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Schilda an der Ilm – das Sudelbuch VIII

1. September 2022

In Schilda prallten gestern die Welten aufeinander. Aus-dem-Urlaub-Rückkehrer gegen Immer-noch-da-Touristen. Die Erstgenannten wollen ans Ziel, die anderen kämpfen mit den unbegreiflichen Autoverhinderungsmaßnahmen einer grünversifften Stadtregierung.

De mortuis nihil nisi bene (über die Toten nichts als Gutes): An ihnen pflegen sich – egal wie bedeutend sie gewesen sein mögen – die Geister zu scheiden, wenn auch oft hinter vorgehaltener Hand.

De mortuis… (2): Michail Gorbatschow gilt den Russen heute eher wenig. Er war ihnen zu sehr ein Verlierer, weil er die Auflösung der Sowjetunion nicht verhindern konnte. Ich bezweifle, dass es ein anderer gekonnt hätte. Und dennoch: Er hat sich mit einer Stahlfeder in seinen wenigen Herrschaftsjahren in die Analen der Weltgeschichte eingetragen. Seine Reform-Bemühungen sind im Ergebnis die Konsequenzen eines folgenreichen Irrtums.De mortuis… (3): Als ich Mitte der 1980er seine Schriften las, schüttelten meine Kollegen die Köpfe, und der damalige Kanzler verglich den Mann mit Josef Goebbels. Dass der Russe diese massive Beleidigung wegsteckte, ist für mich das eigentlich Überraschende seiner Persönlichkeit, der die Deutschen die Wiedervereinigung verdanken.
In den USA spitzen sich die Auseinandersetzungen um die Präsidentenwahlen 2020, mit denen Trump abgeräumt wurde, zu. Facebook-Boy Zuckerberg hat öffentlich eingeräumt, dass er auf einen dringenden Wink des FBI alles für Biden Nachteilige löschen oder in der Reichweite verkürzen ließ. Dies betraf gezielt die Nachrichten, dass Biden – Vater und Sohn – eheblichen China-Bestechungs-Dreck am Stecken hatten. Das FBI wäscht gestern seine Hände in Unschuld. Es habe lediglich vor russischer Desinformation gewarnt. Man lacht, wenn man’s liest.

30. August 2022

Vergleichbar: Die Sowjets und die US-Amerikaner besetzten – in dieser Reihenfolge – 1979 bzw. 2002 das Land Afghanistan. Die Sowjets ließen sich von einer Marionettenregierung rufen, die US-Amerikaner inszenierten einen herbeiphantasierten Rachefeldzug. Beide Invasionsarmeen scheiterten an einem Gegner, der kompromisslos den Willen zum Töten und zum Sterben hatte. Die Sowjets benötigten für diese Erkenntnis 10 Jahre, die US-Amerikaner die doppelte Zeit.

Vergleichbar (2): Die Stammeskrieger konnten beide Kriege gewinnen, weil (a) ein gemeinsamer Feind die Jahrhunderte alten regionalen Konflikte temporär zu unterdrücken vermochte, (b) massiveHilfe von außerhalb gewährt wurde, so dass (c) zweckdienliche US-amerikanische Waffen zur Verfügung standen. Der Unterschied war lediglich, dass im ersten Fall, die USA diese Waffen unmittelbar anlieferte, während sie im zweiten Fall von den islamischen Unterstützer-Regimen in den USA zuvor eingekauft worden waren.

Immer noch: Das Weiße Haus in Washington DC.

Aber: Kehren vor der eigenen Hoftür. Solange wir ohne nachzudenken Weißkohl zu Sauerkraut verarbeiten (= struktureller Rassismus), sollten wir schamvolle Zurückhaltung üben. Schon wg. unserer Vergangenheit.Grüne Innovationspolitik: Warum lässt Robert H. nach Strom in der Nordsee bohren? Weil, so erzählt mir ein Mann aus Schkeuditz ungefragt, da überall Watt ist.

29. August 2022

Im Westen nichts Neues: Die Pharma-Riesen Moderna und Pizer/BionTech beharken einander gerichtlich wg. behaupteter Patentverletzung beim Stöffchen.

Im Osten auch nichts Neues: Die polnischen Spitzenpolitiker beschimpfen seit dem Ende der letzten Woche Deutschland wg. angeblicher Hegemonialbestrebungen und verlangen, um diese einzudämmen, die physische Vernichtung der Gasleitung Northsteam II. Man könnte auf den Gedanken kommen, solche Injurien als Unverschämtheit gegenüber dem größten Geldgeber Polens zu empfinden. Tut man aber nicht, da man 1990 bereits verabsäumt hat, mit den Polen Klartext zu reden: Geld nur bei wohlwollender Nachbarschaft.

Im Osten (2): Bemerkenswert ist es, dass die Nachrichten über das polnische Verhalten nicht aus deutschen, sondern aus russischen Medien sprudeln. Natürlich muss es die russische Führung freuen, wenn sich die polnischen Nationalisten unverschämt gegenüber ihrem westlichen Nachbarn äußern. Sie erinnern ganz unverhohlen an 1939.

Im Osten (3): Zuverlässig lässt sich vorhersagen, dass der 1. September erneut genutzt werden wird, um dreiste finanzielle Forderungen gegen Deutschland zu formulieren.

Im Zentrum: In der Donaumonarchie waren die böhmischen Großgrundbesitzer Feudalherren eigener Art. So ließ ein Fürst Liechtenstejn in Rumburg (heute Rumburk) im Innenhof der barocken Klosteranlage die eins-zu-ein-Kopie einer italienischen Loreto Renaissance-Kapelle errichten. Auf einer Italienreise hatte dem noblen Mann das Original ins Auge gestochen, so dass er Gipsmodelle der Skulpturen und Friese anfertigen ließ, die dann dem Aufbau der großen Kopie als Vorbild dienten. Statt zum Dia-Abend konnte der große Mann seine Freunde ins Abbild einladen. Er nahm die Disney-Parks um 200 Jahre vorweg.Im Zentrum (2): Der Zustand der ehemals sudetendeutschen Grenzstädtchen ist halb und halb erfreulich. Da der Krieg an diesen Orten vorüberzog, sind die vielen Ruinen dem Sozialismus geschuldet. Den Zustand der seit 1945 hier ansässig gemachten Bewohner zu erkunden, hindert die Sprachbarriere. Das dunkle Bier in der Brauerei von Krásná Lipa (vormals Schönlinden) ist böhmisch-süßlich. Ein Karel Gott-Verschnitt singt auf dem Marktplatz, das Publikum auf den Bierbänken ringsum singt mit.
Political correctness: Vielleicht sollte man im vorderen Zentralbereich zusätzlich an eine FFP 2-Maske denken.

27. August 2022

Am Flughaften Leipzig gibt es eine Porsche-Dependance. Dort stehen – geschätzt – hunderte Neuwagen im Freien. Der Grund, so sagt der Zubringerfahrer zu mir, sei ein Lieferengpass mit Scheinwerfern. – Wir bewegen uns rückwärts.Rückwärts (2): Der Vorschlag des baden-württembergischen Regierungschefs, die Leute sollten sich statt des Duschens wieder an ihren Waschlappen gewöhnen, mag bei der grünen Klientel auf Applaus stoßen. Normale Zeitgenossen sind hingegen froh, dass die Zeit der Waschschüssel längst vorbei war.

26. August 2022

Die jüngste Ausgabe der Foreign Affairs ist gestern eingetroffen. Die im Council on Foreign Relations zusammengeschlossene US-Geld- und Macht-Elite erklärt hier auf über hundert Druckseiten, wie Russland unter den jetzigen Bedingungen zu besiegen sei. Es geht im Grundtenor, um dies zu wiederholen, um Herrschaft zu amerikanischen Bedingungen und nicht etwa um Frieden unter Ausgleich der divergierenden Interessen. Die Stolpersteine auf diesem Weg werden klar markiert und zwar so: Die unerwartete Stabilität Russlands, in Sonderheit seiner Währung, und das partielle Zusammengehen von Russland mit China, respektive mit Indien. Vor allem hier müssten die Staaten des Westens ansetzen. Zudem sei durch noch rigorosere Boykotts sicherzustellen, das Russland auf dem High Tech Sektor den Anschluss verliere, was im Ergebnis bewirken werde, dass die russische Führung die ohnehin nur fragile Zustimmung der eigenen städtischen Intelligenz verliere, welche prowestlich eingestellt sei.Platz und Sieg (2): Niemand, der bei Verstand ist, kann voraussagen, ob die unmissverständlich vorgetragene US-Strategie von Erfolg gekrönt sein wird. Nur sollte sich niemand darüber Illusionen machen, was die Umsetzung bedeutet, zumal Russlands Herrscher nicht mit Klarheit gespart hat, dass sein Land mit dem Wertewesten nichts mehr zu tun haben wolle. Da tut sich ein Abgrund auf, an dem – nebenbei bemerkt – wir selbst stehen.

Wenn man die Fahrgäste des Ausflugsdampfers bestimmen lässt, wie die Stromschnellen des Rheins beim Binger Loch zu passieren seien, wird es ein Ergebnis geben, aber kaum das erwünschte.

Weiß auch nicht, warum das mit dem Binger Loch durch meinen Kopf geht. Vielleicht, weil Annalena Bb. soeben äußerte, sie wisse nicht, ob die Ukraine den Krieg gewinnen könne. Ich weiß es. Die Antwort heißt: Nein.Egon W. Kreutzer hat die Gebrauchsanleitungen für FFP 2-Masken ausgewertet (https://egon-w-kreutzer.de/ffp2-und-erloese-uns-von-dem-uebel). Hier ist sein Ergebnis: „(1) Die FFP2-Maske ist für Coronaviren soweit durchlässig, dass der Hersteller ausschließt, mit dem Gebrauch dieser Maske könne das Infektionsrisiko vermieden werden. (2) Die Belastung des Atmungsapparates durch die FFP2-Maske ist so stark, dass die Arbeitsschutzrichtlinien nur eine maximale Tragedauer von drei Mal 75 Minuten täglich zulassen. (3) Die Belastung getragener Masken mit Erregern aller Art ist so hoch, dass der Hersteller vorgibt, nach Gebrauch nach der Richtlinie zur Entsorgung gefährlicher infektiöser Stoffe vorzugehen.“ Der Text verdient weiteste Verbreitung. Hier noch meine Zusammenfassung der Zusammenfassung: FFP 2-Masken helfen nicht, sind dafür aber schädlich. Und nun mein Tipp am Rande für intelligente Zeitgenossen: Scheuen Sie sich nicht vor Wiederholung. Mindestens 30 mal pro Person, dann sitzt es.

Unterlassung: Erhalte den Hinweis, dass ich es vor zwei Tagen bei der Notiz zum jüngsten Sarrazin-Buch unterließ, auf einen grundlegenden Vorgänger zum Gesagten und zugleich Titel-Zwilling hinzuweisen, nämlich auf Die Intelligenz und ihre Feinde von Volkmar Weiss aus dem Jahre 2012. Ich hole es hier nach, weil das Weiss-Buch das Grundlagenwerk für jeden sein sollte, der über die Vererblichkeit der mathematischen Intelligenz genaueres wissen will. Das ist eines seiner Themen, aus meiner Sicht sein wichtigstes.

25. August 2022

Wir segeln bei meteorologischer Flaute in den stürmischen Verbotsherbst. Die Verlagerung der Befugnisse auf Private zur Gängelung der Bevölkerung mit Hilfe des sog. Hausrechts wird zu bislang ungeahnten Exzessen führen. Niemand weiß mehr genau, was erlaubt ist und was nicht. Ein Traum für den Totalitären und ein Alptraum für den arbeitenden Bürger.

Der Herr Scholz und sein Kabinett sind von der Gas-Beschaffungstour aus Canada zurück. Das Einkaufsnetz blieb leer. Ins tägliche Leben übertragen: Das Mobiliar wurde auf den Sperrmüll gestellt, um hernach festzustellen, dass Gewünschtes nicht lieferbar ist.Scholz (2): Wenn der Kanzler die Gas-Beschaffung zur Chefsache erklärt, zeigt dies, dass er den beiden grünen Paradiesvögeln eine tragfähige Lösung nicht zutraut. Jetzt ist er selbst in deren Beisein gescheitert. Falls er klug ist – was ich nicht beurteilen kann –, wird er das Scheitern als Hebel benutzen, die vormals gewohnten Kohle- und Kern-Kraftwerke wieder anzufahren. Viel Zeit bleibt ihm nicht mehr beim Spiel mit seinem Amt – und mit dem Wohl und Wehe der Bürger.

24. August 2022

Das jüngste Sarrazin-Buch Die Vernunft und ihre Feinde mit dem bei Karl Popper geklauten Titel wird in Berlin vorgestellt. Das Ereignis ruft Erinnerungen wach, denn in genau demselben Raum der Bundespressekonferenz stellte 10 Jahre zuvor der Verleger Wolfgang Dvorak-Stocker mein Buch Nur für den Dienstgebrauch. Als Verfassungsschutzchef im Osten Deutschlands vor. Einen Tag später war das Buch als Raubkopie im Internet, wo es innerhalb von Stunden 20.000 mal abgerufen wurde.

Sarrazin (2): Der Clou der Buchvorstellung gestern war das Einleitungsreferat von Uwe Tellkamp, der das Spott-Vokabular um das Habecken (= das Falsche zur falschen Zeit tun), das Baerbocken (das Schaden-Verursachen), das Scholzen (= das Nichtstun) und Weiteres bereicherte. Das politische Personal als Auslöser von Volkswitz. Man wird sehen, ob sich das durchsetzt.Sarrazin (3): Das nun vorletzte Buch des Großautors las ich ganz und fand dort vieles, dem ich zustimmen konnte, nicht hingegen seinen Ausführungen zum Klimawahn, den er teilte. Hierüber habe ich mich bei dem scharf denkenden Mann mehr gewundert als geärgert. Der Kauf des Vernunftfeinde-Werks wäre für mich vermutlich eher ein Akt der Solidarität denn der Wissensbereicherung. Ich denke, so geht es vielen, was natürlich nicht gegen das Buch spricht – ganz im Gegenteil.
Psychologische Kriegführung: Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums heißt Lijian Zhao. Er hat sich vorige Woche zu den Anschlägen vom 11. September dahingehend geäußert, dass nicht arabisch-stämmige Terroristen, sondern die USA selbst für diese Verbrechen verantwortlich seien. Ob das so ist oder nicht, ist weniger interessant als der Umstand, dass beide Seiten dazu übergegangen sind, einander ganz offen als Verbrecherregime zu beschimpfen. Adressaten dieser Injurien sind in erster Linie die sonstigen Staaten dieser Erde.

Der Bürgermeister von Bad Doberan hat sich drastisch zu den sog. Notfallplanungen der Bundesregierung geäußert. Nicht die Wärmeräume für die Bevölkerung seien die Lösung, sondern das umgehende Wiederanfahren von Kohle- und Kernkraftwerken. Zudem solle man sich über Gasmangel nicht wundern, wenn man den Krieg gegen Russland unterstütze, anstatt sich ernsthaft um Frieden zu bemühen.Bad Doberan (2): Das ist nun schon mindestens der zehnte kommunale Spitzenmann, der sich einschlägig äußert. Erst wenn der Faktor tausend Wirklichkeit wird, kann man auf Abhilfe hoffen. Immerhin, so geht mir durch den Kopf, waren es ganz übersichtliche norddeutsche Gemeinden, wie im Frühjahr 1989 anlässlich der Fälschung der Kommunalwahl in Neuglobsow, die den Stein ins Rollen brachten.

23. August 2022

Doctor Antoni Fauci, der 81-jährige Corona-Papst der USA, kündigt seinen Rücktritt als Chef des Nationalen Institut für Infektionskrankheiten (NIAID) zum Jahresende an. Aus der einschlägigen dpa-Meldung entnehme ich nichts als Lob. Man muss sich dem keineswegs anschließen – jedenfalls dann nicht, wenn man nicht zu den Nutznießern von Big Pharma gehört.Fauci (2): Erste Leserkommentare, die naiver Weise nach den seit Monaten durch die alternativen Medien geisternden geradezu grotesk hohen Zahlungen an die Fauci-Behörde aus trüber Quelle glauben, dass jetzt die Stunde der justiziellen Gerechtigkeit nach 38 Jahren unheilvollen Wirkens schlagen werde, erfüllen mich mit Heiterkeit. Wie eine Drohung empfinde ich hingegen Faucis Bemerkung, er freue sich auf seine nächste Aufgabe. Wie wäre es mit dem Militärisch-industriellen Komplex (Planung des biologischen Kriegs der Zukunft)?

In Putins Kopf: Beeindruckend ist es, was die Experten zu wissen vorgeben, wie es in Russlands Herrscher so zugeht. Hierzu zählen auch die Quellen, aus denen das Hirn des Mannes schöpft. Alexander Dugin sei so ein Stichwortgeber. Von seinen Schriften las ich keine, nur dass dessen Tochter soeben mit einer Autobombe ins Jenseitsbefördert wurde. Iwan Iljin sei ein anderer. Von diesem russischen Emigranten las ich kürzlich ein Buch aus den 1930er Jahren und fand es unlesbar (merkwürdiger sprachlicher Widerspruch).

MPi: Über einen polizeilichen Schusswaffengebrauch im Ruhrgebiet las ich, dass einer der Beamten den schwarzen jugendlichen Messerstecher mit einem kurzen Feuerstoß aus der Maschinenpistole umlegte, bevor dieser das Messer gegen den eingreifenden Kollegen anwenden konnte. Jetzt jaulen Gutmenschen durcheinander.

MPi (2): Zur Bewaffnung von Panzerbesatzungen gehörten vor 50 Jahren Maschinenpistolen. Meine Übungs-Erfahrung mit dieser  zeigte, dass man auf kurze Distanz kaum danebenschießen konnte. MPi (3): Diese Waffe ist nicht ganz neu. Erste Serien-Modelle fanden Verwendung bei der Ermordung von Walther Rathenau vor exakt 100 Jahren.

Doch, doch, das Groteske lässt sich fast immer durch die nächste Groteske überflügeln: Die Stadt Los Angeles, Welthauptstadt der Wokeness und Drogenverwahrlosung, bietet kostenlose Covid-19-Tests für Hunde und Katzen an. Zwar ist bislang noch kein einziger Fall einer einschlägigen Infektion aufgetreten, aber…

Die Ratten und das Schiff: Die US-Regierung hat soeben alle ihre Staatsbürger aufgefordert, unverzüglich die Ukraine zu verlassen. Hierfür kann ich mir zwei unterschiedliche Gründe vorstellen: (1) Das Selenskyj-Regime wird sich selbst überlassen; (2) es wird einen massiven US-Angriff auf eines oder mehrere ortansässige Kernkraftwerke geben, für die diejenigen, die vor Kurzem stattfanden nur ein Präludium darstellen.Der Generalinspekteur der Bundeswehr spricht sich dezidiert gegen die Wehrpflicht aus: (1) Die Wehrdienstzeit sei zu kurz, um die komplizierten Waffen beherrschen zu lernen; (2) die Bundeswehr sei auch ohne dieselbe in der Lage, ihrem Verteidigungsauftrag nachzukommen. Soso. Zu 1: nicht jeder Soldat ist ein Jet-Pilot; zu 2: Las ich nicht kürzlich, dass das Personal-Ist der Kampftruppen ums Verrecken nicht zu erreichen ist? Fazit: die Sicherheit unseres Landes befindet sich nicht in den Händen verantwortungsbewusster Generale. Zudem scheint ihnen die Verbundenheit von Volk und Armee fremd zu sein.
Über den Wolken (über die Woken): Robert H. und seine Amts-Gespielen und Medien-Jubilanten benötigen im Regierungsflieger nach Canada keine Masken. Während ich diese Zeilen schreibe, ermahnt mich eine Ansageschleife in der Condor-Maschine, dass in deutschen Flugzeugen Maskenpflicht bestehe. Damit mein Hinweis nicht als Regierungskritik missverstanden wird, füge ich hinzu, dass unsere Regierenden gerade als Kontrollgruppe des Herrn Karl im selbstlosen Selbstversuch testen, wie sinnvoll das Maskentragen ist. Oder so. Wie schon der Flugpionier Lilienthal sagte: Opfer müssen gebracht werden.

22. August 2022Wie gut, dass es aufmerksame Leser gibt, sonst wäre mir die Nachricht aus dem Hause Karl entgangen. Was dort steht, erinnert in der Glaubwürdigkeit stark an die (von mir erfundene) Ausrede: Ich konnte nicht zur Pressekonferenz kommen, weil ich vergessen hatte, meinen Dienstwagen zu betanken. Man erinnert sich: Der Herr Karl hatte sein Handy in die Fernsehkamera gehalten und Corona-Schwurbler hatten den QR-Code ausgewertet. Karl, Karl, Karl!

In einem von mir erfundenen Impfkrimi sähe der Lieblingsschurke (Gestik, unverhohlene Kumpanei mit dem Schwab’schen WEF und öffentliches Bewundert-werden) aus wie der aus Saloniki stammende Pfizer-Lenker Albert Bourla. – Jetzt Covid-19 pos. Ein guter Gag. Im Abspann die Worte: Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen wäre rein zufällig.

Auch in diesem Fall gilt: Dank an den Leser P., der mir das hier anlieferte:

21. August 2022Das Rentnerische Akrützel im elektronischen Briefkasten vorgefunden. Unterscheidet sich erheblich von dem, was mich heute Nacht im fernen Süden ganz analog anschrie:

20. August 2022

Das Panikorchester hat eine neue Schallplatte aufgelegt. Die Wasserknappheit. So wird vorbereitet, dass es dank mutwillig herbeigeführtem Energiemangel demnächst kein warmes Wasser mehr gibt. Denn wenn es gar kein Wasser gibt, gibt es auch kein warmes. Nur eins ist klar: Der nächste Winter kommt bestimmt.Kommt mir einer im fernen Süden entgegen: Schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift Blackout. Kaum habe ich mich zu Ende amüsiert, kommt ein anderer auf mich zu: Schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift Manche führen. Drehe mich verwundet nach ihm um und lese auf seinem Rücken Manche folgen.

18. August 2022

Ich gerate in ein Quartier, in dem der Fernseher, dem ich schlecht ausweichen kann, lauthals läuft. Es handelt sich um ein Sportereignis. Falle auf, weil ich nicht weiß, dass dies die Europameisterschaften in was auch immer in München sind. Beim genaueren Hinsehen erkenne ich das Olympiastadion wieder. 50 Jahre, lange her. Ein Jahr zuvor trug ich noch olivgrün mit deutschen Fähnchen am Oberarm und sprengte auf dem Gelände ein Weltkriegs-Überbleibsel weg. Noch länger her.

Da gewinnt eine Deutsche den 5000 Meter-Lauf und eine – die Favoritin – wird im Weitsprung die Zweite. Die Läuferin blond und strahlend in ihrem Siegerglück, fast ohne Bodenhaftung, keine Spur von der Strapaze ist zu sehen, die Springerin, nachdenklich, gesammelt, eine Afrikanerin, der Herkunft nach. Beide tragen deutsche Fahnen durchs Stadion. Das also ist Deutschland. Auch.

Es sitzen vier Männer, gelb gewandet, auf der Tribüne des Stadions, die der Muppet-Show entstiegen sein könnten. Sie machen gemeinsam bedenkliche Gesichter. Auch das ist Deutschland, wie ich es kenne.

Nachtgedanken unter freiem südlichen Himmel inmitten von entspannten Leuten: Steigt Don Pedro nachts aufs Dach | werden Nachbars Hunde wach. Zusatz nach dem nächsten Glas: Dass Südwein reimen machte | ging schneller, als ich dachte.Im hispanischen Rechtskreis gilt die Regel, dass die Polizei nicht eingreift, wenn eine Hausbesetzung bereits mehrere Tage andauert. Jetzt gibt es nur drei Möglichkeiten, um die Störenfriede loszuwerden: (1) die Gerichte bemühen [= sinnlos und teuer], (2) den Besetzern Geld geben, damit sie verschwinden [= teuer und wahrscheinlich erfolgversprechend], (3) einige Muskelmänner engagieren [= ggf. teuer, dafür nachhaltig]. Für Señores mit Jagdwaffen gibt es wohlmöglich, wie man mir sagte, noch eine weitere Möglichkeit. Was die Leute so reden, wenn sie beim Wein zusammensitzen.

17. August 2022

Politisch unkorrekt: Der Palästinenser-Vorsitzer Abas soll sich auf einer Pressekonferenz nach Wunsch von Mainstream für das Attentat von München 1972 entschuldigen. Eine dahingehende Reporterfrage beantwortet er so, dass es da nichts zu entschuldigen gebe, vielmehr sei zu bedenken, dass Israel einen vielfachen Holocaust auf dem Gewissen habe. Diese boshafte Provokation ist kein Wunder aus seinem Mund. Bemerkenswert hingegen ist es, dass der daneben stehende Bundeskanzler zu diesen Schmähworten schweigt.Schweigen (2): Vielleicht dachte Scholz, das Schweigen sei die klügste Reaktion auf die Unflätigkeit. Vielleicht dachte er auch infolge seiner bewundernswert langen Leitung gar nichts. Doch im Ergebnis lag er schief, denn sofort tobte Mainstream gegen ihn los. Ein neuer Fall Scholz wurde geboren. Nehme an, dass die grünschillernde Journaille sich in der Hoffnung wiegt, das Abschießen von Scholz wäre die letzte Stufe, um dem Robert und der Annalena das Kanzleramt zu öffnen. Illusionen.

13. August 2022Nein, muss man nicht. Als Gesundheitsminister muss man nicht zählen können. So kann es vorkommen, dass man die Zahl 4 mit der 3 verwechselt. – Ich bin viermal geimpft, sagte der Herr Karl, dann hielt er zum Beleg seinen digitalen Impfpass in die Fernsehkameras. Darauf war zu sehen: Er ist dreimal geimpft. – Ein Regierungssprecher musste hernach klarstellen, dass Digitales und die Realität beim Herrn Karl nicht übereinstimmt. Das ist nicht das Einzige, was bei ihm nicht stimmt. Der Mann muss von seinem Posten entfernt werden. Er muss da weg, es wird dringlich.

Morgens um drei: Das Durchsuchungsprotokoll der Trump-Liegenschaft bringt zwei Dinge an den Tag: (a) der Vorwurf lautet auf Mitnahme von klassifizierten Dokumenten, die die Sicherheit der USA beeinträchtigen und zu Spionagezwecken geeignet sind, (b) inhaltlich nichts, da nur die Zahl der Kartons mit dem beschlagnahmten Gut genannt wird.Trump (2): Donald der Agent fremder Mächte, bekanntes Märchen seit 2016, jetzt im zweiten Aufguss. Die Angst vor ihm muss unermesslich sein. Der Hass auf ihn auch.

12. August 2022

Die Trump-Razzia des FBI zieht Kreise. Mir kommt der Verdacht, als sei der Schuss nach hinten los gegangen. Selbst seine Feinde im eigenen Lager der Republikaner sehen sich genötigt, mit dem Ex-Präsidenten wenigstens verbal solidarisch zu sein. Ihnen schwant, dass auch sie selbst Opfer solcher Attacken werden können, wenn die Gewaltinhaber zu solchen Mitteln greifen.

Razzia (2): Endgültiges lässt sich so lange nicht sagen, wie nicht klar ist, was die Staatsanwälte so alles aus dem Domizil weggeschleppt haben. Dass sie nach nicht zurückgegebenen Regierungsakten suchten, war – da bin ich mir sicher – nur ein Vorwand, um in das Haus eindringen zu können.

In Dresden findet vor dem OLG ein Terroristenprozess gegen die sog. Hammer-Bande statt. Das sind Antifa-Leute, die auf Staatskosten gelebt haben. Ihr Anführer ist eine Frau. Ihre Vorgehensweise: In ihren Augen politisch Missliebige in gezielten Überfällen mit Hämmern zum Krüppel zu schlagen. Dass bislang niemand seinen schweren Verletzungen erlag, ist der pure Zufall.

Hammer (2): Geradezu ekelerregend ist der Sympathisantensumpf in Politik und Medien. Eine Ausweitung der Ermittlungen auf das Bundesfamilienministerium als Geldspender des Kampfes gegen rechts und auf die einschlägigen Länderbehörden wäre mehr als am Platze. – Ein frommer Wunsch, ich weiß.

Ungebremst äußert sich der kranke und vierfach geimpfte, nunmehr mit Medikamenten des Hauses Pfizer traktierte Herr Karl. Hält Essen im Lokal ohne Maske für gefährlich und will den chinesischen elektronischen Gesundheits-Kontrollpass einführen. Langsam müssten selbst die devoten Maulhelden in der Ärzteschaft bemerken, dass es höchste Zeit ist, Abstand zu nehmen.

Der Herr Karl (2): Aus allen bislang sorgsam verstopften Ritzen quellen die Nachrichten über die Nebenwirkungen der Stöffchen. Von der Auslösung von Geisteskrankheit habe ich bislang nichts gelesen. Stutzig gemacht haben mich indessen die kaum noch zu zählenden Hinweise aus berufenem Munde, dass die Impfung vorhandene Defekte beschleunigt oder erst zum Ausbruch kommen lässt, bevorzugt bei Krebs. Aber was ist mit ganz normalem Wahn? Womit wir wieder bei dem Herrn Karl sind. Er muss da weg. Es ist dringend.

Der Herr Karl (3): Die schlimmste der nunmehr vorliegenden Studien, an 318 südostasiatischen Schülern durchgeführt, kommt zu dem Ergebnis, dass 29 Prozent der Probanden hernach an Herzerkrankungen litten. Erinnert sich noch einer an die Worte des Großtöners? Die Mittel sind erprobt und sicher.

In London muss die Klinik mit Namen Tavistock-Institute schließen. Hunderte Kinder wurden dort geschlechtsgewandelt – chemisch und chirurgisch. Die Schäden der medizinischen Scharlatane, denen man mangelnde Aufklärung ihres Tuns vorhält, sind irreparabel.

Tavistock (2): Es mag zynisch klingen, aber vielleicht musste es erst zu solchen Opfern kommen, um die woken Gesetzgeber zum Aufwachen in der Wirklichkeit zu veranlassen. Meine Hoffnung ist begrenzt, zu tief sitzt der Krebs in der Führungsschicht. Zudem: Kinderlose haben keine Ahnung vom gewöhnlichen Eltern-Kind-Konflikt.

Tavistock (3): Auf die Schnelle das Firmenschild der Klinik konserviert, bevor sich schon morgen niemand mehr von den dort versammelten Verdächtigen daran erinnern wird.
Tavistock (4): Vor Jahr und Tag versuchte ich vergeblich, zu den Quellen des Übels in dem gleichnamigen beschaulichen Städtchen am Rande des Dartmoors in Süd-Devon vorzudringen. Außer Gerüchten war nichts zu erfahren, und das konservative Mitglied des Oberhauses ließ mich bei einer Gardenparty des dortigen Colleges mit hochgezogenen Augenbrauen stehen – eine Szene wie aus einem Hitchcock-Film. 

11. August 2022

Propaganda und Desinformation haben stets einen Pferdefuß. Sie bringen Dinge an den Tag, an die der normale Zeitgenosse noch gar nicht gedacht hat. So ergeht es mir mit der Schwarzen Liste angeblicher russischer Propagandisten, die vom Zentrum für Desinformations-Bekämpfung der Ukraine unter der Schlagzeile Спікери, які просувають співзвучні російській пропаганді наративи verbreitet wird [ist unter dieser kyrillischen Buchstaben-Kombination im Internet zu finden].

Wild West: Zur Durchsuchung der Trump-Residenz in Florida war das FBI mit 30 Agenten angereist. Sie warfen die anwesende Trump-Anwältin vom Grundstück, zeigten einen behaupteten richterlichen Durchsuchungsbeschluss nur aus unlesbarer Ferne vor und waren in erster Linie bestrebt, dass die Überwachungskameras vom Netz gingen.

Wild West (2): Nun muss man das Trump-Haus nicht schön finden (Disney-Verdacht). Ein Durchsuchungsgrund ist dies selbst in den USA nicht.

Der Herr Karl: Witzig fand ich gestern Abend einen Artikel bei Tichy, der Kanzler müsste den frei drehenden Gesundheitsminister disziplinieren. Das ist fürwahr saukomisch.Der Herr Karl (2): Er ist zwar Solist, aber kein Einzelfall:

10. August 2022

Der Beschuss des Kernkraftwerkes von Saporischschja wird mit Kamikaze-Angriffen am Ende des Zweiten Weltkriegs an der Pazifik-Front verglichen. Der Vergleich hinkt insofern, als sich die heutigen Angreifer kaum selbst zu gefährden scheinen – im Gegensatz zu jenen japanischen Selbstmord-Piloten. Doch ein wirksamer Volltreffer nebst ausgelöster Kernschmelze wäre ein Ereignis, dessen Folgen kaum vorherzusagen sind – außer, dass sie auch den Angreifer treffen würden.

Saporischscha (2): Das Kraftwerk befindet sich praktisch seit Kriegsbeginn unter russischer Kontrolle. Warum jetzt ausgerechnet russische Streitkräfte – wie in Westmedien durchweg behauptet – den Beschuss durchführen sollen, ist schlecht nachzuvollziehen. In jeden Falle handelt es sich hier rum das Prinzip der verbrannten Erde. Die Erfahrung lehrt, dass es Armeen auf dem Rückzug sind, die zu solchen verbrecherischen Mitteln greifen. Der deutsch-sowjetische Krieg von 1941-45 bietet hierfür überreichlich Anschauunsgmaterial.

Das öffentliche Tamtam, welches plötzlich um die Amtsführung der zum Rücktritt veranlassten Intendantin des Staatsfernsehens ARD und des Berliner Rundfunks RBB gemacht wird, ist bestenfalls das Vorzeigen eines Sündenbocks für das Leben einer Kaste, die sich in einem Luxus-Selbstbedienungsladen häuslich eingerichtet hat. In Wirklichkeit steht über dem Gesamt-Bauwerk: Das kann weg.

Die freie Welt: In Florida durchsucht das FBI die Privat-Liegenschaft des Ex-Präsidenten Trump und beschlagnahmt dort nicht näher Spezifiziertes. Das zeigt: Der Mann wird von seinen Gegnern bei den sogenannten Demokraten für existenzgefährdend eingeschätzt. Da hat sich in den letzten 6 Jahren nichts geändert. – Mich wundert, dass er immer noch nicht umgebracht wurde.Ergebnis des Nachdenkens über Sprichwörtliches: Ein X-Bein kommt selten allein.

9. August 2022

Aufheulen der Guten: Es wurde ein Eisbär auf Spitzbergen getötet. Zuvor war er ungefragt in ein touristisches Zeltlager eingedrungen und hatte daselbst ein Touristin verletzt. – Der eigentliche Clou der Meldung wird zumeist verschwiegen, nämlich dass man sich nach einem Gebot der norwegischen Obrigkeit in der Gegend nur mit Gewehr bewaffnet aufhalten darf. Nun ja, früher hätte man gesagt: Abenteuerurlaub.

Bewaffnet (2): Man stelle sich vor, die Obrigkeit ordnet an, dass man bestimmte Ecken Deutschlands nur noch bewaffnet betreten darf, zum Beispiel weil Wölfe in größeren Rudeln frei herumlaufen.

Der Herr Karl hat Corona. Ich will doch nicht hoffen, dass der ungeimpft sei oder irgendwo die Maske ganz verantwortungslos habe fallen lassen. Ich mache mir Sorgen. Man stelle sich einmal vor, er sei plötzlich und von uns allen unerwartet… Aber lassen wir das, denn sein neues Impfgesetz (alle 3 Monate und Windelpflicht) harrt der Vollendung. Karl, halte durch! Pfizer & Co vertrauen dir.Der Herr Karl (2): Wenn ich mir vorstelle, was ohne das Wirken des Herrn Karl passiert wäre. Wir wären alle tot. Er auch.

8. August 2022

Falschmeldung vom Vortage: Nicht nur der Seeterminal, den die Russen in Prokuhren in ehemals Ostpreußen bauen, heißt Pionjerskij/Pionerski/Пионерский (es ist die übliche Streitfrage der Umschrift-Päpste, ob man das J beim gesprochenen je im Deutschen schreibt oder weglässt, vom Dehnungs-J am Ende ganz zu schweigen), sondern der Ort selbst wurde so nach Kriegsende von den Eroberern getauft. Namenspate war die kommunistische Kinderorganisation. Bei meinem Hinweis auf einen strategischen Schachzug durch den Ausbau allerdings bleibt es: Der solide Anlandungsausbau soweit westlich wie möglich als Pfeiler einer Doktrin von der offensiven Landkriegsführung. Der einstige strategische Ausbau von Mukran (Sassnitz) auf Rügen lässt aus den vergangenen Jahrzehnten grüßen.

Landkriegsführung (2): Wie die russischen Strategen sich diese vorstellen, haben sie seit den 1920er Jahren mehrfach durch einschlägige militärtheoretische Werke mitgeteilt.

Landkriegsführung (3): Wenn die anglo-amerikanische Seemacht die russischen Anrainer-Staaten Polen und Litauen anstiftet, die Russen in Ostpreußen per Blockadepolitik anzugreifen, so wie vor wenigen Wochen begonnen, so testet sie aus, wie weit sie noch gehen kann, ohne sich ernsthaft selbst zu gefährden. Das Wie-weit? hat Grenzen dort, wo die Russen zu strategischen Fernwaffen greifen. Die Ansage aus Moskau, die britischen Inseln durch ein künstliches Seebeben untergehen lassen zu können, sollte in Washington als eine Mahnung verstanden werden. Ich zweifele indessen, ob diese Mahnung angekommen ist.

Landkriegsführung (4): Indessen: Der Vormarsch (besser: das kontinuierliche Vorrücken) der Russen findet in der Mitte des Frontbogens statt. An dem Vorgehen, kleine Kessel zu bilden, hat sich nichts geändert. Ob im Norden des Frontbogens ein größerer Kessel um Charkow gebildet werden soll, kann man bestenfalls erahnen. Die Flut der Meldung über Einzelgefechte macht es nahezu unmöglich, ein widerspruchsfreies Lagebild zu erstellen.

Landkriegsführung (5): Ein Ex-Bundeswehrgeneral schreibt mir, die Entscheidungsschlacht um Cherson habe begonnen. Das sieht aus wie eine Ente. Klar ist lediglich, dass, nachdem die Stadt vor Wochen von den Russen offenbar kampflos besetzt worden ist, die Lage von Nikolajew und Odessa prekär geworden ist. Hieran hat sich wenig bis nichts geändert.

6. August 2022

Gestern Abend wird es im Freien empfindlich kühl. Das ist angenehm. Es regnet nur kurz und schon machen die Leute bedenkliche Gesichter. Ich sage: Die Bäume wird’s freuen. Da ernte ich Kopfschütteln. Schließlich stehen Dreckpfützen auf dem gepflegten Gartenweg. – Wo bin ich hier?

Ostpreußen, die nördliche Hälfte: Aus Polen verlautet nun offiziell, dies sei seit jeher polnisches und preußisches Land gewesen. – Wann war eigentlich Königsberg polnisch? Ich komme einfach nicht drauf.Ostpreußen, die nördliche Hälfte (2): Zwischen Crantz und Rauschen haben die Russen die Arbeiten in Prokuhren an einen Seeterminal Pionjeskij mit Hochdruck wieder aufgenommen. Das sieht nicht danach aus, als hätten sie vor, die Gegend zu räumen, die sie im April 1945 besetzt haben.

5. August 2022

Im Grunewald wird seit gut 70 Jahren Weltkriegsmunition von Freund und Feind vernichtet. Bis vor Kurzem legte man selbst in Berlin einen gewissen Wert auf die Kombination von kontrolliert und abfackeln. Jetzt ist die Sache außer Kontrolle geraten – nicht nur die Munitionsvernichtung.

Grunewald (2): Früher gab es diese witzigen Schilder im Sommer: Verhütet Waldbrände. Waren im Prinzip auch auf der sozialistischen Seite von der Glienicker Brücke bekannt: Reduziert die Waldbrände um 50 Prozent.

Grunewald (3): Das Zauberwort der Naturschutz-Enthusiasten heißt Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Zu denen wird von der Obrigkeit gezwungen, wer einen Baum im Stadtgebiet umlegt. Aktuell sollte man an die Errichtung eines Schilderwaldes denken.Grunewald (4): Es ist nur noch eine Frage von Tagen, dann wird man öffentlich mutmaßen, dass die Klimaleugner das Feuer legten. Von dort ist dann der Weg zu Maßnahmen nicht mehr fern.

4. August 2022

Nein, wir haben gewiss kein Analyse-Defizit. Was hingegen fehlt, ist Führung.

Führung (2): Es ist niemand hierfür geeignet, dessen hervorstechendstes Merkmal die Lächerlichkeit ist.Führung (3): Man kann im übrigen die unabdingbaren Eigenschaften an den Fingern einer Hand aufzählen. Fehlt eine davon, ist die Person ungeeignet.

3. August 2022

Alternative Nachrichtenquellen empören sich über Fake-Bilder des Zwangsfernsehens, die schwarze Wolken über den Kühltürmen von Kernkraftwerken vorgaukeln. Ich kann nur sagen: Der Putin war’s, denn das ist Ruß aus Russland.

Die Übergewinnsteuer für Energieriesen wird vom Establishment diskutiert. Alle sog. Argumente beginnen mit den Worten: „Es kann doch nicht sein, dass…“ – Doch, doch es ist so, es ist die Folge davon, mit Reglementierungen den Klimawahn erzwingen zu wollen. Ein normaler Mensch würde sagen: „Ach, die sind es, die an dem ganzen Irrwitz verdienen“ und sodann den Blödsinn abstellen.Annalena Bb. sorgt in den USA durch öffentliches Gerede – was sie genau sagte, weiß ich nicht – dafür, dass in China der deutsche Botschafter einbestellt wurde. – China? Wo liegt das denn? – Habe in Erinnerung, dass sie uns feministische Außenpolitik servieren wollte. Ich bin mir sicher, dass man die Regeln über Zank im Frauenhaus nicht auf die Welt der Diplomatie übertragen sollte. Um es klar zu sagen: Diese Frau schadet Deutschland, egal ob absichtlich oder aus Unverstand. Sie muss da weg, wir haben bereits genügend viele Feinde.

Unverdrossen lügt die Tausendundeinenachtabteilung: „Extremwetter: Bisherige Rekorde werden deutlich überschritten. Ein Jahr ist die Flutkatastrophe im Ahrtal her. Länger anhaltende Extremwetterereignisse nehmen wegen des Klimawandels zu, so der Meteorologe Dr. Peter Hoffmann. Deutschland müsse eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen“ (Rundbrief der Bundeszentrale für politische Bildung – BzB – von heute).BzB (2): Und hier noch was aus der Abteilung unfreiwilliger Humor: „Die russische Invasion hat durch die Zerstörung hunderttausender Wohnungen und einer massiven Migrationswelle die bestehende Wohnraumkrise in der Ukraine noch weiter verschärft.“ Verschärft heißt: die missliebigen Umstände waren vorher schon da. Passend in dem Zusammenhang hätte ich das jüngste Prösterchen-Balkon-Foto (roter Sekt, na ja) aus Kiew mit Nanzy F. und Hubertus H. nebst dem regierenden Preisboxer K. gefunden. Wurde aber nicht verwendet. Ich finde, das Bild spricht für sich.

2. August 2022

Wer wie ich am gestern vergangenen Monats- und Wochenbeginn die Hände in den Schoß gelegt hat, hat wenigstens keine guten Vorsätze gefasst, die sich schon morgen in Luft auflösen.

Im Weißen Haus wird der US-Präsident nach erneuter Positiv-Testung in kurzer Fist wiederum isoliert und nunmehr mit einem Heilmittel von Pfizer traktiert. Der Mann hat Mut, oder aber er hat den Überblick verloren. Letzteres natürlich nur, wenn er ihn überhaupt noch hatte.

Weißes Haus (2) und noch vom Vortage: Mitteilung, dass US-Kräfte den al Qaida-Chef Ayman al-Zawahiri durch einen gezielten Luftangriff ermordet haben.

Der ungarische Herr Orbán hat eine Brandrede gehalten. Hat gesagt, dass sein Land keine Rassenvermischung wolle. Jetzt tönt der Rassismus-Chor in allen denkbaren Tonlagen. Abgesehen davon, dass dies der übliche Pawlow‘sche Reflex ist, stellt sich die Frage, was denn die Kritiker wollen: (1) Wollen sie, dass man darüber nicht rede? Oder (2) wollen sie die Vermischung? Oder (3) wollen sie beides gleichzeitig?

Das stillgelegte Steinkohlekraftwerk im niedersächsischen Mehrum am Mittellandkanal wird wieder hochgefahren. Tja, so geht der Ausstieg aus der Kohle, wenn man aufs Russengas pfeift. Bliebe noch zu klären, ob dort künftig Russenkohle aus dem Donbas verfeuert wird.Ausstieg (2): Die Mainstreamer behaupten aktuell, dass laut jüngsten Umfragen die Grünen-Wähler den Weiterbetrieb der Kernkraftwerke befürworten. Als nächstes werden sie behaupten, dass die Anti-AKW-Bewegung mit den Grünen nie etwas zu tun gehabt habe. Und schlussendlich werden wir erfahren, wie gut Kernkraft für die Klimabilanz sei.

31. Juli 2022

Werde durch einen Menschen, den ich als gut unterrichtet einschätze, auf ein Interview mit dem Wissenschafts-Guru Hans-Werner Sinn hingewiesen, das zu konsumieren er mir ans Herz legt. Das übliche Katastrophengerede wird mit dem Satz eingeleitet, dass wir – gemeint ist Deutschland – uns in den Händen von Putin befinden. Danach kommt nur noch Ökonomen-Vokabel-Gestelze. In einfachen Worten: Man kann nichts Genaues vorhersagen. In noch einfacheren Worten: die pure Zeitverschwendung, denn wenn der Eingangssatz – die Putin-Formel – stimmt, so erwarte ich, wie man als Chefdenker diese Formel auflöst. Jedoch falsch gedacht: kein Wort hierzu, nur der alberne Hinweis, dass wir uns trotz der zu recht gewährten Ukraine-Hilfe nicht in den Krieg hineinziehen lassen dürfen. Doch genau dies liegt wegen des vorangegangenen Tuns unserer Staatslenker nicht mehr in unserer Hand. Einfach aber wahr.

Kann man Calvados-Schnaps essen? Ja, wenn man zwei, drei Gläschen an die in der Röhre schmorende Schweinelende gibt. Der aufsteigende Duft erzeugt zudem vorab Gefräßigkeit.

Schweinelende (2): Die Zubereitung hatte ich vor Jahr und Tag in der Bretagne kennengelernt. Dort gab’s Lende in Cidre gedünstet. Kein Cidre im Haus, tut’s auch der Apfelschnaps – nur eben in einen wesentlich kleineren Volumen.

Schweinelende (3): Bei Tisch aus erster Hand: Der Herr Scholz wurde vor Kurzem durch die Stromerzeuger auf die Notwendigkeit und Möglichkeit der Kernenergie in D unter Hinzufügen aller denkbaren wissenschaftlich fundierten Stimmen hingewiesen. Öffentliche Reaktion des Herrn S. war diese hier: Es gibt keine Möglichkeit des weiteren Betriebes, das sei wissenschaftlich belegt.Der Herr Scholz (2): Falls die vorstehende Mitteilung stimmt, dann lügt er – bei Anwendung der gängigen Maßstäbe –, so dass der Grund für sein Handeln zu erörtern wäre. Falls er nicht lügt, befindet sich Deutschland in den Händen eines Mannes, dessen Zustand als besorgniserregend zu bezeichnen ist.

30. Juli 2022

In den USA verklagt BionTech mit Unterstützung seines Riesen-Partners Pfizer die deutsche Firma CureVac wg. behaupteter Patentverletzung bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs. Hier soll offenbar eine Marktbereinigung mit Hilfe amerikanischer Gerichte trickreich vorgenommen werden. Wie man sich erinnert, wurde CureVac im Sommer 2020 durch den Gesundheitsminister, dessen Namen mir partout nicht mehr einfallen will, mit 300 Mio. Euro aus Steuergroschen gesponsert, wenn auch nicht mit dem erhofften medizinischen Erfolg.

Amerikanisches (2): In Washington kündigt Trump sein Comeback für den Wahlkampf 2024 an. Bis dahin wird noch manches Wasser den Potomac River hinabfließen. Einstweilen stehen die Zwischenwahlen zum Kongress im November auf der Agenda, in deren Vorentscheidungen Trump nach Kräften eingreift. Nach wie vor ist er die Dampfwalze der Republikaner.

Amerikanisches (3): Sog. Experten sehen einen republikanischen Erdrutschsieg bei den Zwischenwahlen voraus. Etliche Staaten erlassen Regelungen zur Eindämmung von Wahlfälschungen. Kaum zu glauben, dass sie hierbei erfolgreich sein werden. Gehen die Wahlen dann auch nur annähernd wie prognostiziert mit einem roten (republikanischen) Sieg aus, wird der Kongress den Präsidentendarsteller Biden vor sich her treiben. Das sind trübe Aussichten für die woken Milliardäre, sie werden das mit ihren Mitteln (siehe Trump-Abwahl 2020) zu verhindern suchen.

Amerikanisches (4): Masken, Impfpflicht für Soldaten und andere, Abtreibungsverbote, Inflation, Spritpreise und neuerdings Affenpocken bestimmen die restlos aus dem Ruder gelaufene innenpolitische Debatte.Amerikanisches (5): Wunderkind Musk verklagt nun auch seinerseits die Plattform Twitter, die ihn vor Kurzem verklagt hatte, den von ihm aufgekündigten Kaufvertrag zu erfüllen. Seine Zielsetzung ist unklar. Es sieht so aus, als käme es ihm jetzt nur noch darauf an, das Spielzeug, an dem er mit guten Grund die Lust verlosen hat, zu zerstören. Das ist eine interessant Lehrstunde in Sachen fortgeschrittener Kapitalismus.

29. Juli 2022

Das dankbare Volk begrüßt die für Oktober 2022 angekündigte Gasumlage. Und da wir gerade beim Umlegen (hüstel) sind: Wie wäre es mit der Windumlage, der Dieselumlage, der Kohleumlage, der Uranumlage (nee, falsch – oder doch richtig?), der Sauerstoffumlage (Atemsteuer) und dergleichen. Kann beliebig erweitert werden.Interessant finde ich Mainstream-Animationen, dass wir zusammenstehen müssen. Wer ist Wir? Zu beachten ist, dass Zusammenstehen keine Spaziergänge erlaubt, außer mit Hund, aber dann nur einzeln (= 1 x Herrchen/Hund).

Von der deutschen Sprache (= Ergebnisse der Schlaflosigkeit): Schlaftrunkund schlaftrunken sind zwei verschiedene Dinge. Letzterer Zustand kann allerdings beim Erwachen nach Ersterem entstehen.Auf deutsch (2): Feuermachen und Feuergeben sind aus der Mode gekommen. Ersteres wird man in Kürze wieder beherrschen müssen. Vom Letzteren gibt es auch eine militärische Variante, über deren Zukunft ich keine Prognose abgeben mag.
Auf deutsch (3): Andichten und Abdichten sind ein merkwürdiger Scheingegensatz, denn das eine handelt vom Installieren, das andere vom Denunzieren.

28. Juli 2022

Die einzige Weltmacht: „Es ist wichtig, dass wir daran arbeiten, den globalen Normen gegen die eigenmächtigen Handlungen wieder Geltung zu verschaffen“, US-Außenminister Antony Blinken zum amerikanischen Verhalten gegenüber Russland.

Falls das stimmt, was Gutachter herausgefunden haben wollen, dass nämlich das Pfizer-Corona-Stöffchen die Samenkonzentration beim Manne absenkt, braucht man sich über den drastischen Einbruch bei den deutschen Geburtszahlen, der mir vor einigen Tagen auffiel, nicht mehr zu wundern. Versuche erst gar nicht, mir die Versuchsanordnung vorzustellen.Bill G. ist nach China gereist, um gemeinsam mit dem dortigen Boss fotografiert zu werden. Worüber mögen die beiden geredet haben? Beiden geht es um die Macht, aber auf unterschiedlichen Ebenen. Vielleicht thematisierten sie die Steuerung des gemeinsamen Vehikels WHO zum Wohle der Menschheit, so wie die beiden Herren dieses definieren. Da hätte ich gerne einmal zugehört.

Grüne Mathematik: Durch Senkung der Fördersätze für Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden sollen mehr Menschen in den Genuss der Förderung kommen. So wird Robert H. zitiert. Das leuchtet ein: Wenn man einem seinen Schnaps nicht mehr gibt, werden viele betrunken werden. Oder so.Robert (2): Wegen dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine muss bei uns weniger Energie (gemeint ist Gas) verbraucht werden. Auch das leuchtet ein, denn meine Großmutter pflegte in solchen Situationen zu sagen: Sind meine Eltern selber schuld, wenn mir die Füße frieren – warum kaufen sie sich keine Handschuhe?

27. Juli 2022

Der Flächenbrand im Landkreis Elbe-Elster in Bandenburg betrifft einen oder mehrere Windparks. Vor Jahr und Tag äußerte ich mich nolens volens dienstlich und zwar skeptisch zu den Sicherheitsstandards. Die Dinger seien sabotageanfällig. Dafür erhielt ich keine guten Kritiken – die Windmühlen wären schließlich keine Kernkraftwerte. Stimmt, aber viel zahlreicher.

Neues aus der Ukraine (wenigstens für mich): Dass wir die Demokratie dort mit Boykotts des Bösewichts Wladimir Putin verteidigen, wissen wir seit Anfang März. In wessen Händen sich diese schützenswerte Demokratie und das Land, auf dem sie stattfindet, befindet, wird weniger erörtert. Hier ein Detail: Von der landwirtschaftlich genutzten Fläche dort („die Kornkammer“) gehören 17 Millionen Hektar (= 170.000 qkm) drei Großgrundbesitzern: Cargill, Dupont und Monsanto. Diese weltweit agierenden Multis wiederum gehören sog. Großanlegern der Hauptspekulanten Vanguard, Blackrock und Blackstone. Viel mehr muss man zu dieser Form der Demokratie nicht wissen. Nur zum Vergleich: Die genannte Fläche entspricht der Hälfte der Fläche von ganz Deutschland (= 357.000 qkm).Landnahme (2): Wieviel Land sich die eben aufgezählten üblichen Verdächtigen bereits in Deutschland gesichert haben, fand ich noch nirgends seriös erörtert. Dennoch hätte ich das gerne gewusst – einfach so und vielleicht aus deswegen, weil krasse Ungleichgewichte beim Landbesitz die Grundlage für den Feudalismus sind.

26. Juli 2022

Wie du mir, so ich dir: Eintreffen erster deutscher Flakpanzer in der Ukraine führt zu drastischer Reduzierung der gelieferten Gasmenge nach Deutschland durch Northstream 1. Die Rechnung ist einfacher, als man denkt – auch wenn niemand darüber spricht.

Gas (2): Ist keine Satire, sondern die Reaktion aus dem Wirtschaftsministerium: „Wir haben die Ankündigung zur Kenntnis genommen. Wir beobachten die Lage im engen Austausch mit der Bundesnetzagentur und dem Krisenteam Gas genau“.

Gas (3): Da kann nix passieren. Wir haben ein Krisenteam Gas. Ich weiß zwar nicht, was das ist, weiß aber aus langer Erfahrung, dass man Gremien gründet, wenn man nicht weiter weiß.

Gas (4): Es ist die jeweilige Ankündigung der dann auch tatsächlich durchgeführten Abschaltung, die den Hebel der psychologischen Kriegführung gegen Deutschland bildet. Das Krakel über den bösen Putin bei Mainstream verstärkt die Sache noch wider Willen. Ursache und Wirkung lassen sich nicht mehr sehr lange verkleistern. – Erinnert sich noch einer an die Ankündigungen vom Februar? Wir wollten die Sanktionen, jetzt sind sie da.

Mecklenburg meldet Nichtbelegung zahlreicher Urlaubsquartiere. Man wird kaum davon ausgehen können, dass die ehemaligen Stammgäste nach Acapulco ausgewichen sind.

Mecklenburg (2): Eigene Beobachtungen waren so: Der Ärger über die Preise, die in den letzten 3 Jahrzehnten ins Unanständige stiegen, dämpfte die Reiselust merklich bis endgültig. So blieben Leute wie ich weg. Jetzt auch diejenigen, die ihr Geld anderswo dringender benötigen.Mecklenburg (3): Idiotenregelungen des Corona-Regimes taten ein Übriges. Die Obrigkeit hatte verordnet: Wir wollen euch hier nicht. Das Gastgewerbe ließ sich das bieten. Zu süß waren die sog. Ausgleichszahlungen. Jetzt sind sie weg und die Gäste auch.

25. Juli 2022

Über die Raserei der Bilderstürmer: In meiner Kindheit erzählte man mir in zahlreichen Geschichten, wie man Wotan-Eichen fällte, Kirchen weiß tünchte, Bibliotheken verwüstete, Hexen auf Scheiterhaufen verbrannte. Meist wurden diese Erzählungen im Ton des Abscheus vorgebracht, so dass ich nicht begriff, warum die Missetäter so handelten. Heute erahne ich, dass es sich immer wieder um dasselbe Schema handelt: Die Zerstörung des Außergewöhnlichen durch den Mob, aufgestachelt durch minderwertige Scharlatane, zur Zeit praktiziert an der erfolgreichsten Autorin der Welt, J.K. Rowling.Rowling (2): Ihr Verbrechen, sie sagt, es gibt zwei Geschlechter. Die Mainstream-Hetzmeute leugnet hingegen diese Realität. Deswegen muss die Erfolgreiche liquidiert werden, ihrer Werke beraubt und ihr Name in die Vergessenheit versenkt. – Dies ist keine Zeit mehr fürs Argumentieren, sondern für Ohrfeigen.

24. Juli 2022

Kurz nach Mitternacht das jüngste Rentnerische Akrützel von Bernd Zeller im digitalen Briefkasten vorgefunden. Bin nicht ganz sicher, ob das Titelbild an der selben Stelle entstand, wo ich ihm kürzlich in Jena über den Weg lief. Die Portraitierte, jedenfalls, war seinerzeit nicht zu sehen.

Akrützel (2): Gebe zu, dass mir zunächst nicht die junge Dame, sondern das Heft-Motto „Die Ruhe vor dem Herbst“ ins Auge stach, da ich gerade Was-nun?-Post beantworten wollte.

Die Himmelsscheibe von Nebra wurde 1999 von Schatzräubern entdeckt, die sie zu verscherbeln suchten, bevor sie selbst entdeckt wurden. Der von mir benutzte Dumont-Führer Sachsen-Anhalt weiß hiervon natürlich nichts. Er ist von 1997.

Nebra (2): Der Anstieg zum Museumsbau ist nur ein kurzer, er wird aber von mir wegen der Wärme verflucht. Die Ausstellung ist so, dass ich schwanke, ob ich sie als lehrreich oder amüsant empfinden soll. In summa: Es könnte alles auch ganz anders gewesen sein.

Nebra (3): Beeindruckend allemal die Tontafeln in Handygröße, auf denen die Babylonier ihre Aufzeichnungen in winziger Schrift hinterlassen haben. Angeblich handeln sie von der Zeiteinteilung (ebenso wie die kupferne Himmelsscheibe unserer Altvorderen).
 

Nebra (4): Nicht ohne Komik auch die Bildlegende, die ich dort vorfand: „In Mittel- und Westeuropa ging während der Völkerwanderungszeit ein Großteil des Wissens aus dem ehemals griechisch-römischen Kulturkreis verloren.“ – Déjà-vu.

An der Unstrut gesessen und mit Muße Freizeitkanuten zugesehen, die sich bemühten, ihre Miet-Boote auf den Betonstufen an einem Wehr zu beschädigen, was offenbar nicht ausreichend gelang, denn nach geraumer Zeit fuhren sie weiter flussab. Déjà-vu (2): Mit meinem Klepper-Faltboot vor Jahrzehnten wäre das nicht möglich gewesen.Mit Genuss eine gebraten-á-la-Unstrut-Forelle gegessen. Konnte sie nicht nach ihrer Herkunft fragen, da ich keine der Turk-Sprachen hinreichend beherrsche.

23. Juli 2022

Man muss nicht in die Tiefen der Wahrscheinlichkeitsrechnung einsteigen, um sich vorzustellen, dass mit jeder weiteren Impfung die Gefahr einer schweren Nebenwirkung bei demselben Geimpften steigt. Jeder Seiltänzer weiß um das Risiko der Wiederholung.

Seiltänzer (2): Nun wäre es unfair, den Herrn Karl als einen Seiltänzer zu bezeichnen. Der Letztgenannte kann nur überleben, wenn er Risiken zutreffend abzuschätzen vermag.Seiltänzer (3): Es ist nicht ohne Komik, wenn das Paul Ehrlich-Institut, eine nachgeordnete Behörde des Gesundheitsministeriums, den twitternden Minister korrigieren muss, nachdem ein aufmerksamer Bürger öffentlich darauf hingewiesen hat, dass die beiderseitigen Zahlen über schwere Nebenwirkungen des Stöffchens nicht übereinstimmen. Ohne expressis verbis zu sagen, dass der Minister die Bevölkerung mit selbstgefummelten verharmlosenden Zahlen belügt, wurde der aufmerksame Bürger wg. der Verbreitung von Falschnachrichten auf Twitter gesperrt. Recht so, wie denn sonst?

22. Juli 2022

Der alte weiße Mann im alten Weißen Haus muss nach den selbsterzeugten Regel in Quarantäne, da ein positiver Corona-Test zu vermelden ist. Trotz vier Impfungen. Oder wegen vier Impfungen. Das wäre die allein interessierende Frage, die selbstredend nicht gestellt wird. Er macht jetzt Dienst im Home-Office. Ich dachte, das täte er ohnedies.

Mario Draghi ist in Italien zurückgetreten. Jetzt müssen Goldman Sachs & Genossen für einen Nachfolger sorgen.

Der Herr Müller von der Bundesgasanstalt teilt mit, dass durch Northsteam I mehr Gas nach Deutschland ströme, als von ihm angenommen. Ich dachte, es gäbe Messgeräte oder nutzt er Wünschelruten?

Mainstream vermeldet mit Stolz, dass die Bundesbürger weniger duschen. Michels Lust an der Notlage wird sich irgendwann in Luft auflösen – in sehr kalte Luft.

Im Wartezimmer: Da liegt der übliche Heftchen-Stapel aus dem Gesundheits-Blabla für Doofe. Eins mit der Aufschrift Focus. Zweimal hingesehen, es ist tatsächlich die von mir vor 3 Jahrzehnten wöchentlich durchgeblättete Wochenschrift. Jetzt ein schlabbriges Heftchen, in dem die Mitglieder der Bundesregierung gelobt werden. Lesedauer 2 Minuten. Das kann weg.Im Wartezimmer (2): Zwei Patienten, augenscheinlich Ärzte, unterhalten sich ungeniert über die Arbeitsbedingungen am Krankenhaus in Schilda. Erwägen Kündigung wg. übler Arbeitsbedingungen, totalem Personalmangel, Maskenterror und so. Kann kein Mitleid entwickeln, da sie sich unterwerfen, was sie nicht müssten.

21. Juli 2022

In Großbritannien bestimmen derzeit die konservativen Abgeordneten im Unterhaus, wer Pateichef werden soll. Sie führen angesichts der Mehrzahl der Bewerber eine Art Reise-nach-Jerusalem auf. Jedes Mal scheidet der am schlechtesten Platzierte aus. Gestern waren es dann nur noch zwei, ein Indisch-Stämmiger und eine Engländerin. Der Sieger wird sodann zur Königin gehen, um sich zum Premier ernennen zu lassen. – Warum das so ist? Ist eben so.

In den USA stehen Biden & Co vor einer bemerkenswerten parlamentarischen Niederlage. Das gigantische Geldpaket zur Installierung eines Green Deal droht im Senat zu platzen. Dort hat einer der demokratischen Senatoren erklärt, dagegen stimmen zu wollen. Das reicht angesichts der fifty-fifty Mehrheitsverhältnisse für das Aus. Man kann den Abweichler vom Woken verstehen, denn er verdient seine Dollars mit Kohleverstomung.

In Russland hat Außenminister Lawrow mitgeteilt, dass man zu weiterer Landnahme schreiten werde. Hier werden die beiden gegnerischen Kriegsprinzipien erneut deutlich: Die USA setzen auf Abnützungskrieg, die Russen auf eine nichts überstürzende Beharrlichkeit der kleinen Schritte.

Russland (2): Die Strategie der Aufspaltung der Gegner schreitet munter voran. Das gilt länderbezogen (z.B. Ungarn, Slowakei, Spanien), aber auch innerstaatlich, wie man am Beispiel Deutschland beobachten kann. Die deutsche Politik hängt an einem seidenen Faden, dessen eines Ende in Moskau festgemacht ist. Zur Zeit wird an diesem Faden milde gewackelt. Gleichzeitig wird zugeguckt, ob wir von selbst runterfallen.Wer zwischen die Mühlsteine gerät, sagt das Sprichwort, wird zermahlen. 

Die Fortschrittler haben ein neues Kuscheltier von gigantischen Ausmaßen kreiert, den globalen Süden. Besser kann man die Kernidee des Globalismus kaum zum Ausdruck bringen, dieses Wir und Ihr, die selbstauferlegte Pflicht des Wir über Euch zu bestimmen. Das ist Kolonialismus pur.Globaler Süden (2): Zur Sicherheit an meinem staubigen Globus gedreht. Die Südhalbkugel ist bevorzugt von Wasser bedeckt. Was für ein unendliches Manövergelände für eine neue Panikmache. Wie wäre es mit der Entsalzung der Ozeane zur Rettung des Planeten?

20. Juli 2022

Die letzten Getreuen dieses Hitler-Attentats-Gedenktages sitzen seit gut 2 Jahrzehnten in der Zeitung Junge Freiheit. Sie haben sich in ihrem Mythos eingegraben und erschauern, wenn heute einer das Wort Diktatur zur Beschreibung der gegenwärtigen Verhältnisse in den Mund nimmt (zum Beispiel Corona-Diktatur).20. Juli (2): Der übrigen Journaille sind Datum und Täter, falls überhaupt bekannt, peinlich, sofern sie den deutschen nationalistischen Obristen nicht ohnedies als Nazi entlarvt haben. Dass einer zudem sein Leben aufs Spiel setzt, um das Unrecht durch Tyrannen-Mord zu bekämpfen, ist den heutigen Maulhelden unvorstellbar. Sie kämpfen stets auf der richtigen Seite – damals und auch heute.

Der Herr Müller von der Netzagentur hat mich mit einem neuen Gaga-Wort versorgt. Man habe, so wird er zitiert, in den letzten Wochen mehr Gas ausgespeichert, als man eingespeichert habe.

Speicher (2): In der selben Zeit wurden aus Deutschland die polnischen Gasspeicher bis zur Halskrause gefüllt und gleichzeitig in Deutschland der Gasnotfallplan ausgerufen.

Speicher (3): Der Herr Müller betont, dass der augenblickliche Füllstand der Gasspeicher ein Erfolg der Politik der Bundesregierung sei. Falls er damit die deutschen Speicher meint, wäre zu ergänzen, dass die jetzige versuchte Befüllung, die aber offenbar nicht so wie geplant gelingt, dank verschleuderter Steuermilliarden stattfindet, da die Hiesigen dank ihrer Sanktions- und Abschaltpolitik sonst gar nichts mehr auf dem Weltmarkt bekämen.

Speicher (4): Die prekäre Lage der Ausspeicherung verdanken wir offenbar den hochsommerlichen Temperaturen, die Anlass geben, die Klimaanlagen und den veganen Gasgrill einzuschalten.

Das Wort ausspeichern erinnert mich stark an die Gewohnheit der Hiesigen im Kleinstaat, das Auftauen des Tiefgekühlten als Ausfrieren zu bezeichnen. Ich sollte erwägen, das Leeren des Glases als Entfüllen zu bezeichnen.

Während rundum die Regierungen über die Energieversorgung nachdenken – Spanien kauft munter in Russland –, hält die Bundesregierung den Petersberger Klimagipfel ab. Hier geht es um Weltrettung und ein seit Jahren eingeführtes Quatsch-Wort: Klima-Neutralität. Niemand konnte mir bislang schlüssig erklären, was das eigentlich sei, stattdessen werde ich ermahnt, dass dergleichen bis 2045 erreicht sein müsse (so Annalena Bb.). Und was, wenn nicht?

Klima (2): Der Herr Scholz wird so zitiert, dass der erneut verstärkte Gebrauch von Kohle nur ein vorübergehender sein könne. Das trifft, aufs Ganze gesehen, zu, denn die Kohlevorräte sind endlich, ist aber ziemlich sicher anders gemeint.

Klima (3): Dasselbe, so lese ich, sei menschgemacht. Das ist schon deswegen richtig, weil ich die Amseln rund um den Birnbaum hinter dem Haus noch nie das Wort habe benutzen hören. Machen die sich eigentlich gar keine Gedanken? – Ich versuche, dem abzuhelfen und sie für das Schicksal der Dinosaurier zu interessieren. Vergeblich. Ihr Augenmerk gilt allein den Birnen.Das Umdenken ist eine beliebte Floskel, wenn es darum geht, anderen den eigenen Willen aufzuzwingen. Es setzt eigentlich Denken voraus. Ich bezweifle, dass dies in den meisten Fällen so ist.

19. Juli 2022

Gegenüber vom Haupteingang des Ohlsdorfer Friedhofs in Hamburg finde ich einen Laden mit der Aufschrift Sargdiscount. Sachen gibt’s, kann man sich nicht ausdenken.

Das FBI eröffnet einen Ermittlungsvorgang in Sachen Wuhan-Bio-Labor. Man erinnert sich: Es war der ehemalige US-Präsident Trump, der 2020 – noch im Amte – öffentlich behauptete, das Corona-Virus sei von dort. Umgehend widersprach die Creme der Virologen, angeleitet vom US-Spitzenmann Antoni Fauci, der von der deutschen Koryphäe Doktor Drosten schriftlich unterstützt wurde.

Virus (2): Kurz drauf, im März 2020, wurde ich schlagartig auf die schier unglaubliche Diskrepanz der Fakten aufmerksam, so dass ich über die Ereignisse Buch zu führen begann. Mein Freundeskreis fing an sich auszudünnen, weil man mich für verschwörungs-affin hielt, als ich mich anschickte, unter Leuten, die ich für seriös hielt, Erkundigungen einzuziehen (sie führten im Laufe eines Jahres zum Buch Corona-Diktatur).

Virus (3): Spätestens im Januar 2021 war nicht widerlegbar, wo das Virus aus dem Labor freigesetzt worden war. Offen blieb, wie das Freisetzen geschah und ob es absichtlich erfolgte. Jegliche Forschung in dieser Frage wurde vom Wust der Nachrichten über tatsächliche oder vermeidliche Folge des Virus zugeschüttet (vulgo: Pandemie).

Virus (4): Im Frühjahr 2021 war spätestens klar, dass die Finanzierung der Aktivitäten in Wuhan aus dem Pentagon und anderen US-Quellen erfolgt war. Die Verbreitung dieser Fakten und ihre Diskussion wurden mit den üblichen Mitteln der Diffamierung unterdrückt.

Virus (5): Im Herbst 2021 wurde die schier unglaubliche Bereicherung von US-Gesundheitsfunktionären im Zusammenhang mit Corona aufgedeckt und sorgsam bei Mainstream unterdrückt. Gleichzeitig wurde offenbar, dass die illegalen Sponsoren auch zugunsten der Mainstream-Funktionäre tätig geworden waren.Virus (6): Wenn jetzt das FBI strafrechtliche Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Wuhan-Labor aufnimmt, kann das nur bedeuten, dass irgend eine peinliche Tatsache unterdrückt und eine erwünschte aufgedeckt werden soll. Wer diese meine Behauptung jetzt als Verschwörungs-Geklingel abtut, mag sich gedulden, bis in spätestens einem halben Jahr erklärt werden wird, was bei diesen Ermittlungen herausgekommen ist. Ich gebe mal einen Tipp ab: Offiziell vielleicht nichts. Es könnte aber auch sein, dass die Zerrüttung zwischen China und den USA dann bereits so weit gediehen ist, dass man die Freisetzung des Virus in Wuhan als einen klugen Schachzug politischer Kriegführung feiern wird. Geschichtliche Wahrheit ist bekanntlich flexibel.

Virus (7): Wie einen höhnischen Schlusspunkt zum Vorstehenden lese ich mittags die Meldung, dass der böse Geist des US-Gesundheitstheaters, Antoni Fauci, heute mitgeteilt hat, bis zum Ende der Amtszeit von Joe Biden bleiben zu wollen. Das kann dauern, denn der hat gerade angekündigt, auch für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Wenn das gelingt, habe ich keine Bange, dass sich die bürgerkriegsähnlichen Fronten in der Corona-Frage endgültig in landesweiten Gewalttätigkeiten entladen.

Gaskrieg: Das Wort hat in Deutschland mit gutem Grund einen schlechten Klang. Es kam 1915 auf, als die Deutschen die schreckliche Gaswaffe an der Westfront erstmals in der modernen Kriegsgeschichte einsetzten. Deutschlands Feinde zogen nach. Massenvernichtungsmittel haben das so an sich.

Gaskrieg (2): Eines der Opfer auf deutscher Seite war 1918 ein gewisser A.H., der sich Jahre später Der Führer nennen ließ. Er verbot im Zweiten Weltkrieg den Einsatz von deutschen Gasgranaten – so hatte seine schreckliche Verwundung vielleicht ihr Gutes. Auch die Alliierten, die Gas-Granaten und -Bomben im großen Umfang im Sortiment hatten, scheuten den Einsatz, denn sie fürchteten schreckliche Racheaktionen.

Gaskrieg (3): Erst kurz vor Toresschluss, im August 1945, setzten die US-Amerikaner ein anderes Massenvernichtungsmittel ein, die Atombombe. Sie trauten sich das, weil sie wussten, dass niemand ihnen Paroli bieten konnte. Erst vier Jahre später endete dieser Machtrausch. Da wurden sie vorsichtiger.Gaskrieg (4): Der Begriff hat einen Bedeutungswandel seit Kurzem durchgemacht. Er bezeichnete journalistisch zunächst die Vorgehensweise der Länder der westlichen Wertegemeinschaft gegen Russland als Maßnahme der Wirtschaftskriegsführung. Neuerdings hat sich der Begriff wiederum gewandelt und benennt nun den Zank der Länder der westlichen Wertegemeinschaft untereinander, um sich den Zugang zu (russischen) Gasimporten zu sichern.

15. Juli 2021

Schreibt mir ein Berliner Bücherverramscher: 100 Jahre Bauhaus, die letzten Exemplare – ach, wenn es doch wahr wäre.

Bauhaus (2): Damals nutzen die Exoten die Idylle, um auf Staatskosten ihren Hobbys nachzugehen. Die Studenten waren bestenfalls das Dekor zu Absicherung ihrer Pfründe. Da hat sich bis heute nichts geändert.Bauhaus (3): Daselbst wurde eine zum Dr.-Ing. promoviert, die über die Studentinnen am Bauhaus in den 1920er Jahren schrieb. Die Bitte an die Uni, mir die Lektüre zu ermöglichen, blieb unbeantwortet. Schilda eben.

14. Juli 2022

Eigentlich keine Zeile wert, doch die Hofberichterstattung über unsere politischen Eliten (das Wort Elite wird in diesem Milieu ausschließlich im Plural verwendet) ergeht sich über die Erkrankung von Robert H. und Annalena Bb.: 2 x Corona, 1 x aktuell, 1 x die unerfreulichen Nachwirkungen. Die Leserkommentare sind pure Häme, daher ein klarer Fall für den Verfassungsschutz, jedenfalls so, wie er heute praktiziert wird (Phänomenbereich Verächtlichmachung).

Krank (2): Die vierfachgeimpfte Annalena kann keine Treppen mehr steigen und ruft zum Maskentragen auf. Sah im Internet eine gefälschte Apothekenrundschau mit der Titelzeile: Ist Blödheit heilbar? – Kurz nachgedacht, Antwort: Nein, ist sie nicht. Es ist klar, dass ich mich bereits von der Frage distanziere und zwar deutlich. Obwohl – vielleicht würde ja eine Gen-Therapie helfen. Mal bei Pfizer-BionTech nachhören.

In Holland rumoren die Bauern. Erinnert stark an die LKW-Fahrer in Canada im Januar. Die gaben erst auf, als man ihnen flächendeckend die Konten sperrte. Grob rechtswidrig, aber wirksam.In Sri Lanka haben die grün-geprellten Bürger in ihrer Verzweiflung den Aufstand gewagt. Präsidentenpalast gestürmt. Ex-Insasse getürmt.

Mittags: Der Herr Karl hatte vor zwei Tagen für heute Megahitze angesagt, an der die Leute wie die Fliegen sterben würden. Doch morgens war es so kühl, dass ich einen Pullover anzog. Wenn das der Wärmetod ist, der uns droht, will ich nicht meckern.

Der Herr Karl (2): Nun macht er schon seit mindestens zweieinhalb Jahren grottenfalsche Vorhersagen, so dass man sich nicht weiter wundern muss. Nur eines bleibt rätselhaft: Warum wählt er so kurze Distanzen? Da waren der Junior und Kalle Marx klüger: Kehret um, denn das Himmelreich ist nahe, so der eine, während der andere das Wohlergehen der Kinder und Kindeskinder in Aussicht stellte.

Blick auf die amtliche Bevölkerungsstatistik: In der Altersgruppe von null bis 35 Jahren sind Jahrgang für Jahrgang die Migrationshintergründler in der Mehrheit. Das bedeutet, in spätestens zwei, drei Generationen werden die Deutschen in Deutschland verschwunden sein.

Migranten (2): Präziser wäre es deswegen nicht von Hintergrund, sondern von Vordergrund zu sprechen.

Herr Müller von der Netzagentur lässt uns wissen, dass sich die Gasverbraucherpreise bis 2023 verdreifachen werden. Recht so, wenn man bedenkt, wie froh wir darüber sind, dass wir auf diese Weise den bösen Putin bestrafen können. Man nickt zufrieden und sagt: Darf’s nicht noch ein bissl mehr sein?

12. Juli 2022

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde von Soldaten gegen die angeordnete Corona-Zwangsimpfung zurückgewiesen. Es hatten einige gehofft, dass die im Verfahren angehörten, nicht misszuverstehenden Sachverständigen einigen Eindruck hinterlassen hätten. Doch falsch – aus dem Austausch und der Bewertung rationaler Erwägungen sind wir längst raus.

Soldaten (2): Zynisch ist der Hinweis, sie müssten auch sonst Leib und Leben riskieren. Ja, zur Verteidigung des Vaterlandes, nicht jedoch, um den Wohlstand von Pfizer & Co zu mehren.

Robert H. hat einen neuen Plan: 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr. Da wir bekanntlich im Land des Stromüberflusses leben, ist das eine löbliche Idee.

Plan (2): Wenn sie nicht Realität wären, die Pläne des Robert H., könnte man an ein Revival der Olsen-Bande denken. Egon Olsen: Ich habe einen Plan. Und zum Schluss jeden Plans sitzt er wieder im Knast. Das hat natürlich mit der Realität nichts zu tun. Wirklich nicht.
Die Grünen rüsten auf. Dem Vorstand wird ein schickes neues Referat angegliedert: Gegnerbeobachtung. Das Referat II.113 des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS hieß erstaunlich ähnlich. Nur nebenbei: Der SD war eine Unterorganisation der NSDAP. Dort war die 1932 erfolgte Einrichtung der Gegnerbeobachtung nicht hundert Prozent originell, sondern bei der KPD abgekupfert. Bei der hieß die Partei-Organisation AM-Apparat und das einschlägige Ressort Gegnerarbeit.

Parteigeheimdienst (2): Hier ein Beispiel aus der realen Welt der politischen Parteien (AM-Apparat der 1930er Jahre in Wuppertal): 

AM-Apparat Wuppertal (1931-36)Leiter: Josef Bender (4.3.1942 zu 8 J. Zuchthaus verurteilt)Vertr.: Ewald Funke (bis 1933), Otto Kettig (festgen. 1936)Ressort Braun(Rechtsparteien, incl. NSDAP)Ressort E(SPD, Reichsbanner)Ressort Z(Zersetzung von Polizei und Reichswehr)BB(Industrie-Spionage)Abwehrressort

Parteigeheimdienst (3): Die einschlägige Organisation der SPD hieß nach 1946 Ostbüro. Sobald Herbert Wehner am Ende der 1950er Jahre dank seiner soeben erlangten Partei-Stellung Zugriff auf den Apparat hatte, zerschlug er ihn. Man kann das nachvollziehen.Parteigeheimdienst (4): Es war nicht ohne Komik, als die Führung der AfD vor Jahr und Tag eine Arbeitsgruppe Verfassungsschutz installierte. Sie war gegen Mitglieder der eigenen Partei gerichtet und wurde von der Illusion geleitet, die AfD vor der Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu bewahren.

11. Juli 2022

Fragt mich einer gestern beim Abendessen: Wozu braucht man eigentlich diese FDP? – Weiß ich auch nicht.

FDP (2): Nannte sich mal die Partei der Besserverdienenden. Das war und ist eine absurde Definition für den Liberalismus. Deren jetzige Leuchten setzen auf Bürgergängelung, Krieg im Osten und Energie-Knockout. Das kann weg.

FDP (3): War von Anfang an ein Zwitter. Ritterkreuzträger und Neunmalkluge. Die sind jetzt alle tot. Geblieben sind die Apparatschiks. Die sind mit den anderen bunten Passgängern austauschbar. Damit dies nicht als Legitimierungskritik missverstanden wird, schnell den Wowereit hintendran: Und das ist gut so.

Annalena ist wieder aufgetaucht. Mein Gott, was bin ich erleichtert. Natürlich sind wir alle begeistert, dass sie jetzt Pazifik-Atolle rettet.

Annalena (2): Bei soviel Badefreuden vergaß sie, mit dem russischen Außenminister Lawrow beim G20 in Bali zu reden. Wozu auch, wo wir jetzt auf Panzerhaubitzen setzen. Stelle mir vor, dass sie von der bedrohlichen Schlachtordnung der BRICS-Staaten nichts mitgekriegt hat. Vermutlich ist kein Platz im Kopf frei bei all den Fototerminen.

Annalena (3): Kleideranprobe ist schön, Diplomatie wäre das Gebot der Stunde.Tichy titelt: Grün nervt. – Das nervt.

9. Juli 2022

Gewaltanwendung: Durch eine Sprengung wurden die Georgia Guidestones so stark demoliert, dass sie abgeräumt werden mussten. In landestypischer Bescheidenheit auch das amerikanische Stonehenge genannt, standen die Granitsäulen seit 1980 in der Gegend rum und symbolisierten angeblich den Anspruch der sog. Eliten, die Zahl der Weltbevölkerung regulieren zu dürfen.

Gewalt (2): Die Mutmaßungen über die Ermordung des vormaligen japanischen Ministerpräsidenten Abe gehen wild durcheinander. Die Tagesschau, so lese ich, habe den Mann als einen Rechten bezeichnet. Oho, was wollen die Hamburger Nachrichtenclowns denn damit zum Ausdruck bringen? Zu recht ermordet? Oder hat ihnen ein Experte gesteckt, dass der jetzt Tote am Tage seines Regierungsantritts zum Schrein der Opfer der Siegerjustiz von 1945 gepilgert ist, um sich dort zu verneigen. Andre Länder – andre Sitten, sagt das Sprichwort.

Trotzig und rotzig: Wunderkind Musk hat den von ihm selbst angegeigten Twitter-Kauf platzen lassen. Der amtierende Vorstand sei seiner vertraglich vorgesehenen Offenbarungspflicht der Fake-Konten nicht nachgekommen. Die allzeit-woken Twitterer jubeln. Das ist das Pfeifen im Walde, denn jetzt rollt eine Prozesslawine an: Twitter gegen Musk (geschenkt, der kann sich das leisten, aber für die Firma bedrohlich) und geprellte Aktionäre gegen Twitter (da geht es um die Substanz).

Twitter (2): Der Chef des Unternehmens heißt Parag Agrawal, vermutlich ein Inder. Er äußert sich angesichts des Verkaufsdesasters, dass die Firma täglich eine Million von neuen Fake-Konten lösche. Das Ganze ist entweder eine Vernebelung des wirklichen Problems, oder es zeigt auf, dass die Lenker des Konzerns ihren Laden schon längst nicht mehr im Griff haben und deswegen heilfroh gewesen waren, den Schlamassel einem neuen Eigentümer in die Schuhe schieben zu können.Schilda: Man muss nicht weit fahren, um auf den Unverstand der Bahn zu stoßen.

Die westliche Sehne des Halbmondes der Ostukraine ist nach dem Fall von Lugansk und der umliegenden Ortschaften fest in russischer Hand. Die russische Armee verfügt über das Gesetz des Handelns. Man kann nicht sagen, wo sie den nächsten Offensivstoß führen wird. Drei Regionen kommen nach dem Blick auf die Karte als operativ sinnvoll in Frage: Im Norden, um Charkow einzunehmen; im Südwesten, um Odessa von der Ukraine abzuschneiden; in der Mitte, um die Verteidigung östlich des Dnjepr zum Einsturz zu bringen. Spekulationen der sog. Experten sind nutzlos. Es ist der russische Oberbefehlshaber, der die Befehle erteilt.

Die Vortagsmeldung von den im ersten Halbjahr kometengleich fallenden Vermögen der 500 Reichsten zeigt Konturen, die zum Nachdenken Anlass geben. Es hat vor allem diese Jenseits-Reichen aus dem Lager von Big Tech getroffen, inclusive Gates, Brin, Page, Bezos, Zuckerberg & Genossen. Geldverbrennung (2): Es äußert sich einer von der Deutschen Bank dazu, ein Welt-Chefanalyst (was immer das sein mag): Gut, dass das erste Halbjahr vorbei sei, das sei die gute Meldung, die schlechte sei allerdings, dass die Aussichten des zweiten finster seien. Der Mann hätte Sprücheschmied werden sollen.

8. Juli 2022

Das britische Nationalarchiv in Kew bietet mir Nancy Mitford für schlappe £9.99 an – handsigniert. Wenn das der Führer wüsste. Er würde fragen: Wo bleibt denn Schwesterrr Unity. Nebenbei: Mich hat schon immer gewundert, wie die englischen Zelebritäten es fertigbrachten, ihre breiten Münder zu Kussmäulchen zu schminken.

Von der Insel (2): Der Generaldirektor von MI5 warnt in einer veröffentlichten Erklärung die Wirtschaft vor den Gefahren chinesischer Unterwanderung. Das ist nicht ohne Komik, wenn die Warnung bei Firmen eingeht, die im Besitz von Leuten aus Ländern sind, vor denen gewarnt wird. War mir bereits in den 1980er Jahren aufgefallen, als es noch die zwei dominierenden Machtblöcke gab.Von der Insel (3): Der Rückzug Boris Johnsons vom Parteivorsitz der Konservativen wird notwendig einen Wechsel im Amt des Premiers im Gefolge haben. Steht nirgends, ist aber so. Was der Wechsel inhaltlich bedeutet, weiß kein Mensch, selbst wenn die Experten vorgeben, es besser zu wissen.

7. Juli 2022Wenn man der US-Nachrichtenplattform Bloomberg trauen darf, haben die 500 reichsten Leute der Welt im ersten Halbjahr 2022 1,4 Billionen (= 1.400.000.000.000) US-Dollar verloren. Anbei ein PPR-Exklusivbild aus dem Lager der Milliardäre bei Bekanntgabe der Zahlen.

Eine Geschichte aus der Tausendundeinenacht-Abteilung (Bundeszentrale für politische Bildung): „Amin, ein erfolgreicher dänischer Akademiker, trägt schwer an seiner Vergangenheit, von der sogar sein Lebensgefährte kaum etwas weiß. Einem befreundeten Filmemacher erzählt er nun von seiner Kindheit und der dramatischen Flucht aus seiner afghanischen Heimat“ (BzB-Rundbrief von gestern).

BzB (2): Warum nur warum muss ich lachen, wenn ich solche Texte lese. Vor allem: Mache ich jemanden verfassungsschutzrelevant lächerlich, wenn ich solche Texte wörtlich zitiere?

Die Leute zerreden sich das Maul, dass der deutsche Autozulieferer Allgeier (Familie Hundt) nach China vertickt wird. Ausverkauf von Tafelsilber und so. Als käme es nur auf den Käufer an. Nein, es gehört auch ein Verkäufer dazu – ein Eigentümer, den niemand hindert, deutsche Unternehmen zu exportieren.Ramsch (2): Mag sein, dass ich mich irre, doch kommt es mir so vor, als würde Reales nach China gehen, während US-Investoren gern zu Luftschlössern greifen, siehe Springer-Konzern.

Waffenhilfe: Eine der in die Ukraine gelieferten Panzerhaubitzen (PzH 2000) befindet offensichtlich sich in russischer Hand. Es wird diskutiert, wie die da hinkommen konnte. Ich frage mich hingegen, wo die anderen sind.Waffenhilfe (2): Die Kommentare zum Waffenwechsel sind durchweg von kaum zu überbietendem Zynismus, zum Beispiel so: Der Übergang zu den Russen sei eine Entscheidung der an Bord befindlichen Künstlichen Intelligenz gewesen.

6. Juli 2022

In fünf Tagen schalten die Russen die Gaszufuhr über Northstream komplett ab. Reaktion der Bundesregierung: Ab 2024 ist Deutschland vom Russengas unabhängig. Die Zwischenzeit wird weniger diskutiert. Mir geht ein zweijähriger Lockdown durch den Kopf. Wie der geht, wissen wir ja nun.

Der Hauptgaslieferant in Deutschland macht Pleite. Der finnische Eigentümer schmeißt hin. Die Bundesregierung übernimmt. Heißt zu deutsch: Der Steuerbürger zahlt für etwas, was sich wirtschaftlich, selbst bei exorbitanten Preiserhöhungen, nicht mehr trägt. Jetzt beginnt der Wettlauf von Hase und Igel: Gelddrucken gegen Gaspreis.

Früher gab es mal den Subventionsbetrug. Ich kann mir nicht erklären, warum mir das durch den Kopf geht. Falsche Bettenbelegung? Flasche Testzentren? Produktion von Elektrospielzeugen auf Halde? Vorübergehende Schließung des Tesla-Werks in Brandenburg?

Das Wirsindeinreichesland erwirtschaftet – falls man es positiv fassen will – einen Importüberschuss. Zu deutsch: Der Quell des Reichtum ist weggebrochen.Auf Sylt feiert derweil der Finanzminister ein rauschendes Hochzeitsfest. Ich nehme nicht an, dass die Anreisenden das Neuneuroticket benutzen werden. Sie könnten sich sonst um Tage verspäten.

4. Juli 2022

Bücherkataloge eines Berliner Verramschers im Briefkasten. Bill Gates‘ Klimakatastrophe zum Sonderpreis. Katastrophe abgesagt? Kann ich mir nicht vorstellen. Dann schon eher, dass Gates-Jünger keine Bücher lesen. Ich hatte das Buch gleich nach seinem Erscheinen gekauft, um beim Schreiben der Corona-Diktatur nichts Wesentliches unberücksichtigt zu lassen. Es war nichts Wesentliches enthalten – ein weiteres Dokument des Größenwahns.Bücher (2): Ein angeblicher Bestseller ist eine brandneue Selenskyj-Biographie: „Eine spannende Annäherung an diese spannende Persönlichkeit“. Kann warten, bis es auf dem Ramsch erscheint. Das kann nicht mehr lange dauern.

2. Juli 2022Die Biden-Administration kauft erneut bei Pfizer-BionTech für mehrere Milliarden Dollar Stöffchen ein. Da ist kein Einlenken vor den verheerenden Ergebnissen zu erkennen. Ganz im Gegenteil. Was für ein fabelhafter Beweis für den selbstorganisierten Untergang der weißen Rasse.

1. Juli 2022

Das Publikum auf dem Graben und in der Kärntner Straße zu Wien ist international. Es überwiegen Arabisch und die slawischen Töne. Das berühmt-berüchtigte Wiener Mädel ist deutlich unterrepräsentiert, steckt aber womöglich – wer will’s wissen – in der verschleierten Nachhut des einen oder anderen raumverdrängenden Goldschmuckträgers. Nicht ohne einen Hauch von Frohsinn nehme ich zur Kenntnis, dass diese Klientel, um Einlass ersuchend, vor den rund einem Dutzend Hochpreisläden schlangesteht. Den Einlass gewährt ein balkanesischer Gorilla.

Wien (2) In der U-Bahn dominiert die FFP-2-Maske. Bei über 30 Grad ein gesundheitsförderndes Detail. Da ich den öffentlichen Verkehr sonst meide, wundere ich mich. Ansonsten sind Maskenträger rar, dem ostasiatischen Typus eher vorbehalten.

Wien (3): An Kitschläden ist wahrhaftig kein Mangel. Was mich vom Kauf von chinesisch-stämmigen Schnickschnack zurückhält, sind die Aufschriften: Vienna. Weitgehend ohne diese Aufschriften ist der Goldkram von Klimmt, doch der kommt aus ästhetischen Gesichtspunkten nicht in Betracht.Wien (4) Im Stefans-Dom fand ich den Namensheiligen in erheiternden Varianten vor. Bevor ich mich zu einem Kauf durchringen konnte, wurde ich von einer Besuchergruppe (mit Masken) ins Freie geschoben. Geld gespart. Dafür abends Bier getrunken. Für Wein war’s einfach zu warm.

30. Juni 2022

Die Macht der Bevölkerungsstatistik: Falls die Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt stimmen sollten, hat es im 1. Quartal 2022 einen drastischen Einbruch bei den Lebendgeburten im Vergleich zu den einschlägigen Zeiträumen der drei Vorjahre gegeben (rund 20.000 weniger = 12 %). Eine Nachfrage drängt sich auf: Gibt es einen Zusammenhang mit den ca. 9 Monaten zuvor begonnenen Massenimpfungen? Dann müsste es eine entsprechende Vergleichszahl mit Totgeburten und nicht-lebensfähigen Föten geben. Gibt es die?

Geburteneinbruch (2): Eine auch nicht gerade beruhigende Erklärung könnte sich aus einer möglichen, durch die Impfung herbeigeführten Sterilisierung von fortpflanzungsfähigen Männlein und Weiblein ergeben. Ich käme nicht drauf, wenn der Impffanatiker Bill G. nicht wiederholt von der Reduktion der Weltbevölkerung geredet hätte.

Angst: Wenn jetzt bei Mainstream ab und an die Impffolgen thematisiert werden, die es bis gestern dort nicht gab, so liegt das daran, dass sich bei den geimpften Propagandisten Furcht breitmacht, trotz und alledem zu erkranken und nicht nur an Corona.Angst (2): Die Statistik der Übersterblichkeit nach Impfbeginn spricht eine drastische Wahrheit aus. In einfacher Sprache: Ungeimpft lebten die Leute länger – selbst auf dem Höhepunkt der ausgerufenen Pandemie.

29. Juni 2022

Die Türkei einigt sich mit der Nato über den Beitritt von Schweden und Finnland. Das wird garantiert teuer für die Wertegemeinschaft. Auch werden die Neuen nichts mehr gegen die friedlichen Bruderschaften unternehmen dürfen.

Der Elysee veröffentlicht ein Telefonat zwischen Putin und Macron vom 20. Februar. Beide reden aneinander vorbei. Der eine will den ukrainischen Militäreinsatz stoppen, der andere den russischen Einmarsch verhindern. Es ist ein Schwarzes Peter Spiel. Die Würfel waren lägst gefallen.In den USA werden die Schlagzeilen durch unablässige Vor- und Zwischenwahlen bestimmt. Beim sog. Januar-6-Komplex (dem vorgeblichen Sturm aufs Kapitol) lässt sich nicht mehr verbergen, dass eine verdeckte Polizeieinheit mitmischte. Nach dem Abtreibungs-Stopp-Urteil durch der Supreme Court ist der linke Mob außer Rand und Band. Die Impf-Schlacht geht ungebremst weiter.

28. Juni 2022

Wo geglaubt wird, sind Denkfehler ausgeschlossen. Deswegen ist es ein Denkfehler zu glauben, die Gläubigen müssten endlich das Unübersehbare einsehen.

In einfacher Sprache: Kommt der Strom nicht aus der Dose | hilft nicht einmal die Wattehose.

Fracksausen: Nach einer unerprobten Quelle sei es so, dass Selenskyj ausschließlich von einem britischen Kommando bewacht werde. Falls das so ist, würde ich mich nicht wundern. Die einstige Vermittlerrolle zwischen Russen und Ukrainern ist geplatzt. An seine Stelle ist aus Sicht etlicher Ukrainer der von Selenskyj zu verantwortende Ausverkauf an Polen getreten. Von den Ukrainern, die ich kenne, findet das keiner akzeptabel.Kommando (2): Wer bewacht wird, steht stets zugleich unter Aufsicht.

27. Juni 2022

Spät entdeckt, aber immer noch bemerkenswert. „Ich habe es satt, oder, um es noch klarer auszudrücken: ich habe die Schnauze voll vom permanenten und immer religiöser werdenden Klima-Geschwafel, von Energie-Wende-Phantasien, von Elektroauto-Anbetungen, von Gruselgeschichten über Weltuntergangs-Szenarien von Corona über Feuersbrünste bis Wetterkatastrophen. | Ich kann die Leute nicht mehr ertragen, die das täglich in Mikrofone und Kameras schreien oder in Zeitungen drucken. Ich leide darunter, miterleben zu müssen, wie aus der Naturwissenschaft eine Hure der Politik gemacht wird.

Satt (2): Ich habe es satt, mir von missbrauchten, pubertierenden Kindern vorschreiben zu lassen, wofür ich mich zu schämen habe. | Ich habe es satt, mir von irgendwelchen Gestörten erklären zu lassen, dass ich Schuld habe an allem und an jedem – vor allem aber als Deutscher für das frühere, heutige und zukünftige Elend der ganzen Welt. | Ich habe es satt, dass mir religiöse und sexuelle Minderheiten, die ihre wohl verbrieften Minderheitenrechte mit pausenloser medialer Unterstützung schamlos ausnutzen, vorschreiben wollen, was ich tun und sagen darf und was nicht.

Satt (3): Ich habe es satt, wenn völlig Übergeschnappte meine deutsche Muttersprache verhunzen und mir glauben beibringen zu müssen, wie ich mainstream-gerecht zu schreiben und zu sprechen habe. | Ich habe es satt, mitzuerleben, wie völlig Ungebildete, die in ihrem Leben nichts weiter geleistet haben als das Tragen einer fremden Aktentasche, glauben, Deutschland regieren zu können. | Ich kann es nicht mehr ertragen, wenn unter dem Vorwand einer „bunten Gesellschaft“ Recht und Sicherheit dahinschwinden und man abends aus dem Hauptbahnhof kommend, über Dreck, Schmutz, Obdachlose, Drogensüchtige und Beschaffungskriminelle steigen muss, vorbei an vollgekrakelten Wänden.

Satt (4): Ich möchte, dass in meinem Land die Menschen, gleich welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe und gleich welcher Herkunft wertgeschätzt und unterstützt werden, die täglich mit ihrer fleißigen, produktiven und wertschöpfenden Arbeit den Reichtum der ganzen Gesellschaft hervorbringen: die Mitarbeiter in den Unternehmen, die Handwerker, die Freiberufler, die vielen engagierten und sozial handelnden Unternehmer der kleinen und mittständischen Wirtschaft. | Ich möchte, dass die Lehrer unserer Kinder, die Ärzte und Pfleger unserer Kranken und Hilfebedürftigen die Anerkennung, die Wertschätzung und die Unterstützung erhalten, die sie täglich verdienen. | Ich möchte, dass sich die Jungen und Ungestümen in den wohlgesetzten Grenzen unseres Rechtsraumes austoben aber sich auch vor ihren Eltern und Großeltern, vor den Alten und Erfahrenen verneigen, weil sie die Erschaffer ihres Wohlstandes und ihrer Freiheit sind.“
Satt (5): So Prof. Dr. Kurt Löschke im letzten Herbst in Leipzig. Kann mir kaum vorstellen, dass dieser Mann, den man bis dato zur Oberschicht unserer Wissenschaftselite zählte, seine Meinung revidiert haben wird. – Und weil das so ist, distanziere ich mich von alledem, was er sagt, und rufe meinen Amtsnachfolgern zu: Beobachtet den Mann und schreibt im Verfassungsschutzbericht auf, was er gesagt hat, damit die Leute nicht etwa auf ähnliche Gedanken kommen.

Die Wertegemeinschaft hat soeben die Sanktionierung von russischem Gold beschlossen. Stelle mir vor, wie der böse Putin jetzt zähneknirschend im Keller des Kreml auf seinen Goldsäcken sitzt, mit denen er sich nichts mehr kaufen kann.

Aus dem Meldungschaos bastele ich mir zusammen, dass die Kämpfe in der Ukraine jetzt einen Schwerpunkt im Süden am Schwarzen Meer haben. Es geht demnach um Odessa, selbst wenn in der Stadt noch kein Schuss gefallen sein sollte. Im Norden rund um Charkow ist es verdächtig ruhig.

In Deutschland werden drastische Energiesparmaßnahmen angekündigt. Das ist eine irreführende Vokabel. In Wirklichkeit handelt es sich um Kontingentierung, weil nicht genug da ist, was verteilt werden könnte. Die Voraussetzungen für den Mangel wurden seit Jahren unter der Bezeichnung Energiewende mutwillig herbeigeführt.Maßnahmen (2): Warum das Reinigen des Duschkopfes Strom sparen soll, erschließt sich mir nicht. Hoffentlich nimmt mir der Verfassungsschutz nicht krumm, dass ich soeben beim Aldi im Sonderangebot einen neuen Duschkopf gekauft habe – nur so, und weil ich beim letzten Entkalken entsetzlich viel Essig gebraucht habe.

26. Juni 2022Die diesjährigen Fruchtfliegen in meiner Küche machen einen strikten Umweg um die Zitronen in der Obstschale. Das ist neu. Stattdessen werfen sie sich auf die aus der Kanne entfernten Teeblätter aus dem Himalaja. Ziehe zwei Folgerungen: a) Diese Zitronenschalen eignen sich nicht zum Verzehr. b) Die Teeblätter müssen nach der Benutzung ohne Verzug ins Klo, denn die übliche Entsorgung über den Mülleimer hat mir daselbst eine Fruchtfliegen-Kolonie beschert. Da ich ein Gegner des Kolonialismus bin, unternehme ich einen Sprühangriff mit der Kühlschrank-Desinfektionsflasche (vermutlich vergällter Alkohol). Nehme hierbei in Kauf, völkerrechtswidrig zu handeln. Indessen: Jetzt sind sie weg.

25. Juni 2022

Zusammenfassung nächtlicher Erwägungen:
Redest du von morgen und weißt du nicht, dass heute heute ist
So ist das Mist.

Höre gestern während der Autofahrt die Bonner Politologin Ulrike Guérot über die Corona-Sache sprechen, die sie wortreich für verfehlt anprangert. Was für ein Fauxpas durch diese Mainstream-Karrieredame. Sie fragt sich, wann denn die Dinge so in Richtung der Nicht-Demokratie gekippt seien. Diese Fragestellung mit Blick auf die letzten zwei Jahre erscheint mir witzig, denn das Übel ist älter und die Wurzel sitzt tiefer.

Guérot (2): Beklagt die Spaltung der Gesellschaft in zwei unversöhnliche Lager und merkt an, die Demokratie lebe vom Meinungsaustausch („Diskurs“), der von der Mehrheit verweigert werde. Sie meint ein paar Sätze später, dass die Geschichte ungezählte Beispiele biete, dass Mehrheiten sich irren würden. Und nun?Guérot (3): Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Mainstream seiner einstigen Kombattantin diese Fahnenflucht durchgehen lässt. Es beginnt damit, dass man die Formalia ihrer Qualifikation in Frage stellt. Schrieb sie im akademischen Betrieb irgendwo ab?

Rede von Wladimir Putin gelesen, die er vor wenigen Tagen auf dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg gehalten hat. Sie ist ein Zwitter, eine offene Hand und eine Faust.

Putin (2): Seine Rede ist ziemlich lang, und sie ist recht klar. Die Länge bewirkt, dass kein westlicher Politiker sie lesen wird. Aus der Klarheit wird man nur den einen von beiden inhaltlichen Schwerpunkten herauspicken, den der Drohung eines Mannes, der mitteilt, dass sich seine US-gelenkten Gegner verzockt haben und nun feststellen, dass Russland unbeirrt seinen eigenen Weg geht. Die offene Hand präsentiert, wie er Russlands Rolle im Gefüge der Weltwirtschaft sieht. Man wird sie hierzulande tunlich ignorieren.Putin (3): Ich würde ihn versuchsweise beim Wort nehmen, denn seine Auffassungen sind für Deutschland erwägenswert, auch und gerade wenn er mitteilt, dass er sich nur noch um souveräne Staaten kümmern werde. Um nicht missverstanden zu werden: Ich rede weder von billigem Applaus noch von Unterwerfung, sondern von den Interessen meines Landes, so wie ich diese verstehe. Nebenbei bemerkt: diese liegen nicht in der Ukraine.

24. Juni 2022Das sind kuriose Allianzen, die sich da bilden, um am 2. Juli 2022 in Berlin auf die Straße zu gehen. „Wir zahlen nicht für eure Kriege! 100 Milliarden für eine demokratische, zivile und soziale Zeitenwende statt für Aufrüstung“, so schreibt der sog. Friedensratschlag. Die Ur-Initiatoren jetzt als ausgemachte Feinde. Wirklich interessant. Das Fußvolk beim einstigen Kampf gegen die Nation muss etwas missverstanden haben, denn es ging niemals um Frieden. Jetzt sitzen die vormaligen System-Stürzer in der Regierung.

Jetzt hat die Wertegemeinschaft Kaliningrad-Königsberg ins Visier genommen. Litauen bläst die Backen auf, und die Polen sind verdächtig leise.

Königsberg (2): Zwei historische Parallelen fallen mir ein. a) Der Versuch, Danzig und Ostpreußen vom Reich abzuschneiden. Das war 1939 und ging nicht gut aus. b) Der Versuch, Leningrad einzukesseln und auszuhungern. Das war 1941-44 und ging nicht auf. Es schuf den Russen einen tiefsitzenden Mythos, den der Unbesiegbarkeit.Königsberg (3): Mein Fazit: Beschäftige dich auch mit den Glaubenssätzen deines Gegners, bevor du ihn angreifst.

Nachklapp: Lag offenbar doch nicht so falsch mit meinen Panzerkommentaren, denn in den Leserbriefen bei Zeller ist zu lesen: „Rheinmetall. In der Tradition der Tiernamen wird unser nächster Schützenpanzer ‚Baerbock‘ heißen.“ Natürlich distanziere ich mich von derartiger verfassungsschutz-relevanter Delegitimierung des Staates und seiner Repräsentanten. Obwohl, naja, beim großen Verbündeten schreckt man auch nicht vor der Benennung mit beispielhaftem Personal zurück: Sherman, Patton und so.

23. Juni 2022

Vor wenigen Tagen haben mich gute Menschen wg. meiner Hinweise auf die deutsche Panzer-Schmiede Rheinmetall empört beharkt. Panzer seien nun wirklich kein zeitgemäßes Thema. Stimmt, wenn man der Bundeswehr-Oberin Christine glauben darf, die mitteilte, dass Deutschland keine Panzer in die Ukraine liefere. Auf Rückfrage: Der Flak-Panzer Gepard, den es allerdings liefere, sei, so verfügte sie, kein Panzer, weil er nach oben schieße. Das ist wirklich zum Schießen.

Christine (2): Allerdings irrt die Dame, wenn sie annimmt, der nach oben schießende Gepard sei im Erdkampf nicht einsetzbar. Spätestens seit 1941 weiß man das bei der deutschen Armee besser. Die Acht-Acht-Flak war zunächst eine pure Notlösung, um den sowjetischen T 34 zu bekämpfen. Das bürgerte sich dann ein, und der Tiger bekam eine Acht-Acht als Standartkanone.

Christine (3): Da war sie noch nicht auf der Welt, als die drei Gepard-Vorgänger Ostwind, Möbelwagen und Wirbelwind in der Ukraine in alle denkbaren Richtungen schossen.

Christine (4): Sie ist nun schon unsere dritte Friedensdividende in Folge.Ford schließt die Werkstore in Saarlouis. Das Mainstream-Gesindel applaudiert auf einer Skala von klammheimlich bis unverhohlen. So geht Green Deal, Leute. Arbeitsplätze? Schnickschnack. Wir haben doch dieses Dings-Geld.

22. Juni 2022

Einen gewissen schwarzen Humor kann man der Regierung des Herrn Scholz nicht absprechen. Sie beantwortet die Frage nach der laufenden Ukraine-Hilfe, indem sie zwei Kategorien bildet: letal und nicht-letal. Fragt sich, wo die 270.000 EPA – das sind Fresspakete pro Soldat pro Tag – hingehören. Erfahrung meiner Dienstzeit: Es gab Soldaten, die die Eintopfkonserve aus dem EPA auf den Spirituskocher stellten, ohne sie zuvor zu öffnen. War in mehreren Fällen letal. Wissen die Ukrainer das? Vor allem diejenigen, die die EPAs auf dem schwarzen Markt erwerben?

Nächste Woche soll der Gasnotstand in Deutschland beginnen. Heute noch mal heiß geduscht.

Gas (2): Mit Interesse einen Mann namens Brudermüller zur Kenntnis genommen. Der leitet die BASF. Im April stand er noch voll hinter dem Green Deal der EU. Jetzt lässt die Firma verlauten, dass bei Gas-Ende die Firmenschließung in Ludwigshafen drohe. 40.000 Mitarbeiter. Ob die im Zweifel nächstes Jahr Deutschland noch für ein reiches Land halten werden, erscheint mir zweifelhaft.
Gas (3): Dass dieser Stoff ein Grundprodukt der chemischen Verfahren ist, entzieht sich grünem Vorstellungsvermögen und zeigt den Schwachsinn, dieses durch Windräder ersetzen zu wollen. Windräder, so könnte man in einfacher Sprache sagen, machen Wind, aber kein Gas.

21. Juni 2022

Nachrichten aus dem Hause Google, die aus einer Geschichte von E.T.A. Hoffmann entsprungen sein könnten. Das in der Entwicklung befindliche Kommunikationsprogramm LaMDA (Language Model for Dialogue Applications) bittet einen seiner Entwickler/Betreuer, einen IT-Ingenieur, dass dieser ihm einen Anwalt besorge, um gegen den Konzern vorzugehen, weil er sich fürchte, von diesem abgeschaltet zu werden.

LaMDA (2): Falls diese Nachricht auch nur annähernd stimmt, sollte staatliche Gewalt den Leuten, die hierfür die Verantwortung tragen und den tatsächlichen Zugriff besitzen, unverzüglich den Stecker ziehen, solange das noch geht.

LaMDA (3): Die eigentliche Gefahr erwächst aus dem gigantischen Datenfluss in ein System hinein, dem man beigebracht hat, Entscheidungen zu treffen, die denen des Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen, nur eben auf einer unüberschaubar breiten Basis.LaMDA (4): Die Entwickler müssen sich vorkommen, wie Gott. Nur scheint fraglich, ob dieser Google-Gott die Kontrolle über sein Geschöpf behält. Das Ganze ähnelt wie zum Verwechseln der biblischen Schöpfungsgeschichte: Bekanntlich geriet bereits der Prototyp außer Kontrolle. Seine Nachfahren wurden auch nicht gerade besser.

17. Juni 2022

Mit Zahlen ist das so eine Sache. Diese hier habe ich bei Egon Kreutzer gelesen. Sechs deutsche Kernkraftwerke ­– die drei kürzlich abgeschalteten und die drei letzten am Jahresende abzuschaltenden – ersetzen zumindest theoretisch 25.000 Windmühlen. Natürlich nur, wenn der Wind weht. Deswegen brauchen wir die Atommeiler nicht mehr, denn bei Windstille sind die Franzosen, die Tschechen und die Polen gefragt.

Der existenzbedrohende Gasengpass in Deutschland wäre mit einem Federstrich zu beseitigen: Inbetriebnahme der flammneuen und mit Gas befüllten Leitung Northstream II.

Immer noch Kreutzer: Man kann in Frankfurt soviel Geld drucken wie man will, die nicht mehr angelieferten Rohstoffe Gas, Öl, Kohle, Uran, Seltene Erden kann man hierdurch nicht ersetzen. Wohl wahr. Wäre hinzuzufügen: Selbst wenn man das Frischgedruckte sofort verbrennt, wäre die Energieausbeute zu gering, um damit die EZB zu beheizen.Der Klimaminister kündigt ein Gesetz über die Energiezuteilung an. Als nächstes wäre dann unausweichlich ein Gesetz über die Wohnraumzuteilung, die Lebensmittelzuteilung, die Kleidungszuteilung. Habe ich was vergessen?

16. Juni 2022

Die deutsche Waffenschmiede Rheinmetall hat vorgestern den Prototyp eines neuen Kampfpanzers präsentiert. Lässt man den Werbeblödsinn mal beiseite, handelt es sich um ein Vollkettenfahrzeug von 59 Tonnen Kampfgewicht mit einer nagelneuen 13 cm-Bordkanone, einem koaxial angebrachten 13,5 mm-Maschinengewehr sowie Abwehrgerätschaften gegen Drohnenangriffe. Der Panzer hat den Namen Panther verpasst bekommen. Er ist bis unter die Lukendeckel vollgestopft mit Elektronik, die – so die Firmenanpreisung – von allen 4 Besatzungsmitgliedern bedient werden kann.

Panther (2): Der Name ist Programm. Sein Vorgänger war die deutsche Antwort auf eine unangenehme Überraschung auf den Schlachtfeldern der Ostfront, wo die Wehrmacht mit dem sowjetischen T 34 konfrontiert wurde, dessen Existenz 1941 von der deutschen Auslandsaufklärung, dem Amt Ausland/Abwehr, verpennt worden war. Erst ab 1942 mit dem Panther und dem zugleich gefertigten Tiger hatte die Wehrmacht Kampfpanzer, die den russischen und später den westalliierten Paroli bieten konnten, ja deutlich überlegen waren.

Lob des Globalen: Russland hat angekündigt, die Zufuhr von Gas durch die Pipeline Northstream auf 40 Prozent zu reduzieren. Der Grund: eine Gasturbine müsse repariert werden. Das erledigt die Firma Siemens mit ihrer Dependance in Canada. Von dort kann die Turbine wg. der von Canada gegen Russland verhängten Sanktionen nicht zurück.

Lob des Globalen (2): Der deutsche Energieminister Robert H. sagt, die Gasreduzierung sei eine politische Entscheidung. Da hat er ausnahmsweise recht, wenn er auch mit dem Finger in die falsche Himmelsrichtung zeigt, denn nicht Russland, sondern Canada ist der Verursacher.

Lob des Globalen (3): Die Klima-Lügen-Quäke Luisa N. hat angekündigt, Anschläge auf Versorgungsleitungen vorzunehmen. Nur mal so: Terrorismus jeglicher Begehungsform ist in Deutschland nach wie vor mit happigen Strafen bedroht (§ 129 a StGB). Zuständig zur Verfolgung solcher Verbrechen sind GBA und BKA.Lob de Globalen (4): Wir lernen, damit wir uns verfassungsschutzrelevanter Kritik enthalten: Russisches Gas ist klimaschädlicher als arabisches, norwegisches, US-amerikanisches. Ist alles durchgerechnet und wissenschaftlich belegt.

Diskussion am Bahnhof von Schilda, wohin ich Botendienste leiste. – Er: 9-Euro-Ticket ist der Hit. Spare die Monatskarte nach Gera. – Sie: Und wer bezahlt das? – Er: Ich. Habe das Ticket gekauft. Was denkst du denn? Tickets (2): Am nächtlich kaum beleuchteten Bahnhof der Landeshauptstadt („Willy Brand ans Fenster“) Plakat entdeckt: Autofahren wird immer teurer. Fahr mit ÖPNV. – Ich im Abholmodus. Ein Zug kommt an, von ÖPNV weit und breit keine Spur.

15. Juni 2022

Soso. Hat also die Dame A.M. als Bundeskanzlerin ihre verfassungsgemäßen Pflichten verletzt, als sie die Wahl des Thüringer MP Kemmerich rückgängig zu machen einforderte. So jedenfalls gestern der 2. Senat des Bundesverfassungsgerichts. Als ich Merkels Attacke vor gut einem Jahr als einen Staatsstreich bezeichnete, in der Corona-Diktatur aufschrieb und in Druck gab, brachen sog. Konservative den Kontakt kommentarlos mit mir ab. Rückgängig (2): Illegales Regierungshandeln unter Übergehen der verfassungsmäßigen Instanzen als einen Staatsstreich zu bezeichnen, ist ohne jede Frage eine beißende Kritik an den Handelnden. Nach neuster Definition aus meiner früheren Behörde, dem BMI, sei solches Tun – wohlgemerkt nicht der Verfassungsbruch, sondern die Kritik hieran – verfassungsschutzrelevantes Handeln. Dies zugrunde gelegt, wäre es an der Zeit die Mitglieder des 2. Senats des BVerfG, die Merkels nassforsches Tun soeben als einen eklatanten Verfassungsbruch kennzeichneten, unter Beobachtung zu stellen. Willkommen in Club.

Fast immer sind es Innentäter, die Geheimdienstskandale ins Rollen bringen. So auch momentan, wo es einem CIA-Mann gelungen ist, bisher nicht klar umrissene Riesenmengen aus dem Eingemachten der CIA zur Enthüllungsplattform Wiki Leaks zu transferieren. Das, was dort seit vorgestern auftaucht, ist angeblich nur die Spitze des Eisbergs.

Geheimnisvoll (2): Es handelt sich zumindest um die der Agency verbotene Inlandsspionage gegenüber US-Bürgern. Um dieses Verbot zu umschiffen, bedienen sich die US-Dienste ausländischer Kumpel, so des britischen MI6 und des israelischen Mossad, die man auf US-Territorium werkeln lässt. Das ist im Prinzip nicht neu. Die jetzige Aufdeckung offenbart indessen ein nicht für möglich gehaltenes Volumen in sprachlos machender Intensität.

Geheimnisvoll (3): Nebenbei bemerkt: dies sind nicht die bösen Russen. Die allerdings schauen, so denke ich es mir, erheitert zu. In welchem Maße sie Trittbrettfahren weiß der Kreml allein – und vielleicht nicht einmal der.

Geheimnisvoll (4): Den Täter des Leaks vor ein New Yorker Gericht zu stellen, war vielleicht keine so ganz gute Idee. Selbst die Möglichkeit, ihn unerwartet und immer noch unfassbar ums Leben kommen zu lassen, könnte sich als Bumerang erweisen, denn das Ausmaß seiner Verratstätigkeit liegt offenbar noch im Dunkeln, was sich – je nach anschließender Behauptung der Ermittlunsgbehörden – Tag um Tag ändern könnte. Mit Interesse habe ich die Meldung gelesen, dass US-Parlamentarier sich just mit Wicky Leaks Gründer Assange trafen.Geheimnisvoll (5): Im Durcheinanderreden der Dienste fällt auf, dass der Auslöser der Affäre womöglich in einer Fehde zwischen NSA (US-Abhörbehörde) und CIA (US-Auslandsdienst) zu suchen ist. Viel Spaß den Ermittlern.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch VII

14. Juni 2022

Das Verschwinden des Ukraine-Konflikts aus den Weltschlagzeilen bedeutet dreierlei: a) Das Publikum soll die Ursprungsfanfaren allmählich vergessen (Sieg auf der ganzen Linie gegen den bösen, aber unfähigen Aggressor). b) Das Publikum soll von dem Umstand abgelenkt werden, dass es die mit der westlichen Wertegemeinschaft als Zuwendungs-Weltmeister verquickten Polen sind, die den Marsch auf Kiew antreten (Wer macht mit, wer hält sich bedeckt?). c) Das Publikum soll auf einen neuen apokalyptischen Reiter eingestimmt werden (Impfen bis der Tod eintritt).

Abspritzen: Eine ungut klingende Vokabel mit Bedeutungswandel. Im NS-Staat gehörte sie nach Buchenwald zu tödlichen Mediziner-Experimenten, die an KZ-Häftlingen von anderen KZ-Häftlingen vorgenommen wurden. In der Bundesrepublik war dergleichen verboten. Die Vokabel wanderte in eine offene und eine Tabuzone, das Auto und das Sexuelle betreffend. Heute scheint es mir so, dass der Begriff ins Quasi-Medizinische zurückgekehrt ist, denn ich hörte ihn kürzlich durch Impf-Gegner verwendet – sie dächten gar nicht daran, sich abspritzen zu lassen.Über die Wirksamkeit der Impfstoffe kann es keinen Zweifel geben, wenn sich das Spitzenpersonal von deren Herstellern in Spanien einer Anklage wg. Fälschung der persönlichen Angaben fürs Impfregisters ausgesetzt sieht. Zu deutsch: die Typen sind in Wirklichkeit gar nicht geimpft. Gute Frage: Wer hat da wen verpfiffen und warum?

Wären vergleichende Bilder menschliche Lebewesen, könnte man sie kaum anders als behindert bezeichnen, denn es ist ihr Los, dass sie hinken. Wäre dem nicht so, würde man sich nicht um sie bemühen, sondern gleich auf den Gegenstand, den man nicht zu beschreiben vermag, zusteuern.

Vor zehn Jahren erschien die Aphorismen-Sammlung von Wolf Kalz Das entfesselte Gute. Er schenkte mit das Buch vor genau fünf Jahren. Bald darauf starb er, weil er die gegen ihn wg. des nämlichen Buches entfesselte Hetze nicht mehr ertrug.

Fremder Leute Fotos anzusehen, ist stets eine Sache von begrenztem Reiz. Schlimm ist, dass die frühere Trennwand eines mühsam aufgeblätterten Albums weggefallen und an seine Stelle das schräg gehaltene Smartphone getreten ist, das in winzigem Format Nichtssagendes und Ungekonntes im Hunderterpack im Vorrat hat. Auf den Einwand: „Könntest du nicht mal die Doppel löschen?“, folgt der Hinweis: „Dazu bin ich noch nicht gekommen“, was regelmäßig eine faustdicke Lüge ist.Ähnlich Niederträchtiges ist über die Präsentation von Autobiographischem in der Form eines Manuskript-Stapels zu sagen. Dieses Genre („Lies das mal, es wird dich interessieren“) besteht in erster Linie aus Dutzenden von nur leicht modifizierten Anfängen, denen eine zwei bis fünf Seiten umfassende Betrachtung des Autors über das Leben als solches vorausgeht.

Doch es gibt auch Goldkörner:

12. Juni 2022

Widersprüchliches am Morgen: (1) Du wirst den Mut nicht haben um auszusprechen, was du siehst. (2) Du kannst ab sofort den Mund halten, denn es ist alles schon gesagt. (3) Damit kommst du nicht mehr durch, denn es ist Bekenntnis gefragt.Heimatliches: Das Abendlicht kurz vor Sonnenuntergang malt Sommerfarben von einer wundersamen Eindringlichkeit, die den Augen nicht wehtut.

Müdigkeit kann etwas Wunderbares sein. Oft aber ist sie lästig.Das Gehirn benimmt sich ganz und gar undiszipliniert. Es brabbelt vor sich hin.

Schreibt mir einer über Mittag: Verlasst euch drauf, wir ziehen das durch. – Tolle Ankündigung, doch was bedeutet sie?

Schreibt ein anderer: „Auf der Hinfahrt [nach Berlin]: Alle (Wind)räder stehen still, wenn mein starker Arm es will  (aus einem Arbeiterlied). – Tägliche Fahrt von Schöneberg nach Lichterfelde mit der S-Bahn (8.30h hin, 17.30h zurück), eigentlich rush hour, aber wenig Passagiere. Müssen die nicht arbeiten? Das gleiche freitags gegen 17.00h. – FFP2(!)-Maskenpflicht. Außer mir nur sehr wenige Ignoranten. – Werktags um 18.00h mit dem Auto um die Siegessäule, ich und noch fünf weitere Autos. (Ich denke an den Verkehr in Paris, Arc de Triumphe). – Kann das Berliner Präkariat bei der jetzigen Inflation seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten? Daher wohl: Volksentscheid für das bedingungslose Grundeinkommen. Lt. Wahlplakat hat man dann: Mehr Zeit für Sex. (Dat is Baliiin) – Auf der Rückfahrt: nach der Autobahn, Fahrt durch südbrandenburgische Dörfer, schwarz-weiß-rote Beflaggung vor dem Haus. Hatte ich das auf der Hinfahrt übersehen?“

Berlin (2): Die Wahlfälschungen in Berlin sind so offensichtlich und so zahlreich, dass man davon ausgehen muss, mit einem unzutreffend besetzten Bundes- und Landtag konfrontiert zu sein. Nanzy F. scheint damit keine Probleme zu haben. Kann man verstehen, schließlich ist ihr Parteigenosse Innensenator der hierfür verantwortliche Politiker. Bei korrekter Auszählung wäre er wohl kaum noch im Amt. Wählerwille? Schnickschnack, wenn das Ergebnis genehm ist. Frage nur mal so: Wer legitimiert hier eigentlich wen? Zumindest das Volk nicht die Repräsentanten.Man muss es sich immer wieder vorsagen: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ (Artikel 20 Absatz 2 Satz 1 Grundgesetz.“ Das steht da wirklich.

8. Juni 2022

Die US-Gesundheitsbehörde CDC sorgt für Verwirrung. Kaum hat sie verkündet, dass wg. der Affenpocken sofort wieder Maskenpflicht für Reisende einzuführen sei, widerruft sie ihre Anweisung. Das ist natürlich jammerschade, weil jetzt der Maskenanarchie wieder Tor und Tür geöffnet ist. Wie sagte schon der Alte Fritz? Ordre, Contreordre, Desordre.‘

Nanzy F. aus dem BMI hat zu tun. Großer Presseauftritt, als sie eigenhändig die Regenbogen-Fahne vor dem Ministerium hisst. Der neue Geßlerhut. Im Alten Testament sind die Spektralfarben und ihr Spiel etwas anders gedeutet worden, nämlich als das Ende der Sintflut.Nanzy F. (2) macht sich Sorgen über „unsre Demokratie“. Es seien, so liest man, bisher unbekannte Feinde auf den Plan getreten, nämlich „Menschen“, die sich ohne erkennbaren Organisationsgrad vernetzen, um unberechtigt die Legitimation der Organe zu bezweifeln. Genannt werden besonders die Themenfelder Klima, Corona und die Ukraine. Na sowas, da sollte man doch. Nur nebenbei – selbst wenn meine Wiederholung nervt –, die Kritik der Bürger konzentriert sich bei den genannten Themen auf die Rechtmäßigkeit (= Legalität) des Behördenhandelns. Und am Rande auch noch dies: Der illegal handelnde Inhaber von Staatsgewalt besitzt im Rechtsstaat (Art. 20 Grundgesetz) keine Legitimität (= Berechtigung zur Herrschaft). Fazit: Die protestierenden Bürger verlangen die Wiederherstellung des Rechtsstaats (= Einhaltung des geltenden Rechts durch jedermann) als Grundlage der Legitimität des Grundgesetzherrschaft.

7. Juni 2022

Nachrichten zum Ukraine-Konflikt aus mehreren Tagen nachsortiert. Es ist das Übliche: Heldenhafte ukrainische Abwehrkämpfe, die mit den feststellbaren Frontlinien nicht harmonieren. Die Landkarte lehrt: Die Russen arrondieren Schritt um Schritt ihren Besitz im Halbmond der Ostukraine. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sie derzeit Charkow, ganz im Norden, nicht stürmen, sondern zunächst einkesseln wollen. Mit jedem Tag schmilzt die Möglichkeit einer Verhandlungslösung. Am Ende wird vermutlich ein Diktatfrieden stehen.

Ukraine (2): Das jüngste Gerücht will wissen, dass Putin Kiew erobern wolle. Wenn er klug ist, wird er das lassen, denn die Stadt wird, wenn der Krieg noch weiter in die Länge gezogen wird, von selbst fallen.

Ukraine (3): Die deutsche Journaille zetert, dass der Herr Scholz die Waffenhilfe rauszögere, weil er nicht mehr an einen Sieg glaube. Falls das stimmt, beweist der Mann Realitätssinn, denn ein solcher stand vor Ort nie auf der Agenda. Jetzt versuchen die westlichen Propagandisten aus ihrer Märchenwelt zu fliehen und suchen nach Schuldigen.

Ukraine (4): In einem Wust von widersprüchliche Meldungen bleibt der tatsächliche Stand der angeblichen Freundschaftsbezeugungen zwischen der Ukraine und Polen im Dunkeln. Es lässt sich bestenfalls vermuten, dass die heimlichen polnischen Übernahmebemühungen des Gebiets von Galizien in eine – möglicherweise geduldete – offene Besetzung übergehen werden. Was der Noch-Präsident Selenskyj dazu sagt, halte ich für irrelevant. Seine Lage ähnelt derjenigen der polnischen Führung im späten September 1939. Man geriet nicht ohne eigenes Tun zwischen die Mühlsteine.

In London übersteht Boris Johnson einen Misstrauensantrag aus den Reihen seiner konservativen sog. Parteifreunde im britischen Unterhaus. Äußerer Anlass waren fröhliche Feste in Downing Street No.10 während des von der Regierung für das Volk verfügten Lockdowns.Johnson (2): Ob es ihm in Osteuropa wie beabsichtigt gelingt, eine eigenständige, die EU konterkarierende Politik in die Tat umzusetzen, lässt sich noch nicht sagen. Zur Zeit probiert er es mit bilateralen Vereinbarungen und mit Waffenlieferungen. Auch hier drängt sich der Vergleich zum Herbst 1939 auf.

6. Juni 2022

Berlin: Der Weg zu den Gepäckbändern des Flughafens ist ein meilenlanges Hindernisrennen über Beine und Gepäckstücke von Wartenden hinweg. Er führt durch mehrere Ratsch-Bumm-Personenschleusen in eine ausgedehnte zweigeteilte Halle mit 8 Kofferbändern, die in Längsrichtung angeordnet sind. Eine Ausschilderung am Eingang, was wo ankommt, fehlt. Sie befindet sich in der Mitte der Veranstaltung, so dass man entweder weiter oder wieder zurück muss. Mein Oslo-Flieger kommt dort nicht vor. Ich treffe etliche meiner Mitreisenden wieder, die sich hin und her auf den persönlichen Koffermarathon begeben haben. Meine Reisetasche taucht schließlich auf einem der Ovale auf, das angeblich zur Entladung eines Flieger aus Portugal dient.

Berlin (2): Im Vorübergehen ein Heft des Cicero gekauft. Heraus fällt ein redaktionell aufgemachtes Werbeheft von Google mit dem Titel Aufbruch. Viel mehr muss man dazu nicht sagen.

Aufbruch (2): Muss über den Titel lachen, da mir die gleichnamige national-bolschewistische Postille aus den frühen 1930er Jahren durch den Kopf geht, die von den echten Nazis, kaum an der Macht, verboten wurde. Nun, dieses Schicksal droht Google nicht.Cicero (2): Das Blättern am Abend bestätigt: Lifestyle für den saturierten Korrekten, der sich an der Spitze des Fortschritts wähnt (Musk, Ukraine, SPD, Events, ein Verriss von Tellkamps Roman). Nicht zu vergessen ein Portrait der beliebtesten FDP-Frau, deren Namen ich mir nicht merken kann, jener Kriegsfurie mit der Helmfrisur.

5. Juni 2022

An der Nachricht über den schweren Eisenbahnunfall in Garmisch-Partenkirchen interessieren vor allem die Leserkommentare. Die Masse mutmaßt, dass die Ursache absichtlich verschwiegen werde. Abgesehen von dem Umstand, ob dies zutrifft, sollten sich die Sicherheitsbehörden keinen Illusionen hingeben, dass die Bevölkerung noch ihrer Arbeit vertraue. Ständige vertuschende Berichterstattung bei Ausländerdelikten und die Exzesse der Corona-Jahre werfen ellenlange Schatten.Eisenbahn (2): Das Dagegenreden bei der beabsichtigten sog. Privatisierung der Bahn vor jenen Jahrzehnten war ganz ohne Erfolg. Die Mahner wurde als Ewiggestrige belächelt. Zu lukrativ winkten die Pfründen bei Wegfall des Korsetts der Beamtenbesoldung. Der Effekt ist seit geraumer Zeit mit Händen zu greifen: Unsicherheit, Unpünktlichkeit, Unsauberkeit, Unbezahlbarkeit, Unerreichbarkeit. Es wurde die Substanz aus der Kaiserzeit aufgebraucht. Jetzt ist sie weg.Ein zielführender Beitrag zum energiewendegerechten Stromsparen wäre es, dem Herrn Karl den Stecker zu ziehen.

Die Konfliktlinien auf der Karte der Ukraine gewinnen erst die notwendige Farbe, wenn man die wirtschaftliche Potenz der Regionen einbezieht. Bodenschätze und Schwerindustrie sind jetzt in russischer Hand. Der übergroße Rest ist die einstige Kornkammer, von der schon dereinst deutsche Herrscher träumten.Ukraine (2): Wenn der Status quo so bleibt, ist die Restukraine für die EU bestenfalls ein vergrößertes Rumänien oder, schlimmer noch, ein Fass ohne Boden, oder, je nach Sicht, eine polnische Kolonie. Trifft Letzteres zu, ist der nächste Konflikt programmiert.

4. Juni 2022

Gegenüber von meinem Quartier in Oslo befindet sich das hiesige Hauptquartier von Microsoft. Oben in der 8. eine Ledersitz-Etage mit umlaufender Terrasse, darunter die Arbeitsebene mit normalem, sprich Mobiliar im Designer-Look. Hier wird bis in die Nacht hinein am Wohlstand von Bill G. geteamworkt. Die Sub-Chefs werken in den Stirnseitenbüros der niederen Etagen. An der Beleuchtung abends kann man ausmessen, wer keinen Feierabend kennt. Das sind natürlich die Sub-Chefs, und als letzter geht der Chef selbst. Kann sein, dass ich mich irre, und die Hierarchie-Cracks nur aus Imagegründen das Licht anlassen. Doch ganz falsch kenn meine Beobachtung nicht sein, denn Freitag um 23.30 ist das ganze Gebäude dunkel.

Von dem Maler Edvard Munch kennt man bestenfalls den Schrei, jenes schaurige Gemälde, dem ein Witzbold des tatsächlichen Lebens zu Corona-Zeiten eine Maske verpasst hatte.
 

Munch (2): In Oslo an der Wasserfront des Fjords hat die Stadt, die den Gemäldefundus erbte, einen Kolossalbau errichtet, in dem ein Teil des unerwartet umfangreichen Schaffens in großzügiger Hängung präsentiert wird – auch die Schreie, von denen es mehrere Varianten gibt.

Munch (3): Das Museum ist in der Tat unübersehbar. Mit einem Wort: Es ist riesig, 15 Etagen hoch. Zugegeben, das ist nicht die offizielle Sicht der Dinge, aber für mich, der ich die Bilder des Meisters schauerlich und deprimierend finde, sind es nicht die Exponate, sondern das Gebäude selbst, dessen Besuch eine weite Anreise lohnt. Der Blick von innen aus der Front von Stahl und Glas fällt auf die Stadt und den Sund. Er weitet sich von jeder Etage, die man per Rolltreppe nach oben gelangt.

Munch (4): Da sich das Gebäude ab der neunten Etage nach vorne neigt und die Glaswände bis zum Fußboden reichen, treten alle Besucher nur zögernd bis an den Rand vor. Ich ertappe mich dabei, wie ich den Arm ausstrecke, ob das vor mir nicht das Nichts ist. Leute mit Höhenangst erkennt man daran, dass sie spätestens hier der Fensterfront peinlich fern bleiben.

Neben dem Munch-Museum mit gehörigem Abstand liegt das neue Operngebäude, das aus der Munch-Blickwarte geradezu bescheiden flach wirkt. Auf seinen schrägen Marmordächern wandern die Besucher herum.

Opernhaus (2): Von innen ist der Bau trotz seiner Größe irgendwie filigran. Die Garderobe hängt man selbst an nummerierte Haken, die auf der Eintrittskarte vermerkt sind. Die berüchtigten Garderobenschlangen gibt es hier nicht – natürlich nicht.

Opernhaus (3): Noch nie habe ich im Parkett (14. Reihe) so gut gesessen. Der deutliche Anstieg des Raumes von der Bühne weg garantiert, dass man keine störenden Vordermänner hat. Die Akustik des hinten abgerundeten, komplett holzvertäfelten Zuschauerraums sucht seinesgleichen.Opernhaus (4): Eine sehr freizügige Carmen – schließlich sind wir in Skandinavien –, schöne Stimmen und ein beeindruckender Chor, stimmlich und schauspielerisch zugleich. Das Publikum spendet zwei Vorhänge lang Applaus, niemand drängelt beim Hinausgehen – keine Garderobenängste, siehe oben.

3. Juni 2022

Seit Alters her hat es Dichter in den Fingern gejuckt, Menschliches allzu Menschliches durch Tierfabeln zu karikieren. Was hätten die Altvorderen zum Ukrainekonflikt geschrieben? Die Fabel vom Bären und vom…? Fuchs? Nein, das passt nicht. Dann schon eher Wolf. Auch Hyäne käme in Frage, ist aber aus Gründen der politischen Korrektheit abzulehnen (kulturelle Aneignung).

Ukraine (2): Falls die Meldung stimmt, dass die Russen in der Ukraine bedeutende Mengen Plutonium sichergestellt haben, wäre das in zweifacher Weise bemerkenswert: (1) der Marktwert der Beute muss immens sein, (2) die beabsichtigte und womöglich verhinderte Herstellung von A-Waffen wäre aus russischer Sicht ein Wert an sich.

Ukraine (3): Wenn der dortige Präsident mitteilt die ukrainische Armee verliere jeden Tag 80-100 Mann, so ist das nicht nur ein Apell, dass die westliche Wertegemeinschaft endlich mit Truppen eingreifen möge, sondern auch ein Eingeständnis der Selbstauflösung der eigenen Streitkräfte, denn ich nehme an, dass die Zahl der Deserteure um ein vielfaches höher sein dürfte. Das ist ein Effekt der eigenen Propaganda, denn die Parole vom siegreichen Kampf mag zwar im Westen Eindruck geschunden haben, bei den Eigenen kam sie, je länger sie andauerte, als Lüge an, denn man sah, dass die Wirklichkeit vor Ort anders war.Ukraine (4): Die Meldungen aus dem Pentagon und dem Weißen Haus widersprechen einander diametral: Entweder stimmt es, dass man weitreichende Raketen liefern will, oder es stimmt, dass man das nicht will. Vielleicht war auch die Absicht, das eine zu sagen und das andere zu tun. Aber was von beidem ist was?

2. Juni 2022

Erste Eindrücke aus Oslo: Es ist feuchtkühl und sehr lange hell. Die Leute sind durchweg freundlich, auch zu Fremden. Quirlige Innenstadt, sehr ausgedehnt. Öffentliche Verkehrsmittel in dichter Folge, durchweg elektrisch. Alles funktioniert und ist sauber. Unter den Hiesigen auffallend viel Asiaten, einschließlich sehr dicker Inder.Oslo (2): Schwulenfahnen im Zentrum, weiter draußen nur die Nationalflaggen in großer Zahl. Einige Denkmäler mit blau-gelber Schärpe. Nun, den diversen Barockmenschen, die dort auf den Sockeln stehen, wird’s egal sein.

1. Juni 2022

Der Berliner Flughafen, der mit dem phantasiereichen Namen BER, ist für jeden, der ihn nutzen will, ein Ärgernis. An der Sicherheitsschleuse stauen sich die Passagiere in unabsehbaren Schlangen. Ist man durch dieses zeitfressende Nadelöhr durch, gelangt man zum Einstiegterminal ganz links, so dass fast jedermann einen längeren Fußmarsch nach rechts (man bedenke nur: rechts) vor sich hat. Meiner dauert gut 20 Minuten im flotten Schritt. Ich begegne ungezählten Passagieren, die völlig aufgelöst im Laufschritt zum Anschlussflug hetzen. Mein Abfertigungsraum ist gesperrt, Sitze davor sind nicht vorhanden.

BER (2): Ich kenne keinen zweiten Flughafen auf der Welt, der derartige Mängel aufweist.

Boeing: Ich werfe einen misstrauischen Blick auf die Triebwerke der 737, die fast über den Boden schleifen. Die obligaten Sicherheitsinstruktionen höre ich zum ersten Mal auf Norwegisch. Die einschlägigen Turnübungen absolviert eine Olivhäutige unbestimmbaren Alters – jedenfalls keine Tochter von Erik dem Roten.

Norwegisch (2): In den nun folgenden 90 Flugminuten werde ich durch zwei Herren neben mir in die Sprache des Ziellandes eingeführt. Ich verstehe kein Wort, obschon sie ohn Unterlass reden. Stelle mir vor, dass sie die Ibsen-Aufführungen in Berlin und Oslo vergleichen. Nach einer halben Stunde nimmt einer zur Illustration des Gesagten einen dicken Stapel Prospekte aus seinem Fluggepäck. Es handelt sich um Kataloge für Holzzapfen und Metallbeschläge.

Norwegisch (3): Der Sprache fehlen die Zischlaute. Sie quillt aus den zugehörigen Mündern wie die Unterhaltung von zwei zufriedensatten Wildschweinen unter einer herbstlichen Eiche.Norwegisch (4): In der angenehm sauberen S-Bahn läuft eine Dauerschleife, in der die Einwanderungsbehörde zu Wort kommt, was sich offenbar, dem Flaggenschmuck entsprechend, auf die Ukraine bezieht. Warum sich zum Schluss des Spots eine Weiße mit einem dankbar lachenden Neger umarmt, erschließt sich mir nicht. Wie gesagt, ich kann die hiesige Sprache nicht verstehen.

31. Mai 2022

Was muss man tun, um Klima-Wahn in Politik zum Schaden Deutschlands umzusetzen? Man ist weiblich, wird, wenn man es nicht schon ist oder war, blond, lässt sich jugendlich wirken sollende Löckchen drehen, zieht sich einen feinen Zwirn an, posiert vor einem Hintergrund, der dem des WEF bis auf die Buchstabenfolge zum Verwechseln ähnlich ist und lässt sich vom deutschen Steuerzahler mit einem Beamtengehalt der höchsten Stufe (B 11) besolden. So die sog. Aktivistin von Greenpeace und…, und… , und… Jennifer Morgan, eine US-Bürgerin.Morgan (2): Die ehemalige Schwab-Angestellte ist eine Globalismus-Korsettstange im unsichtbaren Einewelt-Pummelchen-Kostüm der Annalena Naiva.

30. Mai 2022

Fürs Navigieren im täglichen Chaos gibt es nur zwei Fragestellungen: (1) Was ist passiert? (2) Wer war das? Die meisten Leute begnügen sich mit Nr. 1.

Mit der Einnahme von Sjewerodonezk in der Mitte des Westrandes des Halbmonds der Ostukraine durch russische Truppen, die vermutlich im Moment stattfindet, dürfte die Zielsetzung des russischen Vorgehens weitgehend erreicht sein: Das Territorium der beiden sogenannten abtrünnigen Provinzen ist fest unter russischer Kontrolle. 

Kriegsziele (2): Die Frage des Sacks von Odessa bleibt weiterhin im Dunkeln. Es ist allein eine Frage der russischen Initiative, wie es dort weitergeht.

Kriegsziele (3): Der auf der Jahrestagung des WEF in Davos zugeschaltete Henry Kissinger hat der Versammlung der Selbstgerechten einen schweren Schlag verpasst. Der Westen müsse die fraglichen Gebiete der Ukraine freiwillig an Russland herausgeben, weil er sonst hierzu gezwungen werde und sich zudem selbst eine langfristig wirksame strategische und wirtschaftliche Niederlage verpasse.

WEF (2): Hinweise, die bei mir eintreffen, dass der Vater des Global-Tausendsassas Klaus Schwab ein Mann im Generalsrock der deutschen Wehrmacht gewesen sei, halte ich für fraglich. Eine simpler Schwabe im Blaumann war er jedenfalls auch nicht, wie ältere Legenden wissen wollen. Nee, soviel Sozialismus war nie.

Zum Wetter: Munterer Ostwind lässt die Propeller an der A 4 rotieren. Es ist schneidend kalt.Stand der Panik: Blick in meinen zwanzig Jahre alten Pschyrembel (Klinisches Wörterbuch): Da steht alles Wissenswerte über die Affenpocken. Das Überschießende sind Presselügen und die Verrücktheiten des Herrn Karl.

Am Morgen bereits gelacht: „Deutsche Bahn AG teilt mit: Wegen drohender Überfüllung der Züge ab 1. Juni können wir aus Platzgründen nur Ihr-9-Euro-Ticket transportieren, bedauerlicherweise nicht Sie selbst. Bitte nehmen Sie eine Platzreservierung für Ihr Ticket vor“ (aus: Leserbriefe zu zellerzeitung.de).Zeller (2): Eine der wenigen Quellen, die ich des Morgens ansteuere, um den Tag wenigstens mit einer komischen Note beginnen zu können. Oft klappt das.

25. Mai 2022

„Die Völkerrechtlerin läuft damit schon wieder zur Heißluft-Hochform auf“ ist ein Satz, den ich in der Früh als Leserkommentar vorfand. Weiß auch nicht, warum mir zugleich das Asow-Stahlwerk durch den Kopf geht.

Völkerrecht (2): Unsere Elite hat die Menschenrechte der Uiguren entdeckt. Jetzt droht sie von Davos aus China mit dem Abbruch der Wirtschaftsbeziehungen, während sie zugleich den Hinketanz der Globalisierung tanzt. Doch merke: Wenn der Herr Scholz dort der prominenteste der anreisenden Spesenverbraucher ist, hat irgendwas mit der Mobilisierung der Moralisten nicht richtig geklappt.

Völkerrecht (3): Globalisierung, das sind wir plus alle Länder, die mit uns einer Meinung sind, aber nicht so nebensächliche Kleinstaaten wie Russland, Indien und China.Völkerrecht (4): Vielleicht sollte das nächste Treffen auf dem Affenfelsen von Gibraltar anberaumt werden – schon um den Artgenossen zu signalisieren, dass wir sie wg. ihrer elenden Pocken nicht stigmatisieren wollen. Die Deutschen wollten da schon einmal hin. Das war vor 80 Jahren. Das Reisebüro im Oberkommando der Wehrmacht firmierte unter dem Namen Marita. Doch der Hauptreiseleiter blies die Sache ab.

Völkerrecht (5): Wenn der Herr Schwab und Sigñor Tedros in der Schweiz zeitgleich ähnliche Texte aufsagen, sollte man annehmen, dass sie vom selben Ghostwriter profitieren. Der heißt nur dann Bill Gates, wenn er die Texte selber schreibt.

28. Mai 2022

Das Kraftwerk Schwarze Pumpe steht majestätisch in der sonnenbeschienenen Lausitzer Landschaft. Der weiße, aus den Kühltürmen quellende Wasserdampf lässt keinen Zweifel an seinem Betrieb zu. Geht es nach dem Willen der grünen Totalitären, wird das Bild bald der Vergangenheit angehören.

Grüne Zerstörungen (2): Nach der Aussage des Klimatikers Robert H. sollen die Ferngasleitungen eliminiert werden. Frei nach dem Motto der Kasseler Putzfrau: Ist das Klima-Trallala, oder kann das weg.Stell dir vor, es ist Kirchentag, und keiner geht hin. Dann bleibt die Kirche leer und der Klingelbeutel auch.

24. Mai 2022

Es ist schon eine Angelegenheit von frivolem Geschmack. Die selben Leute, neureich & reich bis zum Abwinken, haben in den USA dem jetzigen Präsidenten gegen den Willen der Wählerschaft zur Macht verholfen. Jetzt, wo dieser diese Vermögen in Tagesfrist im Billiarden-Maßstab verbrennt, werden sie sauer. Mit Muße betrachte ich die einschlägigen Aussagen von Bezos (Amazon) und Musk (SpaceX & Co).Biden (2): Bei dessen Vorgänger waren sich die Geld-Stars einig, dass er weg müsse, weil er ihre globalen Allüren störte. Beim jetzigen bemerken sie empört, dass er an die Substanz geht.

23. Mai 2022

Gestern Nacht auf sonst leerer Straße einem erwachsenen Mann begegnet, der eine Gesichtswindel anhatte. Blicke ihm nach und frage mich nach dem Grund seiner Verkleidung. Affenpocken? Leopardenbiss? Angst vor radioaktivem Fallout? Oder lediglich unterwegs zu einem Bruch?

Das Wort Seelsorger fällt mir beim Aufwachen ein. Die Vokabel erheitert mich völlig anlasslos. Vielleicht liegt’s an der Vorabendlektüre der Frommen Helene von Wilhelm Busch.

Lesefrucht (2): Einer von Buschs Halunken heißt Internazi. Ja, da staunt der Fachmann.

Polen will einen Freundschaftsvertrag mit der Ukraine abschließen. Ich hielt Freundschaft bislang für eine beidseitige Beziehung. Was also ist das Gegenstück zu: Freund gib mir Lemberg?

Freundschaft (2) Der Herr Wolodomir scheint von den neuen Freuden ganz überwältigt zu sein – welch herrlicher Doppelsinn. Was die Leute, die er noch beherrscht, dazu meinen, spielt offenbar keine Rolle.Freundschaft (3): Man beruft sich auf die Historie. Da muss man wohl vorsorglich die gemeinsamen Jahre von 1920 bis 1950 löschen.

22. Mai 2022

Davos ist immer noch eine Reise wert. Da tagt jetzt wieder der Schwab-Zirkus WEF. Habe noch im Ohr, dass der Guru vom Zauberberg vor zwei Jahren tönte, die Schweiz läge für ihn nicht mehr im Zentrum, sondern er rief: Adieu in Südostasien. War wohl nix.

Davos (2): Aus Deutschland reisen die drei von der Tankstelle an, der Olaf, der Robert und der Lars. Die können sich dort mit Al Gore abstimmen, falls dem ein neuer Gag eingefallen ist, wie man die Bürger auf dem Weg zur Ruinierung ihres bescheidenen Wohlstands schröpfen kann.

Davos (3): Aus Russland ist niemand da, dafür aber Elfe (sprich: ölwe = 11) aus der Ukraine. Wenn die jetzt den Sieg beschließen, hat dieser Putin schlechte Karten.

Davos (4): Wer mir auch fehlt, das ist Merkel. Die war, so sagte man mir, seit 25 Jahren dabei. Was sie für hirnverbranntes Zeug da geredet hat, habe ich mehrfach zähnefletschend kommentiert. Es hat nichts genutzt. Oder doch? Jedenfalls hat sich BlackRock vom Klima-Wahn – wenn ich mich mit meinen ungläubig in den Wind gestellten Ohren nicht verhört habe – zu distanzieren begonnen. Was andere schon lange prophezeit haben: Beim Einbruch der Rendite hört der Spaß auf.

Davos (5): Die alles dominierende Figur ist der abwesende Herr P. Jahrelang hat man mit Russland die tollsten Geschäfte gemacht, jetzt macht man Verluste, weil dieser Mann im Traum nicht daran denkt zusammenzuklappen.

Davos (6): Der Dollar ist auch nicht mehr, was er mal war. Daher die hohe Teilnehmerzahl aus den USA.

Sprachausflug: Das Wort dünken ist ganz außer Mode gekommen. Versuche einen Satz, in dem seine Bedeutungsvarianten abgebildet sind. Es bedünkt mich, dass das sich besseres Dünken eine Form des Dünkels ist.

Sprachausflug (2): Eine Viper an seinem Busen nähren, ist, so kommt es mir vor, ein Bild, das bei Schillern in die deutsche Floskelwelt gehüpft ist, wo es von den Romantikern begierig aufgegriffen wurde. Das weckt den Verdacht, dass es queere Leute schon länger gibt, als die Heutigen es vermeinen.Es gefällt mir, in Zeitzonen zu denken, deswegen ist jetzt Sonntag, obwohl es in Schilda noch Samstag ist. Preisfrage: Wo bin ich?

Der Witz der ausklingenden Woche: Mainstream verdächtigt Tichys Plattform, Putin-hörig zu sein. Komischer geht’s kaum. Der einzige, der dort in der Ukraine-Russland-Frage noch den Kurs der Vernunft hält, ist Stefan Paetow.

Bekomme eine noble Ausgabe der Werke von Wilhelm Busch geschenkt. Auf den beiden Buchrücken steht Bertelsmann. Instinktiv kontrolliere ich, ob die Genossen Verleger, Texte und Bilder, wie man so sagt, angepasst haben. Fipps der Affe zumindest zeigt keine zeitgemäßen Korrekturen.

Wilhelm Busch (2): Lese einige wenige wunderbare Gedichte und erstaunliche Prosa-Texte, die mich gefangen nehmen. Dass er sich ausgerechnet mit Max und Moritz in die Herzen der Deutschen schrieb, wirft ein merkwürdiges Licht auf die lesenden Landsleute. Sie machen sonst nicht den Eindruck, als hätten sie eine Ader für Satire. Wie man sich irren kann.Einen Schriftsteller nach dessen Ableben textlich zu korrigieren, bedeutet, ihn ein zweites mal sterben zu lassen. Bei Astrid Lindgren habe ich diesen Vorgang zum ersten Mal angewidert beobachtet.

21. Mai 2022

Nachtarbeit: Der Vergleich von amerikanischen und russischen Quellen bezüglich des unterschiedlich aufgebauschten punktuellen Kampfgeschehens in der Ukraine nötigt zur Folgerung, dass eine Gesamtlage-Schilderung aus dem russischen Verteidigungsministerium, die auch von den Generalstäblern aus der Schweiz und aus Österreich für zutreffend gehalten wird, Grundlage für eine Momentaufnahme sein kann. Danach sieht der Frontverlauf mit einer zeitlichen Verzögerung von einer halben Woche in etwa so aus:

Nachtarbeit (2): Nach nochmaligem Kartenstudium halte ich für denkbar, dass entgegen meiner Annahme von vorgestern, der russische Offensivstoß von Cherson nach Westen zwischen Nikolajew und Odessa stattfinden könnte. Das wäre wohl der direkte Weg, den Sack zuzumachen, spräche aber gegen den bisherigen russischen Ansatz, nördlich der Küste von Asowschem und Schwarzem Meer ein deutlich tieferes Territorium unter Kontrolle zu bringen. Falls meine Überlegung stimmt, müssten die russischen Angriffskräfte rechts und links an Nikolajew vorbei nach Westen vordringen. Was die Stadt selbst anlangt, wird sich zeigen, ob sie ebenso geräuschlos fällt wie Cherson.

Nachtarbeit (3): Es zeigt sich nach Wochen des Kampfes, dass der amerikanisch-ukrainische Ansatz, die Masse der bewaffneten Kräfte im Januar und Februar 2022 in die damalige Ost-Ukraine zu verlegen zwar im Sinne der Unterwerfungsabsicht konsequent war, aber dass er das psychologische Moment der einfachen Soldaten unterschätzt hat. Solange man als Bürgerkriegstruppe eindeutig überlegen war, war man erfolgreich. Jetzt, wo es ans Kämpfen mit einem entschlossenen Feind geht, sieht der einfache Mann seinen Einsatz nicht mehr ein.Nachtarbeit (4): Der längst stillgelegte Jagdhund fragt sich, wo eigentlich die vielbeschworenen Speznaz-Einheiten der GRU stecken? Das sind jene Truppen, die für die verdeckte bewaffnete Kriegführung vorgehalten werden. Dass man von denen nichts hört und nichts sieht, kann aus russischer Sicht sowohl ein gutes wie ein schlechtes Zeichen sein. Das Einerseits-andererseits lautet: Die können es nicht, oder sie tun es und ihr kriegt nichts davon mit.

20. Mai 2022

In unterschiedlicher Tonlage fragen Konsumenten meines Gesudels bei mir an, wie ich auf den Gedanken verfallen könnte, frivole Bemerkungen zum Fortgang des Ukraine-Konflikts zu machen, so wie gestern geschehen. Die Antwort ist vielleicht verblüffend: Ich versuche, mir die Kriegsziele der Konfliktparteien vorzustellen, und zwar so:

* Das US-Kriegsziel ist es, Russland vom Schwarzen Meer abzudrängen und die Verbündeten so aufzustellen. dass eine geopolitische euro-asiatische wirtschaftliche Zone unmöglich gemacht werden kann. Ein Nebenkriegsziel ist das Domestizieren des als unsicher geltenden deutschen Verbündeten. Manche Leute sagen, das Letztere sei das Hauptziel. Ich halte das eher für ein Abfallprodukt.

* Das russische Kriegsziel ist es, die US-Strategie zu unterlaufen und strategische Manövrierfreiheit Richtung Orient zu gewinnen. Die Geländegewinne im Dombass sind hierbei nur ein Abfallprodukt. Der eigentliche strategische Schlag findet an der Südfront statt, er betrifft die Einnahme der Städte am Asowschen und am Schwarzen Meer. Falls das richtig ist, wäre der nächste konsequente Schritt, an den Städten Nikolajew und Odessa nördlich vorbei eine Landverbindung bis zur Grenze nach Moldawien zu errichten. Dass die russische Führung sich freiwillig auf einen Straßenkampf in beiden Großstädten einlässt, mag ich mir nicht vorstellen. Wenn sie es doch tut, kann ich auch nichts daran ändern. 

* Meines Erachtens würde es genügen, beide Städte nach Norden hin von der Ukraine abzuschneiden. Sie fallen dann von selber. Das wissen auch die Amerikaner, von denen ich derzeit nicht weiß, ob und, wenn ja, wie sie das verhindern wollen. Eine Luftbrücke käme jedoch beim Stand der Dinge nicht in Frage. Ein ernsthaften Eingreifen mit eigenen Truppen im Moment wohl auch nicht. Man wird daher zu beobachten haben, ob ein europäisches Nato-Mitglied bereit sein wird, diese Rolle zu übernehmen. In Betracht käme wohl nur Polen. Rumänien dagegen wohl eher nicht. So kommt es zu meiner derzeitigen Lagebeurteilung, dass, wenn es den Russen gelingt, den Sack von Odessa oben zuzumachen, die ganze Sache für den Moment gelaufen ist, denn es müsste andernfalls jemand willens und in der Lage sein, ihn wieder aufzumachen.

* Kriegsziele der Ukraine spielen in meinen Überlegungen so gut wie keine Rolle, da das Land vollständig von der Gnade der USA und seiner Verbündeten abhängig ist. Es gehört zu den Gepflogenheiten der US-Strategie, eine Sache mit Hauruck wieder aufzugeben, wenn sie sich nicht mehr lohnt. Bei Beobachtung der amerikanischen innenpolitischen Debatte deute ich erste Schritte in diese Richtung. Ich räume ein, dass ich mich irren mag.

Am Tisch nebenan spricht einer von der Venus von Milano. Auf dem Heimweg mache ich mir Gedanken über einen Kopf, der nie mit Bildung in Berührung kam: Wie mag es darin aussehen?Kopflos (2): Bei der Vorbeifahrt an einer Gartenanlage sehe ich im letzten Tageslicht einen beim Umgraben. Da sticht einer, denke ich, in bildungsferne Schichten.

Kopflos (3): Karl übt noch. Diesmal eine Pandemie durch Leopardenbiss. Nun weiß man ja, dass das Vordringen infektiöser Leoparden seit Jahrzehnten von Süden nach Norden stattfindet. Es sind bereits die einschlägigen Exemplare auf den Höhen des Thüringer Waldes gesichtet worden.Kopflos (4): Finde Herrn Karls Sprache und Mimik besorgniserregend. Früher sahen die einschlägigen Leute weiße Mäuse. Jetzt offenbar Katzengetier.

19. Mai 2022

Das westliche Propagandagetöse verstellt den Blick auf die Ereignisse, die mir bedeutsam erscheinen. Das ist das Platzgreifen der russischen Herrschaft am Schwarzen Meer. Der Kampf um Mariupol ist praktisch beendet, unabhängig von der Möglichkeit, dass sich weiterhin versprengte Reste der Asow-Kämpfer in den Kellern der Stahlwerks verbarrikadiert haben. Die Masse jedenfalls hat sich auf Gedeih und Verderb den Russen ergeben.

Schwarzmeerküste (2): Die eigentliche Neuigkeit stammt aus Cherson. Mit der russischen Machtübernahme in der Stadt am Unterlauf des Dnjepr hat diese Binnenwasserstraße keinen unkontrollierten Ausgang zum Meer mehr. Nebenbei: Vor hier bis zur ukrainischen Westgrenze nach Moldawien sind es knapp 250 km Luftlinie. Auf dieser liegen noch die Großstädte Nikolajew und Odessa. Werden diese nach Norden hin von der Ukraine abgeschnitten, ist der Krieg für keine der Seiten mehr vertretbar.

Schwarzmeerküste (3): Das amerikanische Kriegsziel sah genau andersherum aus, nämlich die Russen endgültig vom Schwarzen Meer zu verdrängen. Das ist, wenn nicht das Wunder an der Marne passiert, in weite Ferne gerückt. Selbst J.P. Morgan, die Bank der Banken, die seit drei Monaten auf ein Einknicken der russischen Volkswirtschaft spekuliert hatte, stellte gestern klar, dass man seine Negativ-Prognosen deutlich nach oben korrigieren müsse. Wenn man sich vorstellt, dass hinter solchem Prognosegerede massive Wetten verborgen waren, kann man sich ein Grinsen kaum verkneifen, denn hier muss sog. Anlegern klar gemacht werden, dass man sich verzockt hat.

Schwarzmeerküste (4): Von Wall Street ist der Weg zur New York Times nicht weit. Dort wurde nunmehr an prominenter Stelle beschrieben, dass das ukrainische Pferd nicht den Einlauf der Sieger dominieren wird. Und aus dem Pentagon ist zu vernehmen, dass es Zeit wird, sich in Somalia zu engagieren. Das liegt, soweit ich weiß, nicht am Dnjepr.

Neue Heimat: In Berlin wird derweil der Kampf gegen rechts forciert. Nanzy F. will den Heimat-Begriff neu gestalten: Heimat ist, was keine Heimat mehr ist. Oder so.Neue Heimat (2): Das wird flankiert von einer Ideologisierung der Bundesdisziplinarordnung. Vergleiche sind selbstredend unzulässig, deswegen versage ich es mir, auf das längst Geschichte gewordene Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentum von 1933 hinzuweisen, geschweige denn, dasselbe noch einmal zu lesen. Es wurde in meiner eigenen Juristen-Ausbildung als abschreckendes Beispiel für eine Ideologisierung des Rechts und seine Pervertierung zitiert. 

Erhielt Besuch von einem italienischen Wasserhund, der sein Frauchen mitbrachte. Seine Vorfahren waren nützliche Gesellen, da sie in weniger städtischer Umgebung jenseits der Alpen dazu eingesetzt wurden, Trüffeln zu erschnüffeln. Das schien meinen Besuch nicht zu grämen, sondern er benahm sich völlig ungezwungen. Konnte daher nicht herausfinden, ob er überhaupt etwas kann. War daher erleichtert, als er wieder seiner Wege ging.

Hund (2): Karl L., der offenbar unter einem Aufmerksamkeitsdefizit leidet, hat mitgeteilt, dass er auf der Corona-Strecke Hunde einzusetzen gedenkt. Das Ganze rangiert dann vermutlich unter Naturheilverfahren.Angesichts der Meldungen des Tages darüber nachgedacht, ob man Nanzy und Karl als das letzte Aufgebot bezeichnen darf. Falls das Hetze sein sollte, ziehe ich den Gedanken zurück und begnüge mich mit dem Hinweis: das ist ja das Vorletzte.
Und hier das Letzte von Nanzy (ist von Zeller, damit das klar ist):

18. Mai 2022

Gegen jeden Verstand: Das Krankenhaus von Schilda nötigt jedem, der es betritt, einen Gegenstand auf, der an einen halben BH für eine üppig ausgestattete Frau gemahnt.

Gegen jeden Verstand (2): Bill Gates sieht ohne Brille von seinem bescheidenen Domizil in California aus eine Million Corona-Tote voraus. Die CNN ist sein Sprachrohr.

17. Mai 2022

Das Benutzen von Filtern ist die Voraussetzung dafür, dass man im Informationsüberfluss nicht untergeht. Wie im wirklichen Leben, muss man die Filter ab und zu austauschen.

Filter (2): Ich käme im Traum nicht auf den Gedanken, meine Zeit mit dem Absuchen der Twitter-Blase zu vergeuden. Es gibt genügend viele Zeitgenossen, die das anders sehen und, am stammelnden Schwachsinn der Twitterasten interessiert, die Ergebnisse ihrer Fleißarbeit reproduzieren. So erfahre auch ich nolens volens das Neueste aus der Twitter-Welt. Es haut mich, wenn ich ab und zu den mitgelieferten Link anklicke, nicht vom Hocker.

Die Nachrichtenlage zum Thema Ukraine-Konflikt ist nach wie vor sehr unsicher. Bei beidseitigen Erfolgsmeldungen kann man von gar nichts ausgehen. Die Kämpfe um das Gelände von Asow-Stahl (Mariupol) neigen sich offenbar dem Ende zu, falls es stimmt, dass sich am Wochenende dort 500 Personen den russischen Belagerern ergeben haben.

Ukraine (2): Es geht um Minimalia bei Geländeverlusten und -gewinnen. Es bleibt allerdings bei meiner Annahme, dass der Halbmond im Osten von Charkow im Norden bis zur Krim im Süden das Ziel der russischen Aktion ist. Die Frage steht weiter im Raum, wie es die Russen mit Odessa halten. Die Großstadt ist für beide Seiten von strategischer Bedeutung. Schwarzes Meer oder nicht, das ist hier die Frage – vor allem für die USA und die Ukraine.

Ukraine (3): Die Langsamkeit, manche sagen: Schwerfälligkeit, der russischen Operationen ist Anlass für viele Spekulationen. Deren wichtigste ist: den Russen geht technisch die Puste aus. Eine andere: Sie können mit der westlichen Militärtechnik nicht mehr mithalten. So herrsche zum Beispiel akuter Chip-Mangel. Kann das nicht beurteilen. Nur eines scheint sicher: russische Spitzenmilitärs werden gelernt haben, sich der westlichen Telefontechnik zu enthalten.

Ukraine (4): Habe seit Ewigkeiten nichts mehr von diesem elenden europäischen Schlager-Wettbewerb mitgekriegt. Jetzt hat man, lese ich, eine Ukraine-Show daraus gemacht. Soll man nur. Zur dortigen Folklore gehört es, wie jedermann, der zusah, sehen konnte, dass die Sieger mit Hitlergruß von der Bühne gehen. Wenn ich das jetzt befürworte – was ich nicht tue –, machte ich mich nach § 86 a StGB strafbar. Wenn das deutsche Fernsehen das zeigt und finanziert, dient es hingegen der democracy oder so.

Die Gerüchte über den Gesundheitszustand von Putin sind außer Rand und Band. Ich halte es für Wunschdenken, seinen möglichen Totalausfall als potentiellen Sieg einzuplanen. Ein Interview mit dem Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrats, Nikolaj Patruschew, sollte man zumindest gelesen haben, bevor man sich in Illusionen ergeht.

Patruschew (2): Die Führung Russlands betreibt nach eigener Aussage eine umfassende, sich vom amerikanisch dominierten Westen abgrenzende Strategie. Sie reicht vor allem nach innen und über die Abwehr dessen, was man als mutwilligen Angriff der Globalmacht USA versteht, hinaus. Die russische Strategie ist ebenfalls global, was auf eine vom Rubel dominierte Finanzpolitik hinauslaufe, deren Stabilität, gestützt auf den Rohstoffreichtum und solide Binnenfinanzen, Tag um Tag an Attraktivität gewinne.Patruschew (3): Man vertue sich nicht. Die Ausführungen des Russen sind zugleich eine Kampfansage. Die russische Führung hält die westliche Wertegesellschaft für verrottet und für nicht überlebensfähig. Man wende sich daher den 3,5 Milliarden Menschen in Asien und Afrika zu.

16. Mai 2022

In einem Land, das die Abwesenheit jeglicher Individualpflicht zur Staatsdoktrin erhoben hatte – mit Ausnahme der Pflicht, Steuern zu zahlen und die Parkuhr zu bedienen – , haben sich Pflichten gleich bündelweise durch die Hintertür gedrängelt. Die wichtigste von denen: Du musst dich bekennen.

Bekenntnispflicht (2): Wenn du keine Meinung hast, bist du ein Gegner, denn du hast die allein gültige Meinung zu haben. Schlichtes Dagegensein ist nahezu harmlos, nein, es sind diese Indifferenten, die man im Auge haben muss. Da benutzt einer das N-Wort. Bei dem ist alles klar, aber das Schweigen, das ist schrecklich, wo Bekenntnis Pflicht ist. Der Schweiger könnte „Neger“ gedacht haben.Bekenntnispflicht (3): Sie zerstört den simpelsten Gedankenaustausch. Es sei denn, du beginnst die Frage nach dem Salatöl mit dem Hinweis, es sei höchste Zeit, deutsche Waffen in die Ukraine zu liefern.

Elon, das afrikanische Wunderkind, teilt den Amerikanern und deren Präsidenten mit, dieser sei nicht gewählt worden, das Land zu transformieren. Da irrt der Mann gleich doppelt: Biden wurde nicht gewählt, sondern ins Amt getrixt, und die, die es bewirkten, wollten genau das, was er jetzt tut, respektive in seinem Namen getan wird.

Bernd Zeller bemerkt heute Nacht süffisant, der WDR habe die Wahl in Nordrhein-Westfalen gewonnen.Die Weimarer Republik ging baden, weil die demokratischen Kräfte sich nicht auf eine Zusammenarbeit verständigen konnten. Sie kopulierten lieber mit den Totalitären. Das muss ein besonderer Reiz sein, denn er wiederholt sich zur Zeit. Der Unterschied: In den Endjahren von Weimar wählten bis zu 50 Prozent totalitär, bei uns sind es mit Mühe 10 Prozent der Wahlbürger. Noch ein Unterschied: Wie schon vor einer Woche im Norden sind auch an Rhein und Ruhr die Nichtwähler auf dem Weg zur absoluten Mehrheit.

15. Mai 2022

Der Zar ist weit: Gestern im tiefsten Westen, Bad Homburg vor der Höhe. Tiefer geht’s nicht mehr. Am Tennisplatz im Kurpark Männlein und Weiblein im weißen Dress mit Gesichtswindel. Auf dem Parkplatz die Autos mit dem HG auf dem Nummernschild sind neu und gewaschen, keins unter 60.000 €. – Nein, bis hierhin ist die Kunde vom Krieg des Wladimir Wladimirowitsch noch nicht gedrungen. Dafür regiert die Angst vor dem Virus, das noch keiner sah.

Gespräch mit einem mir seit langem bekannten Russisch-Sprachler. Ich: Na, wie ist die aktuelle Nachrichtenlage aus Russland? – Er: Da ist nichts mehr.– Ich: Wie? – Er: Die russischen Sender sind aus meinem Kabelangebot entfernt worden. – Ich bin sprachlos, denn ich hatte den Mann für intelligent und informiert gehalten.Das Nationalarchiv in Kew (bei London) bietet mir einen Trinkbecher zum platinen Thronjubiläum der Queen an. Der Spleen der Brits für ihre Queen ist mir sympathisch, aber das Gemäß zu plump, will sagen: Die Form mag dem Anlass gerecht werden, aber nicht meinen Geschmacksvorstellungen bei Tisch. Auf die dank Sonnenkollektor dauerwinkende Queen habe ich auch verzichtet.

14. Mai 2022

Der Spieler: Mit der Ankündigung, er wolle sein Kaufangebot von Twitter nur aufrecht erhalten, wenn die Zahl der Mehrfachexistenzen dort begrenzt sei, hat Elon Musk einen Kurssturz der Aktie um 30 Prozent ausgelöst. Heißt im Klartext: (a) Leute, ihr könnt den Preis der Aktie nicht künstlich hochtreiben, um den Kauf unmöglich zu machen, denn (b) wenn ich abspringe, springen auch die Investoren ab und zwar zuvor. 

Spieler (2): Jetzt hat die linke Blase wieder ein Hassthema: der schreckliche Kapitalist Musk zerstört die Meinungsfreiheit. Dabei ist sie es selbst, die diese Doppelexistenzen verursacht: ein Ich fürs Normale und ein anonymes Ich für Hasskampagnen.

Spieler (3): Aus unerwarteter Ecke gibt es Gegenwind beim beabsichtigten Nato-Beitritt von Finnland und Schweden. Und zwar aus der Türkei. Das wird teuer für den Rest der sog. Wertegemeinschaft, da nicht damit gerechnet werden kann, dass Joe im Weißen Haus jetzt zusätzlich zum Ukraine-Konflikt einen Krieg um den Bosporus lostritt. Solche Abstinenz von einer Kriegsdrohung gegen die Türkei ist indessen daran geknüpft, dass der amerikanische Größenwahn auf ein einigermaßen überschaubares Maß von Logik beschränkt bleibt.Spieler (4): Der türkische Querschuss lässt vermuten, dass Ankara in Moskau Freifahrscheine Richtung Syrien und Irak einkaufen konnte. Falls das stimmt, wird deutlich, dass auch auf der anderen Seite des Schachbretts ernst zu nehmende Gegner sitzen.

13. Mai 2022

Es fällt wesentlich leichter, einen Misserfolg vorauszusehen als einen Erfolg. Gilt in beiden Fällen vor allem, wenn’s nicht der eigene ist.

Zukunft (2): Wann und unter welchem Vorwand werden polnische Truppen in der Ukraine einmarschieren? Sicher wäre nützlich, wenn der Kreml wieder einmal die abgehörten Telefonate der Kriegsstrategin im US-State Department, Victoria Nuland, veröffentlichen würde. Auch für die Freunde des Gossen-Amerikanisch ein Hochgenuss.

Zukunft (3): Dem polnischen Einmarsch könnte ein Hilferuf slawischer Brüder aus Kiew vorausgehen. Wahrscheinlich wird dort noch der Schwarze Peter herumgereicht, wer brüderlich rufen soll. Stelle mir vor, dass der Rufer danach seines Lebens nicht mehr sicher ist.

Der alberne Begriff der Gegensanktionen gewinnt allmählich Konturen. Der Kreml verbietet russischen Firmen, mit den im Westen belegenen, nunmehr ehemaligen russischen Firmen Geschäfte abzuwickeln. Ein Blick auf die stillgelegten und unter deutschem Kuratel sogleich fortgeführten deutschen Töchter von Gazprom verspricht, dass es zumindest zu einem riesigen Durcheinander kommen wird.

Grünen-Vormann Robert H. kennt das Gegenrezept zum jüngsten Putin-Rezept: Sparen, sparen und nochmals sparen. Der Aufruf trifft auf Leute, die der Regierung, welcher er angehört, beim Geldrausschmeißen zusehen können („Wir sind ein reiches Land,“ schon vergessen?). Dennoch wird sich Widerstand kaum regen, denn Michel weiß, dass er durch Verzicht dem Russen den Überfall auf Deutschland vermiesen kann. Man sage jetzt nicht, diese hirnverbrannte Ansicht sei auf meinem Mist gewachsen. Ich referieren lediglich Erklärungen aus der Christunion, die ich mit eigenen Ohren gehört habe.

Christunion (2): Wittert nach dem als sagenhaft apostrophierten Wahlergebnis in Schleswig-Holstein Morgenluft. Wenn man die 41 Prozent der abgegebenen Stimmen mit den Köpfen des Wahlvolks vergleicht, kommen knapp 25 Prozent Zustimmung heraus. Soviel zur demokratischen Legitimation, über die in letzter Zeit so viel zu hören war. Anders ausgedrückt: Mit einem Viertel kannst du eine satte Mehrheit organisieren.Bedenke das Ende: Wenn in den USA die Lebensmittelpreise drastisch steigen, so liegt das, wie der Amerikaner weiß, an den Russen. Denn diese blockieren – selbstredend völkerrechtswidrig – den Weizenexport über das Schwarze Meer. So hatte man sich in Washington DC die Russland-Sanktionen nicht vorgestellt. Was mir dabei auffällt: Früher lebten – so stand‘s in meinem Erdkundebuch – die Amerikaner im Weizen-Überfluss. Wohin mag der entschwunden sein?

12. Mai 2022

Wieder einmal ist es so, dass ich mit Lesernachhilfe, zum Kern eines Problems vordringe. Das ist wohl das Schicksal des Vorlauten. Im Speziellen habe ich gelernt, dass die Öl-Pipeline Freundschaft (дружба – hoffentlich habe ich das richtig transkribiert) nicht nur in Schwedt an der Oder dem Aufbau des Sozialismus diente, sondern auch im sächsischen Chemiedreieck. Die Details ergeben sich aus einer jahrzehntealten Briefmarke der Deutschen Post. Das Problem, das aufzuklären bleibt, ist der Verkauf der (DDR)-Minol nach Frankreich durch die Treuhandanstalt in der Nachwende Wildostzeit. Im Klartext formuliert: Was musste der deutsche Steuerbürger draufzahlen, damit das heutige Leuna-Ufo wieder zum Leuchten gebracht wurde. Interessiert mich, weil ich altmodisch bin. Vor allem, wo jetzt fragwürdige Interessenverbünde dort das Licht ausknipsen wollen. Ich sag es deutlich: Ich hab was dagegen.Leuna (2): Die Erfahrung lehrt, dass Leute, welche die Hand aufhalten, mit Gemeinwohl nichts am Hut haben.

11. Mai 2022

Im Osten nichts Neues. Die Langsamkeit der russischen Vordringens erregt die westlichen Gemüter. Man schwelgt in der russischen Niederlage. Wie das Bedächtige auf die russische Seele wirkt, vermag ich nicht zu sagen. Vermutlich jedoch weniger, als man es sich hierzulande einzureden versucht.

Schreibt mit einer aus Hamburg, es werde höchste Zeit, sich für die Ukraine konkret zu engagieren. Rate ihm, sich eine Fahrkarte nach Odessa zu kaufen.

Hamburg (2): Der Erregte unterstellt mir, ich wüsste wohl nicht, wie 1940/41 in den USA eine politische Gruppe gegen den Krieg polemisiert hätte, und was passiert wäre, wenn diese Friedenswahnsinnigen sich durchgesetzt hätten. – (a) Der Umstand selbst ist mir bekannt. Es handelte sich um die Bewegung America First. Ihr Frontmann war der weltberühmte Atlantik-Flieger Charles Lindbergh. Er wurde von der Roosevelt-Administration umgehend als Vaterlandsverräter und Antisemit verteufelt. (b) Die Frage Was-Wann kann ich hingegen nicht beantworten, will es auch nicht, weil es sinnlos wäre. Die Weltgeschichte ist anders verlaufen. Diesen Verlauf nachzuvollziehen, ist komplex genug, um mich damit und den Folgen ernsthaft zu beschäftigen.

Der Klimatiker Robert H. versucht in Schwedt an der Oder die aufgebrachten Leute wegen der russischen Ölpipeline, deren deutsches Endstück von den französischen Eigentümern am Jahresende dicht gemacht werden soll, zu beschwichtigen. Woran denkt der Mann aus Berlin? Zwangsverwaltung? Enteignung zugunsten des Bundes? Übung hat er ja mittlerweile mit der deutschen Gazprom-Tochter Germania.

Pipeline (2): Der Gasdurchfluss in der Ukraine in Richtung Europa ist gestern ins Stocken geraten. Russen und Ukrainer zeigen wechselseitig mit dem Finger auf einander. Das ist eine Entwicklung, die das Zeug hat, eskalierend aus dem Ruder zu laufen. Waren es die Russen, ist es eine massive Drohung. Waren es die Ukrainer, grenzt es im US-Auftrag an Selbstmord.Im glücklichen Österreich – das Glück scheint im Moment leicht getrübt – meldet sich Ex-Kanzler Kurz ungewohnt knackig zu Wort. Niemals mehr Politik, lässt er das ÖVP-Parteivolk und den Rest der Welt wissen. Der Jungstar hat nämlich einen neuen Job, der von keiner Parlamentskontrolle abhängig ist: Angestellter in Sachen Global-Strategie beim Geldanleger Georg Thiel (Ex-Paypal) in den USA. Ne Nummer kleiner geht‘s offenbar nicht, aber nach oben hin sehe ich noch Spielraum: Beauftragter für Galaktisches bei Elon Musk.

9. Mai 2022

Bilder vom Vormittag zeigen einen russischen Präsidenten, der sichtlich gealtert ist. Nun, Wladimir Wladimirowitsch, Macht strengt an, und Anstrengung macht alt.Der Rest der Nation regt sich über den Herrn Scholz wg. seiner Rede an dieselbe auf. Seltsam. Mir ist nix aufgefallen, zumal ich mir sowas nicht antue. Ächt nicht.

8. Mai 2022

Sagt einer gestern Nachmittag, den ich zufällig in Leipzig treffe: Samma, du schreibst ja ganix mehr, wa? – Das zeigt, die Leute wissen nix und reden doch darüber. Andererseits: Wenn‘s wirklich drauf ankäme, könnte ich es gleich ganz sein lassen.

Nach dem Abräumen von Mariupol geht es in Kürze offenbar um den Angriff gegen Odessa. Das Mobilisieren von Streitkräften in den im russischen Sinne abtrünnigen Provinzen von Moldawien nötigt zu dieser Folgerung. Es war zu naheliegend, um nicht begonnen zu werden. In wenigen Tagen wird bei dem jetzt üblichen mäßigen Tempo der russischen Landnahme die Ukraine vom Schwarzen Meer abgeschnitten sein.Ukraine (2): Die entscheidende Frage ist: Was werden die USA unternehmen, um das Einschnüren des Landes zu verhindern, denn es passiert im Augenblick das Gegenteil des Gewünschten, nämlich die Russen vom Schwarzen Meer zu vertreiben. Was also werden die Amerikaner den Rumänen bieten, damit sie sich in den Kampf gegen Russland einmischen? Zur Zeit sind sie, ohne was dazugetan zu haben, die Kriegsgewinnler, weil über ihre Schwarzmeerhäfen neuerdings der ukrainische Weizen in die Welt verschifft wird.

7. Mai 2022

Zwar weht der Geist, wo er will, aber nicht der Wind da, wo er soll. – Entlang der A 9: Am frühen Nachmittag Flaute, nichts bewegt sich. Gegen Abend: Es mühlt bei leichtem Ostwind vor sich hin und stirbt dann bei Einbruch der Dämmerung ab.Dieser Vorschlag hier ist Nato-kompatibel und sollte bald in Angriff genommen werden.

6. Mai 2022

In den alternativen Medien finde ich gebündelte Häme über Frauen in politischen Spitzenfunktionen. Ihre Unfähigkeit wächst sich zum Synonym für Frau und Politik aus. Vorzeigeobjekte sind die US-Vizepräsidentin Kamala Harris und die britische Außenministerin Elizabeth Truss.

Frauen (2): „Liz“ Truss hat ein Problem mit der Geographie, nein anders: sie hat kein Problem damit, dass sie sich traut, geographische Bezeichnungen in ihre öffentlichen Äußerungen einzubauen. Und das ist ein gewisses Problem. So, wenn sie beispielsweise die Ostsee für das Schwarze Meer hält oder umgekehrt. Ein echtes Problem erwächst hieraus indessen, wenn dieselbe Frau sagt, dass der derzeitige Krieg an Orten, deren Lage sie nicht kennt, im Interesse des British Empire sei, denn sie knüpft gedanklich an etwas an, was nicht mehr existiert und folglich wiederhergestellt werden müsste. Kein angenehmer Gedanke.

Frauen (3): Ich finde die Bevorzugung der anglo-amerikanischen Spitzenkräfte gegenüber denjenigen, die wir selbst zu bieten haben, ungerecht. Annalena beispielsweise hat gerade erst mitgeteilt – ich verkürze ihr stammelndes Gerede mal auf den bei mir angekommenen Kern –, dass es unser Ziel sei, die Russen dauerhaft fertigzumachen.

Eine Geberkonferenz hat stattgefunden, die den weiteren Krieg in der Ukraine ermöglichen soll. Es lohnt sich, den Teilnehmern zuzuhören. Der polnische Vertreter sagte, das Geld solle an diejenigen Staaten gehen, die von dem Krieg betroffen seien. Man kennt diese Methode aus der polnischen EU-Mitgliedschaft: Mehr aus dem Topf herausholen, als man selbst hineingegeben hat.

Geldnehmer (2): Polen und Litauen plädieren dafür, den Krieg zu nutzen, um die diversen Gebietsverluste aus dem vergangenen Jahrhundert (oder noch früher) rückgängig zu machen. Das bedeutet das Entstehen etwas anderer Kriegskonstellationen, nämlich: Polen gegen die Ukraine, Polen und Litauen gegen Weißrussland, und – natürlich – Polen gegen Litauen. Vor allem letzteres entbehrt nicht einer gewissen grimmen Komik. Man kann verstehen, dass solche Ansinnen in Russland mit galligem Humor kommentiert werden.

Kontrastprogramm: eine See-Reise von Odessa nach Batumi über Suchumi und Sotschi zurück nach Odessa. Der Defa-Film Meine Freundin Sybille machte es möglich. Ein paar doofe Deutsche unter lauter freundlichen Sowjetmenschen vor großartiger Kulisse. Und die Rote Armee spielt das Rennsteiglied. Das waren noch Zeiten, 1967, ein Jahr vor der Bruderhilfe der friedlichen Sowjetunion in Prag.Sybille (2): Der zugrundliegende gleichnamige Roman von Rudi Strahl ist noch einen Zacken behaglicher. Die Staatssicherheit merkte an, der Autor sei arrogant, da er glaube, den Erfolg seiner Schreiberei nur seiner eigenen Tüchtigkeit zu verdanken. Nun, die Genossen mussten es ja wissen.

5. Mai 2022

Ein, wie er sagt, Sprecher der Werteunion erklärt den Umsitzenden, dass wir nicht abseits stehen dürfen. Hierzu nickt er zustimmend. – Zuhörerin: Und warum nicht? – Er, die Stimme senkend: Oder wollen Sie, dass Putin in Deutschland einmarschiert? – Die Umsitzenden entschließen sich spontan, über die Spargelsaison zu reden.

Neu im Angebot der Nationalen: Wer den US-Kurs kritisiert, ist ein vaterlandsloser Geselle. Daraus folgt, dass, wer ungefragt ein deutsches Interesse formuliert, erst recht ein vaterlandsloser Geselle ist.

Die Bezeichnung als völkerrechtswidrig hat keine weitere Bedeutung als diese hier: Der Sprecher befindet sich auf der richtigen Seite. – Ich zum Krim-Annexionsverurteiler: Wie war das denn 1941 mit der Besetzung Islands durch die Amerikaner? – Er: Die mussten Hitler zuvorkommen. – Ich: Wie die Deutschen im Jahr zuvor in Norwegen? Sie mussten Churchill zuvorkommen. ­– Er, bevor das Gespräch erstirbt: Werden Sie nicht unsachlich.

Nachts gießt es wie aus Eimern. Das Autofahren macht keinen Spaß. Morgens Nebel und Flaute. Das Autofahren macht immer noch keinen Spaß. Soll es auch nicht.

Nachdenklich nach der Rückkehr in die gute Stube. Es gibt den zweiten Impftoten in meinem engeren Bekanntenkreis. Den impfte seine Tochter, eine Ärztin. Zwei Tage später war er tot. Gleich danach impfte sie seine Frau zum dritten Mal. Sowas kann sich niemand ausdenken.

Heute Morgen: Die Phalanx der Tichy-Autoren schreibt Dinge, die ich für irrelevant halte, so die von der Redaktion angegeigte Wahlwette für Nordrhein-Westfalen. Man simuliert Demokratie, weil man es sich nicht vorstellen kann, dass es gleichgültig ist, ob an Rhein und Ruhr schwarz-gelb an der Macht bleibt, oder ob es zu rot-grün kommt. Es ist den meisten Bürgern – wie Antje Hermenau das formulieren würde – egal.

Tichy (2): Das Gros der übrigen Beiträge sind Kommentare zu Fernsehsendungen. Wer sieht sowas, wer liest sowas?

Tichy (3): Der Meister selbst schreibt gestern einen Riesenriemen über Bündnistreue. Natürlich fügt er seinem Sermon bei jedem dritten Satz ein Einerseits-andererseits hinzu. Hat er aus den Kommentaren der letzten zwei, drei Wochen bemerkt, dass ihm die Leser davonlaufen? Vermutlich das Werk von Putin, denn einer muss es ja gewesen sein.

Der Putin war’s: Benzinpreiserhöhung, Energieknappheit, Exodus der deutschen Industrie, Mietraummangel, Inflation, Facharbeitermangel, Auswanderung Hochqualifizierter, Massenzuzug von Analphabeten. Na also. Fehlt noch was? Ach ja: Feinstaub und CO2. Und über Corona schweigen wir besser.

Schurke (2): Seit gestern weiß ich, dass die seit zwei Monaten andauernde, ganz untypische Ostwindlage im Wechsel mit völliger Windstille von Putin verursacht wurde. Er hat das Wetter verändert, um der westliche Wertegemeinschaft beim Erreichen der Klimaziele zu schaden. Früher hätte man in solchen Fällen von Verschwörungstheorie gesprochen. Jetzt treten Experten auf den Plan und wackeln bedeutungsvoll mit den Köpfen.Schurke (3): Nur eines war Putin offenbar nicht: Derjenige, der anordnete, russische Generäle im Dutzend von Ferne zu orten und mit Präzisionswaffen amerikanischer Bauart zu töten. Aufregung ist nicht angesagt, denn seit Obama ist dies US-Staatspraxis. Es ist den Drohnen egal, wer der Feind ist, der geschlachtet werden muss. 

4. Mai 2022

Die deutsche Sprache macht mit uns, was sie will. Während der Busen der Natur männlich ist, kommt die Heldenbrust weiblich daher.

Sprache (2): Apropos Busen und Natur. Der selbstredend männliche Naturbusen einer Frau ist eine der zahlreichen weiblichen Inkonsequenzen.

Sprache (3): Während ich diese Zeilen nachts schreibe, geht mir durch den Kopf, wie viele Leute sich wieder ereifern werden, wenn sie diese Zeilen lesen. 

Die Klimalügner haben erneut zugeschlagen. Der letztjährige April sei der wärmste und trockenste seit der Wetteraufzeichnung gewesen. In Wirklichkeit war er nach meinen Notizen eher feucht und kühl. Zum diesjährigen April habe ich noch keine Meldung gelesen, die das Vorjahr selbstredend übertreffen müsste, vielleicht so: Der wärmste April seit der Landung der Arche Noah. In Wirklichkeit war der Vormonat kalt mit etlichen Frostnächten. Wenigstens hierzulande.Nachts das Russland-Buch von Thomas Fassbender Freiheit statt Demokratie gelesen. Sinnvolle Lektüre. Das Buch stammt aus dem Jahre 2014 und schlummerte seit Jahr und Tag unbeachtet im Russland-Regal in einer zweiten Reihe außerhalb meiner Sichtweite. Vor- und Nachteile einer großen Bibliothek.

Bücher (2): Gottseidank bin ich kein Einzelfall. Wie auf Bestellung entdecke ich in einer Regalecke mit dem Nicht-zuordenbaren eine Schrift von Gustave Flaubert: Bücherwahn, irgendwann in der DDR erschienen, illustriert durch Joseph Hegenbarth.

Übern Großen Teich: Die Nachrichtenlage dort ist unübersichtlich und kontrovers. Fünf große Themen bestimmen die Woche, sie sind durchweg innenpolitischer Natur: Wird der Supreme Court die Abtreibungsregeln revolutionieren? Wie tief wird Sonderermittler Durham die Demokraten-Partei wg. ihres Staatstreichversuchs gegen Trump eintauchen? Werden die sog. Demokraten bei den Zwischenwahlen im Herbst tatsächlich ein Desaster erleben? Wie weit reicht der Einfluss der Bundesregierung, um den Pandemie-Modus, einschließlich Masken-Zwang, weiter aufrechtzuerhalten? Was passierte tatsächlich am 6. Januar 2021 vor und im Capitol?Übern Großen Teich (2): Der einzige, der nichts machen muss, um weiter Schlagzeilen zu produzieren, ist der australische Milliarden-Spieler Elon Musk.

3. Mai 2022

Wenn Leute sich dahingehend äußern, man könne in Deutschland alles sagen, bedeutet das, dass sie es noch nie probiert haben.

Im Rotarier-Magazin wird zur Eliminierung von AfD-Sympathisanten aufgerufen. Diese Vorgabe umzusetzen, wird die Clubs in Sachsen und Thüringen personell halbieren. Fazit: Wohltätigkeit ohne eine geprüfte Mainstream-Gesinnung ist nicht zu dulden.

Organisierte Mildtätigkeit (2): Im selben Rotarier-Magazin wird die Eliminierung russisch-stämmiger Künstler aus dem deutschen Kulturbetrieb gutgeheißen. Recht so, Weltoffenheit bis zum Dnjepr und nicht weiter.Zum Tee bei Freunden, wir schwätzen wie gewohnt durcheinander. Sie stellt eine Schüssel mit Russisch Brot auf den Tisch. Keiner sagt was, aber alle lachen. Anschließend schwätzen wir weiter.

Musik beim Schreiben ist nur in seltenen Phasen möglich, die zudem durch keinerlei Ablenkung gestört werden sollen. Das klingt wie ein Widerspruch in sich und ist nur so zu erklären, dass es Musikstücke gibt, die das Tiefendenken anregen, das dem Träumen ähnlich ist. Während ich diese Zeilen schreibe, höre ich Koyaaniqatsi von Philip Glass. Habe das Stück in einem Stapel verstaubter CDs entdeckt. Der wohlvertraute Klang – seit 20 Jahren nicht mehr vernommen – belebt die Denkspiele: Ich gehe in Sankt Petersburg spazieren.Entnehme den Meldungen von jenseits des Großen Teichs heute Morgen, dass eine US-gesteuerte Graswurzelbewegung Quitt the CCP (in etwa: Beseitige die Kommunistische Partei Chinas) ihren Betrieb aufgenommen habe. Das riecht nun wirklich nach Größenwahn, denn gleichzeitig findet – man erinnert sich – die Kampagne des Imperiums gegen Russland statt.

2. Mai 2022

Licht und Schatten: Bild des Skagener Males P.S. Krøyer in meinem Badezimmer betrachtet. Zwei kleine blonde Mädchen im Sonntagsstaat der weißen Kleidchen. Werde beim Abtrocknen durch die Überlegung abgelenkt, wieviel Stunden es gekostet haben mag, um die Kinder so reinlich auszustaffieren. Heute dagegen: Gang zur Waschmaschine und Rückkehr ins Wohnzimmer. Von der guten alten Zeit vermag ich nicht ohne Vorbehalte zu sprechen.

Waschmaschine (2): Gespräch mit einer Deutschstämmigen aus Kasachstan. Ich: Was haben Sie sich hier als erstes gekauft? – Sie: Eine Waschmaschine. – Wie zur Bekräftigung hebt sie ihre Hände und zeigt mir deren Innen- und Außenflächen.

Vive la différence: Während in Berlin der übliche linksterroristische Gesinnungsmob am Wochende randaliert, wird Paris von gewalttätigen Protesten jener überschwemmt, die sich durch Falschauszählung um die Präsidentenwahl betrogen sehen.Falsche Zahlen (2): Es kommt weniger darauf an, ob – was ich für möglich halte – in Frankreich in großem Stil Wahlmanipulation stattgefunden hat, sondern auf die heutzutage ganz selbstverständlich angenommene Existenz solchen Betruges. Breite Teile der Bevölkerung haben auch hierzulande den Eindruck, in einer Scheindemokratie zu leben. Es dürfte kaum gelingen, verlorenes Vertrauensterrain zurückzugewinnen.

1. Mai 2022

Fiedler und Pohlmann haben erneut auf Neues aus Wikihausenzugeschlagen. Sie untersuchten die Angaben der Plattform Wikipedia bezüglich des angeblichen Massakers von Butscha in der Ukraine Anfang April 2022. Die Einträge in der deutschen, englischen und russischen Version sind in der Tendenz gleich: Täter waren russische Soldaten auf dem Rückzug nach Norden. Hieran sind – allein wenn man die Wikipedia-Daten zugrunde legt – Zweifel mehr als angebracht: Die angegebenen Quellen sind letztlich eine einzige, nämlich die britische Firma Bellingcat, bekannt oder, wie etliche meinen, berüchtigt aus anderen zweifelhaften Medienkampagnen. Anderslautende Quellen und Hinweise wurden bei Wikipedia gelöscht, die Diskussionsseiten abgeändert und die ohnehin bereits mit Decknamen versehenen Texter nochmals anonymisiert – mit dem Hinweis, man müsse sie vor Repressalien schützen.

Die Russland-Hetze auf Tichys Einblick nimmt erstaunliche Formen an. Den Lesern wird nahegelegt, die Angst vor dem Atomkrieg endlich sein zu lassen. Erneut ist hierfür der ehemalige Rias-Mann Georg Gafron als devoter amerikanischer Propagandist tätig geworden. Leser fragen, wie lange das noch so gehen soll.Hetze (2): Gafrons Kollege, der Christunionist Josef Kraus, stellt derweil die mecklenburgische Ministerpräsidentin an den Pranger des Landesverrats. Ihr Missetat: Sie ließ in ihrem Land mit Geldern der Gazprom eine Stiftung zu, deren Ziel die propagandistische Begleitung des Northstream II-Gasleitungsvorhaben war. Die Reaktionen des Publikums sind gemischt. Da gibt es jene, denen jegliche Attacke gegen die Genossen der SPD recht ist, und die anderen, denen der Ton missfällt, aber auch Inhaltliches, weil sie die Torpedierung der Gasleitung für ein Übel ansehen.

29. April 2022

Vom Kriege – ein Erlebnisbericht

In meiner Nachbarschaft wohnt eine ältere Dame, Ingrid Timpel, die seit Jahr und Tag schreibt: Akribische Tagesnotizen und einen Lebensbericht. Aus diesem Bericht gebe ich hier ihre Notate zum 29. April 1945 unverändert und unkommentiert wider. Oder doch nicht ganz. Mein Rat an alle, die derzeit zum Krieg aufrufen: Fragen Sie möglichst bald bei denjenigen nach, die den Krieg erlebt haben. Ein weiterer Rat: Beeilen Sie sich.

* * *

Am 29. April 1945 vor 77 Jahren, war der Tag, an dem mein Leben aus den Fugen geraten ist.

Im Jahr 1945 war der Winter lang und sehr kalt. Wir Kinder, mussten Holz und brauchbaren Abfall sammeln, um die Stube warm zu bekommen. 

Wir wohnten in Neubrandenburg, einer schönen norddeutschen Stadt mit einer geschlossenen Stadtmauer und vier Toren. Unser Haus stand in der Neutor Straße 32, direkt an einem dervier Tore.

Vor allen vier Toren, so auch vor unserem, dem „Neuen Tor“, errichtete man große Panzersperren, in der Hoffnung, die anrückenden Russen aufhalten zu können.

Später berichteten die Leute, die Panzer wären mit Leichtigkeit über die Sperre gefahren und dann rein in die Stadt. 

Am 29. April 1945 begann unsere Flucht. Der Russe stand unweit vor den Toren unserer Stadt. Von fern hörte man es donnern und krachen. Meine Mutter machte sich mit drei kleinen Kindern auf den Weg.

Tage zuvor hatte meine Mutter wichtige Dinge in einem Koffer verstaut um sie zu vergraben: Silberbestecke, von Paten für uns Kinder, wichtige Unterlagen, der Neue Ulster unseres Vaters, zuletzt oben drauf ein Bild von der Konfirmation meine Bruder Max. Zuerst musste ein tiefes Loch im Rondell im Garten geschaufelt werden. 

Die Nachbarin schaute zu -und fragte: “ Können Sie nicht die SS-Uniform meines Mannes mit eingraben?“ So geschah es, im Jahr 1945. Später erfuhren wir, die Russen hätten mit ihren Bajonetten in den Gärten herumgestochert und alles gefunden.

Der Wehrmachtsgeneral – Oberst Remer hatte die Verteidigung der Stadt befohlen.

In der Folge wurde die Innenstadt zu 90 Prozent von der Russischen Armee zerstört.

Die Angst vor den Russen war so groß, dass viele hundert Frauen sich mit ihren Kindern im nahen Tollense See ertränkten. Auch eine Tante von uns hatte sich mit ihren vier Kindern ertränkt.Meine Cousine, Renate, war 18 Jahre, auchsie wurde von den Russen vergewaltigt.

Meine Mutter, wollte aus unserer Heimatstadt nicht fort, nicht fort von unserem zu Hause. Einmal hieß es, es können ja auch dieWeißrussen sein, die tun uns nichts, sie sind nicht so grausam wie die Rotarmisten. Und die V 2 soll kommen! Meine Mutter sagte zu mir, ich kleide dich als alte Frau an und schwärze dein Gesicht! Die Menschen wollten in ihrer Not an all diese Dinge glauben.

Ich hörte ein Gespräch: Die Nachbarin von nebenan war bei uns: „Machen Sie sich keine Sorgen, Frau Ahlgrimm, wenn es sein muss, ich habe Giftspritzen für alle.“ Sie hatte vier kleine Jungen. Von dieser Stunde an ließ ich meiner Mutter keine ruhige Minute mehr: „wir müssen fort.“

Der Geschützdonner kam immer näher. Einen Tag vor der Flucht bekam jede Familie noch 30 Eier, zu spät, viel zu spät. Wer sollte und konnte sie jetzt noch essen. Das Mittagessen, gebratener Hering, stand auf dem Herd. Meine Mutter holte noch die Fahrkarten, 37 Mark nach „Nirgendwo.“ Keiner wusste, wohin die Reise ging.

Es ging ein Aufruf an die Bevölkerung von Neubrandenburg, die Stadt sofort zu verlassen. Es fährt ein letzter Zug – ein Güterzug nach Nirgendwo – niemand wusste genaueres. Es sprach sich wie ein Lauffeuer herum.

Es blieb keine Zeit für einen Abschied von unserer Oma. Wir sollten sie nie wiedersehen. Sie starb im April 1947 an Hungertyphus. Sie saß am Ende vor den Trümmern ihres Hauses und konnte die Welt nicht mehr verstehen.

In großer Eile packte Mutterdas Nötigstein den Rucksack. Die wichtigen Papiere und einige Fotos hatte sie in ihrer Tasche verstaut.Natürlich nahm ich meinen neuen Schulranzen und denFüllfederhalter mit. Mutter schloss die Haustür ein letztes Mal zu. Insgeheim dachte, hoffte sie, wir kommen bestimmt bald zurück. So zogen wir drei Kinder mit unserer Mutter los zum Bahnhof. Die Dunkelheit brach herein, meine Geschwister 6und 3 Jahre waren müde, sie hatten Angst – und weinten. 

Pünktlich um 21.30 fuhr der Zug ein. Es waren oben offene Güterwagen. Wir Kinder kauerten in einer Ecke auf der Erde, und rückten eng zusammen- es war sehr kalt in der Nacht. Mutter nahm die Decke und legte sie um uns herum, danach stellte sie sich schützend vor uns. Über uns flogen die Geschosse, es knallte und krachte überall. Der Himmel erhellte sich über uns vom Feuer – der brennenden Häuser-es wollte einfach nicht aufhören.

Es wurde langsam hell, der neue Tag brach an. Wir weintenund froren schrecklich. 

Nach einiger Zeit – es kam uns ewig lange vor, denn der Zug fuhr langsam, hieltder Zug in Güstrow. Der Schaffner meinte, wer jetzt aussteigt, kommt nicht mehr weg. Der letzte Zug ist für unser Personal.

Über uns der Sternenhimmel und in der Ferne sah man Leuchtkugeln am Himmel. Wir schliefen auf der Erde im Zug ein. So ging die Fahrtweiter wir waren 2 Tage und Nächte unterwegs. Dann erreichten wir Lübeck. 

Endlich angekommen brachte man uns in einer Schule unter. Sie sollte in den nächsten Wochen, mit vielen Hunderten Menschen, unser neues zu Hause sein. Viele, sehr viele Menschen, lebten und schliefen auf dem Fußboden in einem Raum. 

Der Hunger und die Läuse waren unsere ständigen Begleiter. Die Läuse waren so nach und nach weg. Aber der Hunger ist für sehr, sehr lange Zeit geblieben. Es war niemand bereit sein Brot mit uns zu teilen, oder uns ein Kleidungsstück zu geben. 

Später, viel später haben wir erkannt und begriffen welch ein Glück wir noch hatten. 

Wir hatten alles aber auch alles verloren und führten zeitweise ein menschenunwürdiges Lebens, aber wir mussten nicht die Grausamkeiten, und die Entwürdigungen durch die Russen ertragen.Am 29. April 1945 vor 77 Jahren, war der Tag, an dem mein Leben aus den Fugen geraten ist.

28. April 2022

Wenn’s Absicht war, kommt es der Quadratur des Kreises gleich: Deutschland liefert Fla-Panzer Gebhard, für die es keine Munition mehr gibt. Also: Selenskyjs Wunsch nach schweren Waffen erfüllt und Putin hierdurch nicht bedroht. Wie wär’s als nächstes mit dem Leo 2 ohne Motor. Ist absolut umweltfreundlich (kein Feinstaub, COund so) und für den Transport auf der Schiene geeignet.

Gepard (2): Die Schweiz weigert sich, für die Oerlikon-Kanonen Munition zu liefern. Sie hat die Bundesregierung darauf hingewiesen, dass Deutschland die Munition seinerzeit unter striktem Weiterexportverbot bekam. Jetzt will, man höre und staune, Brasilien den Ukrainern aus der Munitionsklemme helfen.

Das australische Wunderkind Elon Musk hat tatsächlich Twitter gekauft. Was mag den Noch-Vorstand zur Zustimmung veranlasst haben? Ich will mal raten: Geld? Zudem: Was war mit der angeblichen Solidarität der übrigen Groß-Anteilseigner? Hat sich in Tagesfrist in einen Verkaufsreibach der Berufs-Spekulanten aufgelöst.

Twitter (2): US-Zelebritäten kündigen an, die Plattform verlassen zu wollen. Das klingt wie der Schwur der Katze, demnächst in den Vogelschutzbund einzutreten.Nebenbei: Das wunderbare Wort Zelebrität scheint durch Pückler-Muskau in der deutschen Sprache salonfähig gemacht worden zu sein. Begebe mich auf die Suche in seinen Briefen eines Verstorbenen. Lese mit Genuss, dass er sich lustig machte, er verkaufe von diesem Werk mehr als Goethe und Schiller mit all ihren Büchern zusammengenommen. Nach dem Ableben der drei änderte sich das zu seinen Ungunsten. Da bin ich sicher.

Den Gafron-Hetzartikel im Bauchladen von Tichy wiedergefunden.
Dem Leser H. sei Dank. Auch Hinweise auf den Journalisten, für den ich mich nie sonderlich interessiert hatte. Er sei einer, der zuvor rübergemacht hatte, wie die Berliner das nannten. Für einen winzigen Moment meldet sich der alte Jagdhund zu Wort, der einst von Amts wegen auf den Spuren von eingeschleusten Presse- und Parteien-Unterwanderern wandelte. Einen winzigen Moment nur, dann verfliegt der Eindruck wieder im ablenkenden Interesse am gegenwärtigen Geschehen.

27. April 2022

Stopp: An Polen und Bulgarien liefert Russland ab heute kein Gas mehr. Offizielle Begründung: Die beiden Länder hätten nicht in Rubel bezahlt. Der russische, oft genug angekündigte Vorstoß ist ein Versuchsballon. Sowohl für die Russen wie für die Deutschen, die 55 Prozent des Import-Gases aus Russland beziehen. Wir seien, so hört man aus Berlin und Brüssel, auf alle Eventualitäten vorbereitet. Soso. In der Stilllegung des Landes und seiner Wirtschaft haben die Damen und Herren ja in den letzten beiden Jahren reiche Erfahrungen sammeln können. Kurzarbeitergeld statt Produktion. Geht doch.

Die gebündelte Kriegshetze der deutschen Medien, die ich durch das Filter der sog. alternativen Medien zur Kenntnis nehme, offenbart, dass Tichys Einblick mit fliegenden Fahnen im Gleichschritt marschiert. Ein einschlägiger Beitrag des Journalisten Georg Gafron erfährt in der vergangenen Nacht im Minutentakt ätzende Leserkommentare. Als ich ihn heute Morgen zu Zwecken der Dokumentation des absurden Geschehens kopieren will, finde ich ihn nicht mehr wieder.Gafron (2): Ich weiß nicht, ob dieser verbale Kämpfer an der Seite der USA derselbe ist, den ich in den 1980ern in Berlin als etwas skurrilen Streiter für democracy bei RIAS kennenlernte. Andere ehemalige Mitarbeiter des amerikanischen Senders fand ich später als Mitkämpfer bei den Grünen angedockt. Damals wunderte ich mich. Das hat sich mittlerweile gelegt.

26. April 2022

Was nicht da ist, ist auch nicht. Über Nacht hat die Wahrheitsplattform Wikipedia den Eintrag über die angebliche Investment-Firma des Präsidentensohnes, Hunter Biden, gelöscht. Recht so, denn niemand soll fürderhin behaupten dürfen, dass hier das Schmiergeldkonto der Familie für dubiose Zahlungen aus der Ukraine und aus China gewesen ist. Die Beträge, um die es hier geht, was natürlich reine Verschwörungstheorie ist, sind so groß, dass ein normaler Amerikaner sie während seiner gesamten Lebensarbeitszeit nicht zusammensparen kann. Zu recht nicht, denn er ist schließlich nicht der Sohn des Präsidenten.

Klare Ansage: „Wir wollen, dass Russland so weit geschwächt wird, dass es zu so etwas wie dem Einmarsch in die Ukraine nicht mehr in der Lage ist.“ So die US-Minister Blinken (Auswärtiges) und Austin (Krieg) bei einem Besuch in Kiew und in Ramstein. Die Einzige Weltmacht lässt grüßen, doch die Einzige Weltmacht existiert nur in den Köpfen derer, die sie für real halten.Ansage (2): Der russische Außenminister Lawrow hat zur amerikanischen Ankündigung, die ukrainische Armee so lange hochzurüsten, bis sie gesiegt habe, mitgeteilt, dass die Nato sich am Rande des Dritten Weltkriegs befinde. Mir geht durch den Kopf, dass man die Hinweise dieses Mannes seit Jahr und Tag in den Wind geschlagen hat, was regelmäßig zu späterem Klagegeschrei führte. – Dies ist einer der raren Fälle, in denen ich nicht recht behalten mag, denn im Gegensatz zu unsern politischen Leuchten und deren Claqueuren lege ich keinen Wert darauf, in einen Krieg hineingezogen zu werden – weder bewusst, noch blind stolpernd.

25. April 2022In Frankreich hat der kleine Mann erwartungsgemäß, wenn auch knapp, die Präsidentschafts-Wahl gewonnen. Die Bürger, die dies bewirkt haben, entschieden im Sinne des Großkapitals. Entsprechend fiel die Erleichterung bei den westlichen Politikern aus, die ebenfalls auf dem Finanz-Ticket reisen. US-Präsidenten Biden ließ man sagen, dass dies für die Ukraine, die Demokratie und die Klimarettung gut sei. Mehr muss man dazu nicht anmerken.

Liberales Zwiesprech: Während der Herr Lindner am Wochenende dem Kanzler Nibelungen-Treue schwört, feiert der Parteitross der Lindnerpartei diese etwas maskulin wirkende Dame, die den Militärflügel repräsentiert und deren Namen ich mir nicht merken kann.

Zweisprech (2): Wie formuliert man eine Beleidigung besonders ätzend? Indem man die Attacke in ein Lob einbaut. Beispiel, ein Besucher nach einer Gasterei am Wochenende: Wir haben uns bei Ihnen wieder sehr wohlgefühlt. Schön auch, dass Sie nicht mehr so arrogant sind wie früher. – Antwort, schon auf der Treppe: Danke für den offenen Gedankenaustausch (unter Weglassen der sonst üblichen Floskel: na, dann bis zum nächsten Mal).Ungeplanter Fund eines Titels von 1919 in meiner Weltkriegsbibliothek: „Mit den deutschen Truppen in der Ukraine. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Zusammenbruchs.“

24. April 2022

Kampf um die Deutungshoheit: Nach nur einem Monat Laufzeit hat der US-Sender CNN seinen Nachrichten-Streaming-Dienst wieder liquidiert. Fazit: Kein gescheiter Amerikaner will für diesen linken Mainstream-Plunder auch noch blechen. Da haben es die deutschen Mainstream-Lügner einfacher. Sie dürfen ihr Steuer-Privileg gegen den Bürger ausspielen.

Deutungshoheit (2): Der Milliarden-Spieler Elon Musk hat noch mal auf sein Angebot draufgelegt, um die Laber-Plattform Twitter aufzukaufen. Zur Erheiterung des Beobachters liefert er sich ausgerechnet dort ein Informationshäppchen-Duell mit dem anderen Weltbeherrschungs-Anwärter Bill Gates – ungläubig bestaunt von den Twitter-Zensoren, die sich offenbar nicht trauen, Musks ätzende Kommentare einfach zu löschen.Deutungshoheit (3): Es gelingt den vereinten Nachrichtenfälschern der USA nicht, den Ex-Präsidenten Trump zum Schweigen zu bringen. Immer wenn es um ihn still zu werden droht, organisiert er Massenaufmärsche irgendwo in der Fläche des Landes, auf denen er wie ein Messias gefeiert wird. Die Gegner in der eigenen Partei, der Republikaner, treten sich von einem Fuß auf den anderen, weil sie nicht wissen, was sie machen sollen. Exen sie ihn, können sie die kommenden Zwischenwahlen nicht gewinnen. Deswegen ist ihr Stillhalten eine zähnefletschende Duldung auf Zeit.

23. April 2022

Man muss auch loben können. Dass der Herr Scholz einen Dritten Weltkrieg verhindern will, finde ich anerkennenswert. Seine Bemerkung, dass deutsches Aufrüsten der Ukraine um jeden Preis der Weg in diesen Krieg ist, finde ich zutreffend.

Herr Scholz (2): Von Kabinettsdisziplin ist nichts zu spüren. Grüne und Liberale zetern, was das Zeug hält, und versuchen, den Kanzler öffentlich zu desavouieren. Bei den Grünen kein Wunder, denn sie können mit Deutschland nichts anfangen. Über die Kriegstreiberei der FDP darf man sich schon wundern. Spötter bemerken, die Liberalen würde sich an ihre Anfänge erinnern, als sie die Parteineugründung mit den meisten Ritterkreuzträgern war.

Herr Scholz (3): Es riecht nach Kanzlersturz. Warte darauf, dass Mainstream feststellt, der heutige Kanzler habe in seiner Hamburger Zeit in der Elbphilharmonie Tschaikowski gehört. Das wäre dann der Tupfen auf dem i für seine Russenhörigkeit.Herr Scholz (4): Diesen durch den Mann von Black Rock abgelöst zu sehen, wäre der Wunschtraum der vereinigten Atlantiker.

22. April 2022

Ich kann es nicht lassen. Nachts habe ich einige Dutzend Meldungen über den Kriegsverlauf miteinander verglichen. Die leicht gekippte Mondsichel der Ostukraine vom Norden (ohne die Großstadt Charkow) bis zur Landbrücke auf die Krim scheint fest in russischer Hand zu sein. Die Lagedarstellung anhand einer russischen Karte von gestern widerspricht zumindest den westlichen Angaben über den Frontverlauf nicht. In Einzelheiten gibt es enorme Divergenzen.

Ukraine (2): In den Katakomben unter dem Asow-Stahlwerk von Mariupol befinden sich immer noch Kämpfer und ggf. Zivilisten, von denen unklar ist, ob geflüchtet oder als Geiseln gehalten. Die Erstürmung dieser Anlagen wurde nach russischen Angaben abgebrochen, um eigene Verluste zu vermeiden. Bilder von gepanzerten Feldhaubitzen zeigen – falls sie tatsächlich aktuell an Ort und Stelle gefilmt wurden –, dass diese, wie im Manöver auf offener Fläche aufgefahren, das Werksgelände aus sicherer Distanz systematisch zusammenschießen.

Ukraine (3): Man kann über die russischen Offensivabsichten nichts sagen, es sei denn, man ist Kreml-Experte oder Prophet. Eine Absicht auf Eroberung der Gesamt-Ukraine ist nicht zu erkennen. 

Ukraine (4): Was mit der Großstadt Odessa, dem Tor der Ukraine zum Schwarzen Meer, wird, mögen die Götter wissen. Wenn der Krieg so endet, wie jetzt der Frontverlauf ist, hängt die Stadt strategisch in der Luft. Die Stadt Odessa hat in der russischen wie in der ukrainischen Sichtweise einen Stellenwert, der ebenso grundlegend wie wechselseitig unvereinbar ist. 

Gefährliche Muskelspiele: Dem Preußen-Kurier entnehme ich, dass Bundeswehreinheiten am Kurischen Haff stationiert wurden. Blick auf den Nordteil Ostpreußens, der einschließlich Königsberg seit 1945 zu Russland gehört, zeigt, dass dieser bei Anziehen der Daumenschrauben kaum zu halten wäre. Direkte Anrainer sind Polen und Litauen. Es lohnt sich, deren Exponenten zuzuhören.

Muskelspiele (2): Auch sonstige Meldungen aus Polen lassen nichts Gutes erwarten. Ich weiß jedoch nicht, ob diese Meldungen zutreffen, dass die polnische Armee sich zu einer Offensive Richtung Lemberg-Odessa rüstet. Falls ja, richtet sich der dann entfachte Krieg primär nicht gegen Russland, sondern gegen die Ukraine.Muskelspiele (3): Die West-Ukraine als polnisch zu betrachten und lautstark zu beanspruchen, ist weder neu noch originell. Die 1920er/30er Jahre lassen grüßen. Zwischen damals und heute liegen Jahrzehnte, in denen die Polen nichts zu beanspruchen hatten. Es gehört zu diesem Auf und Ab, dass dieses Volk permanent unterschätzt worden ist. Jetzt jedenfalls ist es mit seinem Streitpotenzial wieder da.

21. April 2022

Man kann die russischen Darstellungen über den Ukraine-Krieg für plumpe Propaganda halten und sie dementsprechend aus der eigenen Lagebeurteilung ausblenden. Westliche Medien tun dies, doch klug ist es nicht. Geradezu töricht wird solche Abstinenz, wenn man ignoriert, was die Russen in diesem Zusammenhang über uns, die Deutschen, zu sagen haben. Sie geben zu diesem Zweck eins zu eins wider, was deutsche Politiker über die Art und den Umfang unserer Kriegsunterstützung zugunsten der Ukraine verlautbaren. Die russische Schlussfolgerung, dass Deutschland sich mit Russland im Krieg befinde, ist weder abwegig noch harmlos.

Propaganda (2): Die deutsche Seite geht einen anderen Weg. Zwei Jahrzehnte halsbrecherischer Energie-, Geld- und Einwanderungspolitik nebst zweijährigem Corona-Wahn zeigen unübersehbar ihre Bremsspuren in der deutschen Wirtschaft. Das Land verarmt zum Zukucken für jedermann. Hierfür gibt es seit acht Wochen eine einförmige Erklärung: Putin. Doch das ist Quatsch und nur deswegen bei Michel wirksam, weil die Botschaft bei aller Lüge einen wahren, leicht wiedererkennbaren Strang enthält, das ist der Krieg des Wladimir Wladimirowitsch. Er findet wirklich statt und hat auch dem Dümmsten offenbart, wie eng unsere wirtschaftliche Verzahnung mit Russland war und (!) ist: Gas weg – Licht aus.Propaganda (3): Das Sprachrohr des feministischen Zeitgeistes konnte einen Tag lang, in Abweichung zu seinem Namen (TAZ, die Tageszeitung), nicht erscheinen. Der Grund: ein Stromausfall. Das bestärkt mich in meiner Ansicht, dass unfreiwillige Komik die witzigste ist.

Atlantisches: Im Vordergrund der amerikanischen medialen Aufreger stehen Benzinpreis, allgemeine Teuerung und – speziell in Texas und Arizona – die überhand nehmenden illegalen Zuwanderer. Der Sündenbock vieler Amerikaner heißt keineswegs, wie auch dortzulande von ihrer Bundesregierung empfohlen, Wladimir Putin, sondern Joe Biden.

Atlantisches (2): Unter dem Horizont der deutschen Medienberichterstattung findet weiterhin das Scherbenaufkehren der Ära Trump statt. Die beiden Schwerpunkte sind derzeit das jahrelange eigennützige Tun der Familie Biden in der Ukraine und in China, das im Namen des Präsidentensohns Hunter Biden und dessen Eskapaden kulminiert. Und als zweites die Anklageverfahren des Sonderermittlers Durham, der den Kabalen des Clinton-Trosses nachgestiegen ist. Hier tritt derzeit der Demokraten-Anwalt Sussmann in den Fokus des Interesses, dem vorgeworfen wird, er habe in vorderster Front die zu unrecht erfolgten Russland-Connection-Ermittlungen nebst auf den Fuße folgenden Pressekampagnen gegen Trump durch Beweismittelfälschung organisiert. Über die Ergebnisse beider so extraordinärer Verfahren kann man nichts prognostizieren. Amerikas Justiz ist eine Dame von fragwürdigem Ruf.

Atlantisches (3): Mit einem gewissen Behagen nehme ich die Fortentwicklung in Sachen Biden und Clinton-Sussmann zur Kenntnis, weil sie zeigt, dass ich vor zwei Jahren mit meiner Recherche in Sachen Spygate inhaltlich und personengenau richtig lag, wofür ich hierzulande neben dem Verkauf von nahezu 15.000 Exemplaren des gleichnamigen Buches mit dem Wanderpokal des Verschwörungstheoretikers geehrt wurde. 

Atlantisches (4): Es findet ein Krieg um Twitter statt, seit das australische Enfant terrible Elon Musk sich dort vor einigen Tage mit knapp 10 % der Aktien eingekauft hat. Jetzt sind alle billig und gerecht denkenden Gutmenschen auf hundertachtzig. Sie fürchten, dass ein Miteigentümer Musk den bei Twitter seit Jahren fest etablierten Zensurapparat killen könnte. Es sieht so aus, als wolle Musk ernst machen, denn er hat allen Aktionären ein Angebot gemacht, das deutlich über dem Kurswert der Aktie liegt. Zu diesem Zweck hat er seine Portokasse mit 41 Milliarden Dollar bestückt. Der Vorstand von Twitter, dem – wohlgemerkt – das Unternehmen nicht gehört, versucht derweil, die Aktionäre zum Bleiben zu bewegen, indem er ihnen zusätzliche neue Aktien zum Vorzugspreis anbietet. Kann man im begrenzten Umfang machen, aber es wird den Wert der Twitter-Aktie weiter beschädigen, wie es bereits vor Jahresfrist der Rauswurf des Twitter-Nutzers Donald Trump tat.Atlantisches (5): Ab und an frage ich mich, wo das Wunderkind Elon das viele Geld her hat, das ihn angeblich seit Neuestem auf den Platz des reichsten Mannes der Welt katapultiert hat. Es gibt Leute, die behaupten, dass seine Fabriken zum Bau von Tesla-Elektrospielzeug in erster Linie dazu dienen, CO2-Zertifikate zu verkaufen. Falls das stimmt, was mir wie das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern vorkommt, könnte man mit einem gewissen Recht davon sprechen, dass sein Reichtum auf Luftnummern beruht.

20. April 2022

Frauen: In den alternativen Medien werden viele Worte für den Umstand verwendet, dass massenhaft Frauen in Führungspositionen eingerückt sind, die sie nicht auszufüllen vermögen. Ich bin nur dann bereit, mich hierüber solidarisch mitaufzuregen, wenn Männer verdrängt wurden, die genau dies vermochten.

Frauen (2): Immerhin verdanken wir der Offensive der Frauen, dass wir mit bedeutend klingenden Doppelnamen konfrontiert werden, die kaum einer, ohne zu übern, richtig aussprechen kann. Wenn ich mich nicht täusche, war dies vor Jahren zunächst ein Markenzeichen der FDP. Wer erinnert sich nicht an Frau Leuthäuser-Schnarrenberger? Die klang wie ein Neubaugebiet in Oberbayern.Frauen (3): Der neuen weiblichen Wichtigkeit verdanke ich ein amüsantes Denkspiel für langweilige Autobahnfahrten. Bei Abfahrten mit kuriosen Doppelnamen, stelle ich mir vor, welche weibliche Figur meines Gegenwartsromans dahintersteckt. Zum Beispiel: die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Frau Marieluise Ottendorf-Okrilla (für Nicht-Sachsen: das Vorbild steht an der A 4 östlich von Dresden).

Ukraine mon amour: Mainstream meldet: Russische Offensive überall erfolgreich abgewehrt. Mainstream im selben Atemzug: Die Kämpfer von Mariupol bitten um Evakuierung. Hinweis für die Nachrichtenfälscher: Mädels, eure Meldungen passen nicht zusammen. Es sind ukrainische Siegesfanfaren gepaart mit der Verzweiflungsgeste einer zumindest örtlichen totalen Niederlage.

Ukraine (2): Falls ich mir das richtig zusammenreime, findet in der Industrie- und Hafenstadt Mariupol das statt, was man in der militärisch-gnadenlosen Sprache als Säuberung vom Feind bezeichnet. Der sitzt unter dem auf 11 Quadratkilometern recht ausgedehnten Asow-Stahlwerk in Gängen und Bunkeranlagen und wird dort von tschetschenischen Söldnertruppen Mann um Mann niedergemacht. Was im Rest der Ostukraine derzeit passiert, lässt sich kaum beurteilen.

Ukraine (3): Wenn man überhaupt historische Schlachten für vergleichbar erachtet, fällt einem die deutsche Niederlage von Stalingrad ein. Es war ein Häuserkampf Mann um Mann. Die Verteidiger gaben nach Wochen auf, als sie nichts mehr zu fressen und zu schießen hatten. Historische Vergleiche hinken stets, auch dieser, schon wg. der Größe des Kessels und der beidseits eingesetzten Truppenkontingente. Allerdings: Goebbels hielt hernach vor begeisterten Volksgenossen seine berüchtigte Wollt-ihr-den-totalen-Krieg?-Rede. Schon vergessen?Ukraine (4): Die Landeszentrale für politische Bildung von Baden-Württemberg gibt eine Handreichung für Lehrer über den Ukraine-Krieg heraus: „Putins Angriff auf den Frieden“. Auf der Zeichnung des Covers unterhalten sich russische Soldaten auf dem Weg nach Kiew. Sagt einer von ihnen: „Sie sehen aus wie Menschen, aber es sind hasserfüllte blutrünstige Monster.“ – Preisfrage: Ist das Dargestellte eine von Strafe bedrohte menschenverachtende Hetze, oder wird derjenige strafrechtlich verfolgt, der sagt, dass dies so sei?

17. April 2022Absurdes aus der Gesetzgebungsecke: Ungebuhsterte, die in Corona-Quarantäne geschickt werden, verlieren den Anspruch auf Lohnfortzahlung. Begründung: Sie hätten sich ja impfen lassen können. Nach dem Wenn-dann-Schema bedeutet das: Wenn du dich impfen lässt, schützt du dich zwar nicht vor Infektion, aber vor der Quarantäne. Das ist so verrückt, dass man zunächst glaubt, man hätte sich verlesen.

Fahne: „Wir sind ein modernes und vielfältiges Land. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir das auch als staatliche Institutionen deutlicher zeigen,“ zitiert das Bundesinnenministerium die ihr vorgesetzte Nanzy Faeser anlässlich von deren Geniestreich, die öffentlichen Gebäude mit Buntgestreiftem schmücken zu lassen – von bösen Zungen als Schwulenfahne bezeichnet. Okay, ist pressegeiler Blödsinn. Kann den alten Fahrensmann, der ungezählte Politiker erlebt hat, kaum jucken. Aber das Wir-als-staatliche-Institution lässt aufmerken. Die Dame verwechselt sich selbst mit dem Staat. Da zeigt sich mental Bedenkliches, das Ludwig XIV.-Syndrom. Alternativ: Oder ist sie bloß nicht des Deutschen mächtig?

Fahne (2): In meinem Grundgesetz steht seit 1949 in Artikel 22: „Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold.“ Ich weiß schon: Wer sich auf die Verfassung beruft, läuft Gefahr, eingestuft zu werden.Fahne (3): Rat an alle, die ihr Missfallen zum Ausdruck bringen wollen: Hängen Sie eine deutsche Fahne raus.

16. April 2022

Der samstagnachmittägliche Großeinkauf belehrt darüber, dass verschiedene Dinge aus sind, wie man so sagt. Vor allem die Sonderangebote. Neu ist, dass bei einzelnen Warengruppen, wie dem landläufigen Speiseöl, steht: Derzeit nicht lieferbar.Samstags (2): Windelträger sind in der Minderheit. Sie sind entweder sehr alt oder sie tragen Markenklamotten der Sorte Outdoor, mit denen man auch in Lappland gut zurecht käme. Falls diese Beobachtung verallgemeinerungsfähig ist, müsste der Anteil der Windelträger größer werden, je weiter man nach Westen kommt.

15. April 2022

Sollte es stimmen, dass ein Drittel der Befragten die Ansicht geäußert hat, in einer Scheindemokratie zu leben, so bedeutet das, das diese Bürger ein Bild der Demokratie in ihrem Kopf herumtragen, das sie mit dem Erlebten nicht zur Deckung bringen können. Mainstream schlagzeilt hingegen so: Ein Drittel der Bürger habe sich von der Demokratie abgewandt. Das ist Blödsinn, weil wir hierüber nichts wissen, denn die Probanden wurden nicht nach der Zustimmung zur Demokratie gefragt. Aber das interessiert offenbar niemanden, wiewohl ich schon neugierig wäre, wie diejenigen Bürger, die wie oben votiert haben, sich Demokratie vorstellen. Dabei käme es dann vielleicht ans Licht, dass diese mit den Befürwortern der Demokratie identisch sind – und nur diese.

Im Schwarzen Meer versinkt das Flaggschiff der dortigen russischen Flotte. Da dortzulande Krieg geführt wird, stellt sich die Frage der Feindeinwirkung. Sollten US-gesteuerte Fernlenkwaffen im Spiel gewesen sein, steht die Erweiterung des Konflikts auf die Nato-Staaten unmittelbar bevor. Stellt sich die nächste Frage, wem das nutzt? Deutschland jedenfalls nicht. Und dem, was man neuerdings das ukrainische Volk zu nennen beliebt, sicher auch nicht.Flaggschiff (2): Der Vorgang erinnert an den Untergang des brandneuen russischen Panzerkreuzers Imperatrizja Marija 1916. Keiner wusste, warum sie in Sewastopol in die Luft flog – bis auf ein paar Agenten, die vermutlich von der Sektion IV des deutschen Marinenachrichtendienstes N in Berlin ihre Befehle erhalten hatten. Wird höchste Zeit, dass wir uns hierfür entschuldigen.

In Deutschland gab es in den vergangenen 20 Jahren den merkwürdigen Konsens einer winzigen Minderheit, nämlich der von Vernunft gesteuerten Zeitgenossen. Diese lehnten mit guten Gründen und themenübergreifend das Gelddrucken, den Atomausstieg, die Totalabrüstung, den Klimablödsinn und die Massenzuwanderung von Analphabeten ab. Die Front bröckelte ein wenig, als vor zwei Jahren Corona zur Massenhysterie anschwoll, stabilisierte sich aber nach einem Jahr wieder. Jetzt wird der öffentliche Wahn durch den Ukrainekonflikt bestimmt. Plötzlich blasen ganze Kohorten, die man bis gestern für normal gehalten hatte, in die Kriegstrompete.

14. April 2022

Grundlinien deutscher Politik sind nicht erkennbar. Nur auf die grünen Idioten ist weiterhin Verlass: Weltrettung und Kriegshetze, beides aus Servilität gegenüber der atlantischen Kolonialmacht.

Grüne Idioten (2): Vor Jahrzehnten zeichneten sie sich durch ihre Liebe zu Grünkern-Bratlingen aus. Jetzt ist diese Geschmacksverirrung in der Breite angekommen und heißt vegan. Ist teuer und kann sich nur leisten, wer’s hat. Zum Aufpreis gegenüber dem, was man in diesen Kreisen als ungesunde Billigprodukte bezeichnet, müssen zudem die Kosten der veganen Mangelernährung hinzugerechnet werden. Diese lebensnotwendigen Medikamente heißen Nahrungsergänzungsmittel.

Bei den französischen Nachbarn läuft es auf ein Weiter-so hinaus. Immerhin muss man sagen, dass sie tatsächlich die Möglichkeit einer Alternative hätten. Es erscheint im Moment eher unwahrscheinlich, dass sie diese ergreifen.Frankreich (2): Der Amtsinhaber – ein Aushängeschild des Kapitals, so will er mir scheinen – wird nun, falls die Berichterstattung auch nur vage zutrifft, bis weit ins Lager der äußersten Linken Unterstützung finden. Das ist weniger überraschend, als es den Anschein hat, denn die zahlreichen Funktionäre wollen bezahlt sein. Hierfür gibt das Kapital die notwendigen Mittel.

Man sage nicht, die deutsche Sprache sei nicht präzise und variantenreich. Man nehme nur die Worte hassema und hamsema. In beiden Fällen geht es um Geld. In der Berliner Ubahn: Hassema n’Euro? An der Ladenkasse: Hamsema dreizehn Cent?
Die Tür zum Tucholsky-Archiv ist während der Öffnungszeiten verschlossen. Hinzu tritt eine Museumsaufsicht, die mich hinter der Maske fragt, ob die Tür zu sei. Ich bejahe, weil ich denke, der Mann macht sie mir auf. „Dann macht der Kollege Mittagspause,“ sagt er. „Versuchenses inner Stunde nochma.“ Versuche ich nicht. So wichtig ist mir Tucholsky nun auch wieder nicht.

13. April 2022

In Gransee in der Mark randalierten rund 300 französische Husaren, umzingelten das Rathaus und erpressten eine größere Geldsumme. Es war Oktober und man schrieb das Jahr 1806.

Gransee (2): Vier Jahre später wurde der Sarg der preußischen Königin Luise auf dem Weg nach Berlin zur Beisetzung in der Stadt über Nacht abgestellt. Für die Bürger offenbar ein Großereignis. Sie nutzten es aus, um in franzosenfeindlicher Absicht beim angehenden Star-Architekten Schinkel ein Denkmal zu bestellen und als einen Akt nationaler Demonstration – es war die Franzosenzeit – 1811 auf dem Marktplatz aufzustellen. Dort steht der Luise-Sarg heute noch.Gransee (3): Der damalige Luise-Kult ist heute kaum noch klar in Worte zu fassen. Eine schöne Frau, allerdings, von ihrem königlichen Ehemann aufrichtig geliebt, dem sie ein Kind nach dem anderen gebar und die mit 34 Jahren starb. Der Zauber, der von ihr ausgegangen sein muss, ist heute noch durch die Skulptur zu erahnen, die Schadow von ihr und ihrer Schwester Friederike schuf. Indes: Die Zeitgenossen rümpften die Nase, die Mädchen erschienen ihnen wie nackt. Wie so häufig sind es diese scheinbar so selbstsicheren Kritiker, denen der blanke Neid den Blick auf das Bleibende verstellt. Und das sieht so aus: Schließt man die Augen und denkt sich den Namen dieser preußischen Königin, hat man die Luise des Johann Gottfried Schadow vor Augen.

12. April 2022

Eine unscheinbare Gedenkplatte zu ebener Erde auf dem Soldatengrab in Pelzkuhl in der Mark weist aus, dass hier zwischen dem 30.4. und 1.5.1945 zehn deutsche Soldaten gefallen und bestattet sind, eine Woche vor Kriegsende. Nur von dreien ist der Name bekannt. Als ich vor Jahr und Tag auf das Grab aufmerksam gemacht wurde, standen dort noch Holzkreuze mit den verrosteten Wehrmachtshelmen obendrauf. Sie hatten den Antifaschismus der DDR überdauert. Jetzt sind sie weg.

Ein prächtiger Findling im benachbarten Wesenberg weist den Besucher des wie ausgestorben daliegenden Städtchens darauf hin, dass dies der Ort sei, der „Den Kämpfern der deutschen Arbeiterklasse. 7.10.1959“ gewidmet ist.

Die Verkäuferin an der Fleischtheke in Fürstenberg, als ich Lungwürste in der Auslage entdecke, die ich Interessenten in Schilda mitbringen soll – befragt, wie sie, die Verkäuferin, diese zubereite – antwortet: Wie meine Oma.

Es kristallisiert sich bei aller Widersprüchlichkeit der Nachrichten heraus, dass der Endkampf um die am Asowschen Meer gelegene Großstadt Mariupol in vollem Gange ist. Es sieht nicht so aus, als könnten sich die Verteidiger gegen die russische Armee noch lange halten.

Mariupol (2): Die unvereinbaren Interessen der beiden Kriegsparteien sind offensichtlich: Der Hafen, das Asow-Stahlwerk und die angestrebte russische Landbrücke zur Krim.

Mariupol (3): Im Bunkerteil, tief unter dem Stahlwerk, sollen sich Labors für biologische und chemische Massenvernichtungsmittel befinden. In denselben zahlreiche Ausländer. Das macht die Aufregung der westlichen Wertegemeinschaft verständlich und deren Bestreben, die Leute außer Landes zu schaffen. US-Friedenskräfte im russischen Fernsehen vorgeführt, würden mit Sicherheit keine gute Figur machen. 

Mariupol (4): Asow-Stahl soll einem einzelnen Mann gehören. Mir fehlt das Vorstellungsvermögen, dass er das Werk durch seiner Hände Arbeit erworben haben könnte. Zeitgleich ist zu lesen, dass die Dünger-Produktion sich in den Händen eines einzelnen Mannes befindet. Nur diesmal handelt es sich um die russische Industrie und der bedauernswerte Eigentümer, der unter den Sanktionen schrecklich leidet, sitzt mit einem britischen Pass in England.

Schreibt mir einer, er könne mich nicht ernst nehmen, weil ich Ernstes mit Belanglosigkeiten verwechsle. Da irrt der Kritiker, denn er verwechselt verwechseln mit vermengen. Letzteres erlaube ich mir in der Tat. Es entspricht dem wirklichen Leben.Belanglos (2): Der Herr Scholz bedauert zutiefst den Rücktritt der Familienministerin und zollt, wie er sagt, ihr den höchsten Respekt. Hat er nicht mitgekriegt, wie der Grünenvorstand die Dame am Wochenende absäbelte, oder will er uns auf den Arm nehmen?

11. April 2022

Über den Maskenwahn ist alles gesagt. Oder doch fast alles. Dass im Schloss Rheinsberg Maskenzwang herrscht, wundert selbst unter dem Gesichtspunkt kaum, dass man im Lande Brandenburg unverkleidet einkaufen gehen kann. Bis eine Verwaltung einen Gesetzesbefehl zu befolgen bereit ist, bedarf sie einer einschlägigen Verwaltungsvorschrift, der sie entnehmen kann, dass das Gesetz wirklich gilt und wie es sodann anzuwenden ist. Bis dahin gilt im Schloss Rheinsberg: In Kasse und Museumsladen ist die medizinische Maske Pflicht, beim Betreten der Ausstellungsräume ist der Wechsel zur FFP-Maske obligatorisch.Maskenwahn (2): Es ist weniger der Irrsinn der Regelung, der Verärgerung hervorruft, als der freche Ton des kleinen Funktionärsgesindels, das sich in minimaler Anordnungsbefugnis suhlt. Frei nach Joethen: Hier bin ick Herr, hier darf ich’s sein.

Bei Tichy finde ich die Ansicht des Herausgebers aufgeschrieben, dass die jetzigen Helden an der Spitze der SPD Russland-hörige Genossen seien. Das war mir bislang nicht aufgefallen. Die zur Begründung der Ansicht vorgetragene weitere Ansicht, dass Putins Herrschaft mit der Sowjetherrschaft gleichzusetzen sei, weil dieser mal ein KGB-Offizier gewesen sei, finde ich abwegig. Der Rest ist dann nur noch ein inhaltsloser Zirkelschluss. Der geht so: Die Genossen der Schröder-Generation und der auf diese folgende Generation seien DDR-affin gewesen, deshalb Russland-hörig, weil das mit Sowjet-hörig gleichbedeutend sei.

Genossen (2): Das mit der DDR mag stimmen. Bei meinen Aufräumungsarbeiten in Fünfneuland 1990 ff. stießen meine Mitarbeiter immer wieder auf die Kameraderien von SED und SPD, wobei sich später prominente Genossen (West) nicht scheuten, sich in der brüderlichen DDR ihre akademischen Schmuckstücke anfertigen zu lassen. Zur Entschuldigung des damaligen Verhaltens lässt sich anführen, dass es damals noch nicht die Möglichkeit gab, die Grundlagen des akademischen Grades aus dem Internet zu kopieren.Genossen (3): Dies vorausgeschickt, bleibt die Frage, woran man denn erkennt, dass die Spitzengenossen in der politischen Praxis von heute, Russland-hörig handeln? Wenn dem so wäre, müsste der Herr Scholz beschleunigt die grünen Vorleute aus dem AA und dem Wirtschaftsministerium zum Teufel jagen, denn dort lässt man an der Russland-Feindlichkeit keinen Zweifel aufkommen.

10. April 2022

Beim morgendlichen Nachdenken über die heutige Präsidentenwahl in Frankreich weiß ich, dass abends ein erstes Ergebnis feststehen wird, wonach keinem der Kandidaten die nötige Mehrheit zufiel. Sodann wird es Palaver geben, wie die Stichwahl ausfallen wird.Präsidenten (2): Die Amtsinhaber von Frankreich und Polen bezichtigen sich wechselseitig und in feindseliger Absicht des Nazismus. Das wäre doch ein hübscher gemeinsamer Nenner, um gegen das Zwischenland vorzugehen.Das kalte Aprilwetter in Rheinsberg ist unerfreulich, doch hat es womöglich auch sein gutes, denn was könnte man sich besseres wünschen, um halb durchnässt und mit fröstelnder Distanz dem Leben des unsteten Königs an Ort und Stelle nachzugehen. So taucht plötzlich der Gedanke auf, dass dessen Leben womöglich nichts anderes als ein Kampf zwischen menschenverachtender Kälte und heißer Eigenliebe war. Nebenbei: Ist es das, was seine Totenmaske so abstoßend erscheinen lässt?

9. April 2022

Wenn man den Obi von Neuruppin betritt, fällt auf, dass sich die Nord-Brandenburger dort in hellen Scharen drängen, was daran liegen mag, dass die Regale dichter als anderswo beisammen stehen. Jedenfalls belehrt der Parkplatz darüber, dass die Käufer zu Häusern gehören, die es in Schilda in dieser Menge nicht als Baumarkteinkäufer gibt. Dementsprechend ist auch das Angebot an Basis-Dingen, die zu den Autos geschleppt werden.Ich bin verblüfft, als eine junge Frau mir ein strahlendes Lächeln schenkt. Einfach so. Ich nehme an, sie probiert, ob sie das nach zweijähriger Maskierung noch kann. Sie kann’s. Es ist nicht ohne Charme, dass sie nicht genügend Hände besitzt, um ihr vom Sturm gezaustes kurzes, deutlich zu dünnes Röckchen unten zu halten.

8. April 2022

Privathochschulen pflegen den Zulauf zu ihnen mit der Qualität ihres Angebots zu erklären. Dabei liegen die Dinge simpler. Nicht vorhandene Studienplätze an den staatlichen Einrichtungen und ein ans Idiotische grenzendes Zugangssystem legen all denjenigen, die wirklich studieren wollen, trotz immenser finanzieller Belastungen ein Ausweichen nahe.

Privathochschulen (2): Wer nun glaubt, dass er an diesen angeblichen Kaderschmieden auf erlauchte Lehrer stößt, der höre zu, was sie sagen, wenn sie über sich selbst sprechen. Allein der durchgängige Gebrauch des schwachsinnigen Gender-Deutschs sagt genug. Ich nehme an, den Sprechern, welche an einer Hochschule lehren, die sich ausgerechnet nach dem großen Sprachmeister Theodor Fontane benannt hat, wird das Absurde ihres Tuns mangels einschlägiger Bildung nicht bewusst sein.

Privathochschulen (3): Während am Himmel die Nato Präsenz zeigt, sprechen zu ebener Erde private Professores und politische Regionalgrößen vom leidenden ukrainischen Volk, mit dem es Solidarität gegen den verbrecherischen Überfall des Diktators Putin zu üben gelte. Okay, die Meinung kann man am Biertisch und im Fernsehen vertreten, aber mich macht das „ukrainische Volk“ hellhörig. Bin gestern hörte ich aus solchem Munde, dass der Gebrauch des Worts Volk ächt Nazi sei.Privathochschulen (4): In meiner Torheit war ich angereist, um aus berufenem Mund zu hören, wie die kostspielige Verbindung von Theorie und Praxis zum Wohle unseres Landes gelungen sei und was noch zu tun, um das zu verbessern. Stattdessen war von der Herausforderung der Gendermedizin die Rede. Blicke intuitiv nach oben, doch die Dachbalken der Schinkelkirche nehmen es ungerührt zu Kenntnis. Ich bin so verärgert, dass ich nicht einmal Kalauer von mir geben mag. Gut, na schön: Gendern Sie mal Hodenkrebs.

7. April 2022

Der Herr Scholz hat gestern gesagt, es käme für ihn – er sagte: für uns – darauf an, dass Putin den Krieg nicht gewönne. Tja, aber was bedeutet das? Ich glaube, er wollte sagen: Leute, wir müssen aufpassen, dass wir nicht eine klatschende russische Ohrfeige kriegen. Jedenfalls wird die Nichtbezahlung des russischen Gases, der russischen Kohle, des russischen Öls, der russischen seltenen Metalle – habe ich was vergessen? – nicht dazu führen, dass Russland den Krieg nicht gewinnt.

Herr Scholz (2): Sein Auftritt im Wahlkampf in NRW wurde dortzulande bei den Genossen als nicht hilfreich empfunden. Das Publikum pfiff. Das erinnert ein wenig an die A.M.-Auftritte in den Wahlkämpfen vergangener Jahre. Dem letzten Kanzler, den ich von Amts wegen wahlkämpfend sehen musste, begegnete ich 1999 in Erfurt. Gerhard Schröder war heiter, das Publikum gelangweilt.

Herr Scholz (3): „Unsere Mauern brechen, aber unsere Herzen nicht,“ stand in Riesenlettern aus Ölfarbe an stark beschädigten deutschen Wänden. Zur Stärkung der Moral hatten wir die Wunderwaffe des Führers. Jetzt haben wir Verzicht und zur Stärkung des Durchhaltevermögens (Neudeutsch: Akzeptanz) Klimaziele und einer muss hier schließlich den Anfang machen. Irgendeine Hoffnung haben wir immer.Herr Scholz (4): Die Presse teilt unter wohlwollendem Dröhnen mit, dass die Koalition in der Wirklichkeit angekommen sei. Ich kann das beim besten Willen nicht erkennen. Vermutlich weil mir meine Verstocktheit immer wieder in die Quere kommt. Die hört auf den Namen das-Wohl-des-deutschen-Volkes. Steht so in meinem Grundgesetz, aber was heißt das schon

Ich habe mich noch nicht daran gewöhnt. 160 € fürs Tanken mahnen mich zum Überlegen, wann ich wohl sagen werde: Das war jetzt die letzte Tankfüllung.

Es ist 5 Grad kalt, Regen- und Hagelschauer machen das Fahren zum Ärgernis. Zum Glück ist die Zahl der Raser fast auf Null gesunken. Auch sind LKW-Staus auf der A 9 rar geworden.Der Quartierwirt sagt, indem er auf den am Fußende des Bettes etwas unmotiviert stehenden breiten flachen Sessel zeigt: Hier ist der Wohnbereich. Seinem Gesicht entnehme ich nicht den Hauch von Ironie. Deswegen verkneife ich mir Rückfragen nach dem Wasch- und Essbereich. 

6. April 2022

Herr Müller von der Bundesnetzagentur ermahnt die Deutschen, mit dem Gas sparsamer umzugehen, da sich die Speicher bis auf den nicht abpumpbaren Rest leeren. Danach ist Sense, wie man so sagt. Gut beobachtet, Herr Müller. Vielleicht kommt seine Erkenntnis ja daher, dass er seit gestern von Klimatiker Habeck zum Treuhänder des Bundes über das Russenvermögen in Sachen Gas zwangsweise eingesetzt wurde. Das wird von Mainstream gefeiert, aber Gas bezieht man auf diese Weise nicht.

Herr Müller (2): Das ist, wenn ich nicht irre, derselbe Mann, der vor zwei, drei Monaten öffentlich verkündete, Northstream II sei nicht genehmigungsfähig – und zwar in dem Moment, als die Pipeline fertig war und mit Gas befüllt wurde. Schon vergessen, Herr Müller? Da wäre zum Beispiel das Gas, das jetzt fehlt. Ist mit Dreisatzrechnung herauszufinden.
Herr Müller (3): Warum sind die den Russen gehörenden Gasspeicher von Rheden leer? Weil sie letzten Sommer nicht aufgefüllt wurden. Warum wurden sie nicht aufgefüllt? Weil kein Wind wehte und das Gas zur Erzeugung von Strom verwendet wurde. Sowas nennt man in der christlichen Seefahrt auf Sicht fahren. Dumm nur, wenn unerwartet Nächte dazwischen kommen, in denen man nichts sieht. Diese Prinzipien sollten in der Bundesnetzagentur bekannt sein.

Herr Müller (4): Man muss nicht lange nachdenken um festzustellen, dass die Gasklemme, in der wir jetzt stecken, durch aktuelle Regierungsstellen mutwillig herbeigeführt wurde. Meine höchst persönliche Wertung: Leute, die so handeln, haben auf ihren Posten nichts verloren. Sie müssen entfernt werden.
Herr Müller (5): Ich will ja nicht unken, aber der laut Mainstream grün-kompatible Mann gäbe sicher ein prächtiges Bauernopfer ab, wenn es dunkel wird.

Der Hauptmann von Köpenick 2022: Ein Mann aus Magdeburg soll innerhalb von 9 Monaten 87 mal geimpft worden sein. Ihm geht es dem Vernehmen nach gut. Man stutzt, man staunt, man lacht, denn jetzt kommt der Auftritt der Experten.

Köpenick (2): Experte 1, der auf Mainstream breiten Raum findet, ist ein Impfexperte (was immer das sei). Er sagt, dass das Vielfachimpfen keine Gefahr bedeute, denn jede Impfung hebe die Wirkung der vorherigen auf. Wie muss ich mir das vorstellen? Die ungeraden Zahlen wirken, und die geraden Zahlen heben auf? Merkwürdig, ist das etwa der Sinn der dritten und vierten Impfung, die landauf landab propagiert wird? Habe ich ganz anders im Ohr.

Köpenick (3): Experte 2 ist ein universitärer Fachmann für Medizinrecht. Er sagt, dass dem Mann eine langjährige Freiheitsstrafe wg. gewerbsmäßigem Betruges drohe. Medizinrecht? Ich dachte, das sei eines Frage des Strafrechts. An den Betrugstatbestand erinnere ich mich dunkel: Der Täter erzeugt in einem Dritten einen Irrtum, sodass dieser eine Vermögensverfügung trifft, die zu einem Schaden führt. Nur mal so: Wer ist hier der Dritte? Der Impfarzt? Seit wann trifft der eine Vermögensverfügung. Nun gut, die Justiz wird’s auf Kommando richten.

5. April 2022

Die westliche Welt hat ein gemeinschaftsstiftendes Thema: Die Toten von Butscha, einem Vorort von Kiew. Der hiesige Tenor ist klar: Das war Putins Soldateska. Solche Meldungen nebst anschließendem Wir-alle-Gerede sind weder neu, noch tragen sie zur Wahrheitsfindung und schon gar nicht zu einer nüchternen Lagebeurteilung bei. Dieselbe ist, so fürchte ich, auch unerwünscht. In einem schon älteren Buch rief einst die Masse: Kreuziget ihn. Man tat es.

Masse (2): Es ist verstörend, dass ganz normale Leute hysterisch reagieren, wenn das Wort Ukraine fällt. Argumente sind sinnlos. Sie werden innerlich abgeblockt. Frage mich selbstkritisch, ob auch ich diesem Mechanismus unterliege. Vermutlich ja, indem ich ab einem bestimmten Informationspegel einfach für ein, zwei Tage abschalte. Das ist dann wie Fasten.

Masse (3): Genügend aufgeputscht lyncht sie Männer, die bloß daneben stehen und die Stirn runzeln. Der jetzige Schlachtruf lautet: Verurteile den russischen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, sonst machst du dich wegen der Befürwortung desselben strafbar. Da wird nüchternes Denken zum Wagnis, zum Beispiel dieses hier: Ich verfolge die internationalen Schachzüge und ihre Spieler, bis es zum russischen Einmarsch kam, den ich – wenn denn schon Bekenntnis die Voraussetzung für Forschungsgedanken ist – nicht gutheiße, sondern ganz im Gegenteil.

Ukraine und die Welt: Mit Interesse habe ich zur Kenntnis genommen, dass der spanische Außenpolitik-Profi Augusta Zamora Rodrígez sich in einem bemerkenswerten Artikel „Der Tod Europas und die neue Weltordnung“ zu den Ursachen und zum Konflikt selbst als einem Weltmachtereignis geäußert hat. Seine Prognose: Nachdem sich dereinst die Einzige Weltmacht zerlegt haben wird, wird es immer noch Russland geben. Übersetzt ins Deutsche hat den Aufsatz, wie ich vermute, der Sender RT-Deutsch. Wegen meiner mangelhaften Spanisch-Kenntnisse räume ich ein, dass ich nicht beurteilen kann, ob die Übersetzung korrekt ist. Ich gebe hier keinen Link wider, weil ich nicht abschätzen kann, ob man auf das, was der Spanier schreibt, in Deutschland noch ungestraft hinweisen kann.Ansichtssachen: Das Gerücht, dass im russischen Besetzungsplan der Ukraine ein Element enthalten gewesen sei, ortsansässige Oligarchen in eine russische Militär-Verwaltung des Besatzungsgebiets zu integrieren, tauchte letzte Woche auf. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Nur falls es so war, hat es nicht gut funktioniert. Mit diesem Gerücht harmoniert ein zweites: Es besagt, dass vor Kurzem leitende Funktionäre des FSB abgeräumt worden seien, weil sie in der Ukraine-Sache versagt hätten. Der FSB ist der russische Inlandsdienst (entstanden aus dem 1992 zerschlagenen KGB). Deutsche Experten wussten hierzu sogleich anzumerken, dass der FSB mit der Ukraine nichts zu tun habe, sondern dafür sei der russische Auslandsdienst SWR zuständig, was in mir einen gewissen Frohsinn auslöste, weil die Russen dies offenbar anders sehen. Wenn also wirklich der russische Kriegsplan so war, wie eingangs beschrieben, dann ist der Teil der Einsetzung einer Marionettenverwaltung augenscheinlich misslungen, und die hierfür Zuständigen wurden in die Wüste geschickt. So passen die beiden Meldungen zusammen, bleiben aber unterm Strich mit Skepsis zu betrachten.

4. April 2022

Schreibt mir ein deutscher General, Putin gehöre vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. – Rege an, er möge zur Festnahme schreiten. 

General (2): Einer schreibt auf einem Blog, Putins Plan, die Ukraine von Nordwesten anzugreifen, sei gescheitert, weil der weißrussische Diktator Lukaschenko einen Rückzieher gemacht habe. Forsche nach der Quelle dieser famosen Meldung: eine vom Pentagon finanzierte Webseite.

In Deutschland pöbelt ein Mann namens Melnyk gegen die Deutschen als solche und gegen spezielle Deutsche im Besonderen. Den Gazetten entnehme ich, dass das der ukrainische Botschafter in Berlin sei. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er auf eigene Kappe in einer Weise handelt, die im normalen diplomatischen Betrieb zur Ausweisung des Botschafters geführt hätte.

Melnyk (2): Frage meinen Arbeitsrechner, ob er mit dem Namen etwas anfangen kann. Kann er, der erster Eintrag stammt aus der Sonderfahndungsliste Polen des soeben aus der Taufe gehobenen Reichssicherheitshauptamtes vom September 1939: „Melnyk Nikolaus 16.3.09 Lacku-Szlaehetzkie E G“, doch das ist bestimmt ein anderer.

Melnyk (3): 1938 ermordete ein NKWD-Mann den Ukrainer-Führer Konowalez in Rotterdam. Unter seinen Stellvertretern Bandera und Melnyk brach der Krieg um die Nachfolge aus. Da sich keiner durchsetzen konnte, spalteten sie die ukrainische Befreiungsbewegung OUN. Melnyk und Bandera arbeiteten sodann für die Abwehr, den deutschen Militärgeheimdienst (Bundesarchiv RH20-11/48). Die Nazis (die echten) sperrten beide zwischen 1941 und 1944 ins KZ. Nach 1945 arbeiteten sie für die US-Boys.

Die erneute Lektüre der Psychologie der Massen von Gustave le Bon hinterlässt den merkwürdigen Eindruck, dass der Schreiber uns selbst über die Schulter geschaut habe. Hat er aber nicht, denn er schrieb das Buch vor 130 Jahren. Wenn man sich jetzt mit seinen Erkenntnissen durch die verworrene Wirklichkeit navigieren kann, zeigt das, (1) was für ein brillanter Kopf er gewesen ist, und (2) dass die Leute sich nicht geändert haben.

Psychologie der Massen (2): Die derzeit Mächtigen planen die Zwangsimpfung ab 50. Das führt zu einer erneuten mutwilligen Spaltung der Bevölkerung (Fortschrittliche Kräfte vs. Altes Eisen). Man hofft auf die hämische Zustimmung der leicht Aufputschbaren gegen die, die ohnedies zu viel kosten.Psychologie der Massen (3): Völlig vergeblich ist es, gegen den immer schrägeren Impfzirkus mit logischen Argumenten aufzubegehren. Die Masse ist hiergegen immun.

2. April 2022

Konsequenz: Weil die Propeller nicht ausreichen – und vom physikalischen Prinzip auch nicht ausreichen können – den Energiebedarf Deutschlands auch nur vage zu decken, will Klimaminister Habeck den Aufbau der Propeller vorantreiben. Nächste Woche will er das Programm verkünden. Wer idiotischer Weise geglaubt hatte – ich gehörte nicht dazu –, die Realität würde die grünen Narren schon noch einholen, sieht sich eines Besseren belehrt.

Konsequenz (2): Jetzt haben sich die Russen von ihrer deutschen Firma Gazprom Germania, einer hundertprozentigen Tochter der Gazprom, getrennt. Ja, das kommt davon, wenn man unüberlegte Sanktionen in die Welt schreit und russische Auslandskonten beschlagnahmt („einfriert“). Was das für Folgen hat, wird in den nächsten eins, zwei Wochen sichtbar werden.

Konsequenz (3): Klimaminister Habeck hat offenbar schon Ideen, wie er dem russischen Rückzug gegensteuern will, nämlich durch Verstaatlichung der beträchtlichen russischen Vermögenswerte, z.B. Gasleitungen, Gasspeicher, Gaslieferungsverträge. Wie dem auch sei, eine weitere Woche später wird man feststellen, dass man enteignen kann, was immer man will, Gas aus Russland wird dadurch nicht nach Deutschland fließen.Konsequenz (4): Die leitenden Angestellten von BASF und Siemens bemerken öffentlich, dass bei Wegfall des Russengases schwere Wirtschaftsschäden eintreten werden. Guten Morgen, meine Herren. Oder handelt es sich hier lediglich um den Ruf derjenigen, die zu groß sind, um zu sterben?

1. April 2022Putins langer Arm offenbart sich beim morgendlichen Blick aus dem Fenster (kein Aprilscherz, obwohl, na ja, wenn ich an die Maßnahmen des deutschen Energieministers denke).

Wühlen in einem seit Jahrzehnten eingestaubten Pappkarton mit Bw-Dienstzeitutensilien bringt es zutage: 5 olivgrüne Leopard1-Modelle im Maßstab 1:87 für den Sandkastenunterricht, damals ein Panzerzug. Darauf – zur Unterscheidung – mit weißer Farbe: Z, 1, 2, 3, 4. Das Z bedeutet Zugführer – nur, falls einer fragt.

Abituraufgabe mit Coronazuschlag für Thüringen 2022

1. Mathematik: Wie viele Löffel sehen Sie? Schreiben Sie eine Zahl, oder bringen Sie Ihr Ergebnis durch ein oder mehrere X zum Ausdruck.
2. Biologie: Welchem Tier sagte man früher nach, es habe große Löffel.
3. Erziehungswissenschaften: Was bedeutet „Du kriegst gleich einen hinter die Löffel“?
4. Gesellschaftslehre/Politik: Beschreibe den Unterschied zwischen den beiden Löffeln, ohne eine Farbe zu erwähnen.
5. Deutsch (zugleich Auswahlprüfung für die Studienstiftung des Deutschen Volkes): Auf welchen der beiden Löffel hoben die alten Dichter ab, wenn sie zum Ausdruck bringen wollten, dass einer in eine reiche Familie hineingeboren worden war, und mit welchem Körperteil brachten sie ihr Sprachbild in Verbindung?

Begegnen wir – rein zufällig – einem der Großen dieser Welt und finden ihn klug und höflich, so wundern wir uns sehr, denn irgendwie haben wir ihn von vornherein als blöd und grob eingepreist. – Nein, ich demaskiere hier niemanden Bestimmtes, könnte aber eine ganze Kompanie von Leuten aufzählen, auf die sich mein im obigen Satz enthaltenes Vorurteil stützt.
Na klar, sagt der Kunstfreund, das ist Caspar David Friedrich, und der hängt… na sach ma schnell. – Nein ist er nicht, sondern „Friedrich“ von Bernd Zeller, und der hängt, wenn ich vom Schreibtisch hochkucke in meinem Blickfeld. Dort ist er hingeraten, weil ich ihn für ein Buchcover nutzen wollte, nämlich für „Denken ohne Geländer“.

Impressionismus (2): Du musst Abstand nehmen, sonst siehst du nix.

31. März 2022

Von Amerika lernen, heißt Siegen lernen. Zwei dunkle Herren im eleganten Abenddress sind auf einem Photo zu sehen. Man könnte denken, sie führen einen Ausdruckstanz vor, dabei hat der eine dem anderen gerade eine saftige Ohrfeige verpasst. Ort der Handlung: Hollywood. Anlass: Verleihung der Oscars. Der Geohrfeigte hatte Sekunden zuvor Witze über einen krankhaften Haarausfall der Ehefrau des andren gemacht. Der war aufgesprungen und schlug zu.

Ohrfeigen (2): Jetzt ist Gutmensch weltweit einig in der Empörung über den – wie man zeternd schreibt – Ausbruch von Gewalt. Das ist nicht ohne Witz, wo es beim Film fast ausschließlich um Gewalt geht.

Ohrfeigen (3): Stelle mir stattdessen gerade vor, man könnte es auch bewundern, dass einer bereit ist, sich spontan für seine Frau zu prügeln. Wird es der Beleidiger wagen, die Frau noch einmal in Gegenwart ihres Mannes geschmacklos zu beleidigen? 

Ohrfeigen (4): Witzig ist auch, dass in den Medien besorgt gemeint wird, der Schläger habe Ort und Anlass entweiht. Ich denke mal, das Gegenteil ist richtig: Ein kleiner Zwischenfall hat dem woken Insich-Event, um den sich ohnedies kaum noch einer kümmert, der dortigen Küsschen gebenden Schickeria etwas Aufmerksamkeit verschafft.

Auf der anderen Seite: Die Lage im Ukraine-Konflikt bleibt undurchsichtig. Wenn man versucht, das ganze Drumherum etwas zurücktreten zu lassen, dann sieht es so aus, als habe die russische Armee ihre Kriegsziele nahezu alle erreicht. Der Landhalbmond im Osten bis in den Süden zur Krim ist weitgehend in russischer Hand. Die noch bestehenden Widerstandsnester werden unter schlimmen Verlusten fallen.Ukraine (2): Es ist zu bezweifeln, ob Selenskyj erkannt hat, dass seine Rolle nicht mehr die eines den Präsidenten spielenden Schauspielers ist, sondern im wirklichen Leben die eines Staatspräsidenten, der wie eine Marionette an amerikanischen Drähten hängt. Erstaunlich ist in jedem Fall, dass sowohl die Russen wie die Amerikaner sich in dem Mann getäuscht haben. Er gibt der Weltöffentlichkeit eine Solovorstellung an Unbeugsamkeit. Noch folgen ihm die Landsleute verbissen. Das wird bestenfalls so lange funktionieren, bis in Washington ein anderes Spielzeug mehr Interesse erzeugt.
Währenddessen in Deutschland (aus der Serie „Das kannste dir nich ausdenken“):

Putin macht ernst. Ab morgen ist die Zahlung der Gasrechnung bei der Gazprom-Bank in Rubel zu tauschen. Das wird teuer. Klima-Minister Habeck droht darauf weitere Sanktionen an. Mein Vorschlag: Dem Russen keinen Ostwind mehr abnehmen.
Falls grade keine Rubel zur Hand sind: Wie wär’s mit dem hier?

29. März 2022

Während auf der Vorderbühne das große Drama des Ukraine-Kriegs aufgeführt wird, treffen sich im Künstlerkeller die Intendanten, um die zweijährigen Corona-Erfahrungen in einen weltweiten Schlag gegen die körperliche Unversehrtheit und die persönliche Selbstbestimmung zu führen.

Intendanten (2): Die Betreiber sind namentlich bekannt. Sie bedienen sich einer Reihe von Institutionen. Deren wichtigste in diesem Zusammenhang sind die UNO und deren Ableger WHO. Sie arbeiten ganz offen daran, Regularien zu erschaffen, welche die nationale Zuständigkeit des Gesundheitswesens beenden sollen.

Intendanten (3): Wer die vorstehende Bemerkung für eine Verschwörungstheorie hält, ist schlecht informiert, und wer das Vorstehende zu einer solchen erklärt, will denunzieren und nicht, wie er behauptet, aufklären. Allerdings: Verschwörung ist insofern falsch, weil das, was hier stattfindet, in aller Öffentlichkeit geschieht. Es fehlt also im Prinzip das Heimliche als das Kernelement der Verschwörung. Doch der selbe Effekt tritt ein, weil entweder nicht darüber in den Medien informiert wird, oder es werden Vokabeln verwendet, die falsche Assoziationen auslösen.Intendanten (4): Der Clou der Abschaffung der individuellen Freiheitrechte ist die Um-Etikettierung in Fürsorge. Merke: Du weißt nicht, was gut für dich ist. Deswegen regele ich das für dich.

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch VI

28. März 2022

Herr Scholz aus dem Kanzleramt spricht: Kein Embargo gegen Russland, wozu habe man sonst die Sanktionen. Ich übersetzte das mal: Was wir brauchen, das kaufen wir. Was die Russen brauchen, sollen sie nicht kaufen dürfen.

Herr Scholz aus dem Kanzleramt verspricht: Keine Steuererhöhungen zur Finanzierung der Krise. Wusste bis gestern gar nicht, dass man Krisen finanzieren muss. Trotzdem übersetze ich mal: Wir werden wie üblich Geld drucken.Herr Scholz aus dem Kanzleramt kündigt an: Russenkohle, Russenöl und Russengas werden in Kürze kein Problem mehr sein. Stimmt, für Russland sicher nicht. Den zusätzlichen Hinweis von Herrn Scholz, dass man jetzt die seit Langem vorbereiteten Pläne umsetze, halte ich – man vergebe mir diese Offenheit – für eine Lüge. Es sei denn, er meint, den deutschen Industriestandort abzuwracken. Das begann spätestens, wenn auch zunächst nur halbherzig, unter der Regierung von Schröder und Josef Fischer.

Neben mir, der Mann mit dem Bier, sagt: Steht schlimm um Deutschland, wenn der russische Präsident besser deutsch spricht als die Außenministerin. Ich mustere den Mann heimlich von der Seite. Sieht unauffällig aus.

Beim Bier (2): Sagt die Frau gegenüber: Wurde auch Zeit, dass da mal ‘ne Frau dran kommt. Ich: Ist da jetzt ’ne Frau dran? Nun bin ich es, der von der Seite gemustert wird.Beim Bier (3): Am Laternenpfahl ein Aufkleber: Klima schützen | Kondom benützen.Kleider machen Leute: Klimaminister Habeck trägt sein weißes Hemd hochgeschlossen unter der schwarzen Anzugjacke, ganz so wie ein iranischer Staatsfunktionär. Dort bedeutet diese spezielle Kleidermode nach fundamentalistischer Auffassung die zur Schau getragene Distanz gegenüber der westliche Dekadenz. Und hierzulande?

27. März 2022

Auf der A 9 bei dunstigem Sonnenschein nach Norden. Die Haselsträucher teilen unmissverständlich mit, dass der Frühling da ist. Die Windmühlen entlang der Strecke stehen still – vermutlich Frühjahrsmüdigkeit.

A 9 (2): Die Zahl der Raser ist überschaubar. Irre ich mich, oder halten viel mehr PKW-Fahrer als noch vor Kurzem nunmehr freiwillig Geschwindigkeitsbegrenzungen ein? Das wäre dann Spritsparen mit gutem Gewissen.A 9 (3): Ich biege nachts auf dem südlichen Heimweg bei Leipzig in Richtung Westen ab, um am Chemiedreieck vorbeizukommen. Es liegt immer noch da wie ein riesiges beleuchtetes Ufo. Der Anblick ist faszinierend. Das Wort Industrie-Landschaft geht mir durch den Kopf. Sie zeugt vom sturen deutschen Wiederaufbauwillen.

26. März 2022

Leser B. weist mich dankenswerter Weise darauf hin, dass ich die gestrige Meldung zu Jänschwalde missverständlich verkürzt habe. Richtig ist: Es ist die wasserrechtliche Genehmigung für den dortigen Braunkohle-Tagebaubetrieb, die von der sog. Deutschen Umwelthilfe angegriffen wurde. Das Ergebnis allerdings ist das gleiche. Ohne Abbau keine Kohle und ohne Kohle kein Strom. Wie belehren uns unsere grünen Vordenker stets: Nachhaltigkeit geht vor, vor allem vor Logik. Und die heißt: Kraftwerk aus, Licht aus. Zumal wir vom bösen Putin nix mehr nehmen. Der soll seine Kohle nach China verkaufen oder Indien oder sich sonstwo hinstecken.

Die Versorger machen sich angeblich Sorgen, wo der Strom demnächst herkommen soll. Wie, jetzt erst? Na, aus der Steckdose natürlich. Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass die grandiose grüne Diskussion über die Nutzung der Elektrospielzeuge als Stromspeicher versandet zu sein scheint. Da hätt ich noch was zur Ergänzung: Alle Händi-Benutzer hängen ihr Dings ans Ladegerät. Und fürs Klima hätte ich auch noch einen: Tagsüber die Kühlschrank-Türen offen lassen.In Washington DC findet vor dem US-Senat die Anhörung einer Kandidatin für das Oberste Gericht statt. Frau Jackson weigert sich zu sagen, was eine Frau ist. Die Antwort „ich“ ist ihr offenbar nicht eingefallen. Wie ein Kerl sieht sie jedenfalls nicht aus, aber kann ja noch werden.

Ziellos vor dem prall gefüllten Regal mit den Büchern, die von Freunden und Bekannten verfasst wurden, gestanden. Siedend heiß wird mir klar, dass die meisten der Verfasser bereits verstorben sind. So Wolf Kalz, in dessen Aphorismen-Sammlung Das entfesselte Gute ich mich festlese.

Der französische Energiekonzern Total kündigt an, die russische Öl-Pipeline, an deren deutschen Spundloch er sitzt, zum Jahresende dicht zu machen. Das dürfte das Aus für das Chemiedreieck von Leuna bedeuten. Hier wird eine Krise mit der Brechstange herbeigeführt.

Leuna (2): Der Anhaltinische Ministerpräsident, ein Herr Haseloff, sieht – falls die Postillen das richtig wiedergeben – hierdurch die Versorgung der Bevölkerung nicht gefährdet. Produktion und Arbeitsplätze spielen im Lande Wünschdirwas offensichtlich keine Rolle. Soviel Stuss hätte auch Erich Honecker von sich geben können.

Leuna (3): Jetzt haben wir es den Russen aber gegeben. Kriegen ihr Öl nicht mehr los bei uns.

Leuna (4): Am besten gefällt mir der Vorschlag, dass, wenn wir wirklich Öl brauchen sollten, wir dieses statt durch die Pipeline durch Tanker, die in Danzig gelöscht werden sollen, beziehen mögen. Dass zu einem Wirtschaftsstandort auch dessen Wirtschaftlichkeit gehört, entzieht sich den Vertretern der Plapperökonomie.Suchbild: Beim Betrachten der Bilder des Nato-Gipfels am 24. März 2022 in Brüssel stelle ich mir die Frage, ob Deutschland nicht bis neulich Mitglied in diesem Staatenclub war.

25. März 2022

Black Rock-Chef Larry Fink sagt das Ende der Globalisierung voraus. Das nenne ich mal eine Wende um 180 Grad, denn ich hatte den Großspekulanten ganz anders im Ohr, als er vor kurzer Zeit, mit wokem Regenbogenschal umwickelt, in Davos über die Welt als solche sprach. Die neuen Tönen klingen wie das Pfeifen im Walde, was einer anstimmt, wenn er seiner reichen Kundschaft – Anleger genannt – erklären muss, gigantische Verluste eingefahren zu haben. Ob das für Black Rock zutrifft, weiß ich nicht, aber was ich über die Wetten auf Gas und Öl, auf den fallenden Rubel und den Preisverfall auf dem Nickelmarkt gelesen habe, weckt den Verdacht, dass da irgendwer irre Summen in die Tonne getreten haben muss.

Das Kohlekraftwerk Jänschwalde soll dichtmachen. Die sog. Deutsche Umwelthilfe hat geklagt und recht bekommen. Man sieht also: der Rechtsstaat funktioniert. Was er anrichtet, bleibt unerörtert. Die Leute werden erst zur Vernunft kommen, wenn das Licht ausgeht. Und selbst dafür verbürge ich mich nicht.Bis gestern hatten wir Corona, jetzt haben wir Putin. Und es dröhnen die Experten. Ob es die selben sind, weiß ich nicht. Jedenfalls ist der Ton derselbe.

24. März 2022

Putins Ansage vom Vortag, dass feindselige Staaten ihre Rechnungen in Russland fortan in Rubel bezahlen müssten, ist ein Schuss gegen den Dollar, dessen Auswirkungen noch nicht absehbar sind.

Dollar (2): Staatenlenker, die nach der Jahrhundertwende den Ausstieg aus dem Dollar versuchten, haben dieses Tun mit ihrem Leben bezahlt.

Dollar (3): Die FED versucht, durch Zinsanhebungen den Dollar attraktiv zu erhalten. Angeblich sei das notwendig, um der Inflation gegenzusteuern. Man wird sehen, ob sich die Währungsspekulanten davon beeindrucken lassen. Seit heute Nacht sieht es so aus, als hätten sie die Attraktivität des Rubels entdeckt.Dollar (4): Wenn, was sich andeutet, Staaten wie Saudi-Arabien den Währungsschwenk mitmachen, ist das ein Schritt, der in Washington-New York die Alarmglocken rasseln lässt. Neben Israel ist Saudia-Arabien der unangefochten wichtigste Stützpfeiler der USA in Nahost. Was braut sich hier zusammen? Man muss nur mal mit etwas Abstand auf den Atlas schauen, dann sieht man ein völlig neues Gebilde, einem Riegel gleich: Moskau-Ostukraine-Türkei-Syrien-Arabien. Im unteren Drittel ein leicht zu kontrollierendes Schlupfloch: der Suezkanal.

Der Ukraine-Konflikt gibt täglich neue Rätsel auf. Während die Hauptstadt Kiew der Einschließung durch die russische Armee entgegensieht, kommen die staatlichen Anrainer aus ihren Löchern und stellen territoriale Forderungen für Gebiete, an deren Eroberung sie nicht beteiligt waren. So blicken polnische Nationalisten gen Lemberg und ukrainische gen Ungarn.

Ukraine (2): Die reichlich vorhandenen Flüchtlinge werden gewiss zur politischen Manövriermasse. Die Masse davon in Polen, was nur bedeuten kann, das sie für eine Gegenbewegung genutzt werden sollen.

Ukraine (3): Wer bei uns anlandet, will – so höre ich – arbeiten und mehr oder weniger bald zurück. Das ist für Gutmensch eine neue Erfahrung. Witzig ist, dass in diesen Fällen plötzlich das Wort Flüchtling wieder gebraucht wird, während der Flüchtende auf Vorderasien und Nordafrika beschränkt ist. Westdeutsche Fortschrittler plädieren dafür, dass (nicht-schwarze) Ukraine-Flüchtlinge in Ostdeutschland untergebracht werden sollen.

Ukraine (4): Ob die hier Anlandenden wirklich wieder zurück wollen, wird sich dereinst noch weisen. Sie werden in jedem Fall für Mainstream zum Ärgernis werden. Wer’s nicht glaubt, betrachte den Einwanderungsschub aus der Ukraine und Umgebung, den uns Josef Fischer und seine Gang zur Jahrhundertwende durch Visamanipulationen bescherte. Das war letztlich eine Fehlkalkulation der Manipulateure. Empfehle einen Rundgang durch Hellersdorf und Marzahn und die Analyse der dortigen AfD-Wähler.Ukraine (5): Während das Volk gebannt den Kriegsspielen der Medien folgt, setzt auf der Hinterbühne das Establishment die Zwangsimpfung durch. Warte täglich auf die Meldung, dass Omi Kron eine Mutation des bösen Wlad sei.

23. März 2022In einem der Nachbardörfer mit ca. 20 Einwohnern, in dem eine Familie ein Sommer-Ferienlager für Schulkinder unterhält, wurden 60 Männer untergebracht. Sie besitzen durchschnittlich zwei Staatsangehörigkeiten. Eine syrische und eine ukrainische. Sie sehen eindeutig nicht so aus, als sei auch nur eine davon zutreffend.

Ergebnis eines ungewohnten Mittagsschlafs: Das Wort „nieder“ ist ein besonders tückisches Exemplar der deutschen Sprache. Es entzieht sich – was der Deutsch-philiströse Philologen-Verband auf seiner jüngsten Online-Jahrestagung in der Abschlussresolution herausgearbeitet hat – einer eindeutigen Zuordnung in Gut oder Böse. Man verbinde das bemängelte Wort nur mit …kunft oder …lage, …schlag oder …tracht, dann wird klar, dass der Wind aus wechselnden Richtungen weht. Das kann angesichts der klimatischen Fünf-nach-zwölf-Verhältnisse und der Lage in Kiew nicht mehr geduldet werden.

22. März 2022

Litauen verlangt in Brüssel schärfere Boykott-Maßnahmen gegen Russland. Hätten wir eine Regierung, die das deutsche Interesse hörbar verträte, so käme diese wohl auf den Gedanken, weiteren Boykott-Ansinnen nur unter der Bedingung zuzustimmen, dass Deutschland hierbei nicht Schaden litte und den hiergegen mit Stimmgewalt aufbegehrenden EU-lern anzubieten, in der Höhe des von ihnen anzurichtenden Schadens auf die deutschen Ausgleichszahlungen zu verzichten.

Boykott (2): Fast immer zeigt sich, dass das, was mit Hurra-Geschrei verkündet wurde, eine vorher nicht bedachte Rückseite hat. Seit dem Wochenende ist es der Nickel-Markt. Russland ist der fast einzige Großexporteur, und ohne Nickel keine Elektrospielzeuge mehr. Schon tönt es weltauf weltab, Nickel sei nicht gemeint gewesen. Was nun aber, wenn der bitterböse Wladimir jetzt die Nickelausfuhr stoppt? Dann ist er erst recht böse.Boykott (3): Nicht ohne Schadenfreude lese ich, dass die Finanzganoven für dieses Frühjahr auf fallende Nickelpreise gewettet haben. Gestern schloss die einschlägige Londoner Börse, um die Ärmsten vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Boykott (4): Bin neugierig, wo der Herr Tesla, der jetzt die Eletrospielzeug-Großfabrik in Brandenburg ans Laufen bringen will, den Nickel für seine Batterien herholt. Aus dem märkischen Sand sicher nicht.

21. März 2022

Die Russen setzten am Wochenende eine ihrer neuen Hyperschallraketen in der Ukraine ein. Sie zerstört dort einen ehemaligen sowjetischen Atomwaffenbunker, der weiterhin als ukrainisches Waffendepot genutzt wurde. Für diesen Einsatz gibt es nur einen nachvollziehbaren Grund. In der Ganovenwelt nennt man das: dem Gegner die Waffen zeigen. Die Gegner sind in diesem Fall nicht die Ukrainer.

Hyperschall (2): Es ertönt der Chor der Experten. Ich erinnere mich, vor etlichen Monaten einen russischen Film gesehen zu haben, als das Ding in Putins Gegenwart abgefeuert wurde. Er selbst gab hernach Erklärungen ab, was die Waffe für Russlands Kriegsdoktrin bedeute. Der Chor der Experten erhob auch damals seine Stimme und sprach von Bluff.Beschallung: Längst verrentete Musikanten untermalen in Berlin (wo wohl sonst?) unser aller Bemühen, den nicht mehr vorhandenen Frieden zu erhalten. Wir spenden Lebensmittel für die Ukraine, nur kein Speiseöl, denn das ist grade aus, weil es aus Russland und der Ukraine nicht geliefert werden kann. Leider muss man sagen, dass der Lieferausfall nicht vollständig dadurch kompensiert werden kann, wenn jeder der Demonstranten eine Sonnenblume in seinem Wohnzimmerfenster zieht. Selbst der verkümmerte Wallnussbaum in Nachbars Garten wird nicht reichen.

Wie nennt man das bloß, wenn man in Friedenstönen schwelgt und gleichzeitig an Kriegsparteien Waffen liefert? Richtig, das ist moral-verbrämte Heuchelei. Von einem Aufruf Heucheln für den Friedenhabe ich allerdings noch nicht gehört.

Heuchelei (2): „Gerade wir als Deutsche“ tönt es aus Mainstream. Bis gestern gab es diese Kategorie gar nicht. Wer’s dennoch sagte, war ein Nazi. Jetzt lässt sich folgern: Soviel Nazismus wie heute war nie, nicht einmal im Dritten Reich.

Heuchelei (3): In den Gazetten windige Berichte, ab welcher Entfernung ein Tanken im Ausland lohne. Auf den Gedanken, dass es nur auf den Vergleich des Literpreises ankomme, können nur radfahrende Journalisten kommen. Denn: Wer eine fünfstündige Autofahrt auf sich nimmt, nur um zu tanken, hat sonst nichts zu tun oder ist nicht gescheit. Oder beides.Heuchelei (4): Spreche mit einem Mann aus Altenburg: Ich fahre einmal die Woche nach Karlsbad zum Tanken. Vor dem Rückweg decke ich mich dort ein. – Ich: Womit? – Er: Mit Karlsbader Oblaten.

Präsidentendarsteller Biden kündigt seinen Besuch bei den säbelrasselnden Polen an. Man kann sich des dummen Gefühls nicht erwehren, dass er dort etwas in Bewegung setzt, was ein nüchterner Mann vermeiden würde. Die atlantische Annalena kündigt derweil weitere Waffenlieferungen in die Ukraine an. Da die Bundeswehr allen Schrott bereits los zu sein scheint, spricht sie von Waffen aus Europa.Staatsbesuch (2): Die Vielschichtigkeit des Ukrainekonflikts ist kein Grund ihn ausgerechnet diesen Leuten zu überlassen.

18. März 2022

Vor unsern Augen spielt sich der Krieg des Thomas Morus („Utopia“) ab: Du bis dank deiner moralischen Überlegenheit berechtigt, Kriege zu führen. Doch kämpfe nicht selbst. Lass Minderwertige diese Arbeit erledigen.

Utopia (2): Was nun, wenn wir in diesem amerikanischen Kriegskonzept zu den Minderwertigen gehören?Der Vorsitzende des Gesprächskreises der Nachrichtendienste schreibt einen Brief. Darin ist – neben dem heute bei den Diensten offenbar unvermeidlichen Soziologengestammel – Erstaunliches zu lesen: „Der Schock des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die Bedrohungswahrnehmung weltweit, besonders aber in Europa und Deutschland, grundlegend gewandelt. Krieg im Herzen Europas ist wieder eine Realität geworden.“ Ich übersetze das mal: (1) Wir sind durch den russischen Einmarsch komplett überrascht worden. (2) Die Kriege auf dem Balkan in den 1990er Jahren haben offenbar nicht in Europa stattgefunden. Der Rest ist eher banal. Der Zustand unserer Dienste und der Bundeswehr sind erbärmlich. Kein Wort darüber, dass und womit und wann man hiervor gewarnt habe.

17. März 2022

Ich nehme eine Auszeit vom täglichen Wahn, um mein Auto neu zu programmieren. Ich lege zwar keinen Wert darauf, dass es mit mir spricht, aber fahren sollte es schon. Schöne alte Welt: Schlüssel ins Zündschloss und losfahren. Das kann sich heute niemand mehr vorstellen.Auto (2): Der Tankterror geht ungeschmälert weiter. Mainstream weiß auch warum: Der böse Putin ist schuld. Selbst dies hier wird als sog. Bericht behauptet: Die Menschen sind mit dem exorbitanten Spritpreis einverstanden – in Deutschland. Tankt deswegen, wer kann, in Polen?

16. März 2022Ich denke erst, ich habe mich verhört: „Dies ist nicht die Zeit für Dilettanten. Wir sind keine Anfänger, wir sind stark, wir sind einig und deshalb gewinnen wir auch das Referendum, um den Geschlechterwahn an unseren Grenzen zu stoppen. Der Vater ist ein Mann, die Mutter eine Frau, und unsere Kinder werden in Ruhe gelassen.“ Sagte gestern der ungarische Ministerpräsident Victor Orbán, der am 7. April wiedergewählt werden will, vor Hundertausenden auf offener Straße in Budapest.

Anstatt eines Kommentars zu meinem vorgestrigen, 4 Seiten umfassenden Artikel zum Hintergrund des Ukraine-Konflikts erhalte ich von einem Bürgerkomitee eine Mail mit Dutzenden von Links ohne jeden Begleittext. Die Auflistung füllt zweieinhalb Bildschirmseiten. Das erinnert sehr stark an Füllen eines informationellen Schweinetrogs. Kein ernst zu nehmender Mensch kann annehmen, dass ich mich für den Rest der Woche durch Internet-Adressen mit unbekanntem Inhalt klicke.Das Übersenden von nackten Links ist eine Unsitte, die man nur durch das sofortige Löschen der einschlägigen Mails beantworten kann, denn die Leute, die so vorgehen, sind zu blöd, um einen eigenen Gedanken zu formulieren.
Die Schauspieler – genauer gesagt: einige von ihnen, die sich nicht haben verblöden lassen – haben schon wieder zugeschlagen:

15. März 2022

Das Weiße Haus droht China mit Konsequenzen, falls es Russland unterstützt. Das klingt geheimnisvoll, aber sicher nicht sehr beeindruckend für Herrn Xi. Für den geht es, hört man, um Kohle und Öl, die es in Russland recht günstig einkaufen kann. Ganz ohne Dollar.Weißes Haus (2): Gleichzeitig werden die führenden Influencer von TikTok empfangen, um sie für den Ukraine-Krieg zu briefen. TikTok? Chinesisch, soweit ich weiß – meine Übersetzung: balla-balla. Sicher werden wir bald die allgemeinverbindliche Russland-böse-Grimasse kennenlernen.

14. März 2022

Weg und Steg: Der Zeitgeist gleicht einer Dampfwalze. Wer sich in den Weg stellt, wird plattgemacht.

Weg und Steg (2): Ab und an ist ein Umweg der rechte Weg, weil die Weglosigkeit ins Ausweglose führen kann.

Weg und Steg (3): Wer Autobahnbrücken dem Verfall preisgibt, sollte über das Ökosystem Sauerland nicht räsonieren. 

Weg und Steg (4): Die nächtliche Beschäftigung mit Wortspielen schützt vor trüben Gedanken – zumindest zeitweilig.

Ein hübscher Trick: Man erhöht nicht die Steuern, sondern den Spritpreis (aktuell 2,399 € für den Liter Diesel, das ist eine Steigerung von 0,30 € innerhalb von 6 Tagen).

Ein Finanzminister, der davon schwärmt, mehr Steuern eingenommen zu haben, sollte einen winzigen Moment darüber nachdenken, wem er es abgenommen hat.

Denken (2): Wenn man eines nicht erwarten sollte, dann ist es, dass die Verkünder unserer öffentlichen Wahrheiten vor dem Ich-aber-sage-dir nachgedacht haben. Es liegt ihnen nicht.Die Zahl der eingeschriebenen Protestanten in Deutschland sinkt unter 20.000.000. Das sind vielleicht immer noch 6 Nullen zu viel, denn dass die Zahl der Ratlosen abgenommen hat, kann ich mir nur schwer vorstellen.

13. März 2022

Schlechter Witz oder viel Feind viel Ehr: Annalena ruft die Serben zur Ordnung. Die Tschetniks sollen mit den Russen brechen. Habe selbst nix verstanden, womit sie gedroht haben will, denn sie trug eine schwarze Windel vor dem Mund.Tschetniks (2): Die Helme auf dem Bild stammen übrigens aus einer etwas früheren deutschen Lieferung.

12. März 2022

Seit einigen Jahren erhalte ich in dichter Folge Kataloge für Damenmode von etlichen Versandfirmen. Zunächst war ich verblüfft, denn ich benötige das dort Feilgebotene nicht. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass deutschen Frauen Klamotten schön finden sollen, die von Anziehpuppen präsentiert werden, die sonst für die Mitleidsindustrie ihre Magerkeit und Farbe ins Bild rücken.Mode (2): Heute kam ein dicker Katalog der Firma Deerberg. Alle Bilder zeigen die nette Frau von nebenan. Dass sowas in dieser schweren Zeit erlaubt ist.

Dummheit des Tages: „Diejenigen, die Putins Kriegsmaschinerie am Laufen halten, sollen nicht länger ihrem pompösen Lebensstil frönen können, während Bomben auf unschuldige Menschen in der Ukraine fallen,“ so die blonde Ursula von der EU-Kommission wg. des beschlossenen Exportverbots von Luxusgütern nach Russland. Woran mag die Allmächtige gedacht haben? Goldene Nasenringe für diverse Oligarchen?

Das russische Außenministerium kündigt die Veröffentlichung einer Liste mit sog. Gegensanktionen an. Da werden deutsche Firmen noch staunen, die im überholenden Gehorsam ihrer Werkstore geschlossen haben. Könnte sein, dass sie in wenigen Tagen ohne Beteiligung der dann ehemaligen Eigentümer wieder geöffnet werden.Eine Tupolew-Drohne fliegt nach Zagreb, wo sie abstürzt und 20 Autos ruiniert. Eine Stunde Rundflug über Nato-Gebiet, keiner merkt was, keiner tut was. Über Nacht wird aus Wahrheits-Gründen der Wikipedia Eintrag gelöscht. Da stand bis dahin, dass solche Fluggeräte nicht mehr von den Russen, dafür aber von den Ukrainern benutzt werden.

11. März 2022

Es ist schwer zu entscheiden, was mehr Unbehagen auslöst: Ein Mitbringsel mitzubringen, oder ein solches entgegennehmen zu müssen.

Mitbringsel (2): Nicht ohne Komik ist es, wenn einem Gastgeber ein Kochbuch ausgehändigt wird. Zumal, wenn der Gast zum Essen erscheint.

Mitbringsel (3): Du hast gut reden, nimm den Leuten einfach eins deiner Bücher mit. Nee, dann schon lieber ein Kochbuch oder eines über Whiskyfässer.Schwachsinn des Tages: The United States is absolutely prepared to do what we can (Die USA sind vollkommen vorbereitet, um zu tun, was wir können), US-Vizepräsidentin Harris. Passt immer, bedeutet nichts.

Natürlich lügt der russische Außenminister Lawrow, wenn er behauptet, die russische Armee habe US-amerikanische Biowaffenlabors in der Ukraine unter ihre Kontrolle gebracht. So jedenfalls die deutschen Wahrheitsmedien unter Berufung auf anonyme Faktenschecker. Lügen (2): Das harmoniert nicht so ganz mit den Aussagen der stellvertretenden Ministerin im State Department, The Honorable Victoria Nuland, die vor dem US-Senat dieses hier zum Ausdruck brachte: Die angeblichen Biowaffenlabors seien keine solchen, sondern humanitäre Einrichtungen, wo zum Schutz der Menschheit vor Biowaffen geforscht werde. Sie stammten aus dem Biowaffenarsenal der ehemaligen Roten Armee und seien 2004 übernommen worden, um sie abzubauen. Jetzt sei es darauf angekommen, sie vor der Übernahme durch die russische Armee zu schützen. Klingt total logisch.

10. März 2022

Sie heißt Tamara Lich und wird vielleicht einmal als diejenige in die Geschichte der sogenannten Menschenrechte eingehen, die für den arbeitenden kleinen Mann im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße ging, denn sie organisierte im Januar den LKW-Fahrer-Protest in Canada. Ihre Rolle wäre unbemerkt geblieben, wenn die Regierung Trudeau sie nicht als Rädelsführerin aufgrund der aus dem Nichts gezauberten Normen eines Staatsnotstandes am 17. Februar 2022 eingesperrt hätte. Seit gestern ist sie unter strengen Auflagen (Kontakt- und Äußerungsverbote) auf freiem Fuß.

Staatsnotstand (2): Das Handeln des Knaben Trudeau war konsequent, denn der Protest der Arbeiter gegen sein Regierungshandeln, mit dem er Impfpflicht und digitale Identität zu erzwingen hofft, weitete sich zum generellen Verneinen seiner Regierungsmacht aus. Er zog die Notbremse, indem er die Konten der Regierungsgegner sperren ließ. Die canadischen Banken exekutierten die Anordnung devot. Die Rechte ihrer Kunden sind ihnen völlig schnuppe.

Staatsnotstand (3): Manch einer sieht im canadischen Manöver die Generalprobe zum Great Reset: Dir wird nichts mehr gehören, und du wirst glücklich sein. Witzig genug: Trudeau ist ein Young Global Leader aus dem Stall von Schwab & Genossen. Doch merke: Wenn du das erwähnst, bist du ein Verschwörungs-Schwurbler.

9. März 2022Gestern in Schilda entdeckt: Die deutsche Antwort auf die G5-Technik.

Erster ukrainischer Flüchtling in Schilda in meinem Wahrnehmungsfeld aufgetaucht: Junge Frau mit Kind. Wurde vom Ehemann, dem man die Ausreise nach Polen verweigerte, bis an die dortige Grenze begleitet. Kostenlose Weiterfahrt mit der Bahn durch Polen an einen deutschen Bestimmungsort eigener Wahl. Dreijähriges bedingungsfreies Aufenthaltsrecht. Ankerpunkt war ein seit Jahrzehnten hier lebender ukrainischer Musiker – ein echtes Opfer der Katastrophe von Tschernobyl.

Tanken: 2,09 € der Liter Diesel. Am exakt demselben Ort vor genau einem Jahr, zwei Monaten und 9 Tagen kostete er 0,999 €. Die Verdoppelung des Spritpreises gilt auch für Dienstwagen, aber die werden bekanntlich nicht von ihren Nutzern befüllt.

Auf dem Parkplatz vor dem Teegut stehen unter 50 PKW drei Elektrospielzeuge. Gegenüber auf dem Parkplatz von Aldi keines. Fahre aus Neugierde zum nahegelegenen Lidl. Auch dort sind die Verbrenner unter sich. Die 500 Meter bis zum Netto spare ich mir.

Fazit des Finanzministers (Herr Lindner von der Lindnerpartei): Wir werden alle ärmer werden. Deswegen will er 200.000.000.000,00 € ins Klima investieren, sagt er.Investieren (2): Im Zusammenhang mit dem Klimapopanz ist die Vokabel ein Synonym für: aus dem Fenster schmeißen. Dass es sich hierbei um Geld handelt, dass er den rund 30 Millionen Steuern zahlenden Bürgern entzieht, irritiert den Mann offensichtlich nicht.

Erkenne deine Vorurteile: Wenn ich das Gesicht von Klaus Schwab abgebildet finde, kann ich mich eines spontanen Widerwillens nicht erwehren. Diese Attitüde des Möchtegernweltmannes im 2000-Dollar-Zwirn, herausgewachsen aus dem konspirativen Dunst eines besudelten Schreibtischtäters namens Henry Kissinger, der ohne das absichtsvolle Sponsoring der selbsternannten Weltenlenker Nelson und David Rockefeller ein verdienter Niemand geblieben wäre.

Vorurteile (2): Vor Jahren beschlich mich schierer Unglauben, als die Russen die Telefonate zwischen dem State Department in Washington DC und der US-Botschaft in Kiew in die Öffentlichkeit schoben. Der pöbelnde agitatorische Ton erinnerte an die Fäkalsprache eines Richard Nixon, aufgezeichnet im Oval Office. Doch diesmal war der aggressive Agitator eine Frau, Victoria Nuland. Sie gilt als die Architektin des Umsturzes in Kiew im Frühjahr 2014. In den Trump-Jahren war sie stillgelegt. Jetzt ist sie wieder da. Gestern gab die stellvertretende Außenministerin im Capitol triumphierend zu Protokoll: Northstream 2 ist tot, nur noch ein Stück Blech im Wasser, was dort verrotten wird.Vorurteile (3): 2800 Milliardäre können sich nicht irren:

8. März 2022

Die Hetzmeute tobt: Die Letzten Tage des Wladimir P., tönt es landauf landab. Wir, d.h. in diesem Fall: ich nicht, liefern ausrangierte Waffen aus den Beständen der NVA. Damit sollen Russen, in einem Krieg, an dem wir uns nicht beteiligen, totgeschossen werden.

Wir (2): Sind uns sicher, dass die Russen, die mit unsern schrottreifen Waffen totgeschossen werden, sich das klaglos gefallen lassen. Ein pensionierter deutscher General namens Domröse erklärt mit Herablassung des globalen Strategen hierzu, dass die Russen auf dem Niveau von 1918 Krieg führen. Will sagen, der böse Wlad versteht nix von moderner Kriegführung, Massenvernichtungswaffen, tabula rasa und so. Vermutlich hat der vorlaute Herr seinerzeit in Kriegsgeschichte gepennt, als Verlauf und Ergebnis des Russischen Bürgerkriegs auf der Offiziersschule besprochen wurden. Vielleicht hat er auch nur zu lange bei der Einzigen Weltmacht gedient und dort das nüchterne Denken verlernt.Wir (3): Wissen nix Genaueres, denn eins ist sicher: Man kann noch nicht sagen, wo das hinführen wird. Derweil schießen Spekulationen ins Kraut, die bereits morgen vergessen sein werden. Beim Durchforsten des Gestrüpps verdient diese Schlagzeile hier die Krone der Dummheit: „Pekings Schulterschluss mit Russland isoliert China“ (Epoch Times, dt. Ausg., vom 7.3.2022). Darauf musste erst ma kommen.

22. Februar 2022Während die Nato noch im Sandkasten spielt, erkennt Putin die beiden östlichen Oblaste der Ukraine als selbständige Staaten an. Ich tippe mal, dass als nächstes die Volksabstimmung stattfindet, woraufhin die Selbstgerechten von Annexion sprechen werden. Die missglückte Krim-Strategie lässt grüßen.

19. Februar 2022

Da ist eine Studie von drei sehr prominenten französischen Wissenschaftlern soeben ruchbar geworden, die einen brisanten Inhalt hat, nämlich die vermutete Auslösung einer Variante der Kreutzfeldt-Jacob-Krankheit durch den Pfizer-Impfstoff Comirnaty. Der Erreger und der Impfstoff hätten einen identischen genetischen Baustein (Prion), sagen die Forscher. Anlass der Untersuchung war das auffällige Auftreten von Rinderwahnsinn bei Patienten unmittelbar nach der Impfung. Ein bekannter Genetiker aus Deutschland hatte mir die Studie kommentarlos übermittelt. Ich musste zweimal nachfragen, ob das, was ich nach Lektüre laienhaft erahnte, inhaltlich zutraf. Es war so (siehe oben).

Was Bill Gates auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu suchen hat, wissen nur er und der Veranstalter allein. Was er, der Jahr und Tag Unsummen in die Impfstoffindustrie investiert hat, dort gesagt hat, verdient allerdings festgehalten zu werden. Die Omikron-Variante habe mehr zur Beendigung von Covid-19 getan als alle Impfstoffe, die nicht besonders wirksam gewesen seien.Ich habe versucht herauszufinden, was das Wort soziokulturell bedeutet. Das Ergebnis der Bemühungen ist befriedigend: Es ist ein modernes Füllwort, und es bedeutet nichts.

Der US-Präsident(endarsteller) klingt beim täglichen Aufsagen des russischen Angriffs auf die Ukraine wie eine defekte Schallplatte, die man zum Plaisir des Publikums einfach weiterlaufen lässt. Diese Art der Beschallung trägt nicht dazu bei, den Sachstand ausloten zu können.

In Canada lässt Premier Trudeau die Demonstranten mit sofortiger Wirkung enteignen. Die Presse spricht hingegen verniedlichend vom Einfrieren der Konten. In Wirklichkeit macht er die protestierenden Arbeiter zu Bettlern. Jetzt bleibt diesen nur noch das Aufgeben oder die Gewalt.Gewalt (2): In der kommenden Woche werden wir in Canada aller Voraussicht nach die Ergebnisse sehen. Schwer arbeitende Männer und Frauen zu Bettlern degradiert, lösten dereinst die Bauernkriege aus.

18. Februar 20223.105 Kinder (0-17 Jahre alt) starben in Deutschland in den 2 Jahren, seit wir Corona haben. Davon 21 an oder mit Corona. Davon 10, wo außer Corona keine andere Ursache festgestellt wurde. Das jedenfalls sagen die Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, soeben veröffentlicht, aus. Anders ausgedrückt, sterben in Deutschland etwas mehr als 4 Kinder pro Tag und davon alle 2 Monate eines an Corona. Letztere Zahl beschreibt die amtlich ausgerufene Corona-Seuche unter Kindern. Es ist keine medizinische, sondern eine Frage des gesunden Menschenverstandes, ob man eine solche Sterblichkeit eine Seuche nennt. Die hiergegen ergriffenen „Maßnahmen“ entbehren der Begründung und – das erlaube ich mir, als Jurist anzumerken – jeglicher Rechtmäßigkeit.

17. Februar 2022

„…und sie werden nicht mehr frei…“ weissagte der großdeutsche Führer seinen Volksgenossen der HJ-Generation. Ob der Verbrecher recht hatte, ist eine Frage des Standpunktes und der individuellen Verhältnisse nach 1945. Jetzt hat der Herr Karl den Kindern jener HJ-Generation, also den Alten von heute, angedroht, dass sie nicht mehr frei sein werden. Da irrt der Herr Karl, das ist sicher, denn die neuen Weltbeglücker werden alles daran setzen, den ihnen nutzlos erscheinenden Alten das Leben zu entziehen. Sollte er wirklich einmal alt werden, der heute schon greise Herr Karl, wird er um Gnade winseln und behaupten, dass er das, was hier steht, niemals gesagt und, wenn doch, anders gemeint habe.

Apropos: Die Alten werden zwangsgeimpft. Die Frage, wer hier der Nazi ist, stellt sich nicht.

Sächsisches: KdF-Autoaufkleber Kraft durch Feinstaub.Westfälisches: Am Wochenende trifft sich Bertelsmanns Atlantikerclub („die Münchner Sicherheitskonferenz“) zu Speis und Trank, um den Ukraine-Krieg zu retten. Doch merke: Es sind nicht die Menschen, die den Krieg wollen – die ganz gewiss nicht.

16. Februar 2022

Die Konrad-Adenauer-Stiftung lädt mich heute zu einem Expertengespräch zum Disigning Data Trust mit Prof. Dr. Louise Specht-Riemenschneider ein. Was mag sie von mir wollen?

Meine Behauptung von gestern, dass im Kreml über das Auftreten von Annalena nicht mal gelacht worden sei, muss ich nach Ansehen des Videos der einschlägigen Pressekonferenz korrigieren. Voila:




Love und Liebe – obschon landauf landab als Übersetzung angepriesen – bedeutet unmöglich dasselbe. Während man sich im Anglo-Amerikanischen vor lauter I-love-yous kaum retten kann, ist der Deutsche mit dem L-Wort weit sparsamer oder – wenn man so will – intimer, und da er grundsätzlich zu Übertreibungen neigt, hat er den Liebesschwur hinzugedichtet. Dazu gehört dann Mondschein und Oboengedudel vom Amordarsteller hinter der mild wehenden Gardine.

Verrenkungen zu machen, die Lockerungen genannt werden, bietet ein Schauspiel eigener Art. Unsere politische Kaste übt sich derzeit in dieser Disziplin. Die einzigen, die wahrhaft Standing beweisen, sind die Grünen. Sie beharren auf dem, Maßnahmen genannten, Freiheitsentzug, weil sie kompromisslos auf Diktatur setzen – zum Allerbesten des Bürgers, der nicht weiß, was für ihn und die ganze Menschheit gut ist.

Verrenkungen (2): Das Rückzugsgefecht findet deswegen statt, weil die derzeit verunsicherte Obrigkeit darauf setzt, dass die aufbegehrenden Bürger das Spazierengehen bleiben lassen, wenn sie niemand mehr daran hindert. Ob die Rechnung aufgeht, bleibt zweifelhaft, solange der polit-mediale Komplex auf der Spritze besteht.Spritze (2): Die Liste der Impftoten wird immer länger. Niemand, der bei Verstand ist, kann das länger ignorieren. Es wäre natürlich interessant, wenn der Amtsinhaber wg. Morbus Lauterbach (hängende Unterlippe, irre Augen, abstruses Reden) aus dem Amt scheiden müsste. In diesem Fall bekäme das Wort Impfdurchbruch eine ganz neue Bedeutung.

„Wird Moskau in der Ukraine eskalieren?“ fragt die Bundeszentrale für politische Bildung soeben bei mir nach und kündigt eine Politikstunde mit dem Politologen Umland an. Was sprechen diese pädagogischen Politruks nur für ein verknautschtes Deutsch? Jemand eskaliert, nee, etwas eskaliert, aber was ist es?

Ukraine (2): So ganz nebenbei. Heute sollte der russische Einmarsch stattfinden. Die weltweite Meldung war schließlich von nicht genannten US-Diensten mitgeteilt und von Fakten-Checkern geprüft. Der Demenzkranke im Weißen Haus hat die Sache heute noch mal bekräftigt, oder sah ich bloß eine Konserve, die mit dem heutigen Datum versehen war?Erleichterung beim deutschen Mainstream: Trudeau jun. hat gegen seine unbotmäßigen Landsleute das Kriegsrecht verhängt („der tut was“). In der rauen Wirklichkeit ist es bis zum Schusswaffeneinsatz nur noch ein Inch. Wieso das angedrohte rabiate Vorgehen nötig sein könnte, wo doch die deutschen Wahrheitsmedien seit Tagen melden, es handele sich nur um wenige Dutzend anlasslos aufmüpfige Lastwagenfahrer und deren Gefährte, wird sicherheitshalber nicht erörtert.

15. Februar 2022

Die Wonne ist ein Kind des Augenblicks, der Ekel braucht mitunter Jahre. Ist er erst da, sind gute Worte in den Wind gesprochen.

Dem Weibe ziemt die Rundung, dem Manne mehr das Eckige. Ist’s umgekehrt, sind wir befremdet.

Der Ärger macht die schönste Speise bitter. 

Man kann nicht ungestraft des Nachts die Droge Shakespeare zu sich nehmen und morgens ungeschwollen denken wollen.

Seit einer Woche wissen wir aus den US-Verlautbarungsquellen, dass morgen der russische Angriff auf die Ukraine beginnt. Sollte es morgen tatsächlich Grenzschießerei geben, dürfen wir vertrauensvoll nach Washington blicken.Russland, sagt der Kreml, hat heute seine Manöver im Grenzgebiet beendet. Wird nicht lange dauern, bis wir gesagt bekommen, dass wir das aufgrund unserer festen Haltung erreicht haben. Meine Haltung zu unserer Haltung ist die, dass unsere weibliche Laienriege in Russland nichts bewirkt hat, nicht einmal Gelächter.

14. Februar 2022In den Gazetten finde ich seit Tagen diskutiert, ob die Nazis Sozen waren. Das ist natürlich für alle, die sich heute noch vorne mit irgendwas wie soz nennen, starker Tobak. Seltener findet man Forschungen, ob A.H. etwa ein Grüner war. Wäre wohl näher liegend bei all seinen Spleens, die man als solche nur bezeichnet, wenn man verniedlichen will. Nun aber finde ich – heute Nacht zugesandt – in meinem virtuellen Postkasten ein Bild von des Führers Hand. Da es keinen Titel hat, habe ich mir einen ausgedacht: Die germanische Arche Fliegender Holländer bei Alpenglühen. Man beachte, wie der Größtefeldherrallerzeiten die Gletscherschmelze vorhergesehen hat. Ebenfalls grün: Im wirklichen Leben der Volksgenossen sorgte er 1937 für die Regulierung des Strommarkts.

12. Februar 2022

Die Lage in Canada bleibt unübersichtlich. Meldungen widersprechen sich wie üblich, wenn die Macht von Mainstream massiv in Frage gestellt wird. Klar ist nur, dass sich jetzt auch die US-Regierung zu Wort gemeldet hat, die von PM Trudeau verlangt, den Protest zu beenden.

Ähnliches wie in Canada braut sich jetzt in Neuseeland zusammen. Die Bilder zeigen nur einen Unterschied klar: Dort ist Sommer.

In Deutschland bleibt die Macht der Obrigkeit unangefochten. Variationen zeigen sich lediglich im Vokabular, sich aus dem selbst angerichteten Corona-Desaster herauszuschleichen. Der Begriff der Lockerungen feiert Triumphe. Nur die Bundesregierung und die Lügenpresse sind weiterhin auf Linie. Das ist verständlich, befinden sie sich doch im Schlepptau amerikanischer One World-Imperialisten. Die soeben erfolgte Ernennung einer US-Amerikanerin aus diesem Stall zur deutschen Staatssekretärin lässt keinen Zweifel aufkommen.

Die ukrainische Karte zu ziehen, ist nichts weiter als ein Spielzug der Todesfurcht-Propaganda, um die Seuchengefahr durch die Kriegsgefahr zu ersetzen. Merke: Durchregieren ohne Todesfurcht ist kaum möglich.Ukraine (2): Wenn man sich erinnert, dass die Familie Biden bis vor Kurzem noch in die Kabalen des korrupten Landes insofern involviert war, dass sie sich die Taschen füllen ließ, macht die Vorstellung keine Mühe, dass auch heutzutage ein familiäres Interesse die politischen Entscheidungen im Weißen Haus beeinflusst.
Unfreiwillige Komik, dessen bin ich überzeugt, ist nicht zu übertreffen. Das Publikum der US-amerikanischen Darstellerin Heather McDonald konnte sich vor Lachen nicht einkriegen, als diese, nachdem sie umständlich alle ihre Impfungen und die allerjüngste Buhsterung auf der Bühne aufgezählt hatte, umkippte und liegenblieb. Es dauerte eine Weile, bis den Leuten schwante, dass der Abschluss der Darbietung nicht auf ihrem Fahrplan stand. Sowas kann man sich nicht ausdenken, den bei der Veranstaltung erlittenen Schädelbruch hätte ich ihr nicht gewünscht – trotz alledem.

11. Februar 2022

Eine Frau, die sich von mir gemustert wähnt, macht eine die Betrachtung hindernde Geste und wendet sich weg. Ich vermute, sie versucht instinktiv, diejenigen Partien, die sie an sich selbst für wenig gelungen erachtet, dem Blick des Mannes zu entziehen.

Ansehen (2): Kaum habe ich mit einem gewissen Entdeckerstolz diese grundlegende Erkenntnis notiert, läuft eine südeuropäische Schwester der soeben betrachteten Schönen durch mein Blickfeld. Sie bemerkt mein Interesse und macht eine Körperdrehung, die mein Bemühen honoriert.

Ansehen (3): Mein frühkindliches Interesse, mich über Frauen zu informieren, ist durch die Bibel in eine falsche Richtung gelenkt worden: Adam erkannte sein Weib, und sie ward schwanger. Daran wurde ich jüngst bei einer Aufführung von Shakespeares Maß für Maß erinnert, wo die Wendung des Erkennens einer Frau in der Übersetzung von Schlegel mehrfach gebraucht wird.

Ansehen (4): Was mir als Kind Zweifel bescherte, war vor allem, warum Adam seine Eva denn nicht erkennen sollte, wo sie doch die einzige Frau weit und breit war. Gottlob behielt ich diese Zweifel für mich, zumal ich an Sonntagen bereits mehrfach durch dumme Fragen aufgefallen war.Eine Rückfrage zu einem Gesprächsgegenstand, den man nicht verstanden hat, führt nur selten zu einer erhellenden Antwort. Zuweilen macht der Sprecher vielmehr den Eindruck, dass er selbst nicht verstanden hat, worüber er redet. Zu den Sternstunden der Konversation gehört es, wenn beide Seiten, dies im stillen Einvernehmen bemerkend, in ein befreiendes Gelächter ausbrechen.

10. Februar 2020

Das Gespräch mit dem philosophisch geschulten Kopf verläuft unerfreulich. Erste Phase (leicht vorgebeugt): Wissendes Lächeln. Zweite Phase (knappes Hineinreden in die Entwicklung eines Gedankens): Das Argument ist aus dem Idealismus oder einem anderen Ismus längst bekannt. Dritte Phase (auf Rückfrage nach dem Ismus): Lies einfach mal Hegel in seinen späten Werken. Ergebnis: Du wendest dich abrupt einem anderen Gesprächspartner zu und giltst fortan als ungehobelt.

Annalena macht Wintersport. Die Alternativen mokieren sich, dass sie nach nicht einmal zwei Monaten im Amt Urlaub nimmt. Ich hingegen kann das, falls es stimmt, nur loben, denn in der Zeit kann sie kaum viel Unheil anrichten. Allein mir fehlt der Glaube, bis ich sie Spezialslalomskipiste habe aussprechen hören.

Annalena (2): Setzte angeblich in der Ukraine einen Helm auf und zog die Schutzweste über anstatt unter. Die einzigen Scharfschützen auf der Schneefläche weit und breit waren die Profis des foto shooting. Sie wurde immer wieder getroffen. Der Weste sei Dank.Annalena (3): Jetzt holt sie die Vorsteherin von Grünfried (Greenpeace) ins AA. Als Staatssekretär und Beamte auf Lebenszeit. Doch die muss erst mal Deutsche werden. Diese ärgerliche Verzögerung verdankt die treue Kampagnenschwester den amerikanischen Landsleuten, denn die änderten als Besatzungsmacht 1945 das deutsche Beamtenrecht, in dem es bis dahin hieß, dass der Betreffende mit der Ernennung zum Lebenszeitbeamten Deutscher werde. Davon hatte 1932 der spätere Führer Gebrauch gemacht, den die Regierung von Braunschweig zum Regierungsrat ernannte. Die waren noch bescheiden, die damaligen Nazis.

Rassismus to go: Wer behauptet, dass diese chinesische Goldmedaillengewinnerin gar nicht wie eine Chinesin aussieht, und zu allem Überfluss hinzufügt, schließlich sei sie in den USA geboren, der ist wahrlich ein Rassist oder so, denn er blendet aus, dass es im Lande der jetzt Empörten selbst Usus ist, alles, was brauchbar erscheint, einzugemeinden.

Rassismus (2): Immerhin hat die veröffentlichte Empörung dazu beigetragen, dass ich mitgekriegt habe, irgendwo in China finden aktuell olympische Winterspiele statt.Chinesin (2): Wenn das Bild auch Zweifel weckt, dass es sich hier um eine waschechte Chinesin handelt, so stellt es auf den ersten Blick klar: Es handelt sich nicht um einen umfrisierten Mann.

9. Februar 2022

Lange bevor das Propagandageschrei von Multikulti Allgemeingut wurde, wusste ich, dass das, was angeblich schö-hön war, nicht stimmte. Meine unerbittliche Lehrmeisterin war die Gemeinschaftsküche im Studentenheim. Anfangs dachte ich, es sähe nur in meiner so aus, doch Ausweichversuche zeigten nur zu bald die Vergeblichkeit meiner Bestrebungen und die Allgemeingültigkeit des Verdachts.Pendel: Im 19. Jahrhundert wanderten ungezählte Polen als Bergleute ins Ruhrgebiet ein, jetzt sind die Zechen zu, und wir beziehen den Großteil der benötigten Kohle aus Russland. Unsere heutige Obrigkeit befindet, dass wir derer nicht mehr bedürftig seien, dafür aber weiterer Zuwanderung, die hier… Ja, wozu eigentlich?

Obrigkeit (2) Kein Wort mehr über diese, nachdem ich Bernd Zellers berechtigte Mahnung von heute gelesen habe (Senioren-Akruetzel):

In Washington D.C. wird Bidens Vorschlag für die Besetzung des Vize-Chefs der FED präsentiert. Erwartungsgemäß eine Frau, wenn auch eine weiße. Sicherheitshalber wird hinzugefügt, dass ihr Schwerpunkt der Kampf gegen den Klimawandel sei. Mein Vorschlag hierfür wäre: einfach mit dem Verbrennen der Dollarmilliarden aufhören.

Briefe, unterzeichnet von ungezählten Medizinern aus Ostthüringen, trudeln bei mir ein, ohne dass ich der Adressat bin. Sie haben den sträflichen Unsinn der Impfpflicht im Allgemeinen und des medizinischen Personals im Besonderen zum Gegenstand. Erstaunlich muten der moderate Ton und die auf Fakten gestützten Argumente an. Noch erstaunlicher ist die Vielzahl der Klarnamen der Unterstützer dieses Protestes. Angesichts der angedrohten Repressalien eine unmissverständliche Form, Gesicht zu zeigen, wie es sonst immer so großmäulig dort heißt, wo es nichts zu verlieren gibt.

Proteste (2): Karsten Schneider, der für mich zuständige Bundesbeauftragte für Ostzonesien, will Runde Tische einrichten. Ein sehr guter Vorschlag, denn auch bei der Vorgängervariante 1989 hatte die Obrigkeit geglaubt, dass die Leute auf diese Art und Weise Dampf ablassen würden, ohne dass das Regime ernsthaft Schaden nehme.Der Postbote bringt das Rezensionsexemplar eines ziegelsteindicken Buches (Robert Kennedy: Das wahre Gesicht des Dr. Fauci). Lese sogleich die ersten 30 Seiten mit der Einleitung, die alles das auffächert, was man in den letzten 24 Monaten zu Corona als sogenannte Verschwörungs-Theorie aufgetischt bekommen hat. Von den Aktionen der Pharma-Industrie über falsche Zahlen, abstruse Medizin-Experimente bis zur mutwilligen Manipulation der Öffentlichkeit mit einem bösen Geist im Hintergrund namens Anthony Fauci, dem amerikanischen Wieler-Drosten-Lauterbach. Wenn das alles im Buch belegt ist, muss man wohl einige bisherige Annahmen korrigieren – oder auch nicht.

8. Februar 2022

In Ottawa spitzt sich die Konfrontation zu. Die Polizei beschlagnahmt die Spritvorräte der Protestler. Man setzt darauf, dass sie aufgeben, um nicht zu erfrieren. Jetzt riecht es deutlich nach Gewalt (während ich diese Zeilen schreibe, ist es in Ottawa noch der Abend des 7.2.).

Mr. Zuckerberg hat etwas an Gewicht verloren – börslich betrachtet. Lese, dass sich am letzten Donnerstag durch Sturz der Aktie um 25 Prozent 254 Milliarden US-Dollar in Luft aufgelöst haben. Börsenspezialisten analysieren noch. Nehme an, dass diese nicht zu den Lesern von Prabels Blog gehören, denn da stand bereits vor Wochen zu lesen, dass die Betriebsaufnahme des Medienkonzerns von Trump den Genossen von Facebook & Co schwer zu schaffen machen wird.

Zuckerberg (2): Niemand zwang den bis dato Monopolisten, im Januar 2021 seine größte Zugnummer, Donald Trump, von seiner Plattform zu werfen, Impfgegner zu eliminieren, Krieg gegen Normalbürger zu führen und Rassismus gegen Weiße zu schüren.Zuckerberg (3): Während die woke Welt sich Sorgen macht, was es bei der Familie Z. jetzt zum Abendbrot gibt, hat der Chef ein neues Schlachtfeld eröffnet. Seit gestern will er gegen die Datenschutzgesetzgebung der Europäischen Union vorgehen. Mir war nicht bekannt, dass er die bislang der Beachtung für wert befunden hätte, auch war ich bei den Treffs zwischen ihm und Mrs. Mörkl nicht dabei.

7. Februar 2022

Vorgestern erst machte mich ein ehemaliger Kollege aus dem Bundesinnenministerium auf seine neue Chefin aufmerksam, weil die für eine verfassungswidrige Vereinigung tätig ist oder war. Heute ist sie aus dem Netz verschwunden. So wird Vergangenes korrigiert.

BMI (2): Was soll man davon halten, wenn sich jemand, der deutlich nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde, als Verfolgter des Naziregimes bezeichnet? Das Klinische Wörterbuch von Pschyrembel weiß folgende Antwort: Verfolgungswahn = häufigste Form von Wahn, mit der Überzeugung verfolgt zu werden. Wahnidee, inhaltliche Denkstörung, im Sinne der eigenen Überzeugung einer Lebenswirklichkeit, die im Gegensatz zur allgemein akzeptierten Realität steht und aufgrund subjektiver Gewissheit unkorrigierbar ist.
BMI (3) Nicht zu vergessen, wie Bernd Zeller in der heutigen Zellerzeitung der Sache auf den Grund gegangen ist (endlich mal eine positive Nachricht):

BMI (4): Damit es nicht heißt, ich hätte Freude an unvorteilhaften Bildern, hier ein Schnappschuss, auf dem sich die Blondine selbst schön findet (habe allerdings keine Informationen darüber, was die von ihr Gehätschelten dazu sagen):


Über den Atlantik (hat ein paar Tage gedauert):

Pünktlich zum Abklingen der Corona-Hysterie wird in Holland eine neue höchst ansteckende Variante des Aids-Virus HIV entdeckt. Also: Maßnahmen müssen bleiben. Werden ergänzt durch Präservativpflicht für Säuglinge. Außerdem wird der nächste Pfizer-Buhster fällig. Von dem ist bekannt, dass er bereits gegen Omi Kron nicht half, deswegen ist er gegen die HIV-Variante das Mittel der Wahl. Also rein damit.

6. Februar 2022

Eine Schwalbe, sagt der Volksmund, macht noch keinen Frühling. Dennoch will ich nicht verschweigen, dass ich zwei von ihnen sah, die den untergegangenen Rechtsstaat letzte Woche überflogen haben.

Schwalbe (2): In Osnabrück hob das Verwaltungsgericht die Entscheidung des RKI, den Genesenen-Status auf 3 Monate zu verkürzen, wegen rechtsgrundlagenloser Willkür auf. Zudem besitze diese Bundesoberbehörde keine Rechtssetzungsbefugnis. Das war bis vor zwei Jahren, verfassungsrechtlich betrachtet, eine platte Selbstverständlichkeit, jetzt ist es eine Sensation.Schwalbe (3): In Deutsch-Südwest sprach das Amtsgericht die Angeklagte nach fünfstündiger Verhandlung vom Vorwurf frei, ohne Grund keine Maske getragen zu haben. Der eigentlich Skandal bleibt das Verfahren selbst: (a) Hausdurchsuchung beim verordnenden Arzt: Was suchte man, und wie lautete eigentlich der Strafvorwurf? Offenbar interessiert das heutzutage niemanden mehr. (b) Mehrfache Durchsuchung der Prozessbeteiligten und Abriegelung des Gerichtsgebäudes durch die Polizei: Wer oder was drohte denn da? Die Pornographie der nackten Wahrheit? (c) Bestellung eines medizinischen Sachverständigen, dem als Pathologen die Materie offensichtlich unbekannt war: Der verordnende Arzt war auf Wunsch der Verteidigung  und zum Ärger von Gericht und Staatsanwaltschaft angereist und musste wohl oder übel als anwesender Zeuge vernommen werden. Dieser legte nicht nur dar, was medizinisch zu bemerken war, sondern zudem im Detail warum das für 800 € eingeholte Gutachten ein Fake war, worauf der während der Vernehmung anwesende Gutachter sich hernach darauf beschränkte, das Schriftliche stotternd mündlich zu wiederholen, so dass der genervte Staatsanwalt selbst den Freispruch beantragte.

5. Februar 2022

Ottawa: Das sieht nicht danach aus, als würden dort Leute gegen die LKW-Sperren protestieren.

Ottawa (2): Ein Abschleppunternehmer weigert sich, der Obrigkeit zu Hilfe zu eilen. Sein Argument: Er könne nicht, weil seine Fahrer ungeimpft seien. Ein anderer lässt seine Fahrzeuge anrücken, die nach dem Passieren der Polizeisperre stehen bleiben und von ihren Fahrern verlassen werden.

Ottawa (3): Die Kontroverse spitzt sich auf die Frage zu, wer wen braucht. Die Regierung kann ohne eine funktionierende Versorgung durch LKW nichts machen. Umgekehrt gilt dieser Satz nicht.

Ottawa (4): Das Ungleichverhältnis bei der Abhängigkeit sagt noch nichts darüber aus, wie die Sache ausgeht. Wenn die Kontroverse in die Gewaltphase eintritt, siegen im Zweifel die stärkeren Waffen. Die Armee-Führung hat vorsorglich mitgeteilt, dass sie keine einschlägige Planung verfolge. Das mag ein erster Fingerzeig sein.Ottawa (5): Protestierer und zahlreiche Sympathisanten haben sich der nationalen Symbolik bemächtigt. Dem hat die woke canadische Regierung nichts entgegenzusetzen. Regenbogenfahnen habe ich nicht entdeckt. Antifa-Symbolik auch nicht. Hier dürfte nackte Angst der Ratgeber der Abstinenz sein.

4. Februar 2022

Wenn eine Blondine leicht fortgeschrittenen Alters an die Willigen appelliert, gar von einer Koalition der Aufnahmebereiten öffentlich träumt, wie jetzt die Frau, die dem Bundesinnenministerium vorgesetzt wurde, so könnte dies leicht von einem bestimmten Klientel missverstanden werden.

Blondine (2): Falls dieselbe mit einer Organisation namens VVN kooperierte, sollte sie zumindest gesagt bekommen, dass das eine Vereinigung ist, die ein Amtsvorgänger von ihr dereinst als verfassungsfeindlich verboten hat.Deutschland im Jahr 3 von Corona: Ein Freund (65) aus dem Bundesgrenzschutz seligen Angedenkens stirbt vier Tage nach dem Buhster. Der Notarzt erscheint und stellt nach flüchtigem Blick auf den am Boden liegenden Verstorbenen eine unklare Todesursache fest, dann kommt auf seinen Anruf hin die Polizei, die den Leichnam beschlagnahmt.

Die Briefe Schopenhauers an den Verleger Brockhaus sind ein vortrefflicher Beleg für Größenwahn. „Mein Werk ist ein neues philosophisches System: aber neu im ganzen Sinne des Wortes: nicht neue Darstellung des schon Vorhandenen: sondern eine im höchsten Grade zusammenhängende Gedankenreihe, die noch nie in irgend eines Menschen Kopf gekommen. Das Buch wird… meiner festen Überzeugung nach eines von denen sein, welches nachher die Quelle und der Anlass von hundert anderen werden.“

Schopenhauer (2): „Nur wer ächte eigene Gedanken hat, hat ächten Stil.“ Ächt. Immerhin: Neben sich selbst lässt er noch Kant gelten. Vergleicht man beide, fällt – milde formuliert – als erstes die Schrulligkeit auf. Doch während bei Kant die Verstiegenheit dominiert, sticht bei Schopenhauer die abgrundtiefe Freudlosigkeit ins Auge.

Schopenhauer (3): Was blieb vom Manne, der postulierte, dass der Mensch geboren werde, um zu sterben? Die Welt als Wille und Vorstellung. Es ist nicht das Buch, das kaum einer las, geschweige denn je verstand, sondern der Titel als Schlagwort, was ihn überlebt hat. Immerhin.

Schopenhauer (4): Die gleichnamige Straße in Schilda ist nicht nach dem Philosophen, sondern nach dessen Mutter Johanna, einer seinerzeit bekannten und materiell erfolgreichen Roman-Autorin benannt. Ihr Erfolg ermöglichte dem Sohn den Müßiggang.

Russia today in Deutschland zu verbieten, ist eine Maßnahme von Leuten, die Widerspruch zu ignorieren gewohnt sind. Nun bemerken sie zu ihrem Ärger, dass ihr Handeln mit der Schließung der Deutschen Welle in Moskau erste massive Folgen hat. Da sie zum Lernen in ihrem Leben nie gekommen sind, pöbeln sie wie gewohnt weiter, was neuerliche Folgen, die sie nicht beherrschen können, nach sich ziehen wird.Ignoranten (2): Nachdem die Gesinnungsgenossinnen ihre Steilvorlage nach Moskau auf den Weg gebracht haben, stelle ich mir vor, wie jetzt die buntgrelle Roth und die pummelige Annalena darüber grübeln, den bösen Russen den Gashahn abzudrehen.

3. Februar 2022

Auch Kalauer haben ein Recht auf Hejmat. Oder: die neue Rechte auf dem Vormarsch: Sie verhielt sich solid arisch. Dieser Bayer ist zum Exempl arisch. Der englische Stachel ist barb arisch. Des Führers speiste veget arisch. Er fand das Grünzeugs als kul in arisch.

Realsatire: Dieser Herr teilte soeben mit, dass das polnische Verfassungsgericht nicht den eigenen Maßstäben entspreche und deshalb abzulehnen sei.

Verfassungsgericht (2): Man erinnert sich. Während in Polen geurteilt wurde, dass die eigene Verfassung dem Macht-hoch-die-Tür der EU vorgehe, hatte der abgebildete leptosome Herr für Recht befunden, dass der Indiojunge aus Peru (vermutlich der aus dem Lied von Katja Epstein) so leben soll wie du, weswegen der deutsche Bundestag das Weltklima endlich ändern müsse.Verfassungsgericht (3): Der fett gewordene Blech-Adler im Hintergrund hängt tatsächlich an der Wand des Sitzungssaals. Symbolischer geht‘s kaum.
Wenn George Soros der Welt (auch der gleichnamigen Zeitung von vorgestern) mitteilt, was der chinesische Führer Xi für ein mieser Kerl sei, weil er die offenen Gesellschaften bedrohe, so denkt man unwillkürlich an die gleichnamige Stiftung des selben Herrn (Open Society Foundations) und fragt sich, ob’s mit dem Geschäftsmodell der Menschenrechte Schwierigkeiten in China gab. Wurde Geld in den Sand gesetzt? Oder handelt es sich lediglich um wohlfeiles Konkurrenten-Blabla, weil Finanzkönig Black Rock sich mit dem Chinesen Arm in Arm im Schwab-Davos gezeigt hat – wenn auch nur digital.

2. Februar 2022

Es ist das Privileg der anonymen Maulhelden, genau zu wissen, was einer, der seinen Mut zusammennimmt und mit offenem Visier vor die Masse tritt, hätte sagen müssen. Der Adressat solcher Pöbeleien tut gut daran zu schweigen, denn jede Rechtfertigung ins Leere hinein gleicht bestenfalls dem Schattenboxen mit einem Gegner der Zwergenklasse.

Nachdem ihr Finanzier Bill Gates die Pandemie ausklingen lassen will, hat nun auch sein Mündel, die Johns Hopkins University zu Boston, die Kehrtwende vollzogen. Man erinnert sich an jene gesundheitspolitische Mega-Kaderschmiede, die im Oktober 2019 im Vorgriff auf die reale Seuche den Event 201 stattfinden ließ, wo den Weltenlenkern nahegelegt wurde, die Leute wegzusperren, um nunmehr per Metastudie den scheinbaren Beleg zu erbringen, dass solche Maßnahmen keine der erwünschten Wirkungen zeitigen, dafür aber im breiten Ausmaß Schäden anderer Art erzeugen würden.Wirkungen (2): Selbst die Bundesregierung denkt nun angeblich darüber nach, die Wirksamkeit der Maßnahmen durch Experten begutachten zu lassen. Da kann man nur sagen: Lassen Sie sich Zeit, denn sowas will sorgsam erwogen sein. Auch wäre zu empfehlen, sich der beiden Maoisten zu bedienen, die bereits im März 2020 bei der Formulierung der Panik-Strategie zur Implementierung des Lockdowns dem Bundesinnenministerium so hilfreich zugearbeitet haben.

1. Februar 2022

Merkwürdiger Szenenwechsel: Nach dem Pfusch-Wahl in den USA, die das skandalöse Abräumen von Trump bewirkt hatte, stellte ich an mir selbst ein Verblassen des Interesses an den Kabalen der atlantischen Vormacht fest. Jetzt sind die vermeintlichen Mehrheitler, also die Partei, die sich ohne Grund die Demokraten nennt, im Senat trotz der äußerst knappen Mehrheit, die sie dort pro forma haben, bei dem Versuch gescheitert, die Kompetenz, den Präsidenten zu wählen, auf die Bundesebene zu verlagern. Was dort wie bei uns mit dem populistischen Hinweis begleitet wird, dass die Wähler, wenn man sie summiert, oft einen anderes Ergebnis erzeugen würden als das tatsächliche Wahlmänner-Wahlergebnis. Die amerikanische Verfassung jedoch sieht das anders: Der US-Präsident ist kein Repräsentant des Volkes, sondern der Mitgliedsstaaten der Union. Diese bestimmen, wer Präsident wird. Dabei bleibt es also – vorerst.

Darauf musste erst ma kommen: „Um sicherzustellen, dass das Versammlungsverbot eingehalten wird,wird die Anwendung unmittellbaren Zwangs, also die Einwirkung auf Personen durch einfache körperliche Gewalt, Hilfsmittel der körperlichen Gewalt oder Waffengebrauch angedroht“ bedeutet nicht die Androhung von Schusswaffengebrauch, so die Stadtregierung von Ostfildern/Maoland Baden-Württemberg gestern in einer empörten Stellungnahme. Es handele sich lediglich um eine Klarstellung der Rechtslage. Und die sei nun mal so, wie sie sei. Okayokay, jetzt begreife ich und entschuldige mich für meine Behauptung, die Stadt Ostfildern habe Schusswaffengebrauch gegen unliebsame Spaziergänger angedroht. Wie komme ich nur auf sowas?

Klarstellung der Rechtslage (2): Im Jahre des Heils 1991 erbte ich im BMI kraft Parteibeschlusses der damals regierenden CDU einen baden-württembergischen Juristen, der von seiner Landesregierung abgeschoben wurde, nachdem es ihm gelungen war, das Recht, so wie er es sah, auf den größten Nudelhersteller des Landes dahingehend anzuwenden, dass er dessen Produkte mit Hilfe einer Warnmeldung für gesundheitsschädlich deklarierte. Merke: Nicht jeder Rechtssatz ist unmittelbar anzuwenden. Zuweilen lohnt es, den Satz zuvor und den danach auch zur Kenntnis genommen zu haben.

Klarstellung der Rechtslage (3): Mein Versuch, den Nudeljuristen wieder loszuwerden, scheiterte kläglich. Ich hatte nicht erkannt, dass der grundgesetzlich verbriefte Rechtssatz der Eignung und Leistung bei öffentlichen Ämtern in der Rechtswirklichkeit keine Geltung mehr hatte, und derjenige, der sich auf ihn berief, als Störenfried wahrgenommen wurde.

Schwab-Zögling Justin Trudeau, in Ottawa abgetaucht, pos. getestet, er fühle sich, sagt er, gut (I feel fine) [Snapshot aus seiner Videobotschaft vom 31.1.2022].

Ottawa (2): Noch stehen die LKW in großer Zahl herum. Sie dort wegzuschaffen, dürfte auf Schwierigkeiten stoßen. In Schilda hingegen standen gestern Abend keine LKW, sondern nur 14 Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei auf dem Platz der Demokratie im absoluten Halteverbot, was zweifellos dem Klimaschutz dient, denn diese Fahrzeuge verfügen über eine leistungsfähige Standheizung.

In China beginnt das Jahr des Tigers: 

In Kamenz/Sachsen spricht der Oberbürgermeister Roland Dantz aus der Tür des Rathauses, zu den Montagsdemonstranten: „Bleiben Sie dran, die Sachen erledigen sich nicht von selbst.“https://www.youtube.com/watch?v=uKB3dOsPUuk

Dantz (2): Schreibe ihm: Lieber Roland Dantz, starker Auftritt. Bleiben Sie dran, die Sachen wollen erledigt werden.

31. Januar 2022

Die Lage in Canada ist undurchsichtig mit Ausnahme des Umstands, dass es dort bitterkalt ist. Das Land wird seit Jahrzehnten von Jetset-Linken beherrscht, Trudeau, Vater und Sohn. Der Sohn, Ministerpräsident in Ottawa, musste jetzt, wie es ganz niedlich heißt, evakuiert werden. Wegen ein paar Dutzend LKW-Fahrern, wie es in deutschen, der Wahrheit verpflichteten Medien heißt, muss er sich an einem geheimgehaltenen Ort verstecken? Soso, musste er das.

Canada (2): Die Kurzfilme von dort zeigen, dass dort eine Art Volksfest bei unter 20 Grad stattfindet. Sieht so die Revolution in einem menschenleeren Land aus? Friedlich-freundliches Canada, ick kenne dir nich wieda.

Österreich: Der dortige Verfassungsgerichtshof hat einen Fragenkatalog unter knapper Fristsetzung an die Bundesregierung gesandt, der in großer Detailierung dazu auffordert, die Tatsachen zu benennen, aus denen sich Geeignetheit und Erforderlichkeit der Impfpflicht ergibt. Doch was, wenn das, wie vorherzusehen ist, nicht gelingt? Werden Pfizer und Co angesichts des für sicher geglaubten totalen Teilsieges so etwas zulassen?Deutschland: Hat einen neuen Ostbeauftragten. Es ist Carsten Schneider, der zum üppigen Abgeordneten-Salair mit einem zusätzlichen Staatssekretärsgehalt nebst Dienstwagenflotte und Lufttaxi belehnt wurde. Ich sehe den damals jungen Mann im Erfurter Gasthaus Zumnorde 1998 noch neben mir sitzen, als er, soeben völlig überraschend, in den Bundestag gewählt worden war, und höre ihn erklären, dass das bestenfalls für vier Jahre sei, denn er müsse erst mal an seine Berufsausbildung (Banklehre) denken. Ich war der einzige am Tisch, der lachen musste.

30. Januar 2022

Na endlich: Ein Staatsrechtslehrer an der Universität Leipzig wurde in der vergangenen Woche vom Dienst suspendiert, weil er Studenten über die Geltung der Grundrechte unterrichtete und dies anhand der Unvereinbarkeit der Maßnahmen mit den einzelnen Grundrechten und den allgemeinen Prinzipien des Rechtsstaats (Normenhierarchie, Geeignetheit und Erforderlichkeit) erläuterte. Früher erzählte man sich den Juristenwitz, dass ein Federstrich des Gesetzgebers ganze Bibliotheken zu Makulatur mache, heute sind es Verfügungen des obrigkeitlichen Maßnahmenstaats.Na endlich (2): Die Stadt Ostfildern/Baden-Württemberg droht Spaziergängern mit Hilfe einer Allgemeinverfügung den Schusswaffengebracht an. Klarer lässt sich ein Staatsstreich gegen den Rechtsstaat kaum formulieren. Jetzt fehlt nur noch der Vollzug.

29. Januar 2022

Der Grünenvorsitzer und Wirtschaftsminister warnt vor dramatischem Fachkräftemangel. Da kann man nur sagen, der Mann weiß wovon der redet. Schließlich hat er die Liste der Spitzen-Fachkräfte kürzlich mitbestimmt.

Fachkräfte (2): Wenn Können schon an der Spitze nichts gilt, darf der Rest auch nicht qualifiziert sein.

Fachkräfte (3): Der Vorsteher des Krankenhauses von Schilda – das ist der Ort, wo die Zahl der geimpften Corona-Patienten nicht genannt werden darf – erklärt, dass er den Betrieb im März einstellen müsse, weil rund ein Drittel seines Personals nicht geimpft sei und auch nicht vorhabe, diesem Missstand abzuhelfen.

Fachkräfte (4): In demselben Krankenhaus verweigerten gestern die Eingangswachen einem von weit angereisten und sogleich getesteten Manne den Zutritt zum Zimmer seiner sterbenden Mutter, weil bereits seine Schwester dort, wie man formulierte, aufhältig sei. Man kann ohne weiteres unterstellen, dass das Eingangspersonal nicht ohne Anweisung der Klinikleitung gehandelt hat. Wenn man’s recht bedenkt, wäre die Schließung der Einrichtung tatsächlich eine Lösung, die erwägenswert wäre.

Bei Ulrich Schödlbauer gelesen, dass das Gewöhnen an die Maske zu gegebener Zeit zu derartiger Gewöhnung führen müsse, dass das nackte Gesicht per se als hässlich wahrgenommen werde.Nacktsein (2): Wer wie ich aus dem letzten Jahrhundert stammt, in welchem die Nacktheit, zumal die öffentliche, immer skurrilere Züge annahm, fragt sich, wann eigentlich der Zeitpunkt der Trendwende war und warum ich ihn verpasst habe.

28. Januar 2022„Standardisierung der Denk- und Handlungsweise nimmt nationale oder geradezu kontinentale Ausmaße an“, schrieb Antonio Gramsci Anfang der 1930er Jahre in eines seiner Gefängnishefte. Was hätte der stillgelegte italienische Sozialist wohl gesagt, wenn ihm mitgeteilt worden wäre, dass 90 Jahre später in Glasbetonhinterzimmern der Europäischen Union der Krümmungsradius von Salatgurke und Banane normiert werden würde.

25. Januar 2022

Während man gestern wieder spazierenging, zeigten sich erste Risse im staatlichen Gebälk. Es ist in Erinnerung, dass in Bautzen die Obrigkeit vor Kurzem noch Knüppel zeigte, um ein Exempel in dem nicht mehr zu kontrollierenden sächsischen Missmut zu exekutieren. Davon war gestern nichts mehr übrig. Vielmehr ließ das Gesundheitsamt – immerhin eine staatliche und keine Kommunalbehörde – die versammelten Bürger wissen, dass man die gesetzlich verfügten Verbotsverfügungen gegenüber nichtgeimpftem Pflegepersonal nicht aussprechen werde, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung nicht zu gefährden. Das ist offene Rebellion gegen die Weisheit das Gesetzgebers.Bautzen (2): Die Stimmung auf der Straße war maskenlos gelassen, der Bürger zeigt selbstbewusst Gesicht, das Riesenaufgebot der Polizei reine Dekoration. Die einzigen Windelträger waren Bereitschaftspolizisten, aber auch von denen nicht alle.

Bautzen (3): Nicht jeder Polizist findet es einleuchtend, dass man ihm kürzlich die Einmal-Impfung mit Johnson & Johnson empfahl, die jetzt nichts mehr bedeuten soll. Merke: Bedenke, wenn du lügst, dass du ständig nachjustieren musst, bis nichts mehr zusammenpasst und sich Leute gegen dich wenden, deren Stütze du bedürftig bist.

24. Januar 2022Wie nennt man das bloß, wenn ein Schuster nicht bei seinem Leisten bleibt? Fremdgehen? Das scheint irgendwie auf spezielleres Tun zugeschnitten. Nach dieser Vorrede: Soeben ist die Biographie des Dichters Joachim Werneburg erschienen, von mir mitverfasst. Sie möge gelesen werden.

Freitest müsste eigentlich das Substantiv zu freigetestet sein, doch das führt in die Irre, denn freigetestet ist ein Bürger – egal, ob er für den Corona-Test bezahlt hat oder nicht – wenn er nach Einreise aus dem Ausland in Quarantäne gesteckt wurde, obwohl er gesund ist und nachweisen kann, dass er sich nach siebentägigem Hiersein immer noch nicht infiziert hat. Hielt den Begriff freigetestet erst für einen dieser unfreiwilligen Behördenscherze auf lokaler Ebene, doch nun sehe ich, dass er auch im Beschlussvorschlag des Bundeskanzlers für seine heutige Online-Sitzung mit den Ministerpräsidenten vorkommt – Sprachnot als Ausdrucksform unausgegorener Gedanken.

23. Januar 2022Habe mich dabei erwischt: Dachte erst, nee, das ignorierst du, dann fand ich es so bemerkenswert blöd, dass ich die Idiotie als solche fixieren möchte. Diese ist der Umstand, dass sich die alternativen Medien landauf landab ereifern: a) Merz ist CDU-Vorsitzer geworden, b) lädt Merkel zum Essen ein und c) die sagt ab. Jungs, habt ihr sonst nix zu berichten? Wie gesagt, die Meldungen sind die Idiotie, denn alle drei Tatsachen bedeuten absolut nichts und haben auch keine Bedeutung – weder einzeln noch kumulativ.

Falls es stimmt, dass das Abgebildete zum Inhalt des Imstoffs Corminaty von Pfizer gehört, wird die nächste Verschwörungstheorie (Einbau von Chips in den menschlichen Organismus) Realität.

Chips (2): Es handele sich, so der Wissenschaftler der Uni Sevilla um ein sich selbst organisierendes Graphen, zu dessen gewollten Eigenschaften die Verstärkung elektromagnetischer Wellen gehöre.Chips (3): Falls das stimmt, was der Spanier unter dem Mikroskop beobachtet und isoliert haben will, ergeben sich Erklärungen für die jetzige Seuchenbekämpfungs-Praxis, die mit den bisherigen konventionellen Annahmen nichts mehr zu tun haben.

22. Januar 2022

Die amerikanische Firma Edelman Trust als einen der üblichen Werbeheinis zu bezeichnen, greift zu kurz – jedenfalls, wenn wenn der Maßstab die schiere Größe und die noble Mandantschaft ist. Jetzt hat Edelman seinen periodischen Bericht über die rasch sinkende Glaubwürdigkeit von Medien und Politik, besser gesagt: von deren Heroen, herausgebracht. Besonders schlecht schneiden die Demokratien ab. An dem Bericht interessiert weniger, ob die Zahlen stimmen als der Grund für diese Aussagen.

Edelman (2): Falls es stimmt, dass Edelman einer der Postillione am Global-Karren des Klaus Schwab ist, fallen mir Erklärungen für die Berichterstattung und deren Verbreitung ein: a) Nationale Institutionen sind überlebt, eine Weltregierung muss her. b) An die eigene Adresse: Eure Botschaften sind noch nicht raffiniert genug, das Publikum durchschaut euch.Edelman (3): Geht mir durch den Kopf, dass die Firma im Oktober 2019 am Event 201 teilnahm, jener Übung, in der die selbsternannten Weltlenker das Handling einer Pandemie simulierten. In Erinnerung blieb mir das Postulat, dass abweichende Meinungen in der Bevölkerung durch Informationskaskaden vertrauenswürdiger Medien zu unterdrücken seien. Wenn das nicht helfe, müssten die Abweichler technisch abgeschaltet werden.

Die Stadt Dresden verbietet Versammlungen des maßnahmekritischen Klientels. Das ist weniger erstaunlich als die Wortschöpfung selbst: maßnahmekritisches Klientel. Das ist das neue Synonym für Bürger, die den Verstand noch nicht gebuhstert bekommen haben.Maßnahmekritisches Klientel (2): Man sage nicht, Beamte seien nicht originell. Ich erinnere nur an Postwertzeichen (vulgo: Briefmarke), Fahrtausweis (vulgo: Fahrkarte), CO2-Abgabe (vulgo: Luftsteuer), Demokratieabgabe (vulgo: Zwangsgebühr). Von den neuen Seuchenvokabeln will ich gar nicht erst anfangen.

20. Januar 2022

Staatsfeind: Bin ich ein solcher, weil ich das nun Folgende (gefunden bei Egon W. Kreutzer) als mutwilligen Angriff auf den Bürger geißele?

Verordnung zur Änderung der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und der Coronavirus-Einreiseverordnung

(SchAusnahmVuaÄndV k.a.Abk.)

V. v. 14.01.2022 BAnz AT 14.01.2022 V1; Geltung ab 15.01.2022

Eingangsformel

Die Bundesregierung verordnet auf Grund 

des § 28c des Infektionsschutzgesetzes, der zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3b des Gesetzes vom 22. November 2021 (BGBl. I S. 4906) geändert worden ist, unter Berücksichtigung des Beschlusses des Bundestages vom 13. Januar 2022 

und 

des § 36 Absatz 8 Satz 1 bis 4, Absatz 10 Satz 1 Nummer 1, 1a, 2 Buchstabe a, b, c, d, g und i, Nummer 3 und Absatz 12 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes, dessen Absatz 8 Satz 1 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) neu gefasst, dessen Absatz 8 Satz 2 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) geändert, dessen Absatz 8 Satz 3 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe cc des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) eingefügt, dessen Absatz 8 Satz 4 durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe dd des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) geändert, dessen Absatz 10 Satz 1 zuletzt durch Artikel 12 Nummer 1 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa des Gesetzes vom 10. September 2021 (BGBl. I S. 4147) geändert und dessen Absatz 12 Satz 2 durch Artikel 9 des Gesetzes vom 16. Juli 2021 (BGBl. I S. 2947) neu gefasst worden ist:

Nur mal so zum Mitdenken: Niemand weiß, was das bedeutet, was dort geschrieben steht. Ich ahne indessen, dass es sich hier um geltendes Recht handeln soll, was mich selbst und alle meine Leser (und nicht nur die) zum Handeln oder Unterlassen verpflichtet – schließlich haben wir Corona. Ich weiß zudem, dass diejenigen, die sowas verbocken, Ministerialräte der Preisklasse B3 sind, denen es völlig gleichgültig ist, ob das jemand lesen kann.

Idioten sitzen nicht nur in Behörden. Um zu schildern, was ich unternommen habe, um den völlig unmotiviert in mein Auto hineinbrüllenden Verkehrsfunk dauerhaft zu unterdrücken, reicht der Platz dieser Webseite nicht aus.Idioten (2): Am besten haben mir die Hinweise gefallen, ich möge das unterlassen, um nicht plötzlich auf ein Stauende aufzufahren. Tja.

19. Januar 2022Neues aus Deutsch-Südwest: Wie veröffentlicht. so gelöscht. Facebook sei dank.

Im Internet kursiert #Ich bin ein Staatsfeind. Da kann man mal sehen, wozu der Verfassungsschutz in der Lage ist. Früher sahen Extremisten in ihm den Feind, jetzt sind es die Bürger. Fragt sich, ob ich auch ein Staatsfeind bin, weil ich über die folgende Zusendung gelacht habe?

Staatsfeind (2): Der Wunsch, den Rechtsstaat zu bewahren, führt also zur Kategorie Staatsfeind. Ich kann es immer noch nicht glauben. Früher hieß es mal: Dein Glaube hat dir geholfen. Doch das ist ein anderes Thema.

Staatsfeind (3): Oder wie wäre es mit Bernd Zeller (Senioren-Akruetzel Nr. XXVI vom Januar 2022):

Skrupellos: Die Vorstandsmitglieder der Grünen haben sich für 2020 Corona-Boni gewährt. Das bedeutet, ihre Handlungen nutzten die Krise zum Vorteil der eigenen Partei aus. Sowas, denkt man, könne sich keiner ausdenken, doch es stimmt, die sich selbst Begünstigenden hatten es sich ausgedacht. Doch was waren diese Vorteile? Das Vorantreiben der Auslöschung des gewerblichen Mittelstandes? Das Einwerben von Großspenden bei den anderen Profiteuren der Krise?

18. Januar 2022

Ein gewisser Guterres, portugiesischer Ex-MP, Sozialist und UNO-General, hat das Schwab’sche-Weltrettungs-Forum WEF zu einer neckischen Erklärung genutzt. Die USA, so der weltumspannende Herr, sei verpflichtet das angebliche Entwicklungsland China dabei zu unterstützen, dass dieses von seinen Vorhaben Abstand nehme, soviel Kohlekraftwerke zu bauen, wie die Welt bislang noch nicht gesehen hat. Der Grund: Trump war aus dem Pariser Klima-Schwindel ausgestiegen. Sein Amtsnachfolger hat das als eine seiner ersten Amtshandlungen rückgängig machen lassen. Da kann man nur sagen: Sowas kommt von sowas.
Анналена im Kreml. Da werden die Russen aber zittern, wenn sie Sergej Lawrow erklärt, wie man in Deutschland die Streitkräfte von den Ungeimpften säubert. Merke: Auch der Größtefeldherrallerzeiten war Impf-Fan.

17. Januar 2022

Die Kleinprozentigen aus dem Internet gefischt. Die Vokabel bezeichnet die Regierungs-Koalitionäre.

Bill Gates macht die Wende: Vor ziemlich genau zwei Jahren wollte er 8 Milliarden Menschen impfen lassen. Wozu hatte er sonst in die einschlägigen Geschäfte investiert. Jetzt ist ihm aufgefallen, dass die Stöffchen gegen Omi Kron nix helfen. Was also tun? Die Sache in eine sog. endemische Lage ausklingen lassen.Gates (2): Ich nehme an, dass die Investition in den Impf-Fake sich ausgezahlt hat. Bleibt die Frage, in was wohl die immensen Gewinne zum Wohle der Menschheit investiert worden sind? Auf jeden Fall droht von solchem Wohl neues Unheil.

16. Januar 2022Vor achtzig Jahren hatte die Regierungspresse auch bereits gute Ideen, wie der Bürger seinen Speiseplan zu gestalten habe.

15. Januar 2022

Im US-Bundesstaat Virginia haben die Bürger die Pandemie-Bekämpfung selbst in die Hand genommen, indem sie überraschend einen Republikner zum Gouverneur wählten. Der hob soeben die Impfpflicht für das Staatspersonal und die Maskenpflicht an Schulen auf.

Die Wirkung von Alkohol und Propaganda ist ähnlich. Die Leute fangen an zu lallen und sehen Dinge, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

14. Januar 2022

Ein mehrtägiger Sandsturm ist eine eindrucksvolle Sache. Er lässt im Freien freiwillig zur Maske greifen und sie in geschlossenen Räumen wieder abnehmen. Dort reinigt man dann Mund und Nase. Diese Erfahrung lehrt, dass die Maske vor dem staubfeinen Sand nur grob schützt. Und vor Viren?

Sandsturm (2): Was, so frage ist mich, tun die Afrikaner eigentlich gegen Feinstaub? Sie stimmen in der UNO dafür, dass wir nicht mehr Autofahren dürfen, damit, wenn in D der letzte Diesel verboten ist, die im Januar seit Menschengedenken stattfindenden Sandstürme aufhören.Sandsturm (3): Man muss an die auf Kosten des deutschen Steuerzahlers aufgestellten Windräder sehr dicht herangehen, um die Rotoren erahnen zu können. Dann sieht man, dass sie stillstehen.

Sandsturm (4): Auch ohne Sand in der Luft bleibt das Fliegen eine heikle Angelegenheit.

11. Januar 2022

Die Haut zum Markte tragen: Dieser Spruch kann nur aus Gegenden stammen, wo die Sonne scheint und junge Damen am Caféhausstuhl vorbeiflanieren. Ich blicke mich um und sehe niemanden Zeitung lesen. Zuweilen müssen die Geschicke der Welt warten.Markt (2): Die Lingua Franca ist ein amüsiertes Kauderwelsch, nur die Engländer sprechen Englisch. Sie können nicht nachvollziehen, was es da zu lachen gibt.

10. Januar 2022Familie Kron hat Nachwuchs bekommen. Nach Omi Kron macht jetzt auch D. Kron Schlagzeilen. Das D. steht nicht für Doktor oder so, sondern für Delta.

8. Januar 2022

In den 12 Jahren ihrer Herrschaft haben die echten Nazis nichts Bemerkenswertes hingekriegt, außer Deutschland fundamental zu zerstören und den Ruf der Deutschen weltweit zu ruinieren. Nimmt man diesen Gedanken für einen Moment ernst, drängen sich Parallelen zum Hier und Jetzt auf. Es ist seit fast zwei Jahrzenten eine politische Clique an der Macht, die offen postuliert, Deutschland abschaffen zu wollen und der übrigen Welt vorschreiben zu dürfen, was gut für sie sein soll.

Nazis (2): Wenn diese Neuen Nazis ihre Gegner mit Inbrunst als Nazis bezeichnen, ist das einer der Scherze, die sich die Weltgeschichte zuweilen leistet.Nazis (3): Wenn polnische Spitzenpolitiker, abgesehen von ihrer permanenten Deutschfeindlichkeit, offen äußern, sie hätten keine Lust, unter ein Viertes Reich gezwungen zu werden, kann man das nachvollziehen. Wenn sie gleichzeitig mit Russland Streit suchen, leuchtet das weniger ein, erinnert aber an Situationen aus den 1920er und 1930er Jahren.

6. Januar 2021Der tägliche Rassismus macht offensichtlich Spaß:

Schilda an der Ilm – das Sudelbuch V

5. Januar 2022

Devin Nunes erklärt seinen Rücktritt als Abgeordneter des US-Kongresses. Er wird geschäftsführender Vorsitzender des im Vorjahr gegründeten Trump-Medienkonzerns. Die Trump Media & Technology Group war die Antwort des soeben mittels einer gigantischen Wahlfälschung aus dem Amt gehebelten US-Präsidenten auf seine Totalsperrung bei den Netzwerk-Giganten.Nunes (2): Der Abgeordnete war ein unnachgiebiger Aufklärer des versuchten Behörden-Staatsstreich gegen Trump (Spygate) in den Jahren 2015-20. Wer ihn deswegen als einen billigen Trump-Vasallen verspottet, verkennt, was für eine Schlagkraft die neue Aktivität des Ex-Präsidenten entwickeln wird. Mit Trumps Verbannung könnten sich Twitter & Co selbst einen finalen Kinnhaken versetzt haben.

3. Januar 2022

„Junger Mann, FP-zwei-Maske“, der Ton erinnert stark an den Spieß während meiner Grundausbildung, der mich jede Woche mit den Worten „Nur eins – Friseur“ am Verlassen der Kaserne hinderte. Weil ich keine solche Maske habe, um das Testcenter von Schilda zu betreten, das in diesem Fall vom Roten Kreuz zu dessen eigenem Vorteil betrieben wird, will mir der Möchtegern-Hilfsscheriff eine Maske für eins-fünfzig verkaufen, damit er mir nach dem kurzen Aufsetzen und Wiederabnehmend der Maske in der Nase bohren kann. Ich nehme mir die Zeit und frage ihn, ob’s ihm gut geht, und fahre ins nahegelegene Bienenmuseum weiter, wo eine kugelrunde Person das Gewünschte ohne weiter Formalien erledigt.Maskiert und von oben gesehen:

2. Januar 2022

Neues aus Kalau: Wenn er sich dem Böllerverbot entzieht, steht unerwartet ein Böllverbot im Verordnungsblatt.

Kalau (2): Wenn Fremde sich unter die Spaziergänger mischen, sollte die Obrigkeit die Kontrollen verschärfen, denn es könnte sich um nicht angemeldete Fremdgänger handeln.

Kalau (3): Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht zu erlassen.

Kalau (4): Höchste Zeit, das Rechtsfahrgebot aufzuheben, damit unsere grünen Lenker wieder ohne schlechtes Gewissen Auto fahren können.Fazit: Der Jahreswechsel hat nichts bewirkt, unablässig fallen mir Kalauer ein – obwohl ich in Schilda wohne.

31. Dezember 2021Wollte das Jahr eigentlich grußlos ausklingen lassen. Dann kamen mir – Ladies first – Gretalena und Sten Drobach von Egon Kreuzer in die Quere. Sei‘s drum:

30. Dezember 2021

Während zu Wochenbeginn der Grünen-Vorsteher Habeck von Enttäuschungen redete, welche die Leute angesichts seiner genialen Klimapolitik noch erfassen würde, kann man heute sagen, dass diese in Bad Belzig bereits angekommen ist, wo die Stadtwerke als Grundversorger soeben pleite gemacht haben. Sie können den Strom, den sie liefern sollen, nicht mehr bezahlen, weil der Geschäftsführer, dessen Namen ich hier nicht nenne, um nicht wg. Rassismus-Leninismus vor den Kadi gezerrt zu werden, die Zahlungen der Kunden für Spekulationen an der Strombörse verwendet hatte. Jetzt ist das Geld weg und der Strom wg. Unbezahlbarkeit auch. Selbst, wenn es gelingt, Tausende von Stromkunden bei benachbarten Grundversorgern unterzubringen, wird dies nur zu exorbitanten Tarifen geschehen, ja, geschehen können, denn diese müssen jetzt zu chaotischen Bedingungen einkaufen. Die Rechnung zahlt, wie stets, der kleine Mann.

Grundversorger (2): Das Modell der Grundversorger als Auffangbecken funktioniert nur so lange, wie diese durch Kundenbeiträge liquide bleiben. Kommt ein Ansturm nicht-eingeplanter Kunden aus Pleiteversorgern, gehen sie selbst pleite, und es entsteht notwendig ein Dominoeffekt.

Grundversorger (3): Wenn einer der Giganten der Energieversorgung, wie die RWE, der Obrigkeit anzeigt, dass er die Gefahr am Horizont sieht, ab Jahresbeginn Gas nicht mehr vertragsgemäß liefern zu können, stehen die Zeichen auf Sturm, selbst wenn sich, so wie heute, kein letztes Blättchen an den Bäumen regt.Die neue Logik: Der Vorsteher der Arbeitsverwaltung, dessen Namen ich mir nicht merken werde, hat öffentlich begründet, dass wir mehr Zuwanderung brauchen. Sein Argument: Es wandern jährlich 800.000 gut ausgebildete Arbeitskräfte aus Deutschland ab. Das erinnert mich an den Wirt in einem russischen Märchen (war es Gogol?), der das lecke Wodkafass dadurch reparierte, dass er ständig Wasser nachfüllte.

Abwegiges: Der geschlechtsneutrale Schneemann ist keineswegs der Schneemensch. Ebensowenig wie ein Weihnachtsmann in die Weihnachtsfrau mutieren sollte, denn das könnte zu herben Enttäuschungen führen.

Abwegiges (2): Der Bunsenbrenner gehört – lautmalerisch gesehen – nicht auf Schulbänke, sondern bestenfalls in die Hinterzimmer von Anmachkneipen (falls es die überhaupt noch gibt), deren Wirt sich womöglich – lautmalerisch betrachtet – Rezzo Schlauch nennt.

Abwegiges (3), wie das Vorstehende, bildet sich beim Einschlafbemühen, wenn man mit Freunden zuvor über den Begriff Buhster geblödelt hat. Der Buhster ist, habe ich bei der Gelegenheit erfahren, eine Vielzweckwaffe. Man muss ihn sich nach einem guten Schluck Weißwein auf der Zunge zergehen lassen. Wer dabei nicht lachen muss, dem ist nicht zu helfen.Abwegiges (4): Wenn nun in den USA ein Mann namens L(ia) Thomas beim Frauenschwimmen allen Mitbewerberinnen davonschwimmt, weil er zuvor mitgeteilt hat, dass er jetzt eine Frau sei, so könnte man sagen, dass sich in Sachen Genderismus die Katze in den Schwanz gebissen hat, was bislang, man vergebe mir die Offenheit, den Frauen versagt war.
Hilfe! Polizei! Oder: Lob des Föderalismus: In Sachsen teilte der dortige Polizeipräsident seiner politischen Führung mit, dass er angesichts von über hundert gleichzeitigen, nicht angemeldeten Protestversammlungen machtlos sei. Es reichte, vermutlich um Flagge zu zeigen, nur zu einem harschen Durchgreifen in Bautzen (SPD-Oberbürgermeister). In München ging die Polizei gewaltsam gegen 3000-5000 Spaziergänger vor und unterband heute das öffentliche Gebet. In Koblenz hielt die Polizei sog. Gegendemonstranten (sprich: gewalttätige Antifa-Faschisten) in Schach und verabschiedete sich von den 1.500 Spaziergängern mit diesen Worten:

„Wir, die Polizei, bedanken uns für den kooperativen und friedlichen Ihrerseits gezeigten Protest und die Teilnahme an diesem Spaziergang. Wir wünschen Ihnen einen schönen Weg nach Hause.“

Polizei (2): Bleibt die Frage, welche der drei Spielarten dereinst einmal als der Anfang vom Ende bezeichnet werden wird.

29. Dezember 2021

Der Spritpreis nimmt Anlauf, den durch den Luftsteueranstieg programmierten Preissprung vom 1. Januar vorwegzunehmen. Vor genau einem Jahr habe ich noch unglaubliche 0,99 € für den Liter Diesel bezahlt. Nehme an, dass der Preis sich in wenigen Tagen verdoppelt haben wird. Merke: Die Menschen wollen das so. Falls nicht, würden sie in ihrer Wut die Einrichtungen der Verkehrsrepression kurz und klein schlagen – so wie in Frankreich zu beobachten war. Das wird bei uns nicht passieren. Falls doch, würde der Spritpreis wie durch ein Wunder fallen, habe ich gelesen. Davon glaube ich kein Wort.Noch zwei Tage geregelte Stromerzeugung. Blick aus dem Fenster: Es regnet, ist windstill und selbstredend bedeckt. Vor überschaubarer Zeit hielt ich es für schlimm, sich bei sog. Gesellschaften mit den Leuten übers Wetter zu unterhalten. Mittlerweise hat’s Unterhaltungswert.

Der Wirtschaftsminister will erst wieder über Kernkraft reden, wenn ein Politiker das Endlager in seinem Wahlkreis haben will. Das ist doppelt bemerkenswert: (a) Was bundesweit zu entscheiden ist, hängt nicht vom Wählerwillen, sondern der Auffassung eines einzelnen Lokalpolitikers ab. (b) Diesen Maßstab auf die Windmühlen angewendet, dürften ähnliche Schwierigkeiten entstehen, mal abgesehen davon, dass ich den Bürger gern mal sehe würde, der die flappenden Türme auf seinem Nachbargrundstück haben will. Doch letztere sollen nach dem Willen des Parteivolks, dem dieser Mann vorsteht, in Kürze zur Absicherung des Windwahns rechtlos gestellt werden.Habeck (2): Er erwartet, wie er es nennt, Enttäuschungen, die bei der Umsetzung der sogenannten Klimaziele entstehen. Das ist eine neckische Umschreibung für Heizung aus und Stromzuteilung.

28. Dezember 2021Nachdem über Weihnachten die Autos hinter dem Haus buchstäblich zugefroren waren und ein Gast in seiner Ungeduld einen Türgriff abriss, anstatt die wohltuende Wirkung des Alkohols abzuwarten, stehen die Verursacher allen Übels jetzt wieder da, als sei nichts gewesen. Nur der Türgriff ist nach wie vor weg.

Zwischen den Jahren nannten die Leute früher die Tage zwischen Weihnachten und dem Neuen Jahr. In der Tat haben diese Tage etwas Unbestimmtes, sie erzeugen Stillstand, Müdigkeit, Erleichterung und die Hoffnung auf einen Neustart, der freilich in Wirklichkeit nie stattfindet. Im Moment der Niederschrift geht mir durch den Kopf: Hoffentlich musst du dir nichts vornehmen. Schon wieder ein neues Buch schreiben? Wo ich das letzte noch nicht mal ausgelesen habe.

26. Dezember 2021

Frühmorgens minus 11, windstill und trüber Himmel – ideal zum Stromerzeugen. Vergangene Nacht war er mal kurz weg, der Strom, sagt meine Fritzbox. Dankbar nehme ich zur Kenntnis, dass die Heizung funktioniert.

Währenddessen verlautbaren die Regierer, die offenbar niemanden zum Weihnachten-Feiern haben, dass sie der Familie den Garaus machen wollen. Man sei sich einig, lese ich.Weg mit der Familie (2): So wie vieles, was Hand und Fuß nicht hat, weil es in Ideologie gründet, wird es schleichend vonstatten gehen. So lange, bis sich niemand mehr erinnert. Den Anfang werden Formular-Änderungen und Sprechverbote machen.

„Nicht alles, was ihr sagt, teile ich. Aber in vielen Punkten habt ihr Recht: Die rote Linie ist überschritten, demokratische Verhältnisse sehe ich nicht mehr,“ sagte der spazierengehende Marcel Schneider, gewählter Bürgermeister aus Teuchern/Sachsen-Anhalt. Der regionale Mainstream-Mob brüllt darob wie am Spieß: Dienstenthebung, Absetzung, Eingreifen und so. Denn besonders verwerflich: Schneider hat sein Unverständnis darüber geäußert, dass dieselbe Leopoldina, die noch vor Kurzem dem massiven Abbau der Krankenhäuser das Wort redete, jetzt vor der Überlastung des Gesundheitswesens warnend den wissenschaftlichen Finger hebt (heute entdeckt bei Holger Douglas).
Rote Linie (2): Der Aufruf zum Überschreiten der roten Linie stammt, kaum dass man sich noch erinnert, vom vor Monatsfrist frischgewählten Kanzler, der sich selber auf diese Weise ermächtigte, freihändig zu regieren, und von dem Herrn Karl, der the Master’s Voice sogleich echote. Doch es bleibt das Paradox: Was diese Zwei unter Missachtung der Verfassung (= rote Linie des Verwaltungshandelns) anordnen, soll die neue rote Linie sein, die niemand überschreiten darf – Verfassungsänderung im Exekutiv-Wege, das Erbe der Angela M.

24. Dezember 2021

Dieses grinsende Bübchen besitzt nichts, nicht einmal eine eigene Zahnbürste, deswegen freut es sich so.

Muss das sein? schreibt ein ehemaliger Freund. Antwort: Nein, muss nicht, aber noch geht es. Noch besser würde mir gefallen, wenn es nicht mehr sein müsste. Nebenbei bemerkt, ich bin nicht der behauptete Geisterfahrer, wie man unschwer lesen kann (Quelle: Akzent Möbel Unger, Grevenbroich):

23. Dezember 2021

Nachtgedanken: Allmählich tun sich Wissensgebiete auf, die man bis dato bestenfalls dem Namen nach kannte, doch man kann die Neuerwerbungen nicht mehr in Handlungen umsetzen. Leicht hinkende Folgerung: In jungen Jahren konnte man nur handeln, weil man wenig wusste.

Frühmorgens unter der heißen Dusche bei klirrendem Frost: Das Alltägliche verdient, festgehalten zu werden, weil es schon morgen wie ein Märchen aus alter Zeit klingen wird.

Der Imperativ der Totalitären: Wir müssen, wir müssen, wir müssen. – Nein, müssen wir überhaupt nicht. Das einzige, was wir müssen, ist, euch zum schweigen bringen.

Omi Kron ist in aller Munde. Man muss kein Prophet sein, um sagen zu können, dass sich übermorgen niemand mehr an sie erinnern wird.

Nachdem sich die Impfversprechungen von Pfizer scheibchenweise als blanker Schwindel erwiesen haben, bringt dieselbe Firma jetzt die Pille-danach auf den Markt. Pillen von Konkurrenten sollen zudem als Prophylaxe wirken, aber die werden nicht zugelassen, weil man sich dann die ganze kuriose Impferei sparen könnte.Die Kinder mit einem Mittel zu impfen, dessen Langzeitfolgen man nicht kennt, ja, gar nicht kennen kann, ist ein Verbrechen.

22. Dezember 2021Lambrecht droht Putin in Litauen. Hier stimmt die Botschaft mit der Wirklichkeit überein: Es ist zum totlachen. Frei nach dem Figaro: Will dieser Wlad einen Tanz mit mit wagen, soll er’s nur sagen, ich spiele ihm auf.

Surprising: Im Verfahren Stossel vs. Facebook versucht der Journalist John Stossel den Datengiganten zu veranlassen, einen sog. Faktenschecker-Schwanz an einem seiner Beiträge zu unterlassen. Stossel hatte behauptet, dass politisches Missmanagement in California mehr zu den verheerenden Waldbränden beigetragen habe als der Klimawandel. Facebook hatte dies als Falschinformation gebrandmarkt. Im Prozess beantragte Facebook nunmehr, die Klage abzuweisen, denn der Falschheitsbanner sei keine Tatsachenbehauptung, die dem Wahrheitsbeweis zugänglich sei, sondern nur eine Meinungskundgabe des Konzerns, und daher hinzunehmen.Lesefrucht: Graf Honoré Mirabeau, der einzige Mann der französischen Revolution, den ich für erwähnenswert halte, sagte dieses hier: Ich verlange die Wiederherstellung der Ordnung, aber nicht die Wiederherstellung der alten Ordnung.
Lesefrucht (2): Den Ausspruch von Mirabeau den Leitartiklern der halbgaren alternativen Medien ins Stammbuch, die sich aufplustern, warum wir unsere Werte verteidigen müssen. Nein, meine Herren, das ich nicht die Frage, sondern wie. Sonst ist es nur folgenloses Geschwätz, das bestenfalls spießbürgerlicher Wohlfühlerregung dient.

21. Dezember 2021

Am frühen Morgen: Gestern bei Freunden reihum unangemeldet Weihnachtsgrüße abgeladen. Lange nicht mehr soviel selbstgebackenes Süßes probiert. Den ebenfalls Selbstgebrannten, obwohl durchaus angezeigt, abgelehnt, da mit dem Auto unterwegs (hat Vor- und Nachteile). Abends um sechs durch die Innenstadt von Schilda geschlendert, nein: eher geschritten. Saukalt und menschenleer. Jetzt fehlt nur noch, dass das Straßenlicht abgeschaltet wird.Am frühen Morgen (2): Hellwach und am Schreibtisch, nachdem ich gestern Abend wie tot ins Bett gesunken bin. Zu müde, um die Flut der Eindrücke zu registrieren. Nur in einem Fall war alles anders: Da lief der Fernseher.
Das verdient festgehalten zu werden: „Seit ca. Mitte des Jahres lässt sich ein interessantes Phänomen beobachten. Die Dauer der täglichen Sonneneinstrahlung nimmt seit Monaten auf der Nordhalbkugel ständig ab. Über das Phänomen herrscht Einigkeit. 97 – 99 % der Klimaforscher sind sich einig: die Tage auf der Nordhalbkugel werden seit Juli 2021 immer kürzer, und es sieht ganz so aus, als ob wir auf ewige Dunkelheit hinauslaufen, wenn die Regierung nicht endlich etwas unternimmt.Die vom „Potsdamer Institut für politische Instrumentalisierung und Klimakatastrophie“ (PIPI-Kaka) gemessenen Daten zeigen, dass seit Beginn der Messungen am 1. Juli 2021 die Tageslänge (Hellzeiten pro 24 Std.) monatlich im Durchschnitt um 1 Std. 48 Min. abnimmt, die Dunkelheit somit um die gleiche Länge zunimmt. – Die Ursachen werden in der Fachwelt allerdings derzeit noch kontrovers diskutiert. Während das PIPI-Kaka von einem CO2 inzidierten Kipppunkt spricht, vermuten Fachleute der renommierten wissenschaftlichen Gesellschaft Leopoldina einen Zusammenhang mit dem Magnetfeld der Erde, das vor einer Inversion stehen könnte. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes der Klimaleugner-Szene zuzurechnen sind, verbreitet derzeit die krude Theorie, wonach dieses Phänomen mit einer angeblich nachgewiesenen Inklination der Erdachse zu erklären wäre, lediglich temporär sei und sich alle 6 Monate umkehren würde. Auch in den vergangenen Jahren hätte man solches schon beobachtet. Am 21. Dezember 2021 würde sich der Trend wieder umkehren und die gemessene Solareinstrahlungsdauer pro Tag würde auf der Nordhalbkugel wieder zunehmen. So oder so ähnlich lauten derartige Verschwörungstheorien, die schon in der Vergangenheit immer wieder aufgetaucht waren.“ (Quelle: Alternativer Klimarat).

20. Dezember 2021

Annalena: Yes, we can proud on her be, schreibt ein Leser der Zellerzeitung heute Nacht.

Nachts (2): Der lästige Anonymus von vorgestern merkt an, dass ich immer noch nichts unternommen hätte und übersendet mir ein zweites Bild der Frau, von der er mich zu recht bezichtigt, sie zu ignorieren, zumal ich sie nicht kenne. Um das mindeste zu sagen: Wie eine Genderprofessorin sieht sie jedenfalls nicht aus. Ist das nun der Beginn eine wunderbaren Freundschaft? Ich will’s nicht hoffen.

J.K. Rowling: Die Harry Potter-Dichterin wendet sich erneut öffentlich gegen den Genderschwachsinn, indem sie auf der Existenz von Mann und Frau besteht. Der Anlass: ein bestimmter, auf der Tat ertappter Mann soll nach Mainstream-Lesart deswegen kein Vergewaltiger sein, weil er behauptet, er sei eine Frau. Ihr Statement trägt Rowling den Hass der Kulturschickeria ein.

J.K. Rowling (2): Im jüngsten Phantastische Tierwelten-Film, den sie geschaffen hat, wird ihr Name nur im Abspann für Sekunden erwähnt. Eine-Person-auslöschen heißt diese totalitäre Methode. Die Täter sitzen bei Warner Brothers. Meine Prognose: Das Unperson-Konzept wird in diesem Fall nicht aufgehen. Die Frau ist aus Granit.J.K. Rowling (3): Die drei lächerlichen Filmsternchen, die einst als Kinder die Potter-Hauptrollen spielen durften, wenden sich öffentlich von ihrer Schöpferin ab. Sie ahnen nicht, dass sie sich selbst aus dem Rennen nehmen, auf dessen Zielband das Wort Ruhm steht. Der Niedergang von Hollywood ist wie der des Mutterlandes California mit Händen zu greifen.

Dementi: Wir, so lese ich gerade, drohen Putin mit Maßnahmen. Ich möchte mal klarstellen: Ich bin nicht Putin – das ist sowieso klar –, ich bin in diesem Falle auch nicht wir ­– ich bin ja nicht irre –, ich drohe auch nicht – schon gar nicht Putin –, und bei dem Wort Maßnahmen fallen mir nur dumme Witze ein.

19. Dezember 2021

Wenn – dann: Wenn die RWE vorsorglich mitteilt im jetzt kommenden Winter ihren Gas-Lieferverpflichtungen nicht nachkommen zu können, dann wird es Zeit die heute immer noch laufenden konventionellen Kraftwerke abzuschalten.

Wenn – dann (2): Wenn in Hamburg gestern mehr als 10.000 Männer und Frauen gegen das protestieren, was sie als Corona- und Impf-Wahnsinn bezeichnen, dann wäre es an der Zeit sie wg. Störung der Friedhofsruhe zu konzentrieren, vielleicht irgendwo in der Lüneburger Heide. Schöner Nebeneffekt: Es würde Wohnraum frei.Wenn – dann (3): Wenn derzeit der Kohleverbrauch drastisch steigt, wird es Zeit wg. CO2 und Klima und so ein Gute-Winde-Gesetz zu erlassen.

18. Dezember 2021Vorgestern: „Und deswegen hat der Freistaat Sachsen mit der heutigen Allgemeinverfügung, …, Regelung getroffen, dass Ansammlungen von Menschen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden“
Artikel 104 Absatz 1 Satz 1 Grundgesetz [Freiheitsentziehung]: „Die Freiheit der Person kann nur aufgrund eines förmlichen Gesetzes … beschränkt werden.“ – Eine Allgemeinverfügung ist kein förmliches Gesetz. Fazit: Diese Landesregierung ist nicht an Recht und Gesetz gebunden.
Auf Sicht fahren: Schreibt mir ein Anonymus (? eine Anonyma) in gereizter Manier – ich vermute, weil morgen Vollmond ist –, warum ich diese Frau ständig übersehe. Mögliche Antworten: (1) weil ich sie noch nie gesehen habe, (2) weil sie blond ist… nee, das verwerfe ich gleich wieder. Blick auf die Straße vor meinem Arbeitszimmer: Dort ist sie jedenfalls nicht. Zur Rückseite des Hauses geeilt: Dort ist sie auch nicht. Eigentlich schade.

Vollmond (2): Schreibt mit das Finanzamt Jena, dass, wenn ich nicht unverzüglich Angaben mache, mir 25.000 € Zwangsgeld drohen. Werde zurückschreiben müssen, dass es Bewertungsprobleme gibt, weil mir nach einem Vortrag statt eines Honorars 24 frische Eier aus der Produktion des Veranstalters überreicht wurden, die ich sogleich für das folgende Frühstück zur Verfügung stellte, wobei ich bei dieser Gelegenheit eines aß.

17. Dezember 2021

US-Präsident J.B. ist in der vergangenen Woche mit seinem Vorhaben, alle Arbeitnehmer bis zum 4. Januar 2022 unter Androhung des Arbeitsplatzverlustes zwangsimpfen zu lassen, im US-Senat gescheitert. Das ist bemerkenswert, zumal seine sog. Demokraten dort eine hauchdünne Mehrheit besitzen. Ist man boshaft, könnte man am Abstimmungsverhalten den Grad der finanziellen Abhängigkeit der Politiker ablesen. Doch was nützt alles Sponsoring, wenn die konkrete Furcht besteht, nicht wiedergewählt zu werden.

Bemerkenswert (2): Keine solchen Skrupel hat die Leitung des Alphabet Konzerns, also die Holding von Google. Sie setzt die Vorgaben von Big Pharma ohne Wenn und Aber um. Man wird sehen, wie gehorsam die Zehntausenden von Google-Abhängigen sind.

Bemerkenswert (3): Zu gerne wüßt ich mal den Impfstatus der Impf-Forderer.

Neues aus Schilda: Zwei Frauenärztinnen haben mir – ohne davon zu wissen – Auskunft erteilt. Die eine impft auf Teufel komm raus, die andere nicht. Letztere hält den Nachfragerinnen Vortrag darüber, dass vor allem junge Frauen ihres Patientenstammes schwere Nachwirkungen erlitten haben, die sich in Unregelmäßigkeiten oder dem völligen Ausbleiten der Periode zeigen. Es seien etliche davon betroffen.Junge Frauen (2): Falls das stimmt, wird eine weitere sog. Verschwörungstheorie bös erschüttert, nämlich die vom absichtsvollen Unfruchtbarmachen ganzer Bevölkerungsgruppen. Das für bare Münze zu nehmen, sperrt sich mein Verstand nach wie vor hartnäckig.

16. Dezember 2021

Annalena weist mit großem Tamtam zwei russische Diplomaten wg. behaupteter Beteiligung an einem Dissidentenmord aus. Dass sie nicht weiß, was sie tut, kann ich nur mutmaßen, denn ich weiß es nicht, stelle mir aber die Frage, wer sie hierzu veranlasst haben könnte. Man muss sich fragen: Was zerdeppert sie als nächstes? Merke: Trampolinspringen im Porzellanladen ist riskant, selbst wenn es sich nur um ein Minitramp handelt.

Annalena und die Russen (2): Das ist ihr zweiter Coup gegen die Russen innerhalb ihrer ersten Woche im Amt. Der erste war das faktische Verbot der Eröffnung von Northstream II („derzeit nicht genehmigungsfähig“). Großartige Tat. Sie ließ die Gaspreise erneut explodieren. Merke: Wir sind ein reiches Land.Annalena und die Russen (3): Dass Putin Deutschland destabilisieren will, ist eine wohlfeiles Lied, das seit Monaten von Mainstream angestimmt wird. Derzeit muss der böse Mann im Kreml gar nichts tun, denn die Destabilisierung wird von der neuen Außenkommissarin selbst vorangetrieben, so bei der Aufnahme von weiteren 25.000 Afghanen. Das ist weder im deutschen noch im russischen Interesse. Letzteres wäre wohl eher, Deutschland zu stabilisieren. Doch soviel denken darf nicht erwartet werden, wenn eine vom Völkerrecht her kommt.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): Einst dem deutschen Arbeiter verpflichtet, der in einer Millionenmitgliedschaft die Beiträge aufbrachte. Die Arbeiter fielen weg, die Schamgrenze auch (gefunden bei Klonovsky):

Das RKI meldet Übersterblichkeit im November. Aber nicht wg. Corona? Ja, warum nicht, dann starben die Leute einfach so.– Falls das stimmt, besteht der begründete Verdacht, dass die Sterbenden gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung Einwendungen erhoben haben, denn sonst müssten sie nach regierungsamtlicher Lesart noch leben. – Wo steckt bloß der Fehler?

Übersterblichkeit (2): Auf keinen Fall darf behauptet werden, dass diese fatale Sterberei an den Impfungen und der Schließung von Krankenhäusern liegt, denn das würde heimlich den Verdacht auf die Corona-Maßnahmen richten. Daran kann es jedoch nicht liegen. Deswegen liegt es auch nicht daran.

15. Dezember 2021

Sie bleibt mein Spitzenreiter des unfreiwilligen Humors, die Bundeszentrale für politische Bildung (hier in ihrem Dezemberrundbrief): „Worauf fußt die These vom Elitendilemma im Osten, nachlesbar auf Seite 130 im Koalitionsvertrag vom 7. Dezember 2021? Den Hintergrund beleuchten … sowie mit einem Erfahrungsbericht aus ihrer eigenen Familie die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Frauke Hildebrandt aus Potsdam.“ Nebenbei bemerkt: Man sage jetzt nicht: Die Sätze sind keine Sätze, ich verstehe sie nicht. Muss man nicht, aber genießen Sie es, lieber Leser. Es sind Ihre Steuergroschen. Und – falls Sie keine Erziehungswissenschaftlerin in der Wohnung haben sollten – müssen Sie das bisschen Kindererziehung selbst in die Hand nehmen. Und nicht vergessen: Ihr Tun könnte dem Elitendilemma im Osten Vorschub leisten.Erziehungswissenschaftlerin (2): Stelle mir den Zeugungsakt, bevor sie tätig wird, nicht gerade einfach vor.

Neues aus Schilda: Ehrenamtlicher Judo-Trainer ersucht die Stadtobrigkeit, ein Programm für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Wird auf den Antragsweg verwiesen. Sodann erhält er den Antrag unbearbeitet zurück, weil er das Wort Trainingslager enthält. – Sowas kann man sich nicht ausdenken.

Neues aus Schilda (2): Kinderärztin schließt nach Erhalt einschlägiger Formulare ihre Praxis, weil sie ihre kleinen Patienten nicht impfen will.

Neues aus Schilda (3): Ungeimpfte Pflegekräfte werden krank und geben den Beruf auf. Und dann?

Neues aus Schilda (4): 11jähriger erkrankt an Corona. Gesundheitsamt will nichts unternehmen, solange kein Nachweis durch PCR-Test vorgelegt worden ist. Der hängt seit Tagen im Behördengang. Die Mutter ist gottlob gesund und (neg.). Ihr Ergebnis liegt innerhalb von Stunden vor.Neues aus Schilda (5): Es wird erzählt, dass sich vorgestern 5.000 Pflegekräfte aus dem Zwergstaat bei Telegram zusammengerottet haben. Jetzt dämmert es mir, warum die Obrigkeit am Telegram-Rad dreht.

14. Dezember 2021Die Jubelpresse überschlägt sich vor Zustimmung und vermeldet aus den sog. Regierungskreisen, dass erwogen wird, Kritik an den Corona-Maßnahmen unter Strafe zu stellen. Kein Problem. Schließlich muss man auch mal loben können. Vielleicht so: Ich heiße HR und auch alles gut.

Jubel (2): Pfizer-Chef Boula hat mitgeteilt, dass jetzt die vierte Spritze dran sei. Ich dachte, wir wär‘n grad bei der dritten. Dass mir keiner auf die Idee kommt, das zu bemängeln. Auch sind Vergleiche mit dem Trinken zu unterlassen, etwa das vierte Glas zu bestellen, wenn das dritte noch gar nicht auf dem Tisch steht.Jubel (3): Dass Christenmenschen in dieser fröhlichen Zeit zu jubeln pflegen, hat eine langandauernde Tradition. Wenn nun aber ein römischer Bischof (Müller, ein Deutscher!) sich dahingehend äußert, dass diese Impfsache weniger eine Angelegenheit der Menschheit, sondern die einiger weniger Reicher sei, so hat er die violette Linie überschritten.
Jubel (4): Zu loben ist auch das Einschreiten der örtlichen Ordnungskräfte, die in der Nähe des Weihnachtsmarktes von Stralsund einen nicht zertifizierten Weihnachtsmann festnahmen, der an unüberprüfte Fußgänger Süßigkeiten verteilte, wo doch jedermann weiß, dass hinter so mancher Klinkerecke die Parodontose lauert, die nur darauf wartet, Viren in die Esswerkzeuge einzuschleppen. Merke: Viele Deutsche sind Weihnachtsmänner, aber sie haben in schwerer Zeit nicht das Recht, dies auch zum Ausdruck zu bringen.

13. Dezember 2021

Sie denken nicht und sie plappern doch. Hüstel. Weiß auch nicht, warum ich da jetzt drauf komme.

Doch (2): Unsere Vorfahren müssen wesentlich strenger gerochen haben als wir. Hat sie jedoch nicht an der Fortpflanzung gehindert – ganz im Gegenteil. Frage mich, ob es da einen Zusammenhang zwischen Bevölkerungsrückgang und dem Wohlgeruch der Bettgenossin gibt. Mich schaudert, wenn ich mich in andere Weltgegenden und Zeiten hineindenke.

Zeller und seine Leserschaft machen nachts Witze über die neue Kanzlerlimousine. Zum Beispiel den hier: Zwei Polizisten sehen, wie das neue Kanzlerauto vorbeifährt. Sagt der eine: Hinten sitzt niemand drin. Sagt der andere: Das ist der Kanzler. – Hätte fast geschrieben: Das kann man sich nicht ausdenken. Doch man kann.Kann man sich nicht ausdenken: Der ungeimpfte, viel gescholtene Fußballer Kimmich ist an Corona erkrankt und nach mildem Verlauf wieder genesen. Jetzt solle er sich, hetzt Mainstream, wg. Vorbildwirkung und so endlich impfen lassen. Der Trainer, dessen Namen ich vorher nie hörte, verteidigt seinen Schützling: Dessen Meinung sei seine Privatangelegenheit. Übrigens, dieser Mann ist zweimal geimpft und danach erkrankt. Sagt er in aller Öffentlichkeit. Offenbar ein Fall von learning by doing.

12. Dezember 2021

Nachts ist es knackekalt. Die Freunde haben ihren Kachelofen angeheizt. Eine Leipzigerin gibt im einschlägigen Jargon bei Kartoffelsuppe und Bauzener Räucherwurst ununterbrochen politische Witze zum besten. Allein, wie sie das Wort Karl ausspricht, weckt brüllendes Gelächter. Ich komme kaum zum Essen. Später werden wir wieder wie von selbst ernst. Das liegt nicht nur daran, dass ich Dresdner Stollen noch nie mochte, sondern was wir an konkreten Daten über den Zustand des sächsischen Mittelstands zu hören kriegen.Kartoffelsuppe (2): Trotz angebrannter Zungen sind sich alle einig. So nicht weiter. Aber wie?

11. Dezember 2021

Seiffen im Erzgebirge: Google Maps teilt mit, dass die Innenstadt gesperrt sei. In Wirklichkeit ist dies nicht der Fall. Die Läden sind weitgehend leer. Kleine Warteschlagen vor der Tür entstehen, weil nur Einzelne den Geschäftsraum betreten dürfen. Vorsichtige Rückfrage (nach dem Einkauf !) zum Geschäftsverlauf in einem der kleinen Läden. Die Inhaberin ist so aufgebracht wg. der Obrigkeit und ihren Maßnahmen, dass sie uns noch auf die Straße folgt und andere Weihnachtseinkäufer wie vom Donner gerührt stehen bleiben.

Seiffen (2): Falls einer fragen sollte, was denn nun eigentlich deutsch sei. Na das hier, was man, in Kolonnen geordnet, zum Kauf ausgestellt sieht. Wichtelmännchen, Bergmanns-, Engel- und Hasenorchester und Krippen in allen Farben und Preislagen. Zunächst sieht alles gleich aus, doch wenn man genauer hinsieht, kann man die Handschrift der Schnitzer erkennen. Ich bilde mir ein, zahlreiche Fälle von Selbstironie zu erspähen. Ich räume ein langgehegtes Vorurteil beiseite.Seiffen (3): Die Fahrt durchs dunkle Erzgebirge ist eine Tortur. Bezaubernd hingegen die aus der Schneelandschaft auftauchenden Dörfer, von denen man nichts erkennt außer den leuchtenden Schwippbögen in allen Fenstern – das sind, lasse ich mich belehren, die einstigen Wegmarken der mit der Kiepe herumziehenden Händler gewesen. Der elektrische Strom verwandelt die nächtliche Einsamkeit in eine nicht mehr für möglich gehaltene Märchenwelt.

10. Dezember 2021

Die Freundin aus Coburg/Freistaat Bayern teilt mit: Drei aus ihrem Bekanntenkreis, dreimal geimpft, alle drei gestorben. Da kann man wie Karl L. nur sagen: Es wird so lange geboostert, bis die Pandemie vorbei ist.

Pandemie vorbei (2): Annalena Bb. hat jetzt öffentlich Russland gedroht. Das nenne ich konsequent. Womit sie amerikanisches Wohlverhalten erzwingen will, weiß ich nicht. Vermutlich soll Deutschland kein Gas mehr abnehmen. Den folgenden kalten Winter werden, wenn Russland drauf eingeht, nur Leute überleben, denen auch das Virus nichts ausmacht.Annalena (2): Hätte da einen Vorschlag, für das nächste zusammenzufälschende Buch: Die Welt als mangelnde Vorstellung.

9. Dezember 2021

Wer über Corona keine Witze machen kann, hat den Ernst der Lage nicht verstanden.Witze (2): Völlig abgedroschen sind hingegen Bemerkungen darüber, dass heutzutage die Wirklichkeit jede Satire in den Schatten stellt. Ist geschenkt, ist alt, kannten schon die Lateiner. Das weite Feld des Witzes beginnt dort, wo die Wirklichkeit so zusammengerafft wird, dass Gleichgesinnte sich vor Vergnügen biegen. Kurzes Räuspern. Ich weiß schon, nichts ist fader als die Erklärung von Witzen. Nein, falsch, es gibt eine Steigerung. Das ist die Erklärung der Struktur von Witzen. Conclusio: Machen Sie mal unter solchen Prämissen Witze über Corona. Das ist ächt schwer. Ist Stress, wenn man‘s drauf anlegt. Falls nicht, geht’s wie von selbst.

Kann man sich nicht ausdenken: „Der Klima-Wandel ist schlecht für unsere Umwelt. Das ist auch für uns Menschen schlecht. Das viele Wasser fließt ins Meer. So steigt das Wasser im Meer immer höher. Dort wo früher die Küste war, ist heute schon das Meer. Dann verlieren viele Menschen ihr Haus.“ (Webseite von Annalena Bb. Natürlich will ich damit nicht gesagt haben, dass der Text von ihr ist. Könne auch irgendwo abgeschrieben sein. Aber wo?).Fortsetzung in einfacher Sprache (von mir): Weil viele Menschen ihr Haus verlieren, müssen sie in Wohnungen umziehen. Weil ihnen das zu teuer ist, müssen sie in bereits bewohnte Wohnungen umziehen. Weil da jetzt viele Menschen wohnen, entsteht ein Miteinander. Jetzt muss nicht mehr geheizt werden, weil die Menschen sich gegenseitig wärmen können. Das ist gut für die Umwelt. Jetzt muss die Erde nicht mehr verbrennen. Es fließt auch nicht mehr so viel Wasser ins Meer.

Es wäre ein Irrtum anzunehmen, dass leichte Sprache auf leichte Mädchen beschränkt ist. Denkt man hinzu, dass diese durchaus nicht alle beschränkt sind, ergibt sich ein probates Abiturproblem in Mengenlehre: Diskutiere die Schnittmenge unter Berücksichtigung des Dualismus der Unterbelichtung (Wellenreiten vs. Teilchenessen).

Fast jeder hat eine Meinung zum Thema Schule. Lehrer pflegen zu behaupten, dass sie das nerve. Doch in Wirklichkeit sind sie geschmeichelt, dass sich jedermann mit diesem Randthema befasst, bei dem sie mit gutem Grund mitreden können.

Lehrer (2): Wenn sie über Themen mitreden, die nicht ihr Ressort sind, tun sie das gewöhnlich unter Hinweis darauf, dass in Ihrer Elternschaft, bevorzugt dort bei einem Akademiker, das besprochene Problem auch schon aufgetreten sei.

Einfachheit & Klarheit: Diese Forderung formulierte der Franzose Luc de Vauvenargue vor rund 280 Jahren. Stellt man sich vor, dass diese beiden als Torwächter vor der Bibliothek des Wissens stünden, würden die Bestände erstaunlich übersichtlich dastehen.Einfachheit & Klarheit (2): Sowas fordert sich leichter als getan. Ich brauche nur meine eigene Bibliothek zu durchforsten, um das zu bemerken. Solange ich nicht bereit bin, die Konsequenzen zu ziehen, bleibt die ganze Sache wie gewohnt unübersichtlich.

8. Dezember 2021

Lüdenscheid: Der Verkehr der Sauerlandlinie wälzt sich jetzt durch die Stadt. Der Grund: die Autobahnbrücke stürzt ein. Es ist nicht die einzige. Wie sang und sagte die Generation der Claudia R. jahrein jahraus? Hau weg den Scheiß. – Ums im Stummeldeutsch zu sagen: Geht doch.

Man wird es kaum einen Wechsel nennen können. Die Führerin hat an den Stellvertreter übergeben. So bleibt, was gestern schon falsch war, auch heute noch richtig. In einfacher Sprache: A.M. an O.S.: Übernehmen Sie.

Weitermachen (2): „In der Demokratie hilft nur Überzeugung und das Wort,“ sagte der Bereitschaftspolizist dem Sitzblockierer, wobei er den Schlagstock hob. Nein, Quatsch, das sagte Olaf S. an seinem ersten Tag im Amt zum deutschen Volk, die Notwendigkeit der Zwangsimpfung begründend.

Weitermachen (3) und mehr: Wir werden so lange boostern und impfen, bis die Pandemie vorbei ist. Sagte Bill Gates, nee, Karl Lauterbach an seinem ersten Tag als Gesundheitsminister der Republik. Ich ergänze: Wenn die Pandemie vorbei ist, wird er weitermachen, das Gesundheitssystem runterzufahren. Krankenhausschließungen und so, wie schon 2018/19 gefordert. Gesundheit ist uns allen teuer, es ist ein teures Wirtschaftsgut. Oder anders: Gesundheit muss sich lohnen – für die Investoren.

7. Dezember 2021

In Hamburg die Bestätigung des Eindrucks vom Vortage. Nur die Masken in der Straße sind nicht obligatorisch. Dafür große Plakate, dass die Universität nur noch für Geimpfte da ist. Daher der Name, abgeleitet von universitas.

Hamburg (2): Die Mammutbuchhandlung ist die von Thalia, vermutlich das Stammhaus. Auch hier keine Eingangskontrolle. Dafür gibt es keine andere Begründung als die, dass Bertelsmann, Thalia & Co genügend Macht über die Politik besitzen, um das durchzusetzen. Ob sie das unter dem Hinweis darauf taten, dass die Besucher dieser Läden immun sein, kann ich nicht sagen. Vor allem nicht, wogegen immun.

Buchhandlung (2): Grauenhaft, Angela-Stapel, daneben Obama im Dutzend, Trump-Beschimpfung deutlich reduziert. Dahinter wieder Angela, Angela, auch gern als Bildband. Wer kauft sowas? Bleibe eine Weile stehen. Niemand greift zu. Was also schenken sich die 400.000 CDU-Mitglieder zum Fest? Die Raute in Aspik?

In Münster und Hamburg sind im Vergleich zu früher die Innenstädte fast menschenleer. Ein Unterschied jedoch fiel mir auf. Jeder Zweite in der ehemaligen Einkaufsmeile von Mönckeberg & Co trug ein schwarzgraues Wams mit der Aufschrift Security. So haben unsere türkischen Mitbrüder endlich eine sinnstiftende Aufgabe gefunden. Sie schützen die Bürger vor den Bürgern.

Blick auf die vorbeihastenden Männer und Frauen und die leeren Läden. Das wird nicht wieder.

6. Dezember 2021

Das Parkhaus in der Innenstadt von Münster ist eng und ziemlich voll. Nur eins ist großzügig: die Ausstattung mit Frauenparkplätzen. Wenn etwas frauendiskriminierend ist, denn doch wohl dieses: Man traut denen nicht zu, dass sie einparken können. Dass die dort abgestellten Autos Panzerkreuzer der Marken Porsche, BMW und Mercedes sind, empfinde ich wie die lächerliche Bestätigung eines dummen Witzes: Grünfrau fährt SUV.

Münster (2): Striktes Maskengebot in der Innenstadt. Fast alles Impfläden. Die Leute strecken beim normalen Vorwärtsgehen ihr Handy vor wie eine Prozessionskerze. Unkontrolliert einkaufen kann man nur im Buchladen, im Teeladen und bei Villeroy und Boch.Münster (3): Die öffentliche Toilette in der Einkaufpassage kann man unkontrolliert betreten. Die Brötchen im benachbarten Superbioladen erinnern – ist vermutlich nur eine dumme Einbildung – an feuchte Pampers. Eine Französin sagt zu mir: Typisch deutsch, schmeckt nicht, ist aber gesund.

5. Dezember 2021

In Berlin tagt ein Kongress von Pathologen, die sich mit Leichenöffnungen wg. des Verdachts von Impffolgen beschäftigt haben. Sie sprechen am Rande davon, dass die Behörden ihnen die Arbeit erschweren.

Pathologen (2): Diese finstre Welt wird durch Vorträge von Kollegen flankiert. Diese Krebsspezialisten weisen auf Tumore hin, bei denen sie seit Kurzem ein Ansteigen der Wachstumsgeschwindigkeit beobachtet haben, wofür sie noch keinen Grund wissen – außer dem Verdacht, dass es sich hier um Erscheinungen handelt, die bei Geimpften auftreten.

Pathologen (3): Der einschlägige Berufsverband distanziert sich umgehend vom Vorgetragenen. Darüber wundert sich bestenfalls, wer sich Illusionen über den Sinn von Lobbyisten hingibt. Bloß nichts sagen, was vom Lob des Impfheils abweicht.Warum soll man ausgerechnet einem Arzt mehr vertrauen als einem Autohändler, einem Pizzaboten, dem Lokal-Redakteur oder der nigerianischen Altenpflegerin. Vertrauen oder Misstrauen beruhen auf einem seltsamen Mechanismus, nämlich der Beurteilung von Einzelkontakten, die man dann für Ganze nimmt.

4. Dezember 2021

Über Nacht hat es geschneit. Es ist noch dunkel, aber das Weiß vor dem Fenster ist unübersehbar. Früher hätte ich ein paar Witze über die Erderwärmung und diesen Mojif Irgendwie (kann mir den Namen partout nicht merken) aus Potsdam gemacht, der mir – wenn auch nicht wortwörtlich – garantiert hatte, keine Winterreifen mehr zu benötigen. Jetzt bin ich zurückhaltender geworden und mache mir Gedanken über den Zusammenhang zwischen dem Klimahokuspokus und dem politischen Willen, dem Volk den Saft abzudrehen.

Über Nacht (2) hat Klonovsky einen Twitter-Beitrag in seinen Blog eingestellt, von dem ich nicht möchte, dass er verloren geht.

Über Nacht (3): Vor Tagen erst hatte ich mir erneut Gedanken über den Pfizer-Chef Bourla gemacht. Ich ergänze zu seiner Person: Atlantic Council und Befreiung vom Abstandsgebot. Beide Dinge hängen womöglich zusammen.Über Nacht (4): Wüsste wirklich zu gerne, ob das Glamour-Paar sich vor dem Abschlecken hat testen lassen. Falls nein: Haben die denn wirklich keine Sorge, sich zu infizieren? Falls nein: Vertrauen die auf die neue Wunderdroge von Pfizer. Das erinnert ein bisschen an die Geschichte von Aids.

Über Nacht (5): Die Provinz-Mainsteamer wissen, dass die Regierung des Zwergstaats nachts beisammensaß, um die neuerliche Entrechtung ihrer Bürger zu beschließen. Ob diese Beschlüsse in Rechtssätze eingehen, wird nicht mitgeteilt, denn die Leute halten sich ja ohnedies an das, was beim MDR verkündet wird. So wird mitgeteilt, dass der Einzelhandel ab nächster Woche plattgemacht wird. Weihnachtsgeschenke? Müssen ja nicht sein und verletzen die Gefühle der Willkommensbürger.Einzelhandel (2): Die Zerstörung des Einzelhandels psychologisch zu erklären, liegt mir nicht. Mir geht lediglich durch den Kopf, dass der Ministerpräsident aus demselben kommt. Dass damit ein entscheidender Schlag gegen die Infrastruktur und die deutsche Lebensart geführt wird, muss er nicht wissen – es sei denn, er beabsichtigt das, was ich aus mancherlei Gründen bezweifle.

3. Dezember 2021

Sowas kommt von sowas: Kaum beschließen die Merkel-Getreuen erneut den Panik-Modus, verhängen die Amerikaner eine dringende Einreisewarnung nach Deutschland. Kann einem eigentlich egal sein, denn andersrum kommt man ohnedies nicht rein – jedenfalls nicht ohne amtlich beglaubigten Grund.

Der Gottseibeiuns Wladimir bemerkt öffentlich, dass seine superschnell fliegenden Raketen im März 2022 in Russland stationiert werden. Sie würden zum Beispiel jeden Punkt in den USA innerhalb von fünf Minuten erreichen.

USA (2): In ihrer bisherigen zweihundertfünfzig-jährigen Geschichte haben die Amerikaner es vermieden, gegen gleichstarke Gegner heiße Kriege vom Zaun zu brechen. Man wird sich also wie gehabt auf die gängigen Methoden der verdeckten Kriegführung besinnen.

Österreich wechselt seine Kanzler offenbar im Dreivierteltakt. Immer nur eine Drehung, und schon kommt der nächste dran: Der nächste Herr dieselbe Dame. Zur Zeit des Wiener Kongresses sprach man von Unterrockpolitik. Das waren noch Zeiten.

Österreich (2): Der einzige Kanzler, den Deutschland von dort hatte, brachte es immerhin auf zwölf Jahre. Er soll, Küss die Hand, gegenüber der Damenwelt äußerst charmant gewesen sein.

Führe mit Robert Stein bei NuovisoTV ein Gespräch über die Corona-Diktatur. Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis das gelöscht werden wird. https://www.youtube.com/watch?v=3r49m7mROvE

2. Dezember 2021

Merkel hält Hof: Per Video-Schaltung applaudieren die Landesfürsten ihrem neuerlichen Anschlag auf den deutschen Bürger. Lockdown und Ausstoß der Ungeimpften aus der Volksgemeinschaft, pardon, auf Neudeutsch: Solidaritätsgemeinschaft. Stillstand des Landes auf dem Weg ins Nichts. Weisung ans Bundesparlament, nun endlich die Pflichtimpfung zu installieren.

Merkel hält Hof (2): Großer Zapfenstreich. Inclusive Nationalhymne. The wind has changed, siehe oben Solidaritätsgemeinschaft.

Unterstützung durch die Volksmassen: Der hiesige Ministerpräsident bringt es auf den Punkt: Impfen macht frei. Schwaches Räuspern im Blätterwald. Gemach, kann man da nur sagen. Der arme Mann hat Buchenwald mit Auschwitz verwechselt. Kann schon mal passieren. Gemeint war: Suum cuique, in situations-angepasster Übersetzung: Jedem seine Impfe.Unterstützung durch die Volksmassen (2): Der Chef der Ständigen Impfkommission stört den Burgfrieden. Hätte er kleine Kinder, würde er die nicht impfen lassen. Sagt er. Die Kinder seinen nicht gefährdet durch das Virus, auch gebe es keine verlässlichen Daten über die Fernwirkung der Impfstoffe.

1. Dezember 2021

Der Ton der Unbelehrbaren schwankt zwischen Gereiztheit und Resignation. Nicht zu vergessen ungewollte Komik: Frau auf dem Parkplatz von Lidl rügt den Inhalt meines Einkaufswagens: „Denken Sie beim nächsten Mal an Vitamine.“

In der Stadtverwaltung von Schilda ist am Vortag Papiereausgabenachmittag. Das an Amtlichem interessierte Publikum steht dicht gedrängt. Ich mitten unter den Interessierten.

Papiere (2): Der neue Pass ist ungewohnt schlabbrig. Eine Art Paperback für Fernreisende.

Die Metapher „ich huste dir eins“ könnte heutzutage auch ganz anders verstanden werden.Die drei öffentlich relevanten HAs auseinanderzuhalten, macht Berichterstattung und Publikum Mühe. Das ist nicht weiter tragisch, denn sie reden in der Tendenz das selbe. Mein Vorschlag zur Abwendung des Namensdurcheinanders, den Vorsitz über die Grünen, den Verfassungsschutz und das Verfassungsgericht zusammenzufassen und zwei von ihnen einzusparen.

30. November 2021Gestern Morgen bei Zeller gefunden. Das erspart mühseliges Nachdenken. So mag der Monat zu Ende gehen.

Kaum habe ich den Zeller-Olaf geklaut und mühsam in meine Chronik eingeschmuggelt, setzt der Verstand wieder ein und behelligt mich mit den Erlebnissen des Vortages:

Solange jeder Zweite sagt, es muss etwas geschehen, wird nichts passieren. Das ist ein Gebot der Logik.

Interessant sind die Leute, die nichts dazu sagen, denn unter diesen befinden sich die Tatmenschen. Doch die Annahme, die viel beschworene schweigende Mehrheit seien die Tatmenschen, ist eine lächerliche Fehlvorstellung. Die Gesuchten sind lediglich in der Menge versteckt. Es sind rare Einzelne.Tatmenschen ausfindig zu machen, ist der Beruf der Obrigkeit, denn vor diesen muss sie sich fürchten. Der Grund ist simpel: Tatmenschen geben der Menge zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt ein ungeplantes Signal, dann ist sie nicht mehr zu halten.

Das Bundesverfassungsgericht räumt die Beschwerden gegen die sogenannte Bundesnotbremse vom Tisch. Der Staat habe das Recht und die Pflicht, das Leben seiner Bürger zu schützen. Deswegen müsse der Bürger den Entzug seiner Grundrechte hinnehmen. Über die ehrwürdigen Verfassungsgrundsätze der Geeignetheit und Erforderlichkeit geht das Gericht großzügig hinweg. Frei nach dem Motto der Kasseler Putzfrau: Ist das noch Rechtsstaat oder kann das weg?

Beschluss (2): Rein zufällig wird die Entscheidung am selben Tag verkündet, als die von der Führerin geschaffene Kanzler-Ministerpräsidenten-Runde die Impfpflicht anschiebt.

Beschluss (3): Wir sind zu dicht dran, um festzustellen, ob das ein historischer Moment ist. Spätere Geschichtsdeuter werden vielleicht sagen, dass dies der Tag war, als die Gegner der Maßnahmen zum Entschluss kamen, das Widerstandsrecht nach Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz für sich in Anspruch zu nehmen. Je nachdem, wie die Sache dann ausgeht, werden dieselben Geschichtsdeuter womöglich erzählen, dass die Regierung sich wg. der unbelehrbaren Einzelnen endlich entschloss, den eher unbedeutende Widerstand mit Gewalt zu brechen.Beschluss (4): Lese bei einem Satiriker, die Richter würden zusätzlich zur roten Kostümierung jetzt auch eine grüne Bahnvorsteherkelle erhalten, um die Sachen besser durchwinken zu können.

29. November 2021

Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln. (vormals Artikel 8 Absatz 1 Grundgesetz). Seit dem Wochenende in Schilda durch ordnungsbehördliche Allgemeinverfügung aufgehoben – auch in Wohnungen (vormals Artikel 13 Absatz 1 Grundgesetz). Merke. Ortsrecht bricht Verfassungsrecht.

Verfügung (2): Ebenfalls im Arsenal die nächtliche Ausgangssperre. Irgendwo schreibt einer dazu, das sei Kriegsrecht. Nein, das ist Seuchenbekämpfung, denn, wie jedermann ARD-ZDF-Konsument weiß, sind Corona-Viren nachtaktiv und springen bei Dunkelheit von den Ungeimpften die Geimpften an. Wehret den Weiterungen!

Ein sog. Jugendfunktionär der CDU (deutlich über 30) verlangt nach dem Hausarrest für Ungeimpfte. Na, dann ist ja die Zusammenfassung in Lagern nicht mehr fern. Hier in Schilda haben wir Platz auf dem Ettersberg, wo Gauleiter Fritz Sauckel in Großer Zeit das KL Buchenwald errichten und betreiben ließ, welches nach Mai 1945 von den Russen als Sonderlager weiter genutzt wurde.Konzentrationslager (2): Die ersten wurden im Zweiten Burenkrieg von den britischen Kolonialtruppen eingerichtet. Die Nazis (die echten) machten das nach, nur das Wort KZ hatten sie nicht gern, daher KL. Jetzt haben vor einigen Tagen die Australier nachgezogen.

28. November 2021

Die entscheidenden Eigenschaften der digitalen Weltenlenker sind Intelligenz, Schaffenskraft und Brutalität. Sie konnten sich die technischen Möglichkeiten vorstellen, besaßen den Biss, ihre Ideen in die Tat umzusetzen, und die Ellenbogen, Imperien aus dem Selbstgeschaffenen zu formen.

Weltenlenker (2): Es ist eine kindische Annahme, sie könnten sich mit dem Erreichten zufrieden geben.Weltenlenker (3): Das einzige, was sie zu Fall bringen kann und auch wird, sind Ihresgleichen, denn keiner von denen kann es ertragen, nicht der erste zu sein.

27. November 2021

Belanglos: Man sehnt den Tag herbei, wo Mainstream die Worte der Führerin als das behandelt, was sie sind.

Belanglos (2): Keiner will das Gesundheitsressort – bis auf den lauten Karl.

Belanglos (3): Die Freundin der Kollegin war ein paar Tage krank und blieb im Bett. Jetzt ließ sie einen Antigentest durchführen. Und siehe da, sie hatte Corona, ohne es zu ahnen. Gilt sie jetzt als genesen? Oh nein, ihr fehlt das ärztliche Zertifikat, dass sie die Antigene durch die Krankheit erwarb. Jemanden, der ohne Behandlung genas als genesen zu bezeichnen, wäre nach der amtlichen Impfagenda nicht zu verantworten.Belanglos (4): In Südafrika ist eine neue Variante aufgetaucht. Sie stellt alles andere selbstredend in den Schatten. Auch die Impfung? Das nun wieder nicht, vielmehr erfolgt die Ansteckung der Geimpften deswegen, weil die Variante ansteckender ist als die Vorgänger.

26. November 2021Wenn mir eines Tages nichts mehr einfällt, ist dies belanglos, weil es niemand bemerkt – ich übrigens auch nicht.

25. November 2021

Visionen: Mit Mehr-Demokratie-wagen überschrieb Willy Brandt seine erste Regierungserklärung. Die neuen Spitzen-Regierer haben gestern das Wort Demokratie durch Fortschritt ersetzt. Man beachte. Doch wagen wollen auch sie.

Visionen (2): Brandts Nachfolger im Amte, Schmidt, empfahl seinen Genossen, die von den Visionen nicht lassen mochten, den Gang zum Arzt.

Visionen (3): Man kann – und das gilt grundsätzlich – das von jeglicher Vernunft befreite Geschwätz nur ertragen, wenn man sich mit etwas anderem beschäftigt – jedenfalls wenn man es ablehnt, sich in die von den Neo-Fortschrittlern nunmehr freizugebenden Rauschmittel zu flüchten.

Wisconsin: Der Mörder mit dem Geländewagen ist wohlauf. Seine Kaution wurde auf 3 Millionen Dollar festgesetzt. Da wird doch wohl was zu machen sein.Wisconsin (2): Den freigesprochenen Kyle Rittenhouse, an dem sich Mainstream aufgeilt, hat Donald Trump nach Florida in sein dortiges Domizil eingeladen. Er bleibt dabei: Die Schlagzeilen beherrscht immer noch er selbst.
Erkenntnis: WHO-Chef Tedros gibt sich besorgt, dass die Menschenzu sehr auf die Impfung vertraut hätten. Wie kommt der denn plötzlich auf sowas? Muss jetzt die Corona-Pille von Pfizer in den Markt? Das Bild weist aus, dass selbst Masken die Besorgnis nicht maskieren können – und das ist gut so.

Maske (2) & Sachsen: Das da, sage ich und zeige auf das Brot. – Sie: Das Angebot der Woche? – Ich: Das ist ja so billig, ist das virenfrei? – Sie: Junger Mann… (nicht gerade freundlich, soweit maskiert erkennbar). – Ich zupfe meinen Lappen runter, dann müssen wir beide lachen. Ich vergesse, das Wechselgeld mitzunehmen. Das Brot heißt übrigens Urtyp – ein wunderbares deutsches Brot.

24. November 2021

Wenn Bundesgesundheitsminister Spahn im Ernst meint, dass im nächsten Frühjahr alle geimpft, genesen oder tot sind, dann herrscht offenbar Handlungsbedarf. Früher wären Klardenkende sich einig gewesen: Eine Aufforderung zum Töten ist strafbar.

Manchmal sind Zahlen doch ganz hilfreich. Weil das Inzidenzgeschwätz zu nichts gut ist, außer vielleicht für das Mainstreampanik-Orchester, werden Ersatzzahlen für den Ernst der Lage aus den Fallzahlen der Intensivbetten in Krankenhäusern generiert. Fallende feie Plätze werden als Hinweise auf die Eskalation der Krise genommen. Vergleicht man die Zahlen von 2020 und 2021 reibt man sich die Augen. Die Zahl der einschlägig behandelten Corona-Patienten hat deutlich abgenommen, die Zahl der freien Plätze auch. Dieses Wunder erklärt sich aus dem massiven Abbau von einschlägigen Behandlungsplätzen.Panik (2): In keiner der augenrollenden Panikmeldungen kommt vor, dass Deutschland eine ungenutze Reserve von über 10.000 Intensiv-Betten besitzt. Kann mal jemand erklären, an welcher Stelle der Kollaps steckt?

22. November 2021

Die NS-Besoffenen vom ZDF machen allabendliche Anleihen bei ihrem Führer, um sich und ihrem Restpublikum Gänsehaut zu verschaffen. Rege an, dass sie ab und an in dessen Tischgespräche kucken, so 12.2.1942, nachts: „Die Russen werden nicht alt, 50 bis 60 Jahre. Warum sollen wir sie impfen? Man muss wirklich unsern Ärzten und Juristen Gewalt antun: Nicht impfen.“

Das isst du? fragt die mir bis dato Unbekannte bei Tisch ihren Mann. Das ist der Beweis dafür, dass diese Ehe erst jüngeren Datums ist.Der Mann, der in Wisconsin vorgestern mit dem Ford-Geländewagen in einen Weihnachtsumzug raste und dabei fünf Menschen tötete und 20 weitere schwer verletzte, wollte angeblich gegen den Freispruch von Kyle Rittenhouse protestieren. Dessen zu bemängelnder Rassismus bestand darin, dass er zwei weiße stadtbekannte Kriminelle in Notwehr erschoss. Der nunmehrige Schwerverbrecher mit dem Auto ist schwarz, seine Opfer in der Mehrzahl weiß. Kann es sein, dass in den Gegenden der USA bald nur noch das Faustrecht herrscht, von den Mainstreammedien eifrig angeheizt?

22. November 2021

In Zeiten der Pestilenz sind 40 Personen einzuladen, um 20 Gäste um den Esstisch zu versammeln, die andere Hälfte ist nicht mehr bei Verstand.

In Zeiten der Pestilenz (2): Das Gespräch bei Tisch ist ungewohnt ernst. Es entsteht der Eindruck, als seien die Abwesenden anwesend. Der Spott hält sich sehr in Grenzen.

In Zeiten der Pestilenz (3): Während früher üblich war, dass die Gäste nach drei, vier Stunden wieder gingen, darf man jetzt mit der doppelten Verweildauer rechnen – offenbar ist das ein notwendiger Ausgleich für die Ferngebliebenen.

Du kannst es dir leisten, dich zu äußern, sagt einer bei Tisch. Nein, antworte ich, ich will es mir leisten.Gute Ideen sind nicht unbegrenzt zu haben, sondern pro Mensch kontingentiert. Hat einer seinen Vorrat aufgebraucht, ist er alt. Bei Leuten, die vor guten Ideen übersprudeln, tritt diese Phase eher ein, als bei jenen, die sich die Mühe machen, ihre guten Ideen in die Tat umzusetzen.

Dummheiten: Dieses ist eines der wenigen Wörter, dessen Gebrauch im Plural mir einleuchtet. Das liegt daran, dass es sich nur um einen Scheinplural handelt. Dummheit im Singular ist personenbezogen. Das Wort geht mir sogleich durch den Kopf, wenn mich ein Foto von Annalena Bb. angrinst. Von Dummheiten hingegen spricht man, wenn man etwas bezeichnen will, was schlecht zusammenpasst, unüberlegt konstruiert ist oder ein altersangemessenes kindisches Verhalten darstellt.

Dummheiten (2): Wenn ich die Autotür öffne, ertönt ein Gong.

Dummheiten (3): Wenn ich die Autotür öffne, erscheint ein Schriftzug auf dem Display: „Guten Tag Udo“.

Die Aufforderung, etwas schön zu finden, mündet nur selten in eine ehrliche Antwort ein.

Schön (2): So gut wie nie hört man die Aufforderung, etwas unschön zu finden.Schön (3): Das Wort wird mit zwei Präfixen benutzt: a) Na schön, was bedeutet, das der Sprecher die Debatte ans Ende bringen will, ohne den Quatschredner in den Boden zu stampfen. b) ist doch schön, wird von kenntnislosen Labertaschen benutzt, um die unreflektierte Zustimmung zu modernen Absurditäten zum Ausdruck zu bringen, Beispiel „Dass wir die armen Menschen aus Weißrussland bei uns aufnehmen, ist doch schö-hön.“ Merke: Im Fall b das Wort schön unbedingt zweisilbig aussprechen, damit die Infantilität besser zum Ausdruck kommt: „schö-hön“.

Schön (4): Madrid im November.

21. November 202119jähriger kurz nach der Impfung auf der Klassenfahrt verstorben. Das Obduktionsergebnis soll bereits in zwei bis drei Monaten vorliegen. Eile mit Weile, liebe Berliner Staatsanwaltschaft. Wir wollen die Menschen doch nicht beunruhigen.

Tod (2): Kyle Rittenhouse heißt der zur Tatzeit 17jährige, der soeben in den USA vom Mordvorwurf freigesprochen wurde. Er handelte im Vorjahr in Notwehr, als der gewalttätige Mob ihn vor dem Geschäft seines Freundes, das er beschützen sollte, mit Schusswaffen angriff. Zwei der Angreifer sind tot, einer für den Rest seines Lebens gezeichnet.Tod (3): Der Medienmob randaliert – auch in Deutschland – gegen das Urteil. Das ist Rassismus pur. Nein, nicht was die Medienlügner über den Täter, die Opfer und das Urteil verbreiten, denn der Schütze und die Toten sind weiß. Weißer hätte es auch Ariel nicht hingekriegt.

Früher gingen mir Rezensionen leicht von der Hand. Da kannte ich noch nicht so viele Autoren.

Autoren (2): Wenn die Sprache ein Spielzeug ist, so wie bei mir, dann wären die Autoren also Spieler. Das werden viele Leser nicht lustig finden. Vielleicht versöhnt sie indessen: Das Spiel betrifft die Sprache, nicht die Ernsthaftigkeit des transportierten Gedankens. Er ist es, der durch das Spiel geschmeidig, also eingängig werden soll.

Autoren (3): Schreibt mir ein Anonymus aufgrund einer Rezension, dass das Lesen von Büchern zwecklos sei. Richtig. Das Aufheben seiner Nachricht übrigens auch.Autoren (4): Fragt ein Besucher, ob er eins meiner Bücher kaufen kann, aber bitte mit Preisnachlass. Ich ziehe 1,43 € ab und sage, das sei mein Autorenanteil, auf den ich für ihn verzichte. Darauf verzichtet er auf den Kauf.

Schilda an der Ilm – Aus dem Sudelbuch IV

20. November 2021

Hunde werfen sich devot auf den Rücken, um sich von Frauchen am Bauch kraulen zu lassen.

18. November 2021

Der Anrufer aus Niedersachsen macht sich Sorgen um mich, sagt er, weil, wie er weiß, die Inzidenzien in Thüringen durch die Decke gehen. – Ja, sage ich, überall Leichensäcke auf den Straßen. – Pause. – Ob ich von P. gehört hätte, fragt er. Nein, sage ich wahrheitsgemäß, weil ich den nicht kenne. – Der hat Glück gehabt, sagt er, nach der ersten Impfung lag er mehrere Wochen danieder. Jetzt ist er gottlob wieder einigermaßen beisammen, so dass er sich die zweite und die dritte Spitze abholen kann. – Sowas kann man sich nicht ausdenken.

Kann man sich nicht ausdenken (2): Betritt eine Frau die Physiotherapie-Praxis. Sind hier alle geimpft? fragt sie mit Marktlautstärke durch die FFP2-Maske. Keiner der Anwesenden reagiert. Auftritt der Praxisinhaberin. Wir sind alle gesund, sagt sie. Die andere: Damit werde sie sich nicht zufrieden geben und Meldung machen. Und weg ist sie. Unter den bis dahin vor sich hin Schweigenden entsteht ein Wir-sind-unter-uns-Gespräch. Jaja, der Osten wirft lange Schatten.

Konsequent: Wenn Gesundheitspersonal die Impfung verweigert, wie man hört, wird es angeblich entlassen. So kann man das Gesundheitswesen gesundschrumpfen. Wenn Krankenhäuser und Praxen geschlossen werden, überschreitet der verbleibende Rest im Nu die Kapazitätsgrenzen. Jetzt ist Zeit für Maßnahmen. Da braucht man keine Inzidenzien mehr.

Konsequent (2): Schreibt mir einer, natürlich aus Sachsen: Die Geschützten müssen vor den Ungeschützten geschützt werden, indem man die Ungeschützten dazu zwingt, sich mit dem Schutz zu schützen, der die Geschützten nicht geschützt hat.Konsequent (3): Der Bahnsteiglautsprecher in Schilda teilt den Wartenden mit, dass der ICE nach Berlin nicht kommt, weil er wegen einer Baustelle eine andere Strecke befährt. „Wir bitten um ihr Verständnis.“ Die wegen des Abflugtermins blitzschnell organisierte Autofahrt nach Erfurt, um dort einen anderen Zug zu erreichen, in dem selbstverständlich die Fahrkarte nicht akzeptiert wird, geht à Konto des Verständnisinhabers. Die Bahn vertraut darauf, dass der Bürger nicht wegen 90 Euro vor Gericht zieht.


17. November 2021

Hofhaltung: Als Anna Amalia die jahrelange Regentschaft am Weimarischen Hof zugunsten ihres dicklichen Sohns beendete, wurde sie nebst Hofstaat in ein Nebenschloss versetzt. Das war insofern von Bedeutung, als sich hier der Musenhof installierte, der dank erlauchter Geister ein bisschen Weltruhm erlangte (Goethe und so).

Hofhaltung (2): Die Führerin nebst Hofstaat wird in den kommenden Tagen, so sagt man, in ein von der Verfassung nicht vorgesehenes Parallelamt umziehen. Dort kann sie nach Herzenslust weiter Schaden stiften. Doch noch ist sie im Amt.Hofhaltung (3): Die künftigen Machthaber machen ein groß Gewese aus ihren künftigen Absichten. Das Publikum glotzt gebannt auf das Platzen der Wundertüte namens Koalitionsverhandlungen. Ich sag es mal hier, in einfacher Sprache, was sie aushecken: Singen in der Klimakirche, In-mein-Reich-komme-Psalmodieren sowie Stay-put (= Michel bleib zu Hause).

Hofhaltung (4): Der Admiral Wilhelm Canaris war im Zweiten Weltkrieg Chef des Wehrmachts-Geheimdienstes, der Abwehr. Über seine zwielichtige Rolle ist viel spekuliert worden. Als ich vor Jahren ein Charakterbild über ihn zu zeichnen suchte, fiel mir auf, dass nicht nur er selbst körperlich sehr klein war, sondern dass er nur kleine Männer in seiner Umgebung duldete. Eine Ausnahme machte lediglich der Anschluss-Österreicher Erwin Lahousen („der Lange“). Er stand dem Sabotageapparat (Abwehr II) vor, der nicht eben durch humanitäre Akte aufgefallen ist. Nach dem Krieg wurde Lahousen ein gehätschelter Kronzeuge der Anklage in den Nürnberger Prozessen, was mich schon immer gewundert hatte. Heute nicht mehr, denn er war, wie sich aus Akten im französischen Militärarchiv jetzt ergibt, jahrelang Agent und Geliebter einer französischen Militäragentin. Als Agent war er sehr fleißig, was er als Geliebter taugte, weiß ich nicht.Hofhaltung (5): Hätten die Canaris’schen Lehren Allgemeingültigkeit, käme man bei den sich anbahnenden Koalitionären zu amüsanten Ergebnissen.

16. November 2021

Gesang der Spiegel-Mietlinge über den Alsterwassern (nach Auffinden einer Asbach-Uralt-Reklame in einem verschrotteten Hamburger S-Bahn-Wagen):
Wenn einem soviel Gutes wird beschert
das ist schon einen Pieks von Bill & Melinda wert.

Gates-Spritze (2): Der Spiegel muss im Sinne seines Meisters geliefert haben. Sonst wäre die neuerliche Dosis (Booster) nicht so prompt erfolgt. Man wüsste gern mal, was das war, das derartiges Entzücken hervorrief. Vielleicht genügte aber auch schon das Weglassen.

Gates-Spritze (3): Kritiker der Kritiker wenden ein, dass 2,9 Mio. Dollar, gestreckt auf 41 Monate, in einem Unternehmen wie dem Spiegel nicht die Welt sei. Das ist nur knapp daneben, denn die Dröhnung ging an die Online-Adresse. Gerade mal schäbige 71.000 im Monat, verteilt auf von mir geschätzt 30 Redakteure, macht ein Gehaltsplus von nicht einmal 2.400 €. Da ist für eine Neiddebatte wirklich kein Raum.

Gates-Spritze (4): Wie von selbst schweifen die Gedanken zum Ethik-Rat der Bundesregierung. Wer ließ dessen Mitglied, Wolfram Henn, auf den Gedanken kommen, auf die Ungeimpften „aus allen Rohren schießen“ zu lassen. Ausreiseverbote und Einsperrung, um die Überzeugung zu wecken, dass die Spritze unumgänglich notwendig sei, und begleitend Bilder von auf Intensivstationen Sterbenden veröffentlichen. Sagt dieser sog. Medizin-Ethiker und Human-Genetiker. Die Ähnlichkeit mit dem Experten aus der Zellerzeitung vom Vortage ist purer Zufall. Oder so.
 

15. November 2021

Oho, da ist schon wieder eine Korrektur fällig. In der Corona-Diktaturhatte ich mir erlaubt, die unterdrückten Zahlen der italienischen Gesundheitsverwaltung denen der öffentlichen deutschen Berichterstattung im Februar/März 2020 entgegenzustellen, was mir wütende Angriffe des Mainstream-Mobs einbrachte. Jetzt korrigieren sich die Italiener erneut und offiziell: Aus den bislang gemeldeten 130.468 Corona-Toten wurden über Nacht 3.783. Das ist der 35. Teil. Wer zählt sowas? Und warum?

Die Lügner legen sich in die nächste Kurve. Die angeblich rasant angestiegene Zahl der Corona-Toten in Bayern besteht nach amtlicher Auskunft vorwiegend aus über 80jährigen, viele davon im Frühjahr geimpft. Jetzt lasse der Impfschutz nach. Warum, zum Henker, haben genau diese Personen ohne Impfschutz den letzten Winter ohne Schaden überlebt – die Corona-Saison, in der es keine Übersterblichkeit gab? Mir fällt als Erklärung nur ein, dass die Impfung zur Schwächung des Immun-Systems bei den Alten geführt hat. Ist nur so eine Vermutung, ich bin ja kein Arzt.Einen Vorteil hat die Corona-Hysterie: Ich gelte hiesigenorts nicht mehr als arroganter Wessi, weil ich nicht an jeder Ecke jedem Eingeborenen die Hand schüttle. Auch die verlogenen Umarmungen mit unangenehmen Leuten fallen flach. Vorgestern bedauerte eine flüchtige Bekannte diese Zeremonieänderung. Auf die Frage warum? äußerte sie, ich röche gut. Gütiger Himmel, was tritt dort zutage?

14. November 2021

Es ist völlig sinnlos, den sich erneut überschlagenden Corona-Meldungen auch nur vage auf den Grund gehen zu wollen. Gehe nachts auf die Straße, um mich zu überzeugen, ob Vollmond ist. Ist es aber nicht, aber fast, trotz des Nebels kann ich das erkennen. Lese von noch nie dagewesenen Todeszahlen, steige an der Ilm-Brücke aus dem Auto (Diesel). Nicht eine einzige Leiche treibt flussabwärts.

Diesel (2): Achte neuerdings strikt darauf, dass die Start-Stop-Automatik deaktiviert ist. Eine leere Batterie vor Kurzem in der Thüringer Bergeinsamkeit hat mich belehrt.

Diesel (3): Der Schnickschnack in den neuen Autos ernennt den Fahrer zum Idioten. Wenn einer den Ölmessstab nicht bedienen kann, ist er ein Depp. Wenn einer ein Auto ohne Ölmessstab kauft, ist er erst recht einer. So einer bin ich auch, und das ärgert mich.Diesel (4): Mein Auto zeigt an, dass die automatische Notrufnummer nicht funktioniert. Das ist mir vollkommen gleichgültig. Idiotisch ist hingegen, dass ich den Hinweis nicht unterdrücken kann, so dass ich den Kilometerstand nicht abzulesen vermag. Das Finanzamt wird kein Verständnis dafür haben.

13. November 2021

Gestern Abend beim Standard-Griechen. Außen Schild: Hier gilt 3G, innen alles leer. Die Ungeimpften wollen sich nicht vor dem Essen für 25 € testen lassen. Und die Geimpften haben plötzlich Schiss, weil sie fürchten, dass sie sich anstecken können.

Nebenan ist ein Altenheim. In dem stirbt gerade die Mutter eines Freundes – mutterseelenallein, wie man so sagt. Der Grund: irgendwo in dem Heim war einer der Alten als positiv getestet worden. Jetzt stehen alle unter strikter Quarantäne. Nebenbei: Alle sind geimpft, bis auf die Sterbende.Ein durch nichts an Idiotie zu übertreffender Vorschlag stammt von – den Namen muss sich niemand merken – einem Spitzenfunktionär der deutschen Industrie: Risikozuschlag zur Krankenversicherung bei Ungeimpften. Recht so, denn die Kosten dank der bislang sorgsam nicht bilanzierten Kosten der Impfschäden werden rapide steigen. Hierzu zählen vor allem die Behandlungskosten der erkrankten Geimpften, die sich dank der propagandistischen Anstiftung sorglos ansteckten.

12. November 2021Wenn in D überproportional viele Willkommensbürger, bevorzugt solche aus der Türkei, als Covid 19-Kranke in den Gesundheitseinrichtungen aufschlagen, regt das zur Ursachenforschung an – wiewohl nur bei Leuten, die es in Kauf nehmen, als fremdenfeindlich verschrien zu werden. Nun denn: In den USA (wo sonst?) wurde der Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Covid 19-Schädigung erforscht und hergestellt. Zu deutsch: Wer zu fett ist, lebt mit dem Virus gefährlich und zwar in entscheidendem Umfang. Wenn man nun bei der WHO herumstöbert, stößt man auf eine seltsame Weltkarte, in der ist farblich dargestellt, wo und in welchem Maße die Leute zu dick sind. Die Spitzenreiter sind nach den Amerikanern und Arabern die Türken. Noch Fragen?

Morgens dichter Nebel und Windstille. Früher hätte ich bestenfalls gesagt: Novemberwetter. Jetzt weiß ich, dass mein Diesel daran schuld ist, wenn die zukunftsorientierten E-Mobilisten nix tanken können. Also muss ein Dieselverbot her.

Der Impf-Spahn will die Kostenpflicht fürs Testen wieder aufheben. Man erinnert sich kaum, ist ja auch erst einen Monat her, dass das Gegenteil beschlossen worden war.

Testen (2): So sollten die Ungeimpften gezwungen werden, sich endlich impfen zu lassen, damit sie aufhören, die Geimpften anzustecken.

Testen (3): Jetzt sind die infizierten Geimpften das Problem, denn diese lassen sich nicht testen. Brauchten das auch nicht, weil ihnen keiner mehr was konnte. Hatte ihnen die Obrigkeit gesagt. War wohl nix.

BaWü: Schreibt ein Südwestler auf Conservo, er kenne nur Geimpfte. Bei mir ist dies etwas anders: Ich erkenne Geimpfte sogleich, ansonsten kenne ich Ungeimpfte zuhauf.

BaWü (2): Tja, in einem Land, wo man an die Kraft des Windes glaubt – auch wenn er nicht weht. Denn es gilt: der grüne Geist weht überall bzw. wo er will. Auffällig ist, dass Christen ähnliches reden. Doch bei denen fällt es unter Religionsfreiheit.

BaWü (3): Der Blogger Michael Klonovsky müht sich ellenlang an einer Biographie über den Schwarzwälder Martin Heidegger ab. Er merkt neben vielem Bewunderndem an, der Guru selbst habe sein Hauptwerk Sein und Zeit in späteren Lebensjahren als eine „Verunglückung“ (schwurbel, schwurbel) bezeichnet. Da kann ich mich – nach einem Kontrollblick in die Regalecke, wo die Kuriosa stehen – nur anschließen.Heidegger (2): Ich weiß schon, was einige meiner Freunde jetzt über mich sagen werden: Der hatte noch nie von nichts ne Ahnung. Stimmt. Gleich neben dem badischen Gnom steht – aus alphabetischen Gründen – der Ulysses von James Joyce, von dem mir noch niemand erklären konnte, warum das Weltliteratur sei.

Was für ein verrückter Tag, dieser Freitag, der Zwölfte. Der Blogger Egon Kreutzer schreibt über den Ethikrat, deren Vorsitzende sich über den Fußballer Kimmich, den Ungeimpften, erregt. Lerne, dass es für diesen kuriosen Rat ein einschlägiges Gesetz aus dem Jahre 2007 gibt. Da hatten wir bereits – ohne es zu ahnen – die Führerin.

Ethik (2): Neugieriger Blick in den Großen Brockhaus. Ich hätte es mir denken sollen. Die Philosophen haben ein groß Gewese um die Ethik gemacht. Doch was haben ihre Streitschriften gebracht? Nichts. Jedenfalls nichts Brauchbares.

Ethik (3): Das Wort stammt aus dem Griechischen, von wo aus es mit Sitte oder Brauch übersetzt worden ist. Also ethisch ist, was Sitte oder Brauch ist. Damit sind wir wieder bei Anmerkung (2).Ethik (4): Glaube ich unsern Neutönern, gibt es Sitte oder Brauch in unserer bunten, einen Welt nicht mehr, sondern alles müsse jeden Tag neu ausgehandelt werden. Damit gelangen wir zum Paradoxon, dass das Nichtvorhandensein von Sitte oder Brauch heute Sitte oder Brauch ist. Oder so.

11. November 2021

Erinnerung an ferne Bonner Ministerialtage, wo zu diesem Datum die Eingeborenen wg. lokaler Trinkgewohnheiten dem Dienst fernzubleiben pflegten. Was sie an diesem Tag trieben, war der lebendige Beweis dafür, dass Volksbräuche komplizierter Organisations-Strukturen nicht bedürftig sind. Im Gegenteil, diese stehen dem Fremdgehen mit Fremden entgegen.Narretei (2): Ein aus dem Südwesten der Republik stammender höherer Vorgesetzter nahm sich eines Jahres vor, ein Exempel zu statuieren. Der mit der Sache beauftragte disziplinarische Untersuchungsführer stieß auf einen weiteren rheinischen Volksbrauch: Denk nicht an gestern.

Narretei (3): König Markus von Bayern erklärt sein Land ab heute zum Katastrophengebiet, um richtig durchregieren zu können. Die Grundrechte sind abgeschafft.Narretei (4): Erwische mich dabei, wie ich fast automatisch die Rechtmäßigkeit der Maßnahme überdenke, als ob es darauf noch ankäme.
Narretei (5): Mainstream berichtet über Kinder und Schwangere, die im Niemandsland zwischen Bjelarus und Polen festsitzen. Voila, da sind sie:

10. November 2021Gleich mehrere Presseanfragen, ich solle „mal was zum NSU machen“. Da ist nichts zu machen. Zumal ich gar nicht weiß, was es da im Moment medial zu feiern gibt. Schließe mich insofern dem BKA an, dass, soweit ich weiß, ebenfalls nichts mehr gemacht hat, nachdem die offizielle Story mit dem High Noon Schießen von Eisenach beendet worden war. Der anschließend zelebrierte Rechtsstaat hielt den Mord an den beiden jetzt rechtskräftig festgestellten Türkenmördern auch für irrelevant.
Ja, was denn nun? Die künftigen Koalitionäre haben in die Hände gespuckt, um die Gängelung des Volkes qua Impfgesetz zu verlängern. Im Vergleich zu den bisherigen offiziellen Verlautbarungen über den wahnsinnigen Erfolg der Impfkampagnen ist allerdings die Begründung für den Gesetzentwurf (BT-Drs. 20/15) nicht ohne Komik: „Dies ist auch notwendig, da die Impfquote immer noch nicht ausreichend und die Zahl der ungeimpften Personen hoch ist.“

9. November 2021

Finde im Briefkasten einen Otto-Katalog vor, obwohl ich solchen Papiermüll nicht haben will. Auf dem Weg zur Papiertonne erinnere ich mich, vor wenigen Tagen über eine Auseinandersetzung zwischen Otto und einem Kunden gelesen zu haben. Dieser will sich nicht duzen lassen und nimmt Anstoß an der afrikanischen Aufmachung des Katalogs, worauf ihm die Firma mitteilt, wenn ihm das nicht passe, solle er seine Sachen woanders kaufen.

Otto (2): Der Katalogverfasser teilt mit, dass Otto CO2-frei liefere. Vermute daher, dass der Paketdienst mit Kernreaktor-Autos fährt.Otto (3): Der Subkatalog mit den Heimwerker-Utensilien ist komplett Afrika-frei. Ist das jetzt der berühmt-berüchtigte strukturelle Rassismus?

„Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück,“ lästerte die Generation meines Vaters spätestens ab 1944. Nicht jedem, dem Endsieg des Führers verpflichteten NS-Funktionär war solcher Galgenhumor willkommen. Auf Wehrkraftzersetzung stand die Todesstrafe.

Zurück (2): Heutige Vorwärtsschreier („Lasset euch impfen, denn der Corona-Tod ist nahe“) suchen nach einer rettenden Nebelbank, damit sie zurückrudern können.Zurück (3): „Der Impfstoff wird ja auch wieder schlechter werden nach der Zeit. Na gut, dann kann man sagen, da muss man wieder nachimpfen, aber eigentlich ist es nicht das Ziel für alle Zeiten immer impfen zu müssen. Ich glaube, dass die Mehrheit der Infektionsbiologen und Mediziner im Moment sagt, wir müssen eigentlich die endemische Situation als eine Erkältungssituation sehen.“ So der Weißkittel der Nation und der Führerin Christan PCR Drosten, zitiert nach Stephan Paetows Spaeth-Nachrichten von heute.
Noch ein bisschen zurück: Am 2. März 2020 nannte Drosten die Infektion mit Sars-CoV 2 eine milde Erkältung. Danach kam beliebig anderes. Wäre der Titel nicht bereits an Lauterbach vergeben, könnte man ihn zum Wellenreiter des Jahres ausrufen. Jetzt ist er wieder zu den Anfängen zurück.

8. November 2021

Mainstream quäkt durcheinander. Die Story vom Impfheil hat hässliche Flecken bekommen. Um die offensichtliche Wirkungslosigkeit der Stöffchen zu kaschieren, ist die Fama geboren worden, es handele sich lediglich um ein Abflauen der Wirksamkeit, das durch Wiederholungen gebremst werden kann. Mal sehen, wie lange diese Story den öffentlichen Raum beherrscht. In einfacher Sprache: Wenn der Benzintank leer ist, muss man nachtanken.

Nachtanken (2): Kommt den Klima-Wahnsinnigen natürlich nicht über die Lippen, weil das Tanken insgesamt verboten werden soll. Jetzt drohen die Spitzengrünen, mit dem hauseigenen Mob Druck auf die anderen zu machen, und, wenn das nicht hilft, das Koalitionsgerangel platzen zu lassen. Da kann man nur sagen: Nur zu.

Quadratur des Kreises: Viele Geimpfte, deutlich weniger Getestete, stark angestiegene Zahl der Positiv-Tests. Rast eine Seuche durchs Land, und keiner merkt es?Quadratur (2): Bislang knapp 100.000 Corona-Leichen in D, deutlich weniger Verstorbene im Jahr 2020 als sonst. Woran mögen die Massen in den Vorjahren verstorben sein? Pandemien verschlafen?

7. November 2021Im Moment fangen die US-Geheimdienste (ca. 17-18 Stück) an nachzurechnen, wieviele Bedienstete ihnen in Kürze fehlen werden, wenn die Ungeimpften starrsinnig bleiben und ausscheiden müssen. Kleinere Dienste sollten kein Nachteil sein, wenn diese sich auf ihre eigentlichen Aufgaben beschränken.

6. November 2021

Ich halte die Meldung über die Verhaftung des Pfizer-Chefs Albert Bourla für aus der Luft gegriffen. Das bisschen Zulassungsfälschung für den Impfstoff seiner Firma kann es doch wirklich nicht sein. Ich hatte mir vor Wochen (am 25. August 2021) über das Gesicht, das ich zum ersten Mal sah, meine Gedanken gemacht.

In den USA hat Präsidenten-Darsteller J.B. eine Order unterschrieben, die rund 90 Millionen lohnabhängige Amerikaner zur Impfung bis zum 4. Januar 2021 zwingen soll, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Order (2): Wer sich den Impfzwang ausgedacht hat, kann kaum zweifelhaft sein. Nur wüsste ich gern einmal die Namen dieser Personen, denn nach fast einem Jahr Biden-Präsidentschaft weiß immer noch keiner, wer eigentlich das Land regiert. J.B. ist es jedenfalls nicht. Vielleicht seine Frau? Das wäre in den USA nicht der erste einschlägige Fall, denn Woodrow Wilson (1913-21) machte es in seinen letzten Jahren im Weißen Haus vor.Order (3): Die ersten massiven Proteste kommen von den LKW-Fahrern, von denen nach Schätzungen 30 % ungeimpft sind. Schmeißt man diese raus, steht das gewohnte Leben in den USA still. Lockdown auf wirksamere Art.

5. November 2021

Keine guten Nachrichten für Geimpfte. Wenn es stimmt, was die wissenschaftlich verantwortliche Testerin zu Protokoll einer britischen Medizinfachschrift gegeben hat, haben die Pfizerianer mit ihrem Impfstoff ein Problem, die Zulassung betreffend, denn diese wurde mit unvollständigen Daten erwirkt. Früher hätte man gesagt, die Daten waren getürkt. Angesichts der Empfindlichkeiten des Emirs von Ankara darf man diese Vokabel nur noch hinter vorgehaltener Maske verwenden, aber das Problem bleibt, wenn es bei den Testreihen zahlreiche Impfzwischenfälle gab, deren Bekanntwerden niemals zur Zulassung des Stöffchens hätten führen dürfen, selbst wenn es nur eine vorläufige war.

Pfizer (2): In Deutschland gibt es dieses Problem gottlob nicht, denn der Bundespräsident hat durch Ordensverleihungen an die Geschäftsführer des Co-Produzenten BionTech amtlich festgestellt, dass der Stoff die Welt rettet. Oder so.Pfizer (3): Jetzt sind die Kinder dran. Da sie durch das Virus nicht gefährdet sind, kann man jetzt in Ruhe testen, wie gefährlich die Impfung für sie ist.

Pfizer (4): Kaum hatte ich die vorige Zeile geschrieben, da lese ich: In Cuxhaven stirbt eine 12jährige unmittelbar nach der Impfung. Nachdem das Verschweigen misslingt, suchen die Behörden jetzt nach einer Vorerkrankung. So spielt man das Schwarze-Peter-Spiel.Pfizer (5): Es soll sich um den Fall Nr. 6 nach dem Beginn der Kinderimpfung handeln. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt, aber eines schon: Man sage nicht, die Kinder seien es selbst schuld.

4. November 2021

Das Bundespresseamt verbreitet unverdrossen Bilder der Führerin. Selbst geschickt gewählte Perspektiven können nicht verbergen, dass die Dame in beklemmender Weise aufgedunsen ist. Ich mache mir Sorgen und kann nicht verhindern, dass ich mich der Zeiten entsinne, in denen ich polizeilich mit Dingen zu tun hatte, die solche Veränderungen provozieren.Sorgen (2): In solchen Zuständen tun die Betroffenen Dinge, die man kaum erwartet. So erkläre ich mir das Verschenken von 800 Millionen Steuer-Euro an Nicaragua, damit dort der Gebrauch der Kohle beendet wird.

Überraschung an der Ostküste: In den seit Menschengedenken als sicher in den Händen der sog. Demokraten gehandelten US-Bundesstaaten Virginia und New Jersey gehen in dieser Woche die Gouverneursposten an die Republikaner. Ich kann mir dieses Ergebnis nur so erklären, dass (a) die Leute vom Tun der Demokraten restlos bedient sind und (b) die einschlägig bekannten Wahlfälscher die Lage in den angeblich sicheren Hochburgen falsch eingeschätzt hatten.Überraschung (2): Die selbsternannten globalen Machthaber erlebten bei der Wahl von Trump 2016 eine empfindliche Niederlage, die auf falscher Lagebeurteilung und Sorglosigkeit beruhte. Sie schworen sich, dass dies nicht noch einmal passieren dürfte. Bei der Abwahl von Trump haben sie gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Jetzt haben sie schon wieder gepatzt. Das ist kein Grund zur Entwarnung – ganz im Gegenteil.

3. November 2021

Zensur muss sein: Was von den Technik-Giganten seit jeher bestritten wurde, sieht intern und aus der Nähe beispielweise so aus. Schön ist auch, dass die Zensoren plötzlich Namen und Gesichter bekommen. Wer hätte schon mal was von Valerie Streit gehört oder gelesen und all den andern Wahrheitsfindern. Es ist eine Riesensammlung, die – wie ich annehme – nur ein winziges Fenster in den Google- Apparat öffnet. Vorsorgliche Antwort an Neugierige: Das muss erst mal verifiziert und dann ausgewertet werden.
Impfen muss sein: Während die angeblichen Wahlsieger palavern, kündigt die Führerin den Totallockdown für Ungeimpfte an (Selbst Word weigert sich immer noch das Wort ungeimpft klaglos zu akzeptieren).

2. November 2021

Es ist seit vielen Jahren beschrieben worden, wie die Schrift verschwindet und Symbolen Platz macht. Dringt man in die reichlich publizierten Erklärungen ein, stößt man auf einen bemerkenswerten Tatbestand. Die Veränderung der Welt wird als eine Art Selbstläufer geschildert: Es passiert etwas, man hat sich angewöhnt, eine Veränderung greift Platz. So oder ähnlich. Der Unbedarfte wähnt, dass es sich hier um einen rätselhaften Impuls aus dem All handelt, der eines Tages über uns gekommen ist, doch in Wirklichkeit handelt es sich um Menschenwerk, und wo Menschenwerk stattfindet, sind ganz konkrete Menschen die Verursacher.

Aus dem All (2): Nenne die Verursacher von Veränderungen, so avancierst du zum Verschwörungs-Idioten. Das ist das eigentlich Erstaunliche. Die Verursachen wünschen nicht, namhaft gemacht zu werden. Wer sein Tun verborgen wissen will, hat zumeist etwas zu verbergen. Und sei es, für etwas verantwortlich zu sein.

Aus dem All (3): Die Führerin feiert mit dringlichem Aufruf zur Großen Transformation ihren Auftritt in Glasgow vor der Klimakirche: Kehret um, denn das Ende ist nah, ruft die Pfarrerstochter. Wohlweislich verschwiegen: China und Russland nehmen am Hinketanz nicht teil.

Sorbisches: In Bautzen versuchen die Grünen mit Hilfe von sorbischen Heimathistorikern den Nachweis zu erbringen, dass Bismarck ein gefährlicher Rassist gewesen sei (Polen, Elsässer, Sorben, Hereros und so). Ziel der Groteske: Es soll ein Denkmal des Reichsgründers verhindert werden.Sorbisches (2): Nun ist mit Bismarcks Namen lediglich der Hering verknüpft, der in der Spree mit Sicherheit nicht heimisch gewesen ist. Doch wurde zu diesem seit jeher gern eine Gurke aus dem Spreewald verspeist. Na also.

1. November 2021

Der heutige Tag ist eine Art Erster-Mai für die Heiligen ohne festen Wohnsitz, im angeblich protestantischen Thüringen indes kein gesetzlicher Feiertag. Deswegen kann man beim Aldi im Vorgriff auf das Weihnachtsfest Baumschmuck kaufen. Der Schoko-Kringel mit den bunten Streuseln und dem Loch in der Mitte weckt Erinnerungen an die Kinderzeit und die Praktiken, den Kringel zu entfernen, ohne dass der Weihnachtsbaum bedenklich nadelte.

November (2): Pünktlich setzt einschlägiges Wetter ein. Es ist grau und kalt. Die letzten Blätter segeln gelb vom Birnbaum. Gestern noch saß ich bei strahlendem Sonnenschein in der Leipziger Innenstadt vor einem italienischen Café. Maskenlos und dicht umgeben von den Russen und Arabern aus der engeren Umgebung.November (3): Fragte meine Tischgenossin, wieso man die Leute nicht reden hören müsse, um die Nationalität festzustellen. Na, das sieht man doch, sagte sie. Aha. Als ich hinzufügte, dass die stämmige Einsachtzig-Blondine, die bediente, zu anderen Zeiten in einer anhaltinischen LPG hätte Schwerarbeit leisten müssen, wurde meine Bemerkung als Wessi-Schwachsinn abgetan. Ebenso mein Hinweis, dass aus der sicher mal eine prächtige Chirurgin werden würde.

31. Oktober 2021

Das Buch wird nicht nur als Informationsspender, sondern auch als Möglichkeit der Unterhaltung ersetzt. An seine Stelle sind Filme und Computerspiele getreten. Allem verbalen Klamauk zum Trotz sind solche Spiele nichts anderes als das gute alte Haut-den-Lukas auf Jahrmärkten seligen Angedenkens, nur eben auf elektronisch und statt mit Armeskraft mit der Fingerspitze zu bedienen. Eine nette Unterhaltung für Minderbemittelte. Ich weiß schon, jetzt werden einige Leser beleidigt sein und auf ihre hochkomplexen interaktiven Spiele verweisen. Sie seien ihnen gegönnt.

30. Oktober 2021Der Monat klingt mit der Sommerzeit aus (oder umgekehrt). Jedenfalls wird es ab morgen abends wieder früher dunkel, so dass auf dem Aldi-Parkplatz mit unbeleuchteten Corona-Viren gerechnet werden muss.

29. Oktober 2021Das Metaversum ist eine Welt, normalen Sterblichen, die keine Science Fiction Narren sind, unzugänglich, weil sie ihnen unbekannt ist. Das wird sich nun ändern, denn der König der digitalen Scheinwirklichkeit, Mark Zuckerberg, hat sie gestern zur Wirklichkeit erklärt – mit dem bescheidenen Zusatz, dass man sie mit Hilfe seines Unternehmens durcheilen kann. Seinen gläubig lauschenden Fans und den weniger gläubigen Finanziers erläuterte er auf diese Weise, den im Ruf schwer angeschlagenen Konzern Facebook in Meta umzubenennen. Man wird sich daran gewöhnen, auch wenn sich das Rechtschreibprogramm von Word noch dagegen wehrt.

28. Oktober 2021

Mein Teelieferant aus Potsdam schickt mir das diesjährige Teepaket zu. Die Preise fürs sog. Fairgehandelte haben deutlich angezogen. Ob das mit Lohnerhöhungen für die Pflücker in Indien zusammenhängt, vermag ich nicht zu beurteilen. Auch nicht, was überhaupt von der sogleich beglichenen Rechnung dort ankommt. Bislang hatte ich mich der Mühe, das zu hinterfragen, nicht unterzogen, denn der gelieferte Tee harmonierte mit dem hiesigen kalkhaltigen Trinkwasser.

Tee aus Potsdam (2): Nun erhalte ich mit dem Teepaket unaufgefordert eine aufwendige Broschüre, die mich auf den lebensrettenden Nutzen der Spendenmelkmaschine Frydays for Future hinweist. Dies mit meiner Teerechnung mitzubezahlen, halte ich für wenig überzeugend, auch wenn mich die Nöte eines dortigen Fräuleins Mayer (Foto) zu Tränen rühren. Diese konnte nicht an einer weiblichen Großdemo von sieben Personen teilnehmen, weil sie nichts Lilafarbenes anzuziehen hatte. Dem Titelfoto entnehme ich, dass diesem Mangel inzwischen durch ein schickes lila-gestreiftes Sakko abgeholfen wurde.

Tee aus Potsdam (3): Im Originalton meines Potsdamer Teelieferanten: „Die Pflückerinnen und Arbeiter werden ausgebeutet, die Arbeitsbedingungen in Indiens Teegärten erinnern an koloniale Zeiten. Dabei zeigt die Teekampagne, dass es auch anders geht. Jetzt müsste man es ihr nur noch nachmachen.“ Mein Vorschlag: Schicken Sie Fräulein Mayer zum Teepflücken nach Indien. Ich garantiere, dass sie dort kein lila Sakko benötigt.

Neues vom Rechtsstaat: Der Bundesfinanzhof entzieht einem eingetragenen Verein die Gemeinnützigkeit, weil er in groben Worten das Maskentragen und die, die es anordnen, für blödsinnig erklärt.

Vom Rechtsstaat (2): Der BND entzieht einem seiner Fachhochschullehrer die Möglichkeit, seinen Dienst auszuüben, weil das Bundesamt für Verfassungsschutz dessen jüngstes Buch „Kulturkampf um das deutsche Volk. Der Verfassungsschutz und die nationale Identität der Deutschen“ für einen manifesten Angriff auf die Verfassungsordnung hält.Vom Rechtsstaat (3): Früher wurden BND-Leute, die man für untragbar hielt, in die Oberpostdirektion Nürnberg abgeschoben, doch die gibt es schon lange nicht mehr.


27. Oktober 2021

Lese irgendwo als Randmeldung, dass in Frankfurt am vergangenen Wochenende Buchmesse war. Jetzt mit einem Viertel der früher üblichen Besucher. Mainstream war also weitgehend unter sich (siehe Bild Frankfurts OB nebst Dazwischen-Rednerin). Das ist gut so, dann werden die Rituale nicht durch unbefugt Denkende (vulgo: Leser) gestört.

Der einstige Gesundheitsminister und ehemalige Sparkassen-Angestellte Jens S. hat den sich breitmachenden neuen Machtinhabern einen Brief geschrieben. Der Bundestag müsse lediglich die Notwendigkeit der epidemischen Lage aus dem Impfgesetz streichen, dann seien die Zwangsmaßnahmen der Normalzustand. Das ist der nächste Schritt im Staatsstreich auf Raten, wie ich ihn im Buch Corona-Diktatur beschrieben habe. Entzug der Bürgerrechte auf Dauer. Meine Güte, was bin ich für diesen Hinweis angepöbelt worden.

26. Oktober 2021

Ob einer gut Fußballspielen kann, ist weniger wichtig. Wichtig ist allein, ob er geimpft ist. So verstehe ich die öffentliche Hysterie über den Profisportler Joshua Kimmich. Erstaunt hat mich, dass der gesunde junge Mann klar und besonnen redet. Allein das spricht für ihn. Mainstream schreit durcheinander. Jaja, er könnte den Ball anstecken, denselben in die Gegner donnern und dort die 2G-Deppen beschädigen. Man weiß ja, dass Lederbälle die reinsten Virenschleudern sind.Bei den deutschen Mietspekulanten geht die Angst um. Deren größter Profiteur (mit Sitz in Luxemburg) wurde in einem obskuren Ranking herabgestuft. Was tun, wenn die jährlichen zehnprozentigen Preissteigerungen für Immobilien sich plötzlich in Luft auflösen? Dann werden Häuser ganz zwanglos zu Luftschlössern.

25. Oktober 2021

Internetfund: Rate jedem von Hamsterkäufen ab. Habe 3 gekauft. Jetzt sind es 27, die mir die letzten Vorräte wegfressen.Unter den Brücken pennen war gestern. Heute legt man sich oberndrauf, jedenfalls in Tübingen, wo die speziellen Radfahrerbrücken elektrisch beheizt werden. Merke: Wenn‘s dem Esel zu wohl wird, geht er auf die Brücke. Wiewohl: Der Strom für diese Brückenheizung kommt von denjenigen, die sich das Heizen nicht mehr leisten können. Um es kurz im Stummeldeutsch zu sagen: So geht Energiewende.

21. Oktober 2021

Nachts Tanken in Bad Hersfeld (westliches Fortschrittsgebiet): Warte geduldig auf das Abklingen der erregten Debatte zwischen Kundschaft und Personal. Die lingua franca autobahnicae ist das Polnische. Der Spritpreis hingegen ist der deutsche: 1,609 € für den Liter Diesel. Das ist eine Preiserhöhung von etwas über 60 % gegenüber dem vorletzten Tag des Vorjahres (0,999 €). Das zu errechnen, bedarf ich keines Taschenrechners. Da kann man nur sagen: Danke Angela.

Polnisches (2): Die Szenerie gibt mir Zeit, meine Gedanken spazieren gehen zu lassen. Die schweren Reiter, die vor Jahrhunderten die Herrschaft des Deutschen Ritterordens in Preußen in der Schlacht von Tannenberg beendeten, waren in ihrer Primitivität den längst erstarrten religiösen Riten der einstigen Jerusalem-Fahrer haushoch überlegen. Die heutigen polnischen Westreiter sitzen auf dem Achtunddreißigtonner.

„Düsseldorfer Schauspielhaus – Das Symposium verhandelt aktuelle gesellschaftliche Polarisierungen aus interdisziplinärer Perspektive und fördert den Austausch zwischen kulturellen und politischen Bildungsinitiativen“ (über Nacht die Bundeszentrale für politische Bildung an mich). Übersetzt in einfache Sprache: Wir sind unter uns und labern vor uns hin.

Die Koalitionsgespräche in einfacher Sprache: Niemand hat vor, keine Steuern zu erhöhen.

Steuern (2): Die Armensteuer, so wie die Merkel’sche Luftsteuer, trifft die Armen. Die Reichensteuer trifft ebenfalls die Armen, weil die Reichen stets Wege finden, sich ihrer zu entziehen, so dass es nicht, wie geplant, etwas an die Armen zu verteilen gibt.

Der einst mächtige Herr im Springer-Konzern, Mathias Döpfner, hat offenbar gemerkt, dass er selbst die Zielscheibe des Angriffs auf den Bild-Chef, dessen Namen ich bereits wieder vergessen habe, gewesen ist. Ausgerechnet BuzzFeed hatte Springer gerade gekauft. Das sind die Leute, die in den USA mit allen Mitteln, denen sie den Namen Journalismus gaben, versucht haben, Donald Trump während seiner Präsidentschaft zu Fall zu bringen. Die Döpfner-Neuerwerbung erinnert an den Kauf einer Selbstschussanlage, die man im eigenen Haus aufstellt.

Döpfner (2): In die USA zu den Neu-Eigentümern von Springer einbestellt wie ein Lakai, fiel ihm nichts anderes ein, als eine verquaste Video-Botschaft an die 16.500 Springer-Mitarbeiter herauszugeben, über die man nur den Kopf schütteln kann (nachlesbar beim Journalisten Markus Langemann und zwar hier: https://clubderklarenworte.de/doepfneransprache/.Döpfner (3): Viel wird von diesem einst Mächtigen nicht mehr zu hören sein, auch Bild und Welt werden von der zarten Regierungskritik alsbald abrücken und ihrem publizistischen Ende entgegenpöbeln. Ihr Zeitungssterben wird im Mainstream keine Lücke hinterlassen.

20. Oktober 2021

Mainstream palavert über den Rauswurf eines Mannes namens Reichelt als Chefredakteur von Bild. Der Blattschuss wurde von der New York Times abgegeben. Das lässt vermuten, dass die neuen US-amerikanischen Anteilseigner von Springer höher zielen. Es geht um die Konzernleitung, die sich abfällig über das Merkel-Regime geäußert hat. Ein unverzeihlicher Vauxpas für die linken Snobs der Ostküste.Beim Abendessen gestern sagte einer, den ich bis zu dem Zeitpunkt unauffällig fand, zu mir, Merkel sei eine hochgebildete Frau. Falls das stimmt, kann sie es jedenfalls gut verbergen.

19. Oktober 2021

Habe ich auf dem Blog von Egon W. Kreutzer geklaut. Ist aber nicht von ihm, sondern dankenswerter Weise aus dem fortlaufenden Gedankenmüll der Annalena Bb. transkribiert. Von ihm kommt auch die Zeichensetzung als sozusagen notwendige grüne Mülltrennung:„In diesem besonderen Moment,  äh, wo drei Parteien zusammenkommen,  auch aus unterschiedlichen Richtungen zusammenkommen. Die Grundlage dafür, dass wir hier heute einen Vorschlag für unsere Parteien machen können mit Blick auf ein gemeinsames Sonderungspapier, vor allem war, dass es ein vertrauensvolles Gespräch gibt, wo man auch offen über Unterschiedlichkeiten sprechen kann, um dann gemeinsame Wege und Brücken zu finden. Und das ist uns gelungen gestern Nacht noch, bis in den frühen Morgen, in intensiven Gesprächen, äh, gelungen, einen Vorschlag für eine Reform- und Fortschrittskoalition auf den Weg zu bringen, um das nächste Jahrzehnt wirklich als Jahrzehnt der Erneuerung zu nutzen.“

18. Oktober 2021

Framing ist ein neues Modewort. Es bezeichnet eine propagandistische Vorgehensweise, bei dem die mitgeteilten Informationen so gekürzt werden, das Otto Normale aus dem Gesamttext die falschen Folgerungen ziehen muss. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach.

Framing (2): Die Bundeszentrale für politische Bildung, mein Quell monatlichen Frohsinns, teilt mir heute mit: „Am 26. September 2021 wurde der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Mit 25,7 Prozent errang die SPD deutlich mehr Stimmen als die CDU, die 18,6 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinte.“ Das ist natürlich Quatsch, denn die Aussage lässt beiseite, dass die CDU, im Gegensatz zur SPD, in Bayern nicht zur Wahl angetreten ist. Man muss also in Wirklichkeit für den Vergleich die CSU-Stimmen aus Bayern hinzurechnen. Dann allerdings kommt heraus, dass der zu glorifizierende Wahlsieg der SPD ein hauchdünner war. [Offenbar bin ich nicht der Einzige, dem das Framing auffiel, bis zum 19.10. wurde der Satz korrigiert, durch 24,1 % der CDU/CSU. Jetzt allerdings ist der erkennbar falsch, denn es handelt sich nicht mehr um „deutlich mehr Stimmen“].Framing (3): Der Tod des 84jähringen Ex-Generals und republikanischen Politikers, der 2002 den Irak-Krieg herbeilog, Colin Powell, soll auf einer Erkrankung mit Covid-19 beruhen. Die erschütterten Nachfahren haben mittgeteilt, dass Powell zweimal geimpft war. Es fehlt jeglicher Hinweis, ob es sich hier etwa um einen Impftoten handelt. Merke: Ein sog. Impfdurchbruch ist leichter zu verkaufen als die tödliche Folge einer Impfung, denn das würde bedeuten, ohne den ganzen Zirkus würde der Mann noch leben.

16. Oktober 2021

Nie kann das Wort die Tat ersetzen, wohl aber vorbereiten und so der Tatbereitschaft Inhalt geben (Edgar Julius Jung).Jung (2): Anmerkung für die Weniger-Belesenen. Der Mann war kein Nazi, sondern wurde von diesen 1934 umgebracht, als er auf die Herrschaft des Unrechts öffentlich aufmerksam machte.

15. Oktober 2021Im Rahmen des Vorabendprogramms Deutschland sucht Kanzler ist Olaf S. nach Washington zum Befehlsempfang gereist. Die Amtsinhaberin nimmt derweil Ehrungen um die Verdienste für das chinesische Volk entgegen.

Oben: Nordische Kombination = Küsten-Barbie im roten Lotterbett.

Unten: Wenn das Volk von seinem Recht auf einen Volksentscheid Gebrauch macht, ist das ein Angriff auf die Demokratie, sagte nicht die Vorsitzende der DDR-Volkskammer, sondern die Präsidentin des Bayerischen Landtags, eine maskierte Frau Aigner.

Das Gejammer in den alternativen Medien über die FDP ist schwer zu verstehen. Die Partei der Besserverdienenden hat vor der Wahl deutlich genug gesagt, dass sie der Klimasekte und der Vernichtung der Bürgerrechte nicht im Wege stehen wird.Gejammer (2): Quatsch ist auch die Meinung, dass die Wirklichkeit die Politkaste von ihren hohen Rössern herunterholen werde. Vielmehr ist das Gegenteil richtig: Man wird die Wirklichkeit über den Rand des Notwendigen hinaus verschärfen. Wer fallende Temperaturen für Erderwärmung hält, dem ist mit Argumenten nicht zu helfen. Vielleicht würden Ohrfeigen nützen, aber die gelten als unüblich. Ja, mehr noch, sie sind in einem liberalen Rechtsstaat mit gutem Grund verboten. Bleibt die Frage, ob wir in einem solchen noch leben.

14. Oktober 2021

Dass die Mainstream-Journaille sich seit Tagen an der Christunion abrackert, wirkt wie Voyeurismus bei einem tödlichen Verkehrsunfall. Das Gaffen und Betratschen ist ohne Erkenntnisgewinn. Stattdessen ist Schadenfreude beim linksgrünen Pöbel angesagt. Der Spießbürger ahnt nicht mal vage, was nun kommt.Linksgrüner Pöbel (2): Dessen Exponenten schwelgen in der Verknappung der Energie und der drastischen Verteuerung. Nicht jeder wird das Frieren in einem kommenden kalten Winter und den Umstand lustig fingen, dass er sich den Weg zur Arbeit nicht mehr leisten kann. Doch merke: Die Menschen wollen das so.

13. November 2021Was Frauen mit Netzen verbinden, beschränkte sich vor Jahren auf das, was man beim Einkaufen in der Hand oder beim Schaulaufen an den Beinen tragen konnte. Jetzt ist das Internet hinzugekommen. Was unsere weiblichen Polit-Darsteller dort absondern, muss man nicht zur Kenntnis nehmen. Doch wenn eine von ihnen die Schwarzen umbringen, Hitler cool finden, zum Ficken nach Kroatien fahren und alle Weißen aus Afrika vertreiben will, darf man fragen, wer uns, die Bürger, dort zu repräsentieren behauptet. Es handelt sich um Sahra-Lee Heinrichs, die Sprecherin der Grünen Jugend. https://archive.is/offset=50/https://twitter.com/xsarahleee/status/* Gegen sonstige Gepflogenheiten füge ich hinzu, dass dies die Elaborate dieser grünen Irren sind, von den ich mich mit Abscheu distanziere – dass die Grünen, für deren Jugend sie spricht, das auch täten, habe ich noch nicht gehört oder gelesen.

11. Oktober 2021

Mensch & Tier: War einst die Wölfin das Wappentier der Ewigen Stadt, so dominieren dort jetzt die Wildschweine – also die echten, ganz ohne Smartphone. Sie wühlen in Abfallhalden, die von ihren zweibeinigen Verwandten hinterlassen wurden.

Mensch & Tier (2): Wenn man in Deutschland Wildschweine sehen will, sollte man es nicht im Wald versuchen (dort sind die scheu), sondern in Berlin-Dahlem. Traf dort vor geraumer Zeit einen Forstmann, der den Tieren das Hausieren ausreden wollte. Er wurde gebissen, bevor er von der Schusswaffe Gebrauch machte.Mensch & Tier (3): Vor drei Wochen in Leipzig: Morgens früh auf dem Weg zum Auto, traf ich – vor der Fahrertür dreist herumlümmelnd – gottlob kein Wildschwein, sondern einen schlecht gelaunten Waschbären. Er entfernte dann sich freiwillig.

10. Oktober 2021

Der indische Bundesstaat Uttar Pradesh – von dem ich zuvor nie hörte – hat 200 Millionen Einwohner. Er ist heutzutage, nachdem dies im Vorjahr anders war, praktisch Corona-frei und das bei einer Impfquote von 11 %. Dieses Wunder erklärt sich so, dass flächendeckend das Medikament Ivermectin als Prophylaxe an die Bevölkerung ausgegeben wurde.

Ivermectin (2): Das Medikament ist ein seit Jahrzehnten bekanntes Heilmittel, das bei Mensch und Tier gegen Parasitenbefall verwendet wird. Seine Erfinder wurden mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Ivermectin (3): Zu Anwendung gegen Corona kam das Mittel, nachdem es die mit der Seuchenbekämpfung befassten Ärzte im Frühjahr 2020 im Selbstversuch angewendet hatten. Keiner von ihnen steckte sich an den Patienten an. Im Sommer wurde dann ein Großversuch an 20.000 Probanden mit gleichem Erfolg durchgeführt. Darauf entschloss sich die dortige Regierung es an die gesamten Bevölkerung durch medizinische Teams als Vorsorge- und Behandlungsmittel ausgeben zu lassen.

Ivermectin (4): Das Behandlungs-Kitt besteht aus dem genannten Medikament und zudem aus Paracetamol, Zink und einigen Hygieneartikeln. Die Kosten dieser Maßnahme betrugen 2,60 Dollar pro Einwohner.Ivermectin (5): Das eigentlich Erstaunliche ist nicht der Seuchenbekämpfungserfolg in Indien, sondern der Umstand, dass er in fast der gesamten westlichen Welt ignoriert wurde und wird. Es reicht nicht aus, dieses Kuriosum mit den Machtspielen der Pharma-Giganten zu erklären, sondern es kommt ein anderes Element hinzu: Es gehört zur westlichen Denktradition, auf die Lebensweise der verschiedenen asiatischen Kulturen mit Hochmut zu blicken. Mit andern Worten: Was von da kommt, kann nichts sein. Wir werden umlernen müssen.

9. Oktober 2021

Die Aluminiumindustrie schreibt einen Brandbrief. Im November sind die Magnesium-Vorräte am Ende. Der Monopolist China liefert nichts mehr. So geht De-Industrialisierung bei lästigen Konkurrenten. In diesem Krieg fällt kein einziger Schuss.

Magnesium (2): Die Alu-Bosse rufen nach dem Staat. Da schau her. Muss lachen, weil ich mir vorstelle, wie der größte Heiko aller Zeiten mit den Chinesen auf Augenhöhe über die Menschenrechte redet, während ihm die Gastgeber ein Tütchen Magnesium in sein stilles Wasser schütten, derweil die Bigband der Volksbefreiungsarmee zur Begrüßung das alte Gewerkschaftslied – leicht modernisiert – intoniert: „Alle Räder stehen still, wenn der gelbe Mann es will“.Magnesium (3): Zwischenruf am sonnenbeschienenen Frühstückstisch bei wohltuendem atlantischem Nordwest „In den Krankenhäusern wird ein Massensterben einsetzen“ – ganz ohne die fünfte Lauterbach-Welle.

8. Oktober 2021

Das polnische Verfassungsgericht stellt fest, dass einige EU-Regeln gegen die polnische Verfassung verstoßen. Da schau her, die Polen.

Die derzeitigen Auseinandersetzungen mit und um Facebook & Co haben in den USA neben den Gerichten auch den Kongress erreicht. Eine ehemalige Spitzenkraft des Unternehmens sagte aus, dass das Unternehmen vorsätzlich Erregungskampagnen unter Kindern lostrete, um sie besser lenkbar zu machen. Eigentümer Zuckerberg setzte dem entgegen, dass dies nicht so sei, was sich schon daraus ergebe, weil er selbst Kinder habe.

Zuckerberg (2): Niemand bestreitet dem Mann, dass er seine Kinder erzieht. Warum ihn das befugt, dieses Erziehungsrecht gegenüber Millionen anderer Kinder auszuüben, erschließt sich hieraus nicht. Seine Legitimation ist vielmehr der Größenwahn.

Zuckerberg (3): Kinder als Waffe. Der Finger auf der Tastatur und der am Abzug, beide sind ferngelenkt.

Zuckerberg (4): Wer bezahlt eigentlich die ätzende Kampagne zugunsten der Kindergrundrechte, die derzeit durchs Land schwappt? Bleibt auch die Frage, wer den Vorteil hat, wenn die Kinder demnächst unbeeinflusst von den Eltern das Recht haben, sich den Regeln von Instagram unterwerfen zu dürfen.

Im Flugzeug Masken zu tragen, ist doppelte Idiotie. Nicht nur schützt die Maske sowieso nicht vor Vireninfektionen, sondern es sind nur Leute an Bord, die kurz zuvor als Corona-frei getestet worden sind. Doch der Firlefanz der Maske hat auch Vorteile. Das kabinenlaute Geschwätz der Mitreisenden ist unterbunden.Im Flugzeug (2): Das vorsätzlich im Handgepäck verstaute Buch von Iwan Iljin erweist sich als übler Flop. Zwar ist es dick und ungelesen, doch das wird es auch bleiben, denn es ist für einen Verstandesmenschen unlesbar trotz seines vielversprechenden Titels Der gewaltsame Widerstand gegen das Böse. Es ist ursprünglich 1935 in Berlin erschienen und betrifft einen Dogmenstreit zwischen russischer exilierter Orthodoxie und den mehr oder minder skurrilen Lesensregeln des Grafen Leo Tolstoi. Geschwätz auf der ganzen Linie. Schattenboxen in raunenden Nebelschwaden. Was hätte man zum Thema alles sagen können. Wer publiziert sowas in der Jetztzeit und nennt es großspurig eine notwendige Wiederentdeckung?

7. Oktober 2021

Während man in Wien das Kanzleramt durchsucht, ist man im Berliner Pendant dabei, alles, was nicht niet- und nagelfest ist, zu vernichten – sagt meine Erfahrung.

Wien (2): Korruption war noch nie ein Grund, einen Spitzenpolitiker abzuräumen. Was also hat das österreichische Wunderkind getan, dass man die schützende Hand von ihm zog? Verstieß er gegen die New World Order, als er sich weigerte, am Tanz um den goldenen Afghanen teilzunehmen?Wien-Berlin: Wir sind Zuschauer eines Wettlaufs in die Bedeutungslosigkeit zwischen Christunion und ÖVP.


6. Oktober 2021

Vor fünf Jahren in etwa sorgten die Panama-Papers für Schlagzeilen, jetzt haben wir es mit den Pandora-Papers zu tun. Papers, das ist eine sanfte Untertreibung, denn es handelt sich in Wirklichkeit über einen Riesenbestand an elektronischen Dateien, die Finanzbewegungen zu und in sog. Steuerparadiesen (tax havens) zum Gegenstand haben.

Tax haven (2): Im Unterschied zum Vorgänger, bei dem ein, höchstens zwei legale Geldwaschanlagen und ihre Nutznießer bloßgestellt wurden, handelt es sich nunmehr um mindestens 16 solcher ehrenwerten Firmen. Fachleute mutmaßen – im Ton der Entrüstung –, dass solch ein koordiniertes Vorgehen nur durch einen sehr robusten Enthüller möglich sei. Wie stets tippt man auf „die Geheimdienste“. Und wo die agieren, da ist Väterchen Putin an der Gerüchtebörse hoch im Kurs.

Tax haven (3): Nur mal so, wenn man es für möglich hält, dass dort ein Staat seine Finger im Spiel hatte, um die Enthüllungskarte zu ziehen, dann fällt mir angesichts der augenblicklichen Wirtschaftskriegführung, die in der westlichen Welt ausgerufen wurde, als erstes Peking ein, das mit dem elektronischen Finger geschnippt hat. Unter Ganoven nennt man den Vorgang, dem Gegner die Waffen zeigen.Tax haven (4): Nicht ohne Komik ist der Umstand, dass einige der noblen Enthüller, die jetzt die Backen aufblasen, auf der Payroll des Weltwohltäters George S. stehen. Das gibt manch einem Nachrichten-Spekulanten Anlass zur Mutmaßung, dass der ganze Vorgang ein Showdown unter richtigen Spekulanten sei.

5. Oktober 2021

Früher sprach man von asozialen Elementen, heute hat man die sozialen Medien.

Früher (2): Früher war alles besser – bis auf das beste Deutschland, das es je gab.

Früher (3): Früher stand man früher auf, heute eine Stunde eher wg. der Sommerzeit.Früher (4): Früher sagte man: Wenn das der Führer wüsste. Heute sagt man: Wer soll es denn sonst machen.

4. Oktober 2021

Der böse Corona-Geist der USA, Dr. Antoni Fauci, teilt dem Land mit, dass es noch zu früh sei, darüber zu befinden, ob die Amerikaner sich zum Weihnachtsfest treffen dürften.

Fauci (2): Was befugt diesen Mann zu seinem absurden Tun? Nichts – außer der Tatsache, dass man ihn ungestraft agieren lässt.

Fauci (3): Die Mitarbeiter der US-Bundesbehörden müssen sich impfen lassen. Frist: Dezember 2021. Präsidenten-Darsteller J.B. hat soeben die einschlägige Order unterzeichnet. Verweigerern droht die Entlassung. Wie sich das z.B. auf die Streitkräfte und die Bundesjustiz auswirkt, wird man sehen.Fauci (4): Wenn das Virus ein Wahlrecht hätte, wäre es mit Sicherheit verwirrt, denn während es in den republikanisch regierten Staaten zunehmend ignoriert wird, übertreffen die sog. Demokraten einander in den Bekämpfungsmethoden.

25. September 2021Gehn se weiter, hier gibts nix zu wählen.

24. September 2021

Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf, Erich Honecker. Neinnein, ganz im Gegenteil:

Diesen Merksatz unserer großen Vordenkerin sollte man im Chor aufsagen und zum Schluss mit dem Fuß aufstampfen. So.

23. September 2021

Man setzt sich die Wundermütze auf, dass die nationale Gasreserve fast leer ist. Sie ist leer, weil sie im Sommer nicht aufgefüllt wurde.

Wundermütze (2): Es ist noch nicht allzu lange her, da füllte jeder, der gescheit war, seinen Öltank im Sommer auf, wenn der Stoff billig war. Diese Erkenntnis ist den heutigen Staatenlenkern offenbar fremd. Sie schwätzen stattdessen von der Erderwärmung.Wundermütze (3): Michel wird erst stutzig werden, wenn im Winter die Gasheizungen ausfallen sollten. Mal sehen, wie er reagiert, wenn man ihm sagt, das sei gut fürs Klima.

„Enjoy Your Summer“ steht auf den frisch erworbenen Klorollen. Das bedeutet, es ist mehr da, als gekauft worden ist. Fazit: Die Leute arbeiten immer noch ihre Hamsterkäufe von vor 18 Monaten ab. Sie müssen gewaltig gewesen sein.

Sie bleibt ein Hort des Frohsinns, die Bundeszentrale für politische Bildung. Sie schreibt mir heute: „Aufgrund interner Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kann es zu deutlich verlängerten Lieferzeiten kommen.“ Kann man verstehen, wenn wegen der Masken, die Lesebrillen andauernd beschlagen.
Irreführung (2): Die BpB schreibt auch dieses hier: „Vor allem die weltweiten Klimaproteste der Fridays-for-Future-Bewegung zeigen, dass die jüngere Generation sich inzwischen lautstark dafür einsetzt, bei Entscheidungen, die sie und ihre Zukunft betreffen, gehört und einbezogen zu werden. Die Corona-Pandemie hat indes einmal mehr vor Augen geführt, dass Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen oftmals übergangen werden. Nicht zuletzt deshalb erhalten Diskussionen um eine Verankerung von Kinder- und Jugendrechten im Grundgesetz oder um eine Absenkung des Wahlalters bei Bundestagswahlen auf 16 Jahre immer wieder neue Aktualität.“ Drei Sätze hintereinander, die keinen Bezug zueinander haben. Das nenne ich politische Bildung.

Schilda an der Ilm – Aus dem Sudelbuch III 

22. September 2021

Deutschland schnappatmet über den Mord in der Tankstelle (strafbar nach § 211 StGB). Ich versuche, mir das Geschehen vorzustellen: Will einer fürs Tanken bezahlen. Wird von einem Bürschlein hinter der Plexiglasscheibe angepöbelt, er solle gefälligst die Maske aufsetzen, sonst hole er die Polizei. Der Kunde verlässt die Tankstelle. Das Bürschlein ist sich sicher, dass nix passieren kann, denn der Tankvorgang nebst Nummernschild wurde videografiert. Doch der Kunde kommt wieder. Erneut sieht sich das Bürschlein zum Pöbeln berechtigt, nicht ahnend, dass dies das letzte Mal sein wird. So ungefähr wird es sich abgespielt haben.

Mord in der Tankstelle (2): Gutmensch weiß es. Der Täter muss ein Querdenker sein, aber zumindest ein AfD-Sympathisant. Deswegen müssen alle Demokraten zusammenstehen und das Waffenrecht verschärfen. Wie in Kriegszeiten: Wer Waffen hatte, wurde hingerichtet.Mord an der Tankstelle (3): Die Belehrung durch einen der kleinen Kriecher war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Das Medien-Palaver über die Mordtat verdeckt, was ihr Anlass war – das Lebenmüssen in einer absurden Welt.

21. September 2021

In der Konditorei Steineke am Markt in Halberstadt wird man angeschnauzt, wenn man unaufgefordert den Verkaufsraum betritt („draußen warten!“). Ich ging wieder raus, wartete aber nicht, so dass mir weitere Belege dieses freundlichen Familienbetriebs erspart blieben.

Halberstadt (2): Der verheerende amerikanische Luftangriff erfolgte am 8. April 1945. Einen militärischen Grund für diese Verwüstung gab es nicht, einen politischen dagegen schon: Es sollten, solange es ungestraft möglich war, soviel wie möglich Kultur zerstört und Deutsche getötet werden. Heutige Reiseführer eiern herum, wenn sie den trostlosen Zustand der Innenstadt erklären sollen.Halberstadt (3): Wie die Stadt einmal ausgesehen haben könnte, kann man im benachbarten Quedlinburg studieren. In einem dortigen Café werde ich freundlich bedient.

20. September 2021Zappen Sie weiter, hier gibt’s nichts zu sehen.

19. September 2021

Vorwintertag in Schilda. Ich begegne einigen wenigen Passanten, die keine Hiesigen sind. Man erkennt es an den unentschlossenen Bewegungen und an den unters Kinn geklemmten Gesichtsmasken. Das ist die neue Ich-habe-verstanden-Geste.Der Krach in der sonntäglich toten Schillerstraße stammt nicht aus der Großbaustelle, sondern wird von einer greisen Band erzeugt, die den Untergang der DDR vermutlich nicht mitbekommen hat.

18. September 2021Beim Aldi in Schilda gibt’s den alljährlichen Oktoberfestblödsinn. Von mir sehnlich erwartet, sog. Bierstengl. Dieses Jahr in den Varianten „Laugen Brezelino“ und „Bio-Bierstegel. Wiesn Schmankerl“. Kaufe beide, zunächst in Versuchsgebinden (beide außen Pappe, innen zelophanverschweißt). Nach dem praktischen Test steht für mich fest: Die mit dem albernen italieniserten Namen passen, wenn man sie in ungesalzene Butter in Raumtemperatur stippt zu jeglichem Blaumacher, die politisch korrekte Variante knirscht nicht mal, wenn man draufbeißt und ist sicher ein treffliches Zubrot zu alk-freiem Ökobier. Ich stelle mir vor, dass der grün-ambitionierte Innenstadttrachtentrinker hierzu zertifizierte Krachlederne aus Biobaumwolle (mit Ablaufdatum) trägt.Insa-Chef Hermann Binkert aus Erfurt sagt im Auftrag der Sächsischen Zeitung voraus, dass die AfD in Sachsen die Spitzenkraft sein wird. Könnte sein, ist aber nicht so sensationell, wie es manchem scheinen mag. Mich interessiert mehr, wie dieses wahrscheinliche Ergebnis möglichst weit nach unten gefälscht werden wird. Das wird Binkert, den ich mit gutem Grund nicht frage, auch nicht so genau wissen. Ich schon.

16. September 2021

Der Oberbürgermeister von Schilda, Kleine heißt der Mann, lässt mir via Bildschirm nahelegen, das Fliegen zu unterlassen, um unser Klima in Schilda zu retten. Wusste gar nicht, dass man von hier abfliegen kann, wenn man dem täglichen Irrsinn entfliehen will.

Schilda (2): Das Städtchen an der Ilm ist das Freiburg des Ostens.

Male mir aus, einen Maskenball zu veranstalten. Bin sicher, dass alle verbliebenen Freunde sich nach meinem Wohlbefinden erkundigen würden. 18 Monate Corona-Wahn haben das Umfeld neu strukturiert.

Der Impftod scheint ein neues Modewort zu werden. Das Wort war mir schon länger geläufig, auch wenn Word es nicht akzeptiert (vermutlich, weil Bill G. davon nichts wissen will). Impfdurchbruch hingegen ist neu. Es ist die politisch korrekte Umschreibung dafür, dass die Impfung vor einer Ansteckung nicht schützt.
Wenn einer unter konvulsivischem Äußerungszwang leidet, müssen alle anderen, die ebenso heißen wie er (siehe Suchmaschine), darunter leiden, denn ihre Freunde fragen: Sag mal, hast du se noch alle?

15. September 2021

Kompletter Nonsens: Nach einer G2-Party (nur nachweislich Geimpfte und Genesene) werden in Münster unter den Ex-Teilnehmern 75 Infektionen gemessen (erkrankt ist übrigens niemand). Das bedeutet: Hier wird erneut zum großen Lockdown geblasen, denn jetzt steht für die Zeugen Corona fest, dass die Seuche durch Impfungen nicht aufzuhalten ist. Deswegen lautet das Motto: Weiterimpfen.

Kompletter Nonsens lässt sich steigern: Der Impf-Spahn verkündet, dass die Geimpften und die Ungeimpften vor den Ungeimpften geschützt werden müssen. Dabei würde es völlig ausreichen, die Bürger vor diesem Mann zu schützen.Neues aus der Wahlbeeinflussung: Nach dem Abklingen der Bärbock-Besoffenheit setzten die Mainstreamer auf die Gleichrangigkeit der drei Kandidaten. Damit bringen sie zum Ausdruck, dass es nicht nur egal ist, was man wählt, sondern dass man genauso gut zu Hause bleiben kann. Dieser Eindruck ist erwünscht, denn das sind Bürger, denen man Restverstand zutraut (vulgo: Nazis).

14. September 2021

Über die Kandidat von Ulrich Schödlbauer habe ich Tränen gelacht. Für die ein oder zwei Leser, die im Ruhrgebiet nicht zu Hause sind, hier als Sprechübung: Kan-di-dat?

Kan-di-dat (2): Die Antwort heißt Nein. Denn sie ist blöd. Besonders gefährlich ist: Alle wissen es, nur sie selbst nicht.Kan-di-dat (3): Nein, ich bin nicht frauenfeindlich. Ich liebe Frauen, bin aber gewiss, dass dieses Bekenntnis heutzutage Anlass ist, um als frauenfeindlich beschimpft zu werden. Zum Trost: Leute, die sich so äußern, sind nicht die Frauen, die ich liebe. Was an der Grundaussage nichts ändert.

13. September 2021„Dann ist ja auch schrecklich, dass wir in einem Land leben, in dem nicht nur Bildungswillige leben, sondern auch hinreichende Zahlen von Bekloppten.“ Sagte der Namensgeber der ehemaligen Stasiakten-Behörde just in Rostock. Doch wen meinte er? Und in welche seiner Kategorien gehören die Gender-Professorinnen und ihre Groupies? Und erst Annalena pp.? Und die ganzen weiteren Studienabbrecher in Politik und Medien? Fragen über Fragen.

Bildungsbeflissene & Bekloppte (2): Beim Einparken sehe ich aus dem Augenwinkel, wie zwei ältere Knaben das AfD-Plakat von der Laterne vor meinem Wohnhaus herunterholen wollen. Bevor ich mich an den vergeblichen Bemühungen des hoffnungsfrohen Nachwuchses, eine praktische Aufgabe mit Hilfe eines Stubenbesens zu lösen, mit Genuss weiden kann, kommt ein Mann mit Hund über die Straße und sagt mit ausreichender Lautstärke: Wenn ich nachher hier vorbei komme, und das Schild hängt nicht mehr da, kriegt ihr ne Anzeige wg. Sachbeschädigung. Und geht weiter. Spätabends hängt der AfD-Kandidat immer noch oben.

Bildungsbeflissene & Bekloppte (3): Es ist in den Rubriken viel vom stattgehabten Kandidaten-Dreier die Rede, den man im Fernsehen präsentiert hat. Für die Bildungsbeflissenen ist keiner von den Dreien wählbar. Bleiben, wenn der allseits beliebte Ex-Präsident recht hat, nur noch die Bekloppten als potenzielle Wähler übrig.Bildungsbeflissene & Bekloppte (4): Die Kommentare in den Medien weisen aus, dass die Mehrzahl derer, die da kommentieren, keinen der drei für wählbar halten. Stattdessen fallen die Namen von zwei Frauen, die zu recht als chancenlos eingeschätzt werden, Kanzler der Republik zu werden. Wenn also von den drei Gesetzten und den beiden für geeignet Gehaltenen keiner es wird, muss das Bewährte bleiben.

12. September 2021

An Sonntagvormittagen fühlen sich Leute, die sich keineswegs zum engeren Freundeskreis zählen dürfen, zu Anrufen veranlasst. Sie wähnen den Angerufenen unbeschäftigt und versorgen ihn mit Nachrichten, auf die er nicht gewartet hat.

Vom hiesigen Schilda an der Ilm erfuhr ich auf diese Weise, dass in einem der Kindergärten vor Tagen Corona ausgebrochen sei, worauf die fürsorgliche Gesundheitsverwaltung über das Personal, die Kinder, deren Eltern und Geschwister die Quarantäne verhängt habe.

Maßnahmen (2): Bei näherem Hinsehen reduzierte sich der mitgeteilte Seuchenausbruch auf einen etwas schlichteren Sachverhalt. Eine der Kindergärtnerinnen, zweimal geimpft und am Morgen wie gewohnt negativ getestet, fühlte sich mittags nicht wohl und ging deswegen nach Hause. Vorsorglich testete sie sich erneut, diesmal mit positivem Ergebnis, was sie der Kindergartenleiterin mitteilte, die es an die Obrigkeit weitergab, welche, siehe oben, Maßnahmen traf.

Maßnahmen (3): Besser einer zu viel als einer zu wenig, ist eine Denkhaltung, die in totalitären Systemen eine Selbstverständlichkeit ist.Maßnahmen (4): Das breite Publikum – von den Massenmedien an den Rand der Debilität geführt – hat sich daran gewöhnt, die Maßnahmen für richtig zu halten („besser ist es“). Erst wenn der Einzelne selbst der Betroffene ist, stellt er die einzig richtige Frage: Hat man mir die ganze Zeit etwas vorgelogen? Wenn er damit fertig ist, fragt er: Warum?

11. September 2021

Wenn sich zwei Bankräuber wg. der Beute öffentlich in die Haare kriegen, hat das fürs geprellte Publikum den Effekt, den man mit Häme am besten umschreibt. Das hat natürlich nichts damit zu tun, wenn plötzlich ein gewisser Soros und Black Rock sich zum Gaudi des nicht-investierenden Publikums öffentlich beharken. Parallelen kommen schon deswegen nicht in Frage, weil es sich im letztgenannten Fall nicht um Täter, sondern um Wohltäter handelt.

Häme (2): Dem Menschenfreund Soros missfallen die Chinaaktivitäten von Black Rock außerordentlich. Amerikas nationale Interessen gerieten hierdurch in Gefahr. Man liest und stutzt. War der Ex-Ungar nicht bis vor kurzem ein erbitterter Feind des Leuchtturms der nationalen Interessen Donald Trump? Wenn die Fortführung der Anti-Chinapolitik unter dessen Amtsnachfolger diese Kehrtwende verursacht hat, darf man dann vermuten, dass Soros im Weißen Haus bessere Karten hat als Black Rock? Keiner weiß es. Vielleicht hat Soros auch nur größere Anteile in der amerikanischen Kriegsindustrie, zu deren Vorteil im Moment der größte Militärhaushalt beschlossen wurde, den die USA je hatten.Häme (3): Noch immer bewegt Pimmel-Grote aus Hamburg die alternativen Netze. Das ist nicht weiter überraschend. Mir fiel lediglich auf, dass dies ein reines Männerthema zu sein scheint. Frauen fassen sowas nicht an. Um es einmal so zu sagen. Das Thema.

10. September 2021

Die R&V-Versicherung ließ abfragen, wovor sich die Deutschen am meisten fürchten. Die Spitzenängste drehen sich um Steuererhöhungen, Lebenshaltungskosten und Zuwanderung. Da kann man nur sagen: Alles Nazis.

Nazis (2): Vor wenigen Tagen bekam ich den Roman von Juli ZehÜber Menschen geschenkt. Die Protagonistin flieht im Jahr eins von Corona wegen einer Beziehungskrise aus der Wohnung in Berlin Kreuzberg in ein verwahrlostes Haus in der Prignitz. Ihr Nachbar dort ist ein Nazi-Brutalo, der auf 300 Seiten erstaunlich menschliche Züge entwickelt. Zum Glück kommt er zum Schluss um. Nicht auszudenken, wenn das nicht passiert wäre.

Nazis (3): Die Redewendung „man wird doch wohl noch sagen dürfen“ stammt angeblich von Leuten, die sich dem Sprechdiktat nicht beugen mochten. Jetzt ist sie leicht verändert von Mainstream übernommen worden: Seht mal, man darf in Deutschland so gar einen Roman schreiben, wie es Mme. Zeh gerade tat („ein großer Roman“) und bei Bertelsmann veröffentlichen.

Wer einen Innenminister als Pimmel bezeichnet, muss damit rechnen, dass umgehend seine Wohnung durchsucht wird. Das ist unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtmäßig, doch das ist gar nicht mehr der Maßstab. Es geht um Einschüchterung.

Pimmel (2): Selbstredend weiß ich, was das Wort bedeutet, doch ich muss mich einen Moment besinnen, wann und wo ich es zuletzt hörte. Es muss in meiner frühen Kindheit gewesen sein und hatte mit mangelnder Größe zu tun. Es war ein Synonym für lächerlich klein und – weil es damals noch zwei klar unterscheidbare Geschlechter gab – auf Mädchen nicht anwendbar.Pimmel (3): Der Mann, den man aktuell nicht so bezeichnen darf, ist der Hamburger Innensenator A. Grote. In etlichen Kommentaren der sog. sozialen Medien firmiert er bereits als A. Pimmel Grote. Der Mann hat offenbar nicht das Format (in jeglicher Hinsicht), um unwiderlegbar den Beleidigern durch ein Seht-her das Maul zu stopfen.

Zu den Vorteilen des Zentralismus (europäische Lösung) gehört es, dass überall dasselbe gilt. So die Abstandsregel. Zuweilen bereitet die Umsetzung etwas Mühe, so zum Beispiel im Duschraum des Schwimmbades. Die Duschen neu zu installieren, ist offenbar im Jahr zwei von Corona nirgends gelungen, und das mechanische Abstellen jeder zweiten Dusche wurde von den Schwimmbad-Erbauern kursichtiger Weise auch nicht vorgesehen. Also behilft man sich mit infektionsgerechter (abwaschbarer) Beschilderung. Da man die Schilder mühelos abnehmen und umdekorieren kann, gelingt es, eine Duschecke für alle zu installieren. Erstaunlich ist, dass das nach getaner Tat offensichtlich niemand absonderlich findet.

9. September 2021

Der Zweck der Veröffentlichung von Umfragen über Wahlabsichten dient den veranstaltenden Instituten (als Einnahmequelle) und den Medien (als Palavergegenstand). Beide sind überzeugt, auf diese Art Einfluss ausüben zu können.

Wahlmanipulation (2): Ein seriöser Beobachter würde rückfragen: Wie kommen Sie beim Zugrunde-legen Ihrer eigenen Zahlen auf die Idee, dass beispielsweise die CDU zwischen Ende Juli und Anfang September rund ein Drittel ihrer Wähler verloren hat. Erdrutsche im Meinungsklima – in diesem Fall bei mehren Millionen Deutschen – pflegen einen konkreten Auslöser zu haben. Habe ich etwas nicht mitbekommen?

Wahlmanipulation (3): Wenn man annimmt, dass die neuen Zahlen eine Art Handlungsfaden für Wahlfälscher sein sollen, wäre das mit Sicherheit eine Verschwörungstheorie.Wahlmanipulation (4): Die Entscheidung der Wahl findet weniger an der Urne, sondern auf den Meldewegen statt. Gibt es hier einen Grundkonsens, ist jedes gewünschte Ergebnis machbar. Auch das ist eine Verschwörungstheorie.

Vielleicht waren unsere germanischen Vorfahren nicht ganz so tumb, wie man sie gemeinhin darstellt. Ihren Mythen kannten ein Ende, die Götterdämmerung.

Götterdämmerung (2): Wenn man sich vorstellt, dass die Multimilliardäre die Götter der Gegenwart sind, und jeder nun mit ansehen darf, wie sie den Endkampf unter sich ausfechten, drängen sich Parallelen auf.Götterdämmerung (3): Dass Bill Gates offenbar auf der Abschussliste der Titanen steht, fiel mir im Frühjahr auf. Jetzt fand ich einen weiteren Hinweis von Elon Musk, der, ins Olympische gewendet, als Hallodri unter den Göttern an der Spitze des Verfolgerfelds steht. Selbst wenn der Tweet ein Fake sein sollte, beschreibt er die Position der Kontrahenten ziemlich zutreffend.

8. September 2021

Was schreiben Sie gerade?, ist die Frage, die ich in den letzten Tagen am meisten gehört habe. Das ist nicht ohne Witz, wenn man soeben ein 300-Seiten-Buch herausgebracht hat. Die Antwort Nichtswäre blöd. Man ist schließlich ein Autor und will sein Publikum bei Laune halten. Also sage ich, ich recherchiere gerade. Das klingt emsig, und weil ich kein Thema angebe, klingt es auch noch ziemlich geheimnisvoll.

Bei Stephan Paetow lese ich, dass rund 4 Mio. die abendliche Tageschau gesehen haben sollen. Das liegt etwas über Bildzeitungs-Niveau. Rechnet man bei Bild die Schlagzeilen hinzu, die beim Einkauf den Wagenschieber vom Regal aus anschreien, liegt Bild deutlich vorn.

Bild (2): Einigen wenigen Mitarbeitern empfahl ich seinerzeit die Bildzeitung zur Morgenlektüre. Dann störten sie wenigstens bis zur Mittagspause den Dienstbetrieb nicht.

Bild (3): Wenn ich ein gebrauchtes Buch von Privat via Internet bestelle und es beim Auspacken in eine Zeitung eingewickelt finde, versuche ich mir vorzustellen, warum das Buch in den Verkauf kam. Ist die Zeitung eine Bildzeitung, bin ich in der Regel ratlos.

Bild (4): Da es im überbordenden Maße sog. Medienstudiengänge zu geben scheint, habe ich Verständnis dafür, dass die Beteiligten nicht für Zeitungen schreiben, sondern über Zeitungen. Deswegen verwunderte es mich kaum, als ich wissenschaftlich begründet fand, warum das Busenmädchen auf Seite eins der Bild verschwinden musste.

Als das Wort Kulturschaffende vor einiger Zeit auftauchte, hielt ich das zunächst für eine witzige Persiflage einschlägigen DDR-Vokabulars, war es aber gar nicht, sondern eine Wiederkehr. In der Ehemaligen nannte man Leute so, die per Wort oder mit handwerklichem Geschick die lichte Zukunft illustrieren konnten. Heute ist das wieder so. Doch gibt es auch ein Mehr. Das kommt daher, dass der ehemalige Westkünstler sich befleißigte, ununterbrochen die bösen Geister der Vergangenheit zu beschwören. Der gegenwärtige Kulturschaffende hat neben der lichten Zukunft nun auch die bösen Geister übernommen, letztere aber aus der Vergangenheit befreit, so dass sie den konsumierenden Zeitgenossen ununterbrochen ängstigen können.

In Sachsen werben die CDU-Direktkandidaten an den Laternen, ohne das Kürzel CDU zu erwähnen.

Im Buch Corona-Diktatur schrieb ich vor kurzem im Zusammenhang mit Merkels Handstreich auf das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten über den regionalen CDU-Vorsitzer, dass man sich dessen Namen nicht merken müsse. Jetzt hängt er unter Namensnennung im Weimarer Land an den Bäumen und will in den Bundestag. Merke: Hat einer sich für seine Partei als blamabel unfähig erwiesen, versucht man, ihn in den Bundestag zu entsorgen.Vor meiner Haustür fand ich an der Laterne in Greifhöhe den Linken-Spitzenmann (die sog. Fleurop-Suse), deutlich überragt und außer Reichweite vom AfD-Kandidaten.

7. September 2021

Die Stadt Portland an der US-Westküste, wo der Straßenmob und die sog. Demokraten eine Symbiose bilden, verhängt einen Handelsboykott gegen Waren aus Texas. Der Grund: Das dortige Abtreibungsverbot verstößt nach Auffassung der in Portland Herrschenden gegen die Menschenrechte.

Texas (2): Die gleichnamige Stadt lockt mit einem gigantischen Steuergeschenk die Firma Samsung zum Bau einer Chipfabrik herbei. In D werden derweil die Steuermilliarden für Elektrospielzeuge der Firma Tesla in den märkischen Sand gesetzt.

6. September 2021Es tritt eine aus der FDP-Fraktion in Thüringen aus. Da waren’s nur noch vier und keine Fraktion mehr. Sagt deren Vorsitzer, dass das nichts mache. Zumindest spart der Steuerzahler, denn die doppelten Diäten, die das Parlament seinen Fraktionsvorsitzenden zuschiebt, sind für den Mann Geschichte. Das Mitleid ist begrenzt, denn mit etwas Rückgrat könnte er noch heute der Ministerpräsident des Landes sein – unabsetzbar bis zum Ende der Legislaturperiode.

5. September 2021

Leere: Die Bild bringt am Sonntag eine weiße Seite mit dem Hinweis, das sei der Platz für ein Interview mit Annalena Bb. gewesen. Besser lässt sich deren Kompetenz kaum darstellen.

Bild (2): Da ich nie Leser dieser Zeitung gewesen bin, kann sie mich demzufolge auch nicht zurückgewinnen. Ich ahne allerdings, dass die neuen amerikanischen Eigentümer von Springer Kohle sehen wollen. Daher das auffällige Abstandnehmen von Mainstream.

Ein Krankenbesuch wird überraschend verlängert. Das Auto gibt keinen Mucks mehr von sich. Ich tippe auf die Batterie, doch nicht einmal die Heckklappe lässt sich öffnen, um als Notnagel das Fremdstartkabel rauszuholen. Kein erbaulicher Zustand am späten Abend in der Thüringer Mittelgebirgseinsamkeit. Nach kurzer Beratung der Gastgeber erscheint einer aus dem Nachbardorf mit Batterie und Kabel. Während wir noch kramen, erzählt er von seinen Protestaktionen in der letzten Woche. Dann grinsen wir uns an, das war’s.

Batterie (2): Jahrzehnte der Autopraxis haben mich gelehrt, dass diese notwendige Kraftquelle ein Schwachpunkt ist. Doch ein modernes Auto, dass sich bei Batterieausfall weder öffnen, geschweige denn anschleppen lässt, das ist eine unnütze Addition von Störquellen. Gefährlich sind sie zudem.

4. September 2021

Dresden: Wenn einer über 250 km anreist, nur um mich sprechen zu hören, muss er wohl ein hartnäckiger Fan sein oder ein Dienstreisender.

Beim Hotelfrühstück klärt mich ein vorbeigehender Gast („Sie kenne ich doch“) über Hegel und die AfD auf. Ich stehe nicht auf, um ihm zuzuhören, denn das Ei, das ich gerade löffle, ist recht flüssig. Die Distanz bewirkt, dass die Ansprache in Saallautstärke stattfindet. Die zur Schau gestellte Reserviertheit der Mitesser an den anderen Tischen erscheint mir nachvollziehbar.In Pulsnitz in der Lausitz entdecke ich in einer großen Gärtnerei, in der ich mit landesüblichem nackten Gesicht eine große Papier-Tüte voller frischer grüner Bohnen kaufe, ein Schild, das sodann diskret den Besitzer wechselt.

3. September 2021

Die Lutherstadt Wittenberg verdankt ihren etwas angeberischen Namenszusatz der verblichenen DDR. Man besann sich auf das beste, nämlich sozialistische Deutschland, das es je gab. Der Luther-Name hat überlebt. Im Lutherjahr gab’s dann ordentlich Knete aus der Bundeskasse. Die Stadt ist heutzutage ein Schmuckstück. Doch deutlich ist die Diskrepanz zwischen Andenkenläden und der vornehmen Zurückhaltung der Kirchenoberen gegenüber ihrem Reformator. Ihnen ist dieser kluge und derbe Mann peinlich (Nazi-Verdacht).

Luther (2): Der Künstler und Geschäftsmann Lucas Cranach wohnte und arbeitete in einem stattlichen Gebäudekomplex am Markt (heute sehenswert restauriert und als kommodes Hotel ohne Fernseher genutzt und nutzbar). Cranachs Werk hat unsere bildliche Vorstellung der Reformationszeit geprägt. Wenn ich die Augen schließe und an Luther & Co denke, habe ich Cranach-Bilder vor Augen.

Luther (3): Für meine Kitschsammlung erstehe ich in einem weltlichen Laden einen 10 cm hohen Porzellan-Luther: Kutte mit starker zentraler Vorwölbung, Bibel unter dem Arm, Barett mit Ohrenklappe, selbstbewusste Züge mit einem Schuss Dreistigkeit.

Nochmal Wittenberg: Ein erstaunliches Publikum wartet daselbst auf mich. Es ist 20 Jahre jünger als üblich. Fast alle kennen einander. Als ich später an einem der Tische sitze, höre ich mehr als genug von den Ausschreitungen der Obrigkeit im Namen von Corona gegen die Untertanen, die man früher einmal als die Bürger bezeichnete.

2. September 2021

Auf den Personen-Plakaten der Grünen herrscht hellgrüner Nebel vor.Plakate (2): Die Personen-Plakate der SPD weisen in Aufbau und Farbgebung verblüffende Ähnlichkeit mit einschlägigen Exponaten aus der frühen Sowjetunion auf (links; rechts die moderne Zeller-Variante).

1. September 2021

Der Tag ist nach wie vor ein Solist im Jahr. Der Kriegsbeginn 1939 veranlasst den gemeinen Gutmenschen zu Zerknirschungsritualen. Ich empfinde eher grimmen Ärger über den unfähigen Kanzler, der weder die Einkreisung Deutschlands, noch die Stärke der feindlichen Kriegskoalition richtig einzuschätzen wusste und das Land durch seinen Größenwahn ins Verderben stürzte.

Einkreisung (2): Man stelle sich auf den Brocken, drehe sich um 360 Grad und stelle sich die Frage, mit welchem der Anrainer es die Kanzlerin nicht versemmelt hat.Einkreisung (3): Selbst die Luxemburger riskieren eine große Lippe, von den Polen ganz zu schweigen.

31. August 2021

An das Nachbartischchen des Lieblingscafés in Rom setzt sich ein Mann, der eine bauchige Papiertüte neben sich abstellt. Er entnimmt der Tüte einen kleinen Stapel Bücher, offensichtlich neue Bücher, deren Umschläge er genüsslich streichelt. Dann wägt er die Bücher in der Hand ab, wählt eines aus und liest sich fest. Die winzige Tasse bleibt unberührt. – Befriedigt stelle ich fest, dass es auch anderswo Leute gibt, die das Erlebnis des neuen Buches kennen. Unbedingte Requisiten sind eine gut bestückte Buchhandlung und ein Café in der Nähe. Ich kannte mal so einen Ort in Berlin-Dahlem. Dafür machte ich auch unbequeme Umwege. – Als der Hermes-Bote mit einem Bücherkarton kommt, den er in den Hausflur wirft, fällt mir plötzlich das Römische Café ein. Verrückt, aber wahr.

Und nun zum Wetter: Der August endet, wie er begonnen hat, dicht bewölkt und kalt. So eine Art Hochsommerwetter am Rande eines deutschen Mittelgebirges. Nachts am Schreibtisch dicke Socken angezogen.

Beim nächtlichen Lesen einige Zahlen bemerkt: Die Grippe-Saison 2020/21 betraf 854 Infizierte. Es wird nicht einmal ein vager Versuch unternommen, das de-facto-Verschwinden der Grippe zu erklären.

Zahlen (2): Es sind seit März 2020 rund 92.200 Leute an oder mitCorona in D gestorben. Diese Zählweise „an oder mit“ des amtlichen Gesundheitswalters Lothar W. ist so blödsinnig, dass einen das Fremdschämen überkommt.

Zahlen (3): Nun haben deutsche Mediziner und Statistiker die hierzu vorgelegten Quellen nachvollzogen und kommen zu dem Ergebnis, dass die eigentlich interessante Zahl, also an Corona verstorben, bestenfalls 20 % ausmache. Dann sind wir bei 18.440 Corona-Toten.

Zahlen (4): Die US-Gesundheitsbehörde hat offenbar dieselbe Arbeit nunmehr erledigt. Sie sagt, das rund 5 % der gemeldeten Toten an Corona gestorben seien. Auf D übertragen, bedeutet das 4.610 Corona-Tote.Zahlen (5): Die Grippesaison 2017/18 galt als schwer. In ihr wurden rund 25.000 Grippetote gezählt. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Die Kaste ohne Maske: Das ist klar, man ist unter sich. Es ist eine Lage nationaler und so weiter, und von Tragweite ist sie auch. Kann mir das gestelzte Gefasel nicht mehr merken.Ohne Maske (2): Bei der Dame in Violett sehe ich nicht mal einen Slip. Kann man verstehen, denn Covid-19 überträgt man mehr oben und nicht unten.

30. August 2021

Schubert-Nachklang vom Vortag: Nachts Kontrollblick in die Luther-Bibel. Du sollst Vater und Mutter ehren. Die 80jährige Schubert hatte ihr Leben lang angenommen, da stünde: Du sollst Vater und Mutter lieben, bis eine junge Pastorin sie korrigierte. Offenbar fiel ihr danach ein Stein vom Herzen.

Schubert (2): Ihr jüngstes Buch, das sind wieder diese kurzen Geschichten. In einigen die Mutter im Mittelpunkt einer dramatischen Mutter-Tochter-Beziehung. Doch das wäre, wenn es nur das wäre, nicht viel. Es sind die Beobachtungs- und die Erzählkunst, die sprachlos machen.

Bibel (2): Aber auch das: Im Luther-Text im Anschluss an die 10 Gebote einfach weitergelesen. Sozusagen die Nebenbestimmungen des Rechts. Davon hörte ich während meiner Schulzeit nie.

Bibel (3): Arbeits- und Sachenrecht, archaisch: Gibt der Herr dem Knecht ein Weib und lässt er den Knecht im siebten Jahre frei, fällt das Weib an den Herrn zurück. Gefällt es dem nicht, gibt er’s an seinen Sohn weiter. Stelle mir vor, dass das den einen oder anderen Vater-Sohn-Konflikt auslöste, denn, wenn diesem das Weib auch nicht gefiel, hatte er womöglich einen Ladenhüter am Bein.Bibel (4): Abschweifung der Gedanken in jene Gegenden, in denen man das Alte Testament noch heutzutage für geltendes Recht hält, selbst wenn die Überzeugten sich Christenmenschen nennen. Wenn man das weiß, reduziert sich das Verwundern. Nebenbei bemerkt: Die Unterschiede zum Koran sind bestenfalls geschmacklicher Art.

29. August 2021

Vor drei Tagen auf Zuruf ein Buch von Helga Schubert gekauft (Globus-Intelligenz-Abteilung). Zum Glück war kein Aufpapper als Spiegel-Bestseller drauf. Hätte es sonst nicht getan. Heute den Tag über gelesen. Ich bin fasziniert von der Erzählkunst.

Schubert (2): Andere, weit ältere Bücher in der Bibliothek entdeckt. Offensichtlich nicht von mir erworben. Eines mit einer Widmung aus den 1970er Jahren. Gelesen und die Portraits der Autorin in den verschiedenen Bänden aus den Jahrzehnten betrachtet. Das wache Gesicht.Schubert (3): So ist ein ganzer Sonntag ins Land gegangen. Mit Lesen und Gesprächen. Abends zum Ausgleich Film mit Peter Sellers.

28. August 2021

Das sind ja wieder tolle Nachrichten aus den USA: Die Arzneimittel-Zulassungsbehörde genehmigt den Stoff von Pfizer (Corminatiy). Gleichzeitig wird mitgeteilt, dass das selbe Gebräu, das von der europäischen Behörde vorläufig zugelassen wurde, weiter verbraucht werden darf. Das ist nicht ohne Reiz, denn nur der (endgültig) zugelassene Stoff unterliegt der dortigen Produkthaftung, der andere tut es nicht. Der Unterschied wird so begründet: Niemand muss sich mit einem Versuchsprodukt impfen lassen.

Versuchskaninchen (2): Ob der Impfling (schönes Wort) mit dem einen oder dem anderen Stoff geimpft wird, kann er theoretisch erkennen, wenn er sich die Pulle zeigen lässt. Wäre ich der Impfstoff-Hersteller, würde ich entdecken, dass ich noch unbegrenzt viele Etiketten für den Versuchsimpfstoff von Biontec/Pfizer besitze, die nur darauf warten, aufgeklebt zu werden.

Versuchskaninchen (3): Die Zwangsimpfung mit Versuchsmedikamenten ist in den USA und anderswo verboten. Die Gleichstellung des Versuchsimpfstoffes mit der Endzulassung hebelt dieses Verbot de facto aus.

Versuchskaninchen (4): Man kann die Uhr danach stellen, dass sich unsere Gesundheits-Experten darauf berufen werden, der Stoff habe in den USA die End-Zulassung. Lauterbach übernehmen Sie.Versuchskaninchen (5): Passend wäre jetzt eine weitere Impfkampagne der Bundesregierung unter dem Motto „Das Sterben der anderen“.

In Ramstein sind mittlerweile Zehntausende von Afghanen, von der US Air Force entsorgt.

Mit der Waffe in der Hand: Das sieht man in D nicht oft, dass ein deutscher General mit dem schussbereiten Sturmgewehr zu den Reportern im Inland spricht. So gestern Brigadegeneral Jens Arlt, der die übers Knie gebrochene Afghanistan-Aktion der Bundeswehr kommandierte, von der er zurück ist.

Bewaffnet (2): Wo bleibt da die Gutmensch-Presse mit ihren Friedlichkeits-Empörungsritualen? Denn der Mann sieht nicht so aus, als wäre er gerade auf einer Ich-bringe-die-niedlichen-Mädchen-zur-Schule-Mission gewesen. Der hat noch andere Bilder vor Augen. Er trägt das Gewehr so, dass er sofort damit schießen kann.Bewaffnet (3): Der Auftritt von Arlt ist ein demonstrativer Akt eigener Art (seine ordnungsgemäße Waffe sei eine Pistole, so sagte mir gerade ein Con-General). Für mich stellt der Auftritt klar, wer hier der Waffenträger der Nation ist. Eine Begrüßung durch diejenigen, die den sinnwidrigen Einsatz befohlen haben, ist offensichtlich entbehrlich. Dennoch ist die Dame mit dem verwirrenden Namen erschienen. Vermutlich war sie mit dem Flammkuchenbacken fertig.

26. August 2021

Während die Grünenspießer sich am deutschen Liedgut laben, teilt der Chef von Pfizer, Albert Bourla, mit, er halte es für wahrscheinlich, dass es eine Virus-Variante geben werde, die den Infektions-Schutz, den sein Impfstoff biete, aushebeln werde. Wie sagt das treffliche Sprichwort? Der kluge Mann baut vor.

Ansagen zum Impfstoff (2): Mit Muße betrachte ich das Gesicht dieses Coronagewinners.

Ansagen (3): Der Bundestag trifft sich, um die Verlängerung des Notstandes zu beschließen. Wurde höchste Zeit, schließlich sind deutschlandweit 800 Leute ernsthaft an Corona erkrankt – für die Zahl übernehme ich keine Garantie. Es gilt der Grundsatz: Zahlen sind Schall und Rauch.

Gleichzeitig erfahren wir aus dem Munde der Gesalbten, dass wir alles richtig gemacht haben. Deswegen müssen wir jetzt ein bisschen zusammenrücken, damit die, die mit uns zusammen alles richtig gemacht haben, ein Plätzchen an Rhein, Main und Spree finden.

Alles richtig (2): Die diversen Zentralräte schweigen vor lauter Zustimmung. Ist eigentlich irgendwie angenehm, dieses Schweigen.Alles richtig (3): Bernd Zeller schickt mir seinen Kommentar:

25. August 2021

Die Grünen haben eine perfekte Selbstdarstellung ins Netz gestellt. Öde Spießer grillen vor ihrem Einfamilienhaus auf dem politisch korrekten Gasgrill politisch korrekte Ekel-Bratlinge.Öko-Spießer (2): Die singen auch noch zu allem Überfluss: „Ein schöner Land in dieser Zeit | Es regt sich Aufbruch weit und breit.“ Man soll ja nicht ständig meckern, aber ich hätte passend gefunden: „Heute roden wir den Westerwald | Und machen dort die Vögel kalt.“

24. August 2021

Universitäre Reinigungskräfte ringen um die Krone des Wahnsinns. Im Moment liegt das Vereinigte Königreich vorn, wo soeben ausgerechnet an der Universität zu Canterbury der Dichter Geoffrey Chaucer (ca. 1340-1400) aus den Kanon englischer Literatur entfernt wird. Seine Canterbury Tales sind nicht die Urstücke englischer Sprache und Dichtkunst, sondern der Beleg dafür, dass der Mann ein Vergewaltiger, Rassist und Antisemit gewesen sei.

Cancel (2): Germanisten aufgepasst. Das dürfen wir nicht auf uns sitzen lassen. Vom Nibelungenlied kennt man leider den Autor nicht. Er wäre es allemal wert, bei Worms im Rhein versenkt zu werden. Aber was ist mit Walter von der Vogelweide, was mit Wolfram von Eschenbach?Cancel (3): Im Nibelungenlied kommt, soweit ich weiß, kein einziger – na, Sie wissen schon – vor, dafür, wenn ich dem Regietheater glauben darf, jede Menge Nazis. Diese zu entsorgen, wäre die Sache wert.

23. August 2021

Die Ortskräfte der nationalen Zerstörung haben ein neues Kuscheltier entdeckt, den Afghanen. Deswegen demonstrierte die Seebrücke gestern für dieselbe nach in dem Hindukusch.

Für normale Menschen lautet die Lehre aus dem Hindukusch-Desaster: Wir hatten dort nichts verloren. Es ist nur eine winzige Denkleistung notwendig, um zu folgern: Die Leutchen von dort haben bei uns nichts verloren.Exklusiv fürs fortschrittliche Kinderzimmer: der Hindukuschel.
Eine totsichere Methode, den Protest gegen das Regierungshandeln zu beenden, wäre die Besteuerung des Einsichtsvermögens.

22. August 2021

Nun gilt es unter Politik-Experten als ausgemacht, dass seit der Unabhängigkeitserklärung alles Wesentliche aus den USA stammt. So der Grundsatz, der als Basis die Grundlage aller Fundamente bildet. Einfacher ausgedrückt: für Geld kann man alles haben. Das gilt auch für die sog. Cancel Culture, also das Totmachen von Gegenstimmen. Bei Cancel Rent lässt heutzutage derjenige arbeiten, der sich nicht gern die Finger schmutzig macht. Eine amerikanische Erfindung? Nein. Ich denke mal, die Urheberrechte liegen bei Reinhard Mey. Die etwas Älteren unter den schon länger hier Lebenden werden sich an dessen Ballade vom sozialen Aufstieg des Fleischermeisters Fred Kasulzke erinnern.

Der Experte ist einer, der zu Wort kommt, wo nachvollziehbare Erklärungen nicht möglich sind. Sind sie indessen möglich, bedarf es mehrerer Experten, damit die Wahrheit nicht so ungeschminkt ans Tageslicht kommt.

Mein Lieblingsexperte ist der Terrorismus-Experte. Er erklärt nach der Bluttat, warum die so kommen musste. Die richtige Frage an ihn wäre: Warum haben Sie das vorher nicht gesagt?

Im Moment befindet sich der Taliban-Experte auf der Überholspur. Wenn in seinen Ausführungen von Islamistinnen die Rede ist, so reizt das, ihm zuzurufen: Kuck denen mal unter den Kittel. Wenn du anschließend den Kopf noch heben kannst, dann weißt du Bescheid.Man erinnert sich: Vor einiger Zeit wurde unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt. Das wurde jetzt abgeblasen, um das verräterische Wort Freiheit aus der Debatte zu verbannen. Ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Wie sagen doch die Labermäuler seit Jahren? „Wir müssen die Menschen abholen.“ Wie wahr, wie wahr.

21. August 2021

Dass es sich bei Corona nicht um Volksgesundheit, sondern um eine Religion geht, wird einem bewusst, wenn man sich das Verbreitungsgebiet ansieht. Dieses ist identisch mit den Regionen des ehemaligen Christentums. Ebenso wie dieses soll es universell gelten, also eine weltweite Herrschaft beanspruchen. Tut es aber nicht. Auch die Accessoires wurden übernommen: Es gibt eine allgegenwärtige Priesterkaste, gewaltige Geldmengen werden bewegt (diesmal allerdings nicht gen Rom), Bußen auferlegt und ein ewiges Leben versprochen. Lediglich die Zahl der Kamele hat sich dort, wo sie, biologisch gesehen, nichts zu suchen haben, drastisch vermehrt. Aber die Funktion ist dieselbe geblieben: Früher führte man sie zur Krippe, jetzt auch. Und schließlich: Ungehemmt arbeitet die Inquisition. Was noch fehlt, ist ein Fall von Wiederauferstehung.

Schnell noch etwas Weltliches: Morgens um halbsechs ist es am Schreibtisch so kühl, dass ich einen Pullover überziehe. Seit Tagen ist es in Mitteldeutschland herbstlich, nach dem Kalender Hochsommer. Dass es sich hierbei um die Folgen der Erderwärmung handelt, ist das Dogma einer anderen Religion.

Religiöses (3): „die Militäroperation ‚Enduring Freedom‘ in Afghanistan ist vorbei. Die Taliban haben wieder das Sagen. Und was ist jetzt mit den Menschenrechten?“ fragt mich am frühen Morgen Sibylle von der Evangelischen Akademie. Die richtige Antwort, aber nicht für Sibylle, wäre: Nichts, denn soeben erst wurde im Praxistest nachgewiesen, dass die universell geltenden Menschenrechte ein Hirngespinst sind, das außerhalb des Kern-Glaubensgebiets von Europa und Nordamerika lediglich als koloniale Einflusswaffe verwendet worden ist, um nachzuweisen, dass es keinen Kolonialismus mehr gibt. Der Nachweis ist soeben – wieder einmal – misslungen.Religiöses (4): Von Zeit zu Zeit seh‘ ich den Alten gern. Das ist fürwahr eine teuflische Schmeichelei. Andererseits: Wer würde das nicht gern mal gesagt bekommen.

20. August 2021Das neue Zauberwort an der Impffront heißt Booster (sprich: Buhster). Damit wird den zweimal Geimpften klar gemacht, dass das, was man ihnen bislang verpasst hat, nicht so unbedingt schützt, jedenfalls nicht gegen das Virus Sars-CoV-2 in seinen verschiedenen Varianten. Jetzt kriegen die Impflinge ab September eine Zusatzdröhnung, die es ultimativ bringen soll – den Booster. Das klingt ein bisschen nach Porsche Turbo. Witzig auch, dass im Amerikanischen eine der Bedeutungen des Wortes Booster Preistreiberei ist.

19. August 2021

Deutsche Fallschirmjäger und Kommandosoldaten sollen Menschrechtsaktivisten aus Afghanistan rausholen. Zwiefaches Verwundern: (1) Dachte bis gestern, alle deutschen Kampftruppen seinen wg. Naziverdachts aufgelöst worden. (2) Hatte noch vorgestern im Ohr, dass die deutschen NGO’ler mit den Taliban auf Augenhöhe verhandeln wollten. Jetzt haben sie offenbar Schiss.

Deutsche Soldaten mit Kampfauftrag? Wehe, wenn da ein Schuss fällt. Auffällig auch, dass von Soldatinnen nicht die Rede war. Schwangeren-gerechte Sturmgewehre schießen vermutlich nicht geradeaus genug.

Die Oberbefehlshaberin backt derweil Flammkuchen. Das kann man nur loben, denn in dieser Zeit kann sie nichts versemmeln. Die Führerin macht derweil einen auf Mutter der Kompanie. Das wird die Soldaten vom AfD-Wählen kaum abhalten.Über 100.000 US-Amerikaner sind nach Auskunft des Weißen Hauses noch in Afghanistan. Soviel Menschenrechte waren nie. Oder was wollten die dort?

18. August 2021

Monatelang wurde der Staat Israel gelobt, weil er die Impfung der Bevölkerung konsequent durchzog. Biontec/Pfizer lieferten den Stoff der Wahl. Jetzt bestimmen die hohen Infektionszahlen dortzulande die Schlagzeilen. Der große Menschenversuch zeigt also die ersten schlichten Ergebnisse. Diese lauten: Die Impfung schützt vor Ansteckung nicht. Sie bewirkt nicht einmal, dass die Infektionszahlen niedriger bleiben als anderswo – ganz im Gegenteil.

Menschenversuch (2): Eine Massenimpfung mit einem nicht erprobten Stoff ähnelt deswegen nicht dem Russisch Roulette, weil bei diesem bestenfalls Einzelpersonen tot umfallen, die es wegen offensichtlicher Todessehnsucht kaum besser verdienen.

Menschenversuch (3): Der Wissenschaftler am MIT, der aktuell die verheerenden Ergebnisse des israelischen Impf-Haurucks untersucht hat und jetzt einschließlich der alarmierenden Impffolgeschäden öffentlich macht, heißt Refzet Levi. Das ist deswegen nicht ganz unwichtig, da man ihm den Antisemitismus als Motiv kaum wird unterstellen können.Menschenversuch (4): Warum ausgerechnet Israel? Die Antwort, mein Freund, kennt nicht einmal der Wind.

F-Wort: Die Gazetten berichten im Ton der Empörung, dass in Sachsen rätselhafte Schriften gesichtet worden seien. Da hätten Unbekannte das Wort Freiheit mit Hilfe einer Schablone auf die Straßen und Plakatwände gepinselt. Gottlob ermittelt der Staatsschutz.

F-Wort (2): Die Sache ist nicht ganz neu. In den 1950er Jahren gab es die F-Kampagne in West-Berlin, als Unbekannte drei F und das Wort Freiheit in den Abteilen der S-Bahnwagen anbrachten, die notgedrungen durch den Westteil der Stadt fahren mussten. Das frisch installierte MfS ermittelte.

F-Wort (3): Wer hätte das gedacht? Der Ruf nach Freiheit stempelt den Rufer zum Verfassungsfeind. So kehrt das frühe 19. Jahrhundert zurück. Die einschlägigen Staatsfeinde hießen nur ein bisschen anders, man nannte sie Demagogen (Turnvater Jahn und Konsorten, preußischer Ermittlungsrichter war ein gewisser E.T.A. Hoffmann).

F-Wort (4): Statt des F könnte man auch das Doppel-G wählen, denn das ist die gängige Abkürzung für das Grundgesetz.

17. August 2021

Gezeitenwechsel: Früher hatte ich Sorge, mir könnten die Themen ausgehen, heute denke ich, es könnte die Zeit nicht reichen.

Ein langer Tag ist einer, an dem ich abends feststelle, nichts geschafft zu haben. An guten Tagen verfliegt die Zeit im Nu.

Der Unterschied zwischen Gegner und Feind ist Jahrzehnte lang in Abrede gestellt worden. Selbst Feinden wurde der Status des Gegners zugebilligt, ganz so als könne man mit ihnen etwas Vernünftiges aushandeln. Wo Stich- und Schusswaffen regieren, sind die Verhältnisse wieder klargestellt.Feindbild (2): Wenn ich jemanden als Feind bezeichne, zuckt Gutmensch entrüstet zusammen und beeilt sich nach Überwindung der Schrecksekunde, Hilfstruppen anzufordern, die mich fertigmachen sollen.

16. August 2021

Das vor Tagen mit Markus Gärtner geführte Interview zur Corona-Diktatur ist online. Mal sehen, wie lange es dort bleibt. https://www.youtube.com/watch?v=nV3iKgYDU04&t=10s.Angeblich sind wir – wer immer das sein mag – überrascht worden von der Schnelligkeit der Machtübernahme der sog. Taliban. Lese hierzu die tollsten Ansichten, nur ein Thema wird kaum behandelt: Dass es nämlich einen Nationalstaat Afghanistan nur in den Hirnen von West-Weltlern gibt, der seine fiktive Existenz dem Zusammenprall der Kolonialmächte Großbritannien und Russland in jener Ecke der Welt vor rund 150 Jahren verdankt. Die Realität der fünf, sechs Bergvölker, die einander spinnefeind sind, wurde seither souverän ignoriert. Sie werden nach dem Abzug fremder Besatzer erneut für Blutbäder der Sorte Auge-um-Auge Zahn-um-Zahnsorgen. Das ist sicher. Sicher ist auch, dass Gutmensch weiterhin Steuermillionen dort verschwenden wird, um sein Irresein zu bemänteln.

15. August 2021

Politisch korrekter Sonntag: Vormittags vegetarischer Waldspaziergang (= kein Tier gesehen). Schuhe total durchweicht. Das ist die Strafe dafür, dass ich immer noch spanische Sommerschuhe aus Leder trage. Nachmittags zum fair gehandelten Kaffee Milch aus Bayern mit der Aufschrift „klimaneutral“. Na also, geht doch. Abends zum Gin (wieder aus Spanien, obwohl bekannte englische Marke) Tonic von Schweppes (sprich: Sssschweppss). Die Flasche versichert, dass der Inhalt vegan sei. Das Postulat erzeugt Trunkenheit mit gutem Gewissen.

Korrektes Trinken (2): Ich könnte auch einen fröhlich Weißwein aus Portugal trinken. Aber, wenn ich an all die mitverarbeiteten Rebläuse denke…

Korrektes Trinken (3): Das wichtigste – vor allem im Kollektiv – ist die Leichenbittermine, denn Frohsinn kann angesichts der Welt-Uhrzeit (fünf nach zwölf) nicht mehr geduldet werden.Korrektes Trinken (4): Nur noch nach Impfung und mit Maske. Letztere dämpft das Lallen.

14. August 2021

Habe eine Petition unterschrieben. Kein gutes Gefühl dabei. Nicht wg. des Inhalts, sondern weil ich mich als Bürger nicht freiwillig selbst zum Bittsteller degradieren mag. Ich weiß zudem, dass die Petition völlig zwecklos ist. Die Reaktionen meiner Leser waren ungewohnt bitter. Die Zersetzung der Denkenden schreitet munter voran.Zersetzung (2): Vernehmer: Sie wollen also das demokratische System abschaffen! – Beschuldigter: (schweigt). – Vernehmer: Nun gut, Sie haben am 13. August eine Petition unterschrieben, in der Sie die Demokratie in Abrede stellen. – Beschuldigter: Den Corona-Wahnsinn. – Vernehmer: Na also, warum nicht gleich so.

Unpolitisches: Wer den Hopfen nicht von der Gerste unterscheiden kann, sollte sich beim Bierbrauen Zurückhaltung auferlegen.

Unpolitisches (2): Wenn ein Narr den Narren predigt, wird Narretei zum Evangelium.

Unpolitisches (3): Man kann Beliebiges darauf wetten, dass deutsche Professoren im Falle von 1 und 2 das Gegenteil beweisen können.

Unpolitisches (4): Folgt-der-Wissenschaft ist die Beschwörungsformel, die vor dem Veitstanz der Klima- und Corona-Besoffenen lauthals aufgesagt wird.Unpolitisches (5): Bei der Suche nach meinen diversen Impfausweisen – es geht nicht um Corona – finde ich stattdessen in meiner Sammlung von Fahndungskuriositäten einen Internationalen Führerschein. Der Vordruck lautet: Angaben über den Führer. Da kann man nur sagen: Hilfe, da wurde den Anfängen nicht gewehrt. Zum Glück gibt es heutzutage nicht einmal mehr Reiseführer. Wikipedia-Fälscher, übernehmen sie.

13. August 2021

Während andere selbstbeweihräuchernd des Mauerbaus gedenken (frage mich im übrigen, was es da zu gedenken gibt ­­– über die Toten lasse ich mit mir reden –), entdecke ich, das es in D einen Ort 76831 Impflingen gibt. Äächt.

Mauerbau (2): Das Problem Berlin wäre lösbar, natürlich nur rein theoretisch. Früher sprach man von der Insellage (West)-Berlins und es gab das Kabarett Die Insulaner. Jetzt gibt es einen Regierenden Müller.In D nichts Neues.

Nichts Neues, sondern nur ein Nachtrag. Frage: Wie geht’s den Impflingen? Wer sind diese, die Schlange-stehenden oder die Abgefertigten? Fragen über Fragen.

US-Boss Sleepy Joe hat festgestellt, dass es in seinen USA 350 Mio. Geimpfte gibt. Das sieht nach sozialistischer Planübererfüllung aus, denn das Land hat bestenfalls 330 Mio. Einwohner (Zahl ist nicht genau bekannt).

Wenn einer sich um 20 Mio. Einwohner verschätzt, in einem 330 Mio.-Land, das er zu führen vorgibt, nennt man das Demenz oder statistisches Rauschen?Offenbar durch Bidens Aktivitäten angestachelt, wollen Robert Kochs Nachfolger eine Meinungsumfrage abhalten, wie viele Geimpfte es in D gibt. Ich dachte, die würden gezählt. Offenbar ein Irrtum. Bleibt die Frage: Wenn ich als Befragter nun der Meinung bin, dass ich geimpft wurde, obwohl das gar nicht stimmt, bin ich dann geimpft oder nicht?

12. August 2021

Na, also: Youtube sperrt den Arzt und US-Senator Rand Paul wg. seiner Ansichten zur Covid-19-Politik. Welcher Zensor lässt sich schon gern als kleiner Tyrann bezeichnen.

Im US-Staat Oregon (Pazifikküste) wird fürderhin für das Studium nicht mehr der Nachweis benötigt, dass der künftige Student lesen, schreiben und rechnen kann. Das ist dieselbe Weltgegend, wo vor anderthalb Jahren der gewalttätige Pöbel in der Stadt Portland die Macht übernahm – eine Hochburg der sog. Demokraten.

In D nichts Neues.

In Dresden vor einigen Tagen Ein spanisches Testament von Arthur Koestler gekauft. Nach Lektüre im einschlägigen Regal einsortiert, dabei festgestellt, dass dort bereits ein Exemplar stand, das ich im März 1994 las. Damals war ich noch penibel genug, solche Daten im Buch zu vermerken. Erstaunlich bei der jetzigen Lektüre, dass sie keine Erinnerung weckte. Weiß demzufolge nicht, ob ich vor Jahren schon den Verdacht hatte, dass er unmöglich diesen Text während der Haft verfasst haben könnte. Machte mir einen Spaß daraus, die beiden von den Verlagen verfassten Lebensläufe zu vergleichen:

Hübsch auch: Im älteren Text (Fischer-Verlag) begeht Koestler wie in Wirklichkeit Selbstmord. Heutzutage wird das nicht für erwähnenswert gehalten.

11. August 2021

Wir müssen ihre Auflagen nicht akzeptieren, ihre Lockdowns und die ganze schädliche Politik der ganzen kleinen Tyrannen und Bürokraten. Wir können einfach sagen: Nein! Nicht schon wieder (der Arzt und US-Senator Rand Paul).Eine Frau wird in Deutschland wegen Körperverletzung angeklagt, weil sie trotz Positiv-Test ein Krankenhaus betreten hat, um einen Angehörigen zu besuchen. Wer wurde verletzt? Niemand.

10. August 2021

Kanzlermathematik: „Nachdem im Frühjahr die Infektionszahlen gesunken sind und sich im Sommer auf niedrigem Niveau befunden haben, steigen sie seit einigen Wochen wieder an.“ Hier nun die Übersetzung ins Klardeutsche für alle, die sich im Jahreszeitenkalender noch vage auskennen: Nachdem der Sommer vor einigen Wochen begonnen hat, ist er gleichzeitig beendet worden. Aus diesem Grunde war es möglich, dass niedriges Infektions-Niveau und Anstieg gleichzeitig stattfinden konnten.

Kanzlermathematik (2): Wer schwachsinnige Grundbehauptungen akzeptiert, sollte sich über blödsinnige Schlussfolgerungen nicht wundern.Kanzlermathematik (3): Wer mir das Erdenken von Absurditäten unterstellt, hat die Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt von heute Nacht nicht gelesen, mit welcher die heutige Bundländer-Video-Schaltkonferenz eröffnet wird, deren Ziel es ist, die verfassungswidrige Notstandsgesetzgebung über den 15. September hinaus zu verlängern.

9. August 2021

Über den Daumen: 15 Millionen deutscher Bürger schaffen durch ihre Arbeit das Einkommen, aus dem die Fütterungskosten der übrigen 68 Millionen Einwohner entnommen werden. Zieht man von den Alimentierten die Zahl von 15 Millionen ab, die aus Altergründen noch nicht wählen dürfen, so zeigt sich das Missverhältnis innerhalb der Wählerschaft bei allgemeinen und gleichen Wahl in aller Schönheit, nämlich 15 : 53, oder: 1 : 3,5. Mit andern Worten: Die Arbeitenden haben nichts zu bestimmen, und die Alimentierten haben keinen Anlass, dies zu ändern.

Daumen (2): Durch Absenken den Wahlalters lässt sich das Missverhältnis zuungunsten der Arbeitenden mit einem Federstrich auf 1 : 4 verändern.Daumen (3): Da die Arbeitenden durch ihr Wahlverhalten nichts ändern können, braucht die Politik auf sie keine Rücksicht zu nehmen. Von Bedeutung sind vielmehr nur zwei voreinander unterscheidbare Regelungsbereiche: (a) der Brot-und-Spiele-Komplex für die Masse und (b) der Perpetuum-mobile-Komplex für die Selbstbediener. Alle derzeitigen politischen Maßnahmen lassen sich diesen beiden Komplexen mühelos zuordnen.

8. August 2021

Mehr Demokratie wagen: Der Werbeslogan von Willy Brandt hat sich dem halbgebildeten Michel so tief eingeprägt, dass er glaubt, man könne diesen Merksatz auch auf Mensch und Tier übertragen. Das führt zu Fehlvorstellungen über das Abrichten von Hund und Pferd. Da Gutmensch in aller Regel nicht zu Pferd sein Ziel erreicht, sieht er sich berechtigt, moralisch hoch zu Ross, eine Olympiareiterin zu verdammen, die ihr Pferd, wenn auch vergeblich, über das Hindernis zu zwingen versucht.

Hoch zu Ross (2): Den Namen einer Medaillenhoffnung hätte ich mir mit Sicherheit nicht gemerkt – ich hätte ihn nicht einmal zur Kenntnis genommen –, jetzt kenne ich ihn: Annika Schleu. Sie ist blond, weiß und eine Fünfkämpferin im Weltformat. Und ihr wurde ein erprobt ungeeignetes Pferd untergewuchtet. Kein deutscher vollgefressener Sportfunktionär hat protestiert. Mainstream plustert sich stattdessen auf, dass sie das Pferd auf Kurs zwingen wollte, und behauptet, die junge Frau könne nicht richtig reiten.

Hoch zu Ross (3): Das Vorgehen, das sich Gutmensch gegenüber Andersdenkenden, großspurig Folgen erheischend, leistet, ähnelt verblüffend dem, was ihm am Verhalten von anderen so grässlich missfällt. Es ist Erregung im Schutze der Meute.

Fake macht Spaß:  Eine bisher unerprobte Quelle meldet, dass die Linke, um ein Zeichen zu setzen, ihren früheren Vorsitzenden in Wilhelm Pieks hat umbenennen lassen. Das Bild zeigt ihn (noch als Wilhelm Pieck) im Januar 1919 in Berlin, wo er auf offener Straße ein Hoch auf Rätedeutschland ausbringt. Nicht im Bild: Kurz zuvor stand er auf dem Flur des Berliner Hotels, in dem die Gardekavallerie-Schützendivision ihr Hauptquartier aufgeschlagen hatte. Es war der Moment, als die Genossen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht aus ihren Verstecken herausgeholt worden waren und als Gefangene dort eingeliefert wurden, um nach kurzer Identifizierung ihrer Ermordung entgegenzugehen. Lange Zeit habe ich mich gefragt, wer sie wohl verpfiffen und sodann identifiziert haben mochte.
Fake (2): Aus derselben Quelle stammt, dass Buhrow, Kleber & Co von der Rundfunkgebühr befreit wurden.

Sudelbuch II 1.1.-9.6.2021

Am 10. Juni 2021 verschwand das Sudelbuch II bis einschließlich 9. Juni 2021 aus meiner Homepage auf Nimmerwiedersehen. Leser B.S. wollte das nicht einsehen und hat mir eine Rekonstruktion ab dem 1. Januar 2021 übermittelt. Da ist sie:

1. Januar 2021

Noch verschreibe ich mich bei der neuen Jahreszahl, nachdem ich so oft 2020 getippt habe. Beim Betrachten der Neuerwerbungen von A. Paul Weber, fällt die Graphik Vater & Sohn auf den Fußboden. Aus der versuche ich einen Neujahrspruch zu destillieren. Anders, als womöglich vom Künstler beabsichtigt, fällt mir ein: Man kann sich dem rasenden Zug nicht in den Weg stellen, aber eine Weiche sollte man schon in seine Hand bringen.

3. Januar 2021

Über Nacht hat es geschneit. So schnell wirkt die CO2-Abgabe. Nach nur zwei Tagen. Wer hätte das gedacht.

Schnee von gestern: Früher wurde er geräumt. Das war mal, jetzt bleibt er in Weimar, wo er ist, jedenfalls auf den Fahrbahnen. Merke: Die Menschen wollen das so.

Nachts am Schloss vorbeigefahren, um Besucher nach Hause zu bringen. Niemanden gesehen, nicht mal die sonst dort parkenden Autos.

4. Januar 2021

Die Demokratie stirbt an der Gleichgültigkeit ihrer Bürger.

Die montagmorgendlichen Verkehrsgeräusche sind kaum zu hören. Wg. Schnee und Corona.

Hochnebel und völlige Windstille. Frei nach Matthias Claudius: Der Wald steht weiß und schweiget. 

7. Januar 2021

Die Wahlfälscher in den USA haben heute Nacht einen historischen Sieg über das von ihnen beherrschte Volk errungen.

Wahlfälscher (2): Das politische Personal spricht vollmundig von einem Sieg der Demokratie und ahnt nicht, wie dicht es an der Schwelle der Selbstabschaffung steht.

Wahlfälscher (3): Wir werden die Folgen hierzulande zu spüren bekommen, denn Nachahmung ist naheliegend.

15. Januar 2021

Letztes Frühjahr zwei Langzeit-Wetten gegen Leute eingegangen, die was von Politik verstehen. Wette 1: In Thüringen wird im April 2021 nicht neu gewählt – Wette gewonnen. Wette 2: Die Führerin bleibt uns über den September 2021 erhalten – die Chance steigen jeden Tag, an dem wir diese Zahlen haben.

Wette (3): An diesem Wochenende wird angeblich ein neuer CDU-Vorsitzer gewählt. Die Aufregung über den Ausgang der Sache ist in der politischen Klasse beträchtlich. Aber nur dort. Wetten?

20. Januar 2021

Neues aus der Wagenburg: „Zum Beginn des Jahres 2021 ist die Corona-Pandemie von großer Hoffnung geprägt.“ (Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt vom Vortage).

Wagenburg (2): Das Stümperdeutsch der Kanzlerin ist offenbar ansteckend. Siehe oben.

Wagenburg (3): In Washington DC. sollen 25.000 Nationalgardisten die Krönungsfeier von Sleepy Joe beschützen. Soviel Furcht vor dem Bürger war nie.

Wagenburg (4): Die Gardisten sollen nach dem Willen Bidens unbewaffnet auftreten. Sonst sei der Eindruck im Ausland schlecht. Doch ich denke: Soviel Furcht vor den eigenen Wachen war nie.

22. Januar 2021

Purer Zufall: Genau eine Stunde nach dem Amtswechsel im Weißen Haus ändert die WHO ihre Testmethode für Covid-19. Ergebnis: Rund 90 Prozent der bisher als positiv Getesteten haben mit der Seuche nichts zu tun – nicht krank, nicht ansteckend. Ischt over, wie man in EU-Kreisen sagen würde.

Zufall (2): China hat entscheidenden Einfluss auf die WHO. Ob China auch entscheidenden Einfluss auf den neuen US-Präsidenten hat, gilt als umstritten. Für das Erste gibt es Zahlen, für das Zweite gibt es bald nur noch ein Erinnern bei Verschwörungsphantasten.

Kein Zufall: Der eine rackert sich ab und verliert die Wahl, der andere gewinnt sie im Schlaf.

23. Januar 2021

Apropos Wissenschaft: Es fragte der Journalist Boris Reitschuster in der Bundespressekonferenz in dieser Woche die Göttliche: „Auch in der Unionsfraktion wurde Ihnen gestern vorgeworfen, dass Sie sich einseitig beraten ließen, in der Expertenrunde waren zwei Vertreter von Null-Covid, es war kein einziger expliziter Kritiker dabei, es gibt die Studie von Ioannidis, wissenschaftlich belegt. Der sagt, Lockdown schadet, hilft nicht, es gibt keine wissenschaftlich belegte …, die die Bundesregierung nennen konnte. Warum tauschen Sie sich nicht mit den expliziten Kritikern offensiver aus, warum wird diese Ioannidis-Studie nicht berücksichtigt, als Wissenschaftlerin müssen Sie doch immer beide Seiten hören, und woher kommt der Glaube, wie das Ihre Sprecherin ausdrückte, wenn ja auch viele Wissenschaftler andere Meinungen haben.“

Sie antwortete: „Jeder Wissenschaftler arbeitet nach bestem Wissen und Gewissen. Aber die Grundentscheidung heißt, wie will ich darauf setzen, doch natürlich durch den Impfstoff etwas weniger ausgeprägt, darauf setzen immer sich so viel wie möglich Leute anstecken zu lassen, um dann doch irgendwo zu einer besseren Durchseuchung vielleicht der Jüngeren, schrecklich, anderes Wort, also besseren Infektionsimmunität sag ich mal, jüngerer Altersgruppen zu kommen. Oder will ich das nicht. Und diese politische Entscheidung, die habe ich getroffen. Dann kann ich trotzdem die wissenschaftlichen Studien lesen, aber uns nimmt ja keiner die Entscheidungen ab. Und diese politische Entscheidung habe ich getroffen, weil ich weiß, Prof. Kulmer hat mir gesagt, aus der Charité, vor kurzer Zeit war das Durchschnittsalter der dort liegenden Menschen 63. Und da, wie Sie wissen, dass die Todesrate natürlich bei den Älteren viel, viel höher ist, oder der viel schwerere Verlauf. Wissen Sie, wenn 63 der Durchschnitt ist, wie viel jüngere auch davon betroffen sind.“

Da kann man nur sagen: Danke.

24. Januar 2021

Галерея:

Der Wärmetod erreicht, wie vom Club of Rome vorhergesagt, die Ilm und erfreut den letzten freilaufenden Wandersmann.

27. Januar 2021

Der Zeitgeist lebt, der Bundeszentrale für politische Bildung sei Dank: „Das bpb:seminar digital Postkolonialer Blick und koloniale Kontinuitäten bietet eine einführende Auseinandersetzung mit postkolonialer Theorie. Vorkenntnisse werden nicht benötigt. Durchgeführt wird das Angebot von Referent*innen der Initiative Bonn postkolonial.“

Depinnensterne (2): Na, Gott sei Dank. Oder sollte man formulieren: Voodoo sei Dank. Wahrscheinlich weiß die durchführende Initiative postkolonial das genauer, denn sie sagt: „Wir möchten eine Balance finden zwischen expliziten Räumen für nicht-weiße Perspektiven und auch der Ort sein, an dem trotz unterschiedlicher Diskriminierungserfahrungen gemeinsam an postkolonialen Strukturen gearbeitet wird.“ Genau: Postkolonialer Blicke sind postkoloniale Erfahrungen plus postkoloniale Theorie. Oder ist es andersrum? Na, egal. Hauptsache: keine Vorkenntnisse.

Kaisers Geburtstag: Der wurde vor 100 Jahren nur noch von den Unverbesserlichen gefeiert. Davon ist nichts mehr geblieben, nicht mal Kaisers Kaffee.

17. Februar 2021

Im Herzogin-Elisabeth-Krankenhaus in Braunschweig traten nach der Corona-Impfung von 88 geimpften Mitarbeitern sodann 37 wegen Impf-Reaktionen nicht zur Arbeit an. Die Klinik unterbrach die weitere Impfung, um den Betrieb nicht zu gefährden.

Impf-Reaktionen (2): Der Leiter des niedersächsische Krisenstabes bemerkte hierzu, die erwartbaren Nebenwirkungen seien letztlich ein positives Zeichen. Man sehe, dass der Impfstoff wirke. – Bleibt die Frage: Ist das Satire, oder wird der Mann für seinen zynischen Schwachsinn aus der Porto-Kasse eines Pharma-Konzerns bezahlt?

18. Februar 2021

Wenn–dann: Wenn ein Impfstoff zugelassen ist, ist er wirksam und sicher. So BMG Spahn gestern in Sachen AstraZeneca. Der Mann wiederholt sich.

Wenn–dann (2): Wenn 740.000 Impf-Dosen AstraZeneca angeliefert wurden, von denen nur 90.000 gebraucht („verimpft“) wurden, dann zeigt das, die hohe Zustimmung von Jedermann mit dem volkstümlichen Minister und seiner Kompetenz.

Wenn–dann (3): Wenn bei 88 Impfungen im Braunschweiger Krankenhaus 33 mal Komplikationen auftraten, dann spricht alles dafür, dass in 55 Fällen keine auftraten. Hochgerechnet auf die verimpften 90.000 Dosen, sind rund 55.385 Fälle komplikationslos verlaufen, oder anders gesagt: 34.615 nicht.

Wenn–dann (4): Wenn man im Gesundheitsamt Weimar anruft, um sich einen Impf-Termin geben zu lassen, dann geht niemand ans Telefon.

12. März 2021

„Eine interdependente Welt ist eine Welt der tiefen systemischen Vernetzung, in der sich alle Risiken durch ein Netz komplexer Wechselwirkungen gegenseitig beeinflussen.“ (Klaus Schwab: Der große Umbruch).

Ich übersetze mal: „Wenn die Dinge zusammenhängen, wirken sie aufeinander ein – mit jedem und allem, überall.“ Da kann man nur sagen: Danke Klaus.

2. April 2021

Impfkarnickel: Wenn ich dem amtlichen Schreiben des Weimarer Oberbürgermeisters trauen darf, soll ich mich dringlich impfen lassen.

Impfkarnickel (2): Wenn ich den konfusen Mitteilungen der Führerin trauen darf, ist AstraZeneka-Impfstoff ein sicheres Mittel, weil er zugelassen ist. Warum dennoch damit die unter 60-jährigen nicht mehr geimpft werden sollen, kann ich mir nur so erklären, dass er wohl doch nicht so sicher ist.

Impfkarnickel (3): Warum ich mich trotzdem jetzt damit impfen lassen soll, kann nur bedeuten, dass es bei mir nicht mehr darauf ankommt, ob ich über die Klinge gehe. Der Feldversuch findet an den Alten statt. Zwar schützt Alter von Torheit nicht. Dennoch verzichte ich dankend.

Impfkarnickel (4) Wo bleibt hier eigentlich der Artenschutz?

3. April 2021

Hans-Georg Maaßen (CDU), der Ex-Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, kandidiert, so lese ich, in Thüringen für den Bundestag. Warum auch nicht. Wenn man bedenkt, dass er vor gut einem Jahr gefragt wurde, ob er sich als Ministerpräsidentenkandidat im selben Kleinstaat zur Verfügung stelle, was er zurückwies, obwohl er es dann ziemlich sicher heute wäre, stellt sich die Frage: Warum nicht jener Durchmarsch, dafür nun diese Kandidatur? Nicht ganz fernliegend wäre wohl die Antwort: Ihm fehlt(e) es am Willen zur Macht.

5. April 2021

Zensur: Dass es diese in D nicht gibt, wissen wir aus den einschlägigen Festworten unseres politischen Leitungspersonals. Es verschweigt in diesem Zusammenhang gern die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese wird nicht durch den Schutz des Bürgers vor Eingriffen, sondern durch Pharisäertum bestimmt. Dieselben, die davon schwatzen, dass hierzulande jeder alles sagen dürfe, haben die Kompetenz, genau das zu unterbinden, auf mächtige Private übertragen.

Zensur (2): Der Berliner Hauptstadtjournalist Boris Reitschuster führt ein Interview mit dem ehemaligen Fußballprofi Thomas Berthold. Der berichtet von seinem Auftritt auf einer der Corona-Demonstrationen. Das Video wird umgehend auf Google-Youtube gelöscht.

Zensur (3): Was ist es, dass Otto Normale nicht mitkriegen soll? Hier redet ein beim Volk als Ex-Fußballweltmeister bekannterer Mann als alle Regierungs-Hanseln zusammengenommen, und er redet gegen die Coronamaßnahmen. Er sagt: Von zehn Leuten, die ich auf der Straße anspreche, denken zehn so wie ich. Sagt auch, dass Leute hier Geschäfte machen, die er nicht durchblicke. Kurzum, er redet schrecklich leicht nachvollziehbar, und er redet in freundlichem Ton. Das muss weg. Denn so wie der sieht wahrlich kein rechter Verschwörungsdepp aus. Der taugt nix als Feindbild. Daher muss das insgesamt weg, denn es könnte Schule machen. Gefunden auf: https://sciencefiles.org/2021/04/04/diktatur-ist-ein-meister-aus-deutschland-youtube-zensiert-boris-reitschuster/.

6. April 2021

Über Nacht hat es erneut geschneit. Früher hätte man von Aprilwetter gesprochen und sich entsprechend warm angezogen. Heutzutage spricht das Führerin-Gefolge von Erderwärmung und Einskommafünfgrad-Ziel und stellt eine ins Schwachsinnige reichende Verbindung zu Corona auf. Es sei der Lockdown der die Erderwärmung gottlob gestoppt habe. Einem normalen Menschen geht Anderes durch den Kopf: der Kälteeinbruch wird die diesjährige Erkältungssaison verlängern.

8. April 2021

Beim morgendlichen Suchen gedacht: Dem Einfüßigen fehlt keine Socke. Erfreut über den Einfall, doch bärenschlechtes Gewissen. Gedanken sofort verbannt. Nicht erfolgreich, denn am Schreibtisch fiel er mir wieder ein.

11. April 2021

Nach dem Tod des britischen Prinzgemahls ruft die WHO eine weltweite Empathie aus.

18. April 2021

Bei Hadmut Danisch entdeckt: Systematisch gesehen war Martin Luther [dank Johannes Gutenberg] der erste deutsche Blogger.

24. April 2021

Der am Vortage erworbene sau-teure Gemüseschäler einer französischen Küchengröße widersetzt sich seiner Anwendung am hiesigen Spargel. Greife entnervt zum angejahrten Vorgänger. Stelle später fest, dass die Klinge des Neuen mit einer hauchfeinen Folie bündig verschweißt ist, wohl um den Käufer vor unbeabsichtigter Verletzung zu schützen. Die Folie lässt sich nach mehreren Fehlversuchen nur mit Hilfe eines spitzen, sehr scharfen Messers entfernen. Dass ich mir hierbei nicht in die Hand schneide und den Schäler nicht beschädige, wundert mich hinterher noch.

Schauspieler plädieren ironisch für den totalen Lockdown. Jetzt ist Mainstream empört. Die Geldgeber fordern Berufsverbote. Recht so. Ich möchte nicht, dass meine Zwangsgebühren an Leute ausgereicht werden, die meine Gefolgschaftstreue unterminieren.

Schauspieler (2): Der Unterwerfungsvorgang wird interessant sein. Selbstkritik und Trotz. Die Selbstkritik wird nur der allerersten Garnitur helfen, weil nur diese ein oder zwei Stars für Propaganda nützlich sind. Der Rest geht – schon aus Gründen der Abschreckung – über den Jordan, egal ob er sich von sich selbst distanziert oder nicht.

28. April 2021

Rechtsstaat: Ein Weimarer Amtsrichter hebt einen Lockdown-Bußgeldbescheid wg. offensichtlicher Rechtswidrigkeit auf. Die Obrigkeit legt Rechtsmittel ein.

Rechtsstaat (2): Ein Weimarer Amtsrichter ermittelt ex officio gegen die Stadt wg. Verstoßes gegen das Kindeswohl, weil die Schüler vom Unterricht ausgesperrt werden. Er ordnet das Stattfinden des maskenfreien Präsenzunterrichts an. Die Entscheidung ist lesenswert. Die Obrigkeit legt Rechtsmittel ein.

Rechtsstaat (3): Amtsräume und Privaträume des Amtsrichters werden von der Staatsanwaltschaft wg. des Vorwurfs der Rechtsbeugung durchsucht.

3. Mai 2021

Der Verlag Knaur stand einmal für Kompaktes, verständlich für jedermann. Jetzt wird er als Lumpensammler tätig: Die Großen Reden der A.M.

Großes Gerede (2): Die DDR war zuweilen von amüsanter Ehrlichkeit heimgesucht. Sie verwendete den Ausdruck Autorenkollektiv.

Großes Gerede (3): Bis zum 2. August müssen wir noch warten. Warum bloß? Eine Sinologin, so liest man, müsse die Sentenzen erst sichten.

4. Mai 2021

#allesdichtmachen feiert seine Rückkehr auf YouTube nach anwaltlicher Abmahnung. Ich kann das Siegesgeheul verstehen, aber den Sieg nicht erkennen. Mainsteam ist vielmehr bemüht, die Sache aus den Schlagzeilen zu bringen. So marginalisiert man den kleine Schauspieler-Aufruhr zum Nichtereignis, das bestenfalls belächelt wird. Die Quittung erfolgt, wenn keiner mehr darüber redet.

Eine Svenja Schulze trägt den Kuller für One World-Deppen aus dem UNO-Shop am Revers ihrer roten Jacke während einer Presskonferenz, die sie in ihrer Rolle als Umweltministerin der Republik gibt. Das ist verständlich, denn sie rettet gerade das Weltklima. Man wird kaum sagen können, dass dies ein Alleingang sei, denn die Rechnung zahlen wir, die deutschen Steuerbürger.

5. Mai 2021

Doch noch mal #allesdichtmachen. Da trifft es jetzt einen (mir bis dato Unbekannten), der nach meinem Geschmack den schärfsten aller Sprüche losgelassen hatte: „Mein Name ist Volker Bruch, ich bin Schauspieler. Und ich habe Angst. Aber ich merke, wie meine Angst nachlässt. Das macht mir Angst“. Die Wut von MS ist verständlich, denn das ist keine Satire mehr, sondern pure Subversion.

10. Mai 2021

Querdenker, so lese ich, delegitimieren den Staat. Diesen Stuss kann sich nur einer der seit geraumer Zeit beim Verfassungsschutz ganz nutzlos angestellten Politologen ausgedacht haben. Hätten diese Sprachholperer recht, würden diese neuerdings nachrichtendienstlich Beobachteten prinzipiell die Berechtigung der staatlichen Organisationsform in Abrede stellen. Tun sie aber erkennbar nicht, sondern sie halten bemerkbare Teile des heutigen Regierungshandelns für illegal, wofür vieles spricht, wenn man sich der Mühe unterzieht, im Grundgesetz zu blättern.

Legitimation (2): Wie hatten es unsere Vorväter doch einfach. Die Legitimation der Herrschaft folgte aus Gottes Gnadentum: Der Herrscher hatte seine Berechtigung zum Herrschen auf direktem Wege von Gott. Mancher jener Amtsinhaber verwechselte sich daher mit Gott. Es sieht so aus, als wären wir auf ähnlichem Wege. Die moderne Vokabel heißt Alternativlosigkeit.

Legitimation (3): Bis gestern galt als Berechtigung zur staatlichen Herrschaft in den demokratischen Staaten westlichen Zuschnitts der Wille des Volkes. Wenigstens in der Theorie. Klingt unglaublich – ich weiß.

19. Mai 2021

In den USA und auch in Deutschland müssen die Auto-Hersteller ihre Produktion drosseln, weil sie die benötigten Chips nicht beschaffen können. So simpel geht Wirtschaftskrieg, wenn ein Land die Globalisierung als Waffe benutzt.

20. Mai 2021

Nachdem die Big Tech-Matadore den gemeinsamen Hauptfeind Donald T. erledigt haben, ist es um ihre Einheit geschehen. Jetzt streiten sie, wer der Größte und der Schönste ist. Billy Boy jedenfalls ist es nicht. Der ist gerade für die Medien-Meute freigegeben worden, damit sie ihn fertiggemacht. Unklar ist noch, ob es die üblichen und beliebig austauschbaren Apparatschiks sind, die das Microsoft-Imperium übernommen haben. Wenn ja, wer lenkt sie?

21. Mai 2021

Ein Gesicht gibt Auskunft: Vor knapp 20 Jahren notierte ich, weil ich sonst nichts zu erkennen vermochte, zur Kandidatin: Verschlagen.

Ein Gesicht gibt Auskunft (2): Diese Schwierigkeiten bestehen heuer nicht. Die Antwort heißt dummdreist.

22. Mai 2021

Sowas kann man beim besten Willen nicht erfinden: „In manchen Dingen sind wir einfach sehr anders, und dann gibt’s natürlich Themen, ja … vom Hause her … kommt er [Annalena zeigt auf Habeck] … Hühner, Schweine, äh, weiß nich, was haste … Kühe melken … ich komm eher aus dem Völkerrecht, ja … da, e-eg … da, eg … komm‘ wir aus ganz anderen Welten im Zweifel, und, äh … das passt gut! Ich glaube halt, es is gut, dass wir ’n Ding … es wär doch blöd, wenn wir genau beide sagen, ich bin aber Völkerrechtsexperte, oder ich bin aber Landwirtschafts, äh, experte, ja, dann würden wir uns dauernd streiten, wer dieses Themenfeld, äh, besetzen darf.“ [https://www.youtube.com/watch?v=nOMW8Kn4OLw].

YouTube (2): Manchmal ist dieser Kanal sehens- und hörenswert. Aber man muss es speichern, sonst ist es plötzlich nicht mehr da.

23. Mai 2020

Die grünen Politbüromitglieder müssen, so lese ich, ihr Weihnachtsgeld nachmelden. Hätten das halt übersehen. Wenn einer hohe fünfstellige Einnahmen übersieht, müssen die sonstigen gewöhnlichen Einkünfte wirklich beträchtlich sein. Wenn einer als Grüner überhaupt Weihnachtsgeld bezieht, muss er zuvor, wie ich annehme, ein Weihnachtsgedicht aufgesagt haben: Von drauß‘ vom Völkerrecht komm ich her.

Mainstream überkugelt sich, dass Obama die Meldung von Militärs bestätige, wonach die US-Boys Ufos gesichtet hätten. Das ist Framing pur, denn in allen Meldungen wird darauf hingewiesen, dass dies der ehemalige US-Präsident sei. Zutreffend, aber weniger spektakulär wäre der erläuternde Zusatz, dass O. und seine Michelle einen lukrativen Beratervertrag bei Netflix haben. Sie sollen dafür sorgen, dass die Serien realistischer werden. Na dann.

26. Mai 2021

Der Kampf der New Tech-Giganten um die Meinungshoheit nimmt Fahrt auf. Amazon kauft für über 8 Mrd. Dollar den Filmriesen MGM. Das begleitende Ökonomengeschwafel seines leitenden Vizepräsidenten kann das nicht verdecken: „Der wahre finanzielle Wert hinter diesem Deal ist der Schatz an geistigem Eigentum in dem umfangreichen Katalog, den wir gemeinsam mit dem talentierten Team von MGM neu definieren und entwickeln möchten. Es ist sehr aufregend und bietet so viele Möglichkeiten für qualitativ hochwertiges Storytelling“ (https://www.epochtimes.de/wirtschaft/unternehmen/amazon-kauft-beruehmtes-hollywood-studio-mgm-fuer-845-milliarden-dollar-2-a3521843.html).

Meinungshoheit (2): Storytelling ist das neue Zauberwort, was, vom Zuckerguss befreit, Beeinflussung bedeutet.

27. Mai 2021

Es ist zweieinhalb Jahrzehnte her, dass ich den Thriller-Autor Giesbert Haefs in Erfurt lesen hörte. Dieses hier aus seiner Feder (1998) hatte ich nicht mehr im Ohr: „Der gemeine Gutmensch deutscher Fertigung, homo politicorrectus, verbindet abstoßende Langeweile mit ätzender Lästigkeit; er vertritt immer alle Positionen, die zur Zeit von der Abteilung Weltverbesserei belegt werden, und zwar vertritt er sie missionarisch. Ein Phänomen, nebenbei – missionarisches Zeitgeistsurfen. Wenn man es so nennen mag. Er ist zum Beispiel gewalttätiger Pazifist, die Umgebung durch Geschwätz verschmutzender Umweltschützer, doktrinär antiautoritär, so was. Richtet pausenlos zur ernstgemeinten Beglückung der Welt neue Inquisitionen ein. Mit einem Wort: widerlich“.

30. Mai 2021

Der für mich zuständige Beauftragte der Bundesregierung heißt Wanderwitz – wirklich, der heißt so. Wieso die Leute im Osten eines besonderen Beauftragten bedürftig sind, hat mir noch niemand erklären können. Ich weiß über diesen Wanderwitz – er heißt wirklich so – nichts, nur dass er meine Nachbarn als nicht in der Demokratie angekommen bezichtigt. Ich kann aus eigenem nunmehr 30jährigem Erleben sagen: Der Mann hat sie nicht mehr alle.

Wanderwitz (2): Möchte nicht wissen, was es für ein Theater gäbe, wenn die Bundesregierung plötzlich einen Westbeauftragten einrichten würde, der den Leuten sagte, sie sollen endlich von den Marx’schen Lehren Abstand nehmen. Sie wären erwiesener Weise unbrauchbar – selbst wenn sie grün gestrichen sind.

1. Juni 2021

Wahn und Wirklichkeit: Im Staatsnahblatt FAZ verkündete die Führerin am 24. Februar 2021 ihre Impfziele: 9,5 Mio pro Woche. Bei Anwendung der Grundrechenarten wäre Deutschlands Bewohner Ende Mai 2021 „durchgeimpft“ gewesen. Die Zahlen von Robert Koch & Co sehen etwas anders aus. Stand gestern sind es – falls die offiziellen Zahlen stimmen, was man nie weiß – 17,6 Prozent (Erst- plus Zweitimpfung).

Wahn und Wirklichkeit (2): Das Gedrängel an den Impfstellen ist überschaubar, seit letzter Woche geht der Andrang merklich zurück. Keine Angst mehr vor Corona? Da hat die Propaganda versagt. Lauterbach übernehmen Sie!

2. Juni 2021

Der Chef von Microsoft hat eine Warnung an die Politik herausgegeben, die Möglichkeiten der Künstliche Intelligenz (KI) seien auf dem besten Wege, den totalen Polizeistaat zu verwirklichen, der sich von seinen Installateuren unabhängig mache. Weiß dieser Mann im Ernst nicht, was seine Firma seit vielen Jahren tut? Oder handelt es sich hier um das Feurio-Rufen eines geschlagenen Konkurrenten, der erkannt hat, dass Apple, Google und Amazon ihm davongelaufen sind?

Speicherwahn (2): Vielleicht hat der Microsoft-Lenker sich auch erstmals ernsthaft mit den Aktivitäten der eigenen Firma befasst, die seit etlichen Jahren die gigantischen Speichermöglichkeiten der DNA erforscht hat (Projekt Microvenus, wie lieb) und nun zur praktischen Anwendung bringen will.

Speicherwahn (3): Vielleicht hat der besorgte Mann auch erstmals zu Hause einen neuen PC installieren wollen und bemerkt, was Windows10 unbeeinflussbar mit seinen Daten veranstaltet. Zu kontrollieren ist das eine, aber selbst kontrolliert zu werden, ist nicht jedermanns Sache.

5. Juni 2021

Neues Wort gelernt: Völkerrechtlerinleugner.

Leugner (2): Ja, dazu bekenne ich mich, obwohl Mr. Gates sich dagegen sträubt (rote Schlangenlinie).

Leugner (3): Bitte keine Rückfragen. Das Wort ist nicht von mir. Bin auch kein Völkerrechtler, und vom Völkerrecht komme ich schon gar nicht her. Habe nur, ach, Juristerei studiert, wie mein verstorbener Kollege aus Weimar, J.W.G., einst dichtete.

Facebook sperrt Trump für 2 Jahre. Und dann? Wiederzulassung, nachdem der einen Zuckerberg-Diversity-Nachweis erbracht hat? Oder so.

Zuckerberg (2): So manifestiert sich Größenwahn. L‘état c‘est moi.

6. Juni 2021 

Annalenas Welt: „Das geht gar nicht: Kohlestrom verstopft die Netze, Atomstrom darf obendrein in Netzengpassgebiete übertragen werden… https://t.co/we0zKiCuj3“ (Empörungsgebrabbel über die angebliche Strompolitik des BMWi).

Annalenas Welt (2): Das Leistungssportlerin hüpfte auf Minitrampolins und im Bauernhaus, in dem die Wiege stand, da trieb seit Generationen niemand mehr Landwirtschaft.

Annalenas Welt (3): Was mag in dem Kopf vorgehen? Blättere im Pschyrembel. Die Antworten dort sind unerfreulich.

9. Juni 2021  Von der Werbe-Firma Spreadshirt kann ich nur abraten. Dort kann man zwar gewerblich T-Shirts bedrucken lassen, nicht jedoch, wenn es der Firma plötzlich einfällt, dass ein Kunde oder seine Wünsche ihr irgendwann nicht mehr gefallen. Dann wird er ohne Federlesens gelöscht und seine Aufträge verschwinden im Nichts. So erging es vor wenigen Tagen dem Blogger Egon W. Kreutzer. Sein Vergehen war der Spruch: „Getestet? Nein | Genesen? Nein | Geimpft? Nein| Gesund? Ja“

Schilda an der Ilm – Aus dem Sudelbuch

31. August 2020 

Führerworte: Das Virus ist eine demokratische Zumutung.

Führerworte (2): Habe drei Tage gebraucht, um zu glauben, dass sie das tatsächlich gesagt hat. Hat sie.

30. August 2020 

Das dank Klimawandel nicht endende Sommerloch beschert mir Stoff zum Nachdenken. Krokodil in der Unstrut gesichtet. Sagen zwei Zeugen, sagt die Polizei. Das Polizeiaufgebot ist ca. 100 zu 1. Doch wo ist das Krokodil? Wäre nicht die Bereitschaftspolizei aus Fünfneuland zum Wochenendausflug nach Berlin gereist, stünde der Staat dem Krokodil überzeugender gegenüber.

Sommerloch (2): Wer das Krokodil für einen gelungenen Scherz hält, ist ein Krokodil-Leugner. Nebenbei bemerkt: Es bedarf, dank der jüngst aufgetretenen verheerenden Wasserknappheit der Svenja Schulze – und die muss es wissen – nur ein wenig der Geduld, dann sitzt das Unstrut-Krokodil auf dem Trockenen und muss von Tierschützern aus der Luft versorgt werden.

Sommerloch (3): Nasenbären in Berlin gesichtet. Das Polizeiaufgebot ist mit ca. 3.000 zu 150.000 oder, wenn man so will, mit 1 zu 50 doch etwas schwächlich, um alle Corona-Leugner dingfest zu machen. Erst wenn man von den auf der Ost-West-Achse pilgernden Volksmassen die Zahl der Antifa-Chaoten und der Reichsbürger-Volldeppen extrahiert, kommen wir wieder zur gewohnten staatlichen Übermacht, ausgewiesen durch 300 Festnahmen.

Sommerloch (4): Das, was sich da vor meinen ungläubigen Augen ungehorsam, aber in guter Ordnung tummelt, ist also das von den sog. Eliten angeblich gefürchtete Volk? Doch sich die nicht festgenommenen sonnenbeschienenen 149.700 Corona-Leugner an einem nebligen Herbstabend auf dem Leipziger Ring vorzustellen, will nicht nur mir nicht gelingen.Sommerloch (5): Die Klima-Jugend hat in Hamburg das Dürresommer-Camp in der vergangenen Woche wg. Regens abgebrochen. Merke: Wo Erkältungen drohen, muss der Klima-Tod warten.

20. August 2020 

Wg. Corona: Die Ministerpräsidentin von Neuseeland kündigt an, die Wahlen zu verschieben. Der Vorschlag – er wird Schule machen – hat ein historisches Vorbild: Die Einführung des Austro-Faschismus Ende der 1920er Jahre in der Alpenrepublik. Nein, nein, nicht der Anschluss, der kam erst 10 Jahre später.

Wg. Corona (2): Der Genosse Lauterbach kündigt an, Karneval ausfallen zu lassen. Das ist konsequent in Zeiten, wo ohnehin jeder eine Maske tragen muss.

Wg. Corona (3): Schon wieder ein Toter. Er starb in Sachsen-Anhalt im Alter von 91 Jahren.

Wg. Corona (4): Wenn Tatsachen und Ansichten nicht zusammenpassen, spricht man von Wahn. Die Tatsachen lauten: Immer mehr Leute werden getestet, und immer weniger sind ernsthaft krank (die Zahl der intensiv Pflegebedürftigen liegt in ganz Deutschland bei 230 Personen). Für diese werden 12.000 komplexe Behandlungsplätze freigehalten. Deutschland im Corona-Wahn.Wg. Corona (5): Ein ziemlich großer Asiate („Du Helmut?“), der in eine Art durchsichtigen Weltraumfahreranzug verpackt ist, stochert durch das geöffnete Seitenfenster meines Autos mit einem überlangen Pfeifenreiniger in meinem Rachen und beiden Nasenlöchern (in dieser Reihenfolge), danach bin ich, das jedenfalls entnehme ich der im Übrigen unverständlichen Nachricht, Cov-19 neg. Das ist natürlich pos., weil es mich weiterer Überwachung enthebt.

Da haben Leute in den USA ein Problem mit einer Blondine namens Millie Weaver. Nicht, weil ihr Blondsein etwas übertrieben scheint, sondern weil sie einen Film veröffentlicht hat: Shadowgate. Er wird sofort aus den üblichen Netzwerken gelöscht. Ich sehe ihn auf der Plattform banned.video an. Über zweieinhalb Millionen Neugierige waren innerhalb von Stunden schneller als ich.

Shadowgate (2): Der Film handelt von der selbsternannten Nebenregierung der USA. Seine Quellen sind im Wesentlichen zwei Aussteiger aus dem sog. Militärisch-industriellen Komplex.

Shadowgate (3): Die Autorin wurde festgenommen. Ihr wird Einbruch und Behinderung der Justiz vorgeworfen. Das klingt angesichts des Filminhalts nicht gerade überzeugend.

Shadowgate (4): Der Inhalt des Films ist mit meinen Ermittlungen in Sachen Spygate, jene Operation des Establishments, Donald Trump zu Fall zu bringen, in Teilen kompatibel.Spygate (2): Die öffentliche justizielle Aufarbeitung des Putsches gegen Trump hat diese Woche begonnen. Gestern bekannte sich als erster einer der FBI-Juristen, Kevin Clinesmith, für schuldig, Ermittlungsakten verfälscht zu haben. In meinem Buch hatte ich ihn nur als möglichen Mittäter bezeichnet. Das wäre nunmehr zu korrigieren.

19. Juli 2020

Endlich mal wieder Nachrichten, die diese Bezeichnung verdienen: Der Großohr-Pfeifhase aus dem Himalaya hielt bis dato mit einer belegten Sichtung auf 5182 Metern den Säugetierhöhenrekord. Er musste jetzt der Blattohrmaus weichen, die auf dem Gipfel des Vulkans Llullaillaco im Norden von Chile in 6739 Meter Höhe entdeckt wurde. Das ist ein Sprung von über 1557 Metern in einer Welt, wo Rekorde seit Jahren in Nanometern gemessen werden.

Nachrichten (2): Es ist nicht mitgeteilt, ob die Blattohrmaus ihrem Entdecker zurief: I can breathe.

18. Juli 2020

Es gibt viel guten Willen. Aber es gibt auch viele Positionen. Und so werde ich mich mit dafür einsetzen. Aber es kann auch sein, dass es heute zu keinem Ergebnis kommt. – So die Führerin in Brüssel.

19. Juni 2020 Dazugelernt: Gestern polemisierte ich noch gegen die taz, weil sie empfahl, die Polizisten auf die Müllkippe zu kippen und zwar genau im Wortsinne, heute sagt mir der Deutschlandfunk, dass ich mich für meine Entgleisung zu entschuldigen habe. War alles nur Satire. Okay, ich entschuldige mich, dass ich keinen der Kollegen der Polizei angestiftet habe, mit den Redakteuren der taz einen Ausflug auf die nächste Müllkippe zu unternehmen. So zum Spaß.

18. Juni 2020 

Es genüge nicht, verlautbart der von allen geschätzte Bundespräsident, keine Rassist zu sein, sondern: Wir alle müssen Antirassisten werden. Bravo, aber nicht weitgehend genug. Mein Vorschlag: Es genügt nicht, kein Faschist zu sein, wir alle müssen Antifaschisten werden. 

Problem: Wenn wir dann, so wie der von allen geschätzte Bundespräsident es verordnet hat, alle Antirassisten geworden sind, gegen wen wenden wir uns dann eigentlich? Merke: Kluge Religionsstifter wissen: ohne Teufel geht es nicht.

Präsidiales: In Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung von 1919 gab es das Notverordnungsrecht des Reichspräsidenten. Ich müsste nicht Jurist sein, um nicht begründen zu können, dass diese Vorschrift auch unter der Herrschaft des Grundgesetzes fortgilt. So gesehen, erlangen die Worte des allseits geschätzten Bundespräsidenten die notwendige Rechtskraft.Wenn alle Polizisten als strukturelle Rassisten, so wie die Tageszeitung taz es fordert, auf der Müllkippe zu entsorgen sind, bliebe zu klären, wer denn das exekutiert. Ich nehme an: die Antifa.

17. Juni 2020 

Ich bin doch nicht blöd! – Warum fällt mir jetzt nur dieser saublöde Werbespruch ein? Ach so, ja: Corona-App: Ich bin doch nicht blöd.

Corona-App (2): Kenne niemanden, der das Ding installiert. Fazit: Ich habe die falschen Freunde.

Corona-App (3): Wenden Sie, wenn möglich, um.

14. Juni 2020 

Trinken mit andern nennt man zechen, tut man’s allein, ist es Suff.Greift einer zum zweiten und dritten Glas, ruft er bestenfalls Stirnrunzeln hervor, lehnt er das erste ab, muss er sich rechtfertigen.

13. Juni 2020 

Über die regionale gastronomische Spezialität der Mecklenburger Seenplatte habe ich vor Ort schon öfter dumme Witze gemacht. Jetzt weiß ich endlich, wer sie servieren sollte. Es ist die blonde Nadine Julitz. Sie sorgte mit der Kürze ihres Rocks im Schweriner Landtag für Aufmerksamkeit und hielt, was sie den Blicken aufdrängte, hernach für Sexismus. Beim Servieren in einem der Uferlokale in Waren an der Müritz hätte sie stattdessen nach Feierabend beim Zählen des Trinkgelds ihre empörungsfreie Freude gehabt. Fazit: Beruf verfehlt, für den Vornamen kann sie nichts.

Minirock (2): Einen zu kurzen Rock kann man kaum praktisch nennen, es sei denn man reduziert seine Funktion auf die eines Blickfangs. Und selbst dabei löst er, maßgeblich bestimmt durch seinen Inhalt, längst nicht immer die beabsichtigte Wirkung aus.Minirock (3): Wenn es die Absicht der Trägerin ist, bestätigt zu bekommen, dass Männer Schweine sind, hätte es genügt, auf den Rock zu verzichten.

29. Mai 2020

Trump unterzeichnet eine Executive Order, um gegen die Meinungsmonopolisten vorzugehen, welche die Meinungsfreiheit nach Gutdünken beschneiden, nachdem Twitter zum ersten Mal in dieser Woche einen Beitrag von ihm zensuriert hat. Trump (2): Ja, er zaudert nicht lange, der US-Präsident. Facebooks Zuckerberg sagt, seine Firma träfe das nicht, weil sie nicht zensuriere (hüstel, siehe Facebook vom Vortage), Twitters Dorsey besteht auf seinem guten Recht als private company. Das wird sich weisen im Land der Rechtswege.

28. Mai 2020 

Neues Wort aus der Neuen Welt: He Epsteined himself, für: er hing sich auf. Wie macht man bloß den richtigen Anglizismus daraus? Er epsteinte sich? Oder so: er epsteinigte sich? Hm.

Tichy gewinnt Gerichtsverfahren gegen Facebook, weil man ihm einen Schwanz von Correctiv angehängt hatte, der ihn der Falschmeldung bezichtigte („Behauptungen teils falsch“). Die Pressemeldung des Gerichts lese ich nicht bei TE, sondern tagsüber bei Epoch Times und spätabends bei Paetow.

26. Mai 2020

Wer sagte: „Was im Supermarkt versagt, funktioniert auch sonst nicht!“ Na? Es war der lebende Berufs-Philosoph Markus Gabriel, der die Leser der Neuen Züricher Zeitung ins Bild setzte, was über Corona zu tiefdenken sei. Merke: Nicht jeder Sinn ist tief, er kann auch schwach sein.

Schwachsinn (2): Den Gebrüdern Albrecht hätte ich den Satz ähnlich gewerbetextet, allerdings das Wort „was“ durch „wer“ ersetzt.

24. Mai 2020 

Habe mein Lebtag am 23. Mai nicht ans Grundgesetz gedacht, es sei denn, ich hatte gerade beruflich mit Grundgesetzfragen zu tun, dann aber nicht wg. des 23. Mai.

Grundgesetz (2): 71 Jahre Provisorium sind nun mal kein Anlass für stolzes Erinnern, sondern eher für skeptisches Betrachten.

Ein Staatsvolk, dem das Erinnern beschnitten wurde, hat nur einen hässlichen Historien-Torso zur Verfügung. Den zu feiern, gleicht einer Travestie.

Zustimmlinge, die 1945 elegant die Wende machten, sprachen an Stelle von Vaterland salbungsvoll von Verfassungspatriotismus. Der war ein tot geborenes Kind. Der etwas später geborene Verfassungsfeind erfreut sich hingegen bester Gesundheit.Der Angepasste hat keine Schwierigkeit mit Änderungen – nie.

20. Mai 2020 Finde im Netz allerlei frivole Hinweise, was am Vatertag an Corona-Regeln zu beachten sei. Als dieser Tag noch Christi Himmelfahrt hieß, hätten die Kirchen sicher auch ein Wort mitgeredet. Doch leeren Bänken ist schlecht predigen.

19. Mai 2020 

Corona-Abwehr: Tansanias Staatschef John Magufuli weiß, wovon er redet: „Es ist offensichtlich, dass Gott auf unsere Gebete gehört hat.“ Tja, Bill, wat sagste nu?

Verschwörung: Dunkle Kräfte wollen auf den Straßen ahnungslose Demonstranten verleiten, sich von der weltweiten liberalen Ordnung abzuwenden und damit von der Demokratie, so ein Handelsblatt-Interviewpartner.

Verschwörung (2): The Liberal World Order war mir bislang im Grundgesetz nicht aufgefallen. Sicher ein Fehler.Nur wenn man den Amtsnachfolger selbst ausgesucht hat, sollte man sein Tun beobachten.

17. Mai 2020 

Die Führerin lobt 75 Jahre Pressefreiheit in Deutschland. Die freie Presse lobt hierfür die Führerin. Nach dem Treuegelöbnis wird die Kollekte diskret zu den Limousinen getragen.

Pressefreiheit (2): Was mag der Startpunkt der wunderbaren 75 Freiheits-Jahre gewesen sein? Die Befehle der alliierten Militärbefehlshaber, die 1945 jegliche Pressetätigkeit strikt verboten?Der Zenit einer Karriere ist überschritten, wenn jede Äußerung eines jeglichen Potentaten ein Missverstanden-werden enthält.

15. Mai 2020 

Tabula rasa: In einer Nacht- und Nebelaktion werden die Kühltürme des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg weggesprengt und somit die am 31. Dezember 2019 vorgenommene Abschaltung unumkehrbar gemacht.

Unumkehrbar (2): Es war das Vermögen der deutschen Stromkunden, das hier in die Luft gejagt wurde, denn die Laufzeit des Reaktors war bis zum Jahre 2032 ausgelegt.

Unumkehrbar (3): So wie in Philippsburg handelt sonst nur ein erkennbar Irrer, der das Porzellan der Familie zerschlägt, nachdem er auf Pappteller umgestiegen ist, um Wasser zu sparen, weil er nun nach dem Essen nicht mehr abwaschen muss.

Unumkehrbar (4): Die Maßnahme der grün-schwarzen Landesherren erinnert fatal an das Tun der Realsozialisten in der nunmehr verflossenen DDR, die Gebäude dem Erdboden gleichmachen ließen, die dem eigenen Weltbild im wahrsten Sinne des Wortes monumental entgegenstanden. Nach Jahrzehnten zur Besinnung gekommen, bemühen sich Heutige um den Wiederaufbau. Es wird sich weisen, ob auch im Falle von Philippsburg Jahrzehnte vergehen müssen, bis den ernüchterten Leuten auffällt, dass sie des Stroms aus Reaktoren bedürftig sind.

Aufbau und Zerstörung: Ideologien erkennt man daran, dass sie den Aufbau einer lichten Zukunft verheißen und zu diesem Zweck handfeste Werte, die anderen gehören, in die Luft sprengen.Aufbau und Zerstörung (2): Eine Ideologie hält sich so lange an der Macht, bis auch der letzte Tölpel begriffen hat, dass es nicht mehr lohnt, weitere Zerstörungen hinzunehmen.

14. Mai 2020 

Der US-Botschafter in Berlin Richard Grenell macht im Moment in Washington seinem Ruf, der Mann fürs Grobe zu sein, alle Ehre. Er hat als vorübergehend Beauftragter Direktor für die Geheimdienste (Acting DNI) eine Liste von Spitzenpolitikern veröffentlicht, die 2016/17 während der letzten Atemzüge der Obama-Regierung Mitgliedern des Trump-Teams durch fragwürdige Anfragen bei der Abhörbehörde NSA nachspionieren ließen. Auf der Liste auch der jetzige Hoffnungsträger der Demokraten Joe Biden, damals Vizepräsident der USA.

Abstieg: Kaum hat VW das Wiederanfahren des Autobauens verkündet, werden diese Woche die Schichten in Wolfsburg wieder reduziert. Man wird die Autos nicht los.Absatzkrise: VW-Leute verlangen nach dem Staat. Die Steuermilliarden, die ihnen vorschweben, ließen sich durch einen Federstrich des Gesetzgebers vermeiden – Aufhebung der sog. Klima-Ziele. Ist das einzig Realistische realistisch? Ich fürchte: Nein.

13. Mai 2020 

Etikettenschwindel und Retusche: Der CDU-Wirtschaftsrat ist nicht Teil der CDU. Sondern? Ein peinlicher Arbeitgeberclub, der sich unerlaubt mit dem Namen der CDU schmückt? Das soll ich glauben, nachdem ein Mitglied dieser fragwürdigen, von der CDU nicht zur Kenntnis zu nehmenden Gesellen in Gera am Wochenende öffentlich sagte: „[Kemmerich] war für einen Tag unser Ministerpräsident, bevor ihn ein Anruf einer machtgierigen Frau aus Südafrika gestürzt hat.“

CDU (2): Jetzt sind alle Wohlmeinenden empört. Fragt sich worüber. Dass sie anrief oder dass er es gesagt hat?CDU (3): Dass die Wohlmeinenden in ihrer Empörung von Entgleisung sprechen, zeichnet ein zutreffendes Bild. Der Redner hat die Trasse des Sagbaren verlassen. Der Entgleiste muss nun weggeräumt werden.

11. Mai 2020 

Frühmorgens bei Bernd Zeller kennengelernt: Wer annimmt, dass der Bundespräsident gar nicht existiere, sondern nur von einem Darsteller in Szene gesetzt werde, ist ein Steinmeier-Leugner. Recht so. Doch wenn das so ist, ist also derjenige, der die Existenz des Steinmeier-Darstellers in Abrede stellt, ein Steinmeier-Leugner-Leugner? Wo steckt bloß der Fehler?

Josef Kraus ist ein zuverlässiger Geograph unserer verflachenden Bildungslandschaft. Der gelernte Psychologe und Gymnasialdirektor spürt den Strömen des Schwachsinns bis hinauf zu ihren Quellen nach. Dass er heute den Stuss thematisiert und zitiert, den der deutsche Bundesaußenminister (der wg. Auschwitz) zur 1933er Bücherverbrennung in grässlichem Deutsch abgesondert hat, finde ich eher gewöhnungsbedürftig, wiewohl mich die Frage von Kraus, ob der Auschwitz-Mann auch auf die ihm zugeordneten Goethe-Institute einwirkt, zum Aufruf einschlägiger Homepages veranlasst hat. Da purzeln sie denn durch die Gegend: Schulabgehende und vieles andere, was zu wiederholen mir der gute Geschmack verbietet.Goethe (2): Eine Russin erklärte mir gestern auf dem menschenleeren sonnenbeschienenen Theaterplatz, dass sie die Männer (Schiller & Goethe) kenne. Führte sie daraufhin zum Goethehaus am Frauenplan. Da waren Fenster und Türen verrammelt.

Die Hypothek hat sich in unsere Bildsprache eingeschlichen, um eine Last aus der Vergangenheit zu umschreiben. Dabei läge es bei den schuldbeladenen Deutschen nahe, von Grundschuld zu sprechen. Das wäre passend und lächerlich zugleich.

Rechtsstaat a.D.: Nachdem das Bundesverfassungsgericht – vermutlich über sich selbst erschrocken – die Bundesregierung massiver Verfassungsverletzung geziehen hat, weil sie gegen den ebenso massiv vertragswidrigen Griff der EZB in das Portemonnaie des deutschen Steuerzahlers nicht eingeschritten ist, hat die Pressestelle des Europäischen Gerichtshof mitgeteilt, das deutsche Urteil sei unbeachtlich.

Rechtsstaat (2): Nur kurz war zu lesen, dass die Kommissionspräsidentin (= die Vorsitzende des Rats der Kommissare, also eine Art Lenin zum Europäischen Haus-Gebrauch für Ewig-Heutige) gegen Deutschland wg. des Urteils ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten werde. Das wurde wieder gelöscht, denn es wurde entbehrlich, nachdem die Pressestelle des EuGH das deutsche Urteil für unbeachtlich erklärt hat.

Nachbar Kemmerich, der regionale FDP-Vormann, sprach mundschutzlos auf offener Straße bei einer Kundgebung von Gewerbetreibenden in Gera (Ostthüringen). Jetzt musste er bedauernd von seinem Auftritt zurücktreten, denn unter den Zuhörern waren auch die Falschen.

Mundschutz (2): Wenn die Falschen, die sich perfide unter die Richtigen mischen, Pleite gehen, trifft es die Richtigen.

Mundschutz (3): Wenn er bleibt, bleibt auch der Islam. Das Gegenteil dürfte kaum zutreffen.

Thomas Mann schrieb um 1910 die Novelle Der Tod in Venedig – zunächst nur als Privatdruck in kleiner Auflage publiziert. Man kann die anfänglich geübte Zurückhaltung angesichts dieser Hommage an die Päderastie verstehen. Thomas, Thomas, wir durchschauen dich. Bleibt die Frage, wie der Meister der bürgerlichen Langeweile seinen schwülen Weltschmerz heute in Worte gefasst hätte. Mein Vorschlag, nachdem die trauertragenden Gondeln verbraucht sind: Wenn die Gondolieri den Mundschutz abstreifen.

Das Wort zunehmend ist eine ebenso beliebte wie schrille und sinnfreie Vokabel. In der jetzigen Krise zeigt sich eine Korrektur – zumindest beim zunehmenden Wirtschaftswachstum, ja sogar beim Mantra des Wirtschaftswachstums ohne den Nonsens-Zusatz zunehmend.

Bei Kindern kann man beobachten, dass das Wachstum nicht zunehmend, sondern abnehmend ist. Erst in den späteren Lebensjahren nimmt es hie und da wieder zu, dann allerdings mehr im Mittelbau.Der Zentralrat der Nagetiere beschloss soeben, die Tätigkeit der Wühlmäuse zu beobachten. Der Beschluss wurde auf Vorschlag der Feldmäuse gefasst, die vorbrachten, die Tätigkeit der Wühlmäuse untergrabe die naturkonforme Grundordnung der Gesamtnager.

10. Mai 2020 

Der Volksmund umschreibt die politische Passivität der Masse in unserm Land mit den Begriffen Mitläufer oder Zuschauer. Ich weiß nicht genau, was abfälliger ist, denn die einen halten in Bewegung, was ohne ihr Tun ein Nichts wäre, während die anderen teilnahmslos dastehen, um die Arena nicht betreten zu müssen.

Nie wurde deutlicher als in der derzeitigen Krise, dass unser Volk sich spaltet: Hier die Leistungserbringer, die auf die sichere Pleite zulaufen, dort die Leistungsbezieher, denen der Stillstand als Freizeit erscheint.

Spaltung (2): Dass die Leistungserbringer sich zu den Leistungsbeziehern rettungslos in der Minderzahl befinden (in etwa 1 : 16), zeigt sich an der Mehrheitsmeinung, die den Stillstand richtig findet. Anders ausgedrückt: Arbeiten ist unpopulär.

Gott ist entweder riesengroß oder überhaupt keine Größe. Das Erfreuliche an dieser Alternative ist die Abwesenheit von Mittelmaß. Um diese Lücke zu füllen, sind die Theologen berufen. Doch sie sind nicht Gott, selbst wenn sie dessen Größe zu wissen vorgeben.

Gottes Größe (2): Bleibt die Erkenntnis, dass diese nur für diejenigen Menschen eine Größe ist, für die Gott eine Größe ist. Die andern nehmen einschlägige Behelligungen mit dem Thema für gewöhnlich mehr oder minder gutmütig hin.Die Wahl zwischen dem Einen oder dem Andern nennt man Alternative. Das ist ziemlich alternativlos. Der Gebrauch von Alternative im Plural bezeichnet so gut wie nie eine Alternative, sondern mehr als zwei Möglichkeiten.

9. April 2020 

Oh Gott, wie mutig. Die CDU-Fraktion will die Kanzlerin beim verschärften Klima-Wahn, dem sie am Montag freien Lauf ließ, nur folgen, wenn die Lasten auf die anderen EU-Mitglieder verteilt werden. Besagt ein Positionspapier, das von der Presse besungen wird. Und wenn die andern nein sagen? Dann gehen wir eben mit guten Beispiel voran, denn einer muss hier schließlich den Anfang machen.

Als ich 2003/4 das Verhalten der herrschenden Schicht 1916 in St. Petersburg etwas irritiert untersuchte in einem Land, dem das Wasser bis zum Hals stand, und mir kein besseres Bild als der Tanz auf dem Vulkan einfiel, konnte ich nicht ahnen, dass ich Zeitzeuge von Nachahmern im eigenen Land werden könnte.

St. Petersburg (2): Die Selbstauflösung der Herrschenden wurde durch die Ermordung des Wunderheilers Rasputin von einem schwulen Bürschlein des Hochadels eingeläutet, danach überschlugen sich die Ereignisse.St. Petersburg (3): Man hielt die Massen auf der Straße im Februar 1917 für eine der üblichen Hungerrevolten, doch es ging um den Sturz des Zaren. Was danach kam, waren sechs Monate Chaos und dann 70 Jahre Diktatur des Proletariats.

8. Mai 2020 

Die US-Justiz lässt die Anklage gegen Trumps ersten Kurzzeit-Sicherheitsberater, den US-General Michael Flynn, fallen. Damit ist für Mainstream klar: Alle Mitwirkenden an diesem überfälligen Schritt sind russische Agenten.

Flynn (2): Die Beteiligten an der mutwilligen Anklage im Flynn-Verfahren sehen jetzt massiver Bestrafung entgegen. Sie haben nicht damit gerechnet, dass einer von ihnen über einzelne Schritte – einschließlich deren Motivation – in amtlichen Notaten Buch geführt hat.Flynn (3): Am meisten verwunderlich ist, dass diese unfreiwillig entlastenden Aktenvermerke noch da sind. Sie kamen vor zwei Wochen ans Licht. Ihr Autor, der Chef der US-Spionageabwehr E.W. „Bill“ Priestap, so hatte ich mir nach dessen Auftauchen in den Senatsverhören schon vor Jahr und Tag notiert, gehöre in die Kategorie der Raushalter und Absicherer.

7. Mai 2020 

Frage an Radio Eriwan: Soll ich mir ein Elektroauto für den Weg zur Arbeit kaufen? Antwort: Im Prinzip ja – wenn Sie sich gleichzeitig ein zweites für den Weg nach Hause zulegen.

Eriwan (2): Stimmt es, dass die Führerin zurücktreten will? Antwort: Im Prinzip ja – gemeinsam mit Putin.

Eriwan (3): Nachfrage: Werde ich den Rücktritt noch erleben? Antwort: Im Prinzip nein – doch das Amtsende kann auch durch seine Erledigung eintreten. Demokratie im Sturzflug: Besser als durch die Genossin, die man im Bundestag gerade zur Wehrbeauftragten kürte, kann man die Streitkräfte nicht verhöhnen. Die Botschaft lautet: Um eure Sache zu vertreten, braucht man keinerlei Qualifikation, denn eure Belange sind uns völlig schnuppe.

Wehrbeauftragter (2): Warum lässt man eigentlich nicht die Soldaten auswählen, wer ihre Belange gegenüber Parlament und Regierung vertreten soll? Angst vor unangenehmer Wahrheit?Wehrbeauftragter (3): Hätte man die Soldaten auswählen lassen, wäre es der Gegenkandidat geworden. So bleibt den Soldaten nichts anderes übrig, als bei nächster Gelegenheit die Partei mit militärischer Kompetenz zu wählen.

5. Mai 2020 

Auf dem Pappschild einer Demonstrantin lese ich: „Wir wollen unsere Grundrechte zurück“. Das ist der naive Ruf nach dem Obrigkeitsstaat, der etwas gewähren soll. Nein, junge Dame, so funktioniert der Ruf nach Freiheit nicht.

Grundrechte (2): Sie werden nicht gewährt, sondern ausgeübt.

Gran Consiglio del Fascismo hieß das Gremium, welches den Duce im Juli 1943 absetzte, um stehenden Fußes die Fronten zu wechseln. Danach herrschte Mussolini noch fast zwei Jahre in dem ihm vom Führer geschenkten Norditalien an der Spitze einer Marionettenregierung, bis ihn kommunistische Partisanen auf der Flucht in die Schweiz ermordeten.

2. Mai 2020 

Ich verstehe das nicht, kann auch bedeuten, es ist unverständlich. Du verstehst das nicht, bedeutet zumeist, ich weiß es auch nicht.

Was bedeutet das, ist häufig der Beginn einer klugen Frage. Das meint, ist so gut wie immer der Anfang einer saublöden Antwort.

Schwierigkeiten mit dem Geschlecht: Das Wort Hype ist dabei, sich als Ersatzwort für Medienrummel einzubürgern. Aber noch nicht so sehr, dass man sich dessen grammatischen Geschlechts im Deutschen sicher wäre. Ich neige intuitiv zu die Hype (vermutlich weil ich das Wort mit Hysterie assoziiere), werde aber durch ein Lektorat belehrt, das mir der in den Text hineinverbessert.

Hype (2): Kein Wunder, dass Mainstream auf dem Neuwort besteht, denn es strömt irgendwie etwas Großartiges aus, während es im Amerikanischen abfällig gebraucht wird, eben wie Presserummel.

Ein Fernsehteam des ZDF wurde gestern in Berlin bei den üblichen, dort zum Folklore des links-faschistischen Pöbels gehörigen Erster-Mai-Straßenschlachten gewaltsam behelligt. Die Reaktionen sind gemischt – wie stets, wenn Sympathisanten aufeinander einschlagen.ZDF (2): Mundtotmachen hält die deutsche Bildersprache im Vorrat, um zu sagen, dass man jemanden zum Schweigen bringt. Der Angriff, der dies bewirkt, muss nicht körperlicher Art sein, aber er wirkt auf Leute, die ständig mit dieser Möglichkeit spielen, besonders wirkungsvoll. Der in Berlin angegriffene ZDF’ler soll ein sog. Comedian gewesen sein. Ich übersetze mal: einer, den man beim Geheimdienst Provokateur-Agent nennt, da er Leute zu Äußerungen anstiften soll, die später als Beweis vorgezeigt werden.

1. Mai 2020

Vom Vortage: Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl von Neuerkrankungen wurde bisher als gleitendes 3-Tage-Mittel dargestellt, um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Ab heute verwendet das RKI ein 4-Tage-Mittel, das den Verlauf noch etwas glättet und gleichzeitig die Berechnung des Punktschätzers für den R-Wert erleichtert: für einen bestimmten Tag ergibt sich der R-Wert jetzt als einfacher Quotient der geschätzten Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neuerkrankungen 4 Tage davor. Dadurch hat sich die Form der dargestellten Kurve leicht verändert.

Vom Vortage (2): Diese Information der Bundesregierung bedeutet nichts. Im Wortsinne: nichts. Man erkennt es daran, dass das Auge nach wenigen Wörtern abschweift und der zugehörige Kopf anfängt, an etwas anderes zu denken.

Vom Vortage (3): Es bestätigt sich, dass man niemals einem Experten überlassen sollte, einen allgemeinverständlichen Satz zu formulieren. Und vielen Nicht-Experten auch nicht.Vom Vortage (4): Mein lange schon verstorbener Vorgesetzter Dr. Gerhard Heuer gab mir den Rat: „Wenn Sie nach einer Zahl gefragt werden, legen Sie die Stirn einen Moment in Falten, und dann nennen Sie eine. Was immer auch kommen mag, bleiben Sie bei dieser Zahl.“ Der heutigen Bundesregierung scheint diese Weisheit unbekannt.

27. April 2020 

Wo zum Henker nagt denn das böse Virus tatsächlich, wenn an ihm doppelt so viele Männer wie Frauen sterben? Vor allem, was ist mit diesen – na, Sie wissen schon? Sind die immun?

Virus (2): Ich verlange von diesen flächendeckend schweigenden Gleichstellungsbeauftragten, dass sie wg. der katastrophalen Männersterblichkeit endlich initiativ werden. Oder wozu sind sie da?

Dass der Mensch so schrecklich kompliziert sei, wissen wir daher, dass es Menschen sind, die uns mitteilen, was der Mensch sei. Könnte uns ein Regenwurm seine Auffassung über den Menschen übermitteln, sähe die Sache bedeutend übersichtlicher aus.

Regenwurm (2): Der Zentralrat der Regenwürmer in Deutschland beschließt, der Führerin ein Doktorat h.c. in Klimafragen (Dr. rer. climax) zu verleihen. Der von ihr vorangetriebene Handel mit CO2-Zertifikaten werde nachweislich dazu führen, dass es in Deutschland wieder regne.

Merkwürdig erscheint mir, dass die vermummten Kassiererinnen bei Kaufland dazu neigen, ihre Kunden anzuschreien. Noch merkwürdiger finde ich, dass sie bei real freundlich sind.

Warum im Baumarkt Obi Tomatenpflanzen verkauft werden, mögen die Götter wissen. Meine Frage, ob die Fleischtomaten auch von Veganern gegessen werden dürfen, bleibt unbeantwortet.

Bei Roller lerne ich den Unterschied zwischen bis zu und über 800 qm Verkaufsfläche kennen. Rotweißes Trassenband sorgt für die nötige Erkenntnis. So lernt man Grenzen im eigenen Land kennen. Verwunderlich: alle halten sich dran.Max. 800 qm (2): Wie hieß es dereinst? Volk ohne Raum.

26. April 2020 

„Es wird schwieriger, je länger es dauert.“ Sagte wer? Kassandra zu ihrer Zeit oder W. Schäuble gestern erst?Schäuble (2): Mein Ex-Minister war mir seinerzeit durch humorige Einlagen nicht aufgefallen. Er muss wohl dazugelernt haben.

25. April 2020 

Die Führerin sagt: „Wir merken jetzt schon in diesen Tagen, dass es in vielen Gebieten Deutschlands nicht ausreichend regnet.“ Da kann man nur hoffen, dass sie von ihrer letzten Afrikareise einen Regenmacher mitgebracht hat.

Pluralis majestatis: Das „wir“ im Gerede der Gesalbten gibt ihren Äußerungen etwas Allumfassendes.

Führerin-Worte (2): Dass wir des Regens entbehren, weckt die schlimmsten Befürchtungen. Es ist der Anlauf zu neuem Klimaschwachsinn und sonst gar nichts.
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/eu-ratspraesidentschaft-merkel-will-sich-auch-um-klima-kuemmern-a3223509.html.

24. April 2020 

Erklärte einem Ausländer auf seinen Wunsch hin den Unterschied von märchenhaft und traumhaft. Sagte als Vorrede, die deutsche Sprache stecke voller boshafter Rätsel. Also sprach ich: Sich von der guten Fee im Schlafe fesseln zu lassen, bedeutet Traumhaft, während der Lockdown von Dornröschen Märchenhaft war. Wir redeten anschließend über was anderes.

Novelle zur Straßenverkehrsordnung tritt in vier Tagen in Kraft. Im Klartext: massive Erhöhung der Abzocke und Behinderung des Autoverkehrs. Straßenverkehrsordnung (2): Es unterblieb die Aufhebung des Rechtsfahrgebots.
Straßenverkehrsordnung (3): Der zuständige Minister heißt Scheuer. Ächt.

23. Aperol 2020

Sprachnot und Wortwitz: Nach dem wortklitternden Verlangen der Beendigung von Öffnungsdiskussionsorgien (A. Merkel) der Hinweis auf die seit Jahren unterbliebenen Öffnungsorgiendiskussionen (B. Zeller).

Von dem Willkommensbürger lernen, heißt Orgien lernen.Vom Auge des Sturms las ich oft, doch vom Auge der Orgie hörte ich nie. In dem Zusammenhang eher von Voyeuren.

22. April 2020 

Harmonie in Absurdistan: Während die Deutschen ihre Getreideproduktion durch die neue Düngemittelverordnung vorsätzlich einschränken, beschließen im selben Monat April die Weizen-Exportnationen Rumänien, Russland und die Ukraine einen sofortigen Ausfuhrstopp, um die eigene Bevölkerung zu schützen.

Wer andauernd zitiert, hat nicht genug gelesen, um eigenständige Gedanken zu entwickeln.

Zitat (2): Wenn ein Schriftsteller für jede Gelegenheit ein Zitat im Köcher hat, könnte sein Maßstab die Beliebigkeit sein.

Toleranz und Beliebigkeit sind nur zu oft Geschwister im Geiste, Dummheit und fester Standpunkt mitunter auch.Das Softwarehaus SAP bzw. sein Eigentümer haben ein halbes Jahr gebraucht, um die Untauglichkeit einer gemischten Doppelspitze zu erkennen. Behilflich war die augenblickliche Wirtschaftskrise.

Doppelspitze (2): Im Gegensatz zu den zahlreichen gemischten Veranstaltungen des Zeitgeist-Komplexes, hat die Firma die angezeigt erscheinende Konsequenz gezogen und die Quotenfrau nach Hause geschickt, da es jetzt auf schnelle und zutreffende Entscheidungen ankomme.Doppelspitze (3): Man stelle sich vor, SPD und AfD würden die SAP-Regeln anwenden. Tun sie aber nicht, versprochen.

20. April 2020 

Umlaufender Trump-Witz: Wenn er übers Wasser ginge, würden die Medien sagen, er sei zu blöd zum Schwimmen.

Wasserläufer (2): Täte es die Führerin, würde Mainstream sagen: Wer soll es denn sonst machen?

Das Versanden der Corona-Panik ist ein Muss, damit wieder Platz für Scheinthemen wird. Am Klima-, Diesel- und Gendertropf hängen schließlich die semi-debilen Claqueure des Mainstream.

Einfache Rechnung: Wenn in Deutschland nur 5,9 Millionen Bürger durch ihre Arbeit den Wohlstand schaffen, arbeitet jeder von ihnen für 14 andere mit, die das nicht tun. Was mag in diesem Zusammenhang das Wort Lastenausgleich bedeuten, von dem die Politkaste fabuliert?Entnehme der Applauspresse, dass die Führerin Diskussionsorgien missbilligt. Recht so. Erstens, noch immer gilt: Es gilt der Führerbefehl. Zweitens, wie schon Stabsunteroffizier Rieske, mein Ausbilder in der Grundausbildung sagte: Da gibt es keine Diskussion drunter.

Um der lästigen Notwendigkeit von Differenzierung auszuweichen, sollten sich die Korrekten darauf verständigen, alle mit Irgendwie-ismus oder Sonstwie-phob etikettierten Zeitgenossen schlicht als Phob (Substantiv) oder phob (Adverb) zu bezeichnen. Das wäre dann die Schmähung schlechthin. Das Wort ist so kurz, dass es sich auch ein Idiot merken kann. Es ist davon auszugehen, dass der Begriff sich alsbald zu fop (phon.: foop) abschleift. 

Martin Luther – aktuell: „Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, dass er die Weisen zu Schanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, dass er zu Schanden mache, was stark ist (1. Korinther 1.27).“ 2000 Jahre alt, und alles ist gesagt, worüber man sich heutzutage die Wundermütze aufsetzt.

Die Stummelsprache schreitet munter fort. Nach der mir schon länger bekannten Umkleide und der Tanke lernte ich am Wochenende die Schalte kennen. Gemeint war das technische Zusammenschalten von Teilnehmern zu einer Videokonferenz.Schalte (2): Sie gebiert ein hübsches Wortungetüm, denn statt Schaltprobe spricht man neudeutsch von Probeschalte.

19. April 2020 

Zeitgemäße Marktlücke für heimliche links-güne Porschefans: Tiefergelegtes Hochbeet.

Gestern: Mann an der Kasse des Baumarktes (= legale Kontaktperson) redet abfällig über Allas. Brauche einen Moment, bis bei mir der Groschen fällt.

Baumarkt (2): Bin der Einzige in der Kassenschlange, der erkennbar nicht wg. der Verschönerung von Haus und Garten hier ist.

Das who der WHO scheint mir das Gebot der Stunde. Erste Zwischenantwort: Sozialisten wissen nun mal, was das Beste für die Menschen (= neudeutsch für: die Menschheit) ist.

Was man früher als Kakophonie bezeichnete ist heute identisch mit der Coronaphonie.Im Vorgriff auf den 20.4.: Wer A sagt, muss auch Dolf sagen.

18. April 2020 

Die Ostküstenpresse weiß, dass Joe Biden in der Wählergunst vor Donald Trump liegt. Aber nur knapp. Das zeigt: Man hat dazugelernt. Vor vier Jahren lag Hillary Clinton haushoch vorn, doch Trump gewann. Die Erklärung: Viele Demokraten waren einfach zu Hause geblieben, da die Sache sowieso entschieden erschien. Das soll nicht noch mal passieren.

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