27. Dezember 2025
Von der Ostfront gibt es dank der Jahresend-Postulate der diversen Führer von nah und fern eine Reihe von zusammenfassenden Bewertungen, aus denen man mit einiger Mühe kriegsentscheidende Tatsachen destillieren kann. So die Konzentration der russischen Luftangriffe auf die Eisenbahnen in der östlichen, jetzt noch nicht russisch besetzten Ukraine. Ich hatte mich bereits vor Jahr und Tag darüber gewundert, dass hier kein Schwerpunkt gesetzt worden war. Jetzt hat sich das geändert (für Besserwisser: mit mir hat das nichts zu tun).
Ostfront (2): Russland behauptet, dass gut die Hälfte der Verluste, die man dem Gegner zufügt, auf Drohnenangriffen beruhen. Die andere Seite geht sogar von 60-70 Prozent russischer Verluste aus, die man der eigenen Drohnenwaffe zuschreibt. Was diese Prozentzahlen in tatsächlichen Zahlen bedeuten, wäre wissenswert, um den Stand des Krieges einigermaßen realistisch einschätzen zu können.
Derweil in der Karibik: Die Angriffe der USA gegen Venezuela steigern sich in ein reales Kriegsszenario. Die Hiesigen halten erschrocken den Mund. Sie sagen stattdessen Zaubersprüche auf, wie sie es in den kommenden zwei Jahren dem Russen zeigen werden.
Vom realen Klima: Seit zwei Tagen ist es ziemlich kalt, Von der mangelhaften Füllung der Gasspeichen in D hört man sicherheitshalber nichts mehr. Stelle mir vor, dass die Irren in den Führungsetagen sich in zwei Fraktionen spalten: Die eine reibt sich die Hände, dass das herbeigebetete Ende der Gasheizung so nahe ist, die andere (mit vagem Kontakt zur Realität) wird von Furcht erfasst, wenn das Gas plötzlich tatsächlich alle ist und arbeitet bereits an Lügenfloskeln, die man dem Volk auftischen will. Der-böse-Putin-war’s ist diesmal schwer zu verkaufen.
Reales (2): Ich bekam eine Reihe schwerwiegender Bücher geschenkt, in die ich alle zur gleichen Zeit hineingelesen habe. Damit werden meine Leser noch zu behelligen sein, wenn ich etwas mehr durchblicke.
25. Dezember 2025
Es gibt Meldungen, die sind wie ein Weihnachtsgeschenk. Dank der jüngsten US-Einreisesperrliste erfahre ich, dass es in Berlin (wo sonst?) eine gemeinnützige Zensur-Institution gibt, die von den Damen von Hodenberg und Ballon betrieben wird (neinnein, die Namen sind nicht auf meinem Mist gewachsen). Die Ärmsten dürfen jetzt nicht mehr in die Staaten einreisen. Ebensowenig der ehemalige EU-Kommissar Thierry Betron, den die Amis für das EU-Zensurgesetz verantwortlich machen. Man sieht: Manchmal geht es doch voran.
24. Dezember 2025
Der Ausruf Gütiger Gott ist keineswegs der Beleg für die Existenz eines gläubigen Christenmenschen. Allerdings habe ich einen Moslem noch nie soetwas ausrufen hören. Ihm kommt stattdessen Alláh gedankenlos über die Lippen.
Gütiger Gott (2): Aus aller Welt wird mir Weihnachtliches auf meinen Bildschirm transferiert. Vor allem auch aus Ländern, die unter strikter Herrschaft von Hardcore-Islamisten stehen. Das ist wie ein hämisches Dennoch der untergehenden Germanenrasse. Ihr Erbe: Sie hinterlässt weltweit geschmückte Tannenbäume im Dezember.
Gütiger Gott (3): Mein eigener Weihnachtsbaum, gestern erworben und ins Haus geschleppt, riecht nicht, dafür wirft er die ersten Nadeln ab. Kein gutes Zeichen. Hoffentlich ist die Aufstellung im Wasserbad noch etwas nütze.
23. Dezember 2025
In Moskau wurde gestern ein Generalleutnant des russischen Generalstabs namens Fanil Sawarow mit Hilfe einer Autobombe, die unter seinem Fahrzeug hochging, getötet. Das ist der dritte General, dem dieses Schicksal in Jahresfrist widerfährt. Die Presseerwägungen, inwieweit dies die laufenden US-russischen Gespräche in Florida tangiert, halte ich für deplatziert, denn die Antwort heißt: gar nicht. Erstaunlich bleibt bestenfalls, dass die russische Seite bislang nicht zu ähnlichen Attacken ausgeholt hat, wie sie die vom Wertewesten gesponserte Ukraine offenbar für zielführend hält.
Auto (2): In Gießen fährt ein Willkommensbürger aus Aserbaidschan eine Gruppe von Wartenden an einer Haltestelle um. Die einschlägigen Presseerzeugnisse sind wieder einmal ein Wunderwerk an Schwurbel-Technik.
Auto (3): In Schilda können Merkelpoller rund um den Weihnachtsmarkt besichtigt werden. Doch nach meinem gestrigen Eindruck gehen die aktuellen Gefahren von Autofahrerinnen der Gefahrenklasse 40-70 auf dem Lidl-Parkplatz aus. Hinterher schelte ich mich selbst, dort hin gefahren zu sein, denn bei Aldi waren die Hühnereier ausverkauft. Auch war der ganze Parkplatz zugeparkt von Leuten, die mit hochgetürmten Einkaufswagen das Vorwärtskommen unmöglich machten. Ich stelle mich schließlich etwas abseits daneben, um festzustellen, was das Hauptbegehr dieser Zeitgenossen sei. Es ist Papier in den Varianten Klopapier und Küchenrollen. Was zum Henker passiert bei diesen Leuten über Weihnachten? Ich komme zu keiner brauchbaren Lösung. – Einen Weihnachtsbaum habe ich übrigens immer noch nicht. Der steht traditionsgemäß für heute auf dem Aktionsplan, ebenso die gestern geschlachtete Gans, die bisher ihr friedliches Leben auf den Ilm-Wiesen bei Zottelstedt fristete.
22. Dezember 2025
Nur langsam destilliert sich die Realität aus dem Geschwätz des letzten EU-Gipfels. Sie lautet in Deutschland, dass die Zerrissenheit innerhalb der kleinen denkenden Schicht unüberbrückbar wird. Die einen sagen, dass dem Putin jetzt endlich die Grenzen gezeigt werden (müssen), die anderen reden von der Selbstzerstörung eines Landes durch eine Clique, die man seit Jahr und Tag nicht quitt kriegt. Klar erscheint mir lediglich, dass die Clique nichts zu fürchten hat. Der im Lande herrschende Totalitarismus hat sich als Selbstverständlichkeit in die Hirne aller, egal welcher Meinung, hineingefressen. Dort wirkt er wie eine unüberwindbare Fessel.
Totalitarismus (2): Jeder, der auf sich hält, weiß sich bei diesem Thema auf Hannah Arendt zu berufen. Ich hielt mich stets zurück, wenn die Person genannt wurde, fand sie staubtrocken, so, als wenn das Leben an ihr vorübergeeilt wäre. War es aber gar nicht, soweit man weiß. Ich nehme an, dass sie jetzt zu den bedauernswerten Geschöpfen gehört, die von einem zum andern weitergereicht werden, ohne dass einer auch nur eine einzige Zeile von ihr gelesen hat.
Totalitarismus (3): Eine Entdeckung ist für mich George Orwell, dessen Werke ich vor Jahresfrist geschenkt bekam. Dort fand ich jetzt auf der Suche nach Lesbarem einen Band mit Essays vor, geschrieben zwischen 1943 und 1949. Die zum Ausdruck gebrachte kalte Wut des selbsterklärten britischen Linken über das Appeasement seiner Intellektuellen-Kaste gegenüber dem sowjetischen Gewaltregime und Orwells Folgerungen über die unterwürfige Verfasstheit von Intellektuellen finde ich beeindruckend. Es ist so, als wären die Texte erst gestern geschrieben worden.
Totalitarismus (4). Ein Internet-Fund, den ich beim Schreiben des Kapitels über den Herrschafts-Größenwahns von sog. Weltreligionen entdeckt habe… Schön zu wissen, dass man nicht allein ist.
20. Dezember 2025
Da hatten die Deutschen aber Glück, dass Fritz der Kanzler sich mit seinem großmäuligen Vorschlag in der EU-Hauptversammlung nicht durchsetzen konnte, das beim belgischen Vermögensverwalter EuroClear gebunkerte Russenvermögen zugunsten der klammen Ukraine zu enteignen. Sein protziges die-Deutschen-haften-wenn’s-Dicke-kommt wurde, jedenfalls von den hauptsächlich betroffenen Belgiern, nicht akzeptiert. Stelle mir vor, dass diese vom römisch-rechtlichen Grundsatz irritiert waren, dass ein Gläubiger sich bei mehreren Schuldnern aussuchen kann, wen er in Anspruch nehmen will, und einseitige Bürgschaftsversprechen hieran nichts zu ändern vermögen.
EU-Häuptlinge (2): Stattdessen vereinbarte man eine weitere Finanzspritze für den kleinen Mann aus Kiew, der an Ort und Stelle mitgeteilt hatte, man sei nunmehr zahlungsunfähig. Also hinein mit weiteren 90 Milliarden € in dieses Fass ohne Boden. Ungarn, Tschechien und die Slowakei wurden auf eigenes Verlangen vom Mittun suspendiert, um nach außen hin Einheitlichkeit vorzuspiegeln. Die Rückzahlung des Geldes soll nach dem Sieg aus russischen Reparationszahlungen entnommen werden, also nie.
Derweil an der Ostfront: Der russische Vormarsch dauert an. Nach Angaben von Putin, die er auf einer Pressekonferenz vorgestern machte, hat er sich beschleunigt. Zudem finde er am gesamten Frontbogen statt. Der Dnjepr mit den letzten Großstädten östlich des Flusses, Dnjepropetrowsk und Saporoshje, ist erkennbar das derzeitige Ziel der Eroberungen. Wird es erreicht, sind alle bedeutenden Industriezentren der Ukraine in russischer Hand.
18. Dezember 2025
Der Biologe Ernst Haeckel machte vor gut 130 Jahren gegen den Irrglauben des Glaubens mobil. Es gebe nur eine einzige einheitliche Welt, die Doppeldenke von Vernunft und Glauben sei irreal. Es versteht sich wie von selbst, dass das organisierte Christentum hiergegen Sturm lief. Wie der Streitstand heute ist, vermag ich nicht zu sagen, doch gewundert habe ich mich, wenn man heutzutage in Tichys Einblick lesen kann (https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/gottes-existenz-eine-sache-der-vernunft/), dass einem Mann namens Sebastian Ostritsch unter Berufung auf Thomas von Aquin ein aktueller Gottesbeweis gelungen sei. Ich bin beeindruckt, wenn ich innerhalb der Beweisführung lese, dass das Mittelalter keineswegs dunkel gewesen sei, denn es habe Wasserkraft, Dreifelderwirtschaft und die gotischen Dome hervorgebracht. Ich füge hinzu: und eine genial zu nennende Hygiene, die für den periodischen Ausbruch der Pest sorgte. So wurde die Überbevölkerung, die uns heute so drückend erscheint, im Ansatz vermieden.
Irreales (2): Die Deutsche Industrie- und Handels-Kammer (DIHT) empfiehlt der politischen Kaste der Republik und der EU gegen die von den USA angedrohten Handelsboykotts, bei denen es sich um Retourkutschen wg. des EU-Vorgehens gegen Musk & Co (Twitter-X und andere) handeln soll, entschieden vorzugehen. Ist den deutschen Funktionären eigentlich bekannt, was die von den Amis als Repressionskandidaten namentlich genannten Firmen Siemens und DHL dazu meinen? Oder VW, das soeben seine Vorzeige-Werk in Dresden schließt? Jungs, hier bahnt sich ein ziemlich ernster transatlantischer Wirtschaftskrieg an. Wisst ihr das, oder ist es euch schlicht egal?
Irreales (3): Fritz der Kanzler will jetzt mit Gewalt die in Belgien gebunkerten russischen Milliarden an Land ziehen. Das ist eine Politik der verbrannten Erde. Damit hat Deutschland reiche Erfahrungen unter seinem einzigartigen, nur der Vorsehung verpflichteten Führer und Reichskanzler sammeln können. Die Ergebnisse waren für die Sieger zufriedenstellend, für Deutschland dagegen eher nicht.
17. Dezember 2025
Manchmal entstehen beim Tagebuch-Schreiben Aufzeichnungs-Pausen. Sie bewirken, dass im Erinnern ganze Tage ausgelöscht werden. Sie verschwinden im Nichts. Das gilt auch, wenn auch nur im begrenzten Maße, für meine Sudelbuch-Notate. Ich könnte, wenn ich wollte, zu rekonstruieren versuchen, was ich zu notieren unterließ. Dabei fällt mir auf, dass nichts von Belang passiert ist, was ich nicht schon beschnarcht hätte: Die x-te Variante sog. Friedensgespräche, diesmal in Berlin und wie üblich ohne die Russen, während dieselben weiter vorrücken, diesmal ist es die Stadt Sewersk, die von ihnen eingenommen worden ist, was wie gewohnt ein paar Tage lang bestritten wird. Wieder sind es müde Schlagzeilen über die Enquete-Kommission, die von dem Mehrheitskomplex eingerichtet wurde, um mit salbungsvollen Worten einem Corona-Untersuchungsausschuss ausweichen zu können und so den Zwang der Zeugen zur Wahrheit zu vermeiden. Wieder will es niemand so genau wissen und lässt ungeschoren einen Spahn dort reden, dass es nie die Absicht war, durch Impfung einen Infektionsschutz herbeizuführen, weil das Impfmittel unerprobt war und an der Bevölkerung erst dessen Wirksamkeit ausprobiert werden sollte, was allerdings den gewünschten Effekt nicht hatte. Das ist so dreist gelogen, dass man nicht mal mehr ein Verwundern zustande bringt.
11. Dezember 2025
Manchmal lacht man, ohne den Grund zu kennen. Einfach so. Die andern am Tisch machen bedenkliche Gesichter. Nicht ohne Grund. Schließlich lacht man nicht ohne Grund. Jetzt muss man schnell etwas sagen, um aus der Nummer wieder raus zu kommen. Ich sage: Ich las vorhin in der FAZ, dass Fritz der Kanzler nach Washington reist, um den Präsidenten zu beraten. Jetzt wiehern auch die anderen.
10. Dezember 2025
Die EU hat gestern den Weltuntergang um ein Jahrzehnt auf 2040 verschoben. Das ist aber schade. Ich hatte voll auf die Führerin vertraut. Sie hatte in Davos 2020/21 zugesichert, dass er 2030 stattfindet. Es ist wie bei den Zeugen Jehovas, die immer wieder die schönsten Hoffnungen geweckt haben, wiewohl vergeblich.
Jehova (2): Derweil bemühen sich in Brüssel Katholiken, die sich konservativ nennen, sich selbst wiederzuerwecken, indem sie den heiligen Augustinus hochleben lassen. Lautstark wie stets die anwesenden Polen, die, nebenbei bemerkt, gestern die polnische KP verboten haben.
Jehova (3): Auch Fritz der Kanzler hat offenbar einen allerhöchsten Wink erhalten, der ihn berechtigt hat, in Brüssel dem dortigen MP und dem Vermögensverwalter EuroClear zuzusichern, Deutschland übernehme die Bürgschaft für etwaige Schäden, wenn man die dort gebunkerten russischen Vermögen in die Ukraine schleust, der offenbar niemand mehr etwas pumpen will. 270 Milliarden oder so? Für D ein Problem, aber nicht für den Fritz.
Jehova (4): Der kleine Mann aus Kiew brauchte keinen Wink von oben, um jetzt mitzuteilen, er hätte nichts gegen Wahlen. Nein, in diesem Fall kam der Rat aus dem Weißen Haus. Das wiederum hat einen Draht nach ganz oben (God’s own people). Dort hat man offenbar begriffen, dass die Russen die Bedingung gestellt haben, nur mit einem hierzu legitimierten Führer Verträge zu schließen. Selenskyjs Amtszeit endete, was man leicht vergisst, im Mai 2024. Man sieht also, es geht auch ohne Wahlen. Aber manchmal auch nicht.
7. Dezember 2025
Da bahnt sich ein Konflikt der neuen Art an: auf der einen Seite Trump & Co, auf der anderen der Apparat der EU. Dieser hat gegen den Trump-Freund/Feind und immer noch engen Verbündeten Elon Musk ein Strafgeld von schlappen 120 Millionen Euro verhängt, weil er sich nicht mit seiner Firma Twitter-X den Zensurregelungen der EU beugen will. Jetzt schlägt das Universum zurück. Musk will die Beteiligten an diesem Streich gegen ihn und ihre Machenschaften öffentlich an den Pranger stellen. Vorgeschichte: Musk lehnte es ab, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die es der EU erlaubt, ihr linksextremistisches Zensorengesindel (Faktenchecker) in seine Firma zu lassen. Im Gegenzug wollte die Kommission großzügig auf ihre geltend gemachten Inhaltsbedenken verzichten. Telegram und Facebook hatten sich bereits auf diesen Kuhhandel eingelassen. Bei X bissen die Kontrollfreaks jetzt auf Granit.
Konflikt (2): Die Totalitären aus Brüssel haben sich gründlich verkalkuliert. Sie dachten, sie könnten straflos einen Unterwerfungsprozess gegen einen reichen Privatmann inszenieren, doch jetzt steigt die US-Regierung mit in den Ring. Sie ließ verlautbaren, das Vorgehen gegen Musk sei eine unzulässige Handelsbeschränkung gegen eine US-Firma. Man werde deswegen den Verursacher sanktionieren. Da darf man gespannt sein, wie das aussehen wird.
Konflikt (3): Das Vorgehen der US-Regierung gegen die EU-Mafia passt haargenau in die vorgestern verkündete neue US-Doktrin zur Neuordnung der Welt (aus US-Sicht). Danach sollen die EU-Gremien bekämpft werden, weil sie die US-Dominanz in der sog. westlichen Hemisphäre stören.
Konflikt (4): Der in Brüssel ansässige Vermögensverwalter EuroClear weigert sich rundheraus, die eingefrorenen gigantischen Russen-Vermögen zur Enteignung freizugeben. Er hat gestern öffentliche Unterstützung durch den belgischen Ministerpräsidenten bekommt. Die Maßnahme sei rechtswidrig, und er werde sie nicht durchführen lassen. Er fügt zur Begründung zwei Dinge hinzu: a) Die von den Kriegsfreunden der EU vorgesehene Verwendung der Gelder für den Staatshaushalt der Ukraine sei widersinnig, denn diese habe den Krieg gegen Russland bereits jetzt und zwar endgültig verloren. b) Putin habe Belgien und ihm persönlich Konsequenzen angedroht, die bis über seinen Tod hinausreichen würden. – Muss man eigens erwähnen, dass Fritz der Kanzler zu den glühenden Befürwortern der Russen-Enteignungen gehört?
6. Dezember 2025
Da schrieb der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew angesichts der laufenden Gespräche mit den USA gestern auf Twitter-X „Dear Merz, Sie sind nicht mal im Spiel. Sie haben sich durch Kriegstreiberei, die Torpedierung des Friedens, unrealistische Vorschläge, den Selbstmord der westlichen Zivilisation, Migration und dickköpfige Dummheit selbst disqualifiziert.“ Vorangegangen war eine Behauptung in der Illustrierten Der Spiegel, wonach Merz am Telefon zu Selenskyj gesagt habe: „Die spielen Spielchen – sowohl mit euch als auch mit uns.“
Deutschland von außen betrachtet (2): „Dieser wirtschaftliche Niedergang [Europas] wird jedoch von der realen und noch gravierenderen Aussicht auf das Verschwinden der Zivilisation überschattet. Zu den größeren Problemen, mit denen Europa konfrontiert ist, gehören die Aktivitäten der Europäischen Union und anderer transnationaler Gremien, die die politische Freiheit und Souveränität untergraben, eine Migrationspolitik, die den Kontinent verändert und Konflikte schafft, die Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition, sinkende Geburtenraten sowie der Verlust der nationalen Identität und des Selbstbewusstseins.“, so wörtlich die soeben veröffentlichte strategische Leitlinie für die Sicherheitspolitik der USA.
Deutschland von außen betrachtet (3): Ich hatte mir fest vorgenommen, es nicht zu tun. Jetzt sieht man (siehe oben), was daraus geworden ist.
5. Dezember 2025
Die Leute tun so, als sei die Unwirtschaftlichkeit der deutschen Wirtschaft etwas, was man wie eine höhere Weisheit hinnehmen müsse, doch sie ist im Gegensatz zum Klima menschengemacht. Sie ist das Werk von Menschen, die ich für notorisch irre halte. Sie haben als Kernstück ihres Zerstörungswahns die EU-Klimaschutzverordnung 2021 (ESV ’21) erfunden und in Kraft gesetzt.
ESV’21 (2): Das geschah im Schatten der Corona-Hysterie, als der Bürger mit Masken, Lockdown und Impfzwang drangsaliert wurde. Die Person, die es tat, hieß Angela M. In ihren Beiträgen für die selbsternannten Welten-Beherrscher in Davos hat sie hierüber 2020 und 2021 in dem für sie eigentümlichen Schwurbel-Deutsch wie ein antike Kassandra Auskunft gegeben. Die Finanz-Mafia applaudierte.
ESG’21 (3): Die Quintessenz zeigt sich nunmehr drastisch. Die deutsche Industrie wird zu sog. Ausgleichszahnungen genötigt oder Blödsinn zu produzieren wie die Elektrospielzeuge, die niemand haben will, oder aus dem Land zu fliehen. Alles das geschieht vor jedermanns Augen und mit dem Hurra des Unseredemokratie-Komplexes. Wer so naiv war, ein klares Wort des Unternehmertums zu erwarten, sieht sich allmählich enttäuscht, denn ein solches Unternehmertum gibt es in Deutschland nicht mehr. Woher auch?
ESV’21 (4): Die Leute, die jetzt vor sich hin jammern, haben nicht den Willen, die Dinge zu ändern und zum Guten zu wenden. Erst wenn die Proleten sich zusammenrotten, denen man nolens volens die Basis entzieht, wird das geschehen. Dann allerdings in einer Drastik, die nicht mehr lenkbar sein wird.
ESV’21 (5): Die Klima-Irren von Potsdam mit den bezeichnenden Kürzel Pik ziehen derweil irgendwelchen Blödsinn zurück, den sie in der Vergangenheit auf Steuerzahlerkosten produziert haben und auf deren Kunststückchen die Hysterie beruht. Tschuldigung Jungs, war nicht so gemeint, da gab es ein paar Rechenfehler. Konnte ja schließlich keiner ahnen, dass irgendwer unser Gebetbuch nachrechnen würde.
4. Dezember 2025
Im Ukraine-Konflikt lässt sich im Moment eine verbale Eskalierung beobachten. Selenskyj plus EU-Europa plus GB hie, Russland da. Putins Ton wird unüberhörbar ruppiger. Was der kleine Mann aus Paris in diesem Zusammenhang in China erreichen will, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Die Chinesen schweigen bislang dazu. Auch die Kontrahenten US und RUS üben sich in Zurückhaltung, obschon oder weil der Besuch des Duos Witkoff-Kushner vorgestern im Kreml offensichtlich nichts Vorweisbares in Sachen Kriegsende erbracht hat.
Ostfront (2): Die Ortsnamen, die von beiden Seiten genannt werden, lassen nur die Deutung zu, dass sich der russische Vormarsch trotz des Winterwetters in mehreren Abschnitten des Frontbogens nach Westen hin beschleunigt. Die russischen Angriffskolossen nähern sich den Großstädten Dnjepropetrowsk und Saporoshje.
Ostfront (3): Die ukrainische Seite leugnet hartnäckig den Verlust der wochenlang eingeschlossenen Industriestadt Pokrowsk. Mag sein, dass sich dort immer noch versprengte Trupps in den Kellern der Ruinenstadt befinden. Die russische Propaganda spricht von der Säuberung des Donbas.
Ostfront (4): Der Hinweis von Putin, man werde die aus dem Raum Odessa gegen russische Handelsschiffe im Schwarzen Meer geflogenen Drohnenangriffe wirksam unterbinden, lässt nur den Schluss zu, man werde sich jetzt des letzten der Ukraine verbliebenen Hochseehäfen mit militärischen Mitteln annehmen. Das bedeutet Zerstörung oder Einnahme oder Unterbrechung der Landbrücke nördlich der Stadt. Ich tippe auf Letzteres. Die Offensiv-Bemühungen zur Überschreitung des Dnjepr in oder bei Cherson deuten in diese Richtung.
Heimatfront: Der Fritz wird nunmehr sein Rentenpaket, das er mit den verbliebenen Stimmen der Koalition nicht durch den Bundestag bringen kann, mit Hilfe der SED durchsetzen. Wie lange seine eigene Partei diesen Kotau vor den Linken noch mitmacht, steht in den Sternen. Da diese Partei-Apparatschiks komplett umfrageverliebt sind, werden sie in den nahen Wochen Erschröckliches zu lesen kriegen. Die Welt als die letzte noch real existierende Unions-Bastion soll bereits gestern über tausend unmissverständliche Leserbriefe erhalten haben.
3. Dezember 2025
Lese des Nachts Texte des Österreichers Ernst Topitsch (1919-2003) über das Göttliche. Sie sind im Sammelband Gottwerdung und Revolution versammelt. Der hochgelehrte Ausflug in ferne, längst verflogene Kulturen mit ihren Spitzfindigkeiten und Riten, um dem Fluch des Menschen zu entkommen, der Sinn- und Ziellosigkeit seiner Existenz zu entkommen, weckt eher Ärger als ein tieferes Interesse. Bleibt zum Schluss die Frage: Und was wollte der Autor uns jetzt eigentlich sagen?
Religiöses (2): Das Buch wurde mir am 31.12.1974 geschenkt. Wenig später nahm sich der Schenker das Leben. Wohl deswegen blieb das Buch ungelesen liegen. Eine Suche nach leichtgewichtiger Reiselektüre erlöste es aus der Nicht-Beachtung.
Religiöses (3): Die Bräuche in vom Katholizismus berührten Ländern des Südens wecken beim Wanderer Heiterkeit. Die Beschränkungen des Reisegepäcks zwingen mich gottlob, sperrige Einkäufe über Wundermildes zu unterlassen. Allerdings nehme ich nicht ohne Grimm zur Kenntnis, dass man einem der drei Könige, die seinerzeit nach Bethlehem eilten, die schwarze Gesichtsfarbe gestohlen hat. Am Made in China kann das kaum liegen. Die Jungs dort erfüllen die Bestellungen so, wie sie formuliert worden sind.
Religiöses (4) und eher Weltliches: Es hat sich bei Neusprech eingebürgert, von den Ländern des globalen Südens zu sprechen. Das ist die Hybris der einstigen, sich christlich nennenden Kolonialherren, die genau wissen, dass One World mit der Wirklichkeit nicht harmoniert.
1. Dezember 2025
In Gießen randalierte am Wochenende der vom Bundesfamilienministerium gesponserte linke Faschisten-Mob gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation, deren Namen ich mir nicht merken kann. Die alternativen Medien tun so, als sei etwas besonderes geschehen. Ich kann hingegen nicht mehr zählen, wie oft ich solche Bilder in den letzten 5 Jahrzehnten gesehen habe. Was wurde gegen derartigen Spuk unternommen? Nichts.
Nichts neues unter der Sonne (2): Wenn man bedenkt, dass von Bismarck im großen Ganzen lediglich der Hering übrigblieb, nimmt es nicht wunder, dass Merkel nur den Poller hinterließ, und das auch nur zur Weihnachtszeit. Na, immerhin, manch eine kleine Leuchte wäre froh, wenn von ihr überhaupt etwas bliebe.
Nichts neues unter der Sonne (3): Marco Rubio, verstärkt um Trumps Schwiegersohn Kushner, verhandelt am Wochenende immer noch mit irgendwem über den Ukraine-Krieg. Putin sagt, jedenfalls nicht mit ihm. Das hatten wir schon, und man muss Experte sein, um das zu ignorieren.
Nichts neues unter der Sonne (4): Sie ist in den nördlichen Frontabschnitten nicht mehr zu sehen, dort schneit es, doch das Vorrücken geht im gewohnten Schneckentempo weiter. Das werde so bleiben, sagt Putin, bis alle Ziele erreicht sind. Eile ist nicht erkennbar.
29. November 2025
Ich habe schon häufig in fremden Betten geschlafen, ohne hieran im Geringsten Anstand zu nehmen. Doch der Gedanke, dass andere Leute in meinem Bett schlafen könnten, befremdet mich. Geschieht dies dennoch, so führt das unter Umständen zu erstaunlichen Erkenntnissen wie dieser hier: Links und rechts vom Bett steht ein Wecker. Beide ticken in unterschiedlicher Frequenz, jedoch so leise, dass ich es nicht mehr hören kann. Der jugendliche Schläfer entfernte nun einen der Störenfriede. Verständlich, doch hoffentlich stellt er ihn nach Abreise wieder hin.
Befremdlich (2): Tiere und Menschen sind in ihrer zeitlichen Begrenztheit gleich, der Unterschied folgt aus dem Wissen des Menschen darum. Ein Theologe stellte mir gegenüber kürzlich diese Binsenweisheit in Abrede. Er glaube nicht, nein, er wisse, dass dies mit der Endlichkeit anders sei (und dann kamen die üblichen Glaubenssätze). Ich frage mich nun, ob der nämliche Theologe dem Tier gleicht, dass von der Begrenzung auch nichts weiß. – Ein Philosoph weiß hierauf mit Sicherheit die passende Antwort und auch, wer vor ihm diesen Gedanken bereits geäußert hat.
Befremdlich (3): Ich frage mich, warum Philosophen – jedenfalls nach meinem Eindruck – keinen Gedanken äußern können, ohne eine ihrer Autoritäten zu bemühen. Ich denke dann immer, es kann doch nicht so schwer sein, selbst einmal einen eigenen Gedanken zu fassen. Ist aber augenscheinlich nicht der Fall.
Befremdlich (4): Was man über den Korruptions-Sumpf der Ukraine hört, hat das Zeug dazu, unbeachtet zu bleiben. Nichts passt zusammen. Die Nennung einzelner Spitzenfunktionäre (im Moment die Haupttischgenossen von Selenskyj, wie der vortreffliche Präsidialbüro-Vorsteher Jermak) als Hauptverdächtige des Geldeinsackens lenkt den Blick auf ein System, das seit 30 Jahren alles, was durch seine Hände geht, beiseite schafft. Das ist bekannt und hat bislang niemanden gestört. Die Geldmengen sind inzwischen so groß, dass die Zahl der beteiligten Täter unüberschaubar wird. Wir reden sozusagen über den Normalfall.
Befremdlich (5): Das Pentagon will plötzlich bemerkt haben, dass 40 Milliarden US-Dollars via Estland versickert sind. Das geht nicht einfach so mit Tasche auf, Geld rein, Tasche zu. Jetzt wird hinter der Hand die Frage aufgeworfen, ob das mit der dubiosen Personalie Kallas zu tun hat, die bis 2024 dortzulande die Ministerpräsidentin war, bevor sie ins Amt der EU-Hauptkriegshetzerin wechselte.
Befremdlich (6): Der Bundestag beschließt gestern, weitere Milliarden in das Fass ohne Boden zu stopfen. Sowas tut man nicht ohne Eigeninteresse, sagt die Erfahrung. Diese lehrt, dass manches Ding gedreht wird, um das vorangegangene zu vertuschen. Wenigstens das.
Befremdlich (7): Der Verband der Familienunternehmen verliert potente Mitglieder an die Antifa. Da bin ich aber froh, dass Vorwerk-Staubsauger nur noch korrekten Dreck beseitigen werden und Rossmann den Nazis die Duftwässerchen vorenthält. Die Prolet-Konkurrenz von dm distanziert sich sicherheitshalber von diesem Tun. Sie hat offenbar die unbeirrt AfD-wählende Kundschaft im Blick.
24. November 2025
Der Zweck des regierungsoffiziellen Propagandageschwätzes ist es, eine Atmosphäre der Unausweichlichkeit zu erzeugen. So soll die Bevölkerung auf einen angeblich nicht zu umgehenden Krieg gegen Russland eingestellt werden. Wehrminister Pistorius beteiligt sich hieran, wenn er – falls das die Presse dies nicht wie gewohnt erfunden hat – öffentlich raunt, dass dies unser letzter friedlicher Sommer gewesen sein könnte. Plumper kann man kaum auf das Jahr 1939 anspielen. Indessen, es war in jenem Jahr der allumfassend verdammte deutsche Reichskanzler A.H., der nach allgemein gültiger Lesart den Zweiten Weltkrieg auslöste. Nimmt man den jetzt zum Exempel? Ich traue meinen Augen kaum. Blättert man zudem in den Schulbüchern, die heute zum Geschichtsunterricht zugelassen sind, wo er denn überhaupt noch stattfindet, so liest man, dass die deutsche Aufrüstung der Mitt-dreißiger Jahre auf geradem Wege und absichtlich in den Krieg hineinführte.
Deutschlands Lage (2): Trumps jugendlicher Held, Marco Rubio, immerhin Außenminister des Kolonialherrn, hält unser Land wg. seiner Einwanderungspolitik für ein Sicherheitsrisiko des US-Imperiums. Nun Fritz, jetzt sag mal was Gescheites. Doch der hat gerade keine Zeit, muss seinen Busenfreund Weimer verteidigen, an dessen Tun er nichts Unrechtes erkennen kann. Ist alles links- oder rechtsextremes Lügen-Gerede. Wie tief muss die Grube noch werden, die es sich hier gerade selbst gräbt?
Deutschlands Lage (3): An der Saar macht der letzte Autohersteller (Ford) dicht. Made in Germany wird nicht mehr gebraucht. Und was machen die Gewerkschaftsbonzen? Sie rufen nach dem Staat. Und was machen die damit weitgehend identischen Staatsbonzen? Sie kämpfen gegen Klima und AfD.
23. November 2025
Das Geschrei um den angeblichen Friedensplan ebbt nicht ab. Auch die zwei, drei Leser meiner gestrigen Anmerkungen haben sich zu Wort gemeldet. Was Oberst von H. hierzu beisteuerte, will ich den anderen nicht vorenthalten: „All das, was dieser (angebliche) Nonsense-Plan enthält, hätte man Ende des Jahres 2021 gänzlich ohne Krieg eintüten können. Was den koksenden 11-Finger-Pianisten aus der Bankowa-Ulitza anbelangt: Tragikomisch wird’s immer dann, wenn Marionetten „vergessen“, an wessen Fäden sie hängen und vom wem sie bespielt werden. In Mafia-Kreisen pflegt diese Art von Vergesslichkeit letal auszugehen.“
Kriegsende (2): Vor Kurzem, Anfang Oktober, am Schluss eines meiner Nicht-mein-Krieg-Vorträge, habe ich etwas spontan, wie ich einräume, gesagt, dass der Krieg in diesem Jahr noch und zwar mit dem Zusammenbruch der Ukraine zu Ende gehen werde. Jetzt stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob das zutreffen könnte. Es sieht fast so aus, denn die schwer beschädigte Wärme- und Energie-Versorgung wird den Krieg entscheiden. Das Jahr hat noch 5 Wochen.
22. November 2025
Seit zwei Tagen wird mit Donnergetöse der angebliche Trump-Putin-Plan diskutiert, den Ukraine-Krieg zu beenden. Hierzu gibt es nichts weiter zu sagen, als dass es sich um ein Windei der US-amerikanischen psychologischen Kriegführung handelt, um den unhaltbar gewordenen Selenskyj loszuwerden. Doch das klappt kurzfristig nicht, er hat seine mutmaßlichen Veruntreuungs-Hauptakteure verschoben. Bleibt die Frage: wie groß ist ein Geldkoffer, in den 100 Millionen US Dollars passen? Und dann noch dies: Was sagt eigentlich der Mann aus Moskau dazu? Hierzu jedenfalls nichts, dafür zeigt er sich in der russischen Felduniform im Frontgebiet. Vor Tagen erst bei einer Raketen-Präsentation sah ich ihn in diesem Kleide. Das sieht nicht eben nach Friedensengelei aus.
19. November 2025
Ich kann das Staatswohl nicht erkennen, von dem die Bundesregierung offiziell behauptet, dass es verletzt würde, wenn sie wahrheitsgemäß die Frage beantwortet.
18. November 2025
Ich bin sprachlos, so sagt man angesichts äußerster Überraschung. Die Floskel gewinnt dank der Erziehungsbemühungen unsrer Polit-Aufseher eine neue Qualität. Der Entzug von Wörtern soll im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos machen – und zwar so, dass ich etwas Gewohntes nicht mehr zum Ausdruck bringen kann.
Sprachlos (2): Mir geht durch den Kopf, was ich kürzlich bei dem Österreicher Ernst Topitsch las: Der Mensch unterscheide sich im Gegensatz zu vielem biologisch Gleichkonstruierten vom Tier dadurch, dass seine Interaktionen, einschließlich der gefühlsmäßigen, durch sein Sprachvermögen bestimmt würden. Meine Folgerung: Greife ich in diese seit Generationen geprägte Sprache ein, verändere ich das Zusammenleben. Das ist wohl auch der Sinn der Einübung korrekten Sprechens. Ich kann das Offensichtliche nicht mehr benennen. Fingerübung: Ich sage völlig zusammenhanglos Neger und stürze dadurch Vera Naiva in eine tiefe Gefühlskrise. Das ist amüsant und beklemmend zugleich.
Sprachlos (3) war ich beim gestrigen Versuch, einen Briefmarken-Vorrat zu kaufen. Die zu einem Euro gab es im sog. Post-Shop nicht, und die zu 1,10 wollte ich nicht. Ich erhielt den Rat, woanders mein Glück zu versuchen. Ich tat’s. Den Versuch vom Schreibtisch aus, gab ich nach zwei Minuten auf, da die Post mich nötigen wollte, vor dem Kauf Absender und Anschrift anzugeben. Einfach irre.
17. November 2025
Ungarn wird zum Schauplatz des nächsten Stellvertreterkrieges. Die Kontrahenten im Hintergrund sind die Trump‘sche USA und die woke EU-Kamarilla. Sie haben sich die kommende Parlamentswahl in Ungarn auserkoren, wo es um die herbeigetrommelte Abwahl von Viktor Orbán geht. Dieser wird ausdrücklich von Trump gestützt, der zugesagt hat, das Russen-Öl für Ungarn werde keiner US-Sanktionierung unterliegen. Die Gegner aus Brüssel haben die Zahlungen an Ungarn zurückgehalten, für die wiederum Trump bürgen will. Der kleine Mann aus Kiew verspricht im Gegenzug, zum dritten Mal die russische Öl-Pipeline Drushba Richtung Osteuropa zu unterbrechen und das als Rache für das ungarishe Veto gegen den EU-Beitritt der Ukraine. Alles klar?
16. November 2025
Geld verschwunden in der Ukraine? Macht nix, die Gruppe der Fünf/Group of Five (GoF) hilft gern. Hinter dem griffigen Kürzel verbergen sich außer Deutschland die Staaten Polen, Frankreich, Italien und Großbritannien. D gibt 11,5 Milliarden €. Boris P. weiß auch warum: Die Ukraine befindet sich gerade auf der Siegerstraße, Russland wackelt. Falls er das wirklich glaubt, sollte er wg. irrer Lagebeurteilung schleunigst abgelöst werden, falls nicht ebenso, dann nämlich wg. Belügens der Öffentlichkeit.
GoF (2): Beim vorgestrigen öffentlichen Pressegeschwätz in Berlin steht die hässliche Blonde aus Estland als Hohe Vertreterin der EU inmitten der Kriegswilligen. Was hat die denn da zu suchen? Ab und an sollte man daran erinnern, dass deren Zwergstaat zur Hälfte von Russen bewohnt wird. Um davon abzulenken, hetzt sie gegen China als den angeblichen Wegbereiter für dem Putin sein Angriffskrieg.
Heimatfront: Fritz auf dem Deutschlandtag der Jungen Union. Und ich dachte, der sei grade 70 geworden, der Fritz. Viel Presse-Klamauk über angeblich schlechte Stimmung dort. Wenn man sonst nicht in die Schlagzeilen kommt, dann wenigstens mit schlechter Stimmung. Fast jeder hierzulande hat Verständnis für schlechte Stimmung. Fazit: die JU als Stimmungsbarometer, doch mit schlechter Stimmung kriegt man die grottenschlechte Politik nicht korrigiert. Denn merke, diese ist kein unausweichliches Naturereignis, sondern im Gegensatz zum Wetter-Klima menschengemacht.
15. November 2025
Das Innere des Kühlschranks ist eine Art Jedermann-Raum, ähnlich der mittelalterlichen Almende. Hier finden die Positionskämpfe statt, die man in jeglichem soziologischen Fremdenführer ganz vergeblich sucht. In meinem Kühlschrank beispielsweise befinden sich Gemäße von nicht zuordenbarem Inhalt, die mich erst dann zu näherem Hinsehen verlassen, wenn ich mit meinen Aldi-Lidl-Einkäufen partout keinen Platz finde.
Langsam spricht es sich herum: Der Kessel von Pokrowsk-Mirnograd wurde von den russischen Truppen geschlossen, das Stadtgebiet der als uneinnehmbar gepriesenen Festung ist unter russischer Kontrolle, im benachbarten Mirnograd vegetieren 2 ukrainische Brigaden ihrem Untergang entgegen.
Ostfront (2) Und westlich davon? Nichts mehr zum Festhalten weit und breit, freie Steppe bis zum Dnjepr. Was sagen eigentlich die dortigen deutsch-amerikanischen Großgrundbesitzer (vielleicht, wie man so hört, Monsanto-Bayer aus dem rheinisch-bergischen Leverkusen) zu dieser geschäfts-bedrohlichen Lage? Spenden sie wenigstens Rüstungsdollars? Näher würde liegen, zum bösen Wlad einen Sonderkanal geschaffen zu haben.
Ostfront (3): Währenddessen wird eher widerstrebend aufgedeckt, welche Geldmassen im Selenskyj-Apparat versickert sind. Wenigstens hundert Millionen einfach futsch. Da haben irgendwelche korrupten Bonzen die deutschen Panzer-Strategie verinnerlicht: Nicht kleckern, sondern klotzen. Davon kann ein ukrainischer Prolet nur träumen – und ein deutscher auch.
14. November 2025
Zwei Tage müssen vergehen, bevor mir nachts die Erinnerung an die Beerdigung des Freundes in Gera den Schlaf raubt. Es war wie schon öfters in letzter Zeit der Augenblick, wenn die sterblichen Überreste dem Boden übergeben werden, an dem das Empfinden der Endgültigkeit alle anderen Gedanken verdrängt. Als ich nach fast halbstündigen Anstehen endlich an die Grube trete, hebe ich unwillkürlich meine Hand zu einem letzten Gruß: Salute ! Bernd.
Morgens nehme ich zur Kenntnis, dass die sog. Wehrpflicht fortan, jedenfalls ab dem nächsten Jahr, durch die Musterung der jungen Männer eingeführt werden soll. Nur nebenbei: Musterung ist nicht Einberufung.
Der Klima-Blödsinn, genannt COP30, geht in Brasilien zu Ende. Im Veranstaltungsort Belém wurden für die Bequemlichkeit der Spesenritter etliche Hektar Regenwald gerodet. Diese Art Klima-Schutz hat etwas von der viel beschworenen Nachhaltigkeit. Der ganzen Sache geht die Luft aus, man muss nur auf die Staatenlenker sehen, die nicht da waren: USA, Russland, China. Noch Fragen? Nur Fritz der Kanzler hat, wie nun schon gewohnt, nix mitgekriegt und verteilte Geschenke. Besser kann man das Drittrangige von Deutschlands Rolle in der Welt kaum dokumentieren.
13. November 2025
In Hessen gibt es seit Jahren diese fatale Meldestelle für anonyme Denunzianten. Sie brüstet sich damit, seit 2020 28.000 Fälle von Hetze an Polizei, Staatsanwaltschaften und Verfassungsschutz weitergegeben zu haben. Heißt zu deutsch: 28.000 mal hat eine staatliche Behörde gegen das Grundrecht der freien Meinungsäußerung verstoßen und dies ganz ohne die verfassungsrechtlich unumgängliche Befugnis.
Meldestelle (2): Die regierende CDU will die Stelle selbstredend beibehalten, erwägt aber, sie auf hessisches Tun zu beschränken. Ich lerne daraus, man sah sich bislang befugt, global tätig zu werden. Hessen vorn.
11. November 2025
Widersprüchliches zur Buchmesse landet ungefragt bei mir. So hätte ich Leute übersehen. Kann sein, jedenfalls nicht mutwillig. Auch wird die Konzeption des Ganzen benörgelt. Daran beteilige ich mich nicht. Indessen:
a) Über den Massenansturm können die Veranstalter kurz vor Beginn anhand der Kartenverkäufe keinen Zweifel gehabt haben. Über die Notwendigkeit, Besucher ohne Karten wieder wegzuschicken, werden sie sich mit Sicherheit geärgert haben.
b) Es war anstrengend dort, man durfte keine Getränke mit hineinnehmen, das war blöd, denn man konnte zu zumutbaren Bedingungen nix kriegen, auch fehlte Gelegenheit, sich zusammenzuhocken und über andere Leute gepflegt herzuziehen. Nur Puritaner werden das begrüßen.
c) Wer wen angeblich von der Messe wegbiss, darüber hörte ich es raunen. Die Namen, die in diesem Zusammenhang genannt wurden, wiederhole ich hier nicht. Den Triumph gönne ich den Feinden der Freiheit nicht.
10. November 2025
Das Erleben vom Wochenende war vom Besuch der Buchmesse in Halle an der Saale dominiert. Am Samstag war ins Messegebäude schwer hineinzukommen, weil es von der Polizei gegen Randalierer abgeschirmt wurde. Innen war das Gedränge so dicht, dass man sich bis zum späten Mittag nur mit Hilfe der Ellenbogen vorwärtsbewegen konnte. Beim eigenen Vortrag über Nicht mein Krieg im größten Vortragsraum verflog meine dreiviertel Stunde vor ungezählten Zuhörer, deren eine Hälfte sich nicht durch einem Platz am Fußboden hatte abschrecken lassen, wie im Fluge. Wie ein Idyll der Ruhe wirkte die spätnachmittägliche Lesung von Gedichten von und mit Jörg Bernig. Abends war Volksfest mit dem Star der ganzen Veranstaltung, das war zweifellos Gerald Groß.
Buchmesse (2): Zum Glück gab es den Sonntag. Ich besuche jeden der Ausstelle-Stände, wechsele mit Leuten, von denen ich bislang nichts ahnte, kurze bis lange Worte, winke Bekannten zu, kaufe Bücher und bekomme noch mehr geschenkt. Da kommt Lesearbeit auf mich zu. Nur ein junger Volkssturmmann hält mich davon ab, an die Schätze seines Verlages auf eine für mich bequeme Lesenähe heranzutreten.
Buchmesse (3): Die Länge der Warteschlangen an den beiden Buffets hat sich gegenüber dem Vortage verkürzt. Ich nutze die gut fünfzehnminütige Anstehzeit, um mit einer charmanten Dresdnerin angeredet zu plaudern. Mit leisem Bedauern nehmen wir voneinander Abschied, denn wir sind mit unserer jeweiligen schmalen Beute anderweit verabredet.
Buchmesse (4): Bei der nächtlichen Heimfahrt unterrichtet mich ein mir bislang nicht bekanntes ARD-Radio über die Ausführungen unseres allseits geachteten Staatsoberhaupts vom selben Tage – aber mit Sicherheit nicht während der Buchmesse – über den besorgniserregend gestiegenen Antisemitismus, gegen den sich die Demokratie wehren müsse. Soso. Immerhin weht ein schwacher Applaus zu mir ins Auto (In der Halle in Halle war es ganz anders zur Sache gegangen. Nebenbei: Von dieser soeben zu Ende gegangenen Massenveranstaltung an der Saale weiß die ARD nichts, auch von anderen Ereignissen, die ich sehr spät zu Hause zur Kenntnis nehmen muss.
Ostfront: An diesem Wochenende (Freitag auf Samstag) haben bislang schwerste russische Luftangriffe auf die Energie- und speziell die Wärmeversorgung der ukrainischen Großstädte stattgefunden. Angeblich wurden (nach ukrainischen Angaben) Schäden angerichtet, die in den Wintermonaten nicht mehr behebbar sind. Mein Eindruck: Jetzt soll offensichtlich die Bevölkerung zur Kapitulation gezwungen werden.
Ostfront (2): Derweil geht das unaufhaltsame Vorrücken der Russen und das Einkreisen von ukrainischen Verteidigern weiter. Der Kessel von Pokrowsk und Mirnograd wurde dem Vernehmen nach an der Nordwestecke geschlossen. Den Verteidigern bleibt jetzt nur noch Tod oder Kapitulation.
9. November 2025
Als der Mensch mit dem Denken begann, bezeichnete er das Unbegreifliche als Gott. Mit fortschreitenden Erkenntnissen schrumpfte dessen Figur und wandelte sich vom Handfesten in ein schwer zu fassendes Nichts. Es war die Aufgabe der Priester, das Nichts mit schwammigen Begriffen Kontur zu verleihen. Hieran hat sich bis heute nichts geändert.
8. November 2024
Schreibt mir einer, ich hätte, bevor ich das Buch Nicht mein Krieg verfasste, besser Vom ewigen Frieden von Emmanuel Kant gelesen. Ich hole das, bevor ich auf die Buchmesse nach Halle fahre nach. Voilà: „Von der Garantie des ewigen Friedens: Das, was diese Gewähr (Garantie) leistet, ist nichts Geringeres, als die große Künstlerin, Natur (natura daedala rerum), aus deren mechanischem Laufe sichtbarlich Zweckmäßigkeit hervorleuchtet, durch die Zwietracht der Menschen Eintracht selbst wider ihren Willen emporkommen zu lassen, und darum, gleich als Nöthigung einer ihren Wirkungsgesetzen nach uns unbekannten Ursache, Schicksal, bey Erwägung aber ihrer Zweckmäßigkeit im Laufe der Welt, als tiefliegende Weisheit einer höheren, auf den objectiven Endzweck des menschlichen Geschlechts gerichteten, und diesen Weltlauf prädeterminirenden Ursache Vorsehung ([Fn.:] Im Mechanism der Natur, wozu der Mensch (als Sinnenwesen) mit gehört) zeigt sich eine ihrer Existenz schon zum Grunde liegende Form, die wir uns nicht anders begreiflich machen können, als indem wir ihr den Zweck eines sie vorher bestimmenden Welturhebers unterlegen, dessen Vorherbestimmung wir die (göttliche) Vorsehung überhaupt, und, sofern sie in den Anfang der Welt gelegt wird, die gründende (prouidentia conditrix; semel iussit, semper parent, Augustin.), im Laufe der Natur aber diesen nach allgemeinen Gesetzen der Zweckmäßigkeit zu erhalten, die waltende Vorsehung (prouidentia gubernatrix), ferner zu besonderen, aber von dem Menschen nicht vorherzusehenden, sondern nur aus dem Erfolg vermutheten Zwecken, die leitende (prouidentia directrix), endlich sogar in Ansehung einzelner Begebenheiten, als göttlicher Zwecke, nicht mehr Vorsehung, sondern Fügung (directio extraordinaria) nennen, welche aber (da sie in der That auf Wunder hinweiset, obgleich die Begebenheiten nicht so genannt werden) als solche erkennen zu wollen, thörigte Vermessenheit des Menschen ist; weil aus einer einzelnen Begebenheit auf ein besonderes Princip der wirkenden Ursache (daß diese Begebenheit Zweck, und nicht bloß naturmechanische Nebenfolge aus einem anderen uns ganz unbekannten Zwecke sey) zu schließen ungereimt und voll Eigendünkel ist, so fromm und demüthig auch die Sprache hierüber lauten mag.“ – Wie sagte bereits vor mir der große Denker Walter Ulbricht: Ist das jetzt allen Genossen klar?
7. November 2025
Ich war schon besorgt, dass die bedauerliche Minderheit von New York über die dortige Bürgermeisterwahl nicht ihre tiefste Besorgnis in die allgemeine Feierlaune hineingerufen hat. Doch hat sie. Ist nun über Nacht mit Verzögerung bei mir eingetroffen. Merkwürdig erscheint mir, dass die von der dortigen bedauerlichen Minderheit gestützte Partei der Demokraten den jetzigen muselmanischen Wahlsieger stützte. Dass dieser sein Regierungs-Team ausschließlich mit Frauen ausstaffiert, erinnert mich an…, ach lassen wir das.
Übern Teich (2): Nancy Pelosi will ihr demokratisches Spitzenamt nicht mehr ausüben. Bedauerlich. Ihr sorgsam zusammengerafftes Jungbrunnen-Gesicht wird mir fehlen.
Übern Teich (3): Der Don macht öffentlich Witze über Xi und seine gesichtslose Männerriege. Das ist weder klug, noch lässt es amerikanische Überlegenheit erkennen, stattdessen eher Furcht vor dem unbegreiflichen Koloss in Mittelerde mit seinem Monopol für seltene Erden.
An Heim und Herd: Soll ich wirklich erwähnen, dass Fritz dem Kanzler aufgefallen ist, dass der hiesige Stahlstandort über die Wupper ist? Na sowas, wie konnte das nur passieren? Dass das an dem Putin sein Angriffskrieg liegt, hat er meines Wissens nicht gesagt. Kann aber noch kommen, jetzt wo die EU-Irren den Industrie-Ex für 2040 beschlossen haben. The green medow of Europe (als ich die Rechtschreibung kontrollieren will, sagt mir mein Rechner, dass es das tatsächlich gibt. O tempora o mores [Cicero]). Dem Merz seine Sache (2): Alles redet in wenig schmeichelhafter Weise von Johann W., dem Außenminister. Mir gefällt der Mann, er reizt mich zum Lachen.
6. November 2025
Beim Blick aus dem Apfelhof auf die morgendliche Nebelbank über dem Bodensee, fällt mir das hier ein, was ich als kleiner Junge auswendig lernen musste, ohne es recht zu verstehen, jedenfalls die erste und die letzte Strophe:
Bei einem Wirte wundermild | da war ich jüngst zu Gaste
Ein goldner Apfel war sein Schild | an einem langen Aste…
Ich fragte was ich schuldig sei | da schüttelt er den Wipfel
Gesegnet sei er alle Zeit | von der Wurzel bis zum Gipfel.
Den Rest muss ich später suchen, um ihn nachzulesen.
Uhland (2): Die Schwabenstreiche des Meisters gefielen mir seinerzeit besser:
Zur Rechten sah man wie zur Linken | ‘nen halben Türken hinuntersinken.
Ich will nicht hoffen, dass das heute noch ein Schüler aufsagen muss. Nein, sicher nicht, eher schon den Koran auf Schwäbisch (? Allah-le oder so-le).
5. November 2025
Spätes Gespräch mit S. über den Zenit des Abendlandes, den er an der Ausprägung des Individuums festmacht. Ich zweifle, ob ich es als einen Erfolg des Menschen ansehen soll, wenn dieser über die Masse triumphiert. Auch bleibt offen, wann genau das gewesen sein soll. Heutzutage ist davon nicht (mehr) viel zu spüren. Jeder abgesagte Weihnachtsmarkt zeugt vom Gegenteil. Wir haben die Unterwerfungsgesellschaft installiert und feiern dies auch noch.
Triumph der Masse (2): In New York City wird heute Nacht ein muselmanischer, selbsterklärter demokratischer Sozialist zum Bürgermeister der 8-Millionen-Stadt gewählt. Das Londoner Vorbild lässt grüßen.
Masse (3): Mir geht durch den Kopf, was der Sozialist Gustav Landauer vor rund hundert Jahren zum Problem bemerkt hat: „Alle Welt sucht nach dem Sozialismus, der sich verwirklichen lässt, ohne die Freiheit anzutasten…“ Abgesehen davon, dass dies eine Wortspielerei ist, die keinem praktischen Test standhält, ist es typisch deutsch, Probleme aufzuwerfen, ohne sie auch nur einen Millimeter einer Lösung näherzubringen. Hätte man die Philosophie mit der Erfindung des Automobils betraut, wären wir heute noch mit der Frage befasst, ob es dereinst möglich sein werde, ein Fortbewegungsmittel auf vier Räder zu stellen. Auch das ideale Rad würde noch auf die tiefgründige Beschreibung seiner moralischen Eigenschaften warten.
4. November 2025
Gesichert rechtsextrem: Da stimmen am vergangenen Freitag im sächsischen Landtag die Abgeordneten von CDU, SPD und Freien Wählern gemeinsam mit der AfD gegen den Initiativ-Antrag der Linken-Grünen, mit dem AfD-Verbot endlich zu beginnen. Was der Fritz nicht schafft, die Chaoten von Links und Grün bringen es fertig, den Schulterschluss mit den Blauen. – Mainstream schweigt eisern.
Mainstream (2): Ich lasse mich überreden, nachts im Auto den Deutschlandfunk zu hören. So erfahre ich, dass ein britischer Staatsbürger in einem englischen Zug eine Panik ausgelöst habe. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Blutbad mit mindestens einem Dutzend von Messeropfern, etliche davon lebensgefährlich verletzt. Ich füge hinzu: Es war ein Schwarzer, wie ich tags drauf aus den Leser-Kommentaren in verschiedenen Medien folgern muss. Sicheres Anzeichen: Die Kommentarspalten der britischen Medien sind geschlossen. Und, um die Opfer zu verhöhnen, verkündet die britische Obrigkeit, es habe sich nicht um einen Terror-Akt gehandelt. Sondern?
Mainstream (3): Der Ruf des Muezzins in Zukunft hören zu dürfen, ist des deutschen Bürgers selbstverständliche Pflicht, wie das Verwaltungsgericht Leipzig gestern für rechtens befand, nachdem rassistische Nachbarn gewagt hatten, gegen die Baugenehmigung der Stadt für eine Moschee vorzugehen. Hic Mecca hic canta.
3. November 2025
Das Ergebnis der Bemühungen, sich im Internet Gehör zu verschaffen, nennt man Reichweite. Diese verhält sich umgekehrt proportional zum Inhalt des Abgesonderten.
Reichweite (2): Unsere Vorfahren mussten, um dieselbe zu erzielen, die Druckerpresse zwischenschalten. Sie revolutionierte den Wissensstand des gemeinen Mannes. Allerdings musste der lesen können. Diese Voraussetzung ist aktuell weggefallen. Es genügt, den An-Aus-Knopf zu finden. Der Fortschritt arbeitet daran, dass auch dies entbehrlich wird.
30. Oktober 2025
Windkraft dient allen: Havixbeck im Münserland, 28. Oktober 2025. In der Kategorie der Einzelfälle, über die von der Lügenpresse nicht berichtet wird, gibt es offensichtlich eine Unterart, mit der ich mich bislang nicht beschäftigt habe. Das Bild stammt übrigens von der örtlichen freiwilligen Feuerwehr.

Der Westen (2): Die gestrige Parlamentswahl in den Niederlanden hat das Weiter-so in diffusen Vierparteien-Koalitionen bestätigt. Rechtsaußen Wilders musste Verluste hinnehmen und wird in der künftigen Regierung aller Voraussicht nach nicht mehr vertreten sein. Mit seinem Alles oder Nichts hatte er die letzte Koalition platzen lassen, doch seine Rechnung, gestärkt aus der Schlacht hervorzugehen, hat sich nicht ausgezahlt.
29. Oktober 2025
Die Kesselschlacht von Pokrowsk-Mirnograd schleppt sich fort. Das Kartenbild zeigt, dass sich die Russen (entgegen meiner Annahme) in Pokrowsk, das sie mittlerweile zur westliche Hälfte besetzt haben, auf einen verlustreichen Straßenkampf eingelassen haben. Die immer noch ausharrenden Ukrainer werden durch Drohnen aus der Luft versorgt. Jetzt ist es die Frage, wie lange ihre Kampfmoral halten wird. Fast sieht es so aus, als machten hier die Russen der Schlacht absichtlich kein gewaltsames Ende, um dort weiterhin das Gros der ukrainischen Dohnentruppen zu binden. Eine bessere Erklärung fällt mir im Moment nicht ein. Die westliche Erklärung, die Russen befänden sich wegen der jüngsten Sanktionen vor dem Aus, halte ich für groben Unsinn.

Naher Osten: Über Nacht gibt Netanjahu die Weisung, die Angriffe auf Gaza fortzusetzen. Dass dort immer noch Leute leben, ist kaum vorstellbar, Dennoch ist es so. Die westlich Welt schweigt wie gewohnt.
Musk schon wieder: Gestern ließ er Grokipedia, die Konkurrenz zu Wikipedia, an den Start gehen. Genug Geld hat er ja. Jetzt wird es darauf ankommen, ob es ihm gelingt, die Leute zum Frontenwechsel zu veranlassen, so dass langfristig nur noch linke Spinner Wikipedia nutzen. Das wird ein holpriger Weg werden.
Linke Wahrheiten (2): Angesichts des nächsten Aufmarsches der Klima-Apostel in Brasilien ab dem 10. November hat sich deren Hauptsponsor zu Wort gemeldet. Bill Gates bemerkt zum Entsetzen seiner Kostgänger, dass die Menschheit selbst bei steigenden Temperaturen weiterleben werde. Viel ernster seien die Herausforderungen durch Armut und Krankheiten. Ich ergänze: Recht so, da lässt sich, wie die letzten paar Jahre gezeigt haben, deutlich mehr Geld verdienen. – Auf meinem Schreibtisch liegt ein Buch und grinst mich an: Wie wir die Klima Katastrophe verhindern von Bill Gates.
28. Oktober 2028
Nord Stream-Lüge: Dieser Mann soll nach Auffassung des GBA die Pipeline in die Luft gesprengt haben. Es ist ein Ukrainer namens Wladimir Shurawlew (siehe Foto), und der läuft seit vergangener Woche in PL als freier Mann herum. Sein Kumpel, der in Italien aufgegriffen wurde, soll nun doch nach D ausgeliefert werden. Freue mich jetzt schon auf den juristischen Affentanz, den man aufführen wird, um die Bevölkerung von dessen Aussagen abzuschirmen.

Affentanz (2): In Berlin trifft sich der linksextreme Mob vor dem Kanzleramt, um Fritz den Kanzler in die Knie zu zwingen. Hieran interessiert bestenfalls, dass mehrere Tausend meist junger weißer Frauen mobilisiert werden konnten, um die Stadtbild-Metapher als Rassismus zu brandmarken. Erstaunlich ist die allmähliche Zurückhaltung von Mainstream. Ahnt man dort, dass das Abräumen von Buka Merz die eigene Machtbasis zertrümmern könnte? Vielleicht denke ich das auch nur, dass es in den öffentlich-rechtlichen Extremistenbuden strategische Denker gibt.
Affentanz (3): Der um den Raubkopierer namens Weimer, der im Nebenamt ein Kultur-Staatsminister ist, beruhigt sich wieder. Is nix gewesen. Die linksextreme Blase hat erkannt, wie nützlich ihnen dieser Wendehals ist. Da können die Herren Tichy und Wallasch schreiben, was sie wollen. Es verplätschert im Off.
Ostfront: Putin, diesmal im militärischen Kampfanzug, gibt der Welt den erfolgreichen Test einer reaktorgetriebenen Fernlenkwaffe bekannt. Sie flog angeblich plangemäß 14.000 km über dem Kontinent hin und her. Diese Drohung ist nicht misszuverstehen: Wir können jeden Ort in Amerika punktgenau und ohne Abwehrmöglichkeiten tödlich treffen.
Ostfront (2): Zugleich wird die Einkesselung von etwa 20.000 Mann ukrainischer Kampftruppen an zwei Stellen des Frontbogens bekanntgemacht. Über die Zahlen mag man trefflich streiten, doch am Horizont steigt das Gespenst der Zertrümmerung der deutschen Wehrmacht in derselben Gegend auf, etwas mehr als 8 Jahrzehnte zuvor. Der Unterschied zu damals: es wird heutzutage nach Westen hin keinen Rückzugraum geben. Dort liegt Polen.
27. Oktober 2025
Die Gazetten melden ziemlich einheitlich das Einknicken der Autoindustrie, die einen froh, die anderen weniger. Bei Porsche bricht der Gewinn binnen Jahresfist weg, doch die Manager schwurbeln immer noch von Umstellungsschwierigkeiten. Sie haben sich bis zur Pleite verzockt, da sich nicht nur woke geschwätzt haben, sondern auch ebenso zu produzieren. Sie werden für ihr Versagen jetzt mit Riesensummen abgefunden, während die Malocher entlassen werden. Doch auf der Straße tut sich nichts, weil sie von ihren Gewerkschaftsbossen verraten wurden. Die wollen nicht die Arbeitsplätze, sondern das Klima retten. In Wirklichkeit wollen sie nur ihren A… retten.
Porsche (2): Ich kann mir beim besten Willen keinen 911-Fahrer vorstellen, der hinter sich das Geräusch eines hysterischen Trockenrasierers hören möchte, wenn er das Gaspedal mit der Fußspitze berührt. Fazit: Frage mich, ob die Bosse überhaupt wissen, was die Firma seit Jahrzehnten produziert?
24. Oktober 2025
Nachdem der Don diese Woche verschärfte Sanktionen gegen russische Ölimporte verhängt hat, wissen die Experten (zum Beispiel die von Heise: „Sanktionswelle trifft russische Ölindustrie ins Mark“), dass der böse Putin jetzt in die Knie gehen wird, weil er sein Öl nach Indien und China nicht mehr los wird. Kann mir das mal wer erklären? Irgendwie ist mir in Erinnerung geblieben, dass der erste einschlägige Streich im Februar 2022, nur wenige Tage nach dem Beginn von dem Putin sein Angriffskrieg erfolgte. Gleich drauf gaben sich die Verhandler aus Indien und China in Moskau die Klinke in Hand. Und jetzt?
US-Politik (2): Kaum ist die neue Sanktion in der Welt, greifen bislang anonyme Drohnenverbände die mit russischem Öl betriebenen Raffinerien in Ungarn (Százhalombatta) und Rumänien (Ploesti) an und richten dort Verheerungen an. Wie schon im Fall von Nord Stream ist es der polnisch-amerikanische Spitzenmann und Außenminister in Warschau Sikorski, der seine tiefe Befriedigung über die Zerstörungen bei den angeblich Verbündeten in die Welt posaunt. Das klingt so, als sei Biden noch an der Macht. Indessen: die Ungarn finden deutliche Worte über den polnischen Nachbarn. Erneut zeigt sich, wie komplex der Ukraine-Konflikt ist.


US-Politik (3): Vize Vance bezeichnet das soeben von der Knesset verabschiedete Gesetz, mit dem Israel sich ermächtigt, die West-Bank zu besetzen, als einen Affront (insult). Es vergeht keine Stunde, da erklärt der Don, der Einmarsch in das Westjordanland werde das Ende der US-Unterstützung von Israel bedeuten. Kennt jemand jemanden, der das glaubt? Ostfront: War es bislang so, dass nach Beginn der Schlammperiode die Kämpfe irgendwie zum Stillstand kamen, so gilt dies dieses Jahr, jedenfalls bislang, nicht.
Russische Truppen sind in die in den letzten Wochen nahezu eingekreisten Städte Pokrowsk, Nowopawlowka, Konstantinowka und Mirnograd eingedrungen. Bei Cherson wurden Teile des Dnjepr überquert (dort hatten sich die Russen im Herbst 2022 zurückgezogen).
Ostfront (2): Die Vielzahl der Angriffshandlungen lässt den Schluss zu, dass die Überlegenheit der Bodentruppen beträchtlich sein muss. Ob es sich schon um den Zusammenbruch der ukrainischen Streitkräfte handelt, wie in den letzten Monaten mehrfach und zu unrecht behauptet, erscheint hingegen fraglich. Jedenfalls zeigt der ukrainische Abzug aus Pokrowsk und Mirnograd, dass die Taktik Halten-bis-zum-letzten-Mann aufgegeben wurde.
23. Oktober 2024
Die Fünfte Kolonne: Der hiesige Innenminister Georg „der Fairermacher“ Maier hat sie entdeckt. Es ist die AfD, die im Auftrag des Russen das Land ausspioniert. Die tückischen Höcke-Buben benutzen hierzu ihr parlamentarisches Fragerecht, um dem Feind zu offenbaren, über welche Brücken er mit seinen Panzern noch fahren kann, wenn er dereinst angreift, und wo er das besser bleiben lässt.
Die Fünfte Kolonne (2): Der erste Schritt von Georg beim Kampf mit dem Drachen wäre, die kritischen Fragen nicht mehr zu beantworten. Doch das ist nicht ohne, denn dann weiß der Russe, was man selbst für heikel hält. Der zweite Schritt ist, alle AfDler abzuhören, denn das ist bei Spionage die gängige Methode. Deren Umsetzung wird zu einer wunderbaren Stellenvermehrung führen. Fraglich ist allein, ob es genügend viele Antifanten gibt, die mit der Technik fertig werden.
20. Oktober 2024
Der vielgefeierte Waffenstillstand in Nahost hielt nicht einmal eine Woche. Am Sonntag griffen die Israeli erneut Gaza an, nachdem, wie sie verlautbarten, die andere Seite die Waffenruhe gebrochen habe. Böswillige Kommentatoren heben hervor, dass die Gewalt pünktlich nach Abschluss des Geiselaustausches wieder ausbrach.
Gewalt (2): Zu Beginn der römische Kaiserzeit lebte die Masse der Juden nicht in Palästina, sondern als sog. Diasporajuden im Imperium verstreut, wo so zahlenstarke Gemeinden bildeten. Diese zählten allein in Rom über 50.000 Personen. Sie wurden dort im Jahre 49/50 unter Kaiser Claudius ausgewiesen, weil die Obrigkeit ihnen religiös bedingte Krawalle vorwarf.
19. Oktober 2025
Klarer kann man den Deutschenhass kaum zum Ausdruck bringen: Der von der Generalbundesanwaltschaft zur Auslieferung nach Deutschland als Nord Stream-Attentäter verlangte Ukrainer Wolodymyr Shurawljow wird vorgestern von den polnischen Behörden auf freien Fuß gesetzt. Man weist unverfroren auf mangelhafte Rechtsstandards in Deutschland hin. Die Maßnahme ist im Zusammenhang mit den Äußerungen polnischer höchster Offizieller zu betrachten, die ihr Unverständnis zum Ausdruck gebracht haben, dass Deutschland die Zerstörung der Gaspipelines strafrechtlich verfolge, da diese zur Abwehr Russlands notwendig gewesen sei.
Nord Stream (2): Es bleibt, wie man es dreht oder wendet, ein Schwabenstreich der Bundesregierung. Die von der CIA-Residentur in Kiew eingetütete Proxy-Operation (geheimdienstliches Ablenkungsmanöver) zur Verdeckung der wahren Täterschaft des Pipeline-Anschlags durch die USA wird von deutschen Strafverfolgern durch ihre Scheintätigkeit geadelt. Jetzt haben die Amis via Polen die Notbremse gezogen. – Aus Italien wird ähnliches gemeldet. Besser kann man sich international kaum zum Narren machen.
Derweil in DC: Der kleine Mann aus Kiew muss gestern beim Don zum Mittagessen im Weißen Haus antanzen. Die angebliche Versöhnungsgeste nach dem Rauswurf vor Monaten wird ihm angesichts des soeben vorangegangenen Gesprächs zwischen Trump und Putin kaum geschmeckt haben. Jedenfalls hat er hernach keine Siegesfanfaren ertönen lassen.
DC (2): Die deutschen Zahlmeister saßen jedenfalls nicht mit am Tisch. Die versuchen immer noch eine Art verspätetes Winterhilfswerk auf die Beine zu stellen, während der deutsche Kulturminister, ein Merz-Spezi namens Weimer, die Amis und zugleich die linke deutsche Mainstreampresse gegen sich aufbringt. Tolle Leistung auf der Frankfurter Buchmesse, die ich sonst gewiss nicht zur Kenntnis genommen hätte. Er griff die US-Tech-Giganten als Zechpreller und Produktpiraten frontal an. Was man als begrüßenswert bezeichnen könnte, sollte indes nur einer wagen, der selbst über solche Zweifel erhaben ist. Wie aus heiterem Himmel indes kommt heraus, dass Weimer mit seiner Medienfirma jahrelang Raubkopien veröffentlicht hat. Er wimmelt ab und sagt, seine Frau sei das gewesen. Na sowas. Wo bleiben da die Gleichstellungsbeauftragten in nah und fern?
18. Oktober 2025
Sprachschwierigkeiten: Der Broterwerb ist keineswegs der Gang zum Bäcker, es sei denn, man ist selber einer.
Sprachschwierigeiten (2): Denen zwischen Trump und Putin sollte dem Vernehmen nach vorgestern in einem zweistündigen Telefonat abgeholfen werden. Dass man sich in der Raketenfrage auch nur einen Schritt näher kam, schließe ich aus. Wichtiger erscheint mir, dass man sich auf einen nächsten gemeinsamen Konferenzort einigte. Er heißt Budapest. Heißt zu deutsch: Orbán ist für beide ein ehrlicher Makler. Der Rest von Europa = Fehlanzeige.
Sprachschwierigkeiten (3) herrschen bezüglich der Entwicklung in Nahost. Alle haben – je nach Standpunkt – gesiegt. Das hält nur an, bis die nächsten Schüsse fallen. Danach kommt da capo al fine
17. Oktober 2025
Ich hätte es mir denken sollen. Als ich gestern ein paar vage Bemerkungen über die neutestamentlichen Paulusbriefe machte, hat das ein paar Leser zu wohlwollend belehrenden Bemerkungen angeregt. Darüber lässt sich reden. Erheitert allerdings hat mich der Hinweis, ich sei ein Suchender. Das ist nur semi-richtig. Ich versuche lediglich, Machtstrukturen zu verstehen und sodann nachvollziehbar zu beschreiben. Hierzu gehört auch – aus meiner Sicht naheliegend – der gegenwärtig rasante Verfall des Christentums und seine Ersetzung durch die Anhänger des Propheten.
Christentum (2): Meine Bemerkung von gestern bezog sich auf die radikale Veränderung der Glaubensinhalte dessen, was man später die christlichen Urgemeinden nannte. Sie gaben die unmittelbar zu erwartende Endzeit auf, denn das Behauptete passierte erkennbar nicht, und sie machten den Schwenk zu einem demnächst und in der Ferne liegenden Jüngsten Gericht. Dieser Schwenk war die Voraussetzung für die Fortexistenz ihrer Gemeinschaften, die sich zu Beginn des zweiten Jahrhunderts zu institutionalisieren begannen. Das ist kein Beweis, aber immerhin eine Erklärung.
Christentum (3): Ich dürfte bei Weitem nicht der Einzige sein, dem die Ähnlichkeit des Klimawahns mit der frühchristlichen Untergangsgewissheit (Eschatologie) auffällt. Bei den Klimatikern ist wie bei den Urchristen erste Unsicherheit zu bemerken. In Davos 2020 und 2021 war man sich – einschließlich der Führerin – klar darüber, dass 2030 der Hammer fallen werde. Die Propheten des Bundesverfassungsgerichts sprachen und urteilten, es sei 2031. Die heutigen Reisenden in Sachen Klima vertreten 2035, manche auch schon 2040. Man merkt den Zweck, und man ist verstimmt. Eins jedoch erscheint mir sicher: Der Spannungsbogen wird sich auf Dauer nicht halten lassen. Bin gespannt, durch was die Klimakirche den Erdendtermin ersetzt.
16. Oktober 2025
Nein, es ist keine Gedankenübertragung, dass ich gestern meinen Spott über Meloni ins Sudelbuch notierte (bewundernder Spott übrigens). Die Dame zieht jetzt bleierne Handschuhe an: Burka-Verbot, Verstümmelungs-Bestrafung und dergleichen. Es möge gelingen. Meine Zustimmung qualifiziert mich (nach Neusprech) als sexistischen Rassisten. Sei’s drum. Die Rasanz der kleinen Blondine folgt ihrem ständigen Unterschätztwerden. Mainstream glaubt einfach nicht, dass sie das Unglaubliche tut. Das ist ihre Waffe.
Unglaublich (2): 18 (in Worten achtzehn) CDUler wollen Fritz dem Kanzler in die Haushaltsparade fahren. In den Medien Riesenfass über das anstehende Ende von Merz und seiner beiden fetten SPD-Ministranten. Glaube ich kein Wort von.
Unglaublich (3): Krach, dessen Anlass ich nicht mitkriege, zwischen einem Paar bei der Verabschiedung unten an der Haustür. Höre später, dass er sie als Saisonware bezeichnet habe.
Unglaublich (4): Zwischen dem ersten und den zweiten Brief an die Thessalonicher stellte Paulus sein gesamtes Missionsprogramm auf den Kopf. Streiche: der Messias kommt sofort. Setze stattdessen: Der Messias war schon da und kommt demnächst wieder. Das war ein Umsturz. Na gut, vorausgesetzt, dass es diesen Paulus überhaupt gab. Wie auch immer: das Ergebnis war das, was wir heute immer noch das Christentum nennen.
15. Oktober 2025
Passiert ist nix. Habe zwei Tage woanders hingekuckt. Dabei Zeit für Reflexionen gewonnen, zum Beispiel über Italien, das ganz aus meinem Blick geraten war.
Italien (2): Die dortigen Frauen haben es nicht leicht, sich neben ihren gockelnden Männern zur Geltung zu bringen. Sieht man sie im Vorübergehend bewundernd an, dann lächeln sie dem Fremden in die Augen. Das möchte ich mal bei einer deutschen Frau erleben.
Italien (3): Io sono Giorgia schreibt la picola bionda. Ja, hübsch ist sie allemal, doch das Geschriebene zu lesen fällt mir schwer, selbst wo es die deutsche Übersetzung ist. Dass sie die Vorsitzende der Fratelli ist, hat mich schon vor Jahren amüsiert.
13. Oktober 2024
Mit Vollgas in den Abgrund: Eine knappe Mehrheit von Hamburger Bürgern will den Klima-Wahn gesetzlich verschärfen. Geld spielt keine Rolle. Vor allem die Vermieter sollen die anstehenden Wohnraumsanierungen schultern, ohne die Kosten weitergeben zu können. Dass dies Folgen für die Gebäude hat, ist klar – nur nicht die erhofften.
Abgrund (2): Die taz als Papierzeitung hört diese Woche auf. Angeblich gab es noch 26.000 Käufer. Vor vielen Jahren gehörte ich noch zu den Lesern. Die Kollegen schüttelten ihre im Dienst ergrauten Köpfe. Die jetzige Meldung über das Ende erfahre ich nicht aus der ausbleibenden Zeitung, sondern als Randnotiz in anderen Pressemeldungen.
Abgrund (3): Trotzig taumelnd bewegt sich der kleine Mann aus Paris. Nachdem seiner Regierung das Misstrauen ausgesprochen wurde, ersetzt er die abgelöste durch dieselbe. Das finde ich originell. Derweil versinkt das gespaltene Land im Chaos. Viele rufen nach dem starken Mann.
Abgrund (4): In der vergangenen Woche haben die bislang schlimmsten russischen Luftschläge gegen die Ukraine stattgefunden. Sie richteten sich mit Schwerpunkt gegen die Strom- und Gasversorgung sowie gegen die Eisenbahnen. Letztere wurden gezielt durch Drohnen gegen rollendes Material außer Gefecht gesetzt. Wenn das so weitergeht, bleibt die ukrainische Kriegswirtschaft einschließlich des Nachschubs aus dem Westen stehen.
11. Oktober 2025
Wundersames Amerika: Gestern verabschiedete der US-Kongress ohne Federlesens den Kriegsetat von annähernd Tausendmilliarden Dollar für 2026. Man wundert sich einen Moment und denkt: Streiten die sich im Moment nicht wie die Kesselflicker über den Haushalt, so dass Trump & Co derzeit kein Geld haben, um die Bundesbehörden zu bezahlen? Dann fällt mir zum Glück einen Untersuchung von Lewis Lapham ein, die ich vor Jahren las. In der war aufgelistet worden, was im großen und guten Amerika der Erwerb eines Parlamentsmandats kostet. Da fiel der Groschen: Die US-Waffenindustrie kennt keinen Spaß, wenn man ihr die Mittel nicht rechtzeitig zuweist. Das wissen alle Politiker dortzulande.
Trump (2) macht derzeit die tollsten verbalen Purzelbäume, um der aktuellen chinesischen Herausforderung zu begegnen. Wochenlang hatte er den Himmelssöhnen wg. derer unverhohlenen Unterstützung Russlands mit Mamut-Zöllen gedroht, jetzt haben die Xis eine Retourkutsche in Bewegung gesetzt: den Ausfuhrstopp für Seltene Erden, deren weltweit größter Exporteur sie sind. Prompt hat der US-Präsident heute Nacht die Zollguillotine niedersausen lassen. Ich habe wenig Zweifel, dass sie vor allem die USA selbst treffen wird.
Heimatfront: In Herdecke hat die Bürgermeisterin-Stecherei wundersame Züge angenommen. Dass die Behörden mit aller Kraft abzuwiegeln versuchen, wundert kaum, doch dass man 13 Stichwunden als kleineres Alltagsproblem darzustellen beliebt, also eine kleine Auseinandersetzung zwischen der Adoptiv-Mutter und ihren niedlichen Kids (die mutmaßliche Täter-Tochter ist 17) zeigt in die richtige Richtung: Die Dinge müssten jeden Tag neu ausgehandelt werden, sagt der linksgrüne Mainstream seit Jahr und Tag. Peinlich sucht man die Herkunft der Adoptiv-Messerstecher dem Publikum vorzuenthalten und schwingt sich zu der Behauptung auf, es handele sich bestenfalls um ein Ereignis von lokaler Bedeutung. Das ist ausnahmsweise richtig: Jeder Mordversuch spielt sich am Tatort ab. Und das hier ist kein solcher, sagt die Staatsanwaltschaft in Hagen: Nur 13 Messerstiche, ich bitte Sie.
10. Oktober 2025
Wenn man in einem Selbstportrait die kürzestmögliche Form einer zum Moment erstarrten Autobiographie sieht, kommt man um die Meister der italienischen Renaissance nicht drumrum. Was allerdings einer ihrer Größten, der Florentiner Sandro Botticelli (der mit der Venus), sich geleistet hat, gibt Rätsel auf. Er ist eine Randfigur im Gemälde über die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige, blickt aus dem Bild heraus und über die Betrachter knapp hinweg. Sollte ich diesem Bild einen prägnanten Titel geben, so würde ich es Die Verachtung nennen.

9. Oktober 2025
Das kurze Wortgefecht am Frühstückstisch quer durch den Raum, ob der Reformator nun in Eisleben geboren oder gestorben ist, endet so: sowohl als auch. Sowas ist selten, es passt irgend wie zu dem Weitgereisten, der vierundsechzigjährig einem Herzanfall erlag, als er, um einen Streit zu schlichten, in seine Geburtsstadt gereist war. Jetzt steht der große Sprachschöpfer vor Rathaus, Kirche und Sparkasse herum. Na, immerhin. Nebenbei: Vor lauter verregneter Tristesse habe ich die Kamera schief gehalten, ich verkneife mir die Bild-Korrektur.
Korrektur (2): Fritz der Kanzler will das Verbrennerverbot aufweichen. Wird er nicht tun, das ist sicher. Wenn er nur wollte – na gut, er kann nicht –, würde er vor die Presse treten und sagen: Das Verbrennerverbot ist ab heute für D Geschichte. Und dann wäre es das. Die SPD, die sich ihm dann in den Weg stellt, möchte ich mal sehen.
8. Oktober 2025
Nachrichten vom Wochenende über ein Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPC) in Kopenhagen klingen nach und verlangen nach einer gescheiten Einordnung, denn die Presse will wissen, dass dort taffe Kriegsentschlüsse gefallen seien, zum Beispiel über den Drohnenwall.
Krieg (2): EPC? Nie gehört, doch es gibt diesen Club tatsächlich. Im Oktober 2022 gegründet, gehören ihm so ziemlich alle Staaten mit Territorien in Europa, also einschließlich der Türkei und Großbritannien, an. Selbstredend nicht der Bösewicht Russland. Das Gründungsdatum weist darauf hin, dass die politische Kaste erkannt hatte, wie die wunderbare Illusion des russischen Wirtschaftskollaps‘ sich in Luft auflöste. Die Beute stand nicht zum Zugriff bereit. Jetzt steht der Strategiewechsel auf dem Plan – ein hübscher kleiner Bündniskrieg, um den Aggressor in die Schranken zu weisen.
Krieg (3): Der polnische Tusk wie gewohnt an der Spitze der Kriegshelden. Er weist darauf hin, dass wir bereits mitten drin stecken in diesem Krieg. Er wird aus der zweiten Reihe von der flotten Mette aus DK, der EU-Außensekretärin aus Estland und einigen Geheimdienstbossen aus merry old England verbal unterstützt. Aber sind das Beschlüsse der EPC? Das kann man getrost vergessen. Ungarn und die Slowakei expressis verbis dagegen und die Tschechei nach den soeben stattgehabten Parlamentswahlen wohl auch. Da hat der Geschäftsmann Babis nach einer Pause erneut gesiegt. Er ist ein dezidierter Antipode des tschechischen Kriegspräsidenten Pavel.
Heimatfront: In Herdecke ist die frisch gekürte Bürgermeisterin niedergestochen worden. Die woken Behörden in NW hüllen sich in Schweigen und die politische Klasse in Betroffenheitsritualen: Wie konnte das nur geschehen? Ja, wie nur, ihr Heuchler.
4. Oktober 2025
Ein Kurzbesuch in Eisleben, pardon: Lutherstadt Eisleben, ist bei Regen und 9 Grad Mittagstemperatur keine Freude. Alles ist sonntäglich oder sowieso geschlossen. Menschen waren nicht zu sehen. Das gesamte Mansfelder Land macht einen denkbar tristen Eindruck. Vom einstigen Glanz des Mittelalters blieb nichts nach.
Kurzbesuch (2): Vermutlich waren meine Erwartungen durch den Besuch der Stiftskirche von Gernrode am Vortage zu hoch gestimmt. Romanik pur, über tausend Jahre alt, am Ende des 19. Jahrhunderts liebevoll restauriert.
3. Oktober 2025
Wernigerode: Setzen sich drei Fremde zu mir auf die Hotelterrasse. Empört sich der Wirt, den ich, weil mich der aufkommende Ärger stört, bitte ein wenig Großzügigkeit walten zu lassen. Er: Jetzt fehlt nur noch, dass ich auch die Drohnen hinnehmen soll. Welche Drohnen? frage ich leicht begriffsstutzig zurück. Er glotzt mich fassungslos an, bis ich begreife und so loslachen muss, dass er empört verschwindet. Ziel erreicht.

Wernigerode (2): Ich lasse mich in einer Tischrunde, in der ich ein paar Bemerkungen zum Bauernkrieg vor 500 Jahren machen sollte, leichtfertig darauf ein, stattdessen spontan den Ablauf der Ereignisse, die zum 3. Oktober 1990 führten, aus meinem damaligen dienstlichen Erleben zu schildern. Das war zwar nicht grundsätzlich schlecht, weckte aber doch hernach in mir den Verdacht, dass ich besser darauf verzichtet hätte, unvorbereitet ein solches Thema anzugehen, zu dem fast jeder etwas beitragen kann. Aber keiner dasselbe.
2. Oktober 2025
Wenn der Tag im Kalender angezeigt wird, kann ich mir ein nostalgisches Grinsen kaum verkneifen, denn genau zu diesem Datum musste ich weiland meinen Wehrdienst antreten, weil der Erste des Monats ein Sonntag war. Ich ahnte damals nicht, was dieser Tag des Herrn mir dereinst für Schwierigkeiten bringen würde. Ein mir namentlich nie bekannt gewordener Sachbearbeiter der Bundesverwaltung stellt nämlich fest, das mir ein ganzes Jahr für die durchaus pekuniär relevanten Dienstjahren fehle, weil ich am 1. Oktober kein rechtlich relevantes Leben geführt hätte. Seine Folgerung: 2. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres sind kein ganzes Jahr, also ist dieses in Gänze zu streichen. Ich selbst habe davon erst erfahren, als ein anderer für Personalien zuständiger Sachbearbeiter sich Gedanken darüber machte, ob der damalige Beamte R. den Versuch unternommen habe, sich wegen des fehlenden Tages Leistungen zu erschleichen, die ihm durchaus nicht zustanden.
30. September 2025
Die Parlamentswahlen in Modawien sind wie erwartet als ein Sieg des Wertewestens ausgegangen, die andere Seite spricht von plumper Wahlfälschung. Es bleibt demnach dabei, dass der Staat am Südwest-Rande des Ukraine-Konflikts vermutlicher Ausgangspunkt für eine Nato-Erweiterung nach Osten und einen Zusammenstoß mit russischen Truppen, die sich nach wie vor in Transnistrien befinden, werden wird.
Ostfront (2): Aus den zahlreichen Einzelmeldungen über die Gefechte ragt der russische Luftangriff auf den ukrainische Luftwaffenstützpunkt Sarokostjantyniw heraus. Dort richteten angeblich zwei Kinshal-Raketen Verheerungen bislang unbekannten Ausmaßes an, wonach dem Vernehmen nach eine große Zahl von Unterstützungspersonal aus den Nato-Staaten zu den Opfern zählen soll und 5 von den amerikanischen Wundervögeln F 16, von deren Einsatz ich allerdings bislang noch nirgends etwas Gescheites gelesen habe, am Boden zerstört wurden.
Unpolitischer Monatsschluss: Ich besuche die Schulenburg-Villa im thüringischen Gera, ein staunenswertes Wohn-Bauwerk des belgischen Stararchitekten van der Velde aus dem Jahre 1913/14. So also bauten Deutschlands Reiche, die zudem Geschmack besaßen, eine Minute vor dem Ende des Höhenfluges unseres Bismarck-Reichs. Erst recht staunenswert ist die Initiative des Arzt-Ehepaar, welches die in der DDR heruntergewirtschaftete Ruine in den 1990er Jahren kaufte und in den heutigen, den Ur-Zustand versetzen ließ. Neudeutsch ausgedrückt: so geht Kultur. Hut ab.
29. September 2025
Aktueller Bericht aus der westliches Westukraine: Boomende Städte mit erheblich wachsender Bevölkerung. Vom Krieg ist weit und breit nichts zu spüren. Unübersehbar auch: polnische Großinvestoren. Da nehmen welche das Kriegsergebnis vorweg.
Ostfront (2): Lawrow beschimpft in ungewohnter Weise den Kanzler als Nazi. Hierzulande ist man routinemäßig empört. Vergessen ist, dass Fritz der Kanzler den bösen Putin vor Wochenfrist erst als den größten Kriegsverbrecher bezeichnete. Auf die Kräfte des Verstandes darf man auf unserer Seite schon lange nicht mehr setzen.
27. September 2025
Die Zukunft ist blau. Sagt mir mein Arbeitsrechner, der mich gestern drängt, gefälligst die Zeichen der Zeit zu erkennen und aufzurüsten. Ich bleibe blind, mache aber zur Sicherheit ein paar Sicherungskopien auf externen Medien. Es wäre doch zu ärgerlich, wenn so wichtige Dinge (mir jedenfalls) wie mein jüngster Buchtext, welcher nach 3 Jahren Schwerarbeit der Vollendung entgegenhastet, dem Fortschrittswahn der Apple-Leute zum Opfer fiele.

Blau (2) ist nebenbei bemerkt die Farbe der Dems, die alles andere als im Moment in den USA an der Macht sind. Indessen: dass die Apple-Matadore Freunde des Don seien, wird selbst dessen größter A-Lecker nicht behaupten können. Daher also das symbolische Blau. Sie spielen, so denke ich, auf Zeit. Blau (3) ist offenbar die Welle der unzensierten Literatur, die am 8./9. November 2025 auf Halle an der Saale zurollt. Mit der Verlegerin und Organisatorin einen, nämlich meinen, Auftritt vereinbart (Samstag, 15 Uhr). Gewiss, ich bin nur eine kleine Leuchte, aber besser Licht an, als im Dunkel zu schmollen.
26. September 2025
Dochdoch, er ist witzig in seiner Boshaftigkeit, der Don. Das Bild vom Wall of Fame (Wand des Ruhms), das gestern vom Weißen Haus freigegeben wurde, ist dieses hier und zeigt von rechts mach links: Der Don, offizielles Foto der ersten Amtszeit, der Unterschriftenautomat von Joe Biden bei der Arbeit, und der Don mit seinem offiziellen Foto der zweiten Amtszeit, das im Vorjahr anlässlich seiner erkennungsdienstlichen Behandlung entstand.Auch ein schlechter Witz: Der böse Wlad greift fortgesetzt die zivilen Flughäfen Skandinaviens mit Drohnen an, sagt die Nato-Propaganda. Sie würden von der russischen Schattenflotte gestartet.

Ostfront (2): Unbestätigt blieb hingegen, dass in der Truppenverpflegung der Panzerbrigade Litauen Königsberger Klopse aufgetaucht sein sollen. Eine Ermittlungsgruppe des MAD musste ihre Dienstreise allerdings in Köln-Wahn abbrechen, da das einzige Flugzeug der Flugbereitschaft gerade nicht einsatzbereit war.
25. September 2025
Manchmal liest man Dinge, dass man sich an den Kopf greift. Jetzt bei der Lektüre eines Artikels von Hadmut Danisch über die körperlichen Kapriolen beim Altwerden, speziell seinem Haarwachstum und noch spezieller dem in den Ohren. Scheint bei ihm ein ärgerliches Problem zu sein, denn das fragliche Haar berührt ständig sein Trommelfell und macht dort einen Höllenlärm. Danach kommt er – ich bitte um Nachsicht, denn es muss an dieser Stelle sein – auf die Entfernung von Ohrenschmalz zu sprechen. Der deutsche Ausdruck – meine Interpretation – entspricht genau seiner Konsistenz, doch, oh Wunder, in Japan ist alles anders: Da ist der ärgerliche Stoff hart und krümelig. Das ist genetisch bedingt. Alle Menschen sind gleich? War wohl nix. Jedenfalls nicht bei der Reinhaltung der Ohren.
Einfach nur wundern: Der ermordete Charlie Kirk ist auf dem besten Weg zum christlichen Heiligen. Die Kugel, die ihn traf, blieb in ihm stecken. So rettete er als letztes menschliches Tun am Turning Point seines Erdenlebens die hinter ihm Stehenden. Sagen seine Lobpreiser, denn das Geschoss hätte, wenn Gott nicht den Daumen dazwischen gehalten hätte, hinten aus seinem Körper wieder austreten müssen. Ungläubig, wie ich bin, denke ich, dass das weniger eine Frage für Theologen als für Ballistiker ist.
Dumm gelaufen: In New York wurde gestern der frühere Spionageabwehrleiter des dortigen FBI-Büros zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er war dabei aufgefallen, wie er seine dienstlichen Möglichkeiten nutzte, dem russische Oligarchen Oleg Deripaska bei der Umgehung der US-Sanktionen gegen russische Bürger die notwendigen Wege zu ebnen. Während des Gerichtsverfahrens zeigte es sich, dass er auch an den Aktionen des FBI gegen den wahlkämpfenden Trump im Jahre 2016 beteiligt war. Da kommt noch was nach, jede Wette.
New York (2): Noch mal überflogen, was der Don in der UNO alles vom Stapel gelassen hat: Klimalüge, Deutschland-Wahn, feindlicher Globalisten-Club und so. Es war ein seltsamer Rundschlag. Der Grund ist am Anfang zu vernehmen. Da bemerkt er, dass ihm jemand den Teleprompter abgeschaltet hat. Bevor er dann frei Schnauze loslegt, sagt er, das werde Folgen haben. Er meint doch nicht etwa Annalena? Wir wollen nicht gleich das Schlimmste hoffen.
24. September 2025
Was soll man sich denken, wenn der Don bei der UNO-Vollversammlung große Reden schwingt und sich explizit mit Deutschland beschäftigt? Grüne Agenda gescheitert und zum Glück revidiert, sagt er. Woher hat er denn bloß das Letztere? Von der linken Politico, die Springer gehört und die Merz-Trommel rührt?
Trump (2): Kaum hat er das durch, trifft er auf den kleinen Mann aus Kiew und verkündet lautstark, dass der mit Hilfe von EU und Nato den Krieg gegen Russland vollständig gewinnen kann. Putin stehe vor einem wirtschaftlichen Desaster. Wo hat er das nun wieder her? Vielleicht von The Atlantic, wo soeben der Chef-Neocon Robert Kagan dem totalen europäischen Krieg gegen Russland das Wort geredet hat. Es ist schon erstaunlich (oder auch nicht), wie offen die US-Waffenlobby für die Ausweitung des Konflikts wirbt.
Ostfront (2): Wunschgemäß eskaliert die Lage mit Drohnenalarm und Flughafen-Stilllegungen in Kopenhagen und Oslo und viel Luftraum-Trara über Estland und der Ostsee. Überall steigen Kampfflugzeuge auf, um Flagge zu zeigen. Oder was machen die konkret?
Ostront (3): Im Berliner Flughafen fällt auch ohne Drohnen wieder mal die Abfertigung aus. Angeblich handelt es sich um einen russischen Hackerangriff.
Hackerangriff (2): Nach einer Meldung von Swiss propaganda watch liegen der Plattform umfangreiche illegal beschaffte Datenbestände über weltweite Antifa-Netzwerke vor, die den Blick in einen Abgrund politischer Kumpanei mit den anarchistischen Gewalttätern öffnen. Da kann man nur sagen: Na, dann lasst mal sehen.
23. September 2025
Dass polnischen Soldaten Wehrmachtshelme tragen, war mir zuletzt beim Betrachten von Bildern des Warschauer Aufstands ‘44 aufgefallen. Nehme allerdings an, dass die jetzigen Helme Nachbauten sind. Haben die Polen hierfür Lizenzgebühren bezahlt oder stattdessen neue Forderungen gegen uns erhoben?

Befremdend (2): Die Bilder, die von der großen Charlie Kirk-Trauer-Show über den Atlantik auf meinen Schreibtisch gelangen, wecken zwiespältige Gefühle. Dort gedenken Amerikas heutige Machthaber eines ermordeten christlichen Einzelkämpfers. Das sind dieselben Leute, die am Massenmord an Leuten, die Amerika hassen, nichts auszusetzen finden. Es sind die simplen Botschaften, die der Ermordete gepredigt hat, mit denen er sich den Hass der Maulhelden-Toleranten zuzog. Die Menschenmassen, die Kirks Ermordung im Protest auf die Straßen brachte, sollte zu denken geben. Die Woken wissen das auch. Daher rührt ihre wütende Reaktion.
Befremdend (3) wäre es gewesen, wenn die Bürger von Ludwigshafen, der sterbenden BASF-Stadt, über das Ausmerzen des AfD-Kandidaten fürs Amt des Oberbürgermeisters ohne Protest hinweggegangen wären. Sind sie aber nicht, denn es gingen nur 29 % der Bürger zur Wahl. Davon machte zudem ein Zehntel der Wähler den Wahlzettel ungültig. Hieraus entsteht die unübersehbare Rechnung, dass Unseredemokratie von einem Viertel der Bürger akzeptiert wird. Was wird jetzt passieren? Nichts. Bis die Masse der Übergangenen sich entschließt, unübersehbare Konsequenzen zu ziehen. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wann das sein wird.
22. September 2025
Die Weltbank hat ihre Experten von der Leine gelassen. Sie geben Alarm, dass das Bevölkerungswachstum einen Negativ-Trend ausweise. Will sagen: wir werden weniger. Na und? Das ist für Leute, die im Garten des ewigen Wachstums leben, ein Schock. Bis gestern war der Wachstums-Kollaps der Menschheit eine unumstößlich Größe. Die Experten müssen umsteuern. Jetzt werden sie sich auf den Fetisch der angeblich ausgleichenden Massenmigration stürzen und keine nachvollziehbares Wort über die Gründe der Unterschiede in der Reproduktion verlieren, höchstens über Armut als Grundübel, weil die einen Anlass zur Umverteilung bieten kann, was der Experten Hauptgeschäft ist. Vor allem wird man strickt kein Wort über jene beiden Elefanten im Raum verlieren, die Rasse und Religion heißen.

21. September 2025
Gewohnheitswidrig ein Interview-Video angesehen und zwar das von Markus Fiedler mit dem Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera auf Apolut, nachdem ich durch einen Hinweis bei Science Files darauf aufmerksam wurde. Das Duo macht einen Ausflug in die biologische Welt der Arten und Rassen der Menschheit.
Menschheit (2): Bislang suggerierte mir mein Schulwissen, das seinerzeit durch einen Ausflug ins Neandertal gekrönt werden sollte (es war aber nichts zu sehen), dass der Neandertaler bis auf die Knochenreste spurlos verschwunden sei. Falsch, sagt nun Kutschera: die auf den europäischen Kontinent drängenden Afrikaner hätten sich mit den Neandertalerfrauen erfolgreich gepaart, so dass bei der Rasse der Kaukasier (und nur bei dieser) Neandertaler-Erbgut nachzuweisen sei. Jetzt wundert mich bei manchen hiesigen Zeitgenossen nichts mehr.
Menschheit (3) bedeutet für die beiden Biologen eine unumgehbaren Ausflug in die Welt der Menschen-Rassen, deren Zahl sie mit fünf angeben. Diese unterscheiden sich unverwechselbar in äußeren und eindeutigen Erbgut-Merkmalen. Was sie sagen, wäre eine nützliche Hilfe für das Argumentieren mit den modernen Rassen-Leugnern, wenn diese denn Zeit fänden, einmal für Minuten ihr aggressives Dauer-Geschwätz zu unterbrechen.
Menschheit (4): Die Rassen-Leugner versuchen, die notwendigen gesellschaftlichen Debatten in ein Rassen-Tabu abzudrängen, indem sie behaupten, bereits der Gebrauch des Begriffs der Rasse sei eine besonders perfide Form von Rassismus. Dieses Quasi-Argument gehört in die eigene Welt der beschränkten Geister, die man rief und nun nicht mehr los wird.
Menschheit (5): Durch den modernen Rassismus-Quatsch wird verdrängt, dass der Fünfer-Kanon der biologischen Rassen mit dem Rassen-Begriff in der gesellschaftlichen Debatte nicht übereinstimmt. Denn hier gibt es mehr als fünf Rassen, man denke nur an die britische Rasse der vorletzten Jahrhundertwende, der alsbald die arische folgte und viele andere, die der Mühe der Aufzählung nicht lohnen. Menschheit (6): Ein seltsamer Zwitter ist die Rassen-Zuordnung in den offiziellen Statistiken der USA, wo eine hispanische Rasse Usus ist, die gemessen an den klassischen fünf biologischen Rassen (Kaukasier, Afrikaner, Asiaten, Insulaner, Indianer) offensichtlich eine Mischrasse ist.
20. September 2025
Das tägliche Geschrei ist das eine, der Himmel über dem Atlantik das andere.

19. September 2025
Das hier schreibt mir W.: Angenommen, unter dem Druck der Finanzlage würde eine neue Regierung entscheiden, dass diejenigen, die die Migranten hergeholt haben, auch nach diesem Modell für sie verantwortlich sind: Man orientiert sich dabei an der Parteimitgliedschaft von 2024: SPD – 358.000; CDU – 364.000; Linke – 80.000; Grüne – 130.000; gesamt: 932.000. Hinzu kommen parteilose höhere Beamte und Medienvertreter, sodass etwa 1 Million Haushalte zur Aufnahme zur Verfügung stehen würden. Da vermutlich 25% der Betroffenen in Eigenheimen leben oder über vermietete Eigentumswohnungen verfügen, könnten so etwa 1,5 Millionen Migranten untergebracht werden. Bei den darauffolgenden Bundestagswahlen würde die AfD 80% der Stimmen bekommen und die Remigration könnte beginnen.
18. September 2025
Sogenannter Schlagabtausch im Bundestag: Fritz der Kanzler kündigt Herbst der Reformen an. Heißt zu deutsch: wird nix passieren. So gut kennen wir ihn bereits.
Fritz (2): Bezeichnet den russischen Präsidenten als den vielleicht größten Kriegsverbrecher der Gegenwart (oder überhaupt?). Fritz, Fritz, so geht das nicht, denk mal an A.H., den macht uns bekanntlich keiner nach. Und Putin? Der reagiert betont gelassen, stellt lediglich öffentlich klar, wer 2014 mit dem Schießen angefangen hat.
Sicherheitsrisiko: Ist nicht nur Fritz der Kanzler dank seiner Äußerungen, sondern auch Michael Stürzenberger, der vor Kurzem noch fast von einem Willkommensbürger erstochen worden wäre. Jetzt will er als Mitarbeiter eines Abgeordneten tätig werden, wird aber von der Verwaltung nicht in den Bundestag gelassen. Es bestünden nämlich Sicherheitsbedenken. Heißt wohl zu deutsch: er ist ein wandelndes Mahnmal für die Merkel-Verbrechen, oder fürchtet jemand im Ernst, er werde auf die im Reichstag versammelten Willkommensschwestern einstechen.
Darf‘s noch ein bisschen mehr sein? Polens neuer Präsident fordert beim Berlinbesuch 16 Billionen Entschädigung für den Zweiten Weltkrieg. 16.000.000.000.000 (hoffentlich habe ich mich nicht verzählt). Nun ja, der polnische Vormarsch nach Odessa (bekannte polnische Stadt am Schwarzen Meer) wird teuer. Das steht schon jetzt fest. Moskau jedenfalls ist näher – je nachdem, von wo aus man kuckt. Das jedenfalls findet die flotte Jette aus DK, die Fernwaffen geordert hat. Das ist insofern konsequent, weil die Schlosswache in Kopenhagen nicht ausreichen wird, um sich mit dem Russen anzulegen. Auch das steht fest.
15. September 2025
Im Westen was Neues: Der Chefhetzer des ZDF wird aus Amerika ausgewiesen (Visum widerrufen). Das lob ich mir. Die Woken haben einen neuen Märtyrer. Gestern waren sie noch sicher, die Amis würden sich das nicht trauen, und zack ist es passiert. Die Anregung kam von Richard Grenell, dem Hardliner der Reps dort.
Westen (2): Nichts Neues hingegen von der Wahlfront in NRW. Alles beim alten bei Unsererdemokratie: Grüne paar Punkte runter, Blaue paar rauf. Der wahre Sieger ist die Linke, das neue Sammelbecken des muslimischen Prekariats. Das verfestigt sich: Sie säen nicht, und sie ernten doch. Wird Zeit dass sie mal wieder den Namen wechseln (die Freitags). Vielleicht auch die Farbe: von Marx-rot zum Propheten-grün.
14. September 2025
Der Don mit seiner jüngsten Nummer: Er will die groß angekündigten Sanktionen gegen Russland erst wirksam werden lassen, wenn alle Nato-Staaten auf russisches Öl verzichten. Also nie.Derweil an der Ostfront: Das Vorrücken in den Oblasten Charkow und Dnjepropetrowsk geht sichtbar voran. Westliche Agenturen merken indigniert an, dass dies gar leine Gebiete sind, auf die Russland offiziell die Hand gelegt habe. Nun, im Krieg läuft’s oft anders als geplant, wie schon Clausewitz zu schreiben wusste.
Ostfront (2): Die Bundesregierung plant, die Ukrainehilfe um einen gewaltigen Batzen zu kürzen, wie sie soeben den Abgeordneten mitgeteilt hat. Ich denke, Fritz der Kanzler hatte die Ost-Hilfe zum obersten Staatsziel erklärt. Na gut, man kann sich drauf verlassen, dass bei ihm stets das Gegenteil des Angekündigten passiert. Man muss nur ein paar Tage abwarten.
Heimatfront: Die Hetze gegen den ermordeten Charlie Kirk nimmt ungeahnte Formen an. Unklar ist noch, wie diese auf Michel wirken wird. Bemerkenswert immerhin: die hassverzerrten Gesichter der Guten.
Heimatfront (2): In NRW wird heute kommunalgewählt. Mein Tipp: Es wird sich nichts ändern, denn die Volksfront wird die Mehrheit behalten. Nebenbei: Wäre schön, wenn ich mich irrte (neudeutsch: irren täte).
13. September 2025
Der vermutliche Attentäter von Utah wird öffentlich präsentiert. Die Verwandtschaft hatte die Video-Überwachungsbilder identifiziert. Es waren zu viele, als dass das nicht zu erwarten gewesen wäre. Dass der Täter seine Munition mit linken Schmähschriften und Symbolen versah, wirft einen merkwürdiges Licht auf seinen Geisteszustand. – Oder ist das alles nur gelogen?
Gelogen (2): Der angebliche Drohnenangriff der Russen nach Polen hinein in den vergangenen Tagen zerbröselt in ein unentwirrbares Knäuel von Unwahrem. Am besten hat mir der Treffer eines polnischen Wohnhauses gefallen, dass vor Monaten vom Sturm abgedeckt wurde. Was vermutlich dem Putin sein Wind.
12. September 2025
Im Netz kursieren angebliche französische militärische Planungsunterlagen über die Besetzung der Restukraine nach dem Waffenstillstand, in denen u.a. die Hauptfundorte der Bodenschätze und die zugehörige Dislozierung der Besatzungstruppen (bevorzugt aus Frankreich und Polen) mitgeteilt wird. Diese Angaben sind so offensichtlich schräg, dass das ganze Manöver stark nach Fake riecht. Sollte die (selbstredend hochgeheime) Sache hingegen echt sein, kann man nur sagen: idiotisch, denn hier soll etwas annektiert werden, auf das der Don vor Monaten im Verein mit dem kleinen Mann aus Kiew schon die Hand gelegt hat.
In Brasilien wurde der vormalige Präsident Bolsanaro gestern wegen eines angeblich versuchten Staatsstreichs zu 27 Jahren Haft verurteilt. Jetzt kann der gefährliche Mann (Fallschirmjäger-Offizier !) dem Regime nicht mehr gefährlich werden.
Verurteilt (2) und zwar rechtskräftig Ist seit gestern Björn Höcke mit dem Segen des Bundesgerichtshofs, der nichts auszusetzen fand, dass dieser wg. des Ausspruchs „Alles für Deutschland“ zum Nazi-Kriminellen gemacht wurde. Auch wurden die Büros des Abgeordneten Krah mit dem Segen des Bundestags durchsucht, um diesem die Straftat der Bestechlichkeit nachzuweisen.
Verurteilt (3): Die Einrichtungen von Demokratie leben und anderer ungenierter Unterstützer der linksextremen Deutschland-Abwrack-Politik wurden nicht durchsucht, um gar nicht erst den Verdacht für die Beteiligung am vorvorgestrigen Stromnetz-Verbrechen in die Nähe einer Bestätigung kommen zu lassen. Nicht, dass ich mir dieses Zusammenhangs sicher wäre, doch ein Eingreifen wäre konsequent im Rahmen der seit Jahr und Tag übliche Verdachts-Fall-Durchsuchungen, die zwar rechtswidrig, aber als überaus beliebt bei der politischen Justiz eingerissen sind. Doch ernsthaft: sowas wird nicht passieren, nachdem die Täter nunmehr glaubhaft ausgeschlossen haben, dass die Tat von den braunen Kolonnen, die bekanntlich überall lauern, begangen worden sein könnte.
Ich muss mir immer wieder das möglichst simple Kartenbild der Ostfront vor Augen führen, um das strategische Wollen der am Kriege Beteiligten klarer zu sehen. a) Das nördliche Ostpreußen steckt wie ein Pfahl im Fleische des Nato-Gebietes, b) Weißrussland wie eine nach Westen gerichtete Faust, c) der russische Vormarsch im Süden der Ukraine ist dicht davor, den Sack von Odessa zuzumachen.

Ostfront (2): Die unbemannten Flugobjekte, die man letzte Nacht (vom 9. auf den 10.9.) über Polen abschoss, kamen nicht vom Himmel, sie flogen da bloß, aber woher? Die Weißrussen sagen: Nicht von uns. Die Polen sprechen von einem unprovozierten Angriff auf ihre Ostgrenze. Jaja, die Polen.
Krieg im eigenen Lande: Jetzt sind die Links-Chaoten sauer, dass man ihre Rolle beim Anschlag auf die Berliner Stromversorgung nicht ordentlich gewürdigt hat. Also bezichtigten sie sich selbst auf indymedia. Erinnert sich eigentlich wer daran, dass diese Gewaltplattform vor Jahr und Tag vom BMI verboten wurde? Durchsetzung des Verbots: Fehlanzeige. Ach ja richtig, die Staatsschutzkräfte sind bereits mit dem Kampf gegen rechts völlig überlastet.
Übern Teich: In Utah wird der dortzulande prominente 31jährige Trump-Unterstützer Charlie Kirk heute Nacht (MEZ) bei einer Veranstaltung in der dortigen Universität erschossen.
Nachtrag über die Polendrohnen: Erst waren es einzelne, jetzt ist nach den nächtlichen Experten bereits eine ganze Drohnenflotte, die in den Luftraum eindrang. Apollo News weiß zudem, dass das der Russe war, der die polnische Luftverteidigung testen wollte. Das wäre, wenn’s denn stimmt, gelungen, denn einer der Eindringlinge gelangte bis nach Danzig. Die Leserkommentare zu dieser beinharten Kalten Kriegs-Rhetorik ergehen sich in ungeschminkter Häme gegenüber der Redaktion.
Apollo (2): Es ist wirklich bemerkenswert, wie bei diesem Medium die sonstige Anti-Mainstream-Attitude der jungen Mannschaft und der Russenhass nicht zusammenpassen. Frage mich, wie die ihr Budget bestücken, denn die ausgesendeten Katzenfutter-Reklamen dürften kaum hinreichen. Wird wohl irgendwo ein fetter Kater im Hintergrund existieren, der die Mäuse rüberreicht.
10. September 2025
Trump wendet sich offenbar vom Ukraine-Krieg ab. Von den Supersanktionen gegen die Handelspartner Russlands ist jedenfalls trotz Verstreichens der von ihm gesetzten Fristen keine Rede mehr. Stattdessen befasst er sich mit Gewaltanwendung in US-amerikanischen Städten, nach Washington DC ist es jetzt Chicago, wo er die Nationalgarde einsetzt, während er Staaten Mittelamerikas mit Militäreinsätzen droht und hierfür Luftstreitkräfte verlegen lässt. Im einen Fall geht es mit Schwerpunkt um die Deportation von Illegalen, im anderen um das Stoppen der Drogenzufuhr.
Ostfront: Derweil zerstören ukrainische Drohnen nun zum dritten Mal die Gaspipeline Drushba Richtung Ungarn, und russische Raketen zerstören Regierungsgebäude in Kiew. Letzteres hat bestenfalls symbolische Bedeutung, während die ukrainischen Angriffe Sprengkraft für die EU haben, aber niemanden in Brüssel scheint das zu jucken.
Gewalt im Nahen Osten: Der Einmarsch der Israelis in Gaza-Stadt wurde gestern mit der Zerstörung von Wohnhochhäusern fortgesetzt. In Katar wurde von ihnen ein Hamas-Führer angegriffen und getötet.
Krieg im eigenen Land: Wie heikel die Stromversorgung ist, haben gestern Unbekannte vorgeführt, die zwei Hochspannungsmasten angezündet haben. Der ganze Südwesten Berlins war anschließend ohne Strom. Ich wette, dass die Behörden des Bundes und von Brandenburg derartig mit dem Kampf gegen rechts ausgelastet sind, dass für die Täter dieses Verbrechens keine Kapazitäten frei sind. Dabei braucht man nicht viel Phantasie, um deren Milieu zu lokalisieren. Aber man fürchtet sich, wie ich annehme, davor, auf die Wirkungen der eigenen Geldspritzen aus dem Bundes-Familienministerium zu stoßen. Das bremst den Eifer bzw. stachelt ihn an – je nach Sichtweise.
9. September 2025
Ich sehe schon, was meine zwei oder drei Leser interessiert und zu Widerworten inspiriert. Es ist seit gestern dieser Richard Coudenhove-Kalergi. Hier das Originalzitat aus seinem Hauptwerk Praktischer Idealismus. Adel, Technik, Pazifismus von 1925, das noch heute die Gemüter bewegen: „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der alt ägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen“ (S. 22 f.) Das steht da wirklich, ich habe den Text aus dem Buch herauskopiert.
Coudenhove (2): Sein Bekanntwerden und der fortdauernde Einfluss seiner politischen Ideen war keinem Wink des Himmels geschuldet, sondern… Ja, das ist die Frage, ebenso wie der Umstand, dass eine Kanzlerin, deren Namen mir im Moment nicht einfallen will, den nach ihm benannten Preis entgegennahm.
Andere Baustelle: In Frankreich ist gestern die Regierung geplatzt. Na und? Jetzt ist Platz für Spekulationen der Experten. Und Fritz der Kanzler meint, das sei für D ohne Bedeutung. Genau. Was scheren uns diese Franzmänner?
8. September 2025
Zuweilen gerät man wider Willen auf Abwege. Vorgestern ist es ein Banner im Netz, auf welchem Richard Coudenhove-Kalergi mit dem plakativen – in mannigfachen Varianten kursierenden – Zitat abgebildet ist, dass die Zukunft der Menschheit eine negroide (hellbraune) Mischrasse sei, die von Juden beherrscht werden werde. Gegen sonstige Gepflogenheiten ist eine Quelle angegeben: das Buch Praktischer Idealismus von 1925. Ich lese das Original, um das merkwürde Zitat zu finden. Das Ergebnis: Fehlanzeige.
Coudenhove (2): Ich nutze den aufgestauten Ärger über die Zeitverschwendung, um mich der weiteren Behauptung zuzuwenden, Coudenhove sei selbst Jude gewesen. Ich gehe einen Umweg und beschaffe mir das Buch, auf das Richard C. selbst hinweist, nämlich Das Wesen des Antisemitismus, Berlin 1901, von Heinrich Graf Coudenhove. Der Autor dieses 600-Seiten-Wälzers ist Richard C.s Vater. Der schreibt ein fast amüsant zu nennendes Vorwort, in dem er darauf hinweist, dass jeder der kritisch über den Antisemitismus schreibe, selbst des Jude-Seins bezichtigt werde. Er streitet das ab, indem er darauf hinweist, dass seine weit zurückreichende Adelsfamilie seit Menschengedenken gut katholisch sei und er selbst mit Hingabe auch. Er setzt noch eins drauf, indem er anmerkt, wenn er denn nur einen Juden unter seinen Ahnen gefunden hätte, hier würde es gerne bekennen.
Coudenhove (3): Der Sohn Richard ein Jude? Wohl kaum. Der Vater nicht und die nach jüdischem Ritus wichtigere Mutter auch nicht. Sie war eine Japanerin, die der Vater aus seiner diplomatischen Mission aus Nippon nach Hause mitbrachte. Diese ist augenscheinlich, wie man so sagt, die Mutter von Richard, man sieht es ihm an.
Coudenhove (4): Es gäbe allen Anlass, sich mit dem schrägen deutsch-böhmischen Adelsspross zu befassen, aber nicht so
6. September 2025
Die auf der A 4 Richtung Dresden nach Osten fahrenden Bundeswehr-Kolonnen erregen allein schon dadurch Aufmerksamkeit, weil sie zu gemächlicher Vorbeifahrt zwingen, da das Tempo von polnischen Lastwagen bestimmt wird, für die das Verbot, die dritte Spur zu nutzen, offenbar nicht gilt. Nun will, wie ich mich erinnere, der Marsch mit gepanzerten Kolonnen geübt werden, doch bleibt mir unerklärlich, warum erkennbar nichts unternommen wurde, die Fahrzeuge vor der gegenwärtigen Hauptbedrohung zu schützen, nämlich der durch feindliche Drohnen.
Ostfront (2): Im Stadtteil Dresden-Loschwitz gibt es eine bekannte Brücke, das Blaue Wunder (grau gestrichen), über die ich bei spätsommerlichem Sonnenschein hinwegflaniere, wenn auch als einziger Fußgänger weit und breit. Auf beiden Seiten gibt es je eine Buchhandlung, das Buchhaus Loschwitz und eine Filiale von Thalia. In beiden gibt es Literatur zum Krieg, die unterschiedlich nicht sein könnte. Einmal, was vor Ort los sein mag, und wie wir uns das raushalten sollten, auf der anderen Siegesphantasien und Bestrafungs-Erbauung.
Ostfront (3): Der Gipfel in China schwingt in den Gazetten nach. Wir, die Westkoaltion, beschließen, so lese ich, in die Ukraine einzumarschieren, aber erst nach dem Waffenstillstand. Putin kontert in seltener Klarheit: Waffenstillstand ja, aber erst nach dem Erreichen der Ziele dieses Krieges. Das hört sich nicht nach hier und heute an.
Ostfront (4): Die seit Monaten umkämpfte Stadt Pokrowsk, im Oblast Charkow gelegen, scheint nun nach etlichen Fehlmeldungen tatsächlich vor dem Fall zu stehen (eine russische Flagge auf dem Hauptplatz, der auch als Friedhof genutzt wurde). Die Videos beider Seiten übermitteln frühherbstliche Bilder, in denen zu meiner Überraschung kaum Zerstörungen im Stadtzentrum zu sehen sind.
Ostfront (5): Die Experten übertreffen sich in Berichten, dass sich der russische Vormarsch verlangsamt habe. Heißt zu deutsch: er findet seit Monaten statt, wenngleich mit der für westliche Schlagzeilen-Konsumenten fast unerträglichen Langsamkeit. Auf jeden Fall entspricht die Frontlinie nicht den politischen Grenzen der vier von Russland beanspruchten Oblaste. In Cherson und Saporoschschje fehlen noch bedeutende Teil, Donjezk ist bis auf wenige Quadrratkilometer in russischer Hand. An anderen Stellen des Frontbogens haben sich die russischen Truppen bis weit in die Oblaste Charkow und Dnjepropetrowsk hineingefressen.
Ostfront (6): Auf einem Video aus dem russischen Generalstabs-Lageraum sieht man neben den führenden Militärs Situationskarten, in denen die Oblaste Odessa und Nikolajew anders eingefärbt sind. Das kann psychologischer Kriegführung geschuldet sein, aber auch ernsthafter Kriegsziel-Beschreibung, nämlich der beabsichtigten und dann endgültigen Trennung der Ukraine vom Schwarzen Meer. Das wäre aus russischer Sicht ein strategisches Ziel (und ein Alptraum für den Wertewesten).
4. September 2025
Die Bilder vom Gipfeltreffen in China beeindrucken durch die schiere Masse der dort versammelten Staatenlenker. Dass Xi bei der Gelegenheit seinen gewohnten Anzug gegen den Mao-Look ausgetauscht hat, mag Symbolkraft haben. Aber welche?
China (2): Im Mittelpunkt der Bilder aus dem Reich der Mitte das Trio aus Peking, Moskau und Pjöngjang. Aber es ist auch Substanzielles zu vernehmen: Der Bau der größten, sprich leistungsstärksten Erdgas-Pipeline der Welt zwischen Russland und China.
Russengas (2): Die Experten murmeln (und geben sich befriedigt), dass dies das endgültige Aus für russisches Erdgas nach Europa sei. Leute, Deutschland ist gemeint, dessen Gaskavernen am Ende dieses Sommers leer sind. Hat schon jemand mitgekriegt, dass wir einen Regierungswechsel hatten und der Chef dieser obskuren Bundesnetz-Agentur, die für die Bevorratung hätte sorgen sollen, immer noch dieser fabelhaft grüne Herr Müller ist?
Neues vom Don: Der verlangte gestern von den Impf-Giganten den Nachweis der Wirksamkeit der Corona-Spritzen. Pfizer Chef Bourla reagierte prompt. Er schlug heute Nacht den US-Präsidenten für den Nobel-Preis vor. Wie nennt man sowas? Ein Ablenkungsmanöver für den mit gutem Grund als eitel und Sprunghaft eingeschätzten Trump. Nebenbei bemerkt: genügend Kleingeld hat der Medizinmann, um sein Verlangen bei den Komitees in Oslo oder Stockholm durchzusetzen.
1. September 2025
Nach dem Sinn einer Tradition zu fragen, führt meist nicht weiter. Das gilt jedenfalls für die dänischen Königskalender in meinem Badezimmer. Sie bedeuten nichts weiter, als mich seit Jahren daran zu erinnern, dass man mit ungekonnten Amateur-Schnappschüssen das Publikum gegen Entgelt erfreuen kann. Ich kann mich immer noch nicht daran gewöhnen, dass man dortselbst nach der taffen Margarethe jetzt einen König hat, der frühzeitig ergraute. Ich frage mich warum. Den aktuellen Kalender habe ich soeben umgeblättert und mit Bedauern festgestellt, dass der daneben hängenden Paul Flora-Kalender nicht zu aktualisieren war. Mein Wiener Lieferant ist verschwunden, womöglich verstorben.
31. August 2025
Die Politheroen sind aus dem wohlverdienten Urlaub zurück, den wir ihnen gern verlängert hätten, damit sie nicht weiteren Schaden anrichten. Doch nun sind sie halt mal da und machen Ankündigungen, die wir uns nicht merken müssen. Mit leiser Verspätung meldet Reuters, das Vorletzte aus Davos. Na, da sind wir aber erleichtert. Gratulieren Rock-Star Fink für die Übernahme des Kommandos. Das Bild, von Reuters ausgewählt, ist vortrefflich. Es wirkt so sympathisch.
30. August 2025
Russische Quellen betonen die eigenen Erfolge der seit Mitte Juli anhaltenden Sommeroffensive. Es geht hierbei um Vorstöße an drei, vier Stellen des Frontbogens, die in erster Linie der Arrondierung des noch ukrainisch besetzten schmalen Teils des Oblasts Donjezk betreffen. Beide Seiten melden, dass die Lage der ukrainischen Truppen dramatisch sei, weil es keine Reserven mehr gebe. Der eigentlich zu erwartende Zusammenbruch des Frontbogens hat jedoch offenbar nicht stattgefunden.
Ostfront (2): Im russischen Luftkrieg hat ein Zielwechsel stattgefunden. Schwerpunkt ist nicht mehr die Stromversorgung, sondern die Waffenindustrie. Bilder vom frühen Morgen des 28. August zeigen, dass trotz der gewaltigen Detonationen, zu deren Wirkung man nichts sagen kann, die Straßenbeleuchtung in der gesamten Stadt nicht beeinträchtigt ist.
Ostfront (3): Die großen politischen Entwürfe der Kommentatoren verstummen allmählich. Vom Treffen Putin-Selenskyj redet niemand mehr.
Ostfront (4): Die Berliner Heroen haben im Kabinett ein neues Wehrgesetz verabschiedet, das eine gewaltige Aufstockung der Streitkräfte bringen soll. Wenn die angepeilten Freiwilligen, wie erwartet, nicht zu haben sein werden, soll’s die Wehrpflicht richten. Mit denen will man dann nach einem Waffenstillstand in die Ukraine einsickern. Na, dann sickert mal schön.
Ostfront (5): Und da war da noch der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, von dem ich schon vor Jahren schrieb, der gehöre schleunigst nach Hause geschickt. Jetzt weint er, wenn auch in nicht ganz fehlerfreien Metaphern, Deutschlands letztem Polit-Denker eine öffentliche Träne nach. Kann man verstehen. Dass man den, Robert den Denker, los ist, kann ich noch gar nicht glauben.


29. August 2025
Im US-Kongress wird eine Untersuchung gegen Wikipedia eingeleitet. die Datenkrake wird bezichtigt, ihre Meinungsmacht zur unerwünschten Beeinflussung von US-Bürgern zu missbrauchen. Der Verdacht der Gesetzeshüter richtet sich gegen russische und chinesische Einflussnahme. Die organisationseigene Mafia ist also nicht im Visier.
Meinungsmafia (2): Musk verklagt Amazon und OpenAI wg. Verstoßes gegen US-Monopol-Gesetze. Und die US-Regierung erwägt Sanktionen gegen die EU wg. deren Internet-Strangulierungsvorschriften.
Meinungsmafia (3): So hat jeder was zu tun. Welche Ergebnisse zum Schutz der Bürger dürfen wir erwarten? Keine.
Übern Teich (4): Trump macht weitere 825 Millionen für die ukrainischen Waffenkäufe locker.
Übern Teich (5): Kennedy jun. beginnt mit dem großen personellen Aufräumen in der US-Gesundheitsverwaltung. Die Namen kann und will ich mir nicht merken. Hier geht’s ums Prinzip.
Übern Teich (6): Bei der Gelegenheit wird die Notfallzulassung der sog. Covid 19-Impfstoffe widerrufen. Zu wünschen wäre, dass es den verantwortlichen Pandemie-Tätern jetzt persönlich an den Kragen geht. Ob’s tatsächlich passiert, steht in den Sternen. Da wird noch mancher muntre Dollar fließen, um das zu verhindern.
28. August 2025
Als ich es schließlich nicht mehr suche, fällt es mir vor die Füße, das Memoiren-Buch The Room where it happened von John Bolton, Trumps erstem Nationalen Sicherheitsberater. Blättere nunmehr eher lustlos und entdecke dieses hier: I don’t want any fucking thing to do with Ukraine, sagte Trump, schreibt Bolton (S. 462), als man am 23. Mai 2019 besprach, wer zum Krönungs-Zeremoniell von Selenskyj nach Kiew reisen sollte. – Ich sagte es bereits vor Tagen schon: Der Don ist nachtragend, in diesem Fall allerdings leicht nachvollziehbar, hatte doch die Kiewer Polit-Mafia 2016, mitten im Wahlkampf, versucht, Trump die Sache mit seiner angeblichen Steuerung durch den Kreml anzuhängen.
Bolton (2): Nach einem Vermerk im Buch kaufte ich diesen 570-Seiten Wälzer im Sommer 2020 auf Jersey aus einer Wühlkiste. Da war mir offenbar der Lesestoff ausgegangen, doch nach dem Lesezeichen im Buch gab ich auf S. 361 auf. – Ach ja, das war ein wunderbarer Sommer auf der souveränen Kanalinsel. Sie ist ein Paradies, genauer: ein Steuerparadies. Zuwanderungs-Voraussetzung: 600.000 Pfund Jahreseinkommen mindestens, so las ich, mein Interesse erlahmte sogleich.

27. August 2025
Polens neuer Präsident sperrt die Sozialhilfe für die im Lande befindlichen Ukrainer. Ob das so stimmt, wie die Gazetten – empört zumeist – verkünden, vermag ich nicht zu sagen. Nur wenn das stimmt, dürfte die Folge nicht lange auf sich warten lassen: Eine weitere Million wird sich in Richtung Westen in Bewegung setzen, um an der deutsch-polnischen Grenze durchgewinkt zu werden.
Polen (2): Das Land bereitet sich, so wie von mir schon lange gemutmaßt, auf die Eroberung der West-Ukraine vor. Da kann man eine Fünfte Kolonne in den eigenen Reihen nicht gebrauchen.
Übern Teich: Hat eigentlich irgendwer noch vage den Überblick wer wen mit welchem Erfolg vor Gericht gezerrt hat? Ich jedenfalls nicht.
26. August 2025
Jetzt setzt der kleine Mann aus Kiew noch eins drauf. Nachdem er die Zufuhr von Russen-Öl nach Ungarn und der Slowakei (südlicher Zweig der Drushba) gewaltsam gestoppt hat, teilt er der Welt mit, das sei geschehen, um das Nein der Ungarn zum EU-Beitritt der Ukraine zu torpedieren. Ich wette mal, dass die Anstifter hierfür in Brüssel zu finden sind.
Ostfront (2): Der Umstand, dass man nichts Substanzielles von dort erfährt, weckt in mir den Verdacht, dass heftige Kämpfe mit ungewissem Ausgang im Gange sind. Derweil rechnen sich die Experten gegenseitig die abenteuerlichsten wechselseitigen Verlustzahlen vor, jeweils eine bis zwei Millionen Tote auf jeder der Seiten.
Heimatfront: Still ruht der See. Im Netz finde ich eine Karikatur, die mehr sagt, als tausend Worte.

25. August 2025
Man gratulierte gestern zum ukrainischen Unabhängigkeitstag, dem 34. seit dem Zerfall der Sowjetunion, so der Don und der norwegische Ministerpräsident. Damit schaffte der es in die Weltpresse.
Ostfront (2): Zeitgleich wurde das Atomkraftwerk von Kursk mit Drohnen beschossen. Bislang fehlt der übliche Hinweis in den Wahrheitsmedien, dass das der Russe selber war. Ein neues Senioren Akrützel von Bernd Zeller über Nacht in meinem elektronischen Briefkasten eingetroffen. Hier eine der beeindruckenden Schlagzeilen.

24. August 2025
Nachtgedanken: Ein Problem beim Schreiben türmt sich wie eine graue Nebelwand auf. Man tastet sich vorwärts und bemerkt überrascht, dass schon einzelne andere vor einem selbst dawaren. Man hört ihnen zu und siehe da, es wird ein Weg sichtbar. Jetzt muss man beherzt losgehen, denn sonst besteht die Gefahr, auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln, die überall hinführen mögen, nur nicht als Ziel.
Nachtgedanken (2): Das Vorstehende war der vorgestrigen Suche nach dem Bolton-Buch geschuldet. Ich fand es nicht, stattdessen vieles, was ich längst vergessen hatte, darunter die Memoiren von George Kennan, den amerikanischen Spitzendiplomaten. Man nennt ihn nicht zu unrecht den Architekten der Nachkriegszeit. Ich las mich zwei Stunden fest, bis ich bemerkte, dass er mich völlig vom Weg abführte.
Nachtgedanken (3): Immerhin bestätigte mich meine Lektüre in dem Vorurteil, dass die US-Außenpolitik dem Gang eines Betrunkenen ähnelt, weil sie in den Spitzenpositionen einschließlich der Botschafterposten von reichen Narren betrieben wird, die von Präsident zu Präsident zu wechseln pflegen. Der jetzige hat schon wieder ein 14-Tages-Ultimatum in die Welt gesetzt, den Krieg zu beenden. Es richtet sich an Russland und die Ukraine zugleich. Mir ist nicht ganz klar, mit was er den beiden drohen will. Dem einen mit Eingreifen, dem anderen mit dem Gegenteil? Das wird nichts werden.
23. August 2025
The Room Where It Happened (der Raum, wo es passierte) hieß das Memoiren-Buch, mit dem sich der geschasste US-Sicherheitsberater John Bolton an dem damaligen Noch-Präsidenten Trump rächte. Ich schenkte mir den Erwerb, weil ich mir zu recht vorstellte, es werde bald auf dem Ramsch landen. Gestern schien es mir wieder aktuell zu sein, als das FBI das Haus von Bolton wg. des Vorwurfs publizistischen Geheimnisverrats durchsuchte. Was immer da dran sein mag, eins ist sicher: Der Don ist nachtragend, denn Bolton hatte vor Kurzem noch erklärt, Trump sei mental amtsunfähig.
US-Kabale (2): Ich kann das Bolton-Werk in meinen Amerika-Stapeln nicht finden. Stattdessen entdecke ich das vermutlich ungelesene Buch von Timm Weiner Macht und Wahn. Der amerikanische Starreporter konnte sich nicht so richtig entscheiden, wie er die Handlungen der verschiedenen US-Regierungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs einordnen sollte. Klar für ihn war lediglich, dass Russland bis heute der Hauptfeind gewesen und auch noch ist. Als das Buch 2021 erschien, war kurz drauf über Nacht der Ukrainekrieg Wirklichkeit geworden. Da landete das Werk, das auch sogleich ins Deutsche übertragen worden war, auf dem Ramsch. Ganz zu unrecht, wie ich finde. Besser kann man Amerikas Einmischung in der Ukraine kaum begründen. Für Leute wie Weiner ist Putin expressis Verbis die Wiedergeburt des Massenmörders Stalin. Man muss diesen Standpunkt durchaus nicht teilen, aber er hilft beim Verstehen.
21. August 2025
Man sagt, die Mecklenburger bräuchten für gewöhnlich etwas länger. So kommt es, dass die Firma Milram den Neger als Markenzeichen entdeckt hat, jetzt wo im fernen und guten Amerika die Gegenbewegung Fahrt aufnimmt. Noch hat mich keiner der Diversen aus dem Regal angegrinst, was daran liegen mag, dass ich nach dem Müritzer nicht Ausschau zu halten pflege. Frage mich nun aber, wie der alte totenbleiche Mann (links auf der Packung) mit der halbdunklen jungen Frau zum dargestellten Nachwuchs kommt. Mendels Gesetze durch Käsegenusses widerlegt?

Auch Käse: Was das die Gazetten über die Äußerungen unserer Polit-Heroen scheiben. Putin müsse jetzt liefern. Das ist Wunschdenken von Leuten auf der Verliererstraße.
Auch Käse (2): Habe gestern gegen alle guten Vorsätze verstoßen und bei der Bundesmärchenzentrale 3 Russlandbücher bestellt (25 €). Sie werden diese Woche noch bei mir eintrudeln, und ich bin gespannt, wie lange mich meine Disziplin zum Lesen zwingen wird. Wenn man den Gegner wirksam bekämpfen will, sollte man sich in seinen Absichten gut auskennen. Ich sehe im Moment fünf, sechs Leute vor mir, wie sie die Augen verdrehen.
20. August 2025
So geht Unseredemokratie: Der OB-Kandidat der AfD in Ludwigshafen wird per Mehrheitsbeschluss der örtlichen Potentaten gar nicht erst zur Wahl zugelassen. Das verstößt offensichtlich gegen Artikel 21 GG, doch anderer Ansicht ist die dortige Gerichtsbarkeit. Sie verweist den Mann auf die Möglichkeit, nach der Wahl seine Bedenken geltend zu machen.
Die Lage an der Ostfront bleibt kompliziert. Nachdem ukrainische Drohnen letzte Woche die russische Öllieferung per Pipeline nach Ungarn (südlicher Zweig der Drushba) unterbrochen haben, teilt der Außenminister aus Budapest mit, dies sei ein Kriegshandlung gegen sein Land, das sich mit niemandem im Krieg befinde, auch mit Russland nicht. Wenn er jetzt den Artikel 5 de Nato-Vertrages ausriefe, würden die anderen vermutlich staunen oder den Ungarn raten, sich ein anderes Bündnis zu suchen. Da fehlt nicht mehr viel.
19. August 2025
Schweigen zum gestrigen Thing im Weißen Haus war im Vorfeld angemessen, denn es hat sich dort im Grunde nichts von Belang bewegt. Lediglich die bisherige Bedingung Erst-Waffenstillstand-dann-Friedensgespräche ist vom westlichen Tisch verschwunden, als wäre davon nie die Rede gewesen. Dafür wurde im Gegenzug von Putin, der unsichtbar zwar, aber wie ein stummer Gast dabei war, nichts eingekauft. Die Gebietsverluste wurden vernebelnd Gebietstausch genannt, so als wenn von der bisherigen Grundforderung, Herstellung der Grenzen von 2014, nie die Rede gewesen wäre. Die für den Bestand der Dann-Ukraine abzugebenden Sicherheitsgarantien blieben vage – Nato-ähnlich bedeutet keine Mitgliedschaft. Fazit: Der Krieg geht weiter, bis Putin ihn beendet.
Der große Thing (2): Neu war immerhin die Zusammensetzung: Neben dem Don saßen die kleine Römerin und Fritz der Kanzler, auf der anderen Seite die Herren aus F und GB. Ihnen gegenüber Nato-Rutte, der kleine Mann aus Kiew und die Ursula aus Brüssel und einer den ich nicht zuordnen konnte. Las hernach, es sei der finnische Präsident Stubb gewesen. Trump müsste nicht Trump sein, wenn er hernach nicht dessen Golf-Spiel gelobt hätte. Der große Thing (3): Frage mich beim erneuten betrachten der Bilder: Wo waren die lautesten Kriegsschreier aus Warschau? Wollten sie nicht dabei gewesen sein, oder lud sie niemand ein? Man wird die dortigen Reaktionen abwarten müssen, um klarer zu sehen.