun er jährlich sponserte. Doch das soll jetzt ein Ende haben, ach der arme Bill. Buffetts drei Kinder werden die eigens eingerichteten Wohltätigkeitstöpfe übernehmen. Einer davon widmet sich der Herstellung von Abtreibungspillen. Nun ja, die Reichen denken, vor allem wenn’s an Sterben geht, an das Wohl der Menschheit, aufs Ganze gesehen, und sie denken an das Vermeiden von Erbschaftssteuern.

Vom Sterben (2): Arzt: Eigentlich kann er gar nicht gestorben sein, denn er war ja geimpft. | Staatsanwalt: Der Obduktionsbericht legt die Vermutung nahe, dass der Patient an den Impfungen gestorben ist. | Arzt: Das kann nicht sein. Der Patient war ja vor den Impfungen kerngesund. | Staatsanwalt: Wozu haben Sie den Patienten denn geimpft, wenn er gesund war? | Arzt: Die Impfungen wurden vom Bundesrat empfohlen. | Staatsanwalt: Und war der Patient nach der ersten Impfung immer noch gesund? | Arzt: Er hatte bloß ein paar Schwächeanfälle, Kopfschmerzen und Hautausschläge, die wir aber erfolgreich mit Kortison behandeln konnten. | Staatsanwalt: Die Impfung zeigte also Nebenwirkungen? | Arzt: Nur schwache. | Staatsanwalt: Aber trotz schwacher Nebenwirkungen verabreichten Sie ihm eine weitere Impfung. | Arzt: Wer weiß, wenn wir ihn nicht geimpft hätten, wäre er vielleicht gestorben. | Staatsanwalt: Und wie erging es dem Patienten nach der zweiten Impfung? | Arzt: Er war mehrere Wochen lang krank. | Staatsanwalt: Die Nebenwirkungen wurden also stärker? | Arzt: Er war nur krank. Ohne Impfung wäre er sicher gestorben. | Staatsanwalt: Warum gaben Sie ihm trotz starker Nebenwirkungen die dritte Impfung? | Arzt: Solange es Nebenwirkungen gibt, muss man die Dosis erhöhen. | Staatsanwalt: Und nach der dritten Impfung starb der Patient. | Arzt: Ja, leider hat er es nicht mehr bis zur vierten Impfung geschafft. Die hätte ihn gerettet. | Von Andreas Thiel in der Weltwoche. Nebenbei: Da sind wir aber froh, dass es in D solche Staatsanwälte nicht gibt. Zu diesem Zwecke haben wir ja die Aufarbeitung.

29. Juni 2024

Die Anweisung des Auswärtigen Amtes, unter Missachtung jeglicher Rechtsnormen Fremde ins Land zu lassen, ist nun schon die zweite ihrer Art. Die erste fand unter dem Außenminister Josef Fischer statt und betraf sog. Russlanddeutsche, die zweite ist aktuell. Sie bevorzugt Afghanen, die uns bekanntlich näher zu Gott bringen, während die Erstgenannten eine Verstärkung des schwächlichen Wählerpotential bewirken sollten. Das war seinerzeit eine Fehlkalkulation, wie man leicht feststellen kann, wenn man die Wahlergebnisse von Hellersdorf und Marzahn, wohin man die Einreisenden bevorzugt verfrachtete, Revue passieren lässt. – Wie gesagt, das ist zur Zeit etwas anders, denn die Neuzugänge haben nicht die Absicht, an den wertewestlich-demokratischen Prozessen teilzuhaben, und vor den weltlichen Prozessen schützt sie eine woke Justiz.

Übern Teich: Das sind ja tolle Verschwörungsgerüchte, die jetzt sogar die hiesige Westpresse erreichen, bei der sich der Eindruck breitmacht, dass das Duell der Giganten doch nicht so doll war. Vor allem Joe zeigte sich so, wie es bislang wider besseren Wissens als Fake gebrandmarkt worden war. Er ist greisenhaft klapprig. Jetzt suchen die Dems angeblich händeringend und auf die Schnelle nach einem Ersatz. Ich wies – seltsam prophetisch – seit Jahr und Tag auf die Obamas hin (zuletzt im Sudelbuch vom 10. Dezember 2023), aber da ist auch noch der ober-coole Gouverneur von California, Gavin Newsom, mit der nach hinten gegelten Hollywood-Frisur. Jetzt darf spekuliert werden.

28. Juni 2024

Nachts die ersten 30, 40 Minuten der Präsidentendebatte Trump vs. Biden auf CNN angesehen, um nicht auf anderleuts Urteil angewiesen zu sein. Den Ton abgeschaltet, um mit Muße Gesichter und Körpersprache zu studieren, denn was die Herren sagen, ist mir bekannt, und was sie zu Steuersenkungen, Abtreibungen und Grenzchaos abspulen, interessiert mich nicht sonderlich. So bleibt: 

(1) Trump: Die ersten 5 Minuten, verschlossen, trotzig, das Trump-vor-Gericht-Gesicht. Vermutlich der pure Anfangsstress. Das ändert sich dann in die beiden bekannten Varianten Ich-höre-Ihnen-zu und Jetzt-spreche-ich, letzteres mit den einschlägigen Gesten, nur eine Nummer kleiner als das Stadionformat. Seine Antworten lassen kein Zögern erkennen. Auch lässt er es sich nicht nehmen, dem Gegner mehrfach zustimmend zuzunicken und, eher selten, verständnislos den Kopf zu schütteln. Abgesehen von den Anfangsproblemen macht er durchgehend den Eindruck: ich bin hellwach.

(2) Biden: Er blickt viel nach unten auf – vermutlich elektronische – Aufzeichnungen. Während sein Gegner spricht, blickt er ihn über die Schulter hinweg für kurze Momente nur an. Dann sieht er wieder nach vorne und lacht für Sekundenbruchteile. Wenn Biden nicht redet, steht ihm meistens der Mund leicht offen. Durchgehend hält er sich deutlich mit mindestens einer Hand am Pult fest.

(3) Die CNN: Sie hat ein Reporterpaar präsentiert, Mann und Frau, beide weiß (hüstel), ausgestattet mit den Gesichtszügen von erhabenen Richtern und entsprechend bis zur Unkenntlichkeit geschminkt und gehaarstyled. Dass die beiden an einem Tisch sitzen, während die Delinquenten vor ihnen stehen, passt wunderbar in die Selbsteinschätzung dieser TV-Bande. Erwähnen will ich schlussendlich, dass eine gnädige Regie obwaltet, denn jedesmal , während Trump spricht und sich Bidens Blick aus der Gegenwart nach rechts oben in weite Ferne zu verabschieden scheint, wird er aus dem Doppelbild ausgeblendet. Bei seinem Gegner sehe ich, obwohl ich sein Gesicht unter diesem Aspekt mit Argusaugen mustere, solches Abgleiten ins Nichts nicht.

27. Juni 2024

The loser takes it all: Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass die westliche Wertegemeinschaft mit Demokratie nichts am Hut hat, dann sind es die beiden Spitzenpersonalien Rutte und Leyen. Der eine wird Nato-General, nachdem es ihm jahrelang gelungen war, sein Heimatland in Grund und Boden zu wirtschaften, bevor er zurücktrat und eine Wahl auslöste, die bemerkbare Teile des holländischen Establishment von der Macht entfernte . Die andere darf an der Spitze des EU-Kolosses bleiben, nachdem man die gegen sie laufenden Korruptionsermittlungen abgebrochen hatte, um den Wahlkampf nicht zu belasten, wie es hieß.

Loser (2): Langsam bahnt sich die Erkenntnis bis in die Köpfe der von Westpropaganda Zugedröhnten, dass jemand für die großzügigen Geldspritzen Richtung Kiew wird bezahlen müssen. Die Ukrainer nach dem letzten Abverkauf ihrer Latifundien sicher nicht. ­– Sieht aus wie ein da capo der Jahre 1914-16. Die Kriegspartei GB konnte in den USA alles für die Kriegführung gegen das Deutsche Reich Benötigte einkaufen. Doch als Ende 1916 der Krieg immer noch nicht gewonnen war, fürchtete J.P. Morgan, er war der größte Geldgeber, eine seine Existenz bedrohende, saftige Pleite. Und als die Briten nichts mehr zum Verpfänden hatten, musste der US-Steuerzahler ran und eine Armee nach Europa senden, damit die Herren Bankiers für ihre Fehlinvestition nicht haften mussten, sondern die deutschen Kriegsverlierer. Ein einfaches Prinzip. Man übertrage es mal auf heute.

26. Juni 2024

Standardeinwendung in Diskussionen: Du redest von den Oligarchen, die allein das Heft in den USA in der Hand halten, aber du kannst nicht einen einzigen nennen. – Nun, wie wär’s mit diesem hier? Er heißt Michael Bloomberg, war eine Zeitlang Bürgermeister in New York, und er ist einer der Reichsten aus der Reichenclique. Grad erst hat er für die Wiederwahlbemühungen von Joe Biden 19 Mio. $ gespendet. Warum macht er das, für einen erkennbar Amtsuntauglichen zu spenden? Ja, warum wohl.

Passt zum Thema: Während ich die Notiz über die Wahlkampfspende von Oligarch Bloomberg noch nicht ganz ausformuliert habe, erreicht mich die Nachricht, dass man in London den dort seit vielen Jahren im Sicherheitsgefängnis in Abschiebehaft einsitzenden Julian Assange in ein Flugzeug gesetzt habe. Der Wikileaks-Gründer auf freiem Fuß? Nein, keineswegs, er muss erst auf eine US-besetzte Pazifikinsel, der nächstgelegenen zu seinem Heimatkontinent Australien, um sich vor einem amerikanischen Gericht unter Eid für schuldig zu irgendwelchen Verbrechen zu bekennen, deren Bestrafung mit der Haft verrechnet werden soll. Ihm wurde hierfür freies Geleit zugesichert. Wie großzügig.

Assange (2): Der Mann war der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks. Sein Verbrechen: er machte Akten publik, die massive US-Verbrechen dokumentieren. Sie waren ihm von sog. Innentätern zugespielt worden. Jedermann, der einen Moment nachsinnt, weiß, dass das Imperium hier eine üble Posse gespielt hat. Man will recht behalten haben. Fachleute weisen darauf hin, dass Assange sich wg. Meineid strafbar macht, wenn er – zurück in Australien – erklären würde, wie man ihn in den Eid zwang und dass alles, was er zugestand, gar nicht wahr ist.

25. Juni 2024

Nach den amerikanisch-ukrainischen Raketenangriffen auf Sewastopol mit etlichen Toten und Verletzten – unter diesen besonders grell: am Strand spielende Kinder – wird die Lage heikel. Was die gestern ins russische Außenministerium einbestellte US-Botschafterin sagen wird, hat ihre Sprechpuppe aus Kiew bereits vorweggenommen: Die Angriffe gegen die Krim seien keine solchen gegen Russland, denn dieses halte die Halbinsel lediglich völkerrechtswidrig besetzt.

Raketen auf Sewastopol (2): Jetzt haben die Falken in DC den Kreml dort, wo sie ihn seit Monaten haben wollen. Putin muss nun was tun, um nicht unglaubwürdig zu werden. Aber was? – In Washington spielt man jetzt zu 100 Prozent auf Krieg. Es ist die einzige Möglichkeit des dortigen Sumpfes (swamp), um über den November hinweg an der Macht zu bleiben.

Derweil spielt man in D das Spiel Sand-in-die-Augen. Die fabelhafte Mehrheit von Christunion-Wagenknecht wird an die große Glocke gehängt. Wie das mit der Friedensforderung der Schönen zusammenpasst, wird nicht erwähnt. Man hofft auf das Vergessen.

Sand (2): Derweil wird die gigantische Veruntreuung von Steuergeldern mit gefälschten Umwelt-Zertifikaten medial plattgemacht. Und nicht nur das: Ich habe nichts davon gehört, dass Polizei und Staatsanwaltschaften die Büros der beteiligten Betrugsbehörden durchwühlt hätten. Danach müsste es Festnahmen regnen, bis in Moabit die Plätze knapp werden.

24. Juni 2024

Übern Teich: Die Nachrichten, die von dort zu uns dringen, sind, gelinde gesagt, verwirrend. Zum ersten Mal nehme ich wahr, dass der Ton bei den beiden Organen des Council on Foreign Relations, dem Internetauftritt und dem soeben ausgelieferten Heft der Foreign Affairs, nicht recht zusammenpasst. Zwar mahnen beide zur Umkehr, aber das Heft, um nicht die Vorherrschaft zu verlieren bzw. zum totalen Krieg aufzurufen, während der Internet-Leit-Beitrag für möglich hält, die Herrschaft überhaupt zu verlieren. Das ist neu. Nun macht auch in Amerika eine Schwalbe noch keinen Sommer, aber dem Kern der Herrschaftskaste scheint zu schwanen, dass man innenpolitisch ruppigen Zeiten entgegensegelt. Das riecht nach Götterdämmerung.

Wind of Change (2): Einen besonders boshaften Gedanken bringt der britische Weltstar-Historiker Niall Ferguson ins Spiel. Er vergleicht detailliert die jetzige Situation der USA mit der zerfallenden Sowjetunion der 1980er Jahre.

Wind of Change (3): Da ist es nicht ohne Komik, was zeitgleich sein Landsmann David Lammy in der Foreign Affairs zur Situation in GB schreibt, wo er und seine Labour-Genossen sich anschicken, in aller Kürze die Macht zu übernehmen. Es ist ein Mixtum aus Möchtegern-Weltgeltung („Chart a New Global Course“) und Klimawahn. Ich bin sicher, diese Linken werden versuchen, in bewährter Manier auswärtige Kriege abseits der Inseln zu führen und die eigene Wirtschaft zu zerstören. – Wie der Teufel aus der Kiste ist erneut der Euro-Killer Nigel Farange im Wahldurcheinander erschienen Er ist der Einzige dort, der den Krieg gegen Russland nicht will.

Ostfront: Das Kriegsgeschehen dort bleibt unverändert. Notorische russische Angriffe lokalen Charakters, ständige Verschiebung der russischen Einflussgebietes nach Westen bzw. Nordwesten, dadurch Verkürzung des Frontbogens, Luftschläge hüben und drüben.

Ostfront (2): Derweil reist der russische Führer mit unübersehbarem Pomp in Staaten, an die niemand gedacht hatte – jedenfalls ich nicht –, vergangene Woche nach Nordkorea, am jetzigen Wochenende nach Vietnam. Beides keine Amerikafreunde, nein, ganz gewiss nicht.

23. Juni 2024

Samstagabends: Fremder Leuts Urlaubsfotos zu betrachten, war schon immer eine Zumutung. Der gefürchtete Dia-Abend schied zum Glück dahin, wurde aber durch grell Geheftetes aus dem Foto-Shop ersetzt. Diese Ego-Bücher hatten immerhin den unbestreitbaren Vorteil, dass sie endlich waren und alsbald zu Ende geblättert. Wer hätte damals geahnt, dass sie dann durch das Handy verdrängt wurden. Alles wurde noch schlimmer. Grinsende Gesichter vor leicht schräg stehendem Meer in unendlicher Zahl. Soviel, wie der Speicher zulässt. Gesteigert wird die Qual durch den Paarvortrag, deren Sprecher die kleine Maschine zwischen sich hin und her reichen, wobei der Gast alsbald bemerkt, dass er für das von Wort und Widerwort begleitete Ereignis gar nicht benötigt wird, vielleicht sogar stört. Glücklich der Mann, der derweil mit der charmanten Tochter des Hauses ein Grundsatzgespräch über die Zubereitung von indischem Tee anknüpfen kann.

22. Juni 2024

Die Innenministerkonferenz sei, so lese ich, ohne konkrete Ergebnisse in der Abschiebungsfrage zu Ende gegangen. Man beruft sich auf die Schwierigkeit der Materie. Das ist zumindest teilweise gelogen, denn der wahre Grund für das Nichtstun ist der fehlende politische Wille, die Illegalen außer Landes zu schaffen. Die erste Stufe wäre die Zusammenfassung der Ausreiseverweigerer in gut bewachter, unbequemer Unterkunft ohne Bewegungsmöglichkeiten und ohne Geldleistungen bei schmaler und auskömmlicher Kost (zum Beispiel die hiesigen Ortes sehr beliebte Bratwurst). In kürzerer Frist wird sich die Frage der Abschiebung nicht mehr stellen, denn die Delinquenten werden darum bitten, außer Landes gelassen zu werden.

Das Lügen beenden (2): Hat das soeben Beschriebene Aussicht auf Realisierung? Die Antwort heißt eindeutig Nein, denn die Machthaber versichern sich derzeit immer noch gegenseitig, dass ihnen nichts passieren könne und lassen sich dies durch bestellte Wahlumfragen bestätigen. Sie sind deswegen mit der Umverteilung ihrer Posten und Pöstchen voll ausgelastet.

Das Lügen beenden (3): Die Lügner der regierungsfinanzierten Desinformations-Plattform Correctiv darf zwar ihre Potsdam-Deportationsgeschichte nicht in voller Schrillheit wiederholen, doch hat sie ihr Ziel erreicht: Sie hat solide Bürger in Grund und Boden diffamiert, wovon sich diese kaum mehr erholen dürften, und sie bekommt für ihr Tun jetzt auch noch einen wertvollen Journalistenpreis umgehängt. Dreister geht es kaum. Wissen die Kunden der Sparkasse Leipzig eigentlich, was mit ihrem Geld gemacht wird?

21. Juni 2024

Eingebettet in die allfälligen Bemerkungen über die erotischen Unterschiede von Mann und Frau gibt der Blogger Michael Klonovsky in seinen Acta bekannt, welch wohliges Erschauern ihn übermannte, als er, der Ossi, nach der Wende erstmals die Möglichkeit bekam, auf westliches pornographisches Heftgut zuzugreifen. Solche bemerkenswerten Lehrsätze rufen die Stellungnahme des Westmannes auf den Plan:

(1) Bereits vor der Wende war derartiges Ostgelüste im Westen bei den Sicherheitsbehörden wohlbekannt. Es führte zu einer speziellen methodischen Suchoperation gegenüber Grenzgängern des Ministeriums für Staatssicherheit, deren Hang notorisch war, sich, vom geraden sozialistischen Weg abweichend, als erstes an den grenznahen einschlägigen Verkaufsstellen mit der begehrten Ware einzudecken. Manch einer der so Identifizierten mag sich im weiteren Verlauf seiner Kundschaftertätigkeit gewundert haben, wenn er unerwartet angesprochen wurde.

(2) Die Entdeckerfreuden des Westmannes, der grenzüberschreitend wandelte, waren ganz anderer Art. Er durfte, wenn er denn normal geartet war, zu seinem Pläsier zur Kenntnis nehmen, dass das Ostweib selbst, also dasselbe dreidimensional betrachtet, dem Erotischen weit zugänglicher war, als er es sich unter all den scheinbar emanzipierten Westschwestern hatte angewöhnen müssen. Nicht nur die Kleidung verriet den guten Willen, auch hörte er die üblichen Einreden des Jetzt-nicht, Hier-nicht und Heute-nicht so gut wie nie. Von allen Überraschungen aus der Wundertüte der Errungenschaften des Sozialismus war dieses hier die Überraschendste.

(3) Bleibt die abschließende Bemerkung, dass im Oststaat diese Befindlichkeiten – so sagte man damals dortzulande – bekannt waren und dazu genutzt wurden, um mit einigem Aufwand westliche Besucher der Leipziger Messe in kompromittierende Situationen zu verstricken. Nach dem Wegfall der DDR und dessen MfS änderte sich am Grundverhalten des Ostweibs wenig, eher im Gegenteil, zumal nun das Kompromat wegfiel.

19. Juni 2024

Da mussten im mecklenburgischen Grevesmühlen 2 Negerkinder schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht werden, zusammengetreten von einer Horde Nazis. Heißa, da drehte der politmediale Komplex frei im Raum. Doch ach, die Geschichte stimmt nicht. Nein, ganz sicher nicht. Selbst die eigens eingerichtete Soko musste kleine Brötchen backen.

Grevesmühlen (2): Das Wort eignet sich prima als Schlagwort. Aber wofür? Fake von links oder rechte Gewalt droht überall. Ich tippe auf Letzteres. Es geht darum, Mannheim und Wolmirstedt aus den Köpfen zu vertreiben.

18. Juni 2024

Lese, dass Saudi Arabien aktuell aus dem Petro-Dollar aussteige. Das bahnte sich, wenn’s denn stimmt, seit über zwei Jahren an. Ein fataler Streich gegen den Hegemon – materiell und psychologisch. – Kommen jetzt die Drohnen?

Nahost (2): Heftige Kämpfe an der israelischen Nordgrenze werden vermeldet. Wer hat da plötzlich angefangen? Wie ein Scherz wirkt dagegen die Ansage des israelischen Chefs, dass er sein Kriegskabinett aufgelöst habe. Hat er? Ist er mit Hamas im Gaza-Streifen wirklich durch, und wo sind die Menschen geblieben?

Nahost (3): Wirklich rätselhaft erscheint mir, wieso Hamas und Hisbollah nie koordiniert zugeschlagen haben. Nicht, dass ich mir das wünsche, ich frage ja bloß.

17. Juni 2024

Siebzehnter Juni, war da mal was? Ziemlich lange her? Heute ist alles anders:

16. Juni 2024

Der nächste Streich: In Wolmirstedt bei Stendal in der Altmark richtet ein Afghane gestern das nächste Blutbad mit Toten und Verletzten an. Er wird von der Polizei erschossen. Geradezu idiotisch ist die Einlassung der Polizeiführung, man wisse das Motiv des Verbrechers nicht. Als ob es darauf ankäme. Das der eingreifenden Polizei-Kollegen kenne ich hingegen genau: Er oder ich. – Jetzt fehlt nur noch die Renate Künast-Frage: Hätte die Polizei nicht…? Nein, offensichtlich nicht.

15. Juni 2024

Da war gestern die offizielle Trauerfeier für den erstochenen Politzisten Rouven Laur. Warum nur habe ich das Gefühl: Gleich wird mir schlecht? Und vor allen: Bin ich der Einzige, dem es so geht? Zu deutsch: Ich kann die Heuchelei der Täter nicht mehr ertragen.

Unbekante Wirkung (2): Der böse Wlad hat gestern den Vorschlag gemacht, sofort mit dem Kämpfen aufzuhören. Bedingung: Die eroberten Ostprovinzen gehören zu Russland und der Gegner bleibt Nato-frei. Das wurde, kaum war’s publik, von der US-Sprechpuppe S‘yj. zurückgewiesen. Das war klar. Doch bleibt die Frage, wie die Schalmeienklänge beim ukrainischen Wehrpersonal ankommen. Ich denke mal, das bleibt psychologisch nicht ohne Wirkung. Nur kann man diese nicht sofort messen.

Unbekannte Wirkung (3): Die Nato will ein Hauptquartier nach Wiesbaden verlegen. Das liegt meines Wissens in D.

Unbekannte Wirkung (4): Der Wehrchef Boris P. will die Wehrpflicht  durchsetzen, indem er Freiwillige einberufen lässt. Das war die letzten 12 Jahre ganz ohne Wehrpflicht bereits ein toller Erfolg. Jetzt weiß ich endlich, warum Mainstream ihn zum beliebtesten Politiker von D. ausruft. Man sollte die Pistorius-Methode auch auf die Steuerpflicht ausdehnen. Dann könnte sich so mancher entschließen, SPD zu wählen. Garantiert.

14. Juni 2024

Da treffen sich die G 7-Führer gestern in Italien und beschließen, dass und wie sie in ihren Ländern beschlagnahmtes russisches Vermögen an die Ukraine verteilen werden. Kann man machen, ist aber kaum klug zu nennen. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass diese x-te Maßnahme des US-Wirtschaftskrieges höchst unangenehme Folgen für die Angreifer haben wird. Merke: Du musst diesen Krieg um die Ukraine auf Teufel komm raus gewinnen, sonst trifft dich selbst die Keule, mit der du gerade deine Reputation zerschlägst. Jede Wette.

Italien (2): Ganz und gar rätselhaft ist mir die Blondine an der Spitze.

13. Juni 2024

Nachdem die Gäste gegangen sind, finde ich überall angerissene Küchenrollen vor, nicht meine. Denke über den Begriff der Rollenverteilung nach.

Rollenverteilung (2): Niemand mehr da, der öffentlich den Unwillen zur Ausdruck bringt, im Osten in den Krieg zu ziehen. Warum? Der Pate weiß wie stets eine Antwort: Es ist nicht persönlich, es geht ums Geschäft.

12. Juni 2024

Der kleine Wlod hat gestern im Bundestag geredet. Vorher hat er beim kleinen Olaf um Waffen gebettelt. Der hat ihm stattdessen den Wiederaufbau dessen versprochen, was derzeit auch mit unsern Waffen zerschossen und zerbombt wird. In welcher Reihenfolge Weiterzerschießungshilfe und Wiederaufbauhilfe stattfinden soll, habe ich noch nicht ganz verstanden. Ob’s der kleine Olaf auf dem Schirm hat, entzieht sich meiner Beurteilung. Auf jeden Fall wird’s teuer. Aber wir haben’s ja. Allerdings merke ich: Der Spruch Wir-sind-ein-reiches-Land ist irgendwo in der Versenkung verschwunden. Seit dem Wochenende hat sich wohl rumgesprochen, dass die Leute, die den Reichtum durch ihre Arbeit schaffen, den Spruch nicht lieben und AfD wählen. Wird Zeit, dass man denen das Wahlrecht entzieht oder so. Demokratie eben.

Demokratie (2): Früher war es üblich, dass die Wahlverlierer sagten: Wir haben verstanden. Heute sagen sie: Wir sind nicht richtig verstanden worden. So kann man sich irren.

10. Juni 2024

Er hat es schon wieder getan: Der Belzebub hat auf dem Sankt Petersburger Wirtschaftsforum den Auslandsjournalisten 3 Stunden lang Rede und Antwort gestanden. Besser lässt sich kaum unter Beweis stellen, wer von den World-Leadern fit im Kopf ist. Es ist ohne Zweifel dieser hier. Was er sagte, war nur zu Teil neu: 

a) Er listete die beiderseitigen Kriegsverluste auf = ca. 1 zu 5, zulasten der Ukraine.

b) Er kündigte an, er werde die diversen Kriegsgegner der USA mit russischen Fernwaffen versorgen, falls diese es bei ihrem Kampf gegen Amerika wünschen sollten.

c) Er spottete über die verzerrte Berichterstattung des Westens bezüglich seiner Person, indem er anmerkte, wenn die Leute ihn ganz wirklichkeitsfern unbedingt fürchten wollten, gut, so sollte sie das tun.

Schon wieder (2): Wird überall über die Ergebnisse der EU-Wahlen geplappert. Ich kann nicht erkennen, was der angebliche Sieg der Rechten bewirken soll. Vielleicht die Fortsetzung der Herrschaft der unsäglichen Blondine an der Spitze? Das soll eine Änderung sein?

Schon wieder (3): Haben die schlechthin Bösen zugelegt, im Osten so sehr, dass sie im Herbst die 3 Landtagswahlen deutlich gewinnen könnten. Kann ich mir aber nicht vorstellen, denn es sind noch mehrere Monate hin, um Skandale zu inszenieren.

9. Juni 2024

Die Darstellung des Messermordes an dem Polizeibeamten Rouven Laur nimmt schauerliche Formen an. Mainstream schießt Hetzkaskaden ab, die in dem Vorwurf gipfeln, es seien die uneinsichtigen Nazi-Deutschen gewesen, die den Mörder erst zu seinem Tun angestiftet hätten. Mir ist nicht klar, wie sowas in der Breite des Raums der Informationsamputierten wirkt, denn die Hetze nimmt unmittelbar Bezug auf das Mordgeschehen selbst, das zu verschweigen, die Ursprungsabsicht gewesen sein mag. Jetzt ist der Teufel aus der Flasche.

Polizistenmord (2): Im Berliner Abgeordnetenhaus findet die Grüne Vorsitzerin Tuba Bozkurt unter der spontanen Zustimmung ihrer Mir-Hasserinnen das Geschehen zum Schreien witzig. Soviel zum Thema Integration.

Weitere Morgengedanken: Heute soll ich meine Stimme abgeben, mir deren Hilfe das Parlament der EU zu bestimmen sei. Bei einem Stimmenzählwert von nahe Null ein nutzloses Unterfangen, bestenfalls geeignet, dem Vorwurf zu entgehen, etwas Bestimmtes gewollt zu haben. Heute Abend werden dann wieder – frei nach Schiller – tausend Stimmen Sieg rufen.

7. Juni 2024

Da schritten gestern die World Leader, wenigstens 2 davon, Joseph und Emmanuel, auf dem Laufsteg in Richtung Kamera, entschlossenen Auges in Richtung Paris blickend, das Meer im Rücken, denn es galt den großen Sieg über das Böse zu feiern. 80 Jahre Invasion in der Normandie. So lange ist es bereits her, dass das große und gute Amerika kurz davor stand, zum letzten Mal in seinem kriegerischen Dasein ein Land zu besiegen. Unseres.

Normandie (2): Da durfte einer nicht fehlen, die ukrainische Handpuppe des amerikanischen Wir-siegen-demnächst. Er, wie seit einiger Zeit gewohnt, im schlichten SS-schwarz. Das ist eine angemessene Referenz an die 12. SS-Panzerdivision mit dem Namen Hitlerjugend, die der alliierten Übermacht vor 80 Jahren Widerstand leistete, bis sie faktisch nicht mehr existierte. Immerhin haben die Hardliner aus Lemberg und Umgebung deren Symbolik übernommen, denn ihre Vorväter haben vor 80 Jahren in Frankreich an der Seite der Deutschen an Ort und Stelle mitgekämpft.

Normandie (3): Joe hatte für Wolodomyr ein Präsent bei der Hand, die Erlaubnis, mit US-Waffen nach Russland hineinschießen zu dürfen. Aber nicht nach Moskau, sagte er. Ob seine Waffen, die bekanntlich durch die Künstliche Intelligenz gesteuert werden, das auch wissen?

3. Juni 2024

Der vom afghanischen Mörder in Mannheim niedergemetzelte Polizist ist gestern gestorben. Wieder sind die Medien so freundlich, seinen Namen „aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes“ zu verschweigen. Das Heucheln der Kaste dröhnt schmerzhaft in den Ohren. Und dann? Und nichts. Oder doch: Nanzy hetzt im gewohnten Faeser-Format. Die Verbreitung des Videos, welche die Persönlichkeitsrechte des Täters verletze, könne der AfD in die Hände spielen, so die gesichert linksextreme Innenministerin in einer Pressemitteilung. Es reicht, Leute, es reicht. Und mehr als das: Es gibt keinen hinnehmbaren Grund, dass solche Gestalten unser Land weiter verwüsten. Ganz nebenbei: Der Messerangriff stellt nicht, wie die Ministerin pressetextlich meinen lässt, die freiheitliche Grundordnung in Frage, sondern diejenigen, die ihn sehenden Auges ermöglicht haben.

2. Juni 2024

Mal ernsthaft, wie lange sollen die Leute solche Typen wie den Messermann von Mannheim noch ertragen? Und wie lange die dazugehörige Lügenpresse, die dem Messermann durch Verpixeln seines Gesichts sog. Menschenrechte angedeihen lässt und im selben Atemzug das Opfer verunglimpft? Was ist dem bawü CDU-Innenminister zu alldem eingefallen? Die Öffentlichkeit sei durch den Schusswaffen-Einsatz nicht gefährdet worden. Soso. Ich dachte, ich hätte mich verhört. Fehlte nur noch, dass er sich beim Täter entschuldigte und eine strenge Untersuchung gegen den Schützen ankündigte. Hat er sich wohl nicht getraut.

1. Juni 2024

1984 life: Gestern wurde in Mannheim der Islam-Kritiker Michael Stürzenberger von einem Moslem auf offener Straße niedergestochen. Alles wurde gefilmt, jeder, der will, kann es sehen. Auch den komplett misslungenen Polizeieinsatz, bis sich endlich einer der offenbar zur Überwachung von Stürzenberger vor Ort anwesenden Polizisten entschließt, den Verbrecher niederzu-schießen. Zu den Verlautbarungen von Mainstream genügt der Beitrag von Zeller heute Nacht.

1984 (2): Es gehört zur gestrigen Dialektik des Herrn Scholz, den totalen Krieg mit Russland verbal nicht zu wollen und ihm gleichzeitig durch Freigabe deutscher Waffen für dem Einsatz im Innern Russlands einen weiteren Schritt näher zu kommen. Frage mich, ob er ein Lügner ist oder irre.

31. Mai 2024

Die übliche bleierne Müdigkeit nach Beendigung eines Buchmanuskripts, in diesem Fall: Nicht mein Krieg. Deutschland und der Ukraine-Konflikt. Derweil: Vorm Fenster meines Arbeitszimmers endet der Mai, wie er begann, kühl und nass. Wenn sie uns nicht bekohlt haben, unsere Vorfahren (Vorsicht, Nazi-Verdacht), dann füllt solch ekles Wetter dem Bauern Scheun‘ und Fass. Doch gibt’s den überhaupt noch?

Und sonst so: Trump in Bilanz-Fälschungsprozess in New York gestern für schuldig befunden. Der Richter hatte vom ersten Prozesstag an keinen Zweifel aufkommen lassen, dass er den Ex-Präsidenten hinter Gittern sehen will, das Urteil will er im Juli verkünden. Mal sehen, was er sich ausdenkt, um Trump sofort in Haft zu nehmen. Die Dems jubeln verhalten: Niemand stehe über dem Gesetz. Soso.

Und sonst (2): Die RKI-Protokolle finden sich jetzt weitgehend ungeschwärzt im Internet. Sie sind so umfangreich, dass kaum einer sich der Mühe einer Lektüre unterziehen wird. Wenn jetzt nicht endlich gegen die Exekutanten der sog. Pandemie strafrechtlich vorgegangen wird, kann die Republik einpacken. Die Mauer bröckelt bedenklich, BMVg und BVerwG machen bereits sachte, sachte Rückzieher. Impflicht für Soldaten? War da was?

Und sonst (3): Prag wird feste US-Burg, woselbst der amerikanische Außenminister Blinken die Europäer zu veranlassen sucht, endlich mit dem Angriff auf Russland zu beginnen. Die Reaktion ist verhalten, es knirscht im inneren Gefüge der Allianz. Der Mann im Kreml muss eiserne Nerven haben, jeglichem Vorwand auszuweichen, ein Nato-Land angegriffen zu haben. Bis jetzt ist er stur geblieben.

Und sonst (4) und Annalena. Hat besseres zu tun, als sich um den Frieden verdient zu machen, muss stattdessen Strafanträge stellen, um nicht als die dümmste Außenministerin der Welt gerichtsnotorisch zu werden. Da fehlt nicht mehr viel, wenn das jetzt schon die in Nürnberg seit Jahrzehnten lebenden Türken lautstark artikulieren. Man kriegt vor Staunen den Mund nicht zu.

Und sonst (5): Der westfälischen Möbelhersteller Hülsta hat dicht gemacht. Pleite. Streiche mit bloßer Hand über die glatte Fläche des seit über drei Jahrzehnten Dienst tuenden Wohnzimmertischs. Esche oder Erle, das ist hier die Frage. Da haben so viele Leute ihre Spuren hinterlassen, dass ich im Zweifel bin, ob ich das alles so lasse, oder Abschleifen und Versiegeln an der Zeit ist. Eigentlich längst überfällig. Doch Nichtstun ist wie so oft die einfachere Lösung.

30. Mai 2024

Metamorphose: Jahrzehntelang agitierten US-finanzierte Propagandasender von Bayern aus mehrsprachig und unter verschiedenen Namen gen Osten. Einer davon war Voice of America. Bei dem müssen nach der Wende und seinem Umzug nach Prag einige seiner Propagandisten peu à peu ihre Dienstherren gewechselt haben, denn wie durch ein Wunder tauchten sie beim ähnlich klingenden Voice of Europe wieder auf. Dort ist man auf das euroasiatische Denkmodell spezialisiert. Niemand nahm das zur Kenntnis bis auf den tschechischen Dienst, der seine Bündnistreue unter Beweis zu stellen begann. Denn merke: Wer in Prag die US-Flagge nicht angemessen grüßt, gilt als Verdachtsfall.

Voice of Europe (2): Jetzt dienen die tschechischen Abhörprotokolle – echt oder auch eher nicht – den Staatsanwaltschaften als Ermittlungsgrundlage gegen bevorzugt kriegskritische deutsche Abgeordnete und ihr persönliches und politisches Umfeld. Und der Straftatbestand? Firlefanz, nulla poena sine lege (keine Strafe ohne Gesetz) war gestern. Sie sind Verräter. Woran? An den europäischen Werten. Die werden bekanntlich am Dnjepr verteidigt.

Volkes Stimme – Volkes Liedgut: Nein nicht dödödöpdöpdöpdödö (oder so ähnlich), was jetzt die Gazetten bis weit hinein in alle Alternativen, die sich mit schwer-lastendem beschäftigen müssen, vor sich hin wälzen, nein, es ist die Erinnerung an etwas aus meiner Kinderzeit. Da sagen die Leute: „Am 30. Mai [das wäre also heute] ist der Weltuntergang, wir leben nichtmehr lang, wir leben nicht mehr lang. Doch wer weiß in welchem Jahr, und das ist wunderbar.“ Das war die Antwort der Kölner auf die Furcht vor dem Atomtod. Jetzt fürchten sich die Leute vor anderen Dingen. Und sie singen das, einfach so. Ganz ohne Genehmigung.

28. Mai 2024

An der vorgestrigen Kommunalwahl hier im Ländchen haben mich weniger die uneinheitlichen Ergebnisse interessiert als die einheitlichen Mainstreamkommentare. Deren perfekte Zusammenfassung fand ich in den Leserbriefen der Zellerzeitung: „Sieger sind die Grünen. Wer etwas anderes behauptet, is Nazi.“

Kommunales (2): Vom selben Orte: „Wird in Th die Stichwahl mit Messern ausgetragen?“

Kommunales (3): Am besten allerdings gefiel mir bei Real-Mainstream: „Die Zunahme der AfD stürzte stärker ab als erwartet.“ Darauf muss’de ers ma kommen.

26. Mai 2024

Über die Wirkung des nun schon fast zwei Jahre andauernden russischen Beschusses ukrainischer Elektrizitäts-Infrastruktur konnte man nur Mutmaßungen anstellen. Vorgestern äußerte sich der zuständige ukrainische Minister – ein intelligent aussehender Mann namens Galuschtschenko – über die entstandene Stromlücke und den akuten Bedarf, Strom aus der EU zu beziehen. Die Mengen sind so groß, dass wenig Zweifel übrig bleiben. Die EU ist angeblich nicht in der Lage, solche Mengen aus eigener Produktion zu liefern. Nebenbei: Dass D hierzu nicht in der Lage ist, muss man nicht gesondert erwähnen.

Wahn & Wirklichkeit (2): Natürlich erinnere ich mich, dass die Siegverkünder der westlichen Propaganda angesichts der (dann gescheiterten) Wiedereroberungsversuche des Kernkraftwerks von Saporoshje vor Monaten protzig verkündeten, welche Strommengen die EU in Kürze von dort beziehen werde. Der eigens nach Kiew gedienstreiste Robert bestärkte die ukrainischen Brüder & Schwestern in der Produktion von Atomstrom. Wie nennt man das? Heuchelei.

24. Mai 2024

Stand der Dinge: Die russische Kartenskizze zeigt den Frontverlauf bezüglich der vier eingemeindeten Provinzen, bei denen sich – außer Donjetzk – immer noch ein Teil in ukrainischer militärischer Hand befindet. Die Änderungen gegenüber dem Stand vom September 2022 sind minimal. Hinsichtlich des Frontgeschehens im Oblast Charkow ist die Karte ungenau – nicht aussagefähig.

Ostfront (2): Das Kriegsgeschehen wird in dieser Woche von wechselseitigen Drohnen- und Raketenangriffen, bevorzugt auf Einrichtungen der Elektro-Infrastruktur dominiert – bis weit ins gegnerische Hinterland hinein.

Ostfront (3): Erstmals lese ich, dass ein russischer Kommandeur wg. nicht-personalschonender Befehle abgelöst worden ist. Sowas wäre weder im Ersten noch im Zweiten Weltkrieg passiert – wenn’s keine Eintagsfliege ist, ein deutliches Zeichen für die geänderte Auffassung zur Ressource Mensch.

23. Mai 2024

Bekanntlich verteidigen wir die Demokratie am Dnjepr gegen den Despoten aus Moskau. Nur ist es so, dass der Moskowit mit Zustimmung durchs unterdrückte Volk herrscht, der lupenreine Demokrat seit gestern erkennbar nicht. Was tun? Besser nicht dann rühren. Er könnte sich als Vorbild erweisen, und dann ist man, ehe sich’s einer versieht, ein Delegitimierer.

22. Mai 2024

Annalena in Kiew. Hat eine Milliarde mitgebracht. Vermutlich im Handtäschchen. Dafür soll’s irgendwo Patriot-Raketen geben. Hatte der SPD-Vormann im Bundestag Mützenich nicht vor Tagen erst geäußert, dass es die nicht gibt? Und: Weiß der Herr Scholz davon?

Annalena (2): Kriegt von Selenskyj – beide zeigen sich bei dieser Gelegenheit einheitlich in einem schlichten SS-Schwarz – einen protzigen Orden. Hoffentlich zeigt ihr einer, wie man den umhängt. Ihr Amt textet derweil: Unsere Unterstützung ist verwurzelt in der tiefen Überzeugung, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnen wird. Wer mag ihr das aufgeschrieben haben? Schade, dass man sie den Satz nicht hat aussprechen hören.

21. Mai 2024

Der persische Präsident ist beim vorgestrigen Hubschrauberabsturz in der Tat ums Leben gekommen. Jetzt wird die Situation im nahen und mittleren Osten heikel.

In Israel wackelt derweil das Kabinett, während seit Oktober 2023 Hunderttausende das Land verlassen haben. Ziel unbekannt.

Ostfront: Im Raum Lemberg wurde die dortige Gas-Kompensationsanlage, die zweitgrößte in Europa, durch einen russischen Luftschlag komplett zerstört. Mal sehen, wann die westewertlichen Leute und vor allem die östlich der Oder nach Nord Stream rufen. Nebenbei: Wer immer noch glaubt, dass die Russen nicht ernst machen, sollte sich schnell eines Besseren besinnen oder – falls er dessen bedarf – den Therapeuten wechseln.

20. Mai 2024

Den gestrigen Hubschrauberabsturz des iranischen Staatspräsidenten meldeten die Russen gegen 18 Uhr, die Amerikaner zwei Stunden später und nochmals zwei Stunden drauf die Deutschen. Soviel zur Echtzeit, in der wir angeblich leben.

Hubschauber (2): Zuverlässig folgte das Internet mit dem Wer und Warum. Da gab es kaum Überraschendes, auch nichts Zuverlässiges. Wiewohl es dort auf der Hand zu liegen schien, Vergleiche mit der Tat in der Slowakei anzustellen.

Morgendliche Lockerungsübung: „Der Staat macht keine Fehler, darum muss im Wahlkampf die Unfehlbarkeitvermutung gelten,“ lese ich in der über Nacht erschienenen neuen Ausgabe der Zellerzeitung. Und in den Leserbriefen finde ich zur angekündigten Merkel-Autobio. das hier: „Notabene. Auf 700 Seiten kann man die Fehlleistungen natürlich nur ansatzweise beschreiben.“

19. Mai 2024

Im weißrussischen Fernsehen ist der ehemalige ukrainische Abgeordnete Andrej Derkatsch aufgetaucht. Was dieser ehemalige SBU-Geheimdienstoffizier und Überläufer über seine Ex-Kumpels ausgesagt hat, ist nicht zum Lachen. Er nennt personengenau die Beteiligten an einer von der CIA-Residentur in Kiew initiierten Proxy-Operation, mit welcher die Täterschaft für den Anschlag auf die Nord Stream-Pipelines im September 2022 von den USA im Bedarfsfalle auf die Ukraine abgelenkt werden sollte. Man erinnert sich, dass Anfang März 2023 der Herr Scholz plötzlich nach Washington DC einbestellt und anschließend mit großem Getöse in der New York Times die groteske Story von der ukrainischen Segelyacht abgefeiert wurde.

Derkatsch (2) Unter den von ihm Bezichtigten ein Spezialist besonderer Art, der Geschäftsmann Andrej Burgomistrenko, Klein-Oligarch der ukrainischen Nuklear-Wirtschaft, der linker Hand an der Herstellung einer schmutzigen Bombe gearbeitet habe. Niemand, der bei Sinnen ist, wünscht, dass diese Meldung stimmt und der Mann sein Vorhaben wahr machen könnte.

18. Mai 2024

Drei Tage, die es in sich hatten: Putin reist mit großem Gefolge nach Peking und wird dort von Xi mit ebenso großem Bahnhof willkommen geheißen. Die westlichen Kommentatoren sind sich sicher: Die wollen bloß ihre Differenzen verbergen.

Verwirrung (2): In der Slowakei wird derweil der dortige Premier Robert Fico niedergeschossen und ringt seither mit dem Tode, was den hiesigen Robert zur Erklärung veranlasst, die geistigen Brandstifter säßen in der AfD. Was muss im Kopf dieses Denkers angesichts der Tatsache vorgehen, dass Fico ein ausgewiesener Nationalist und angeblicher Russenfreund ist, der Attentäter hingegen ein bekannter Linksextremist.

Verwirrung (3): Wo Robert ist, kann Annalena nicht fern sein. Sie lässt auf Anraten des BKA einen Internet-Täter verfolgen, der dort aufgeschrieben hatte, sie sei die dümmste Außenministerin der Welt. So erst wurde die Sache publik. Las selten so einheitliche Zustimmung.

Zugleich an der Ostfront: Es werden massive ukrainische Angriffe mit Drohnen- und Raketenschwärmen auf Ziele der russischen Luftwaffe und der Luftverteidigung gemeldet.

Ostfront (2): Währenddessen rücken die Russen bei Charkow und an zwei, drei anderen Stellen in der Mitte und im Süden munter vor. Es ist die angebliche Leichtigkeit, in der dies geschieht, welche die Kritiker auf beiden Seiten der Front lamentieren lässt.

Ostfront (3): Die Niederlage der Ukraine ist plötzlich in jedermanns Munde. Ebenso plötzlich wollen viele das immer schon vorhergesagt haben. Tja, da muss ich mich wohl zwei Jahre lang tagtäglich verhört und das Falsche aufgeschrieben haben.

15. Mai 2024

Vorgestern über Nacht: Reist der Außenminister der USA, Antony Blinken, ohne vorherige Pressefanfaren nach Kiew. Er kam von Polen mit dem Zug. Erinnert an Josef Stalin selig, der auch Flugangst hatte, solange der Krieg andauerte. Was will er, Blinken, in der Ukraine, was nicht auch die zahlreich vor Ort tätigen US-Boys könnten? Flagge zeigen? Lage peilen? Putsch-Signale aussenden? Durchhalteparolen von sich geben?

Derweil am Nordrand: Der Herr Scholz trifft sich mit den skandinavischen Führern und der kecken Dänin. Man will die Ukraine unterstützen, solange wie nötig. Das klingt wie ein heimlicher Vorbehalt.

Nordisches (2): Es gelte zudem, für die Ukraine Patriot-Flugabwehrwaffen beschaffen – sobald wie möglich. Das klingt nicht nach sofort, vor allem nicht danach, dass man die eigenen hergeben will. Hier befinden sich die europäischen Helden in der eigenen Propagandafalle, denn wenn – wie jeder aufrechte Westler weiß – der Russe dereinst an der Weichsel nicht Halt macht, könnte es sein, dass man sie selbst braucht. Ober in die Realität übertragen: Wenn Selenskyj & Friends mit den West-Fernwaffen russisches Gebiet bombardieren, könnte es sein, dass die großherzigen Unterstützer eine russische Antwort schneller trifft, als ihnen bei aller wohltönenden Kriegsertüchtigungsabsicht lieb ist.

Weitere Flausen: Man bespricht, was man auf der groß angekündigten Ukraine-Konferenz im Juni in der Schweiz besprechen soll. Das frage ich mich auch, zumal die Russen ausdrücklich nicht eingeladen sind. Um den Frieden kann es folglich nicht gehen. Aber sicher darum, entsetzt auf die dann aktuellen Fronten zu starren, deren Verlauf im Augenblick beim besten Willen nicht vorhersehbar ist. Denn es gilt allem Expertengerede zum Trotz: Die Initiative liegt bei den Russen.

14. Mai 2024

Das Aufräumen im russischen Verteidigungsministerium geht weiter: von oben nach unten. Moskau-Experten wissen warum und kennen sogar die Namen. Der schlichte Beobachter staunt und nimmt, durch die Leserschaft belehrt, zur Kenntnis, dass entgegen meiner Annahme der gegangen wordene Schoigu auch kein gelernter Soldat war und dessen Vorgänger auch nicht. Man lässt sich halt durch die protzigen Uniformen leicht hinters Licht führen.

Hinters Licht führen (2): Die Führerin (meine Führerin) hat angeblich ihre Memoiren geschrieben. Der Titel ist ein Leckerbissen für Zyniker: Freiheit. Er hätte mit dem selben Recht auch Schönheit heißen können. Oder wie wäre Deutschland? Oder schlicht Rückgängig? Doch wir wollen nicht delegitimieren, sondern ein bisschen träumen: 700 Seiten geniale Einsamkeit in ebensolcher Sprache. Wer die noch im Ohr hat, wird vermutlich staunen.

Hinters Licht führen (3): Wer sich aufs deutsche Volk beruft, verstößt gegen die Menschenwürde. Meint jedenfalls das OVG Münster, das dem Kölner Bundesamt in dessen Verfolgungsabsichten folgt – jedenfalls was die AfD anlangt. Ob die Behörde demnächst in Wokes Weltamt für Menschenrechte umbenannt wird, wurde nicht erörtert. Doch denkbar wäre es schon.

13. Mai 2024

Die Kriegstreiber, einschließlich des SPD-Verteidigungsministers Pistorius, geben sich alle Mühe, Deutschland unumkehrbar ins Kriegsgeschehen zu verstricken. Während letzterer auf Einkaufstour in den USA gegangen ist, um dort 3 Himars-Raketenwerfer-Batterien aus der US-Army herauszukaufen, die dann in die Ukraine verschubt werden sollen, wollen andere (Kiesewetter, Vier-Namen-Frau, Annalena & Co) darüber hinaus, den Luftraum des Landes von außerhalb des Staatsgebiets mit den ohnehin dort bereits befindlichen Patriot-Systemen sichern, wie sie das nennen. Erneut hat der SPD-Fraktionsvorsitzende die Notbremse gezogen. Wie lange mag die noch halten.

Vernunft-Unvernunft (2): Mir wurde ein Brief von deutschen Generalstäblern an den Chef-Kriegstreiber Kiesewetter (MdB, CDU, Oberst a.D.) zugesandt, in dem dieser aufgefordert wird, sein unverantwortliches Tun zu unterlassen und sich nicht blind den Forderungen des Hegemons – so nennen die Herren die USA – zu unterwerfen. Ich bin maßlos erstaunt, dass es in der Bundeswehr noch Köpfe gibt, die sich von Vaterlands-Liebe und Vernunft leiten lassen. Und Kiesewetter? Er hat seine Ex-Kameraden keiner Antwort für würdig befunden. Ich wünsche ihm nichts Schlechtes, aber auch nichts Gutes.

Ostfront (3): Die westlichen Nachrichten von der Front in Charkow (der nördliche Zipfel des Frontbogens) lauten für die Ukraine so grottenschlecht, dass ich im Zweifel bin, ob sie stimmen können, zumal aus Moskau lediglich Fortschritte vermeldet werden.

Derweil in Moskau: Putin hat die Umbildung seines Kabinetts angekündigt, womit er lediglich die verfassungsrechtliche Formalie seiner Wiederwahl zu nutzen scheint. Auffällig ist – mitten im Kriegsgeschehen – die Ablösung des langjährigen Verteidigungsminister Schoigu und seine Ersetzung durch ein Nicht-Militär – für Russland seit Zarenzeiten ein absolutes Novum.

Auch das noch (Zellerzeitung von heute Nacht):

12. Mai 2024

Die vergangene Woche gibt Anlass, die Lage des Ukrainekrieges zu überdenken: 

a) In Russland begann die fünfte Amtszeit von Wladimir Putin, der sich – ganz egal, wie der jetzige Waffengang ausgehen mag – untilgbar in die Analen seines Landes eingetragen hat. 

b) Medwedjew, Russlands Mann fürs Grobe, hat öffentlich mitgeteilt, dass man den Einsatz französischer Soldaten in der Ukraine, respektive das Schießen mit britischen Marschflugkörpern auf russisches Territorium als Kriegsgrund ansehen und beantworten werde, wobei man die Entsendeländer ausdrücklich in Vergeltungsschläge einzubeziehen gedenke. 

c) Die Botschafter beider Länder wurden zur Entgegennahme nicht näher bezeichneter Erklärungen ins russische Außenministerium einbestellt, wo bei es nach meiner Auffassung nur um das vorgenannte Kriegsthema gehen kann. Eine einschlägige Verlautbarung erfolgte weder aus Frankreich noch aus Großbritannien. 

d) Der chinesische Führer Xi absolvierte einen Europabesuch. Den wortreichen Avancen des französischen Präsidenten, sich am Vorgehen gegen Russland zu beteiligen, begegnete Xi mit der Miene einer Sphinx. 

e) An der Ostfront kristallisierte sich ein Schwerpunkt der russischen, seit Wochen an einer Vielzahl von Orten des über 1000 km langen Frontbogens erfolgten lokalen Angriffe, nunmehr nördlich von Charkow heraus. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten drohe dort ein Zusammenbruch der Front. Es lässt sich schwer beurteilen, ob Letzteres den Tatsachen entspricht, oder ob es sich um erpresserisches Gerede handelt, um Truppeneinsatz aus der Nato zu erzwingen. 

f) Erfolgt der Zusammenbruch der ukrainischen Front tatsächlich, sind selbstmord-ähnliche Attacken aus Kiew mehr als wahrscheinlich. Unklar bleibt, wie lange Selenskyj den USA weiter nützlich erscheint. 

g) Formal läuft Selenskyjs Amtszeit in der übernächsten Woche ab. Ich rechne nicht damit, dass dieses Kriterium irgend eine Rolle spielt – es sei denn, eine bislang nicht zu erkennende innere Militär-Opposition nutzt diesen formalen Umstand argumentativ, um sich an die Macht zu putschen. 

h) Der schwarze Peter liegt bei diesem Stand der Dinge erneut in den USA, aus der eindeutige Signale derzeit nicht zu vernehmen sind. So hat sich der langjährige Hauptkriegstreiber, der republikanische Senator Lindsey Graham, ablenkend geäußert, nämlich darüber, was sich nach Trumps Wahlsieg hinsichtlich der illegalen Zuwanderung über die mexikanische Grenze ändern werde.

10. Mai 2024

In HH begann diese Woche der Strafprozess gegen den Arzt Dr. Walter Weber wg. angeblich falscher Maskenbefreiungs-Atteste. Dieses Verfahren erfüllt nach meiner festen Überzeugung als langjährig tätiger Verfassungs-Jurist den Tatbestand der Rechtsbeugung – ganz unabhängig davon, ob der erhobene Vorwurf stimmt. Zum unerlässlichen Minimum jeglichen staatlichen Handelns gehört die Prüfung der verfassungsrechtlich unverzichtbaren Verhältnismäßigkeit. Deren erster Prüfungsschritt ist die Geeignetheit, also die Fragestellung, ob die in Rede stehende Maßnahme überhaupt geeignet ist, den beabsichtigten Zweck zu erreichen. Die Ungeeignetheit des Tragens der Masken zum Schutz vor Viren-Infektionen stand von Anfang an fest. Sie wurde – wie man heute sicher weiß – gegen besseres Wissen und völlig sachfremd behauptet und exekutiert. – Die aktuell handelnde Justiz kann sich nicht darauf rausreden, dass es nicht darauf ankomme, weil es das diesen Umstand anders regelnde Recht gab, denn auch die Rechtsetzung unterliegt dem verfassungsrechtlichen Maßstab der Geeignetheit und befreit den Justiz-Juristen nicht vom Zwang der Einhaltung von Recht und Gesetz (Art. 20. Grundgesetz). Seine Rechtsüberschreitung ist mit Strafe wg. Rechtsbeugung bedroht.

9. Mai 2024

Sieg: In Moskau begeht man den Tag desselben. Erst heute, weil man in Moskau 1945 bei Keitels Unterschrift in Berlin bereits einen Tag weiter war. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, war es auch bei uns bereits der Neunte, und der propagandistisch festgelegte Achte war nur dadurch zu retten, dass man in Karlshorst die Uhr anhielt.

Sieg (2): Seit sich Richard von Weizsäcker, seinerzeit Bundespräsident und vormals Wehrmachts-Hauptmann, 1986 dergestalt bei seinem US-amerikanischen Freunde-Personal anbiederte, dass er den Deutschen (West) die Befreiung an jenem Tag verkündete, die von jenen ins Werk gesetzt worden sei, haben die Korrekten auch was zu feiern. Wie gesagt, am Achten, und wem das nicht peinlich ist, der tut’s.

Sieg (3): Allerdings ist aktuell in Berlin beim vorgenannten Tun der heutige Neunte zu vermeiden, denn der antifaschistisch-schwarz-rote Senat mit der grünen Seele hat ein Verbot verfügt, etwas zu unternehmen, was an das russische Tun erinnert. Das sei nämlich Verherrlichung des Angriffskriegs der Ruskis gegen die ukrainischen Brüder und Schwestern. Soviel Unterwerfung war nie.

3. Mai 2024

Propaganda ist nicht darauf ausgelegt aus den Menschen Idioten zu machen, sie ist von vornherein auf Idioten ausgelegt. Diese Sentenz des großen Spötters George Bernhard Shaw bedarf einer Korrektur. Zwar mag sie für die Verhältnisse des feudalen England zu Beginn des 20. Jahrhunderts angemessen gewesen sein, wo es eine einheitliche, alles bestimmende Oberschicht gab, die selbstredend auch bestimmen konnte, was der Pöbel zu glauben hatte, doch liegen die Dinge bei uns etwas anders. Es gibt eine von Idioten dominierte Kaste, die intuitiv darauf achtet, dass ihr niemand das Wasser reichen kann. Dem dient die moderne Propaganda. Sie nimmt die letzten Klarsichtigen in den Griff. Ich sage nur Klima, Corona, Kiew & compañeros.

Propaganda (2): Auffällig ist der geänderte Ton der westlichen Ostfront-Berichterstattung. Kein Wort mehr über den nahen Sieg Kiews, sondern ganz im Gegenteil: Es dominieren die Verluste an Mann und Gerät. So wird das notwendige Eingreifen des Wertewestens auf dem Gefechtsfeld herbeigeschrieben.

Propaganda (3): Nicht ganz passend hierzu ist die Zerstörung eines Lagerkomplexes in Odessa durch zwei russische Iskander-Raketen in der Nacht auf den 2. Mai. Dort war keine 12 Stunden zuvor über See kommender Munitions-Nachschub eingelagert worden. Was sich dort in einer gigantischen Explosion in den Himmel verteilte war durch keine Zensur zu unterdrücken, obwohl man es sicher gerne gekonnt hätte, denn die Sache harmoniert nicht eben gut mit der 61 Milliarden-Spende letzter Woche aus dem großen und guten Amerika. Mich interessiert, wer den Russen den einschlägigen Tipp gab, denn genauer konnte man kaum treffen. Nebenbei: Wieder zeigt der Zwei-Raketen-Angriff die Taktik des russischen Vorgehens. Dass diesmal beide trafen, steht diesem Prinzip nicht entgegen – ganz im Gegenteil.

Propaganda (4): In erster Linie aufs eigene Volk ausgerichtet ist die soeben in Moskau eröffnete Schau von erbeuteten schweren Nato-Waffen – auch der Leo 2 und der Abrams sind dabei. Als kleine Zugabe an den Wertewesten ist das hausgroße Hinweisschild am Eingang, dass Diplomaten aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland bevorzugt Eintritt erhalten, ohne sich in die Warteschlangen einreihen zu müssen.

Propaganda (5): Zum Glück hat Mainstream hierzulande ein Ausweichthema für die Erregung der Wohlmeinenden. Da hat doch ein, na, Sie wissen schon, mit hassverzerrtem Gesicht der grünen wahlkämpfenden Nachbarin Katrin Ich-freu-mich-drauf, an der ihr Dienstauto gepackt. Die Worte des Hassverzerrten sind indessen nicht überliefert. Schade eigentlich, nicht weil ich diesen Angriff auf die Demokratie gutheiße, sondern weil mich Volkes Stimme schon immer interessiert hat. Aus der FAZ habe ich die Kunde, wo der Kommentator gestern in dunklem Raunen darauf hinweist, es habe schon mehrere Attacken gegen Grüne gegeben, sodass der Staat eingreifen müsse. Gegen Grüne? Na, dann greift mal schön.

1. Mai 2024

Dass vor exakt 36 Jahren Pioniertreffen in Chemnitz, pardon: Karl-Marx-Stadt war, wüsste ich nicht ohne die Konserve aus der Aktuellen Kamera. Leider hat dann der Sozialismus nicht im erwünschten Maße gesiegt, weil er entgegen den Behauptungen des Genossen Generalsekretärs doch von Ochs und Esel aufgehalten wurde. Heute weiß das keiner mehr, auch gibt es die Aktuelle Kamera nicht mehr, dafür aber sog. Nachrichtensendungen, die jener aufs Haar gleichen, nur halt, dass heutzutage noch unverschämter gelogen wird.

Ochs und Esel (2): Dass eine sog. Journalistin des MDR, mit Namen Johanna Hemkentokrax, über die Thüringer Waldbürger, eine Anti-Windkraft-Bürgerinitiative, Erkundigungen eingezogen hat, das wollen wir ihr kaum glauben. Dass sie hierbei die Nähe zu den Reichsbürgern entdeckte und auch solche Unholde, die Kinder in den Wald locken, wird der Medienkonsument sicher mit Schaudern vernehmen. Wenn denn die verschreckt lauschenden letzten Linken Kinder hätten, zum Beispiel Hänsel und Gretel, würden sie ihnen sicher den Gang in den Wald verwehren, es sei denn, dass sich in diesem die das Weltklima schützenden Windmaschinen drehen.

Hemkentokrax (2): Dass man einen Namen noch nie gehört hat, bedeutet nicht, dass es ihn nicht gibt, und sei es als Deckname. Oder als Märchenfigur in der Rübezahl-Legende: Als Rübezahl die beiden Kinder im hohen finstren Tann in seinem Sack gesteckt hatte, brachte er sie zur Muhme Hemkentokrax. Diese packte sie ohn Federlesens und schnitt dem Hensel vorn den Vorwitz ab und dem Gretel auch was. Da half kein Flehn, sie musstens leiden.

30. April 2024

Mit großem medialen Pomp beginnt gestern der erste Teil des Reichsbürgerprozesses. Umsturzplanung (Vorbereitung zum Hochverrat) ist der Tatvorwurf. Die Herren haben, wird gesagt, in Chat-Gruppen konspiriert. Die geplante Prozesslänge (bis 2025) zeigt bereits, dass es nichts Handfestes gibt, was in jedem Fall kurz und bündig zu verhandeln wäre. Der NSU-Prozess lässt grüßen. Der Effekt ist: niemand, der nicht von der Mainstreamdroge zugeknallt ist, glaubt, was da abläuft. Der ehemalige Rechtsstaat präsentiert sich als Hülle, die bei Bedarf übergestülpt wird.

Rechtsstaat (2) oder suum cuique (Jedem das Seine): Mit nur einem Tag Vorlauf fand der Groß-Aufmarsch der Islamanhänger in HH statt, die offen und lautstark die Abschaffung der Republik zugunsten des Kalifats einforderten. Niemand unternahm etwas. Der Unterschied zum Vorgenannten: Diesmal sind es junge und keine alten Männer.

Rechtsstaat (3): Nanzy F. lässt wissen, dass sie mit den alten Männern aufräumen will, mit Stumpf und Stiel. Warum dass? Aus Hass aufs Eigene? Oder um den jungen Männern den Weg frei zu machen? Dann allerdings gnade ihr Allah.

Schlägt auch Wellen im Wasserglas: Während die US-Administration ihre Wunden nach der misslungenen China-Mission ihres Außenministers und dessen unfreundlicher Abfertigung daselbst – was vor Jahren ein Kriegsgrund gewesen wäre – noch leckt, reist das Enfant terrible Elon Musk ins Reich der Mitte, um dort die Produktion eines selbstfahrenden Tesla-Vehikels zu verhandeln. Dass er von den Potentaten dort hofiert wird, ist reine Routine. Alle Wohlmeinenden wiegen bedenklich die Köpfe, weil China eigentlich pfui ist, und die Skeptischen fragen sich, wie weit Musk seine technischen Spielereien noch treiben will, wiewohl, dass die Chinesen hier aufsatteln, bei einem Land kaum wundert, in dem Menschenleben als experimentelle Masse wenig gelten.

29. April 2024

Aus: Die FDP beschließt am Wochenende auf ihrem Parteitag das Nein zum Ja zur Atomkraft. Klarer lässt sich der Wille zum Selbstmord kaum fassen.


Aus (2): Nachdem Malte den Bericht vom FDP-Parteitag gesehen hatte, beschlicht ihn das Gefühl, dass sein Bedarf an Ballaststoffen für dieses Jahr gedeckt sei (Leserbrief aus der Zellerzeitung von heute Nacht).

28. April 2024

Retourkutsche: Während US-Außenminister Blinken in Peking den Weltbelehrer in Sachen Ukrainekrieg gibt, hört man von den chinesischen, dortzulande erteilten Antworten wenig. Dafür jedoch hat der chinesischen Botschafter beim UNO-Sicherheitsrat in New York den Mund aufgemacht. Er sagte, sein Land halte es für dringend angezeigt, dass der Anschlag auf die Nord Stream Pipelines endlich durch eine kompetente und unabhängige Ermittlergruppe aufgeklärt würde. Nachdem zunächst der Sicherheitsrat den Ausführungen der deutschen Regierung gefolgt sei, diese werde die Anschläge aufklären, sei nunmehr klar, dass sie seit einem Jahr damit keinen Erfolg gehabt hätte. Jetzt also seien internationale Experten gefragt, da man die Gewaltakte, durch welche die Weltenergieversorgung ernsthaft gestört worden sei, nicht hinnehmen könne.

Retourkutsche (2): Selbstredend gibt es nur einen möglichen Täter für die Kriegshandlung gegen das deutsch-russische Pipeline-Objekt. Es sind die USA. Jeder weiß es. Die sog. deutschen Eliten, die den Mund halten und von was anderem reden, wenn das Thema zur Sprache kommt, gleichen masochistischen Selbstverstümmlern und geben sich weltweiter Häme preis.

Ostfront: Bei Mainstream spricht sich herum, dass die Russen Präzisionsschläge gegen die Versorgungsinfrastruktur der Ukraine führen. Dieses Einräumen dessen, was bereits seit Wochen stattfindet, hat einen einzigen Grund: Es sollen westliche Länder, vor allem Deutschland, zu Kriegsunterstützungsmaßnahmen motiviert werden.

27. April 2024

Uniform: Der für die Luftwaffe zuständige stellvertretende Verteidigungsminister Russland hieß bis vorgestern Timur Iwanow. Jetzt, so melden die Gazetten, wurde er wg. Bestechlichkeit abgelöst. Das zur Meldung gehörende Bild zeigt ein Gesicht, dass seinem Chef, dem Musterrussen Schoigu, überhaupt nicht ähnlich sieht. Der Mann könnte ohne weiteres in Wall Street seinem Job nachgegangen sein. Auffällig auch die unrussische Kopfbedeckung, nix Tellermütze mit großem Rand, sondern da hat offenbar ein Exemplar der deutschen Wehrmachtsluftwaffe Modell gesessen.

Uniform (2): Dank der FAZ und deren soeben stattgehabten Kongress erfahre ich, dass der völlig unsoldatisch anmutende Mann in der schlecht sitzenden Uniformjacke mit unten aufstehendem Knopf der deutsche Generalinspekteur Carsten Breuer sei. Was er sagt, klingt kurios in meinen Ohren: a) der böse Putin werde in fünf Jahren gegen Europa (sprich Deutschland) angriffsbereit sein; b) die Bundeswehr sei nicht so schlecht wie ihr Ruf; c) er habe sich in der russischen Kampfkraft getäuscht, denn er habe 2022 angenommen, dass deren Armee in der Ukraine gleich durchmarschieren werde. Die Soldaten hätte in den Panzern bereits ihre Paradeuniform für die Siegesparade dabei gehabt. Soso.

Uniform (3): Als Breuer sich diese Gedanken machte, war er der Leiter des Corona-Stabes der Bundesregierung. Dieses berücksichtigend sollte man sich genauere Gedanken machen, was das deutsche Volk diesem politischen General und tüchtigen Merkelianer an Schindluder verdankt. Sicher lässt sich nur sagen, dass er vortrefflich funktioniert haben muss, sonst wäre er nicht so auffällig befördert worden.
 
In Zivil: Der US-Außenminister Blinken jettete nach Peking, wo er frostig, sprich: gar nicht am Rollfeld willkommen geheißen wurde. Bei den Konsultationen mit den Chefs von Amerikas Nummer eins-Feind wurde er deutlich: Sein Gegenüber möge die Kriegsunterstützung von Russland hinterfragen. Die deutsche Wahrheitspresse machte hieraus: Blinken fragte bei den Chinesen nach, den Krieg gegen Russland zu unterstützen. Man wird kaum sagen können, dass dies mit der Ursprungs-Pressemitteilung übereinstimmte. Nun, seit Annalena Bb.s Wirken wissen wir, wie schwer es ist, mit dem Englischsprachigen zurecht zu kommen.

24. April 2024
Deutschland, Deutschland über alles für Deutschland. So in etwa jedenfalls. Den Anfang machte ein gewisser Hoffmann aus Fallersleben in seinem Lied der Deutschen, den Rest verdanken wir angeblich – und wie jedermann hierzulande weiß – der Messerklinge der SA. SA? Die Saalschlachttruppe der echten Nazis, von diesen selbst dann 1934 durch die Ermordung ihres Führungspersonals entmachtet. Dafür entschuldigen wir uns nach wie vor weltweit. Oder so.

Deutschland (2): Als unsere Vorfahren Anfang der 1950er Jahre danach strebten, ein paar verschämte Symbole zu erfinden, obwohl der große FDR im großen und guten Amerika verordnet hatte, den Deutschen das Singen zu verbieten, erinnerten sie sich an den Hoffmann, strichen aber in überholendem Gehorsam das Über-alles (1. Strophe) und die deutschen Frauen (2. Strophe) aus der Nationalhymne.

Deutschland (3): Der DDR ging es kaum besser. Aus deren eigner Becher-Hymne strich man den Auferstanden-aus-Ruinen-Text ganz, denn er enthielt die fatal werdende Verszeile Deutschland-einig-Vaterland.

Deutschland (4): Als der gesichert rechtsextreme Höcke die Worte nutzte, machte er sich wg. Nazi-Sprech strafbar (so die Staatsanwälte in Halle an der Saale). Denn die Nutzung der Worte Alles-für-Deutschland bedeutet an und für sich nichts, wie auch der Spiegel letztes Jahr unter Beweis stellte, ohne dass seinem Redakteur der Staatsanwalt auf die Bude rückte. Bei Höcke ist dies anders, denn wenn ein Rechtsextremist diese Worte nutzt, will er NS-Propaganda machen. Nochmals denn: Weil Höcke diese Worte nutzt, ist er ein Rechtsextremist. Wenn man darauf hinweist, dass dies ein irrelevanter Zirkelschluss sei, so ist man… na, Sie wissen schon. Merke: Die Frankfurter Schule hat Immanuel Kant zu dessen 300. Geburtstag längst rechts und links überholt. Quelle: Tichys Einblick.

Deutschland (1-4): Ein Rechtsextremist ist ein Rechtsextremist, weil er ein Rechtsextremist ist. Was zu beweisen war.

23. April 2024

Rund um den Erdball: Dass der australische Kommissar (Commisioner) für Internetkontrolle eine Frau ist, hätte ich nicht mitgekriegt, wenn diese nicht dortzulande auf eine parlamentarische Anfrage hin hätte erklären müssen, wer ihr den Auftrag erteilte, in diesem Jahr zum WEF nach Davos zu reisen und wer dafür die Kosten trug. Dumme Frage: Sie selbst (Auftragserteilung) und der Steuerzahler (die Kosten, umgerechnet so um die 30.000 €). Madame war beteiligt, mit Gleichgesinnten eine globale Internetkontrolle zu installieren. Den praktischen Anfang machte sie soeben. Es geht – worum sonst wohl? – um ein Verbot von X, den Internet-Riesen des Weltlümmels Musk. Das wurde im Augenblick in Australien auf den Weg gebracht, weil dieser die Freiheit störe.

Frau (2): Ich betrachte mit Muße das zur Nachricht gehörende Bild dieser noch jung wirkenden Julie Inman Grant. Ich bin unschlüssig, wie ich mich vor einer Woche bei einer möglichen Begegnung verhalten hätte. Einfach so. Jetzt nicht mehr.

Frauen (3): Vielleicht hätte ich gesagt: Mme., kann es sein, dass Sie Ihr T-Shirt falschrum anhaben?

Vergesslichkeit: Während Bauminister Habeck bei einem Funktionärskongress der Bauwirtschaft von einer geplanten Krise spricht, jammern die Kongressioniken in gewohnter Weise nach Staatshilfen. Wissen die vertretenen in die Pleite rauschenden Firmen eigentlich, wer sie vertritt? Und: Haben sie vergessen, dass sie 2022 zu den offiziellen Sponsoren des Bundesparteitags der Grünen gehörten? Man möchte vor Häme lachen, wenn es nicht so traurig und so bedrohlich wäre. Man wünscht all den Handwerksmeistern ein scharfes Messer, damit sie sich wenigsten ein kleines Stück Vernunft schnitzen möchten.

22. April 2024

Von der Macht der Waffen-Lobby: Der US-Kongress hat zum Wochenende unter dem Titel Auslandshilfe die Ausgabe von 92 Milliarden Dollar beschlossen. Davon sind rund 60 Milliarden für die Ukraine-Rüstung vorgesehen. Das Siegen des Joe Biden kann weitergehen.

Krieg & Frieden (2): Mit diesem Beschluss wurde offenbar, was letzten Herbst die Ankündigung der Republikaner-Mehrheit im Repräsentantenhaus wert war, die Ukraine-Zahlungen zu stoppen. Nichts. Diese Mehrheit ist mittlerweile auf eine Stimme zusammengeschmolzen und – wenn man das Herzensanliegen der Israelstützung haben wollte – musste man die Ukrainesache durchwinken.

Krieg & Frieden (3): Die Gerüchteküche vom Wochenende will wissen, dass der letzte israelische Gegengegengegenschlag ein solcher ins Wasser gewesen sei. Man habe versucht, mit einer Kernwaffe über dem Zentral-Iran mit einer Hoheluftdetonation einen EMP auszulösen. Der Waffenträger, eine F 35, sei abgeschossen worden. Diese Sache wäre so größenwahnsinnig, dass ich Mühe habe, sie mir vorzustellen.

19. April 2024

Vage Meldungen am frühesten Morgen wollen wissen, dass es Explosionen in der Gegend der persischen Stadt Isfahan gegeben habe. Das würde mit den Ankündigungen von Israels Führer Netanjahu korrespondieren, der westlichen Politikern, die auf Mäßigung gedrungen haben, gestern entgegengehalten hat, sein Land wüsste selbst, wie es sich zu verhalten habe. Das hörte sich nicht nach Deeskalation an.

18. April 2024

Ein Buch schreiben: Wollte es erst gar nicht erwähnen, weil ich es für schlicht ignorierenswert hielt, aber die 3 einschlägigen Leserbriefe in der Zellerzeitung haben mich eines Besseren belehrt.

a) „Eilmeldung +++ Bundespräsident Steinmeier nominiert sein neues Buch Wir für sämtliche Friedenspreise des Deutschen Buchhandels +++ Viele Verbandsmitglieder haben zugestimmt, ihre Buchhandlungen leer zu räumen und nur noch das eine Buch anzubieten, so Sören-Malte von der Vereinigung Deutschender Buchhhandelnde. +++ EKD erwägt, die Bibel durch Wir zu ersetzen, zumindest aber wird jedes Brautpaar eine Ausgabe des Buches erhalten +++ Lizenzeinnahmen fließen direkt an die Correctur GmbH.“ 

b) „Es hätte doch Euch heißen müssen.“ 

c) „Eilmeldung +++ Der Verlag korrigiert: Der Titel wird korrigiert zu Mein Wir.“ – 

Gutgut, ich sagte es schon: a) nennt das Notwendige des Sachverhalts, b) bringt exakt zum Ausdruck, was mir zuvor auch durch den Kopf ging (im konkreten Falle aber nicht von mir ist), und c) ist etwas, über das ich wieder lachen konnte.

Ein Buch zur Hochzeit (2): Um meine Eltern aufzubringen, behauptete ich als Gymnasiast in einer größeren Runde bei Tisch dreist, sie hätten nicht einmal Mein Kampf mitgenommen, als sie aus Danzig türmten. Es wurde totenstill. Statt mir die verdiente Ohrfeige für meine grandiose Unverschämtheit zu verpassen, fasst sich mein Vater als erster wieder: Er habe 1945/46 aus dem von den Sowjets beschlagnahmten Panzerwerk in Nordhausen, in dem er arbeiten musste, weil er ein Ingenieur war und zudem Russisch sprach, eine größere Anzahl Mein Kampf herausgeschmuggelt und nach Hause gebracht. Erneute Stille, dann: Nichts habe sich mit seinem rauen Kriegspapier besser als Klopapier geeignet.

Dunkles Dementi: „Alles das ist grundlegend falsch. Eine Phrase aus den Aussagen des Präsidenten zu stehlen, ist Quatsch (malarkey),“ so der Sprecher des US-Sicherheitsberaters, John Kirby, auf die Frage, ob Biden vor der Atacke des Irans auf Israelische Ziele informiert worden war. Indessen: Man merkt den Zweck und ist verstimmt, denn alle Welt wusste das – bis auf den US-Präsidenten? Die Lüge ist so offensichtlich, dass sie nur bedeuten kann: hier wird soeben die Unterstützung Israels beim Losschlagen gegen den Iran mit US-Hilfe und entgegen der anderslautenden Aussage von Biden vorbereitet.

Kirby (2): Jedesmal wieder betrachte ich diesen Mann ganz verzückt. Er ist meine Traumbesetzung für den Tartuffe von Molière bei irgend einer Laienaufführung irgendwo an der Elbe. Doch räume ich gerne ein, dass er mich mit der entzückenden Vokabel malarkey bekannt gemacht hat.

17. April 2024

Macht sprachlos: Der israelische Führer denkt im Traum nicht daran, sich den Wünschen aus Washington zu fügen und kündigt neue kriegerische Gewaltakte gegen den Iran an. Das bedeutet, der 100-prozentige Abwehrsieg gegen den Luftangriff aus Persien, war nicht so vollständig wie behauptet. Ballistische Raketen schlugen vielmehr in israelische Militär- und Geheimdienst-Einrichtungen ein und richteten dort Verheerungen an. Nur lässt sich diesmal die Legende vom Überfall auf das friedliebende Land nicht halten. Ausgerechnet Biden will jedoch beim Rachefeldzug nicht mittun. Jetzt wird es für Jerusalem ernst. Netanjahu will das Solo.

Macht sprachlos (2): Lese gestern mehrere Beiträge über den Niedergang von Bayer. Der Kauf des Pflanzengiftherstellers Monsanto mit anhängender Schadensersatz-Prozesslawine in den USA scheint sich zum Sargnagel zu entwickeln. Der Vorstand kündigt großartige Umbauten an. Stunden später finde ich das hier in der US-Ausgabe von Epoch Times:

16. April 2024

Seit Jahr und Tag suchen uns Presse und Politik mit der Story von Long Covid heim. Was nun, wenn, wie einige deutsche Fachärzte das jetzt vortragen, das alles nur ein Scherzwort für heftige Impfschäden ist? Eine Untersuchung, ob alle einschlägig Erkrankten geimpft sind, würde einen wichtigen und vor allem einen kaum wegzudiskutierenden Fingerzeig geben.

Ursache und Wirkung (2): Aus den Staaten wird gemeldet, dass sich Bidens Kriegskabinett versammelt habe, um den Konflikt mit dem Iran zu deeskalieren. Das klingt nach Heuchelei.

Nachrichten aus der Provinz: Das sonntag-nachmittägliche Dessau ist bei frühlingshaften Temperaturen menschenleer. Die Verkehrsführung zum Anhaltinischen Theaterbau muss von einem Betrunkenen geplant worden sein. Er, der Theaterbau, blieb stehen, während unsere heutigen Verbündeten den Rest der Innenstadt in Schutt und Asche legten. Auferstanden aus Ruinen entstand der Plattenbau. Eine etwas schlichtere Abwandlung des Bauhauses im Realparadies der Werktätigen.

Dessau (2) und das einheimische Schilda wetteifern um den Preis des wahren Bauhäuslertums. Bei Lichte betrachtet handelt es sich hier um den letzten nennenswerten deutschen Beitrag zur Weltkultur. Es ist der Triumpf der Hässlichkeit. Danach kam nichts mehr. Mehr war wohl nicht drin.

14. April 2024

So wie angekündigt werden heute Nacht Drohnen aus dem Iran Richtung Israel in Marsch gesetzt. Das soll die Antwort auf eine durch israelischen Raketenbeschuss zerstörte iranische Botschaft sein. Die Angriffsdrohnen werden durch die USA abgefangen und in der Luft zerstört. Soweit die Meldungen. Was davon soll ich glauben und warum?

Fragen (2): Wieder muss die Welt gegen den Aggressor zusammenstehen. Das kennen wir schon seit 2 Jahren, aber welcher von beiden ist es?

Fragen (3): Nachdem vorgestern das Bäumchen-Bäumchen-wechsel-dich Gesetz beschlossen wurde, eröffnet sich mir das Problem, ob dies jetzt nur eine Möglichkeit beschreibt, auf die wir alle lange schon gewartet haben, oder ob es eine Verpflichtung konstituiert. Also vorsorglich nachgesonnen: Was werden? Das will bedacht sein. Beim Grübeln eine getigerte Katze, im Sonnenschein auf meinem Auto herumlümmelnd, betrachtet. Überlegt, ob es die dümmliche Nachbarin sei. Zuzutrauen wäre es ihr.

Fragen (4): Die klassisch Gebildeten landauf und landab zitieren Cicero über die Zeichen der Dekadenz. Mir war das auch ohne Cicero durch den Kopf gegangen. Was also hilft die Zitiererei? Nichts.

13. April 2024

Die Meldungen von der Ostfront geben ein konfuses Bild. Wägt man Hilferufe und Wutgeschrei aus dem Wertewesten und aus dem Selenskyj-Tross gegeneinander ab, so kommt heraus, dass die Versorgungs-Infrastruktur in Kiew und in Charkow durch punktgenauen russischen Raketenbeschuss über das bekannte Maß hinaus demoliert worden sein muss.

Ostfront (2): Für Deutschland bleibt – legt man die Elle von Hemd und Rock an – die Wahrscheinlichkeit einer nächsten, diesmal bedeutenden Emigrantenwelle. Gleichzeitig beklagen sog. Sozialpolitiker das Fehlen von 800.000 Wohnungen in D. Da werden die neuesten Ukrainer-Zuzüge noch nicht eingerechnet sein.

Ostfront (3): Heinrich August Winkler, das historische Urgestein der SPD, greift in der FAZ zusammen mit vier Professoren-Kollegen den Kanzler an. Er mache den ukrainischen Sieg zunichte. Den Sieg? Ich bin zu faul, am frühen Morgen dessen Russland-Sentenzen aus den vergangenen Jahrzehnten nachzuschlagen. In meinem Kopf spukt herum, dass er ein mir ahistorisch vorkommender Lobhudler von Willy-wählen war. Muss aber nicht stimmen. Blicke missmutig auf das Regal mit den historischen Grundwerken, das mit Stapeln von Auszumistendem zugestellt ist. Wenn ich da jetzt rangehe, lese ich mich den ganzen Tag fest, ohne dem gewünschten Ergebnis einen einzigen Schritt näher zu kommen.

Ostfront (4): Gruselig sind die Bilder des seit der letzten Woche zum ?Einsatz gekommenen russischen Panzerfahrzeugs, das ganz ohne Besatzung an Bord aufs Gefechtsfeld geschickt wird. Eine Drohne auf Panzerketten. Den psychologischen Effekt beim Gegner stelle ich mir verheerend vor.


12. April 2024

Aus den Leserbriefen der Zellerzeitung: a) Der vergangene März war der heißeste März, seit im März 1208 vor Christi Geburt der ägyptische Pharao Ramses II. in sein Tagebuch schrieb: „Ziemlich heiß heute, meine Frau hat wieder mal Migräne und gestern sind auch noch die verdammten Juden getürmt.“ b) Die Ausländerkriminalität ist nicht hoch, sondern die Inländerkriminalität ist niedrig. Daher das schiefe Bild.

11. April 2024

In Brasilien sucht die Regierung des Linken Lula da Silva den Schulterschluss mit Big Tech, indem sie die Internet-Plattformen so zur Selbst-Zensur veranlasst, dass dort über die Massenproteste im Lande nichts mehr verlautbart wird. Die vorgeblichen Herren der Welt beugen sich – mache sagen, sie tun’s gerne. Nur einer schießt quer, das ist Elon mit Twitter-X. Jetzt werden tägliche Millionenstrafen wg. Konspiration gegen ihn verhängt. Wie das ausgeht, steht in den Sternen. Noch sagt Musk, Prinzip gehe vor Profit. Mal sehen, was ihm noch einfällt.

Musk (2): Wir werden Zeuge einer Blaupause für die Schöne Neue Welt. Information wird zugeteilt. Alles darüber hinaus ist nur für die Auserwählten.

Musk (3): Was bildet sich dieser Wahl-Ami ein? Fragt einfach platt und öffentlich, was Sellner und Höcke gesagt haben und ob das strafbar sei. Jetzt fehlt nur noch, dass er die Delinquenten bei X nichtsperren lässt. – Am meisten hat mich verwundert, dass die beiden bösen Buben in seinen Kosmos überhaupt eingedrungen sind. 

10. April 2024

Die Täter reden durcheinander. Das ganze nennt sich Aufarbeitung. Der Zweck des Manövers ist klar: Das Volk zum Narren zu machen und die Geschädigten nicht zu Wort kommen lassen.

Zu Wort kommen lassen (2): Mainstream kann es nicht ganz verhindern, dass „der Gerd“ zu seinem Achtzigsten vernehmbar das Wort ergreift. Mir geht es auch so: Ach, der ist immer noch da. Immer noch derselbe. Wer sollte es auch sonst sein?

Zu Wort kommen lassen (3): Kriegsmannen aus der Christunion schlagen vor, Ungarn und die Slowakei aus er EU auszuschließen. Eins lässt sich sagen: Strategen sind sie nicht. Wenigstens das ist beruhigend.

Polen bleibt Polen: Die katholischen Nationalisten haben die Kommunalwahlen gewonnen. Das Tusk-Bündnis konnte nur in den vier großen Städten reüssieren: Warschau, Danzig, Krakau, Breslau. Das weite Land hingegen bleibt papsttreu. Hat das Auswirkungen auf den nationalistischen Nationalkurs? Ich denke: nein.

Und die Tschechen: Sind derzeit bemüht, den AfD-Mann Bystron zu Fall zu bringen. Haben den angeblich bei Geldabsprachen mit den Russen abgehört. Bystron? Das ist einer der Ihren, nur eben einer, der weggemacht hat, wie man damals sagte. Hat ihm nichts genutzt, dass er vor Jahren in den USA äußerte, ein Nazi könne er schon deswegen nicht sein, weil er und seine Eltern aus der Tschechoslowakei stammten. Fand ich seinerzeit bereits blöd, denn dortzulande gab es in den finsteren Jahren Kollaborateure bis zum Abwinken.

9. April 2024

Täter-Opfer-Umkehr: Berlins Ex-Regierender, ein Mann namens Müller, hat sich zu Wort gemeldet. Es gebe gar keinen Anlass, sich wg. Corona zu entschuldigen. Vielmehr sei eine Amnestie am Platze. Recht gehabt, aber amnestie-bedürftig? Das nennt man für gewöhnlich schizophren. 

8. April 2024

Endzeitspiele: Finanz-Lindner droht der Diversministerin Paus mit einem Nein für deren Kindergehalts-Utopien nebst neuer 5000-Mann-Behörde. Abgesehen davon, dass man ihm nur zustimmen kann, denn der neue Elefant, der hier in den Raum geschoben werden soll, ist nichts anderes als ein weiteres Grünen-Taugenichts-Versorgungswerk und zudem ein Ansporn für unsere Willkommensbürger, deren getürkten Familiennachzug zu beschleunigen, aber es folgt ein Aber: Der Herr Lindner von der Lindner-Partei wird, ganz so wie gewohnt, mit irgend einer Bagatell-Floskel einknicken.

Ostfront: Die Meldungen sind schwer verständlich. Er sieht danach aus, als finde ein Exodus aus Charkow statt. Ob das stimmt, erscheint im Moment fraglich. US-Großraumdenker haben bereits auf die Notwendigkeit hingewiesen, das linke Dnjepr-Ufer zu räumen. Sie sollten vielleicht eine etwas genauere Landkarte beiziehen.

Ostfront (2): Derweil bietet US-Außenminister Blinken der Ukraine die Nato-Mitgliedschaft an. Tags drauf rudert er zwei Schläge zurück. Das sei nicht militärisch gemeint gewesen. Soso. Krieg ohne militärisches Gehabe. Das kennen wir bereits seit 1914.

Fast übersehen: In der Slowakei wird einer vom Volk zum Präsidenten gewählt, der nicht die Zustimmung der Eliten hat, sprich: mit Russland Frieden halten will. Da hat die Soros-Combo versagt. Liegt vermutlich an deren Überarbeitung, denn sie hat alle Hände voll im benachbarten Ungarn zu tun, dort den bösen Orban wegzuputschen.

Slowakei (2): Nunmehr droht die EU-Mafia, den Slowaken die deutschen Finanz-Mittel zu entziehen. Merke: So geht Demokratie: Verhält sich das Volk ungezogen, wird es auf schmale Kost gesetzt.

5. April 2024

Wer’s glaubt, wird selig: Dass die Ermittlungen der sog. Staatsanwaltschaften der EU gegen die Top-Figur Ursula zu einem Ergebnis führen, auf dass wir die Dame hinter Gittern besichtigen können. Nur nebenbei: Sie ist die Spitzenreiterin der Christunion für die anstehenden Europa-Scheinwahlen. Das sagt genug für beide und eigentlich alles.

Ewigkeitsvergleiche: Klosterfrau Melissengeist war nie so wertvoll wie heute. Kann man nicht überprüfen. Aber: Demokratie war nie so gefährdet wie heute (wird ein gewisser Haldenwang zitiert). Kann man nur sagen: Stimmt. Jedoch nicht weil der Mann recht hat, sondern weil er daran arbeitet.

4. April 2024

Niemand ist davor gefeit zu erschrecken. Mir ging es gestern Abend so, als ich das Gesicht der sog. Wirtschaftsweisen Ulrike Malmendier zum ersten Mal mit Bewusstsein studierte. Anlass war, dass ich bei Science Files eine Äußerung von ihr las ich: Die Wirkung der Sanktionen auf Russland sei enttäuschend, deswegen seien sie auszuweiten. Zugleich, so wird sie zitiert, warne sie vor einer technischen Rezession in Deutschland. Technische Rezension? Das ist akademisches Blabla und bedeutet: Vernichtung der Industrie. Das Doppel-Geschwätz der weisen Dame klingt wie das Lallen eines Trinkers, dem eine Flasche Köm nicht mehr reicht und der sich nun davor fürchtet, dass der Getränkemarkt an der Ecke dicht macht. Würden Sie einer solchen Person das Rausstellen Ihrer Mülleimer anvertrauen? Na? Na also.

Ostfront (2): Der Luftkrieg der Russen gegen die Versorgungs-Infrastruktur der Ukraine nimmt bedrohliche Formen an. Für uns. Es ist die Flüchtlingswaffe, die auf uns niedersaust, denn es wird das Land zwischen Dnjepr und Dnjestr, das ohnehin nicht sonderlich dicht besiedelt ist, entvölkert. Frage mich gerade, ob das die neue Pufferzone werden soll. Also im ursprünglichen Wortsinne: Ukraine = das leere Land.

3. April 2024

Afrika, ach Afrika: Der Präsident von Botswana, Makgweetsi Mawisi, ist es satt, von deutschen Politikern belehrt zu werden. Im Gegenzug zum deutschen Verbot, Jagdtrophäen aus seinem Land einzuführen, bietet er den grünen Besserwissern 20.000 lebende Elefanten an, die sein Land dank kolonialherrlicher Tierschutzambitionen mittlerweile überbevölkern.

Kannste dir nich ausdenken: Die Nummer 44 auf dem Adidas-Trikot wird zur Nazi Chiffre. Habe das zunächst nicht verstanden, bis mir einer sagte, es sei ein Surrogat für Sig-Runen der SS.

1. April 2024

Kein Scherz: Je älter ich werde, desto größer wird das Heer der Toten, das an mir vorüberzieht. Neu ist hieran lediglich, dass es mir früher nicht auffiel.

Aber das hier: „Muslimfeindlichkeit immer erschreckender: Auferstandener Christus beim Herunterreißen der Ramadanbeleuchtung ertappt!“ (aus den Leserbriefen der Zellerzeitung von heute Nacht).

Auf dem Dach des Nachbarhauses landet ein Schwarzstorch. „Kann nicht sein,“ sagt die Nachbarin, „die stehn unter Artensschutz.“ Aha.

31. März 2024

Sie ziehen das durch: Kaum ist der Winter vorbei, werden zum 1. April 2024 die nächsten Kraftwerke stillgelegt, jetzt sind es 12 Kohle-Kraftwerke.

Sie ziehen das durch (2): Zum 1. Juni 2024 brauchen diverse ins Land zu holende Muslime auch de lege ihre spezielle fremde Identität nicht aufzugeben, um den deutschen Pass als Zusatzpapier zu bekommen. Umvolkung per Gesetzsgebungsakt.

Sie ziehen das durch (3): Wo immer man hinhört, quatschen die Leute vom Krieg. Der polnische Tusk redet vom Anbruch der Vorkriegszeit und sein Außenminister Sikorski beruft sich hierfür auf das polnisch-litauische Großreich aus dem 14. Jahrhundert, Kiew und die Schwarzmeerküste inklusive. Mal sehen, wann der erste deutsche Kriegshetzer auf den Gedanken kommt, sich auf das großdeutsche Großreich von 1942 zu berufen, von der Atlantikküste bis zum Kaukasus, Oberst Kiesewetter übernehmen Sie.

Sie ziehen das durch (4): Sie sitzen in ihren zur Festung ausgebauten Nobelschlössern auf dem nordamerikanischen Halbkontinent, ihren Luxusyachten in milden Gefilden und ihren Fluchtburgen auf Karibik-Inseln, und sie ziehen das durch.

Sie ziehen das durch (5) und blanker Hohn: Es wird der scheidende Vorsitzer von BASF, Martin Brudermüller, so zitiert, dass die Dekarbonisierung mit einem Industrie-Strompreis von 20 Cent nicht machbar sei. Er verweist auf die dramatischen Verluste, welche die deutsche BASF bei den Grundprodukten mit dem Werk in Ludwigshafen eingefahren habe. Das habe nun Konsequenzen. Er sagt es nicht expressis verbis, meint aber die Werkschließung – was wohl sonst? Wäre er ehrlich, würde er die Ursache benennen. Das ist nicht der Strompreis, sondern der Klima-Wahn, der ihn notwendigerweise erzeugt hat. Und der ist seit Merkels Diktatur hausgemacht. Aber soviel Mut hat er selbst im Augenblick seines Abgangs bei der Firma nicht aufgebracht, schließlich will er bei Mercedes an der Spitze weitermachen.

30. März 2024

Erstaunlich und erstaunlich aussichtslos: Der unabhängige Präsidentschaftsbewerber Robert Kennedy hat, um die Voraussetzung zum Antreten in etlichen der 50 US-Staaten zu schaffen, seinen Vize nominiert. Es ist die 38jähringe Nicole Sharahan, eine Juristin und Unternehmerin aus California. Die Pressefotos der beiden zeigen ein erstaunlich attraktives Paar. Wählbar, ohne dass sie den Mund aufmachen.

Schöne Paare (2): Nicole war zuvor mit dem Google-Mogul Sergey Brin verheiratet, was Kennedys Wahl-Aussagen für den Kampf gegen die da oben zumindest leise abflacht. Aber immerhin, der Donald wird sich anstrengen müssen, etwas Adäquates entgegensetzen zu können. Ich tippe mal auf eine der aktuellen attraktiven Gouverneurinnen.

Schöne Paare (3): Was uns das Bundespresseamt stattdessen in Sachen Paarlauf präsentiert, das dürfte schwer zu übertreffen sein. Müsste ich das neue Spaßwort „Delegitimierung des Staates“ illustrieren, griffe ich zu diesem hier. Es würde auch zum Thema Verhöhnung des Staates und seiner Bürger passen.

29. März 2024

Die von einem Containerschiff vor dem Hafen von Baltimore bei der Kollision mit einem Brückenpfeiler eingerissene Straßenbrücke liegt immer noch an Ort und Stelle und sperrt die Hafeneinfahrt in riskanter Weise, denn sie ist aus Stahl und steht in ihrer neuen Lage unter einer unbekannt starken Spannung.

Die Brücke (2): Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist nun Gegenstand wilder Spekulationen. Sie reichen von den Überirdischen über die Russen, insbesondere den Allzuständigen P., bis hin zur sog. Diversity, deren Herrschaft in der einschlägigen Reederei dazu geführt habe, Personal nach den Glaubensregeln der Buchstabenreligion und nicht nach Qualitätsgesichtspunkten zu rekrutieren. Letzterer Verdacht kam auf, weil die Schiffsbetreiber in ihrer Selbstdarstellung in der Vergangenheit diese Macke selbst gepflegt hätten.

Die Brücke (3): Unbekannt war mir bislang die Bedeutung des Hafens für das europäisch-amerikanische Autogeschäft. Lesenswert fand ich, was der Vertreter von Mercedes-Benz zum Unfall zu sagen wusste: „Wir stehen in engem Austausch mit unseren Logistikdienstleistern und beobachten kontinuierlich die Situation. Gemeinsam mit unseren Transportpartnern überprüfen und adaptieren wir unsere Lieferwege“. Was genau hat er gesagt?

Ansage (2): Der Chef des russischen Inlandsdienstes FSB, Alexander Bortnikow, wird so zitiert: „Ich kann Ihnen sagen, dass wir erste Informationen erhalten haben, die darauf hindeuten, dass die Aktion [der Anschlag am vergangenen Freitag in Moskau] von westlichen Geheimdiensten vorbereitet und von radikalen Islamisten ausgeführt wurde und der ukrainische Geheimdienst direkt daran beteiligt war.“ Gesagt hat er das. Das stimmt. Ob es inhaltlich stimmt, weiß ich nicht zu sagen. Zumindest wirkt es plausibel, denn die Auftaktgeschichte von der Isis-Täterschaft klang allzusehr nach Tausendundeiner-Nacht.

28. März 2024

Nachdem der ganze Schwindel der Corona-Maßnahmen nun auch vor den Augen der Wirklichkeits-Leugner liegt, stellt sich mir die Frage, wann endlich auch die einschlägig betroffenen Teile der deutschen Justiz, die den ganzen erfundenen Mist immer noch exekutieren, sich der einst felsenfesten Grundlagen des Verfassungsrechts erinnern. Prüfungsschritt eins jeder staatlichen Maßnahme musste es sein: Ist diese überhaupt geeignet, das verfolgte Ziel zu erreichen. Das geriet nun jahrelang mit all dem Wissenschaftsgeschwätz in Vergessenheit. Bin gespannt, wann der erste Richter darauf kommt.

Nichts wirklich Neues: Auf der ukrainischen Seite kommen jetzt fremde Legionäre mit zum Teil bombastisch klingenden Namen (Freies Russland und so) zum Einsatz. Sie unterstehen, wie man hört, dem Kiewer Militärgeheimdienst, so wie 1941 das ukrainische Bataillon Nachtigall der deutschen Abwehr. Der militärische Kampfwert war gering, das gilt wohl auch heute. Die angekündigte Offensive in diesem Monat waren bestenfalls lokale Angriffsaktionen, durch welche russische Kräfte gebunden wurden, während die Masse das russischen Heeres am eingeschlagenen Weg nach Westen festhält – mit aufreizender Langsamkeit, einst Dampfwalze genannt.

27. März 2024
Na endlich: Es waren die russischen Geheimdienste, die die Offenlegung des Corona-Skandals zu verantworten haben. Sagt zumindest der Gesundheitsminister. Er gab schon öfters Anlass, an seinem Verstand zu zweifeln. Doch denken wir mal seinen originellen Standpunkt zu Ende. Entweder er meint: Die Ereignisse in Deutschland, die wir selbst erlebt haben, sind nur fiktiv gewesen, Erfindungen der russischen Dienste. Oder: Die Aufklärung des Corona-Desasters wäre ohne die Mitwirkung der russischen Dienste nicht möglich gewesen. Beide Varianten sollten als frisch erkannte Impfschäden registriert werden.
Ostfront: Die geradezu unwahrscheinlich schnelle öffentliche Präsentation der behaupteten Täter des Anschlags von Moskau wirft Fragen auf. Keine Illusionen mache ich mir über deren jämmerlichen Zustand. Hier wurde nach der Festnahme unmissverständlich auf Antworten gedrungen. Widersprüchlich und bislang wenig tragfähig sind die umlaufenden Gerüchte über die Rekrutierung der Desperados (Türkei oder ehemalige muslimische Randstaaten der Sowjetunion).
Ostfront (2): Die aktuellen Raketenschläge gegen die Entscheidungszentren in Kiew sind nach meinen Aufzeichnungen nicht die ersten dieser Art. Über die Wirksamkeit der jüngsten kann man bestenfalls spekulieren. Enthauptungsschläge pflegen eine Eskalation eigener Art zu sein. Die Taurus-Träumer sollten sich noch mal Zeit zum Überlegen nehmen, bevor sie unser Land jetzt ins Kriegsgetümmel stürzen. Jungs, ihr könnt euch gar nicht so tief eingraben, um vor Treffern der Kinshal-Waffe sicher zu sein.
Ostfront (3): Möglicherweise meint das auch der Ex-General Kujat, der die Kriegshetzer à la Kiesewetter als Romantiker bezeichnet und vor der Taurus-Lieferung in ein Land warnt, das den Krieg bereits verloren habe. Wie er den Salto mortale vollzieht, dass deswegen der Herr Scholz richtigerweise die Ukraine nach dem Ade der USA unterstützen müsse, bleibt rätselhaft – jedenfalls mir.

26. März 2024
Es begann vor vier Jahren: Es ist bezeichnend, dass die Bundesregierung der Öffentlichkeit die herbeigefälschten Daten der sog. Corona-Pandemie vorenthalten wollte. Das Gerüst des Geschehens liegt jetzt vor jedermanns Augen. Nein, halt, nur vor dem, der es sehen möchte. Jetzt bleibt den beteiligten Verbrechern nur noch, sich durch Schwärzungen in den berüchtigten Protokollen vor der Strafverfolgung zu schützen. Auch dieser Schleier wird fallen. Dann stehen sie nackt da, aber keiner sieht hin.

25. März 2024Die Verdi-Oper Il trovatore ist die Nagelprobe für jedes Opernhaus. Die Besetzung von vier parallelen Spitzenrollen setzt Grenzen. Sie waren an der Hamburger Staatsoper deutlich sichtbar, respektive hörbar. Nur einer von Vieren vermochte den klotzigen Raum zu füllen. Das Orchester so weit runtergedimmt, dass es wie Hintergrundmusik aus einem fernen Graben klang. Ein toller Chor. Das Ganze also ein Wechselbad. Die Verlegung der mittelalterlichen Szenerie in den Spanischen Bürgerkrieg: originell mit deutlichem Anklang zur Idiotie. Merke: ohne Kampf gegen rechts geht selbst Verdi nicht, jedenfalls nicht im Tor zur Welt.
Hamburg (2): Anschließend ein Absegler? Rundherum alles dicht, eine Bayernkneipe, die um halbelf schließt.
Hamburg (3): Die Verbindung nach Mitteldeutschland liegt seit 30 Jahren im argen. Diesmal beschert die Harztangente dem erstaunten Automobilisten einen Abstecher nach Clausthal-Zellerfeld. Tristesse, wo manche Urlaub machen. Da lag Schnee auf den Autos.
Übern Teich: Bleibt aus der letzten Woche nachzutragen, dass Wunderkind Elon Musk in einem veröffentlichten Rundschlag die Verursacher und Nutznießer der illegalen Massenzuwanderung beim Namen nannte: 30 Konzerne, Stiftungen, NGOs. Nun werden dort wie üblich die Gerichte sprechen. Es geht um billigste Arbeitskräfte und den zugehörigen Profit.
Übern Teich (2): Der Sturm auf die texanische Südgrenze weitet sich zum Bürgerkrieg aus. Noch fallen nur vereinzelt Schüsse. Die Gerichte versuchen im Auftrag der Bundesregierung, die texanische Nationalgarde zu hindern. Noch schaut die Bevölkerung gebannt zu. Letzteres wie bei uns.
Übern Teich (3): Doch es gibt auch Lichtblicke (Internet-Fund):

24. März 2024
Der vorgestrige Anschlag in Moskau hat mindestens 140 Männern und Frauen das Leben gekostet. Wie viele der Angreifer getötet wurden, ist nicht zu überblicken. Die Täter, behauptet die Presse, seien Isis-Leute. Soso. In Moskau. – Amerika kondoliert. Ich frage mich, warum die US-Botschaft in Moskau Anfang des Monats Amerikaner davor warnte, Massen-Veranstaltungen, zum Beispiel Musik-Darbietungen, wg. Anschlagsgefahren aufzusuchen. Zufall oder so

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22. März 2024Der kleine Mann aus dem Elysee-Palast macht ernst. Eigene Truppen in die Ukraine. Sie sind ohnedies schon da, sagt er neuerdings. Das wiederum würde in erstaunlicher Form mit dem zusammenpassen, was die russische Propaganda seit geraumer Zeit von sich gibt.
Ostfront (2) und anderswo: Gleichlautendes Kriegsgeschrei kommt aus Tschechien (nunmehr verstärkt), Polen (wie gehabt), Estland (neu im Choral) und – natürlich – aus Großbritannien. Bei letzterem muss man hinzudenken, dass dessen konservativer Premier bedenklich wackelt, wie auch seine Partei, die den Anschein erweckt, sich in Kleinteile aufzulösen.
Ostfront (3): Hierzulande bleiben die Grünen und die Christunion zuverlässige Kriegstreiber. Deren Exponenten haben noch nicht geschnallt, dass der Hegemon dabei ist, sich aus der Affäre zu ziehen.

21. März 2024
Von Opfern und Tätern: Mainstream ist sich jetzt sicher. Die Schülerin aus Ribnitz-Damgarten wurde zu recht polizeilich belangt, denn sie ist eine gesicherte Rechtsextremistin. Warum? Weil es gar nicht anders sein kann. Nebenbei: sie ist blond, richtig blond. Noch Fragen?
Blond (2): Wird es in Kürze nicht mehr geben. Hat das Statistische Bundesamt soeben nolens volens festgestellt, indem es den drastischen Geburtenrückgang in D für die letzten beiden Jahre konstatierte. Festgemacht an der sog. Reproduktionsrate pro deutscher Frau. Dass die Jahre 2022/23 die Impfjahre sind, wird in diesem Zusammenhang nicht erwähnt. Wozu auch? Könnte die Leute auf dumme Gedanken bringen. Zum Beispiel diesen hier: Die Impfung ist wirksam, wenn auch nicht zu hundert Prozent. Doch halt, ist nicht nachgewiesen, also Dunkelgerede.
Blond (3): Frage mich gerade, ob die einstmals beliebten Blondinenwitze heute als Volksverhetzung verfolgt werden würden, oder ob das nur bei Anti-Blondinenwitzen der Fall wäre.

19. März 2024
Der Ton wird giftiger: „Katholische Feiertage im Fääser-Paus-Land: Maria Denunziata, Maria Haussuchung, Maria im Gefängnis“ (aus den nächtlichen Leserbriefen der Zellerzeitung).
Maria (2): „Auch der Schulleiter hatte es wohl nur gut gemeint, ist dabei aber übers Ziel hinausgeschossen.“ Das schreibt ein Journalist namens Stibi in der Welt vor drei Tagen. Ach der Ärmste, dabei wollte er nur eins der ihm anvertrauten Kinder fertigmachen. Jetzt wurde das öffentlich. Der Mann verdient Schutz und Fürsorge, der Zimmermann, Jan-Dirk.

18. März 2024An physikalisch-technischen Untersuchungen überrascht zuweilen weniger das Ergebnis als vielmehr der Umstand, dass sie überhaupt durchgeführt werden. Ein solcher Fall war das herunterfallende Butterbrot, welches regelmäßig auf der Butterseite landet. Jetzt kommt die Feinstaubentwicklung von PKWs hinzu, bei denen – im übrigen markengleich – das elektrische den Verbrenner um Längen schlägt. Wohlgemerkt es schlägt den Verbrenner ums Doppelte bis Vierfache der Menge und das durch den höheren Reifenabrieb infolge des höheren Gewichts, obwohl beim Verbrenner noch die Auspuff-Emissionen hinzugerechnet wurden. Das Umweltfreundliche des E-Mobils ist auch insofern die reine Legende. Was wird diese Erkenntnis bewirken? Nichts.
P. wurde in den letzten drei Tagen im Reich des Bösen wiedergewählt. Das wusste ich bereits vor Wochen an dem Tage, als er den Wahltermin ankündigte – und notierte es sicherheitshalber sogleich. Die Nachricht ist lediglich deswegen erwähnenswert, weil unsere Experten jetzt erklären können, warum diese Wahl keine Wahl war. Keiner stellt die Frage nach dem Sinn des Wahlakts. Es handelt sich um die Legitimität der Herrschaft – auch in diesem Falle.

17. März 2024
Nicht jeder Antifa ist ein Nazi, aber die meisten sind es schon.
Heftige Anfälle von Resignation sind nichts ungewöhnliches, wenn man die Dicke des Brettes betrachtet. Der Blick auf die Dünnbrettbohrer ringsum macht die Sache nur noch schlimmer.
Pandemie, der zweite Anlauf: Wie vorauszusehen, ist das Welt-Panikorchester jetzt von dem Virus auf das Bakterium umgeschwenkt. Einschlägige Meldungen nehmen aus Japan zu uns ihren Weg. Im Vordergrund meines Interesses muss nun die Diskrepanz zwischen Presse und Wirklichkeit stehen. Wieder einmal. Ich merke es hier lediglich an, um bei späteren Ereignissen einen Fixpunkt zu haben, wann genau die sich abzeichnende Affäre in mein Bewusstsein vorgedrungen ist.
Angriff auf den Verstand (2): Seit dem Covid 19-Angriff sind 4 Jahre und 2 Monate vergangen. In dieser Zeit wurde die WHO-Diktatur mit kräftigen Ruderschlägen vorangetrieben. Vorgestern stimmte der Bundestag mit breitester Mehrheit zu. Nur die Blauen hielten dagegen. Welcher kollektive Wahn lenkte die Abgeordneten, und was kostete es, ihn zu erzeugen? Das will bedacht sein.
Michael Much und das Amtsgericht Miesbach. Nein, kein Scherz, dieses Gericht gibt es tatsächlich. Hier wird ein Strafbefehl gegen den Unternehmer wg. des abgebildeten Plakats verhandelt. Das Delikt: Beleidigung der völlig adjektiv-freien (Vorsicht: sonst Beleidigung) Grünenvorsteherin Lang. Sie wurde beleidigt, weil sie auf einer Straßenwalze abgebildet wurde, obwohl – ich vermute mal vor mich hin – sie noch nie gearbeitet habe, jedenfalls nicht im Straßenbau. Dann allerdings wäre es nicht nur eine Beleidigung, sondern eine Verleumdung. Nee Quatsch, doch eine Beleidigung, nämlich der Straßenbau-Arbeiter. Oder nennt man das Volksverhetzung? Ich bin verwirrt. Hätte den Vorgang nicht mitgekriegt, wenn K. mir den einschlägigen Artikel der schweizerischen Weltwoche nicht geschickt hätte. Von dort stammt auch das Bild, das ich hier aus Gründen notwendiger Illustration einrücke (und keineswegs, um mich zu ergötzen).

16. März 2024
Während die Mächtigen sich anschicken, in den USA die Plattform Tik Tok zu verbieten, teilt Steven Mnuchin, der ehemalige Finanzminister der Trump-Regierung, mit, dass er sich anschicke, zusammen mit ein paar Kumpels den Laden zu kaufen. Da passiert etwas, was ich noch nicht ganz begriffen habe – außer, dass die Herren scheint‘s etwas Kleingeld erübrigen.
Tik Tok (2): Die ohnmächtige Wut der sog. Eliten habe ich auf dem Schirm, sie wird von der facebook- und google-zensur-befreiten Zone und den chinesischen Eigentümern befeuert. Es rast im Moment ein China-Unterwanderungswahn durchs amerikanische Land, der nur dem Red Scare von 1919, der Nazi-Invasion von 1939 und dem McCarthyismus von 1949 vergleichbar ist. Bei Lichte riskante Luftnummern der Volkseinschüchterung. Sie waren und sind Ausweis dafür, dass die Mächtigen sich angegriffen fühlen. Dann greifen diese Weltmänner zum Patriotismus, auf den sie sonst nur mit Verachtund herabblicken.

Tik Tok (3): In Ribnitz-Damgarten hinterließ eine sechszehn-jährige Gymnasiastin auf der Plattform, dass Deutschland nicht irgendein Ort, sondern ihre Heimat sei. Da griff die Polizei ein. Der Schulleiter hatte entsprechend Anzeige erstattet. Der Namen des Mannes, Jan-Dirk Zimmermann, verdient es, für das notwendige und unweigerlich kommende Abräumen solcher Gesinnungs-Nazis vorgemerkt zu werden.

15. März 2024
Vergleicht man die Kernaussagen des russischen Herrschers aus den letzten Monaten, so ist eine allmähliche Verschiebung hin zum Anti-Neokolonialismus festzustellen. Diese Grundtöne werden in der Welt außerhalb des Wertewestens gut verstanden. Sie sind antiwestlich und haben etwas Friedrizianisches an sich: Man möge jeden Staat und jede Gesellschaft nach eigener Fasson selig werden lassen. Bleibt die Frage, ob dieses Beginnen dem Smartphon die Schau stehlen kann. Hollywood zumindest hat in Asien seinen Glanz verloren.

Fast übersehen: Merzels Angriff auf Scholz mir der Taurusrakete ging daneben. Nicht mal rechnen kann der Mann. Als die Russen noch Einfluss auf solche Entscheidungen nahmen, bestachen sie die erforderliche Zahl von Abgeordneten. Nicht mal darauf ist mehr Verlass.
Apropos Russen: Was hat man denen eigentlich auf ihr Ultimatum zum Taurus-Exzess unsrer selbsternannten Russlandfahrer mitgeteilt? Falls nichts, sind sie jetzt am Zuge.
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Peru fördert Lama-Trampelpfade in Berlin (Zeller-Zeitung von heute Nacht).

14. März 2024
Sie heißt Cassidy Hutchinson, war in Trumps Stab Mitarbeiterin von dessen Stabschef, und sie sagte 2022 in einer geschlossenen Kongressanhörung aus, sie habe von Sicherheitsleuten des Präsidenten erfahren, dass dieser am 6. Januar 2021 extrem aufgebracht gewesen sei, als seine Begleitmannschaft ihn gehindert habe, nach Verlassen der Großdemo in Washington DC in den Kongress zu fahren, wo die Auszählung der Wahlmännerstimmen gerade stattfand. Er habe sich sogar über die Sitze nach vorne gebeugt, um dem Fahrer ins Lenkrad zu greifen. Die damalige Ausschussmehrheit machte darauf das bekannte Fass auf, der Präsident sei nur mit Mühe und gegen seinen Willen gehindert worden, sich an die Spitze des Kongress-Sturms zu setzen. – Jetzt stellt sich bei der Durchsicht der Unterlagen heraus, dass die befragten Sicherheitsleute, einschließlich des Fahrers, vom behaupteten Vorgang nicht nur nichts bemerkt haben, sondern ihn in Abrede stellten. Man ließ ihre Aussagen einfach weg, angeblich um sie zu schützen. Warum die seinerzeit, wenn auch in der Minderheitenposition, anwesenden Reps dies stillschweigend duldeten, ist mir ein Rätsel.
Hutchinson (2): Sie ist eine Feind-Zeugin fürs Poesiealbum. Merke: Nichts schadet deinem Gegner so, wie ein feindseliger Zeuge aus dessen Reihen. Jedermann wird sagen: Ja, wenn der es sogar sagt… Erstaunlich ist, wie schnell im konkreten Fall die vermutliche Wahrheit ans Tageslicht kommt. Fraglich bleibt lediglich: Warum tat sie das? Hat der böse Mann sie etwa…? 

Merkwürdig, wie die Gedanken spazieren gehen.Die Ostfront in zwei kurzen Merksätzen: a) Die Beobachter waren sich einig, dass es nichts zu sehen gab. b) Westliche Experten stimmen in der Fragestellung überein: Was nun?
Frauen (2): Russische Propaganda ist in unseren Augen oft plump. Vielleicht ist es auch die vernichtende Schärfe, deren sich der russische Witz oftmals bedient. So bei der Darstellung der US-Spitzenfrau Victoria Nuland vor knapp zwei Wochen, als die Dame noch in Amt und Würden war.

13. März 2024
Was passiert, wenn man das Volk fragen muss. Das erfuhr soeben das irische Establishment, das mit einer Verfassungsänderung das vermeidlich veraltete Privileg von Ehe und Familie sowie die Rolle der Frau im häuslichen Bereich – sprich bei ihrer Kindererziehungsaufgabe und deren speziellen Schutz – streichen wollte. Das Volk sagte nein. Was sagen nun die einheitlich aufgetretenen Politruks? Wir haben nicht genügend aufgeklärt. Keiner kommt auf den Gedanken, sich bei den Beherrschten zu entschuldigen.
Volkes Stimme (2): „Stell dir vor der Russe kommt, und ich war nicht beim Friseur“, stand 1988 in großen Lettern an der Westseite der Berliner Mauer, Höhe Kochstraße. Ob Chef Tichy das im Kopfe spukte, als er seinen Grundsatzartikel mit „Stell dir vor der Putin kommt und keiner geht hin“ überschrieb, vermag ich nicht zu sagen. Dass ich den Artikel wider Gewohnheit dann doch las, lag an der überbordenden Vielzahl der zugehörigen Zuschriften. Diese Lesererregung ist der Spiegel der Teilung der Leserschaft. Ein Teil will die gute alte Ludwig-Erhard-Republik zurück, der andere Teil macht sich keine solche Illusionen und wirft dem Herausgeber vor, solche zu pflegen, indem er Putin als Bedrohung schildert. Man merkt an, wie Tichy alles mögliche für wünschbar hält, doch in den Krieg ziehen, das will er nicht. Das ist ein interessantes Stimmungsbild unter Leuten, die noch lesen können. Sonst nichts.

12. März 2024
Da hab ich sie gleich wieder abgehängt, die Sandra Hüller aus Suhl. Nein, es erfolgte keine explosionsartige Wertsteigerung des Gemäldes eines gewissen Zeller wg. der Verleihung eines Oscars, denn sie erhielt keinen. Den Franzosenfilm, in dem sie eine Nichtmörderin spielt, sah ich nicht, und den Nazifilm, in dem sie die Ehefrau des Lagerkommandanten Höss gibt, sehe ich aus Prinzip nicht. Erst wenn sich Hollywood entschließt, den Eisprung von Eva Braun zu verfilmen („nach einer wahren Geschichte“), werde ich von diesem Schema abweichen.

Sandra Hüller aus Suhl (2): Ist ein Ostprodukt und wurde beim Abendessen von den Besuchern sofort erkannt – Walther Rathenau der früher an der Wand hing, wurde nur selten identifiziert. – Jetzt sitzt eine erfreulich unpolitische Versammlung beisammen, gottlob. Beim Wettbewerb wie-mag-ihr-Lebensgefährte-heißen kommt Ronnie Zeiserling aus Zella-Melis auf Platz eins.
Noch so ein Irrtum: Leser S. schreibt mir, meine Anmerkungen von gestern, den heiligen Franz betreffend, seien unzutreffend. Der Papst habe nicht die Ukraine aufgefordert zu kapitulieren, sondern lediglich um Verhandlungen nachzusuchen. So und nur so sei seine Metapher von der weißen Fahne gemeint. Mag sein, dass das zutrifft. Was die Sache nur noch schlimmer macht, denn die Kritiker des Mannes mit der Dienstbezeichnung der Heiligkeit wollen nicht einmal Friedensverhandlungen, sondern sie setzen auf den Endsieg.
Endsieg (2): Da nimmt es kaum noch wunder, dass Annalena so zitiert wird, sie verstehe gar nicht, was der Franz wolle. Ich hingegen kann mir das, was sie sagt, gut vorstellen.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch XIII

11. März 2024

Die Reise von dem Herrn Scholz zum Oberhaupt der Katholiken fühlt sich wie ein Winkelzug an. Bei Franz hat man seine Fehde mit dem deutschen Spitzen-Klerus zu berücksichtigen, dem er soeben öffentlich mitgeteilt hat, dass dieser seine rosarote Wolke verlassen möge. In der sind lustige Dinge enthalten wie die Priesterehe und – der Herr sei mit ihnen – Weiber im Priesterrock. Um die Fortschrittler zu demütigen und zu zeigen, wer der Herr im Hause ist, war es fast folgerichtig, dem deutsch-bischöflichen Kriegsgeschrei ein Nein entgegenzusetzen. Aus dieser Ecke also weht des Franzens Friedensbotschaft, die letztlich zum Inhalt hat, die jetzige ukrainische Führung zur Kapitulation aufzurufen. Der Scholz-Besuch diente dem Papst, so denke ich mal, als Mittel zum Zweck.

Ostfront (2): Des Papstes Initiative hat im offiziellen Kiew – mal milde formuliert – wenig Zustimmung erweckt. Wie die vom Krieg wenig begeisterten Ukrainer darüber denken, kann man noch nicht erkennen.

Ostfront (3): Gleiches lässt sich von möglichen Reaktionen in Polen sagen. Für die neue, wenig kirchenfromme Regierung war es sicher ein Schlag, denn deren frisch ernannter Außenminister hat zeitgleich verlautbart, dass für ihn ein Truppeneinsatz in der Ukraine denkbar sei. Was werden wohl die polnischen Soldaten sagen, wenn der Papst ihnen anbefiehlt, dergleichen zu unterlassen? Ich bin ratlos.

Ostfront (4): Den Papst als Konfliktpartei hatten wohl nur die wenigsten auf dem Schirm. Dass Ankara ihm sogleich seine Vermittlerdienst angeboten hat, darf zu den Überraschungen der ganzen verqueren Geschichte gerechnet werden. Übrigens: Schon lange nichts mehr aus der Zellerzeitung gestohlen.

Derweil übern Atlantik: Der nach dort gejettete Robert wird dem dortigen Auditorium als Kanzler aus Germany vorgestellt. Das, hüstel, war nicht so ganz korrekt, denn noch hält sich der Herr Scholz in seinem Amte. Aber immerhin mag die Fehlbenennung der Gewohnheit geschuldet sein, bei der Spitzenbesetzung der Vasallen ein Wörtlein mitzureden. Doch die Begrüßungs-Euphorie, ach, sie schmolz dahin, als der deutsche Gast seine Gastgeber darüber belehrte, dass sie in Sachen Klimawahn endlich Nägel mit Köpfen machen sollten. Er verstieg sich zu der Behauptung, die Amerikaner möchten sich an Deutschland ein Beispiel nehmen. Sowas hören Herren der Welt von niemandem gern.

9. März 2024

In dieser Woche wird die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland entlassen. Ihr Chef Blinken spricht beschönigend von ihrem Rücktritt. Sie gilt vielen als die Macherin des Ukraine-Konflikts, spätestens seit dem Präsidentensturz in Kiew im Frühjahr 2014, der eng mit ihrem Namen verknüpft ist. In der Trump-Ära hatte sie Pause, danach war sie wieder die Aktivistin auf dem Kriegspfad. Die Experten rätseln, was sie wohl falsch gemacht habe. Ich denke, es musste jemand her, der als Sündenbock dient, dass die zwei Jahre lang verbreiteten Propagandalügen korrigiert und die Aufdeckung von Kriegsverbrechen weggelogen werden mussten. Mag auch sein, dass die jüngsten öffentlichen Taurus-Widerworte des Herrn Scholz das Fass zum Überlaufen brachten. Nichts ist für den Vormund peinlicher, als wenn das Mündel nicht pariert.

Beim freitägliche Einkauf an etlichen deutschen Edelmarken vorbeidefiliert, Möbel, Geschirr, Bestecke, Bücher. Pleiten 2022-24. Das alles wird in Kettenläden verramscht, wo Derartiges zuvor niemals zu sehen war. Das ist nun über die Theke weg. Zuvor waren eine Käuferschicht weggebrochen. Jetzt ist sie wieder da – für einen einzigen Schluck aus der Pulle.

8. März 2024

Und sie wiederholt sich doch, die Geschichte: Mit der Erklärung des tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel – er ist ein ehemaliger Nato-General –, sich mit Truppen in der Ukraine zu beteiligen, hat er einen Krieg in Europa in die dichteste Nähe gerückt. Schon im Mai 1938 war die damalige Tschechoslowakei unter dem Präsidenten Benesch mit dem Zündeln äußerst zielstrebig und letztlich erfolgreich. Der Unterschied zu damals: Deutschland war der Erzfeind, heute ist es Russland. Völlig gleich dagegen: Antreiber waren die anglo-amerikanischen See-Mächte.

Vorbildlich: Die Biden-Mafia holt Hundertausende illegal per Flugzeug in die USA. Nanzy und Annalena, übernehmen Sie. Die Damen müssen sich beeilen, denn die Christunion hat soeben ihr Wunschkabinett an die Presse durchgeschoben, wenn, ja wenn es ihr gelungen ist, den allzufriedlichen Scholz zu stürzen. Was ist das für eine merzelwürdige Weltsicht? 

Merzels Kabinett (2): Ich spekuliere mal mit: Die Stars der jetzigen Regierung werden bleiben, die vielsprachige Annalena, der wind-philosophische Robert, die pausbäckige Paus, der finanzstarke Lindner, der grundrechtsvernichtende Buschmann. Habe ich wen vergessen? Ach ja, die US-Aufpasserin Jenny. Sie könnte dann ja direkt vom Werderschen Markt ins Kanzleramt wechseln.

Derweil in Sotschi: Da sind nicht nur Weltjugend-Festspiele, sondern auch Grundsatzbemerkungen des russischen Herrschers zu betrachten. Er meint, dass in absehbarer Zeit in Deutschland Politiker an die Macht kämen, die wieder friedliche Beziehungen zu Russland im beiderseitigen Interesse pflegen würden. Neigt der Mann neuerdings zum Wunschdenken? Denke mal nein. Aber die Horde der Kriegslüsternen wird andere Schlüsse ziehen, nämlich: der tut nichts, der will nur spielen. 

Russisch Roulette (2): Hier könnte ein jähes Aufwachen folgen, zum Beispiel wenn, wie Egon W. Kreutzer es auf seinem Blog formuliert, der Einschlag einer Kinshal-Rakete im Herstellerwerk in Schrobenhausen dem ganzen Taurus-Spuk ein Ende setzt. Muss ja nicht so deutlich ausfallen. Genügen würde auch der drastische Stopp von russischem Gas, Öl und anderen wertvollen Dingen, die nach wie vor unser Land auf Umwegen erreichen.

Russisch Roulette (3): Ab Fünf-Uhr-fünfundvierzig wird zurückgeschossen? Die Pistole ist leer. Da kucksdu.

7. März 2024

Wie vorauszusehen hat der Generalangriff auf den deutschen Kanzler begonnen. Das sog. liberale Urgestein Kubicki hat zum Angriff geblasen. Die Melodie, die diese Flöte bläst, heißt Taurus. Und dahinter steht der Koalitionsbruch.

Scholz (2): Es hätte in den letzten zwei Jahren mehr als einen sachlichen Grund gegeben, den Mann von seinem Posten zum Wohle Deutschlands zu entfernen, doch jetzt, wo sich eine Koalition der Sturzbeflissenen zusammenfindet, ist der Kitt des Manövers der Wille, Deutschland in den Krieg mit Russland unwiderruflich hineinzuführen. Diese Männer und Frauen regiert der Wahn. Sie müssen beschleunigt aus ihnen formalen Positionen entfernt werden und zwar schnell. Bleibt die Frage: Wie?

Scholz (3): Ungläubig schaut man auf das Treiben der neuen Verbündeten, die in aller Öffentlichkeit einen Angriffskrieg gegen Russland vorbereiten. Das ist nach deutschem Recht strafbar. Hört man was vom Generalbundesanwalt? Ich weiß selbst, dass diese Frage blöd ist, weil sich in mir immer noch eingeübte Rituale des Rechtsstaats zu Worte melden.

Rechtsstaat ade (2): Wird nur mit Mühe von Mainstream bagatellisiert: Der Anschlag auf die Stromversorgung im Brandenburgischen, wodurch das Tesla-Werk zwangsweise stillgelegt wurde. Man eiert rum, es seien Unbekannte am Werke. Das ist gelogen, denn es sind handfeste gewalttätige Linksextremisten. Und die sind bekannt. Die Saat der Klimalügner hat Früchte getragen.

Klimalügner (2): Zuspruch zu den Verbrechern von Grünheide schwappt durch das Internet. Die strafbare offene Befürwortung des terroristischen Verbrechens findet, wenn überhaupt, verständnisvolle Erwähnung. Das Großmaul aus Bayern hingegen findet ausnahmsweise keine Worte. Seine Polizei hat offenbar anderes zu tun, als bei den sog. Klima-Kindern und den sie hätschelnden Unterstützern des Bayerischen Rundfunks unmissverständlich Besuch abzustatten.

6. März 2024

Der gestrige Super-Dienstag beim Kandidatenrennen der Republikaner brachte in 10 Bundesstaaten derartig deutliche Siege von Trump, dass seine Gegnerin Haley heute das Handtuch warf. Jetzt ist der große Show-Master bis zur Entscheidung im November allein auf weiter Flur.

Alles Super (2): Nur die Vorwahlen in der Hauptstadt Washington DC vor drei Tagen brachten Trump in die Verliererposition. Das zeigt in der im Übrigen von den Dems dominierten Stadt, wie selbst das republikanische Establishment dort tickt. Drain the Swamp (Trockne den Sumpf), das Wahlmotto von 2016 kommt einem erneut in den Sinn.

Alles Super (3): Erstaunlich erscheint mir, wie die amerikanischen Wahl-Experten die Niederlage von Haley deuten. Sie habe im Dezember bei einer öffentlichen Anhörung in New Hamshire nicht gewusst, dass der Grund für den amerikanischen Bürgerkrieg die Sklaverei gewesen sei. Sie sagte stattdessen etwas über die unterschiedlichen Regierungen. Damit hatte sie zwar inhaltlich recht, doch das will in den USA keiner wissen, denn felsenfest steht die Lüge im Raum, dass Präsident Lincoln die Sklaverei besiegen wollte und deshalb gegen das eigene Volk in den Krieg zog.

Alles Super (4): Der große Zampano ist nur noch durch sich selbst oder ein Attentat zu stoppen, nachdem der Oberste Gerichtshof das Kandidatur-Verbot des Staates Colorado für verfassungswidrig erklärt hatte. Dem werden sich auch die anderen Verbots-Enthusiasten beugen müssen. Nebenbei: die Richter wichen dem inhaltlichen Vorwurf, Trump habe am 6. Januar 2021 an einem Umsturz-Versuch teilgenommen und sei deswegen nicht wählbar, aus, indem sie erklärten, die betreffenden Staaten hätten sich ein Recht angemaßt, das allein dem Kongress zustehe. Kann man machen, ist aber verfassungs-dogmatisch schief, wenn man berücksichtigt, dass der Präsident nach ganz gängiger US-Auffassung nicht der Repräsentant des Volkes, sondern der Staaten ist.

5. März 2024

Er hat – man höre und staune – von der Richtlinienkompetenz Gebrauch gemacht, der Herr Scholz. Keine Marschflugkörper in die Ukraine. Wie er’s tat, ja, da lächelt man vor sich hin. Er benutzte eine Antwort, die er in einer Befragung durch Schüler gab. Expressis verbis unter Berufung auf seine Stellung als Kanzler.

Kanzler (2): Seinen Gegnern und seinen Nochverbündeten ist zunächst der Schreck in die Knochen gefahren. Sie hüsteln in die vorgehaltene Hand. Aber das wird sich geben. Dann werden die Telefondrähte des Atlantikkabels glühen. Es beginnt das große Nachzählen, denn CDU und Grüne reichen für den Scholz-Sturz nicht aus. Man braucht auch die FDP und zwar ziemlich komplett. Man kann also abwarten, wann die Kriegs-Rebellen dort die Oberhand haben. Nämlich dann, wenn sich die Meinung durchsetzt, die russische Drohung sei nicht ernst gemeint. Man kann deswegen nur hoffen, dass der deutsche Botschafter Lambsdorff (FDP) bei seiner gestrigen Einbestellung in den Kreml den Russen wenigstens unter Beseitelassen seiner Vorurteile zuhört und danach akkurat Bericht erstattet.

Kanzler (3): Von der Kanzlerpartei traute sich gestern nur ein gewisser Kevin K. an die Mikrophone, um einen Treueschwur zu leisten. Wird man sehen, wie lange der hält, denn merke: Alle vier bisherigen SPD-Kanzler wurden von der eigenen Partei gestürzt.

4. März 2024

Die Büchsenspanner aus der Berliner Blase scharren mit den Füßen: Boris, der Wehrminister, räumt das Taurus-Gespräch seiner Luftwaffenleute ein und meint, man dürfe dem bösen Putin nicht in die Karten spielen. Der grüne von Notz – in der unfassbaren Position eines Vorsitzers des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Nachrichtendienste – will ein internes Fass aufmachen. Ebenso sein christlicher Mitkontrolleur, der selbsternannte Russland-Fahrer Kiesewetter. Jungs, ihr bewegt zwar die Luft, aber die weht am Thema vorbei, denn hier waren die Dienste, soweit ich weiß, überhaupt nicht involviert, jedenfalls die deutschen nicht.

Taurus (2): Die Erkenntnisse aus dem veröffentlichten Offiziers-Palaver sind vielmehr bedeutsam zur Frage von Deutschlands militärischer Hilflosigkeit, denn die Herren erörterten, dass man ohne die Herstellerfirma gar nichts machen könne, und selbst dann, wenn diese mitmache, Monate ins Land gehen würden, bis man die Friedens-Raketen in der Ukraine einsatzbereit habe.

Taurus (3): Zudem bestätigten die taubenblauen Wehrmannen, was Kanzler Scholz bereits rausgelassen hatte, nämlich dass die Briten mit ihrem Taurus-Pendent bereits vor Ort und bei dessen Montage seien. Das entspricht alter britischer Tradition, bei anderen Leuten Kriege zu befeuern. Der Kanzler hatte das vor wenigen Tagen etwas schwammiger ausgedrückt, indem er von unterschiedlichen verfassungsrechtlichen Voraussetzungen sprach. Vor etwa einem Jahr sagte Medwedjew, Putins Mann fürs Grobe, überaus deutlich, sein Land sei in der Lage, London im Bedarfsfalle in einem künstlich erzeugten Seebeben verschwinden zu lassen. Hat an der Themse offenbar niemand ernst genommen. Wer je das Phänomen der flussaufwärts laufenden Wassermassen bei Flut beobachtet hat, macht sich so seine Gedanken.

Ostfront: Wieder ist die seltsame Nachrichtenlosigkeit aufgetreten, während die sog. Experten die Transnistrien-Frage in den Fokus ihrer Glaskugel-Betrachtungen rücken. Andere sehen bereits Charkow, Nikolajew und Odessa in russischer Hand. Die letzten Monate sahen jedoch so aus,, als wollten die Russen zunächst die Gebiete der beiden ursprünglich beanspruchten Oblaste (Donjezk, Lugansk) in der Weise unter Kontrolle bringen, dass sie durch konventionellen Artilleriebeschuss nicht mehr erreicht werden können.

Ostfront (2): Jetzt kommt die Schlammperiode. Das ist sicher. Auch kommt keine ukrainische Gegenoffensive. Das ist ebenso sicher. Auch keine französische.

3. März 2024

Mit der Weigerung von Scholz, Taurus-Raketen und Erdkamptruppen in die Ukraine zu senden, steuert Deutschland in eine handfeste Kanzlerkrise. Hinter den Kulissen zählen die US-Einflussagenten an den Knöpfen ab, wie sie ihn stürzen können. Bleiben zwei Wege: SPD-intern oder konstruktives Misstrauensvotum. In beiden Fällen benötigt man einen neuen Kanzler und für diesen die Kanzlermehrheit.

Taurus (2): Derweil debattieren führende Luftwaffenoffiziere Lieferung und Treffgenauigkeit der deutschen Marschflugkörper. Bei der Gelegenheit erfährt die Öffentlichkeit, dass wir von der Wunderwaffe der Führerin maximal 100 Stück besitzen. Dass wir es überhaupt bemerken, verdanken wir dem russischen Abhördienst.

2. März 2024

Neinnein, die Einflussoperationen amerikanischer Oligarchen sind nichts als Verschwörungs-Gerede. Beispiel Deutsche Bank. Ich kupfere die Pressemitteilung ohne Kommentar ab: „Eveline Y. Metzenübernimmt ab Mai die Position des Head of Government & Public Affairs Germany bei der Deutschen Bank. Sie folgt auf Sven Afhüppe, der zum Ende des letzten Jahres das Unternehmen verlassen hat. Eveline Y. Metzen arbeitete in gleicher Funktion zuvor seit 2020 für Google. Davor fungierte sie als General Manager der American Chamber of Commerce in Germany und als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Atlantik Brücke.“

Transatlantisches (2): Das Impeachment gegen Joe Biden schreitet munter fort. Gestern war Sohn Hunter zum Vorsingen vor den Kongress geladen. Er stritt jegliche Beteiligung seines Vaters in die eigene Verstrickung mit dem ukrainischen Gas-Multi Burisma ab.

Transatlantisches (3): Das passt mit anderen Aussagen kaum zusammen, vor allem mit jener eines Ex-FBI-Agenten nicht, der mitgeteilt hatte, Vater und Sohn seien von Burisma mit je 5 Mio. Dollar geschmiert worden, um den Generalstaatsanwalt der Ukraine aus dem Amt zu kippen, der gegen den Gasriesen zu Ermittlungen geschritten war. Dass Biden als Vize den ukrainischen Präsidenten erpresst hatte, den Chefermittler in die Wüste zu schicken, damit hatte er sich vor etlichen Jahren in einem denkwürdigen Vortrag selbst gebrüstet. Dass dem eine Honorar beigegeben war – ob vorher oder hinterher, ist noch offen –, war allerdings eine Sensation. Bidens Unterstützer im Kongress behaupten nunmehr, sein Tun war dem Kampf gegen Putin geschuldet. Geht’s noch ein bisschen irrer?

Transatlantisches (4): Wunderkind Musk hat Wunderkind Altman verklagt, dessen Künstliche Intelligenz-Organisation angeblich gemeinnützig ist. Man habe durch die enge Verbindung mit Microsoft und deren 12 Milliarden-Spritze die Regeln des Non-profit verletzt. Das wird teuer, egal, wie es ausgeht. Ich habe mich schon immer gewundert, dass das Einsacken von Milliarden ohne Profit möglich ist. Aber ein tolles Steuersparmodell ist es allemal.

1. März 2024

Er verabschiedete den Monat gestern, den er durch fortlaufende Schlagzeilen bestimmt hatte, mit einem Paar hässlicher goldener Schuhe in der Hand, den Never Surrender Sneakers, den Gib niemals auf Tretern. Die Sonderserie in einer Auflage von 1000 Stück war innerhalb von Minuten ausverkauft. Tja, Amerika ist groß und so weiter.

Kleine Stückzahlen (2): Rembrandt stellte von seinen Kupferstichen bis zu maximal drei Stück pro Arbeit her. Verkauft wurde zu seinen Lebzeiten fast nichts davon. Jetzt steht man staunend mit der an der Kasse ausgehändigten Lupe vor den Exponaten, die im Kunsthaus zu Apolda aufgehängt wurden. Jedes Bild ein Kosmos aus der Zeit des Künstlers. Man muss nur dicht genug an die winzigen Formate herangehen und genügend Muße haben. Alles was ich an ebenso großartigem wie großformatigem vor meinem inneren Auge hatte, wurde verdrängt. Ich kann mich kaum sattsehen. Erst die Kälte vor der Tür sorgt wieder für das Eintreten ins Gewohnte.

Kleine Stückzahlen (3): Hier im Zwergstaat wollen die Hochschulen die kommenden Wahlen in genau 6 Monaten dadurch im woken Sinne beeinflussen, indem sie ihre Studenten (neudeutsch: Studierende) zur Verlegung ihres Hauptwohnsitzes veranlassen. Sie loben hierfür ein Handgeld aus. Im Mittelalter nannte man diese Art der Bestechung bei der Kaiserkür eine Handsalbung.

Handsalbung (2): Der jetzige Initiator heißt von Scheven. Er lehrt an der Bauhaus-Uni, hier in Schilda. Ich wüsste mal gerne, wo der gegen rechts kämpfende Professor (neudeutsch: der Lehrende) das Geld hernimmt. Stammt es wider Erwarten aus der Hochschulkasse, was der Herrgott verhüten möge, sollte man mal über Haushaltsuntreue nachdenken.

29. Februar 2024

Es ist offenbar das Schicksal von kommunikativen Leuten, dass sie unter den Bedingungen elektronischer Vervielfältigungsmethoden in sog. Verteiler hineingeraten. Mir geht es ebenso, ich verteile und werde verteilt. Ein Kick auf virtuelle Adressen genügt.

Klick (2): Schreibt mir der bis dato unbekannte S.T., meine Bücher seien schwer zu bekommen und zudem extrem teuer. Ich möge ihm daher die Sachen auf pdf zusenden. Bedanke mich für das Interesse und rege an, am kommenden 29. Februar noch einmal nachzufragen.

28. Februar 2024

War zu erwarten: Die Pressekammer des Landgerichts HH hat von den Lügen, die von Correctiv über Vosgerau und andere und deren angebliche Deportations-Geheimversammlung verbreitet wurden, zu retten versucht, was zu retten war, indem sie Tatsachenbehauptungen in Meinungsäußerungen ummodelte, aber es gelang nicht durchweg, und jetzt kommt‘s: Die Lügner konnten für die Richtigkeit ihrer Behauptungen keinen einzigen gerichtsverwertbaren Nachweis vorlegen. Fazit: so sind auch nach dem leicht gewöhnungsbedürftigen Hamburger Recht die Behauptungen frei erfunden, und die Lüger können als Lügner bezeichnet werden. – Bleibt abzuwarten, was das OLG Hamburg von den angeblich erlaubten Meinungsäußerungen übriglässt. Ich vermute man, nicht viel.

Correctiv (2): Mein Eintrag ist nicht als Jubelmeldung misszuverstehen, denn der beabsichtigte Schaden wurde im überreichen Maße angerichtet. Die Täter dürfen auf Belohnung hoffen, sobald etwas Gras über die Sache gewachsen ist.

27. Februar 2024

Es ist eigentlich kein Novum: Führungsfiguren der US-Streitkräfte setzen sich seit geraumer Zeit argumentativ vom Ukraine-Konflikt ab. So neuerdings Joe Buccino, ehemals in der Kommando-Behörde Centcom, mit einem Namensartikel für The Hill in Washington DC: Die Bataille sei militärisch nicht mehr zu gewinnen. Das „nicht mehr“ ist eine Art Selbstschutz, denn vor einem Jahr noch war man offenbar ganz wirklichkeitsfremd anderer Meinung und berauschte sich an den selbsterzeugten Siegesmeldungen einer herbeiphantasierten großen Gegenoffensive.

Ostfront (2): Ich füge hinzu: Die beiden im Donbass gelegenen Industriestädte Bachmut-Artjomowsk und Avdiivka-Awdejewka zu Symbolen der ukrainischen Sache aufzublasen und Bis-zum-letzten-Mann–Befehle zu erteilen, war ein schwerer Führungsfehler. Die psychologischen und die Mannschafts-Verluste sind sehr wahrscheinlich nicht wiedergutzumachen.

Ostfront (3): Die Nachrichten aus dem Innern des politischen Kiew sind so widersprüchlich, dass im Moment nicht zu erkennen ist, wer dort wirklich das Sagen hat. Vielleicht keiner.

Ostfront (4), am Rande bemerkt: Nach wie vor tragen die russischen Streitkräfte als Erkennungszeichen das lateinische „Z“.

Zu Hause: Ich kaufe beim Aldi einen 300 mm verstellbaren Schraubenschlüssel, der wunderbar in der Hand liegt. Aber rätselhaft finde ich schon: Die Aufschrift ist Holländisch, Geproduceerd in China, der Hersteller sitzt in Wuppertal.

Wuppertal (2): Die Stadt war vor wenigen Tagen in mein Blickfeld geraten, weil nach den div. Meldungen ein Großeinsatz der Polizei am Dörpfeld-Gymnasium stattfand. Stundenlang war der Grund nicht zu erfahren, bis durchsickerte, dass bei einem Messerattentat etliche Schüler verletzt worden seien. Kein Täter, nix? Ach so, es war ein Einschüler, polizeibekannt, er wurde nicht einmal erschossen. Mehr muss man nicht wissen. Schließlich lese ich, die Schule sei mit Psychologen unterversorgt. Aha. Zu meiner Gymnasialzeit gab es keinen einzigen.

26. Februar 2024

Am Kampf mit den südamerikanischen Drogenkartellen ist so manch einer gescheitert. Eigentlich alle, die es ernsthaft versuchten. Das gibt Hoffnung, wo es nun die sympathische Nanzy F. in Angriff nimmt. Losgeflogen ist sie wenigstens schon mal. Da ist es verständlich, dass die Drogen-Bosse zittern. Es kann nicht mehr lange dauern, bis wir die passenden Siegesmeldungen in der SPD-Presse serviert bekommen: Nanzy knipst in Medellin das Licht aus. Oder so. – Nebenbei: Hatten dieselben Politiker nicht gerade eben erst die Rauschgift-Freigabe beschlossen?

Übern Teich (2): Das Koch-Netzwerk mit Sitz in New York beendet die finanzielle Unterstützung der Trump-Gegenkandidatin Nikky Haley, nach dem diese nicht einmal in der Lage war, in ihrem Heimatstaat South Carolina den Gegner bei den Vorwahlen zu schlagen. Jetzt kann sie reden, was sie will, sie wird in Kürze nicht mehr zu hören sein. So funktioniert die Waffenlobby nun mal. Geld gegen gute Aspektanzen.

Übern Teich (3): Nahezu unbemerkt sammelt Robert Kennedy auf Hawaii die nötigen Unterstützerunterschriften für die Präsidentenkür einer Partei We The People (Wir, das Volk). Es ist nicht das erste Mal, dass ein Dritter bei den Präsidentenwahlen das Zünglein an der Waage wird. Die Frage lautet lediglich: Wem der beiden Großen wird er mehr schaden. Das weiß derzeit keiner, aber es gibt einflussreiche (= reiche) Leute, die es sich ausgerechnet haben. Die sind zur Zeit noch nicht zu erkennen.

25. Februar 2024

„Wenn wir Putin in der Ukraine nicht stoppen, wird der weitergehen [If we don’t stop Putin he will keep going],“ so die sympathische stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland bei CNN. Klar, dass sie so redet. Sie sieht ihr Lebenswerk vor dem Aus.

Kriegführen macht Spaß (2): „Wenn wir jetzt nicht abhauen, müssen wir alle ins Gras beißen [If we now not up knock, must we all in the gras bite],“ hätte die sympathische deutsche Außenministerin angesichts einer russischen Aufklärungsdrohne bei einem sog. Frontbesuch in der Ukraine gesagt haben können, um ihre prompte Flucht zu begründen. Das Kriegsmotto der Grünen lautet bekanntlich: Vorwärts du Feigling, lass mich hintern Baum.

24. Februar 2024

Dass sich all die Trump-Frauen zum verwechseln ähnlich sind, fiel mir schon so manches Mal – man vergebe mir die Offenheit – ins Auge. Doch es gibt auch Unterschiede. Lara, die Schwiegertochter, tritt so auf, als wolle sie zum Ausdruck bringen, dass sie eigentlich gar nichts anhaben müsste. Bitte kein Neid auf den billigen Plätzen.

Während sich auf der amerikanischen politischen Bühne alles versammelt, was reich und schön ist, trifft sich in Sankt Petersburg, was reich und mächtig ist. Das Motto der dortigen: Kampf gegen den US-geführten Neokolonialismus. Es gibt genügend viele Afrika-Chefs, die das sympathisch finden. Jetzt droht der Wertewesten diesen mit Wirtschaftssanktionen. Jungs, das ist keine besonders gute Idee, denn diese Typen sind eitel. Und sie sind clever. Und sie sitzen auf unvorstellbaren Vorräten von wertvollen Dingen.

Alptraumhafte Nachtlektüre: Nach einem Umweg erneut auf Egon W. Kreutzers tägliche Chronik der Arbeitsplatzvernichtung gestoßen (https://egon-w-kreutzer.de/gut-und-schlecht-wirtschaft-und-zahlen, und vor allem das zugehörige Archiv). Da ist sie ohne Wenn und Aber dokumentiert, Firma um Firma, Arbeitsplatz um Arbeitsplatz: Die mutwillige Zerstörung der deutschen Wirtschaft, veranlasst von fremdgesteuerten Ideologen und deren devotem Hofstaat. Diese Leute müssen weg, es ist unaufschiebbar.

23. Februar 2024

Jetzt haben die Kriegstreiber Schiss. Keine Taurus-Marschflugkörper für die Ukraine, sagt der Bundestag gestern mehrheitlich. Nur CDU und Grüne wollen, dass es endlich so richtig knallt. Merke: Hier merkelt Herr Merz.

Kriegstreiber (2): Auch die katholische Bischofskonferenz will seit gestern gegen den bösen Iwan zu Felde ziehen. Das Segnen der Waffen hatten wir meines Wissens letztmalig im Sommer 1914. Nebenbei: Denke mal, dass dies eine Ersatzhandlung ist, nachdem der Papst den deutschen Klerikal-Funktionären das Nachdenken über das Absterben der Kirche verboten hatte.

Kontaktschuld: Im September folgte ich einer Einladung zur Buchvorstellung ins Schloss Döbbelin bei Stendal. Hausherr Alexander von Bismarck, den ich bis dato nicht kannte, ist der Herausgeber des Sammelbandes „Begegnungen zwischen Deutschen und Russen“. Jetzt lese ich, dass die Hansestadt sich anschickt, auf dem Bismarck-Anwesen nicht mehr wie bisher Trauungen zuzulassen, da dieser im November an dem von den staatlich subventionierten Desinformanten der Firma Correctiv herbeigelogenen Geheimtreffen teilgenommen habe (à la Wannsee 2.0). Wat nu? Nix is. Ich erkläre gerne öffentlich, dass ich Bismarck für einen nüchtern denkenden und zudem charmanten Mann kennengelernt habe, und beabsichtige, die Bekanntschaft weiter zu pflegen.

22. Februar 2024

Die Stadt Hermsdorf liegt im Thüringer Holzland. Manche sagen auch am Hermsdorfer Kreuz (A 9 – A 4). Man sieht und hört es. Jetzt wird es auch noch mit Windmühlen zugepflastert. Aller Bürgerprotest war vergeblich. Die Kommune, so beschied jüngst das Bundesverwaltungsgericht, sei nicht klagebefugt. Zack erledigt, Fall vom Tisch. Hörten diese Richter je vom Subsidiaritätsprinzip? – Auch noch dies ins Stammbuch der buntschillernden Robenträger zu Leipzig: Jeder alberne Umweltverband von verwirrten fremdfinanzierten Lobbyisten ist klagebefugt, nur nicht die gewählte Vertretung der Bürger. So funktioniert sie, die Rätedemokratie.

Holzweg (2): Zur Bürgerversammlung vor dem Stadthaus erschien auch der frischgebackene Werte-Parteichef Maaßen. Er hatte am Wochenende in Bonn sein Tun mit einem tollen Selbsttor begonnen, indem er verkündete, sein Lieblings-Koalitionär sei die CDU. Hä? Prompt verließen zwei seiner Zugpferde die Karawane, bevor sie noch richtig in Bewegung gekommen war, die Herren Krall und Otte.

Holzweg (3): Gestern in Hermsdorf drückte er sich etwas geschickter aus, nannte die Union nicht explizit, dafür aber die AfD. Ja, da war er halt im Osten, wo sich die Christunion in einem rasanten Schrumpfungsprozess befindet.

Holzweg (4): Sagte Maaßen kurz Guten-Tag. Na, wenn das kein Verdachtsfall ist. In der rauen und ziemlich kalten Wirklichkeit begegneten wir uns persönlich zum ersten Mal, denn als er ins BMI eintrat, sagte ich dort gerade Adieu.

21. Februar 2024

Nur noch selten kümmert es mich, was die Wohlmeinenden auf ihren Plattformen zum besten geben. Doch das hier fiel mir auf: „Ampel und Union streiten aktuell um das ‘Wachstumschancengesetz‘. 18 Wirtschaftsverbände haben sich jetzt mit der Bitte an die CDU gewandt, den Weg für das Gesetz frei zu machen. Die Debatte zeigt, wie wenig die Wirtschaft FDP, SPD und Grünen tatsächlich wert ist.“ Der Text ist dem Hauptportal von Tichy gestern Morgen entnommen. Er zeigt die ganze Schräglage, ja die Nutzlosigkeit der sog. Alternativen, die für die Rückkehr der CDU trommeln. Leute, habt ihn nicht mitgekriegt, dass die Christen es mit den Grünen treiben wollen? Das bedeutet: Fortsetzung der Zerstörung der Wirtschaft, Tanz um den Klima-Popanz und Krieg mit Russland. Habe ich was vergessen? Ach so: die Wirtschaftsverbände. Sie wollen den Subventionsstaat.

20. Februar 2024

Er, der Einmann, sagt: „Bück dich Schlampe.“ – Nur nebenbei bemerkt: Das ist deutsch. Wer hat ihm das beigebracht?

Auch rätselhaft: „Bereits das Lächeln der Mona Lisa könnte als Verhöhnung des Staates aufgefasst werden“ (den Leserbriefen der Zellerzeitung entnommen). Immerhin: Ich habe mich darüber frühmorgens am Schreibtisch in einem Maße amüsiert, dass eine Online-Durchsuchung gerechtfertigt erscheinen mag. Tatvorwurf: Innerer Reichsparteitag.

Reichsparteitag (2): Der von der Werteunion soll auf dem Rhein stattgefunden haben. Dessen gesichert rechtsextremer Vorsitzer firmiert jetzt in den einschlägigen Überwachungsakten als Reichswerteführer.

Fazit: Wenn der Tag schon so beginnt, kann der Rest nur besser werden.

19. Februar 2024

Im großen und guten Amerika besinnt sich die Propaganda auf die Schlacht im Atlantik, als man gegen deutsche U-Boote ab 1943 letztlich erfolgreich zu Felde zog. Die späteren Kriege des Hegemons – sieht man einmal von der Besetzung des Inselstaates Grenada ab – waren nicht von derartigem Erfolg gekrönt.

Krieg im Atlantik (2): Anders als der Buchdeckel es glauben machen will, begann dieser Krieg gegen das Deutsche Reich bereits 1939 mit der Anweisung Roosevelts, deutsche U-Boote in geeigneten Fällen zu rammen. Dem erstaunt lauschenden britischen Monarchen erklärte der US-Präsident, man müsse halt abwarten, was dann geschehen werde. Es geschah nichts, bis der deutsche Diktator, die Nerven verlierend, im Dezember 1941 den USA den Krieg erklärte – es war ein blödsinniges Geschenk, im Weißen Haus rieb man sich die Hände.

Selbsttor im Überschwang der bayerischen Verhältnisse: Die freie Wähler schließen beim Bundesparteitag jegliche Zusammenarbeit mit der AfD aus. Also Eintritt in die Volksfront? Bei den Wahlen im Osten werden sie dieses Jahr die Quittung für ihre westliche Weltferne kriegen. – Strategische Köpfe sind und bleiben Mangelware.

Die Leute wollen betrogen werden. Das deutsche Sprichwort zu verstehen, muss man mehrere gedankliche Umwege gehen. Denn natürlich kennt niemand jemanden, der betrogen werden will. Und dennoch…

18. Februar 2024

Ostfront: Die Eroberung von Awdejewka durch die Russen nach Wochen der Umfassung und Belagerung wird mit Tagen der Verzögerung im Westen als „ukrainische Truppen ziehen sich aus Avdiivka zurück“ gemeldet.

Ostfront (2): Amerikas Mannen im Kiewkrieg, die Herren Scholz und Selenskyj, posieren gemeinsam vor der Kamera, um den nächsten Waffen- und Munitionsdeal zu feiern. Weitere Milliarden zum Fenster raus. Nun, Demokratie à la Washington ist nicht umsonst zu haben. Früher hörten wir als Zwecklüge, Deutschland werde am Hindukusch verteidigt, jetzt ist es der Dnjepr.

Ostfront (3): Wenn denn in fünf Jahren, also in der Zeit, wo der Herr Scholz die Bundeswehr kriegstüchtig haben will, immer noch von der demokratie-brüderlichen Ukraine die Rede sein sollte, was ich bezweifle, würde der Dnjepr wohl durch den Dnjestr ausgetauscht sein. Und das nicht wg. Umbenennung des Flusses Dnjepr.

Ostfront (4): Polen sind Polen sind Polen. Der alt-neue Mann in Warschau, der polnische Donald, will auch fürderhin keine Emigranten in seinem Land haben. Die Eurokraten reiben sich erstaunt die Augen, weil sie nicht auf dem Schirm hatten, dass die Polen halt Polen sind. Als nächstes werden sie, die Eurokraten, versuchen, die Polen mit dem Zurückhalten deutscher Euros auf Vordermann zu bringen suchen. Das Spiel kennen wir schon. Es wird erst aufhören, wenn die Deutschen zahlungsunfähig sind.

Ostfront (5): Die Gerüchte über die Todesursache des in Russland eingesperrten Nawalnij spiegeln die ganze Breite der west-östlichen Propaganda. Wenn, wie am Hort der Demokratie, in München, vielfach behauptet, der Herrscher im Kreml das veranlasst haben sollte, ist er nicht bei Trost. Bei seinem letzten Interview wirkte er jedenfalls nicht so.

17. Februar 2024

Die Klimaterroristen (Letzte Generation) wollen ins EU-Parlament. Sie können sich auf bewährte Vorbilder stützen, nämlich die Grünen, deren RAF-Terroristin Brigitte Heinrich diesen Schritt in den 1980er Jahren vorexerzierte.

Wenn nunmehr der Ex-Outsider Thilo Sarrazin für den Krieg gegen Russland öffentlich plädiert, zeigt er, dass seine Fähigkeit im Umgang mit Statistischem offenbar überschätzt wurde. Mir waren solche Zweifel bereits gekommen, als er den Kampf gegen die herbeiphantasierte menschengemachte Erderwärmung in seine Anweisungen über die als notwendig erklärten politischen Handlungen hineinstrickte. Merke: Jede brillante mathematische Exegese wird Mist, wenn die Basiszahlen nicht stimmen. Jetzt fehlt nur noch, dass er den wirtschaftlichen Nutzen der Flutung Deutschland vorrechnet, dann ist er wieder auf Linie.

16. Februar 2024

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung macht von sich Reden. Gut so, denn das ist seine Aufgabe. Dass er diesmal die nichtärztlichen Berufe des Nazitums bezichtigt, weil deren Gesetzesregelungen aus dem Jahre 1939 stammen, ist ein weiterer Geniestreich des Berliner Polit-Ensembles zur Erzeugung von echtem Antisemitismus. Was also als Nächstes? Die Mütter? Deren Schutzgesetz stammt aus der nämlichen Zeit. Oder wie wär’s mit den Arbeitern? Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle, gesetzlicher Anspruch auf Mindesturlaub und vieles mehr: alles dito.

Alles Nazi oder was (2): Die Desinformanten von Correctiv rudern weiter zurück, zickzack, und sind bereits am Start vorbei, nachdem sie vor Wochen mit hochgereckten Armen (den rechten) durchs Ziel geschossen waren. Sie lügen so offensichtlich („keine Staatsknete“), dass jetzt selbst die Wohlmeinenden Bedenken äußern: Muss aufgeklärt werden. Nein, muss bestraft werden, denn Lauschangriffe sind strafbar, jedenfalls in D – noch. Mich interessiert eigentlich nur noch: Wer sind eigentlich diese US-Amerikaner personen-genau, die diesen Zirkus finanzieren, denn der böse Putin wird es wohl kaum sein. Kann aber noch werden.

15. Februar 2024

Ich ahnte doch, dass man das Gequatsche über das Putin-Interview noch steigern kann. Die Vier-Namen-Frau mit der Sturmhauben-Frisur tat’s mit der Behauptung: hat überhaupt nicht stattgefunden, ist alles KI. Aber Krieg führen will sie gegen den, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Ich wüsste das nicht, wenn das Autoradio beim Einsteigen nicht plötzlich losgebrüllt hätte. Sah nur zur Bestätigung meines soliden Vorurteils auf das Display: Deutschlandfunk. Das kommt davon, wenn man sein Auto verleiht.

Auch neu: Ich lerne die Existenz der DDR-Meisterin im Handmelken kennen. Kann mir nicht verkneifen, heimlich an deren Hände zu denken.

Pralle Gegenwart: Es wird eine Liste der Treffen mit Correctiv-Funktionären im Kanzleramt veröffentlicht, die – um es mal so zu sagen – Fragen aufwirft. Zum Beispiel die: Wer steuert hier eigentlich wen?

14. Februar 2024

Selbst als Stummfilm witzig: Die Sprecherin des Weißen Hauses Karine Jean-Pierre und der Kommunikations-Koordinator des Nationalen Sicherheitsrats John Kirby. Wüsste man es nicht besser, so könnte man es für eine Veranstaltung in einer der beliebten Erweckungskirchen halten. – Jedoch: Stellt man den Ton an, fehlen der Wechsel- und der Chorgesang und das rhythmische Klatschen.

Nicht mehr witzig: Ein CDUler namens Kiesewetter will den Krieg nach Russland tragen. Muss man nicht kommentieren, auch nicht dass er ein Oberst a.D. ist und ein Bundestags-Abgeordneter.

Vom selben Kaliber: Ampel will Schulden machen, mehr als das Grundgesetz erlaubt, um die desatröse militärische Lage der Ukraine zu ändern. Sind denn die Russen, wie seit zwei Jahren sicher vorhergesagt, immer noch nicht am Ende?

Und das noch: Nanzy F. will mit dem Volk jetzt andere Seiten aufziehen, wenn es nicht bei Fuß gehen will. So macht Faschismus wieder Spaß.

13. Februar 2024

Den Lesern sei Dank: Die Sonnenschirme von gestern a) auf den israelischen Kampfpanzern dienen der Drohnenabwehr schreibt Leser R., und b) die bei den Elefanten dienten der Abwehr von Affen im Dschungel, merkt Leser S. an. Das mit den Drohnen leuchtet mir zur Not ein. Es ist eben schon Jahrzehnte her, dass ich zum letzten Mal aus einem Leo ausstieg und zu Boden sprang – auf den der freiheitlich demokratischen Grundordnung, wie ich damals etwas abstrakt annahm. Das mit den Affen sieht mir eher nach einem Bären aus, den man mir aufbinden will.

Bärendienst (2): Noch immer wabert die Empörung über das Carlson-Putin-Interview durch die Szenerie der professionell Erregten. Trump müsste nicht Trump sein, wenn er nicht noch eins draufsetzte: Wenn denn die Europäer nicht ihren Verteidigungs-Beitrag leisten wollten, würde er sie mit Kusshand den Russen überlassen. Ja, da staunen und zetern sie, selbst die selbsternannten Trump-Versteher.

Rätselhaft: Wohin soll einer steigen, wenn er aussteigen will, wo jetzt alles nur bergab geht.

12. Februar 2024

Wer mit dem Sonnenschirm auf das Schlachtfeld fährt, der zeigt, dass er vor dem Sonnenstich mehr Angst hat als vor den feindlichen Panzerabwehrwaffen. Falls das Bild kein Fake ist, zeigt es über den Krieg im Gaza-Streifen mehr, als tausend Worte dies vermögen.

Sonnenschirm (2): Die Szenerie erinnert an das Auftreten der britischen Kolonialtruppen vor rund 150 Jahren in Indien, wo die Rotröcke auf Elefanten und unter Sonnendächern gegen die Eingeborenen zu Felde zogen.

11. Februar 2024

Es war zu erahnen: Die Debatte über das Putin-Interview von Tucker Carlson hat sich von dessen Inhalt verselbständigt, so sehr, dass ich versucht bin, das, was in Wirklichkeit gesagt worden ist, zu repetieren. Doch das erscheint sinnlos, weil es die Meinungswolke nicht zum Abregnen zu bringen vermag. So bleibt nur, für die eigene Erinnerung Pflöcke einzuschlagen, damit nicht aus dem Blick gerät, was er tatsächlich sagte: Er beschrieb seine Gedanken über Russlands Stellung in der Welt, abgestützt auf seine Sicht auf eine tausendjährige russische Geschichte. Das ist nicht ganz so unbedeutend, wie die Plapper-Interpreten es glauben machen wollen, denn es spricht einer, der über den Quell seines Handelns öffentlich Auskunft erteilt und zugleich die Herrschaft über eine Großmacht in Händen hält, angereichert um die Erfahrung einer zwanzigjährigen Praxis.

Putin (2): Überraschend sind die Äußerungen des russischen Herrschers bestenfalls für diejenigen, die es für überflüssig erachtet haben, seine Grundsatzerklärungen der letzten zehn Jahre zur Kenntnis zu nehmen. Da wurde alles Wesentliche bereits zum Ausdruck gebracht, einschließlich der Verknüpfung des russischen Herrschaftsgedankens mit der eigenen Geschichte.

Putin (3): Man stutzt und lacht, wenn man die Frage erlaubt, wann sich zum letzten Mal ein deutscher Herrscher auf seine Vorgänger berufen hätte. Da klafft eine Lücke von nun beinahe 80 Jahren, orchestriert von einem dumpfen Nie-wieder, was bei Lichte betrachtet auch nichts anderes ist als die Berufung auf den Einen, den man besser – und zu recht – nicht beim Namen nennen will. Aber man stelle sich zum Spaß den Herrn Scholz vor, wie er in Washington DC Karl den Großen erwähnt, oder wenigstens die neue Hoffnung Pistorius, der seine Entschlüsse mit Hindenburg und der Schlacht von Tannenberg garniert. Das wäre zum Schreien komisch. Gewiss.

10. Februar 2024

Man kann nicht alles haben: Der US-Sonderermittler in Sachen strafbarer Umgang mit Geheimsachen durch den damaligen Vizepräsidenten Joe Biden hat sein Tun mit einem 400-Seiten-Bericht an den Justizminister beendet. Doch die Freude darüber, dass gegen den Delinquenten und jetzigen Präsidenten nichts zu unternehmen sei, ist den führenden Demokraten im Halse stecken geblieben, denn die Begründung ist diese hier: Der Mann sei übermäßig gealtert, bringe selbst Selbstverständliches durcheinander, mithin: er sei nicht zurechnungsfähig.

Zurechnungsfähig (2): Derweil war der Herr Scholz zu seinem dritten Befehlsempfang nach DC beordert worden. Der Amtsinhaber hielt den Angereisten für Helmut Kohl, und was er von diesem wollte, weiß niemand so genau. Jedenfalls erfährt man nichts als Vermutungen, und die lauten so: Deutschland muss von den USA die Rolle des Zahlmeisters der Ukraine übernehmen. Dass auch die Befehlsgebung abgetreten wurde, kann man hingegen ausschließen. Wieder kommen die Grundsätze der Thomas Morus zum Einsatz: Lass Minderwertige für dich kämpfen. Nunmehr ergänzt durch das Zwischenschalten des Tributpflichtigen.

9. Februar 2024

Sündenbock: Selenskyj hat gestern den ukrainischen Oberbefehlshaber Salushnyj entlassen. Der hatte im Herbst unüberhörbar Kritik an der politischen Kriegführung des Landes geübt, die für den Präsidenten nicht schmeichelhaft war. Doch für die Entlassung des Aufmüpfigen fehlte offenbar das grüne Licht aus Washington. Dort hatte man überlegt, den erfolglosen Kriegspräsidenten durch den General zu ersetzen. Das scheint sich erledigt zu haben.

Sündenbock (2): Ersatzmann für Salushnyj wird ein General namens Syrsky. Dem werden die Siege 2022 an der Nordfront zugeschrieben. Wir erinnern uns: Seinerzeit hatten sich die Russen vor Kiew und Charkow nach Nordosten bzw. Osten zurückgezogen. Das war im Westen als großer Sieg gefeiert worden. In Wirklichkeit ein taktisches Manöver.

Laienspielschar: Das Russenöl in Schwedt zum Jahreswechsel 2022/23 abzudrehen, war leicht. Passendes Öl in die Raffinerie zu pumpen, ist eine ganz andere Nummer. Jetzt versuchen Habeck & Co die Schuld auf den russische Eigner Rosneft abzuwälzen und planen nun dessen endgültige Enteignung. Doch ach: Auch Lieschen Müller kann die Anlage nicht ohne geeignetes Öl betreiben. Vom großen Getöne des letzten Jahres, dass die Polen oder die Windbarone die Anlage übernehmen würden, hört man nichts mehr. 

7. Februar 2024Die Hetzmeute kann man allenthalben beobachten. Da ist der Lynchmob nicht mehr fern.
Frizze M. will nun doch mit den Grünen ins Bett. Besser kann man einen Aufruf zur Wahl der AfD kaum formulieren.
Star-Journalist Tucker Carlson interviewt den Erzschurken P. in Moskau. Der Wertewesten hält die Luft an, dann, nach der Schrecksekunde, brabbelt alles durcheinander. Besser kann man die Neugierde kaum wecken. Das Ergebnis ist das, was man schon vorher wusste: Der Mann ist ein Fuchs. Für den American Football allerdings interessiert er sich nicht. Das Gegenteil hätte niemand geglaubt.

Als Hans Holbein der Jüngere vor 500 Jahren den britischen Politiker Thomas Morus malte, konnten beide nicht ahnen, dass diesem der Kopf schon bald vor die eigenen Füße rollen würde, der Kopf, der die Utopia erdacht hatte, das Machtmuster der Seemächte, das noch heute Gültigkeit beansprucht. Ich bewundere die Kunst des Malers. Nach ihm kam nur noch die Photographie. Und danach das Selfie.

4. Februar 2024
Der Wendegewinner oder: Mancher outet sich erst spät. So der Edeka-Multi Peter Simmel aus dem Bayerischen, der auch in Sachsen und im Thüringischen seit 1990 etliche Märkte betreibt. Rief jetzt in seinen jüngsten Wochenprospekten, aber nur in jenen jenseits der Zonengrenze, mit einem roten Aufdruck zum Kampf gegen rechts auf: „Für Demokratie gegen Nazis“. Da hatte er nicht mit den Kunden gerechnet. So in DD, wo unbekannt Gebliebene zum Scheineinkauf vorbeikamen, die Wagen mit Waren füllten, alles stehen ließen, danach wieder gingen. Jetzt ruderte der aufrechte Antifaschist wieder zurück: „Nur weil man gegen die jetzige Regierung ist, ist man selbstverständlich nicht automatisch ein Nazi“. Sondern wann?
Gegen Nazis (2): Der arme Simmel lebt jetzt in Chemnitz, schreiben die Postillen. Fehlt nur noch, dass er von Hetzjagden fabuliert. – Die Gedanken wandern unwillkürlich zurück an diese aufgeblasenen Typen mit den gewaltigen C-Netz-Telefonen, die sie vor allem in den Kneipen nicht missen mochten.
Gegen Nazis (3): Unfreiwillige Scherze sind die besten. So klemmt – er geht partout nicht zu – der rechte Vorhang in der Semper-Oper zu Dresden. Der rechte Vorhang. Man denke nur. Es bleibt zu sehen, was bedeckt werden sollte. Das wird eine Untersuchung beim Bühnenpersonal zur Folge haben. Hoffe ich doch. Allerdings lacht kaum keiner, als ich anmerke: Das ist der Kampf gegen rechts.

2. Februar 202450.000.000.000 € für Selenskyj & Co, beschließt die EU. Was soll damit bezahlt werden? Keiner weiß es, und niemand sagt, wie lange das reichen soll. Klar nur: das muss noch gedruckt werden. Unklar hingegen, woher die Bundesregierung die Legitimation nahm, dem zuzustimmen. Nur zur Erinnerung: Sie hat keinen rechtmäßig gültigen Etat. – Weiß schon, das sind kleinliche Einwendungen, typisch Verfassungsjurist, denn merke: Große Zeiten verlangen große Taten und nicht das kleinliche Blättern im Regelwerk.
Ostfront (2): Es findet eine transatlantische Verschiebung statt. Das klamme Amerika schickt die Europäer an die Front. Noch ist es nur die Bezahlfront, dabei wird es kaum bleiben.
Ostfront (3): Es ist unüberhörbar, die Sprache des Kalten Krieges kehrt zurück und mit ihr der altböse Feind. Er lauert hinter jedem Computer-Knoten. Sagt das Auswärtige Amt. Dachte, die machen jetzt einen auf Feminismus.

1. Februar 2024Alle gegen Nazis. Das ist beruhigend, denn dann gibt’s keine solchen mehr. Is doch logo. Ächt jetz.

Alle gegen Nazis (2): Das gleichnamige Musikvideo entdeckt. Das ist der Hammer. https://www.youtube.com/watch?v=a6OEv0SlUDU. 4 Minuten gelacht.

31. Januar 2024
Wie sieht es aus, wenn man jemandem beim Denken zusieht? So! In diesem Fall ist es dem Standbild, das schon ein Jahr alt ist, nicht auf ersten Blick anzusehen, wie der Denker sein Bemühen in das mühsam erinnerte Schulenglisch überträgt. Deutlich ist jedoch, dass das Gesicht noch nicht von den friesischen Fähr-Hetzjagden geprägt ist. Um das Publikum zu bestrafen, wurde der Wirtschaftsweise dieses Jahr in Davos, wohin er zur Befehlsausgabe der Eliten geeilt war, in einen besonders kleinen Raum eingewiesen, so dass mir entgangen ist, was er sich diesmal gedacht hat. Er soll aber wieder auf freiem Fuß sein – vermutlich in rascher Talfahrt.

H. Beck (2): Diesmal ist er ins Gerede der Nicht-Wohlmeinenden geraten, weil er sich über die Auflösung Deutschlands geäußert haben soll. Das würde sein Tun vortrefflich zusammenfassen. Keine Überraschung. Was seine Co-Pilotin in den Alpen anrichtete, interessiert offenbar niemanden mehr. So muss ich stattdessen in die Zeller Zeitung sehen. Da steht: „The German Outer Ministress: OMG! That can you not bring.”

30. Januar 2024
Notker der Stammler (ca. 840-912) war niemals deutscher Außenminister. Schon deswegen nicht, weil diese Position zu seinen Lebzeiten nicht zu vergeben war. Es war mein Deutschlehrer, der diesen Dichter so oft erwähnte, dass er soeben in meiner Erinnerung auftauchte. Unbegreiflich, welche Verknüpfungen mit einem deutschen Staatsamt mir sogleich durch den Kopf ging.

Erhalte eine Kopie der Einbürgerungsurkunde von Willy Brandt aus dem Jahre 1948, die im Moment ihre Runde durchs Internet dreht. Die Leute machen Witze, dass er ein früher Reichsbürger gewesen sei. Das ist drollig, in der Tat. Alles andere ist Mumpitz. Die Rückgabe der deutschen Staatsbürgerschaft, die ihm im Dritten Reich entzogen wurde, war nach dem Krieg notwendig, wenn er in Deutschland öffentliche Ämter ausüben wollte und sollte. Mit Letzterem zu beginnen: die Besatzungsmacht konnte die einschlägigen Weisungen erteilen. Ob sie es tat, ist das eigentlich Interessante. Darüber teilt die Urkunde nichts mit.

Der Saale-Orla-Kreis in Thüringen bleibt – wenn auch knapp – antifaschistisch. Gott sei Dank, pardon, CDU sei Dank. – Es setzte sich mit geballter Kraft der Voll- und Halbsozis die CDU-Funktionärin gegen den Handwerksmeister durch. Das Ergebnis spiegelt wider, dass die arbeitende Bevölkerung in Deutschlands in der Minderheit ist. Der Satz Verachtet-mir-die-Meister-nicht gilt nicht an der Saale hellem Strande.
Die Gleichheit der Frau(en) als Auswahlproblem: Rate mal, wer aus der Trump-Sippe diejenige ist, die man jetzt häufig an seiner Seite sieht. Keine, jedenfalls keine Ehefrau, Tochter oder Schwiegertochter. Aber seine Anwältin Clara Habba. Wie macht er das nur? Da muss irgendwo ein Nest sein, auf das er Zugriff hat und nimmt.

Frauen (2): Ähnliche, wenn auch nicht dieselben Gedanken machte ich mir stets bei der Betrachtung der diversen Damen, die dem dänischen Königshaus attachiert wurden. Sie stammen alle, so erkläre ich mir das, aus dem australischen Prinzessinnen-Versand.

29. Januar 2024
Mit gutem Gewissen – so folgere ich aus den einander widersprechenden Verlautbarungen – rühmen sich der Chef des Verfassungsschutzes und die Desinformations-Plattform Correctiv der Begehung einer Straftat, wie es der Lauschangriff auf die sog. Geheimkonferenz in der Nähe von Potsdam nun mal eine ist. Das Zusammenwirken beider liegt nach deren Eigenaussagen für mich auf der Hand. Falls das stimmt, handeln sie so, weil sie sicher sind, dass ihnen keine Strafe droht. Meister Haldenwang setzt noch eins drauf: Man habe bereits zuvor von der Sache und ihren Teilnehmern genau gewusst. Und dann das Wissen an private Dritte durchgeschoben? Noch eine Straftat. Sein Stolz überschreitet die Grenze zum Hochmut.

Zusammenwirken (2): In den Staaten versuchen die beiden Staatsparteien des Kongresses die Finanzierung des Ukraine-Krieges und die Grenzsicherung Richtung Mexico miteinander zu verbinden. Das Signal des Senats an den Präsidenten: Du darfst weiter Krieg spielen, wenn du den Zustrom ein wenig drosselst. Derweil droht Biden dem weiterhin aufmüpfigen Texas.
„Aus Respekt vor den russischen Verlusten haben sich die Ukraine-Kämpfer weiter zurückgezogen“ (aus den Leserbriefen der Zeller-Zeitung). Da steht zudem: „Auch an diesem Wochenende demonstrieren wieder Milliarden Menschen gegen Rechts. Dies geht aus der neuesten Höherrechnung des ZDF hervor…“ 

28. Januar 2024
Man kann nicht alles haben: Die Hoffnung von Mainstream beim Kampf gegen rechts hat ihren Gründungsparteitag. Sahra, die Hoffnungsträgerin, verspricht sich was (und damit auch der Wählerschaft) vom Spagat der Erhöhung des Mindestlohns und der gleichzeitigen Hätschelung des Mittelstandes. Letzteres nannte man unter Lenin in dessen späten Spätphase NEP (sprich Nepp), im Langform: Neue Ökonomische Politik. Was daraus letztlich wurde, ist nicht bekannt, nur, dass sie wieder alsbald abgeschafft wurde, weil sie dem Dogma widersprach.

Ach Sahra (2): Der rosa Elefant steht mitten im Raum. Er hört auf den Namen schrankenlose Einwanderung ins gelobte Land. Diejenigen, welche die weitere Flutung nicht wollen, werden deswegen die AfD und nicht die Mainstream-Hoffnungsträgerin wählen, da mag der Rest vom Parteiprogramm Schnittflächen mit den Blauen haben, wie er will. Wird nix. Die Wahlen im Osten, wenn sie denn überhaupt dieses Jahr stattfinden, werden es erweisen. Ich weiß, ich wiederhole mich.

Ach Sahra (3): Zum ersten und einzigen Mal sah ich sie ziemlich zufällig 1991 in Berlin, Ex-Ostberlin. Ich war überrascht amüsiert über die jugendliche Radikale aus längst vergangen geglaubten Zeiten und spottete mit meinen Kumpels in nächtlicher Runde im Café Clara (Hinterhof der Ex-Zensur-Behörde der gerade verblichenen DDR). Es entstand in der Dienstewelt hieraus ein Gerücht. Was auch immer es war, es war Blödsinn. Ich sah sie einmal aus naher Distanz und danach nie mehr, weder nah noch fern.

Man kann nicht alles haben (2): Der Robert hat in den letzten 2 Jahren auf das Gas der Guten gesetzt und, wie ich es sehe, auftragsgemäß das Russen-Gas abgeklemmt. Jetzt klemmt ihn das Weiße Haus zur Rettung des Klimas vom bislang politisch korrekten Flüssiggas ab. Mainstream behilft sich mit der Notlüge, der Anteil des US-Flüssiggases am gesamten Gasbedarf sei ohnedies gering gewesen. Das stimmt so ziemlich, denn der überwiegende Gas-Rest, also die Masse, stammt aus Ländern, die es auf Umwegen aus Russland beziehen. Wie hätte man früher die einschlägigen Brustton-Aussagen bezeichnet? Als jesuitisch – auf beiden Seiten des Atlantiks.

27. Januar 2024

„Ich habe dich sympathischer in Erinnerung,“ sagt der Protagonist im schweizerische Krimi zur Protagonistin. Beschließe, die Wendung in mein Repertoire zu übernehmen.

Übern Teich: Es findet die Verurteilung Trumps in New York zu einer Schadensersatz-Zahlung von 83 Mio. Dollar den Weg in die Schlagzeilen. Zunächst ging es um eine angebliche Vergewaltigung vor Dutzenden von Jahren, die dem Opfer plötzlich bewusst geworden war. Als der Beschuldigte das Verbrechen damit bestritt, die Dame sein nun wirklich nicht sein Typ, folgte auf den Fuß die Beleidigungs- und Verleumdungsklage. Mag sein, dass er klarere Worte gebrauchte, wiewohl festzustellen bleibt, dass es mitunter schwer fällt, einen Mann zur Vergewaltigung zu zwingen. Mag auch sein, dass die zu Gericht sitzenden Richterinnen dies anders beurteilt haben.

Über Teich (2): Im Süden des Landes eskaliert der Streit zwischen Washington, das die Grenzöffnung erzwingen will, und dem Staat Texas, der die Nationalgarde aufbietet, um die Bundesgrenzpolizei und die Illegalen zu stoppen. Es kann nicht mehr lange dauern, bis einer den ersten Schuss abgibt. – Ein Hauch von Bürgerkriegs-Retorik zieht duchs Land.

26. Januar 2024

Das russische Transportflugzeug, das vorgestern im Raum Bjelgorod vom Himmel geholt wurde, hatte einige Dutzend ukrainischer Soldaten für den Gefangenenaustausch an Bord. Jetzt findet das berühmte Spiel Wer-war-das? statt. Waren das die Russen…, um was zu tun? Oder waren es die Ukrainer, wie die Russen sagen. Dass sie zudem behaupten, es seien Luftabwehrraketen gewesen, die in Deutschland oder den USA produziert wurden, sollte man wenigstens zur Kenntnis nehmen, bevor man alles als Blödsinn abtut.

Abschuss (2): Lerne bei dieser Gelegenheit die deutsche Sicherheits-Expertin Claudia M. zur Kenntnis zu nehmen, die vor russischer Desinformation warnt. Geboren wurde die Politologie- und Soziologie-Absolventin 1976 in Ost-Berlin, Abitur 1996 an der Berliner Hans und Hilde Coppi-Oberschule in Berlin. Warum nur muss ich bei diesem Detail grinsen? Ach so, die Coppis waren in der DDR gefeierte Widerstandskämpfer. Später in der antifaschistisch werdenden Gesamtrepublik auch noch. Manche sagen, sie seien sowjetische Agenten gewesen.

25. Januar 2024

Zeitvertreib und Zeitverschwendung sind – vom Ergebnis her betrachtet – das gleiche, wiewohl von dem Geschwisterpaar der Bruder gesucht und die Schwester verhasst ist. Wird man älter, so ähneln sich beide bis zur Ununterscheidbarkeit.

Auch paradox: Nicht immer führt Unfähigkeit zu unerwünschten Ergebnissen, dann nämlich, wenn die Außenministerin ihr Ziel in Afrika nicht anfliegen, also dort kein Unheil stiften oder Deutschland lächerlich machen kann. Der Grund: der Bundeswehrmaschine fehlten die einschlägigen Überflugrechte. Die fehlten zwar auch schon vor Abflug, aber man hoffte auf ein Wunder, doch es trat nicht ein. Tausende Liter Sprit vergeudet. Macht nichts, zahlt ja der Steuerbürger.

Wenn man sagt, dass Krieg ein Geschäft ist, gerät man leicht in den Strudel von Verschwörungsgerede. Doch wie nennt man es zutreffend, wenn einer auf einen Schlag für Unsummen israelische Aktien aufkauft? Immerhin kennt man im Palästina-Konflikt dank einer Selbst-Bezichtigung im Wallstreet Journal Zweie, die das tun, nämlich den US-Milliardär Bill Ackman und seine Frau Neri Oxman. Was das allerdings mit Antisemitismus zu tun hat, wie andere Medien in dem Zusammenhang wissen wollen – meinen sie das Tun oder den Hinweis auf das Tun? –, erschließt sich mir nicht. Macht nichts, ich kann ja nicht alles wissen.

24. Januar 2024

„AfDler töten“ ist berechtigte Forderung, „Grüne töten“ strafbare Anstiftung zu Straftaten. – Woher nehmen die Leute, die den Pöbel auf der Straße finanzieren, die Sicherheit, dass dieser sich nicht gegen sie selbst richten wird, und woher die Überzeugung, dass ihr Personenschutz sie schützen wird?

23. Januar 2024

Und schon sehen die Wahlforscher die AfD abstürzen. Besser kann man Wunschdenken nicht zum Ausdruck bringen. Besonders gut hat mir die Schlagzeile gefallen, dass 37 Prozent empört sind. Bei Anwendung der Grundrechenarten heißt das, dass 63 Prozent es nicht sind. Na gut, dann wäre die Meldung aber keine Meldung.

Empörung (2): Denke mal, nächste Woche reden die Leute über was anderes.

Empörung (3): Ein Maßanzug ist ein Maßanzug, egal wer in ihm steckt. Es sollte ein Herr einen solchen bei passender Gelegenheit tragen, doch gilt der umgekehrte Satz nicht, dass in jedem Maßanzug ein Herr steckt. – Ich weiß auch nicht, warum mir diese Gedankenspiele durch den Kopf gehen, als mich vom Photo aus Davos dieser Tedros angrinst.

22. Januar 2024

Nach der Trauung die Scheidung: Maaßen hat sich nach viel Ach und Weh getraut, jetzt ist er durch die Ausgründung der Werteunion von der CDU geschieden. Auch wenn die Wohlmeinenden meinen, er werde jetzt der AfD Stimmen abjagen, wird er in Wirklichkeit der CDU die Stimmen wegnehmen, nämlich von jenen Zeitgenossen, für welche die AfD aus Gründen der Wohlanständigkeit nicht wählbar war. Oder noch plumper ausgedrückt: Es wird sich zeigen, wieviel konservativer Katholizismus noch in der CDU steckte.

AfD (2): Angeblich sind Hunderttausende des Sonntags auf den Straßen gewesen, um gegen die Nazi-Partei, wie es im Plappersprech heißt, Gesicht zu zeigen. Soweit hierbei Anti-Israelisches zum Aufruf kommt, darf man von einem merkwürdigen, ja, frivolen Gemisch der Motive ausgehen. Wenn dann noch die diversen Zentralräte für solches Tun Lob spenden, lassen sie erkennen, dass sie fest gewillt sind, ihren Beitrag zur Spaltung Deutschlands zu leisten.

Übern Teich: Heute Nacht hat auch Ron DeSantis, der Gouverneur von Florida, das Handtuch bei der Präsidentenkür der Reps geworfen und erklärt, den übermächtigen Trump unterstützen zu wollen. Jetzt ist dieser mit der Kriegs- und Waffenlobbyistin Nikki Haley als Konkurrentin allein auf weiter Flur. Wer hätte das gedacht.

20. Januar 2024

Sie kaufe eigentlich, sagt die Besucherin, schon ewig nicht mehr bei Ikea und mache nur deshalb ab und an einen Umweg, um dort Teelichter zu besorgen. Meine Erfahrung sagt, aber damit protze ich in diesem Falle nicht, dass etwa jedes zweite dieser Ikea-Blechkerzlein nach kürzester Zeit unrettbar ausgeht. Berechnet man unter diesem Gesichtspunkt das Preis-Leistungsverhältnis, kann man sich den Umweg locker sparen.

Einkauf (2): Tee zu beschaffen, ist stets ein Wagnis, jedenfalls für mich, nachdem ich meinen Potsdamer Lieferanten wg. dessen Sponsoring der Klima-Idioten boykottiere. Jetzt wieder auf freier Wildbahn habe ich gelernt, typische Teeläden zu meiden, weil in ihnen ein schwer zu ertragender Geruch vorherrscht, den ich verdächtige, auch auf den Assam oder den Darjeeling abzufärben. Das sind Sorgen, denke ich mal, die nur von den wenigsten Zeitgenossen geteilt werden. Ich weiß. – Zur Selbstbeschwichtigung beobachte ich im Kaufland Käuferinnen – und das nicht nur aus Interesse an Frauen –, welche mehrfach die Kaffeeregale umrunden, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, was es dort Sensationelles zu sehen gibt.

Auch irre (3): Gestern im Bundestag, die Verschenkung der deutschen Staatsbürgerschaft bei gleichzeitiger Duldung der bisherigen. So schafft man sehenden Auges Illoyalität en masse. Gewollt? Was sonst.

Auch irre (4): Der deutsche Kanzler soll gesagt haben, er sei von Rechtsextremisten umzingelt. Falls er das wirklich geäußert hat, muss man sich wg. Verfolgungswahns Sorgen machen. Armer Mann? Nein, armes Deutschland.

19. Januar 2024

Sie hat es schon wieder getan: Ceasefire [Waffenstillstand] „does’t fall from the sky.“ Soso, she speaks like her the beak [Schnabel] grown is. – Wer? Na, wer wohl. Fremdschämen ist gar kein zutreffender Ausdruck mehr. Man sage nicht, sie hat nichts gelernt, und sie kann auch nichts, denn eins beherrscht sie perfekt: Sie macht Deutschland zum Gespött der Welt.

Merkwürdige Mitteilung (2): Der russische Verteidigungsminister Schoigu hat mitgeteilt, dass die Streitkräfte 2023 das gesteckte Kriegsziel erreicht hätten. Das war? Die Abwehr der groß angekündigten ukrainischen Gegenoffensive. Meint er das ernst?

18. Januar 2024

Ist das nicht lieb? Der Chef einer Wochenzeitung ruft zu einer Petition auf, die AfD nicht zu verbieten. Die Blöße hätte ich mir nicht gegeben. Man bekämpft die Gewaltinhaber des Maßnahme-Staates nicht mit zahnlosen Petitionen. Wirklich nicht. Wer so naiv handelt, erntet Gelächter des polit-medialen Komplexes mit dem hämischen Hinweis auf die eigenen, wenn auch getürkten Petitionszahlen der AfD-Verbieter-Fronde. Dort werkt assistierendes Gesindel, bezahlt von den üblichen Verdächtigen. Nein wirklich, den rechtsstaatsgläubigen, betulich-empörten Gegenpetitionierern fehlt der selbstkritische Blick auf die Realität. Zu dieser gehört, dass ihnen sogar in diesen Zeiten der weit offenen Ohren kaum einer mehr zuhört. – Woran das bloß liegen mag? Die Antwort lautet: Der ständige Blick zurück in die scheinbar besonnte Vergangenheit taugt bestenfalls fürs Völkerkunde-Museum.

Petition (2): Nein, ich bitte nicht im Verein mit devoten Untertanen, dass man mir meine Grundrechte gewähren möge. Ich verlange vielmehr, dass man das deutsche Volk respektiert, und dass diejenigen, welche die Macht in Händen halten, aus dem Wolkenkuckucksheim heruntergeholt werden und das geltende Recht beachten, das Verfassungsrecht zumal, das ihnen Schranken auferlegt. Um es zu wiederholen: Ich bin Bürger unter Bürgern und kein Untertan.

Derweil in Davos: Der Robert und die Annalena, so vermeldet es Mainstream, haben daselbst ihrem Kumpel Wolodymir Soforthilfe in Milliardenhöhe zugesichert. Wo ist der Kabinettbeschluss und, wichtiger noch, wo das ermächtigende Haushaltsgesetz für solche Spendierhosen? Nirgends. Folglich gilt: Das ist schon wieder strafbare Haushaltsuntreue von Amtsträgern in einem besonders schweren Fall. Nur falls einer fragt: Sowas verjährt, so will es das StGB, erst in 10 Jahren.

17. Januar 2024

Überholender Gehorsam: Die AfD-Vorsitzende entlässt ihren Referenten, weil er am angeblichen Geheimtreffen von Potsdam teilnahm. Sie irrt, wenn sie meint, durch solche Aktionen der Verfolgung durch Mainstream gegensteuern zu können, denn Handlungen dieser Art pflegt man als Schuldbekenntnis zu werten („wie schon die Vorsitzende Weidel feststellte…“). Cooler reagierte ihr Co-Pilot Chrupalla, er verwies die nach seiner Teilnahme fragende Journaille auf den Verfassungsschutz, der ihn bekanntlich überwache.

Das Duo (2): Falls das ein Präludium für den Kampf um die Spitze sein sollte, ist zweierlei anzumerken: a) er kommt zu früh, mit anderen Worten: er wird den Höhenflug der AfD zum Ende bringen. b) man muss ausnahmsweise auf Mainstream achten, denn beginnt dort der Lob der Einen, führen sie die Spaltung des Ganzen im Schilde. Das ist weder neu, noch originell.

Das Duo (3): Das Prä liegt beim derzeitigen Stand der Dinge im Osten, und dessen Vormann liegt um Längen vorn, auch wenn er ein Führer der Massen derzeit nicht zu sein scheint.

Verfassungsschutz (2): Weiß auf Nachfragen, dass die Bauern von rechts unterwandert seien. Diese Auskunft zeugt von Ahnungslosigkeit, denn Bauerntum ist nicht erst seit letzter Woche eine Kombination von Boden und Familie – manche sagen auch: Blut und Boden.

Verfassungsschutz (3): Denke mal, dass die Fanfaren in diesem Jahr noch an Lautstärke nachlassen werden – auch ganz ohne einen Sturm auf die einschlägigen Zentralen. Wie sagte doch gleich der altersweise gewordene Erich Mielke? „Ich liebe euch doch alle.“ Seine Mitarbeiter zerstreuten sich sodann – keineswegs freiwillig.

16. Januar 2024

Man muss sich der FAZ von gestern bedienen um nachzuvollziehen, was der Westen über den Stand des Ukraine-Konflikts glauben soll: „Kiew erhält Unterstützung für den Friedensplan“. Danach sei es so, dass Selenskyj klar an seinen Kriegszielen festhalte – nämlich der Rückeroberung des verlorenen Terrains einschließlich der Krim und Reparationen für die angerichteten Schäden und noch ein paar Kleinigkeiten –, während sich seit Tagen westliche und sonstige Geberländer in Genf und Davos versammelt haben, um Nägel mit Köpfen hierfür zu machen.

FAZ (2): Man nennt es Framing, wenn man das Publikum unter Weglassen alles Störenden glauben machen will, dass dort in Davos internationale, dass heißt Staaten vertretende Gremien in der Ukraine-Sache tagen würden. In Wirklichkeit ist es nur der Oligarchen-Zirkus unter dem Vorsitz des WEF-Kaspers Klaus Schwab. Ich unterstelle hiermit keinesfalls dessen Einflusslosigkeit, ganz im Gegenteil: der dort versammelte Reichenklub wird die Weichen zu stellen versuchen, wie es mit der Ukraine weitergehen soll. Die Geld-Bosse haben dortzulande viel zu verlieren.

Und dann waren da noch die Bauern. Deren Bauernpräsident Arm in Arm mit Minister Lindner von der Lindner-Partei. Kam aber nicht zu Wort. Das kann weg – insgesamt.

15. Januar 2024

Deutschland hat ein Problem, das heißt CDU. Ihr Motto lautet: Weiter so. Gern auch mit der PDS. Man höre nur dem Duo Wanderwitz-Linnemann zu. Der eine ist angeblich die Stimme des Ostens, der andere die der Führerin (der Allah noch viele Jahre schenken möge). Zweistimmig singt man das Lied „Herr, lass Verbote vom Himmel regnen“. Man wünscht diesen Leuten nichts Schlechtes, bestenfalls das Schicksal der italienischen Democrazia Cristiana. Sie zerfiel bekanntlich von vor Macht strotzend zur Bedeutungslosigkeit. Das ging plötzlich und ziemlich rasch.

AfD-Verbot (2): Angeblichen Umfragen zu Folge, sind 49 Prozent dafür. 49 wovon? Wird nicht mitgeteilt. Ist auch egal, denn in Karlsruhe braucht man bestenfalls 4 von 8, wenn 3 dagegen sein sollten, und einer grad aufs Klo geht.

Ostfront: Das beredte Schweigen geht in die fünfte, sechste Woche. Selbst der Unflat aus dem Munde des ukrainischen Diktators dringt nur noch mühsam in die Westpresse vor. Man übt Zurückhaltung, jetzt wo die amerikanischen Kolonialherren den Rückzug, wenn auch unter dem Deckmantel des Aufbruchs zu orientalischen Ufern, antreten.

Ostfront (2): Raketenbeschuss der russischen Stadt Bjelgorod führt zu Raketen-Reaktionen, die kaum klug zu nennen sind, während der Vormarsch nach Westen millimeterweise weitergeht. Kiew wackelt noch nicht sichtbar. Dessen Bürgermeister Klitschko zeigt sich zwar jetzt in Oliv, ist aber offenbar mit dem Immobilienkauf an Elbe und Alster voll ausgelastet. Der Putsch, so mag er rechnen, kann warten. Vielleicht hofft er auch auf eine ermutigende Nachricht aus der Botschaft Unter den Linden.

Ostfront (3): Unklar ist derweil die Position des neuen Warschauer Diktators. Da er Pole ist, wird er sich die Mitwirkung am Fall der Ukraine nicht entgehen lassen, schon um das heterogene Feld seiner durchaus diversen Unterstützer durch Morgengaben abfinden zu können. Der offizielle Abzug der Amerikaner wird das Startsignal zur Grenzüberschreitung sein. Diese wird dann als der EU-Beitritt der Galizien-Ukraine auf Polnisch gefeiert werden. Bestenfalls mit der Hauptstadt Lemberg. – Nebenbei: Ich bin kein Hellseher. Es ist lediglich eine Variante, die mir durch den Kopf geht, und die Russen werden sie nicht mögen. Das ist klar. Fragt sich lediglich, wo deren Truppen zu dem Zeitpunkt stehen werden.

14. Januar 2024

Realsatire: Seit dem 15. November 2023 gibt es bei der Bundeswehr die „Taskforce Drohne“, von der leider nicht mitgeteilt wird, wieviele Generale an ihrer Spitze stehen. Wohlgefällig nickend nimmt der Leser die Nachricht zur Kenntnis, dass die Streitkräfte sich mit Drohnen zu beschäftigen als dringlich empfinden, aber ach: Es geht gar nicht um die Bewaffnung des Michel, sondern um „verdächtige Drohnen“. Diese überfliegen ungefragt seit 2022 Bundeswehrliegenschaften, insbesondere wenn sie Übungsplätze sind und noch insbesonderer, wenn dort unsere ukrainischen Waffenbrüder zu Soldaten herangebildet werden. Noch sei es nicht gelungen, auch nur eine dieser von unbekannter Hand gelenkter Flugkörper vom Himmel zu holen. Da kann man nur sagen und singen: Lieb Vaterland magst ruhig sein…

Waffenhilfe (2): Interessieren würde mich, wieviele ukrainische Rekruten, die per Militärfahrkarte nach Deutschland gekommen sind, die Rückfahrkarte haben verfallen lassen, denn ein gefahrloserer Weg zur Fahnenflucht ist kaum vorstellbar, da bei unszulande weder dies Tun strafverfolgt wird, noch die Delinquenten an den Entsendestaat rücküberstellt werden. Die Zahl der bei solchem Entkommen mitgenommenen Schusswaffen nebst Munition würde mich aus alter Gewohnheit interessieren.

Waffenhilfe (3): Dass der polnische Nachbar nunmehr in ein post-kommunistisches Regime gerutscht ist, finden nur seine hiesigen Gesinnungsgenossen sympathisch. Andere werden sich die Frage stellen, gegen wen die dank deutscher Großzügigkeit gelieferten Waffen jetzt Verwendung finden. Den Waffen ist es jedenfalls gleichgültig, ob sie gegen den Russen oder gegen die eigenen Landsleute gerichtet werden.

Realsatire (2): Der Berliner Bürgermeister, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, weil sein hervorstechendster Gesichts- und verbaler Ausdruck die Bedeutungslosigkeit zu sein scheint, ist bei Mainstream auffällig geworden, weil er nicht schwul ist. Das ist ja unerhört. Jetzt will man das Fahrtenbuch seines Dienstwagens kontrollieren, ob ihm GiA (Geschlechtsverkehr im Amte) vorzuwerfen sei. Im Dienstwagen? Früher hatte der Senat ein komfortables Gästehaus.

13. Januar 2024

Der Firmenname Correktiv, der aufgrund von Falschmeldungen über die AfD zur Zeit die Medien-Luft bewegt („Geheimtreffen zur Verabredung der Deportation von Deutschen mit Migrationshintergrund“), ist vortrefflich gewählt. Man korrigiert die Wirklichkeit im gewünschten Sinne. Dieser Vorgang wird bei den Diensten und in ihrem Umfeld Einflussnahme genannt.

Correktiv (2): Wer die Einflussnehmer sind, und was ihre Absicht ist, ergibt sich aus den finanziellen Deputaten, die der Firma gewährt werden. Im Falle von Correktiv ist die Einflussnahme auf die Einflussnehmer, also Correktiv, so institutionalisiert, das vorausschaubar ist, wie und wo ihre Handlanger lügen werden. Der Volksmund hat hierfür eine Weisheit bei der Hand: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

Correktiv (3): Sicher ist lediglich, dass dieses Tun mit der vielbeschworenen Demokratie nichts zu tun hat, sondern mit dem selbst-angemaßten Einfluss von Leuten, die aufgrund ihres Reichtums politisch mächtig sind – so mächtig, dass sie diejenigen, die in politische Machtpositionen gewählt wurden, zum Mittun einkaufen können. Auch hierüber gibt die Finanzier-Liste der Firma unmissverständlich Auskunft.

12. Januar 2024

War vorauszusehen: Krall und Maaßen kriegen sich wg. der Führungsrolle im Werteunions-Embryo in die Wolle. Der eine ist libertär, will also keinen Staat, der andere ist von dessen Notwendigkeit zutiefst überzeugt. Das erinnert an das Kinderbuch Doktor Dolittle, da gab es das Fabeltier Stoßmichziehdich.

War vorauszusehen (2): Das AfD-Verbot kommt angesichts der beängstigenden Umfragezahlen publizistisch auf die Zielgerade. Die Phalanx der Wohlmeinenden beruhigt sich damit, dass es hierfür hohe rechtliche Hürden gebe. Als ob es darauf ankäme.

War vorauszusehen (3): Eine Konferenz bei Potsdam über die Wiederherstellung von Recht und Gesetz in der Frage illegaler Einwanderung wird von Mainstream zu einer Wannsee-Konferenz umgelogen.

War vorauszusehen (4): Aus dem Minister, der zu feige war, von der Nordsee-Fähre zu gehen, wird ein Held des Widerstandes gegen die Gewalt des Mobs. Dass derselbe Minister als ebensolcher für Landwirtschaft in Schleswig-Holstein den Bauern vor nicht allzu langer Zeit das Marschenland entzog, um Vogelparadise zu schaffen, wird lieber weggelassen, denn es könnte den Zorn dieser Leute erklären helfen.

War vorauszusehen (5): Mit den eisigen Temperaturen steigt die Notwendigkeit von Stromimporten. Die Ampel kennt ein Mittel hiergegen: Bau von noch mehr Windmühlen und Abschaffung der industriellen Großverbraucher.

11. Januar 2024

Unserm politischen Personal genügt es, will mir scheinen, sich entzückt im Spiegel zu betrachten. So bleibt ihm der Blick auf die Wirklichkeit erspart. Man redet vom Wir, meint aber Die-da.

Ein Kerl ist ein Kerl, denkt er, und so benimmt er sich. Wäre er klug, würde er berücksichtigen, was seine Gegner über ihn denken. Das gilt auch für das Mit- und Gegeneinander der Staaten dieser Erde. Ein kluger deutscher Politiker würde zum Beispiel fragen: Was denkt eigentlich der Russe über uns oder gar über mich.

Der Vorhang ist gefallen. So jedenfalls beurteilen Exponenten der russischen Führung das Verhältnis ihres Landes zum Westen. Ein Interview mit Sergej Karaganow, Dekan an der Moskauer Hochschule für Außenwirtschaft und internationale Beziehungen, beim russischen Propagandasender RTDeutsch bringt das ungeschminkt zum Ausdruck. Die übrigen Aussagen in Kurzform: a) die russischen Eliten stehen voll hinter dem Kurs des Kreml. Die ehemals westlich Orientierten wurden liquidiert. b) die westlichen Eliten sind dekadent. Sie brauchen den Krieg mit Russland als notwendiges Element der Sinnstiftung, um ihren Untergang zu übertünchen. Eine Änderung ist nicht vor 20 Jahren zu erwarten. – Muss man nicht teilen, aber kennen sollte man sie schon, diese Auffassung.

8. Januar 2024

Der gestrige Nachmittag in Leipzig beginnt trotz frostiger Temperaturen erfreulich. Der Vietnamese in der Grassi-Straße bringt eine vortrefflich krosse Entenbrust auf den Tisch. Wie man deren quergehackte Scheiben allerdings mit Stäbchen zum Munde führen soll, bleibt rätselhaft. Die leichte Irritation kann allerdings den Genuss nicht schmälern, zumal rundherum alle mit ihren eigenen Portionen ausgelastet sind.

Leipzig (2): Das Gewandhaus verblüfft jedes mal wieder durch seine Scheußlichkeit. Frage mich, ob das Fotografier-Verbot dem Schutz der Toiletten-Besucher oder dem der Kolossalschinken in ihrer eindrücklichen Hässlichkeit dienen soll. Da Malerei im realen Sozialismus neben dem Wandbehang auch der Agitation diente, frage ich Eingeweihte, was dem Betrachter gesagt werden sollte. Erhalte aber außer abfälligem Anheben der Augenbrauen keine Antwort. Mache deswegen zum Beweis, dass es so etwas Scheußliches im Gewande der Kultur immer noch gibt, einige Fotos.


Leipzig (3): Zwei Stunden Ullrich Tukur bedeuten Abschalten und Lachen über die ganze Distanz. Was für ein begnadeter Mime, er und seine Rhythmus-Boys.

Leipzig (4): Nächtliche Autobahnfahrt Richtung Schilda bei leichtem Schneefall, der das Scheinwerferlicht zu verschlucken scheint, ab dem Hermsdorfer Kreuz im Konvoi mit Polen auf ihrem Weg nach Westen.

7. Januar 2024

Beim gestrigen Einkauf im Aldi schreit mich Blöd an: Walter S. Meier sei schockiert (das glaube ich gerne), der Bauernpräsident äußert sein Unverständnis (das wundert mich nicht) und der Bauernminister Tschem gibt sich kämpferisch. Will dem Volk klarmachen, dass es da nichts mehr zu demonstrieren gebe. Schließlich habe man die Diesel-Steuer-Erhöhung ein bisschen zurückgenommen – bis zum kommenden Jahr. Aber wo bleiben die sympathischen Damen? Die Innen- und die Außenministerin. Haben sie schon bei der Kolonial-Macht um Amtshilfe ersucht? Aus der zweiten Reihe ist zu vernehmen, dass der angesagte Generalstreik rechtswidrig sei.

Echt neu: Die FDP jetzt in rotgelb – keine Erfindung von mir. FDP? Nicht mal rot können sie richtig. Das kann weg. Sieht das Wahlvolk wohl ebenso.

FDP (2): Bei der Befragung der 70.000 Mitglieder hat sich soeben eine breite Mehrheit (12.000) für eine Fortsetzung der Koalition ausgesprochen. Hatte nicht angenommen, dass wirklich so viele von der Regierungsbeteiligung profitieren.

6. Januar 2024

Robert und Theodor: Der eine will nicht mehr Kinderbuchautor genannt werden, der andere war nur ab und zu einer – und sehr erfolgreich. Als nun der eine (der Robert) in seinem Klimawahn den anderen (Theodor Storm) vereinnahmen wollte, wurde er von wütenden friesischen Bauern daran gehindert. Sie ließen ihn (den anreisenden Robert) nicht von der Fähre. Dieselbe musste umkehren. So wurde Theodor Storm vor den Grünen gerettet.

Robert (2): Bei Mainstream lese ich zum Ereignis etwas von randalierendem Mob. Ja, so sind sie. Das ist wie üblich nicht gut überlegt, denn vor hundert Jahren gab es in jener Gegend die Landvolkbewegung. Deren Mitglieder, die Großväter der Heutigen, nutzten allerdings Bomben.

Da ist es also über Nacht wieder eingetrudelt: das einzige Ortsblatt mit überregionaler Bedeutung, das Jenaer Senioren Akrützel von Bernd Zeller. Ich kopiere zum Beleg meiner politisch korrekten Einschätzung und aus Gründen der Distanzierung den Schlussartikel:

5. Januar 2024

Zeitgeist: Ihn zu ignorieren, kann nicht klug genannt werden. Sich hinter ihm zu verbergen, riecht nach Feigheit.

Anrüchig (2): Gäbe es Geruchsfernsehen, würde sich beim Ansehen der politischen Schnellschwätzer intensiver Güllegeruch im Wohnzimmer von Michel verbreiten.

Glaskugel: Der Blick in dieselbe ist zum deutschen Denksport geworden. Wer wird wie abstimmen? Nach der gestrigen Gründung der Maaßen-Truppe als eigenständige Partei, ist im hiesigen Ländchen die Zahl der Formationen der Unterfünfprozent um eine weitere angewachsen, neben: Bürger für Thüringen, Freie Wähler, Wagenknecht-Embryo, Grüne, FDP, SPD. Kuriose Konsequenz: Je näher sie an die Fünfprozente herankommen, desto wahrscheinlicher wird die absolute Mehrheit der AfD im hiesigen Landtag, denn keine der Genannten wird der AfD Stimmen abjagen können. Der Zug ist abgefahren.

4. Januar 2024

Das Wasser müsste nach den Vorstellungen der am Klimawahn Erkrankten vom Meer her kommen und die Flüsse hoch laufen. Derzeit indessen kommt es vom Himmel. Vor wenigen Jahren noch hätte man gesagt: Es regnet. Solche Erkenntnis verschließt sich der polit-medialen Kaste. Beim Lauschen auf Volkes Stimme fällt mir ein neuer Grundton auf, es überwiegt der Hohn.

Wahn (2): Die im Oktober verlautbarten Absichten, die Araber im Gaza-Streifen ins Meer zu treiben, sind nicht so flott realisiert worden, wie das propagandistisch unter Bezugnahme auf vorangegangene Kriege angesagt worden war. Jetzt droht die Angelegenheit aus dem Ruder zu laufen. Die Ermordung eines führenden Mannes der Hisbollah im Libanon vor zwei Tagen wird den militärischen Konflikt auch auf die Nordgrenze von Israel ausweiten.

Wahn (3) Ermahnungen aus Washington DC, den Krieg zu begrenzen, sind in Jerusalem mit dem Hinweis beantwortet worden, man sei nicht der 51. Stern an Amerikas Flagge. Das stimmt insofern, als die offiziellen Sterne von Stars and Stripes fünfzackig sind. Nun ja.

3. Januar 2024

Die herrschende polit-mediale Kaste – nicht nur in Deutschland – schätzt zutreffend ein, dass sie auf friedliche Weise nicht von der Macht entfernt werden kann. Die Demokratie, so wie sie diese versteht, wird es zu verhindern wissen, denn alle Schaltstellen des Staates sind von Partei- und Kostgängern besetzt.

Demokratie (2): Dort, wo dieses Schema gesprengt zu werden droht, werden wirksame Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehört vor allem die Kriminalisierung abweichender Meinungen und das Pampern des Zustimmungsmobs, einschließlich der Finanzierung von wohlbekannten Gewalttätern. Die Herrschaft der Straße wird so von der Straße im physischen Sinne entkoppelt.

Demokratie (3): Im Zentrum der Beeinflussung von Multiplikatoren steht das Einüben einer anderen Sprache. Die willigen Handlanger dieses Tuns treiben ihr Unwesen an den Hochschulen. Ihre selbstgewählte Aufgabe ist das Entdenken ihrer Studenten, also das methodische Wegführen vom kritischen Selberdenken. Der Unterschied zu früheren denkbefreiten Kirchenchören besteht im heutzutage produzierten Missklang einer bis zur Lächerlichkeit verhunzten Sprache.

2. Januar 2024

Interessant, wie Trump weiterhin die Schlagzeilen bestimmt. Jetzt durch ein Verbot, im Bundesstaat Maine an den Präsidentschafts-Wahlen 2024 teilzunehmen. Er habe sich durch die Demonstration am 6. Januar 2021 in den letzten Tagen seiner Präsidentschaft der Rebellion schuldig gemacht. So die Außenministerin von Maine, die sich als Dritte in die Kolonne der Verbieter einreiht. Interessant mag sei, dass es sich um eine Riege von sehr speziellen Karriere-Frauen aus den Reihen der sog. Demokraten handelt. Nebenbei: Ein schönes Büro hat sie mit Kunstkamin und einer Landkarte ihres Staates in Regenbogenfarben.

1. Januar 2024

Der Unterschied: Der Deutsche (West) wünscht ein gutes neues Jahr, der im Osten ein gesundes. Als Wanderer zwischen den Welten wünsche ich beides – jedem das, was ihm gebührt (suum cuique).

31. Dezember 2023

Am gestrigen Samstag mittags eingekauft. Unter den zahlreichen herumstolpernden, meist eiligen und unfreundlichen Leuten etliche Windelträger, denen das Entsetzen aus den Augen sieht, wenn ich mich mit meinem Einkaufswagen zu sehr nähere. Neu ist, dass ich diesmal keine Lust verspüre, mich mit ausgewiesenen Idioten zu unterhalten. Ich sehe auch so, dass das Fernsehen wieder im Panikmodus seinen Blödsinn verbreitet.

Einkauf (2): Losgeschickt, um den der Neigungen der Gäste entsprechend Süßes einzukaufen, greife ich bei allem Möglichen, außer Schokoladen-Weihnachtsmännern, zu. – Auf den Etageren türmen sich später braun-bunte Zuckerberge, denen man die Gunst der Stunde nicht ansieht.

Einkauf (3): An der Jet-Tankstelle (neudeutsch: Tanke) vorbeigefahren, kehrt gemacht und planwidrig vollgetankt. Diesel für Einsachtundsechzig. Es ist der Fortschritts-Koalition also immer noch nicht gelungen, das Tanken unbezahlbar zu machen. Keine Angst, das wird schon noch.

Falsch gedacht: Meinte, das Jahr würde für mich mit freundlichen Gästen und politik-arm zu Ende gehen, doch dass 1.600 km von meinem Idyll in Schilda entfernt die Ratten das sinkende Schiff so schnell verlassen würden, hatte ich nicht auf dem Schirm. Ungläubig höre ich die öffentliche Ansage des gewesenen Selenskyj-Intimus Arestowitsch, der so zitiert wird: S. müsse gestürzt werden, die neue Ukraine müsse sich mit Russland vereinigen und gegen den Westen vorgehen. Das riecht nach Putsch, schlimmeren Falles nach Bürgerkrieg. Mal sehen, ob der vorlaute Mann das überlebt. Ein Journalist, der jüngst den Villenkauf der Selenskyj-Schwiegermutter in Ägypten nicht für sich behalten konnte, beendete seine Reporterlaufbahn sogleich und unwiderruflich.

30. Dezember 2023

Dem Rätselraten um Moskaus Kriegsziele wird durch eine von russischer Seite veröffentlichte Landkarte neue Nahrung gegeben, auf welcher nicht nur der aktuelle Frontverlauf, sondern auch die sechs östlichen – zum Teil ehemaligen – Oblaste der Ukraine zu sehen sind. Falls diese das Ziel der russischen Einverleibungspolitik sind, sähe die Ukraine hernach in der Tat ganz anders aus. Der Dnjepr jedenfalls wäre nicht mehr eine Art natürlicher Grenze. Fazit: Es bleibt Spekulationen Tor und Tür geöffnet. Nur sollte man nicht annehmen, dass sich der Kreml mit dem Rückzug zum Status quo ante bequemen könnte.

Ostfront (2): Der Wertewesten nimmt propagandistischen Anlauf, russische Auslandsvermögen radikal zu enteignen. Wie sich das praktisch auswirkt, weiß kein Mensch, auch wenn sog. Finanz-Experten das Gegenteil behaupten.

29. Dezember 2023

Ostfront: Russische Streitkräfte haben in der Mitte des Frontbogens die Stadt Marjinka im Bezirk Donjezk eingenommen. Sie gilt als Verkehrsknotenpunkt. Westliche Quellen bestreiten den Verlust der Stadt, während der ukrainische Oberbefehlshaber Salushnyj lapidar mitteilt, so etwas komme im Kriege vor.

Ostfront (2): Es bleibt dabei, die Russen bewegen sich trotz winterlicher Verhältnisse und dem Schweigen der Medien mit Schneckengeschwindigkeit nach Westen.

Ostfront (3): Nach dem ungarischen Einspruch vor einigen Tagen liegt das 50 Milliarden-Geschenk der EU für die Ukraine erst mal auf Eis. Jetzt wollen sich die Eurokraten mit Krediten behelfen, für deren Vergabe man die Einstimmigkeit nicht benötigt. Für die braucht man aber nationale Gläubiger. Wollen wir wetten, dass D sich bereit erklärt, während andere zuschauen?

Ostfront (4): Washington fordert angeblich von Kiew die bereits übergebenen Abrams-Kampfpanzer zurück und bietet hierfür im Tausch Leopard an. Sehr merkwürdig.

Im grünen Herzen von D: Der hiesige Innenminister teilt mit, dass er eine Verfassungsänderung anstrebt, die es der AfD unmöglich machen soll, einen der ihren zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen. Das klingt nicht gerade nach einem erwarteten Wahlsieg der Volksfront-Parteien im kommenden September, und ein verfassungsrechtliches Novum wäre es allemal, von der Volkssouveränität ganz zu schweigen.

28. Dezember 2023

In der Sammlung der Weltkrieg-I-Bilder geblättert und dabei auf einen der raren deutschen A 7 V-Panzer gestoßen, der über Kopf auf die Bahn verladen wird. Ich datiere das Bild auf das Jahr 1918. Ob das Foto an der Westfront oder auf einem heimatlichen Übungsplatz entstand, ist rückseitig nicht vermerkt. Ausschließen kann man indessen, dass der Vorfahr, der oben in der geöffneten Luke steht, die Hand zum deutschen Gruße hebt, denn der war damals noch nicht erfunden.

Foto (2): Als ich das Panzerfoto auf meinem Schreibtisch mit dem am Ladekabel hängenden Händie aufnehmen will, löse ich unbeabsichtigt die Kamera aus. So entsteht ein bizarres Bild von meinem Arbeitsplatz. – Um der berechtigten Frage vorzubeugen: Nein, das Bild im Hintergrund linksoben ist nicht von Caspar David Friedrich.

Der Blogger Hadmut Danisch macht mal wieder ein Fass auf (https://www.danisch.de/blog/2023/12/27/erledigen-die-russen-olaf-scholz-als-kanzler/). Seine Konstanten: Er ist wieder einmal Opfer einer Geheimdienst-Operation geworden. Diesmal dubiosestes Ermittlungsverfahren der Justiz, weil er Ricarda L. als dick bezeichnete, anschließend Kontosperrung bei der Deutschen Bank. So weit, so normal, jetzt kommt sein Universum: Die Grünen, die er schon vielfach angegangen hat, werden aus den USA gesteuert, die SPD hingegen aus Russland. Mit solchen Behauptungen befindet er sich in guter Gesellschaft. Allein, mir fehlt der Elan, zu zahlreich sind die Fälle, die seit Anfang der 1980er Jahre über meinen Schreibtisch wanderten. Deswegen tendiert meine Lust, dies Kapitel anzufassen, gegen Null.

Gegen Null (2): Noch zum Vorigen, der mir eine Weile lang als Minister vorgesetzte Wolfgang Schäuble ist diese Woche gestorben. Bin zu faul, nach meinen Aufzeichnungen über Begegnungen zu suchen. Vermutlich sind sie vernichtet.

27. Dezember 2023

Es sei, so wird die alte Frau Allensbach zitiert, nicht einmal jeder Dritte in Deutschland der Auffassung, seine Meinung frei äußern zu können. Seit der Vereinigung 1990 habe sich das seinerzeit gemessene Hochgefühl der Freiheit in sein Gegenteil verkehrt. Es entbehrt nicht der grimmigen Komik, dass die Grünen-Anhänger gegenteiliger Auffassung sind. Das bildet zugleich, wenn die Meldung nur einigermaßen zutrifft, die Wirklichkeitsverweigerung jener Kaste vortrefflich ab.

Wirklichkeit (2): Es hat, zumal nach den Überschwemmungen an Elbe und Ahr in den vergangenen Jahren, nicht an Mahnungen gefehlt, den Hochwasserschutz nicht unter den Tisch anderweitiger Geldverschwendung fallen zu lassen. Kaum regnet es ein paar Tage ausgiebig, werden die Folgen von riskanten Unterlassungen aufgrund der wahnwitzigen Geldausgaben bei der sog. Klimapolitik sichtbar.

26. Dezember 2023

Schilda an der Saale:

25. Dezember 2023

Es gibt vereinzelt Frauen, von denen sich die Blicke entsetzt abwenden, wenn sie den Mund aufmachen. Aber es gibt auch den umgekehrten Fall: Man starrt die bislang Übersehene ungläubig an. Zu dieser Kategoire zähle ich die Vorsitzende der sog. Wirtschaftsweisen. Sie fordert eine allgemeine Zwangsabgabe bei allen, die Einkommensteuer zahlen, einen sog. Soli für die Ukraine.

Ukrainekrieg (2): Aber es gibt auch Männer, die den Anspruch erheben dürfen, ungläubig angestarrt zu werden. So der sog. Unternehmensberater Roland Berger – fast hätte ich wg. Alter und Banalität der Entäußerungen Roland Kaiser geschrieben –, der soeben in der Neuen Züricher den Herrn Scholz als unfähigen Zauderer beschrieben hat. Das zustimmende Nicken bleibt einem im Kragen stecken, wenn man die Begründung liest: Sein Zögern in Sachen Ukraine im vergangenen Jahr haben Tausenden das Leben gekostet. – Ich weiß wirklich nicht warum, aber mir geht durch den Kopf, wie viel Tausenden das segensreiche Tun dieses Herrn in den vergangenen Jahrzehnten den Arbeitsplatz gekostet haben mag.

24. Dezember 2023

Wirklich: Vor Tagen habe ich noch – mit der notwendigen nichtdiskriminierenden Zurückhaltung, versteht sich – gelacht, als einer über den Robert sagte, man könne ihm beim Denken zusehen. Jetzt kann man es sogar nachlesen, in seiner Dissertation Die Natur der Literatur, nämlich in deren ersten Satz: „Wenn das, was Kant als Allgemeine Anschauungsformen a priori definierte, medial gebunden und mit konkretem Gehalt gefüllt wird, sind die Ergebnisse der Interpretation von den verschiedenen Strukturqualitäten der zu unterscheidenden Gattungen abhängig.“ – Hieran ist weniger interessant, dass das kompletter Nonsens ist als vielmehr, dass eine deutsche Universität diesen mir dem Doktor der Philosophie honorierte. Das kann weg.

Wirklich (2): Es gibt eine Faustformel für die Größe des Weihnachtsbaums: Ist er länger als mein Auto, passt er nicht ins Wohnzimmer – ganz egal wie bescheiden er sich im Forst ausnahm.

Faustformel (2): Es gibt schöne Weihnachtsbäume und weniger schöne, aber symmetrische gibt es nicht.

Faustformel (3): Den Weihnachtsbaum aus dem Forst zu holen, verlangt bei strömendem Regen nach dem dazupassenden Willen, der Überwindung der Vernunft und einschlägiger Kleidung. Die spanischen Treter führen zu nassen Füßen. Im kommenden Jahr werde ich es berücksichtigen.

23. Dezember 2023

Seemacht: Die Dänen waren mal eine, bis 1807. Da überfiel ein britisches Geschwader die in Kopenhagen vor Anker liegende Flotte und führte sie vondannen. Im Englischen hat sich für derartige Überfälle mitten im Frieden das Verb to copenhagen eingebürgert.

Seemacht (2): Im Frühjahr 1941 überfiel die US-amerikanische Kriegsmarine das zu Dänemark gehörende Grönland, angeblich um die bösen Nazis von einer unmittelbar bevorstehenden Invasion der USA abzuhalten. Die US-Boys blieben dann dort, bis heute. 

Seemacht (3): Ebenfalls dauerhaft, aber erst seit heute, dürfen die USA Militärstützpunkte im dänischen Mutterland unterhalten, vermutlich um die Skandinavier vor dem bösen Putin und dem russischen Erdgas zu schützen.

Bauernopfer: Um die Öffentlichkeit in D auf das demnächst unumgängliche Gewaltanwenden gegen marodierende Bauern einzuschwören, redet Nanzy F. von den anstehenden Sylvester-Krawallen. Bislang war für derartige Gewaltexzesse in Berlin der linksextreme Pöbel verantwortlich, und das seit Jahrzehnten. – Es wird den Qualitätsmedien allerdings kaum Mühe bereiten, Molotow-Cocktails mit herumdieselnden Traktoren zusammenzuschneiden.

Nanzy (2): „Bundeskabinett beschließt: Neue Rechte für die Bundespolizei“. Gefunden in den Leserbriefen der Zellerzeitung.

22. Dezember 2023

Ostfront: Ein Mann hat in Polen erneut die Macht übernommen, Donald Tusk, Mainsteams Darling. Gestern hat er mit Polizeigewalt den Staatssender vom Personal räumen lassen. Da kann man nur sagen: Geht doch.

Ostfront (2): Ein Mann aus der CDU-Fraktion, dessen Namen man nicht kennen muss, will den Donbass zurückerobern, um dort Lithium abzubauen. Das ist bekanntlich der Stoff, aus dem die Demokratie gemacht wird. Warte darauf, dass die Werbebüros der Waffen-SS in beiden Frankfurts wieder ihre Pforten öffnen.

Ostfront (3): Derweil verrät Blöd, wie die Offensivabsichten der Russen in der Ukraine bis 2026 seien. Sicher, sicher, was sonst? Nein, ich lege die Meldung nicht auf Wiedervorlage.

Südostfront: Präsident und Regierungschef von Israel erklären unisono, dass der Gaza-Streifen komplett erobert werden müsse. Dass die dann real existierenden Überlebenden nach D abgeschoben werden sollen, haben sie noch nicht gesagt, kann aber noch kommen.

Naheliegendes: Ein Rundgang am Nachmittag bis zum Marktplatz von Schilda findet ohne jedes Gedränge statt. Sogar das Parken in der Nähe ist kein Problem.

Naheliegendes (2): Weihnachten? Das kann weg. So wie das Geld der Leute auch. Wie sagte sie noch gleich, die törichte grüne Nachbarin? Ich freue mich drauf.

21. Dezember 2023

Ampel-Rettung: Das Bundesverfassungsgericht hat seine Nützlichkeit erneut unter Beweis gestellt, indem es die Skandalwahl in Berlin nur insoweit wiederholen lässt, dass Änderungen des Gesamtergebnisses nicht zu erwarten stehen – schon weil die Leute zu Hause bleiben werden. Die Entscheidung ist ein bisschen wie das Du-du-das-tut-man-nicht, wo schallende Ohrfeigen ein demokratisch-rechtsstaatliches Minimum gewesen wären. Doch dann wäre die Ampel perdu. Trittbrettfahrer ist die PDS-Linke, die eine Gnadenfrist erhalten hat.

Ampel (2): Nun können der Heiz-Wahn und das Klima-Irresein, die Unterwanderung der Republik und die Verschleuderung des Bürgervermögens weiter gehen. Lieb Vaterland magst ruhig sein.

Alles beim alten auch bei den Industriegiganten. BASF wechselt soeben seine Führungsmannschaft aus. Pflichtfrauen suchen eine andere Aufgabe und der Chef, Martin Brudermüller geht mit 62 in Rente. Keine Angst, er fällt nicht ins soziale Loch, sondern wird Aufsichtsrats-Vorsitzer bei Daimler. Alles fest in fremder Hand.

19. Dezember 2023

Bauern in Berlin: So lange sie die StVO einhalten, muss niemand aufgeregt sein.

Bauern (2): So lange CDU-Funktionäre an deren Spitze stehen und dort geduldet werden, sind alle zu Weihnachten wieder zu Hause, so als wäre nichts geschehen.

Bauern (3): Sollte sich ein heute noch Unbekannter an die Spitze stellen, wird man die Subventionen und die Konten sperren, und alles, alles ist wieder gut.

18. Dezember 2023

Seit gestern Abend wissen wir’s: Pirna in Sachsen ist dank AfD-OB gesichert rechtsextrem. Jetzt ist Nanzy F. dran: Für das Einfangen von einem Dutzend Reichsbürger-Opas brauchte sie rund 20.000 Polizisten. Und für 6.000 Wahl-Bürger von Pirna?

Pirna (2): Das beste an dieser OB-Wahl ist das Ergebnis des gemeinsamen Kandidaten des gesichert linksextremen Bündnisses von SPD und Grünen: Er scheiterte ganz knapp mit 9,5 Prozent der Stimmen.

Pirna (3): Ist besonders bedenklich, dass diese Ostdeutschen schon wieder einen mit gesichert abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechend erfolgreicher Berufstätigkeit gewählt haben, anstatt einem Polit-Taugenichs ihre Stimme zu geben. Wird Zeit dass diese Typen endlich in der Demokratie ankommen, der gesicherten Demokratie.

17. Dezember 2023

Ein anderer Robert: Das ist ein Mann namens Kagan. Er ist nicht irgendwer, sondern der Chefdenker der Neocons, einer US-amerikanischen Pressure-Group, die der Meinung ist, es sei das gute Recht des großen und wunderbaren Amerika, überall auf der Welt Krieg zu führen. Nun prophezeit der Mann mit großem medialen Nachhall, dass die Diktatur Trump zunehmend unausweichlich sei und wie man den aufkommenden Diktator stoppen könne. Wie gesagt, die Neocons sind nicht irgendwer, Roberts Ehefrau heißt Victoria Nuland, und die lenkt im Moment die außenpolitischen Geschicke des Landes. Ihr verdankt die Welt den Ukraine-Konflikt.

16. Dezember 2023

Ich lese, dass der Robert nicht mehr als Kinderbuchautor bezeichnet werden will. Nicht einmal das. – Hätte Verständnis, wenn Kinderbuchautoren das verlangt hätten.

Propaganda ist der Transport von Lügen, die um einen glaubwürdigen Kern gruppiert sind. Erweist sich dieser Kern für die zu beeinflussende Masse ebenfalls als Lüge, muss eine Ablenkungslüge her: die Präsentation eines Sündenbocks. Diese Phase erleben wir derzeit in der Ukraine. Angefeuert durch die Westmedien findet ein angeblicher Machtkampf um die vergeigte Gegenoffensive des Jahres 2023 statt. Diese war von Anbeginn an aussichtslos.

Propaganda (2): Wie die vielbeschworenen Ukrainer darüber denken, wissen wir nicht. Schon deswegen nicht, weil es das seit Jahren herbeigeschwafelte einheitlich-nationale Ukrainertum nicht gibt. Diese Quasi-Nationalstaatlichkeit beruht auf Selbstbetrug westlichen Machtstaatsdenkens und war bereits in Afghanistan, Palästina, Irak, Libyen und anderswo zu betrachten. – Wie der vielbeschworene Ukrainer denkt? Eine Nachfrage im Statistischen Bundesamt würde für Klarheit sorgen.

15. Dezember 2023

Verblendung: Der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Jake Sullivan, der uns bereits gestern wissen ließ, wo die Wurzeln der amerikanischen Machtpolitik zu suchen sind, darf sich nun glücklich schätzen, von mir gelesen worden zu sein. Danach – ich verkürze – sei es so, dass man nach neuen Allianzen streben müsse, um die alte Vormacht zu restaurieren und gegen die – hüstel – unprovozierte russische Aggression sowie die Klima- und die Pandemie-Herausforderung erfolgreich vorzugehen. Beispielhaft nennt der Stratege das Bündnis AUKUS (schönes neues Wort für: Australien, GB und USA). Meint er das ernst? Ich fürchte: ja. – Na, dann siegt mal schön.

Sullivan (2): Dieser selbe Mann mit dem Äußeren eines irischen Musterschülers ist gestern nach Israel aufgebrochen, um dort… Ja, um was zu tun?

14. Dezember 2023

Vor Tagen stellte ich mir die Frage, wer angesichts der Biden-Krise aus dem Reigen der sog. Demokraten aus deren zweiter Reihe der Schreibtisch-Krieger nach vorne geschoben werde. Es ist der US-Sicherheitsberater Jake Sullivan, dem jetzt der Council on Foreign Relations die Titelseite und den Leitaufsatz („Die Wurzeln der amerikanischen Macht“) in dessen Verkündungsorgan Foreign Affairs einräumte.

Krieg (2): Die Realität in der Ukraine sieht vermutlich so aus, dass sich Offensivschläge jetzt gegen die Ukrainer richten. Das liegt deswegen nahe, weil nur noch die russische Seite berichtet und der Westen schweigt. Ich male mir aus, dass die Russen derzeit an zahlreichen Stellen des Frontbogens gleichzeitig angreifen. Das tut ein kompetenter Stratege nur, der einen Kompletteinsturz des Gegners zu erreichen sucht. Es erinnert an die sowjetische Sommeroffensive des Jahres 1944, als die deutsche Heeresgruppe Mitte durch einen Frontalangriff faktisch vernichtet wurde.

Krieg (3): Während die Amerikaner den Geldhahn zudrehen, hat das Trio Scholz-Lindner-Habeck gestern erneut versichert, einspringen zu wollen. Im Falle der weiteren Verschlechterung der Lage in der Ukraine, will man die verfassungsrechtliche und finanzpolitische Notlage erklären. Heißt zu deutsch: Vorantreiben des Krieges bis zur letzten deutschen Patrone. Das klingt wie das NS-Propagandageschwätz des Jahres 1944/45. Es wurde bekanntlich von der Realität beiseite gewischt.

Krieg (4) den Palästen: So verkündeten es die Möchtegern-Revoluzzer von Göttingen in den 1970er Jahren. Antifa-M, so nannten sich diese Typen, die Woche für Woche des Mittwochs randalierten. Der sog. Rechtsstaat ließ ihnen den Raum, den sie nutzen, um durch die Instanzen zu marschieren. An der Spitze dieser Studienabbrecher ein gewisser Jürgen Trittin, der zum Anzugmann und Minister mutierte und jetzt nach den Meldungen von Mainstream in den Ruhestand will. Die Pensionen der – wie Insider behaupten – grauen Eminenz der Grünen dürften locker fürs Wohlleben reichen.

13. Dezember 2023

Der nackte Mann im Weißen Haus: Nachdem der Kongress ihm die Ukraine-Hilfe gestrichen hatte, lud Präsidentendarsteller Biden seinen Darstellerkollegen Selenskyj vorgestern zum Besuche nach Washington DC. Doch aller Pomp nutzte nichts, die Abgeordneten ließen sich – trotz schöner Gruppenfotos – nicht erweichen. Heute Nacht musste der Noch-Präsident die Heimreise antreten – mit leeren Händen und dem Versprechen, dass man im kommenden Jahr über alles reden werde. Da, so denke ich, wird er nicht mehr im Amte sein.

Leere Kassen (2): Auch in D spricht es sich herum, dass Zahlungen aus leeren Kassen ein gewisses Risiko beinhalten. So hat der Landkreis Stendal den kommunalen Zuschuss zum 49-Euro-Ticket gestrichen. Das hat Folgen: a) es gilt im Kreis Stendal nicht mehr ohne Zuzahlung, und b) ruft die Sozialisten von nah und fern zum Proteste auf die Laber-Bühne. Schließlich handele es sich nur – wie man betont – um 40.000 Euro. Als ich die Hansestadt vor Wochen besuchte – allerdings mit meinem Auto – war sie freitagsabends menschenleer. Von der jetzt plötzlich aufgetretenen Vernunft war nichts zu bemerken. Wie auch?

12. Dezember 2023

Warum sollten sie das tun? Das ist die Standart-Antwort von intelligenten Leuten, mit denen ich über die Exzesse spreche, die von Politikern, Staatsdienern, Medienmob und Industriellen gegen unser Land losgetreten werden. – Meine, von den Intelligenten mit Abscheu entgegengenommene Antwort lautet: Weil sie Handlanger sind. – Danach wird es meistens laut.

Staatsdiener (2): Das Wort befördert ein gängiges Missverständnis, weil es suggeriert, dass die so Bezeichneten dem Staat, anstatt seinen Bürgern dienen.

Der Russlandreisende A. raubt mir die Illusion, das Ukraine-Problem anhand von – wenn auch vagen – Sprachgrenzen zweiteilen zu können. Zu sehr hatte ich mich auf die Aussagen deutscher sog. Sprachwissenschaftler aus dem Jahre 2010 verlassen. Zwar fanden die heraus, wo auf dem Staatsgebiet der Ukraine das Russische dominant ist, doch ist damit das Sprach- und Zugehörigkeitsgefühl nur unvollkommen abgebildet, denn das dem Ukrainischen zugerechnete Gebiet ist keineswegs einheitlich, sondern mindestens seinerseits zweigeteilt. Es besteht aus dem Ukrainischen des Mittelgebietes, das dem Russischen ähnlich ist, und dem des westlichen Gebietes, was eher Anklänge ans Polnische hat. Nur das Letztgenannte, so vertritt es A., sei von Bewohnern dominiert, die mit dem Russen nichts zu tun haben wollen. Hält man diese Variante für zutreffend bzw. friedensstiftend, so läge eine sich notwendig abzeichnende Demarkationslinie irgendwo zwischen Dnjepr und Dnjestr (für weniger von der Geographie Beleckte: der Letztgenannte liegt ziemlich weit westlich vom Ersterwähnten, zu deutsch: es geht gar nicht um die oft beschworene Dnjepr-Grenze, sondern um einen Zustand, der an die Aufteilung des Raumes zwischen der zaristisch-russischen und der kaiserlich-österreichischen Herrschaft erinnert.

Russland-Illusionen (2): Ich lerne aus den Ausführungen von A., der sich des Russischen wie einer zweiten Umgangssprache bedient, dass die Einheimischen zum Krieg in der Ukraine nur mit Zurückhaltung äußern. Kriegsbegeisterung gibt es wohl keine, ganz im Gegenteil, wiewohl die Furcht, sich zu äußern, unübersehbar sei. – Wie bei uns jetzt wieder, sagt A.

Russland-Illusionen (3): Einen besonderen Platz in unsrer Aussprache nimmt das Phänomen der religiösen Orthodoxie ein. Ich höre mit einigem Staunen, dass diese nach 1992 die Partei ersetzt habe. Das ist amüsant und bezüglich des russischen National-Charakters nachdenklich stimmend zugleich. Und schließlich: Zu einem bemerkenswert hohen Stand an Wohneigentum stehe die Tatsache in einem schwer zu erklärenden Gegensatz, dass gleich oberhalb der einfachsten Grundbedürfnisse der Luxus beginne. – Und zu guter Letzt: Nachrichten über das Gendern in Deutschland halte man dortzulande für russische Propaganda. Tja.

Russland-Illusionen (4): Die EU, so verordnet es Mainstream in D, habe jetzt die konkreten Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen. Damit solle es unumkehrbar gemacht werden, dass die Ukraine ein Teil von Europa sei. Zwei Dinge sind anzumerken: a) dieser Teil der Welt ist auch ohne EU ein Teil von Europa, und b) ich warte auf den Tag, wo man das Wort Ukraine nur noch in Anführungszeichen schreibt.

Russland-Illusionen (5): Nachdem die US-Mainstream-Medien ein großes Geheul über das Scheitern der sog. Gegenoffensive erhoben haben („Man ist unsern Ratschlägen nicht gefolgt“ ­ zu deutsch: das ukrainische Militär konnte die US-Angriffs-Doktrin nicht umsetzten), ist nun auch der US-Kongress nachgerückt: Zwar gilt immer noch, wie es der neue Speaker of the House sagt („Wir können Wladimir Putin nicht erlauben, durch Europa zu marschieren, und wir verstehen die Notwendigkeit, dort zu helfen. Aber die Biden-Administration hat es versäumt, eine Strategie, einen Weg zur Lösung des Konflikts oder einen Plan zur angemessenen Gewährleistung der Rechenschaftspflicht für die Hilfe der amerikanischen Steuerzahler zu liefern.“ – Alles klar?), doch wird das Unterstützungs-Budget gestrichen, bis die eigenen, die US-Grenzen dicht gemacht würden, kurzes Räuspern: America First? Hatten wir das nicht schon mal? Gewiss, doch sein Vertreter steht derzeit vor Gericht, nein richtiger: vor beliebig vielen, von den Dems dominierten Gerichten).

10. Dezember 2023

Die Gerüchteküche will von bilateralen Verhandlungen zwischen der russischen Führung und der ukrainischen Militärführung (General Waleri Salushnyj) wissen. Daran knüpfen sich viele Spekulationen, die ich für verfrüht halte.

Verhandlungen (2): Falls die Sache stimmt, ist vorstellbar, dass die Russen an einem beschleunigten Stillstand des Waffengangs Interesse haben, und was sie dafür als Minimum fordern werden: Neben der selbstverständlichen Abtretung der vier östlichen Oblaste ein stabiles nicht-amerikanisches Regime.

Verhandlungen (3): Das erreichen zu wollen, klingt wie die Quadratur des Kreises. Klar ist nur: Es wird keine Stunde Null geben. Zu sehr sind die US-Boys mit den alles besitzenden Oligarchen verknüpft. Mit der Schritt um Schritt aufgedeckten Korruption der Familie Biden, sehen wir erst die Spitze des Eisbergs. Und diese nur deshalb, weil die Beteiligten es so doll getrieben haben, dass man nicht mehr vorbeisehen konnte.

Biden (2): Er hält sich nur deswegen auf seinem Präsidentenstuhl, weil die sog. Eliten noch niemanden aufbauen konnten, der den Ersatzmann geben kann. Die aktuelle Vizepräsidentin jedenfalls ist es nicht, das dürfte auch den Steuermännern in DC inzwischen klar sein. Und sonst aus der zweiten Reihe: Samatha Power, Jake Sullivan, Victoria Nuland, Anthony Blinken? Kaum zu glauben. Bleibt eigentlich nur die Rückkehr der Obamas oder des ober-woken Gouverneurs aus California, Gavin Newsom. Manche sagen, er sei es.

Biden (3): Der Beginn des Absetzungsverfahrens soll kommende Woche im Repräsentantenhaus per Abstimmung beschlossen werden. Wenn das die Reps mit ihrer dortigen knappen Mehrheit nicht durchsetzen, können sie einpacken.

9. Dezember 2023

Der Opernbesuch in Oslo (mein zweiter) im jetzt vergangenen Sommer hat den Eindruck bestätigt, dass die Norweger sehr spezielle Leute sind. Die beheizten Stufen des Opernhauses waren das eine, die zahlreichen E-Vehikel das andere, der Strom kam aus der Steckdose und dort kam er per Wasserkraft hin. Die Busse waren nagelneu, elektrisch, leise, rot, sauber und pünktlich. Jetzt lese ich, dass sie alle stehengeblieben sind, da ihre Akkus den Frost nicht vertragen haben. Ein grüner Philosoph – ein Robert oder so – würde jetzt vermutlich die Anschaffung weiterer E-Busse durchsetzen, um dem offensichtlichen Mangel abzuhelfen.

Oslo (2): Wie es der Zufall so will, kriege ich gestern Nacht den norwegischen Film „Weihnachten zu Hause“ zu sehen. Alles sehr speziell: Johanne (31) entschließt sich 20 Tage vor Heiligabend, einen Mann zu angeln, damit sie beim großen Familien-Essen nicht als einzige allein dasitzt. Sehr lustig, auch wenn ich die zahlreichen Nebengags, die sich auf das Verhältnis der skandinavischen Nationen untereinander beziehen, nur en bloc verstehe. Falls einer fragt: Nein, ein Netflix-Abonnent bin ich nicht. Um Gotts Willen. Dennoch: die Zahl der En-Personen war sehr überschaubar.

E-Mobil (2): In Wisconsin – das ist der Bundesstaat der USA, in dem es besonders woke zugeht und die letzten Trump-Wahlen besonders unverschämt gefälscht wurden – verkündet die Gouverneurin Gretchen Sowieso, dass ab sofort in der Kfz-Flotte des Staates nur noch E-Mobilität zugelassen wird. Wir warten gespannt, was passiert, wenn die Feuerwehr beim nächsten Schneesturm gerufen wird oder die Polizei einen davonfahrenden SUV-Fahrer verfolgen soll. 

Tumult: Die Zeitschrift für Konsensstörung liegt frisch gedruckt auf meinem Schreibtisch. Der Philosoph Frank Lisson macht sich darin Gedanken über das, was er die Mulattisierung unserer Gesellschaft nennt. Ich fasse laienhaft zusammen: Es ist das hiesige Weib dass sich dem zudringlichen Zuwanderer hingibt. Hübsch beobachtet, doch ist die Erklärung, dass es nun mal Weibersache sei, sich dem Sieger zu unterwerfen, etwas dürftig insofern, als auch immer der hiesige Mann zum Bild gehört, der das zulässt. Der Hinweis, dass eben sei, was sei, ist die Argumentation des Verlierers.

Tumult (2): Die Russin Sonja Margolina sei, so lese ich eine seit Jahrzehnten in Deutschland ansässige Schriftstellerin vielbeachteter Werke. Nicht alles, was ich nicht kenne, schließt die Richtigkeit des vorangegangenen Satzes aus. Hier nun berichtet sie vom Wirken der Russen auf ihrem Weg zur Hegemonialmacht. Sie hat erkannt, dass Putin einen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland und den Rest der Welt führe. Er setze die fossilen Bodenschätze gezielt ein, um den Klimabemühungen des Westens zu schaden. Als ich an dieser Stelle angekommen bin, überlege ich, ob es wohl lohnt, den Aufsatz zu Ende zu lesen. – Hat sich nicht gelohnt. Schade.

Tumult (3): Kurz, aufschlussreich und vor allem verständlich, ist das Interview mit dem Kerntechnik-Ingenieur Bruno Merk (Jg. 1970), der 2015 wg. der Chancenlosigkeit einschlägiger Forschung in Deutschland nach England emigrierte. Er berichtet über Forschungsstand und Realisierungsversuche des Flüssigsalz-Reaktors – ein Kernreaktor, der kaum radioaktive Abfälle hinterlassen werde. Zu meiner Überraschung merkt er an, dass a) die bislang in Deutschland zwischen-gelagerten sog. Reaktorabfälle geeignet seien, die Stromversorgung für die nächsten 300 Jahre sicherzustellen und b) sich die Russen als einzige bereits in der Phase praktischer Erprobung befänden. – Blättere noch mal zu den drastischen Aussagen der Kämpferin Margolina zur Öl-, Gas-, Kohlepolitik von Putin zurück und verdrehe unwillkürlich die Augen.

Also doch: Seit gestern ist es amtlich: Putin tritt zum fünften Mal als Kandidat für die Präsidentschafts-Wahlen an. Sie sollen im März des nächste Jahres stattfinden. Ausnahmsweise betätige ich mich mal als Wahlprophet: der Sieger wird der Amtsinhaber sein.

8. Dezember 2023

Während die Chefs von Bayer und BASF noch kürzlich und wichtig, wichtig mit den Bilderbergern turtelten, um den Kurs der Menschheit zu bestimmen – darunter tun’s diese Typen nicht – vermelden die Deutschen Wirtschaftsnachrichten vom 6.12.2023, 9 Uhr 28,, die Aktienverluste beider Unternehmen kommentierend, dass die deutsche Chemie ein Übernahmekandidat sei.

Übernahme (2): Im Klartext bedeutet das: Schließung der Standorte bei Verlagerung der lohnenden Kapazitäten ins Ausland, bevorzugt nach China und in die USA. Das sei nichts als eine Verschwörungstheorie hält mir einer aus Leverkusen entgegen, der es eigentlich wissen müsste. In der Tat ist es kaum vorstellbar, dass diese Giganten die Grätsche machen, weil sich deren Vorstände über alles mögliche Gedanken gemacht haben, nur nicht über das Wohl und Wehe ihrer deutschen Arbeitnehmer. Wenn überhaupt, sprechen sie von Humankapital im Sinne einer betriebswirtschaftliche Größe.

7. Dezember 2023

Freundschaftlicher Rat: „Wir haben keinen Grund zur Freude, wenn wir sehen, wie die Deutschen sich selbst in den Ruin treiben und das in rasender Geschwindigkeit. Und was das Tempo angeht, werden sie es wahrscheinlich schneller schaffen als Hitler. Hitler braute dafür 12 Jahre. Jene, die dort derzeit an der Macht sind, werden nicht mehr so lange brauchen, um Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes niederzuschlagen – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich.“ László Kövér, ungarischer Parlamentspräsident.

Rat (2): Wir, die Deutschen, haben keinen Grund dem Ungarn für seine bittere Schelte böse zu sein, sondern nur uns selbst, die wir uns nicht ermannen können, diesen Wahnsinn zu beenden.

Tausendundeine Nacht: Den Scheich von Dubai gibt es tatsächlich. Er ist der Gastgeber der Klima-Wahn-Konferenz, die sich in diesem Jahr in seiner Hauptstadt selbst zelebriert. Von dem, was er zu Eröffnung sagt, bleibt hängen, dass er den vielgepriesenen wissenschaftlichen Konsens für Hokuspokus hält. Recht hat er, und das nötige Kleingeld hat er auch, dass ihm die Scharlatane der Apokalypse den burnus-weißen Buckel runter rutschen können.

6. Dezember 2023

Tempora mutantur: Bis vor Kurzem noch reiste er mit großem Medien-Pomp an, wenn irgendwo der politische Hund mit dem Schwanze wackelte. Jetzt wurde er vorgeladen, der ukrainische Chef Selensnkyj, und zwar zur Befragung per Video durch den US-Senat hinter verschlossenen Türen. Das riecht nicht gerade nach der vielbeschworenen unverbrüchlichen Treue.

Neue Töne (2): Das Mündel soll u.a. Auskunft darüber geben, wie sein eigener Stand in Kiew sei. Das ist besonders perfide, denn dem Kolonialherrn in DC kann nicht verborgen geblieben sein, dass er nicht einmal mehr die Armeeführung seines Landes hinter sich hat und sich nicht traut, die aufmüpfigen Generale in die Wüste zu schicken. Nehme an, dass diejenigen, die ihn jetzt anzuhören vorgeben, ihm das zuvor untersagt haben, weil sie ahnen, dass bei Enthauptung der Streitkräfte niemand mehr da sein wird, der für sie kämpft.

Neue Töne (3): Nehme an, dass Chef Selenskyj, selbst wenn er gewollte hätte, nicht nach Washington reisen konnte, weil er fürchtet, dass der Rückflug nach Kiew ohne ihn stattfinden könnte. Die Zeichen dort stehen auf Putsch. Die Expertin hierfür heißt Nuland und befindet sich seit 2 Jahren erneut im US-State Departement in Amt und Würden.

5. Dezember 2023

Er sei, so wird der Robert zitiert, von Wirklichkeit umzingelt.

Wirklichkeit (2): Das Zitat belegt, dass die Kritiker unrecht haben, die alle naslang behauptet hatten, er und seinesgleichen würden schon noch in derselben ankommen.

Wirklichkeit (3): Finde den Robert reif für den Theo W. Adorno-Preis, falls es den gibt. Allerdings muss er vorher noch den Plural bilden lernen und von Wirklichkeiten schwätzen.

Übern Teich: Monatliche Zahlungen innerhalb der Familie Biden? Na und? Ist doch ganz normal, dass Unterhalt gezahlt wird. In diesem Fall von Sohn Hunter an Vater Joe, wenn dieser wg. des Regierungsamts knapp bei Kasse ist.

4. Dezember 2023

Brauchtumspflege: Seit Jahrhunderten glauben in unsern Breiten etliche Leute an eine jüdische Weltverschwörung. Verwunderlich ist, dass diese Verschwörungsgläubigen nicht den alt-testamentarischen Satz Macht-euch-die-Erde-untertan zum Ausgangspunkt ihrer Überzeugungen genommen haben. – Mich erheitert die Vorstellung, was Gutmensch an Wortschwall aufwenden muss, um dem Satz eine andere, der Lehre vom Antisemitismus kompatible Deutung zu geben. Dabei wäre es einfach zu sagen, der in der Floskel enthaltene Befehl sei gattungsspezifisch gemeint.

Brauchtumspflege (2): Der Unterwerfungsbefehl ist die Gegenthese zu dem in der westlichen Welt grassierenden Naturschutz, deren Vertreter hierfür auch stets als Synonym die Bewahrung der Schöpfung im Munde führen. Das weckt den Verdacht, dass sie ihrem Schöpfer unterstellen, nicht gewusst zu haben, was er den Menschen, die er ebenfalls schuf, anbefahl.

Brauchtumspflege (3): Ikea Günthersdorf, Anfang Dezember 2023.

Das Brett vor dem Kopf der CDU: Als fassungslos über das Agieren der Ampel in Berlin, so wird der CDU-Wirtschaftsminister aus Sachsen-Anhalt zitiert. Es fehle das notwendige Geld für die Transformation von Industrie und Gesellschaft. Meister, so geht es mit durch den Kopf, weißt du eigentlich, wie blöd du schwätzt? Natürlich schreibe ich sowas nicht, denn ich käme im Traum nicht auf den Gedanken, mich mit so einer Flöte zu duzen.

Kopfbrett (2): Es verlässt Vera Lengsfeld das sinkende CDU-Schiff, um sich einer neuen konservativ-liberalen Europa-Partei zuzuwenden. Die soll Stimmen bei der AfD und dem Wagenknecht-Embryo abgreifen. Wird sie aber nicht, doch bei der CDU mit Sicherheit.

Kopfbrett (3): Äußert sich ein CDU-Funktionär namens Laschet – das ist der Mann, der als Al Aschet gar nicht Kanzler werden wollte – darüber, dass die CDU, wenn sie denn nicht untergehen wolle, vom linksgrünen Kurs abkommen müsse. Das nenne ich rheinischen Humor, denn, so frage ich: Warum tat er’s nicht, bevor er sich anschickte, die BT-Wahl zu vergeigen?

Kopfbrett (4): CDU-MP aus Sachsen, Kretschmer, belügt sich und die Öffentlichkeit, er würde gerne ohne die Grünen regieren. Könnte er morgen tun, will er aber nicht.

3. Dezember 2023

Dass Elon Musk die links-woken Gemüter durch den Twitter-Kauf bis zu Weißglut reizte, war nach dem monatelangen Hickkack vor der Übernahme keine Überraschung. In jenen Kreisen nimmt man Niederlagen nicht sportlich. Da war es nur noch eine Frage der Zeit, bis man ihn zum Antisemiten promovierte. Die Anti Defamation League (ADL) wurde in Stellung gebracht. Das ist eine Kampforganisation, die durch Einflussnahme auf wirtschaftliche Betätigung Dritter diesen Nachteile androht, wenn sie die als Gegner ausgemachten Personen nicht zu vernichten helfen wollen.

Musk (2): Er ist nicht der Mann, derartige Angriff unwidersprochen hinzunehmen. Damit haben seine Gegner erreicht, was sie wollten. Seine Namhaftmachung der ADL und ihrer Methoden macht ihn nunmehr zum erwiesenen Antisemiten, worauf der Walt Disney-Konzern seine Werbeverträge mit Musk aufgekündigt hat.

Musk (3): Ich betrachte mit Neugierde, wie das ausgehen wird. Die Chancen für Musk stehen nicht schlecht, wenn man sie mit den miesen Geschäftsberichten von Disney in diesem Jahr vergleicht, welche die Quittung für den woken Müll darstellten, welchen man in letzter Zeit produziert hatte. Wollte keiner sehen, geschweige denn kaufen. Vor allem in Asien nicht, wo En-Personen in Heldenpose als unverkäuflich gelten. – Die Ladentheke als Schlachtfeld des Kampfes der Kulturen.

2. Dezember 2023

Deutsche Richterinnen, die muselmanische Teilnehmer an Massenvergewaltigungen deutscher Mädchen nicht in den Knast stecken, sondern frei herumlaufen lassen, zeigen ein Maß an sexueller Perversität, die staunenswert ist. Legt sich das Erstaunen, bleibt Ekel übrig. Was für kranke Phantasien von unbefriedigten Weibern toben sich hier auf Kosten der friedlichen Bürger aus?

1. Dezember 2023

Es wäre ein Traum, morgens aufzuwachen, und alles wäre wie im Traum, aber es ist wie in Wirklichkeit wie in Wirklichkeit, und die ist alles andere als traumhaft. Oder doch?

Bleibt nur ein Blick in die nächtlichen Absonderungen der Zellerzeitung: Das Wetter ist gesichert rechtsextrem, da es die Klimakatastrophe leugnet.

30. November 2023

Frühmorgens Blick aus dem Fenster ins Dunkle. Der vor drei Tagen des Nachts gefallene Schnee ist immer noch da. Eines Tages wird er geschmolzen sein. Es sei denn, was im Moment keiner weiß, dass wir unbemerkt in die nächste Eiszeit geschlittert sind. Und das nach dem wärmsten Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 160.000 Jahren oder so.

Auch nicht ewig (2): Nu is hei dood. Gestern, nach mehreren Fehlmeldungen der letzten Jahre, endgültig gestorben in seinem Heim in Connecticut, der hundertjährige ehemalige Deutsche Heinz Kissinger, besser bekannt unter der amerikanisierten Namens-Version Henry. Wenn je einer auf der Welt Unheil angerichtet hat, dann wohl er – jedenfalls für viele, denen der American Way of Life nicht gut tat. Seinen Entdeckern und Förderern sei Dank.

28. November 2023

Kalkulierter Verfassungsbruch: Das Kabinett beschließt einen Nachtragshaushalt für 2023, in dem sich die erfundenen Milliarden befinden, die laut Bundesverfassungsgericht gar nicht da waren und auch nicht hätten da sein dürfen. CDU will dagegen nicht klagen. So, nun ist die Parteienwelt des Wünsch-dir-was wieder in Ordnung.

Die Palästinenser haben, so formuliert es der Robert, hier, also in Deutschland, ein Recht auf den Schutz vor rechtsextremistischen Angriffen. Logik war seine Sache nie. Wozu auch?

Palästinenser (2): Was werden die Israelis tun, wenn wir, also die Deutschen, die in Gaza zu vertreibenden Palästinenser jetzt nach Deutschland schaffen? Zusehen? Applaudieren? Flugzeuge abschießen? Wünsch dir was, Robert.

27. November 2023

Der Zeitgeist schwankt ein wenig, wenn in Schweden und Holland durch die Wahlsieger über den EU-Austritt öffentlich nachgedacht wird. Beide Länder haben ein Islam-Problem, und beide sind EU-Nettozahler. Habe seit langem gedacht, dass Dänemark als nächstes die Mücke macht. War offenbar falsch, denn ich hatte nicht geglaubt, dass dort die Sozis Wahlen mit ausländerfeindlichen Sprüchen gewinnen.

Schwankungen (2): Nach der vom US-Kongress erzwungenen Drosselung des Dollar-Segens denken führende Faschisten in der Ukraine, die dort unsere demokratischen Werte verteidigen, über den Kriegsaustritt öffentlich nach, weil sie ziemlich enttäuscht sind und wohl auch um ihr Leben zu fürchten beginnen. Der Chef der deutschen Scheinarmee ist deswegen soeben nach Kiew gereist. Was mag er in seinem Köfferchen haben? Schwarzgeld?

Schwankungen (3): In den USA melden sich die partei-übergreifenden Neocons vorlaut zu Wort. Sie wollen nur denjenigen Präsidentschafts-Kandidaten aus ihrer strammen Lobbyisten-Kasse unterstützen, der weiteres Kriegführen garantiert. Der Ort ist ihnen egal. Ihr Favorit ist derzeit die Republikanerin Nikki Haley.

26. November 2023

Der Bundesrat hat Freitag mehrere Bundesgesetze scheitern lassen. Jetzt raunen die Etablierten und die Alternativen in seltener Einigkeit von Zeitenwende oder so. Das ist Blödsinn, denn es handelt es sich hier um ein langerprobtes Verfahren, im Vermittlungsausschuss für die Länder mehr Geld rauszuschlagen.

Zeitenwende (2): Die Heilige Sarah spricht in Berlin vom Frieden. Das verdient Zustimmung, denn es wird dieselbe den etablierten Parteien entziehen. Nur einer nicht, der AfD im Osten.

25. November 2023

Mit dem Wort grauenhaft sollte man sparsam haushalten, sonst verliert es seine spezifische Klangfarbe. Zum sogenannten Konzert einer Gnomin namens Björk passt die Vokabel. Sie betreibt ein a-melodisches Geschrei gepaart mit grotesk zuckenden Mittätern, die an Wohnstätten gemahnen, wo Leute untergebracht sind, die nichts dafür können. Die Hauptfigur in ein weißes abwaschbares Tischtuch gekleidet, um die Taille einen Korb ohne Boden, wie ihn die Hummerfischer verwendeten.

Björk (2): Der Höllenlärm endet mit einer Einspielung des schwedischen Fräuleins Thunberg, die, offenbar nach Einnahme eines Beruhigungsmittels, dem Publikum ellenlang deutlich zu machen sucht, dass die Welt am Ende ist. Völlig unsensibel nutze ich den Moment, in dem das Publikum noch wie erstarrt dasitzt und der Ikone lauscht, um mein Auto zu erreichen, so dass ich ungehindert aus dem nächtlichen Leipzig verschwinden kann.

Björk (3): Die Strafe für den Frevler folgt auf den Fuß, denn die Rückkehr nach Hause findet im Schneesturm statt. Immerhin sind die 3 Autobahnen A 14, 9, 4 zwei Stunden lang menschen- bzw. autoleer.

24. November 2023

Das Altwerden entpuppt sich als ein merkwürdiger Widerspruch: Während die Zeit davonrast, bewegt sich das eigene Leben im Schneckentempo.

Paradox (2): C.B., am 24. November 1943 in Danzig geboren, alles, was folgte, überstanden, nur das Impfen nicht.

Paradox (3): Keinen Fehler gemacht, sagt der Chef der Ständigen Impfkommission Mertens anlässlich seiner in dieser Woche mitgeteilten Ablösung. Wir erinnern uns, dass er in einem winzigen Moment mit der Wahrheit schäkerte, als ihm rausrutschte: Nein, seinen Enkel würde er nicht impfen lassen. Nehme an, dass der noch lebt und in Ruhe alt werden darf.

23. November 2023

Die Stadtregierung von New York, anlässlich des explodierten Sprengstoff-Autos auf der Grenzbrücke nach Canada bei den Niagara-Fällen. Woran erinnert mich das? An ein paralleles Geschehen vor exakt 109 Jahren am selben Ort. Die Anstifter saßen in Berlin. Gab allerdings einen gravierenden Unterschied: Der Anschlag vom November 1914 fand nur in der Presse statt. Habe ein Weilchen gebraucht, um das rauszufinden.

Täuschung (2): Nachdem der Herr L. ein Stöckchen in die Speichen des Lastenfahrrades gesteckt hat, belästigt Robert Ratlos das Publikum dank Mainstream-Medien in einer Dauerschleife. Ich habe ihn noch nie so oft das Wort Industrie verwenden hören, die zu retten er sich jetzt gehindert sehe. – Dabei wäre die Lösung staunenswert einfach: Weg mit der gesamten … , einfach weg.

22. November 2023

Da hat sich der Herr Lindner von der Lindnerpartei in eine Zwickmühle begeben, als er vorgestern Nacht die Haushaltssperre über den Bundeshaushalt verhängt hat. Damit sind alle Ausgaben, die keiner unmittelbaren rechtlichen Verpflichtung unterliegen, unzulässig. Wer dennoch zahlt oder zu zahlen versucht, hat eine Fahrkarte in den Knast in der Tasche. Bleibt die Frage, warum erinnerte sich der Herr L. plötzlich und für jedermann immer noch unfassbar ans geltende Verfassungsrecht? Nehme an, dass ihm jemand gesagt hat, dass spätestens am Ende seiner Amtszeit sonst der Haftrichter steht.

Haushaltssperre (2): Alles, was die Zukunfts-Koalition in den letzten zwei Jahren auf Kosten des Steuerbürgers auf den Weg gebracht hat, erweist sich mit einem Schlag als unbezahlbar, weil kein Geld da ist, um es zu bezahlen. Wie kommt Rot-Grün da raus? a) so tun, als gäbe es die Sperre nicht, b) den Herrn Lindner entlassen, c) den Herrn Lindner zum Widerruf veranlassen, d) das lästig gewordene Grundgesetz ändern oder aufheben, e) den Notstand ausrufen. Ich tippe auf e.

21. November 2023

Im Abfertigungsbereich des Flughafens sieht man Leute, die für ein leichenblasses Brötchen mit einem fragwürdigen, herauslappenden Belag den Preis eines frischen Hummers bezahlen und – schimmer noch – das Erworbene aus einer heruntergekrempelte Papiertüte essen.Unangemessen (2): Bin stattdessen versucht, das jüngste Time Magazine als Fluglektüre zu kaufen. Zwölf Dollar für ein dünnschlappes Heftchen mit Ukraine-Aufmacher: „Nobody believes in victory like I do. Nobody“. Lese statt Kauf den Artikel gleich im Stehen am Regal: Dezidiert Unfreundliches zur Korruption dort – angeblich als Geständnis vom Chef Selenskyj. Das behauptet jedenfalls Journalist Shuster. Is nix Neues. Wenn sowas jetzt in den USA als Sensation verkauft wird, kann das nur eine Einstimmung auf den Rückzug von Biden & Co bedeuten – oder wer auch immer dortzulande jetzt das Sagen hat.

Unangemessen (3) sind weiße Turnschuhe, wenn ein schönes Kind in Licht und Schatten posiert. Doch sie sind verzeihlich, da die Geschmacksbildung noch im Gange ist.

Unangemessen (4): Eine Firma aus Auston in Texas belästigt mich per Mail mit ihren Entfettungsmitteln. Die beigegebenen Beweisfotos wecken meinen Frohsinn, weil ich mir vorstelle, dass das Vorher-Nachher-Schema in Gegenrichtung, also von rechts nach links, betrachtet werden sollte, dann wirkt es natürlich. Ob allerdings der Knabe (rechts) für die Schwangerschaft der jungen Frau (links) verantwortlich ist, bleibt offen, ebenso ob, jetzt mal von links nach rechts betrachtet, die Pillen als Abtreibungsmittel gewirkt haben.

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